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www.hk-gebaeudetechnik.ch Fachzeitschrift für Energie, Wärme, Strom, Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Gebäudeautomation, Facility Management, Gebäudehülle, Spenglerei, Sicherheit, Sanitärtechnik, Wohnen

2 | 2014 | Februar

Art in Motion

www.kwc.ch

Empfohlen von

Tornados in der Schweiz

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Holzschnitzel-Kessel in Kaskade

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Erdgas steckt im Schiefergestein

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Der aktuelle Stellenmarkt

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Editorial |

| HK-Gebäudetechnik 2/14 |

Das Branchen-Highlight, alle zwei Jahre im Januar: die Swissbau ■ Für die Gebäudetechnik-Branchen war der Januar geprägt von der Swissbau (21. – 25.1.2014). Die wichtige Schweizer Baumesse in den neuen Gebäuden der Messe Basel hat mir gefallen. Neben vielen interessanten Ständen in den grossen Hallen mit Bewährtem und Neuem gab es im Bereich « Swissbau-Focus » auch etliche Informations- und Diskussions-Veranstaltungen. Dabei konnte man viele Hintergrundinfos und wertvolle Erkenntnisse erhalten zur Frage, wie sich die Bau- und Gebäudetechnik-Branchen in den nächsten Jahrzehnten ausrichten sollen. Wir berichten ab Ausgabe 3/14 darüber. Acht Themenbereiche will ich hier bereits ankünden. « Ersatzneubau » war das Thema am Eröffnungspodium vom Dienstagmorgen. Am Mittwoch zeigte die lebhafte Podiumsdiskussion « Immobilien im Lebenszyklus – gut geplant, falsch genutzt? »: Erst die Betrachtung über den ganzen Lebenszyklus ermöglicht Gebäude, die auch in der Nutzung energieeffizient sind. An der Swissbau fand auch die « Energieberatertagung 2014 » statt. Dabei wurde die neue Ausbildung « Energie- und Effizienzberatung » vorgestellt. Diese dauert anderthalb Jahre und ist berufsbegleitend. Der erste Kurs beginnt bereits im Oktober 2014. Weitere vom HK-Team besuchte Veranstaltungen: « Energieeffizienz-Label der EU », « Intelligentes Wohnen und Energieeffizienz », « Geothermie: Beitrag der Erdwärme zur Schweizer Energiewende », sowie « Konvergenz der Energienetze » ( Strom, Gas, Wärme. Vgl. auch HK-GT 1/14, S. 59 – 62 ). In einer weiteren Fachveranstaltung ging’s um das « Bauen im Bestand »: Die Optimierung des bestehenden Gebäudeparks bezüglich Energieeffizienz ist ein zentraler Baustein zur Umsetzung der Energiewende. 80 Prozent des Gebäudebestands in der Schweiz sind älter als 20 Jahre. Und genau diese Gebäude gilt es für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende zu erneuern, behutsam und doch wirkungsvoll. Eine allgemeine Bemerkung zum Thema Energiewende: Trotz allen Bestrebungen für mehr Effizienz beim Erstellen und Betreiben von Gebäuden ( sinkender Energiebedarf pro m2 Nutzfläche und Jahr ),

peter.warthmann@azmedien.ch

ist ein unheimlicher Trend ungebrochen, ein Resultat des anhaltenden Wohlstands in der Schweiz: die durchschnittliche spezifische Wohnfläche pro Person steigt aktuell um + 1 m2 pro Jahr ( Stand 1980: 34 m2, 2012: 45 m2 pro Person ). Diese Entwicklung erschwert natürlich die angestrebte Entwicklung, den absoluten Verbrauch an Baumaterialien und Energie zu senken. Im Editorial der letzten HK-Ausgabe 1/14 habe ich den Öl- und Gasboom in den USA erwähnt. ErdgasExploration wird auch in der Schweiz betrieben, siehe Artikel in dieser Ausgabe ab Seite 8. Man hofft, mit flüssigem Propan als Fracking-Mittel, ErdgasQuellen im tiefen Untergrund erschliessen zu können. Weitere chemische Zusatzstoffe sollen nicht notwendig sein. Einzig Sand zur Offenhaltung der entstehenden Spalten wird verwendet. Wir können gespannt sein, ob in den nächsten Jahrzehnten inländisches Erdgas im Schweizer Energie-Mix auftaucht.

Peter Warthmann, Chefredaktor

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Inhaltsverzeichnis |

netzoptimierte Speicherung Laden, wenn viel Strom produziert wird geringere Einspeiseleistung erhöht lokale Netzkapazität um 66%

reduzierte Einspeisung ins Netz

6 Uhr

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Kühlhaus stärkt Stromnetz

Solar- und Windkraftwerke produzieren Strom oft, wenn er nicht direkt genutzt wird. Es ist wünschbar, dass die Industrie den Stromkonsum auf diese Zeiten verschiebt und damit eine Nachfrage schafft. Ein Kühlhaus in Neuendorf trägt bereits zur Stabilisierung des Netzes bei.

Diverse Rubriken

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Sollten die Preise der Batterien ebenso rasch fallen wie diejenigen der Solarzellen, wird es sich bald lohnen, überschüssige Energie aus den Photovoltaik-Anlagen lokal zu speichern. Die Batterien würden das Stromnetz stabilisieren und gleichzeitig das Potenzial von Solarenergie im Strommix erhöhen. Deutschland kennt bereits seit Mai 2013 ein Förderprogramm für Batteriespeicher. Es ist so ausgelegt, dass der Strom ab einer bestimmten Einspeiseleistung vorteilhaft in einer Batterie gespeichert wird.

Info 4 Tornados in der Schweiz

4 Info

8 Erdgas-Exploration in der Schweiz: Es steckt im Schiefergestein

74 Impressum 75 Agenda

18 Uhr Eigenverbrauch reduziert Lastspitze am Abend

Batterien speichern Sonnenenergie

1 Editorial 73 Bildungsangebote suissetec

12 Uhr

12 ZIG-Planerseminar, Interview mit Sabrina Contratto: «Integrale Planung ist von grosser Bedeutung»

75 Stellenmarkt

36 2SOL: Toolbox für CO2-freies Heizen 38 Wärmeerzeugung für Fernwärmenetz mit Holzschnitzeln 42 Sichere Gasgeräte 44 Deckenbauer AG, Zürich: «Wir wachsen zwar schnell, aber organisch» 47 Energie aus der Umwelt und von der Sonne 50 Systemtechnik für den Sanierungsmarkt

80 Firmen- und Inserentenverzeichnis

Interview 22 Hansgrohe-Geschäftsführer Thomas Baettig: Die Wasserbewegung wird weiter erforscht

Lüftung/Klima/Kälte 52 Nachhaltige energetische Betriebsoptimierung 55 Produkte

Energie/Wärme/Strom Gebäudeautomation 26 Ein Tiefkühllager stabilisiert das Stromnetz 30 Solare Langzeitspeicherung mit Natronlauge

56 Clevere Sensortechnik für die Sicherheit von Senioren und Pflegebedürftigen

32 Batterien speichern Sonnenenergie

58 Produkte


Inhaltsverzeichnis |

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Nachhaltige Betriebsoptimierung

Bestehende Lüftungs- und Klimaanlagen werden in Bezug auf Energieeffizienz und Kosten oft suboptimal betrieben. Durch eine Betriebsoptimierung lassen sich Stromverbrauch und Betriebskosten erheblich senken. Das Förderprogramm NEBO+ unterstützt solche Projekte.

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Lebensmittel Trinkwasser

Die Fachveranstaltung zum Thema «Trinkwasser als Lebensmittel – energieeffiziente Wasserversorgung» bewegte sich im Spannungsfeld, sicheres Trinkwasser anbieten zu können und dessen Gewinnung, Aufbereitung und Erwärmung möglichst energieeffizient abzuwickeln.

Gebäudehülle/Spenglerei

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2 | 2014 | Februar

60 Qualitätsschub für das Gründach Art in Motion

Sanitärtechnik www.kwc.ch

62 Am offenen Herzen operiert 65 Trinkwasser als Lebensmittel – energieeffiziente Wasserversorgung

Empfohlen von

Tornados in der Schweiz

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Holzschnitzel-Kessel in Kaskade

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Erdgas steckt im Schiefergestein

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iSens: Sicherheit für Senioren

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Langzeitspeicherung für Wärme

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Der aktuelle Stellenmarkt

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Zum Titelbild:

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Entstehung eines Tornados

« Saugwirbel » kann vom Radar nicht geortet werden

Tornados in der Schweiz Jedes Jahr werden in Europa einige Tornados registriert. Normalerweise kennen wir solche Erscheinungen aus dem Mittelwesten Amerikas. Bei starken Gewittern treten jedoch auch in der Schweiz manchmal Tornados auf. Andreas Walker *

■ Lange Zeit ging man davon aus, dass Tornados in der Schweiz eine extrem seltene Erscheinung sind. Allerdings können solche Wirbelstürme bei starken Gewittern auch bei uns entstehen. Eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Tornados sind Windscherungen, welche an der Luftmassengrenze entstehen, d. h. der Wind ändert seine Richtung oder Geschwindigkeit mit zunehmender Höhe. Oft stösst eine Kaltfront von Westen nach Osten vor und auf ihrer Vorderseite fliesst warme Luft von Süden nach Norden. Dies führt dazu, dass die entstehende Gewitterzelle vor der Kaltfront in eine langsame Eigenrotation gegen den Uhrzeigersinn versetzt wird. Die aufsteigenden Winde in der Gewitterwolke drehen sich ebenfalls. Wasser, das in diesen Aufwinden kondensiert und als Regen und Hagel zu Boden fällt, gelangt somit nicht in die Aufwindzone, da es ja von dieser

weggedreht worden ist. Durch diesen Mechanismus werden Auf- und Abwindzonen sauber getrennt und stören sich nicht gegenseitig. Bei Gewitterzellen, die sich nicht drehen ( was bei den unsrigen meistens der Fall ist ), fällt der Regen in die Aufwindzone, was das Wachstum der Gewitterwolke stark bremst. Forschungen an der ETH Zürich haben jedoch gezeigt, dass einige Schweizer Gewitterzellen, die starke Schäden anrichteten, tatsächlich eine Eigenrotation aufwiesen. Ein Tornado konnte jedoch nicht immer direkt beobachtet werden.

2005: Mehrere Tornados in der Schweiz Am 5. Juli 2005 um 12.50 Uhr zog in Gossau ZH ein kleiner Tornado durch. Er beschädigte Dächer und Bäume und hinterliess im geknickten Mais seine deutliche Spur.

Eine Gewitterwolke wird durch die Winde der Grosswetterlage in eine Drehung im Gegenuhrzeigersinn versetzt. Durch den starken Auftrieb in der Wolke entsteht ein Saugwirbel, der sich dem Boden nähert und als Tornado seinen zerstörerischen Lauf beginnt. (Quelle: Wetterzeichen am Himmel, S. 140)

Ein unerwartet heftiger Gewittersturm entwickelte sich am 25. Juli 2005 in der Ostschweiz. Die vorderste von drei kräftigen Gewitterzellen richtete vor allem in Altenrhein SG schwere Sturmschäden an. Nach Augenzeugenberichten wurde es um 18.30 Uhr Ortszeit schlagartig schwarz. MeteoSchweiz registrierte Windböen von bis zu 144 km/h. Der Sturm riss ein Flugzeug aus der Verankerung, deckte Hangars des Flughafens Altenrhein ab und verursachte grosse Schäden an parkierten Autos durch umgestürzte Bäume. Zudem schleuderte der Wind einen

Eine riesige Gewitterwolke hat sich aufgebaut. Wenn eine solche Wolke rotiert, kann aus ihr ein Tornado entstehen. ( Fotos: Andreas Walker )

Entstehung eines Tornados Im Sommer entstehen an der Grenze von warmen und kalten Luftmassen kräftige Gewitterwolken, die durch verschiedene Windströmungen in eine langsame Eigenrotation im Gegenuhrzeigersinn versetzt werden können. Bei starkem Wachstum der Gewitterwolke kann im Höhepunkt ihrer Entwicklung ein Tornado entstehen – ein trichterförmiger Saugwirbel, der wie ein grauer Elefantenrüssel aussieht und sich aus der Unterseite der Wolke gegen den Boden senkt. Der Rüssel besteht aus Wolkentröpfchen, die als Folge des geringeren Luftdrucks im Saugwirbel auskondensieren. Die Bahn eines Tornados kann von wenigen hundert Metern bis über 50 Kilometer reichen. Seine Lebensdauer beträgt wenige Sekunden bis zu einer Stunde. Die enormen Windgeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h verwandeln Glassplitter, Holzstücke und sonstige umher fliegende Trümmer in tödliche Geschosse. Der geringe Luftdruck im Innern eines Saugwirbels lässt Häuser, die in die Tornadozone gelangen förmlich explodieren.


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Wasserhosen über Schweizer Seen Am 12. September 2012 durchquerte eine Kaltfront die Schweiz und sorgte für einen markanten Temperaturrückgang, der eine sommerliche Schönwetterphase schlagartig beendete. In der Nacht zum 13. September sanken die Temperaturen weiter, sodass es am Morgen in den Niederungen noch etwa 8,5 Grad warm war. Das Wasser des Bodensees – von den vorhergehenden sonnigen Tagen noch aufgewärmt – hatte an diesem kalten Morgen noch eine Temperatur von rund 20 Grad. Einfliessende kalte Luft sorgte in der Höhe dafür, dass die Atmosphäre labil geschichtet war. Am Boden herrschte nahezu Windstille – auch dies ein weiterer wichtiger Faktor, um die Bildung von Wasserhosen anzuregen.

Tornado in Südkansas ( USA ) vom 16. Mai 1991. Im Mittelwesten der USA treten weltweit die meisten Tornados auf.

Baum durch das Dach der Stadler Waggonwerke. Ein bizarres Bild bot sich auch an verschiedenen Stellen des Bodenseeufers. Während dicke, gesunde Bäume vom Wind buchstäblich zerrissen wurden, überstanden zahlreiche andere Bäume fast am gleichen Ort das Ereignis absolut unbeschadet. Solch örtlich begrenzte Schäden weisen auf Fallböen oder einen möglichen Tornado hin.

Nicht immer ist ein Tornado sichtbar Die Radaruntersuchungen von diversen Gewitterwolken haben gezeigt, dass die

meteorologischen Vorbedingungen für Tornados in der Schweiz durchaus erfüllt werden können. Allerdings besteht eine grosse Unsicherheit über die Häufigkeit des Auftretens von Tornados bei uns. Solange kein Augenzeuge den Saugwirbel gesehen hat, ist nicht klar bewiesen, dass ein Tornado produziert wurde und der Saugwirbel selbst kann vom Radar nicht geortet werden, weil er zu klein ist. So könnte bei einem Starkgewitter kurzfristig ein Tornadorüssel entstehen, der den Boden nicht oder nur sehr kurz erreicht und infolge sehr schlechter Beobachtungsbedingun-

Der kräftige Kälteeinbruch führte dazu, dass über den noch warmen Seen ein grosser Auftrieb von Luftmassen entstand, was zur Bildung von Wasserhosen über dem Bodensee, dem Zürichsee und dem Zugersee führte. Auf dem Bodensee entstanden zwischen 6.40 und 10.05 Uhr mindestens sieben voll ausgebildete Wasserhosen mit Bodenkontakt. Teilweise waren gar zwei dieser Saugwirbel gleichzeitig zu beobachten. Dazu erschienen zahlreiche Ansätze von Wasserhosen, die als Trichterwolken ( funnel clouds ) sichtbar wurden. Bereits am 21. Juli 2012 entstand über dem Zürichsee eine gut ausgebildete Wasserhose. Vor allem der Bodensee und der Genfersee sind Gebiete, in denen Wasserhosen nahezu jährlich beobachtet werden können.

Am 13. September 2012 über dem Bodensee: Teilweise waren gar zwei Saugwirbel gleichzeitig zu beobachten.

gen wie z. B. Regenschleier, hügeliges Gelände oder Dunkelheit, nicht gesehen werden kann. Zudem können auch kräftige Tornadowirbel unsichtbar bleiben, wenn zu wenig Feuchtigkeit zur Bildung des Wolkenschlauchs vorhanden ist. So wird ein Tornado, der keine Schäden anrichtet und nicht gesehen  wird, gar nie registriert.

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Info |

Am 13. September 2012 entstanden über dem Bodensee zwischen 6.40 und 10.05 Uhr mindestens sieben voll ausgebildete Wasserhosen mit Bodenkontakt. Dazu erschienen zahlreiche Ansätze von Wasserhosen, die als Trichterwolken ( funnel clouds ) sichtbar wurden.

Am 21. August 1992 suchte ein spektakuläres Hagelwetter mit extrem starken Winden die Innerschweiz heim. Dabei wurden zahlreiche Bäume abgeknickt und Gebäude beschädigt. Auch diese Gewitterzelle wies eine Eigenrotation auf.

Die Alpen hemmen die Entwicklung von Tornados

Der Wind verbog die Spitze des Kirchturms in Sins AG ( Gewitter vom 21. Juli 1992 ).

Glücklicherweise sind Tornados bei uns eine Seltenheit. Wenn dennoch einer auftritt, ist die Stärke keineswegs vergleichbar mit der gewaltigen Zerstörungskraft der riesigen Tornados im Mittelwesten Amerikas. Tornadoträchtige Gewitter entstehen bei uns am besten bei einer Südwestströmung, die warme und feuchte Luft zu uns transportiert. Die Alpen sorgen jedoch dafür, dass die schwüle Luft aus dem Süden nicht so schnell ins Mittelland vorstossen kann, wie dies zum Beispiel im flachen Gelände des Mittleren Westens der USA der Fall ist.

Trotzdem haben Tornados in der Schweiz schon mehrmals zu katastrophalen Zerstörungen geführt. Am 19. August 1890 und am 26. August 1971 im Vallée de Joux im Waadtländer Jura, sowie am 12. Juni 1926 bei La Chaux-de-Fonds – haben Tornados von Südwesten nach Nordosten kilometerlange Schneisen in den Wald geschlagen und viele Gebäude teilweise oder total zerstört. Wahrscheinlich muss man bei uns pro Jahrzehnt mit einem bis fünf Tornados rechnen, die zu mehr oder weniger grossen Sachschäden führen können. Schwache Tornados treten praktisch jedes Jahr mehrmals auf. Oft treten solche

Ebenfalls am 21. Juli 1992 wurde vom Wind ein Kirchturm des Klosters Frauenthal ZG abgerissen. Solche Schäden sehen Tornadoschäden in den USA sehr ähnlich. Messungen mit dem Doppler-Radar haben gezeigt, dass diese Gewitterzelle eine Eigenrotation aufwies.

Zudem wurde ein Silodeckel von einer Windbö erfasst und weggeweht ( Gewitter vom 21. Juli 1992 ).

Ungewöhnlich starke Winde während eines Gewitters vom 21. Juli 1992 zertrümmerten eine Scheune in Frauenthal ZG.


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Ein bizarres Bild bot sich auch an verschiedenen Stellen des Bodenseeufers. Während dicke, gesunde Bäume vom Wind buchstäblich zerrissen wurden, überstanden zahlreiche andere Bäume in verschiedensten Grössen das Ereignis absolut unbeschadet. Solch örtlich begrenzte Schäden weisen auf Fallböen oder einen möglichen Tornado hin ( Gewitter vom 25. Juli 2005 ).

Winde bei diesem Gewitter hinterliessen z. B. einen abgedrehten Baum ( im Bild vorne ) und beschädigte Dächer ( Gewitter vom 21. August 1992 ).

Wirbelwinde auch als Wasserhosen über Seen auf. Mit wenigen Ausnahmen richteten die kleinen Tornados in unserem Land bisher relativ wenig Schäden an. Doch das könnte sich ändern. Mit der zu-

* Autor: Andreas Walker. Wer sich noch tiefer mit dem Thema Wetter und Himmelsphänomene befassen will, erhält ausführliche Informationen im Buch von Andreas Walker und Thomas Bucheli, das 2011 im AT-Verlag erschienen ist: Wetterzeichen am Himmel: Meteorologische Erscheinungen verstehen und richtig deuten, 224 Seiten, ISBN 978-3-03800-464-6, Fr. 38.–.

nehmenden globalen Erwärmung erwarten die Wetterforscher auch eine Zunahme der Gewitteraktivität. Damit könnten auch Tornados an Häufigkeit und Stärke ■ in unserem Land zunehmen.

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| HK-Gebäudetechnik 2/14 |

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Erdgas-Exploration in der Schweiz – der Untergrund ist komplex und wenig bekannt

Es steckt im Schiefergestein Die Exploration nach Kohlenwasserstoffen kennt man auch in der Schweiz. Fündigkeit wurde zwar bestätigt, eine Förderung von Erdgas war jedoch nur im Entlebuch machbar. Nun wird der Schweizer Untergrund erneut durchleuchtet: Mit fünf gezielten Bohrungen soll das Potenzial im Mittelland abgeschätzt werden. Die Daten dieser Tiefbohrungen werden aber auch für die Geothermie nützlich sein. Jürg Wellstein

■ Die Schweiz hat Erdgas-Vorkommen. Diese Tatsache ist nicht erst seit den Erschütterungen beim Geothermie-Projekt in St. Gallen bekannt. Während man dort in über 4400 Meter Tiefe heisses Wasser suchte, kam plötzlich auch Erdgas ins Spiel und stieg durch die Bohrung an die Erdoberfläche. Das Erdgas-Thema ist auch hierzulande älter. Die konzentrierte Suche begann bereits vor über 50 Jahren und ist heute mit weiterentwickelter Technik wieder ein aktuelles Thema.

Kohlenwasserstoffe sind an vielen Orten auffindbar Schon früh haben Menschen auch in der Schweiz Hinweise auf Erdöl- und Erdgas-Vorkommen an der Erdoberfläche erhalten. Und beim späteren Vordringen in den Untergrund, sei es auf der Suche nach Kohle, Salz, Wasser usw. sowie beim Bau von Infrastrukturen, stiess man auf solche Kohlenwasserstoff-Lager. Die moderne Exploration begann in den 1950er-Jahren, als die Nachfrage nach Erdöl stark zunahm. Es

Fracking könnte Erdgas-Lagerstätten öffnen Die Diskrepanz ist da: Während Erdgas als Brenn- und Treibstoff das beste Ansehen aller fossilen Energieträger aufweist, steht Fracking als Fördertechnik unter Kritik. Mit diesem Tatbestand leitete Roland Wyss, Geschäftsführer von Geothermie.CH und Vorstandsmitglied der SEAG, seine Erläuterung am WP/EWS -Update 2013 der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) ein. Er wies darauf hin, dass nur wenige Prozent der gesamten Gasvorkommen in konventionellen Lagerstätten zu finden sind, der grosse Rest besteht in nicht porösen Speichergesteinen. Mit der expansiven Förderung von Erdgas, vor allem durch die Fracking-Technik, ist es in den USA inzwischen zu einer Verdrängung der Kohle durch Schiefergas gekommen. In der Schweiz könnte eigenes Erdgas eine Brückenfunktion erhalten, wobei die dichte Besiedlung und fehlende gesetzliche Regelungen dem entgegenstehen. Zudem machte Roland Wyss auch auf die unterschiedliche Risikowahrnehmung von Fracking (Erdgas) und Stimulation (Geothermie) aufmerksam. www.fws.ch

wurden Konzessionen erteilt und beispielsweise die AG für schweizerisches Erdöl ( SEAG ) gegründet. Zur Bündelung aller Aktivitäten diente dann die Swisspetrol Holding AG. Zwischen 1950 und 1990 konnte man in der Schweiz rund 30 Explorationsbohrungen durchführen, mit unterschiedlichen Tiefen von 600 bis knapp 6000 Meter. Bei den meisten Bohrungen stellten die Bohrequipen Öl- und Gasindikationen fest, aber nur jene im Entlebuch ( Finsterwald ) liess sich für eine Erschliessung nutzen. Aus 4370 Meter Tiefe förderte man ab 1985 ca. 74 Mio. m3 Erdgas. Bereits zehn Jahre später war das Vorhaben zu Ende, und damit auch die weitere Suche nach Kohlenwasserstoffen abgeschlossen. Heute produzieren in Sichtweite des damaligen Bohrungsstandorts zwei Windenergieanlagen erneuerbaren Strom.

Erdgas bleibt eingeschlossen

(Foto: Thinkstock.com)

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Patrick Lahusen, damals Verwaltungsrat der SEAG, sah jedoch trotz des Explorationsabschlusses die vorhandenen Potenziale. Die Auflösung der Swisspetrol-Gruppe konnte zwar nicht verhindert werden, doch es war ihm möglich, die Mehrheit der Aktien der SEAG zu übernehmen und die Suche fortzusetzen. Mit einer neben der Nagra-Bohrung in Weiach platzierten Bohrung sollte die Erdgas-Exploration fortge-


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führt werden. Patrick Lahusen beantwortet im Folgenden einige Fragen. Was stellte die SEAG zu jenem Zeitpunkt dar, nachdem die landesweite Suche eigentlich abgebrochen war? Patrick Lahusen: Im Mittelpunkt standen das umfangreiche Datenmaterial der Explorationsbohrungen, die Auswertungen der zahlreichen 2D-Seismik-Linien, die bestehenden Konzessionen und unsere Erfahrungen. Die SEAG war grundsätzlich eine Datensammlung, auf welcher die weiteren Nachforschungen aufgebaut werden konnten. Hatten Sie trotz der ernüchternden Ergebnissen Hoffnung auf einen weiteren Erdgasfund, der sich für eine Förderung eignen könnte? In den neuen Verwaltungsrat wurden nun Geologen und andere Experten berufen, die zuversichtliche, realistische Perspektiven lieferten. Gleichzeitig habe ich im Kontakt mit den USA gesehen, welch grossen Rückstand wir in der Schweiz bei der Explorationstechnik aufwiesen. Und dort fand ich auch Investoren. Welche Resultate haben Sie in Weiach erhalten? Aufgrund der Ergebnisse der Nagra, mit welcher wir in Kontakt standen, hatten wir ein genaues Bohr- und Gesteinsprofil, konnten also unsere Abschätzungen machen. Im Jahr 2000 erfolgte die Bohrung auf über 2000 Meter Tiefe. Aufgrund des starken Salzwasser-Zuflusses wurde die Arbeit dann aber eingestellt und erst 2004 wieder aufgenommen. Tests haben gezeigt, dass die Schichten mit Erdgas-Einschlüssen eine ungenügende Porosität und Durchlässigkeit des Gesteins aufweisen, sodass trotz Aufbrechen des Gesteins mit kleinen Sprengladungen kein kommerzieller Gaszufluss zum Bohrloch entstehen konnte. Die Frage, ob in «dichten» Reservoirgesteinen wirtschaftlich Erdgas gefördert werden kann, musste zunächst negativ beantwortet werden. Weil die Geologen auch in der Schweiz konventionelle und eingeschlossene Erdgasvorkommen prognostizieren, ist die Suche weitergegangen. Verbesserte Untersuchungstechniken, wie 2D- und 3DSeismik, geologische Modellrechnungen usw., sowie Fortschritte in der Bohr- und Fracking-Technik haben die Chancen für Schweizer Erdgas vergrössert.

Unterschiedliche Erdgas-Lagerstätten erfordern angepasste Fördertechniken.

Unkonventionelle Lagerstätten herrschen vor Konventionelle Lagerstätten zeichnen sich in der Regel durch eine dichte Abdeckschicht aus, unter welcher das Erdgas sich in einer strukturellen Falle befindet. Diese Lager weisen optimale Porosität und Durchlässigkeit auf, was für eine Förderung geeignet ist. Unkonventionelle Erdgasvorkommen bestehen jedoch in undurchlässigen Gesteinen. In der Schweiz sind dies Schiefergas-Lagerstätten, bei denen sich das Methan in kleinsten Poren und Klüften befindet oder an organischen Stoffen adsorbiert ist. Im Allgemeinen handelt es sich hierbei um feinkörnige Sedimentgesteine. Die Fachwelt geht davon aus, dass für eine wirtschaftliche Erdgasförderung eine solche Schicht mindestens 20 bis 50 Meter Dicke und gewisse mineralogische Eigenschaften aufweisen muss. Das Wissen um den Schweizer Untergrund ist trotz der vorhandenen geologischen Untersuchungen und den Ex-

Patrick Lahusen: «Wir haben stets das Potenzial möglicher Erdgas-Lagerstätten gesehen.» (Foto: P. Covino)

plorationsbohrungen noch heute bescheiden. In den letzten 100 Jahren wurden etwa 40 Tiefbohrungen erstellt, die eine Datenbasis liefern, aber für detaillierte Fragestellungen nicht genügen können. Auf diese Tatsache wird auch von der Plattform Geothermie.CH im Zusammenhang mit der Suche nach tiefen Aquiferen hingewiesen. Beispielsweise wurde in St. Gallen zur präziseren Analyse des Kluftverlaufs und zur Bestimmung des Bohrungsstandorts eine umfangreiche 3D-Seismik-Untersuchung durchgeführt. Für die Erdgas-Exploration hat die SEAG im Kanton Waadt eine 2D-Seismik machen lassen, um die dortigen Verhältnisse in rund 3500 Meter Tiefe näher zu erforschen. Welche Vorhaben plant die SEAG im zentralen und südlichen Mittelland? Patrick Lahusen: Die Geologen weisen darauf hin, dass hier geeignete Tonschiefer-Formationen vorhanden sind, die auf Schiefergas hinweisen. Unser erster Schritt ist nun, Explorationsbohrungen durchzuführen und diese auf Gasvorkommen zu prüfen. Dabei planen wir vier Bohrungen in der Waadt und eine im Kanton Bern. Wie sehen die Details zu diesen Bohrungen aus? Unser Partner erwägt die Anschaffung einer Bohranlage TBA 200 der Bauer Maschinen GmbH, die eine Hakenlast von 200 Tonnen aufnehmen und bis in 4500 Meter Tiefe bohren kann. Der Bohrkopfdurchmesser wird dabei von 22 auf 5 cm reduziert und die gesamte Bohrungstiefe von ca. 3500 Metern soll als

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fügung und es können Nutzungsverträge abgeschlossen werden. Wir erkennen auch das Bedürfnis nach mehr Explorationsbohrungen in diesem Tiefenbereich und könnten uns mit einem solchen Bohrgerät und der klein dimensionierten Bohrtechnik einen koordinierten Einsatz durchaus vorstellen.

Im Schweizer Mittelland wurden zahlreiche 2D-Seismik-Linien zur Sichtbarmachung der Schichten und möglicher Lagerstätten erstellt. Dennoch bleiben zahlreiche Fragen zur Struktur des Untergrunds noch offen.

Das ursprüngliche Konzessionsgebiet der SEAG liegt in Zürich und einigen Ostschweizer Kantonen. Ende 2013 erloschen diese Konzessionen, sodass hier Projekte im Moment nicht angegangen werden können. Die unterschiedlichen kantonalen Gesetze und Regelungen für die Nutzung des Untergrunds machen nicht nur der Kohlenwasserstoff-Exploration, sondern auch der Suche nach geothermischen Quellen immer wieder Kopfzerbrechen. Unklare Rechtssituationen und langfristige Unsicherheiten verhindern Projekte.

Mit Fracking Poren öffnen

Schiefergas-Vorkommen sind in Europa weitverbreitet, u. a. auch unter dem Schweizer Mittelland.

Kern gezogen werden. Auf diese Weise sind präzise Erkenntnisse des Untergrunds möglich, die schliesslich auch dem Kanton Waadt dienen werden. Welcher Ablauf der Bohrungen ist geplant? Die vier Bohrstandorte im Kanton Waadt liegen in einem Umkreis von ca. 40 Kilometern. Wir planen die Bohrungen zeitlich gestaffelt, sodass jeweils nach 90 Arbeitstagen der nächste Stand-

ort folgen kann. Auf diese Weise rechnen wir mit Kosten von ca. 5 Mio. Franken pro Bohrung. Das entsprechende Labor ist stets auf dem Bohrplatz und garantiert rasche Analysen der Kerne. Sind Synergien mit den Informationsbedürfnissen der Geothermie-Projekte möglich? Die SEAG arbeitet nicht im Geothermie-Bereich, bietet aber Unterstützung. So stehen Daten grundsätzlich zur Ver-

Werden aufgrund der Bohrkernanalyse positive Aussichten für eine Nutzung von Schiefergas festgestellt, folgt der nächste Schritt: die Planung der Fördertechnik. Um das im Gestein gebundene Erdgas zu befreien, wird eine mit Druck bewirkte Öffnung der Mikroporen und -klüfte notwendig sein. Die FrackingTechnik ist nicht neu, hat aber aufgrund von umweltschädigenden Auswirkungen in den USA einen äusserst schlechten Ruf erhalten. Einerseits bedrohen die für das Fracking eingesetzten Chemikalien die Grundwasser führenden Schichten, falls die Bohrung nicht vollständig abgedichtet wurde, anderseits sind die an die Erdoberfläche ausgespülten Stoffe und Gesteinspartikel teilweise schädlich und gefährlich ( beispielsweise salzig oder radioaktiv ). Mögliche Erschütterungen und die Gefahren für die Umwelt, insbesondere für das Grundwasser, sind heute Motive für die Opposition gegen das FrackingVerfahren. Bestehen heute aufgrund der Weiterentwicklung umweltschonendere Fracking-Methoden? Patrick Lahusen: Es besteht kein Zweifel, dass in den USA einzelne FrackingProjekte zu Umweltverschmutzungen geführt haben. Gefährliche Flüssigkeiten und mangelnde Sorgfalt bei der Entsorgung sind hier Stichworte dazu. Das uns unterstützende Unternehmen eCORP International aus Houston ( USA ) hat im Januar 2013 bekannt ge-


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Bietet Schiefergas Ländern eine Versorgungsoption, die bisher verschlossen war? Vermutlich trifft dies auch auf Polen zu. Eigene Produktion vermindert die Auslandsabhängigkeit. Ob es sich dann noch wirtschaftlich rechnet, wird sich am konkreten Projekt zeigen. Für die Schweiz könnte im besten Fall eine mehrjährige Eigenversorgung des bestehenden Erdgasverbrauchs möglich werden. Bevor Hochrechnungen gemacht und volkswirtschaftliche Überlegungen zu eigenem Erdgas, das mit ausländischen Investoren gefördert wird, angestellt werden, konzentriert man sich zurzeit auf die Erkundung des Untergrunds in der Romandie und im Kanton Bern. Die Exploration hat das Potenzial, von unsicheren Hochrechnungen auf den Boden der Realitäten zu gelangen.

Schweizer Erdgas als Vision

Mit modernen Bohranlagen von Bauer (TBA 200) werden in den Kantonen Waadt und Bern demnächst Explorationsbohrungen durchgeführt. (Bild: Bauer Maschinen GmbH)

geben, dass Feldtests mit reinem, flüssigem Propan als Fracking-Mittel erfolgreich durchgeführt wurden. Chemikalien und Zusatzstoffe entfallen dadurch; einzig Sand zur Offenhaltung der entstehenden Spalten wird mitgefördert. Propan wird eingepresst und nach dem Fracking aufgrund der Druckminderung und des Einflusses der lokalen Erdwärme wieder gasförmig. Am Bohrungsstandort kann es dann wieder gekühlt und verflüssigt werden, was einen Kreislaufprozess möglich macht. In welchem Bereich ist dieses amerikanische Unternehmen tätig? Die eCORP International zählt zu den grössten Gasspeicherfirmen, welche auch nach Erdgas suchen und ausgebeutete Gaslagerstätten dann zu Speichern umfunktionieren. Im Jahre 2010 hat sich eCORP entschlossen, ihre Er-

fahrungen aus den USA auch in Europa anzuwenden und sich an Projekten in Europa zu beteiligen. Neben den Weiterentwicklungen beim Fracking spielen sicherlich auch die neuesten Bohrtechniken eine grosse Rolle? Tatsächlich haben sich die Möglichkeiten durch das Horizontalbohren wesentlich erweitert. Die Schiefergas-Förderung kann durch lange Bohrungen innerhalb einer horizontalen Gesteinsschicht deutlich erhöht werden. Zudem lässt sich ab einem Bohrungsstandort eine Vielzahl an abgelenkten Bohrungen in den Zielhorizont abteufen. Dieser Umstand stellt auch die Grundlage für die Schiefergas-Exploration in mehreren europäischen Ländern dar. Beispielsweise sind aufgrund der grossen prognostizierten Vorkommen in Polen intensive Aktivitäten im Gange.

Im Hinblick auf das Generationenziel, den CO2-Ausstoss durch die Substitution fossiler Energieträger zu vermindern, mag in der Schweiz ein neuer Aufbruch ins Erdgas-Zeitalter fraglich sein. Könnte das nationale Erdgas die Importe ablösen, zur vermehrten Nutzung im Verkehr dienen und – falls nötig – für eine Stromproduktion mit Gas-und-Dampf-Kraftwerken ( GuD ) inkl. CO2-Abscheidung und Umwandlung / Speicherung eingesetzt werden, so mag die neu lancierte Suche verständlich sein. Denkbar wäre auch eine langfristige Sicherung der Vorkommen, um sie kommenden Generationen zu erhalten – auch wenn dies keinen Anreiz für Investoren darstellt. Für Patrick Lahusen steht fest: « Weltweit ist ein Mix aller Energieträger anzustreben. Zudem wäre es sinnvoll, mehr Erdgas statt Kohle zu brauchen. Damit könnte international eine Entspannung bei den Emissionswerten erreicht werden. » ■

Kontakte Patrick Lahusen SEAG 8135 Langnau am Albis lahusen.palaco@bluewin.ch www.seag-erdgas.ch eCORP International Houston, USA www.ecorpintl.com eCORP Stim Fracking mit Propan www.ecorpstim.com

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ZIG-Planerseminar 25.3.2014 an der HSLU in Horw: Interview mit der Referentin Sabrina Contratto, Präsidentin SIA-BGA

«Integrale Planung ist von grosser Bedeutung» Moderne Bauten werden aufgrund der erhöhten Ansprüche der Bauherren bezüglich Funktionalität und Energiehaushalt immer komplexer. Architektin Sabrina Contratto erläutert das Vorgehen bei der täglichen Planungsarbeit. Interview Oskar E. Aeberli

■ Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Integrale Planung sind omnipräsente Schlagworte. Wie sieht das in der täglichen Planungspraxis aus? Sabrina Contratto: Grundsätzlich ist für uns Architekten die integrale Planung von grosser Bedeutung, und zwar notwendigerweise bereits in der Vorprojektphase. In der Praxis zeigt sich dieses Vorhaben oft etwas schwieriger, da das Fachplaner-Team, sollte es sich um einen Institutionellen Bauherren handeln, meist erst zu Beginn der Bauprojektphase bestimmt wird. Wir machen aus der Not eine Tugend und beginnen bereits in der konzeptuellen Entwurfsphase auf allen Ebenen gleichzeitig zu « entwerfen ».

Als drittes ist es hilfreich, wenn der Planer ein Verständnis für konzeptuelles Denken und eine hohe Innovationskompetenz mit sich bringt. Als viertes ist wie immer die Kommunikation der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Das bedeutet, die Zuständigkeiten und Abläufe müssen von Anbeginn an definiert werden.

Was bedeutet das konkret bei der täglichen Arbeit? Das bedeutet, dass wir uns unter anderem mit dem statischen Prinzip, dem haustechnischen Konzept, beeinflusst durch das gesetzte Energieziel, als auch mit den brandschutztechnischen Grundregeln auseinandersetzen. Durch langjährige Erfahrung gelingt es uns meistens ohne das Mitwirken der Fachplaner, diese Konzepte grob festzulegen. Zum Zeitpunkt der Beauftragung der Fachplaner liegen somit die Rahmenbedingungen für die Fachplaner bereits vor, innerhalb deren sie sich bewegen können. Dies kann unter Umständen für die einzelnen Planer eine Erleichterung sein, für andere hingegen eine Herausforderung, mit unserem Konzept zurechtzukommen.

Was für wesentliche Vorteile resultieren, wenn in der Planung von allem Anfang an interdisziplinär gearbeitet wird? Eine interdisziplinäre Planung von Anbeginn an ermöglicht erstens sämtliche Vorgaben aller Beteiligten ( Bauherr, Gesetze, Richtlinien usw. ) frühzeitig zu berücksichtigen, zweitens deren gegenseitige Beeinflussung frühzeitig zu erkennen, und drittens optimierte Konzepte auszuarbeiten. Dies bringt eine tiefe Fehlerquote mit sich und ermöglicht ein sowohl kohärentes architektonisches, als auch betriebliches und wirtschaftliches Projekt. Auch der Planungsprozess läuft reibungsloser ab, da die wesentlichen Bestandteile bereits zu Beginn der Planung definiert wurden.

Welches sind aus Ihrer Sicht die wesentlichen Voraussetzungen, dass das Zusammenspiel zwischen Architekt und Fachplaner optimal funktioniert? Als erstes braucht es ein einheitliches Verständnis über das Ziel und den Weg, dieses Ziel zu erreichen. Als zweites ist wie oben erwähnt der frühe Einstieg wichtig, um einen konsistenten Entwurf auf allen Ebenen zu ermöglichen.

Welche Herausforderungen kommen auf das Planungsteam zu, wenn die Interdisziplinarität in den Vordergrund gestellt wird? Gibt es regulatorische Hemmnisse? Wie bei all unseren Projekten legen wir dem Bauherren bei Planungsbeginn einen sehr dichten Fragenkatalog vor, der einerseits seitens Architekt ausgefüllt wird und andererseits nur durch den Bauherren beantwortet werden kann.

Welche sind die charakteristischen Merkmale eines Fachplaners, der die Wünsche und Erwartungen des Architekten maximal erfüllen kann? Aufgeschlossen, motiviert, innovativ. Also Merkmale, die übrigens auch für den Architekten gelten sollten!

Sabrina Contratto, Präsidentin der SIA-Berufsgruppe Architektur (BGA).

Zur Person Sabrina Contratto ist geschäftsführende Architektin bei den Baumschlager Eberle Architekten in Zürich. Seit 2011 wirkt die zweifache Mutter als Präsidentin der SIA-Berufsgruppe Architektur (BGA). Für diese bedeutende Funktion wurde sie von einer Findungskommission nominiert, weil sie den Beruf der Architektin aus allen relevanten Perspektiven wie Hochschule, Architekturbüro und Kommissionsarbeit kennt. Zur Karriere: Nach einer Assistenz für Entwurf am Lehrstuhl von Professor Dietmar Eberle an der ETH Zürich leitete Contratto Projekte in China und in Zürich. Im Oktober 2007 wurde sie Partnerin und Geschäftsleiterin von Baumschlager Eberle Zürich. Seit September 2006 ist Contratto aktives Mitglied der SIAKommission für Hochbaunormen. Als zentrale Zielsetzung will Contratto die BGA als wertvolles Instrument zur Durchsetzung der Interessen der Architekten stärken. Mit rund 6000 Mitgliedern ist die BGA die grösste von insgesamt vier Berufsgruppen im SIA.

Wir beobachten häufig einen gewissen Widerwillen, Fragen, die bei einer « rollenden Planung » erst zu einem späteren Zeitpunkt beantwortet werden müssten, bereits in der Startphase zu beantworten. Wir sind davon überzeugt, dass je mehr Fragen zu Beginn der Planung geklärt und Parameter definiert werden können, desto erfolgreicher der Planungs- und der Realisierungsprozess sind. Genau dieses Vorgehen ist bei einer geforderten Interdisziplinarität von zentraler Bedeutung. Sowohl der administrative Ablauf als auch die Zuständigkeiten müssen aufeinander abgestimmt


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werden und dies bestenfalls vor Projektstart. Dazu braucht es zwingend einen Gesamtkoordinator. Ob diese Funktion beim Architekten anzulagern ist, wäre zu diskutieren. Eine grosse Herausforderung ist die energetische Sanierung des bestehenden Gebäudeparks. Wo sehen Sie da mögliche Lösungsansätze? Hilft hier eine interdisziplinäre Herangehensweise? Unbedingt. Bei einer Sanierung steht ähnlich wie bei einem Neubauprojekt das Gesamtziel der Immobilie im Vordergrund. Sehr oft beginnt es bei einem brandschutztechnischen Sicherheitsmangel, der behoben werden muss, und bei genauerer Betrachtung kommen nach und nach weitere Themen mit erheblichem Handlungsbedarf zum Vorschein. In einem solchen Fall genügt es nicht, punktuell die Fehler zu beheben. Es bedarf eines professionellen Gesamtüberblicks auf allen Ebenen. Dies ist ausschliesslich mit einem Fachplanerteam möglich, und somit mittels einer interdisziplinären Zusammenarbeit. Tragen Architekten und Planer heute aufgrund der Energiewende nicht eine wesentliche Verantwortung beim Bau neuer und der Sanierung alter Gebäude? Alle rund um den Bau Beteiligten tragen eine Verantwortung. Insbesondere auch der Bauherr und die Nutzer des Gebäudes. Als Architekt haben wir die Aufgabe, die durch die Architektur beeinflussbaren Parameter optimal zu integrieren, aber auch den Bauherrn zu sensibilisieren.

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Sie verfügen über internationale Erfahrung bei der Realisierung von Projekten. Welche künftigen Trends sind für Sie für die Zukunft absehbar? Wir haben diesen Herbst in Lustenau, Vorarlberg, ein Bürohaus eröffnet, das Bauschlager Eberle selbst entwickelt hat. Ein Haus ohne Heizung. Dabei handelt es sich um einen Kubus aus Wänden und Decken. Kein Keller, kein Haustechnikraum, keine Dämmung, kein Sonnenschutz, keine Rohre in der Decke eingelegt. Die Mauer misst massive 75 Zentimeter und ist aus Dämmziegeln konstruiert. Diese isolieren und speichern die Wärme. Zusammen mit den Betondecken entsteht ein träges System: Wird es draussen kalt, merkt man dies im Haus erst drei Monate später. Die Fenster liegen zurückversetzt in der Leibung, damit sie im Sommer gut beschattet sind. Der Bau hat deutlich weniger Öffnungen als ein typisches Bürohaus. Was sind die weiteren speziellen Charakteristiken des Bürohauses? Die Fenster sind schlank und hoch, so lassen sie Licht bis tief in den Raum. Statt mit Technik heizt das Haus mit menschlicher Wärme. Jede Person strahlt davon so viel ab wie eine 60-Watt-Glühbirne. Zusammen mit der Beleuchtung und den Computern genügt dies, damit man auch im Winter nicht friert. Bedingung ist allerdings, dass das Haus belegt ist. Da der oberste Stock noch leer steht, brennt dort ständig das Licht, damit die Temperatur nicht abfällt. Neben der Wasser- und Stromversorgung gibt es nur eine Gerätschaft im Haus: die moto-

Wertvolle Inputs für Fachprofis Das 10. ZIG-Planerseminar vom Dienstagnachmittag, 25. März 2014 (13.30 bis 17.30 Uhr) an der Hochschule Luzern in Horw bietet wiederum ein breites Spektrum an interessanten Referaten zu aktuellen Themen im Bereich der Gebäudetechnik und der erneuerbaren Energien. Namhafte Referenten aus dem Aus- und Inland berichten über aktuelle Trends (ökonomische Aspekte der Energiewende, innovative Gebäudetechnik, integrale Planung, nachhaltige Entwicklung), aktuelle Forschungsaktivitäten (Aktive Energy Building) sowie auch über interessante Projekte (Suurstoffi Rotkreuz) des Zentrums für Integrale Gebäudetechnik (ZIG). Das Seminar richtet sich an Bauherrschaften, Planende, ArchitektInnen, IngenieurInnen und liefert wertvolle Inputs für die tägliche Arbeit. Programm: www.hslu.ch/planerseminar. Anmeldung: franziska.rosenberg@hslu.ch oder Tel. 041 349 35 15.

risierten Lüftungsflügel der Fenster. Sie öffnen sich im Sommer automatisch in der Nacht, um das Gebäude auszukühlen. Wenn die CO2-Konzentration im Raum zu stark ansteigt, bringen sie Frischluft. Weshalb dieser technische Aufwand? Aus unserer Sicht zwingen uns Energielabels wie Minergie dazu, Gebäude technisch aufwendig auszustatten. Je weniger ein Haus im Betrieb aber verbraucht, desto stärker fällt die graue Energie ins Gewicht, die zur Erstellung nötig ist. Aus diesem Grunde stellen wir uns die Frage, ob Verzicht gar kei■ nen Verlust bedeutet!

Die Baufachzeitschrift TEC21 in neuem Kleid ■ In diesem Jahr feiert TEC21, eine der führenden Schweizer Fachzeitschriften für Architektur, Ingenieurwesen und Umwelt, das 140-jährige Bestehen der Zeitschrift. Zum Geburtstag erhielt TEC21 ein neues grafisches Kleid durch die Raffinerie AG für Gestaltung. Auch der Inhalt der Zeitschrift wurde einer Frischekur unterzogen: Er ist klarer, pointierter und besser strukturiert. Denn trotz langer Tradition ist TEC21 stets auch eine zeitgemässe, moderne Fachzeitschrift.

1874 unter dem Namen «Die Eisenbahn» gegründet, hat sie sich als «Schweizerische Bauzeitung», «si+a» und schliesslich «TEC21» zu einer wichtigen interdisziplinären Baufachzeitschrift der Schweiz entwickelt. Von Fachleuten für Fachleute geschrieben, pflegt sie einen fundierten Blick auf Architektur, Ingenieurwesen und Umwelt. Informationen, Hintergründe, Entwicklungen und Tendenzen zum Planungs- und Baugeschehen im In- und Ausland, Stellenanzeigen, Wettbewerbe: Die TEC21-Leserin-

nen und -Leser erhalten wöchentlich Aktualitäten und den neusten Stand des Fachwissens in ihre Briefkasten geschickt. Das neue TEC21 lässt sich jetzt in einer Gratisausgabe entdecken: Ein E-Mail mit dem Vermerk «Gratisexemplar TEC21 3 – 4/2014» an abonnemente@staempfli.com genügt. ■ espazium c/o Verlags AG 8045 Zürich www.espazium.ch www.sia.ch

Zum 140-jährigen Bestehen erhielt die Fachzeitschrift TEC21 ein neues Kleid.

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Erfolgreicher Bildungsgang an der ABB Technikerschule, Baden «Dipl. Techniker/-in HF, Gebäudeautomatik» nischer Anlagen, Systeme und intelligenter Gebäude. Wenn Sie zukünftig als Projektleiter, Produktmanager, Systementwickler, Systemintegrator, Systembetreuer oder eine Kaderfunktion im gebäudetechnischen Umfeld ausüben wollen, dann sind Sie bei uns genau richtig.

■ Träumen Sie von einer beruflichen Karriere als Gebäudeautomatiker/-in? Eine Weiterbildung ist nicht nur mit Arbeit und Lernen verbunden, sondern eröffnet Ihnen neue berufliche und soziale Horizonte in Ihrem Berufsleben. Der Gebäudeautomatiker ist der Spezialist für Automation gebäudetech-

Unser Angebot Wir bieten eine berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Dipl. Gebäudeautomatiker/-in HF und dank Tagesschulbetrieb mit sehr hoher Lerneffizienz. Die Ausbildung ist berufsbegleitend und dauert sechs Semester. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen in der technischen und fachspezifischen Grundausbildung so-

wie in der Vertiefung in den folgenden Gebieten: Projektmanagement, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Leitsysteme, Netzwerktechnologie, Bussysteme, gebäudetechnische Anlagen, erneuerbare Energiesysteme und Automatisierungstechnik. Einsatzmöglichkeit unserer Absolventen: • Entwicklung von Produkten, Systemen und Dienstleistungen in der Gebäudetechnik. • Projektierung und Realisierung von Projekten für die Gebäudeautomation. • Inbetriebnahme, Betrieb und Unterhalt von gebäudetechnischen Anlagen und Systemen. • Produktmanagement, Beratung

und Verkauf in der Gebäudetechnik oder anverwandten Bereichen. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Weitere Informationen über diesen Bildungsgang zum/zur Dipl. Gebäudeautomatiker/-in HF erhalten Sie an einem unserer Infoabende: 24. Februar, 28. April, 26. Mai, 23. Juni und 18. August 2014 jeweils um 18.15 Uhr. Studienbeginn: 13. Oktober 2014. Auskünfte siehe unten. ■ ABB Technikerschule 5400 Baden Tel. 058 585 33 02 www.abbts.ch

swissgee: Verein der Gebäude-Elektroingenieure ■ Der Ende 2013 gegründete Verein «swissgee» vertritt die nationalen Anliegen der Schweizer Gebäude-Elektroingenieure. Die Gründungsmitglieder repräsentieren sechs der führenden Schweizer Gebäudetechnik-Ingenieurunternehmungen: Amstein + Walthert, Hefti, Hess, Martignoni, Herzog Kull Group, IBG B. Graf AG Engineering AG, Kiwi Systemingenieure und Berater, Scherler AG. Damit nehmen sie die Interessen von über 1000 Mitarbeitenden der Gebäude-Elektroingenieur-Branche wahr. Der Verein setzt sich in allen relevanten Belangen für die Förderung des Gebäude-Elektroengineering ein. Die Wahrnehmung und Einflussnahme im Bereich der Normen, Richtlinien und Vorschriften sind ebenso zentral wie die Ausund Weiterbildung sowie die Etablierung eines breiten Verständnisses für die eigenen Leistungen. Die Würdigung dieser BauplanungsFunktion soll zudem dringend benötigten Berufsnachwuchs sichern. Dem Verein geht es darum, die Planungs- und Baurealität im Zusammenhang mit der Elektroingenieur-Branche adäquat abzubilden.

Der reibungslose und effiziente Ablauf von Betriebs-Prozessen in Gebäuden ist zentrales Ziel bei der Realisierung eines Bauvorhabens und hängt wesentlich von den Leistungen der Gebäude-Elektroingenieure zusammen. Entsprechendes Gewicht muss zur Sicherstellung dieser Ansprüche den Gebäude-Elektroingenieuren beigemessen werden. Ebenso wird mit einem modernen Verständnis des Elektroengineering der Grundstein für eine verbrauchs- und bedarfsoptimierte gebäudetechnische Infrastruktur gelegt. Der neue Verein mit seinen Mitgliedern kann damit einen massgeblichen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie des Bundes leisten. ■ swissgee Schweizerischer Verein der Gebäude-Elektroingenieure 3001 Bern, info@swissgee.ch www.swissgee.ch


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Ein Europäischer Solarpreis geht an das Schweizer Solarschiff TÝranor Planet Solar, einen solarbetriebenen Katamaran mit 537 m2-PV-Fläche. (Foto: Europäischer Solarpreis 2013)

Zwei Schweizer Gewinner beim 20. Europäischen Solarpreis â&#x2013;  Am Abend des 29. November 2013 wurde in Berlin zum 20. Mal der Europäische Solarpreis fĂźr herausragendes Engagement im Bereich erneuerbare Energien vergeben. Trotz starker Konkurrenz aus 27 EU-Ländern zählten gleich zwei Schweizer zu den Gewinnern: Die PlusEnergieBau-Sanierung Viriden aus Romanshorn und das solare Weltumrundungsprojekt PlanetSolar wurden mit dem Europäischen Solarpreis 2013 ausgezeichnet.

Ein Europäischer Solarpreis wurde an die 107-Prozent-PEB-Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Romanshorn TG des Architekturbßros Viriden+Partner vergeben. (Fotos: Solar Agentur Schweiz)

Europäischer Solarpreis fßr PEBSanierung Viriden in Romanshorn Das Architekturbßro Viriden+Partner setzt das im neuen Raumplanungsgesetz (RPG) geforderte verdichtete Bauen auch im Stadtzentrum von Romanshorn architektonisch und ästhetisch beispielhaft um. Das 1962 erbaute Mehrfamilienhaus (MFH) mit 3 Laden erweiterte Viriden von 6 auf 22

vorbildlich sanierte Wohnungen zu sozialverträglichen Mietzinsen. Der bisherige Energiekonsum sank dank Minergie-PGebaudehĂźlle von 296 120 kWh/a um mehr als 70 Prozent auf 84 100 kWh/a. Die 53 kWp grosse, monokristalline PV-Anlage ist optimal in die Fassaden und Balkone des MFH integriert. Eine weitere PV-Anlage mit 26,3 kWp ist auf dem Dach neben den 69 m2 Sonnenkollektoren montiert. Zusammen generieren die Solaranlagen gut 89 700 kWh/a. In einem Durchschnittsjahr weist dieser Vorzeige-PlusEnergieBau (PEB) mit 56 Prozent mehr Wohnraum ein SolarstromĂźberschuss von 5600 kWh oder eine Eigenenergieversorgung (EEV) von 107 Prozent auf. Genug, um drei Elektroautos emissionsfrei zu betreiben. Europäischer Solarpreis fĂźr Solarschiff Planet Solar Die TĂťranor Planet Solar ist ein solarbetriebener Katamaran. Mit seiner 537 m2-PVFläche, der installierten Leistung von 93,5 kWp erzeugt er 167 900 kWh/a. Das grĂśsste je gebaute Solarboot mit der weltweit leistungsstärksten mobilen Batterie schaffte die erste solare Weltumrundung von 60 000 km in 585 Tagen. Planet Solar startete 2010 in Monaco, fuhr Ăźber den Atlantik, lief in Miami und Cancun ein, durchfuhr den Panamakanal, den Pazifik nach Brisbane, HongKong, Shanghai, Singapur, Ăźberquerte den Indischen Ozean nach Abu Dhabi, via Suezkanal zum Mittelmeer bis Monaco. Der Initiator Raphael Domjan und seine Crew bewiesen: Mit dem dezidierten Einsatz von erneuerbaren Energien werden scheinbare Utopien Realität. â&#x2013;  Solar Agentur Schweiz 8006 ZĂźrich, Tel. 044 252 40 04 www.solaragentur.ch

        

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Franz Gysi AG erweitert ihr Sortiment von Chemie-Dichtungen ■ Die Franz Gysi AG übernahm per 1.1.2014 die IBG Monforts Schweiz GmbH in Oberentfelden und verstärkt damit ihr Sortiment im Bereich Chemie-Dichtungen. Zusammen mit diesem strategischen Schritt erweiterte das Suhrer Unternehmen gleichzeitig das Armaturen-Angebot mit Fluorkunststoff ausgekleideten Armaturen und Rohrbauteilen. Dadurch kann Franz Gysi AG den bereits starken Marktanteil im Chemie-Dichtungsbereich weiter ausbauen und das

Chemie-Armaturen-Sortiment schlagkräftig ergänzen. IBG Monforts Group, Mönchengladbach DE hat sich dazu entschieden, die Vertriebs-Aktivitäten in der Schweiz nicht mehr selber fortzuführen und den Betrieb in Oberentfelden zu verkaufen. Franz Gysi AG wird den erfolgreichen und bestens etablierten Schweizer Unternehmenszweig von IBG Monforts vollständig am Standort in Suhr integrieren und bleibt so weiterhin die exklusive Schweizer Ver-

Franz Gysi (links) und Christian Monforts von Hobe werden weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. (Fotos: Franz Gysi AG)

Die Sortimentsergänzung von Dichtungen, PTFE-Formteilen sowie ausgekleideten Armaturen und Rohrbauteilen für den Pharma- und Chemiebereich stellen für die Kunden ein attraktives Gesamtangebot dar.

tretung für die IBG Monforts-Produkte. Das Suhrer Unternehmen übernimmt die Mitarbeiter von IBG Monforts Schweiz GmbH, welche neu seit 1.1.2014 unter dem Namen Franz Gysi AG weitergeführt wird. Der Verkauf der Produkte wird bei Franz Gysi AG in die bestehende Verkaufsorganisation eingefügt. Franz Gysi, Präsident des Verwaltungsrates der Franz Gysi AG, ist überzeugt, dass mit der Ergänzung

der PTFE-Produkte von IBG-Monforts das Angebot für die Chemieund Pharma-Kunden attraktiv gesteigert wird. Das Gladbacher Mutterhaus von IBG Monforts und Franz Gysi AG werden zudem weiterhin partnerschaftlich zusammenarbeiten. ■

Franz Gysi AG 5034 Suhr Tel. 062 855 00 00 www.fgysi.ch

Neuer technischer Verkaufsberater bei der Fahrer AG

Roger Köppel verstärkt seit Mitte 2013 das Team der Fahrer AG.

■ Roger Köppel (50) verstärkt seit Mitte 2013 das Team bei der Firma Fahrer AG. Als technischer Verkaufsberater ist er im Aussendienst für die Region Westschweiz und den Kanton Bern verantwortlich. Als kompetenter und zuverlässiger Berater steht er den Kunden für das komplette Lieferprogramm zur Seite: Wärmetauscher, Fernwärmestationen, Durchflussmesstechnik und Armaturen. Mit dem Ausbau und der Verstärkung des Teams kann das Unternehmen die Erwartungen des Markts weiterhin flexibel und kundennah erfüllen. ■

Fahrer AG 8309 Nürensdorf, Tel. 043 266 20 40 3175 Flamatt, Tel. 024 446 20 50 www.fahrer.ch


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Neue Mitabeiter für die Minergie-Geschäftsstelle und die Agentur Bau ■ Seit 1. Januar 2014 ist Christoph Blaser stellvertretender Geschäftsführer bei Minergie. Christoph Blaser ist gelernter Zimmermann sowie Holzbauingenieur HTL (BFH Architektur, Bau und Holz). Er war in den vergangenen fünf Jahren Leiter der Weiterbildungsplattform CPI (Centre Professionnel de l’Isolation bei Saint-Gobain Isover SA in Lucens) und verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung der Kunden sowie der Mitarbeiter. Christoph Blaser ist zweisprachig deutsch/französisch und wird Geschäftsführer Christian Röthenmund bei seinen vielfältigen Aufgaben unterstützen und entlasten. Bereits seit Herbst 2013 hat die Minergie-Agentur Bau zwei neue Mitarbeiter im Boot. Mit Caroline Roth und Christoph Sibold (beide vorher bei Nova Energie, Aarau) unterstützen zwei Architekten mit Energieexperten-Wissen das Team von Heinrich Huber. ■

MINERGIE Agentur Bau St. Jakobs-Strasse 84 4132 Muttenz Tel. 061 467 45 10

Christoph Blaser ist seit 1. Januar 2014 stellvertretender Geschäftsführer bei Minergie. (Foto: Minergie)

MINERGIE Schweiz Geschäftsstelle 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 www.minergie.ch

+ 1°C in 15 Jahren: Pflanzen und Tiere flüchten in die Höhe ■ Im Schweizer Mittelland sind Vogelarten zwischen 2003 und 2010 im Durchschnitt 42 Meter in die Höhe gewandert, Schmetterlinge 38 Meter und Pflanzen 8 Meter. Dies belegen Daten des Schweizer Biodiversitätsmonitorings, die Basler Wissenschafter ausgewertet haben. Insbesondere bei den sonst wenig mobilen Pflanzen erstaunte das Tempo die Forscher. «Tiere und Pflanzen der Schweiz reagieren bereits heute und mit erstaunlicher Geschwindigkeit auf die steigenden Temperaturen», sagte Studienleiter Valentin Amrhein, Biologe an der Universität Basel.

Landschaft mit verschiedenen Höhenstufen. (Fotos: Thinkstock.com)

Durchschnitt: Tagpfauenauge wanderte in 7 Jahren um 38 Meter in die Höhe.

Anstieg der Sommertemperaturen: + 0,07 K/a x 15 Jahre = + 1,05 K Die Sommertemperaturen in der Schweiz sind zwischen 1995 und 2010 auf allen Höhenstufen um etwa 0,07 Grad Celsius pro Jahr gestiegen, wie die Forscher berichten. Die Schweizer Daten passen zu den Messungen anderer Wissen-

schaftler: Diese zeigen, dass die europäischen Vogel- und Schmetterlingsarten in den letzten zwei Jahrzehnten durchschnittlich um 37 respektive 114 Kilometer nach Norden gewandert sind. Das Schweizer Biodiversitätsmonitoring überwacht seit 2001 im Auftrag des Bundesamts für Umwelt die Artenvielfalt in der Schweiz.

Dabei werden auf über 500 landesweit verteilten Flächen von einem Quadratkilometer Grösse sowie auf 1600 kleinflächigen Lebensräumen Pflanzen und Tiere bis in eine Höhe von etwa 3000 Metern gezählt. (Quelle: SDA) ■ www.biodiversitymonitoring.ch

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Aus TK 3000 AG und REBY AG wird Walter Meier Lüftungshygiene AG ■ Seit 2009 gehört die TK 3000 AG zur Walter Meier Gruppe. Der Bereich Lüftungshygiene wurde letztes Jahr mit der Reby AG um einen weiteren bewährten und starken Partner erweitert. Sowohl die TK 3000 AG als auch die Reby AG ergänzen sich inhaltlich und geografisch perfekt. Mit diesem Zusammenschluss will Walter Meier seine Position als führender Anbieter im Bereich der Lüftungshygiene in der Schweiz weiter ausbauen. Bis Ende Februar 2014 treten die TK 3000 AG und die Reby AG weiterhin eigenständig auf, arbeiten jedoch bereits enger zusammen. Auf

Ab dem 1. März 2014 fusionieren die beiden im Bereich Lüftungshygiene tätigen Unternehmen TK 3000 AG und Reby AG zur Walter Meier Lüftungshygiene AG. (Foto: Walter Meier)

den 1. März 2014 fusionieren die beiden Unternehmen zu Walter Meier Lüftungshygiene AG. Der einheitliche Marktauftritt eröffnet Walter Meier neue Wachstumsperspektiven. Organisatorisch lehnt sich die Lüftungshygiene an den Konzernbereich Walter Meier Klima Schweiz an. Ab März 2014 übernimmt der Geschäftsleiter der TK 3000 AG, Marcel Jenni, die Leitung der Walter Meier Lüftungshygiene AG. Alle 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen TK 3000 AG und Reby AG werden weiterbeschäftigt und für Walter Meier Lüftungshygiene AG tätig sein. Für unsere Kunden und Partner ändert sich demzufolge nichts, denn die Ihnen bekannten Ansprechpartner werden weiterhin für sie tätig sein. Der Hauptsitz von Walter Meier Lüftungshygiene AG wird in Zollikofen BE sein. An den Standorten Brugg, Vevey, St. Gallen und Urdorf werden Filialen unterhalten. Bis März 2014 werden die neue Arbeitskleidung sowie die Fahrzeugflotte an das Erscheinungsbild von Walter Meier angeglichen. Der Marktauftritt umfasst ebenso eine überarbeitete Website, die ab dem 1. März 2014 aktiv sein wird: www.lueftungshygiene.ch. ■

Walter Meier (Klima Schweiz) AG 8603 Schwerzenbach Tel. 044 806 41 41 ch.klima@waltermeier.com www.waltermeier.com

ZHAW-Infoanlässe zum Bereich Facility Management in Wädenswil ■ An der ZHAW in Wädenswil finden mehrere Informationsanlässe zu verschiedenen interessanten Studiengängen statt. Unter anderem werden auch Informationen zum Bachelor- und zum Master-Studium im Bereich Facility Management präsentiert. Infoveranstaltungen zum Bachelor-Studium Facility Management • Samstag, 1. Februar 2014, 10 bis 13 Uhr, ZHAW in Wädenswil, Campus Grüental. • Dienstag, 25. Februar 2014, 17.30 bis 19.30 Uhr, ZHAW in Wädenswil, Campus Reidbach. Infoveranstaltungen zum MasterStudium Facility Management • Dienstag, 28. Januar 2014, 17 bis 19 Uhr. • Dienstag, 8. April 2014, 17 bis 19 Uhr, ZHAW in Wädenswil, Campus Grüental. Studieren an der ZHAW Wädenswil Das Departement Life Sciences und Facility Management der

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften befindet sich in Wädenswil. Gelehrt und geforscht wird in den Bereichen Umwelt, Ernährung/Lebensmittel, Life Sciences sowie Facility Management. Das Aus- und Weiterbildungsangebot umfasst fünf Bachelor-Studiengänge, zwei Master-Studiengänge und ein breites Weiterbildungsprogramm. Derzeit sind über 1400 Studierende an der ZHAW in Wädenswil eingeschrieben. An den Info-Anlässen werden die Hochschule und die einzelnen Studiengänge vorgestellt, und Dozierende, Assistierende sowie Studierende beraten die Interessierten individuell. ■

Weitere Informationen unter: www.lsfm.zhaw.ch/studium.

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Life Science u. Facility Management 8820 Wädenswil Tel. 058 934 50 00, www.lsfm.zhaw.ch

Projektwettbewerb 2014: «Solarenergie intelligent speichern» ■ Bereits zum zweiten Mal lanciert Helvetic Energy den Projektwettbewerb. Wiederum bietet das Unternehmen eine Plattform für Lernende, um ihre Ideen medienwirksam zu präsentieren. Die besten Arbeiten werden anlässlich des Helvetic Energy-Solargipfels im September 2014 veröffentlicht. Der Preis von 5000 Franken für die innovativste Lösung wird am Solargipfel offiziell überreicht. Aufgabenstellung des Wettbewerbs Ziel des Wettbewerbs «Solarenergie intelligent speichern» ist es, ein Konzept für ein solares Speicher-

system zu entwickeln. Dieses kann in den Bereich Solarwärme oder Solarstrom fallen (Beispiel: Eis- oder Erdspeicher für Solarwärme, Speicherlösungen für Solarstrom usw.). Zielsetzung und Preise Die besten Arbeiten werden anlässlich des Helvetic Energy-Solargipfels im September 2014 veröffentlicht. Ausgestellt werden Projekte und Lösungen, die einen echten Mehrwert schaffen, sich als möglichst praxistauglich erweisen sowie einfach und verständlich dargestellt sind. Der Preis von 5000 Franken für die innovativste

Lösung wird am Solargipfel offiziell überreicht.

reich bilden die Fachjury zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten.

Wer kann teilnehmen? Schulklassen und Projektgruppen von Berufs- und Fachhochschulen, die sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit unserer Energiezukunft beschäftigen, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Der Projektwettbewerb wird in deutscher Sprache durchgeführt.

Wichtige Termine und Anmeldung Der Projektwettbewerb startet ab Februar 2014. Die vollständigen Arbeiten sind bis am 15. August 2014 einzureichen. ■

Zusammensetzung der Jury Experten aus Bildung, Architektur und Planung, Entwicklung und Herstellung sowie aus dem Medienbe-

Online-Anmeldung und weitere Infos: www.intelligentesolaranlagen.ch Helvetic Energy GmbH 8247 Flurlingen Tel. 052 647 46 70 info@helvetic-energy.ch www.helvetic-energy.ch


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Info |

Weishaupt-Ingenieur-Fachzirkel am 20. März 2014 in Geroldswil ■ Auch der kommende WIF 2014 wird wieder eine attraktive Veranstaltung für die Heizungsbranche. Neben dem Wissenstransfer aus den Bereichen Heiz-, Wärmepumpen- und Brennertechnik erfahren Fachleute dieses Mal einiges über die neue ErP- und Labeling-Verordnung der EU und deren Auswirkung für die Schweiz. Zu Beginn erfolgt ein Überblick über die weiter ausgebaute Weishaupt-Systemtechnik vom Schulungsleiter Martin Rast. Einen Überblick über die verabschiedete EU-Ecodesignund LabelingRichtlinie für Wärmeerzeuger und Warmwasserbereiter gibt danach Dr. Klaus Lück, Bevollmächtigter Verbände bei Weishaupt. Olivier Meile, Leiter Bereich Gebäudetechnologie Bundesamt für Energie, berichtet über die weitere Vorgehensweise beim Bundesamt für Energie. Im Anschluss spricht Stephan Peterhans, Geschäftsführer FWS, über die Marktchancen mit Labels. Danach informiert Konrad Imbach, Geschäftsführer von GKS, über die Herausforderungen des Labelings für die Hersteller. Den

Impressionen vom WIF 2013. (Foto: Peter Warthmann)

Vormittag schliesst Andreas Bayer, Präsident SWKI, mit seinem Vortrag zu SWKI-Richtlinien ab. Nach dem Mittagessen referiert Andreas Haller, Vorstand der Swissolar, über Chancen und Potenzial der Solarthermie bezüglich ErP und Labeling von Heizsystemen. Prof. Heinrich Huber, Dozent für Gebäudetechnik Fach-

hochschule Nordwestschweiz, ergänzt mit seinem Vortrag zu dem Kontext von ErP und Labeling mit dem Schweizer Normenwesen die vielfältigen Informationen zu dieser komplexen EU-Verordnung. Prof. Lutz Jäncke macht dann den Abschluss mit einem interessanten Vortrag zur Denkweise des Menschen. ■

Details zur Veranstaltung: Donnerstag, 20. März, Tagungszentrum Hotel Geroldswil, 8 – 16 Uhr, anschliessend Apéro und Networking. Weishaupt AG 8954 Geroldswil Tel. 044 749 29 29 info@weishaupt-ag.ch www.weishaupt-ag.ch

Baldiger Start CAS Photovoltaik 2014 an NTB in Buchs SG ■ Am 17. Februar 2014 wird an der «Interstaatlichen Hochschule für Technik NTB» in Buchs SG ein neu überarbeiteter CAS «Photovoltaik» gestartet. Dieser Kurs richtet sich an Ingenieure und Techniker aus der Praxis, die ein spezifisches Fachwissen erarbeiten möchten, um PV-Anlagen zu planen und auszulegen.

Keine andere Stromproduktionstechnologie konnte die Herstellkosten derart senken wie die Photovoltaik in den letzten Jahren. Es ist die Technologie, welche eine dezentrale Stromproduktion ermöglicht und so einer der grossen Hoffnungsträger der Energiewende geworden ist. Um diese Technologie entsprechend den Erwartungen

Der Kurs CAS Photovoltaik richtet sich an Ingenieure und Techniker, die Fachwissen für die Planung und Auslegung von PV-Anlagen erwerben möchten. (Foto: NTB)

voranzubringen, müssen noch sehr viele Anlagen gebaut werden. Die Planung und Auslegung von optimalen Anlagen bedingt grosse Fachkenntnisse, die theoretisches Wissen mit Praxiskenntnissen umfassen: • Wie funktionieren PV-Module unterschiedlicher Technologien, und wie werden sie hergestellt? • Welche dieser Technologien ist an welchem Standort die Geeignetste? • Wie integriert man auch grosse PV-Anlagen ins Strom-Netz, welche Randbedingungen müssen dabei erfüllt werden? • Wie werden PV-Module architektonisch optimal in Gebäude integriert, um sowohl technischen als auch ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden? Solche Fragen werden in CAS Photovoltaik beantwortet. Die Studierenden erhalten sowohl das Basis- als auch das applikationsorientierte Wissen, um PV-Anlagen technisch korrekt und kommerziell rentabel zu planen, zu berechnen und auszulegen.

Details zum Kurs Der Kurs umfasst 144 Lektionen, bestehend aus 14 Wochen Unterricht mit je einem Kurstag am Montag und einer Intensivwoche mit 40 Stunden. • Beginn: Montag, 17. Februar 2014 • Abschluss: Montag, 26. Mai 2014 • Kursort: Interstaatliche Hochschule NTB, Campus Buchs SG. • Bei bestandener Prüfung werden 10 ECTS-Punkte angerechnet (für Personen, die ein MAS-Programm belegen) und ein entsprechendes Zertifikat der FHO abgegeben. • Kurskosten: 3900 Franken plus Anmeldegebühr 250 Franken. ■ Weitere Auskünfte erteilen: Anita Stanzl (Kursadministration), anita.stanzl@ntb.ch, 081 755 33 61, oder Prof. R. Rusterholtz, (Wissenschaftlicher Leiter), roger.rusterholtz@ntb.ch, Tel. 081 755 32 24. Interstaatliche Hochschule für Technik NTB 9471 Buchs SG Tel. 081 755 33 11 www.ntb.ch/energiemaster


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Interview |

Hansgrohe-Geschäftsführer Thomas Baettig rechnet mit weiterem Wachstum

Die Wasserbewegung wird weiter erforscht Vor 22 Jahren beschloss die im Sanitärbereich tätige deutsche Hansgrohe Gruppe, vermehrt im Schweizer Markt aktiv zu werden, und gründete die Schweizer Niederlassung mit Sitz im aargauischen Neuenhof. Heute blickt man bei Hansgrohe auf erfolgreiche zwei Jahrzehnte zurück, erinnert sich aber auch der besonderen Zeit des Anfangs. Geschäftsführer Thomas Baettig spricht über die erfolgreiche Strategie und seine angestrebten Ziele für die Zukunft.

Thomas Baettig: «Hansgrohe hat nie aufgehört, die Bewegung des Wassers neu zu erfinden, und ist dabei zu erstaunlichen, intelligenten und sparsamen Lösungen gekommen, die ganz automatisch in unsere Sortimente und später vereinzelt auch in diejenigen unserer Mitbewerber einfliessen.»

Interview: Franz Lenz

Im Brausenbereich strebt Hansgrohe in fünf Jahren die Marktführerschaft in der Schweiz an.

■ Herr Baettig, Hansgrohe Schweiz wurde 1992, also vor 22 Jahren, gegründet. Zu dieser Zeit hatten sich aber bereits mehrere Schweizer Hersteller den Markt unter sich aufgeteilt. Ich denke, es war nicht einfach, in der Schweiz mit einer ausländischen Marke erfolgreich zu werden? Thomas Baettig: Sie haben natürlich recht; 1992 waren die « Pfründe » unter den einheimischen Akteuren ziemlich schön aufgeteilt und es brauchte schon ein ganz besonderes Angebot, um sich als Alternative zu empfehlen. Wir lernten vom ersten Moment an, dass wir – um erfolgreich sein zu können – die Nachfrage selbst stimulieren müssen.

Das galt damals wie heute in gleichem Masse. Wurde gleich das volle Produktsortiment angeboten, oder startete Hansgrohe in der Schweiz mit Testprodukten? Baettig: Wir haben uns bei der Einführung bewusst auf Sortimente konzentriert, für die wir im Falle der Brausen schon bekannt und anerkannt waren, und bei Armaturen mit jenen Kollektionen, welche punkto Funktionen und Design die damals vorhandene stereotype Auswahl belebten. Welchen Einfluss haben Sie auf das Sortiment heute? Wird jetzt das volle


Interview |

Programm des Mutterhauses übernommen, oder gibt es eine Schweizer Linie? Baettig: Da sich jeder Markt – und dies selbst innerhalb Europas – zum Teil völlig verschieden darstellt, verfügt Hansgrohe über eine riesige Produktevielfalt, die uns im Prinzip auch zur Verfügung steht. Wir beschränken uns aber ganz bewusst auf die Produkte/Produktelinien, für die wir hier einen Markt sehen. Dabei gibt es auch eine grosse Anzahl an spezifischen Schweizer Produkten, um auf die hier geltenden Normen/ Standards reagieren zu können. Wie beurteilen Sie das Geschäftsjahr 2013? Baettig: Die äusserst rege Bautätigkeit sorgte für eine entsprechend lebhafte Nachfrage, und wir konnten ein weiteres Jahr mit einem erfreulichen Plus sowohl bei Absatz wie Umsatz abschliessen. Letzteres ist nicht ganz selbstverständlich, nachdem die Preise in den vergangenen Jahren buchstäblich erodiert sind und unsere Produkte ein Preisniveau von vor 2008 aufweisen. Welches werden 2014 die Höhepunkte von Hansgrohe sein? Baettig: Nachdem wir in den vergangenen Jahren neue Produktgattungen geschaffen haben, die heute schon beinahe zum Standard geworden sind und entsprechend hohe Wachstumsraten aufweisen ( zum Beispiel Kopfbrausen, Showerpipes ), haben wir uns vertieft dem Bedienungskomfort angenommen. Unter dem Zusatzbegriff « Select » präsentieren wir neu Armaturen, Brausen und Showerpipes, die sich über einen einfachen Knopfdruck intuitiv bedienen lassen; dies rein mechanisch und ohne jegliche elektronische Komponenten und Installationen. Irgendwann sind alle möglichen Neubauten erstellt, der Renovationsbereich bietet sich als neuer wichtiger Markt an. Nur, wie sollen die Immobilienbesitzer dazu bewegt werden, ihre Anlagen auszutauschen, etwa durch fiskalische Anreize? Baettig: Eine Verlangsamung ( kein Ende! ) der Neubauten wird dann eintreten, wenn eine gewisse Sättigung erreicht ist und die Leerwohnungsquoten nach oben zu klettern beginnen und sich der heutige Anbietermarkt in einen Käufermarkt verkehrt. Da wird der Druck zur Erneuerung nicht mehr den heutigen Standards genügender Altliegenschaften automatisch zunehmen.

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Dazu bedarf es keiner besonderer fiskalischer Anreize. Wichtige Argumente können der Wasser- und Energieverbrauch sein. Aber entsprechenden Nutzen versprechen alle Hersteller von Armaturen. Warum soll sich also ein Hausbesitzer gerade für Produkte von Hansgrohe entscheiden? Baettig: Wer sagt schon, dass die Hausbesitzer das Sparen nicht interessiert; aktiv zu sparen beginnt aber nur, wer wenig bis keine Abstriche beim Komfort machen muss und abgesehen vom monetären Anreiz sogar noch mit einem besonderen Gadget rechnen darf. Hansgrohe hat nie aufgehört, die Bewegung des Wassers neu zu erfinden, und ist dabei zu erstaunlichen, intelligenten und sparsamen Lösungen gekommen, die ganz automatisch in unsere Sortimente und später vereinzelt auch in diejenigen unserer Mitbewerber einfliessen. Wie verläuft der Trend in den nächsten Jahren, Richtung mittleres Preissegment oder gar tieferes Preissegment? In der Luxusklasse dürfte sich wenig ändern. Baettig: Fakt ist, dass die Produktivität stetig zunimmt und immer bessere Produkte für weniger Geld angeboten werden. Die Einsparungen werden im Idealfall in ein Mehr an Komfort und

individuelle Gestaltung reinvestiert und sollten damit zu einer klassischen Win-win-Situation führen! In welcher Grössenordnung sehen Sie Hansgrohe Schweiz in fünf Jahren, welche Marktanteile streben Sie an? Baettig: Im Brausenbereich sehen wir uns als Marktleader und bei Armaturen mit rund 15 Prozent Marktanteil in der vordersten Reihe. Wenn wir unseren Job also weiterhin so gut und nachhaltig tun und Bauherren für unsere Badinnovationen begeistern können, dürfen wir mit einer Fortsetzung unseres kontinuierlich über dem Markt liegenden Wachstums rechnen. ■ In fünf Jahren will Hansgrohe Schweiz bei den Armaturen 15 Prozent Marktanteil erreichen. (Fotos: F. Lenz)

Weitere Informationen: www.hansgrohe.ch

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Energie | Wärme | Strom |

Leistungs-Pufferung: Regelenergie-Projekt «FlexLast» im Migros-Tiefkühlhaus in Neuendorf

Ein Tiefkühllager stabilisiert das Stromnetz Solar- und Windkraftwerke produzieren Strom mitunter zu Zeiten, wo er nicht unmittelbar gebraucht wird. Deshalb ist es wünschbar, dass Industriebetriebe ihren Stromkonsum gezielt auf diese Zeiten verschieben und damit für den «überschüssigen» Strom eine Nachfrage schaffen. Auf diesem Weg kann beispielsweise ein Kühlhaus einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes leisten, wie ein Pilotprojekt in Neuendorf SO belegt hat. Benedikt Vogel, im Auftrag des BFE

■ Fischstäbchen, Spinat, Glacé – praktisch alle Tiefkühlprodukte in Schweizer Migros-Filialen kommen aus Neuendorf. In der Solothurner Gemeinde betreibt die Migros-Tochter MVN ein Tiefkühllager. Von ihm wird über die regionalen Betriebszentralen praktisch die ganze Schweiz beliefert. Entsprechend gross sind die Dimensionen: Über 1200 Paletten mit Waren werden hier täglich angeliefert und ebenso viele wieder verladen. Benedikt Schmid, Infrastrukturverantwortlicher der MVN, öffnet die massive Tür zu Tiefkühllager III. Dem Besucher schlägt ein Stoss Kälte entgegen, auf dem Boden liegt eine Schicht Eis. Die Kühltemperatur im Hochregallager liegt bei – 26,5 °C. In

dieser arktischen Kälte arbeitet kein Mensch. Die Paletten werden von Geisterhand bewegt – das Lager arbeitet vollautomatisch.

Netzschwankungen ausgleichen Im vergangenen Jahr wurde das nationale Tiefkühllager der Migros in Neuendorf im Rahmen eines Pilotprojekts gezielt genutzt, um das Stromnetz zu stabilisieren. Dabei wird elektrische Energie nicht chemisch gespeichert wie in einer herkömmlichen Batterie, sondern als Kälte. Praktisch geht das so: Produzieren Kraftwerke – zum Beispiel Solar- und Windanlagen – mehr Strom, als aktuell von den Stromkonsumenten nachgefragt wird, wird diese « über-

schüssige » Energie verwendet, das Kühlhaus weiter abzukühlen. Dank dieser Kältereserve kann das Tiefkühllager später auf Strombezug verzichten, wenn keine Sonne mehr scheint oder kein Wind mehr weht – und so zum Beispiel wetterbedingte Schwankungen von Solar- und Windenergie im Stromnetz ausgleichen. Das Kühlhaus richtet seinen Energieverbrauch also danach aus, ob im Stromnetz gerade zu viel oder zu wenig Strom vorhanden ist. Diese Energie, die der Regulierung der Netzstabilität dient, bezeichnen Fachleute als Regelenergie ( siehe auch Kasten ). Nimmt das Kühlhaus durch forcierte Kühlleistung « überschüssige » Energie aus dem Netz auf, spricht man

Blick in das Tiefkühllager der Migros in Neuendorf. Die Temperatur in dem vollautomatischen Hochregallager beträgt standardmässig – 26,5 °C.


Energie | Wärme | Strom |

Benedikt Schmid, Leiter Bereich Service & Infrastruktur bei der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG (MVN), vor dem Verdichter, der das Tiefkühllager mit Kälte versorgt. (Fotos: Benedikt Vogel)

von « negativer Regelenergie ». Stellt es dagegen dem « unterversorgten » Netz Energie zur Verfügung, indem es auf einen üblichen Strombezug kurzfristig verzichtet, spricht man von « positiver Regelenergie ». Bisher stellen Kraftwerke die für das Schweizer Stromnetz nötige Regelenergie zur Verfügung, indem sie ihre Leistung temporär erhöhen oder drosseln. Der von BKW, IBM, Migros und Swissgrid getragene Pilotversuch mit dem Namen « FlexLast » in Neuendorf lotet nun aus, ob auch Industriebetriebe Regelenergie zur Verfügung stellen können. Das Migros-Tiefkühllager wird normalerweise bei – 26,5 °C betrieben. Soll es « überschüssigen » Strom aufnehmen, wird es auf maximal – 28,5 °C abgekühlt ( noch tiefer geht nicht, weil sonst die Kälteproduktion ineffizient wird ). Eine Temperaturdifferenz von zwei Grad mag gering erscheinen, doch die in dieser Differenz gespeicherte Energie ist respektabel. Um diese Abkühlung zu erzielen, muss das Tiefkühllager während sechs Stunden mit einer elektrischen Leistungsaufnahme von einem Megawatt gekühlt werden ( 6 h x 1MW = 6 MWh ). Das ist die Nennleistung eines mittelgrossen Windkraftwerks.

Kühllager ist nicht gleich Kühllager Der vom Bundesamt für Energie ( BFE ) finanziell unterstützte Pilotversuch im Migros-Kühllager Neuendorf endete 2013. Unterdessen steht fest: « Es funktioniert, Kühlhäuser können zur Speicherung ( Pufferung ) von Energie genutzt werden! » So das Fazit von Norbert Ender, Leiter Smarter Cities bei IBM Schweiz und Ansprechpartner für das Projekt. Die von Forschern im IBMLabor Rüschlikon entwickelte Software

steuert die Kühlversorgung des Migros-Kühlhauses so, dass Netzungleichgewichte beispielsweise aufgrund der erneuerbaren Energien ausgeglichen werden – und die Kühltemperatur im Schwankungsbereich zwischen – 26,5 und – 28,5 °C bleibt. In die Steuerung fliessen die Umgebungstemperatur und die Innentemperatur des Kühllagers ein, vor allem aber Logistikdaten, also Informationen, wann das Kühlhaus befüllt und geräumt wird, was stets mit einem Kälteverlust einhergeht. Da die Software diese Daten zu einem intelligenten Regelsignal verknüpft, bringt sie ein intelligentes Netz ( engl.: smart grid ) hervor. Eine zentrale Frage des Pilotversuchs war, von welchen Faktoren die Menge der Regelenergie eines Kühllagers abhängig ist. Interessanterweise hat das Wetter darauf praktisch keinen Einfluss, nicht einmal brütende Sommerhitze, da moderne Kühlhäuser sehr gut gedämmt sind. Entscheidend sind vielmehr der Füllgrad des Lagers und die Lagerbewirt-

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schaftung, also Rhythmus und Menge von Warenein- und -ausgängen. So ist der Kommissionierbereich im Tiefkühllager der Migros für die Bereitstellung von Regelenergie eher ungeeignet, weil sich hier weniger Ware befindet und die automatische Kommissionieranlage selber Wärme abgibt, was zu erheblichen Kälteverlusten führt. Ein geeigneter Speicher ist dagegen das Hochregallager, das einen hohen Füllgrad ( 90 bis 95 Prozent ) verzeichnet. Das schafft Flexibilität für den Betrieb der Kälteaggregate – und birgt ein gutes Potenzial für die Bereitstellung von Regelenergie.

Mehr Markt für tiefere Strompreise Die Bereitstellung von Regelenergie kostet aber selber auch Energie. So müssen die Motoren der Kühlaggregate mitunter in kurzen Abständen hoch- und wieder runtergefahren werden. Zudem wird das Migros-Kühllager nun nicht mehr nur nachts – also bei tieferen Aussentemperaturen – gekühlt, sondern neu auch am Tag bei höheren Aussen-

Regelenergie Die Strommenge, die von allen Unternehmen und Privathaushalten landesweit nachgefragt wird, ändert sich unablässig und lässt sich nicht genau prognostizieren. Daher kann es im Stromnetz zu einem Ungleichgewicht von Produktion und Nachfrage kommen. Stimmt die ins Netz eingespeiste Strommenge nicht mit der Menge an verbrauchtem Strom überein, äussert sich das in der Netzfrequenz: Ist der Verbrauch grösser als die Produktion, sinkt die Frequenz unter 50 Hertz. Ist der Verbrauch kleiner als die Produktion, steigt sie über 50 Hertz. Die Energie, die zum Ausgleich von Ungleichgewichten und somit zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt wird, heisst Regelenergie. Es wird zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Regelenergie unterschieden: Primäre Regelenergie ist die Energie, mit der Kraftwerke durch Erhöhung oder Absenkung ihrer Produktion die Frequenz im Gesamtnetz stabilisieren. Primäre Regelenergie stellen Kraftwerke nach genauen Regeln autonom zur Verfügung, sobald sie eine Frequenzabweichung feststellen. Ungleichgewichte, die mit primärer Regelenergie ausgeglichen werden, haben ihre Ursache irgendwo im gesamteuropäischen Stromnetz. Rühren Ungleichgewichte hingegen daher, dass Produktion und Verbrauch in der Schweiz nicht übereinstimmen, wird die nationale Netzgesellschaft Swissgrid aktiv. Sie weist Kraftwerke an, ihre Leistung im Sekundentakt so zu erhöhen oder zu senken, dass die Ungleichgewichte im Schweizer Netz ausgeglichen werden.

Hier spricht man von sekundärer Regelenergie. Halten diese Abweichungen über einen längeren Zeitraum an, werden zusätzliche Reserven abgerufen, die weniger schnell (innert 15 Minuten) bereitgestellt werden können; dabei handelt es sich um tertiäre Regelenergie. Sekundäre und tertiäre Regelenergie sind Leistungsreserven, die bis anhin hauptsächlich die Pumpspeicherwerke bereithalten. In Zukunft könnten mehr und mehr auch andere Anbieter wie Industriebetriebe in dieses Geschäft einsteigen. Die Bereithaltung von Reserven wird von Swissgrid nämlich finanziell entschädigt. Dabei gilt das Auktionsprinzip: Es werden jene Anbieter mit der Reservehaltung betraut, die ihre Reservekapazitäten zum tiefsten Preis anbieten. Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid muss im Rahmen der ihr gesetzlich aufgetragenen Systemdienstleistungen dafür sorgen, dass immer genug Reserven an Regelenergie vorhanden sind. Private Betreiber können etwa das Einschalten ihrer Notstromaggregate anbieten. Grosse Strombezüger wie Kühlhäuser können «positive Regelenergie» zur Verfügung stellen, indem sie auf einen üblichen Strombezug kurzfristig verzichten. Je mehr Kraftwerke und Industriebetriebe Regelenergie anbieten, so die Überlegung von Swissgrid, desto tiefer wird nach den Marktgesetzen der Preis sinken, wovon alle Stromkunden profitieren, da sie die Systemdienstleistungen von Swissgrid über den Strompreis finanzieren.

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Auf dem Dach des Tiefkühllagers: die mit Ammoniak gefüllten Leitungen des Kühlkreislaufs.

Benedikt Schmid vor einem Schaltschrank des Tiefkühllagers. Die Daten, mit denen die Kühlmaschine gesteuert wird, fliessen in das Smart Grid-Pilotprojekt FlexLast ein.

temperaturen. Dies führt zu einem Mehrverbrauch an Energie. Dieser beträgt beispielsweise 30 Prozent, wenn der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht zehn Grad aufweist. Die Folge sind höhere Stromkosten, zusätzlich akzentuiert durch den Umstand, dass für den Strom jetzt in der Regel Normal- und nicht Niedertarif fällig wird. Diesen Mehrkosten stehen die Einnahmen gegenüber, welche die Betreiberin der Kühllager durch den Verkauf von Regelenergie einnimmt. « Unsere Modellrechnungen zeigen, dass sich die Bereitstellung von Regelenergie durch Kühllager und andere Industriebetriebe insgesamt trotzdem lohnt, weil die Vorhaltung von Regelenergie gut bezahlt ist », sagt Norbert Ender. Hier lockt also ein neues Geschäftsfeld für alle Unternehmen, die in ihren industriellen Prozessen temporäre Energie speichern können: die Kaltwasserbereitstellung in einer Schoggifabrik, der Ofen in einem Stahlwerk, die Pumpanlage eines Wasserwerks. Landauf landab könnten industrielle Stromverbraucher beitragen, durch Bereitstellung von Regelenergie Netzschwankungen auszugleichen – und damit erst noch gutes Geld verdienen. Die gleiche Zielsetzung verfolgt die Swisscom mit dem Projekt BeSmart, das Regelenergie unter Einbezug von Boilern und Wärmepumpen generiert. Die Schweizer Netzgesellschaft Swissgrid fördert diese Entwicklung. Sie hofft, damit die sogenannten Systemdienstleistungskosten und den Strompreis zu senken. Denn die Anbieter von Regelenergie sind heute in einem Markt organisiert. « Wenn an diesem Markt neben den Kraftwerken in Zukunft auch Industriebetriebe teilnehmen, dann steigt die Zahl der Marktteilnehmer und der Preis für Regelenergie sinkt – was schlussendlich dem Endverbraucher zugutekommt », sagt Matthias Haller, der für Swissgrid am Pilotprojekt FlexLast beteiligt ist.

Regelenergie-Anbieter schliessen sich zusammen Leistungs-Ganglinien aus Testphase Tiefkühllager TKL2, 4./5.9.2013, Mittwochabend 21 Uhr bis Donnerstagmorgen 9 Uhr. Rot: gewünschte Zielkurve, im Idealfall wird dieser Leistungsbezug nicht überschritten. Diesem Vorgabesignal kann nachgefahren werden. Grün: erwarteter Stromverbrauch im unbeeinflussten/notwendigen Tiefkühllager-Betrieb, berücksichtigt Abtauvorgang um 22.30 Uhr. Blau: tatsächlich bezogene Leistung. Fokus bei diesem Tiefkühllager: tertiäre Regelenergie, d. h. Optimierung in 15-Minuten-Intervallen. (Grafik: BKW, IBM)

Tiefkühllager können Energie zwischenspeichern. Trotzdem sind sie für sich genommen nicht in der Lage, am Regelenergie-Markt teilzunehmen. Grund dafür sind die Auflagen, die


Energie | Wärme | Strom |

Swissgrid den Anbietern von Regelenergie macht: Diese müssen Regelenergie in einem Mindestvolumen von fünf Megawatt ( MW ) zur Verfügung stellen können, das Migros-Kühlhaus bezieht, bzw. leistet ( durch Verzicht ) aber maximal 1 MW. Kommt hinzu, dass Kühllager ihre Regelenergie nicht binnen Sekunden zur Verfügung stellen können, wie das bei « sekundärer Regelenergie » ( siehe Kasten ) erforderlich ist. Kühlaggregate können nicht so schnell aktiviert werden, wie Raymond Burri, Geschäftsleiter von Wettstein Kältetechnik, der dem Pilotprojekt beratend zur Seite steht, erläutert: Wenn man das Tiefkühllager zu schnell abkühlte, würde das Luftvolumen schnell schrumpfen. Der dabei entstehende Unterdruck könnte zu Gebäudeschäden führen. Allein kann ein Tiefkühllager also nicht auf dem Regelenergie-Markt auftreten. Dafür muss der Lagerbetrieb mit anderen Anbietern von Regelenergie zusammenspannen. Im Verbund erreichen sie dann die von Swissgrid geforderte Minimalleistung. Eine klug gewählte Poollösung kann auch sicherstellen, dass die Regelenergie sekundenschnell bereitsteht. So lässt sich ein Kühllager mit der Heizanlage eines Industriebetriebs kombinieren, die in Sekundenschnelle hochgefahren werden kann. Auch komplexe Poollösungen mit x-beliebigen Partnern sind denkbar, denn geografische Nähe der Poolteilnehmer ist nicht erforderlich, wichtig ist einzig die zentrale Steuerung der einzelnen Lasten des Smart Grid. Auch Kraftwerke, die herkömmlicherweise Regelenergie bereitstellen, können in solche Poollösungen eingebunden werden. Severin Waldis, Produktentwickler bei der BKW, betont denn auch: « Wir wollen neben dem Kühllager in Neuendorf weitere Kunden in unsere Smart GridLösungen einbinden, zum Beispiel Industriekunden wie Stahlwerke. »

Beitrag zur Systemstabilität Pools zur Bereitstellung industrieller Regelenergie haben das Potenzial, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Swissgrid-Experte Matthias Haller: « Ein Tiefkühlhaus für sich alleine ist ein Tropfen auf den heissen Stein, doch werden alle vergleichbaren Anbieter

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FlexLast-Tiefkühllager der Migros in Neuendorf. (Foto: MVN AG)

Energieministerin und Bundesrätin Doris Leuthard hat am Gründonnerstag 2013 gemeinsam mit Migros-Chef Herbert Bolliger die Pilotanlage in Neuendorf SO, ein Leuchtturmprojekt des Bundesamts für Energie, in Betrieb genommen. (Foto: MVN AG)

landesweit erschlossen, ergibt sich ein erhebliches Potenzial. » Gemäss der FlexLast-Begleitstudie könnten die Schweizer Industriebetriebe gemeinsam Regelenergie mit einer Leistung von 215 MW bereitstellen. Das ist immerhin gut ein Fünftel jener 950 MW Regelenergie, die im Schweizer Stromsystem vorgehalten werden müssen, um Netzschwankungen verlässlich ausgleichen zu können. « Wenn das Beispiel der Migros Neuendorf Schule macht, liefern diese Beiträge aus der Industrie gesamthaft einen massgeblichen Beitrag zur Systemstabilität », sagt Haller. Wird dieses Potenzial ausgeschöpft, könnte es dabei helfen, Solar- und Windstrom für jene Minuten oder Stunden zwischenzulagern, bis er von den Konsumenten tatsächlich nach■ gefragt wird.

www.bfe.admin.ch, www.bkw.ch www.migros.ch, www.swissgrid.ch

www.zurich.ibm.com www.bkw.ch/flexlast.html

www.zurich.ibm.com/ news/12/flexlast_d.html

www.zurich.ibm.com/ flexlast/infographic_de

www.youtube.com/ watch?v=BU8y6pQBQlc

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Energie | Wärme | Strom |

Forschungsarbeiten zu thermo-chemischen Speichertechnologien für Solarwärme

Solare Langzeitspeicherung mit Natronlauge Im Winter scheint die Sonne zu wenig. Mit diesem wiederkehrenden Einwand sind die Solarpioniere bestens vertraut. Nachdem inzwischen der gross dimensionierte Wassertank zur saisonalen Speicherung etabliert werden konnte und damit ein bewährtes physikalisches Prinzip nutzt, arbeiten Forschende in Europa auch intensiv an chemischen Verfahren. Bei einem entsprechenden internationalen Projekt sind die Empa Dübendorf und das Institut für Solartechnologien (SPF) der Hochschule für Technik in Rapperswil involviert.

Jürg Wellstein

■ Das Problem ist heute über die Fachkreise hinaus bekannt. Für die breitere Nutzung von Solarwärme werden Langzeitspeicher benötigt. Für die einen Grund genug, an der Machbarkeit der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien zu zweifeln, für die andern – vor allem auch für Forschende – ein Ansporn, neue Wege zu suchen und aufzuzeigen.

gelmässig jenseits der Landesgrenzen. Das Unternehmen weist einen beachtlichen Exportanteil auf. Die Effizienz dieser saisonalen Solarwärmespeicherung hängt von einer optimalen Schichtung im Warmwassertank ab. Dieser wird bis im Herbst mit einer Solaranlage auf über 90 °C geladen ( zu Jenni-Saisonspeichern siehe auch HK-GT 8/13, S. 54; 3/13, S. 18; 2/13, S. 48; 12/12, S. 42 ).

Mit Warmwasser den Winter überbrücken

Stoffe für effizientere Wärmespeicherung

Mit der Vergrösserung von Wasserspeichern haben Fachleute eine praxistaugliche Lösung zur längerfristigen thermischen Speicherung gefunden. Sei der Behälter ausserhalb eines Gebäudes im Boden eingelassen oder innerhalb des Hauses und zugleich Bestandteil der Versorgungstechnik. In der Praxis ist diese saisonale Wärmespeicherung erfolgreich und lässt konventionelle fossile Wärmeerzeuger unnötig werden. Die Jenni Energietechnik AG in Oberburg hat dieses Konzept perfektioniert und somit zum Stand der Technik gemacht. Heute werden diese « Swiss Solartanks » nicht nur bei einheimischen Projekten eingesetzt, sondern auch re-

Forschende suchen heute aber auch Stoffe mit höherer Energiedichte als Wasser, die sich für diese Aufgabe einsetzen lassen. Damit könnte das Speichervolumen, das für eine Saisonüberbrückung benötigt wird, reduziert werden. Ausgangspunkt ist zudem das Anliegen, Technologien zur Nutzung von Solarwärme und Umweltwärme entwickeln zu können. Am Institut für Solartechnik ( SPF ) der Hochschule für Technik Rapperswil ( HSR ) arbeitet man bereits seit über zwei Jahrzehnten an Solartechnologien, überprüft und zertifiziert Kollektoren, Kurzzeitspeicher und Kombianlagen

Absorptionsprozess durch die Konzentrierung von wässeriger Natronlauge mithilfe von Solarwärme. (Bilder: SPF)

usw. Im Wissen um das Potenzial der Solarwärme ist man nun einen Schritt weiter gegangen und partizipiert am internationalen Projekt zur Entwicklung kompakter Wärmespeichertechnologien ( COMTES – COMbined development of compact Thermal Energy Storage technologies ), ein Vorhaben, das im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU finanziert ist. Dabei werden von 11 Forschungspartnern aus fünf Ländern drei unterschiedliche Technologien zur saisonalen Speicherung von Solarwärme verfolgt: • Adsorptionsspeicher zur LangzeitSpeicherung von thermischer Solarenergie • Absorptionsspeicher mit gleicher Aufgabe • Phasenwechselmaterialien ( PCM = phase change materials ) zur Speicherung von Sonnenenergie und Nutzung der Unterkühlung. Zusammen mit der Empa leitet das SPF die Gruppe ( Entwicklungslinie ) für Absorptionsspeicher, während sich andere Länder bzw. Institute mit Adsorption ( z. B. Zeolithe ) und Phasenwechsel


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( z. B. Natriumacetat ) befassen. Für Paul Gantenbein, SPF-Forscher, sind die technologischen Herausforderungen für alle Forschungsthemen offensichtlich: « Bei der Prozess- und Komponentenentwicklung von Speicherprozessen müssen wir das täglich ändernde Energieangebot und die variierende Nachfrage im Auge behalten. Gleichzeitig setzen auch Materialeigenschaften konkrete Rahmenbedingungen bei der Entwicklung der Systeme. »

Veränderte Konzentration birgt Energie Dieser Aspekt ist besonders ausgeprägt bei seinem Forschungsschwerpunkt: dem Absorptionsprozess mit verdünnter Natronlauge. In Kombination mit Wasser und durch die Zufuhr von Wärme wird die Konzentration von Natronlauge verändert, dadurch Wärme erzeugt und gleichzeitig eine verlustfreie Energiespeicherung ermöglicht. Der Ausgangsstoff ist jedoch korrosiv, sodass die Komponenten entsprechend ausgesucht und gebaut werden müssen. Nachdem dieses Konzept mit Natronlauge bereits vor einiger Zeit an der Empa mit Laborversuchen grundsätzlich untersucht worden ist, befasst sich nun das SPF im Rahmen von COMTES mit der konkreten Gestaltung der notwendigen Absorptions- und Desorptionszone sowie der Verdampfer- und Kondensatoreinheit. « Das System muss unter Vakuum funktionieren, mit dem Austausch von Wärme ab dem Sonnenkollektor und aus der Umgebung sowie der Versorgung der Gebäudebeheizung », sagt Paul Gantenbein. « Wir arbeiten jetzt am Design der erforderlichen Komponenten. »

Solarwärme einlagern Im Sommer wird die von Sonnenkollektoren stammende Wärme ( bis 150 °C ) dazu eingesetzt, verdünnte Natronlauge ( NaOH-H2O ) zu erwärmen und dank der dadurch einsetzenden Verdampfung von Wasser zu konzentrieren. Der entstehende Wasserdampf wird unter Vakuum von rund 25 mbar Druck abgeleitet und in einem zweiten Tank kondensiert. Die dort anfallende Wärme kann beispielsweise in einen Erdspeicher ( Erdwärmesondenfeld ) geleitet werden. Die Energie ist nun in der konzentrierten Natronlauge nicht als eigentliche Wärme gespeichert, sondern als Potenzial, um zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder Wärme zu erzeugen. Dies erfolgt dann grundsätzlich mit einer Prozessumkehr.

Dieser Prozess mit veränderter Konzentration von Natronlauge lässt sich also auch als eine Wärmepumpe mit chemisch gespeicherter Antriebsenergie verstehen. Im Winter bewirkt die Umweltwärme eine Verdampfung des Wassers, das anschliessend in der konzentrierten Natronlauge absorbiert wird und dabei Wärme für das Haus freisetzt. Dieser chemische Speicher benötigt eine Niedertemperatur-Energiesenke im Sommer und eine Niedertemperatur-Energiequelle im Winter. Die Arbeiten des SPF fokussieren sich auf die konstruktive Entwicklung der hierfür benötigten Wärme- und Stoffübertrager. Gefordert werden grosse Kontaktflächen und optimierte Materialien für die Oberflächen. Der für die Reaktionszone genutzte Rohrbündel-Wärmetauscher soll im Gegenstromprinzip arbeiten. Gefragt ist eine geeignete Struktur und Oberflächenbeschaffenheit, um eine möglichst hohe Benetzung erreichen zu können. Gleichzeitig müssen die Tatsachen berücksichtigt werden, dass dieser Vorgang für einen optimalen Stoffaustausch nur unter Vakuum stattfinden kann und der Wärmeaustausch möglichst effizient erfolgen soll. Bei der Modellierung eines solchen Rohrbündels hat man sowohl den Rohrdurchmesser als auch die Rohrabstände variiert sowie die Temperaturen und den Stofffluss verändert.

Experimente am Wärmetauscher « Neben den theoretischen Simulationen haben wir Experimente durchgeführt, um die realistischen Vorgänge besser erfassen zu können », sagt Paul Gantenbein. Eine der konstruktiven Herausforderungen war die gleichmässige Verteilung der zu konzentrierenden Flüssigkeit auf alle Rohre und auf die gesamte Rohrlänge. Den eigentlichen Benetzungsvorgang haben die Forschenden am SPF mit Fotos festgehalten und mit einem statistischen Verfahren die Effizienz ermittelt. Durch die jeweilige Lichtintensität der einzelnen Positionen konnte die Benetzung der Rohre prozentual ermittelt werden. Als Ausgangspunkt für die weitere Entwicklung der Einheit dienen diese Benetzungsberechnungen und -experimente. Daraus ergeben sich die nötigen Erkenntnisse zur Auslegung und zum Bau eines Wärmetauschers für weitere Experimente mit wässeriger Natronlauge unter Vakuumbedingungen. Paul Gantenbein ist überzeugt: « Mit diesem Stoff und dieser Technologie der Kon-

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Konstruktiver Aufbau der Fallfilm-Einheit für die Stoff- und Wärmeübertragung.

zentrierung lässt sich Sonnenenergie thermisch speichern. Und wir sind überzeugt, dass ein Fallfilm-Wärmeübertrager eine kompakte Bauform ermöglicht, was wir aufgrund der Vakuum-Bedingungen auch benötigen. »

Ausblick aufs Gesamtsystem Neben den konstruktiven Anforderungen, welche sich bei dieser Technologie stellen und die als Zielsetzung des COMTES-Projekts zur Entwicklung kompakter Wärmespeichertechnologien genannt sind, müssen schliesslich auch Fragen zur Prozessführung und -sicherheit gestellt werden. Verlangt werden zudem minimale Verluste und das Vermeiden einer Kristallisierung in kritischen Zonen der Geräte. Forschende haben sich auch darüber Gedanken gemacht, ob dieser Absorptionsprozess einstufig oder zweistufig gestaltet werden sollte. Und es gilt, in einem weiteren Schritt die Simulationen des Gesamtsystems und dessen Integration im Gebäude durchzuführen. Die Chancen für eine monovalente Wärmeversorgung mit dieser Form der saisonalen Solarwärmespeicherung haben sich durch ■ die Arbeiten am SPF bestätigt.

Kontakte Paul Gantenbein Institut für Solartechnologien (SPF) Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) 8640 Rapperswil www.spf.ch paul.gantenbein@solarenergy.ch Robert Weber Empa 8600 Dübendorf robert.weber@empa.ch www.empa.ch

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Solarstrom-Speicherung ist auch Thema an der 12. Nationalen Photovoltaik-Tagung, 10./11. April 2014, an der EPF Lausanne

Batterien speichern Sonnenenergie Sollten die Preise der Batterien ebenso rasch fallen wie diejenigen der Solarzellen, wird es sich bald lohnen, überschüssige Energie aus den Photovoltaik-Anlagen lokal zu speichern. Die Batterien würden das Stromnetz stabilisieren und gleichzeitig das Potenzial von Solarenergie im Strommix erhöhen. Guido Santner

■ Wer durch Süddeutschland fährt, sieht auf jedem grösseren Dach Solarzellen. An einem sonnigen Mittag decken die Photovoltaik-Anlagen bereits einen beträchtlichen Teil des Stroms, den die Bewohner in der Region verbrauchen. Das führt dazu, dass die Schweizer Energieversorger, die über Jahrzehnte jeweils am Mittag teuren Strom aus den Stauseen nach Deutschland lieferten, nun Verluste schreiben. Die mittägliche Verbrauchsspitze wird durch die Produktionsspitze der Photovoltaik-Anlagen kompensiert. Der Strompreis bricht ein. « Künftig wird es Sinn machen, einen Teil des Solarstroms lokal zu speichern und zeitversetzt zu verbrauchen », sagt David Stickelberger, Geschäftsleiter von Swissolar. 2012 deckte die Photovoltaik ( PV ) 4,5 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland. Einige Jahre

lang wurden hier jedes Jahr zusätzliche PV-Anlagen mit einer Leistung von sieben Gigawatt installiert. In Zukunft rechnen die Experten mit mindestens drei Gigawatt pro Jahr – das entspricht an einem schönen Sommertag der Leistung von drei Grosskraftwerken. Der kontinuierliche Ausbau bedeutet aber auch, dass die Photovoltaik in Zukunft den Strom nicht mehr einfach unkontrolliert ins Netz einspeisen darf: Sie muss sich an der Netzregelung beteiligen.

Netz regeln Im europäischen Stromnetz muss genau so viel Strom erzeugt werden, wie zeitgleich verbraucht wird. Die Stromversorger erreichen dies über mehrstufige Regelmechanismen: Da der Verbrauch recht genau typischerweise auf 1 Prozent vorausgesagt werden kann, handeln die Kraftwerke die Produktion bereits im

Vorfeld an der Strombörse aus. Kurzfristige Abweichungen kompensieren in der Schweiz die Wasserkraftwerke. Sie können die Wassermenge, welche durch die Turbinen strömt, rasch anpassen. Vor dem Ausbau der Photovoltaik gingen viele Experten davon aus, dass die fluktuierende Einspeisung der erneuerbaren Energien das Stromnetz belasten wird. Erstaunlicherweise passierte genau das Gegenteil: Die Photovoltaik dämpft heute die Verbrauchsspitze über Mittag, wenn in den Haushalten gekocht wird. Zudem ist der Ertrag aus den Windkraftwerken im Winter rund 50 Prozent höher als im Sommer – womit ein Teil der Elektroheizungen in Europa gedeckt werden kann. Die Situation ist aber trügerisch: Steigt der Anteil erneuerbarer Energien weiter an, wird es immer häufiger vorkommen, dass die Stromproduktion aus Wind-

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der CoopVerteilzentrale in Gossau erntet jährlich 600 000 kWh Solarstrom und deckt damit den Strombedarf von 180 Schweizer Haushalten. (Quelle: Solarpreis 2012)


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Eine Batterie mit einer Speicherkapazität von etwa 4 kWh verbessert die Eigennutzung der Elektrizität der Photovoltaik-Anlage wesentlich. (Quelle: BSW-Solar)

und Sonnenenergie den Verbrauch sogar übertrifft. Damit das Stromnetz nicht kollabiert, müssten die Energieversorger nun einzelne PV-Anlagen oder Windkraftwerke ausschalten.

Leistungselektronik bereits integriert « PV-Anlagen kombiniert mit Batterien, die auf das Netz abgestimmt sind, wären prädestiniert, um das Stromnetz zu stabilisieren », sagt Stickelberger. Um den Gleichstrom aus den Solarzellen für das 50-Hz-Wechselstromnetz aufzubereiten, steckt in jeder Anlage ein Wechselrichter mit Leistungselektronik. Der Aufwand ist klein, die Anlage so zu erweitern, dass auch Strom in einer Batterie zwischengespeichert werden kann. Es wäre sogar möglich, überflüssigen Strom aus dem Netz in die Batterie zu transferieren. « Der Vorteil dieser Lösung ist, dass der Strom lokal gespeichert wird, wo er später wieder verbraucht wird », so Stickelberger. Heute sind es vorwiegend Pumpspeicherkraftwerke, die mit überflüssigem Strom Wasser in einen Stausee hochpumpen. « Im Übertragungsnetz zwischen Kraftwerk und Verbraucher gehen pro Weg über 5 Prozent der Energie verloren, im Kraftwerk selbst nochmals rund 25 Prozent », sagt Stickelberger. « Die Speicherung in der Batterie ist mit einem Verlust von rund 15 Prozent sehr effizient. »

Stickelberger will aber die Pumpspeicherkraftwerke nicht gegeneinander ausspielen: « Wir begrüssen den Ausbau der Pumpspeicherkapazitäten in der Schweiz. Sie werden in der zukünftigen europäischen Stromversorgung eine wichtige Rolle spielen, auch wenn ihre wirtschaftliche Situation momentan schlecht aussieht. » Die Batterien sind heute ebenfalls noch teuer. Für die nächsten Jahre wird bei den Batterien allerdings ein ähnlich rasanter Preiszerfall wie bei den Photovoltaikmodulen erwartet. Matthias Vetter vom Fraunhofer-Institut ISE: « Speicherkosten von 10 €-Cent/kWh mit Lithium-Ionen-Batterien sind noch vor 2020 realistisch.»

Ab dem 1. April 2014 wird sich die Situation ändern: Neu erhalten Kleinanlagen einen einmaligen Betrag zur Unterstützung. Und was noch wichtiger ist: Wer eine PV-Anlage besitzt, darf den eigenen Strom direkt nutzen, ohne ihn ins Netz einspeisen zu müssen. Bisher wurden dem Anlagenbesitzer oft nur die Produktionskosten erstattet ( rund acht Rappen/kWh ) und er musste den Strom teuer zurückkaufen, inklusive Netzkosten. Pro Kilowattstunde bezahlte er bis zu 20 Rappen. « Das Recht zur Eigennutzung wird die Batteriespeicher fördern », sagt Stickelberger. Die Batterie hält den Überschuss am Mittag zurück und deckt am Abend den Verbrauch, wenn Fernseher und Licht eingeschaltet sind. « Es wäre auch möglich, die Solarzellen auf dem Dach nach Westen auszurichten, damit sie am Abend mehr Strom produzieren », ergänzt Stickelberger. Die Gesamtausbeute über den Tag ist dann allerdings kleiner. Damit es sich für den Besitzer der Anlage trotzdem lohnt, müsste der Strommarkt entsprechende finanzielle Anreize geben. « Es wäre beispielsweise möglich, am Abend höhere Einspeisetarife zu vergüten », sagt Stickelberger. « Es sollte aber ein einfaches System sein, ohne aufwendige Bürokratie. »

Netzfreundliche Batteriespeicher Deutschland kennt seit Mai 2013 ein Förderprogramm für Batteriespeicher. Es ist so ausgelegt, dass der Strom ab

Auf die richtige Speicherung kommt es an Sonnenstrom zeitversetzt nutzen entlastet Stromnetze konventionelle Speicherung Erzeugungsspitze zur Mittagszeit geht ins Netz

maximale Einspeisung ins Netz Laden, bis Batterie voll

Verbrauch des gespeicherten Solarstromes

PV-Anteil in der Schweiz In der Schweiz liegt der Anteil des Solarstroms noch weit unter der Grenze, die eine Beteiligung an der Netzregelung verlangen würde. « Mit 1 Prozent Photovoltaik-Strom sind wir im Vergleich zu europäischen Ländern wie Deutschland oder Italien deutlich im Hintertreffen », sagt Stickelberger. Die Schweiz limitiert die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen. Stickelberger: « 30 000 Projekte mit einer kumulierten Leistung von 1,5 Gigawatt stehen auf der Warteliste der Kostendeckenden Einspeisevergütung ( KEV ). »

6 Uhr

12 Uhr

18 Uhr

netzoptimierte Speicherung Laden, wenn viel Strom produziert wird geringere Einspeiseleistung erhöht lokale Netzkapazität um 66%

reduzierte Einspeisung ins Netz

6 Uhr

12 Uhr

18 Uhr Eigenverbrauch reduziert Lastspitze am Abend Quelle: BSW-Solar www.solarwirtschaft.de

Wenn die Batterie die Leistungsspitze kappt, stabilisiert sie das Netz. (Quelle: BSW-Solar)

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Die Photovoltaik-Anlage auf der Werkhalle der Firma Renggli in Schötz deckt 95 Prozent ihres Jahresenergiebedarfs von 300 000 Kilowattstunden. (Quelle: Solarpreis 2012)

einer bestimmten Einspeiseleistung vorteilhaft in einer Batterie gespeichert wird. « Je nachdem, wie die Batterie eingesetzt wird, können entweder die Einkünfte maximiert oder das Netz entlastet werden », sagt Stickelberger. Normalerweise würde eine PV-Anlage überflüssigen Strom direkt in der Batterie speichern. Das würde aber dazu führen, dass die Batterie öfters bereits vor der Mittagsspitze voll wäre – mit dem Effekt, dass die Spitze gar nicht gedämpft würde. Batteriesysteme, die das Netz entlasten, speichern die Energie erst, wenn die Solarzellen beispielsweise 60 Prozent der maximalen Leistung erreichen ( StromspeicherBeispiele: vgl. HK-GT Extra 7/13, S. 56/58; HK-GT 1/14, S. 74 – 76, 81 ).

Verteilnetz entlasten Die Netzregelung betrifft vor allem die grossen Betreiber auf europäischer Ebene. Aber auch die lokalen Energieversorger testen Batteriesysteme in ihrem Verteilnetz: Die Klimapolitik führt weg von fossilen Energieträgern zu Wärmepumpen, welche die Häuser heizen. Der Stromverbrauch kann somit in einzelnen Quartieren stark ansteigen. Mancherorts sind nun aber die Leitungen dazu schlicht zu dünn. Auch PV-Anlagen mit grossen Leistungen können ein schwach ausgelegtes Netz stark belas-

ten und die Spannung lokal erhöhen. In beiden Fällen könnten Batterien das Netz entlasten. Statt für viel Geld neue Leitungen zu legen, kann es günstiger sein, Batteriespeicher zu installieren. Die kombinierten PV-Anlagen würden helfen, die lokale Spannungsqualität zu sichern – sogar den Blindstrom könnte die Leistungselektronik der PV-Anlagen lokal kompensieren ( zu Blindleistungsregelung vgl. HK-GT 12/13, S. 46 – 48 ).

zung für 2020 ergibt, dass sich eine PVAnlage auf einem Industriegebäude in fünf Jahren, eine Anlage auf einem Einfamilienhaus in 10 Jahren amortisieren wird. Die Analysten gehen davon aus, dass 2020 in Deutschland das Gewerbe 18 und die Haushalte knapp 30 Prozent ihres Stromverbrauchs selber decken werden – schlicht, weil es günstiger ist, ■ als ihn aus dem Netz zu beziehen. www.swissolar.ch

Analysten sehen Markt « Batteriespeicher werden das Potenzial der Photovoltaik vergrössern », ist sich David Stickelberger sicher. Wie gross genau das Potenzial der Solarenergie am Strommix ist, darüber streiten sich die Experten, je nach politischem Hintergrund. Die Energiestrategie 2050 des Bundes rechnet mit einem Anteil von 20 Prozent bis 2050 – mit einem relativ langsamen Anstieg. Stickelberger sieht ein Potenzial von 30 bis 40 Prozent mit einem deutlich rascheren Ausbau. Interessant ist die Studie von Finanzanalysten der UBS mit dem Titel « The unsubsidised solar revolution »: Darin rechnen die Autoren vor, dass es sich in Deutschland, Spanien und Italien für Industriebetriebe und Haushalte auch ohne staatliche finanzielle Unterstützung bald lohnen wird, den Strom selber zu produzieren. Eine Preisschät-

12. Nationale Photovoltaik-Tagung Donnerstag / Freitag, 10. / 11. April 2014, findet im neuen Swiss Tech Convention Center (STCC) der EPF Lausanne die 12. Nationale Photovoltaik-Tagung statt, organisiert vom BFE, von Swissolar und dem VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen). Themen sind die politischen Rahmenbedingungen für einen raschen Ausbau der Photovoltaik, Auswirkungen auf den Markt und die Netze sowie die Technik mit Fokus auf dezentrale Lösungen. Hierunter fallen der saisonale Ausgleich, Speichertechnologien, Netzintegration und Netzmanagement sowie die Integration der Photovoltaik im Gebäude. Die Teilnehmer sehen am Tagungsort ein Beispiel zur Fassaden-Integration: An der Westfassade des neuen STCC -Kongresszentrums ist eine 300 m2 grosse Solarstromanlage mit Grätzel-Farbstoffsolarzellen installiert. Mit dieser Pilotanlage an einem öffentlichen Gebäude soll die Technologie getestet und das architektonische Potenzial aufgezeigt werden. Weitere Informationen und Anmeldung: www.swissolar.ch/pv-tagung-2014


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Hansjürg Leibundgut, ETH Zürich, neben dem Hybridkollektor, der Solarstrom und Wärme liefert.

Gebäudetechnologien setzen auf erneuerbare Energien

Toolbox für CO2-freies Heizen Ein Set an neuen Gebäudetechnologien macht es möglich, Gebäude zu heizen und zu kühlen, ohne dabei CO2 auszustossen. Unter dem Label «2SOL» will eine Firmen-Allianz den an der ETH entwickelten Komponenten nun zum Durchbruch verhelfen. Quelle: ETH Zürich

■ Rund 40 Prozent der CO2-Emissionen in der Schweiz gehen auf das Konto von Gebäuden mit ihren Heizungen und Kühlsystemen. Gebäudesanierungen spielen deshalb eine wichtige Rolle in der Strategie des Bundes, die Treibhausgas-Emissionen durch Massnahmen im Inland zu reduzieren. Bessere Wärmedämmungen von Gebäuden und effizientere Öl- und Gasbrenner stellen eine Möglichkeit der Sanierung dar. Einen anderen Weg schlägt die ETH Zürich vor mit einem Set an Gebäudetechnologien, die geeignet sind, Gebäude praktisch ohne CO2-Emissionen zu heizen und zu kühlen. Überschüssige Sonnenenergie im Sommer wird im Erdreich zwischengelagert und im Winter fürs Heizen des Gebäudes verwendet. Umgekehrt kann das Gebäude über die Fussbodenheizung im Sommer auch gekühlt werden. Die Raumkühlung mit dem Erdspeicher ist möglich, weil diesem die Wärmeenergie im Winter entzogen worden ist.

Der Kollektor als Teil des Dachs Ein erstes wichtiges Element des Gesamtsystems « 2SOL » ist ein an der ETH entwickelter Hybridkollektor, der einerseits als Photovoltaik-Anlage Solarstrom liefert, anderseits als Sonnenkollektor Wärme in einen Erdspeicher einspeist. Erstmals ist es nun den Forschern gelungen, einen Hybridkollektor zu bauen, der Teil der Dachkonstruktion ist. Statt den Kollektor auf das bestehende Dach zu montieren, werden Dach und Kollektor zu einem Ganzen: Photovoltaikpaneele, thermische Absorber, Dämmung und Tragstruktur bilden eine Einheit und lassen sich auf praktisch jedes Haus montieren.

Wie ein Feuerwehrschlauch Die sogenannte Koaxial-Erdwärmesonde ist die Verbindung, welche mit Wasser als Transportmedium die abgeerntete Wärmeenergie in den saisonalen Erdspeicher führt. Die Erdwärmesonden reichen dabei bis in eine Tiefe von

Grosskollektor-Montage auf dem Mehrfamilienhaus B35 in Zürich.


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500 Metern. Die Sonde besteht aus einem Polyestergarn und ähnelt einem Feuerwehrschlauch. Bisherige Erdwärmesonden sind aus harten Kunststoffrohren gemacht, welche es nötig machen, den Raum zwischen Sonde und Bohrloch mit Beton zu füllen. Das bewegliche und anschmiegsame Material der Koaxial-Erdwärmesonde hingegen wird durch den Überdruck direkt an die Wand des Bohrlochs gepresst.

Motor mit Turbokompressor Wärme, die im Erdreich gespeichert ist, muss im Winter zum Heizen wieder ins Gebäude zurückfliessen. Der Speicher wird somit jeden Winter wieder geleert, damit er im kommenden Sommer abermals gefüllt werden kann. Das aus der Tiefe des Erdreichs hochgepumpte Wasser ist allerdings noch nicht heiss genug, um ein Haus zu heizen. Hier kommt nun die dritte zentrale Komponente des « 2SOL-Systems » ins Spiel, die Niederhub-Wärmepumpe, die das Wasser auf die notwendige Temperatur von 28 bis 35 Grad wärmt. Die Wärmepumpe verfügt über einen an der ETH entwickelten Elektromotor mit gekoppeltem Turbo-Kompressor, der mit 200 000 Umdrehungen pro Minute arbeitet. Die Turbo-Wärmepumpe kann die Wärme aus dem Erdspeicher mit wenig Strom auf die gewünschte Nutztemperatur veredeln. Zum Gesamtsystem « 2SOL » gehört auch, dass die verschiedenen Gebäudetechnologien durch eine intelligente Steuerung und Überwachung optimal aufeinander abgestimmt sind. Mit einer Fläche von rund 80 Quadratmetern Hybridkollektoren auf dem Dach, dem Einsatz der neusten Erdwärmesonde und der Turbo-Niederhub-Wärmepumpe kann eine Nutzfläche von rund 750 Quadratmetern beheizt werden, was einem dreigeschossigen 7-FamilienHaus entspricht. Unter der Bedingung, dass der externe Strom, den es für den Betrieb der Wärmepumpe braucht, aus erneuerbaren Quellen stammt, erreicht man, dass das Gebäude ohne CO2-Emissionen beheizt und gekühlt wird.

Die Komponenten des Systems 2SOL. Zentral sind: Hybridkollektor, Erdwärmesonde, Wärmepumpe, Steuerung und Lüftung.

Vorder- und Rückseite des Hybridkollektors, der eine Hauptkomponente des Systems 2SOL ist.

Allianz für die Markteinführung Eine Allianz von zwölf Schweizer Firmen hat sich unter dem Label « 2SOL » zusammengetan, um die verschiedenen Technologien weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen. Es sind Firmen, die unterschiedliches Know-how einbringen, von Geräte- und Systemanbietern über Ingenieur- und Planungsunternehmen bis hin zu Installationsfirmen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie alle vom Ansatz überzeugt sind, Gebäude emissionsfrei heizen und kühlen zu ■ können.

Details zum Projekt 2SOL: http://www.2sol.ch/files/ content/pdfs/ ITA_BuSy_ Publikation_ZE-2Sol.pdf Allianz «2SOL»: www.2sol.ch Professur Gebäudetechnologien: www.busy.arch.ethz.ch Video-Interview mit Prof. Leibundgut: www.youtube.com/user/ethzuerich

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Fernheizung Beringen SH: Kaskadenregelung für wirtschaftlichen Ganzjahresbetrieb

Wärmeerzeugung für Fernwärmenetz mit Holzschnitzeln: eine nachhaltige Lösung Die Auswahl von Energiequellen bei der Wärmeerzeugung ist so gross wie umstritten. Nachhaltigkeit, ein wohl etwas überstrapazierter Begriff, kommt rasch in die Diskussionen und beeinflusst die Lösungsvorschläge in hohem Mass. Für Roman Lutz und Fritz Hübscher kam nur eine Wärmequelle für ihre Fernheizungsanlage infrage: Holz. Andreas Widmer

■ Die interessanten Vorteile von Holz sind dem Heizungstechniker und dem Zimmermeister bestens bekannt und wollen bei ihrem Projekt genutzt werden. Dieser nachwachsende Rohstoff bedeutet erneuerbare Energie, und erst noch CO2-neutral. Die Holzversorgung in der Schweiz ist gut und weisst nur geringe Preisschwankungen auf.

Die geringe Abhängigkeit von Importen ist ein weiterer entscheidender Vorteil. Eine Holzschnitzelheizung ist derzeit eine der ökologischsten Varianten für die Wärmeerzeugung. Unser Schweizer Wald produziert pro Sekunde einen Kubikmeter Holz. Dazu entzieht er der Luft CO2 und speichert dieses in seiner Masse ein. Wird der Baum geern-

tet und in ein Holzhaus weiterverarbeitet, speichert dieses somit CO2 ein und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Nur schon bei einem Einfamilienhaus aus Holz wird so viel CO2 zwischengespeichert, wie bei einem Mittelklasseauto über 4 Mio. Kilometer ausgestossen wird, erklärt Fritz Hübscher.

Situationsplan Fernwärme Beringen SH mit 25 Wärmebezügern. (Holzenergie Beringen GmbH)

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13 Schleitheimerstr. 22 Q: 42 kW m: 1200 l/h

Werkhof Gemeindehaus EFH Gemeinde Altersheim MFH Altersheim Leuch Bell Kaufmann Räss Winterflood Bechtel Chrischona Ixtegra AG Hübscher Werkhof Hübscher Wohnhaus Prevista Prevista Prevista Prevista Schwyn Krattiger Bürgin Eggli Partner Überbauung Früeling unbekannt

25 unbekannt Q: 5 kW m: 143 l/h TS 6 H-25+25 143 l/h 50 Pa/m 14 m

10 Klösterli 8 Q: 13 kW m: 380 l/h 9 Klösterli 4/6 Q: 20 kW m: 580 l/h

TS 7 H-32+32 1'204 l/h 170 Pa/m 36 m

14 Bärenacker 4 Q: 36 kW m: 1030 l/h

TS 5 H-32+32 1'347 l/h 200 Pa/m 33 m

TS 45 H-25+25 580 l/h 150 Pa/m 5m

TS 46 H-25+25 373 l/h 60 Pa/m 30 m

TS 4 H-32+32 1'032 l/h 120 Pa/m 28 m

TS 44 H-425+25 631 l/h 180 Pa/m 21 m TS 42 H-40+40 1'584 l/h 100 Pa/m 18 m

TS 3 H-40+40 2'379 l/h 180 Pa/m 86 m

TS 43 H-32+32 1'211 l/h 170 Pa/m 10 m TS 1 H-50+50 3'096 l/h 110 Pa/m 33 m

TS 41 H-40+40 1'863 l/h 120 Pa/m 6m

TS 2 H-32+32 717 l/h 70 Pa/m 37 m

TS 9 H-75 10'607 l/h 140 Pa/m 2 x 38 m

TS 11 H-75 8'457 l/h 100 Pa/m 2 x 40 m

TS 19 H-40+40 2'351 l/h 170 Pa/m 47 m

TS 17 H-50+50 3'383 l/h 130 Pa/m 52 m TS 20 H-40+40 2'064 l/h 140 Pa/m 21 m

TS 23 H-25+25 287 l/h 50 Pa/m 76 m

TS 22 H-32+32 1'032 l/h 120 Pa/m 12 m

17 Zelgstr. 35/37 Q: 72 kW m: 2060 l/h TS 13 H-40+40 1'863 l/h 120 Pa/m 12 m

TS 26 H-90 16'662 l/h 130 Pa/m 2 x 28 m

TS 36 H-40 1'433 l/h 80 Pa/m 2 x 26 m

TS 27 H-32 860 l/h 100 Pa/m 2 x 32 m

TS 25 H-50 3'583 l/h 130 Pa/m 2 x 16 m

TS 14 H-32+32 1'147 l/h 150 Pa/m 70 m

5 Zelgstr. 13/15 Q: 30 kW m: 860 l/h

TS 16 H-40+40 2'064 l/h 140 Pa/m 6m TS 15 H-63+63 5'447 l/h 100 Pa/m 32 m

TS 21 H-32+32 1'032 l/h 120 Pa/m 4m

TS 24 H-90 20'245 l/h 200 Pa/m 2 x 113 m

TS 12 H-50+50 3'010 l/h 100 Pa/m 14 m

20 Bahnhofstr. 36 Q: 36 kW m: 1030 l/h

24 Übb. Früeling Q: 125 kW m: 3'583 l/h 22 Bahnhofstr. 24/26 Q: 40 kW m: 1000 l/h 23 Bahnhofstr. 32 Q: 70 kW m: 1290 l/h

TS 35 H-63 7'167 l/h 170 Pa/m 2 x 51 m

4 Zelgstr. 2 Q: 250 kW m: 7170 l/h

TS 29 H-25 430 l/h 90 Pa/m 2 x 25 m

TS 28 H-90 15'802 l/h 120 Pa/m 2 x 27 m TS 10 H-40 2'150 l/h 170 Pa/m 2 x17 m

6 Unterdorf 17 Q: 18 kW m: 520 l/h

TS 31 H-75 11'925 l/h 180 Pa/m 2 x 23 m TS 30 H-90 15'372 l/h 130 Pa/m 2 x 82 m

TS 39 H-25 516 l/h 120 Pa/m 2x2m

TS 37 H-32 917 l/h 110 Pa/m 2 x 45 m

TS 33 H-75 9'517 l/h 120 Pa/m 2 x 37 m

1 Zelgstr. 10 Q: 84 kW m: 2410 l/h 3 Zelgstr. 12 Q: 15 kW m: 430 l/h

TS 18 H-32+32 1'032l/h 100 Pa/m 5m

21 Guntmadingerstr. 31 Q: 10 kW m: 290 l/h

TS 32 H-40 2'408 l/h 70 Pa/m 2 x 16 m

TS 34 H-75 8'600 l/h 100 Pa/m 2 x 20 m

15 Guntmadingerstr. Q: 75 kW m: 2150 l/h

19 Bahnhofstr. 38 Q: 36 kW m: 1030 l/h

TS 38 H-25 401 l/h 80 Pa/m 2x4m

Heizzentrale TS 8 H-110 30'852 l/h 160 Pa/m 2 x 119 m

18 Zelgstr. 39 Q: 36 kW m: 1030 l/h

7 Unterdorf 15 Q: 14 kW m: 401 l/h

TS 40 H-50+50 3'447 l/h 150 Pa/m 58 m

12 Klösterli 9/11 Q: 65 kW m: 1870 l/h 16 Guntmadingerstr.14 Q: 25 kW m: 720 l/h

8 Unterdorf 31 Q: 22 kW m: 630 l/h

2 Zelgstr. 8 Q: 50 kW m: 1'433 l/h


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Die Heizzentrale der Fernheizung von Beringen mit fünf Heizkesseln. (Foto: Heitzmann AG)

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Einblick in das Holzschnitzel-Silo: Die Federkernaustragungen mit je 5 m Durchmesser sorgen für den Nachschub an Brennmaterial, welches mittels Förderschnecken in die Heizkessel transportiert wird. (Foto: Heitzmann AG)

Fernheizungsanlage für Beringen Die Idee für eine Fernheizung ist bereits ein paar Jahre alt und die Initiative kam von privater Seite aus einem der angrenzenden Quartiere. Die Gemeindebehörde hiess das Vorhaben gut, wollte aber noch, dass das naheliegende Altersheim damit beheizt wird. Die beiden Unternehmer gründeten in der Folge die Holzenergie Beringen GmbH. Ein grösserer Anteil der Holzschnitzel kommt aus der Holzbaufirma von Hübscher. Weiter liefern noch Schreinereien aus der Umgebung Restholz zur Energiegewinnung. Den Rest bilden trockene Waldschnitzel, welche dazugekauft werden. So wird aus dem wertvollen Restholz kein Abfall, sondern ein wichtiger Energieträger. Sämtliche Abschnitte aus sauberem unbehandeltem Holz werden verwendet, um das Gebiet Klösterli und Zelgstrasse mit Fernwärme zu versorgen.

Die einzelnen Heizkessel mit je 200 kW werden durch eine Kaskadenregelung nach Leistungsbedarf zugeschaltet. (Foto: Andreas Widmer)

Richtiges System Nachdem die Wahl des Brennstoffs entschieden war, kam das Wissen von Roman Lutz zum Einsatz. Der Betrieb der Heizungsanlage soll monovalent sein und keine weiteren Energiequellen wurden in das Anlagekonzept einbezogen: nur Feuerung mit Holzschnitzel. Zum Zeitpunkt der Planung war auch noch nicht entschieden, ob noch ein weiteres Quartier an die Fernheizung angeschlossen wird. Aber die Heizungsanlage musste bereits im Vorfeld so dimensioniert werden, dass weitere Wärmebezüger problemlos versorgt  werden können.

Die Asche wird automatisch in Container geführt und kann dadurch bequem entsorgt werden. Der hohe Automationsgrad der Anlage erlaubt einen zuverlässigen Betrieb. (Foto: Andreas Widmer)

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Anlagebeschrieb Fernheizung Beringen 5 x 200-kW-Schnitzelheizung WTH 200 in Kaskade installiert, 5 Feinstaubfilter, 5 Rauchgaszyklone, 5 automatische Ascheaustragungen mit je 240 Liter Fassungsvermögen, Wärmespeicher 9700 Liter. Heizzentrale für 7 Einfamilienhäuser, 12 Mehrfamilienhäuser, 2 Gewerbebauten, das Altersheim, die Gemeindeverwaltung und den Gemeindewerkhof in Beringen. Betrieb ganzjährig. Die Wärmebezüger verwenden die Fernwärme für Raumheizung und Warmwasser. Heizraum: 10,7 m x 14,2 m / 152 m2 Lagerraum: der Austragung angepasster Lagerraum 5,0 m x 12,75 m, Raumhöhe 8 m, Schnitzellagervolumen ca. 500 m3.

Die Kaminanlage der Fernheizung. Das Mehrkesselprinzip sorgt für einen optimalen Feuerungsbetrieb und kann dadurch den Ausstoss an Schadstoffen massiv reduzieren. (Foto: Andreas Widmer)

Der Wärmebedarf betrug rund 1200 kW, inklusive Reserve für Anschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt. Dieser Bedarf musste unterteilt werden, damit auch Teillastbetriebe gefahren werden konnten. Darauf gestützt wurde eine Kaskadenlösung gewählt und der Wärmebedarf auf sechs Kessel von je 200 kW aufgeteilt. Kaskadenregelungen werden in Heizungsanlagen eingesetzt, wo mehrere parallel geschaltete Heizkessel in Betrieb sind. Die einzelnen Geräte werden zu- oder abgeschaltet in Abhängigkeit von der Differenz zwischen dem Soll- und dem Ist-Wert der Vorlauftemperatur sowie der Ände-

Brennstofftransport: Die Fünferkaskade wird über drei Raumaustragungen versorgt. Der Durchmesser der einzelnen Federkernaustragungen beträgt 5 m. Sie fördern die Schnitzel zu den 5 Austragungsschnecken. Die Förderschnecken bringen die Schnitzel zu den Heizkesseln. Besonderes: Die Steuerung der Anlage ist mit einem SMS-Modul sowie einer Visualisierung ausgestattet. Die Anlage kann noch um einen weiteren 200-kW-Heizkessel erweitert werden.

rungsgeschwindigkeit der Heizwassertemperatur. Mittels Bussystem, durch welches alle Verbraucher vernetzt sind, können jederzeit in der Zentrale wichtige Anlagedaten abgerufen und mögliche Abweichungen von Soll-Werten korrigiert werden.

te erreicht, die weit unter den Vorgaben der aktuellen Luftreinhalteverordnung liegen. Dank des neuen Fernwärmenetzes in Beringen konnten viele alte umwelt- und gesundheitsschädigende Gasund Ölheizungen im Gebiet Klösterli und Zelg ersetzt werden.

Ganzjahresbetrieb

Die Wahl der idealen Heizkessel

Die Fernheizung in Beringen ist das ganze Jahr über in Betrieb, da auch das Warmwasser ausschliesslich mit Holzschnitzel erwärmt wird. Durch die Aufteilung in je 200 kW Leistung kann jederzeit der verlangte Wärmebedarf gedeckt werden. Hohe Stillstandsverluste können dadurch vermieden werden. Auch die Wartung der einzelnen Kessel ist einfacher und der Betrieb kann durchgehend aufrechterhalten werden. Fünf Heizkessel sind bereits in Betrieb. Für einen weiteren Wärmeerzeuger wurden sämtliche Vorkehrungen getroffen, damit dieser mit wenig Aufwand in das System integriert werden kann. Das Heizungssystem mit mehreren Kesseln bedeutet hohe Betriebssicherheit bei erhöhter Lebensdauer der einzelnen Komponenten.

Aussergewöhnliche Anlagen brauchen aussergewöhnlich gute Systeme, Baugruppen und Komponenten. Die technischen Daten der Holzschnitzelanlagen von Hargassner, einem österreichischen Heizkesselbauer, entsprachen den hohen Anforderungen von Roman Lutz. Ein hoher Wirkungsgrad und dadurch optimale Emissionswerte bei einem sparsamen Brennstoffverbrauch sind Pflicht. Eine grosszügig dimensionierte Rostfläche sowie automatische Entaschung der Brennkammer und des Wärmetauschers sind weitere wichtige Punkte im Pflichtenheft. Der hochtemperaturbeständige Rost mit optimierter Luftführung und Selbstreinigungseffekt gewährleistet eine lange Lebensdauer. Die Firma Heitzmann aus Schachen LU lieferte nicht nur die optimalen Kessel mit Zubehör, sondern war auch ein wertvoller Partner bei der Lösungsfindung im anlagetechnischen Bereich. Das Projekt Fernheizung Beringen war für alle Parteien eine Herausforderung und wurde dank grossem Fachwissen, langjähriger Erfahrung und hoher Pro■ duktgüte zur Erfolgsgeschichte.

Reduzierter Ausstoss

Anordnung der Anlage im Grundriss. Oben ist das Schnitzelsilo mit drei Federkernaustragungen. In der Bildmitte sind die fünf Heizkessel mit bereits eingezeichnetem Kessel Nr. 6. Unten im Bild der Speicher mit rund 10 m3 Inhalt. (Foto: Heitzmann AG)

Der Vorteil einer Heizzentrale für mehrere Gebäude liegt darin, dass durch die höhere Betriebstemperatur der Kessel der Ausstoss von Schadstoffen dank besserer Verbrennung minimiert werden kann. Durch das Mehrkesselprinzip werden die Wärmeerzeuger immer im Soll-Leistungsbereich gefahren, um eine optimale Verbrennung zu gewährleisten. Die Heizungsanlage ist zusätzlich mit einem modernen Feinstaubfiltersystem ausgestattet. Dadurch werden Wer-

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SVGW -Zertifizierung überprüft Einhaltung gesetzlicher Anforderungen, Brandschutz usw.

Sichere Gasgeräte Die Märkte öffnen sich und damit kommen auch vermehrt Gasverbrauchsapparate aus verschiedenen Ländern in die Schweiz. Doch eine Schweiz-spezifische Zertifizierung wird dadurch nicht obsolet, sondern gewinnt eher an Bedeutung. Denn nur sie garantiert, dass alle rechtlichen Vorgaben eingehalten werden.

Javier Fernandez, Christoph Meier ( SVGW )

■ Bald sollte der neue Typ eines Gasheizkessels auf den Schweizer Markt kommen. Dem Hersteller fehlt aber noch das Zertifikat des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches ( SVGW ). Bei der Zertifizierung wird primär kontrolliert, ob die grundlegenden Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltanforderungen überprüft worden sind. Dies geschieht anhand der eingereichten Unterlagen. Bei der Kontrolle der Dokumente gilt das Augenmerk vor allem der Vollständigkeit und Richtigkeit. Konkret wird geschaut, ob die Prüfungen nach den richtigen und harmonisierten Prüfgrundlagen durchgeführt wurden und ob die minimalen Schutzziele der Gasgeräterichtlinie der EU eingehalten werden konnten. Als Massstab gelten die einschlägigen EN-Normen für Anforderungen beispielsweise an Dichtheit oder Funktionalität. Ebenfalls erörtern die SVGW-Zertifizierer, ob das Gerät der LuftreinhalteVerordnung, dem Brandschutz und der Trinkwasserhygiene genügt. Dabei werden die Messprotokolle für CO- und NOx-Emissions- und Abgasverlustgrenzwerte mit den schweizerischen Anforderungen, die zum Teil von der EU abweichen, in Bezug auf die Einhaltung verglichen. Es wird auch noch kontrolliert, ob der Brandschutz des Geräts den Kriterien der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen ( VKF ) genügt. Diese haben das Anerkennungsverfahren an den SVGW delegiert. Zum Abschluss werden die Anleitungen und das Typenschild auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Sollten gewisse Emissions-Messungen fehlen, kann der SVGW nach Rücksprache mit dem Auftraggeber in seiner Prüfstelle selber noch Tests am Gerät durchführen. Entspricht schliesslich der Gasheizkessel allen in der Schweiz geltenden Anforderungen, erhält der Hersteller daraufhin einen Zertifizierungs-

bericht und das SVGW-Zertifikat für fünf Jahre. Es erscheint zudem für diese Zeit im Zertifizierungsverzeichnis Gas. Dieses bildet die Grundlage für die Vollzugsorgane des Brandschutzes.

Das SVGW-Zeichen signalisiert, dass ein Produkt sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt, die in der Schweiz gelten.

Was soll eine Zertifizierung im « Cassis-de-Dijon »-Zeitalter? Doch wieso soll sich ein Hersteller überhaupt um ein SVGW-Zertifikat, das ihm auch noch Kosten verursacht, bemühen? Die Frage akzentuiert sich für Geräte, die im umliegenden Ausland bereits zugelassen sind. Denn seit mehr als zehn Jahren sind die bilateralen Abkommen in Kraft getreten, ebenso die revidierte EFTA-Konvention, die den wesentlichen Rechtsbestand der bilateralen Abkommen auf die EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen, ausdehnt. Diese Verträge decken auch den Bereich technische Handelshemmnisse ab. Dabei könnten sich Hersteller und Importeure von Gasverbrauchsapparaten und Installationsmaterialien sowie für die Gasversorgungsunternehmen vor allem auf das Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen – oft auch « Abkommen über die technischen Handelshemmnisse » oder englisch « Mutual Recognition Agreement/MRA » genannt – berufen. Basierend darauf anerkennen die EU und die Schweiz gegenseitig die meist von privaten Stellen erstellten Berichte, Bescheinigungen, Zulassungen und Konformitätskennzeichen sowie die Konformitätserklärungen des Herstellers. Es gilt also auch für technische Einrichtungen und Geräte « Cassis-de-Dijon »-Prinzip. Also ist doch eine schweizerische Anerkennung gar nicht mehr nötig, wenn ein Gerät zum Beispiel eine CE-Kennzeichnung enthält? Diese Kennzeichnung garantiert ja, dass « das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften

Das SVGW-Zertifikat ist fünf Jahre gültig. Es ist eine wichtige Grundlage für die Vollzugsorgane des Brandschutzes.

der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind. » Dazu kommt noch, dass auch das schweizerische Bundesgesetz über die Produktesicherheit ( PrSG ) keine behördliche Zulassung von technischen Einrichtungen und Geräten vorsieht. Macht man also eine SVGW-Zertifizierung nur, damit irgendwo « Schweiz » draufsteht?

Alle, nicht nur einige, Richtlinien müssen eingehalten werden Ganz so einfach ist es nicht. Denn das PrSG-Gesetz besagt auch, dass im Falle von Stichproben der Inverkehrbringer gegenüber den zuständigen Kontrollorganen nachweisen können muss, dass ein Gerät oder eine Anlage allen gesetzlichen Anforderungen wie bspw. Brandschutz entspricht. Für Geräte, die unter die Bestimmungen der LuftreinhalteVerordnung fallen, muss zusätzlich noch der Nachweis erbracht werden, dass die


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entsprechenden lufthygienischen Anforderungen erfüllt werden. Zudem gilt das « Cassis-de-Dijon »-Prinzip nur, wenn keine gesundheitsrelevanten Aspekte betroffen sind. Darum führt der SVGW, wie oben erwähnt, die entsprechenden Prüfungen durch oder übernimmt die Resultate von anderen akkreditierten Prüfstellen. Beim CE-Zeichen ist zudem zu beachten, dass es für die Schweiz trotz des Abschlusses der bilateralen Verträge rechtlich keine Bedeutung hat. Es ist primär eine Art technischer Reisepass für den EU-Raum. Das CE-Zeichen signalisiert zwar, dass Erzeugnisse, die es tragen, den Anforderungen jener EURichtlinien entsprechen, unter die sie fallen. Diese Richtlinien besitzen auch in der Schweiz Gesetzeskraft. Doch es kann durchaus sein, dass Produkte hierzulande nicht nur in Bezug auf Lufthygiene und Brandschutz zusätzlich geprüft werden müssen. Unter Umständen fallen sie auch noch unter zusätzliche Richtlinien. Zum Beispiel müssen für eine gasbeheizte Waschmaschine die Gasgeräterichtlinie, die Maschinenricht-

linie, die Niederspannungsrichtlinie und vielleicht auch noch die Richtlinie für elektromagnetische Verträglichkeit berücksichtigt werden!

Unsicherheit wird zunehmen Dass ein CE-Kennzeichen nicht einfach einen Freipass für Inverkehrbringer bedeutet, zeigt sich auch an weiteren Beispielen. Trägt beispielsweise ein Magnetventil das CE-Zeichen, kann es der Anwender nicht einfach überall bedenkenlos einsetzen. Denn im Gasbereich muss ein anderer Membran- bzw. Dichtungswerkstoff verwendet werden als im Wasserbereich. Ähnlich liegt der Fall bei PVC- und PE-Rohren mit CE-Zeichen. Beide können in der Regel im Wasserbereich eingesetzt werden, im Gasbereich eignen sich jedoch ausschliesslich PE-Rohre. Schliesslich ist noch zu beachten, dass das CE-Zeichen nicht zwingend auf dem Produkt selbst angebracht ist. Es kann nur auf der Verpackung oder Installationsanleitung angebracht sein. In diesem Fall kann das Produkt im eingebauten Zustand nicht richtig beurteilt werden.

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Sicherheit durch Zertifikat Müssen also schon die Anwender von Gasverbrauchsapparaten, die in der EU zugelassen sind, auf der Hut sein, ob alle Abklärungen für die Verwendung in der Schweiz vorhanden sind, trifft dies für Apparate aus anderen Erdteilen noch viel mehr zu. Durch die Öffnung der Märkte, wie sie sich beispielsweise auch am geplanten Freihandelsabkommen mit China zeigt, dürften noch mehr Apparate in die EU und die Schweiz kommen. Dazu kommt, dass immer mehr Leute, Produkte über das Internet beziehen. Hier alle nötigen Abklärungen für die Gasverbrauchsapparate zu treffen, dürfte für den Händler, Installateur oder Interessenten zu aufwendig werden. Mit einer SVGW-Zertifizierung kann man sich aber für einen relativ kleinen Betrag den grossen Aufwand ersparen und hat die Garantie, dass das Produkt damit sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt, die in der ■ Schweiz vorgeschrieben sind.

www.svgw.ch

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Interview mit der Geschäftsleitung der Firma Deckenbauer AG, Zürich

«Wir wachsen zwar schnell, aber organisch» Die junge Firma Deckenbauer AG in Zürich hat praktisch aus dem Stand heraus den Durchbruch geschafft. Zu verdanken ist das einer cleveren Strategie, die alles aus einer Hand anbietet: Entwicklung, Planung und Montage von Deckenelementen. Interview: Stefan Hartmann

■ Die Deckenbauer AG ist erst vier Jahre alt. Aus welcher Überlegung oder Situation heraus ist das Unternehmen entstanden? Roman Amstad: Alles aus einer Hand anbieten: Entwicklung, Planung und Montage. Diese Idee lag 2008 in der Luft, wurde aber in der Branche nicht umgesetzt. Dabei wünschte der Kunde im klassischen Klima- und Deckenbau mehr Innovation und Dynamik. In dieser Situation machte sich Ugur Baldinger selbstständig, entwarf ein Business Modell und gründete 2009 die Firma. Ein Jahr später holte er mich an Bord. Die Deckenbauer AG hat einen fulminanten Start hingelegt; der Umsatz konnte in vier Jahren vervierfacht werden. Das heisst, die Strategie ist aufgegangen? Wir haben offenbar die Zeichen der Zeit richtig interpretiert. Wir wachsen zwar schnell, aber nachhaltig und organisch, d. h. ohne Firmenzukäufe. Unsere Kunden geben uns den Takt vor und wir handeln mit der nötigen Weitsicht. Wir sind eigenfinanziert und investieren jeden verdienten Franken wieder in unsere Unternehmung.

Montage der Hybrid-Deckensegel-Anschlüsse.

Die Deckenbauer AG Die Firma wurde 2009 gegründet. Sie umfasst heute 48 Angestellte, kann aber auf weitere 30 bis 40 Freischaffende zurückgreifen. Die Geschäftsleitung: – Ugur Baldinger (50), CEO Deckenbauer AG, Hauptaktionär und VR-Präsident, gelernter Isoleur, Weiterbildung HSG. – Roman Amstad (46), Geschäftsführender Partner und Mitglied VR, gelernter Heizungsmonteur, Weiterbildung Nachdiplomstudium an der Fachhochschule und HSG. Deckenbauer AG, 8048 Zürich www.deckenbauer.ch

Was verlangt der Markt heute? Der Markt verlangt Unternehmen, die den gesamten Prozess der Wertschöpfungskette abdecken, also von der Entwicklung zur Ausführung bis zum «Aftersale». Einige Wettbewerber versuchen sich bereits als Kopierer unserer Idee. «Alles aus einer Hand» – welche Vorteile bringt das dem Investor? Der Auftraggeber hat nur noch einen Ansprechpartner, einen Werkvertrag

und einen Baustellenleiter. Es gibt nur noch eine Schnittstelle. Das sorgt für Kostensicherheit. Welche Vorteile hat das Ihrer Firma selber gebracht? Der klassische Deckenbauer kommt normalerweise immer am Schluss der «Nahrungskette». Weil wir uns aber anders positionieren konnten als das Gros der Branche, werden wir vom Architekten oder Ingenieur schon früh ins Projekt einbezogen. Wir können so bereits


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Deckenbauer-CEO Ugur Baldinger und Co-Partner Roman Amstad.

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Deckenmodule in verschiedener Anordnung.

im Design oder bei der technischen Auslegung beraten oder mitsprechen. Beim Herzog & de Meuron-Building auf dem Novartis Campus-Areal konnten wir schon in einer frühen Phase Musterräume zur Aluminiumunterdecke gestalten. Was hat sich in den letzten zehn Jahren im Klima-Decken-Bau verändert? Einerseits die technischen Neuerungen: Früher erfolgten die Architekturpläne in dreifacher Ausführung in Papier, per Post verschickt; heute sind CAD-Arbeitsplätze und Plotter Standard. Anderseits ist unser Businessmodell im klassischen Deckenbau eine echte Neuerung. Gegenwärtig führen Sie für Losinger einen Grossauftrag für das «Majowa»Gebäude in Bern, den Hauptsitz der Schweizerischen Post, mit 24 000 m2 aus. Was ist die Herausforderung beim Majowa-Projekt? Der Realisierungszeitraum fordert uns; wir starteten im vergangenen November und müssen bis August 2014 fertig sein. Wir rüsten den SGNI-Bau mit vollflächigen Metalldecken samt integrierter Heizung und Kühlung aus. Wir haben 20 bis 25 Leute im Majowa-Projekt eingebunden. Anders als im «Richti» Wallisellen weisen die Decken im Majowa keine Massenanbindung auf, also keine Betonaktivierung. Wie können Sie im Markt die grosse Menge an Metall-Deckenelementen sicherstellen? Wir sind strategisch nicht auf «single sourcing» aufgestellt, sondern arbeiten mittlerweile mit zwei Herstellern in Deutschland und der Schweiz zusam-

Die Deckenbauer AG liefert Module zum Heizen und Kühlen, aber auch als ästhetische Verkleidung.

Hybrid-Deckensegel sind multifunktional. Sie können heizen und kühlen. Durch Anbindung an die Betondecke werden Wärmelasten abgeführt, ferner wirken sie schalldämmend. In die Module sind auch Sprinkler eingebaut. Künftig werden Module auch die Beleuchtungskörper enthalten.

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«Richti» Wallisellen ist weitgehend gebaut

Das «Richti»-Areal zwischen dem Bahnhof Wallisellen und dem Einkaufszentrum Glatt ist zurzeit der grösste private Bauplatz der Schweiz und nimmt rasch Gestalt an. Die Allreal-Gruppe realisiert hier ein neues Quartier mit Wohnraum (darunter 300 Wohnungen im Stockwerkeigentum) für rund 1200 Personen (Konradhof, Escherhof) und rund 3000 Arbeitsplätzen. Das im Besitz von Allreal befindliche Grundstück ist 72 000 m2 oder rund zehn Fussballfelder gross.

Heruntergeklappte Hybrid-Deckensegel vor der Endmontage.

men. Sie fertigen die Elemente und deren Aktivierung (als Heiz- und Kühldecken) nach unseren Vorgaben. Wer sind die Kunden? Das sind mehrere Kundensegmente: Bauherren, Architekten, Planer/Ingenieure, aber auch GU/TU, Baumanagement- sowie HLKS-Unternehmen. Im Fall des Novartis Campus haben Sie auch neue, ästhetische Deckenverkleidungen entwickelt. Raumklima und Ästhetik müssen sich nicht ausschliessen. Im Zusammenspiel von Architektur und Haustechnik liegt noch Potenzial. Vor 30 Jahren haben ungesunde Klimaanlagen den armen Büroangestellten eiskalte Luft in den Nacken geblasen – mit entsprechenden Folgen. Welcher Fortschritt bedeutet der neue Klima-Decken-Bau? Im Zusammenspiel mit der Haus- und Gebäudetechnik schaffen wir ein hervorragendes Klima. Es erleichtert das Leben im Büro. Die intelligente Klimatechnik von heute misst, steuert und reguliert. Das hat die Arbeitsausfälle um etwa den Faktor 20 reduziert. Die Leute sind viel

weniger krank, das Büroambiente ist heute hervorragend. Welche Lebensdauer haben die Module? Wir rechnen mit 20 Jahren. Einzelne Ventile müssen vielleicht nach zehn Jahren ausgewechselt werden.

Die Firma Deckenbauer AG installiert im sechsstöckigen «Richtiring», einem Minergie-Bau, Hybrid-Deckenmodule auf 2 5000 m Fläche. Ab Herbst 2014 werden hier 1400 Mitarbeitende am neuen Hauptsitz von upc cablecom arbeiten. Im Erdgeschoss steht Gewerbe- und Gastronomiefläche zur Verfügung. Die Tiefgarage bietet Platz für 200 Autos. Bereits im Mai 2013 wurden das Bürohochhaus und das Bürogebäude, gegenüber dem «Richtiring», von Allianz mit 1800 Mitarbeitenden bezogen.

Wo liegen Neuerungen? Es sind Module in Planung, welche die Beleuchtungskörper eingebaut haben – natürlich LED-Leuchten. Montagezeiten und Kosten werden dadurch optimiert. Wohin geht die Reise? Kommen rosige Zeiten auf die Branche zu, und wie sieht die Zukunft in der Branche aus? Wir schätzen, dass die nächsten zwei bis drei Jahre aufgrund verschiedener Indikatoren im gleichen Stil weitergehen. Überdies besteht natürlich immer Sanierungsbedarf bei der Aufwertung von Bürogebäuden zu einem Standard wie Minergie, Leed oder SGNI (Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft). Was sind derzeit die «Flaggschiffe» der Deckenbauer AG?

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Das erwähnte Projekt Majowa. Dann aber auch Gebäude der Cilag von Johnson & Johnson in Zug. Planung und Montage für diese 22 000 m2 umfassenden Decken waren in acht Monaten zu bewältigen. Auf beide Aufträge sind ■ wir stolz.

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Die Überbauung in Dombresson NE umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit je sechs komfortablen Eigentumswohnungen.

Raumheizung/Warmwasser: Energieeffizienz verbessern, Anteil erneuerbare Energien vergrössern

Energie aus der Umwelt und von der Sonne Energieeffiziente und umweltfreundliche Heizsysteme erfreuen sich wachsender Beliebtheit und bedeuten unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten eine interessante Investition in die Zukunft. Dies bestätigt sich auch am Beispiel einer Kombilösung Wärmepumpe/Solar, wie sie in einer Überbauung mit Eigentumswohnungen in Dombresson NE umgesetzt wurde. Jean Haag, Fachredaktor BR

■ Als Oase der Ruhe und Naturparadies für Wanderer wird das Val de Ruz im Neuenburger Jura gerne bezeichnet. Im nordöstlichen Teil des Tals, auf etwas über 700 Meter Höhe, liegt Dombresson. Die einst von der Landwirtschaft geprägte Gemeinde, die heute rund 1600 Einwohner zählt, hat eine massvolle Entwicklung erlebt. Es haben sich einzelne Industriebetriebe angesiedelt, und auch gebaut wurde einiges in den letzten Jahren. Die ländliche Idylle aber ist erhalten geblieben und bildet die Basis für die Wohnqualität, die der Ort zu bieten hat.

Heizungslösung mit Vorzeigecharakter Wenn vom schonenden Umgang mit Ressourcen und dem Schutz der Umwelt die Rede ist, sind Heizsysteme ganz direkt angesprochen, denn rund die Hälfte des schweizerischen Energiekonsums wird in Gebäuden verbraucht, der grösste Teil davon entfällt auf Heizung und Warmwasser. In diesem Bereich besteht erhebliches Sparpotenzial. Das Stichwort dazu heisst Verbesserung der Energieeffizienz. Sodann sollte der Anteil an erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung schrittweise vergrössert werden. Beides sind auch Postulate der Energiestrategie des Bundes. « Dar-

an », so Christian Jarmuzynski, Projektleiter und Heizungstechniker bei der Firma F. Gabus & Cie SA, Boudevilliers, welche für die Planung und Ausführung der Heizungsanlage in Dombresson verantwortlich war, « orientieren sich in zunehmendem Masse unsere Kunden. Man will eine sparsame, umweltfreundliche Heizung mit möglichst niedrigen Energiekosten und nimmt dafür auch höhere Investitionen in Kauf. Unsere Aufgabe ist es, dafür kreative Lösungen zu entwickeln. » Gemessen an diesen Vorgaben darf der Heizungslösung, wie sie in der Überbauung in Dombresson umgesetzt wurde, Vorzeigecharakter attestiert werden. Die Grundlage dafür bilden gut gedämmte Gebäude, moderne Heizsysteme, die Nutzung erneuerbarer Energien, eine optimale Systemauslegung und Betriebsweise mitsamt zweckmässigem Steuerungs- und Regelungskonzept sowie eine professionelle Planung und Ausführung.

Moderne Technik Die grosszügige Überbauung besteht aus drei Mehrfamilienhäusern mit je sechs komfortablen Eigentumswohnungen. Baubeginn war 2011. Zug um Zug wurden die Wohnblocks erstellt und

mit identischen Heizsystemen versehen. Installiert wurden eine innen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe Aerotop T mit einer Heizleistung von 30,2 kW und eine Solaranlage Solatron S, dazu zwei Warmwasserspeicher und ein Pufferspeicher, alles Geräte von Elco und Technik der neusten Generation. « Es ist von grossem Vorteil, wenn man mit einem Unternehmen wie Elco zusammenarbeiten kann, das Heizungslösungen aus einer Hand mitsamt fachkundiger Beratung anbietet und dazu einen einwandfreien Service der Anlage gewährleistet », sagt Christian Jarmuzynski. Bei der Aerotop T handelt es sich um ein

Daten zur Heizungslösung Luft-Wasser-Wärmepumpe Aerotop T32, Heizleistung 30,2 kW, COP-Wert 3,4/A2/W35 16 m2 Solarkollektoren Solatron S 2.3-1 1 Beistellspeicher Vistron F 750/750 Liter 1 Elektro-Wassererwärmer Vistron E 800/830 Liter 1 Pufferspeicher Vistron B 1000/887 Liter Bauherrschaft: Gerimmo SA, 2301 La Chaux-de-Fonds Systemberatung: Elco Regionalcenter Crissier Planung und Ausführung: F. Gabus & Cie. SA, 2043 Boudevilliers NE

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Blick in den Heizungskeller mit Luft-Wasser-Wärmepumpe AEROTOP T, Beistellspeicher (links), Wassererwärmer und Pufferspeicher.

Schweizer Qualitätsprodukt, das von einer Tochterfirma der Elcotherm AG hergestellt wird. Leistungszahlen von bis zu COP 3,6 gewährleisten eine hohe Effizienz. Unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten für die Luftführung schaffen Flexibilität für die Aufstellung des kompakten Geräts und rationalisieren die Montage. Sodann arbeiten die Wärmepumpen leise. Bei extremer Kälte sorgt eine elektrische Zusatzheizung für Komfort. Auf jedem Dach wurden 16 m2 Solarkollektoren des Typs Solatron S 2.3-1 installiert. Der Flachkollektor verfügt über

einen Vollflächen-Kupferabsorber mit hochselektiver Beschichtung. Erreicht wird eine Energieabsorption von 95 Prozent bei minimalen Abstrahlverlusten von 5 Prozent bei 100 °C. Vier seitliche Anschlüsse ermöglichen eine einfache Verschaltung mehrerer Kollektoren nebeneinander, wie dies in der Überbauung Dombresson praktiziert wurde.

Minimale Schallimmissionen Die Wärme von der Solaranlage wird über einen Wärmetauscher aus nahtlosem Stahlrohr auf das Brauchwasser in

Der Ansaugkanal wurde entlang der Fassade, der Abluftkanal abseits des Gebäudes verlegt, um lärmtechnisch ideale Positionen zu erhalten.

einem Beistellspeicher übertragen. Der Solarkreislauf wird in Gang gesetzt, sobald die Temperatur der Flüssigkeit im Kollektor um 8 °C über derjenigen im Speicher liegt. Vom Speicher gelangt das Wasser mittels Umladepumpe in den Wassererwärmer, wo es bei Bedarf unter Zuschaltung der Wärmepumpe auf die Soll-Temperatur gebracht wird. Ein Elektroheizeinsatz sorgt für den notwendigen Legionellenschutz. Der ganze Prozess ist automatisch geschaltet. In den Sommermonaten, wenn viel Sonnenenergie vorhanden ist, kann die Wärmepumpe ausgeschaltet werden. Besondere Vorkehrungen hat man beim Lärmschutz getroffen. Zwar erfüllte die Wärmepumpe in der Standardausführung die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung, doch die sprichwörtliche Ruhe der ländlichen Idylle sollte in keiner Weise gestört werden. « Es war der Wunsch der Bauherrschaft », sagt Christian Jarmuzynski, « mit weiteren technischen Massnahmen ein Minimum an Schallimmissionen zu erreichen. » Deshalb wurden sowohl beim Lufteinlass als auch beim Luftauslass der Wärmepumpe zusätzlich Schalldämpfer ange-


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bracht, womit die Abstrahlung um je 6 bis 7 dB(A) reduziert werden konnte. Weiter hat man die Decke des Heizungskellers schallmässig abgedichtet. Zu guter Letzt wurde der Abluftkanal abseits des Gebäudes in einigen Metern Abstand erstellt, was sich als idealer Standort entpuppte.

Niedrige Energiekosten In zwei der drei Häuser hat die Heizung ihre Bewährungsprobe bereits bestanden. « Probleme mit der Heizung gab es keine, sie funktioniert einwandfrei », versichert Christian Jarmuzynski. Die lärmtechnischen Massnahmen haben dazu geführt, dass man von der Heizung schlicht nichts hört, wie auch Bewohnerinnen und Bewohner bestätigen. Die Schalldämpfer beeinflussen weder Leistung noch Wirkungsgrad der Wärmepumpe, und der Luftdurchsatz liegt nach wie vor bei 10 000 m3/h. Bei der Solaranlage ging man davon aus, dass sie etwa 50 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser decken werde. Der tatsächliche Wert liegt nach Aussage von Heizungstechniker Jarmuzynski darüber. Gründe für den hohen Deckungsgrad sind neben den Verbrauchsgewohnheiten die Effizienz der Kollektoren und deren optimale Einbindung. Wie Messungen in den bereits bewohnten Häusern ergaben, stehen die Wärmepumpen pro Jahr rund 1800 Stunden in Betrieb. Ihr Stromkonsum samt aller mit Elektrizität betriebenen Komponenten im Heizungskeller liegt bei 17 800 kWh. Daraus ergeben sich aussergewöhnlich niedrige jährliche Energiekosten. Umgelegt auf eine Wohnung handelt es sich um einen Betrag von 500 bis 600 Franken. Bei konventionellen Heizsystemen liegt dieser Wert um ein Mehrfaches höher. Das schafft günstige Voraussetzungen für die Amortisation. Durch den grossen Anteil an erneuerbaren Energien erreicht man eine hohe Unabhängigkeit von den volatilen Preisen anderer Energieträger. Dadurch ergibt sich auf lange Sicht eine stabile Entwicklung der Heizkosten, denn Energie aus der Umwelt und von der Sonne wird auch in Zukunft gratis sein. Unter diesem Blickwinkel betrachtet, ist eine Heizungslösung, wie sie in der Überbauung in Dombresson umgesetzt wurde, nicht nur sehr umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich äus■ serst interessant.

www.elco.ch

Flachkollektoren des Typs Solatron S 2.3-1 liefern thermische Energie für die Warmwasserbereitung. Seitliche Anschlüsse ermöglichen eine einfache Verschaltung der Kollektoren.

Um die Schallimmissionen zu minimieren, wurden Lufteinlass und Luftauslass (rechts) der Wärmepumpe zusätzlich mit Schalldämpfern versehen.

Christian Jarmuzynski, verantwortlicher Projektleiter Heizung: «Unsere Aufgabe ist es, kreative Heizungslösungen zu entwickeln.»

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Energie | Wärme | Strom |

Weishaupt-Konzessionäre tagen in der Umweltarena

Systemtechnik für den Sanierungsmarkt Es sind also bereits über 25 Jahre her, seit Weishaupt dieses Erfolgsmodell eingeführt hat, welches vom Geschäftsführer Richard Osterwalder laufend weiterentwickelt wurde. Es bildeten sich langjährige, starke Partnerschaften. Die Konzessionäre haben ein grosses Vertrauen in die Top-Produkte von Weishaupt. Die Innovationskraft ist gross, werden doch im Forschungs- und Entwicklungszentrum laufend neue Produkte entwickelt und bis zur Marktreife gebracht. Ein weiteres Plus zeigt sich in der Tatsache, dass Weishaupt ihre Entwicklungen selbst herstellt und alle Heizsysteme in Sennwald SG gefertigt werden. Dies ermöglicht eine Ersatzteilversorgung für alle Produkte über eine lange Lebensdauer. Zum Beispiel für die ersten Heizkessel mit Jahrgang 1989 ist die Ersatzteilversorgung immer noch gewährleistet, nach bald 25 Jahren. Sie sind stolz, von Anfang an dabei zu sein. Die zwei Konzessionäre Kurt Heeb aus Au SG (zweiter von links) und Franz Ulmann, eingerahmt von Richard Osterwalder (rechts) und Beat Hürlimann von der Weishaupt AG.

An der Tagung der Weishaupt-Konzessionäre wies der Geschäftsführer Richard Osterwalder auf die grosse Bedeutung des Sanierungsmarkts für sein Unternehmen und für die Partnerfirmen hin. Zum traditionellen Meeting mit Informationsaustausch zu Marktgeschehen und Produkteneuheiten trafen sich über 60 Teilnehmer in der Umwelt Arena in Spreitenbach. Quelle: Weishaupt AG

■ Konzessionierte Partnerfirmen von Weishaupt sind in der Regel Feuerungsspezialisten mit eigener 24-StundenKundendienstorganisation während sieben Tagen. Sie verfügen über Fachpersonal, welches mit vollständig ausgerüsteten Kundendienstfahrzeugen, modernsten Messgeräten und Originalersatzteilen im Einsatz ist. Weishaupt bildet seine Partner laufend auf den neuen Produkten aus und führt entsprechende Weiterbildungen durch. « Unsere Partner schätzen die qualifizierte Aus- und Weiterbildung im Schulungscenter in Geroldswil », so Martin Rast, der seit über 15 Jahren im Unternehmen für die Ausbildung der Mitarbeiter, Konzessionäre und Installationsfirmen verantwortlich ist. Richard Osterwalder, seit Anfang 1989 Geschäftsführer von Weishaupt Schweiz

AG: « Weishaupt-Konzessionäre waren bereits zu meiner Anfangszeit wichtige Partner. Sie sind heute mit allen Produkten, von Brennern über Heizsysteme mit Brennwerttechnik, Solarwärmeanlagen bis Wärmepumpen vertraut. Wir unterstützen diese wichtigen Partner auch mit Werbemassnahmen und an Messen ». Wer also als Konzessionär mit Zulassung für Weishaupt arbeiten will, muss einige Anforderungen erfüllen. Der genannte 24-Stunden-Service mit Fachpersonal muss garantiert werden. Die Haltung eines Lagers mit Originalersatzteilen ist eine weitere Bedingung. Dank den Konzessionären und dem Kundendienst von Weishaupt mit über 80 eigenen Servicetechnikern wird so die fachliche Betreuung aller Weishaupt-Anlagen flächendeckend sichergestellt.

Information und stetige Weiterbildung Die regelmässig stattfindenden Tagungen der Weishaupt-Konzessionäre sind wichtige Bausteine in der erfolgreichen Zusammenarbeit. In der Umweltarena stand das Thema « Systemtechnik für den Sanierungsmarkt » im Mittelpunkt. Richard Osterwalder machte schon in seiner Begrüssung unmissverständlich darauf aufmerksam, wie wichtig in diesem Marktsegment die fossilen Energieträger Öl und Gas sind. Das Austauschpotenzial ist enorm und es gilt, dieses zu nutzen. Dem Bundesamt für Statistik gemäss sind in der Schweiz rund 840 000 Gebäude mit einer Ölheizung und rund 250 000 mit einer Gasheizung ausgerüstet. Aussagen des Bundesamts für Energie ( BFE ) bestätigen diese Werte. Aus einem Diagramm mit dem Titel « So heizen die Schweizer Haushalte » wird die deutliche Dominanz der fossilen Energieträger ersichtlich. Die Anteile von Heizöl mit 54,4 % und Erdgas mit 20,6 % sprechen eine deutliche Sprache. Weishaupt bietet ein attraktives Produktesortiment für den Sanierungsmarkt. Die bodenstehenden Brennwertkessel für Öl und Gas nehmen eine besonders wichtige Rolle ein. Hauseigentümer, die ihre alte Heizung sanieren wollen, haben die grossen Vorteile dieser Produkte längst erkannt. Eine


Energie | Wärme | Strom |

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Die Tagungsteilnehmer wurden kompetent über Produkteneuheiten aus dem Hause Weishaupt informiert.

höchst effiziente Energieausnutzung des Brennstoffs bis gegen 100 % ist eines der wichtigsten Argumente. Auch der Umstand, dass eine Sanierung einer alten Ölheizung durch einen neuen Brennwertkessel, vergleichsweise preisgünstig vollzogen werden kann, wird zum wichtigen Entscheidungskriterium. Immer häufiger werden bei Sanierungen Systeme, die erneuerbare Energie nutzen können, mit der klassischen Wärmeerzeugung kombiniert.

Nur mit Systemtechnik lassen sich optimierte Lösungen realisieren Diese Entwicklung entspricht ganz der Systemstrategie von Weishaupt. In der EU wird zurzeit die Einführung einer Energieetikette vorbereitet, die Auskunft über die Energieeffizienz von Einzelkomponenten und Gesamtsystem im

Kostengünstige Lösungen können dank Weishaupt-Systemtechnik für den Sanierungsmarkt angeboten werden. Das Beispiel zeigt einen Ölbrennwertkessel mit Trinkwasserspeicher in einem Landhaus.

Bereich der Wärmeerzeugung und Trinkwasseraufbereitung gibt, wie unlängst am Weishaupt Ingenieur-Fachzirkel ( WIF ) zu erfahren war. Auch für die Schweiz wird man sich dieser Thematik annehmen müssen. Dass die Zukunft in der Systemtechnik liegt, ist für Weishaupt eine Selbstverständlichkeit. Den Konzessionären und ihren Mitarbeitern wurde dies von den Weishaupt-Spezialisten an der Tagung aufgezeigt. Systemtechnik bedeutet das effiziente Zusammenspiel und die einwandfreie Funktion abgestimmter Einzelkomponenten wie Wärmeerzeuger, Trinkwassererwärmer, Solarkomponenten und die dazu erforderlichen Steuerungsanlagen. Mit grosser Aufmerksamkeit folgten die Tagungsteilnehmer den Informationen über Produkteneuheiten im Bereich der Brennwerttechnik. Sie erfuhren Neues aus dem Produkteprogramm der Trinkwasseraufbereitung. In einem Fachgespräch mit Kurt Heeb aus Au SG wurde eine weitere Art der Partnerschaft mit Weishaupt vorgestellt und die Unterstützung im Bereich der Auslegung von Solaranlagen präsentiert. Weishaupt stellt seinen Partnern dabei kostenlos die Polysun-Software zur Verfügung. Sie erlaubt, für jedes Objekt eine Solaranlage optimal auszulegen, zeigt dabei die hydraulische Einbindung auf und berechnet den individuell nutzbaren solaren Deckungsgrad. Die Information über diesen Deckungsgrad ist in der Kundenberatung ein wichtiges Element, wie Kurt Heeb während der Präsentation erwähnt. Kann man dem Kunden zeigen, welchen Nutzen er aus der Solaranlage

zieht, ist sie in den meisten Fällen schon verkauft. Es blieb an der Tagung aber nicht nur beim Gesagten. Allen Teilnehmern wurde gleichzeitig eine umfangreiche Dokumentation zu den Neuheiten, die für die Beratung und den Kundendienst genutzt werden kann, ausgehändigt.

Tagung dient auch der Pflege der Partnerschaft Die Weishaupt-Konzessionäre treffen sich jährlich einmal zum Gedankenaustausch. Dabei nimmt die Vermittlung von Fach- und Produkteinformation einen wichtigen Stellenwert ein. Nicht unbedeutend in dieser Zusammenarbeit ist auch der Gedankenaustausch unter den Partnern. Die Zusammenarbeit mit den Konzessionären hat sich für Weishaupt mehr als gelohnt. Wie Richard Osterwalder erwähnt, ist der Ausbau dieser Organisation noch nicht abgeschlossen. Noch immer werden neue Firmen, die die Voraussetzungen zum Konzessionär erfüllen, aufgenommen. Es ist eben nicht nur der Hersteller, der von dieser Art der Zusammenarbeit profitiert. Auch für die Partner ist es eine echte Win-win-Situation. Kurt Heeb: « Wir wollten von Anfang an nicht nur für den Verkauf und die Montage von Heizungsanlagen tätig sein. Auch der Servicedienst sollte zu unserem Angebot gehören. Mit Weishaupt haben wir damals einen Lieferanten gefunden, der uns dieses Geschäftsmodell ermöglichte. Die erfolgreiche Partnerschaft ■ dauert jetzt bereits über 25 Jahre ». www.weishaupt-ag.ch

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Lüftung | Klima | Kälte |

Förderprogramm «NEBO+» für Lüftungs- und Klimaanlagen

Nachhaltige energetische Betriebsoptimierung Bestehende Lüftungs- und Klimaanlagen werden in Bezug auf Energieeffizienz und Kosten oft suboptimal betrieben. Durch eine Betriebsoptimierung können der Stromverbrauch und die Betriebskosten ohne Komforteinbussen erheblich gesenkt werden. auf die Bedürfnisse der Nutzung angepasst. Eine Betriebsoptimierung umfasst meistens eine oder mehrere der folgenden Massnahmen: • Anpassung der Betriebszeiten an die Arbeitszeiten des Betriebs oder die Nutzungszeiten des Gebäudes • Senkung der Luftmengen durch Anpassung an den Bedarf • Reduktionen bei der Be- und Entfeuchtung • Anpassung der Zulufttemperaturen • verhindern von gleichzeitigem Heizen und Kühlen • optimale Einstellung der Wärmerückgewinnung.

Teil der Betriebsoptimierung: ein Axpo-Verwaltungsgebäude in Baden.

Martin Jakob, Programmleiter NEBO+

■ Das Förderprogramm NEBO+ unterstützt solche Betriebsoptimierungen finanziell im Rahmen eines ProKilowattProgramms. NEBO+ hat eine totale Laufzeit von drei Jahren und dauert bis zum Herbst 2014. Bis dann können Förderanträge eingereicht werden, solange der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft ist.

Viel Luft ohne Nutzen Besonders in Dienstleistungsgebäuden, aber auch in gewissen industriellen Betrieben machen die lufttechnischen Anlagen oft einen signifikanten Teil des Stromverbrauchs aus. Zudem beeinflussen sie durch ihren Betrieb auch den Kälte- und Wärmebedarf des Gebäudes und können diesen massiv in die Höhe treiben, wenn sie suboptimal betrieben werden. Um die Energieeffizienz von Lüftungs- und Klimaanlagen zu erhöhen und Energieverbrauch und Kosten zu senken, ist ein Ersatz durch neuere,

effizientere Anlagen oft nicht erforderlich. Häufig werden Lüftungsanlagen mit zu hohen Luftmengen oder nicht bedarfsgerecht betrieben. Lüftungsanlagen laufen auch bei Abwesenheit und es wird mehr Luft umgewälzt als für den Komfort notwendig ist. Die Folge sind Stromverbräuche, die gegenüber dem optimalen Betrieb rund 20 Prozent zu hoch sind, je nach Zustand und Komplexität der Anlagen teilweise jedoch auch bis zu 50 Prozent.

Nachhaltige energetische Betriebsoptimierung Durch eine Betriebsoptimierung ( BO ) können der Energie- und vor allem der Stromverbrauch markant gesenkt werden. Dabei müssen keine kapitalintensiven Investitionen getätigt werden, um Energie zu sparen, sondern es wird jeweils der Betrieb der bestehenden Lüftungs- und Klimaanlage analysiert und

Dadurch werden Energieeinsparungen ohne Komforteinbussen erzielt. Dazu kommt, dass nach einer sorgfältig durchgeführten BO auch weniger Störungen auftreten und die Zahl der Reklamationen der Gebäudenutzenden zurückgehen. Bei einer Betriebsoptimierung bleibt der ( finanzielle ) Ressourceneinsatz minimal und die Energiekosten gehen deutlich zurück, dadurch haben die BO-Massnahmen eine Payback-Zeit von oft weniger als einem Jahr. Damit die BO in auch eine nachhaltige, d. h. andauernde Wirkung hat, kommt es neben der Identifizierung von Einsparpotenzialen vor allem auch auf die Zusammenarbeit zwischen dem BO-Ingenieur und dem Betreiber der Lüftungsanlage an. Eine nachhaltig wirkende Betriebsoptimierung sollte deshalb nach den folgenden fünf BO-Schritten durchgeführt werden: 1 Ist-Zustandsaufnahme: Der Ist-Zustand der Anlage wird vor Ort durch den beauftragen BO-Ingenieur in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbetreiber erfasst. 2 Massnahmendefinition: Der BO-Ingenieur erstellt basierend auf der Bestandsaufnahme einen Vorschlag zur Betriebsoptimierung inkl. Massnahmendefinition. 3 Umsetzung der Betriebsoptimierung: Die Optimierungsmassnahmen wer-


Lüftung | Klima | Kälte |

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Lüftungszentrale eines der Gebäude der Axpo.

den durch den beauftragen Ingenieur gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber umgesetzt. 4 Instruktion des Betriebspersonals: Der BO-Ingenieur instruiert den Anlagenbetreiber zum effizienten Betrieb der Anlage vor Ort und wie er auf veränderte Bedingungen reagieren muss. Dabei wird nicht nur der verantwortliche Techniker über die Funktionsweise und Ergebnisse der Betriebsoptimierung informiert, sondern auch die involvierten Entscheidungsträger im Unternehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Optimierungen nachhaltig wirken und das nötige Wissen auch auf die Management-Ebene durchdringt. 5 Nachjustierung und Wirkungsdokumentation: 3 – 6 Monate nach Schritt 3 führt der BO-Ingenieur eine Wirkungskontrolle und Nachjustierung der Betriebsoptimierung vor Ort durch, um die Wirkung der Massnahmen auch in einer anderen Jahreszeit

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Energie [MWh]

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Effizienz

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Störungen

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Soll-Zustand 1.0 0.9

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0.8 0.7 0.6 0.5 0.4 0.3 0.2 0.1 0.0

0.0 Kühlen

Heizen

Entfeuchten/ Kühlen

Entfeuchten/ Heizen

Befeuchten

Info Ohnsorg Söhne AG Knonauerstrasse 5 Postfach 332 6312 Steinhausen

Ins

tru

kti

on

Ventilatorenergie

UP Fachwissen

Atmen Sie bessere Luft mit Abluft!

Das Förderprogramm NEBO+ fördert solche nachhaltigen energetischen Betriebsoptimierungen von Lüftungs- und Klimaanlagen. Es wird im Rahmen der

BO- Tool NEBO+

Optimierung

Ist-Zustand 1.6

1.4

« Wettbewerblichen Ausschreibungen im Bereich Stromeffizienz » des Bundesamts für Energie durchgeführt. Unterstützt wird NEBO+ durch 20 schweizweit tätige Umsetzungspartner. Dabei handelt es sich um erfahrene BO-Ingenieure, welche die eigentlichen Betriebsoptimierungen anhand der durch NEBO+ definierten Methode im Auftrag der Anlagenbetreiber planen und vor Ort durchführen. Die Umsetzungspartner arbeiten dabei sowohl mit dem Anlagebetreiber als auch mit NEBO+

Förderprogramm NEBO+ schweizweit aktiv

An Fa lagen ch ke - un nn d tni ss e

Dokumentation / Berechnung

Energie [MWh]

AB Erfahrung

zu testen. Für den Anlagebetreiber bietet sich hier die Möglichkeit, Rückmeldungen zu geben und seine Erfahrungen mit dem BO-Ingenieur auszutauschen. Durch das Miteinbeziehen des Betriebspersonals kann der BO-Ingenieur auf deren Erfahrung aufbauen und der Betreiber lernt gleichzeitig die Zusammenhänge zwischen den Anlageneinstellungen und deren Energieverbrauch kennen. Dies ermöglicht es dem Anlagebetreiber, ein tieferes Verständnis seiner Anlage aufzubauen. Dadurch vermag er besser auf künftige Veränderungen zu reagieren und die Anlage eigenständig an neue Gegebenheiten anzupassen, ohne dabei die erzielten Einsparungen rückgängig zu machen.

Tel. 041 747 00 22 Fax 041 747 00 29

Vorschläge NEBO+ UP: Umsetzungspartner AB: Anlagenbetreiber

Nachhaltige energetische Betriebsoptimierung nach NEBO+.

www.ohnsorg-soehne-ag.ch info@ohnsorg-soehne-ag.ch ©Lemon

Consult (NEBO+) Schweizer Qualitätsprodukt

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Lüftung | Klima | Kälte |

Monoblock einer Lüftungsanlage der Axpo.

Prinzipschema einer Lüftungsanlage aus dem Gebäudemanagementsystem der Axpo.

eng zusammen, damit soll eine möglichst nachhaltig wirkende Betriebsoptimierung erreicht werden, die sowohl Kosten als auch Energie spart.

Hohe Einsparungen, geringe Kosten Zwei der ersten Objekte, die durch NEBO+ gefördert wurden, sind das Spital Zollikerberg und die Gebäude der Axpo in Baden. Beide Objekte wurden durch die BO-Ingenieure der Firma Lemon Consult in Zürich durchgeführt. Bei den Anlagen des Spitals Zollikerberg handelt es sich mit einer summierten Luftmenge von 120 000 m3 pro Stunde um eine mittelgrosse Anlage. Durch

nur wenige BO-Massnahmen konnte ein Einsparpotenzial von 240 000 kWh Strom pro Jahr identifiziert werden, was rund 31 Prozent des Elektrizitätsverbrauchs der Anlage gleichkommt. Dazu kommt ein Wärmeeinsparpotenzial von 170 000 kWh pro Jahr. Bei der Umsetzung der BO-Massnahmen konnte gänzlich auf Investitionen verzichtet werden, da das Einsparpotenzial vor allem durch die Optimierung der Betriebszeiten und die Anpassung der Befeuchtungssollwerte (ohne Komforteinbussen ) erzielt wurde. Dadurch sind für die Betriebsoptimierung des Spitals einzig Beratungskosten für den BO-Ingenieur von Lemon Consult angefallen, welche

durch die Einsparungen und den Förderbeitrag von NEBO+ in nur zwei Monaten amortisiert werden können. Bei der etwas kleineren Anlage der Axpo in Baden ( Luftmenge von 80 000 m3 pro Stunde ) konnten die BOIngenieure von Lemon Consult ebenfalls grosse Einsparungen erzielen. Der Strombedarf für den Lufttransport ist durch die Reduktion der Betriebszeiten der Lüftungsanlage und der Anpassung der Luftmenge an den Bedarf mittels Regulierung anhand der Raumluftqualität und -temperatur erheblich reduziert worden. Dazu konnte der Freecooling-Anteil für die Kühlung der Serverräume durch die Optimierung erhöht werden, wodurch der Stromverbrauch für die Kältebereitstellung gesenkt werden konnte. Zusammen werden durch die BO-Massnahmen jährlich 130 000 kWh Strom eingespart, was knapp 50 Prozent des Verbrauchs der Ausgangslage ausmacht. Dazu kommen noch gut 160 000 kWh Endenergieeinsparungen bei der Wärmebereitstellung. Die erzielten Einsparungen führten dazu, dass die Energiekosten der Anlage halbiert werden konnten. Einige Optimierungen konnten sofort am Leitsystem umgesetzt werden. Weitere Massnahmen wurden kostengünstig in den Teilersatz des Gebäudeleitsystems integriert. Dies bildete eine besonders gute Möglichkeit, Anpassungen an der Regulierung vorzunehmen mit nur geringen Zusatzkosten. Die gesamten Optimierungskosten wurden durch die Einsparungen in nur zweieinhalb Monaten amortisiert. Die beiden Beispiele veranschaulichen, wie durch eine Betriebsoptimierung der Stromverbrauch von Lüftungs- und Klimaanlagen erheblich gesenkt werden kann und dabei kaum Kosten entstehen. Durch die Methodik von NEBO+ wird zudem sichergestellt, dass die BO eine nachhaltige Wirkung hat und die Anlage auch in Zukunft effizient betrieben wird. Mehr Informationen zum Ablauf des Förderprogramms sowie eine Liste der Umsetzungspartner findet man ■ unter www.neboplus.ch. Förderprogramm NEBO+ c/o TEP Energy GmbH, 8037 Zürich Tel. 043 500 71 71, info@neboplus.ch www.neboplus.ch www.prokilowatt.ch


Lüftung | Klima | Kälte | Produkte

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SVLW-Broschüre: für gesunde Raumluft Schlechte Raumluft kann folgende Auswirkungen haben: Kopfweh und Konzentrationsschwäche, Anfälligkeit für Erkältungen, Bronchitis und Asthma sowie ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs. Wie schaffen wir gute Raumluft? Bei Bauprojekten steht oft die Sicherstellung von einwandfreier Hygiene und guter, gesunder Luft an letzter Stelle. Dabei ist es wichtig, bereits bei der Planung die Instandhaltung und regelmässige Reinigung der Lüftungsanlagen zu berücksichtigen. Wird die Lüftungsanlage nicht nach der Richtlinie SWKI VA 104 geplant, errichtet und betrieben, kann gute Raumluft nicht über die Lebensdauer der Gebäude gewährleistet werden.

Der Flyer «Für gesunde Raumluft» des SVLW ist online und in Papierform erhältlich. (Bild: SVLW)

■ Gesunde Raumluft ist ein Grundrecht des Menschen. Ob Raumluft uns krankmachen kann und wie wir gute Raumluft erreichen, darüber informiert ein Flyer des SVLW. Zentral dabei ist: Luft ist ein Lebensmittel und muss als solches behandelt werden. Bereits im Jahr 2000 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO Folgendes postuliert: «Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Innenraumluft.» In der Schweiz gibt es strenge Lebensmittelkontrollen. Doch für die Luft, die wir täglich einatmen, fehlt ein verbindliches Gesetz. Pro Tag benötigen wir 20 kg Luft. Ist diese Raumluft schlecht, hat dies direkte Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Die WHO und die Lungenliga Schweiz schätzen, dass im Jahr 2020 die chronische obstruktive Lungenkrankheit (COPD-Reizhusten) eine der weltweit häufigsten Todesursachen sein wird. In der Schweiz leiden etwa 400 000 Menschen an COPD. Der chronische Reizhusten und die Atemnot ent-

stehen auch durch verschmutzte Raumluft – Folge sind steigende Gesundheitskosten. Ist Aussenluft wichtiger als Raumluft? Die Qualität der Aussenluft ist gesetzlich geregelt und wird sorgfältig kontrolliert. Doch der Mensch hält sich zu ungefähr 90 Prozent in Räumen auf. Bis auf wenige Ausnahmen wie die MAK-Werte (Asbest, Kohlenmonoxid und Radon) gibt es keine verbindlichen Grenzwerte für Schadstoffe in der Raumluft. Gemäss SIA / SWKI-Richtlinien gelten folgende Behaglichkeitswerte: Temperatur von 21 bis 26 Grad Celsius, Feuchte von 30 bis 60 Prozent r.F., CO2 bis 1300 ppm. Dicke Luft ist schädlich Verdichtetes Bauen, energiesparende Bauweise und moderne Architektur aus Stahl und Glas verlangen leistungsfähige Lüftungsanlagen, die für den effizienten und hygienisch einwandfreien Transport des Lebensmittels Luft zuständig sind.

Die Ziele des SVLW • Umsetzung der WHO-Forderung: Jeder Mensch hat ein Recht auf gesunde Innenraumluft. • Anwendung der Richtlinien SWKI VA 104 / VDI 6022: HygieneAnforderungen an raumlufttechnische Anlagen. • Alle RLT-Anlagen sollen ein physiologisch günstiges Raumklima und eine hygienisch einwandfreie Qualität der Innenraumluft mit wenig Energie sicherstellen. Sie sind so zu planen, auszuführen, zu betreiben und instand zu halten, dass von ihnen weder eine Gefährdung der Gesundheit noch Störungen der Behaglichkeit oder eine Geruchsbelästigung ausgehen.

• Hygiene-, energie- und sicherheitstechnische Inspektion als ein Muss – analog Autoinspektion – zur Sicherheit von Arbeitnehmern und Nutzern in Räumen. Ein Label, das Sicherheit schafft Das zertifizierte Schweizer Lufthygiene-Label wird von der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) verliehen. Es geht an aktive Mitglieder des Schweizerischen Vereins für Luft- und Wasserhygiene (SVLW), sofern sie, basierend auf ISO 9001, die Kriterien des SVLW in ihrem Arbeitsgebiet erfüllen. Dieses umfasst je nach Unternehmen Planung, Errichtung, Installation, Betrieb, Instandhaltung, Reinigung bis zur Hygiene-Inspektion von raumlufttechnischen Anlagen. ■ Mehr Informationen über Schadstoffbeurteilung: www.gutesinnenraumklima.ch Link zum Bestellen des Flyers: http://www.svlw.ch/156-flyer-fuergesunde-raumluft.html

SVLW, Schweizer Verein Luft- und Wasserhygiene Geschäftsstelle: Martin W. Bänninger 8805 Richterswil Tel. 078 907 88 79 info@SVLW.ch, www.SVLW.ch

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Gebäudeautomation |

Technologie für den demografischen Wandel

Clevere Sensortechnik für die Sicherheit von Senioren und Pflegebedürftigen Der innovative Sensor iSens steigert die Lebensqualität und Sicherheit von Senioren bzw. Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. Lebenserfahrene Personen können länger in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben, und Angehörige müssen sich weniger Sorgen um alleinstehende Elternteile oder Verwandte machen. Quelle Poly-Projekt GmbH: Bearbeitung Christian Bärtschi

■ Aufgrund der Zukunftsvorhersagen und der demografischen Entwicklung war den Verantwortlichen der Firma Poly-Projekt, Beatrice und Markus Schori, von Anfang an klar, dass das Wohnen für Senioren in den eigenen vier Wänden sowie in der gewohnten

Umgebung in Verbindung mit dem gewohnten sozialen Umfeld gefördert und unterstützt werden muss. Jeder Mensch möchte so lange wie irgendwie möglich selbstständig und selbstbestimmt leben können, ohne dabei auf Sicherheit verzichten zu müssen.

Sensor iSens steigert die Lebensqualität und Sicherheit von Senioren bzw. Pflegebedürftigen und deren Angehörigen. (Foto: Thinkstock.com)

Als Beatrice und Markus Schori vor drei Jahren den Verkauf von Notrufsystemen lanciert haben, wurde ihnen schnell klar, dass die vorhandenen Produkte auf dem Markt vor allem im privaten Anwendungsbereich stark von den Bedürfnissen der Anwender abweichen. Die bisher erhältlichen Sicherheits- respektive Notrufprodukte, welche für die Sicherheit von Senioren dienen sollen, weisen im Grundsatz den Mangel auf, dass aktiv ein Alarm ausgelöst werden muss. In den Augen der Unternehmer aus dem bernischen Zollikofen war dies ein grosser Nachteil aus folgenden Gründen: • Im Falle eines Kreislaufzusammenbruchs, bei Herz-Kreislauf-Problemen, Sturz usw. ist es meistens nicht mehr möglich, aktiv einen Alarmknopf zu betätigen. • Die auf dem Markt erhältlichen Armband- und Halsbandsender stossen bei den Anwendern nicht auf grosse Toleranz. • Die Armbandsender werden oft, wie von jeher gewohnt, für die Nacht abgelegt. Bei einem Zwischenfall in der Nacht ( z. B. beim Gang zur Toilette ) fehlt dann der Alarmknopf am Arm. Zudem sind bestehende Systeme nicht geeignet für den Einsatz in Wohnungen mit Haustieren ( Hund/Katze ). Im Weiteren werden die meisten der im Handel erhältlichen Notruf- und Sicherheitsprodukte als stigmatisierend betrachtet und deshalb von Senioren abgelehnt. Diese Erkenntnisse bewogen Beatrice und Markus Schori dazu, den Inaktivitätssensor iSens zu entwickeln. Ziel war es, einen unauffälligen Sensor zu entwickeln, der Inaktivität eines Menschen möglichst früh erkennt, in bestehenden Wohnungen / Häusern problemlos und ohne Kostenaufwand nachgerüstet werden kann und für jedermann bezahlbar


Gebäudeautomation |

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ist. Dies ist uns mit der Entwicklung des iSens gelungen. Durch eine neue, eigens für den iSens entwickelte Technologie im Energiemanagement konnte erreicht werden, dass der Sensor vollumfänglich mit Batterien betrieben werden kann. Somit wurde gewährleistet, dass der Sensor an jedem beliebigen Ort ( ohne Stromanschluss ) montiert werden kann. Mit grosser Freude durfte das Unternehmerpaar im August 2013 den Innovationspreis des Schweizerischen KMU-Verbandes für den iSens entgegennehmen. Der iSens wurde zum Patent für CH, EU und zum internationalen Patent angemeldet.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit starken Partnern Die Firma Poly-Projekt und das iHomeLab der Hochschule Luzern mit dem Team von Prof. Alexander Klapproth haben zusammen ein neuartiges Messund Sensorprinzip zur Erkennung von Inaktivität erforscht. Das Messprinzip ermöglicht es, durch gezielte Messungen an einem einzigen Ort in der Wohnung, Inaktivität zu erkennen. Die Steigerung der Lebensqualität wird durch die Montage von nur einem Sensor in der Wohnung erreicht. Der Sensor ist dank LowPower-Technologie batteriebetrieben und besitzt für die Alarmierung eine Funkschnittstelle zum Notruftelefon. Dadurch sind keinerlei Verkabelungen notwendig und es entstehen auch keine negativen Einflüsse auf die gewohnte häusliche Privatsphäre. Durch die nur sehr geringen Anforderungen an die Infrastruktur in der Wohnung kann iSens in jeder Wohnung nachrüstet werden. Es wird nur ein normaler Telefonanschluss für das Notruftelefon benötigt. iSens an sich stellt keine weiteren Ansprüche an die häusliche Infrastruktur. Zudem kann

Der Inaktivitätssensor iSens ist batteriebetrieben und besitzt für die Alarmierung eine Funkschnittstelle zum Notruftelefon. (Foto: Poly-Projekt GmbH)

es ohne gebührenpflichtigen Provider oder fixe Kosten für Abonnements betrieben werden. Die gesamte Sensorentwicklung sowie die Produktion erfolgen in der Schweiz. iSens zeigt so die volle Innovationskraft und Leistungsfähigkeit des Forschungsund Wirtschaftsstandorts Schweiz. Dank der Förderung durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation ( SBFI ) sowie dem Amt für Wirtschaftsförderung des Kanton Bern konnte das KMU-Poly-Projekt ein solch hoch innovatives und technisch sehr anspruchsvolles Produkt realisieren. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass iSens nicht nur eine schweizweite Nachfrage

befriedigt, sondern sogar eine europäische Bedarfslücke schliesst. Mit Stolz kann Poly-Projekt behaupten, dass durch die Zusammenarbeit mit dem iHomeLab der Hochschule Luzern sowie dem Produktionspartner Steinel Solutions AG in Einsiedeln und dem Funklieferant Eldat GmbH, Deutschland, ein zukunftsweisendes und innovatives Produkt made in Switzerland entstanden ist. ■

Poly-Projekt GmbH 3052 Zollikofen Tel. 031 381 63 33 info@poly-projekt.ch www.poly-projekt.ch www.iHomeLab.ch

Messprinzip und typischer Messort.

2000.0 mm x 1200.0 mm

2m

Küche 1.3 m

Wohnzimmer

2400.0 mm x 1200.0 mm

Bewegungserkennung

0.2 m Distanzmessung

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Gebäudeautomation | Produkte

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Aus der aizo AG wird die digitalStrom AG Das Smarthome-System digitalStrom vernetzt alle elektrischen Geräte im Haushalt über die bestehenden Stromleitungen – und eröffnet Anwendern damit eine neue Dimension des Wohnkomforts. (Bilder: digitalStrom) ALLES VORHANDEN digitalSTROM nutzt den ganz normalen Taster an der Wand für viele Einsatzmöglichkeiten. Das gilt nicht nur für fest eingebaute Schalter, sondern auch für das Schalten von gesteckten Lampen. Die intuitive Bedienung macht Ihr Leben einfach angenehmer.

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WEB GANZ EINFACH GEPRÜFTE QUALITÄT

VON UNTERWEGS Mit digitalSTROM steuern Sie Ihre Haustechnik auch mit dem SmartPhone – überall und jederzeit.

■ Das deutsch-schweizerische Unternehmen aizo AG mit Hauptsitz im zürcherischen Schlieren bietet mit seiner Smart Home-Technologie digitalStrom eines der führenden Vernetzungssysteme im deutschsprachigen Raum an. Vor dem Hintergrund der Wachstumsstrategie in weitere europäische Länder und einer einheitlichen Markenpositionierung wurde die aizo AG am 1. Januar 2014 in die digitalStrom AG umfirmiert. «Mit der Umbenennung werden wir nun auch auf Unternehmensseite unserem smarten Produkt gerecht. digitalStrom wird so für unsere

digitalSTROM ist neu, aber Sie werden sich schnell damit auskennen. Fangen Sie mit einer kleineren Anwendung an, danach können Sie digitalSTROM schrittweise erweitern. Das Anschließen der Geräte erfolgt wie gewohnt und die Grundeinstellungen sind ohne Computer möglich.

Kundinnen und Kunden einfacher und verständlicher. Das digitalStrom-System soll sich als europaweiter Standard für intelligentes Wohnen etablieren. Unternehmen, digitalStrom-Konzept, Marke und Produkt stärken sich gegenseitig», so Martin Vesper, CEO der neu benannten digitalStrom AG. Mit dem neuen Firmennamen ist das Unternehmen näher am eigentlichen Produkt und schafft mehr Identität zwischen dem Smart Home-System und dem Unternehmen. Technischer Fortschritt und digitale Vernetzung sind für Menschen im Beruf, beim Autofahren oder im

Mittels digitalStrom lassen sich beispielsweise Lampen bequem per Smartphone dimmen.

digitalSTROM orientiert sich an höchsten Qualitätsstandards und zeigt in der Gebäudetechnik neue Wege auf. In der Idee und Technologie spiegeln sich schweizerischer und deutscher Erfindergeist wider: neues Denken und solides Handwerk.

Austausch mit Freunden selbstverständlich geworden. Nur im Heimbereich scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. digitalStrom ist seit 2011 im deutschsprachigen Raum auf dem Markt und macht sich daran, diese digitale Lücke des Wohnens zu schliessen. Das Smart Home-System vernetzt über bestehende Stromleitungen sämtliche elektrischen und elektronischen sowie Breitband-Geräte. Dank einer intelligenten Lüsterklemme mit digitalStrom-Chip werden die angeschlossenen Geräte intelligent und interagieren miteinander. Daraus resultiert eine Vielzahl an schlauen und hilfreichen Anwendungsmöglichkeiten, die dank der kompletten Vernetzung im digitalen Lifestyle den Kunden umfassenden Komfort und echte Unabhängigkeit bieten. Über digitalStrom digitalStrom ist die Lösung für intelligentes Wohnen. Das Smart Home-System steht für digitalen Lebensstil und ein ganzheitliches Vernetzungskonzept. Intuitiv in der Anwendung und einfach einzubauen, kommuniziert die Technologie über die bestehenden Stromleitungen und vernetzt sämtliche elektrische Geräte sowie Breitbandgeräte im Zuhause. So entsteht eine Infrastruktur, die über offene Schnittstellen die Möglichkeit bietet, beliebige Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen anzudocken.

Kernstück der Installation von digitalStrom sind die typischen Lüsterklemmen.

Durch die gelungene Miniaturisierung und seine digitale Intelligenz eignet sich digitalStrom sowohl zur Nachrüstung als auch zur Installation in Neubauten, ohne in das bestehende Raumdesign einzugreifen. Analog zur Welt der Smartphones und App Stores hat digitalStrom eine offene Plattform, die der Kreativität für Lösungen rund um Smart Living keine Grenzen setzt: Neben Apps für ein Mehr an Komfort in Haus und Wohnung entstehen so neue Vermarktungsmöglichkeiten für Produkt- und Serviceanbieter. Die digitalStrom AG sitzt in Schlieren-Zürich (CH) und Wetzlar (D). ■ digitalSTROM AG 8952 Schlieren-Zürich Tel. 044 445 99 66 info@digitalstrom.com www.digitalstrom.com


Neue Broschüre zur LED-Technologie: «LED – leicht erklärt» ■ Die LED-Technologie untersteht zurzeit einem rasanten Wandel. Auch im letzten Jahr gab es mit der neuesten LED-Generation wieder einige Neuerungen und Optimierungen. Das Angebot wird grösser und die Einsatzmöglichkeiten nehmen stetig zu. In Anbetracht dieser damit einhergehenden neuen technischen Begriffe und Spezifikationen ist es nicht einfach, den Überblick zu bewahren. Wer ist nicht auch schon bei neuen Werten wie Lumen oder Candela durcheinandergeraten? Um das Thema LED zu erleichtern, hat EM dafür die Broschüre «LED – leicht erklärt» erstellt. Diese Broschüre soll auf einfache Art und Weise aufzeigen, wie die LEDTechnologie funktioniert, wie sie optimal eingesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sie einem bietet. Die Broschüre dient sowohl als Nachschlagewerk wie auch als tägliches Hilfsmittel.

den Regionen Basel, Bern, Genf, Heiden, Lausanne, Lugano, Luzern, Sion und Zürich und beschäftigt rund 650 Mitarbeitende. Sie führt zirka 50 000 Artikel in neun Lagern. Die Elektro-Material AG gehört zur Rexel Gruppe, Paris, einem weltweit führenden Grosshandelsunternehmen für Elektroteile und Elektrobedarf mit über 2300 Niederlassungen in 37 Ländern und insgesamt 31 000 Mitarbeitenden mit einem Umsatz von 13,4 Milliarden Euro im Jahr 2012. ■ Elektro-Material AG 8005 Zürich Tel. 044 278 11 11 www.elektro-material.ch

Über das Unternehmen Die Elektro-Material AG mit Hauptsitz in Zürich ist eine der führenden Elektro-Grosshändlerinnen. Sie hat neun Niederlassungen in

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Gebäudehülle | Spenglerei |

Normen und Richtlinien dienen als verbindliche Grundlage für ökologische sowie technische Qualität bei der Begrünung von Dächern. Auf diesem Dach in St. Gallen hat sich beispielsweise ein Orchideenbestand etabliert. (700 m über Meer, mittlerer Jahresniederschlag 1120 mm, Beschattung der Flächen durch Gebäude, feuchtehaltender Begrünungs-Aufbau, bestehend aus Schutzvlies, Wasserspeicherschicht aus Steinwolle und Vegetations-Substrat).

Neue Norm SIA 312 «Begrünung von Dächern»

Qualitätsschub für das Gründach Die Schweiz ist führend im Bau von Gründächern. Mit der steten Zunahme von Ausführungen in den letzten zwanzig Jahren entwickelten sich auch Positionierungen zur Qualität, bezüglich der Nutzung (Extensiv- oder Intensiv-Gestaltung), des ökologischen Ausgleichs (Lebensraum, Flora, Fauna, Wasserhaushalt, Bedeckung) und zur Begrünungstechnik (Projektierung, Schichtaufbau, Materialien, Ausführung). Hans-Ruedi Amrein-Gerber

Neue Norm SIA 312 «Begrünung von Dächern»: Wuchsformen extensiver Dachbegrünungen in Abhängigkeit der Dicke der Vegetationsschichten. (Quelle: SIA 312, SIA Zürich)

Die neue Norm SIA 312 « Begrünung von Dächern » setzt nun einen verbindlichen Qualitätsstandard für Dachbegrünungen und soll zu ökologisch-technischer Qualität sowie Rechts- und Planungssicherheit beitragen. Begrünte Dächer wirken als ökologische Ausgleichsflächen. Wichtig sind klare Zielvorstellungen zum Bewuchs, die Berücksichtigung objektspezifischer Gegebenheiten und ein darauf abgestimmter Schichtaufbau. Diesbezüglich liegt die Verantwortung beim Planer, was entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt. Die neue Norm ist breit abgestützt. ( Planende, Ausführende, Institutionen, Verbände, amtliche Stellen ) und behandelt die Projektierung, Baustoffe und die Ausführung von Dachbegrünungen. Als extensive Begrünung gelten Aufbauten ab 80 bis 200 mm Aufbaustärke. Als Intensiv-Begrünung bezeichnet werden Aufbauten mit einer Stärke ab 120


Gebäudehülle | Spenglerei |

bis 500 mm. Die bewusst gewählte Überschneidung extensiv-intensiv bietet Projektierenden vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Die neue Norm ergänzt die SIA-Normen 271 ( Abdichtung von Hochbauten ) und SIA 318 ( Garten- und Landschaftsbau ). Gleichzeitig mit der neuen Norm SIA 312 wurde auch die Norm SIA 118/312 « Allgemeine Bedingungen für die Begrünung von Dächern – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 312 » in Kraft gesetzt. Das neue Normenwerk wurde an einer Fachtagung zum Thema an der ZHAW Wädenswil vorgestellt (Bezug unter www.sia.ch/shop).

Aktualisierte SFG-Richtlinien Die SFG (Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung) setzt sich seit 1996 für die Förderung des qualitativen Gründachs ein und hat sich auch an der Ausarbeitung der Norm SIA 312 beteiligt. Mit ihren 1999 herausgegebenen Richtlinien hat sie erste, anerkannte Qualitätsstandards gesetzt. Diese Richtlinien sind in Überarbeitung und

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werden im nächsten Jahr neu aufgelegt. Drei Qualitätsstufen sind vorgesehen: • SFG-Standard ( Substrat-Prüfung zum Wasser- und Lufthaushalt, entspricht der Norm SIA 312 ) • SFG-geprüft ( Prüfung von Substraten hinsichtlich Ökobilanz ) • SFG-Label ( System-Zertifizierung für Begrünungssysteme, inklusive Deckungsgrad und Artenvielfalt ).

Mehr Energie-Gründächer Aktuell steht die Dachbegrünung vermehrt in Konkurrenz zur solaren Nutzung. Das muss nicht so sein. Sinn- und effektvoller ist hier die Verbindung von grüner und solarer Ökologie, die begrünte Dachflächen, Wasserretention sowie eine solare Rendite ermöglicht. Die SFG setzt sich deshalb auch für die Förderung und Entwicklung entsprechender Energie-Gründächer oder Kombi-Dächer ein. Namhafte Anbieter entwickeln dazu Systeme und Lösungen oder haben sie schon verfügbar und in der Praxis eingesetzt. Weitere Infos: ■ www.sfg-gruen.ch.

Die Kombination von Dachbegrünung und Solartechnik ermöglicht eine attraktive Nutzung von Dachflächen.

Bezug der neuen Normen SIA 312 « Begrünung von Dächern » ( 24 Seiten ) und SIA 118/312 « Allgemeine Bedingungen für die Begrünung von Dächern – Vertragsbedingungen zur Norm SIA 312 » ( 16 Seiten ): www.sia.ch/shop SFG, Schweizerische Fachvereinigung Gebäudebegrünung 3661 Uetendorf Tel. 033 223 37 57 www.sfg-gruen.ch

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Sanitärtechnik |

Kaltwasser-Verteiler 1. und 2. Druckzone. (Fotos: Roland Spring, Oberburg)

R. Nussbaum AG: Berner Reha Zentrum Heiligenschwendi, Gesamterneuerung

Am offenen Herzen operiert Obwohl es auf der Heiligenschwendi keinen Operationssaal gibt, war im Zuge der Gesamterneuerung des Reha Zentrums ein Eingriff am «Herzen» der Sanitärinstallation notwendig. Die Verteilbatterien wurden komplett ersetzt und fördern nun das Wasser wieder in alter Stärke in die Adern des Haupt- und Westgebäudes. Die terminlichen und logistischen Herausforderungen waren beachtlich und konnten nur dank des reibungslosen Zusammenspiels aller Partner, darunter auch der R. Nussbaum AG, gemeistert werden.

Andreas Stettler, Olten

■ Auf 1110 Meter über Meer, hoch über dem Thunersee gelegen, ist das Berner Reha Zentrum Heiligenschwendi seit 1895 der ideale Pflege- und Rehabilitationsort für jährlich über 2200 Patientinnen und Patienten. In den drei Gebäuden mit insgesamt 123 Betten sorgen Ärzte-, Pflege- und Therapiefachleute für die optimale Betreuung bei Lungenund Herzproblemen, bei Krankheiten und Verletzungen des Bewegungsapparats, besonders nach orthopädischen Eingriffen und für die internmedizinische Weiterbehandlung. Ein Gehgarten, das Therapiebad und das Werkatelier unterstützen den Heilungsprozess. Bei einer Klinik liegt es zwar auf der Hand, ist aber alles andere als einfach

umzusetzen: Die Totalerneuerung musste bei laufendem Betrieb erfolgen. Die Vorbereitungen dazu waren entsprechend aufwendig und die Beteiligten – Klinikleiter, Bauleiter, Sanitärplaner, Installateur – koordinierten die Arbeiten auf die Stunde, wenn nicht sogar auf die Minute genau. Ein Blick auf die Projektmatrix der ausführenden Bacher AG aus Thun zeigt, dass aus den gewohnten Tagesarbeitszeiten Nachtschichten werden mussten, um die Klinikabläufe möglichst nicht zu tangieren. Sechs Nächte für sieben Verteilbatterien, jeweils von 22 bis 4 Uhr, das waren die Einsatzzeiten für das bisweilen fünfköpfige Monteuren-Team. Während dieser Zeit blieben die Leitungen leer, selbst

auf den Pflegestationen gab es kein Wasser. Und weil ein solcher Unterbruch in einer medizinischen Institution besonders heikel ist, waren Polizei und Feuerwehr laufend über die Bauarbeiten informiert.

Fehlerfreie Materiallieferungen Ebenfalls alles andere als selbstverständlich, aber für das Gelingen eines solchen Unterfangens entscheidend, sind zuverlässige und pünktliche Materiallieferungen. Mit den auf Mass vorgefertigten, geschweissten Edelstahlverteilern konnte Nussbaum diesbezüglich wichtige Unterstützung bieten. Die Länge der einzelnen Verteiler sowie die Abgänge mit einem Durchmesser zwi-


Sanitärtechnik |

schen zwei und vier Zoll erfordern die entsprechende Erfahrung und Infrastruktur. Die Komponenten wurden jeweils rund eine Woche vor der Montage angeliefert und in der « Anprobe » kontrolliert und exakt platziert, bevor alle Verbindungen mit Optipress-Aquaplus endgültig verpresst wurden. Beat Lüthi, Abteilungsleiter Sanitär bei der Bacher AG und Geschäftsleitungsmitglied, ist zufrieden: « Das hat fehlerfrei funktioniert und uns viel Arbeit abgenommen. Wir konnten uns auf die vielen andern Dinge konzentrieren, die bei dieser komplexen Aufgabe anstanden, beispielsweise auf das exakte Ausmessen für die Bestellung oder auf die aussergewöhnliche Logistik. » So durften die Installateure für den Materialtransport weder die Aufzüge noch die Treppen benützen, diese waren ausschliesslich für die Patienten und das Personal reserviert. Da blieb nur der Weg über den Gerüstlift und die Fenster. Das sei schon manchmal recht mühsam gewesen, gibt Lüthi zu, aber aus ablauftechnischen und nicht zuletzt auch hygienischen Gründen halt notwendig. Selbst für Nussbaum seien Verteilbatterien in diesen Dimensionen nicht alltäglich, wie der verantwortliche Verkaufsaussendienstmitarbeiter Markus Schwab einräumt.

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Beat Lüthi (Abteilungsleiter Sanitär und GL-Mitglied Bacher AG), Markus Schwab und Daniel Fankhauser (Aussendienst respektive regionaler Verkaufsleiter R. Nussbaum AG), Dino Eggler und Stephan Dähler (beide bauleitende Monteure Bacher AG).

Rundum Edelstahl Während beim Menschen hoher ( Blut- ) Druck ungesund ist, kam man auf der Heiligenschwendi um eine Druckerhöhungsanlage für die Stockwerke eins bis fünf nicht herum, weil der Vordruck hier nur 6 bar beträgt. Die komplett in Edelstahl ausgeführte Verteilbatterie –

Der projektleitende Sanitärplaner Fabio Cirasa (IEM AG).

Wunderschön gelegen, hoch über dem Thunersee: das Berner Reha Zentrum Heiligenschwendi.

Weichwasser-Verteiler.

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Sanitärtechnik |

Warmwasser-Verteiler 1. Druckzone (vorne) und Warmwasser-Zirkulations-Verteiler 1. Druckzone (hinten). (Fotos: vor Ausführung der Dämm-Arbeiten)

für Kenner eine wahre Augenweide – wird von zwei Zuleitungen gespeist und besteht ausserdem aus zwei Warmwasser-Aufbereitungsanlagen, einer Enthärtungs- und einer Osmoseanlage. Von den Steigzonen wurde erst ein Teil ersetzt, dies ebenfalls mit OptipressEdelstahlkomponenten. Insgesamt kamen davon 1,5 km Rohre in den Dimensionen 15 bis 108 mm zum Einsatz. Die Etagenverteilung erfolgte mit OptiflexProfix ( 2,2 km, Dim. 16 und 20 mm ), das sich durch seine Schnellverbinder mit freiem Durchfluss auszeichnet. Sie stellen sicher, dass die 52 Nasszellen in den Patientenzimmern, Teeküchen, Ausgussräumen, Personaltoiletten, Ärztezimmern, Labors und die Hauptküche ihr Wasser druckverlust-optimiert beziehen können.

Zusammenarbeit ist zentral

Warmwasser-Zirkulations-Verteiler 1. Druckzone.

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Seit vielen Jahren arbeiten die 1946 gegründete Bacher AG Thun und die R. Nussbaum AG zusammen. Bacher beschäftigt rund 30 Personen in den Bereichen Sanitär, Heizung und Spenglerei und bildet ständig bis zu acht Lernende aus. Auch für Beat Lüthi und die Bacher AG ist die Heiligenschwendi kein alltägliches Objekt. Was würde er nach dieser Erfahrung seinen Berufskollegen mit auf den Weg geben wollen? Er muss nicht lange überlegen: « Auch wenn es vielleicht nach einem Klischee klingt:

Das Objekt auf einen Blick Berner Reha Zentrum, Heiligenschwendi Anzahl Patientenzimmer: 78 Hauptgebäude: Geschossfläche 11 200 m2, Gebäudevolumen 44 000 m3 Westgebäude: Geschossfläche 3300 m2, Gebäudevolumen 11 400 m3 Investitionsvolumen ca. 23,5 Mio. Franken Bauphase 1: August 2010 bis Mai 2011 Bauphase 2: Oktober 2012 bis Frühling 2014 Am Bau Beteiligte Bauherrschaft: Berner Reha Zentrum Heiligenschwendi Sanitärinstallation: Bacher AG, 3604 Thun Sanitärplanung: Ingenieurbüro IEM AG, 3600 Thun Architektur und Bauleitung: Brügger Architekten AG, 3601 Thun

Die Qualität der Zusammenarbeit aller Beteiligten, und zwar von der ersten Minute an, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg von solch komplexen Projekten. Im Fall des Reha Zentrums hat wirklich jeder seine Hausaufgaben gemacht und so zum fast reibungslosen Gelingen beigetragen. Das gilt für die Bauherrschaft, die Planer – ganz besonders für Fabio Cirasa, den projektleitenden Sanitärplaner – für die Bauleiter ■ wie auch Nussbaum. » www.nussbaum.ch

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Sanitärtechnik |

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Alles im Dienst des Trinkwassers

Trinkwasser als Lebensmittel – energieeffiziente Wasserversorgung Die Fachveranstaltung zum Thema «Trinkwasser als Lebensmittel – energieeffiziente Wasserversorgung» bewegte sich im Spannungsfeld, sicheres Trinkwasser anbieten zu können und gleichzeitig dessen Gewinnung, Aufbereitung und Erwärmung möglichst energieeffizient abzuwickeln. Die Veranstaltung fand im Rahmen der BauHolzEnergie-Messe 2013 in Bern statt. Christian Bärtschi

■ Irina Nüesch, die Leiterin der Sektion Trink- und Badewasser am Amt für Verbraucherschutz im Departement für Gesundheit und Soziales ( DGS ) des Kantons Aargau, sprach zum Thema Hausinstallationen aus lebensmittelrechtlicher Sicht beziehungsweise über die am häufigsten angetroffenen Mängel und deren Relevanz. Häufige Beeinträchtigungen in Hausinstallationen sind: Rost, Fremdgeruch (vor allem beim Duschen), Bakterien und chemische Fremdstoffe. Manche dieser Mängel, beispielsweise Rostwasser, sind in gesundheitlicher Hinsicht unbedenklich. Trotzdem seien solche Beeinträchtigungen natürlich nicht akzeptabel, da ein Mieter ja auch für vollwertiges Trinkwasser bezahle, sagte Nüesch. Anders präsentiert sich die Lage bei Fremdgeruch: « Dieser ist immer ein Anlass zur Sorge, da er verursacht wird durch unerwünschte mikrobiologische Prozesse oder durch Fremdstoffe aus dem Material, die auch nicht dorthin gehören. » Im Falle von Beeinträchtigungen durch Bakterien hatte Nüesch folgenden Tipp: « Ein Biofilm ist immer vorhanden beziehungsweise nicht zu verhindern, achten Sie jedoch darauf, diesen nicht noch zusätzlich mit Nährstoffen zu versorgen. » Bei den chemischen Fremdstoffen ist nicht unbedingt Verlass auf unsere menschlichen Sinne: « Manche Fremdstoffe riechen Sie sehr rasch, aber diese sind total unbedenklich », erklärte Nüesch. Im Gegenzug sind andere Fremdstoffe, die beispielsweise krebserregend sind, vollkommen geruchs- und geschmackslos. Chemische Fremdstoffe sind jedoch in der Regel im Bereich Hausinstallationen selten Grund für eine Gesundheitsgefährdung. Als Fazit betonte Nüesch folgenden Aspekt: « Beeinträchtigungen müssen behoben werden. »

Neue, energieeffiziente Warmwassersysteme Johann Aschauer, Geschäftsführer und Inhaber von gap-solutions GmbH und Energie Service GmbH, präsentierte neue, energieeffiziente Warmwassersysteme, welche sich vor allem durch die Einbindung erneuerbarer Energiequellen auszeichnen. Sein Unternehmen beschäftigte sich ursprünglich vor allem mit dem Bereich Fassade, und zwar schwergewichtig mit der Thematik « Dämmen mit Licht » in Form einer Solar-Wabe, welche die Eigenschaften einer herkömmlichen Wärmedämmung mit der Speicherung von Sonnenenergie in einer Wand kombiniert. Die Wände werden bei diesem System zur warmen Hülle des Gebäudes. Doch zurück zur Gap-Wasserlösung: « Dezentral, wartungsfrei und keine Versorgungsverluste durch lange Versorgungsleitungen – das sind die Vorteile unserer Gap-Wasserlösungen », sagte Aschauer. Er stellte in der Folge verschiedene Varianten des energieeffizienten Warmwassersystems vor. Die erste Variante «Gap:Water» ist auf Wunsch auch mit einer zentralen Vorwärmung des Warmwassers mit WRG aus dem Abwasser erhältlich. Variante 2 heisst «Gap:Water PV», wobei es sich um ein in die Fassade integriertes dezentrales Solarmodul handelt. Auch hier ist die Untervariante mit zentraler Vorwärmung des Warmwassers mit WRG aus dem Abwasser erhältlich. Die dritte Variante ist «Gap:Water KWSP», gleichbedeutend mit KaltWarmwasser- Splitting mit zentraler WRG aus Abwasser. Als Zusatzvariante existiert noch dieselbe Variante mit integrierten PV-Modulen. Das Prinzip ist stets dasselbe: « Es handelt sich um einen neuartigen und patentierten Ansatz einer dezentralen Solaranlage zur Warmwasserbereitung. Kernelement ist ein Speicherabsorber aus Beton mit eingegossenem Wasser-Wärmetauscher,

der in der Aussenwand integriert ist », erklärte Johann Aschauer. Das Warmwasser wird durch dieses vorgeschaltete System vorerwärmt. Ein Wärmeerzeuger, zum Beispiel ein Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher, muss das Wasser dann nur auf die gewünschte Temperatur nachwärmen. Die Energieeinsparung ist massiv, da das Temperaturniveau der solaren Vorwärmung in vielen Fällen bereits ausreichend ist. Der Speicher-Absorber wird als Fertigteil geliefert und direkt in die Fassade integriert. Das System ist in bestehende  Haustechnik-Systeme integrierbar.

Funktionsschema der Gap-Wasserlösung. (Vortrag Aschauer)

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Sanitärtechnik |

Zwei Varianten der Warmwasser-Aufbereitung: Links eine Kontakt-Wärmepumpe, rechts ein Splitt-Gerät mit räumlich getrennter Wärmepumpe und Speicher. (Vortrag Ehrbar)

Totleitungen sicher aufspüren und vom Netz abtrennen Stefan Kistler, Leiter Innendienst Anrosan, Naef Group, präsentierte den Pipefinder – ein System, mit dem sich Totleitungen orten lassen. « Bei Trinkwassersanierungen kann beim Vorhandensein von Totleitungen nicht saniert werden! », machte Kistler den Nutzen des Pipefinders gleich augenfällig. Mit dem System der Naef Group lassen sich Totleitungen orten, es kann gezielt und schonend eine Wandöffnung gemacht und die Totleitung vom intakten Netz abgetrennt werden. Auf Nachfrage erklärte Kistler, dass der Pipefinder bisher noch nicht dazu genutzt werden kann, um Trinkwasserleitungen aus Kunststoff aufzufinden. Angesichts des Umstands, dass dieses Material immer häufiger zum Einsatz kommt, werden Fachleute sicher gerne hören, dass die Naef Group diesbezüglich

« kurz vor dem Durchbruch steht », wie Kistler mitteilte. Die für den Pipefinder entwickelte Technologie – ein Betriebsgeheimnis – kommt in ähnlicher Form auch für das Aufspüren von « Knicken » in Fussbodenheizungen zum Einsatz.

Die energieeffiziente Warmwasser-Aufbereitung Ueli Ehrbar, Geschäftsführer der Domotec AG in Aarburg und Vorsitzender der GKS-Fachgruppe Wassererwärmer, sprach über die zu erfüllenden Bedingungen für eine energieeffiziente Warmwasser-Bereitung. « Es geht darum, Geld und vor allem Energie durch effiziente Warmwasser-Wärmepumpen zu sparen », umriss Ehrbar das Thema. Er informierte das Fachpublikum, dass in der Schweiz gesamthaft rund 800 000 Elektro-Wasserboiler oder kombinierte Geräte in Einfamilienhäusern in Betrieb sind. Deren Ersatz

durch energieeffiziente Wärmepumpen tut Not, denn die 800 000 Elektroboiler verbrauchen jährlich rund 4,8 Milliarden kWh Strom. « Dies entspricht zirka acht Prozent des gesamten schweizerischen Stromverbrauchs und stellt somit einen der grössten Verbrauchsposten in der Schweiz dar. » Gemäss den Erfahrungen von Ehrbar lässt sich der Mehrpreis der modernen Wärmepumpen gegenüber den Elektroboilern innert vier bis sechs Jahren nach Installation amortisieren. Der Experte ging kurz auf die zwei grundsätzlichen Varianten der für die Warmwasser-Bereitung infrage kommenden Wärmepumpen ein. Einerseits können Kompakt-Wärmepumpen, andererseits auch sogenannte Splitt-Geräte – mit räumlich getrennter Wärmepumpe ■ und Speicher – verwendet werden. www.bauholzenergie.ch

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Die Referenten der Fachveranstaltung Trinkwasser: Ueli Ehrbar, Irina Nüesch, Stefan Kistler und Johann Aschauer. (Foto: Christian Bärtschi)


Sanitärtechnik |

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Wohnen |

Kaldewei setzt auf moderne Technologie und hochwertiges Material

Bodenebene Duschen sind im Trend Der Wunsch von Bauherren und Modernisierern geht klar in Richtung eines bodenebenen Duschbereichs mit einem schwellenfreien und bequemen Einstieg. Galt noch bis vor wenigen Jahren ein durchgefliester Duschboden als chic, setzen heute ästhetische und innovative Produktlösungen neue Massstäbe. Immer häufiger empfehlen Spezialisten emaillierte Duschflächen. Quelle: Kaldewei, Bearbeitung Franz Lenz

■ Die bodenebene Dusche als Megatrend ist vor allem dank ihrer exklusiven Designsprache so erfolgreich und gehört inzwischen zur Standardausstattung im modernen Bad. Mit grossem Bewegungsfreiraum und einem schwellenfreien Einstieg garantiert sie ein besonderes Duscherlebnis und mehr Lebensqualität. In den vergangenen Jahren begegneten Badplaner dem

Wunsch nach bodenebenen Duschen oft mit dem einfachen Durchfliesen bis in den Nassbereich. Aufwendige Abdichtsysteme verringern zwar das Risiko einer Durchfeuchtung, können jedoch nicht dauerhaft vor unhygienischen oder porösen Mörtelfugen schützen. Inzwischen gelten geflieste Duschbereiche auch aus Expertensicht als überholt.

Die Kaldewei Coordinated Colours Collection umfasst eine moderne Auswahl matter Stahl-EmailFarben, die perfekt auf die im Handel erhältlichen Fliesenfarben abgestimmt sind und so eine besonders harmonische Integration der emaillierten Duschfläche ermöglichen.

Hygienische emaillierte Duschflächen Der Trend geht heute zu fugenlosen Duschbereichen aus einem besonders hygienischen und hochwertigen Material, das sich seit Jahrzehnten im Bad bewährt: Stahl-Email. Emaillierte Duschflächen werden bodeneben eingebaut, sind dank ihrer geschlossenen Oberfläche leicht zu reinigen und schützen dauerhaft sicher vor Durchfeuchtungsschäden. Eine individuelle Gestaltung des Duschbereiches mit emaillierten Duschflächen ist dank der Vielfalt an Modellen, Abmessungen, technischen Lösungen und Farben längst kein Wunschdenken mehr. Sie werden nicht nur in klassischen Sanitärfarben angeboten, sondern sind auch in vielen natürlichen Mattfarben erhältlich, die sich harmonisch in die umgebende Badarchitektur integrieren. Stilbewusste Hersteller wie Kaldewei setzen bei der Entwicklung ihrer Duschen zusätzlich auf die Unterstützung namhafter internationaler Designer.

Perfekte bodenebene Duschplatzgestaltung Mit Pioniergeist hat der Premium-Hersteller Kaldewei die Evolution der etablierten 14 cm tiefen Duschwannen mit 90 x 90 cm Abmessung vorangetrieben und entwickelte mit der Conoflat die erste bodenebene emaillierte Duschfläche mit einem bündigen Ablaufdeckel aus Stahl-Email. Aktuelles Highlight dieser Evolution ist die Kaldewei Xetis, die weltweit erste emaillierte Duschfläche mit integriertem Wandablauf. Mit über 40 Standardabmessungen in Serie sowie der Möglichkeit zur massgerechten Sonderanfertigung in der Kaldewei Manufaktur bietet das Unternehmen bodenebene emaillierte Duschflächen, die individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche des Kunden abgestimmt sind.

Trittsicherheit dank Secure Plus Auch in puncto Sicherheit geht Kaldewei voran: Für die exklusive Farbkollektion Coordinated Colours steht mit


Wohnen |

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der Weltneuheit Kaldewei Secure Plus erstmals eine vollflächige und nahezu unsichtbare, aber spürbar rutschhemmende Oberflächenveredelung zur Verfügung. Kaldewei Secure Plus wird unlösbar in das kostbare Kaldewei Stahl-Email eingebrannt. Da die gesamte Duschfläche mit der rutschhemmenden Emaillierung versehen ist, entsteht so eine gleichmässige Materialoberfläche, die durchgehend und dauerhaft für Trittsicherheit und Standfestigkeit sorgt, ohne die Ästhetik der emaillierten Duschfläche zu beeinträchtigen.

Experten empfehlen fugenlose Duschflächen Auch aus Expertensicht sind emaillierte Duschflächen die perfekte Lösung für die bodenebene Gestaltung des Duschbereichs. Geprüfte hygienische Eigenschaften, sichere Montage- und Entwässerungssysteme, mehrfach ausgezeichnetes Design, überzeugende Materialeigenschaften sowie ein Qualitätsversprechen mit 30 Jahren Garantie machen emaillierte Duschflächen von Kaldewei zur ersten Wahl für Bauher■ ren und Modernisierer. Franz Kaldewei AG 5000 Aarau Tel. 062 205 21 00 info.schweiz@kaldewei.com www.kaldewei.de

Xetis ist die erste emaillierte Duschfläche mit integriertem Wandablauf. Sie geht schwellenlos in den Badezimmerboden über und ist ohne den gewohnten Bodenablauf ein wahres Designerstück für das Bad. Die Ablaufleistung von 1 l/s überzeugt auf technischer Seite. In 13 Abmessungen und 34 Farben erhältlich. (Fotos: Kaldewei)

Die rutschhemmende Oberfläche verbindet auf einzigartige Weise Sicherheit und Stil: Dank der einheitlichen Fläche garantiert Kaldewei Secure Plus Standsicherheit und Trittfestigkeit, ohne dabei das harmonische Gesamtbild zu stören.

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Einbau-System-Rahmen von Kaldewei sind die sichere Einbauhilfe für emaillierte Duschflächen. Sie ermöglichen sehr geringe Aufbauhöhen ab 49 Millimetern und, falls nötig, eine problemlose Revision.

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Neues Hochleistungs-WC von Keramik Laufen ■ Die aktuellen WCs von Keramik Laufen, die mit 6 und 3 Litern spülen, sind äusserst leistungsfähig und effektiv. Für den Schweizer Badspezialisten ist das jedoch kein Grund, sich auf seinen Erfolgen auszuruhen, sondern Ansporn, weiter an zukunftsfähigen Spültechnologien zu forschen. Ein Produkt, das Keramik Laufen nach jahrelanger Entwicklung nun präsentiert, ist das neue HiJet-WC, das sogar mit 2 Litern kraftvoll spülen kann. Es ist damit auf künftige Wasserspar-Standards vorbereitet und erfüllt bereits heute die Schweizer Standards für die Spülung mit 6 und 3 Litern.

Das neue HiJet-WC zeigt, was heute in Sachen Spültechnologie möglich ist. (Foto: Keramik Laufen)

Jahrelange Forschung Das neue HiJet-WC von Keramik Laufen ist ein Produkt jahrelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit und zeigt, was heute in Sachen Spültechnologie möglich ist. Die beteiligten Ingenieure und Keramiker von Keramik Laufen hatten sich vorgenommen, mit möglichst wenig Wasser eine maximale Performance beim Spülen zu erzielen. Die dabei entwickelte Spültechnologie beweist in Maximum-Perfor-

mance-Tests, dass sie in der Lage ist, mit nur 2 Litern Wasser bis zu 500 Gramm sicher auszuspülen. Dabei wird das Spülgut vom hinteren Wasserauslass in den Siphon gespült, währenddem das Becken über die am Ring integrierten Spüllöcher gereinigt wird. Für zusätzlichen Spüldruck sorgt ein im vorderen WC-Rand integrierter Wasserstrahl, Jet genannt. Er leitet das Spülgut in den Siphon und mit Druck in die Abwasserleitung. Das neue HiJet-WC ist mehr als eine Machbarkeitsstudie oder ein WC für künftige Wasserspar-Standards. Es ist vielmehr ein Produkt, das heute die Schweizer Normen für Spülungen mit 6 oder 3 Litern erfüllt und zugleich für künftige Standards vorbereitet ist. Keramik Laufen übernimmt mit dieser Innovation eine Vorreiterrolle in Sachen nachhaltiges Design und hat die Spültechnologie mit dem ausglacierten Jet zum Patent angemeldet (PCT pat. pend.). ■ Keramik Laufen AG 4242 Laufen, Tel. 061 765 71 11 marketing.laufen@laufen.ch www.laufen.ch

ProCasa Tre – das Komplettbad für die ganze Familie ■ In der Regel benötigt es einiges an Zeit und Geduld, bis das «neue Traumbad» realisiert ist. Abgesehen davon, dass das Design unterschiedliche Geschmäcker ansprechen soll, hat auch die Ausgestaltung langfristig individuelle Ansprüche zu erfüllen. Mit der Lancierung des Komplettbades ProCasa reagiert Richner auf das Kundenbedürfnis nach effizienten Auswahlverfahren und Stilsicherheit. Die Linie ProCasa Tre weist genau wie ProCasa Uno und ProCasa Cinque überzeugende Vorteile für Bauherren, Architekten und Planer auf: Aufgrund der bereits ausgewogen zusammengestellten Produkte und der kurzen Lieferfrist lassen sich die Badeinrichtung sowie die dazu passenden Wand- und Bodenplatten zeitsparend planen und umsetzen. Das Komplettbad ProCasa Tre schafft dank seinem zeitlosen Design und vielen praktischen Elementen eine familienfreundliche Atmosphäre im Badezimmer. Das Sortiment umfasst Waschbecken aus bruchsicherem Mineralguss oder Keramik, moderne Lichtspie-

gel oder Spiegelschränke, Unterbauten und Hochschränke mit viel Stauraum, Badewannen in verschiedenen Grössen sowie ein Wandklosett. Duschenwannen mit passender Duschentrennwand, ausgewählte Armaturen und Garnituren sowie abgestimmte Wandund Bodenplatten komplettieren

dieses stimmige Badensemble. Gut zu wissen: die ProCasa-Komplettbäder sind in allen Bäder-Ausstellungen von Richner ausgestellt. Die Individualität steht im Vordergrund Ungeachtet des vorkonfektionierten Komplettbades braucht der pri-

vate Bauherr jedoch nicht auf persönliche Vorlieben zu verzichten. Die Ausstellungsberater präsentieren ihren Kunden vielfältige Möglichkeiten, um die ausgewählte Linie mit individuellen Farben oder Materialien zu ergänzen. Auf diesem Weg gelangt jeder Bauherr zu seinem ganz persönlichen Traumbad – und das zu einem Budget, das jeden Bauherrn überzeugt. Über das Unternehmen Die Marke Richner gehört zum führenden Schweizer Bauhandelsunternehmen CRH Swiss Distribution. Gesamtschweizerisch ist Richner an 40 Standorten vertreten und bietet ein umfangreiches Sortiment an Bädern, Parkett sowie keramische Wand- und Bodenplatten. Die nach den neusten Trends eingerichteten Ausstellungen präsentieren eine umfangreiche Auswahl an qualitativ hochstehenden Produkten. (Ausstellungsstandorte unter www.richner.ch). ■

Richner hat ihr Eigenmarkensortiment ProCasa überarbeitet und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Komplettbäder gelegt. (Foto: Richner)

Richner Corporate Communications & Marketing Tel. 031 370 48 51, www.richner.ch


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arwa-curveprime – hochwertiges Design für die Küche signsprache präsentieren, runden zwei Küchenmodelle das ausdruckstarke Sortiment ab.

Das charakteristische Merkmal der Küchenarmatur arwa-curveprime ist der elegant geschwungene, bogenförmige Auslauf, der den Weg des Wassers auf eine sinnliche Art beschreibt. (Foto: Similor)

■ Mit arwa-curveprime hat Similor eine Armaturenlinie realisiert, die in Sachen Ästhetik und Funktionalität vollumfänglich dem Bedürfnis nach weich fliessenden Linien und hochstehendem Wassererlebnis entspricht. Damit Bad und Küche eine einheitliche De-

Das Design – elegant, puristisch Das charakteristische Merkmal der Küchenarmatur arwa-curveprime ist der elegant geschwungene bogenförmige Auslauf, der den Weg des Wassers auf eine sinnliche Art beschreibt. Ihre sanft auslaufenden Lichtkanten strahlen Perfektion aus und wirken zugleich dynamisch. Zur Auswahl stehen ein eleganter Spültischmischer mit Seitenbedienung sowie ein dem «Retrotrend» entsprechender Zwei-Griff-Mischer, beide mit einer Ausladung von 225 mm. Dank ihrer Höhe und einer Schwenkbarkeit von 140 Grad eignen sich beide Modelle sehr gut für grössere Spülbecken und für den Einsatz auf Insellösungen. Das Design dieser puristischen, mit Chrom-Oberflächen versehenen Küchenarmaturen von Andreas Dimitriadis

(platinumdesign) wertet die Küche auf, ohne dabei ihren Gesamteindruck zu dominieren. Zusätzlich zur klassischen Armaturenbedienung über Griffe und Hebel präsentiert Similor mit dem elektronischen Bedienkonzept tronic eine interessante Alternative. Das innovative Konzept basiert auf einer elektronischen Steuerung und sorgt für noch mehr Komfort und Hygiene in Bad und Küche. Da sich die Bedieneinheit frei platzieren lässt, eröffnen sich für Anwender wie auch für Planer neue ästhetische und ergonomische Einrichtungslösungen.

Überzeugende Technik für unsere Umwelt Die mit verdeckten Spar-Luftmischdüsen ausgerüsteten Küchenarmaturen arwa-curveprime erfüllen die Anforderungen der Energieetikette «A» vom Bundesamt für Energie BFE, Energie Schweiz.

M I T H E R Z G E M A C H T. V O N H A N D V E R E D E LT. Badezimmer von Laufen und arwa sind pure Leidenschaft für Form und Material. Verbunden mit der Liebe zum Detail entstehen Räume voller Lebensqualität: LAUFEN living square und arwa-twinplus. www.laufen.ch www.similor.ch

Design by Andreas Dimitriadis / platinumdesign Charakterstarkes Design mit Pfiff: Ein Produkt, das die Erwartungen der Käufer nicht nur erfüllt, sondern bei der Benutzung auch durch unerwartete positive Aspekte überrascht, ist für Andreas Dimitriadis ein perfektes Produkt. In diesem Sinne gestaltet der Inhaber des Designstudios platinumdesign mit seinem Team aus Designern, CAD-Spezialisten und Modellbauern ausdrucksvolle Produkte, die dem Kunden einen Mehrwert bieten, ihn emotional ansprechen, die Qualität des Produktes visualisieren und ein starkes Markenvertrauen aufbauen. ■

Similor AG 4242 Laufen Tel. 061 765 73 33 info@similorgroup.com www.similorgroup.ch

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SK Citypro – zeitlose Badarmaturenlinie mit hoher Funktionalität ■ Schönes Wohnen trägt massgeblich zur Erholung bei. Dabei spielen ausdrucksstarke, formschöne Einrichtungsgegenstände eine wesentliche Rolle. Auch im Badezimmer, dem Erholungsraum für Sinne. Mit ihren eleganten und handschmeichlerischen Formen trifft die neue Armaturenlinie SK Citypro vollends den Zeitgeist der modernen Wohnkultur: Die Waschtisch-, Bade- und Duschenarmaturen stehen für Schlichtheit und Individualität und verleihen dem Badezimmer eine puristische Note. SK Citypro repräsentiert ein modernes Design, erfüllt zugleich höchst funktionelle Ansprüche und ist für jedes Budget geeignet. Für das Komplettbad Die Armaturenserie umfasst eine komplette Linie für den Badbereich: Verschiedene Waschtischmischer mit Einloch-Batterie, Wandmischer sowie passende Badeund Duschenmischer mit mechanischem oder thermostatischem Mischer sind ebenso erhältlich wie ein Bidetmischer und designorientierte Bad- und Duschen-Unterputzmischer. Für den Renovationsbereich stehen im Speziellen zwei Wandwaschtischmischer und ein Duschenmischer mit einer Anschlussdistanz von 120 mm zur Verfügung. SK Citypro ermöglicht eine durchgängige, akzentuierte Badgestaltung, zum Beispiel kombiniert mit der Objektserie Laufen pro von Keramik Laufen.

wasser- und Mengenbremse den Wasser- und Energieverbrauch um bis zu 30 % reduziert. Die Waschtischmischer 110 und 140 mm sind mit der Ausführung Ecototal+ erhältlich. Der zusätzliche Vorteil bei Ecototal+ besteht darin, dass durch die Grundstellung des Bedienhebels im Kaltwasserbereich kein ungewollter Heisswasser- und somit auch kein Energiekonsum entsteht. Sämtliche Waschtischmischer sowie die thermostatischen Duschenund Bademischer erfüllen die Anforderungen der Energieetikette «A» vom Bundesamt für Energie BFE, Energie Schweiz. ■ Similor AG 4242 Laufen Tel. 061 765 73 33 info@similorgroup.com www.similorgroup.ch

Mit ihren eleganten und handschmeichlerischen Formen trifft die neue Armaturenlinie SK Citypro vollends den Zeitgeist der modernen Wohnkultur. (Fotos: Similor)

Umweltfreundliche Produktion Bei der Entwicklung von SK Citypro haben die verantwortlichen Designer ein besonderes Augenmerk auf die umweltfreundliche Herstellung gelegt: Dank der Armaturengrösse, der Form- und Linienge-

bung sowie dem technischen Innenleben lässt sich der Material- und Energieverbrauch bei der Herstellung auf ein Minimum reduzieren. Alle Modelle der SK Citypro-Linie sind mit der Ecototal-Steuerpatrone ausgestattet, die mit der Heiss-

Viele Vorteile mit Ecototal+.

Kostensparende Sanitärtechnik: wasserlos, wartungsfrei

Wasserloses Urinal aus robustem Edelstahl.

■ Die Wasser- und Abwasserkosten für wassergespülte Urinale steigen stetig. Der Aufwand für die Instandhaltung der Zuleitungen, der Abwasserleitungen und der elektrischen Spülsteuerungen ist immens. Die damit verbundenen Kosten sind für den Betreiber ein ständiges Ärgernis. Eine sinnvolle und nachhaltige Alternative bieten die wartungsfreien, wasserlosen Urinale «Senza Aqua», mit den wohl niedrigsten Betriebskosten. Trinkwasser ist weltweit zu einer kostbaren und begrenzt vorrätigen Ressource geworden. Der nachhaltige Umgang mit Trinkwasser ist heute ein Muss. Ein mit Wasser gespültes Urinal in stark frequentierten Sanitäranlagen benötigt 50 000

bis 150 000 Liter Frischwasser pro Jahr. Wasser wird durch Know-how ersetzt Die eigens entwickelte «II K Liquid Technology» sorgt für einen zuverlässigen Geruchsverschluss und verzichtet dabei komplett auf Teile, die ausgebaut oder ausgetauscht werden müssen. Das Ergebnis ist ein wartungsfreies System, entwickelt in der Schweiz. Reinigung und Service sind innerhalb weniger Sekunden erledigt. Der Geruchsverschluss kann berührungsfrei gewechselt werden. ■ Senza Aqua AG 8280 Kreuzlingen, Tel. 071 672 35 52 www.senzaaqua.com

Senza Aqua: Modell-Variante aus hochwertiger Sanitärkeramik.


Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband Auf der Mauer 11, 8021 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch

suissetec Lostorf Veranstalter: Bildungszentrum suissetec, 4654 Lostorf, T 062 285 70 70, F 062 298 27 50 lostorf@suissetec.ch, www.suissetec.ch Aktuelle Kurs- und Seminarangebote finden Sie unter: www.suissetec.ch Anmeldungen können online vorgenommen werden. Bitte wenn möglich die öffentlichen Verkehrsmittel benützen. Ab Olten SBB verkehren halbstündlich Busse nach Lostorf. Heizung, Sanitär, Spengler Berufsziel eidg. Fachausweis als Chefmonteur/in Heizung oder Sanitär, Spenglerpolier/in: Vorbereitungsmodul: jährlich im Herbst, 2 Wochen. Bildungsgang: jährlich ab Frühjahr, 18 Wochen verteilt auf 1½ Jahre. Berufsziel eidg. Diplom: Fachleuten im Besitz des eidg. Fachausweises ist der Einstieg in den Diplomlehrgang jederzeit möglich. Bildungsgang: jährlich ab Herbst, 18 Wochen, verteilt auf 1½ Jahre. Heizung, Lüftung/Kälte, Sanitär, Spengler Bildungsgang Energieberater/in Gebäude mit eidg. Fachausweis: ab 11. August 2014. (Anmeldeschluss: 6. Juni 2014, begrenzte Teilnehmerzahl). Bildungsgang Projektleiter Solarmontage (eidg. Fachausweis beim SBFI/BBT beantragt): ab 2.2.2015. (Anmeldeschluss: 5.12.2014). Heizung Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis: 17. – 28. März 2014. (Anmeldeschluss: umgehend). Bildungsgang Chefmonteur/in Heizung mit eidg. Fachausweis: ab 12. Mai 2014. (Anmeldeschluss: umgehend, begrenzte Teilnehmerzahl).

Bildungsgang Spenglerpolier/in mit eidg. Fachausweis: ab 12. Januar 2015. (Anmeldeschluss: 3. November 2014).

Projektleiter Sicherheitssysteme: Fachrichtung Sicherheit. HSES S 14/1 (2 Semester). 31. März 2014 – 31. März 2015.

Bildungsgang Spenglermeister/in mit eidg. Diplom: ab 1. Dezember 2014. (Anmeldeschluss: 19. September 2014).

Projektleiter Sicherheitssysteme: Fachrichtung Feuer. HSES F 14/1 (2 Semester). 31. März 2014 – 31. März 2015.

PSAgA Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Daten unter: www.suissetec.ch.

Servicemonteur Lüftung/Klima: berufsbegleitend. HSML 14/1 (2 Semester). 22. März 2014 – 30. April 2015.

Blitzschutzkurs: 9./10.10.2014 16./17.10.2014. (Anmeldeschluss jeweils 3 Wochen vor Kursbeginn). Allgemein Anschlussbewilligung für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15): 25. – 27.8.2014, 1./2.9.2014, Repetitionstag 12.9.2014, Prüfung 19.9.2014. 22. – 24.9.2014, 2./3.10.2014, Repetitionstag 16.10.2014, Prüfung 24.10.2014. 17. – 19.11.2014, 4./5.12.2014 Repetitionstag 11.12.2014, Prüfung 12.12.2014. (Anmeldeschluss: jeweils 6 Wochen vor Kursbeginn, begrenzte Teilnehmerzahl)

Spengler-Polier: berufsbegleitend. HSPP 14/1 (3 Semester). Oktober 2014 – Juli 2016. Spengler-Polier: Infoveranstaltung. HSPP INFO 26. August 2014. Kurzkurse Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV: (Prüfungsvorbereitung). EAB 14/1 (6 Tage) 19. März – 3. April 2014 EAB 14/2 (6 Tage) 7. Mai – 22. Mai 2014 EAB 14/3 (6 Tage) 18. Juni – 3. Juli 2014 EAB 14/4 (6 Tage) 10. Sept. – 25. Sept. 2014

Kalkulation mit Sanitärelementen: 6. März 2014. (Anmeldeschluss: 3 Wochen vor Kursbeginn).

Anschlussbewilligung nach Art. 15 NIV: (Wiederholungskurs). EABWK 14/2 (1 Tag) 22. Oktober 2014

Kauf- und Werkvertragsrecht: 15. April / 17. Oktober 2014. (Anmeldeschluss: 4 Wochen vor Kursbeginn).

Elektrische Schaltungen und Steuerungen: HLEG 14/1 (3 Tage) 22. – 24. April 2014

Persona – Entwickeln Sie Ihre persönlichen Kompetenzen: Neu 8 verschiedene Module, mit Zertifikat suissetec. Daten und Seminarorte siehe www.suissetec.ch Wiederholungskurse für sachlich begrenzte Elektroinstallationen (Art. NIV 15): 6.3. / 8.5. / 18.6.2014. (Anmeldeschluss: 3 Wochen vor Kursbeginn).

Elektro- und Prinzipschema lesen: HEP 14/1 (2 Tage) 17. – 18. Juni 2014 HEP 14/2 (2 Tage) 11. – 12. November 2014 Elektroschema lesen: (Auffrischungskurs). HEP 14/1 (1 Tage) 6. November 2014 Haustechnik für Einsteiger: HHE 14/2 (3 Tage) 15. – 17. April 2014 HHE 14/3 (3 Tage) 2. – 4. September 2014

Solarkurse Swissolar-Kurs Solarwärme Basis: (ehem. Penta LE 31).

Hydraulik / hydraulischer Abgleich: HHE 14/1 (2 Tage) 20. – 21. Mai 2014 HHE 14/2 (2 Tage) 9. – 10. September 2014

Bildungsgang Heizungsmeister/in mit eidg. Diplom: ab 1. Dezember 2014. (Anmeldeschluss: 19. September 2014).

Swissolar-Kurs Solarstrom Basis: (ehem. Penta LE 41).

Servicemonteurkurs Heizung (Modul 50.21): 27. – 31. Oktober 2014, (Anmeldeschluss: 26. September 2014, begrenzte Teilnehmerzahl).

Diverse Kursorte und Kursdaten. www.swissolar.ch/de/profi-center/ kursprogramm oder www.solarevent.ch, Telefon 044 250 88 33, J. Martin.

Hygiene in Raumlufttechnischen Anlagen / Hygieneschulung nach VDI/SWKI: HSR A (Planung) 14/1 (2 Tage) 12. – 13. Mai 2014 HSR B (Service) 14/1 (1 Tag) 3. März 2014 HSR B (Service) 14/2 (1 Tag) 5. Mai 2014 HSR B (Service) 14/3 (1 Tag) 30. Juni 2014 HSR B (Service) 14/4 (1 Tag) 20. Oktober 2014

Sanitär Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis: ab 13. – 24. Oktober 2014. (Anmeldeschluss: 12. September 2014). Bildungsgang Chefmonteur/in Sanitär mit eidg. Fachausweis: ab 5. Januar 2015. (Anmeldeschluss: 17. Oktober 2014). Bildungsgang Sanitärmeister/in mit eidg. Diplom: ab 8. Dezember 2014. (Anmeldeschluss: 19. September 2014). Bildungsgang Sanitärplaner/in mit eidg. Diplom: ab 5. Januar 2015. (Anmeldeschluss: 7. November 2014). Servicemonteurkurse Sanitär Teil 1 (Modul 50.11): 28. April – 2. Mai 2014. (Anmeldeschluss: 28. März 2014). Servicemonteurkurs Sanitär Teil 2 (Modul 50.12): 29. – 31. Oktober 2014. (Anmeldeschluss: 29. September 2014). Spengler Vorbereitungskurs auf den Bildungsgang eidg. Fachausweis: 1. – 12. September 2014 (Anmeldeschluss: 4. August 2014).

Swissolar-Kurs Solarwärme Planung:

STFW Winterthur Veranstalter: Schweizerische Technische Fachschule Winterthur STFW, Schlosstalstrasse 139, 8408 Winterthur T 052 260 28 00, F 052 260 28 03 info@stfw.ch, www.stfw.ch Beachten Sie bitte das Merkblatt über suissetec-Weiterbildungssubventionen im Bereich Heizung – Lüftung – Klima (HLK). Chefmonteur Heizung: berufsbegleitend. HCMH 15/1 (3 Semester) März 2015 – Juni 2016. Chefmonteur Lüftung (neu): berufsbegleitend. HCML 14/1 (2½ Jahre) 6. Mai 2014 – Juni 2016. Gebäudeautomatiker: berufsbegleitend. HGA 14/1 (2 Semester) 2.5.2014 – 29.5.2015. Projektleiter Gebäudetechnik: berufsbegleitend. HPGT 14/1 (3 Semester). 22. August 2014 – 30. Mai 2015. Projektleiter Gebäudetechnik: Infoveranstaltung. HPGT Info, 15. April 2014.

Kältetechnik Grundlagen: HKG 14/1 (2 Tage) 1. – 2. April 2014 Kältetechnik Aufbau: HKA 14/1 (2 Tage) 8. – 9. April 2014 Lufttechnik: HLT 14/1 (2 Tage) 3. – 4. Juni 2014 HLT 14/2 (2 Tage) 4. – 5. November 2014 Luft- und Volumenstrom-Messungen: HLV 14/1 (1 Tag) 2. Juli 2014 Montage und MSR: HMM 14/1 (1 Tag) 28. August 2014 Regeltechnik Grundlagen: HRG 14/1 (3 Tage) 6. – 8. Mai 2014 HRG 14/2 (3 Tage) 28. – 30. Oktober 2014 Regeltechnik Workshop: HRA 14/1 (2 Tage) 24. – 25. Juni 2014 HRA 14/2 (2 Tage) 16. – 17. September 2014 Systematik der Störungsbehebung: HSS 14/1 (2 Tage) 13. – 14. Mai 2014 HSS 14/2 (2 Tage) 26. – 27. August 2014 Div. Firmenkurse auf Anfrage.


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> STFW-Zertifikat 2. Mai 14 - 29. Mai 15

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IMPRESSUM HK-Gebäudetechnik 12. Jahrgang, Nr. 2, Februar 2014 (41. Jahrgang HeizungKlima), erscheint monatlich. www.hk-gebaeudetechnik.ch, ISSN 1016-5878, Total verbreitete Auflage: 5554 Ex., davon verkauft: 4047 Ex., davon Gratis-Auflage: 1507 Ex. Herausgeberin AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Geschäftsführer: Axel Wüstmann a.i. Leiterin Zeitschriften: Ratna Irzan Redaktion AZ Fachverlage AG, HK-Gebäudetechnik Neumattstrasse 1, Postfach, CH-5001 Aarau. Peter Warthmann, Chefredaktor, Tel. 058 200 56 15, peter.warthmann@azmedien.ch Christian Bärtschi, Redaktor, Tel. 058 200 56 11, christian.baertschi@azmedien.ch Ständige externe Autoren: Bernd Genath, Thomas Glatthard, Alan Hawkins, Franz Lenz, Anita Niederhäusern, Kurt Rüegg, Erich Schwaninger, Martin Stadelmann, Martin Stöckli, Jürg Wellstein, Andreas Widmer Redaktioneller Beirat Marco Andreoli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, CTA AG, Münsingen. Domenico Autuori, Manager of Trainingcentre & Laufen Forum, Keramik Laufen AG und Similor AG, Laufen. Daniel Bader, Leiter Kommunikation, R. Nussbaum AG, Olten. Stephan Muntwyler, Geschäftsführer Gabs AG, Tägerwilen. Richard Osterwalder, Geschäftsleiter Weishaupt AG, Geroldswil, Mitglied GebäudeKlima Schweiz.

Beat Scherrer, Geschäftsführer Scherrer Metec AG, Zürich. Beat Waeber, Geschäftsleiter Heizung und Sanitär, Riedo Clima AG, Düdingen. Copyright Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Text- und Bildunterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet. Redaktionelle Beiträge Produkte-Hinweise werden kostenlos abgedruckt, Auswahl erfolgt durch die Redaktion. Bezahlte Beiträge werden mit «Publireportage» oder «Anzeige» gekennzeichnet. Leitung Werbemarkt: Jürg Rykart, Tel. 058 200 56 04 Anzeigenleitung /Kundenberatung Rolf Niederberger, Tel. 058 200 56 18, rolf.niederberger@azmedien.ch Verena Müller, Tel. 058 200 56 42, Fax 058 200 56 61, verena.mueller@azmedien.ch Anzeigentarif unter www.hk-gebaeudetechnik.ch Leitung Online und Marketing: Valentin Kälin Aboverwaltung, Abonnemente Mary Hochstrasser, Tel. 058 200 55 74, abo@hk-gebaeudetechnik.ch Preis Jahres-Abonnement: Fr. 138.– (inkl. MwSt.) Abo-Bestellung: www.fachtitel.ch

Layout/Produktion: Renate Gadola Korrektorat: Ruedi Tschumi Druck: Vogt-Schild Druck AG, 4552 Derendingen Kooperation mit folgenden Verbänden: Schweizerisch-Liechtensteinischer Gebäudetechnikverband (suissetec), 8023 Zürich, Tel. 043 244 73 00, www.suissetec.ch GebäudeKlima Schweiz, Verband für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, 4603 Olten, Tel. 062 205 10 66, www.gebaeudeklima-schweiz.ch energiecluster.ch, www.energiecluster.ch Schweizerischer Verband für Wärmekraftkopplung (WKK-Fachverband), www.waermekraftkopplung.ch Schweizerischer Stahl- und Haustechnikhandelsverband SSHV, 4010 Basel, www.sshv.ch GNI Gebäude Netzwerk Initiative, 8045 Zürich, Tel. 043 244 99 67, www.g-n-i.ch MeGA, Fachverband der führenden Gebäudeautomationsplaner der Schweiz, c/o ADZ, 6006 Luzern, www.mega-planer.ch KNX Swiss, www.knx.ch VDSS, Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz, www.vdss.ch Ein Produkt der Verleger: Peter Wanner, CEO: Axel Wüstmann www.azmedien.ch Namhafte Beteiligungen nach Art. 322 Abs. 2 StGB: AZ Anzeiger AG, AZ Fachverlage AG, AZ Management Services AG, AZ Regionalfernsehen AG, AZ TV Productions AG, AZ Verlagsservice AG, AZ Vertriebs AG, AZ Zeitungen AG, Belcom AG Dietschi AG, Media Factory AG, Mittelland Zeitungsdruck AG, Vogt-Schild Druck AG, Vogt-Schild Vertriebs GmbH, Weiss Medien AG


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Tagungen Euroforum Schweiz AG, 8021 Zürich www.euroforum.ch

9. Schweizer Haustech Planertag, www.haustech-planertag.ch Kongresshaus Zürich

25. Februar 2014

energie-cluster.ch 3011 Bern, Tel. 031 381 24 80 www.energie-cluster.ch

Energie-Apéro 4: Modernisieren mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. 27. Februar 2014 Donnerstag, 27. Februar 2014, 17 – ca. 19 Uhr, Hochschule für Technik und Informatik, Aula, Quellgasse 21, 2501 Biel/Bienne

Kurse MINERGIE® Schweiz, 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 info@minergie.ch, www.minergie.ch

Fachveranstaltung Energie am Bau. Die Energiepolitik ist im Wandel – Minergie auch. 11. März 2014, 13.30 – 16.30 Uhr, Zürich

11. März 2014

MINERGIE® Schweiz, 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 info@minergie.ch, www.minergie.ch

Fachveranstaltung Energie am Bau. Die Energiepolitik ist im Wandel – Minergie auch. 12. März 2014,13.30 – 16.30 Uhr, Oberkirch (LU)

12. März 2014

MINERGIE® Schweiz, 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 info@minergie.ch, www.minergie.ch

Fachveranstaltung Energie am Bau. Die Energiepolitik ist im Wandel – Minergie auch. 19. März 2014, 9.00 – 12.00 Uhr, Bern

19. März 2014

MINERGIE® Schweiz, 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 info@minergie.ch, www.minergie.ch

Fachveranstaltung Energie am Bau. Die Energiepolitik ist im Wandel – Minergie auch. 20. März 2014, 9.00 – 12.00 Uhr, Olten

20. März 2014

BMS-Energietechnik AG 3812 Wilderswil, Tel. 033 826 00 12 www.bmspower.com

Abwärmenutzung – Einfach verkauft und richtig eingebunden (Kurs 002) 20.3.2014, Ort: BMS-Energietechnik AG, Wilderswil

20. März 2014

BauHolzEnergie AG Monbijoustrasse 35, 3011 Bern www.bauholzenergie.ch

Planungsseminare Minergie-P, Minergie-A, Plusenergie-Gebäude (GEAK / Neubau / Sanierung / Eco) Kurs 1, 20. – 21. März 2014, Luzern

20. – 21. März 2014

MINERGIE® Schweiz, 3006 Bern Tel. 031 350 40 60 info@minergie.ch, www.minergie.ch

Fachveranstaltung Energie am Bau. Die Energiepolitik ist im Wandel – Minergie auch. 26. März 2014, 13.30 – 16.30 Uhr, Chur

26. März 2014

seit 1977

Anmeldung

Unsere Mandantin ist eine der führenden Firmen der Schweiz in der Gebäudetechnik. Sie ist gut aufgestellt und mit ihrem anspruchsvollen Projektportfolio sehr gut im Markt positioniert. Im Rahmen des weiteren Ausbaus bietet sie nun einer erfahrenen, unternehmerisch denkenden und teamorientierten Persönlichkeit, Dame oder Herr, die Chance als

Senior Projektleiter Fachplanung HLK Gebäudetechnik Ihre Hauptaufgaben Sie sind verantwortlich für die technische und finanzielle Abwicklung Ihrer Projekte in den Bereichen Dienstleistung, Handel und Industrie. Sie führen Schlüsselprojekte und werden dabei vom internen Planungsteam unterstützt. Sie tragen die Verantwortung für Qualität, Kosten und Termine und vertreten als kompetenter Ansprechpartner Ihre Anliegen gegenüber Bauherren und Projektbeteiligten. Ihr Profil Sie verfügen über einen Abschluss als Ingenieur FH oder dipl. Techniker im Bereich HLK und können Referenzen von Grossprojekten vorweisen, welche Sie als Fachplaner gesteuert und geplant haben. Sie schätzen das Arbeiten im Team und verfügen über die notwendige Sozialkompetenz. Ihre Zukunft Zukunftsweisende Projekte im Mittelland und in der Zentral- und Nordwestschweiz erwarten Sie. Entsprechend anspruchsvoll, interessant und vielseitig gestaltet sich Ihre Tätigkeit in diesem kompetenten Team. Dies erlaubt Ihnen, Ihr technisches Know-how einzubringen und sich unternehmerisch weiterzuentwickeln. Ihr nächster Schritt Senden Sie Ihre Bewerbung mit Lebenslauf, Foto, Zeugnissen und Diplomen unter dem Vermerk «ALB 1412» an den Beauftragten, Andreas Bucher, Partner/Geschäftsführer. Tel. Vorabklärung: Mo – Fr, 08.15 – 17.00 Uhr. Unsere Diskretion ist seit 1977 sprichwörtlich. Geschäftsstelle Hirschengraben 33B, CH-6003 Luzern Tel. +41 (0) 41 311 02 00, andreas.bucher@gcp.ch

Weitere Karriereangebote finden Sie auf www.gcp.ch

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Stellenmarkt |

Geschäftsbereich Sonnenenergie-Systeme

VerkaufsberaterIn Sonnenenergie-Systeme (Kanton Aargau) Wir sind ein führendes Unternehmen der Baubranche in der Schweiz und ein wichtiger Lieferant von energieeffizienten Fassaden, Holz/Metall-Systemen, Fenstern, Türen und Briefkästen sowie Sonnenenergie-Systemen. Seit über dreissig Jahren engagieren wir uns für ökologisches Bauen und nachhaltige Unternehmensführung. Für das Gebiet des Kantons Aargau suchen wir Verstärkung. Sie verkaufen unsere innovativen Produkte aktiv an unsere Kundengruppen bestehend aus Sanitär-, Heizungs-, und Elektroinstallateuren, Planern und Dachdeckern. Neben der Betreuung der bestehenden Kunden akquirieren Sie neue Kunden und bauen unser Partnernetz in dieser Region weiter aus. Sie haben eine abgeschlossene technische Grundausbildung (z.B. Sanitär-, Heizungs-, ElektroinstallateurIn bzw. Sanitär-, Elektro- oder GebäudetechnikplanerIn) sowie zusätzlich eine kaufmännische Weiterbildung oder eine Weiterbildung im Verkauf. Sie bringen mindestens zwei Jahre Verkaufserfahrung im Aussendienst mit, von Vorteil in der Sonnenenergie, Gebäudetechnik oder Bauindustrie. Wenn Sie sehr selbständig, initiativ, zuverlässig und lösungsorientiert sind und die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen, freuen wir uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen. Nutzen Sie die Gelegenheit, in einem anspruchsvollen Arbeits-, Unternehmens- und Marktumfeld eine herausfordernde Aufgabe zu übernehmen. Wir bieten Ihnen eine interessante Stelle in einem verantwortungsvoll geführten Familienunternehmen. Interessiert? Wir bevorzugen Online-Bewerbungen über www.schweizer-metallbau.ch - das geht ganz einfach und ist für Sie und uns der schnellste Weg zum Erfolg. Beat Sager, Personalbereichsleiter, freut sich über Ihre Bewerbungsunterlagen.

Ernst Schweizer AG, Metallbau, Beat Sager, Bahnhofplatz 11, 8908 Hedingen Tel +41 44 763 62 27

«HK-Gebäudetechnik» thematisiert fachkompetent alle Systeme, Anwendungsbeispiele und Komponenten der Bereiche Energie, Wärme, Strom, Heizung, Lüftung, Klima, Kälte, Gebäudeautomation, Facility Management, Gebäudehülle, Spenglerei, Sicherheit, Sanitärtechnik und Wohnen. Sie ist die meistgelesene Fachzeitschrift der Branche und wird empfohlen von suissetec. Jährlich erscheint ein «Extra» zu Energie und Automation in der Gebäudetechnik. Wir suchen – mit Arbeitsort Aarau Telli – per 1. April 2014 oder nach Vereinbarung

Gebäudetechniker (m/w) mit journalistischem Flair 50% Ihre Aufgaben Ihre Hauptaufgabe besteht im Planen, Redigieren, Recherchieren und Verfassen von Fachbeiträgen, Interviews, Reportagen und Produkthinweisen. Sie sorgen für aktuelle Heftinhalte, indem Sie Pressekonferenzen, Tagungen und Fachmessen besuchen. Gleichzeitig betreuen und bearbeiten Sie Messe-Vorschauen und unterstützen die Umsetzung von Spezialausgaben. Mit unseren Marktpartnern und Verbänden pflegen Sie einen regen Austausch. Intern arbeiten Sie mit dem Chefredaktor, der Layout-Abteilung, dem Anzeigenverkauf und dem Marketing zusammen. Ihr Profil Für diese anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe bringen Sie idealerweise einen technischen Hintergrund und Praxis in der GebäudetechnikBranche mit. Zudem haben Sie bereits Erfahrung in der Bearbeitung von technischen Artikeln. Sie haben die Fähigkeit, technische Informationen einfach darzustellen und packend aufzubereiten. Wir setzen voraus, dass Sie kommunikationsstark und dienstleistungsorientiert sind. Auch in hektischen Situationen behalten Sie einen kühlen Kopf. Sie sind stilsicher in Deutsch und haben Kenntnisse der englischen Sprache. Ihre ausgeprägte Kooperationsfähigkeit und Ihre Organisationsstärke sind wichtige Voraussetzungen für die Kontaktpflege mit Kunden und den Umgang mit Teamkollegen. Ihre Zukunft Wir bieten Ihnen eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche sowie eine nicht alltägliche Tätigkeit in einem kleinen und sehr motivierten Team. Ihr nächster Schritt Haben wir Sie neugierig gemacht? Bettina Ernst, Business Partner HRM, freut sich auf Ihre OnlineBewerbung unter www.azmedien.ch/karriere. Für vorgängige Fragen steht Ihnen Peter Warthmann, Chefredaktor, unter T: +41 58 200 56 15 gerne zur Verfügung. Weitere Informationen über die AZ Fachverlage AG finden Sie unter: www.azfachverlage.ch und www.azmedien.ch. AZ Fachverlage AG · CH-5001 Aarau


Stellenmarkt |

| HK-Gebäudetechnik 2/14 |

Unser Auftraggeber ist eines der führenden Grosshandelsunternehmen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Die Unternehmensgruppe ist an über 30 Standorten in der ganzen Schweiz vertreten. Der Produktebereich Wasser- und Gebäudetechnik bildet mit dem Teilbereich Heizung, der kontinuierlich an Marktanteilen gewinnt, eine wichtige Grösse im Unternehmen. Das Heizungssortiment in der Wärmeerzeugung wird laufend durch hochwertige, innovative Handelsprodukte und Dienstleistungen erweitert. Wir sind beauftragt, Sie für die Position als

Produktmanager Wärmeerzeugung(w/m)

verbindet Talente mit Unternehmen

anzusprechen. In dieser Funktion sind Sie zusammen mit dem Leiter Produktmanagement für den weiteren Ausbau und die Pflege des Produktsortiments in der Wärmeerzeugung verantwortlich. Es umfasst im Wesentlichen Lösungen im Bereich Wärmepumpen, Solar-, Holz/Pellets-, Gas- und Ölanlagen. Sie analysieren den Markt, evaluieren neue Produkte und überprüfen die Normeinhaltung und Qualität. Dabei stehen Sie in regelmässigem Kontakt mit den Lieferanten, der Einkaufsabteilung sowie den Verkaufsgesellschaften, die Sie durch Produkteschulungen unterstützen. Sie kalkulieren die Verkaufspreise der einzelnen Heizungslösungen, erarbeiten sämtliche Verkaufsförderungs- und Marketingmassnahmen und pflegen die Produktedaten. Ihr Arbeitsort befindet sich auf der Achse Zürich-Aarau. Sie haben eine Ausbildung zum Heizungstechniker/-planer absolviert, wünschenswert ist Berufserfahrung in der Montage und Inbetriebnahme von Heizungsanlagen. Eine Weiterbildung zum technischen Kaufmann oder ähnlich haben Sie erfolgreich absolviert. Vorteilhaft ist, wenn Sie bereits über Erfahrung im Produktmanagement verfügen. Ihr Deutsch ist schriftlich wie mündlich perfekt, mündliche Französischkenntnisse sind ein Plus, aber kein Muss. Ihre Arbeitsweise ist strukturiert, Sie denken strategisch und konzeptionell. Mit Ihrer hohen Eigenmotivation, Selbstständigkeit und offenen Art ergänzen Sie das bestehende Team optimal. Sortimente managen durch den gesamten Produktlebenszyklus – Ihr neues Wirkungsfeld bei einem Toparbeitgeber? Wir freuen uns auf Ihre Fragen und sind gespannt auf Sie. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte elektronisch an: bewerben@matthias-doell.ch Kontakt: Matthias Döll Matthias Döll GmbH | Zugerstrasse 76b | 6340 Baar / Zug Tel: 041 729 00 60* | www.matthias-doell.ch

Unser Auftraggeber ist eines der führenden Grosshandelsunternehmen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Die Unternehmensgruppe ist an über 30 Standorten in der Schweiz mit Verkaufsgesellschaften flächendeckend vertreten. Der Produktebereich Wasser- und Gebäudetechnik bildet mit dem Teilbereich Heizung, der kontinuierlich an Marktanteilen gewinnt, eine wichtige Grösse im Unternehmen, und das Sortiment wird laufend durch moderne und innovative Handelsprodukte erweitert. Wir sind beauftragt, Sie für die Position als

Technischen Berater (w/m) Heizung/Wärmeerzeugung

verbindet Talente mit Unternehmen

anzusprechen. Sie unterstützen die Mitarbeitenden in den Verkaufsgesellschaften rund um das Thema Heizung mit Fokus Wärmeerzeugung. Das Heizungssortiment umfasst neben der Wärmeverteilung und –abgabe auch ein sehr gutes Produktportfolio für den Bereich Wärmeerzeugung. Zusammen mit den Verantwortlichen der Verkaufsgesellschaften beraten Sie die Planer, Installateure und Industriekunden. Sie unterstützen Ihre Kollegen bei der Erstellung von Offerten und Produktebeschreibungen sowie bei Fragen in Bezug auf Serviceleistungen; dabei sind Sie auch im Kontakt mit Lieferanten. Mit den Produktmanagern planen und organisieren Sie Workshops und Schulungen in den Verkaufsgesellschaften. Durch Ihre Beratungstätigkeit sind Sie bis zu 50% Ihrer Arbeitszeit an der Front unterwegs in der Deutschschweiz. Ihr Büro befindet sich auf der Achse Zürich-Aarau. Sie haben eine Ausbildung zum Heizungsmonteur absolviert und verfügen bereits über zirka fünf Jahre Berufserfahrung in der Montage und Inbetriebnahme von Heizungsanlagen. Eine Weiterbildung zum Haustechnikplaner oder ähnlich ist willkommen und erleichtert Ihnen den Einstieg in diese Beratungstätigkeit. In Deutsch kommunizieren Sie schriftlich wie mündlich gewandt, jede weitere Landessprache ist willkommen. Mit Ihrem verkäuferischen Flair und Ihrer offenen, gewinnenden Art beraten Sie die Ansprechpartner fachlich optimal und stärken sie an der Verkaufsfront. Sie übernehmen gerne Verantwortung und arbeiten selbstständig und zielorientiert. Beraten, Schulen und Stärken – eine Aufgabe, die Sie sich als Fachspezialist genauer anschauen sollten. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und sind gespannt auf Sie. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte elektronisch an: bewerben@matthias-doell.ch Kontakt: Matthias Döll Matthias Döll GmbH | Zugerstrasse 76b | 6340 Baar / Zug Tel: 041 729 00 60* | www.matthias-doell.ch

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Stellenmarkt |

Qualität, Kompetenz, Vertrauen und Kundennähe... ...sind Merkmale, die unseren Auftraggeber, ein im Limmattal stark verankertes KMU, Installationsunternehmen im Bereich Heizung und Sanitär, auszeichnen. In Bauvorhaben unterschiedlicher Nutzungsart werden moderne Haustechnikanlagen, auch Alternativenergiesysteme installiert. Ein eingespieltes Serviceteam sorgt für einen störungsfreien Betrieb der Anlagen und steht auch an Wochenenden mit Pikettdienst bereit. Im Sinn einer Nachfolgeregelung für den bisherigen Stelleninhaber hat uns die Geschäftsleitung mit dem Rekrutierungs- und Selektionsprozess beauftragt. Wir suchen Sie, den

MARKT- / FACH- UND SOZIALKOMPETENTEN LEITER BEREICH HEIZUNG idealerweise eidg. dipl. Meister / Techniker HF Heizung Ihre Fachkenntnisse haben Sie sich durch Ihre Ausbildung als Installateur, Planer oder einer Weiterbildung zum eidg. dipl. Meister oder eventuell Techniker HF in Fachrichtung Heizung erworben. Wenn Sie schon über einige Jahre Berufserfahrung und ein gutes kaufmännisches Verständnis verfügen, sind das ideale Voraussetzungen. Ihre Persönlichkeit ist geprägt von gutem Realitätssinn, Offenheit, Ehrlichkeit und sehr guter Teamfähigkeit. Im Umgang mit EDV-Hilfsmitteln sind Sie fit. Sie können sich in Deutsch sicher ausdrücken. Ihre Sozialkompetenz beweisen Sie im täglichen fairen Umgang mit Mitarbeitenden, Architekten, Bauherren und Lieferanten. Sie führen ein Mitarbeiterteam von etwa 7 langjährig im Unternehmen tätigen Fachkräften mit zwei Auszubildenden. Nach Kundengesprächen erarbeiten Sie Angebote für Kesselauswechslungen oder Installationen für Neu- und Umbauten. Für grössere Bauprojekte sind Sie der Organisator und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Installation. Sie führen Verhandlungen mit Lieferanten. Mit Bauherren und Architekten verhandeln Sie erfolgreich die Aufträge für den Bereich Heizung. Vertrauen, Verantwortung und Kompetenzen sind wertvolle Eigenschaften, die Ihnen von der Geschäftsleitung, der Sie direkt unterstellt sind, übertragen werden. Der familiäre, kollegiale und respektvolle Umgang untereinander wird Sie begeistern. Wenn Sie ein langfristiges Engagement mit viel Eigenständigkeit suchen, dann sind Sie hier richtig. Die Anstellungskonditionen sind sehr attraktiv. Ein Firmenfahrzeug und ein Parkplatz wird Ihnen zur Verfügung gestellt. Der Arbeitsort befindet sich im Limmattal und liegt verkehrstechnisch optimal. Alle nötigen Arbeitshilfsmittel werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Schenken Sie uns nun Ihr Vertrauen, Sie werden es nicht bereuen. Rufen Sie uns zur Klärung Ihrer Fragen an oder senden Sie uns Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, die wir durch unsere Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 586 85 11 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch

Technologischer Innovationsführer der Heizungsbranche... ...ist unser Auftraggeber, die VIESSMANN SCHWEIZ AG. Das Unternehmen bietet individuelle Systemlösungen im Bereich Wärmeerzeugung für alle Anwendungsbereiche und alle Arten von Energieträgern an. Die Zukunft gehört der weiteren Entwicklung von innovativer Heiztechnik, um natürliche Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Die CH-Verkaufsorganisation wird verstärkt. Die Geschäftsleitung hat uns mit dem Rekrutierungsprozess beauftragt. Für die Region ZH-Unterland/Winterthur/Schaffhausen suchen wir Sie, einen marktund kundenorientierten Heizungsfachmann als

KUNDENPARTNER FÜR WÄRMEERZEUGUNGSSYSTEME Installateur/Planer - Techniker TS/HF Fachrichtung Heizung Sie haben Freude an der Heizungstechnik und verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung als Installateur/Planer. Eine kaufmännische oder technische Weiterbildung ist vorteilhaft. Durch Ihre ausgeprägte Sozialkompetenz sind Sie gewinnend und pflegen einen partnerschaftlichen Umgang mit Ihren Mitmenschen. Sie haben Ihren Wohnsitz in Ihrem Reisegebiet. Sie denken und handeln lösungsorientiert, sind hilfsbereit, korrekt und haben ein gepflegtes Erscheinen. Mit MS-Office-Programmen sind Sie vertraut. Ihre Muttersprache ist Deutsch. Ihre Tätigkeiten planen Sie in Ihrem Home-Office. Sie beraten Beeinflusser bei Planungsbüros und Heizungsinstallationsfirmen. Erstellte Angebote verfolgen Sie bis zu einem erfolgreichen Verkaufsabschluss. Sie unterstützen Ihre Kunden bei Marketing-Massnahmen wie Hausmessen etc. und nehmen an Fachmessen teil. Sie begleiten Ihre Aufträge und kontrollieren die Lieferungen im Sinn eines After Sales beim Kunden. Sie rapportieren der Verkaufsleitung, welcher Sie direkt unterstellt sind. Ihr neuer Arbeitgeber übergibt Ihnen ein spannendes Verkaufsgebiet und Produkte, die in der Branche wegweisend sind. Die Anstellungskonditionen sind der Verantwortung der Aufgabe entsprechend. Die nötigen Arbeitsinstrumente (LapTop/Fahrzeug/Natel) werden Ihnen zur Verfügung gestellt. Die weltweit tätige Viessmann Group ist im Familienbesitz, was sich positiv auf das Klima und die Kultur auswirkt. Nun machen Sie den nächsten Schritt. Rufen Sie uns zur Klärung Ihrer Fragen an. Gerne erwarten wir Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen, die wir durch unsere Kompetenz mit 100%-iger Diskretion behandeln. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

PERMACO Personal Management Consulting Fredi Heidelberger ∙ Bernstrasse 390 ∙ CH-8953 Dietikon Tel 044 586 85 11 info@permaco.ch ∙ www.permaco.ch


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| HK-Gebäudetechnik 2/14 |

Das Bad von der schönsten Seite sehen... ... können Sie bei unserem Auftraggeber, einem für Design-Badeinrichtungen bekanntes Produktions- und Vertriebsunternehmen. Die CH-Niederlassung mit Sitz im Grossraum Baden/AG kann auf eine erfreuliche Entwicklung zurück blicken, was ermöglicht, das Team für die Zukunft zu verstärken. Die Geschäftsleitung hat uns mit der Besetzung der vielseitigen und ausbaufähigen Stelle beauftragt. Wir suchen zur Verstärkung des Innendienstteams Sie, ein offener, teamfähiger und

VERKAUFSORIENTIERTER MACHER MIT SANITÄRKOMPTENZ Auftragsabwicklung/Visualisierung/Austellungsberatung Spannende Voraussetzungen sind erfüllt, wenn Sie eine Ausbildung als Gebäudetechnikplaner Sanitär (m/w) erfolgreich abgeschlossen haben. Wenn Sie über gute kaufmännische Kenntnisse oder einen Abschluss als technischen Kaufmann verfügen sind dies ideale Voraussetzungen. Mit einem guten Flair in Sachen CAD können Sie sich Ihren Arbeitsalltag noch interessanter gestalten. Im Umgang mit MS-Office sind Sie fit. Kenntnisse der französischen oder italienischen Sprache sind super. Gerne unterstützt Sie die Unternehmung in Ihrem Willen, die Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen. Spannende Aufgaben warten auf Sie. Als Sanitärprofi übernehmen Sie die Verantwortung für die Bearbeitung und Termintreue der Kundenaufträge und sind Drehscheibe zwischen Hersteller und Kunde. Sie stehen für technische Auskünfte telefonisch zur Verfügung. Um Kunden eine Vorstellung des neues Bades zu geben, erstellen Sie mittels modernen CAD-Systemen eine Visualisierung des Raumes. Besucher der Ausstellung beraten Sie kompetent, damit sich diese bereits schon wohlfühlen. Sie informieren sich über Entwicklungen am Markt und nehmen an Weiterbildungen teil. Spannende Perspektiven bietet Ihnen Ihr neuer Arbeitgeber, denn die Firma ist im Wachstum und ermöglicht Raum für Ihre persönliche Entwicklung. Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden sind der Unternehmensleitung wichtig, sodass man jeden Tag ein Wohlfühlerlebnis haben kann. Die Anstellungskonditionen sind zeitgemäss und der Verantwortung der Stelle entsprechend. Der Arbeitsort ist verkehrstechnisch optimal gelegen. Der Arbeitsplatz ist hell und sehr modern eingerichtet. Ein Parkplatz vor dem Haus, Kaffee, Mineralwasser und Früchte stehen Ihnen täglich gratis zur Verfügung. Freuen Sie sich schon auf diese spannende Aufgabe? Dann rufen Sie uns gleich an, damit wir Ihre Fragen beantworten können oder senden Sie uns Ihre kompletten Unterlagen. Unsere Kompetenz ist Ihnen Garantie für 100-igeDiskretion. Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Partner – Ihr Gewinn

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Extrastarke Pluspunkte... ... haben die Produkte unseres Auftraggebers, eines der bedeutendsten und international tätigen Industrieunternehmen in der Ostschweiz. Die Wärmeabgabesysteme bestechen durch Design, Leistung, Qualität und Flexibilität und sorgen für behagliche Wärme in Gebäuden unterschiedlicher Bauart. Am Hauptsitz in der Nähe St. Gallen kann das Team verstärkt werden. Wir sind mit dem Rekrutierungs- und Selektionsprozess beauftragt. Zur Besetzung der Stelle suchen wir Sie, einen aufgeschlossenen, lösungs- und

MARKTORIENTIERTEN PRODUKT-MANAGER HEIZTECHNIK Länderverantwortung Schweiz/Italien Als Heiztechnikfan haben Sie Ihre Ausbildung als Gebäudetechnikplaner Fachrichtung Heizung erfolgreich abgeschlossen. Idealerweise verfügen Sie über eine technische und/oder kaufmännische Weiterbildung. Sie sind eine kommunikationsstarke und organisationsgeschickte Persönlichkeit, die sich gut in ein Team integrieren und ein aktiver Teil davon sein kann. Sie sprechen Deutsch und haben sehr gute Kenntnisse in Italienisch und von Vorteil auch in Französisch. Im Umgang mit modernen IT-Hilfsmitteln sind Sie fit. Mitverantwortung für die Sortimentsgestaltung der Produktlinien, Unterstützung im Auf- und Ausbau eines markt- und kundenorientierten Vertriebs sowie das Erstellen von Verkaufs- und Schulungsunterlagen sind Ihre Hauptaufgaben. Überdies arbeiten Sie mit dem Verkauf Süd-/Westeuropa zusammen und unterstützen die Verkaufsberater in technischen Belangen. Aktives Teilnehmen am Markt durch Besuche von Fachmessen und -tagungen sowie an internen und externen Schulungen fördern Ihre Kompetenz. Der Reiseanteil CH/I/D beträgt ca. 30%. Ihr neuer Arbeitgeber steht für Kompetenz, Qualität und Engagement für Mitarbeitende Umwelt und Gesellschaft. Es erwartet Sie ein international und technologisch führender Bauausrüstungskonzern, der durch innovative Lösungen und Services für mehr Raumkomfort, Lebensqualität und Nachhaltigkeit überzeugt. Das kollegiale und partnerschaftliche Miteinander wird Sie begeistern. Die Sozialleistungen sind sehr gut ausgebaut. Der Arbeitsort liegt zentral und ist gut erreichbar. Der Arbeitsplatz ist mit der nötigen modernen Infrastruktur ausgerüstet. Sammeln Sie nun Ihre Extrapunkte und rufen Sie uns für Vorabklärunen an oder senden uns die kompletten Bewerbungsunterlagen. Unsere Kompetenz ist Ihnen Garantie für 100%-ige Diskretion. Wir freuen uns auf Sie.

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Stellenmarkt | Verzeichnisse

| HK-Gebäudetechnik 2/14 |

Kanton St.Gallen Baudepartement

Fachspezialist/in Betriebsoptimierung Energie Baudepartement/Hochbauamt/Facility Management Pensum: 80-100%; Arbeitsort: St.Gallen; Eintritt: nach Vereinbarung. Hauptaufgabe: Erstellung des Energiecontrollings kantonaler Energie-Grossverbraucher und systematische Erarbeitung von Massnahmen zur Betriebsoptimierung. Aufbau Energiebuchhaltung.

Weitere Informationen zu dieser und anderen Stellen unter: www.stellen.sg.ch

Gesucht in modern eingerichtetes Sanitär- und Heizungsunternehmen (Region Aargau) zur Entlastung des Betriebsinhabers und für spätere Geschäftsübernahme eine erfahrene, belastbare und durchsetzungsfähige Persönlichkeit als

Geschäftsführer Stellvertreter (vorzugsweise mit Meisterprüfung Fachrichtung Sanitär/Heizung) Ihr fundiertes Fachwissen können Sie in folgenden Bereichen einsetzen: Akquisition, Planung, Offertwesen, Bauführung, Rechnungswesen, Mitarbeiterführung und Lehrlingswesen. Sind Sie an dieser Herausforderung interessiert und möchten Sie Ihre Zukunft in diesem innovativen Unternehmen der Haustechnikbranche planen? Einem ernsthaften und topmotivierten Interessenten bieten wir einen Einstieg mit sehr interessantem Finanzierungsplan. Gerne erwarten wir Ihre vollständige Bewerbung unter Chiffre HK-GT 10020, AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1, 5001 Aarau

Im redaktionellen Text erwähnte Firmen

Inserentenverzeichnis

2SOL

36

Lutz Bodenmüller AG

38

ABB Technikerschule Baden

21

Walter Meier AG

43

ABB Technikerschule Baden

14

Näf Tech AG

65

AEH Oekotherm AG

46

Wärmebau Vertriebs AG

21

Amstein + Walthert AG

14

Poly-Projekt GmbH

56

Alsoft Informatik AG

15

Wesco AG

Bernexpo AG

65

R. Nussbaum AG

62

Anson AG

21

BKW Energie AG

26

Reby AG

18

26

Richner Küchen + Bäder

70

64

WestWood Kunststofftechnik AG

Bundesamt für Energie BFE

Brunner AG

digitalStrom AG

58

Scherler AG

14

Domotec AG

65

Elco Energiesysteme AG

47

Elektro-Material AG

59

EMPA Eidg. Materialprüfungsund Forschungsanstalt 30 ETH Zürich

36

Fahrer AG

16

Franz Gysi AG

16

Franz Kaldewei GmbH & Co. KG 68 GAP3 solutions GmbH

65

Geschäftsstelle Minergie

17

Hansgrohe AG

22

Schweiz. Fachvereinigung Gebäudebegrünung SFG

60

Schweizerischer Ingenieurund Architektenverein SIA 12, 13 Schweiz. Verein Luft- und Wasserhygiene SVLW

55

SEAG Aktiengesellschaft für schweizerisches Erdöl

74

Keramik Laufen AG

71

15

M. Scherrer AG

66

SVGW Zürich

42

Ohnsorg Söhne AG

53

Swissolar

32

R. Nussbaum AG

67

TEP Energy GmbH

52 18

Verlags-AG der akademischen technischen Vereine 13

Herzog Kull Group

14

HSR Hochschule für Technik

30

70, 71

24

IBZ

Solar Agentur Schweiz

18

Walter Meier (Klima Schweiz) AG Weishaupt AG

Reflex Schweiz GmbH

35

SF-Filter AG

64

Siemens Schweiz AG

59

SM Handels AG

55

18

Soltop Schuppisser AG

20, 50

STF Schweizerische Technische Fachschule

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften 18

Swisscom (Schweiz) AG Urfer Müpro Befestigungstechnik AG

61

US 4

Grundfos Management A/S

21

38

Keramik Laufen AG

Geberit Vertriebs AG

69

Helvetic Energy GmbH

Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs NTB 20

19

LaPreva AG

Heitzmann AG

14

Ford Motor Company

Lanz Oensingen AG

8

TK 3000 AG

IBG B. Graf AG

41

72

14

38

59

energie-cluster.ch

Similor AG

Hefti, Hess, Martignoni Zürich AG

Hübscher Holzbau AG

Elko-Systeme AG

7

3 Stellenmarkt: 74

Titelseite:

US 2

Beilagen:

75 – 80 KWC AG RED CAD GmbH BauHolzEnergie AG

14

Rothenberger (Schweiz) AG


2013

Energie • Automation • Gebäudetechnik

Die Kombination Nr. 1 der Haus- & Gebäudetechnik

extra 2014 Energie und Automation in der Gebäudetechnik

Herausforderungen für die Schweiz

10

Mit Holzvergasung Kohle machen

Interview Minergie-Geschäftsführung

18

Oberflächen-Geothermie

48

Thesen zur Energiewende

26

Gefahrenschutz bei PV-Anlagen

60

Gemeinschaftsausgabe von HK-Gebäudetechnik und Elektrotechnik ET Unsere Leser sind die relevanten Entscheidungsträger in der Haus-, Gebäudetechnik- und Elektrotechnikbranche, Anwender und Installateure, Lieferanten und Hersteller, Ingenieure und Planer. Themen • Gebäudeautomation, Raumautomation, Installationstechnik • Wärme-, Kälteerzeugung, Energieverteilung, Energieeffizienz • Energiegewinnung: Wärme, Strom • Photovoltaik • Facility-Management • Sicherheitstechnik, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung • Netzwerktechnik, FTTH • Lichttechnik, LED • Tür-/Torantriebe • Aus-/Weiterbildung Weitere Infos Auflage: Anzeigenschluss: Erscheinungstag: Kontakt: Telefon: E-Mail:

16 000 Exemplare (11. Ausgabe) 10. Juni 2014 4. Juli 2014 Rolf Niederberger 058 200 56 18 rolf.niederberger@azmedien.ch

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Geberit Unterputzspülkasten

Fit für die nächsten 50 Jahre. Dank Ihres Vertrauens wurden in den letzen 50 Jahren über 60 Millionen Geberit Unterputzspülkasten verbaut. Wer 1964 einen Geberit Unterputzspülkasten einbaute, war seiner Zeit voraus. Das ist heute nicht anders: Sie sind gerüstet für die Standards von morgen – und tätigen damit eine kluge Investition. → www.geberit.ch


HK-gt 2014/02