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„Wir sind das Herz der Wirtschaft.“ „Wir sind das Herz der Wirtschaft.“

DIE UNTERNEHMEN

DER METALLUND ELEKTROINDUSTRIE

Volker Fasbender

Schule Schule

Ausbildung Ausbildung

Studium Studium

NACHWUCHSSICHERUNG IN ZEITEN DES FACHKRÄFTEMANGELS

ANGEBOTE FÜR UNSERE MITGLIEDSUNTERNEHMEN IN DER HESSISCHEN METALL- UND ELEKTRO-INDUSTRIE

Beruf Beruf


Inhalt

Nachwuchssicherung

in Zeiten

des Fachkräftemangels

Diese Broschüre auch online nutzen : www.hessenmetall.de/mitmachangebote

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Vorwort4 Volker Fasbender, Ausbilden im „Herz der Wirtschaft“

Zwei Umfragen 6 Nachwuchskräfte werden rar6 Jugendliche wollen keine klassische Karriere7

Die Mitmach-Angebote für unsere Mitglieder 

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Interesse an Naturwissenschaften und Technik schon in der Schule wecken • Girls’Day – 9 Unternehmen laden ein, um Mädchen für M+E Berufe zu gewinnen • I AM MINT – 10 Azubis bringen Schülern naturwissenschaftlich-technische Berufe nahe • Bester Betriebspraktikumsbericht – 11 Anbieten und gewinnen lassen • EXKLUSIV Mathematik Wettbewerb – 12 Talente frühzeitig entdecken und binden • EXKLUSIV PhysikOlympiade – 13 Physikgenies in die M+E-Branchen! Bei der Entscheidung für die Wahl einer Ausbildung helfen • EXKLUSIV ichhabpower.de – Hilft Schülern einen Masterplan zum Traumberuf zu entwickeln • EXKLUSIV Die Ausbildungsplatzbörse – Der direkte Weg in Ihr Unternehmen • EXKLUSIV InfoMobil – Wir bringen Berufsinformationen an Hessens Schulen • EXKLUSIV me-vermitteln.de – Berufskundeunterricht für Lehrer leicht gemacht • EXKLUSIV ausbildung-me.de – Berufsorientierung und Hilfe für beratende Eltern

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Bei der Entscheidung zur Studienwahl helfen • think-ing.de – Zum Ingenieursstudium motivieren • EXKLUSIV Ausbildungs- und Studienmessen –  Unternehmen und Kandidaten zusammenbringen • EXKLUSIV Duales Studium – Chance für den Mittelstand

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Innovativ weiterentwickeln im Beruf • EXKLUSIV Der Innovationswettbewerb M+Eine Zukunft –  Klugen Nachwuchs sich messen lassen • Internationaler Azubi-Club – Interkulturelle Kompetenz trainieren 

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Die Hintergrund-Arbeit an den Rahmenbedingungen 

• Tarifpolitische Bausteine einer attraktiven Industrie für junge Menschen  Dr. Helmut Rau, Tarifwesen und Arbeitswissenschaft • Politische Arbeit an den Rahmenbedingungen: Wie kann die Landespolitik  die richtigen Weichen zur Fachkräftesicherung stellen? Charlotte Venema, Berufliche Bildung / Betriebliche Personalpolitik • Was müssen Schul- und Hochschulpolitik leisten? Jörg Feuchthofen, Bildungs- und Gesellschaftspolitik • Wie unsere Gruppe Bildungswerke Jugendliche (auch mit Handicaps)  zur Ausbildungsreife führt? Stephan Fischbach, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V.

Was tun? Und wer Ihnen dabei hilft:  Ihre Ansprechpartner • Was tun: Basispaket, Azubi-Paket, Studenten-Paket oder das Komfortpaket? • Ihre Ansprechpartner für die Mitmach-Angebote der Nachwuchskampagne • Die Organisation von HESSENMETALL

Exklusiv für Mitglieder von HESSENMETALL

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Zu dieser Maßnahme findet eine Veranstaltung statt

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Über diese Veranstaltung können Sie sich online Filme und / oder Fotos anschauen

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Diese Maßnahme stellt einen Wettbewerb dar hierzu findet eine Siegerehrung statt

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Zeitstrahl Im unteren Bereich der Broschüre finden Sie einen Zeitstrahl: Angefangen von der Schule über die Ausbildung, das Studium bis zum Beruf sind unsere Angebote zeitlich eingeordnet.

Schule

Ausbildung

Studium

Beruf

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„Herz der Wirtschaft“

Ausbilden im

Volker Fasbender

Liebe Mitglieder, meine sehr geehrten Damen und Herren, Besetzung gelingt immer schlechter – Der Fachkräftemangel ist da! Können Sie Ihre Stellen planmäßig besetzen? 100%

10% 20%

90%

80%

Auszubildende aktuell zukünftig ja

28%

72%

38%

62%

allg. Fachkräfte aktuell zukünftig

nein

Quelle: HESSENMETALL Herbstumfrage 2012

39% 46%

61%

54%

Akademiker aktuell zukünftig

0%

die deutsche Metall- und Elektro-Industrie erwirtschaftet mit 3,7 Millionen Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp einer Billion Euro, bildet mehr als 200.000 Menschen aus und schließt rund 70.000 neue Ausbildungsverträge jedes Jahr. In Hessen erzielen unsere Unternehmen mit 210.000 Beschäftigten knapp 60 Mrd. Euro Umsatz, bilden 12.000 Menschen aus und schließen 5.000 neue Ausbildungsverträge ab. Als Konjunkturlokomotive, als Triebwerk der Innovation sowie als Job- und Ausbildungsmotor können unsere M+E-Unternehmen in ihrer Gesamtheit – ohne rot zu werden – sagen: „Wir sind das Herz der Wirtschaft“. Und das tun wir mit unserer Arbeitgeberverbands-Kampagne auch kräftig seit 2011. Wir bieten ein außergewöhnlich breites Spektrum an Arbeit für höchst unterschiedlich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir bezahlen

gut: Der durchschnittliche Jahresverdienst beträgt einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld über 45.000 Euro. Wir haben ein hervorragendes System der betrieblichen Ausbildung, in das Unternehmen erheblich investieren. Und wir eröffnen vielfältige Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren und Verantwortung zu übernehmen. Dennoch haben wir seit Jahrzehnten große Mühe, ausreichend geeigneten Nachwuchs zu finden, der für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aufgeschlossenen ist. Und dieses Problem wird sich durch die demografische Entwicklung in den nächsten Jahren noch erheblich verschärfen. Schon jetzt stellen wir in unseren Umfragen einen strukturellen Mangel an Fachkräften fest. Und wir wissen aus Umfragen bei Jugendlichen, dass sie eher keine klassische Karriere mehr wollen.


DIE UNTERNEHMEN

DER METALLUND ELEKTROINDUSTRIE

Deshalb haben wir unsere Kampagne zur Nachwuchssicherung, die wir seit über 20 Jahren führen und stetig weiterentwickeln, noch einmal entscheidend um eine Ausbildungsplatzbörse erweitert. Und wir haben sie konsequent als Mitmachkampagne für Sie aufbereitet. Sie finden hier 15 Mitmach-Angebote, davon zehn exklusive: Und wir helfen Ihnen, sich mit Ihrer Nachwuchsrekrutierung daraus ein ganz individuelles Spezialpaket maßzuschneidern. Damit nicht genug: Wir zeigen Ihnen auch, mit welchen Maßnahmen der Tarif-, Bildungs- und Ausbildungspolitik wir aktiv an der Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Qualifizierung an unserem Standort arbeiten und welche Stützangebote unsere Bildungswerke für noch nicht ausbildungsreife Jugendliche anbieten.

Machen Sie also mit und nutzen Sie unser Angebot für Ihre Nachwuchssicherung in Zeiten des Fachkräftemangels!

Wollen Sie lieber in einem kleinen oder großen Unternehmen arbeiten? Gesamt: Schüler / Azubis / Studenten

12% Ihr Volker Fasbender Hauptgeschäftsführer HESSENMETALL

24%

große (201 - 1000 Mitarbeiter)

38% 26%

sehr große (über 1000 Mitarbeiter)

mittlere (11 - 200 Mitarbeiter) kleine (bis 10 Mitarbeiter)

Quelle: Online-Umfrage von VhU, Frankfurter Rundschau, IGS Organisationsberatung und Wirtschaftszeitung AKTIV; VhU-Pressekonferenz zur Online-Umfrage im Januar 2013 |5


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Nachwuchskräfte werden rar – Jugendliche wollen keine klassische Karriere

Was soll Ihnen das Arbeitsleben bieten? Gesamt: Schüler / Azubis / Studenten – 3 Nennungen pro Person 12% 11% 10% 8% 6% 4%

Wie die Stimmung und Lage bei Ihnen, unseren Mitgliedsunternehmen, ist, erfassen wir regelmäßig durch unsere exklusiven und repräsentativen Umfrage-Tools, wie die jährliche Herbstumfrage oder die aktuelle Studie „Jugend und Beruf“. Dadurch können wir unser Mitmach-Angebot besser an Ihre Bedürfnisse und Erfordernisse anpassen.

9% 9% 9% 9% 7% 6% 6% 5% 5% 5% 5%

4% 4% 4%

2%

2% 1%

Abwe chslun g hohes Einko mmen Zeit fü r Fam ilie nette Kolleg en Entwic klung smög lichk. Faire Behan dlung Karrie re Sicher heit Flexib ilität etwas Nützli ches t un Selbst verwir klichu ng Veran twort ung Führu ngsve rantw ortun g ander en he lfen Intern ation alität A b e räum nteue l. Näh r e zum Eltern haus

0%

Quelle: Online-Umfrage von VhU, Frankfurter Rundschau, IGS Organisationsberatung und Wirtschaftszeitung AKTIV; VhU-Pressekonferenz zur Online-Umfrage im Januar 2013

Zwei Umfragen

1. Herbstumfrage zur Lage und Stimmung: Nachwuchskräfte werden rar An der jährlichen Herbstumfrage beteiligen sich durchschnittlich 200 Unternehmen. Sie repräsentieren damit etwa 100.000 Beschäftigte unserer Branche. Die Umfrage erlaubt uns, Zukunftsprognosen zu stellen und dient als Stimmungsbarometer. Die Herbstumfrage 2012 hat gezeigt, dass unsere Mitgliedsunternehmen bereits einen strukturellen und

flächendeckenden Fachkräftemangel in den MINTBerufen konstatieren. Dieser Mangel wird sich in den kommenden Jahren deutlich verschärfen. Die planmäßige Stellenbesetzung bei der Mehrzahl der M+E-Unternehmen ist schon heute schwierig: Nur noch 72 Prozent der Unternehmen gelingt es, die offenen Stellen bei den allgemeinen Fachkräften zu besetzen, bei den Akademikern sind es rund 62 Prozent und immerhin noch 90 Prozent bei den Auszubildenden. In den nächsten Jahren wird es noch schwieriger werden. Insbesondere bei Akademikern rechnet nur noch knapp über die Hälfte der Unternehmen damit, offene Stellen besetzen zu können. Bei den Fachkräften sind es knapp zwei Drittel und bei den Auszubildenden noch 80 Prozent. Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Fingerzeig, nicht mit unseren Bemühungen nachzulassen, den besten Nachwuchs für die größte Branche zu gewinnen.


2. Studie „Jugend und Beruf“: Die heutige Jugend will Balance Die Studie unserer politischen Spitzenorganisation, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), sowie der IGS Organisationsberatung GmbH, der Wirtschaftszeitung AKTIV und der Frankfurter Rundschau „Jugend und Beruf“ zeigt, wie der Berufseinstieg von jungen Erwachsenen heute funktioniert und wie sie sich ihre berufliche Zukunft vorstellen. Verkürzte Gymnasialzeit, zentrale Prüfungen, Bachelor- und Master-Abschlüsse, neue Berufsbilder, all das hat die Bildungslandschaft verändert. Mit der Studie wollten wir herausfinden, wie junge Leute heute ihre berufliche Zukunft sehen und ihre Karrierechancen einschätzen. Was müssen Unternehmen Ihnen bieten, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein?

Mehr als 1.600 Schüler, Azubis und Studenten haben sich beteiligt. Und das Ergebnis überrascht. Jugendliche wollen in ihrem Beruf Abwechslung und gute Entwicklungsmöglichkeiten. Sie sind eher zurückhaltend bei Karriere und der Übernahme von Führungsverantwortung. Sie freuen sich auf ihren Beruf, fühlen sich gut vorbereitet, erwarten hohe, aber erfüllbare Anforderungen. Sie streben höchstmögliche formale Qualifikation sowie ein hohes Einkommen an. Diese Generation schaut ausgesprochen optimistisch in die Zukunft und bringt mit ihrer zuversichtlichen Grundeinstellung ein gutes Startkapital mit. Umgekehrt favorisiert sie einen eher entspannten Lebensstil, was mit ihrer Einkommenserwartung kontrastiert. Ambition könnte so zur knappen Ressource werden. Die Personalentwicklung der Unternehmen ist gefordert, Nachwuchskräfte frühzeitig für die Themen Führen und Verantwortung zu gewinnen.

Die Ergebnisse der Studie liefern wichtige Erkenntnisse für unsere derzeitige und künftige Arbeit und zeigen uns auf, wo wir unsere Mitgliedsunternehmen unterstützen müssen, um guten Nachwuchs für unsere Industrie zu gewinnen. Wie wir das aktuell tun, zeigt Ihnen die vorliegende Broschüre.

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Aktionsfeld: Schule

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Interesse an Naturwissenschaften und Technik schon in der Schule wecken

Die MitmachAngebote

für unsere Mitglieder

Aktive Nachwuchskräftesicherung kann nicht früh genug beginnen. Aus diesem Grund versorgen wir bereits die Kleinsten im Rahmen unserer Nachwuchsaktivitäten mit altersgemäßen Materialien, wie z. B. dem Pixie-Buch „Meine Freundin, die ist Ingenieurin“. Die Handreichungen „Physik in Kindergarten und Grundschule“ für pädagogische Fachkräfte sowie die Hefte „Kontexis“ leiten zu naturwissenschaftlichen Experimenten an. Mit der Bereitstellung von hochwertigen Materialien für weiterführende Schulen erleichtern wir Lehrkräften den spannenden und vor allem inhaltlich sehr gut aufbereiteten Unterricht bis zur Sekundarstufe II. Das ist wichtig, um junge Leute bereits in diesem Alter auf MINT-Themen und die M+E-Industrie aufmerksam zu machen. Über Wettbewerbe, die HESSENMETALL maßgeblich unterstützt, wie die „Internationale PhysikOlympiade“, den „Hessischen Mathematikwettbewerb“ oder „Den besten Praktikumsbericht“, ist es uns gelungen, bereits bei Schülerinnen und Schülern (und Lehrkräften) das Bewusstsein zu fördern, dass MINT-Fächer die Grundlage für wichtige, zukunftsträchtige Berufe bilden, für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Unseren Mitgliedsunternehmen stellen wir bei Bedarf umfangreiche Informations- und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung – zum Kennenlernen, aber auch zur Weitergabe und Empfehlung an Partnerschulen.

Schule


„Girls’Day“ Am vierten Donnerstag im April eines jeden Jahres können Mädchen der 5. bis 10. Klasse einen Tag lang technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe in Unternehmen und Hochschulen kennenlernen. Mädchen schließen die allgemeinbildenden Schulen mit überdurchschnittlich guten Noten ab und wählen dann oft eine berufliche Laufbahn in klassischen Frauenberufen. Unter den vielen Abiturientinnen, aber auch Realschülerinnen, die später noch das Abitur aufsetzen, entscheiden sich vergleichsweise wenige für ein Studium und noch weniger für einen Ingenieurberuf. Die Mädchen, die diesen Weg einschlagen, schließen allerdings ihr Studium mit sehr guten Ergebnissen ab. In diesen jungen Frauen steckt großes Potenzial für den Nachwuchs in unserer Branche, das es zu heben gilt. Doch viele kennen die M+E-Unternehmen und die Chancen, die ihnen geboten werden, nicht. Im Vergleich zu traditionellen Frauenberufen sind beim Kennenlernen der M+EBerufswelten auch Hürden wie „sensible Forschung“ und „Gefahren durch kraftvolle Maschinen“ zu überwinden. Am bundesweiten Aktionstag „Girls’Day” haben unsere Mitgliedsunternehmen die Chance, Mädchen gut vorbereitet in den eigenen Räumlichkeiten zu empfangen und wenn nicht sofort für sich zu gewinnen, dann doch zumindest eine „bella figura“ zu machen. HESSENMETALL beteiligt sich seit 2002 am „Girls’Day“, bei dem wir mit allen Bezirksgruppen unseren M+E-Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehen, um die Teilnahme zu planen und umzusetzen. Zudem sind die einzelnen Bezirksgruppen von HESSENMETALL aktiv an der Gewinnung unterschiedlicher Unternehmen aus allen Branchen für die Teilnahme am „Girls’Day“ beteiligt.

Junge Frauen sind in unseren Mitgliedsunternehmen gern gesehen. Sie sind interessiert, kollegial und bringen sehr gute Leistungen. Der Girls´Day bietet den Betrieben eine ausgezeichnete Möglichkeit, talentierte Mädchen mit Interesse für Naturwissenschaften für M+E-Berufe zu begeistern.

„Girls’Day“ – Unternehmen laden ein, um Mädchen für M+E-Berufe zu gewinnen ZIELGRUPPE // • Schülerinnen der 5. bis 10. Jahrgangstufe aller Schultypen ZIELE // • Mädchen die M+E-Berufswelt praktisch erleben lassen • Junge Frauen ermutigen, ihren Talenten nachzugehen • Potenziale von Mädchen für die M+E-Branche erschließen • Öffentlichkeit sensibilisieren: Klassische Männerberufe gibt es nicht mehr TIMING // Jährlich am vierten Donnerstag im April ANSPRECHPARTNER // Sascha Drechsel HESSENMETALL, Bezirksgruppe Mittelhessen Tel: 06441 7008-25, E-Mail: sdrechsel@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.girls-day.de EXPERIMENTE FÜR IHRE FIRMEN - VERANSTALTUNG // UND EIN PRAKTIKUMSTAG FÜR LEHRKRÄFTE // www.girls-day.de GIRLS’DAY AKADEMIE – UNTERNEHMEN ALS BILDUNGSPARTNER // www.girls-day-akademie.de NEUE PERSPEKTIVEN IN DER BERUFS- UND LEBENSPLANUNG FÜR JUNGS // www.boys-day.de

Dr. Dirk Hohn, Geschäftsführer HESSENMETALL, Bezirksgruppe Mittelhessen

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Aktionsfeld: Schule

I AM MINT – Azubis bringen Schülern naturwissenschaftlich-technische Berufe nahe ZIELGRUPPE // • Unentschlossene, begabte und an MINT interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 der Realschule und Hauptschule. ZIELE // • Nachwuchskräftegewinnung • Möglichkeit für Unternehmen, in Schulen und deren Umfeld durch konkretes Engagement für sich zu werben • Mit Hilfe von Azubi-Mentoren aus hessischen Unternehmen junge Menschen für die MINT-Berufsausbildung begeistern • Junge Menschen schon in der Schule an MINT-Berufe heranführen • In ganz Hessen Schulen und Unternehmen gewinnen, die zu diesem Zweck kooperieren TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Reinhold Maisch HESSENMETALL, Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen Tel: 069 8600429-62, E-Mail: rmaisch@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen.

I AM MINT „I AM MINT“ steht für Neugier, Orientierung und Praxiserfahrung – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Projekt wird von unserer Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT hessenweit umgesetzt. Diese gezielte MINT-Offensive soll dem massiven Mangel an Auszubildenden im naturwissenschaftlich-technischen Bereich entgegen wirken. Wir empfehlen unseren Mitgliedsunternehmen ausdrücklich, sich daran zu beteiligen und so potentielle Auszubildende für sich zu gewinnen. „I AM MINT“ ermöglicht Unternehmen den frühzeitigen Kontakt mit Nachwuchskräften, indem sie in Schulen und deren Umfeld durch konkretes Engagement für sich werben können. Auszubildenden wird die Möglichkeit geboten, soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln und für die Unternehmen als „Botschafter“ zu werben. Diese sogenannten „Azubi-Mentoren“ unterstützen Schülerinnen und Schüler bei MINT-Nachmittagen, an denen Unternehmen ihre Türen öffnen und MINT-Berufe vorstellen – spannend, praxisorientiert und hautnah. Im Rahmen der Kampagne wird das Fundament für nachhaltige Kooperationen von Unternehmen mit Schulen in der Region gelegt. Über die FacebookCommunity ist kontinuierlicher Austausch gewährleistet.

Wir wollen junge Menschen ermutigen, direkt in unsere Ausbildung zu gehen. Daher möchten wir zukünftig mit den Schulen unserer Region intensiver kooperieren. Simone Zöller, Personalleiterin Litens Automotive GmbH

WEB // www.iammint.de www.facebook.com/iammint.de WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN // Unterstützt wird „I AM MINT“ von der hessischen Wirtschaft und dem hessischen Kultusministerium. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, des Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit.

Schule


Bester Praktikumsbericht Die Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT aus Nord-, Mittel- und Osthessen sowie dem Rhein-Main-Gebiet belohnen seit zwölf Jahren, in Kooperation mit HESSENMETALL, die besten Berichte des zweiwöchigen Schülerbetriebspraktikums aus sechs Schulformen. In der Region wie im Landesfinale kürt eine Jury aus Lehrkräften und Wirtschaftsvertretern die Sieger aus einer Vielzahl von hervorragenden Praktikumsberichten. Ausgezeichnet werden Inhalt und formaler Aufbau der Berichte, aber auch Gestaltung und Kreativität. So werden die Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement und ihre gute Leistung belohnt, während gleichzeitig die Unternehmen gewürdigt werden, die in die Ausbildung junger Menschen investieren. Für die Fachkräftesicherung in hessischen Betrieben ist die Bindung des Nachwuchses von hoher Bedeutung. Das Betriebspraktikum dient als wichtiger Check, ob Berufe wirklich halten, was Jugendliche sich von ihnen versprechen und ob die Anforderungen, die der Traumberuf mit sich bringt, wirklich erfüllt werden können. HESSENMETALL unterstützt und fördert durch den Wettbewerb die intensive Auseinandersetzung mit Berufsbildern. So wird langfristig die Ausbildungs-Abbrecherquote deutlich reduziert und ein erfolgreicher Start ins Berufsleben ermöglicht. Wir empfehlen unseren Mitgliedsunternehmen, verstärkt Praktikumsplätze anzubieten, um Jugendliche bereits bei ihren ersten Schritten in die Berufswelt kennenzulernen. Stellen Sie offene Praktikumsplätze in unsere Börse ein.

Die intensive Auseinandersetzung mit den Erlebnissen während des Betriebspraktikums stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum zukünftigen Beruf dar. Sie hilft Fehleinschätzungen bei der Berufswahl zu vermeiden und damit Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Dr. Hartmut Eisele, Vakuumschmelze, Hanau

Bester Praktikumsbericht – Anbieten und gewinnen lassen ZIELGRUPPE // • Schüler und Schülerinnen der allgemeinbildenden Schulen (Förderschule, Hauptschule, Realschule, integrierte Gesamtschule, Gymnasium Sek. I, Gymnasium Sek. II.) ZIELE // • Nachwuchskräftesicherung • Organisatorische Leistungen auf Schul- und Wirtschaftsseite würdigen • Schülerinnen und Schüler zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit Berufsinhalten motivieren • Stellenwert des Schülerpraktikums unterstreichen und jene dafür belohnen, die ihr Praktikum ernst nehmen und es intensiv reflektieren • Praktisches Erleben versus theoretisches Belehren • Abbruch / Fehler in der Berufswahl vermeiden TIMING // Preisverleihung: September / Oktober ANSPRECHPARTNER // Reinhold Maisch HESSENMETALL, Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen Tel: 069 8600429-62, E-Mail: rmaisch@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen.

WEB // www.schule-wirtschaft-rhein-main-taunus.de

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Aktionsfeld: Schule

Mathematik-Wettbewerb – Talente frühzeitig entdecken und binden ZIELGRUPPE // • Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen ZIELE // • Nachwuchskräftesicherung • Interesse an MINT-Fächern wecken • Verbesserung der Unterrichtsqualität in MINT-Fächern TIMING // Start: Dezember Kreissiegerehrung: Mai Landessiegerehrung: Juni ANSPRECHPARTNER // Reinhold Maisch HESSENMETALL, Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen Tel: 069 8600429-62, E-Mail: rmaisch@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.mathematik-wettbewerb.de

Mathematik-Wettbewerb Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen findet seit 1969 jährlich statt und ist seit 2001 für alle allgemeinbildenden Schulen verpflichtend. Die gestellten Aufgaben bieten einen Leistungsvergleich aller Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse im Fach Mathematik. Die Erkenntnisse aus dem Wettbewerb sind zudem ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität in Hessen. Nehmen an der ersten Wettbewerbsrunde noch alle hessischen Schulen teil, folgt in der zweiten Runde der Kreisentscheid und schließlich werden in einem Landesentscheid die Besten in Hessen ermittelt. Mehr als 50.000 Schülerinnen und Schüler und über 500 Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien beteiligen sich regelmäßig. HESSENMETALL fördert den Mathematik-Wettbewerb seit dem Jahr 2000, um mehr junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern und so die Fachkräfte der Zukunft zu fördern. Durch vielfältige Aktivitäten rund um den Wettbewerb gelingt es uns jedes Jahr aufs Neue, Aufmerksamkeit für MINT-Fächer zu wecken. Die Ehrung der Landessieger findet jedes Jahr in einem unserer Mitgliedsunternehmen statt. Werden auch Sie Gastgeber auf Kreis- oder Landesebene. So viele Mathematik-Talente auf einem Fleck werden Sie nicht oft erleben.

Die Förderung von naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern ist nur ein Vorteil der jährlichen Siegerehrungen des hessischen Mathematikwettbewerbs. Auch die Würdigung von gutem Mathematikunterricht und die Auszeichnung von Talent und Fleiß im Fach Mathematik stehen hier im Vordergrund. Durch die Ausrichtung der Ehrung in unserem Unternehmen zeigen wir unsere Unterstützung für diese Werte nach Innen und Außen. Alexander Jakob, Bereichsleiter Personal- und Sozialwesen Hexagon

Schule


PhysikOlympiade Seit dem Jahr 2000 unterstützt HESSENMETALL die jährliche Internationale Schülerolympiade in Physik mit dem Ziel, den besten Nachwuchs frühzeitig an die M+E-Branchen heranzuführen. Schülerinnen und Schüler bis 18 Jahre werden so gefördert, auf spannende naturwissenschaftliche Fragestellungen aufmerksam gemacht und bei ihrer Berufswahl unterstützt. In Hessen werden die besten zehn Schülerinnen und Schüler durch HESSENMETALL mit einer Feier geehrt, die in jedem Jahr in einem anderen Mitgliedsunternehmen stattfindet. So können sich die qualifizierten Nachwuchskräfte frühzeitig ein Bild von den spannenden Berufsmöglichkeiten in der M+E-Industrie machen. Durch den Wettbewerb verschaffen wir dem Fach Physik eine breite Aufmerksamkeit und zeigen, dass ein Physik-Studium nicht nur eine Karriere in Forschung und Lehre ermöglicht. Die deutsche Mannschaft, die im internationalen Vergleich antritt, besteht aus fünf Olympioniken, die in vier Auswahlrunden ermittelt werden. Die Olympioniken der letzten Runde durchlaufen automatisch auch das Auswahlverfahren für ein Stipendienprogramm der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie möchten die Physik-Asse persönlich kennenlernen und Ihnen Ihr Unternehmen präsentieren? Dann lassen Sie uns die nächste Hessen-Siegerehrung in Ihrer Firma durchführen. Sprechen Sie uns an!

PhysikOlympiade – Physikgenies in die M+E-Branchen! ZIELGRUPPE // • Schülerinnen und Schüler bis 18 Jahre (Gymnasium) ZIELE // • Nachwuchskräftesicherung • Interesse bei Schülern an naturwissenschaftlichen Fragestellungen wecken • Unterstützung bei der Berufswahl TIMING // Ehrung Hessensieger: Januar / Februar Internationale Sieger-Ehrung: Juli ANSPRECHPARTNER // Kornelia Kopp HESSENMETALL, Kommunikation und Presse Tel: 069 95808-151, E-Mail: kkopp@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen.

WEB // www.hessenmetall.de www.ipn.uni-kiel.de

Junge Menschen mit ausgeprägtem Physik-Talent wissen oft nicht, welche Bandbreite an Karrierechancen die Samson AG – und die Metall- und Elektroindustrie im Allgemeinen – ihnen bieten kann. Dabei brauchen gerade wir viele Naturwissenschaftler, die zu ihren Studien den passenden Partner für die Erprobung in der Praxis suchen. Mathias Ganz, Samson AG Mess- und Regeltechnik, Frankfurt

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Aktionsfeld: Ausbildung

die Wahl einer Ausbildung

Bei der Entscheidung für

helfen

Ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler weiß kurz vor Abschluss der Schulzeit noch nicht, wie es danach weitergehen soll. Und jeder fünfte Auszubildende bricht seine Ausbildung vorzeitig ab. Die Vielzahl von Berufen ist schier unübersichtlich und nur ein Bruchteil aller Möglichkeiten ist bekannt. Es ist das Anliegen von HESSENMETALL, Jugendliche über Berufsmöglichkeiten in der M+E-Industrie zu informieren. Wir möchten unsere vielfältigen, attraktiven Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten individuell aufzeigen und Jugendliche dann bei der Entscheidung für die Wahl einer Ausbildung gezielt unterstützen. Denn Nachwuchsförderung beginnt nicht erst mit der Betreuung während der Ausbildung. Viele Unternehmen bekommen zunehmend Probleme, geeignete Auszubildende zu finden. Die häufigsten Ursachen dafür sind mangelnde Ausbildungsreife und zu geringe Qualifikationen der Schulabgänger. Mit unseren Berufsorientierungsangeboten tragen wir dazu bei, dass die Potentiale der jungen Menschen erkannt, ihre Kompetenzen gestärkt und der Berufswahlprozess aktiv gestaltet wird. Unsere Angebotspalette für Schülerinnen und Schüler ist umfangreich. Mit unserer nachhaltigen Berufsorientierung und praxisorientierten Vorbereitung auf die Arbeitswelt unterstützen wir Jugendliche, einen für sie passenden Ausbildungsberuf in unseren Mitgliedsunternehmen zu finden und verhindern damit auch Ausbildungsabbrüche.

Ausbildung


„ichhabpower.de“ Mit dem Portal „ichhabpower.de“ unterstützt GESAMTMETALL bundesweit alle Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung im M+E-Bereich interessieren. Dabei soll die Wahl der richtigen Ausbildung erleichtert und die M+E-Branche der jungen Generation näher gebracht werden. Mit einem elektronischen Berufswahlcoach können Schülerinnen und Schüler die Ausbildung finden, die zu ihren individuellen Stärken passt. M+E-Berufe und potentielle Arbeitgeber in ihrer Umgebung werden vorgestellt. Auf der Plattform finden die Jugendlichen ihren Masterplan zum Erreichen des Traumberufs. Sie werden durch spielerische Aufgaben und interaktive Informationen an einen für sie passenden Ausbildungsberuf herangeführt – von den ersten Überlegungen zur Berufsorientierung bis zur Bewerbung bei einem Ausbildungsbetrieb. So stellt das Portal eine enge Verbindung zwischen den Jugendlichen und der M+E-Branche her. Seit Anfang 2012 online, kann „ichhabpower.de“ bereits eine große Anzahl an Klicks aufweisen. Unseren Mitgliedsunternehmen bietet das Portal die exklusive Möglichkeit, freie Ausbildungs- oder Praktikumsplätze, Angebote für ein Duales Studium und Weiteres einzustellen. Nutzen Sie die Möglichkeit und präsentieren Sie Ihr Unternehmen. Seit Februar 2013 gibt es eine App zur M+E-Berufsinformation für Lehrkräfte, Ausbilder, Schülerinnen und Schüler. Dort kann der Nutzer beispielsweise nach einem Berufsbild suchen, sich die Inhalte inkl. Video anschauen und die ausbildenden Unternehmen in seiner Region mit allen Informationen zu freien Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsplätzen anzeigen lassen.

Im Wettbewerb zu den Ballungsräumen sind wir in Nordhessen besonders gefordert. Deswegen pflegen wir seit jeher enge Kontakte zu unseren Mitgliedern und unterstützen sie intensiv bei ihren Bemühungen, qualifizierte Nachwuchskräfte für die Region zu gewinnen.

„ichhabpower.de“ – Hilft Schülern, einen Masterplan zum Traumberuf zu entwickeln ZIELGRUPPE // • Schüler und Schülerinnen, die sich für eine Ausbildung in der M+E-Branche interessieren ZIELE // • Nachwuchssicherung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, insbeson dere in den Ingenieurwissenschaften • Interesse bei Jugendlichen für die M+E-Industrie wecken • bessere Nutzung des Potenzials und der Fähigkeiten von Frauen im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Berufe TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Achim Schnyder HESSENMETALL, Bezirksgruppe Nordhessen Tel: 0561 1091-322, E-Mail: aschnyder@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.ichhabpower.de WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN // Facebook: http://www.facebook.com/ichhabpower

M+E-TV: http://www.ichhabpower.de (Spannende Videos zu Ausbildung, Berufen und M+E-Industrie)

Jürgen Kümpel, Geschäftsführer HESSENMETALL, Bezirksgruppe Nordhessen

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Aktionsfeld: Ausbildung

3 Die Ausbildungsplatzbörse – Der direkte Weg in Ihr Unternehmen! ZIELGRUPPE // • Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, ab Klasse 7 • Eltern und Lehrkräfte, die Jugendliche bei der Berufswahl beraten ZIELE // • Schnelle Vermittlung von interessierten Jugendlichen in eine Ausbildung • Vermittlung von geeigneten Jugendlichen in Mitgliedsunternehmen • Freie Plätze unserer KMU bei Interessenten breit kommunizieren • Arbeitsmarktpolitische Bedeutung der M+E Industrie verdeutlichen TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Gertrud Hirschhäuser HESSENMETALL, Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus Tel: 069 95808-239, E-Mail: ghirschhaeuser@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.me-ausbildungsplatz.de www.hessenmetall.de

Die Ausbildungsplatzbörse Jugendliche frühzeitig ihren Neigungen und Erwartungen entsprechend an technische Berufe heranführen und sie bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages nachhaltig zu begleiten, ist HESSENMETALL ein wichtiges Anliegen. Schülerinnen und Schüler, die einen freien Platz für eine Ausbildung, ein Duales Studium oder ein Praktikum in einem Metall- und Elektro-Unternehmen suchen, finden auf unserer Webseite meausbildungsplatz.de Unternehmen im ausgewählten Postleitzahlbezirk und definierten Umkreis – mit Ansprechpartnern und Kontaktdaten. Unternehmen können freie Ausbildungs- oder Praktikumsplätze in die Börse einstellen. Die rasant steigenden Zugriffszahlen zeigen, dass das Portal sowohl für Unternehmen als auch für Jugendliche auf Stellensuche das richtige Angebot bietet. Es gilt ausschließlich und exklusiv für Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL und seine Schwesterverbände. Die neue Ausbildungsplatzbörse ist sowohl in die HESSENMETALL-Webseiten als auch in das Jugend-Internetportal „ichhabpower.de“ integriert. So bieten sich gleich mehrere Zugangswege; je nachdem, in welchem Kontext die Jugendlichen mit dem Verband in Kontakt kommen. Prüfen Sie, ob die Angaben zu Ihrem Unternehmen in der Börse aktuell sind und stellen Sie freie Plätze ein (www.me-vermitteln.de), damit interessierte Nachwuchskräfte Sie rasch finden! Neben diesen beiden Portalen bietet HESSENMETALL weitere Online-Angebote für verschiedene Zielgruppen, die unser umfassendes Angebot rund um das Nachwuchsmarketing ergänzen. Das Portal „me-vermitteln. de“ richtet sich vorrangig an Lehrkräfte und bietet didaktisch aufbereitete und kostenfreie Anregungen für den Berufskunde- und MINT-Unterricht zum Download. Die „think-ing.de“-Plattform bietet Informationen über Studienvoraussetzungen und -inhalte, die bei der Entscheidung pro oder contra den Ingenieurberuf unterstützen. Die Webseite „ausbildung-me.de“, die Eltern Informationen liefert, wie sie ihre Kinder bei der Wahl eines passenden Ausbildungsberufes unterstützen können, rundet das Angebot ab.

Ausbildung


Seit Februar 2013 gibt es eine App zur M+E-Berufsinformation für Lehrkräfte, Ausbilder, Schülerinnen und Schüler. Dort kann der Nutzer beispielsweise nach einem Berufsbild suchen, sich die Inhalte inkl. Video anschauen und die ausbildenden Unternehmen in seiner Region mit allen Informationen zu freien Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsplätzen anzeigen lassen.

Junge Menschen orientieren und bewerben sich heute ganz selbstverständlich über das Internet. Und da wir an vielen Standorten qualifizierte Nachwuchskräfte suchen, ist das genau unser Medium. Simone Hoffart, Controlmatic GmbH Frankfurt

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Aktionsfeld: Ausbildung

3 InfoMobil

– Wir bringen

Berufsinformationen an Hessens Schulen ZIELGRUPPE // • Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen ZIELE // • Interesse für MINT-Berufe wecken • Nachwuchskräftegewinnung • Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft schaffen • Bandbreite der Berufsmöglichkeiten in der M+E-Industrie aufzeigen TIMING // ganzjährig an durchschnittlich 130 Tagen pro Jahr ANSPRECHPARTNER // Sascha Drechsel HESSENMETALL, Bezirksgruppe Mittelhessen Tel: 06441 7008-25, E-Mail: sdrechsel@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.me-vermitteln.de

InfoMobil Die Metall- und Elektro-Industrie hat als einzige Branche eigenständig das Thema Berufsorientierung in den Schulunterricht gebracht. Mit dem InfoMobil informieren wir seit Ende der 80er Jahre Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und interessierte Besucher über die Bandbreite der Ausbildungsmöglichkeiten in der hessischen M+E-Industrie, die von Metall-, Elektro- und IT-Berufen über gewerblich-technische bis hin zu kaufmännischen Berufen reichen. An rund 130 Tagen im Jahr sind die InfoMobile an hessischen Schulen im Einsatz und erreichen durchschnittlich etwa 13.000 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 8 – 10 von Haupt-, Real- und Gesamtschulen – und damit rund ein Viertel eines jeden Jahrgangs. Die Hightech-Fahrzeuge sind mit technischen Experimentierstationen und Multimediasystemen ausgestattet. Die moderne Ausstattung der InfoMobile mit CAD-Station, CNC-Arbeitsplatz, Multimedia-Terminal und Ausbildungsinfothek ermöglicht spannende und praxisnahe Einblicke in die Vielfalt der Metall- und Elektro-Berufe. Die Unterrichtseinheiten werden passend zum Leistungsstand und Interessenschwerpunkt der Schülergruppen angeboten. Der Bus-Begleiter informiert über die einzelnen Berufsbilder in der M+E-Industrie und gibt wertvolle Tipps bei allen Fragen rund um die Berufswahl. Dank Broschüren zum Mitnehmen und zielgruppengerechten Internetangeboten können sich Jugendliche außerdem zu Hause, im Freundeskreis oder mit ihren Eltern vertieft informieren. Neben der zielgerichteten Information über Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche ergänzen berufskundliche Unterlagen für Lehrer und Medienangebote für den Unterricht, wie Broschüren, DVDs, Videos, Internetseiten oder Kontaktadressen, das Angebot. Der Einsatz der InfoMobile ist an allen Schulen möglich, genauso kann das InfoMobil auch für Unternehmens-Events gebucht werden. Anfragen für einen Einsatztermin sind über die Webseite „me-vermitteln.de“ möglich.

Ausbildung


Dort können Sie • sehen, wie Ihr Unternehmen im InfoMobil (in den Schulen) dargestellt wird. • prüfen, ob die Angaben zu Ihrem Unternehmen stimmen. • Informationsmaterial über die Metall- und Elektro-Berufe bestel len (zur Weitergabe an Ihre Besucher- / Schülergruppen). • das Infomobil für Ihr Unternehmens-Event buchen. • nachsehen, wo die InfoMobile zu einem bestimmten Termin eingesetzt sind. • sich für einen Schulbesuch oder eine Schul-Kooperation anmelden.

Das M+E-InfoMobil ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil bei unserem jährlichen Tag der Ausbildung. Ein echter Hingucker, Technik zum Anfassen und eine sympathische, fachkundige Crew. Kurz: Ein toller Rund-umService des Verbandes.

Andreas Fiedler, Personalleiter Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Stadtallendorf

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Aktionsfeld: Ausbildung

3 me-vermitteln.de – Berufskundeunterricht für Lehrer leicht gemacht ZIELGRUPPE // • Lehrkräfte • Unternehmen ZIELE // • Informationen über MINT-Berufe bei Lehrerinnen und Lehrern vermitteln • Nachwuchskräftegewinnung • Bindeglied Schule und Wirtschaft / Kooperationen erleichtern • Berufsmöglichkeiten und Anforderungen in M+E-Berufen aufzeigen TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Gertrud Hirschhäuser HESSENMETALL, Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus Tel: 069 95808-239, E-Mail: ghirschhaeuser@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.me-vermitteln.de

me-vermitteln.de Das Internetportal „me-vermitteln.de“ ist das Netzwerk-Angebot für Lehrkräfte, Unternehmer und Verbändevertreter. Das Ziel ist es, junge Menschen noch besser auf die Berufswelt vorzubereiten. Dazu ist es wichtig, dass Schulen gut aufbereitetes und aktuelles Material für die Unterrichtsgestaltung erhalten. Lehrkräften stehen in dem Portal didaktisch aufbereitete und kostenfreie Unterrichtshilfen für den Berufskunde- und MINT-Unterricht zum Download zur Verfügung: interaktive Simulationen zu technischen Aufgaben, Bewerbungstests, regionale Projektangebote der M+E-Verbände. Auf dem Portal können sich Schulen präsentieren und Kooperationswünsche angeben, z. B. für Praktika sowohl für Lehrkräfte als auch für Schülerinnen und Schüler oder zur Unterstützung beim Technik- oder Berufskundeunterricht. Interessierte HESSENMETALL-Mitgliedsunternehmen können sich mit den Schulen vor Ort direkt in Verbindung setzen. Mit dem Portal können Lehrkräfte und M+E-Unternehmer gemeinsam Jugendliche verstärkt für Technik begeistern und sie als potentielle Bewerber für M+E-Berufe gewinnen. Seit Februar 2013 gibt es eine App zur M+E-Berufsinformation für Lehrkräfte, Ausbilder, Schülerinnen und Schüler. Dort kann der Nutzer beispielsweise nach einem Berufsbild suchen, sich die Inhalte inkl. Video anschauen und die ausbildenden Unternehmen in seiner Region mit allen Informationen zu freien Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsplätzen anzeigen lassen.

Das Portal für Lehrkräfte soll Informationen über die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der M+EIndustrie verbreiten, die Kommunikation und Kooperationen zwischen den Beteiligten in Schulen und Ausbildungsstätten fördern und ausbauen.

Hans-Joachim Jungbluth, Geschäftsführer HESSENMETALL, Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen

Ausbildung


ausbildung-me.de Das Internetportal „ausbildung-me.de“ zeigt Eltern, wie sie ihre Kinder bei der Wahl eines passenden Ausbildungsberufes unterstützen können. Dort finden sich vielfältige Informationen und Entscheidungshilfen zu den vier wichtigsten Phasen der Berufswahl: Talente erkennen, mögliche Berufe kennenlernen, richtig bewerben und die Ausbildung starten. Außerdem finden Eltern Hilfestellungen, wie sie sich mit dem Thema Berufswahl auseinandersetzen und mit ihrem Kind darüber ins Gespräch kommen können. Denn bei der Berufswahl und -information ihrer Kinder spielen Eltern nach wie vor eine entscheidende Rolle und sind als Ratgeber besonders gefordert. Ziel des Portals ist es, Eltern schon frühzeitig Alternativen zu den gängigsten Berufswahlentscheidungen von Jugendlichen aufzuzeigen, mit denen sie ihre Kinder bis zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages begleiten können. Exklusiv bietet das HESSENMETALL-Portal seinen Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich dort vorzustellen und Eltern genauso wie Jugendliche auf sich aufmerksam zu machen. Potentielle Nachwuchskräfte und deren Eltern werden hier frühzeitig erreicht.

ausbildung-me.de – Berufsorientierung und Hilfe für beratende Eltern ZIELGRUPPE // • Eltern • Schülerinnen und Schüler ZIELE // • Informationen über MINT-Berufe an Eltern vermitteln • Nachwuchskräftesicherung • Berufsmöglichkeiten und Anforderungen in M+E-Berufen aufzeigen TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Gertrud Hirschhäuser HESSENMETALL, Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus Tel: 069 95808-239, E-Mail: ghirschhaeuser@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.ausbildung-me.de

Sinkende Schülerzahlen verschärfen den Fachkräftemangel gerade in den technischen Berufen. Wir müssen alle Wege nutzen, geeignete und interessierte junge Leute mit unserer Branche bekannt zu machen.

Friedrich Avenarius, Geschäftsführer HESSENMETALL, Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus

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Aktionsfeld: Studium

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zur Studienwahl

Rund 34 Prozent aller Schülerinnen und Schüler schließen die Schule mit dem Abitur ab und nehmen in drei von vier Fällen ein Studium auf – Tendenz steigend. Dennoch sind viele Abiturienten unsicher, ob sie anschließend eine Berufsausbildung machen oder ein Studium aufnehmen sollen. Um schon vor dem Abitur eine Entscheidung zwischen Berufsausbildung oder Studium zu erleichtern, beteiligt sich HESSENMETALL aktiv an Messen und Hochschul-Infotagen. So können wir gezielt auf interessante und zukunftsfähige MINT-Studiengänge aufmerksam machen.

Bei der Entscheidung

helfen

In räumlicher Nähe zum Messestand von HESSENMETALL können unsere Mitgliedsunternehmen ihre Angebote und Anforderungen zukünftigen Nachwuchskräften vorstellen und sich mit Personal und Informationsmaterial auf unserer Standfläche präsentieren. Junge Menschen, die sich tendenziell für ein ingenieurwissenschaftliches Studium interessieren, können sich außerdem auf unserem Portal „thinking.de“ umfassend informieren und mit einem Online-Test ihre Eignung überprüfen. So wollen wir mehr junge Männer – und Frauen! – für die Ingenieurberufe begeistern und ihnen vorab eine Einschätzung ihrer Eignung ermöglichen. Dann steht einem erfolgreichen Studium nichts mehr im Wege, das im besten Fall in den Berufsstart in einem unserer Mitgliedsunternehmen mündet.

Studium


think-ing.de

think-ing.de „Der Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus“, so lautet das Erfolgsrezept der deutschen Industrie, allen voran der Metall- und Elektro-Industrie. Die Unternehmen unserer Branche werden jedoch in Produktivität und Innovation behindert, weil es in Deutschland zu wenige Ingenieurinnen und Ingenieure gibt. Zwischen 57 Prozent (Elektroindustrie) und 68 Prozent (Maschinenbau) aller M+EErwerbstätigen sind MINT-Akademiker oder verfügen über eine berufliche Qualifikation in einer MINT-Fachrichtung. Mit 48 Prozent führen die Studiengänge zum Ingenieur, aber auch die Statistik der Studienabbrecher an; im Maschinenbau und der Elektrotechnik liegt der Abbrecher-Anteil sogar bei 53 Prozent. Ursache sind fehlende studienrelevante Kenntnisse, die nicht rechtzeitig aufgeholt werden konnten, sowie falsche Erwartungen an das Studium. Dem wirken wir entgegen: Das Portal „think-ing.de“ bietet alle Informationen über Studienvoraussetzungen und -inhalte in Bild, Ton und PrintForm; Social Media und ein Eignungstest helfen Jugendlichen zusätzlich bei der Entscheidung pro oder contra den Ingenieurberuf. Derzeit nutzen 6.000 Multiplikatoren das Portal. Das vielfältige Material können auch Sie für Ihre Zielgruppen in hoher Auflage bestellen. Ihre freien Stellen können wir über Re-Tweets in Twitter hervorheben.

Deutschland braucht Sie! Was wäre das Erfolgslabel „Made in Germany“ – sei es im Maschinenbau oder in der Automobilindustrie – ohne die vielen fleißigen und innovativen Ingenieure. Ich würde mich freuen, wenn sich in Zukunft noch mehr junge Frauen und Männer für technische Berufe entscheiden. Dr. Albrecht Hallbauer, Vorsitzender der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL

– Zum Ingenieursstudium motivieren ZIELGRUPPE // • Schülerinnen und Schüler, die sich für ein Ingenieurstudium interessieren • Lehrkräfte und Institutionen, die Jugendliche zur Hochschule führen • Studierende in Ingenieurstudiengängen ZIELE // • Geeignete junge Menschen für das Ingenieurstudium gewinnen • Abbrecherquote unter den Studierenden senken • Offene Stellen in den Mitgliedsunternehmen schließen – oder wenigstens minimieren TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Reinhold Stämmler HESSENMETALL, Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen Tel: 06151-2985-42, E-Mail: rstaemmler@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.think-ing.de www.gesamtmetall.de

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Aktionsfeld: Studium

3 Ausbildungs-/Studienmessen – Unternehmen und Kandidaten zusammenbringen ZIELGRUPPE // • Jugendliche • Lehrkräfte • Eltern ZIELE // • Nachwuchskräftegewinnung • Interesse wecken für die M+E-Industrie VERANSTALTUNGEN // ganzjährig, beispielhaft: • hobit Darmstadt • Chance Gießen • Ausbildungsmesse Rodgau • Ausbildungsmesse Fulda • Ausbildungsmesse Wiesbaden • Ausbildungsmesse Hanau • Ausbildungsmesse gOFfit Offenbach • Berufsbildungsmesse Rhein-Main in Frankfurt • Vocatium Rhein-Main in Offenbach • azubi & studientage Kassel • azubi & studientage Frankfurt • Tag der Ausbildung und des Dualen Studiums Frankenberg ANSPRECHPARTNER // Reinhold Stämmler Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen Tel: 06151-2985-42, E-Mail: rstaemmler@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.hobit.de www.chance.messe-giessen.de www.ausbildungsmesse-wiesbaden.de www.azubitage.de www.erfolg-im-beruf.de www.bbm24.de

Ausbildungs- und Studienmessen HESSENMETALL präsentiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen auf ausgewählten Ausbildungs- und Studienmessen, um potentielle Fach- und Führungskräfte zu identifizieren, zu beraten und ihre Aufmerksamkeit für unsere Mitgliedsunternehmen zu gewinnen. Jährlich sind wir auf acht Messen in ganz Hessen unterwegs und bieten unseren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, wahlweise einen gemeinsamen Messestand mit uns oder eine M+E-Strecke mit einem eigenen Stand zu bilden. Auf diese Weise ermöglichen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit mehr als 40.000 Besuchern pro Jahr, viele davon sind potentielle künftige Nachwuchskräfte. So unterstützen wir die hessischen M+E-Unternehmen bei der Überwindung der Fachkräftelücke und machen auf die exzellenten Konditionen für Fachkräfte, wie gute Bezahlung, spannende Berufsmöglichkeiten, hervorragende Arbeitsbedingungen oder gute Aufstiegschancen, aufmerksam. Das sind schlagende Argumente für die Berufsentscheidung, für junge Männer wie auch Frauen. Ausgewählte Messen, auf die uns unsere Mitgliedsunternehmen begleiten können, sind z. B. • hobit, Darmstadt: Die „Hochschul- und Berufsinformationstage“ sind die Anlaufstelle Nr. 1 für Schülerinnen und Schüler sowie Schulabsolventen in Südhessen. Wir erreichen hier jährlich etwa 17.000 Oberstufenschülerinnen und -schüler. • Ausbildungs-Infotage in Bensheim und Darmstadt: Die Ausbildungsinfotage in Südhessen haben sich in den letzten Jahren zum Mekka der südhessischen Berufseinsteiger entwickelt. Die vom Verband in Kooperation mit Schulträgern, Staatlichen Schulämtern, Hochschulen, Berufsschulen und Agentur für Arbeit organisierten Angebote von 100 Beratungsexperten aus 70 Institutionen nutzen jährlich mehr als 3.000 Schüler aus 8. und 9. Klassen. Jährlich steigende Besucherzahlen und die große Nachfrage von Unternehmen nach Standflächen zeigen das wachsende Interesse an den Ausbildungsinfotagen als Plattform für die Fachkräftegewinnung.

Studium


• Chance Gießen: Die Chance Gießen ist die Fachmesse für Ausbildung und Studium in Mittelhessen, die mit der Straße der Metall- und Elektroberufe einen eigenen Schwerpunkt auf die M+E-Branche legt. Mehr als 6.000 potentielle Nachwuchskräfte tummeln sich jedes Jahr auf dieser Messe. • Ausbildungsmesse Wiesbaden: Rund 8.000 Jugendliche orientieren sich jährlich auf der Ausbildungsmesse in Wiesbaden. Zahlreiche Unternehmen informieren dort unter dem Motto „Kreativ in die Berufswelt“ über verschiedene Berufe und freie Ausbildungsplätze. • Ausbildungsmessen Kassel und Frankenberg: Über die Ausbildungsmessen in Kassel und Frankenberg sprechen wir jährlich rund 7.500 Berufsorientierer an. Unseren Mitgliedsunternehmen bieten wir hier die Möglichkeit, sich mit vielfältigen Maßnahmen-Angeboten zu präsentieren. Ziel der Messeorganisatoren ist es in jedem Jahr, Jugendlichen die Breite des beruflichen Spektrums in der M+E-Industrie aufzuzeigen und bestenfalls ihre Berufswahlkompetenz zu fördern. • Ausbildungsmessen Offenbach, Rodgau und Hanau: Auch in Offenbach, Rodgau und Hanau engagieren wir uns auf den jährlichen Ausbildungsmessen. Damit erreichen wir durchschnittlich etwa 5.000 junge Menschen.

Die persönliche Ansprache von Jugendlichen wird bei der Suche nach den Fachkräften von morgen immer wichtiger. Auf Ausbildungsmessen, wie der Chance Gießen, können wir nicht nur die Schülerinnen und Schüler mit unseren Auszubildenden gezielt und auf Augenhöhe informieren, sondern auch Kontakte zu Eltern und Lehrern knüpfen. Steffen Friedrich, Personalleiter Schunk Group

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Aktionsfeld: Studium

3 Duales Studium Hessen – Chance für den Mittelstand ZIELGRUPPE // • Abiturientinnen und Abiturienten • Unternehmen • Anbieter von dualen Studiengängen ZIELE // • Nachwuchskräftesicherung / Ingenieurnachwuchs • Ausbau des innovativen Studienmodells Duales Studium • Verstärkung der Kooperation von Unternehmen und Bildungsanbietern • Nutzen für weitere Unternehmen erschließen TIMING // ganzjährig ANSPRECHPARTNER // Charlotte Venema HESSENMETALL, Berufliche Bildung / Personalpolitik Tel: 069 95808-296, E-Mail: cvenema@hessenmetall.de

Duales Studium Hessen Berufsausbildung? Studium? Jahr für Jahr müssen sich Schulabgänger entscheiden, ob sie einen praktischen oder theoretischen Ausbildungsweg einschlagen. Das Duale Studium bietet die optimale Kombination aus beidem. Mit dem „Dualen Studium Hessen“ hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung im Jahr 2008 eine Kampagne gestartet, die mehr Transparenz in die vielfältigen Möglichkeiten der dualen Studiengänge bringt. Unter dieser Dachmarke finden sich 20 Bildungseinrichtungen und mehr als 70 Studiengänge, die das Duale Studium nach einheitlichen Qualitätsstandards anbieten. 2011/12 hat die HESSENMETALL Cluster-Initiative im Rahmen eines Pilotprojekts für die M+E-Industrie viele Mittelständler für Duale Studienangebote gewinnen können. Für unsere Mitgliedsunternehmen bietet das Duale Studium gute Möglichkeiten, Ingenieurnachwuchs frühzeitig zu finden und zu binden. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind an Universitäten und Fachhochschulen als potentielle Arbeitgeber wenig präsent. Im Rahmen des Dualen Studiums haben sie jedoch die Möglichkeit, in Konkurrenz auch zu großen Unternehmen zu treten und Fachkräfte-Potentiale zu heben.

Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.dualesstudium-hessen.de

Das Duale Studium ist eine Erfolgsgeschichte – inzwischen auch in Hessen. Durch eine enge Verbindung von Theorie und Praxis ermöglicht es eine, bestens auf die Unternehmen abgestimmte, Ausbildung auf Hochschulniveau. Gerade kleine und mittelständische Betriebe können so frühzeitig talentierten Nachwuchs binden.

Wolfgang Drechsler, Geschäftsführer HESSENMETALL, Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen

Studium


Aktionsfeld: Beruf

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass menschliche Arbeitskraft knapp wird. Weniger Menschen bedeuten tendenziell weniger Kompetenz, weniger Know-how, weniger Produktivität, weniger Innovation. Deshalb müssen wir alle vorhandenen Ressourcen nutzen und den Nachwuchs mit qualifizierten Ausbildungsabschlüssen ausstatten. Doch was benötigt eine gute Nachwuchskraft von heute noch? Intelligenz und Fachwissen, Kreativität und „um die Ecke denken“, Verständnis von neuen Technologien und Interesse daran? Das reicht nicht. Die interkulturelle Kompetenz, das Verständnis für andere Kulturen, gewinnt im globalen wirtschaftlichen Geschehen an Bedeutung. Hier setzen wir mit unserem HESSENMETALL-Angebot an. Das Programm des Internationalen Azubi-Clubs richtet sich an Unternehmen, die die interkulturelle Kompetenz ihrer Auszubildenden und DualStudierenden fördern möchten. Mit unserem Wettbewerb M+Eine Zukunft fordern und fördern wir seit einigen Jahren das Innovationspotential und die Kreativität der Nachwuchskräfte in der hessischen Metall- und ElektroIndustrie. Vorschläge, die das beschäftigende Unternehmen voran bringen, sind ausdrücklich gewünscht.

weiterentwickeln im Beruf

Innovativ

Durch unsere aktive Mitarbeit in Gremien, Beiräten und anderen Verbänden sichern wir auch die hohe Qualität der betrieblichen M+E-Ausbildung und deren Weiterentwicklung. Wir arbeiten an der stetigen Entwicklung von Berufsbildern, an neuen Ausbildungskonzepten, immer neuen Angeboten zur Förderung junger Menschen und Konzepten und Ideen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Engagieren auch Sie sich in unseren Ausbildungs- und Personalleiterkreisen, nutzen Sie die Chance zum Erfahrungsaustausch und arbeiten Sie aktiv an der Gestaltung der Zukunft unseres Nachwuchses mit.

Beruf

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Aktionsfeld: Beruf

3 M+Eine Zukunft – Klugen Nachwuchs sich messen lassen ZIELGRUPPE // • Auszubildende (mind. 2. Jahr) in einem Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL • Studenten (z. B. Duales Studium, berufsbegleitendes Studium, TraineeProgramm) in einem Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL ZIELE // • Nachwuchskräftesicherung • Innovationspotential und Kreativität der Nachwuchskräfte fördern kreative Ideen zur Optimierung von Arbeitsprozessen und für effizientes Wissensmanagement TIMING // Ausschreibung: Mai Einreichung der Unterlagen: November Preisverleihung: Februar ANSPRECHPARTNER // Kornelia Kopp HESSENMETALL, Kommunikation und Presse Tel: 069 95808-15, E-Mail: kkopp@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN // Video und Bilder des Wettbewerbs 2012

M+Eine Zukunft Der Wettbewerb M+Eine Zukunft fordert das Innovationspotential und die Kreativität der Nachwuchskräfte in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie. Teilnehmen können Auszubildende ab dem 2. Ausbildungsjahr oder Studierende, die ein Duales Studium oder Trainee-Programm absolvieren und in einem der HESSENMETALL Mitgliedsunternehmen beschäftigt sind. Mit diesem Wettbewerb wollen wir die Innovationsfähigkeit unserer Nachwuchskräfte fördern – essentiell für die Zukunft unserer Mitgliedsunternehmen. Gefragt sind kreative Vorschläge, die unsere Mitgliedsunternehmen nach vorn bringen. Mitmachen können Einzelpersonen oder interdisziplinäre Teams mit bis zu vier Personen. Der Jury gehören Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft an, die die Präsentationen auf Innovationsgehalt der Idee, Praxistauglichkeit und Überzeugungskraft hin prüfen. Die Jurymitglieder ermitteln die Sieger in drei Innovationsbereichen und unterscheiden nach Innovationsvorschlägen von Auszubildenden bzw. Studierenden. Die eingereichten Ideen begeistern jedes Jahr aufs Neue und zeugen von der Kreativität unseres Nachwuchses. Für viele Mitgliedsunternehmen ist der Wettbewerb mittlerweile zu einem festen Ausbildungs-Bestandteil geworden.

Der Azubi-Wettbewerb ‚M+Eine Zukunft‘ löste bei unseren Auszubildenden einen enormen Motivationsschub aus. Wir sind stets begeistert vom Ideenreichtum und Innovationspotenzial unserer Nachwuchskräfte. Dipl.-Ing. Jörg Schieke, Geschäftsführer PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH, Eschwege

Beruf


Internationaler Azubi-Club Interkulturelle Kompetenz, das Verständnis für andere Kulturen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg, ist für alle Mitarbeiter mit internationalen Kontakten wichtig. Das Programm des Internationalen Azubi-Clubs richtet sich deshalb an Unternehmen, die die interkulturelle Kompetenz ihrer Auszubildenden und Dual-Studierenden fördern möchten. Diese Kompetenzen werden über wissens-, erlebens- und handlungsorientierte Module vermittelt. Spielerische Übungen, Teamaufgaben und ein landestypisches Rahmenprogramm ermöglichen das sogenannte „emotionale Lernen“, also das Lernen mit allen Sinnen. Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL, die sich an diesem Projekt beteiligen, erhalten in der Startphase einen Sonderpreis: HESSENMETALL übernimmt die Kosten für den fünften Azubi. Träger des bundesweit einmaligen Projekts ist das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V., ein HESSENMETALL verbundenes Unternehmen, in Kooperation mit der BUP Beratungs-GmbH. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung sowie der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds.

Die deutsche Wirtschaft ist in hohem Maße vom Export abhängig. Deshalb ist es wichtig, dass bereits unsere Azubis ein Gespür dafür kriegen, wie andere Nationen „ticken“. Das Zauberwort dafür heißt „interkulturelle Kompetenz“, also die Fähigkeit, mit Personen, Kollegen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu kooperieren und zu kommunizieren.

Angela Metzger, Leiterin Ausbildung, Schenck Process GmbH Darmstadt

Internationaler Azubi-Club – Interkulturelle Kompetenz trainieren ZIELGRUPPE // • Auszubildende • Dual-Studierende • Unternehmen ZIELE // • Steigerung der interkulturellen Kompetenz • Erweiterung des englischen Vokabulars • Übung in englischsprachigem Ausdruck und Verstehen • Abbau von Hemmschwellen bei internationalen Kontakten • Vorbereitung auf internationalisierte Arbeitsbedingungen TIMING // Start jeweils mit Beginn des Ausbildungsjahres - im Oktober / November Laufzeit 12 Monate 10 Trainingseinheiten zu 10 Kulturkreisen ANSPRECHPARTNER // Charlotte Venema Berufliche Bildung / Betriebliche Personalpolitik Tel.: 069 95808-296, E-Mail: cvenema@hessenmetall.de Gerne können Sie auch Ihren vertrauten Ansprechpartner aus Ihrer Bezirksgruppe (S. 34 und 35) ansprechen. WEB // www.bwhw.de

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Tarifpolitische Bausteine einer attraktiven Industrie für junge Menschen

Fragen an Dr. Helmut Rau, Tarifwesen und Arbeitswissenschaft

Herr Dr. Rau, was regeln die Tarifverträge zur Ausbildung? Wie attraktiv ist das im Branchenvergleich? Tarifverträge sind nicht nur das Aushängeschild für unsere Branche, sie schaffen auch gleiche Ausgangsbedingungen für alle und regeln die Mindestbedingungen der Arbeitsverhältnisse. Vor allem eine attraktive Vergütung ist für viele Jugendliche ein wichtiges Argument bei der Berufsentscheidung. Die M+E-Industrie zahlt nicht nur gut und sorgt für angemessene Entgeltsteigerungen, sie zeigt sich auch mit Zusatzleistungen, wie zusätzlichem Urlaubsgeld oder der Förderung der Altersvorsorge attraktiv. Im Branchenvergleich stehen wir damit ziemlich weit oben. Für all diese Handlungsfelder brauchen wir einen tarifpolitischen Rahmen. Wenn dieser Kurs fortgesetzt wird, bleiben Tarifabschlüsse das beste Mittel, um Wachstum und Beschäftigung in unserem Land zu sichern. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wirken wir außerdem an der Gestaltung von Berufsbildern mit, die den Anforderungen der M+EIndustrie entsprechen.

Warum wird in der M+E-Industrie eigentlich über Bedarf ausgebildet? Wir glauben, Ausbildung geht vor Übernahme. Deshalb haben wir den Forderungen der IG Metall nach einer unbefristeten Übernahme aller Auszubildenden in der Tarifrunde 2012 entgegen gehalten: „Jährlich 70.000 neue Ausbildungsplätze – oft über Bedarf“. Wir haben damit auf unsere bereits erheblichen Ausbildungsleistungen verwiesen. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels muss sich jedenfalls niemand, der gut ausgebildet ist, Sorgen um seine Zukunft machen. Auf jeden Fall empfehlen wir, dass die Ausgebildeten in der Regel nach bestandener Abschlussprüfung in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden sollten. Maßgeblich für eine unbefristete Übernahme ist nach den neuen Tarifregelungen der voraussichtliche oder absehbare Bedarf an Fachkräften im Betrieb.

Wie gehen Sie vor diesem Hintergrund mit leistungsschwächeren Jugendlichen um? Chance oder Herausforderung für die M+EIndustrie? In der Tarifrunde 2012 haben wir einen „Tarifvertrag zur Integration Jugendlicher in Berufsausbildung“ verabredet, der im August unterzeichnet wurde. Er sieht vor, dass Jugendliche auf Basis eines freiwilligen Integrationsvertrages eine Fördermaßnahme von bis zu einem Jahr im Unternehmen durchlaufen, um ihre Ausbildungsfähigkeit zu erreichen und um damit die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu öffnen. Bestandteile des Fördervertrages sind die Integration in den Betriebsablauf sowie die individuelle Förderung, die sich an einem gezielten Plan orientiert. Wir können es uns nicht leisten, auf diese Jugendlichen zu verzichten und sind deshalb aufgefordert uns Wege zur Förderung zu überlegen, um sie als ausgebildete Arbeitskräfte einsetzen zu können. Die demografische Entwicklung lehrt uns: der Fachkräftebedarf in der Metall- und Elektroindustrie


Politische Arbeit an den Rahmenbedingungen Wie kann die Landespolitik die richtigen Weichen zur Fachkräftesicherung stellen? Fragen an Charlotte Venema, Berufliche Bildung / Betriebliche Personalpolitik

ist groß. Unsere Antwort: Noch nie waren die Chancen für junge Menschen so gut, in der Metall- und Elektroindustrie heute und zukünftig einen Ausbildungsplatz zu finden.

Frau Venema, wie sieht die Situation in Hessen mit Blick auf den drohenden Nachwuchskräftemangel aus? Der hessische Arbeitsmarkt steht vor einem deutlichen Einschnitt: Innerhalb von nur zwei Jahrzehnten wird der Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter um zehn bis fünfzehn Prozent sinken. Das wird vor allem für die Rekrutierung von Nachwuchskräften ein großes Problem darstellen. Die älteren, geburtenstarken Jahrgänge scheiden aus und die Lücken können nicht mehr vollständig geschlossen werden. Das gilt jedenfalls dann, wenn wir nichts an den Rahmenbedingungen ändern.

Was muss also passieren, um dem drohenden Fachkräftemangel etwas entgegenzusetzen? Wir brauchen ein umfassendes Konzept, Einzelmaßnahmen reichen nicht aus. Wir müssen alle Jugendlichen zu einem qualifizierten Abschluss führen, die Anzahl der älteren Beschäftigten erhöhen, Frauen bessere Erwerbschancen bieten, Weiterbildung und lebenslanges Lernen ausbauen und Fachkräfte im Ausland gewinnen. Der Übergang von der Schule in den Beruf muss optimiert werden, denn leider durchlaufen immer noch zu viele Jugendliche Schleifen im Übergangssystem. Auch Berufsorientierung bzw. Berufswahl ist ein wichtiges Thema. Die M+EIndustrie braucht vor allem MINT-Fachkräfte. Diese potentiellen Fachkräfte müssen wir frühzeitig auf unsere Branche aufmerksam machen.

Unternehmen stehen im Wettbewerb und sind der permanenten Forderung nach Qualitätssteigerungen und Innovationen ausgesetzt. So steigen auch die Anforderungen an die Qualifikation und Lernfähigkeit und Mitarbeiter werden ständig mit neuen Anforderungen konfrontiert. Jugendliche sollten ein realistisches Bild von den Anforderungen im Beruf haben und den Wunschberuf auch mit Blick auf die späteren Entwicklungschancen auswählen. Deshalb ist eine möglichst frühzeitige Studien- und Berufsorientierung in der Schule besonders wichtig. So können wir Jugendlichen dabei helfen, die Entscheidung zu treffen, die ihren persönlichen Neigungen und Fähigkeiten am besten entspricht und gleichzeitig die Abbrecher-Quoten in Ausbildung und Studium senken.

Was muss denn passieren, um Jugendlichen die Entscheidung für den richtigen Bildungsweg zu erleichtern? | 31


Schul- und Hochschulpolitik

Was müssen

leisten?

Fragen an Jörg E. Feuchthofen, Bildungs- und Gesellschaftspolitik

Herr Feuchthofen, was sind Ihre Forderungen an die Schul- und Hochschul-Politik mit Blick auf MINT-Berufe? Wir haben seit geraumer Zeit einen strukturellen und flächendeckenden Fachkräftemangel in den MINT-Berufen in der hessischen Industrie, der sich in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen wird. Gut gemeinte Initiativen gibt es viele – lokal, regional und landesweit. Wir glauben, dass die bisherigen MINT-Ansätze zu einer gemeinsamen MINTOffensive von Politik und Wirtschaft gebündelt, gestrafft und bedarfsnah verstärkt werden müssen, um dem entgegen zu wirken.

Was heißt das konkret? Dank vieler Initiativen haben sich die Studienanfängerzahlen in den MINT-Studiengängen in den letzten Jahren erfreulicherweise und stetig erhöht. Nachholbedarf hat noch das Marketing für die MINT-Berufsausbildung, Stichwort Berufswahlorien-

tierung. HESSENMETALL unterstützt daher aktiv das Pilotprojekt „I AM MINT“ der Hessischen Landesregierung. Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik muss schon im Kindergarten, spätestens aber in der Schule geweckt werden. Und dann muss diese Begeisterung ohne Unterbrechung aufrechterhalten werden. Dies gelingt in Hessen bisher nur bedingt.

Was will HESSENMETALL daran ändern? In den Jahrgangsstufen 5 und 6 besteht eine „MINTLücke“. Die Kinder kommen motiviert aus der Grundschule auf die weiterführende Schule und erhalten dort in der Regel keinen MINT-Unterricht. Erst in Klasse 7 beginnt dann der meist stark „theoretische“ Physik- und Chemieunterricht. Hier ist und bleibt die Politik gefordert, MINT-Inhalte zu verstärken und den Unterricht praxisorientierter zu gestalten. Wir fordern in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ein MINT-Fächer-übergreifendes Fach „Naturphänomene“, das die Lücke zwischen dem Sachkundeunterricht und

den naturwissenschaftlichen Fächern schließt. Nur so schaffen wir ein kontinuierliches und nachhaltiges MINT-Interesse bei jungen Leuten.

Und wie sieht es mit Blick auf die Hochschulen aus? Die Hochschulen haben noch eine zu starre Standarderwartung. Sie wollen Abiturienten mit Leistungskursen in Mathematik, Physik oder Chemie. Die Hochschulen müssen sich künftig mehr darauf einstellen, angesichts unterschiedlicher Bildungsbiografien variable Einstiegsangebote und auch Weiterbildungsangebote zu machen. Dazu gehören Duale Studiengänge ebenso wie berufsbegleitende Studiengänge für Absolventen aus der beruflichen Bildung. Hier liegt der zentrale Schlüssel zur MINTNachwuchsförderung.


Wie unsere Gruppe Bildungswerke

Jugendliche zur Ausbildungsreife führt?

(auch mit Handicaps)

Fragen an Stephan Fischbach, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V.

Herr Fischbach, was genau können die Bildungswerke, mit Blick auf den drohenden Nachwuchskräftemangel, leisten? Bildung ist eine entscheidende Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. In diesem Kontext ist unsere Gruppe Bildungswerke seit mehr als vier Jahrzehnten aktiv. In unseren Maßnahmen befinden sich Menschen, die sich im Schulsystem schlecht zurechtfinden oder nicht von der Dynamik des Arbeitsmarktes profitieren können. Doch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels können wir nicht auf sie verzichten. Unsere Aufgabe sehen wir darin, Brücken zu schlagen zwischen Arbeitsmarkt und Beschäftigungssystem. Wir helfen u. a. aus noch nicht ausbildungsfähigen Jugendlichen geeignete Ausbildungsplatzbewerber zu machen. Rund zehn Prozent dieser Jugendlichen werden später übrigens in die M+E-Industrie vermittelt.

Wie schaffen die Bildungswerke es, diese Jugendlichen zur Ausbildungsreife zu führen?

Wir sehen uns als Partner der Unternehmen. Mit unserem Unternehmensbereich Ausbildung & Beruf leisten wir einen Beitrag zur Gestaltung der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Unternehmen beklagen immer häufiger die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger und haben Probleme, geeignete Auszubildende zu finden. Mit unseren Angeboten tragen wir dazu bei, dass die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern erkannt, ihre Potenziale genutzt und die Berufswahl aktiv gestaltet werden kann. Den erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung unterstützen wir durch eine breite Angebotspalette. Sie reicht von Standardmaßnahmen, über von uns entwickelte Modellprojekte für bestimmte Zielgruppen und Auftraggeber bis hin zu Angeboten im Auftrag von Unternehmen. Doch es reicht nicht, nur bei den Jugendlichen anzusetzen. Auch in den Schulen gibt es Handlungsbedarf. Seit über 30 Jahren ist es deshalb gemeinsames Ziel der hessischen Arbeitskreise und der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT den Dialog zwischen Schulen und Unternehmen zu fördern.

Welche Programme sind denn besonders erfolgreich? Hier möchte ich eines der neuen Programme benennen. Seit August 2009 führen die Bildungswerke der Hessischen Wirtschaft an rund 150 hessischen Schulen mit den Bildungsgängen Förder-, Haupt- und Realschule Kompetenzfeststellungsverfahren in der 7. Klasse (KomPo7) und in der 8. Klasse Berufsorientierungsprogramme durch. Mit diesen Angeboten sollen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schule für den Prozess der beruflichen Orientierung sensibilisiert und unterstützt werden. Als Basis wird deshalb ein erster Überblick über individuelle Kompetenzen, Neigungen und Interessen für die Teilnehmer geschaffen. Die jungen Leute können so vorhandene, berufsfeldbezogene Interessen erkennen und werden an individuelle Berufsperspektiven herangeführt. Hier erreichen wir frühzeitig unsere späteren Arbeitskräfte und können wegweisend tätig werden.

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Um Ihre Planungen zu erleichtern, haben wir Ihnen hier vier unterschiedliche „Pakete“ für Ihr Mitmach-Programm zusammengestellt.

Was tun?

BasisPaket

Und wer Ihnen

dabei hilft: Ihre Ansprechpartner

KomfortPaket

AzubiPaket

StudentenPaket

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Girls‘Day 1

I AM MINT Bester Praktikumsbericht MathematikWettbewerb Dr. Ulrich Kirsch Geschäftsführer Kommunikation und Presse Telefon: 069 95808-150 E-Mail: ukirsch@hessenmetall.de

PhysikOlympiade Börse für Ausbildungsplätze, Praktika und Duales Studium InfoMobil-Einsatz begleiten ichhabpower.de

Kornelia Kopp Kommunikation und Presse Projekte Telefon: 069 95808-151 E-Mail: kkopp@hessenmetall.de

me-vermitteln.de ausbildung-me.de Ausbildungs- und Studienmessen think-ing.de Duales Studium

Charlotte Venema Berufliche Bildung / Betriebliche Personalpolitik Telefon: 069 95808-296 E-Mail: cvenema@hessenmetall.de

M+Eine Zukunft Internationaler Azubi-Club

1 alternative Veranstaltungen

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Ansprechpartner Mitmachmodule

Basis-Paket: Börse nutzen! Für Betriebe mit wenig Zeit und Ressourcen empfehlen wir: Auf jeden Fall alle Ihre freien Ausbildungsplätze in die Ausbildungsplatzbörse einstellen. Ihre Angebote werden so automatisch zu unseren Internetplattformen für Schüler, Eltern und Lehrer verlinkt. Darüber hinaus wählen Sie, je nach Schwerpunkt Ihrer Rekrutierung, die Teilnahme an ein bis zwei weiteren Veranstaltungen (mit einer 1 markiert bedeutet: alternativ), z. B. als Gastgeber der Ehrung der PhysikOlympiade und laden Schülerinnen zum Girls‘Day zu sich ein.

Sascha Drechsel Bereichsleiter HESSENMETALL Bezirksgruppe Mittelhessen sdrechsel@hessenmetall.de Tel.: 06441 7008-25, Fax: 06441 7008-20

Gertrud Hirschhäuser Bereichsleiterin HESSENMETALL Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus ghirschhaeuser@hessenmetall.de Tel.: 069 95808-239, Fax: 069 95808-178

Komfort-Paket Wenn Sie einen Investitionsschwerpunkt bei der Nachwuchsrekrutierung setzen und dafür genügend Zeit und Kapazität einplanen können, nutzen Sie unser gesamtes Angebot. Und sollte Ihnen das noch nicht genug sein, sprechen Sie uns gerne an: Wir sind offen für Ihre Ideen.

Azubi-Paket Wenn Sie den Schwerpunkt Ihrer Rekrutierung auf Ausbildung legen, empfehlen wir Ihnen dieses Paket, das neben der Börse und den Internetplattformen Ihre Teilnahme z. B. bei einem Einsatz unserer InfoMobile an einer Schule nahe bei Ihrem Standort vorsieht und nehmen Sie an einer Ausbildungsmesse in Ihrer Region teil.

Studenten-Paket Suchen Sie in erster Linie studentischen Nachwuchs, dann nutzen Sie neben der Börse in jedem Fall regionale Hochschulinformationstage, das Internetportal think-ing.de, unser Informationsangebot zum Dualen Studium und schicken Sie Ihre Trainees in unseren Innovationswettbewerb für den Nachwuchs M+Eine Zukunft.

Diese Mitmach-Pakete stellen nur Vorschläge dar. Wenn Sie Fragen haben oder sich Ihr ganz spezielles Angebot maßschneidern wollen, sprechen Sie uns an: Wir beraten Sie gerne.

Reinhold Maisch Bereichsleiter HESSENMETALL Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen rmaisch@hessenmetall.de Tel.: 069 8600429-60, Fax: 069 8600429-63

Achim Schnyder Bereichsleiter HESSENMETALL Bezirksgruppe Nordhessen aschnyder@hessenmetall.de Tel.: 0561 1091-322, Fax: 0561 17636

Reinhold Stämmler Bereichsleiter HESSENMETALL Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen rstaemmler@hessenmetall.de Tel.: 06151 2985-42, Fax: 06151 2985-22 | 35


Impressum Herausgeber HESSENMETALL Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Hessen e. V. Frankfurt Redaktion und Koordination Dr. Ulrich Kirsch (verantwortlich) Kornelia Kopp Heike Krasemann Text BCC Silke Conrad Unser Dank Wir danken dem engagierten Nachwuchs unserer Mitgliedsunternehmen, der während des Wettbewerbs M+Eine Zukunft so wunderbar für uns Modell gestanden hat, für ein beeindruckendes Fotoshooting. Die sympathischen Models in unserer Broschüre sind tatsächlich Auszubildende bzw. Studierende in unseren Mitgliedsunternehmen: Braun GmbH, Kronberg Continental Automotive GmbH, Babenhausen. Continental Automotive GmbH, Bebra Duktus Rohrsysteme Wetzlar GmbH, Wetzlar Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, Stadtallendorf Limtronik GmbH, Limburg Pfeiffer Vacuum GmbH, Aßlar PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH, Eschwege Sirona Dental Systems GmbH, Bensheim Viessmann Werke GmbH & Co. KG, Allendorf (Eder) Grafik CREATUR www.creaturgrafik.de Fotografie Christian Grau / Darmstadt Claus Völker / Darmstadt (S. 25) Druck mt druck Walter Thiele GmbH & Co. KG | Neu-Isenburg


Die Organisation von HESSENMETALL

Landesgeschäftsstelle

Hauptgeschäftsführung Volker Fasbender Tel.: -130, Fax: -136

Bezirksgruppen-Geschäftsstellen Darmstadt und Südhessen Geschäftsführer: Wolfgang M. Drechsler Rheinstraße 60, 64283 Darmstadt Tel.: 06151 2985-0, Fax: 06151 2985-21 www.suedhessen.hessenmetall.de Mittelhessen Geschäftsführer: Dr. Dirk Hohn Elsa-Brandström-Straße 5 35578 Wetzlar Tel.: 06441 7008-0, Fax: 06441 7008-10 www.mittelhessen.hessen-metall.de Nordhessen Geschäftsführer: Jürgen Kümpel Karthäuserstraße 23, 34117 Kassel Tel.: 0561 1091-50, Fax: 0561 779194 www.arbeitgeber-nordhessen.de Offenbach und Osthessen Geschäftsführer: Hans-Joachim Jungbluth Friedrichsring 4, 63069 Offenbach Tel.: 069 8600429-0, Fax: 069 8600429-18 www.offenbach-osthessen.hessenmetall.de Rhein-Main-Taunus Geschäftsführer: Friedrich Avenarius Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt Tel.: 069 95808-231, Fax: 069 95808-178 www.bezirksgruppe-rhein-main-taunus.de

Emil-von-Behring-Straße 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: 069 95808-0, Telefax: 069 95808-126

Verwaltung, Personal und Finanzen Jürgen Hintz Tel.: -140, Fax: -5140 Informations- und Kommunikationstechnik

Tarifwesen und Arbeitswissenschaft Dr. Helmut Rau Tel.: -160, Fax: -166

Kommunikation und Presse Dr. Ulrich Kirsch Tel.: -150, Fax: -177

Koordinator HESSENMETALL Dr. Helmut Rau

Recht Dr. Franz Josef Rose Tel.: -170, Fax: -5171

Bereich Arbeitswissenschaft Nikolaus Schade Tel.: -180, Fax: -5180

Koordinator Politik Jörg E. Feuchthofen

Bildungs- und Gesellschaftspolitik Jörg E. Feuchthofen Tel.: -210, Fax: -155

Berufliche Bildung / Personalpolitik Charlotte Venema Tel.: -296, Fax: -155

Koordinator VhU Dr. Werner Scherer

Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik Dr. Werner Scherer Tel.: -200, Fax: -205

E-Mail: Erster Buchstabe des Vornamens + Nachname@hessenmetall.de, z. B. jhintz@hessenmetall.de www.hessenmetall.de

Wirtschafts- und Umweltpolitik Dr. Clemens Christmann Tel.: -220, Fax: -225


Nachwuchssicherung in Zeiten des Fachkräftemangels