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HFR Billens Rue de l’Hôpital 1 1681 Billens Tel. 026 651 61 11 HFR Châtel-St-Denis Place d’Armes 30 1618 Châtel-St-Denis Tel. 021 948 31 11 HFR Freiburg – Kantonsspital Postfach 1708 Freiburg Tel. 026 426 71 11 HFR Meyriez-Murten Postfach 278 3280 Meyriez-Murten Tel. 026 672 51 11

HFR Tafers Maggenberg 1 1712 Tafers Tel. 026 494 44 11

freiburger spital Generaldirektion Postfach 1708 Freiburg Tel. 026 426 88 30

JAHRESBERICHT HFR 2011

HFR Riaz Rue de l’Hôpital 9 1632 Riaz Tel. 026 919 91 11

Jahresbericht 2011

hôpital fribourgeois freiburger spital CH-1708 Fribourg/Freiburg www.h-fr.ch info@h-fr.ch


Die Qualität spielt am freiburger spital eine zentrale Rolle. Dieses Thema kommt deshalb als roter Faden in den verschiedenen Beiträgen und Bildern zum Ausdruck. Verschiedene Mitarbeitende erklären, was Qualität in ihrer täglichen Arbeit bedeutet.

Impressum Herausgeber Gestaltung Texte Fotos Druck

freiburger spital (HFR) www.millefeuille.ch HFR Christoph Schütz, Charly Rappo, Maud Chablais Paulusdruckerei, Freiburg


Inhaltsverzeichnis 4 5 6–7 8–9

Leitbild Strategische Ziele Jahresrückblick 2011 Organigramm

10 11 12–13

Verwaltungsrat und Generaldirektion Verwaltungsrat Direktionsrat Bericht der Verwaltungsratspräsidentin und des Generaldirektors

14–15 18–19 20–21 22–23 24–25

Direktionsrat Medizinische Direktion Pflegedirektion Direktion für Personalwesen Direktion für Wirtschaft Direktion für Logistik

27 28 29

Generalsekretariat Qualitätsmanagement Departement Dienste

31

Ärztekollegium

32–33 34–35 36–37 38–39 42 43 44–45 46–47 49 50 51 52–53 55

Medizinische Departemente Departement Medizin Departement Allgemeine Chirurgie Departement Orthopädische Chirurgie Departement Gynäkologie und Geburtshilfe Departement Pädiatrie Departement HNO und Ophthalmologie Departement Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie (RRG ) Departement Radiologie Departement Anästhesiologie und Reanimation Departement Notfallmedizin Departement Intensiv- und Überwachungspflege Departement Labor Departement Apotheke

58–59 60 61–65 66–73 74–78 79–82

Jahresrechnung und Statistiken Betriebsrechnung Bilanz Bericht der Revisionsstelle Statistik der Spitaltätigkeit Personalstatistiken Publikationsliste der medizinischen Abteilungen

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Unter Wahrung der Freiheit, Würde und Integrität des Menschen engagiert sich das HFR für die Gesundheit. 4

Leitbild Das HFR: - steht allen Personen offen, die medizinische Betreuung benötigen, und weist sie den g­ eeigneten Gesundheitseinrichtungen zu; - bietet seinen Patientinnen und Patienten jederzeit stationäre und ambulante medizinische Dienstleistungen im präventiven, kurativen und palliativen Bereich an. Es sichert den Zugang zu den Notfalldiensten und organisiert die Versorgung der medizinischen Dringlichkeit entsprechend; - erbringt wirksame, zweckmässige und wirtschaftliche Dienstleistungen; - leistet einen Beitrag zu Ausbildung und Unterricht sowie zur Forschung im klinischen Bereich und in der Pflege. Zudem fördert es die Weiterentwicklung der Medizin; - erbringt seine Leistungen auf der Basis gemeinsamer ethischer Grundsätze. Die behandelte Person wird in ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen und unter Respektierung ihrer Lebens­haltung und ihrer Werte als Partnerin in den Behandlungsprozess einbezogen; - setzt sich für eine ständige Verbesserung der Qualität und Sicherheit ein; - erbringt Dienstleistungen, die den gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht werden und dem medizinischen Fortschritt entsprechen; - trägt im Rahmen seiner Tätigkeit dem Umweltschutz und einer nachhaltigen Entwicklung Rechnung; - baut seine Zusammenarbeit und Kommunikation nach innen und aussen auf der Grundlage von Transparenz und Vertrauen auf; - fördert ein Arbeitsklima, das ihm die Erfüllung seiner Aufgabe erleichtert und das die berufliche und persönliche Entfaltung seiner Mitarbeitenden unterstützt; - beschäftigt Mitarbeitende, die über fachliche und soziale Kompetenzen verfügen, verantwortungsbewusst handeln und im Rahmen ihrer Tätigkeit qualitativ hochstehende Dienstleistungen erbringen; - leistet einen aktiven Beitrag zur Aus- und Weiterbildung sowie zur Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeitenden; - arbeitet mit seinen Partnern im Gesundheitswesen eng zusammen.

Das HFR (freiburger spital) ist als kantonale öffentlich-rechtliche Anstalt im Gesetz über das Freiburger Spitalnetz begründet. Es bietet seine Dienstleistungen an sechs Standorten an. In seiner Tätigkeit richtet sich das HFR nach der Spitalplanung und trägt der Zweisprachigkeit des Kantons Rechnung.


Strategische Ziele Der Verwaltungsrat hat für 2009 – 2011 folgende strategische Ziele fest­gelegt: 1. Die Umsetzung des HFR unter Berücksichtigung möglicher Synergien im Sinne einer einheitlichen öffentlichen Spitalstruktur zu Ende führen und dessen Image fördern. 2. Auf der Grundlage der Spitalplanung das Spitalangebot sicherstellen und dieses den Gesundheitsbedürfnissen der Bevölkerung und dem medizinischen Fortschritt anpassen. 3. Die Anforderungen in den Bereichen Qualitätssicherung und Sicherheit erfüllen. 4. Infrastrukturen, Einrichtungen und Managementinstrumente den Entwicklungen und Anforderungen in Medizin, Pflege und Therapie laufend anpassen. 5. Eine HFR-eigene Unternehmenskultur aufbauen, die Aus- und Weiterbildung in den Gesundheitsberufen ausbauen und die Kompetenzen des Personals durch Fortbildung fördern. 6. Das Management im Hinblick auf die Vorgaben der neuen Spitalfinanzierung und im Sinne einer kontrollierten Kostenentwicklung anpassen.

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Jahresrückblick 2011 Januar • Konstituierung der Personalkommission HFR • Gründung des Departements Berufsbildung der Pflegedirektion, Start der Weiterbildungen NDS HF (dipl. Expertinnen und Experten Anästhesiepflege, Intensivpflege, Notfallpflege) • Einführung eines Bildverwaltungssystems für die Radiologie (RIS/PACS) an allen sechs Standorten

März • VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken): Präventivmassnahmen der Spitalhygiene

April • Stellenantritt von Dr. med. Grégoire Kaczala, Neonatologe, als Leitender Arzt am Departement Pädiatrie des HFR • Stellenantritt von Dr. med. Laurent Froidevaux als Leitender Arzt Kardiologie an der Klinik für Innere Medizin des HFR Riaz • HFR-Patientinnen und -Patienten können die Dienstleistungsqualität auf dem Internetportal medicosearch.ch bewerten • Kündigung von PD Dr. med. Verena Geissbühler, Chefärztin des Departements Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR, per 31. Oktober 2011 • Einführung des elektronischen Patiententdossiers (DPI) am HFR Riaz

Mai • Erste Teilnahme des HFR am «Teddybär-Spital» (erstmals in der Schweiz zweisprachig durchgeführt) • Kündigung von PD Dr. med. Monika Bamert, Co-Chefärztin des Departements Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR, per 31. August 2011 • Stellenantritt von Dr. med. Andrea Humm als Leitende Ärztin Neurologie an der medizinischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals • Ernennung von Ines Clerc-Dourthe zur Leiterin Pflege der Abteilung Stoma- und Wundbehandlung HFR • Ernennung von Rebecca Farah zur Leiterin Physiotherapie HFR

Juni • Erste Teilnahme des HFR an der Aktion «Bike to work» von Pro Velo Schweiz • Ankündigung der Pensionierung von Hubert Schaller, Generaldirektor, im September 2012

Juli • Ankündigung einer möglichen Einschränkung der medizinischen Dienstleistungen an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital • Beförderung von Dr. med. Wenceslao Garcia zum Chefarzt der Notfallstation am HFR Freiburg – Kantonsspital • Beförderung von Dr. med. Daniel Monin zum Chefarzt der orthopädischen Klinik am HFR Riaz

August • Ankündigung der Einschränkung der Dienstleistungen und der Reorganisation der Patientenbetreuung an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR Freiburg – Kantonsspital ab 1. September 2011 • Einsatz eines Sicherheitsbeamten am HFR Freiburg – Kantonsspital (24/24h) • Ernennung von Dr. med. Anis Feki zum Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital; Stellenantritt am 1. Oktober 2011 • Im Anschluss an die Ernennung von Dr. med. Feki: Ankündigung der Aufrechterhaltung der geburtshilflichen Tätigkeit in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital ab 1. September 2011


7 September • Teilnahme am Nationalen Klinik- und Spitaltag von H+ • Entscheid des Verwaltungsrats, ein Gutachten zur Situation der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Auftrag zu geben • Stellenantritt von Dr. med. Anne Girardin als Leitende Ärztin in der Abteilung Anästhesiologie und Reanimation des HFR Riaz

Oktober • Vollständige Wiederaufnahme der Tätigkeiten der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital ab 1. Oktober 2011 • Stellenantritt von Prof. Dr. med. Jean-Bernard Dubuisson als Stv. Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital • Stellenantritt von Prof. Dr. med. Jean Bouquet de la Jolinière als Leitender Arzt an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR Freiburg – Kantonsspitals • Stellenantritt von Dr. med. Anne-Thérèse Vlastos als Leitende Ärztin an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR Freiburg – Kantonsspitals • Stellenantritt von Dr. med. Daniel Petek als Leitender Arzt an der Klinik für orthopädische Chirurgie des HFR Freiburg – Kantonsspitals • Stellenantritt von Dr. med. Denise Herzog als Leitende Ärztin an der pädiatrischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals • Stellenantritt von Dr. med. Olivier Tschopp als Leitender Arzt an der orthopädischen Klinik des HFR Riaz • Beförderung von Dr. med. Boris Cantin zum Leitenden Arzt der Palliativstation am HFR Châtel-St-Denis • Ernennung von Harjan Winters zum Leiter des Departements Hotellerie • Ernennung von Nathalie Bartolucci zur Leiterin Ernährungsberatung HFR

November • Einweihung des Radiologie-Neubaus am HFR Riaz • Wahl der neuen Personalvertreterinnen und -vertreter im Verwaltungsrat von 2012 bis 2015

Dezember • Ernennung von Pauline de Vos Bolay zur Generaldirektorin des freiburger spitals (Stellenantritt am 1. April 2012) • Ernennung der Neumitglieder des Verwaltungsrats durch den Staatsrat des Kantons Freiburg für die Amtszeit 2012 – 2015 •B  eförderung von Dr. med. Jérôme Burnand zum Stellvertretenden Chefarzt der medizinischen Klinik am HFR Riaz •B  eförderung von Dr. med. Ould Maouloud Hemett zum Leitenden Arzt Nephrologie/Hämodialyse an der medizinischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals •B  eförderung von Dr. med. Daniel Périard zum Leitenden Arzt Angiologie an der medizinischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals •B  eförderung von Dr. med. Gianluca Maestretti Stv. Chefarzt und Leiter der Spine Unit an der orthopädischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals •E  rnennung von Muriel Gailhac Rousset zur Leiterin Ergotherapie HFR


Direktionsrat

Ă„rztekollegium

Medizinische Direktion Prof. Bernard Vermeulen

Ă„rzterat

Pflegedirektion Rodolphe Rouillon


Administratives Organigramm

Verwaltungsrat Anne-Claude Demierre Präsidentin

Generalsekretariat Sébastien Ruffieux Generaldirektion Hubert Schaller Departement Dienste Marc Devaud

Direktion für Personalwesen Annick Kalantzopoulos

Direktion für Wirtschaft Pierre-André Kolly

Direktion für Logistik Robert Overney

Qualität Daniela Zahnd

Betriebskomitees

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Verwaltungsrat

Von links nach rechts: Jean-Pierre Montani Christian Castella Jean-Claude Mauron Pascal Corminboeuf Anne-Claude Demierre Jocelyne ImbachRakotomalala Elmar Perler Dr. med. Claude Burgy Pierre Aeby Ursula Schneider Schüttel fehlt: Christof Haudenschild

Mitglieder mit Stimmrecht Anne-Claude Demierre Pierre Aeby Dr. med. Claude Burgy Christian Castella Pascal Corminboeuf Christof Haudenschild Jocelyne Imbach-Rakotomalala Jean-Claude Mauron Jean-Pierre Montani Elmar Perler Ursula Schneider Schüttel Vertreterinnen und Vertreter mit beratender Stimme Hubert Schaller Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen Dr. med. Stefan Goetz Prof. Emanuel Gautier Marie-Anne Bruggisser Chantal Pythoud Sébastien Ruffieux Jeannette Portmann Patrice Zurich Protokollführer Sébastien Ruffieux

Präsidentin, Staatsrätin, Direktorin für Gesundheit und Soziales Vizepräsident, Pflegeheimleiter Arzt Direktor der Fédération patronale et économique Staatsrat, Direktor der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft Consultant Doktorin der Wirtschaftswissenschaften, Rentnerin Ehemaliger Heimleiter und Spitaldirektor, Rentner Professor an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg Rechtsanwalt Rechtsanwältin

Generaldirektor Medizinischer Direktor Vertreter der Ärzteschaft Vertreter der Ärzteschaft Personalvertreterin Personalvertreterin Generalsekretär Kommunikationsbeauftragte Vorsteher, Amt für Gesundheit

Generalsekretär


Direktionsrat

Direktionsrat Hubert Schaller Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen Rodolphe Rouillon Annick Kalantzopoulos Pierre-André Kolly Robert Overney Generaldirektion Hubert Schaller Sébastien Ruffieux Marc Devaud Daniela Luginbühl Jeannette Portmann Daniela Zahnd Séverine Maridor Maria Goujon

Generaldirektor, Präsident Medizinischer Direktor Pflegedirektor Direktorin für Personalwesen Direktor für Wirtschaft Direktor für Logistik

Generaldirektor Generalsekretär Leiter Departement Dienste Übersetzerin Kommunikationsbeauftragte Qualitätsmanagerin Direktionsassistentin (bis 12. September) Direktionsassistentin (ab 12. September)

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Von links nach rechts: Marc Devaud Hubert Schaller Pierre-André Kolly Rodolphe Rouillon Prof. Bernard Vermeulen Robert Overney Annick Kalantzopoulos Sébastien Ruffieux


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Verwaltungsrat und Generaldirektion Bericht der Verwaltungsratspräsidentin und des Generaldirektors Mit 2011 blickt das HFR bereits auf sein fünftes Geschäftsjahr zurück. Die Spitalstandorte widmeten sich weiterhin ihren jeweiligen Aufträgen, wobei das Tätigkeitsvolumen einmal mehr zeigt, dass die Bevölkerung grosses Vertrauen in die sechs HFRStandorte und in die Qualität und Sicherheit ihrer Dienstleistungen setzt. Die stationäre Tätigkeit blieb sowohl im Akutbereich wie in der Rehabilitation konstant: 20’487 Patientinnen und Patienten waren während 195’287 Spitaltagen hospitali­ siert. Die ambulante Aktivität dagegen nahm markant zu: plus 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Anne-Claude Demierre Präsidentin

Das diesjährige Geschäftsergebnis fällt wie im Jahr zuvor ausgeglichen bzw. sogar leicht besser aus als veranschlagt: Die Erträge waren höher als erwartet. Sie glichen die Überschreitun­ gen beim Personalbestand und die ausbezahlten Überstunden aus – das Globalbudget macht dies möglich. Beide Massnahmen waren nötig, um die Gesundheitsbedürfnisse der Bevölke­ rung zu erfüllen. Zu den Meilensteinen 2011 gehörte neben der Einweihung des Radiologie-Neubaus am HFR Riaz auch die Digitalisierung des medizinischen Informationssystems. Ausserdem hat das HFR seinen Patientinnen und Patienten als erstes Spital der Schweiz ermöglicht, seine Dienstleistungen online zu beurtei­len.

Die landesweit herrschenden Schwierigkeiten bei der Rekrutie­ rung von ärztlichem Personal trafen die Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR besonders hart. Das Thema beschäftigte die Spitalleitung und den Verwaltungsrat wochenlang. Zur Erinnerung: Ein lückenhaftes Ärzteteam und der beinahe gleichzeitige Austritt der beiden Chefärztinnen der Klinik für Gynäko­ lo­gie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital führten dazu, dass die Klinik ihre Tätigkeit vorübergehend herun­ terfahren musste. Die Dienstleistungen der Geburtsabteilung lies­sen sich jedoch aufrechterhalten. Dies gelang dank der Anstellung eines neuen Chefarztes und der damit einhergehen­ den wertvollen Unterstützung durch niedergelassene Ärzte und andere Freiburger Spitäler mit einer Entbindungsstation. In der Folge gab der Verwaltungsrat ein Gutachten in Auftrag, um das Management dieser Ereignisse zu untersuchen. An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an alle externen Partner des HFR für ihre kostbare Unterstützung und an die Belegschaft für ihren beispiellosen Einsatz. Im Kontext des Ärztemangels spielt die Attraktivität eines Spitals eine zentrale Rolle. Matchentscheidend sind neben der Infrastruktur und der übrigen Ausstattung auch die Ausbildungsmöglichkeiten, das Arbeitsumfeld und die Entlöhnung. Die Spitalleitung und der Verwaltungsrat arbeiten hart daran, am HFR die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen.


13 Zu den Highlights des Jahres 2011 gehören die Publikumsvor­ träge, die von hauseigenen Experten gehalten wurden und die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Das Jahr 2011 lässt sich in mancher Hinsicht als Übergangsjahr betrachten. So stand die Spitallandschaft vor der Aufgabe, sich auf die Einführung der neuen Spitalfinanzierung vorzu­ bereiten, die für Januar 2012 geplant war. Dasselbe galt für die Kantone. Mit dem neu in Kraft getretenen Spitalgesetz musste auch das Gesetz über das HFR teilweise abgeändert werden. Künftig sollen die Spitäler ihren gesamten Betriebs- und Inves­ ti­tionsaufwand über ihre Erträge decken. Davon ausgenommen sind die so genannten gemeinwirtschaftlichen Leistungen. Die Tarifverhandlungen mit den Versicherern sind noch im Gang. Zu einem Übergangsjahr wurde 2011 nicht zuletzt wegen der Ankündigung des Generaldirektors, im September 2012 in den Ruhestand zu treten. Noch vor Ende des Berichtsjahres liess sich eine Nachfolgerin finden, die ihre Stelle am 1. April 2012 antritt. Für eine reibungslose Übergabe ist demnach gesorgt. Die Änderungen im Gesetz über das HFR gaben auch bei den Organen des HFR Anlass zu einigen Neuerungen. So reduzierte sich die Mitgliederzahl des Verwaltungsrates von elf auf neun Personen. Per Ende 2011 ausgetreten sind Jocelyne ImbachRakotomalala, Claude Burgy, Christof Haudenschild, Jean-Claude Mauron und Elmar Perler. Der Verwaltungsrat hat indes drei

Neumitglieder ernannt: Martine Morard, Dominik Lottaz und Philippe Menoud. Der neue Verwaltungsrat konstituiert sich Anfang 2012, wobei der Staatsrat die Wahl der Präsidentin oder des Präsidenten genehmigen muss. Sowohl der Staatsrat wie das HFR danken den Austretenden für ihren wertvollen Beitrag zum Betrieb und Ausbau des freiburger spitals. Im Rückblick auf dieses sehr arbeitsintensive Jahr danken wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren zuver­ lässigen und kompetenten Einsatz zum Wohle unseres Spitals und seiner Patienten. Hubert Schaller Generaldirektor


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Direktionsrat Medizinische Direktion Tätigkeit Vorbereitung der neuen Spitalfinanzierung 2012, Diskussion über Gesundheitskosten und Managed Care, Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Oberärzten für die lokale Versorgung und ihre Folgen, Bedarf nach klinischen Pfaden, Über- oder Unterbelegung einzelner Bereiche an drei Akutstandorten: An Gesprächsstoff fehlte es der Ärzteschaft des HFR nicht. Eines ist sicher: Die Grundsätze einer neuen Clinical Governance müssen rasch Einzug halten, wenn sich das Wunschszenario gewisser Schweizer Gesundheitsökonomen nicht bewahrheiten soll: die Schliessung von Spitälern.

Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen Medizinischer Direktor

Doch soll man die Spitaltätigkeiten nun zentralisieren oder dezentralisieren? Die Medizin entwickelt sich von einer Einzeldisziplin in Richtung Teamarbeit, die auf die ergänzenden Kompetenzen weiterer medizinisch-pflegerischer Fachkräfte angewiesen ist. Diese Entwicklung spricht eher für eine Zentralisierung. Im Laufe des fünften Geschäftsjahres des HFR haben verschiedene Kommissionen und interdisziplinäre Arbeitsgruppen Form angenommen und ihre Wirkungsbereiche abgesteckt: - die Kommissionen für klinische Ethik, Ernährung und Arzneimittel - die Arbeitsgruppen, welche die Einführung der Überwachungs­ pflege für die Pädiatrie vorbereiten - eine bessere präklinische Betreuung vor Eingriffen am Verdau­ ungstrakt - Entwicklung des Konzepts für eine Spine Unit - neues Reglement der medizinischen Direktion - Evaluation der Permanence am HFR Meyriez-Murten - Vereinheitlichung der Verfahren im Hinblick auf eine gute Koordination mit den Gerichtsinstanzen (in Zusammenarbeit mit dem Staatsanwalt) - Schutz der Patientendaten unter Einhaltung einer strengen Bundesgesetzgebung Die Aufstockung auf 80 Studierende im dritten Bachelorjahr erforderte die Mitwirkung der gesamten Ärzteschaft. Die Univer­ si­tät Freiburg hat diese Unterrichtstätigkeit mit dem Titel «Kli­ ni­­scher Dozent» inzwischen offiziell anerkannt. Wer den Titel führen will, muss entsprechend ausgebildet sein: Zurzeit absol­ vieren mehr als zwanzig Kandidatinnen und Kandidaten des HFR, des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit und der Hochschule für Gesundheit Freiburg diese Ausbil­dung. Die Notfallstation am HFR Freiburg – Kantonsspital verfügt über einen neuen Chefarzt, Dr. med. Wenceslao Garcia. Die Tätigkeit nimmt an allen Notfallstationen des HFR ständig zu, wodurch diese konstant unter Druck stehen. Hier ist eine Zusammenarbeit mit den Praxisärzten in der Stadt nötig, um die Bedürfnis­ se der Bevölkerung aller Regionen zu decken.

Die Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR leisteten auf allen Ebenen einen grossen Effort. Das Fehlen von Kader- und Oberärzten, das einem allgemeinen Ärztemangel zuzuschreiben ist, sowie Koordinationsprobleme zwischen Freiburg und Riaz hatten leider zur Folge, dass die beiden Chef­ ärztinnen der Gynäkologie und Geburtshilfe den Standort Freiburg verliessen. Trotz eines beschleunigten Ernennungsverfahrens mussten im September Praxisärzte und Privatkliniken einspringen, um die Zeit bis zum Eintreffen des neuen Teams im Oktober zu überbrücken. Das neue Team besteht aus Mitgliedern, die mit ihrem Profil sämtliche Anforderungen der FMH an die Gynäkologie und Geburtshilfe abdecken. Diese sind nun daran, die anstehenden Herausforderungen anzupacken und auf eine Anerkennung der Klinik als Ausbildungs­stätte der Kategorie A hinzuarbeiten. Die FMH überwacht die Qualität des Unterrichts in den Spitälern und die Zufriedenheit der Assistenzärztinnen und -ärzte genau. Das HFR schneidet dabei gut ab. Im Rahmen der neuen Spitalfinanzierung kann es für seine Qualitäten als Ausbildungs­ stätte nun eine entsprechende Vergütung beantragen.


15 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Mit der neuen Spitalfinanzierung halten die Gesetze der Marktwirtschaft in der täglichen Patientenbetreuung Einzug. Wie in der Industrie droht das neue System, zu einer Taylorisierung der Produktion von Pflegeleistungen zu führen. Dies, obwohl eine lückenlose Versorgung alles ist, was die Patientinnen und Patienten verlangen. Den Ärztinnen und Ärzten kommt da­mit eine kollektive Verantwortung zu: Sie müssen ihre Akti­vitäten so koordinieren, dass sie gleichzeitig auch die wirtschaftliche Forderung nach Effizienz erfüllen. Dies ist ein Paradigmenwechsel, der den ärztlichen Instanzen am HFR sehr wohl bewusst ist, für den sie aber auf eine administrative Spitalinfrastruktur angewiesen sind. Es geht nicht nur darum, den Behandlungsablauf für die Patienten zu verbessern und die effizientesten Diagnose- und Behandlungsstrategien auszuwählen. Heute gilt es, den klinischen Pfad zu planen und die einzelnen Behandlungsschritte zu koordinieren, ohne die vorgeschriebene Aufenthaltsdauer zu überschreiten, denn dies hätte finanzielle Sanktionen zur Folge. Die Spitaleinnahmen hängen künftig von der Qualität der Faktu­ rierung ab. Diese wiederum ist darauf angewiesen, dass die me­ dizinischen Daten, die während des Spitalaufenthalts erfasst werden, möglichst vollständig sind, um daraus die richti­ge Fallpauschale abzuleiten. Für die Vollständigkeit dieser Daten sind fast ausschliesslich die Ärztinnen und Ärzte verantwortlich, obwohl die Informatik und die Direktion für Wirtschaft sie dabei tatkräftig unterstützen können. Die Nutzung des elektronischen Patientendossiers (DPI) erfordert spezifisches Wissen. Um dieses zu vermitteln, wurde im Laufe des Jahres eine Schulung organisiert. Das entsprechende Know-how wurde der Ärzteschaft von Kolleginnen und Kollegen vermittelt. Ausserdem unterstützten die Medizinische Direktion und die Pflegedirektion weitere Projekte anderer HFR-Direktionen zu den Patientenpfaden und zu den nicht indizierten Spitaltagen. Diese Verwaltungsarbeit hat jedoch auch ihren Preis. Die Führung des Patientendossiers und andere Aufträge machen zurzeit 20-30 Prozent der Arbeitszeit der Ärztinnen und Ärzte aus. Dies ist Zeit, die sie nicht dem Patienten selbst widmen können und die zu vielen Überstunden führt. Welcher Wirtschaftszweig kann es sich leisten, seine Produktivkraft mit «elektroni­ schem Papierkram» zu beschäftigen? Die Frage provoziert, muss aber gestellt werden, nun, da die neue Spitalfinanzierung Wirklichkeit ist.

Stab Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen, Medizinischer Direktor Margit Jochum Christin, wissenschaftliche Mitarbeiterin Patricia Frioud, Direktionsassistentin (bis 31. August) Monique Pelle, Direktionsassistentin (seit 1. September) Medizinische Departemente Prof. Dr. med. Daniel Betticher, Doyen des Departements Medizin PD Dr. med. Jean Dudler, Doyen des Departements Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie Prof. Dr. med. Bernhard Egger, Doyen des Departements Allgemeine Chirurgie Dr. med. Anis Feki, Doyen des Departements Gynäkologie und Geburtshilfe (seit 1. Oktober) Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, Doyen des Departements Orthopädische Chirurgie PD Dr. med. Verena Geissbühler, Doyenne des Departements Gynäkologie und Geburtshilfe (bis 30. September) Prof. Dr. med. Philippe de Gottrau, Doyen des Departements HNO und Ophthalmologie Dr. med. Alfredo Guidetti, Doyen des Departements Notfallmedizin Dr. pharm. Catherine Hänni, Doyenne des Departements Apotheke Prof. Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud, Doyen des Departements Radiologie Dr. Jean-Luc Magnin, Doyen des Departements Labor PD Dr. med. Lennart Magnusson, Doyen des Departements Anästhesiologie und Reanimation Dr. Govind Sridharan, Doyen des Departements Intensivund Überwachungspflege Prof. Dr. med. Johannes Wildhaber, Doyen des Departements Pädiatrie Operationstrakte/Sterilisation Dr. med. Michael Chilcott, Chefarzt, HFR Riaz Dr. Frank Frickmann, Chefarzt, HFR Tafers Dr. med. Dominique Thorin, Leitender Arzt, HFR Freiburg – Kantonsspital Spitalhygiene Dr. med. Christian Chuard, Leitender Arzt


«Qualität bedeutet für mich, jedem Patienten eine ihm angepasste Behandlung anbieten zu können, und dies in einer wohlwollenden Atmosphäre» Dr Daniel Monin, Chefarzt in der Klinik für Orthopädische Chirurgie, HFR Riaz


«Qualität bedeutet für mich, sich in einem System weiterzuentwickeln, bei dem das Engagement einen entscheidenden Wert hat» Martine Saramon, verantwortliche Pflegefachfrau für Spitalhygiene des HFR, HFR Freiburg – Kantonsspital


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Direktionsrat Pflegedirektion

Rodolphe Rouillon Pflegedirektor

Tätigkeit Für die Fachteams der Pflege und der medizinisch-technischen und -therapeutischen Bereiche (MTT) waren dies die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2011: - Umsetzung der Organisationsstruktur der Pflegestationen (in grossen Stationen: Unterstützung der Stationsleitung durch eine dipl. Pflegefachperson HöFa I) - Einrichtung einer gemeinsamen Abteilung Patientenfluss-Management (früher: Bettendisposition) für alle HFR-Standorte - Einführung des elektronischen Patientendossiers (DPI) am HFR Riaz und HFR Meyriez-Murten; Weiterentwicklung des DPI mit Pflegeprozessen und LEP-Schnittstelle für das gesamte HFR - Inbetriebnahme des Patiententransportdienstes in Freiburg - Realisierung einer Physiotherapie-Abteilung auf Ebene HFR - Fortsetzung der Reorganisation der Führungsstrukturen: Harmonisierung der standortübergreifenden Strukturen (Stab, Physiotherapie, Ergotherapie usw.) - Inbetriebnahme der Abteilung Stoma- und Wundbehandlung - Aktiver Einbezug der Fachkräfte der Pflege- und MTT-Berufe bei der Erarbeitung von klinischen Prozessen und Behandlungspfaden. Trotz Schwierigkeiten beim Management der Aktivitäten und des Personals erlaubten diese Massnahmen, die fachgerechte Betreuung unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleis­ ten. Die Organisationsstrukturen und Pflegeprozesse mussten jedoch weiter optimiert werden, um in einem Kontext beschränkter Ressourcen zu funktionieren. Aus den obenstehenden Beispielen lassen sich ferner weitere Dienstleistungen, Bereiche und Aufträge entwickeln. Mit mehr als 4’300 Ausbildungstagen blieb die fachliche Ausund Weiterbildung ein Schwerpunkt für die Pflegedirektion. Nicht zuletzt nahm 2011 das Ausbildungsangebot des Departements Berufsbildung Form an: Es bietet neu Nachdiplomstudien­gänge in Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege an. Das HFR hatte sich für die Anerkennung durch das BBT als Bildungsanbieter in den erwähnten drei Bereichen (NDS HF) beworben. Dieses Projekt war ein durchschlagender Erfolg. Das Departement bietet nun auch andere Ausbildungen an. Auch 2011 setzte sich das HFR-Personal der Pflege und des MTT-Bereichs mit 150 Praxisausbildnerinnen und -ausbildnern intensiv für die Ausbildung der künftigen Gesundheitsfachkräfte ein. Insgesamt wurden gegen 800 Lernende und Prakti­ kanten aufgenommen, daneben 31 FaGe-Lernende und 22 Studierende NDS HF (angehende Expertinnen und Experten Anäs­thesie-, Intensiv- und Notfallpflege).

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Im Hinblick auf die Einführung der DRG-Fallpauschalen prägten zahlreiche Fragen und Bedenken das Jahr 2011. Die neue Spitalfinanzierung braucht jedoch nicht als ein unausweichliches Schicksal wahrgenommen werden. Aus diesem Grund richteten sämtliche Stationen und Abteilungen ihre Überlegungen und Veränderungen darauf aus, ihre Prozesse weiter zu optimie­ ren. Dazu gehören zum Beispiel die klinischen Pfade, die eini­ ge Abteilungen interdisziplinär, insbesondere zusammen mit der Ärzteschaft, ausgearbeitet haben. Der steigende Kostendruck erlaubt letztlich, Überlegungen dazu anzustellen, wie sich Arbeitsabläufe besser koordinieren und gezielter einsetzen lassen. Wer an den Einfluss der DRG denkt, denkt an die Pflegequali­ tät. Dies war 2011 in sämtlichen Überlegungen präsent und wird es auch in den kommenden Jahren bleiben. Die Pflegeleis­ tun­gen sind im DRG-System oft nicht klar ersichtlich. Sie müssen differenzierter gestaltet werden, um z. B. dem psychischen und/oder körperlichen Abbau, Hautproblemen usw. gerecht zu werden. DRG hin oder her, Qualität muss das Leitmotiv bleiben. Vermut­ lich muss auch der Begriff «Qualität» neu definiert werden: Welche Qualität wollen wir, können wir erreichen? Antworten auf diese Frage geben die Ansätze, die von interdisziplinären Teams ausgearbeitet wurden: Fehlerkultur, klare, breit verfügbare Pflege­ anweisungen und -prozesse, Zwischenfall-Meldesysteme (IRS), Expertenkommissionen (Qualität, Einkauf, Informatik, demnächst klinische Ethik, Arzneimittel, Vigilanz usw.), klinische Pfade, Eva­ luation der Berufspraxis, evidenzbasierte Referenzsysteme zur Guten Praxis usw. Das Jahr 2011 lieferte all diese Hilfsmittel im Hinblick darauf, die weitere Entwicklung konsequent und nachhaltig vorantreiben zu können.


19 Stab Rodolphe Rouillon, Pflegedirektor Patricia Frioud, Direktionsassistentin Projektleiterin LEP Fabienne Berger-Brunner Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Christine Meuwly Jocelyne Pilloud (bis 16. September) Sonja Rappo-Gross Pflegedienstleitungen Sophie Binz und Valérie Bovard, HFR Riaz Frédérique Gautier, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis Martine Sherbetjian, HFR Freiburg – Kantonsspital Ruth von Wyl, HFR Meyriez-Murten, HFR Tafers Leitung Departement Berufsbildung Elisabeth Oliveira Cuendet, Leiterin a. i. Leitung Ernährungsberatung Nathalie Bartolucci, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis, HFR Riaz und HFR (seit 1. Oktober) Christine Romanens, HFR Freiburg – Kantonsspital (bis 31. Dezember) Leitung Ergotherapie HFR Muriel Gailhac-Rousset, Leiterin a. i.

Leitung Physiotherapie Rebecca Farah, HFR (seit 1. Mai) Stéphane Brand, HFR Freiburg – Kantonsspital (bis 31. Oktober), HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis a. i. (bis 30. Juni) Rachel Chappatte, HFR Tafers (seit 1. November) Chantal Delley Lescrauwaet, HFR Riaz Jan Hofer, HFR Tafers a. i. (bis 31. Dezember) Bertrand Macheret, HFR Billens (seit 1. September) Monika Neuhaus, HFR Meyriez-Murten Leitung MTRA Nicola Bionda, HFR Meyriez-Murten Anne Bovet, HFR Tafers (bis 31. August) Sandra Falter, HFR Tafers Bernard Gex, Nuklearmedizin, HFR Freiburg – Kantonsspital Julien Grenier, Radio-Onkologie, HFR Freiburg – Kantonsspital Daniel Guillet, HFR Freiburg – Kantonsspital Suzanne Horlacher, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis, HFR Riaz Leitung Spitalhygiene Martine Saramon Leitung Stoma- und Wundbehandlung Inès Clerc Dourthe (seit 1. April) Leitung Patientenberatung Marie-Anne Bruggisser und Benoît Delacombaz (Co-Leitung) Leitung Patientenfluss-Management Robert Lefebvre Leitung Seelsorge Emilio Gamez, HFR Tafers Bruno Kazadi, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis, HFR Riaz (katholisch) Martine Lavanchy, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis, HFR Freiburg – Kantonsspital, HFR Riaz (reformiert) Rolf Maienfisch, HFR Meyriez-Murten (katholisch) Christian Riniker, HFR Meyriez-Murten (reformiert) Monique Schmutz, HFR Freiburg – Kantonsspital (katholisch)


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Direktionsrat Direktion für Personalwesen Tätigkeit Die 2010 neu eingesetzte Organisation und Personalpolitik der Direktion für Personalwesen (DPW) ging 2011 in die zweite Runde. Nun ging es darum, Erreichtes zu konsolidieren und die neuen Prozesse weiter zu verbessern.

Annick Kalantzopoulos Direktorin für Personalwesen

Die 2010 durchgeführte Umfrage lieferte der DPW eine Momentaufnahme, wie zufrieden die Mitarbeitenden mit dem HFR als Arbeitgeber sind. Die Anliegen, die daraus hervorgingen, wurden 2011 mit Massnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen angegangen: Ausbildung, Entlöhnung, Arbeitszeit und Ferien, Umgang mit schwierigen Situationen, Führungsqualität, interdis­ ziplinäre Zusammenarbeit, Kinderbetreuung, Arbeitsbelastung und Zeit für die Patienten. Im Bereich der Arbeitsbedingungen stufte der Staat Freiburg 2011 verschiedene Funktionen neu ein. Davon betrafen meh­ re­re das Spital: Fachangestellte Gesundheit, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger mit und ohne Sonderaus­bildung, MTT-Leitungen und deren Stellvertretungen. Auch die Spitalapo­ thekerinnen und -apotheker wurden neu eingestuft. Wir hoffen, dass diese Verbesserungen unsere Mitarbeitenden motivieren, dem HFR treu zu bleiben, dessen Attraktivität als Arbeitgeber steigern und damit dem drohenden Mangel an qualifiziertem Personal entgegenwirken. Weiter stand das Jahr 2011 im Zeichen einer lebhaften Debatte um die Reglementierung der Arbeitszeiten der Oberärztinnen und Oberärzte. Da diese dem Arbeitsgesetz unterstehen, dürfen sie 50 Wochenstunden und 140 Überstunden pro Jahr nicht überschreiten. Gleichzeitig sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, sich ständig weiterzubilden. All diese Einschränkun­ gen einzuhalten, würde bedeuten, den Spitalbetrieb aufs Spiel zu setzen. Gemeinsam mit den betroffenen Ärztinnen, Ärzten und Abteilungen wurde deshalb nach massgeschneiderten Lösungen gesucht, die den Voraussetzungen der einzelnen Abtei­ lungen Rechnung tragen. Die 2009 lancierten Ausbildungsmassnahmen wurden auch 2011 fortgesetzt. Sie richteten sich an Mitarbeitende, die noch nicht davon profitieren konnten oder erst seit Kurzem am HFR arbeiten. Konkret waren dies die Schulungen zu den jährlichen Qualifikationsgesprächen und zum Absenzenmanagement, Sprachkurse sowie spezifische Kurse wie jene für das Kaderpersonal der Logistik.

Die im Januar 2011 gegründete Personalkommission traf sich an den verschiedenen HFR-Standorten zu monatlichen Sitzungen. Diese dienten neben der Diskussion und dem Informations­ austausch auch dazu, Aufgaben zu verteilen und – insbesonde­ re zu reglementarischen Änderungen – Stellung zu nehmen. Seit Juni 2011 verfügt die Personalkommission in der Mitarbei­ter­ zeitung Osmose über eine eigene Rubrik (Informationen, Mitteilungen, Dialog). Ausserdem ist sie im Intranet präsent. Als Vertretung der Belegschaft wirkt die Personalkommission in der SIGE-Gruppe (Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) mit und pflegt regelmässige Kontakte zur Direktion. Der Arbeitsmedizin diente das Berichtsjahr dazu, ihre Ende 2010 neu eingesetzte Organisation zu konsolidieren. Unter anderem definierte sie die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit ihren Ansprechpartnern neu und verbesserte die entsprechenden Prozesse. Daneben behandelte sie zahlreiche Anliegen. Diese betrafen neben der Ergonomie am Arbeits­platz den Schutz schwangerer Mitarbeiterinnen, Nachtarbeit, Langzeitabsenzen und arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme bzw. Berufskrankheiten. Der Personalärztliche Dienst fuhr fort, seine Abläufe an den HFR-Standorten zu vereinheitlichen. Dies galt insbesondere für die medizinischen Eintrittsuntersuchungen und die Betreuung bei Berufsunfällen mit Blutkontakt. Der Personalbestand des HFR betrug im Jahresmittel 2’120,17 VZÄ (Vollzeitäquivalente). Damit wurde das Budget um 42,68 VZÄ (2,05 Prozent) überschritten. Die Überschreitung liegt höher als im Vorjahr (2010: 13,43 VZÄ, d. h. +0,67 Prozent). Dies erklärt sich wie folgt: Im Jahr 2010 wurden nur jene Überstunden in VZÄ umgerechnet, die Teilzeitmitarbeiten­ den ausbezahlt wurden. 2011 wurden jedoch sämtliche vergü­ teten Überstunden zum Personalbestand gezählt, auch jene von Vollzeitmitarbeitenden. Das heisst, dass die bezahlten Überstunden der Vollzeitmitarbeitenden für 2010 hinzugerech­ net werden müssten. Dies waren etwas mehr als 17’000 Stunden, was rund 9 VZÄ entspricht. Die Absenzenquote stieg 2011 um 0,56 Prozent an (6,64 Prozent gegenüber 6,08 Prozent im Vorjahr). Auch diese Absenzen mussten mit rund 12 VZÄ kompensiert werden. Die Überstunden selbst nahmen ebenfalls zu. Gegenüber 35’270 Stunden im Jahr 2010 belie­ fen sie sich 2011 auf 48’217 Stunden (Stand: Ende Dezember). Dies erklärt sich grösstenteils damit, dass im Dezember 2011 deutlich weniger Überstunden ausbezahlt wurden als in den Jahren zuvor. Die soziodemografischen Daten (Vertei­ lung der Beschäftigungsgrade, Anteil männliche und weibli­che Mitarbeitende) blieben konstant.


21 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Ansonsten wurde 2011 der Boden vorbereitet, um mehrere neue Informatikhilfsmittel einzuführen. Diese sollen dem Perso­nal­ wesen erlauben, seine Dienstleistungen weiter zu verbessern. So werden sich Arbeitszeugnisse ab dem 1. Quartal 2012 mit einer webbasierten Anwendung erstellen lassen. Weiter soll im Laufe des Jahres 2012 eine Internetplattform für die Personalbeschaffung ihren Betrieb aufnehmen. Im selben Jahr wird ausserdem das Projekt EPD (elektronisches Personaldossier) lanciert. Als modernes, leistungsfähiges Instrument soll es dem Personalwesen ermöglichen, seine Dienstleistungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verbessern. 2009 wurde die Durchführung von Qualifikationsgesprächen am HFR vereinheitlicht und systematisiert. Im 2. Halbjahr 2011 bereiteten die Direktion für Personalwesen und die Abteilung Qualitätsmanagement ein internes Audit dieses Prozesses vor. Das Audit findet Anfang 2012 statt. Es soll aufzeigen, was sich in der aktuellen Praxis verbessern lässt und was bereits gut funktioniert. Nicht zuletzt soll es ermitteln, wie gut die Vorgesetz­ ten den Prozess beherrschen, und die bisherigen Erfahrungen mit Qualifikationsgesprächen zusammentragen.

Annick Kalantzopoulos, Direktorin für Personalwesen Christelle Terreaux, Direktionsassistentin (bis 31. August) Séverine Maridor, Direktionsassistentin (seit 12. September) Corinne Cota, Stellvertreterin der Direktorin für Personalwesen, Business Partner der Medizinischen Direktion Céline Marguet, Business Partner der Pflegedirektion Anton Meuwly, Business Partner der Direktionen für Logistik, für Wirtschaft, für Personalwesen und der Mitarbeitenden der Generaldirektion Lydia Prot, Leiterin Shared Services Center Thomas Dupas, Projektleiter (bis 31. Dezember) Jens Gawron, Projektleiter (seit 1. Dezember) Dr. med. Leonhard Sigel, Arbeitsarzt Dr. med. Claude Burgy, Personalarzt Odile Clerc, Leiterin Krippe


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Direktionsrat Direktion für Wirtschaft Tätigkeit Das Jahr 2011 begann für alle Mitarbeitenden der Direktion für Wirtschaft (DW) mit dem Jahresabschluss 2010. Was banal klingen mag, war für die DW dieses Jahr ein gewagtes Unterfan­ gen: Zum ersten Mal wurde der Jahresabschluss des HFR auf der neuen Opale-Basis mit einer einzigen Buchhaltung durchge­ führt.

Pierre-André Kolly Direktor für Wirtschaft

Diese technische Übung wurde erfolgreich und fristgerecht gemeistert. Der Januar ist eine äusserst arbeitsintensive Zeit, in der die Lieferantenrechnungen und die zu fakturierenden Leistun­gen rascher erfasst werden müssen. Der beispielhafte Einsatz aller Mitarbeitenden ermöglichte jedoch, den Jahresabschluss vor En­ de Januar fertigzustellen, damit die Treuhandfirma im Anschluss die Rechnungsprüfung vornehmen konnte. Nach dem buchhalterischen Abschluss war der Bereich Control­ ling an der Reihe, um die Kostenrechnung für das Geschäftsjahr 2010 abzuschliessen. Hier ging es darum, für rund 600 ver­schiedene Kostenstellen mit Hilfe von Verteilerschlüsseln, weiteren Daten und mehreren Arbeitsschritten die Kosten der Leistungen für jeden Fall bzw. jeden Patienten zu berechnen. Diese Arbeiten dauerten mehrere Monate. Im Anschluss konnten die verschiedenen für die Tarifverhandlungen nützlichen Zahlen veröffentlicht werden. Bei den Ergebnissen der Kostenrechnung wurden die neuen statistischen Informationen von SwissDRG berücksichtigt, um die Fallschwere (Case Mix) der stationären Akutpatienten sowie die Kosten einer Hospitalisierung zu bestimmen. Anschliessend handelten der Leiter des Departements Faktu­ rierung und Tarife des HFR und der Direktor für Wirtschaft die KVG-Tarife für stationäre Akut- und Nichtakutaufenthalte jeweils separat mit tarifsuisse und mit der Einkaufsgemeinschaft der Versicherer Helsana, Sanitas und KPT aus. Auch über den Tarif für ambulante Aufenthalte wurde gemeinsam mit den Vertrete­ rinnen und Vertretern der anderen Freiburger Spitäler verhandelt. Diese schwierigen Verhandlungen auf Grundlage des neuen SwissDRG-Systems führten zu keiner Einigung unter den Partnern, weshalb der Staatsrat des Kantons Freiburg nun proviso­ rische Arbeitstarife bestimmen muss. Das gilt auch für den ambulanten Bereich, wo ebenfalls keine Einigung zustande kam. Des Weiteren wurden in den verschiedenen Departementen der DW zahlreiche Projekte weitergeführt bzw. umgesetzt, um die Einführung der neuen Spitalfinanzierung zu gewährleisten oder um die Geschäftsprozesse zu optimieren. Im Departement Finanzbuchhaltung werden sämtliche Lieferan­ tenrechnungen und buchhalterischen Dokumente ab sofort mit Texterkennung (Optical Character Recognition) eingescannt. Dadurch lassen sich gewisse Daten automatisch erfassen, am Bildschirm anzeigen und elektronisch archivieren. Als Folge­ projekt dazu wurde mit den Zentrallagern und den Apotheken ein elektronischer Workflow für die Rechnungen geschaffen.

Dieses System vereinfacht es, Dokumente an jene Stellen weiterzuleiten, welche zur Kontrolle, Visierung und Freigabe der Rechnungen befugt sind. Damit wird die Kontrolle verbessert. Schliesslich ermöglicht die Einführung eines Systems zum Empfang elektronischer Lieferantenrechnungen über die Plattform SIX Paynet, beim Posteingang und bei der Datenerfassung Zeit und Papier zu sparen. Für das Geschäftsjahr 2012 wurde ein neuer Kontenplan erarbeitet, der die neuen Vorschriften von H+ sowie die Empfehlungen SwissGAAP FER berücksichtigt. Die Organisation des Departements Fakturierung und Tarife steht: Ernannt wurden Leiterinnen für den Empfang und die Patientenaufnahme an allen HFR-Standorten, eine Leiterin Fakturierung am HFR Riaz für die Fakturierung der Standorte Billens, Châtel-St-Denis und Riaz sowie eine Leiterin Fakturierung am HFR Tafers für die Fakturierung der Standorte MeyriezMurten und Tafers. Die Büros der Fakturierung am Standort Meyriez-Murten wurden definitiv aufgehoben; die zwei Mitarbei­ terinnen dieses Standorts verstärken seit Juni 2011 das Team in Tafers. Dadurch wurden Synergien geschaffen, die unter an­ derem einen Austausch der Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen der Spitalfakturierung ermöglichen. Neben der übli­ chen Tätigkeit der Leistungserfassung, die insbesondere wegen des Anstiegs der ambulanten Leistungen immer mehr ­zunimmt, widmete sich das Departementspersonal den Vorbereitungen der neuen Spitalfinanzierung mit den neuen admi­nis­ trativen Patientenvorschriften. Die verwaltungstechnischen Prozeduren wurden überarbeitet und an die neuen Anforderun­gen der Normen von SwissDRG angepasst. Der Bereich Controlling, Statistiken und Medizinische Kodierung setzte die Professionalisierung der medizinischen Kodie­ rung fort und stellte dazu Dr. med. Graziella Rossier als Leiten­ de Ärztin ein. Als Verbindungsperson zu den Spitalärztinnen und -ärzten spielt sie eine wichtige Rolle im Hinblick auf eine bessere Organisation der medizinischen Daten des Patienten­ dossiers, um die Kodierung und Fakturierung zu erleichtern. Es ist weiterhin schwierig, neue Mitarbeitende zu finden, die in diesem Bereich bereits ausgebildet sind. Ein neues, ins infor­matisierte Patientendossier (DPI) integriertes Kodierungs­ programm wurde angeschafft. Zudem wurden die neuen ­Kodierungsregeln eingeführt, darunter eine neue CHOP-­ Klassifikation. Aufgrund der zunehmenden Komplexität der neuen Regeln und der sehr viel grösseren Anzahl neuer Codes nahm die Zahl der täglich kodierten Dossiers ab. Das HFR wird das Team daher erneut ausbauen müssen, um die Kodierung der Patientendossiers für die Fakturierung der Spitalaufenthalte fristgerecht nachführen zu können. Eine externe Firma führte 2011 ein Audit zur Kodierung des Jahres 2010 durch. Das Controlling lancierte das Projekt MIS (Management Information System), das im Folgejahr die Einführung von finanztech­ ni­schen Führungstabellen und Tätigkeiten auf Basis eines «Data-­Warehouse» ermöglichen soll. Das Benchmarking mit den Spitälern der lateinischen Schweiz wurde weitergeführt.


23 Jahresergebnis 2011 Das Geschäftsjahr 2011 des HFR schloss mit einem geringfügig besseren Ergebnis ab, als der Grosse Rat des Kantons Freiburg veranschlagt hatte. Das Globalbudget (Staatsbeitrag) in Höhe von CHF 190’009’870.– wurde um CHF 357’999.– unterschritten. Der effektiv ausgegebene Betrag des Globalbudgets beträgt demnach CHF 189’651’871.–. Die Jahresrechnung 2011 weist drei besondere Elemente auf: - Ein Betrag in Höhe von CHF 2’340’000.– wurde für eine Teilzahlung der geschuldeten Entschädigung in einem noch offe­ nen Haftpflichtfall aufgewendet; - In Übereinstimmung mit den Standards von SwissGAAP FER wurde eine Rückstellung von CHF 2’867’000.– für die Überstunden der Mitarbeitenden am 31. Dezember 2011 bilanziert; - Aufgrund der neuen Regeln über die Spitalfinanzierung wurden die vom Grossen Rat des Kantons Freiburg per Dekret genehmigten Summen für Bauvorhaben 2011 vollständig in die Rückstellungen integriert. Die damit verbundenen Abschreibungen fallen demnach CHF 350’000.– höher aus als budgetiert.

für zusatzversicherte Patienten (die 2010 mit gutem Ergebnis ausgehandelt wurden) und der gleichbleibenden Anzahl priva­ ter/halbprivater Fälle und Spitaltage im Jahr 2011 zuzuschreiben. Auch die Erträge aus der ambulanten Tätigkeit übertrafen das Budget deutlich (+CHF 7 Mio.). Zuzuschreiben ist dies der anhaltend intensiven Tätigkeit und der Weiterverrechnung von Material, Medikamenten und Implantaten in der ambulanten Tätigkeit (z. B. in der interventionellen Kardiologie). Die Erträge aus der allgemeinen Spitalabteilung überschritten das Budget ebenfalls. Dies ist auf eine geringfügige Zunahme der Patientenzahlen und der Spitaltage sowie auf eine Erhöhung der KVG-Tarife zurückzuführen. Die Erträge beliefen sich auf insgesamt CHF 85’808’597.– und lagen damit um CHF 2,2 Mio. höher als budgetiert. Die übrigen Betriebserträge blieben im Rahmen der Haushalts­ vorgaben. Die höheren Spitalerträge (+CHF 10,7 Mio.) decken damit den zusätzlichen Betriebsaufwand des HFR für 2011 (insgesamt rund CHF 10,3 Mio. mehr als im genehmigten Budget) vollständig.

Ohne diese speziellen Elemente wäre das Globalbudget um rund CHF 5’915’000.– unterschritten worden.

Stab Pierre-André Kolly, Direktor für Wirtschaft Stefanie Folly, Direktionsassistentin

Beim Betriebsaufwand fällt insbesondere die Zunahme des Personalaufwands und der Sozialleistungen auf (+CHF 4,7 Mio.). Gründe dafür sind die Überschreitung der bewilligten Stellen sowie die Rückstellung des oben erwähnten Betrags für die En­ de Jahr angehäuften Überstunden. Diese zwei Hauptgrün­de erklären sich teilweise aus der Zunahme der Spitaltätigkeit, vor allem der ambulanten Tätigkeit, aber auch aus den neuen Gesetzesnormen im Bereich der Personalverwaltung (Nachtar­beit).

Bereich Controlling, Statistiken und Medizinische Kodierung Pierre Perritaz, Bereichsleiter Emmanuel Auderset, Wirtschaftswissenschaftler Elena Bragagnini-Borloz, Wirtschaftswissenschaftlerin Pauline Mollard, Wirtschaftswissenschaftlerin (seit 1. Juni) Dr. med. Graziella Rossier, Leitende Ärztin Medizinische Kodierung (seit 1. Mai)

Die Arzthonorare beliefen sich auf einen Gesamtaufwand von CHF 18,65 Mio., im Vergleich zu den veranschlagten CHF 17 Mio. Eine Veränderung in der Zusammenarbeit mit einem privaten Institut, das die Radiologie am HFR Tafers betreibt (das neu als Belegarzt und nicht mehr als Lieferant betrachtet wird), führte zu einem Honoraranstieg von CHF 300’000.–. Eine gleich hohe Abnahme bei den externen Röntgenuntersuchungen gleicht diesen Anstieg wieder aus. Der medizinische Betriebsbedarf entsprach dem veranschlagten Budget.

Departement Fakturierung und Tarife Pierluigi Zuccolotto, Departementsleiter Benoît Delabays, Leiter Fakturierung, HFR Freiburg – Kantonsspital Claudine Gachet, Stv. Leiterin Fakturierung, HFR Freiburg – Kantonsspital Rita Telfser, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme HFR Irène Bielmann, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Meyriez-Murten Pierrette Haymoz, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Tafers Nathalie Jordan, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Billens (seit 1. Januar) Caroline Olivier, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Freiburg – Kantonsspital (seit 1. Juni) Alexandra Tissot, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Riaz (seit 1. Januar) Monique Vienne, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Châtel-St-Denis (seit 1. Januar) Béatrice Gasser, Technische Leiterin Telefonzentrale, HFR Freiburg – Kantonsspital

Der Instandhaltungs- und der Investitionsaufwand blieb ebenfalls im Budgetrahmen, während der übrige Betriebsaufwand das Budget um CHF 3,2 Mio. überschritt. Verantwortlich dafür waren die Auszahlung der Entschädigung im oben erwähnten Haftpflichtfall und die Ausgaben für die Aktualisierung der ITLizenzen. Was die Spitaltätigkeit betrifft, verzeichnete das HFR in der privaten Abteilung Mehrerträge im Umfang von +CHF 1,5 Mio. Dies ist der Erneuerung der Krankenversicherungsverträge

Departement Finanzbuchhaltung Gérard Dewarrat, Departementsleiter


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Direktionsrat Direktion für Logistik Tätigkeit Die Direktion für Logistik umfasst organisatorisch die drei Departemente Hotellerie, Einkauf und Infrastrukturen. Im Stab der Direktion für Logistik sind dem Direktor die Spezialisten Betriebswirt, Ingenieur für Medizintechnik, Ingenieur für Instandhaltung Medizintechnik, Sicherheitsbeauftragte sowie die Abtei­lung Patiententransport «intersites» unterstellt. Die Direktion für Logistik ist mit einem Budget von CHF 30 Mil­ lionen für den Einkauf und die Infrastrukturen verantwortlich; neben dem Einkauf stellt sie medizintechnische sowie techni­ sche Einrichtungen und die Infrastrukturen zur Verfügung.

Robert Overney Direktor für Logistik

Stab Direktion für Logistik Im Zuge der Einführung des Tools VisualFM wurde vom Betriebswirt der Budgetprozess angepasst. Für den Einkauf der medizintechnischen Güter wurde die elektronische Bestellung über Opale eingeführt. Der Ingenieur für Medizintechnik hat einige Grossprojekte geleitet, die allesamt über das öffentliche Beschaffungswesen abgewickelt wurden. An den einzelnen Standorten haben die Sicherheitsbeauftragten mit dem Erfassen der Gefahren und der Erstellung der Gefahrenkarte HFR begonnen. Die Abteilung Patiententransporte «intersites», aktuell vor allem an den Standorten HFR Riaz, HFR Châtel-St-Denis und HFR Billens aktiv, hat im vergangenen Jahr 1’417 Patienten transpor­ tiert (970 Transfers und 447 Untersuchungen). Departement Hotellerie Das Departement Hotellerie war geprägt durch den Wechsel des Departementsleiters. Harjan Winters trat im Dezember die Nachfolge von Eric Froidevaux an. Im Bereich Hauswirtschaft wurden im HFR Freiburg – Kantonsspital die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden in der Wäscherei verbessert. Hier wurden 833 Tonnen Wäsche verar­ beitet; im HFR Tafers waren es 167 Tonnen. Ebenfalls wurde die Organisation im HFR Billens, HFR ChâtelSt-Denis und HFR Riaz angepasst. An jedem Standort gibt es nun eine Leiterin Hauswirtschaft.

Die Schliessung der Cafeteria im HFR Freiburg – Kantonsspital in Folge der Bautätigkeit Bertigny III in den Monaten Juli und August hat einen Umsatzrückgang von CHF 63’000.– (Umsatz 2011: CHF 1’250’000.–) mit sich gebracht. Die Küchen an den einzelnen Standorten haben rund 360’000 Mahlzeiten zubereitet. Departement Einkauf Mit Beginn des Jahres 2011 hat die Abteilung Einkauf ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie setzt sich vorderhand aus drei Einkäufern zusammen und verfügt über die nötigen Strukturen auf Seiten Sortiments- und Warenbewirtschaftung. Das Schwergewicht der Aufgaben lag in der Definition und Einführung der nötigen Prozesse sowie der Schaffung der Einkaufskommis­sion. Die Zusammenarbeit mit den Benutzern und deren Integration in die Prozesse ist noch nicht optimal gelöst und wird das Schwergewicht für 2012 bilden. Im Zentrallager wurden auf allen Standorten die Prozesse überarbeitet, mit dem Ziel, das Nachbestellwesen, die Lagerhaltung und die Versorgung der Stationen zu optimieren. Departement Infrastrukturen Neben den Unterhaltsarbeiten und Interventionen im Bereitschafts- und Pikettdienst wurden an den einzelnen Standorten verschiedene Grossprojekte umgesetzt. An den Standorten HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis und HFR Tafers wurde im Zusammenhang mit dem DPI die WIFI-Vernetzung aufgebaut. Im HFR Riaz wurde das Gebäude für Radiologie mit der medizintechnischen Ausrüstung fertiggestellt und dem Betrieb übergeben. Am HFR Freiburg – Kantonsspital wurden folgende Grossprojekte umgesetzt (alle mit einem Investitionsvolumen von über CHF 400’000.–): Bettenzentrale, Renovation der Lifte 7 und 8, Reorganisation und Renovation der Abteilungen Chirurgie und Orthopädie, Renovation und Neustrukturierung der Abteilung Onkologie, Realisierung des zweiten von drei Abschnitten der Fassadenrenovation. Auf allen Standorten wurde den Mitarbeitern das Meldesystem LHNetEvent für Störungen und Reparaturen zur Verfügung gestellt.

In der Restauration wurde zur Verbesserung der Lebensmittelqualität und zwecks Umsetzung der gesetzlichen Lebensmittelvorschriften das Qualitätssicherungssystem gemäss den Grundsätzen des HACCP-Konzepts eingeführt.

HFR Tafers


25 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Die Logistik hat im vergangenen Jahr das Inventarprogramm VisualFM eingeführt. Auf allen Standorten wurden durch die Technischen Dienste unter der Projektleitung von Olivier Monney und mit der Unterstützung des Ingenieurs für Medizintechnik und des Ingenieurs für Instandhaltung Medizintechnik, alle medizintechnischen Geräte mit einem Wert über CHF 10’000.– erfasst und inventarisiert – insgesamt 2’351 Geräte. Ebenfalls wurden das Mobiliar, die technischen Einrichtungen sowie die Gebäude aufgenommen. Dieses Inventar diente der Direktion für Wirtschaft zur Erstellung der Vermögensbuchhaltung, die von der Abteilung Buchhaltung im neu erworbenen Tool VisualFM Vermögensverwaltung unter enger Mitarbeit des Ingenieurs für Instandhaltung Medizintechnik erstellt wurde. Bis Ende 2012 werden alle medizintechnischen Geräte unter CHF 10’000.– erfasst und inventarisiert; das Inventar der techni­ schen Einrichtungen und Gebäude wird im Detail überarbeitet. Das Inventarprogramm VisualFM dient zur Überprüfung der aktuellen Situation des Geräteparks und zur Erstellung der Investitionsplanung für die kommenden Jahre; es ist deshalb ein strategisches Instrument für das HFR. Stab Robert Overney, Direktor für Logistik Eric Froidevaux, stellvertretender Direktor (bis 30. September) Sigrid Fiorenza, Direktionsassistentin Yves Jeanbourquin, Betriebswirt Lionel Jordan, Ingenieur für Medizintechnik SIGE Guy Vuichard, Sicherheitsbeauftragter, HFR Freiburg – Kantonsspital Alain Bard, Sicherheitsbeauftragter, HFR Riaz, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis Frank Aeby, Sicherheitsbeauftragter, HFR Riaz, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis (ab 1. Dezember) Nicolas Corpataux, Sicherheitsbeauftragter, HFR Tafers, HFR Meyriez-Murten, HFR Freiburg – Kantonsspital Departement Einkauf Guido Sammler, Leiter Departement Einkauf Antonio Stella, Mitarbeiter Einkauf medizintechnische Geräte Ulf Hasselgren, Mitarbeiter Einkauf Verbrauchsmaterial (ab 1. April) Hubert Feyer, Leiter Zentralmagazine Patrice Macherel, Stellvertretender Leiter Zentralmagazine

Departement Infrastrukturen Christian Amstutz, Leiter Departement Infrastrukturen (bis 31. Oktober) HFR Freiburg – Kantonsspital Guy Vuichard, Koordinator Technische Dienste – Projekte – Sicherheit (ab 1. Juli) Bernard Charrière, technischer Adjunkt Technische Dienste (bis 31. August) Steve Lambert, Leiter Technik (ab 1. Juli) Dario Autunno, Leiter Transport (bis 30. Juni), Projektleiter (ab 1. Juli) Gregory Weissbaum, Leiter Transport (ab 1. Juli) Maurice Geinoz, Leiter Gärtnerei Michel Delley, Ingenieur für Instandhaltung Medizintechnik HFR Billens Alain Bard, Leiter Immobilien-Projekte Olivier Monney, Leiter Technischer Dienst HFR Châtel-St-Denis Alain Bard, Leiter Immobilien-Projekte Olivier Monney, Leiter Technischer Dienst HFR Riaz Alain Bard, Leiter Immobilien-Projekte Olivier Monney, Leiter Technischer Dienst HFR Tafers Erwin Rotzetter, Leiter Technischer Dienst HFR Meyriez-Murten André Merz, Leiter Technischer Dienst Departement Hotellerie Eric Froidevaux, stellvertretender Direktor, Leiter Departement Hotellerie (bis 30. September) Harjan Winters, Leiter Departement Hotellerie (ab 1. Dezember) HFR Freiburg – Kantonsspital Xavier Buchmann, Leiter Hauswirtschaft Jacques Tena, Leiter Gastronomie HFR Billens Yvonne Jaques, Leiterin Hauswirtschaft (bis 30. September) Herminia Campos, Leiterin Hauswirtschaft (ab 1. Oktober) HFR Châtel-St-Denis Yvonne Jaques, Leiterin Hauswirtschaft (bis 30. September) Bibiane Berset, Gouvernante (bis 30. Juni) Vilma Pötz, Leiterin Hauswirtschaft (ab 1. Juli) Didier Seydoux, Leiter Gastronomie HFR Riaz Yvonne Jaques, Leiterin Hauswirtschaft (bis 30. September) Stefania Castellano, Co-Leiterin Hauswirtschaft a.i. (ab 1. Oktober) Fabienne Romanens, Co-Leiterin Hauswirtschaft a.i. (ab 1. Oktober) Didier Seydoux, Leiter Gastronomie HFR Tafers Barbara Koren, Leiterin Hauswirtschaft HFR Meyriez-Murten Kathrin Eggli, Leiterin Hauswirtschaft (ISS) Andreas Zingg, Leiter Gastronomie


«Qualität ist für mich vor allem eine Einstellungsfrage» Séverine Maridor, Direktionsassistentin in der Direktion für Personalwesen des HFR, HFR Freiburg – Kantonsspital


Direktionsrat Generalsekretariat Tätigkeit Auch 2011 unterstützte das Generalsekretariat (GS) die Gene­ raldirektion und den Direktionsrat in ihrer Tätigkeit. Unter anderem nahm das GS an standortübergreifenden Projekten teil (siehe unten), präsidierte diverse Kommissionen (Kommis­sion für Informatik und Sicherheit des Informatiksystems, Doku­men­ tationskommission, Seelsorgerat) und wirkte in kantonalen Arbeitsgruppen mit (Senior +, Überbrückungsstation). Gleichzeitig baute es die juristische Tätigkeit so stark aus, dass sich die Einrichtung eines eigentlichen Rechtsdienstes ins Auge fassen lässt. Die Fachstelle Kommunikation konnte neben dem Tagesgeschäft mehrere Projekte starten oder weiterverfolgen. Möglich machte dies unter anderem die Verstärkung des Teams durch den Journalisten Alain Sansonnens. Die neue Internetsite des HFR (www.h-fr.ch) trat in eine neue Projektphase ein, die 2012 abgeschlossen werden sollte: Eine Erweiterung der Website gibt den medizinischen Departementen die Möglichkeit, sich und ihre Tätigkeit selbst vorzustellen. Ein gemeinsames Intranet erwies sich als absolute Voraussetz­ ung, um die interne Kommunikation zu verbessern. Die Fachstelle Kommunikation beteiligt sich aktiv an diesem Projekt, das vom Departement Dienste durchgeführt wird. Zahlreiche Veranstaltungen prägten das Jahr 2011. Die sechs öffentlichen Vorträge der Reihe fokus gesundheit, die seit 2010 besteht, erfreuten sich grosser Beliebtheit. Wie eine Umfrage unter den Teilnehmenden ergab, nimmt das Interesse der Bevölkerung für diese Art von Informationen zu. Ein wichtiges Ereignis war auch die Teilnahme des HFR am Nationalen Klinikund Spitaltag vom 24. September 2011. An den Standorten Riaz und Tafers konnte die Bevölkerung im Rahmen verschiede­ ner Ateliers einen Blick hinter die Kulissen der Spitalabteilungen werfen. Der Standort Freiburg organisierte wie bereits 2009 Workshops zu acht Gesundheitsberufen, an denen 250 Jugendliche aus dem ganzen Kanton teilnahmen. Am 4. und 5. November hatte die Freiburger Bevölkerung schliesslich Gele­ genheit, anlässlich der offiziellen Einweihung das neue Radio­ logiegebäude am HFR Riaz zu besichtigen. Die Medienarbeit nimmt in der externen Kommunikation immer mehr Raum ein: 2011 wurden 36 Medienmitteilungen herausgegeben und sieben Medienkonferenzen organisiert. Abgesehen davon zeigt die steigende Zahl an Medienanfragen (rund 100), dass das HFR insbesondere in der Westschweiz als wichtiger Akteur des Gesundheitswesens wahrgenommen wird. Als öffentliche Einrichtung schenkt das HFR der Zweisprachigkeit besondere Aufmerksamkeit. Der Übersetzungsdienst spielt demnach eine immer wichtigere Rolle. 2011 bearbeite­ te er 621 Übersetzungsaufträge (2010: 536 Aufträge).

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Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Das Generalsekretariat wirkte in verschiedenen Projekten mit, um den Wechsel zur neuen Spitalfinanzierung vorzubereiten. Es unterstützte damit sowohl die Generaldirektion wie die Direk­ tion für Wirtschaft. Neben der Durchführung von Informations­ sitzungen für die Mitarbeitenden erstellte das Generalsekreta­ riat einen Infoflyer für die Patientinnen und Patienten. Parallel dazu leitete das GS im Auftrag des Direktionsrates eine Arbeits­ gruppe, die das Problem der nicht indizierten Spital­tage untersuchen sollte. Im November legte es dem Verwaltungsrat seinen Bericht vor, der eine Bestandesaufnahme und einen Massnah­ menkatalog enthielt. Dieser Bericht diente als Grundlage, um mehrere spitalinterne Projekte aufzugleisen. Unter anderem hielt er fest, dass eine gewisse Anzahl der nicht indizierten Spitalta­ ge auf spitalexterne Faktoren zurückzuführen sind. Aus diesem Grund ist es wichtig, die geplanten Massnahmen mit der Direk­ tion für Gesundheit und Soziales sowie mit den übrigen Partnern des kantonalen Gesundheitswesens abzusprechen. Das Generalsekretariat war auch im Qualitätsbereich aktiv. Die Prozesse des Übersetzungsdienstes wurden in einem inter­ nen Audit erfolgreich evaluiert. Sébastien Ruffieux, Generalsekretär Maria Goujon, Direktionsassistentin Kommunikation Jeannette Portmann, Kommunikationsbeauftragte Alexandre Brodard, Redaktor/Webmaster Alain Sansonnens, Mitarbeiter Kommunikation (seit 11. Juli) Übersetzung Daniela Luginbühl, Übersetzerin

Sébastien Ruffieux Generalsekretär


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Qualitätsmanagement Im Rahmen der Zielsetzung 2011 hat die Abteilung Qualitätsmanagement insgesamt neun Projekte definiert, immer mit dem Ziel vor Augen, die Qualität und Sicherheit zu verbessern. Folgende Projekte sind speziell zu erwähnen:

Daniela Zahnd Qualitätsmanagerin

-P  atientenzufriedenheit: Das HFR hat die Strategie der Meinungsbefragung über eine Internet-Plattform weiterverfolgt und eine beachtliche Anzahl von Feedbacks erhalten. Die Antworten der Patienten werden extern ausgewertet. Erste Resultate werden für März 2012 erwartet. - Sturzmanagement: Zusammen mit der Pflegedirektion und der Universität Lausanne wurde ein Projekt zum Thema «Sturz­ ma­nagement» lanciert. Es ging dabei vorrangig darum, eine Sensibilisierung beim Pflegepersonal zu erreichen und die Mel­ dung von Sturzereignissen zu fördern. Dabei wurde das be­ stehende Meldeformular optimiert und den aktuellen Ansprüchen angepasst. - Qualitätskommission: Ein weiteres Ziel war, eine Qualitätskommission zu gründen. Dazu wurde ein Organisationsregle­ ment erstellt und die Profile für die Mitglieder der Kommis­sion definiert. Die Qualitätskommission setzt sich aus Mit­glie­dern der verschiedenen Berufe und Standorte zusammen. Sie hat auf Ende des Jahres ihre Tätigkeit aufgenommen. Das HFR ist in der Fachkommission Qualität akut des H+ mit Daniela Zahnd vertreten. Diese Fachkommission hat zum Ziel, die fachliche Einflussnahme der Schweizer Spitä­ler und Klini­ ken bei der Ausgestaltung von Qualitätsmessungen zu gewähr­ leisten. Internes Audit Im Jahr 2011 stellte das HFR ein Team aus internen Auditorin­ nen und Auditoren zusammen, die für ihre Aufgabe speziell geschult wurden. Ein erstes internes Audit zum Medikamenten­ prozess fand bereits statt. Mit den jährlich neu geplanten internen Audits verfügt die Direktion über ein weiteres Instrument, das ihr hinsichtlich Qualitätsmanagement und kontinuierlicher Verbesserung der Prozesse dient. Elektronisches Dokumentenmanagement Bis vor kurzem lag die elektronische Dokumentenverwaltung am HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis und HFR Riaz in den Händen der Abteilung Qualitätsmanagement. Ende 2011 enthielt das Dokumentenverwaltungssystem rund 1’700 Dokumente.

Prozessmanagement Das Erarbeiten von Prozessen nimmt in der Abteilungstätigkeit immer mehr Platz ein. So wandten sich zahlreiche Kliniken und Abteilungen an die Abteilung Qualitätsmanagement, um die Ge­ staltung solcher Prozesse in Angriff zu nehmen. Zurzeit laufen an den verschiedenen Standorten des HFR gleich mehrere Projekte zu Patienten- und anderen Prozessen. Nach ihrer Fertigstellung gibt das Bureau Qualität sie frei. Letzteres vali­dierte zudem das Dokument «Modélisation du processus patient», das die Leitplanken für die Ausarbeitung von Patientenprozessen. Diese verdeutlichen die gemeinsame Ver­antwortung für die Behandlung des Patienten Risikomanagement Im Risikomanagement wurde eine Risikopolitik definiert und eine Meldeplattform für Zwischenfälle eingeführt. Die Risikopolitik wurde im Juni vom Verwaltungsrat verabschie­ det. Der nächste Schritt wird die operative Umsetzung des Ri­ sikomanagements sein. Zusammen mit allen Beteiligten wurde eine Meldeplattform entwickelt, die es allen Mitarbeitenden ermöglicht, sich über die Art und Weise von Meldungen von Zwischenfällen zu infor­ mie­ren und selber Zwischenfälle zu melden. Die dazu notwendi­ gen Dokumente stehen im Intranet zur Verfügung. Die Zustän­ dig­keiten und Verantwortlichkeiten wurden geregelt, damit eine rasche und einwandfreie Bearbeitung der Meldungen garantiert werden kann.

Qualitätsmessungen Das HFR hat im Juni den nationalen Qualitätsvertrag unterschrieben und sich somit verpflichtet, den Vorgaben des ANQ (Natio­ naler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken) zu folgen und die entsprechenden Qualitätsmessungen durchzuführen. Daniela Zahnd, Qualitätsmanagerin, Leiterin Qualitätsmanagement Marianne Hilfiker, Qualitätsverantwortliche Prozessmanagement Olivier Ottet, Qualitätsverantwortlicher Interne Audits/Kontinuierliche Verbesserungen Sandra Paschoud, Qualitätsverantwortliche Prozessmanagement/Elektronisches Dokumentenmanagement


Departement Dienste Tätigkeit Das Departement Dienste (DD) entstand am 1. Januar 2011. Die wichtigste Neuerung war die Vereinigung der medizinischadministrativen Dienste und der Abteilung Projekte & Entwicklung. Ausserdem ist das DD neu im Direktionsrat vertreten. Das Jahr 2011 war für das neue Departement eine Übergangs­ phase, in der grundlegende Restrukturierungen stattfanden. Diese bestanden aus zwei Etappen: Als erstes wurde der Bereich Informatik und Projekte neu organisiert. Ab April übernah­ men zwei Personen neue Verantwortlichkeiten: Alexia Jordi wurde Leiterin der Abteilung Informatik & Projekte, Alberto Lamas neuer Leiter Projektportfolio. In einem zweiten Schritt entstand die Abteilung Dokumentation. Deren Leitung übernahm ClaireLyse Python. Weiter wurde die Reorganisation der medi­zi­ nisch-administrativen Dienste vorbereitet, die für 2012 vorge­ sehen ist.

Für die Abteilung medizinisch-administrative Dienste, die im Wesentlichen aus medizinischen Sekretärinnen besteht, fällt der Startschuss erst 2012. Das vorgestellte Konzept hat jedoch Anklang gefunden. Dank der geplanten Zusammenarbeit und ge­meinsamen Verantwortung von Ärzteschaft und Departe­ment liess sich die Reorganisation gut aufgleisen. Für das kommende Jahr ist geplant, einzelne Sekretariate zusammenzufassen. Dies soll eine mitarbeiternähere Führung ermöglichen, die den Bedürf­ nissen der jeweiligen Abteilungen besser entspricht.

Die Abteilung Informatik & Projekte wirkte in rund dreissig Projekten mit. Dazu gehörten mehrere grössere Vorhaben auf HFREbene, z. B. die Projekte zur medizinischen Bildgebung, die Einführung des elektronischen Patientendossiers in Riaz, die Patientenagenda und sowie das Projekt gemeinsames Intranet/elektronisches Dokumentenmanagement (EDM). Ausserdem wurden die Informatikanfragen zentralisiert, um deren Bearbei­ tung durch das Spital und das Amt für Telekommunikation (ITA) zu verbessern. Auch in der neuen Kommission für Informa­tik und Sicherheit des Informatiksystems (CISSI) wirkte die Abtei­ lung mit. Gegen Ende Jahr wurde der Projektgedanke auf die Reorganisation der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital ausgedehnt. Mit dem Einver­ ständnis des Direktionsrates stellte das Departement Dienste der Abteilung einen Projektleiter zur Verfügung, der sie bei künftigen Veränderungen unterstützen und anleiten soll.

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität

Die Abteilung Dokumentation setzte sich für ihre weitere Tätig­ keit drei Hauptziele: Das erste ist die Einrichtung eines gemein­ samen Archivsystems für das gesamte HFR. Ein zweites betrifft das Druckwesen. Drittens soll die Abteilung je nach Ver­lauf des Projekts Intranet/EDM den Betrieb des neuen Doku­men­ten­ verwaltungs-Systems übernehmen. Weitere Aktivitäten werden im Laufe des Jahres 2012 diskutiert.

Das Departement Dienste besteht also aus den erwähnten drei Abteilungen. Sie alle sind bestrebt, das Informationssystem des Spitals sowohl auf der technischen Ebene (Informatik & Projekte) wie auf der Nutzerebene (Dokumentation und medizinische Sekretariate) möglichst kohärent zu gestalten.

Was die neue Spitalfinanzierung angeht, beteiligte sich das Departement Dienste sehr aktiv an den Überlegungen und Massnahmen der einzelnen Direktionen. Es wirkte sowohl an Prozessen mit – z. B. an den Weisungen zu den Austrittsdoku­ menten – wie auch an den geplanten Massnahmen im Bereich nicht indizierte Spitaltage. Jede organisatorische Änderung zieht oft auch eine Anpassung des Informationssystems (IS) nach sich. Die Herausforderung bestand 2011 deshalb unter anderem darin, die zur Verfügung stehenden Informatik­ hilfsmittel den Bedürfnissen der verschiedenen Abteilungen anzupassen. All diese Überlegungen dienten dazu, die Stärken und Schwächen unseres IS zu ermitteln. Für 2012 plant das Departement Dienste weitere Verbesserungsmassnahmen. Gleichzeitig möch­ te es bei anstehenden Veränderungen eine führende Rolle einnehmen. Marc Devaud, Departementsleiter Michèle Martin, Leitung Administration Nadine de Davide, Departementssekretärin Abteilung Informatik & Projekte Alexia Jordi, Abteilungsleiterin (seit 1. April) Alberto Lamas, Leiter Projektportfolio (seit 1. April) Abteilung Dokumentation Claire-Lyse Python, Abteilungsleiterin (seit 1. Juli) Abteilung medizinisch-administrative Dienste Marc Devaud, Abteilungsleiter ad interim (seit 1. Juli)

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Marc Devaud Departementsleiter


«Qualität bedeutet für mich, den Patienten seinen Bedürfnissen und seiner persönlichen Situation entsprechend zu behandeln» Margot Magnin, Ernährungsberaterin, HFR Billens, HFR Châtel-St-Denis und HFR Riaz


Ärztekollegium Strukturkommissionen Im Jahr 2011 wurden 23 Kaderstellen neu besetzt. Direktion und Ärzteschaft sind übereingekommen, Berichte von Strukturkommissionen vermehrt als Arbeitspapiere zur zukünftigen strategischen Ausrichtung der entsprechenden Subspezialität und des HFR zu verwenden und nicht mehr nur als Grundlage zur Stellenneubesetzung. Gynäkologie und Geburtshilfe Mit der unerwarteten Demission der beiden Chefärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Freiburg wurde das HFR vor eine Zerreissprobe gestellt. Nur mit dem guten Willen und der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten konnte die vorübergehende Einschränkung des Angebots an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im letzten Moment verhindert werden. Ärztemangel in der Schweiz Trotz eines Ärztemangels in der Schweiz hat das HFR bis jetzt noch wenige Probleme mit der Rekrutierung von Kader-, Oberund Assistenzärzten. Um die Attraktivität des HFR zu erhalten, muss in Zukunft vermehrt darauf geachtet werden, die Ärzte maximal von administrativen Aufgaben zu entlasten. Der Ärztemangel macht erste Station bei den Allgemeinmedi­ zinern und Hausärzten. Dies führt dazu, dass viele Patienten weder für die «kleinen» Alltagsnotfälle noch für die prä- und post­operative Betreuung über einen kompetenten Ansprechpar­ tner verfügen. Folge davon ist, dass die Notfallstationen der öffentlichen Spitäler im Sinne einer offen zugänglichen Poliklinik «missbraucht» werden. Die Triage zwischen den poliklinischen Patienten und den Notfällen, welche einer unmittelbaren medi­ zinischen Akut-Behandlung bedürfen, wird immer schwieriger. Das Ärztekollegium hat sich dafür verwendet, die Hausärzte in die Tätigkeit auf den Notfallstationen einzubinden. Der Schulterschluss zwischen öffentlichem Spital und auf der Notfallstation (Permanence) tätigen Allgemeinmedizinern wäre zu begrüssen. Die Bündelung der Notfallmedizin an wenigen, grösseren Permanence-Einrichtungen bedingt aber zusätzlich ein kantonsweit perfekt funktionierendes Transportsystem mit entsprechend geschultem Fachpersonal. Arbeitszeit und Weiterbildung der Assistenz- und Oberärzte Die Sicherstellung der Qualität des ärztlichen Nachwuchses ist neben der Patientenbehandlung und der klinischen Forschung der dritte wichtige Aufgabenbereich der öffentlichen Spitäler. Der «Import» von medizinischer Kompetenz aus dem Ausland ist nur so lange gangbar, als die Schweiz in Europa eine Hochpreis- und Hochlohn-Insel darstellt. Der drohende Ärztemangel in der Schweiz hat bis jetzt aber kaum Anlass gegeben, die ärztlichen Kapazitäten sorgsamer und gezielter einzusetzen. Das Ärztekollegium setzt sich dafür ein, unter Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen 50-Stunden Woche durch gezielten Einsatz der ärztlichen Arbeitskapazität eine effiziente und quali­ tativ hochstehende Weiterbildung zu garantieren.

HFR Châtel-St.-Denis

Engagement in der universitären Lehre Im Ausbildungsjahr 2011 – 2012 wird die vom Staatsrat festgelegte Höchstzahl von rund 80 Medizinstudenten an der Universität Freiburg erreicht sein. Diese Anzahl stellt das HFR vor nicht unerhebliche logistische und personelle Probleme, welche aber aufgrund der hohen Motivation aller Mitarbeitenden, sich für die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration zu engagieren, lösbar sind. Der Erfolg dieses dritten Studienjahres in Medizin fusst hauptsächlich auf dem direkten Kontakt zwischen Studenten und klinisch tätigen Ärzten sowie der praxis­ nahen Ausbildung. Damit trägt das öffentliche Spital namhaft dazu bei, die Ausbildung von Medizinstudenten bezügliche Menge und Qualität zu gewährleisten, um dem drohenden Ärzte­ mangel in der Schweiz entgegen zu steuern. Spitalfinanzierung Im Jahr 2012 wird das HFR einer überlebenswichtigen Heraus­ forderung gegenüberstehen: Mit der neuen Spitalfinanzierung und der Abgeltung der erbrachten Leistungen über Fallpauschalen wird sich das Ärztekollegium für einen optimalen Einsatz der zur Verfügung stehenden Geldmittel, aber auch von Infrastruktur und Personal verwenden müssen. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es eine enge und vor allem reibungslose Zusammenarbeit zwischen Direktion und Verwaltung einerseits und der Ärzteschaft andrerseits. Mitglieder mit Stimmrecht Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, Präsident Dr. med. Stefan Goetz, Vizepräsident Dr. med. Jean-Louis Berney (bis 31. Januar) Prof. Dr. med. Daniel Betticher Dr. med. Philippe de Gottrau Dr. med. Xavier de Raemy PD Dr. med. Jean Dudler Prof. Dr. med. Bernhard Egger Dr. med. Anis Feki (ab 1. Oktober) PD Dr. med. Verena Geissbühler (bis 30. September) Dr. med. Graziella Giacometti Bickel (bis 31. Mai) Dr. Stefan Graf Dr. med. Alfredo Guidetti Dr. pharm. Catherine Hänni Prof. Dr. med. Daniel Hayoz PD Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud PD Dr. med. Florian Lang Dr. med. André Laszlo Dr. pharm. Jean-Luc Magnin PD Dr. med. Lennart Magnusson Dr. med. Philippe Rossier Dr. Govind Sridharan Dr. med. Maurice Waldburger (bis 31. Januar) Prof. Dr. med. Johannes Wildhaber Vertreter mit beratender Stimme Dr. med. Charly Bulliard, Interkantonales Spital der Broye (HIB) Prof. Dr. med. Stéphane Cook, Universität Freiburg (ab 1. November) Dr. med. Pablo Mondragon Dr. med. Curzio Rüegg, Universität Freiburg (bis 31. Oktober) Dr. Hubert Schaller Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen

Prof. Dr. med. Emanuel Gautier Präsident

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Medizinische Departemente Departement Medizin Personal HFR Freiburg – Kantonsspital, Pneumologie: PD Dr. med. Jacques Savoy, Leitender Arzt an der medizinischen Klinik am Standort Freiburg, wurde Ende 2010 pensioniert. An seine Stelle trat Dr. med. Philippe Dumont, Leitender Arzt seit dem 1. Januar 2011. Freiburg, Neurologie: Dr. med. André Ruffieux, Leitender Arzt an der medizinischen Klinik in Freiburg, legte seine Tätigkeit Ende April 2011 nieder. PD Dr. med. Andrea Humm, Leitende Ärztin, wurde auf den 1. Mai 2011 seine Nachfolgerin.

Prof. Dr. med. Daniel Betticher Doyen des Departementes

HFR Riaz, Innere Medizin: Dr. med. Jean-Louis Berney gab seine Chefarztstelle an der medizinischen Klinik in Riaz Ende Februar 2011 auf. Neuer Chefarzt wurde Prof. Dr. med. Uwe Schiemann. Seit dem 1. Januar 2011 unterstützt ihn Dr. med. Jérôme Burnand als Stellvertretender Chefarzt. Riaz, Kardiologie: Dr. med. Jean-Daniel Morard verliess das HFR per Ende März 2011. An seine Stelle trat im April 2011 Dr. med. Laurent Froidevaux. Wir danken unseren ausscheidenden Kollegen für die geleistete Arbeit und heis­sen ihre Nachfolger herzlich willkommen. Beförderungen: In Freiburg wurden Dr. med. Ould Maouloud Hemett (Nephrologie) und Dr. med. Daniel Périard (Angiologie) zu Leitenden Ärzten befördert. Dr. med. Valérie Stolt Steiger wurde zur Belegärztin, Dr. med. Stéphane Chevallier zum Belegarzt ernannt (beide Kardiologie).

Klinische Tätigkeit Das Departement Medizin besteht aus vier unabhängigen medizinischen Kliniken mit Stationen verschiedener Grösse, die sämtliche Bereiche der Inneren Medizin abdecken. Es werden bewusst keine Spezialstationen betrieben, mit Ausnahme einer Palliativstation am HFR Châtel-St-Denis, Stationen für kardiovaskuläre und respiratorische Rehabilitation (HFR Billens) und einer Isolationsstation für akute Leukämie (HFR Freiburg – Kantonsspital). Dies ermöglicht eine bessere Verteilung der Patientinnen und Patienten und gewährleistet eine gute Ausbildung der jungen Ärztinnen und Ärzte, die auf diese Weise eine Vielzahl von Pathologien kennenlernen. Das breite Spektrum steigert zugleich die Attraktivität des HFR als Ausbildungsstätte gegenüber den Universitätskliniken. Für jedes Spezialgebiet der verschiedenen medizinischen Kliniken wurde ein Konzept erarbeitet: Angiologie, Kardiologie, Dermatologie, Diabetologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Hämatologie, Infektiologie, Nephrologie, Neurologie, Onkologie, Pneumologie, kardiovaskuläre Rehabilitation und Palliativpflege. Die meisten dieser Konzepte sehen vor, dass die jeweiligen Fachärztinnen und -ärzte an mehreren Standorten im Einsatz stehen. Referenzstandort für komplexe Fälle bleibt Freiburg. Die Innere Medizin arbeitet eng mit dem Notfalldienst zusammen. Assistenz- bzw. Oberärztinnen und -ärzte können dort im Rahmen ihrer internistischen Ausbildung im Turnus ein sechsmonatiges Praktikum absolvieren. Dies gibt ihnen Gele­ genheit, ihre Notfallerfahrung zu vertiefen. Ein erfahrener Assistenzarzt in der Funktion eines Stellvertretenden Oberarztes betreut jene Patientinnen und Patienten, die keine echte Notfallversorgung benötigen. Er übernimmt in diesem Sinne die Rolle des Hausarztes. In den kommenden Jahren wird sich das Departement Innere Medizin vermehrt auf den Ausbau der ambulanten Tätigkeit konzentrieren. Der Mangel an Hausärzten und die neue Spital­ finanzierung (DRG) machen eine Ausweitung dieser Tätigkeit notwendig.


33 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Die neue Spitalfinanzierung nach SwissDRG kam in den Depar­ tementssitzungen wiederholt zur Sprache. Nicht indizierte Spitalaufenthalte sind auf ein Minimum zu beschränken. Dies gilt insbesondere für Patientinnen und Patienten, die auf einen Heimplatz, Untersuchungen oder Untersuchungsergebnisse warten. Manchmal ist es nicht möglich, eine Krebserkrankung bereits während des Spitalaufenthalts zu diagnostizieren, weil das Ergebnis der Gewebeanalyse noch aussteht. In diesen Fällen ist der Patient ambulant aufzubieten, um ihm die Behandlungsmöglichkeiten zu erläutern und seinen Hausarzt zu informieren. Im Ambulatorium für medizinische Onkologie fand eine Qualitätsmessung statt. Mit der Unterstützung der Abteilung Qualitätsmanagement der Direktion des HFR wurde ein Frage­ bogen erarbeitet, um die Qualität der Patientenbetreuung zu ermitteln. Das Ambulatorium verzeichnet eine intensive Tätigkeit: 2011 wurden über 5’000 ärztliche Konsultationen und mehr als 10’000 Versorgungen durch das Pflegepersonal registriert. Hundert Patientinnen und Patienten erhielten einen Fragebogen (jeweils auf Deutsch oder Französisch), der 27 Fragen zur ärztlichen und pflegerischen Behandlung enthielt. Daraus ging hervor, dass die Patientinnen und Patienten eine ambulante Betreuung bevorzugen. Ausserdem wurde die Qualität von Pflegenden und Ärzten als sehr hoch eingeschätzt; über 90 Prozent der Befragten bezeichneten sich als sehr zufrieden. Diese ermutigenden Resultate leisten dem weiteren Ausbau der Ambulatorien Vorschub. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit den stationären Abteilungen dazu beitragen, die Aufenthalts­ dauer zu verkürzen.

HFR Billens Prof. Dr. med. Daniel Betticher, Doyen des Departementes Dr. med. Margherita Vona, Leitende Ärztin HFR Freiburg – Kantonsspital Prof. Dr. med. Daniel Betticher, Chefarzt Prof. Dr. med. Daniel Hayoz, Chefarzt Dr. med. Nicolas Blondel, Leitender Arzt PD Dr. med. Christian Chuard, Leitender Arzt Dr. med. Eric Descombes, Leitender Arzt Dr. med. Philippe Dumont, Leitender Arzt Dr. med. Véronique Erard, Leitende Ärztin Dr. med. Enzo Fontana, Leitender Arzt Dr. med. Denis Graf, Leitender Arzt PD Dr. med. Andrea Humm, Leitende Ärztin (seit 1. Mai) Dr. med. Marc Küng, Leitender Arzt Dr. med. Paul Pugin, Leitender Arzt Dr. med. André Ruffieux, Leitender Arzt (bis 30. April) Dr. med. Renato Scognamiglio, Leitender Arzt Dr. med. Philippe Stadler, Leitender Arzt Prof. Dr. med. Jean-Christophe Stauffer, Leitender Arzt Dr. med. Catherine Waeber, Leitende Ärztin Prof. Dr. med. Jean-Marie Annoni, Belegarzt Dr. med. Gérard Baeriswyl, Belegarzt Prof. Dr. med. Stéphane Cook, Belegarzt Dr. med. Benoît Gobet, Belegarzt Prof. Dr. med. Jean-Jacques Goy, Belegarzt Dr. med. Elie Hecker, Belegarzt Dr. med. Marc-André Kubski, Belegarzt Dr. med. François-Dominique Meyer, Belegarzt Dr. med. Jean-Daniel Morard, Belegarzt (bis 31. März) Dr. med. Vincent Morel, Belegarzt Dr. med. Laurent Parmentier, Belegarzt Dr. med. Claude Schönenweid, Belegarzt Dr. med. Valérie Stolt Steiger, Belegärztin (seit 1. Dezember) Prof. Dr. med. Mario Togni, Belegarzt HFR Meyriez-Murten Dr. med. Ernst Lipp, Chefarzt Dr. med. Alexander Köhler, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Martin Corboz, Belegarzt Dr. med. Gereon Jachertz, Belegarzt HFR Riaz Dr. med. Jean-Louis Berney, Chefarzt (bis 28. Februar) Prof. Dr. med. Uwe Schiemann, Chefarzt Dr. med. Jean-Jacques Mottet, Chefarzt Dr. med. Jean-Daniel Morard, Chefarzt (bis 31. März) Dr. med. Patricia Vuichard, Chefärztin Dr. med. Jérôme Burnand, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Laurent Froidevaux, Leitender Arzt (seit 1. April) Dr. med. Marc-André Kubski, Belegarzt Dr. med. Vincent Morel, Belegarzt Dr. med. Pierre Guillaume, Belegarzt HFR Tafers Dr. med. Raphael Kessler, Chefarzt Dr. med. Oswald Lang, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Manfred Piller, Leitender Arzt Dr. med. Gereon Jachertz, Belegarzt Dr. med. Anton Merkle, Belegarzt Dr. med. Philippe Stadler, Belegarzt Dr. med. Benoît Gobet, Belegarzt Dr. med. François-Dominique Meyer, Belegarzt


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Medizinische Departemente Departement Allgemeine Chirurgie Personal Jocelyne Pilloud, ehemalige Stationsleiterin der Chirurgie und Orthopädie am HFR Freiburg – Kantonsspital, ist bei einem Berg­ unfall ums Leben gekommen. Ihr Tod erschütterte die Klinik für Chirurgie zutiefst. Die Gedanken des Klinikpersonals sind bei ihrer Familie. Wir beglückwünschen Dr. med. Philippe Wüthrich, Oberarzt am HFR Freiburg – Kantonsspital, zur bestandenen Schwerpunktprüfung in Viszeralchirurgie. Für seine berufliche Zukunft in einer Privatklinik wünscht ihm das Klinikpersonal viel Erfolg. Prof. Dr. med. Bernhard Egger Doyen des Departementes

Prof. Dr. med. Bernhard Egger und PD Dr. med. Bettina Marty wurden in den Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie gewählt. PD Dr. med. Jean-Marie Michel ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemein­chirurgie und Traumatologie. Klinische Tätigkeit Die Aktivität des Departements Allgemeine Chirurgie blieb an den drei chirurgischen Akutstandorten (HFR Freiburg – Kantonsspital, HFR Riaz und HFR Tafers) im Vergleich zum Vorjahr konstant. 3’577 Patienten wurden stationär behandelt; die Zahl der Spitaltage (26’177/Jahr) lag leicht tiefer als 2010. Grund dafür ist eine Abnahme der mittleren Aufenthaltsdauer. Am Departement wurden insgesamt 3’881 chirurgische Eingriffe vorgenommen. Im Vergleich zu den Vorjahren blieben die Zahlen damit konstant (2’095 in Freiburg, 890 in Riaz und 896 in Tafers). Die Klinik für Chirurgie am HFR Freiburg – Kantonsspital wurde als Referenzzentrum für die Adipositas-Chirurgie akkreditiert. Damit ist sie in der Lage, für den Kanton Freiburg die ganze Bandbreite an bariatrischen Eingriffen zu übernehmen. Weiter wurde die Klinik als Ausbildungsstätte der Kategorie B für die ärztliche Weiterbildung im Schwerpunkt Vaskuläre Chirurgie aner­kannt. Dies eröffnet den Chirurgen, die sich in diesem Gebiet spezialisieren möchten, neue Ausbildungsmöglichkeiten. Die Urologie erhielt eine neue Assistenzstelle (Vollzeitpensum), die vom HFR und dem Dalerspital zu gleichen Teilen finan­ziert wird. Damit lässt sich auch das Ausbildungsangebot für unsere Assistenzärztinnen und -ärzte weiter ausbauen. Ferner verfügt das HFR Riaz neu über eine Spezialsprechstunde für Prok­ to­logie. Diese deckt den südlichen Teil des Kantons ab und ergänzt damit die bestehende Sprechstunde in Freiburg.

Was die wissenschaftliche Tätigkeit angeht, war das Departe­ ment sehr aktiv. Am Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie in Genf war das chirurgische HFR-Team mit sieben Vorträgen, drei Videos und einem Poster hervorragend vertreten. Die Kaderärzte beteiligten sich sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene an zahlreichen Präsentationen und Moderationen. Das 7. «Swiss Experimental Surgery Symposium», welches im Januar an der Universität Freiburg unter Teilnahme namhafter Wissenschaftler stattfand, war ein grosser Erfolg. Hauptor­ga­nisatoren waren Prof. Dr. med. Bernhard Egger, PD Dr. med. Jean-Marie Michel und Dr. med. Antoine Meyer. Weiter wurden zwei «Expert Lectures» organisiert, welche zur Fortbildung aller Ärzte aus dem ganzen Kanton dienen. Den ersten Vortrag hielt Prof. Dr. med. Claude Regamey zum Thema Infektionen in der Chirurgie. Gastreferent für den zweiten Vortrag zum Thema Analinkontinenz war Prof. Dr. med. Klaus Matzel aus Erlangen, Deutschland. Zwei Assistenzärzte schlossen ihre Dissertationen ab, die nun beurteilt werden. Zwei weite­re Dissertationen sind in Arbeit. Das Departement engagierte sich auch stark in der Ausbildung. Gestützt auf seine Erfahrung will es den Medizinstudierenden des 3. Studienjahres an den drei Akutstandorten einen guten Empfang und qualitativ hochstehenden Unterricht bieten. Die Betreuung an drei Standorten erlaubt, die 76 Studierenden des Jahrgangs 2011/2012 besser aufzuteilen und ihnen eine breite Palette an gastrointestinalen Krankheitsbildern zu zeigen. Mehrere Unterassistenten verschiedener Schweizer Universitäten absolvierten ihr Klinikpraktikum am HFR. Die Zweisprachigkeit Freiburgs ist ein gewichtiger Vorteil und fördert einen spannenden Kulturaustausch. Schliesslich führte das Departement seine Ausbildungszusammenarbeit mit der Pflege fort. Es engagiert sich nicht nur im Rahmen der Weiterbildung (Anästhesie- und Notfallpflege), sondern organisiert auch dreimal jährlich Fortbildungen für die Pflegenden der Chirurgie.


35 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Als die Einführung der neuen Spitalfinanzierung bekannt wurde, ergriff das Departement Chirurgie die Initiative, um 2010 eine multidisziplinäre Kommission auf die Beine zu stellen. Diese sollte einen neuen, umfassenden Prozess für die Patien­ tenbehandlung erarbeiten, der sowohl eine qualitativ hochwertige Versorgung wie auch eine Kostenkontrolle gewähr­leistet. Das Programm heisst «ERAS», engl. für «Enhanced Readapta­ tion After Surgery» (etwa: raschere Erholung nach einer Opera­ tion). Das Konzept stützt sich in erster Linie auf die aktive Mitwirkung des Patienten an seiner Behandlung und hat sich bereits international bewährt. Das Ziel ist es, mittels einfacher Massnahmen mit dem Eingriff verbundene Komplika­tio­nen zu vermindern. Solche Massnahmen sind z. B. die so­for­tige Wiederaufnahme einer normalen Ernährung, eine rasche Mobilisa­ tion und eine optimale Schmerztherapie. Gemeinsam mit der Abteilung Qualitätsmanagement stellte die ERAS-Kommission die verschiedenen Teilprozesse grafisch dar. Diese Darstel­ lung bildet die Teamarbeit ab, hebt die Bedeutung der einzelnen Akteure hervor und liefert einen Gesamtüberblick über den idealen Betreuungsablauf. Das Pilotprojekt startet im Mai 2012. Es wird von einer wissenschaftlichen Analyse flankiert, um es Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Neben diesem Grossprojekt führte das Departement die 2010 begonnene Zusammenarbeit mit der AQC (Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der Chirurgie) weiter. Die AQC ist ein unabhängiges Organ, dem viele chirurgischen Kliniken der Schweiz angehören. Die Daten zu allen Spitalaufenthalten und Eingriffen werden anonym in eine Datenbank eingege­ben. So lassen sich nicht nur umfassende Statistiken erstellen, sondern auch Vergleiche mit den übrigen teilnehmen­den Einrichtungen anstellen (Benchmarking). Nach der Auswertung der medizinisch-ökonomischen Daten wurden bereits Massnahmen getroffen, um den Ressourceneinsatz zu optimieren. Diese Neuausrichtung beim Material­ einsatz zeigt, dass das Departement seine finanzielle Verantwortung wahrnimmt. Nicht zuletzt damit beweist es seinen Willen zur aktiven Entwicklung einer modernen Clinical Governance.

HFR Freiburg – Kantonsspital Prof. Dr. med. Bernhard Egger, Doyen des Departementes PD Dr. med. Jean-Marie Michel, Stellvertretender Chefarzt PD Dr. med. Bettina Marty, Leitende Ärztin Dr. med. Markus Menth, Leitender Arzt Dr. med. Joseph Eigenmann, Belegarzt Dr. med. Jean-Bernard Enderli, Belegarzt Dr. med. Farshid Fateri, Belegarzt Dr. med. Nicolas Fleury, Belegarzt Dr. med. Alfred Furrer, Belegarzt PD Dr. med. Daniel Kalbermatten, Belegarzt Dr. med. Philippe Otten, Belegarzt Dr. med. Barbara Peiry, Belegärztin Prof. Dr. med. John Robert, Belegarzt HFR Riaz Dr. med. Michael Chilcott, Chefarzt Dr. med. Philippe Froment, Leitender Arzt Dr. med. Jean-Bruno Lekeufack, Leitender Arzt Dr. med. Christophe Hugonnet, Belegarzt HFR Tafers Dr. med. Gerhard Fankhauser, Chefarzt Dr. med. Vahid Bakhshi-Tahami, Leitender Arzt


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Medizinische Departemente Departement Orthopädische Chirurgie Personal Am HFR Freiburg – Kantonsspital wurde die vakante Stelle des Leitenden Arztes für die Kniechirurgie durch Dr. med. Daniel Petek auf den 1. Oktober 2011 besetzt. Am HFR Riaz trat Dr. med. Francis Sonney als Chefarzt der Klinik Ende Juni 2011 in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernahm am 1. Juli 2011 der bisherige Leitende Arzt, Dr. med. Daniel Monin. Zur Komplettierung des Teams wurde auf den 1. Oktober 2011 Dr. med. Olivier Tschopp als Leitender Arzt angestellt. Dr. med. Luis Juan wurde der Titel eines Spitalarztes für Traumatologie erteilt. Prof. Dr. med. Emanuel Gautier Doyen des Departementes

Mehrere Ärztinnen und Ärzte haben die Facharztprüfung für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie bestanden: Dr. med. Simone Bertoglio (Standort Freiburg), Dr. med. Laurent Bohnert (Standort Freiburg), Dr. med. Attila Güleryüz (Standort Freiburg), Dr. med. Taro Kusano (HFR Tafers), Dr. med. Ines Raabe (Standort Freiburg) und Dr. med. Philippe Vial (Standort Freiburg). Damit haben die Bemühungen des Departements Orthopädische Chirurgie, sich für die Weiterbildung der nächsten Generation von orthopädischen Chirurgen zu engagieren, reichlich Früchte getragen. Dr. med. Peter Wahl wurde neu ins «Editorial Board» des «Journal of Bone und Joint Research» aufgenommen. Prof. Dr. med. Emanuel Gautier erhielt die Ehrenmitgliedschaft der Rumänischen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatolo­ gie (SOROT Societatea Romana de Ortopedie si Traumatolo­gie). Klinische Tätigkeit Die Anzahl der orthopädisch-traumatologischen Operationen hat gesamthaft nochmals eine leichte Steigerung erfahren; die Zunahme betrifft in erster Linie den Standort Freiburg, während in Riaz die Anzahl der Operationen in etwa gleich geblieben, in Tafers jedoch leicht rückläufig ist. Damit ist die Referenzklinik für orthopädische Chirurgie und Traumatologie in Freiburg an die Grenzen der Auslastung der zur Verfügung stehenden Operationsvalenzen gekommen. Für das Fehlen eines zweiten Operationssaals für die Notfälle muss dringend eine Lösung gefunden werden; zurzeit teilen sich die grossen chirurgischen Kliniken (Chirurgie, Gynäkologie und Orthopädie-Traumatologie) einen einzigen 24-Stunden-Notfallsaal. Dies hat zur Folge, dass einerseits dringende Notfalloperationen (offene Frakturen oder Luxationsfrakturen) aus infrastrukturellen Gründen länger aufgeschoben werden müssen, als es den Richtlinien und dem Standard der orthopädischen Chirur­ gie entspricht. Andererseits werden mit dem Aufschieben der Notfalloperationen aus infrastrukturellen Gründen die Hospitalisationszeiten verlängert. Dieser Sachverhalt lässt sich unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit der medizinischen Leis­ tun­gen mit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung definitiv nicht mehr rechtfertigen. Die zunehmende Subspezialisierung in der orthopädischen Chirurgie und die Zunahme der ortho-geriatrischen Patienten werden die Zuweisungspra-

xis aus den Kliniken von Riaz und Tafers verändern und damit den Druck auf die Referenzklinik in Zukunft weiter verschärfen. Die Auslastung der Kapazitäten des Operationsbetriebs der peripheren Spitäler in Riaz und Tafers ist teils suboptimal; es werden in Zukunft grundlegende Überlegungen angestellt werden müssen, wie die Traumatologie im Kanton Freiburg sinnvoll und mit optimaler Verwendung der infrastrukturellen und personel­ len Ressourcen organisiert werden kann. Die Sprechstundentätigkeit hat auch im vergangenen Jahr an allen Standorten nochmals eine Steigerung erfahren. Damit ist auch das Sekretariatspersonal der orthopädischen Kliniken an der Grenze der zumutbaren Auslastung angelangt. Verschärft wird diese Situation künstlich durch einen offenbar ungebremsten, häufig unnötigen Bedarf der Versicherungen an medizinischen Daten. Der Verwaltungsrat genehmigte das Konzept einer orthopädischchirurgischen Spine Unit für den Kanton Freiburg. Dr. med. Gianluca Maestretti wurde als bisheriger Leiter der spinalen Chirurgie auf den 1. Januar 2012 zum stellvertretenden Chefarzt der Klinik für Orthopädie am Standort Freiburg befördert. In Riaz ist seit der Arbeitsaufnahme von Dr. med. Tschopp eine spezialärztliche Sprechstunde für den «Pied à risque» (diabeti­ scher oder vaskulärer Problemfuss) aufgebaut worden; diese Sprechstundentätigkeit hat bereits sehr guten Anklang gefunden, und es werden in diesem Bereich Synergien zur Tätigkeit im Referenzspital geschaffen.


37 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Mit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung muss an allen Standorten dem Problem von unnötigen Hospitalisationstagen eine hohe Priorität beigemessen werden. Eine Verbes­ se­rung der derzeitigen Situation kann mit folgenden drei Mass­nahmen effizient umgesetzt werden: - Operationen an den oberen Extremitäten sollen wenn möglich ambulant durchgeführt werden. -D  ie Patienten sollen in der Regel am Operationstag ins Spital eintreten. - Die Zusammenarbeit zwischen der zentralen Bettendisposition und der Patientenberatung muss verbessert, resp. in einer einzigen Dienstleistungseinheit zusammengefasst werden. So kann ein reibungsloser und schlanker Behandlungsablauf und die Zuweisung der Patienten an die am besten geeignete Institution (Akutspital, Rehabilitationsklinik, Kurauf­ enthalt) gewährleistet werden. In Bezug auf die Qualitätserhebung und -sicherung hat das HFR den Prozess des IRS (Incident Reporting System) implementiert. Bereits nach nur kurzer Zeit hat sich eine Verbesserung der Fehlerkultur ergeben, indem die involvierten Personen offe­ ner und freier über Fehler berichten dürfen und damit bei der Aufarbeitung des Problems positive Lösungsansätze gefunden werden, die mithelfen, Gefahrensituationen für die Patienten und das Personal in Zukunft zu vermeiden.

HFR Freiburg – Kantonsspital Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, Chefarzt Dr. med. Georges Kohut, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Marc Lottenbach, Leitender Arzt Dr. med. Gianluca Maestretti, Leitender Arzt Dr. med. Daniel Petek, Leitender Arzt (ab 1. Oktober) Dr. med. Philippe Otten, Belegarzt HFR Riaz Dr. med. Francis Sonney, Chefarzt (bis 30. Juni) Dr. med. Daniel Monin, Leitender Arzt (bis 30. Juni), Chefarzt (ab 1. Juli) Dr. med. Xavier de Raemy, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Olivier Tschopp, Leitender Arzt (ab 1. Oktober) Dr. med. Jacques Rossier, Belegarzt Dr. med. Luis Juan, Spitalarzt HFR Tafers Dr. med. Christoph Marti, Chefarzt Dr. med. Ziad Al-Moumani, Stellvertretender Chefarzt


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Medizinische Departemente Departement Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Anis Feki Doyen des Departementes

Personal Prägendes Ereignis im Jahr 2011 war der Austritt der beiden Chefärztinnen der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital, PD Dr. med. Verena Geissbühler und Dr. med. Monika Bamert. Gegen Ende des Jahres wurde ein neues Team eingesetzt, das sämtliche Subspezialitäten der Gynäkologie und Geburtshilfe abdeckt. Es soll dem HFR ermö­ glichen, gelassen in die Zukunft zu blicken. So übernahm Prof. Jean-Bernard Dubuisson die minimalinvasive Chirurgie und die Urogynäkologie, für die onkologische Chirurgie ist Prof. Jean Bouquet de la Jolinière zuständig, Dr. med. Anne-Thérèse Vlastos hat die Kolposkopie und die ambulante Sprechstunden­ tätig­keit unter sich und Dr. med. Nouredin Ben Ali leitet die feto­maternale Medizin. Die Reproduktionsmedizin und die operative Behandlung von Unfruchtbarkeit sind das Gebiet von Dr. med. Anis Feki. Cyrille Ghiste schliesslich zeichnet für die Restrukturierung der Klinik und die Überprüfung interner Prozesse verantwortlich. Ali Samim, Fathi Khomsi und Amine Jellouli verstär­ken das oberärztliche Team. Ferner erlangten Dr. med. Philippe Befahy und Dr. med. Bastian Uffer ihren Facharzttitel FMH in Gynäkologie und Geburtshilfe. Klinische Tätigkeit Das Jahr 2011 brachte nicht nur den Wechsel in der Führungs­ spitze der Freiburger Frauenklinik mit sich, sondern auch eine strukturelle und konzeptuelle Restrukturierung, insbesondere der ambulanten Betreuung der Klinikpatientinnen. Um als Referenzklinik für den Kanton Freiburg zu wirken, muss die gynäkologische Klinik folgende Spezialgebiete einführen bzw. ausbauen: gynäkologische Onkologie, ambulante Tätigkeit (Kolposkopie, Vulvoskopie, Hysteroskopie), Senologie, Urogynä­ kologie, Endokrinologie, Behandlung der Unfruchtbarkeit und Pränataldiagnostik. Qualitätssteigerungen sind dabei ebenso nötig wie eine Verbesserung des Zusammenhalts und der Homo­ genität des ärztlichen und pflegerischen Personals. Seit Ende 2011 werden die nötigen Grundlagen erarbeitet und umgesetzt, um die fachliche Kompetenz des Teams zu steigern und die Qualität und Patientensicherheit zu optimieren. Zu erwähnen sind unter anderem die pränatale Diagnostik mit qualitativ hochstehendem geburtshilflichem Ultraschall, die prä­ operative Abklärung gynäko-onkologischer Patientinnen, die Urogynäkologie, die Kolposkopie und Vulvoskopie, die ambulante Hysteroskopie sowie die Abklärung der Unfruchtbarkeit bei Paaren, Sprechstunden für Jugendliche und die minimalinvasive Chirurgie.

Um die Institution bekannt zu machen, wurden Fortbildungen für Ärztinnen und Ärzte in Bern und Freiburg durchgeführt und vier Publikumsvorträge der Reihe fokus gesundheit organisiert. Auch auf internationaler Ebene fanden Kurse statt, darunter Sezierkurse für die laparoskopische Chirurgie, Kurse zur Brustchirurgie und zur Behandlung von Erkrankungen von Gebärmutterhals und Vulva. Ziel einer modernen geburtshilflichen Abteilung ist das parallele Angebot von physiologischer Geburtshilfe und Geburtsmedizin unter einem Dach. Das neue Team hat vor, die chirurgische Ausbildung demnächst zu zentralisieren: optimaler case-load, Auswahl der talentiertes­ ten Chirurgen, Aufbau einer operativen Schule mit dem Vermitteln neuer Techniken, Anwendung modernster Instrumente, Kurse für interne Assistenz- und Oberärzte, internationale Konferenzen. Publikationen und die Teilnahme an nationalen Kongressen vernetzen die Klinik mit den Fachgesellschaften im In- und Ausland. Um die Pflegequalität zu gewährleisten und den ärztlichen Nachwuchs gut auszubilden, müssen Infrastruktur, Organisation und Administration der Frauenklinik dringend modernisiert und ausgebaut werden. Dies garantiert der Klinik nachhaltige Fach­ kompetenz und zusätzliche Sicherheit in der Patientinnenbetreuung. Weiter gilt es, die fach- und standortübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und zu unterstützen: Aufbau eines Brustzentrums, Schaffung eines interdisziplinären Beck­ enbodenzentrums, Verstärkung der klinikübergreifenden geburtshilflichen Teams (Hebammen, Geburtshelfer, Kinderärzte) sowie Aufbau und Organisation der Spezialgebiete in den Ausbildungsbereichen; alles mit dem Ziel, den inner- und ausserkantonalen Patientinnen ein Referenzzentrum der Spitzenklas­ se bieten zu können. Schliesslich soll der Ausbau der Reproduktionsbiologie in Kürze die Behandlung unfruchtbarer Paare (Low Cost IVF) und die Follikelstimulation erlauben; dies in enger Zusammenarbeit mit der Endokrinologie. Nicht zuletzt soll die Schaffung eines Stammzellen- und Zellkulturlabors an der Universität Freiburg dem Departement zu Erfolgen in der Spitzenforschung der Schweiz und des Auslands verhelfen.


39 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Die Einführung der neuen Spitalfinanzierung nach SwissDRG (Diagnosis Related Groups) per 1. Januar 2012 sowie die Ankunft eines neuen Leitungsteams Anfang Oktober haben gezeigt, dass eine Reorganisation und Optimierung der Betriebsabläufe der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe dringend notwendig ist. Um diese organisatorischen Neuerungen zu planen und umzusetzen, beauftragte das HFR einen Projektleiter. Dieses Vorgehen soll in erster Linie erlauben, die Qualität der Patientenversorgung auf Dauer sicherzustellen und weiter zu verbessern. Ferner geht es darum, die administrative Verwaltung zu optimieren, damit diese den Vorgaben der DRG entspricht. Nicht zuletzt soll damit auch den Mitarbeitenden zu einem klar strukturierten Umfeld verholfen und die Leistungsfähigkeit der Klinik insgesamt verbessert werden. Um dies zu erreichen, werden die Geschäftsprozesse und Betriebsabläufe der Klinik seit Dezember überprüft. Des Weiteren sind für das kommende Jahr bauliche Veränderungen geplant, um die Betreuung der Patientinnen weiter zu verbessern. Erste greifbare Ergebnisse werden für das Jahr 2012 erwartet.

HFR Freiburg – Kantonsspital PD Dr. med. Verena Geissbühler, Co-Chefärztin (bis 30. September) Dr. med. Monika Bamert, Co-Chefärztin (bis 31. August) Dr. med. Anis Feki, Chefarzt (seit 1. Oktober) Prof. Dr. med. Jean-Bernard Dubuisson, Stellvertretender Chefarzt (seit 1. Oktober) Prof. Dr. med. Jean Bouquet de la Jolinière, Leitender Arzt (seit 1. Oktober) Dr. med. Anne-Claude Mueller-Brochut, Leitende Ärztin Dr. med. Anne-Thérèse Vlastos, Leitende Ärztin (seit 1. Oktober) Dr. med. Nicole Bossart Jacquat, Belegärztin Dr. med. Jan Buss, Belegarzt Dr. med. Monika Müller Sapin, Belegärztin HFR Riaz Dr. med. Philippe Bracher, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Jean-Paul Cattin, Leitender Arzt Dr. med. Stéphanie Chassot, Belegärztin Dr. med. Karine Clerc, Belegärztin Dr. med. Trifon Dontschev, Belegarzt Dr. med. Jean-Marie Gothuey, Belegarzt Dr. med. Didier Schaad, Belegarzt


«Qualität bedeutet für mich, Rücksicht zu nehmen und gleichzeitig nach der Perfektion zu streben, und für das tägliche Brot und das Vergnügen zu arbeiten» Janine Buchs-Roulin, Pflegefachfrau in der Palliativpflegeabteilung, HFR Châtel-St-Denis


«Qualität bedeutet für mich ein Ganzes an Anforderungen, die Vertrauensbasis für unsere Kunden schaffen» Didier Seydoux, Leiter Gastronomie, HFR Châtel-St-Denis und HFR Riaz


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Medizinische Departemente Departement Pädiatrie Klinische Tätigkeit Die Entwicklungen des Departementes im Jahr 2011 stehen in direktem Zusammenhang mit den Hauptzielen des Projektes Pädiatrie im Spitalnetz aus dem Jahre 2007: - L eistungsfähige Notfallstation -E  rhöhung des Angebotes an Spezialitäten -V  erbesserung der neonatalen Behandlung

Prof. Dr. med. Johannes Wildhaber Doyen des Departementes

Die Zahl der Patienten, die sich auf der Notfallstation präsentierten (besonders abends und an Wochenenden), stieg weiter an. Um besser darauf reagieren zu können, wurde die Organi­ sation angepasst und die Anzahl Assistenten von sieben auf acht erhöht. Auch wenn die Wartezeiten während den Spitzen­ zeiten lang bleiben, konnten die Abläufe stark verbessert werden. Mit der Anstellung von Dr. med. Marie Burkhalter als Spezialis­ tin der Allergologie-Immunologie konnte erneut das Angebot an Spezialitäten erweitert werden. Die in Freiburg angebotenen pädiatrischen Spezialitäten umfassen nun die AllergologieImmunologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Genetik, Neurologie, Pneumologie und Rheumatologie. Die wichtigste Entwicklung war jedoch die Nomination von Dr. med. Grégoire Kaczala als Neonatologen. Damit sind die Anforderungen der Schweizerischen Gesellschaft für Neonatologie zur Akkreditierung der Neonatologie mit der Möglichkeit der Weiterentwicklung erfüllt, um beispielsweise die nicht-invasive Beatmung durch CPAP einzuführen. Mit diesem Ziel haben die Pflegenden Fortbildungstage auf den neonatologischen Abteilungen der Universitäts-Kinderkliniken in Genf und Lausanne absolviert. In Zusammenarbeit mit der Anästhesie finden monatliche Simulationen der neonatalen Reanimation für Ärzte, Hebammen und Pflegende statt, die einen festen Teil der Weiterbildung ausmachen. Dieselben Kurse wurden auf das Spitalnetz ausgeweitet und finden mit der gleichen Frequenz auch in Riaz statt.

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Mit dem Ziel, die Qualität des Departements zu steigern, wurde ein «Manual der Organisation und der Abläufe» erstellt. Es beschreibt die Strukturen, die Zusammensetzung und die Funktion des Departements Pädiatrie und hält die Massnahmen und Aktivitäten fest, die zur Qualitätssicherung beitragen. Das Manual ist darüber hinaus ein Führungsinstrument, welches über die Ziele und Leistungen des Departements sowie über die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen seiner Mitarbeitenden Auskunft gibt. Es regelt die Zusammensetzung des Departements, der Kliniken und der Einheiten, definiert die Prozesse und unterstützt somit die Mitarbeitenden bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Im Hinblick auf die neue Spitalfinanzierung wurde ein medizini­ scher Verantwortlicher aus dem Departement bestimmt. Die Kaderärzte besuchten externe Kurse, um sich mit den Anforderungen vertraut zu machen. Die Assistenzärztinnen und -ärzte wurden ebenfalls regelmässig instruiert und auf die Veränderung vorbereitet, um beispielsweis die Austrittsdokumente innerhalb der geforderten Frist verfassen zu können. HFR Freiburg – Kantonsspital und HFR Riaz Prof. Dr. med. Johannes Wildhaber, Chefarzt Dr. med. François Besson, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Peter Bähler, Leitender Arzt (bis 30. September) Dr. med. Katharina Fuhrer, Leitende Ärztin Dr. med. Denise Herzog, Leitende Ärztin (ab 1. Oktober) Dr. med. Grégoire Kaczala, Leitender Arzt (seit 1. April) Dr. med. Marie Burkhalter, Belegärztin (ab 1. Oktober) PD Dr. med. Bernard Conrad, Belegarzt PD Dr. med. Mladen Pavlovic, Belegarzt Dr. med. Marie-Josèphe Sauvain, Belegärztin Dr. med. Marc Schmutz, Belegarzt


Medizinische Departemente Departement HNO und Ophthalmologie Klinische Tätigkeit Die Tätigkeit der Hals-Nasen-Ohren-Klinik (HNO) blieb 2011 im Allgemeinen konstant. Während die Eingriffe leicht anstiegen, nahm die Sprechstundentätigkeit geringfügig ab. Der überrasch­ ende Austritt eines Stellvertretenden Oberarztes liess sich nicht ohne Weiteres durch einen gleich qualifizierten Mitarbeiter kompensieren. Dadurch bestand das Ärzteteam während sechs Monaten aus drei neuen Assistenzärzten, was die völlige Überlas­ tung des ständigen Ärzteteams zur Folge hatte. Dass dieses schon vorher unterdotiert war, kam bereits 2010 zur Sprache. Seit Ende Jahr ein zusätzlicher Assistent und ein neuer Oberarzt angestellt wurden, hat sich die Lage stabilisiert.

schaft für Oto-Rhino-Laryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie (SGORL) und der Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (SGUM) fand am HFR erneut ein Kurs in Sonogra­ fie an Hals und Gesicht statt. Er richtete sich an HNO-Fachärztinnen und -Fachärzte. Zudem veranstaltete die Augenklinik das dritte Jahr in Folge einen Grundkurs in Mikrochirurgie für die Schweizerische Ophthalmologische Gesellschaft. Des Weiteren fand in Murten das Jahrestreffen der Augenärztinnen und -ärzte aus dem privaten und öffentlichen Sektor der Kantone Freiburg und Neuenburg statt. Auch dieses Mal schätzten die Teilnehmenden sowohl den praktischen wie den geselligen Aspekt dieser Zusammenkunft.

Die Aktivität der Augenklinik blieb konstant, wobei die allgemeine chirurgische Tätigkeit minim zunahm und die Sprechstundentätigkeit der Poliklinik leicht abnahm. Verantwortlich dafür ist höchstwahrscheinlich die geringere Erfahrung einzelner Ärzte der Augen-Poliklinik im operativen wie im klinischen Bereich.

Neben einem wissenschaftlichen Artikel, der zur Veröffentlich­ ung angenommen wurde, sind weitere klinische Arbeiten in Gang. Auch die Zusammenarbeit mit der ETH Lausanne geht weiter.

Der Besuch, den eine FMH-Kommission der HNO-Klinik abstattete, bestätigte die Anfälligkeit ihrer Struktur. Sie besteht in der Tat aus bloss zwei ständigen Kaderärzten, welche die klinische Aktivität, die Betreuung der in Ausbildung stehenden Ärztinnen und Ärzte sowie die Lehrtätigkeit nicht allein bewältigen können. Der Platzmangel und die veralteten Räumlichkeiten (zwei Arbeitsplätze für vier ärztliche Mitarbeitende) erlauben weder einen optimalen Empfang der Patientinnen und Patienten noch die Verstärkung durch einen zusätzlichen ständigen Kaderarzt. Wie seit mehr als zwei Jahren bekannt ist, entspricht auch der Operationstrakt nicht mehr den heutigen Normen. Dies hat auch für die Augenklinik negative Folgen. Neubauprojekte werden zurzeit leider auf Eis gelegt. Dies betrifft insbesondere den gemein­ samen OP-Trakt für den HNO-Bereich und die Ophthalmologie, der auch den ambulanten Sektor umfasst. Mit 99 Prozent ambu­ lanter Eingriffe ist dieser Sektor besonders für die Augenklinik wichtig. Die Idee eines Kopf-/Hals-Zentrums, das die Ophthalmo­ logie, die HNO-Heilkunde, die Neurologie und die Neurochirur­ gie umfassen würde, wurde in der mittel- und langfristigen Planung des HFR ebenfalls verworfen.

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität

Das Pflegeteam des stationären HNO-Bereichs, des Ambulato­ riums und des OP-Traktes hat in einen guten Rhythmus gefun­ den. Dies erlaubt, Produktivitätssteigerungen und dem Umzug der Bettenstation mit Gelassenheit entgegenzusehen. In der Augenklinik lässt sich die Produktivität des OP-Traktes wegen Platzmangels zurzeit nicht erhöhen.

Ophthalmologie Dr. med. Philippe de Gottrau, Chefarzt Dr. med. Alain Castella, Belegarzt Dr. med. Georges Klainguti, Belegarzt Prof. Dr. med. Peter Leuenberger, Belegarzt Dr. med. Corinne Schnyder, Belegärztin Dr. med. Christophe Siffert, Belegarzt

Für kleinere Kliniken wie die Augen- und HNO-Klinik gestaltet sich die Ausbildung der Studierenden des dritten Studienjahres zunehmend problematisch. Grund ist die massive Aufstock­ ung von 20 auf 80 Studierende. Diese Ausbildung liess sich nur dank der wohlwollenden Unterstützung von vier privat praktizierenden HNO-Spezialisten gewährleisten. In der Augen­heil­ kunde übernahm der Chefarzt den gesamten Unterricht, was mit dem Ausbau auf über 90 Studierende schwierig werden dürfte. In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesell-

HFR Riaz HNO Dr. med. Blaise Hugonnet, Belegarzt Ophthalmologie Dr. med. Alain Castella, Belegarzt

Trotz der Einführung von Opale und den Anstrengungen der zuständigen Verwaltungsstellen blieb es unmöglich, nützliche und zuverlässige Angaben zu Aufwand und Ertrag des Departements zu erhalten. Dies verunmöglicht jede Verbesserungsmassnahme im Hinblick auf die neue Spitalfinanzierung. In der Augenklinik gelang es mit zwei retrospektiven Studien zur operativen Behandlung bei Netzhautablösung und epireti­ naler Membran, die Qualität der am HFR Freiburg – Kantonsspital vorgenommenen Eingriffe zu belegen. HFR Freiburg – Kantonsspital HNO PD Dr. med. Florian Lang, Chefarzt Dr. med. Marc Blanchard, Leitender Arzt Dr. med. Prosper Konu, Leitender Arzt Dr. med. Antoine Roulin, Leitender Arzt Dr. med. Thierry Vuillemin, Leitender Arzt Dr. med. Peter Schär, Belegarzt Dr. med. Elisabeth Spreng, Belegärztin Dr. med. Raoul Verdeja, Belegarzt

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Dr. med. Philippe de Gottrau Doyen des Departementes


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Medizinische Departemente Departement Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie (RRG) Personal Am HFR Freiburg – Kantonsspital trat Dr. med. Maurice Waldburger in den Ruhestand. PD Dr. med. Jean Dudler übernahm seine Nachfolge als Chefarzt der Klinik für Rheumatologie und der Abteilung Physikalische Medizin und Rehabilitation. PD Dr. med. Marc-Antoine Krieg, verantwortlicher Chefarzt für die mobile Station für Knochenerkrankungen, wurde von der Universität Lausanne zum Titularprofessor ernannt.

PD Dr. med. Jean Dudler Doyen des Departementes

Klinische Tätigkeit Mit der Ankunft von PD Dr. med. Jean Dudler und der für 2012 geplanten Einführung der DRG-Fallpauschalen erhielten die Bereiche Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabili­ tation am HFR Freiburg – Kantonsspital eine neue Ausrichtung. Im stationären Bereich erhielt die Abklärung komplexer Fälle und entzündlicher rheumatischer Erkrankungen ein neues Gewicht. Dasselbe gilt für die Behandlung von Schmerzpatienten, die nicht ambulant betreut werden können. Nach Möglichkeit wurde jeweils ambulant weiterbehandelt. Diese Massnahmen halfen sowohl die Aufenthaltsdauer zu senken wie auch die Bet­ tenzahl von 16 auf 12 zu reduzieren. Dies ermöglichte dem HFR Freiburg – Kantonsspital, einen Raum für die ambulante Verabreichung von Biologika einzurichten. Es reagiert damit auf die starke Zunahme der ambulanten Tätigkeit im Bereich der ent­ zünd­lichen rheumatischen Erkrankungen. Ferner wurde die mobile Station für Knochenerkrankungen von Prof. Krieg der rheumatologischen Klinik des HFR Freiburg – Kantonsspitals angegliedert. Sie bedient nun alle Standorte des HFR. Am HFR Billens erhielt die Abteilung Allgemeine Rehabilitation ein zusätzliches Bett; sie verfügt nunmehr über 21 Betten. Gleichzeitig nahm die stationäre Tätigkeit zu. Die Folgen ortho­ pädischer oder traumatologischer Leiden sind mit zwei Dritteln erneut für die grosse Mehrheit der Spitalaufenthalte verantwortlich. Das übrige Drittel besteht je zur Hälfte aus respirato­ ri­schen und neurologischen Reha-Fällen. Hinzu kommen vereinzelte Gefässrehabilitationen nach einer Amputation. Die ambulante Tätigkeit blieb mit zahlreichen interdisziplinären Konsultationen intensiv. Bemerkenswerten Zulauf verzeichne­ te notabene die Gedächtnis-Sprechstunde, die in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Netzwerk für psychische Gesundheit (FNPG) angeboten wird.

Am HFR Châtel-St-Denis war die stationäre Tätigkeit erneut von einer hohen Bettenbelegung geprägt. Die vorgesehene Dotation wurde regelmässig überschritten, die Teams litten unter der Belastung. Der Personalmangel hat zur Folge, dass die interdis­ ziplinäre Betreuung der Patienten nicht immer optimal ist. Gerade in der Neuropsychologie wirkt sich die fehlende Dotation negativ auf die Spitalversorgung aus. Um Verbesserungen zu erzielen, wurden die Aufnahmekriterien neu definiert. Dies ist jedoch nicht einfach, da nichtmedizinische Faktoren wie der Mangel an Pflegeheimplätzen unnötige Spitaltage generieren. Die monatliche Teilnahme einer Apothekerin an der Arztvisite und eine Psychogeriatrie-Sprechstunde erwiesen sich als nützlich, was die Evaluation der Patientenbehandlung und die Ausbildung angeht. Auch das HFR Meyriez-Murten verzeichnete erneut eine hohe Bettenbelegung, obwohl ebenfalls ein Bett mehr zur Verfügung stand. Sehr belastend für die Teams waren zudem die zahlreichen komplexen Fälle in der geriatrischen Rehabilitation und der Neurorehabilitation. Dagegen kam das Um- und Neubauprojekt am Standort Meyriez-Murten einen grossen Schritt vorwärts, als die Einwohner des Seebezirks im Februar 2012 einem Ver­ pflichtungskredit für die Bauarbeiten zustimmten.


45 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Der Standort Freiburg hat seine Aufnahmekriterien für den sta­ tion­ären Bereich 2011 neu definiert und die Aufenthaltsdauer deutlich gesenkt. Er kann deshalb der neuen Spitalfinanzie­ rung relativ gelassen entgegensehen. Sofern die Spital­tage konsequent eingehalten und die Kriterien zur Betreuung komplexer osteoartikulärer Fälle 2012 entsprechend angepasst werden, sollte ein sanfter Übergang zur neuen Finanzie­rung via DRG möglich sein. Die Rehabilitation ist von der neuen Finanzierung über Fallpauschalen noch nicht direkt betroffen. Eine weiterhin hohe Auslastung und eine vernünftige mittlere Aufenthaltsdauer lassen hoffen, dass auch die Abteilung Allgemeine Rehabilitation für eine Einführung der Fallpauschalen in der Rehabilitation gewappnet ist. Wie die allgemeine Rehabilitation ist auch die Altersmedizin von der neuen Finanzierung über Fallpauschalen noch nicht direkt betroffen. Hier sind mehrere Arbeitsgruppen daran, sinnvolle Kriterien für die akute Geriatrie und für die Definition komplexer Behandlungen zu erarbeiten. Auch der Standort Meyriez-Murten schliesst bald ein Projekt zur Erarbeitung interner Prozesse in der Rehabilitation ab, das mit der Abteilung Qualitätsmanagement durchgeführt wurde. Die betroffenen Abteilungen engagieren sich weiterhin dafür, die Patientenversorgung auf Departementsebene zu verbessern. Diese Anstrengungen werden ihre Früchte tragen, sobald auch die Rehabili­ tation und die Geriatrie zur Finanzierung via Fallpauschalen übergehen.

HFR Billens Dr. med. Philippe Rossier, Chefarzt Dr. med. Marc-André Kubski, Belegarzt, Lungenrehabilitation HFR Châtel-St-Denis Dr. med. André Laszlo, Chefarzt HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. med. Maurice Waldburger, Chefarzt (bis 31. Januar) PD Dr. med. Jean Dudler, Chefarzt PD Dr. med. Federico Balagué, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Titus Bihl, Leitender Arzt Prof. Dr. med. Marc-Antoine Krieg, Chefarzt, mobile Station für Knochenerkrankungen Dr. med. Urs Gäumann, Belegarzt, Sonografie bei rheumatischen Erkrankungen Dr. med. Maximilien Jung, Belegarzt, Sportmedizin Dr. med. Sieglinde Major Schumacher, Belegärztin, Sonografie bei rheumatischen Erkrankungen HFR Meyriez-Murten Dr. med. Stefan Goetz, Chefarzt HFR Riaz Prof. Dr. med. Marc-Antoine Krieg, Chefarzt, mobile Station für Knochenerkrankungen


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Medizinische Departemente Departement Radiologie Personal Die Assistenzärztin Lorena Zamora und der Assistenzarzt Etienne Monnard vom HFR Freiburg – Kantonsspital haben den zweiten Teil der Facharztprüfung erfolgreich bestanden und wurden auf den 1. Oktober 2011 zu Oberärzten befördert. Prof. Henri-Marcel Hoogewoud erhielt die Zertifizierung EBIR (European board of interventional radiology). Das Departement Radiologie ist damit in der Lage, Ärztinnen und Ärzte in interven­ tioneller Radiologie auszubilden. Dr. med. Yann Lachenal, Oberarzt, bestand die Prüfung zum Erhalt des EBIR-Zertifikats mit Erfolg.

Prof. Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud Doyen des Departementes

Dr. med. Michael Betz, Facharzt FMH für Radio-Onkologie, arbeitet seit dem 11. Dezember 2011 als Oberarzt für das HFR. Dazu gesellen sich ein Physiker (Dr. Olivier Pisaturo) und drei MTRA (2,4 Stellen), die im Rahmen des Tomotherapie-Projekts angestellt wurden. Klinische Tätigkeit Seit dem 1. Januar 2011 basieren die Rechnungen für stationäre Aufenthalte – und damit auch die Statistiken – ausschlies­ slich auf Tarmed-Tarifen. Es ist daher fast unmöglich, die stationäre Tätigkeit der Departementsabteilungen von 2011 mit dem Vorjahr zu vergleichen.

jahr 625 Patientinnen und Patienten behandelt – ein neuer Rekord. Ferner schaffte die Abteilung ein neues Behandlungsgerät an: eine Tomotherapie-Anlage des Typs TomoHD. Sie steht seit Mitte Dezember 2011 in Betrieb. Die Nuklearmedizin verzeichnete mit 1’450’753 Tarmed-Punkten eine deutliche Tätigkeitssteigerung im Umfang von +27,9 Prozent. Die technische Infrastruktur wurde um eine Doppelkopf-Gammakamera (SPECT/CT) ergänzt, der ersten im Kanton Freiburg. Sie ermöglicht eine genauere Lokalisierung von Metastasen, was für die orthopädische und rheumatologische Diagnostik einen Qualitätssprung darstellt. Die Behandlungen haben sowohl im ambulanten wie im stationären Bereich um rund 40 Prozent zugenommen. Die Auslastung des MRI-Unter­ suchungsraums hat sich damit erneut verbessert und beträgt nun rund 70 Prozent. Unter der Verantwortung des Departementsdoyens erteilten Kaderangehörige des Departements Radiologie am Standort Freiburg den Medizinstudierenden im dritten Studienjahr und des Bachelor of medical sciences am HFR Freiburg – Kantonsspital Kurse und Seminare. Die Studierenden wurden in die bildgebenden Verfahren, die Radio-Onkologie, den Strahlenschutz, die Nuklearmedizin sowie in die radiologische Sympto­ matologie eingeführt. Ausserdem erhielten Studierende des zweiten Studienjahres Unterricht in radiologischer Anatomie.

In der Röntgendiagnostik (ambulanter Sektor) nahm die Tätig­ keit 2011 in allen Abteilungen ausser am HFR Châtel-St-Denis zu: Billens, 64’227 Tarmed-Punkte, +15,5 Prozent; Freiburg, 8’800’346 Tarmed-Punkte, +9,2 Prozent; Meyriez-Murten, 1’110’562 Tarmed-Punkte, +4,4 Prozent; Riaz, 3’209’867 Tarmed-Punkte, +5,5 Prozent; Tafers, 1’253’784 Tarmed-Punkte, +56,15 Prozent, Châtel-St-Denis, 64’227 Tarmed-Punkte, -3,8 Prozent). Insgesamt generierte der ambulante Bereich der Röntgendiagnostik des HFR 15’549’916 Tarmed-Punkte. Das ist ein Plus von 10,72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Prof. Henri-Marcel Hoogewoud und Prof. Abdelkarim Allal setzten ihre Lehrtätigkeit für die Medizinstudierenden der Universi­ tät Genf fort.

Am HFR Freiburg – Kantonsspital nahm die ambulante Tätigkeit in den vergangenen vier Jahren um 54 Prozent zu. Der Computertomograf (CT; 8’406 untersuchte Patienten) und das MRIGerät (3’147 Patienten) sind voll ausgelastet. Um die Nachfrage zu decken und die Wartezeiten zu verkürzen, drängt sich die Anschaffung eines zweiten CT-Geräts und einer zweiten MRI-Anlage auf.

Im Bereich Fort- und Weiterbildung erteilte die Abteilung Röntgendiagnostik am HFR Freiburg – Kantonsspital den Abteilungs­ ärztinnen und -ärzten mehr als 120 Unterrichtsstunden. Neben spezifischen Kursen, die Prof. Abdelkarim Allal für angehende Radio-Onkologen durchführte, bildete er in Genf Proktologen und MTRA in Radio-Onkologie aus.

Am HFR Riaz wurde im Herbst 2011 ein neues Radiologiegebäude eingeweiht. Es beherbergt ein neues 1,5-Tesla-MRI und ein neues CT-Gerät. Das HFR Tafers und das HFR Meyriez-Murten erhielten neue Durchleuchtungstische. In der Radio-Onkologie, deren Tätigkeit hauptsächlich ambulan­ ter Natur ist, betrug die Zunahme 3,17 Prozent, was 7’607’336 Tarmed-Punkten entspricht. Insgesamt wurden im Berichts-

Das Departement Radiologie bildete in Freiburg und Riaz Medizinstudierende im Praktikum sowie MTRA-Praktikantinnen und -Praktikanten in Röntgendiagnostik, Radio-Onkologie und Nuklearmedizin aus. Darüber hinaus unterrichtete Dr. med. Cristian Antonescu an der Hochschule für Gesundheit (HESAV) in Lausanne.

Prof. Henri-Marcel Hoogewoud, Prof. Abdelkarim Allal und Dr. med. Cristian Antonescu wirkten zudem in ihrem jeweiligen Fachgebiet als Experten bei den Abschlussprüfungen für künfti­ ge Fachärztinnen und -ärzte mit.


47 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Um mit der neuen Spitalfinanzierung zurechtzukommen, muss das HFR mit kurzen Spitalaufenthalten aufwarten können. Eine rasche Diagnose ist daher ein Muss. Je rascher die Diag­ nose gestellt werden kann, desto kürzer ist der Spitalaufenthalt bzw. desto mehr Zeit bleibt für die Behandlung übrig. Die deutschen Spitäler, welche die Einführung der Fallpauschalen überlebt haben, investierten in Technologien, die einer raschen Diagnosestellung dienen (Labor und Radiologie). Andere Spitä­ ler, die sich gegen solche Investitionen gesträubt haben, mussten wegen finanzieller Probleme schliessen und sind von der Bildfläche verschwunden. Angesichts der Auslastung der radio­ logischen Infrastruktur ist das HFR von dieser Problematik besonders betroffen. Die Anschaffung eines zweiten MRI- und CT-Gerätes ist nicht nur nötig, sondern kann sich auch finanziell auszahlen. In Erwartung dieser Investitionen haben die Abteilungen für Röntgendiagnostik ihre Bildinterpretationsprozesse optimiert und die Veröffentlichung ihrer Berichte vorbereitet. Binnen Kurzem werden die Röntgenberichte im DPI zur Verfügung stehen. Anfang 2012 wird die automatische Übermittlung der CHOPCodes via RIS für die Fakturierung und die Statistiken eingerichtet. Darüber hinaus verfolgt die Röntgendiagnostik zwei Langzeitprojekte im Qualitätsbereich: Das eine ist die Senkung der Strahlendosis, das andere ist eine kürzere Bearbeitungszeit zwischen der Untersuchung und der Genehmigung des Röntgen­ berichts.

HFR Freiburg – Kantonsspital Prof. Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud, Chefarzt (Röntgendiagnostik) Prof. Dr. med. Abdelkarim Allal, Chefarzt (Radio-Onkologie) Dr. med. Cristian Antonescu, Stellvertretender Chefarzt (Nuklearmedizin) Dr. med. Jean-Marie Girard, Stellvertretender Chefarzt (Röntgendiagnostik) Dr. med. Dominique Hennion, Leitender Arzt (Röntgendiagnostik) HFR Meyriez-Murten Dr. med. Matthias Brändli, Chefarzt HFR Riaz Dr. med. Gert Bodendörfer, Chefarzt Dr. med. Helene Bänziger, Leitende Ärztin Dr. med. Pierre-Alain Moret, Leitender Arzt HFR Tafers Dr. med. Jürg Scheidegger, Chefarzt


«Qualität bedeutet für mich Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Diskretion» Irène Bielmann, Leiterin Empfang und Patientenaufnahme, HFR Meyriez-Murten


Medizinische Departemente Departement Anästhesiologie und Reanimation Personal Am HFR Riaz wurde Dr. med. Anne Girardin zur Leitenden Ärztin befördert. Sie ersetzt Dr. med. Giovanni Caggero, der das HFR im Laufe des Jahres verliess. In Riaz war das Pflegepersonal wie in der Vergangenheit knapp. Darunter hatte insbesondere die akute Schmerztherapie zu leiden. Dr. med. Olivier Despond vom HFR Freiburg – Kantonsspital wurde zum Vorstandsmitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR) gewählt. Dr. med. Wenceslao Garcia ist neu Chefarzt der Notfallstation am Standort Freiburg. Damit schied er definitiv aus der Anästhesieabteilung aus. Seine Stelle ist bis heute vakant. Dies hat damit zu tun, dass es immer schwieriger wird, Oberarzt- und Assistenzarztstellen zu besetzen. Bei den Kaderärzten fehlten 2011 deshalb 0,9 Stellen, bei den Assistenzärztinnen und -ärzten blieb 1,1 Stelle frei. Da zwei Abteilungsärzte wegen Unfall länger ausfielen, mussten zwischen August und November Operationssäle geschlossen werden. Die Einführung des neuen Konzeptes zur Ausbildung des Anästhesiepflegepersonals beeinträchtigte den Abteilungsbetrieb ebenfalls. Hier muss 2012 Abhilfe geschaffen werden. Drei Assistenzärzte der Abteilung haben den zweiten, mündlich­ en Teil der Facharztprüfung in Anästhesiologie bestanden. Weiter erlangte ein Pflegefachmann nach zweijähriger Weiterbildung auf der Abteilung den SBK/SGAR-Fähigkeitsausweis als diplo­ mierter Pflegefachmann Anästhesie. Am HFR Tafers blieb das Team der Ärzteschaft und Pflege stabil. Klinische Tätigkeit Die klinische Tätigkeit nahm an allen Standorten zu. Am HFR Riaz betrug die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent, was in erster Linie dem Ausbau der Aktivität im Aufwachraum zuzuschreiben ist. Am HFR Freiburg – Kantonsspital stieg das Tätigkeitsvolumen für die verschiedenen Abteilungen im Berichtsjahr nur geringfügig an. Für die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe sank es sogar leicht. Über alles gesehen präsentiert sich die Aktivi­ tät der Anästhesieabteilung deshalb stabil. Zu erwähnen ist hingegen, dass die Tätigkeit für die Kardiologie in den vergangenen Jahren zugenommen hat; diese beläuft sich auf mittler­ weile 300 Anästhesien. Verantwortlich dafür ist die Ankunft eines Spezialisten für interventionelle Pneumologie, der die Dienstleistungen der Anästhesie immer stärker beansprucht. Diese Entwicklung erfordert die baldige Eröffnung eines vierten Anästhesiestandortes neben den Operationstrakten. Trotz der Schwierigkeiten, denen die Abteilung begegnete, gelang es dank dem guten Willen und der Kompetenz der gesamten Belegschaft, die Sicherheit und Qualität der Patientenbetreuung aufrechtzuerhalten.

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Die Anästhesieabteilung am HFR Riaz bildete einen Fachmann in Anästhesiepflege aus und schulte Ärzte und Pflegende des Standorts in nicht-invasiver Beatmung und Reanimation (BLS/ AED). Weiter unterwies sie das Stationspersonal der Pflege in Schmerzbehandlung. Nicht zuletzt beteiligte sie sich mit einem Tag der offenen Tür am Nationalen Klinik- und Spitaltag im September 2011. Am HFR Freiburg – Kantonsspital nahm die Ausbildungstätigkeit weiter zu. Der Workshop, bei dem der Einsatz von Ultraschall bei Regionalanästhesien an Leichen geübt wurde, fand bereits zum zweiten Mal statt. Im Februar veranstalteten die Anästhesiolo­ gie und die Intensivmedizin ihr erstes gemeinsames Symposium. Thema war die intravenöse Volumengabe. Die zweite Ausga­ be im November widmete sich der Beatmung. Ausserdem fand im Mai das zweite Freiburger Anästhesiologie-Symposium statt. Dieses behandelte den Einsatz von Ultraschall in der Anästhesie. Daneben traten mehrere Anästhesisten der Abteilung als Referenten an Fachtreffen in der Schweiz und im Ausland auf. Zudem hatten am 1. Januar die beiden ersten Studierenden ihre Weiterbildung in Anästhesiepflege gemäss dem neuen Ausbildungskonzept begonnen. HFR Freiburg – Kantonsspital PD Dr. med. Lennart Magnusson, Chefarzt Dr. med. Olivier Despond, Stellvertretender Chefarzt, Vertreter des Chefarztes Dr. med. Pierre Flouck, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Matthias Sluga, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Ralph Le Dinh, Leitender Arzt Dr. med. Pablo Mondragon, Leitender Arzt Dr. med. Dominique Thorin, Leitender Arzt Dr. med. Stéphane Villet, Leitender Arzt HFR Riaz Dr. med. Roberto Romano, Chefarzt Dr. med. Laurence Allemann, Stellvertretende Chefärztin Dr. med. Flavio Dias, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Giovanni Gaggero, Stellvertretender Chefarzt (bis 31. Mai) Dr. med. Odile Schneuwly, Stellvertretende Chefärztin Dr. med. Anne Girardin, Leitende Ärztin (seit 1. September) Dr. med. Nicolas Mariotti, Leitender Arzt Dr. med. Nicolas Vasey, Leitender Arzt

HFR Tafers Dr. Frank Frickmann, Chefarzt Dr. med. Stefan Graf, Stellvertretender Chefarzt Dr. med. Michael Krapf, Leitender Arzt

PD Dr. med. Lennart Magnusson Doyen des Departementes


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Medizinische Departemente Departement Notfallmedizin Klinische Tätigkeit Im Jahr 2011 nahmen die ambulanten Konsultationen in den drei Notfallstationen des HFR sowie in der Permanence am HFR Meyriez-Murten erneut markant zu. Der Anstieg betrug in allen Abteilungen 10 Prozent. Diese Zunahme der ambulanten Konsultationen stellt für das Departement eine echte Heraus­ forderung dar. Hier muss rasch eine Lösung gefunden werden, um diesen Zustrom an Patientinnen und Patienten, die einer ambulanten Versorgung bedürfen, zu bewältigen.

Dr. med. Alfredo Guidetti, Doyen des Departementes

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Das Jahr 2012 steht im Zeichen der Einführung der DRG-Fallpauschalen und damit für den Wechsel zur neuen Spitalfinanzierung. Als «Eintrittspforten» der Spitäler sind die Notfallstationen das erste Glied in der Behandlungskette von Patienten, welche eine Spitalbehandlung benötigen. In diesem Sinne tritt das Departement Notfallmedizin als unentbehrlicher Partner bei der Einführung des neuen Systems auf.

Gleichzeitig zeichnet sich im Kanton Freiburg seit mehreren Jahren eine Abnahme der Hausärzte ab. Von den drei Bezirken im südlichen Kantonsteil sind es besonders der Vivisbach- und der Glanebezirk, die von diesem besorgniserregenden Mangel an Erstversorgern betroffen sind. Das HFR und die behandeln­ den Ärzte des Kantons Freiburg sind sich der Lage bewusst. Das öffentliche Spitalwesen und der private Sektor bemühen sich deshalb um eine Zusammenarbeit, um auf die steigende Nachfrage nach ambulanten Konsultationen zu reagieren.

HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. Wenceslao Garcia, Chefarzt

Das Departement Notfallmedizin inklusive SMUR beteiligt sich weiterhin aktiv an der Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. Im Übrigen nehmen die Notfallstationen des HFR regelmässig Praktikantinnen und Praktikanten auf.

HFR Riaz Dr. med. Alfredo Guidetti, Chefarzt

Weiter unterstützt das Departement die zuständige kantonale Kommission darin, für den ganzen Kanton Freiburg einen Notarztdienst (SMUR, mobile Struktur für die Notfallversorgung und Reanimation) einzurichten. Dass der Freiburger Bevöl­ke­ rung eine solche spitalexterne Versorgung zur Verfügung stehen sollte, scheint ausser Frage zu stehen. Wichtig ist eine solche Stru­ktur auch, um instabile HFR-Patienten an einen anderen Standort zu verlegen.

HFR Meyriez-Murten, Permanence Dr. med. Franz Küng, Chefarzt Dr. med. Bettina Grunder, Leitende Ärztin Dr. med. Christoph Guhl, Leitender Arzt Dr. med. Philipp Hochstrasser, Leitender Arzt Dr. med. Andreas Meer, Leitender Arzt Dr. med. Pierre-André Nicolet, Leitender Arzt Dr. med. Béatrix Scholl, Leitende Ärztin

HFR Tafers Dr. med. Manfred Piller, Leitender Arzt SMUR HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. Wenceslao Garcia, Verantwortlicher Arzt


Medizinische Departemente Departement Intensiv- und Überwachungspflege Klinische Tätigkeit Das Departement Intensiv- und Überwachungspflege verfügt über sechzehn auf drei Standorte verteilte Betten für die Überwachungspflege und zwölf Intensivpflegebetten. Sein Auftrag besteht in der Betreuung und Überwachung von Patienten, deren Zustand kritisch ist oder die Komplikationsrisiken aufweisen. Die Intensiv- und Überwachungsstation (IPS/IMC) am HFR Freiburg – Kantonsspital wird als autonome Abteilung vom Intensivmediziner geleitet. Die Überwachungsstationen am HFR Riaz und HFR Tafers dagegen sind offene Strukturen, die von mehreren Abteilungen betrieben werden. Die Vielfalt, die am HFR existiert, spiegelt die Situation in der Schweiz wider und basiert auf den lokalen Bedürfnissen der einzelnen Spital­ standorte (z. B. Notwendigkeit eines Aufwachraums). Eine effi­ ziente Triage und eine gezielte Steuerung der Patientenflüsse zwischen den verschiedenen Stationen ist Voraussetzung für einen rationellen Einsatz der verfügbaren Mittel (Personal, Material und Räumlichkeiten). Die Patientenzahlen in den drei Überwachungsstationen sind gestiegen: 2’067 Patientinnen und Patienten waren im Mittel zwei Tage lang hospitalisiert. Die Intensivstation ist darauf angewiesen, dass es Überwachungsstationen gibt und dass diese funktionieren. Einerseits stellen sie für ca. 15 – 20 Prozent der Patientinnen und Patienten eine lückenlose Weiterbehandlung sicher («step down unit»), andererseits fangen sie Risiko­ patientinnen und -patienten auf, die ansonsten zum Teil in die Intensiv­station aufgenommen werden müssten. Bei den übrigen lässt sich rechtzeitig erkennen, ob eine Verlegung nötig wird. Die Zusammenarbeit zwischen den IMC und der Intensiv­ station des HFR hat daher einen direkten Einfluss auf die Anzahl Eintritte und die Aufenthaltsdauer in der Intensivstation. Im Jahr 2011 blieben die Zahlen in der IPS im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Tendenz geht jedoch zu deutlich schwereren Fällen. Darauf weist die Entwicklung der entsprech­en­ den Scores und der künstlichen Beatmung hin.

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Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Der Wechsel zu den Fallpauschalen nach SwissDRG stellt Abteilungen, die komplexe Fälle mit Mehrfachdiagnosen und häufigen Interventionen betreuen, vor besondere Herausforderun­ gen. Die Ärztinnen und Ärzte führen die entsprechenden Daten täglich nach. Dies setzt ein spitalnetzweit funktionierendes elektronisches Patientendossier voraus. Anerkannte Intensivstationen sind verpflichtet, für jeden Patienten regelmässig einen standardisierten Datensatz (Minimal Data Set) zu erfassen. Davon dienen mehrere Daten und Scores zur Erstellung der Fallpauschale. Um zuverlässige Daten zu erhalten, erfassen Pflegende und Ärzte diese laufend direkt am Krankenbett. Sämtliche Scores, Diagnose- und Interventionsdaten unterstehen ferner der täglichen Kontrolle durch den diensthabenden Kaderarzt. Mit einem komplett informatikgestützten Patient Data Management System liesse sich die Effizienz und Datenqualität weiter steigern. Ein entsprechendes Projekt ist im Gang. Seit 2009 hat die IPS/IMC in Freiburg mit der Unterstützung der Abteilung Qualitätsmanagement ein Zwischenfall-Meldesystem eingerichtet. Das Projekt wird von einer Arbeitsgruppe betreut. Für die Bearbeitung von Zwischenfällen wurden verschiedene Prozesse definiert. Ein regelmässiger Austausch zwischen der Arbeitsgruppe und dem Kader soll sicher­ stellen, dass Korrekturmassnahmen in die Wege geleitet werden und das Team informiert wird. Mit einem Info-Bulletin und Abteilungssitzungen wird ein regelmässiges Feedback sichergestellt. Diese Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pflegenden hat in der Abteilung bereits erste Früchte getragen. HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. Govind Sridharan, Chefarzt Dr. med. Vincent Ribordy, Stellvertretender Chefarzt Dr. Denis Crausaz, Leitender Arzt HFR Riaz (Die Aufsicht der Überwachungspflege erfolgt durch die Chefärzte der Inneren Medizin sowie der Anästhesiologie und Reanimation) Dr. med. Roberto Romano , Chefarzt Dr. Jérôme Burnand, Stellvertretender Chefarzt HFR Tafers (Die Aufsicht der Überwachungspflege erfolgt durch die Chefärzte der Inneren Medizin und der Anästhesiologie) Dr. Frank Frickmann, Chefarzt Dr. med. Manfred Piller, Leitender Arzt

Dr. Govind Sridharan Doyen des Departementes


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Medizinische Departemente Departement Labor Personal Viele Projekte wie beispielsweise die Informatisierung der Labors am HFR Tafers und HFR Meyriez-Murten oder die Einrichtung neuer Analysesysteme an allen Standorten liessen sich nur dank des enormen Einsatzes aller Mitarbeitenden des Departements umsetzen. Dies geschah nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Arbeitsbelastung. Hilfreich war auch die Unterstützung durch einen Projektleiter Informatik, Michael Scheder, und einen Verantwortlichen für Anwendun­ gen und Automation, Erwin Riedo.

Dr. Jean-Luc Magnin Doyen des Departementes

Die Lage am HFR Meyriez-Murten bleibt ungewöhnlich: 3,8 VZÄ stellen einen Pikettdienst rund um die Uhr sicher, was jährlich mehr als 300 Überstunden generiert. Klinische Tätigkeit 2011 nahmen die Analysen über alle Standorte gesehen um 4 Prozent zu. Zu erwähnen sind folgende Spitzenwerte: +10 Prozent in Meyriez-Murten (die Analysen für die Permanence nahmen um 20 Prozent zu, womit sie mittlerweile 48 Prozent der gesamten Analysen des Standorts stellen), +10 Prozent in der Bakteriologie und +27 Prozent in der Serologie. Die Aktivität in der Mikrobiologie hat sich in zehn Jahren verdop­ pelt, was das Vorhaben bestärkt, den Bereich zu modernisieren bzw. zu automatisieren, um die Bedürfnisse des HFR zu erfül­ len. Weiter wurde ein Halbautomat (Sirscan und Sirweb) inklu­ sive Expertensystem zur Interpretation von Antibiogrammen angeschafft. Er wird in naher Zukunft eine bessere Rückverfolgbarkeit garantieren und die Einhaltung der neuen europäischen Norm ermöglichen, die seit Januar 2012 gilt. Der Wunsch, die mikrobiologischen Analysen von Meyriez-Murten und Tafers selbst durchzuführen, bleibt bestehen, konnte jedoch mangels Ressourcen nicht realisiert werden. Hingegen wurde für das kommende Jahr eine Stelle beantragt. Ausserdem ist geplant, an beiden Standorten Instrumente für Blutkulturen einzurichten, um künftig die Ergebnisse negativer Kulturen liefern zu können. Ferner besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Spitalhygiene und den Infektiologen des HFR, um das epidemio­ logische Umfeld des freiburger spitals zu überwachen. Die nächtliche Tätigkeit blieb intensiv. Sie nahm im Vergleich zum Vorjahr erneut um 12 Prozent zu. Um die Nachfrage zu decken, stellt das Labor einen Bereitschaftsdienst (Freiburg und Riaz) bzw. einen Pikettdienst (Meyriez-Murten und Tafers) sicher. Tendenziell verlängert sich der Arbeitsanfall über den Tag hinaus. Eine Neuorganisation der Arbeitszeiten drängt sich auf. Die Chemie- und Immunchemie-Analysen auf der Plattform, die Ende 2010 angeschafft wurde, wurden weiter konsolidiert. Der Abschluss steht kurz bevor. Die 2011 getätigten Investitio­ nen erlaubten ferner, Verfahren zu modernisieren und zu verein­ heitlichen. Zu diesen Investitionen gehören unter anderem der Chemieautomat in Meyriez-Murten, das Koagulationsinstrument in Riaz und das Instrument zur HbA1c-Bestimmung.

Die Informatisierung der Labors in Tafers und Meyriez-Murten ist abgeschlossen. Die zweisprachigen Programme Windmlab und Dmweb stehen nun an allen Standorten in Betrieb. Sie ermö­ glichen den Nutzern, in ihrer jeweiligen Sprache auf die Resulta­ te zuzugreifen. Der erfolgreiche Abschluss dieses wichtigen Projekts ist zu einem grossen Teil der wertvollen Unterstützung der lokalen Technischen Dienste, Informatik und Verwaltung zu verdanken. Die Informatisierung der Labors stellt eine beachtliche Verbesserung dar, die mehr Effizienz und eine bessere Rückverfolgbarkeit mit sich bringt. Dies gilt insbesondere für das Labor in Tafers, das bisher über kein geeignetes Instrument verfügte. Die systematische Teilnahme an Ringversuchen des Schweizerischen Zentrums für Qualitätskontrolle sowie an internationalen Ringversuchen gehört zur Qualitätsarbeit des Labors. Weiterbildungsangebote für sämtliche Mitarbeitenden halten den Wissensstand auf einem Niveau, der das Erbringen qualitativ hochwertiger Dienstleistungen ermöglicht.


53 Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität Das Labor ist sich bewusst, dass eine qualitativ einwandfreie Dienstleistung gefordert ist, um eine rasche und effiziente Diagnosestellung zu unterstützen. Die Einführung der DRG-Fallpauschalen wird die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den übrigen medizinischen Abteilungen weiter verstärken. Zur Erinnerung: Laborresultate tragen in über 60 Prozent der Fälle zu einer fachgerechten Diagnose bei. Zurzeit werden mehrere Projekte geprüft, die helfen sollen, die Anforde­ rungen des neuen Spitalumfeldes so gut wie möglich zu erfüllen. Am weitesten fortgeschritten und/oder am einfachsten umzusetzen sind folgende Projekte: MALDI-TOF (Massenspektrometrie; erlaubt die mikrobiologische Bestimmung einer Kolonie innert weniger Minuten), Echtzeit-PCR, elektronische Verord­nungen via DMorder, Automatisierung der Präanalytik, Integration externer Ergebnisse ins DPI usw. Übergeordnetes Ziel ist die allgemeine Verbesserung des Informationssystems. Ob sich diese Projekte zu Ende bringen lassen, hängt von den Mitteln ab, die zur Verfügung stehen, um sich neben der täglichen Arbeit solchen ehrgeizigen Vorhaben zu widmen. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner (Departement Dienste, Sitel, Lieferanten, Verwaltung usw.) ist eine wesentliche Voraussetzung für ihr Gelingen. Im Hinblick auf eine allfällige Konkurrenzsituation unter den Spitälern muss das Departement fähig sein, die Qualität seiner Dienstleistungen zu belegen. In diesem Kontext sollte für 2012 ins Auge gefasst werden, die Standorte Meyriez-Murten und Tafers gemäss ISO 17025 (bzw. ISO 15189) zu akkre­ ditieren, wie dies für Freiburg und Riaz bereits der Fall ist. Der Aufwand darf allerdings nicht unterschätzt werden. Wie sich die künftigen Herausforderungen und Lösungen auch immer gestalten, wesentlich ist, auf motivierte Mitarbeitende zählen zu können, die sich mit ihrer Abteilung und der Einrichtung identifizieren. Das Departement Labor sieht sich in dieser glücklichen Lage und ich nutze die Gelegenheit, all jenen aufrichtig zu danken, die sich an den einzelnen Standorten tagtäglich dafür einsetzen, für eine optimale Patientenbetreuung qualitativ hochstehende Dienstleistungen zu erbringen.

HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. Jean-Luc Magnin, Leiter Dr. Benoît Fellay, Stellvertretender Leiter Dr. Dominique Fracheboud, Stellvertretender Leiter Dr. Florence Decosterd, Stellvertretende Leiterin HFR Meyriez-Murten Josef Lichsteiner, Cheflaborant HFR Riaz Dr. Patrick Isler, Stellvertretender Leiter Nathalie Clauss, Cheflaborantin HFR Tafers Doris Spicher, Cheflaborantin Personal


«Qualität bedeutet für mich, ein Lächeln im Gesicht meiner Patienten und Mitarbeitenden zu sehen» Dr Manfred Piller, Leitender Arzt in der Notfall- und Allgemeine Innere Medizinabteilung, HFR Tafers


Medizinische Departemente Departement Apotheke Personal Isabelle Gremaud, Apothekerin, erwarb Ende 2011 den Fähigkeits­ ausweis FPH in klinischer Pharmazie. Chantal Margueron, Leitende Pharma-Assistentin, feierte ihr 30-jähriges Dienstjubiläum; Pietro Fontana, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Monique Pellet, Pharma-Assistentin, vollende­ ten ihr fünfundzwanzigstes Dienstjahr.

tet und anschliessend vom Direktionsrat genehmigt werden. Parallel dazu nahm die Apotheke die syste­matische Bereinigung der Datenbank in Angriff, die der Erstel­lung der Arzneimit­tel­ liste dient. Diese Liste gibt den Istzustand nach dem Zusam­ men­schluss der sechs Standorte wieder und ist die Grundlage für die Arbeit der Arzneimittelkommission.

Pharmazeutische Aktivitäten Engpass ist ein Stichwort, das im Bezug auf die Spitalapothe­ ke gut ins Berichtsjahr passt. Einerseits betraf dies den Per­ so­nalengpass bei den Apothekerinnen und Apothekern und ander­seits die zunehmende Zahl von Lieferengpässen und Marktrückzügen bei den Medikamenten.

Vorbereitung auf die neue Spitalfinanzierung/Qualität

Wie bei den Ärzten herrscht auch bei den Apothekern seit eini­ ger Zeit akuter Mangel an geeignetem Fachpersonal. Trotz inten­ siver Suchbemühungen im In- und Ausland sowie Einbezug von spezialisierten Agenturen gelang es nicht, alle offenen Stellen innert nützlicher Frist neu zu besetzen. So waren während fast einem Jahr von den gesamthaft neun Apothekerstellen (7,3 VZÄ) lediglich deren vier (3,7 VZÄ) besetzt. Dies verlangte eine rigorose Prioritätensetzung und hatte unter anderem zur Folge, dass verschiedene Projekte wie zum Beispiel die Planung der neuen Produktionsräumlichkeiten zurückgestellt werden mussten. Seit Oktober sind immerhin fünf der neun Apothekerstellen besetzt. Seit einiger Zeit wird die Versorgungsaufgabe der Spitalapotheke zunehmend schwieriger, da sich vermehrt Versorgungslücken öffnen, verursacht durch Lieferengpässe, Chargenrückrufe wegen Qualitätsmängeln und Marktrücknahmen wegen mangelnder Rendite. Erschwert wird diese Aufgabe zusätzlich dadurch, dass die Pharmaindustrie kein proaktives Informationsmanagement betreibt und Informationen über problematische Entwicklungen überhaupt nur sehr ungern bekannt gibt und erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht. Es bleibt der Apotheke daher oft sehr wenig Zeit, um eine Lösung zu finden. Immer häufiger muss im benachbarten Ausland nach einem geeigneten Ersatzprodukt gesucht werden – inklu­ sive der oft damit verbundenen Nachteile. Von den über 20 Medikamenten, die 2011 von einem Marktrückzug betroffen waren, existiert für die Hälfte von ihnen nur ein ausländisches Ersatzprodukt. Dazu kam die gleiche Menge mehrere Monate dauernder Lieferunterbrüche, welche die Apotheke zu bewälti­ gen hatte. Ein wichtiges Projekt, welches im Berichtsjahr initiiert und vorangetrieben werden konnte, ist die Konstitution einer HFRweiten Arzneimittelkommission. Sie wird die beiden bisherigen standortbezogenen Arzneimittelkommissionen von Freiburg Nord (Freiburg/Meyriez-Murten/Tafers) und Freiburg Süd (Billens/Châtel-St-Denis/Riaz) ablösen. Eine vierköpfige Taskforce erarbei­ tete ein Reglement, welches die Zusammensetzung und die Funktionsweise der zukünftigen Arzneimittelkommission defi­ niert. Es soll im Frühjahr 2012 dem Ärztekollegium unterbrei-

Es bestand bereits seit einiger Zeit die Absicht, den Medikationsprozess für die Chemotherapien im gesamten HFR an die geltenden Richtlinien anzupassen. Ende 2010 wurde der entsprechende Grundsatzentscheid gefällt und im Berichtsjahr ein Projektantrag verfasst, der dem Direktionsrat unterbreitet wurde. Das Projekt verfolgt das Ziel, sämtliche Chemotherapien zentral durch die Produktionsabteilung der Spitalapotheke und unter pharmazeutischer Verantwortung zuzubereiten, so wie es die SUVA-Normen und die Richtlinien der spitalpharmazeutischen Fachgesellschaft (GSASA) fordern. Die Spitalapotheke des HFR Freiburg – Kantonsspital verfügt über speziell eingerichtete und regelmässig überprüfte Produk­ tionsräumlichkeiten sowie über Personal, welches hoch quali­ fiziert und routiniert ist im Umgang mit Zytostatika. Die Verord­ nungen werden von einem Apotheker validiert; der gesamte Herstellprozess ist elektronisch durch ein spezifisches Softwareprogramm gesichert. Daraus resultiert eine wesentliche Qualitätsverbesserung über den ganzen Medikationsprozess. Zudem ergeben sich Einsparungen aus der Verwendung von preiswerten Grossgebinden, der Weiterverwendung von Anbrüchen und der Verminderung von teurem Sonderabfall. Für die Chemotherapien am HFR Freiburg – Kantonsspital, HFR Meyriez-Murten und HFR Tafers ist dies bereits seit vielen Jahren Realität, 2012 gilt es, dies auch für den Standort Riaz zu realisieren. HFR Freiburg – Kantonsspital Dr. pharm. Catherine Hänni, Chefapothekerin Linda Aebischer, Leiterin pharmazeutische Logistik (seit 1. April) Dr. Pascal André, Leiter Produktion (seit 1. Oktober) Pietro Fontana, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Qualitätskontrolle Isabelle Gremaud, Leiterin pharmazeutische Betreuung Pflegeheime Luisa Mazzariol, Leiterin Qualitätssicherung und Leiterin nicht sterile Produktion a. i. (bis 31. Mai) Sarah M’rabet Bensalah, Apothekerin Produktion HFR Riaz Chantal Margueron, Leitende Pharma-Assistentin HFR Tafers Dagmar Meuwly-Boschung, Leitende Pharma-Assistentin

Dr. pharm. Catherine Hänni Doyen des Departementes

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HFR

HFR Billens

HFR Châtel-St-Denis

HFR Freiburg – Kantonsspital

HFR Meyriez-Murten

HFR Billens

HFR Châtel-St-Deni


Jahresrechnung und Statistiken

R Meyriez-Murten

is

HFR Riaz

HFR Tafers HFR Freiburg – Kantonsspital

HFR Riaz

HFR Tafers

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Jahresrechnung und Statistiken Betriebsrechnung Aufwand 3

Rechnung 2011

Budget 2011

Abweichung

Rechnung 2010

30

Ärzte und andere Akademiker

46’940’773

46’000’250

940’523

42’364’631

31

Pflegepersonal

88’176’782

87’784’930

391’852

69’514’462

32

Personal anderer med. Fachbereiche

42’732’753

40’615’470

2’117’283

56’269’550

33

Verwaltungspersonal

13’372’962

12’861’630

511’332

9’623’534

34

Ökonomie- und Hausdienstpersonal

20’164’129

19’759’260

404’869

19’800’294

35

Handwerker und techn. Personal

5’729’458

5’601’960

127’498

5’757’613

37

Sozialleistungen

40’179’796

39’732’500

447’296

37’288’869

38

Arzthonorare

18’654’194

17’000’000

1’654’194

16’405’535

39

Übrige Personalkosten

2’790’062

3’010’000

-219’938

2’801’672

Total Personalaufwand

278’740’910

272’366’000

6’374’910

259’826’159

4

Löhne und Sozialleistungen

Übriger Betriebsaufwand

40

Medizinischer Bedarf

64’641’402

64’388’800

252’602

60’509’565

41

Lebensmittel

6’392’614

6’234’000

158’614

6’034’952

42

Sonstiger Haushaltsaufwand

3’102’090

3’175’500

-73’410

3’079’392

43

Unterhalt/Reparaturen der Immobilien und Mobilien

9’838’334

10’000’000

-161’666

9’953’054

Investitionen

10’487’357

10’437’000

50’357

12’197’712

Abschreibungen

21’389’648

20’828’210

561’438

18’277’522

5’493’035

5’274’000

219’035

5’119’156

263’267

290’000

-26’733

280’263

12’357’550

11’694’820

662’730

9’324’307

440/441/443 4425/4426/4427 45

Wasser und Energie

46

Zinsaufwand

47

Büro- und Verwaltungsaufwand

48/49

Übriger Betriebsaufwand

7’449’028

5’195’500

2’253’528

4’825’923

Total übriger Betriebsaufwand

141’414’326

137’517’830

3’896’496

129’601’845

Total Betriebsaufwand

420’155’235

409’883’830

10’271’405

389’428’004

26’274’463

22’300’000

3’974’463

19’807’421

225’614

1’000’000

-774’386

201’858

4420/4421

Investitionen der Immobilien/Mobilien

7900/7901 7902/7904

Fondsaufwand

7903

Einzahlung in HFR-Ausgleichfonds Total Aufwand

–-

446’655’312

433’183’830

13’471’482

409’437’283


59 Ertrag Ertrag aus medizinischer Tätigkeit

Rechnung 2011

Budget 2011

Abweichung

Spitaltaxen allgemeine Abteilung

85’808’597

83’624’160

2’184’437

82’005’936

601/630

Ertrag private Abteilung

35’497’501

34’000’000

1’497’501

34’681’213

610/620

Ertrag Ambulatorium

95’335’914

88’370’800

6’965’114

86’831’466

216’642’011

205’994’960

10’647’051

203’518’615

717’019

825’000

-107’981

820’365

1’293’584

1’312’000

-18’416

1’411’035

600

Total Ertrag aus medizinischer Tätigkeit

Rechnung 2010

Übriger Betriebsertrag 650

Übrige Erträge aus Leistungen an Patienten

660

Miet- und Kapitalzinsertrag

680

Erlös aus Leistungen an Personal und Dritte

8’632’909

8’462’000

170’909

8’382’739

700

Ausserordentliche Erträge

3’217’841

3’280’000

-62’159

3’250’903

13’861’353

13’879’000

-17’647

13’865’042

230’503’364

219’873’960

10’629’404

217’383’657

Total übriger Betriebsertrag Total Betriebsertrag 69 7910/7911/ 7960/7961 7963

Subvention der Gemeinden Fondsertrag HFR-Ausgleichsfonds Total Ertrag

1’164’926

308’000

856’926

1’966’872

311’561

2’092’000

-1’780’439

4’747’430

500’000

231’979’852

222’273’960

9’705’892

224’597’959

Globalbudget: Zusammenfassung Betriebsaufwand

420’155’235

409’883’830

10’271’405

389’428’004

Betriebsertrag

230’503’364

219’873’960

10’629’404

217’383’657

Defizit

189’651’871

190’009’870

-357’999

172’044’347

Zusammenfassung Aufwand

446’655’312

433’183’830

13’471’482

409’437’283

Ertrag

231’979’852

222’273’960

9’705’892

224’597’959

Aufwandüberschuss Kanton Freiburg

214’675’461

210’909’870

3’765’591

184’839’324


60

Jahresrechnung und Statistiken Bilanz Aktiven 10

Umlaufvermögen

101.000

Kasse

102.000

Postcheck

103.000

Bank

104.000

Patientenguthaben

105.000

Übrige Debitoren

106.000

Transitorische Aktiven

11

2011

2010

58’228’104

69’387’062

49’296

56’363

3’092’850

4’509’012

416’634

501’913

51’898’994

60’254’267

2’256’235

3’394’816

514’095

670’691

Anlagevermögen

200’585’423

161’285’749

107.000

Gebäude

155’154’047

137’688’076

108.000

Stiftungen

109.000

Kauf von Apparaten

125.000

Warenbestände Total Aktiven

Passiven

2’412’823

6’409’750

38’119’448

12’178’670

4’899’105

5’009’252

258’813’526

230’672’811

2011

2010

Fremdkapital

-38’287’221

-61’888’600

210.000

Kreditoren

-18’938’992

-13’783’256

214.000

Transitorische Passiven

-4’381’409

-10’002’981

218.000

Staatskasse

-13’981’830

-37’184’643

281.000

Verbindlichkeit Spezialfonds

-984’989

-917’719

20

Eigenkapital

-220’526’306

-168’784’211

220.000

21

Kapital

-217’064’972

-157’312’262

224.000

Stiftungen

241.000

Rückstellungen

281.005

HFR-Ausgleichsfonds Total Passiven

-220’399

-220’399

-8’010’616

-3’240’935

-3’240’935

-258’813’526

-230’672’811


Jahresrechnung und Statistiken Bericht der Revisionsstelle

61


62

Jahresrechnung und Statistiken Bericht der Revisionsstelle


63


64

Jahresrechnung und Statistiken Bericht der Revisionsstelle


65


66


Statistik der stationären Spitaltätigkeit (stationäre Patienten) Austrittte Fall

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 

2011

2010

2011

2010

2011

Innere Medizin

8’055

7’897

77’498

76’370

9.62

2010 9.67

Chirurgie

3’577

3’605

26’177

27’451

7.32

7.61

Orthopädie

2’973

2’863

26’015

24’609

8.75

8.60

Pädiatrie

1’460

1’502

6’758

7’305

4.63

4.86

Gynäkologie

646

743

2’971

3’541

4.60

4.77

Geburtshilfe

1’456

1’443

7’667

8’124

5.27

5.63 19.94

Rheumatologie

165

262

2’154

5’224

13.05

HNO

382

374

1’945

2’232

5.09

5.97

63

57

4’267

3’460

67.73

60.70 3.60

Neurorehabilitation Ophthalmologie Total Akut Geriatrische Medizin

42

53

101

191

2.40

18’819

18’799

155’553

158’507

8.27

8.43

561

539

14’558

14’156

25.95

26.26

Allgemeine Rehabilitation

596

584

13’187

12’921

22.13

22.13

Kardiovaskuläre Rehabilitation

252

195

5’933

4’423

23.54

22.68

Respiratorische Rehabilitation Palliativpflege Total Rehabilitation Total HFR Total HFR Neugeborene

72

78

1’340

1’599

18.61

20.50

187

116

4’707

3’548

25.17

30.59

1’668

1’512

39’725

36’647

23.82

24.24

20’487

20’311

195’278

195’154

1’327

1’363

Austritte

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer

2011

2010

2011

2010

2011

2010

909

956

2’545

2’487

2.80

2.60

1’239

1’240

2’235

2’256

1.80

1.82

Überwachungsstation HFR Riaz

853

835

1’513

1’558

1.77

1.87

Überwachungsstation HFR Tafers

412

102

773

172

1.88

1.69

Abteilung 1 Intensivpflege HFR Freiburg – Kantonsspital Überwachungsstation HFR Freiburg – Kantonsspital

Hinweis: Die Tätigkeit der Überwachungs- und Intensivstation im HFR Freiburg – Kantonsspital, HFR Riaz und HFR Tafers ist je nach Erkrankung den verschiedenen Kliniken zugeordnet.

1

Hinweis: DRG- und MDC-Statistiken sind unter www.h-fr.ch einsehbar (DRG = Diagnosis Related Groups/Diagnosebezogene Fallgruppen; MDC = Major Diagnostic Category: Hauptdiagnosegruppen pro medizinisches Fachgebiet).

67


68

Statistik der stationären Spitaltätigkeit Aufteilung nach Standorten HFR Billens Austrittte Fall Muskuloskelettale Rehabilitation

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1 

2011

2010

2011

2010

2011

2010

372

350

7’332

6’887

19.71

19.68

Neurorehabilitation

1

1

7

29

Vaskuläre Rehabilitation

3

0

53

0

Allgemeine Rehabilitation

376

351

7’392

6’916

19.66

19.70

Kardiovaskuläre Rehabilitation

252

195

5’933

4’423

23.54

22.68

18.61

20.50

Respiratorische Rehabilitation TOTAL HFR Billens

72

78

1’340

1’599

700

624

14’665

12’938

2011

2010

2011

2010

2011

2010

42

24

1’360

812

32.38

33.83

HFR Châtel-St-Denis Austrittte Fall Geriatrische Rehabilitation

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1 

Geriatrische Medizin

388

398

10’381

10’952

26.76

27.52

Total Geriatrie

430

422

11’741

11’764

27.30

27.88

26.20

30.59

Palliativpflege

155

116

4’061

3’548

TOTAL HFR Châtel-St-Denis

585

538

15’802

15’312

2011

2010

2011

2010

2011

2010

4’230

3’973

48’563

47’161

11.48

11.87

HFR Freiburg – Kantonsspital Austrittte Fall Medizin

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1 

Chirurgie

2’009

1’917

17’115

17’581

8.52

9.17

Orthopädie

1’747

1’565

16’132

14’507

9.23

9.27

Pädiatrie

1’302

1’326

6’340

6’837

4.87

5.16

Gynäkologie

498

597

2’434

2’993

4.89

5.01

Geburtshilfe

750

773

4’210

4’657

5.61

6.02

40

53

98

191

2.45

3.60

Ophthalmologie HNO

367

371

1’905

2’219

5.19

5.98

Rheumatologie

165

262

2’154

5’224

13.05

19.94

67.73

60.70

Neurorehabilitation akut TOTAL HFR Freiburg – Kantonsspital Neugeborene 1

63

57

4’267

3’460

11’171

10’894

103’218

104’830

649

684

Hinweis: Bei weniger als zehn Austritten ist der Indikator Durchschnitt nicht mehr repräsentativ und wird daher nicht berechnet.


69 HFR Meyriez-Murten Austrittte Fall

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1 

2011

2010

2011

2010

2011

Medizin

758

819

4’908

5’647

6.47

6.89

Total Akut

758

819

4’908

5’647

6.47

6.89

Neurorehabilitation Geriatrische Rehabilitation Vaskuläre Rehabilitation Muskuloskelettale Rehabilitation

2010

6

5

156

133

146

185

3’628

4’627

24.85

25.01

1

3

18

58

25

16

633

375

25.32

23.44

Total Allgemeine Rehabilitation

178

209

4’435

5’193

24.92

24.85

Geriatrische Medizin

173

141

4’177

3’204

24.14

22.72

Palliativpflege Total Rehabilitation HFR Meyriez -Murten

32

646

20.19

383

350

9’258

8’397

24.17

23.99

1’141

1’169

14’166

14’044

2011

2010

2011

2010

2011

1’974

1’998

14’038

13’172

7.11

6.59

796

884

4’998

5’041

6.28

5.70

HFR Riaz Austrittte Fall Akutmedizin Allg. Chirurgie

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1  2010

Orthopädische Chirurgie

679

706

4’987

5’357

7.34

7.59

Geburtshilfe

706

670

3’457

3’467

4.90

5.17

Gynäkologie

148

146

537

548

3.63

3.75

2

0

3

0

15

3

40

13

2.67

2.60

2.65

Ophthalmologie HNO Pädiatrie

108

158

281

418

HFR Riaz

4’428

4’565

28’341

28’016

678

679

Neugeborene

HFR Tafers Austrittte Fall

Pflegetage

Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 1 

2011

2010

2011

2010

2011

1’093

1’107

9’989

10’390

9.14

9.39

Chirurgie

772

804

4’064

4’829

5.26

6.01

Orthopädische Chirurgie

547

592

4’896

4’745

8.95

8.02

50

18

137

50

2.74

2.78

2’462

2’521

19’086

20’014

Medizin

Pädiatrie HFR Tafers

2010


70

Statistik der stationären Spitaltätigkeit Bettenzahl nach Standort Betten Standort

2011

2010

HFR Billens

45

39

HFR Châtel-St-Denis

46

46

346

346

HFR Freiburg – Kantonsspital HFR Meyriez-Murten

41

41

HFR Riaz

94

94

HFR Tafers Total HFR

64

64

636

630

Aufteilung der Austritte und Pflegetage nach Abteilung Austritte

Pflegetage

Abteilung

2011

2010

2011

2010

Allgemein

17’787

17’573

165’260

166’342

Halbprivat

1’809

1’864

19’599

20’621

891

865

10’419

10’140

20’487

20’302

195’278

197’103

Privat Total HFR

HFR Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 4 % Halbprivat 9 % Allgemein 87 %

HFR Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2010 Privat 4 % Halbprivat 9 % Allgemein 87 %


HFR Billens Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 5 % Halbprivat 11 % Allgemein 84 %

HFR Freiburg – Kantonsspital Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 6 % Halbprivat 9 % Allgemein 85 %

HFR Riaz Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 2 % Halbprivat 4 % Allgemein 94 %

HFR Châtel-St-Denis Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 2 % Halbprivat 5 % Allgemein 93 %

HFR Meyriez-Murten Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 3 % Halbprivat 12 % Allgemein 85 %

HFR Tafers Aufteilung der Austritte nach Abteilung 2011 Privat 3 % Halbprivat 15 % Allgemein 82 %

71


Statistik der ambulanten Spitaltätigkeit 72 Leistungsstatistik Tarmed Kapital 00

Grundleistungen

2011

2010

Δ Punkte

Δ%

17’475’801

15’326’102

2’149’698

14.0%

01

Verbände

405’336

421’801

-16’465

-3.9%

02

Psychiatrie

372’068

316’794

55’274

17.4% 162.0%

03

Kinder und Jugendmedizin, Neonatologie

50’569

19’302

31’267

04

Haut, Weichteile

664’394

671’960

-7’566

05

Zentrales und peripheres Nervensystem

523’546

402’465

121’081

-1.1% 30.1%

06

Wirbelsäule

90’529

61’979

28’550

46.1%

07

Gesichtsschädel und Stirnbeinbereich

25’820

13’752

12’068

87.8%

08

Auge

2’210’247

2’082’077

128’171

09

Ohr, Gleichgewichtsorgan, N. facialis

698’778

697’997

781

10

Nase und Nasennebenhöhlen

119’607

143’423

-23’815

-16.6%

11

Mund, Mundhöhle und Speicheldrüse

64’431

23’383

41’048

175.5%

6.2% 0.1%

12

Pharinx

67’269

69’373

-2’104

-3.0%

13

Larynx und Trachea

67’431

60’949

6’482

10.6%

14

Halsweichteile, inkl. Schilddrüsen und Nebenschilddrüsen; exkl. Tracheateil und Bronchialteil

14’291

21’045

-6’754

-32.1%

15

Diagnostik und nichtchirurgische Therapie der unteren Atemwege inkl. Schlafdiagnostik

307’290

308’378

-1’088

-0.4% 147.7%

16

Chirurgische Therapie des Thoraxorgane

17

Diagnostik und nichtchirurgische Therapie von Herz und Gefässen

2’082

841

1’242

5’745’966

4’680’777

1’065’189

18

Chirurgische Therapie von Herz und Gefässen

22.8%

62’346

41’354

20’993

50.8%

19

Diagnostik und nichtchirurgische Therapie des Gastrointestinaltraktes

20

Chirurgische Therapie des Gastrointestinaltraktes

1’259’217

1’239’527

19’690

1.6%

211’700

199’077

12’623

6.3%

21

Diagnostik und Therapie von Nieren und Harnwegen sowie der männlichen Genitalorgane

266’341

298’161

-31’821

-10.7%

785’899

704’626

81’272

11.5%

48’936

33’898

15’038

44.4%

1’358’033

1’367’480

-9’447

-0.7%

0

0

0

0.0%

13’855

14’700

-845

-5.7% 0.0%

22

Diagnostik und Therapie der weiblichen Genitalorgane, Geburtshilfe

23

Diagnostik und Therapie der Mamma

24

Diagnostik und Therapie des Bewegungsapparates

25

leer

26

Lymphknoten, Lymphwege

27

Organtransplantation

28

Anästhesie

29

Schmerztherapie

0

0

0

3’259’662

3’161’920

97’741

3.1%

17’119

19’388

-2’269

-11.7%

30

Bildgebende Verfahren

0

0

0

31

Nuklearmedizin

1’450’939

1’133’200

317’739

32

Radioonkologie, Strahlentherapie

7’390’834

7’151’884

238’950

3.3%

33

Dialyse

0

0

0

0.0%

34

Intensivpflegestation und Spezialpflegegeeinheiten

35

Operationssaal (OP), Aufwachraum, Tagesklinik

36 37 38

Berufskrankheitenprophylaxe gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG)

39

Bildgebende Verfahren

139’337

50’640

88’697

175.2%

4’669’251

4’136’361

532’890

12.9%

Notfalleintritte

0

0

0

0.0%

Klinische Pathologie (Autopsie, Histologie, Zytologie) und Rechtsmedizin

0

0

0

0.0%

624 16’251’428

693 14’699’568

-69 1’551’859

-10.0% 10.6%

50

Leistungen nur für UV/MV/IV

51

Stomie und Hebamme

100

0.0% 28.0%

Neuropsychologische Leistungen Total TARMED-Punkte

0

0

0

0.0%

23’178

22’994

185

0.8%

13’356

21’121

-7’765

-36.8%

66’127’508

59’618’990

6’508’518

10.9%


73 Leistungsstatistik nicht Tarmed

2010

2009

Δ Punkte

Δ%

Labor für Chemie/Hämatologie + Mikrobiologie

6’181’008

5’833’213

347’796

6.0%

Physiotherapie

1’803’653

1’860’753

-57’100

-3.1%

Ergotherapie

318’865

260’043

58’822

22.6%

Zahnarzt

125’315

118’317

6’998

5.9%

Ernährungsberatung + Diabetologie

191’261

171’658

19’603

11.4%

Anzahl Dienstleistungen

2010

2009

Δ Punkte

Δ%

Hämodialyse: Anzahl Dialysen

10’222

9’777

445

4.6%


74

Personalstatistiken Personalbestand per 31.12.2011 in VZÄ und Personen Budget Effektivbestand (VZÄ) Durchschnitt (VZÄ)

Direktion Pflege

Effektiv vs. Budget (VZÄ)

Effektiv vs. Budget (%)

Abwesenheitsdurchschnitt (%)

Überstundensaldo per 31.12.

Feriensaldo per 31.12. (Tage)

1’079.21

1’076.11

-3.10

-0.29

7.12

16’094.90

4’647.5

352.40

357.69

5.29

1.50

8.48

5’971.39

1’297.0

Personalwesen

18.05

18.13

0.08

0.42

2.93

799.43

210.0

Wirtschaft

68.20

70.84

2.63

3.86

4.55

1’784.74

674.0

439.18

474.80

35.62

8.11

5.23

17’595.13

1’937.9

Logistik

Medizinische D. Generaldirektion

120.45

122.61

2.16

1.79

4.27

5’970.99

1’711.0

Total 2011

2’077.49

2’120.17

42.68

2.05

6.64

48’216.58

10’477.4

Total 2011

2’018.74

2’032.17

13.43

0.91

6.08

35’269.96

11’759.7

Absenzen Direktion

Nichtberufskrankheit

Berufskrankheit

Nichtberufsunfall

Berufsunfall

Krankheit bei Schwangerschaft

Mutterschaft

Andere

Durchschnitt Absenzen Total VZÄ in %

Unbezahlter Urlaub

Weiterbildung 14.80

Pflege

38.54

0.00

7.28

0.37

10.45

16.37

3.52

76.53

7.12

8.89

Logistik

22.39

0.00

2.83

0.86

1.03

2.01

1.18

30.30

8.48

0.66

1.26

0.41

0.00

0.05

0.00

0.04

0.00

0.03

0.53

2.93

0.02

0.11

Personalwesen Wirtschaft

1.65

0.00

0.29

0.00

0.29

0.79

0.16

3.18

4.55

0.03

0.64

Medizinische D.

9.63

0.02

1.66

0.38

3.91

6.40

2.78

24.77

5.23

2.01

6.25

3.35

0.00

0.42

0.00

0.53

0.58

0.35

5.23

4.27

0.00

0.21

Total 2011

75.98

0.02

12.52

1.61

16.24

26.15

8.03

140.53

6.64

11.48

23.22

Total 2010

63.17

0.07

14.29

1.82

11.53

25.32

7.55

123.68

6.08

15.28

19.95

Generaldirektion


Personalstatistik Verh채ltnisse Verteilung der Nationalit채ten der 23,73% ausl채ndischen Mitarbeitenden (2010: 22,67%) 250

2011 2010

Anzahl Mitarbeitende

200

150

100

50

0

FRA

POR

GER

ESP

ITA

BEL

MKD CAN Herkunftsland

SRB

TUN

TUR

ROU

NED DIVERS

75


76

Personalstatistik Verhältnisse Geschlecherverhältnis 2011 (2010) Männer 25.7 % (25.1 %)

Frauen 74.3 % (74.9 %)

Aufteilung der Beschäftigungsgrade 2011 (2010) Stundenlohn 4 % (3.9 %)

Beschäftigungsgrad 0 –49 % 10.4 % (11 %)

Beschäftigungsgrad 90–100 % 46 % (46.9 %) Beschäftigungsgrad 50 –79 % 28.6 % (27.6 %)

Beschäftigungsgrad 80 –89 % 11 % (10.6 %)


77 Aufteilung Beschäftigungsgrad – Frauen 2011 (2010) Stundenlohn 1.2 % (0.9 %)

Beschäftigungsgrad 0 –49 % 12.8 % (13.3 %)

Beschäftigungsgrad 90–100 % 36.7 % (38.4 %) Beschäftigungsgrad 50 –79 % 35.8 % (34.4 %)

Beschäftigungsgrad 80 – 89 % 13.5 % (13 %)

Aufteilung Beschäftigungsgrad – Männer 2011 (2010) Beschäftigungsgrad 90–100 % 73 % (72.4 %)

Stundenlohn 12.2 % (12.9 %) Beschäftigungsgrad 0 –49 % 3.5 % (4.3 %) Beschäftigungsgrad 50 –79 % 7.8 % (7.2 %) Beschäftigungsgrad 80 – 89 % 3.6 % (3.2 %)


Alterspyramide 350

Frauen Frauen Männer Männer

300 Anzahl Personen

78

Personalstatistik Verhältnisse

250

2010 2011 2010 2011

200 150 100 50 0

19–

20–24

25–29

30–34

35–39

40–44 45–49 Alterstufe

50–54

55–59

60–64

65+

Publikationsliste der medizinischen Abteilungen Departement Medizin AAnnoni JM, S. Cook, Migraine induced by Melatonin withdrawal: a clue for future trials? Schweizer Arch Neurol Psy, 2011, 162:7: in press Arroyo D., S. Cook, Percutaneous Ventricular Assist Devices: Clinical Evidence, Clin. Pract. 2012, 9, 1 Arroyo D., S. Cook, Percutaneous Ventricular Assist Devices: New Deus Ex Machina ?, Minim Invasive Surg. 2011; 604397. Epub 2011 Jul 31 Arroyo D, Rutz T, Stauffer JC Acute myocardial infarction in a 19 year-old woman: sometimes hoofbeats are zebras. Cardiovasc Med 2011, 14, 95 Barras-Moret A-C, Guex E, Coti Bertrand P, Le syndrome de renutrition inappropriée : la clé du traitement est la prévention. Nutrition Clinique et Métabolisme 2011, 25, 86 Bugaj T., S. Cook, Kissing Wires For a Bitten Heart, EuroPCRonline, clinical cases, december 2011 Chevallier S., S. Cook, JJ Goy, Heart Failure in a Patient with the Noonan Syndrome, Circulation. 2011, 123, e629 Chevallier S, Stauffer JC Giant apical aneurysm without coronary artery disease. Cardiovasc Med 2011, 14, 29 Chuard C., Genné D. Menaces épidémiologiques: réflexions sur la communication. Rev Med Suisse 2011, 312, 1947 Chuard C., Erard V. Infections pulmonaires dues aux mycobactéries non tuberculeuses. Rev Med Suisse 2011, 312, 1982 Ditisheim A., Chuard C., Erard V. Infections liées aux activités aquatiques. Rev Med Suisse 2011, 312, 1976 Dolci M, Frascarolo P, Hayoz D, Spahn DR, Gardaz JP. Effect of an intravenous bolus of phenylephrine or ephedrine on skin blood flow during spinal anaesthesia: a randomised, double-blind, controlled study. Eur J Anaesthesiol. 2011;28:226 Erard V., Boeckh M. BK JC and Parvovirus Infection in Patients with Hematological Malignacies Principles and Practice of Cancer Infectious Diseases, Chapter 33, ISBN 978-1-60761-643-6 Froesch, P., M. Martinelli, P. Meier, S. Cook, R. Hullin, S. Windecker, P. Mohacsi, B. Meier, Clinical Use of Temporary Percutaneous Left Ventricular Assist Devices, Catheter Cardiovasc Interv. 2011, 78, 304 Hemett OM, Descombes E: Pour prolonger la survie des reins fatigués, mieux vaut éviter le sel. Rev Med Suisse 2011, 7, 2372. Hemett OM, Descombes E, Erard V, Chuard C: Cefriaxone in chronic haemodialysis patients: experience in Fribourg Switzerland. Swiss Medical Weekly 2011, 141(Suppl 191), 13


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79


80

Publikationsliste der medizinischen Abteilungen CHOP-like chemotherapy with or without rituximab in young patients with good-prognosis diffuse large-B-cell lymphoma: 6-year results of an open-label randomised study of the MabThera International Trial (MInT) Group. Lancet Oncol. 2011 12, 1013 Renner P, Roger T, Bochud PY, Sprong T, Sweep FC, Bochud M, Faust SN, Haralambous E, Betts H, Chanson AL, Reymond MK, Mermel E, Erard V, van Deuren M, Read RC, Levin M, Calandra A functional microsatellite of the macrophage migration inhibitory factor gene associated with meningococcal disease. FASEB J. 2012, 26, 907 Saguner AM, Wahl A, Praz F, de Marchi SF, Mattle HP, Cook S, Windecker S, Meier B. Figulla PFO occluder versus Amplatzer PFO occluder for percutaneous closure of patent foramen ovale, Catheter Cardiovasc Interv. 2011, 77, 709 Senn L., Zanetti G., Bally F., Chuard C.,et al. 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Publikationsliste der medizinischen Abteilungen Papapoulos S, Chapurlat R, Libanati C, Brandi M, Brown J, Czerwinski E, Krieg MA, Man Z, Mellström D, Radominski S, Reginster JY, Resch H, Román J, Roux C, Vittinghoff E, Austin M, Daizadeh N, Bradley M, Grauer A, Cummings S, Bone H. Five years of denosumab exposure in women with postmenopausal osteoporosis: Results from the first two years of the FREEDOM extension. J Bone Miner Res 2011; online. Rizzoli R, Kraenzlin M, Krieg MA, Mellinghoff HU, Lamy O, Lippuner K. Indications to teriparatide treatment in patients with osteoporosis. Swiss Med Wkly 2011; online. Amstutz V, Cornuz J, Krieg MA, Favrat B. Vitamin D : update and recommendations. Rev Med Suisse 2011;7:2332, 2334-7. Lamy O, Metzger M, Krieg MA, Aubry-Rozier B, Stoll D, Hans D. OsteoLaus: prediction of osteoporotic fractures by clinical risk factors and DXA, IVA and TBS. Rev Med Suisse. 2011;7:2130, 2132-4, 2136. Hans D, Goertzen AL, Krieg MA, Leslie WD. Bone microarchitecture assessed by TBS predicts osteoporotic fractures independent of bone density: the Manitoba study. J Bone Miner Res 2011;26:2762-9. Lewiecki EM, Compston JE, Miller PD, Adachi JD, Adams JE, Leslie WD, Kanis JA, Moayyeri A, Adler RA, Hans DB, Kendler DL, Diez-Perez A, Krieg MA, Masri BK, Lorenc RR, Bauer DC, Blake GM, Josse RG, Clark P, Khan AA. Official Positions for FRAX® Bone Mineral Density and FRAX® simplification from Joint Official Positions Development Conference of the International Society for Clinical Densitometry and International Osteoporosis Foundation on FRAX®. J Clin Densitom 2011;14:226-36. Hans D, Barthe N, Boutroy S, Pothuaud L, Winzenrieth R, Krieg MA. Correlations between trabecular bone score, measured using anteroposterior dual-energy X-ray ­absorptiometry acquisition, and 3-dimensional parameters of bone microarchitecture: an experimental study on human cadaver vertebrae. J Clin Densitom 2011;14:302-12. Burckhardt P, Wynn E, Krieg MA, Bagutti C, Faouzi M. The effects of nutrition, puberty and dancing on bone density in adolescent ballet dancers. J Dance Med Sci. 2011;15:51-60. Rivier E, Krieg MA, Lamy O. Sarcopenia: definition, methods of measurement, therapeutic future. Rev Med Suisse 2011;7:1047-8. Gasser A-I, Kalbe E, Calabrese P, Kessler J, Von Allmen G, Rossier P. French translation and normation of Parkinson neuropsychometric dementia assessment (PANDA). Journal of Neurological Sciences 2011;310:189-93. Departement Radiologie Bonet Beltrán M, Roth AD, Mentha G, Allal AS. Adjuvant Radio-chemotherapy for extrahepatic biliary tract cancers. BMC Cancer. 2011 24;11:267. PubMed PMID: 21702920. Bonet M, Allal AS, Gich I, Solé JM, Carrió I. Is adjuvant radiotherapy needed after curative resection of extrahepatic biliary tract cancers? A systematic review with a meta-analysis of observational studies. Cancer Treat Rev. 2011 Jun 8. [Epub ahead of print] PMID: 21652148. Gorthi S, Duay V, Bresson X, Cuadra MB, Sánchez Castro FJ, Pollo C, Allal AS, Thiran JP. Active deformation fields: Dense deformation field estimation for atlas-based segmentation using the active contour framework. Med Image Anal. 2011 May 23. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 21646039. Ghadjar P, Simcock M, Studer G, Allal AS, Ozsahin M, Bernier J, Töpfer M, Zimmermann F, Betz M, Glanzmann C, Aebersold DM; on behalf of the Swiss Group for Clinical Cancer Research (SAKK). Concomitant Cisplatin and Hyperfractionated Radiotherapy in Locally Advanced Head and Neck Cancer: 10-Year Follow-up of a Randomized Phase III Trial (SAKK 10/94). Int J Radiat Oncol Biol Phys. 2011 Feb 16. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 21300466. Gervaz P, Calmy A, Durmishi Y, Allal AS, Morel P. Squamous cell carcinoma of the anus - an opportunistic cancer in HIV-positive male homosexuals. World J Gastroentero. 2011 Jul 7;17(25):2987-91. Peuser J, Belhaj-Saif A, Hamadjida A, Schmidlin E, Gindrat AD2, Andreas Völker1 C, Zakharov P, Hoogewoud HM, Rouiller EM, Scheffold F . Follow-up of cortical activity and structure after lesion with laser speckle imaging and magnetic resonance imaging in non-human primates. Journal of Biomedical Optics 16(9) 090611 (September 2011). Buchegger F, Antonescu C, Helg C, Kosinski M, Prior J.O, Bischof Delaloye A, Press O.W, Ketterer N: “Six of 12 relapsed or refractory indolent lymphoma patients treated 10 years ago with 131 I-Tositumomab remain in complete remission”. J.Nucl.Med. 2011;52:896

Diese Liste ist nicht abschliessend; andere Publikationen zur wissenschaftlichen Tätigkeit sind unter www.h-fr.ch einsehbar.


Die Qualität spielt am freiburger spital eine zentrale Rolle. Dieses Thema kommt deshalb als roter Faden in den verschiedenen Beiträgen und Bildern zum Ausdruck. Verschiedene Mitarbeitende erklären, was Qualität in ihrer täglichen Arbeit bedeutet.

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JAHRESBERICHT HFR 2011

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Jahresbericht 2011

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