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4-2011 Schweizer Fachzeitschrift f端r Chemie-, Pharma- und Biotechnologie Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes SCV Offizielles Organ des Fachverbandes Laborberufe FLB

Sicherheit durch Containment

SKAN AG Binningerstrasse 116 CH-4123 Allschwil T +41 61 485 44 44 F +41 61 485 44 45 info@skan.ch www.skan.ch

Ihre Experten f端r Reinraumtechnik LABOTEC Suisse, 8./9. Juni 2011, Halle 2, Stand D17

Gemeinsam immer einen Schritt voraus

www.chemieplus.ch www.marktspiegel.ch

4 Thema des Monats: Chemiehandel & Logistik 25 Verfahrenstechnik: Trends in der Sch端ttguttechnik 73 Forschungswelten: Massgeschneiderte Katalysatoren


SCHÖN, WENN DIE CHEMIE STIMMT Brenntag Schweizerhall ist der führende Chemiedistributeur in der Schweiz und bietet Ihnen die ganze Bandbreite von Dienstleistungen rund um die Chemie: Bei uns finden Sie ein komplettes Angebot an Industrie- und Spezialchemikalien, die von unseren drei Lagerstandorten in der Schweiz oder direkt vom Werk des Herstellers fristgerecht und sicher zu Ihnen geliefert werden. Gleichzeitig können wir Ihnen durch massgeschneiderte Logistiklösungen Freiraum für die Konzentration auf Ihre strategischen Produkte schaffen oder Ihre Infrastruktur entlasten, indem wir Mischungen für Sie herstellen und

abfüllen. Wir bieten Ihnen ausserdem eine anwendungsorientierte Beratung, individuelle Problemlösungen und technischen Support. Recycling und Entsorgung runden unser Servicepaket ab. In allen Landesteilen der Schweiz beliefern wir bereits über 5.000 Kunden aus verschiedenen Industriezweigen, wie z.B. Pharma, Chemiesynthese, Kosmetik, Lebensmittel, Lacke & Farben, Kunststoffe, Wasseraufbereitung und viele andere. Als Schweizer Tochter der Brenntag Gruppe, des weltweiten Marktführers

in der Chemiedistribution, sind wir Teil eines flächendeckenden internationalen Distributionsnetzwerks. Somit ist Brenntag Schweizerhall ideal positioniert, Kunden und Lieferanten durch effektives Supply Chain Management wirkungsvoll zu unterstützen. Mit uns stimmt die Chemie! Brenntag Schweizerhall AG Elsässerstrasse 231 Telefon: +41 (0) 61 326 81 11 Fax: +41 (0) 61 326 82 08 Email: info@brenntag.ch www.brenntag.ch


editorial

CHEMIE PLUS 4-2011

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«Megathema» Energie Geld und beschäftigen tausende Arbeitskräfte. In 150 Jahren – diese (kühne?) Prognose sei an dieser Stelle gewagt –

ralf.mayer@azmedien.ch

wird der Hauptteil der Stromversorgung auf natürlichen Energieträgern wie etwa Wind, Wasser (Speicherwerke, Gezeiten usw.) und Sonne (Solarthermie, Photovoltaik usw.) basieren. Es ist schlicht und einfach vernünftig, die im Überfluss vorhandene Naturenergie in nutzbare Energie umzusetzen – und dies ohne dass (beim Prozess selbst) Abfall anfällt. Aber nicht alles, was als vernünftig erkannt wird, ist auch leicht zu machen. Um die «Energiewende» herbeizuführen, sind immense Investitionen im privaten und staatlichen Sektor nötig. Mittelfristig dürfte Strom teurer werden. Neuartige Kraftwerke und der Ausbau der Netze erfordert teils markante Eingriffe in die Natur. Bereits überfällig ist eine ergebnisorientierte Diskussion über «Brückentechnologien», die beim Wegfall der Kernenergie zwangsläufig auf fossilen Brennstoffen basieren muss. Über solche Schattenseiten einer «grünen» Energiezukunft müssen die Bürger ebenso offen informiert werden wie über die Chancen. Dies geht nur, wenn ideologische Scheuklappen fallen.

Ideologische Scheuklappen müssen fallen

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D

er Reaktorunfall in Japan hat ein Dauerthema zum «Megathema» befördert: Die «Energiewende» schaffte den Sprung aus den Szenarienentwürfen einschlägiger Studien auf die politische Tagesordnung – und auf die Wahlzettel der Stimmbürger. Die Chemie plus hat dem Themenfeld Energie indes bereits vor dem Fukushima-Schock regelmässig Platz eingeräumt. Nicht zufällig, denn die Chemie spielt eine Schlüsselrolle in der Energietechnik. Beispielsweise trägt sie zur Entwicklung neuartiger Solarzellen (Artikel Seite 22) und zur Steigerung der Energieeffizienz durch isolierende Oberflächenmaterialien bei. Spezialchemikalien waschen CO2 aus Kraftwerkschloten – CO2, das in anderen Pilotanlagen zu Produkten wie etwa Polymeren umgesetzt wird. Energiepolitische Entscheidungen zu spüren bekommt unter anderem der Chemiehandel (RoundTable-Gespräch, Seite 6). So werden die Preise für phosphorbasierte Chemikalien stark steigen, wenn der Anbau von Energiepflanzen für Biokraftwerke die Düngemittel-Nachfrage antreibt. Andererseits führte die Erhöhung der Steuer auf Biodiesel in Deutschland zu Einbrüchen bei den Chemikalien, die zur Biodieselproduktion benötigt werden. Auf eher skurile Aspekte der Energiedebatte weisen unser Glosseschreiber (Seite 21) und unser Cartoonist (Seite 98) hin. Was die Energiedebatte anbetrifft, so mag man sich eine rasche Ent-Ideologisierung wünschen. Die Kernenergie – jedenfalls in Form von Grosskraftwerken auf Uranbasis – hat in Europa als Zukunftsoption wohl ausgedient. Aber nicht jeder bisherige Kernenergie-Befürworter ist ein auf Extraprofite fixierter Turbokapitalist. Und nicht jeder, der erneuerbaren Energien das Wort redet, ist ein ökologischer Träumer. Ganz und gar nicht. Gerade auch in der Schweiz verdienen Technologielieferanten für Solar- und Windenergie hartes

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CHEMIE PLUS 4-2011

inhalt

Reaktortemperie rung in Labor und Prod uktion!

4 THEMA DES MONATS Chemiehandel & Logistik

Nachdem zahlreiche Unternehmen während der globalen Wirtschaftskrise den Fokus auf Schadensbegrenzung und Existenzsicherung setzen mussten, ist nun wieder Bewegung in die europäische Chemiedistribution gekommen. Indizien dafür sind neben gestiegenen Umsätzen unter anderem auch eine verstärkte Mergers & Acquistions-Aktivität. Im Round Table-Gespräch mit der Chemie plus erörtern Exponenten des Verbands Chemiehandel VCH die derzeitige Geschäftsentwicklung ebenso wie die aktuellen Herausforderungen von schwankenden Rohstoffpreisen bis REACh. In weiteren Hintergrundartikeln und Firmenberichten in dieser Ausgabe werden verschiedene Aspekte des Themenfelds Chemiehandel/Losgistik beleuchtet wie etwa das Beschaffungswesen sowie die Bedeutung der Rheinhäfen Basel.

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ZUR TITELSEITE

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4 Thema des Monats: Chemiehandel & Logistik 25 Verfahrenstechnik: Trends in der Schüttguttechnik 73 Forschungswelten: Massgeschneiderte Katalysatoren

Wir verstehen uns als «Know-how Company» für Containments. Seit mehr als vier Jahrzehnten sorgen die reinraumtechnischen Innovationen der Skan AG für mehr Sicherheit in den chemisch-pharmazeutischen Laboratorien. Am 8. und 9. Juni 2011 präsentiert die Skan AG an der LABOTEC im Palexpo in Genf eine breite Palette dieser innovativen Sicherheits-Containments. Das vorgestellte Programm reicht von der Wägekabine über Sicherheitsabzüge und Mikrobiologischen Werkbänken bis hin zum geschlossenen Containment, dem Isolator. Ebenfalls präsentieren wir die neuen Entwicklungen zur Dekontamination mit Wasserstoffperoxid von Sicherheits-Werkbänken, RABS und Rein-Räumen, welche das toxische, kancerogene und schwer abbaubare Formaldehyd ersetzt. (Siehe den Decosis-Beitrag in dieser Ausgabe.) Gemeinsam mit Kunden und ihren Anforderungen aus dem Labor findet eine stetige Weiterentwicklung statt. Zum aktiven Know-how-Austausch laden wir Sie an unser Seminar am 12. Mai 2011 im Messeturm in Basel zum Thema «Sicherheit im modernen Labor» ein. Infos: www.skan.ch Skan AG, CH-4009 Basel Telefon 061 485 44 44 Telefax 061 485 44 45 info@skan.ch www.skan.ch

1 Editorial 2 Zur Titelseite 80 Impressum T H E M A D E S M O N A TS 4 Chemiehandel: Fit und krisensicher 6 An Vorkrisenniveau angeknüpft 12 REACh: Herausforderungen für den Chemiehandel M Ä R K TE & A K TE U R E 14 Nachrichten 19 Chemie erhöht Fusionstakt 21 Glosse FACHRUBRIKEN 22 Morgenröte für neue Solarzellen 25 Schüttgut: Waagerecht dosieren und «wägen» im Durchfluss 29 Von der klassischen Bauchemie bis zur Schüttgut-Software 32 Füllstandsmessung: Wissen, was drin ist . . .


inhalt

CHEMIE PLUS 4-2011

25 TECHNIK

73 FORSCHUNG

Effiziente Prozesse für Schüttgüter

Katalysatoren massgeschneidert

Typische Schüttgüter treten in vielen Bereichen der chemischen, pharmazeutischen und biotechnologischen Industrie auf. Die bevorstehende Messe «Schüttgut Schweiz» gibt Anlass zu einem Blick auf klassische Verarbeitungstechniken wie Mischen, Dosieren und Wiegen. Darüber hinaus zeigen wir Trends rund um das Entleeren, Abfüllen und Befördern von Schüttgütern auf. Vorgestellt wird unter anderem eine Big-BagFüllanlage, die sogar im Wüstenwind Hochleistungen erbringt.

35 Strategische Rohstoffbeschaffung in der Chemieindustrie 38 Per Rheinschiff ins Chemiewerk F I R M E N B E R I C H TE 42 Brenntag: Vollsortimenter schafft Mehrwert für Kunden und Hersteller 44 Post: Lagerung von gefährlichen Stoffen und Transport von Laborproben 46 Overlack/Stockmeier: Mit der KEM AG gemeinsam in die europäischen Märkte 47 Wesco: Aus einer Hand – Von der Idee bis zur Realisierung des Reinraums 48 Pepperl + Fuchs: DART-Feldbus – keine Chance für Funken 50 Skan: Biosicherheit und Personenschutz bei Wartungsarbeiten an MSW 52 Frei Fördertechnik: Zellenradschleuse mit Kollisionsüberwachung P R O D U K TE 54 Kompaktinfos zu Innovationen

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Validierung von Analysenmethoden

Angesichts sich verknappender Reserven und steigender Rohöl- und Energiepreise sind ressourcen- und energiesparende Verfahren gefragt, wobei katalytischen Reaktionen eine Schlüsselrolle zukommt. An der Universität Freiburg/Breisgau entwickelt ein Team um den Chemiker Bernhard Breit supramolekulare Katalysatoren, die sich während der Reaktion aus komplementären Bausteinen eigenständig zusammensetzen. Katalysatoren, die sich für bestimmte Reaktionen besonders eignen, werden unter anderem aus kombinatorischen Ansätzen ermittelt. S C V, F L B 64 Berichte aus den Verbänden F O R S C H U N G S WE L TE N 73 Massgeschneiderte Katalysatoren nach dem Baukastenprinzip 77 Nachrichten F I L TR AT / S TE L L E N 78 Chemie beflügelt Wettlauf um die besten Maskentechnologien 80 Astronomie: Schwarz, aber gar nicht so gross 81 Wegweiser durch das Chemikalienrecht/Stellenanzeige 82 Neue Methoden der Spektrometrie / Stellenanzeige 82 Stellenanzeigen 84 Wagenräder ans Licht gebracht 85 Kalender

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Wir haben uns auf die Entwicklung und produktbezogene Validierung von Analysenmethoden spezialisiert. Der Validierungsumfang wird gemeinsam mit Ihnen in einem Validierungsprotokoll festgelegt. Die experimentellen Arbeiten erfolgen nach den Richtlinien der ICH und der FDA; die Ergebnisse werden in einem ausführlichen Bericht zusammengefasst. Erfahrung, Fachkompetenz und persönliche Beratung sind unsere Stärken, wenn es darum geht, Ihre individuellen Fragestellungen zu lösen und die behördlichen Auflagen zu erfüllen.

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Asien stellt einen Wachstumsmarkt für international tätige Chemiedistributeure dar.

Bild: DKSH

CHEMIEHANDEL

Fit und krisensicher Der Chemiehandel schaut trotz einiger Imponderabilien wie volatile Rohstoffpreise und geografische Verwerfungen zuversichtlich in die Zukunft. Indes sind die «guten alten Zeiten» vorbei. Umfassende Dienstleistungen, internationale Expansion, Fusionen und Akquisitionen gehören zu den wichtigsten Herausforderungen der fragmentierten Branche. ADALBERT BUDZINSKI

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ür die chemische Industrie war 2010 ein gutes Jahr. Sie erlebte einen Produktionsschub, wie es ihn seit 1976 nicht mehr gegeben hat, und übertraf damit die meisten Erwartungen. Mit zweistelligen Wachstumsraten sowohl in der Produktion als auch im Absatz konnte die Branche die Finanz- und Wirtschaftskrise erstaunlich schnell hinter sich lassen. Bereits auf der jährlichen Hauptversammlung des FECC, des Dachverbandes des europäischen Che-

Thema: Chemiehandel und Logistik

Zu dem Themenkomplex «Chemiehandel und Logistik» finden Sie folgende Artikel in dieser Ausgabe: ■ Chemiehandel: Fit und krisensicher Seite 4 ■ Am Vorkrisenniveau angeknüpft Seite 6 ■ REACh: Die grössten Herausforderungen für den Chemiehandel Seite 12 ■ Strategische Rohstoffbeschaffung Seite 35 ■ Per Rheinschiff ins Chemiewerk Seite 38 ■ Brenntag Schweizerhall AG: Vollsortimenter schafft Mehrwert für Kunden und Hersteller Seite 42 ■ Schweizerische Post: Lagerung von gefährlichen Stoffen und Transport von Laborproben Seite 44 ■ Overlack- und Stockmeier-Gruppe: Mit der KEM AG gemeinsam in die eurpäischen Märkte Seite 46

miehandels, hat sich der günstige Trend abgezeichnet: Die nahe am Puls des Marktes operierende Chemiedistribution hat nach massiven Rückschlägen des Jahres 2009 wieder Tritt gefasst, beflügelt von der anziehenden Konjunktur und von steigenden Preisen für Chemikalien. Schätzungsweise dürfte der europäische Markt für Chemiedistribution 45 Milliarden Euro erreichen, davon entfallen rund 20 Prozent auf Deutschland und jeweils rund 15 Prozent auf Frankreich und Italien. Unter dem Dach des FECC sind über 1200 Unternehmen mit 33 000 Mitarbeitern an 1400 Standorten organisiert, die pro Jahr 6 Millionen Sendungen und 20 Millionen Tonnen Chemikalien bewegen und einen Umsatz von zusammen 30 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Jahresergebnisse 2010 der massgeblichen Branchenvertreter bestätigen die positiven Auspizien. So hat der deutsche Chemikalien-Gross- und -Aussenhandel nach Aussagen des Verbandes Chemiehandel «die Wirtschafts- und Finanzkrise gut überstanden». Die Branche konnte im Jahr 2010 die Umsatz- und Absatzzahlen vom Boomjahr 2008 annähernd wieder erreichen. Der Umsatz in Deutschland kletterte 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro, die – wesentlich aussagekräftigeren – Mengen nahmen um rund

15 Prozent (im lagerhaltenden Handel) auf 6,2 Millionen Tonnen zu. Asymmetrien zeigt freilich die Ertragslage. Während der Spezialitätenhandel «zufriedenstellend» abschneidet, büssen Händler von Industriechemikalien auch aufgrund stark steigender Einkaufspreise Roherträge ein. Positiv werden der Rückgang von Kundeninsolvenzen und auch die Bereitschaft der Kreditversicherer vermerkt, wieder in grösserem Umfang Deckungszusagen zu geben.

Rohstoffe knapp Mit zunehmender Sorge verfolgt der Chemiehandel die partiell mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen für den europäischen Markt. Dafür nennen Lieferanten ein weites Spektrum von Ursachen: Gestiegener Bedarf auf dem Weltmarkt, Verknappung von Rohölfolgeprodukten, politisch motivierte Lieferengpässe (Seltene Erden), Anlagenausfälle und -stilllegungen. Treiben schon diese Verknappungen die Rohstoffpreise nach oben, so kommen zunehmend Spekulationseffekte hinzu. Insbesondere bei Industriechemikalien kann der Handel die Preiserhöhungen nach eigenen Angaben nicht oder nur teilweise oder zeitversetzt an seine Kunden weitergeben. Um Produktionsausfälle bei den Kunden zu vermeiden, haben die Händler einmal mehr ihre Flexibi-


thema des monats

lität bewiesen und Lager- und Transportkapazitäten dem schwankenden Bedarf schnell angepasst. Kopfzerbrechen bereitet in Europa nach wie vor die Umsetzung der europäischen Chemikalienpolitik, speziell die Einführung der neuen Einstufungs- und Kennzeichnungsvorschriften sowie neuer «erweiterter» Sicherheitsdatenblätter, die Personal und Kapital der kleinen und mittleren Firmen binden.

Himmel voller Geigen Dur-Töne lassen sich aus den einzelnen Firmen vernehmen. So schliesst die seit einem halben Jahr börsennotierte Brenntag AG das Jahr 2010 mit Rekordergebnissen ab. Wind in die Segel brachten sowohl das organische Wachstum des operativen Geschäfts in Kombination mit verbesserter Effizienz als auch die optimierte Kapitalstruktur, wie auch die Akquisitionen. Der Umsatz kletterte um gut 20 Prozent (um 15 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse) auf 7,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen EBITDA stieg gar um ein Viertel auf 603 Millionen Euro. Über ein «aussergewöhnlich gutes» Geschäft berichtet der Weltmarktführer in der Chemiedistribution aus der Region Asien-Pazifik, über «hervorragende» Ergebnisse in Nordamerika, aber auch in Europa lief es gut. Mit einem Jahresüberschuss von 57 Millionen Euro, ein Plus von 21 Prozent und das drittbeste Ergebnis der Geschichte schliesst das Jahr 2010 der im Chemiemarketing tätige Hamburger Helm-Konzern. Nachdem der Gesamtumsatz 2009 von 9,1 Milliarden auf 4,9 Milliarden Euro schmolz, zog er im vergangenen Jahr um 61 Prozent auf mehr als 7,9 Milliarden Euro an. Die erhebliche Ve ränderung beruhe laut Helm jedoch allein auf den drastischen Preisschwankungen. Auf Mengenbasis sei das Geschäft nur leicht zurückgegangen, im vorigen Jahr habe man das Niveau von 2008 bereits übertroffen. Helm beteiligt sich an Rohstoffproduzenten und sichert damit seinen Absatz. So nahmen 2010 nach mehrjährigen Bauphasen die neuen Beteiligungen in Jubail/Saudi Arabien die Produktion von Essigsäure und Vinylacetat sowie auf Trinidad die Produktion von Melamin und des Flüssigdüngers Harnstoff/Ammoniumnitrat auf. Im Geschäftsfeld Pharma erschloss sich Helm durch eine Beteiligung in Argentinien ein weiteres Standbein bei der Herstellung von Generika. Aufbauend auf den Erfahrungen

mit der Ve rmarktung des transdermalen Generikums «Fentanyl Pflaster» übernehmen die Hamburger künftig für den Rohstoff Amarin das internationale Marketing und engagieren sich somit weiter auf diesem für einen Distributeur wissenschaftlich, patentrechtlich und technologisch anspruchsvollen Gebiet. Mit dem ungarischen Joint Ve nture-Partner Gedeon Richter wurde bei der Richter-Helm Biologics die Produktion von Biosimilars ausgebaut.

Vom Outsourcing beflügelt Für 2011 rechnet die Branche mit einer guten Nachfrage. Als Bindeglied zwischen den Chemieproduzenten und der weiterverarbeitenden Industrie profitiert die Branche von der weltweit steigenden Nachfrage nach Chemieprodukten und vom Trend zum Outsourcing bei den Herstellern, insbesondere von Kleinmengen. Lediglich die nicht absehbaren Folgen der Entwicklungen im arabischen Raum und in Japan sowie der sich abzeichnenden Kapitalkostenerhöhungen trüben das rosa Bild. So will sich Brenntag vor dem Hintergrund einer weiter wachsenden Weltwirtschaft im Jahr 2011 und der Fortsetzung der positiven Trends in der Chemiedistribution weiterhin auf attraktive Wachstumssegmente konzentrieren und im Ergebnis zweistellig zulegen. Und Helm ist zuversichtlich, einen «soliden» Jahresabschluss erreichen zu können, will heissen: vergleichbar mit 2010. Nicht Mittelmass in vielem, sondern «Top of the class» in wenigem zeichne die Ve rmarktungspolitik aus.

Fusionen und Akquisitionen wieder im Fokus Wie geht es weiter? Aus Sicht von Günther Eberhard, Managing Director bei dem in der Schweiz domizilierenden Beratungsunternehmen Districonsult GmbH, wird sich in der Chemiedistribution die Konzentration auf Kerngeschäfte und auf die wichtigsten

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Kunden fortsetzen. Das setzt freilich ein aktives Portfoliomanagement und Spin-offs voraus. Ein weiterer Trend ist die verstärkte Kooperation unter den Chemikalienhändlern, um densogenannten B- und C-Kunden, also solchen, die kleine Mengen ordern oder die spezielle Anforderungen an die Logistik stellen, den besten Service in Produkten und Logistik zu offerieren. Die Chemieproduzenten ihrerseits arbeiten systematische Strategien gegenüber den Chemiestributeuren aus: Immer mehr Firmen sehen im Chemiehandel den strategischen Ve rmarktungspartner. Insbesondere bei Industriechemikalien dürfte die chemische Industrie zunehmend Chemiehändler einschalten. Von erstarkten Bilanzen beflügelt schreiben – ähnlich wie in der Chemieindustrie – nun wieder die stark fragmentierten Chemiehändler Fusionen und Akquisitionen in ihre Agenda. Dabei mischen private Investoren kräftig mit. Zahlreiche aktuelle Beispiele für den gestiegenen Appetit bieten die europäischen Platzhirsche Brenntag, Univar oder IMCD, aber auch private Unternehmen wie Stockmeier, Overlack, Caldic oder Biesterfeld Plastic. Nach Meinung von Districonsult suchen grosse Player eher nach Wachstumsmöglichkeiten ausserhalb Europas, zumal hier aufgrund der bereits erlangten Positionen Lieferantenkonflikte und Streitigkeiten mit den Kartellbehörden drohen. Dabei gilt Asien für Grossdistributeure als erste Adresse, Chancen bieten sich aus europäischer Sicht im Mittleren Osten und Nordafrika, während der Mittelstand nach paneuropäischen oder zumindest supranationalen Kontrakten Ausschau hält. Vorab dürften laut Günther Eberhard die Chemiehändler Azelis und IMCD nach Expansionsmöglichkeiten suchen, um eine für einen Börsengang adäquate Dimension zu erreichen. Hier steht die erfolgreiche Aktienplatzierung von Brenntag als leuchtendes Beispiel.

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thema des monats

VE R B A N D C H E M I E H A N D E L V C H / R O U N D - TA B L E - G E S P R Ä C H

An Vorkrisenniveau angeknüpft Dem Chemiehandel ist es gelungen, die krisenbedingten Rückschläge aufzuholen. Nun blicken die Unternehmen verhalten optimistisch in die Zukunft. Zahlreiche Unsicherheiten etwa in Hinblick auf die Entwicklung der Rohstoffpreise, die Katastrophe in Japan oder die Entwicklungen im arabischen Raum verhindern das Aufkommen von Euphorie. Beim traditionellen Round Table Gespräch der Chemie plus/Chemische Rundschau äusserten sich die Exponenten des Verbands Chemiehandel VCH (Teilnehmer siehe Bildunterschrift) unter anderem auch zu den mittelfristigen Folgen von REACh und CLP. Dem VCH gehören neben den deutschen auch mehrere schweizerische Chemiedistributionsunternehmen an. se der internationalen Währungen gegenüber dem Euro, die man bei langen Transportwegen kaum rechtzeitig ausgleichen konnte.

Teilnehmer des diesjährigen Round-Table-Gesprächs der Chemie plus in Köln: Obere Reihe v. l. n. r.: Thorsten Harke (Harke Chemicals GmbH, Vorstand Verband Chemiehandel VCH); Ralph Alberti (Geschäftsführer VCH); Axel Lenz (CVM Chemie-Vertrieb Magdeburg, Vorstand VCH); Peter Steinbach (geschäftsführendes Vorstandsmitglied VCH). Untere Reihe v.l.n.r.: Uwe Schültke (Brenntag GmbH, Vorstand VCH); Uwe Klass (CG Chemikalien GmbH & Co. KG, Präsident VCH); Robert Späth (CSC Jäklechemie, Vorstand VCH); Jens Raehse (Rabochem AG Murten, Vorstand VCH). Bild: Bruno Freitag, VCH

G E S P R Ä C H S L E I TU N G : ADALBERT BUDZINSKI UND RALF MAYER

C

hemie plus: Herr Klass, meine Herren, wie hat die Chemiedistribution die schmerzhafte Krise des Jahres 2009 überwunden? Uwe Klass: Uns ist es gelungen, den Rückschlag des Jahres 2009 aufzuholen und an die Zahlen von 2008 anzuschliessen. Dabei spielen die Umsätze für uns eine geringere Rolle, wir messen uns an den verkauften Mengen, und da haben wir 2010 eine ausserordentlich positive Tendenz verzeichnet. Robert Späth: Allerdings sind die Spezialchemikalien wesentlich besser gelaufen als die Commodities. Uwe Schültke: Im Spezialitätenbereich waren leider keine ausreichenden Mengen verfügbar. Wir konnten bei weitem nicht alle Anfragen bedienen. Bei den Commodities ist die Nachfrage im Zuge der wirtschaftlichen

Erholung zwar auch gestiegen, doch ist der Preisdruck nach wie vor sehr hoch. Axel Lenz: Wir verstehen uns nicht nur als Mittler zwischen den Chemieproduzenten und den Verarbeitern, sondern bauen weitergehende Dienstleistungen aus. Das hat sich letztlich positiv auf unsere Geschäfte ausgewirkt. Thorsten Harke: Problematisch für uns waren die stark schwankenden Wechselkur-

«2010 war in Bezug auf die Absatzmengen ein sehr zufriedenstellendes Jahr, jetzt dürfte sich die Entwicklung aber deutlich verlangsamen.» Uwe Klass

Der Chemiehandel konnte die Mengen um etwa 15 Prozent und die Preise um rund 5 Prozent erhöhen. Sind die Erträge im gleichen Tempo gestiegen? Klass: Nein. Man muss zwar differenzieren zwischen Industriechemikalien und den margenstärkeren Spezialitäten, doch ist die Ertragslage insgesamt immer noch sehr angespannt. Schültke: Die Preissteigerungen folgen nur der Entwicklung der Rohstoffkosten, und wir versuchen, diese an den Kunden weiterzureichen. Was nagt denn noch an den Margen? Klass: Uns macht zudem die fehlende Kontinuität sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Verkaufsseite zu schaffen, wie wir sie von früheren Jahren kennen. Es ist fast unmöglich, mit dem Produzenten Lieferpreise für Zeiträume länger als ein Quartal zu vereinbaren. Harke: Die Kapriolen, die der Regulierer schlägt, treffen uns als Händler ebenfalls. Ein Beispiel ist der plötzliche Einbruch der subventionierten Produktion von Biodiesel, in der auch chemische Produkte eingesetzt werden. Wir würden uns mehr Stabilität bei den Regierungsentscheidungen wünschen. Späth: Der Aufwand, um eine kontinuierliche Versorgung unserer Kunden sicherzustellen, hat sich deutlich erhöht. So mussten wir bei den Spezialitäten aufgrund der Versorgungsengpässe grössere Lagerkapazitäten vorhalten, die erhebliches Kapital binden. Das hat aber eine positive Seite: Wir konnten durch diese Puffermengen dem Kunden oft höhere Versorgungssicherheit bieten als dies direkt vom Hersteller möglich wäre.


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den Strassentransport ausgerichtet und die Schiene vernachlässigt ... Steinbach: Vor allem aufgrund von Stilllegungen von Nebenstrecken und mangelnder Pflege beziehungsweise Aufgabe von Gleisanschlüssen. Gleichwohl ist der Chemiehandel an der Nutzung der Bahn nach wie vor interessiert. Eine entsprechende Initiative zur Reaktivierung des Einzelwagenverkehrs haben wir zusammen mit der DB Schenker Rail im letzten Jahr angestossen. Späth: In den letzten Jahren ist der Einzelwagenverkehr immer unflexibler geworden, sodass einige Chemiehändler diese Verkehre komplett eingestellt haben. Momentan berichten einige Standorte über Engpässe im LKW-Transport wegen der anfallenden Mengen. Sie würden mehr Qualität im Einzelwagenverkehr begrüssen. Klass: Es gibt im Chemiehandel sogar Überlegungen, für längere Streckenverkehre verstärkt die Binnenschifffahrt einzuschalten. Dazu brauchen wir allerdings zusätzliche regionale Lagerstandorte. Wie Sie sehen, uns mangelt es nicht an innovativen Gedanken. Übersteigt nicht die Last der neuen Herausforderungen die Kapazitäten der Branche? Klass: Wir lernen, mit diesen neuen Herausforderungen umzugehen und generieren daraus einen zusätzlichen Nutzen für unsere Kunden. Ein anspruchsvoller Trend am Rande ist in diesem Zusammenhang beispielsweise das Chemikalienleasing, eine Entwicklung, die in den USA ihren Anfang nahm. Gehört zu diesem Bereich auch die Lieferung von chlorierten Lösemitteln und ihre Rücknahme nach Gebrauch? Lenz: Ja, hier findet ein kompletter Kreislauf statt. Allerdings sind daran nur wenige Firmen beteiligt. Jens Raehse: Ein sehr interessantes Thema. Hoffentlich kommt man zu der Einsicht, dass man Chemikalien nicht nur substituieren, sondern auf sichere und umweltfreundliche Art und Weise gebrauchen kann. Chlorierte Kohlenwasserstoffe sind ein gutes Beispiel für solche Kreisläufe. Sind Regenerate der Frischware qualitativ ebenbürtig? Raehse: Sie sind unter allen Anwendungsaspekten durchaus gleichwertig. Das gilt übrigens nicht nur für CKWs, sondern für alle Lösemittel. Es ist das Ergebnis einer jahrelangen Optimierung der Recyclingtechnik.

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Der Chemiehandel in Deutschland hat im vergangenen Jahr umsatzmässig wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen können. Gegenüber 2009 legten die Erlöse um 19,8 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro zu. Quelle: VCH

Wie läuft das Recyclinggeschäft generell? Raehse: Auch wir haben 2010 den Vorkrisenumsatz erreichen können, allerdings nur dank ausserordentlicher Preissteigerungen. Die Menge fehlt uns weiterhin, denn wir haben es mit einem äusserst potenten Wettbewerber zu tun: der thermischen Verwertung. Ressourcenschonung hin, Nachhaltigkeit her – bei energiereichen Stoffen hat die Verbrennung die Nase vorn – der thermische Verwerter ist bereit, sehr viel Geld für die Kalorien auszugeben. Das führt dazu, dass die Margen beim Recycler zusammenschmelzen. In der Schweiz wird zudem die Abfallverbrennung stark forciert . . . Raehse: In der Schweiz sind die Recyclingfirmen primär auf den nationalen Markt ausgerichtet. Es wäre wünschenswert, dass die Schweizer Verbände und die Schweizer Recyclingfirmen noch stärker ihre Interessen in die entsprechenden europäischen Gremien einbringen, um die Schranken nach REACh zu überwinden, damit die Schweizer Recycler ihre Ware in der europäischen Gemeinschaft absetzen können. Beim Round-Table-Gespräch vor einem Jahr hatten Sie berichtet, dass der Chemiehandel die Investionen im Jahr 2009 auf das Notwendige reduziert hat. Hat sich daran im vergangenen Jahr etwas geändert? Steinbach: Das Jahr 2010 war noch weitgehend geprägt durch eine anhaltende Verunsicherung in weiten Teilen der Wirtschaft. Solange nicht feststand, ob das Licht am Horizont von Dauer sein würde, übten viele

Unternehmen Zurückhaltung bei den Investitionen. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus positiv zu sehen, dass der deutsche Chemiehandel 2010 die Investitionsquote gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 2,85 Prozent des Umsatzes gesteigert hat. Offenbar vertrauen die Unternehmen zunehmend auf eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung. Diese Tendenz dürfte sich im laufenden Jahr fortsetzen. Sowohl im deutschsprachigen Raum als auch weltweit hat die Anzahl von Übernahmen und Fusionen (M & A) wieder zugenommen – dies gilt auch für die Chemiedistribution. Nimmt das Konsolidierungstempo in der Branche wieder zu? Harke: Zumindest in Bezug auf die M & ATätigkeit gibt es solche Signale. Die Entwicklung wird dadurch begünstigt, dass – wie vor der Wirtschaftskrise – erneut viel «billiges Geld» auf dem Markt ist. Dies führt zu einer verstärkten Suche nach Anlagemöglichkeiten, insbesondere auch bei Private Equity-Gesellschaften. Ist abzusehen, dass der Konsolidierungstrend an kartellrechtliche Grenzen stösst? Harke: In einigen Bereichen ist das sicherlich schon der Fall. Auch deshalb halten Unternehmen bereits verstärkt Ausschau nach Expansionsmöglichkeiten in anderen Regionen wie etwa Asien. Dies trifft aber vor allem auf grosse börsennotierte Unternehmen zu und weniger auf den hiesigen mittelständischen Chemiehandel. Steinbach: In Deutschland und in Europa verfolgen und bewerten die Kartellbehörden aufmerksam die Entwicklung auf den Märk-


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ten. Es ist deren Aufgabe zu sagen: «Bis hierher und nicht weiter.» Im Übrigen gibt es im deutschen Chemiehandel nach wie vor eine beachtliche Zahl von erfolgreichen Familienunternehmen, die seit Generationen unternehmerisch tätig sind und bei denen die Übernahme durch Finanzinvestoren aufgrund ihrer unternehmerischen Philosophie kein Thema ist.

«Ressourcenschonung hin, Nachhaltigkeit her – bei energiereichen Stoffen hat die Verbrennung die Nase vorn.»

Laufen nicht gerade mittelgrosse Unternehmen zunehmend Gefahr, in dem Konzentrationsprozess «unter die Räder» zu kommen. Kleine Chemikalienanbieter haben eher die Möglichkeit, erfolgreich Nischen zu besetzen; aber wie steht es um die mittleren Unternehmen? Harke: Der Konsolidierungsprozess hat für den Mittelstand nicht nur negative Konsequenzen. Zwar nimmt die Marktmacht der grossen Player zu. Anderseits steht den Chemikalienproduzenten nur noch eine reduzierte Anzahl potenzieller Distributionspartner zur Ve rfügung. Entsprechend steigen die Chancen der auf dem Markt verbliebenen Distributionsunternehmen auf zusätzliche Geschäfte. Steinbach: Die Kunst eines mittelständischen Unternehmens besteht darin, sein Leistungsprofil möglichst dicht an das der «Grossen» heranzuführen und sein Kostenprofil dem der «Kleinen» anzunähern. Das gleicht zugegebenermassen der Quadratur des Kreises. Aber der Ansatz, von beiden Seiten das Positive übernehmen zu wollen, ist im Interesse einer Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit durchaus sinnvoll. Lenz: Das relativ gute Überwinden der Krisensituation in Deutschland hat allen Marktteilnehmern bestätigt, das sich die Mischung aus kleinen, mittleren und grossen Unternehmen bewährt hat.

In welche Richtung sieht der Chemiehandel Expansionsmöglichkeiten in Europa. Steht dabei Osteuropa aufgrund seiner Wachstumspotenziale im Vordergrund? Schültke: Für die Brenntag-Gruppe stellt Osteuropa bereits seit vielen Jahren einen interessanten Markt dar. Brenntag rangiert auf Rang 1 auf dem osteuropäischen Chemiedistributionsmarkt. Diese Position bauen wir weiter aus.

Jens Raehse

Verzeichnen Sie dort höhere Wachstumsraten als anderswo? Schültke: Die Wachstumsraten sind dort höher als in Westeuropa. Sind auch die Schwierigkeiten grösser als in Westeuropa? Schültke: Sie sind zumindest teilweise anders. Schon allein die Sprachenvielfalt, aber auch die kulturellen Unterschiede stellen eine besondere Herausforderung dar. Harke: Darüber hinaus gibt es weitere Probleme. Te ilweise arbeiten die Marktteilnehmer mit Mitteln unterhalb der Legalitätsgrenze. So werden teilweise Waren am Zoll falsch deklariert. Auch von Ve rbandsseite gibt es Bestrebungen, diese Probleme verstärkt auf politischer Ebene zur Sprache zu bringen. Denn es kann keine Rede von einem fairen Wettbewerb sein, wenn sich die

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einen Unternehmen an die Vorschriften halten, während die anderen Zölle umgehen und dadurch ihre Produkte preiswerter anbieten können. Die erste Registrierungsetappe im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACh wurde am 1. Dezember 2010 abgeschlossen. Wie beurteilen Sie die bisherigen Ergebnisse im REACh-Prozess? Steinbach: In dieser ersten Etappe wurden 3400 Stoffe zur Registrierung eingereicht und damit deutlich weniger als erwartet. Erst nach Ablauf der dritten und letzten Registrierungsphase im Juni 2018 wird man aber definitiv beurteilen können, wie sich die Registrierung nach REACh auf die Ve rfügbarkeit von Chemikalien auswirkt. Ich warne diesbezüglich sowohl vor voreiligem Pessimismus als auch vor voreiligem Optimismus. Infolge der Biozid-Richtlinie, die häufig als «kleine Schwester» von REACh bezeichnet wird, ist ein grosser Te il der bioziden Wirkstoffe – man spricht von zwei Dritteln – vom Markt verschwunden. Wir glauben nicht, das REACh die Anzahl verfügbarer Chemikalien derart stark reduzieren wird; es wäre aber zu optimistisch anzunehmen, dass wir «mit einem blauen Auge» davonkommen. Die Registrierungspflicht für alle Stoffe bildet nur einen Teil von REACh. Wie beurteilen Sie die für eine Reihe von Stoffen angestrebte Zulassungspflicht? Steinbach: Dieser Aspekt erlangt zunehmende Bedeutung, und zwar im negativen Sinne. Zur Vorbereitung des Zulassungsverfahrens werden Chemikalien auf die sogenannte Kandidatenliste gesetzt. Im Jahr 2010 wurden unter derem Borsäure, Trichlorethylen sowie bestimmte Chromate und Dichromate auf dieser Liste gesetzt, und die neus-


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ten Vorschläge umfassen unter derem auch Hydrazin. Zunehmend sind also Stoffe mit einem breiten Anwendungsspektrum betroffen, die zum Portfolio von Chemikalienhändlern gehören. Man muss damit rechnen, dass diese Stoffe mittelfristig mangels Zulassung nicht mehr verwendet werden dürfen. Insofern werden möglicherweise über die Zulassungspflicht mehr Chemikalien vom Markt verschwinden als über die Registrierungspflicht. Die Behörden scheinen sich hier an die Zielvorgaben der Politik zu halten. So hat die neue EU-Kommission gefordert, mindestens 136 Stoffe auf die Kandidatenliste zu bringen. Steinbach: Mehr noch als von der EUKommission geht der Druck vom EU-Parlament und leider auch von der deutschen Bundesregierung aus. Namentlich das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt zählen quasi zur «Speerspitze» der Bewegung. Es stellt sich die Frage, ob man sich der Konsequenzen nicht bewusst ist oder ob man sie bewusst in Kauf nimmt. Welches sind mögliche Konsequenzen? Steinbach: Nicht alle Stoffe, denen die Zulassung verweigert wird, lassen sich substituieren. Das heisst, Industrien, die auf den Einsatz dieser Stoffe angewiesen sind, werden verstärkt in Drittländer ausserhalb der EU abwandern. Späth: Der Druck entsteht nicht erst im eigentlichen Zulassungsverfahren. Sobald ein Stoff auf die Kandidatenliste kommt, unterliegen Hersteller von Erzeugnissen, die diesen Stoff einsetzen, der Informationspflicht gemäss REACh. Schon allein dies könnte dazu beitragen, dass diese Stoffe aus dem Produktionsprozess verschwinden oder die Produktion ins Ausland verlagert wird. Harke: Die verschärfte Regulierungspraxis bekommen wir auch heute schon zu spüren. Unsere Unternehmensgruppe, die schwerpunktmässig im Aussenhandel tätig ist, hat zunehmend Probleme, Muster aus Drittländern zu beschaffen. Für bestimmte Chemikalien finden sie aufgrund der überbordenden Regulierungen mittlerweile keine Logistikfirma mehr, die die Muster noch annimmt und versendet. Wenn die Regulierer hier kein Augenmass beweisen, kommen auf die Chemiebranche erhebliche Probleme zu. Chemiehändler ausserhalb der EU scheinen die Brüssler Behörden beim Entwurf

thema des monats

der REACh-Verordnung schlicht vergessen zu haben. So haben Schweizer Chemiedistributeure zum Beispiel nicht das Recht, einen Alleinvertreter in der EU zu bestimmen, der für sie die Registrierung von Stoffen regeln kann. Der Zugang zum EUMarkt ist somit erheblich erschwert. Der VCH hat auch Schweizer Mitglieder in seinen Reihen. Wie beurteilen Sie diese Problematik? Steinbach: Bei der Entwicklung der REACh-Verordnung hat man nicht weit genug gedacht. Erst auf das Einwirken der Branchenverbände, unter anderem des VCH, wurde die Position des Alleinvertreters überhaupt in die Verordnung aufgenommen. Allerdings griff auch dies noch zu kurz. Denn der Alleinvertreter kann zwar die Registrierungspflichten für Hersteller ausserhalb der EU übernehmen, nicht jedoch, wie von Herrn Harke bereits gesagt, für Handelshäuser. Wie soll ein Chemiehändler in einem Drittland, der in die EU liefern will, dieses Problem lösen? Steinbach: Der betroffene Chemiehändler kann mit einem Importeur in der EU zu-

«Es gibt eine Reihe von Unsicherheiten, auf die der Chemiehandel flexibel reagieren muss – wozu er auch in der Lage ist.» Robert Späth

sammenarbeiten. Eine Reihe von Unternehmen in der EU sind bereit, zu einer solchen pragmatischen Lösung Hand zu reichen. Für die ECHA dürfte entscheidend sein, dass die Registrierung eines Stoffes durch ein inhaltlich vollständiges und korrektes Dossiers erfolgt. Wie lautet Ihre Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung der Chemiedistribution in den kommenden zwölf Monaten? Wo sehen Sie kommende Herausforderungen? Steinbach: Für das Jahr 2011 rechnet die Branche mit einer guten Nachfrage. Getrübt wird die Aussicht durch die Entwicklungen im arabischen Raum und in Japan. Auch

müssen die Unternehmen im Zuge der sich abzeichnenden Zinsentwicklung mit höheren Kapitalkosten rechnen. Die Folgen dieser Entwicklungen sind derzeit noch nicht absehbar. Können Sie Prognosen quantifizieren? Klass: Auf Basis der verschiedenen gesamtwirtschaftlichen Prognosen können wir, bezogen auf den Chemiehandel, mit Mengensteigerungen zwischen 0 und 2 Prozent rechnen. Warum so zurückhaltend? 2010 hat der lagerhaltende Platzhandel bei den Mengen noch um satte 15 Prozent zugelegt. Klass: Wir haben knapp zwei Jahre gebraucht, um wieder an das Niveau anzuknüpfen, das wir mit dem Beginn der Wirtschaftskrise Mitte 2008 abrupt verlassen mussten. 2010 war in Bezug auf die Absatzmengen sicherlich ein sehr zufriedenstellendes Jahr; jetzt dürfte sich die Entwicklung aber deutlich verlangsamen. Welche Preisentwicklung erwarten Sie? Klass: Leider verfüge ich über keine «Kristallkugel», deshalb kann ich derzeit keine Prognose zur Preisentwicklung abgeben. Zu viele Faktoren spielen hier eine Rolle, und die Szenarien können sich sehr schnell ändern. Harke: Angesichts steigender Rohstoffpreise dürften tendenziell auch die Umsätze und die Preise im Chemiehandel steigen. Schwer abzuschätzen ist, wie sich in dieser Hinsicht die Krise in Japan auswirkt. Klass: Wir haben bereits höhere Transportkosten, höhere Energiekosten und höhere Verpackungskosten zu verkraften. Vor diesem Hintergrund wäre es dringend erforderlich, dass wir Preiserhöhungen realisieren können. Späth: Auswirkungen erwarten wir aber unter anderem auch von dem sich abzeichnenden Politikwechsel in Bezug auf das Energiekonzept. Schon jetzt lässt der zunehmende Einsatz von Biokraftwerken den Bedarf an Düngemitteln steigen. Dies übt eine starke Hebelwirkung auf die Preise insbesondere von kali- und phosphorbasierten Chemieprodukten aus. In Einzelfällen kam es dabei schon früher zu extrem starken Preisanstiegen. Völlig unabsehbar ist zum Beispiel auch die Entwicklung der Ölpreise. Es gibt eine Reihe von Unsicherheiten, auf die der Chemiehandel flexibel reagieren muss – wozu er auch in der Lage ist.


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R E A C H N A C H A B L A U F D E R E R S TE N R E G I S TR I E R U N G S F R I S T

Die grössten Herausforderungen für den Chemiehandel Die Registrierung und Zulassung von Stoffen gemäss REACh-Verordnung wird den Chemiehandel auch in den nächsten Jahren in massiver Form beschäftigen. Peter Steinbach, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands Chemiehandel VCH, Köln, beschreibt einige der wichtigsten Herausforderungen. pflicht greift, werden sie nach einem in Art. 59 präzise beschriebenen Ve rfahren in die sogenannte Kandidatenliste aufgenommen. Vorgeschlagen dafür wurden im März 2010 unter anderem Borsäure, Trichlorethylen, Natrium- und Kaliumchromat sowie Amonium- und Kaliumdichromat; im Februar diesen Jahres unter anderem Hydrazin, Methylpyrrolidone, Essigsäure-(2-ethoxy-ethyl)ester und Kobaltdichlorid. Dass jeder dieser Stoffe be i einer nennenswerten Zahl von Chemikaliendistributeuren zum Produktportfolio gehört, ist ein sicheres Indiz für seine breite Ve rwendung. Ob unter Inkaufnahme höherer Kosten und ggf. anderer Risiken eine Substitution dieser Stoffe möglich ist, werden die nächsten Jahre zeigen.

P E TE R S TE I N B A C H

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or zehn Jahren – genau am 13. Februar 2001 – hat die EU-Kommission das Weissbuch «Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik» beschlossen. Dieses Weissbuch enthielt bereits die grundsätzlichen Vorgaben zur Registrierung von Stoffen, wie sie dann in der knapp sechs Jahre später veröffentlichten REACh-Verordnung enthalten waren. Nicht ohne Erfolg hat die Wirtschaft darauf hingewirkt, dass die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ve rfahren so gestaltet werden, dass eine Registrierung von Stoffen ermöglicht wird, ohne dass die damit verbundenen Kosten zu einem Herstellungs- oder Importstopp führen. Für eine Bewertung, ob dieses Ziel tatsächlich im Wesentlichen erreicht wird, ist es aber auch nach Ablauf der ersten Registrierungsfrist deutlich zu früh. Denn die grössere Zahl von Stoffen wird erst bis zum Juni 2013 bzw. Juni 2018 registriert werden, und erst danach wird ein Resümee über die wirtschaftlichen Belastungen möglich sein.

Erfahrungen mit der Biozid-Richtlinie Heute bleibt nur zu hoffen, dass diese nicht den Umfang wie in anderen Rechtsbereichen annehmen werden. Hier ist insbesondere die Biozid-Gesetzgebung zu nennen, die dazu geführt hat, dass inzwischen wegen des hohen Aufwandes für eine Zulassung rund zwei Drittel aller Wirkstoffe vom Markt genommen wurden. Das bedeutete natürlich gleichzeitig einen Ve rmarktungsstopp für alle Produkte , die diese Wirkstoffe enthalten. Aber auch in der politischen Arbeit zur REACh-Gesetzgebung ist es der Wirtschaft bei weitem nicht in allen Punkten gelungen, ihre – in der Sache regelmässig gut und fundiert begründeten – Positionen durchzusetzen. Aus Sicht des Chemiehandels gilt dies insbesondere für die Pflicht zur Registrierung von importierten Mono-

Kommunikation in der Lieferkette Peter Steinbach, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbands Chemiehandel VCH. Bild: rma

meren sowie die Pflicht zur Registrierung jedes einzelnen in einer importierten Zubereitung enthaltenen Stoffes.

Kandidatenliste füllt sich Erst erweisen muss sich in der Zukunft auch, in welchem Umfang die über den Ve rordnungstext deutlich hinausgehende bzw. diesen einengende behördliche Definition von Zwischenprodukten die Ve rwendung von Stoffen und damit natürlich auch deren Ve rmarktung nicht mehr zulässt. Diese Frage lässt sich bereits heute – im Sinne einer Nichtvermarktungsfähigkeit – mit relativer Sicherheit für die Stoffe beantworten, die der Zulassungspflicht nach Titel VII der REACh-VO unterworfen werden. Bevor Stoffe dazu in den Anhang XIV der REACH-VO aufgenommen werden und damit festgelegt wird, ab welchem Datum eine Zulassungs-

Eine weitere – in der relativen Bewertung möglicherweise sogar die – entscheidende Herausforderung wird darin bestehen, die REACh-Kommunikation in der Lieferkette zu organisieren – was insbesondere bedeutet, praktikable Systeme zur Erstellung und Ve rwaltung von Sicherheitsdatenblättern zu entwickeln. Welche Herausforderung dies darstellt, soll im Folgenden kurz skizziert werden. Bereits zum 1. Dezember 2010 mussten substanzielle Aktualisierungen der Sicherheitsdatenblätter erfolgen – zum einen wegen der Neufassung des Anhangs II der REACh-VO, zum anderen zur Übernahme der Einstufungs- und Kennzeichnungsbestimmungen der CLP-VO. Keine fixe Übergangsfrist gibt es für die Vorgabe, dem Sicherheitsdatenblatt im Anhang Expositionsszenarien beizufügen. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass diese Massgabe «nur» für als gefährlich eingestufte Stoffe und Gemische gilt, die in Mengen über 10 t/a registriert wurden und für die daher eine Stoffsicherheitsbeurteilung durchgeführt und ein Stoffsicherheitsbericht erstellt wurde. Die


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Expositionsszenarien, die im Rahmen der Stoffsicherheitsbeurteilung entwickelt werden, umfassen insbesondere Verwendungsbedingungen und Risikomanagementmassnahmen. In den vergangenen Jahren haben Wirtschaft und Behörden gemeinsam versucht, dafür standardisierte Strukturen zu entwickeln. Der dazu unter der Bezeichnung Use-Descriptor-System entwickelte Ansatz wird im Rahmen von CHESAR (Chemical Safety Assessment and Reporting) zum IT-Instrument der ECHA für die Stoffsicherheitsbeurteilung und die Berichterstattung weiterentwickelt. Doch ist bis heute kaum eine abschliessende Bewertung möglich, ob dieses Instrument auch wirklich praktikabel und geeignet ist, im Anhang zum Sicherheitsdatenblatt Expositionsszenarien so abzubilden, dass der durchschnittliche nachgeschaltete Anwender sie für seine Arbeit nutzen kann. Diesem Anspruch wird deutlich eher der auf Basis deutscher Vorarbeiten entwickelte «Euro-

pean Standard Phrases Catalogue (EuPhraC)» gerecht. Die EuPhraC-Standardsätze sollen es ermöglichen, erweiterte Sicherheitsdatenblätter und Expositionsszenarien als Anhänge des Sicherheitsdatenblatts in einer einheitlichen Form zu erstellen. Dabei kann der Katalog für unterschiedliche Formate verwendet werden.

200 Seiten dicke Sicherheitsdatenblätter Erste von Lieferanten übermittelte erweiterte Sicherheitsdatenblätter haben einen Umfang von 50, 60 oder mehr Seiten. Bei einzelnen umfassen die Expositionsszenarien gar 150 oder 200 Seiten. Damit aber ist das Sicherheitsdatenblatt für die Mehrzahl der nachgeschalteten Anwender nutzlos. Unabhängig davon muss der Chemiehandel sicherstellen, dass er die Pflichten des Art. 31 der REACh-VO zur Bereitstellung von Sicherheitsdatenblättern erfüllt. Daran wird mit Hochdruck gearbeitet. Auch der Verband Chemiehandel prüft intensiv, in wel-

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cher Form er seine Mitglieder dabei unterstützen kann. Denn für einen kleinen oder mittelständischen Betrieb ist es ohne externes Fach-Know-how zukünftig kaum noch möglich, vorschriftenkonforme Sicherheitsdatenblätter zu erstellen. An die Überwachungsbehörden kann nur appelliert werden, sich bei der Überprüfung darauf zu fokussieren, dass das Unternehmen sich ernsthaft und systematisch bemüht, die inhaltlichen Vorgaben von REACh und CLP umzusetzen. Dass ein Unternehmen dies tut, schliesst nicht aus, dass es derzeit in dem einen oder anderen Fall zu einer formalen Verletzung der Vorschriften kommt – insbesondere also, dass nicht zu jedem Zeitpunkt für jeden Stoff und jedes Gemisch ein auch formal korrektes und aktuelles Sicherheitsdatenblatt zur Verfügung steht. Dies nicht zu beanstanden, erscheint insbesondere im Hinblick auf den hohen Stand von Arbeits- und Umweltschutz in den Betrieben vertretbar.

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märkte und akteure

Knochenkrankheit: Lonza produziert orphan drug Lonza hat einen Exklusiv-Vertrag zur kommerziellen Herstellung von Enobias Enzymersatz-Therapie ENB-0040 (asfotase alfa) abgeschlossen. Diese Therapie ist auf Knochen ausgerichtet und wird derzeit für die Behandlung von Hypophosphatasie (HPP), einer seltenen, vererblichen Störung des Knochenstoffwechsels, geprüft. Im Rahmen dieses Abkommens bietet Lonza in ihrer biopharmazeutischen Grossproduktionsanlage in Portsmouth (GB) Prozessvalidierung und Kapazitäten zur kommerziellen Herstellung, mit der Option, die Produktion auf einen zweiten Lonza-Standort auszuweiten. Das private kanadische Pharmaunternehmen Enobia hat kürzlich verkündet, dass ihre erfolgreich beendete Juvenil-Studie in Phase-2 ihren primären Endpunkt erreicht hat, wobei statistisch gesehen eine signifikante Verbesserung von Rachitis demonstriert werden konnte, verglichen mit historisch übereinstimmenden Kohorten-Kontrollen (p = 0.002). Rachitis, eine Enthärtung und Schwächung der Knochen, wird oft bei Kindern mit HPP beobachtet und kann zu Frakturen, Schmerzen und Deformation führen. Die positiven Daten folgen dem erfolgreichen Abschluss einer früheren Untersuchung bei Kleinkindern, in der die Teilnehmenden funktionale und respiratorische Verbesserungen über einen längeren Beobachtungszeitraum zeigten. Eine Phase-2-Studie bei Jugendlichen und Erwachsenen mit HPP wird derzeit durchgeführt. www.lonza.com

Kosmetik-Rohstoffe: Lanxess mit neuer Dachmarke Die Lanxess Distribution GmbH, eine Tochter des Spezialchemie-Konzerns Lanxess, fasst ihre Rohstoffe zur Herstellung von Kosmetikprodukten unter der neuen Dachmarke «Purolan» zusammen. Dazu zählen verschiedene Isoparaffine, Phenoxyethanol, Monopropylenglykol, Benzylalkohol, Vulkanox BHT Food Grade sowie die Diole Pentandiol und Octandiol. Isoparaffine werden in Kosmetika unter anderem als Spreitmittel eingesetzt und können zum Beispiel die biologisch schlecht abbaubaren Silikone ersetzen. Das Phenoxyethanol Purola PE eignet sich als Konservierungsmittel für den Einsatz in dekorativer Kosmetik, Lotionen und Duschbädern. www.lanxess.com

Carbon Black: Hoyer leistet Logistik bei Evonik Das internationale Transport- und Logistikunternehmen Hoyer hat die Ausschreibung eines Werklogistik-Paketes des Herstellers von Industrierussen, der Evonik Carbon Black GmbH in Kalscheuren bei Köln, gewonnen. Zu den zukünftig von Hoyer ausgeführten Dienstleistungen zählen unter anderem das Abfüllen von Industrierussen (Carbon Black) in Silofahrzeuge und Sonderbehälter, innerbetriebliche Shuttletransporte zwischen einzelnen Produktionsstellen und Lagern sowie das Einlagern, Auslagern und Verladen von Big Bags und Säcken auf Paletten. Carbon-Black-Produkte werden unter anderem als Füllstoff und Verstärker zum Beispiel für Autoreifen verwendet, und sie spielen eine wichtige Rolle in der Druckfarben-, Kunststoff- und Lackindustrie. Das aktuell absehbare Jahresvolumen am Evonik-Standort Kalscheuren beläuft sich auf rund 140 000 Tonnen. www.hoyer-group.com

Klebstoffe: Alleskönner auf dem Wachstumspfad Sie befestigen winzige elektronische Bauteile ebenso wie riesige Windkrafträder, sie halten Autokarosserien genauso zusammen wie Züge: Moderne Klebstoffe sind Alleskönner. «Kleben ist in weiten Bereichen der Industrie zu einer Schlüsseltechnologie geworden», sagt Oliver Kutsch, der Geschäftsführer von Ceresana Research. Das Marktforschungsinstitut hat den europäischen Markt für Klebstoffe untersucht.18,5 Prozent der gesamten Klebstoff-Nachfrage in Europa entfallen auf Deutschland, danach folgen Frankreich, Italien und Grossbritannien. Die grössten Steigerungsraten zwischen 2,7 und 4,8 Prozent erreichen jedoch die Absatzmärkte in Russland, Polen und der Türkei. Für ganz Europa erwartet Ceresana Research, dass der mit Klebstoffen erzielte Umsatz bis zum Jahr 2017 auf 8,25 Milliarden Euro wachsen wird. In Westeuropa legt der Klebstoffverbrauch vor allem in Deutschland, Finnland und Schweden zu. Die bedeutendsten Anwendungsgebiete für Klebstoffe sind Papier und Verpackungen sowie die Bauindustrie. Für die Bauwirtschaft sind dabei besonders Neubauten und öffentlich finanzierte Infrastrukturprojekte von Bedeutung. Bei Klebstoffen für die Automobilindustrie, die Elektroindustrie und die Medizintechnik rechnet Ceresana Research mit Wachstumsraten von 2,7 bis 3,8 Prozent. Von der guten Entwicklung profitieren besonders die Hersteller von Acrylat-Klebstoffen, die für Autos und Schienenfahrzeuge gebraucht werden. Ähnliches gilt für Epoxidharz-Klebstoffe, die zudem im Flugzeugbau zum Einsatz kommen. In der Elektro- und Elektronikbranche werden voraussichtlich strahlungshärtende Klebstoffe deutlich wachsen. Allgemein wächst die Bedeutung von umweltfreundlichen, beispielsweise lösungsmittelfreien Klebstoffen. Bedeutende Klebstoffhersteller in Europa sind unter anderem BASF, Akzo-Nobel, 3M Europe sowie die schweizerische Sika. www.ceresana.com

Chemieproduktion in EU markant gestiegen Die Chemieproduktion in der EU ist im Jahr 2010 um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Chemiesektor habe ein starkes Jahr abgeschlossen, schreibt der europäische Branchenverband Cefic weiter, allerdings habe die Produktion 2010 immer noch5,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau gelegen. Überdurchschnittlich zugelegt hat die Produktion von Polymeren (+ 15 %) und von anorganischen Basischemikalien (+ 13,1 %). Moderater erholten sich andere Sektoren wie etwa konsumnahe Chemikalien (+ 6,7 %) und Spezialchemikalien (+ 6,5 %). Diese Produktegruppen hatten während der Krise geringere Einbussen verzeichnet als die Massenchemikalien. www.cefic.org

Kunststoffherstellung: Erbslöh vertreibt «Tytan»-Katalysatoren Das Handelshaus C. H. Erbslöh Europe SE hat sein Spezialchemikalien-Portfolio um eine Palette von Katalysatoren auf Basis von Organo-Titanaten und -Zirkonaten der international tätigen Borica Co., Ltd., Taiwan, erweitert. Die unter dem Handelsnamen «Tytan» angebotenen Produkte werden unter anderem bei der Herstellung von Weichmachern und Kunststoffen, insbesondere von Polyolefinen und Polyacrylaten, eingesetzt, und sie katalysieren die Veresterung bei der Herstellung thermoplastischer Polyester wie PET und PBT. Bei der Herstellung von Acrylaten und Methacrylaten verbessern die Tytan-Katalysatoren auf Titanatbasis gemäss Erbslöh die Alkohol-Umwandlung, und zugleich helfen sie, die Bildung unerwünschter Nebenprodukte zu vermeiden. Bei der Herstellung von Weichmachern können sie – im Vergleich zu herkömmlichen acidischen Systemen – eine Steigerung der Produktion von Phthalaten, Adipaten und Trimellitaten, wie DOP, DINP, DIDP, DOA, DINA oder TOTM, um bis zu 50 % ermöglichen. Die jetzt ebenfalls verfügbaren Katalysatoren auf Zirkonatbasis erlauben gemäss Mitteilung die hocheffiziente Polykondensation von besonders reinen Polyolefinen mit sehr geringer Eigenfarbe. Generell böten die Tytan-Typen eine Reihe systemspezifischer Vorteile gegenüber Katalysatoren auf Zinn oder Säurebasis – zum Beispiel kürzere Reaktionszeiten, Geruchsarmut, geringere Farbbeeinflussung, leichtes und schnelles Abtrennen von Katalysatorresten sowie erhöhte thermische Stabilität reichen. www.che-chemicals.com, www.cherbsloeh.de


märkte und akteure

MS: Zulassung für Tablette von Novartis Novartis hat für ihre MS-Tablette «Gilenya» die Zulassung in der EU erhalten. Die Europäische Kommission habe die entsprechende Genehmigung erteilt, gab die Novartis AG bekannt. In der Schweiz, Australien, den USA und Russland ist die Tablette zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) bereits zugelassen worden. Das Medikament wurde in der Dosierung von 0,5 mg pro Tag zur Behandlung von Patienten genehmigt, die trotz einer Therapie mit Interferon-beta-Präparaten unter hochaktiver schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) leiden bzw. für Patienten mit rasch voranschreitender RRMS. Gilenya habe eine grössere Wirksamkeit als Interferon-beta aufgewiesen und die Rückfallquote innerhalb eines Jahres um 52 % reduziert. Der Markt für MS-Mittel wird auf rund 10 Mrd. USD geschätzt. Die bequeme Darreichungsform als Tablette dürfte «Gilenya» zu Verschreibungserfolgen verhelfen. Aktuell wird der Markt von Firmen wie Bayer, Biogen Idec und Teva Pharmaceutical dominiert. www.novartis.com

Saatgut: Bayer expandiert in USA Bayer Crop Science übernimmt das Familienunternehmen Hornbeck Seed Company Inc. Mit dem Kauf des Saatgutgeschäfts erhalte man Zugang zu hochwertigem Zuchtmaterial für Sojabohnen für die Entwicklung von neuen Sorten und Pflanzenmerkmalen (Traits), teilte Bayer Crop Science mit. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Hornbeck, mit Sitz in DeWitt im US-Bundesstaat Arkansas, bietet in den Südstaaten der USA Sojabohnen-, Reis- und Weizensorten an und verfügt über ein eigenes Zuchtprogramm für Hochertrags-Sojabohnen sowie eigenes Keimplasma von Sojabohnen. www.presse.bayercropscience.com

R E IZE R W H 1. SC ESSE FÜ THM FAC ÜTTGU N SCH OLOGIE HN TEC

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Farben und Lacke: Solides Wachstum prognostiziert In Europa wird der Umsatz von Farben und Lacken bis zum Jahr 2018 um durchschnittlich 1,6 % pro Jahr auf ein Volumen von 27,7 Milliarden Euro anwachsen, wie das Marktforschungsinstitut Ceresana Research in einer neuen Studie prognostiziert. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Fahrzeugindustrie: Obwohl dieser Sektor mengenmässig weniger als 8 % des gesamten Markts für Farben und Lacke ausmacht, liegt der wertmässige Anteil bei nahezu 15 %. Überdurchschnittlich legen Autoserienlacke, Reparaturlacke und Schiffsfarben zu. Bei industriellen Lacken, dem nach der Baubranche wichtigsten Anwendungsgebiet, erreichen vor allem Russland, Polen und die Türkei hohe Zuwächse. Aber auch einzelne westeuropäische Länder, etwa die Niederlande, verzeichnen gemäss der Studie Steigerungen über dem europäischen Durchschnitt. Pulverlacke, AcrylLacke sowie Produkte auf Basis von Epoxidharzen gewinnen dabei an Gewicht. www.ceresana.com

DKSH: Dongijn-Produkte für Photovoltaik-Industrie Die auf Asien fokussierte Handels- und Dienstleistungsgruppe DKSH, Zürich, wird den globalen Photovoltaik-Markt mit Highend-Technologie beliefern. Zu diesem Zweck hat DKSH eine weltweite Distributionsallianz mit der koreanischen Dongijn Semichem Co. Ltd. vereinbart. Dongijn ist gemäss der Mitteilung ein führender Distributeur von Spezialchemikalien. Die Vereinbarung umfasst die von Dongijn hergestellten hocheffizienten Matallisierungspasten, die für die Produktion von Photovoltaikzellen eingesetzt werden. www.dksh.com

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persönlich Dr. Uwe Liebelt (Bild) wurde per. April 2011 neuer Leiter (President) des BASF-Unternehmensbereichs Paper Chemicals mit Sitz in Basel. Der 44-jährige Chemieingenieur war zuvor Senior Vice President der BASFAbteilung Dispersions & Pigments North America. In seiner neuen Position löst Leibelt Dr. Ehrenfried Baumgartner (59) ab, der in den Ruhestand tritt. Baumgartner hatte 2009 die Leitung des im Zuge der Ciba-Integration neu gebildeten BASF-Bereichs Paper Chemicals übernommen.

Zitat des Monats

«Die Arbeitsplätze im Wallis zu erhalten, ist unser Ziel. Das wird weitere technologische Neupositionierungen verlangen.»

Lonza-Präsident Rolf Soiron Quelle: Handelszeitung, 24. 3. 2011

Szilvia Deim wird neue Vorsitzende des bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki angesiedelten «Forums». Die Ungarin ist Abteilungsleiterin im Nationalen Institut für Chemiesicherheit in Budapest. Das «Forum» besteht aus Vertretern der Vollzugsbehörden der EU-Mitgliedsländer. Ziel ist es, den Vollzug von REACh zu gewährleisten. Steven Holland, amtierender COO der Brenntag AG, übernimmt ab Juni beim Weltmarktführer in der Chemiedistribution den Vorstandsvorsitz. Der Brite kam 2006 nach der Übernahme der Albion Chemical Distribution Group, bei der er CEO war, zu Brenntag. Zudem wird William Fidler, President und CEO Brenntag North America, ab sofort Mitglied des Vorstands und dort für Nord- und Lateinamerika zuständig. Brenntag-Chef Stephen Clark zieht in den Aufsichtsrat ein. Die Vorstandschefin der Krankenkasse Barmer-GEK und frühere SPD-Landesgesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, Birgit Fischer (Bild), wird überraschend neue Chef-Lobbyistin der deutschen Arzneimittelindustrie. Als Nachfolgerin von Cornelia Yzer, Ex-CDU-Bundestagsmitglied und Parlamentarische Staatssekretärin, wird die 57-Jährige Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA). Fischer hatte unter anderem gefordert, schärfer gegen das Preismonopol der Arzneimittelindustrie vorzugehen. Der Verband will mit Birgit Fischer den Dialog mit allen Akteuren der Gesundheitsbranche intensivieren.

Export in wichtigste Absatzländer in Mio. Euro; Gesamtexport 2775 Mio. Euro (+7,3 %).

Armaturen: Starke Impulse aus der Chemie Mit der anziehenden Weltkonjunktur steigen die Umsätze der international tätigen Hersteller von Industriearmaturen. So erzielten die deutschen Industriearmaturen-Produzenten 2010 ein nominales Umsatzplus von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber war dabei das Auslandgeschäft. Die für Ende 2010 erwartete Rückkehr in die schwarzen Zahlen verdanke die Branche der positiven Entwicklung der Auftragseingänge, teilte der VDMA-Fachverband Armaturen weiter mit. Insgesamt konnten die deutschen Industriearmaturenhersteller 2010 ein Auftragsplus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Gestaffelt nach Produktegruppen stiegen die Umsätze bei den Regelarmaturen um 10 Prozent, die Hersteller von Absperrarmaturen verzeichneten ein Plus von 9 Prozent und die Sicherheits- und Überwachungsarmaturen ein Plus von 7 Prozent. China behauptet seine Position als wichtigster Abnehmermarkt für deutsche Industriearmaturen (siehe Grafik). Der VDMAFachverband Armaturen erwartet für 2011 eine weitere Belebung der Weltmärkte und prognostiziert für 2011 ein Umsatzwachstum von 4 Prozent. Positive Impulse kommen vor allem aus der chemischen Industrie, der Petrochemie sowie der Öl- und Gasgewinnung. www.vdma.org/armaturen

VeterinärProdukte: Riemser verkauft an Ecuphar Die Riemser Arzneimittel AG in Greifswald (D) verkauft einen grossen Teil des Veterinär-Produktportfolios sowie der Marketing- und Vertriebseinheit an die belgische Ecuphar. Forschung und Entwicklung, Herstellung sowie ausgewählte Impfstoffe, insbesondere die Riemser Schweinepestoralvakzine, verbleiben bei Riemser, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Die auf Veterinärmedizin spezialisierte Ecuphar erhält mit dem Erwerb den für seine europäische Expansionsstrategie wichtigen direkten Zugang zum deutschen Veterinärmarkt. Ecuphar wird in Zukunft in Deutschland als Ecuphar GmbH, Greifswald, aktiv werden. Riemser werde sich nun noch stärker auf das weitere Wachstum im humanen Spezialpharmabereich konzentrieren können, hiess es weiter. www.riemser.com

BASF katalysiert Biodieselgeschäft Der Chemiekonzern BASF will künftig stärker an der wachsenden Bedeutung des Kraftstoffs Biodiesel partizipieren. Das Unternehmen beabsichtige den Bau einer zweiten Natriummethylat-Anlage in Südamerika, teilte der Ludwigshafener Konzern mit. Natriummethylat wird als Katalysator bei der Umesterung von Pflanzenöl zu Biodiesel (zum Beispiel Rapsölmethylester) eingesetzt. Der Bau der Anlage mit einer Jahreskapazität von zirka 60 000 Tonnen sei am BASF-Standort Planta General Lagos in Rosario, dem Zentrum der argentinischen Biodieselproduktion, geplant, hiess es. Mit der Fertigstellung der Anlage rechne BASF gegen Ende 2013, sagte eine Sprecherin gegenüber Dow Jones Newswires. Ziel sei die regionale Präsenz in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte für Biodiesel zu stärken, erklärte das Unternehmen. Die erste Anlage dieser Art mit einer Kapazität von ebenfalls 60 000 Tonnen errichtet BASF derzeit in Brasilien. Diese soll planmässig Ende 2011 ihren Betrieb aufnehmen. Natriummethylat wird im BASF-Konzern derzeit nur in Ludwigshafen produziert. BASF schätzt, dass bis 2015 etwa 20 % der jährlichen weltweiten Nachfrage von zirka 30 Mio. Tonnen nach Biodiesel aus Südamerika kommen wird. www.basf.com


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Kaum ein chemisches Molekül wird heisser diskutiert als CO2: Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre gilt als wesentliche Ursache des Klimawandels. Eine neue Broschüre soll die oft unübersichtlichen Zusammenhänge auch für interessierte Laien nachvollziehbar machen und zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen. Unter Federführung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie in Zusammenarbeit mit der Dechema, GDCh und dem VCI sind insgesamt 20 Beiträge entstanden. Darin geht es um die Wechselwirkung des CO2 mit dem Klima, um seine chemischen und physikalischen Eigenschaften, um technische Optionen für den Umgang mit CO2, um die Quellen von CO2 sowie ökonomische und politische Aspekte der Diskussion. Die Broschüre kann über die beteiligten Organisationen kostenfrei bestellt oder über die entsprechenden Internetseiten heruntergeladen werden, zum Beispiel: www.bunsen.de www.dechema.de www.gdch.de

Tierarzneien: Grossfusion gescheitert Der Plan zur Gründung des grössten Unternehmens für Tierarznei weltweit ist gescheitert. Vor allem die Bedenken der Kartellbehörden machten eine Transaktion immer komplizierter und schwieriger, sodass es im besten Interesse beider Unternehmen sei, auf die Gründung eines Joint Ventures zu verzichten, teilten der USPharmakonzern Merck & Co. und sein europäischer Wettbewerber Sanofi-Aventis kürzlich mit. Nach der Aufgabe ihres Plans wollen beide Unternehmen ihre jeweiligen Tierarzneigeschäfte (Sanofi: Umsatz 2,6 Mrd. USD, Merck: 2,9 Mrd. USD) behalten und alleine weiterführen.

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Spezialester: Oxea erweitert Kapazitäten Um der wachsenden Nachfrage nach Spezialestern Rechnung zu tragen, erhöht Oxea die Produktionskapazitäten markant. Zur zweiten Hälfte 2011 werde die Kapazität der vorhandenen Esteranlage in Oberhausen (D) um 40 Prozent erweitert, teilte das Spezialchemieunternehmen mit. Darüber hinaus plant Oxea den Bau einer neuen Esteranlage in Oberhausen, deren Inbetriebnahme für das 2. Semester 2012 vorgesehen ist. Die Nachfrage im Markt verlagere sich zunehmend hin zu phthalatfreien Weichmachern, mit den Kapazitätserweiterungen bediene Oxea somit die stark steigende Nachfrage der bestehenden Kunden, hiess es weiter. Oxea ist Hersteller von Oxo-Intermediates und Oxo-Derivaten wie Alkohole, Polyole, Carbonsäuren, Spezialitätenester und Amine. Diese werden beispielsweise zur Herstellung von hochwertigen Beschichtungen, Schmierstoffen, kosmetischen und pharmazeutischen Produkten, Aroma- und Duftstoffen, Druckfarben sowie Kunststoffen verwendet. Mit rund 1330 Mitarbeitern in Europa, Asien und Nord- und Südamerika erwirtschaftete Oxea in den zwölf Monaten bis September 2010 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro. www.oxea-chemicals.com

Polyolefine: Coperion baut Anlage für Borouge Die Coperion GmbH hat im vierten Quartal 2010 den Erhalt des grössten Einzelauftrags der Firmengeschichte mit einem Volumen von 100 Mio. EUR verbucht. Das Stuttgarter Unternehmen wurde von Borouge, einem Joint Venture zwischen der Abu Dhabi National Oil Company und Borealis, mit dem Bau der gesamten Schüttgutanlagen für die dritte Ausbaustufe einer Grossanlage zur Polyolefinherstellung in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate, beauftragt. Borouge erweitert mit diesem Investitionsprojekt seine Produktionskapazität in der Polyolefinherstellung um weitere rund 2 Mio. Jahrestonnen auf insgesamt 4,5 Mio. Jahrestonnen. Die neuen Anlagen in Ruwais umfassen auf einer Fläche von zirka 70 Hektar je zwei Produktionslinien zur Herstellung von Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) sowie eine Linie für Low Density Polyethylen (LDPE). Der Leistungsumfang von Coperion erstreckt sich laut Firmenmitteilung auf die verfahrenstechnische Auslegung der gesamten Anlage, die damit verbundenen Planungsleistungen sowie die Lieferung von Maschinen und Schlüsselbauteilen für die Handhabung, den Transport und die Lagerung der Kunststoffe. www.coperion.com

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CO2: Infos zu einem polarisierenden Molekül

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Übersicht über Stoffe und Fristen Stoff

Antragsfrist

Zulassungsfrist greift

Moschusxylol MDA

21. 02. 2013 21. 02. 2013

21. 08. 2014 21. 08. 2014

Hexabromcyclododecan

21. 02. 2014

21. 08. 2015

Bis(2-ethylhexyl)-phthalat («DEHP») Benzylbutylphthalat («BBP»)

21. 08. 2013 21. 08. 2013

21. 02. 2015 21. 02. 2015

Dibutylphthalat («DBP»)

21. 08. 2013

21. 02. 2015

REACh: Die ersten sechs Stoffe auf der Zulassungsliste

Energie: Erdgasabsatz in der Schweiz legt markant zu Der Erdgas-Absatz in der Schweiz belief sich im vergangenen Jahr auf knapp 39 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Die Absatz-Steigerung von fast 12 Prozent auf einen neuen Rekordwert führt der Verband der Schweizerischen Gasindustrie einerseits auf das wesentlich kältere Wetter mit mehr Heizgradtagen als 2009 zurück. Andererseits konnte Erdgas dank Netzerweiterungen und neuen Kunden im Inland weiter seine Position ausbauen. Immer beliebter wird gemäss dem Verband auch Biogas, das sowohl als Treibstoff wie auch vermehrt als Heizenergie genutzt wird. www.erdgas.ch

Sechs als besonders gefährlich geltende Stoffe benötigen erstmals gemäss der Chemikalienverordnung REACh eine extra Zulassung. Unternehmen, die diese Stoffe herstellen, in die EU importieren oder verwenden, sollten sorgfältig prüfen, ob sie diese Stoffe ersetzen können, raten die Experten vom Netzwerk DEKRA. Denn die Zulassung sei zeitintensiv und teuer. Ohne Zulassung dürfen diese Stoffe nicht mehr hergestellt, gehandelt oder verwendet werden. Dies sind: Moschusxylol, MDA, Hexabromcyclododecan, Bis(2-ethylhexyl)-phthalat («DEHP»), Benzylbutylphthalat («BBP»), Dibutylphthalat («DBP»). Die Antragsfristen (siehe Tabelle) enden in den Jahren 2013 und 2014. Diese Zeiträume gelten als nicht üppig bemessen. Die Kosten, um einen kompletten Zulassungsantrag zu erarbeiten, liegen nach Meinung von Fachleuten im sechsstelligen Euro-Bereich. In dem Zulassungsantrag muss das Unternehmen nachweisen, dass die von dem Stoff ausgehenden Risiken in der konkreten Verwendung durch technische Massnahmen angemessen kontrolliert werden. Gelingt das nicht, so muss in einer sozioökonomischen Analyse belegt werden, dass der gesellschaftliche Gesamtnutzen die Risiken deutlich übersteigt. Ausserdem muss nachgewiesen werden, dass der Stoff nicht ersetzt werden kann. www.dekra.de

Lanxess: Wachstum und Übernahme von Syngenta-Bioziden

Phosphordünger: Produktionsmaximum erwartet

Der Spezialchemiekonzern Lanxess stellt weiteres Wachstum in Aussicht. Das Unternehmen rechne 2011 erneut mit einer Steigerung von Umsatz und Betriebsgewinn (EBITDA) vor Sondereinflüssen, gab der Konzern bekannt. Lanxess setzt dabei weiter auf eine gute Nachfrage aus der Reifen- und Hightech-Kunststoffindustrie. Im Geschäftsjahr 2010 konnte der Konzern den Umsatz um 41% auf 7,12 Mrd. EUR steigern. Den stärksten Anstieg verzeichneten die Geschäfte mit synthetischem Kautschuk und Hightech-Kunststoffen. Profitieren konnte Lanxess unter anderem auch von der Erholung der Nachfrage nach Agrochemikalien. Der EBITDA vor Sondereinflüssen kletterte um 97% auf ein Rekordniveau von 918 Mio. EUR. Vor Kurzem gab der Leverkusener Konzern zudem bekannt, dass er das Materialschutz-Geschäft der schweizerischen Syngenta übernehmen wird und damit nach eigenen Angaben zu einem der führenden Anbieter von Bioziden zum Schutz von Baumaterialien wird. Die Transaktion unterstreiche den Fokus auf den Megatrend Urbanisierung. Die Lanxess AG erhalte Zugang zu einer breiten Palette von Wirkstoffen für Fungizide und Insektizide sowie Anwendungstechnologien im Bereich Baumaterialien. 2010 setzte Syngenta im Materialschutz-Geschäft rund 19 Mio. EUR um, davon etwa 90 % in Europa und Nordamerika. Im Zuge der Übernahme, bei der Mitarbeiter und Anlagevermögen aussen vor bleiben, sei auch eine langfristige strategische Partnerschaft vereinbart worden. Lanxess erhalte dabei Zugang zu künftig von Syngenta entwickelten Wirkstoffen und Technologien für den Einsatz im Bereich Materialschutz. Die beiden Konzerne sind bereits seit Jahren partnerschaftlich verbunden. So produziert die Lanxess-Feinchemietochter Saltigo Wirkstoffe und Zwischenprodukte für den Agrochemiekonzern. www.lancess.com

Die globale Produktion von Phosphordünger könnte in diesem Jahrhundert ihr Maximum erreichen und dann absinken. Das würde die Weltnahrungsmittelproduktion gefährden und zu Engpässen und Preissteigerungen führen. Davor warnten am 27. März 2011 fünf wissenschaftliche Gesellschaften anlässlich der Vorstellung des Berichts «Chemie für eine nachhaltige globale Gesellschaft» in Anaheim (Kalifornien). Sie erwarten die Krise dann, wenn die Weltbevölkerung auf über neun Milliarden Menschen ansteigt. Der Bericht warnt nicht nur vor dem «globalen Phosphorfördermaximum» – analog zu den bekannteren Warnungen vor dem «globalen Ölfördermaximum» –, sondern weist auch auf die Lage bei anderen natürlichen Ressourcen hin. Bei ihnen könnten Monopole oder politische Instabilität zu Lieferunterbrechungen oder Preissteigerungen führen. Zu diesen Ressourcen gehören Seltene Erden und wertvolle Metalle wie Lithium, Platin und Palladium, die erforderlich sind zur Herstellung von Computern, Mobiltelefonen, wiederaufladbaren Akkus, Solarzellen, Brennstoffzellen, Medikamenten, Katalysatoren für Autos und anderen wichtigen Erzeugnissen. Der Bericht «Chemie für eine nachhaltige globale Gesellschaft» resümiert die Ergebnisse eines viertägigen Treffens der Chinese Chemical Society, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, der Chemical Society of Japan, der Royal Society of Chemistry und der American Chemical Society im September 2010 in London. www.gdch.de/taetigkeiten/wpub/broschueren.htm

BASF: Cognis-Synergien auch durch Stellenabbau Die BASF sieht sich mit der Integration des Spezialchemiekonzerns Cognis auf dem Weg zu mehr Wachstum und einer höheren Profitabilität. Bis 2015 will der weltgrösste Chemiekonzern dank der Cognis-Eingliederung ein zusätzliches Betriebsergebnis (EBIT) von 275 Mio. EUR erzielen. Die Umsatzsynergien veranschlagte der Konzern bis 2015 jetzt erstmals mit 135 Mio. EUR, aus Kosteneinsparungen sollen bis Ende 2013 rund 140 Mio. EUR operativer Gewinn stammen. Dabei sollen unterm Strich 450 Arbeitsplätze entfallen. Abbauen will BASF 680 Stellen, hauptsächlich wegen Überschneidungen bei Funktionen in der Verwaltung und durch Massnahmen zur Effizienzsteigerung. Gut die Hälfte dieser Jobs sollen in Europa gestrichen werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Weltweit neu geschaffen werden 230 Arbeitsplätze. www.basf.com


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PWC-ANALYSE

Chemie erhöht Fusionstakt Nach einer krisenbedingten Verlangsamung kam der Konsolidierungsprozess in der internationalen Chemiebranche im Jahr 2010 wieder auf Touren. Der Gesamtwert der angekündigten Fusionen und Übernahmen verdreifachte sich gegenüber dem Vorjahr. Experten erwarten eine weitere Belebung im laufenden Jahr. Gründe unter anderem: Chemieunternehmen sind in Kauflaune und Private-Equity-Firmen wollen «Kasse machen».

M

it der angekündigten Übernahme der Süd-Chemie für 2,5 Milliarden Franken (vgl. Chemie plus 3/2011) liegt Clariant im Trend: Die Konsolidierung der Chemieindustrie hat sich im Nach-Krisenjahr 2010 weltweit beschleunigt. Gemessen an den angekündigten Beteiligungen, Fusionen und Übernahmen (Mergers and Acquisitions, kurz M & A) verdreifachte sich das Transaktionsvolumen gegenüber 2009 auf rund 110 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um die abgesagte Übernahme des kanadischen Düngemittelherstellers Potash durch BHP Billiton hat sich der Gesamtwert der Deals immerhin noch verdoppelt. Dies geht aus der aktuellen Anlayse «Chemical Com-

DUNKELKAMMER

pounds» der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Die absolute Zahl der Transaktionen (ab einem Volumen über 50 Millionen Dollar) stieg um ein Viertel auf 105. Gleichzeitig kletterte der Durchschnittswert der Transaktionen von 378 Millionen auf 635 Millionen Dollar im Jahr 2010 an (ohne Potash/BHP Billiton). «Treibende Kräfte der Konsolidierung in 2010 waren das Erstarken der Weltkonjunktur, steigende Gewinne in der Chemieindustrie insgesamt und die Fokussierung der Unternehmen auf strategische Wachstumsbereiche. Wir erwarten, dass diese Faktoren im laufenden Jahr die M & AAktivitäten der Branche weiter vorantrei-

ben», kommentiert Dr. Volker Fitzner, verantwortlicher Partner für den Bereich M & A Chemicals bei PwC.

Bewegung bei den Düngemittelherstellern Im vierten Quartal 2010 wurden insgesamt 311 Transaktionen angekündigt und damit mehr als in jedem anderen der vorangegangenen Quartale des Jahres. Der Gesamtwert der Deals mit veröffentlichtem Volumen (132 Transaktionen) lag mit 19 Milliarden Dollar zwar deutlich unter dem des dritten Quartals (61 Milliarden Dollar), allerdings ist in dem Vergleichswert der gecancelte Potash-Deal enthalten, der mit einem Volumen von fast 40 Milliarden Dollar der mit

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Anzahl und Gesamtwert der Chemie-Transaktionen in den Jahren 1998 bis 2010.

Abstand grösste angekündigte Deal im Jahr 2010 war. Auch die zweitgrösste Transaktion im vergangenen Jahr betraf den Bereich Düngemittel/Agrochemie: Im Zuge einer «innerrussischen» Konsolidierung kündigte im Dezember der Konzern Uralkali die Übernahme seines Düngemittel-Konkurrenten Solvinit an. Die drittgrösste Transaktion spielte sich im Sektor Industriegase ab: Im Februar 2010 kündigte der US-Konzern Air Products & Chemicals an, seinen Konkurrenten Airgas (ebenfalls USA) schlucken zu wollen. Mit vier weiteren grossen Deals

(Wert jeweils über 1 Milliarde Dollar) ritt der Sektor Düngemittel/Agrochemie indes auf dem Kamm der Konsolidierungswelle, wobei die Übernahmen von Te rra Industries (USA) durch Yara International (Norwegen) und von Albaugh (USA) durch Makhteshim Agan (Israel) allerdings scheiterten.

Finanzinvestoren suchen den Ausstieg Das grösste Investment einer Private-Equity-Firma im Chemiesektor tätigte 2010 Bain Capital Partners. Bain übernahm von Dow Chemicals für 1,6 Milliarden Dollar den Kunststoff-, Latex- und Gummihersteller

Styron. Auf Beteiligungskäufe durch Finanzinvestoren entfielen 2010 knapp 19 Milliarden US-Dollar und damit etwa 17 Prozent des gesamten Transak-tionsvolumens. Bereinigt um Deals, die zur Abwendung einer Insolvenz des Portfoliounternehmens eingegangen wurden, dürfte der Anteil laut PwC bei rund 10 Prozent liegen und damit noch deutlich unter dem Durchschnittswert der Vorkrisenjahre. Den Private-Equity-Firmen – Beteiligungsgesellschaften, die hauptsächlich in nicht an der Börse gehandelte Firmen investiere n – steht der Sinn derzeit offenbar mehr nach verkaufen denn nach kaufen. «Es ist davon auszugehen, dass sich viele Private-EquityGesellschaften im verbesserten Konjunkturumfeld bald von Beteiligungen trennen werden, für die sie während der Krise keinen akzeptablen Preis erzielen konnten», erklärt Fitzner. «Für Chemieunternehmen lohnt es sich daher, die Portfolios der Finanzinvestoren auf der Suche nach passenden Akquisitionsobjekten rechtzeitig zu analysieren», schlussfolgert der PwC-Experte. Einer Faustregel zufolge wollen PrivateEquity-Gesellschaften ihre Industriebeteiligungen spätestens nach fünf Jahren versilbern, indem sie das betreffende Unte rnehmen verkaufen oder an die Börse bringen. Diese Fünfjahresfrist war im Falle der Beteiligung von One Equity Partners an Süd-Chemie abgelaufen – mit ein Grund dafür, dass nun Clariant zum Zuge kam. (rma)

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Anzahl Fusionen und Übernahmen in der Chemieindustrie, gestaffelt nach Quartalen.

Grafiken: PwC


GLOSSE

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«…THEY WILL, EVENTUALLY. Bye, Armen.» Ich legte den Hörer auf, just als mein promovierter Barista und Assistent in Personalunion mein Büro mit der perfekten Tageseinstiegskombination betrat. Cappuccino, Croissant, Gazzetta dello Sport. «Würde er Sie kennen, liesse

ausreichend Speicherkapazitäten?» «Ganz genau. Aber vor allem habe ich mir auf der Rückseite einen Rand integrieren lassen, sodass ich damit auch eine Tasse Kaffee, einen Croissant und eine Zeitung transportieren kann, Herr Hagen-Rundkorn», erläuterte mein technikaffiner Denker.

er Sie bestimmt grüssen, mein bester Haettenschweiler.» Der gute Doktor hob fragend die rechte Augenbraue und stellte mein Frühstückstablett vor mir ab. «Armen Alchian, ein –wäre er nicht gut zehn Jahre jünger als ich, wäre ich versucht, ihn alt zu nennen – Freund aus Kalifornien.» «Sie meinen Armen Alchian, den Wirtschaftswissenschaftler? Haben Sie ihm zum 100. Geburtstag gratuliert?» «Nein, soweit ist es noch nicht ganz. Ich erinnerte mich nur angesichts der aktuellen Debatten wieder an ihn. Er geht, wie Sie vielleicht mal gelesen haben, davon aus, dass die Zahl der Verkehrstoten schlagartig sinken würde, baute man statt Airbags Dolche in die Lenkräder ein, die Autofahrer bei einem Aufprall töteten.» Der werte Doktor spitzte die Lippen und liess sich im Sessel mir gegenüber nieder. «Darf ich davon ausgehen, dass wir jetzt über den Milchschaum Ihres Heissgetränks hinweg in eine Diskussion zur Risikohomöostase einsteigen, Herr HagenRundkorn? Ich hätte da nämlich noch ein, zwei Termine…» «Nein, aber Sie dürfen mir geschwind unseren Energiemix erläutern, mein bester Haettenschweiler.» «Gerne, dazu müssten Sie jedoch zunächst Ihre Tasse und Ihr Tellerchen von meinem Tablettrechner nehmen.» «Tablett? Rechner?», stutzte ich. «Ja, stellen Sie es sich wie ein iPad vor, das aber wirklich zum Arbeiten geeignet ist.» «Haettenschweiler, Sie meinen, es hat verschiedene Anschlussmöglichkeiten und

Und tatsächlich zeigte sich auf der Rückseite des Tabletts, also eigentlich vorne, ein schicker entspiegelter Bildschirm und nach ein paar assistentalen Fingerberührungen ein ebenso schickes, wenn auch nicht entspiegeltes Tortendiagramm. «Das ist ja ein bunter Mix, mein Bester. Das reicht mir schon. Ich gehe davon aus, Sie wissen, um wie viel sich unsere Produkte verteuern, falls wir zu 100% auf regenerative Energien zurückgreifen?» Ein paar weitere Fingerwischer brachten verschiedenfarbige Balken auf das Kaffeetablett. «Wie Sie hier sehen, stiegen damit unsere Kosten um rund 0,9 %, was wir…» Erneut unterbrach ich den Meister der Unterbrechung. «Senken Sie die Dividende um 0,9 % und stellen Sie auf Strom aus regenerativen Quellen um. Wissen Sie, neulich hat mir ein Nationalrat versucht, zu versichern, er könne absehen, dass das geplante Atom-Endlager in Benken sicher ist. Für die nächsten 72 000 Jahre. Da ist man froh, dass die Atmung auch ohne Grosshirn funktioniert. Und dann leiten Sie mal ordentlich Mittel in die Entwicklung von Stromspeicher-Möglichkeiten um, das wird ein gigantischer Markt werden. Ach ja, und mein Freund Armen riet mir noch, ich solle möglichst glaubhaft das Gerücht in Umlauf bringen, dass wir unsere Sicherheitstechnik aus Kostengründen nur noch an zwei zufällig bestimmten Tagen pro Woche betreiben. An den Unfallstatistiken danach ist er stark interessiert.»

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energietechnik

ENERGIE DER ZUKUNFT

Morgenröte für neue Solarzellen Schweizer Forscher entwickeln Solarzellen, die eine saubere Energiegewinnung in grossem Umfang möglich machen sollen. Ein Forschungsziel ist, den Wirkungsgrad der nach ihrem Erfinder Prof. Michael Grätzel benannten «Grätzel-Zelle» zu erhöhen. In einem Projekt an der ETH wird zudem die Anwendung der Farbstoffsensibilisierungs-Solarzelle zur Synthese von Wasserstoff und Sauerstoff aus Wasser erforscht. CLAUDIA BORCHARD-TUCH

E

nergie wird immer knapper und teurer, und saubere Energiegewinnung zunehmend schwieriger. Die Weltbevölkerung nimmt rasch zu und der Lebensstandard in den Schwellen- und Entwicklungsländern verbessert sich. Dies geht mit einem starken Anstieg des jährlichen Weltenergiebedarfs von derzeit 1,07  1014 Kilowattstunden um etwa 50 Prozent auf 1,6  1014 Kilowattstunden im Jahr 2030 einher. Die natürlichen Ressourcen an fossilen Rohstoffen und Erzen für nukleare Brennstoffe sind jedoch begrenzt [9]. Das Problem scheint kaum noch lösbar zu sein. Die «Farbstoffsensibilisierungs-Solarzelle», die nach ihrem Erfinder Prof. Michael Grätzel, ETH Lausanne, auch Grätzel-Zelle genannt wird, könnte einen Ausweg bieten. Die jährliche Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche übersteigt mit 1,5  1018 Kilowattstunden (davon 1,07  1018 Kilowattstunden Lichtenergieeintrag) den Weltenergieverbrauch um das 15 000-fache [9].

Die Photosynthese als Vorbild Vorbild der Grätzel-Zelle ist die Natur. Bei der Photosynthese fängt der Farbstoff Chlorophyll – auch Photosensibilisator (PS) genannt – die Energie des Sonnenlichtes ein. Bei der oxygenen Photosynthese, die in pflanzlichen Chloroplasten abläuft, nimmt

Abb. 1: Farbstoffsolarzelle.

die Pflanze das Licht der sichtbaren Sonnenstrahlung auf. In Reaktionen, die Licht benötigen und nachfolgenden Reaktionen, die ohne Licht ablaufen (Calvin-Zyklus), entstehen aus den energiearmen Verbindungen Kohlendioxid und Wasser die energiereichen Produkte Sauerstoff und Glucose [3,4,7,10]. Ganz ähnlich verlaufen die Vorgänge in der Grätzel-Zelle. Zunächst stehen Prozesse unter Lichteinstrahlung im Vordergrund, denen sich dann Nutzung, Umwandlung oder Speicherung in «Dunkelprozessen» anschliessen. Wie die Natur fängt die GrätzelZelle die Solarenergie zunächst mit einem Photosensibilisator ein. Statt Chlorophyll ist es jedoch ein künstlicher Farbstoff, der die Natur nicht belasten darf. Im Gegensatz zur Natur wandelt die Grätzel-Zelle Sonnenergie in elektrischen Strom um. Trifft Licht auf die Solarzelle, lösen sich Elektronen aus dem Farbstoff. Nachdem sie ihre Energie an ein elektrisches Gerät abgegeben haben, fliessen die Elektronen wieder in die Solarzelle zurück. Und so funktioniert das Ganze im Einzelnen: Als Erstes absorbiert der Photosensibilisator aus der Sonneneinstrahlung ein Photon. Die Energieaufnahme ermöglicht es einem Elektron, vom HOMO (höchstes und energiereichstes besetztes Molekülorbital, auch Valenzband [VB] genannt) in das LUMO (niedrigstes und energieärmstes unbesetztes Molekülorbital, auch Leitungsband [LB] genannt) überzugehen. Der Photosensibilisator erreicht so den angeregten Singulett-Zustand (Tab. 1, Prozess 1). Für den nun folgenden Elektronentransfer ist die energetische Lage des Leitungsbandes von TiO2 gegenüber dem LUMO des Photosensibilisators entscheidend. Da das LUMO des Photosensibilisators energetisch höher liegt als das des Leitungsbandes von TiO2, gelangen Elektronen vom Photosensibilisator zum TiO2 (Tab. 1, Prozess 2), und zwar mit einer unvorstellbar hohen Geschwindigkeit: Die Zeit für den Elektronen-

transfer liegt im Piko- bis Femtosekundenbereich (10-12 bis 10-15 Sekunden). Ist ein Verbraucher angeschlossen, fliessen die Elektronen anschliessend aus dem TiO2 über das FTO zur Kathode. Sie reduzieren dort I3– zu 3I– (Tab. 1, Prozess 3). Das I–-Ion

«Der Wirkungsgrad ist in Bewegung gekommen. Weitere Fortschritte sind zu erwarten.» Prof. Michael Grätzel wandert in der Lösung zur Photoanode. Bei geeigneter Lage der Redoxpotenziale (E0[I3–/3I–] negativer als E0[PS+/PS]) wird der oxidierte Photosensibilisator wieder in den ungeladenen Grundzustand überführt (Tab. 1, Prozess 4). Damit ist der Zyklus vollständig und kann von vorne beginnen. Unerwünschte Nebenreaktionen, die allerdings nur im Millisekundenbereich ablaufen, sind ein Elektrontransfer vom Leitungsband des TiO2 zu PS+ (Tab. 1, Prozess 5) oder I3- und deren Reduktionen (Tab. 1, Prozess 4) [9].

Ein wichtiges Ziel: hoher Wirkungsgrad Mittlerweile liegt die Grätzel-Zelle bereits in der dritten Generation vor. Sie übertrifft in ihrem Wirkungsgrad die Photosynthese, liegt jedoch noch unter dem der herkömmlichen Silizium-Solarzelle. «Aber sowohl die Materialien als auch die Farbstoffe bergen noch ein bedeutendes Verbesserungspotenzial», erklärt Grätzel. «Der Wirkungsgrad ist in Bewegung gekommen. Inzwischen wurden 12 Prozent erreicht, und weitere Fortschritte sind zu erwarten.» Je besser die einzelnen aktiven Komponenten einer Grätzel-Zelle aufeinander abgestimmt sind, desto höher ist der Wirkungsgrad. An den Photosensibilisator werden besondere Anforderungen gestellt. Für eine


energietechnik

gute Lichtabsorption muss er über einen möglichst grossen Wellenlängenbereich mit hohem Extinktionskoeffizienten absorbieren und eine geeignete Lage der Redoxpotenziale aufweisen. Zudem ist eine gute Wechselwirkung mit dem Halbleiter zum schellen Elektronentransfer wichtig. Geeignet sind Photosensibilisatoren mit Carboxyl- oder Phosphorsäuregruppen, das heisst anionische Substituenten. Für -COOH-Gruppen wurde eine Esterbildung mit den -OH-Gruppen des TiO2 nachgewiesen. Weiterhin sollen sterisch hindernde Gruppen im Photosensibilisator dessen Aggregation verhindern. Besonders bekannt geworden sind Ru-Pyridin-Komplexe wie «N3» und «Black Dye» [5,6]. Die Thiocyanat-Gruppen ergeben eine zusätzliche Wechselwirkung mit TiO2. Auch organische Farbstoffe werden zunehmend untersucht, die nach dem Konzept Donor-(-System)-Akzeptor aufgebaut sind [8]. Ein Beispiel ist der Indolin-Farbstoff D205. Titandioxid ist preiswert, chemisch inert und nicht toxisch. Es wird in grossen Mengen als weisses Pigment in Zahnpasta und in Kosmetika verwendet. In Farbstoffsensibilisierungs-Solarzellen sind eine grosse Oberfläche und Porosität des TiO2 wichtig. Auf diese Weise werden möglichst viele Photosensibilisator-Moleküle auf der Oberfläche fixiert und damit ein Lichtsammeleffekt erzielt. Bei der Herstellung wird als Erstes nanokristallines TiO2 in einer Teilchengrösse von etwa 20 nm durch saure Hydrolyse von Ti(IV)-isopropoxid hergestellt (Sol-Gel-Verfahren) [5]. Dieses wird dann durch Aufsprühen der wässrigen Suspension auf FTO aufgebracht und bei etwa 450 °C getrocknet und gesintert. Die Dicke der Schicht mit ungefähr 20 nm grossen TiO2-Teilchen liegt bei 15 bis 20 μm. Zumeist wird eine weitere etwa 5 μm dicke Schicht kolloidaler 400 nm grosser TiO2Teilchen aufgetragen. Indem das eingestrahlte Licht an diesen Teilchen gestreut wird, wird das Licht besser verteilt [9]. Der Vorteil des auf der Kathode aufgetragenen Platins ist, dass keine merkbare kineti-

sche Hemmung zur Reduktion von I3- auftritt. Zurzeit werden andere preiswertere Elektrodenmaterialien wie Kohleschwarz oder Graphen (2-dimensionaler Graphit) untersucht. Die Verwendung anderer Redoxelektrolyte für I3–/3I– führte bisher nicht zu Verbesserungen. Lösungsmittel, die einen schnellen und damit effizienten Transport von I3–/3I– ermöglichen, verdampfen leicht. Daher ist es notwendig, die Zellen zu verkapseln. Häufig werden diese Verkapselungen brüchig, sodass der Elektrolyt entweicht. Daher werden quasi-Feststoffelektrolyte wie ionische Flüssigkeiten oder feste Lochleiter erforscht [6]. Durch langsameren Ionentransport in diesen Elektrolyten sinken die Wirkungsgrade jedoch um etwa 30 bis 40 Prozent [9].

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Laborbedarf _ Life Science _ Chemikalien

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten Für die Lebensdauer einer Zelle mit einem Ru-Pyridin-Komplexe wie «N3» und «Black Dye» als Photosensibilisator wurden 108 Zyklen berechnet, was einem Gebrauch eines Bauelementes von etwa 20 Jahren entspricht. Das klingt sehr hoffnungsvoll, wenn man bedenkt, dass die Farbstoffsensibilisierungs-Solarzellen kostengünstig und mit geringem Material- und Energieaufwand bei geringen Prozesstemperaturen auf preiswerten Trägern wie Glas oder Kunststoff-Folie hergestellt werden können. So ist zu erwarten, dass Grätzel-Zellen zu niedrigen Strompreisen führen werden [9]. Zudem bieten die Solarzellen noch viele andere Vorteile. So ist das geringere Gewicht der Module für Aussenanwendungen von Bedeutung: FarbstoffsensibilisierungsSolarzellen auf flexiblen Substraten wiegen 500 g/m2; anorganische Solarzellen wie Silizium-Photovoltaikzellen hingegen 20 kg/m2 [9]. Bei niedrigen Lichtintensitäten zeigen Grätzel-Zellen im Vergleich zu anorganischen Solarzellen nur einen geringen Abfall des Wirkungsgrades. Das macht sie zum einen interessant für Länder wie die Schweiz, in denen es des öfteren bewölkt ist. Zum anderen sind Energie erzeugende

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PS (auf TiO2) + Photon ➝ PS* (auf TiO2)

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PS* (auf TiO2) ➝ PS+ (auf TiO2) + eLB-(TiO2)

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I3– + 2e–➝ 3I-

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2 PS+ (auf TiO2) + 3I–➝ 2PS (auf TiO2) + I3–

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PS* (auf TiO2) + e (TiO2) ➝ PS (auf TiO2)

Tabelle1: Prozesse der Grätzel-Zelle (nach [9]).

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energietechnik

Von ganz besonderer Struktur: die Grätzel-Zelle

Abb. 2: Aufbau einer Grätzel-Zelle.

Wände in Innenräumen möglich. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Sie reichen von Solarpanels für Dächer und Fassaden, Wandtapeten, Schranktüren, Strom produzierenden Fensterscheiben, Strassenbeleuchtungen, Rucksäcken, Zelten, Wasserreinigungsgeräten, Radios, Kühlschränken, Lampen bis hin zu Elektrofahrzeugen.

Die Tandemzelle Eine Weiterentwicklung der Grätzel-Zelle ist die Tandemzelle. Hierbei werden zwei Solarzellen mit unterschiedlichen Farbstoffen hintereinander geschaltet, und die zweite Zelle fängt Sonnenstrahlen ein, die die erste nicht absorbierte. Der Wirkungsgrad einer Tandemzelle liegt bei 16 Prozent. «Verbesserungen im Wirkungsgrad bis zu maximal 31 Prozent für Einzelzellen und über 40 Prozent für Tandemzellen sind noch möglich», sagt Grätzel.

Das PECHouse-Projekt – Wasserstoff und Sauerstoff direkt aus Wasser Grätzel-Zellen können auch genutzt werden, um Wasserstoff herzustellen. Hierbei wurde bisher als Erstes von der Solarzelle elektrischer Strom produziert, der anschliessend Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegte. Dies ist umständlich und ver-

Zwei übereinander liegende beschichtete Glasplättchen gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer Grätzel-Zelle (Abb. 2). Auf ihren Innenseiten befindet sich eine transparente, elektrisch leitfähige Schicht (beispielsweise Fluor-dotiertes Zinnoxid (SnO2), auch FTO genannt). Auf einer Glasplatte wird in einem Ofen bei 450 °C nanokristallines Titandioxid «aufgebacken». Es ist farblos und absorbiert erst im UV-Bereich. TiO2 bildet einen elektrisch aktiven Halbleiterfilm. Mit TiO2 verbunden ist ein sichtbarer, Licht absorbierender Farbstoff. Zusammen mit TiO2 bildet dieser Photosensibilisator die Photoanode. Das andere Glasplättchen, das zumeist mit einem sehr dünnen Platin-Film überzogen ist, bildet die Kathode. Zwischen den beiden Elektroden befindet sich ein flüssiger Redoxelektrolyt. Zumeist besteht er aus dem Redoxpaar I3-/3I- in einem Lösungsmittel wie -Butyrolacton, Acetontril, Propylencarbonat und weiteren die Aktivität der Zelle fördernden Zusätzen.

schwendet Energie. Daher wurde 2007 das Projekt PECHouse gestartet, das von der ETH Zürich koordiniert wird. Ziel ist es, eine photoelektrochemische Solarzelle (PEC) zu entwickeln, die Wasser direkt in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. «Da die Zwischenetappe entfällt, die in der Produktion von Elektrizität besteht, wird das System effizienter», erklärt Grätzel. Es wurde bereits eine preiswerte Tandemzelle entwickelt, die Wasser mithilfe von sichtbarem Licht direkt in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Sie besteht aus zwei Photosystemen, die hintereinander geschaltet sind (Abb. 2). Eine dünne Schicht der Nanokristalle Wolframtrioxid, WO3, oder Eisen(III)-oxid, Fe2O3, dient als obere Elektrode, welche den blauen Anteil des solaren Spektrums absorbiert. Durch Aufnahme von Photonen werden Elektronen in das Leitungsband des Nanokristalls angeregt. Im Valenzband bleiben dann positiv geladene Löcher (h+) zurück. Sie oxidieren Wasser: 4h+ + H2O -› O2 + 4H+ Die Elektronen des Leitungsbandes werden in das zweite Photosystem eingespeist, welches aus der mit einem Photosensibilisator beschichteten nanokristallinen TiO2-

Zelle besteht. Sie ist direkt unterhalb des WO3-Films platziert und fängt den grünen und roten Teil des Solarspektrums auf, der von der oberen Elektrode durchgelassen wurde. Der Elektronenstrom, der vom zweiten Photosystem erzeugt wurde, ermöglicht, dass Wasserstoff erzeugt wird: 4H+ + e- -› 2H2² Die Gesamtreaktion entspricht der Spaltung von Wasser durch sichtbares Licht [2]. Mit PECHouse gelang den Schweizer Wissenschaftlern ein ähnliches Forschungsprojekt, das europäische NanoPEC, anzuziehen, das ebenfalls von den Schweizern koordiniert wird. In NanoPEC suchen acht akademische oder industrielle Forschergruppen nach neuen Materialien, die die Kosten der Photoelektrochemischen Solarzelle noch weiter senken sollen. «Es ist möglich, für die Produktion von einem Kilogramm Wasserstoff nicht mehr als vier Euro auszugeben», versichert Grätzel. Damit stehen die Chancen nicht schlecht, in Zukunft ausreichend kostengünstige Energie zur Verfügung zu haben. Schliesslich zeichnet sich Wasserstoff gegenüber allen anderen Brennstoffen durch den höchsten Energiegehalt aus. So wird bei der Verbrennung von nur einem Kilogramm Wasserstoff zu Wasser dieselbe Energie frei wie bei der Verbrennung von 2,75 Kilogramm Benzin.

ORIGINALPUBLIKATIONEN Die ausführliche Literaturliste senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu: ralf.mayer@azmedien.ch

Abb. 3: Tandemzelle zur Wasserstoffproduktion.

DANKSAGUNG Für die wertvolle Unterstützung sei Herrn Professor Michael Grätzel, ETH Lausanne, vielmals gedankt.


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« VE R K E H R TE W E L TE N » B E I M S C H Ü T T G U T

Waagerecht dosieren und «wägen» im Durchfluss Typische Schüttgüter treten in vielen Bereichen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittel- und Biotechnologie auf. Die aktuelle Messe «Schüttgut Schweiz» vom 4. bis 5. Mai 2011 in Basel gibt Anlass zu einem Blick auf klassische Verarbeitungstechniken wie Mischen, Dosieren und Wiegen. CHRISTIAN EHRENSBERGER

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üngemittel, Baustoffe, Pigmente, Getreide, Gewürze, Tabletten – diese Aufzählung liesse sich noch lange fortsetzen. Trotz der schieren Zahl von Schüttgütern stehen diese nicht von Natur aus im Zentrum des Denkens. Erst in der konkreten Lebenswirklichkeit einer Produktion treffen Synthesechemiker, Wirkstoffentwickler, Logistiker, Ingenieure und viele mehr beim Thema Schüttgut zusammen. Darum stellt es ein Paradebeispiel für interdisziplinäre Kooperation dar. Die Richtung geben den verschiedenen Akteuren oft äussere Zwänge vor – wie etwa gesetzliche Vorschriften oder langfristig wirkende Richtlinien von Behörden.

Mischen selbst kleiner Mengen in der Pharmaindustrie Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat vor einigen Jahren mit ihrer Initiative «Continuous Manufacturing» in der Pharmaindustrie eine breit angelegte Entwicklung angestossen, die sich nach wie vor im Fluss befindet. Ziel ist es, ausgehend von einer kontinuierlichen Analyse von Prozess- und Produktionsparametern zu einer fortlaufenden Optimierung der Herstellung zu gelangen. Ein Beispiel stellt die Prozesskette vom pulverförmigen Gemischen aus Wirk- und Hilfsstoffen über ein Granulat bis hin zur Tablette bzw. zum Pellet dar. Die klassischen Batch-Prozesse sollen nun in ihrer Ausbeute verbessert und dabei die Produktentwicklungszeiten verkürzt werden, die Produktionskosten insgesamt sinken. Alle Abläufe müssen selbstverständlich auch validierbar sein. Die FDA-Initiative soll im Endeffekt die Qualitätssicherung verbessern sowie Handhabung und Steuerung vereinfachen, führt aber zunächst zu komplexen Aufgaben in verschiedenen Bereichen. Wesentliche Problemstellungen betreffen dabei die Ausle-

Interdisziplinär: Schüttgüter in Pharmazie und Lebensmittelchemie stellen oft Aufgaben, die sich gemeinsam lösen lassen. Bild: Ehrensberger

gung der Prozessanalytik und die multivariate Statistik. Für die Produktionsparameter bedeutet «Continuous Manufacturing» unter anderem: Der Trend geht zu kleinen, kompakten, kontinuierlichen Mischprozessen in Grössenordnungen von 15 bis 500 Kilogramm pro Stunde. Besonders das Zumischen kritischer Komponenten in immer

kleineren Konzentrationen ist eine Herausforderung, die in Zukunft noch grösser werden wird. Einige aktuelle Entwicklungen tragen dem bereits Rechnung. Eine Stossrichtung stellt das rein technische Design der verwendeten Mischer dar, wobei als Zusatzanforderung stets die Reinigungsfähigkeit mitzubedenken ist. Um wirklich


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mit minimalem zeitlichen Aufwand Mischer und komplette Anlagen reinigen und inspizieren und den Nachweis darüber führen zu können, sind oft nicht zu unterschätzende Investitionen nötig. Das ist aber unumgänglich, will man eine kontinuierliche Produktion im Sinne der FDA-Initiative sicherstellen. Denn dies bedeutet im Idealfall gerade: keine Produktionsunterbrechung – sonst handelt es sich ja streng genommen nicht mehr um einen kontinuierlichen Prozess. Zunächst hat man versucht, die traditionellen Verfahren unter Verwendung von Batch-Mischern nach und nach graduell zu verbessern. Einen Schritt darüber hinaus gehen neuartige Mikro-Mischer, denn sie ermöglichen kontinuierliche Mischprozesse für pharmazeutische Feststoffe. Die machen die Produktion deutlich flexibler – und senken darüber hinaus noch den Platzbedarf. Um dabei auch in die Regionen der aktuell geforderten Grössenordnungen zu kommen, bieten sich Modelle an, die auch mit kleinen Mengenströmen ohne weiteres fertig werden. Sie erreichen die für die kontinuierliche Verarbeitung typischen Verweilzeiten zwischen 5 und 50 Sekunden (zum Beispiel GCM 250, Gericke, Regensdorf). Dabei werden zwischen 1 und 200 Kilogramm pro Stunde gemischt – und die gehen gleich im Anschluss in die Tablettenpresse. In punkto Reinigungsfähigkeit (Norm: EHEDG, DIN EN ISO 14159) ist eine Ausführung in Edelstahl ein Muss, zum Beispiel in Spezialstahl 1.4435. Vorteile bringt zudem eine fliegend gelagerte Mischwelle mit sich, weil ihre Demontage zu Reinigungsund Sterilisationszwecken besonders leicht von der Hand geht. Die Dichtungen bestehen bevorzugt ebenfalls aus Metall, wobei die Oberfläche der produktberührten Zonen einen Rauheitswert von Ra = 0,6 m nicht überschreiten darf. Dies stellt die Toleranzgrenze für glatte Oberflächen ohne Kratzer und Spalte dar. Ganz wichtig: kein Mischer ohne Waage – und beide Komponenten testet man am besten, bevor man damit in die Produktion geht. Für Prüfungen dieser Art, die naturgemäss ab und an und damit nicht kontinuierlich erfolgen, kann es sich empfehlen, auf ein externes Laboratorium zurückzugreifen (zum Beispiel Gericke Test Center, Regensdorf). Das schont die räumlichen Kapazitäten im eigenen Betrieb, ausgewiesene Experten sind automatisch vor Ort dabei, um Mischer und Differential-Dosierwaage einzeln und im Team auf die Probe zu stellen.

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Höhere Flexibilität, geringerer Platzbedarf: der kontinuierlich arbeitende Pharma-Prozessor GCM 250. Bild: Gericke

Schüttgutmengenmesser im Einsatz: Trotz feinkörniger Produkte wird die Spezialbeschichtung den Sensor schützen. Bild: Rembe

Cum grano salis – aber wohldosiert Die vorstehenden Ausführungen betreffen, neben der Pharmaindustrie, in analoger Weise ebenfalls die Herstellung von Lebensmitteln. Auch hier stellt sich vielfach die Aufgabe, Schüttgüter wohldosiert zu vermengen – man denke nur an Gewürzmischungen. Ein Körnchen zu viel oder zu wenig Salz oder Pfeffer, und schon schmeckt die Suppe oder Sosse nicht mehr wie gewohnt! Ein grundsätzliches Problem lässt sich an einem Beispiel aus Bayern illustrieren: Das Dosieren von Schüttgütern wird vielfach im-

mer noch mit Anlagen durchgeführt, die eigentlich aus der Fördertechnik kommen, zum Beispiel mit verkleinerten Förderschnecken. Grundsätzlich kann ein solches Gerät einfach durch die Geschwindigkeit gesteuert werden und schüttet dann definierte Mengen aus. Je nach dem Bereich, in dem dosiert werden soll, benötigt man dabei für die Entnahme aus ein und demselben Silo kleinere oder grössere Schnecken – eine für Hunderte von Kilogramm, eine andere für den Grammbereich. Wird dabei eigentlich moderne Steuer- und Regeltechnik, wie wir sie aus anderen Bereichen kennen, effektiv genutzt? «Nein», antwortet Dr. Walter Kokeisl (Kokeisl Schüttguttechnik, Schönenwerd). «Wir setzen ein anderes Prinzip dagegen. Während die Schnecke waagerecht fördert, dosieren wir senkrecht.» Seine sogenannte «automatisierbare Schaufel» lässt zum Beispiel bei dem besagten bayerischen Kunden Gewürze in Richtung der Schwerkraft fallen und steuert über die Grösse der Auslassöffnung die dosierte Menge – einfach nach dem Prinzip des Wasserhahns! So kann sich nach dem Motto «weniger Mechanik und mehr intelligente Steuerung» so mancher das Leben mit Schüttgütern leichter machen. Sind die Komponenten angefördert und einzeln dosiert, geht das Mischen erst los – bleiben wir bei den Gewürzen: Damit ihr Aroma über den gesamten Prozess erhalten bleibt, stehen produktschonende Verfahren an erster Stelle, etwa der Partikelaustausch durch Konvektion. Dies lässt sich in Mehrstromfluid-Mischern realisieren, die mit zwei horizontalen, kämmenden Mischwerkzeugen in Kombination mit einem mechani-


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Einfache Komplettreinigung: Beim Mehrstromfluidmischer GMS 1400 ECD lässt sich die gesamte Antriebseinheit mit Mischrotoren aus dem Gehäuse herausziehen. Bild: Gericke

schen Fliessbett arbeiten. Die immer höheren Anforderungen an Reinigung und Hygiene und auch der Zwang zur Energieeinsparung an allen Ecken und Enden, der mit den kostenträchtigen CO2-Zertifikaten nochmals grösser wird, haben in jüngster Zeit zur Entwicklung innovativer Modelle geführt. So lässt sich durch Spezialkonstruktionen unter Verwendung einseitig gelagerter Misch-Rotoren die Anzahl der Dichtungen mit Produktkontakt im Vergleich zu konventionellen Ausführungen glatt halbieren (GMS C, Gericke, Regensdorf). Wahlweise bietet sich die Möglichkeit, ein solches Gerät von einer Seite her voll aufzuklappen oder sogar in einer Sonderversion (GMS ECD) die gesamte Antriebseinheit mit Mischrotoren aus dem Gehäuse herauszuziehen. Durch die bessere Zugänglichkeit ist selbst eine penible Reinigung von innen kein Problem. Nebenbei verkürzt sich die dafür benötigte Zeit erheblich. Der Aufwand im eigenen Betrieb lässt sich auch durch die Inanspruchnahme einer externen Prüfung reduzieren, die heutzutage selbst im industriellen Massstab angeboten wird. Insbesondere die Mischung von kleinen Mengen spielt hier regelmässig eine Rolle. Grundsätzlich lassen sich Additive und Zuschlagstoffe mit den beschriebenen Verfahren und Geräten selbst im Promillebereich zumischen, doch das möchte man ja vor dem Einstieg mit einem bestimmten System in die Produktion am liebsten erst einmal gesehen haben. Zu achten ist dabei auch auf die passenden Konzepte zur Abdichtung aller Wellen in den von Nahrungsmitteln berührten Berei-

chen. Für andere Geräteteile können einfachere Ausführungen gewählt werden. In weiser Voraussicht wird man überall auf die Möglichkeit zur einfachen Entnahme achten. Modernen Halbschalendichtungen beispielsweise können sogar ohne jegliches Werkzeug oder andere Hilfsmittel von einer Welle entfernt werden, was einen sofortigen Zugang zum Innenleben gewährt.

Wägen ohne die klassische Waage Nun kommt, wie erwähnt, nach dem Mischer meist die Waage. Klassischerweise verbindet sich damit immer noch die Vorstellung: auflegen, abwarten, ablesen – doch heute kann es auch anders gehen, dank eines Schüttgutmengenmessers, der sich anschickt, frei fliessende Schüttgüter zu verwiegen. Das Ganze soll dann auch noch unabhängig von Dichte, Reibung, Partikel und Durchsatz erfolgen. Dazu ein Beispiel: In einem Dolomitwerk (Schöndorfer GmbH, Jettberg) sollte das gemahlene Gestein bei exakter Dosierung in den Elevator (Lastaufzug) eingebracht werden. Der Durchsatz lag mit 300 bis 500 Kilogramm pro Stunde im niedrigen Bereich. Schwierigkeiten lagen unter anderem im extrem staubenden Produkt und in der niedrigen verfügbaren Einbauhöhe. Ideal passte ein 67 Zentimeter messendes Spezialsystem (C-Lever direct 12 PRE, REMBE, Brilon). Das Besondere daran: Das Prinzip beruht statt auf der Gravitation, wie beim klassischen Wiegen, auf einer zum Patent angemeldeten reibungsfreien Messung der Zentripetalkraft. Keine Drehbänder, Lager oder andere bewegte Teile – die messtechnische

Erfassung erfolgt direkt an einem steil gestellten Rutschen-Sensor im Produktstrom. Nun könnte man einiges dagegen einwenden, zum Beispiel dass anhaftende Partikel die Messung doch stören sollten. Dem lässt sich jedoch mit speziellen Beschichtungen entgegenwirken. Im Falle des Dolomitmehls handelte es sich um Wolframcarbid, das im thermischen Spritzverfahren aufgebracht wurde. Dank der exakten Messung kann die Geschwindigkeit des Elevators optimal angepasst werden, sodass er nie über-, sondern stets hundertprozentig ausgelastet ist – exakte Dosierung für einen energieeffizienten Betrieb. Das Messprinzip eignet sich in der erwähnten und in anderen Ausführungen für zahlreiche Anwendungen, findet seine Grenzen freilich bei klumpenden Schüttgütern. Für eine «Verwiegung im Durchfluss» braucht man naturgemäss fliessfähiges Material. In diesem Falle verspricht der Anbieter aber auch eine wesentliche Verbesserung des derzeitigen industriellen Standards auf bis zu ± 0,2 % bei einem Turn-Down-Verhältnis von 20 : 1 auf den Messbereich. Im Betrieb soll eine hohe Prozesssicherheit ähnlich wie bei einer Plattformwaage erzielt werden. Die erreichbaren geringen Förderströme reichen bis unter 100 Kilogramm pro Stunde. Dabei sollen sogar verschiedene Einflüsse des Massenstromes kompensiert werden. Insbesondere kommt es zu keiner «Nullpunkt-Verschiebung» während des Betriebs, weil aufgrund der Beschichtung des Sensors kein Produkt anhaftet. Allerdings muss für den Einsatz in einem bestimmten Prozess vorab überlegt werden, wie die erwähnte Beschichtung im Einzelnen aussehen muss. Zur Auswahl stehen heute unter anderem spezielle Abrasions-, Antihaft- und Plasmabeschichtungen. Die Messung wird damit besonders robust und empfiehlt sich somit auch für das «Continuous Manufacturing». Auch aufwendige Pneumatikabreinigungen während des Betriebs werden vermieden.

Fazit: es bleibt spannend Es sind hohe Anforderungen, die viele Fakultäten im Bereich der Schüttguttechnik zusammenbringen. Immer wieder ergeben sich dabei überraschende Lösungen für Probleme, die teilweise so alt sind wie die Menschheit selbst. Die Erfahrung lehrt, dass es in Zukunft so spannend bleiben wird, wie es immer war.


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ENTLEEREN UND ABFÜLLEN

Von der klassischen Bauchemie bis zur Schüttgut-Software Schüttgüter von A nach B zu befördern, zählt zu den täglichen Aufgaben in Chemie, Pharmazie, Lebensmittelchemie und Biotechnologie. Das betrifft eingehende Rohstoffe ebenso wie die auszuliefernden Produkte und – nicht zu vergessen – den Transport von A nach B innerhalb des eigenen Werks. Die aktuelle Messe Easyfairs Schüttgut Schweiz vom 4. bis 5. Mai 2011 in Basel gibt Anlass zu einem Blick auf neue Lösungen für klassische Aufgabenstellungen. CHRISTIAN EHRENSBERGER

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chüttgüter bewegen sich in einem Zwischenreich. Für die Müllerei oder für Bau, Steinen und Erden stellen sie vordringlich ein Förderproblem dar. Chemiker und Pharmazeuten wollen in erster Linie durch Synthese von Molekülen Wirkstoffe oder Hightech-Werkstoffe schaffen und vieles mehr. Schüttgüter entdecken sie erst dann, wenn sie mit ihren Erfolgen in der Produktion angekommen sind. Dem klassischen Logistiker wiederum erscheinen Schüttgüter von Grund auf unheimlich. Beim gleichen Lieferanten genau dasselbe Produkt einmal als Siloware bestellen, dann in Big Bass und drittens in normalen Säcken – wie kann das sein? Der Versuch mit einem grossen Container, aus dem sich dann jeder Mitarbeitende mit der Schaufel die gerade benötigte Menge nimmt, ist aber in der Realität regelmässig fehlgeschlagen. Denn wie entnimmt man diesem Container schütt- oder rieselfähiges Material? Darum werden mindestens beim Rohstoff-Ein- und Waren-Ausgang sowie zuweilen auch während der Verarbeitung im Betrieb Schüttgüter zu Stückgütern und

Wo Schüttgut drin ist, da gibt es immer etwas zu sehen und zu staunen.

umgekehrt. Abfüllen und Entleeren zählen dabei zu den klassischen Schritten, die im Alltag einfach zuverlässig und effektiv funktionieren müssen. Ein typisches Beispiel für den Umgang mit

Bild: Ehrensberger

einem echten Massenschüttgut: Nach Austreiben von Kohlendioxid aus Kalkstein bei hohen Temperaturen (900 bis 1400°C) entsteht gebrannter Kalk, der zum Beispiel in der Bauindustrie zu Mörtel und Putzen wei-

JAUDT Zellenradschleuse (ECT)

Messe easyFairs Schüttgut Schweiz, Basel Halle 2 • Stand H10

SCHÜTTGÜTER Austragen Dosieren Absperren Verteilen


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lagerte Rollen mit starker Antriebsdimensionierung – nur so kann der Dauerbetrieb über lange Zeit durchgehalten werden. Die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) und Überwachung der Anlage erfolgt bequem aus einiger Entfernung. Das Personal sitzt im vollklimatisierten Raum und schickt die nötigen Signale via Glasfaserkabel zur Füllanlage. Bei einer nicht unerheblichen Komplexität kann somit eine gesamte Anlage dieser Art aus einer Hand kommen und dabei komplett in Eigenleistung, wie im beschriebenen Falle. Dies umfasst sowohl die Anlagenplanung wie auch die Fertigung aller Anlagenkomponenten, den Steuerungsbau, Montage vor Ort, Inbetriebnahme und Bedienerschulung.

Eine Station zur Entleerung vieler Stoffe Fit fürs heisse Trockenklima Arabiens: Big-Bag-Füllanlage mit Verfahrrahmen, einer Füllleistung von 60 Big Bags pro Stunde und einem automatischen Verschlusssystem. Bild: Emde

terverarbeitet, in der Chemie als Trocknungsmittel oder in der Forstwirtschaft als Kalkdünger gegen Bodenversauerung eingesetzt werden kann. Wie lässt sich aber dieses staubtrockene und zudem stark ätzende Pulver handhaben? Am besten verwandelt man es zunächst vom Schütt- in ein Stückgut – und das funktioniert durch Verfüllen in Big Bags. Leichte Handhabung, definierte Mengen, ein Entladen von loser Ware ohne aufwendige Anlagentechnik – all dies spricht für diese Verpackungsgebinde. Ihre steigende Beliebtheit führt dazu, dass immer häufiger Abfüllanlagen mit hohen Durchsatzleistungen entstehen. Kommen zusätzliche Schikanen hinzu, etwa extreme Klimabedingungen, so ist ingenieurtechnische Hightech gefragt. So führt etwa der Wüstenwind im arabischen Raum Sand als potenzielle Verunreinigung mit sich. Dagegen fehlt der Umgebungsluft praktisch jede Spur von Feuchtigkeit, und auch die hohen Tagestemperaturen scheinen den gebrannten Kalk noch etwas trockener und staubiger werden zu lassen. Darüber hinaus bedrohen diese klimatischen Bedingungen jegliche Anlagentechnik, besonders bei offener Bauweise. Dennoch ist kürzlich ausgerechnet unter

diesen Bedingungen eine solche Füllanlage entstanden, die es auf eine Höchstleistung von einem Big Bag pro Minute bringt – und das im 24-Stunden-Dauerbetrieb (Emde Industrie-Technik, Nassau). Es erscheint zunächst erstaunlich, wie relativ einfach das Ganze funktioniert. Ein Mitarbeiter hängt die Big Bags in einen fahrbaren Tragrahmen ein, der links und rechts jeweils einen davon aufnehmen kann. In einer mittleren Position dockt der Füllkopf staubdicht an, und der gebrannte Kalk fällt in Sekundenschnelle in den Sack hinunter – in definierter Menge. Dazu wird das Produkt über ein Förderband angeliefert und bereits vor dem Füllvorgang in einen Wägebehälter über der Anlage dosiert eingetragen und verwogen. Ein wesentliches Detail dabei: Die Verdrängungsluft aus dem Big Bag gelangt automatisch in den Wägebehälter zurück. Dies erfolgt über eine Pendelleitung, ein Prinzip, das man von der Rückführung des Kraftstoff-Luft-Gemischs beim Umfüllen von Ottokraftstoffen in Lagertanks kennt. Der Füllkopf wird schliesslich um etwa 360 Grad verdreht und mit einem Clip automatisch verschlossen. Nun stellt sich die Frage nach dem Abtransport. Bei der hier beschriebenen Lösung gelangen die Big Bags auf Paletten, die ein Spender automatisch zur Verfügung stellt, über eine Rollbahn zu einem Gabelstapler. Ein wesentliches Detail besteht hier in der technischen Auslegung: stabile und gut ge-

Nun ist es eine Sache, das immer gleiche Produkt in Säcke abzufüllen; schwieriger wird es, wenn beim Empfänger ein und dieselbe Station sich für die Entleerung vieler ankommender Schüttgüter eignen soll. Konventionelle Konstruktionen neigen nicht selten aufgrund ungünstiger Dimensionen zu Ausflussproblemen. Die Folge sind Verstopfungen in den nachfolgenden Schneckenförderern, Zellenradschleusen oder anderen Förderorganen. In der Entleerstation führen häufig zu flache Winkel und Verjüngungen im unteren Trichterbereich dazu, dass relativ viel Material dort verbleibt. Entweder kommt es dann beim Produktwechsel zu Kreuzkontamination, oder es müssen sehr aufwendige Reinigungsschritte durchgeführt werden. Stellt man im eigenen Betrieb ein solches Problem fest, empfiehlt es sich, auf speziell konstruierte Produktaufgabestationen zurückzugreifen (zum Beispiel PAS 180, Volkmann Vakuumtechnik, Soest). Selbst anhaftende, feuchte und fetthaltige Schüttgüter sollen hier eingesetzt werden können. Bei extrem schlecht rieselfähigen Materialien helfen im Extremfalle Auflockerungs-Rührwerke oder gar massive Klumpenbrecher. Aufgabestationen dieser Art eignen sich speziell im Pharma-Bereich, aber auch für Tabletten, Kapseln und Dragees. Ob die geplante Anwendung im Einzelnen funktioniert, lässt sich idealerweise schon ausser Haus im Technikum des Herstellers prüfen. Die Anforderungen werden 1 : 1 nachgestellt, und darüber hinaus kann im Falle von Pulvern und ähnlichen Schüttgütern zum Beispiel ein (Vakuum-)Fördersystem


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gleich mitgetestet werden. Ein wesentlicher Vorteil für die Kommunikation: Bei solchen Tests können sich gleich mehrere Vertreter verschiedener Fakultäten zusammenfinden.

Baustoffchemie und Informatik gehen gemeinsame Wege

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Eine gute aktuelle Nachricht zur interdisziplinären Zusammenarbeit lautet: Ausser Logistikern, Chemikern, Pharmazeuten, Betriebswirtschaftlern und vielen mehr haben selbst Informatiker jetzt Schüttgüter als speziellen Bereich für ihre Aktivitäten erkannt. So hat der Baustoffriese Holcim sich ein Konzept für die Abwicklung von ZementLieferaufträgen in der Schweiz von A bis Z, neuhochdeutsch: von O bis C («order-tocash»), inklusive der Einbindung von Abfüllung und Wägung für Zement, massschneidern lassen. Die Software-Experten sehen dies ausdrücklich als schüttgutspezifische Lösung an (LOGON – LogisticsOnline, AdNovum Informatik AG, Zürich). Dabei brauchen es in der Schüttguttechnik

BERATUNG, ENT WICKLUNG, FERTIGUNG, MONTAGE, INBETRIEBNAHME

Druckbehälter Reaktoren Wärmetauscher Pharmabehälter Kolonnen Lagerbehälter Hochdruckapparate

Automatischer Verschluss: Drehung um zirka 360 Grad, dann automatisch «zuclippen» (rechts im Bild) – fertig. Bild: Emde

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Wissen, was drin ist ... Die Füllstandsmesstechnik gehört zu den gängigsten Messungen in der Prozessindustrie, allerdings unterscheiden sich die Anwendungen beträchtlich. So werden die Sensoren in Tanklagern eingesetzt, um eichgenau den Verbrauch abzurechnen, in Steinbrüchen erfassen sie in Brechern die Höhe von Geröll oder sie melden den Autobahnmeistereien den Streusalzbedarf entlang der Autobahn.

SABINE ALICKE

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rinzipiell wird zwischen der Grenzstanderfassung und der kontinuierlichen Messung unterschieden. Bei der Grenzstanderfassung ist in erster Linie die Überfüllsicherung zu nennen, um eine Überfüllung beispielsweise von Tanks oder Silos zu vermeiden oder einen Trockenlauf. Die Überfüllsicherung ist aus Gründen des Umweltschutzes in vielen Anlagen vorgeschrieben. Mit der kontinuierlichen Messung wird dagegen dynamisch der Füllstand erfasst, etwa um die gelagerten Mengen in Tanklägern zu bestimmen. Die Trennschichtmessung kommt häufig in der Chemie und Petrochemie zum Einsatz. Ein Beispiel ist die Vermischung von Destillationsprodukten oder Ölschichten auf Wasser. Um die genauen Anteile der Produkte mit unterschiedlichen Dichten und Konsistenzen zu ermitteln, ist

eine Trennschichtmessung der Grenzfläche erforderlich. Die physikalischen Messprinzipien unterscheiden sich erheblich. Entscheidend für den richtigen Einsatz ist daher, dass das richtige Messprinzip zur Anwendung kommt. Die wichtigsten Verfahren sollen hier kurz vorgestellt werden: Vibrationsgrenzschalter: Diese Geräte geben eine Voll-, Leer- oder Bedarfsmeldung oder werden als Überfüllschutz oder als Trockenlaufschutz in Pumpen eingesetzt. Die kompakten Messgeräte gelten als robust, zuverlässig und wirtschaftlich. Kapazitive Füllstandsmessung: Das kapazitive Messprinzip ist weit in der Industrie verbreitet. Sensor und Behälter bilden die beiden Elektroden eines Kondensators. Ändert sich der Füllstand, ändert sich auch die

Kapazität. Dieser Werte werden in ein elektrisches Signal umgesetzt. Unterschiedlichste Sondenvarianten decken eine Vielzahl von Einsätzen ab. Hydrostatisches Verfahren: Hierbei misst eine Messzelle am Behälterboden kleinste Veränderungen des hydrostatischen Druckes, der je nach Füllhöhe zu- oder abnimmt. Die Druckänderung wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Das Verfahren ist unabhängig von Schaum und Spritzwasser. Schwierig sind Anwendungen mit wechselnden Temperaturen. Messungen mit Ultraschall: Die berührungslose Messung mit Ultraschall beruht auf einer Laufzeitmessung. Die Oberfläche des Mediums reflektiert die Ultraschallimpulse, die von dem Sensor ausgesendet und wieder empfangen werden. Dabei wird die Laufzeit, die das Signal für die Zurückle-


verfahrenstechnik

gung des Weges im Teil des Tanks, der über der Oberfläche liegt, benötigt, gemessen. Dieser Wert wird von der gesamten Tankhöhe abgezogen und man erhält daraus den Füllstand. Staub oder Vibrationen beeinflussen die Messung ebenso wenig wie die Dichte, Leitfähigkeit oder Feuchtigkeit des zu messenden Produktes. Radarmesstechnik: Auch Radarmessgeräte arbeiten unbeeinflusst von Temperatur, Druck, Dampf oder Staub bis zu einer Höhe von 100 Metern. Besonders in schwierigen Messsituationen hält diese Technologie oft eine Lösung parat. Haftete der Technologie früher das Image einer komplizierten Bedienung an, hat sich dies mittlerweile geändert. Heute lassen sich die Geräte in der Regel leichter in Betrieb nehmen und betreiben als noch vor einigen Jahren. Die Messgeräte arbeiten mit hochfrequenten RadarImpulsen, die von einer Antenne abgestrahlt und von der Füllgutoberfläche reflektiert werden. Die Laufzeit des reflektierten Radar-Impulses ist direkt proportional zum zurückgelegten Weg. Bei bekannter Behältergeometrie lässt sich daraus der Füllstand berechnen. Wandechos oder Störreflektionen, die etwa von Schaumbrechern verursacht werden, werden mithilfe von Algorithmen ausgeblendet. Spezielle Antennen verhindern Anbackungen und Ablagerungen. Füllstandsmessungen mit geführten Mikrowellen: Hierbei werden Mikrowellenpulse entlang einer Stab- oder Seilsonde geführt und von der Produktoberfläche reflektiert. Die Sonde sorgt dafür, dass das Signal ungestört bis zum Füllgut gelangt. Damit lassen sich der Füllstand und die Trennschicht von Flüssigkeiten und Schüttgütern direkt erfassen. Diese Technologie ist auch für Anwendungen mit hohen Druck- und Temperaturbereichen und Behälter mit internen Einbauten geeignet. Die Messung ist unbeeinflusst von Prozessbedingungen wie Dichte, Viskosität, Leitfähigkeit, Korrosion, Dämpfe, Turbulenzen oder Staub.

Trend zur Einfachheit Neben den erwähnten Messverfahren gibt es viele weitere wie Lotsysteme, die Radiometrie oder gravimetrische Verfahren. Auch optische oder potentiometrische Verfahren finden in speziellen Anwendungen ihr Einsatzgebiet. In den vergangenen Jahren gab es einen eindeutigen Trend hin zu berührungslosen Messverfahren. Bei den Ultraschall- und Radarmessverfahren gab es er-

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hebliche Zuwächse. Ein grosser Entwicklungsschwerpunkt vieler Hersteller liegt auf dem Handling der Messgeräte. Dies bezieht sich nicht nur auf das Bedienfeld, sondern generell auf die Einheitlichkeit und Durchgängigkeit in der Feldinstrumentierung. Endress+Hauser setzt diese Forderung beispielsweise in einem neuen, auf der Zweileiter-Technik basierenden Konzept für die Messparameter Durchfluss und Füllstand nach und nach um. Alle acht Gerätevarianten der neuen Gerätegeneration zur Füllstandsmessung für Flüssigkeiten und Schüttgüter wurden nach DIN/EN 61508 entwickelt. Die Geräte- und Prozessdiagnose entspricht NE 107. Dies verkürzt oder vermeidet Anlagenstillstände. Ein im Gehäuse integrierter Datenspeicher HistoROM ermöglicht Elektroniktausch ohne Neuabgleich. Herausgegriffen werden soll die neue Füllstandsonde Levelflex Typ FMP55, ein Multiparameter-Transmitter zur Trennschichtmessung. Die Besonderheit dabei ist, dass der Levelflex FMP55 zwei Messverfahren kombiniert, und zwar das geführte Radarverfahren mit dem kapazitiven Messprinzip. Mit der Ausgabe von zwei normierten 4…20 mA Signalen erfüllt der Levelflex FMP55 den Wunsch der Nutzer, nach einer zuverlässigen Erfassung vom Gesamtfüllstand und der Trennschicht. Das Messgerät entscheidet, ohne weitere Einstellungen des Betreibers, selbst, welches Messverfahren – geführtes Radar bei klaren Trennschichten oder kapazitiv beim Auftreten von Emulsionsschichten – zum Einsatz kommt. Selbst wechselnde obere Dk-Werte beeinflussen die Messsicherheit nicht. Auf die Zielgruppe abgestimmtes Verfahren Dass ein gutes Messverfahren durchaus überdacht werden kann, zeigt eine Entwicklung bei Vega. Aufgrund des hohen Feststoffgehaltes in Kläranlagen empfehlen sich in diesen Anwendungen berührungslos arbeitende Messgeräte. Daher fällt in der Branche oft die Entscheidung auf Ultraschallmessgeräte oder hydrostatische Druckaufnehmer. Mit der Radarmesstechnik haben die öffentlichen Versorger bislang wenig Erfahrung gesammelt. Zum einen lagen früher die Kosten für ein Radarmessgerät wesentlich höher als bei der Ultraschalltechnik, zum anderen haftet dieser Technologie immer noch das Image einer komplizierten Technik an. Vega entwickelte daher mit dem Vegapuls WL 61 einen neuen Radarsensor, der speziell für den Bereich Wasser/Abwasser entwickelt wurde und preislich mit der Ultraschalltech-

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verfahrenstechnik

dar-Messgeräten im gleichen Preissegment. Die grössere DN 150-Tropfenantenne erlaubt sogar Messbereiche von bis zu 80 Metern.

Hygienisch einwandfrei

Der LFFS erkennt den Füllstand von Flüssigkeiten, dickflüssigen Medien und sogar von trockenen Stoffen. Bild: Baumer

nologie mithalten kann. Die Genauigkeit des Vegapuls WL61 beträgt plus/minus 2 mm; der Messbereich reicht bis 15 Meter. Entscheidendes Merkmal ist die Kunststoffantenne mit einem Durchmesser von 80 mm für eine gute Fokussierung. Wesentlicher Ansatz bei der Entwicklung war auch hier die einfache Handhabung. So wurden die Anwendungsparameter auf die vorgesehenen Einsatzgebiete optimiert. Im Sensor lassen sich daher nur Anwendungen aus der Branche einstellen, wie Pumpstationen, Durchflussmessungen in offenen Gerinnen oder ähnliche branchentypische Einsatzgebiete.

Zuverlässige Messungen im Silo Mit dem Sitrans LR560 präsentiert die Siemens-Division Industry Automation aktuell den ersten Radar-Füllstandsmessumformer, der mit einer Frequenz von 78 GHz arbeitet. Der Zweidrahtmessumformer mit berührungsloser FMCW-Technologie (Frequency Modulated Continuous Wave) eignet sich für Füllstandsmessungen bis zu 100 Metern (328 ft). Da der LR560 mit einer Frequenz von 78 GHz arbeitet, wird eine sehr kurze Wellenlänge emittiert, wodurch sich selbst bei Schüttgütern mit hohem Schüttkegel eine hervorragende Reflexion ergibt. Mit dem sehr schmalen Öffnungswinkel von vier Grad werden Störungen durch Hindernisse an der Silowand oder andere Einbauten minimiert. Zudem erlaubt die Bauart eine Installation an jeder Stelle des Silos. Beim Sitrans LR560 kommt zudem eine neuentwi-

ckelte Linsenantenne zum Einsatz. Ausser einer kompakten Bauform ist diese gegenüber Materialablagerungen sehr widerstandsfähig, und mit dem integrierten Spülanschluss können anhaftende Schüttgüter schnell beseitigt werden.

Die richtige Antenne Um Lager- und Wartungskosten niedrig zu halten, fordern viele Betriebe eine verbesserte und zuverlässige Rohstoffverwaltung. Die Überwachung des Füllstands von Feststoffen in Bunkern, Silos und Lagern gestaltet sich in der Praxis jedoch oft problematisch aufgrund der schwierigen Bedingungen, unter denen die Messtechnik zuverlässig funktionieren muss. Krohne bietet hierfür das berührungslos messende Radar-Füllstandsmessgerät OPTIWAVE 6300 C. Es besitzt eine spezielle Tropfenantenne, die auch die typisch unebenen und gering reflektierenden Oberflächen in Silos erkennt. Die Antenne ist wartungsfrei und wurde speziell für den Einsatz zum Beispiel in Silos, Bunkern, Lagerbehältern oder Bandförderern in der Zementindustrie, im Bergbau, der Eisen- und Stahlindustrie, der chemischen Industrie oder in der Papierbranche und in Kraftwerken entwickelt. Staub oder Ablagerungen beeinflussen die Messungen nicht, da die Tropfenantenne anhaftungsneutral ist. Die Antenne ist in zwei Ausführungen erhältlich: die DN 80-Tropfenantenne erlaubt Messbereiche von bis zu 30 Metern und bietet damit eine doppelt so grosse Reichweite im Vergleich mit anderen Ra-

Der Füllstandsschalter LFFS von Baumer eignet sich auch für hohe Prozesstemperaturen bis zu 200 C. Ein blaues Licht im Kopf des Schalters leuchtet, wenn ein Medium detektiert wird. Die Anzeige ist leicht zu sehen, selbst wenn der Sensor oben auf einem Behälter montiert ist. Dank des DN 38-Prozessanschlusses eignet sich der Sensor für hygienegerechte Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Für Anwendungen im Ex-Bereich ist das Gerät in verschiedenen ATEX-Ausführungen erhältlich. Der LFFS erkennt den Füllstand von Flüssigkeiten, dickflüssigen Medien und sogar von trockenen Stoffen. Bei besonders schwierigen Medien wie klebrigen Substanzen ermöglicht die Teach-in-Funktion eine manuelle Einstellung der zu erkennenden Füllstände. Alle Bauteile, die mit dem Messmedium in Kontakt kommen, sind aus FDA-zugelassenem, säurebeständigem Edelstahl oder PEEK-Kunststoff gefertigt. Der Füllstandsschalter entspricht den EHEDGAnforderungen und hat eine 3A-Zulassung. Er ist sowohl für offene als auch für geschlossene Behälter mit Drücken bis 40 bar einsetzbar. Da der LFFS keine beweglichen Teile hat und die Elektronik komplett integriert ist, ist er wartungsfrei.

Ausblick Die Beispiele zeigen die Bandbreite der Füllstandsmesstechnik. Je nach Branche werden jedoch ganz unterschiedliche Forderungen gestellt. Während die Zementindustrie mit grossen Staubmengen und hohen Temperaturen aufwartet, zeichnet sich die Chemie durch den Einsatz von aggressiven Chemikalien und explosionsgefährdeten Bereichen aus. Die Pharma- und Lebensmittelbranche erwartet dagegen hygienisch einwandfreie Werkstoffe und Konstruktionen, und in der Polymerindustrie müssen Produkte mit sehr niedrigen DK-Werten gemessen werden. Um zuverlässige und korrekte Messergebnisse zu erhalten, ist vor allem langjährige Erfahrung und umfangreiches Prozesswissen entscheidend. Der enge Kontakt zum Hersteller ist daher Pflicht für die richtige Auswahl des Messprinzips und damit die Basis für eine zuverlässige Füllstandsmesstechnik, die auch über Jahre genaue Messwerte liefert.


Methanol gehört zu den wichtigsten Rohstoffen für die Produktion im Wacker-Standort Burghausen. Er wird per Tankwagen direkt im Werk abgeliefert.

Bilder: Wacker

SUPPLY CHAIN MANAGEMENT

Strategische Rohstoffbeschaffung in der Chemieindustrie In kaum einem anderen Geschäftsbereich hat die Globalisierung stärker Einzug gehalten als im Einkauf. Dies wurde im Rahmen eines internationalen Workshops des Münchener Wacker-Konzerns deutlich. Für die Beschaffung von Rohstoffen und Energie hat das Unternehmen im Jahre 2008 den eigenständigen Zentralbereich Raw Materials Procurement geschaffen. Dort betreuen heute 25 Mitarbeiter ein Beschaffungsportfolio von 1300 Produkten mit einem derzeitigen Finanzvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro. ROLF FROBÖSE

E

iner Studie der Boston Consulting Group (BCG) aus dem Jahre 2010 zufolge existiert die «alte» Welt des Einkaufs, die durch stabile Rahmenbedingungen gekennzeichnet war, nicht mehr. Zwar seien die aktuellen Kostenvorteile der Beschaffung von Maschinenkomponenten, Kunststoffen und Werkzeugen aus Niedriglohnländern immer noch signifikant, jedoch werde der «Low Cost»-Effekt, der bei Werkzeugen bis zu 40 Prozent betrage, in diesem Ausmass erodieren.

Die Entwicklung globaler Beschaffungsmärkte «Bisherige Niedriglohnländer fertigen immer mehr Produkte mit geringeren Lohnkosten,

und die Fertigungstechnologien in diesen Ländern passen sich den höheren westlichen Standards an», unterstrich Dr. Andreas Gocke, Partner und Managing Director der Boston Consulting Group, anlässlich des Workshops. Der Rohstoffanteil an der Kostenbasis steige im Vergleich zu früher wesentlich stärker. Bisher vernachlässigte Faktoren wie Umweltauflagen, Qualitätskosten, Reaktionsgeschwindigkeit und Supply Chain-Kosten würden immer stärker in eine Gesamtkosten-Betrachtung einfliessen. Der BCG-Studie zufolge werden sich vermeintliche Lohnkostenvorteile nicht einfach fortschreiben lassen. «Bei einer Simulation der Entwicklung nominaler Lohnkosten in US-Dollar im Vergleich zur Entwicklung der Produktivität wird um das Jahr 2025 der

Lohnkostenvorteil von Russland gegenüber Westeuropa aufgebracht sein», verdeutlichte Gocke. Ähnliches gelte auch für den amerikanischen Kontinent. So werde um 2030 ein Land wie Brasilien nur noch geringe Lohnkostenvorteile gegenüber den USA aufweisen.

Rohstoffportfolio und Beschaffungsstrategien Das konkrete Szenario der Rohstoffbeschaffung für den Wacker-Konzern verdeutlichte Dr. Christian Hartel, Senior Vice President «Raw Materials Procurement» des Unternehmens. Seinen Angaben zufolge gliedert sich das Rohstoffportfolio des Konzerns in drei Hauptkategorien:


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Top-Rohstoffe wie Siliciummetall und Methanol sowie Rohstoffe für den Geschäftsbereich Wacker Polymers wie Vinylacetatmonomer (VAM) oder Ethylen. Diese Produkte werden langfristig und mithilfe von spezifischen Strategien eingekauft. Das Beschaffungsvolumen dieser Rohstoffgruppe beträgt knapp drei Viertel des gesamten Rohstoffeinkaufs. ■ Strategische Rohstoffe wie etwa Katalysatoren und Zuschlagstoffe. Diese werden weitgehend über mehrjährige Rahmenverträge, aber auch kurzfristig und je nach Bedarf flexibel beschafft. ■ Sonstige Rohstoffe, die meist in geringeren Mengen benötigt und deshalb weitgehend über Rahmenverträge in standardisierten Prozessen eingekauft werden. «Jeder Rohstoffmarkt hat seine eigenen Gesetzmässigkeiten, aus diesem Grund entwickelt der Zentralbereich Raw Materials Procurement (RMP) markt- und rohstoffabhängige Beschaffungsstrategien, die den Eigenheiten dieser Märkte Rechnung tragen», erläuterte Hartel. Ziel sei eine maximale Versorgungssicherheit bei optimaler Nutzung der vorhandenen Hebel am Beschaffungsmarkt. Bei der konkreten Umsetzung verfolgt der Zentralbereich RMP sowohl einen produktals auch einen marktspezifischen Ansatz. So werden auf der Basis einer Bestandsaufnahme der benötigten Rohstoffe inklusive aktueller Marktdaten, Produkt- und Geschäftsfeldanforderungen, bestehender Lieferanten und Vertragsportfolios sowie Logistik- und Lagerlösungen massgeschneiderte Strategien abgeleitet und umgesetzt. Bei diesem Prozess werden sämtliche Stellgrössen laufend überprüft, wobei signifikante Ände-

logistik

2010 übernahm Wacker die Siliciummetall-Produktion der FESIL-Group in Holla, Norwegen.

rungen unmittelbar in die Strategiefindung und Massnahmenplanung einfliessen. «Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch das sogenannte Commodity Mapping, die Risikobewertung bei der Versorgung mit Rohstoffen», erklärte Hartel. Ausschlaggebend hierfür sei eine Vielzahl von Faktoren, die sich im möglichen Grad der Beeinflussbarkeit einerseits und der Auswirkung auf Wacker andererseits subsummieren lassen.

Lohnt sich die Rückwärtsintegration? Am Fallbeispiel von Silicium, einer der wichtigsten Rohstoffe von Wacker, veranschaulichte Hartel die strategischen Überlegungen der Beschaffung. «Für die Beschaf-

Bestes Geschäftsjahr in der Geschichte von Wacker

Im vergangenen Jahr hat Wacker einen Konzernumsatz von mehr als 4,7 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 28 Prozent. «Der Anstieg ist das Ergebnis der starken Nachfrage nach unseren Produkten in allen wichtigen Zielbranchen», kommentierte Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG, anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am 16. März. Besonders das deutliche Umsatzplus bei der Siltronic und das starke Geschäft von Wacker Silicones und Wacker Polysilicon seien für den Umsatzrekord verantwortlich. Staudigl zufolge war 2010 damit das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens. Noch deutlicher zeigt sich das Rekordjahr beim Ertrag des Unternehmens: So belief sich das EBITDA – das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – auf rund 1,2 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahr einer knappen Verdoppelung entspricht. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Wacker weitere Zuwächse bei den Absatzmengen und beim Umsatz. So rechnet Staudigl für das Gesamtjahr 2011 mit einem Konzernumsatz von mehr als 5 Milliarden Euro.

fung des Halbmetalls bedient sich der Zentralbereich mehrerer Hebel», konkretisierte Hartel. Dazu gehöre beispielsweise die Staffelung von lang- und mittelfristigen Verträgen, um Preisrisiken auf dem volatilen Markt abzuschwächen. Auch die Nutzung günstiger Marktentwicklungen oder globaler Einkaufsoptionen spiele eine wichtige Rolle. Zu den Aufgaben des Zentralbereichs gehöre auch die Beantwortung der Frage, ob es sinnvoll sei, sich bezüglich der Produktion bestimmter Rohstoffe rückwärts zu integrieren. Derartige Fragestellungen führten beispielsweise im Juli 2010 zum Erwerb der Siliciummetall-Produktion der FESIL Group im norwegischen Holla. Am Standort werden jährlich 50 000 Tonnen hochwertiges Siliciummetall produziert, was einem knappen Drittel des jährlichen Konzernbedarfs an metallurgischem Silicium entspricht. «Die erfolgreiche Akquisition war bei diesem strategisch wichtigen Rohstoff ein wichtiger Schritt auf den Weg zu einer grösseren Versorgungssicherheit des Unternehmens», erklärte Hartel. Dies mache Wacker insgesamt von Preissprüngen auf dem SiliciummetallMarkt unabhängiger.

Management von Lieferantenbeziehungen und Prozessen «Drum prüfe, wer sich ewig bindet.» Dieses Bonmot gilt nicht nur für Lebenspartnerschaften, sondern sinngemäss auch für die


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Beziehungen eines Unternehmens mit seinen Lieferanten. «Bei einem Einkaufsvolumen von rund 60 Prozent vom Umsatz ist die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Lieferanten und Partner von immenser Bedeutung», hob Dr. Siegfried Kiese, Senior Vice President «Technical Procurement & Logistics» der Wacker Group, hervor. Dies gelte für Rohstoffe, Güter und Dienstleistungen ebenso wie für die Realisierung von grossen Investitionsprojekten mit ganz spezifischen Anforderungen. Wichtiger Schlüssel zum Erfolg sei ein effizientes und effektives Lieferantenmanagement mit dem Ziel, global wettbewerbsfähige Lieferantenleistungen beständig zu fördern und sicherzustellen. Dabei sei die Gewährleistung nachhaltig wettbewerbsfähiger Leistungen und Preise eng an Innovationsfähigkeit, Zuverlässigkeit, kurze Liefer- und Reaktionszeiten, Produktivität und Wirtschaftlichkeit gekoppelt. «Lieferantenrisiken können gravierende Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette haben, mit Rückkopplungseffekten, die weit über dem eigentlichen Beschaffungspreis liegen», warnte Kiese. Risiken zu identifizieren und ständig im Auge zu behalten, sei deshalb eine der wichtigsten Aufgaben des Lieferantenmanagements. Bei Wacker wird im Rahmen eines Lieferanten-Beziehungs-Managements die Zusammenarbeit mit den Lieferanten ständig optimiert. Verantwortlich für diese Aufgabe sind crossfunktionale, bereichsübergreifend eingesetzte Warenklassen-Teams. Die Experten dieser Teams stammen aus den Bereichen Technik, Produktion und Einkauf. Sie sind für das Lieferanten-Portfolio-Management verantwortlich, das auf drei Säulen basiert: Darstellung und Analyse der Beschaffungssegmente ■ Bewertung der relevanten Lieferanten ■ wirkungsvolles Reklamationsmanagement. ■

Die Bewertung dient dazu, die Besten zu identifizieren, andere Lieferanten an ihnen zu messen, Lieferanten im Mittelfeld qualitativ zu verbessern und sich von Lieferanten, die wiederholt durch schlechte Leistungen aufgefallen sind, zu trennen. «Auf diese Weise entstehen gleichzeitig Chancen für neue Partner», verdeutlichte Kiese. Dieses Auswahlprinzip habe zu einem Lieferanten-Portfolio mit sehr hoher Leistungsdichte geführt.

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Das Ergebnis spricht für sich: So arbeitet der Chemiekonzern mit vielen Partnern schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammen. Rund 50 Prozent des technischen Beschaffungsvolumens entfallen inzwischen auf rund 400 Lieferanten. Etwa die Hälfte der Lieferanten sind bereits zwischen fünf und zehn Jahren für Wacker tätig.

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Frachtschiffe im Hafen Kleinhüningen. Dank der Rheinhäfen ist Basel ein Zentrum der Logistik.

Bild: Rheinhäfen Basel

C H E M I E TR A N S P O R TE

Per Rheinschiff ins Chemiewerk Ein beachtlicher Teil des Schweizer Güterverkehrs läuft über die Rheinschifffahrt. So auch chemische Grundstoffe, fossile Energieträger und pharmazeutische Produkte. Ohne den Rhein hätte sich die chemisch-pharmazeutische Industrie in Basel wohl kaum so erfolgreich entwickelt. RAPHAEL HEGGLIN

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ngetrieben von mehreren Tausend PS aus Dieselmotoren, schiebt sich ein Rheinschiff in den Containerhafen Kleinhüningen in Basel. Das Deck ragt kaum übers Wasser, darauf stapelt sich Container an Container. Ganz hinten, fast am Heck, befindet sich die Brücke, auf welcher der Kapitän das Steuer einschlägt und eines der Hafenbecken anpeilt. Dort befindet sich der Lastenkran schon in Warteposition, die Fracht soll so schnell wie möglich gelöscht werden. Die Nutzlast eines grossen Rheinschiffes beträgt bis zu 3000 Tonnen – das entspricht der Fracht von etwa 300 Lastwagen oder rund fünf Güterzügen. Durchschnittlich nehmen die Schweizerischen Rheinhäfen die Ladung von 18 Schiffen pro Tag an. So gelangen 12 bis 15 Prozent aller in die Schweiz eingeführten Waren über den Rhein und damit über die Rheinhäfen ins

Land. Erdölprodukte machen dabei rund die Hälfte des Frachtgutes aus; das sind 30 bis 40 Prozent des in der Schweiz gesamthaft verbrauchten Mineralöls. Die Häfen sind so-

Rheinhäfen im Überblick

Verkehrsleistungen ■ Schiffsgüterumschlag: ca. 6,5 Mio. t/a ■ Containerumschlag: ca.100 000 TEU*/a ■ Bahngüterverkehr: ca. 5 Mio. t/a Lagermöglichkeiten und Betriebseinrichtungen ³ ■ Silos für 385 000 m Getreide ³ ■ 80 000 m sonstige Schüttgutlager ³ ■ Tanklager für 1250 000 m Flüssiggüter ² ■ 250 000 m gedeckte Lager ² ■ 200 000 m offene Lager (Containerterminals/Gefahrgutcontainer) ■ 60 Kräne mit Hubkraft von 5 t bis 300 t * Standardisierte ISO-Container-Grösse

wohl auf der Schiene als auch per Strasse erreichbar. Somit transportieren Lastwagen und Güterzüge die Ladungen zu und fort von den Rheinhäfen.

Lager für Rohstoffe Die Schweizerischen Rheinhäfen bestehen aus dem Auhafen Muttenz, dem Rheinhafen Birsfelden und dem Rheinhafen Kleinhüningen. Der vierte und gleichzeitig älteste im Bunde – der Rheinhafen St. Johann – wird zurzeit abgebrochen. Ende 2011 soll an seiner Stelle die Erweiterung des NovartisCampus entstehen. Die drei bestehenden Hafenanlagen erstrecken sich entlang des Rheins über die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Im Auhafen Muttenz werden vor allem flüssige Treib- und Brennstoffe umgeschlagen und gelagert. Zudem nimmt man dort Schwergut, Speiseöl, Dünger, Tonerde und Getreide an. Auch der Rheinhafen Birsfel-


logistik

den ist auf den Umschlag von flüssigen Treib- und Brennstoffen sowie von Trockengütern spezialisiert. Der Rheinhafen Kleinhüningen verfügt über drei Containerterminals. Hier löscht man hauptsächlich Buntmetalle, Stahl, Aluminium und andere Güter, die in Containern ankommen – und zudem flüssige Stoffe, die in Tanklagern zwischengelagert werden. Die Häfen fungieren also als Warenlager: Angenommene Güter wie Öl, Düngemittel oder Getreide werden in Silos und Tanks zwischengelagert, bis sie zu den Verbrauchern gelangen. Die Kapazität ist so gross, dass die wichtigsten Rohstoffe bei einem Lieferstopp noch für einen Monat und länger reichen.

Rohstoff hin, Produkt zurück Ohne den Rhein hätte sich die chemischpharmazeutische Industrie in Basel kaum dermassen erfolgreich entwickeln können. Als die ersten chemischen Fabriken im 19. Jahrhundert entstanden, wählten die Grün-

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Basel: Zentrum der Logistik

Nicht nur beim Schiffverkehr, sondern beim gesamten Güterverkehr der Schweiz liegt Basel an der Spitze. Über 40 Prozent der gesamten Schweizer Importe und Exporte laufen über die Region. Die Logistik zählt dort neben der chemisch-pharmazeutischen Industrie zu den Leitbranchen. Laut einer Studie der Universität St. Gallen beschäftigen die Logistik-Unternehmen im Grossraum Basel rund 22 000 Personen, etwa 16 000 davon in der Schweiz. Die besondere Stellung der Logistik in und um Basel ist laut Studienbetreiber vor allem auf den Rhein und die Nähe zu Deutschland und Frankreich zurückzuführen.

der bewusst den Rhein als Standort: Er diente damals als Wasserlieferant und zur Entsorgung von Abfallprodukten. Diese Zeiten sind vorbei. Doch heute noch ist der Rhein wichtig für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Basel: Ein Teil der chemischen Grundstoffe findet ihren Weg über den Rhein in die Chemiewerke. Und auf dem gleichen Weg gehen die fertigen Produkte wieder zurück in die Welt hinaus. Die angelieferten chemischen Grundstoffe

kommen in flüssiger oder fester Form an. Darunter Benzol, Kunststoffe, Farbstoffe, ätherische Öle, pharmazeutische Erzeugnisse zur Weiterverarbeitung und weitere Stoffe. Als fertige Produkte verlassen die angelieferten Stoffe später Basel wieder über die Rheinhäfen: Rund 36 000 Tonnen chemische Erzeugnisse waren es 2010.

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erfolgt per Lastwagen oder Eisenbahn – je nachdem als Gefahrguttransport.

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Die Container-Logistik zählt zu den Schlüsseltechnologien in den Rheinhäfen Basel.

Chemikalien gibt es innerhalb der Rheinschifffahrt spezialisierte Firmen. Eine davon ist die Contargo AG, die in Kleinhüningen einen eigenen Terminal betreibt. Sämtliche Güter – auch flüssige – werden in normierten Containern angeliefert. Flüssige Stoffe befinden sich in zylindrischen Tanks. Diese sind von einem Stahlrahmen umgeben, der exakt die Abmessungen eines Containers aufweist. Die Firma nimmt die gesamte Bandbreite an chemischen und pharmazeutischen Grundstoffen an und lagert sie in der speziell errichteten Infrastruktur zwischen. Zwei Stoffklassen allerdings dürfen nicht auf dem Rhein transportiert werden: explosive und radioaktive (Gefahrgutklasse 1 und 7).

Frachtschiffe auf Binnengewässern

Bild: Contargo

Andere Stoffe kommen je nach Gefahrgutklasse in doppelwandigen Tanks oder Standardcontainern an. Gefahrengüter werden laut Holger Bochow, Geschäftsführer der Contargo AG, allerdings nur vorübergehend entgegengenommen – nie länger als eine Woche. Der Rheinhafen soll nur kurzfristiges Zwischenlager für chemische Grundstoffe sein. Trotzdem müssen die Abstellbereiche dieselben Auflagen wie Chemiefabriken erfüllen. Ihr Boden bildet jeweils eine massive Betonwanne, ausgelaufene Flüssigkeiten können so nicht weiter austreten. Ebenfalls verfügen die Chemikalien-Zwischenlager über Lüftungs-, Lösch- und Alarmsysteme. Der Weitertransport vom Containerterminal zu den Chemiewerken

Frachtschiffe für Binnengewässerstrassen müssen weiniger hohe Anforderungen an die Stabilität im Seegang, an Navigationsinstrumenten und an Rettungsgeräten erfüllen wie Hochseeschiffe. Dafür müssen sie so flach gebaut sein, dass sie unter Brücken durchfahren können. Teilweise verfügen sie dazu über versenkbare Masten und versenkbare Kommandobrücken. Binnengewässer-Frachtschiffe sind in Klassen eingeteilt. Die grössten Schiffe auf dem Rhein sind die «Grossen Rheinschiffe». Sie bilden eine eigene Klasse und können bis zu 3000 Tonnen laden. Ihre Breite ist auf 11,4 Meter festgelegt, ihre Länge beträgt 95 bis 110 Meter, der Tiefgang maximal 3,5 Meter. Die Schleusen auf dem Rhein sind darauf ausgelegt, maximal diese Schiffsgrösse aufzunehmen – es sind also die grössten Schiffe, die auf dem Rhein verkehren.

Der Rhein z��hlt heute zu den am meisten befahrenen Wasserstrassen weltweit. Er verbindet bedeutende Wirtschaftszentren von Basel bis nach Rotterdam miteinander. Schiffbar ist der Rhein von Rheinfelden bis Rotterdam; dies garantiert die revidierte Rheinschifffahrtsakte vom 17. Oktober 1868 (Mannheimer Akte). Zwar wird der Rhein schon seit der Römerzeit als Wasserstrasse benutzt, doch erst mit dem Vertrag ist gewährleistet, dass der Rhein für Transportschiffe über die gesamte definierte Strecke schiffbar ist. Es ist darin festgelegt, dass alle Rheinstaaten – und Grossbritannien – dieselben Gesetze für Transportmittel anwenden und dass der Rhein von Basel flussabwärts jederzeit befahrbar ist. Wer also beispielsweise ein neues Wasserkraftwerk plant, muss eine kostenlose Umfahrungsmöglichkeit bereitstellen. Durch den Rhein hat die Schweiz direkten Anschluss ans Meer. Wenn ein Frachtschiff ohne Unterbruch fährt, dauert die Talfahrt von Basel bis nach Rotterdam 3,5 Tage – für den Weg zurück braucht es 4,5 Tage. Vom Rhein zweigen zudem weitere Wasserstrassen ab. So ist zum Beispiel der Rhein-MainDonau-Kanal für grössere Schiffe befahrbar. Damit ist eine Fahrt von Basel bis ans Schwarze Meer möglich.

Die Loreley hat ihre Tücken und Basel seine Brücken Auch wenn der Rhein die am meisten befahrene Wasserstrasse ist: Er weist einige für die Schifffahrt heikle Stellen auf. So zum Beispiel beim Loreley-Felsen in Sankt Goarshausen (D). Der Strom beschreibt dort eine S-Form und ist nur entlang einer schmalen Rinne befahrbar. Schon mehrfach ist es beim Loreley-Felsen zu Havarien gekommen, die letzte erst kürzlich: Am 13. Januar diesen Jahres ist der mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tanker Waldhof beim Felsen auf Grund gelaufen und anschliessend gekippt. Die Schifffahrt auf dem Rhein war an der Unfallstelle über Wochen stark eingeschränkt, erst einen Monat später konnte der Tanker in den Loreley-Hafen gezogen werden. Eine ähnlich heikle Passage wie beim Loreley-Felsen gibt es einige Hundert Kilometer rheinaufwärts: die Fahrt durch Basel. So krachte die mit Tonerde beladene «Corona»


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im Jahr 1984 in einen Pfeiler der mittleren Brücke und legte die Schifffahrt rund um Basel für mehrere Wochen lahm. Für die Passage durch Basel braucht es allerdings ein spezielles Schifffahrts-Patent: Das normale Rheinschiffer-Patent gilt nur bis zur mittleren Brücke –für die Weiterfahrt zu den Baselbieter Häfen ist zusätzlich das Hochrhein-Patent nötig. Nur wenige Kapitäne besitzen ein solches. Deshalb steigt in Kleinhünigen meist ein Lotse ein und übernimmt das Steuer.

Gute Ökobilanz Trotz der vereinzelt vorkommenden Havarien: Gegenüber der Strasse bietet die Rheinschifffahrt grundsätzlich staufreies, kontinuierliches Vorankommen. Aufgrund der grossen Ladekapazität der Rheinschiffe weisen sie eine gute Ökobilanz auf. Mit einem PS Motorenleistung kann ein Binnenschiff etwa 4 Tonnen Ladegut befördern – bei der Eisenbahn sind es nur 0,5 Tonnen pro PS und bei einem Lastwagen 0,15 Tonnen pro PS. Oder auf die Wegstrecke bezo-

Der Auhafen Muttenz aus der Luft.

gen: Mit der Energie aus fünf Litern Diesel transportiert ein Binnenschiff eine Tonne Ladung 500 Kilometer weit, die Eisenbahn kommt 333 Kilometer weit und der Lastwagen 100 Kilometer weit.

Bild: Rheinhäfen Basel

Die Schifffahrt schneidet also im Vergleich umweltfreundlich ab. Die Schweizerischen Rheinhäfen werden deshalb auch in Zukunft wichtige Drehscheibe des Schweizer Imports und Exports bleiben.

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B R E N N TA G S C H WE I Z E R H A L L A G

Vollsortimenter schafft Mehrwert für Kunden und Hersteller Die Nummer eins der Schweizer Chemiedistribution hat die für die Industrie schwierigen Jahre 2008/2009 gut gemeistert. Nun setzt Brenntag Schweizerhall voll auf strategisch ausgerichtetes, nachhaltiges Wachstum. Dabei soll die Spezialitätenchemie eine tragende Rolle spielen. Die Brenntag Schweizerhall AG ist in der Schweiz als der führende Distributor von Industriechemikalien bekannt. Die gleiche Marktposition nimmt man auch in der Spezialitätenchemie ein. Die Kundenbetreuung wird durch acht verschiedene, branchenorientierte Verkaufsteams, besetzt mit Chemikern und Technikern mit spezieller Expertise für ihr Segment (Lacke & Farben, Reinigung, Kosmetik, Pharma, usw.), wahrgenommen. Dieses vertiefte Fachwissen stellt sicher, dass Brenntag die Erwartungen seiner Lieferanten hinsichtlich einer anwendungsorientierten Beratung erfüllen kann. «Gleichzeitig profitieren aber auch unsere Kunden – so nehmen wir die verbindende Funktion des Distributeurs gleichzeitig klassisch und modern wahr», ist CEO HansPeter Brader überzeugt.

Optimale Unterstützung bei der Anwendung von Spezialchemikalien Die Kunden, die von Brenntag Schweizerhall vertriebene Spezialchemikalien in ihren Anwendungen einsetzen, werden in ihren Marktsegmenten mit wachsenden Anforde-

Tankwagenbeladung Säure/Lauge. Bilder: Brenntag Schweizerhall AG

Wasserstoffperoxid-Reduktionsanlage.

«Immer mehr Lieferanten wünschen sich einen europäisch aufgestellten Distributionspartner mit einheitlicher Strategie, und genau das bekommen sie bei Brenntag.»

gung mit hochreinen Hilfsmitteln zur Herstellung von Schweizer Uhren und Computer-Hardware. Auch für Partner im Reinigungs-, Polymer- und Baubereich haben die Experten von Brenntag Schweizerhall immer eine Empfehlung parat.

Hans-Peter Brader

Die lokalen Aktivitäten des weltweit tätigen Chemiedistributeurs werden unterstützt und getragen von industriespezifisch zusammengesetzten Arbeitsgruppen, die den internationalen Informationsaustausch zwischen den Landesgesellschaften fördern und die koordinierte, zeitgerechte Umsetzung paneuropäischer Projekte sicherstellen. Das internationale Leitmotiv für Brenntag, Specialties Europe «Shared Values – Shared Success», spiegelt dies wider; für alle Beteiligten Mehrwerte zu schaffen ist oberstes Ziel. «Im europäischen Vergleich mit unseren Wettbewerbern stehen wir mit Vorsprung an der Spitze», führt Hans-Peter Brader wei-

rungen bezüglich Dokumentation und Prozessvorgaben konfrontiert. Hier bietet Brenntag die bestmögliche Unterstützung, sei es durch ein wirkungsvolles HACCP-Konzept im Nahrungsmittelbereich, Sonderzertifikate für kosmetische Rohstoffe oder ein GDP-Zertifikat für anspruchsvolle Pharma-Spezialitäten. Die Brenntag-Teams beraten Kunden bei der Realisierung intelligenter technischer Lösungen, sei es bei der Entwicklung einer Druckfarbe für Banknoten oder der Versor-

Zeitgerechte Umsetzung paneuropäischer Projekte


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ter aus, «es geht vor allem darum, unsere Kräfte zu bündeln und abgestimmt einzusetzen. Immer mehr Lieferanten wünschen sich einen europäisch aufgestellten Distributionspartner mit einheitlicher Strategie, und genau das bekommen sie bei Brenntag. Dank unserer kritischen Masse in allen Abnehmerbranchen und Ländern, der Stärke der Ein- und Verkaufsmannschaft und der optimalen Infrastruktur sind wir in der Lage, jedes Projekt erfolgreich umzusetzen.» Das Konzept hat sich bereits bewährt und

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Erfolgreich im Single Sourcing Aber auch im Single Sourcing, der Übernahme der Beschaffungsverantwortung für ganze Produktpakete, ist die Brenntag Schweizerhall AG sehr erfolgreich. «Hier zahlen sich unsere Investitionen in Personal und IT besonders aus», vertieft Wolfram Heymann. «Inzwischen sind mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt und bekommen sehr positive Resonanz der Kundschaft. Noch stärker als im angestammten Chemiedistributionsgeschäft kommen hier die Vorteile des Abluftverbrennungsanlage Standort Lohn.

auch aufbereitete Lösungsmittel aus einer Hand und aus eigener Infrastruktur anbieten. Damit ermöglichen wir es unseren Kunden, ihre Produktionen ökologisch vorbildlich zu fahren, weil sie noch brauchbare Produkte wieder in den industriellen Kreislauf abgeben können.» Hiermit ist das Angebot komplett: Industriechemikalien, Spezialitäten, Mischungen, Single Sourcing und Recycling sind die Bausteine, die aus der Brenntag Schweizerhall AG einen echten «Vollsortimenter» machen. Starke Geschäftsbereiche als Fundament für Chemiehandel im Dienste von Hersteller und Kunde ergeben Mehrwert für alle Beteiligten – einfach, aber erfolgreich.

Hochregallager Avenches.

wird nun, bei stark verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, intensiv vorangetrieben.

Wachstumspotenzial auch bei Industriechemikalien Aber auch bei den Industriechemikalien tritt Brenntag nicht auf der Stelle. Hier sieht man ebenfalls Wachstumspotenzial, insbesondere in bestimmten, identifizierten Nischen und mit Mehrwertleistungen, die Brenntag bietet. «Unsere Massnahmen zum Ausbau der strategischen Wachstumsfelder in den vergangenen Jahren haben uns nicht nur über die Krise geholfen, sondern führen heute zu profitablem Wachstum», erläutert der COO der Firma, Wolfram Heymann. «Insbesondere in der Wasserchemie haben wir durch gezielten Ausbau des Produktportfolios entscheidende Fortschritte gemacht. Als nächste Massnahme planen wir, vorhandene Lücken im Sortiment zu schliessen und zum Systemanbieter zu werden.»

Marktführers zum Tragen. Die Bewältigung ganzer Einkaufspakete verlangt von der Beschaffung, dem Verkauf, der IT und Logistik ein radikales Umdenken und setzt Kapitalstärke voraus, um ganze Teams auf eines oder wenige Projekte ansetzen zu können. «Unsere Pipeline ist gut gefüllt –aber unsere schlagkräftige Organisation ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen!», schliesst der COO.

Brenntag Schweizerhall AG CH-4013 Basel Telefon 061 326 81 11 info@brenntag.ch www.brenntag.ch

Recycling schliesst den Kreis Im Verbund mit Industrie- und Spezialitätenchemie arbeitet der in der Niederlassung Lohn-Bätterkinden beheimatete Recyclingbereich. «Unsere Kernkompetenz ist die Aufbereitung gebrauchter Lösungsmittel, wobei der Standort auch in der Lage ist, sämtliche Sonderabfälle zurückzunehmen, um sie aufzubereiten oder umweltgerecht zu entsorgen. Damit schliesst sich der Kreis», bemerkt Rudolf Strähl, Leiter der Niederlassung, stolz. «Als einziger Schweizer Anbieter können wir sowohl frische wie

Automatische Fassabfüllung Lösungsmittel..


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SCHWEIZERISCHE POST

Lagerung von gefährlichen Stoffen und Transport von Laborproben Die Schweizerische Post bietet zahlreiche Logistikangebote für die Chemie- und Pharmabranche. Ob Lagerung von Gefahrstoffen oder schnelle Beförderung von Blutproben zwischen Arzt und Labor, das Logistikangebot der Post ist umfassend. Die Post verfügt über verschiedenste Lagerformen und hat sich unter anderem auf die Lagerung von Pharmazeutika und Gefahrstoffen spezialisiert. Die Läger in St. Gallen und in Villmergen sind durch die Swissmedic GDP-zertifiziert und erfüllen die Anforderungen der US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA. Die Lagermitarbeitenden sind für die speziellen Anforderungen der Arzneimittel geschult. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit durch ein modernes elektronisches Logistiksystem. Die Dienstleistungen der Post gehen weit über die reine Lagerlogistik hinaus. Beim Crossdocking wird Ware von verschiedenen Lieferanten der Post geliefert. Dank perfektem Timing und transparenten Datenflüssen muss die Ware nicht eingelagert, sondern kann innert kürzester Zeit weiterverarbeitet werden. Den Weitertransport führt die Post mit dem optimalen Kanal aus: Paket, Express, Kurier, Stückgut oder Innight. Auch Zusatzleistungen können direkt der Post in Auftrag gegeben werden. Preisauszeichnen, Etikettieren, Setbildung oder Qualitätskontrolle gehören zur täglichen Arbeit der PostLagermitarbeitenden und werden zuverlässig und termingerecht ausgeführt.

Gefahrstoffe Auch für das Lagern von Gefahrstoffen verfügt die Post über die entsprechende Infrastruktur. Das Lager in Villmergen wurde im

Dank den Kühlelementen des Disposet Cold kann die Post temperatursensible Arzneimittel im normalen Paketkanal transportieren. Bilder: Schweizerische Post

Frühling 2011 nach den Vorgaben der neusten Störfallverordnung umgebaut. Die Lagermitarbeitenden werden für den Umgang mit Gefahrstoffen regelmässig geschult. Sie

Die Schweizerische Post: Auch das ist Logistik.

Die Post ist die grösste Logistikanbieterin der Schweiz. PostLogistics, der Logistikbereich der Post, befördert nebst Kurier-, Expressund Paketsendungen auch Stückgut pünktlich und zuverlässig. Lagerlogistik rundet das Angebot der Post ab. Die Post verfügt über geschulte Mitarbeitende und die entsprechende Infrastruktur, um umfassende Logistikdienstleistungen für Pharmazeutika und Gefahrstoffe bzw. Gefahrgüter anbieten zu können. www.post.ch/logistik

prüfen zum Beispiel bei der angelieferten Ware, ob diese korrekt gekennzeichnet ist und ob die Papiere mit den Gütern übereinstimmen. Auch die Verpackung wird auf deren Unversehrtheit überprüft, bevor die Ware eingelagert wird. Dank den regelmässigen Schulungen durch den Gefahrgutexperten der Post wissen die Mitarbeitenden, wie sie sich bei Zwischenfällen, etwa defekten Verpackungen oder auslaufenden Flüssigkeiten, verhalten müssen, damit allfällige Gefahren gebannt werden können. Nicht nur für das Lagern, sondern auch für den Transport von gefährlichen Gütern ist die Schweizerische Post die geeignete Logistikpartnerin. Die Logistiker bei der Post hal-


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ten die ADR/SDR-Vorschriften ein und gewährleisten einen sicheren Transport der gefährlichen Güter.

Laborexpress und Disposet Cold

Flüssigkeitsdosierung ist jetzt einfacher denn je. Das ist unmöglich!

Für die Beförderung von Laborproben bietet die Post den Laborexpress an. Mit dieser Lösung können Ärzte schnell und unkompliziert Laborproben in die Labore schicken. Diese können die Sendung dank dem Ärztebarcode eindeutig identifizieren. Die Post stellt diese Sendungen am Werktag nach der Aufgabe frühmorgens dem Labor zu. Mit Laborexpress sind die Sendungs- und Rechnungsdaten im Internet über die Geschäftskundenplattform My Post Business abrufbar, die Fakturierung erfolgt monatlich zulasten des Labors. Die Isolationsverpackung Disposet Cold wurde von der Post entwickelt, um die Kühlkette beim Transport von temperatursensiblen Arzneimitteln gewährleisten zu können. Die Post liefert die Verpackungen auf Bestellung dem Versender, der Paketbote nimmt das Disposet Cold nach der erfolgreichen Zustellung gleich wieder mit. Empfänger und Versender haben somit keinen Aufwand mit dem Entsorgen von Verpackungsmaterial, eine Lagerung von Leergebinden erübrigt sich.

Die Schweizerische Post PostLogistics CH-3030 Bern Telefon 058 338 85 45 www.post.ch/logistik

Leistungsbereiche SIMDOS® Förderleistung: 1-100 ml/min Dosiervolumen: 1-1000 ml max Druckhöhe: > 60 mWS max. Saughöhe: > 3mWS

Die neue SIMDOS® Dosierpumpe erlaubt auf einfache Art und Weise genaues Dosieren und den kontinuierlichen Transfer von praktisch jeder Flüssigkeit für den Laborgebrauch. Das klare Display, die benutzerfreundliche Schnittstelle und die geradlinige Steuerung gewährleisten eine intuitive Bedienung und mühelose Überwachung.

Mit der kompakten und wartungsarmen SIMDOS® ist das Dosieren jetzt besonders einfach. KNF NEUBERGER AG Stockenstrasse 6 8362 Balterswil Telefon 071 971 14 85 Fax 071 971 13 60 knf@knf.ch www.knf.ch

Die Post verfügt über die entsprechende Infrastruktur, um Gefahrstoffe lagern zu können.

First class pumps for first class science


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O VE R L A C K - U N D S TO C K M E I E R - G R U P P E

Mit der KEM AG gemeinsam in die europäischen Märkte Anfang dieses Jahres hat die KEM das grosse Distributionsunternehmen Quaron in Frankreich mit allen Standorten komplett übernommen. Damit ist der Markteinstieg in Frankreich perfekt gelungen, und man kann nun gegenseitig Synergien nutzen, um das Geschäft sowohl in Frankreich als auch im bisherigen Heimatmarkt Deutschland zu stärken. Die französische Quaron ist ehemals Teil der Quaron-Gruppe mit Aktivitäten auch in den Benelux-Ländern gewesen. Eigentümer war nach verschiedenen Gesellschafterwechseln der letzten Jahre ein Finanzinvestor geworden. Kartellrechtliche Verfügungen der französischen Kartellbehörden haben beim geplanten Weiterverkauf der Aktivität eine Trennung der Gruppe erforderlich gemacht. Der Benelux-Teil wurde vor wenigen Wochen an ein anderes Chemiehandelshaus veräussert. Der Frankreich-Teil, mit dem auch die Namensrechte Quaron verbunden sind, wurde von der KEM AG, ein Joint Venture der Overlack AG und der Stockmeier Holding GmbH, übernommen. Diese Massnahme steht nicht mehr unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Einsprüche, da die Einheit als solche in Frankreich unverändert erhalten bleibt und die Wettbewerbslandschaft dort auch in Zukunft sinnvoll ergänzt. Zur Quaron-Gruppe gehört das französische Geschäft bereits seit einigen Jahren. Seine langfristige geschichtliche Heimat hat es aber in der mittelständischen, ursprünglich familiengeführten Chemiehandelsfirma Langlois (mit Hauptsitz in Rennes), die auf das Gründungsjahr 1922 zurückgeht. So schliesst sich nun der Kreislauf. Nach einem turbulenten Galopp durch verschiedene Eigentümergruppen, aus dem Bereich der Handelskonzerne und der oft sehr kurzfristig orientierten Finanzinvestoren, geht die solide und gesunde Geschäftsbasis nun zurück an zwei gleichfalls über mehrere Generationen in der Chemiedistribution verwurzelte Familienfirmen. Eine spürbare Erleichterung nicht zuletzt für die dem Unternehmen oft langjährig verbundenen Mitarbeiter. Hinter der Übernahme von Quaron und der Gründung der KEM steht dabei eine klare Strategie. Über diesen Weg wollen sich die Overlack- und die Stockmeier-Gruppe an

Standort der von der KEM AG übernommenen französischen Quaron in Rennes.

weiteren Märkten in Westeuropa beteiligen. Schon heute hat man England, Skandinavien, die iberische Halbinsel und auch Italien im Visier. Sollte sich eine Gelegenheit ergeben, so wird man alle Optionen prüfen und bei Bedarf weitere Unternehmen übernehmen. Mit dieser Strategie werden die Overlackund die Stockmeier-Gruppe ein immer interessanterer Partner für die grossen, multinational agierenden Chemieproduzenten. Diese Strategie verlangt aber auch ein hohes Investitionsvermögen. Für familiengeführte mittelständische Unternehmen eine echte Herausforderung – die zu zweit besser geleistet werden kann. Man schliesst nicht aus, auch einen langfristig orientierten Investor in die KEM AG mit aufzunehmen, um weiteres Kapital für den Erwerb von Chemiedistributeuren zu generieren. Die beiden Unternehmensgruppen glauben, dass die Konzentration des Distributionsgeschäftes zunehmen wird. Die grossen Chemieproduzenten suchen mehr und mehr nach Partnern, die Ländergruppen betreuen. Die Entscheidung für die Vergabe von Distributions-Agreements wird in der Regel im Wesentlichen von folgenden Punkten abhängig gemacht:

Bild: zvg

Hohe Vertriebskompetenz in den Marktsegmenten. ■ Keine Konflikte mit Wettbewerbsprodukten. ■ Zusammenfassen von Ländergruppen (wie z. B. Osteuropa). ■ Ausreichende Liquidität. Insofern ist die Strategie der beiden grossen Mittelständler nur logisch. Sowohl Stockmeier als auch Overlack haben ein starkes Deutschland-Geschäft mit vielen engen Verbindungen zu massgeblichen Chemieproduzenten. Diese Zusammenarbeit soll nun nach und nach in andere westeuropäische Länder übertragen werden. Die Overlack- und die Stockmeier-Gruppe sind für die Zukunft gerüstet und haben entscheidende Weichen gestellt. ■

Overlack AG D-41061 Mönchengladbach Telefon +49 (0)2161 356-0 info@overlack.de www.overlack.de Stockmeier Holding GmbH D-33609 Bielefeld Telefon +49 (0)521 3037-0 info@stockmeier.de www.stockmeier.de


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WESCO AG REINRAUMTECHNIK / PROJEKT WILD & KÜPFER AG

Aus einer Hand: Von der Idee bis zur Realisierung des Reinraums Für die Firma Wild & Küpfer AG in Schmerikon hat Wesco AG Reinraumtechnik einen neuen Reinraum zur Produktion und Montage von Kunststoffteilen für die Medizinaltechnik erstellt.

Das hohe Qualitätsbewusstsein und das verantwortungsvolle Handeln unserer kompetenten Reinraum-Projektleiter sowie die gute Zusammenarbeit mit dem Aufttraggeber waren Garant für ein weiteres erfolgreiches Reinraumprojekt auf hohem Qualitätsniveau. Dabei standen die Anforderungen und die Zufriedenheit unseres Auftraggebers Wild & Küpfer stets im Vordergrund.

Berücksichtigung von Richtlinien und Normen Die Herstellung der Produkte erfolgt unter Reinraumbedingungen. Grundlagen dazu bilden folgende Richtlinien und Normen: ■ ISO 14644, Reinräume und zugehörige Reinraumbereiche ■ VDI 2083, Reinraumtechnik ■ GMP, Leitfaden einer guten Herstellungspraxis

Reinraumkonzept In der bestehenden Halle wurde ein Reinraumbereich als «Raum-in-Raum»-System aufgestellt. Der Reinraum ist in folgende Bereiche aufgeteilt: ■ Grauraum 2 ■ Materialschleuse – ISO 8(D), 20,20 m 2 ■ Personenschleuse – ISO 8(D), 17,50 m 2 ■ Reinraum – ISO 8 (D), 510,00 m Grauraum: Der Grauraum bildet die Umge-

Reinraum mit Kunststoffspritzmaschinen und Kranbahn.

bung des Reinraumbereichs; er dient zur Zwischenlagerung der angelieferten Materialien sowie der Fertigprodukte. Im Grauraumbereich wurden die technischen Ausrüstungen für die Lüftung- und Kühlung der Reinraumbereiche installiert. Über dem Reinraum sind die Umluftkühler und der Innenteil des Klimazentralgerätes montiert. Der Grauraum dient auch zur Überströmung der Abluft aus den Reinräumen zu den FFU’s (Filter Fan Units). Reinraumbereich: Der Reinraumbereich wird mittels FFU’s belüftet, die Umluft strömt in den Grauraumbereich. Die Klimatisierung erfolgt über ein Klimazentralgerät (Monobloc), welches einerseits über dem Reinraum, anderseits auf dem Dach platziert ist. Zur Abfuhr der Wärmelasten im Reinraum sind dezentral Umluftkühler in der Zwischendecke montiert. Die Zuluft wird über sogenannte Textilauslässe über dem Reinraum in die Zwischendecke eingeblasen. Technische Daten der Klimaanlage Zuluft: 6000 m3/h Fortluft: 4800 m3/h Aussenluft: 1200 m3/h Umluft(FFU): ca. 60 000 m3/h Kälteleistung: ca. 150 kW (mit Free Cooling System)

Kaltwasser Vorlauf: Kaltwasser Rücklauf: Raumdaten Temperatur: Feuchte: Raumdrücke Grauraum: Schleusen: Reinraum:

+ 12°C + 18°C + 21°C +2K 40–60% r.F. ± O Pa (Atmosphäre) + 15 Pa + 30 Pa

Liefer- und Leistungsumfang Reinraumwand- und Deckensystem (Reinraumdecke begehbar). Lüftungsanlage, bestehend aus: ■ Klimazentralgerät (mit WRG-System) ■ 30 St. FFU (Filter Fan Units mit Schwebstofffilter H14) ■ Kaltwasseranlage (mit Free CoolingSystem) ■ Kaltwasserverteilung mit Umluftkühler ■ Befeuchtungsanlage ■ Sanitärinstallationen (Tropfwassserabläufe, Befeuchterwasserzuleitungen) ■ MSR-Anlage

Wesco AG Reinraumtechnik CH-5430 Wettingen Telefon 056 438 11 40 reinraumtechnik@wesco.ch www.wesco.ch

Begehbare Decke mit integrierter Lüftungstechnik.


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Der eigensichere HighPower Trunk versorgt Ex-Bereiche mit Strom, ermöglicht längere Leitungswege und bietet alle Vorteile von FISCO: Eigensicherheit.

D A R T VE R E I N F A C H T E I G E N S I C H E R E S TR O M VE R S O R G U N G

DART-Feldbus – Geben Sie Funken keine Chance Die erste echte Anwendung für DART – Dynamic Arc Recognition and Termination (dynamische Funkenerkennung und -löschung) – ist der DART-Feldbus. Der DART-Feldbus ist Bestandteil der Produktlinie FieldConnex für Feldbusinfrastruktur von Pepperl + Fuchs. Die DART-Technologie, die auch als «Power-i» bezeichnet und von einem Konsortium aus 13 Firmen unterstützt wird, bietet hohe Leistungspegel bei gleichzeitiger Gewährleistung von eigensicherem Zündschutz: Der sicherste Weg, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen zu schützen. Andreas Hennecke, Pepperl + Fuchs

Der DART-Feldbus wurde für den ExBereich Zone 1 und die Gasgruppe IIC entwickelt. DART-Feldbus wurde von der PTB, Physikalisch Technische Bundesanstalt in Braunschweig, nach der allen Spezialisten für explosionsgefährdete Bereiche wohl be-

kannten Norm IEC 60079-11 zertifiziert. Und dies bedeutet höchsten Schutz im ExBereich Zone 1 durch Eigensicherheit.

Für die Feldbusinstrumentierung von heute DART-Feldbus zeichnet sich durch echte Einfachheit aus: Diese Technologie bietet im

Risikoverringerung inbegriffen ■ ■ ■ ■ ■ ■

Sicherste Feldbusinstallation mit hoher Leistung – vollständig eigensicher Arbeiten ohne Heissarbeitserlaubnis Gleiche Ausrüstung für alle Gasgruppen: Zertifiziert für Gasgruppe IIC Geringere Planungsrisiken ohne besondere Berücksichtigung des Ex-Bereichs Investitionsschutz: Für eigensichere Feldbusinstrumentierung Höhere Anlagenverfügbarkeit durch integrierte Stromversorgungsredundanz

Hinblick auf Planung, Anwendung und Wartung sämtliche Vorteile von FISCO, dem Konzept für eigensichere Feldbussysteme. Nur bietet DART-Feldbus mehr als das Fünffache der Leistung derzeitiger eigensicherer Feldbusinstallationen und damit genug, um längere Kabelwege und mehr Geräte als bei einem eigensicheren Trunk zu unterstützen. Vor zehn Jahren begann mit FISCO die Akzeptanz der eigensicheren Feldbus-Technologie mit Regeln zur Vereinfachung der Anwendung und Validierung von Explosionsschutz. Und heute durchbricht DART-Feldbus noch weitere Barrieren –durch höhere Leistung und ein Maximum an Flexibilität. Bestehende eigensichere Feldbusinstrumentierungen können eingesetzt werden bzw. bleiben weiterhin bestehen und werden entsprechend aufgerüstet. «Was die DARTFeldbustechnologie betrifft, so hatten wir


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zunächst die Idee, ein vollständiges eigensicheres Feldbussegment zu entwickeln, das dieselben Attribute und dieselbe Leistung aufweist wie ein Feldbus in einem Nicht-Ex-Bereich», so Michael Kessler, Technical Director, Components and Technology bei Pepperl+Fuchs. «Aus diesem Grund schützt DART lediglich den Trunk. Die Spurs bieten Eigensicherheit im klassischen Sinne. DART-Feldbus kann für bestehende eigensichere Feldgeräte verwendet werden.» Die Unterschiede zwischen DART-Feldbus und Feldbus in Nicht-ExBereichen sind marginal. Weitere Attribute sind die Physical LayerDiagnose und Redundanz der Stromversorgung mit Lastverteilung. Lastverteilung bedeutet, dass Stromversorgungen so geregelt werden, dass sie jeweils genau die Hälfte des Laststroms liefern. Dabei werden optimale Betriebsbedingungen, eine längere Lebensdauer der Stromversorgung sowie eine höhere Systemverfügbarkeit ermöglicht. DART-Feldbus erfüllt alle Voraussetzungen,

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Leistungsgrenzen überwinden ■ ■ ■ ■ ■

Eigensicher mit höherer Leistung Lange Kabelwege: Trunk von bis zu 1000 m, Spur bis zu 120 m Optionale Advanced Diagnostics für den Physical Layer Bis zu 32 Feldgeräte pro Segment Konzipiert für und konform mit der Norm IEC 60079_11 für Explosionsschutz

die beste Lösung für eigensichere Feldbusinstallationen zu werden. DART-Feldbus liefert hohe Leistung, gespeist durch die Erfahrung und Möglichkeiten der Innovatoren und Spezialisten für explosionsgefährdete Bereiche bei Pepperl+Fuchs. DART wurde als wichtige Innovation für die Prozessindustrie anerkannt und war eine der fünf besten Entwicklungen, die 2008 zum prestigeträchtigen Hermes Award der Hannover Messe in Deutschland nominiert wurden. Nur zwei Jahre nach der Nominierung setzt Pepperl+Fuchs diese Technologie in die Praxis und in seinen Produkten

um. Michael Kessler: «Es erfüllt uns mit Stolz, eine solche Anerkennung zu erhalten. Wir versuchen, eine Lösung zu entwickeln, die praktisch und einfach anzuwenden ist.» Pepperl + Fuchs AG CH-2557 Studen Telefon 032 374 76 87 info@ch.pepperl-fuchs.com www.pepperl-fuchs.ch

WEITERE INFORMATIONEN www.dart-feldbus.de

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SKAN AG

Biosicherheit und Personenschutz bei Wartungsarbeiten an MSW Das Begasungsverfahren Skanair Decosis eliminiert Biosicherheitsrisiken bei der Wartung von EN 12469 zertifizierten mikrobiologischen Sicherheitswerkbänken (MSW). Durch die spezielle Prozessführung werden alle kritischen Stellen dekontaminiert. Das mobile System wird im Labor direkt an die MSW gekoppelt und erlaubt dank Steuerung und Katalysator einen autonomen Prozess. Die Zerfallsprodukte des Biozids sind unproblematisch. Anschliessend kann die dekontaminierte Biosicherheitswerkbank gefahrlos gewartet werden. Seit nahezu 40 Jahren führt die Firma Skan AG Wartungen an mikrobiologischen Sicherheitswerkbänken durch. Die vielfältigen Anwendungen erfordern entsprechend adaptierte Dienstleistungen. Ausgangspunkt für alle Dienstleistungen – sowohl an der MSW wie auch an anderen BiosicherheitsContainments – ist die Anwendung anerkannter Sicherheitsvorschriften. Demzufolge muss vor Beginn der Wartung eine Beurteilung der Gefährdung vorgenommen werden. Kann eine Gefährdung ausgeschlossen werden, dürfen die Wartungsarbeiten mit einer Personenschutzausrüstung (PSA) durchgeführt werden. Ergibt die Beurteilung der Gefährdung jedoch ein Restrisiko einer Kontamination durch Mikroorganismen, so muss die zu wartende Sicherheitswerkbank vorgängig mit einem geeigneten Biozid dekontaminiert werden.

Formaldehyd als Biozid – persistent und kanzerogen Bisher wurde in der Praxis Formalin als Biozid eingesetzt. Formaldehyd, aus Formalin verdampft, weist ein recht breites Wirkungsspektrum auf. Allerdings werden nicht alle Mikroorganismen abgetötet, so ist zum Beispiel der Geobazillus stearothermophilus dagegen resistent. Bei diesem Verfahren wird eine definierte Menge Formalin aus einem beheizten Behälter verdampft. Der Behälter wird dazu direkt in der Arbeitskammer platziert. Sämtliche Öffnungen an der MSW werden verschlossen und alle Leckagestellen abgeklebt. Dies ist nötig, um einen sicheren Begasungsprozess durchführen zu können. Nach ungefähr 18 Stunden ist die Anwendung beendet. Es bleibt ein weisser Niederschlag von Paraformaldehyd in der Anlage zurück, welcher aufwendig zu entfernen ist. Darum ist eine längerdauernde permanente Ausgasung von Formaldehyd die Regel.

Decosis Gesamtausrüstung integriert in ein Dienstleistungsfahrzeug.

Formaldehyd birgt deshalb hohe Risiken für den Wartungstechniker und verursacht anhaltende Geruchsbelästigungen für die Anlagenbenützer. Es ist sehr giftig und als kanzerogen eingestuft, dies bei Mengen, die der Mensch noch nicht mal wahrnimmt. Daher gelten besonders strenge Sicherheitsvorschriften. In einigen Ländern Europas darf dieses Verfahren nur durch speziell geschultes und amtlich befähigtes Personal erfolgen. Trotz dieser Nachteile und Risiken wird das Verfahren häufig angewendet und ist sogar von der WHO anerkannt. Aus ökologischer und arbeitsmedizinischer Sicht jedoch ist ein effizienteres Alternativverfahren mit einem sicheren Biozid gefordert, das die erwähnten Nachteile nicht aufweist.

Die saubere Alternative: Wasserstoffperoxid In einer MSW sind die kritischen Stellen diejenigen, welche nicht direkt zugänglich sind. Damit auch diese sicher dekontami-

niert werden können, soll wiederum ein Biozid eingesetzt werden, das sich mittels eines Begasungsprozesses einbringen und verteilen lässt. Das neue, validierte Begasungsverfahren Decosis setzt auf Wasserstoffperoxid. Damit lässt sich eine ausgezeichnete Dekontaminationswirkung erzielen. Die Skan AG besitzt eine jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet und verfügt über viele Referenzen. Die Technologie wurde zunächst schwergewichtig für den Bereich der pharmazeutisch-aseptischen Isolatoren entwickelt und angewendet. Ein wichtiges Element dieser Verfahrensentwicklung ist die umfassende Validierung der mikrobiologischen Dekontaminationswirkung. Die von Skan AG begründete Methodik des Nachweises wird von der pharmazeutischen Industrie, aber auch von Behörden, weltweit anerkannt und geschätzt. Aufbauend auf diesem Know-how wurde das «Skanair» Decosis entwickelt. Dies ist


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ein mobiles Dekontaminationssystem mit Wasserstoffperoxid als Biozid, das alle Prozesselemente enthält, die für die sichere Durchführung des Verfahrens notwendig sind. Die Prozesssicherheit beruht auf einer speziellen Prozessführung, der Überwachung durch Sensoren und Indikatoren, der Registrierung wichtiger Parameter sowie der Handhabung durch geschulte Fachleute. Damit die Oberflächendekontamination korrekt durchgeführt werden kann, ist die Biosicherheitswerkbank vorher gründlich zu reinigen. Das «Skanair» Decosis-Gerät kann dann direkt vor der MSW aufgestellt und angeschlossen werden. Die Abluft der MSW wird in das Begasungssystem zurückgeführt, mit dem Biozid angereichert und wieder in die Werkbank eingeströmt. So sind sämtliche Flächen der Arbeitskabine, aber insbesondere auch die für den Wartungstechniker wichtigen Komponenten wie Rückluftkanal, Ventilator und Schwebstofffilter, vollständig erfasst und permanent umspült. Gleichzeitig wird die Anlage in einen leichten Unterdruck gesetzt, um ein unbeabsichtigtes Austreten des Biozids aus der MSW zu verhindern und eine hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten. Bei allfällig auftretenden Druckstörungen erfolgt ein automatischer Dekontaminationsabbruch mit Notspülung. Zu Beginn des Dekontaminationsprozesses wählt der geschulte Techniker die entsprechende Menge an Biozid. Diese beruht auf Forschungsergebnissen unter Berücksichtigung von Mate-rialeigenschaften, Oberflächen und deren Belastungen. Mit der gewählten Menge ergeben sich die Prozessund die anschliessende Spülzeit. Die Freispülung erfolgt über einen Schwebstofffilter

und den endständigen Katalysator. Die dem Katalysator entströmenden Abbauprodukte, Sauerstoff und Wasser, erlauben die Dekontamination ohne Anschluss an eine Hauslüftung. Innerhalb von 3 bis 5 Stunden ist der Prozess abgeschlossen und die Konzentration an Wasserstoffperoxid in der MSW unterhalb von 1 ppm. Die Stillstandzeiten der MSW sind somit deutlich kürzer und erlauben eine wirtschaftlichere Nutzung der Biosicherheitswerkbänke ohne die bei Formalin auftretenden Nachteile. Das Dekontaminationsverfahren erbringt eine statistisch gesicherte Keim-reduktion von 1 000 000 (6 log Reduktion). Als Testkeim wird der Geobazillus stearothermophilus in seiner resistentesten Form als Spore eingesetzt. Sie ist diejenige Form des Mikroorganismus, die chemischen und thermischen Einflüssen am längsten standhält. Da diese Spore ausserdem noch thermophil ist, kann sie für die mikrobiologische Auswertung bei 50 bis 65 °C bebrütet werden und bietet dadurch zusätzliche Sicherheit, dass die Resultate durch eventuelle Fremdkeime nicht verfälscht werden.

Das Skanair Decosis-System findet in der Praxis grossen Anklang. Wartungstechniker schätzen die einfache Handhabung und die Möglichkeit, mit dem neuen Gerät mehrere Dekontaminationen pro Tag durchführen zu können, was den Serviceeinsatz effizienter gestaltet. Die Sicherheitswerkbänke können nach dem sauberen Prozess ohne störende Rückstände gewartet werden. Kunden und Nutzer sehen den besonderen Vorteil im Wegfall der lästigen Emissionen und in der

Analyse von Labordaten mit Excel Einführung in die Biostatistik mit Excel

Decosis im Dekontaminationseinsatz an einer Biosicherheitswerkbank.

23.– 24. 5. 11 16.– 17. 6. 11

raschen Wiederverfügbarkeit der Sicherheitswerkbänke. In der Zwischenzeit hat sich das neue System bereits für einen Industriepreis im Bereich «Kundendienstleistungen» qualifiziert Skan AG CH-4123 Allschwil (Basel) Telefon +41 (0)61 485 44 44 info@skan.ch www.skan.ch

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Statistische Versuchsplanung und Optimierung am PC

Teil A: 10.– 11. 5. 11: Einführung, Screening, Modellierung, Optimierung, grafische Analyse. Teil B: 21.– 22. 6. 11: Optimierung von Formulierungen, eigene spezifizierte Versuche, u. v. a..

Statistische Qualitäts- und Prozesskontrolle SIX SIGMA GREEN BELT Analyse der Stabilität und Haltbarkeit von Produkten Data Mining mit CART-Entscheidungsbäumen

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Reaktionen aus dem praktischen Einsatz

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Zellenradschleuse Easy Clean Twice mit Kollisionsüberwachung Jaudt hat eine neuartige Kollisionsüberwachung für die aktuelle Schleusenbaureihe Easy Clean Twice entwickelt. Die Zellenradschleuse selbst wurde bereits erfolgreich im Markt eingeführt und ist aufgrund ihrer Vielseitigkeit und sehr guten Reinigbarkeit prädestiniert für den Einsatz in der Lebensmittel- und Chemiebranche. Dank der zweifachen Ausziehbarkeit ist sie zudem einfach in der Handhabung, und in Verbindung mit der patentierten Kollisionsüberwachung erreicht die Produktion ein neues Mass an Verfügbarkeit und Sicherheit. Die Kollisionsüberwachung bei Zellenradschleusen gewinnt in der Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung. In Abhängigkeit vom Produktionsabschnitt sind Fremdkörper aller Art nicht mehr zulässig und können auch nur durch hohen technischen Aufwand aussortiert werden. Durch Lagerschäden, Fremdkörper oder Temperaturausdehnung kann sich das Zellenrad axial oder radial in einem Gehäuse einer Zellenradschleuse so verschieben, dass eine Kollision unausweichlich wird und somit feinste Metallteile in das Produkt gelangen können. Die Überwachung der Zellenradschleuse soll zum einen natürlich diese Kollision melden. Noch vorteilhafter wäre es zum anderen für den Betreiber jedoch, eine sich anbahnende Kollision bereits im Vorfeld zu erkennen, sodass das Bedienpersonal re-

agieren und die Anlage rechtzeitig stoppen kann, bevor eine mögliche Produktverunreinigung mit allen Folgeerscheinungen auftritt. Und genau hier setzt die neue Kollisionsüberwachung von Jaudt an. Kollisionsüberwachungssysteme auf Basis eines elektrischen Kontakts zwischen Zellenrad und Zellenradgehäuse sind seit Langem im Markt bekannt. Dabei wird über ein Widerstandsnetzwerk ein Kontakt zwischen Rotorzellenrad und Zellenradgehäuse detektiert und an einer Anzeige ausgegeben. Diese Ohmsche Widerstandsmessung zwischen Zellenradgehäuse und Zellenrad weist jedoch zahlreiche Nachteile auf. So muss stets eine gewisse Spannung zwischen Zellenradgehäuse und Zellenrad anliegen, um beim Kontakt zwischen Zellenrad und Zellenradgehäuse einen Strom fliessen zu las-

RVM heisst das Kollisionsüberwachungssystem, das Jaudt für seine Zellenradschleusen Easy Clean Twice entwickelt hat.

sen und somit eine Widerstandsmessung zu ermöglichen. Dies ist gerade in explosionsgefährdeten Bereichen von Schüttgütern unerwünscht, weil Funkenauslösung vermieden werden soll. Folglich können nur sehr geringe Messspannungen verwendet werden, was wiederum zu einer schlechten Messauflösung führt. Dies hat zur Folge, dass die Messung regelmässig Fehlalarme auslöst, welche den Betrieb der Fördervorrichtung unerwünscht behindern und die Produktionsanlage stoppen. Gerade bei feuchten Schüttgütern passiert es häufig, dass aufgrund der Verdichtung ein schwach leitender elektrischer Kontakt zwischen Zellenradgehäuse und Zellenrad hergestellt wird, welcher dann aufgrund der geringen Messspannung und Messauflösung bei der reinen Widerstandsmessung fälschlicherweise als metallischer Kontakt zwischen Zellenradgehäuse und Zellenrad detektiert wird. Auch dies führt zu unnötigen Fehlalarmen und kann besonders bei feuchten Schüttgütern den Einsatz dieses Messprinzips vollständig unmöglich machen. Jaudt hat nun ein Messverfahren entwickelt, welches sich aufgrund eines völlig anderen elektrischen Prinzips grundlegend von den im Markt bekannten Verfahren unterscheidet. Damit wird ein sicherer und zuverlässiger Betrieb der Fördervorrichtung ermöglicht und insbesondere eine durch das Schüttgut verursachte Veränderung zwischen einem Rotor und einem Gehäuse der Fördervorrichtung zuverlässig und hochauflösend erfasst und visualisiert. Beim Jaudt RVM ist eine Messvorrichtung zur Erfassung einer durch Gehäuse und Rotor gebildeten Hauptkapazität vorgesehen, wobei eine zwischen Gehäuse und Rotor gebildete Kapazität erfasst wird. Hierdurch lässt sich einfach und sicher auf berührungslose Weise eine produktbedingte Ver-


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änderung wie auch ein metallischer Kontakt zwischen Gehäuse und Rotor bestimmen. Für die gesamte Messbreite werden zwei Eckwerte messtechnisch zugrunde gelegt: ■ Schleuse im Auslieferungszustand mit definierten Spaltmassen: – Referenzwert = 0 % Grün -› Idealzustand ■ Schleuse mit metallischem Kontakt zwischen Zellenrad und Gehäuse: – Referenzwert = 100 % Rot -› Kollision Unter Produktionsbedingungen stellt sich nun ein schüttgutabhängiger Betriebswert ein, der im Spektrum zwischen diesen beiden Referenzwerten liegt. Somit kann der Anlagenbetreiber jederzeit feststellen, in welchem Zustand sich die Schleuse befindet. Zusätzlich bietet dieses Messverfahren nun die Besonderheit, über einen dritten Referenzwert (= xx % Orange -› Vorwarnung), welcher vorzugsweise oberhalb des zuvor beschriebenen schüttgutabhängigen Wertes liegt, die Meldung zu erhalten, dass nun ein

kritischer Betriebszustand erreicht ist. Dadurch kann der Anlagenbetreiber Veränderungen des Prozesses rechtzeitig erkennen und reagieren und somit die Produktionssicherheit erhöhen. Die Neuheit dieses Messverfahrens liegt auch darin, dass jede Zellenradschleuse hinsichtlich ihrer eigenen Beschaffenheit (Baugrösse, Spaltmasse, Taschenanzahl usw.) individuell parametriert, das heisst mit den spezifischen Referenzwerten ausgestattet wird. Die Basisparametrierung erfolgt bei Jaudt, die schüttgutabhängige Parametrierung – insbesondere die Festlegung des Referenzwertes für die Vorwarnung – erfolgt natürlich beim Betreiber der Anlage. Damit wird sichergestellt, dass auch weitere Einflussfaktoren wie zum Beispiel Schüttgutfeuchte und Temperatur bei der Messung unmittelbar berücksichtigt werden. Die Parametrierung und Werteausgabe kann über ein kompaktes Modul mit LEDAnzeige erfolgen (Standard), alternativ kann die Kollisionsüberwachung aber auch

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über eine Bus-Schnittstelle in eine übergeordnete Anlagensteuerung eingebunden und entsprechend visualisiert werden. Jaudt hat mit der Kollisionsmessung RVM ein System entwickelt, welches die Eigenschaft des Schüttgutes, die Umgebungsbedingungen und zusätzlich auch Veränderungen der Zellenradschleuse selbst berücksichtigt und somit dem Anlagenbetreiber ein Höchstmass an Produktionssicherheit bietet. Das System arbeitetet zuverlässig beim vielfältigen Einsatz der Zellenradschleuse mit trockenen und fliessfähigen Schüttgütern. Frei Fördertechnik AG CH-3113 Rubigen Telefon 031 720 56 56 Fax 031 720 56 55 info@ffag.ch www.ffag.ch Easyfairs Schüttgut Schweiz Halle 2 – Stand H10

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Offshore-Stapler für extreme Einsatzbedingungen Energieeffiziente Gebläse-Baureihe ausgebaut

> Eine Erdgas-Bohrinsel nördlich der russischen Pazifikinsel Sachalin ist sicherlich nicht der Ort, den man sich für einen längeren Aufenthalt aussuchen würde. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei knapp über 0 °C, und im Winter kann es bis zu – 50 °C kalt werden. Dennoch boomt die Region. Denn unter einem Küstengebiet von 20 000 km2 Fläche lagern rund 700 Mio. t Erdöl und 2500 Mrd. m3 Erdgas. Vor allem das Erdgas soll in Zukunft verstärkt gewonnen und direkt vor Ort verflüssigt werden, um es in komprimierter Form transportieren zu können. Nicht nur für die Beschäftigten, auch für ihre Arbeitsgeräte wie zum Beispiel Gabelstapler ist die Umgebung auf den dortigen Bohrinseln eine Herausforderung. Zur extremen Kälte kommt die rasche Korrosion durch das Salzwasser, und da das gewonnene Erdgas energiereich ist, ist es auch explosiv und sämtliche Komponenten des Staplers müssen den ExSchutz-Vorschriften entsprechen. Vor etwa zwei Jahren lieferte Sichelschmidt den ersten Stapler für den Einsatz im Erdgas-Fördergebiet Sachalin, nun wurde ein zweiter bestellt und ausgeliefert. Dabei handelt es sich um einen Vierrad-Stapler mit 1600 kg Tragfähigkeit. Er basiert in der Grundkonstruktion auf dem bewährten M700-4 EEx, der zum Beispiel in vielen Chemieunternehmen eingesetzt wird, wurde aber umfassend an die besonderen Anforderungen des Offshore-Betriebs angepasst. Für diese Bedingungen hat Sichelschmidt ein «Offshore-Paket» konfiguriert. Es gewährleistet, dass die Stapler auch in der extrem korrosiven Umgebung lange Standzeiten ohne ungeplanten Stillstand erreichen. HKS Fördertechnik AG Generalvertretung Sichelschmidt Schweiz CH-8460 Marthalen Telefon 052 305 47 47 info@hks-hyster.ch www.hks-hyster.ch

Redd & Whyte’s Unique Multipurpose Dispenser

> The Preddator has been specifically designed to significantly reduce the effect of blocked tips when dispensing biochemical reagents, cells, gels, oils and greases across a dynamic range of 20 nl to 200 l into any microtitre plate with up to 3456 wells, as well as plates with peripheral evaporation wells and reservoirs. Other benefits include virtually no foaming when dispensing surfactants and detergents, and cells can be dispensed with excellent viability. All Preddator models are fitted with a standard 0.3 mm orifice solenoid valve which will dispense volumes from 80 nl to 200 nl. In order to dispense volumes below 80 nl, simply plug-in a smaller 0.15 mm solenoid valve. The Preddator is primarily a research instrument and the system’s open architecture software has been specifically devised to allow the operator to design any dispense pattern required. Preddator is ideal for many applications including HTS, MALDI, PCR and Protein Crystallography, and can even be used to dispense gels. Most recently Redd & Whyte’s Preddator was named as one of The Scientist Magazine’s prestigious Top 10 Innovations 2010 ! Bucher Biotec AG CH-4051 Basel Telefon 061 269 1111 info@bucher.ch www.bucher.ch

> Die Atlas Copco Oil-free Air Division stellt das neue Niederdruckgebläse ZB 5-120 VSD vor. Das innovative 100 % ölfreie Produkt aus der Baureihe der zentrifugalen Gebläse mit integrierter Drehzahlregelung (VSD) ist das neueste Erzeugnis des Herstellers. Das Herzstück der neuen ZB-Baureihe bildet eine State-of-the-art-Folienlager-Technologie, mit welcher eine hohe Energieeffizienz gewährleistet ist. Die ZB-Baureihe liefert 100 % ölfreie Druckluft gemäss der Norm ISO 8573-1 und eliminiert jegliche Gefahr einer Öl-Kontamination im Belüftungssystem. Das innovative Folienlager ermöglicht ein reibungsloses Schweben des Hochgeschwindigkeitsrotors. Zusammen mit der führenden VSD-Technologie (Drehzahlregelung) werden hervorragende spezifische Leistungsaufnahmen, gepaart mit dem niedrigen Energiebedarf, gewährleistet. In einer typischen biologischen Kläranlage hat das Belüftungssystem einen Anteil am Gesamtenergieverbrauch von bis zu 70 %. Um deutlich geringere Betriebskosten in diesem kontinuierlich arbeitenden Prozess zu erreichen, entwickelte Atlas Copco die neue ZB-Baureihe mit ihrer effizienten und langlebigen Technologie. Atlas Copco (Schweiz) AG Kompressoren und Druckluftaufbereitung CH-2557 Studen Telefon 032 374 14 02 atlascopco.schweiz@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch

Efficiency by Endress + Hauser

> Die diesjährige Hannover Messe steht ganz unter dem Motto Effizienz. Dass Geräte und Software funktionieren, darf ein Kunde voraussetzen. Aber wie wirtschaftlich ist eine Lösung? Wie viel Energie oder Zeit lässt sich einsparen? Welche Amortisationszeit verbirgt sich hinter den Investitionen? Welche Produktivitätssteigerung lässt sich erreichen? Antworten auf diese Fragen bringen die neuen Produkt- und Lösungskonzepte von Endress + Hauser. Die Anforderungen an die Automatisierungstechnik steigen stetig. Immer leistungsfähigere und gleichzeitig flexiblere Anlagen mit der gesamten Bandbreite an messtechnischen Anwendungen sollen zu möglichst geringen Kosten sicher betrieben werden. Dabei sind Einheitlichkeit und Durchgängigkeit gefragt, wie beim durchgängigen Zweileiter-Konzept für Durchfluss- und Füllstandmessgeräte. Endress + Hauser wird dieses Portfolio um den magnetisch-induktiven Messaufnehmer Proline Promag P 200 und das Ultraschall-Biogas-Gerät Proline Prosonic Flow B 200 erweitern, die erstmals in Hannover vorgestellt werden. Endress + Hauser bietet ein umfassendes und innovatives Leistungsspektrum für die Prozessautomatisierung. Neu sind Abfüll- und Verladelösungen sowie eine Komplettmessstrecke zur Dampfmengenmessung. Mit Dienstleistungen wie der Inbetriebnahme, Installed Base Audit und umfassenden Wartungskonzepten stehen den Anlagenbetreibern viele Optimierungspotenziale offen. Endress + Hauser Metso AG CH-4153 Reinach Telefon 061 715 75 75 info@ch.endress.com www.ch.endress.com Hannover Messe: Halle 11, Stand C39


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Wärme- und Kältethermostate Modularer Zweileiter-Analysator für Flüssigkeiten unterstützt bis zu zwei Sensoren

> Der neue, modular konzipierte Flüssigkeitsanalysator FLXA21 von Yokogawa erlaubt in Verbindung mit jeweils bis zu zwei geeigneten Sensoren neben pH- und Redoxmessungen auch Leitfähigkeitsmessungen nach dem konduktiven oder induktiven Messprinzip sowie eine Bestimmung von gelöstem Sauerstoff. Der flexibel konfigurierbare Zweileiter-Analysator gehört zur neuesten Messgeräte-Generation für den Echtzeit-Einsatz in prozesstechnischen Anlagen und lässt sich mit einer Vielzahl von Sensoren und Sensortypen kombinieren. Dazu zählen zum Beispiel Zwei- oder Vierelektroden-Sensoren zur Messung der Kontaktleitfähigkeit, die mit unterschiedlichen Messfühlertypen zur exakten Temperaturkompensation kombiniert werden können. Der Analysator kann mit jeweils bis zu zwei identischen Sensorenmodulen bestückt werden. Lediglich die induktive Bestimmung der Leitfähigkeit ist mit dem FLXA21 nur im Einzelsensorbetrieb möglich. Yokogawa leistet mit dem FLXA21 einen weiteren wichtigen Beitrag, damit Prozess- und Produktionsleitsysteme auf der Grundlage zuverlässiger, kontinuierlich in Echtzeit verfügbarer Messdaten arbeiten können. Yokogawa Deutschland GmbH D-40880 Ratingen Telefon +49 (0)21 02-49 83-0 info@de.yokogawa.com www.yokogawa.com/de

GFP-AngioKit: a fluorescent human co-culture angiogenesis model from Essen Bioscience

> Angiogenesis, which is the formation of new blood vessels from pre-existing vessels, is mandatory for tumor growth. Angiogenesis is also involved in other pathological disorders such as psoriasis and macular degeneration. The IncuCyte FLR is the latest imaging system from Essen Bioscience and is designed to enable time-lapse imaging of live-cell fluorescent reporters. The IncuCyte FLR fits inside a cell culture incubator allowing researchers to gather fluorescent and phase contrast time-lapse images around-the-clock. The system is ideal for monitoring processes, which require hours to days such as angiogenesis. Essen’s CellPlayer GFP-AngioKit, an in vitro co-culture assay system, recapitulates all stages of the angiogenic cascade, and allows the study of pro- and anti-angiogenic responses. The kinetic method used here is in favor to currently available methods, in that it provides dynamic information not available from end point experiments. One of the most difficult aspects of an angiogenesis assay is measuring the metrics associated with angiogenic events. Essen Bioscience Angiogenesis Analysis Module quantitates multiple metrics, including tube length, tube area and branch point formation, over the course of each experiment, and has been optimized for providing a kinetic readout. Furthermore, all metrics can be validated by the stored images and movies. Combining GFP-AngioKits with IncuCyte FLR enables kinetic and quantitative measurements of both the stimulation and inhibition of microvascular tubule formation. This unique combination shows how the GFPAngioKit, in conjunction with IncuCyte FLR, can be used to screen for drugs affecting all stages of angiogenesis and to dissect signal transduction pathways. Bucher Biotec AG CH-4051 Basel Telefon 061 269 11 11 info@bucher.ch www.bucher.ch

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System for live cell imaging under shear flow

Neu: spektroskopisches Ellipsometer SmartSE

> Fluxion Biosciences, Inc. recently launched the new BioFlux 1000Z system for live cell imaging, the latest addition to the BioFlux product family of instruments for cellular analysis under controlled shear flow. The BioFlux 1000Z provides an integrated solution for running live cell assays under flow using Fluxion’s Well Plate Microfluidic devices. It features a fully-automated imaging workstation built around the industryleading Zeiss AxioObserver microscope. New modules for this platform include Carl Zeiss’ proprietary Definite Focus LED-based autofocus mechanism and PlasDIC module for differential internal contrast imaging. As with the original BioFlux 1000, the 1000Z system is driven by the BioFlux Montage software which ties together all of the hardware components. It features automated scanning routines and analysis solutions for BioFlux microfluidic flow experiments. Bucher Biotec AG CH-4051 Basel Telefon 061 269 11 11 info@bucher.ch www.bucher.ch

> Horiba Scientific bietet unterschiedlichste Produkte für die Schichtmesstechnik an, darunter Ellipsometer, Reflektometer und Interferometer. Als Nachfolger des bewährten spektroskopischen Ellipsometers MM-16 wurde nun das neue SmartSE eingeführt, welches basierend auf derselben Messtechnik, also zur Charakterisierung von Schichten (Dicke, n, k), zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel eine Visualisierung der Probenoberfläche und der Messposition liefert. Das SmartSE wurde entwickelt, um den sich ändernden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. So zeichnet es sich durch seinen einfachen und kostengünstigen Aufbau aus, ohne dabei auf gewohnte Funktionen zu verzichten. Neben der Verwendung der wegweisenden ellipsometrischen SoftwarePlattform DeltaPsi2 lassen sich mit diesem System auch Fragen zu speziellen, nicht klassischen Proben (anisotrope Schichten und Oberflächen, polarisierende optische Bauelemente) beantworten. Horiba Jobin Yvon GmbH D-82008 Unterhaching Telefon +49 (0)89 46 23 17-0 info-sci.de@horiba.com www.horiba.com/de/scientific

Schichtanalytik innerhalb von Minuten ohne Hochvakuum

Entwicklung von Zellkulturprozessen mit NucleoCounter NC-3000

> Beschichtungen werden aufgebracht, um ganz bestimmte Materialeigenschaften zu generieren. Dabei kommt der genauen Analyse der elementaren und molekularen Zusammensetzung und der eigentlichen Schichtdicke eine grosse Rolle zu. Horiba Jobin Yvon hat zu diesem Zweck ein Spektrometer entwickelt (PPMS = Plasma Profiling Mass Spectrometer), mit dem Schichten vom nm- bis zum µm-Bereich innerhalb von Sekunden bis Minuten (abhängig von der Probe) analysiert werden können. Diese im Vergleich zu anderen Methoden, wie zum Beispiel der Sekundärionen-Massenspektrometrie (SIMS), kurzen Analysenzeiten werden erreicht, da kein Hochvakuum für die Analyse benötigt wird. Dank der Kopplung mit einem Flugzeit-Massenspektrometer wird dabei das gesamte Spektrum der Elemente simultan erfasst. Pro Sekunde können bis zu 30 000 Einzelspektren erfasst werden. Dies macht das Spektrometer ideal für die Schichtanalytik. Neben der elementaren Information bekommt der Anwender auch Informationen zur Isotopenverteilung sowie im Fall von organischen Beschichtungen auch molekulare Informationen. Durch Änderung der Parameter des FlugzeitMassenspektrometers kann die Auflösung variiert sowie das Anwendungsspektrum auch auf Halogenide erweitert werden. Dank der Radiofrequenzanregung des Abtragvorganges der Probe (Sputterprozess mit Argon) können sowohl leitende als auch nicht-leitende Materialien analysiert werden. Der Einsatz des Spektrometers ist zum Beispiel in den Bereichen Metallurgie, Photonik, Photovoltaik, organischen elektronischen Bauteilen, Galvanik und der Halbleiterindustrie denkbar. Horiba Jobin Yvon GmbH D-64625 Bensheim Telefon +49 (0)6251/8475-0 info-sci.de@horiba.com www.horiba.com/de/scientific

> Der NucleoCounter NC-3000 von Chemometec ist ein neuentwickeltes, leicht zu bedienendes automatisiertes Zellanalysesystem. Die fluoreszenz-basierte Messtechnik erlaubt eine schnelle und präzise Bestimmung der Zellzahl, Vitalität und sogar Apoptose (DNA-Fragmentation, Mitochondrial Potential Assay, Level an freien Thiolen, AnnexinV und Caspace), Zellzyklus-Analyse sowie Transfektions-Effizienz. Durch die Verwendung von vorkalibrierten Einwegkassetten oder -Slides, die bis zu 8 parallele Messungen erlauben, ist die Messtechnologie sehr robust und wartungsfrei. Zudem werden individuelle Einflüsse durch das Laborpersonal minimiert. Die kompakte Bauweise erlaubt eine sehr einfache Implementierung in die bestehende Laborinfrastruktur. Durch die komfortable Benutzersoftware und voreingestellte Parameter entfallen aufwendige und schwierige Kompensationen durch den Anwender. Mithilfe der integrierten 7 LEDs (365, 405, 475, 500, 525 und 590 nm Wellenlänge) und die 8 automatisch gesteuerten Emissionsfilter kann eine Vielzahl von fluoreszenz-basierten Zell-Assays durchgeführt werden. Zudem wird durch das geringe Probenvolumen von 8–60 µL die Analyse von kleinsten Populationen in 15–60 Sekunden möglich. Mit mehr als 22 verfügbaren Assays gestattet der NC3000 eine optimierte Prozessentwicklung mit Zellkulturen. Das Gerät erlaubt die routinemässige Untersuchung der Prozesse auf Zellebene, wie sie bisher nur mittels FACS (Fluorescence Activated Cell Sorting) erreicht werden konnte. Sysmex Digitana AG CH-8810 Horgen Telefon 044 718 38 38 info@sysmex-digitana.ch www.sysmex.ch


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Safety first bei der Aufbereitung von kontanimiertem Erdreich

> Beim Bau der ersten stationären Anlage für die Aufbereitung von kontanimiertem Erdreich in der Schweiz steht die Sicherheit an erster Stelle. Colasit unterstützt den Bauherrn mit Engineering, Herstellung und Montage der anspruchsvollen Abluftanlage aus korrosionsfreiem PP. Nach einem Jahr Planung und weniger als einem Jahr Bauzeit konnte die Anlage mit einer Kapazität von 200 000 Jahrestonnen in Betrieb genommen werden. Die belastete Prozessabluft wird in einem mehrstufigen System sehr aufwendig gereinigt. Ein Entweichen der Abluft wird durch konstant hohen Unterdruck im Gebäudeinnern verunmöglicht. Die Fortluftleitungen müssen bei 35 °C einen Unterdruck von minus 8000 Pa aushalten. Die eckigen Lüftungskanäle sind aus speziellen PP-Platten und zusätzlichen Stahlverstärkungen gebaut. Die runden Leitungsteile sind dickwandig mit zusätzlichen Verstärkungsringen konstruiert. Das Sammelrohr mit einem Ø 1000 mm hat ein Gewicht von zirka 100 kg/m. Die Statik der Konstruktionen wurde mittels FEM-Berechnung (Finite-Elemente-Methode) nachgewiesen. Die belastete Prozessabluft wird in einem mehrstufigen System sehr aufwendig gereinigt. Der hohe Qualitätsanspruch verlangt, dass Montage und Inbetriebnahme ausschliesslich durch werkseigene KunststoffSpezialisten erfolgt. Auch eine Spezialität von Colasit. Colasit AG Kunststoffbau CH-3700 Spiez Telefon 033 655 61 61 info@colasit.ch www.colasit.ch

Optische Einheiten, Blocks

> Hamamatsu Photonics haben ein breites und hochinteressantes Sortiment an kompakten optischen Blocks entwickelt. Diese umfassen unter anderem Komponenten wie Bandpassfilter, Strahlteiler und dichroitische Spiegel. Diese Einheiten wurden für Ultraschwachlicht-Messungen konstruiert, welche PMTs aus unserer bewährten PMT-Modul-Auswahl sowie hochsensible CCD/CMOS-Kameras einsetzen. Seit Kurzem sind weitere optische Einheiten erhältlich; die Bandbreite möglicher Kombinationen und Anwendungen wurde damit stark ausgebaut. Diese neuen Entwicklungen umfassen eine kleine Dunkelkammer mit einem optischen Verfahrtisch, was hochpräzise Messungen in einer lichtdichten Umgebung erlaubt. Die totale Kontrolle über den Tisch erhält man über Mikrometer im x- und y-Achsenbereich. Eine mögliche Anwe ndung für die optische Einhe it ist ihre Verwendung als präziser Plattenleser mit Hamamatsu’s eigenen Microwell-Platten. Des weiteren haben wir eine Strahlausrichtungs- sowie eine RöhrenlinsenEinheit auf den Markt gebracht. Die Strahlausrichtungs-Einheit wurde für Anwendungen mit Infinity-korrigierten Objektivlinsen hergestellt, um Laserlicht in ein faseroptisches Kabel zu koppeln. Eine genaue Ausrichtung kann mittels drei Mikrometern, die auf den x-, y- und z-Achsen operieren, erzielt werden. Die Röhrenlinsen-Einheit wurde ebenfalls für die Verwendung von Infinity-korrigierten Objektivlinsen konzipiert. Sie verfügt über eine Röhrenlinse mit einer fokalen Länge von 100 nm für den Bildaufbau. Abweichungen werden mittels achromatischen Linsen vermindert. Für Messungen, welche die handelsüblichen 25-mm-Durchmesser-Filter benötigen, haben wir eine neue Serie von C-mount-Filterhaltern entwickelt. Diese sind in «male-male- und male-female-Versionen erhältlich. Diese grosse Auswahl an optischen Einheiten erlaubt dem Endbenutzer ein komplettes, kundenspezifisches Detektionssystem zu tieferen Kosten zu entwickeln. Hamamatsu Photonics Schweiz CH-4500 Solothurn Telefon 032 625 60 60 swiss@hamamatsu.ch www.hamamatsu.ch

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Intelligente Mobilität in der Schwebekörpertechnologie

Analytik Jena mit umfangreichem Produktportfolio im Bereich Life Science

> Das modular aufgebaute SchwebekörperDurchflussmessgerät H250 M40 lässt sich individuell für nahezu jede Anforderung konfigurieren. Vom rein analogen Einsatz ohne Hilfsenergie bis zur Integration in eine Feldbus-Anlage, ob eigensicher oder druckfest gekapselt, ob vertikal, horizontal oder sogar in eine Fallleitung montiert –, die H250 M40 SchwebekörperDuchflussmessgeräte decken die gesamte Anforderungsbandbreite der Prozessindustrie ab. Sie sind vielseitig für Gase sowie leitende und nichtleitende Flüssigkeiten einsetzbar. Die robuste Ganzmetallausführung sorgt für eine hohe Druck-, Temperatur und Medienbeständigkeit und hält extremen Einsatz- und Umgebungsbedingungen stand. Damit sind sie eine kostengünstige und zuverlässige Standardlösung für die Prozessindustrie. Die Geräte sind von der rein mechanischen Anzeige bis hin zu elektrischen Signalausgängen modular skalierbar. Die H250 ist in den Nennweiten DN15–DN100 in verschiedenen Werkstoffen und Anschlussvarianten lieferbar. Schwebekörper-Durchflussmessgeräte müssen üblicherweise senkrecht in Steigleitungen eingebaut und von unten nach oben vom Medium durchströmt werden. Das kann zu erheblichem Aufwand führen. Die H250 M40 bietet dagegen alle Freiheiten bei der Auslegung, denn das Gerät ist in Sonderausführungen auch für horizontale oder sogar Fallleitungen einsetzbar. Alle elektronischen Komponenten sind eigensicher und nichtfunkend ausgeführt und können in gas- und staubexplosiven Bereichen eingesetzt werden. Optional können die gleichen Komponenten – mit einem Sicherheitsdeckel versehen – als druckfest gekapselte Geräte installiert werden. In allen Varianten ist das H250 M40 in IP66/IP67 ausgeführt. Krohne AG CH-4019 Basel Telefon 061 638 30 30 info@krohne.ch www.krohne.com info@colasit.ch

> Im Geschäftsbereich Life Science bündelt Analytik Jena seine biotechnologische Kompetenz mit einem kompletten Spektrum an automatisierten Gesamtund Einzellösungen für die molekulare Diagnostik. Das breite Produktportfolio umfasst unter anderem auch ein weitreichendes Angebot von Kits und Reagenzien für die Molekularbiologie. Die blackPREP-Kits gehören zu einer neu entwickelten Produktfamilie für die Isolierung von DNA und/oder RNA aus komplexen Ausgangsmaterialien. Die Extraktion der Nukleinsäuren basiert auf einer neuartigen patentierten Technologie. Alle Kits sind für die Isolierung der DNA und/oder RNA aus bestimmten, komplexen Ausgangsproben optimiert, um eine hohe Qualität und Ausbeute zu erzielen. Weitere entwickelte Produktfamilien sind unter anderem die universell einsetzbaren innuPREP-Extraktions- und -Aufreinigungssysteme für eine sehr effiziente Isolierung von DNA und/oder RNA aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien, die innuEASY-Kits für die Nukleinsäureextraktion innerhalb kürzester Zeit dank einer neuen zum Patent angemeldeten Methode, die innuSPEEDKits für die schnelle Extraktion hochqualitativer DNA oder RNA aus unterschiedlichen Ausgangsmaterialien unter Verwendung der SpeedMill, die INSTANT-Kits, welche speziell optimierte Extraktionsgefässe enthalten, die mit einer lagerstabilen Trägernukleinsäure und einer internen Extraktionskontrolle beschichtet sind, sowie die innuAMP-Tests, die als Bestätigung einer erfolgreichen DNA-Extraktion dienen. Spezielle innuPREP-Kits wurden entwickelt für die automatisierte Isolierung von Nukleinsäuren. Abgerundet wird das Angebot an Kits und Reagenzien durch rapidSTRIPE-Assays. Die Detektionssysteme sind eine neue diagnostische Plattform für den extrem schnellen und hochsensitiven Nachweis spezifischer Nukleinsäure-Targets. Huber & Co. AG CH-4153 Reinach Telefon 061 717 99 77 info@huberlab.ch www.huberlab.ch

The quickest path to automating the Echo liquid handler on a benchtop

Mobile und stationäre Anlagen aus einer Hand

> Labcyte Inc. recently launched a new product for life science research. The Access workstation takes the powerful suite of software applications and automation control proven successful on the PODTM 810 automation platform to the bench top. It combines the revolutionary Echo liquid handler with a high-precision robotic plate handling system to meet critical needs of improving assay results and reducing costs. “Our Echo liquid handler customers are miniaturizing their processes while improving data quality,” said Mark Fischer-Colbrie, Lab-cyte CEO and president. “The Access workstation instantly adds automa-tion with the same user-friendly software that has made our POD automation platform so successful.” The Access workstation is exceeding the expectations of Labcyte early access customers. Building on the Labcyte reputation for customer-driven solutions, the Access workstation ensures that researchers can easily create automation routines, manage sample inventory, and customize reports. Labcyte continues to revolutionize liquid handling. In 2010 Labcyte introduced the Omics package to enable transfer of a broad set of fluids across a wide range of drug discovery and life science applications. Recent enhancements have extended the Echo liquid handling capabilities to include the transfer of very viscous fluids including protein crystallography reagents and solutions containing high concentra-tions of glycerol. The Access workstation makes it easy to tap into the Echo capabilities. Bucher Biotec AG CH-4051 Basel Telefon 061 269 11 11 info@bucher.ch www.bucher.ch

> Seit 1984 entwickelt und baut Casal Rütimann AG nicht nur eigene Produkte, sondern auch Pumpen-, Dosier- und Filteranlagen sowie Messstationen nach Kundenspezifikationen. Einen besonderen Platz nehmen dabei transportierfähige Anlagen ein. Beispielhaft dafür ist die hier abgebildete Anlage: ein Hochdruckreiniger mit sechs verschiedenen Waschprogrammen sowie einem speziell angefertigten korrosionssicheren Container, in dem alle Komponenten wie Heizung, Enthärtung, Osmosetechnik, Chemikaliendosierung, Hochdruckpumpen und Steuerung untergebracht sind. Die Niederdruckverrohrung ist mit Inox Pressfittings ausgestattet und die Hochdruckseite mit rostfreien Schneidringverschraubungen. Eine eigens entwickelte Prozesssteuerung reguliert und überwacht alle gewünschten Parameter wie Druck, Temperatur, Betriebsstunden und Statistik. Als Unternehmen, das sich seit seiner Gründung Flexibilität und genaue Überwachung zur Aufgabe gemacht hat, befassen wir uns mit allen Phasen eines Auftrages, von der Evaluation über Konstruktion, Einkauf bis Inbetriebnahme und Service. Bei Anlagen, die öfters den Standort wechseln, führen wir auch Transporte und Neuinstallationen durch. Unsere mobilen sowie stationären Anlagen werden aus einer Hand als Einzelstück oder in Serie gebaut und installiert. Casal & Rütimann AG CH-8852 Altendorf Telefon 055 442 53 73 info@casal-ag.com www.casal-ag.com


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Flexibilität für serielle Ansteuerungen von Ventilinseln

> Das serielle Bus-Modul CX2 von Camozzi kann für verschiedene Ventilserien als Anbauteil oder als externes Bauelement verwendet werden. Entstanden ist dieses Produkt als Ergänzung für die Ventilreihe H von Camozzi. Die Baureihe CX2 ermöglicht die Verbindung von maximal 64 Magnetspulen und 64 Eingängen am Basiselement. Damit sind auch andere Anwendungen ausserhalb der Pneumatik im elektrischen/elektronischen Bereich möglich. Das externe Bus-Modul arbeitet mit den bekannten Feldbus-Protokollen Profibus DP, CANOpen und DeviceNet. Durch die Aluminium-Baustruktur ist diese Lösung IP65 geprüft und von hoher mechanischer Belastbarkeit. Mit diesen Voraussetzungen ist das CX2-Modul auch für Montagen unter erschwerten Bedingungen bestens geeignet. Der Anschluss für elektrische Ausgangsmodule erfolgt über D-SU B 37-fach für 8, 16, 24 oder 32 Ausgänge. Die Eingangsmodule haben 8 x 8 M8-Stecker und erlauben die Verbindung von Sensoren bis maximal 100 mA. Alle Übertragungsmodule sind mit Steckbuchsen verbunden, was maximale Flexibilität garantiert. Die Adressierung erfolgt über einen Drehschalter im Modul, der eine einfache Konfiguration ermöglicht. Bibus AG CH-8320 Fehraltorf Telefon 044 877 50 11 info.bag@bibus.ch www.bibus.ch

Ultra-Low-Temperatur Dual Cooling Freezer

> Konventionelle Kaskaden-Kühlsysteme, welche bisher auf dem Markt verfügbar waren, haben den Nachteil, dass bei einem Kompressorausfall das komplette Kühlsystem zusammenbricht. Diese Sicherheitslücke können Sie mit dem neuen MDF-U500VX ULT-Freezer von Sanyo beheben. Er arbeitet mit der einzigartigen Twin Guard Dual Cooling-Technologie von Sanyo und erreicht damit eine aussergewöhnlich gute und gleichmässige Kälteverteilung von – 86 °C im gesamten Kühlbereich. Die Dual Cooling-Technologie benötigt kein konventionelles Kaskaden-Gefriersystem, um die Temperatur konstant auf – 86 °C zu halten, denn die neuartigen Dual-Cooling-Kompressoren arbeiten unabhängig voneinander. Mit dem MDFU500VX ist die Kühlung auch dann noch gewährleistet, wenn ein Kompressor ausfällt. Dies, da die beiden Kompressoren autonom in zwei separaten Kreisläufen operieren. Sofern also ein Kompressor wider Erwarten ausfällt, arbeitet der zweite Kühlkreislauf mit einer Temperatur von – 70 °C lückenlos weiter. Durch diese Technologie schützen Sie nicht nur Ihre Proben besser als mit jedem konventionellen ULT-System, Sie verfügen auch über mehr Responsezeit, um Servicearbeiten zu organisieren. Eine kostspielige Backup-Lösung ist somit hinfällig. Und sollte es einmal zu einem Notfall kommen, bleibt unserem Service-Team genug Zeit, den Schaden zu beheben, ohne dass Ihre Proben zu Schaden kommen. Labtec Services AG CH-5610 Wohlen Telefon 056 619 89 19 info@labtec-services.ch www.labtec-services.ch

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Kompaktes Iris-Manschettenventil mit Antrieb

> Das für Schüttgüter aller Art geeignete Mucon-Ventil Typ AD gibt es jetzt auch mit Motorantrieb (Typ ADP). Dabei werden keine Pneumatik-Zylinder und keine Kabelzüge oder Umlenkungen benötigt. Erhältlich sind zurzeit die Nennweiten DN 150, DN 200 und DN 300. Das ADP-Ventil wird mit Luftmotor oder Elektromotor ausgerüstet. Eigensichere Versionen sind auf Anfrage erhältlich. Das Ventil ist luftund spritzwassergeschützt abgedichtet. Der Elektromotor hat die Schutzart IP-55. Durch das flache kompakte Design und die robuste Konstruktion kann das Ventil für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden, auch in rauen Betriebsumgebungen. Die Flanschmasse ist identisch mit dem seit Langem auf dem Markt erhältlichen handbetätigten Ventiltyp AD. Die Öffnungs- bzw. Schliesszeit des ADP-Ventils beträgt weniger als eine Sekunde. Verschiedene Manschettenqualitäten sind erhältlich, zum Beispiel Nylon, Polyurethan, Teflon, weisser Gummi und andere. Paliwoda AG CH-8703 Erlenbach Telefon 044 910 50 05 info@paliwoda.ch www.paliwoda.ch

Das erste vollelektronische Kontaktmanometer

> In der Prozessindustrie sind angesichts der guten Ablesbarkeit häufig mechanische Kontaktmanometer anzutreffen. Das elektronische «Kontaktmanometer» der Serie PG von ifm electronic verbindet die gute Ablesbarkeit einer Manometeranzeige mit den Vorteilen eines elektronischen Drucksensors. Es bietet jedoch noch vielfältigere Möglichkeiten. Als Basisgerät dient ein hochwertiger Drucksensor für die Prozessindustrie, ergänzt um eine gut ablesbare, elektronische Zeigeranzeige. Hier ist besonders der programmierbare Schalt- und Analogausgang (skalierbar) zu erwähnen; wichtig sind auch die hohe Überlastfestigkeit und die integrierte Temperaturkompensation. Das Display ist verdrehbar, wodurch es optimal ausgerichtet werden kann. Der LED-Bargraph zeigt die Schalt- und Rückschaltpunkte, Tendenz und, falls vorhanden, die Grenzen dynamischer Druckschwankungen an. Der Zeiger wird über einen Schrittmotor angesteuert, wie er sich vielfach im Automobil (Tachometer) bewährt hat. Im spannungslosen Zustand ist der Zeiger nicht sichtbar. Weitere Vorteile des elektronischen «Kontaktmanometers» sind: ■ 3 Geräte in einem: analoge Anzeige, Transmitter und Schalter, ohne Verwendung von Relais oder Schaltverstärkern ■ höhere Genauigkeit durch elektronische Messwertaufbereitung ■ verschleissfrei ■ vibrations- und schockfest ■ berstsichere Sichtscheibe ■ geringes Gewicht, da keine mechanischen Teile eingesetzt werden ■ G 1/2 Prozessabschluss oder G 1 Aseptoflex-Vario-Prozessanschluss für den frontbündigen Einbau ifm electronic ag CH-4624 Härkingen Telefon 0800 88 80 33 info.ch@ifm.com www.ifm.com/ch


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MFiles mit neuer Lösung zum Management mobiler Endgeräte

8-fach HPLC beziehungsweise SFC-System von Sepiatec neu bei IG

> MobiControl V8, die Gerätemanagementlösung der neusten Generation des kanadischen Herstellers SOTI, ermöglicht es Unternehmen jeglicher Branche, ihre mobilen Endgeräte im Aussendienst sicher, kosteneffizient und in Echtzeit zu managen. MobiControl V8 besteht aus einer mobilen Applikation, einer Serveranwendung, einer Managementkonsole sowie einer Datenbank und sorgt dafür, dass durch die Fernverwaltung die Geräte aller Aussendienstmitarbeiter jederzeit aktuell bleiben – vom Software-Update bis hin zur komplexen Datensynchronisation. Über eine zentrale Managementkonsole können alle Endgeräte gleichzeitig erreicht werden. Software-Updates lassen sich mit einem Knopfdruck auf alle Mobilgeräte oder gruppenspezifisch übertragen und neue Geräte mittels Barcodescan sekundenschnell einrichten und konfigurieren. Weiter können mobile Mitarbeiter per GPS geleitet werden, um Fahrtouren zu optimieren oder Meldungen per SMS oder E-Mail in Echtzeit an die Zentrale oder einen Support-Mitarbeiter gesendet werden. Im Falle einer Gerätestörung, beispielsweise bei einem Ausfall des GPS-Systems, lässt die Lösung auch eine sofortige Unterstützung durch den Administrator zu. Dadurch können Ausfallzeiten im Aussendienst gesenkt und Ausfallkosten auf ein Minimum reduziert werden. MobiControl V8 verfügt über eine erweiterbare Architektur und ist von zehn bis zu zehntausenden Geräten skalierbar. MobiControl V8 ist zum Preis ab CHF 76.– erhältlich. MFiles bietet Kunden zudem ein Komplettpaket, das neben den Lizenzen auch die Installation, die Schulung und den kompletten Softwaresupport beinhaltet. Eine kostenlose 30-Tage-Trial-Version steht auf der Website von Soti unter http://activate.soti.net/MCDownLoad/Default.aspx zum Download bereit. MFiles GmbH CH-3322 Schönbühl b. Bern Telefon 062 823 82 83 info@mles.ch www.mles.ch

> Seit 2010 vertreibt die IG InstrumentenGesellschaft die Produkte der Sepiatec GmbH, Berlin, in der Schweiz. Die Produktpalette von Sepiatec umfasst Anlagen zur automatisierten Aufreinigung von Komponenten aus Naturstoffen, die «Sepbox-Systeme», und parallel arbeitende Anlagen, die überwiegend zur beschleunigten Methodenentwicklung eingesetzt werden, die «Sepmatix-Systeme». Die Sepmatix-Systeme umfassen HPLC- (High Performance Liquid Chromatography) und SFC- (Supercritical Fluid Chromatography) Anlagen, bei denen in einem kompakten System mit geringem Platzbedarf jeweils 8 Trennsäulen parallel betrieben werden. Methodenentwicklungen, Aufreinigungen von Synthesen oder analytische Anwendungen können dadurch erheblich beschleunigt werden. Die Sepmatix-Systeme ermöglichen den Anwendern eine erhebliche Steigerung des Probendurchsatzes verbunden mit signifikanter Zeit- und Kostenersparnis. Basis des Sepmatix-Systems ist Sepiatecs patentierte «8x FlowControl», ein Modul, das den Fluss einer einzelnen Standard-HPLC-Pumpe in 8 Kanäle aufteilt und elektronisch sehr genau regelt. Nachdem sich das 8x parallele Sepmatix HPLC-System in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich etabliert hat, hat Sepiatec Anfang 2010 die 8x parallele SFC-Version des Sepmatix-Systems in den Markt eingeführt. Mit der zweiten Produktlinie, den Sepbox-Systemen, können Extrakte aus Naturstoffen, zum Beispiel aus Pflanzen oder aus Meeresorganismen, innerhalb von 24 Stunden in bis zu 600 Fraktionen aufgetrennt werden. Dabei werden die Verfahren HPLC und SPE (Solid Phase Extraction) in einer patentierten Kombination eingesetzt und die Extrakte über eine Kaskade von Trennsäulen zweidimensional aufgetrennt. IG Instrumenten-Gesellschaft AG CH-8045 Zürich Telefon 044 456 33 33 igz@igz.ch www.igz.ch

BMG Labtech introduces a revolution in absorbance reading – SPECTROstar Nano

Pipettieren neu definiert

> Experience the future of microplate reader technology today with the new SPECTROstar Nano. This ultra-fast, full spectrum absorbance microplate reader with cuvette port is perfect for all absorbance assays. Its rapid full spectrum analysis at a resolution of 1 nm allows for absorbance assays never before possible on a microplate reader. Using an ultrafast absorbance spectrometer, it can capture a full UV-Visible spectrum from 220 –1000 nm in less than 1 sec/well and measure sample volumes down to 2 µL with the LVis Plate. Use the built-in cuvette port for kinetic studies and quick experiments and measure all standard microplate formats up to 1536 wells. The SPECTROstar Nano allows for single push button operation for basic commands, as well as specific assay protocol set up. Ultrafast, full spectrum analysis, multimode shaking, incubation, kinetic readings, well scanning, automated path length correction and a gas vent are only a few of the outstanding features that the SPECTROstar Nano has to offer. The most common absorbance assays such as ELISAs, DNA, RNA, Protein (Bradford, BCA, Lowry), cell growth, and beta-galactosidase can be performed with ease due to predefined protocols. Huber & Co. AG CH-4153 Reinach Telefon 061 717 99 77 info@huberlab.ch www.huberlab.ch

> Gilson stellt Pipetman M vor – die neue innovative Pipette, die sich ganz leicht durch das genial einfache «Dreh & Klick»Prinzip bedienen lässt: Pipettieren ist mit einem einfachen Klick auf den Druckknopf möglich. Die Volumeneinstellung erfolgt durch schnelles Drehen des Druckknopfes nach rechts oder links, durch einen erneuten Klick ist das Volumen fixiert. Das Pipettieren mit Pipetman M erfolgt dank seines Motors ohne Anstrengung und ist angenehm und leicht. Pipetman M vermittelt das Gefühl, mit einem klassischen Pipetman zu arbeiten, pipettiert wird wie gewohnt, da nur ein Knopf zur Volumeneinstellung und zum Pipettieren benutzt wird. Pipetman M vereint die legendäre Richtigkeit, Präzision und Robustheit des bewährten Pipetman P mit neuen benutzerfreundlichen Funktionen, die die tägliche Routinearbeit erleichtern. Über den Menüknopf hat der Benutzer direkten Zugriff auf diverse Zusatzfunktionen und die wichtigsten Pipettiermodi: Pipettieren, Repetitiv, Mix und Revers. Leichtgewichtige, aber belastungsstarke und chemisch resistente Materialien machen den Pipetman M zu einer der leichtesten motorisierten Pipette überhaupt. Das neu entwickelte System sorgt für reduzierten Kraftaufwand beim Spitzenabwurf. Gilson (Schweiz) AG CH-8932 Mettmenstetten Telefon 044 768 56 00 info-ch@gilson.com www.gilson.com


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Cell Biosciences launches new platform for multiplex Western blot detection

> Cell Biosciences, Inc.,announced the launch of the latest addition to their premier line of next-generation imaging products, the FluorChem M MultiFluor system. This new platform combines highly-sensitive quantitative detection of multicolor fluorescent western blots with key ease-of-use features aimed at simplifying the laboratory imaging process. MultiFluor Western Blotting kits, a new line of reagents optimized for the FluorChem M, are launching jointly – creating a combined offering that provides a complete solution for multicolor fluorescent imaging. Multiplex capability enables scientists to obtain more information in a single Western blot than chemiluminescence imaging or film, while also providing greater dynamic and linear range. Multiple proteins can be detected simultaneously and proteinswith co-migration patterns are revealed immediately. Additionally, the need to strip and reprobe blots for subsequent detection of other proteins is eliminated, which minimizes protein loss and results in shorter assay times and higher data integrity. FluorChem M features intuitive software, touchscreen operation and pre-optimized protocols that let researchers start imaging right out of the box – no training required. Using a unique browser-based interface, scientists can control and monitor image acquisition and access data remotely from any networked computer or mobile WiFi device. Chemiluminescent, colorimetric and UV-excited gels and blots can also be imaged on the system. Get a free Apple iPad with every system purchase (offer valid through 30. 6. 2011). Bucher Biotec AG CH-4051 Basel Telefon 061 269 1111 info@bucher.ch www.bucher.ch

Weltpremiere bei Semadeni – Green OneRack

> Mit dem Green OneRack präsentiert die auf Kunststof fprodukte spezialisierte Semadeni-Gruppe eine echte Weltpremiere. Das Green OneRack ist das erste Reagenzglasgestell, welches aus einem Biokunststoff gefertigt wird. Die Racks bestehen aus dem Biokunststoff «Arboblend». Dieser vollständig biologisch abbaubare Werkstoff basiert zu über 80 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Racks eignen sich perfekt für alle Röhrchen mit Durchmessern von 15 bis 17 mm und einer Mindesthöhe von 75 mm. Die neuen Gestelle sind bei Semadeni per sofort in einer Vollrack-Version mit 72 und einer Halbrack-Version mit 36 Plätzen ab Lager verfügbar. In Bezug auf den Preis ist es Semadeni mit dem Green OneRack gelungen, ein sehr kostengünstiges Produkt auf den Markt zu bringen, welches mit Gestellen aus klassischen Materialien absolut mithalten oder diese in vielen Fällen sogar unterbieten kann. Für den Käufer entsteht somit kein Preisnachteil. Mit dem Einsatz des neuen Green OneRacks leistet jeder Anwender einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bei Semadeni sind viele weitere interessante Artikel aus innovativen und umweltschonenden Biokunststoffen erhältlich wie zum Beispiel Spatel, Pinzetten, Behälter, Schalen, Dosen und vieles mehr. Semadeni AG CH-3072 Ostermundigen Telefon 031 930 18 18 info@semadeni.com www.semadeni.com


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Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen – neue Steuerung LSCplus mit Farb-Touchscreen

> Die Steuerung LSC (Lyphilization Screen Control) ist sehr effektiv und wird bisher in mehr als 1500 Gefriertrocknungsanlagen weltweit eingesetzt. Sie hat eine umfangreiche Funktionalität, aber durch begrenzte Speicherkapazitäten können spezielle Kundenwünsche nicht immer realisiert werden. Ebenso können neue Funktionen, welche von generellem Interesse für die Gefriertrocknung sind, nicht implementiert werden. Die Lösung: Die Anwendung neuer zukunftsweisender Technologien – der Einsatz eines HochleistungsDigitalsignal-Prozessors, eines hochauflösenden Farb-TFT-Displays und der Touch-Funktionalität – bieten Spielraum für zukünftige Erweiterungen und zusätzliche Leistungsmerkmale. Merkmale: ■ Farbiger Touchscreen mit Anlageschema ■ Bedienerstruktur analog zu CHRIST LSC-Steuerung ■ Übersicht aller Sollwerte auf einer Display-Seite ■ Wählbare Masseinheiten °C/°F ■ Grafische Darstellung von Trocknungsprogrammen, wie von LPC-32 Software bekannt ■ Passwort-Schutz ■ Muster-Trocknungsprogramme für verschiedene Produkte ■ Integration in Netzwerkstrukturen ■ Datenspeicherung auf USB-Geräten ■ Mehrsprachige Bedieneroberfläche ■ Ausführliche Statusmeldungen ■ PC-basierte Simulation verfügbar. Kühner AG CH-4127 Birsfelden / Basel Telefon 061 319 93 93 office@kuhner.com www.kuhner.com

Temperiertechnik-Katalog 2011/2012

> Im neu erschienenen Katalog 2011/2012 zeigt Huber Kältemaschinenbau hochgenaue Temperierlösungen von – 120 bis + 425 °C. Der Katalog wurde rundum überarbeitet und ist jetzt 132 Seiten stark. Dank neuer Kapitelaufteilung und angepasstem Design zeigt sich der Katalog noch übersichtlicher und lesefreundlicher. Zur Auswahl stehen dynamische Temperiersysteme, Umwälzkühler und Thermostate für Anwendungen in Forschung, Technikum und Produktion. Im Katalog finden sich auch zahlreiche Neuheiten, darunter fünf neue Unistat-Temperiersysteme, verbesserte MPC-Thermostate, der neue Kältethermostat CC508 und Spezialprodukte wie Kalibrierbäder und neue Umwälz-Wärmetauscher. Neu hinzugekommen ist auch die Unistat-Hybrid-Technologie zur Prozesstemperierung. Diese Technologie kombiniert die Unistat-Technik mit zusätzlichen Energiequellen wie Dampf, Kühlwasser oder Nitrogen und ermöglicht so die Temperierung von sehr grossen Produktionsreaktoren. Ebenfalls neu in den Katalog aufgenommen wurden verschiedene Serviceleistungen wie Wartungsverträge, Zertifikate, IQ/OQ-Dokumentation sowie Schulungen und ein Mietgeräteservice. Der Katalog ist als PDF-Download auf www.huber-online.com erhältlich oder kann kostenlos unter Telefon 0781 9603-0 angefordert werden. Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH D-77656 Offenburg Telefon +49 (0)781-96030 info@huber-online.com www.huber-online.com

Ein Refraktometer für jeden Fall: die neue Abbemat-Serie

> Anton Paar präsentiert drei neue Produktlinien: Performance, Performance Plus und Heavy Duty. Die Refraktometer der Produktlinie Performance sind für Routineanalysen und die Qualitätskontrolle konzipiert, die sich von Prüfungen eingehender Rohstoffe, von Zwischenprodukten bis hin zu Endprodukten erstreckt. Ihr robustes Design und ihre unkomplizierte Bedienung machen den Abbemat 300 bzw. den Abbemat 500 zu wahren Arbeitstieren im Labor. Die Brechungsindexergebnisse des Abbemat 300 haben eine Genauigkeit von ± 0,0001 nD; der Abbemat 500 hat eine Genauigkeit von ± 0,00002 nD. Die Refraktometer der Produktlinie Performance Plus sind für Forschung und Entwicklung sowie für anspruchsvolle Anwendungen in der Qualitätskontrolle konzipiert. Sie können mit Plug and Play um viele Optionen erweitert werden. Um einen häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Methoden zu ermöglichen, ist die Navigation mithilfe des intuitiven Touchscreens ganz einfach. Die Brechungsindexmessergebnisse des Abbemat 350 haben eine Genauigkeit von ± 0,0001 nD; der Abbemat 550 hat eine Genauigkeit von ± 0,00002 nD. Die Refraktometer der Produktlinie Heavy Duty sind für spezielle Anwendungen und für den Einsatz unter rauen Betriebsbedingungen konzipiert. Sie haben ein hermetisch abgedichtetes Edelstahlgehäuse und kein Display, sodass Verschüttungen und Schmutz nicht eindringen können. Sie werden von einem externen PC aus gesteuert, der von der Arbeitsumgebung entfernt in einem anderen Teil des Labors aufgestellt werden kann. Die Refraktometer der Produktlinie Heavy Duty bilden ein erfolgreiches Team mit den DMA-Dichtemessgeräten und MCPPolarimetern von Anton Paar. Anton Paar Switzerland AG CH-4800 Zofingen Telefon 062 745 16 80 info.ch@anton-paar.com www.anton-paar.com

So klein, so stark, so widerstandsfähig: die Mikromembranpumpe NF 1.5

> Hightech auf nur 37,8 bis maximal 51,1 mm Länge, 22 mm Breite und 31,5 mm Höhe: Das ist die Mikromembranpumpe NF 1.5 von KNF Neuberger AG. Sie fördert Flüssigkeiten und Flüssig/Gas-Gemische mit einer Leistung bis zu 60 ml pro Minute atmosphärisch. Die NF 1.5 kommt standardmässig gegen einen Druck von6 bar an, bei der Spezialausführung sogar gegen 10 bar. Und dies kontinuierlich und über ihre ganze Lebensdauer, die erwiesenermassen sehr lange ist. Die Werkgarantie wird praktisch nie in Anspruch genommen – und auch der Reparaturservice nicht. Die Mikromembranpumpe NF 1.5 eignet sich für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche und beweist ihre Qualitäten seit Jahren in der analytischen und medizinischen Diagnostik, in Brennstoffzellen oder Tintenstrahldruckern, in der Halbleiterindustrie, in Reinigungs- und Desinfektionsgeräten oder bei der Wasseraufbereitung. Die Pumpe hat ein patentiertes Ventilsystem, ist wartungsfrei, arbeitet sehr effizient, selbstansaugend und kann auch im Trockenlauf betrieben werden. Wie bei Pumpen von KNF üblich, können die Materialien für die medienberührenden Teile gewählt werden. So kann es die NF 1.5 mit neutralen und fast allen aggressiven Flüssigkeiten aufnehmen. Anschlussvarianten und Motortypen stehen dank dem cleveren KNF-Baukastensystem stets passend zur Wahl. KNF Neuberger AG Pumpen für Gase und Flüssigkeiten CH-8362 Balterswil Telefon 071 971 14 85 knf@knf.ch www.knf.ch


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Druckanschluss mit frontbündiger Membrane

> Der Druckmessumformer PBMN von Baumer verfügt über einen Druckanschluss mit frontbündiger Membrane. Der Anschluss ist verschiedenen normierten Dimensionen wie zum Beispiel G½’’ und G1’’ lieferbar. Aufgrund seiner dichtungslosen Konstruktion weist der PBMN eine hohe Medienverträglichkeit auf. Die frontbündige Membran stellt darüber hinaus sicher, dass im Prozess keine Rückstände des zu messenden Mediums im Prozessanschluss zurückbleiben. Damit eignet sich der PBMN besonders für Druckmessungen in den Bereichen Pharma und Chemie. Als High-End-Transmitter aus der modular aufgebauten PB-Serie kann der PBMN individuell an die Bedürfnisse von Kunden aus diesen Branchen angepasst werden. Der PBMN deckt Messbereiche von – 100 …100 mbar bis 0 … 400 bar ab und ist in den Genauigkeitsklassen 0,1 % F.S., 0,25 % F.S. und 0,5 % F.S. lieferbar. Der robuste Druckmessumformer ist aktiv temperaturkompensiert und kann mit der optional erhältlichen Kühlstrecke in Mediumstemperaturen von – 40 … + 150 °C eingesetzt werden. Ferner ist der PBMN sehr widerstandsfähig gegenüber Vibrationen, Schocks und Stössen. Er entspricht je nach Anschlussart der Schutzart IP65 bzw. IP67. Der Gesamtsummenfehler des PBMN liegt bei ‹ 0,4 % F.S. Seine Langzeitstabilität beträgt 0,1 % F.S. Als Ausgangssignale sind 4…20 mA sowie verschiedene Spannungstypen wählbar. Mit dem Programmiergerät FlexProgrammer 9701 von Baumer kann der PBMN sowohl von einem PC-Arbeitsplatz aus als auch direkt vor Ort konfiguriert werden. Baumer Electric AG Produktsegment Process Instrumentation CH-8501 Frauenfeld Telefon 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

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Datenlogger für hydrostatische Pegelmessungen

> Zur Beobachtung von Grundwasserpegeln und Füllständen in Tanks bietet die Keller AG für Druckmesstechnik Sonden für ganz unterschiedliche Einsatzbedingungen. Je nach Bedarf arbeiten sie völlig autonom, mit integriertem Datenlogger, mit Funkübertragung (GSM), mit Ausgleichskapillare zum Umgebungsdruck oder separatem Absolutdrucksensor, zusätzlich mit integrierter Temperaturmessung usw. Je nach Peilrohr stehen Sondendurchmesser von 16 mm, 18 mm bis 22 mm zur Verfügung. Mit nur 16 mm Durchmesser kommt der DCX-16 an Orten (zum Beispiel bei Peilrohren mit kleinem Durchmesser) zum Einsatz, wo jeder Millimeter zählt. Der Drucksensor ist in das Loggergehäuse eingeschweisst. Mit einem Durchmesser von 18 mm ist der komplett verschweisste Typ DCX-18 als autonomer Datenlogger für kostengünstige Langzeitmessungen von Druck (Wassertiefe) und Temperatur mit wieder aufladbaren Batterien (Akkus) ausgelegt. Die Datenlogger vom Typ DCX-22 AA mit 22 mm Aussendurchmesser erfassen und kompensieren Schwankungen des Umgebungsluftdrucks mit einem am oberen Ende des Peilrohrs wasserdicht eingebauten Luftdrucksensor. Sie überstehen Einsätze in feuchter Umgebung und so auch kurzzeitige Überflutungen schadlos. Die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten der DCX-Sonden der Keller AG für Druckmesstechnik erlauben, den Datenlogger so an die spezifischen Anforderungen der Messstelle anzupassen, dass nur nützliche Daten gespeichert werden. Das Aufzeichnungsintervall kann durch Ereignisse gesteuert werden. Auch Installationsdaten und Kommentare zur Messstelle lassen sich in der Sonde ablegen. Keller AG für Druckmesstechnik CH-8404 Winterthur Telefon 052 235 25 25 marketing@keller-druck.ch www.keller-druck.com

Konstant hohe Reinstwasser-Qualität mit TOC-Analytik in Echtzeit überwacht

> Der neue 4000TOC Sensor von Mettler Toledo Thornton verfügt über die bewährte Technik der dynamischen UV-Oxidation und überwacht den TOC-Gehalt von Rein(st)wasser online und in Echtzeit. Bewegliche Teile, Chemikalien und Membranen entfallen, wodurch Betriebskosten und Wartungsbedarf auf niedrigstem Niveau gehalten werden. Der neue M300 Transmitter ist die ideale Ergänzung zum 4000TOC Sensor und bietet maximalen Bedienkomfort über ein achtsprachiges Klartext-Menü. Die digitale Kommunikation zwischen Sensor und Transmitter garantiert nicht nur eine fehlerfreie Übertragung der Messwerte, sondern bietet auch Plug and Measure Funktionalität. Der Sensor wird vom Transmitter automatisch erkannt, relevante Daten werden eingelesen, das System konfiguriert sich selbst und ist in wenigen Sekunden betriebsbereit. 4000TOC Sensor und M300 Transmitter bilden ein leistungsfähiges Paket für die TOC-Analytik zum attraktiven Preis. Typische Einsatzgebiete sind die Überwachung von Wasser für pharmazeutische Zwecke, Wasser-Dampfkreisläufe, Kesselspeisewasser und UPW (Ultra Pure Water) in der Halbleiterindustrie. Die Online-Bestimmung des TOC-Gehalts hat gegenüber einer Offline-Bestimmung eine ganze Reihe von Vorteilen. Sie ist genauer, reproduzierbarer, bietet 100 %ige Überwachung und ist sogar kostengünstiger. Ein Umstieg von der Einzel- auf die Onlinemessung amortisiert sich in einem Zeitraum von weniger als einem Jahr. Mettler-Toledo GmbH D-35396 Giessen Telefon +49 (0)641 507 333 prozess@mt.com www.mt.com

Kompetenz – Qualität – Service

Firmenbezeichnung: Hanke + Seidel Chemie- und Spezialitätenhandel für Hilfs- und Zusatzstoffe im Bereich Lebensmittel, Futtermittel, Pharmazie, Betriebshygiene und Wasseraufbereitung. Niederlassungen/Standorte: Steinhagen, Menden, Steinfurt. Dienstleistungen: Mit den Tochterunternehmen Aqua-Systeme, Steinhagen, im Bereich Kessel- und Brauchwasser, Seewald-Chemie, Unna, mit Reinigungslösungen und Reinigungsprodukten sowie GGT Born Gefahrgutspedition für eine einwandfreie sichere Belieferung wird eine vielfältige Hilfestellung angeboten. Lohnabfüllung für Gross- und Kleingebin04 de, Lohnproduktion. Gründungsjahr: 1948 Qualitätsmanagement: ISO 9001, ISO 14001, ISO 22:000-2005, FAMIQS, GMP, SQAS

Hanke + Seidel GmbH & Co. KG Waldbadstrasse 20 – 22 D-33803 Steinhagen

Telefon +49 (0)5204-9105-0 Telefax +49 (0)5204-9105-50 E-Mail: info@hanke-seidel.com www.hanke-seidel.com


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SCHWEIZERISCHER CHEMIEUND PHARMABERUFE VERBAND

Präsident Patrick Merkofer Breiten 5, CH-5082 Kaisten Mobile 079 688 08 91 E-Mail: praesident@cp-technologe.ch

Nächste Termine Informationsveranstaltung zum Lehrgang 2011 für Eidg. dipl. Chemietechnologe HFP/ Eidg. dipl. Chemietechnologin HFP 6. April 2011, 14.30 bis ca. 16 Uhr Ausbildungszentrum Muttenz

Mitglied beim SCV Formular auf www.cp-technologe.ch oder Mail an info@cp-technologe.ch

Weitere Informationen: www.aprentas.com/hfpc oder Telefon 061 468 38 20

Infostelle (SCV) Schweizerischer Chemie- und Pharmaberufe Verband Postfach 509, CH-4005 Basel Mobile 079 688 08 91 E-Mail: info@cp-technologe.ch PC 40-18140-5 Alle Adressen Zentralvorstand www.cp-technologe.ch Höhere Fachprüfung Chemietechnologe www.hfpc.ch Siegfried Ltd., Daniel Müller Untere Brühlstrasse 4 4800 Zofingen Telefon 062 746 19 77 E-Mail: weiterbildung@cp-technologe.ch

Besichtigung der Brauerei «Unser Bier», Basel Freitag, 8. April 2011, 18 bis zirka 20 Uhr Anmeldung: andreascschlaepfer@hotmail.com ZV-Sitzung 20. April 2011, 17 Uhr Bern Besichtigung Kavernenkraftwerk Bad Säckingen 18. Mai 2011 Anmeldung: fricktal@cp-technologe.ch

Vorstandsanlass 4. Juni 2011, 11 Uhr Waldhaus Alba, Visp Anmeldung: oberwallis@cp-technologe.ch SCV-Kartmeisterschaft 10. Juni 2011 Anmeldung: fricktal@cp-technologe.ch Diplomfeier HFPC Juni 2011 ZV-Sitzung Juni 2011 ZV-Sitzung 14. September 2011, 17 Uhr Kaiseraugst Novartis Campus und Dante Schuggi 21. Oktober 2011 Anmeldung: fricktal@cp-technologe.ch

Alle Termine

www.cp-technologe.ch

Z E N T R A L V O R S TA N D

Chemie- und Pharmatechnologe ist ... Egal, ob Chemikant oder Chemie- und Pharmatechnologe EFZ – nicht jeder weiss, womit wir uns tagein tagaus beschäftigen. Aus diesem Grund eine etwas andere Vorstellung unserer «Berufung».

C

hemie- und Pharmatechnologe ist: Wenn um 22.00 Uhr die Nachtschicht beginnt und die Spätschicht um 22.15 Uhr die Arbeitskleidung gegen Jeans und Turnschuhe eintauscht. Wenn es des Nachts um 3.15 Uhr in der Destillationskolonne brodelt. Wenn es immer wieder erstaunlich ist, dass aus zwei kristallklaren Rohstoffen eine so trübe Suppe entstehen kann. Wenn sich Rainer die Hände desinfiziert und Daniel sich bereits den Vollschutzanzug überstreift. Wenn sich fast keine Keime im Raum befinden dürfen – es sei denn, es wird nicht steril produziert. Wenn genau Protokoll geführt werden muss.

Wenn im Schichtbuch steht, dass Dieter von der Frühschicht zwei Fässer Isomethylbutanol in einen Tank einziehen muss. Wenn die Zentrifuge so schnell dreht, dass sich die Mutterlauge vom Feststoff trennt und dieser Feststoff anschliessend im Doppelkonustrockner getrocknet wird. Wenn ein Fläschchen mit 50 ml Carophyll Pink die Abfüllung in Richtung Labor verlässt (an dieser Stelle seien unsere Kolleginnen und Kollegen vom FLB herzlich gegrüsst). Wenn ich mit Kopfschmerzen zur Apothekerin gehe und diese ein geeignetes Präparat gegen mein Leiden verkaufen kann, welches ein Berufskollege hergestellt hat.

Wenn unzählige Treppenstufen überwunden werden und das nur, weil sich die Rektifikationskolonne über 25 Meter Höhe erstreckt. Wie funktioniert das Mischungskreuz gleich nochmals? Wenn man 10 Flachbildschirme im Büro hat (oder eben in der Schaltwarte). Wenn man am Arbeitsplatz kilometerlangen Edelstahlleitungen entlang gehen kann. Wenn der Inhalt eines einzigen Reaktors mehr Volumen aufweist, als mein Auto während seines ganzen Lebenszyklus Benzin verbrauchen wird. Wenn um 14.27 Uhr 20 000 Liter 2,2 Dimetoxypropan per Lastwagen vor das Tanklager gestellt werden.


SCHWEIZERISCHER CHEMIEUND PHARMABERUFE VERBAND

Wenn man gesunde Frühstücksflocken mit noch gesünderen Vitaminen isst, die man vor Kurzem selbst produziert hat. Wenn der Lack, den mein Arbeitskollege bei einem Mitbewerber hergestellt hat, meinem Auto den richtigen Glanz verleiht.

Wenn in Rohstoffen aus Billigstlohnländern Brillengläser und Messerklingen gefunden werden. Und wenn der Arzt Antibiotika verschreiben kann, die zuvor unter höchsten Qualitäts-Standards produziert wurden.

Das und vieles mehr erleben Chemieund Pharmatechnologen. Interessenten melden sich beim Berufsverband oder bei einem Unternehmen, welches Lehrstellen anbietet. Patrick Merkofer

Z E N T R A L V O R S TA N D

Ausbildungsstätten für Chemie- und Pharmatechnologen EFZ Aargau

Basel-Stadt

Schaffhausen

Dottikon ES AG, Hemmbrunnstrasse 17, 5605 Dottikon, Telefon 056 616 81 11

aprentas, 4002 Basel, Telefon 061 696 10 39

DSM Nutritional Products AG, Hauptstrasse 4, 4334 Sisseln, Telefon 062 866 23 31

BASF Schweiz AG, 4002 Basel, Telefon 061 636 48 88

Cilag AG, Hochstrasse 201, 8201 Schaffhausen, Telefon 052 630 91 11

Siegfried AG, Untere Bühlstrasse 4, 4800 Zofingen, Telefon 062 746 11 11 Basel-Land Bayer, 4133 Muttenz, Telefon 061 469 59 64 BASF Schweiz AG, 4002 Basel, Telefon 061 636 48 88

Hoffmann La Roche AG, 4070 Basel, Telefon 061 688 24 19 Novartis AG, 4002 Basel, Telefon 061 696 11 46 Huntsman, 4002 Basel, Telefon 061 636 48 88 Freiburg

Clariant (Schweiz) AG, 4132 Muttenz 1, Telefon 061 469 61 08

UCB Farchin SA, Chemin de la Croix-Blanche 10, 1630 Bulle, Telefon 026 919 02 00

CABB, 4133 Pratteln 1, Telefon 061 825 31 11

Genf

Valorec, 4133 Pratteln, Telefon 061 825 86 00 Genzyme, 4410 Liestal, Telefon 061 906 59 59

Givaudan SA, Chemin de la parfumerie 5, 1214 Vernier, Telefon 022 780 91 11

Merck-Eprova AG, Im Laternenacker 5, 8200 Schaffhausen, Telefon 052 630 72 72 Trybol AG, Kosmetische Produkte, Rheinstrasse 84, 8212 Neuhausen am Rheinfall, Telefon 058 958 25 60 (im Ausbildungsverbund mit Cilag AG) BASF Construction Europa AG, Industriestrasse, 8207 Schaffhausen, Telefon 058 958 25 60 Glarus Proto Chemicals AG, Tschachen, 8756 Mitlödi, Telefon 055 647 31 41

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SCHWEIZERISCHER CHEMIEUND PHARMABERUFE VERBAND

St. Gallen Sigma-Aldrich Chemie GmbH, Industriestrasse 25, 9471 Buchs, Telefon 081 755 25 11 Acima AG, im Ochsensand, 9471 Buchs, Telefon 081 755 46 00 Uri Merck & Cie KG, Weisshausmatte, 6460 Altdorf, Telefon 041 874 55 00 Bern Siegwerk Switzerland AG, Neuenburgstrasse 48, 3282 Bargen, Telefon 032 391 72 00

Helsinn Chemicals SA, Via Industria 24, 6710 Biasca, Telefon 091 873 01 10

Huntsman, Rte de l’Ile-au-Bois, 1870 Monthey, Telefon 024 474 61 11

Sintetica SA, Via Penate 5, 6850 Mendrisio, Telefon 091 640 42 50

BASF Orgamol SA, Fabr. de produits chimiques, 1902 Evionnaz, Telefon 027 766 12 00

IBSA SA, Via al Ponte 13, 6900 Massagno, Telefon 058 360 10 00

Sochinaz SA, Rue Principale, 1895 Vionnaz, Telefon 024 482 44 44

Pavisud SA, Via Cantonale 6, 6596 Gordola, Telefon 091 735 15 16

Zürich

Wallis

Dr. W. Kolb AG, Maienbrunnenstrasse 1, 8908 Hedingen, Telefon 044 762 46 46

Lonza AG, Walliser Werke, 3930 Visp, Telefon 027 948 51 11 BASF Monthey, Rte de l’Ile-au-Bois, 1870 Monthey, Telefon 024 474 41 11

Tessin Cerbios Pharma SA, Via Pian Scairolo 6, 6917 Barbengo, Telefon 091 985 63 11

CIMO Sa, Rte de l’Ile-au-Bois, 1870 Monthey, Telefon 024 470 31 11 Syngenta CP, Rte de l’Ile-aus-Bois, 1870 Monthey, Telefon 024 475 21 11

SECTION GENÈVE

Rapport annuel ASOC 2010 Notre section genevoise compte, pour cette année, 37 membres inscrits, ainsi que 10 membres «d’honneur» qui se compose de la volée 2009–2012 d’apprenants Technologue en production chimique et pharmaceutique.

N

ous espérons bien évidemment que ces derniers rejoindront notre association au terme de leur formation (CFC). Nous pouvons aussi souligner la venue de cinq nouveaux membres, bienvenue à eux. Nous espérons qu’ils apporteront du «sang neuf» pour reprendre la relève. En revanche, deux membres ont été exclus de notre association, pour non paiement de leurs cotisations comme prévu dans nos statuts (Art.3.5). L’Assemblée Générale de notre section genevoise s’est déroulée le 28 janvier 2011. Le comité en place à été en partie reconduit, deux membres actifs ont démissionné et deux autres membres on rejoint notre comité. Cette année le département de la formation professionnelle Givaudan nous a donné un cours sur l’hydrogénation et les catalyseurs. Cette formation a eu une faible participation des membres de no-

tre association. Deux raisons à cela, le planning de production très chargé pour la fin de l’année 2010 et la date du cours qui correspondait avec celle de l’inventaire du site de production Givaudan Vernier. Ce cours a donc été ouvert aux autres collaborateurs Givaudan (non-membres de l’ASOC), ces derniers ont ainsi pu profiter du cours très intéressant dispensés par MM. Christian Kuhn (partie théorique) et Marco Travasa pour la partie pratique (visite des installations en relation avec l’hydrogénation). Encore merci aux intervenants pour leur dévouement. De plus, cette année, le comité en place a organisé un voyage à Grasse dans le sud de la France, pour visiter l’entreprise Robertet-Charbot qui fabrique principalement des extraits naturels et des arômes. Nous avons aussi profité du séjour pour visiter le musée du Parfums à Grasse

ainsi que le Festival international de la plaisance qui se déroulait pendant les mêmes dates. Tous les participants ont été ravis du séjour. Il faut aussi noter la participation financière de l’entreprise Givaudan pour ce voyage, merci au comité de direction pour cette aide non négligeable. Un projet de voyage sur le site de Paris (Argentieul et/ou Avenue Kleber) ainsi que d’autres sorties, pour l’année 2011, sont en cours de discussion au sein du comité. Le département de la formation professionnelle Givaudan nous à proposé cette année 2011 un cours sur la «distillation et rectification», nous allons de notre côté réunir un maximum de membres en faisant une proposition de dates en amont.

Pour l’ASOC Robert Moreau, président


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SCHWEIZERISCHER CHEMIEUND PHARMABERUFE VERBAND

SEKTION OBERWALLIS

Einladung zur Besichtigung der Burgener AG und der Lugaia AG Burgener AG bietet den Kunden das gesamte Sortiment zur Verpackung ihre Farbstoffe. Von der Abfüllung bis zur Palettierung verschiedener Gebinde (Bag in Box, Drums mit Inliner, Beutel, BigBag, Endlos-Liner usw.). Burgener AG entwickelt die individuelle Maschine/Anlage für ihre Kunden. Lugaia Packaging Solutions plant, entwickelt und produziert Verpackungs- und Transferlösungen für die Life-Science-, Pharma- und Bio-Technologie. Die Produkte der Lugaia werden ebenfalls in der Burgener AG vorgeführt. Gerne laden wir euch ein, um die Firmen in Visp vor Ort zu besichtigen.

SEKTION OBERWALLIS

Vorstand Präsident Kurt Gottsponer, praesident@cp-technologe.ch Vize und Aktuar Fredy Salzmann, fredy.salzmann@lonza.com Finanzen Michael Wyer, michael.wyer@lonza.com Exkursionen, Familientag und Sportanlässe Orlando Juon, orlando.juon@lonza.com Aus- und Weiterbildung Melanie Andenmatten melanie.andenmatten@lonza.com Kontaktadresse SCV Sektion Oberwallis, Postfach 536, 3930 Visp, Telefon 079 342 62 19 Bankverbindung Raiffeisenbank Region Visp CH72 8055 3000 0028 26013 Konto: 19-2517-3

Wichtige Informationen für den Terminkalender: Datum: Freitag, 15. April 2011 Treffpunkt: bei der Lonza Garage (Transport mit Privatfahrzeugen, Mitfahrgelegenheit erwünscht) Zeit: 15.30 Uhr Anmeldungen bitte bis spätestens 7. April 2011 an: Melanie Andenmatten, melanie.andenmatten@lonza.com oder Fredy Salzmann, fredy.salzmann@lonza.com Nach der Besichtigung wird ein kleiner Imbiss offeriert. Freundliche Grüsse

Der Vorstand


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SCHWEIZERISCHER CHEMIEUND PHARMABERUFE VERBAND

SEKTION OBERWALLIS

SEKTION FRICKTAL

Jahresprogramm 2011 Sportanlass Rodeln in Saas Fee, Samstag, 21. Mai 2011. Weitere Infos unter www.cp-technologe.ch Familientag Samstag, 15. Oktober 2011, ab 11 Uhr in der Alba in Visp. Exkursion Metrohm in Herisau AR, Freitag, 4. November 2011. Weitere Infos unter www.cp-technologe.ch Interne Veranstaltung Burgener AG und Lugaia in Visp Stabitec in Steg Freitag, 15. April 2011 Weitere Infos unter www.cp-technologe.ch

Anmeldung zur Betriebsbesichtigung Kavernenkraftwerk in Bad Säckingen / D Mittwoch, 18. Mai 2011, 13.55 Uhr Dauer: 2 Stunden Anfahrt: Selbstorganisation, Treffpunkt Parkplatz Kavernenkraftwerk • Kosten: keine Teilnehmerzahl: max. 25 Personen Berücksichtigung zur Teilnahme: nach Eingangsdatum der Anmeldung! Die Besichtigung findet bei jedem Wetter statt Im Anschluss Möglichkeit zur Einkehr (Selbstzahler) Anmeldung bis 2. Mai 2011 an: d.gipsy@t-online.de oder DSM, D. Giebson, Bau 321, SPW

Klausur 5. November 2011 in Inzingen. Generalversammlung 2012 Freitag, 13. Januar 2012, Beginn 18.30 Uhr im Restaurant Sonne in Visp.

S E K T I O N F R I C K TA L

Kart-Meisterschaft – die erste Während die Formel 1 dieses Jahr mit angezogener Handbremse startete und das erste Rennen in Bahrain gar abgesagt werden musste, wird die erste Kart-Meisterschaft des SCV mit Vollgas starten. Auch wenn wir weder in Bahrain, noch in Monza oder Monaco starten werden – viel Spass ist vorprogrammiert! Ausserdem gibt es tolle Preise zu gewinnen.

D

urchgeführt wird die 1. SCV KartMeisterschaft am 10. Juni 2011, nachmittags, und in der Nähe von Basel. Details folgen in der nächsten Ausgabe der Chemie plus und unter www.cp-technologe.ch Lernende aus allen Sektionen werden kostenlos teilnehmen können. Angelern-

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te Mitglieder des SCV werden einen Unkostenbeitrag beitragen müssen. Über die genauen Daten werden wir euch in der nächsten Ausgabe informieren. Helm auf und Vollgas! Bild: www.vm-kart-racing.de

Für die Sektion Fricktal Patrick Merkofer

www.chemieplus.ch


FACHVERBAND LABORBERUFE

Fachverband Laborberufe FLB Postfach 2269 8022 Zürich Ihr Ansprechpartner für die Berufe Chemie-, Biologie- und Textillaborant/-in Wir vertreten für unsere Mitglieder die Interessen in beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belangen.

Laborpersonalverband Bern, Postfach 3001 Bern

Zentralvorstand/Sektionen

Verbandsbüro/Administration

CHARLOTTE ROTHENBÜHLER Co-Präsidium Zentralvorstand Sektion Bern Laborpersonalverband Bern LVB Postfach 7055, 3001 Bern Telefon 031 301 77 92 lvb@laborberufe.ch

Fachverband Laborberufe FLB Verbandssekretariat Postfach 2269 8022 Zürich Telefon 043 244 71 89 (Simone Schärer)

OLIVER SCHEIDEGGER Sektion Luzern Lerchenbühlhöhe 9 6045 Meggen lvl@laborberufe.ch HANSJÖRG SCHINDLER Sektion Schaffhausen Wettegasse 9a D-79771 Klettgau Telefon 044 823 43 85 hansjuergen.schindler@empa.ch SIMONE SCHÄRER Co-Präsidium Zentralvorstand Sektion Zürich Zürcher Laborpersonalverband ZLV Unt. Schwandstrasse 67 8805 Richterswil Telefon 043 244 71 89 zlv@laborberufe.ch

Brigitte Kambe r Kassierin Wachterweg 3 8057 Zürich Telefon 044 362 31 77 kassier@laborberufe.ch Oliver Scheidegger Webmaster Benziwilstrasse 10 6020 Emmenbrücke Telefon 041 349 21 25 Telefon 041 455 83 34 lvl@laborberufe.ch Charlotte Rothenbühler Redaktorin «CHemie plus» Obere Lindenstrasse 8 3176 Neuenegg Telefon 031 301 77 92 Natel 077 419 34 47 charlotte.rothenbuehler@bluewin.ch

Informationen zum Verband, zu den Sektionen, zur Berufswahl, zur Berufsund Weiterbildung sowie ein Anmeldeformular und vieles mehr im Internet! www.laborberufe.ch ZENTRALVORSTAND

Raphael Krättli, Lernender Laborant EFZ, Fachrichtung Chemie, im Gespräch mit Chemie plus Als erstes lieben Dank für den herzlichen Empfang von Frau Hort und dem Lernenden Raphael Krättli im 2. Lehrjahr, der sich bereit erklärt hat, mir ein Interview zu geben. Die CSL Behring AG bietet für junge Männer und Frauen jährlich neben drei Lehrstellen für Laboranten EFZ Fachrichtung Chemie auch eine Lehrstelle für Laboranten EFZ Fachrichtung Biologie an. Daneben gibt es Lehrstellen für Informatiker, Kaufleute, Logistiker, Automatiker, Fachleute Betriebsunterhalt, Elektroinstallateure, Polymechaniker sowie Chemie- und Pharmatechnologen. In der CSL Behring AG werden aus Blutplasma Medikamente für Menschen mit seltenen und schweren Krankheiten für den weltweiten Markt hergestellt. Im Bereich der Medikamentenherstellung gilt das Arbeiten nach GMP (Good Manufacturing Practice, gute Herstellpraxis), denn Patienten, die auf diese Medikamente angewiesen sind, brauche n e inwandfreie, sichere und wirksame Arzneimittel. Dies bedeu-

tet, dass alle Prozesse (von de r Spende über die Herstellung der Medikamente und während den Analysen bis hin zum Patienten) rückverfolgbar dokumentiert werden müssen. Diese GMP-Regeln werden in der CSL Behring AG während dem Einführungskurs intensiv gelehrt. Diese Schulung findet neben der Einführung der lernenden Laboranten in die Basisarbeiten im Labor statt. Erst wenn sie in Labor-

grundkenntnissen und Kenntnissen der GMP-Regeln ausreichend geschult sind, können lernende Laborantinne n Fachrichtung Chemie in den Laboratorien der Chemischen Qualitätskontrolle mitarbeiten. Im Ausbildungs-Ablaufplan ist festgelegt, wer wann wo welches Praktikum absolviert. Dieser Ablaufplan gewährleistet, dass alle lernenden Laborantinnen und Laboranten eine gleichwertige

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FACHVERBAND LABORBERUFE

Die CSL Behring AG bietet jährlich mehrere Lehrstellen an.

und umfassende Ausbildung erhalten. Spezielle Arbeiten, die in den Laboratorien der Chemischen Qualitätskontrolle nicht durchgeführt werden, sind im Ergänzungskurs im zweiten Lehrjahr enthalten. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Redox-Titrationen, indirekte Titrationen, Säulen- und DünnschichtChromatographie, fotometrische Bestimmungen, verschiedene Extraktionen und diverse Synthesen mit den gängigen Reinheitskontrollen der Produkte. Im dritten Lehrjahr folgen die Praktika in der Chemischen Analytischen Entwicklung, in Forschung und Entwicklung und in der Analytischen Forschung und Entwicklung. Dabei werden projektorientierte Arbeiten verrichtet und die Ergebnisse in einem Bericht oder einer Präsentation den Kolleginnen und Kollegen vorgestellt. Für Raphael Krättli ist Laborant EFZ Fachrichtung Chemie ein Wunschberuf. Schon in der Schule galten seine Hauptinteressen den Naturwissenschaften Chemie und Physik. Als lernender Laborant kann er seine Interessen nun mit viel technischem Wissen verbinden und hat als Ausgleich dazu das Lernen der theoretischen Grundlagen sowie die praktischen Arbeiten im Labor. Die Ausbildung in der CSL Behring AG ist eine besondere Ausbildung. Als einzige Firma im Raum Bern führt die CSL Behring AG die überbetrieblichen Kurse selber durch. Während dem Einführungskurs findet gleichzeitig eine ausführliche GMP-Schulung statt, und erst danach sind die Lernenden qualifiziert für das Arbeiten in den Laboratorien der Chemischen Qualitätskontrolle. Die Lieblingsarbeit von Raphael Krättli ist das Arbeiten mit einem GC oder einem HPLC. In der Instrumentalanalytik sind häufig komplexe Probevorbereitungen in den Methoden enthalten. Und

Raphael Krättli: Lernender Laborant EFZ im 2. Lehrjahr.

für die Messung werden verschiedene Programme benötigt. Genau das Richtige für Raphae l Krättli. Im Gegensatz dazu stehen Routinearbeiten wie zum Beispiel Dichtemessungen an, wobei teilweise über längere Zeit immer wieder dieselben Messungen durchgeführt werden. Aber auch diese Messungen müssen gemacht werden. Während dem ersten und dem zweiten Lehrjahr arbeitet Raphael Krättli vorwiegend in der Chemischen Qualitätskontrolle, wo hauptsächlich analytische Arbeiten durchgeführt werden. Im dritten Lehrjahr wird er dann in der Forschung und Entwicklung arbeiten und dabei sein, wenn Produktionsprozesse optimiert werden oder in der Analytischen Forschung, wenn beispielsweise Methoden adaptiert werden. Zukunftspläne sind noch nicht konkret vorhanden, aber mit der Berufsmaturität und der Fachhochschule stehen genügend Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, welche er sich auch vorstellen könnte. Durch seine Teilnahme am Projekt «Rent a Stift» engagiert sich Raphael Krättli aktiv für den Berufsnachwuchs. Im Rahmen dieses Projektes besucht Raphael Krättli Schulklassen, die sich mitten in der Berufswahl befinden und stellt seinen Beruf mit einer Präsentation vor. Weiter berichtet er über den Einstieg ins Berufsleben und über seine Erfahrungen im Lehralltag. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Lehrstellensuche. Auch zu diesem Thema kann Raphael Krättli seine Erfahrungen weitergeben. Vorbereitet werden die Lernenden an vier Schulungsabenden von je zweieinhalb Stunden. Diese Kurse absolvieren die Lernenden in ihrer Freizeit. Betriebe, die Lernende am Projekt teilnehmen lassen, stellen ihnen fünf Halbtage für Einsätze zur Ver-

fügung. Der Einsatz ist unentgeltlich, nur Fahrspesen werden bezahlt. Sein grosses Hobby, für das sich Raphael Krättli seine Freizeit reserviert, ist Trompete spielen. Er spielt in einer Band mit, was nur durch regelmässiges Üben erreichbar ist. Die restlichen Hobbys müssen eingeschränkt werden, die Ausbildung steht an erster Stelle. Durch den Erhalt der Chemie plus ist Raphael Krättli über den Berufsverband orientiert. Er freut sich, die Fachzeitung regelmässig zu erhalten. Spezifische Wünsche an einen Berufsverband sind noch nicht vorhanden. Vor etwas mehr als 60 Jahren, am 12. Januar 1949, hat die Erfolgsgeschichte der CSL Behring AG mit der Gründung des ZLB Zentrallaboratoriums BSD SRK ihren Anfang genommen. Im Jahre 1955 beschäftigt die Produktion von Blutprodukten 68 Personen, im Jahr 2000 waren es bereits 561 Personen, und 2010 stieg die Zahl der Mitarbeitenden auf rund 1000. Um eine neue Generation an Medikamenten produzieren zu können, wurden Produktionsanlagen ausgebaut bzw. neu gebaut (Immunglobulinanlage, CytogamAnlage). CSL veranstaltet pro Jahr vier Informationstage zum Beruf Laborant EFZ und bietet Schnupperlehren an, die jeweils einen Tag dauern. Wir danken der Firma CSL Behring für ihren Einsatz für Lernende Laboranten EFZ, besonders Frau Hort für Ihren grossen Einsatz in der Ausbildung. Glücklich über all diese positiven Eindrücke dieses Nachmittags, machte ich mich auf den Heimweg. Charlotte Rothenbühler


FACHVERBAND LABORBERUFE

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ZENTRALVORSTAND

Einladung zur 18. ordentlichen Delegiertenversammlung des FLB Im Namen des FLB lädt Sie der Schaffhauser Laborpersonalverband ganz herzlich zur diesjährigen Delegiertenversammlung ein. Die DV findet statt am Samstag, 7. Mai 2011, im Weingut Lindenhof in Osterfingen. Teffpunkt um 10 Uhr zu Kaffee und Gipfeli. Folgender Ablauf ist geplant: 10.30 Uhr Start der DV; 12.30 Uhr Apéro; 13.00 Uhr Mittagessen; 14.30 Uhr Führung. Diese wird bei schönem Wetter über den Klanggarten in Osterfingen zum Bahnhof Wilchingen/Hallau führen. Traktanden 1. Begrüssung 2. Wahl des Stimmenzählers 3. Genehmigung der Traktandenliste

4. Protokoll der 17. FLB-Delegiertenversammlung 2010 5. Jahresbericht 2010 6. Kassabericht 2010 7. Bericht der Kassenrevisoren 8. Budget 2011/2012 9. Wahlen 10. Anträge 11. Statutengenehmigung (Anpassung betr. GPK/Kassarevisoren) 12. Informationen, Zusammenarbeit mit andern Verbänden 13. Diverses (Bericht der Funktionsträger, zum Beispiel BiVO/wblb/ Beiträge der Gäste usw.)

14. Sektion und Datum der Delegiertenversammlung 2012 Anfahrt öV: Mit der Deutschen Bahn ab Schaffhausen bis Bahnhof Wilchingen/Hallau, dann den Bus nach Wilchingen Osterfingen benützen. Das Weingut ist direkt neben der Bushaltestelle. Pw: Nach Osterfingen (nicht mit dem Navi Lindenhof eingeben, dies führt zum falschen Ort). Es ist das zweite Haus auf der linken Seite, schön beschriftet mit grosser Hinweistafel.

ZENTRALVORSTAND

ZENTRALVORSTAND

Der FLB wünscht allen frohe Ostern

Lehre absolviert und keinen Job?

Wir hoffen, dass Meister Hase neben bunten Eiern auch ideale Wetterbedingungen bringen wird. Gute Schneeverhältnisse in den Bergen, angenehme Frühlingstemperaturen im Flachland und für alle viel Sonnenschein. E Guete zum gemütlichen Osterzmorge wünscht Ihnen allen der Fachverband Laborberufe.

Besuchen Sie unsere neu gestaltete Homepage!

Haben Sie nach der Lehre keinen Job und sind unter 25 Jahre jung? Die Stiftung Speranza kann Ihnen weiterhelfen. Eine gute Gelegenheit ist ein Sprachaufenthalt, der mit einem Freiwilligeneinsatz im Ausland verbunden werden kann. 50 Prozent der Kosten, respektive maximal CHF 5000.–, werden übernommen. Die finanzielle Unterstützung ist Teil des Massnahmepakets des Bundes, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Von diesem Unterstützungsangebot können Jugendliche noch bis Ende dieses Jahres profitieren. Für die Umsetzung ist die Stiftung Speranza zuständig. www.speranza.ch Vermittelt werden Einsätze von vier Wochen bis zu elf Monaten rund um den Globus. Gearbeitet wird ehrenamtlich in Projekten, die den Vorkenntnissen und Erfahrungen der Teilnehmer entsprechen. Wünsche werden soweit wie möglich berücksichtigt. Das Angebot der Freiwilligeneinsätze ist gross. Untergebracht sind die jungen Leute in Gastfamilien. Die Sozialeinsätze stärken Kompetenzen, die für künftige Arbeitsstellen wichtig und unabdingbar sind. In Bewerbungen macht sich Charlotte Rothenbühler ein solcher Einsatz gut.

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FACHVERBAND LABORBERUFE

LABORPERSONALVERBAND BERN

Chefexpertenwechsel Qualifikationsverfahren Laborant EFZ, Fachrichtung Biologie Aus Zeitgründen ist es für Brigitte Siona leider nicht mehr möglich, die Aufgabe als Chefexpertin Laborant EFZ Fachrichtung Biologie wahrzunehmen.Wir danken Brigitte Siona herzlich für ihren Einsatz während den letzten Jahren. Der Laborpersonal-Verband Bern freut sich sehr, dass sich Stefan Guggisberg, Chefexperte Laborant EFZ Fachrichtung Chemie, bereit erklärt hat, zusätzlich auch diese Funktion zu übernehmen. Damit ist gesichert, dass die Qualifikationsverfahren in der Fachrichtung Biologie weiterhin in Bern bleiben. Für spezifische, fachliche Fragen in Richtung Biologie darf er mit der Unterstützung von Penelope Kulla, Lehrlingsaus-

bildung Lonza AG, Visp, und Andreas Gruber, Institut für Zellbiologie Uni Bern, rechnen. Den beiden lieben Dank für das Entgegenkommen und ihren Einsatz. Für das diesjährige, erstmalige Qualifikationsverfahren gemäss der neuen BiVo gibt es einiges an Mehrarbeit zu bewältigen. Dies vor allem für den Chefexperten, aber auch für das Expertenteam. Allen besten Dank für ihre Arbeit. Wir danken Stefan Guggisberg ganz herzlich für seinen grossen Einsatz

zugunsten der Lernenden und der Ausbildung. Stefan Guggisberg setzt sich nicht nur für die Lernenden ein, er hilft auch beim wblb und der QSK mit. Die Module der Höheren Fachprüfung müssen den neuen Qualifikationsverfahren angepasst werden. Dabei ist das grosse Wissen der Aus- und Weiterbildung von Stefan Guggisberg sehr wertvoll. Er ist Vertreter des Fachverbands Laborberufe. Charlotte Rothenbühler

LABORPERSONALVERBAND BERN

«angestellte bern» Der Dachorganisation «angestellte bern» gehören sieben Angestelltenorganisationen an mit momentan ungefähr 37 000 Mitgliedern. Im Vorstand «angestellte bern» ist der Laborpersonal-Verband Bern durch Emil Tüscher vertreten. Im 2009 erfolgte leider der Austritt des Fachverbands Betreuung und Pflege. Politische Tätigkeiten Engagiert hat sich «angestellte bern» während den zwei letzten Jahren im Komitee Harmos-Referendum. Unterstützt wurde das Referendum gegen die BVG-Revision, die sich vor allem gegen die Senkung des Mindestumwandlungssatzes richtete, und konnte im letzten Jahr gewonnen werden. Die Verschlechterung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes ging nicht nach dem Willen der Angestellten aus, sie wurde vom Souverän knapp angenommen. «angestellte bern» setzte sich wiederholt mit den Lohnperspektiven des Personals auseinander. Die grosse Kundgebung der Lehrerinnen und Lehrer vom 12. November 2010, die schliesslich auch beim Grossen Rat ein Zeichen setzte, wurde ideell unterstützt.

Kantonale Wahlen «angestellte bern» unterstützt bei den Grossratswahlen Verbandsmitglieder, die sich über eine aktive Legitimation in einem Mitgliederverband ausweisen konnten. Unterstützt wurden 11 bisherige Grossratsmitglieder und 8 neue Kandidatinnen und Kandidaten. Alle hatten gute Resultate, 8 der unterstützten Personen schaften es schliesslich ins Kantonale Parlament. Unterstützt wurden auch die be iden Verbandsmitglieder und Regierungsräte (KV-Mitglieder), Herr Rickenbach und Herr Perrenoud, die ebenfalls in ihrem Amt bestätigt wurden. Jeweils zu Beginn jeder Session findet mit den Grossrätinnen und Grossräte n e in Gedankenaustausch statt. Dies im Rahmen der parlamentarischen Angestelltengruppe.

Damit «angestellte bern» die Interessen seiner Mitgliederverbände aktiv wahrnehmen kann, ist die Dachorganisation in den wichtigsten kantonalen Organen vertreten. Dies vor allem in den kantonalen Arbeitsmarktkommissionen, in den kantonalen Volkswirtschaftskommissionen, in den kantonalen Sozialpartnergesprächen unter der Leitung des Volkswirtschaftsdirektors, dem Berufsbildungsrat sowie dem Fachrat Weiterbildung und der Gesamtleitung «Futura». Wir danken Emil Tüscher für sein Engagement im Vorstand «angestellten bern». Charlotte Rothenbühler


forschungswelten

CHEMIE PLUS 4-2011

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S U P R A M O L E K U L A R E H O M O G E N E K ATA LY S E

Massgeschneiderte Katalysatoren nach dem Baukastenprinzip An der Universität Freiburg/Breisgau entwickelt ein Team um den Chemiker Bernhard Breit supramolekulare Katalysatoren, die sich während der Reaktion aus komplementären Bausteinen eigenständig zusammensetzen. Katalysatoren, die sich für bestimmte Reaktionen besonders eignen, werden unter anderem in kombinatorischen Ansätzen ermittelt. Ein weiteres wichtiges Thema sind Katalysator dirigierende Gruppen. B E A TE P E I S E LE R - S U TTE R

Z

war ist in der Chemieindustrie die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe auf dem Vormarsch, noch wird das Gros aller organischen Chemieprodukte aber ab Erdöl hergestellt. Durch Spaltung werden aus Rohbenzin Ethen, Propen, Buten, Butadien und Aromaten gewonnen. Mit ihren ungesättigten Doppelbindungen stellen die reaktionsfreudigen Moleküle die Basis für die Synthese von rund 200 chemischen Grundverbindungen dar, aus denen zum Beispiel Kunststoffe zur Herstellung von Verpackungsmaterialien, Textilfasern und Gebrauchsgegenständen, Baustoffen, Feinchemikalien, kosmetische und pharmazeutische Wirkstoffe, Waschsubstanzen … werden. Angesichts sich verknappender Reserven und steigender Rohöl- und Energiepreise sind ressourcen- und energiesparende

Verfahren gefragt, wobei katalytischen Reaktionen eine Schlüsselrolle zukommt. Katalysatoren binden reversibel an Ausgangsverbindungen (Edukte) und Reaktionszwischenprodukte und setzen deren Aktivierungsenergie herab. Manche Reaktionen werden dadurch erst möglich, andere werden so schnell, dass sie unter milderen Bedingungen ablaufen. Moderne Katalysatoren zeichnen sich zudem durch hohe Reaktions-, Chemo-, Regiound Stereospezifitäten aus. Ihr Können gipfelt im Aufbau neuer Stereozentren unter Erzeugung chiraler, das heisst wie die linke und die rechte Hand durch Drehung nicht mit dem Spiegelbild zur Deckung zu bringender Verbindungen (Spiegelbildisomere bzw. Enantiomere) ab planaren prochiralen Edukten. Solche modernen metallorganischen und organochemischen Katalysatoren

eifern natürlichen Enzymen nach, deren Verwendung in der chemischen Synthese ebenfalls auf dem Vormarsch ist.

Liganden für die Feinregulierung Einer, der sich der Entwicklung katalytisch aktiver Metallkomplexe verschrieben hat, die Hydrierungen, Oxidationen, Umlagerungen, Kohlenstoff(C)-Kohlenstoff(C)-Bindungsknüpfungen und andere industrierelevante Reaktionen an organischen Molekülen in homogenen Ein-Phasen-Systemen beschleunigen, ist Bernhard Breit, Professor an der Universität Freiburg und Internal Senior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS). Das zentrale Metallatom ist meist ein Übergangsmetall und für die Aktivierung der Edukte zuständig. Es wird durch neutrale oder anionische Liganden unter Komplexbildung stabilisiert und in Lösung gehalten. Die Liganden sind der Schlüssel zur Feinregulierung der katalytischen Eigenschaften des Komplexes, denn sie beeinflussen die Elektronendichte und bestimmen die Raumausfüllung am Metallatom.

Selbstorganisation während der Reaktion

Der Freiburger Chemiker Prof. Bernhard Breit – hier mit dem Diplomanden Rafael Schrot (rechts) – ist Sprecher des Graduiertenkollegs des Oberrheinischen Katalyse-Clusters CCROS. Bild: B. Peiseler-Sutter

Breits 28-köpfiges Team entwirft supramolekulare metallorganische Katalysatoren. Diese setzen sich während der Reaktion aus passend designten Bausteinen nach dem Prinzip der Selbstorganisation unter Ausbildung nicht-kovalenter Wechselwirkungen wie Wasserstoff(H)-Brückenbindungen in situ selbst zusammen. Das Konzept wurde in den letzten zehn Jahren von einem guten Dutzend internationaler Arbeitsgruppen vorangetrieben und beinhaltet die Synthese intelligenter einzähniger Bausteine, die selbst nur ein freies Elektronenpaar für die Bindung zum Metall tragen, sich ähnlich doppelsträngiger DNA aber zu komplizierteren, genau definierten mehrzähnigen Chelatliganden zusammenlagern.


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CHEMIE PLUS 4-2011

Zweizähnige Chelatliganden sind die erste Wahl, wenn es, wie fast immer, um hohe Regio- und Stereoselektivitäten geht. Prominente nicht-supramolekulare Beispiele sind der Ende de r 70er-Jahre entwickelte Diphosphinligand BINAP für die enantioselektiven asymmetrischen Hydrierungen und andere Reaktionen und der Diphosphinligand Xantphos mit besonders weitem Bisswinkel für Hydroformylierungen. Beide besitzen zwei Phosphoratome mit je einem freien Elektronenpaar für die Bindungsbildung zum Metall, die durch einen starren Molekülteil voneinander getrennt sind, dessen Geometrie den Bisswinkel vorgibt. «Bei zweizähnigen Liganden ist die Geometrie am Metall stark eigeschränkt. Dadurch reduziert sich für die Reaktion die Anzahl der möglichen Übergangszustände. So kommen hohe Selektivitäten zustande», erklärt Breit. 2003 hatte sein Te am einen einzähnigen phosphorhaltigen Baustein für den allerersten supramolekularen zweizähnigen Liganden vor-

forschungswelten

Direkte katalytische Reaktion unter Einsatz von katalytischen Mengen von Katalysator dirigierenden Gruppen (CDG): allgemeines Schema (links) und direkte Hydroformylierung (rechts).

gestellt: 6-Diphenylphosphanyl-2-pyridon, kurz 6-DPPon. Das stickstoffhaltige 2-Pyridon, ein intramolekulares cyclisches Amid, liegt im Gleichgewicht mit dem Isomer 2Hydroxypyridin vor. Das tautomere Paar kann untereinander H-Brückenbindungen ausbilden, die im Ve rlauf einer katalytischen Reaktion intakt bleiben. Bei der Rhodium-katalysierten Hydroformylierung

Oberrheinischer Katalyse-Cluster

(bp) In den letzten 100 Jahren hat sich die Katalyseforschung zu einem aktiven interdisziplinären Forschungsgebiet entwickelt. Einen Eindruck, wie vielfältig und breit das Gebiet bearbeitet wird, gibt das seit 2005 jährlich mit rund 1 Million Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Schweizerischen Nationalfonds geförderte internationale Graduiertenkolleg «CCROS – Catalysts and Catalytic Reactions for Organic Synthesis» (www.ccros.uni-freiburg.de). Am Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität Freiburg/Brsg. und am Departement Chemie der Universität Basel gibt es eine kritische Masse an Experten, allesamt Professoren und eine Professorin, die auf den verschiedensten Bereichen der Katalyseforschung brillieren und im Rahmen von CCROS in Lehre und Forschung zusammenspannen. Der ehemalige Industriechemiker Willi Bannwarth (FR) entwickelt perfluorierte Katalysatoren, Bernhard Breit (FR) designt supramolekulare Katalysatoren und Katalysator-dirigierende Gruppen für industrierelevante Reaktionen, Reinhard Brückner (FR) hat sich der kniffligen organischen Synthese biologisch aktiver Moleküle verschrieben, Ingo Krossing (FR) erforscht schwach koordinierende Anionen als Katalysatorliganden, der Theoretiker Markus Meuwly (BS) entwickelt Algorithmen für die Beschreibung intermolekularer Wechselwirkungen, Matthias Müller (FR) erforscht und optimiert Enzyme für den Einsatz in der organischen Synthese, Andreas Pfaltz (BS) synthetisiert chirale Liganden für metallorganische Katalysatoren in enantioselektiven Synthesen, Dietmar Plattner (FR) betreibt organometallische Gasphasenchemie, Thomas Ward (BS) kombiniert organometallische Chemie und Biotechnologie, Hermann Wegner (BS) interessiert sich für Gold-katalysierte Dominoreaktionen und Helma Wennemers (BS) arbeitet an neuen Peptidkatalysatoren für die Organokatalyse. Im Rahmen von CCROS kombinieren die Forschungsgruppen ihre Aktivitäten, veranstalten Gemeinschaftsworkshops und -seminare, arbeiten grenzüberschreitend an Forschungsprojekten und tauschen Doktoranden und Postdoktoranden aus. Es stehen Mittel zur Vergabe von Postdoktorandenstipendien zur Verfügung.

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terminaler Alkene macht 6-DPPon dem Star Xantphos Konkurrenz.

Multikomponenten-Katalysator-Baukästen Weil es praktisch unmöglich ist, für eine neue Reaktion die richtigen KatalysatorLiganden vorauszusagen, haben Breit und Kollegen in den letzten Jahren Wege zu Multikomponenten-Katalysator-Baukästen und Katalysator-Sammlungen ausgearbeitet. Diese setzen sich nach dem Prinzip der supramolekularen Selbstorganisation aus wenigen, variabel kombinierbaren Bausteinen selbst zusammen und lassen sich in wenigen Arbeitsschritten nach optimalen Reaktionsbeschleunigern durchsuchen. Ve rgangenes Jahr beschrieben die Freiburger im Fachjournal Nature Chemistry den schnellen Aufbau von 120 supramolekularen Katalysatoren. Diese waren sehr überlegt in Form mehrerer Untersammlungen hergestellt worden, welche sich in einer Rhodium-katalysierten asymmetrischen Hydrierung gegeneinander behaupten mussten. Die Favoritensammlungen wurden erneut in Form von Untersammlungen rekonstruiert und getestet: 17 Experimente reichten aus, um den schnellsten und selektivsten Katalysator zu ermitteln. Eine von Breits Favoritenreaktionen ist die seit den 30er-Jahren industriell genutzte Hydroformylierung von Alkenen. Die atomökonomische Reaktion, bei der sich alle

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Atome der Edukte im Produkt wiederfinden, entspricht formal der Addition von Wasserstoff und Kohlenmonoxid an eine Doppelbindung. Unter Knüpfung einer neuen C-C-Bindung entstehen dabei Aldehyde, die gegenüber dem Edukt um ein C-Atom verlängert sind.

«Mit neun Millionen Jahrestonnen an Oxoprodukten ist die Hydroformylierung mengenmässig eine der bedeutendsten industriellen Anwendungen der Homogenkatalyse. Nur ein weiterer Reaktionsschritt, und aus den Aldehyden werden wertvolle Zwischenprodukte wie Mono- und Mehrfachalkohole, Säuren, Ester und Amine», unterstreicht der Fachmann. Die Umwandlung zu Alkoholen erfolgt in einer separaten Hydrierungsreaktion: «Unpraktisch», fanden die Freiburger und starteten die Suche nach einem Katalysator, der beide Schritte – Hydroformylierung und Hydrierung – katalysieren kann. Kobalt-Katalysatoren können das, allerdings nur unter sehr harschen Reaktionsbedingungen (hohe Temperatur, hoher Druck) bei gleichzeitig niedrigen Pro-

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Engineering f ü r P h a r m a u n d C h e m i e - A n l a g e n

duktausbeuten. 2009 kam die Gruppe mit einem supramolekularen Ligandensystem heraus, das die metallbindenden Eigenschaften von Phosphinen mit der Carbonyl(CO)-Erkennungsfähigkeit von AcylGuanidin-Gruppen vereint. Als Metallatom fungiert nicht Kobalt, sondern Rhodium. Der Ligand bindet über H-Brückenbindungen an CO-Gruppen. Enthält er den Heteroaromaten Pyrol, dessen Stickstoff(N)-Wasserstoff(H)-Gruppe eine zusätzliche H-Brücke ausbilden kann, werden auch C-C-Doppelbindungen zugänglich. Die neuen Komplexe katalysieren die chemoselektive Reduktion von Aldehyden und Eintopf-Tandem-Hydroformylierungs/Hydrogenierungs-Reaktionen von Alkenen mit endständiger Doppelbindung. Dass Hydroformylierungen in komplexen Synthesen wie Naturstoffsynthesen kaum Anwendung finden, war den Freiburger Chemikern ebenfalls ein Dorn im Auge. «Besonders bei Edukten mit endständigen und internen Doppelbindungen ist die Kontrolle der Regio- und Diastereoselektivität schwierig», begründet Breit.

Katalysator-dirigierende Gruppen Die Selektivitätskontrolle kann mit Katalysator dirigierenden Gruppen (CDG) gelöst

Nobelpreiswürdige Katalyseforschung

(bp) Seit 1901 sind 102-mal Chemie-Nobelpreise an insgesamt 160 Preisträger verliehen worden. Besonders zahlreich unter den Nobelpreisträgern sind diejenigen Chemiker, die für die Erforschung und Entwicklung katalytischer Reaktionen gelobt wurden, oder deren Forschung eng mit dem Gebiet der (Bio-)Katalyse verknüpft war bzw. ist. Hier eine kleine Auswahl: Den Anfang machte Wilhelm Ostwald. Der Baltendeutsche nahm den Preis 1909 für die Erarbeitung wichtiger Grundlagen zur Katalyse entgegen. Von ihm stammen die Lehrsätze «Katalyse ist die Beschleunigung eines langsam verlaufenden chemischen Vorgangs durch die Gegenwart eines fremden Stoffes» und «ein Katalysator ist jeder Stoff, der, ohne im Endprodukt einer chemischen Reaktion zu erscheinen, ihre Geschwindigkeit verändert.» Im grosstechnisch genutzten Ostwald-Verfahren wird Salpetersäure durch die katalytische Oxidation von Ammoniak hergestellt. 1919 wurde der Deutsche Fritz Haber (Bild) ausgezeichnet, der auf die Forschung von Ostwald und anderen aufbaute und unter Einsatz von Katalysatoren die direkte Herstellung von Ammoniak aus den Elementen anwendungstauglich machte. Auch heute wird der Grossteil an Ammoniak im Haber-Bosch-Verfahren produziert. 1929 ging der Chemie-Nobelpreis an den Engländer Arthur Harden und den Schweden Hans Karl August Simon von Euler-Chelpin für die Erforschung der Zuckervergärung und des Anteils der Enzyme an diesem Vorgang. Die Biokatalyse ist inzwischen auch für die Chemiker zu einer wichtigen Methode geworden und kommt bei der Herstellung von Feinchemikalien, Vitaminen, chiralen Verbindungen wie pharmazeutischen Wirkstoffen usw. zum Einsatz. In Zukunft soll sie massgeblich zur Herstellung von Biokraft- und Kunststoffen beitragen. 1963 erhielten der Deutsche Karl Ziegler und der Italiener Giulio Natta den Chemie-Nobelpreis für die Entwicklung der katalysierten stereospezifischen Polymerisation von Olefinen bei Normaldruck. 1972, 1975, 1989 und 1997 ging der Chemie-Nobelpreis erneut an Enzymforscher. 2001 erhielt der Amerikaner William Knowles den Preis, weil er erstmals gezeigt hatte, dass chirale Katalysatoren bei der Hydrierung geeigneter Kohlenstoff(C)-Kohlenstoff(C)-Doppelbindungen Einfluss auf die Stereochemie der Produkte nehmen. 2010 ging der Preis zuletzt an den Amerikaner Richard Heck und die beiden Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki, die für Palladium-katalysierte Kupplungsreaktionen zur Knüpfung von C-C-Bindungen geehrt wurden.

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Die BASF SE, Ludwigshafen (D), und die Evolva Holding SA, Reinach, werden im Rahmen einer Forschungsvereinbarung gemeinsam neue und optimierte Biosyntheserouten für ausgewählte Naturstoffe mit Potenzial für den Pflanzenschutz designen. Die Zusammenarbeit umfasst zunächst zwei Forschungsprojekte, wie die Unternehmen weiter mitteilten. BASF leistet Zahlungen für den Technologiezugang sowie laufende Forschungskosten an Evolva und ist verantwortlich für die Weiterentwicklung von Verbindungen, die während der Zusammenarbeit hergestellt werden. Für Produkte, die aus der gemeinsamen Forschung hervorgehen, und beim Erreichen wichtiger Meilensteine wird BASF Lizenzgebühren, eventuell auch Prämien, an Evolva bezahlen. In dieser Kooperation wird die von Evolva entwickelte Technologie zum ersten Mal für den Agrarsektor eingesetzt. Neil Goldsmith, CEO und Managing Director von Evolva: «Diese Kooperation liefert eine weitere Bestätigung für die Fähigkeit unserer Technologieplattform, viele Industrien zu beeinflussen.» Evolva setzt biosynthetische und evolutionäre Technologien ein, um niedermolekulare Verbindungen und deren Produktionswege künstlich herzustellen und zu optimieren. Dabei wird mithilfe von Genbibliotheken eine Vielzahl von künstlichen Chromosomen mit unterschiedlichen Genkombinationen hergestellt und in Hefezellen «eingebaut». In weiteren Schritten werden, vereinfacht gesagt, jene von den Hefezellen produzierten kleinen Mole-küle identifiziert und selektiert, die interessante Wirkstoffeigenschaften aufweisen. Die international tätige Evolva unterhält zahlreiche Forschungskooperationen – unter anderem mit Roche zur Entwicklung von onkologischen und antiinfektiven Wirkstoffen – und hat darüber hinaus Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten und Herz-/Nieren-Krankheiten in der eigenen Pipeline.

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Biotechnologie: Evolva kooperiert mit BASF

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Dritte Dimension der Zellkultivierung

Selbstmord der Leberzellen stoppen

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es Forschern des DFGCentrums für Funktionelle Nanostrukturen (CFN) gelungen, gezielt Zellen auf dreidimensionalen Strukturen zu kultivieren. Das Besondere dabei: Den Zellen werden Mikrometer kleine «Griffe» am Gerüst angeboten, an denen sie anhaften können – und zwar nur an diesen, am restlichen Gerüst finden sie keinen Halt. Dies wurde mithilfe eines speziellen Polymergerüsts verwirklicht. Das Gerüst besteht aus einem flexiblen, proteinabweisenden Polymer mit kleinen quaderförmigen Griffen aus einem proteinbindenden Material. Den Gerüstbau vollzogen die Wissenschaftler mithilfe des am CFN entwickelten Verfahrens des Direkten Laserschreibens (DLS). Mit diesem war es möglich, eine proteinabweisende Struktur zu fabrizieren, die aus 25 µm hohen Pfosten besteht, die in unterschiedlichen Höhen mit dünnen Sprossen verbunden sind. In einem zweiten Lithografieschritt wurden dann die Haftgriffe exakt in der Mitte der Sprossen platziert. Mithilfe einer Lösung von Haftungsproteinen binden die Proteine nur an diesen kleinen Griffen. Dadurch wird die Zellhaftung und somit die Zellform erstmalig präzise in 3D beeinflusst. www.cfn.kit.edu

Virus-Infektionen, falsch dosierte Medikamente, einen Knollenblätterpilz oder Alkohol können die Leber in den «Selbstmord» treiben. Die Leberzellen starten dann ein genetisches Programm: die Apoptose, den programmierten Zelltod. Forscher am Twincore, dem Zentrum für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung in Hannover, haben nun einen zentralen Mechanismus im Erbmaterial entdeckt, der den Selbstmord von Leberzellen steuert. «Wir haben in Maus-Zellen künstlich die Apoptose ausgelöst und uns dann angeschaut, ob wir unter den 600 bekannten MicroRNAs besondere Aktivitäten beobachtenkönnen», erklärt Tobias Cantz. 11 der 600 MicroRNAs, die die Funktion von Genen steuern, wurden während des ablaufenden Apoptose-Programms in der Leber auffallend stark aktiviert, und die in den Maus-Zellen am stärksten aktivierte MicroRNA fanden die Wissenschaftler auch in menschlichen Zellen. Dieses Steuermolekül heisst miR-221. Es bremst die Apoptose, indem es die Produktion eines anderen Proteins, p53-up-regulated modulator of apoptosis (PUMA), herunterregelt. Mit PUMA treibt die Zelle den Selbstmord voran. Die Forscher wollen nun miR-221 so synthetisieren und modifizieren, dass es über die Blutbahn in Leberzellen geführt werden kann und die Apoptose solange aufhält, bis eine Spenderleber gefunden ist. www.twincore.de

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filtrat

M I K R O E L E K TR O N I K

Chemie beflügelt Wettlauf um die besten Maskentechnologien In der Halbleiterindustrie geht das Rennen um Chips mit einer noch grösseren Anzahl Transistoren weiter – was immer feinere Strukturen auf den Waferschichten erforderlich macht. Diese Strukturen werden in der Regel zunächst auf «Masken» erzeugt und anschliessend mittels lithografischer Verfahren auf die Wafer übertragen. Bei der Entwicklung innovativer Maskentechnologien ist auch Chemie gefragt. ROLF FROBÖSE

N

ach wie vor herrscht in der Halbleiterindustrie ein grosser Bedarf an innovativen Maskentechniken, die dem Trend nach immer feineren und kompakteren Strukturen gerecht werden. Wurde bereits zu Beginn des 21. Jahrhunderts das Ende lichtoptischer Techniken prophezeit, so ist es im Laufe der Jahre mit technischen Tricks gelungen, deren Grenzen immer weiter in den Bereich der sogenannten «sub wavelenght» auszudehnen. Unter den nichtoptischen Methoden wird die Lithografie mit extrem kurzwelligem UV-Licht (EUV) favorisiert, wobei die Herstellung defektfreier Masken eine grosse technologische Herausforderung darstellt. Über die jüngsten Entwicklungen diskutierten auf der von der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikro- und Feinwerktechnik (GMM) veranstalteten Fachtagung «27th European Mask and Lithography Conference, EMLC 2011» in Dresden rund 160 Experten aus aller Welt.

EUV-Masken Das Thema EUV-Masken gehörte erwartungsgemäss zu den Schwerpunkten der Ta-

Fotolithografie

gung. Insgesamt zwei von Sematech organisierten Sessions mit insgesamt acht Vorträgen waren daher dieser Technologie gewidmet. «Das Hauptproblem bei Extrem-UV liegt weiterhin in der Herstellung defektfreier Masken», erklärte EMLC-ConferenceChairman Dr. Uwe Behringer, Geschäftsführer der Unternehmensberaterfirma UBC Microelectronics. Die damit verbundenen technologischen Herausforderungen seien aber erheblich. So wird zur Generierung des «EUV-Lichts» ein starker Laser eingesetzt, der auf ein Wolfram-Target gelenkt wird. Die dabei entstehende Röntgenstrahlung liegt mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometern im Grenzbereich zwischen Extrem-UV und weicher Röntgenstrahlung. Im Gegensatz zum sichtbaren Licht, bei dem die Strukturen der Maske 4 : 1 verkleinert auf den Wafer abgebildet werden, lässt sich die extrem kurzwellige Strahlung nicht mithilfe von Linsensystemen verkleinern oder vergrössern. Stattdessen wird die Strahlung über einen Kondensator und mehrere Spiegel auf die Maske geleitet. Da das Röntgenlicht die Maske nicht durchdringen kann, werden die

Bei der Fotolithografie werden mittels Belichtung Muster auf Materialien aufgebracht. In der Halbleiterindustrie spielt die Fotolithografie eine Rolle bei der Chipherstellung. Dabei werden Strukturinformationen von einer sogenannten Fotomaske in einen Fotolack übertragen. Der Fotolack wird auf ein Substrat aufgebracht. Nicht zuletzt wegen der besonders guten Planarität werden bevorzugt Wafer aus Silizium verwendet. Nach Belichtung und Entwicklung des latenten Bildes kann die Strukturinformation in eine darunterliegende Schicht übertragen werden. Der Fotolack wird danach wieder entfernt. Statt Licht (optische Verfahren) können zum Erreichen feinerer Strukturen zum Beispiel EUV-Strahlen (Extreme Ultra Violet) eingesetzt werden. Alternativen zur Fotolithografie stellen unter anderem die Lithografie mit Elektronenstrahlen – die auch zur Herstellung von Fotomasken dient – sowie die Nano-Imprint-Prägung (siehe Haupttext) dar. (chp)

Strukturen der Maske durch Bragg-Reflexion weitergeleitet. Die Maske wirkt hier also eher wie ein Spiegel. Zur Verkleinerung der Strukturen in der Maske um den Faktor 4 sind weitere 6 bis 8Spiegel erforderlich. Von diesen Spiegeln reflektiert jeder allerdings nur rund 70 Prozent des eingestrahlten EUV-Lichts. Das bedeutet, dass weniger als 10 Prozent der ursprünglichen Röntgenstrahlen am Wafer zur Belichtung zur Verfügung steht, was enorme Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des verwendeten Lasers voraussetzt. Behringer bringt die Herausforderung auf den Punkt: «Da der Laser extrem stark sein muss, schlägt dieser auch sehr viel Material aus dem Wolfram-Target raus.» Die Folge sei, dass der erste Kondensor, der rund 50 000 Euro koste, nahezu jede Woche ausgewechselt werden müsse.

Lithografie mit Elektronenstrahlen und Doppelbelichtung Als Alternativen sind weiterhin unter anderem die Lithografie mit Elektronenstrahlen (E-Beam) sowie das Double-Exposure- und Double-Patterning-Verfahren im Gespräch. Ersteres ist ein maskenloses Verfahren, das auch kurz als ML2 «Maskless Lithography» bezeichnet wird. Bei dieser Methode werden die Design-Strukturen direkt von vielen kleinen Elektronenstrahlen auf den Wafer geschrieben. Ein Nachteil der Methode ist die geringe Geschwindigkeit des Verfahrens, die vom Leistungsvermögen einer guten lichtoptischen Maschine mit einem Durchsatz von 120 Wafern pro Stunde noch weit entfernt ist. Beim Double-Patterning-Verfahren versucht man wiederum, feine Strukturen mithilfe einer Doppelbelichtung zu generieren. Dabei wird zunächst zirka die Hälfte der Strukturen mit der maximal erreichbaren optischen Auflösung auf den Wafer übertragen und anschliessend prozessiert. In einem zweiten Schritt wird der


filtrat

Wafer neu mit einem lichtempfindlichen Fotolack beschichtet, und in einem neuen Belichtungsschritt wird die andere Hälfte der Strukturen auf den Wafer übertragen. Grund für diesen extremen Aufwand ist die Tatsache, dass bei der Übertragung dicht beieinander stehender Maskenstrukturen der sogenannte «Proximity-Effekt» auftritt. Dieser bewirkt, dass sich eng beieinander stehende Strukturen bei der Übertragung gegenseitig «sehen» und damit stören. Die Auswirkung ist eine lokale Überbelichtung der Strukturen. Die technologische Herausforderung besteht vor allem in der exakten Überlagerung der sich komplementär ergänzenden Strukturen.

Brechungsindex und damit auch die Tiefenschärfe erhöhen lassen. Bisher kommt als Immersions-Flüssigkeit ausschliesslich reines Wasser zum Einsatz, dessen numerische Apertur bei 1,38 liegt. Die numerische Apertur, kurz NA genannt, beschreibt das Auflösungsvermögen eines Objektivs. Je grösser ihr Wert ist, desto besser löst ein Objektiv die Details auf. Noch nicht näher in der Praxis untersucht wurden bisher Flüssigkeiten mit NA-Werten um 1,6, die sich durch den Einsatz organischer Öle oder konzentrierter Salzlösungen erzielen lassen. «Das liegt daran, dass diese Flüssigkeiten

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gegenüber den meisten Materialien aggressiv sind», verdeutlicht Behringer. Als neues «Zauberwort» im Bereich der Lichtoptik bezeichnet Behringer den Einsatz «intelligenter» Fotolacke. Diese sogenannten «chemically amplified resists» sind Harze, die chemisch so modifiziert wurden, dass sie im eigentlichen Sinne gar nicht mehr richtig belichtet, sondern vergleichsweise nur noch angekratzt werden müssen. Bei diesen Harzen zeigt sich das Muster in hoher Auflösung nach dem thermischen Härtungsprozess an jenen Stellen, die buchstäblich nur filigran «angeritzt» worden sind.

Nano-Imprint Zum Nano-Imprint wurden anlässlich der Tagung keine grundlegenden Neuerungen vorgestellt. Dahinter verbirgt sich ein Prägeverfahren, bei dem zuerst ein Stempel mittels Elektronenstrahllithografie und anschliessendem Ätzen strukturiert wird. Dieses sogenannte Template, auf dem sich Strukturen bis zu 20 nm darstellen lassen, wird in ein niederviskoses Polymer auf der Siliziumscheibe gepresst. Eine nachfolgende UV-Bestrahlung lässt das Polymer aushärten, und der Stempel wird vom Substrat getrennt. Ähnlich wie beim Double-Patterning ist es aber schwierig, beim Auftrag mehrerer Schichten eine befriedigende Überlagerungspräzision zu erzielen.

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Intelligente Harze für die Lichtoptik Auch die bereits seit Jahren totgesagte Lichtoptik ist weiterhin im Rennen. Das liegt zum einen daran, dass Alternativen wie die EUV-Lithografie technologisch noch nicht ausgereift sind, zum anderen aber auch weil es in den letzten Jahren gelungen ist, die Lichtoptik immer weiter in den «sub-wavelenght»-Bereich auszudehnen. Der technologische Trick basiert auf einer zwischen dem Linsensystem und dem Wafer integrierten Immersionsschicht, wodurch sich der

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A S TR O P H Y S I K

Schwarz, aber gar nicht so gross S chwarze Löcher sind womöglich bis zu zehn Mal kleiner als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommen Astrophysiker der Universität Göttingen in einer neuen Studie. Die Forscher analysierten die Lichtemissionen von insgesamt 37 Galaxien und konnten dabei erstmals eindeutig die Umlaufgeschwindigkeit der Materie im direkten Umfeld des schwarzen Lochs messen.

Masse geringer als angenommen Schwarze Löcher stehen in den Zentren von Galaxien und haben eine Masse von bis zu einer Milliarde Sonnenmassen. Sie sind umgeben von einer sogenannten Akkretionsscheibe, in der sich die zentrale Materie der Galaxie ansammelt. Materie am Innenrand der Scheibe stürzt aufgrund der hohen Anziehungskraft des schwarzen Lochs mit sehr grosser Geschwindigkeit in dieses hinein. Die Forscher analysierten die Lichtemissionen von insgesamt 37 Galaxien und konnten dabei erstmals eindeutig die Umlaufgeschwindigkeit der Scheibenmaterie messen. Mit dem dritten Keplerschen Gesetz lässt sich anhand der Umlaufgeschwindigkeit und dem Abstand der Körper voneinander die Masse des schwarzen Lochs berechnen. Die daraus berechneten Massen sind weit geringer als bisher angenommen, und da

die Masse von schwarzen Löchern proportional zu ihrer Grösse ist, sind diese damit auch kleiner als vermutet. Die Wissenschaftler registrierten Rotationsgeschwindigkeiten zwischen einigen Hundert und einigen Tausend Kilometern pro Sekunde. Nach Innen, also in Richtung des schwarzen Lochs, nimmt die Geschwindigkeit zu – analog dazu bewegen sich in unserem Sonnensystem die inneren Planeten schneller als die äusseren. Darüber hinaus konnten die Göttinger Astrophysiker erstmals Aussagen über die Geometrie der Materiewolken in der Umgebung eines schwarzen Lochs machen: Bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten ist die umgebende Materie in Form einer flachen Scheibe angeordnet, bei langsam rotierenden schwarzen Löchern in Form einer dicken Scheibe. ORIGINALPUBLIKATION Wolfram Kollatschny, Matthias Zetzl. Broad-line active galactic nuclei rotate faster than narrowline ones. Nature. DOI: 10.1038/nature09761. WEITERE INFORMATIONEN Prof. Dr. Wolfram Kollatschny Georg-August-Universität Göttingen Fakultät für Physik – Institut für Astrophysik D-37077 Göttingen Telefon +49 (0)551 39-5065 wkollat@astro.physik.uni-goettingen.de http://www.astro.physik.uni-goettingen.de

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Skizze einer flachen Akkretionsscheibe, die um ein schwarzes Loch herumwirbelt. Bild: NASA/Dana Berry, SkyWorks Digital


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SACHBUCH

Wegweiser durch das Chemikalienrecht mikalien (z.B. Montrealer Abkommen zu Ozonschicht abbauenden ithilfe des Buches könne zwar Stoffen, Stockholmer Abkommen zu persistenten Schadstoffen =POP). kein Stoff eingestuft werden, Speziell herausgearbeitet werden die Auswirkungen dieser supranatioschränken die Autoren in ihrem Vor- nalen Regeln auf die Rechtslage und die Praxis in der Schweiz. Die wort ein. Indes solle der «Leitfaden Verpflichtung der Autoren und Grafiker zur übersichtlichen Darstelzum Chemikalienrecht» die Grundzüge lung ist im gesamten Werk erkennbar und macht eine seiner Stärken der gesamten Thematik veranschauli- aus. Zahlreiche Tabellen liefern zielgenaue Informationen und Fallbeichen. Dieses Vorhaben, so viel sei vor- spiele erhöhen die Anschaulichkeit. Zudem gelingt es den Autoren, die weg gesagt, wurde erfolgreich umge- hauptberuflich als Vollzugsbeamte im Bereich Chemikalienrecht arbeisetzt. Das Buch richtet sich gemäss ten, den «Leitfaden» auch sprachlich einem allgemeinen Fachpublikum Vorwort an all jene, die «im berufli- zugänglich zu machen, indem sie das «Behördendeutsch» der Originalchen Alltag beim Umgang mit Chemi- publikationen weitgehend in verständlichere Idiome übersetzen. kalien mit rechtlichen und fachlichen Fragen konfrontiert sind». Im Visier haben die Autoren dabei vor allem die Akteure in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Zielpublikum ist richtig ge- HINWEIS Christoph Streuli, Dag Kappers, Urs Näf, Urs von Arx: Leitfaden zum wählt, denn anders als Grosskonzerne verfügen KMU in der Regel Chemikalienrecht, Stämpfli Verlag AG, Bern, 2010, 244 Seiten, CHF 98.–, nicht über ein Team von «Rechtsgelehrten» und Compliance-Exper- ISBN 978-3-7272-8749-7 ten, die das Unternehmen sicher durch einen Regelungsdschungel steuern, der – REACh und GHS lassen grüssen – auch noch permanenten Veränderungen unterworfen ist. Es sind vielmehr die «normalen» Chemiker, Logistiker oder Administrationsangestellten, die sich in dieses für Prozess- und Umweltmesstechnik den Erfolg der Unternehmung wichtige Themenfeld einarbeiten müssen. Die MBE AG, eine sehr erfolgreiche und im Markt etablierte Kleinfirma Diesem Personenkreis bietet der Stämpfli Verlag mit dem (10 Mitarbeitende) mit Produkten und Dienstleistungen in der Gasmes«Leitfaden» ein probates Hilfsmittel an. Der Leser kann stechnik für Industrie und Umwelt (www.mbe.ch) baut ihr Team aus das Buch nutzen, um sich einen Überblick über das und sucht per 1.04.2011 oder nach Vereinbarung einen Rechtsgebiet zu verschaffen, oder aber er «filtert» von vorne herein die für seinen beruflichen Aufgabenbereich relevanten Kapitel heraus. Die Struktur des Buches ermit Schwerpunkt Innendienst für folgende Aufgaben: laubt beide Herangehensweisen. ➢ Qualitätssicherung (insbesondere Testläufe mit Schlüssel■ Der erste, umfangreichste Teil widmet sich den «Stoffkomponenten), Inbetriebnahme und Kalibrierung der von MBE und produktbezogenen Vorschriften» (z.B. punkto Ingefertigten Sauerstoffsensoren und -geräte ➢ Wartung/Reparatur von Gasmessgeräten aus unterschiedlichen verkehrbringen, Einstufung, Kennzeichnung), wobei Messanlagen die Autoren eine kompakte Einführung in die Anwen➢ langfristig auch die Übernahme von Servicearbeiten im dungsbereiche und die Struktur (Chemikaliengesetz, Aussendienst Chemikalienverordnung usw.) des schweizerischen Wir erwarten von Ihnen: Chemikalienrechts voranstellen. Teil eins ist sinnvoller➢ eine abgeschlossene Ausbildung als Mechatroniker oder einer weise unterteilt in Kapitel über Stoffe/Zubereitungen, elektrischen/elektronischen Fachrichtung mit mechanischen oder Biozidprodukte sowie Verbote und Einschränkungen. pneumatischen Kenntnissen Die folgenden Buchteile behandeln: ➢ gute Englischkenntnisse, zudem Französisch von Vorteil ■ Daten- und laborbezogene Vorschriften (z. B. Gute La➢ gute PC-Kenntnisse borpraxis) ➢ selbständiges, sauberes und genaues Arbeiten ➢ Flexibilität ■ Personenbezogene Vorschriften (z.B. Fachbewilligungen) ➢ Idealalter: 25 – 35 Jahre ■ Abgabe- und umgangsbezogene Vorschriften (z.B. punkto Lagerung, Werbung, Schutzmassnahmen, Entsorgung) Wenn Sie die beschriebene Tätigkeit anspricht und Sie an einer langfris■ Vorschriften zum Vollzug (z.B. Gebühren, Strafen) sowie tigen Aufgabe in einem kleinen, eingespielten Team interessiert sind, freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an unseren ■ Andere Rechtsgebiete mit Bezug zum Chemikalienrecht Herrn M. Grunder, der Ihnen auch gerne telefonische Auskünfte erteilt. (z.B. Heilmittelgesetz, Unfallversicherung, Arbeitsgesetz, Störfallverordnung). MBE AG Bolstrasse 7, Postfach 574, 8623 Wetzikon 3 In den Schlusskapiteln gehen die Autoren noch einmal speTelefon 044 931 22 88 ziell auf das EU-Chemikalienrecht (z.B. REACh, CLP) ein sowie auf die Regeln zum internationalen Handel mit CheRALF MAYER

M

Servicetechniker


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filtrat/stellen

2 5 . S P E K TR O M E TE R TA G U N G 2 0 1 1 I N S C H A F F H A U S E N

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Neue Methoden der Spektrometrie Vom 26. bis 28. September 2011 findet in Schaffhausen die 25. Spektrometertagung statt. Ziel der Tagung ist es, die Entwicklung der spektrometrischen Methoden im Umfeld der analytischen Chemie aufzuzeigen.

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Spektrometrie und Elementanalytik (SASP)

und die zugehörigen verwandten Gebiete interessieren. Die SASP wurde im Jahre 1954 gegründet; Gründer waren Spektrometerfachleute, die vor allem auf dem Gebiet der Metallanalyse tätig waren. Die SASP kann auf eine langjährige Tradition zurückblicken, während der die Spektrometrie sowohl aus dem Blickwinkel der Theorie wie auch der Anwendung bearbeitet wurde. Markenzeichen der SASP ist die Verankerung bei den Anwendern, deren Analyseprobleme in den Zusammenkünften breit diskutiert werden. Nicht zuletzt bestehen auch rege Kontakte zu den Geräteherstellern, die an den Tagungen fundierte Rückmeldungen bekommen. Die SASP organisiert jährlich zwei Tagungen (Frühling und Herbst), an denen Mitglieder und eingeladene Referenten über Methodik und Fortschritte der Spektrometrie und verwandten Untersuchungsmethoden berichten. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Spektrometertagung ein. Die SASP bietet auch Kurse an; es besteht eine Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft (SCG). Die letzte Tagung der SASP fand im KKW Gösgen statt. Tagungsthemen waren die Analytik des Silbers und die Toxizität von Chrom. Des weiteren wurde über ein Projekt des AC-Labors in Spiez berichtet, in dem die Umweltprobleme der Elfenbeinküste vor Ort bearbeitet worden sind.

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Spektrometrie und Elementanalytik (SASP) ist eine freie Vereinigung von Firmen, Institutionen und Einzelmitgliedern, die sich für die Spektrometrie, die Elementananalytik

HINWEIS * Dr. Erich Hunziker, Verantwortlicher Marketing SASP www.sasp.ch Weitere Infos: www.spektrometertagung.ch

ERICH HUNZIKER

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orgesehen ist ein Programm, das von den neuen Methoden der Spektrometrie, über die Metallanalytik, bis zur Umweltanalytik reicht (siehe: www.spektrometertagung.ch: Programm). Neben dem wissenschaftlichen Programm ist eine Ausstellung geplant, an der die Gerätehersteller ihre Produkte aus dem Gebiete der Spektrometrie und der Probenvorbereitung präsentieren. Ort der 25. Spektrometertagung ist das Park Casino in der Munotstadt Schaffhausen (siehe: www.spektrometertagung.ch: Lageplan). Die traditionsreiche Stadt Schaffhausen bietet Gewähr dafür, dass ein attraktives Rahmenprogramm angeboten werden kann. Organisiert wird die Spektrometertagung 2011 von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Spektrometrie und Elementanalytik zusammen mit dem Stahlausschuss des Stahlinstitutes VDEh, dem Deutschen Arbeitskreis für angewandte Spektroskopie und dem Unterausschuss für Chemische Prüfung der Eisenhütte Österreich. Die 25. Spektrometertagung ist ein Jubiläumsanlass. Begonnen haben diese Zusammenkünfte im Jahre 1959 anlässlich einer sogenannten «Quantometertagung».

BEACHTEN SIE

das umfassende Bezugsquellenregister in dieser Ausgabe.


stellen

Die OVD Kinegram AG entwickelt, gestaltet, produziert und vertreibt hochsichere optische Echtheitsmerkmale zum Schutz gegen Fälschung und Manipulation von Banknoten und Identifikationsdokumenten. Dank innovativen, technologisch fortschrittlichen und qualitativ hervorragenden Produkten sind wir in unserem Marktsegment weltweit führend. Zur Verstärkung unserer Abteilung Chemical Technology suchen wir einen ziel- und ergebnisorientierten

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Eine Dienstabteilung des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements


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filtrat

Z E L L B I O L O G I E – C E N TR I O L E N

Wagenräder ans Licht gebracht

Schweizer Forscher haben Mechanismen aufgeklärt, die zur Bildung der sogenannten «Centriolen» führen. Fehler in diesen Zellbausteinen können Krankheiten verursachen, weshalb ihr Verständnis zu therapeutischen Anwendungen führen kann. Das Forscherteam um Michel Steinmetz (Paul Scherrer Institut) und Pierre Gönczy (ETH Lausanne) konnte zeigen, dass die mysteriöse Neuner-Symmetrie durch die Fähigkeit eines einzelnen Proteins, sich selbst zu organisieren, zustande kommt.

C

entriolen sind zylinderförmige Strukturen aus Proteinfasern. Die stammesgeschichtlich sehr alten Zellfunktionseinheiten kommen bei Einzellern, allen Tieren und Menschen vor. Die Funktionen der Centriolen sind vielfältig: Als Centrosom sind sie an der Organisation des Spindelapparats zur Trennung der Chromosomen bei der Zellteilung beteiligt. Auch spielen sie eine aktive Rolle bei der Organisation des Zellskeletts, dessen Proteinfasern die Zelle stützen und Stofftransporte besorgen. Als Basalkörper schliesslich bilden Centriolen die Bauvorlage und Ve rankerung für Zellwimpern (Cilien) und Geisseln (Flagellen). Cilien besorgen u.a. die reinigende Wirkung des Flimmerepithels in den Atemwegen, indem sie Schleim und Schwebeteilchen aus der Lunge befördern. Flagellen ihrerseits verleihen den Spermien ihre Beweglichkeit. Centriolen setzen sich aus Mikrotubuli zusammen – winzigen Röhrchen aus Tubulin, einem Faserprotein. Jeweils neun Dreiergruppen paralleler Mikrotubuli-Röhrchen ordnen sich dabei ringförmig an und bilden einen Zylinder. Biologen sprechen daher von einer Neuner-Symmetrie. Da diese bei allen Arten vorkommt, gilt sie als universell und daher fundamental für die Funktion der Centriole. Auf elektronenmikroskopischen Aufnahmen sieht man, dass Centriolen sich um ein Gebilde herum anordnen, das die Form eines Wagenrads hat und deshalb von den Forschern auch so bezeichnet wird. Das Wagenrad befindet sich im Inneren des Centriols und hat ebenfalls eine NeunerSymmetrie: Es umfasst eine zentrale Aufhängung, die «Nabe» des Rads, von der aus neun «Speichen» radialförmig auslaufen. An ihren Enden gehen die Speichen Ve rbindungen ein mit je einer der neun MikrotubuliDreiergruppen. Untersuchungen brachten zutage, dass das Wagenrad die massgebende Struktur am Anfang der Centriolenbildung ist, und dass die Symmetrieeigenschaften unabdingbar sind für die Funktion sowohl der Centriolen

Schematischer Querschnitt durch ein Centriol. Das Wagenrad (in Farbe) besteht aus einer Nabe und neun Speichen. Bild: PSI/M. Steinmetz

als auch für deren Abkömmlinge, die Cilien und Flagellen, die diese Eigenschaft übernehmen. Über den Ursprung dieser Neuner-Bausymmetrie bei Centriol und Wagenrad haben Forscher seit der ersten Beschreibung vor 50 Jahren gerätselt.

Selbstorganisation als Bauprinzip Zur Lösung des Rätsels haben die PSI-Wissenschaftler vom Labor für Biomolekulare Forschung BMR und der Synchrotron Lichtquelle Schweiz SLS zusammen mit Forschern des Schweizer Instituts für Experimentelle Krebsforschung ISREC an der ETH Lausanne nun einen entscheidenden Beitrag geleistet. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf das Protein SAS-6, von dem man wusste, dass es für die Centriolenbildung essentiell ist. Die Forscher fanden heraus, dass SAS-6 die Fähigkeit besitzt, mit Seinesgleichen Ve rbindungen einzugehen: Je zwei SAS-6-Moleküle können sich zu einem sogenannten «Dimer» verbinden. Neun Dimere wiederum fügen sich zu einem Oligomer zusammen. Die Forschenden konnten zudem zeigen, dass diese Fähigkeit zur Oligomerisierung ausreicht, um aus dem Zusammenschluss von SAS-6-Proteinen eine dreh-symmetrische Struktur mit neun gleich

aussehenden Te ilen zu erhalten, welche die gleiche Neuner-Geometrie aufweist wie das Wagenrad im Zentrum des Centriols. Die Entdeckung überrascht: «SAS-6 besitzt die Fähigkeit zur Selbstorganisation. Sie ist in die dreidimensionale Struktur und damit in das Bindungsverhalten des Proteins eingebettet. Selbstorganisation ist zwar ein Grundprinzip lebender Systeme – die Resultate haben uns dennoch verblüfft, da die Natur hier eine erstaunlich einfache Lösung für eine hochkomplexe Struktur hervorgebracht hat», schwärmt Michel Steinmetz, Leiter der Forschungsgruppe Proteinwechselwirkungen am PSI. «In unserem Modell der Centriolenbildung ist SAS-6 das zentrale Symmetrie- und Bauelement. Es bildet selbstständig die Wagenräder aus, die ihrerseits als Fundament und Gerüst für das entstehende Centriol dienen», erklärt der Strukturbiologe.

Ansatzpunkt für neue Therapien Auch wenn das Wissen um die Symmetrie der Centriolen zunächst Grundlagenforschung ist, eröffnet es dennoch neue Perspektiven für medizinische Anwendungen. Fehlerhafte Centriolen liegen zahlreichen Krankheiten zugrunde: Neben der männlichen Sterilität existieren verschiedenste Cilienkrankheiten, die etwa im Falle der Atemwege mit defekten Flimmerhärchen einhergehen und zu Komplikationen führen. «Da die Centriolen an vielen wichtigen Zellvorgängen und Körperfunktionen beteiligt sind – von der Wahrung der Genom-Stabilität bei der Zellteilung bis hin zur Fortbewegung der Spermien – sind sie auch potenzielle Angriffspunkte für neue Wirkstoffe. Insbesondere die Krebstherapie könnte davon profitieren», erläutert Steinmetz die Bedeutung der Resultate. ORIGINALPUBLIKATION Daiju Kitagawa, Ioannis Vakonakis, Michel O. Steinmetz, et al., Structural Basis of the 9-fold Symmetry of Centrioles, Cell 144, 1–12 (4. Februar 2011


filtrat

KALENDER 28. Februar – 9. Oktober 2011 Sonderausstellung in der DASA Nano! Nutzen und Visionen einer neuen Technologie, Dortmund

4. Mai 2011 Probenaufbereitung und Partikelmessung, Workshop mit Praxistraining, Idar-Oberstein Veranstalter: Fritsch GmbH Mahlen und Messen

Veranstalter: DASA / Arbeitswelt Ausstellung Friedrich-Henkel-Weg 1-25 D-44149 Dortmund Telefon +49 (0)231-90712436 Fax +49 (0)231-90712386 roettgen.monika@baua.bund.de www.dasa-dortmund.de

Industriestrasse 8 D-55743 Idar-Oberstein Telefon: +49 (0)6784 70 0 Fax: +49 (0)6784 70 11 info@fritsch.de www.fritsch.de

7. April 2011 Fachseminar der LAR AG, Düsseldorf Themen u. a.: Prozesssicherheit b. Aufbereitung ind. Abwässer, Wasseraufbereitungsanlagen zur Dampferzeugung, CSBMonitoring, Kühlwasser-/Reinstwassermonitoring mit TOC

Veranstalter: easyFairs Switzerland GmbH Utengasse 44 CH-4058 Basel Telefon +41 (0)61 228 10 00 Fax +41 (0)61 228 10 09 www.easyfairs.ch

Veranstalter: LAR Process Analysers AG (Adresse siehe oben)

12.–14. April 2011 Fachkonferenzen Photovoltaik: PHOTON’s Solar Terawatt-hours Conference Series 2011 Europe, Berlin Veranstalter:

Photon Europe GmbH Jülicher Strasse 376, D-52070 Aachen Telefon +49 (0)241-4003-0 Fax +49 (0)241-4003-300 www.photon.de

13./14. April 2011 2. Int. Polymerkongress, Linz

Veranstalter: Clusterland Oberösterreich GmbH Hafenstrasse 47-51 A-4020 Linz Telefon +43/732/79810-5121 sandra.maisser@clusterland.at www.clusterland.at

2./3. Mai 2011 HPLC-MS in der Spurenanalytik, Dübendorf, Referent: Prof. Dr. Michael Oehme

Veranstalter: Division Analytische Chemie SCG EAWAG, Verena Schmid CH-8600 Dübendorf Telefon +41 (0)44-823 52 00 Fax +41 (0)44-823 58 01 verena.schmid@eawag.ch http://www.sach.ch

4. Mai 2011 Tipps und Tricks für fortgeschrittene GC-MS AnwenderInnen, Dübendorf, Referent: Prof. Dr. Michael Oehme Veranstalter: Division Analytische Chemie SCG Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

4./5. Mai 2011 Schüttgut Schweiz 2011, Basel

10./11. Mai 2011 Grundlagen der Kapillarelektrophorese, Basel, Referent: Dr. Roland Looser

Veranstalter: Division Analytische Chemie der SCG Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

11. Mai 2011 Validieren von Analysenverfahren, Dübendorf, Referent: Dr. Ernst Halder

Veranstalter: Division Analytische Chemie der SCG Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

12. Mai 2011 Sicherheit im modernen Labor, Allschwil

Veranstalter: SKAN AG Binningerstrasse 116 CH-4123 Allschwil Telefon +41 (0)61 485 44 44 Fax +41 (0)61 485 44 45 info@skan.ch www.skan.ch

12. Mai 2011 Qualifizieren von Analysengeräten, Dübendorf, Referent: Dr. Ernst Halder

Veranstalter: Division Analytische Chemie der SCG Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

12.–18. Mai 2011 Interpack, Düsseldorf Processes and Packaging

Veranstalter: Messe Düsseldorf GmbH Messeplatz D-40474 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 45 60 01 Fax +49 (0)201 36547 325 www.messe-duesseldorf.de

13. Mai 2011 Referenzmaterialien zur Methodenvalidierung und Gerätequalifizierung, Dübendorf, Referent: Dr. Ernst Halder

Veranstalter: Division Analytische Chemie der SCG Eawag, Verena Schmid (Adresse siehe oben)

8./9. Juni 2011 Labotec Suisse, Genf

Veranstalter: easyFairs Switzerland GmbH Utengasse 44 CH-4058 Basel Telefon +41 (0)61 228 10 00 Fax +41 (0)61 228 10 09 www.easyfairs.ch

15.–16. Juni 2011 Chemspec Europe, Genf The fine & speciality chemicals connection Organisation: Quartz Business Media Ltd Westgate House 120/130 Station Road Redhill, Surrey, RH1 1ET, UK Kontaktperson: Michelle Baalham, Operations Manager Telefon +44 (0)1737 855 290 Fax +44 (0)1737 855 495 MichelleBaalham@quartzltd.co.uk

15.–17. Juni 2011 Biotech 2011 & 5th Czech-Swiss Symposium with Exhibition: Biotechnology in the Life Sciences, Prague

Veranstalter: Institut für Biotechnologie, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Grüental, Postfach CH-8820 Wädenswil info.ibt@zhaw.ch www.biotech2011.cz

1./2. September 2011 Biotech 2011 Conference «Process Analytics and Sensor Technology», Wädenswil

Veranstalter: Institut für Biotechnologie, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Grüental, Postfach CH-8820 Wädenswil info.ibt@zhaw.ch www.biotech2011.ch

26.–28. September 2011 25. Spektrometertagung, Schaffhausen

Organisation: SASP Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Spektrometrie und Elementanalytik, Chemikerausschuss des Stahlinstitutes VDEh, Deutscher Arbeitskreis für angewandte Spektros-

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kopie, Unterausschuss für Chemische Prüfung der Eisenhütte Österreich Tagungssekretariat: André Dumon Chemin de la Cure 2A CH-1008 Prilly Telefon +41 78 693 75 75 adumon@spektrometertagung.ch www.spektrometertagung.ch

27.–29. September 2011 WTT-Expo, Karlsruhe Fachmesse für industrielle Wärme- und Kältetechnik

Veranstalter: PP Publico Publications und Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH Harald Krüssmann (PP) Telefon: +9 (0)201 79 12 12 Fax +49 (0)201 79 88 278 pp-publico@online.de www.wtt-expo.de

11.–13. Oktober 2011 Biotechnica, Hannover

Veranstalter: Deutsche Messe Messegelände D-30521 Hannover Telefon +49 (0)511 89-0 Fax +40 (0)511 89-32292 www.biotechnica.de

11.–13. Oktober 2011 Powtech/Technopharma, Nürnberg

Veranstalter: NürnbergMesse GmbH Projektleitung Powtech Messezentrum D-90471 Nürnberg Telefon +49 (0)911 86 06-89 40 Fax +49 (0) 9 11.86 06-82 81 www.powtech.de

18.–21. Oktober 2011 A+A 2011, Düsseldorf Persönlicher Schutz, betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Fachmesse mit Kongress Veranstalter: Messe Düsseldorf GmbH Messeplatz D-40474 Düsseldorf Telefon +49 (0)211 45 60 01 Fax +49 (0)201 36547 325 www.messe-duesseldorf.de

25.–27. Oktober CPhI Worldwide, Frankfurt Pharmaceutical Networking Event Veranstalter:

UBM Live PO Box 12740 NL-1100 AS Amsterdam Z.O. Telefon +31 (0)20 40 99 544 Fax +31 (0)20 36 32 616 cphi@ubm.com www.cphi.com

Möchten Sie im KALENDER auf eine Veranstaltung hinweisen? Einsendungenmit den nötigen Angaben an: ralf.mayer@azmedien.ch


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ANLAGENBAU

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BMG Engineering AG, Effizienz- und Risikoengineering Ifangstrasse 11 Tel. +41 44 732 92 92 8952 Schlieren/ZH Fax +41 44 730 66 22 bmg@bmgeng.ch www.bmgeng.ch

BWB Engineering AG Anlagenbau-u Rohrleitungsbau, Gastechnik, MSRE/Planung Sternenfeldstrasse 8 4127 Birsfelden Tel. +41 61 326 37 37 www.bwb-eng.com

Johnson Controls GWS GmbH Centralbahnstrasse 4 Tel. +4161 468 25 39 CH-4002 Basel, peter.harr@jci.com www.jci.com

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ANLAGEN- UND APPARATEBAU Anlagenbau AG Industrie Neuhof 30 3422 Kirchberg info@anlagenbau.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

ATOM ABSORPTIONS SPEKTROMETRIE (AAS) LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. 061 843 94 80 Fax 061 843 94 81 www.labsolution.ch

Tel. +41 34 447 70 00 Fax +41 34 447 70 07 www.anlagenbau.ch

ABWASSERAUFBEREITUNG ENVIRO FALK AG Twirrenstrasse 6 8733 Eschenbach/SG office@envirofalk.ch

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ANLAGEN- UND BEHÄLTERBAU

ABWASSERREINIGUNGSANLAGEN EISENMANN Anlagenbau GmbH & Co. KG Tübinger Str. 81, Tel. +49 7031 78-0 www.eisenmann.com D-71032 Böblingen info@eisenmann.com

Gebrüder Hagemann GmbH & Co KG Sudhoferweg 55 Tel.+49 2521 29946-0 D-59269 Beckum Fax +49 2521 29946-199 info@hagemann-beckum.com www.hagemann-beckum.com • Kunstharzanlagen • Druckbehälter • Tankanlagen

ANTRIEBSTECHNIK ELEKTRO MOTOREN WERK BRIENZ AG Mattenweg 1, info@emwb.ch Tel. +41 33 951 31 31 3855 Brienz, www.emwb.ch Fax +41 33 951 34 55

AKTIVKOHLE Schneider Umwelttechnik AG 8472 Winterthur Seuzach info@sut.ch

HUBER.

EMOTT AG Labor für Festkörperanalytik und Elektronenmikroskopie In Grosswiesen 14 Tel. 044 881 20 10 8044 Gockhausen/Zürich Fax 044 881 20 09 GMP zertifiziert www.emott.ch

AUFTRAGSSYNTHESEN Tel. +41 52 235 24 24 www.sut.ch

ALLGEMEINE LABORARTIKEL Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

Tel. +49-6181-59-4282 Fax +49-6181-59-3554 www.aqura.de

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

committed to science

APPARATEBAU IST-Edelstahl-Anlagenbau AG Schorenstrasse 54 CH-3645 Thun-Gwatt ist@istinox.ch

Tel. 033 334 26 00 Fax 033 336 72 66 www.istinox.ch

Organica Feinchemie GmbH Wolfen Kundensynthesen Gefahrgeneigte Reaktionen, Hochdruckrekationen,Labor – Pilot – Tonnen, GMP FDA geprüft www.organica.de D-06766 Bitterfeld-Wolfen Tel. +49 3494 636 215

BAKTERIOLOGIE/MIKROBIOLOGIE Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

HUBER.

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

committed to science

ANALYTIK CHEMISCH

APPARATEBAU/DR UCKBEHÄLTER

BEHÄLTER AUS CHROMNICKEL

BMG Engineering AG, Effizienz- und Risikoengineering Ifangstrasse 11 Tel. +41 44 732 92 92 8952 Schlieren/ZH Fax +41 44 730 66 22 bmg@bmgeng.ch www.bmgeng.ch

ANGENSTEIN AG – Norm- und Sonderflansche Hauptstrasse 190 Tel. +41 61 756 11 11 4147 Aesch Fax +41 61 756 11 01 www.angenstein.ch info@angenstein.ch

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG Schorenstrasse 54 CH-3645 Thun-Gwatt ist@istinox.ch

Tel. 033 334 26 00 Fax 033 336 72 66 www.istinox.ch


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 4-2011

BEHÄLTERBAU

BERSTSICHER UNGEN

CHROMATOGRAPHIE

KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Striko Verfahrenstechnik W. Strickfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 mischer@striko.de www.striko.de

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

87

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

Verfahrenstechnik

TECHEMA AG 4105 Biel-Benken info@techema.ch

BEHÄLTER AUS KUNSTSTOFF Georg Utz AG 5620 Bremgarten info@ch.georgutz.com

Tel. +41 61 381 45 09 www.techema.ch

Tel. 056 648 77 11 www.georgutz.com

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

BIG-BAG-BEFÜLL- UND ENTLEERSTATIONEN

CHROMATOGRAPHIE-DATENSYSTEME (CDS)

VIA AG, Engineering Mühlemattstrasse 32 4112 Bättwil-Flüh info@viaag.ch

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

Tel. +41 61 313 26 25 Fax +41 61 313 26 52 www.viaag.ch

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

BEHÄLTER UND ROHRE, G LASFASER ROTAVER Emmentalerstrasse 100 3432 Lützelflüh info@rotaver.ch

Tel. +41 34 460 62 62 Fax +41 34 460 62 63 www.rotaver.ch

BIOTECHNOLOGIE Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

HUBER.

CHROMATOGRAPHIE, IONEN Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

committed to science

BERATUNG REACH BMG Engineering AG, Effizienz- und Risikoengineering Ifangstrasse 11 Tel. +41 44 732 92 92 8952 Schlieren/ZH Fax +41 44 730 66 22 bmg@bmgeng.ch www.bmgeng.ch

BRANDSCHUTZ, EXPLOSIONSSCHUTZ

CHROMATOGRAPHIE-SÄULEN

INCOM Explosionsschutz AG Rötzmattweg 105, www.incom-ag.ch Tel. +41 62 207 10 10 4600 Olten, email@incom-ag.ch Fax +41 62 207 10 11

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

SEBIO GmbH Geissbrunnenweg 14 4452 Itingen info@sebio.ch

Tel. +41 61 971 83 44 Fax +41 61 971 83 45 www.sebio.ch

BR UTSCHRÄNKE/CO 2 -BR UTSCHRÄNKE BERATUNG TECHNISCHE Chemgineering Technology AG Güterstrasse 107 Tel. +41 61 467 54 54 4133 Pratteln www.chemgineering.com

JAG Jakob AG, Prozesstechnik Industriestrasse 20 2555 Brügg

Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

BR UT- UND TROCKENSCHRÄNKE Tel.+41 32 374 30 30 www.jag.ch

IG Instrumenten-Gesellschaft AG Räffelstrasse 32 Tel. +41 44 456 33 33 8045 Zürich Fax +41 44 456 33 30 igz@igz.ch www.igz.ch

CHEMIEDISTRIBUTION BTC Speciality Chemical Distribution SAS Klybeckstrasse 141 Tel. +41 44 781 94 14 / 94 17 4057 Basel Fax +41 44 781 94 12 e-solutions.fr@btc-europe.com www.btc-fr.com

BERSTSCHEIBEN André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch TECHEMA AG 4105 Biel-Benken info@techema.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch Tel. +41 61 381 45 09 www.techema.ch

CHEMIE- UND BIOSENSOREN C-Cit AG, Center for Chemical Information Technology Einsiedlerstrasse 29 Tel. +41 43 477 85 55 8820 Wädenswil Fax +41 43 477 85 57 info@c-cit.ch www.c-cit.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

CHROMATOGRAPHIE-SYSTEME BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com


88

CHEMIE PLUS 4-2011

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

DAMPFARMATUREN André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

bezugsquellen

ProMinent, Dosiertechnik AG Trockenloostrasse 85 Tel. +41 44 870 61 11 8105 Regensdorf Fax + 41 44 841 09 73 info@prominent.ch www.prominent.ch

ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 31 838 40 00 www.rototec.ch

TECHEMA AG 4105 Biel-Benken info@techema.ch

Tel. +41 61 381 45 09 www.techema.ch

Tel. +41 55 254 54 54 Fax +41 55 254 54 55 www.ntkd.ch

DISPERGIERAPPARATE UND -MASCHINEN KINEMATICA AG Luzernerstrasse 147 a, 6014 Littau/Luzern info@kinematica.ch

Tel. +41 41 259 65 65 Fax +41 41 259 65 75 www.kinematica.ch

K-Tron (Schweiz) AG Industrie Lenzhard Tel. +41 62 885 71 5702 Niederlenz, Fax +41 62 885 71 80, www.ktron.com

Düsen-Schlick GmbH, Allerfeinste Düsentechnologie Hutstrasse 4 Tel. +49 9565/9481-0 D-96253 Untersiemau/Coburg Fax +49 9565/2870 info@duesen-schlick.de www.duesen-schlick.de

DOSIERTECHNIK Alltech Dosieranlagen GmbH Abwasserreinigungsanlagen für die Industrie Rudolf-Diesel-Str. 2 www.alltech-dosieranlagen.de D-76356 Weingarten info@alltech-dosieranlagen.de Tel. +49-7244-70260 Fax +49-7244-702650

FREI Fördertechnik AG Schwarzbachstrasse 26 3113 Rubigen info@ffag.ch

ELEKTROPHORESE SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

ELEKTROTECHNISCHE UND OPTISCHE SENSOREN Tel. +41 31 720 56 56 Fax +41 31 720 56 55 www.ffag.ch

Hamilton Bonaduz AG Via Crusch 8 7402 Bonaduz sensors@hamilton.ch

Tel. +41 81 660 60 60 Fax +41 81 660 60 70 www.hamiltoncompany.com

DREHKOLBENPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

DOSIERANLAGEN

Tel. +41 61 638 30 30 www.krohne.com

SSCO-Spraying Systems AG Eichenstrasse 6, 8808 Pfäffikon Tel. +41 55 410 10 60 Fax +41 55 410 39 30, info.ch@spray.comwww.ssco.ch

DICHTUNGEN NT K+D AG Fabrikweg 10 3175 Flamatt info@ntkd.ch

Krohne AG Mess- und Regeltechnik info@krohne.ch

DÜSEN

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

SPIRAX SARCO AG, Regelgeräte und Armaturen Gustav-Maurerstrasse 9 Tel. +41 44 396 80 00 8702 Zollikon www.SpiraxSarco.ch

DURCHFLUSSMESSER

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

DR UCKBEHÄLTER IST-Edelstahl-Anlagenbau AG Schorenstrasse 54 CH-3645 Thun-Gwatt ist@istinox.ch

ENTSTAUBUNGSANLAGEN WESCO-KELLER-Entstaubungstechnik AG 9320 Arbon www.wesco.ch Tel. +41 71 447 19 60 entstaubung@wesco.ch Fax +41 447 19 61

Tel. 033 334 26 00 Fax 033 336 72 66 www.istinox.ch

ETIKETTEN DOSIERGERÄTE Schenck Process GmbH Pallaswiesenstrasse 100 Tel. +49 61 51-15 31 11 19 D-64293 Darmstadt Fax +49 61 51-15 31 20 72 Light@schenckprocess.com www.schenckprocess.com

KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

DR UCKLUFT-MEMBRANPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

DOSIERPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch Alldos International AG Schönmattstrasse 4 CH-4153 Reinach alldos.ch@alldos.com

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch Tel. +41 61 717 55 55 Fax +41 61 717 55 10 www.grundfosalldos.com

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

Kern-Etiketten AG Grubenstrasse 4 8902 Urdorf info@kernetiketten.ch

Tel. +41 43 455 60 30 Fax +41 43 455 60 33 www.kernetiketten.ch

EXPLOSIONSSCHUTZ R. STAHL Schweiz AG Explosionsschutz Brüelstrasse 26 4312 Magden info@stahl-schweiz.ch

Tel. +41 61 855 40 60 Fax +41 61 855 40 80 www.stahl-schweiz.ch

schubag Pumpen, Systeme, Projektierung, Service, Diagnostik Frauenfelderstrasse 47 b Tel. +41 52 762 22 21 8266 Steckborn www.schubag.ch

DR UCKREDUZIERVENTILE André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

EXPLOSIONSSCHUTZ, EX-GERÄTE (ATEX) Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

BARTEC Engineering + Services AG Hinterbergstrasse 28 Tel. +41 41 747 27 27 6330 Cham Fax +41 41 747 27 28 info@bartec.ch www.bartec.ch


bezugsquellen

Parkem AG MotionControl Täfernstrasse 37 5405 Baden-Dättwil info@parkem.ch

PEPPERL + FUCHS AG Sägeweg 7 2557 Studen info@ch.pepperl-fuchs.com

Tel. 056 493 38 83 Fax 056 493 42 10 www.parkem.ch/atex

Tel. +41 32 374 76 87 Fax +41 32 374 76 78 www.pepperl-fuchs.ch

EXZENTERSCHNECKENPUMPEN schubag Pumpen, Systeme, Projektierung, Service, Diagnostik Frauenfelderstrasse 47 b Tel. +41 52 762 22 21 8266 Steckborn www.schubag.ch

EX-GESCHÜTZTE INDUSTRIESAUGER VIA AG, Engineering Mühlemattstrasse 32 4112 Bättwil-Flüh info@viaag.ch

Tel. +41 61 313 26 25 Fax +41 61 313 26 52 www.viaag.ch

CHEMIE PLUS 4-2011

FIBEROPTIK-SCHAUGLASLEUCHTEN

FLAMMENSPERREN

Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse19 blt@maxmuellerag.com

André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com

89

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

FILTER

FLANSCHEN NACH DIN, EN, ASME

3M (Schweiz) AG, Ligacon-Cuno Division 8317 Tagelswang Tel. +41 52 354 20 00 info@ligacon.ch www.ligacon.ch

ANGENSTEIN AG – Norm- und Sonderflansche Hauptstrasse 190 Tel. +41 61 756 11 11 4147 Aesch Fax +41 61 756 11 01 www.angenstein.ch info@angenstein.ch

Sefil tec Separation- und Filtertechnik Engineering Langmattstrasse 10 Tel. +41 43 411 44 77 8182 Hochfelden Fax +41 43 411 44 78 info@sefiltec.com www.sefiltec.com

FÖRDERTECHNIK SF-Filter AG 8184 Bachenbülach www.sf-filter.com

Tel. +41 44 864 10 68 Fax +41 44 864 14 58

FREI Fördertechnik AG Schwarzbachstrasse 26 3113 Rubigen info@ffag.ch

Tel. +41 31 720 56 56 Fax +41 31 720 56 55 www.ffag.ch

FILTERANLAGEN WESCO-KELLER-Entstaubungstechnik AG 9320 Arbon www.wesco.ch Tel. +41 71 447 19 60 entstaubung@wesco.ch Fax +41 447 19 61

FT-IR BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

EX-SICHERE MEMBRANPUMPEN (ATEX) VACUUBRAND GMBH + CO KG 8484 Theilingen leu@vacuubrand.de

Tel. +41 52 384 01 50 www.vacuubrand.com

EX-SICHERE MESS- UND REGELTECHNIK PEPPERL + FUCHS AG Sägeweg 7 2557 Studen info@ch.pepperl-fuchs.com

Tel. +41 32 374 76 87 Fax +41 32 374 76 78 www.pepperl-fuchs.ch

FARBMESSUNG (FLÜSSIGKEITEN) Hach Lange Rorschacherstrasse 30A 9424 Rheineck info@hach-lange.ch

Tel. +41 84 855 66 99 Fax +41 71 886 91 66 www.hach-lange.com

Sigrist-Photometer AG 6373 Ennetbürgen info@photometer.com

Tel. +41 41 624 54 54 www.photometer.com

Tintometer AG Hauptstrasse 2 5212 Hausen/AG info@tintometer.ch

Tel. +41 56 442 28 29 Fax +41 56 442 41 21 www.tintometer.ch

Tel. +41 52 235 24 24 www.sut.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

FT-NIR

FILTERMEDIEN SEFAR AG, Filtration Solutions 9410 Heiden www.sefar.com Tel. +41 71 898 57 00

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

FLUORESZENZ-SPEKTROSKOPIE HORIBA Jobin Yvon GmbH D-82008 Unterhaching Tel. +49 89-462 31 70 info-sci.de@horiba.com www.horiba.com/de/scientific/ Filter Spare Parts by Infolabel AG Grossrietstrasse 7 info@filterspares.ch 8606 Nänikon www.filterspares.ch

FILTRATIONSSYSTEME DrM, Dr. Müller AG Fundabac®-Filter 8708 Männedorf

Tel. +41 44 921 21 21 www.drm.ch

Tel. +41 61 312 09 49 Fax +41 61 312 09 34

FESTPHASENEXTRAKTION BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Schneider Umwelttechnik AG 8472 Winterthur Seuzach info@sut.ch

FILTERTECHNIK

FEINMECHANIK/LABORAPPARATE Rudolf Wechsler Gartenstrasse 5 4127 Birsfelden/BL

FILTERHILFSMITTEL

FÜLLSTAND aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com Krohne AG Mess- und Regeltechnik info@krohne.ch

Tel. +41 61 638 30 30 www.krohne.com

PEPPERL + FUCHS AG Sägeweg 7 2557 Studen info@ch.pepperl-fuchs.com

Tel. +41 32 374 76 87 Fax +41 32 374 76 78 www.pepperl-fuchs.ch

FILTERPAPIER Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SEBIO GmbH Geissbrunnenweg 14 4452 Itingen info@sebio.ch

Tel. +41 61 971 83 44 Fax +41 61 971 83 45 www.sebio.ch

GABELSTAPLER EX-GESCHÜTZT HKS Fördertechnik AG Gabelstapler Tel. +41 52 305 47 47

Explosionsgeschützt www.hks-hyster.ch


90

CHEMIE PLUS 4-2011

bezugsquellen

GASE/GASVERSORGUN

GLASGERÄTE, -WAREN

HYGIENEPALETTEN

Carbagas Hofgut 3073 Gümligen info@carbagas.ch

Glastechnik Rahm 4132 Muttenz info@glastechnikrahm.ch

Georg Utz AG 5620 Bremgarten info@ch.georgutz.com

Tel. +41 31 950 50 50 Fax +41 31 950 50 51 www.carbagas.ch

Tel. +41 61 461 07 77 www.glastechnikrahm.ch

SCHMIZO AG 4800 Zofingen info@schmizo.ch

Tel. 056 648 77 11 www.georgutz.com

Tel. +41 62 797 25 50 www.schmizo.ch

ICP-MS GASGEMISCHE, SPEZIALGASE Messer Schweiz AG Seonerstrasse 75 5600 Lenzburg info@messer.ch

HOCHDR UCKTECHNIK Tel. +41 62 886 41 41 Fax +41 62 886 41 00 www.messer.ch

OLAER (SCHWEIZ) AG Bonnstrasse 3 Tel. +41 26 492 70 00 3186 Düdingen Fax +41 26 492 70 70 info@olaer.ch www.olaer.ch Engineering, Verkauf und Service von Produkten und Systemen für das Speichern, Kühlen und Filtrieren von Flüssigkeiten und Gasen

Tel. +41 44 746 32 20 Fax +41 44 746 32 29 www.contrec.ch

GASWÄSCHER, GLASFASERVERSTÄRKT ROTAVER Emmentalerstrasse 100 3432 Lützelflüh info@rotaver.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

ICP-OES

GASMESS- UND WARNGERÄTE CONTREC AG Riedstrasse 6 8953 Dietikon info@contrec.ch

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 34 460 62 62 Fax +41 34 460 62 63 www.rotaver.ch

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

HACCP/HYGIENEMONITORING CAS Clean-Air-Service AG Reinluftweg 1 9630 Wattwil info@cas.ch

Tel. +41 71 987 01 01 Fax +41 71 987 01 11 www.cas.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

INFRAROT-SPEKTROMETER HOCHDR UCKPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

Bruker Optics GmbH 8117 Fällanden ZH optics@bruker.ch

Tel. 044 825 95 39 www.brukeroptics.com

GCMC/GASCHROMATOGRAPHIE LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

HPLC- & UHPLC-ANLAGEN BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

INFRAROT-STRAHLER Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

GFK-KUNSTSTOFFROSTE PcP. Sicherheitsroste GmbH, Stahl- und Edelstahlverarb. Duisbergstrasse 13 Tel. +49 23 38/91 81-0 D-58339 Breckerfeld Fax +49 23 38/34 01 www.sichernachoben.de

GFK-ROHRE UND BEHÄLTER HUBER Kunststoffwerk AG Gewerbestr. 3, Postfach 16 5426 Lengnau info@huber-lengnau.ch

Tel. 056 266 40 80 Fax 056 266 40 81 www.huber-lengnau.ch

Tel. +41 44 451 14 00 Fax +41 44 451 20 22 www.abecon.ch

INSTANDHALTUNG

GC-MS/GASCHROMATOGRAPHIE BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Abecon AG Friesenbergstrasse 108 8055 Zürich info@abecon.ch

HPLC-ANLAGEN- UND ZUBEHÖR DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

KNAUER Hegauer Weg 38 D-14163 Berlin CH: flowspek AG, 4057 Basel

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

Tel. +49 30 809 7270 www.knauer.net Tel. +41 61 695 9696

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

Johnson Controls GWS GmbH Centralbahnstrasse 4 Tel. +41 61 468 25 39 CH-4002 Basel, peter.harr@jci.com www.jci.com

INSTR UMENTELLE ANALYTIK SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

IONENAUSTAUSCHER Schneider Umwelttechnik AG 8472 Winterthur Seuzach info@sut.ch

Tel. +41 52 235 24 24 www.sut.ch

IONENTAUSCHER/REGENERATION Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

HUBER. committed to science

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch


bezugsquellen

CHEMIE PLUS 4-2011

91

KOMPRESSOREN 100 % ÖLFREI

LABORBAU/-EINRICHTUNGEN

LEBENSMITTELSCHMIERSTOFFE

Atlas Copco (Schweiz) AG Büetigenstr. 80 Tel. +41 32 374 14 02 2557 Studen Fax +41 32 374 12 97 kompressoren@ch.atlascopco.com www.atlascopco.ch

Hügli-Labortec AG Laboreinrichtungen + Labormesstechnik Hauptstrasse 2 Tel. +41 71 311 27 41 9030 Abtwil/SG Fax +41 71 311 41 13 info@hugli-labortec.ch www.hugli-labortec.ch

BRUNX AG High-Tec Allrounder für die Lebensmittelindustrie, NSF H1 Tunnelstrasse 6 Tel. +41 55 285 80 80 8732 Neuhaus/SG Fax +41 55 285 80 81

Kaeser Kompressoren AG Grossäckerstrasse 15 8105 Regensdorf info.swiss@kaeser.com

Tel. +41 44 871 63 63 Fax +41 44 871 63 90 www.kaeser.com

KONDENSATABLEITER André Ramseyer AG AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

KREISELPUMPEN schubag Pumpen, Systeme, Projektierung, Service, Diagnostik Frauenfelderstrasse 47 b Tel. +41 52 762 22 21 8266 Steckborn www.schubag.ch

LABORGLAS/PRÄZISIONS- UND STANDARDGLASROHRE SCHOTT Schweiz AG St.-Josefen-Strasse 20 9001 St.Gallen info.schweiz@schott.com

Tel. +41 71 274 42 14 Fax +41 71 274 42 43 www.schott.com/schweiz

LADEEINHEITENSICHER UNG FÄSSER UND PALETTE LASITEC Graf-Zeppelin-Str. 22b D-51149 Köln info@lasitec.de

Tel. +49 2203 922 97 0 Fax +49 2203 922 97 5 www.lasitec.de

KUNSTSTOFFARTIKEL Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

HUBER.

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

Rainer GmbH Frankfurter Str. 493 D-51145 Köln info@rainer-gmbh.de

WESCO AG Reinraumtechnik 5430 Wettingen www.wesco.ch

Tel. +49 2203 922 97 0 Fax +49 2203 922 97 5 www.rainer-gmbh.de

Rainer GmbH Frankfurter Str. 493 D-51145 Köln info@rainer-gmbh.de

Tel. +49 2203 922 97 0 Fax +49 2203 922 97 5 www.rainer-gmbh.de

Tel. +41 61 711 66 36 www.alowag.ch

MANAGEMENTBERATUNG QS Engineering AG 4106 Therwil info@qs-engineering.ch

LADUNGSSICHER UNGSTECHNIK UND MODULARE R ÜCKHALTESYSTEME IM ÜBERSEECONTAINER/GEFAHRENGUT

Tel. +41 56 438 11 40 Fax +41 56 438 11 00 reinraum@wesco.ch

MAGNETPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

KUNSTSTOFFAPPARATEBAU ANGENSTEIN AG – Norm- und Sonderflansche Hauptstrasse 190 Tel. +41 61 756 11 11 4147 Aesch Fax +41 61 756 11 01 www.angenstein.ch info@angenstein.ch

LUFTFILTER

Tel. +41 61 722 04 00 www.qs-engineering.ch

MASSENSPEKTROMETER BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

committed to science

KYROTECHNIK Carbagas Hofgut 3073 Gümligen info@carbagas.ch

Tel. +41 31 950 50 50 Fax +41 31 950 50 51 www.carbagas.ch

LADUNGSSICHER UNGSTECHNIK

MATERIALANALYSE

Rainer GmbH Frankfurter Str. 493 D-51145 Köln info@rainer-gmbh.de

SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

Tel. +49 2203 922 97 0 Fax +49 2203 922 97 5 www.rainer-gmbh.de

LABORAPPARATE

MATERIALPR ÜFMASCHINEN

Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

TesT KG Bösch 63, Fax +41 41 785 60 15 Tel. +41 41 785 60 10 6331 Hünenberg, test@test-ag.ch www.test-ag.ch

HUBER.

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

committed to science

SCHMIZO AG 4800 Zofingen info@schmizo.ch

KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

LC/MS Tel. +41 62 797 25 50 www.schmizo.ch

LABORAUTOMATISIER UNG Tecan Group Ltd. Seestrasse 103 8708 Männedorf info@tecan.com

LAGER- UND PROZESSTANKS

Tel. +41 44 922 81 11 Fax +41 44 922 81 12 www.tecan.com

MEMBRANANLAGEN

LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

MEMBRAFLOW filtration & control systems GmbH Keramik- und Polymermembrananlagen Swiss office:WKL-956 c/o Novartis Areal 9 Badenstrasse Porte 91 Tel. +41 61 631 64 04 4002 Basel Fax +41 61 631 64 05 sohail.mirza@membraflow-filtration.com www.membraflow-filtration.com


92

CHEMIE PLUS 4-2011

bezugsquellen

MEMBRANFILTER

MS

Somicon AG WKL-956 c/o Novartis Areal 9 Badenstrasse via Porte 91 Tel. +41 61 631 64 04 4002 Basel Fax +41 61 631 64 05 www.somicon.com jdobler@somicon.com Alles für die Trennung mittels Membranen

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

ÖKOTOXIKOLOGIE Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

MESS- UND REGELTECHNIK ProMinent, Dosiertechnik AG Trockenloostrasse 85 Tel. +41 44 870 61 11 8105 Regensdorf Fax + 41 44 841 09 73 info@prominent.ch www.prominent.ch

MIKROFILTRATION Somicon AG WKL-956 c/o Novartis Areal 9 Badenstrasse via Porte 91 Tel. +41 61 631 64 04 4002 Basel Fax +41 61 631 64 05 www.somicon.com jdobler@somicon.com Alles für die Trennung mittels Membranen

BMG Engineering AG, Effizienz- und Risikoengineering Ifangstrasse 11 Tel. +41 44 732 92 92 8952 Schlieren/ZH Fax +41 44 730 66 22 bmg@bmgeng.ch www.bmgeng.ch

PALETTEN AUS KUNSTSTOFF Georg Utz AG 5620 Bremgarten info@ch.georgutz.com

MS/MS LabSolution GmbH Bünenmattweg 24 4148 Pfeffingen info@labsolution.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

NANOFILTRATION Somicon AG WKL-956 c/o Novartis Areal 9 Badenstrasse via Porte 91 Tel. +41 61 631 64 04 4002 Basel Fax +41 61 631 64 05 www.somicon.com jdobler@somicon.com Alles für die Trennung mittels Membranen

Tel. 056 648 77 11 www.georgutz.com

PARTIKELZÄHLGERÄTE CAS Clean-Air-Service AG Reinluftweg 1 9630 Wattwil info@cas.ch

Tel. +41 71 987 01 01 Fax +41 71 987 01 11 www.cas.ch

PHARMABEHÄLTER KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

MIKROTITERPLATTEN-INSTR UMENT Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

MISCHER

PHOTOMETER

NMR BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

Striko Verfahrenstechnik W. Strickfeldt & Koch GmbH Tel. +49 2261 9855-0 Fax +49 2261 724-88 mischer@striko.de www.striko.de

OE-SPEKTROMETER

Verfahrenstechnik

MODULARE R ÜCKHALTESYSTEME IM ÜBERSEE-CONTAINER/GEFAHRGUT Rainer GmbH Frankfurter Str. 493 D-51145 Köln info@rainer-gmbh.de

Tel. +49 2203 922 97 0 Fax +49 2203 922 97 5 www.rainer-gmbh.de

MOLECULAR Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

HORIBA Jobin Yvon GmbH D-82008 Unterhaching Tel. +49 89-462 31 70 info-sci.de@horiba.com www.horiba.com/de/scientific/ SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

OSMOMETER KNAUER Hegauer Weg 38 D-14163 Berlin CH: flowspek AG, 4057 Basel

Tel. +49 30 809 7270 www.knauer.net Tel. +41 61 695 9696

Hach Lange Rorschacherstrasse 30A 9424 Rheineck info@hach-lange.ch

Tel. +41 84 855 66 99 Fax +41 71 886 91 66 www.hach-lange.com

Sigrist-Photometer AG 6373 Ennetbürgen info@photometer.com

Tel. +41 41 624 54 54 www.photometer.com

Tecan Group Ltd. Seestrasse 103 8708 Männedorf info@tecan.com

Tel. +41 44 922 81 11 Fax +41 44 922 81 12 www.tecan.com

Tintometer AG Hauptstrasse 2 5212 Hausen/AG info@tintometer.ch

Tel. +41 56 442 28 29 Fax +41 56 442 41 21 www.tintometer.ch

PIPETTEN Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com


bezugsquellen

PIPETIERROBOTER

PUMPEN

Tecan Group Ltd. Seestrasse 103 8708 Männedorf info@tecan.com

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 44 922 81 11 Fax +41 44 922 81 12 www.tecan.com

PLATINARTIKEL Johnson Matthey & Brandenberger AG Glattalstrasse 18 Tel. +41 44 307 19 50 8052 Zürich Fax +41 44 307 19 20 info@matthey.com www.johnson-matthey.ch

POLARIMETER BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

CHEMIE PLUS 4-2011

WESCO AG Reinraumtechnik 5430 Wettingen www.wesco.ch

93

Tel. +41 56 438 11 40 Fax +41 56 438 11 00 reinraum@wesco.ch

Johnson Controls GWS GmbH Centralbahnstrasse 4 Tel. +41 61 468 25 39 CH-4002 Basel, peter.harr@jci.com www.jci.com ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 31 838 40 00 www.rototec.ch

SAWA Pumpentechnik AG Taastrasse 40 CH-9113 Degersheim info@sawa.ch

Tel. +41 71 372 08 08 Fax +41 71 372 08 09 www.sawa.ch

schubag Pumpen, Systeme, Projektierung, Service, Diagnostik Frauenfelderstrasse 47 b Tel. +41 52 762 22 21 8266 Steckborn www.schubag.ch TECHEMA AG 4105 Biel-Benken info@techema.ch

Tel. +41 61 381 45 09 www.techema.ch

REINRAUMZUBEHÖR WESCO AG Reinraumtechnik 5430 Wettingen www.wesco.ch

Tel. +41 56 438 11 40 Fax +41 56 438 11 00 reinraum@wesco.ch

REINSTWASSER Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

HUBER.

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

committed to science

PROBEN-AUFBEWAHR UNG Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

PUTZTEXTILIEN Delta Zofingen AG Untere Brühlstrass 10 4800 Zofingen info@delta-zofingen.ch

Tel. +41 62 746 04 04 Fax +41 62 746 04 09 www.delta-zofingen.ch

ROHSTOFFE

PROZESS-ANALYTIK aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

PROZESSAUTOMATION JAG Jakob AG, Prozesstechnik Industriestrasse 20 2555 Brügg

QUALIFIZIER UNG/VALIDIER UNG QS Engineering AG 4106 Therwil info@qs-engineering.ch

Bayer (Schweiz) AG, MaterialScience Grubenstr. 6 Tel. +41 44 465 81 11 8045 Zürich Fax +41 44 462 07 54 bms@bayer.ch www.bayer.ch

Tel. +41 61 722 04 00 www.qs-engineering.ch

ROHRLEITUNGSBAU

RAMAN-SPEKTROSKOPIE Tel.+41 32 374 30 30 www.jag.ch

Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

HORIBA Jobin Yvon GmbH D-82008 Unterhaching Tel. +49 89-462 31 70 info-sci.de@horiba.com www.horiba.com/de/scientific/

BWB Engineering AG Anlagenbau-u Rohrleitungsbau, Gastechnik, MSRE/Planung Sternenfeldstrasse 8 4127 Birsfelden Tel. +41 61 326 37 37 www.bwb-eng.com

REAKTOREN AUS GLAS PEPPERL + FUCHS AG Sägeweg 7 2557 Studen info@ch.pepperl-fuchs.com

Tel. +41 32 374 76 87 Fax +41 32 374 76 78 www.pepperl-fuchs.ch

Tel. +41 62 797 25 50 www.schmizo.ch

REINRAUMBEKLEIDUNG

PROBENVORBEREITUNG DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

SCHMIZO AG 4800 Zofingen info@schmizo.ch

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

WESCO AG Reinraumtechnik 5430 Wettingen www.wesco.ch

SPECTRO ANALYTICAL INSTRUMENTS GmbH Boschstrasse 10 Tel. +49 2821 892 2109 D-47533 Kleve Fax +49 2821 892 2210 spectro.info@ametek.com www.spectro.com

Tel. 033 334 26 00 Fax 033 336 72 66 www.istinox.ch

Tel. +41 56 438 11 40 Fax +41 56 438 11 00 reinraum@wesco.ch

ROHRLEITUNGSSYSTEME

REINRAUMTECHNIK PR ÜFSYSTEME

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG Schorenstrasse 54 CH-3645 Thun-Gwatt ist@istinox.ch

Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

Georg Fischer Rohrleitungssysteme (Schweiz) AG Tel. +41 52 631 30 26 CH-8201 Schaffhausen Fax +41 52 631 28 96 ch.ps@georgfischer.com www.piping.georgfischer.ch

Johnson Controls GWS GmbH Centralbahnstrasse 4 Tel. +41 61 468 25 39 CH-4002 Basel, peter.harr@jci.com www.jci.com


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CHEMIE PLUS 4-2011

bezugsquellen

R ÜHRBEHÄLTER

SCHÜTTGUT

KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

JAG Jakob AG, Prozesstechnik Industriestrasse 20 2555 Brügg

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

SIEBANLAGEN/SIEBMASCHINEN Tel.+41 32 374 30 30 www.jag.ch

VIA AG, Engineering Mühlemattstrasse 32 4112 Bättwil-Flüh info@viaag.ch

Tel. +41 61 313 26 25 Fax +41 61 313 26 52 www.viaag.ch

R ÜHREN, R ÜTTELN, SCHÜTTELN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

HUBER. committed to science

Kern-Etiketten AG Grubenstrasse 4 8902 Urdorf info@kernetiketten.ch

Tel. +41 43 455 60 30 Fax +41 43 455 60 33 www.kernetiketten.ch

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

Tintometer AG Hauptstrasse 2 5212 Hausen/AG info@tintometer.ch

Tel. +41 56 442 28 29 Fax +41 56 442 41 21 www.tintometer.ch

SENSORTECHNIK

SAUGFÖRDERGERÄTE/VAKUUMFÖRDERGERÄTE VIA AG, Engineering Mühlemattstrasse 32 4112 Bättwil-Flüh info@viaag.ch

SPEKTROPHOTOMETER

SELBSTKLEBE-ETIKETTEN

Tel. +41 61 313 26 25 Fax +41 61 313 26 52 www.viaag.ch

ProMinent, Dosiertechnik AG Trockenloostrasse 85 Tel. +41 44 870 61 11 8105 Regensdorf Fax + 41 44 841 09 73 info@prominent.ch www.prominent.ch

SCHAUGLASARMATUREN

SFC/SFE

Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse19 blt@maxmuellerag.com

BRECHBÜHLER AG Steinwiesenstrasse 3 8952 Schlieren sales@brechbuehler.ch

Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com

STELLVENTILE Tel. +41 44 732 31 31 Fax +41 44 730 61 41 www.brechbuehler.ch

SPIRAX SARCO AG, Regelgeräte und Armaturen Gustav-Maurerstrasse 9 Tel. +41 44 396 80 00 8702 Zollikon www.SpiraxSarco.ch

SCHAUGLASARMATUREN -UND LEUCHTEN ANGENSTEIN AG – Norm- und Sonderflansche Hauptstrasse 190 Tel. +41 61 756 11 11 4147 Aesch Fax +41 61 756 11 01 www.angenstein.ch info@angenstein.ch

STERILVERBINDUNGSTECHNIK SICHERHEITSROSTE PcP. Sicherheitsroste GmbH Stahl- und Edelstahlverarbeitung Duisbergstrasse 13 Tel. +49 (0)2338/9181-0 D-58339 Breckerfeld Fax +49 (0)2338/3401 www.sichernachoben.de

SCHAUGLASLEUCHTEN Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse19 blt@maxmuellerag.com

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SCHLAUCHQUETSCHPUMPEN ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

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ROTOTEC AG Luzernstrasse 224c 3078 Richigen

Tel. +41 31 838 40 00 www.rototec.ch

Tel. +41 31 744 00 00 Fax +41 31 741 25 55 www.ramseyer.ch

SPIRAX SARCO AG, Regelgeräte und Armaturen Gustav-Maurerstrasse 9 Tel. +41 44 396 80 00 8702 Zollikon www.SpiraxSarco.ch

SIEBMASCHINEN Tel. +41 61 487 92 92 Fax +41 61 487 92 99 www.maxmuellerag.com

SELBSTANSAUGENDE ZENTRIFUGALP. ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

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TEMPERATURFÜHLER (EEX) Albert Balzer AG Werbhollenstrasse 52 4143 Dornach 2 post@balzer-rotax.ch

Tel. +41 61 701 92 90 Fax +41 61 701 92 91 www.balzer-rotax.ch

SCHMIZO AG 4800 Zofingen info@schmizo.ch

Tel. +41 62 797 25 50 www.schmizo.ch

SICHERHEITSVENTILE André Ramseyer AG Industriestrasse 32 3175 Flamatt info@ramseyer.ch

SCHEIBENWISCHER FÜR SCHAUGLÄSER Max Müller AG 4123 Allschwil Hagmattstrasse19 blt@maxmuellerag.com

ARTA Armaturen- und Tankgerätebau GmbH & Co. KG Postfach 1248 Tel. +49 6432 914740 D-65571 Diez/Lahn Fax +49 6432 914712 info@arta-gmbh.de www.arta-gmbh.de

GKM Siebtechnik GmbH Felix Wankel Str. 11 D-74915 Waibstadt www.gkm-net.de

Tel. +49-7263-40972-0 Fax +49-7263-40972-29 info@gkm-net.de

TIEFKÜHLSCHRÄNKE UND -TR UHEN IG Instrumenten-Gesellschaft AG Räffelstrasse 32 Tel. +41 44 456 33 33 8045 Zürich Fax +41 44 456 33 30 igz@igz.ch www.igz.ch Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

TOC SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch


bezugsquellen

TRENNSCHICHTMESSGERÄTE

VAKUUMPUMPEN

aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

MLT AG Labortechnik Im Obstgarten 10 8602 Wangen info@mlt.ch

TR ÜBUNGSMESSUNG Sigrist-Photometer AG 6373 Ennetbürgen info@photometer.com Tintometer AG Hauptstrasse 2 5212 Hausen/AG info@tintometer.ch

Tel. +41 44 822 31 71 Fax +41 44 822 31 72 www.mlt.ch

Sterling Fluid Systems (Schweiz) AG Schweizerbildstrasse 25 Tel. 052 644 06 66 8207 Schaffhausen Fax 052 644 06 16 www.sterling.ch info@sterling.ch

VACUUBRAND GMBH + CO KG 8484 Theilingen leu@vacuubrand.de

VAKUUMREGLER

Somicon AG WKL-956 c/o Novartis Areal 9 Badenstrasse via Porte 91 Tel. +41 61 631 64 04 4002 Basel Fax +41 61 631 64 05 www.somicon.com jdobler@somicon.com Alles für die Trennung mittels Membranen

MLT AG Labortechnik Im Obstgarten 10 8602 Wangen info@mlt.ch ALEX BREUER GmbH Dieselstrasse 15 D-50859 Köln info@alexbreuer.de

Tel. +41 52 384 01 50 www.vacuubrand.com

Tel. +41 44 822 31 71 Fax +41 44 822 31 72 www.mlt.chverpackungen Tel. +49 2234/4070-0 Fax +49 2234/407029 www.alexbreuer.de

UMWELTANALYTIK

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

DIONEX (Switzerland) AG Solothurnerstrasse 259 4600 Olten dionex-ch@dionex.com

Tel. +41 62 205 99 66 Fax +41 62 205 99 60 www.dionex.com

Abecon AG Friesenbergstrasse 108 8055 Zürich info@abecon.ch

Tel. +41 44 451 14 00 Fax +41 44 451 20 22 www.abecon.ch

Tel. +41 61 843 94 80 Fax +41 61 843 94 81 www.labsolution.ch

SHIMADZU Schweiz GmbH Römerstrasse 3 4153 Reinach info@shimadzu.ch

Tel. +41 61 717 93 33 Fax +41 61 717 93 30 www.shimadzu.ch

UV-STRAHLER UND KLEBSTOFFE

Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

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VOLL-LEERMELDER aquasant-mt SWITZERLAND Aquasant Messtechnik AG Aquasant mesure technique SA 4416 Bubendorf Tel. +41 61 935 50 00 info@aquasant-mt.com www.aquasant-mt.com

WÄRMEKAMMERN Tel. +41 44 451 14 00 Fax +41 44 451 20 22 www.abecon.ch

VALIDIER UNG UND QUALIFIZIER UNG CAS Clean-Air-Service AG Reinluftweg 1 9630 Wattwil info@cas.ch

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WATERjet AG Mittelstrasse 8, info@waterjet.ch Tel. +41 62 919 42 82 4912 Aarwangen Fax +41 62 919 42 83

WÄRMETAUSCHER KASAG Langnau AG Hohgantweg 4, info@kasag.ch 3550 Langnau, www.kasag.ch

Tel. +41 34 408 58 58 Fax +41 34 408 58 59

WERKSTOFFPR ÜFUNG Johnson Controls GWS GmbH Centralbahnstrasse 4 Tel. +41 61 468 25 39 CH-4002 Basel, peter.harr@jci.com www.jci.com

ALOWAG AG 4153 Reinach BL alowag@alowag.ch

Tel. +41 61 71166 36 www.alowag.ch

Huber & Co. AG Kägenstrasse 14 4153 Reinach info@huberlab.ch

HUBER.

Tel. +41 61 717 99 77 Fax +41 61 711 93 42 www.huberlab.ch

committed to science

Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

ZENTRIFUGEN

Thermo Fisher Scientific (Schweiz AG) 4153 Reinach BL Tel. +41 61 716 77 00 analyze.ch@thermo.com www.thermo.com

Abecon AG Friesenbergstrasse 108 8055 Zürich info@abecon.ch

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95

WASSERANALYTIK

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CHEMIE PLUS 4-2011

Tel. +41 71 987 01 01 Fax +41 71 987 01 11 www.cas.ch

Will & Hahnenstein GmbH Talbahnstrasse 1 D-57562 Herdorf info@will-hahnenstein.de

Tel. +49 (0)2744 9317 0 Fax +49 (0)2744 9317 17 www.will-hahnenstein.de

Second First Maschinenhandel GmbH Seeholzenstrasse 6 Tel. +49 89 852777 D-82166 Gräfelfing www.centrifuges.de • Gebraucht-Zentrifugen • Umrüstung n. ATEX • Inertisierungssysteme SIL 2 Thermo Fisher Scientific (Zürich) AG Räffelstrasse 32, Postfach Tel. +41 44 454 12 12 8045 Zürich Fax +41 44 454 12 99 Tél. +41 22 343 21 67 info.labequipment.ch@thermofisher.com www.thermo.com

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CHEMIE PLUS 4-2011

schlusspunkt

Redaktionell erwähnte Firmen

CARTOON

96

«Das war jetzt die letzte Palette. Bitte hier quittieren. Ach übrigens – unsere ganzen Produkte sind garantiert FREI VON RADIOAKTIVITÄT!» Zeichnung: Klavinius

Inserate/Produkteinfos/Firmenberichte

A Adolf Kühner AG 57 Aicos Technologies AG 51 Almatechnik Gammenthaler 21 Anton Paar GmbH 62, 79 Atlas Copco (Schweiz) AG 54

B Baumer Electric AG 63 Bibus AG 59 Brechbühler AG Werbung 4, 11 Brenntag Schweizerhall AG 2, 42 Bucher Biotec AG 54, 55, 56, 58, 61 C Camag Chemie-Erzeugnisse und Adsorptionstechnik AG 55 Carl Roth GmbH & Co. KG 23 Casal & Rütimann AG 58 Colasit AG 1, 57 Currenta GmbH & Co. OHG 37 D Duran Produktions GmbH & Co.KG

19

E Easyfairs Switzerland GmbH 15, 27 Elpro-Buchs AG 17 Endress + Hauser Metso AG 3, 54

F Frei Fördertechnik AG 29, 52 Hanke + Seidel GmbH & Co. G Gilson (Schweiz) AG Grundfos Pumpen Ag

60 39

H Halfen Swiss AG 57 Hanke + Seidel GmbH & Co. KG 63 Haver & Boecker OHG 33 Huber & Co. AG 41, 58, 60 Peter Huber Kältemaschinenbau GmbH 2, 62 HKS Fördertechnik AG 54 Hamamatsu Photonics Schweiz 57 Horiba Jobin Yvon GmbH 56 I ifm electronic ag 59 IG Instrumenten-Gesellschaft AG 55, 60 Incodev (Schweiz) AG 9 Infolabel AG Filter Spares Service 51 Infraserv GmbH & Co. Höchst KG 13

J JAG Jakob AG

31

K Kasag Langnau AG 31 Keller AG für Druckmesstechnik 63 KNF Neuberger AG 45, 62 Kohler Hans AG 53 Krohne AG 58 Kühner AG 62 L Labtec Services AG

59

M MBE AG Mettler-Toledo GmbH MFiles GmbH Miele AG

81 63 60 49

O OVD Kinegram AG Overlack AG

83 46

P Paliwoda AG 59 Pepperl + Fuchs AG 48 Piccadilly Internationaler Handel GmbH 5 Portmann Instruments AG 17, 53

S Sawa Pumpentechnik Ag 17 Schweizerische Post 44 Sebio GmbH 17 Semadeni AG 61 Skan AG 1, 50, 61 Stadt Zürich ERZ Entsorgung + Recycling ZH 83 Stockmeier Holding GmbH 7, 46 Sysmex Digitana AG 56, 76 T Tracomme AG

83

U UFAG Laboratorien AG

3

V Vaudaux-Eppendorf AG VTU Engineering GmbH VWR International AG

30 75 82

W Wesco AG

47

Y Yokogawa Deutschland GmbH 55 Z Zimmerli Messtechnik AG

17

A Abu Dhabi National Oil Company Adnovum Informatik Air Products & Chemicals Airgas Azelis B Bain Capital Partners BASF Baumer BHP Billiton Biesterfeld Plastics Borealis Borica Co. Borouge Brenntag C Caldic CG Chemikalien Clariant Contargo Coperion CSC Jäklechemie CVM Chemievertrieb Magdeburg D Dow Chemical E Ecuphar Emde Industrie-Technik Endress + Hauser Erbslöh Evolva Evonik G Gericke H Helm Hoyer I IMCD K Kokeisl Schüttguttechnik Krohne L Lanxess Lonza M Makheshim Agan Merck & Co. O Oxea P Potash Price Waterhouse Coopers PwC R Rabochem Muttenz Rembe Rheinhäfen Basel Riemser Arzneimittel S Sanofi-Aventis Siemens Industry Automation Stämpfli Verlag Stockmeier Styron Süd-Chemie T Terra Industries U Univar V Vega Volkmann Vakuumtechnik W Wacker Group Y Yara International

17 31 20 20 5 20 16, 77 34 19 5 17 14 17 5, 6, 16 5 6 19 40 17 6 6 20 16 30 33 14 77 14 26 5 14 5 26 34 14, 17 14 20 17 17 19 19 6 28 38 16 17 34 81 5 20 19 20 5 33 30 37 20


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Endress+Hauser Metso AG Kägenstrasse 2 4153 Reinach/BL1 Schweiz

Telefon +41 61 715 75 75 Fax +41 61 715 27 75 info@ch.endress.com www.ch.endress.com



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