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Sommer 2016

MAGAZIN gefragte Persönlichkeiten – Hochschule Augsburg

STUDIUM 4.0

Fachkräftenachwuchs zukunftsfähig und bedarfsorientiert ausbilden


» Wir wollen dabei sein, wenn große Dinge entstehen.« Nina Munk, Sebastian Zukowski

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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

Foto: Jan Scheuzow

In den vergangenen Monaten hat sich wieder viel bewegt an der Hochschule Augsburg. Unsere Studierenden haben in zahlreichen Projekten ihre Kreativi­ tät und ihr Können unter Beweis ge­ stellt. Dieses lebendige Campusleben möchten wir Ihnen mit unserem neuen gP Magazin erstmals in einem neuen Gewand präsentieren. Es löst den Jah­ resbericht ab, den Sie vielleicht bisher von der Hochschule erhalten haben. Wir hoffen, dass Sie mit diesem neuen Erscheinungsbild und dem neuen inhaltlichen Konzept noch mehr Lust darauf haben, sich über Studium und Lehre an der Hochschule Augsburg zu informieren.

Präsident Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk

Studium 4.0 – so lautet das Schlagwort, das für uns in den vergangenen Semes­ tern im Mittelpunkt unserer Bemühun­ gen stand, wenn es darum ging, unsere Qualität in der Lehre kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir haben uns mit dieser Bezeichnung bewusst dafür ent­ schieden, das Studium an der Hoch­ schule Augsburg auf die Veränderungen auszurichten, die der Arbeitsmarkt im Zuge von Industrie 4.0 erlebt. Die zu­ nehmende Digitalisierung aller Lebensund Arbeitsbereiche spiegelt sich bei uns auch in der Ausgestaltung des Lehrbetriebs wider. Um Ihnen davon einen Eindruck zu verschaffen, möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen, was Studium 4.0 für uns bedeutet. Digi­ talisierung, Vernetzung, Individualisierung und Internationalisierung sind Rahmen­ vorgaben, die für unsere Studierenden optimale Studienbedingungen schaffen. Sei es bei den neu konzipierten E-Lear­ ning-­Angeboten wie im Projekt Digital

gP MAGAZIN 2016

und Regional, dem Ausbau der dualen Studien­angebote oder bei der Erweite­ rung unserer internationalen Beziehun­ gen – jede Studentin und jeder Student profi­tiert auf ganz individuelle Art und Weise von den gewachsenen Möglich­ keiten. Sie sehen schon, die Zeiten ändern sich und wir sind als Bildungsinstitution mit Recht gefordert, Entwicklungen mit­ zugehen und auch mitzugestalten. Dies durfte ich nun seit mehr als 12 Jahren in meiner Funktion als Präsident der Hochschule Augsburg tun. Wie Sie vielleicht wissen, übergebe ich den Stab zum 1. Oktober 2016 an Prof. Dr. Gordon Rohrmair. Ich gehe natürlich mit einem lachenden Auge in Vorfreude auf meinen Ruhestand, aber auch mit einem weinenden Auge – denn eines werde ich gewiss vermissen: den Dialog mit den Studierenden, die ich auf ihrem Weg ins Berufsleben immer ganz beson­ ders gern begleitet habe. Auf Wiedersehen Ihr

Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk Präsident der Hochschule Augsburg

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gP Menschen

Gesellschaftliches Engagement

Alexander Grimm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 07

Helfer im Hörsaal: Kooperation mit Feuerwehren und Hilfsorganisationen . . 62

News Kurzmeldungen aus der Hochschule . . . . . . . . . . . . . . . . . 08

Migration und Integration: Geschichten aus dem Grandhotel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

Kurzmeldungen zu Forschungsprojekten . . . . . . . . . . . . . 12

Brückenqualifizierung für den Berufseinstieg . . . . . . . . . . 66

Campusleben

Angebote der Hochschule für Geflüchtete . . . . . . . . . . . . 68

Unter Strom: Formula Student Electric . . . . . . . . . . . . . . 18

Awards und Auszeichnungen

Hallo, Chef! Firmenkontaktmesse Pyramid . . . . . . . . . . . 24

Wege zum Erfolg: Studierende gewinnen Wettbewerbe . . . . . . . . . . . . . . . . . 70

Studium 4.0

Campus und Karriere

Die Zukunft der Lehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Digitalisierung Auf dem Tablet serviert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Tag der Lehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

gP Alumni Netzwerk: Absolvent Josef Geh im Porträt . . . 76 Ein Magazin für die Ex: Design für Designer . . . . . . . . . . 80 Revolution mit Wüstensand: Dennis Behnisch als Existenzgründer . . . . . . . . . . . . . . . . 82

Digital und Regional . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 YEAH – Kultur- und Kreativpiloten Deutschland . . . . . . 84 E-Learning . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Gründerberatung: Studium und dann? . . . . . . . . . . . . . . . 86

Vernetzung Auto trifft Bachelor: Duales Studium . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Digitaler Gründergeist in Schwaben . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

Praktisch veranlagt: neue Verbundstudiengänge . . . . . . . . 38

Campusleben

Wer bremst, gewinnt: Industriekooperation . . . . . . . . . . . 40

Juniorcampus: fließende Energie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

Neue Vertiefungsrichtung im Weiterbildungsangebot: Umwelt- und Verfahrenstechnik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41

Hochschulchor: Freude am Singen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

Individualisierung Zurück in den Hörsaal: berufsbegleitend ins Masterstudium starten . . . . . . . . . . . 42

Fakultät für Architektur und Bauwesen: Neugestaltung der St. Anna Höfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Fakultät für Gestaltung: Design ohne Grenzen – Werkwoche . . . . . . . . . . . . . . . . . 98

Offene Türen: Lernraum für MINT-Fächer . . . . . . . . . . . 44 Mit Menschen: Zertifikat Soziale Kompetenzen . . . . . . . . 46

Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik: Technik von morgen – Labore . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102

Ausgezeichnete Projekte in der Lehre . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Lernlounge – Kleinversuchsfläche . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104

Internationalisierung Neues Zertifikat Interkulturelle Kompetenz . . . . . . . . . . . 52

Projekt mit Tiefgang – Unterwasserfahrzeug . . . . . . . . . 105 Weiterbildung: Know-how in Sachen Highspeed . . . . . . 106

Dem Brain Drain begegnen: DAAD-Projekt für IT-Nachwuchs in Ostafrika . . . . . . . . 54

Personalia

Kooperation mit dem MIIT Moskau . . . . . . . . . . . . . . . . . 58

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter . . . . . . . . . . . . . 108

Sommerschule in Odessa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Neue Professorinnen und Professoren . . . . . . . . . . . . . . 110

Kurzmeldungen zur Internationalisierung . . . . . . . . . . . . 60

Verabschiedungen in den Ruhestand . . . . . . . . . . . . . . . . 111 Nachrufe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112

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Konstruktionswettbewerb: in Teamwork zur Formula Student

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Karriere: Alumni geben Einblick in ihre Arbeit

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Partnerhochschule der Feuerwehren und Hilfsorganisationen

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Internationalisierung: Incoming und Outgoing

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Kenia meets Augsburg: IT-Nachwuchs fĂźr Ostafrika

gP MAGAZIN 2016

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WIR DENKEN AN MORGEN. SEIT MEHR ALS 110 JAHREN.

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Foto: LEW/ Breba2.de

GP MENSCHEN | ALEXANDER GRIMM

OLYMPIASIEGER IM STUDIUM „Es hat nicht sollen sein. Nach den vier entscheidenden Wettkämpfen in Augsburg und Markkleeberg habe ich leider die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio verpasst. Ich habe in jedem Rennen mein Bestes gegeben und bis zum letzten Tag gekämpft.“ Mit diesen Worten wandte sich Alexander Grimm, Student im Masterstudiengang Lightweight Construction and Composite Technology, an seine Fans, nachdem der Traum von Rio geplatzt war. Aber ganz nach dem Motto „A winner is a dreamer who never gives up“ schaut Grimm zuversichtlich in die Zukunft. Er bedankt sich bei allen, die ihn in der Vorbereitung und während der Rennen unterstützt und an ihn geglaubt haben. Verdientermaßen: Denn gleich am 8. Mai 2016 fuhr

Grimm den ersten Platz beim European Boater-Cross Cup auf dem Augsburger Eiskanal ein – und das zum zweiten Mal in Folge. „Sport und Studium unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach. Es kann schon einmal vorkommen, dass sich eine Prüfung und ein Weltcup-Rennen überschneiden oder ein Laborversuch genau dann stattfindet, wenn ich im Trainingslager bin. Doch meine Professoren ermöglichen mir in einem solchen Fall einen Nachholtermin und bauen nicht noch zusätzlichen Druck auf, den habe ich im sportlichen Alltag schon genug: Oft bin ich zweimal am Tag auf dem Wasser, zwischendurch im Kraftraum. Besonders freue ich mich über die Unterstützung von Prof. Michael Schmid. Er ist mir mit der

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Abgabe meiner Masterarbeit sehr entgegengekommen. Jetzt bekomme ich ein neues Thema für meine Abschlussarbeit – ich bin schon sehr gespannt und freue mich nach der sportlichen auch wieder auf die wissenschaftliche Herausforderung.“ Grimm war 2008 Olympiasieger in Peking und 2015 Vizeeuropameister im Kanuslalom.

Hochschule Augsburg Partnerhochschule des Spitzensports www.adh.de Ansprechpartner: Prof. Dr. rer. nat. Anton Zacherl, anton.zacherl@hs-augsburg.de

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NEWS | HOCHSCHULE

Neues Präsidium der Hochschule Augsburg gewählt Die Hochschule Augsburg wird ab Oktober 2016 von einem neuen Präsidenten geleitet. Der Hochschulrat wählte Ende letzten Jahres Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair zum Nachfolger von Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk. Schurk, Experte für Automobilelektronik, wird nach zwölfjähriger Amtszeit als Präsident mit Ende des Sommersemesters 2016 in den Ruhestand gehen. Rohrmair ist seit 2010 amtierender Vizepräsident für angewandte Forschung und Wissenstransfer. Der Kandidat erhielt bei der Wahl ein einstimmiges Votum. Mit 20 von insgesamt 20 möglichen Stimmen erreichte er die absolute Mehrheit. Die kommende Amtszeit beträgt fünf Jahre bis September 2021. Rohrmair sagte direkt im Anschluss an die Wahl: „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich freue mich darauf, die Hochschule Augsburg ab Herbst kommenden Jahres auf ihrem bisher schon erfolgreichen Weg noch weiter voran­ zubringen.“ Als Vizepräsidenten stehen Rohrmair ab Oktober Dr. Elisabeth Krön, Professorin für Projektmanagement und Bauöko­ nomie, und Dr. Manfred Uhl, Professor für Internationales Marketing und Kommunikation, zur Seite. Der Hochschulrat hat Uhl und Krön in der Sitzung am

Das künftige Präsidium mit Hochschulratsvorsitzendem (v. l.): Prof. Dr. Manfred Uhl, Prof. Dr. Gordon Rohrmair, Tatjana Dörfler, Kanzlerin der Hochschule Augsburg, Prof. Dr. Elisabeth Krön und Roland Kreitmeier, Vorsitzender des Hochschulrats.

13. Juni 2016 in das Amt gewählt. Uhl übernimmt das Amt des Vizepräsidenten für Studium und Kommunikation, Krön wird Vizepräsidentin für Forschung und Wissenstransfer. Die Amtszeiten betragen zweieinhalb Jahre. Zu Uhls Aufgabenfeldern gehören beispielsweise

die Weiterentwicklung des Studienangebots und der Einsatz digitaler Lehrformen. Krön möchte den Ausbau der angewandten Forschung sowie die Weiterentwicklung des Graduiertenkollegs und die Weiterbildungsmöglichkeiten an der Hochschule ausbauen.

Ein Netzwerk für die Familie Die Vereinbarung von Stu­­­di­um, Beruf und Wissenschaft mit Familien­aufgaben wird an der Hochschule Augsburg groß­ geschrieben. Mit der Unterzeichnung der Charta „Familie in der Hochschule“ im vergangenen Jahr durch Präsident Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk ist die Hochschule Augsburg dem gleich­ namigen Hochschulverbund beige­treten. Die Charta, die im Januar 2014 ver­öffent­ licht wurde, dient als Netzwerk, in dem die angegliederten Hochschulen zusammen mit anderen kooperierenden Institu­ tionen und Unternehmen aktiv an der Umsetzung der gesteckten Ziele im Sinne von Best Practices tätig sind.

Neben dem Ausbau der Serviceleis­tun­ gen im Bereich Hochschulservice für Familie hat die Hochschule Augsburg dabei auch flexiblere Arbeits- und Studienbedingungen im Blick. Weitere Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen sowie noch mehr Angebote in der Beratung und Unterstützung im Pflegefall.

Prof. Hans-Eberhard Schurk bei der Unterzeichnung der Charta.

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gP MAGAZIN 2016

Hochschulservice für Familie www.hs-augsburg.de/hochschule/ hochschulservice_familie Familie in der Hochschule www.familie-in-der-hochschule.de


NEWS | HOCHSCHULE

Neuer Vorstand im Förderverein

Auszeichnung für helfende Hände

Foto: Bundesministerium des Innern

Die Hochschule Augsburg ist seit dem Sommer 2015 Partnerhochschule der Feuer­wehren und Hilfsorganisationen. Diese Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen erhielt aus Händen von Bundesinnen­ minister Thomas de Maizière im Dezember vergangenen Jahres den mit 6.000 Euro dotierten zweiten Platz beim nationalen Förderpreis „Helfende Hand“ in der Kategorie „Innovative Konzepte“. Präsident Prof. Hans-Eberhard Schurk: „Mit der Kooperationsvereinbarung soll für studierende ehrenamtliche Leistungsträgerinnen und Leistungsträger ein Nachteilsausgleich geschaffen werden.“ Ziel sei, dass die Studierenden an der Hochschule Augsburg ihre akademische Ausbildung trotz der zusätzlichen zeitlichen Belastung aufgrund eines Ehrenamts erfolgreich absolvieren können. Die Studien- und Rahmenbedingungen sollen im öffentlichen Interesse so gestaltet werden, dass ehrenamtliches Engagement mit akademischer Ausbildung gut zu vereinbaren ist. Ehrenamtliche Leistungsträgerinnen und Leistungsträger dürften als Folge ihres Engagements nicht im Studium benachteiligt werden. » Lesen Sie mehr dazu auf Seite 62

Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Augsburg hilft!, des Stadtfeuerwehrverbands Augsburg und der Hochschule Augsburg nahmen den 2. Platz beim Förderpreis Helfende Hand von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (li.) entgegen.

Der Verein zur Förderung der Hochschule Augsburg e. V. hat seinen Vorstand im Sommer 2015 neu gewählt. Der Verein verfolgt den gemeinnützigen Zweck, die Hochschule Augsburg bei der Ausbildung ihrer Studierenden sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit ideell und materiell zu unterstützen. Die Unter­ stützung beinhaltet auch Maßnahmen im Rahmen der Studierendenhilfe. Insbesondere werden die vom bayerischen Staat zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel durch Bei­träge und Spenden zur Ausgestaltung der Lehre ergänzt. Mitglieder im neuen Vorstand sind: Ulrich Zuth, Architekturbüro Zuth + Zuth (Vorsitz), Gabriele Schlecht, LEW Bildungsinitiative (stellvertretende Vorsitzende), Michael Bernicker, Michael Bernicker Partners – Strategy Consultants (Kassenwart), Jürgen Zahnweh, MAN (Schriftführer) und Alexander Leupholz, Adam Keller Baugeschäft GmbH & Co KG, sowie Dr. Franz Pacher von Theinburg von SPAN Computing Kultur-Gut Schloss Frankleben gGmbH (beide Rechnungsprüfer).

Förderverein: www.hs-augsburg.de/ unternehmen/foerderverein

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Foto: Matthias Leo

Neue Gesichter in Hochschulrat und Senat

Der Hochschulrat setzt sich aus den gewählten Mitgliedern des Senats und zehn externen Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammen.

Mit Beginn des Wintersemesters 2015/16 haben sich die beiden zentralen Gremien der Hochschule Augsburg – Hochschulrat und Senat – neu konstituiert. In der Sitzung am 13. Oktober 2015 wurde Roland Kreitmeier, Leiter der Siemens AG Niederlassung Augsburg, mit überzeugender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bereits eine Woche davor, am 6. Oktober 2015, gratulierte die Hochschule Professor Jens Müller zum Senatsvorsitz. Insgesamt zählt der Hochschulrat der Hochschule Augsburg 21 Mitglieder, davon zehn externe Hochschulräte. Neu begrüßt im Gremium wurden die Stuttgarter Architektin Shirin

tern. Prof. Jens Müller von der Fakultät für Gestaltung ist neuer Senatsvorsitzender und, damit qua Amtes auch gleichzeitig stellvertretender Hochschulratsvorsitzender. Er folgte damit auf Professor Dr.-Ing. Elmar Wagner, der sich in den Ruhestand verabschiedete.

Frangoul-Brückner sowie die Augsburger Unternehmerin Sina Trinkwalder. Zusammen mit Sonja Grenzebach-Proeller (Grenzebach GmbH), Susanne Kasch (ev.-luth. Dekanat Augsburg), Cornelia Kollmer (Stadtsparkasse Augsburg), Jürgen Marks (Augsburger Allgemeine Zeitung), Paul Waning (ehem. Lechwerke AG), Heribert Weber (ehem. Präsident Hochschule Würzburg-Schweinfurt) sowie Klaus Weinmann (CANCOM SE) engagieren sie sich für die strategische Ausprägung der Hochschule. Die internen Hochschulräte rekrutieren sich üblicherweise aus den Mitgliedern des Senats sowie aus Studierendenvertre-

Hochschulrat: www.hs-augsburg.de/ hochschule/hochschulorgane/hochschulrat Senat: www.hs-augsburg.de/hochschule/ hochschulorgane/senat

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NEWS | FORSCHUNG

Sicher im Netz

WINTER 2015

Die Hochschule Augsburg ist Konsortialführer im Verbundprojekt „Risikolagebild der industriellen IT-Sicherheit in Deutschland (RiskViz)“. Das Ziel des Projekts: vernetzte Industrieanlagen sicherer machen. Das Projekt RiskViz wird im Rahmen des Förderprogramms „IKT 2020 – Forschung für Innovationen“ mit insgesamt 4,4 Millionen Euro zu 80 Prozent vom Bundesminis­ terium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre – vom 1. April 2015 bis zum 30. März 2018. Die Hochschule konnte dabei 665.000 Euro Fördermittel einwerben. Weitere 250.000 Euro Fördermittel gehen an die TCW GmbH – das An-Institut der Hochschule in Nördlingen. Industrielle Kontrollsysteme (ICS) steuern wichtige Prozesse kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und werden oft zur Überwachung kostengünstig, jedoch ohne adäquaten Schutz ans Internet angeschlossen. Häufig wissen Angreifer mehr über die KRITISVerwundbarkeiten als die Betreiber selbst und sind so in der Lage, Anlagen über das Internet abzuschalten oder gar die komplette Steuerung zu übernehmen. Ziel von RiskViz ist es, Informationen zu Industrieanlagen mit einem deutschen Internetanschluss verfügbar, vergleichbar und beurteilbar zu machen, um geeignete Schutzmaßnahmen treffen zu können. Die Sammlung der Daten erfolgt teils durch Suchtechnologien, die im Rahmen des Projekts entwickelt und geprüft werden, oder durch die Integration bereits bestehender Datenquellen. So können zum Beispiel Kommunen angreifbare Systeme in ihrer Region finden und diese in Relation zu anderen Kommunen betrachten. Die Partner der Hochschule Augsburg im Verbundprojekt RiskViz sind die Freie Universität Berlin, das Brandenburgische Institut für Gesellschaft und Sicherheit gGmbH (BIGS), die Firmen Koramis GmbH, Munich RE, die Gesellschaft für Netzwerk- und Unix-Administration mbH, die LEW Verteilnetz GmbH sowie die Technologie Centrum Westbayern GmbH, ein An-Institut der HSA.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair Fakultät für Informatik gordon.thomas.rohrmair@hs-augsburg.de

FORSCHUNG gefragte Persönlichkeiten – Magazin der Hochschule Augsburg

SCHWERPUNKT RESSOURCENEFFIZIENZ

Lösungen für Mittelstand und Global Player

Forschung made in Augsburg Das Magazin spiegelt das breite Spek­ trum an Forschungsthemen und das hohe Niveau wider, auf dem sich Professoren, Wissenschaftler, aber auch der Forschungs­­nachwuchs der Hochschule intensiv bewegen. Blättern Sie durch und lesen Sie über neue Verfahren, innovative Ideen, Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen: • Architektur & Design • Informatik & Interaktive Medien • Ingenieurwissenschaften • Wirtschaftswissenschaften Der wissenschaftliche Nachwuchs der Hochschule Augsburg stellt in einem eigenen Teil seine Master- und Promo­ tionsarbeiten vor.

gP Forschung zum Blättern: http://tinyurl.com/jtb42c8

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IT-Sicherheit messen Das Projekt PCN-Sec (Process Control Network Security) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ innerhalb der För­derlinie IngenieurNachwuchs gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt vier Jahre – vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2019 Die Hochschule Augsburg erhält zur Projektrealisierung Fördermittel im Umfang von 420.000 Euro. Die zunehmende Vernetzung hetero­ gener Komponenten in der Industrie stellt immer höhere Anforderungen an Verfügbarkeit, Integrität und Anlagen­ sicherheit. Dies bedingt die stetige

Weiterentwicklung von Prozess-Kontroll-Netzwerken (PCN). Eine zentrale Herausforderung stellt dabei der Umstand dar, dass die einzelnen Endgeräte aus unterschiedlichen Hardwarekompo­ nenten und Betriebssystemstrukturen bestehen. Ziele von PCN-Sec sind die ressourceneffiziente Analyse des Netzwerkverkehrs mittels intelligenter Sensoren und die Identifikation des IT-Sicherheitslevels von industriellen Kontrollsystemen. Schwerpunkte dabei sind die „Ano­ma­lie­ erkennung in industriellen Netzwerken“ und die „Identifikation des IT-SicherheitsLevels einer Industrie­anlage“. Dies sind auch die Themen zweier Dissertationsprojekte, welche im Rahmen kooperativer Promotionen mit der Universität der Bun­ deswehr München von Andreas Seiler (HSA) und mit der Universität Pilsen von Laurin Dörr (TH Deggendorf) bearbeitet werden.

Die Partner der Hochschule Augsburg im PCN-Sec-Projekt sind neben der konsortialführenden Technischen Hochschule Deggendorf die Firmen Airbus Operations GmbH, Hirschmann Automation & Control GmbH, Grenzebach Maschinen­bau GmbH, Koramis GmbH und die Siemens AG.

Ansprechpartner: Andreas Seiler Fakultät für Informatik andreas.seiler@hsa-augsburg.de

Fahren ohne Fahrer Im Verbundprojekt „Functional Safety in autonomous driving of Road Vehicles“ – kurz: „Autonomes Fahren“ – bearbeiten Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf (Fakultät für Elektrotechnik) und sein Doktorand Robert Dollinger unter anderem Fragestellungen der Querführung von Fahrzeugen und Aspekte der funktionalen Sicherheit. Verbundpartner im Projekt ist die University of Adelaide (UofA) in Australien. Die Erforschung von Themen wie „Objekterkennung“, „Funktionale Übergabe zwischen Fahrroboter und Fahrer während der Fahrt“ und „Car2Car und Car2X Kommunikation“ trägt zur Zukunft und Sicherheit des Fahrens bei.

Das Projekt wird umfangreich von der BMW AG unterstützt. So wurden etwa zwei Forschungsfahrzeuge im Wert von jeweils circa 75.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Fahrzeug kommt direkt an der Hochschule Augsburg in der Fakultät für Elektrotechnik zum Einsatz. Mit dem anderen Fahrzeug wird an der UofA geforscht. Im Rahmen des Projekts

gP MAGAZIN 2016

arbeitet Robert Dollinger an seiner kooperativen Promotion – unterstützt von der Johannes-Hübner-Stiftung. Das Projekt wird mit insgesamt 290.000 Euro gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

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NEWS | FORSCHUNG

Die Rose von Jericho Cyanobakterien beherbergen einen enormen Pool an nachwachsenden Biopharmazeutika und Feinchemikalien. Dieses Potenzial wird jedoch kaum erschlossen, da bisherige Produktionsverfahren zu energie- und ressourcenintensiv sind. Demgegenüber nutzt das BMBF-Verbundprojekt „Next Generation Biofilm – die Rose von Jericho der Biotechnologie“ erstmals ein aerosolbasiertes Kultivierungsverfahren zur Erzeugung von Hochwertmolekülen. Im Rahmen der Forschungsarbeit werden neue Bioreaktorsysteme in einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlern entwickelt und getestet. Als Verbundpartner der Hochschule Kaiserslautern (Dr. Michael Lakatos) leitet Prof. Dr. Timo Schmidt (Fakultät für Architektur und Bauwesen) die Entwicklung des Bioreaktors und untersucht den Energieverbrauch des Gesamtsystems. Das BMBF-Projekt wird mit 246.500 Euro gefördert. Darüber hinaus betreut Prof. Schmidt zwei kooperative Promotionen. Das Projekt ist damit auch ein Beitrag zur Förderung des akademischen Mittelbaus an der Hochschule Augsburg. Die Hochschule Augsburg kooperiert im Projekt Next Generation Biofilm mit renommierten Verbundpartnern aus ganz Deutschland. Projektstart war am 1. Oktober 2015. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Der Stand der Dinge Im Anlagenbau ist es üblich, in regelmäßigen Abständen den aktuellen Stand der Arbeiten auf der Baustelle zu erfassen. Dies ist zum Beispiel notwendig, um Anschlussstellen von Aggregaten vor dem Einbau exakt zu ermitteln. Traditionell wird hierzu ein aufwendiges, manuelles Aufmaß bestimmt. Das ChASAVorhaben (CAD-Modell-basierte, hardwarebeschleunigte Aufmaßbestimmung für den Schiffs- und Anlagenbau) verfolgt das Ziel, eine preiswerte, mobile Lösung zu entwickeln, mit der in kurzer Zeit der Stand der Arbeiten vor Ort erfasst und in das Planungssystem zurückgeführt werden kann. Der Projektleiter an der Hochschule ist Prof. Dr.-Ing. Gundolf Kiefer (Fakultät für Informatik). Er verantwortet dabei das Teilprojekt „Hardwarebeschleunigung und Algorithmen im FPGA“.

Ansprechpartner und Projektleiter: Prof. Dr. Timo Schmidt Fakultät für Architektur und Bauwesen timo.schmidt@hs-augsburg.de

Verbundpartner sind das Fraunhofer Institut für Grafische Datenverarbeitung (IGD), die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. sowie die Unternehmen S.K.M. Informatik GmbH (Schwerin), FORTecH Software GmbH (Rostock) und die Hensel Elektronik GmbH (Rostock). Das Verbundprojekt ChASA wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit insgesamt 1,1 Millionen Euro gefördert. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Gundolf Kiefer Fakultät für Informatik gundolf.kiefer@hs-augsburg.de

Ziel des Projekts Next Generation Biofilm ist die Entwicklung eines Photobioreaktors zur Erzeugung von Hochwertmolekülen.

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gP MAGAZIN 2016


Jeder Erfolg hat seine Geschichte.

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NEWS | FORSCHUNG

Netzwerke ohne Strom LINDA steht für „Lokale Inselnetzversorgung und beschleunigter Netzwiederauf­ bau mit dezentralen Erzeugungsanlagen bei großflächigen Stromausfällen“. Ziel des Projektes ist es, einen stabilen Inselnetzbetrieb zu erreichen. Entwickelt wird ein allgemeines, über alle Spannungs­ ebenen skalierbares Konzept für ein Erzeugungs- und selektives Lastmanage­ ment bei einem Stromausfall im übergeordneten Netz. Zentrale Forschungsthemen von LINDA sind die Konzeption und Betriebsführung von Inselnetzen mit dezentralen Energie­ versorgungsanlagen und Energiespeichern sowie selektiver Versorgung sensibler Verbraucher.

Außerdem geht es um die schnelle, möglichst unterbrechungsfreie, auto­ matische Integration von dezentralen Inselnetzen in das übergeordnete Netz, nachdem dieses wieder verfügbar ist. Darüber hinaus wird auch an der Weiterentwicklung der Betriebsanlagen, der dezentralen Erzeugungsanlagen (Wasserkraftwerke, Biomassekraftwerke, Photovoltaikanlagen, Stromspeicher etc.), der Schutzsysteme und der Netzleittechnik geforscht, um den beson­ deren Anforderungen beim Inselnetz­ betrieb und der Reintegration in das übergeordnete Netz zu genügen.

und Energie gefördert. Es fließen rund 242.700 Euro Fördermittel für die Hochschule Augsburg. Die Fakultät für Elektrotechnik kooperiert dabei mit sieben Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Start war am 1. August 2015.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Michael Finkel Fakultät für Elektrotechnik michael.finkel@hs-augsburg.de

Der Lösungsvorschlag soll in einem Feldversuch exemplarisch erprobt werden. Das Verbundprojekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft

Gemeinsam stark An der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Augsburg überschlagen sich die Ereignisse: Kaum wurde die Forschungsgruppe „Composites im Maschinenbau“ (HSAComp) gegründet, bezieht sie auch schon ihr Projektbüro im neu eröffneten Technologiezentrum Augsburg (TZA).

Foto: Nikky Maier

Ganz nach dem Motto „Gemeinsam stark“ haben sich vier Professoren der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Augsburg zusammengetan. Die Forschungsgruppe bündelt die vorhandenen Kompetenzen im Bereich Composites im Maschinenbau:

• Composite Design & Engineering (Prof. Dr.-Ing. André Baeten) • Composite Process Technology (Prof. Dr.-Ing. Ralf Goller) • Composite Recycling & Sustainability (Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel) Sprecher der Gruppe ist Prof. Dr.-Ing. Joachim Voßiek, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Das Projektbüro befindet sich im Technologiezentrum Augsburg (TZA), das am 10. April 2016 offiziell eröffnet wurde.

Kontakt: hsacomp@hs-augsburg.de

An der Seite der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (4. v. r.) und Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (5. v. r.) fanden sich ein: Kanzlerin Tatjana Dörfler (3. v. r.), Vizepräsident für angewandte Forschung und Wissenstransfer Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair (2. v. r.) sowie Prof. Dr.-Ing. Joachim Voßiek, Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik und Sprecher der Forschungsgruppe HSAComp (r.). Im Weiteren (1., 2. bzw. 4. v. l.; alle HSAComp): Prof. Dr.Ing. André Baeten, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Rommel und Prof. Dr.-Ing. Ralf Goller.

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Foto: © FSG – Richard Grams

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Wer hat das beste Auto entwickelt? Bei der Formula Student treten Hochschulen und Universitäten gegeneinander an, um diese Frage zu klären. Mit dabei: die Hochschule Augsburg mit ihrem Elektro­ rennwagen Cedur.


Gentlemen, start your engines. Wäh­ rend nach dieser Ansage normalerweise die PS-Boliden der Formel 1 ihre Motoren aufheulen lassen, herrscht vor dem Start von Cedur erst mal eines: Stille. Kein ohrenbetäubender Sound, kein Spiel mit dem Gaspedal, kein Benzingeruch in der Luft. Cedur ist das Elektroauto, das Studen­ ten der Hochschule Augsburg geplant, konstruiert, entwickelt und gebaut haben. Etwa zehn Monate hat die Arbeit an dem mittelweile vierten Rennboliden aus der StarkStrom-Werkstatt gedauert. „Wir mussten einige Nachtschichten ein­ legen“, erinnert sich Michael, inzwischen Chief Technical Officer bei StarkStrom Augsburg e. V. Doch trotz Schlafentzug hat das knapp 60-köpfige Team ein Fahr­ zeug geschaffen, dass seinen Vorgängern in Sachen technisches Niveau weit über­ legen ist – und beim internationalen Wett­bewerb Formula Student am Hockenheimring für eine kleine Über­ raschung sorgte. Weltweite Konkurrenz Die Formula Student ist ein Konstruk­ tionswettbewerb, bei dem Hochschulen und Universitäten aus der ganzen Welt ihre Fahrzeuge in sieben Disziplinen – drei statischen und vier dynamischen – gegeneinander antreten lassen. Es gibt zwei Fahrzeugklassen: konventioneller Antrieb und Elektromotor. Das Ziel der nächtelangen Tüftelei ist klar: besser sein, als die Fahrzeuge anderer Hoch­ schulen und Universitäten. „Bei For­ mula Student geht es jedoch im Gegen­ satz zur Formel 1 nicht vorrangig darum, als Erster die Ziellinie zu überqueren, sondern vielmehr um die Frage: Wer hat das beste Auto entwickelt?“, erklärt Michael. Dennoch: Für das Augsburger

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Team und seine Mitstreiter aus der gan­ Was die StarkStromer auf die Beine stellen, findet nicht nur bei Außenste­ zen Welt ist die Formula Student eine henden Beachtung, sondern auch bei „kleine Formel 1“ – allerdings mit weit­ den Professoren der Hochschule Augs­ aus geringerem Budget: „Ohne unsere burg: „Es ist wirklich beeindruckend, zahlreichen Sponsoren aus der Industrie: was die Studenten innerhalb eines Jahres könnten wir kein solch hochwertiges neben ihrem Studium bauen“, lobt Prof. Fahrzeug bauen“, so Michael. Neben Dr.-Ing. Rainer Wieler von der Fakultät Geld- und Materialsponsoring sei vor für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, allem auch die Expertise der Unterneh­ der die StarkStromer fachlich begleitet. men, die den Studenten unter die Arme „Die Studenten können in diesem Pro­ greifen, eine große Hilfe. jekt – vor allem in Sachen Teamwork – mehr lernen, als ihnen der Studienalltag Teamwork in der Praxis jemals vermitteln könnte“, betont Prof. Grundsätzlich kann jeder bei StarkStrom Wieler weiter. Augsburg mitmachen. Neben Studenten aus den Fakultäten für Maschinenbau Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf von und Elektrotechnik sind auch Betriebs­ der Fakultät für Elektrotechnik, der wirte und Kommu­nika­tions­talente den Studenten ebenfalls mit Rat zur gefragt. Seite steht, betont gerne, welch positive Auswirkung die Arbeit im StarkStromAuf insgesamt zehn Bereiche teilen sich Projekt auf die Zukunft so manches die Studenten je nach Interessens- und Studenten hatte: „Durch die intensiven Studiengebiet auf. „Aerodynamics“ kümmert sich um die Windschnittigkeit. Kontakte zu Sponsoren und Industrie hat so mancher seinen ersten Arbeitgeber Das „Chassis“-Team hat jedes der Teile über das StarkStrom-Projekt gefunden.“ aus Kohlenstofffaserverstärktem Kunst­ Ein ehemaliger Bereichsleiter beispiels­ stoff (CFK) mindestens einmal in der weise ist heute Dateningenieur im Hand, um das perfekte Fahrgestell zu DTM-Team von Audi. > modellieren. „Suspension“ sorgt dafür, dass das Fahrwerk ideal läuft, dazu gehören auch die Radaufhängung, das Bremssystem und die Lenkung. Die Tüftler von „Drivetrain“ kümmern sich um den Antrieb des Elektrofahrzeugs, damit es immer kraftvoll nach vorne geht. „Controls“ hat die Fahrzeugdynamik im Blick und bei „Battery Systems“ dreht sich alles um die Energieversorgung des Elektrofahrzeugs. „Electronics“ entwi­ ckelt die Steuergeräte und fertigt den Kabelbaum, während „Ergonomics“ alle Teile optimiert, mit denen der Fahrer in Kontakt kommt: Sitz, Pedal, Cockpit. „Informatics“ ist für die ver­ einsinterne Infrastruktur und die digi­ tale Außenwirkung zuständig, etwa die Datenverwaltung, die App-Entwicklung oder die Webseite. Das Team „Opera­ tions“ kümmert sich beispielsweise um Events, Flyer und Messeauftritte, bei denen das StarkStrom-Team sich und seine Entwicklung präsentieren kann.

Foto: Jean-Carl Keller

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FORMULA STUDENT: DIE DISZIPLINEN Engineering Design Bewertung von Technik und Konstruktion Cost Report Kostenaufstellung für das gesamte Fahrzeug, inklusive Fertigung Business Plan Ein fiktiver Ansatz, wie sich mit dem Fahrzeug Geld verdienen lässt Special Awards Auszeichnungen für innovative Lösungen Acceleration Ein Beschleunigungsrennen über 75 Meter aus dem Stand Skid Pad Kurvenfahrt auf einem Kurs in Form einer liegenden Acht Autocross Qualifikation für das Endurance-Rennen, wobei der Fokus auf Fahrdynamik und Handling des Fahrzeugs liegt Endurance & Efficiency Ein Ausdauerrennen über 22 Kilometer Distanz, inklusive Fahrerwechsel. Bei der Efficiency-Wertung wird die verbrauchte Energiemenge im Verhältnis zur gefahrenen Zeit bewertet.

Bei der Formula Student zählt nicht so sehr, wer als erster im Ziel ist, sondern vielmehr, welches Team das beste Auto entwickelt hat.

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erweitert: den Formula Student Driver­ less Concept Award. In der Saison 2017 sollen die Fahrzeuge zum ersten Mal auch auto­nom einen vorgegebenen Kurs absolvieren und bereits in diesem Jahr sind die Teams dazu aufgerufen sich aktiv an der Gestaltung des Wettbewerbs zu beteiligen. Einen kleinen Vorgeschmack bietet das im Rahmen einer Masterarbeit umge­ rüstete Fahrzeug von 2013, das bereits bis in den Grenzbereich autonom agiert, sowohl was die Quer- als auch die Längsführung betrifft. Dank einem hochgenauen GPS und ausgeklügelter Regelungen ist der Renner von Stark­ Strom Augsburg in der Lage, hochauto­ matisiert einem definierten Strecken­ verlauf zu folgen. <

www.starkstrom-augsburg.de

Foto: © FSG – Pierre Buck

> Cedur ist bereits das vierte Fahrzeug in der StarkStrom-Geschichte – und das STARKSTROM AUGSBURG E. V. bisher erfolgreichste. Bei der Formula Student konnte das Elektroauto, dessen Der StarkStrom Augsburg e. V. ist ein Taufpate der Paradiesvogel aus der eingetragener, gemeinnütziger Verein Augs­burger Puppenkiste ist, einen über­ zur Förderung studentischer Forschung ragenden zehnten Platz in der Gesamt­ rund um das Thema Elektromobilität. wertung einfahren. On top gab es dann Ihm gehören Studierende aller Fakul­ auch noch den Opel-Style-Award, den täten der Hochschule Augsburg an. der Autobauer erstmalig auslobte. Prä­ Inklusive Alumni zählt StarkStrom rund miert wurde die cleverste ganzheit­liche 200 Mitglieder. Design- und Package-Lösung. Der OpelEntwicklungschef überreichte dem Team von der Hochschule Augsburg die Aus­ zeichnung – und die Schlüssel für einen „Wir arbeiten jeden Tag daran, dass wir Opel Adam S, der StarkStrom ein Jahr es diesmal etwas entspannter hinbe­ lang als Teamfahrzeug zur Verfügung kommen“, sagt CTO Michael. Aber in gestellt wurde. einem Team von Perfektionisten ist nicht zu erwarten, dass viel zeitlicher Das Team von StarkStrom schiebt Spielraum bleiben wird. Schließlich soll schon wieder fleißig Nachtschichten. das 2016er Fahrzeug seinen Vorgänger Vom 1. bis zum 4. August 2016 ruft der wieder toppen und vielleicht noch ein Red Bull Ring in Spielberg (AT) zum paar Plätze auf dem Ranking gutma­ Kräftemessen. Bis dahin muss das fünfte chen. Fahrzeug in der StarkStrom-Geschichte fertig sein – und nach Möglichkeit aus­ Fahrerlos zum Sieg giebiger getestet als seine Vorgänger. Vom 9. bis zum 14 August 2016 werden Cedur ist erst am Vorabend der großen die Augsburger wieder auf dem Hocken­ Präsentation im Mai 2015 vollendet heimring um einen Platz auf dem Trepp­ worden. An Elinor wurden erst 30 Mi­ chen fahren. Diesmal wollen sie auch nuten vor ihrer offiziellen Vorstellung die Kompetenz der Hochschule in die letzten Schrauben festgezogen. Sachen autonomes Fahren in den Ring werfen. Erstmals wird das Event in Deutschland um eine weitere Disziplin

Bei der Formula Student Electric 2015 am Hockenheimring konnte das Rennteam der Hochschule Augsburg einen überragenden zehnten Platz in der Gesamtwertung einfahren. On top gab es auch noch den Opel-Style-Award, den der Autobauer erstmalig auslobte.

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Die FERCHAU Engineering GmbH verfügt mit bundesweit mehr als 6.100 Mitarbeitern über Know-how auf allen Gebieten des Ingenieurwesens. Das 1966 gegründete Familienunternehmen unterstützt in über 70 Niederlassungen sowie in über 70 Technischen Büros unter anderem die Branchen Fahrzeug- und Informationstechnik, Anlagen- und Maschinenbau, Elektrotechnik, Schiffbau und Meerestechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik. Am Standort Augsburg unterstützt ein hochqualifiziertes Team Kunden der Region in allen technischen Belangen. Die in der Niederlassung arbeitenden Ingenieure, Techniker und IT-Consultants betreuen vor allem Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Sondermaschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilzuliefererindustrie sowie IT und Elektrotechnik.

FERCHAU Engineering GmbH Niederlassung Augsburg Frau Karoline Janik Fon +49 821 27243-0 augsburg@ferchau.de

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Zahlreiche Projekte in der Entwicklung und der Konstruktion, im Projekt- und im Qualitätsmanagement und in der Softwareentwicklung werden von einzelnen Spezialisten bis hin zu Projektteams, die auch komplette Arbeitspakete übernehmen, bearbeitet. Für FERCHAU ist Mitarbeiterbindung ein zentrales Thema. Deshalb bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern in der Niederlassung Augsburg und bei AVIATION Augsburg vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Wie sehr dieses Engagement geschätzt wird, zeigt die letzte Umfrage des Nachrichtenmagazins FOCUS: Gemeinsam mit XING und kununu zeichnete das Magazin den EngineeringDienstleister als einen der besten Arbeitgeber Deutschlands in der Branche Dienstleistungen aus. Studenten wählten in den Studien „Student Survey 2015“ und „trendence Graduate Barometer 2015“ FERCHAU zum attraktivsten Arbeitgeber im Bereich EngineeringDienstleistungen.

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HALLO, CHEF! Auf der Firmenkontaktmesse Pyramid kommen regelmäßig Firmen und Studen­ ten zusammen. Das Event wird ständig weiterentwickelt. Bereits zum 26. Mal fand am 4. Mai 2016 die Firmenkontaktmesse Pyramid auf dem Gelände der Hochschule Augsburg statt. Nach dem Motto „von Studieren­ den für Studierende“ bot die Messe erneut ein Forum für rund 180 renom­ mierte Firmen, sich zu präsentieren und in Dialog mit dem qualifizierten Nach­ wuchs der Hochschule zu treten. Mit annähernd 4.000 Besuchern war die diesjährige Pyramid eine der größten studentischen Recruitingmessen in ganz Süddeutschland.

Zu den Ausstellern gehörten unter an­ derem KUKA, Airbus, Fujitsu und Aldi Süd. Für die Studierenden bot sich die einmalige Chance, frühzeitig Einblicke in das Unternehmensgeschehen zu erhalten sowie wichtige Kontakte zu knüpfen, die für einen gelungenen Berufsstart unentbehrlich sind. Im Mittelpunkt stand die Vermittlung von Anstellungsverträgen, Praktikumsplät­ zen und Praxiskooperationsprojekten.

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„Die Pyramid hat sich als Format in den vergangenen Jahren unglaublich weiterentwickelt.“ Eva Weber

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Zusätzliche Angebote wie ein Bewer­ bungsmappen-Check, das BewerbungsBlind-Date „Catch it if you can“ und Podiumsdiskussionen mit wichtigen Fir­menvertretern rundeten das Angebot ab. Info via Segway Eva Weber, zweite Bürgermeisterin der Stadt Augsburg, sagte anlässlich der Eröffnung: „Die Pyramid hat sich als Format in den vergangenen Jahren un­ glaublich weiterentwickelt, so wie auch die Hochschule selbst.“ Dies sei für die Region von unschätzbarem Wert. Hochschulpräsident Prof. Hans-Eber­ hard Schurk freut sich, wenn er sieht, wie die jungen Absolventen auf ihren Berufswegen vorankommen: „Ich treffe an den Firmenständen immer sehr viele Alumni unserer Hochschule wieder.“ Eine Neuheit der diesjährigen Messe waren die mobilen Infopoints. Durch den Einsatz von Segways wurden die Besucher bei aufkommenden Fragen direkt im Messegeschehen informiert.


Eine weitere Attraktion war das von der Firma Müller gesponserte Tor­ wandschießen. Hauptgewinn war ein Wochenende mit einem Elektroauto, bereitgestellt von LEW. Immer etwas besser An der Organisation der Pyramid waren in diesem Jahr über 100 Studierende von verschiedenen Fakultäten beteiligt. Die Projektleitung übernahmen wie gewohnt Prof. Klaus Kellner und Prof. Wilhelm Liebhart sowie sieben studen­ tische Teamchefs. Jedes Jahr wird die Messe von einem neuen Team geplant – natürlich immer mit dem Anspruch, die Pyramid ein Stückchen besser zu machen. Im vergangenen Herbst fanden sich auf einem Teambuilding-Seminar in Kipfenberg die sechs verschiedenen Organisationsteams der Messe zusammen: Akquise, Event, Marketing, Sponsoring, Technik und Logistik. Studierende der Hochschule können sich die aktive Mitarbeit im PyramidTeam im Rahmen des allgemeinwissen­ schaftlichen Wahlpflichtfachs Projekt­ management anrechnen lassen. Dies bietet die Möglichkeit, sowohl team­ orientiert als auch eigenverantwortlich zu arbeiten. Diese Kompetenzen berei­ ten perfekt auf das Berufsleben vor.

(oben) Das Projektteam 2016 zusammen mit Prof. Dr. Klaus Kellner. (unten) Eine neue Attraktion auf der Pyramid waren die mobilen Infopoints.

Prominente Schirmherren Die Firmenkontaktmesse stand diesmal unter der Schirmherrschaft der Bundes­ ministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, der bayeri­ schen Staatsministerin Ilse Aigner, des bayerischen Staatsministers Dr. Ludwig Spaenle, des Augsburger Oberbürger­ meisters Dr. Kurt Gribl, des Vorstands­ vorsitzenden der KUKA AG Dr. Till Reuter sowie des Hochschulpräsidenten Prof. Dr.-Ing. Hans-Eberhard Schurk. <

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STUDIUM 4.0


Foto: iStock/gpointstudio

Das Studium zukunftsfähig und bedarfsorientiert gestalten, das ist das Ziel von Studium 4.0. Vernetzung, Digitalisierung, Internationalisierung und Individualisierung sind seine Eckpfeiler. In wegweisenden Projekten wird es an der Hoch­ schule Augsburg umgesetzt.


STUDIUM 4.0

DIE ZUKUNFT DER LEHRE Die Welt ist digital – das muss auch in der Ausbildung berücksichtigt werden. Die Hochschule Augsburg hat konkrete Vorstellungen zur Umsetzung dieser neuen Anforderungen. Wir sind in der Industrie 4.0 angekom­ men. Durch das Internet der Dinge ist scheinbar nichts mehr unmöglich. Ver­ netzte Geräte und Maschinen tauschen über das Netz Informationen aus und werden dadurch intelligenter und effi­ zienter: Die Heizung wird via Smart­ phone geregelt, Produktionsanlagen rufen den Servicetechniker selbstständig, wenn die einen Fehler feststellen, und die Straßenbeleuchtung entscheidet, wie hell sie sein muss. Doch was nützt die Industrie 4.0, wenn der Nachwuchs noch 2.0 ausgebildet wird? Die Antwort der Hochschule Augsburg: das Studium 4.0. „Wir wollen Vernetzung und Digitalisierung nicht losgelöst betrachten, sondern wollen Aus- und Weiterbildung auch an neue, praxisorientierte Bedürfnisse der Menschen anpassen“, betont Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg. Im Kontext von Studium 4.0 sollen Maßnahmen aus­ gebaut oder angeboten werden, die das Studium zukunftsfähig und noch

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bedarfsorientierter gestalten. Das Stu­ dium 4.0 umfasst vier Kerncharakteris­ tika: Vernetzung, Digitalisierung, Inter­ nationalisierung und Individualisierung. Eine fachlich fundierte, auch interdis­ ziplinäre Aus­bildung, verlässliche Social Skills und internationale Kompetenzen säumen den Weg, den die Hochschule Augsburg einschlägt. Interdisziplinär, digital und zielführend Zur Ausgestaltung gehört eine ganze Reihe von Maßnahmen, die die Hoch­ schule Augsburg bereits umgesetzt hat, aktuell umsetzt oder noch umsetzen wird. Beispiele hierfür sind etwa inter­ disziplinäre Service-Learning-Angebote zur Förderung des individuellen Enga­ gements und der Innovation der Studie­ renden. Auch die Digitalisierung des Studiums durch neue Lehr- und Lern­ methoden wie MOOC (Massive Open Online Courses) oder Clicker-Systeme, mit denen Studierende in Lehrveran­ staltungen gestellte Fragen beantwor­ ten und stellen können, zählen dazu. Außer­dem gehört die Entwicklung und Einführung eines Orientierungspro­ gramms für Studierende in der ersten Studienphase dazu. Das sogenannte Schnupperstudium soll Interessierten eine Entscheidungshilfe sein und letzt­ endlich die Erfolgsquote erhöhen.

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Um die Studiengänge noch individueller gestalten zu können, sollen Teilzeitstu­ diengänge eingeführt werden. Ein erstes Beispiel hierfür ist der Bachelorstudien­ gang Systems Engineering im Rah­men des Digitalen Campus Baye­risch-Schwaben. Studierenden, die während des Studiums merken, dass sie doch mehr praktisch als theoretisch arbeiten möchten, wird in Zusammenarbeit mit der Handwerks­ kammer (HWK) und der Industrie- und Handels­kammer (IHK) ein alternatives Ausstiegs­angebot gemacht. Im Hinblick auf eine verstärkte Internationalisierung soll das Angebot an Joint-Degree- be­ ziehungsweise Double-Degree-Studien­ angeboten mit internationalen Partnern erhöht werden. Mit dem Studium 4.0 stärkt die Hoch­ schule Augsburg nicht nur die Studie­ renden, sondern auch das Image der Region: „Unser Verständnis vom Studium 4.0 kann nicht nur eine Chance sein, sondern ein Markenzeichen für die Re­ gion werden, weil es neben der Vernet­ zung und der Digitalisierung vor allem auch die Individualisierung bei gleich­ zeitiger Internationalisierung im Fokus hat“, fasst Prof. Schurk zusammen. <


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STUDIUM 4.0 | DIGITALISIERUNG

AUF DEM TABLET SERVIERT Ein für die Studierenden alltägliches Gerät hat jetzt an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Einzug in die Lehre gehalten: das Tablet. Seit dem Sommersemester 2015 werden Studierende der Fakultät für Maschinen­ bau und Verfahrenstechnik in ausgewähl­ ten Lehrveranstaltungen ganz gezielt dazu aufgefordert, Tablets (inter-)aktiv zu nutzen. Das Gerät ergänzt beziehungs­ weise ersetzt im Unterricht den Vortrag an der „grünen“ oder interaktiven Tafel, die Präsentation via Beamer, Overhead­ projektor oder Dokumentenkamera. Dozenten und Studierende können virtuelle und reale Welt miteinander verknüpfen, indem sie zum Beispiel Simulationen erstellen und bearbeiten oder Gruppenarbeiten im Sinne des problemorientierten Lernens durchfüh­ ren. Das Wissen darüber, wie Tablets

eingesetzt werden können, kommt den künftigen Ingenieuren auch im Berufs­ leben zugute. Denn für Ingenieure – zum Beispiel in der Anlagensteuerung – sind Tablets inzwischen zu unverzicht­ baren Begleitern geworden. Für Dozenten stellt der Einsatz von Tablets durchaus eine neue Herausfor­ derung dar. Im Frühjahr 2015 erhielten Professoren der Fakultät für Maschinen­ bau und Verfahrenstechnik eine profes­ sionelle technische Einführung und Anleitungen für die Praxis: Sie lernten, mit welchen Strategien die Geräte in den Unterricht eingebunden und geeig­ nete Workflows für Lehrveranstaltun­ gen entwickelt werden können.

Ein Professor, der sogleich stark auf Tablets setzte, ist Prof. Dr.-Ing. Matthias Schlägel, Professor für Technische Mechanik. Er meint: „Ich bin begeistert, wie vielseitig ich Tablets in meinen Unterricht integrieren kann. Sie ermög­ lichen eine ganz neue Form der Kom­ munikation und Interaktion zwischen Dozent und Studierenden, aber auch für die Studierenden untereinander. Allerdings gibt es – dies muss ich ehr­ licherweise ergänzen – durchaus die eine oder andere neue kleine Heraus­ forderung zu bewältigen.“ <

Foto: Birgit Lottes

Fein säuberlich sortiert in einem Trolley: Eine begrenzte Anzahl an iPads steht an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik zur Ausleihe zur Verfügung. Derzeit allerdings nur für Professoren der Fakultät sowie Studierende, die ein Modul besuchen, in dem der Einsatz von Tablets explizit vorgesehen ist.

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STUDIUM 4.0 | E-LEARNING

TAG DER LEHRE Von E­Learning über Inverted Classroom bis zu MOOC – beim Tag der Lehre ging es digital zur Sache. Die am 13. und 14. Januar gehaltenen Vorträge stehen jetzt auf YouTube bereit. Zum ersten Mal veranstaltete die Hoch­ Am zweiten Tag standen neun Redner auf dem Programm. So zum Beispiel schule Augsburg im Januar 2016 einen Tag der Lehre – und gleich zum Auftakt Dr. Martin Ebner von der TU Graz, der die provokante Frage stellte: gab es einen Blick in die Zukunft. Im „Braucht der Student von morgen noch Zentrum der Vorträge und Gespräche E­Learning?“, oder Prof. Dr. Jürgen stand die digitale Lehre. Namhafte Experten referierten in spannenden Vor­ Handke von der Universität Marburg, trägen rund um das Thema E­Learning. der seinen Vortrag mit „Lehre digital und interaktiv – Inverted Classroom und die Folgen“ überschrieb. Am ersten Veranstaltungstag teilte Prof. Keith Smyth Erfahrungen aus Die Veranstaltung war gleichzeitig Schottland mit den Gästen: „The der Startschuss für das schwäbische international perspective: 70 Standorte, Verbundprojekt „Digital und Regional“, 10 Jahre E­Learning, 1 Hochschule“.

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das flexible Qualifikation neben dem Beruf oder im dualen Studium mit den Vorzügen von E­Learning und lokalem Studium in der Region vereinen wird. Auf YouTube sind die Vorträge der Referenten unter dem Stichwort „Tag der Lehre Augsburg“ zu finden. <

Lehre digital – YouTube http://tinyurl.com/zm6536h

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STUDIUM 4.0 | DIGITALISIERUNG

Die Hochschulen in Bayerisch-Schwaben setzen mit dem Digitalen Campus voll auf Flexibilität in der Lehre. Ein Angebot, das kontinuierlich ausgebaut werden soll. 32


STUDIENMÖGLICHKEITEN: BACHELOR SYSTEMS ENGINEERING

Eine Ausbildung, die auf die Bedürfnisse Bord und bieten Interessierten die Mög­ der Unternehmen der Region abgestimmt lichkeit, Praxis und Theorie perfekt ist und Studierende auf die Anforderun­ miteinander zu verbinden: Mindestens an drei Tagen pro Woche sind die Stu­ gen des Arbeitsmarktes von heute und morgen vorbereitet: Das vereint das Ver­ dierenden in ihrem Betrieb, zwei Tage an der Hochschule. bundprojekt „Digital und Regional“ im Digitalen Campus Bayerisch-Schwaben. Lernorte in Memmingen Studierende, aber auch Auszubildende und Nördlingen und Menschen, die schon mitten im Das Verbundprojekt hat zum Ziel, durch Berufsleben stehen, können ab dem das Angebot an Lernorten außerhalb Wintersemester 2016/17 ihren Hoch­ der drei Hochschulstädte und durch schulabschluss erwerben – im perfekten digitale Lernangebote den Zugang zum Zusammenspiel von E-Learning und Studium in der Region zu erleichtern. lokalem Studium. Zunächst wird von den Partnerhochschulen Augsburg und „Die Region Schwaben bietet exzellente Arbeitsplatzpotenziale und verzeichnet Kempten der Bachelorstudiengang Systems Engineering an den Standorten überdurchschnittliche Beschäftigungs­ zuwächse in den vergangenen Jahren. Memmingen und Nördlingen angebo­ Mit dem Digitalen Campus Bayerischten. Später sollen neben technischen Schwaben wird eine verstärkte akademi­ auch betriebswirtschaftliche Studien­ sche Ausund Weiterbildung geboten – gänge etabliert werden – insbesondere gleichzeitig werden Fachkräfte in der durch die Hochschule Neu-Ulm. Region gehalten“, lobt Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Für dieses regional verankerte OnlineNeu-Ulm. Dies ist durch die digitalen Studienmodell haben sich die drei Lernund Lehrangebote möglich: Die Hochschulen zusammengetan. „Das bewährten Einzelkurse der Virtuellen E-Learning-gestützte und regional ver­ Hochschule Bayern (vhb) werden um ankerte Teilzeit-Studienangebot liefert vollständige Online-Module erweitert. einen Brückenschlag zwischen Qualifi­ Gleichzeitig wird ein E-Learningzierungsbedarf und Qualifizierungsange­ Modell erstellt, das Erfolgsfaktoren zur boten“, sagt Prof. Dr. Hans-Eberhard Entwick­ l ung von multimedialen Lern­ Schurk, Präsident der Hochschule Augs­ umgebungen definiert und strukturiert. burg. „Uns wurde von den schwäbischen Unternehmen signalisiert, dass der Bedarf für extramurales Lernen hoch ist – Im Verbundprojekt kooperieren die darauf reagieren wir durch individualisierte Hochschulen mit der Stadt Memmin­ Angebote.“ Unternehmen, wie die Valeo gen, der Stadt Nördlingen, der Indust­ Schalter und Sensoren GmbH, die Varta rie- und Handelskammer Schwaben und der Handwerkskammer für Schwaben. Storage GmbH sowie die D+P DosierUm „Digital und Regional“ effizient und Prüf­technik GmbH sind bereits an und nachhaltig zu realisieren, werden Ressourcen und Expertisen der jeweili­ gen Hochschulen sowie der Kammern gebündelt und dadurch erzeugte Syner­ gien genutzt. Partner für die Einrich­ tung eines Digitalen Campus Schwaben ist die oncampus GmbH der Fachhoch­ schule Lübeck. <

Duales Studium Studium und Lehre werden miteinander kombiniert. Die Ausbildung im Betrieb und das Studium werden gleichzeitig absolviert, Hochschul- und Praxisphasen laufen parallel ab. Im zweiten Jahr endet die Ausbildung mit der Prüfung bei der Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer. Den Abschluss des dualen Studiums markiert die Bachelorarbeit, die häufig im Ausbildungsbetrieb realisiert wird. Studium mit vertiefter Praxis Das Studium mit vertiefter Praxis ist eine alternative Kombination von Theorie und Praxis ohne integrierte, betriebliche Fachausbildung. Die Studierenden sind während des Studiums als Werkstudenten in einem Betrieb angestellt. Berufsbegleitend Diese Studienform ist besonders geeignet für Menschen, die bereits mitten im Berufsleben stehen. Der Studiengang kann auch berufsbegleitend zur Weiterqualifizierung im technischen Bereich genutzt werden.

KONTAKT Hochschule Augsburg Hochschulzentrum Donau-Ries Doris Rieder Tel. +49 9081 8055-230 doris.rieder@hs-augsburg.de Hochschule Kempten Hochschulzentrum Memmingen Rebecca Koch Tel. +49 831 2523-586 rebecca.koch@hs-kempten.de

www.digital-und-regional.de

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Foto: colourbox.de

STUDIUM 4.0 | E-LEARNING

WAS GEHT APP? Wenn Ingenieure ein Tablet in die Hand nehmen, kann es nur um eines gehen: Programmierung. Im Wintersemester 2015/16 wurde im Bachelorstudiengang Maschinenbau erstmals das Modul „App-Programmie­ rung für Ingenieure“ angeboten. Prof. Dr.-Ing. Matthias Schlägel, Modulver­ antwortlicher und Dozent, möchte den Modulteilnehmern nicht nur Einsatz­ möglichkeiten von Tablets im Bereich Maschinenbau nahebringen. Sie sollen vielmehr tablet-spezifische Program­ mieraufgaben selbständig lösen können.

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Das Modul (5 SWS / 5 Credits) findet sich im Wahlpflichtmodulkatalog für das sechste und siebte Semester Bache­ lor Maschinenbau und beinhaltet:

•• Hardware eines Tablets ••Grundzüge der objektorientierten Programmierung

••Nutzung der ingenieursrelevanten Komponenten (Beschleunigungs­ sensor, Lagesensor, Kameras etc.) ••Identifikation eines Problems des Maschinenbaus und Lösung des Problems durch Design und Programmierung einer App ••Programmiersprache Swift <

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Modulhandbuch Bachelor Maschinenbau: www.hs-augsburg.de/medium/ download/fkm/studiengaenge/modulhandbuecher/mhb_bm.pdf


STUDIUM 4.0 | E-LEARNING

DIGITALER AUSTAUSCH ÜBER 607 KILOMETER Wer Sprachen lernen will, muss sprechen. Und das möglichst in einem realistischen Rahmen. Diesem Ansatz folgte ein experi­ menteller Italienischkurs. Was nützt es, die Grammatik zu beherr­ schen und einen beeindruckenden Wort­ schatz zu haben, wenn man sich am Ende vor dem Sprechen einer Fremdsprache im Beisein der Kollegen fürchtet? Das große Ziel in allen Sprachkursen des ZSI ist es, Studierenden das Spre­ chen und Handeln in einer fremden Sprache zu ermöglichen und ihnen eben diese Scheu zu nehmen.

Als Experiment gab es im Wintersemes­ ter 2015/16 einen Italienischkurs auf höchstem Niveau, der fast vollständig online stattfand und die Möglichkeiten der globalen Vernetzung voll ausge­ schöpft hat. In dem Kurs der Hoch­ schule Augsburg – betreut von Laura Marini – wurde zunächst in OnlineModulen an der Vertiefung der italieni­ schen Sprache und Kultur gearbeitet. Jeder Studierende erhielt dabei indivi­

duelles und persönliches Feedback zu seinem Lernfortschritt, seinen Schwä­ chen und seinen Verbesserungsmöglich­ keiten. Kooperationspartner in Genua Herzstück des Kurses war aber der virtuelle Austausch mit Studierenden der Partnerhochschule in Genua. Jeder bekam einen Partnerstudenten an der Università degli Studi di Genova, mit dem er sich zunächst über Skype be­ kanntmachte. Im Anschluss bekamen die Teams die Aufgabe, gemeinsamen Interessen folgend, je ein neues Produkt für den italienischen und den deutschen Markt zu finden, das sie anschließend in einer Produktpräsentation und einem kurzen Werbevideo im Präsenzunter­ richt in ihrem eigenen Kurs vorstellen sollten. Digitaler Austausch Über WhatsApp, Skype und die Lern­ plattform moodle entwickelte sich ein höchst lebendiger Austausch, bei dem sich die Studierenden trotz 607 Kilo­ metern Distanz intensiv kennenlernten. Mit ihren Smartphones drehten sie Videos und schnitten daraus hinterher flotte Produktpräsentationen. Alle vier Kompetenzen – Schreiben, Hören, Verstehen und Reden – wurden dabei aktiv trainiert, vertieft und im Realtest mit Muttersprachlern der jeweiligen Fremdsprache angewandt. <

www.hs-augsburg.de/hsa/fakultaet/ aw/zsi

Lebendiger Austausch auf virtueller Ebene: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Online-Italienischkurses.

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STUDIUM 4.0 | VERNETZUNG

AUTO TRIFFT BACHELOR Deutschland ist autoverrückt, das ist welt­ weit bekannt. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung in der Branche. Das duale Studium kann dazu einen Beitrag leisten. Die Faszination, die von Autos ausgeht, ist ungebrochen. Das Zusammenspiel von ausgeklügeltem Design und inno­ vativer Technologie hat auf viele junge Menschen eine besondere Anziehungs­ kraft. Wem die Ausbildung zur /zum Automobilkauffrau/-mann jedoch nicht reicht, der kann an der Fakultät für Wirtschaft einen dualen Studiengang absolvieren. Neben dem Zeugnis der Industrie- und Handelskammer kann so zeitgleich an der Fakultät für Wirtschaft der Studien­abschluss Betriebswirt/-in Bachelor of Arts erworben werden.

Ausbildung hoch zwei Für diesen Verbundstudiengang hat die Hochschule Augsburg jeweils eine Kooperationsvereinbarung mit zwei Partnern getroffen: der Auto & Service PIA GmbH und der Schwaba GmbH. Mit acht Standorten in München und Umgebung zählt die Auto & Service PIA GmbH zu den größten VW-Händ­ lern der Region. Ausbildungsplätze bietet sie unter anderem in München, Penzberg, Landsberg und Weilheim an. Mit den sechs Autohäusern der Schwaba GmbH kommen weitere Aus­ bildungsplätze in der Region Augsburg hinzu.

Wer sich für das duale Studium interes­ siert, muss sich zunächst bei einem der beiden Partner um einen Ausbildungs­ platz bewerben. Haben die Berufsanfän­ ger den unterschriebenen Vertrag in der Tasche, können sie sich im zweiten Schritt um einen Studienplatz an der Hochschule Augsburg bewerben. Automobilkaufleute haben einen span­ nenden und abwechslungsreichen Berufsalltag: Sie übernehmen organisa­ torische und kaufmännische Aufgaben im Kraftfahrzeughandel, bearbeiten Aufträge, bereiten Unterlagen für den Verkauf vor und erstellen Abschlüsse sowie Rechnungen. Außerdem wirken sie bei Marketingmaßnahmen mit, beschaffen beziehungsweise verkaufen Kfz-Teile sowie -Zubehör und beraten Kunden. Im Studium lernen Studierende in der Orientierungsphase die Grundlagen der Betriebswirtschaft kennen. In der anschließenden Aufbauphase wird das Grundwissen mit speziellen Themen wie Personalmanagement, Produktion und Logistik, Finanzwirtschaft, Con­ trolling und Steuern ergänzt. Ab dem sechsten Semester spezialisieren sich die Studierenden auf zwei Fachgebieten ihrer Wahl, zum Beispiel Steuern, Controlling, Marketing, Logistik oder Personalmanagement. <

DUALES STUDIUM AN DER FAKULTÄT FÜR MASCHINENBAU UND VERFAHRENSTECHNIK Immer mehr Studierende wollen „zweigleisig“ fahren und Studium sowie Ausbildung oder Praxistätigkeit in einem Unternehmen ganz bewusst miteinander verknüpfen. Dieser Entwicklung trägt die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Rechnung. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: • Ein neuer Verbundstudiengang wurde eingerichtet. Erstmals mit Ausbildungsjahr 2015/16 können Interessierte eine Ausbildung zum/zur Technischen Produktdesigner/-in an ein Bachelorstudium Maschinenbau koppeln. Dieses Angebot ergänzt die beiden vergleichsweise „traditionellen“ Verbundstudium-

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Kombinationen Ausbildung zum/zur Industrie­mechaniker/-in oder Fluggeräte­ mechaniker/-in plus Maschinenbaustudium. • Die Fakultät konnte in den vergangenen Monaten zahlreiche Vereinbarungen mit neuen industriellen Kooperationspartnern – vom kleinen mittelständischen Unternehmen bis hin zum international tätigen Konzern – abschließen. Damit können künftig noch mehr Studierende ein Verbundstudium oder ein Studium mit vertiefter Praxis absolvieren.

Christian Lachmann, Personalleiter bei der Auto & Service PIA GmbH (li.), und Prof. Ulrich Thalhofer, Vizepräsident für Studium und Lehre, unterschrieben die Kooperationsvereinbarung.

www.hs-augsburg.de/studium/dual Nähere Informationen: www.hs-augsburg.de/fakultaet/ maschinenbau/studiengang/

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Foto: Christina Bleier

Autos faszinieren. Wer seine Leidenschaft zum Beruf machen will, kann seine Ausbildung mit einem Verbund­ studium zum Betriebswirt (Bachelor of Arts) krÜnen.

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STUDIUM 4.0 | VERNETZUNG

Foto: Christina Bleier

PRAKPRAKTISCH TISCH VERANVERANLAGT LAGT


Die neuen Verbundstudien­ gänge an der Fakultät für Informatik wurden zusammen mit Unternehmen entwickelt. Startschuss ist im Ausbildungs­ jahr 2016/2017. Zusammen mit der Berufsschule 7 und der IHK Schwaben konnte die Fakultät für Informatik die neuen Bachelorverbund­ studiengänge Wirtschaftsinformatik, Technische Informatik und Informatik einrichten. Auf Wunsch der nachfragenden Betriebe hat man sich auf das Berufsbild des Fachinformati­ kers mit den Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration geeinigt. Die Kooperation startet im Aus­ bildungsjahr 2016/17. Der zeitliche Ablauf ist wie folgt geplant: Im Anschluss an die im ersten Jahr stattfindende schulische und betriebliche Ausbildung legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die IHK­Zwischenprüfung ab, um anschließend das Studium an der Hochschule aufzunehmen. Vorlesungsfreie Zeiten und das Praxissemester verbringen die Verbundstudierenden im Betrieb. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres findet die IHK­Abschlussprüfung mit Fachgespräch statt. Das Studium endet regulär drei Semester später mit dem Bachelorabschluss. Für Studierende bietet ein Verbundstudium einen vergleichs­ weise hohen Praxisanteil. Für Unternehmen stellt dieses Modell eine Möglichkeit dar, sich für überdurchschnittlich leistungsfähige und motivierte Auszubildende und Studieren­ de zu engagieren und diese künftigen IT­Experten schon früh an das Unternehmen zu binden. <

ANPRECHPARTNER IHK Schwaben: Jürgen Korschinsky, juergen.korschinsky@schwaben.ihk.de Berufsschule 7: OStD Roland Veit, roland.veit@augsburg.de Hochschule Augsburg: Prof. Dr. Peter Rösch, peter.roesch@hs-augsburg.de

DUALES STUDIUM – KOOPERATION FÜR GEMEINSAME FACHKLASSEN Die Hochschulen Kempten und Augsburg stärken die dualen Studienangebote über eine Kooperation zur Bildung gemeinsamer Fachklassen an der Berufsschule. Damit wird den dual Studierenden die Organisation des Studienalltags erleichtert ohne auf den Berufsschulunterricht verzichten zu müssen. Die Vereinbarung wird voraussichtlich im Sommersemester 2016 von den Präsidenten unterzeichnet.


STUDIUM 4.0 | VERNETZUNG

WER BREMST, GEWINNT

Foto: Peter Erber

Studierende legen CMC­Bremssystem für Rennboliden der Hochschule Augsburg aus.

Für das Rennteam der Hochschule Augs­ burg, den StarkStrom Augsburg e. V., hat sich Prof. Dr.­Ing. Ralf Goller, Lehr­ gebiet „Produktionstechnik für polymere und keramische Faserverbundstoffe“, etwas Besonderes einfallen lassen: ein studentisches Projekt, das zum Ziel hat, ein sogenanntes CMC­Bremssystem auszulegen und herzustellen. Ceramic Matrix Composites (CMC, faserver­ stärkte Keramiken) bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind thermisch stark belast­ bar und weisen wenig Verschleiß auf. Zudem zählen CMC­Bremssysteme zu den absoluten „Leichtgewichten“ im Rennsport.

Foto: Nikky Maier

Arbeiten Hand in Hand mit dem Formula-Student-Team: Prof. Dr. Ing. Ralf Goller (li.) und Student Alexander Graßl.

An dem Projekt beteiligt sind Studie­ rende der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie verschie­ dene industrielle Kooperationspartner. Sie alle arbeiten darauf hin, dass die künftigen Rennboliden der Hochschule Augsburg bei der Formula Student Germany mit einem CMC­Bremssystem an den Start gehen können. Erste Meilen­ steine, darunter einige Tests mit einem Prototypen, konnten schnell erreicht werden. Hierzu beigetragen hat insbe­ sondere Alexander Graßl mit seiner Bachelorarbeit im Studiengang Maschi­ nenbau zum Thema „Auslegung, Konstruktion und Herstellung eines Keramik­Bremssystems“ (Betreuer: Prof. Dr.­Ing. Rainer Wieler und Prof. Dr.­Ing. Ralf Goller). Aber: Gut Ding will Weile haben. So konnte der Renn­ bolide der Saison 2016, „Silencio“, zwar noch nicht mit dieser neuesten Technik ausgestattet werden. Die Tüftler haben die Saison 2017 aber bereits fest im Visier. <

Zur Herstellung eines CMC-Bremssystems wird unter anderem Silicium benötigt.

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IN DIE TIEFE Eine neue Vertiefungsrichtung „Umwelt­ und Verfahrenstechnik“ ist im Weiter­ bildungsstudiengang der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik für einen Studienbeginn ab Sommer­ semester 2017 geplant. Sie soll die Nachfrage von Führungskräften, die sich weiterbilden möchten, und den Bedarf von Unternehmen der Umwelt­ und Verfahrenstechnik an entsprechend ausgebildetem Personal bedienen. Der Wirtschaftsraum Augsburg – Zentrum für Ressourceneffizienz – ist damit um ein attraktives Weiterbildungsangebot reicher.

Foto: Denis Reif

Die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik bietet ein neues Weiterbildungsangebot an.

Nähere Infos zum Studiengang Techno­ logie­Management und seinen insge­ samt fünf Vertiefungsrichtungen unter: tm­mast.hs­augsburg.de <

BErEit für grossE sprüngE?

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17 Studierende des Jahrgangs 2014 TechnologieManagement verbrachten im September 2015 eine Exkursions-Woche am Bosporus. In deren Rahmen vermittelte Dozent Prof. Dr. Christian Lebrenz – unter anderem bei der Besichtigung einer Textilfirma – Wissen zum Thema „Internationale Kompetenz“.


STUDIUM 4.0 | INDIVIDUALISIERUNG

Foto: Sonja Schön.

Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß (Mi.) und das WIP-Team: Stefanie Plaetschke (li.) und Dr. Alfons Süßbauer (re.).

ZURÜCK IN DEN HÖRSAAL „Wie kann ich meinen Horizont erweitern?“ – berufsbegleitend ins Masterstudium starten! Das Weiterbildungs-Impuls-Programm (WIP) strebt einen Ausbau der Weiter­ bildung an der Hochschule Augsburg an. Im Rahmen der Bestandsaufnahme vorhandener Angebote sprach das WIP-Team, Dr. Alfons Süßbauer und Stefanie Plaetschke, mit Studierenden aus dem berufsbegleitenden Weiter­ bildungsstudiengang TechnologieManagement und mit Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuss aus dem Weiterbil­ dungsmaster Projektmanagement (Bau und Immobilie/Fassade/Ausbau). Tina Weikard, Jonathan Ritz und Frank Partsch stehen kurz vor ihrem Abschluss und haben sich mit dem WIP-Team

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über die Besonderheiten eines Weiter­ bildungsstudiums ausgetauscht. WIP: Was hat Sie veranlasst, ein berufsbegleitendes Weiterbildungs­ studium zu beginnen? Tina Weikard: Das Motto lebenslanges Lernen. Nach drei Jahren im Unter­ nehmen habe ich mich weiterentwickelt und ich frage mich, wie kann ich meinen Horizont erweitern? Mache ich noch ein Studium? Frank Partsch: So ähnlich ist es bei mir auch. Ich möchte weitere Schritte im Unternehmen gehen. Für mich ist es super, dass ich das Studium berufsbe­

gleitend machen kann. Ich kann weiter­ hin Arbeitserfahrung sammeln und gleichzeitig eine zusätzliche Qualifika­ tion erwerben. Erinnern Sie sich zurück an die Zeit vor dem Studienbeginn: Was waren Ihre Erwartungen, als Sie das Studium aufnahmen? Hatten Sie Befürchtungen? Tina Weikard: Ich habe schon genau überlegt. Schließlich bindet man sich fünf Semester und fragt sich: Möchte ich diese Doppelbelastung wirklich über die ganze Zeit? Andererseits lassen sich ja die Bedingungen gestalten. Ich habe mit meinem Arbeitgeber gesprochen


und vereinbart, dass ich meine Arbeits­ zeit reduziere, um den zusätzlichen Zeitaufwand ein Stück weit ausgleichen zu können. Das Studium ist so eine sehr bereichernde Phase für mich. Frank Partsch: Bei mir war bereits das Erststudium dual organisiert. Daher hatte ich schon eine gewisse Vorstel­ lung, was da auf mich zukommt. Aber mir war klar: Wenn ich mich jetzt an­ melde, dann ziehe ich das durch, weil ich weiß, dass ich dadurch viele Vorteile habe. Ich dachte mir, wenn man etwas probiert, kann es schief gehen. Aber wenn man es erst gar nicht versucht, weiß man nie, ob es funktioniert hätte. Abgesehen von der anderen Studien­ organisation: Was ist das Besondere an einem Weiterbildungsstudium, verglichen mit dem Erststudium? Jonathan Ritz: Im Erststudium spürt man diese Unsicherheit, wie es danach weitergeht. Jetzt fühlt man sich gelöster. Man hat einen tollen Job, den man nicht aufgeben will, aber man genießt genauso das Studium mit seinen Vor­ zügen. Ich treffe interessante Leute, bilde mir ein Netzwerk und deswegen empfinde ich das Studium gar nicht als Belastung, sondern es macht Spaß. Tina Weikard: Jetzt, da ich einige Jahre im Beruf bin, nehme ich das Studium ganz anders wahr, auch die Kommili­ tonen. Zeit ist ein wichtiger Faktor und wir arbeiten definitiv effizienter. Da kommen einem die Erfahrungen aus dem Beruf und dem Erststudium zugute. Gleichzeitig ändert sich die Wahrnehmung der Professoren gegen­ über den Studierenden. Man merkt, dass die Vorlesungen ganz anders gehal­ ten werden. Den Dozenten ist bewusst, dass sie Studierenden gegenübersitzen, die aus der Industrie kommen und die viel Wissen und Erfahrung mit in den Hörsaal bringen. Hat sich durch die Aufnahme des Studiums für Sie in Ihrem beruf­ lichen Alltag im Unternehmen etwas verändert? Tina Weikard: Ja, man bringt neue Ideen und Methoden ins Unternehmen mit. Ich bekomme mehr abteilungsüber­ greifende Aufgaben und werde auch als Expertin gesehen. Frank Partsch: Mir helfen unter anderem die betriebswirtschaftlichen Aspekte. Man versteht andere Abteilungen besser.

Dadurch, dass man sich in deren Lage versetzen kann und mehr Verständnis aufbringt als vorher, verbessert sich das Arbeitsverhältnis automatisch für alle. Jonathan Ritz: Das Netzwerk mit den Kommilitonen ist eine große Bereiche­ rung. Im Austausch entdeckt man plötz­ lich Wege zur Optimierung. Das fällt dann natürlich im Unternehmen auf, wenn der Jungingenieur auf einmal so viel weiß. Wir unterstützen uns, teilen unser Wissen und jeder profitiert da­ durch in der täglichen Arbeit. Wenn Ihr Kollege fragt: „Ich bin nicht sicher, ob ich ein berufsbeglei­ tendes Studium beginnen soll?“ Was antworten Sie? Jonathan Ritz: Ich würde das jedem absolut empfehlen – das bringt ganz neue Ansichten und öffnet die Augen.

Seit 1997 bin ich Lehrbeauftragter am Institut für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg im Weiterbil­ dungsmaster und seit 2015 Honorar­ professor. Was ist für Sie das Besondere am Lehren in einem Weiterbildungs­ studiengang? Es ist das Wechselspiel zwischen Frage und Antwort. Am Anfang meiner Lehr­ tätigkeit vor fast 20 Jahren war das eine Herausforderung, sich wissbegierigen Studierenden zu stellen. Das ist heute nicht anders, ich sehe das Lehren als eine stetige Herausforderung. Im Projekt­ management zu arbeiten und Projekt­ management zu lehren, macht mir große Freude und ich hoffe, dass ich in Zu­ kunft mehr Zeit dafür haben werde. <

Frank Partsch: Ja, unbedingt. Ich fand es super bis jetzt und würde es jederzeit wieder machen. Tina Weikard: Klar. Ich werde das öfter gefragt und sage immer: Ja, auf alle Fälle! Und dabei ist mir wichtig mit­ zuteilen, wie viel es mir persönlich gebracht hat, die drei Jahre Berufser­ fahrung zu sammeln und dann nochmal ins Studium zu gehen. Das ist, was ich versuche weiterzugeben: Wenn du die Chance hast, einen interessanten Job anzunehmen, dann mach diesen und nimm mit diesen wertvollen Erfahrun­ gen dann berufsbegleitend ein Master­ studium auf. Anlässlich der Tagung Bau + Immobilie 16 sprach das WIP-Team auch mit Pro­ fessor Dr.-Ing. Norbert Preuß über seine Haltung zur Weiterbildung und seine beinahe 20-jährige Tätigkeit als Dozent im Weiterbildungsmaster Projektmana­ gement. Norbert Preuß leitet mit der Preuss GmbH ein im Projektmanage­ ment von Immobilien bundesweit füh­ rendes Unternehmen und bringt damit hochkarätige Praxiserfahrung ein. Herr Professor Preuß, welche Rolle spielt Weiterbildung für Sie? Norbert Preuß: Das Thema Weiterbil­ dung hat mich schon immer begleitet. Ich habe ja, nach meinem Erststudium, nebenberuflich extern promoviert. Auch während meiner Tätigkeit bei der bundesweiten Ingenieurgesellschaft CBP habe ich mich mit einer ganzen Fülle an Weiterbildungsthemen befasst.

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Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Technologie-Management, M. Eng. berufsbegleitend, 5 Semester, 90 ECTS Kosten: 10.500 Euro (gesamt) Voraussetzung: abgeschlossenes Studium, mind. 1 Jahr Berufserfahrung nach erstem Studienabschluss Studienbeginn: jeweils zum Sommer­semester Studiengangsleitung: Prof. Dr. Eberhard Roos tm-mast.hs-augsburg.de Fakultät für Architektur und Bauwesen Projektmanagement (Bau und Immo­ bilie/Fassade/Ausbau), M. Eng. berufsbegleitend, 5 Semester, 90 ECTS Kosten: 11.300 Euro (gesamt) Voraussetzung: abgeschlossenes Studium, mind. 1 Jahr Berufserfahrung nach erstem Studienabschluss Studienbeginn: jeweils zum Winter­semester Studiengangsleitung: Prof. Dr. Elisabeth Krön www.hs-augsburg.de/ibi/studiengang/ projektmanagement

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Der ehemalige Lernraum für Mathematik wird nun für alle MINT-Fächer geöffnet.

Der offene Matheraum des Projektes Best MINT (Förderung durch das Bayerische StMBW bis Ende 2015) wird nun zum offenen Lernraum. Bisher wurde der Raum B 3.05 vor allem als Lernraum für Mathematik genutzt. Die Studierenden lernten und arbeiteten dort selbständig oder in Kleingruppen und das je nach

Bedarf unterstützt von Tutorinnen und Tutoren. Das Ziel war, eine begleitende, betont informelle Unterstützung bei mathematischen Fragen zu geben, sofern diese eigenständig angegangen werden. Das Tutorium wurde je nach Andrang drei- bis fünfmal pro Woche während der Vorlesungszeit angeboten, wobei versucht wurde, die genauen Zeiten

auf die Stundenpläne der Studierenden abzustimmen. Dieser Raum wird künftig als offener Lernraum zur Unterstützung aller MINT-Fächer geöffnet. Interes­ senten, die dort ein eigenes Tutorium anbieten möchten, können sich direkt beim Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Ulrich Thalhofer, melden: ulrich.thalhofer@hs-augburg.de. <

Illustration: Colourbox

STUDIUM 4.0 | INDIVIDUALISIERUNG


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geht es auch um die Kenntnis von Pro­ zessen, die hinter dem menschlichen Verhalten stehen. Alle diese Inhalte vereint das Zertifikat Soziale Kom­pe­ ten­zen (ZSK), das an der Fakultät für Allgemeinwissenschaften erworben werden kann. Pluspunkt für spätere Bewerbungen In den Seminaren sollen die soziale Diagnosefähigkeit, Kommunikation und Gesprächsführung, Zusammenarbeit in Gruppen sowie die Selbstreflexion und das Selbstmanagement geschult werden. Um am Ende des Studiums das Zertifikat zu erhalten, ist auch die Teilnahme am Basisseminar „Kommunikationspsycho­

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logie“ sowie an zwei weiteren AWSeminaren erforderlich. Das ZSK ist nicht nur ein Pluspunkt für spätere Bewerbungen, Studenten können sich die Seminare auch als Allgemein­ wissenschaftliches Wahlpflichtfach (AWP-Fach) anerkennen lassen. <

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STUDIUM 4.0 | AUSZEICHNUNGEN

PRAXISNAH, KREATIV UND ENGAGIERT Höchste Qualität in der Lehre zu erreichen ist für die Hochschule Augsburg kontinuierliche Zielvorgabe. Ausgezeichnete Projekte in der Lehre zeugen immer wieder von dem Engagement, der Kreativität und der Praxisnähe von Professoren und Dozenten.

Die Hochschule Augsburg will Persön­ lichkeiten ausbilden, die in Wirtschaft und Gesellschaft gefragt sind. Als Grundlage hierfür wurde ein hoch­ schulweiter Qualitätskodex formuliert: ein Konsens aller Fakultäten über das Verständnis von inhaltlich­fachlicher, didaktischer, betreuungs­ sowie berufs­ vorbereitender Qualität in der Lehre. Alle Verantwortlichen sind sich einig, dass Motivation, Zufriedenheit und Begeisterung der Lehrenden wie Stu­ dierenden ein wichtiger Motor für das Studium 4.0 ist. Inhaltlich­fachliche Studienqualität hängt unter anderem auch ab von den gelehrten Inhalten, vom Niveau und den Kompetenzen der Lehrenden und von den zeitlichen und materiellen Ressourcen.

angeeignet, Wissen über Inhalte ver­ netzt, verschiedenartige Lerninhalte und Quellen zusammengefügt und soziale Kompetenzen erworben werden. Hierfür bedarf es einer didaktisch gut durchdachten Aufbereitung von Lern­ inhalten. In den hier kurz vorgestellten, ausge­ zeichneten Projekten, ist dies besonders gut gelungen. Nicht zuletzt dank der Lehrenden, ihrer Persönlichkeit und ihrer authentischen Art der Unter­ richtsgestaltung. Damit nehmen sie erheblichen Einfluss auf die Motivation und das Lernergebnis der Studierenden.

Die inhaltliche Qualität einer Lehrver­ anstaltung drückt sich im Idealfall unter anderem darin aus, dass Kompetenzen über die fachlichen Grenzen hinweg

[1] Preis für herausragende Lehre an Hochschulen für angewandte Wissenschaften 2016 • Prof. Dr. Martin Bayer • Prof. Dr. Wolfgang Klüver • Prof. Dr. Franz Raps • Prof. Dr. Alexander von Bodisco Projekt Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn: Alltagshilfsgeräte für Menschen mit Körperbehinderung [2] International Prize for Sustainable Architecture „Honorable Mention“ • Prof. Dr. Susanne Gampfer (Dekanin Fakultät für Architektur und Bauwesen) • Jun. Prof. Stefan Krötsch (TU Kaiserslautern) • mit Studenten der HSA und der TU München Errichtung einer Berufsschule in Nairobi in Zusammenarbeit von deutschen und kenianischen Studenten. [3] Sepp-Starzner-Weiterbildungspreis • Prof. Dr. Stefan Etschberger • Katharina Herrmann Koordinatorenteam des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (erste Absolventen im Jahr 2015) >

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Foto: Michael Pulczynski, Mike´s Fotodienst

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Foto: Hochschule Augsburg

Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle überreicht den Preis für herausragende Lehre an Prof. Dr.-Ing. Franz Raps, Prof. Dr. Alexander von Bodisco, Prof. Dr. Wolfgang Klüver und Prof. Dr.-Ing. Martin Bayer (v. l. n. r.) für das Projekt „Fritz-Felsenstein-Haus“ der Hochschule Augsburg.

Augsburger Architektur- und Bauingenieur-Studierende bei der Arbeit am zweiten Bauabschnitt der Handwerksschule im Sommer 2014.

Foto: Matthias Leo

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Mit dem Sepp-Starzner-Weiterbildungspreis, gestiftet von der Hochschule Augsburg, wurde das Koordinationsteam des berufsbegleitenden Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen ausgezeichnet: Prof. Dr. Stefan Etschberger (2. v. l.) und Katharina Herrmann (4. v. l.) von der Fakultät für Allgemeinwissenschaften erhielten den Preis aus der Hand von Prof. Dr. Elisabeth Krön (l.). Es gratulierten Prof. Dr. Stefan Glasauer (3. v. l.), Dekan der Fakultät für Allgemeinwissenschaften, Präsident Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk (2. v. r.) und Vizepräsident Prof. Ulrich Thalhofer (r.).

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STUDIUM 4.0 | AUSZEICHNUNGEN

[4] Preis für herausragende Lehre 2015 an der Hochschule Augsburg Auszeichnungen •• Prof. Dr. Martin Bayer •• Prof. Dr. Wolfgang Klüver •• Prof. Dr. Franz Raps Semesterprojekt Fritz-Felsenstein-Haus in Königsbrunn •• Prof. Dr. Jan Bernkopf (Mathematik) •• Prof. Dr. Stefan Murza (Energy Economics, Strömungsmechanik) Ausgezeichnet für individuelle und nachhaltige Unterrichtsmethoden

Nominierungen Kategorie Hochschullehrer/-innen •• Prof. Dr. Georg Erdmann (Finanz- und Investitionswirtschaft) •• Prof. Dr. Norbert Gerth (Marketing, Usability Engineering) •• Prof. Dr. Michael Kipp (Software­ entwicklung und Programmierung) •• Prof. Dr. Claudia Meitinger (Informatik 1 und 2) •• Prof. Dr. Sabine Joeris, Prof. Dr. Nikolas Warkotsch und Prof. Dr. Wolfgang Wirth (Vertiefungsmodul Controlling)

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Gratulanten und die Preisträger (v.  r .): Prof. Dr. Stefan Murza, Prof. Dr. Wolfgang Klüver, Prof. Dr. Franz Raps, Prof. Dr. Martin Bayer und Prof. Dr. Jan Bernkopf (4. v. l.).

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Foto: Matthias Leo

Kategorie Projekte •• Prof. Dr. Carsten Markgraf und Prof. Dr.-Ing. Rainer Wieler (Formula Student Electric)


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Foto: Colourbox

STUDIUM 4.0 | INTERNATIONALISIERUNG

Wer auf internationalem Parkett bestehen will, sollte sich mit den unter­ schiedlichen Gepflogen­ heiten auskennen. Ein neues Zertifikat soll das gewährleisten.

KULTUR INTERNATIONAL

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Seit dem Wintersemester 2015/16 bietet die Fakultät für Allgemeinwissenschaften ein neues Zertifikat an. Es soll den Stu­ dierenden dabei helfen, Sicherheit im Umgang mit interkulturellen Situationen zu gewinnen und ein Bewusst­sein gegen­ über der eigenen Kultur zu entwickeln. Fünf Minuten vor der Zeit, ist des Kaisers Pünktlichkeit. Wer hierzulande einen Termin – egal, ob privat oder ge­ schäftlich – vereinbart, der darf davon ausgehen, dass seine Verabredung zum angegebenen Zeitpunkt auch erscheint. Fünf Minuten Verspätung sind schon schwer zu ertragen, ab zehn Minuten wird es zur Majestätsbeleidigung. In anderen Kulturen ist das Zuspätkommen kein Problem. Wer sich beispielsweise mit einem Spanier oder Franzosen ver­ abredet, muss sich nicht wundern, wenn dieser eine halbe Stunde zu spät zum Termin kommt – hier sind Uhrzeiten mehr eine grobe Richtlinie, als ein Fixum. Interkultureller Umgang Pünktlichkeit, Körpersprache, Ge­ sprächsthemen. Was in Deutschland ganz normal ist, kann in der arabischen Welt eine Beleidigung sein. Was für den Franzosen eine nette Geste ist, kann für den Chinesen peinlich werden. Um sich sicher auf dem internationalen Parkett bewegen zu können, hat die Hochschule Augsburg für ihre Studierenden ein besonderes Angebot entwickelt: das Zertifikat Interkulturelle Kompetenz (ZIK) der Fakultät für Allgemeinwissen­ schaften. Es hilft, Sicherheit im Umgang mit interkulturellen Situationen zu gewinnen und soll gleichzeitig ein Bewusstsein über die eigene Kultur schaffen. Die Vermittlung theoretischer Grundkenntnisse zu interkulturellen Kompetenzen, interkulturelle Trainings, Fremdsprachenerwerb und ein Praxis­ anteil stärken die Handlungskompeten­ zen auf internationalem Parkett – im Alltag, Studium oder Arbeitsleben. Dar­ über hinaus belegt das Zertifikat diese Kenntnisse und ist eine Qualifikation, die in einer Welt, die immer bunter wird, in keiner Bewerbungsmappe fehlen darf.

Das Zertifikat besteht aus insgesamt vier Modulen: Basiskompetenzen, In­ terkulturelle Weiterbildung, Sprachen und Kulturwissenschaft sowie einem Praxismodul. Ziel des Kurses Basiskompetenzen ist herauszufinden, wie die Teilnehmer mit Herausforderungen in interkulturellen Begegnungen umgehen können. Dabei lernen die Studierenden in interaktiven Übungen, eigene Umgangsweisen mit Neuem und Ungewohntem zu entwi­ ckeln. Feedback aus der Runde und gemeinsame Diskussionen ermöglichen den Teilnehmern, mehr über ihre Wir­ kung auf andere zu erfahren. Das Modul Interkulturelle Weiterbildung umfasst Trainings zu verschiedenen Themen, wie etwa „Auswandern auf Zeit – so bereiten Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vor“ oder „Interkul­ turelle Kompetenz – eine Schlüssel­ qualifikation“. Lebendig kommunizieren Lebendig in einer Fremdsprache zu kommunizieren lernen die Studierenden im Modul Sprachen und Kulturwissen­ schaften. Die vorwiegend muttersprach­ lichen Dozentinnen und Dozenten ver­ mitteln ihre Sprache mit einer modernen und handlungsorientierten Methodik, so wie die Teilnehmer es in ihrem späteren Berufsleben brauchen werden. Neben den Klassikern wie Englisch und Französisch können die Studierenden beispielsweise auch Chinesisch, Japanisch oder Tschechisch lernen.

CLIC: DAS ZERTIFIKAT FÜR MITARBEITER Ein wichtiger Baustein der Willkommens­ kultur an der Hochschule Augsburg ist, dass das nichtwissenschaftliche Personal bestmöglich vorbereitet ist, ausländische Gäste, Kollegen/-innen, Studierende und Wissenschaftler/-innen, zu beraten und zu betreuen. Seit dem Wintersemester 2015/16 bietet die Hochschule daher das Weiterbildungszertifikat CLIC (Certificate of Language and Intercultural Competence) an, das Mitarbeiter über das Zentrum für Sprachen und Interkulturelle Kommunikation erwerben können. Das Zertifikat gibt es in zwei Versionen: als Basis-Zertifikat CLIC oder als erweitertes Zertifikat CLIC². Für beide sind Sprachkurse und Kurse in interkultureller Kompetenz Pflicht. Für CLIC² kommt noch ein Auslandsaufenthalt hinzu. Für CLIC haben sich bereits 40 Teilnehmer angemeldet und Sprachkurse begonnen. Der erste dreiteilige Kurs interkulturelles Training ist mit 12 Teilnehmern voll ausgebucht und hat bereits begonnen.

Im Praxismodul geht es „auf die Straße“. Hier kann ein ehrenamtliches Engage­ ment mit interkulturellem Bezug in der Hochschule Augsburg – etwa im Rahmen einer Tutorentätigkeit oder der Leitung einer Lerngruppe –, aber auch in einem gemeinnützigen Verein und Verbänden in Kombination mit dem Tutorium Ehrenamt eingebracht werden. <

Simone Malz Tel. +49 821 5586-3651 simone.malz@hs-augsburg.de Prof. Dr. Mahena Stief Tel. +49 821 5586-3334 mahena.stief@hs-augsburg.de www.hs-augsburg.de/fakultaet/ aw/zsi/fuer_stud/ikk

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STUDIUM 4.0 | INTERNATIONALISIERUNG

DEM BRAIN DRAIN BEGEGNEN


Ein neues DAAD-Projekt kümmert sich um den IT-Nachwuchs in Ostafrika. Das Ziel: der Aufbau eines Masterstudiengangs „Design and Interactive Media“.

Die beiden kenianischen Stipendiaten Anthony Sande (li.) und Martin Khamala (re.) beim Workshop „Information Graphics“ während der International Design Week Werkwoche.


STUDIUM 4.0 | INTERNATIONALISIERUNG

Nahezu allen Universitäten südlich der Sahara mangelt es an qualifizier­ ten Lehrkräften. Gleichzeitig boomt der IT-Sektor in Ostafrika. Genau da wollen die Fakultät für Gestaltung und die School of Creative Arts and Technology der Technischen Uni­ versität von Nairobi ansetzen. Mit einem vom DAAD geförderten Pro­ jekt werden kenianische Lehrende in Augsburg fortgebildet, bis 2017 soll der erste interdisziplinäre Mas­ terstudiengang Ostafrikas auf den Weg gebracht werden kann. Um ein Haar hätten die beiden Stipen­ diaten Martin Khamala und Anthony Sande ihr Masterstudium an der Fakul­ tät für Gestaltung nicht antreten kön­ nen. Die Koffer waren gepackt, die Flugtickets von Kenia nach Deutsch­ land gebucht, aber die Aufenthaltsge­ nehmigung ließ auf sich warten. Zum Glück wurde das Ostafrikabüro des DAAD aktiv und konnte das Verfahren an der Deutschen Botschaft in Nairobi beschleunigen, sodass die beiden einen Tag vor Abflug ihr Visum in der Tasche hatten und einreisen durften. IT-Nachwuchs gesucht Seit Oktober studieren die ersten kenia­ nischen Stipendiaten im Masterstudien­ gang Interaktive Mediensysteme. Mit Neugierde und Begeisterung stürzen sie sich auf Fächer und Themen und haben dabei vor allem eines im Blick: ihre künftige akademische Karriere in Kenia.

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Denn ihr Studium wird über ein ge­ meinsames DAAD-Projekt der Fakultät für Gestaltung und der School of Crea­ tive Arts and Technology der Technical University of Kenya (TUK) finanziert. Ziel dieses Projekts ist es, von 2015 bis 2018 einen Masterstudiengang in „De­ sign and Interactive Media“ in Nairobi aufzubauen und damit dem wachsenden Bedürfnis nach Studienmöglichkeiten in der IT-Branche zu begegnen. Dazu be­ nötigt die kenianische Universität be­ sonders dringend Lehrende. Der Brain Drain – die Abwanderung von hoch qualifizierten Arbeitskräften ins Aus­ land – lähmt seit Jahrzehnten die Ent­ wicklung Ostafrikas. Gerade Akademi­ ker kehren nach ihrem Studium häufig nicht in ihre Heimatländer zurück, weil die Arbeits- und Einkommensbedingun­ gen viel schlechter sind als in Europa und in den USA, was zu einem eklatanten Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal an allen Hochschulen südlich der Sahara führt. Deshalb steht die Qualifizierung von kenianischen Lehrkräften im Zentrum unseres mit 200.000 Euro geförderten Projektes. Anthony Sande und Martin Khamala werden 2017 nach dem Mas­ terabschluss als Lecturer an die Techni­ sche Universität nach Nairobi zurück­ kehren. Kenia meets Augsburg Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die Fortbildung von kenianischen Lehrkräf­ ten. Im Wintersemester 2015/16 sind erstmals vier Masterabsolventinnen nach Augsburg gekommen. Sie haben an Workshops teilgenommen, Vorträge gehört, Exkursionen unternommen und konnten sich zwei Wochen lang fachlich und methodisch-didaktisch weiterbilden. Außerdem konnten sie Einblicke in Studienabläufe, in Unter­ richtsstandards und in Qualitätsanfor­ derungen gewinnen.

Weitere Projektschwerpunkte sind Workshops mit deutschen und keniani­ schen Studierenden und jährlich statt­ findende Konferenzen zu aktuellen Themen der Gestaltung. Beides wird im deutsch-kenianischen Team von Prof. Dr. Doris Binger und der wissenschaft­ lichen Mitarbeiterin Simone Hüetlin (M.A.) aus Augsburg sowie Prof. Suki Mwendwa, Prof. Odoch Pido und Prof. Partrick Ogao aus Nairobi konzipiert und koordiniert. Für die kenianischen Kollegen bietet das gemeinsame DAAD-Projekt die Chance, einen Studiengang zu etablie­ ren, der nicht nur den Erfordernissen des ostafrikanischen Marktes entspricht. Es wird der erste interdisziplinäre Stu­ diengang in Ostafrika sein und damit ein Vorreiterfunktion haben. Die ersten Studierenden sollen im September 2017 aufgenommen werden. Die Fakultät für Gestaltung kann ihren Erfahrungsschatz in diesem Designstu­ diengang weitergeben, ihre Kompeten­ zen beim Ausbau des Studiengangs in Nairobi einbringen und gleichzeitig wichtige interkulturelle Erfahrungen sammeln. Wenn das Projekt so vielver­ sprechend weiterläuft, wie es gestartet ist, könnte nach dem Ende der DAADFörderung daraus eine langfristige Zusammenarbeit in Form eines Double Degrees entstehen. <


Besuch aus Nairobi: Für vier Lehrkräfte der Technical University of Kenya schnürte die Fakultät für Gestaltung ein kompaktes zweiwöchiges Fortbildungspaket.

Zwei Wochen im September gescribbelt, gezeichnet, konzipiert und fotografiert: Sechs deutsche und zehn kenianische Studierende nahmen am Workshop „Remind“ in Nairobi teil.

Neugierige Blicke bei der Ausstellungseröffnung am Ende des Workshops an der Technischen Universität in Nairobi.

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STUDIUM 4.0 | INTERNATIONALISIERUNG

VIER AUGSBURGER IN MOSKAU Die langjährige Kooperation zwischen der Hochschule Augsburg und dem MIIT Moskau wird weiter ausgebaut. künstlichen Intelligenz“ sowie die „Aus­ arbeitung einer mobilen Anwendung zur Förderung des interkulturellen Austauschprogramms (MIIT-HSA)“ zu erarbeiten. Double Degree in Planung Der zweite Abschnitt des Austausch­ projekts fand im Oktober in Augsburg statt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein Simulationsmodell auf Basis der Software „Anylogic“ zu realisieren. Dabei sollen Warenflüsse in einem

­ nternehmen mithilfe einer Modell­ U firma mit SAP Warehouse Management simuliert werden. So soll den Studie­ renden in Zukunft das Verständnis für Abläufe in realen Unternehmen erleichtert werden. Für die Zukunft ist zusammen mit dem Lehrstuhl für Wirtschafts­­informatik in Moskau ein Double-Degree-Abschluss im Master­ studiengang „Business Information Systems“ geplant. <

Foto: Gertraud Matzke

Seit 2012 besteht eine Zusammenarbeit der Hochschule Augsburg mit der Staat­ lichen Universität für Verkehrswesen Moskau (MIIT). Diese setzte sich auch im Jahr 2015 fort. Im September reis­ ten vier Kommilitonen der Fakultät für Informatik nach Moskau, um gemeinsam mit russischen Studierenden Themen wie die „Ausarbeitung von Inhalten zur

Studierende des MIIT besuchten im Oktober 2015 die Hochschule Augsburg.

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Sommerschule in Odessa. Studierende von verschiedenen Hochschulen trafen sich in der Ukraine. Unter dem Motto „Information – Transparenz – Demokratie“ fand im Sommer 2015 ein gemeinsames Projekt der Hochschule Augsburg und der Po­ lytechnischen Universität Odessa statt. Nach einem einwöchigen Intensivsemi­ nar im Mai an der Hochschule Augsburg trafen sich die Studierenden der infor­ma­­ tionswissenschaftlichen Studiengänge aus Augsburg, Amberg-Weiden, Regens­

­ urg und der Ukraine Anfang August in b Odessa. In der dortigen Sommerschule wurden die einzelnen Themen des Augsburger Intensivseminars vertieft. Das Austausch­ projekt wurde durch das DAAD-Pro­ gramm „Unterstützung der Demokratie in der Ukraine“ gefördert. Inhaltliche und organisatorische Unterstützung

Foto: Colourbox

DEMOKRATIE DIGITAL Traditionelles Ritual in Odessa: Frauen in Nationaltracht mit Brot und Salz.

bekam das Projekt vom Bayerischen Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südeuropa BAYHOST. <

Dokumentation zur Summerschool Odessa 2015: https://youtu.be/ BRP5k9xL938

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STUDIUM 4.0 | INTERNATIONALISIERUNG

Lehre international mit tschechischen Kollegen und hat einen Double Degree initiiert, dessen Absolventen in vier Semestern zwei Abschlüsse (Inženýr/Ing., Brno University of Technology und Master of Engineering/M.Eng., Hochschule

Augsburg) erlangen können. Die Gastprofessur ist derzeit bis Ende August 2016 befristet, eine Verlängerung um mindestens weitere zwei Jahre bereits in Aussicht. Foto: P. Bělohradský

Seit Oktober 2012 hat Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich, Professor für Mecha­ nische und Thermische Verfahrenstechnik (Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik), eine Gastprofessur an der TU Brno (Tschechien) inne. In regelmäßigen Abständen kommt er neben seinem Engagement an der Hochschule Augsburg am Institute of Process and Environmental Engineering der renommierten Partnerhochschule seiner dortigen Lehrverpflichtung nach. Reppich lehrt den Veranstaltungsblock „Conceptual Design of Distillation, Absorption and Stripping Systems“ – ausschließlich in tschechischer Sprache, die er fließend beherrscht. Sein Programm besteht aus verschiedenen Vorlesungen und Übungen für die Masterstudierenden des Studiengangs „Verfahrens- und Umwelttechnik“. Durch seine Gastprofessur gelang es dem Augsburger Professor, die Zusammenarbeit mit der TU Brno zu stärken: Er selbst forscht gemeinsam

Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich (2. v. l.) und sein tschechischer Kollege Dr. Kilkovský (r.) mit Studierenden an der TU Brno.

Foto: Birgit Lottes

Besuch aus den Staaten Mehr als nur ein kurzes Gastspiel hatte ein US-amerikanischer Experte für Luftund Raumfahrttechnik an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik: Ein erster mehrwöchiger Lehraufenthalt von Gastprofessor Dr. Alfred G. Striz (University of Oklahoma, USA) im Sommersemester 2015 an der Hochschule Augsburg bildete nur den Auftakt. Auch im Sommersemester 2016 lehrte Striz wieder zwei Module im sechsten und siebten Semester des Bachelorstudien­gangs Maschinenbau: „Aerospace Structural Analysis“ und „Aerospace Systems Design“. Für die Zukunft sind weitere Aufenthalte und ein noch umfangreicherer Einsatz von Prof. Dr. Striz angedacht.

„Waschechter Bayer“ und Professor in den USA: Prof. Dr. Alfred G. Striz, gebürtig aus Rosenheim, seit 40 Jahren fest in den USA verwurzelt.

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Klimatreffen Vom 7. bis zum 13. Dezember 2015 besuchte eine dreiköpfige Delegation der Université de Lomé (Republik Togo, Westafrika) die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Ziel war, Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien zu diskutieren. Neben der Besichtigung der Hochschule Augsburg und insbesondere der Labore der Fakultät für Maschinenbau und Ver­ fahrenstechnik bildeten verschiedene Gesprächsrunden den zentralen Bestandteil des Programms. Erste Ansatzpunkte für gemeinsame Projekte ergaben sich unter anderem durch den Dialog zwischen Professoren aus beiden Ländern sowie zwischen den Vertretern der Université de Lomé und Studierenden aus dem Master Umwelt- und Verfahrenstechnik. Foto: Marcus Reppich

Die Vertreter der Université de Lomé besichtigten u. a. das Labor für Energie- und Verfahrenstechnik und machten mit den beiden Laborleitern Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich (l.) und Prof. Dr.-Ing. Gerhard Reich (r.) am dort aufgebauten Solarkollektor-Prüfstand halt.

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Career Service Beim Career Service der Hochschule Augsburg gibt es seit kurzem ein spezielles Angebot für internationale Studierende, die in Deutschland arbeiten möchten. Petra Renger bietet unter anderem individuelle Beratung, Hilfestellung bei den Bewerbungsunterlagen oder Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- und Bachelorandenstellen beziehungsweise beim Einstieg in das Berufsleben an.

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GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT | SERVICE LEARNING

HELFER IM HÖRSAAL Foto: Matthias Leo

Viele Studierende arbeiten ehrenamtlich bei Feuerwehren oder Hilfsorganisationen. Mit einer regionalen Partnerschaft will die Hochschule Augsburg dieses Engagement unterstützen.

(oben) Die Hochschule ist Partner der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen sowie des Stadtfeuerwehrverbandes. (unten) Prof. Nik Klever im Gespräch mit ehrenamtlich engagierten Studierenden bei der Auftaktveranstaltung.

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Maximilian Ritter hat gerade sein Ma­ schinenbaustudium an der Hochschule Augsburg begonnen. Der 19­Jährige verdankt seinen Studienplatz nicht alleine seinen schulischen Leistungen, sondern auch seinem ehrenamtlichen Engagement. Die Hochschule Augsburg ist Partner der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen sowie des Stadtfeuerwehrverbandes und kann über das örtliche Auswahlverfahren ehrenamtlich Aktiven den Zugang zur Hochschule ermöglichen. „Damit haben Sie für die Zielgruppe der Studentinnen und Studenten ein vollständig neuartiges Konzept zur Nachwuchsgewinnung und ­erhaltung in Feuerwehren und frei­ willigen Hilfsorganisationen entwickelt“, lobte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann das Konzept bei der Auftakt­ veranstaltung Anfang März 2016. „Ich würde mich freuen, wenn wir diese Vereinbarung als Vorbild für weitere Kooperationen zwischen bayerischen Hochschulen und den Feuerwehren und Hilfsorganisationen vorstellen könnten“, sagte Herrmann. „Diese organisationsübergreifende Zusammen­ arbeit ist vorbildlich und besonders im Einsatzfall von unschätzbarem Wert.“ Die Kooperation sei in Bayern, wenn nicht sogar deutschlandweit, einzigartig, betonte Prof. Dr. Gordon Thomas Rohrmair, Vizepräsident für angewandte Forschung und Wissenstransfer. Innen­ minister Herrmann sprach sogar von einer „Pionierleistung für das ganze Land“.

Doch nicht nur beim Auswahlverfahren haben dauerhaft ehrenamtlich Aktive beim Arbeiter­Samariter­Bund, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Deut­ schen Lebens­Rettungs­Gesellschaft, den Johannitern, den Maltesern, dem Technischen Hilfswerk oder einer Frei­ willigen Feuerwehr Vorteile. Die Hoch­ schule Augsburg will insbesondere auch die Vernetzung der Helfer fördern, bei­ spielsweise durch gemeinsame Exkur­ sionen: „Es soll miteinander Verständ­ nis bei Professoren und Dozenten dafür geweckt werden, dass man aufgrund der ehrenamtlichen Tätigkeit im Studium öfters mal nicht anwesend sein kann“, erklärt Prof. Dr. Nik Klever, der selbst bei der Bergwacht aktiv ist und die Kooperation initiiert hat. Immer in Alarmbereitschaft Schon heute sind mindestens 33 Studie­ rende bei Feuerwehren und Hilfsorgani­ sationen in der Region aktiv. Theresa Lichtenstern aus Landsberg ist eine von ihnen. Sie hat im Jahr 2008 in Pitzling bei Landsberg die Jugendfeuerwehr mitbegründet. Die 22­Jährige studiert an der Hochschule Augsburg Betriebs­ wirtschaft, schreibt gerade ihre Bache­ lorarbeit und ist Mutter eines einjährigen Sohnes. „Ich finde es sehr schön, dass das Ehrenamt durch die Kooperation Wertschätzung erfährt. Ich erhalte da­ durch eine Art Anerkennung“, freut sich Lichtenstern. Außerdem verschaffe ihr die Sensibilisierung für das Thema unter Professoren und Dozenten eine gewisse Erleichterung: „Jetzt kann ich

auch mal unbesorgt meinen Piepser in der Zeit vor einer Klausur anlassen.“ Der Einsatzalarmierung nachkommen oder dem Studium? – die Antwort auf diese Frage fällt ihr heute leichter als früher, da sie nun das Gefühl hat, beides besser unter einen Hut zu bekommen. Die Mitstudierenden seien im Zweifels­ fall auch gerne bereit, sich über den fehlenden Stoff aus einer Vorlesung auszutauschen. Maximilian Ritter verfolgt seine Ziele im Studium und Ehrenamt weiterhin: Im Herbst beginnt der Johanniter seine Ausbildung zum Rettungssanitäter parallel zum Studium, er engagiert sich bei Sanitätsdiensten und im Bevölke­ rungsschutz. Er ist froh, in der Heimat studieren und sich für die Bürger enga­ gieren zu können. Die Kooperation ist damit eine echte Hilfe für freiwillige Helfer. <

Details zur Kooperation http://tinyurl.com/zcmhc4w Stadtfeuerwehrverband Augsburg www.feuerwehr-augsburg.net Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen www.augsburg-hilft.org


GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT´ | SERVICE LEARNING


SERVICE LEARNING Über den eigenen Tellerrand blicken, das in der Hochschule erworbene Wissen aktiv anwenden und dabei etwas lernen – das ist das Ziel von Service Learning. Der Mehrwert besteht darin, dass (Fach-)Wissen und Kompetenzen aus dem Studium zur Lösung von realen Problemen eingebracht werden und dadurch authentische, intensive und stark motivierende Lern- und Erfahrungssituationen entstehen. Die Projektgruppe Comicwerkstatt Augsburg ist eines von vielen Projekten der Hochschule Augsburg, bei denen sich Studierende mit der Theorie im Rahmen einer Lehrveranstaltung auseinandergesetzt haben (Learning) und in der Service-Komponente dieses Wissen praktisch anwenden.

Mit Comicreportagen beleuchteten Studierende der Fakultät für Gestaltung die Situation von Geflüchteten. „Flucht und Asyl“ – so lautete das Thema, mit dem sich im Sommersemester 2015 die Projektgruppe Comicwerkstatt der Fakultät für Gestaltung an der Hoch­ schule Augsburg beschäftigte. Es sollten Comicreportagen entstehen, die sowohl die Fluchtursachen beleuchten als auch den Alltag von Asylsuchenden, deren Sorgen und Hoffnungen. Recherchiert wurde in Flüchtlingsunter­ künften vor Ort. Doch sehr schnell wurde eine Unterkunft zur Hauptanlaufstelle: das Grandhotel Cosmopolis in der Augs­ burger Innenstadt. Denn das Grandhotel ist keine gewöhnliche Flüchtlingsunter­ kunft. Die offene und freundliche Atmo­ sphäre, die aus der Verbindung von Café­ und Kulturbetrieb, Hotellerie und Asylherberge entstanden ist, machte die Kontaktaufnahme besonders leicht.

So verwandelte sich das Thema von der allgemeinen Betrachtung der Asylproble­ matik hin zur konkreten Reportage über das Grandhotel Cosmopolis. Die Arbeit der Projektgruppe erfolgte mit der Zustimmung, aber nicht im Auftrag des Grandhotel Cosmopolis. Comics mit Lokalkolorit Im offenen Cafébereich des Hauses fanden alle Begegnungen statt, über die in diesem Heft berichtet wird. Es kamen nicht nur Flüchtlinge zu Wort: Ein Aktivist der ersten Stunde gab seine Sicht der Startphase des Projekts zu Protokoll, zwei bereits anerkannte Flüchtlinge, die weiterhin ehrenamtlich im Haus tätig sind, erzählten, warum sie nach Deutschland kamen, und auch die Studierenden selbst begannen, ihre persönlichen Wahrnehmungen des Pro­ jekts zu reflektieren und aufzuzeichnen.

die Inhalte, fügen ortstypisches Lokal­ kolorit hinzu und lassen Augsburgs historische Verknüpfungen mit dem Thema Krieg und Religionsfrieden anklingen. Der Ton der Erzählungen wechselt zwischen heiter und ernst – ganz wie das Leben. <

GESCHICHTEN AUS DEM GRANDHOTEL Das Buch ist über http://comicwerkstatt-augsburg.de und im Buchhandel zum Preis von 12,80 Euro erhältlich. ISBN 578-3-95786-000-2 Wißner-Verlag

So entstanden acht Comicreportagen. Locker verbunden durch mehrere fikti­ onale Sequenzen. Letztere ergänzen

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GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT | MIGRATION UND INTEGRATION

GANZ NAH AN DER PRAXIS Eine neue Brückenqualifizierung an der Hochschule Augsburg soll die Chancen für den Berufseinstieg von Migrantinnen und Migranten verbessern. Für Personen mit nicht-deutschen aka­ demischen Abschlüssen im technischen und ingenieurwissenschaftlichen Bereich bietet die Hochschule Augsburg die neue Akademische Brückenqualifizierung International (ABI) an. Deren Fokus liegt auf den Bereichen Sprache, Tech­ nik und Beruf. Das arbeitsmarktorien­ tierte Qualifizierungsangebot ist als Brückenmaßnahme konzipiert. Ziel des Lehrgangs ist nicht die formale Aner­ kennung des vorhandenen Abschlusses, sondern eine ergänzende Qualifizierung als Basis für den Berufseinstieg in Deutsch­ land. Die Maßnahme erstreckt sich über zwei Semester und umfasst sowohl fach­ spezifische als auch fachübergreifende Veranstaltungen mit wichtigen Inhalten für die Berufspraxis. Absolventen erhalten ein Zertifikat der Hochschule Augsburg.

Die Brückenmaßnahme wird seit dem Sommersemester 2016 angeboten. Zulassungsvoraussetzungen sind ein ausländischer akademischer Abschluss im technischen oder ingenieurwissen­ schaftlichen Bereich und Deutsch­ kenntnisse auf Niveau B2 (Zertifikat). Ansprechpartnerin an der Hochschule Augsburg ist Sophia Beuth (sophia. beuth@hs-augsburg.de). Kooperationspartner beim Beratungsangebot Die Beratung von Migrantinnen und Migranten bei Anerkennungsfragen zu nicht-deutschen Studienabschlüssen im technischen und ingenieurwissen­ schaftlichen Bereich an der Hochschule Augsburg ist ein Teilprojekt von Migra­ Net – IQ Landesnetzwerk Bayern im Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ). Das Förderpro­ gramm im Bereich der beruflichen Integration von Personen mit Migrati­ onshintergrund agiert bundesweit und hat die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachse­ nen mit Migrationshintergrund zum Ziel. <

Akademische Brückenqualifizierung International: http://tinyurl.com/huhjllo

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Foto: Süleyman Kayaalp

Zulassungsvoraussetzung für die Brückenmaßnahme ABI ist ein ausländischer akademischer Abschluss im technischen oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich und Deutschkenntnisse auf Niveau B2.


GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT | MIGRATION UND INTEGRATION

Die Hochschule Augsburg engagiert sich auf zahlreichen Ebenen für die Integration von Geflüchteten im Hochschulleben. Das Ziel: eine enge Vernetzung aller Akteure.

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Gesellschaftlich und politisch gewannen die Themen Flucht und Integration in den vergangenen Monaten verstärkt an Relevanz und auch die Hochschule Augsburg nimmt ihre Verantwortung wahr. Verschiedene neue Aktivitäten innerhalb der Hochschule sowie Ver­ anstaltungen für und mit Geflüchteten wurden ins Leben gerufen. Migration und Integration Seit Herbst 2015 gibt es einen hoch­ schulweiten Arbeitskreis, den Arbeits­ kreis Migration und Integration (AK MIG), der allen Hochschulangehörigen offensteht. Aktive und Interessierte be­ schäftigen sich mit wichtigen Themen im Kontext von Flucht, tauschen sich über bestehende Projekte sowie neue Projektideen aus und befassen sich in enger Kooperation mit der Realisierung derselben. Neben der praktischen Um­ setzung konkreter Projekte, beschäftigt sich der AK MIG auch mit grundlegen­ den Fragestellungen zur Integration von Geflüchteten an der Hochschule. Wichtig ist allen eine enge Vernetzung der Aktiven. Die Beteiligung am Arbeitskreis ist jederzeit möglich und alle Projektver­ treter, Engagierte und Interessierte sind eingeladen. Ein gemeinsamer Moodle­Kurs erleichtert den Austausch von aktuellen Entwicklungen, Terminen und Informationen. Dieser ist unter dem Kursbereich „Verschiedenes/AK MIG“ zu erreichen und verfügt über eine offene Selbsteinschreibung.

Kostenfreier Deutschkurs Mit Unterstützung des AK MIG und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sprachen und Interkulturelle Kommu­ nikation (ZSI), dem Institut für Tech­ nologie­ und Wissenstransfer (ITW) und dem Referat Studium und Lehre konnten erfolgreich Drittmittel des Deutschen Akademischen Austausch­ dienstes (DAAD) eingeworben werden. Das Förderprogramm „Integra – Integ­ ration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ wird mit 29.400 Euro gefördert und ermöglicht den Ausbau des propädeu­ tischen Kursangebots speziell für Ge­ flüchtete. Ab Wintersemester 2016/17 wird am Zentrum für Sprachen und Interkulturelle Kommunikation der propädeutische „Intensiv­Vorberei­ tungskurs Deutsch und Studieren in Deutschland“ angeboten. Dieser schließt die Lücke zwischen dem Sprachniveau B1, welches in den Integrationskursen erreicht werden kann, und dem für ein Studium nötigem Sprachniveau. Studien­ interessierte Asylbewerber, geduldete und anerkannte Flüchtlinge können sich per E­Mail an daf@hs­augsburg.de für eine Kursteilnahme bewerben.

Refugee Week Anlässlich des „Internationalen Tages des Flüchtlings“ am 20. Juni wurde in Augsburg dieses Jahr erstmalig die Refugee Week veranstaltet. Der AK MIG hat sich dafür eingesetzt, an diesem Programm mitzuwirken und einige Veranstaltungen mit und für Geflüchtete an der Hochschule Augsburg zu planen. Zwischen dem 20. und dem 24. Juni wurde ein vielfältiges Angebot geschaffen, um Studierende, Mitarbeiter, Professoren und Geflüchtete zusammenzubringen. Den Höhepunkt bildete das „Interkul­ turelle Picknick“ auf dem Campus am Roten Tor.

WIR-Projekt Ebenfalls erfolgreich konnten Förder­ mittel des DAAD­Programms „Welcome – Studierende engagieren sich für Flücht­ linge“ eingeworben werden. 12.000 Euro stehen der Hochschule zur Verfügung. Damit werden seit April 2016 unter anderem zwei studentische Hilfskräfte im Bereich Flucht und Integration finanziert. Diese beiden Studierenden unterstützen die Aktivitäten der Hochschule in dem Bereich vielfältig. In diesem Rahmen wurde das Buddy­ Projekt „WIR – Willkommen, Integra­ tion, Richtung“ ins Leben gerufen, in dem es um einen informellen Austausch von deutschen und internationalen Studierenden sowie studieninteressierten Geflüchteten geht. Rund 80 Personen beteiligen sich derzeit an dem ersten Durchlauf des partnerschaftlichen Unterstützungs­Programms.

Website: Refugees Welcome Um Geflüchteten, die sich für die Hochschule Augsburg interessieren, den Zugang zu Informationen zu er­ leichtern, wurde eine spezielle Seite auf der Homepage eingerichtet. Hier werden Informationen und hilfreiche Links zu allen Themen rund ums Stu­ dium an der Hochschule und Hinweise auf Veranstaltungen gebündelt. Durch die Übersetzung wichtiger Inhalte ins Arabische und Englische und eine ein­ fache deutsche Sprache, begegnet man den Anforderungen der Zielgruppe. <

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Ringvorlesung für Geflüchtete In Kooperation mit der Firma Premium Aerotec startete die Hochschule Augs­ burg eine Ringvorlesung zu eingängi­ gen Themen der Luft­ und Raumfahrt. Alle sechs Wochen sind Personen mit Fluchthintergrund eingeladen, an der Vorlesung teilzunehmen und mit den Dozierenden in persönlichen Austausch zu treten. Die Auftaktveranstaltung dazu fand im Rahmen der Refugee Week statt.

www.hs-augsburg.de/studint/ refugees-welcome

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AWARDS UND AUSZEICHNUNGEN

ERFOLG Studierende der Hochschule Augsburg erzielen in nationalen und internationalen Wettbewerben herausragende Ergebnisse. Ein Überblick über die wichtigsten Preise der vergangenen zwölf Monate.


Licht des Nordens: Felix Finger, Kommunikationsdesign-Student, erhielt im Oktober 2015 den Adobe Design Achievement Award in der Kategorie Fotografie. Seine prämierten Aufnahmen zeigen die besondere Lichtsituation und Atmosphäre des skandinavischen Winters. Entstanden sind die Bilder 2014 bei Fingers Auslandssemester an der finnischen University of Lapland. Finger wird in das Adobe MentorshipProgramm aufgenommen und ein Jahr lang von dem renommierten japanischen Designer Hiromi Maeo betreut.


AWARDS UND AUSZEICHNUNGEN

FAKULTÄT FÜR ARCHITEKTUR UND BAUWESEN Förderpreis des Bezirks Schwaben Thema „Augsburg, Stadt des Wassers“ •• Sebastian Beu •• Astra Melke •• Marina Schretzenmair Masterabschlussarbeiten im Studiengang Architektur Adam-Keller-Preis Konzeptionen zum Thema „Wasserkraft und Wasserkunst“ •• Marina Gomer •• Rudolf Gansons Auszeichnung durch die WBG-Stiftung 2015 Zukunft Stadtwohnen – Augsburg Bahnhofquartier – density and diversity 1. Preis: Lukas Schädler, „Gemeinsame Mitte“ 2. Preis: Florian Häusler, „Gemeinsam statt einsam“ 3. Preis: Nina Troll, „Wohnquartier Q5“

FAKULTÄT FÜR ELEKTROTECHNIK

Kochlabor Haag-Villa 1. Preis: Marina Gomer und Elisa Probst 2. Preis: Sebastian Beu und Korbinian Krause Therapiegarten Hessingklinik Buchprämie für die beiden Entwürfe von Laura Widmann und Anthony Diel sowie von Theresa März und Magdalena Frey. Straßenbahnlinie 3a – Querung der Friedrich-Ebert-Straße zwischen Messezentrum und Innovationspark Sonderpreis für die gemeinsame Arbeit von Annika Partsch, Anna Schauer, Anna Katharina Linner, Anna Nowotni, Anna Rief, Armin Gail DVP-Förderpreis 2015 Wolfgang Kiauka Masterarbeit „Der öffentliche Bauherr in der Phase 0“

Wasser-Schauen – Ein Besucher­ zentrum für Augsburg, Stadt des Wassers 1. Preis: Rudolfs Gansons 2. Preis: Sabrije Krasniqi 3. Preis: Alice Riegel

Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse von weiblichen Studierenden der Ingenieurwissenschaften Auszeichnung durch den bayerischen Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Silber Sabrina Mayer Bachelorarbeit „Erarbeitung einer einfach integrierbaren Funklösung für die selbstständige vermaschte Kommunikation zwischen Short Range Devices“ Preis der schwäbischen Wirtschaft 2015 Sebastian Schießler Abschlussarbeit im Verbundstudiengang Mechatronik „Organisations­ analyse des Auftragsdurchlaufs in einem Produktionsbereich“ VDE-Award 2015 Franz Aletsee Masterarbeit „Entwicklung von Algorithmen für monostatische Radarsysteme zur Verfügung von verteilten Zielen“ Kulturpreis Bayern 2015 Markus Schweiger Masterarbeit im Studiengang Mechatronic Systems „Analysis of Innovative Tarifs for Household Customers in Germany“

(oben) Preis des Bezirks Schwaben: Preisträger und ihre Betreuer und Gratulanten. (links) Hervorragende Bachelorarbeit: Preisträgerin Sabrina Mayer mit Hochschulpräsident Prof. HansEberhard Schurk (l.) und Wissenschaftsstaats­sekretär Bernd Sibler (r.). (rechts) Adam-Keller-Preis: Preisträgerin Marina Gomer (r.) zusammen mit Preisstifter Alexander Leupolz und Prof. Katinka Temme (l.).

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AWARDS UND AUSZEICHNUNGEN

FAKULTÄT FÜR GESTALTUNG Certificate of Typographic Excellence des Type Directors Club •• Teamleitung: Matthias Neumann •• Team: Natalie Gaspar, Judith Jakob, Sandra Hartung, Julia Berger, Theresa Kalinke, Clizia Moradei, Nina Slowioczek, Mareike Patzke, Lorenz Ludwig, Tanja Tröster, Carina Wurm, Alisa Hurskaya, Verena Bublak, Lena Gerbert, Judith Gösch Katalog der Sommer-Werkschau 2014, Thema „Perspektivenwechsel“ International Institute for Information Design, IIIDaward 2014, „Awards in Student Work“ Gold: Sina Busch, Martin Kolb, Carsten Meier (Projekt „Daten­ schnorchel“) Silber: Lisa Borgenheimer, Simon Heimler, Sebastian Huber (Projekt „isomatic“) Auszeichnung, Plakatwettbewerb „Mut zur Wut“ 2015 •• Klara Maria Laura Forner (Top 30): Plakat „Adam und Eva“ •• Yannick zur Strassen (Top 100): Plakat „Dollar beats Rights“ •• Ulla Reißenweber (Top 100): Plakat „Let off steam“

Art Directors Club für Deutschland (ADC) Junior ADC Nagel „Gold“ 2015 Bianca Bunsas Abschlussarbeit „ANATOMIA POETICA“

Adobe Design Achievement Award (Kategorie Fotografie) Felix Finger Fotostrecken, die die besondere Lichtsituation im skandinavischen Winter zeigen

Junior ADC Nagel „Silber“ 2015 Ludwig Rist Masterarbeit im Studiengang Designund Kommunikationsstrategie „Reim privat. Ein Plädoyer für das Komische“

DDC-Award und ICMA in Silber Magazin e x, Ausgabe 3, Frauenspecial Wie bereits im vergangenen Jahr wurde e x, das Magazin der Fakultät für Gestaltung, erneut vom Deutschen Designer Club sowie beim 6. International Creative Award (ICMA ) ausgezeichnet. Das Frauenspecial erhielt hier Silber in der Kategorie B2C-Magazine.

Werkschauteam 2014 •• Teamleitung: Matthias Neumann •• Team: Natalie Gaspar, Judith Jakob, Sandra Hartung, Julia Berger, Theresa Kalinke, Clizia Moradei, Nina Slowioczek, Mareike Patzke, Lorenz Ludwig, Tanja Tröster, Carina Wurm, Alisa Hurskaya, Verena Bublak, Lena Gerbert, Judith Gösch Kommunikationskonzept zur Werkschau 2014 mit dem Thema „Perspektivenwechsel“ Junior ADC Nagel „Bronze“ 2015 Daniela Stölze Abschlussarbeit „So tickt der Kiez“ Junior ADC Nagel „Bronze“ 2016 Ann-Kathrin Seligmann Abschlussarbeit „Licht ins Dunkel – Betrachtungen der Nacht“

Ann-Kathrin Seligmanns prämierte Arbeit „Licht ins Dunkel – Betrachtungen der Nacht“.

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FAKULTÄT FÜR MASCHINENBAU UND VERFAHRENSTECHNIK

FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFT

AUSGEZEICHNETE HOCHSCHULPROJEKTE

Dr. Tyczka Energiepreis 2015 Ellen Schur Masterarbeit mit dem Thema „Ermittlung und Untersuchung wesentlicher Einfluss­ größen von Sondergasen auf die gasmotorische Verwertung zur Vorhersage des Betriebsverhaltens“ im Studiengang Umwelt- und Verfahrenstechnik

Auszeichnung, DATEV-Führerschein Senta Schuller Ausgezeichnet wurden die 14 besten Absolventen des DATEV-Führerscheins, der in Kooperation mit der DATEV eG veranstaltet wird. Dabei können Studen­ ten sich schon während des Studiums Wissen über den steuerberatenden Berufsstand sowie die entsprechende Software aneignen.

Opel Style Award •• StarkStrom Augsburg e. V. •• Formula Student Electric Team der Hochschule Augsburg •• Rennwagen Cedur

Gold – Silber – Bronze: Studierende der Fakultät für Gestaltung punkteten beim Nachwuchswett­ bewerb des Art Directors Club Deutschland.

MLP Finance Slam, 4. Platz Johanna Moser, Tobias Jehle Slam-Beitrag „Gibt es die perfekte Geldanlage?”

Hans-Benedikt-Preis 2015 1. Preis (dotiert mit 2.500 Euro): gemeinnütziges Projekt „Werkraum“ von Sven Ten Pas 2. Preis (dotiert mit 1.000 Euro): Razed e. V von Arjtom Schneider 3. Preis (dotiert mit 500 Euro): Studierendenteam der Hochschule Augsburg für das Non-Profit-Marketingprojekt „Perspektivenwechsel“

DAAD-Preis 2015 Fanny Máté Masterstudentin im Studiengang International Business and Finance UNSERE SPITZENSPORTLER  Alexander Grimm, Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Europameister im Team und Vize-Europameister im Einzel 2015 im Kanu-Slalom Gregor Egger, Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Sieger der deutschen U23-Meisterschaft im Mountainbiking 2015 Opel Style Award für StarkStrom Augsburg e. V. und den Elektroflitzer „Cedur“.

Mit rund 280 Mitarbeitern weltweit haben wir uns als Engineering Partner besonders auf roboterbasierende Automatisierungslösungen im Karosseriebau der Automobilindustrie sowie in den Bereichen Montagetechnik und Aerospace spezialisiert. Als innovatives Unternehmen schaffen wir zudem im Bereich Sensitive Leichtbaurobotik und MenschRoboter-Kooperation gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen für die Zukunft.

Wir suchen Sie Für unsere Standorte in Augsburg und Meerane suchen wir Unterstützung in den Abteilungen Prozessplanung, Konstruktion, Robotersimulation, Advanced Technology Engineering und Roboterprogrammierung.

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Foto: LEW/Hochgemuth

CAMPUS UND KARRIERE | GP ALUMNI NETZWERK

ZUM WOHLE!

Bier brauen ist mehr als eine Frage des Geschmacks. Bei der Brauerei Ustersbacher geht es auch um innovative Energienutzung. Und die wurde 2015 sogar ausgezeichnet.


„Ich kann das, was ich an der Hochschule gelernt habe, jeden Tag gebrauchen“, Josef Geh, technischer Leiter, Brauerei Ustersbacher und Absolvent der Hochschule Augsburg.

LEW-INNOVATIONSPREIS Mit dem LEW-Innovationspreis Klima und Energie zeichnen die Lechwerke Projekte aus, die in der Region nachhaltig Klimaschutz fördern. Sie stärken damit innovative Ansätze und unterstützen als langjähriger Versorger in der Region das gemeinsame Engagement für effiziente Energienutzung. Der Preis ist mit 45.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.


CAMPUS UND KARRIERE | GP ALUMNI NETZWERK

Josef Geh ist technischer Leiter der Brauerei Ustersbacher und verheiratet mit der Brauerei­Chefin Stephanie Schmid. Er hat von 1992 bis 1994 an der Hochschule Augsburg Maschinen­ bau studiert und erinnert sich gerne an diese Zeit zurück. Jüngst wurden er und die Brauerei mit dem zweiten Platz beim LEW­Innovationspreis ausgezeich­ net. Wir haben mit ihm über seinen Beruf und sein Studium gesprochen.

Josef Geh hat in den 1990er Jahren an der Hochschule Augsburg Maschinenbau studiert. Sein Wissen und seine Erfahrung bringt er heute bei der Brauerei Ustersbacher ein.

gP Magazin: Was machen Sie gerade? Josef Geh: Wir planen eine Erweiterung unserer Füllereianlage. Da geht es um die verschiedensten Dinge, die berück­ sichtigt werden müssen: Brandschutz, Lärmschutz oder Statik. Und es müssen viele Genehmigungen eingeholt werden. Wie ist es, in einer Brauerei zu arbeiten? Das ist hochinteressant! Ich vergleiche es immer mit dem Lego­Baukasten meiner Kindheit, nur diesmal in echt. Es gibt viele Betätigungsfelder wie zum Beispiel Wärme­ und Kältetechnik oder Pneumatik. Es bedeutet auch eine sehr hohe Verantwortung, ein Lebensmittel herzustellen. Und im beruflichen Alltag gibt es viele emotionale Begegnungen. Jeder kann zum Bier etwas sagen, jeder hat eine Meinung dazu. Das macht es so schön. Es ist ein toller Beruf!

Sie haben ja jüngst den LEW­ Innovationspreis erhalten – wofür? Das Bierbrauen verbraucht natürlich einiges an Energie. Wir erzeugen mit einem eigenen Blockheizkraftwerk den größten Anteil an Strom selbst. Und wir nutzen auch die anfallende Abwärme im Brauprozess, zum Beispiel im Sud­ haus oder bei der Flaschenreinigung. Bei einem herkömmlichen Kraftwerk wird die anfallende Wärme nicht ge­ nutzt, bei uns wird sie zu 100 Prozent genutzt und wir sparen dadurch 30 Prozent Energiekosten. Wie sehr hat Ihnen Ihr Studium an der Hochschule geholfen, mit den beruflichen Herausforderungen umzugehen? Ich kann das, was ich damals an der Hochschule gelernt habe, jeden Tag gebrauchen. Es war eine super Vor­ bereitung. Unter anderem der Bereich Strömungsmechanik. Wir haben in unserer Brauerei ja eine Vielzahl von Pumpen, die zum Beispiel Wasser oder Bier durch die Leitungen schieben.

Wir arbeiten bei MAGNET-SCHULTZ weil ... ... es Spaß macht, sich mit einem qualifizierten und motivierten Team neuen Herausforderungen zu stellen!

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MAGNET-SCHULTZ Memmingen (MSM) ist eine international dynamische, familiengeführte Firmengruppe mit 2600 Mitarbeitern und Betrieben in Deutschland, der Schweiz, den USA, Großbritannien, Italien und China. Wir sind führend in hochwertigen elektromagnetischen Aktoren und Sensoren für höchste Qualitätsansprüche der Investitionsgüterund Automobilindustrie. Unsere Produkte und Dienstleistungen sollen unseren Kunden und Mitarbeitern Sicherheit geben. Sorgfältige Ausbildung, motivierendes Betriebsklima, hohe Investitionen, starke Innovation und Präsenz auf den Weltmärkten erhalten den Spitzenplatz. Wir wachsen und bieten Ihnen interessante Möglichkeiten in den Bereichen: Elektrotechnik, Maschinenbau, Feinwerktechnik, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen mit vorheriger Ausbildung in der Elektrotechnik

● Vorpraktika ● Praxissemester ● Diplom-/Bachelorarbeit ● Studium mit vertiefter Praxis/Duale Studiengänge Es erwarten Sie interessante Einstiegsmöglichkeiten nach dem Studium. Die aktuellen Stellenanzeigen finden Sie unter www.MAGNET-SCHULTZ.de Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, die Sie bitte an die Personalabteilung, Allgäuer Str. 30, D-87700 Memmingen richten. Gerne können Sie Ihre Unterlagen auch per E-Mail (1 pdf-file) an studium@magnet-schultz.de senden.

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War Ressourceneffizienz auch damals schon ein großes Thema? „Ressourceneffizienz“ ist natürlich ein Modewort. So hieß das damals in den Neunzigern nicht. Aber Energieein­ sparung war schon immer ein wichtiges Thema. Man hat damals nicht weniger darauf geachtet als heute. Und im Studium war das natürlich auch ein wichtiger Bestandteil. Wie empfanden Sie das Klima an der Hochschule? Es war alles sehr offen und sehr ent­ spannt. Ich bin immer gerne hingegan­ gen. Es ist eine Zeit, an die ich gerne zurückdenke.

Woran denken Sie dabei am meisten? An die tollen Freundschaften, die damals entstanden sind. Und das quer über alle Studienrichtungen, ob Bauingenieure, Elektroniker oder Informatiker. Eine Freundschaft mit einem Menschen, den man in der Jugend kennenlernt, ist in­ tensiver. Das gibt einem Halt im Leben. Wir waren damals auch jede Woche im Paradiesgarten (Anm. d. Red.: Bier­ garten, den es heute nicht mehr gibt). Wann waren Sie das letzte Mal an der Hochschule? Ich komme immer wieder mal hin und gehe oft in die Bibliothek. Da kann man sinnieren, das hat etwas Beruhigendes. Ich war erst kürzlich abends auch mal im Hörsaal, der immer noch genauso aussieht wie damals. Was denken Sie sich, wenn Sie die anderen Studierenden an der Hoch­ schule sehen? Die sind mir emotional sehr nahe. Ich denke mir, sie treten in die gleichen Fußstapfen wie ich.

Welche Tipps würden Sie ihnen geben? Unbedingt fleißig sein. Dran bleiben und es nicht zu locker sehen. Auch, was den Beruf danach angeht. Hartnäckig dran bleiben. Man kann auch mal einen Job machen, der einem vielleicht nicht so liegt, zum Beispiel als Referenz. Aber man sollte sich irgendwann den Beruf heraussuchen, der einem Spaß macht, dann geht alles – fast – wie von alleine. < Das Interview führte Sascha Schneider.

www.ustersbacher.com www.lew.de/innovationspreis Video: youtu.be/7trvqLjCAl0 gP Alumni Netzwerk der Hochschule Augsburg www.hs-augsburg.de/einrichtung/alumni alumni@hs-augsburg.de

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CAMPUS UND KARRIERE | GP ALUMNI NETZWERK

EIN MAGAZIN FÜR DIE EX

Design für Designer – so könnte man das prämierte Magazinprojekt mit dem passenden Namen e x umschreiben. Professorin Gudrun Müllner über den doppelten Einblick in die Arbeitswelt.

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gP MAGAZIN 2016


Entstanden ist ein Interview-Magazin, das von Fotografie über Editorial Design, Installation, Werbung, Animation, Grafikdesign, Programmierung, Cor­ porate Design, Text und Art Direktion bis hin zu Illustration nicht nur zeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, in der Kreativbranche zu arbeiten, sondern auch Lust auf den Beruf des Gestalters machen soll.

gP Magazin: Was war der Auslöser für dieses Magazinprojekt? Prof. Gudrun Müllner: Als wir vor eini­ gen Jahren eine Münchener Schule zu unserer Alumni-Vortragsreihe einladen wollten, wurden wir gefragt, ob es nicht möglich wäre, ihnen die Vorträge schrift­ Welches Ziel erfüllt das Magazin also? lich zur Verfügung zu stellen. Nö, dachte „Was kann ich später mit meinem Studium ich, das klappt nie und nimmer. Das kann anfangen?“ Diese Frage wird leider viel zu selten von Hochschulen beantwortet, ich von Studierenden, die bereits eine obwohl das eine der Hauptfragen aller aufwendige Veranstaltung organisieren, Studieninteressierten ist und ein nicht nicht auch noch verlangen. Doch der zu unterschätzender Aspekt, da er vor Gedanke, dass wir unsere Ehemaligen allem die Eltern interessiert. Darauf eine porträtieren, dass wir zeigen, was in ihnen steckt und dass das, was aus ihnen Antwort zu geben ist das Hauptanliegen von e x. Wir stellen ganz unterschiedliche geworden ist, nicht nur im Augenblick Persönlichkeiten vor, die es „geschafft“ eines kurzen Vortrags sichtbar wird, haben und auf ganz unterschiedliche sondern in einem Magazin, dieser Ge­ Weise unsere Designlandschaft prägen. danke erschien mir plötzlich gar nicht So wird neben der Vielfalt der Gestalter­ mehr so abwegig. Warum nur eine Vor­ berufe auch die hohe Qualität unserer tragsreihe mit Ehemaligen ausrichten? Studiengänge sichtbar. Warum nicht ein Magazin gestalten, das immer und überall gelesen werden Von uns zwar erhofft, aber nicht geplant, kann? Die Idee für e x war geboren. Studierende des Studiengangs Kommuni­ ist e x auch schlicht und einfach ein Ergebnis studentischer Leistungen und kationsdesign haben im Sommer 2013 somit ein Aushängeschild für unsere die erste Printausgabe im Unterricht Fakultät. Das zeigt die hervorragende konzipiert und realisiert. Sie haben un­ Resonanz in der Fachwelt. Das Magazin ter Einsatz all ihrer Kräfte recherchiert, wurde bereits mehrfach bei renommier­ aufgezeichnet, organisiert, geschrieben, ten Designwettbewerben ausgezeichnet präsentiert, verworfen, interviewt, foto­ und wird regelmäßig von der Fachpresse grafiert, gestaltet und nicht besonders erwähnt, wenn es um beispielhafte Hoch­ viel geschlafen. schulmagazine geht. Was erwartet den Leser an Inhalt? Setzen Sie Themen­schwerpunkte? Wir haben acht Ehemalige gefragt, wo Im Juli vergangenen Jahres ist bereits genau sie in der Welt des Designs heute die dritte Ausgabe – ein Frauen-Special – stehen und womit sie ihr Geld verdienen.

Dirk Schmidt

erschienen. Im Hinblick auf den großen Anteil an Studentinnen im Gestaltungs­ bereich, ging es hier ausschließlich um weibliche Erfolgsgeschichten. Doch e x ist nicht nur ein Magazin, es ist vor allem eine Lehrveranstaltung mit Praxisbezug in mehrerlei Hinsicht. Ers­ tens: authentische Berufskunde durch die persönlichen Gespräche der Studie­ renden mit Designerinnen und Desig­ nern. Zweitens: die Herstellung eines fertigen Produkts bis zum Ende des Semesters. Drittens: das Knüpfen von Kontakten zu potenziellen Arbeitgebern. Nicht zuletzt soll unser Magazin Ansporn für alle Studierenden sein, später selbst eines Tages interviewt und in e x vorge­ stellt zu werden. <

e x Magazin: ex.hs-augsburg.de www.facebook.com/exmagazin

AUSZEICHNUNGEN Berliner Type – Diplom 2013 ADC Nachwuchswettbewerb – Bronze 2014 DDC Gute Gestaltung – Award 2014 International Creative Media Award – Gold 2014 DDC Gute Gestaltung – Award 2015 International Creative Media Award – Silber 2015

Illustration

S ü ddeutsche Zeitung Maga zin Kolumne A xel Hacke, Illustrationen Fineliner, Tusche, Digita l

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Magazin e x: Ergebnis studentischer Leistungen und damit ein Aushängeschild für die Fakultät.

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CAMPUS UND KARRIERE | EXISTENZGRÜNDUNG

REVOLUTION MIT WÜSTENSAND Wüstensand ist nicht für Bauzwecke geeignet – eigentlich. Dennis Behnisch und Jovan Ikic haben einen Weg gefunden und sind auf der Suche nach Investoren.

Das Modell eines gebrannten Sandziegels.

Weltweit werden pro Jahr 15 Milliarden (15.000.000.000) Tonnen Sand verbraucht. Dieser findet sich unter anderem in Glas, Kunststoff, Papier oder auch in Wasch­ mitteln wieder. Den größten Bedarf hat allerdings die Bauindustrie. Für ein normales Wohnhaus werden 3.000 Tonnen Sand benötigt. Und für einen Kilometer Autobahn sind es schon 30.000 Tonnen.

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Das Problem dabei: Da in vielen Ländern die herkömmlichen Sandvor­ kommen bereits aufgebraucht sind, wird der Bausand immer mehr mit riesigen Baggerschiffen aus dem Meer geholt oder es werden an den Küsten mancher Länder, wie zum Beispiel Marokko, komplette Strände abge­ tragen.

Dennis Behnisch (24) und Jovan Ikic (46) wollen mit ihrer Idee dagegen an­ kämpfen. Mit Wüstensand. Eigentlich ist Wüstensand für den Bau nicht ge­ eignet. Dennis Behnisch, der von 2011 bis 2015 ein Maschinenbau­Studium an der Hochschule Augsburg absolvierte, hat aber ein Verfahren entwickelt, das den Wüstensand für Bauzwecke taug­ lich machen soll.


gP Magazin: Herr Behnisch, Sie haben sich eine große Aufgabe aus­ gesucht, wie ist das Gefühl dabei? Dennis Behnisch: Das Gefühl ist super! Wir arbeiten hervorragend zusammen und ich liebe die Herausforderung. Vor allem, weil wir hier die Möglichkeit haben, etwas zu bewegen. Hinter dem aktuellen Vorgehen der Sandindustrie steckt eine große Gefahr für verschie­ dene Kreisläufe und Prozesse unserer Erde und das muss unbedingt verändert werden. Wir wollen die Vorgehensweise zur Sandförderung revolutionieren. Wüstensand steht massig zur Verfügung und wir werden für unser Verfahren ausschließlich Sonnenenergie nutzen. Genug Sonne gibt es in der Wüste ja auch. Wie geht es denn voran? Behnisch: Technisch läuft alles optimal. Ein großes deutsches Forschungsinstitut interessiert sich für unsere Idee und würde für den Proof of Concept, also die Validierung unseres Verfahrens, einen großen Teil der Kosten übernehmen. Jovan Ikic: Bei uns geht es ja nicht um eine elektrische Zahnbürste, sondern um eine komplexe Anlage. Und die wird voraussichtlich zwischen zwei und vier Millionen Euro kosten. Die Kosten der folgenden Anlagen würden dann allerdings schätzungsweise jeweils auf etwa eine Million Euro sinken. Natür­ lich abhängig von Größe und Typ. Dafür brauchen wir Investoren bezie­ hungsweise die Möglichkeit, an der richtigen Stelle das darzustellen, was wir gerade machen.

Fotos: Sascha Schneider

Wo liegt denn der Unterschied zwi­ schen Meeressand und Wüstensand? Behnisch: Meeressand hat natürliche Vorteile für die Bauindustrie, weil er größer und kantiger ist und ein Seiten­ verhältnis von zwei zu eins oder größer hat. Deswegen hält dieser Sand besser

Dennis Behnisch (re.) und Jovan Ikic wollen mit ihrer Idee die Sandindustrie revolutionieren.

zusammen als Wüstensand. Allerdings muss der Meeressand erst mal gereinigt und das Salz entfernt werden. Das fällt beim Wüstensand weg, der nach unse­ rer Verarbeitung deutlich reiner ist als Meeressand. Unbehandelter Wüsten­ sand ist durch Wind und Reibung eben runder und feiner und hält nicht richtig zusammen. Mit unserem Verfahren wollen wir den Wüstensand erst schmel­ zen und dann wieder zerteilen, damit er den Anforderungen an die Betonherstel­ lung gerecht wird. Ikic: Der Abbau von Meeressand be­ deutet auch einen extrem schädlichen Eingriff in die Natur. Wir verlieren durch den herkömmlichen Sandabbau mittlerweile 90 Prozent unserer Strände. Es sind mindestens 1.400 Baggerschiffe im Einsatz, die nicht nur Sand fördern, sondern alle Lebewesen in Flüssen und Meeren heraufschaufeln und dabei töten. Davon abgesehen ist diese Methode auch sehr teuer. Eines dieser Baggerschiffe kostet – je nach Größe – zwischen 20 und 150 Millionen US­Dollar. Unsere Idee wäre also deutlich billiger und umweltfreundlicher. Behnisch: Wenn so eine Anlage, wie wir sie uns vorstellen, mal steht, gibt es keine großartigen Ausgaben mehr. Wir brauchen nur wenig Personal, die Produktionskosten an sich sind sehr gering, durch den Solarbetrieb haben wir auch keine Stromkosten. Den Sand gibt es sowieso in Hülle und Fülle – und das meistens „umsonst“. Sie müs­ sen sich mal vorstellen: Dubai impor­ tiert seinen Bausand mittlerweile aus Australien, obwohl genügend Wüsten­ sand zur Verfügung stünde. Auch solche Auswüchse wären damit passé. Sie hatten es ja auch über Crowd­ funding versucht, Geld für ihr Projekt zu sammeln? Behnisch: Ja. Das hat leider nicht funk­ tioniert. Leider hatten auch viele große Unternehmen kein Interesse daran, uns zu unterstützen. Wir wollten eine Stern­ siedlung für Flüchtlinge aus Wüsten­ sand bauen. Die Sternsiedlung für über 5.000 Menschen sollte in Kurdistan entstehen, hätte circa 11 Millionen Euro gekostet und die Anlage hierfür wäre damit auch bezahlt gewesen. Wir haben damals auch mit Vertretern der Bundes­ regierung gesprochen. Eigentlich waren

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sie begeistert, aber mitziehen wollten sie nicht. Dabei hätten wir dem Staat damit aber schätzungsweise 50 Millio­ nen Euro pro Jahr gespart. Herr Behnisch, Sie haben von 2011 bis 2015 an der Hochschule Maschi­ nenbau studiert, wie gut wurden Sie vorbereitet aufs Berufsleben? Behnisch: Es war eine sehr gute Vorbe­ reitung, sonst könnte ich das alles jetzt nicht so in Angriff nehmen. Dabei haben viele Fächer geholfen. Wichtig ist aber auch die Praxisnähe. Ich hatte als Folge meines Praxissemesters insgesamt 20 Monate Berufserfahrung bei der Firma Renk in der Marine­Abteilung mit innovativen Getrieben gesammelt und konnte dabei viel über strategische Produktentwicklung erfahren. Das hat mir sehr geholfen. Hilfreich war aber auch ein anderes Praktikum bei einem Fachanwalt für Patentrecht. Man muss als Erfinder schließlich auch rechtlich Bescheid wissen. Außerdem war ich bei StarkStrom e. V. – dem Formula Stu­ dent Electric Team – dabei und habe mit an den Carbon­Autos gebastelt. Da­ bei habe ich gelernt mit manchen Werkstoffen umzugehen. Welche drei Dinge haben Ihnen an der Hochschule am besten gefallen? Behnisch: Zum einen der Campus mit dem sehr schönen Innenhof. Dann na­ türlich die sehr gute Laboreinrichtung und Praxisnähe. Die Untersuchungen haben immer sehr viel Spaß gemacht. Und der CAD­Computerkurs, in dem man gelernt hat, alle möglichen Teile und Modelle zu konstruieren. Würden Sie noch einmal an der Hochschule studieren? Wenn ja, was? Behnisch: Ich habe tatsächlich vor, ein weiteres Studium zu machen. Allerdings wird das dann nicht an der Hochschule in Augsburg sein. Aber nur, weil ich nicht weiß, wo mich unser Projekt noch hinträgt. Deshalb werde ich ein Fern­ studium machen. Insgesamt kann ich ein Studium an der Hochschule Augsburg aber wirklich empfehlen. < Das Interview führte Sascha Schneider.

Innovative Sand: http://i-sand.de/de/

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CAMPUS UND KARRIERE | EXISTENZGRÃ&#x153;NDUNG

Eine bunte Mischung: Die Kreativen der Agentur YEAH lernten sich alle an der Hochschule Augsburg kennen.

SIEBEN SIEBEN AUF AUF EINEN EINEN


Nach ihrem Abschluss an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg gründeten sieben Absolventen 2013 die Kreativagentur YEAH. Sie gaben damit den Startschuss für eine Erfolgsgeschichte. Ende vergangenen Jahres wurde das Kreativkollektiv mit dem Preis „Kulturund Kreativpiloten Deutschland 2015“ ausgezeichnet. Das ist keine finanziell dotierte Auszeichnung, sondern viel­ mehr ein umfangreiches Programm und professionelles Coaching, das sie dabei unterstützen soll, ihre eigene Marke nach vorne zu bringen.

Jedes der sieben Teammitglieder, die sich während des Studiums an der Hochschule Augsburg kennenlernten, bringt ganz eigene Spezialsierungen mit ein. So werden Projekte mittels Marken­ gestaltung, Grafikdesign, Interaction­ design, Bewegtbild, Programmierung und Sounddesign individuell umgesetzt. Außer in ihrer gemeinsamen Agentur sind sie in unterschiedlichen Zusammen­ schlüssen auch an der Augsburger Szenekneipe „Hallo Werner“, dem Modelabel „Liebling“ und der Influen­ cer-Marketing-Plattform „Exomatch“

beteiligt. Unter dem Namen VG Artists haben sie sich außerdem bundesweit bei Musikveranstaltungen einen Namen als Videokünstler gemacht. <

www.yeah.de

YEAH – WER STEHT DAHINTER? Matthias Mörtl, B.A. Konzept und Kommunikation Dominik Liebherr, M.A. Bewegtbild, Konzept und Handwerk Jakob Nicklbauer, M.A. Konzept, Bewegtbild und Interface

Foto: Preisverleihung: BMWi/Michael Reitz

Julia Barton, M.A. Konzept, Interaktiv und Sound Ralph Stachulla, M.A. Konzept, Interaktiv und Sound Claus Hoffmann, M.A. Print, Identität und Webdesign Daniel Breining, B.A. Konzept, Layout und Programmierung


CAMPUS UND KARRIERE | EXISTENZGRÜNDUNG

STUDIUM UND DANN? Für viele Studierende ist die Existenzgründung eine Karriere­ alternative. Mit einem vielfältigen Angebot unterstützt die Hochschule Augsburg Studierende, ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu entdecken und aus­zubauen.

Es gibt viele Wege zur erfolgreichen Existenzgründung. Wichtig ist, dass man das Ziel klar definiert und einen strukturierten Plan verfolgt. Die Hoch­ schule Augsburg bietet eine Vielzahl an Beratungsmöglichkeiten an, die jedem Stadium der Existenzgründung gerecht werden. Einen ersten Überblick gibt das Gründerportal ExSite auf der Home­ page der Hochschule. Hier finden Gründungsinteressierte umfangreiche Informationen zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Selbstständigkeit, zur Anmeldung des Gewerbes sowie eine Auflistung möglicher Förderprogramme. Eine Infothek mit Mustervorlagen für einen Businessplan und Kalkulations­ hilfen für die Finanzplanung runden das Angebot ab.

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Regelmäßig werden Informationsange­ bote für Gründungsinteressierte an­ geboten. Bei der Career Week, die vom 28. April bis zum 3. Mai an der Hoch­ schule stattfand, waren Veranstaltungen direkt auf das Thema Existenzgründung zugeschnitten. So berichteten beispiels­ weise Gründer im „Gründercafé für Studierende und Alumni“ in lockerer Atmosphäre über ihre Erfahrungen und Markus Schilling von der BayStartUp GmbH erklärte den Aufbau eines Business­plans. Individuelle Unterstützung Ist die Gründungsidee schon weiter voran­­geschritten, besteht die Möglich­ keit zu einem individuellen Beratungs­ gespräch: Während des Semesters findet einmal im Monat eine kostenlose Gründersprechstunde statt. Gründungs­ interessierte können dann direkt mit erfahrenen und qualifizierten Beratern ins Gespräch kommen. Und sollte umfangreiche fachliche Unterstützung zu Spezialfragen benötigt werden, organisiert die Hochschule auch indi­ viduelle Coachings. <

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CAMPUS UND KARRIERE | EXISTENZGRÜNDUNG

DIGITALER GRÜNDERGEIST Das Digitale Zentrum Schwaben (DZ.S) soll das Kompetenzzentrum und die zentrale Informationsstelle für Gründungen im Bereich Digitalisierung werden.

Digitale Gründerinitiative Zu den Unterstützern der Bewerbung für das Digitale Zentrum Schwaben zählte auch die Hochschule Augsburg mit Prof. Dr. Norbert Gerth, der für

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Die Bewerbung für das DZ.S unter­ stützte neben der Hochschule Augsburg ein breites Bündnis von zahlreichen Unternehmen der Region, die Gesell­ schafter der IT-GründerzentrumGmbH darunter die Stadt und der Landkreis Augsburg sowie der Land­ kreis Aichach-Friedberg, die Stadt Kempten, die beiden Wirtschaftskam­ mern, die Universität Augsburg sowie die Hochschule Kempten. Über das Technologie Centrum Westbayern in Nörd­lingen wird der Raum Nordschwa­ ben in die Netzwerkaktivitäten integ­ riert. Auch die für die Region wichtige Umweltbranche ist über das UmweltTechnologische Gründerzentrum UTG eingebunden. <

Illustration: Colourbox

Beim 80 Millionen Euro schweren den Aufbau der digitalen Gründerinitia­ „Wett­bewerb zur Förderung von Grün­ tive HSA-diGit vor Ort verantwortlich derzentren und Netzwerkaktivitäten sein wird. Ziel der Initiative ist es, den im Bereich Digitalisierung“ des Bayeri­ „digitalen Gründergeist“ bei Studieren­ schen Staatsministeriums für Wirtschaft den und Lehrenden zu wecken. Hierfür und Medien, Energie und Technologie werden gemeinsam mit dem DZ.S konnte die gemeinsame Bewerbung Plattformen und Formate entwickelt, des IT-Gründerzentrums GmbH die den kontinuierlichen Erfahrungs­ (aiti-Park), des Branchennetzwerkes austausch zwischen Gründern, Mittel­ aitiRaum e. V., der Stadt Kempten und stand und Industrie, Hochschule und der Allgäu GmbH Ende Juni 2016 eine Politik ermöglichen. Außerdem sollen elfköpfige Expertenjury überzeugen. Projekt- und Forschungsarbeiten ver­ stärkt das Thema digitale Technik auf­ Für den Regierungsbezirk sind dem­ greifen und so einen Wissenstransfer nach zwei Infrastruktureinrichtungen beflügeln, der neue Produkte und geplant, eine in Augsburg und eine in Geschäftsmodelle erzeugt. Kempten. Hier finden Existenzgründer mit digitalen Geschäftsmodellen sowohl optimale räumliche Rahmenbedingungen als auch Unterstützung durch einen institutionalisierten Austausch mit etab­ lierten Unternehmen und Experten. Die von dort ausgehenden Netzwerk­ aktivitäten starten bereits zum 1. Januar 2017 und sollen die gesamte Region vom Allgäu über den Wirtschaftsraum Augsburg bis nach Nordschwaben um­ fassen und so helfen, die individuellen Standortvorteile der Digitalisierung in der gesamten Region zu heben. Das Fördervorhaben für die Region beträgt rund acht Millionen Euro.


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CAMPUSLEBEN

DER NÄCHSTE SCHRITT

Von Tauchgängen bei der Augsburger Feuerwehr über den Besuch von Designer­ legenden bis Highspeed auf zwei Gleisen – das Leben auf dem Hochschulcampus ist spannend und extrem vielseitig. Hier tauschen sich Studierende, Dozenten, Professoren und externe Fachleute aus. Immer mit dem Blick in Richtung Zukunft.


Foto: Süleyman Kayaalp


CAMPUSLEBEN | JUNIORCAMPUS

(links) Veranstaltung an der Fakultät für Informatik der Hochschule Augsburg zum Thema Informationsaufbereitung und -auswertung mit Christian Herdin. (rechts u. unten) In der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie im LEW-Wasserkraftwerk Langweid lernten die Schülerinnen vom Stetten-Institut den Aufbau und die Wirkungsweise einer Wasserturbine kennen.

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Schülerinnen des Anna Barbara von Stettensche Instituts forschen zum Thema Wasserkraft. Die Ergebnisse werden in Form einer „Mitmach­ausstellung“ aufbereitet.

In Augsburg und Umgebung sind seit dem Mittelalter entstandene Kanäle, Wassertürme und historische Wasser­ werke als Industriedenkmäler erhalten. Mit seiner historischen Wasserwirt­ schaft bewirbt sich die Stadt sogar als UNESCO-Weltkulturerbe. Das Thema Wasserkraft ist heute – ins­ besondere im Zuge der Energiewende – immer noch brandaktuell. Die Energie­ gewinnung aus Wasserkraft mit Hilfe modernster Technik, die nachhaltige Nutzung und der Umweltschutz sind lebenswichtige Forschungsgebiete. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Augsburg und der Firma LEW erkunden Schülerinnen des P-Seminars des A. B. von Stettensche Instituts im Leitfach Physik die zahlreichen Aspekte des Themas Wasserkraft. Die Ergebnisse werden in Form einer „Mitmachaus­ stellung“ für die Unterstufe gestaltet und im Sommer 2016 im Gymnasium den jüngeren Schülerinnen präsentiert. Einblick in die Praxis Während der Herbstferien des Schul­ jahres 2015/16 fand bereits ein zwei­ tägiges Seminar von LEW im Wasser­ kraftwerk Langweid und in den Räumen der Fakultät für Maschinenbau und Ver­ fahrenstechnik der Hochschule Augs­ burg unter fachkundiger Anleitung statt. Bei ihrem Besuch im Wasserkraftwerk Langweid bekamen vierzehn Schüler­ innen im Lechwerkmuseum einen sehr vielschichtigen Einblick in das Thema Wasserkraft und Energiegewinnung.

An der Hochschule Augsburg lernten sie außerdem noch detaillierter die Funktion, den Aufbau und die Wirkungs­ weise einer Wasserturbine kennen. Bevor die Schülerinnen selber mit dem Bau einer eigenen Wasserturbine los­ legten, wurde ihr theoretisches Wissen durch Laborbesichtigungen erweitert. Sie lernten eine Pelton- und eine Kaplanturbine kennen. Mitmachen und ausprobieren Die gewonnenen Ideen und Eindrücke werden von den Stettensche-Schülerin­ nen in den folgenden Wochen in interak­ tive Schautafeln und Modelle umgesetzt, die zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Dabei werden die selbst her­ gestellten Schautafeln und Modelle mit ausführlichen, zielgruppengerechten Erläuterungen versehen. Die Oberstu­ fenschülerinnen entwickeln zielgruppenorientierte Führungskonzepte für die Ausstellung und unterstützende Arbeits­ materialien. Durch Seminare zu Projektmanage­ ment, Informationsverarbeitung und Selbstmarketing unter der Leitung von Lehrbeauftragen und Referenten der Hochschule Augsburg werden die P-Seminar-Teilnehmerinnen auf die Projektarbeit und auf ihre berufliche Zukunft exzellent vorbereitet.

GoMINT! ist eine innovative Strategie der Personalentwicklung der beruflichen Förderung von Frauen im MINT-Bereich. Grundbaustein des GoMINT!-Kon­ zepts ist die direkte und partnerschaft­ liche Kooperation zwischen Hochschule, Schule und Industrie. Ziel der Koope­ ration ist es, die Schülerinnen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwick­ lung zu unterstützen, ihnen die Unsicher­ heit vor Fächern im MINT-Bereich zu nehmen und ihr Interesse für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich zu wecken. Die Schülerinnen untersuchen konzep­ tionell und analytisch im Rahmen eines P-Seminars eine Thematik aus dem MINT-Bereich. Diese bereiten sie in der Schule vor, erhalten in der Hoch­ schule dazu passende Veranstaltungen und setzen sie im Rahmen eines Ferien­ praktikums in der Industrie um. <

INFORMATION Kontakt Hochschule Augsburg Frauenbüro frauen@hs-augsburg.de www.hs-augsburg.de/frauen Auszug aus dem Angebot •• Girls’ Day / Boys’ Day •• Schnupperstudium •• Projekte mit Schulen •• Seminare für Studentinnen •• Patenschaftenprogramm •• Mentoringprogramm

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CAMPUSLEBEN | HOCHSCHULCHOR

FREUDE AM SINGEN Von Klassik bis Funk – der fünf4tel­ Chor der Hochschule Augsburg brilliert mit Musik aus vier Jahrhunderten.

Mit zwei Konzerten des Hochschulcho­ res „fünf4tel“ in der Werkstattgalerie Krüggling endete das Wintersemester 2015/16 an der Hochschule Augsburg. Klassik, Pop, Gospel oder Funk – die Repertoire­Bandbreite des unter der Leitung von Tobias Reinsch agierenden Chores ist immens. Mit dem Auftritt der Big Band der Hochschule unter der Leitung von Reinhold Bauer an einem der beiden Abende gab es noch ein zu­ sätzliches Konzert­Highlight. Die Freude am Singen und an der Mu­ sik bringt Studierende der Hochschule, Alumni, aber auch hochschulferne Sän­ gerinnen und Sänger zusammen. Unter dem Motto „Musik aus den letzten vier Jahrhunderten“ erlebten die Zuhörer ein stimmiges, facettenreiches Programm von Hans­Leo Hassler bis zur Gegen­ wart. „The Book of Love“ von Peter

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Gabriel war ebenso zu hören wie „Das Rheinweinlied“ – gesungen vom Männerchor – oder „Uptown Funk“ als eigenverfasstes Chorarrangement. Tobias Reinsch leitet als Nachfolger von Peter Bader den Chor erst seit dem Wintersemester 2014/15. Seinen Einstand gab er mit der Einstudierung der Messe „Glorify God“. Mit dieser Eigenkomposition trat der Chor im ver­ gangenen Jahr auch bei einer Sendung des Bayerischen Rundfunks auf. <

fuen4tel.jimdo.com www.facebook.com/hochschulchor. augsburg


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CAMPUSLEBEN | ARCHITEKTUR UND BAUWESEN

ALTE RÄUME, NEUE IDEEN Der Lutherhof im Kreuzgang und das Leuthöfle zur Annastraße hin sollen nach Abschluss der Generalsanierung der Augsburger Kirche neu gestaltet werden. Bei der Ideenfindung hat die Hochschule Augsburg die Kirchengemeinde St. Anna unterstützt.

Fotos: Irmgard Hoffmann

(oben) Der Architekturstudent Julian Heindl erhielt die höchste Anerkennung und 500 Euro für seine Entwürfe zur Umgestaltung von Lutherhof und Leuthöfle. (unten) Die Jury zeichnete vier Studierende der Hochschule Augsburg beim Architektur­ semester­projekt „Neugestaltung der ST. ANNA HÖFE“ mit besonderer Anerkennung aus: (v. l.) Architektin Gabriele Musil, Pfarrer Thomas Hegner, Prof. Bernhard Irmler, Julian Heindl, Marius Prechtl, Thomas Geipel, Architekt Walter Bachhuber, Stadtdekanin Susanne Kasch und Yardimci Tarkan. (rechts) Der Lutherhof bildet den Innenhof des Kreuzganges und war früher nur den Mönchen zugänglich.

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Die Höfe sollen sich harmonisch in die Gesamtanlage einfügen, eine angenehme Atmosphäre zum Verweilen bieten und so Kirchengemeinde und Stadtgesellschaft neue Räume eröffnen. Zehn Studierende des Masterstudiengangs Architektur entwickelten unter Leitung von Prof. Bernhard Irmler in einem Semesterpro­ jekt Konzepte. „Was braucht der Raum? Was braucht der Nutzer?“ lauteten die Fragen. Eine Jury, unter Vorsitz von Architekt Walter Bachhuber, hat die Entwürfe bewertet.

strukturierte Bodenplatten auf. Der Eingang zur Kirche soll einen Wind­ fang erhalten.

Als gleichrangig anerkannt und mit 300 Euro ausgezeichnet wurden die Arbei­ ten von Thomas Geipel und Marius Prechtl. Eine besondere Anerkennung verbunden mit 400 Euro vergab die Jury für die Arbeit von Yardimci Tarkan und lobte den Studenten für seinen Mut: Yardimci setze sich zwar über die Vorgaben hinweg, er entwickele dabei aber das visionärste und stringenteste Sitzbänke, Bäume und Wasserläufe Konzept: Der Lutherhof wird zu einem Die höchste Anerkennung und 500 Euro überdachten kommunikativen Zentrum und einem multifunktionalen Aktions­ erhielt Julian Heindl. Er hat sich von Psalm 1 inspirieren lassen: „Wohl dem …, raum für Vernissagen, Trauerfeiern, Konzerte oder Lesungen. Den Eingang der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu zum Leuthof überbaut Yardimci und schafft so neuen Raum für das Luther­ seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“ museum oder einen Shop. Architekt Walter Bachhuber bescheinigte allen Heindls Modell öffnet den Lutherhof Entwürfen große Qualitäten. Deutlich zum Annacafé hin, integriert Sitzbänke, geworden sei aber auch, dass Effekte Bäume und Wasserläufe. Das Leuthöfle soll tagsüber von der Fußgängerzone her schnell zu viel werden können. „ Je ein­ facher, zurückhaltender und klarer die geöffnet sein. Den schmalen, schlauch­ Gestaltung, desto harmonischer die artigen Hof lockert Heindl durch zwei Lösung“, fasste Bachhuber das Ergebnis Ebenen, beleuchtete Baumgruppen und

zusammen. Im Detail bedeute dies: Ein sehr behutsamer Umgang mit Raum­ struktur und Oberflächen sei nötig. Neue Elemente sollten mit Vorhande­ nem nicht konkurrieren. Pflanzen und Wasser sollten integriert werden. Der Leuthof solle zu einem halböffentlichen Raum auf privatem Gelände werden. Er müsse auf jeden Fall abschließbar sein, um „sozial beherrschbar zu bleiben“. Geistlicher Charakter Die Höfe sind ein wesentlicher Teil der Gesamtanlage von Kirche und ehemali­ gem Karmeliterkloster. Ursprünglich dienten sie als Friedhof für die Mönche und die Familien der Stadt. Historisch haben sie immer auch den geistlichen Charakter des Ensembles geprägt. Der Lutherhof bildet den Innenhof des Kreuzganges und war früher nur den Mönchen zugänglich. Das Leuthöfle war während der Klosterzeit der Zugang der Bevölkerung zur Kirche.

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CAMPUSLEBEN | GESTALTUNG

DESIGN OHNE GRENZEN


Ken Garland aus London im Gespräch mit einer Studentin: Für Garland ist der viel diskutierte „erweiterte Designbegriff“ eine täglich gelebte Selbstverständlichkeit. Design war und ist für ihn mehr als ein Instrument zur Verkaufsförderung. So ist es ihm ein zentrales Anliegen, die politische Dimension des Designs als Wegweiser für sozialen und gesellschaftlichen Wandel immer wieder ins Blickfeld zu rücken.

Für die dritte International Design Week „Werkwoche“ holte die Fakultät für Gestaltung nationale und inter­ nationale Experten an die Hochschule. Das Ergebnis: ein fach­licher und interkultureller Austausch zwischen Studierenden, Gästen und Augsburger Professorinnen und Professoren.


CAMPUSLEBEN | GESTALTUNG

Fotos: Hochschule Augsburg, Fakultät für Gestaltung

Als der britische Grafikdesigner Ken Garland – eine der berühmtesten Gestalter-Persönlichkeiten des 20. Jahr­ hunderts – mit seiner bunt bestickten Kappe ruhigen Schrittes den Hörsaal M 1.01 betrat, um über „Protest Graphics“ zu sprechen, war der Saal mucks­mäus­ chen­still und bis zum allerletzten Platz gefüllt. Mit Plakaten aus der Anti-Kriegs­ bewegung berichtete Garland eindrucks­ voll von seinen couragierten Arbeiten und erzählte, wie politisch und sozial sein Verständnis von Grafikdesign war und heute noch ist. Zuvor hatte Ken Garland in einem Drei-Tage-Workshop mit den Augsburger Studierenden Pro­ testplakate entworfen. Weise, bedächtig, aber entschieden begleitete er die Studie­ renden bei ihren Gestaltungsprozessen.

Ken Garlands Workshop war nur einer von zahlreichen Highlights der Inter­ national Design Week „Werkwoche“, die jedes Jahr im November an der Fakultät für Gestaltung stattfindet. Freiraum für Gestaltung In dieser Woche im November ruhte der reguläre Semesterbetrieb. Statt der üblichen Vorlesungen und Seminare besuchten die Studierenden Workshops, Lectures, Vorträge und Ausstellungen

von renommierten Gestaltern aus dem In- und Ausland. Sie tauchten ein in Themen, die nicht auf dem Stunden­ plan stehen, die aber von Experten und Expertinnen aus der Praxis und von Professoren und Professorinnen aus dem In- und Ausland gelehrt wurden. Dabei profitierten die Studierenden von der Aufgabenstellung genauso wie von der Expertise der vielen verschiedenen Professionals. So bot der renommierte und vielfach ausgezeichnete Münchener Illustrator Uli Österle einen ComicWork­shop an und Adi Stern, Präsident der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem und einer der angesehens­ ten Designer Israels, leitete einen Typo­ graphie-Workshop.

(oben) Prall gefüllter Hörsaal: Ken Garlands Vorlesung zum Thema „Protest Graphics“ wollte sich niemand entgehen lassen. (links) Wahre Geschichten visuell erzählen. Frei und assoziativ mit den Inhalten umgehen oder aber sich exakt an den Begebenheiten orientieren. Beides war möglich im Comic-Workshop des vielfach aus­gezeichneten Münchener Illus­ trators Uli Österle. (rechts) Was bedeutet uns heute noch die eigene Handschrift? In Zeiten, in den wir sie kaum noch nutzen? Dieser Frage ging Adi Stern nach. Beim Gestalter und Präsidenten der Bezalel Acacdemy of Arts and Design experimentierten die Teil­ nehmer mit freien typographischen Formen und entwarfen dazu ein Plakat.

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Vor allem aber bekamen die Studieren­ den die Möglichkeit, Designfelder zu entdecken, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben und das klassische Kommunikationsdesign erweitern. Es sind so aktuelle Sparten wie die digitale Markenstrategie. Der Berliner Designer Marco Spies, der be­ reits für Adidas und T-Mobile digitale Styleguides entworfen hat, leitete dazu den Workshop „Branded Interactions“. Auch das spannende Feld des „Interac­ tive Storytelling“ wurde thematisiert, ein Bereich, der im Zuge der Digitali­ sierung ganz neue Dimensionen einge­ nommen hat. Ronel Mor, Designer und

Professor aus Israel, spürte in seinem Workshop neue Formate des OnlineStorytellings auf. Digitales Design Nicht minder interessant waren die Grenzgebiete des Kommunikations­ designs. Denn Interdisziplinarität ist zurzeit eines der Buzzwords in der Gestaltung. Mit Kommunikation im Raum beschäftigten sich Susanne Krebs und Stephan Windischmann, die audio­ visuelle Raumstudien entwarfen. Und der Städteplaner Benjamin Scheerbarth, der in Harvard und am MIT Sensible City Lab studierte, legte seinen Fokus bei der Werkwoche auf die Verbindung von Mobilität und Raum. Übrigens leitete er einen der beiden fakultäts­ übergreifenden Workshops, an dem Architektur- und Designstudierende teilnahmen.

Was die dritte internationale Design­ woche aber vor allem auszeichnete, war der Freiraum, den die Studierenden nutzten, um sich mit neuen Gestaltungs­ themen auseinandersetzen, es war die Neugierde, mit der sie sich auf Work­ shops und Vorträge einließen und es war der fachliche und interkulturelle Austausch zwischen Studierenden, Gäs­ ten und den Augsburger Professorinnen und Professoren. <

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Foto: Christina Bleier

CAMPUSLEBEN | FAKULTÄT FÜR MASCHINENBAU UND VERFAHRENSTECHNIK

TECHNIK VON MORGEN Prof. Dr. rer. nat. Thomas Osterland bei der Arbeit am Rührkesselreaktor (Labor für Energieund Verfahrenstechnik).

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Der Ausbau der Labore an der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik soll ein praxisnahes Studium ermöglichen. Die Investitionen im Überblick.

Die Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik hat in den vergange­ nen Monaten unterschiedliche Labor­ bereiche neu eingerichtet, erneuert und erweitert. Sie alle werden genutzt für eine praxisnahe Wissensvermittlung (Studium und Lehre) sowie die Gene­ rierung von neuem Wissen (Forschung und Entwicklung). Investiert wurde insbesondere in (Auszug):

••Labor für Robotertechnik, Produktions­

automatisierung und Geometriesimula­ tion: Das Labor wurde im Wintersemester 2015/16 um eine weitere Roboter-Trai­ ningszelle auf insgesamt fünf sowie von vormals acht auf zwölf 3D-SimulationsArbeitsplätze erweitert. Das im Labor­ bereich tätige Team unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Roos befasst sich derzeit vorrangig mit den Themen „Mensch-Roboter-Kollaboration“ und „Arbeitsplatz-Ergonomie“, dabei unter anderem mit Ergonomie-Simulation mithilfe der Software Process Simulate Human.

•• Labor für Energiespeichertechnik:

In dem in wenigen Monaten aus dem Nichts aufgebauten Labor vereint Prof. Dr. Fiorentino Valerio Conte die Themen „MultiPhysics“ und „EnergyStorage“. Die aktuell vorhandene Einrichtung er­ möglicht Forschung und Entwicklung von innovativen Energiespeichersystemen mittels moderner technischer Messver­ fahren auf Zell- und Modulebene (u. a. Impedanz-Spektroskopie, Umwelttests).

•• Labor für Energie- und Verfahrens­

••Werkstoffprüflabor: Für das unter

••Fahrzeugtechniklabor und Labor

Eine vollständige Übersicht über die Labore der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, deren Ausstattung und Nutzung: www.hs-augsburg.de/ fakultaet/maschinenbau/labore

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technik: Prof. Dr. rer. nat. Thomas Osterland, seit Juli 2015 Professor für Chemische und Biologische Techno­ logie, hat in dem Labor (Leitung: Prof. Dr.-Ing. Gerhard Reich, Prof. Dr.-Ing. Marcus Reppich) einen Bereich Chemi­ sche Verfahrenstechnik eingerichtet, darunter: - einen Rührkesselreaktor: In ihm wer­ den chemische Reaktionen in flüssiger Phase durchgeführt. - den Versuchsaufbau „Verweilzeit­ verteilung“: Wichtige Kenngrößen chemischer Produktionsprozesse wie Raum-Zeit-Ausbeute, Selektivität und Umsatz hängen stark vom Reaktortyp und der daraus resultierenden Verweil­ zeitverteilung ab. Am Versuchsstand können Studierende dies anhand minia­ turisierter Reaktoren selbst erfahren.

für Verbrennungsmotoren: Die beiden unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Rainer Wieler stehenden Labore wurden grundlegend erneuert. Das Fahrzeug­ techniklabor wurde um einen LeistungsPrüfstand für 1-Achs-getriebene Fahr­ zeuge erweitert, der konzipiert ist für eine Leistung von 200 kW bei maximal 200 km/h für kurzzeitige Versuche. Die Steuerung erlaubt, verschiedene Fahr­ zyklen zu programmieren. Neben den Standardmesssignalen des Prüfstands werden der Kraftstoffverbrauch volume­ trisch und die Schademissionen verein­ facht über einen 4-Gas-Tester ermittelt. Im Labor für Verbrennungsmotoren wurde ein neuer Schlepp-Prüfstand eingerichtet, an dem Motoren und deren Komponenten angetrieben (max. 50 kW) und das mechanische Verhalten unter­ sucht werden können.

Leitung von Prof. Dr. rer. nat. Peter Tautzenberger stehende Labor haben Prof. Dr.-Ing. Andrée Baeten (Experte für faserverstärkte Kunststoffe / CFK) und Prof. Dr.-Ing. Ralf Goller (Experte für faserverstärkte Keramiken / CMC) eine Universalprüfmaschine (für Zug-, Druck-, Biege- und Scherprüfungen) sowie ein besonders leistungsstarkes Digitalmikroskop beschafft. Prof. Dr.Ing. Ulrich Weigand ist zuständig für den im selben Labor stehenden und im Jahr 2015 rundum erneuerten HydroPulser. Mit seiner Hilfe kann die Lebens­ dauer von Bauteilen und Proben (max. Belastung 40 kN) geprüft werden.


CAMPUSLEBEN | FAKULTÄT FÜR MASCHINENBAU UND VERFAHRENSTECHNIK

DIE LERNLOUNGE Mock-up: Yannick zur Strassen

Die neue Kleinversuchsfläche im Neubau dient als multifunktionaler Raum für Studierende.

Mit dem Neubau des Fakultäts-Gebäu­ des F-Bau und seinem Bezug im Jahr 2011 wurde die Grundlage geschaffen: ein offener Raum mit 200 Quadratme­ tern Fläche im ersten Obergeschoss, die sogenannte Kleinversuchsfläche. Seit Kurzem treffen dort Lern- und Lounge-Bereich aufeinander. In je einem Teilbereich der Kleinversuchs­ fläche können sich Besucher:

•• schlau machen über Rudolf Diesel und seine Innovation, den Diesel-Motor: Ein Diesel-Motor (Einzylinder-Tauch­ kolben DM10, Baujahr 1910) und eine Büste seines Erfinders sind als Exponate ausgestellt und werden durch Schau­ tafeln ergänzt. •• informieren über Verbrennungsmo­ toren, genauer gesagt: BMW-BoxerMotoren. Prof. Dr.-Ing. Rainer Wieler, Lehrgebiet „Fahrzeugtechnik und Ver­ brennungsmotoren“, hat Motoren von BMW-Boxer-Motorrädern ausgestellt. Anschaulich wird die Entwicklung die­ ser 2-Ventil-Boxer-Motoren über vier Generationen hinweg dargestellt. Nicht nur für Maschinenbau-Studierende mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik inte­ ressant! Studierenden bietet die Ausstattung der Kleinversuchsfläche die Möglichkeit, um:

•• zu lernen und zu arbeiten – ob alleine

Foto: Peter Erber

Eine Uhr: Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch in der Fertigung, dank Foto-Montage aber schon recht authentisch.

zur Lektüre und zum Lösen von Berech­ nungen oder zu mehreren in Lern- und Arbeitsgruppen. •• kleine Pausen einzulegen zwischen Lehrveranstaltungen und einfach zu entspannen. •• auf einem InfoScreen die neuesten Informationen einzuholen. <

Bei Studierenden beliebt und geschätzt: die Kleinversuchsfläche.

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Fotos: Matthias Schlägel

(oben) Aufnahme aus dem Video von der „großen Jungfernfahrt“ des Unter­ wasserfahrzeugs im Taucherübungsbecken der Feuerwehr Augsburg. (unten) Das Projektteam bei der „kleinen Jungfernfahrt“ des Unterwasser­ fahrzeugs in einem fakultätseigenen Tank (v. l. n. r.): Holger Gallus, Martin Franz, Patrick Schroll und Andreas Greppmair.

„Gut Luft“ – etwas Ähnliches wie den bekannten Tauchergruß mögen sich die Maschinenbaustudenten Martin Franz, Holger Gallus, Andreas Geppmair und Patrick Schroll gedacht haben, als sie ihr selbstentwickeltes und gebautes Unterwasserfahrzeug in das Taucher­ übungsbecken der Feuerwehr Augsburg gesetzt haben. Im Laufe eines ganzen Semesters hatten die vier Studierenden im Modul „Pro­ jekt“ (6. Semester Bachelor Maschinen­ bau) unter fachlicher Betreuung durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Schlägel, Lehr­ gebiet „Technische Mechanik“, das Thema „Entwurf und Bau eines einfachen, ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugs (ROV: Remotely Operated Vehicle)“ bearbeitet. Das Ergebnis, ein Unter­ wasserfahrzeug, konnte – nach einer ersten Bewährungsprobe in einem fakul­ tätseigenen Tank – am 8. April 2016 im Taucherübungsbecken der Feuerwehr Augsburg erfolgreich seine „Jungfern­ fahrt“ absolvieren. <

PROJEKT MIT TIEFGANG Maschinenbaustudenten testeten ihr selbst­en­twickeltes Unterwasserfahrzeug im Taucherübungsbecken der Feuerwehr Augsburg. gP MAGAZIN 2016

Video von der Jungfernfahrt im Becken der Feuerwehr Augsburg: youtu.be/SgZ1yeGBNiA

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CAMPUSLEBEN | WEITERBILDUNG

KNOW HOW IN SACHEN HIGHSPEED 106

Russische Studierende besuchten 2015 mehrere Veranstaltungen der Hochschule Augsburg. Der Grund: Personal­ ausbildung für den Hoch­ geschwindigkeitsverkehr in Russland.


Foto: MIIT

Foto: Frank Kniestedt

(links) Lernen in der Praxis: Exkursion zum Abschnitt VDE 8.1 an der Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld. (rechts) Vorlesung an der Hochschule Augsburg für die Gäste aus Russland.

Das Programm war Bestandteil des abgeschlossenen Tempus-IV-Projekts. Es dauerte von Mitte Oktober 2012 bis Mitte Oktober 2015. Die Universitäten der teilnehmenden Länder (Frankreich, Lettland, Polen, Russland und Ukraine) erhielten zur Durchführung über eine Million Euro von der European Com­ mission. Die Bahnen der genannten Länder leisteten dazu ebenfalls einen eigenen Beitrag.

Eine Gruppe von Studierenden der Staatlichen Universität für Verkehrswe­ sen/MIIT Moskau war im vergangenen Jahr zwölf Tage lang zur Weiterbildung an der Hochschule Augsburg. Die Teil­ nehmer kamen vom Russisch-Deutschen Institut (RDI) der MIIT im Programm „Master für Infrastruktur und Betrieb des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Russland und in der Ukraine“. Die Vorbereitung und Durchführung der Weiterbildung übernahm das Institut für Technologie- und Wissenstransfer (ITW) der Hochschule Augsburg.

Viele deutsche Firmen beteiligten sich mit verschiedenen Infrastruktur- und Technologieprojekten an der Moderni­ sierung des Verkehrssektors in Russland und der Ukraine. Auf der Strecke Moskau–St. Petersburg setzte man z. B. ICE-Züge von Siemens ein. Es gibt zahlreiche weitere Beispiele in Berei­ chen der integrierten Transportsysteme, Logistik, Energietechnik und IT, die in der Ukraine ebenfalls durch Siemens realisiert wurden. In gemeinsam durch­ geführten Weiterbildungsmaßnahmen für Studierende soll gut qualifiziertes Personal für das Hightech-Ressort der Bahn ausgebildet werden. Maßgeschneidertes Programm Die Koordinierung für das TempusProjekt übernahm als Antragsteller die kooperierende Hochschule in Frank­ reich – Le Conservatoire National des Arts et Métiers de Haute-Normandie. Die Hochschule Augsburg wurde auf­ grund ihrer umfangreichen Erfahrung im Bereich der Weiterbildung gebeten, ein Weiterbildungsprogramm in Deutsch­ land durchzuführen. Auf der Agenda stand eine Vielzahl fachspezifischer Veranstaltungen, die mit der Unterstüt­ zung der Deutschen Bahn realisiert wurden: gP MAGAZIN 2016

••Vorlesungen an der Hochschule Augsburg

••Besichtigung der Oberleitungsanlage

in Kinding mit Informationen zum Thema „Elektrischer Antrieb und Energieversorgung auf den Hoch­ geschwindigkeitsstrecken“ ••Besichtigung des DB-Unterwerks Nürnberg ••Besichtigung der Baustelle Ebensfeld bei Bamberg auf der Hochgeschwindig­ keitsstrecke ••Besichtigung der Zentralschaltstelle (ZES) und der Betriebszentrale (BZ) München ••Besichtigung des ICE-Werks in München und Präsentation zum Thema „Organisation der Wartung und Instand­ haltung von ICE-Hochgeschwindig­ keitszügen“ ••Präsentation der Deutschen Bahn AG zum Thema „Von der Staatsbahn zum modernen Dienstleistungsunternehmen“ Die Führung durch die Baustelle in Ebensfeld übernahm Frank Kniestedt (Kommunikation Großprojekte Südost). Sein Fazit: „Ich hoffe, dass wir Ihnen einen guten fachlichen Einblick in un­ sere Arbeit vermitteln konnten. Und auch von den Menschen, die an diesen Projekten arbeiten.“ Betreut wurde die Gruppe auf ihrer Reise durch Dr. Anatoly Fironov, den stellvertretenden Institutsdirektor an der MIIT, und sei­ tens der Hochschule Augsburg von Dr. Vladimir Goldenberg (EURAIL-ING). <

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PERSONALIA | NEUE MITARBEITER

HERZLICH WILLKOMMEN! Die Hochschule Augsburg durfte im Verlauf der vergangenen Monate wieder zahlreiche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen.

Susanne Berndt-Ihle Fakultät für Wirtschaft Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektkoordinatorin

Sophia Beuth Referat Studium und Lehre Projektscout (IQ Bayern)

Diana Brenneke ITW Forschungs­ antrags­ management

Eva Brugger Gesunde Hochschule Koordinatorin

Giovanna Como Technik und Gebäude Hausservice

Julia Fiedler Fakultät für Architektur und Bauwesen Fakultäts­ koordinatorin

Thomas Greinwald Technik und Gebäude

Philipp Gruber Fakultät für Wirtschaft Wissenschaft­ licher Mitarbeiter (HSAOps)

Annett Hammerschmidt Personal und Recht

Simone Hüetlin Fakultät für Gestaltung Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Nataly Kaminski Personal und Recht Justiziariat

Serap Karatay Präsidium Sekretariat

Manfred Kastl Fakultät für Elektrotechnik IT-Administration

Ilkay Knies Personal und Recht

Tobias Kolb Corporate Communication Leitung

Christian Lober Hochschulzentrum Donau-Ries Technik (Digital und Regional)

Katrin Lohschelder Institut für Bau und Immobilie Betreuung (Fachingenieur Ausbau, Fachingenieur Fassade), Buchhaltung

Manuela Mack Bibliothek

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Viktoria Mayr Studien­angelegen­ heiten Stellvertretende Abteilungsleitung

Peter Mehrtens Fakultät für Architektur und Bauwesen Wissenschaft­ licher Mitarbeiter

Stefanie Plaetschke ITW Projektassistenz (WIP)

Bianca Peter Rechenzentrum Webmasterin

Alexandra Petrek Studien­angelegen­ heiten

Christoph Pöll Rechenzentrum

Michael Popp Personal und Recht

Petra Renger Career Service Betreuung international Studierender

Doris Rieder Hochschulzentrum Donau-Ries Projekt­ management (Digital und Regional)

Stefan Rockinger Fakultät für Wirtschaft Wissenschaft­ licher Mitarbeiter (HSAOps)

Nicolas Romero Rechenzentrum Moodle-Betreuung, Beratung E-Learning (Digital und Regional)

Christine Schmid Fakultät für Architektur und Bauwesen Modellbau

Anna Schmidt Hochschulzentrum Donau-Ries Teamassistenz (Digital und Regional)

Peter Schröder Technik und Gebäude Hausservice

Andreas Seiler Informatik HSASec

Christoph Steinhart Elektrotechnik Wissenschaft­ licher Mitarbeiter

Andreas Sturm Technik und Gebäude

Dr. Alfons Süßbauer ITW Programmentwicklung (WIP)

Sebastian Wagner Fakultät für Elektrotechnik Wissenschaft­ licher Mitarbeiter (Labor für Hochfrequenztechnik)

Sabine Walke Fakultät für Architektur und Bauwesen Fakultäts­ koordinatorin

Markus Wangler Rechenzentrum Digital und Regional

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PERSONALIA | NEUE PROFESSOREN

VERSTÄRKUNG IN DER LEHRE An den Fakultäten der Hochschule Augsburg haben in den vergangenen Monaten einige Professorinnen und Professoren ihre Lehrtätigkeit aufgenommen.

Prof. Dr.-Ing. Benjamin Danzer Fakultät für Elektrotechnik Informationstechnik und Automa­ tisierung

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Frommelt Fakultät für Elektrotechnik Grundlagen Elektrotechnik und Management, Numerische Stimulation, Optimierung, Operations Research, Data Mining

Prof. Dr.-Ing. Florian Hörmann Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Produktions­ technik

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Irmler Fakultät für Architektur und Bauwesen Bauen im Bestand, Baugeschichte

Prof. Dr.-Ing. Matthias Kamuf Fakultät für Elektrotechnik Embedded Systems, Digitaltechnik, Nachrichten­ technik, Digitale Signalverbreitung

Prof. Dr. Hariet Köstner Fakultät für Wirtschaft Marktforschung, Multivariate Analyseverfahren, Statistische Auswertungen mit R und SPSS

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Osterland Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Chemische und Biologische Technologie

Prof. Dipl.-Ing. Susanne Runkel Fakultät für Architektur und Bauwesen Bauphysik und Ökobilanzierung

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Prof. Carolin Jörg Fakultät für Gestaltung Künstlerisches Gestalten, Zeichnung und Malerei


PERSONALIA | RUHESTAND

ABSCHIED IN DEN RUHESTAND Die Hochschule Augsburg dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Professorinnen und Professoren, die in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen sind, ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

Walter Appel Copyshop Monika Bader Fakultät für Architektur und Bauwesen Arno Hilgers Fakultät für Elektrotechnik Prof. Dr. Dieter Jannasch Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik Peter Kraus Fakultät für Architektur und Bauwesen Birgit Sachsenröder Fakultät für Architektur und Bauwesen Inge Schmidmeir Fakultät für Gestaltung Ursula Schneider Rechenzentrum Prof. Dr. Jürgen Villain Fakultät für Elektrotechnik Prof. Dr.-Ing. Elmar Wagner Fakultät für Elektrotechnik Prof. Dr. Wolfgang Wirth Fakultät für Wirtschaft

Dosing technology worldwide Die Augsburger FLSmidth Pfister GmbH ist ein international erfolgreiches Maschinenbauunternehmen. Wir sind spezialisiert auf Wäge- und Dosiertechnologien, die z.B. in der Zement- und Kraftwerksbranche seit Jahrzehnten eingesetzt werden. Unsere Dosierrotorwaagen sind patentiert, mit deren Zuverlässigkeit und Genauigkeit haben wir es zum Marktführer in Spezialbereichen gebracht. Unser beständiges Wachstum verdanken wir u.a. unserem engagierten Team, das sich sowohl in Augsburg als auch unseren weltweiten Niederlassungen einsetzt. Junge Mitarbeiter mit Engagement und Ideen sind uns willkommen. Wir bieten Chancen für: • Praktikanten • Werkstudenten • Diplomanden • Hochschulabsolventen Interesse? Ihre Fragen oder Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: FLSmidth Pfister GmbH z.H. Frau Schweikl Stätzlinger Str. 70 86165 Augsburg karin.schweikl@flsmidthpfister.com

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PERSONALIA | NACHRUFE

Die Hochschule Augsburg trauert um ihre verstorbenen Mitglieder und wird ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Prof. Dipl.-Ing. Franz Fischer Die Hochschule Augsburg trauert um Prof. Dipl.-Ing. Franz Fischer. Der langjährige Dekan der Fakultät für Maschinenbau (1979 –1993) verstarb am 17. März 2015 im Alter von 83 Jahren. Franz Fischer erwarb sein Diplom in allgemeinem Maschinenbau an der Vorgängereinrichtung der Hochschule, dem Rudolf-Diesel-Polytechnikum. 1971 wurde er an die damals neugegründete Fachhochschule berufen und lehrte und wirkte hier insgesamt 22 Jahre. 1992 folgte er dem Ruf des damaligen bayerischen Wissenschaftsministers Hans Zehetmair in den Strukturbeirat der Fachhochschule Deggendorf. Auch nach seinem Ruhestand 1993 blieb Prof. Franz Fischer der Hochschule eng verbunden und war bei vielen Anlässen ein gefragter Gesprächspartner. Thomas Gärtner Die Hochschule Augsburg trauert um einen ihrer Studierenden: Thomas Gärtner kam im Juni 2015 bei einem tragischen Unfall ums Leben. Seit dem Wintersemester 2013/14 studierte Thomas Gärtner im Studiengang Bauingenieurwesen. Prof. Erich Kassner Erich Kassner verstarb am 29. Juli 2015 im Alter von 89 Jahren. Der Architekt und Ehrenmeister des schwäbischen Handwerks war lange Zeit als Professor und Dekan der Fakultät für Architektur und Bauwesen an der Hochschule Augsburg tätig.

Engagement und Erfolg. Das 1979 von ihm neu gegründete Labor für Mikrocomputertechnik ist noch heute wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Mehrere Tausend Studierende sammelten hier erste Erfahrungen mit Mikrocomputern. Seit März 1998 befand sich Prof. Hans Müller im Ruhestand. Prof. Dr. Hedwig Seelentag Die ehemalige Professorin der Hochschule Augsburg ist am 28. Juli 2015 im Alter von 95 Jahren verstorben. Hedwig Seelentag wurde am 22. Mai 1920 in Augsburg geboren. Sie erwarb an der Technischen Hochschule München ihr Diplom und ihren Doktortitel in Physik. Seit 1956 war sie an der Bau- und Ingenieurschule Augsburg, seit 1960 am Rudolf-Diesel-Polytechnikum und später dann an der Fachhochschule Augsburg als Dozentin, Baurätin, Oberbaurätin, Professorin an Fachhochschulen und schließlich als Professorin tätig. Am 30. September 1982 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet. Prof. Dieter Urban Am 17. April 2016 ist Prof. Dieter Urban, ehemals Professor an der Hochschule Augsburg, in Naumburg an der Saale verstorben. Er war Kommunikationsdesigner und Publizist und war 1975 zum Professor in der Fakultät für Gestaltung berufen worden. Seine Lehrgebiete waren Grafikdesign, Design- und Kommunikationstheorie und Verbale Kommunikation. Er befasste sich schwerpunktmäßig mit der Konzeption von Corporate-Identity-Modellen, Werbekampagnen und Zeitschriftengestaltung. Über viele Jahre war er Mitglied in internationalen Design-Jurys. Prof. Dieter Urban ist Autor mehrerer Fachbücher. Seit 1979 war er Chefredakteur der Fachzeitschrift „novum gebrauchsgraphik“. Im September 2003 war Prof. Urban von der Hochschule Augsburg in den Ruhestand verabschiedet worden.

Prof. Dipl.-Ing. Karlheinz Lutz Die Hochschule Augsburg trauert um ihr ehemaliges Hochschulmitglied: Der Diplom-Ingenieur und ehemalige Professor der Fakultät für Elektrotechnik verstarb am 13. März 2016 im Alter von 86 Jahren.

Prof. Dr. Hans Wintrich Der Diplom-Ingenieur und Professor im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik verstarb am 27. August 2015. Hans Wintrich trat im April 1969 seine Tätigkeit an der Hoch­ schule Augsburg an, die damals allerdings noch RudolfDiesel-Polytechnikum hieß. Im Dezember 1978 wurde er zum Professor der damaligen Fachhochschule berufen und wirkte hier bis zum seinem Austritt im März 1999. Maschinenbau und Verfahrenstechnik, vor allem die Thermodynamik waren seine Themen. Unter seiner Leitung wurde das Hochschullabor für Wärme- und Verfahrenstechnik eingerichtet und sukzessive erweitert. Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte er sich als Kontaktdozent für das Bayerische Technologieberatungsprogramm, betreute Richtliniensammlungen wie etwa die des VDI und war seit 1973 öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter für Maschinenbau an der IHK Augsburg.

Prof. Dipl.-Ing. Hans Müller Hans Müller verstarb im Januar 2015 im Alter von 80 Jahren. Prof. Müller war insgesamt 32 Jahre an der Hochschule Augs­burg tätig. Im Jahr 1972 wurde er zum Professor für Elektronik, Prozessdatenverarbeitung und Informations­ technik berufen. Als Dekan leitete er von 1976 bis 1982 die Geschicke der Fachbereichs Elektro­technik mit hohem

Philipp Zürn Nach schwerer Krankheit ist unser Student Philipp Zürn am 22. Juni 2016 verstorben. Der 26-Jährige studierte an der Fakultät für Wirtschaft im siebten Semester International Management. Die Hochschule spricht der Familie und den Freunden ihre aufrichtige Anteilnahme aus. Wir werden Philipp Zürn in bester Erinnerung behalten.

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gP MAGAZIN 2016

Kurt Kober Die Hochschule Augsburg trauert um ihren ehemaligen Hochschulrat Kurt Kober. Der frühere Vorstandsvorsitzende der AL-KO Kober Group verstarb am 15. Januar 2015. Als Mitglied des Hochschulrates der Hochschule Augsburg wirkte Kurt Kober von 2007 bis 2011 sehr aktiv an der Strategie und Ausprägung der Hochschule mit.


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Wer sonst unterstützt die Besten von morgen? Im Rahmen der Initiative »Deutschlandstipendium« fördern wir leistungsstarke Augsburger Studenten. So gewinnen wir die Spitzenkräfte von morgen, hier in unserer Stadt. Unser Wort unter Nachbarn: Gute Leute, gute Zukunft.

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TERMINE 2016 30. August bis 2. September Sustainable Futures Conference in Nairobi – Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochschule Augsburg richtet internationale Tagung in Kenia aus: www.sfc2016.com. 20. September, 18.30 Uhr Fortbildungsabend des Instituts für Baurecht und Baubetrieb an der Hochschule Augsburg e. V. (IFBBA) „Vereinbarte Preisanpassungsklauseln – § 2 Abs. 3 VOB/B und Gleitklauseln – Wie werden sie kalkuliert und abgerechnet?“ Referent: Prof. Dr.-Ing. Stefan Rohr, Professor für Baubetrieb an der Hochschule Augsburg und geschäftsführender Gesellschafter der prb Consult. Teilnahmekonditionen und Anmeldung unter www.ifbba.de.

19. Oktober, 15 Uhr Dies Academicus – Akademische Feierstunde der Hochschule Augsburg mit Preisverleihungen. 19. Oktober, 18 Uhr, Hörsaal M1.01 Vortragsreihe Erfolgswege mit Susanne Kasch, Stadtdekanin im ev.-luth. Dekanat Augsburg und Hochschulrätin seit Oktober 2011. Anmeldung unter: frauen@hs-augsburg.de. 23. Oktober, 15 Uhr Urkundenverleihung im Kongress am Park, Gögginger Straße 10, 86159 Augsburg.

IMPRESSUM UND KONTAKT Herausgeber und v. i. S .d. P. Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg Projektleitung Hochschule Augsburg Corporate Communication Tobias Kolb, Dr. Christine Lüdke Tel. +49 821 5586-2556/-3556 Fax +49 821 5586-3253 presse@hs-augsburg.de www.hs-augsburg.de Redaktionelle Mitarbeit Sophia Beuth, Prof. Dr. Doris Binger, Marc Freudenhammer, Dr. Vladimir Goldenberg, Christine Greve, Antje Krumme, Birgit Lottes, Laura Mäckler, Constanze Meindl, Prof. Gudrun Müllner, Sascha Schneider, Julia Sonnberger Kontakt Hochschule Augsburg University of Applied Sciences An der Hochschule 1 86161 Augsburg Tel. +49 821 5586-0 Fax +49 821 5586-3222 info@hs-augsburg.de www.hs-augsburg.de Konzeption & Art-Direktion wppt:kommunikation GmbH Gesellschaft für visuelle Kultur Treppenstraße 17-19 42115 Wuppertal Rob Fährmann, Süleyman Kayaalp, Beatrix Göge Tel. +49 202 42966-0 Fax +49 202 42966-29 direkt@wppt.de

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22. November, 18.30 Uhr Fortbildungsabend des Instituts für Baurecht und Baubetrieb an der Hochschule Augsburg e. V. (IFBBA) „Die Mitwirkungspflichten des Auftraggebers und die Folgen ihrer Verletzung“ Referent: Dr. jur. Michael Kögl, Fach­ anwalt für Bau- und Architektenrecht, Geschäftsführer der Bauinnung Augsburg. Teilnahmekonditionen und Anmeldung unter www.ifbba.de. 26. bis 27. November RETROpulsiv 8.0, Hochschule Augsburg, Campus am Roten Tor, Friedberger Straße 2, 86161 Augsburg. Öffnungszeiten: Samstag, 26.11.: 10 bis 23 Uhr und Sonntag, 27.11.: 10 bis 16 Uhr.

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Ob ein zukünftiges Gebäude tatsächlich so lichtdurchflutet sein wird, wie der Entwurf vorsieht, ist norma­ lerweise erst dann erlebbar, wenn das Haus steht. An der Fakultät für Architektur und Bauwesen der Hochschule Augsburg können Studierende ihre Gebäudemodelle daraufhin testen, wie Tageslicht im und um das Haus herum wirken wird. Das Labor zur Tageslichtsimulation ist der Studienrichtung Energie Effizienz Design zugeordnet. Tageslichthimmel nennt sich das Labor, das natürliche Himmelszustände im Innenraum simuliert. Beleuchtet wird die Lichtdecke des Labors durch so­­ genannte Tunable-White-LEDs, die eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung der Lichtdecke erzeugen. Alle Seitenwände des Laborraums sind verspiegelt, sodass über Mehrfachreflexion der Lichtdecke an den Wänden die Leuchtdichte des Himmels näherungsweise simuliert wird. Auf unserem Bild nutzen Marco Gamperl und Tobias Rößner das Labor im Rahmen ihres Semesterprojekts. Foto: Christina Bleier

Fotos Hochschule Augsburg, andere Bildrechte liegen bei den genannten Urhebern und Autoren. © Hochschule Augsburg 2016 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion und der Autoren. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder. Die Redaktion behält sich die Überarbeitung und Kürzung vor. Gender-Hinweis Im Sinne einer besseren Lesbarkeit der Texte wurde von uns häufig entweder die männliche oder weib­ liche Form von personenbezogenen Substantiven gewählt. Dies impliziert keinesfalls eine Benachteiligung des jeweils anderen Geschlechts. Danksagung Die Hochschule Augsburg dankt allen Autorinnen und Autoren für die zahlreichen Beiträge. Druck KESSLER Druck + Medien GmbH & Co. KG, Michael-Schäffer-Straße 1, 86399 Bobingen Auflagenhöhe: 2.500 Exemplare Gedruckt auf: Umschlag 250 g/m² Gardamatt eleven (holzfrei weiß matt gestrichen Bilderdruck mit 1,1-fachem Volumen FSC® Mix credit); Inhalt 100 g/m² Gardamatt eleven

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gP Magazin Sommer 2016  

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