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www.hk-gebaeudetechnik.ch Fachzeitschrift für Energie, Wärme, Strom, Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Gebäudeautomation, Facility Management, Gebäudehülle, Spenglerei, Sicherheit, Sanitärtechnik, Wohnen

9/12 hk gebäudetechnik

9 | 2012 | September

SPAETER – mein Partner. Spitzenresultate lassen sich nur im Team realisieren. Bei SPAETER beeindruckt mich genau diese Team leistung. Darum ist SPAETER mein Partner! Simon Ammann, 4-facher Olympiasieger

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Empfohlen von

Die Witterung im 2. Quartal 2012 Schreckensszenario Bauverzögerung

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Fachtagung Holzenergie Schmid AG

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Expertentagung der R. Nussbaum AG

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Wärmepumpen-Tagung 2012 Burgdorf 40

Der aktuelle Stellenmarkt

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SPAETER – mein Partner. Spitzenresultate lassen sich nur im Team realisieren. Bei SPAETER beeindruckt mich genau diese Teamleistung. Darum ist SPAETER mein Partner! Simon Ammann, 4-facher Olympiasieger

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Editorial |

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WW = Warmwasser, WW-WP = Warmwasser-Wärmepumpe ■ In der Schweiz sind allein in Einfamilienhäusern noch 800 000 Wassererwärmer in Betrieb, die rein elektrisch aufgeheizt werden. Pro Jahr werden etwa 30 000 davon erneuert. Noch zu häufig werden diese alten Elektroboiler in bestehenden Liegenschaften wiederum 1:1 durch «Elektro-SpeicherWassererwärmer» ersetzt, in denen das Trinkwarmwasser weiterhin nach dem Tauchsieder-Prinzip erwärmt wird. Mit Wärmepumpen-Technologie könnte der Stromverbrauch dafür um zwei Drittel reduziert werden. Das Einsparpotenzial schweizweit liegt bei mindestens 5 Prozent des aktuellen Gesamtstrombedarfs, vgl. Fachbeitrag ab Seite 36. Warmwasser-Wärmepumpen (WW-WP), welche die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzen, sind seit einigen Jahren erhältlich, konnten sich aber bis jetzt nicht breit durchsetzen. Als wir 2009 in HKGebäudetechnik (Nr. 2/09, S. 36) über die vorgesehenen Energieeffizienz-Vorgaben der EU berichteten, waren die Wassererwärmer auch Thema. Die WW-WP wurde beschrieben als «ein energieeffizientes Nischenprodukt für Sanierungsobjekte». GebäudeKlima Schweiz (GKS) hat nun eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, dass im einfachen Fall «Nur Ersatz des Elektroboilers» auch die Lösung Warmwasser-Wärmepumpe mit guten Argumenten angepriesen und häufiger auch realisiert wird. Unterschiedliche Einbau-Varianten müssen beim Kostenvergleich mitberücksichtigt werden. Der objektive Jahreskosten-Vergleich mit den heutigen Stromtarifen gerechnet zeigt aber bereits, dass die Lösung mit der WW-WP dem 1:1-Ersatz durch einen Elektroboiler wirtschaftlich mindestens ebenbürtig ist. Eine mit Innenraumluft betriebene WW-WP hat eine gewisse Entfeuchtungsleistung (Kondensation bei Wärmeentzug aus der Raumluft). Diese ist zwar nicht sehr gross, in der Tendenz aber willkommen, gerade in älteren Liegenschaften mit oft etwas feuchten Kellern. Ein bisher gehörtes Gegenargument gegen Warmwasser-Wärmepumpen war der befürchtete sogenannte «Wärmediebstahl» oder «Wärmeklau». Erfahrungen und Messungen zeigen, dass bei Nutzung von Innenraumluft als Wärmequelle für die WW-WP bei einem Raumvolumen grösser 20 m3 keine Probleme auftreten. Für die Erwärmung von 300 Liter Warmwasser benötigt die WW-WP 5 bis 8 Stunden, die Raumabkühlung beträgt dabei etwa 2 Grad. In heiklen Fällen ohne jede Abwärmequelle kann mit Luftkanälen oder mit einem Split-Gerät

peter.warthmann@azmedien.ch

die Aussenluft als Wärmequelle erschlossen werden. Unerwünschter Wärmediebstahl im Haus ist so definitiv kein Thema mehr. Das lobenswerte Projekt «Ersatz von Elektro-Wassererwärmern durch Warmwasser-Wärmepumpen» realisiert GebäudeKlima Schweiz zusammen mit Partnerverbänden wie suissetec, FWS (Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz), energie schweiz, VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) und dem Bundesamt für Energie. Im Fokus des Projekts sind die Erneuerungsfälle im Sinn «Nur Ersatz des Elektroboilers». An der Info zum Kampagnestart hat GKS klar darauf hingewiesen: Sobald für eine Liegenschaft die Möglichkeit besteht, umfangreicher zu modernisieren und die gesamte Wärmeerzeugung, evtl. sogar die Gebäudehülle zu optimieren, so sollen auch andere moderne Lösungen abgeklärt werden.

Peter Warthmann, Chefredaktor

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Inhaltsverzeichnis |

Umwelt Arena ist eröffnet

Die erste Umwelt Arena der Welt wurde Ende August im aargauischen Spreitenbach durch Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet. Nach nur 2½ Jahren Bauzeit setzt Initiator und Umweltpionier Walter Schmid einen weiteren Meilenstein in seinem Engagement für die Umwelt.

Diverse Rubriken 3 Editorial 4 Info 101 Bildungsangebote suissetec 102 Berufsbildung, Messen, Tagungen 104 Agenda 106 Impressum 108 Stellenmarkt 112 Firmen- und Inserentenverzeichnis

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Effiziente Warmwasser-Wärmepumpen (WW-WP)

GebäudeKlima Schweiz hat eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, dass im einfachen Fall im Sinn «Nur Ersatz des Elektroboilers» auch die Lösung Warmwasser-Wärmepumpe mit guten Argumenten angepriesen und häufiger auch realisiert wird. Noch zu häufig werden alte Elektroboiler in bestehenden Liegenschaften wiederum 1:1 durch «Elektro-SpeicherWassererwärmer» ersetzt. Mit Wärmepumpen-Technologie könnte der Stromverbrauch um zwei Drittel reduziert werden. Gesamtstrombedarf-Einsparpotenzial schweizweit: 5%.

Info 8 Das Wissen ist da, jetzt gilt es zu handeln 12 Schreckensszenario Bauverzögerungen 16 Dem Team «Luftibus» gelang die souveräne Titelverteidigung 20 Kunden von Cipag profitieren am meisten von der Eingliederung 22 Das Ziel: die richtige Pumpe am richtigen Ort 24 Bau- und Energie-Messe 2012: Eröffnungstag mit 18. Herbstseminar

Firmenportät 34 Mit Elan und Innovation in die Zukunft

Energie/Wärme/Strom 36 Warmwasser-Wärmepumpen als Ersatz für Elektro-Wassererwärmer

41 Wärmepumpen sind Teil des künftigen Energiesystems 44 Sinnvolle Dämmstärke ist auch abhängig von der Art der Wärmeerzeugung 49 Effiziente Holznutzung gefordert 52 Mikro-WKK ist keine Gelddruckmaschine 57 Holz-Nahwärmenetz liefert bis 7 GWh/Jahr 60 Grösste Solarstromanlage der Deutschschweiz 62 Produkte

Lüftung/Klima/Kälte 67 Den Jungen etwas mitgeben, das sie stark macht im Berufsleben 70 Produkte

Gebäudeautomation 77 Höchstleistungen in der Arena Thun 80 Besteller Kompetenz Gebäudeautomation 82 Produkte


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Optimaler Wärmeschutz

In den letzten 30 Jahren hat sich der Wärmeschutz enorm entwickelt. Die im konkreten Fall sinnvolle Dämmstärke ist auch abhängig von der Art der Wärmeerzeugung. Je ökologischer der Energieträger, desto ungerechtfertigter sind übersteigerte Anforderungen an die Dämmung.

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Allwetterhülle aus Alu

Aussenhülle aus 13 000 m2 Aluminiumblech: Das über 200 m lange Tramdepot Bolligenstrasse der Berner Verkehrsbetriebe «BernMobil» wird von einem Dach und einer Fassade aus Aluminium umhüllt.

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Gebäudehülle/Spenglerei 83 Die Allwetterhülle aus Aluminium 86 Produkte

Mietkälte bei Ausfall, Umbau oder in der Bauphase | bei geplanter Wartung | als Alternative bei R22-Ausstieg

Sanitärtechnik 88 Interessante Fakten an Nussbaum Expertentagung 92 Für Wasserversorgung und Entwässerung 94 Produkte Zum Titelbild:

Wohnen 95 Das persönliche Spa 96 Produkte

SPAETER – mein Partner. Simon Ammann steht als Werbebotschafter der Spaeter-Gruppe für Erfolg durch Partnerschaft, Kompetenz und Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaften bilden auch die zentralen Werte der in der ganzen Schweiz tätigen Handelsgruppe für Stahl-, Bau- und Haustechnikprodukte.

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Info |

Die Witterung im zweiten Quartal 2012 Der April 2012 war sonnenarm, etwas wärmer als im Mittel von 1961–1990 und gebietsweise nass. Der Mai 2012 war 1,5 bis 2,5 Grad wärmer als in der Normwertperiode von 1961–1990, besonders im Mittelland und Jura gabs überdurchschnittlich viel Sonne. Auch der Juni 2012 war mit einer positiven Abweichung von 2 bis 3 Grad vor allem in der südlichen Landeshälfte deutlich wärmer als der Normwert. Peter Widmer

Der April 2012 begann warm. In den ersten sieben Tagen resultierten verbreitet 2,5 bis 4 Grad wärmere Temperaturen als üblich für diese Jahreszeit. In der Südschweiz wurden am 1. April dank Nordföhn 20 bis 23 Grad gemessen, an den beiden folgenden Tagen waren es im Norden angenehme 17 bis 20 Grad. Dabei dominierte zu Beginn auch die Sonne. Im Süden allerdings war der Himmel schon am 2. April bedeckt. In der Folge setzte sich ein umfangreiches Tief über Mitteleuropa fest. Starke Bewölkung und wiederholte Regengüsse waren die Folge. Der Karfreitag brachte im Osten gebietsweise etwas Regen am Vormittag und insgesamt trübes Wetter. Im Westen und Süden zeigte sich die Sonne wenigstens zeitweise. Schneeflocken an Ostern im Norden – Sonne im Süden: Über Ostern drehten Im Mai dominierte das kräftige Rot des Mohns. die Winde auf der Rückseite des Tiefs (Fotos: Franz Lenz) auf Nord und führten feuchte Polarluft zum Alpenraum. Damit präsentierte ralen Mittelland war die positive Absich das Osterwochenende besonders weichung etwas geringer. Auf der Alauf der Alpennordseite trüb mit Niederpensüdseite wurden normale Apriltemschlägen am Ostersamstag. Gleichzeitig peratuen gemessen. Zudem war das gingen die Temperaturen in der Nacht Wetter im April 2012 vor allem gegen auf Ostern markant zurück. Der OsterWesten und Süden hin sehr wolkenreich tag brachte Schneeschauer teils bis ins und in vielen Gebieten nass. Im Jura und Flachland. In der Deutschschweiz erim Obergoms wurden nur 45 bis 60 Proreichten die Tageshöchsttemperaturen zent der durchschnittlichen Aprilbesonnur noch Werte um 5 Grad. Ganz annung im Vergleich zur Periode 1961–1990 ders in der Südschweiz. Nachdem die registriert. Auch am Genfersee, von den kalten Nordwinde ihre Feuchtigkeit Berner Hochalpen über das Urserental über der Alpennordseite entladen hatbis zum Bündner Oberland sowie örtlich ten, stürzten sie als trockener Nordföhn am Alpensüdhang resultierten nur 60 in die Täler der Alpensüdseite ab. Die bis 70 Prozent der normalen AprilbesonSüdschweiz erlebte einen durchwegs nung. Über 80 Prozent der Norm kamen sonnigen Ostertag mit hervorragender im Mittelland östlich von Solothurn, am Fernsicht und passablen Temperaturen zentralen und östlichen Alpennordhang, über 14 Grad. Halbwegs sonnig war das im nordöstlichen Graubünden und im Wetter an Ostern auch im Wallis, sodass Engadin zustande. Im Unterengadin es hier für maximal 10 Grad reichte. und vom St. Galler Rheintal bis zum BoMonatsbilanz: Dank dem warmen Modensee reichte es fast für eine normale natsende resultierte für den April 2012 Sonnenscheindauer. Die übrigen Gebiete ingesamt ein Wärmeüberschuss von mussten sich mit 70 bis 80 Prozent des etwa 1 Grad, und in den Südföhntälern langjährigen Durchschnitts zufriedengebis 2 Grad im Vergleich zum Durchben. Deutlich übernormale Niederschläschnitt der Periode 1961–1990. Im zent-

ge von 140 bis über 200 Prozent fielen im Jura, am Juranordfuss, am Genfersee und im westlichen Mittelland, vom Napfgebiet bis zum Pilatus, ebenso entlang der Südgrenze im Kanton Wallis und an den meisten Orten auf der Alpensüdseite, im Oberengadin und in Mittelbünden. Am nässesten war es von Lugano bis Chiasso, im Bergell, Puschlav und Oberengadin mit Werten um 200 Prozent der Normalsummen. Kleinere Niederschlagsüberschüsse resultierten auch für das Gebiet Schaffhausen, für das zentrale Mittelland, den westlichen Alpennordhang, das Unterwallis und die übrigen Gebiete Graubündens. Hingegen gab es mehrheitlich leichte Regendefizite im Rhonetal oberhalb von Sierre, am zentralen und östlichen Alpennordhang und im Mittelland östlich der Reuss. Weniger als 70 Prozent des Normwertes von 1961–1990 wurden in der Umgebung von Frauenfeld und Zürich, in der Linthebene und am Walensee sowie am Säntis gemessen.

Der Mai 2012 war 1,5 bis 2,5 Grad wärmer als in der Normwertperiode von 1961–1990. MeteoSchweiz registrierte an ihren Stationen besonders im Mittelland und Jura auch überdurchschnittlich viel Sonne. Die Niederschläge waren regional unterschiedlich, wobei die Summen verbreitet unter normal blieben, insbesondere in weiten Teilen Graubündens. Hitzetag, dann Temperatursturz: Am 8. Mai setzten über dem Alpenraum Südwestwinde ein, mit denen in den folgenden Tagen zunehmend sehr warme Luft herangeführt wurde. Am 10. und 11. Mai wurde das Wetter hochsommerlich. Die Sonne strahlte aus tiefblauem Himmel und heizte die Luft stark auf. Schon am 10. Mai erreichten die Tagehöchstwerte verbreitet 25 bis 28 Grad. Sion registrierte 29,4 und Delémont 29,8 Grad. Tags darauf gab es verbreitet 27 bis 29 Grad. Einzelne Orte meldeten sogar einen Hitzetag. So erreichte das Tagesmaximum in Basel und in Bad Ragaz 30,6 Grad, in


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die Schwyzer Voralpen und die Linthebene bis Glarus und Wildhaus. Von Sion bis Leukerbad waren es sogar 110 bis 140 Prozent der Norm. Ansonsten wurden meist 65 bis 90 Prozent der normalen Maisummen erreicht.

Der Juni 2012

Das warme Wetter Anfang Juni verlockte zu einem Besuch der Aareschlucht.

Chur 30,8 Grad, in Vaduz 31,4 Grad und in Delémont 31,8 Grad. Während im Rheintal dank Südföhn Hitzetage in der ersten Maihälfte gelegentlich auftreten, sind sie im Flachland der Deutschschweiz sehr ungewöhnlich. Dort wurde in der ersten Maihälfte letztmals am 13. und 14. Mai 1969 lokal 30 Grad oder mehr gemessen. Die Station GenèveCointrin registrierte am 11. Mai mit 30,0 Grad erstmals in der Messreihe mit Beginn im Jahr 1962 einen Hitzetag in der ersten Hälfte des Monats Mai. Monatsbilanz: Im Vergleich zu den Normwerten 1961–1990 der MeteoSchweiz war der Mai 1,5 bis 2,5 Grad wärmer. Auf der Alpensüdseite und in Graubünden betrug der Wärmeüberschuss meist 1,5 bis 2 Grad. In Nordbünden, in den Tälern des Alpennordhangs und im Mittelland war der Monat etwa 2 Grad zu warm. Ganz im Nordosten wie in den übrigen Landesteilen war der Mai mehr als 2 Grad zu warm. Die Besonnung war grösser als normal. Besonders sonnig war der Monat hierbei im Mittelland, wo etwa 135 Prozent der normalen Maibesonnung resultierten. Auch entlang dem Jura, in den Zentralalpen, im Tessin und im Misox wurden 120 bis 135 Prozent der Norm gemessen. Die Station Stabio im Mendrisiotto registrierte sogar 154 Prozent der normalen Besonnung von 1961–1990. In den übrigen Gebieten der Alpen hielt sich der Sonnenscheinüberschuss mit 105 bis 120 Prozent in Grenzen.

Die Regensummen blieben teilweise massiv unter dem langjährigen Durchschnitt, waren aber entsprechend der Jahreszeit örtlich auch stark verschieden. Das grösste Regendefizit wurde im Unterengadin und im Val Müstair festgestellt, wo teils weniger als ein Viertel der normalen Mainiederschläge fiel. Auch im übrigen Teil Graubündens, ausser in den Südtälern, wurden verbreitet nur ein bis zwei Drittel der normalen Maisummen gemessen. Im Nordtessin und Goms, im unteren Rhonetal und vielerorts zwischen der Broye, Simme und der Aare bis hin zum Neuenburger, Berner und Solothurner Jura wurden meist nur 50 bis 65 Prozent des langjährigen Regendurchschnitts von 1961–1990 gemessen. Normale bis übernormale Regensummen fielen aber von Genf bis Nyon und in zwei Gebietsstreifen vom südlichen Aargauer Jura bis zur Thur und vom Baldeggersee über

war mit einer positiven Abweichung von 2 bis 3 Grad vor allem in der südlichen Landeshälfte deutlich wärmer als der Normwert von MeteoSchweiz für die Periode 1961–1990. In den meisten Gebieten war der Monat überdurchschnittlich regenreich, besonders im Osten und Südosten. Regendefizite gab es teils im Rhonetal und in der Südschweiz. Die Besonnung war im Landesdurchschnitt geringfügig grösser als im langjährigen Junimittel. Nass-trübe erste Junihälfte: Zwar startete der Juni mit warmen Temperaturen und am zweiten Tag auch mit viel Sonne, welche die Tageshöchstwerte verbreitet auf über 25 Grad hinauftrieb. In Visp wurden sogar 30 Grad gemessen. Vom 3. bis am 13. Juni war die Witterung dann aber im ganzen Land trüb und nass. Die Sonne machte sich bei täglichen Regenfällen besonders im Norden ausgesprochen rar. Sie zeigte sich meist zu weniger als 20 Prozent der möglichen Zeit, den Voralpen entlang örtlich sogar zu weniger als 10 Prozent der möglichen Zeit. Einzig im Wallis und im Süden reichte es teils für ein Drittel der maximal möglichen Sonnenscheindauer. Die Niederschläge fielen besonders in den nördlichen und östlichen Landesteilen reichlich. In Graubünden erreichten die Regensummen allein in den 11 Tagen vom 3. bis 13. Juni bis zum Eineinhalbfachen der normalen Menge für den ganzen Juni. Auch im östlichen Mittelland und in Juranähe bis zum Genfersee wurde die durchschnittliche Junisumme der Periode 1961–1990 teils überschritten. Plötzliche Hitze zur Monatsmitte: Ein Hochdruckgebiet brachte vom 14. bis

BAS

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Standorte der in der Tabelle aufgeführten Klimastationen.

STG

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LUG


Info |

18. Juni überwiegend sonniges Wetter. Die Temperaturen stiegen rasch und markant an. Schon am 16. Juni wurden Tageshöchstwerte von 27 bis 30 Grad gemessen. In den Föhntälern gab es Hitzewerte über 30 Grad. Monatsbilanz: Dank der überwiegend sommerlichen zweiten Monatshälfte resultierte

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im Juni 2012 ein deutlicher Wärmeüberschuss im Vergleich zum Durchschnitt der Periode 1961–1990. Dieser betrug meist mehr als 2 Grad, in den hohen Lagen der Alpen, im Wallis und im Sottoceneri etwa 3 Grad. In vielen Landesteilen war der Juni nass. 130 bis 180 Prozent der Normalsum-

men fielen am Juranordfuss, am Genfersee und vielerorts in den Mittelland- und Alpenrandgebieten östlich der Reuss sowie im ■ Glarnerland und in Graubünden.

Quelle: MeteoSchweiz 2012, Klimabulletins

Klimadaten zweites Quartal 2012 Lufttemperatur °C

Heizgradtage

m ü.M.

Mittel

abs. Min.

Heiztage HT

1320 316 553 387 556 1036 420 456 273 454 485 482 776 556 1709

4.7 9.8 8.2 9.1 10.0 5.9 10.2 10.0 10.8 9.4 9.4 10.9 7.8 9.0 1.4

-7.7 0.7 -3.4 -1.5 -1.5 -7.4 -0.9 1.6 2.5 -2.1 0.4 -0.6 -2.9 -0.5 -16.4

27 25 25 24 22 25 24 24 22 25 24 23 25 24 30

443 291 327 299 268 400 267 275 229 305 292 245 357 311 557

Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg

1320 316 553 387 556 1036

10.1 15.5 13.7 14.3 14.9 11.1

-3.6 2.4 -1.3 1.2 2.1 -2.8

21 5 12 8 7 16

Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel Sion St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan

420 456 273 454 485 482 776 556 1709

15.1 15.2 16.2 14.8 14.8 16.1 13.1 14.2 6.9

1.2 3.8 7.6 1.9 2.9 1.5 0.6 1.4 -8.1

Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel

1320 316 553 387 556 1036 420 456 273 454 485

13.6 18.4 17.4 17.7 18.2 14.2 19.1 18.8 21.3 18.2 18.1

Sion

482

St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan

Sonne

20°C/12°C Summe HGT h

Golbalstrahlung

Windstärke

Niederschlag

Norm %

Mittel W/m²

Mittel km/h

Max. km/h

Summe mm

90 105 117 109 131 111 112 119 125 113 116 151 119 117 125

71 70 78 81 89 89 70 69 71 89 74 79 94 83 92

169 146 156 161 183 168 166 164 157 150 154 201 152 153 205

8 7 8 6 14 11 13 6 6 7 10 11 9 8 9

135 70 68 59 109 122 72 56 77 97 69 82 80 83 82

82 100 103 72 64 115 112 135 294 102 87 56 144 59 80

249 50 116 80 70 187

173 216 241 213 197 158

118 127 139 127 114 109

232 224 250 241 242 223

6 6 7 5 10 7

48 63 62 54 70 68

81 67 82 74 45 134

6 6 1 8 7 2 11 9 31

56 56 8 76 65 20 122 91 407

251 255 225 205 238 250 221 225 187

139 133 124 137 135 120 142 135 120

262 255 247 228 244 270 228 239 257

9 6 6 6 9 9 8 6 10

60 52 76 79 85 70 59 64 60

76 66 164 112 56 47 93 111 37

2.0 9.3 5.9 8.9 7.5 3.1 7.0 9.1 10.9 7.7 8.2

10 0 2 0 1 10 0 0 0 0 0

107 0 16 0 9 100 0 0 0 0 0

169 193 210 173 187 150 230 219 229 179 212

108 104 106 93 106 105 108 103 106 116 107

232 231 249 234 236 210 261 240 253 221 237

6 6 6 4 9 6 9 5 5 5 8

49 62 49 69 56 62 57 55 55 63 114

144 134 137 127 142 254 95 143 186 152 121

20.0

7.9

0

0

244

106

268

10

78

38

776

16.2

6.5

6

56

193

119

227

7

86

210

556

17.5

8.1

3

25

197

110

230

6

132

197

1709

11.2

-2.4

16

180

194

113

264

10

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117

April Adelboden Basel/Binningen Bern/Zollikofen Buchs/Aarau Chur Engelberg Genève-Cointrin Pully Lugano Luzern Neuchâtel Sion St. Gallen Zürich/Fluntern SMA Samedan Mai

Juni

Aufgrund der veränderten Messbedingungen (z. B. im Zusammenhang mit dem Übergang vom bisherigen automatischen Messnetz ANETZ zum neuen SwissMetNet SMN) kann es sein, dass an einzelnen Stationen Normwerte und aktuelle Messwerte nicht mehr vergleichbar sind, was sich u. a. in unplausiblen Abweichngen zur Norm äussert. Die verfügbaren Normwerte werden periodisch überprüft und wenn nötig an die neuen Bedingungen angepasst.

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Info |

Die erste Umwelt Arena der Welt wurde Ende August durch Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet

Das Wissen ist da, jetzt gilt es zu handeln Die erste Umwelt Arena der Welt wurde im aargauischen Spreitenbach Ende August durch Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet. Nach nur 2½ Jahren Bauzeit setzt Initiator und Umweltpionier Walter Schmid einen weiteren Meilenstein in seinem Engagement für die Umwelt (siehe auch HK-GT 8/12, Seite 8). Die Umwelt Arena ist der neue Ausstellungs-und Veranstaltungsort für modernes, bewusstes Leben. Eine Erlebniswelt für Energie-und Umweltfragen. Nicht theoretisch, sondern zum Anfassen, Erleben, Vergleichen und Handeln. begeisterten Bundesrätin Doris Leuthard zu hören. Die ausstellenden Firmen würden es beweisen: «Wir haben das Wissen und die Produkte.» Jetzt brauche es nur noch die Anwendung und diese könne zu einem starken Pfeiler für die Wirtschaft werden. Es gelte Ökologie und Ökonomie endlich zu versöhnen.

Eröffnungsfeier – einmalig wie die Arena selber

850 Gäste wohnten der offiziellen Eröffnung der ersten Umwelt Arena der Welt am 23.8.2012 bei. (Fotos: Umwelt Arena)

850 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren an die spektakuläre Eröffnungsfeier geladen. Die Trommelkünstler «Drums2street » setzten den musikalischen Rahmen, Moderator René Rindlisbacher sorgte für Auflockerung und verblüffte mit ökologischem Wissen. Die Eventpartner der

Franz Lenz, Peter Warthmann

■ Wer, angezogen durch den futuristischen Bau, die Arena betritt, begibt sich in eine völlig neue Erlebniswelt. Mal spielerisch, dann wieder technisch ernst, werden den Besuchern die Möglichkeiten der vernünftigen Nutzung unserer Ressourcen gezeigt und bewiesen, dass sorgfältiger Umgang mit Energie keinen Komfortverlust bedeutet. Insgesamt präsentieren sich rund 100 Firmen in 40 Ausstellungen. Gegliedert in die vier Hauptthemen «Leben und Natur», «Energie und Mobilität», «Bauen und Modernisieren» sowie «Erneuerbare Energien» werden alle Bereiche des nachhaltigen Lebens abgedeckt; anders als an einer Messe mit vielen einzelnen, interaktiven Ausstellungen. Das Projekt finanziert Walter Schmid durch die Vermietung von Ausstellungs- und Eventflächen (bis 4000 Personen), Konferenzräumen, den Eintrittspreisen sowie der Unterstützung der vier Hauptpartner Zürcher Kantonalbank, Coop, Erdgas Zürich und ABB Schweiz.

Gebäude mit Vorbildfunktion Das vom Team von René Schmid (renéschmid architekten Zürich) entwickelte Gebäude besticht durch Eleganz, Dynamik und Effizienz. Dank der Kombination der grössten, gebäudeintegrierten Photovoltaikanlage der Schweiz mit innovativer Gebäudetechnik, produziert die Umwelt Arena rund 40 Prozent mehr Energie, als sie für den eigenen Betrieb (ohne Ausstellungen) benötigt. So wird zum Beispiel statt mit einer herkömmlichen Kältemaschine im Sommer mit Hilfe der Sonne gekühlt (Absorptions-Kältemaschine) und im Winter geheizt; ein Meilenstein im Bereich CO2neutraler Gebäudebetrieb.

Katharina Teuscher, Geschäftsführerin Umwelt Arena, Bundesrätin Doris Leuthard und Walter Schmid, Initiant Umwelt Arena, anlässlich der feierlichen Eröffnung.

Begeisterte Bundesrätin Der Aargauer Baudirektor Peter C. Beyeler sprach an der Eröffnung Klartext: «Das Wissen ist da, aber wir tun es nicht. Wir müssen nur die Chancen packen, so wie es Walter Schmid vormacht.» Ähnliche Worte waren von der

Walter Schmid und Bundesrätin Doris Leuthard mit den vier Hauptpartnern der Umwelt Arena: Jasmin Staiblin, Landeschefin ABB Schweiz; Sibyl Anwander, Leiterin Nachhaltigkeit/Wirtschaftspolitik Coop; Bruno Dobler, Vizepräsident des Bankrats, Zürcher Kantonalbank; Kurt Lüscher, CEO Erdgas Zürich.


  

  

Kßhlen und Heizen mit Sonnenkraft: Geheizt und gekßhlt wird die Umwelt Arena mittels rund 60 km Rohrleitungen, die in allen Betondecken verlaufen. Unter dem Parkdeck sind rund 9 km Erdregisterleitungen mit einem Sole-Wasser-Gemisch verlegt. Hier wird im Sommer die ßberschßssige Gebäudewärme eingelagert und im Winter zum Heizen genutzt. Bei grosser Sommerhitze kommt zusätzlich eine Absorptions-Kältemaschine zum Einsatz. Das heisse Wasser fßr deren Betrieb wird in den Sonnenkollektoren auf dem Mitteldach erzeugt. Leistung der 5300 m2 grossen Photovoltaikanlage: 750 kWp. (Grafik: Umwelt Arena)

Umwelt Arena, dine&shine Event Catering und Habegger AG, Eventtechnik, bestanden die Feuertaufe der ErĂśffnung mit Bravour.

Ausstellung ABB Power City Fßr ABB ist die Umwelt Arena eine ideale Ausstellungs-Plattform, um Technologien in den Bereichen Energieeffizienz und Anbindung von erneuerbarer Energie erlebbar zu machen. In der  ABB Power City dreht sich alles um Energie und Energieeffizienz: Wie funktionieren Wind-, Sonnen- und Wasserkraft? Wie kann Strom von den Offshore-Windanlagen der Nordsee effizient in die Städte transportiert werden? Was passiert, wenn plÜtzlich weit mehr elektrische Energie zur Verfßgung steht als gebraucht wird? Oder wenn gerade ein Engpass in der Stromproduktion besteht? Was ist ein Smart Grid? Wieviel Strom kann durch effiziente Prozesse in der Industrie eingespart werden? Heute gehen im Bereich der Stromversorgung weltweit rund 80 Prozent der Energie auf dem Weg von der Erzeugung von elektrischer Energie ßber den Transport und die Verteilung bis zum Endverbraucher in Industrie oder Haushalt verloren. Studien zeigen, dass hier durch moderne Technologien die Nutzenergie von 20 auf 40 Prozent der verwendeten Primärenergie verdoppelt werden kann. In der Industrie gibt es kaum einen Prozess, der ohne Elektrizität auskommt. Dies bringt auch entsprechende Energiekosten mit sich. Daher mßssen die

Produktionsanlagen mÜglichst energieeffizient und produktiv arbeiten. Mit drehzahlgeregelten Antrieben arbeiten Pumpen, Ventilatoren und andere Industrieprozesse viel effizienter. Innovative Technologien ermÜglichen auch einen unterbruchfreien Betrieb im Üffentlichen Verkehr sowie einen energieeffizienten Transport in Zßgen, Trams, Bussen und Seilbahnen. Und wer mit schadstoffarmen Elektrofahrzeugen unterwegs ist, kann sein Auto mit neuartigen Batterieladesystemen aufladen, zum Beispiel an der ABBSchnellladestation vor dem Haupteingang der Umwelt Arena Spreitenbach. Die ABB-Ausstellung umfasst verschiedene Themenräume, die sich an der Energiekette der Stromversorgung orientieren: 1) Energieerzeugung/erneuerbare Energien, 2) Energießbertragung und -verteilung (Smart Grids), 3) Industrie und Mobilität. Der Raum Energieerzeugung – erneuerbare Energien bietet ein Exponat mit Informationen zu Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft. Bei geringem Strombedarf erscheint Solarenergie, bei mittlerem Strombedarf leuchten Solarund Windkraft auf, bei grossem Strom-

        

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Ein etwas anderer Familienausflug Die Umwelt Arena Spreitenbach ist fßrs Publikum jeweils von Donnerstag bis Sonntag, 10–17/18 Uhr geÜffnet, Eintritt Erwachsene Fr. 8.–. Pro Jahr werden bis zu 300 000 Besucher erwartet, wobei die Ausstellungen so aufgebaut sind, dass sie Familien, Laien, Fachleute, sowie auch Schulen ansprechen. www.umweltarena.ch

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Der Raum Industrie und Mobilität zeigt effiziente Motoren und optimierte Energiemanagementsysteme, die den Energieverbrauch senken. Hochmoderne AutomatisierungslÜsungen, ßbergeordnete Leitsysteme und Roboter erhÜhen die Produktivität in den Industrieprozessen. Ein Exponat zeigt, wieviel weniger Energie drehzahlgeregelte Antriebe benÜtigen im Vergleich zu herkÜmmlichen Motoren.

ÂŤHaus der ZukunftÂť im zweiten Stock

Ausstellung ÂŤABB Power CityÂť auf der 1. Etage der Umwelt Arena.

bedarf (beispielsweise zu Spitzenzeiten am Mittag) leuchtet auch die Wasserkraft auf. Pumpspeicherkraftwerke kÜnnen bei hohem Strombedarf zugeschaltet werden, sind aber auch gute Batterien, um Produktion und Nachfrage zu regulieren. Wird mehr Strom als benÜtigt ins Netz eingespeist, kÜnnen Pumpspeicherkraftwerke den Strom verwenden, um das Wasser wieder hochzupumpen. Vertiefte Informationen zum DesertecProjekt, wo ABB Partner ist, sowie zur Einbindung von Windkraft ins Stromnetz finden sich auf deutsch und englisch auf einem Bildschirm. Das Strom-Netz der Zukunft muss intelligent sein und mitdenken, permanent automatisch ßberwachen, steuern und kurzfristig ausgleichen. Dies erfordert zuverlässige NetzmanagementlÜsungen sowie die Koordinierung der Energiesysteme und Speicher. Damit er-

mÜglicht das Smart Grid die Integration des wachsenden Anteils an erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Effizienz entlang der Energiekette. In einem intelligenten Netz werden auch die Gebäude zu einer aktiven Komponente der Energieinfrastruktur. Smart Grid und Smart Home wachsen stärker zusammen.

Der Bereich Energieeffizienz im Gebäude wird erlebbar im Haus der Zukunft auf der 2. Etage der Umwelt Arena, wo eine moderne Steuerung von ABB im Einsatz ist und diverse Gebäudetechnik-Produkte (Lßftung, Wärmeverteilung, Energiespeicher, Dämmung etc.) und auch moderne Haushaltgeräte gezeigt werden. Hier kÜnnen direkt nebeneinander Gebäudehßllen und Innenräume eines Altbaus (Energiebedarf bis 240 kWh/m2a), eines modernisierten Altbaus (80 kWh/m2a) und eines modernen Minergie-Hauses ■(0 kWh/m2a) verglichen werden. www.umweltarena.ch, www.abb.ch, diverse Videos auf www.youtube.com (Suchwort umweltarena) Haus der Zukunft in der 2. Etage, Teil Altbau modernisiert: Drei nachgedämmte Mauerquerschnitte: links mit Innendämmung (UWert 0.48 W/m2K) und zwei Varianten mit Aussendämmung (U-Wert unter 0.2 W/m2K). Unter dem Fenster: dezentrales Raumklimagerät Air-On, montiert anstelle des alten HeizkÜrpers. Rechts: kleine Musterfläche fßr Variante Fussbodenheizung. (Foto: Peter Warthmann)

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Viele Handlungsmöglichkeiten, um Verzögerungen abzuwenden

Schreckensszenario Bauverzögerungen Durch den Werkvertag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung eines Werks zu bestimmten qualitativen, finanziellen und terminlichen Eigenschaften. Sein oberstes wirtschaftliches Ziel ist es, das vereinbarte Werk abzuliefern und mindestens den kalkulierten Gewinn zu erzielen. Martin Boos, Remo Gehr*

■ Bei der Kalkulation stützt sich der Unternehmer auf einen ungestörten Bauablauf, das heisst auf die plangemässe Nutzung seiner Produktionsfaktoren (Arbeit, Material, Betriebsmittel, Leitung, Organisation, Planung und Überwachung). Sobald jedoch der Bauablauf gestört wird, kann insbesondere die vertraglich vereinbarte und termingerechte Ablieferung des Werks für den am Bau beteiligten Unternehmer schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden, weil er im Normalfall als Schuldner das Risiko der Bauverzögerung trägt. Nicht selten wird vom Besteller ein Termin für die Fertigstellung des Werks festgelegt, der durch die Nutzungsaufnahme durch Käufer oder Mieter unumstösslich ist; eine Verlängerung der Gesamtbauzeit ist nicht möglich. Vor allem für diejenigen Bauunternehmer, welche am Ende der Werkerstellungskette ihre Arbeit verrichten, kann bei einem gestörten Bauablauf ihre effektive Ausführungszeit unverschuldet auf ein drastisches Minimum schmelzen. Sie sehen sich gezwungen, kostenintensive Beschleunigungsmassnahmen zu ergreifen, welche bei einer nach Festpreis vereinbarten Vergütung grundsätzlich nicht abgedeckt sind. Die zeitliche Komponente schlägt sich somit unerbittlich und mit hoher Intensität auf die finanzielle Komponente des Bauunternehmers nieder. Der aufgrund des enormen Wettbewerbs ohnehin oftmals geringe Deckungsbeitrag (und damit auch die Gewinnmarge) ist rasant aufgebraucht und der Bauunternehmer befindet sich im Verlustbereich. Nicht zuletzt sieht er sich für den unverschuldeten Verzugsfall oftmals mit massiven Schadenersatzforderungen oder sogar Konventionalstrafen seitens des Bauherrn konfrontiert. Theoretisch könnte der Anspruch auf Mehrvergütung und/oder Schadenersatz aufgrund von bauseitigen Verzögerungen am Ende des Bauprojekts (anwaltlich) geltend gemacht und Schaden-

ersatzforderungen seitens des Bauherrn allenfalls abgewendet werden. Die gerichtlichen oder aussergerichtlichen Verhandlungen sind jedoch langwierig, für alle Beteiligten zeit- sowie kostenaufwändig und der Ausgang respektive der Erfolg unsicher. Es handelt sich dabei ohnehin lediglich um Schadensbegrenzung; Geld verdient man damit nicht. Dieses Schreckensszenario ist demnach zu vermeiden. Weil der gut beratene und vorausschauende Bauunternehmer

gewisse Risiken oftmals früher als der Bauherr erkennt, kann er durch frühzeitiges, lösungsorientiertes und präzises Handeln die erfolgreiche Projektgestaltung ohne markanten Mehraufwand vorantreiben und unterstützen. Dies kommt schliesslich allen am Bauprojekt beteiligten Parteien zugute. Um die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten erkennen zu können, sind im Folgenden vorerst die Ursachen eines gestörten Bauablaufs und der damit einhergehenden Bauverzögerung zu analysieren.

Ursachen des gestörten Bauablaufs Mangelhafte Terminplanung: Die erste Weichenstellung erfolgt bereits lange vor dem ersten Spatenstich. Im Verant-


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wortungsbereich des Bauherrn liegt die Planung des Bauprojekts, welche dem Gesamtbauprojekt den zeitlichen Rahmen gibt. Unter Berücksichtigung des geplanten Zeitfensters für seine Arbeiten wird der Unternehmer letztlich seine Offerte abgeben. Dabei geht er selbsterklärend von einem ungestörten Bauablauf aus. Ist der Terminplan für das Gesamtprojekt jedoch mangelhaft, ist eine Koordination der Arbeiten von sämtlichen am Bauprojekt beteiligten Unternehmern während der Bauausführung kaum mehr möglich; das Chaos ist vorprogrammiert. Weitere Störungsursachen: Sofern die im Verantwortungsbereich des Bauherrn liegende Terminplanung zutrifft, ist der Grundstein für einen ungestörten Bauablauf gelegt. Dennoch ist die Realisierung eines Bauprojekts vielen weiteren Risiken ausgesetzt, welche den Bauablauf stören und Bauverzögerungen hervorrufen können. Nebst dem selbstverschuldeten Fehlverhalten des Unternehmers sowie den äusseren, nicht zu beeinflussenden Witterungsbedingungen, führt insbesondere das Ausbleiben folgender Mitwirkungshandlungen des Bauherrn zu einem gestörten Bauablauf: • Keine oder verspätete Einholung von behördlichen Bewilligungen • Unvollständige, unklare und widersprüchliche Ausschreibungsunterlagen, z. B. mangelhaftes Leistungsverzeichnis sowie mangelhafte Baubeschreibung und Pläne • Zu späte Bereitstellung des Bauplatzes • Mangelhafte Festlegung der Unternehmerleistung, z. B. unvollständige und/oder unklare Ausführungspläne und Weisungen • Zu späte Aushändigung der Ausführungs- und Detailpläne • Zu späte oder unklare Änderungsentscheidungen • Mangelhaftes Baumanagement generell, inklusive Bauüberwachung • Fehlende oder mangelhafte Koordination der am Bau beteiligten Parteien und fehlende Vorleistungen usw. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Dennoch kann bereits eine der aufgeführten Verfehlungen zu einem massiv gestörten Bauablauf führen.

Folgen der Bauablaufstörungen für das Unternehmen Leerstandzeiten: Ein Bauunternehmer ist im Normalfall zeitglich in verschiede-

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nen Bauprojekten involviert und muss seine Arbeits- und Materialressourcen dementsprechend auf- und einteilen. Kann er mit einem neuen Bauprojekt nicht zum vereinbarten und geplanten Zeitpunkt beginnen, können die dafür vorgesehenen Arbeiter sowie die bereitgestellten Maschinen nicht optimal eingesetzt werden und es entstehen für den Bauunternehmer teure Leerstandzeiten. Ferner kann ein mangelhaftes Management auf der Baustelle oder die zu späte Aushändigung von Ausführungs- und Detailplänen dazu führen, dass Vorarbeiten nicht rechtzeitig erbracht werden konnten. Der Bauunternehmer steht sodann mit seinen Arbeitern, Maschinen und dem Material bereit und muss sich gedulden, bis die Vorarbeiten fertiggestellt sind. Beschleunigungsmassnahmen; überproportionale Erhöhung der Overhead-Kosten: Ist der Termin für die Fertigstellung des Werks festgelegt und durch die Nutzungsaufnahme von Käufer oder Mieter unumstösslich, schrumpft das Zeitfenster für die Leistungserbringung aufgrund des gestörten Bauablaufs zusammen. Der Unternehmer sieht sich gezwungen, die Zahl der Arbeiter und Maschinen auf der Baustelle unter Umständen massiv zu erhöhen. Je nach Rückstand auf den Terminplan muss der Bauunternehmer eigene Arbeiter und Maschinen von anderen Baustellen abziehen oder sogar externe Temporäre beiziehen, welche vorerst ausgerüstet und in das Bauprojekt eingeführt werden müssen. Nicht selten müssen sämtliche am Bauprojekt beteiligten Parteien derartige Beschleunigungsmassnahmen ergreifen. Dies hat wiederum zur Folge, dass der Bauplatz mit Arbeiter und Maschinen überfüllt ist und sich die Arbeiter buchstäblich auf den Füssen stehen, wodurch weitere Leerzeiten entstehen. Diese Leerzeiten müssen wiederum durch neue Beschleunigungsmassnahmen kompensiert werden. Die Negativspirale beginnt sich immer schneller zu drehen. Effizienzverlust: Die Leerzeiten einerseits und die Beschleunigungsmassnahmen andererseits führen zu einem massiven Effizienzverlust. Der Bauunternehmer kann seine Arbeit nicht mehr plangemäss ausführen. Er ist gezwungen, die Arbeitsgruppen ständig zu versetzen und andere dringend zu erledigende Arbeiten verrichten zu lassen. Diese zer-

stückelte Leistungserbringung erfordert ein Vielfaches des plangemässen Aufwandes. Ferner kann ein Effizienzverlust eintreten, wenn der Käufer oder Mieter aufgrund eines fest vereinbarten Endtermins die Liegenschaft bereits bezogen hat, obwohl aufgrund der Bauverzögerungen noch nicht sämtliche Arbeiten beendet sind. Der Bauunternehmer muss sodann seine Leistungen z. B. bei laufendem Ladenbetrieb oder in einer bereits eingerichteten Wohnung zu Ende bringen. Weitere Folgen: Ein gestörter Bauablauf kann zu folgenden weiteren Problemen führen: • Mehraufwand beim Management des Bauunternehmers für die Koordination der Beschleunigungsmassnahmen (z. B. Koordination des Abzuges von Arbeitern und Maschinen von anderen Baustellen, Rekrutierung von Temporären usw.). • Die Einhaltung des vereinbarten Nachtragsmanagements oder die fachgerechte Abwicklung von Regiearbeiten ist wegen des Zeitmangels nicht mehr möglich. • Aufgrund eines mangelhaften Leistungsverzeichnisses ist eine Vielzahl von Nachträgen zu erledigen, was wiederum die vorgenannten Beschleunigungsmassnahmen auslöst.

Massnahmen zur Verhinderung von Bauablaufstörungen Der Blick in die Zukunft: Bei der Realisierung von Bauprojekten sitzt der Zeitdruck nicht selten im Nacken sämtlicher am Bau beteiligter Parteien. Aufgrund dieses Zeitdrucks sind die meisten Unternehmer gezwungen, sich mit der Vergangenheit oder bestenfalls mit der Gegenwart zu beschäftigen. Der so wichtige Blick nach vorn bleibt oftmals auf der Strecke. Dies, obwohl viele der vorgenannten Ursachen eines gestörten Bauablaufs mit Blick nach vorn frühzeitig erkannt und entsprechende Massnahmen zur Verhinderung getroffen werden könnten. Der Blick in die Zukunft ist vor und während der Ausführungsphase von grösster Bedeutung, um einen gestörten Bauablauf verhindern zu können. Vor der Ausführungsphase: Vor der Ausführungsphase stehen vor allem folgende Aufgaben für die beteiligten Parteien an, welche immer mit dem Blick in die Zukunft und auf keinen Fall oberflächlich in Angriff genommen werden soll-

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Entwicklung Arbeitskräfte/Arbeitsstunden/Gesamtaufwand in einem Bauprojekt mit gestörtem Bauablauf.

ten. Die an dieser Stelle investierten Mittel zahlen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im späteren Verlauf eines Bauprojekts aus: • Exaktes Studium der Ausschreibungsunterlagen inkl. Leistungsverzeichnis und Terminplan: Vor allem bei vereinbarten Einheitspreisen ist das Leistungsverzeichnis zusammen mit dem allenfalls vorhandenen Terminplan exakt zu studieren. Nicht selten kann bei genauer Betrachtung festgestellt werden, dass das Leistungsverzeichnis unvollständig und/oder der Terminplan nicht realistisch ist. In diesem Fall sollte umgehend der Kontakt mit der Bauherrschaft gesucht und Vor-

kehrungen getroffen werden (evtl. Terminplan mit Pufferzonen ergänzen; Berücksichtigung der Zeitknappheit durch Erhöhung der Einheitspreise; Erstellen eines eigenen Terminplans mit den Eckdaten des Bauprojekts; Werkvertrag anpassen usw.). • Vertragsverhandlungen/Vertragsmanagement: Bei den Vertragsverhandlungen mit der Bauherrschaft geht es vor allem auch um Risikomanagement. Welche Leistungen sind zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Preis geschuldet? Welche Partei trägt bei welchen (Vertrags-)Verletzungen das Kostenrisiko? Es handelt sich dabei

Für jede Ladung.

um eine spezifisch juristische Tätigkeit, welche nur mit Fachkenntnis der komplexen (Bau-)Rechtsordnung und Erfahrung die erhoffte Wirkung erzielt. Das Beiziehen eines Juristen sollte dabei nicht als mangelndes Vertrauen und die Vertragswerke nicht als unnötigen Papierkram verschrien werden, sondern als einen konstruktiven Beitrag im Hinblick auf ein erfolgreiches und gewinnbringendes Bauprojekt. Das Vertragsmanagement gehört wie die Koordination der eigenen Arbeiter, Maschinen, Geräte und Material zum Baumanagement dazu. Streitigkeiten nach der Ausführungsphase und damit auch langwierige und teure Prozesse können mit einem seriösen Vertragsmanagement verhindert werden oder zumindest, aber immerhin, die eigene Position entscheidend verbessern. • Proaktives Handeln: Sollte der Bauunternehmer die für den Beginn der eigenen Arbeiten notwendigen Pläne nicht rechtzeitig erhalten, ist nicht zuzuwarten, sondern die Bauherrschaft umgehend zu mahnen und die Pläne aktiv einzufordern. Während der Ausführungsphase: Während der Ausführungsphase ist das proaktive Handeln und Verhalten des Bauunternehmers von grösster Bedeutung. Dabei bestehen folgende Handlungsmöglichkeiten: • Schnittstellenmanagement: Wird frühzeitig erkannt, dass gewisse Vorarbeiten beim eingeschlagenen Bautempo wohl nicht beendet sein werden, sind


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die zur Vorarbeit verpflichteten Unternehmer proaktiv voranzutreiben. Störungsmanagement: • Konstruktives Störungen sind umgehend schriftlich anzuzeigen. Die Störungsanzeige soll jedoch keiner Kriegserklärung gleichkommen, sondern respektvoll und fair formuliert sein. Primäres Ziel der Störungsanzeige ist nämlich die rasche Beseitigung der Störung und damit die Beschleunigung des Bauprozesses. Sekundäres Ziel ist eine vernünftige Regelung der Terminund Kostenfolgen. Schliesslich dient die Störungsanzeige selbstverständlich auch der Beweissicherung, sollte nach Bauende trotz allen Bemühungen eine Rechtsstreitigkeit ausbrechen. • Dokumentation Bauablauf: Die Dokumentation des Bauablaufs dient in erster Linie der Beweissicherung und sollte umfassend sein. Es ist die Aufgabe des Bauunternehmers, seine Tätigkeit möglichst lückenlos zu dokumentieren, sodass der Bauablauf nachträglich rekonstruiert werden kann. Diesbezüglich sind Tagesrapporte und Baujournale von grosser Bedeutung, die festhalten, welche Arbeitnehmer, an welchem Ort, welche Arbeiten ausgeführt haben und welche Werkstoffe und Maschinen verwendet wurden. Auch aussergewöhnliche Umstände (z. B. mangelnde Planunterlagen, schlechte Witterung usw.) sollten aufgeführt werden. Auch schriftliche Protokolle von Bausitzungen, welche allen an der Sitzung beteiligten Parteien zugestellt (und von diesen wenn möglich unter-

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zeichnet) werden, haben eine hohe Beweiskraft. • Bestätigungsschreiben: Sollte aufgrund des Zeitdrucks ein im Werkvertrag vereinbartes schriftliches Nachtragsverfahren nicht mehr möglich sein und die Nachträge werden durch Aushändigung von Plänen oder sogar direkt durch Aushändigung von Material ausgeführt, sind Bestätigungsschreiben ein geeignetes Instrument, die damit verbundene stillschweigende Abänderung des Werkvertrags festzuhalten. Das Bestätigungsschreiben/-E-Mail an den Bauherrn und/ oder Auftraggeber hält informativ fest, weshalb das Nachtragsverfahren nicht eingehalten werden konnte und in welcher Form der Auftrag erteilt wurde. Dieselbe Vorgehensweise kann bei nicht retournierten oder nicht unterzeichneten Regierapporten angewendet werden. • Baustopp als ultima ratio. Nach der Ausführungsphase: Konnten die Probleme vor und während der Ausführungsphase nicht beseitigt werden, stehen sich nicht selten Mehrforderungen seitens des Bauunternehmers auf der einen Seite und Mängel des Bauwerks auf der anderen Seite gegenüber. Diesbezügliche Streitigkeiten sind umgehend von der emotionalen auf die sachliche Ebene zurückzuholen, um den Schaden möglichst gering zu halten. Dazu benötigt es gutes Verhandlungsgeschick. Scheitern die verantwortlichen Personen mit einer einvernehmlichen Lösung und sind sie am Ende ihres La-

teins, ist die Streitigkeit in den Händen eines erfahrenen Juristen am besten aufgehoben.

Fazit Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass dem Bauunternehmer vor allem vor und während der Ausführungsphase viele Handlungsmöglichkeiten offenstehen, um ein erfolgreiches und gewinnbringendes Werk abliefern zu können. Dabei kann es in verschiedenen Situationen sinnvoll sein, gezielt externe Hilfe beizuziehen. Vor allem bei den Vertragsverhandlungen und beim Störungsmanagement genügen nicht selten kleinere Anpassungen der Dokumente, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Nach der Ausführungsphase kann ein allfällig entstandener Schaden durch Verhandlungsgeschick minimiert werden. Freilich braucht es in jedem Fall die Mitarbeit sämtlicher am Bau beteiligter Parteien, ein respektvoller und fairer Umgang untereinander und der gemeinsame Wille, das Bauprojekt erfolgreich zu gestalten, um die Bauablaufstörungen zu verhindern und das Werk mit den vereinbarten qualitativen, finanziellen und terminlichen Eigenschaf■ ten zu vollenden.

* Martin Boos und Remo Gehr, Rechtsanwälte bei DUFOUR Advokatur Notariat, www.dufo.ch

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29. Lüftiger Cup vom 23. Juni 2012 in Luterbach: Erfolg dank Fairness

Dem Team «Luftibus» gelang die souveräne Titelverteidigung An diesem Samstag schien Petrus Lust auf Fussball zu haben und bescherte den Aktiven und dem Organisationskomitee um Heinz Depping tadellose Wetterbedingungen. Der Anlass wurde nicht nur mit einem packenden Finalspiel gekrönt, sondern auch mit mustergültigem Verhalten der Spieler. Andreas Widmer

■ Bereits zum 29. Mal konnte der Lüftiger Cup, organisiert durch die Depping AG, unter dem Patronat und unterstützt durch ProKlima und suissetec, in Luterbach unter besten Voraussetzungen ausgetragen werden. Das malerisch am Jurasüdfuss gelegene Luterbach, nahe der Stadt Solothurn, bot die ideale Kulisse für den sportlichen HLK-Branchentreff. Dass Luterbach auch verkehrstechnisch ideal gelegen ist, bewies die grosse Teilnehmerzahl der Aktiven. Rund 42 Mannschaften aus der ganzen Schweiz kämpften um den begehrten Pokal. Heinz Depping und sein Team hatten bereits am frühen Vormittag alle Hände voll zu tun, damit sich sämtliche Teilnehmer wohlfühlen durften. Auf dem Fussballplatz des FC Luterbach fand das Turnier eine ausgezeichnete Infrastruktur für das gute Gelingen. Im Festzelt war die Gastwirtschaft untergebracht und jedermann konnte sich bei reichhaltigem Angebot verpflegen.

runde Leder bestens vertraut war. Erfreulicherweise konnten einige der Teams auch Damen zur Teilnahme motivieren, was dem Turnier zusätzlich eine charmante Note gab. Die Teams gaben buchstäblich alles. Kein Wunder angesichts der tollen Pokale, welche auf die Sieger warteten. Wie viel zusätzliche Motivation die Euro 2012 hervorrufen konnte, bleibt ein Geheimnis. Kurz gesagt, es wurde durchs Band auf bemerkenswert hohem Niveau gespielt und die Zuschauer wurden für das frühe Aufstehen bestens entschädigt. Auch bei einem Firmenturnier wie dem Lüftiger Cup geht es nicht ohne die wertvolle Unterstützung von Sponsoren. Gut 28 Sponsoren, alles Unternehmungen aus der Branche, konnte Heinz Depping für den Anlass gewinnen. Das reine HLK-Turnier wurde ins Leben gerufen, um dem Nachwuchs in der Branche etwas zu bieten. Zudem fördert

Suva – Sicherheit an Grümpelturnieren Schon bereits bei den ersten Spielen konnte man feststellen, dass auf dem Rasen im Vergleich zu früher ein anderer Wind wehte. Die Schiedsrichter agierten routiniert und mit grosser Übersicht. Es wurde lieber einmal mehr gepfiffen. Das Ziel war mit dem Motto der Suva «Verletzungsfreie Spiele» klar definiert und mit den erfahrenen Schiris auf bestem Weg. Die offiziellen Regeln des Fussballverbandes wurden generell angewendet. Einzig die Rückpass- sowie die Offsideregel wurden nicht angewendet. Die «Grümpelturnier-Schiris», welche am Samstag noch schnell ein Spiel pfeifen gingen, gehören endgültig der Vergangenheit an. Die Mannschaften gingen mit viel Herzblut an ihre Gruppenspiele und man sah da und dort Fussballer, denen das

Das Symbol des Triumphs: ProKlimaWanderpokal. (Fotos: Andreas Widmer)

so ein gemeinsamer Tag das Zusammengehörigkeitsgefühl, oder schlicht den Teamgeist in der Branche. Depping bringt es auf den Punkt: «Etwas für den Nachwuchs tun und nicht gegen ihn».

Die Finalspiele – Showdown am Jurasüdfuss Der lange Spieltag ging in seine letzte Phase. Beim Warm-up zeigten einige Spieler bereits etwas Nerven. Es ging ja schliesslich auch um viel. Man wollte unbedingt den Sieg. Der Halbfinal war in vollem Gang und die Teams schenkten sich wie gewohnt nichts. Die Chancen auf den Triumph waren für alle vier Mannschaften noch intakt und diese wollten nichts anbrennen lassen. Ähnlich wie an der Euro 2012 gab es hier in Luterbach einen Titelverteidiger. Das Team Luftibus der Hangartner Planungs AG kannte das elektrisierende Gefühl, welches das kalte Metall eines Pokals erzeugt, wenn man ihn in die Höhe stemmen darf, bereits vom letzten Jahr. Wenn man den Jungs beim Spiel zuschaute, konnte man sich das Bild einer gelungenen Titelverteidigung gut vorstellen. Der Halbfinal war gespielt und die Mannschaften Ventiromand aus Bussigny sowie Luftibus aus Bassersdorf standen sich beim letzten Spiel des Tages gegenüber. Nach dem frühen Führungstreffer gab Luftibus das Heft nicht mehr aus der Hand und hielt bis zum erlösenden Schlusspfiff den Gegner aus der Romandie dank schön herausgespielten Toren auf sichere Distanz. Die Mission ist erfüllt, der Pokal geht ein weiteres Mal nach Bassersdorf. Die Bronzemedaille erkämpfte sich die Mannschaft von Lokomotive Basler und Hofmann aus Zollikofen.

Entwarnung an die Firmenchefs Dank dem Einsatz der Suva und der Verpflichtung professioneller Schieds-


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Lüftiger Cup 2012: mit Elan und Fairness.

Gute Fussballtechnik am Jurasüdfuss.

richter für die Spielleitung werden Firmenturniere praktisch salonfähig. Die Bilder von humpelnden oder gar fehlenden Mitarbeitern am Montag danach sind sehr selten geworden. Eine Rücksprache beim Sanitätsposten des Samaritervereins Luterbach bestätigte, dass mit Ausnahme von Eisspray und einem verknacksten Gelenk keine weiteren negativen Ereignisse im Bereich Gesundheit zu verzeichnen sind. «Soweit ein guter Spieltag», lautete der lakonische Kommentar der Samariterinnen. Mitarbeiter dürfen heute zur Teilnahme motiviert werden. Sie kommen ja gesund wieder an ihren Job.

Interview mit Heinz Depping Sie tragen den 29. Lüftiger Cup aus. Was bedeutet diese Zahl für Sie? Heinz Depping: Erstaunlich und ebenso schön, dass ein Firmenturnier, mit einigen Unterbrüchen, bereits zum 29. Mal erfolgreich durchgeführt werwšden konnte.

Team «Luftibus», die grossen Sieger und erfolgreichen Titelverteidiger.

Das Turnier erfreut sich einer grossen Beliebtheit in der Branche. In diesem Jahr sind es bereits 42 Teams, welche um den begehrten Pokal kämpfen. Wie lautet das Erfolgsrezept? Man stelle sich vor, 42 Mannschaften mit mehrheitlich jungen Frauen und Männern opfern den freien Samstag für ein Fussballturnier. Einfach genial. Dies bedeutet sicher auch, dass ein Bedürfnis in der Branche für solche Anlässe besteht.

ler und aufgebrachte Firmenchefs, welche den Mitarbeitern die Teilnahme am liebsten untersagen würden. Wie entkräftigen Sie die Vorbehalte und Vorurteile der Chefs? Dank starker Unterstützung der Suva, welche sich auch für eine sichere Freizeit einsetzt und dank erfahrener Schiedsrichter, welche die einzelnen Spiele mit grosser Übersicht führen, können die Verletzungen auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Wenn man an frühere sogenannte «Grümpelturniere» denkt, sieht man vor dem geistigen Auge viele verletzte Spie-

Die Fairness am «Lüftiger Cup» war auffallend gross und die Zahl der Verletzungen während des ganzen Spiel-

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tags erfreulich klein. Ausser dem berühmten Eisspray für Prellungen hatten die aufgebotene Sanität in ihrem Zelt eigentlich zum Glück sehr wenig zu tun. Die jungen Branchenmitglieder sind ja nicht weniger energiegeladen und impulsiv wie wir es waren. Wie erklären Sie diese positive Wandlung bei diesem Turnier? Unser Motto «Mitmachen ist wichtiger als siegen» und die durch zahllose Einsätze in Schweizer Ligen routinierten Schiedsrichter haben einen grossen Einfluss auf die fairen Spielabläufe. Die geschulten Augen und gute Menschenkenntnis ermöglichen, dass allfällige Aggressionen bereits im Keim erstickt werden. Wenn es nicht anders geht, wird auch mal ein Platzverweis ausgesprochen. War es schwierig, so erfahrene Schiedsrichter für den Anlass zu gewinnen? Überhaupt nicht. Nach Bekanntgabe des Heinz Depping und sein Team dürfen stolz sein auf das Turnier. Turniers wurden uns die Schiedsrichter durch die Suva und den Schweizerischen Fussballverband zugeteilt. Die Genügend Erfahrung in der OrganisaKosten werden von der Suva getragen. tion grösserer Anlässe und die UnterDas wissen vielleicht viele nicht, welche stützung eines Fussballclubs, welcher ein Turnier veranstalten möchten. die Abläufe solcher Turniere beherrscht. Heinz Depping, die Organisation eines solchen Anlasses bedeutet viele Stunden freiwilliger Arbeit. Durch was werden Sie schlussendlich doch belohnt und denken Sie schon an das nächste Turnier? Der durchwegs positive Tenor von Spielerinnen und Spielern und auch von Firmenchefs lassen mich gerne an den nächsten Anlass denken. Haben Sie schon ans Aufhören gedacht und warum? Ja, leider. Hervorgerufen durch einzelne negative Äusserungen, auf die ich aber nicht näher eingehen möchte. Wer oder was hat Sie zum Weitermachen überzeugt? Das Gute siegt letzten Endes doch. Eine schöne Tradition darf doch im Sinne von allen weiterleben. Zudem ist es eine echt tolle Sache für unseren Nachwuchs. Der «Lüftiger Cup» ist heute der einzige Branchenanlass dieser Art. Es hätte also bestens Raum für weitere in der Schweiz. Welche drei wichtigsten Punkte geben Sie als «Alter Hase» im Turniergeschäft möglichen Neo-Organisatoren mit auf den Weg? Gut verankert in der HLK-Branche, möglichst mit landesweiten Kontakten.

Die Wandlung vom harten Grümpelturnier mit hohem Verletzungspotenzial zum fairen und gesitteten Fussballanlass ist sehr positiv und sportbegeisterte Mitarbeiter können aus Sicht der Geschäftsführer bedenkenlos teilnehmen. Sind die Firmenverantwortlichen darüber informiert oder wissen Sie über eher negative Stimmung diesbezüglich in der Branche? Erfahrungsgemäss ist die Stimmung immer noch eher negativ einzuordnen. Das Wissen um die Zusammenarbeit mit der Suva und die dank nur einem leicht havarierten Spieler erfreulich tiefe Verletztenrate könnten ein Umdenken bewirken. Ich denke, solch positive Ereignisse sollten auch mehr kommuniziert werden. Der Anlass steht unter dem Patronat von ProKlima (Verband Hersteller und Lieferanten Klima-Lüftung-Kälte) sowie von suissetec (Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband). War das von Anfang an so, dass namhafte Organisationen der Branche den Anlass unterstützt haben? Nein. Als ich mit den Vorarbeiten der 28. Austragung des Turniers begann, habe ich um eine Zusammenarbeit nachgefragt und in der Folge auch Un-

terstützung von den genannten Organisationen erhalten. Was denken Sie, stehen die Verbände hinter solchen Turnieren oder bestehen Vorbehalte quasi in den eigenen Reihen? Das ist schwierig zu beurteilen. Einerseits ist man froh, dass ein solcher Anlass durchgeführt wird. Andererseits waren wohl aus Kapazitätsgründen keine erfahrenen Personen von den Verbänden entsandt worden. Wie empfinden Sie als Organisator den Spirit der einzelnen Mannschaften? Einfach super. Ich habe die allgemein grosse Motivation und die durchwegs gute Stimmung der Aktiven schlicht genossen. Ein herrlicher Tag. Heinz Depping, was wünschen Sie sich zum 30. Lüftiger Cup? Zuerst ganz eindeutig: keine verletzten Spieler. Dann mehr Engagement bezüglich Sponsoring durch die Verbandsmitglieder. Von unserer Seite werden wir alles daran setzen, um das Turnier noch professioneller durchführen zu können. Heinz Depping. Besten Dank für das interessante Gespräch und nochmals herzliche Gratulation zum erfolgreichen 29. Lüftiger Cup. Für die Agenda: Der 30. Lüftiger-Cup findet am Samstag, 22. Juni 2013, ■ statt.


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ELCO und CIPAG spannen im Service zusammen

Kunden von CIPAG profitieren am meisten von der Eingliederung Mitte letzten Jahres hat die Elcotherm AG die Aktienmehrheit an der Cipag AG erworben. Per 1. Juli 2012 ist die Serviceorganisation von Cipag in diejenige von Elco integriert worden. Weshalb die Eingliederung vollzogen wurde und welche Vorteile sich daraus für Installateure und Endkunden ergeben, wollten wir von René Schürmann, CEO von Elco, wissen. Interview: Jean Haag Herr Schürmann, was waren die Hauptgründe, die Serviceorganisation von Cipag in diejenige von Elco zu integrieren? René Schürmann: Die Stichworte dazu heissen Kompetenz und Wirtschaftlichkeit. Elco verfügt im Bereich Wärmeerzeugung über das dichteste Servicenetz in der Schweiz. 350 Fachleute garantieren einen professionellen Service und eine rasche Störungsbehebung. Dazu bieten wir einen Pikettdienst rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr an. Wie bei Cipag die Warmwasserbereitung, so gehören bei Elco Wartung und Service zu den Kernkompetenzen. Dabei geht es nicht allein um die Erfüllung des Auftrags vor Ort. Angesprochen sind auch die vor- und nachgelagerten Funktionen wie Disposition, Materiallogistik oder Infrastruktur. Welchen Stellenwert hatten Wirtschaftlichkeitsüberlegungen? Kosten-Nutzen-Analysen sind ein Instrument der Unternehmensführung. Sie dienen auch als Basis für Projektentscheidungen. Obwohl feststeht, dass Cipag als Marke erhalten und als Unternehmen unabhängig bleiben wird, macht es wirtschaftlich keinen Sinn, unter dem Dach der Elcotherm AG zwei Serviceorganisationen parallel zu führen, die zudem auf gleichen oder ähnlichen Gebieten tätig sind. Um unsere Stellung im Servicebereich zu stärken, müssen Optimierungsmöglichkeiten genutzt werden. Ziel ist es, den Kunden noch bessere Leistungen zu bieten. Welche Vorteile dürfen die Kunden von der Eingliederung der Serviceorganisation von Cipag erwarten? Wir sprechen mit unserem Service zwei verschiedene Kundengruppen an, nämlich Installateure und Endkunden. Für den Installateur ist wichtig, dass die Inbetriebnahme der Heizungsanlage, die er installiert hat, professionell vorgenommen wird. Darüber hinaus bieten wir ihm eine umfassende Palette von Dienstleistungen an, die seine Position im Markt verbessert. Er entscheidet letztlich selbst, welche Leistungen er davon beanspruchen will. Struktur

und Grösse seines Unternehmens sind für den Entscheid in der Regel die massgeblichen Kriterien.

Und wie profitieren die Endkunden von der Serviceintegration? Die Endkunden von Cipag profitieren am meisten von der Eingliederung, während sich für Kunden von Elco nichts ändert. Anstatt rund 20, stehen den Kunden von Cipag neu gut 370 Servicetechniker, verteilt über die ganze Schweiz, zur Verfügung. Somit wird im Störungsfall dank kurzer Anfahrtswege der Servicetechniker viel schneller vor Ort sein. Weiter können Spitzen besser abgefedert, Stellvertretungen leichter organisiert werden. Ferner verfügen die vor- und nachgelagerten Funktionen über eine effiziente Infrastruktur und ein hohes Fachwissen im Bereich von Servicedienstleistungen. Erste Erfahrungen zeigen, dass die ehemaligen Kunden von Cipag die neuen Vorteile sehr zu schätzen wissen. Müssen Installateure keine Bedenken haben, dass ihr angestammtes Servicegeschäft tangiert wird? Nein, in keiner Weise, ihr angestammtes Servicegeschäft wird von der Serviceintegration von Cipag nicht tangiert. Wo es zu Überschneidungen oder Doppelspurigkeiten kommt, wird sich eine einvernehmliche Lösung finden, die sich an den Interessen des Endkunden orientiert. Worin lagen die Herausforderungen bei der Umsetzung des Projekts? In jedem Betrieb gibt es Prozesse, die nicht formalisiert, das heisst nirgends in geeigneter Form aufgezeichnet sind. Vieles davon wird unter der Hand abgewickelt. Diese informellen Prozesse müssen erst korrekt erfasst und dokumentiert werden, wofür spezielle Techniken und Methoden existieren. Ohne diese formalisierten Prozesse ist es einem Servicetechniker von Cipag nicht möglich, eine Anlage von Elco zu warten, und umgekehrt natürlich auch nicht. Gab es weitere Knackpunkte? Bestimmt, unter anderem der Zeitfaktor. Es stand nur ein enger Zeitkorridor von vier Monaten zur Verfügung, um das Projekt abzuwi-

ckeln. Verzögerungen konnten wir uns nicht leisten, weil mit dem Beginn der Heizperiode eine Belastungsspitze für die Serviceorganisation verbunden ist und flankierende Massnahmen wie Schulungen zuvor umgesetzt sein müssen. Zentral war auch der EDVBereich. Es musste erst abgeklärt werden, ob der Anlagenpark von Cipag in das IT-System von Elco integriert werden kann oder ob das System aufgebrochen und umgebaut werden muss. Wäre Letzteres der Fall gewesen, wäre der Endtermin infrage gestellt worden. Nachdem die Daten- und Systemanpassungen abgeschlossen, die Integrationstests und die Versuche unter Betriebsbedingungen erfolgreich verliefen, konnte der operative Betrieb planmässig am 1. Juli aufgenommen werden.

Somit hat das Projektteam ganze Arbeit geleistet? Das darf man wohl so sagen. Mit Martin Zwicky, Leiter Unternehmensentwicklung von Elco, der eigens für dieses Projekt abgestellt wurde, stand ein erfahrener Fachmann als Leiter zur Verfügung. Viele der Aufgaben waren neben dem Tagesgeschäft zu bewältigen. Man muss allen Beteiligten von Cipag und Elco ein Kränzchen winden. Ohne ihren vollen Einsatz hätten wir das Projekt nicht termingerecht starten können.

Die Integration eines Firmenteils in ein anderes Unternehmen hat auch eine menschliche Komponente. Wie haben die Mitarbeiter von Cipag auf die Veränderung reagiert? Anfänglich, als das Projekt anlief, herrschte einige Betroffenheit. Man sah den vermeintlichen Verlust, weniger den zusätzlichen Gewinn. Bis man dies realisierte, brauchte es einige Zeit. Von einzelnen Abgängen abgesehen, ist das Gros der Servicetechniker von Cipag an Bord geblieben. Sie ziehen kräftig mit, weil sie spüren, dass sie in der Serviceorganisation von Elco nicht nur respektiert werden, sondern auch Chancen haben, sich auf neuen Fachgebieten zu qualifizieren. Wie lautet Ihre erste Bilanz der Serviceintegration von Cipag? Zwar sind einige Teilprojekte noch nicht abgeschlossen, aber der Start hat geklappt, die Organisation funktioniert, und wir sind optimistisch, dass wir all unsere hohen Ziele auch auf anderen Gebieten wie in der Materiallogistik oder Schulung im Laufe der nächsten Monate voll und ganz erreichen werden. ■

Elcotherm AG 7324 Vilters Tel. 081 725 25 25 www.elco.ch www.cipag.ch

Zur Person René Schürmann, 48, seit 2008 CEO von Elco, ist im Rahmen der Ariston Thermo Group, der Muttergesellschaft von Elco, auch Länderverantwortlicher für die Schweiz. In dieser Funktion trägt er Verantwortung für CIPAG und Domotec. René Schürmann hat eine Lehre als Maschinenzeichner absolviert. Im Rahmen des zweiten Bildungswegs studierte er Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen. Anschliessend war er für 10 Jahre für die Hilti Gruppe in der Schweiz, den USA und in England tätig, hauptsächlich im Verkauf und Kundendienst. Über verschiedene Zwischenstationen avancierte er zum Verkaufsdirektor. Vor dem Eintritt bei Elco leitete er während vier Jahren die Velux Schweiz AG, den Markführer für Dachfenstersysteme.


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Biral campus in Münsingen ist eröffnet worden

Das Ziel: die richtige Pumpe am richtigen Ort Auf dem Areal der Biral AG in Münsingen ist, eingegliedert im totalerneuerten grossen Fabrikationsgebäude, auf 750 m2 der neue «Biral campus» entstanden. Verschiedene Berufsschullehrer und Ausbildungspezialisten haben am Konzept mitgearbeitet. formieren will, wird an unserem Kompetenzzentrum nicht vorbeikommen. Begegnung, Wissenstransfer, Meinungsaustausch finden hier statt. Sodann individuelle Schulung und Ausbildung, ausgerichtet auf ein breites Spektrum von Branchenangehörigen. Dazu wird der Biral campus auch ein Ort des Erlebens sein.»

Der Biral campus steht für Schulungen und als Treffpunkt zur Verfügung. Die sechs Bilder symbolisieren Wissen, Dialog, Erlebnis, Bildung, Praxis, Fortschritt. (Foto: Biral)

Peter Warthmann ■ Zum Zielpublikum des neuen Biral campus zählen Installateure der Heizungs-, Kälte-, Klima- und Sanitärbranche, aber auch Gebäu-

detechnikplaner der HaustechnikFachrichtungen sowie Studenten der Höheren Fachschulen, der Fachhochschulen und der gewerblichen Berufsschulen.

Biral-Geschäftsführer Roger Weber: «Der Biral campus soll ein Treffpunkt der Branche mit nationaler Ausstrahlung werden. Wer sich umfassend über Pumpen in-

Claudio Müller, Berufsschullehrer und Verantwortlicher für die Weiterbildung im Schw. Verein für Kältetechnik SVK, hat am Praxisraum-Konzept mitgearbeitet und erklärt hier die Demo-Anlage zum Thema «Hydraulischer Abgleich»: moderne geregelte und ältere ungeregelte Umwälzpumpe, Expansionsgefäss, Regelventile und Durchflussmessstrecken mit Konus-Messkörpern. (Fotos: Peter Warthmann)

Praxis- und Demonstrationsraum Herz des Biral campus ist der Praxisraum, wo alle Bauarten von Biral-Pumpen in Aktion gezeigt werden. Die Pumpen sind in praxisähnliche Situationen eingebaut und können in unterschiedlichen Betriebszuständen umfassend ausgemessen werden. Dabei werden physikalische Grössen wie Druck, Fördermenge, Leistungsaufnahme etc. gemessen und direkt als grafische Ganglinien dargestellt. So können nicht nur die Pumpen im Betrieb erlebt werden, sondern auch hydraulische Systeme und die Abhängigkeiten von massgebenden Parametern dargestellt und verstanden werden. Der Praxisraum ist unterteilt in folgende Bereiche: Tauchbecken, Pumpen-Austausch,

Adrian Hunziker, Biral-Produktmanager Heizung/Lüftung/Klima, erläutert die Vorteile einer modernen geregelten Umwälzpumpe gegenüber der konventionellen Standardpumpe für die Wärmeverteilung mit Heizkörpern oder Fussbodenheizung.


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Heizungsmodell, Brauchwassermodell, Hydraulischer Abgleich und Regelkreisläufe. Schulungsangebot Am Biral campus werden Schulungsblöcke angeboten zu acht unterschiedlichen Modulen: 1) Heizung/Lüftung Installateur, 2) Hei-

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zung/Lüftung Planer, 3) Klima/Kälte Installateur, 4) Klima/Kälte Planer, 5) Wasserversorgung Installateur, 6) Wasserversorgung Planer, 7) Abwasserentsorgung Installateur, 8) Abwasserentsorgung Planer. In den Modulen 1-3 werden unter anderem Themen behandelt wie «Warum werden in Zukunft nur

Roger Weber, Geschäftsführer der Biral AG, und Ulrich Hugi, Präsident vom Schw. Brunnenmeister-Verband SBV, an der Eröffnung des Biral campus.

Bruno Schmocker, Biral-Produktmanager Wasserversorgung, zeigt eine drehzahlgeregelte Druckerhöhungsanlage. Dahinter Demo-Pumpensumpf mit Einbauten wie Tauchpumpen, Steuerbirnen etc.

noch hocheffiziente A-Pumpen eingesetzt (Richtlinien)», Einstellung von hocheffizienten A-Pumpen, Erkennen von Störungen. Zu den Planer-Modulen gehören speziell «Pumpenanlagen berechnen, auslegen und planen», «Die beste Pumpe für die vorliegenden Einsatzbedingungen auswählen», «Erfolgreiche Inbetriebnahme der Installation», «Mögliche Optimierungen der Pumpenanlage erkennen und Vorschläge unterbreiten können».

Biral campus als Treffpunkt Der Biral campus bietet Raum zum offenen Austausch unter angehenden und gestandenen Fachleuten. Diskutieren und Fachsimpeln über neuste Trends der Branche gehören dazu. Der Biral campus mit Vorführ-, Ausstellungs- und Instruktionsräumen, Tagungssaal mit bis 120 Plätzen und Cafeteria kann als Treffpunkt für Verbände oder als Veranstaltungsort für branchenspezifische Tagungen genutzt werden. ■ www.biralcampus.ch

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Schweizer Bau- und Energie-Messe in Bern: Donnerstag, 8., bis Sonntag, 11. November 2012

Bau- und Energie-Messe 2012: Eröffnungstag mit 18. Herbstseminar Die Bau- und Energie-Messe beginnt am 8. November 2012 in Bern mit dem Herbstseminar. Hier geht es um die Energiewende und entsprechende Massnahmen. An der Messe wird ein breiter Überblick über Produkte und Dienstleistungen geboten; Sonderschauen zu unterschiedlichen Themen sowie ein umfassendes Kongressprogramm informieren Fachleute und Private über modernste Trends. ■ Die Messe bietet an der BernExpo Bern einen fachgerechten Überblick über alle bau- und energierelevanten Themen. Es werden innovative Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Kontakte mit Fachleuten schaffen die Grundlage für geplante Gebäudemodernisierungen. Energieeffizienz und erneuerbare Energien prägen das Angebot der Messe. Mit über 400 Ausstellern setzt die diesjährige Bau- und Energie-Messe neue Massstäbe und unterstützt die Umsetzung der Anforderungen an zukunftsgerichtetes und energieoptimiertes Bauen.

mationen zur Verfügung. Die kantonalen Energiefachstellen, das Gebäudeprogramm Schweiz und diverse Verbände und Organisationen sind in der Beraterstrasse präsent. Die Sonderschau «Elektromobilität» bietet Probefahrten mit Zweirädern. Neu ist eine Sonderschau zu «Gesund Bauen – Wohnen – Arbeiten» vorgesehen, um neben den energieeffizienten Aspekten auch die ökologischen Besonderheiten der eingesetzten Materialien und Komponenten zu beleuchten. Das Kompetenzzentrum Minergie zeigt Neues zum Schweizer Gebäudestandard.

Spezielles und Sonderschauen Erneut steht die Beraterstrasse der Kantone für eine Vielfalt an unabhängigen, kompetenten Infor-

Kongressveranstaltungen für Fachleute und Private Das umfangreiche Kongressprogramm greift spezifische Themen

auf und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern der Messe zielführende Informationen von Fachreferenten. Es ist wiederum ein umfassendes Angebot geplant: LED, Solarstrom und -wärme, Komfortlüftung, internationaler PlusenergieKongress, Elektromobilität, nachhaltiges Immobilien-Management, Trinkwasser, Solar-Architektur, Wärmepumpen, Wärmedämmung und vieles mehr. Durchgeführt wird das Kongressprogramm in den optimierten Räumlichkeiten der Bau- und Energie-Messe. 18. Herbstseminar: Wege zur Energiewende Am Eröffnungstag, dem 8. November 2012, findet das Herbstseminar statt. Dieses thematisiert Strategien und Massnahmen für die Energiewende. Mit Energieeffizienz und einer vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien soll dieses Vorhaben realisiert werden. Herbst-

seminar-Zielpublikum sind Bauund Energiefachleute sowie Investoren. Vorgestellt werden innovative Konzepte und deren wirtschaftliche Vorteile. Programm und Anmeldung: www.bauenergiemesse.ch/herbstseminar Küche, Bad, Möbel als neue Themen der Bau- und Energie-Messe Erstmals sind an der Bau- und Energie-Messe die Themen Küche, Bad und Möbel, Design, Innenarchitektur vertreten. Die Aussteller der ehemaligen Suissehome erhalten eine ausgezeichnete Plattform, um ihre Produkte und Dienstleistungen einem interessierten Publikum zu präsentieren. Das ganze Spektrum des Bauens kann an einer Messe besichtigt werden. ■ Vgl. auch HK-Gebäudetechnik 8/12, Seite 101. Weitere Informationen: www.bauenergiemesse.ch

Schweiz. Bau- und Energie-Messe Focus Events AG, 2500 Biel Tel. 032 344 03 18, konstantin.brander@bauenergiemesse.ch www.bauenergiemesse.ch

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MWH Barcol-Air AG: Stäfa und Zürich werden zusammengelegt

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■ Der Hauptsitz in Stäfa ZH sowie der Standort in Zürich wurden per 17. September 2012 in neuen Büroräumlichkeiten in Schwerzenbach ZH, Wiesenstrasse 5, zusammengeführt. Neben dem Verkauf werden auch die Ausführung (Projektmanagement) sowie die gesamte Administration, das Produktmanagement/Entwicklung und die Geschäftsleitung in Schwerzenbach ansässig. Ziel ist es, damit entstehende Synergien zu nutzen und die Position auf dem Deutschschweizer Markt zu stärken. Die Produktion in Oetwil am See bleibt bestehen. Für die Kunden und Geschäftspartner ändert sich nichts. Das gesamte Team freut sich darauf, die Kunden auch am neuen Standort in der Realisation ihrer Projekte zu unterstützen. MWH Barcol-Air ist in der Schweiz führender Anbieter von Indoor Cli-

mate-Lösungen, die auf höchsten Komfort der Benutzer ausgerichtet sind. MWH Barcol-Air verfügt über eine breite Palette an Deckenklimasystemen (Heizen, Kühlen, Lüften), die mit integrierter Akustiklösung einen optimalen Komfort bieten. Daneben komplettieren Lüftungskomponenten das Programm. Die Indoor Climate-Projekte werden in der ganzen Schweiz sowie mit eigenen Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien und Frankreich betreut. In zahlreichen weiteren Ländern verfügt MWH Barcol-Air über Partnerschaften mit ausgewählten Indoor Climate-Spezialisten. ■ MWH Barcol-Air AG 8603 Schwerzenbach Tel. 058 219 40 00 info@mwh.ch www.mwh.ch


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Bringt auch Kleines gross heraus. Dieses Inserat macht Werbung für Werbung in Zeitungen und Zeitschriften. Der Verband SCHWEIZER MEDIEN schreibt dazu jedes Jahr einen Wettbewerb für junge Kreative aus. Dabei siegte auch diese Arbeit – kreiert wurde sie von Sebastian Eppler, Werbeagentur Wundermann und Luca Schneider, Werbeagentur Euro RSCG, Zürich. www.das-kann-nur-ein-inserat.ch

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Lehrabschlussfeier 2012 der R. Nussbaum AG

Matthias Probst (Produktionsmechaniker), Patrik Hohl (Polymechaniker), Livio Müller (Polymechaniker), Fabian Reinmann (Polymechaniker), Amina Steggerda (Kauffrau E-Profil), Aaron Plüss (Produktionsmechaniker).

■ Die diesjährige Lehrabschlussfeier der R. Nussbaum AG führte zuerst nach Zürich-Kloten. Um 11.45 Uhr besammelten sich sechs erleichterte und glückliche Lehrab-

schlussgänger und ebenfalls sechs Begleitpersonen am Bahnhof Olten, um mit dem Zug zur SR Technics, dem weltweit führenden Anbieter von Flugzeugwartung und

Überholung, an den Flughafen Zürich zu reisen. Bei der Ankunft am Flughafen Zürich kam angesichts des emsigen Treibens und der speziellen Atmosphäre sofort Reiselust auf. Die Gruppe Nussbaum blieb jedoch «on the ground». Ausgerüstet mit Badges, mit welchen man auch ohne Flugticket die zahlreichen Sicherheitskontrollen passieren konnte, begann eine intensive und ausführliche Führung, die spannende Einblicke in die Aufgaben der SR Technics ermöglichte, z. B. die Reparatur und den Unterhalt von Flugzeugen aber auch deren Umbau in eine luxuriöse Privatmaschine für einen reichen Scheich. Ein Höhepunkt war die Besichtigung eines Airbus A330-300 und eine kurze Rast in der 1. Klasse sowie die Besichtigung des Cockpits. Nach einem kurzen Abstecher auf die Besucherterrasse gings per Bahn zurück nach Olten. Im Zunft-

lokal der Fröscheweid erhielten die erfolgreichen jungen Berufsleute ihre Fähigkeitszeugnisse, grosszügige Prämien und Geschenke. Im Namen der Geschäftsleitung gratulierte Andreas Nussbaum zum Erreichen des ersten beruflichen Etappenziels und zu den guten Leistungen. Ausserdem zeigte er sich sehr erfreut über die Tatsache, dass sechs Lehrabsolventen weiterhin in der R. Nussbaum AG tätig sein werden. Bestimmt wird der eine oder andere von ihnen schon bald wieder an den Flughafen Zürich zurückkehren und mit einer von SR Technics gewarteten Maschine vom Boden abheben, um zu neuen Zielen und Horizonten aufzubrechen. Good luck ! ■ R. Nussbaum AG 4601 Olten Tel. 062 286 81 11 www.nussbaum.ch

GABAG, Sanitärtechnik: Geschäftsübergabe ■ Das traditionelle schweizerische Familienunternehmen GABAG Produkte AG mit Sitz in Küssnacht am Rigi SZ, bekannt für rundum überzeugende Sanitärtechnik, hat nach einer über 30-jährigen erfolgreichen Tätigkeit die Nachfolge mit einem Generationenwechsel geregelt. Unter der Firmierung « GABAG Produktions und Vertriebs AG» wird das Geschäft nun von Sandra und Urs Gassmann weitergeführt. Mit einem Produktesortiment von kompromissloser Qualität, welches mit Systemlösungen sowohl die Bedürfnisse des Kunden als auch

die Herausforderungen am Bau befriedigt, soll weiterhin der Fortbestand der Unternehmung gesichert werden. Innovationsgeist und Pionierarbeit stehen dabei immer an oberster Stelle. Mit neuen Produkten soll die Marktposition nicht nur gestärkt, sondern auch ausgebaut werden. ■

GABAG Produktions und Vertriebs AG 6403 Küssnacht am Rigi Tel. 041 854 46 64 info@gabag.com www.gabag.com

Generationenwechsel: Alfred Gassmann, Urs Gassmann, Sandra Gassmann, Ursula Gassmann.

Neue Mitarbeiter bei Viessmann (Schweiz) AG Bruno Widmer.

Josef Anton Graf.

Bruno Widmer (50) zeichnet neu als Leiter Kundendienst und Mitglied der Geschäftsleitung für die Viessmann (Schweiz) AG. Er ist Fachmann für Wärme- und Feuerungstechnik und ausgewiesener Branchenkenner. Die Leitung umfasst die Führung des ViessmannWerkskundendienstes sowie die Betreuung der Servicepartner für alle Energieträger und Leistungsgrössen. Damit sollen die fachlichen und ablauftechnischen Synergien für die Teams Öl/Gas, Wärmepumpen, Holz und prüfpflichtige Anlagen gesamtschweizerisch optimal genutzt werden. Bruno Widmer soll den Ausbau der

Kundendienstleistungen dem Firmenwachstum entsprechend weiterführen. Josef Anton Graf (37) ist seit kurzer Zeit als Projektingenieur Verkauf im Bereich Anlagenbau Holz für die Viessmann (Schweiz) AG tätig. Er ist gelernter Heizungsmonteur und dipl. Heizungstechniker. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Feuerungstechnik und in Alternativenergien. Sein Spezialgebiet umfasst Pellets, Hackschnitzel und andere holzartigen Brennstoffe im Leistungsbereich von 200 kW bis 13 MW mit den verschiedenen Filtertechnologien zur Einhaltung sämtlicher Emissionswerte der LRV

Schweiz. Er übernimmt die Aufgaben und das Verkaufsgebiet von Bruno Wickihalder und baut die starke Präsenz von Viessmann (Schweiz) AG für diesen wichtigen CO2-neutralen Brennstoff weiter aus. Josef Anton Graf ist Ansprechperson und Berater für die Marken KöB und Mawera. Sein Verkaufsgebiet erstreckt sich von der französischen Sprachgrenze bis zur Stadt Zürich und von Basel bis ins Tessin. ■ Viessmann (Schweiz) AG 8957 Spreitenbach Tel. 056 418 67 11 www.viessmann.ch


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Gemeinsame Philosophie von Marolf Haustechnik AG und BRZ WIBEAG

Von der Planung bis zur Ausführung alles aus einer Hand Marolf Haustechnik AG setzt seit 1934 auf Qualität und Innovationsbereitschaft und bietet umfassende Dienstleistungen; von der Planung bis zur Ausführung kommt alles aus einer Hand. Genau dies schätzt der Geschäftsführer von Marolf Haustechnik AG auch an BRZ WIBEAG. Gleiche Unternehmensphilosophie verbindet. BRZ WIBEAG liefert und pflegt die gesamte IT-Infrastruktur des seeländischen Unternehmens. ■ Mit Gil Marolf, Projektleiter Sanitär und Systembetreuer, ist seit 2011 bereits die dritte Generation im Unternehmen. Der Vater übernahm es einst von seinem Onkel. Im Laufe der Jahre ist das Unternehmen stetig gewachsen und zählt heute 30 Mitarbeitende und 5 Lernende. Umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Installationen, Neubauten, Umbauten, Planungen, Technisches Büro, Haustechnik, Service, Reparaturen und 24hPikettdienst machen die Firma zu einem Generalunternehmer in der Haustechnik. Als Spezialisten für Heizung und Alternativenergien, Lüftung/Klima/Kälte, Sanitär und Wasseraufbereitung sowie Öl- und Gasfeuerung betreuen sie kleine und grosse Projekte mit grosser Sorgfalt von A bis Z. Die Freude am Handwerk und an der Innovation ist, neben motivierten und top ausgebildeten Mitarbeitenden, die Basis für die sehr hohe und stetige Qualitätsleistung. «Wir heben uns von Mitbewerbern ab, indem wir neben Heizungen und Lüftung, auch Sanitär oder Gasfeuerung anbieten. So haben unsere Kunden alles aus der Hand eines verantwortlichen Partners.» Seit 25 Jahren zufriedene Kunden von BRZ WIBEAG Marolf Haustechnik AG hat die gesamte IT-Infrastruktur (Server, PC, Drucker, Internet, E-Mail-Zugriff

administrativen Aufgaben von der Offertstellung, über den ServiceAuftrag, bis zur Kostenrechnung und sogar die Lohnbuchhaltung lassen sich mit der gleichen Software erledigen. Damit sind die Kennzahlen und Daten stets aktuell und müssen nur einmal erfasst werden. Fehlerquellen bei der Eingabe werden so minimiert und es ergibt sich eine klare Zeitersparnis. Auswertungen müssen somit auch nicht aus verschiedenen Datenquellen zusammengesucht werden, sondern sind integriert jederzeit verfügbar.

Sanitärtechnische Anlagen müssen über lange Zeit störungsfrei funktionieren, deshalb ist eine sorgältige Planung für die Marolf Haustechnik AG enorm wichtig. (Foto: Marolf Haustechnik AG)

auf Handy, Netzwerk, Belegleser) von der BRZ WIBEAG. Dies hat sich bewährt und die langjährige und gute Zusammenarbeit wurde nie in Frage gestellt. Gil Marolf schätzt den guten Service und die kompetenten IT-Spezialisten der BRZ WIBEAG. Angebot und Service stimmen, Anfragen werden durch BRZ WIBEAG Mitarbeitende kompetent über Helpline, Telefon oder Fernwartung gelöst. Seit Jahren werden die Anliegen ernst genommen und auch bei grösseren Umstellungen wurde kompetente und zeitgerechte Betreuung garantiert.

«Wir arbeiten schon seit eh und je mit der BRZ WIBEAG und waren stets zufrieden.» Suche nach einer innovativen integrierten Administration Caroline Prati, Kundenbetreuerin von BRZ WIBEAG, erinnert sich, dass die Zusammenarbeit an einer Messe angefangen hat, wo sie Herr und Frau Marolf die integrierte Bauadministration DOMUS advanced vorstellen durfte. Die beiden waren von der einfachen und verständlichen Präsentation begeistert und liessen sich von dieser innovativen Lösung überzeugen. Alle

«Da wir alles mit DOMUS advanced machen, kennen wir keine Schnittstellenproblematiken, alles ist kompatibel, effizient und sehr bedienerfreundlich. Und da uns BRZ WIBEAG auch die gesamte Hardware liefert und den Support für Software und Geräte garantiert, kommt alles aus einer Hand. Komfortabler geht es kaum.» ■

Marolf Haustechnik AG 3235 Erlach BE Tel. 032 338 88 77 info@marolfag.ch www.marolfag.ch BRZ WIBEAG 6343 Rotkreuz Tel. 041 799 07 99 kundendienst@brz-wibeag.ch www.wibeag.ch

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Neu: mit der Nussbaum App bestellen

Als registrierter Nussbaum-Kunde kann man mit der Nussbaum-App nicht nur technische Informationen abrufen, sondern neu auch direkt bestellen.

■ Seit der Aufschaltung der Nussbaum App während der Swissbau 2012 nutzen immer mehr Sanitärund Heizungsfachleute die Möglichkeit, Produktinformationen und Montageanweisungen bequem auf ihrem Smartphone oder Tablet abzurufen. Ab sofort können damit nun sämtliche Artikel überall und jederzeit bestellt werden. Für die Geschäftsprozesse hin zum Kunden wird die digitale Welt immer bedeutender. So verändern sich auch deren Bedürfnisse und Wünsche bezüglich Mobilität bei Produktherstellern. Deshalb war für

die R. Nussbaum AG, Marktleader im Bereich Trinkwasser-Verteilsysteme, schon bei der Lancierung der Nussbaum App klar, dass bald auch eine Bestellmöglichkeit angeboten wird. Nun kann der Kunde, sofern er über einen Nussbaum Online-Shop-Account verfügt, auch mit dem Smartphone bestellen. So werden die Artikel am folgenden Werktag direkt auf die gewünschte Baustelle oder in die Werkstatt geliefert, oder liegen auf Wunsch zur Abholung in einer der 15 Filialen bereit. Dank der 12-Monate-Bestellübersicht im Onlineshop behält

der Kunde so jederzeit die Kontrolle über seine getätigten Aufträge. Die gewünschten Produkte können via App über die Sortimentsnavigation oder, wenn die Artikelnummer bekannt ist, via Schnellerfassung direkt bestellt werden. Falls auf der Baustelle bereits vorhandene Produkte nachbestellt werden müssen, genügt auch das Scannen des Strichcodes auf der Verpackung und die Eingabe der gewünschten Stückzahl. Gleichermassen können im Lager fehlende Produkte via Etiketten elektronisch erfasst und an Nussbaum übermit-

telt werden. So sind Nussbaum Technikbuch, Montagehelfer, Montageanleitungen, Zertifikate und der komplette Katalog mit Bestellmöglichkeit in einer App vereint: Effizient, wirtschaftlich und smart. Die App ist verfügbar im App-Store (ab iOS 4.0) und Google Play (Android ab 2.2). ■

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Photovoltaik im Aufwind – Bauherren vertrauen auf den Bundesrat ■ Gemäss einer Umfrage bei den wichtigsten Photovoltaik-Anbietern in der Schweiz ist 2012 mit einem Marktwachstum von mindestens 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. Die im laufenden Jahr neu installierte Leistung wird somit bei mindestens 150 MW liegen. Ende Jahr wird die gesamthaft installierte Solarstromleistung in der Schweiz auf über 350 MW anwachsen. Die Jahresproduktion steigt auf mindestens 330 GWh an, was 0,5 % des Strombedarfs entspricht. Die wirtschaftlichen Aussichten der schweizerischen Installationsbetriebe sind damit deutlich besser als jene der Produktionsbetriebe, die unter den weltweiten Überkapazitäten leiden.

Doch die positive Beurteilung ist mit Vorsicht zu geniessen: Sehr viele Bauherrschaften lassen neue Anlagen erstellen oder erweitern bestehende Anlagen, im Vertrauen darauf, später in den Genuss der kostendeckenden Einspeisevergütung ( KEV ) zu kommen. Damit ist auch teilweise zu erklären, weshalb dreimal mehr installiert wird, als in Form des KEV-Photovoltaik-Kontingents von 50 MW durch den Bundesrat im laufenden Jahr freigegeben wurde. Swissolar appelliert an Bundesrat und Parlament, das erbrachte Vertrauen von Landwirten, Gewerbebetrieben und privaten Haushalten nicht zu missbrauchen und rasch möglichst eine verlässliche KEV ohne Deckelung

einzuführen. Damit ist die Umsetzung des Swissolar-Ziels von 20 Prozent Solarstrom bis 2025 möglich – der rasche Zuwachs der letzten Jahre zeigt, dass dieses Ziel realistisch ist. Völlig ungenügend ist demgegenüber das gemäss Tages-Anzeiger (online) vom 8. August 2012 vom Bundesrat anvisierte Ziel einer gesamthaft installierten Leistung von nur gerade 600 MW bis 2020. Die aktuelle Marktdynamik zeigt, dass dieses Ziel bereits 2014 erreicht werden kann. 600 MW im Jahr 2020 würde gerade einmal 1 % des Strombedarfs in der Schweiz entsprechen. Als Vergleich: Italien und Deutschland haben schon jetzt je 5 % Solarstromanteil. Ver-

nünftig wäre deshalb eine Zielsetzung von 8 bis 10 % bis zum Jahr 2020. Ein weiteres unübersehbares Argument für eine KEV ohne Deckelung sind die rasant sinkenden Preise von Photovoltaik-Anlagen und die damit einhergehende massive Senkung der Gestehungskosten für Solarstrom (Reduktion zwischen 2009 und 2012 um rund 60 %). Swissolar fordert daher den Bundesrat auf, die Zielformulierung deutlich nach oben anzupassen und damit die Tatsache zu berücksichtigen, dass Photovoltaik auch in der Schweiz zu den tragenden Säulen der zukünftigen Stromversorgung gehört. (Quelle: Swissolar) ■


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Zur funktionalen Differenzierung zweier Systeme der energetischen Gebäudebewertung

MINERGIE und GEAK Quelle: Positionspapier des Vereins Minergie ■ Der Gebäudenergieausweis der Kantone, kurz GEAK, wurde 2009 geschaffen, um Käufern und Mietern bestehender Bauten einen einfachen, neutralen und benutzerunabhängigen Vergleich von deren energetischer Bauqualität anzubieten. Als Bewertungsgrösse wird primär der Heizwärmebedarf, also die Wärmedämmung der Gebäudehülle, verwendet. Zusätzlich wird die Gebäudetechnik summarisch mit dem Begriff Gesamtenergieeffizienz bewertet. Der GEAK wird in zwei Formen als GEAK und GEAK Plus angeboten. Der GEAK beurteilt ein Gebäude grob aus energetischer Sicht und klassiert es, beispielsweise als Kriterium bei Handänderungen. Der GEAK Plus enthält zusätzlich eine bauherrenbezogene Beratung und dient als Grundlage für eine Gebäudeerneuerung. Als kostengünstige Entscheidungsgrundlage und zur Sensibilisierung von Gebäudeeigentümern und -käufern hat sich

sowohl die Modularität als auch die einfache Bewertungsmechanik bewährt. Die Marke «MINERGIE®» und deren Standards wurden 1996 von den Kantonen, dem Bundesamt für Energie BFE und der Industrie eingeführt. Damit werden Bauherren und Baufachleuten Motivation, Ziele und Ausführungsanleitungen für Bauvorhaben gegeben, die einerseits einen nachhaltig tiefen Energieverbrauch, anderseits einen guten Wohn- und Arbeitskomfort sowie eine gute Werterhaltung erreichen. Diese Definitionen stehen Bauherrschaften und Bauplanern als unmissverständliche Zielvereinbarungen zur Verfügung. Mit der Vorgabe eines Minergie-Standards ist eine Zertifizierung verbunden, die in hohem Masse sicherstellt, dass die Ziele auch erfüllt werden. Beim GEAK handelt es sich um ein diagnostisches Instrument für bestehende Bauten, bei Minergie und den Minergie-Standards, um ein Instrument zur Umsetzung von Zielen zur Energieeffizienz und Gebäudequalität für Vorhaben zu neuen

und bestehenden Bauten. Damit sind die beiden Systeme der energetischen Gebäudebewertung im besten Sinne komplementär. Das GEAK-Prozedere erhöht die Sensibilisierung, Minergie setzt umfassende Ziele. Das Scharnier zwischen den beiden Verfahren bildet die im Rahmen des GEAK Plus angebotene Beratung, die bei günstigen baulichen Verhältnissen die Modernisierung nach Minergie empfiehlt. Minergie zielt auf eine umfassende Erneuerung von Bauten. Sowohl die Zielvorgaben als auch die Berechnungsweise fördern integrale Gebäudekonzepte. Dadurch bleibt den Bauherrschaften wie den Planenden eine grosse Freiheit in der Abstimmung zwischen baulichen und haustechnischen Massnahmen ebenso wie in der Gestaltung und Materialisierung der Gebäude. Optimierungspotenzial ergibt sich auch durch den Einbezug der Grauen Energie in die Bewertung (Minergie-A und Zusatz ECO ). Die Minergie-Standards bieten eine auch im internationalen Kontext

einzigartige Definition und Erfahrungsbasis zum Fast-Null-, Nullund Plus-Energiehaus. In Anbetracht des europaweiten Trends zum Fast-Null-Energie-Haus (Nearly Zero Energy Building) bergen sie ein enormes Multiplikationspotenzial. Die Minergie-Standards sind nicht nur zum GEAK komplementär, sie sind ebenso stringent Wegbereiter für die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn). Fazit Der GEAK dient zur energetischen Bewertung von Wohn- und Dienstleistungsbauten. Mit dem GEAK Plus wird eine Beratung zur Gebäudeerneuerung angeboten. Entsteht bezüglich Energie, Komfort und Werterhaltung ein gutes Gebäude, kann es mit dem Minergie-Zertifikat ausgezeichnet werden. Minergie setzt somit zweckmässige Mindestanforderungen an gute Gebäude. ■

www.minergie.ch www.geak.ch

Geberit meldet ein gutes Halbjahresergebnis ■ Trotz Franken-Stärke und Schuldenkrise hat Geberit im ersten Halbjahr mehr verdient und damit die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Unter dem Strich erzielte Europas grösster Sanitärtechnikkonzern einen Reingewinn von 226 Millionen Franken. Das sind 2,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Den Betriebsgewinn (Ebit) konnte Geberit um 3,1 Prozent auf 262,9 Millionen Franken verbessern. Eigentlich hätte der Konzern noch mehr verdient. Der

starke Franken habe aber rund 15 Millionen Franken beim operativen Gewinn weggefressen, erklärte Firmenchef Albert Baehny. Gute Geschäfte in Deutschland und Frankreich Positiv war das Wachstum in Geberits grösstem Markt Deutschland, wo die Verkäufe in Euro um 12,9 Prozent kletterten. Auch in Frankreich, Grossbritannien, Österreich, Nord-, Zentral- und Osteuropa konnte der Konzern zweistellig

zulegen. In der Schweiz dagegen sackte der Umsatz um 10,1 Prozent auf 140,2 Millionen Franken ab, nachdem Geberit im letzten Jahr die Preise gesenkt hatte. Damit wollte der Konzern verhindern, dass die Kunden jenseits der Grenze einkauften. Zudem drückte der eisige Winter auf die Verkäufe, weil wegen der Kälte viele Baustellen ruhten. Seit dem Frühling ziehe der Absatz wieder deutlich an, sagte Baehny. Dennoch zeigte sich der GeberitChef zuversichtlich: In Deutschland

Wenn es um Dampf und Industriekessel geht.

sei keine Verlangsamung der Geschäfte in Sicht. Die Nachfrage werde gut bleiben. Auch Österreich, Norwegen und Finnland dürften zulegen. Das gleiche erwarte er für Russland, Ungarn und Polen. Im Gesamtjahr wolle der Konzern wiederum solide Ergebnisse erzielen. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um 4 bis 6 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr hatte Geberit einen Umsatz von 2,12 Milliarden Franken erzielt. (www.geberit.ch) ■

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10. Forum Wärmepumpe am 8. und 9. November in Berlin ■ Am 8. und 9. November 2012 findet in Berlin das 10. Forum Wärmepumpe statt. Im Jubiläumsjahr erwartet der Bundesverband Wärmepumpe ( BWP ) e. V. mehr politische Entscheide denn je zum bundesweiten Branchentreff im Ellington Hotel in Berlin. Der vertrauensvolle Austausch von Experten aus Wirtschaft und Politik sei umso wichtiger, da das Jubiläumsforum in einer Zeit des Wandels stattfinde, erläutert BWP-Geschäftsführer Karl-Heinz Stawiarski: «Die Energiewende ist derzeit eines der am meisten diskutierten Projekte auf der politischen Agenda und auch für die gesamte Branche von zentraler Bedeutung.» Folglich setzt der BWP für das 10. Forum Wärmepumpe hier einen Schwerpunkt und konnte zu diesem Thema hochkarätige Redner gewinnen. So wird Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ein Grusswort sprechen und die politischen Aufgaben und Herausforderungen hinsichtlich der Energiewende beleuchten. Das Thema Förderung bildet mit mehreren Vorträgen sowie einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Politik und Wirtschaft einen weiteren Schwerpunkt. PraxisForum Erdwärme Im Rahmen des 10. Forums Wärmepumpe findet am Donnerstag, dem 8. November, zum vierten Mal in diesem Jahr das PraxisForum Erdwär-

me statt. Auf der Agenda stehen neben Innovationen und Neuentwicklungen aus der Branche auch eine Diskussion der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz von geothermischen Anlagen. «Nach den jüngsten Ereignissen in Rudersberg in Baden-Württemberg ist es noch wichtiger geworden, neben Bohrungen in höchster Qualität auch über eine transparente Kommunikation eventuellen Bedenken der Verbraucher zu begegnen», erklärt Dr. Martin Sabel, Geologe beim BWP (siehe auch HK-GT 1208, Geothermiekongress und Qualitätssicherung). Er wird das neue Massnahmenpaket des BWP e.V. vorstellen. Service für Planer: Marcellus Schulze vom bayerischen Landesamt für Umwelt informiert über Strukturen und Entwicklungen in der Genehmigungspraxis. Vergünstigte Tickets für BWP-Mitglieder Die Kombination aus dem 10. Forum Wärmepumpe und dem PraxisForum Erdwärme bietet Fachleuten die Möglichkeit zu einem vielfältigen Erfahrungsaustausch in einem innovativen Umfeld. Die Anmeldung ist bereits jetzt möglich. Ein Ticket für beide Tage kostet 495 , für einen Tag sind Sie mit 345 dabei. BWP-Mitglieder zahlen für ihre vergünstigten Tickets jeweils 50 weniger. Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf der BWP Internetpräsenz des www.bwp-service.de ■

Grundfos Weiterbildungsangebote im zweiten Halbjahr 2012 ■ Durchblick in Sachen Pumpentechnik und der zugeordneten Systemlösungen bieten Schulungen und Seminare von Grundfos. Die Veranstaltungen (Kernbereiche: Industrie, Wasserwirtschaft und Gebäudetechnik) sprechen je nach Thema den Fachhandwerker, Planer, Anlagenbauer, Betreiber und Energieberater darüber hinaus auch Vertriebs-/Kundendienstmitarbeiter und Servicetechniker an. Für die zweite Jahreshälfte 2012 hat Grundfos einmal mehr ein attraktives Schulungsprogramm zusammengestellt. Auf 72 Seiten informiert die auch im Internet verfügbare Broschüre über das Angebot. Wieder dabei: eine ganztägige Schulung in Sachen Hei-

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zungs-Check. Referenten von Grundfos, Danfoss, Junkers und Wöhler vermitteln dem Teilnehmer Kenntnisse zur Beurteilung der Heizungsanlage, verbunden mit konkreten Empfehlungen. Neu: Die Suche nach interessanten Themen und die Anmeldung zu den Seminaren ist nicht nur per Fax oder online am PC möglich, sondern funktioniert auch über das Smartphone: Grundfos hat seine Website unter www.grundfos.de/ mobil speziell für Smartphones angepasst und auch die Inhalte der Schulungsbroschüre entsprechend aufbereitet. Die Kurse finden in der Schweiz an den Standorten Fällanden und Lostorf statt. (www.grundfos.ch) ■


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Diplomvergabe des «MAS Energieingenieur Gebäude» an der HSLU ■ Kürzlich erhielten 24 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs « MAS Energieingenieur Gebäude» ihre Diplome. Drei Personen wurden für ihre Masterarbeit ausgezeichnet. Die berufsbegleitende Weiterbildung hat zum Ziel, dem Mangel an qualifizierten Generalisten im Bereich Energie im Bau entgegenzuwirken. Fast die Hälfte des Schweizer Energiebedarfs entsteht gemäss Bundesamt für Energie ( BFE ) im Gebäudebereich. Und obwohl alle von der 2000-Watt-Gesellschaft reden, fehlen gerade in diesem Bereich die Fachkräfte, um die energiepolitischen Vorgaben des Bundes umzusetzen. Quereinsteiger/-innen können sich dank des «Passerelle»-Programms zum «Energieingenieur Gebäude» weiterbilden. Diese Passerelle ist ein vom Bund, dem schweizerischem

Ingenieur- und Architektenverein ( SIA ) und weiteren Fachverbänden, getragenes Umschulungsprogramm für branchenfremde Hochschulabgänger/-innen, um den grossen Bedarf an Fachpersonen in der Energie- und Gebäudebranche abdecken zu können. Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur bietet, in Kooperation mit der Berner Fachhochschule, in diesem Rahmen den « MAS Energieingenieur Gebäude» an und konnte kürzlich 22 Absolventen und 2 Absolventinnen ihre Weiterbildungsdiplome überreichen. Preise für herausragende MAS-Abschlussarbeiten An der Diplomfeier wurden drei Weiterbildungsabsolventen für ihre Masterthesis ausgezeichnet: Sonja Schaffner, dipl. Umwelt-Naturwissenschaftlerin ETH aus Bern, erhielt

den Preis des SIA. Sie untersuchte die optimale Dämmstärke eines Wohngebäudes hinsichtlich der geringstmöglichen Umweltbelastung. Matthias Schlegel, Umwelt-Naturwissenschaftler ETH / SIA aus Zürich, führte eine ganzheitliche Bewertung von Energiestrategien für Gebäude durch. Er wurde dafür vom Verband Swiss Engineering STV gewürdigt. Dalibor Andjelkovic, Maschineningenieur FH aus Wauwil, entwickelte Sanierungskonzepte für mehrere Mehrfamilienhäuser in Stans und konnte einen Preis des Schweizer Energiekonzerns Alpiq entgegennehmen.

Arsim Kelmendi, Kriens; Daniel Marti, Oberwil bei Zug; Raquel Martinez, Zürich; Loïc Messerli, Marly; Roger Minder, Basel; Carl Müller, Schwyz; Luca Pirovino, Stans; Michael Purtschert, Suhr; Christoph Rechsteiner, Horn; Gerald Reimers, St. Gallen; Gerhard Rössler, Basel; Sonja Schaffner, Bern; Gerhard Schauberger, Emmenbrücke; Matthias Schlegel, Zürich; Hans Jörg Schmidt, Seuzach; Beat Studhalter, Luzern; Daniel Wagner, Bubendorf; Albin Zellweger, Möriken. ■ Mehr Informationen unter: www.hslu.ch/energieingenieur

Die 24 erfolgreichen Absolventen/-innen Dalibor Andjelkovic, Wauwil; Raphael Borgogno, Winterthur; Emanuele Chollet, Zürich; Tobias Engel, Schwerzenbach; Simon Grünig, Schlosswil; Martin Imholz, Altdorf;

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Verbände |

suissetec Kanton Bern: Qualifikationsfeier (früher «Lehrabschlussfeier») der Berufe der Gebäudetechnikbranche

Hervorragende Leistungen im Qualifikationsverfahren der Gebäudetechnik Fast 600 Personen folgten der Einladung von suissetec Kanton Bern, um im Kongresszentrum in Biel die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen im Qualifikationsverfahren der Berufe in der Gebäudetechnik zu würdigen. Souverän und mit viel Witz führte Marco Fritsche durch den Anlass. Martin Müller ■ Christian Gloor, Präsident von suissetec Kanton Bern, nahm Bezug auf den Song «We are the champions» der Gruppe Queen, als er die Leistung der anwesenden Absolventinnen und Absolventen würdigte, die ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen hatten. Für dieses Gelingen brauche es aber auch gewisse Voraussetzungen. «Damit man ein Champion werden kann, braucht es ein Team: die Eltern, die die Berufswahl unterstützten; einen Lehrmeister, der ihnen das fachliche Wissen beibrachte; die Lehrkräfte für das theoretische Wissen und die Kursleiter der überbetrieblichen Kurse für die Vertiefung des fachlichen Könnens. Ohne dieses Team hättet ihr den Traum dieses erfolgreichen Abschlusses wahrscheinlich nicht erreicht. Diesem Team möchte ich ein grosses Dankeschön aussprechen.» Und bezugnehmend auf «I have a dream» der Gruppe Abba führte er aus, dass es sein Traum sei, in ein paar Jahren hoffentlich vielen der Anwesenden zum erfolgreichen Abschluss als Chefmonteur/-in, Polier/-in oder gar Meister/-in gratulieren zu können. Prominenter Gratulant Peter Schilliger, Zentralpräsident von suissetec Schweiz und ab 10. September 2012 Nationalrat, gratulierte zum erfolgreichen Lehrabschluss und dankte allen involvierten Personen für die Unterstützung. Er forderte die jungen Berufsleute auf, dass sie nun

Beste Absolventen im Fachbereich Haustechnikplaner Sanitär: Matthias Fankhauser, Kirchberg; Marco Weibel, Ursenbach; Tiago Machado, Bern; Daniel Walker, Buttenried.

mutig nach dem Erreichen dieses Meilensteins die für sie offene Zukunft anvisieren sollten. Er führte aus, dass das Fähigkeitszeugnis der Türöffner und vielleicht der wichtigste Schlüssel für ihre Zukunft sei. Die Lehrmeister bat er, leistungsschwächeren Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, eine Attestlehre zu absolvieren und ihnen so die Möglichkeit für einen Einstieg in die Berufswelt zu geben. Zum Schluss wünschte er den jungen Berufsleuten viel Mut und

Moderator Marco Fritsche, Beat Buchschacher, Janick Knuchel, Koppigen, Gewinner des Buchschacherpreises im Fachbereich Sanitär und bester aller Absolventen, und Marcel Thöny, Roggwil, Gewinner im Fachbereich Spengler.

Glück, um den nächsten Meilenstein zu erreichen und dass es ihnen gelinge, ihre Wünsche zu verwirklichen. Wie motiviere ich mich oder andere? Thomas Binggeli von Thömus Veloshop lernte ursprünglich einmal den Beruf des Spenglers. In seinem Referat zum Thema Motivation legte der erfolgreiche Unternehmer besonderen Wert auf folgende Punkte: Das Fähigkeitszeugnis bringe sie nur weiter, wenn

Moderator Marco Fritsche, Peter Boss, Präsident suissetec berner oberland, und Martin Dolecek, Burgistein, Gewinner des Preises für die beste praktische Prüfung im Fachbereich Heizung.

sie den Mut hätten, etwas umzusetzen, etwas zu probieren, auch wenn es vielleicht Niederlagen absetze. Aber aus negativen Erlebnissen würden sie lernen und diese brächten sie weiter. Dann müssten sie ihren Beruf mit Liebe, Herz und Leidenschaft ausüben, nicht nur nach einer Checkliste. Des Weiteren sei die Einfachheit ein wichtiger Punkt, im Denken wie im Handeln. Und äusserst wichtig sei es, offen für andere Menschen, Denkweisen und generell für Neues zu sein. Für ihre Zukunft wünscht er ihnen nur das Beste und viel Erfolg. Herausragende Leistungen Die besten Abschlüsse in den verschiedenen Fachbereichen erzielten folgende Absolventen: Daniel Walker, Buttenried, Gebäudetechnikplaner Fachrichtung Sanitär ( Gesamtnote 5,5 ); Fabian Weber, Ursenbach, Sanitärinstallateur (Gesamtnote 5,5); Christoph Baumgartner, Burgdorf, Sanitärinstallateur (Gesamtnote 5,7); Janick Knuchel, Koppigen, Sanitärinstallateur (Gesamtnote 5,8). Alle Leistungen ab einer Gesamtnote von 5,3 wurden mit einer Uhr honoriert.


Spezialpreise Der Buchschacherpreis für ausgezeichnete Leistungen in den Fachbereichen Sanitär und Spengler wurde von Beat Buchschacher übergeben. Glückliche Gewinner waren Janick Knuchel aus Koppigen und Marcel Thöny aus Roggwil. Peter Boss, Präsident von suissetec berner oberland, übergab Martin Dolecek aus Burgistein den Preis der Sektion Berner Oberland für die beste praktische Prüfung im Fachbereich Heizung. Paritätische Kommission Philipp Martin, Präsident der Paritätischen Kommission, überbrach-

te Weiterbildungsgutscheine, die von einer Glücksfee aus Koppigen ausgelost wurden, für die verschiedenen Fachbereiche. Der Komiker Christian Mark sorgte mit seinem Auftritt während der Feier für viel Heiterkeit und etliche Lacher. Nach dem Schlusswort von Christian Gloor, in dem er noch einmal seinen Stolz auf die jungen Berufskolleginnen und -kollegen ausdrückte, konnten die Anwesenden Hunger und Durst stillen und sich engagierten Diskussionen über die Zukunft der Gebäudetechnikbranche widmen. (www.suissetecbern.ch)

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Lehrabschlussfeier suissetec-nordostschweiz, Ehrungen im AlpenRock Freitag, der 13.! Und es ist trotzdem gefeiert worden! Rund 500 Personen sind zu diesem Anlass beim Zürich-Flughafen eingetroffen. Unter den erfolgreich Abschliessenden sind rund 40 für Noten von 5,0 und mehr ausgezeichnet worden. Marcel Künzi ■ Urs Studer begrüsst Junge und Ältere. Er philosophiert über Freitag, den 13. und die verbreitete Angst davor. Er stellt fest, dass doch bei vielen das Positive überwogen hat, sonst wären sie nicht gekommen. «Herzliche Gratulation den erfolgreich Abschliessenden und schönes Fest», wünscht er. « Zur Überwindung von Konflikten im Berufsalltag » Prof. Dr. Rudolf Steiger referiert zu diesem Thema. Konflikte setzen Beziehungen voraus, Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, zwischen Eltern und Nachwuchs, zwischen Lebenspartnern. Da kann es immer zu Störungen kommen, allerdings sind gute Beziehungen belastbar. Sie sind aber auch pflegebedürftig. Und die daraus resultierenden Konflikte sind austragbar und sind dann auch nur ausgetragen wirklich erledigt. Die Ehrungen werden durch Beat Erb moderiert An diesem Anlass des Regionalverbandes suissetec-nordostschweiz werden alle Abschliessenden mit Noten ab 5,0 geehrt. Die besten unter ihnen werden mit Preisen ausgezeichnet – die besten Spengler, Sanitärinstallateure, Heizungsinstallateure, Haustechnikplaner der Fachrichtungen Sanitär, Hei-

zung und Lüftung und die Haustechnikpraktiker. Dieses Jahr haben als die Besten über alle Berufssparten mit der Note 5,5 abgeschlossen: Flavio Friedrich, Zürich, KEKA, Sanitär und Heizung, Zürich, als Sanitärinstallateur; Dimitri Isliker, Dinhard, Karl Erb, Spenglerei AG, Dinhard als Haustechnikpraktiker. Auch der beste Frauenabschluss wird jeweils gefeiert. Dieses Jahr ebenfalls gleich von 2 Frauen, die je mit der Note 5,3 abgeschlossen haben: Nathalie Bünter, Oberhasli, ALCO-Haustechnik AG, Zürich als Haustechnikplanerin, Fachrichtung Sanitär und Laura Cuter, Aadorf, Cofely AG, Zürich als Haustechnikplanerin, Fachrichtung Lüftung. Grosszügige Sponsoren aus der Reihe der Zulieferbetriebe machen diesen jugendlich-frischen Anlass jeweils möglich, indem sie ihn mit ihren Preisen für die besten Abschlüsse unterstützen. Auch der reichhaltige Apéro im Anschluss an die Ehrungen hat diesen Ursprung. Und dem haben Jüngere und Ältere, sich fröhlich unterhaltend, noch etwas unbekümmerter in Anbetracht des so gut verlaufenen Freitags, des 13. fleissig zugesprochen. ■

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Firmenporträt |

Schmidlin AG ist den Herausforderungen gewachsen

Mit Elan und Innovation in die Zukunft Die Schmidlin AG ist seit über 40 Jahren der führende Hersteller von hochwertigen Kanal- und Rohrsystemen sowie von entsprechenden Komponenten. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens führte die Schmidlin AG dieses Jahr eine eigene Hausmesse in ihren Werkhallen in Affoltern am Albis durch. Mehrere Hundert Gäste waren vom Anlass begeistert.

Die Geschäftsleitung von Schmidlin AG (v. r. n. l.): Robert Schmidlin, Jürg Schmidlin, Albert Decurtins.

Das Betriebsgelände der Schmidlin AG in Affoltern am Albis.

■ Anstatt sich an einer Fachmesse zu präsentieren, entschied die Geschäftsleitung der Schmidlin AG, an zwei Tagen eine Hausmesse mit einem «Tag der offenen Tür» durchzuführen. Dies gab der Fachwelt und der Bevölkerung die Möglichkeit, das ganze Spektrum des Unternehmens kennenzulernen und zu erleben. Referate und Betriebsbesichtigung Mehrere Hundert Kunden, Planer, Ingenieure, Partnerfirmen und Branchenvertreter waren von der ersten Hausmesse begeistert. Nebst der Werksbesichtigung wurden den Fachbesuchern Referate von Prof. Dr. Daniele Ganser ( PEAK OIL ) und Georges T. Roos ( Die Zukunftsgesellschaft ) geboten. Der Anlass am Freitag war ein Riesenerfolg. Für Mitarbeiter und Bevölkerung Am Samstagmorgen waren dann die Mitarbeitenden mit Angehörigen sowie die Pensionierten eingeladen; am Mittag öffnete die Schmidlin AG der interessierten

Bevölkerung die Tür zu Betriebsbesichtigung. Diverse Attraktionen mit Festwirtschaft rundeten den Anlass ab. Kräftig investiert Die Hausmesse stand unter dem Motto «Herausforderungen der Zukunft». Denn die Firma hat kräftig investiert, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt bestehen zu können. Dazu gehören unter anderem neue Maschinen und Technologien (Lasertechnik). Um den Platzanforderungen zu genügen, wurde die Produktionsfläche vergrössert, weitere Schritte sind in Planung. Versinnbildlicht wird das Vertrauen in die Zukunft aber ebenso durch ein neues, moderneres Logo mit dem Claim «wegweisend im luftverkehr», eine neu formulierte Unternehmensvision und ein überarbeitetes Firmenleitbild. Vier Standorte, 190 Mitarbeiter Schmidlin AG ist an vier Standorten in der Schweiz vertreten: Bösingen, Münchenstein, Genf und

Affoltern am Albis (Hauptsitz). Von den 190 Angestellten arbeiten allein 140 im Hauptsitz in Affoltern. Was 1931 mit dem Erwerb eines Heizungs-, Sanitär- und Bauspenglereibetriebs durch Walter Schmid-

lin sen. begann, entwickelte sich zu einem stattlichen Unternehmen, welches bereits in der dritten Schmidlin-Generation die Herausforderungen der Zukunft mit vollem Elan und viel Erfolg angeht. ■

Meilensteine des Unternehmens 1931 Walter Schmidlin sen. erwirbt einen Heizungs-, Sanitär- und Bauspenglereibetrieb 1951 Mit einfachen Mitteln werden mit 30 Mitarbeitenden Lüftungskanäle produziert 1953 Walter Schmidlin jun. übernimmt die Lüftungsspenglerei 1960 Einweihung und Bezug der neu erstellten Werkhalle (Schlosserei) 1964 Neubau und Bezug einer weiteren Produktionshalle (Spenglerei) 1967 Umwandlung der Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft 1977 Neubau und Bezug des Verwaltungsgebäudes 1978 Neubau der Spiralrohr- und Spiralrohrzubehörabteilung 1991 Einweihung des Neubaus in Bösingen 1992 Übernahme der Geschäftsleitung durch die dritte Schmidlin-Generation 2007 Qualitätsmanagementsystem ISO 9001: 2000 eingeführt 2009 Inbetriebnahme einer neuen Kanalstrasse in Bösingen 2012 Inbetriebnahme der modernen Laserschneidanlage


Firmenporträt |

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Diverse RohrformstĂźcke.

Laser-Schneideanlage mit automatischem Blechlager. (Fotos: Schmidlin AG)

Rohrmaschine fĂźr D = 80 - 2200 mm, eine Eigenentwicklung mit Patent.

            

     

 

               

     

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Energie | Wärme | Strom |

GebäudeKlima Schweiz setzt sich ein für mehr Energieeffizienz bei der Trinkwassererwärmung

Warmwasser-Wärmepumpen als Ersatz für Elektro-Wassererwärmer Mit Warmwasser-Wärmepumpen ist eine äusserst effiziente Trinkwassererwärmung möglich. Elektroboiler (elektrische Speicher-Wassererwärmer) hingegen sind grosse Stromverbraucher. Ihr Ersatz durch Warmwasser-Wärmepumpen (WW-WP) lohnt sich doppelt: finanziell und beim Energieverbrauch. Der jährliche Strombedarf kann mit WW-WP auf etwa einen Drittel reduziert werden.

Peter Warthmann

■ Allein in Einfamilienhäusern sind schweizweit rund 800 000 elektrische und kombinierte Wassererwärmer in Betrieb. Vor allem in älteren Bauten sind dies typischerweise Elektroboiler mit einem Speichervolumen zwischen 150 und 500 Litern. Der aktuellen Energiepolitik entsprechen diese Geräte nicht mehr. Denn die rein elektrische Erwärmung von Trinkwarmwasser ist höchst ineffizient. Insgesamt verbrauchen die installierten Elektroboiler 4,8 Milliarden kWh an Strom. Das sind 8 Prozent des gesamten schweizerischen Stromverbrauchs. Das Einsparpotenzial ist beachtlich: durch den Einsatz von Warmwasser-Wärmepumpen anstelle der alten reinen Elektro-Geräte könnten jährlich über 3 Mia. kWh bzw. über 5 % des Schweizer Strombedarfs eingespart werden. Der hohe Energieaufwand schlägt sich auch auf der Stromrechnung der Betreiber nieder. Rund 600 Franken pro Jahr zahlen Hausbesitzer für ihr Warmwasser aus dem Elektroboiler.

WW-WP sollen häufiger zum Einsatz kommen

Aufteilung der Betriebsenergie von Wassererwärmern im Vergleich.

Warmwasser-Wärmepumpen (WWWP), welche die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzen, sind seit einigen Jahren erhältlich, konnten sich aber bis jetzt nicht breit durchsetzen. Als wir 2009 in HK-Gebäudetechnik (Nr. 2/09, S. 36) über die vorgesehenen Energieeffizienz-Vorgaben der EU berichteten, waren die Wassererwärmer auch ein Thema. Die WW-WP wurde beschrieben als «ein energieeffizientes Nischenprodukt für Sanierungsobjekte». GebäudeKlima Schweiz ( GKS ) hat nun eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, dass im einfachen Fall «Nur Ersatz des

Elektroboilers» auch die Lösung Warmwasser-Wärmepumpe mit guten Argumenten angepriesen und häufiger auch realisiert wird. GebäudeKlima Schweiz (GKS) hat das Projekt «Ersatz von Elektro-Wassererwärmern durch Warmwasser-Wärmepumpen» gestartet, das zusammen mit Partnerverbänden wie suissetec, FWS (Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz), energie schweiz, VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) und dem Bundesamt für Energie realisiert wurde. An der Info zum Kampagnestart wurde klar darauf hingewiesen, dass diese Lösung vor allem für den einfachen Fall


Energie | Wärme | Strom |

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Nutzung der Luft im Nebenraum: Die WW-WP dient zusätzlich zur Kühlung und Entfeuchtung des Nebenraums. Kanäle für 500 m3/h Luftdurchsatz erfordern zwei Kernbohrungen mit je Ø 200 mm.

WW-WP

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WW-WP

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WW-WP

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Aufstellungsbeispiele aus Hoval-Katalog: 1) Aufstellung im Heizraum, 2) Aufstellung in der Waschküche (Raumvolumen mind. 20 m3, Entfeuchtungswirkung willkommen), 3) Aufstellung im Hobbyraum (Luftansaug/Ausblas im Raum oder im Freien, bei der gezeichneten Luftführung mit Aussenluftnutzung kann das Fenster geschlossen bleiben).

«Nur Ersatz des Elektroboilers» angestrebt werden soll, wenn also eine rasche, günstige Ersatzlösung für einen Elektroboiler gewünscht ist. Sobald für eine Liegenschaft die Möglichkeit besteht, umfangreicher zu modernisieren und die gesamte Wärmeerzeugung, evtl. sogar die Gebäudehülle zu optimieren, so sollen auch andere moderne Lösungen im Bereich Warmwasser abgeklärt werden. GebäudeKlima Schweiz wird auch in einem weiteren Schritt Lösungen für den Ersatz der Elektro-Wassererwärmer durch thermische Solarkollektoren und Lösungen für den Ersatz der «Etagenboiler» in Mehrfamilienhäusern aufzeigen.

Intelligente Solaranlagen für clevere Leute

Aufstellung Split: Die WW-WP nutzt die Aussenluft. Wärmediebstahl im Haus kann so ausgeschlossen werden. Eine Kernbohrung Ø 80 mm reicht für die zwei Kältemittelleitungen. Maximal 68 m Leitungslänge zwischen Split-Ausseneinheit und Speicher.

Beim Ersatz von einem alten bzw. defekten elektrischen oder kombinierten Speicher-Wassererwärmer soll im Sanierungsfall aber künftig generell der Einbau einer Warmwasser-Wärmepumpe geprüft werden. Nach dem Motto «viele kleine Massnahmen ergeben auch ein grosses Volumen» kann so ein wesentlicher Beitrag zum Energiesparen geleistet werden.

Unter günstigen Umständen auch im Neubau Die modernen Warmwasser-Wärmepumpen können bei dafür günstigen Randbedingungen auch im Neubau sinnvoll eingesetzt werden. So kann etwa ausserhalb der Heizperiode die Wärmeerzeugung abgestellt werden (CO2-Reduktion), bzw. nur bei Spitzenbedarf für die Nacherwärmung genutzt werden.

Helvetic Energy Winterthurerstrasse 8247 Flurlingen Tel.: 052 647 46 70 info@helvetic-energy.ch www.helvetic-energy.ch www.solarschulung.ch

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Energie | Wärme | Strom |

Entfeuchtungsleistung Eine mit Innenraumluft betriebene WW-WP hat eine gewisse Entfeuchtungsleistung (Kondensation bei Wärmeentzug aus der Raumluft). Diese ist zwar nicht sehr gross, in der Tendenz aber willkommen, gerade in älteren Liegenschaften mit oft etwas feuchten Kellern.

Woher kommt die «Umgebungswärme»?

Kanal- und Klappensystem zur jeweils optimalen Nutzung der Aussenluft und/oder Innenluft (je nach Situation, Sommer/Winter etc.). (Quelle: SST/SB-CH)

Gerade im Sommerhalbjahr hat ja die mit Umgebungsluft als Wärmequelle betriebene WW-WP einen sehr guten Wirkungsgrad.

Prinzip der WW-WP Warmwasser-Wärmepumpen erwärmen das Kaltwasser mit Aussen- oder Umgebungsluft. Mit Warmwasser-Wärmepumpen ist eine äusserst effiziente Trinkwassererwärmung möglich. Die Einsparung beträgt bis zu 2/3 der elektrischen Energie gegenüber einem Elektroboiler (elektrischer Speicher-Wassererwärmer), welcher im Vergleich ein grosser Stromverbraucher ist, vgl. Grafik.

Kostenvergleich Unterschiedliche Einbau-Varianten müssen beim Kostenvergleich mitberücksichtigt werden. Der objektive Jahreskosten-Vergleich mit den heutigen Stromtarifen gerechnet zeigt aber bereits, dass die Lösung mit der WW-WP dem 1:1-Ersatz durch einen Elektroboiler wirtschaftlich mindestens ebenbürtig ist. Der einfache Kostenvergleich (vgl. Tabelle) über 15 Jahre zeigt auf, dass die Warmwasser-Wärmepumpe mit Jahreskosten von Fr. 600.–/Jahr auch wirtschaftlicher sein kann als der 1:1-Ersatz mit einem Elektroboiler (Fr. 800.–/Jahr).

Ein bisher gehörtes Gegenargument gegen Warmwasser-Wärmepumpen war der früher noch befürchtete sogenannte «Wärmediebstahl» oder «Wärmeklau». Erfahrungen und Messungen zeigen, dass bei Nutzung von Innenraumluft als Wärmequelle für die WW-WP bei einem Raumvolumen grösser 20 m3 keine Probleme auftreten. Für die Erwärmung von 300 Liter Warmwasser benötigt die WW-WP 5 bis 8 Stunden, die Raumabkühlung beträgt dabei etwa 2 Grad (Faustformel: Abkühlung beträgt im Betrieb etwa –0.2 K/h). Der oft typische Fall mit zu ersetzendem Elektroboiler im Keller/Heizraum mit ungedämmtem Heizkessel und Wärmeverteilung ist jedenfalls als Aufstellort für eine WW-WP mit direkter Nutzung dieser Raumluft als Wärmequelle unproblematisch. In heiklen Fällen ohne jede Abwärmequelle im Aufstellraum (und verbundenen Nebenräumen) kann mit Luftkanä-

Dokumente für Planer, Heizungs-/ Sanitär-/Elektroinstallateure und zum Abgeben an Bauherrschaften GebäudeKlima Schweiz hat zum Thema Warmwasser-Wärmepumpen eine Broschüre und ein Merkblatt erarbeitet und stellt diese allen Interessenten zur Verfügung: • Broschüre 12-seitig: Unterlagen für Planer (August 2012): Warmwasser-Wärmepumpen, Geld sparen bei der Warmwasserbereitung, umweltschonend – energiesparend – effizient. Enthält u. a. verschiedene Einbau- und Platzierungsmöglichkeiten, auch in Kombination mit Solarwärme/Heizkessel/Kaminofen sowie Checkliste Platzbedarf und wertvolle Installationshinweise.

Haben die GKS-Kampagne «Ersatz von Elektro-Wassererwärmern durch WW-WP» Ende August vorgestellt: Konrad Imbach, Geschäftsführer GKS, Martin Kaufmann, GKS-Fachgruppenleiter Wassererwärmer und CEO Walter Meier, Ueli Ehrbar, Co-Projektleiter WW-WP und Geschäftsführer Domotec, Andreas Fahrni, Co-Projektleiter WW-WP und Geschäftsführer Style System-Technik GmbH, Peter Egli, Präsident der FWS-Gütesiegelkommission, Adrian Peter, Leiter Marktleistungen und Energieservices bei BKW FMB Energie AG.

• Merkblatt 4-seitig: Wissen für Bauherren (August 2012): «Geld sparen durch hoch effiziente Warmwasser-Wärmepumpen», nützliche Infos z. B. Links zu Förderprogramm-Infos etc. Diese zwei Dokumente können bei GebäudeKlima Schweiz bestellt oder als PDF bezogen werden unter www.gebaeudeklima-schweiz.ch, Rubrik Publikationen.


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YGNISTRONIC YGNISTRONIC Datenfernwartung / Datenfernüberwachung Ausstattung Domotec/Cipag Nuos Split SWPLS 300: Split-WW-WP (300 Liter).

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Für alle Ygnis Anlagen geeignet. Anlageüberwachung und Störmeldung rund um die Uhr Ferndiagnose ohne teure Serviceeinsätze Fernzugriff via PC durch Ygnis, dadurch kann die Anlage bezüglich Energieverbrauch und Schadstoffemissionen optimiert werden Sofortiges erkennen einer Störung oder grosse Temperatur- oder Parameter abweichungen Basiert auf GSM Netz, daher benötigt es keine teuren Installationen wie Telefon-oder Internetanschlüsse Möglichkeit besteht Leasing durch Serviceabonnent

Domotec Nuos SWPL: WW-WP (250 Liter). Domotec-Geschäftsführer Ueli Ehrbar weist auf die grossen Querschnitte um Ø 200 mm hin, die notwendig sind bei Nutzung der Aussenluft oder Raumluft aus einem Nebenraum als Wärmequelle.

len oder mit einem Split-Gerät die Aussenluft als Wärmequelle erschlossen werden. Unerwünschter Wärmediebstahl im Haus ist so definitiv kein Thema mehr. In den GKS-Merkblättern (vgl. Kasten) und in den Hersteller-Unterlagen zu den Warmwasser-Wärmepumpen werden viele verschiedene Kombinations-Varianten zu Aufstellort und genutzter Wärmequelle aufgezeigt.

Kompakt- oder Split-Gerät Grundsätzlich werden heute die zwei Bauarten Kompakt- oder Split-Gerät angeboten. Bei Kompaktgeräten ist die Wärmepumpe im Speicher integriert. Die Zu- und Abluft wird mittels eines Kanalsystems von der Aussenluft zum Wärmepumpen-Boiler geführt

Wolhuserstrasse 31 / 33, 6017 RUSWIL Tel.: 041 496 91 20 - Fax 041 496 91 21 info@ygnis.com - www.ygnis.ch

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1 CTC Giersch EcoWater: WW-WP (258 Liter). 2 Nibe Aqua 300 HT: WW-WP (300 Liter). 3 Tobler/Styleboiler WPE 300: WW-WP (300 Liter). 4 Zwei WW-WP von Viessmann: Satag WB 03 (300, 400 oder 500 Liter), rechts Vitocal 160 A (285 Liter). 5 Walter Meier WB 270 EWT: WW-WP (270 Liter). 6 Buderus BWP 30HS: WW-WP (290 Liter) mit integriertem Wärmetauscher für Anschluss Heizkessel oder Solaranlage. 7 Hoval WPER: WW-WP (300 Liter) mit eingebautem Heizregister zur Nutzung von Solarwärme oder externer Wärmeerzeugung. 8 Elco Multiaqua: spezielle WW-WP, an Warmwasserspeicher angeflanscht, entnimmt Wärme aus Wasser- oder Solekreislauf, auch von Sonnenkollektoren oder von geeigneten Abwärmequellen.

oder überschüssige Umgebungswärme von einem Innenraum kann als Wärmequelle genutzt werden. Bei Split-Geräten wird das Wärmepumpenaggregat im Freien und der Warmwasserspeicher im Gebäude installiert.

Hilfreiche Checklisten In den GKS-Merkblättern FWS-Gütesiegel für WWWP. (www.fws.ch) (vgl. Kasten) findet man einige hilfreiche Checklisten mit den wichtigen, zu beachtenden Punkten: KondensatAbleitung mit Siphon, Raumvolumen mind. 20 m3 bei Innenraumluft-Nutzung, Raumhöhe mind. 2.20 m, Luftkanal-Querschnitte ideal mit Durchmesser 200 mm (500 m3/h), etc.

Geräusche/Akustik Die Kompaktgeräte für den Betrieb in einem Kellerraum oder die Split-Ausseneinheiten haben einen gewissen Geräuschpegel. In speziell empfindlichen Situationen müssen die entsprechenden Hersteller-Angaben verglichen und allenfalls die Geräte im Testbetrieb beurteilt werden.

FWS-Gütesiegel für Warmwasser-Wärmepumpen Effiziente Warmwasser-Wärmepumpen mit Gütesiegel leisten mit Garantie ei-

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nen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der aktuellen energiepolitischen Ziele. Das Gütesiegel wird von der Gütesiegelkommission Wärmepumpen der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS erteilt. Die Liste der Warmwasser-Wärmepumpen mit FWS-Gütesiegel findet man auf der FWS-Website: www.fws.ch Angewendete Ziele bzw. Prüf-Kriterien: • Angebotene Produkte sollen dem Stand der Technik entsprechen • Messlatte für Förderstellen • Entscheidungshilfe für Planer, Installateure und Hausbesitzer • technischen Daten der Wärmepumpe • Vertriebs-, Verkaufs-, Planungs-, Service- und Betriebsunterlagen • Techn. Anforderungen gemäss Gütesiegel-Reglement Warmwasser-Wärmepumpen müssen erfüllt werden • Prüfbericht eines akkreditierten Prüfinstituts • Im Vergleich zum Elektroboiler muss die Warmwasser-Wärmepumpe die 3-fache Energieeffizienz aufweisen • Warmwasser-Wärmepumpe muss nationale und internationale Normen erfüllen Anforderungen an Lieferfirmen: • Planungsunterlagen müssen vorhanden sein

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• Nachweis des Kundendienstes (Service) • 2-Jahres Garantie auf Material und Arbeit nach Inbetriebnahme • 10 Jahre Ersatzteilhaltung Gültigkeit des Gütesiegels: • Ab Erteilung 3 Jahre • Verlängerung für weitere 3 Jahre kann nach Ablauf beantragt werden • Aktuelle Kriterien müssen erfüllt werden Warmwasser-Wärmepumpen mit Gütesiegel sind aufgelistet auf der Website von FWS (Fachvereinigung Wärme■ pumpen Schweiz): www.fws.ch

GebäudeKlima Schweiz Schweizerischer Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik 4603 Olten Tel. 062 205 10 66 info@gebaeudeklima-schweiz.ch www.gebaeudeklima-schweiz.ch Weitere Links: www.fws.ch > Qualitätssicherung > Warmwasser-Wärmepumpen www.topten.ch > Haus > Boiler

Investitions- und Jahreskosten-Vergleich WW-Temperatur 55°C

Elektro-WW-Erwärmer

WW – WP

Jahresenergieverbrauch

4500 kWh/a

1500 kWh/a

Investitionskosten

Fr. 2000.–

Fr. 4500.–

Amortisationskosten 15 Jahre

Fr. 133.–/a

Fr. 300.–/a

Verzinsung 4%

Fr. 40.–/a

Fr. 90.–/a

Betriebskosten 0.14Fr./kWh

Fr. 630.–/a

Fr. 210.–/a

Jahreskosten

Fr. 803.–/a

Fr. 600.–/a

Energie- und Kostenvergleich: Elektro-WW-Erwärmer/WW-WP je 300 Liter (Quelle: BKW)


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WP-Tagung 2012 in Burgdorf: Wärmepumpe + Solar / Komponenten-Entwicklung / 20 Jahre WP-Forschung am LENI-EPFL

Wärmepumpen sind Teil des künftigen Energiesystems Weil Wärmepumpen auch im Energiesystem der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen werden, sind heute sowohl Effizienzsteigerung anzustreben, als auch Kombinationsmöglichkeiten mit Sonnenenergie-Komponenten zu untersuchen. Über den aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung haben die Akteure an der diesjährigen Wärmepumpen-Tagung berichtet.

Die diesjährige Wärmepumpen-Tagung bot den rund 200 Teilnehmenden einen Überblick über verschiedene Projekte zur Effizienzsteigerung und Kombination mit Sonnenenergie.

Jürg Wellstein

■ Forschung und Entwicklung befassen sich im Wärmepumpen-Bereich intensiv mit Fragen der Kombination mit Sonnenenergie. Dazu zählen sowohl solarthermische Komponenten als auch die Nutzung von Solarstrom aus Photovoltaik-Modulen. Beim künftigen Schweizer Energiesystem sollen Wärmepumpen als wichtiges Umwandlungskonzept eingebunden sein. Daher sind Massnahmen zur Effizienzsteigerung und optimierten Anlagenauslegung von besonderem Interesse. Dies bestätigte an der diesjährigen Wärmepumpen-Tagung, die am 27. Juni 2012 traditionsgemäss an der Berner Fachhochschule in Burgdorf stattfand, auch Marc Müller von der Sektion Erneuerbare Energien des Bundesamts für Energie ( BFE ).

Leistungsregelung & Anlagenoptimierungen Prof. Dr. Lukas Gasser, Hochschule Luzern – Technik & Architektur in Horw, und Prof. Dr. Stefan Bertsch, NTB Hochschule für Technik Buchs, gingen sogleich auf die Themen der Effizienzsteigerung ein. Mit einer Leistungsregelung von Kompressor und Ventilator kann die erzeugte Heizleistung kontinuierlich dem eigentlichen Bedarf angepasst werden. Die dafür notwendigen Auslegungs- und Planungsgrundlagen für Luft-Wasser-Wärmepumpen waren Ziel eines vom BFE geförderten Projekts. Mit Simulationen und Experimenten konnte eine Regelung konzipiert werden, welche in Abhängigkeit des Umgebungszustands und des Heizbedarfs arbeitet. Weil mehr als die Hälfte aller installierten Anlagen mit Luft-Wasser-Wärme-

Kontakte / Links BFE-Energieforschung: Forschungsprogramme Wärmepumpen und Kälte, www.bfe.admin.ch/forschungwkk Wärmepumpen-Tagung www.fws.ch Kältemittel: Die Präsentation «Entwicklung und Problematik bei den Kältemitteln» von Dr. Jürg Liechti, Neosys AG, steht als PDF zur Verfügung auf www.hk-gebäudetechnik.ch, unter dem Eintrag «Kältemittel werden sauberer».

pumpen funktioniert, hat diese Alternative zur üblichen Ein-/Aus-Steuerung ein erhebliches Marktpotenzial. Mit der Leistungsregelung kann zudem ein verbessertes Teillastverhalten erreicht sowie die Eis- und Frostbildung deutlich  reduziert werden.

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E 100 % EN

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ITZM 100 % HE

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Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Kopp (links), Hochschule für Technik Rapperswil, haben die Referierenden den aktuellen Stand ihrer Projekte präsentiert.

Wie die Warmwasser-Erzeugung mit Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern optimiert werden kann, zeigte Stefan Bertsch auf. Seine Studie hat ergeben, dass solche Systeme mit Zirkulation oder elektrischem Heizband bei geeigneter Installation effizient sind. Wichtig ist allerdings, dass im Speicher keine unerwünschte Durchmischung eintritt. Ineffizient erweisen sich kombinierte Systeme, welche dezentrale Trinkwarmwasser-Speicher über das Heizungsnetz aufladen.

Kältemittel werden sauberer

| Gewer ber ing 5 | 6105 S c ha c he n

Die Präsentation «Entwicklung und Problematik bei den Kältemitteln» von Jürg Liechti steht auf www.hk-gebäudetechnik.ch als PDF zur Verfügung unter dem Eintrag «Kältemittel werden sauberer».

Mit Sonnenenergie gehts besser Die Nutzung von erneuerbarer Umgebungswärme stellt einen wichtigen Vorteil der Wärmepumpe dar. Die zur Verfügung stehende Temperatur wird nach spezifischem Bedarf mit der Wärmepumpe auf ein höheres Niveau angehoben. Je effizienter dies erfolgt, umso geringer werden die benötigten Mengen und Kosten der zusätzlich benötigten Energie. Von diesem Anspruch ausgehend sind in der Vergangenheit zahlreiche Forschungsprojekte realisiert worden. Weil die Effizienz in direktem Zusammenhang zu der Temperaturdif-

Die negativen Auswirkungen von Kältemitteln auf die Ozonschicht sind inzwischen stark vermindert worden. Dennoch tragen die heute verwendeten Stoffe immer noch zum Klimawandel bei. Jürg Liechti von der Neosys AG in Gerlafingen, ging an der Wärmepumpen-Tagung auf vier unterschiedliche Schadenswirkungen von Kältemitteln ein: Ozonschicht-Zerstörung, Förderung des Treibhauseffekts, Brenn- oder Explosionsgefahr sowie Humantoxizität. Zielsetzung der Umweltgesetzgebung ist die Verminderung der Umweltwirkungen bzw. diese in akzeptablen Grenzen zu halten. Die heute breit diskutierten natürlichen Kältemittel decken noch nicht alle Temperaturbereiche der verschiedenen Anwendungen ab, für Haushaltseinsätze von Wärmepumpen, Kühlschränken und Gefriergeräten sind sie jedoch geeignet. Es wird interessant sein, zu verfolgen, wie die vom Bund geplante Verordnungsänderung (Verbot aller nicht natürlichen Kältemittel) den Einsatz der Die Wärmepumpen-Tagung bietet jeweils auch die Kältemittel in den nächsten Jahren ver- Gelegenheit, neueste maschinentechnische Entwicklungen vor Ort zu begutachten. ändern wird.


Energie | Wärme | Strom |

ferenz zwischen Wärmequelle und -nutzer steht, die Maximaltemperatur in der Regel aber vorgegeben ist, kann im Allgemeinen nur die Quellentemperatur erhöht werden. Dies ist mit der ganzjährig gleichbleibenden Sole-Temperatur bei Erdwärmesonden der Fall. Aber auch die Sonnenenergie lässt sich dafür nutzen. Als Schweizer Beitrag zum gemeinsamen Projekt «Solar and Heat Pump Systems» der Internationalen EnergieAgentur (IEA), welches die beiden IEAProgrammen SHC und HPP tragen, wird die Kombination von Solarwärme, Photovoltaik und Wärmepumpen untersucht. Als Ziel gilt die Optimierung des Gesamtsystems mit direkter und indirekter Nutzung solar erzeugter Wärme für Heizung und Trinkwassererwärmung. Prof. Dr. Thomas Afjei, Institut Energie am Bau der FHNW in Muttenz, gab einen Zwischenbericht zu den beiden laufenden Schweizer Arbeiten zu diesem IEA-Projekt. Dabei sollen typische Standardschaltungen berechnet, simuliert und definiert werden, damit Planer, Hersteller und Anwender geeignete Grundlagen zur Auslegung und zum Betrieb kombinierter Systeme mit integrierter Sonnenenergie erhalten. Um das zeitlich schwankende Angebot an Sonnenenergie für eine taktende Wärmepumpe besser nutzbar zu machen, sind Pufferspeicher einzusetzen. Hierbei werden auch Latentspeicher mit Wasser und Eis oder bei höheren Quellentemperaturen mit Paraffin in die Überlegungen einbezogen. Eine wesentliche Aufgabe des Projekts ist zurzeit die Bestimmung von Referenzwerten und Systemschnittstellen, damit sich Anlagen vergleichen lassen. Peter Kurmann, EKZ und FH Fribourg, untersuchte am Beispiel eines grossen Einfamilienhauses im Kanton Fribourg die mögliche Einbindung eines 28 m3 umfassenden Wasserspeichers für die Wärmeversorgung mit Solarwärme und Wärmepumpen. Mit dem grossvolumigen Speicher wollte man das Problem der saisonalen Synchronisation von Angebot und Nachfrage lösen und mögliche Optimierungen erkennen. Es hat sich dabei gezeigt, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Komponenten besonders beachtet werden müssen, um Konflikte bei der Anlagenregelung zu vermeiden.

Historisches und Aktuelles vom LENI Neben den zahlreichen vorgestellten Forschungsprojekten konnte Prof. Dr. Daniel

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Die Kombination von Solarwärme, Photovoltaik und Wärmepumpen ist Thema eines IEA-Projekts. Dabei werden typische Standardschaltungen untersucht, z. B. Wärmepumpe und thermischer Solarkollektor kombiniert mit direkter und indirekter Nutzung des Solarabsorbers als Wärmequelle. (Bild: FHNW/IEBau/Thomas Afjei)

Einsatzmöglichkeiten von natürlichen Kältemitteln in Bezug auf die Verdampfungstemperatur. (Bild: Bitzer Kältemittelreport/Jürg Liechti)

Favrat einen Rückblick auf 20 Jahre Wärmepumpen-Forschung am Institut für industrielle Energietechnik ( LENI ) der ETH Lausanne geben. Er berichtete von technologischen Entwicklungen, wie die Mikroturbine mit ölfreier, auf dem Arbeitsmittel beruhenden Lagerung, von den Untersuchungen der Scroll-Verdichtern, von neuen Ideen für Fernwärme- und Kältenetzen usw. Am LENI wurden auch Hybrid-Systeme berechnet, die mit unterschiedlichen Energieerzeugungstechniken arbeiten, es wurde das Verhalten mehrstufiger Wärmepumpen-Anlagen evaluiert. Ausgehend von solchen Projekten konnten auch Doktorarbeiten verfasst werden, was zum wissenschaftlichen Nachwuchs der Schweizer Kompetenzzentren und der Industrie beigetragen hat. Dass die Forschungsarbeiten am LENI der ETH Lausanne nicht nur historisch von Interesse sind, sondern zurzeit auch visionäre Vorhaben umgesetzt werden, zeigte Jonathan Demierre mit dem Projekt ORC-ORC. Der Organic-RankingCycle ist als alternative Technologie zur Umwandlung von Wärme in Strom bekannt. Am LENI wurde sie sowohl theoretisch als auch experimentell in

Kombination mit der WärmepumpenTechnik untersucht. Dabei wird der Verdichter nicht elektrisch, sondern mit einem ORC-Kreislauf angetrieben. Das System umfasst einen Radialkompressor, der mit einer Radialturbine auf ei-

Beim Konzept ORC-ORC befinden sich Kompressor und Turbine auf einer gemeinsamen Achse. (Bild: LENI/Jonathan Demierre)

ner gemeinsamen, ölfrei gelagerten Welle montiert ist. Beide Kreisläufe nutzen das gleiche organische Arbeitsmittel. Die Berechnungen haben bereits ergeben, dass gegenüber anderen thermisch angetriebenen Wärmepumpen der ORC-ORC-Kreisprozess wettbewerbsfähig ist. Mit dem aufgebauten Prototyp sollen diese Erkenntnisse nun ■ weiter vertieft werden.


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Wärmedämmung von Gebäuden: erforderlicher bzw. optimaler Wärmeschutz ist abhängig von Dämm-Material und Energieträger

Sinnvolle Dämmstärke ist auch abhängig von der Art der Wärmeerzeugung In den letzten 30 Jahren hat sich der Wärmeschutz enorm entwickelt. Von quasi ungedämmten Konstruktionen, mit U-Werten über 1,0 W/m2K, bis zur hochwärmegedämmten Minergie-P-Bauweise, mit U-Werten um 0,1 W/m2K. Auch die gesetzlichen Anforderungen werden laufend verschärft und es stellt sich aktuell die Frage (MuKEn und SIA 380/1 werden überarbeitet), welcher Wärmeschutz denn für Neubauten sinnvoll ist. Dies z. B. mit Blick auf eine Nutzungszeit von 30 Jahren. Wer diese Frage unabhängig vom Energiekonzept (Wärme-Erzeugung, Energieträger) beantwortet, macht einen wesentlichen Fehler. Abb. 1: Für die Beurteilung der optimalen Wärmedämmschicht-Dicke berücksichtigte Kennwerte der Wärmedämmstoffe und der Energieerzeugung.

8

20

0

Korkplatte

5

Steinwollplatte

EPS

10

Glaswollplatte

15

5

4

3

2

1

0

Baustoffkennwerte Polystyrolhartschaumpatte EPS Glaswollplatte Steinwollplatte Korkplatte

[W/mK] 0,035 0,032 0,034 0,042

[kg/m3] 20 29 60 500

Graue Energie [kWh/kg] 29,2 12,7 5,3 6,9

Korkplatte

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Glaswollplatte

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EPS

Treibhausgase pro cm Wärmedämmschicht [kg CO2-EQ/m2]

40

Graue Energie pro cm Wärmedämmschicht [kWh/m2]

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CO2 [kg CO2-eq/kg 4,21 1,50 1,19 1,16

Bewertung Heizung/Energieträger Gas Holzschnitzel Erdsonden-WP Nutzungsgrad/JAZ [–] 0,900 0,750 3,900 Primärenergiefaktor [kWh/kWh] 1,110 0,060 2,640 Treibhausgas-Emissionskoeffizient CO2 [kg/kWh] 0,238 0,011 0,148

Marco Ragonesi *

■ Bezüglich Treibhauseffekt und Primärenergie sind die maximal sinnvollen Wärmedämmstoff-Dicken unterschiedlich: Bei Holzheizung ist z. B. nur ein Wärmeschutz bis zu U-Werten um 0,2 W/m2K zu verantworten; Gas und Öl als Energieträger führen hingegen zu einem «sinnvollen Wärmeschutz» mit derart dicken Wärmedämmschichten, dass es baukonstruktiv kaum zu bewältigen ist. Zukünftig macht es somit Sinn,

den erforderlichen Wärmeschutz abhängig vom Energieträger festzulegen.

Kriterien Ein nicht unwesentliches Kriterium ist die Ökonomie. Darauf wird aber im Folgenden nicht näher eingegangen. Dies, weil die Randbedingungen und Einflüsse zu vielfältig sind und eine Prognose betreffend die kommenden Energiepreise schwerfällt. Bei Vollkostenbetrach-

tung, z. B. im Contracting-Verfahren, mit fixen Kosten pro kWh Wärmeenergie, sind bei 20 Rappen/kWh Bauteile mit U-Werten um 0,15 W/m2K wirtschaftlich; bei 40 Rappen/kWh lässt sich auch ein Wärmeschutz im Kontext von Minergie-P, mit U-Werten um 0,1 W/m2K wirtschaftlich begründen. Als massgebende Kriterien für den Entscheid, welcher Wärmeschutz angemessen ist, werden im Folgenden die Energie (Vergleich Graue Energie/Primärenergie Betrieb) und der Treibhauseffekt (Einfluss Wärmedämmstoff/ Heizenergie) berücksichtigt.

Randbedingungen Für Mittellandstandorte (3700 Heizgradtage) wird der Aufwand für die Wärmedämmung mit dem Aufwand für die Abdeckung des Transmissionswärmeverlusts verglichen. Der Einfluss der anderen Baukonstruktionsschichten wird dabei vernachlässigt, wobei klar ist, dass mit einer dicker werdenden Wärmedämmschicht auch der Konstruktionsaufwand steigt. Als optimal wird derjenige Wärmedämmstandard bzw. diejenige Wärmedämmschicht-Dicke angesehen, bei der für den nächsten cm Wärmedämmschicht mehr Graue Energie bzw. CO2Belastung anfällt, als durch den verbesserten Wärmeschutz über 30 Jahre eingespart werden kann. Auf die Festlegung der optimalen Wärmedämmstoff-Dicke hat der Wärmedämmstoff seinen Einfluss (Wärmeleitfähigkeit, Rohdichte, Graue Energie und CO2-Belastung durch Herstellung). Aber auch die Art der Wärmeerzeugung bzw. der Energieträger ist entscheidend hinsichtlich der maximal sinnvollen Dicken der Wärmedämmschicht. Die berücksichtigten Kennwerte gehen aus Abbildung 1 hervor.


Energie | Wärme | Strom |

Mit den ersten Zentimetern Wärmedämmschicht kÜnnen die grÜssten Reduktionen an Transmissionswärmeverlust erreicht werden. Währenddem der erste Zentimeter gegenßber einer ungedämmten Konstruktion die Transmission ßber 30 Jahre um etwa 5400 kWh/m2 reduziert, bringt der zweite Zentimeter nur noch etwa 1700 kWh, der zehnte Zentimeter bringt noch 85 kWh und der zwanzigste Zentimeter noch 22 kWh usw. (vgl. Abbildung 2). Demgegenßber steht der lineare Anstieg an Grauer Energie, bis hin zu derjenigen Dicke der Wärmedämmschicht, wo der Zuwachs an Grauer Energie grÜsser wird als die Reduktion des Transmissionswärmebedarfs ßber 30 Jahre. Diese Grenzdicke ist abhängig vom Wärmedämmstoff, sie beträgt bei Kork 17 cm, bei EPS 40 cm, bei Glaswolleplatten 48 cm und bei Steinwollplatten 53 cm. Dies sind nun aber nicht die optimalen Schichtdicken, weil bei dieser Betrachtung die Art der Wärmeerzeugung und das Kriterium Treibhauseffekt nicht berßcksichtigt sind.

Infos und Veranstaltungen Deklaration Wärmedämmstoffe: http://www.energie-plattform.ch/hlwd/deklaration Tageskurs Vertiefte Weiterbildung Hochleistungs-Wärmedämmung Datum: Donnerstag, 25. Oktober 2012, 8.15 – 16.30 Uhr Ort: Meal & More, Althardstrasse 60, 8105 Regensdorf/ZH (direkt beim Bahnhof) Zielpublikum: Architekten, Planer, Bauphysiker, Polybauer, Fassadenbauer, Bausystemanbieter, Energiefachleute, Investoren Programm und Anmeldung: www.energie-cluster.ch/hochleistungs-waermedaemmung/ Veranstaltung Wie dämme ich mein Haus? Anlässlich der Bau- und Energie-Messe Bern, 8. – 11. November 2012 Datum: Sonntag, 11. November 2012, 11.00 – 12.35 Uhr Ort: BernExpo Congress, Raum 4 Zielpublikum: Architekten, Planer, Verarbeiter, Polybauer, Hauseigentßmer, Bauherren, Immobilien-Wirtschaft Programm und Anmeldung: www.bauenergiemesse.ch/messe/kongress

   



Energie-Einsparung durch verbesserten Wärmeschutz

Optimaler Wärmeschutz Die maximal sinnvolle Wärmedämmschicht-Dicke und der zukßnftig als Anforderung festzulegende, objektiv optimale Wärmeschutz, hängen primär vom Heizsystem/Energieträger ab und sekundär auch vom Wärmedämmstoff. Je

                                 

      

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   Wärmedämmung als Kompaktfassade, Sockelbereich. Material oben: EPS Lambda Plus, Material unten: XPS mit Sockelblech. (Foto: Setz Architektur)

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5365 U-Wert [W/m2K]

0,20

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1500

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1000

750

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0

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Graue Energie [kWh/m2] (Beispiel EPS mit ρ = 20 kg/m3)

1750

Steinwolle: Energieeinsparung = Grauer Energie

Kork: Energieeinsparung = Grauer Energie

2000

Glaswolle: Energieeinsparung = Grauer Energie

2250

(Beispiel EPS mit λ = 0,035 W/mK)

Einsparung «Transmission/Heizwärmebedarf» über 30 Jahre [kWh/m2]

2500

EPS: Energieeinsparung = Grauer Energie

MuKEn Neubau

2750

10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Dicke der Wärmedämmschicht [cm]

Abb. 2: Während die Wirkung der Wärmedämmschicht bezüglich Reduktion der Transmissionswärmeverluste mit jedem cm abnimmt, steigt die Belastung durch Graue Energie (und CO2) kontinuierlich an. Das Optimum an Wärmedämmschicht-Dicke ist aus dieser Betrachtung dort, wo ein nächster cm Wärmedämmstoff nicht mehr Energie einspart, als dass die Graue Energie erhöht wird. Je nach Wärmedämmstoff sind diese «Grenzschichtdicken» unterschiedlich.

ökologischer der Energieträger, desto ungerechtfertigter sind übersteigerte Anforderungen an den Wärmeschutz. Die optimalen Wärmedämmstoffdicken sind in Abbildung 3 für drei verschiedene Energieerzeugungen aufgeführt. Bei

Wärmeschutzanforderungen, abhängig vom Energieträger

Holzschnitzelheizung (grün) sind maximal Wärmedämmstoff-Dicken von 16 cm sinnvoll und eine Forderung nach einem Wärmeschutz mit U ⱕ 0,2 W/m2K ist ungerechtfertigt. Mit Erdsonden-Wärmepumpe (rot) lassen sich Wärmedämm-

Einzelbauteil-U-Wert opake Bauteile gegen Aussenklima

Systemanforderng Norm SIA 380/1

Gas/Öl

0,10 W/m²K

Wärmepumen

0,15 W/m²K

0,8 · Qh,li

Holzschnitzel, Pellet

0,20 W/m²K

1,0 · Qh,li

Abb. 4: An den Wärmeschutz könnten z.B. verschiedene Anforderungen gestellt werden, je nach Heizsystem bzw. Energieträger. www.mobi.ch

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12 MILL 0 IONE FÜR N UNSE KUND RE EN

0,6 · Qh,li


Energie | Wärme | Strom |

| HK-Gebäudetechnik 9/12 |

5365 Optimale Dicke der Wärmedämmschicht, abängig von Heizung/Energieträger: 2750

EPS-Platte:

U=0,20

U=0,15

Holzschnitzel

Erdsonden-WP

Gas

U=0,10

Optimum bei Kriterium «Graue Energie/Primärenergie» 1

2 2m 3

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9

10 11 12 13 14 15 16 1 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Optimum bei Kriterium «Treibhauseffekt» 2250

1

2 2m 3

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5

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8

9

10 11 12 13 14 15 16 1 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Glaswolle-Platte: 2000

U=0,20

U=0,15

U=0,10

Optimum bei Kriterium «Graue Energie/Primärenergie» 1

2 2m 3

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9

10 11 12 13 14 15 5 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 1 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

1750 Optimum bei Kriterium «Treibhauseffekt» 1

1500

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10 11 12 13 14 15 5 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 1 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71

Steinwolle-Platte:

U=0,20

U=0,15

U=0,10

Optimum bei Kriterium «Graue Energie/Primärenergie»

1250

1

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10 11 12 13 14 15 16 6 17 18 19 20 21 2 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Optimum bei Kriterium «Treibhauseffekt»

1000

1

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10 11 12 13 14 15 16 6 17 18 19 20 21 2 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Kork-Platte: 750

U=0,20

U=0,15

U=0,10

Optimum bei Kriterium «Graue Energie/Primärenergie» 1

2 2m 3

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500 Optimum bei Kriterium «Treibhauseffekt» 1

2 2m 3

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10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

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10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60

250

0

Graue Energie [kWh/m2] (Beispiel EPS mit ρ = 20 kg/m3)

(Beispiel EPS mit λ = 0,035 W/mK)

Einsparung «Transmission/Heizwärmebedarf» über 30 Jahre [kWh/m2]

2500

Abb. 3: Je nach Wärmedämmstoff und Heizung/ Energieträger resultieren unterschiedliche optimale bzw. maximale Wärmedämmschicht-Dicken hinsichtlich der Kriterien Energie und Treibhauseffekt. Je ökologischer bzw. umweltfreundlicher das Heizsystem ist, desto fraglicher sind übersteigerte Anforderungen an den Wärmeschutz.

Dicke der Wärmedämmschicht [cm]

U-Werte zu postulieren, die deutlich kleiner als 0,1 W/m2K sind.

Empfehlung für zukünftige Anforderungen Es ist sicher nicht einfach, aus den aufgeführten Erkenntnissen sinnvolle Empfehlungen für zukünftige Anforderungen (MuKEn bzw. SIA 380/1) zu geben. Klar ist, dass es nicht sinnvoll ist, den Einsatz von erneuerbarer Energie zu fördern/verlangen (Holz/Wärmepumpentechnik) und gleichzeitig einen gegenüber der heute geltenden Anforderungspraxis noch verschärften Wärmeschutz zu verlangen.

Insbesondere bei Standards wie Plusenergie oder Minergie-A ist es sinnvoller, in die aktivsolare EnergieErzeugung zu investieren, als den Wärmeschutz weiter zu verbessern. Sinnvoll scheint eine Koppelung der Wärmeschutz-Anforderungen an die EnergieErzeugung. Einzelbauteilanforderungen und der maximale Heizwärmebedarf könnten z. B. variabel festgelegt werden, was als Diskussionsbasis Abbildung 4 ■ zeigt. (energie-cluster.ch) * Autor: Marco Ragonesi, dipl. Architekt HTL/Bauphysiker, c/o Ragonesi Strobel & Partner AG, Technologievermittler energie-cluster.ch

W

stoff-Dicken von 14 cm Kork bis 44 cm Steinwollplatte rechtfertigen, womit ein Wärmeschutz bis hin zu U-Werten um 0,1 W/m2K nicht generell negiert werden kann. Abgesehen von Kork, mit hoher CO2-Belastung und hohem Inhalt an Grauer Energie, kann bei Gas- oder Ölheizung (blau) ein Wärmeschutz bis hin zu Wärmedämmschicht-Dicken «sinnvoll sein», die baukonstruktiv nicht bewältigt werden können. Die gemachten Betrachtungen zeigen, dass es nicht gerechtfertigt, ja unseriös ist, unabhängig von Aussagen zum Heizsystem/Energieträger Zielwerte für

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Energie | Wärme | Strom | | HK-Gebäudetechnik 9/12 | Hocheffiziente Absorber-Beschichtung eines Weishaupt Solarkollektors

Die Kunst der Nachhaltigkeit Weishaupt Solarkollektoren sammeln selbst diffuses Licht ein und sind damit elementarer Bestandteil einer nachhaltigen Wärmegewinnung. Die Kunst besteht darin, im Sommer wie im Winter solide Wärmeerträge zu erzielen. Dank ihrer hohen Effizienz werden Weishaupt Solarsysteme diesem Anspruch gerecht. Gemeinsam mit anderen Weishaupt Heizsystemen entsteht so eine Komposition aus hochleistungsfähiger und effizienter Heiztechnik. Weishaupt AG, Chrummacherstrasse 8, 8954 Geroldswil ZH Telefon: 044/749 29 29, Fax: 044/749 29 30, 24-h-Service 0848 830 870, www.weishaupt-ag.ch, www.meteocentrale.ch

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Brennwerttechnik

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Fachtagung Holzenergie der Schmid AG: neue Entwicklungen und Marktrends

Effiziente Holznutzung gefordert An den Voraussetzungen für eine effiziente Nutzung der Holzenergie wird intensiv gearbeitet. Diese Tatsache konnte an der Fachtagung Holzenergie der Schmid AG bestätigt werden. Sowohl im Feuerungsbereich als auch bei der Wärme-Kraft-Kopplung wurden Innovationen vorgestellt. sichtlich werden heute bereits lange, teilweise interkontinentale Strecken für Hackschnitzeltransporte zurückgelegt. Dass dieser Umstand nicht automatisch nachhaltig sein kann, ist klar. Für die umweltgerechte Nutzung des Rohstoffs Holz müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein, welche miteinander verknüpft sind.

Innovationen der Schmid AG

An der Fachtagung Holzenergie, organisiert von der Schmid AG, wurde ein aktueller Überblick über die Rahmenbedingungen und die Innovationen des Unternehmens gegeben. (Foto: Jürg Wellstein)

Jürg Wellstein

■ «Energieholz wird knapp, nutzen wir es mit Bedacht!» Mit dieser Forderung beschloss Angelo Papis vom Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft ( AWEL ) seine Ausführungen an der Fachtagung Holzenergie in Wil. Die von der Schmid AG in Eschlikon organisierte Veranstaltung nutzten am 21. Juni 2012 rund 130 Teilnehmende, um sich über die aktuellen Entwicklungsarbeiten des Unternehmens zu informieren und um den Hauptsitz sowie die Heizzentrale in Bichelsee-Balterswil zu besichtigen. Dort steht seit Ende 2010 eine Holzfeuerung im Einsatz, welche auch für die Stromproduktion eingesetzt wird.

Aktuelle Entwicklungen bei der Energieholznutzung Emissionsgrenzwerte und Sanierungsfristen sind Rahmenbedingungen, welche ebenso als Chance für Anlagenerneuerungen verstanden werden können. Angelo Papis wies darauf hin, dass Holzfeuerungen im Vergleich mit anderen Feuerungsanlagen einen hohen Feinstaub-Ausstoss entwickeln. Mit der Einführung von Holzfeuerungskontrollen will der Kanton Zürich bei Anlagen bis 70 kW in den Gemeinden den Feinstaub reduzieren. Grössere Anlagen sollen mit einem Feinstaub-Abscheider

ausgestattet werden. Und noch einen Tipp hat er für die Teilnehmenden: «Sparen Sie nicht an der Kaminhöhe!» Damit werden mögliche Belästigungen für die Nachbarn vermindert. Wie die Abgasreinigung bei grösseren Feuerungsanlagen mit einer Wärmerückgewinnung kombiniert werden kann, zeigte Roger Stahel, SaveEnergy AG in Nürensdorf. Auf der Grundlage, dass der Brennstoff Holz einen hohen Anteil an Wasser enthält, das bei der Verbrennung verdampft, lässt sich durch nachfolgende Kondensation Energie zurückgewinnen. Bei der Abgaskondensation wird die Wärme aus dem Abgas über zerstäubtes Wasser ausgekoppelt. Mit einem Plattenwärmetauscher erfolgt anschliessend die Wärmeabgabe. Teil der Anlage ist ein Nasselektroabscheider, in welchem die Reinigung der Abgase erfolgt. Christoph Aeschbacher, Geschäftsführer von Holzenergie Schweiz, gab als Gesamtproduktion der Schweizer Wälder 8,8 Mio. m3 pro Jahr an. Das beste Wachstum bieten gut wüchsige Standorte im Schweizer Mittelland. Festgelegte Waldgrenzen, topografische Hindernisse, hohe Erntekosten usw. limitieren jedoch die Nutzung. Rund 2 Mio. m3 sind noch sinnvoll verfügbar. Offen-

Verschiedene Vertreter der Schmid AG stellten an der Fachtagung in Wil die Kompetenzen und Neuheiten des Unternehmens vor. Hans-Jürg Schmid behandelte die Sanierung bestehender automatischer Feuerungen und die Anpassung an die neuen Emissionsgrenzwerte der Luftreinhalteverordnung ( LRV ). Neben den erhöhten Anforderungen bei Staubemissionen werden auch tiefere NOx-Werte verlangt. Die Schmid AG bietet dazu eine Denox-Anlage. Zahlreiche Beispiele, unter anderem auch mit engen Platzverhältnissen, wurden inzwischen auf den neuesten Stand gebracht. René Eisenegger stellte die Palette an Filtersystemen

Für jeden Brennstoff muss das richtige Feuerungskonzept gefunden werden. (Bild: Schmid AG)

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peratur, Leistung usw. Als visuelle Beurteilung dienen das Flammenbild, der Brennraumzustand und die Kaminmündung. Andreas Bätscher stellte an der Tagung die drei Stufen der Wartung vor. Mit der Ferndiagnose können Anlagenbetreiber durch die Hotline der Schmid AG betreut werden. Oberste Wartungsstufe stellt die permanente Überwachung der Anlage und periodische Analysen sowie entsprechende Massnahmen durch das Supportteam dar.

Weiterentwicklungen bei Holzfeuerungen

Die Vorschubrostfeuerung (UTSW) mit wassergekühltem Stufentreppenrost bietet Voraussetzungen für eine breite Palette an Brennstoffen. (Bild: Schmid AG)

vor, die auch bei Anlagenerneuerungen zum Einsatz kommen können. Allerdings ist stets eine saubere und effiziente Verbrennung eine wichtige Voraussetzung. Für Albert Stutz sind regelmässige Wartungen ein wichtiger Schlüssel, um Betriebskosten niedrig zu halten und gleichzeitig einen hohen Wirkungsgrad der gesamten Anlage permanent erreichen zu können. Alle Akteure um den Betrieb einer Feuerung müssen dabei involviert werden. Die Anlagenbeurteilung erfolgt mit der Überwachung von Verbrennungstemperatur, Vor- und Rücklauftemperatur sowie Abgastem-

Für die Schmid AG ist aber auch die Entwicklung neuer Feuerungstechnologien bedeutend, um beispielsweise Ersatzbrennstoffe, wie Altholz, Spanplatten, Sperrholz usw. optimal nutzen zu können. Als Antwort gilt die Vorschub-Stufenrostfeuerung ( UTSW ). Wassergekühlter Rost, ungekühlte Ausbrandzone und Unterrost-Entaschung sind wichtige anlagentechnische Elemente. Dieser Kesseltyp gewann 2011 den Deutschen Industriepreis in der Kategorie Energie + Umwelt. Hinzu kommt die neue Steuerungsgeneration PersonalTouch, welche Adrian Meier präsentierte. Sie bietet eine Erweiterung auf 28 Regler, vergrösserten Statistikbereich, Optimierung der Lambda-Regelung, verschiedene Verbesserungen für den Schwachlastbetrieb und die Anlaufphase usw. Roland Schmid und Dietrich Vogel präsentierten zusätzliche Neu- und Weiterentwicklungen, wie die aktive Brennraum-Entaschung für Unterschubfeuerungen bis 900 kW, mit wel-

Philipp Lüscher, CEO Schmid AG, führte durch das Tagungsprogramm. (Bild: Schmid AG)

cher der manuelle Reinigungsaufwand reduziert werden kann. Zudem wird bei problematischen Brennstoffen damit die Gefahr der Schlackenbildung vermindert. Der Patronenfilter für die Staubabscheidung von Feuerungen zwischen 180 und 550 kW arbeitet bis zu einer maximalen Abgastemperatur von 190 °C. Er kann im Gegensatz zu Elektrofiltern aber bei sehr tiefen Gastemperaturen eingesetzt werden. Damit wird bei An- und Abfuhrbetrieb die volle Abscheidewirkung erzielt. Eine weitere Entwicklung stellt die Heissluftturbine dar, mit welcher auch im unteren Leistungsbereich die Möglichkeit der Stromerzeugung geschaffen wird. Das neue System arbeitet nach dem Kreislaufprinzip von Brayton, verdichtet warme Luft, führt diese zusammen mit den heissen Abgasen aus der Holzfeuerung in die Turbine, wo eine Entspannung erfolgt und dadurch ein Generator betrieben werden kann. Marcel Rösler sprach an der Fachtagung über die Standardisierung im Anlagenbau, sodass man Kosten und Projektierungsaufwand reduzieren kann. Er stellte in diesem Zusammenhang auch die Konzeption einer Thermoölanlage vor, die zusammen mit einer ORCEinheit zur Wärme- und Stromproduktion – also zur Wärme-Kraft-Kopplung – dient. Eine solche Anlage konnten die Teilnehmenden während der anschliessenden Führung besichtigen.

Strom aus Holz in Bichelsee-Balterswil

Die ORC-Einheit dient in der Heizzentrale von BichelseeBalterswil zur zusätzlichen Stromproduktion. Der durch die Schmid-Holzfeuerung erwärmte Thermoölkreislauf treibt die ORC-Turbine an und generiert damit Strom. (Foto: Jürg Wellstein)

Schmid-Feuerung (links) mit Gaskanal und dahinter positioniertem Thermoölkessel. Siehe auch 3D-Grafik mit Bezeichnungen der einzelnen AnlageKomponenten. (Foto: Jürg Wellstein)

Die Zentrale dieses Heizkraftwerks umfasst zwei Schmid-Feuerungen zur Wärmeproduktion und eine parallel angeordnete Anlage, welche mit einem Thermoölkessel ergänzt wurde. Dieser speist die ORC-Einheit. Der Organic Rankine Cycle nutzt ein anderes Arbeitsmittel als übliche Dampfturbinen, die mit Wasserdampf betrieben werden. Als Medium werden organische Flüssigkeiten mit einer niedrigen Verdampfungstemperatur verwendet. Hier wird in der Turbine beispielsweise Silikonöl eingesetzt. Das Thermoöl fliesst in einem geschlossenen Kreislauf und ist auf die bestehenden Gegebenheiten ausge-


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Die thermische Energie wird der Sägerei als Prozesswärme abgegeben und in das Fernwärmenetz gespiesen. Für die Grundlastversorgung werden die Vorschubrostfeuerung UTSR-4200 mit Thermoölkessel und ORC-Einheit eingesetzt. Die zwei weiteren Vorschubrostfeuerungen (1 MW und 2 MW Leistung) dienen zur Redundanz und Spitzenlastabdeckung. Mit diesem Konzept ist sichergestellt, dass die Versorgung des Fernwärmenetzes jederzeit gewährleistet ist. Ein wichtiges Anlagenelement zur Funktionssicherheit stellt die getrennte Brennstoffzuführung des Grundlastkessels und der Spitzenlastkessel dar. Ergänzt werden die Feuerungen durch zwei Linien mit Multizyklon und Elektrofilter zur Rauch■ gasreinigung.

Mit kombinierter Thermoölanlage wird die Holzfeuerung zur Wärme-Kraft-Kopplungs-Einheit: zur Erzeugung von Wärme und Strom. (Bild: Schmid AG)

legt. Die Anlage weist Wirkungsgrade von 74 % thermisch und 14 % elektrisch auf; 12 % sind Verluste. Heizzentrale «hebbag energie thurgau» und Fernwärmenetz werden von der EKT AG zusammen mit der Gemeinde Bichelsee-Balterswil und der Sägerei August Brühwiler AG betrieben. Seit

Oktober 2011 wird das in Balterswil bestehende Fernwärmenetz im Ortsteil Bichelsee weiter ausgebaut. Insgesamt steht mit den drei Schmid-Feuerungen eine Kesselleistung von 7.2 MW zur Verfügung. Im Endausbau sollen jährlich rund 5 GWh Strom und 15 GWh Wärme abgegeben werden.

Kontakte Schmid AG, Eschlikon, www.schmid-energy.ch AWEL, Zürich, www.awel.zh.ch Holzenergie Schweiz, Zürich, www.holzenergie.ch SaveEnergy AG, Nürensdorf, www.saveenergy.ch

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4. Deutscher Stirling-Kongress in Stuttgart

«Mikro-WKK ist keine Gelddruckmaschine» Die Zeit ist reif für Mikro-Wärme-Kraft-Kopplungs-Geräte, von einem Boom kann jedoch noch keine Rede sein, so der Eindruck des Chronisten vom 4. Deutschen Stirling-Kongress, der im Rahmen der CEP – Clean Energy & Passivehouse – in Stuttgart stattfand. Wolfgang Schmid, München*

■ Die Anbieter von StirlingmotorHeizgeräten propagieren einen eher sanften Markteintritt. Imageschäden durch falsch ausgelegte und mangelhaft installierte Geräte sollen vermieden werden. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass

die für Ein- und Zweifamilienhäuser konzipierten Stirlingmotor-Heizgeräte der 1-kW-el-Klasse aus wirtschaftlichen Gründen vermehrt als Grundlastgerät in Mehrfamilienhäusern und im Kleingewerbe eingesetzt werden.

Nach jahrzehntelanger Entwicklungsarbeit, vielen Rückschlägen aufgrund konstruktiver, materialtechnischer und fertigungstechnischer Probleme hat zumindest in der 1-kW-el-Klasse die Serienproduktion der Stirling-MikroWärme-Kraft-Kopplungs (WKK)-Geräte begonnen. Als Vorteile gegenüber den Kleinst-BHKW-Geräten mit Verbrennungsmotor vom Typ Dachs, Honda oder Ecopower werden der geringe Wartungsaufwand durch den Wegfall der Ölschmierung, das gute Teillastverhalten, die niedrigen Emissionswerte und die längere Lebensdauer des Motors angegeben. Nachteil ist der gegenüber Geräten mit Verbrennungsmotor und Brennstoffzelle geringere elektrische Wirkungsgrad. Geräteentwicklungen mit Luftvorwärmung deuten darauf hin, dass künftig – zumindest bei grösseren Leistungen – mit höheren elektrischen Wirkungsgraden gerechnet werden kann. Ob der Stirlingmotor auch für die Befeuerung mit Bio-Festbrennstoffen geeignet ist, bleibt abzuwarten. Bedeutend wartungsärmer, energieeffizienter und schadstoffärmer sind Stirlingaggregate mit vorgeschaltetem Gegenstromvergaser. Erfreulich ist, dass der viel gepriesene Solo-Stirling einen Investor gefunden hat, der das Aggregat jetzt für den Betrieb mit gasförmigen Brennstoffen, aber auch für die solarkonzentrierende Anwendung als Kleinserie anbietet.

Prof. Thomas: Luftvorwärmung steigert Wirkungsgrad

Die Entwicklung der Stirlingmotor-WKK-Geräte ist nicht nur von Erfolg gekrönt. Sunmachine musste im Mai 2010 wegen «technischer Kinderkrankheiten» Insolvenz anmelden. (Foto: Wolfgang Schmid)

In seinem Einführungsvortrag wies der Moderator des 4. Deutschen StirlingKongresses, Prof. Dr.-Ing. Bernd Thomas vom Reutlinger Research Institut ( RRI ), Hochschule Reutlingen, auf das Funktionsprinzip des Stirlingmotors sowie dessen Vor- und Nachteile hin. Zu den Vorteilen zählt er den geschlossenen Kreisprozess, die hohe Lebensdauer und den geringen Wartungsaufwand. Nachteile seien das träge Lastwechselverhalten, die hohen Investitionskosten sowie die hohen Anforderungen an die


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Auslegung und Ausführung. So sei der Gesamtwirkungsgrad (elektrisch und thermisch) von Stirling-Mikro-WKKGeräten direkt von der Rücklauftemperatur des Heizsystems abhängig. Beim Vergleich des Gesamtwirkungsgrades liege sowohl das Whispergen-Gerät als auch das Cleanergy-Gerät (vormals Solo) an der Spitze, wobei der Wirkungsgrad des Cleanergy-Gerätes mit steigender Rücklauftemperatur stärker abfalle als der anderer Fabrikate. Bei den elektrischen Wirkungsgraden komme das Whispergen-Gerät auf rund 10 Prozent, das Cleanergy-Gerät auf 23 bis 27 Prozent und schneide damit sogar besser ab als das Ecopower-Gerät (Ottomotor) von Vaillant. Auch der Dachs von Senertec sei – bezogen auf den elektrischen Wirkungsgrad – nur unwesentlich besser als das Nachfolgemodell von Solo. Nur das dänische KWK-Gerät XRGI 156 von EC-Power (Ottomotor) schneide mit konstant 30 Prozent elektrischem Wirkungsgrad besser ab, so die Vergleichsmessungen von Prof. Thomas. Die Ursachen für die grossen Unterschiede zwischen den Stirling-WKKGeräten liegen, so Prof. Thomas, bei der Luftvorwärmung (Luvo) der Verbrennungsluft. So könne der elektrische Wirkungsgrad von Stirling-Heizgeräten seinen Berechnungen zufolge durch Luvo theoretisch von 15 auf 23,4 Prozent gesteigert werden. Allerdings sei der Aufwand dazu relativ hoch, das bedeutet, dass sich die Luftvorheizung nur bei Geräten mit höheren Leistungen lohnt.

Viessmann: höhere Laufzeiten durch lernfähige Regelung So gut wie alle Anbieter von MikroWKK-Geräten auf der Basis des Stirlingmotors propagieren den Einbau ihrer Geräte in Ein- und Zweifamilienhäusern. Aus der Energiewirtschaft kommt verhaltene Kritik an der Werbestrategie der Hersteller, denn die Geräte seien für diese Zielgruppe viel zu gross. So liegt die durchschnittliche elektrische Grundlast eines Einfamilienhauses gerade mal bei 300 Watt, die elektrische Leistung des Stirling-Hauskraftwerkes aber bei 1 kW. Bei konventioneller Betriebsweise erreichen Stirlingmotor-WKK-Geräte kaum die notwendige Laufzeit von 3500 Stunden pro Jahr, die als Grenzwert für die Wirtschaftlichkeit gilt. Viessmann hat deshalb auf der Basis seiner Feldtest-Erfahrungen ein Ladeund Regelungskonzept entwickelt, das die Laufzeit des Vitotwin-300-W-

Gerätes von durchschnittlich 3500 Stunden auf rund 5500 Stunden erhöht. Erreicht wird die Laufzeitverlängerung durch die Modulation des Stirlingbrenners auf bis zu 30 Prozent in Abhängigkeit des Ladezustands des Pufferspeichers. Ausserdem werde der tägliche Wärmebedarf des Gebäudes über eine systemoptimierte Regelung erfasst und damit die Laufzeiten und die Ladestrategie für den folgenden Tag vorbestimmt, erklärt Stefan Eitzenhöfer von Viessmann. Wichtig sei eine ausreichend hohe Speicherkapazität, damit möglichst viel Wärme aus dem Betrieb des Stirlingmotors genutzt werden kann und der eingebaute Zusatzbrenner möglichst wenig einschaltet. Eine höhere Wirtschaftlichkeit werde erreicht, wenn das Vitotwin-Gerät die Grundlast in grösseren Gebäuden übernehme. Im Vorfeld möglicher Smart-Grid-Funktionen habe Viessmann bereits Vorkehrungen getroffen, das Stirlinggerät auf Anforderung stromgeführt zu betreiben. Auch könne der Nutzer das Gerät bei einem abzusehenden höheren Eigenstrombedarf durch Haushaltsgeräte manuell zuschalten. Offen blieb, wie schnell das Stirling-Heizgerät nach dem Einschalten die volle elektrische Leistung erreicht. Aus Sicht von Stefan Eitzenhöfer hat das Stirlingmotor-Heizgerät gute Chancen, sich im künftigen Wettbewerb in der Mikro-WKK-Geräteklasse sowohl gegen den Verbrennungsmotor als auch gegen die Brennstoffzelle zu behaupten.

| HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Stirling-Kältemaschine für die Hosentasche Das vor über 200 Jahren entdeckte Prinzip des Stirlingmotors ist heute nicht nur in der Raumfahrt und beim Militär ein gängiges Prinzip zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte, auch bei Wärmebildkameras ist der Stirlingmotor als Kryo-Kühler ein unverzichtbares Standardprodukt. Sein Vorteil liegt darin, dass er sich extrem miniaturisieren lässt und damit direkt in hochpräzisen arbeitenden Geräten zur Stromgewinnung oder zur Kühlung eingesetzt werden kann, zum Beispiel als Wärmepumpe in Satelliten und Raumschiffen oder zum Antrieb einer Blutpumpe von Herzunterstützungssystemen. Die Firma AIM, Infrarot-Module GmbH, Heilbronn, baut auf dem Stirlingmotor-Prinzip zum Beispiel Kryo-Kühler zur Kühlung von Hochleistungs-Infrarotsensoren im Leistungsbereich von 0,4 bis 4 Watt Kälteleistung bei Kühltemperaturen von unter 120 Kelvin. Weltweit sind rund 400’000 solcher Kleinkühler im Hosentaschenformat im Einsatz. Hinzu kommen sogenannte HTS-Module zur Kühlung von Hochtemperatur Superleitsystemen sowie N2-Verflüssiger im Bereich der Luftverflüssigung. Interessant sind die verschiedenen Anordnungen der Mikrokomponenten: als mechanisch integrale Komponente oder als Split-System mit getrennten Einheiten von Motor/Kompressor und Kälteteil. Beim Antriebskonzept kann der Kunde zwischen Rotary (Zwangsantrieb über Kurbelwelle) und Linear (Freischwinger) wählen. Die Carnot-Gütegrade solcher Kryo-Kühler liegen zwischen 10 und 20 Prozent bei etwa 80 Kelvin Kühltemperatur und einigen Watt Kälteleistung. Bei so viel langjährigem Know-how über das Stirlingmotor-Prinzip inklusive Fertigungsmethoden muss die Frage erlaubt sein, warum die Entwicklung des Stirlingmotor-Heizgerätes so lange gedauert hat. Mehr Informationen www.aim-ir.com

zu

Kryo-Kühlern

unter

«Das Teillastverhalten des Stirlingmotors ist gut und der Gesamtwirkungsgrad des Gerätes höher als bei solchen mit Verbrennungsmotor und Brennstoffzelle. Ausserdem sind die Wartungskosten beim Stirling niedriger», betont Eitzenhöfer. Mittelfristig sehe er Freikolben-Stirlingmotor von Viessmann mit 1 kW elektrischer und 6 kW thermischer Leistung. Vertreter der Energiewirtschaft bei den Stirling-Geräten noch Entwickhalten diese elektrische Leistung für das Einfamilienhaus für zu lungspotenzial beim elektrischen Wirgross. (Foto: Viessmann) kungsgrad, zum Beispiel durch Luftvorwärmung.

Remeha: Stirling-Gerät besser als Grundlastheizgerät einsetzen DeDietrich Remeha positioniert sein Mikro-WKK-Gerät «eVita» (1 kW el) primär als Ersatz für Heizkessel in energetisch nicht sanierten Ein- und Zweifamilienhäusern, bekommt jedoch verstärkt Anfragen, ob das Gerät auch für den Dauerbetrieb zur Grundlastversorgung in grösseren Gebäuden geeignet sei, berichtet Jürgen Jahn, DeDietrich Remeha, Emsdetten. Aktuell gehe rund 95 Prozent des Geräteabsatzes in die Modernisierung, nur 5 Prozent in den Neubaubereich. Mit 85 Prozent sei das Einfamilienhaus noch der entscheidende Absatzmarkt, nur 15 Prozent werden

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Fast alle Anbieter von Stirlingmotor-WKK-Geräten liefern nur noch Systempakete mit Pufferspeicher. (Bild: DeDietrich Remeha)

in Zwei- bis Sechsfamilienhäusern installiert, davon ein Teil über Contracting. Remeha verkaufte bisher 550 Geräte und strebt für das Jahr 2012 die Produktion von 1000 Geräten an. Um die Installation zu vereinfachen und das verschleissfördernde Takten zu unterbinden, bietet Remeha fünf Systempakete an, darunter eines mit Kombispeicher (Trinkwassererwärmer und Pufferspeicher) sowie eines mit Systempufferspeicher zur Systemtrennung (für Mehrfamilienhäuser). «Ein Pufferspeicher war beim eVita-Gerät zunächst nicht zwingend vorgeschrieben», räumt Jürgen Jahn ein. «Ursprünglich sei davon ausgegangen worden, dass die Modulation des Stirlingmotor-Brenners zur Leistungsanpassung an die Heizungsanlage für einen störungsfreien Betrieb ausreiche. Die Praxis hätte aber gezeigt, dass erst ein Pufferspeicher zu längeren Betriebszeiten führt und damit das unerwünschte, verschleissfördernde Takten reduziert werden kann.

Senertec: weiterhin «sanfter» Markteintritt Wie bereitet ein Unternehmen aus dem Mikro-WKK-Bereich den Markteintritt für ein Stirlingmotor-Heizgerät vor, das europaweit rund 28 000 Mikro-WKKAnlagen vom Typ Dachs verkauft hat? Zitat: «Ganz sanft, mit 200 Anlagen in diesem Jahr und dann jedes Jahr ein bisschen mehr.» Jochen Senft vom Dachs-Hersteller Senertec in Schweinfurt empfiehlt, den Markt für die Kleinst-WKK-Geräte vom Typ Stirling behutsam aufzubereiten, um Image-

schäden durch falsche Planung und mangelhafte Installationen von vornherein zu vermeiden. Das gelte insbesondere für die Dimensionierung und Einbindung eines Pufferspeichers. «Unsere Erfahrungen zeigen, dass so ein System ohne Pufferspeicher nicht funktioniert.» Mehr noch: Den Stirling-Dachs gibt es nicht als Wandgerät, sondern nur als Komplettsystem mit Befestigung und Einhausung am Pufferspeicher; ein dezenter Hinweis auf das offensichtlich ernstzunehmende Schallproblem. Senertec gibt die Schallemission nach DIN 45635-01 mit 45 db(A) an, das entspricht in etwa der Lautstärke eines Kühlschrankes. Im Gegensatz zum Wettbewerb verwendet Senertec nicht die vom Hersteller des Stirlingmotors mitgelieferte Regelung, sondern die des Dachs-Gerätes. Die Regelstrategie sei so konzipiert, dass dem Brenner des Stirlingmotors bei der Wärmeversorgung so lange Priorität eingeräumt wird, bis auf der Heizseite eine Unterversorgung eintritt. Erst nach Ablauf eines Zeitgliedes geht der Zusatzbrenner in Betrieb. Mit diesem Trick könnten die Laufzeiten des Stirlingmotors erheblich verlängert werden. Im Gegensatz zu Viessmann verzichtet Senertec auf eine modulierende Fahrweise. Senft: «Die Modulation des Stirlingmotors hat sich aus unserer Sicht als nicht vorteilhaft erwiesen.» Als Beweis für die Richtigkeit dieser Regelstrategie präsentierte Senft die Ergebnisse eines Feldtests in einem Einfamilienhaus, Baujahr 1995, mit einem Heizwärmebedarf von 28 000 kWh/Jahr, einem Gasverbrauch von 35 000 kWh/ Jahr und einem Stromverbrauch von 7500 kWh/Jahr. Durch die Optimierung von Speicherladestrategie und Regellogik habe der Stirlingmotor rund 88 Prozent (4392 Brennerstunden bei 1697 Brennerstarts) der Heizarbeit geleistet, der Spitzenlastbrenner nur 12 Prozent (179 Brennerstunden, 367 Starts). Der Strombezug konnte um 33 Prozent reduziert werden. Bei der Zertifizierung geht Senertec ähnliche Wege wie der Wettbewerb: Ohne Dachs-Stirling-Training kein Marktpartnervertrag und damit auch kein Stirling-Gerät. Auch die jährlichen Wartungsarbeiten werden dezidiert vorgegeben. Fragen zur Wirtschaftlichkeit des Stirling-Gerätes wurden eher ausweichend beantwortet. Je nach Gebäude seien 400 bis 800 Euro Energiekosteneinsparung möglich. Eine Gelddruckmaschine dürfe man aber nicht

erwarten. «Kunden wollen so eine Anlage, unabhängig von der Wirtschaftlichkeit», sagte Senft. Bei der heutigen Senertec-Kundschaft dominiere bei der Kaufentscheidung eher das Bauchgefühl.

Whispergen: Fertigungskapazität für 30 000 Geräte pro Jahr Wer bisher das Stirling-Mikro-WKKGerät als Nischenprodukt eingeschätzt hatte – Stichwort «sanfter Markteintritt» – bekommt spätestens bei den von Alexander Zimmermann, EHE (Efficiency Home Energy s.L.), Tolosa, Spanien, genannten Zahlen und Fakten einen ganz anderen Eindruck. Der Markt sei bereits in Bewegung. EHE verfüge mittlerweile über Fertigungsgebäude mit 2700 m2 Produktions- und Lagerfläche; noch im Jahr 2012 sei eine Verdoppelung der Fläche geplant, womit eine Fertigungskapazität von 30 000 Geräten/Jahr zur Verfügung stehe. Aufgrund von Langzeittests über 100 000 Stunden sei inzwischen eine Gerätelebensdauer von 10 Jahren nachgewiesen, so Zimmermann. EHE ist ein Gemeinschaftsunternehmen von WhisperTech Limited, Neuseeland, und Mondragon Cooperative Corporation ( MCC ) im gleichnamigen Ort im spanischen Baskenland. Hinter MCC verbirgt sich die siebtgrösste Industriegruppe Spaniens mit mehr als 100 eigenständigen Unternehmen. In Deutschland wird das WhispergenGerät (1 kW elektrisch, 8 kW thermisch, 30 kW thermische Spitzenlast) mit einem speziell für das Mikro-WKK-Gerät entwickelten Pufferspeicher angeboten. Dadurch könne die Wärme- und Stromerzeugung entkoppelt, gleichzeitig der Eigenverbrauch an Strom optimiert oder das Gerät in ein virtuelles Kraftwerk eingebunden werden. Die Daten aus 1000 installierten Whispergen-Geräten ergeben folgende Durchschnittswerte: • 2700 Betriebsstunden des Stirlingmotors pro Jahr • 3 Stunden durchschnittliche Laufzeit pro Start • Laufzeitverhältnis Stirlingmotor zu Zusatzbrenner 80:20 • Geeignet für Objekte mit einem Wärmebedarf von 33 000 bis 35 000 kWh pro Jahr • Thermische Spitzenlasten bis 7 kW schafft der Stirlingbrenner allein, mit Pufferspeicher 10 kW über die Dauer von bis zu zwei Stunden und 20 kW


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mit Pufferspeicher und Zusatzbrenner über die Dauer von bis zu 2 Stunden. • Durch den Verzicht auf Nachtabsenkung könne in vielen Fällen die Spitzenlast am Morgen verhindert und damit die Laufzeit des Stirlingmotors (ohne Zusatzbrenner) verlängert werden. Entwicklungspotenzial sieht Zimmermann bei der Verbesserung der elektrischen Effizienz, der Weiterentwicklung der Regelung sowie der Erweiterung der Systempalette mit speziell ausgewählten Pufferspeichern.

Stirling DK: dezentrale Anlagen mit bis zu 300 kW elektrischer Leistung Stirlingmotoren gelten als energetische Allesfresser, zumindest wenn der Brennstoff gasförmig ist. Die Direktbefeuerung mit festen Bio-Brennstoffen hat sich weniger bewährt. Die Veraschung der Erhitzerwärmeübertrager bei direkter Verbrennung führte in der Vergangenheit zu hohen Wartungskosten, die Effizienz ging nach unten und Ausfälle häuften sich. Stirling DK, Lynby/Dänemark, Hersteller von Stirlinganlagen bis 300 kW elektrisch, entschied sich deshalb, die Direktverbrennung von Bio-Brennstoffen zugunsten einer abgestimmten Kombination von Stirlingmotor mit einem GegenstromVergaser zu ersetzen sowie nur noch Komplett- oder OEM-Anlagen zu liefern. Damit hat das Unternehmen nicht nur das Emissions- und Reinigungsproblem im Griff, sondern auch die ArSchnitt durch den Whispergen-Stirlingmotor. In Mondragon/spanisches Baskenland, wird derzeit eine Fertigungsbeitsgastemperatur. kapazität für 30 000 Whispergen-Geräten aufgebaut. (Bild: Wolfgang Schmid) Bei Anlagen mit direkter Verbrennung waren die Wärmeübertrager nach 300 Stunden total verascht, bei Anlagen mit Gegenstromvergaser sind die WärmeDeutschland (6). Auch Stirling DK ver- Sindelfingen, bzw. von der Solo Stirling übertrager des Stirlingmotors auch nach folgt eine langsame Markteinführung, Motor, Sindelfingen, in einer Kleinserie 4000 Betriebsstunden noch sauber. Ein um Erfahrungen aus den laufenden An- (150 Maschinen) gebaut wurde, darunter Beispiel aus der Praxis: Bei einer Hacklagen in die neuen Projekte einfliessen auch eine Variante als Kältemaschine. schnitzel-Anlage mit Gegenstromvergazu lassen. Trotz exzellenter Leistungs- und Emissisung – geplante Feuerungsleistung 200 onswerte – die Maschinen entsprachen Cleanergy: Solo-Stirlingmotor weiterentwikW – wurden bei einer tatsächlichen schon damals den Anforderungen des ckelt Leistung der Gegenstrom-Vergaser«Blauen Engels» – und mehr als 2 MillioSpätestens der Vortrag von Andreas Bau- nen Betriebsstunden scheiterte Solo an Feuerung von 225 kW eine ausgekopmüller von der Cleanergy AB, Göte- Material- und Fertigungsproblemen und pelte Wärmeleistung von 165 kW und borg/Schweden, machte klar, dass es sich damit an der Vermarktung des Stirlingeine elektrische Leistung von 35 kW bei bei den Stirlingmotor-WKK-Geräten um Aggregates. einem elektrischen Wirkungsgrad von keine Zwischenprodukte bis zur Markt- Nach einem weiteren (erfolglosen) An15,5 Prozent gemessen. Die Staubemissireife von Brennstoffzellen-Heizgeräten lauf der schweizerischen Investorenon der Anlage lag bei ‹ 5 mg/Nm3, COund NOX-Emission bei je ‹ 150mg/Nm3. handelt, sondern um eine eigenständige gruppe Swiss Stirling Systems AG kaufAktuell sind 16 solcher Anlagen in BeTechnologie mit hohem Innovationspo- te 2008 die Cleanergy AB die Rechte an trieb mit elektrischen Leistungen von tenzial. Bei der Cleanergy-Geräteserie der Entwicklung und fokussierte den 35, 70 und 140 kW. Durch den modulahandelt es sich um die Weiterentwicklung Neustart auf eine kosteneffiziente Proren Aufbau können elektrische Leistundes bekannten Solo-Stirlingmotors, der duktion und höhere Stückzahlen. Aktugen von bis zu 300 kW erzeugt werden. auf der Grundlage einer schwedischen ell wird ein Stirlingmotor-Gerät mit Die Anlagen befinden sich in England Entwicklung aus den 1970er Jahren ab 9 kW elektrisch für Brenngase und ein (8), Dänemark (1), Italien (1) und 2003 von der Solo Kleinmotoren GmbH, Stirlingmotor-Aggregat für konzentrie-

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Gegenstrom-Vergaser mit Stirlingmotor von Stirling DK. Bei direkter Verbrennung von Biobrennstoffen veraschen die Wärmeübertrager innerhalb kurzer Zeit. (Bild: Stirling DK)

rende Solaranlagen mit 10 kW elektrisch angeboten. Eine Besonderheit im Produktportfolio von Cleanergy ist ein Off-Grid-Stromaggregat auf der Basis von Erdgas für die Versorgung von Infrastruktureinrichtungen entlang der russischen Ferngasleitungen. Derzeit wird pro Tag ein Stirlingmotor-Aggregat gefertigt; die Kapazität des Werkes liegt in der jetzigen Ausbaustufe bei 1000 Geräten pro Jahr. Der entscheidende Unterschied des Cleanergy-StirlingmotorAggregates zu den Geräten des Wettbewerbs ist die Fähigkeit zur Modulation der elektrischen Leistung zwischen 2 und 9 kW mit entsprechenden variablen Wärmeleistungen zwischen 25 und 8 kW. Anders als bei den Kleinst-Stirlinggeräten kann die Leistungsanpassung im Minutenbereich erfolgen. Der elektrische Wirkungsgrad der Maschine liegt durch die integrierte Luftvorwärmung bei 24,5 Prozent, bezogen auf eine Vorlauftemperatur von 50 °C. Das Stirling-Modul für konzentrierenden Solarbetrieb leistet bei einer Konzentratorfläche von 40 bis 55 m2 und einer Konzentration von 500 bis 1000 kW/m2 2 bis 10 kW elektrisch. Wie es heisst, sind die ersten Tests mit einem chinesischen Solar-Konzentrator-Anbieter erfolgreich verlaufen. In Deutschland werden die Cleanergy Stirlingmotor-Aggregate von der Sanevo Home Energy GmbH & Co. KG, Offenbach, angeboten, die auch die Geräte von Whispergen und Bluegen (Brennstoffzellen-Heizgerät) im Programm führt.

Fazit Stirlingmotor-Heizgeräte entwickeln sich als eine eigenständige Alternative zu den Mikro-WKK-Geräten mit Verbrennungsmotor oder Brennstoffzellen. Bei den Kleinstgeräten mit 1 kW elektrisch und 6 bis 8 kW thermisch hängt die Wirtschaftlichkeit in erster Linie von der Grösse des Pufferspeichers, vom Speichermanagement und von der an die Charakteristik des Stirlingmotors angepassten Regelungsstrategie ab. Die jetzt vorliegenden Erfahrungen deuten darauf hin, dass sich die Kleinstgeräte weniger für Einfamilienhäuser eignen, sondern eher für die Grundlastversorgung in Mehrfamilienhäuser und kleinen Gewerbebetrieben. Ein Hochkaräter unter den Stirlingmotor-Heizgeräten ist mit Sicherheit der «Solo-Stirling», der jetzt von der schwedischen Cleanergy produziert wird. Wie keine andere Mikro-WKK-Bauart lässt sich der «Solo-Stirling» beliebig in der Leistungsabgabe variieren, das heisst, das Gerät kann sowohl strom- als auch wärmegeführt dem jeweiligen Bedarf angepasst werden. Das Gerät verdeutlicht durch seinen vergleichsweise hohen elektrischen Wirkungsgrad von 24,5 Prozent auch das enorme ■ Entwicklungspotenzial, das in dieser Motorbauart steckt. *Wolfgang Schmid, freier Fachjournalist für Technische Gebäudeausrüstung, München


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Châtel-St-Denis: Nahwärmenetz der EBL

Holz-Nahwärmenetz liefert bis 7 GWh/Jahr Erneuerbare Energien sind Synonym für regionale Wertschöpfung. Das zeigt auch das Nahwärmenetz in Châtel-St-Denis, das von der EBL als Contracter betrieben wird. Das Holz liefert die Gemeinde.

heizkraftwerken. Da in der Region Baselland das Potenzial ausgeschöpft war, entschied die Geschäftsleitung 2005, das Geschäft des Wärmecontractings auch in anderen Regionen der Schweiz anzubieten, und dies mit Erfolg: über 50 Netze sind es inzwischen schweizweit, eines der neueren steht in SaanenGstaad. «Durch unsere im Projekt Saanen-Gstaad geknüpften Kontakte haben wir 2007 von der Projektidee für einen Wärmeverbund im freiburgischen Châtel-St-Denis erfahren», erläutert Urs Gerhard. Die EBL bewarb sich für das Netz und gewann die Ausschreibung gegen den Freiburger Energieversorger Groupe E.

entgegenkommen. Die Gemeindebehörden planten anfänglich, auch ein grosses Schnitzelsilo für einen Monat zu bauen. «Davon haben wir aufgrund unserer Erfahrung abgeraten. Zwei bis maximal fünf Tage reichen absolut», weiss der Nahwärmespezialist zu berichten. Bei anderen EBL-Nahwärmenetzen verfügen die Schnitzellieferanten über ein Zwischenlager, um bei hoher Nachfrage mehr Schnitzel zu liefern. In Châtel-StDenis wurde die Logistik anders gelöst: Auf dem Platz vor der Zentrale mit dem Schnitzellager könnte bei hohem Bedarf Rundholz gelagert und gehäckselt werden. «Damit haben wir eine Lösung gefunden, die für beide Seiten passt, denn die Gemeinde liefert das Holz», erklärt Urs Gerhard.

Redimensionierung

Ölkessel im Schulhaus als Lastabwurf

«Die Gemeinde hatte bereits entschieden, welche Gebiete sie mit Wärme beliefern möchte und auch schon eine Heizzentrale geplant.» Die EBL konnte den Gemeindebehörden aufzeigen, dass eine Redimensionierung der Zentrale auf die Hälfte einerseits wirtschaftlicher sei und immer noch den Ansprüchen genüge. «Normalerweise bauen wir günstige Heizzentralen: Ein Stahlgerüst, das mit Holz verschalt wird», erklärt Urs Gerhard. Da die Planungsarbeiten aber bereits weit fortgeschritten waren, wurde das Gebäude trotzdem mit Sichtbeton gebaut. Dafür mussten die Behörden der EBL bei den Mietkosten etwas

In der Heizzentrale Lac-Lussy sind seit Anfang 2011 zwei Holzheizkessel in Betrieb, einer mit einer Leistung von 800 kW, der andere mit 1,6 MW. «Dank des 30 000-Liter-Speichers können wir grosse Spitzen bei den Heizkesseln abfedern. Dass wir bei Holzheizkraftwerken mit Speichern arbeiten, ist auch auf unsere langjährige Erfahrung zurückzuführen», erklärt der Holzheizfachmann. Ein 1,5-MW-Gaskessel steht als Notkessel zur Verfügung. Gerade mal 2–3 Prozent der Wärme werden mit Gas bereitgestellt. Beim Oberstufenschulhaus wurden 2006 zwei neue Heizölkessel mit je einer Leistung von 900 kW eingebaut. Diese kommen nun als Lastabwurflösung zum Einsatz : Wird in der Zentrale eine erhöhte Nachfrage oder ein Problem mit der Holzzufuhr festgestellt, kann im Schulhaus auf Heizöl umgestellt werden. «Somit stehen uns in kurzer Zeit wieder 1000 Kilowatt Leistung zur Verfügung», präzisiert Urs Gerhard. Die technischen Finessen zeigen, dass bei der Planung Profis am Werk waren. So werden die Heizkessel zum Beispiel über zwei Förderbänder bestückt. Gibt es bei einem ein Problem, steht noch das andere zur Verfügung. Auch verfügt die Anlage über einen Nachwärmetauscher, damit die Wärme möglichst gut

Anita Niederhäusern

In der Heizzentrale Lac-Lussy sind seit Anfang 2011 zwei Schmid-Holzheizkessel in Betrieb, einer mit einer Leistung von 800 kW, der andere mit 1,6 MW. (Fotos: Anita Niederhäusern)

■ «Seit Anfang 2011 in Betrieb ,liefert es erneuerbare Wärme dem Verbrauch Nahwärmenetz Châtel-St-Denis in Zahlen von rund 233 Einfamilienhäusern ent- Jährlicher Wärmebedarf 7 000 000 kWh sprechend», erklärt Urs Gerhard, Pro- Leistung Holzkessel 2,4 MW jektmanager Wärme und WärmecontLeistung Gasspitzenkessel 1,5 MW racting bei der EBL. «Die Entwicklung Lastabwurf Ölkessel Schul0,9 MW des Holznahwärmenetzes bedeutete in haus Châtel-St-Denis wie auch in anderen Wärmespeicher 30 000 Liter Gemeinden ein Stück AufklärungsarLänge Wärmenetz 2900 Trassenmeter beit. Oft entscheiden sich Gemeinden Graben für ein Holz-Nahwärmenetz, wissen Wärmeproduktion aus 95 % aber noch nicht, welche praktischen Holzschnitzel Auswirkungen das hat», erklärt der davon Anteil Waldhackschnitzel 50 % Energiefachmann. Anteil Sägereirestholz 50 % Die EBL baut seit 1992 HolznahwärmeJährliche Substitution Heizöl 800 000 Liter netze sowie Gaswärmenetze mit Block-

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Die Gemeinde Châtel-St-Denis vermietet der EBL das Gebäude, in dem sich die Betriebszentrale befindet.

genutzt wird. «Und wir haben die Anlage trotz des Elektrofilters mit einem Multizyklon ausgerüstet: Die Grobasche des vorgelagerten Multizyklons kann noch als normale Asche entsorgt werden, die Asche aus dem Elektrofilter ist aber Sondermüll.» Er gibt auch zu bedenken, dass die Entsorgung der Aschen in jedem Kanton anders gere-

gelt sei. Neben der Holzlieferung ist die Gemeinde für die Aschenentsorgung verantwortlich. Der technische Unterhalt wird von Enertec geleistet, eine Tochtergesellschaft der Groupe E.

Nahwärmenetz bereits ausgesteckt Als sich die EBL für das Nahwärmenetz bewarb, waren die Gebiete, die es ver-

sorgen soll, bereits abgesteckt. «Die grössten Kunden wie das Oberstufenschulhaus mit Hallenbad mit einer Leistung von 1000 kW und das Spital mit 450 kW waren gegeben. Und auch eine Dreifachturnhalle, die im Bau war. Wir konnten die Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg überzeugen, die an der Route du Lac Lussy fünf Mehrfami-

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EBL-Anlagen mit Holzschnitzelfeuerungen

Schnitzellager: Auf dem freien Platz könnte bei hohem Bedarf Rundholz gelagert und gehäckselt werden.

lienhäuser aus den 70er-Jahren mit 42 Wohnungen besitzt.» Mit Wärme beliefert werden unter anderem auch mehrere Gemeindebauten, ein Spital und ein Kino. Ein direkt hinter der Heizzentrale liegendes Einfamilienhausquartier aus den 90er-Jahren erwies sich als zu kleines Potenzial, das Neubauquartier En-Fossiaux musste die EBL aber beliefern, sprich, die Einfamilienhausbesitzer von den Vorteilen eines Holznahwärmeverbundes überzeugen. Was nur bei rund 50 % der Hausbesitzer gelang. « Die Konkurrenz der Wärmepumpen ist gerade im Einfamilienhausbereich gewaltig », weiss der EBL-Verantwortliche zu berichten. Ebenfalls geplant ist die Wärmelieferung ins Quartier Montmoirin, eine neue Bauzone von Châtel-St-Denis. Aufgrund der Sanierung der Trinkwasserleitung durch die Gemeinde kann das Nähwärmenetz bereits erweitert werden: Die Schule Bourg, die Kathedrale und das Château sowie einige Einfamilienhäuser werden zurzeit an den Wärmeverbund angeschlossen.

Beschilderung anlässlich der Bauarbeiten Dass die Kommunikation für die Bewohner eines Dorfes beim Bau des Leitungsnetzes für einen Nahwärmever-

bund wichtig bist, war für die EBL selbstverständlich: «Wir haben bei Baubeginn 2009 eingangs Dorf ein Plakat aufgestellt, das auf den Bau des Nahwärmenetzes hinwies, und die Baustellen mit Beachflaggen markiert», erklärt Urs Gerhard. «Wird ein Netz gebaut, führt dies auch zu Behinderungen für die Bevölkerung. Einmal fertig, realisiert aber kaum jemand mehr, wo die Wärme überhaupt herkommt!» Zudem mussten zum Beispiel ein Teil der Häuser in diesem Quartier und die Dreifachturnhalle während der letzten Monate vor Inbetriebnahme der Heizzentrale mit mobilen Heizölaggregaten beheizt werden. « Ihr heizt ja mit Öl», war daher hier und da zu hören. Auch hier war Informationsarbeit angesagt. ■ EBL, Genossenschaft Elektra Baselland www.ebl.ch

(WV = Wärmeverbund, IBN = Inbetriebnahme) – Fernwärme Saanen Gstaad, Heizzentrale Dorfrütti mit HHS-Feuerung, 15 MW Leistung, IBN 2008 – WV Allmend Meilen, neue Heizzentrale mit 1 Holzschnitzelkessel 320 kW und 1 Ölkessel 500 kW, IBN 2009 – WV Aquabasilea, Pratteln, Neuer Abwärmeverbund mit Industrieabwärme, 3 NT-Wärmepumpen à 1100 kW, 2 HT-Wärmepumpen à 310 kW, IBN 2009 – GEVO Ormalingen, 1 Holzheizkessel 700 kW, 1 Ölheizkessel 1380 kW, IBN 1995 – WV Bennwil, 1 Holzheizkessel 900 kW, 1 Ölheizkessel 600 kW, IBN 1996 – WV Krummeneich Pratteln, 2 Holzheizkessel 1000 kW und 1200 kW, 1 Ölheizkessel 1100 kW, IBN 1997, Ausbau 2007 – WV Zentrum Ost Sissach, 1 Holzheizkessel 450 kW, 1 Ölheizkessel 700 kW, IBN 1997 – WV Lausen, 1 Holzheizkessel 800 kW, 1 Gasheizkessel 534 kW, 1 Ölheizkessel 734 kW, IBN 1997 – WV Hallenbad Liestal, 1 Holzheizkessel 700 kW, 2 Ölheizkessel 1445 kW und 1400 kW, IBN 1998 – WV Oberdorf, 1 Holzheizkessel 800 kW, 1 Ölheizkessel 1200 kW, 19 Hausanschlüsse, Übernahme 2000, Umbau 2008; Zusammenlegung von 3 Zentralen zu 1 Zentrale – WV Burg/Engel Liestal, 1 Holzkessel 500 kW, 1 Ölheizkessel 1082 kW, IBN 2000 – WV Werkhof Rheinfelden, IBN 2000 – WV Tenum Liestal, 1 Holzheizkessel 100 kW, IBN 2001 – WV Reigoldswil, 1 Holzheizkessel 550 kW, 1 Ölheizkessel 414 kW, IBN 2002 – WV Schöftland, 1 Holzheizkessel 180 kW, 1 Ölheizkessel 235 kW, IBN 2003 – WV Schulhaus Laufen, 1 Holzheizkessel 220 kW, 1 Ölheizkessel 386 kW, IBN 2004 – WV Titterten, 1 Holzheizkessel 250 kW, 1 Ölheizkessel 210 kW, Übernahme 2006 – WV Bodmatt Arisdorf, 1 Holzheizkessel 250 kW, 1 Notbrenner HEL 250 kW, IBN 2006 – WV Hanro/Gräubern Liestal, Holzheizkessel, Ölheizkessel, IBN 2003, Umbau 2008 – Mehrzweckhalle Waldenburg, 1 Holzheizkessel 220 kW, 1 Ölheizkessel 140 kW, IBN 2007 – Wärmeverbund Schönried, Holzheizkessel, Übernahme 2008 – Wärmeverbund Giebenach, Heizkessel, Übernahme 2008 – WV Tiefenmatt Hölstein, Versorgung von 15 EFH mit 1 Pelletheizkessel 60 kW, IBN 2006 – WV Dürrenhübel, Pratteln, Betrieb Wärmeverteilnetz für eine Holzvergaseranlage, IBN Netz 2008

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ADEV: Bau einer 2,8-MW-Indach-Photovoltaik-Anlage

Grösste Solarstromanlage der Deutschschweiz auf Industriehallendach in Wohlen Die ADEV Solarstrom AG baut zurzeit auf dem Industriehallendach der Ferrowohlen AG im aargauischen Wohlen mit 2,8-MW-Leistung die grösste Solarstromanlage der Deutschschweiz. Die dachintegrierte Anlage saniert gleichzeitig das undichte Hallendach. Die ADEV Gruppe lebt seit 27 Jahren das vor, was der Bundesrat in seiner Energiestrategie 2050 anstrebt: eine dezentrale, erneuerbare Energieversorgung. Anita Niederhäusern

■ Das Hallendach einer der Industriehallen der Ferrowohlen AG ist undicht und aufwendige Sanierungsarbeiten stehen an. Bei der Planung stellte sich das Unternehmen die Frage, ob anstelle eines neuen Dachs nicht gleich eine Solarstromanlage gebaut werden könnte, die Dachhaut und Stromproduzent in einem ist. Die ADEV hat in enger Zusammenarbeit mit Solventure GmbH in Wettingen diese Herausforderung angenommen und eine neue optimierte Lösung entwickelt, die beiden Anforderungen gerecht wird. Die Lösung liegt in einer wartungsfreundlichen Ost-West-Aufständerung mit kristallinen Modulen. «Die Planungsarbeiten sind abgeschlossen, die Aluprofile für die Aufständerung bald bereit, die Installationsarbeiten haben begonnen», freut sich Andres Appenzeller, Geschäftsleiter der ADEV Gruppe. Die Anlage, die Ende September ans Netz geht, wurde für die ( KEV )

angemeldet. Der Strom, die Gestehungskosten belaufen sich auf unter 30 Rappen pro Kilowattstunde, wird in das Netz der industriellen Betriebe Wohlen IBW eingespiesen und zum Marktwert vergütet. Der ökologische Mehrwert wird bis zur Aufnahme in die kostendeckende Einspeisevergütung des Bundes KEV von den Sankt Galler Stadtwerken ( SGSW ) übernommen.

Die ADEV macht aus jedem Wetter Energie «Wir machen aus jedem Wetter dezentral Energie», erklärt Andreas Appenzeller. «Das letzte Jahr zum Beispiel war das Sonnenjahr per se. Diesen Frühling lag die Wasserkraft wieder vorne.» Damit lebt die ADEV Gruppe seit über 27 Jahren vor, was der Bundesrat in seiner Energiestrategie 2050 als Fernziel definiert hat. Andreas Appenzeller: «Wir verfügen über ein breit abgestütztes Anlageportfolio: Unsere 73 Wasser-,

Die ADEV hat in enger Zusammenarbeit mit Solventure GmbH in Wettingen eine wartungsfreundliche Ost-West-Aufständerung mit kristallinen Modulen entwickelt. (Visualisierung: Solventure GmbH/ADEV)

Photovoltaik- und Windanlagen sowie Biomasse- und Blockheizkraftwerke erzeugen jährlich rund 24 Millionen Kilowattstunden Strom und 11 Millionen Kilowattstunden Wärme. Wir sind also nicht nur von einer Technologie abhängig. 2011 verzeichneten zum Beispiel unsere Solarstromanlagen Toperträge. Die Erträge aus der Wasserkraft brachen aber aufgrund der Trockenheit 2011 ein.» Höhere Niederschlagsmengen brachten der ADEV im ersten Halbjahr 2012 wieder gute Erträge aus der Wasserkraft. Überraschungen erlebte die Energiegenossenschaft 2011 beim Wind: Bis Ende November 2011 waren die Erträge weit unter den Zahlen von 2010. Dank einer Verdoppelung der Erträge im Dezember konnten diese Vorjahreszahlen doch wieder erreicht werden.

Der KEV-Deckel muss weg ! Mit seiner KEV-Kritik ist Andreas Appenzeller nicht allein: «Die KEV-Warteliste mit mittlerweile über 16 640 Anlagen hat ein Produktionspotenzial von über 10 Prozent des Stromverbrauches der Schweiz. Sie sehen, der Wille der Bevölkerung und die Investoren sind bereit, die Energiewende im Riesentempo voranzubringen, und das mit Kostendeckung. Es winken keine grossen Renditen. Dieser gute Wille der Bevölkerung sollte nun einfach noch beim Parlament ankommen, das nun endlich den KEV-Deckel aufheben sollte.» Dank verschiedenen innovativen Stromversorgern und Stadtwerken, die in die KEV-Lücke springen und den Strom aus dezentralen Anlagen kostendeckend abnehmen, kann die ADEV ambitiöse Projekte wie Ferrowohlen bauen. 2011 wurden Solarstromanlagen mit einer Leistung von 430 kW realisiert, die von solch einer Überganslösung profitiert haben, der Leistungszubau der neuen KEV-Anlagen betrug nur rund 230 kW.


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Die ADEV ist im Bereich Wasserkraft vermehrt in Frankreich tätig. Zurzeit werden dort zwei stillgelegte Kleinwasserkraftwerke erneuert. (Foto: ADEV)

Im Jahr davor waren die Verhältnisse noch besser mit je 50 Prozent bzw. insgesamt 866 kW.

Die Krux mit der Nutzungsplanung Doch nicht nur die KEV für Solarstrom fordert von der Energiegenossenschaft Geduld. Andreas Appenzeller berichtet: «Bei der Windenergie machen uns vor allem die geforderten Nutzungsplanungen in den kantonalen Richtplänen Bauchschmerzen. Ein Nutzungsplan muss jeweils von der Gemeinde beim Kanton beantragt werden. Dazu muss

der Gemeinderat eine Nutzungsplanung der Gemeindeversammlung vorlegen. Ist ein Gemeinderat gegen die Windenergie, kann er dies einfach verzögern, indem er vom Projektierer immer wieder andere Abklärungen, Gutachten usw. verlangt. So kann ein Windprojekt ewig verzögert werden.» Der Windpark in St. Brais zum Beispiel benötigte eine Entwicklungszeit von gut acht Jahren. Bei der Wasserkraft versuchen die grossen Energieversorger – wie übrigens auch bei der Windkraft – mit hohem finanziellem Engagement in das

Anders als bei den grossen Energieversorgern Hohe Abschreibungen an AKW oder Gaskraftwerken rissen bei den vier grössten Schweizer Energieversorgern grosse Löcher in die Bücher. Die vergleichsweise kleine, aber stark diversifizierte ADEV Gruppe, die auf eine breite Bürgerbeteiligung setzt, freut sich über einen positiven Geschäftsabschluss 2011. Insgesamt lieferten alle Anlagen der Bürgergenossenschaft ADEV Strom für eine Kleinstadt mit 23 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. 2011 erwirtschaftete die ADEV Gruppe einen Gewinn von CHF 404 727. In allen Gesellschaften wurde eine Dividende ausgeschüttet. Aufgrund des extrem sonnenreichen Jahres 2011 sowie der Ende 2010 in Betrieb genommenen neuen Solarstromanlagen mit einer zusätzlichen Leistung von 866 kW konnte die Stromproduktion im Vorjahresvergleich um rekordhohe 48 % auf über 3,3 Mio. kWh gesteigert werden (2010 2,24 Mio. kWh). Ende Jahr betrug die installierte Anlagenleistung der ADEV Gruppe 3,8 MW, was einer Steigerung von 22% entspricht. Mit 9,19 Mio. kWh erreichte die Produktion 2011 trotz des windarmen Jahres die Werte von 2010 (9,12 Mio. kWh). Das aussergewöhnlich trockene Jahr 2011 schlug sich in der Stromproduktion der ADEV-Wasserkraftwerke nieder: Die Stromproduk-tion sank im Vorjahresvergleich um 15 %. Die Jahresproduktion belief sich auf 8,28 Mio. kWh (2010 9,6 Mio. kWh). Die ADEV hatte per Ende Jahr zehn Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von 641 kW in Betrieb. Sie produzierten 2,16 Mio. kWh, das sind knapp 10 % der ADEVStromproduktion. Gemeinsam mit der 100-Prozent-Tochter-Unternehmung ADEV Ökowärme AG betreibt die ADEV sieben Holzwärmeverbunde mit 2600 kW Wärmeleistung. Der Wärmeabsatz nahm aufgrund zwei neuer Nahwärmenetze zu und erreichte 3,03 Mio. kWh Wärme. Mit den vier Produkten authentic wasser, authentic solar, authentic wind und authentic global konnte der Ökostrom-Mehrwert von 2,3 Mio. kWh verkauft werden (2010 1,79 Mio kWh). Der Absatz von Ökostrom authentic legte 2011 um 28 % zu. (www.adev.ch)

für sie weitgehend neue Geschäftsfeld der neuen erneuerbaren Energien einzusteigen. «Die Wirtschaftlichkeit rückt dann eher in den Hintergrund», erklärt Appenzeller und fügt an: «Als kleineres Unternehmen sind wir nicht in der Lage hier mitzubieten, da jedes unserer Projekte kostendeckend realisiert werden muss. Daher sind wir vermehrt in Frankreich tätig, wo das Potenzial für Kleinwasserkraftwerke noch gross ist. Zurzeit erneuern wir dort zwei stillgelegte Kleinwasserkraftwerke. Eines wird noch dieses Jahr in Betrieb gehen».

Standbein Wärmecontracting Als Contractor beliefert die ADEV rund 400 Wohneinheiten, über 30 Gewerbeund Verwaltungsgebäude, ein Einkaufszentrum und eine Schulanlage im Wärmecontracting mit Energie aus mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerken, die sowohl Wärme wie auch Strom produzieren. Die ersten sind bereits 25 Jahre alt, wurden letztes Jahr saniert oder die Sanierung ist noch im Gang. Andreas Appenzeller: «Dabei setzten wir immer häufiger auf die Kombination mit Solarkollektoranlagen. Die Kosten erhöhen sich dadurch zwar heute um rund 1 – 2 Rappen pro Kilowattstunde, aber dafür können wir die Energieversorgung von April bis Oktober fossilfrei bereitstellen. Steigt der Öl- oder Gaspreis aber weiter, wird die Wärmeversorgung mit BHKW und Solarkollek■ toranlage bald günstiger.»

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Debrunner Acifer liefert 17,7 km Stahlrohre für Geothermie St.Gallen

■ Debrunner Acifer ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen am Projekt Geothermie St. Gallen mit dabei – einem der grössten Projekte in der Geschichte der Schweizer Energieförderung. Die Stahlrohre werden im Geothermieprojekt als Futterrohre für zwei Bohrlöcher eingesetzt. Am ersten internationalen Kongress Geothermie Bodensee, 23./24. Mai 2012, konnten sich Interessierte direkt am Stand von Debrunner Acifer über den Stahlrohreinsatz informieren. Für den Einsatz für die Geothermie werden an die Stahlrohre grosse Anforderungen bezüglich Qualität und Rohrverbindungstechnik gestellt. Die Casing-Rohre sind zwischen 10 und 14 Meter lang und haben einen Durchmesser zwischen 114 und 473 mm. Das grösste Rohr wiegt alleine 2,2 Tonnen. Insgesamt liefert Debrunner Acifer der Geothermie in St. Gallen 1475 Tonnen oder 17 710 Meter Stahlrohre. Das entspricht einer Kapazität von rund 70 Lastwagen. Je nach Herstellungsverfahren und Durchmesser bezieht Debrunner Acifer die Stahlrohre von verschie-

denen Stahlwerken Europas. Im Zwischenlager am Bahnhof Wittenbach werden sie nach Bauetappen sortiert und gelagert. Grosse Gewichte erfordern massgenaue Lagermethoden. Das Zwischenlager Wittenbach verfügt über eine Fläche von 900 m2. Vor Ort wird ein Pneukran zum Verladen eingesetzt. Ganz im Sinne von «just in time» werden die Rohre auf Abruf des Auftraggebers mit den eigenen Lastwagen auf den Bohrplatz im Sittertobel transportiert. Hier liegen die Stärken von Debrunner Acifer, welche als Verkaufsgesellschaft zum internationalen Konzern Klöckner & CO. SE in Duisburg gehört: Beschaffungskompetenz, leistungsfähige Stahlwerke als Partner, Produktesortiment inklusiv Serviceleistungen sowie ein ausgeklügeltes Logistikkonzept mit entsprechender Distribution. Oder wie das Unternehmen seine Philosophie auf den Punkt bringt: «Global sourcing: local service, Ihr Partner für nachhaltige Beschaffungslogistik». Aufgrund dieser Stärken konnte sich Debrunner Acifer bei der Ausschreibung gegen andere nationale und internationale Mitbewerber durchsetzen. Debrunner Acifer führt ein breites Produktsortiment von Bewehrungen über Stahl und Metalle, Wasserversorgung und Gebäudetechnik sowie Befestigungstechnik und Werkzeuge. Weitere Informationen: www.d-a.ch und www.geothermie.stadt.sg.ch. Mittels Webcam können Interessierte direkt mitverfolgen, wie die Stahlrohre ab diesem Herbst in die Erde versenkt werden.

Links der Bohrplatz. In der Mitte die Abwasserreinigungsanlage St. Gallen-Au und rechts das Kehrichtheizkraftwerk St. Gallen.

Wie funktioniert die Geothermie? «Hydrothermale geothermische Systeme» nutzen die Energie aus natürlich auftretenden Wasservorkommen in tief liegenden Gesteinsschichten (Aquiferen). Ist dieses


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Grundwasser in genügender Menge vorhanden, kann die Energie daraus direkt für die Wärmegewinnung genutzt werden. Liegt die Wassertemperatur höher als rund 100 Grad Celsius, kann zusätzlich auch Strom erzeugt werden. In St. Gallen sind die geologischen Voraussetzungen für ein Geothermie-Heizkraftwerk ideal. In über 4000 Metern Tiefe wird heisses Wasser von über 140 Grad Celsius erwartet, welches über eine erste Bohrung an die Oberfläche gefördert werden soll. Nach der Wärmeabgabe an das Geothermie-Heizkraftwerk wird das abgekühlte Wasser über eine zweite Bohrung wieder in die Tiefe geleitet. (www.geothermie.stadt.sg.ch) ■ Debrunner Koenig Gruppe Debrunner Acifer AG 9014 St. Gallen www.dkh.ch, www.d-a.ch www.geothermie.stadt.sg.ch

915 von 1400 Tonnen wurden mit Blick auf die Umwelt von den Stahlwerken per Bahn angeliefert.

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Noch effizienter für weniger Stromverbrauch: Eco-Raumaustragungungen ■ Nach intensiven Entwicklungsarbeiten bringt Hargassner seine Schnitzelheizungen mit Neuerungen auf den Markt, welche dem Kunden noch mehr Vorteile bringen. Die neue Hargassner ECO-Raumaustragung für Schnitzel hat eine Motorenleistung von nur 0.18 kW. Egal wie viele Tonnen Schnitzel gelagert sind, das Bodenrührwerk wird spielend damit fertig, mit einem minimalen Stromverbrauch. Denn nicht auf die rohe Kraft kommt es an, sondern auf die effiziente Mechanik. Das neue Getriebe erreicht einen Wirkungsgrad von über 90 % und stellt somit herkömmliche Schneckengetriebe schnell in den Schatten. Die niedrige Bauform der Einschubeinheit ergibt eine sehr flache Raumaustragungsneigung und garantiert eine hohe Lagerraumausnutzung. Auch die patentierte Leerlaufscheibe über den Federarmen trägt zum niedrigen Stromverbrauch bei. Die-

Fassaden

Holz/Metall-Systeme

Schnitzelheizung von Hargassner mit der neuen Raumaustragung.

ses System halbiert den Kraftaufwand. Die Scheibe bleibt stehen, bis die Federn eingezogen sind, danach ist sie nicht mehr fixiert. Neu werden die Schnecken in Modulbauweise montiert. Dies vereinfacht die Planung, die Einbringung und die Montage. Die Wartung ist kostengünstiger und schneller. Ein-

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zelne Schneckenteile können ausgetauscht werden. ■

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Gas-Brennwertkessel WTC-GB mit 90 kW ■ Mit dem Gas-Brennwertkessel WTC-GB mit 90 kW bietet Weishaupt jetzt eine abgerundete Gasbrennwertlinie mit sechs Baugrössen von 90 bis 300 kW. In Kombination können bis zu vier Kessel als Kaskade, maximal bis 1200 kW, zusammengeschaltet werden. Die sehr gute Wärmeleitfähigkeit des Aluminium-Wärmetauschers bietet hervorragende Voraussetzungen für einen dauerhaft sparsamen Heizbetrieb. Grund dafür ist auch die spezielle Ausgestaltung der wasserführenden Kanäle und der hocheffizienten Konturen auf der Heizgasseite. Darüber hinaus wurde der Wärmetauscherblock mit einer abnehmbaren Dämmung versehen, um eine Minimierung der Wärmebereitschaftsverluste zu erreichen. Das homogen aufbereitete Luft-/ Gasgemisch wird auf der grossen Oberfläche des zylindrisch geformten Premix-Strahlungsbrenners in Wärme umgewandelt. Wie bei allen Gas-Brennwertgeräten von Weishaupt wird der Brenner aus einem hoch belastbaren Metallgewebe gefertigt. Die Verbrennung erfolgt gleichermassen effizient wie umweltschonend. Darüber hinaus leistet der ausserordentlich leise arbeitende Premix-Strahlungsbrenner einen Beitrag zu hohem Wärmekomfort und zur Kundenzufriedenheit. Ein elektronisches Überwachungssystem kontrolliert über Fühler im Abgas Vor- und Rücklauf sowie durch einen Wassermangelschalter den Wärmehaushalt des WTC-GB. Da keine Mindest-Umlaufwasser-

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Kaskaden-Anordnung.

menge erforderlich ist, wird eine für die Brennwertnutzung schädliche Erhöhung der Rücklauftemperatur vermieden und darüber hinaus der Stromverbrauch reduziert. Ein spezieller grossvolumiger Siphon schützt den Wärmetauscher des WTC-GB vor überhöhten Kondensatraten, da die Kondensationsflüssigkeit aus der Abgasleitung unter Umgehung des Wärmetauschers abgeführt wird. Ein wesentlicher Beitrag zur Absicherung einer langen Nutzungsdauer. Betriebsgeräusche werden durch einen Ansaug-Geräuschdämpfer wirksam reduziert. Zwei grosse Revisionsöffnungen ermöglichen einen optimalen Einblick auf das Innere des Wärmetauschers und eine einfache Reinigung. Die Öffnungen befinden sich im Wärmetauscherblock und im Bereich der Kondensatwanne. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen und seines geringen Gewichts ist der WTC-GB einfach zu transportieren und einzubringen. Um auch besondere Herausforderungen wie etwa enge und steile Treppenabgänge problemlos meistern zu können, sind am Kesselrahmen Muffen angeschweisst, in die Rohrstücke als Transporthilfen eingeschraubt werden können. Das modular aufgebaute Reglersystem WCM bietet mit seiner Plattformstrategie gleichermassen Vorteile für den Anwender wie für den Heizungsbauer. Für unterschiedlichste Anwendungen gibt es speziell abgestimmte Module,

die untereinander über eBUS kommunizieren und so eine bedarfsgerechte und komfortable Wärmeversorgung sicherstellen. ■

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Markteinführung von Daikins VRV IV Mit der Markteinführung der vierten Generation VRV-Anlagen setzt Daikin einmal mehr neue Massstäbe bezüglich Energieeffizienz und Komfort. Ende Mai feierten rund 500 Installateure, Architekten und Fachberater aus 44 Ländern den 30. Geburtstag von VRV sowie die Einführung der neuen VRV IV. ■ Etwa 500 Fachleute aus dem Bereich Heiz- und Klimatechnik nahmen am speziellen Einführungsanlass teil. Auf der Tagesordnung stand ein attraktives Programm, gespickt mit interessanten Präsentationen von ausgewiesenen Daikin-VRV-Experten. Im Anschluss daran wurde das Werk besichtigt. Dabei erhielten die Teilnehmer auch einen Einblick in die Testräume des Daikin-Entwicklungszentrums, in denen die VRV-IV-Einheiten geprüft werden. Wasser oder Luft waren lange in vielen Grossgebäuden die einzigen Übertragungsmedien. Mächtige Luftschächte, dicke Wasserleitungen mussten folglich eingeplant

werden. Eine unerwünschte Herausforderung an Architektur, Technik und Planung. Nachträglicher Einbau? Womöglich noch in Altbauten? Erweiterungen? Oft entweder hochproblematisch – oder ganz unmöglich. Die VRV-Technologie von Daikin ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil. « VRV » steht für eine Anlage mit regelbarer Kältemittelmenge ( VRV = Variable Refrigerant Volume). Hier können die Leitungen filigran gehalten werden und der Energieverlust innerhalb des Systems ist geringer als bei Luft bzw. Wasser. Kältemittel wie R-410A transportieren wesentlich mehr Energie als Luft oder Wasser. Erst vor Ort, im

Die neue Wärmepumpe Daikin VRV IV mit InverterTechnologie ermöglicht eine variable Kältemittel-Verdampfungstemperatur.

Büro, Verkaufsraum, Hotelzimmer, Besprechungsraum, Schlafzimmer oder wo auch immer, wird die gewünschte Wärme und Kälteenergie rasch und präzise regulierbar freigesetzt. In Planung, Einbau und Betrieb sind VRV-Systeme nachweislich günstiger als vergleichbare Wasser/Luft-Systeme. So stimmen Kosten und Komfort. VRV IV: der Gesetzgebung voraus Das Thema Umweltschutz stand bei diesem Fachevent im Mittelpunkt. Die 20/20/20-Zielvorgabe der Ökodesign-Richtlinie bildet den gesetzlichen Rahmen und zwingt Hersteller von Produkten mit hohem Energieverbrauch, diese Richtlinien einzuhalten. Die neue Daikin VRV IV berücksichtigt bereits jetzt Aspekte der neuen Richtlinien, die erst ab 2016 oder später von Produkten gleicher Bauart erfüllt werden müssen. Bei der Entwicklung der Leistungsnorm «seasonal efficiency» übernimmt Daikin in der Branche die Führungsrolle. Diese neue Leistungsnorm soll sehr viel genauere Angaben zur Energieeffizienz von Heiz- und Klimaprodukten geben. Dabei wird die Energieeffizienz von Heiz- und Kühlanlagen über das ganze Jahr betrachtet. Daikins Beitrag zu führenden Design- und Bewertungsmethoden: Bei einem Praxistest in einem Geschäftszentrum erbrachte Daikin den Nachweis einer effektiven Senkung des Energieverbrauchs um 65 %. Möglich wurde dies dank dem Einsatz energieeffizienter Technologien wie der wassergekühlten VRV mit Wärmerückgewinnung.

VRV IV setzt neue revolutionäre Massstäbe • Kostenreduktion von 25 % dank variabler Kältemittel-Verdampfungstemperatur ( VRT ). • Anhaltende Behaglichkeit. Dank neu entwickeltem Wärmespeicher ist die Wärmepumpe in der Lage, ohne Unterbruch zu heizen – selbst im Abtaumodus. Dies macht die VRV IV zur besten Wärmepumpenalternative zu herkömmlichen Heizungsanlagen. • VRV-Konfigurator. Dank dieser bahnbrechenden Lösung kann die Inbetriebnahme viel schneller ausgeführt werden. Die Konfiguration wird bequem im Büro am PC durchgeführt und anschliessend auf das VRV-System übermittelt. Die Kommentare während des anschliessenden Empfangs waren überaus positiv. Ein Fachmann für Heiz- und Klimatechnik meinte, «dies sei die Art von Event, die man vom Branchenführer erwarte: informativ, praxisnah und interaktiv.» Ein weiterer fügte hinzu: «Wir sind stolz darauf, ein Unternehmen zu repräsentieren, das beim Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnimmt und innovativ ist.» Das Daikin-System VRV IV wird voraussichtlich ab Herbst 2012 verfügbar sein. ■

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Interview: Alois Bättig, Fachlehrer für Lüftungstechnik an der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (GIBB)

Den Jungen etwas mitgeben, das sie stark macht im Berufsleben 23 Jahre als Fachlehrer an einer Berufsschule sind eine lange Zeit. Grund genug für Alois Bättig, einen Blick zurückzuwerfen und aus «der Schule zu plaudern». Das berühmte «lachende und weinende» Auge wird auch von Bättig zitiert. Wenn man ihm länger zuhört, merkt man immer noch die Freude und das Engagement und wünscht sich mehr solche Lehrkräfte für den Branchennachwuchs. Interview: Andreas Widmer

■ Alois Bättig, dipl. Klimatechniker TS, Ingenieur SWKI, hat sich nach über 20 Jahren als Fachlehrer an der GIBB (Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern) entschlossen, diese nebenamtliche Tätigkeit aufzugeben. Eine wichtige Sache wie ein Lehrauftrag soll man aufgeben, wenn man noch Freude verspürt bei der Ausübung. Nicht erst, wenn einen das eigene Umfeld höflich darauf aufmerksam macht, vielleicht etwas kürzer zu treten. Die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (GIBB) ist eine kantonale Institution der beruflichen Grund- und Weiterbildung: An dieser Schule unterrichten rund 600 Lehrkräfte und Dozierende etwa 7000 Lernende aus über 60 Berufen sowie etwa 1000 gelernte Berufsleute. Die GIBB ist ein kantonales Kompetenzzentrum der Berufsbildung und damit ein wichtiger Partner von Betrieben und Verbänden. Der Bildungsauftrag ist in der Berufsbildungsgesetzgebung von Bund und Kanton festgelegt. Wir befragen Alois Bättig über den Alltag einer modernen Berufsschule, die Veränderungen im Laufe der Zeit, was er sich wünscht für einen fortschrittlichen Lehrbetrieb und einiges mehr über diese bewegte Zeit als Berufsschullehrer. Während 23 Jahren wird einem doch eine Vielzahl von Schülern anvertraut. Wissen Sie, wie viele Lernende es insgesamt waren? Alois Bättig: Ja, das kann ich sogar sehr genau sagen. Es waren insgesamt 13 Kurse oder Klassenzüge im Fachunterricht Lüftung. Während eines halben Tages unterrichtete ich Lüftungszeichnen. Das heisst, 164 angehende Haustechnikplaner Lüftung haben meinen Unterricht besucht.

Doch eine beachtliche Zahl an Auszubildenden. Wie war es beispielsweise mit der Disziplin? Hat sich diesbezüglich viel geändert im Vergleich zu den Anfangszeiten Ihrer Lehrtätigkeit? Da gab es mal ruhigere und mal unruhigere Klassen. Mit der Zeit bekommt man auch die nötige Routine und weiss, wie mit «Störfaktoren» umzugehen. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Einzelgesprächen gemacht. Manchmal ist den Lernenden noch nicht ganz klar, wie wichtig die gewählte Ausbildung für ihre Zukunft ist. Was hat sich im Laufe der Zeit in der Alois Bättig lässt seine 23 Jahre als Fachlehrer an der Ausbildung zum Haustechnikplaner GIBB Revue passieren. Lüftung im Wesentlichen verändert? Eindeutig der technische Fortschritt in den Planungsmitteln. Das Reisbrett ist ich hören, dass es zeitlich nicht gereicht längst ein Relikt vergangener Tage und hat für die Aufgaben der Schule. praktisch aus den Planungsbüros verschwunden. Da ist man ja fast geneigt, bei Die Planer arbeiten heute mit CAD-ProLernenden an günstige Arbeitskräfte zu grammen, welche einerseits die Planung denken. wesentlich erleichtern, andererseits aber Ich denke, es ist eher der schnelle techauch sehr aufwändig sein können. nische Fortschritt in der Branche allgeIn nicht wenigen Fällen sind Lernende mein. die Spezialisten für CAD und werden dementsprechend eingesetzt und geforDie jungen Leute sind mit den Compudert von den Vorgesetzten. Das bedeutern aufgewachsen und dadurch sehr tet häufig Überstunden im Büro oder schnell im Umgang. Im Gegenzug tun Zuhause und die Belange der Schule sich ältere Mitarbeiter manchmal mit kommen zu kurz. Nicht selten musste der modernen IT etwas schwer. Dann macht es halt der Lehrling. Es ist also eher ein Kapazitätsproblem als die AusGewerblich-Industrielle Berufsschule Bern nützung günstiger Arbeitskräfte. (GIBB) Die GIBB ist die grösste Berufsschule der Schweiz und befindet sich in Bern. Sie ermöglicht sowohl eine berufliche Grundbildung als auch die Berufsmaturität. An der GIBB arbeiten über 600 Voll- und Teilzeitangestellte, es werden über 7000 Schüler aller Berufsgattungen unterrichtet. Die Schule hat in Bern sieben Gebäude, die in der ganzen Stadt verteilt sind. www.gibb.ch

Könnte grundsätzlich das Zusammenspiel zwischen Lehrbetrieb – Berufsschule – Eltern verbessert werden? Sagen wir, auf kommunikativer Ebene. Aus meiner Sicht und Erfahrung sollte der Kontakt zwischen Lehrbetrieb und Berufsschule tatsächlich besser sein. Obwohl die Betriebe einen Verantwortlichen für Lehrlinge stellen müssen, ha-

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auch immer auf dem technisch neuesten Stand sein. Das hat mir auch grosse Vorteile in meiner Tätigkeit als Klimatechniker in einem Ingenieurbüro gebracht. Wie sichert die GIBB die Qualität des Unterrichts? Die GIBB ist in unserem Bildungsauftrag in der Berufsbildungsgesetzgebung von Bund und Kanton festgelegt. Bei der Umsetzung der Gesetze und Reglemente halten wir uns an unser Leitbild und an unsere Ziel- und Tätigkeitsplanung. Eine hohe Unterrichtsqualität ist unser Hauptanliegen. Deshalb hat sich die GIBB zur systematischen Qualitätsentwicklung verpflichtet.

Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern (GIBB).

ben wir wenig oder keinen Kontakt zu dieser wichtigen Personengruppe. Auch Unterrichtsbesuche seitens der Lehrbetriebe finden leider nicht statt. Bei einer besseren Kommunikation könnten die Bedürfnisse beider Parteien diskutiert und die Ausbildungszeit für die Lernenden vorteilhafter gestaltet werden. Welche Rolle spielen die Eltern und was könnten diese besser machen? Die Eltern sind natürlich allgemein sehr wichtig und haben durch ihre Vorbildfunktion grosses Gewicht bei der beruflichen Entwicklung ihrer Kinder. Das soziale Umfeld prägt und stellt bereits Weichen. Berufsschullehrer sehen eigentlich Eltern sehr wenig. Wir Lehrer sind aber überzeugt, dass ein grösseres Interesse seitens der Eltern an der Ausbildung eine positive Wirkung auf Auszubildende hat. Die Motivation für gute Leistungen in Schule und Lehrbetrieb. Wie sieht es allgemein mit den Klassen bezüglich Motivation, Grösse und Grundvoraussetzungen der einzelnen Schüler aus? Ich darf sagen, dass der grösste Teil der Schüler ihren Beruf freiwillig erlernen und die Motivation für gute Leistungen hoch ist. Wenn ein junger Mensch einfach eine Ausbildung beginnt, damit er eine Ausbildung hat, ist das fragwürdig und nicht selten muss die Ausbildung abgebrochen werden. Aber zum Glück halten sich solche Fälle in überschaubaren Grenzen. Erfahrungsgemäss ma-

chen 10 bis 15 % der Abgänger später etwas anderes im Berufsleben. Eine wesentlich grössere Herausforderung ist das grosse Gefälle hinsichtlich der Vorbildung. Das braucht grosses Geschick der Lehrkräfte, einen gewissen Gleichstand in den Klassen erzielen zu können. Geht man in den einzelnen Fächern zu schnell vorwärts, haben die Schwächeren schnell Mühe und hängen möglicherweise ab. Passt man den Unterricht ewas an, kann das Lernprogramm darunter leiden und es entstehen Lücken im Stoff.

Eine allgemein nachlassende Qualität in der Ausführung von Gebäuden ist seit Jahren ein Thema. Was oder wie könnte man diese Situation verbessern? Schulabgänger der Oberstufen mit guten Noten sollten nicht einfach das Gymnasium besuchen, sondern sich in der Lehrstellenwelt vermehrt umschauen und sich von Fachleuten informieren lassen. Dazu sind die Eltern und vielleicht auch die Lehrer in den Abschlussklassen aufgerufen, die Option einer Berufslehre näher zu thematisieren. So können intelligente angehende Berufsleute gewonnen werden, welche wichtige Beiträge zur Qualitätsverbesserung am Bau leisten können. Auch die Lehrbetriebe sind gefordert, um jungen Leuten, die eigentlich studieren möchten, die Vorteile einer Berufslehre schmackhaft zu machen. Vielfach ist es ja auch so, dass nach dem Gymnasium kein Hochschulstudium absolviert wird.

Was sollte sich Ihrer Ansicht nach in absehbarer Zukunft wieder verbessern? Über die Jahre konnten meine Kollegen und ich beobachten, wie die Disziplin merklich nachgelassen hat. Das hat auch Einfluss auf die Qualität des Berufsbild Gebäudetechnikplaner/-in Lüftung Unterrichts. Gebäudetechnikplaner/-innen Lüftung planen, berechnen und zeichnen Lüftungs- und Klimaanlagen. Zudem sollten die Auszubildenden lerSie überwachen die Montage und nehmen die Anlanen, mehr Respekt zu zeigen. Es sind gen in Betrieb. einfach wichtige Faktoren für ein angeGebäudetechnikplaner/-innen Lüftung sorgen für saunehmeres und sicher auch erfolgreichebere Luft und ein angenehmes Klima in geschlosseres Berufs- und letztlich auch Privatnen Räumen. Bei Neubauten oder Sanierungen von leben. Gebäuden planen und berechnen sie energiesparende Lüftungs- und Klimaanlagen.

Welchen Einfluss haben diese 23 Jahre als Lehrer an einer Berufsschule auf Sie persönlich gehabt? Als ich damit angefangen habe, waren meine eigenen Kinder auch noch kleiner und ich konnte im Schulbetrieb einiges bei den Schülern nachvollziehen. Um einen interessanten Unterricht geben zu können, musste ich

Die Ausbildungsdauer beträgt vier Jahre. Die praktische Ausbildung findet in einem Betrieb für Lüftungsinstallationen oder in einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik statt. Der Schulstoff wird jeweils an einem Tag pro Woche vermittelt. Die Ausbildung wird mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen. Erfolgreiche Absolventen/-innen erhalten das Eidg. Fähigkeitszeugnis «Gebäudetechnikplaner/-in Lüftung EFZ». www.biz-berufsinfo.ch


Lehrbetriebe müssten beispielsweise Abschlussklassen besuchen, um dort verschiedene Berufe vorstellen zu können. Diese wertvolle Aufgabe kann von unserem Verband Suissetec, oder sogar von Fachlehrern ausgeführt werden. Wie sieht aus Ihrer Sicht die Zukunft für den/die Gebäudetechnikplaner/-in Lüftung aus und mit welchen Argumenten würden Sie ihn einem jungen Menschen empfehlen? Die Berufe in der Gebäudetechnik (dazu gehören Heizung, Lüftung, Sanitär und Kälte) haben in den letzten Jahren eine gewaltige Entwicklung vollzogen. Die Gründe liegen in den Auflagen für Umweltschutz, der Energiegesetzgebung und den erhöhten Komfortansprüchen der Menschen. Diese Entwicklung geht weiter und wir werden immer Gebäude brauchen, welche die besten Wohn- und Arbeitsbedingungen bieten können. Der Lebenszyklus unserer Installationen dauert eine Generation, dann müssen die Anlagen wieder saniert und neu konzipiert werden Alois Bättig, auch ein interessantes und anregendes Gespräch hat leider ein Ende. Was möchten Sie zum Abschluss noch gerne sagen? Ich möchte allen Firmen danken, die in all den Jahren die Lernenden mit Firmenbesuchen, Sponsoring in irgendeiner Form, Unterlagen, Fachvorträgen usw. unterstützt haben. Es gab eigentlich nie ein «Nein», wenn ich eine entsprechende Anfrage gemacht habe. Unserer Fachwelt wünsche ich viele dynamische und innovative ■ Schulabgänger, die etwas bewirken und bewegen möchten.

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YORK®-Kühler YVAA jetzt mit bis zu 1.225 kW Leistung ■ Johnson Controls, Inc., einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden, hat die Kälteleistung seines luftgekühlten YORK®-Flüssigkeitskühlers YVAA mit Schraubenverdichtern auf 1.225 kW erhöht. Der 2011 eingeführte Kühler YVAA hat den höchsten Energiewirkungsgrad ( EER-Wert) der Branche, sowohl bei als auch ausserhalb der Auslegungsbedingungen bei Teillast und/oder geringerer Kühlturmwassertemperatur. Der YVAA hat eine um bis zu 30 Prozent höhere Energieleistung als ältere Kühler und eine um bis zu 17 Prozent höhere Energieleistung als Konkurrenzprodukte. Der Energieverbrauch des YVAA kann flexibel für einen Wirkungsgrad von bis zu 3,4 ( EER-Wert) und einen ESEER-Wert (European Seasonal Energy Efficiency Ratio) von bis zu 4,8 konfiguriert werden. Ein geringerer Energieverbrauch bedeutet weniger Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeu-

gung. Der YVAA arbeitet mit dem Kältemittel R134a, das keinerlei Ozonabbaupotenzial und kein Ausstiegsdatum besitzt. Durch eine minimale Anzahl von lösbaren Verbindungen und potenziell undichten Stellen wird ein Auslaufen des Kältemittels vermieden, zudem reduzieren ein hocheffizienter Falling-Film-Verdampfer und ein fortschrittlicher Mikrokanalverflüssiger die Kältemittelfüllmenge um bis zu 15 Prozent. Durch diese Nachhaltigkeitsvorteile können die Bauherren Punkte in den Gebäudezertifizierungsprogrammen LEED und BREEAM sammeln. Der YVAA ist besonders leise. Neben einer Vielzahl von Schalldämmoptionen sorgt die SilentNight™Funktion des YVAA mit BAS (oder einer programmierbaren Steuerung) für eine Lastbegrenzung zu Zeiten, bei denen möglichst geringe Geräuschemissionen gefordert sind. Schallschutzoptimiert kann der YVAA die Geräuschemissionen ■ um bis zu 16 dBA reduzieren.

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Mietkälte sichert Kühlkette in Lebensmittellagern Lebensmittelkühlung auf Mietbasis: Die LowTemp-Anlagen für Kühllager sind sofort einsatzbereit und lassen sich auf raumsparenden Regalen positionieren. (Foto: CoolEnergy)

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Mietkälte-Lösung mit doppelter Redundanz von acr chiller rent ■ Während der Umbauarbeiten der Kälteversorgung im Sendezentrum der ASTRA Plattform Services GmbH ( APS ) stellte die acr chiller rent GmbH eine temporäre Kälteversorgung von zweimal 400 kW bereit. Zusätzlich zur zweiten Kältemaschine wurde bei APS auch ein redundantes Notstromaggregat mit einer Dauerleistung von 300 kVA installiert. Unterföhring bei München ist eines der modernsten Sendezentren Europas. Sicherheit in kritischer Umbauphase Dreh- und Angelpunkt bei APS ist das Rechenzentrum zur Verwaltung und Übertragung der Medieninhalte. Die Kälteversorgung dieser neuralgischen Stelle erfolgt normalerweise über das Grundwasser. Während der Umbauarbeiten an den Brunnenrohrleitungen lieferte die acr chiller rent GmbH zwei energieoptimierte Kaltwassersätze mit integrierter Kaltwasserpumpe und einer Kälteleistung von jeweils 400 kW. Eine der beiden Maschinen war als Standby ausgelegt und diente der Versorgungssicherheit.

Mietkältemaschinen von acr chiller rent GmbH im Medienpark Unterföhring bei München. (Foto: acr chiller rent GmbH)

Effiziente acr-Kältemaschinen mit geräuscharmen Schraubenverdichtern Dank hocheffizienter Schraubenverdichter-Technologie liessen sich die acr-Mietkältemaschinen bei APS stufenlos in der Leistungsabgabe regulieren. Die geräuscharmen Aggregate wurden mit flexiblen Kaltwasserschläuchen in das vorhandene Kaltwassernetz eingebunden

und über mitgelieferte Stromkabel an die Standard-Stromversorgung angeschlossen. Als weiteres Redundanzsystem lieferte acr auch ein Notstromaggregat mit einer Dauerleistung ( PRP ) von 300 kVA. Das schallgedämpfte Aggregat verfügte über einen 1250 Liter grossen, doppelwandigen Kraftstofftank und sollte bei einem

Stromausfall die Notstromversorgung für einen ganzen Tag aufrechterhalten. ■

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Endstation

Perfekte Hygiene – dank Adsorptionsanlage von Krüger

R22... 2015 STILLGELEGT

Jetzt umsteigen und auf Energieklasse A umrüsten! Micarna will ihre Nachwuchskräfte umfassend schulen und produziert deshalb in ihrem Ausbildungsraum das ganze Spektrum an Fleisch-, Fisch- und Charcuteriewaren. (Fotos: Krüger)

■ Einer der grössten Schweizer Betriebe zur Herstellung von Frischfleisch, Charcuterie, Geflügel und Fisch steht im freiburgischen Courtepin. Seit 1958 produziert die Micarna SA hier Fleischwaren – vorwiegend für die Migros. In einem solchen Betrieb ist Hygiene Die Adsorptionsanlage CRT-3000 D saugt die feuchte Mischluft – bedas A und O. Tag für Tag macht stehend aus Raum- und Frischluft – über einen Filter an und führt sie über ein langsam rotierendes Trockenrad. Hier findet der Feuchtigdeshalb der Klimaspezialist Krüger keitsaustausch statt. in den Produktionsräumen dem Kondenswasser den Garaus. Fehler passieren – doch in der Lebensmittelpro- führt sie über ein langsam rotierendes Trockenduktion sind sie fast unverzeihlich. Micarna legt rad. Hier findet der Feuchtigkeitsaustausch deshalb grossen Wert auf ein hervorragend aus- statt: Beim Durchströmen der Luft binden die gebildetes Personal. Das Unternehmen hat zu Wassermoleküle an das Sorptionsmittel. Die diesem Zweck einen Ausbildungsraum mit einer vom Trockenrad adsorbierte Feuchtigkeit wird voll funktionsfähigen Produktionsanlage einge- im separierten Regenerationssektor durch im richtet. Hier demonstriert das Fachpersonal die Gegenstrom geführte Luft ausgetrieben. Dieser Herstellungsprozesse und die Lernenden kön- Luftstrom wird mit Dampf auf 129 °C erhitzt, nen direkt üben. ausgetrieben und danach durch die WärmeMicarna will ihre Nachwuchskräfte umfassend rückgewinnung an die Umgebungsluft abgegeschulen und produziert deshalb in ihrem Ausbil- ben. So findet gleichzeitig auch die Versorgung dungsraum das ganze Spektrum an Fleisch-, mit Frischluft statt. Dampfantrieb war eine VorFisch- und Charcuteriewaren. Dies erfordert aussetzung, die Micarna an die Entfeuchtungsnach jedem Produktwechsel eine penible Reini- anlage stellte, denn das Unternehmen betreibt gung, um jegliche Art von Keimbildung zu ver- selbst viele Anlagen auf diese Weise. In der Tat hindern. Zur Säuberung des 1200 Quadratmeter lässt sich der Adsorptionstrockner vom Typ grossen Raums werden nebst Desinfektionsmit- CRT-3000 D elektrisch, mit Gas oder eben auch ■ teln grosse Mengen Wasser benötigt. Dadurch mit Dampf antreiben. entsteht Feuchtigkeit – und diese muss aus hygienischen Gründen so schnell wie möglich beseitigt werden. Diese Aufgabe übernimmt die mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattete Krüger & Co. AG Adsorptionsanlage CRT-3000 D des Klimaspezi- 9113 Degersheim Tel. 071 372 82 82 alisten Krüger aus Degersheim. Sie saugt die feuchte Mischluft – bestehend aus info@krueger.ch Raum- und Frischluft – über einen Filter an und www.krueger.ch

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Doppelt sichere Server-Kühlung mit Wasser und Luft Das im Jahr 2000 gegründete Genfer Unternehmen Safe Host bietet einer immer grösseren Anzahl von Unternehmen Serverplatz zum Mieten an. Zur hohen Datensicherheit trägt insbesondere das von Walter Meier gelieferte Kühlsystem bei.

Insgesamt 124 Stulz-Klimaschränke mit einer Leistung von total 9 MW sorgen für beste Server-Sicherheit.

■ Das sechsstöckige Geschäftshaus in der Genfer Vorortsgemeinde Plan-les-Ouates zeigt sich von aussen unauffällig. Es ist ein Bau, der irgendwo in der Schweiz in einer Industrie- oder Bürozone stehen könnte. Hinter der Fassade jedoch verbirgt sich ein eigentliches Datenuniversum, das in den letzten elf Jahren immer weiter gewachsen ist. Das Genfer Unternehmen Safe Host vermietet Daten-Speicherplatz an die unterschiedlichsten Kunden. Viele von ihnen überspielen ihre Daten hierhin, um extern über ein sicheres Back-up zu verfügen. Sicherheit wird bei Safe Host gross geschrieben, insbesondere was die Infrastruktur und die Gebäudetechnik betrifft. Auf einer Gesamtfläche von 5500 Quadratmetern reihen sich Server an Server, die nicht nur jederzeit mit Strom versorgt, sondern dauernd

gekühlt werden müssen. Und sollte dennoch einmal der Strom ausfallen, kommen innert Sekunden die im Untergeschoss desselben Gebäudes stehenden Diesel-Generatoren zum Einsatz. Wasser- und Luftkühlung Auf dem Dach des Gebäudes, auf einer speziell gefertigten Plattform im Innenhof sowie im Untergeschoss wurden die einzelnen Komponenten des Kühlsystems im Laufe der letzten zehn Jahre eingebaut und laufend den neuen Bedürfnissen des Unternehmens angepasst. «Mit dem Ausbau des Serverangebots wurde schrittweise auch das Kühlsystem erweitert», bestätigt Albert Pochon, Walter Meier Regionalverkaufsleiter Klimatisieren in der Westschweiz. «Dabei waren immer wieder auch bauliche Anpassungen nötig, wie etwa die

Geballte Technik: Hier im Bild eine der sechs wassergekühlten Carrier Chiller 30 HXC mit Free-Cooling.

Das Genfer Unternehmen Safe Host vermietet DatenSpeicherplatz an die unterschiedlichsten Kunden.

Stahlkonstruktion im Innenhof, auf der sich drei Rückkühler befinden.» Genauso eindrücklich zeigt sich die Situation auf dem Dach, wo sechs Kältemaschinen und zwei separate Rückkühler auf einem Stahlrahmen installiert wurden, der von mehreren Säulen abgestützt wird, die durch das ganze Gebäude hindurchgehen. «Um die Vibration aufzufangen, haben wir zudem die Zwischenräume mit Beton aufgefüllt.» Insgesamt stehen 12 Kaltwassermaschinen mit einer Leistung von 7,3 MW, 12 Rückkühler mit einer Leistung von 9,7 MW sowie 124 Klimaschränke mit einer Leistung von 9 MW im Einsatz. Und weil so viel Wert auf die Sicherheit gelegt wird, besteht die Kühlung aus zwei Systemen; einem wasser- und einem luftgekühlten. «Sämtliche Kältemaschinen und Klimaschränke funktionieren zudem im FreeCooling-Modus», fügt Albert Pochon an. Die luftgekühlten Maschinen seien dabei speziell für das Free-Cooling in der Werkstatt von Walter Meier in Romont umgebaut worden. «Dank dieser Anpassungen erreichen wir 50 Prozent mehr Leistung.» Auch die Klimaschränke

wurden mit zusätzlichen Kompressoren ausgerüstet, um so ebenfalls mit Luft zu kühlen, falls die Kaltwasserkühlung ausfallen sollte. Zusätzliches Gebäude geplant Als letzte Kühlelemente kommen in den nächsten Wochen nochmals sechs Klimaschränke dazu. «Dann ist hier die Server-Kapazitätsgrenze erreicht und damit auch das Kühlsystem fertig erstellt», wie Albert Pochon erklärt. Weil die Nachfrage nach Serverplätzen nach wie vor ungebrochen ist, respektive sogar weiter steigt, plant Safe Host ein noch viel grösseres Servergebäude im waadtländischen Gland. Dieses soll in den nächsten 16 bis 18 Monaten entstehen und auf 18 000 Quadratmetern Platz für weitere Daten-Server bieten. «Ein gigantisches Projekt», wie Albert Pochon anmerkt, «bei dem wir mit unserer Kühlung ebenfalls mit dabei sein wollen.» ■

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Die aktuelle Zehnder Seminarreihe vermittelt umfassendes Know-how im Bereich der Komfortlüftung, von den Grundlagen der Montage über die Inbetriebnahme, Steuerung und den Unterhalt bis hin zur Auslegung und Planung sowie wichtigen Hintergrundinformationen zum Minergie-Standard. (Foto: Zehnder)

■ Der europäische Raumklimaspezialist Zehnder Comfosystems Cesovent AG bietet im zweiten Halbjahr 2012 neue Termine für seine erfolgreiche Fachschulungsreihe zur Komfortlüftung an. Das aktuelle Schulungsangebot vermittelt umfassendes Knowhow im Bereich der komfortablen Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung, von den Grundlagen der Montage über die Inbetriebnahme und Steuerung bis hin zur Auslegung und Planung sowie alles Wissenswerte zum MinergieStandard. Vor dem Hintergrund zunehmender Bedeutung der Wohnraumlüftung im Rahmen des energetischen Bauens ist eine geschulte Fachkompetenz unerlässlich, um die gestiegenen Kundenbedürfnisse in punkto moderner Komfortlüftungssysteme optimal bedienen zu können. Deshalb führt Zehnder als europäischer Marktführer für komfortables Wohnraumklima auch im zweiten Halbjahr 2012 sein beliebtes Seminarprogramm für Monteure, Servicetechniker, Planer und Installateure fort. In massgeschneiderten Schulungen stellen erfahrene Zehnder-Mitarbeiter aus Technik und Vertrieb ihr Spezialwissen zu allen relevanten Themen im Bereich komfortable Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung zur Verfügung. Das Schulungsprogramm findet in den firmeneigenen Schulungszentren in Wädenswil und Gränichen statt und teilt sich da-

bei in drei Kategorien auf, die jeweils auf die Bedürfnisse der betreffenden Zielgruppe ausgerichtet sind : Kurs 1 wendet sich an Monteure und vermittelt mit praxisnahen Demonstrationen die Installation von Lüftungszentrale und Luftverteilsystemen. Kurs 2 ist speziell zugeschnitten auf Servicetechniker und behandelt insbesondere die Inbetriebnahme, Steuerung und den Unterhalt der Komfortlüftung. Kurs 3 richtet sich an Planer und Installateure und vermittelt alle Grundlagen zur Auslegung und Planung, spezifische Komfortlüftungsthemen wie Frostschutz und Küchenabluft sowie relevante Informationen zum Minergie-Standard. Die Seminare werden als Tagesveranstaltung angeboten und sind für Zehnder-Kunden, einschliesslich Tagesverpflegung und Seminarunterlagen, kostenlos. Das komplette Kursprogramm inklusive Anmeldebogen als PDF sind zum Download bereit unter http://www.zehnder-comfosystems.ch/Fachschulungen,552.html ■

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Gebäudeautomation |

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EY-User-Tagung 2012

Höchstleistungen in der Arena Thun Die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine war in vollem Gange, als sich am 20. Juni die Anwender von Sauter Gebäudeautomations-Systemen zur traditionellen EY-User-Tagung in der Arena Thun trafen. Natürlich war der Tagungsort nicht zufällig gewählt – die Automation im Stadion stammt von Sauter Building Control Schweiz. Pierre Schoeffel

■ Felix Gassmann, CEO Sauter BC Schweiz, freute sich sehr, über 80 Tagungsteilnehmer begrüssen zu können. Die Arena Thun ist ein Ort der Höchstleistungen, sei es auf technischer, terminlicher oder sportlicher Ebene. Ziel der Tagung war, diese Leistungen zu beleuchten und zu würdigen. Die Teilnehmer erlebten in der Folge spannende Referate und erhielten erstklassige und wertvolle Informationen zu den neusten Trends in der Gebäudeautomation.

Die Geschichte der Arena Thun Omid Arami, Projektleiter für das Stadion bei der HRS Real Estate AG, erzählte die Geschichte der Arena, die heute als das kleine, aber feine «Bijou» unter den Super League Stadien gilt. Im Jahr 2006 hatte die Situation noch düster ausgesehen: Am 12. Februar lehnte das Thuner Stimmvolk das Projekt für ein Sportzentrum in Thun-Süd mit 63 % NeinStimmen klar ab. Das 24-MilionenProjekt hätte durch die Stadt finanziert werden sollen. Am 4. Mai 2007 nahmen Bürgergemeinde, Einwohnergemeinde und HRS/ARCO einen neuen Anlauf und schlossen einen Vertrag «für die Planung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb eines neuen Fussballstadions mit Mantelnutzung am Stand-

Felix Gassmann freute sich über das zahlreiche Publikum, dem er ein abwechslungsreiches Programm geboten hat. (Fotos: Pierre Schoeffel)

ort Thun-Süd» ab. Das neue Konzept ging auf: Am 9. Dezember stimmten 60 % der Wähler für eine Zonenplanänderung. Die Abstimmung war der Start zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn um die Lizenz für die oberste Spielklasse behalten zu können, musste die Baueingabe 2009 gemacht werden. Der Spatenstich für das neue Fussballstadion erfolgte am 17. Februar 2010. Der Grundstein wurde am 23. Juni 2010 eingegraben. Bereits am 9. Juli 2011 fand das grosse Eröffnungsfest der Arena Thun statt, mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Köln, das mit einem für alle zufriedenstellenden 2:2 endete. Die maximal 10 000 Zuschauer, die hier Platz finden, geniessen die besondere Atmosphäre, die nicht nur dem wunderbaren Alpenpanorama zu verdanken ist. Kaum ein anderes Stadion bietet so viel Nähe zum Geschehen auf dem Rasen. In die Arena Thun integriert ist das Panorama-Center. Es besteht aus 15 000 m2 Verkaufs- und 4000 m2 Dienstleistungsfläche. Die Kunden freuen sich über 20 Läden, die von Mode bis zu Freizeit-, Bau- und Heimwerkerartikeln alles bieten, über zwei Restaurants, ein Fitness-Center und weitere Dienstleistungen. Wichtig für die Region ist, dass

Josef Tresch: «Wenn die Grundbedürfnisse erfüllt sind, entwickelt sich eine Tendenz für andere, höhere Anforderungen, in Gebäuden zum Beispiel für Schutz und Sicherheit.»

300 Arbeitsplätze konnten.

geschaffen

werden

Der Sprint der Gebäudeautomatiker Mit aussagekräftigen Tabellen erläuterte Alfons Curtins von der Energieatelier AG, mit welchen Herausforderungen die Gebäudetechnik-Spezialisten beim Bau der Arena Thun konfrontiert waren. Die zu bewältigende Engineering-Aufgabe umfasste unter anderem folgende Punkte: Erreichen des Minergie-Standards 2008, eine autonome Energieversorgung für das Panorama-Center und das Stadion, die Nutzung des Grundwassers zu Heiz- und Kühlzwecken sowie den Einsatz einer reversiblen Wärmepumpe, bzw. Kältemaschine. Die innovativen Lösungen mussten unter ausserordentlich hohem Zeitdruck geplant und umgesetzt werden. Spätestens während des Referats von Werner Freitag, Leiter Region Bern bei Sauter Schweiz, wurde klar, wie anspruchsvoll die Aufgaben für die planenden Ingenieure und die Gebäudeautomatiker waren. Die Auftragsvergabe von HRS an Sauter erfolgte Mitte Januar 2011. Da war bereits das Eröffnungsspiel vom 9. Juli 2011 geplant. Sauters Auftrag umfasste 800 HardwareDatenpunkte, 11 Automationsstationen,

Fussballtrainer Hanspeter Latour: Das Rezept zum Erfolg ist Fleiss, Mut und Glück.

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Gebäudeautomation |

Die Arena steht für hohe Leistungen, nicht nur in der Sportszene. (Quelle: Arena Thun)

6 Schaltschränke und einen Server mit NovaPro Open. Zu Recht mit Stolz präsentierte Werner Freitag das Projekt, das eine ganze Region verbindet und dessen Realisierung als sportliche Leistung bezeichnet werden kann. Die äusserst engen Termine konnten nur dank Sondermassnahmen eingehalten werden. Glücklicherweise waren in anderen Verkaufsregionen von Sauter genügend Kapazitäten frei. Sauter mobilisierte sein gesamtes Know-how und brachte es zum Beispiel bei den lebensrettenden Sicherheitsanlagen sowie bei den Rauch- und Wärmeabzügen ein.

BACnet vom Scheitel bis zur Sohle Seit einigen Jahren setzt Sauter voll auf die offene BACnet-Technologie und baut darin wegweisende Kompetenzen auf. Die grosse Akzeptanz von BACnet im Markt beweist, dass das Unternehmen auf das richtige Pferd gesetzt hat. Das BACnet-Protokoll kommt auf allen Ebenen einer Anlage in den hauseigenen und den auf dem Markt erhältlichen Produkten zum Einsatz. Dank dem Sauter System «EY-modulo» wird mit native BACnet eine echte Durchgängigkeit von der Raumautomation bis auf die Managementebene erreicht. Dieses Konzept wurde auch mit Erfolg im Panorama-Center eingesetzt. Michael Kropf, Leiter Betrieb und Events der Arena Thun, unterstrich in seiner Präsentation, dass Gebäude und Anlage zur vollen Zufriedenheit funktionieren. Gearbeitet wird im multifunktionellen Stadion nach dem Motto «schlanke Betriebsführung und Sicherheit».

Dominierten früher im Fussball eher «Feld-, Wald- und Wiesenstadien», ist die Arena Thun heute ein multifunktionales Stadion, das nicht nur während den Sportanlässen lebt, sondern auch während der rund 250 Sport-, Unterhaltungs- und Firmenveranstaltungen pro Jahr. Flexibilität ist deshalb das höchste Gebot: Nicht nur ein, sondern mehrere Zustände müssen dargestellt werden können. Der Gebäudekomplex muss sich dank den Automationssystemen sehr bedienerfreundlich steuern und überwachen lassen. «Die Bedienung muss für einfache User tauglich sein», betonte Michael Kropf. Die Bedienerfreundlichkeit sei so mit der schlanken Organisation des Betriebes kompatibel und ermögliche den tadellosen Ablauf der Veranstaltungen.

Neue Trends in der Gebäudeautomation Felix Gassmann widmete sein Referat auch den Megatrends in der Gebäudeautomation. Denn in den letzten zehn Jahren wurden die wichtigsten Errungenschaften der IT-Technologie in die Gebäudeautomation übernommen. Sie prägen bereits die ganze Branche und werden dies in Zukunft noch stärker tun. Die drei wichtigsten Trends sind: • Die Auflösung der klassischen Gebäudeautomations-Hierarchie zugunsten eines Netzwerks und verteilter Intelligenz. • Die Priorisierung von virtualisierten Netzen und Prozessen, die höchste Sicherheit und Verfügbarkeit der Systeme garantieren. • Web- & Cloud-Services ersetzen herkömmliche Gebäudemanagement-Systeme.

Gassmann zeigte anhand von Beispielen und eines konkreten Projekts bei der Waadtländer Kantonalbank auf, wie die Informationstechnologie die Gebäudeautomation beeinflusst. Sauter war beauftragt, im Verwaltungsgebäude der Bank die gesamte Gebäudeautomation und Leittechnik sowie sämtliche Management-Prozesse zusammen mit den Notstromszenarios auf eine neue GA-Generation zu migrieren. Die in diesem Projekt gemachten Erfahrungen mit der Konvergenz von IT in der Automation fasste Gassmann so zusammen: «Nach dieser Migration sind wir in einer völlig neuen Welt der Gebäudeautomation angekommen. Schaut man sich die Topologie an, wird ersichtlich, dass vernetzte Intelligenz ins Gebäude eingebracht wurde. Es sind virtuelle Netzwerke und virtuelle Server vorhanden, die sich die darunter liegende Hardwarestruktur aufteilen.» Die verlangte, beinahe 100%-ige Verfügbarkeit des Leitsystems – es darf im Jahr nicht länger als 1.6 Stunden ausfallen – wurde durch clevere Servertechnologie mit Redundanzfunktionen erreicht. Auch in diesem Projekt erweist sich der Einsatz von BACnet als entscheidend.

Green Buildings im sozio-kulturellen Umfeld Nach dem Exkurs von Felix Gassmann stellte Josef Tresch, Deputy Head of Corporate Sales & Marketing bei Sauter Basel, seine Visionen und Ansichten zum Thema Green Buildings im soziokulturellen Umfeld vor. Die Definition aus der Literatur entspricht auch seinem Verständnis von grünen Gebäuden: « Green Buildings können einen regenerativen Prozess anstossen, der eine tatsächliche Aufwertung und Wiederherstellung des Standorts und der unmittelbaren Umgebung auslöst.» In seinem Vortrag illustrierte Tresch, wie Gebäudeautomations-Funktionen diese Definition konkret werden lassen: Ganz wichtig ist es, die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen zu schonen. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgas-Emissionen von Gebäuden stammen, kann man ermessen, wie wichtig Gebäudeautomation für unsere Zukunft ist. Dem «Maler» von Green Buildings steht eine ganze Palette interessanter und hocheffizienter technischer Lösungen zur Verfügung. Eine davon ist die vorausschauende Steuerung von Gebäuden. Mittels webbasierten Diensten können örtliche Wetter-


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vorhersagen für diese Art der Steuerung genutzt werden. Im Basler Messeturm hat sie sich als besonders effizient erwiesen und führte zu 18 % Einsparungen bei der Heizenergie, zu 32 % weniger Verbrauch bei der Kühlenergie und einem um 35% reduzierten Stromkonsum.

Visionen Realität werden lassen Energie sparen war an der Tagung kein Thema für Hanspeter Latour, den ehemaligen Trainer des FC Thun. Sein Schlussreferat strotzte vor Kraft und Leidenschaft und passte perfekt zu den anderen Vorträgen, die ebenfalls von Höchstleistungen gehandelt hatten. Latour sprach darüber, wie er Teams führt und motiviert und wie Träume und Visionen real werden können. Sein Rezept klingt einfacher als es ist und begeisterte das Publikum: Es brauche Fleiss, Mut und Glück, um Bestleistungen erbringen und vorne mit dabei sein zu können. Die anwesenden Techniker, die das «Feuer ständig am Brennen halten», wie Latour es so schön formulierte, konnten dem nur zustimmen.

Das Publikum genoss Theorie und am Nachmittag sogar Sportpraxis, zum Beispiel Torwandschiessen und Weitschüsse.

Auch die dritte Zutat, das Glück, entscheidet für sie bisweilen darüber, ob ein Projekt Erfolg hat oder nicht. Werner Freitag hatte es bereits zu Beginn gesagt: «Zum Glück hat bei Sauter das

schweizweite Ressourcenmanagement funktioniert, sonst wäre das Stadion nie ■ rechtzeitig fertig geworden.» (www.sauter-building-control.ch)

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Gebäudeautomation |

Bauherren müssen oft Entscheidungen treffen, ohne die Auswirkungen zu kennen

Besteller Kompetenz Gebäudeautomation Bereits bei einem einfachen Einfamilienhaus steht der meist ahnungslose Bauherr als Laie und häufig einmalig vor der Aufgabe, Entscheidungen zu treffen, deren Auswirkungen er nicht im Detail kennt. Dies führt dazu, dass bauen vornehmlich ausgedrückt, als intensiv und nervenaufreibendes Abenteuer angesehen wird. Peter Scherer, Amstein+Walthert AG, Mitglied MeGA

■ Als technische Treuhänder stehen ihm Architekt und Fachingenieure mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung beratend zur Seite. Private wie auch öffentliche Bauherren neigen daher dazu, die Gebäude schlüsselfertig aus einer Hand von einem General- oder Totalunternehmer erstellen zu lassen. Dem Kaufvertrag liegt ein entsprechender Baubeschrieb bei, der die Qualität und Kosten in genügender Tiefe spezifizieren soll. Die Gebäudeautomation wird in diesem Zusammenhang meist nur in Nebensätzen oder Fussnoten erwähnt, nimmt aber mit der steigenden Komplexität eine immer wichtigere Rolle im Zusammenspiel zwischen Haus- und Gebäudetechnik und Betrieb ein.

Projektablauf, Projektphasen.

Die Kommunikation der Gewerke Anforderungen visualisieren, http://radar. g-n-i.ch/.

Was bei kleineren Wohneinheiten gilt, kann ebenso auf grössere Wohn- und Zweckbauten abgeleitet werden. Auch hier hat der professionelle oder unprofessionelle Bauherr die Qual der Wahl, im Rahmen seines Kostenbudgets das Projekt zu spezifizieren. Bereits in frühen Projektphasen werden die wichtigen Weichen für ein Projekt gestellt. Was dann folgt, ist häufig eine Fahrt ins Ungewisse. Der zunehmende, technische Anteil sowie die Anforderungen an die heute zeitgemässe Effizienz der eingesetzten Energie lassen den Stellenwert von einstigen Nebenschauplätzen näher ans Zentrum rücken. Wenn früher der Wärmebedarf einfach und autark mit einem genügend grossen Heizkessel abgedeckt wurde, so haben heute Systeme Einzug gehalten, die vernetzt zwischen Sonnenenergie, Warmwassererzeugung,


Gebäudeautomation |

Stromtarif, Lüftungsanlage (Abluftwärmepumpe) und bedarfsoptimierter Abgabe im Gleichgewicht gehalten werden müssen. Die Konsequenz: Die Zusammenhänge der Anlagen und damit deren Kommunikationsverhalten untereinander werden immer wichtiger. Mit der Vernetzung steigt zwar nicht die Komplexität der einzelnen Anlagen, jedoch deren Zusammenspiel im Orchester der Haustechnik. Die zunehmenden Verknüpfungen unter den Anlagen haben zur Folge, dass die Nachvollziehbarkeit der Zusammenhänge in den einzelnen Betriebsarten nur wenigen Spezialisten vorbehalten bleibt. Bauherr und Betreiber müssen sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzten, wenn sie die Anlagen in allen Betriebsarten beherrschen wollen. Während früher rauchende Kamine bei Minustemperaturen den ordentlichen Betrieb signalisiert haben, sind die heutigen Betriebszustände schwieriger nachvollziehbar. Die wohl einzige Möglichkeit, die Systeme zu überwachen und an den effektiven Betrieb heranzuführen – sprich zu optimieren – besteht darin, die Zusammen-

hänge visuell darzustellen und auf Anomalitäten hinzuweisen. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Gebäudeautomation. Damit werden die Anlagen und das Gesamtsystem sichtbar. Welche Anforderungen muss aber ein solches System erfüllen und wie sind die Zuständigkeiten? Wo sind die Schnittstellen zu den verschiedenen Anlagen und welche Informationen sind wichtig, was ist «nice to have»?

Gebäudeautomation am Anfang «mitplanen» Der Vergleich zwischen Auto und Gebäude wird häufig als plakative Darstellung verwendet, wie der Bauprozess optimiert und modularisiert werden kann. Dabei wird meist ausser Acht gelassen, dass fast jedes Gebäude mit individueller Architektur als Unikat erstellt wird. Dies ist mit ein wesentlicher Grund, warum Optionspakete mit definierten Kosten und beschriebenen Nutzen im Gebäude nicht einfach adaptiert werden können. Dennoch hat der Autofahrer in seinem Cockpit mehr Informationen als die meisten Betreiber von Gebäuden. Er kennt den aktuellen wie auch den durch-

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schnittlichen Verbrauch seines Fahrzeugs, die verbleibende Reichweite, kann die Lichter automatisch ein- und ausschalten lassen. Abblendfunktion, Volllichtautomatik, Spurassistent, Navigationssystem, Freisprechanlage und vieles mehr machen das Autofahren unbeschwerter und erhöhen die Sicherheit auf den Strassen. Zieht man diesen Vergleich mit einem durchschnittlichen Gebäude, so merkt man schnell, dass hier die Vergleichszahlen meist fehlen. Der Grund dafür liegt in den häufig fehlenden Vorgaben und Vorstellungen für die Gebäudeautomation in den frühen Projektphasen. Wer sich bereits bei Projektstart über Energieflüsse, Informationen und Kennzahlen Gedanken macht, kommt schnell zur Einsicht, dass eine visuelle Darstellung der technischen Systeme unerlässlich ist. Die Folge daraus ist meist die Klärung offener Fragen nach Organisationen und Abgrenzungen, welche leider oft zu spät gestellt und beantwortet werden. Dennoch ist es unerlässlich, sich von Anfang an die richtigen Fragen zum «unsichtbaren Gewerk Ge■ bäudeautomation» zu stellen. (www.mega-planer.ch)

Intelligente Gebäude steigern die Produktivität und sparen Ressourcen. Effizienzgewinne sind Gewinne, die man immer wieder macht. www.siemens.ch/buildingtechnologies

Unternehmer stehen auf unterschiedlichen Ebenen in der Verantwortung: sie sollen Mitarbeitende und Geschäftsprozesse schützen, Ressourcen schonen, Energiesparpotenziale ausschöpfen und ein nachhaltiges Energiemanagement betreiben. Intelligente Gebäudetechnik unterstützt diese Vorhaben, ermöglicht Energieeinsparungen von bis zu

50 Prozent und reduziert den CO2-Ausstoss – ohne Abstriche beim Komfort. Die präzise Interaktion zwischen der Gebäudeautomation und den Sicherheitssystemen sorgt für mehr Sicherheit, Flexibilität und Effizienz der Immobilie, was sich täglich bezahlt macht. Damit bleibt Siemens der bevorzugte Partner von weitsichtigen Unternehmern.

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Gebäudeautomation | Produkte

ebm-papst empfiehlt FREE Way von Eliwell

Effiziente und zuverlässige Ventilatorensteuerung ■ ebm-papst – Weltmarktführer für energiesparende Ventilatoren und Motoren im Bereich der Luft-, Klima- und Kältetechnik – erachtet die Verwendung spezieller elektronischer Steuerungsgeräte als essenziell: Gemeinsam mit den eigenen Produkten garantieren diese eine optimale Leistung. Für sein Portfolio empfiehlt ebm-papst die programmierbare Plattform FREE Way aus dem Hause Eliwell. Sie sorgt mit umweltfreundlichen Komponenten für eine erhebliche Steigerung der Systemeffizienz.Die Interaktion zwischen Eliwells FREE Way und den Ventilatoren von ebm-papst erfolgt über Plug & Play: Zur Steuerung der Ventilatoren mit MODBUS-RTU muss lediglich eine ebm-papst-Bibliothek in die mitgelieferte Software FREE Studio eingefügt werden. Die programmierbare Plattform FREE Way erleichtert die Integration der verschiedenen Komponenten der Geräte und des gesamten Systems für Anwendungen im Wohn-, Gewerbe- und Industriebereich.

«Das Einfache» DIRIS A20 Multimeter

Der deutsche Weltmarktführer ebm-papst empfiehlt die programmierbare Plattform FREE WAY von Eliwell für eine effiziente, zuverlässige und energiesparende Ventilatorensteuerung. (Foto: Eliwell)

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2-Quadrantmessung • Messung TRMS 2-, 3- oder 4-Leitermessung Niederspannung Spannungsmessung direkt bis 500V/290V 45 ... 65 Hz Ströme bis 10'000 A über Stromwandler, sekundär 5 A

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«ebm-papst arbeitet vor allem dank der Vielseitigkeit von FREE Way und der umfassenden technischen Beratung mit uns zusammen. Denn wir haben eine massgeschneiderte Applikation für die Steuerung ihrer Ventilatoren entwickelt. Diese Lösung wurde von ebm-papst ausgiebig geprüft und zugelassen», sagt Sergio Villalba, Vertriebsdirektor Commercial für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Kompetenz und Erfahrung zweier führender Anbieter Diese Regler-Lösungen von Eliwell werden gemäss der unternehmenseigenen «grünen» Philosophie mit besonders umweltfreundlichen Bauteilen hergestellt und verbessern die Systemeffizienz der Ventilatoren erheblich. Bereits seit geraumer Zeit setzt Eliwell bei der Entwicklung neuer Produkte auf Umweltschutz: Alle Werke verwerten ausschliesslich Energie aus erneuerbaren Quellen und konnten die CO2-Emissionen, den Wasserverbrauch und die Produktionsabfälle in den letzten Jahren deutlich senken. Dank der technischen Kompetenz und der langjährigen Erfahrung –

sowohl von Eliwell, als auch von ebm-papst – ist es möglich, allen individuellen Kundenanforderungen problemlos und schnell gerecht zu werden. Der HVAC / R-Markt profitiert also von einer effizienten Ventilatorsteuerung durch eine hohe Leistungsfähigkeit der FREE WayPlattform – gepaart mit niedrigem Energieverbrauch. Die Ventilatoren von ebm-papst werden von führenden Herstellern von Klimageräten, Kälteanlagen, Wärmepumpen sowie von Verdichterzentralen eingesetzt und sind ein wichtiger Bestandteil in Gebäuden wie Schulen, Krankenhäuser, Einkaufszentren und Supermärkte. ■

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Gebäudehülle | Spenglerei |

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Tramdepot Bolligenstrasse, BernMobil

Die Allwetterhülle aus Aluminium «Papillon» haben die Erbauer ihr Siegerprojekt genannt, weil sich seine Formen wie Schmetterlingsflügel dem Gelände anpassen. Der poetische Name lässt nicht vermuten, dass er für die grösste Halle der Schweiz steht. Das über 200 m lange Tramdepot Bolligenstrasse der Berner Verkehrsbetriebe «BernMobil» wird von einem Dach und einer Fassade aus Aluminium umhüllt.

Auch bei Schnee und Kälte lässt die gut gedämmte Aluminiumhülle die Innentemperatur der ungeheizten Halle nicht unter 5 °C absinken. Gut zu erkennen die RWA-Klappen auf jedem Dach. (Copyright Fotos: Dominique Uldry, Bern)

Quelle: Scherrer Metec

■ Eiskratzen, Schneeschippen, leere Batterie, feuchtkalte Sitze, beschlagene Scheiben, angefrorene Stromabnehmer – für ein öffentliches Nahverkehrsmittel wäre ein Laternenparkplatz undenkbar. Ohne allzeit bereite, auf Knopfdruck betriebsfähige Fahrzeuge liesse sich kein fahrplanmässiger Einsatz bewerkstelligen. In dem Masse, wie der öffentliche Nahverkehr ausgebaut wird, braucht es mehr Tramdepots mit trockenen, frostfreien Stellplätzen. BernMobil hat dafür die grösste Halle der Schweiz bauen lassen. Sie ist mit einer eigenen Brücke über die Autobahn A6 an das Berner Verkehrsnetz angebunden. Das Tramdepot Bolligenstrasse ist erstens eine riesige Garage, in der die Tram-Züge bis zum nächsten Einsatz parkieren. Zweitens eine Werkstatt für die standardmässigen Wartungsarbei-

ten. Drittens eine Waschstrasse für die Trams. Und schliesslich Lager, Büro und Technik, um diese Aufgaben zu organisieren und abzuwickeln. Unter dem Vorplatz ist ausserdem eine Trafo- und Gleichrichterstation für die Stromversorgung eingebaut.

Für die Gegenwart gebaut, mit der Zukunft geplant

derungen hinsichtlich Funktion, Energiebilanz, Nachhaltigkeit, Ausbaumöglichkeiten und, bei öffentlichen Bauten besonders wichtig: die Kosten. Um diese Anforderungen mit bestmöglicher architektonischer Qualität zu verwirklichen, wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Aus diesem ging das Konzept «Papillon» der ARGE Penzel/Valier als Sieger hervor. Die Halle ist 202 m lang und rund 12 000 m2 gross. Das Skelett der Halle besteht aus Stahl. Die tragenden Ele-

Im Depot parkieren auf sieben parallelen Abstellgleisen je 4 Trams hintereinander, das ergibt 28 je 42 m lange Tram-Züge. Die Einfahrt erfolgt bei Bedarf durch den Unterhaltsbereich mit Beteiligte Unternehmen Waschstrasse, Werkstatt und BesanProjekt: Tramdepot Bolligenstrasse, Bern dungsanlage, dann über eine WendeBauherrschaft: BernMobil, Bern schleife auf die Abstellgleise, wo die Generalplaner: Penzel Valier AG, Zürich Trams gereinigt und gewartet für den Projektleitung: TPF + Partner AG, Zürich nächsten Einsatz bereitstehen. Ein Tramdepot ist ein Zweckbau. Damit Dach und Fassade, Spenglereiarbeiten: Scherrer Metec AG, Zürich verbunden sind besondere Herausfor-

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Gebäudehülle | Spenglerei |

Der Längsschnitt der Halle zeigt die zehn kleinen und drei grossen Sheddächer mit den Fachwerkträgern. Die Länge reicht für vier 42 m lange Combino-Tram-Züge je Abstellgleis. (Copyright: Penzel Architektur, Zürich)

mente für das Dach sind quer gespannte Fachwerkträger mit 45 m und 68 m Breite. Sie lagern auf nur einer mittleren Stützenreihe und überspannen den Einfahr- und Abstellbereich ohne Stützen. Gleichzeitig bilden die Fachwerkträger ein Sheddach, deren seitliche Verglasungen die Halle mit Tageslicht erhellen. Auf dem Tragskelett bildet eine Holzfläche mit Dampfbremse das Unterdach. Dank der guten Wärmedämmung und der Sonneneinstrahlung durch die grossen Fensterflächen muss die Halle nicht beheizt werden. Auch im Winter sinkt die Temperatur nicht unter 5 °C. Die Werkstatt und der Bürotrakt sind als geschlossene Gebäude innerhalb der Halle aufgebaut und beheizt. Auf den südlichen Dachflächen ist eine 2090 m2 grosse Photovoltaikanlage der EWB (Energie und Wasser Bern) montiert. Insgesamt 1120 Solarmodule erzeugen pro Jahr 260 000 kW, die bis zu 60 Haushalte mit Ökostrom versorgen. Das Regenwasser wird von den grossen Dachflächen in Sickerkanäle geleitet und für die Waschanlage genutzt.

starkem Aluminiumblech. Die einzelnen Blechbahnen sind bis zu 18 m lang, 50 cm breit und mit 38 mm hohen Schnappfalzen verbunden. In der Summe ergibt das über 3000 zu montierende Einzelbleche sowie fast unzählige Teile der Unterkonstruktion.

Verarbeitung ab Coil direkt auf der Baustelle Rund 45 Tonnen Aluminium waren auf Format zu schneiden und mit Falzen zu profilieren. Anfangs gab es die Überlegung, die Bleche in der Werkstatt vorzufertigen. Doch dann hätte man die Bleche mit der Gesamtfläche von fast zwei Fussballfeldern auf Tieflader stapeln und nach Bern transportieren müssen – wirtschaftlich, ökologisch und logistisch ein Unsinn. Stattdessen errichtete die Spenglerei in einer Scheune am Rande des Baugeländes ein Zelt und stellte darin die Schneide- und Formmaschine auf. Mit ihr wurden di-

rekt ab den Coils die Bahnen profiliert und geschnitten. Weil der Grundriss der Halle wie ein Parallelogramm gewinkelt ist, mussten sämtliche Bleche leicht abgeschrägt zugeschnitten werden. Nur die Spezialteile wie Anschlussbahnen, konische Fassadenteile, Einlegerinnen, Kanten und Abschlussbleche wurden in der Werkstatt vorgefertigt. Nebst der Montage von Dach und Fassade gehörte zu den Arbeiten der Spenglerei auch die Montage der Rauch- und Wärme-Abzugsanlagen RWA für Zu- und Abluft, der Schneefang- und Absturzsicherungen, Abdeckungen und Elektroheizbänder für die Hubtore und Zufahrten, Blitzschutzanlage und die Unterkonstruktion für die Photovoltaik-Module.

Gute Planung, reibungslose Abwicklung Der Vorlauf für die Planung und Beschaffung dauerte etwa drei Monate,

Aussenhülle aus 13 000 m2 Aluminiumblech Der Auftrag für die Zürcher Bauspenglerei Scherrer Metec AG umfasst den Aufbau der Aussenhülle einschliesslich der Wärmedämmung. Auf die Dampfsperre der Unterkonstruktion wurden Dämmbahnen aus Mineralwolle gelegt. Deren Schichtdicken sind gestuft, die dickeren Bahnen dämmen die höher liegenden Dachflächen. Auf die Wärmedämmung kam eine Materialtrennfolie und darauf die Schnappfalzeindachung in Aluminium. Die Zürcher Bauspenglerei hat in den über 100 Jahren ihrer Geschichte schon manchen Superlativ umgesetzt, diese Halle mit ihren Dimensionen gehört eindeutig dazu. Die äussere Haut von Die grossflächige Polycarbonat-Verglasung und das naturfarbene Aluminium bilden bei jeder Dach und Fassade besteht aus 1 mm Lichtstimmung eine harmonische Einheit, die dem technischen Charakter des Bauwerks entspricht.


Gebäudehßlle | Spenglerei |

dann folgte die erste Vorproduktion in der Werkstatt und von Mitte Februar bis September 2011 die Produktion und Montage vor Ort. Während der Bauzeit waren fĂźr die Spenglerei ein Bauleiter und durchgehend zehn bis zwĂślf Monteure im Einsatz. Weil sämtliche Konstruktionsdetails bereits in der Planungsphase definiert wurden, gab es während der Bauzeit keine Ăœberraschungen. Die Pläne der Architekten waren sehr präzise, ebenso die Arbeiten der Metall- und Holzbauer, und dank entsprechender Toleranzmasse waren keinerlei nachträgliche Anpassungen an der Baustelle erforderlich. Ein weiterer Vorteil der Konfektionierung auf der Baustelle war, dass jederzeit direkt am Rohbau die Masse kontrolliert und bei der Fertigung der Bleche berĂźcksichtigt werden konnte. Mit den Glasbauern, die zur gleichen Zeit die Sheddächer und Fassaden verglasten, koordinierte

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Der Blick von der RĂźckseite zeigt die imposante Breite der Tragkonstruktion, die nur eine MittelstĂźtze benĂśtigt.

man sich durch die Zuteilung der Lagerflächen auf den Dächern. Eine anfängliche bauseitige VerzÜgerung konnte aufgeholt werden, das neue Tramdepot wurde termingerecht erÜff■net.

  

 

    

(www.scherrer.biz)

Gold fßr das neue Tramdepot in der Kategorie Architektur Nachdem das Combino XL Tram von BernMobil 2011 den red dot design award erhielt (einer der weltweit wichtigsten Designpreise), haben die Combinos nun eine angemessene Unterkunft. Die Zeitschrift Hochparterre* zeichnete das Tramdepot Bolligenstrasse mit dem renommiertesten Architekturpreis der Schweiz aus, dem Goldenen Hasen 2011. Einheit von Form und Funktion Die Jury lobte das Gebäude als ßberzeugende LÜsung, insbesondere die Konstruktion verbunden mit der formalen Ausgestaltung des Depots. Die stßtzenfreie Abstellhalle nßtzt den vorhandenen Platz fßr die Garagierung der Fahrzeuge optimal aus. Auch bei der geplanten Erweiterung des Tramdepots wird die erweiterte Halle stßtzenfrei bleiben. Die Jury hat denn auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen dem Bauingenieur Martin Valier und dem Architekten Christian Penzel speziell hervorgehoben. *) Die Zeitschrift Hochparterre kßrt seit 1991 jährlich die besten Bauten und Objekte in Landschaft, Architektur und Design. Das Tramdepot Bolligenstrasse hat sich 2011 unter 20 nominierten Projekten der Kategorie Architektur schweizweit durchgesetzt.

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Gebäudehülle | Spenglerei | Produkte

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PUBLIREPORTAGE

Stelzenhaus mit Aluminiumhülle

Prefa-Sidings für einen ausgefallenen Wohnhausanbau In Aluminium gehüllt: Ein Prefalz-Stehfalzdach und eine Fassade aus Prefa-Aluminium-Sidings garantieren Wartungsfreiheit für Jahrzehnte.

Bautafel Objekt: Um- und Anbau eines Einfamilienhauses Entwurf, Planung und Bauleitung: Dipl.-Ing. Horst Freier, Schondorf Bauherr: Dipl.-Ing. Horst Freier Fachbetrieb: Engel Spenglerei GmbH, Fuchstal-Leeder Fassade im Bestand: Wärmegedämmte Putzfassade Fassade am Anbau: Prefa-Alu-Sidings auf Holzständerbauweise vertikal verlaufend, Farbbeschichtung P.10 Dach: Prefalz-Stehfalzdach auf hinterlüfteter Holzschalung

■ Ein Landschaftsarchitekt, der sich mit dem Gedanken trägt, sein bestehendes Wohnhaus zu erweitern, sucht zwangsläufig nach einer Lösung, die den bestehenden Garten nicht nur geringfügig verändert, sondern auch den freien Blick zu diesem gewährleistet. Die Idee, Wohnraum auf Stelzen zu setzen und darunter liegende Flächen weiterhin zu nutzen, ist nicht neu. Wenn die architektonische Umsetzung zudem Balkone, Panoramafenster und einen Rundumblick ermöglicht, ist das Konzept nahezu perfekt. Abgerundet wird es durch den Einsatz von farbbeschichtetem Aluminium der Marke Prefa als Bedachungs- und Fassadenmaterial. Das leichte und robuste Baumetall eignet sich hervorragend für flach geneigte Dächer, wie bei diesem Stelzenhaus am Ammersee. Die Scharen des in Stehfalztechnik ausgeführten Metalldaches wurden aus Coilmaterial mit der Bezeichnung Prefalz gefertigt und montiert. Das farbbeschichtete, 0,7 mm starke Marken-Aluminium ist nicht nur witterungsbeständig und sturmsicher, sondern auch unempfindlich gegenüber Moos- und Pflanzenbewuchs. Es ist damit wie geschaffen für das nur knapp aus den Baumkronen ragende Dach. Die Aluminiumbedachung ist in der Lage, thermische Längenänderungen problemlos aufzunehmen. Regensichere Falzverbindungen sorgen für entsprechende Sicherheit. Prefalz-Stehfalzdächer sind ausserdem farbecht und alterungsbeständig, exakt definierte Linien prägen das, in diesem

Fall gewünschte, typische Erscheinungsbild. Fassade mit Profil Ebenso sorgen die vertikal montierten Prefa-Fassaden-Sidings für Sicherheit. Sie geben dem modernen Anbau zudem Profil und ihr innovativer Farbton mit der Bezeichnung «P.10 hellgrau» verleiht dem Stelzenhaus zeitlose Eleganz. Die Fassade fügt sich harmonisch in das landschaftliche Umfeld ein, eine 40-jährige Herstellergarantie auf Grundmaterial und Farbe unterstreicht den Nachhaltigkeitsaspekt. Die Prefa-Fassaden-Sidings schützen den aufgestelzten Wohnhausanbau ebenso wie Teile des vorhandenen Altbaus. Dabei erinnern die Sidings an vertikal verlaufende Holzfassaden. Die Befestigung der Aluminiumelemente erfolgt verdeckt mittels eines Nut- und Federsystems. Praktisch für den ausführenden Fachbetrieb: Passende An- und Abschlussprofile sind entweder vorgefertigt erhältlich oder können aus entsprechendem farbgleichem Bandmaterial individuell angefertigt werden. Prefa bietet die Sidings in vielen Standardfarben und auf Wunsch in jeder RAL-Farbe an. Der Einsatz von Prefa-AluFassaden-Sidings erspart jede weitere Wartungsmassnahme und das für viele Jahrzehnte. Professionelle Anschlüsse an Fenster, Gebäudeecken sowie unterschiedlichsten Übergängen sorgen für dauerhafte Funktionalität. Schlagregensichere Details wie fassadenintegrierte

Fenstersimse, Tropfkanten mit gezielter Wasserführung, gebördelte und verfalzte Durchdringungen an schrägen Fassaden und knappen Dachvorsprüngen garantieren jahrzehntelangen Schutz. Wartungsfreies Wohlfühlkonzept Von Westen erinnert die Gebäudeform mit ihren teilweise schrägen Wänden an ein Schiff. Die im oberen Drittel der ebenfalls schräg verlaufenden Nordfassade positionierte Dachterrasse bildet die imaginäre Kapitänsbrücke. Unter dem Anbau entstand ein Bereich, der zugleich regensicherer Freisitz, schattige Rückzugszone und unverbauter Aussichtspunkt nach allen Seiten des Gartens ist. Im aufgestelzten Obergeschoss befinden sich drei geräumige Zimmer, jedes mit einer grosszügigen Öffnung zum Garten hin ausgestattet. Die

Panoramafenster beziehungsweise Balkone und Dachterrassen geben rund um das Jahr den Blick auf die greifbar nahen Baumwipfel frei. Dass der Bauherr das Gebäude von Grund auf selbst entwarf und plante ist ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass er die Bauleitung sowie alle logistischen Aufgaben übernahm. Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrungen bewältigte er die aufwändige Baumassnahme in nur sechs Monaten. Durch die Entscheidung, die Gebäudehülle aus wartungsfreiem Aluminium von Prefa zu gestalten, profitieren die Bewohner von einer individuellen und dauerhaft funktionstüchtigen Lösung. Einer modernen Gebäudehülle aus Aluminium, mit freiem Blick auf den Garten. ■

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: PREFA Schweiz Toggenburgerstrasse 28a 9230 Flawil Tel. 071 952 68 19 www.prefa.ch

Mit Leidenschaft neue und ungewöhnliche Wege gehen: Horst Freier ist offen für neue Ideen, auch bei der Fassadengestaltung seines Stelzenhauses.


Gebäudehßlle | Spenglerei | Produkte

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FEIN Akku-Metallschrauber und Akku-Knabber im Profi-Set â– FEIN präsentiert kabellose Metallschrauber mit moderner Lithium-Ionen-Technologie und bĂźrstenlosem EC-Motor. Die leichtesten Schrauber ihrer Klasse ermĂśglichen sehr präzise Verschraubungen von Metall auf Metall sowie Holz auf Metall oder Unterkonstruktionen. Die elektronische Drehmomentabschaltung verhindert ein Ab- oder Ăœberdrehen der Schraube, sorgt fĂźr Sicherheit und eine hohe Wiederholgenauigkeit. Die Akku-Metallschrauber ASCS 4.8 und 6.3 wurden fĂźr die Anforderungen metallverarbeitender Betriebe, insbesondere fĂźr den Dach- und Fassadenbau sowie Anlagen- und Fahrzeugbau, entwickelt. Zudem bietet FEIN ein Profi-Set, bestehend aus dem Akku-Metallschrauber und dem kompakten und kurvengängigen Akku-Knabber an. Lange Lebensdauer : eine Million Verschraubungen Die Akku-Metallschrauber werden bei FEIN in Deutschland entwickelt und hergestellt und sind fĂźr den Dauereinsatz im Handwerk ausgelegt. Das Traditionsunternehmen hat ein System aus einem wartungsfreien und leistungsstarken EC-Motor, einer elektronischen Drehmomentabschaltung sowie hochwertigen Lithium-Ionen-Akkus mit 3000 Milliampere Akkukapazität entwickelt. Dank aktueller Technologie wird einerseits eine hohe Leistung fĂźr wirtschaftliche und präzise Verschraubungen und andererseits ein Gewicht von nur 1,6 beziehungsweise 1,8 Kilogramm erreicht. Die ergonomischen Schrauber ermĂśglichen ermĂźdungsarmes Arbeiten und sind fĂźr mindestens eine Million Verschraubungen ausgelegt. Verschraubungen von Metallen erfordern Präzision: Nur wenn Drehzahl und Drehmoment optimal sind, sitzen Schrauben korrekt, Bohrspitzen glĂźhen nicht aus und SchraubenkĂśpfe werden nicht abgedreht. Die elektronische Drehmomentabschaltung von FEIN sichert eine gleichbleibend hohe Qualität der Verschraubung: Sie hat elf Drehmomentstufen und eine Bohrstufe. Bei erreichtem Drehmoment schaltet das Gerät lautlos und vibrationsfrei ab und sorgt fĂźr wiederholgenaue Verschraubungen – auch ohne Tiefenanschlag. Hochwertige Lithium-Ionen-Markenakkuzellen sind hochstromfähig und halten auch kurzfristige Stromspitzen aus.

Die handlichen FEIN Akku-Metallschrauber sind die leichtesten ihrer Leistungsklasse. (Foto: FEIN)

Profi-Set fĂźr die Zielgruppe Dach und Fassade Speziell fĂźr den Einsatz im Dachund Fassadenbau bietet FEIN ein preisreduziertes Profi-Set, bestehend aus dem Akku-Metallschrauber ASCS 4.8 und dem Akku-Knabber ABLK 1.6 E. Der leistungsstarke Knabber ist universell einsetzbar und schneidet Trapez-, Well- und Tafelbleche sowie Profile bis 1,6 Millimeter Materialstärke ohne Verformung. Er wird fĂźr Ausschnitte, zum Beispiel beim Einpassen von Fassadenblechen, Dachluken oder Wickelfalzrohren, eingesetzt und erreicht Schnittgeschwindigkeiten von 1,5 Meter in der Minute. Mit einem Gewicht von 2,2 Kilogramm ist der Akku-Knabber extrem wendig und kurvengängig. Das QuickIN-Schnellspannsystem erlaubt den werkzeuglosen Wechsel von Stempel und Matrizenträger. Sowohl der Metallschrauber als auch der Knabber sind mit kompatiblen 14,4 Volt starken Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet. Das Set ist fĂźr CHF 998.– inklusive Mehrwertsteuer erhältlich. â–

FEIN Suisse AG 8953 Dietikon Tel. 044 745 40 07 www.fein.ch

             

    

            

        

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Sanitärtechnik |

Höhere Energieeffizienz im Trinkwasserbereich als Herausforderung für die Gebäudetechnik

Interessante Fakten an Nussbaum Expertentagung Muss in der Schweiz Wasser gespart und der Energieeinsatz für Trinkwasser reduziert beziehungsweise modifiziert werden? Sind Nutzer bereit, Komforteinbussen hinzunehmen? Wo sollen Prioritäten gesetzt werden, welche Implikationen haben neue Entwicklungen auf Struktur und Ausbildung in der Gebäudetechnik. Diese Fragen standen im Zentrum der 3. Expertentagung, die am 27. Juni im Nussbaum Kundenhaus Optinauta in Trimbach stattfand. Jean Haag, Fachredaktor BR

■ Während das Thema «Trinkwasser im Spannungsfeld von Komfort und Energieverbrauch» das Vormittagsprogramm bestimmte, lag am Nachmittag der Schwerpunkt auf einem Podiumsgespräch über «Neue Perspektiven in der Aus- und Weiterbildung». Einig waren sich die Teilnehmer am Schluss der Veranstaltung darüber, dass man jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen dürfe, sondern die Themen und Ergebnisse der Expertentagung weiter vertiefen sollte. Es sei dafür mit der Tagung ein guter Anfang gemacht worden, und die Fragen, die aufgeworfen wurden, würden, unabhängig davon, wie man sie beantworte, direkte Konsequenzen für die Gebäudetechnik haben.

Eingeleitet wurde das Vormittagsprogramm mit drei Referaten, welche als Vorbereitung der Workshops dienten. Urs Bobst, Leiter Innovation & Partner und Mitglied der Geschäftsleitung der R. Nussbaum AG, umriss die Span-

nungsfelder in der haustechnischen Trinkwasserverteilung, die sich aus unterschiedlichen Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen, der Nutzungsdauer sowie dem Wasserund Energieverbrauch ergeben. Seiner Ansicht nach können die Komfortansprüche im Trinkwasserbereich durch hochwertige und flexible Anlagen sowie durch intelligentes Sparen und gezielte Weiterbildung weiterhin abgedeckt werden. Olivier Meile, Leiter Bereich Gebäudetechnologie im Bundesamt für Energie, erläuterte auf der Basis der Energiestrategie 2050 des Bundes die Zielsetzungen im Gebäudebereich. So sollen die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich verschärft und ausgebaut werden, die finanzielle Förderung im Gebäudebereich von Bund und Kantonen verstärkt und das Steuerrecht auf Bundesebene angepasst werden. Im Trinkwasserbereich steht nicht Wassersparen im Vordergrund, sondern die Reduktion der Primärenergie für die Warmwasserbereitung. Dass dies mit dem Einbau von Sparbrausen nicht erreicht werden

Olivier Meile, Leiter Gebäudetechnologie, BFE.

Ansgar Gmür, Direktor HEV.

Hauseigentümerverband Schweiz HEV, mit dessen Referat das Vormittagsprogramm abgeschlossen wurde. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Komfortansprüche der Nutzer weiter steigen werden. Hochkonjunktur scheinen derzeit Labels zu haben, sei dies im Gebäude- oder Energiebereich. Der Transparenz wird mit deren inflationärem Gebrauch ein schlechter Dienst erwiesen, umso mehr, als sich Widersprüche, Unvereinbarkeiten und negative Konsequenzen abzeichnen, wie dies Patrik Zeiter, Leiter Grundlagen, Werkstoffe und Schutzrechte, R. Nussbaum AG, in seinem Vortrag über Analysen und Lösungen im Spannungsfeld von Komfort und Energieverbrauch exemplarisch aufzeigte.

Veränderte Ausgangslage Entwicklungen auf verschiedensten Ebenen haben die Ausgangslage für die Gebäudetechnik verändert. Das gilt besonders für die angekündigte Energiewende. Betroffen davon ist auch der Trinkwasserbereich, speziell die Warmwasserbereitung. Heute werden für die Trinkwassererwärmung hauptsächlich fossile Energien eingesetzt, obwohl technisch ausgereifte Alternativen zur Verfügung stehen. Pro Kopf ist eine Leistung von 180 Watt notwendig, ein Viertel davon Elektrizität. Für eine vierköpfige Familie ergibt sich allein für die Warmwasserbereitung ein Energieverbrauch von gut 6000 kWh/a. Mehr als ein kleiner Sündenfall im Hinblick auf die 2000-Watt-Gesellschaft. Weiter dürften Heizung und Sanitär in Zukunft näher zusammenwachsen. Wo neue Schnittflächen entstehen, ist erst andeutungsweise zu erkennen, aber Kostendruck und Kundenwünsche werden diese Entwicklung fördern. Der Kunde wünscht sich für die gesamte Gebäudetechnik einen Ansprechpartner. Dafür postulierte auch Ansgar Gmür, Direktor

Energiesparen steht im Vordergrund


kann, ist plausibel, dass deren Einbau zu neuen Problemen führen kann, eine Tatsache. Patrik Zeiter wies anhand von praxiskonformen Versuchen nach, dass die Vorgabe der SIA 385/1 selbst bei untypisch kurzen Installationen mit einer Brause der Klasse A nicht erreicht werden kann. Sodann ergeben sich bei unsachgemässer Drosselung an der Brause hohe Temperaturschwankungen in der Grössenordnung von 8 °C. In vier Workshops wurden anschliessend einzelne Aspekte der Referate wie die optimale Warmwasseraufbereitung oder die richtige Dimensionierung unter aktuellen normativen Anforderungen vertieft. Es ging dabei nicht um abschliessende Antworten, sondern es sollten Richtungen aufgezeigt und grobe Koordinaten definiert werden, welchen Verlauf künftige Entwicklungen nehmen könnten.

Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung Dass sich neue Herausforderungen in der Gebäudetechnik auch auf die Ausund Weiterbildung der involvierten Berufe auswirken, wurde am Podiumsgespräch deutlich, das mit einem informativen Referat von Frau Christine Davatz-Höchner, Vizedirektorin und Bildungsverantwortliche des Schweizerischen Gewerbeverbandes SGV, eingeleitet wurde. Entwarnung im Bereich Nachwuchs- und Fachkräftemangel konnte sie nicht geben. Es drängen in den nächsten Jahren weniger Jugendliche auf den Lehrstellenmarkt. Dass am Image der Bauberufe weiter intensiv gearbeitet werden müsse, ist für Lehrmeister Markus Widmer, Geschäftsführer und Inhaber der R. Widmer AG, Lenzburg, daher unerlässlich. Diesen

Die Expertentagung im Urteil eines Teilnehmers Roger Neukom, dipl. Sanitärtechniker TS, Geschäftsleitung, Partner der neukom engineering ag, Adliswil:

Schweizer Qualität, die hält!

«Die Expertentagung ist bei mir sehr gut angekommen. Sie war informativ und konstruktiv. Besonders fasziniert haben mich die teils kühnen Gedankenansätze, welche in den Workshops geäussert wurden, sowie das feurige Referat von HEV-Direktor Ansgar Gmür. Persönlich profitierte ich vom Gedankenaustausch mit Fachkollegen und von Informationen aus erster Hand wie dem Interview mit Cosimo Sandre, das Urs Bobst führte. Die aufgegriffene Thematik sollte unbedingt weiterverfolgt werden. Ein erster Schritt wäre die Aufarbeitung der Ergebnisse dieser Tagung. Sodann sollte man sich recht bald Gedanken über eine 4. Expertentagung machen, in deren Rahmen offene Fragen aus der 3. Expertentagung näher behandelt und neue Themenfelder in die Diskussion eingebracht werden könnten.»

Ball nahm Riccardo Mero, Leiter Bildung suissetec, dankbar auf und umriss die von seinem Verband initiierte Imagekampagne «Wir, die Gebäudetechniker». Im Zentrum steht der selbstbewusste Auftritt der Gebäudetechnikbranche. Als diesbezügliche Musterbeispiele in Person entpuppten sich die beiden jungen Podiumsteilnehmer Daniela Gloor, dipl. Sanitärinstallateurin, und Florian Müller, Vizeweltmeister WSC 2011. Übereinstimmend meinten sie, dass wenn die vielfältigen und interessanten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten den Schulabgängern besser bekannt wären, diese sich eher für einen Beruf in der Gebäudetechnik entscheiden würden. Dies war das willkommene Stichwort für Stephan Schmitter, Leiter Schulung, R. Nussbaum AG, der am Beispiel des Kundenkurses das Ausbildungsangebot der Fir-

Befestigungstechnik

STS Systemtechnik Schänis GmbH Feld 9, Postfach 8718 Schänis Tel. 055 619 68 00 www.schaenis.com Christine Davatz-Höchner, Vizedirektorin SGV.

Urs Bobst von der R. Nussbaum AG.


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Erstmals fand die Expertentagung im neuen Nussbaum Kundenhaus Optinauta in Trimbach statt. (Fotos: Fotoatelier Spring GmbH, 3414 Oberburg)

ma erläuterte, woraus sich dank individueller Schulung und moderner Infrastruktur neue Perspektiven in der Schulung der Hersteller und Lieferanten ergeben.

Wassersparen hat nicht erste Priorität Zieht man eine Bilanz aus Referaten, Workshops und Diskussionsbeiträgen, so lassen sich unter Vernachlässigung von Einzelargumenten übergreifend folgende Ergebnisse zusammenfassen. Wassersparen hat in der Schweiz nicht erste Priorität, da grosse qualitativ hochwertige Trinkwasserreserven vorhanden sind und das Trinkwasser mit relativ wenig Energieaufwand gewonnen, aufbereitet und verteilt werden kann. Für die Erwärmung von Trinkwasser sind erneuerbare Energien wie Solarenergie oder Umweltwärme einzusetzen. Im Rahmen der Verteilung von Trinkwasser in Gebäuden muss der Energieeinsatz reduziert werden. Die Energiemenge, die für die Erwärmung von Trinkwasser benötigt wird, soll in einem Energiespeicher, nicht in Trinkwasserbehältern, gespeichert werden. Die Dimensionierung einer Trinkwasserinstallation muss unterschiedliche Nutzungsverhalten abdecken, und die Feinverteilung erfolgt primär im Einzelzapfstellensystem und mit druckverlustoptimierten Fittingkonstruktionen, um den Komfortansprüchen gerecht zu werden und die neuen Normen zu erfüllen.

Labels im Trinkwasserbereich sollen Massstab für eine integrale ökologische Nachhaltigkeit sein. Nicht sinnvoll ist es, wenn sie sich ausschliesslich auf den Volumenstrom einer Auslaufarmatur konzentrieren. Energetische Sanierungen sollen nach wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten vorgenommen werden. Investitionen in die Gebäudetechnik oder in die Gebäudeautomation können autonom erfolgen, ohne dass zuvor die Hülle umfassend saniert wurde, insbesondere wenn daraus die grössten Energieeinsparungen im Verhältnis zum investierten Franken resultieren. Die Ausbildung in der Haustechnik soll ver-

stärkt integral erfolgen. Generalisten kommen vor Spezialisten. Schulungen der Hersteller und Lieferanten haben sich auf die Anwendung und Verarbeitung ihrer Produkte und deren Einbettung in ganzheitliche Systeme zu konzentrieren, damit Sicherheit und Wirtschaftlichkeit optimal gewährleistet ■ sind.

R. Nussbaum AG 4601 Olten Tel. 062 286 81 11 info@nussbaum.ch www.nussbaum.ch

Teilnehmende am Podiumsgespräch (v.l.n.r.): Christine Davatz-Höchner, Markus Widmer, Riccardo Mero, Jean Haag (Moderator), Stephan Schmitter, Daniela Gloor, Florian Müller, Eliano Santacatterina (Moderator).


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Ein rückspülbarer Feinfilter gehört in jedes Haus Nussbaum bringt eine neue Generation von rückspülbaren Feinfiltern für die Hausinstallation auf den Markt. Wirtschaftlich: Top Leistung zum Preis eines Patronenfilters Sicher: Zuverlässige und langlebige Funktion in Nussbaum Qualität Komfortabel: Automatische oder manuelle Rückspülung, wartungsfrei R. Nussbaum AG, 4601 Olten, Hersteller Armaturen und Systeme Sanitärtechnik Weitere Informationen: www.nussbaum.ch

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Geberit Produkte im neuen Bundesverwaltungsgericht überzeugen

Für Wasserversorgung und Entwässerung Das neue Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen beherbergt mit 75 Richterinnen und Richtern sowie 320 Mitarbeitenden das grösste Gericht der Schweiz. Am 27. April 2012 wurde es im Beisein von Justizministerin Simonetta Sommaruga eingeweiht. Der markante Bau besteht aus einem 50 Meter hohen Turm sowie einem in den Hang eingelassenen Sockelgebäude mit den Gerichtssälen und der Bibliothek. Für die Wasserversorgung und Entwässerung gelangten unzählige Geberit Produkte zum Einsatz. PE-HD System zum Einsatz. Jimmy Kutter nennt die Gründe: «Wir setzen das PE-HD Entwässerungssystem von Geberit seit Jahren in unseren Projekten ein. Die Materialqualität ist konstant erstklassig und das Sortiment lückenlos. Man findet einfach alles, was man braucht.» Für die grosse Dachfläche von über 2800 Quadratmetern war das PEHD System daher die ideale Wahl. Dass der Werkstoff PE zu hundert Prozent rezyklierbar ist, war ein weiterer Pluspunkt für den Systementscheid.

Echte Schallschlucker von Geberit

Markant – der 50 m hohe Turm des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen.

Doch nicht nur aussen war Geberit für die Firma Calorex erste Wahl, auch im Gebäudeinnern griff Jimmy Kutter gerne auf deren bewährte Produkte zurück. Bei einem neuen Gebäude dieser Dimension und Ausstrahlung ist Schalldämmung schlicht ein Muss. An exponierten Stellen wählten die Verantwortlichen das schallgedämmte Abwassersystem Geberit Silent-db20 aus mineralstoffverstärktem Kunststoff. Das hohe Eigengewicht und die Schwingungsdämpfer an den Aufprallzonen machen es zu einem echten Schallschlu-

Sara Tanner

■ Der schnörkellose Bau der Architekten Staufer + Hasler AG Frauenfeld liegt in der Innenstadt von St. Gallen an ausgezeichnet erschlossener Lage. Weitum sichtbar, dürfte er schon bald zu einem Wahrzeichen der Stadt werden. Beton und viel Glas verbinden sich zu einer imposanten Architektur und symbolisieren die Transparenz und Rechtssicherheit der Justiz. Mit der Gesamtplanung der Sanitär-, Versorgungs- und Entwässerungssysteme wurde die Firma Calorex Widmer & Partner AG aus Wil betraut. Jimmy Kutter, der Verantwortliche Projektleiter und Sanitär des Unternehmens, entschied sich zusammen mit seinem Team bald für Produkte von Geberit. Für die Entwässerung kam etwa das Geberit

V. l. n. r.: Richard Stolz, Projektleitung Heizung/Lüftung/Klima, Calorex Widmer & Partner AG; René Blaser, Geschäftsleitung, Sanitär Gemperle AG; Ralf Frauenfelder, Projektleitung, ARGE, W. Gablers Söhne AG/Berliat AG; Jimmy Kutter, Projektleitung Sanitär, Calorex Widmer & Partner AG.

cker, der für Ruhe im repräsentativen Bau sorgt.

Mepla System für Wasserversorgung Auch bei der Wasserversorgung setzte man ausschliesslich auf Geberit und deren Mepla System. Jimmy Kutter sagt: «Die Mepla-Rohre sind leichter als andere Rohre auf dem Markt. Das macht das Herumtragen auf der Baustelle einfacher. Die Rohre zeichnen sich durch schnelle und unkomplizierte Verarbeitung aus, was uns beim engen Zeitplan sehr entgegenkam.» Die einfache Handhabung war auf dieser Baustelle besonders gefragt, musste doch das Gerichtsgebäude in einer ehrgeizigen Bauzeit von drei Jahren erstellt werden. Vor Ort gab es kaum Platz für die Zwischenlagerung von Materialien, und den Planern wurde viel Geschick abverlangt, um die Logistik und Installationen innerhalb des 15-geschossigen Bauwerks zu koordinieren. Umso dankbarer waren die involvierten Planer für die Unterstützung durch die Firma Geberit. Deren Technische Berater unterstützten sie mit umfassendem Fachwissen in jeder Phase des Projekts.


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Ideale Voraussetzungen für die Installation von Sanitärelementen dank der Geberit Systeme GIS und Duofix.

Planer und Installateure gleichermassen begeistert Die fundierte Beratung durch Geberit schätzten auch die Firmen Sanitär Gemperle AG, sowie die ARGE W.Gablers Söhne AG/Berliat AG sehr. Diese waren mit der Installation der rund 60 Nasszellen beauftragt. In allen WCAnlagen, Duschen und Putzräumen kamen die bewährten Geberit Systeme GIS und Duofix zum Einsatz. René Blaser, der Geschäftsführer der Firma Gemperle AG, erklärt weshalb: «Gerade hier, wo Zeitdruck und Platzmangel herrschten, ist das System ideal, weil wir die Installation dank der Vorfabrikation in der eigenen Werkstatt flexibler und viel schneller vor Ort durchführen konnten. Auch der Schall- und Brandschutz ist mit diesen Produkten gewährleistet. Wir haben die Nasszellen wie empfohlen ausgeflockt, womit sie nun auch die Brandschutznormen erfüllen. Zudem gefällt uns das geringe Gewicht bei gleichzeitig hoher Stabilität.» Sobald sie das Geberit GIS-, oder Duo-

fix-System installiert hatten, konnten die Teams der Sanitärfirmen die Geberit Elemente für WCs, Urinale und Waschtische schnell und einfach daran anschliessen.

Bereit für den grossen Umzug Nun ist das Gebäude für den Alltag ebenso gerüstet wie für den hoffentlich nie eintretenden Notfall: Um die hohen Brandschutzanforderungen zu erfüllen, wurde für die Feuerlöscheinrichtungen Geberit Mapress Edelstahl verwendet. Die Einsatzmöglichkeiten dieses Materials sind nahezu unbegrenzt, ist es doch gegenüber Wasser ebenso wie gegenüber vielen anderen Medien korrosionsund druckbeständig. Eine lange Lebensdauer ist damit garantiert – auch nach ■ einem allfälligen Einsatz.

Das Geberit Mepla-System für die Wasserversorgung lässt sich besonders einfach handhaben. (Fotos: Geberit AG)

Beteiligte Firmen Bauzeit: 2008 – 2011 Bauherrin: Kantonales Hochbauamt, St. Gallen Architekt: Staufer + Hasler Architekten AG, Frauenfeld Sanitärplanung: Calorex Widmer & Partner AG, Wil Sanitärinstallation: Gemperle Sanitär AG, Gossau ARGE W. Gablers Söhne AG, St. Gallen Berliat AG, Neukirch

Geberit Know-how Installed in St. Gallen – 1700 Meter Geberit PE Ablaufrohre – 500 Meter Geberit Silent-db20 Abwasserrohre – 1400 Meter Geberit Mepla Rohre für die Wasserversorgung – 750 Meter Geberit Mapress Edelstahlrohre – 59 Geberit Duofix WC-Elemente und dazugehörende 59 Sigma Betätigungsplatten – 16 Geberit Duofix Urinal-Elemente – 59 Geberit Duofix Waschtisch-Elemente – 28 sonstige Apparate wie Duschen und Ausgussbecken

Geberit Vertriebs AG 8645 Jona Tel. 055 221 95 40 www.geberit.ch www.i-love-wahter.ch

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Sanitärtechnik | Produkte

Grundfos Multilift-Hebeanlagen mit piezoresistivem Drucksensor Die umfassend neu konstruierten Fäkalienhebeanlagen der Baureihe Multilift sind fßr sämtliche Anwendungen unterhalb der Rßckstauebene konzipiert. (Foto: Grundfos)

■Das Entsorgen von Grau- und Schwarzwasser mithilfe geeigneter Pumpen bzw. Hebeanlagen ist eines der Kernarbeitsgebiete von Grundfos. Die umfassend neu konstruierten Fäkalienhebeanlagen der Baureihe Multilift sind fßr sämtliche Anwendungen unterhalb der Rßckstauebene konzipiert. Zum Einsatz kommen die Hebeanlagen

zur zentralen Abwassersammlung und -entsorgung in den Fällen, wo keine Gefälleentwässerung mÜglich ist. Die Anlagen decken praktisch jeden Einsatzbereich in Gebäuden ab, vom Ein- und Mehrfamilienhaus bis hin zu grossen Gebäudekomplexen (Bßrogebäude, Krankenhäuser, Einkaufszentren).

Die Leistungsmerkmale der Anlagen: • stufenlos einstellbare ZulaufhÜhe zwischen 180 und 315 cm fßr eine reibungslose Installation; ideal auch fßr den Austausch bzw. das Anpassen an bereits installierte Hebeanlagen (MULTILIFT M, MD, MOG und MDG) • kompakt ausgefßhrte DoppelRßckschlagklappeneinheit ( MULTILIFT MD / MLD ) • einzigartiges Design des Behälterbodens, das Feststoffe direkt zur Pumpe leitet • piezoresistiver Drucksensor, der innerhalb des Behälters ohne bewegende Teile auskommt • leistungsfähiges Steuergerät mit komfortablem, beleuchtetem LCD-Display fßr einen zuverlässigen Betrieb und vielfältige EinstellmÜglichkeiten Die Ausfßhrungsvarianten Die Multilift MSS verfßgt ßber einen aussergewÜhnlich kompakten Sammelbehälter mit fßnf Hauptzuläufen DN 100. Es sind zwei ZulaufhÜhen (180 und 250 mm) wählbar, das

Pumpvolumen der Anlage wird per Knopfdruck angepasst. Die Anlage ist anschlussfertig vormontiert inklusive RĂźckschlagklappe. Optional ist sie auch ohne RĂźckschlagklappe erhältlich. FĂźr den stĂśrungsfreien Betrieb sorgen die vollelektronische Mikroprozessorsteuerung, der abwasserbewährte Piezo-Drucksensor und das betriebssichere Freistromrad. (Weitere Details und Informationen: www.grundfos.com) â–

Grundfos Pumpen AG 8117 Fällanden Tel. 044 806 81 11 info-ch@grundfos.com www.grundfos.com

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Neue Kopfbrausen und ein Schwalleinlauf für Wellnessfeeling pur

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Die neue Kopfbrause mit Wandanschluss.

Das persönliche Spa Axor, die Designermarke der Hansgrohe AG, und das «enfant terrible» der internationalen Designwelt, Philippe Starck, erweitern die Axor Starck ShowerCollection um neue Produkte für den Dusch- und Wannenbereich. Quelle: Hansgrohe

■ Die quadratischen Module im Format 12 x 12 cm und ein luxuriöser Axor Starck ShowerHeaven werden neu durch eine in drei Varianten erhältliche Kopfbrause im Format 24 x 24 cm und einen funktionalen Schwalleinlauf ergänzt. Das einfache Baukastensystem aus Brausen, Armaturen und Accessoires macht aus dem Duschbereich ein individuell gestaltbares Spa.

Kopfbrausen im kleineren Quadrat Neue Kopfbrausen im Format 24 x 24 cm übertragen das quadratische Grundprinzip auch in kleinere Duschbereiche. Und ergänzen damit die Bandbreite der Möglichkeiten für die anspruchsvolle individuelle Badgestaltung mit der Axor Starck ShowerCollection, je nach ästhetischen Vorlieben, funktionalen Präferenzen und architektonischen Vorgaben. Sie lassen sich – je nach gewählter Version – auf drei verschiedene Arten montieren: deckenbündig, mit Deckenanschluss und in der Wandmontage mit Brausearm.

«Just mix it!» heisst das Motto der Axor Starck Brausenkollektion. (Fotos: Hansgrohe)

Die neuen Kopfbrausen sind nicht nur für kleinere Duschbereiche optimal geeignet, sondern kommen – jeweils in Abhängigkeit von den persönlichen Duschgewohnheiten – auch mit vergleichsweise geringem Wasserverbrauch aus. Sie sind standardmässig auf einen Durchfluss von rund 12 Liter/Minute eingestellt, die vollen Duschgenuss ermöglichen. Wer es doch üppiger mag, kann den Wasserdurchfluss auf rund 20 Liter/Minute umstellen lassen. Die Oberschalen der Brau12 x 12 cm gros- sen lassen sich ganz einfach per se Quadrate las- Klick-Mechanik abnehmen und reinigen. sen sich beliebig platzieren! Egal ob ganz linear oder frei angeordnet.

ShowerCollection. Dank eines passenden Grundsets für den Schwalleinlauf lassen sich die einzelnen Module leicht installieren – und exakt in Linie ausrich■ ten. Hansgrohe AG 5432 Neuenhof Tel. 056 416 26 21 www.hansgrohe.ch

Auch für die Wanne Passend zu dem modularen System für die Dusche bietet die Axor Starck ShowerCollection neu auch einen Schwalleinlauf (12 x 24 cm) an. Er verbindet nicht nur Auslauf und grosszügige, spiegelblanke Ablage in einem einzigen Modul, sondern überrascht auch mit einem kräftigen Schwallstrahl. Wie im Duschbereich gilt auch hier: Der Nutzer entscheidet darüber, wo der Schwalleinlauf angebracht werden soll. Klassisch bietet sich natürlich die Montage an der Wanne an, zusammen mit Bedienelementen aus der Axor Starck

Auf Kopfhöhe angebracht, eignet sich der Strahl des Schwalleinlaufs auch für eine Nackenmassage.

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Grosshändler des SGVSB haben Konditionen und Preisliste bereits erhalten

Stuttgarter Armaturen-Spezialist HANSA startet in der Schweiz HANSA will in der Schweiz Fuss fassen: Die qualitativ hochwertigen und innovativen Sanitärarmaturen für Bad und Küche der HANSA Metallwerke AG, Stuttgart, sind ab sofort im Team-Katalog des Schweizerischen Grosshandelsverbandes der Sanitären Branche (SGVSB) gelistet. ■ Auch in der Schweiz setzt das Unternehmen auf den dreistufigen Vertrieb über den spezialisierten Sanitärfachhandel und den Einbau durch Fachbetriebe. Aktuell läuft die Zertifizierung der fünf Produkteserien Ligna, Form, Disc, Vantis und Primo beim Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW). Die HANSA Metallwerke AG mit Sitz in Stuttgart gehört zur Hansa-Gruppe unter dem Dach der IC Holding GmbH. Sie ist ein Schwesterunternehmen des

Schweizerischen Marktführers KWC AG in Unterkulm (AG). HANSA will den Schweizer Markt mit einer eigenen Vertriebsmannschaft vor Ort selbstständig erschliessen. Ergänzung – nicht Konkurrenz «Wir freuen uns auf einen guten Start bei unseren Schweizer Nachbarn», sagt Christopher Marshall, Chief Executive Officer ( CEO ) der HANSA Metallwerke AG. «Und die Voraussetzungen dafür sind ausgezeichnet. Die

Über die Hansa-Gruppe Die HANSA Metallwerke AG ist Teil der Hansa-Gruppe mit ihrer Muttergesellschaft IC Holding GmbH, zu der auch der Schweizer Armaturenhersteller KWC AG gehört. Die Gruppe beschäftigt aktuell 1000 Mitarbeiter weltweit und ist mit Tochtergesellschaften und Vertretungen in mehr als 60 Ländern präsent. Im Jahr 2011 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 219 Mio. und gehört zu den Top-3-Anbietern bei Armaturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

HANSA-Produkte, die wir in der Schweiz vertreiben, ergänzen das Sortiment unserer Schwestergesellschaft KWC ideal. Alle Grosshändler des SGVSB haben von uns die Konditionen und die Preisliste erhalten. Unser Engagement ist langfristig, und es soll künftig weiter ausgebaut werden. In der Schweiz wissen die Kunden erstklassige Armaturen zu schätzen – das wollen wir nutzen.» Das HANSA-Repertoire reicht von Bad- und Küchen-Klassikern bis hin zu preisgekrönten Designerarmaturen für aussergewöhnliche Badwelten. Verarbeitet werden hochwertige, langlebige Materialien und das Unternehmen ist bekannt dafür, immer wieder neue Lösungen und Technologien zu entwickeln, die Wasser und Energie sparen helfen. Diese «Green Responsibility» ist ein fester Bestandteil der HANSA-Philosophie. In Deutschland hat das Unternehmen eben zum 18. Mal infolge den Leistungsspiegel Sanitärarmaturen des Brancheninformationsdienstes markt intern gewonnen. Der alle zwei Jahre erstellte Leistungsspiegel

ist Ergebnis einer Befragung der Leserschaft von markt intern in ganz Deutschland. In neun von insgesamt zehn Kategorien hat es HANSA dabei unter die Top 2 geschafft. In den Kategorien Produktqualität, Unterstützung im Objektgeschäft, Handelsspanne sowie Montagefreundlichkeit, Technik und Reklamationsverhalten belegt Hansa jeweils den ersten Platz. Mit EDITION, LIVING und HOME segmentiert HANSA sein Sortiment in drei Bereiche. EDITION steht für exklusive, sehr unkonventionelle DesignArmaturen. LIVING ist das Segment für anspruchsvolle, innovative und komfortable Badarmaturen – und HOME bietet ein sehr breites Programm an modernen, funktionalen und langlebigen Produkten. Trotz der Unterschiede eint alle Serien ein höchster Anspruch an Materialund Verarbeitungsqualität. ■

HANSA Metallwerke AG D-70567 Stuttgart Tel. +49 (711) 1614 328 www.hansa.com

Metris®

Für Ansprüche in jeder Höhe. Erleben Sie Metris® auf hansgrohe.ch/metris Vom Hände- bis zum Haarewaschen: Die Höhe einer Waschtisch-Armatur bestimmt Ihre Vielseitigkeit. Wir haben einen Namen dafür: ComfortZone. Übrigens sparen Sie mit Metris bis zu 60 % Wasser ein, senken den Energieverbrauch und verringern den CO2-Ausstoss. Dank der Hansgrohe EcoSmart Technologie. So sind alle Waschtischarmaturen mit der Bestnote A der EnergieEtikette ausgezeichnet. Erfahren Sie jetzt, wie viel Wasser Sie mit unseren Produkten sparen können unter hansgrohe.ch/sparrechner


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Geberit Duschelement

Alles in der Wand.

Die Geberit Installationssysteme Duofix und GIS haben sich tausendfach bewährt. Neu gibt es einen weiteren Baustein für den Duschbereich. Die innovativen Geberit Duschelemente verlegen den Wasserablauf vom Boden in die Wand und vereinfachen damit die Installation von bodenebenen Duschen. Praxisgerecht definierte Schnittstellen gewährleisten eine saubere Arbeitstrennung zwischen den verschiedenen Gewerken. Erfahren Sie mehr über Geberit Duschelemente auf → www.geberit.ch oder bei Ihrem Sanitärfachhändler.

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Spiegelglas ÂŤMIRRORÂť, die Neuheit bei Duscholux

Schmutzwasser-Hebeanlage Egal, ob ganzflächig oder nur auf einem Seitenteil eingesetzt – immer wird ein individueller Effekt und eine zusätzliche optische VergrÜsserung des Badezimmers erreicht. (Foto: Duscholux)

■Einfaches Glas – zweifacher Nutzen: Mit dem neuen Duscholux Spiegelglas profitieren die Benutzer von der Duschwand gleich doppelt und erhalten Spritzschutz und GanzkÜrperspiegel in einem! Egal, ob ganzflächig oder nur auf einem Seitenteil eingesetzt – immer wird ein individueller Effekt und eine zusätzliche optische VergrÜsserung des Badezimmers erreicht. Das Spiegelglas von Duscholux wird bereits während des Herstellungsverfahrens beschichtet und erreicht so eine deutlich hÜhere

Qualitätsstufe als handelsĂźbliche Spiegelfolien. Es ist besonders unempfindlich, und die VorzĂźge des Sicherheitsglases bleiben erhalten. Fragen Sie bei Ihrem Sanitärfachgrosshändler nach ÂŤMirrorÂť oder anderen individuellen Glasarten von Duscholux. â–

Duscholux 3604 Thun 4 Tel. 033 33 44 304 www.duscholux.com

â– Die neuen SchmutzwasserHebeanlage Ama-Drainer-Box Mini mit modernem Design in MiniDreiecks-Gehäuseform und geringer BauhĂśhe ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch platzsparend und standsicher. Durch die an der BehälterrĂźckseite befindliche Wandbefestigung, ist ein Anschluss unter dem Waschbecken direkt an der Wand hängend mĂśglich. Dies ermĂśglicht jederzeit eine Reinigung unterhalb des Sammelbehälters, was dem Einsatz im optisch sichtbaren Bereich eines Badezimmers sehr entgegen kommt. Ein langlebiger feuchtigkeitsresistenter Aktivkohle-Hygienefilter mit Ăœberlaufsicherung belĂźftet den Sammelbehälter. So kĂśnnen keine unangenehmen GerĂźche nach aussen gelangen. Der Schwimmschalter ermĂśglicht dem Anwender, standardmässig zwei Schaltniveaus fĂźr Normal- und Duschanschluss einzustellen. Der Duschanschluss ist Standard und somit ist kein besonderes ZubehĂśr erforderlich. Die Anlage ist mit der in grossen StĂźckzahlen gefertigten Tauchmotorpumpe vom Typ Ama-Drainer N 301 SE ausgestattet, deren Ersatzteile leicht austauschbar und schnell verfĂźgbar sind. Eine integrierte RĂźckschlagklappe verhindert nach Abschalten der Anlage das Leerlaufen der Druckleitung. Die leistungsstarke, wartungsfreie Tauchmotorpumpe sorgt fĂźr einen zuverlässigen, stĂśrungsfreien Betrieb. Die steckerfertige SchmutzwasserHebeanlage ist wegen ihres geringen Gewichts leicht zu installieren. Durch die vorhandenen AnschlĂźsse in den Nennweiten DN 32, DN 40 und DN 50 sowie selbstdichtenden

Die neue Ama-Drainer-Box Mini ist die kleinste Einheit im Schmutzwasser-Hebeanlagen-Programm von KSB.

Gummimuffen bieten sich vielseitige AnschlussmĂśglichkeiten. Die Druckleitung kann man wahlweise rechts oder links aus dem Sammelbehälter fĂźhren. Dieser ist aus temperatur- und formbeständigem Polypropylen gefertigt. Schmutzwasserhebeanlagen kommen zum Einsatz bei der automatischen Entwässerung von Gebäuden, wenn der zu entwässernde Bereich unterhalb der RĂźckstauebene des Kanalsystems liegt. Dazu gehĂśren beispielsweise die Entsorgung von häuslichem Abwasser aus Waschmaschinen, Waschbecken, SpĂźlen, Duschen oder Badewannen. â–

KSB ZĂźrich AG Pumpen, Armaturen und Systeme 8005 ZĂźrich Tel. 043 210 99 33 www.ksb.com

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Produktvielfalt begeistert Fachbesucher in Ausstellung Beromünster

Product designed by Sottsass Associati · www.kaldewei.com

■ Die HSK Swiss AG lud Fachhandel, Architekten und Handwerker zum Tag der offenen Tür ein. Gefeiert wurde die Neueröffnung der jüngst renovierten Ausstellungsräume in Beromünster. Der deutsche Duschkabinenhersteller HSK präsentierte bei seinem Tag der offenen Tür die umgestalteten und aktualisierten Schweizer Ausstellungsräume in Beromünster. Die Ausstellung zeigt neben den letzten Neuheiten einen Querschnitt aus allen HSK-Duschkabinenserien sowie dem umfangreichen Produktsortiment «Rund um die Dusche». Dazu zählen unter anderem die Produktinnovation Renovetro – das neuartige Wandverkleidungssystem für die schnelle und saubere Badrenovation – sowie die 2-fach designprämierte Rahmenlos-Linie K2 und die neuen Drehfalttürmodelle für mehr Komfort und Sicherheit im Bad. Die Besucher – Architekten, Fachhandel, Badplaner und Fachhandwerker – waren begeistert von der Fülle der marktgerechten Lösungen, dem Design und der Qualität der gezeigten

Produkte sowie der Leistungsfähigkeit des inhabergeführten Duschkabinenspezialisten. Die eigene Glasfertigung erlaubt die höchst flexible und schnelle Umsetzung von individuellen Duschoasen – egal, ob barrierefrei, besonders grosszügig oder extra platzsparend. Zudem überzeugte die Montagefreundlichkeit der vorgeführten Duschtrennwände. HSK freut sich über die vielen Besucher und den ungezwungenen Austausch ebenso wie über das positive Feedback auf die präsentierten Produktneuheiten. «Wir freuen uns, mit der neuen HSK-Ausstellung die letzten Duschtrends zu zeigen und dadurch unsere Partner und deren Kunden noch besser beraten zu können und ihnen einen optimale Grundlage zur Planung zukünftiger Bäderträume zu ermöglichen», so Dirk Dallmöller, Vertriebsleitung der Firma HSK Swiss AG. ■ HSK-Showroom 6215 Beromünster LU Tel. 041 930 05 07 www.hsk-duschkabinenbau.de

Ein umfangreiches Angebot «Rund um die Dusche» ist ideal für die individuelle Beratung. (Foto: HSK)

Design mit sinnlicher Liebe zum Detail: extravagant, edel, elegant. Conoduo mit emailliertem Ablaufdeckel – Perfektion, vollendet in Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm mit 30 Jahren Garantie.

FORM. VOLLENDET Conoduo – Design in Perfektion.

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KWC USO – innovative Sensortechnologie schön verpackt ■ Es gibt Dinge, die vermisst man nicht, weil es sie noch nicht gibt. Doch wenn sie einmal da sind, möchte man sie nie mehr missen. KWC USO ist so ein «Ding»: Die halbautomatische Armatur für den öffentlichen Bereich dringt mit schlankem Design auch in die private Küche (und das Bad) vor. Das Konzept Berührungsarme Sensortechnologie kommt bisher hauptsächlich bei Armaturen im öffentlichen und halböffentlichen Bereich zum Einsatz und muss dafür sehr robust, vandalensicher, reinigungs- und wartungsfreundlich sowie einfach zu bedienen sein. Entsprechend voluminös und dominant präsentierte sich das Design. KWC USO bietet alle technischen und funktionellen Vorzüge – verpackt in modernes, schlankes Design, das auch den Privatbereich erobern wird. Das Design KWC USO ist ein Designobjekt mit Charakter, das sich dennoch hervorragend kombinieren lässt: mit Küchenarmaturen zum Beispiel, zu denen KWC USO eine ideale Ergänzung ist. KWC USO wird ausschliesslich aus Edelstahl gefertigt, das macht sie edel und robust zugleich. In eine Armaturenumgebung in Chrom fügt sich KWC USO in der Ausführung Edelstahl poliert nahtlos ein. Die Formensprache ist eigenständig, schlank, klar, zeitgemäss und gleichsam zeitlos. Die Technik KWC USO basiert auf einer innovativen Sensortechnologie. Diese re-

agiert auf eine kurze Berührung des Auslaufs und zeigt über Farbsignale ( LUMINAQUA LED-Technologie) die Wassertemperatur an: 1x Antippen kalt (blau), 2x Antippen warm (orange), 3x Antippen heiss (rot). Nach 10 Sekunden stellt das Wasser automatisch ab. Möchte man das Wasser vorzeitig abstellen, einfach den Auslauf einmal berühren. Reinigungsmodus: Berührt man 5 Sekunden den Auslauf, setzt der

Gerade in der Küche spielt KWC USO alle ihre Vorteile aus und wird schnell zur unverzichtbaren Ergänzung beim Spülen/Rüsten. Ohne grosse Berührung fliesst das Wasser und stellt automatisch wieder ab. Da KWC USO zudem ein Designobjekt mit Charakter ist, lässt es sich hervorragend mit Küchenarmaturen kombinieren. Zum Beispiel mit KWC ONO. (Fotos: KWC AG)

Der grüne Reinigungsmodus bei KWC USO wird nach 5 Sekunden Berührung aktiv und schaltet danach automatisch ab.

Reinigungsmodus ein und ist automatisch 45 Sekunden lang aktiv – ohne dass dabei Wasser fliessen muss. Zum vorzeitigen Beenden der Reinigung erneut 5 Sekunden berühren. Die herausragenden Details: • Berührungsarme Sensortechnologie • Ausführungen in Edelstahl und Edelstahl poliert (entspricht ästhetisch Chrom) • Ästhetik, Technologie, Eleganz und Elektronik aus einem Guss

• «TipControl»: drei Stufen, drei Farben: 1x Antippen kalt (blau), 2x Antippen warm (orange), 3x Antippen heiss (rot) • Sparsame LUMINAQUA LED-Technologie (Netz- oder Batterieanschluss) • An Sockel und Auslauf wird die Wassertemperatur visualisiert: die LED-Farbsignale schimmern hier dezent durch transparent gehaltene Partien • Reinigungsmodus wird nach 5 Sekunden Berührung aktiv und schaltet automatisch ab • Wasserlaufzeit 10 Sekunden (Werkeinstellung) • Wassersparende Technologie: der Wasserdurchfluss beträgt konstant nur 5 l /min bei 3 bar. Nach 10 Sekunden stellt der

Wasserfluss automatisch ab Einsatzbereiche KWC USO wurde konzipiert für alle Bereiche, in denen es auf Hygiene, nutzungsfreundliche und intuitive Bedienung, Robustheit und Sicherheit sowie auf eine klare Ästhetik ankommt. • Spitäler, Schulen, Geschäftshäuser, Kino, Theater, öffentliche/ halböffentliche Einrichtungen • Hotels, Restaurants, Kantinen • Privatbereich: Küche, Hauswirtschaftsraum, Gäste-WC ■ KWC AG 5726 Unterkulm Tel. 062 768 68 68 info@kwc.ch www.kwc.com

«Keramag Design» Journal: Premium-Badserien attraktiv präsentiert ■ Die anlässlich der Regionalmessen in Essen und Nürnberg vorgestellte Neupositionierung der Premium-Badserien unter dem Markendach «Keramag Design» findet bei den Vertriebspartnern grosses Interesse und viel Zustimmung. Das teilt der Hersteller als erste Zwischenbilanz mit. Verfügbar ist jetzt auch eine aufwändig gestaltete Markteinführungsbroschüre, die auf 148 Seiten über die Hintergründe und die vom

neuen Markendach umfassten Topbadserien citterio, Preciosa II, myDay und Silk informiert. Damit gibt Keramag den Vertriebspartnern in Sanitär-Grosshandel und -Handwerk eine überzeugende Beratungs- und Verkaufshilfe zur Gewinnung anspruchsvoller Endkunden an die Hand. Das Cover um den markanten Löwenkopf und die Unterzeile «Design» mit erweitertem Logo visualisieren den hohen ästhetischen Standard. Ungewöhn-

lich sind auch die neutral gefassten Zwischenkapitel, die sich mit den aktuellen Schwerpunktthemen • Design für die Menschen • Innovationen erleichtern das Leben • Qualität gibt Sicherheit • Nachhaltigkeit für eine bessere Welt befassen. Dieser Unternehmensphilosophie trägt auch der schon seit vielen Jahren genutzte Keramag-Slogan «Wir schaffen bleibende Werte» Rechnung. Der auch fotografisch sehr anspruchsvollen Präsentation der vier Premium-Serien sind umfangreiche Kapitel gewidmet. Dabei setzt Ke-

ramag auf eine grosszügige, opulente Bildersprache, die ohne textliche Erläuterungen wirksam wird. Die Besonderheiten der Badkonzepte werden jeweils auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst. Komplettiert wird die Darstellung durch Produkt- und Farbübersichten, die eine schnelle und umfassende Orientierung ermöglichen. Das «Keramag Design» Journal kann abgerufen werden bei Keramag, Keramische Werke AG, Abteilung Marken-Kommunikation, Postfach 10 14 20, D-40834 Ratingen (www.keramag.de). ■


Bildungsangebote suissetec |

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Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband Auf der Mauer 11, 8021 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch Bildungsgang Spenglermeister/in mit eidg. Diplom ab 3. Dezember 2012. (Anmeldeschluss: umgehend)

Spengler-Polier, berufsbegleitend HSPP 12/1, (3 Semester) 27. Oktober 2012 – Juli 2014

Metalldachkurs 2, 26. – 30. November 2012 (Anmeldeschluss: 26. Oktober 2012.)

Spengler-Polier, Infoveranstaltung HSPP INFO, 28. August 2012

Aktuelle Kurs- und Seminarangebote finden Sie unter: www.suissetec.ch Anmeldungen können online vorgenommen werden.

PSAgA Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Daten siehe Homepage www.suissetec.ch

Kurzkurse Der Monteur als Instruktor von Lernenden HIL 12/1 (1 Tag) 13. September 2012

Heizung, Sanitär, Spengler Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/ in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen. Bildungsgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen verteilt auf 1 ½ Jahre.

Allgemein Anschlussbewilligung für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15). 14.01. – 16.01.2013 und 24./25.01.2013 04.02. – 06.02.2013 und 28.02./01.03.2013 25.03. – 27.03.2013 und 04./05.04.2013 22.04. – 24.04.2013 und 02./03.05.2013 Anmeldeschluss: jeweils 6 Wochen vor Kursbeginn. Begrenzte Teilnehmerzahl.

suissetec Lostorf Veranstalter: Bildungszentrum suissetec, 4654 Lostorf, T 062 285 70 70, F 062 298 27 50 lostorf@suissetec.ch, www.suissetec.ch

Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den Diplomlehrgang jederzeit möglich. Bildungsgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre. Heizung, Lüftung/Kälte, Sanitär, Spengler Bildungsgang Energieberater/in Gebäude mit eidg. Fachausweis. Ab 21.1.2013, Anmeldeschluss: 2.11.2012. Begrenzte Teilnehmerzahl. Heizung Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis. 8. – 19. April 2013. (Anmeldeschluss: 8. März 2013) Bildungsgang Chefmonteur/in Heizung mit eidg. Fachausweis ab 13. Mai 2013 (Anmeldeschluss: 8. Februar 2013, begrenzte Teilnehmerzahl) Bildungsgang Heizungsmeister/in mit eidg. Diplom ab 3. Dezember 2012. (Anmeldeschluss: umgehend) Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21). 27. – 31. Mai 2013 (Anmeldeschluss: 26. April 2013, begrenzte Teilnehmerzahl.) Sanitär Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis. 3. – 14. Dezember 2012. (Anmeldeschluss: 2. November 2012). Bildungsgang Chefmonteur/in Sanitär mit eidg. Fachausweis ab 4. März 2013. (Anmeldeschluss: 14. Dezember 2012.) Bildungsgang Sanitärmeister/in mit eidg. Diplom ab 3. Dezember 2012 (Anmeldeschluss: umgehend)

Persona – Entwickeln Sie Ihre persönlichen Kompetenzen. Neu 8 verschiedene Module, mit Zertifikat suissetec. Daten und Seminarorte siehe www.suissetec.ch Aktuelle Kurs- und Seminarangebote des Bildungszentrums suissetec Lostorf finden Sie unter: www.suissetec.ch. Anmeldungen können direkt online vorgenommen werden.

Elektrische Grundschaltungen und Steuerungen HLEG 12/2 (3 Tage) 9. – 11. Oktober 2012 Elektro- und Prinzipschema lesen HEP 12/2 (2 Tage) 13. – 14. November 2012 Elektroschema lesen (Wiederholungskurs) HEW 12/1 (1 Tag) 8. November 2012 Grundkurs WIG / TIG-Schweissen HSW 12/1 (4 Tage) 19. – 22. November 2012 Haustechnik für Einsteiger HHE 12/6 (3 Tage) 16. – 18. Oktober 2012 HHE 12/7 (3 Tage) 27. – 29. November 2012 Hydraulik / hydraulischer Abgleich HHA 12/2 (2 Tage) 11. – 12. September 2012

Solarkurse Swissolar-Kurs Solarwärme Basis (ehem. Penta LE 31). Diverse Kursorte. www.swissolar.ch/ de/profi-center/kursprogramm, Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger.

Hygiene in Raumlufttechnischen Anlagen / Hygieneschulung nach VDI/SWKI HSR A 12/4 Planung (2 Tage) 5. Oktober/16. Oktober 2012 HSR B 12/4 Service (1 Tag) 22. Oktober 2012

Swissolar-Kurs Solarstrom Basis (ehem. Penta LE 41). Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/kursprogramm, Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger.

Kältetechnik Grundlagen HKG 12/2 (2 Tage) 9. – 10 Oktober 2012

Swissolar-Kurs Solarwärme Planung. Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/ profi-center/kursprogramm, Telefon 044 250 88 33, M. Leuenberger.

STFW Winterthur Veranstalter: Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW, Schlosstalstrasse 139, 8408 Winterthur T 052 260 28 00, F 052 260 28 03 info@stfw.ch, www.stfw.ch Beachten Sie bitte das Merkblatt über suissetec-Weiterbildungssubventionen im Bereich Heizung – Lüftung – Klima (HLK). Chefmonteur Heizung, berufsbegleitend HCMH 13/1, (3 Semester) 1. März 2013 – 6. Juni 2014

Kältetechnik Aufbau HKA 12/2 (2 Tage) 16. – 17. Oktober 2012 Lufttechnik HLT 12/2 (2 Tage) 6. – 7. November 2012 Luftvolumenstrommessungen / Firmenkurse Firmenkurse (1 Tag) nach Bedarf Messen in der Lufttechnik HML 12/1 (2 Tage) 25. – 26. September 2012 Montage und MSR HMM 12/1 (1 Tag) 30. August 2012 Prüfungsvorbereitung für die Anschlussbewilligung Art. 15 NIV Elektro-Anschlussbewilligung EAB 12/3, (6 Tage) 22. August – 6. September 2012 EAB 12/4, (6 Tage) 24. Oktober – 8. November 2012 EAB 12/5, (6 Tage) 05. Dezember – 20. Dezember 2012

Bildungsgang Sanitärplaner/in mit eidg. Diplom ab 4. März 2013 (Anmeldeschluss: 14. Dezember 2012)

Chefmonteur Heizung, Infoveranstaltung HCMH INFO 6. September 2012 und 15. Januar 2013

Servicemonteurkurse Sanitär Teil 1 (Modul 50.11). 28. Januar – 1. Februar 2013 (Anmeldeschluss: 6. Januar 2013).

Gebäudeautomatiker STFW, berufsbegleitend HGA 13/1 3. Mai 2013 – 6. Juni 2014

Wiederholungskurs Art. 15 NIV ElektroAnschlussbewilligung EABWK 12/1, (1 Tag) 4. Oktober 2012

Gebäudeautomatiker STFW, Infoveranstaltung HGA INFO 29. November 2012 und 26. Februar 2013

Regeltechnik Grundlagen HRG 12/2, (3 Tage) 30. Oktober – 1. November 2012

Servicemonteur Lüftung/Klima, berufsbegleitend HSML 12/2, (2 Semester) 6. Oktober 2012 – September 2013 HSML 13/1, (2 Semester) 23. März 2013 – April 2014

Regeltechnik Aufbau, Workshop HRA 12/2, (2 Tage) 18. – 19. September 2012

Servicemonteurkurs Sanitär Teil 2 (Modul 50.12) 6. – 8. Mai 2013. (Anmeldeschluss: 8. April 2013.) Spengler Bildungsgang Spenglerpolier/in mit eidg. Fachausweis ab 7. Januar 2013. (Anmeldeschluss: umgehend)

Systematik der Störungsbehebung HSS 12/2, (2 Tage) 28. – 29. August 2012


102 | HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Tagungen | Kurse | Messen |

Messe Luzern, 4.–7. Oktober 2012: vier Tage Bauen + Wohnen ■ Das Kleeblatt der 14. Baumesse in Luzern heisst energieeffiziente Gebäudeerneuerung, Küche, Bad und Garten. 300 Branchenteilnehmer machen interessierte Hauseigentümer und Bauherren kompetent. Das Produkteangebot und die Ausstellervielfalt sind dieses Jahr ausgeprägt hoch. «Gut informiert ist halb gebaut», ist Marco Biland, Messeleiter Bauen + Wohnen überzeugt: «Die Bauherrenkompetenz ist für Eigenheimbesitzer essenziell geworden». Eine Brücke für dieses Fachwissen zum Besucher ist die jährliche Baumesse in Luzern. Die Sonderschau «Sonne + Energie» mit Energieberatern und -beraterinnen und täglichen Kurzvorträgen zum Bauen und Energiesparen; der Gemeinschaftsstand von «ProRenova» mit gezielter Beratung beim Neuund Umbau; das Einmaleins der Küchenplanung mit Konzeptideen, Trends und Bauherrenseminaren; drei inspirierende Schaugärten mit Ideen und Gestaltungstipps für Balkon, Garten und Terrasse; neun

Was es Neues und Ausgezeichnetes gibt und wie diese Innovationen aussehen, wird Bauen + Wohnen, die Messe für Bauen, Wohnen und Garten vom 4. bis 7. Oktober 2012 in Luzern der interessierten Bauherrschaft in vier Hallen und auf dem grossen Freigelände zeigen.

kreative Traumbäder von BadeWelten-Architekten; die Sonderschau «Feng Shui & Gesundheit» mit Katharina Dossenbach und tägliche Fachvorträge informieren

die interessierte Bauherrschaft in 4 Hallen und auf dem grossen Freigelände. Was es Neues und Ausgezeichnetes gibt und wie diese Innovationen

aussehen, zeigen die 300 Aussteller an der 14. Bauen + Wohnen vom 4. bis 7. Oktober 2012, täglich von 10–18 Uhr, in der Messe Luzern. Mehr Info: www.bauen-wohnen.ch ■


Berufsbildung |

B

W

M -Q T e r el u u f e m a li s- a fik W ti a M ke tio 20 r n 13

Fiber to the Home Glasfasertechnik Netzwerktechnik Voice over IP Telematik Wireless Messtechnik Sicherheitstechnik Gebäudeleittechnik Industrial Ethernet 19“-Schranksysteme Verkabelungstechnik Installationstechnik

23.-25. Oktober 2012 Messe Luzern

Patronat

Hauptsponsoren

| HK-Gebäudetechnik 9/12 | 103


104 | HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Agenda |

Permanente Agenda

(Änderungen vorbehalten. Bitte informieren Sie sich unter www.hk-gebaeudetechnik.ch/agenda)

Anmeldung

Thema/Ort

Datum

Tagungen SWKI, Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren 3322 Schönbühl, Tel. 031 852 13 00 www.swki.ch

Klima- und Kälteanlagen effizient und kompetent planen SWKI-Weiterbildungs-Seminar Klima-Kälteanlagen Donnerstag, 20. und Freitag, 21. September 2012 in Schwerzenbach

20. und 21. September 2012

fmpro (Schweizerischer Verband für Facility Management und Maintenance) Susanne Baumann 6210 Sursee, Tel. 079 642 70 74 susanne.baumann@fmpro-swiss.ch www.fmmeetsfm.ch

fm meets fm – der Branchentreffpunkt, der bewegt Treffen der Facility Management FM-Branche der Schweiz. Veranstalter sind vier Verbände der Schweizer FM-Branche: FM-Arena, fmpro, Ifma Schweiz und SVIT FM Schweiz. Zeit und Ort: Freitagabend, 21. September 2012, Kaufleuten, Zürich. Weitere Infos und Anmeldung: www.fmmeetsfm.ch

21. September 2012

Ökozentrum Langenbruck Schwengiweg 12, 4438 Langenbruck Tel. 062 387 31 11, www.oekozentrum.ch, www.siper.ch

Tag der offenen Tür am Ökozentrum Langenbruck Neubau Forschungshalle, acht Projekte des Ökozentrums, Vortrag zum Thema «Peak Oil» von Daniele Ganser vom SIPER, Basel. Langenbruck, Samstag, 22. September, von 13.00 bis 19.30 Uhr

22. September 2012

ebm-papst AG 8156 Oberhasli, Tel. 044 732 20 70 www.ebm-papst.com

2. ebm-papst Ventilatoren-Symposium 16. Oktober 2012 Bessere Effizienz, optimiertes Geräusch, GreenIT Datacenter-Cooling, Effizienzvorschriften Elektromoteren, AirOn. Dienstag-Nachmittag, 16.10.2012, Sursee

Sekretariat Energie-Apéros Aargau 5400 Baden, Tel. 056 222 41 81 www.energieaperos-ag.ch

Energie-Apéros Aargau, Oktober 2013. Energiewende – 20 % Solarstrom: Herausforderung für die Netze. Di 16.10. Baden, Do 18.10. Lenzburg, Di 23.10. Aarau, je 17.30 – 19.30 Uhr

16. Oktober 2012, Baden 18. Oktober 2012, Lenzburg 23. Oktober 2012, Aarau

Swiss Engineering STV, 8006 Zürich, Tel. 044 268 37 49, www.swissengineering.ch, www.tage-der-technik.ch

Tage der Technik 2012 Hauptveranstaltung «Die Stadt der Zukunft – die Zukunft der Stadt» Empa, Dübendorf, Überlandstrasse 129, Donnerstag, 25.Oktober 2012, 13.30–19.30 Uhr

25. Oktober 2012

www.proklima.ch

7. ProKlima-Tag 2012, Kadertag für Fachleute aus der Lüftungs-, Klima- und Ge- 6. November 2012 bäudetechnikbranche, Trafohalle Baden

Sekretariat Energie-Apéros Aargau 5400 Baden, Tel. 056 222 41 81 www.energieaperos-ag.ch

20. November 2012, Baden Energie-Apéros Aargau, November 2013 Energiewende – mit Wärmekraftkopplung und/oder Gas- und Dampfkraftwerken 22. November 2012, Aarau (WKK und/oder GuD)? Di 20.11. in Baden, Do 22.11. in Aarau, je 17.30 – 19.30 Uhr

18. Herbstseminar: Wege zur Energiewende Focus Events AG anlässlich Schweizer Bau- und Energie-Messe (8. – 11.11.2012) 2504 Biel, Tel. 032 344 03 16 www.bauenergiemesse.ch/herbstseminar Donnerstag, 8. November 2012, 8.30 – 16.45 Uhr, BernExpo Congress, Bern

8. November 2012

ZHAW, Institut für Umwelt und Natürli- Fachtagung Grünflächenmanagement, Thema « Mehr Grün ! » Wädenswil, Campus Grüental der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte che Ressourcen, Fachstelle FreiraumWissenschaften. Mehr Infos: www.iunr.zhaw.ch/freiraummanagement management, Mitorganisation div. 8820 Wädenswil florian.brack@zhaw.ch, Tel. 058 934 59 26

8. November 2012

Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) 10. Forum Wärmepumpe am 9. November 2012, Eventauftakt mit D-10117 Berlin, www.waermepumpe.de «Praxisforum Erdwärme» und Abendveranstaltung am 8. November, Berlin.

9. November 2012

Energetische Sanierung mit Flächenheizung und Flächenkühlung im Gebäudebestand. Symposium des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF), Crowne Plaza Berlin City Centre, Nürnberger Str. 65, 10787 Berlin

Schweizerischer Verein von GebäudeJubiläumsfeier 50 Jahre SWKI. «SWKI vereint Jung und Alt», Solothurn. technik-Ingenieuren SWKI, www.swki.ch SVIT FM Schweiz 4002 Basel, www.svit.ch

Die IBZ Schulen bilden Sie weiter.

Elektrotechnik SWKI, Schweizerischer Verein von Haustechnik Gebäudetechnik-Ingenieuren 3322 Schönbühl, Tel. 031 852 13 00 Höhere Berufsbildung www.swki.ch Logistikfachmann/-frau Elektro-Installateur/in Euroforum Schweiz AG, 8021 Zürich Elektro-Projektleiter/in www.euroforum.ch, www.haustech-planertag.ch

12. Fernwärme-Forum 2013 Der Nutzung von Fernwärme sind kaum Grenzen gesetzt und sie kommt zum Elektro-Sicherheitsberater/in HeizenPraxisprüfung oder Kühlen fürgemäss viele inNIV Frage: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Firmenkomplexe, Industrieunternehmen, Gewerbebetriebe, öffentliche Bauten. Instandhaltungsfachmann/-frau Donnerstag, 9 – 18 Uhr, Kongresshaus Biel (Haustechnik / Immobilien / Maschinen und Anlagen)

5. – 6. Dezember 2012 24. Januar 2013

2. Schweizer Hygienetagung. Kernthemen: aktueller Stand der Richtlinien und Normen im Bereich der Luft- und Wasserhygiene, Ergebnisse aus dem Projekt Nachdiplomstudien «Hygienezustand von raumlufttechnischen Anlagen in der Schweiz», LegionelHF-NDS Betriebswirtschaftslehre für len-Schutz im Trinkwarmwasser. Ort: Luzern Führungskräfte (Managementkompetenz)

25. Januar 2013

8. Schweizer Haustech Planertag Kongresshaus Zürich.

26. Februar 2013

Kursbeginn: Oktober/April

9. ZIG-Planerseminar Hochschule Luzern – Technik & ArchiKursorte: Aarau Basel Bern Sargans Sursee Winterthur Zug Zürich HSLU, HSLU Horw. *in Planung tektur, Zentrum für Integrale Gebäudetechnik ZIG, www.hslu.ch/planerseminar Weishaupt AG 8954 Geroldswil,Tel. 044 749 29 29

23. November 2012

Good Morning Facility Management. Div. Themen, u.a. «Immobilien im Dienst der 13. November 2012 Stadtentwicklung». Dienstag, 13. November 2012, 8 - 12 Uhr, Novartis Campus, Basel

info@topmotors.chm, www.topmotors.ch 4. Motor Summit: Effiziente elektrische Antriebe, Zürich Verband Fernwärme Schweiz Geschäftsstelle c/o Larissa Kämpf Höhere Fachschule 5443 Dipl.Niederrohrdorf Techniker/in HF (eidg. anerkannt) Tel. 056 534 40 02 Unternehmensprozesse www.fernwaerme-schweiz.ch (Vertiefung Logistik)*

15. – 16. November 2012

12. WIF, Weishaupt-Ingenieur-Fachzirkel 2013 Tagungszentrum Geroldswil

ISO 9001 • eduQua

Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) D-58095 Hagen, Tel. +49 2331 200850 www.flaechenheizung.de

IBZ Schulen für Technik Informatik Wirtschaft Zentralsekretariat Tellistrasse 4, 5000 Aarau 26.ibz@ibz.ch, März 2013www.ibz.ch Telefon 062 836 95 00,

21. März 2013


www.flaechenheizung.de

Berlin

Schweizerischer Verein von GebäudeJubiläumsfeier 50 Jahre SWKI. «SWKI vereint Jung und Alt», Solothurn. technik-Ingenieuren SWKI, www.swki.ch

Agenda |

SVIT FM Schweiz 4002 Basel, www.svit.ch

23. November 2012

| HK-Gebäudetechnik 9/12 | 105

Good Morning Facility Management. Div. Themen, u.a. «Immobilien im Dienst der 13. November 2012 Stadtentwicklung». Dienstag, 13. November 2012, 8 - 12 Uhr, Novartis Campus, Basel

info@topmotors.chm, www.topmotors.ch 4. Motor Summit: Effiziente elektrische Antriebe, Zürich

5. – 6. Dezember 2012

Verband Fernwärme Schweiz Geschäftsstelle c/o Larissa Kämpf 5443 Niederrohrdorf Tel. 056 534 40 02 www.fernwaerme-schweiz.ch

12. Fernwärme-Forum 2013 Der Nutzung von Fernwärme sind kaum Grenzen gesetzt und sie kommt zum Heizen oder Kühlen für viele in Frage: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Firmenkomplexe, Industrieunternehmen, Gewerbebetriebe, öffentliche Bauten. Donnerstag, 9 – 18 Uhr, Kongresshaus Biel

24. Januar 2013

SWKI, Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren 3322 Schönbühl, Tel. 031 852 13 00 www.swki.ch

2. Schweizer Hygienetagung. Kernthemen: aktueller Stand der Richtlinien und Normen im Bereich der Luft- und Wasserhygiene, Ergebnisse aus dem Projekt «Hygienezustand von raumlufttechnischen Anlagen in der Schweiz», Legionellen-Schutz im Trinkwarmwasser. Ort: Luzern

25. Januar 2013

Euroforum Schweiz AG, 8021 Zürich www.euroforum.ch, www.haustech-planertag.ch

8. Schweizer Haustech Planertag Kongresshaus Zürich.

26. Februar 2013

9. ZIG-Planerseminar HSLU, HSLU Horw. Hochschule Luzern – Technik & Architektur, Zentrum für Integrale Gebäudetechnik ZIG, www.hslu.ch/planerseminar

26. März 2013

Weishaupt AG 8954 Geroldswil,Tel. 044 749 29 29 www.weishaupt-ag.ch

21. März 2013

12. WIF, Weishaupt-Ingenieur-Fachzirkel 2013 Tagungszentrum Geroldswil

Kurse TWK Test- und Weiterbildungszentrum Kursangebot und Termine siehe HK-Gebäudetechnik 5/12, Seite 104/105 oder Wärmepumpen und Kältetechnik GmbH unter www.twk-karlsruhe.de Karlsruhe, www.twk-karlsruhe.de 10. Okt. 2012 – 28. März 2013

Infos + Anmeldung: www.solarschulung.ch

Praxisnahe Aus- und Weiterbildung für Solarfachleute Das neue Schulungsangebot 2012/2013 von Helvetic Energy richtet sich an Fachleute der Gebäudetechnik-Branchen Heizung/Sanitär/Elektro. In praxisnahen 1- und 2-Tagesschulungen bilden interne und externe Spezialisten die Teilnehmenden zu kompetenten Solarfachleuten aus. • Grundkurs Solarwärme Praxis (10. Okt. 2012 – 13. März 2013, 5 Kurse) • Grundkurs Solarstrom Praxis (11. Okt. 2012 – 14. März 2013, 5 Kurse) • Aufbaukurs Solarwärme (5. Dez. 2012 und 27. März 2013) • Aufbaukurs Solarstrom (6. Dez. 2012 und 28. März 2013) • Spezialkurs Verkauf von Solaranlagen (28. Nov. 2012 und 30. Jan. 2013) • Spezialkurs Solaranlagen für Minergie /-P /-A Gebäude (17. / 18. Okt. 2012 und 20. / 21. Feb. 2013)

energie-cluster.ch 3011 Bern, Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch › Kurse › Komfortlüftung, www.deklariert.ch www.energie-cluster.ch/anmeldung

4-Tages-Kurs KL: Vertiefte Weiterbildung Komfortlüftung Systemwahl, Projektierungsgrundlagen, erforderliche Luftvolumenströme, Sanierungsbereich, schwierige Luftkanalführungen, Brandschutz, Koordination, Abnahme, Systemanbieter, Akustik. Der erfolgreiche Abschluss berechtigt zur Fachpartnerschaft Minergie. Lostorf, Wädenswil, Münsingen, Horw.

4 Tage je Freitag/Samstag 19./20. Okt. und 2./3. Nov. 2012

Focus Events AG, 2504 Biel Tel. 032 344 03 18 daniela.lehmann@bfh.ch www.hausbaumesse.ch/planungsseminar

Planungsseminare Minergie-P/Minergie-A/Plusenergie-Gebäude. 2-Tages-Kurs 06. – 07. September 2012, für Architekten, Planer, Generalunternehmer, Holzbauer, Energie- und Haustech- Biel nikspezialisten sowie Immobilienfachleute. Daten 2012 siehe rechts. Detail-Infos, Programm und Anmeldung: www.hausbaumesse.ch/planungsseminar

energie-cluster.ch 3011 Bern, Tel. 031 381 24 80 andreina.ravani@energie-cluster.ch www.energie-cluster.ch

Vertiefte Weiterbildung Hochleistungs- Wärmedämmung (Kurs HLWD) Grundlagen, Systeme, Produkte, Praxis: mit neuen Erkenntnissen Tageskurs Donnerstag, 25. Oktober 2012, 8.15 Uhr – 16.30 Uhr. Meal & More, Althardstrasse 60, 8105 Regensdorf/ZH (direkt beim Bahnhof)

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energie-cluster.ch 3011 Bern, Tel. 031 381 24 80 andreina.ravani@energie-cluster.ch www.energie-cluster.ch

Vertiefte Weiterbildung Hochleistungs- Wärmedämmung (Kurs HLWD) Für vertiefte Fachkompetenzen für hochdämmende Bausysteme. Tageskurs Donnerstag, 25. Oktober 2012, 8.15 Uhr – 16.30 Uhr. HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich, Sihlhof, 8021 Zürich, www.fh-hwz.ch

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Alle genauen Kursdaten sind zu finden unter: www.solarschulung.ch

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Agenda ImpressumHochleistungsVertiefte|Weiterbildung Wärmedämmung (Kurs HLWD) |

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Bau 2013 Architektur, Materialien, Systeme. Baufachmesse für Architekten und Ingenieure. Neue Messe München.

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12. – 16. März 2013 ISH 2013 Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, erneuerbare Energien, Frankfurt am Main.

www.cleanteccity.ch, www.bernexpo.ch 2. Cleantec City, Messeplatz BernExpo AG, Bern Expo Centre SA – Forum Fribourg 1763 Granges-Paccot, Tel. 026 467 2000 www.energissima.ch

19. – 21. März 2013

energissima 2013 Nationales Treffen für erneuerbare Energien und Umwelttech- 13.–15. April 2013 nik. Forum Fribourg

IMPRESSUM HK-Gebäudetechnik 10. Jahrgang, Nr. 9, September 2012 (39. Jahrgang HeizungKlima), erscheint monatlich. www.hk-gebaeudetechnik.ch, ISSN 1016-5878, Druckauflage: 8500 Ex., Auflagebestätigung Post: 5595 Ex. verkauft, 1236 Ex. gratis Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Geschäftsführer: Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften: Ratna Irzan Redaktion AZ Fachverlage AG, HK-Gebäudetechnik Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau. Peter Warthmann, Chefredaktor, Tel. 058 200 56 15, peter.warthmann@azmedien.ch Franz Lenz, stellv. Chefredaktor, Tel. 058 200 56 11, franz.lenz@azmedien.ch Ständige externe Autoren: Bernd Genath, Thomas Glatthard, Alan Hawkins, Anita Niederhäusern, Kurt Rüegg, Erich Schwaninger, Martin Stadelmann, Andrea Voigt, Jürg Wellstein, Andreas Widmer Redaktioneller Beirat Daniel Bader, Leiter Kommunikation R. Nussbaum AG, 4601 Olten. Marco Andreoli, Vorsitzender der Geschäftsleitung CTA AG, 3110 Münsingen. Georg Gallati, Geschäftsleitung Gallati AG, 6003 Luzern. Urs Jenny, Geschäftsleitung Gabs AG, Pestalozzi+Co. AG, 8953 Dietikon. Richard Osterwalder, Geschäftsleiter Weishaupt AG, 8954 Geroldswil, Mitglied GebäudeKlima Schweiz.

Domenico Autuori, Manager of Trainingcentre & Laufen Forum, Keramik Laufen AG und Similor AG, Laufen. Beat Scherrer, Geschäftsführer Scherrer Metec AG, Zürich. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Redaktionelle Beiträge: Produkte-Hinweise werden kostenlos abgedruckt, Auswahl erfolgt durch die Redaktion. Bezahlte Beiträge werden mit «Publireportage» oder «Anzeige» gekennzeichnet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04 Anzeigenleitung /Kundenberatung Rolf Niederberger, Tel. 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch Verena Müller, Tel. 058 200 56 42, Fax 058 200 56 61, verena.mueller@azmedien.ch Anzeigentarif unter www.hk-gebaeudetechnik.ch Leitung Online und Marketing Valentin Kälin Aboverwaltung, Abonnemente Corinne Dätwyler, Tel. 058 200 55 74, abo@hk-gebaeudetechnik.ch Preis Jahres-Abonnement: Fr. 128.– (inkl. MwSt.)

Layout/Produktion: Gülsah Yüksel Korrektorat: Ruedi Tschumi, Max Feuz Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Kooperation mit folgenden Verbänden: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), 8023 Zürich, Tel. 043 244 73 00, GebäudeKlima Schweiz, Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, 4603 Olten, Tel. 062 205 10 66, www.gebaeudeklima-schweiz.ch energiecluster.ch, www.energiecluster.ch MeGA, Fachverband der führenden Gebäudeautomationsplaner der Schweiz, c/o Alfacel AG, 6330 Cham, www.mega-planer.ch Schweizerischer Verband für Wärmekraftkopplung (WKK-Verband), 5400 Baden, Tel. 079 483 46 66, www.waermekraftkopplung.ch GNI Gebäude Netzwerk Initiative, 8045 Zürich, Tel. 043 244 99 67, www.g-n-i.ch KNX Swiss, www.knx.ch VDSS, Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz, www.vdss.ch Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


Bildungsangebote suissetec |

| HK-Gebäudetechnik 9/12 | 107

BERNEXPO, 8.–11. NOVEMBER 2012

bauenergiemesse.ch

FACHVERANSTALTUNG

Trinkwasser – Von der Wasserversorgung zum Warmwasserhahn Energieeffiziente Wasserversorgungen, Energie aus Trinkwasser, Warmwasser im Gebäude Datum/Zeit Ort

Zielpublikum

Kosten Anmeldung Kontakt

Veranstalter

Freitag, 9. November 2012, 10.00–12.00 Uhr Messegelände BERNEXPO, Curling Bahn Allmend CBA Mingerstrasse 16, 3014 Bern, Schweiz – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wasserversorgungen und Elektrizitätswerken, u.a. Brunnenmeister – Gemeindebehörden, Energiefachstellen, interessierten Bauherrschaften, Investoren – Architektur- und Bauingenieurbüros, Planer, Installateure und Betreiber von Sanitäranlagen – Fachhochschulen und Höheren Fachschulen mit Maschinenbau- und Gebäudetechnik-Abteilungen Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung erforderlich bis 25. Oktober 2012: www.bauenergiemesse.ch/messe/kongress Focus Events AG / Schweizer Bau- und Energie-Messe, Manuela Naef, Tel. +41 32 344 03 16 / kongress@bauenergiemesse.ch Träger & Patronatspartner

Medienpartner

energie-cluster.ch

suissetec

18. Herbstseminar 2012

Wege zur Energiewende Neue Dimensionen im energieeffizienten Bauen bauenergiemesse.ch

Donnerstag, 8. November 2012, 8.30 bis 16.45 Uhr BERNEXPO CONGRESS, Bern Es referieren: Barbara Egger-Jenzer, Regierungsrätin Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Bern Dr. Walter Steinmann, Direktor Bundesamt für Energie BFE, Bern Dr. Jörg Beckmann, Direktor Mobilitätsakademie, Bern Prof. Dr. Lucas Bretschger, CER-ETH – Center of Economic Research, ETH Zürich, Zürich Prof. Dr. Benno Bucher, IET Institut für Energietechnik, Hochschule für Technik, Rapperswil Bob Gysin, CEO, Bob Gysin + Partner BGP Architekten, Zürich Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, Ordinarius für Bauphysik TUM, Leiter Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Stuttgart DE Dr. Patrick Hofer-Noser, Präsident Cleantech Switzerland, Schaffhausen, Head of Renewable Energy Systems, Meyer Burger Technology AG, Gwatt (Thun) Olivier Meile, Bundesamt für Energie BFE, Bern Markus Mosimann, Autor, Neue Holzforum AG, Bern Ruedi Noser, Nationalrat, Inhaber Noser Gruppe, Zürich Dr. Peter Richner, Stellvertretender Direktor Empa, Dübendorf Prof. Alexander Wokaun, Paul Scherrer Institut, Villigen Kosten: Anmeldeschluss: Online-Anmeldung: Veranstalter/Kontakt:

CHF 180.– 15. Oktober 2012 www.bauenergiemesse.ch/herbstseminar Focus Events AG, Solothurnstrasse 102, Postfach, 2500 Biel 6, Schweiz Tel. +41 32 344 03 16, Fax +41 32 344 02 91, manuela.naef@bauenergiemesse.ch

8.–11. November 2012 BERNEXPO, Bern

Träger

Sponsor


108 | HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Stellenmarkt |

Wir suchen per sofort oder nach Vereinbarung einen

Technischen Kaufmann Stellvertreter Geschäftsführer Wir sind ein kleiner, familiärer Betrieb und sind seit 20 Jahren auf Warmwasser spezialisiert.

Wir suchen per 1. Januar 2013 oder nach Vereinbarung für das Departement Gebäudetechnik einen/eine

Fachlehrer/in HLK (Heizung/Lüftung/Klima) Ihre Aufgaben • Fachlehrer in überbetrieblichen Kursen und Weiterbildungs-Lehrgängen • Inhaltliche und administrative Unterrichtsplanung und -gestaltung • Weiterentwicklung von Kursen und Lehrgängen • Koordination mit Fachlehrern, Lehrbeauftragten, Verbänden und Berufsschulen

Unser Tätigkeitsgebiet: Boiler-, Solar-, Korrosions- und Kalkschutz. Sie sind zwischen 25 und 45 Jahre, haben eine abgeschlossene technische Grundausbildung, von Vorteil aus der Haustechnikbranche, mit einer technischen und kaufmännischen Zusatzausbildung. Wenn Sie Interesse haben, sich im Bereich Boiler weiterzuentwickeln, dann sind Sie unser Mann. Nach der Einarbeitung führen Sie weitgehend unseren Bürobetrieb und wickeln den Ersatzteileinkauf und Verkauf selbstständig ab. Sie unterstützen und vertreten den Geschäftsführer. Wir bieten Ihnen interessante Anstellungsbedingungen. Fühlen Sie sich angesprochen?

Ihr Profil • Ingenieur FH, Techniker HF bzw. TS in Gebäudetechnik • Praktische Erfahrung im Projektieren, evtl. im Erarbeiten von Energiekonzepten und in der Energieberatung • Didaktische Ausbildung (kann nachgeholt werden) • Freude am Umgang mit jugendlichen und erwachsenen Lernenden • Engagement, Eigeninitiative und Teamfähigkeit Die STFW • ist ein führendes Aus- und Weiterbildungsinstitut für technische Berufe in der Deutschschweiz • beschäftigt erfahrene und engagierte Fachlehrer und verfügt über einen grossen Pool von Lehrbeauftragen aus der Praxis • unterrichtet Lehrlinge und Berufsleute in den Fachgebieten Gebäudetechnik HLKKS, Elektrotechnik und Automobiltechnik • verfügt dank modernen Werkstätten und Schulungsräumen über eine einzigartige Infrastruktur für den praktischen wie für den theoretischen Unterricht Wir bieten • Raum zur Verwirklichung eigener Ideen • Grosse Eigenverantwortung und entsprechende Kompetenzen • Moderne Anstellungsbedingungen sowie fortschrittliche Sozialleistungen Unser Departementsleiter, Rico Mantel, erteilt Ihnen bei Bedarf gerne weitere Auskünfte (Telefon 052 260 28 81). Wir freuen uns auf Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen mit Foto bis spätestens 30. September 2012. Schweizerische Technische Fachschule (STFW) Schlosstalstrasse 139 8408 Winterthur www.stfw.ch

Für weitere Informationen rufen Sie an oder senden Sie uns Ihre Bewerbung. Berger Boiler-Service AG, Lukas Berger Feldstrasse 4, 8926 Hauptikon Telefon direkt 079 678 08 24 Telefon 044 764 18 54 lukas.berger@boiler-service.ch

Wir sind ein kleiner, familiärer Betrieb und sind seit 20 Jahren auf Warmwasser spezialisiert. Unser Tätigkeitsgebiet: Boiler-, Solar-, Korrosions- und Kalkschutz Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen

Servicetechniker Sie haben eine abgeschlossene technische Ausbildung, von Vorteil im Bereich: Sanitär, Heizung oder einen anderen handwerklichen Beruf? Sie haben Interesse, sich tagtäglich mit dem Warmwasser auseinanderzusetzen, sind flexibel und schätzen den Kontakt mit den Kunden? Nach einer gründlichen Einführungsphase führen Sie bei unseren Kunden selbstständig Servicearbeiten an Warmwasserboilern aus. Ihnen steht dazu ein eigenes, speziell eingerichtetes Servicefahrzeug zur Verfügung. Wir bieten Ihnen interessante Anstellungsbedingungen. Fühlen Sie sich angesprochen? Für weitere Informationen rufen Sie uns an oder senden Sie uns Ihre Bewerbung. Berger Boiler-Service AG, Lukas Berger Feldstrasse 4, 8926 Hauptikon Telefon direkt 079 678 08 24 Telefon 044 764 18 54 lukas.berger@boiler-service.ch


Stellenmarkt |

| HK-Gebäudetechnik 9/12 | 109

Hohe Selbstverantwortung und flache Hierarchiestufen... ...prägen das Wirken unseres Auftraggebers. Das neutrale Engineeringunternehmen beschäftigt 60 Mitarbeitende und verfügt in der CH über 3 Standorte. Beratung, Konzeption, Planung und Qualifizierung von Grossprojekten in den Bereichen Haustechnik-HLKS/Pharma und Biotechnologie sind die an die Profis gestellten Kernaufgaben. Das gesunde Wachstum der Niederlassung in Winterthur ermöglicht die Besetzung einer wichtigen Position, für die wir von der Geschäftsleitung beauftragt sind. Dazu suchen wir Sie, einen praxiserfahrenen, fach- und sozialkompetenten Haustechnikfachmann Lüftung/Klima als

PROJEKTLEITER GROSSPROJEKTE (M/W) Techniker TS/HF Fachrichtung Lüftung/Klima Wir erwarten von Ihnen eine technische Grundausbildung im Bereich Lüftung und profunde Erfahrungen in der Abwicklung komplexer Bauvorhaben. Sie sind ein Teamplayer und arbeiten Hand in Hand mit den anderen Gewerken zusammen. Sie sind gefestigt in der Persönlichkeit. Wir übertragen Ihnen die Verantwortung für die Projektleitung und Abwicklung technisch komplexer Projekte im Bereich Investitions-, Gewerbe- und Industriebauten. Ihr Teamleiter steht Ihnen unterstützend zur Seite. Koordination mit anderen Gewerken, technisch korrekte, nach geltenden Normen und Richtlinien geplante und termintreue Abgabe der Projekte an den Kunden liegen in Ihrer Verantwortung. Mittels Projektcontrolling überwachen Sie die laufenden Kosten. Wir bieten Ihnen grösstmögliche Freiheiten zur Erfüllung Ihrer Tätigkeiten. Der Arbeitsplatz ist hell und mit modernster Technik ausgerüstet. Das Domizil liegt top-zentral in Winterthur und ist auch mit ÖV mühelos erreichbar. Die Anstellungskonditionen entsprechen der Verantwortung der Aufgabe. Die Sozialleistungen sind sehr gut ausgebaut. Für Ihre persönliche Entwicklung ist Raum, wie kaum an einem anderen Ort. In Ihrer Selbstverantwortung liegt nun der nächste Schritt. Rufen Sie uns für Vorabklärungen an oder senden Sie uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, die wir durch unsere Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 586 85 11 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch

P. M.S. Pe rs o n a l b e ra t u n g M a r t i n S c h ö n e n b e r g e r AG

Wir sorgen für frischen Wind Ob Spital, Grossküche, Einkaufzentren, Hochschulen oder Industriebetriebe. Unsere Kundin mit Sitz im Grossraum St. Gallen nimmt jede Herausforderung an und sorgt für ein gutes Raumklima. Sie überzeugt ihre Kunden mit ihrer Qualität, der Kundennähe und den ausgezeichneten Serviceleistungen. Als Lehrbetrieb leistet sie zudem einen namhaften Beitrag zur Ausbildung junger Berufsleute. Zur Verstärkung der Führungskapazität suchen wir einen erfahrenen, unternehmerischen und kundenorientierten

Abteilungsleiter Lüftung Aufgaben : Als Abteilungsleiter rapportieren Sie direkt an den Geschäftsführer und führen den gesamten Bereich der Lüftungsinstallation selbständig nach unternehmerischen Grundsätzen. Sie sind verantwortlich für die personelle und fachliche Führung Ihrer rund 20 Mitarbeiter und sind Ansprechpartner bei der Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter und Lehrlinge. Sie zeichnen mitverantwortlich für die Auftragsakquisition, die Kundenbetreuung, für das Offertwesen die Auftragsabwicklung bis zur Rechnungsstellung und der Nachkalkulation. Anforderungen : Sie haben eine Grundausbildung im Bereich der Lüftungstechnik vorzugsweise ergänzt mit einer Weiterbildung zum Techniker HF oder Ing. FH. Sie bringen zudem ausgewiesene Praxiserfahrung in der Ausführung anspruchsvoller Lüftungsanlagen mit und konnten sich evtl. bereits als Teamleiter / Abteilungsleiter beweisen. Für einen selbstständigen, sozialkompetenten und kundenorientierten Macher bietet diese Position die Chance mittelfristig in die Geschäftsleitung aufzusteigen.

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Wussten Sie, dass Gullydeckel kreisrund sind, weil bei jeder anderen Form die Gefahr bestünde, dass sie unter Umständen in die Schachtöffnung hineinfallen?

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P.M.S. vermittelt Wissen Oberer Graben 22 Postfach 1645 9001 St.Gallen Telefon 071 227 24 44

Kontakt : Marcel Wüthrich, 071 227 24 49, marcel.wuethrich@pms-personal.ch

www.pms-personal.ch info @ pms-personal.ch


110 | HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Stellenmarkt |

Ein gutes Gefühl, richtig gewählt zu haben... ... erhalten Sie, wenn Sie unseren Auftraggeber kennen lernen. Das Zentralschweizer Unternehmen ist spezialisiert auf die Produktion und den Vertrieb erstklassiger, nachhaltig hochwertiger Komponenten und Systeme im Bereich Sanitär/Schallschutztechnik. Um die Entwicklungspläne zu realisieren, kann eine weitere Stelle besetzt werden. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Rekrutierung und Selektion dieser Schlüsselposition beauftragt. Um den Kunden in der Region Aarau-Zürich-Winterthur das gute Gefühl zu den Spitzenprodukten zu vermitteln, suchen wir Sie, den kunden- und marktorientierten DIENSTLEISTER als

PRODUKTEPRÄSENTATOR/OBJEKTBETREUER Beratung/Organisation/Instruktion Bereich Sanitär Wir fühlen uns wohl, wenn Sie über eine abgeschlossene Ausbildung als Sanitärinstallateur oder Planer verfügen. Als Verkaufsprofi kennen Sie den Markt sowie die Kunden, mit denen Sie enge Beziehungen pflegen. Sie haben sich gute kaufmännische Kenntnisse angeeignet und sind im Umgang mit modernen IT-Hilfsmitteln fit. In Deutsch können Sie sich mündlich und schriftlich klar ausdrucken. Ihr Interesse gilt dem Geschehen im Bauwesen. Speditives und gut organisiertes Arbeiten, Kontaktfähigkeit und ein gewinnendes Auftreten sind Ihre Merkmale. Sie fühlen sich wohl, wenn Sie Bauprojekte von der Objektausschreibung über die Auftragsabwicklung, Beratung der Kunden – Architekten, Planer, Akustiker, Fachhändler – und Instruktionen vor Ort bis zum Abschluss selbständig betreuen können. Sie planen Ihre Termine, erstellen Angebote, klären technische Fragen und koordinieren die Projekte mit dem Innendienst. Wir sorgen dafür, dass Sie sich wohlfühlen und bieten Ihnen flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Die familiäre Kultur ist von einem aktiven Miteinander geprägt. Die Anstellungskonditionen entsprechen der Verantwortung der Aufgabe und sind zeitgemäss gestaltet. Die nötigen Arbeitsmittel wie Fahrzeug, LapTop und Natel werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Der Arbeitsort liegt zentral und direkt an einem Autobahnanschluss, ca. 30 Minuten ab Zürich. Stärken Sie Ihr gutes Gefühl und rufen Sie uns für Vorabklärungen an oder senden uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen. Unsere Kompetenz ist Ihre Garantie für 100%-ige Diskretion.

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Innovation – Qualität – Professionalität... ... sind Hauptmerkmale unseres Auftraggebers. Das Produktions- und Vertriebsunternehmen mit Sitz im Raum Zentralschweiz stellt erstklassige Komponenten und Systeme für die Sanitärbranche her. Die Produkte erfüllen höchste Anforderungen der SIA-Normen, was sich im Absatz auswirkt. Daher wird die Mannschaft verstärkt. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Rekrutierung und Selektion des neuen Mitarbeiters für diese wichtige Position beauftragt. Wir suchen dazu Sie, den begeisterungsfähigen, engagierten, fach- und sozialkompetenten

BERATER/ORGANISATOR/KOORDINATOR IM INNENDIENST Sanitärinstallateur/-Planer/eidg. dipl. Meister Sanitär Ihre Fähigkeiten haben Sie sich durch die Ausbildung zum Installateur oder Planer im Bereich Sanitär/Spengler angeeignet. Technisch und planerisch sind Sie versiert. Wenn Sie bereits über organisatorische und kaufmännische Erfahrungen verfügen, teamfähig und belastbar sind, erfüllen Sie unsere Idealvorstellungen. In Deutsch können Sie sich mündlich und schriftlich klar ausdrucken, weitere Sprachkenntnisse und gute CAD-Kenntnisse sind von Vorteil. Den Umgang mit modernen IT-Hilfsmitteln beherrschen Sie. Ihr Können beweisen Sie täglich als Koordinator, Organisator und Ansprechpartner nach allen Seiten. Sie erstellen Offerten und Masszeichnungen, treffen technische Abklärungen und begleiten den ganzen Auftragsprozess über die Produktion bis zur Auslieferung. Sie erstellen Vorlagen und Hilfsmittel und prüfen die technische Machbarkeit neuer Ideen. Sie beraten telefonisch Partner wie Sanitärfachhandel, Planer, Installateure, Architekten oder Akustiker. Ein verlockendes Angebot erwartet Sie, denn die Entscheidungswege sind unbürokratisch. Das bewährte Team arbeitet miteinander in die gleiche Richtung. Der Arbeitsplatz liegt sehr zentral an einem Autobahnanschluss ca. 30 Minuten ab ZH/LU oder 15 Minuten ab ZG. Die Anstellungskonditionen sind zeitgemäss und beinhalten interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Handeln Sie nun innovativ und rufen Sie uns für Vorabklärungen an oder senden uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen. Unsere Kompetenz ist Ihre Garantie für 100%-ige Diskretion.

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Stellenmarkt |

| HK-Gebäudetechnik 9/12 | 111

Da herrscht keine dicke Luft.... Unser Auftraggeber ist ein 70-köpfiges Planerteam der Haustechnikbereiche Heizung/Lüftung/ Sanitär mit Sitz in Winterthur. Das Unternehmen ist ISO 9001-zertifiziert und qualifizierter MINERGIEFachpartner. Erfreulicherweise kann das Team verstärkt werden. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Besetzung dieser Stelle beauftragt. Wir suchen Sie, einen aufgestellten und begeisterten

HAUSTECHNIKPLANER/CAD-ZEICHNER Bereich Lüftung/Klima Sie sind: Gebäudetechnikplaner Fachrichtung LÜFTUNG mit abgeschlossener Lehre. Sie sind unkompliziert und offen und haben Freude an Ihrem Beruf. Mit modernen IT-Hilfsmitteln (CAD) gehen Sie mit Leichtigkeit um. Ihre Aufgaben: Sie übernehmen Planungsaufgaben im Bereich LÜFTUNG/KILMA. Gerne erstellen Sie die entsprechenden Planunterlagen mittels modernen CAD-Zeichnungsprogrammen. Teamwork mögen Sie, daher arbeiten Sie eng mit den anderen Gewerken Heizung/Sanitär/Elektro zusammen. Sie erhalten: einen Arbeitgeber mit einer unkomplizierten, familiären Unternehmenskultur. Der Arbeitsplatz ist mit modernster Technologie ausgerüstet. Ihre aufgestellten Arbeitskollegen erwarten Sie bereits und freuen sich auf Ihre aktive Unterstützung. Die Anstellungskonditionen sind spannend gestaltet. Das ist reine Luft! Wir freuen uns auf Ihren Anruf zur Klärung Ihrer Fragen oder erwarten gerne Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, welche wir durch unsere langjährige Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln.

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P. M.S. Pe rs o n a l b e ra t u n g M a r t i n S c h ö n e n b e r g e r AG

Hier geht es nicht nur um warme Luft ! Behaglichkeit entsteht, wenn zur richtigen Zeit geheizt oder gekühlt wird – ganz nach Wunsch. Ob beim Bau von Wohnungen oder Industriebetrieben, von Einkaufszentren oder Spezialanlagen, bei unserer Kundin sind Sie an der richtigen Adresse. Sie entwickelt Konzepte bis hin zur Realisierung und Ausführung, exakt abgestimmt auf die Kundenbedürfnisse. Zur Verstärkung der Projektleitungskapazitäten suchen wir initiative, organisationsstarke und Projekt erfahrene

Projektleiter Lüftung und Projektleiter Heizung Aufgaben : Sie betreuen selbständig Ihre anspruchsvollen Lüftungsprojekte oder Heizungsprojekte. Ab Auftragserteilung sind Sie der kompetente Ansprechpartner für Ihre Kunden, Lieferanten und Monteure. Sie sind verantwortlich für die technische Bereinigung der Planungsvorgaben, die AVOR, die Terminüberwachung und die Montageleitung. Zudem sind Sie mitverantwortlich für die Kostenkontrolle und das Nachtragsmanagement. Anforderungen : Sie haben eine Grundausbildung im Bereich der Lüftungstechnik oder der Heiztechnik vorzugsweise ergänzt mit einer Weiterbildung zum Techniker HF oder Ing. FH. Wenn Sie Praxiserfahrung in der Ausführung/Installation mitbringen, wäre das ein weiteres Plus. Für selbständige, sozialkompetente und kundenorientierte Macher bietet sich hier eine nicht alltägliche Chance, auch grössere Projekte in der Ostschweiz zu betreuen. Ein sicherer Arbeitsplatz und aussichtsreiche Zukunftsperspektiven warten auf Sie! Kontakt : Marcel Wüthrich, 071 227 24 49, marcel.wuethrich@pms-personal.ch

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Wussten Sie, dass für die Kettenhemden der Statisten in ‹Herr der Ringe› fast 13 Millionen Plastikringe verarbeitet wurden?

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P.M.S. vermittelt Wissen Oberer Graben 22 Postfach 1645 9001 St.Gallen Telefon 071 227 24 44 www.pms-personal.ch info @ pms-personal.ch


112 | HK-Gebäudetechnik 9/12 |

Verzeichnisse |

Im redaktionellen Text erwähnte Firmen ABB Schweiz AG ADEV Energiegenossenschaft Air-On AG

8 60 8

Focus Events AG

24

Neosys AG

41

Fr. Sauter AG

77

Nibe Wärmetechnik AG

36

Geberit International AG

29

R. Nussbaum AG

28, 88

Biral AG

22

Geberit Vertriebs AG

92

Scherrer Metec AG

83

BRZ Wibeag

27

Gewerblich-Ind. Berufsschule Bern

67

Schmid AG, energy solutions

49

Buderus Haustechnik AG

36

Grundfos Pumpen AG

Schmid AG, Holzfeuerungen

57

Bundesamt für Energie

41

Hansgrohe AG

95

Schmidlin AG

34

Cipag SA

36

Heitzmann AG

64

suissetec Kanton Bern

32

CoolEnergy AG

71

Hochschule Luzern

31

Hoval AG

36

Swissolar

28

TCA Thermoclima AG

66

Tobler Haustechnik AG

36

Coop

8

30, 94

CTC Giersch AG

36

HSK Swiss AG

99

Depping AG

16

IS SaveEnergy AG

49

Domotec AG

36

Johnson Controls Systems AG

70

Duscholux AG

98

Krüger + Co. AG

73

Viessmann (Schweiz) AG

26, 36

ebm-papst AG

82

KSB Zürich AG

98

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

36, 74

Elcotherm AG Elektra Baselland (EBL) Erdgas Zürich AG

20, 36 57

Umwelt Arena AG

8

KWC AG

100

Weishaupt AG

Messe Luzern AG

102

Zehnder Comfosystems Cesovent AG 76

8

MeteoSchweiz

9

Indupro AG

4

65

Zürcher Kantonalbank

8

Inserentenverzeichnis Alsoft Informatik AG

24

SUVA

11

BMS-Energietechnik AG

69

Krüger + Co. AG

Brunner AG

94

Kunststoff Verband Schweiz

10

TCA Thermoclima AG

73

M. Scherrer AG

98

Ticom GmbH

51

72

Urfer Müpro-

35

Verband SCHWEIZER MEDIEN

25

V-ZUG AG

21

Walter Meier (Klima Schweiz) AG

56

Wärmebau Vertriebs AG

35

CoolEnergy AG

3

US 3

CTA AG

71

Markom AG

Debrunner Koenig Management AG

23

MOBIL in TIME AG

Elko-Systeme AG

82

NeoVac ATA AG

Ernst Schweizer AG

64

Nissan Center Europe GmbH

US 4

fair2all GmbH

103

Orange Communications SA

27

Focus Events AG

107

R. Nussbaum AG

29, 33 30

31, 91

TA Hydronics Switzerland AG

5

Weishaupt AG

48

Ford Motor Company

14

Rotaver Composites AG

98

WT Wärmeaustausch Technologien AG

66

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

99

S + G Mobile Heizzentrale AG

65

Ygnis AG

39

GEA Bock GmbH

75

Sager AG

70

Geberit Vertriebs AG

97

Scherrer Metec AG

87

Schneider W. + Co. AG

94

Global Werbeagentur GmbH

102

GRUNDFOS Management A/S

19

Schweizerische Mobiliar

46

Hager AG

79

SF-Filter AG

93

Hansgrohe AG

96

Siemens Schweiz AG

81

HASTRAG AG

69

SM Handels AG

71

Stellenmarkt:

Heitzmann AG

42

Soltop Schuppiser AG

45

Titelseite:

Spaeter Carl AG

Helios Ventilatoren AG

76

Spaeter Carl AG

US 2

Beilagen:

energie-cluster.ch

Helvetic Energy GmbH

37

STF Schweizerische Techn.

IBZ Schulen für Informatik und Technik 104

STS Systemtechnik Schänis GmbH

108 – 111

105

Focus Events AG

89

Rothenberger (Schweiz) AG


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Damit auch Ihre Energieeffizienz stimmt Wasserschadentrocknung Leckortung Schimmelpilzbeseitigung Bautrocknung/-heizung Zelt-/Hallenklimatisierung Wäschetrocknung Luftentfeuchtung

Als Dienstleister aus Begeisterung haben wir stets ein Ziel: unseren Kunden Arbeit abzunehmen. Deshalb ist Krüger der ideale Partner für Architekten, Planer und Eigenheimbesitzer. Wir optimieren das Raumklima. Trocknen mit Secomat die Wäsche. Oder trocknen und beheizen Baustellen. An allen Fronten sind wir bestrebt, Ressourcen zu schonen und nachhaltig zu handeln. Seit Neuem begeistern wir unsere Kunden mit energiesparenden Wärmepumpenheizungen. So eliminieren Sie nicht nur den Ölverbrauch, sondern optimieren auch den Platzbedarf im «Heizungsraum». Die Wärmepumpenheizung Estia ist ein innovatives Produkt unseres Partners Toshiba. Krüger macht mehr – seit 1931.

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HK-GT 2012/09  

HK-Gebäudetechnik, Ausgabe September 2012

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