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Heft 3 | März 2012 WWW.ELEKTROTECHNIK.CH

ELEKTROTECHNIK AUTOMATION, TELEMATIK GEBÄUDETECHNIK

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21

Dimmer für Dosen und Verteiler

46

LTE – die neue Mobilfunkgeneration

32

Ortungsgeräte

58

NIN-Know-how, Leserfragen Teil 76


Die ganze Welt können wir nicht beschützen. Ihre aber schon.

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Editorial

ET-Wettbewerb März 2012

Recycling fördern Liebe Leserin, lieber Leser Ihr Handy ist Gold wert! Nicht nur, weil Sie damit jederzeit kommunizieren können, sondern auch nachdem das Gerät den Geist aufgegeben hat. Ein Handy enthält nämlich neben Gold, Silber und Palladium noch weitere zahlreiche wertvolle Metalle. Obwohl die Schweizerinnen und Schweizer beim Sammeln von Elektrogeräten und Elektronikschrott im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz belegen, tun sie sich beim Zurückgeben ihres veralteten Handys schwer. Von 2,8 Millionen verkauften Geräten gelangen nur etwa 15 Prozent zu den Rückgabestellen, der Rest, schätzungsweise 8 Millionen Handys, lagert unbenutzt in Schweizer Haushalten. Handys und PCs sind eine ergiebige Lagerstätte für seltene Metalle, die es zu nutzen gilt. Denn die weiterhin steigende Verbreitung von Kommunikationsgeräten, der zunehmende Bedarf von begehrten Rohstoffen für Solarzellen, Batterien und Elektromotoren oder etwa Ausfuhrbeschränkungen, wie sie kürzlich das dominierende Lieferland China verordnet hat, können Versorgungsengpässe auslösen. Um einer Rohstoffknappheit vorzubeugen, befassen sich Unternehmen und Industrieverbände mit möglichen Massnahmen. Wissenschaftler des deutschen Öko-Instituts schlagen ein umfassendes Recycling von seltenen Erden vor. Dabei kommt dem Aufbau einer europäischen Recyclingwirtschaft eine besondere Bedeutung zu. Europa gehört heute zu den weltweit grössten Konsumenten seltener Erden. Mittelfristig werden deshalb bedeutende Mengen an seltenen Erden in den zukünftigen Abfallströmen anfallen. Zu den Massnahmen des Öko-Instituts gehören der Aufbau eines europäischen Netzwerks, detaillierte Stoffstromanalyse, Forschung, Sammlungskonzepte und Behandlungsanlagen. Für eine erfolgreiche Umsetzung und Versorgungssicherung sind allerdings auch aussenpolitisches Engagement und Kooperationen innerhalb der EU-Staaten erforderlich sowie internationale Abkommen mit den Förderländern zur nachhaltigen Gewinnung von seltenen Erden.

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Elektrotechnik 3/12 | 1


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31 Gebäudeautomation von Innoxel 32 Ortungsgeräte 36 Gebäude-PerformanceOptimierung

38 Heikle Störungen

einfach analysieren

40 SMI rund ums Fenster

Telematik & Multimedia

41 Richtlinien für

Telekommunikationsanlagen

42 «Die Zukunft gehört der Fiberoptik»

46 LTE – die neue Mobilfunkgeneration

50 Moderne Audio-Multiroomsysteme

Maschinen & Geräte

52 Entwicklung der MotorwirkungsElektronische Geräte wie Handys und PCs enthalten viele wertvolle Rohstoffe, die durch Rücknahmesysteme und Rückgewinnungstechnologien wiederverwertet werden können. Mehr dazu erfahren Sie auf den Seiten 6 bis 12.

Editorial

1 Recycling fördern

Focus

4 Gebäudeautomation von Wahli AG

Wirtschaft und Verbände

5 Modelle für zukünftige globale

Energiesysteme entwickeln 6 Keine Zukunft ohne seltene Metalle 10 Rohstofflager im Handy

12 Elektromotoren – neue Quelle für Rohstoffe

14 Die perfekten Nischenprodukte

Automation & Elektronik

15 Drahtlos laden 18 Pflichten der Betriebsinhaber

Installations- & Gebäudetechnik

21 Dimmen für Dosen und Verteiler 28 Dimmen wird heikler 30 Dimmen für Glühlampen,

grade

56 Genügen Billigwerkzeuge?

Aus- und Weiterbildung

58 NIN-Know-how 76 63 Wie bleiben wir fit für die Elektro-Zukunft?

66 Brain Food 68 belvoto 2: Energieeffizienz-Tool 70 73 74 77 79 80

Service

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Inhaltsverzeichnis

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Focus

Neue Zentrale Bluebox xBB-Z1-V von Wahli erlaubt einfachste Installationen

Gebäudeautomation auf der Höhe der Zeit Wahli hat als eine der ersten Firmen netzwerkbasierende Produkte für die Gebäudeautomation auf den Markt gebracht. Die Programmierung war überzeugend einfach und ist es noch heute. Mit den neuen Zentralen Bluebox wird die Leistungsfähigkeit erhöht und die Kosten werden deutlich verringert. Bei Gebäudeautomationssystemen herrschen zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme vor. Bei KNX und LON ist die Intelligenz verteilt in den Sensoren und Aktoren. Für einfache Verknüpfungen ist keine zentrale Intelligenz nötig. Die Parametriersoftware ist aber komplex in der Handhabung und teuer in der Anschaffung. Für den Elektroinstallateur, der auch einen Service bieten möchte, ist ein Austausch eines Sensors oder Aktors ohne Parametriersoftware unmöglich. Das schätzen Kunden nicht. Beim System Twiline von Wahli ist die Intelligenz in der Zentrale konzentriert. Dies birgt grosse Vorteile: Alle Sensoren und Aktoren verfügen nur über eine einstellbare Adresse. Ein Austausch ist jederzeit möglich: Einfach gleiche Adresse einstellen, fertig. Die Parametriersoftware von Wahli ist genial einfach in der Handhabung und kostet weniger als 200 Franken. Bluebox Zentrale Das Herz jeder Gebäudeautomation ist neu bei Twiline die Bluebox Zentrale. Sie ist nicht nur deutlich leistungsfähiger als frühere Systeme, sondern sehr kompakt und hat bereits viele Möglichkeiten integriert. Sie kommuniziert direkt mit dem Installationsbus, dem Lastbus und via XB-Link dem xBus, versorgt die Feldgeräte auch mit Spannung. Sensoreingänge ermöglichen den Anschluss von Wettersensoren (Wind, Regen, Temperatur, DCF-Antenne, 4  Licht). Weitere Schnittstellen erlauben die Anbindung von: • bis zu 2 Touch Panels TP-1CS (Schnittstelle TS) • einer Reihe von Erweiterungsmodulen: Anwesenheitssimulation, GSMModem… (Schnittstellen TS) 4 | Elektrotechnik 3/12

• bis zu 10 xBus-Gateways (XB-Link) Die Programmierung wird mit der Programmiersoftware ProX ab Version V3.0 über USB durchgeführt. Die Spannungsversorgung erfolgt über 24 VDC. Betriebs-LED für alle Teilbereiche des Systems erlauben eine sehr rasche und effiziente Diagnose der Gesamtanlage. Die Bluebox xBB-Z1-V kann nicht mit weiteren Bluebox Zentralen vernetzt werden, für solche speziellen Fälle dient die Bluebox xBB-Z2-V. Schnell und sicher Das schnelle Einlesen der xBus-Signale, gepaart mit dem neuen «Konfliktmanagement» auf dem Bus, macht das System dynamisch und übertragungssicher. Der xBus hat neu einen SensorAdressbereich von 1 bis 200 (gegenüber 1 bis 120 auf dem Installationsbus). Mit der Möglichkeit, mehrere xBus-Gateways und Repeater einzusetzen, werden die Grenzen der Ausdehnung und der Versorgung der Busteilnehmer weit hi-

nausgeschoben. Selbst riesige Anlagen mit sehr langen Leitungen sind kein Problem. Anwendervorteil Ein Elektroinstallateur, der neu in die Gebäudeautomation einsteigen möchte, sucht ein System mit einer einfachen Installation und einer einfachen Programmierung. Und hier liegt der Installateur bei Twiline richtig. Das System von Twiline ist einfach verständlich und die Programmierung wird auch von einem Elektroinstallateur, der wenig mit Informatik in Kontakt kommt, in wenigen Stunden begriffen. W. Wahli AG 3018 Bern info@wahli.com

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Kürzlich wurde am Paul Scherrer Institut PSI in Villigen/Würenlingen die Partnerschaft zur Erarbeitung eines Modells für Energiesystemanalysen zwischen dem Institut und dem Weltenergierat WEC unterzeichnet. Über Untersuchungen zu einzelnen Energietechnologien hinaus, widmen sich die Forscher um Laborleiter Stefan Hirschberg der ganzheitlichen Betrachtung und dem Vergleich von nuklearen, fossilen und erneuerbaren Energietechnologien. So analysieren sie die Strukturen und Auswirkungen nationaler und internationaler Energiesysteme, um die Zusammenhänge zwischen Energie, Wirtschaft, Umwelt und Technik besser zu verstehen oder sie untersuchen verschiedene Optionen für die Energieversorgung. Die dabei gewonnenen Indikatoren sollen – als einer von zahlreichen Aspekten – Energieunternehmen, Regierungen und nicht staatliche Organisationen bei der Entscheidungsfin-

dung unterstützen, zum Beispiel wenn es darum geht, den richtigen Energiemix der Zukunft zu finden. Weitere Themen sind Risikoanalysen sowie die Untersuchung des Einflussfaktors von menschlichem Handeln im Energiesystem. Das PSI arbeitet seit Jahren an der Modellierung und Analyse von Aspekten von Energiesystemen. In einer ersten Zusammenarbeit mit dem WEC hat das PSI den globalen Transportsektor bis ins Jahr 2050 untersucht und 2011 in einem gemeinsamen Bericht zugänglich gemacht. Zusammen mit dem Weltenergierat wollen die Forscher des PSI nun in dieser zweiten Zusammenarbeit ein Modell entwickeln, das als «Open-Source-Modell» die Transparenz in den verwendeten Annahmen deutlich erhöhen wird. Zu diesem Zweck arbeiten Experten aus der Energiewirtschaft, die ihre Expertise über den WEC einbringen mit den For-

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Modelle für zukünftige globale Energiesysteme entwickeln

Prof. Dr. Alexander Wokaun, PSI, und Dr. Christoph Frei, Weltenergierat, unterzeichnen die Partnerschaft. (Bild: PSI F. Reiser)

schenden des PSI zusammen. Ziel ist es, über den Mobilitätssektor hinaus für das ganze globale Energiesystem ein Modell zu erstellen, mit dem sich spezifische Fragestellungen beantworten lassen. www.psi.ch www.worldenergy.org

Electrosuisse kauft die Montena EMC SA Die Montena EMC SA ist ein im Markt anerkannter, langjähriger Anbieter von Prüfungen der elektromagnetischen Verträglichkeit und Konformitätsbewertungen von elektronischen und elektrischen Produkten. Electrosuisse führt als weltweit anerkanntes Prüflabor neutrale und unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen von Produkten der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik durch. Die zunehmende Bedeutung dieser Dienstleistungen und die sich er-

gänzenden Kompetenzen und Marktgebiete haben beide Parteien überzeugt, dass eine Zusammenführung der Dienstleistungen und Labortätigkeiten der beiden bedeutendsten Anbieter in der Schweiz einen logischen Schritt darstellt und neue unternehmerische Perspektiven bietet. Mit den neuen Standorten in Rossens, Bern, Goldach und Neuenhof baut Electrosuisse die Kapazitäten und die Marktposition, vor allem auch in der

Westschweiz, für ihre Dienstleistungen Messen, Prüfen und Zertifizieren von Produkten weiter aus. Electrosuisse festigt damit seine Stellung als Marktführer für Prüfungen der elektromagnetischen Verträglichkeit und Konformitätsbewertung von elektronischen und elektrischen Produkten in der Schweiz. www.electrosuisse.ch

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Wirtschaft & Verbände

Potenzial beim Recycling von knapper werdenden Rohstoffen

Keine Zukunft ohne seltene Metalle Nicht nur in Laptops, Handys und LED-Bildschirmen schlummern seltene Metalle, sondern auch in Solarzellen, Batterien für E-Mobile und vielem mehr. Die wachsende Nachfrage erhöht das Risiko eines Versorgungsengpasses. Am «Technology Briefing» erläuterten Empa-Forscher und Industrievertreter, weshalb seltene Metalle für viele Schlüsseltechnologien wesentlich sind und wie sich eine Verknappung vermeiden lässt. «Es gibt keine Zukunft ohne seltene Metalle!» Mit dieser klaren Ansage begrüsste Empa-Direktionsmitglied Peter Hofer die Gäste des Technology Briefing «Seltene Metalle» an der Empa-Akademie. So bringen seltene Metalle etwa – eingebaut in Batterien und Motoren – Elektrofahrzeuge ins Rollen oder sorgen in Autokatalysatoren für die Reinigung von Abgasen. Hofer: «Um Lösungen für unseren immer höheren Mobilitätsbedarf und die daraus erwachsenden Probleme zu finden, sind Materialien mit speziellen Eigenschaften unerlässlich.» Aus seltenen Erden, die wie die Rohstoffe

Für jede Ladung.

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Gallium, Indium, Kobalt und wie Platinmetalle zu den seltenen Metallen gerechnet werden, lassen sich beispielsweise – in Verbindungen mit Eisen und Bor – stärkste Magnete für Windturbinen anfertigen. Und für Kondensatoren auf Handy-Leiterplatinen wird in der Mikroelektronik gerne auf Tantal zurückgegriffen, da dieses Übergangsmetall elektrische Energie auch als winzig kleines Bauteil in hohen Kapazitäten speichern und freisetzen kann. Die Nachfrage ist gross: Mehr als 60 Prozent des abgebauten Tantals fliessen in diesen Anwendungsbereich.

Die dunkle Seite Doch alles hat eine Kehrseite, erläuterte Patrick Wäger, Initiator dieses Technology Briefings und Experte für seltene Metalle in der Empa-Abteilung «Technologie und Gesellschaft». Rohstoffe, die nur in einigen wenigen Ländern abgebaut und raffiniert werden können, nicht einfach zu ersetzen sind und eine geringe Recyclingrate haben, sind grundsätzlich als kritisch zu beurteilen. China beispielsweise bestimmt praktisch vollständig das Angebot von seltenen Erden, aus denen etwa Hochleistungs-Permanentmagnete hergestellt werden. Exporteinschränkungen der chinesischen Regierung haben hier zu einem Anstieg der Preise und zu Lieferengpässen geführt. Um diese Abhängigkeit zu reduzieren, werden derzeit grosse Anstrengungen unternommen, Versorgungskapazitäten ausserhalb Chinas aufzubauen, etwa in den USA, Australien oder Grönland – mit entsprechenden Konsequenzen für die Umwelt. Das zum Bau leistungsfähiger Mikrokondensatoren verwendete Tantal gilt


Alternativen aus der Forschung So erklärte beispielsweise Stephan Bücheler, wie in der Empa-Abteilung «Dünnfilme und Photovoltaik» in den flexiblen Solarzellen, die auf Cadmiumtelluridbasis (CdTe) basieren, die Schichtdicke des kritischen Tellurs reduziert werden kann und bei Solarzellen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (kurz CIGS) das kritische Indiumoxid sich durch Zinkoxid ersetzen lässt. Damit soll aber keineswegs

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in der Mikroelektronikbranche als kaum substitutierbar und lässt sich bisher aus den Geräten nicht zurückgewinnen. Besonders problematisch daran ist, dass es in zentralafrikanischen Ländern in illegalen Minen unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird und seine Verkaufserlöse verwendet werden, um Bürgerkriege zu finanzieren. «Auch Schweizer Unternehmen müssen sich damit auseinandersetzen, wie sie Abhängigkeiten reduzieren und möglichen Lieferengpässen begegnen können», bemerkte Jean-Philippe Kohl, Leiter Wirtschaftspolitik von Swissmem. Eine kürzlich erfolgte Umfrage bei den Verbandsmitgliedern der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie habe gezeigt, dass sämtliche Unternehmen mindestens einen der kritischen Rohstoffe verwenden. Um sich vor Versorgungsengpässen zu schützen, schliessen viele Unternehmen langfristige Lieferverträge ab oder sie kooperieren mit Forschungsinstitutionen, um Ersatzrohstoffe oder alternative Technologien zu entwickeln oder bestehende Prozesse zu optimieren.

Unsachgemässes Zerlegen von ausgedienten Elektronikgeräten – wie hier in diesem Fall in Indien, wo Kupfer von einer Leiterplatte entfernt wird – bietet Gefahren für Gesundheit und Umwelt.

eine Leistungseinbusse einhergehen; vielmehr ist das Ziel, mit optimaler Rohstoffausnutzung und schnelleren Prozessen höhere Wirkungsgrade zu erlangen. Das haben die Forscher bereits letztes Jahr mit neuen Effizienzrekorden gezeigt. Ebenfalls um weniger seltene Metalle einzusetzen, entwickelte die Abteilung «Verbrennungsmotoren» einen äusserst effizienten und kostengünstigen Schaumkatalysator. Durch die Formänderung des keramischen Substrats kön-

nen – im Vergleich zu herkömmlichen Katalysatoren – die Edelmetalle Platin, Palladium und Rhodium eingespart werden. Gemeinsam mit der Abteilung «Festkörperchemie und Katalyse» forschen die «Verbrennungsmotoren» nun an regenerativen Abgaskatalysatoren, die anstatt auf seltenen Metallen auf Perowskiten beruhen – multifunktionalen Metalloxiden, die aufgrund ihrer speziellen Kristallstruktur in der Lage sind, Wärme direkt in elektrische Energie umzuwandeln.

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und Sortierung bis zur eigentlichen Rückgewinnung. Denn es nütze alles nichts, wenn, wie in einigen Ländern der Fall, ausgediente Computer und andere Elektronikgeräte in Entwicklungsund Schwellenländer exportiert werden, wo durch unsachgemässes Verarbeiten der Geräte die seltenen Metalle verloren gehen und Gefahren für Umwelt und Gesundheit entstehen. Oder seltene Metalle bei einer – heute in der Schweiz üblichen, meist mechanischen – Zerlegung der Geräte in Gemische gelangten, aus denen sie nicht zurückgewonnen werden können. Die Konzentrationen sprechen für einen «Abbau» in den «sekundären» Lagerstätten: In Handys (Geräten) und Leiterplatten liegt die Durchschnittskonzentration von vielen seltenen Metallen über derjenigen einer natürlichen Mine.

Herausforderung «Recycling» Trotzdem – ganz auf seltene Metalle verzichten müssen wir nicht. Wie Heinz Böni, Leiter der Abteilung «Technologie und Gesellschaft», festhielt, gibt es durchaus noch einen «Vorrat» an seltenen Metallen: in unseren ausrangierten Elektrik- und Elektronikprodukten. Die natürlichen Lagerstätten werden abgebaut, die von Menschen geschaffenen, «anthropogenen» Lager füllen sich dagegen kontinuierlich. Auch die Konzentrationen sprechen für einen «Abbau» in den «sekundären» Lagerstätten: In einer natürlichen Mine finden sich in einer Tonne Material durchschnittlich fünf Gramm Gold, in einem Handy hingegen schlummern 280 Gramm und in einer Leiterplatte gar 1,4 Kilogramm, beides pro Tonne. Doch die Rückgewinnung ist alles andere als einfach. «Die seltenen Metalle sind nicht einfach mit Schraubenzieher und Hammer aus den Geräten rauszuholen. Die Rückgewinnung ist mindestens so komplex wie das Design bei der Entwicklung der Geräte», brachte es der Recycling-Experte Christian Hagelüken von Umicore, eine der grössten Recyclingfirmen zur Gewinnung von Edelmetallen aus komplexen Materialien, auf den Punkt. Ein Grossteil der seltenen Metalle sei nur in Legierungen vorhanden oder würde dünnflächig verwendet. Um diese herauszulösen, brauche es sehr komplizierte Rückgewinnungsverfahren. Doch geeignete Rückgewinnungsverfahren allein reichen nicht aus, um höhere Recyclingraten zu erzielen. Wichtig, so die Experten, sei es, die ganze Recyclingkette im Auge zu behalten, von der Sammlung über die Zerlegung 8 | Elektrotechnik 3/12

www.empa.ch www.umicore.ch

Bestnoten für Schweizer Systeme SENS, SLRS und SWICO Die Schweizer Recycling-Systeme belegen im Sammeln von Elektro- und Elektronikschrott einen Spitzenplatz. Im europaweiten Benchmark 2010 des WEEE-Forums (Waste Electrical and Electronic Equipment-Forum) sind sie führend. Die Schweizer Bürger haben im Jahr 2010 durchschnittlich fast 17 Kilogramm Elektroschrott gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. EUweit wird derzeit erst eine Rücknahmequote von vier Kilogramm pro Jahr und Bürger angestrebt. Das WEEE-Forum vereinigt 39 europäische Rücknahmesysteme für e-Waste und gilt als EU-Kompetenzzentrum in Sachen Recycling. Bei dem jährlich seit 2007 durchgeführten Europa-Vergleich kommt die Menge an Elektro- und Elektronikschrott pro Bürger und Jahr auf den Prüfstand. Der Benchmark des WEEE-Forums gilt inzwischen als Spiegel der Leistungsfähigkeit der europäischen Rücknahmesysteme. Die Rücknahme und Entsorgung wird in der Schweiz von SWICO Recycling, SENS (Stiftung Entsorgung Schweiz) und SLRS (Stiftung Licht Recycling Schweiz) privatwirtschaftlich getragen und deckt den hiesigen Markt zu über 95 Prozent ab. Die flächendeckend und konsumentennah ausgerichtete Rück-

nahme und somit die starke Einbindung von Herrn und Frau Schweizer ermöglichten, dass 2010 über 124 Tonnen E + E-Schrott gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt worden sind. Unter anderem handelt es sich um Computer, Handys, TV-Geräte, Kühlschränke, Tumbler und Waschmaschinen bis hin zu Kleingeräten wie Mixer, Rasierer und Lampen. Die komfortable Möglichkeit zur Geräterücknahme an rund 6500 Sammelpunkten in der gesamten Schweiz und die damit verbundene Logistik sind ein wesentlicher Kostenfaktor für die Schweizer Rücknahmesysteme. Die Folge davon ist, dass die Schweiz bezüglich Kosten lediglich im europäischen Schnitt liegt. Im Benchmark 2010 haben sich neben den Schweizer Rücknahmesystemen insbesondere die Systeme der skandinavischen Länder für die vorderen Ränge qualifiziert. In der Schweiz belief sich die Rücklaufrate von Altgeräten, die durch Neuanschaffungen ersetzt wurden, auf 71 Prozent. Ein Höchstwert, an den nur Schweden (69 Prozent) und schon etwas abgeschlagen Dänemark (52 Prozent) heranreichen, während er in den übrigen Ländern oft weit unter 50 Prozent liegt.

Gesammelte Mengen Kat. 1: Haushaltgrossgeräte (inkl. Kühlschränke) Kat. 2, 6, 7: Haushaltkleingeräte, Werkzeuge, Spielzeuge Kat. 3: Informations- und Kommunikationstechnologien Kat. 4: Unterhaltungselektronik Kat. 5: Leuchten/Leuchtmittel Total

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Recycling von seltenen Metallen

Rohstofflager im Handy Mit exotischen Metallen wie Indium laufen unsere Handys zur Höchstform auf – ohne diese seltenen Elemente gäbe es iPhone & Co. nicht. Die weltweit steigende Nachfrage nach derartigen Rohstoffen könnte zu einem Engpass führen, unter dem auch Zukunftstechnologien wie die Photovoltaik zu leiden hätten. Manuel Martin, CH-Forschung Schätzungsweise lagern in Schweizer Haushalten etwa 8 Millionen unbenutzte Handys. Obwohl die Schweiz beim Recycling zur Weltspitze gehört, ist sie bei den Handys nicht gerade vorbildlich: Von den jährlich 2,8 Millionen verkauften Geräten gelangen nur 15 Prozent zu den Rückgabestellen. Deshalb sammelte Swico Recycling am Ak-

tionstag «Wahre Werte» 17 000 alte Handys ein. Ziel der Sensibilisierungskampagne war, dass Handy-Recycling so alltäglich wird wie das Sammeln und Wiederverwerten von Altpapier. Engpass vorprogrammiert Warum sich Recycling lohnt, weiss Patrick Wäger von der Empa: «Die heutige Miniaturisierung ist nur dank ganz spezifischer Materialien möglich, für deren

In einem Mobiltelefon schlummern über ein Dutzend verschiedene seltene Metalle. (Ausführlichere Grafik auf www.elektrotechnik.ch, Bildquelle Infografik: BeobachterNatur: Daniel Röttele, Otto Hostettler) 10 | Elektrotechnik 3/12

Funktionalität eine Vielzahl von bis vor wenigen Jahrzehnten kaum eingesetzten seltenen Metallen verantwortlich ist. Während eine Handy-Leiterplatte in den 1980er-Jahren noch mit wenigen Elementen des Periodensystems auskam, enthält sie heute Schätzungen zufolge bis zu 45 davon.» Zwar kommen in einem Mobiltelefon die meisten Elemente nur in vergleichsweise geringen Konzentrationen vor. Doch der weltweite Siegeszug des Handys fällt ins Gewicht: 2008 wurden knapp 1,3 Milliarden Handys verkauft, wobei rund 31 Tonnen Gold, 325 Tonnen Silber und 12 Tonnen Palladium in den Umlauf gebracht wurden. Neben Edelmetallen sind auch eher exotische Metalle wie Gallium, Indium oder Tantal unentbehrlich für die Handyherstellung. Das Problem dabei: Bei einer weltweiten Rücklaufquote von nur drei Prozent findet sehr wenig Material in den Stoffkreislauf zurück. Steuern wir deshalb auf einen Engpass zu? Eine kürzlich veröffentlichte Studie ergab, dass der Jahresbedarf an verschiedenen seltenen Metallen für ausgewählte Zukunftstechnologien im Jahr 2030 um ein Vielfaches höher liegen könnte als noch 2006. Die Versorgung mit seltenen Metallen aus Erzen aber ist bereits heute mit erheblichen Unsicherheiten und Abhängigkeiten verbunden. Werden also seltene Metalle wie Gallium und Indium nicht aus den unzähligen Handys zurückgewonnen, könnten sie später etwa bei der Produktion von dünnen Solarzellen fehlen. Recycling ist unumgänglich Zurückgewinnen von seltenen Metallen ist nicht so einfach, was sich bei Indium gut aufzeigen lässt: Gewonnen wird das Element vor allem in China, wo über 60 Prozent der Reserven vermutet werden. Der Abbau lohnt sich jedoch nur gemeinsam mit Hauptmetallen wie Zink, da sich bei den geringen Konzentrationen von Indium eine alleinige Gewinnung nicht rechnen würde. In Verbindung mit Zinn landet Indium schliesslich als transparenter Leiter in unseren Handy-Displays. Haben wir unser veraltetes


Umicore SA

Umicore ist ein belgischer Materialtechnologie-Konzern mit Sitz in Brüssel. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Produktion und im Recycling von Spezialwerkstoffen und Metallen. Abnehmer sind hauptsächlich die weiterverarbeitende chemische Industrie, die Automobil-, Baustoff-, Schmuck- und Elektroindustrie. Das Unternehmen beschäftigt welt-

ausgedienten Konsumgütern – mit Ausnahme von Mobiltelefonen – kaum statt. Den Kreislauf optimieren «Bei einer Firma wie Umicore ist die Rückgewinnungseffizienz für eine ganze Reihe seltener Metalle auch bei komplexen «Mischungen» wie in einer Leiterplatte sehr hoch. Anders sieht es

in Dritte-Welt-Ländern aus, wo zwar Edelmetalle wie Gold zurückgewonnen werden, häufig jedoch ineffizient und mit negativen Auswirkungen für Mensch und Umwelt», sagt Wäger, der zusammen mit weiteren Forschern im Auftrag der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften SATW eine Schrift zu seltenen Metallen verfasst hat, die im Oktober 2012 erscheinen wird. Darin werden auch mögliche Lösungsansätze skizziert. Wäger spricht etwa vom Ansatz des «Best of two Worlds»: «Die Idee ist, dass der in Entwicklungsländern anfallende Elektronikschrott von Hand zerlegt wird und gewisse Fraktionen wie Leiterplatten zurück nach Europa kom-

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Handy an einer Swico-Sammelstelle entsorgt, wird der Akku von Hand entfernt. Keines der Schweizer ElektrorecyclingUnternehmen verfügt aber über Knowhow und Infrastruktur, um seltene Metalle aus Handys rauszufischen. Nur wenige Unternehmen in Europa, wie die belgische Umicore, können dies. Wie genau, bleibt allerdings Geschäftsgeheimnis. Trotz vertraulicher Zahlen weiss Empa-Forscher Wäger: «Es können nicht alle Metalle gleich effizient wiedergewonnen werden. Bei Gold oder Palladium funktioniert dies sehr gut, bei einem Element wie Tantal hingegen, das in Mikrokondensatoren von Handys vorkommt, eher weniger.» Im Falle von Indium findet derzeit ein Recycling aus

Nur 15 Prozent der verkauften Handys werden heute rezykliert. (Bild: Umicore/Empa) weit rund 14 300 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von rund 9,7 Milliarden Euro. In der Schweiz betreibt Umicore Vertriebsniederlassungen in Lyss und Bösingen. Die Materialtechnologie-Gruppe Umicore wurde bereits zum zweiten Mal in Folge in die Top-10 der nachhaltigsten Unternehmen weltweit aufgenommen.

men, in diejenigen Anlagen, die es ermöglichen, seltene Metalle ökoeffizient zurückzugewinnen.» Damit ein Mangel an seltenen Metallen aber nicht Zukunftstechnologien wie Windturbinen oder Elektromobile zum Erliegen bringt, braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der auf die Schliessung von Stoffkreisläufen ausgerichtet ist. Hier

müssen, so Wäger, speziell auch die Hersteller Verantwortung übernehmen: «Gerade für breit verteilte Elektrogeräte sollten die Hersteller konsumentenfreundliche Rücknahmesysteme anbieten, die es ermöglichen, seltene Metalle so gut wie möglich zurückzugewinnen und einen irreversiblen Verlust durch die Feinverteilung zu vermeiden. Dazu gehört letztlich auch die recyclinggerechte Gestaltung von Produkten – auch wenn es selbst bei optimalem Recycling nie möglich sein wird, alle Metalle wieder in den Stoffkreislauf rückzuführen.»

www.umicore.com

Auszeichnung für nachhaltige Unternehmen In der Liste der «Global 100 Most Sustainable Corporations in the World» erreichten verschiedene Schweizer Firmen die Top 100. Darunter befinden sich renommierte Unternehmen wie Umicore (Platz 8, siehe Artikel Seite 6 und 10), Swisscom AG (20.), Geberit AG, (24.), Roche Holding AG (25.), Schneider Electric SA (26.), Siemens AG (41.) und Swiss Reinsurance Company Ltd. (68.). Das Ranking wurde von Corporate Knights, einer kanadischen Organisation für «Clean Capitalism», zusammengestellt und im Januar in Davos vorgestellt. Schneider Electric ist damit das führende Unternehmen in seiner Branche. In der 8. Auflage der «Global 100» sind Unternehmen aus 22 Ländern und

allen Wirtschaftsbereichen vertreten. Zusammen stehen sie für mehr als 3 Billionen US-Dollar Umsatz und über fünf Millionen Beschäftigte. Die Berücksichtigung von Schneider Electric in der Liste der «Global 100» ist eine Anerkennung dafür, wie die Gruppe nachhaltige Entwicklung in ihre Kernstrategie integriert hat: zum einen durch Lösungen für Energieeffizienz, die Förderung der Produktion von sauberer Energie und das Voranbringen von Konsumpraktiken, die die Umwelt achten und schützen. Zum anderen durch eine dynamische Selbstverpflichtung auf Corporate Social Responsibility. Schneider Electric will sein Engagement fortführen mit Lösungen für Smart Citys und Smart Grids (intelli-

gente Städte und Stromnetze) und dem Bekenntnis der Mitarbeitenden, alles daranzusetzen, nachhaltige Entwicklung zu einem Teil der «SchneiderDNA» zu machen. Im Januar wurde Schneider Electric zudem mit dem Zayed Future Energy Prize (ZFEP 2012) in der Kategorie «Large Corporations» erhalten. Die Auszeichnung, vergeben auf dem World Future Energy Summit (WFES 2012) in Abu Dhabi, reflektiert das Engagement der Gruppe für die Förderung von erneuerbaren Energien und ihre eigene nachhaltige Entwicklung.

www.global100.org www.schneider-electric.ch Elektrotechnik 3/12 | 11


Wirtschaft & Verbände

Elektromotoren – neue Quelle für Rohstoffe Ein Konsortium aus Industrie und Forschung entwickelt unter der Leitung von Siemens Recyclinglösungen für Elektromotoren. Schwerpunkt sind dabei die Permanentmagnete mit ihrem hohen Anteil an Metallen der seltenen Erden, die für Elektro- und Hybridfahrzeuge benötigt werden. Die Partner im Projekt MORE (Motor Recycling) betrachten die gesamte Breite der Wertschöpfungskette von der Auslegung und Fertigung der Motoren über die Retrologistik bis zum Wiedereinsatz im Fahrzeug, um eine industriell einsetzbare Lösung zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium (BMBF) gefördert. Für kompakte und leichte Synchronmotoren werden Permanentmagnete mit einem Anteil von etwa 30 Prozent an Seltenerdmetallen benötigt. Der Bedarf an seltenen Erden wird in den nächsten Jahren stark ansteigen – unter anderem auch aufgrund der Verbreitung von Elektro- und Hybridfahrzeugen. Da andererseits bei der Lieferung der seltenen Erden im Moment ein chinesisches Monopol besteht, sind Versorgungsengpässe zu erwarten. Daher fördert das BMBF im Rahmen der Bekanntmachung «Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität» (STROM) unter anderem die Entwicklung ressourcenschonender Technologien für Elektrofahrzeuge. Die Forscher verfolgen mit dem Projekt MORE verschiedene Ansätze für

das Recycling von Elektromotoren: Den Ausbau der insgesamt etwa ein Kilogramm schweren Magnete aus Altmotoren, die Reparatur und die anschliessende Wiederverwendung des Elektromotors oder seiner Komponenten genauso wie die werk- und rohstoffliche Wiederverwertung der Magnetmaterialien und der Seltenerdmetalle durch Wiedergewinnung aus vorsortiertem und geschreddertem Material. Ausserdem sollen Konzepte für ein recyclinggerechtes Motordesign erstellt, sowie Ökoeffizienzanalysen und Modelle für Stoffkreisläufe ausgearbeitet werden. Bis 2014 sollen die Ergebnisse des

Förderprojekts vorliegen. Beteiligt sind Experten von Siemens, Daimler, Umicore und Vacuumschmelze, der Universität Erlangen, der Technischen Universität Clausthal, des Öko-Instituts Darmstadt und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung. Die im Projekt entwickelten Technologien können in Zukunft auch Anwendungen in anderen Bereichen zugutekommen, in denen seltene Erden eine Schlüsselrolle spielen, wie zum Beispiel in Windkraftanlagen.

www.siemens.de/innovationnews

Vizeweltmeister «Industrieelektronik» an der Berufs-WM Distrelec unterstützt junge Elektroniker auf ihrem Werdegang und freut sich besonders, wenn Glanzleistungen wie durch Basil Brunner (21) vollbracht werden. Ausgerüstet mit Distrelec-Messgeräten zog er im letzten Jahr nach fünf Monaten intensiver Vorbereitung nach London, um seine Fähigkeiten im internationalen Vergleich unter Beweis zu stellen. 19 Länder traten mit Teams aus verschiedenen Berufsgattungen an. Basil Brunner vertrat im erfolgreichen Schweizer Team (6 Gold, 5 Silber, 6 Bronze) die Elektroniker. Er brillierte besonders in den Bereichen Fehlersuche und Leiterplattendesign. Knapp hinter dem Sieger aus Brasilien belegte Basil Brunner dann den bemerkenswerten zweiten Platz. Distrelec gratuliert zu dieser hervorragenden Leistung und überreichte dem Vizeweltmeister zu diesem Anlass einen Gutschein über 500 Franken, den er nach eigenen Angaben auch «ganz gut gebrauchen» kann. Basil Brunner (links) bei der Preisübergabe durch Hans Maag, Verkaufsleiter CatalogPlus, Distrelec. 12 | Elektrotechnik 3/12

www.distrelec.ch


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Elektrotechnik 3/12 | 13


Portrait

Nicht nur Produkte verkaufen, sondern Probleme von Kunden lösen

Die perfekten Nischenprodukte Flextron AG engagiert sich als führender Anbieter mit innovativen EnOcean-Technologien in der Gebäudetechnik und im Brandschutz. Dabei werden die Produkte teils in der Schweiz, teils in Deutschland entwickelt und hergestellt. Produkte von Flextron wurden bereits in England mit Technologie- und Umweltschutzpreisen ausgezeichnet. Flextron ist noch jung, erst 14 Jahre alt. Doch in dieser Zeit hat sich die Firma einen Namen geschaffen mit speziellen Produkten für mehr Sicherheit und Komfort. Im Bereich Gebäudetechnik ist das eigene Produktsortiment, Aladin Easyclick, im Markt gut eingeführt und hilft, vor allem in speziellen Situationen Lösungen zu finden, die es ohne batterielose Funktechnik nicht gibt. Die Geräte basieren auf EnOcean-Funktechnologie. Damit lassen sich in bestehenden Gebäuden, bei denen eine Verkabelung entweder zu kostspielig oder aus ästhetischen Gründen gar nicht möglich ist, zusätzliche Schaltstellen, Präsenzmelder, Thermostaten oder Fensterkontakte installieren. Spezielle Fälle verlangen aber auch nach speziellem

Know-how. Und das ist wohl die grösste Stärke der Flextron AG, Kunden mit speziellen Problemen eine professionelle Beratung und schliesslich auch Lösung zu bieten. Es werden also nicht nur Produkte verkauft, sondern Lösungen für einfache bis knifflige Problemstellungen aus dem Installationsalltag geboten. Ideen muss man haben Die kabel- und batterielosen Funktaster Aladin Easyclick und dazu passende Empfänger sind bekannt. Um das Sortiment zu erweitern, hat Flextron mit Partnern eine innovative Lösung für Bewegungs- und Präsenzmelder gesucht und entwickelt. Verkabelte Typen, oder solche mit eingebauter BatteALADIN Easyclick – Licht schalten und dimmen, Storen und Markisen steuern, Raumtemperatur regeln und vieles mehr, erlauben Funkkomponenten von Flextron, die ohne Verkabelung oder Batterie auskommen.

rie und Funkkommunikation, gibt es schon lange. Aber wie das so ist mit Batterien, im entscheidenden Moment versagt der Melder und Ärger kommt auf. In der Regel ist dann die spezielle Lithiumbatterie gar nicht so einfach aufzutreiben. Warum also nicht einen Bewegungsmelder bauen, der sich über eingebaute spezielle Indoor-Solarzellen mit Strom versorgt? Flextron hat die Idee umgesetzt. An der Universität Zürich wurden diese Sensolux-Funkpräsenzmelder eingesetzt und eingehend getestet. Die Melder erfassen sicher die Anwesenheit von Personen und den Helligkeitswert im Raum und steuern so bedarfsgerecht Beleuchtung und Lüftung. SensoluxFunkpräsenzmelder erhalten ihre Energie von neuartigen Indoor-Solarzellen, werden an die Decke montiert und senden ihre Werte an die eingelernten Empfänger. Diese Schweizer Entwicklung gilt als Weltneuheit und hat international grosses Interesse hervorgerufen. Flextron bietet auch die neuste Generation an Funk-Thermostaten mit neuem Funk-Stellantrieb oder REGs zur Beleuchtungs- und Heizungssteuerung an. Fazit Flextron ist für Produkte auf EnOceanFunktechnologie spezialisiert. Das umfangreiche Sortiment an Funktastern und Funkaktoren ist bekannt am Markt und wächst ständig. Daneben bietet Flextron auch Produkte für den Brandschutz an. Das Sortiment umfasst nebst Rauchmeldern, Gasmeldern, Funklösungen und Löschdecken auch Brandmeldeanlagen für Schulen, Heime, Gewerbe usw. ■ Flextron AG 8308 Illnau Tel. 052 347 29 50 info@flextron.ch www.flextron.ch

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Drahtlos laden Drahtloses Laden wird vielleicht einmal Stecker und Kabel unnötig machen, so wie Wi-Fi und Bluetooth die Kommunikation modernisiert haben. Drahtloses Laden geschieht mittels induktiver Kopplung, das heisst die Energie wird durch ein elektromagnetisches Feld von einem Sender zu einem Empfänger übertragen. Die Verbraucher sind begeistert, wenn sie ein Mobilgerät zum Laden nur auf eine Matte legen müssen. Schon heute funktioniert das mit Handys, Digitalkameras, Medienplayern, Spiel-Controllern und Bluetooth-Headsets. Weitere Möglichkeiten wären Elektrowerkzeuge und medizinische Geräte sowie Elektrofahrräder und -fahrzeuge. 1

Der Schweizer Landessender Beromünster wurde 1931 zum Ärger Adolf Hitlers als unabhängige Stimme gegen die deutsche Nazipropaganda errichtet. Der AM-Sender war bis 2008 in Betrieb. (Bild: Gemeinde Beromünster)

Isidor Buchmann * Die drahtlose Übertragung von Energie ist nicht neu. 1831 entdeckte Michael Faraday die Induktion und erklärte, dass elektromagnetische Kräfte durch den Raum wandern können. Später, um 1900, demonstrierte Nicola Tesla die drahtlose Nachrichten- und Energieübertragung. Frühe Experimente in Colorado Springs im Jahre 1899 führten zum Wardenclyffe-Turm in New York. Tesla bestand darauf, dass elektri-

* Isidor Buchmann ist Gründer und Geschäftsführer der Cadex Electronics Inc.

sche Energie ohne Drähte übertragen werden könnte. Leider musste das Projekt aus finanziellen Gründen abgebrochen werden. Erst in den Zwanzigerjahren wurde mit Radioübertragungen begonnen. In Europa wurden riesige Sendeanlagen hoher Leistung und mit Reichweiten über Ländergrenzen hinweg errichtet. Der Schweizer AM-Sender Beromünster (Bild 1) konnte auf bis zu 600 kW gebracht werden; doch aus gesetzlichen Gründen und nach Bürgerprotesten wurde die Leistung auf 180 kW begrenzt. Inzwischen sind diese grossen Landessender von kleineren FM-Sendern abgelöst worden.

Was nun hat drahtloses Laden mit der Radioübertragung zu tun? Beide übertragen Energie durch elektromagnetische Wellen. Das drahtlose Laden findet unter Nahfeld-Bedingungen statt, d. h. in der Primärspule wird ein Magnetfeld erzeugt, das von einer in unmittelbarer Nähe angeordneten Sekundärspule empfangen wird. Die Radioübertragung dagegen funktioniert nach dem Fernfeld-Prinzip, bei dem die Wellen über weite Distanzen wandern. Während die Empfangsspule eines drahtlosen Ladegeräts den Grossteil der erzeugten Energie übernimmt, empfängt die Antenne eines Radiogeräts nur wenige Mikrovolt (Millionstel eines Volts), knapp über dem Störpegel, was Verstärkung erforderlich macht, damit das Signal hörbar wird. Arten des drahtlosen Ladens Drahtloses Laden lässt sich in drei Kategorien unterteilen: Funkladen, Induktivladen und Resonanzladen. Funkladen kommt bei Geräten geringer Leistung zur Anwendung. Dazu gehören medizinische Implantate, Hörgeräte, Uhren und Unterhaltungsgeräte. Die Übertragungsweite beträgt bis zu 10 Meter. Mithilfe des Funkladens können auch RFID-Chips aktiviert werden (RFID: Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen). Der Sender sendet Funkwellen geringer Leistung auf einer Frequenz von 915 MHz aus (auf diese Frequenz arbeiten Mikrowellenherde), und der Empfänger wandelt das Signal in Energie um. Das Funkladen ist einer normalen Radioübertragung ähnlich, bietet eine hohe Flexibilität, doch ist der Wirkungsgrad gering und man ist dem Elektrosmog ausgesetzt. Die meisten modernen drahtlosen Ladegeräte arbeiten nach dem Prinzip des Induktivladens mit Sende- und Empfangsspule in geringem Abstand voneinander. Diese Lademethode kam zuerst bei elektrischen Zahnbürsten zur Anwendung; inzwischen sind die Handys jedoch der am schnellsten wachsende Sektor für drahtloses Laden. Ein Handy lässt sich einfach nachrüsten, indem eine «Haut» übergezogen wird, die den Elektrotechnik 3/12 | 15

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Bequem – aber zu welchem Preis?


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Empfänger enthält und mit der Ladebuchse verbunden ist. Neue Geräte werden allmählich mit dieser Funktion ausgestattet. Für grosse Batterien, z. B. in Elektrofahrzeugen, wurde das Resonanzladen durch elektrodynamische Induktion entwickelt. Beim Resonanzladen «ringt» die Spule und das oszillierende Magnetfeld hat eine Reichweite von 1 m; doch die Distanz zwischen Sende- und Empfangsspule darf nicht grösser als ¼ der Wellenlänge sein. (Bei 915 MHz beträgt die Wellenlänge 0,328 m.) Resonanzladen erreicht eine Sendeleistung von etwa 3000 W mit einem Übertragungswirkungsgrad von 80 bis 90 %. Normung Um den Erfolg des drahtlosen Ladens zu gewährleisten, wurde eine weltweite Norm erforderlich, für deren Erarbeitung 2008 die Wireless Power Consortium (WPC) gegründet wurde. Nach dieser sogenannten Qi-Norm sollen Ladegeräte für eine breite Palette kompatibler Qi-Geräte hergestellt werden können. Der erste Teil ist jetzt fertiggestellt. Er begrenzt die Leistung auf 5 W, und die Funktionsweise ist wie folgt: Im Bereitschaftsmodus sendet die Ladematte Signale aus, die das Platzieren eines Gerätes auf die Matte erfassen. Diese Erfassung ist aufgrund einer Änderung der Kapazität oder der Resonanz möglich. Die Matte stellt die WPC-Kompatibilität des Gerätes fest, indem ein 8-Bit-Datenpaket auf die Last aufmoduliert wird. Das Empfangsgerät wacht auf und gibt die Signalstärke an. Die Matte sendet jetzt zur Feststellung der besten Position des platzierten Gerätes digitale Pings aus. Erst danach wird mit dem Laden begonnen. Während des Ladevorgangs sendet der Empfänger Korrektursignale für die Einstellung des Leistungspegels aus. Bild 2 zeigt eine solche Qi-Ladematte. Die Ladematte überträgt Energie nur dann, wenn ein Qi-kompatibles Gerät erkannt wird. Ansonsten, und wenn die Batterie voll geladen ist, schaltet die Matte in den Bereitschaftsmodus. Die Sende- und die Empfangsspule ist abgeschirmt, damit eine gute Kopplung ohne Störeinstrahlung erzielt wird. Die Sendespule einiger Ladematten ist frei beweglich und sucht die beste Übertragungsposition unter dem zu ladenden Gerät. Andere Matten sind mit mehreren Sendespulen ausgestattet, wobei nur die mit der besten Kopplung zum Gerät 16 | Elektrotechnik 3/12

das Laden übernehmen. Auf Abbildung 3 ist ein Qi-System mit Sender und Empfänger zu sehen. Nachteile des drahtlosen Ladens Das induktive Laden hat auch seine Nachteile. Die Energiekommission von Kalifornien CEC fordert bei Wechselstromadaptern für die Stufe V einen Wirkungsgrad von mindestens 85 %, während für den Energiestern der Stufe V 87 % erforderlich ist. (Die europäi-

Die Verluste werden in Wärme umgewandelt, und ein drahtloses Ladegerät kann beim Laden ziemlich warm werden, was die Batterie schädigen kann und die Lebensdauer verringern wird. Natürlich wird die Batterie nur beim Laden erhitzt, denn das Qi-Ladegerät kühlt wieder ab, wenn die Batterie voll ist. WPC ist vorsichtig an die Qi-Spezifikationen herangegangen: die Leistungsgrenze der ersten Version beträgt nur

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Ladematte für Handys: Das drahtlose Laden ist für Handys und Mobilzubehör äusserst praktisch. (Bild: Powermat)

sche CE richtet sich nach der CEC.) Addiert man die Verluste eines normalen Ladegerätes zu denen des Wechselstromadapters hinzu, beträgt der Wirkungsgrad etwa 70 %. Beim drahtlosen Laden dagegen liegt er zwischen 70 und 80 %, und addiert man die integrierte Wechselstromumformung hinzu, kommt man auf 60 bis 70 %. Weiterhin kommt beim drahtlosen Laden noch der höhere Energieverbrauch im Bereitschaftsmodus hinzu. Die Hersteller von Ladegeräten wie Cadex Electronics geben sich grosse Mühe, die vorgeschriebenen Anforderungen zu erfüllen. Das vom Staat unterstützte Energiestern-Programm drängt auf möglichst energiesparende Ladetechniken, worunter die Benutzerfreundlichkeit jedoch leiden kann, sodass Ausnahmen nötig werden. Obwohl der Verbrauch im Bereitschaftsmodus gering ist, ist er bei etwa einer Milliarde Ladegeräten nicht mehr zu vernachlässigen. Die Anzahl der Handys wird weltweit auf über fünf Milliarden geschätzt, und allein 2008 wurden 3,2 Milliarden Stromversorgungen hergestellt, von denen die meisten im Netz eingesteckt bleiben.

5 W. Jetzt arbeitet man an einer zweiten Version mit einer Leistung von bis zu 120 W, wobei aber sehr strikte Strahlungsgrenzen erforderlich sein werden. So gibt es gesundheitliche Bedenken, da das Gerät mit einer Frequenz von 80 bis 300 kHz in nächster Nähe zum Menschen betrieben wird. Einige Geräte senden mit 915 MHz, einer Frequenz, mit der Mikrowellenöfen betrieben werden. Elektromagnetische Wellen von Radiosendern, Handys, Wi-Fi, Routern und jetzt von drahtlosen Ladegeräten werden als nicht ionisierend und damit als unschädlich für die Gesundheit betrachtet. Die ionisierenden Röntgenstrahlen dagegen können Krebs verursachen. Mit zunehmender Anzahl an nichtionisierenden Geräten beginnt man, die Sicherheit infrage zu stellen. Die Regulierungsbehörden warten auf Beweise und werden nur dann einschränkend eingreifen, wenn der Verdacht wissenschaftlich erhärtet wird. Inzwischen wehren sich Eltern gegen das Wi-Fi in Schulen, während Hausbewohner gegen Stromzähler protestieren, die den Verbrauch drahtlos übertragen. Dagegen betrachten manche die


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bundenen Laden, wie Überschläge beim Einstecken, was in einem Gefahrenumfeld zu einer Explosion führen kann, oder Fehlerquellen wie schlechter Kontakt durch Schmiere, Staub, Korrosion oder abgenutzte Steckkontakte sind nicht vorhanden. Bei der Kostenfrage ist das drahtlose Laden jedoch im Nachteil, insbesondere weil die Vorteile der Massenproduktion noch nicht genutzt werden können. Eine Station für drahtloses Laden kostet etwa 25 % mehr als ein normales Ladegerät. Auch die Empfangsanlage ist 25 % teurer. Und wenn, anders als zum Beispiel beim Handy, nicht mit eingebauter Batterie geladen werden kann, benötigt jede Batterie einen eigenen Empfänger, und das Batteriepack würde entsprechend teurer sein. Nur wo das drahtlose Laden ohne Umweltbedenken möglich und der Komfortbedarf gross ist, wird es sich vorerst durchsetzen, anderweitig ist das kabelgebundene Laden die praktische Alternative. ■ www.batteryuniversity.com www.cadex.com

Literatur 1. Schweizer Landessender Beromünster: http://history-switzerland.geschichte-schweiz.ch/switzerland-radio-station-beromunster.html 2. Wireless Power Consortium: http://www.wirelesspowerconsortium.com/ 3. Texas Instruments, Integrate wireless charging into portable electronics with TI’s bqTESLA [Integration des drahtlosen Ladens in die MobileGeräte mit bqTESLA von TI] 4. California Energy Commission (CEC), the state’s primary energy policy and planning agency [Energiekommission von Kalifornien CEC, massgebende Planungsbehörde des Bundesstaates] 5. Energy Star, an international standard for energy efficient consumer products [Der Energiestern, ein internationaler Standard für energiesparende Verbraucherprodukte]

Drahtloses Ladesystem von Texas Instruments: Qi-kompatibles Sendemodul (links) mit dem Empfangsmodul (rechts). Kommerzielle Anwendungen sind gegenwärtig auf 5 W begrenzt. (Bild: Texas Instruments)

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drahtlosen Ladegeräte als harmlos, weil keine Daten übertragen werden. In den meisten Fällen ist die Strahlungsbelastung in einer Wohnung so gering, dass man sich keine Sorgen zu machen braucht; doch hohe Feldstärke in enger Nähe zur Strahlungsquelle können die Auswirkungen beträchtlich erhöhen. Das Aufladen von Elektrofahrzeugen ohne Stecker und Kabel ist für den Fahrer sehr bequem, denn er parkt einfach auf der Sendespule. Es gibt Ingenieure, die davon reden, Ladespulen in Fahrbahnen einzubringen, sodass vor einer roten Ampel oder gar während des Fahrens geladen werden kann. Dies mag zwar technisch möglich sein, aber der Wirkungsgrad und das Strahlungsproblem stellen bei diesen grossen Leistungen vorerst unüberwindliche Hindernisse dar. Bei einem Übertragungswirkungsgrad von 80 bis 90 % gehen immerhin 10–20 % der Energie verloren. Solch ein Verlust ist für den Nutzer nicht vernachlässigbar und sollte eigentlich in den Verbrauch pro km einbezogen werden. Im Hinblick auf die grosse Fahrzeugmenge steht diese Technik den Bestrebungen zur Energieeinsparung entgegen. Gemäss Daimlers Leiter der Abteilung Zukunftsmobilität, Professor Herbert Kohler, sind wir wegen der Sicherheitsaspekte vom induktiven Aufladen von Elektrofahrzeugen noch 15 Jahre entfernt. Gegenüber Wi-Fi oder Handys kann die Störabstrahlung beim Aufladen von Elektrofahrzeugen wesentlich stärker sein; Herzschrittmacher z. B. könnten beeinflusst werden. Aus rein ladetechnischer Sicht bietet das drahtlose Laden bedeutende Vorteile. Gefahrenquellen beim kabelge-


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Kurzschlussfestigkeit von bestehenden Hauptverteilungen

Pflichten der Betriebsinhaber Sind Ihre Hauptverteilungen noch für die aktuell herrschenden Kurzschlussströme gebaut? Die zunehmende Vernetzung und der erhöhte Energiebedarf machen laufende Anpassungen beziehungsweise Überprüfungen der bestehenden Anlagen nötig.

mindernde Veränderungen eingetreten sind • Anlageschemata, Kennzeichnungen und Beschriftungen vorhanden und nachgeführt sind. Was heisst das für die Beurteilung der Kurzschlussfestigkeit in der Praxis?

Dario Marty*

Bemessungsstossstromfestigkeit (Ipk) Scheitelwert der ersten Halbwelle des Kurzschlussstromes (rated peak withstand current). Ausschlaggebende Grösse für die mechanische Festigkeit/Auslegung einer Schaltanlage. Der angegebene Wert ist ein Momentanwert und wird in [kA] angegeben.

Gemäss Art. 17 der Starkstromverordnung StV SR 734.2 müssen die Betriebsinhaber ihre Starkstromanlagen dauernd instand halten und periodisch reinigen und kontrollieren oder diese Arbeiten durch Dritte ausführen lassen. In Abs. 2 steht: Im Besonderen ist zu kontrollieren, ob

• sich die Anlagen und die daran angeschlossenen elektrischen Einrichtungen in einwandfreiem Zustand befinden • die Anlagen bezüglich Unterteilung, Anordnung und Kurzschlussfestigkeit den Vorschriften entsprechen • die Schutzeinrichtungen korrekt eingestellt und wirksam sind • im Bereich der Anlagen sicherheits-

Bemessungskurzzeitstromfestigkeit (Icw) Effektivwert des Stromes, den eine Anlage oder ein Stromkreis kurze Zeit führen kann (rated short-time withstand current). Dieser Wert gibt die thermische Festigkeit eines Stromkreises im Kurzschlussfall an. Der Wert wird in [kA] angegeben und bezieht sich normalerweise auf eine Sekunde.

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Austausch von Transformatoren Wird ein Trafo in einer Station mit einem anderen Typ ausgewechselt, so muss zwingend der Kurzschlussstrom bei den Hauptverteilungen und den angeschlossenen Niederspannungsverteilungen überprüft werden. Beispiel: Austausch eines Trafos mit 630 kVA 4,6% zu einem Trafo von 1250 kVA mit Kurzschlussspannung von 5,3%

Auf dem Typenschild eines Trafos ist die Kurzschlussspannung in Prozent der Nennspannung angegeben, z. B. Ksp. von 5,3 %.

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Parallelschaltung von zwei gleichen Transformatoren.

Parallelschaltung von Transformatoren Beispiel: Zusammenschaltung von zwei Transformatoren mit 1000 kVA mit einer Kurzschlussspannung von 5,1%.

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Effektiver Kurzschlussstrom an der Anlage Der an der Anlage herrschende Kurzschlussstrom ist von der Distanz zum Trafo, dem Querschnitt der Leitung und der Erdung abhängig. Es besteht die Möglichkeit, den Kurzschlussstrom zu berechnen oder zu messen. Je grösser die Impedanz zwischen der Anlage und der Trafostation, desto weniger wird sich der Kurzschluss an der Anlage infolge von Anpassungen verändern. Eine gute Abschätzung des effektiven Kurzschlussstroms kann mittels Nomogramm NIN 4.3.4.2 gemacht werden.

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Bei sehr hohen Kurzschlussströmen > 15 kA empfiehlt sich, anstelle einer Messung aus Sicherheitsgründen (keine geeignete PSA erhältlich) eine Berechnung durchzuführen. Muss für die Bestimmung des Kurzschlussstroms eine Messung durchgeführt werden, ist die Weisung «Arbeiten an elektrischen An-

Hauptverteilung über einen Leistungsschalter oder eine spezielle Niederspannungs-Hochleistungssicherung geführt werden. Damit können die Abschaltzeit und die Kurzschlussleistung reduziert werden. Zuständig für die Überprüfung von Starkstromanlagen ist der Betriebsinha-

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Beschädigte Schaltgerätekombination durch Kurzschluss.

gehören auch die Bestimmung des Kurzschlussstroms und die Überprüfung der Schaltgerätekombinationen. Hier ist in der Regel erst durch Messungen bekannt, welche Kurzschlussleistungen an der Anlage herrschen.

Auf dem Typenschild der Schaltgerätekombination ist die Kurzschlussfestigkeit angegeben.

lagen ESTI 407» zu beachten und die entsprechende persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Überprüfung der Anlagen Ist der herrschende Kurzschlussstrom bekannt, müssen die Abschalteinrichtungen nach Art. 63 StV überprüft werden. Des Weiteren müssen nach Abs. 1 Art. 62 StV die Teile der Starkstromanlage den Beanspruchungen widerstehen, die betriebsmässig oder bei Kurzund Erdschlüssen am Einbauort auftreten können. Der Kurzschlussstrom kann auf der Niederspannungsseite nur beherrscht werden, wenn die Zuleitungen zur

ber gemäss Art. 18 der StV. Er bestimmt anhand der äusseren Einflüsse, der Art der Anlage und der elektrischen Beanspruchung die Kontrollperiode. Im Rahmen dieser Kontrollen müssen Netzbetreiber sowie Betriebsinhaber mit Hochspannungsanschluss die Kurzschlussfestigkeit der Anlagen regelmässig überprüfen. In der Regel sind den Betriebsinhabern die Änderungen von Kurzschlussleistungen ihrer Trafostationen bekannt. Anlagen, welche mit Niederspannung versorgt werden, unterstehen der Niederspannungs-Installationsverordnung NIV. Diese müssen regelmässig gemäss Anhang NIV definierten Kontrollperioden überprüft werden. Zur Kontrolle der Anlagen

Fazit Eine regelmässige Überprüfung der Anlagen auf die Kurzschlussfestigkeit der herrschenden Kurzschlussströme ist notwendig und dient der Anlagen- und Personensicherheit. Entsprechende Massnahmen zur Verstärkung der Kurzschlussfestigkeit können die Konsequenzen daraus sein. Wird dies nicht überprüft, kann das zu verheerenden Schäden führen (siehe Bild 4). Die Inspektoren des ESTI werden bei der Kontrolle der Anlagen auf die Kurzschlussfestigkeit achten. ■ * Dario Marty, Chefingenieur Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI, 8320 Fehraltorf Tel. 044 956 12 12, info@esti.admin.ch, www.esti.admin.ch. Quelle: Bulletin 2/2012

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Installations- & Gebäudetechnik

Das Thema Dimmer gewinnt an Brisanz mit dimmbaren LED-Retrofit-Lampen

Dimmer für Dosen und Verteiler Trotz aller Stromsparappelle erfreuen sich Halogenlampen grosser Beliebtheit. Allerdings kommen auch dimmbare Sparlampen und zunehmend LED-Retrofit-Lampen zum Einsatz. Dimmer- und Lampenhersteller werden mit Fragen überhäuft, welche Dimmer mit welchen Lampen funktionieren. Grund genug, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Raymond Kleger Wenn man eine Glühlampe in der Helligkeit einstellen will, senkt man die Spannung ab. Früher geschah dies tatsächlich über Leistungspotenziometer. Teilweise sind solche Systeme noch in Uralttheatern hinter der Bühne zu finden (Bild 2). Die primitive Urtechnik mit den Leistungspotenziometern hatte den grossen Vorteil, dass Strom und Spannung sinusförmig waren, man kämpfte also nicht mit EMV-Problemen. Natürlich will niemand diese monströsen Leistungspotenziometer. Und die sind auch sehr unwirtschaftlich wegen der grossen Verlustleistung, deshalb fand der Dimmer schon in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts grosse Verbreitung. Phasenanschnittdimmer Auf die Lampe führt nicht mehr die gesamte Sinusspannung, sondern nur noch ein Teil der Sinushalbschwingung. Je stärker gedimmt wird, desto stärker wird der Sinus angeschnitten. Die maximale Stärke des Anschnitts wird so begrenzt, dass die Lampe bei maximaler Dimmung noch leicht leuchtet. Es macht ja wenig Sinn, eine Lampe an der Decke zu haben, die zwar noch elektrische Leistung umsetzt aber kein Licht mehr abgibt. Schaltungserklärung von Bild 3: Über das Potenziometer und R3 wird C2 aufgeladen. Erreicht die Spannung über C2 zirka 30 V, zündet der Diac den Triac. Praktisch heisst dies, der Diac wird bei 30 V niederohmig und entlädt C2 blitzartig mit einem Impulsstrom über die Steuerelektrode des

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Quelle: Feller

Triacs und bringt letzteren in den leitenden Zustand. Je grösser der Widerstandswert des Potenziometers, desto länger dauert die Aufladung von C2, desto später zündet der Thyristor und damit ist der Sinus umso stärker angeschnitten. R1, C1 und R2 haben die Aufgabe, das saubere Zünden des Triacs auch bei grossen Anschnittwinkeln zu gewährleisten. Ohne diese drei Bauteile arbeitet die Schaltung nicht stabil bei grossen Anschnittwinkeln. Berechnung des Effektivwerts einer angeschnittenen Sinusspannung:

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Bei  = 126 °, wie in Bild 3 gezeigt mit 230 V Eingangsspannung, ergibt sich 88,7 V. Von diesen 88,7 V fallen aber etwa 2,5 V über dem Triac ab. Vorteile, Nachteile und Einsatz: Ein Phasenanschnittdimmer lässt sich mit wenigen, preisgünstigen Bauteilen aufbauen. Der Phasenanschnittdimmer kommt bei ohmschen und induktiven Verbrauchern zum Einsatz. Nebenbei: Sanftanlasser für Motoren arbeiten immer nach dem Phasenanschnittprinzip. Phasenabschnittdimmer Sie sind grundsätzlich deutlich komplizierter im Aufbau. Hier kommt kein billiger Thyristor bzw. Triac als elektronischer Schalter infrage, meistens Elektrotechnik 3/12 | 21


Installations- & Gebäudetechnik

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Dimmen mit Leistungspotenziometer hat Vorteil, dass keine Oberschwingungen entstehen.

sind es IGBT-Transistoren oder Power-MOSFET. Viele Hersteller bieten heute sogenannte Universaldimmer an (Bild 4). In diesem Fall lässt sich der Dimmer in beiden Betriebsarten betreiben, also als Phasenan- oder Phasenabschnittdimmer. Teilweise muss die Umschaltung nicht von Hand geschehen, sondern eine spezielle Detektierschaltung kontrolliert, ob bei einem Phasenabschnittbetrieb Überspannungen beim Abschalten entstehen und schaltet in diesem Fall automatisch auf Anschnittbetrieb um. Vorteile, Nachteile und Einsatz: Bei kapazitiven Lasten, also elektronischen Trafos für Halogenlampen, müssen zwingend Phasenabschnittdimmer zum Einsatz kommen. Der Grund ist einfach: Der Eingang dieser elektronischen Dimmer ist kapazitiv. Bei einem Phasenanschnitt würde der Triac direkt auf einen entladenen Kondensator schalten, was einem Kurzschluss gleichkommt. Der Phasenabschnittdimmer hingegen schaltet im Nulldurchgang ein, das ist ideal für eine kapazitive Last. Bei elektronischen Dimmern entstehen im Ausschaltmoment keine Probleme, denn der Kondensator hat ja die Eigenschaft, dass er die Spannung halten möchte, es entsteht weder eine Überspannung noch fliesst ein problematischer Strom im Ausschaltmoment. Ein

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Phasenanschnitt. Bei  = 126 ° ist Ueff = 89 V. 22 | Elektrotechnik 3/12

Phasenabschnittdimmer ist, wie Bild 4 zeigt, mit Transistoren bzw. PowerMOSFET aufgebaut. Diese lassen sich jederzeit schnell sperren und somit ist auch ein Kurzschluss ohne Folgen möglich. Wie hoch dieser Kurzschlussstrom bei den einzelnen Dimmern der unterschiedlichen Hersteller sein darf, ist nicht bekannt. Dimmen mit Schwingungspaket Die Schwingungspakektsteuerung hat faszinierende Eigenschaften, weil damit keine Oberschwingungen erzeugt werden, sondern nur Subharmonische, also Frequenzen, die tiefer liegen als die speisende Netzfrequenz. Ein elektronischer Steller, meistens Thyristortechnik, lässt immer ganze Sinusschwingungen zum Verbraucher durch. Soll die Leistung z. B. 25 % betragen, lässt der Sinuspaketsteller eine Sinusschwingung durch und lässt dann drei vollständige Perioden aus. Die Leistung beträgt:

B

Im Beispiel von Bild 5 wäre die durchschnittliche Leistung:

C

Die Technik, ganze Sinusschwingungen auf den Verbraucher zu bringen und zwischendurch einfach Lücken einzubauen, funktioniert bei Glühlampen leider nicht. Bei einer 12-V-Halogenlampe sehr grosser Leistung könnte es allenfalls noch funktionieren, weil hier die thermische Zeitkonstante des dicken Wendels sehr gross ist. Allerdings darf die Periodenzeit der Paketschwingungen 200 ms nicht überschreiten. Damit wäre eine zehnstufige Dimmung möglich, weil ja immer ganze Sinusperioden durchgelassen werden müssen: 200/20 = 10. Das ist sehr wenig, in der Regel erwartet der Kunde mindestens 100 Abstufungen, damit das Verhalten des Dimmers «analog» wirkt. Bei einer Periodendauer von 200 ms würde aber schon eine Helligkeitsschwankung bei tiefen Dimmungen erkennbar. Vorteile, Nachteile und Einsatz: Die Sinuspaketsteuerung verursacht keine Oberschwingungen, dafür Subharmonische. Im Beispiel von Bild 4 wäre das eine Frequenz von:

D

Wird eine grosse Last mit 5 Hz geschaltet, verursacht dies kleine Netzspannungsschwankungen. Weil Glühlampen äusserst empfindlich reagieren (dritte Potenz bezüglich Spannung), würde man ein Flackern wahrnehmen. Das ist sehr unangenehm. Deshalb kommen Sinuspaketsteuerungen fast ausschliesslich im industriellen und gewerblichen Bereich zur Anwendung, da ist die Netzimpedanz deutlich geringer als im Privathaushalt. Die praktische Anwendung liegt häufig bei dynamischen Heizungen, wie Infrarotstrahlern in Lackierstrassen zur Trocknung des Lacks. Dabei muss die Temperatur sehr dynamisch geregelt werden. Hitze im Dimmer Triacs haben zirka 2,5 V Durchlassspannung. Bei einer 500-W-Halogenlampe entsteht ein Strom von zirka 2,2 A. Dieser verursacht über dem Triac einen Verlust von rund 5,5 W. Der Halbleiter selbst ist da viel zu klein, um diesen Verlust ohne Kühlkörper abzuleiten. Der Triac wird isoliert auf den Aluminiumrahmen des Dimmers geklemmt und kann so seine Wärme grossflächig ableiten. Wird ein Dimmer überlastet, spricht die Sicherung kaum an, er wird aber viel zu heiss und kann


Kurzschluss am Dimmer Das ist grundsätzlich ein problematischer Fall für einen Dimmer. Der Stromanstieg ist sehr schnell und erreicht nach kurzer Zeit Werte, die den Halbleiter zerstören. Bei Phasenanschnittdimmern helfen hier nur zwei Möglichkeiten. Die eingebaute Feinsicherung spricht an und rettet so den Halbleiter vor dem Hitzetod. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass der Triac so gross dimensioniert wird, dass er eine Halbschwingung von bis zu 500 A aushält – das ist so ein typischer Kurzschlussstrom in Wohnungen – und dann spricht die Sicherung bzw. der Leitungsschutzschalter im Verteiler an. Bei Qualitätsdimmern mit eingebauter Sicherung hat es eine Reservesicherung. Glühlampen, speziell Halogenleuchten, verabschieden sich meistens beim Einschalten, weil hier sehr grosse Ströme entstehen – bis zu 15-fachen Nennströmen und die stressen den Wolframwendel. Die Feinsicherungen in Dimmern sind superflink. Werden diese durch normale oder gar träge Feinsicherungen ersetzt, brennt beim nächsten Kurzschluss mit grosser Wahrscheinlichkeit der Halbleiter schneller durch als die Feinsicherung. Die Lampe brennt anschliessend immer voll oder gar nicht mehr. Bei Phasenabschnittdimmern sind Power MOSFET oder IGBT-Transistoren im Einsatz. Der Strom im Halbleiter wird hier ständig überwacht. Steigt dieser sehr schnell an, unterbricht der Halbleiter den Strom. Ein Phasenabschnittdimmer ist in aller Regel bedingt kurzschlusssicher. Mit bedingt ist gemeint, dass ein Kurzschluss bei der Lampe möglich ist, nicht aber direkt an der Klemme des Dimmers, weil dann die Netzimpedanz mitunter zu klein ist und damit der Kurzschlussstrom zu hoch. Moderne Phasenabschnittdimmer können, je nach Last, auch als Phasenanschnittdimmer wirken und sind auch in diesem Betrieb kurzschlusssicher. Das ist ein grosser Vorteil der Phasenabschnittdimmer, denn früher oder später tritt bei Halogenlampen beim Glühwendelbruch ein Kurzschluss

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dabei zerstört werden. Ürlastung ist unbedingt zu vermeiden.

Phasenabschnitt. Bei  = 126 ° ist Ueff = 89 V.

auf. Meistens schützen sich Phasenabschnittdimmer auch selbst vor Überlast. LED-Retrofit-Lampen besitzen ein eingebautes elektronisches Vorschaltgerät. Interessanterweise zeigen Versuche von Dimmerherstellern, dass bei gewissen Typen von dimmbaren LED-Retrofit-Lampen, Phasenanschnittdimmer die besten Ergebnisse liefern. Hier würde man meinen, dass der Universaldimmer die Lösung ist. Leider ist dem nicht so, denn diese schalten mitunter ständig von An- auf Abschnittbetrieb um; die Lampe flackert. Leider konnten sich Lampenhersteller bis jetzt nicht auf eine Technologie im Vorschaltgerät einigen, die zuverlässig mit einem Abschnitt- oder Phasenanschnittdimmer funktioniert. Man darf aber davon ausgehen, dass die Akzeptanz von LED-Lampen wesentlich besser wird, als diejenige bei Sparlampen, denn LED weisen eine Reihe unangenehmer Nachteile der Sparlampen nicht auf: • Sie starten sofort mit voller Lichtleistung • Die Lichtfarbe ist kaum zu unterscheiden von Glühlampenlicht • Sie dürfen beliebig oft geschaltet werden • Der Wirkungsgrad ist mindestens fünfmal besser als bei Glühlampen und es gibt dimmbare Typen Dabei ist besonders vorteilhaft bei der LED-Lampe, dass der Farbton auch bei starker Dimmung identisch bleibt und die elektrische Leistung geht fast proportional mit der Lichtleistung zurück. Bei Glühlampen ist das überhaupt nicht der Fall, deren Lichtleistung nimmt bei starker Dimmung auf 1 % ab, da kann

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man wirklich nur noch von Heizstrahler mit optischer Erkennung sprechen. Fragen um Dimmer Hier werden typische Fragen rund um Dimmer und Glühlampen beantwortet. Wann ist welcher Dimmertyp zu verwenden? Bei Glühlampen und induktiver Last muss das Phasenanschnittprinzip zum Einsatz kommen. Bei kapazitiver Last, das sind elektronische Transformatoren für Niedervolt-Halogenlampen, ist zwingend das Phasenabschnittprinzip einzusetzen. Die Lampe flackert, vor allem bei kleinen Helligkeiten? Dieser Fall tritt meistens bei zu kleiner Last auf. Dimmer dürfen nur innerhalb des ausgewiesenen Lastbereichs betrieben werden, das sind z. B. 40… 400 W oder 60… 600 W. Warum haben Kleinspannungs-Halogenlampen den grösseren Wirkungsgrad als normale Glühlampen? Glühfäden von 12-V-Halogenlampen sind dicker als diejenigen von 230-V-Ausführungen. Sie sind daher mechanisch stabiler und lassen sich stärker erhitzen. Je heisser der Glühwendel, desto grösser ist die abgestrahlte Lichtleistung. Normale Glühlampen schaffen rund 12 lm/W, 12-V-Halogenlampen bis zu 20 lm/W. Spart man bei gedimmter Lampe Energie? Grundsätzlich reduziert sich natürlich die Lampenleistung in gedimmter Stellung. Aber die abgegebene Lichtleistung reduziert sich viel schneller als die elektrische Leistung. Oder vereinfacht gesagt, eine 100-W-Lampe auf 60 W elektrische Leistung gedimmt, produziert viel weniger Licht als eine 60-W-Glühlampe. Glühlampen, die

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dauernd gedimmt werden, machen keinen Sinn, da würde man besser Typen kleinerer Leistung einsetzen. Ins gleiche Kapitel gehört der Unsinn, moderne Dimmer so zu justieren, dass diese gar nie über 95 % der Nennspannung kommen. In diesem Fall produzieren die Lampen nur zirka 86 % ihrer Nennlichtleistung (0,86 = 0,953). Die Glühlampe lebt mit 5 % Unterspannung typischerweise etwa doppelt so lange. Verlängert sich die Lebenserwartung von Glühlampen beim Einsatz von Dimmern? Für normale Glühlampen gilt dies uneingeschränkt, nicht aber für Halogenlampen. Wenn letztere dauernd stark gedimmt werden, wird der Glaskolben zu wenig heiss und damit funktioniert der Halogenprozess nicht. Bei normalen Glühlampen wird der Glaskolben mit der Zeit schwarz, weil der Wolframfaden verdampft. Bei einer Halo-

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Sinuspaketsteuerung.

genlampe verbindet sich das verdampfende Wolfram mit dem Halogengas im sehr heissen Glaskolben und die Moleküle setzen sich wieder auf dem Wolframfaden ab. Dummerweise nicht exakt dort, wo sie sich vom Glühfaden lösten. So verdickt und verjüngt sich der Faden mit der Zeit an gewissen Stellen und irgendwann ist auch bei einer Halogenlampe ein Glühfadenbruch fällig. Also Halogenlampen ab und zu auf 100 % Leistung betreiben, dann wird der Glaskolben wieder so heiss, dass sich die Wolframatome vom Glaskolben lösen und wieder auf den Wendel kommen, ansonsten lebt eine dauernd gedimmte Halogenlampe weniger lang als eine mit Nennspannung betriebene. Ein Leuchter soll mit kleinen Sparlampen ausgerüstet werden, geht das, wenn der Dimmer einfach fix auf 100 % gesetzt wird? Das sollte man vermeiden, denn je nach Dimmertyp funktioniert das nicht. Eine 12-V-Halogenbeleuchtung wird über einen konventionellen Trafo an einen Dimmer angeschlossen und brummt je nach Dimmerstellung sehr stark, woran liegt das? 24 | Elektrotechnik 3/12

Nur Ringerkerntrafos eignen sich für Dimmer (Begründung weiter unten). Ein Dimmer, eingebaut in eine Deckenlampe, dimmt von alleine auf und ab, worin liegt das Problem? Ist ein berührungssensitiver Dimmer in der Leuchte selbst eingebaut, verursacht das Berühren des Metalls der Leuchte einen Ableitstrom zur Erde. Damit wird der Dimmer gesteuert. Ein Isolationsdefekt kann den gleichen Effekt ausüben wie ein Berühren des Metalls. Weil der Isolationsdefekt dauernd ansteht, dimmt die Lampe auch ununterbrochen rauf und runter. Der Deckenfluter funktionierte plötzlich nicht mehr. Die Lampe leuchtete nur kurz beim Einschalten auf, auch das Ersetzen der Sicherung (träge) brachte nichts. Das Ersetzen der Halogenlampe von 250 W hatte zur Folge, dass jetzt die Lampe wieder brennt aber sie lässt sich nicht mehr dimmen. Wo liegt das Problem? Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Die Halogenlampe starb den typischen Tod beim Einschalten. Allerdings verursachte der Bruch des Glühwendels gleich noch einen Kurzschluss. Die Sicherung im Dimmer sprach an, der Ersatz durch eine träge Sicherung hat dann beim Einschalten den Halbleiter zerstört und nicht die Sicherung. Hier hilft nur noch der Austausch des Dimmers. In einen Dimmer gehört zwingend eine superflinke Sicherung. In einem Zimmer sind zwei 12-V-Seilsysteme, wobei beide je über einen Ringkerntrafo gespeist werden. Kann man diese beiden Trafos an denselben Dimmer anschliessen? Ja das geht, doch darf natürlich die maximal zulässige Leistung des Dimmers nicht überschritten werden. Funkstörung Für Haushaltgeräte, unter die Dimmer fallen, gilt EN 60669-2-1. Darin gilt für elektronische Schalter für Beleuchtungsanwendungen (auch Dimmer) die EN55015. Diese Norm umfasst den Frequenzbereich von 9 kHz bis 400

GHz. Das ist eine Sonderregelung. Die zulässigen Störspannungswerte im Bereich Haushalt sind gegenüber der Industrie schärfer. Dimmer grösserer Leistung drücken erhebliche Oberschwingungen ins Netz, es sind dies vor allem die 3., 5. und 7. Harmonischen (Bild 6). Ab 150 kHz fängt der Langwellenbereich an und hier arbeiten auch Gegensprechanlagen, die über das 230-V-Netz kommunizieren. Gründe für EMV-Störungen Niederfrequente Harmonische entstehen durch nichtsinusförmige Ströme. Jede periodische Grösse, sei dies ein Strom, eine Spannung oder Leistung, lässt sich in eine Grundharmonische und Harmonische – das sind sinusförmige Oberschwingungen als Vielfaches der Grundschwingung – zerlegen. Dies hat der berühmte Mathematiker Fourier um 1800 gezeigt. Je stärker die Kurvenform von einem Sinus abweicht, desto stärker fallen die Harmonischen aus. Vor allem steile Flanken erzeugen Oberschwingungen im Hochfrequenzbereich. Das Oberschwingungsspektrum eines Stroms, der über einen Phasenan- oder Phasenabschnittdimmer gesteuert wird, ist je nach Anschnittwinkel unterschiedlich. Je stärker der Anschnittwinkel, desto weiter weg ist der Strom von einem Sinus und desto stärker fällt das relative Oberschwingungsspektrum aus. Übrigens besteht kein Unterschied im Oberschwingungsspektrum zwischen einem An- oder Abschnittdimmer. Die tiefen Harmonischen, 3., 5. und 7. Harmonische, fallen bei Dimmern ausgeprägt auf und führen selbst bei symmetrischer Verteilung auf alle drei Aussenleiter zu Neutralleiterströmen und können Rundsteueranlagen, die im tiefen Frequenzbereich arbeiten, beeinträchtigen. Wenn also gedimmte Glühlampen, elektronische Vorschaltgeräte oder Sparlampen zum

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Oberschwingungen eines Dimmers ohne Entstörung.


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Einsatz kommen, ziehen diese einen stark von der Sinusform abweichenden Strom aus dem Netz. Es kann auch ein kräftiger, unerwarteter Neutralleiterstrom entstehen, wenn die Lasten auf drei Phasen verteilt werden. Störungen bei Audioanlagen Dimmer sind EMV-Dreckschleudern, das weiss jedermann, der in irgendeiner Form mit Audioanlagen zu tun hat. Dimmer können Audioanlagen auf vier Arten stören: • Die erzeugte Oberschwingung des Dimmers auf dem Netz kommt über das Netzteil des Audioverstärkers und der Verstärker auf die Lautsprecher (Sollte bei einem guten Netzteil nicht der Fall sein). • Über Erdschlaufen bei unsymmetrischen Mikrofon- und anderen AUXEingängen. • Durch steile Stromflanken in den Scheinwerferkabeln werden in parallel verlegten Mikrofonkabeln Spannungen induziert. • Die Scheinwerferkabel strahlen wie Antennen-Funkstrahlen ab, die über empfindliche Mikrophone eingekoppelt werden. Der Strom im Kabel von Scheinwerfern erzeugt ein Magnetfeld in der Hin- und Rückleitung. In einer gewissen Distanz zum Kabel hebt sich dieses Magnetfeld auf. Liegt hingegen ein empfindliches Mikrofonkabel direkt beim Scheinwerferkabel, besteht durchaus ein Magnetfeld, das im Mikrofonkabel Spannungen induziert. Weil die Spannungen von Mikrofonen sehr gering sind, reicht auch schon eine winzige induzierte Spannung für Störungen. Die eingekoppelte Frequenz ist ein Gemisch, hauptsächlich aus 150, 250 und 350 Hz bei einer Grundschwingung von 50 Hz. Die Töne, genauer die Tonfarbe und Intensität, variieren dabei je nach Anschnittwinkel. Wenn Halogenscheinwerfer singen, hat das eine spezielle Ursache. Die doppelt

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26 | Elektrotechnik 3/12

gewendelten Wolframdrähte werden durch das aufgebaute Magnetfeld mechanisch gedehnt und gestaucht. Die entstehenden Schwingungen übertragen sich auf die Zuleitungen des Wendels, weiter auf den Glaskolben und Stecksockel und zeigen sich so als Geräusch. Wenn der Scheinwerfer voll eingeschaltet ist, verschwindet dieses Singen, weil der Strom annähernd sinusförmig ist. Auch hier verändert sich die Klangfarbe je nach Anschnitt. Lösungen bei Audio-Problemen: • Wenn irgend möglich ist die Beleuchtungsanlage nicht an dieselbe Sicherungsgruppe anzuschliessen wie die Audioanlage. • Die Scheinwerferkabel immer gut getrennt von den Mikrofonkabeln verlegen; schon ein Abstand von wenigen Zentimetern der beiden Kabel kann da Wunder wirken. Kreuzungen sollten grundsätzlich im rechten Winkel erfolgen. • Ganz wichtig: Alle Scheinwerferkabel sternförmig verlegen, als die Scheinwerfer nicht schlaufen. Damit werden Schleifen verhindert, die sehr starke Störfelder abstrahlen können. • Unbedingt symmetrische abgeschirmte Kabel bei den Mikrofonen verwenden. • Bei hohen Ansprüchen müssen spezielle Dimmer zum Einsatz kommen, die hochwertige Filter (Filterzeitkonstante  = 200 μs) einsetzen. Solche Dimmer sind deutlich teurer und verursachen wegen der grossen Spulen auch etwas mehr Verluste. Phasenanschnittdimmer für den «Haushalt» verfügen über Filterzeitkonstanten von nur 50 μs. Gewöhnliche Abschnittdimmer haben heute gar keine Filter mehr, da werden nur die Flanken (slew rate) begrenzt. • Bei induktiven Hörgerätschleifen sollten die Dimmerkabel sehr weit weg von der Hörgeräteschleife liegen oder sonst müssen sie in ein geerdetes Stahlrohr verlegt werden. Dimmer für den Kleinverteiler, ansteuerbar über DALIBUS oder Taster. Quelle: SE Lightmanagement und Theben HTS.

Dimmer für 12-V-Halogenlampen Es kommen hier zwei unterschiedliche Techniken zur Anwendung: • Auf der 230-V-Ebene kommt ein Phasenanschnittdimmer zum Einsatz, der dann seine Spannung auf einen Ringkerntrafo bringt mit primärseitig 230 V, sekundärseitig 12 V. Für alle magnetischen Transformatoren gilt, dass sie mindestens zu zwei Drittel ausgelastet sein sollten, weil sonst die Nennspannung überschritten wird. Bei Ringkerntransformatoren ist der Leerlaufeffekt geringer als bei gewöhnlichen Transformatoren mit erheblich grösserer Streuung, wo die Leerlaufspannung deutlich überhöht ist. • Ein elektronischer Transformator wandelt die Spannung 50 Hz von einem Phasenabschnittdimmer zuerst in eine Gleichspannung um, zerhackt diese in eine Rechteckspannung von zirka 40 kHz und transformiert diese über einen Hochfrequenztrafo auf die Sekundärseite. Die Sekundärspannung von rund 40 kHz kann man nur mit einem KO oder ganz speziellen Multimetern messen. Normale Echteffektiv-Multimeter – auch qualitativ hochwertige – sind hier hoffnungslos überfordert, weil die Frequenz viel zu hoch ist. Beim System mit konventionellem Trafo hat man den Vorteil, dass die Spannung im Bereich von 50 Hz bleibt. Bei grösseren Leistungen sind Ringkerntrafos kritisch im Einschaltmoment. Wenn im Nulldurchgang die volle Halbwelle auf den Trafo kommt, gerät dieser in Sättigung und zieht einen ausserordentlich hohen Einschaltstrom. Die Ringkerntrafos surren nur leicht, wobei die Lautstärke vom Anschnittwinkel abhängt. Es kann also von Vorteil sein, diese nicht direkt im Schlaf- oder Wohnzimmer zu montieren. Normale Trafos surren viel zu laut durch die Oberschwingungen bedingt und sind ungeeignet. Das Surren entsteht dadurch, dass im Anschnittspunkt der ganze Eisenkern augenblicklich ummagnetisiert wird. Dies bewirkt eine Längenänderung im Kern, was in der Fachsprache Magnetostriktion genannt wird. Durch dieses physikalische Prinzip entsteht das Surren des Trafos. Bei Ringkerntransformatoren bewirkt die Längenänderung im Eisen deutlich geringere Geräusche als bei konventionellen Transformatoren, vor allem dann, wenn der Ringkerntrafo dämpfend über eine Gummizwischenlage montiert wird. Konventionelle Trafos haben den


Vorteil, dass später auch problemlos LED-Lampen anstelle der Halogenleuchten eingesetzt werden können. Beim elektronischen Trafo fallen Geräusche weg. Hier besteht hingegen ein ernsthaftes Problem bei längeren Zuleitungen. Wenn nämlich auf 4 m langen offenen Stromleitern für abgehängte Halogenleuchten ein Rechtecksignal von 40 kHz anliegt, führt dies zu erheblichen Abstrahlungen. Je länger die Leitung, desto schlimmer, es entsteht eine Antenne. Nach Vorschrift darf die Sekundärleitungslänge nach EN 55014 maximal 2 m betragen – doch was kümmert das den Laien und wohl oftmals auch den Elektroinstallateur?

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Maximale Energieeffizienz!

Dimmer als Reiheneinbaugerät (Bild 7) Der Dimmer lässt sich über einen einfachen, bauseitigen Taster bedienen. Er bietet Gleichspannung am Ausgang und hat deshalb keine Probleme auch bei langen Zuleitungen. Allerdings aufgepasst, bei 12 V bedeutet bereits ein Spannungsabfall von 0,6 V auf der Leitung = 5 % Unterspannung. Das beachten viele Elektroinstallateure nicht korrekt. Praktisch bedeutet dies, dass der Querschnitt zur Lampe deutlich grösser dimensioniert werden muss als die geforderten 1,5 mm2 für 13 A. Ein Beispiel dazu. An einer 4 m langen Zuleitung soll ein Leuchter mit 7 Halogenlampen von 20 W bedient werden. Der Spannungsfall auf der Zuleitung darf 3 % nicht überschreiten. Wie gross muss der Querschnitt sein? Lösung: 3 % von 12 V sind 360 mV. 7 x 20 W ergeben 140 W Gesamtleistung, die bei 12 V einen Strom von 11,67 A erzeugen – bei 230 V wäre der Strom nur 0,61 A. Der Leitungswiderstand darf demnach:

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E

betragen. Es gilt für die Leitung:

F

wir suchen:

G

• Maximale Energieeffizienz bis 95% • Warm- und kaltweisse Lichtfarbe • Hohe Lichtleistung • Mit oder ohne Sensor • Einmaliger Leistungsfaktor > 0,9

Bei noch längeren Zuleitungen verschärft sich die Lage noch deutlich, da sind schnell einmal 10 mm2 Leitungsquerschnitt nötig. Fazit Der Einsatz von Halogenlampen erfreut sich nach wie vor grösster Beliebtheit. Die Abschaffung der «normalen» Glühlampen wird als «Meilenstein der Energieeinsparung» betrachtet, sie liegen bei 0,5 % des gesamten elektrischen Energieverbrauchs. Sparlampen lassen sich kaum dimmen, die «langen» Leuchtstofflampen mit erheblichem Aufwand schon. Mit Sparlampen können sich viele nicht anfreunden. Für diese Spezies von Menschen bleibt aus ästhetischen und auch ökonomischen Anschaffungsgründen nur die Halogenlampe übrig. In den nächsten Jahren schaffen wohl erst ganz neue LED-Konzepte auch ästhetisch akzeptable Lösungen. Die LED-Technik bringt die Energievorteile der Sparlampentechnik, allerdings muss die Dimmbarkeit von Retrofit-LED-Lampen genau abgeklärt werden. Geholfen wäre Installateuren und Kunden, wenn ein Standard bezüglich der Dimmung entstehen würde. ■

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Dimmen von Sparlampen und LED-Retrofitlampen

Dimmen wird heikler Noch dominieren bei dimmbaren Leuchten Glühlampen, dazu zählt auch die Halogentechnik. Allerdings ist Stromsparen auf allen Ebenen angesagt. Sparlampen und vor allem LED-Retrofitlampen, werden die Beleuchtung in naher Zukunft revolutionieren. Doch wie steht es da mit der Dimmung? Die SE Lightmanagement AG hat für alle Leuchtensysteme die richtige Dimmerlösung. Die Auswahl dimmbarer energiesparender Leuchtmittel wird immer grösser, allerdings nehmen auch die Probleme zu. In vielen Fällen sind die Leuchtmittel nur in einem engen Bereich dimmbar. Anwender klagen über Flackern oder der Dimmer gibt gar unerwartet den «Geist» auf. Generell gilt: Nur Sparlampen und LED-Retrofitlampen mit der ausdrücklichen Bezeichnung: dimmbar, lassen sich auch dimmen! Wenn auf den Leuchtmitteln ein durchgestrichenes Dimmersymbol abgebildet ist, dürfen diese auf keinen Fall an einen Dimmer angeschlossen werden!

Nur speziell bezeichnete Sparlampen und LED-Retrofitlampen sind dimmbar.

Gewaltige Stromspitzen Sparlampen und LED-Retrofitlampen haben im Sockel ein Vorschaltgerät integriert. Die Netzspannung wird gleichgerichtet und diese Gleichspan-

nung wird auf einem Kondensator gespeichert. Der Ladestrom für diesen Kondensator fliesst nur gerade während des Spitzenwertes der Netzspannung

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2 Oben ist der extrem nicht sinusförmige Laststrom, unten die Spannung an der Last. 28 | Elektrotechnik 3/12

(Bild 2). Im konkreten Beispiel fliesst während rund 800 μs ein Strom von über 3 A. Diese Stromspitze ist unabhängig von der Leistung der Sparlampe immer etwa gleich gross und ist nur abhängig vom Lampentyp. Somit kann bei nur 7 Lampen bereits ein Spitzenstrom von 20 A fliessen. Die Halbleiterhersteller schreiben für ihre Dimmer einen maximalen Strom vor, ansonsten schützt sich der Dimmer z. B. über die eingebaute Überstromabschaltung. Einige Lampenhersteller geben darum Listen ab, aus der die Anzahl Lampen für verschiedene Dimmer aufgeführt sind. Diese Listen sind meist vorsichtig formuliert und erlauben Sparlampen mit einer Leistung von maximal 10 % der Dimmerleistung. Mit einem 500-W-Dimmer kann man somit gerade mal 50 W von Sparlampen dimmen. Der genaue Wert der Stromspitze ist bei den meisten Lampen nicht bekannt. Gleichzeitig schreiben die Lampenhersteller vor, mit welchem Dimmertyp ihre Energiesparlampen betrieben werden sollen. Je nach Elektronikaufbau in der Lampe, ist dazu ein Anschnittdimmer (Thyristordimmer) nötig. Es gibt aber auch Hersteller wie Megaman, die Abschnittdimmer (Transistordimmer) fordern. Es ist ganz wichtig, dass man sich an diese Herstellerangaben hält! Der Endverbraucher ist mit solchen Forderungen der Hersteller allerdings häufig überfordert. Minimallast des Dimmers Jeder Dimmer braucht eine vorgeschriebene Minimallast. Wird diese unterschritten, so können Universaldimmer nicht mehr entscheiden, ob die Last kapazitiv oder induktiv ist und schalten dauernd zwischen Abschnittund Anschnittmodus um. Andere Dimmer funktionieren nicht mehr, weil sie gar keine Spannung mehr erhalten. Dies deshalb, weil die Last in Serie mit dem Schaltelement bzw. der Messung im Dimmer ist. Bei zu hochohmiger Last fällt zu viel Spannung über der Last ab, sodass der Dimmer für seine Ansteuerung (Schaltung für das Phasen-


4 Installations- & Gebäudetechnik

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UDK Universaldimmer von se Lightmanagement; er kommt mit allen Lampentypen klar.

schieben) nicht mehr genügend Spannung erhält und somit kein Dimmen mehr erlaubt. Werden Halogenlampen gegen LED-Retrofitlampen ausgetauscht, ist bei vielen Dimmeranbietern die Minimallast unterschritten, der Dimmer funktioniert nicht mehr. Der UDK-04-10 von se Lightmanagement AG funktioniert bereits mit LED-Lampen von 0,6 W und ist damit einzigartig am Markt. Die zulässigen Leuchtmittel für den SE-Dimmer lassen sich auf www.se-ag.ch/lampen abfragen. Als Beispiel diene der Dimmer UDK-04-10. Dieser besitzt 4 Kanäle zu je 570 VA bei Glühlampenlast. Kommen Sparlampen oder auch LED-Retrofitlampen zum Einsatz, darf jeder Kanal mit einem Spitzenstrom bis zu 26 A belastet werden. Um ein Beispiel zu nennen: Von der Philips Master Globe 8 W dürfen pro Kanal 13 Lampen parallel geschaltet werden. Wenn man davon ausgeht, dass die Lichtausbeute zirka 5-mal höher ist als bei der Glühlampe, so liegt man, was die Lichtleistung betrifft, auf dem Niveau der Glühlampen. Parallelschaltung von Lampen Werden mehrere Lampen in einem Kreis eingesetzt, fällt auf, dass sich die Lampen nur noch zwischen 100 % und 60 % dimmen lassen. Dies passiert deshalb, weil die parallel geschalteten Entstörkondensatoren am Eingang der Vorschaltgeräte so viel Energie speichern, dass die Lampen weiter leuchten, auch wenn ihnen vom Dimmer her

ZSL hilft, bei der Parallelschaltung vieler Sparlampen den Dimmbereich zu erhöhen und das Flackern zu verhindern.

keine Energie mehr zugeführt wird. Auch kann hier ein Flackern auftreten. Damit das nicht geschieht, sollten diese Kondensatoren vor dem nächsten Nulldurchgang entladen werden. Die Lösung heisst hier: ZSL von se Lightmanagement. Diese Schaltung wird wie ein Widerstand einfach parallel zu den Leuchten geschaltet; sie verbraucht aber nur 1,7 W. Sparlampen mögen es heiss Wie normale Leuchtstofflampen brauchen auch Sparlampen eine höhere Betriebstemperatur, um zuverlässig zu zünden. Um die Lebensdauer der Sparlampen – LED-Retrofitlampen sind davon überhaupt nicht betroffen – zu erhalten, sollten sie deshalb immer zuerst eine Minute bei 100 % betrieben werden. Anschliessend lassen sich die Lampen auf den gewünschten Wert zurückdimmen. Neue Dimmer haben diese Funktion integriert. Bei Dimmwerten unterhalb ca. 30 % (abhängig von der Lampe), kann die Sparlampe nicht mehr zünden und erlischt. Es ist dringend notwendig, dass bei diesem Wert der Dimmer ausschaltet. Andernfalls kann die Lampe noch einige Male «nachzünden», was ihre Lebenserwartung enorm einschränkt. Der UDK04-10 von se Lightmanagement überwacht sogar, wie lange die Sparlampe ausgeschaltet war und schaltet sie, wenn sie noch warm ist, mit dem gewünschten Dimmwert sofort wieder ein. Nach längerer Ausschaltzeit beginnt er immer bei 100 %.

Minimal- und Maximalwert Sparlampen und LED-Retrofitlampen lassen sich nicht wie Glühlampen zwischen 0 und 100 % linear dimmen. Unterhalb eines minimalen Dimmwertes, in der Regel zwischen 20 … 30 %, löschen sie. Nach oben nimmt die Helligkeit ab einem Dimmwert von ca. 60 ... 70 % nicht mehr zu. Ein normaler Dimmer lässt sich also nur in einem kleinen Bereich ausnützen. Abhilfe bringt hier ein Dimmer, dessen Einstellbereich nach oben und unten justierbar ist, sodass die Skala zu 100 % ausgenützt werden kann. Der Dimmer UDK-04-10 von se Lightmanagement erlaubt dies. Durch Umstellen eines DIP-Schalters gelangt man in den Programmiermodus des Dimmers. Mit einem Taster kann der minimale und der maximale Dimmwert eingestellt und durch Zurückstellen des DIPSchalters gespeichert werden. Fazit Lampen- und Dimmerhersteller verbessern laufend die Dimmbarkeit der neuen Leuchtmittel. Mit der richtigen Wahl von Lampe und Dimmer können befriedigende Ergebnisse erzielt werden. Einzig das Verändern der Farbtemperatur bei gedimmten Glühlampen, welches die gemütliche Stimmung verursacht, kann mit Sparlampen und LED-Retrofitlampen noch nicht nachgebildet werden. ■

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Highlight

Die Universaldimmer DIMAX von Theben für den Kleinverteiler

Dimmer für Glühlampen, Sparlampen und LED Die Theben AG stellt zwei neue Universaldimmer vor: DIMAX 532 und DIMAX 534. Sie verfügen über eine automatische Lasterkennung für R-, L- und C-Lasten bis 500 W (100-W-Energiesparlampen). Damit lassen sich alle dimmbaren Leuchtmittel ansteuern.

Rechts: Die Dimmer von Theben für den Verteilereinbau sind äusserst kompakt und vielfältig in den Funktionen.

Jederzeit die richtige Stimmung mit Dimmern von Theben, Szenensteuerung inbegriffen.

Die neuen Dimmer DIMAX 532 und DIMAX 534 von Theben eignen sich ideal für alle neuen Leuchtmittel wie dimmbare Energiesparlampen oder 230-V-LED-Lampen bis zu 100 W und selbstverständlich Glühlampen, auch 12-V-Halogenlampen hinter einem Ringkerntrafo. Da die Energiesparlampen der verschiedenen Hersteller ein unterschiedliches Dimmverhalten zeigen, verfügen DIMAX 532 und DIMAX 534 über zwei optimierte Energiesparlampen-Einstellungen mit individuell anpassbarer Mindesthelligkeit. Auch die Einschalthelligkeit ist frei wählbar. Dank Memoryfunktion lassen sich eingestellte Werte und Lichtszenen auch nach einem Stromausfall problemlos abrufen. Alles automatisch Die automatische Lasterkennung für R-, L- und C-Lasten erlaubt z. B. den Anschluss von verschiedenen Leuchtmitteln wie Glühlampen, LED und Energiesparlampen – aber auch Ver30 | Elektrotechnik 3/12

braucher wie Ventilatoren in Feuchträumen. Beide Dimmer (1-TE Baubreite) verfügen über einen Multispannungseingang von 8 … 230 V AC/DC und erlauben somit die Ansteuerung durch Kleinspannung, z. B. für die Türkommunikation. Mit einem extrem niedrigen Stand-by-Verbrauch von nur 0,2 W sind die Dimmer äusserst energiesparend. Ihre Soft-EIN- und Soft-AUSSchaltung schont zusätzlich die angeschlossenen Leuchtmittel und erhöht damit deren Lebensdauer. Spezieller Komfort Mit dem Komfortgerät DIMAX 534 lassen sich bis zu drei frei programmierbare Lichtszenen über einen separaten Eingang abrufen: damit verfügt der Universaldimmer DIMAX 534 auch über eine Zentral-EIN-/AUS-Funktion. Die Dimmgeschwindigkeit für Lichtszenenwechsel kann individuell von 1 s bis 60 min eingestellt werden.

Die Komforteinstellung verfügt über eine Aufweck- und Schlummerfunktion, bei der das Licht über einen längeren Tastendruck langsam auf- oder abgedimmt wird – ideal, um Kindern das Einschlafen zu erleichtern oder um sie morgens sanft zu wecken. Bisher einzigartig ist die Möglichkeit, den Dimmer DIMAX 534 im Schalterbetrieb mit einem Bewegungsmelder, einem Präsenzmelder oder einer Zeischaltuhr zu kombinieren, z. B. für die zweistufige Flurbeleuchtung in Hotels oder Krankenhäusern. Darüber hinaus kann der Dimmer auch als nachschaltbarer Treppenlichtzeitschalter mit Dimmfunktion nach DIN 18015-2 und aktivierbarer Langzeitfunktion eingesetzt werden. ■ Theben HTS AG 8307 Effretikon Tel. 052 355 17 00 sales@theben-hts.ch www.theben-hts.ch


Wie Elektroinstallateure zu begeisterten Verkäufern von Gebäudeautomation werden

Highlight

Innoxel – ideal für Elektroinstallateure Elektroinstallateure verlieren oft rentable Aufträge, nur weil bei kleineren Unternehmungen das Wort «Gebäudeautomation» eine Abwehrhaltung hervorruft: zu kompliziert, zu teuer, kein eigener Service möglich ... Schade. Dabei wäre es einfach, den Kunden so zu beraten, dass er später nicht das Gefühl hat, bei der Elektroinstallation etwas verpasst zu haben. Von sich aus verkaufen nur wenige Elektroinstallateure aktiv mehr als eine 08/15-Installation. Dies hat Gründe. Bei einer typischen KNX-Gebäudeautomation haben Kleinfirmen kaum die Möglichkeit, den Auftrag selbst abzuwickeln. Die Software ist zu komplex und teuer, die eigene Betreuung solcher Projekte von A bis Z ist unmöglich. Ein kompetenter Service – sonst das Markenzeichen einer erfolgreichen Firma – kann nicht gewährleistet werden. Es geht auch anders Wie lässt sich der Elektroinstallateur für Gebäudeautomation begeistern? Er braucht: • ein System, das einfach zu bedienen und zu installieren ist • ein System, bei dem «alles aus einer Hand» stammt und bei dem es für alle Fragen einen einzigen Ansprechpartner gibt • ein System, bei dem selbst der Lehrling eine Baugruppe ergänzen oder eine defekte auswechseln kann • eine Konfigurationssoftware, die gratis und ohne Kursbesuche zu bedienen ist • einen Hersteller, der ihn bei Bedarf von der Offerte übers Schema bis zur Inbetriebnahme unterstützt Die gute Nachricht vorweg: Innoxel erfüllt mit ihrem Gebäudeautomationssystem NOXnet alle Bedingungen. Wie könnte so ein Ablauf aussehen? Der Elektroinstallateur nimmt die Wünsche des potenziellen Kunden auf. Er orientiert ihn darüber, wie ein Gebäudeautomationssystem Komfort und Sicherheit erhöht und wie gleichzeitig Energie

eingespart werden könnte. Ist der Kunde grundsätzlich offen, schickt er diesen in den Showroom von Innoxel. Vermutlich kommt er begeistert zurück – und erhält mithilfe von Innoxel eine konkrete Offerte mit den Mehrkosten gegenüber einer konventionellen 08/15Installation. Was begeistert Kunden? Mit einer einzigen Taste alle Lichter löschen. Mit einem Tastendruck alle Storen hoch- oder runterfahren – ohne zusätzliche Storensteuerung. Weil Sonne, Wind und Regen mitberücksichtigt werden, ist der Wintergarten automatisch vor Überhitzung geschützt und die Markise fährt bei gefährlichem Windaufkommen von selbst ein. Das verhilft zu mehr Gelassenheit, wenn man ausser Haus ist. Praktisch sind natürlich auch bestimmte Lichtszenen, die auf Knopfdruck ausgelöst werden. Und die Einzelraum-Temperaturregelung mit zentralen Eingriffsmöglichkeiten spart echt Energie.

Mehr Komfort ist das eine, mehr Sicherheit das andere. Ist ein kleiner Grundstock an Gebäudeautomation gelegt, ist es ein Leichtes, das Haus trotz Abwesenheit als bewohnt erscheinen zu lassen. Am Morgen gehen alle Storen hoch, bei Sonne fährt die Markise aus und natürlich schaltet das Licht, als wäre jemand zu Hause. Wenn bei Abwesenheit etwas Aussergewöhnliches passiert, kann der Eigentümer per SMS informiert werden. Dies hilft, Einbrüche zu erkennen oder bewahrt vor ganz üblen Schäden, wie dem Einfrieren von Rohren. Fazit Der Elektroinstallateur bleibt bei seinen Kernkompetenzen: Er installiert elektrische Anlagen und stellt sicher, dass seine Kunden zufrieden sind. Und das werden sie sein – weil die PC-Software zum Konfigurieren von NOXnet so einfach zu handhaben ist, kann der Elektroinstallateur auch später einen überdurchschnittlich guten Support leisten – und zwar selbst. ■ INNOXEL System AG 3661 Uetendorf Tel. 033 345 28 00 info@innoxel.ch www.innoxel.ch Elektrotechnik 3/12 | 31


Installations- & Gebäudetechnik

1000 Franken Investition? – ein Anbohren einer Leitung kostet mehr!

Ortungsgeräte Im Gebäude sind viele Leitungen unsichtbar verlegt. Was optisch vorteilhaft ist, wird dann zum Nachteil, wenn der Leitungsverlauf gesucht werden muss. Sind die Leitungen nicht sichtbar, besteht die Gefahr, dass sie durch Bohren beschädigt werden. Hier helfen Ortungsgeräte, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Funktion und Anwendung, sondern auch in der Bedienung und vor allem im Preis. 1

Installationszonen.

Rico De Boni Bohren an Bauwerken ist immer mit der Gefahr verbunden, dass Leitungen angebohrt werden. Bei Durchbrüchen und Kernbohrungen, aber auch beim Setzen von Befestigungspunkten bei Neuinstallationen, vor allem aber bei nachträglich ausgeführten Montagearbeiten ist das Missgeschick schnell geschehen. Neben Elektroleitungen sind auch alle anderen Leitungen der Haustechnik wie Wasser-, Heizungs- und Signalleitungen gefährdet. Sind bei einer angebohrten Elektroleitung die beschädigten Leiter meistens einfach auszuwechseln, wird es bei einer beschädigten Wasser- oder Heizungsleitung schon schwieriger. Eine solche Verletzung verursacht in den meisten Fällen hohen Sachschaden und grossen Reparaturaufwand und bringt garantiert Ärger. Bei Kundenarbeiten wird auch 32 | Elektrotechnik 3/12

der Ruf als seriöser Handwerker gefährdet. Es ist aber möglich, mit technischen Vorsichtsmassnahmen, die Gefahr einzugrenzen oder fast auszuschliessen. Ein echter Profi minimiert darum vor den Bohr- oder Durchführungsarbeiten

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Funktionsprinzip Leitungssuchgerät.

die Gefahr eines Schadens. Neben dem sicheren Bohren ist das Erkennen von Leerrohren, der Lage von Armierungseisen und Befestigungspunkten hinter der Gipswand (Holzständerwerk) usw. für die Montage hilfreich und spart erst noch Zeit. Leitungen erkennen Nicht nur der Fachmann, sondern später auch der Heimwerker soll möglichst vor Schaden an bestehenden Leitungen bewahrt werden. Mit der Schaffung von Installationszonen gemäss NIN 5.2.2.8.1a und nach DIN 18015-3 für Elektroleitungen in Wohnungen, wird verhindert, dass sich überall in der Wand Leitungen befinden und angebohrt werden können. In Wohnräumen laufen diese Zonen waagrecht und senkrecht parallel zu den Raumkanten und neben Türen und Fenstern (Bild 1). In Küchen und Arbeitsräumen ist eine weitere waagrechte Installationszone 115 cm ab Fussboden vorgesehen. Bei Erweiterungen oder Umbauarbeiten kommt es zu Deckendurchbrüchen. Diese werden an der Wand oder in einer Ecke gebohrt. Nach der Norm dürfen darum auf und unter der Decke keine Elektroleitungen näher als 20 cm. parallel zur Wand verlegt werden. Für die Leitungsanordnung in Decken sind keine Installationszonen festgelegt. Was aber vor mehr als 10 Jahren gebaut wurde, hat keine Installationszonen. Ebenfalls fehlen die Zonen dort, wo die Norm früher und auch heute ignoriert wurde. Da sind die Leitungen auf den


4 Installations- & Gebäudetechnik

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Spezialeinzugsband mit integriertem Leiter. Quelle: Bugnard

sches Feld erzeugt. (Bild 2). Dieses induziert eine Spannung in die Spule des Empfängers. Mit dem Empfänger lässt sich die Lage der Leitung eingrenzen. Je näher der Empfänger bei der zu suchenden Leitung liegt, umso stärker wirkt das Signal. Dieses wird optisch und akustisch angezeigt. Das Signal kann auf einer Leitung ein- oder zweiadrig aufgeschaltet werden. Bei abgeschirmten Leitungen kann dazu auch der Schirm verwendet werden. Für diese Messtechnik muss die Leitung immer an einem Ende zugäng-

Leitungssuchgerät, bestehend aus Sender/Empfänger. Quelle: Fluke

kürzesten Wegen verlegt. Hier helfen Ortungsgeräte. Ortungsgeräte können helfen Ein einfaches Hilfsmittel ist das Leitungssuchgerät nach dem Sender-Empfänger-Prinzip. Das vom Sender (Geber) erzeugte Signal besteht aus einem modulierten Strom, der ein elektromagneti-

lich sein. Mit einem solchen Gerät können neben den Elektroleitungen auch metallische Wasser- und Heizungsleitungen lokalisiert werden (Bild 3). Berühren sich aber Leitungen oder haben sie mit Armierungseisen Kontakt, wird das Signal undefiniert und der Empfänger «meldet» dann überall im Gebäude das Signal. Einziehbänder aus Fiberglas mit integrierten Kupferdrähten helfen ebenfalls mit, in Kombination mit Leitungssuchgeräten nach dem Sender-Empfänger-

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Installations- & Gebäudetechnik

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Funktionsprinzip Metallsuchgerät.

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Funktionsprinzip Scanner.

Prinzip, Rohrführungen, Rohrdefekte und Leerrohre zu lokalisieren (Bild 4). Leistungsfähige Geräte spüren auch Leitungen im Erdreich auf. Ebenfalls ist mit Leitungssuchgeräten eine Zuordnung von unbekannten Stromkreisen und das Aufspüren von Kurzschlüssen und Unterbrechungen in Leitungen möglich. Induktive Ortungsgeräte (Metallsuchgeräte) erzeugen ein Magnetfeld (Bild 5). Durch die Annäherung an Metall, also an ein verborgenes Metallrohr oder an ein Armierungseisen, ändern sich die magnetischen Feldlinien und damit das Magnetfeld. Damit verändert sich die Induktivität der Messspule oder die Güte nimmt ab. Das wird vom Ortungsgerät in eine Anzeige umgewandelt, aus der die Lage des Metallteils ersichtlich wird. Rostfreier Stahl und Nichteisenmetalle (Wasserleitungen aus Kupferrohr) werden nur sehr schlecht oder gar nicht erfasst. Auch Kunststoffleitungen können mit diesem Ortungs34 | Elektrotechnik 3/12

prinzip nicht angezeigt werden. Elektrische Leitungen werden nur dann angezeigt, wenn Sie unter Spannung stehen. Die sichere Ortungstiefe liegt bei rund 5 cm, was zum sicheren Bohren für Befestigungen zwar genügt, aber keine Sicherheit für Durchbrüche bietet. Solche Leitungssuchgeräte sind zwar günstig, das Einsatzgebiet aber eingeschränkt. Einfache Modelle findet man in Baumärkten zu Preisen unter 100 Franken. Zu diesem Preis ein Ortungsgerät zu bauen, das punktgenau alle Materialien anzeigt, ist unmöglich. Metallsuchgeräte für den professionellen Bereich, hauptsächlich für das Auffinden der Armierungen, sind mit zehn, statt mit einer oder zwei Messspulen versehen. Es werden digitale Messimpulse ausgewertet. So ist das Auffinden der Eisen bis zu einer Tiefe von 12 cm. (z. B. Hilti PS 30) möglich. Da liegt der Preis aber schon bei knapp 300 Franken. Beim kapazitiven Leitungssuchgerät (Scanner) wird zwischen den Elektroden, wie bei einem Kondensator, ein hochfrequentes elektrisches Feld erzeugt (Bild 6). Bei Annäherung an Baustoffe oder Baukörper unterschiedlicher Dichte wird dieses Feld verändert. Das Mass der Veränderung ist von der Entfernung und der Beschaffenheit abhängig. Je grösser die Dichte des detektierten Stoffes, desto grösser ist die Kapazität. Nach dem Auflegen auf die Wand wird das Gerät kalibriert, d. h. es muss zuerst das Mauermaterial erkennen. Beim langsamen Überfahren nimmt das Gerät die Dichteunterschiede und die unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften auf. Die Feldstärke wird in Verbindung mit der Gerätebewegung ausgewertet und von einem Mikroprozessor digital aufbereitet und angezeigt (Bilder 7 + 8). Neben Rohren und Elektroleitungen werden Holzlatten und Armierungseisen erkannt. Kapazitive Ortungsgeräte sind für alle Materialien geeignet, sie erlauben eine präzise Ortung bis in eine Tiefe von rund 10 cm.

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Scanner Locate 7300. Quelle: Burgwächter

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Scanner SL Pro. Quelle: Zircon-tools

Ungünstige Umstände können das Messergebnis aber prinzipbedingt beeinträchtigen: • Mehrschichtige Wand- oder Bodenaufbauten • Metallhaltige Farben • Schräg verlaufende Objekte • Metalloberflächen oder Metallbeschichtungen • Leitfähige Tapeten oder Fliesen • Feuchte Bereiche Durch die Umschaltung auf einen bestimmten Scan-Modus können bessere Ergebnisse erzielt werden: • AC: Zeigt bei unter Spannung stehenden Leitungen das elektrische Feld an. • Stud: Holzständerwerke hinter Gipsplatten (engl: stud) werden erfasst und können so als Befestigungspunkte lokalisiert werden. • Metall: Magnetische und nicht magnetische Objekte und die ganze Armierung, unabhängig von der Wandbeschaffenheit werden erfasst. Immer sind aber auch Anzeigegrenzen zu akzeptieren: • Leitungen hinter Metalloberflächen werden nicht angezeigt. • Schrauben in Holzteilen werden als «Metall» erfasst. Ortungsgeräte nach diesem System sind unter 200 Franken im Markt.


Funktionsprinzip Radarsensorik.

Nichts bleibt verborgen In einer anderen «Liga» sind die professionellen Multidetektoren. Hier werden eine Kombination von gepulstem Breitbandradar (Bild 9) zur Objekterkennung und Distanzmessung, Sensoren zur Objektklassifizierung und einem AC-Sensor zur Erkennung von stromführenden Leitungen eingesetzt. Die Ortungstiefe ist bei dieser Geräteart darum mit rund 12 cm hoch. Nachdem über den Betriebsmodus das Grundmaterial eingegeben ist, kann unterschieden werden zwischen Eisen, Nichteisenmetallen sowie Nichtmetallen wie Holz, PVC, Lufteinschlüssen (Hohlräumen, Leerrohren) und stromführenden Leitungen. Rollen stellen die Auflage auf dem Untergrund sicher und nehmen die seitliche Distanz auf. Im Gegensatz zu einfachen Geräten erfolgt die Anzeige detailliert. Das erfordert eine gewisse Übung und Praxis und braucht auch Zeit (Bild 10). Die Physik stellt auch diesen Geräten Grenzen. Da die Gerätekonstruktion aufwendig ist, liegen die Anschaffungskosten höher. Es muss mit rund 1000 Franken gerechnet werden. Wenn aber nur einmal ein Anbohren einer Leitung verhindert wird, ist der Anschaffungspreis bereits mehrfach amortisiert.

So baut man heute. Building Automation von Beckhoff.

So baut man flexibel: mit Beton.

Fazit Unterschiedliche Ortungsgeräte können mithelfen, dass Unsichtbares erkannt wird. Eine absolute Sicherheit kann aber nicht gegeben werden. Das Risiko einer Leitungsbeschädigung kann nie ganz ausgeschlossen, dafür aber erheblich minimiert werden. Alle anderen Informationsquellen (Baupläne, Skizzen usw.) dürfen darum auch nicht vernachlässigt werden. Die einfache Bedienung, eine robuste Konstruktion für die Baustelle und eine leicht zu interpretierende Anzeige auf dem Display, machen die Suche effizient und sind bei der Gerätewahl wichtige Argumente. ■

So baut man klassisch: mit Ziegelsteinen.

So baut man sicher: mit Stahl.

So baut man intelligent: mit Automatisierungskomponenten von Beckhoff.

rico.deboni@bluewin.ch

www.beckhoff.ch/building Mit Beckhoff Building Automation lassen sich alle Gewerke auf Basis eines ganzheitlichen, durchgängigen, PC- und Ethernet-basierten Gebäudeautomatisierungskonzeptes integrieren. Der Effekt: Investitionskosten werden minimiert, Wartung und Flexibilität werden optimiert, die Engineeringkosten gesenkt und alle Kriterien für Gebäudeautomation nach Energieeffizienzklasse A erfüllt. Das modulare Beckhoff Steuerungssystem erlaubt eine Anbindung aller Datenpunkte und Subsysteme über Beckhoff Busklemmen sowie eine flexible Bedienung, vom Smart-Phone bis zum Touchpanel.

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IPC I/O Automation Multiscanner Hilti PS 38. Quelle: Hilti Elektrotechnik 3/12 | 35

Installations- & Gebäudetechnik

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Installations- & Gebäudetechnik

Energieeinsparung dank Energiedatenerfassung

Gebäude-PerformanceOptimierung In Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen von Hotels und anderen gewerblich genutzten Gebäuden schlummern Energieeffizienzpotenziale, auch wenn die Anlagen sorgfältig geplant, fachmännisch ausgeführt und professionell in Betrieb genommen wurden. Das Beispiel Lindner Congress & Motorsport Hotel am Nürburgring zeigt, wie mit Unterstützung des Remote-Service Gebäude-Performance-Optimierung von Siemens der Energieverbrauch durch nicht-investive und investive Massnahmen um mindestens zehn Prozent gesenkt werden kann. 1

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden bei der Lindner Hotel-Gruppe gross geschrieben. Im Bild das Lindner Congress & Motorsport Hotel am Nürburgring. (Quelle: Lindner Hotels AG)

Hans R. Ris Hotels sind allgemein energielastige Betriebe. Grosse Hotelketten erfassen deshalb systematisch ihren Energieverbrauch und können so durch rein organisatorische Massnahmen teilweise erkleckliche Einsparungen realisieren. So auch die deutsche, weltweit mit 34 Häusern aktive Lindner Hotel-Gruppe, 36 | Elektrotechnik 3/12

die ab 2006 jährlich 300 000 bis 320 000 Euro an Stromkosten einsparen konnte. Heute belastet die Energierechnung mit 3,44 % des jährlichen Gruppenumsatzes von 165,7 Mio. EUR (2010) die Erfolgsrechnung. In Hotelkreisen sei dies ein sehr guter Wert, wie Martin Bergmann, Fachbereichsleiter Technik der Lindner Hotels AG anlässlich einer von Siemens organisierten Pressekonfe-

renz im Vorfeld der Light + Building im Lindner Congress & Motorsport Hotel am Nürburgring (Bild 1), erklärte. Grenzen der manuellen Energiedatenerfassung Allerdings sei mit der weitgehend manuellen Verbrauchserfassung, der regelmässigen Schulung der Betriebstechniker sowie den Motivationskampagnen für das Hauspersonal das erreichbare Einsparpotenzial weitgehend ausgereizt, aber bei Weitem nicht ausgeschöpft, meinen die Verantwortlichen. Je mehr sich die Betriebstechniker mit der Gebäudeenergieeffizienz beschäftigten, desto mehr stellten sie fest, dass konventionelle Methoden wie die monatliche Ablesung der Energieverbräuche nicht ausreichen, um Mängel an den Anlagen und bei den Regelungsstrategien aufzudecken. Von Vorteil war, dass sich die Lindner-Gruppe bei den meisten von Investoren getragenen Hotelneubauten in den letzten Jahren für den Einbau von Gebäudeautomationssystemen (GA) stark gemacht hatte. So sind beispielsweise beim eingesetzten Desigo-PX-Gebäudeautomationssystem von Siemens die meisten im Gebäude vorhandenen Zähleinrichtungen für das Energiemonitoring und -controlling (EMC) integrierbar. Detailabklärungen der Energieströme Es entstand so eine sehr kooperative Partnerschaft zwischen der Lindner Hotels AG und der Siemens-Division Building Technologies. Die Gebäude-Performance-Optimierungs(GPO)Teams von Siemens analysierten insgesamt inzwischen sieben Lindner-Hotels auf weitere Energieeffizienzpotenziale. Dabei war das Lindner Congress & Motorsport Hotel am Nürburgring als einziger Neubau für die Teams eine besondere Herausforderung. Trotz der bereits hohen Gebäudeenergieeffizienz


Energiesparen durch Transparenz Viele logisch einleuchtende Prozesse zur Einsparung von Energie müssen im Hotelbereich anders gewichtet werden. Energiesparmassnahmen, die für ein sogenanntes City-Hotel akzeptabel sind, müssen nicht zwangsläufig auch für ein Kongress-Hotel und schon gar nicht

für ein Wellness-Hotel richtig sein. Eine enorme Entlastung sehen die Hoteltechniker in der automatisierten Zählerauslesung der Energieverbräuche (Bilder 2 und 3) und den automatisch generierbaren Energieberichten durch das Energiemonitoring und -controllingsystem EMC. Ausserdem eröffnen sich durch EMC ganz neue Möglichkeiten der Effizienzanalyse, zum Beispiel die Darstellung von elektrischen Lastkurven der unterschiedlichen Verbraucher. Daraus lassen sich nicht nur Anhaltspunkte für zusätzliche Effizienzmassnahmen, sondern auch Erfahrungswerte für künftige Hotelneubauten ableiten. Green Building Monitor macht Effizienz sichtbar Eine besondere Unterstützung bei der Verbesserung der Gebäudeenergieeffizienz erhoffen sich die Hoteltechniker durch den von Siemens entwickelten Green Building Monitor (Bild 4) in der Hotellobby. Aus Sicht der Hotelmitarbeiter wird die Darstellung der zeit-

4a Bild 4a und b. Der Green Building Monitor von Siemens ist ein Bildschirm an markanten Positionen in einem Gebäude, auf dem aktuelle und historische Verbrauchswerte von Strom, Wärme, Wasser und anderen Medien, der CO2-Fussabdruck des Gebäudes sowie Innentemperatur, Aussentemperatur, optional auch Referenzwerte und Benchmarks, den Gebäudenutzern und Besuchern optisch ansprechend präsentiert werden. Die Daten werden über Energie-Monitoring und -Controlling EMC eingespielt. Um die Aufmerksamkeit zu steigern, können auch aktuelle Wettervorhersagen, Aktienkurse sowie interne und externe Nachrichten aufgeschaltet werden. 5

AOC (Advantage Operation Center) sind global vernetzte Service-Leitzentralen der Siemens AG, um die relevanten Gebäude- und Anlagendaten von Kundenanlagen permanent zu überwachen. Dabei werden die Gebäudesysteme durch qualifizierte Techniker und Ingenieure protokolliert, detailliert analysiert und optimiert. Ein wichtiges Medium, um Nutzer zu energiesparendem und ökologisch korrektem Verhalten zu motivieren, ist die Dokumentation der aktuellen Verbrauchsdaten bzw. die Wirkung von Energiesparmassnahmen über einen im Nutzerbereich aufgestellten Green Building Monitor. (Bilder Siemens AG)

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Grundvoraussetzung für ein wirkungsvolles Energiemanagement ist die möglichst detaillierte Erfassung von Stromverbräuchen einzelner Anlagen, von Räumlichkeiten oder grossen Stromverbrauchern.

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Die Nachrüstung mit Kälte- und Stromzählern ist eine Voraussetzung, um die Energieeffizienz einer Kälteanlage permanent mitzuschreiben.

4b

aktuellen und historischen Energieverbrauchswerte von den Hotelgästen sehr interessiert aufgenommen. Wichtig sei es, dem Gast zu vermitteln, dass hinter den Kulissen des Hotels in punkto Energieeffizienz und Klimaschutz alles richtig gemacht werde und er deshalb den Komfort geniessen könne, so das Hotelmanagement. Aufbereitet werden die Energiestatistiken und Livedaten für den Green Building Monitor durch die Energieingenieure in den Siemens Advantage Operation Centern (AOC), in diesem Fall im AOC in Frankfurt am Main (Bild 5). Zusätzliche Energiespartipps, optional auch Wetterdaten, Wettervorhersagen, Nachrichtenbänder und andere Informationsinhalte verstärken den Hinguckeffekt. ■ www.siemens.ch/buildingtechnologies Elektrotechnik 3/12 | 37

Installations- & Gebäudetechnik

des Hotels gelang es, weitere Einsparpotenziale aufzudecken und zusammen mit dem Kunden eine Verbesserungsstrategie aus nicht-investiven, geringinvestiven und investiven Massnahmen zu entwickeln. Dazu zählen die Optimierung der Regelungs- und Steuerungsstrategie für die Kältemaschine und deren Rückkühler, der Drucksollwertabgleich des Luftverteilnetzes, die Volumenstromanpassung der Lüftungsanlagen, Einbau von CO2-Fühlern zur bedarfsgeführten Lüftung im Restaurant und in der Hotelhalle sowie die Prüfung des Einsatzes einer auf Wettervorhersage basierenden Regelung. Die realisierbaren Energieeinsparungen liegen bei 10 %.


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Neue dreiphasige Netz- und Stromversorgungsanalysatoren der Serie 430 II von Fluke

Heikle Störungen einfach analysieren Diese neuen Analysatoren sind die ersten, die direkt in elektrischen Systemen Energie messen, die aufgrund von Energiequalitätsproblemen verschwendet wird, und die damit verbundenen Kosten berechnen.

Neue dreiphasige Netz- und Stromversorgungsanalysatoren der Serie 430 II von Fluke.

Wenn das Netz durch Oberwellen verseucht ist, kann dies nicht nur Störungen in Geräten und Netzwerken verursachen, sondern auch Energieverluste produzieren. Allerdings ist die Quantifizierung dieser Energieverluste eine anspruchsvolle Angelegenheit, die nur wenige Experten beherrschen. Fluke hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem dreiphasigen Netz- und Stromversorgungsanalysator der Serie 430 Serie II, ein Werkzeug zu schaffen, mit dem diese Quantifizierung durch das Messgerät automatisiert vorgenommen wird. Das Gerät 430 II arbeitet mit einem patentierten Algorithmus. Es hilft also, den Stromverbrauch zu reduzieren und lie38 | Elektrotechnik 3/12

fert die ROI-Rechtfertigung, Leistungsqualitätsverzerrungen herabzusetzen. Motoren haben damit nicht nur geringere Verluste, sondern halten mechanisch auch länger. Neu haben also Betriebselektriker, Sicherheitsberater, Techniker von Versorgungsunternehmen, Elektroingenieure, Kundendiensttechniker und Energieberater die Möglichkeit, durch eine Messung klare Aussagen über die Qualität der Stromversorgung zu erstellen. Die spezielle Messfunktion nennt sich «Unified Power». Das Messgerät liefert konkrete Aussagen über die verschwendete Energie, berechnet den Zusatzverbrauch im Jahr und was das kostet. Ins-

besondere können Versorgungsunternehmen mit den Netz- und Stromversorgungsanalysatoren der Serie 430 II die Auswirkungen neuer energiesparender, elektronisch betriebener Systeme von Beleuchtungen über Motorsteuerungen bis hin zu Heizung/Lüftung/ Klima direkt bewerten. Obwohl diese neuen Systeme weniger Energie als herkömmliche Anlagen verbrauchen, stören sie in grösserem Umfang die Leistungsqualität des gesamten elektrischen Systems. Patentierte Messfunktion Die Funktion «Unified Power» beruht auf einem Algorithmus, der von Vincente Leon und Joaquín Montañana an der Polytechnischen Universität Valencia als eine Erweiterung des IEEEStandards 1459 entwickelt wurde. Die Umsetzung in dem Messgerät Serie 430 II geschah in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Fluke Corporation. Mit «Unified Power» wurde zum ersten Mal gezeigt, dass jedes Prüfwerkzeug in der Lage ist, eine durch Unsymmetrie und Oberschwingungen verursachte Energieverschwendung automatisch zu quantifizieren. Es lässt sich sogar der konkret verschwendete Geldbetrag berechnen, wenn der Benutzer die Gebührenstruktur des Versorgungsunternehmens eingibt. Die neu entworfenen Modelle der Serie 430 II als dreiphasige Netz- und Stromversorgungsanalysatoren, überzeugen wegen der gleichzeitigen Anzeige- und Aufnahmefunktionen. Neu verfügen sie über drei neue Messfunktionen sowie über verbesserte Hard-, Softund Firmware. Sie sind mit 8-GB-Speichern standardmässig ausgerüstet, bis zu 32 GB sind möglich. Eine austauschbare SD-Speicherkarte sowie ein vollisolierter USB-Anschluss für eine längere Betriebszeit und Energieprotokollierung sowie ein schneller Datendownload zeichnen die Geräte zusätzlich aus.


Wechselrichtermessungen Die Funktion Wechselrichterwirkungsgrad der Serie 430 II misst gleichzeitig die Ein- und Ausgangsleistung von Wechselrichtern in Solaranlagen, Windturbinen und unterbrechungsfreien Spannungsversorgungen, damit Benutzer bestimmen können, wie viel Leistung der Wechselrichter selbst verbraucht und ob er effizient funktioniert. Dank der Messungen kann der Benutzer Parameter anpassen oder erwägen, die Einheit auszutauschen.

Installations- & Gebäudetechnik

Bildschirmqualität und Akkubetriebsdauer wurden verbessert und die mitgelieferte Software wurde neu gestaltet, damit Benutzer mehr Optionen bei der Analyse der Energiequalität und des Energieverbrauchs haben. Das Fluke 434 Serie II erfüllt den internationalen Standard IEC 61000-4-30 Klasse S, das Fluke 435 Serie II sogar die Höchstklasse A. Sie können mit bis zu zehn Leistungsqualitätsparametern Systeme auf einem Bildschirm überwachen und bis zu 150 Parameter auf 4 Phasen gleichzeitig aufzeichnen und erfüllen dabei inklusive allem Zubehör den Standard EN50160 und die Sicherheitsnorm 600 V CAT IV/1000 V CAT III.

Sicher messen auch in gefährlichem Umfeld.

In der Funktion «Power Wave» liegt ein schnelles Erfassungssystem vor, das Signalformen und Effektivwerte von Spannungen und Strömen in einer Halbperiode detailliert anzeigt, damit Motor- und Generatorbetreiber die Wechselwirkungen bei Umschaltvorgängen messen können. So können Service-Elektriker von Werken und Versorgungsunternehmen, Elektrofirmen und Generatorlieferanten Messwerte einfach mit einem Werkzeug für die Lastprofilierung sammeln, um ein falsches Verhältnis von Motor/Genera-

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tor/Last zu verhindern und die Inbetriebnahme und das Hochfahren von Motoren und Generatoren überprüfen. Die Geräte werden mit einer Tragetasche, einem Li-Ion-Akkusatz mit bis zu 10 Stunden Betriebszeit pro Ladung, ultra-dünnen Stromflexen (bis zu 6000 A), Prüfkabeln mit Klemmen, AkkuLadegerät, USB-Kabel, Farblokalisierungssatz und der Software PowerLog geliefert. ■

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Installations- & Gebäudetechnik Automation rund ums Fenster mit dem Standard Motor Interface. Bild: SMI-Arbeitskreis

Neuer Fensterantrieb mit SMI-Interface (www.groeninger-antriebe.de)

Mit dem Standard Motor Interface SMI Fenster, Storen, Markisen usw. steuern

SMI rund ums Fenster Mit einer weiteren Innovation vergrössert sich der Anwendungsbereich des Standard Motor Interface. Neu haben auch Fenstermotoren ein SMI-Interface. Schritt für Schritt erweitert sich der Anwendungsbereich für das Standard Motor Interface SMI. Mit Fensterantrieben wird der Lüftungsprozess automatisiert. Fenster und Dachkuppeln können jetzt neu über ein SMI-Interface angesteuert werden. Die elektrische Ansteuerung von Fensterantrieben ist nicht immer trivial. Die besonderen elektrischen Eigenschaften haben schon in manchem Projekt zu Nacharbeiten geführt. Die SMI-Schnittstelle ist in einem Standard beschrieben und somit genau definiert. Inkompatibilitäten zwischen Antrieben und Aktoren sind ausgeschlossen. Geräte parallel schalten SMI erlaubt die Parallelschaltung von Antrieben. Trotzdem sind dank dem ausgeklügelten Adressierungssystem einzelne Antriebe anzusprechen. Weitere Vorteile wie das Anfahren von Zwischenpositionen oder Rückmeldungen vom Antrieb sind auch bei der Automatisierung von Fenstern willkommen. Der erste Fensterantrieb mit SMISchnittstelle, der C500, wurde von 40 | Elektrotechnik 3/12

Gröninger Antriebstechnik entwickelt und hat markante Kenndaten. Die Öffnungs- und Schliesskraft beträgt 500 N bei 600 mm Kettenlänge. Je mehr Produkte mit einer SMISchnittstelle ausgerüstet werden, umso interessanter ist der Einsatz von SMI in der Gebäudeautomation. Inzwischen gibt es eine ganze Palette von Antrieben mit dem SMI-Interface. Es sind Fenster-, Jalousie- und Rohrantriebe für Aussenanwendungen mit Netzspannung und auch Jalousie- und Rohrantriebe für die Innenbeschattung mit Kleinspannungsversorgung. Ohne eine Steuerung wäre ein System nicht komplett. Es sind eine ganze Reihe von Aktoren mit SMI-Schnittstelle für verschiedene Bus-Systeme verfügbar. Über diese Aktoren erfolgt die Kommunikation von der Gebäudeleittechnik mit dem jeweiligen Bus-System wie beispielsweise LON, KNX oder Ethernet. In vielen Projekten vom Einfamilienhaus bis zum Grossprojekt mit Tausenden von Antrieben, hat SMI Einzug gehalten. Das standardisierte Interface hat sich vielfach und erfolgreich seit Jahren

bewährt. Der SMI-Arbeitskreis kann bereits auf eine 10-jährige gute Zusammenarbeit zwischen Firmen in der Antriebs- und Steuerungstechnik zurückblicken. Unterstützung für die Planung Der SMI-Arbeitskreis hat das SMI-Interface spezifiziert und fördert die Verbreitung. Die Unterstützung von Entscheidern, Planern und Installateuren ist ein grosses Anliegen. In einem Planungshandbuch in deutscher und englischer Sprache sind alle wichtigen Informationen für Anwender in übersichtlicher Aufmachung aufbereitet. Das Handbuch kann bei der SMI-Geschäftsstelle bezogen werden oder ist auch im Internet abrufbar. Der SMIArbeitskreis wird auf der light + building 2012 mit einem eigenen Stand präsent sein. Das Standard Motor Interface hat mit dem innovativen Fensterantrieb einen weiteren Entwicklungsschritt gemacht. Nach der Ansteuerung von Beschattungsanlagen im Aussen- und Innenbereich ist die Fensterautomation die logische Ergänzung. ■ SMI-Arbeitskreis Geschäftsstelle Otmar Stillhard www.smi-group.com


nie o f e l oIP ❚ Te ❚V

t hei r e h Sic

Richtlinien für Telekommunikationsanlagen Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen mit ihren technologischen Veränderungen erfordern hoch verfügbare, leistungsfähige und sichere kommunikations- und informationstechnische Infrastrukturen. Das Zusammenwirken verschiedenster Technologien erfordert zur Sicherung der Qualität ein gewisses Mass an Standardisierung und Regulierung. Ein Ordner, genannt RIT (Inhouse-Telekommunikations-Installationen), gilt für sämtliche Installationen im Wohnund Zweckbau von der Netztrennstelle bis zum Endgerät. Die RIT definiert dabei, was bei der Installation kommunikations- und informationstechnischer Einrichtungen zu berücksichtigen ist. Sie gibt eine umfassende Übersicht der anerkannten Regeln der Fernmeldetechnik wieder und zeigt Schnittstellen auf zu Gesetzen, Verordnungen, Vorschriften, Normen, Weisungen, Richt-linien und Leitsätzen.

Der Inhalt der RIT besteht aus Kapiteln des Herausgebers VSEI, ergänzt mit Unterlagen von Netzbetreibern, Providern, der Industrie und anderen Verbänden. Die RIT bildet eine Grundlage für Praxis und Ausbildung. Insbesondere findet sie Verwendung in den Ausbildungen zum Elektroinstallateur, Montage-Elektriker, Elektroplaner und Telematiker, in denen der VSEI für die Grundbildung zuständig ist und der Branche die entsprechenden Ausbildungsmittel zur Verfügung stellt. Das Handbuch des «electrosuisse – Multimedia-Installationen, bauliche Voraussetzungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser» wird in der RIT aufgenommen. Dieses Handbuch behandelt die Bereiche Gebäudeeintritt, Steigzone sowie die wohnungsinternen Installationen im Wohnbau. Es dient als Ergänzung zu nationalen, europäischen und internationalen Normen, die in der RIT aufgelistet sind. Der Inhalt deckt sowohl den Neubau wie auch den Bereich Umbau/Renovation ab. Die RIT kann beim VSEI bezogen werden (Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen, Limmatstrasse 63, 8005 Zürich, Telefon 044 444 17 17, info@vsei.ch). Sie wird durch diesen auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten und dient damit als aktueller und umfassender Leitfaden für die Telekommunikationsbranche. ■

www.bks.ch

www.rdm.com

info@vsei.ch

Multimedia beraten und fachgerecht installieren Home-Networking gehört zur zeitgemässen Ausstattung einer Wohnung, denn es wird ein wichtiger Kommunikationsbestandteil werden. Home-Networking ist für jedes Budget möglich, je nach Ansprüchen kann die Lösung eher einfach oder als Rolls-Royce daherkommen. Das Problem «Kabelsalat» hinter dem Bürotisch und im Wohnzimmer wird gelöst. Wichtig ist, dass eine Basis gelegt wird, und zumindest genügend Leerrohre installiert werden. Dann kann das System jederzeit problemlos erweitert werden. Bei jedem Kundengespräch sollte der Elektriker das Thema aufgreifen und die vielen Möglichkeiten aufzeigen. Der Multimedia-Katalog hilft dem Elektriker dabei. Die fünf gängigsten Home-NetworkingSysteme finden sich als ganzheitliche Lösungen im Überblick. Von der Hausanschlussleitung bis zum Endgeräte-HDMI-Kabel, über klassisches Installationsmaterial bis zu SAT-Anlagen und einer Auswahl an Endgeräten. Passendes Werkzeug für eine optimale Installation ist ebenfalls aufgelistet. Mit Praxisbeispielen können den Endkunden verschiedene Situationen aufgezeigt werden. Schliesslich wird dem Elektriker die Installation mit Anschlussschemen und technischen Dokumentationen erleichtert. Katalogbestellung unter: www.ottofischer.ch/mulitmedia

sehen hören sprechen voir entendre parler

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LAN W ❚

nik h c rkte lay e p w e TH ipl etz ❚ Tr ❚ FT ❚N


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Drahtex AG, Wallisellen

«Die Zukunft gehört der Fiberoptik» Die Glasfasertechnologie ist im Vormarsch. Davon ist Thomas Brodbeck, CEO der Drahtex AG, Anbieter von Gesamtlösungen im Bereich Kupfer und Lichtwellenleiter, überzeugt. Das IT-Unternehmen forciert die Glasfaser bis an den Arbeitsplatz. Der künftige Bedarf an Bandbreite überfordere die Kupfertechnologie, sagt Brodbeck. Interview: Erich Schwaninger Herr Brodbeck, Drahtex setzt stark auf die Glasfasertechnologie. Weshalb? Thomas Brodbeck: Die Zukunft gehört der Fiberoptik. Fiber to the Home, Glasfaser bis in die Wohnung, sowie Fiber to the Desk, Glasfaser bis zum Arbeitsplatz, ist für uns zurzeit das Hauptthema, da sind wir stark aufge-

stellt. Wir dürfen von uns behaupten, in der Einblastechnologie, der sogenannten Blow Fiber, marktführend zu sein. Bereits heute erwirtschaften wir 60 Prozent des Umsatzes in der Fiberoptik, einschliesslich der Mess- und Spleissgeräte, die ebenfalls zum Angebot gehören. In Zukunft sehen wir diesen Wert bei 70 Prozent. Den Rest realisieren wir im Bereich Kupfer.

Weshalb dieser rasante Anstieg der Glasfasertechnologie? Brodbeck: Die Treiber sind klar: Wir benötigen immer mehr Bandbreite, und diesbezüglich ist die Glasfaser nach oben offen. Kupfernetze sind auf 15 Jahre ausgelegt, Glasfasernetze auf 30 Jahre und mehr. Auch punkto

«Auch punkto Dämpfung und elektromagnetischen Störungen bietet die Fiberoptik klare Vorteile.» Dämpfung und elektromagnetischen Störungen bietet die Fiberoptik gegenüber der Kupferwelt klare Vorteile. Es ist angezeigt, Glas statt Kupfer einzusetzen, speziell unter dem Aspekt des Investitionsschutzes. Ihre Botschaft scheint nicht überall angekommen zu sein. Die meisten Objekte werden noch mit Kupfer ausgeschrieben. Brodbeck: Der Trend geht klar in Richtung Glas. Wenn wir bei einem Projekt von Anfang an dabei sein können, gelingt es uns oft, den Investor davon zu überzeugen, dass er mit Lichtwellenleiter eine Investition in die Zukunft tätigt. Darüber hinaus müssen wir die Planer und auch die Installateure in die Glasfaserwelt hineinführen und sie entsprechend ausbilden.

Thomas Brodbeck: «Mit Glasfasern können die Links vom Gebäudeverteiler direkt an jeden Ort des Gebäudes geführt werden.» 42 | Elektrotechnik 3/12

Es gilt abzuwägen: Nicht jedes Objekt eignet sich für Glas. Brodbeck: Wir müssen unterscheiden zwischen Fiber to the Home und dem eigentlichen Inhousebereich. FTTH wird von verschiedenen Providern schweizweit aufgebaut, das läuft. Interessant für uns, die Planer und die Installa-


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teure ist zu wissen, was im Haus drinnen bis zum Endgerät passiert. Auch ganze Campusvernetzungen sind ein aktuelles Thema. Bleiben wir beim Hochbau. Brodbeck: Bei der UKV (Universelle Kommunikationsverkabelung) ist die Linklänge auf 90 Meter begrenzt, es braucht also je nach Anordnung des Gebäudes Etagenverteiler. Diese verschlingen schnell einmal 15 Quadratmeter wertvolle Raumfläche. Dazu kommen die technischen Ausrüstungen, die Abwärmeproblematik, Zutrittskontrolle und vieles mehr. Das sind enorme Kosten, die bei einer Glasfaserinfrastruktur wegfallen. Mit Glasfasern gibt es praktisch keine Längenrestriktionen, die Links können vom Gebäudeverteiler direkt an jeden Ort des Gebäudes geführt werden.

i.plus Mehrwert installieren. Mehr Effizienz. Mehr Komfort. Mehr Ökologie.

Komponenten einer Einblasrohranlage, ohne Kompressor.

Wie rechnen sich die reinen Installationskosten? Brodbeck: Grundlage einer Glasfaserinstallation für Fiber to the Desk ist eine Einblasrohranlage. Ist diese installiert, werden die Glasfasern vom Gebäudeverteiler ohne Unterbruch zu den verschiedenen Endgeräten eingeblasen. Eine spätere Nachrüstung ist möglich, ohne in die Installation eingreifen zu müssen. Das Kabel ist innert kürzester Zeit eingeblasen, es müssen keine Brandabschottungen geöffnet werden, kurz: Der Betrieb wird nicht gestört, und es muss nicht auf Vorrat installiert werden. Bezüglich Aktivkomponenten muss ich festhalten, dass die noch klar teurer sind als diejenigen im Kupferbereich. Doch diese Preise werden fallen, je mehr Glasfaserinstallationen ausgeführt werden. Teurer ist das Aufschalten der Glasfaser. Das ist aufwändiger und es braucht ein Spleissgerät. Sie sprechen vom Fusionsspleiss. Brodbeck: Wir setzen ausschliesslich Fusionsspleissgeräte ein und verkaufen diese auch. Diese Verbindungen überzeugen. Damit decken wir die gesamte Anforderungspalette bis zum Rechenzentrum ab. Dort werden ganz klar Fusionsspleissungen verlangt.

Die Infoshow kommt 2012 auch in Ihre Nähe und bietet Ihnen an einem Termin sechs Mal geballte Informationen aus erster Hand. Serviceorientierte Partner des Schweizer Elektrogewerbes stellen Ihnen eine breite Vielfalt an neuen Produkten und Serviceleistungen vor, die im ElektrikerAlltag Mehrwert installieren. 27.03.2012

Zürich

29.08.2012

Baar St. Moritz

28.03.2012

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04.09.2012

29.03.2012

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05.09.2012

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24.04.2012

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06.09.2012

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25.04.2012

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11.09.2012

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26.04.2012

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02.05.2012

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03.05.2012

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25.09.2012

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08.05.2012

Neuchâtel

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Und zum Messen, braucht es zwingend ein OTDR? Brodbeck: Die meisten Installateure besitzen ein Kupfermessgerät und erweitern dieses mit einem Glasmesskopf. Damit sind Dämpfungsmessungen möglich, was teilweise genügt. Aber in einem Rechenzentrum braucht es das Optical Time Domain Reflectometry, da kann man wirklich feststellen, was los ist, auch über sehr lange Distanzen, und eine Schadensstelle eingrenzen. Elektrotechnik 3/12 | 43


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sowohl im geringen Gewicht als auch im Materialverbrauch niederschlägt. Wie verhält es sich bei der Wahl der Glasfaser? Brodbeck: Bei FTTH wird ausschliesslich die Singlemodefaser eingesetzt. Diese ist extrem leistungsfähig und günstiger als die Multimodefaser. Bei Glasfasernetzen bis an den Arbeitsplatz überwiegt hingegen die Multimodefaser. Das aus dem einfachen Grund, weil die Aktivkomponenten noch günstiger

«Im Bürobereich wird sich FTTD durchsetzen.»

Singlemode oder Monomode: «Wird die Netzwerkinfrastruktur neu aufgebaut, geht der Trend in Richtung Singlemode», sagt Thomas Brodbeck.

Zurück zu den Kosten: Kann eine Fiberoptikanlage gegenüber einer UKV finanziell bestehen? Brodbeck: Wir haben bei realisierten Projekten neutral Kupfer- und Glasfasernetze miteinander verglichen. Die Kosten waren dank der nicht realisierten Etagenverteiler praktisch ausgeglichen. Wenn bei einer UKV keine Etagenverteiler benötigt werden und der Investitionsschutz nicht gewichtet wird, ist FTTD heute noch klar teurer, das ist so.

nicht mehr mit den herkömmlichen Steckern möglich sein. Meiner Ansicht nach braucht das neue Steckereinsätze. Wenn das zutrifft, wird es eng für das Kupfer. Schon heute sind die 8 Adern in einem RJ45-Stecker derart nahe beieinander, dass es Probleme mit dem Nebensprechen gibt. Die Bandbreite

Glasfasernetze sind im Aufschwung, Kupfernetze stagnieren. Sind die Übertragungsmöglichkeiten des Kupfers technisch ausgereizt? Brodbeck: Ich denke schon. Nicht umsonst ist Fernsehen übers Telefonkabel ein Treiber der Glasfasertechnologie. Bei der Datenübertragungsrate sind wir beim Kupfer mit aktuell 10 Gbit/s wohl am Anschlag. Es sind Bestrebungen für Neuentwicklungen bis 40 Gbit/s im Gange, doch solche Werte werden

verdoppelt sich alle eineinhalb bis zwei Jahre. Die Zeit ist reif, in die Glasfasertechnologie zu investieren.

Drahtex AG

Die Drahtex AG mit Sitz in Wallisellen bietet Gesamtlösungen in den Bereichen Kupfer und Lichtwellenleiter an. Zu den Kunden zählen Elektroinstallationsfirmen, Energieversorgungsunternehmen, Kabelnetzprovider und Betreiber von Rechenzentren. Gegenüber den Elektro-

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«Fernsehen übers Telefonkabel ist ein Treiber der Glasfasertechnologie.»

Auch die Frage nach der Abschirmung ist mit einem Glasfasernetz gelöst. Brodbeck: Ja, das ist ein weiteres und dazu buchstäblich gewichtiges Argument. Mit Lichtwellenleiter ist die gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Medien gelöst. Dann sind die Glasfaserkabel extrem filigran, was sich

planern sieht sich Drahtex als externer Beeinflusser. Das aufstrebende, national tätige Unternehmen beschäftigt 10 Mitarbeiter. Zum Portfolio gehören auch Generalvertretungen für verschiedene Geräte im Kupfer- und Glasfaserbereich.

sind als jene für Singlemode. Bei Multimode ist auch die Lichtquelle, eine LED, billiger als bei Singlemode, wo Laser eingesetzt wird. Doch wir beobachten, dass vermehrt die Singlemodefaser zum Einsatz kommt. Dadurch sinken auch die Preise der Komponenten. Für die Singlemodefaser spricht ferner, dass diese bidirektional arbeitet und somit Senden und Empfangen über die gleiche Faser erfolgt. Bei Multimode braucht es dazu zwei Fasern und somit doppelt so viele Aufschaltungen. Wird die Netzwerkinfrastruktur neu aufgebaut, geht der Trend in Richtung Singlemode. Bei der Erweiterung einer Multimodeanlage ist es hingegen sinnvoll, mit Multimode weiterzufahren. Wie unterstützen Sie den Installateur auf dem Weg in die Welt der Glasfaser? Brodbeck: Umfassend (lacht). Bei der Installation einer Einblasrohranlage zeigen wir ihm direkt am Objekt, worauf es ankommt, wie das gemacht wird und wie die gesamte Einblasmaschinerie funktioniert. Weiter schulen wir die Leute im Handling mit der Glasfaser sowie im Spleissen und Messen. Darüber hinaus konfektionieren wir Kupferund Glasfaserkabel, sodass diese auf der Baustelle nur noch eingesteckt werden müssen. Sind Sie auch der Partner des Installateurs, wenn Ihre Standardprodukte nicht eingesetzt werden können? Brodbeck: Wir sind ein Team von insgesamt zehn Personen, haben Entwickler und Ingenieure bei uns, die je nach Kundenwunsch auch Spezialanfertigungen entwickeln. Kürzlich war das beispielsweise eine spezielle Dose für FTTH. Viele wertvolle Ideen kommen von unseren Kunden und Mitarbeitern.


Speziell im Heimbereich sind verschiedene Übertragungsmedien möglich. Was wird sich durchsetzen? Brodbeck: Neben Kupfer sind die Polymere Optische Faser POF, Powerline und Wireless weitverbreitet und praxistauglich. Im Heimbereich werden ab der FTTH-Abschlussdose diese Übertragungsmedien noch lange eingesetzt werden. Ich denke, dass die Provi-

der in Zukunft beispielsweise POF-Adapter einsetzen werden, sodass der Kunde POF selber verlegen und nur noch einstecken kann. Der Flaschenhals ist heute immer noch im Internet und nicht auf den paar Metern von der Glasfaserdose bis zum Endgerät. Im Bürobereich hingegen wird sich FTTD durchsetzen. Wo sehen Sie die grossen Entwicklungen im Bereich der Übertragungstechnik? Brodbeck: Ein zentrales Thema ist die Packungsdichte. Es gibt bereits Hersteller, die bauen in eine Höheneinheit 48 RJ45-Steckmodule ein. Das wird extrem eng. Diese Entwicklung gilt auch für das Glas. Wir können heute in ein Kunststoffröhrchen von 4 Millimetern Durchmesser 24 Singlemodebündelfasern einblasen. Bald werden es 48 sein. Alles wird kleiner, Drahtex dagegen grösser. Stimmt diese Aussage? Brodbeck: Ja, wir wollen und werden weiter wachsen. Allein in den letzten beiden Jahren haben wir den Umsatz verdoppelt. Grosses Wachstumspotenzial sehen wir im Glasfaserbereich. Den wollen wir ausbauen und Marktleader werden. Wir arbeiten darauf hin, dass

der Tertiärbereich in Zukunft als Glasfasernetz realisiert wird. Dabei setzen wir auf die Partnerschaft mit den Installateuren. Mit ihnen und den Planern gehen wir zur Bauherrschaft und beraten vor Ort, beliefern aber keine Endkunden. Drahtex ist mit der deutschen Telegärtner GmbH eine strategische Partnerschaft eingegangen. Was beinhaltet diese Zusammenarbeit? Brodbeck: Die Partnerschaft mit der erfolgreichen, in der Daten- und Telekommunikation aktiven Telegärtner GmbH mit ihren weltweit 620 Mitarbeitern ermöglicht uns, in Zukunft anspruchsvollste Verkabelungsprojekte in der Schweiz mit modernster Technologie zu realisieren. ■ www.drahtex.ch

Thomas Brodbeck (41) ist seit seinem Lehrabschluss als Elektromonteur in IT-Firmen aktiv. Nach Tätigkeiten bei Telelan AG, Hans K. Schibli AG, ABB Installationen AG, Cablecom, Albis Technologies und Hefti.Hess.Martignoni. Zürich AG ist er seit April 2011 CEO der Drahtex AG in Wallisellen. Thomas Brodbeck ist auch Prüfungsexperte und Dozent, u. a. an der Hochschule Luzern.

Der weltweite Standard für Haus- und Gebäudesystemtechnik

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Answers for infrastructure. Elektrotechnik 3/12 | 45

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Wann wird der Glaskonverter im Endgerät eingebaut sein? Brodbeck: Es gibt schon heute Server, die mit einer Glas-LAN-Karte ausgerüstet sind. FTTD ist gleichbedeutend mit Voice over IP. Vom Konverter geht es mit Kupfer auf das Telefongerät und von dort auf den PC. Sobald die Hersteller der VoIP-Geräte bereit sind, Glasanschlüsse einzubauen, werden auch die PC-Hersteller nachziehen müssen. Fiberoptikverbindungen sind bezüglich Ein- und Ausstecken, Stichwort Reinigen, schon relativ heikel. Da stellt sich die Frage, ob man im Büro einen Office-Switch installieren und von dort mit Kupfer auf die Endgeräte fahren soll – was jedoch zur Folge hat, dass die Bandbreite geteilt wird – oder diese direkt mit Glas anschliessen will.


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Die vierte Mobilfunkgeneration

LTE – die neue Mobilfunkgeneration Das Verkehrsvolumen im Mobilfunkbereich verdoppelt sich zurzeit etwa alle 12 Monate. Die Betreiber begegnen dieser Herausforderung mit Netzausbauten und neuen Techniken wie «Long Term Evolution» (LTE), der vierten Mobilfunkgeneration. Rüdiger Sellin Am Anfang jeder Mobilfunktechnik steht die physikalische Ausbreitung der Funkwellen. Die dabei geltenden physikalischen Gesetze lassen sich auch mit modernster Technik nicht ausschalten. Das wurde bereits bei der Einführung von UMTS im Jahr 2004 deutlich. Das «Universal Mobile Telecommunication System» (UMTS) drang erstmals in den Mikrowellenbereich vor (siehe Tabelle). Dies hatte zur Folge, dass die Signalqualität beim Betreten von Gebäuden schnell abnahm. Plötzlich war es nicht mehr wie beim «Global System for Mobile Communications» (GSM) selbstverständlich, innerhalb von Gebäuden ohne Weiteres mobil telefonieren zu können. Daher sind alle UMTS-Endgeräte mindestens DualBand-fähig und der Handover nach GSM erfolgt, bevor die Funkverbindung zum UMTS-Netz abbricht. So sind nahtlose Telefongespräche auch beim Wechsel zwischen zwei Mobilfunknetzen (2G/3G) möglich. Dieser Handover zwischen Netzen wurde im

1

Lauf der letzten Jahre optimiert und funktioniert in der Regel tadellos. Allerdings ist er bei der neuesten Mobilfunkgeneration nur für die mobile Datenübertragung vorgesehen. Sprachanrufe werden darum weiterhin über GSM oder UMTS abgewickelt. LTE fällt eine andere, für die Netzbetreiber sehr wichtige Rolle zu – das Schaffen neuer Übertragungskapazitäten für mobile Datendienste. Enormer Bandbreitenbedarf Der Trend zum Smartphone wurde von Apple’s iPhone eingeläutet und setzt sich mit den Androiden fort. Bereits heute gehören zwei von drei verkauften Handys dieser Gerätekategorie an. Bis 2015 soll sich der Verkaufsanteil auf über 90 % aller verkauften Handys steigern. Da die Nutzer dieser Geräte die Angewohnheit haben, praktisch ständig «online» zu sein, müssen leistungsfähige Mobilfunknetze zur Verfügung stehen. Verschiedenste Anwendungen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, aber auch das mobile Surfen, mobiles TV oder Youtube unterwegs

LTE-Sendeanlage in Ostdeutschland. (Bild: O2-Telefonica)

heizen den Bandbreitenhunger spürbar an. Im internationalen Vergleich ist die Telekommunikationsinfrastruktur der Schweiz hervorragend ausgebaut. Damit dies so bleibt, sind umfangreiche Investitionen nötig. Die Breitbandversorgung im Festnetz ist gesetzlicher Be-

Vergleich digitaler Mobilfunk-Generationen in Europa und deren wichtigste Parameter1 Funktechnik

Frequenzbereiche

Max. Bitraten1

Anwendungen

GSM/EDGE UMTS/HSPA

2G 3G

900 und 1800 Mhz 900 MHz, 1,8 und 2,1 GHz

Sprache und Daten Sprache und Daten, Video/TV

LTE

3,9G bzw. nahezu 4G

LTE Advanced

«Real 4G»

800/900 MHz, 1,8/2, 1/2,6 GHz Wie LTE

 384 KBit/s 1,8–42 MBit/s ( 84 MBit/s)  50 MBit/s; später ca. 150–300 MBit/s ca. 1 GBit/s

Daten, Video/TV (Sprache via GSM/UMTS) Daten, Video/TV, Onlinespiele

1 Hinweis: Angaben zu maximalen Datenübertragungsgeschwindigkeiten sind abhängig vom Anbieter, von dessen Netzausbau, vom verwendeten Endgerät sowie vom Abonnementstyp.

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Die vor etwa fünf Jahren in UMTSNetzen eingeführte HSPA-Technologie (High Speed Packet Data Access) für die schnelle mobile Datenkommunikation hat also weiteres Entwicklungspotenzial, das die Betreiber nutzen. Sunrise- und Swisscom-Kunden fallen zudem ausserhalb der Städte nicht in ein «Geschwindigkeitsloch». Mit EDGE (Enhanced Data Rates for the GSM Evolution) halten sie eine zwar langsame, aber zum Beispiel für den mobilen E-Mail-Abruf völlig ausreichende Alternative im GSM-Netz bereit. So bietet beispielsweise Swisscom eine GSM/ EDGE-Abdeckung von 99 % und somit eine praktisch landesweite Versorgung. 4G als Bandbreitenlieferant Eine Lösung zur Befriedigung des zunehmenden Bandbreitenbedarfs verheisst der klangvolle Name «Long Term Evolution» für die neueste Mobilfunkgeneration LTE. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine weitere Ausbaustufe von UMTS. Zwar sind Erfahrungen aus der dritten Generationen in die LTE-Entwicklung eingeflossen. Auch wurde LTE ebenso wie UMTS von der gleichen Organisation standardisiert, nämlich von 3GPP (3rd Generation Partnership Project). Gleichwohl handelt es sich um eine komplett neue Mobilfunktechnologie, welche neben neuen Sendeanlagen auch neue Endgeräte bedingt (siehe nächster Abschnitt). Bestehende Standorte können aber unter Einhaltung der Verordnung über nicht-ionisierende Strahlen (NISV) auf den bestehenden Frequenzen (900/

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standteil der Grundversorgung mit Telekomdiensten – europaweit einmalig. Swisscom als Erbringer dieser Grundversorgung bietet über 98 % (ADSL) bzw. 87 % (VDSL) und 75 % (VDSL mit hochaufgelöstem TV). Im Mobilfunkbereich offerieren die drei Schweizer Netzbetreiber ihren Kunden folgende Abdeckungen (in Prozent der Bevölkerung, Quelle de.wikipedia.org): • Orange: 90 %, gesamtes UMTS-Netz ist HSPA-fähig mit bis zu 7,2 MBit/s, ausgewählte Standorte mit bis zu 42 MBit/s • Sunrise: 80 %, gesamtes UMTS-Netz ist HSPA-fähig mit bis zu 7,2 MBit/s, rund 400 Standorte mit bis zu 21 MBit/s • Swisscom: 93 %, gesamtes UMTSNetz ist HSPA-fähig mit bis zu 21 MBit/s, rund 500 Standorte mit bis zu 42 MBit/s, Ausbau der Standorte auf 84 MBit/s in Vorbereitung

Entwicklung der 3GPP-Standards: Steigerung der verfügbaren Bandbreite mit jeder Generation. (Bild: R. Sellin)

1800/2100 MHz) weiterhin genutzt werden. Hinzu kommen neue Frequenzen im 800 MHz-Band sowie im 2,6 GHz-Band, die im Februar 2012 versteigert wurden (Informationen zur Auktion siehe Textkasten). LTE hat folgende Eigenschaften: • Hohe spektrale Effizienz mit optimierter Sendeleistung • Flexible Kanalbandbreiten mit 1,4/3/5/10/15/20 MHz; jeder Benutzer erhält nur die Bandbreite, die er je nach Anwendung auch wirklich benötigt, dadurch wiederum bessere Frequenzausnutzung • Hoher Datendurchsatz: Downlink < 150 MBit/s, Uplink < 50 MBit/s (später jeweils Verdoppelung der Bitraten möglich) • Sehr geringe Latenz (Round Trip Delay ca. 10 ms), dadurch Eignung für Onlinespiele oder HD-TV • Vollumfänglich IP-basierte Kommunikation, dadurch einfachere Integration von IP-Endgeräten • Kein leitungsvermittelter Sprachdienst wie bei GSM und UMTS,

später wahrscheinlich Voice over IP (VoIP) • Handover zu GSM/UMTS im Datenbereich möglich Aktuell gelten für LTE die Releases 8 und 9 (Bild 2). LTE darf streng genommen noch nicht 4G zugerechnet werden, da eine Bitrate von einem GBit/s nicht erreicht wird – daher auch die gelegentliche auftauchende Angabe «3,9G». Die bereits in der Entwicklung stehende nächste Stufe LTE Advanced wird aber ein GBit/s erreichen und darf sich darum mit dem Titel «Real 4G» schmücken. Endgeräteangebot Das Angebot an LTE-tauglichen Endgeräten wird langsam breiter. In Schweden und Dänemark, wo LTE bereits 2010 eingeführt wurde, war anfangs nur ein LTE-Stick zum Einstecken an der USB-Buchse verfügbar. Seit dem LTE-Start in Deutschland wächst die Vielfalt an LTE-Endgeräten langsam. Da dort viele Landesteile praktisch

Versteigerung bestehender und neuer Mobilfunkfrequenzen Im Auftrag der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom) führte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) vom 6. bis 22. Februar eine Auktion durch. Dabei wurden die bald auslaufenden Konzessionen zu GSM (Ende 2012) bzw. UMTS (Ende 2016) sowie neue Frequenzbänder (800-MHz, ehemalige Frequenzen vom Analog-TV) sowie das 2,6 GHz-Band via Internet und unter Ausschluss der Öffentlichkeit versteigert. Insgesamt fliessen Einnahmen in der Höhe von 996 268 000 Franken in die Bundeskasse. Zur Teilnahme an der Auktion hatten sich die Unternehmen Oran-

ge, Sunrise, Swisscom und In & Phone beworben. Letztere erfüllte die Zulassungsbedingungen nicht und wurde deshalb nicht zur Auktion zugelassen. Dank der weltweit einmaligen Gesamtvergabe aller Mobilfunkfrequenzen konnten Orange, Sunrise und Swisscom je eine neue, umfassende Frequenzausstattung gemäss ihren Geschäftsmodellen zu erwerben. Die Konzessionen wurden technologieneutral erteilt und können auch durch neue Technologien wie LTE genutzt werden. Weitere Informationen unter www.bakom.admin.ch sowie im nächsten ET 5.

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AVM Fritz-Boxen 6810 und 6842: Anbindung von Standorten ohne Breitbandanschluss im 800MHz-Band. (Bild: AVM)

Samsung Galaxy S2 LTE: Weiterentwicklung des Verkaufsschlagers Galaxy S2 mit LTE. (Bild: Samsung)

ohne Breitbandanschluss sind, wurden zunächst vornehmlich ländliche Gegenden im Rahmen der sogenannten «Digitalen Dividende» mit LTE versorgt. Neben dem Huawei Speedport B390 bieten einige Betreiber WLAN-Router mit LTE-Funkteil für 800 MHz von AVM an. Nach aussen wird damit über UMTS oder GSM telefoniert. Die Datenkommunikation erfolgt über LTE, UMTS oder GSM/EDGE. Zur Cebit 2012 präsentiert AVM die beiden Fritz Box-Modelle 6810 LTE und 6842 LTE (Bild 3). Sie vereinen alle wichtigen Kommunikationsfunktionen in einem einzigen und platzsparenden Gerät ohne den sonst üblichen «Kabelsalat». Neben der erwähnten Funkanbindung an LTE/UMTS/GSM sind dies ein Router (WLAN N, Modell 6842 auch mit Ethernet) sowie eine Telefonanlage mit integrierter DECT-Basisstation für bis zu sechs Schnurlostelefone. Zusätzlich verfügt das Modell 6842 über einen Analoganschluss etwa zum Anschluss eines Faxgerätes. Warum noch keine LTE-Smartphones erhältlich sind, zeigt ein Blick in das Innere dieser technischen Wunderwerke. Diese mobilen Endgeräte müssen in allen Frequenzbändern gleichermassen funktionieren. Dazu braucht man massenhaft lieferbare, winzige LTE-Multi-Band-Modems, die beispielsweise in den USA auf 700 oder 1900 MHz, in Europa hingegen auf 800, 1800 oder 2600 MHz senden und empfangen können müssen (Multi-Band). Ausserdem muss ein LTE-Smartphone auch noch in ältere 2G- und 3G-Netze zurückschalten können (Multi-Mode), zum

Beispiel um Telefongespräche zu ermöglichen. Bis vor Kurzem gab es noch keine Mikrochips, welche die Anforderungen der Hersteller in den Disziplinen Gewicht, Abmessungen und vor allem beim Stromverbrauch erfüllten und dabei noch Multi-Band sowie MultiMode beherrschten. Eine derart geballte Technik liess sich bis vor Kurzem noch in keiner superdünnen Smartphone-Hülle integrieren. Erst seit Oktober 2011 liefert Qualcomm erste Exemplare solcher Chipsets an die wichtigsten Smartphone-Hersteller aus.

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Bis dort Hard- und Software integriert sind und die ersten brauchbaren LTEProdukte in grösseren Mengen auf den Markt kommen, vergehen noch einige Monate. Im Vergleich dazu muss ein stationärer LTE-Router weder flach sein noch weltweit in allen Bändern funken. Auch grössere Antennen finden hier Platz und der Signalgewinn fällt entsprechend grösser aus als bei kompakten mobilen Geräten. Ein Router braucht auch keinen Akku, da er ohnehin am Stromnetz hängt – eine wesentlich einfachere Entwicklungsaufgabe also. LTE-fähige Smartphones werden für Europa frühestens im Laufe des ersten Halbjahres 2012 erwartet. Angekündigt sind Geräte von Samsung und HTC. Apple’s iPhone 5 (vermutlich mit LTE) lässt noch auf sich warten. Das Samsung Galaxy S2 LTE (Bild 4) ist gegenüber dem Vorgänger etwas grösser und schneller geworden. Das Super Amoled Plus Display wuchs von 4,3’’ auf 4,5’’. Die CPU wird nun mit 1,5 statt mit 1,2 GHz getaktet, die Akkuleistung von 1650 auf 1850 mAh erweitert, was beim nochmals vergrösserten Display auch nötig ist. Nach Angaben von Samsung ist das neue S2 das erste Multi-Mode Smartphone, das neben LTE auch UMTS und GSM beherrscht. Das wie das S2 mit einem Android-OS versehene HTC Velocity 4G ist das erste LTE-fähige Smartphone der Taiwaner (Bild 5). Es entspricht in vielen Punkten

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HTC Velocity 4G: erstes LTE-fähiges Smartphone von HTC.

(Bild: HTC)


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dem Konkurrenten von Samsung (1,5 GHz Prozessor, 4,5’’ Display, 8 MP Kamera usw.). Auch der Tablet-PC Samsung Tab 8.9 LTE verwendet diesen Prozessor, verfügt aber der Gerätekategorie entsprechend über ein deutlich grösseres Display mit einer Auflösung von 1280 × 800 Pixel (Bild 6). Der Tab 8.9 LTE verfügt über eine 3-MP-Kamera, ist lediglich 8,6 mm dünn und wiegt nur 455 Gramm. LTE-Feldtests von Swisscom Als erster Schweizer Anbieter hat Swisscom ein LTE-Pilotprojekt gestartet, der voraussichtlich bis Mitte 2012 dauert. In verschiedenen Schweizer Tourismusregionen (Davos, Grindelwald, Gstaad, Leukerbad, Montana, Saas Fee und St. Moritz) sowie in ausge-

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Videoüberwachen Video für Ihre Sicherheit im Alltag – wird kaum noch als Überwachung/Controlling wahrgenommen. Als Hilfsmittel für mehr Übersicht im Alltag, stellen wir Ihnen Lösungen und Systeme zur Verfügung. Ob über Internet, Netzwerk oder klassisch analog, sie erhalten das Optimum. – Objektüberwachung – Personenkontrolle – Personenzählung – Autonummernerkennung – Betriebsabläufe – Warensicherung

Samsung Tab 8.9 LTE: zielgruppengerechtes Angebot für mobile Vielsurfer. (Bild: Samsung)

wählten Swisscom Shops (Basel, Bern, Davos, Genf, Köniz, Lausanne, Luzern, St. Gallen, St. Moritz und Zürich) können interessierte Teilnehmer die hohe Übertragungsgeschwindigkeit von LTE mit einem USB-Datenstick im Notebook testen. Mit diesem Pilotprojekt will Swisscom Erfahrungen sammeln, wie LTE in der Schweiz optimal eingesetzt werden kann. Zudem investiert Swisscom in den nächsten fünf Jahren mehrere Hundert Millionen Franken in ihr bestehendes Mobilfunknetz. So werden unter anderem sämtliche 6000 Mobilfunkstationen aufgerüstet und an Glasfaserleitungen angeschlossen. Bis Mitte 2014 werden zudem alle Mobilfunkstationen mit neuer Hard- und Software ausgerüstet. Diese sind damit bereits für die neue Mobilfunktechnologie LTE vorbereitet. An stark frequentierten Orten wird Swisscom zudem strahlungsarme Mikrozellen für eine bessere Funkabdeckung einsetzen. Zusätzlich soll die maximal mögliche Geschwindigkeit im bestehenden HSPA-Netz flächendeckend auf bis zu 84 MBit/s angehoben und damit verdoppelt werden. SwisscomKunden werden von einer höheren Netzkapazität und schnelleren Verbindungen profitieren. Man darf neugierig sein, wie die Mitbewerber auf diese Ausbauinitiative reagieren. ■

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Intelligente Audiosysteme für den entscheidenden Komfort

Moderne AudioMultiroomsysteme Zur Menschheit gehört Musik. Am Anfang schlugen die Menschen wohl mit Stöcken im Takt, klatschten in die Hände und tanzten dazu. Mit dem Aufkommen von Instrumenten kam eine neue Dynamik ins Leben der Menschen. «Musikkonserven» in Form von Schallplatten, später CDs und vor etwa 20 Jahren MP3, veränderten das Leben der Menschen noch einmal. Die WHD, W. Huber + Söhne GmbH, ist seit über 80 Jahren Innovations- und Technologieführer im Bereich von Audioanlagen. Neben einfachen Einbauradios, einer Dockingstation für das iPhone, Einbau-Bluetooth Empfängern

und Lautsprechern, bietet WHD auch drei verschiedene Multiroomsysteme an. Eine einfache Komplettlösung, eine Lösung mit Bedienung per KNX und eine Lösung zur Integration ins Netzwerk.

Musik und Infos überall Für die Hintergrundmusik oder den Radioempfang im Bad und der Küche eignet sich der Deckeneinbauradio HLS 51. Dieser lässt sich ganz einfach in die Hohldecke einbauen. Dank integriertem Verstärker schliesst man die Lautsprecher direkt daran an. Die Bedienung erfolgt kabellos per Handsender. Ist keine Hohldecke vorhanden, lässt das neue UP-Radio mit RDS-Anzeige verwenden. Der UP-Typ verfügt sogar über eine integrierte Weck- und Sleepfunktion. Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät oder über die mitgelieferte Fernbedienung. Wer seine Musiksammlung aus dem MP3-Plyer oder dem iPhone ohne Kopfhörer geniessen möchte, ist mit der Dockingstation MP55 im Design EDIZIOdue goldrichtig bedient. Auch dieses Gerät ist mit einem Verstärker ausgerüstet und wird in eine UP-Dose Grösse 1 montiert. Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät oder per Fernbedienung. Auf diese Weise lauscht man sogar in der Badewanne bequem seiner Lieblingsmusik. Lautsprecher können ebenfalls direkt angeschlossen werden. Es kommen Deckeneinbautypen infrage oder solche, die sich in eine Dose Grösse 1 im EDIZIOdue-Format einbauen lassen. Multiroomsystem Damit nicht in jedem Zimmer eine Stereoanlage Platz verschwendet, kann ein Multiroomsystem Abhilfe schaffen. An die Zentrale können verschiedene Tonquellen wie Radio, CD-Player, Plattenspieler, Dockingstation usw. angeschlossen werden. Je nach Typ lassen sich von 9 bis zu 254 Musikzonen definieren. In jeder Zone kann individuell auf eine der angeschlossenen Tonquellen zugegriffen werden. Je nach Anspruch und Budget kann zwischen der einfachen Komplettlösung, der individuellen Lösung mit KNX-Anbindung

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Beispiel aus der Praxis Die herausragenden Eigenschaften einer Multiroomlösung von WHD lassen sich am besten anhand eines Beispiels demonstrieren. In der schemenhaft dargestellten Wohnung ist die Basis-Multiroomlösung DAM 4000 Basic von WHD dargestellt. Der graue Punkt markiert die Multiroomzentrale DAM 4000 Basis. Die Zentrale verfügt bereits über 4 FM-Radios. Wahlweise können anstelle der Tuner 3 + 4 externe Tonquellen wie z. B. CD-/DVD-Player angeschlossen werden. Die Zentrale ist mit einem Verstärker ausgerüstet, sodass direkt bis zu vier Lautsprecher angeschlossen werden können und die Musik in Stereoqualität gehört werden kann. Die grünen Punkte markieren die Raumbedieneinheiten. Total lassen sich

acht Bedieneinheiten mit der Zentrale verbinden. Zusammen mit der Zentrale ergeben sich somit neun Musikzonen. Die Bedieneinheit ist ebenfalls mit einem Verstärker ausgerüstet und lässt sich in eine UP-Dose Grösse 1 montieren. Die Bedieneinheit ist kompatibel mit dem Schalterdesign EDIZIOdue. Da die Lautsprecher direkt an den Raumbedienungen angeschlossen werden, entfallen lange Leitungen und der Installationsaufwand minimiert sich. Die Bedieneinheit besitzt einen zusätzlichen rückseitigen Line-In, über den z. B. eine Dockingstation MP55 angeschlossen werden kann. Die Bedieneinheit hat noch eine Weck- und Sleepfunktion integriert. Die Funktionen der Bedieneinheiten umfassen: Ein/Aus, laut/leise, Quellenwahl, Menü zu Einstellung von Wecker und Sleep. Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät oder per Fernbedienung. Der pinkige Punkt zeigt die Möglichkeit der Verwendung einer iPhone-Docking-Station. In der Schweiz besteht

bekanntlich die höchste iPhone-Dichte der Welt. Da wird es besonders geschätzt, wenn die Lieblingsmusik zu Hause ganz «easy» über die Multiroom-Anlage gehört werden kann. Die blauen Punkte markieren die Lautsprecher. Je nach Raum kommt nur ein Lautsprecher zum Einsatz, in anderen Räumen zwei bis vier. Je nach Einstellung bei der Raumbedienung kann die Musik auch in Stereoqualität gehört werden. Als Lautsprecher eignen sich alle Typen aus dem umfangreichen Sortiment von WHD.

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oder der flexiblen Lösung mit Netzwerk- und KNX-Anbindung gewählt werden. Bei der Netzwerk-Variante erfolgt die Bedienung auch per iPhoneAPP.

Fazit Mit den Produkten von WHD lassen sich individuelle, kostengünstige und komfortable Multiroomlösungen realisieren, welche neue Massstäbe in Bezug auf Funktionalität und Komfort setzen. Die Vertretung in der Schweiz hat die Asera AG in Bassersdorf. ■

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Wirkungsgrade von Drehstrom-Motoren 50 Jahre auf hohem Niveau Maschinen & Geräte

Entwicklung der Motor-Wirkungsgrade Die Angaben für die Wirkungsgrade von DS-Kurzschlussläufer-Motoren bewegen sich seit mehr als 50 Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau. Die Geschichte der Motorentwicklung macht deutlich, dass zwar die Baugrösse sich verkleinerte, der Wirkungsgrad aber kaum verbessert wurde. Die neuen, hoch effizienten Motoren bedingten einen kostspieligen Technologiesprung. Ing. Helmut Greiner Die Wirkungsgrade von DrehstromNormmotoren und deren Vorgänger waren über mehr als 50 Jahre auf gleichbleibend hohem Niveau, bis die IE-Klassen «Standard», «hoch» und «Premium» eingeführt wurden. Dieser Beitrag beschreibt, weshalb bei der Weiterentwicklung von Drehstrom-Asynchronmotoren zunächst andere Prioritäten gesetzt wurden und weshalb auf halbem Weg (1980) ein Versuch zur Einführung einer effizien-

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Beispiel für die Darstellung von Richtwerten für den Wirkungsgrad der 4-/6-/8-poligen DS-Asynchronmotoren. (Quelle: VEM)

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teren Motorenreihe vom Markt nur unbefriedigend akzeptiert wurde – weil die Zeit noch nicht reif war. «Standard»-Wirkungsgrade schon seit etwa 1950 Der Wirkungsgrad war vor Einführung der EFF- und IE-Klassen nicht genormt; er konnte aus den Angaben im Katalog oder Leistungsschild nur indirekt berechnet werden. Eine Recherche ist daher auf zeitgenössische Fachbücher oder alte Kataloge angewiesen (Tabelle S. 47). Quellennachweis für die Recherche:

• AEG: Motoren für Drehstrom und Wechselstrom; auf Basis der Druckschrift Mf 57014; (1952) • Tolksdorf, Hans: Die Starkstromtechnik im Fachbuchverlag Dr. Pfannenberg & Co, Giessen, (1954) • VEM: VEM-Handbuch: Die Technik der elektrischen Antriebe; Grundlagen VEB-Verlag Technik , Berlin (1963) • ABB: Asea Brown Boveri Fachbuch: Elektromotoren von Dr. Ing. H. Rentzsch; Turgi/Schweiz (1968) • Siemens: Handbuch der Elektrotechnik im Verlag W. Girardet, Essen (1971) • Vogl, K. u. a.: Berechnung rotierender elektrischer Maschinen; Grundlagen, VEB-Verlag Technik, Berlin (1972?) • Geisweid, Ramon: Elektrotechnik und elektrische Antriebe im Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York (1973) • BAUER: Archiv der Fa. Eberhard Bauer, Esslingen (1975)

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Vergleich des Streubandes der Meldungen von sechs deutschen Herstellern EURODEEM (1998) mit den 2009 eingeführten Wirkungsgradklassen IE1 und IE2.


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Entwicklung des auf die Bemessungsleistung bezogenen Motorgewichts in kg/kW in den Jahren 1890 … 2000 nach Angaben der AEG in [3].

• EURODEEM: Europäische Datenbank für Elektromotoren (1998); Auszug für sechs Hersteller • Greiner, H.: Energie sparen mit Getriebemotoren; Sonderdruck SD 3401 der Danfoss Antriebs- und Regeltechnik GmbH, Geschäftsbereich Elektrische Antriebe Das Ergebnis lässt sich auf eine relativ einfache und in der Kernaussage überraschende Erkenntnis zusammenfassen:

Wirkungsgrad von 4-poligen Käfigläufermotoren in Abhängigkeit von einer Masszahl a3 für das aktive Volumen.

Die Angaben für die Wirkungsgrade von DS-Kurzschlussläufer-Motoren bewegen sich seit mehr als 50 Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau, das etwa der CEMEP-Klassifikation EFF2 oder der etwa gleichwertigen IEC-Klassifikation IE1 entspricht. Diese Klasse wurde neu mit «Standard» bewertet. Als Bespiel für den Stand der Technik im Jahr 1998 ist in Bild 2 das Streuband der Angaben von sechs deutschen Herstellern mit den später eingeführten

Klassen IE1 und IE2 verglichen. Ab der Bemessungsleistung von 7,5 kW wurde durchweg die Klasse IE2 erreicht. Für die kleineren Leistungen bestand teilweise ein Entwicklungsbedarf zur Erreichung der Klasse IE1. Prioritäten bei der Motorenentwicklung Die Weiterentwicklung des 1889 durch Dolivo-Dobrowolsky (AEG) vorgestellten Käfigläufermotors [3] war geprägt durch eine Verminderung der Baugrös-

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Wirkungsgradverbesserung () durch Verwendung eines Motors mit Modellleistung 2,2 kW bei Betrieb mit 1,1 kW.

se, wie die Darstellung des bezogenen Gewichts (kg/kW) in Bild 3 eindrucksvoll zeigt. Die Jahreszahl 1960 markiert die Einführung von DIN 42673 für den «Deutschen Normmotor», dessen Entwicklung in [4] ausführlich beschrieben ist. Nachdem es auf IEC-Ebene u. a. wegen den divergierenden Leistungsreihen (PS – kW) nicht gelungen war, die in den USA schon seit 1929 bewährten Zuordnungen von Leistung und Baugrösse international neu festzulegen, sollte eine solche Zuordnung mit einem deutschen Vorschlag wenigstens für Westeuropa getroffen werden. Weil die Norm für die Koppelung von Leistung und Baugrösse auf dringenden Wunsch der Anwender mindestens 10 bis 20 Jahre Bestand haben sollte, musste eine möglichst optimale Ausnützung des aktiven Materials angestrebt werden. Dies macht sich im Bild 3 durch den «kleinen» Knick von 11 auf 7,5 kg/kW bemerkbar. Die feste Zuordnung von Bemessungsleistung und Baugrösse hatte nun

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Anteile der freiwillig vereinbarten CEMEP-Klassen EFF1 (hoch), EFF2 (verbessert) und EFF3 (üblich) in den Jahren von der Einführung 1998 bis 2010. 54 | Elektrotechnik 3/12

Vergleich von Motoren der Siemens-S-Klasse (1980) erreichten Wirkungsgrade mit der später eingeführten Klasse IE2.

fünf Jahrzehnte zum Vorteil der Anwender Bestand – liess aber wenig Spielraum für eine Optimierung des Wirkungsgrades. Dies wird auch aus Abschnitt 3 und den Analysen in [5] deutlich. Siemens-S-Motoren mit verbessertem Wirkungsgrad (1980) Angestossen durch die in Europa beginnende Diskussion über einen Beitrag effizienterer Elektromotoren zur Entlastung der Umwelt bot Siemens im Vorgriff auf die spätere CENELECVereinbarung diese Reihe an. Basis waren die Analysen in [5]. Bild 4 zeigt die ausgeprägte Abhängigkeit des Wirkungsgrades von der Baugrösse, die ihrerseits eine Masszahl a3 für das Aktivvolumen vorgibt. Im Gegensatz zu einer oft anzutreffenden Annahme, lässt sich die Energiebilanz nicht schon verbessern, wenn nur der teilweise ausgenützte Motor durch ein kleineres, voll ausgenütztes Modell ersetzt wird. Der in Bild 4 gezeigte «Baugrössengewinn» kann im

Gegenteil dazu führen, dass der grössere, weniger ausgenützte Motor den besseren Wirkungsgrad hat (Bild 5). In diesem konkreten Beispiel ergibt sich durch die Modellvergrösserung bei gleicher Ausgangsleistung 1,1 kW eine Verbesserung des Wirkungsgrades um etwa 3,5 Prozentpunkte. Die mit der S-Reihe erreichten Wirkungsgradverbesserungen sind in Bild 6 mit der bei Einführung der Reihe noch nicht vorhandenen IEC-Klassifikation IE2 verglichen. Wirkungsgrade für Bemessungsleistungen unter 0,75 kW sind nicht klassifiziert. Da die Verwendung hoch effizienter Motoren nicht durch besondere Anreize gefördert wurde, war die Zeit noch nicht reif für eine vergleichbare Initiative anderer Hersteller. Jetzt wird durch eine EU-Verordnung nachgeholfen, durch welche seit 16. Juni 2011 nur noch hoch effiziente Motoren der IEC-Klasse IE2 (entspricht etwa EFF1) in Verkehr gebracht werden dürfen. Der mässige Erfolg der freiwilligen CEMEP-Vereinbarung ist in Bild 7 gezeigt.

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IE-Klassen für den Wirkungsgrad von DS-Käfigläufermotoren nach DIN EN 60034-30. EU-Verordnung für das Inverkehrbringen: IE2: seit 16. Juni 2011 für PN = 0,75 … 375 kW; IE3: ab 1. Januar 2015 für PN 7,5 … 375 kW; IE3: ab 1. Januar 2017 für PN 0,75 … 375 kW; statt IE3 wahlweise IE2 mit Drehzahlregelung.


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IE-Klassifizierung erzwingt Technologiesprung Aus den vorhergehenden Abschnitten wird ersichtlich, dass die «hohen» Wirkungsgrade der Klasse IE2 je nach Leistungsbereich und herstellerbedingter Ausgangslage durch marginale technologische Verbesserungen erreichbar sind – hierzu zählen z. B. • Verlängerung der Paketabmessungen, • Verbesserung der Blechqualität, • Erhöhung der Nutfüllung, • Verminderung des Luftspaltes durch engere Toleranzen, • Kurzschlusskäfig aus Kupfer, statt Aluminium, • Optimiertes Lagerungs- und Lüftungssystem.

Tabelle: Richtwerte für den Wirkungsgrad in Prozent. Die Richtwerte sind teilweise relativ kleinen Kurvendarstellungen mit schlecht ablesbaren Skalen entnommen und daher mit grossen Toleranzen behaftet (Bild 1).

Die in die Norm EN 60034-30 zusätzlich aufgenommene Klasse IE3 für «premium»-Wirkungsgrade, die gegen-

über IE2 mit um 15… 20 % niedrigeren Verlusten angehoben sind, erfordern einen Technologiesprung zu völlig neuen

Literatur [1] DIN EN 60034-30 (VDE 0530-30):2009-08 Drehende elektrische Maschinen – Teil 30: Wirkungsgrad-Klassifizierung von Drehstrommotoren mit Käfigläufern, ausgenommen polumschaltbare Motoren (IE-Code) [2] CEMEP-Selbstverpflichtung der europäischem Motorenhersteller zur Kennzeichnung der Wirkungsgradklassen EFF1, EFF2 und EFF3 bei Normmotoren der Bemessungsleistung 1,1 … 90 kW, ZVEI-Normenanzeiger 4/2000

[3] Schad. E.: 80 Jahre Käfigläufermotoren; ETZ-A, Bd.91 (1970) H.1 [4] Rentzsch, H.: Deutsche Normmotoren; Sonderdruck aus Werkstatttechnik, 56. Jahrgang (1966), H.2 [5] Auinger, H. und Kracke, G.: Wirkungsgrad elektrischer Maschinen – Möglichkeiten und Grenzen für eine Verbesserung. Sonderdruck aus «Siemens-Energietechnik»; Heft 7 im Juli 1980 [6] EURODEEM European Database of Efficient Electric Motors, www.topmotors.ch/EuroDeem

Prinzipien für den Motor. Diese Motoren sind nicht Gegenstand dieses Rückblickes. Dabei ist noch zu erwähnen, dass die entsprechende Aussage in der Einleitung zu DIN 60034-30 falsch übersetzt ist. Es sind nicht die Wirkungsgrade um 15… 20 % höher, sondern die Verluste um diese Prozentsätze niedriger. ■

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Werkzeuge Teil 3:

Genügen Billigwerkzeuge? Gutes Werkzeug hat seinen Preis. Dafür lässt es sich gut und einfach bedienen, hält lange und schont damit die Nerven des Besitzers. Nichts ist mühsamer als Arbeiten mit ungeeigneten Werkzeugen. Die Qualität eines Werkzeuges ist aber nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Rico De Boni Discountschraubenzieher und Bits? Sie sehen auf den ersten Blick nicht einmal so schlecht aus. Ein Kunststoffkoffer oder das Kunststoffetui enthält den kompletten Satz von Schraubenziehern und Bits in allen gängigen Grössen und kostet nur so viel wie ein bis zwei Einzelstücke eines Markenwerkzeuges. Sind solche Werkzeuge überhaupt brauchbar? Beschränkt sich der Gebrauch allein auf den Haushalt oder den Hobbybereich, kann es sicher funktionieren. Der grösste Teil der einzelnen Werkzeuge wird dann überhaupt nicht oder nur selten und auch dann nur für wenige Augenblicke eingesetzt. Beim Fachmann und beim Dauergebrauch sieht es anders aus. Hier kommen die Qualitätsunterschiede recht deutlich hervor: • Massgenauigkeit: In vielen Fällen sind die Masse bei Billigprodukten ausserhalb der Norm. Nur wenn das Werkzeug in der Toleranz liegt, passt es zum genormten Schraubenantrieb. Ist ein Übermass vorhanden, wird unbewusst zum kleineren Modell gegriffen. Dass aber dann die Klinge herausrutscht und der zu kleine

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Defekte Schneide schon nach wenigen Schnitten. 56 | Elektrotechnik 3/12

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tragen werden. Die Vorstellung, dass die Schrauben in der Schaltgerätekombination nicht richtig angezogen werden oder dass in der Nähe von spannungsführenden Teilen abgerutscht wird, ist nicht gerade beruhigend. Greift der Bit trotz richtigem Antrieb und Grösse nicht, werden Schraube und Bit übermässig und schnell abgenützt. Die Schraube lässt sich dann kaum mehr lösen und der Bit muss ersetzt werden. • Schlechte Verarbeitung: Solche Mängel sind beim genaueren Betrachten leicht erkennbar. Krumme Klingen oder unsauber verarbeitete Handgriffe erlauben kein einfaches Arbeiten. Wer einmal länger mit einem schlechten Kunststoffhandgriff gearbeitet hat, wird kaum mehr ein solches Produkt kaufen (Bild 9).

Billigmodell 1 Klinge nicht gehärtet, nur schwarz eingefärbt 2 Keilförmige, zu grosse Spitze 3 Kunststoffnaht am Griff

Schraubenzieher beim Anziehen oder Lösen Schaden nimmt, ist ein Sicherheitsmangel. Das ist nicht nur bei Schlitzschrauben, sondern auch bei Kreuzschlitzschraubenziehern der Fall. Das notwenige Drehmoment kann gar nicht auf die Schraube über-

• Unkorrekte Härtung: Ist das Klingenmaterial zu hart, kann es abbrechen, ist die Härtung ungenügend, wird sich das Klingenmaterial nach kurzer Zeit verformen. Die weitverbreitete Meinung, dass schwarze Klingenspitzen eine korrekte Härtung aufzeigen, stimmt nicht. An Billigprodukten hat dies rein optische Wirkung. Unkorrekte Härtung verkürzt die Lebensdauer enorm. Bits werden beim automatischen Schrauben sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Im Gegensatz zu Billigversionen, die kaum tausend Verschraubungen aushalten, genügen Markenprodukte für 1000 bis 5000 Schrauben. • Schlechte Isolation: Ob eine korrekte Isolationsprüfung stattgefunden hat, ist nicht sichergestellt. Immer wieder treten Fälle auf, bei denen Prüfzeichen widerrechtlich angebracht sind. Wer Schraubenzieher und Bits häufig braucht, sicher und korrekt arbeiten will, muss auf solche Billigwerkzeuge


Wenig Kleber muss halten!

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verzichten. Wird zusammengerechnet, was die verschlissenen Billigteile in einigen Jahren gekostet haben, geht die Rechnung nicht auf Auch Billigzangen sind Ramsch Fünf Zangen zum Preis von einem Qualitätswerkzeug! Ist das etwas wert? Zum Preis von rund drei Franken ist es unmöglich, eine isolierte Zange herzustellen, die auch nur die Grundbedürfnisse abdeckt. Solche Billigmodelle sehen zwar schön aus, sie eignen sich nicht einmal für den Heimwerker. Es sind verschiedene Faktoren, die gegen einen solchen Kauf sprechen: • In der Regel sind solche Zangen in eine Folie eingeschweisst, das Ausprobieren vor dem Kauf entfällt. • Die Schneidengeometrie und die Schneidenhärte stimmen nicht. Nicht selten passen die Schneiden nicht aufeinander. Bereits nach dem Schneiden eines kleinen Nagels und einiger kleiner Drähte sind die ersten Defekte in der Schneide im Licht gut sichtbar (Bild 10). Das zeigt die ungenügende Härtung auf. Auch die mangelhafte Oberflächenverarbeitung ist erkennbar. • Die Griffisolation löst sich sehr schnell vom Griff. Sie ist nur mit ungenügendem Kleber auf dem Metallgriff verhaftet. Kaum wird gearbeitet, dreht sich die Isolation, das Zusammendrücken der Zange wird mühsam. Auch Ziehen mit der Zange wird unmöglich (Bild 11). • Zangenisolationen bei Billigwerkzeugen können Schadstoffe enthalten. Der Hautkontakt ist bei langer Einwirkungszeit schädlich. • Die Isolationswerte der verwendeten Kunststoffe sind nicht bekannt. Sie schwanken in weiten Bereichen und werden durch den Gebrauch rasch schlechter. Diese Isolationen stellen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen ein unbekanntes Gefahrenpotenzial dar. • Das Gelenk der Zange ist unpräzise verarbeitet, nach wenigen Arbeiten klemmt es oder es lottert, das Schneiden wird so ganz unmöglich. Fazit Technik lässt sich leicht nachmachen, die Qualität bleibt aber auf der Strecke. Wer bei der Werkzeugauswahl genau hinschaut und dann gezielt kauft, wird dadurch belohnt, dass ausgeführte Arbeitsschritte leicht, schnell und ohne unnötigen Kraftaufwand erledigt werden können. Zudem kann er von einer langen Haltbarkeit der Werkzeuge profitieren. Somit lohnen sich Investitionen in gutes Werkzeug. Hingegen ist jeder Franken für Billigwerkzeu■ ge verlorenes Geld.

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Aus- und Weiterbildung

Fragen und Antworten zu NIN

NIN-Know-how 76 Über Sinn und Zweck von Normen kann man oft lange diskutieren und auch philosophieren. Eigentlich sollen Normen durch Vereinheitlichung unser Leben erleichtern, uns bei Routinearbeiten entlasten. Durch die Normierung wird aber auch die Lösungsvielfalt und damit die so hoch geschätzte Freiheit beschränkt. Man könnte es ja auch besser machen als in der Norm beschrieben, wer ist denn auf die Idee gekommen? Aber was ist denn besser, wie qualifiziert man Lösungen? Einige Bereiche lassen sich kaum mehr normieren. Wie können beispielsweise für das Einhalten der Sicherheit einer Maschine immer klare Vorgaben gemacht werden, wo doch jede Maschine sich in ihrer Ganzheit aber auch im Detail von jeder anderen wieder unterscheidet. Gerade wenn es um die Sicherheit geht, mitunter auch in elektrischen Anlagen, muss man manchmal auch selber eine Risikoanalyse vornehmen. Bei einigen hier behandelten Fragen und Antworten erkennen Sie sicher solche Ansätze. David Keller, Pius Nauer

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Potenzialausgleich an Hochregallager Wir planen den Neubau eines Gebäudes mit Hochregallager. Müssen wir die Gestelle dieses Hochregallagers an den Potenzialausgleich anschliessen? Diese gehören ja nicht zur tragenden Gebäudekonstruktion. Meiner Meinung nach müssen wir die Gestelle zumindest an den zusätzlichen Potenzialausgleich anschliessen, da der Abstand von der Wand zum Gestell (an welcher es Steckdosen usw. hat) kleiner als 1,25 m, also im Handbereich ist. (T. L. per E-Mail)

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Kabeleinführungen mit Borsten Wir sehen in den Installationen immer wieder, dass der Schaltgerätehersteller bei den SGK’s für die Kabeleinführung Borsten verwenden. Einige Kontrolleure beanstanden dies und andere lassen es durchgehen. Die Verteilung auf dem angehängten Bild (Bild 1) ist in einem Klassenzimmer einer Technischen Schule anzutreffen. Es haben also auch Laien Zugriff. Ich habe den Anlagehersteller darauf aufmerksam gemacht, dass dies gefährlich ist, vor allem wenn ein Gegenstand in die Schaltgerätekombination fällt. Er meinte, dass zwischen den Aussenleitern extra eine Abtrennung eingebaut ist, damit es in einem solchen Fall nicht zu einem Kurzschluss kommen kann. Wie beurteilen Sie diesen Fall. (R.V. per E-Mail) Ich würde diese Kabeleinführungen der Schaltgerätekombination beanstanden! Gemäss NIN 5.3.9.7.2.1.2 muss die IP-Schutzart für geschlossene Bauformen von Schaltgerätekombinationen, welche für Laien zugänglich sind, mindestens der Schutzart IP 2XC entsprechen. Ihre genannte Schaltgerätekombination steht in einem Klassenzimmer einer Schule, also ist sie auch für Laien zugänglich. Wie schnell dient die Verteilung auch als Ablagefläche, wie schnell fliegt ein Gegenstand durch die Borsten. Der Basisschutz soll vor allem eine Berührung von spannungsführenden Teilen verhindern. Ihren Bildern zufolge, kann man davon ausgehen, dass

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Abb. 1

man sogar mit der Hand in die Verteilung greifen kann. Die geforderte Schutzart IP 2XC ist eingehalten, wenn die sogenannte Prüffingersicherheit eingehalten ist oder ein Fremdkörper im Durchmesser von 12,5 mm nicht in das Gehäuse eindringen kann. Die dritte Ziffer (C) schützt Personen, die mit Werkzeugen mit einem Durchmesser von 2,5 mm und grösser und einer Länge bis maximal 100 mm umgehen, gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen (das Werkzeug kann in das Gehäuse bis zu seiner vollen Länge eindringen). (pn)

Der Potenzialausgleich, neu als Schutzpotenzialausgleich bezeichnet, übernimmt zwei wesentliche Aufgaben: Schutz gegen elektrischen Schlag und inneren Blitzschutz. Er hat den Zweck, Spannungsdifferenzen zwischen gleichzeitig berührbaren, leitfähigen Teilen zu begrenzen und so Personen- und Sachschäden zu verhindern. Sobald die Schutzmassnahme «Automatische Abschaltung der Stromversorgung» angewandt wird, muss ein (Haupt-) Schutzpotenzialausgleich erstellt werden (NIN 4.1.1.3.1.2), um die Aufgabe bei einem Fehler in der elektrischen Installation zu erfüllen. In der NIN 2010 wird unter anderem der Anschluss von leitfähigen Teilen der Gebäudekonstruktion an den Potenzialausgleich verlangt. Das in der Fragestellung verwendete Adjektiv «tragende» wird jedoch in der Norm nicht verwendet. Stellt sich also die Frage: Gehören Lagergestelle zur Gebäudekons-


Abb. 4 Aus- und Weiterbildung

truktion? Nun denke ich nicht, dass die Regale selber zur Gebäudekonstruktion gehören, das Haus steht sicher auch ohne Regale. Hinterfragen wir die erwähnte Forderung aus der NIN, so kommen wir der Antwort näher. Zwei Fehlersituationen sind zu erwarten: Ein elektrisches Betriebsmittel in der Nähe des Regales (im Handbereich) gerät aufgrund eines Isolationsdefektes unter Spannung, oder das Regal selber gerät unter Spannung. Im einen Fall wäre eine totale Isolierung des Regales die sichere Variante, im anderen die gefährlichere. Wenn zum Beispiel bei Arbeiten am Regal ein defektes Kabel das Regal unter Spannung setzt und der Arbeiter vom geerdeten Standort aus das Regal berührt, ist er der vollen Netzspannung ausgesetzt. Selbst wenn er sich innerhalb des Regales aufhält, können Spannungsdifferenzen auftreten. Weiter sind nach meinen Feststellungen die Forderungen aus dem Kapitel 7.06, besondere Anforderungen an «Leitfähige Bereiche mit begrenzter Bewegungsfreiheit», weitgehend unbekannt. Daraus erginge, dass tragbare Betriebsmittel beispielsweise nur mit SELV oder über Schutztrennung betrieben werden dürfen. Würde PELV angewandt, müsste bereits ein Potenzialausgleich vorhanden sein. Kommt es zu einem Blitzeinschlag ins Gebäude oder in dessen Umgebung, so kann sofort eine gefährliche Berührungsspannung auftreten, wenn die Regale nicht mit dem Potenzialausgleich verbunden sind. Auch eine Gefährdung von Personen durch Überschläge ist zu erwarten. Mindestens aber wird es zu Sachschäden an der elektrischen Einrichtung des Elektrohubwagens kommen. Die Kantonale Gebäudeversicherung Zürich beispielsweise verlangt übrigens die Integration des Hochregals in den Blitzschutz.

Eine Risikoanalyse führt so zur Erkenntnis, dass die Gestelle mit dem (Haupt-) Schutzpotenzialausgleich zu verbinden sind. 25 mm2 Kupfer genü(dk) gen dazu.

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Dokumentation der Messwerte von Servicearbeiten Gemäss Bundesblatt vom Juni 2009 kann bei Klein- und Servicearbeiten, welche bis zu zwei Stunden dauern, auf einen Sicherheitsnachweis verzichtet werden. Laut diesem Bundesblatt müssen die Werte der baubegleitenden Erstprüfung jedoch dokumentiert werden. Beim Mess- und Prüfprotokoll der electrosuisse sind nun Felder für die Unterschriften des Kontrollorgans und des fachkundigen Leiters aufgeführt. Muss der fachkundige Leiter diese Protokolle von Kleinarbeiten auch unterschreiben? (R. G. per E-Mail)

Es ist richtig, dass im entsprechenden Bundesblatt für Arbeiten bis zu zwei Stunden kein Sicherheitsnachweis mehr gefordert wird. Dies gilt vor allem für kleinere Arbeiten infolge Service, Instandhaltungen und kleinen Zusatzinstallationen. Das Bundesblatt fordert jedoch ganz klar eine baubegleitende Erstprüfung. Gemäss NIV wird diese durch den Ersteller der Installation ge-

macht. Es kann also auch ein Lehrling, Elektroinstallateur usw. eine solche Erstprüfung durchführen. Normalerweise wird die Installation nach der baubegleitenden Erstprüfung durch einen Elektrosicherheitsberater in Form einer Schlusskontrolle geprüft und die Resultate werden im Mess- und Prüfprotokoll eingetragen. Aufgrund dieser Resultate kann der Sicherheitsnachweis ausgestellt werden. Bei Kleinarbeiten nach diesem Bundesblatt muss nun der Ersteller der Installation die Ergebnisse der baubegleitenden Erstprüfung protokollieren. Die NIV fordert für die baubegleitende Erstprüfung keine Unterschriften ein. Im erwähnten Fall ist es jedoch äusserst sinnvoll, dass der Ersteller sowie der fachkundige Leiter diese Protokolle unterzeichnet. Nur so kann der fachkundige Leiter eine Übersicht über die gemachten Installationen gewinnen und kontrollieren, ob die geforderten Prüfungen auch bei Kleinund Servicearbeiten gemacht wurden. (pn)

4

Vorsicherung einer Steckdose T13 Bei einer periodischen Kontrolle habe ich folgende Situation angetroffen (siehe Abb. 4): Zusätzlich zu einer CEE-Steckdose 16 A wurde über eine Abzweigdose

Unterfordert? Mit den praxisorientierten Aus- und Weiterbildungen der STFW bestimmt nicht mehr. Schaffen Sie die optimalen

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Elektrotechnik 3/12 | 59


Abb. 5b

Aus- und Weiterbildung

Abb. 5a

eine Steckdose T13 angeschlossen. Darf ich das bestehen lassen, oder muss ich das beanstanden? Wie so oft kommt es für die korrekte Beantwortung der Frage darauf an, wann diese Installation erstellt wurde. Nach aktueller Fassung, also NIN 2010, müsste das beanstandet werden. Stammt die Installation aus dem Zeitraum 2005 bis 2010, so wäre diese Anordnung für gewerblich oder industriell genutzte Bauten zulässig gewesen, in Wohnbauten müsste sie beanstandet werden. Stammt die Installation aus der Zeit zwischen 1997 und 2005, so wäre das zulässig gewesen, auch für Wohnbauten. Nach HV 1985 hätte die Steckdose noch zwei Stufen höher abgesichert werden dürfen, also die beschriebene Installation war ebenfalls zulässig. Der Grund für diese Anpassungen ist bei den diversen Erfahrungen mit Sach-

schäden und Bränden durch überlastete Steckdosen zu finden. Steckdosen aus früheren Jahren bestanden unter anderem aus einem Keramiksockel. Bei Überlastung hielt dieses Material den thermischen Beanspruchungen deutlich länger stand, als die heute verwendeten Kunststoffsockel. Es sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass sowohl 1985 wie auch heute das Überlasten einer Steckdose nicht zulässig ist. Die Verwendung eines Überlastschutzorgans ist nicht grösser als der Bemessungsstrom der Steckdose, soll aber helfen, solche Schäden und Brände zu vermeiden, wenn der Benutzer kunstvoll ein halbes Dutzend Mehrfachstecker aneinander(dk) reiht.

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Fehlerstromschutzeinrichtung bei Photovoltaikanlagen Öfters bekommen wir einen Auftrag, eine Photovoltaikanlage anzuschliessen. Die

Module, dessen Verkabelung und bis zur Montage des Wechselrichters ist oft Sache eines Photovoltaikinstallateurs. Unsere Aufgabe ist es jeweils, den Wechselrichter anzuschliessen. Wir sind uns meist nicht sicher, ob wir dazu eine Fehlerstromschutzeinrichtung einbauen müssen und ob es nun einen Typ A oder Typ B sein muss. Natürlich, auf der sicheren Seite sind wir, wenn wir eine Fehlerstromschutzeinrichtung einbauen. Ob wir nun aber einen Typ A oder B wählen, ist aus finanzieller Sicht ein grosser Unterschied. Wann, wie und wo ist durch die Normen in solchen Anlagen eine Fehlerstromschutzeinrichtung gefordert? (P. K. per E-Mail) Diese Frage kann nicht einfach mit muss oder muss nicht beantwortet werden. Um über einen Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung zu entscheiden, müssen mehrere Punkte berücksichtigt werden. Zuerst müssen wir uns

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60 | Elektrotechnik 3/12

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Gebäude eine Fehlerstromschutzeinrichtung von 300 mA. Wie wäre es nun, wenn ein Wechselrichter ohne galvanische Trennung zum Einsatz käme? In diesem Fall ist die Forderung entsprechend dem Wechselrichter zu erfüllen. Es muss eine Fehlerstromschutzeinrichtung Typ B 30 mA installiert werden. In diesem Beispiel gibt es aber auch noch die Möglichkeit, auf die Fehlerstromschutzeinrichtung Typ B zu verzichten. Nämlich in dem Fall, dass der Wechselrichter bereits eine allstromsensitive Fehlerstromüberwa-

Sie müssen sich zuerst in den Dokumenten des Wechselrichterherstellers diese Informationen holen. Es ist erfreulich, dass mittlerweile die Dokumentationen von verschiedenen Herstellern sehr gut und auf dem Internet (pn) leicht zu finden sind.

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Abstand einer Steckdose von der Dusche Im Neubau eines Mehrfamilienhauses führen wir die Elektroinstallationen aus. Beim Anschliessen der Spiegelschränke in den Badezimmern haben wir nun festgestellt, dass

Abb. 6

chung eingebaut hat, muss keine zusätzliche Fehlerstromschutzeinrichtung eingebaut werden. Die eingebaute Fehlerstromschutzeinrichtung von 300 mA würde also bereits ausreichen. Sie sehen also, es fällt und steht mit der Art und Ausführung des Wechselrichters.

der Schreiner eine zusätzliche Steckdose vorgesehen hat. Im Duschenbereich gibt es einen kleinen Absatz zum Boden, jedoch ist eine eigentliche Duschwanne nicht vorhanden. Nun beträgt der Abstand von diesem Absatz zur Steckdose weniger als 60 cm, aber von der Mischbatterie zur Steckdose

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Aus- und Weiterbildung

einmal die Frage stellen, ob für das Objekt oder den entsprechenden Raum die NIN bereits eine Fehlerstromschutzeinrichtung fordert. In einem Wohnbau ist dies zum Beispiel für festangeschlossene Verbraucher nicht der Fall. In einem landwirtschaftlichen Gebäude fordert die NIN über die ganze Installation eine Fehlerstromschutzeinrichtung 300 mA. Ist die Photovoltaikanlage also auf einem landwirtschaftlichen Gebäude angebracht, so ist deswegen der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung von 300 mA bereits gesetzt. Diese Forderung steht einmal über allen anderen. Nun kann die Fehlerstromschutzeinrichtung aber auch aus Sicht des Wechselrichters gefordert werden. Gemäss NIN 7.12.4.2.2.3.2 muss eine Fehlerstromschutzeinrichtung Typ B eingebaut werden, wenn der Wechselrichter zwischen DC- und AC-Kreis keine galvanische Trennung aufweist. In diesem Fall muss der Bemessungsdifferenzstrom 30 mA gewählt werden. Abbildung 5A zeigt einen transformatorlosen Wechselrichter. Auf eine Fehlerstromschutzeinrichtung kann dementsprechend verzichtet werden, wenn der Wechselrichter wie in Abbildung 5B galvanisch getrennt ist. Folgendes Beispiel: Auf einem landwirtschaftlichen Gebäude ist eine Photovoltaikanlage installiert. Der eingesetzte Wechselrichter weist eine galvanische Trennung auf. Braucht es nun eine Fehlerstromschutzeinrichtung und welchen Bemessungsdifferenzstrom wählen Sie? Aus Sicht des Wechselrichters kann auf eine Fehlerstromschutzeinrichtung verzichtet werden, die NIN fordert jedoch für landwirtschaftliche


Eine Wanne ist eine Wanne, zum Beispiel eine Bleiwanne, Kunststoffwanne usw. Nur ein Absatz im Boden gibt noch keine Wanne. Zum Glück für Sie, möchte man doch sagen, denn damit ist die gezeigte Anordnung zulässig. Hätte es in dem Bereich des Absatzes eine Wanne, müsste die Steckdose weiter weg gesetzt werden. Nach NIN 2010 sind in den Bereichen 0 bis 2 keine Steckdosen (230 V) erlaubt. Und da der Rahmen der Steckdose zur Steckdose gehört, ist auch der Rahmen in den genannten Bereichen nicht erlaubt. Somit müssen die Abstände bis zum Rand gemessen eingehalten (dk) werden (siehe Abb. 6).

7

Periodische Kontrolle von Installationen mit Betriebselektrikerbewilligung Als Hauswart und ehemalig gelernter Elektromonteur bin ich im Besitz der Betriebselektrikerbewilligung. Ich mache häufig kleinere Reparaturarbeiten und auch kleine Installationen. Für grössere Arbeiten beauftragen wir den ortsansässigen Installateur. Für meinen Teil mache ich für sämtliche Arbeiten ein Messprotokoll, der Installateur für seinen Teil einen Sina. Ein akkreditiertes Unternehmen haben wir für die Kontrolle der Betriebselektrikerbewilligung beauftragt. Mir ist nun aufgefallen, dass seit 15 Jahren keine periodische Kontrolle mehr gemacht wurde, obwohl unsere Installation nach NIV einer Periode von 5 Jahren angehört. Wir sind keine Hochspannungsbezüger. Ist das so, dass auf eine periodische Kontrolle in unserem Falle verzichtet werden kann, weil wir durch ein akkreditiertes Unternehmen begleitet werden? (W.B. per E-Mail)

Abb. 8a + 8b

Nein, das sind zwei paar Schuhe. Das akkreditierte Unternehmen hat die Aufgabe, Sie als Betriebselektrikerbewilligungsträger zu kontrollierten. Bei der jährlichen Kontrolle werden Ihre Protokolle eingesehen und stichprobenartig Ihre gemachten Installationen kontrolliert. Die Installation als Ganzes muss infolge einer periodischen Kontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan geprüft werden. Eigentlich muss Ihre Netzbetreiberin sie sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode auffordern, einen neuen Sicherheitsnachweis (pn) zu erbringen.

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Risikoanalyse Immer wieder lese ich von Risikoanalysen im Zusammenhang mit elektrischen Einrichtungen. Was bedeutet das und wer muss solche Analysen vornehmen? (H.S. per E-Mail)

Risikoanalysen kann man zu fast allen (Lebens-)Bereichen erstellen. Aber vor allem um Gefahren durch technische

Einrichtungen richtig zu begegnen und eben möglichst keine Personenschäden zu verursachen, eignen sich solche Analysen. Gemäss Bundesgesetz über die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten (STEG), Artikel 3, dürfen sie bei bestimmungsgemässer und sorgfältiger Verwendung Leben und Gesundheit der Benutzer und Dritter nicht gefährden und sie müssen den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entsprechen. Im Anhang I der Maschinenrichtlinie (MRL) 98/37/EG steht unter Vorbemerkungen, Punkt 3: «Der Hersteller ist verpflichtet, eine Gefahrenanalyse vorzunehmen, um alle mit der Maschine verbundenen Gefahren zu ermitteln; er muss die Maschine dann unter Berücksichtigung seiner Analyse entwerfen und bauen.» Wie im Wesentlichen eine solche Risikoanalyse aussieht, ersehen Sie aus Abbildung 8. Eine genauere und hilfreiche Anweisung dazu finden Sie auf der Website der SUVA, im Do(dk) kument 66037.

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62 | Elektrotechnik 3/12

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mehr als 1,20 m. Können wir das so belassen und gilt der in der Norm beschriebene Abstand in die Mitte oder bis zum Rand der Steckdose? (J.D. per E-Mail).

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Wie bleiben wir fit für die Elektro-Zukunft? Prof. Urs Rieder, Leiter der Abteilung Gebäudetechnik der Hochschule Luzern, Technik + Architektur, unterhielt sich mit Erich Schwaninger, Leiter Berufsbildung des Verbandes Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI, über die Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Elektrotechnik. Welche Bedeutung wird der «Elektro-Bereich» in Zukunft haben? Urs Rieder: Der Elektro-Bereich ist heute schon zentral, wenn es um Energieverbrauch und Gebäudefunktionalitäten geht. In Zukunft muss er noch mehr Verantwortung übernehmen und noch bessere Energieeffizienz ermöglichen. Das ist ein komplettes Umdenken und eine immense Herausforderung. Früher beeindruckten grosse Gebäude mit viel Verbrauch. Heute findet Anerkennung, Prof. Urs Rieder, Leiter der wer den Energieverbrauch Abteilung Gebäudetechnik clever minimiert. Dazu Hochschule Luzern, Techbraucht es intelligente, innik + Architektur. tegrierte Systeme. Aber vor allem auch die Fähigkeit, das Gebäude als System im System zu verstehen. Erich Schwaninger: Die Zukunft sind intelligente Gebäudesysteme, die den Energieverbauch verringern und überschüssige Energie ins Netz zurückführen. Stichworte sind Smart Building, Smart Metering und Smart Grid. Besonders interessant ist die künftige Energieversorgung: Die Ernte erneuerbarer Energien ist vorwiegend elektrisch! Weitere Herausforderungen sind die rasche Entwicklung der Erich Schwaninger, Leiter KommunikationstechnoloBerufsbildung VSEI. gie und die Ablösung der Glühlampe durch LED. Diese Beispiele zeigen, dass die Elektrobranche heute und in Zukunft im Zentrum der technischen Entwicklung steht.

Rieder: Vor 30 Jahren existierten die Teilbereiche Starkstomversorgung, Beleuchtung, Telefonie und Niederspannungsinstallationen mehr oder weniger nebeneinander. Heute sind sie stark miteinander vernetzt. Dies betrifft vor allem auch das Engineering. Engineering ist heute, plakativ ausgedrückt, sehr viel mehr als Planung der Steckdosen. Der Elektro-Ingenieur nimmt Einfluss auf die Architektur. Beleuchtungsplanung beginnt bei der Ausrichtung des Gebäudes. Welche Kompetenzen braucht die Branche, um auf künftige Anforderungen vorbereitet zu sein? Schwaninger: Zunächst müssen Elektrofachleute die Grundlagen der Elektrotechnik, Gebäudetechnik und Kommunikationstechnologien kennen. Das war auch früher so. Heute ist der Elektrobereich aber vielfältiger, und die Dynamik von Innovationen hat zugenommen. Elektrofachleute müssen sich immer rascher mit Neuerungen wie zum Beispiel bei den LED, der Energieeffizienz und den Kommunikationstechnologien vertraut machen. Konvergenz der einzelnen Gewerke ist nicht Schlagwort, sondern Realität. Statt von Schnittstellen reden wir heute von Verbindungsstellen. Dazu braucht es Know-how über andere Gewerke, und man muss das Gebäude als System verstehen. Rieder: Die Anforderungen sind komplexer geworden. Vor 10 Jahren verstand sich kein Elektroplaner als Gebäudeplaner. Heute ist auch eine Gesamtsicht gefragt.

Schwaninger: Nebst gutem Fachwissen braucht es in der Branche einen funktionsgerechten Qualifikationsmix. Welche zukunftsorientierten Ausbildungen gibt es auf Hochschulstufe? Wie lassen sie sich vergleichen? Rieder: Auf Hochschulstufe gibt es viele Angebote im Bereich Elektrotechnik, die sehr etabliert und verbreitet sind. Sie bereiten primär auf eine Tätigkeit in der Industrie vor. Eine Hochschulausbildung, wie das Gebäude-Elektroengineering-Studium, die den Fokus auf dem Gebäude hat, gibt es erst seit ein paar Jahren. Wer Elektrotechnik studiert und danach in der Baubranche arbeiten will, kann in der Regel 40 % seines erworbenen Wissens nicht anwenden. Zudem deckt das Studium ca. 50 % der benötigten bauspezifischen Kenntnisse nicht ab, was eine Aneignung on-the-job nötig macht. Gebäude-Elektroengineering wurde gezielt für diejenigen Elektrofachleute entwickelt, die studieren und in der Baubranche bleiben wollen. Es vermittelt die spezifisch notwendigen Kenntnisse. Schwaninger: Im Sinne des Systemgedankens braucht es sowohl gute Fachleute, die Elektrotechnik studieren und in der Industrie neue Komponenten und Steuerungen entwickeln, wie auch Gebäude-Elektroingenieure, welche diese Komponenten in Gebäuden intelligent einplanen und einsetzen. Worauf ist das Aus- und Weiterbildungssystem des VSEI ausgerichtet? Schwaninger: Der VSEI hat seine Ausund Weiterbildungen auf die Bedürfnisse der Branche ausgerichtet. Das System ist für Praktiker nach dem PrinElektrotechnik 3/12 | 63

Aus- und Weiterbildung

Gute Weiterbildungsperspektiven für Elektrofachleute


Wem empfehlen Sie ein GebäudeElektroengineering-Studium? Welche Highlights sind zu erwarten? Rieder: Entscheidend sind Motivation und Talent. Die Wahl des Studiums muss nicht überbewertet werden, aber man sollte studieren, was einem entspricht. Das Gebäude-Elektroengineering-Studium ist zugeschnitten auf Elek-

Diplom HF

Eidg. Berufsund höhere Fachprüfung

Höhere Fachschule

Elektro-Sicherheitsberater Elektrotechnik Elektro-Projektleiter

Telematik

Telematik-Projektleiter

Bachelor Master

Bachelor Master

FH

ETH

Gebäude-Elektroengeneering

Elektrotechnik und Informationstechnologie

Elektrotechnik

Dipl. Elektroplaner Dipl. Elektroinstallateur Dipl. Telematiker

Tertiärstufe

eidg. Fachausweis eidg. Diplom

Sekundärstufe II

Wie entwickelt sich das Interesse der Lernenden an den VSEI-Weiterbildungen? Schwaninger: Das Interesse an den Berufs- und Höheren Fachprüfungen und an den übrigen Weiterbildungen ist über die letzten 10 Jahre gesehen sehr gross. Jährlich sind rund 1000 Fachleute in einer Weiterbildung zu einer Berufs- oder Höheren Fachprüfung. Auch ältere Fachleute haben ein hohes Weiterbildungsinteresse. Neue Technologien und Normen erfordern dies.

Hochschulen

Nachdiplom

Berufsorientierte Weiterbildung (z.B. Kurse, Seminare)

Aufgrund welcher Bedürfnisse wurde das Gebäude-ElektroengineeringStudium entwickelt? Rieder: Der Anstoss kam aus der Branche. Das neue Studium wurde in enger Zusammenarbeit mit den grossen Elektroplanern und deren Verband USIC entwickelt. Ziel ist ein spezifisches Studium für Elektrofachleute der Baubranche, das die Lücke zwischen den Praktikerausbildungen des VSEI und dem Elektrotechnik-Studium schliesst. Schwaninger: Das Gebäude-Elektroengineering-Studium ergänzt die Lehrgänge des VSEI. Es ist breiter ausgerichtet und hat als Hochschulstudium einen stärker theoriebezogenen Charakter – auch wenn es sehr praxisorientiert ist. Es vermittelt fundiertes Fachwissen in der gesamten Gebäudetechnik und deckt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Bautechnik und Architektur ab.

Höhere Berufsbildung

Berufsmaturität Berufslehre Elektro-Fachleute mit EFZ (Elektroinstallateur, -planer, Telematiker usw.)

direkter Zugang Zugangsqualifikationen erforderlich

Weiterbildungsmöglichkeiten für Elektro-Fachleute.

trofachleute, die den Willen und das Potenzial für ein Studium haben und ihre Zukunft in der Gebäudeplanung sehen. Gebäude-Elektroengineering erfordert interdisziplinäres Arbeiten, gute kommunikative Fähigkeiten und Freude an Gebäudetechnik und -planung. Damit sind andere Talente als bei der Elektrotechnik gefragt, wo beispielsweise Programmieren und Digitaltechnik zentrale Themen sind. Die Highlights des Studi-

(Grafik: HSLU)

ums sind 1. praxisorientierte Projektarbeit – vom ersten Tag bis zur Abschlussarbeit; 2. Auslandwochen; 3. interdisziplinäre Projektwochen mit Architekten und Bauingenieuren; 4. Möglichkeiten für Auslandsemester und 5. Anschluss eines Masterstudiums. Wie beurteilen Sie den Erfolg des relativ neuen Gebäude-Elektroengineering-Studiums?

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zip «kein Abschluss ohne Anschluss» konzipiert. Es ermöglicht eine stufenweise Entwicklung der Elektrokarriere von der Grundbildung bis zur Höheren Fachprüfung. Im Elektrobereich steht die Fachkundigkeit gemäss Niederspannungsverordnung zuoberst auf der Ausbildungspyramide.

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64 | Elektrotechnik 3/12

Weiterbildung ist Gold wert


Welche Verbandsausbildungen sind am beliebtesten? Schwaninger: Bei den Grundbildungen ist der Elektroinstallateur EFZ eindeutig am beliebtesten. Einige gehen da-

   

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Was passt fĂźr wen? * Nichthochschulisch BP

Welche Ausbildung bringen Sie mit?

HFP

HF

Hochschulisch FH GEE ET

ETH

 (+)#(    (+)#(   $ * (+)$*+( ** In welchem Bereich wollen Sie tätig sein?  +,(  +'#%+%  %+)*(   (*)* (,#*+% Was ist Ihr inhaltliches Ausbildungsziel?

Aus- und Weiterbildung

Rieder: In der Praxis sind die Abgänger sehr gefragt. Sie werden als kompetent wahrgenommen und haben ausgezeichnete Karrierechancen. Es gibt deutlich mehr Stellen als Abgänger. Das Interesse bei potenziellen Studierenden ist mit ca. 30 Studierenden pro Jahr relativ gut. Viele Elektrofachleute, die fĂźr Gebäude-Elektroengineering infrage kämen, kennen das Studium jedoch noch zu wenig, vor allem ausserhalb der Zentralschweiz. Unser Ziel ist, dass es fĂźr Elektrofachleute zum Selbstverständnis wird, Gebäude-Elektroengineering zu prĂźfen, wenn sie studieren wollen. Schwaninger: Auch das beim VSEI bekannte Feedback ist sehr positiv. Es braucht mehr Fachleute mit dem integralen Gebäudeverständnis eines Gebäude-Elektroingenieurs â&#x20AC;&#x201C; auch fĂźr WTO/GATT-Ausschreibungen. Der Zubringer zum Studium ist die Berufsmaturität. Etwa 5 % der Lernenden absolvieren die Berufsmatura, viele berufsbegleitend nach der Grundbildung. WĂźnschenswert wäre ein Studienangebot in allen Landesteilen. Rieder: Die Tessiner sind sich gewohnt, ausserhalb ihres Kantons zu studieren. In Genf entsteht ein etwas breiter angelegtes GebäudetechnikStudium. Das Gebäude-Elektroengineering-Studium ist nicht nur in der Schweiz einzigartig, es gibt in ganz Europa keine vergleichbare Ausbildung. Das hilft der Branche, wettbewerbsfähig und international an der Spitze zu bleiben. Siege an der Berufsweltmeisterschaft wie 2011 sind kein Zufall. Herzliche Gratulation dafĂźr auch dem VSEI.

 ,(#   % )  % ), ))%)*#  Welche Aufgaben möchten Sie in Zukunft übernehmen?  +)(+% %)*##* &% +% (*+%  (&!"*# *+%  (+% #"*(&+%*(%$%   ('&) * &% % %+)*(   (*)* (,#*+%  % %( %  +'#%+%  %*, "#+% *% ) -)*$  (* Primäre Ausrichtung

Sekundäre Ausrichtung

spez. Zugangsvoraussetzungen

BP BerufsprĂźfung

HFP HĂśhere FachprĂźfung

HF HĂśhere Fachschule

FH Fachhochschule

GEE Gebäude-Elektroengineering

ET Elektrotechnik

(Grafik: HSLU: X = zwei mĂśgliche Beispiele, Formular zum herunterladen: www.hslu.ch/t-bachelor_gebaeudetechnik_downloads)

nach in die Planung. Die Weiterbildungen zum Sicherheitsberater und Elektro-Projektleiter werden häufig absolviert. Mit der dadurch erlangten Kontrollberechtigung ergeben sich in der Elektrokontrolle oder Projektleitung interessante Perspektiven. Wer ein Unternehmen fßhren will oder eine Tätigkeit als technischer Leiter anstrebt, bildet sich zum eidgenÜssisch diplomierten Elektroinstallateur weiter. Was empfehlen Sie jungen Menschen fßr ihre Aus- und Weiterbildung? Rieder: Ich empfehle, die hÜchste Ausbildung zu machen, die mÜglich ist und Spass macht. Schwaninger: Als Grundsatz gilt: Je besser die Ausbildung, desto interessan-

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ter der Job. Das gilt auf allen Qualifikationsstufen. Gut ausgebildete Berufsleute haben in unserer Branche hervorragende EntwicklungsmĂśglichkeiten. Was wĂźnschen Sie sich fĂźr die Zukunft der Elektro-Branche? Schwaninger: Dass wir genĂźgend gute Fachleute gewinnen und halten kĂśnnen und dass das Image der Handwerkerberufe wieder auflebt. Rieder: Dass der Frauenanteil in der Branche auf 50 % gesteigert und das duale System weiter gestärkt wird. Es ist ein wichtiger Teil unserer tiefen Jugendarbeitslosigkeit. â&#x2013; www.hslu.ch/gee www.vsei.ch

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Aus- und Weiterbildung

Kopftraining für Lernende und Fachleute

Brain Food Schaltgeräte ergänzen immer die Installation. Um aus der Vielzahl der im Markt angebotenen Produkte auswählen zu können, ist technisches Wissen und Verständnis gefragt. Auch für den richtigen Einsatz und für das Lesen und Verstehen der Herstellerangaben hilft das «Gewusst wie» mit. Rico De Boni, Marcel Schöb Installationspraxis Die nachfolgenden Fragen gehören zu den folgenden Leistungszielen im Bildungsplan des Elektroinstallateurs EFZ: Bildungsplan L2/5.1.3: • Die Lernenden bestimmen das Installationsmaterial gemäss Einsatzbereich und verlegen die Leitungen für Starkstromanschlüsse nach den Regeln der Technik. • Die Lernenden erstellen elektromechanische und elektronische Steuerungen. Aufgabe 627 In einer grösseren Schalterkombination sind drei Drehdimmer einzubauen. Was ist zu beachten? Aufgabe 628 Wann wird ein Ferndimmer eingesetzt?

Aufgabe 629

einen Dämmerungsschalter geschaltet werden. Über das Wochenende gilt ein separates Zeitprogramm. Mit einem Handschalter soll «Aus», «über Uhr» (automatisch) oder eine Direktschaltung gewählt werden. Es ist das Schaltschema zu zeichnen (ohne PE). Die fehlenden Elemente im Schema sind zu ergänzen.

Aufgabe 629 Die Beleuchtung für den KorAufgabe 631 ridor wird über Druckkontakt 1 und einen Treppenhausautomaten eingeschaltet. Druckkontakt 2 schaltet das Licht Vorplatz ebenfalls über einen Treppenhausautomaten. Mit dem Druckkontakt 3 können über die Automaten die beiden Beleuchtungen gemeinsam eingeschaltet werden. Die fehlenden Schaltelemente sind einzuzeichnen und das Schema ist zu ergän- Aufgabe 632 zen (siehe Bild 629). Wie sind die Schaltuhr und der Dämmerungsschalter einzustellen, damit eine vernünftige Betriebszeit der BeAufgabe 630 Der Kunde wünscht einen Überblick leuchtung entsteht? über die Energiesituation an einer Maschine und fragt, ob ein Betriebsstun- Aufgabe 633 den- oder ein Energiezähler das Richti- Der «Unterstift» will wissen, wie der ge sei. Dämmerungsschalter funktioniert, und welche Aufgabe die einzustellende Verzögerungszeit hat. Aufgabe 631 Das Licht soll über eine Schaltuhr und Aufgabe 634 Die Platzierung des Lichtsensors und der dazugehörenden Zuleitung kann nur aufwändig realisiert werden. Gibt es für die Kombination Schaltuhr/ Dämmerungsschalter mit Lichtsensor eine Alternative? Aufgabe 635 In einer Wärmeanlage ist ein Sensor mit der Bezeichnung PT 100 eingebaut. a) Um was für einen Sensor handelt es sich? b) Wie funktioniert er? Aufgabe 636 Der Ventilator im WC soll nicht direkt mit dem Licht einschalten, dafür muss er nach dem Ausschalten des Lichtes noch eine Zeit nachlaufen. Was braucht es dazu?

66 | Elektrotechnik 3/12


Aufgabe 638 Die Heizung 3 funktioniert nicht. Das Schaltschema gibt über die Schaltung Auskunft. Was könnte als Ursache infrage kommen? (siehe Bild 638) Aufgabe 639 Die zur Steuerung der Heizung (Bild 638) benötigten Schaltgeräte sind zu bestellen. Die Bedienungselemente werden als Reiheneinbaugeräte in DIN Normausschnitt eingebaut. Die Schaltschützen werden in einer geschlossenen Schaltgerätekombination auf Profilschiene montiert. Die Heizungen haben einen Anschlusswert von je 3x 400 V/10 kW.

Aufgabe 640 Schaltungen mit Lichtschranken lösen an vielen Orten Probleme. a) Welche Grundarten von Lichtschranken sind üblich? b) Die Funktionsweise soll anhand von Skizzen erklärt werden. Aufgabe 641 Auf den Kontakten vieler Schaltrelais und Aktoren findet man die abgebildete Bezeichnung. Was bedeutet das Zeichen?

Aufgabe 641

Elektroplanung Aufgabe 642 Kann eine Losaufteilung auch nach der Ausschreibung erfolgen? Aufgabe 643 Dürfen die Baulose eines umfangrei-

chen Objekts an den gleichen Unternehmer oder an eine Arbeitsgemeinschaft vergeben werden? Aufgabe 644 Dürfen bei einer möglichen Vergabe von mehreren Losen an einen Unternehmer Spezialkonditionen angeboten werden? Aufgabe 645 Was sind Stammdaten innerhalb eines Projektes? Aufgabe 646 In welchen Fachbereichen wird eine Kostenartengliederung nach BKP standardmässig vorgeschlagen? Aufgabe 647 Wozu dient die hauptsächlich?

Projekteröffnung

Aufgabe 648 Warum ist der Wahl der Kostenartengliederung besondere Aufmerksamkeit beizumessen? Aufgabe 649 Was ist der wesentliche Vorteil einer Objektgliederung?

Aufgabe 638

Aufgabe 650 Wie definiert man eine Projektleitung? Aufgabe 651 Was sind die Aufgaben einer Bauleitung?

Antworten zu den Aufgaben 627 bis 651 erscheinen ab ca. 20. April 2012 auf www.elektrotechnik.ch. Die Antworten zu den Aufgaben 598 bis 626 finden Sie jetzt im Dossier Brain Food aufwww.elektrotechnik.ch.

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Wo fliesst deine Energie? Finde es raus – Infos zu Lehrstellen bei der BKW-Gruppe gibt es unter:

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Aus- und Weiterbildung

Aufgabe 637 Am Haus wird ein Aussenfühler für die Heizung montiert: a) Welche Aufgabe erfüllt dieser? b) Nach welchem Prinzip funktioniert ein solcher Fühler? c) Was ist bei der Auswahl des Montageortes wichtig?


Aus- und Weiterbildung

E-Learning für Elektrofachleute

belvoto 2: Energieeffizienz-Tool Seit Herbst 2011 ist belvoto 2 als Webanwendung unter www.belvoto.com auf Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich. Ab April 2012 werden zusätzlich zu den acht Modulen drei Add-Ons angeboten, die sich mit der Energieeffizienz von Leitungen, Motoren und Transformatoren befassen. * Peter Bryner Das E-Learning-Programm belvoto 2 vermittelt dem Anwender die wichtigsten Grundlagen im Bereich Niederspannungs-Installationen. Er kann die Schulungs- und Lernsoftware, die auf der Microsoft-Erweiterungsapplikation Silverlight basiert, via Webserver herunterladen. belvoto 2 kann anschliessend direkt über einen Browser (Internet-Explorer, Firefox, Opera, Safari)

Plattform für Berechnungen. 68 | Elektrotechnik 3/12

bedient werden und ist sowohl Windows- wie auch Mac-kompatibel. Leitungsökonomie Dank dem Einsatz von Leitungen mit grösseren Querschnitten lassen sich die betrieblichen Stromverluste – und damit auch die laufenden Stromkosten – effizient und nachhaltig reduzieren. Mehr Kupfer und andere Materialien (z. B. für die grössere Isolationsfläche) bedeuten allerdings höhere Investitions-

kosten. Weil auch nicht erneuerbare Rohstoffe involviert sind, muss mit diesen haushälterisch umgegangen werden. Vorteile: • Geringere Leitungsverluste und dementsprechend tiefere Betriebskosten • Konstantere Spannung am Leitungsende dank weniger Spannungsfall über der Leitung • Dank tieferer Leitertemperatur verlangsamte Alterung der Leiterisolation und somit tieferer Abschreibungsaufwand Nachteile: • Höherer Rohstoffbedarf (Kupfer und Isolationsmaterialien)


www.belvoto.ch • Grösserer Platzbedarf in Schaltgerätekombinationen und Leitungstrassen • Höhere Investitionskosten belvoto 2-Modul Leitungsökonomie Diese Softwareapplikation unterstützt den Anwender bei der Entscheidung, welche Leitung mit welchem Querschnitt am energieeffizientesten für die jeweilige Installation zu verwenden ist. Sie berechnet die Investitions- und die laufenden Stromkosten von Leitungen mit einem optimalen, bzw. überdimensionierten, Querschnitt (Bild). belvoto 2-Modul Motorenökonomie Die IEA (International Energy Agency)

Das ist ein Gleichstrommotor, bei dem die Anker- und Statorwicklung in Serie geschaltet sind und deshalb auch ein Betrieb an Wechselspannung möglich ist. Die Energieaufwendungen sind gering, bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch im Haushalt. Beim Kühlschrankmotor arbeitet vorwiegend ein spezieller einphasiger Kurzschlussankermotor mit Hilfswicklung. Die Effizienzberechnungen von belvoto 2 beziehen sich nicht auf den Universalmotor und auch nicht auf den speziellen Kurzschlussankermotor des Kühlschranks, sondern auf den in der Industrie am häufigsten verwendeten DrehstromAsynchronmotor. Typen von 0,75 bis 375 kW und 2, 4 oder 6 Polen sind in

Einfach lernen im Web

Hocheffizienter DrehstromAsynchron-Motor.

schätzt, dass fast die Hälfte des weltweiten Stromverbrauchs (45 %) auf Elektromotoren zurückzuführen ist. Noch höher ist der Anteil am Stromverbrauch von elektrisch betriebenen Systemen? nämlich 70 %?, wenn man den Elektroaufwand der Industrie und des Gewerbes in Europa analysiert. Ein StromSparpotenzial von 135 TWh (Terawattstunden) verspricht sich die EU von den im Juni 2011 in Kraft getretenen verbindlichen EnergieeffizienzMassnahmen, die den europäischen Energieverbrauch um 20 % bis 2020 reduzieren sollen (Erich Winistörfer, Gebrüder Meier AG, Informationstagung. Instandhaltung von elektrischen Anlagen, 2011). Auch in den USA ist die Nachfrage nach effizienz-optimierten Motoren gestiegen. Der Marktanteil von IE2-Motoren liegt dort bereits über 50 % und derjenige der noch sparsameren IE3-Motoren bei über 15 % (Bild). Im Haushaltsbereich kommt bei Staubsaugern und Föhns zur Hauptsache der Universalmotor zum Einsatz.

der Schweizer Energieverordnung vom 07.12.1998 (EnV, SR 730.01) und in der EU-Richtlinie 2005/32/EG für die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte geregelt. Verminderung der Verluste Asynchronmotoren haben: • Eisen- und Wicklungsverluste im Rotor und Stator • Reibungs- und Lüfterverluste • Lastabhängige Zusatzverluste Das belvoto 2-Modul erläutert die Anschaffungs- und Betriebskosten von Motoren unter Berücksichtigung verschiedener Energieeffizienzklassen der Motoren. Zu diesem Zweck werden im betreffenden belvoto 2 Add-On die dafür notwendigen Benutzereingaben und Berechnungsschritte detailliert beschrieben. ■ Autor Peter Bryner ist dipl. Elektroinstallateur und dipl. Energieexperte Bau FHNW. Er bearbeitet bei Electrosuisse Projekte in den Bereichen Niederspannungs-Installationen und betreut den Fachbuchverlag.

Unter dem Label «belvoto 2» lanciert Electrosuisse die komplett überarbeitete und erweiterte Schulungs- und Lernsoftware, auf welche man direkt über einen Internetbrowser zugreifen kann. Die verschiedenen Lerntools fördern das Verständnis im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung von Niederspannungsinstallationen. Die Module  Körperstrom  Messpraktikum  Strombelastbarkeit  Überstromschutz  PSA (Persönliche Schutzausrüstung)  Energiemessung  Selektivität  Leistungsdreieck  Bibliothek  Filme  Symbole für die Elektrotechnik www.belvoto.ch

Electrosuisse Normenverkauf Luppmenstrasse 1 CH-8320 Fehraltorf Tel. 044 956 11 65 Fax 044 956 14 01 normenverkauf@electrosuisse.ch


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Erfassen von Energieverbrauchsdaten

Die M-Bus-Masterklemme KL 6781, im kompakten 12-mmGehäuse, erlaubt den direkten Anschluss von bis zu 40 M-BusGeräten mit je 1,5 mA Stromaufnahme. Sollen weitere Teilnehmer angeschlossen werden, muss lediglich eine weitere KL6781 in den Busklemmenstrang eingesetzt werden. Die M-Bus-Masterklemme wandelt die Daten des internen Klemmenbusses in M-Bus-konforme

Physik um. Hierfür stehen 24-Byte-Daten pro Klemme zur Verfügung. Die Softwarebibliothek TwinCAT PLC M-Bus, die dem Anwender kostenlos zur Verfügung steht, erleichtert die Anbindung von M-Bus-Geräten zahlreicher Hersteller durch vordefinierte Profile. Neben der Gebäudeautomation ist die M-Bus-Lösung auch im Maschinen- und Anlagenbau einsetzbar, wo beispielsweise Verbrauchsdatenzähler mit M-Bus-Schnittstelle zur Erfassung von Lastspitzen eingesetzt werden. Mit über 400 verschiedenen Signalformen deckt das Beckhoff-Busklemmensystem nahezu alle Signaltypen in der Gebäudetechnik ab. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Typ-23- oder Typ-25-Steckdosen Die Walther-Werke haben die neuen 16-A-Mini-Kombinationen mit Typ 23 (E-No 728 602 147) und Typ 25 (E-No 728

des Anschlusses werden deshalb aus korrosionsresistenten Materialien und alle stromführenden Kontakte aus hochwertigen

602 247) mit einem Push-inAnschluss (schraubenlos) konzipiert. Dieser garantiert eine einfache Handhabung und kurze Anschlusszeit, da starre Drähte (massive Leiter 1,5 bis 4 mm²) direkt ohne Werkzeug in den Anschluss gesteckt werden können. Der Push-in-Anschluss bietet darüber hinaus eine gasdichte, vibrations- und schocksichere Verbindung. Besonders in Industrieanwendungen und Werkstätten fallen häufig Gase und schädliche Atmosphären an. Alle Metallteile

Messinglegierungen gefertigt. Vorteilhaft gestaltet sich zudem die geringe Erwärmung innerhalb der Kombinationen infolge der guten elektrischen Leitfähigkeit. Die Steckklemmen gewährleisten auch eine einfache Durchgangsverdrahtung.

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Demelectric AG 8954 Geroldswil Tel. 043 455 44 00 info@demelectric.ch www.demelectric.ch

Ambiente für zu Hause

Welche Lampe spart Energie, und welche lässt sich genauso problemlos dimmen wie die klassische Standardlampe? Mit dem Verbot der traditionellen Glühlampe wächst das Angebot an Alternativen und damit die Verunsicherung. Nehmen wir es gleich vorweg: Gedimmte Hochvolt- und Niedervolt-Halogenlampen werden am einfachsten und sichersten durch Eco-Halogenlampen ersetzt. Sie sehen praktisch gleich aus wie Standardlampen und glänzen mit hervorragender Lichtqualität, verbrauchen 30 % we-

niger Energie und erreichen die doppelte Lebensdauer. Für nahezu alle Standardtypen ist ein neuer, gleichwertiger EcoHalogenlampen-Typ verfügbar. Dank ohmscher Last entstehen auch keine Probleme mit einem vorgeschalteten Dimmer. Bei der Niedervolt-Halogenlampe bestimmt der Trafotyp die Technologie des Dimmers. Feller bietet das grösste Angebot an Dimmern und hat für alle Fälle den passenden Dimmer. Der Universaldimmer funktioniert dabei bei konventionellen und elektronischen Trafos.

FELLER AG 8810 Horgen Tel. 044 728 72 72 www.feller.ch

Stromausfall kein Problem! Die Spälti AG in Hinwil baut seit dem LotharSturm im Jahr 1999 und der daraus entstandenen grossen Nachfrage nach Energie auch bei Stromausfall, sogenannte Notstrom-Netzumschalter. Das denkbar einfache Prinzip erlaubt es, das Aufputzgehäuse, bestehend aus einem Notstrom-Netzumschalter mit CEE-Anbaustecker, die Netzzufuhr auf das Tableau dort getrennt einzuspeisen, wo eine Notstromeinspeisung von einem Generator erwünscht ist. Der Generator wird dann bei Bedarf einfach eingesteckt und der Umschalter auf Generator gestellt und schon kann unabhängig vom Netz weitergearbeitet werden. Spälti bietet in diesem Bereich Lösungen von 16 … 500 A an. Die Einspeisung erfolgt wahlweise direkt auf

Klemmen oder über die Steckverbindung. Den Einsatz dieser Lösungen findet man in abgelegenen Liegenschaften, Bauernhöfen, Zivilschutzanlagen, Notspitälern, Feuerwehrgebäuden und vielen mehr.

SPÄLTI AG 8340 Hinwil Tel. 044 938 80 90 www.spaelti-ag.ch


Dieser digitale Raumthermostat ist für den Anschluss von Verbrauchsgeräten mit Netzstecker bestimmt. Es kann im Modus Beheizung sowie Kühlung verwendet werden, d. h. im Winter kann es z. B. einen Heizofen schalten und im Sommer einen Ventilator. Die Temperatur ist von 5… 30 °C einstellbar, mit einer Genauigkeit von +/–1 °C. Auf dem LCDDisplay wird Soll- und IstTemperaturwert angezeigt. Der jeweilige Betriebszustand wird über eine LED-Anzeige signalisiert. Die Schaltleistung be-

trägt max. 10 A/230 VAC. Die Betriebstemperatur reicht von –10 … +70 °C und die Betriebsspannung beträgt 230 VAC, wobei ein eingebauter Akku die eingegebenen Daten stützt. Zusätzlich verfügt die Steckdose über einen Ein/Aus-Handschalter. Der Powersocket-Thermo TH-810 TN (E-No 539 117 009) ist beim VES-Grossisten erhältlich. Elbro AG 8162 Steinmaur Tel. 044 854 73 00 www.elbro.com

LED Scheinwerfer Q

Der erfolgreiche 95-W-LEDScheinwerfer von HS TECHNICS AG hat jetzt einen kleinen Bruder. Der neue LED Scheinwerfer Q ist quadratisch und energieeffizient. Mit 357 LED erreicht er einen Lichtstrom von 4300 Lumen, bei einer Systemleistung inkl. Vorschaltgerät von nur 55 W und einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 50 000 Stunden. Der Scheinwerfer Q ist erhältlich in den Lichtfarben 4000 und 5000 Kelvin. Mit einem Abstrahlwinkel von 60 ° oder 120 ° können verschiedene

Montagehöhen bis maximal 7 m abgedeckt werden. Das optimale Wärmemanagement, die Schaltfestigkeit, IP66 und Umgebungstemperaturen von –30 °C bis 50 °C, machen diesen umweltfreundlichen und leistungsstarken Scheinwerfer für viele Anwendungen zur idealen Technik. Abhängig von der Anschlussleistung und der täglichen Brenndauer ergeben sich bei einer Umrüstung oder Neuanlage unglaublich hohe Energieeinsparungen und damit eine Amortisation in kurzer Zeit. Typische Einsatzgebiete: • Industriebereich • Hallenbeleuchtung • Schockbeleuchtung • Tiefkühlzellen und Zonen • Notbeleuchtung in Hallen • Aussenbereich HS TECHNICS AG 8953 Dietikon Tel. 044 744 60 30 info@hsag.ch www.hsag.ch

Switches mit LWL- und PoE-Ports Die industriellen EthernetSwitches der NS-200-Serie erfreuen sich seit Jahren einer hohen Akzeptanz quer durch alle Branchen der Industrie. Mit der neuen NS-205PF-Serie stellt Spectra Switch-Modelle vor, die Power-over-Ethernet (PoE)fähige Kupferports und einen Lichtwellenleiter (LWL)-Port in einem Gerät vereinen. Die 4  10/100TX Ports ermöglichen den Anschluss von bis zu 4 PoE-Endgeräten gemäss IEEE 802.33af. Am LWL-Port wird je nach Modell Multimode- oder Singlemode-Glasfaser in den Steckervarianten SC und ST unterstützt. Mit den kompakten Abmessungen, der einfachen Hutschienenmontage und der anspruchslosen 10 … 30 VDC Versorgungsspannung können die NS205PF Switches ganz nah am technischen Prozess installiert werden. Eine mögliche Anwendung für diese Switches ist z. B. eine kompakte, kostengünstige

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Temperaturgesteuerte Steckdose

IP-basierte Videoüberwachung von Maschinen und technischen Prozessen. Dank des erweiterten Betriebstemperaturbereichs von –30 … +75 °C ist dies auch im Aussenbereich problemlos realisierbar.

Spectra (Schweiz) AG 8132 Egg ZH Tel. 043 277 10 50 info@spectra.ch www.spectra.ch

Astrouhr: sensationell einfach

Die revolutionäre «AstroSwitch 11» ist eine neue patentierte astronomische Zeitschaltuhr für Beleuchtungsaufgaben mit einfachster Bedienbarkeit trotz extrem kleiner Bauform. Mittels vier Drehschaltern werden alle notwendigen Einstellungen vorgenommen. Über die Schalter I und II wird die geografische Position der Uhr eingestellt. Schalter III stellt den Betriebsmodus der Uhr ein, über Schalter IV bestimmt man das Schaltprogramm, fertig. Ein zusätzlicher Steuereingang mit 10 Minuten Nachlaufzeit ge-

hört auch zur Uhr, wie eine sehr hohe Ganggenauigkeit von ± 0,2 Sekunden pro Tag und eine Gangreserve von 6 Jahren. Eine LED hilft bei den Einstellungen. Die preiswerte Uhr schaltet im Nulldurchgang, verfügt über fünf vorprogrammierte Schaltprogramme, ist nur 17,5 mm breit und hat eine geringe Stromaufnahme. Die neue AstroSwitch 11 eignet sich ideal zur Steuerung der Beleuchtung von Werbeschildern, Schaufenstern, Bushaltestellen, Aussenparkplätzen sowie Fussgängerstreifen, -brücken und -unterführungen. EHS Elektrotechnik AG 8604 Volketswil Tel. 044 908 40 50 info@ehs.ch www.ehs.ch Elektrotechnik 3/12 | 71


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Extrem hell: die LED-Leuchte 853

Werma hat jetzt eine attraktive Leuchte mit flexiblen Einsatzund Kombiniermöglichkeiten: Die LED-Leuchte 853 ist ein kleines Signalgerät mit schwarzem Korpus und farbigem Lichtgehäuse. Es gibt sie als LED-Dauerlicht-, LED-Doppelblitz- oder aufmerksamkeitsstarke LED-EVS-Variante in den Farben Rot, Grün, Gelb, Klar und Blau. Neu ist speziell die Form dieser Leuchte: Quadratisch und kompakt bietet sie eine vollkommen neue Variante im Werma-Sortiment. Ganz ein-

fach lässt sich die LED-Leuchte 853 zur Ampel kombinieren: Dazu verbindet man einfach eine Leuchte mittels Verbindungsstück mit der nächsten Leuchte in einer anderen Farbe. Die acht seitlichen Gewindeeinführungen lassen Erweiterungen zu jeder Seite zu. Bei der Konstruktion wurde speziell dafür gesorgt, dass das helle Lichtsignal der LED-Leuchte 853 von vorn und auch von der Seite gut zu sehen ist. Die energiesparenden LED verbrauchen extrem wenig Strom, in der 24-Volt-Dauerlichtvariante sogar nur 60 bis 80 mA. Dank sehr hoher Schutzart IP65 und einer Lebenserwartung von 50 000 Stunden: einbauen und vergessen. WERMA Signaltechnik Niederlassung Neuhausen am Rheinfall 8212 Neuhausen am Rheinfall Tel. 052 674 00 60 info@werma.ch www.werma.ch

Sonnenschutz bei Wind und Wetter

Ein Wächter, der den Sonnenschutz automatisch nach dem aktuellen Wetter steuert, bedeutet ein klares Plus an Komfort. Da weder Netz- noch Datenleitungen nötig sind, kann der Sonnen- und Windwächter ohne grossen Installationsaufwand an einem individuell wählbaren, bestmöglichen Ort befestigt werden. Die integrierte Solarzelle produziert die notwendige Energie. Damit arbeitet der Wettersensor Aero 868 bis zu 8 Stunden (der Aero 868 plus bis zu 16 Stunden) autark – 72 | Elektrotechnik 3/12

auch ohne Sonneneinstrahlung. So ist die Wetterstation unabhängig von der wechselnden Lichtintensität immer ausreichend mit Energie versorgt. Der Sensor kommt ebenso ohne Kabel aus, weil er die Signale zum Öffnen und Schliessen per Funk überträgt. Ein weiterer Vorteil des Aero 868 besteht in den einstellbaren Schwellenwerten für Sonnenintensität und Windstärke, die eine feine Nuancierung und genaue Justierung ermöglichen.

Meimo AG 8954 Geroldswil Tel. 043 455 30 40 info@meimo.ch www.meimo.ch

Universelle, kompakte PC-Steuerung Der CX9020 ist eine hutschienenmontierbare Steuerung mit Komponenten der neuesten Generation: ARM-Cortex™-A8-CPU und MicroSD-Karten mit grosser Speicherkapazität bei sehr kompakter Bauweise. Der EmbeddedPC integriert CPU, zahlreiche IT- und Optionsschnittstellen, Stromversorgung und ein direktes I/O-Interface zur Anreihung der Beckhoff I/O-Systeme in einem kompakten Gehäuse. Zum Lieferumfang gehört eine 256-MB-MicroSD-Karte für das Betriebssystem. Ein freier MicroSD-Kartenslot kann für zusätzliche Anwenderdaten genutzt werden. Es stehen darüber hinaus 128 kByte NOVRAM für die Datenspeicherung bei Stromausfall zur Verfügung. In der Basisausstattung sind zwei 10/100-MBit/s-Ethernet-Ports (interner Switch), vier USB-2.0-

sowie eine DVI-D-Schnittstelle vorhanden. Das MultioptionsInterface ermöglicht die Integration einer zusätzlichen Schnittstelle: z. B. für EtherCAT (nur Slave), PROFINET, Ethernet/IP, PROFIBUS, CANopen, DeviceNet, serielle Schnittstelle (RS232/RS422/ RS485) oder Audio.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

Uhr mit PC-Datenschnittstelle Das talento LAN plus Modul unterstützt die Übertragung des am PC erstellten Programms auf die Jahreszeitschaltuhr und deren Erweiterungskanäle. Das Programm wird mithilfe der Software talento dialog plus bequem am PC erstellt. Die Daten werden dabei über das lokale Netzwerk oder Internet auf das LAN-Modul übertragen und via Powerline Kommunikation an die Jahreszeitschaltuhr weitergegeben. Jedes Gerät verfügt über eine MAC-Adresse, welches das LAN-Modul im Internet identifiziert. Der Status der Jahreszeitschaltuhren sowie der dazugehörigen Kanalerweiterungen kann mithilfe des Webservers jederzeit abgerufen und auf verschiedene Betriebsmodi wie AUTO, Override On/Off geändert werden. Über E-Mail wird der Anwender z. B. über niedrige

Batteriestände, Sommer-/Winterzeitumstellung, fehlerhafte Programmübertragungen sowie wichtige Statusmeldungen informiert. Zusätzlich kann über die Verbindung der Status des integrierten Betriebsstundenzählers zu Wartungszwecken abgerufen werden. Der integrierte Webserver ist vor Fremdzugriffen und Manipulation geschützt.

Elbro AG 8162 Steinmaur Tel. 044 854 73 00 www.elbro.com


Die Zeit ist reif für den Ersatz von Halogenlampen durch LED-Typen. Komet 10 bringt bei bester Lichtqualität eine Energieeinsparung von 80 %. NV-Halogenlampen von 50 W lassen sich durch dimmbare und nicht dimmbare Ausführungen ersetzen. Der grosse Vorteil besteht darin, dass keine UVStrahlung abgegeben wird und sich die LED-Spots hervorragend für UV-empfindliche Objekte wie z. B. Gemälde, hochwertige Textilien, Lederwaren usw. eignen. Auch die Infrarotstrahlung (Wärme) in Richtung der angestrahlten Objekte fehlt fast vollständig. Das ist besonders gut bei Lebensmitteln. Die

Lebenserwartung ist natürlich viel höher als bei Halogenlampen, dadurch entfallen Wartungskosten. Bei einer Brenndauer von 12 Stunden am Tag amortisieren sie die Investitionskosten nach etwas mehr als einem Jahr. Bei 10 W elektrischer Leistung geben die Lampen 620 lm ab. Die dimmbaren Typen bedingen ein Phasenabschnittgerät, es ist aber auch eine Version mit 1…10-Vbzw. DALI-Schnittstelle erhältlich. Der Einsatz erfolgt vorzugsweise zur Akzent- und Allgemeinbeleuchtung im Privatbereich, in Hotels (Lobbys, Fluren, Empfangsbereichen, Aufzügen, Vitrinen), Restaurants, Bars/Cafés sowie in Museen, Shops und Krankenhäusern.

Monolicht GmbH 8408 Winterthur Tel. +41 52 394 10 91 info@monolicht.ch www.monolicht.ch

Werma erweitert das Angebot an optisch-akustischen Signalgebern um die neue Produktserie 43x. Dabei stehen als optisches Signal ein leuchtstarkes LED-Dauerlicht, das intensive LED-Rundumlicht oder eine kombinierte Version mit LEDDauer-/Blitz-/EVS-Licht zur Verfügung. Bei der akustischen Ergänzung kann der Anwender zwischen einem Summer, einer Mehrtonsirene oder einer Hupe wählen. Die Signale können variabel angesteuert werden, d. h. das Leucht- und das Akustikelement können in beliebiger Reihenfolge oder gleichzeitig aktiviert werden. Neben der bewährten Bodenmontage stehen die Signalgeber als praktische Version mit integriertem Montagewinkel zur Verfügung. Bei den optischen Signalen wird auf eine innovative LED-Technologie gesetzt. Diese ist resistent gegen Erschütterungen und erreicht eine Lebensdauer von bis zu 50 000 Stunden.

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Neu: optisch-akustischer Signalgeber

LED-Einsatz «KOMET 10»

Der lautstarke Summer verfügt über Dauer- und Pulston, bei der Mehrtonsirene können acht Töne eingestellt werden und die Hupe überzeugt mit ihrer Langlebigkeit von bis zu 5000 Stunden. Die Lautstärke kann bis zu lautstarken 100 dB stufenlos eingestellt werden. WERMA Signaltechnik CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Tel. 052 674 00 60 info@werma.ch www.werma.ch

Lehrgang Elektrobiologie Mess- und Sanierungstechniker/-in In den Lehrgängen des Zentrums für Elektrobiologie und anverwandte Fragen lernen Teilnehmende, warum und in welcher speziellen Weise Menschen gegen Felder empfindlich sind und wie diese elektrischen und magnetischen Felder gemessen und sa-

niert werden. Fachleute lernen, biophysikalisch verträgliche Installationen, Sanierungen oder Planungen durchzuführen. Das Zentrum für Elektrobiologie und anverwandte Fragen, Retschwil, bietet verschiedene Ausbildungsmodule mit erfahre-

nen Referenten aus Wissenschaft und Praxis für Fachleute im Elektrobereich (Elektroplaner, Montageelektriker, Elektroinstallateure, Elektroingenieure, Telematiker usw.) www.spini.ch

Nomenklatur und Aussteller der Sindex Die Schweizer Messe für Technologie Sindex, welche vom 4. bis 6. September 2012 erstmals auf dem Messeplatz Bern stattfindet, hat das offizielle Nomenklaturver-

zeichnis veröffentlicht. Vor Ablauf des Frühbucherrabattes, hat die Veranstalterin BernExpo AG zudem eine erste Liste der teilnehmenden Firmen auf ihrer Website publiziert. Zurzeit liegen über 500 Interessensbekundungen von Firmen vor. Bosch Rex Roth und Siemens Schweiz haben bereits seit Längerem ihre Unterstützung zugesichert. Bis Ende Oktober haben rund 70 Firmen ihre Teilnahme bestätigt. Darunter

befinden sich National Instruments Switzerland Corporation, Baumer Electric AG, Phoenix Contact AG, Schneider Electric, KUKA Roboter Schweiz AG usw. In der Nomenklatur sind die Branchen und Produktegruppen festgelegt, die an der Sindex ausgestellt werden. Die Organisatoren, bestehend aus Vertretern von Technologieunternehmen, erarbeiteten die Nomenklatur. Entstanden ist ein zweistufiges Nomenklaturverzeichnis. Auf eine dritte Stufe wurde bewusst verzichtet, diese soll von jedem Aussteller individuell gestaltet werden können. Die Sindex wird im September 2012 zur Marktplattform der Schweizer Technologiebranche, wo sich Industrie, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus der ganzen

Schweiz alle zwei Jahre treffen. Die Veranstalter rechnen mit einem Besucheraufmarsch von 15 000 Personen aus der ganzen Schweiz sowie dem angrenzenden Ausland. Der Standort Bern, als Brücke zwischen der Deutschschweiz und der Romandie und die moderne Infrastruktur des Messeplatzes Bern, bieten beste Voraussetzungen für Aussteller und Besucher. Acht Messehallen in zwei Gebäudekomplexen, ein Kongresszentrum und Tagungsräume stehen zur Verfügung. Der unmittelbare Autobahnanschluss, messeeigene Parkplätze, die direkte Erschliessung des Messegeländes durch den öffentlichen Verkehr und das breite Angebot an Unterkünften sind weitere Pluspunkte. ■ www.sindex.ch Elektrotechnik 3/12 | 73


Veranstaltungen

Stromwirtschaft ist gefordert Die Schweizer Energiepolitik will einen Paradigmenwechsel weg von Kernenergie vollziehen. Die Stromwirtschaft ist somit gefordert. Die Powertage 2012, der bedeutendste Treffpunkt der Branche, fallen just in eine Periode, in der bedeutende politische Entscheide anstehen. Vom 12. bis 14. Juni 2012 findet die Veranstaltung in der Messe Zürich statt. Die Ausstellungsfläche ist praktisch ausgebucht und das hochkarätige Forumsprogramm definiert. Dr. Walter Steinmann, Direktor Bundesamt für Energie, kommentiert: «Die Powertage 2012 bieten nicht nur einen breiten Einblick in neuste Produkte, Dienstleistungen und Technologien, sie ermöglichen auch die Meinungsbildung über Lösungen für die Stromzukunft unseres Landes.» Die Powertage fokussieren sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Erzeugung, Übertragung, Verteilung, Handel und Vertrieb, Engineering, Energiedienstleistungen sowie neu Infrastruktur für E-Mobilität. Zusätzliches Gewicht wird zukünftig auf die erneuerbaren Energien, die Speicherung des Stroms, die dezentrale Einspeisung und Einspeisetechnologien sowie den Stromhandel gelegt. Am Fachforum steht der erste Tag wiederum ganz im Zeichen der Romandie. Alle Fachreferate werden auf Französisch mit simultaner Übersetzung auf Deutsch vorgetragen. Die Bildschirmpräsentation erfolgt zweisprachig: • 12. Juni, Herausforderungen für Verteilnetze • 13. Juni, Stromzukunft Schweiz • 14. Juni, Strategien und Rahmenbedingungen in der Stromproduktion

Der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen sucht einen

Kalkulationsprofi für Elektroinstallationen Infolge Pensionierung haben wir eine spannende Stelle für Sie als Branchenfachfrau oder Branchenfachmann anzubieten. Haben Sie: – einen Abschluss als Elektromonteur oder Elektrozeichner mit Erfahrung in Installation, Planung und Kalkulation? – eine abgeschlossene Weiterbildung im technischen Bereich (Chefmonteur, Kontrolleur,Telematiker, Projektleiter, FH etc.)? – Freude anTeamarbeit? – Spass am Kontakt mit Installateuren, Planern und Lieferanten? – auch eine kreative Seite? Ja, dann sind Sie genau die Person, die wir suchen! Hauptaufgaben dieser Stelle sind: – selbstständige Betreuung eines Bereichs unserer Kalkulationshilfen NPK – Entlastung der Projektleiter in bereichsübergreifenden Aufgaben Wir bieten: – moderne Arbeitsmittel und eine professionelle Infrastruktur – ein gutes Arbeitsklima und zeitgemässe Arbeitsbedingungen – einen Arbeitsplatz rund 500 m vom HB Zürich entfernt Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie an: VSEI Zentralsekretariat, Peter Wysseier, LeiterTBA, Limmatstrasse 63, 8005 Zürich Der Verband für Stark- und Schwachstrominstallationen, Telekommunikation, IT- und Sicherheitsinstallationen, Anlagenbau, Gebäudetechnik · www.vsei.ch

www.powertage.ch

Die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW umfasst neun Hochschulen mit über 8‘000 Studierenden. Die Aktivitäten der Hochschule für Technik liegen in der praxisorientierten Aus- und Weiterbildung, in der anwendungsorientierten Forschung & Entwicklung und im Dienstleistungs- und Beratungsbereich. Am Institut für Automation ist zum nächstmöglichen Termin folgende Stelle mit Arbeitsort Windisch zu besetzen:

Professorin/Professor Gebäudeautomation

Ihre Aufgaben: Sie unterrichten in Bachelor- und Masterstudiengängen in den Gebieten industrielle Kommunikation sowie Mess- und Regeltechnik, aber auch Grundlagenmodule der Elektro- und Systemtechnik. Ihre abwechslungsreiche Aufgabe beinhaltet weiterhin die Akquisition und Leitung von Forschungsprojekten sowie die Beratung und Betreuung der Projektmitarbeitenden wie auch Projektpartner aus Wirtschaft und Industrie. Abgerundet wird Ihr Tätigkeitsprofil durch die Pflege bestehender Kontakte mit Industriepartnern und den Aufbau neuer Kooperationen. Ihr Profil: Sie besitzen einen Hochschulabschluss, beispielsweise in Elektrotechnik, Systemtechnik oder Maschinenbau und, bringen die Bereitschaft zur didaktischen Weiterbildung mit. Zudem verfügen Sie über mehrjährige industrielle Erfahrung auf dem Gebiet der Gebäudeautomation oder Leittechnik mit einer Affinität zu den Themenbereichen Energie und Klima und interessieren sich für die ganzheitliche Betrachtungsweise von Systemen und Prozessen. Sie haben Freude an der angewandten Forschung und Wissensvermittlung und sind nicht zuletzt eine begeisterungsfähige und gewinnende Persönlichkeit, die gut mit der Industrie vernetzt ist. Bewerbungen von Frauen sind besonders willkommen. Ihre Bewerbung lassen Sie uns bitte bis zum 31.03.2012 vorzugsweise online über die gewünschte Ausschreibung unter www.fhnw.ch/offene-stellen zukommen. Alternativ können Sie Ihre Unterlagen auch direkt an Tanja Garbin, HRVerantwortliche, Hochschule für Technik FHNW, Steinackerstrasse 5, 5210 Windisch, senden. Nähere Auskünfte erteilt Ihnen gern Prof. Dr. Roland Anderegg, Institutsleiter, Tel. 056 462 48 50. www.fhnw.ch

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Die Jaisli-Xamax AG ist mit über 300 Mitarbeitenden ein führendes Unternehmen im schweizerischen Elektroninstallationsmarkt. Wir überzeugen unsere Kunden und Partner im gesamten Elektrobereich mit innovativen, zukunftsorientierten Lösungen. Fundiertes Fachwissen, präzise Arbeitsweise und ein hohes Qualitätsmanagement gehören ebenso zu unseren Stärken wie ein engagiertes, dynamisches Team. Ihr Aufgabengebiet Als Teammitglied unterstützen Sie tatkräftig den Projektleiter und Ihren Abteilungsleiter in alltäglichen Herausforderungen. Sie übernehmen die Verantwortung für verschiedene Hauptaufgaben wie das Erstellen von Offert-Anfragen und Nachtragsofferten. Einholen von Lieferantenangeboten und technischen Auskünften sowie Vorbereitungsarbeiten für die Rechnungsstellung gehören ebenso zu Ihrem Aufgabengebiet. Ihr Profil Grundausbildung als Elektroinstallateur mit EFZ Abgeschlossene Ausbildung zum Elektro-Sicherheitsberater mit FA oder in Ausbildung dazu Kfm. Weiterbildung Einige Jahre Berufserfahrung als Bauleitender Monteur Selbstständiges, exaktes Arbeiten Angenehmes, sympathisches Auftreten Wir bieten Junges, dynamisches Team Modernes, angenehmes Arbeitsumfeld Abwechslungsreiche, spannende Tätigkeit Entwicklungsmöglichkeiten Gute Sozialleistungen Attraktives Salärsystem Arbeitsort Dietikon Bewerbungsschreiben an: Jaisli-Xamax AG, Sofia Antonogiannis Limmatfeld-Str. 20, CH-8953 Dietikon Tel. +41 (0)44 344 30 55, s.antonogiannis@jaisli-xamax.ch

Projektleiter Elektroinstallationen Die Jaisli-Xamax AG ist mit über 300 Mitarbeitenden ein führendes Unternehmen im schweizerischen Elektroninstallationsmarkt. Wir überzeugen unsere Kunden und Partner im gesamten Elektrobereich mit innovativen, zukunftsorientierten Lösungen. Fundiertes Fachwissen, präzise Arbeitsweise und ein hohes Qualitätsmanagement gehören ebenso zu unseren Stärken wie ein engagiertes, dynamisches Team. Ihr Aufgabengebiet Sie sind verantwortlich für die selbstständige Führung von kleineren und grösseren Installationsprojekten. Dies beinhaltet sowohl finanzielle, qualitative als auch terminliche Herausforderungen. Sie betreuen unsere Kunden und helfen aktiv mit, Kundenbeziehungen aus- bzw. aufzubauen. Dies bedeutet auch, dass Sie sich aktiv um die Akquisition von neuen Projekten kümmern. Ebenfalls zu Ihrem Aufgabengebiet gehören die Unterstützung des Abteilungsleiters im Daily Business sowie die Führung der Mitarbeitenden im Team. Ihr Profil Grundausbildung als Elektroinstallateur Abgeschlossene Ausbildung zum Elektro-Sicherheitsberater mit eidg. FA Abgeschlossene Ausbildung zum Elektroprojektleiter mit eidg. FA oder in Ausbildung dazu Kfm. Weiterbildung Einige Jahre Berufserfahrung als Projektleiter Kommunikativ, verhandlungssicher Angenehmes, sympathisches Auftreten Ausgeprägte Führungseigenschaften Wir bieten Junges, dynamisches Team Modernes, angenehmes Arbeitsumfeld Abwechslungsreiche, spannende Tätigkeit Aus- und Weiterbildungen Gute Sozialleistungen Leistungsorientiertes, attraktives Salärsystem Arbeitsort Dietikon Bewerbungsschreiben an: Jaisli-Xamax AG, Sofia Antonogiannis Limmatfeld-Str. 20, CH-8953 Dietikon Tel. +41 (0)44 344 30 55, s.antonogiannis@jaisli-xamax.ch

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Elektrozeichner mit EFZ / Elektroinstallateur mit CAD-Erfahrung Wir, die Ellenbroek Hugentobler AG, sind die fßhrende Anbieterin im Bereich Elektroinstallationen, Telekommunikation und Netzbau im Thurgau. 140 Mitarbeitende sorgen an 4 Standorten seit ßber 100 Jahren fßr hohe Qualität bei zufriedenen Kunden.

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ELEKTRISCHE UNTERNEHMUNGEN

  

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8953 Dietikon Tel. 043 322 58 88 5507 Mellingen AG Tel. 056 491 43 55 5610 Wohlen AG Tel. 056 470 60 13

Die Bänziger & Zollinger GmbH ist im Bereich Elektrokontrollen, Thermographie Technik und Gebäude, Energie-Beratungen, Elektro-/Netz-Analysen sowie Schulungen NIN/NIV tätig. Zu unseren Kunden zählen Elektrizitätswerke, ElektroďŹ rmen sowie Privatkunden. FĂźr unser Domizil in Mellingen AG und Dietikon ZH suchen wir einen

Tätigkeit â&#x20AC;&#x201C; Selbstständiges Bearbeiten von Dokumenten, Schemata und Plänen zuhanden unserer Installationsabteilungen â&#x20AC;&#x201C; Zusammenarbeit mit Planern, Projektleitern und Bauherrschaft â&#x20AC;&#x201C; FĂźhren der CAD-Anlagedokumentation â&#x20AC;&#x201C; UnterstĂźtzung beim Erarbeiten von Offerten Anforderungen â&#x20AC;&#x201C; Abgeschlossene Ausbildung als Elektrozeichner mit EFZ â&#x20AC;&#x201C; Einige Jahre Berufserfahrung â&#x20AC;&#x201C; Kunden- und leistungsorientiert, selbstständig und belastbar â&#x20AC;&#x201C; Sehr gute Erfahrung mit CAD und MS-OfďŹ ce Wir bieten Ihnen eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit mit der damit verbundenen Chance zur beruďŹ&#x201A;ichen Weiterbildung. Suchen Sie eine neue Herausforderung, dann erwarten wir gerne Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto. Wir beachten das Datenschutzgesetz und garantieren Ihnen damit absolute Diskretion. Arbeitsort 8570 Weinfelden Kontakt www.elhag.ch info@elhag.ch Ellenbroek Hugentobler AG, Personaldienst, Amriswilerstrasse 155 8570 Weinfelden GESCHĂ&#x201E;FTSSTELLEN

Ihr ProďŹ l: â&#x20AC;&#x201C; Sie verfĂźgen Ăźber eine abgeschlossene Ausbildung als Elektromonteurin/ -monteur, besitzen eine Weiterbildung als Elektrosicherheitsberaterin/-berater oder Elektrokontrolleurin/-kontrolleur mit eidg. Fachausweis und bringen evtl. einige Jahre Berufserfahrung mit â&#x20AC;&#x201C; Sie handeln kundenorientiert, sind kommunikativ, teamfähig und belastbar â&#x20AC;&#x201C; Sie bringen grosses persĂśnliches Engagement mit und sind leistungsorientiert â&#x20AC;&#x201C; Sie sind selbstständiges Arbeiten gewohnt Wir bieten Ihnen eine interessante und vielseitige Tätigkeit in einem teamorientierten Arbeitsumfeld. Interessiert? Weitere AuskĂźnfte erteilt Ihnen gerne der GeschäftsfĂźhrer, Martin Zollinger, Telefon 056 491 43 55. Wir freuen uns auf Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto an: Bänziger & Zollinger GmbH, Langmattweg 13, 5507 Mellingen

76 | Elektrotechnik 3/12

TELEFON 052 728 00 11 TELEFON 071 414 01 31 TELEFON 071 678 80 80 TELEFON 071 466 30 40

FAX 052 728 00 19 FAX 071 414 01 39 FAX 071 678 80 89 FAX 071 466 30 49

MĂśchten Sie in Zukun bei uns erfolgreich mitarbeiten, Ihre Ideen einbringen und eine neue Herausforderung annehmen?

Eidg. dipl. Elektroinstallateur (oder in Vorbereitung) Aufgaben:

Stellvertretung des Geschä sleiters im Tagesgeschä Personaldisposi on und Arbeitsvorbereitung Mitarbeiterschulung (inkl. Lehrlingsausbildung) OďŹ&#x20AC;ert- und Abrechnungswesen Technische UnterstĂźtzung der Mitarbeiter bei komplexen Aufgaben vor Ort Projektabwicklung, Installa onskontrollen Elektroplanung (Autocad und ecscad) Verhandlungen mit Kunden und Architekten

ProďŹ l:

unternehmerische PersĂśnlichkeit, lĂśsungsorien ert, hohe Einsatzbereitscha und Eigenini a ve, FĂźhrungsqualitäten, Alter ca. 25 â&#x20AC;&#x201C; 45 Jahre

Elektro-Sicherheitsberaterin/-berater 100% evtl. in Vorbereitung auf MP Ihre Hauptaufgaben sind: â&#x20AC;&#x201C; Koordination der technischen Umsetzung der periodischen Elektroinstallationskontrollen â&#x20AC;&#x201C; Verantwortung fĂźr die fristgerechten Kontrollen â&#x20AC;&#x201C; Elektroberatungen â&#x20AC;&#x201C; Thermographie â&#x20AC;&#x201C; Firmenschulungen

8500 FRAUENFELD 8580 AMRISWIL 8280 KREUZLINGEN 8590 ROMANSHORN

Wir bieten: sehr gutes Arbeitsklima. alles andere ist Verhandlungssache Junge und langjährige, selbstständige Top-Mitarbeiter werden Sie bei Ihren Aufgaben unterstßtzen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um mehr ßber uns und diese einmalige Stelle zu erfahren. Absolute Diskre on. Sälistrasse 23a 6005 Luzern Ruedi Blä ler 041 241 0 241 info@schaerlieelektro.com www.schaerlielektro.com


Nationale Photovoltaik-Tagung 2012 • 22.–23. 3. 2012, TRAFO, Baden www.swissolar.ch EMV-Fachtagung • 27. 3. 2012, Technopark Zürich • 17. 4. 2012, Emitec AG, Rotkreuz emv-fachtagung.schurter.ch Light + Building Licht, Elektrotechnik, Haus-/Gebäudeautomation, Bau-Software • 15.–20. 4. 2012 light-building.messefrankfurt.com One Fachmesse für Internet, E-Commerce und Social Media • 9./10. 5. 2012, Messe Zürich www.one-schweiz.ch Powertage 2012 Perspektiven der Schweizer Stromwirtschaft • 12.–14. 6. 2012, Messe Zürich www.powertage.ch Bauen & Modernisieren • 30. 8.–2. 9. 2012, Messe Zürich www.bauen-modernisieren.ch Sindex 2012 Dienstleistungen und Produkte aus der Automation, Elektronik und Elektrotechnik • 4.–6. 9. 2012, BERNEXPO www.bernexpo.ch Motor Summit • 5./6. 12. 2012, Zürich www.motorsummit.ch

CRB (Zentralstelle für Baurationalisierung) Fachtagung und Generalversammlung, • 9. 5. 2012, KKL Luzern • 10./17. 4. 2012, CRB-Standards Basis (13.30–17 Uhr), Winterthur • 4./11./18./25. 4. 2012, CRB-Standards Praxis (13.30–17 Uhr), Bern • 8./15./15./22./29. 5. 2012, CRB-Standards Praxis (13.30–17 Uhr), Winterthur • 25.1., 1./8. 2. 2012, CRB-Standards Extras (13.30–17 Uhr), Zürich • 16./23./30. 5. 2012, CRB-Standards Extras (13.30–17 Uhr), Luzern

Dätwyler Schweiz AG • 2. 5. 2012, Planer-Seminar LAN (Kupfer) • 27. 3. 2012, Grundlagen-Seminar Lichtwellenleiter (LWL) • 24./25. 4. 2012, Planer-Seminar LWL • 8.–10. 5. 2012, Installationsseminar LWL www.daetwyler.com, info.ch@daetwyler-cables.com

electrosuisse • 27./28. 3. 2012, Informationstagung für Betriebselektriker, BERNEXPO • 18. 4. 2012, Informationstagung für Betriebselektriker, Basel Congress Center • 8. 5./3. 7./18. 9./27. 11. 2012, Erstprüfung gemäss NIN, Fehraltorf • 26. 6. 2012, Erstprüfung gemäss NIN, Bern • 30. 8./4. 12. 2012, Sicherer Umgang mit Elektrizität, Fehraltorf • 9. 5./5. 9./28. 11. 2012, Wiederholungskurs für Elektrokontrolleure/Sicherheitsberater, Fehraltorf • 27. 6. 2012, Wiederholungskurs für Elektrokontrolleure/ Sicherheitsberater, Bern • 3. 12. 2012, Forum Elektrofachleute, Kongresshaus Zürich • 8. 11. 2012, Forum Elektrofachleute, Kursaal Bern • 27. 9. 2012, Elektromobilität, Baden • 24. 5., 27. 9. 2012, Grundkurs Nothilfe, Fehraltorf

Die IBZ Schulen für Technik Informatik Wirtschaft wurden 1945 gegründet und sind eine eidg. anerkannte Höhere Fachschule für Technik. Sie gehören seit über 66 Jahren zu den führenden Instituten für die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Schweiz. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir per 1. April 2012 einen

Fachgruppenleiter für die Ausbildung Elektroprojektleiter und Elektroinstallateur

Sie betreuen dabei die Fachgruppe für Elektroprojektleiter und Elektroinstallateure zusammen mit dem zuständigen Schulleiter. Ihre Arbeit umfasst die folgenden Hauptaufgaben: - Betreuung der Dozenten - Weiterentwicklung Lehrpläne - Korrespondenz (E-Mail und Brief) - Organisation von Fachsitzungen - Weiterbildung der Dozenten Ihr Arbeitseinsatz ist vor allem während dem Schulbetrieb am Freitagabend und an Samstagen an den Standorten Aarau, Zürich und Zug. Sie haben einen Abschluss als dipl. Elektroinstallateur oder eine gleichwertige Ausbildung mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung und sehr guten IT-Kenntnissen. Sie besitzen Organisationstalent, arbeiten sehr exakt und schätzen den Umgang mit Kunden, Dozenten und Lieferanten. Es erwarten Sie ein angenehmes Arbeitsklima in einem kleinen Team und gute Arbeitsbedingungen. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Herr H. Hagmann, Tel. 062 836 95 00. Ihre Bewerbung mit den kompletten Bewerbungsunterlagen erreicht uns ausschliesslich in elektronischer Form (vorzugsweise als PDF- oder Word-Datei) als Anhang an ibz@ibz.ch.

Elektrotechnik 3/12 | 77

Veranstaltungen

Veranstaltungen und Weiterbildungskurse


Veranstaltungen

• 5. 6., 6. 11. 2012, Installations- und Kleinverteiler (SK), Fehraltorf • 6. 12. 2012, Energien der Zukunft www.electrosuisse.ch/weiterbildung, weiterbildung@electrosuisse.ch

• 29./30. 5. 2012, digitalSTROM basic, Egerkingen • 14. 6. 2012, casacom solutions, Untervaz-Bahnhof • 20./21. 6. 2012, digitalSTROM basic, Gisikon www.ottofischer.ch/events

Energie-cluster

SABE Schweizer Arbeitsgemeinschaft Biologische Elektrotechnik • 18./19. 9. 2012 Grundschulseminar Elektrobiologie www.sabe-schweiz.ch, weiterbildung@sabe-schweiz.ch

Energie-Effizienzmanagement im Unternehmen (9–16.45 Uhr) • 20. 6. 2012, HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich www.fh-hwz.ch, www.energie-cluster.ch

Feller AG • 4. 5., 29. 6., 31. 8., 26. 10., 30. 11. 2012, zeptrion – Elektronisches Schaltsystem, Horgen • 11. 5., 8. 10., 26. 11. 2012, pirios – Bewegungs- und Präsenzmelder, Horgen • 12. 6., 30. 10., 4. 12. 2012, Multimediasysteme, Horgen • 15. 6., 19. 9., 24. 10., 28. 11. 2012, Erfolgreich in die KNX-Welt einsteigen, Horgen • 19. 4., 25. 6., 11. 9., 22. 11. 2012, KNX-Projekte erfolgreich planen, Horgen • 26.–27. 3., 8.–9. 5., 5.–6. 7., 15.–16. 10., 6.–7. 12. 2012, Erfolgreich Projekte realisieren mit KNX, Horgen • 23./24. 4., 10./11. 7., 3./4. 9., 7./8. 11., 10./11. 12. 2012, KNX Advanced, Horgen • 5./6. 6., 10./11. 9., 13./14. 11. 2012, Visualisierung Facility Server/HomeServer 3, Horgen • 2./3. 4., 22./23. 5., 26./27. 6., 22./23. 10., 27./28. 11. 2012, Visualisierung KNX QuadClient (Update), Horgen http://ausbildung.feller.ch/ Meimo AG • 4., 5., 11., 12. 4. 2012, Praktiker-Schulung (8.30–16.30 Uhr) www.meimo.ch, info@meimo.ch Otto Fischer AG • 17., 18. 4. 2012, Workshop digitalSTROM basic, AFG Arena St. Gallen • 19. 4. 2012, Workshop casacom solutions, AFG Arena St. Gallen • 2. 5. 2012, casacom solutions, Egerkingen • 14./15. 5., 2., 3. 7.2012, digitalSTROM basic, Zürich • 23. 5. 2012, casacom solutions, Muttenz

Von KMU ab sofort oder später gesucht

Elektro-Konzessionär Arbeitsaufwand ca. 20 Prozent Interessenten melden sich bitte unter Chiffre 2523 AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1 5001 Aarau

78 | Elektrotechnik 3/12

SES (Schweizerische Errichter von Sicherheitsanlagen) • 13. 4.–15. 6. 2012, Projektleiter Sicherheitssysteme‚ Sicherheit, Winterthur • 30. 3. 2012–15. 6. 2013, Projektleiter Sicherheitssysteme Feuer, Winterthur www.stfw.ch

VSEI-Seminare • 14. 6. 2012, NPK-Basis, Effretikon • 14. 8. 2012, NPK-Basis, Horw • 26. 9. 2012, NPK-Basis, Egerkingen • 3. 4. 2012, NPK-Anwendungen, Effretikon • 28. 6. 2012, NPK-Anwendungen, Effretikon • 28. 8. 2012, NPK-Anwendungen, Horw • 10. 10. 2012, NPK-Anwendungen, Egerkingen • 22.5., 18. 10. 2012, NPK-Ausmass, Zürich • 17./18. 4. 2012, FTTH-Inhouse-Installation Praktikum, Dätwyler Schweiz AG, Altdorf • 19./26. 4. 2012, Kostenrechnung I, Zürich • 24. 4. 2012, Neues und Trends in der Telematik, Hotel Arte, Olten • 9./10. 5. 2012, FTTH-Inhouse-Installation Praktikum, Huber + Suhner AG, Herisau • 22. 5. 2012, Projektierung, IT-Infrastruktur, Mobile Dienste, Effretikon • 22./23. 5. 2012, FTTH-Inhouse-Installation Praktikum, Reichle & De-Messari, Wetzikon • 24. 5. 2012, Projektierung, IT-Infrastruktur, Mobile Dienste, ZbW St. Gallen • 30. 5. 2012, Projektierung, IT-Infrastruktur, Mobile Dienste, Hotel Allresto Bern • 30. 8. 2012, SIA 118 für Praktiker – Preis und Preisänderung, Zürich • 4./11. 12. 2012, Kostenrechnung I, Zürich • 20. 11. 2012, Unternehmensnachfolge, Nachfolgeregelung, Zürich • 8. 1. 2013, Kennzahlen, Zürich www.vsei.ch, Tel. 044 444 17 25 Vereon AG • 28.–30. 3. 2012, Innovationsforum Energie, Zürich www.innovationsforum-energie.ch

Aktuelle Veranstaltungshinweise unter «Agenda» und «Veranstaltung» auf www.elektrotechnik.ch


ISSN 1015-3926 63. Jahrgang 2012 Druckauflage: 7000 Exemplare Auflage: 5288 WEMF 2009 Kontakt Alle Mitarbeiter erreichen Sie unter vorname.name@azmedien.ch Herausgeberin AZ Fachverlage AG Neumattstrasse 1 5001 Aarau Tel. +41 (0)58 200 56 50 Fax +41 (0)58 200 56 51 Geschäftsführer Dietrich Berg Leiterin Zeitschriften Ratna Irzan Redaktion Elektrotechnik, Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau redaktion@elektrotechnik.ch Chefredaktor Hansörg Wigger, Tel. +41 (0)58 200 56 34 Redaktor Raymond Kleger, Tel. +41 (0)52 765 22 53 Externe redaktionelle Mitarbeiter: Rico De Boni, David Keller, Pius Nauer, Hans R. Ris, Marcel Schöb, Erich Schwaninger, Rüdiger Sellin COPYRIGHT Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Produkte und Highlights sind kostenpflichtig. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Leitung Werbemarkt Jürg Rykart, Tel. +41 (0)58 200 56 04 Anzeigenleitung Thomas Stark, Tel. +41 (0)58 200 56 27 Sachbearbeitung Verena Müller, Tel +41 (0) 58 200 56 42 Leitung Lesemarkt/Online Valentin Kälin Aboverwaltung abo@elektrotechnik.ch, Tel. +41 (0)58 200 55 68 Preise Jahresabo Fr. 119.–, 2-Jahres-Abo Fr. 208.– (inkl. 2,5% MwSt.) Layout/Produktion Toni Zürcher, AZ Fachverlage AG, 5001 Aarau

Arocom AG 3 Astrel AG 39 Beckhoff Automation AG 35, 70, 72 BKW FMB Energie AG 61, 67 Brelag Systems GmbH US 2 Bugnard SA 57 Demelectric AG 19, 70 EEV 53 EHS Elektrotechnik AG 71 Elbro AG 71, 72 Electrosuisse SEV 69 Elektro-Bau-Ryser 78 Elektro-Material AG 9 Elektro-Profi GmbH 64 Elko-Systeme AG 39 Feller AG 70 Fischer Otto AG US 3 Flextron AG 14 Ford Motor Company 6 GMC-Instruments Schweiz AG 51 Hager AG 5 HS Technics AG 71 IBZ Schulen 62 Info-Show 43 Innoxel System AG 31 Koch René AG 49 Legrand (Schweiz) AG US 4 M. Züblin AG 27

Meimo AG 72 MESATEC AG 17 MM Automobile Schweiz AG 33 monolicht GmbH 65, 73 Nissan Center Europe GmbH 13 Schweizerische Bundesbahnen 55 se Lightmanagement AG 25 Siemens Schweiz AG 45 Spälti AG 70 Spectra (Schweiz) AG 71 Spline GmbH 20 STF Winterthur 59 Straumann Software 23 Theben HTS AG 2 Viessmann (Schweiz) AG 55 W. Wahli AG 4 WERMA Signaltechnik 72, 73 Würth AG 53 ZTI 60 Stellenmarkt

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Titelseite Hager AG Beilagen M. Züblin AG Licht

Im Text erwähnte Firmen ABB Schweiz AG 52 Asera AG 50 Baumer Electric AG 73 Bernexpo AG 73 Bugnard SA 32, 56 Bundesamt für Energie 74 Distrelec AG 12 Drahtex AG 42 Electrosuisse SEV 5, 68 EMPA 6, 10 ESTI 18 Feller AG 21 Fluke (Switzerland) GmbH 32 Fraunhofer Institut 12 Geberit Vertriebs AG 11 Hochschule Luzern – Technik & Architektur 63 KUKA Roboter Schweiz AG 73 National Instruments Switzerland Corp. 73

Orange Communications SA 46 Otto Fischer AG 41 Phoenix Contact AG 73 PSI 5 Recom Electronic AG 38 Roche Holding AG 11 SATW 10 Schneider Electric (Schweiz) AG 11, 73 se Lightmanagement AG 21, 28 Siemens AG 11, 12 Siemens Schweiz AG Trainings-Center 52 Siemens Schweiz AG 36, 73 Sunrise Communications AG 46 Swiss Reinsurance Company Ltd. 11 Swisscom (Schweiz) AG 11, 46 Swissmem 6 Theben HTS AG 21 VSEI 41, 63

Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner CEO: Christoph Bauer www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Basellandschaftliche Zeitung AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Solothurner Zeitung AG , Radio 32 AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG

Monatsausgabe ET 4 20. 4. 2012

Anzeigenschluss 28. 3. 2012

Redaktionsschluss 16. 3. 2012

ET 5 18. 5. 2012

Anzeigenschluss 25. 4. 2012

Redaktionsschluss 13. 4. 2012

Elektrotechnik 3/12 | 79

Impressum

Unsere Inserenten

Impressum


Vorschau

Vorschau Elektrotechnik 4/12 Ideale Messgeräte für Elektroinstallateure Der Elektroinstallateur muss selten genau messen. Beispielsweise prüft er, ob an einer Steckdose tatsächlich 230 V anliegen oder ob der Ofen, wenn er eingeschaltet ist, den geforderten Strom aufnimmt. Einfache robuste Elektrotester oder Messgeräte mehrerer Hersteller erfüllen diese Forderungen, gehen teilweise darüber hinaus und bieten Zusatzfunktionen (Bild 1).

1

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Elektromobilität vor dem Durchbruch? Auch der Schweizer Markt steht vor einer Elektromobilitätswelle. Viele Firmen begründen den Einsatz von Elektromobilen mit deren CO2-Freiheit und einer grösseren Nachhaltigkeit. Welche Trends gibt es, und welche offenen Punkte bedürfen einer Klärung? (Bild 2: Rüdiger Sellin) Photovoltaik-Tagung 2012 «Photovoltaik als Baustein der Energiezukunft» lautet das Motto der 10. Nationalen Photovoltaik-Tagung 2012 vom 22. und 23. März in Baden. Die Tagung zeigt auf, welchen Beitrag Solarstrom zu einem Umstieg auf eine weitgehend erneuerbare Stromversorgung innerhalb der nächsten 30 Jahre leistet kann. ET berichtet (Bild 3: Siemens AG) Motoren nach Betriebsart optimieren Der Motor einer Pendel-Luftseilbahn darf problemlos überlastet werden. Zwei Kabinen fahren auf und ab, dazwischen entsteht immer eine Pause. Während der Zeit, wo Personen aus- und einsteigen, kühlt der Motor wieder ab. Es gibt hier nie einen Betrieb, bei dem der Motor ununterbrochen läuft. Solche Betriebszustände treten häufig auch in der Industrie auf und erlauben spezielle Designs.

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Flachkabelinstallationen Konventionelle Installationen kollidieren oft mit den vielfältigen Ansprüchen an modernen Gebäuden: Bauherren und Investoren fordern Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz, die Mieter flexible Nutzungsmöglichkeiten und die Installateure Systeme, die sich einfach anpassen lassen. Bereits in der Projektierung und bei der Realisierung müssen daher die Weichen richtiggestellt werden. Installationen mit Flachkabel überlassen nichts dem Zufall und bieten eine gute Grundlage für den erfolgreichen Betrieb eines Gebäudes. ... und viele weitere aktuelle Artikel zu Themen rund um die Elektrotechnik, Gebäudetechnik, Automation und Telematik

extra 2012

Die Kombination Nr. 1 der Haus- & Gebäudetechnik

Themen: Gebäudeautomation, Installationstechnik, Lichttechnik, LED, Netzwerktechnik, FTTH, Photovoltaik.

Energie und Automation in der Gebäudetechnik

Gemeinschaftsausgabe von Elektrotechnik ET und HK-Gebäudetechnik Unsere Leser sind die relevanten Entscheidungsträger in der Haus-, Gebäudetechnik- und Elektrotechnikbranche, Anwender und Installateure, Lieferanten und Hersteller, Ingenieure und Planer Weitere Infos Auflage: 16 000 Exemplare (9. Ausgabe) Anzeigenschluss: 13. Juni 2012 I Erscheinungstag: 6. Juli 2012 Kontakt: Thomas Stark, Telefon 058 200 56 27, thomas.stark@azmedien.ch

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Art. MHKA01

Elektrotechnik 03 - 2012  

Elektrotechnik, Automation, Telematik und Gebäudetechnik

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