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Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung www.hessen-nanotech.de

Hessen-Nanotech

NEWS Kunststoff mit Nanotechnologie Das Deutsche KunststoffInstitut in Darmstadt Ticona setzt auf Nanotechnologie Herstellung von KunststoffNanokompositen Nano – Eine Herausforderung für das Umweltrecht Kongress „NanoAutomotive 2008”

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Nanotech Nanotech

1 2008 Februar


Nano im Kunststoff – Innovative Polymere als Basis für Spitzenprodukte aus Hessen Editorial

Kunststoffe sind Hochtechnologie-Werkstoffe, die aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Sie zählen zu den großen wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten unserer Zeit. Aus einem wertvollen und knappen Gut wie Erdöl – und neuerdings auch aus nachwachsenden Rohstoffen – einen so vielfältigen und faszinierenden Hochleistungswerkstoff zu erzeugen, ist eine Aufgabe, der angesichts stetig steigender Materialanforderungen und immer teuerer und knapper werdender Ressourcen eine große Bedeutung zukommt. Ob im Haushalt, am Arbeitsplatz, im Auto oder bei Konsumgütern: Die überwiegend mittelständisch organisierte Kunststoffindustrie hat sich zu einem der wichtigsten technischen „Dienstleister“ der deutschen Wirtschaft entwickelt. Im Jahr 2005 wurden weltweit 230 Millionen Tonnen Kunststoff produziert. Davon kamen rund 8 Prozent aus Deutschland. Bundesweit erzielten im Jahre 2006 über 3.500 Unternehmen mit rund 375.000 Arbeitnehmern einen Gesamtumsatz von fast 80 Milliarden Euro.

INHALT

Die wachsende Bedeutung von Kunststoffen kommt nicht von ungefähr. Immer häufiger ersetzen maßgeschneiderte Hightech-Polymere klassische Materialien wie Metall oder Glas und sind so wichtige Treiber von Innovationen in Schlüsselbranchen wie dem Automobilbau, der

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Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Technologie- und Firmennews . . . . . . . . 3 Thema im Fokus: Kohlenstoff und Gold im Nanoformat – Ein Problem für das Umweltrecht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Nanotechnologie in der Praxis: Kunststoff mit Nanotechnologie . . . . . . . . .7 Aus der Forschung: Das Deutsche Kunststoff-Institut in Darmstadt . . . . . .10

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Luftfahrt, der Optik oder der Medizintechnik. Mit dem bundesweit auf diesem Gebiet führenden Darmstädter Kunststoff-Institut und vielen weiteren Forschern an hessischen Hochschulen sowie einer bundesweit führenden Industrie in diesem Bereich ist Hessen sowohl bei den Kunststoffen als auch in der Nanotechnologie hervorragend aufgestellt. Um diese einzigartigen Potenziale zu nutzen, widmet sich die vorliegende Ausgabe der Hessen-Nanotech NEWS daher schwerpunktmäßig dem Thema „Nanotechnologie im Kunststoff“. Ein Thema, das für Materialentwickler, Hersteller, Kunststoff-Verarbeiter und Anwender in den verschiedensten Branchen von großem Interesse sein kann. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und lassen Sie sich durch Nano-im-Kunststoff zu neuen Spitzenprodukten Made-in-Hessen anregen! Ihr

Dr. Alois Rhiel

Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Unternehmen im Fokus: Ticona GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11 Spezial: Maschinen- und Verfahrenstechnik zur Herstellung von Kunststoff-Nanokompositen . . . . . . .12 Kongress „NanoAutomotive 2008“ . . 14 Veranstaltungen/Termine . . . . . . . . . .16 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16


Technologie- und Firmennews Projekte, Kontakte

Oberflächenmessung von Mikrostrukturen mit Multisensor-Koordinatenmessgerät

Photokatalytische Pflastersteine vermindern Schadstoffbelastung der Luft

Mit Nano-Focus-Probe (NFP) bietet Werth Messtechnik GmbH aus Gießen erstmalig in Multisensor-Koordinatenmessgeräten die Möglichkeit zur flächenhaften Messung auf der Mikround Nanoebene mit einem hochgenauen, konfokalen Sensor an. Geometrie, Form und Rauheit von Mikrostrukturen, aber auch Schneidkanten von Werkstücken oder Schichtdicken, können auf diese Weise auch auf großen Messobjekten gemessen werden. Der Einsatz ist sowohl im Fertigungs- als auch im Laborbereich möglich. Die Entwicklung wurde durch eine exklusive Zusammenarbeit mit der NanoFocus AG in Oberhausen realisiert.

Äußerlich ist die besondere Eigenschaft der innovativen Pflastersteine der Franz Carl Nüdling Basaltwerke GmbH + Co. KG in Fulda nicht zu erkennen. Bei Sonneneinstrahlung beginnen diese

www.werthmesstechnik.de www.nanofocus.de Die Photonik Zentrum Hessen in Wetzlar AG startet UV-Nanoimprint-Lithographie für optische Anwendungen Die Photonik Zentrum Hessen in Wetzlar AG (PZH) hat eine UV-Nanoimprint-Lithographie-Anlage des US-amerikanischen Herstellers Molecular Imprints Inc., Austin/Texas, erworben. Diese Anlage ermöglicht die kostengünstige industrielle Fertigung von nanostrukturierten optischen Elementen. Das PZH bietet zukünftig die gesamte Prozesskette der UVNanoimprint-Lithographie, vom Design, über die Stempelherstellung und die Replikation bis hin zur 3D-Messtechnik an. Des Weiteren implementiert das PZH geprägte optische Strukturen in neue Produkte und entwickelt neue Funktionalitäten. Die Vielseitigkeit der Produktionsanlage erlaubt Serienstückzahlen von einigen 1.000 bis 10.000 Stück pro Jahr wie auch effiziente Prototyp- und Kleinserienfertigung. www.pzh-wetzlar.de

Über die Vorteile der neuen „Airclean“-Pflastersteine informierten sich der Hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel und die Fuldaer Landtagsabgeordnete Margarethe Ziegler-Raschdorf (CDU) am 25. Januar bei einem Besuch der Franz Carl Nüdling Basaltwerke (links im Bild: Dr. Werner Tischer, Projektleiter Airclean; v.r.n.l.: Bernhard Klöppner, Prokurist, sowie Reinhold Weber und Peter Nüdling, Geschäftsführer)

jedoch Luftschadstoffe, insbesondere die giftigen Stickoxide, die zudem an der bodennahen Bildung von Ozon beteiligt sind, in umweltverträgliche Stoffe umzuwandeln. Unter optimalen Bedingungen ist lokal und temporär eine Reduzierung der Schadstoffkonzentration von bis zu 70 Prozent möglich. Ein Firmensprecher hält in Mitteleuropa im Jahresmittel eine Reduzierung der städtischen Stickoxidbelastung durch photokatalytisches Pflaster von 20 bis 30 Prozent für realistisch. In südeuropäischen Städten könnten bis zu 55 Prozent erreicht werden. Möglich wird dies durch ein spezielles Bindemittel, das neben Zement auch photokatalytisch aktives Titandioxid enthält. www.nuedling.de Noch bis zum 31.03.2008: 1. Clusterwettbewerb des Landes Hessen Mit einem themenoffenen Landesclusterwettbewerb will das Land Hessen einen Impuls zu neuen Clusterinitiativen und Netzwerken geben. Hierfür stehen in den kommenden Jahren Fördermittel von insgesamt 12,5 Mio. Euro zur Verfügung. Interessierte Cluster mit „Netzknoten” (Vereinssitz, Sitz Leitunternehmen etc.) in Hessen können sich bis 31.03.2008 bewerben.

1. Clusterwettbewerb des Landes Hessen

Produktion Dienstleistung

Bildung Forschung

Jetzt bewerben!

www.ttn-hessen.de/landescluster/

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(v.l.n.r.): Dr. H.-H. Becker (Volkswagen AG, Werksleiter Kassel), M. Schaub (Bürgermeister der Stadt Baunatal), H. Schach (Regionalmanagement Nordhessen), R. Koch (Ministerpräsident des Landes Hessen), Prof. Dr. K. Steinhoff (Wissenschaftlicher Leiter METAKUS), Dr. Oliver Fromm, I. Hetz (beide Geschäftsführung METKUS), Prof. Dr. R.-D-Postlep (Präsident Universität Kassel) Quelle: Andreas Fischer

alien enthalten, betreibt BASF eine eigene Sicherheitsforschung in seiner experimentellen Toxikologie- und Ökologie-Abteilung und arbeitet in nationalen und internationalen Forschungsprojekten wie NanoCare, Nanosafe2, CellNanoTox und dem Nano Safety Projekt des HESI/ILSI mit. Die Ergebnisse stellt das Unternehmen zeitnah und weltweit auch den Experten auf Wissenschaftskongressen und in Fachzeitschriften zur Verfügung. Anwendungszentrum Metallformgebung METAKUS in Baunatal eröffnet Am 8. Januar wurde in Baunatal unter Beteiligung von Ministerpräsident Roland Koch das bundesweit einzigartige Dienstleistungszentrum „METAKUS“ eröffnet. Ziel dieses Anwendungszentrums für Metallformgebung ist, metallverarbeitende Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten durch innovative Produkte und Fertigungsprozesse zu stärken. Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlern und Fachkräften wird die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bilden. Dabei soll das vorhandene Potenzial genutzt werden, gemeinsam Lösungsansätze mit neuen Verfahren zu erarbeiten, mit denen Industrie und Mittelstand kostengünstiger, schneller und qualitativ hochwertiger am Markt agieren können.

www.basf.de/dialog-nanotechnologie/ sicherheitsforschung BMBF informiert über Anwendungen der Material- und Nanotechnologien: expedition materia und nanoTruck II Mit der Wanderausstellung „expedition materia – die Welt der innovativen Werkstoffe” informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit Oktober 2007 über die große Bedeutung moderner Werkstoffe für die Innovationskraft Deutschlands. Über 40 Exponate zum Anfassen repräsentieren zehn Anwendungsfelder des täglichen Lebens wie Verkehr und Mobilität, Energie oder Gesundheit.

www.metakus.de Öko-Institut rät zu abbaubaren Nano-Transportsystemen Der Einsatz von so genannten Nano-DeliverySystemen, Transportsystemen mit einem Durchmesser unter 100 Nanometern, bietet in Pharma und Kosmetik interessante Perspektiven. Abbaubare Nano-Transportsysteme, die vom Körper zerlegt und ausgeschieden werden können, erhalten in einer vom Öko-Institut mit weiteren Partnern erarbeiteten Risiko-Nutzen-Analyse gute Noten. Die bisher vorliegenden Daten zu nicht abbaubaren Systemen sind dagegen derzeit noch lückenhaft und teilweise widersprüchlich. www.oeko.de/oekodoc/673/2007-181-de.pdf BASF – neue Website zur Nano-Sicherheitsforschung Die BASF hat zur Information der interessierten Öffentlichkeit eine neue Website zum Thema NanoSicherheitsforschung veröffentlicht. Hier stellt das Ludwigshafener Unternehmen die aktuellen Ergebnisse seiner toxikologischen Arbeiten vor. Zur Klärung der Wirkung von Produkten, die Nanomateri-

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Die Wanderausstellung „expedition materia“ lädt unter anderem zum Test der Schlagfestigkeit einer entsprechend optimierten Polycarbonatscheibe ein

Im Hinblick auf das deutlich steigende Interesse der Bevölkerung am Thema Nanotechnologie und zur Veranschaulichung der Bedeutung dieser chancenreichen Querschnittstechnologie für Wirtschaft und Gesellschaft ist im Februar 2008 auch die neue, bundesweite Informationskampagne „nanoTruck – Hightech aus dem Nanokosmos” des BMBF gestartet. Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein mobiles Ausstellungs- und Kommunikationszentrum auf zwei Ebenen: der doppelstöckige nanoTruck. Rund sechzig Exponate präsentieren die Nanotechnologie in all ihren Facetten. Beide Ausstellungen können von interessierten Kommunen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen gebucht werden. www.expedition-materia.de www.nanotruck.de


Kohlenstoff und Gold im Nanoformat – Eine Herausforderung für das Umweltrecht? Thema im Fokus

von Prof. Dr. Martin Führ Es sind die Zutaten der Alchemisten: Aus Kohle Gold gewinnen; das war ihr Traum. Und so weit entfernt von ihren naturwissenschaftlichen Vorfahren sind die modernen Nano-Technologien gar nicht. Gelingt es ihnen doch, den altbekannten Stoffen ganz neue Eigenschaften zu entlocken. Die extrem geringe Größe und oft auch die geometrische Form und Anordnung sind es, die neue Funktionalitäten mit breiten Anwendungsmöglichkeiten erschließen. Neben den erwünschten Effekten muss man aber immer auch mit unerwünschten Wirkungen rechnen. Ob es sich dabei tatsächlich um „Neben“-Wirkungen handelt, ist nach Meinung von Experten im Einzelfall zu prüfen. Genau dies ist die Aufgabe des Chemikalien- und des Umweltrechts. Allerdings hat es bislang nur die „Makro-Welt“ der Chemikalien im Auge. Dass es daneben noch eine Nano-Welt gibt, mit der nicht nur in räumlicher Hinsicht plötzlich ganz andere Dimensionen stofflicher Eigenschaften erschlossen werden können, hat das Umweltrecht bislang genauso wenig beschäftigt, wie die Vorstellungen der Alchemisten.

nete Mechanismen, die gewährleisten, dass die spezifischen Eigenschaften von Nano-Materialien und ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt in systematischer Weise erfasst und begrenzt werden.

Die physikalischen und chemischen Eigenschaften von nanopartikulärem Gold unterscheiden sich deutlich von seiner makroskopischen Form (links). Goldteilchen von wenigen Nanometern Größe verleihen, eingeschmolzen in Glas, einem Pokal aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt (rechts) eine leuchtend rote Farbe. Mit abnehmender Größe der „Goldteilchen” sinkt auch deren Schmelztemperatur und sie entfalten katalytische Aktivität

Regulatorisches Hauptproblem ist dabei – neben den nur teilweise vorhandenen Test- und Monitoring-Verfahren – die „Tonnen-Philosophie“ des in der Makro-Welt beheimateten Stoffrechts. In welchem Umfang die Eigenschaften eines Stoffes zu ermitteln sind, ist abhängig von der Jahresmenge, die produziert oder importiert wird. Für Neu-Stoffe galt hier bislang ein Schwellenwert von 10 kg (Altstoffe: 10 t); die am 1.6.2007 in Kraft getretenen EU-ChemikalienVerordnung REACh greift ab 1 t, wobei umfangreichere Untersuchungen erst ab 10 bzw. 100 t vorzunehmen sind. Altstoffe gelten unter REACh als Phase-in-Stoffe und dürfen zunächst einmal weiter vermarktet werden.

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Aus dieser Beobachtung ergibt sich eine reale Fragestellung: Ist das geltende Stoff- und Umweltrecht in der Lage, die möglichen Risiken der Nano-Materialien angemessen zu erfassen? Oder aus der Perspektive der Unternehmen formuliert, die Nano-Technologien nutzen wollen: Reicht es aus, die Anforderungen des geltenden Umweltrechts zu erfüllen, um im Hinblick auf die neuen Materialien auf der sicheren Seite zu sein?

Diesen Fragen widmete sich im Auftrag des Umweltbundesamt ein Forscherteam, vorwiegend aus Naturwissenschaftlern und Juristen. Ihre Tochter ReNaTe (Rechtsgutachten NanoTechnologien) erblickte im Frühjahr 2007 das Licht der Internet-Welt. Die wichtigste Erkenntnis: Zwar erfassen weite Teile des Umweltrechts (Wasser, Abfall, Industrieanlagen) sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene von ihrem Regelungsansatz her „nominell“ auch Nano-Materialien; bislang fehlen jedoch geeig-

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Die Unterscheidung zwischen Neu- und Altstoffen erweist sich als problematisch: Sind Kohlenstoffröhrchen (Nano-Tubes) etwas Neues oder nur altbekannter Kohlenstoff? Auch die Faszination von Gold ist nicht neu. Vielleicht aber doch die vielfältigen neuen Eigenschaften, die man diesem Material in kleinster Form entlocken kann?

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Nach einer klaren Abgrenzung sucht man im geltenden Stoffrecht vergebens. Auch die aktuelle REACh-Verordnung enthält keine eindeutige Definition. So behilft man sich mit den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe der zuständigen Behörden (Competent Authorities), deren Definition in das informelle „Manual of Decisions“ Aufnahme fand: Danach sind Stoffe in Nanoform, die im Altstoff-Verzeichnis EINECS gelistet sind (z.B. Titandioxid), als Altstoffe zu betrachten; solche hingegen, die sich dort nicht finden (wie z.B. andere als die im EINECS gelisteten Kohlenstoffallotrope), als Neustoffe zu betrachten. Eine Reihe von Stoffen fallen aber generell nicht unter das Stoffrecht. So ist in Anhang IV zu REACh Kohlenstoff (EINECS: 231-153-3 CAS-Nr. 7440-44-0) generell ausgenommen. Was bedeutet dies nur für die Nano-Tubes? Und welche rechtliche Bedeutung hat es, wenn diesen eine neue CAS-Nr. zugewiesen wird? Diese Fragen

sind bislang ebenso ungeklärt wie die Einordnung von Nano-Gold. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das Europäische Parlament (EP), welches schon in den Schlussberatungen zu REACh auf die Problematik der NanoMaterialien hingewiesen hatte, weiterhin mit diesen Fragen befasst. Möglicherweise trägt das EP zur Klärung der oben genannten Fragen bei. Es kann sich dabei auf eine Empfehlung des wissenschaftlichen EU-Beratergremiums der SCENHIR (Scientific Committee on Emerging and NewlyIdentified Health Risks) stützen, welches in einer ausführlichen Stellungnahme feststellt:

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„Die derzeit angewandten Prüfvorschriften sind nicht mit Blick auf nanoskalige Stoffe entwickelt worden und müssen dementsprechend weiterentwickelt werden, besonders mit Blick auf die potentielle Überwindung der Blut-Hirn-Schranke und das Verhalten bei Eindringen in einzelne Zellen...“ Bis zu einer Klärung dieser und anderer Fragen empfiehlt sich ein stufenweises Vorgehen, wie es in ReNaTe entwickelt wird. Dabei spielen in der ersten Stufe die Standardisierung der Begriffe und freiwillige Informationsbeiträge, wie bereits in Großbritannien praktiziert, eine zentrale Rolle.

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Anforderungen aus dem Anlagen-, Wasseroder Abfallrecht müssen sich stützen auf Erkenntnisse zu den Eigenschaften der jeweiligen Stoffe. Dreh- und Angelpunkt der umweltrechtlichen Einordnung von Nano-Materialien sind daher die Ergebnisse des Stoffrechts. Ob und welche hier zu erwarten sind, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer sagen. Die betroffenen Unternehmen sind aber auf jeden Fall gut beraten, wenn sie – unabhängig von der Tonnen-Schwelle – REACh-analoge Ermittlungen der Stoff-Eigenschaften auch für die Stoffe im Nanoformat vornehmen und im Sicherheitsdatenblatt kommunizieren. Eine Anpassung der REACh-Mechanismen an die spezifische Mengen- und Wirkungskonstellation von Nano-Materialien ist mittelfristig zu erwarten.

Kontakt: Prof. Dr. Martin Führ Hochschule Darmstadt SOFIA Haardtring 100 64295 Darmstadt E-Mail: fuehr@h-da.de

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Kunststoff mit Nanotechnologie Nanotechnologie in der Praxis

Die seit ihrer Entdeckung durchgehend stürmische Entwicklung der Kunststoffe ist direkt mit der technischen Revolution verknüpft, die seit circa 100 Jahren unser Leben verändert. Wesentlich für diesen Erfolg ist der kettenförmige Aufbau der Kunststoffmoleküle. Er verleiht Eigenschaften, die sonst allenfalls bei speziellen Naturstoffen zu finden sind. Das Erkennen der Zusammenhänge zwischen innerer Struktur eines Kunststoffes und seinen Gebrauchseigenschaften hat darüber hinaus das Maßschneidern für spezielle Anwendungen möglich gemacht. Nicht zufällig ist daher die Nanotechnologie eng mit Kunststoffen verbunden. Kunststoffe auf der Nanoebene gezielt zu strukturieren heißt, ihnen neue, außergewöhnliche Eigenschaften und Eigenschaftskombinationen zu verleihen. Aber auch der Kunststoff-Verarbeitungsprozess kann durch den Einsatz von Nanotechnologien optimiert werden. Kunststoffe mit verbesserten Materialeigenschaften Mit Hilfe von Nanotechnologien ist es möglich, die mechanischen, optischen, chemischen und biologischen Eigenschaften von Kunststoffen gezielt zu verändern wie beispielsweise Härte, Bruchfestigkeit, Kratzbeständigkeit, Transparenz, Farbigkeit, Gasdichtheit, Leitfähigkeit, UV-Stabilität, Brandverhalten, Mikrobizität und Biokompatibilität. So lassen sich klassische Kunststofferzeugnisse mit neuen, interessanten Funktionalitäten auszustatten.

Abb.1: Transparenz einer Polypropylen-Scheibe ohne (links) und mit (rechts) Nanoclarifier (0,35 wt% Ciba Irgaclear® DM in Basell Moplen HP501H), der das Kristallitwachstum auf Nanogröße begrenzt

Eine Verbesserung der Zähigkeit spröder Kunststoffe kann durch Einlagern elastomerer Nanopartikel erzielt werden. So heben zum Beispiel Partikel mit einer definierten Kern-Schale Struktur, wie sie Abbildung 2 zeigt, die Zähigkeit von Polymethylmethacrylat (PMMA, z.B. Acrylglas) so stark, dass bei Einsatz von nur 10 % Elastomer (z.B. Polybutylacrylat-co-Styrol) die Reißdehnung von 3,5% auf rund 50% ansteigt. Dies ist Basis für eine beträchtliche Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten dieser und anderer Kunststoffe.

Modifierpartikel-Aufbau und TEM Aufnahme

Hierzu drei Beispiele: Der teilkristalline Kunststoff Polypropylen (PP) ist üblicherweise trüb, da seine Kristallite so groß sind, dass sie sichtbares Licht streuen. Beschränkt man deren Größe jedoch auf Dimensionen unterhalb der Lichtwellenlänge, so wird PP transparent (siehe Abbildung 1), ohne dabei andere nützliche Eigenschaften zu verlieren. Um diesen oft gewünschten Effekt zu erzielen, wurden neuartige Substanzen entwickelt, die im PP so viele Kristallite entstehen lassen, dass deren Wachstum zwangsläufig auf die Nanoskala beschränkt bleibt.

Kern = vernetztes PMMA Zähphase = PBA-co-Styrol Hülle = PMMA

1 µm

Abb.2: Durch Einlagerung von elastomeren Nanopartikeln kann die Zähigkeit von spröden Kunststoffen wie PMMA deutlich verbessert werden

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Abb. 3: Organische Opale zeigen eine Farbabhängigkeit vom Beobachtungswinkel und vom Gitterabstand der sich selbst in geordneter Struktur organisierenden Nanopartikel. Der Gitterabstand liegt im Bereich des sichtbaren Lichts (380 bis 780 nm)

Kugelförmige polymere Nanoteilchen können, wenn sie sich in einer Struktur ähnlich der eines atomaren Kristallgitters anordnen, sog. organische Opale mit außergewöhnlichen optischen Eigenschaften bilden. Die Gitterabstände dieser „Partikelkristalle“ liegen in der Größenordnung der Lichtwellenlänge und bewirken daher Brechungs- und Interferenzeffekte im optischen Bereich. Abbildung 3 zeigt, wie diese Kunststoffe in Abhängigkeit vom Beobachtungswinkel in verschiedenen Farben schillern. Nutzen lassen sich solche Produkte sehr vielfältig, z.B. als Effektpigmente in Lacken, als Druck-, Zug- oder Temperatursensoren oder als Lichtleit- und Schaltsysteme für die optische Datenverarbeitung.

Bei der Oberflächenmodifikation kann zwischen nachträglich aufgebrachten Beschichtungen oder Prägungen sowie der Oberflächenstrukturierung während der Polymerisation oder Formung des Kunststoffs unterschieden werden.

In einem neuen von der Volkswagenstiftung geförderten Projekt versuchen Wissenschaftler nun, die Kunststoffbauteile in einem einzigen Prozessschritt herzustellen und zu funktionalisieren: Die Funktionsgebung soll dazu bereits innerhalb des Formwerkzeuges durch eine spezielle Lasermodifikation erfolgen. Das Bauteil wird dabei während des Spritzgussprozesses im geschlossenen Werkzeug über integrierte Fenster mit Lasern bestrahlt. Hierzu wird der Kunststoff über spezielle laseraktivierbare chemische Gruppen selektiv vernetzt oder chemisch funktionalisiert. Damit lassen sich die gewünschten Eigenschaften wie Härte oder chemische Eigenschaften der Kunststoffe punktgenau verändern und an die Funktionseigenschaften des Bauteils anpassen. Bahnbrechend an diesem Vorhaben ist die gleichzeitige Formgebung und Oberflächenfunktionalisierung von gegossenen Kunststoffbauteilen mithilfe transparenter, saphirbasierter Gussformen. Die Forscher wollen das Verfahren zunächst mit Blick auf Anwendungen in der Medizintechnik etablieren, der Einsatz der neuen Technologie ist jedoch auch für andere Bereiche denkbar.

Kunststoffprodukte mit speziellen Werkstoffund Oberflächeneigenschaften durchlaufen bei der klassischen Produktion zumeist zwei grundlegende Prozessgänge. Schritt eins: die Herstellung über Spritzguss- oder Extrusionsverfahren. Bei der Extrusion (lat.: extrudere = hinausstoßen, -treiben) werden die zähflüssigen und zu härtenden Materialien durch eine Düse gepresst. Dazu wird beispielsweise der Kunststoff zunächst in einem „Extruder“ mittels Heizung und innerer Reibung aufgeschmolzen und homogenisiert. Weiterhin wird der für das

Insbesondere für Anwendungen in der Optik ist das hochgenaue Replizieren feinstrukturierter Oberflächen von Bedeutung, wie es bereits beim Spritzgießen möglich ist. Ein ähnliches Verfahren ist das Prägen, bei dem ein Prägestempel in ein Substrat gepresst wird. Beim Nanoimprintverfahren werden Nanostrukturen mittels eines Prägeprozesses vervielfältigt. Hierbei wird ein nanostrukturierter Stempel in ein Substrat gedrückt, das anschließend z.B. mit UVLicht ausgehärtet wird. Dieses Verfahren wird bei der Herstellung von optischen Datenspei-

Materialmodifikationen können also durch Strukturkontrolle im Herstellungsprozess oder durch Einarbeitung von nanoskaligen Füllstoffen (siehe auch Seite 12) während der Polymerisation oder der Extrusion erzielt werden. Oberflächenmodifikation durch Nanotechnologien

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Durchfließen der Düse notwendige Druck aufgebaut. Nach dem Austreten aus der Düse erstarrt der Kunststoff meist in einer wassergekühlten Form. Zusätzliche Funktionalitäten erhalten die geformten Teile dann in weiteren Prozessschritten über Plasma- und chemische Behandlungen und Beschichtungen.

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chern und Komponenten wie z.B. diffraktive optische Elemente, die klassische Linsen und Spiegel ersetzen können, genutzt (mehr dazu s. Broschüre „NanoOptik“, Band 5 der Schriftenreihe Hessen-Nanotech). Nanotechnologien verbessern den Produktionsprozess Nanotechnologien werden in der Kunststoffindustrie aber auch zur Optimierung der Verarbeitungsprozesse eingesetzt. Dabei können Nanomaterialien als tribologische Schutz- bzw. Antihaftschichten den Extrusions- oder Spritzguss-Prozess verbessern. Die Zugabe von Nano-

Produktion der Nanomaterialien Herstellung Partikel oder Nanolacke

Partikeldispergierung

partikeln erhöht die Fließfähigkeit von Polymerschmelzen und ermöglicht so eine schnellere und einfachere Verarbeitung sowie komplexere Spritzgussprodukte. Bei den Werkzeugen für die Verarbeitung der Polymere (Extrusionsschnecken, Gehäuse) können an sehr beanspruchten Stellen auch besonders widerstandsfähige Formteile aus Hochleistungskeramik bzw. Sintermetallen Verwendung finden, die aus Nanopulvern hergestellt werden.

Abb. 4: Einsatz von Nanotechnologie (NT) in der Kunststoffindustrie am Beispiel der Herstellung von Nanokompositen. - Produktion der Nanomaterialien: Herstellung und Dispergierung von Nanopartikeln zur Einarbeitung in eine polymere Matrix - Halbzeuge-Herstellung: Einmischen bzw. Erzeugen der Nanopartikel in einem Extrusionsprozess, der als Zwischenstufe das Polymergranulat liefert, welches dann durch Spritzguss- oder Folienziehverfahren weiterverarbeitet wird. - Veredlung: Die Folien bzw. Spritzgussteile können, sofern nötig, auch durch Beschichtung mit Nanolacken weiter veredelt werden. - Produktionsmittel: Nanotech-optimierte Werkzeuge und Prozesstechnik (Quelle: Broschüre “NanoProduktion”, Band 6 der Schriftenreihe Hessen-Nanotech)

Partikeleinarbeitung oder in-situ-Erzeugung

Produktion

Extrusion (Polymerschmelze)

Halbzeuge

Spritzguss

Folienherstellung

Veredelung NT/Materialien für die Produktion

Beschichten von Formteilen mit Nanolacken oder PVD/CVD

Oberflächenveredelte Werkzeuge Beschichtung mit Nanomaterialien: Antihaft/mechanischer Schutz Keramische/metallische Werkzeuge aus Nanopulvern Prozessüberwachung/-steuerung durch Sensoren/Aktuatoren

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Das Deutsche Kunststoff-Institut (DKI) in Darmstadt Aus der Forschung

ANALYTIK

IR-Mikroskopie: ortsaufgelöste Materialanalytik CHEMIE

Die Geschichte des DKI ist eng mit der Entwicklung der deutschen Kunststoff-Industrie verknüpft: Im Jahre 1953 gründeten Unternehmen der Kunststoff erzeugenden, verarbeitenden und anwendenden Industrie gemeinsam mit ihren Verbänden die Forschungsgesellschaft Kunststoffe e. V. (FGK). Der Verein setzte sich zur Aufgabe, das in der damaligen Zeit auf seinem Gebiet einzigartige Deutsche Kunststoff-Institut zu gründen. Seit 1955 aktiv, hat sich dieses Institut zu einem wichtigen Pfeiler der praxisnahen Kunststoff-Forschung in Deutschland entwickelt.

stoff ist in vielfältiger Weise in diese Aufgaben einbezogen und zu einem Kernthema aller Abteilungen geworden.

Mit nanostrukturierten Oberflächen lässt sich eine stark wasserabweisende Wirkung (Kontaktwinkel >160°) erreichen

Aufgaben & Struktur Für Kooperationen offen Das DKI mit seinen mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern widmete sich von Anfang an sowohl der wissenschaftlichen Forschung als auch der Umsetzung der erarbeiteten Erkenntnisse in die Praxis. Die satzungsgemäßen Aufgaben lassen sich in die Bereiche

TEM an Mehrphasensystemen TECHNOLOGIE

Forschung über Synthese, Struktur, Eigenschaften, Verarbeitung und Prüfung von Kunststoffen, Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs, Beratung und Unterstützung bei der Lösung wissenschaftlicher und technischer Probleme im Umfeld des Kunststoffes einteilen. Forschungsinhalte

Laserextensiometer: hochpräzise Dehnungsmessung PHYSIK

In-Line-Messverfahren zur Prozesskontrolle

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Die Forschungsschwerpunkte des DKI werden jährlich von einem Kuratorium, das mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft ausgewogen besetzt ist, evaluiert und entsprechend aktueller Trends und wichtiger Herausforderungen an Industrie und Gesellschaft gegebenenfalls neu ausgerichtet. Aktuelle Themen sind beispielsweise Polymere für die Elektronik und Informationstechnologie, meso- und nanoskopisch strukturierte organische und organischanorganische Hybridwerkstoffe, Polymere und Polymercompounds aus nachwachsenden Rohstoffen, inline-Prozesskontrolle und online-Prozesssteuerung, Prozess- und Bauteilsimulation sowie kombinatorische Materialentwicklung in Verbindung mit Hochdurchsatz-Screeningmethoden. Das Thema Nanotechnologie im KunstHessen-Nanotech NEWS 1/2008

Die Bearbeitung aller genannten Forschungsfelder erfordert das enge Zusammenwirken von Chemikern, Physikern, Ingenieuren und Informatikern innerhalb des DKI ebenso wie die intensive Einbindung vieler externer Partner. Bei diesen handelt es sich vor allem um Institute und Fachbereiche der Technischen Universität Darmstadt (TUD). Umgekehrt profitiert die TUD vom Lehrangebot der im DKI arbeitenden Dozenten. Durch diese effektive Vernetzung des DKI mit der TUD wie auch mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in und um Darmstadt sowie bundes- und europaweit – als Beispiele seien die Hochschule Darmstadt, Max-Planck-, Leibniz- und Fraunhofer-Institute, die Staatliche Materialprüfanstalt und das Niederländische Polymer-Institut (DPI) in Eindhoven genannt, konnte ein Verbund geschaffen werden, der die Leistungsfähigkeit sowohl der Region RheinMain wie des ganzen Landes Hessen deutlich stärkt und seine Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Das DKI bietet hierin eine hervorragende Plattform für die fachübergreifende Lösung aller kunststoffbezogenen Problemstellungen.

Prof. Dr. Matthias Rehahn, Deutsches Kunststoff-Institut, Tel.: 0 61 51 / 16 - 21 04, mrehahn@dki.tu-darmstadt.de, www.dki-online.de


Ticona setzt bei Kunststoffinnovationen auf Erkenntnisse der Nanotechnologie Unternehmen im Fokus

Das Unternehmen Ticona betreibt das Geschäft mit technischen Kunststoffen der Celanese Corporation, einem international führenden Unternehmen der chemischen Industrie. Ticona produziert und vertreibt ein breites Spektrum an technischen Kunststoffen und erzielte 2006 einen Umsatz von 915 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Kelsterbach am Main beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter und verfügt über Produktionsanlagen sowie Forschungseinrichtungen an Standorten in Deutschland, den USA und Brasilien. In der Nanotechnologie sieht das Unternehmen eine wichtige Schlüsseltechnologie, von der grundlegende Verbesserungen der Eigenschaften von Kunststoffen erwartet werden. Forscher und Anwendungsentwickler von Ticona beschäftigen sich bereits seit Jahren damit: Zum einen versuchen sie in Kooperationen mit Universitäts- und Fraunhofer-Instituten aus technischen Kunststoffen wirksame Nanopartikel herzustellen. Zum anderen erforschen sie, wie nanotechnologisch hergestellte Additive (Nanopartikel) Kunststoffen völlig neue Materialeigenschaften verleihen können.

POM-Standard vergleichbar sind. Herkömmliche Additive für elektrische Leitfähigkeit verschlechtern viele Materialeigenschaften – anders der neue Hostaform®-Entwicklungstyp: Durch eine spezielle Stabilisierung ist er im Vergleich zu Standard- POM außerdem auch noch beständiger gegen aggressive Kraftstoffe. Der neue POM-Typ wurde speziell für die Anwendung im Bereich Automobilkraftstoffe entwickelt. Vor allem in den USA werden hier immer strengere Sicherheitsvorgaben erlassen, die vorschreiben, dass mögliche elektrostatische Aufladungen von Bauteilen mit Kraftstoffkontakt abgeleitet werden müssen.

w w w. t i c o n a . c o m

Gibt Bakterien keine Chance Für die neue antimikrobiell ausgerüstete POMVariante Hostaform® Anti-Crobe hat Ticona hingegen ganz andere Märkte als die Automobilbranche im Blick. Dieser Kunststofftyp soll überall dort punkten, wo Bakterien und andere Geschirrspüler mit antimikrobiell funktionalisierten Kunststoffbauteilen (©Ticona)

Damit kein Funke überspringt Gelungen ist das mit einem Polyoxymethylen (POM) Copolymer-Typ (Hostaform®), der sich zurzeit in Entwicklung befindet. Kleinste röhrenförmige Teilchen, so genannte Nanotubes, verleihen dem POM elektrische Leitfähigkeit, ohne dabei die sonstigen Eigenschaften von Hostaform® wesentlich zu beeinflussen. Ergebnis ist ein leitfähiger Kunststoff mit mechanischen Eigenschaften, die mit dem unmodifizierten

Tankeinfüllstutzen aus elektrisch leitfähigem Kunststoff (Hostaform® POM C 9021 ELS/Celcon® POM EC 90+) (©Ticona)

Mikroorganismen leichtes Spiel haben. Das auf molekularer Ebene mit einem anorganischen Zusatz antimikrobiell ausgerüstete Polymer verhindert zum Beispiel die Ausbreitung von Bakterien und wirkt Verunreinigungen und Abbauprozessen durch Mikroorganismen entgegen. Damit will Ticona für seinen Kunststoff weitere Anwendungsbereiche in Küche, Bad, Sport- und Wellnesseinrichtungen erschließen, denn hier war das Material bei feucht-warmen Bedingungen mitunter nicht geeignet. So sollen gerade auch mit Hilfe der Nanotechnologie Produktinnovationen für die bewährten Polymerklassiker möglich werden. Ticona GmbH www.ticona.com Hessen-Nanotech NEWS 1/2008

Quellennachweis: Pressemitteilung der Ticona GmbH vom 22.10.2007 (http://www.ticona. com/redesign/de/news/newsdetails?id=13192.), Pressemitteilung der Celanese AG vom 9.5.2001 (http://www.celanese.com/de/ind ex/ir_index/ir_news/ir_news_fullp agelink?id=7542), HOSTAFORM® report Anwendungsjournal Nr. 124 | 1.2006 (http://www.ticona.com/de/hostaf orm_report_0106_ dt.pdf), Pressemitteilung der Ticona GmbH vom 3.1.2008 (engl.) (http://www.ticona.com/redesign/ news/news-details? id=13329.), Pressemitteilung der Ticona GmbH vom 26.10.2007 (http://www.ticona.com/redesign/ de/index/news/news details?id= 13193.)

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SPEZIAL

Maschinen- und Verfahrenstechnik zur Herstellung von Kunststoff-Nanokompositen Die Anforderungen an moderne Kunststoffbauteile steigen ständig. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden hochwertige Ausgangsmaterialien, meist Komposite, benötigt. Zur Herstellung dieser Komposite werden seit Jahrzehnten zweiwellige Schneckenkneter erfolgreich eingesetzt. Was liegt also näher, als diese bewährten Systeme auch zur Einarbeitung von Nanofüllstoffen einzusetzen? Untersuchungen bei Coperion Werner & Pfleiderer haben gezeigt, dass sie auch für diese Aufgabe geeignet sind, wenn den speziellen Anforderungen von nanoskaligen Füllstoffen Rechnung getragen wird. Die gängige Definition für einen Nanofüllstoff lautet, dass mindestens eine Dimension der Primärpartikel kleiner sein muss als 100 nm. Dementsprechend kann zwischen ein-, zwei- und dreidimensionalen Nanofüllstoffen unterschieden werden. Die Anzahl der auf dem Markt erhältlichen Nanofüllstoffe zur Modifizierung von Polymeren steigt ständig. Tabelle 1 zeigt einen Ausschnitt des Angebots und der dazugehörigen Anwendungsgebiete. Nanofüllstoffe, die in Pulverform häufig als mikroskalige Agglomerate vorliegen, werden oftmals wie ihre makroskopischen Verwandten

Tab. 1: Beispiele für nanoskalige Füllstoffe und mögliche Anwendungsgebiete

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behandelt. Diese Herangehensweise ist jedoch grundsätzlich falsch. Nanopartikel zeichnen sich nicht nur durch ihre geringe Größe, sondern auch durch ihre veränderten Eigenschaften aus. Molekulare Interaktionen spielen bei der Dispersion von Nanopartikel-Agglomeraten eine viel größere Rolle als bei klassischen Füllstoffen. Bei konventioneller Prozessführung werden die Agglomerate daher nicht ausreichend aufgebrochen und man erhält eine inhomogene Primärpartikelverteilung. Darüber hinaus können bereits dispergierte Primärpartikel ohne Einsatz geeigneter Stabilisierungsadditive reagglomerieren. Somit ist es nicht möglich eine generelle Lösung zur Einarbeitung zu entwickeln, sondern es muss stets die Kombination Polymer/Füllstoff unter Kenntnis aller Rahmenbedingungen betrachtet werden. Dies wird bei der Gestaltung des Compoundierungsprozesses oft vergessen. Gleichläufige zweiwellige Schneckenkneter bieten die erforderliche Flexibilität, die, in Kombination mit der hohen zur Verfügung stehenden Mischleistung, eine optimale Prozessgestaltung auch für Nanofüllstoffe ermöglicht. Abbildung 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau einer derartigen Anlage. Die Bewegung des Polymers innerhalb des Extruders folgt grundlegend der Form einer Acht, wobei der Polymerstrom ständig von

Nanoskalige Füllstoffe

Anwendungsgebiete

Schichtsilikate

Mechanik, Permeation, Rheologie, Nukleierung

Kohlenstoffnanoröhren (CNT-Carbon Nanotubes)

Mechanik, Leitfähigkeit

Calciumcarbonat (Kreide), Magnesiumsilikathydrat (Talk)

Mechanik, Rheologie, Nukleierung

Silber

Hygiene (Mikrobizität)

Zirkonoxid

Tribologie, Kratzempfindlichkeit

PTFE (Teflon)

Tribologie

Titandioxid

UV-Schutz

Indiumzinnoxid (ITO)

Laserbeschriftungen

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einer Schnecke auf die andere übergeben wird. Das enge Dichtprofil zwischen den beiden Schnecken führt zu einem sehr guten Selbstreinigungseffekt und einer engen Verweilzeitverteilung. Die hohe Mischwirkung entsteht unter

Abb. 1: Gleichläufiger Doppelschneckenextruder

anderem durch zahlreiche Stromteilungsvorgänge. Durch die Verwendung spezieller Elemente kann die Mischwirkung zudem sehr stark beeinflusst werden. Zweiwellige Schneckenkneter sind heute in einem weiten Durchsatzbereich, angefangen von wenigen kg/h bis hin zu Durchsätzen von über 80 t/h erhältlich.

Abb. 2: Typischer Aufbau des Verfahrensteils eines Doppelschneckenextruders

Bei der Herstellung von Nanokompositen ist vor allem den Knet- und Mischzonen erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Grundlegend kann man die Mischvorgänge in zweiwelligen Schneckenknetern in dispergierende Mischvorgänge und homogenisierende Mischvorgänge unterteilen. Beim dispersiven Mischen werden die Agglomerat-Haufwerke und die Nanopartikel-Agglomerate aufgebrochen. Hierzu werden vor allem Knetblöcke (Abbildung 3) eingesetzt. Es gibt sie nicht nur in fördernder Form, sondern auch als neutrale Elemente und mit entgegengesetzter

Förderwirkung. Hierdurch kann die Verweilzeit im Element an die Anforderungen des Füllstoffes angepasst werden. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der zeitliche Verlauf der relativen Scherbelastung bei Nanokompositen eine große Rolle spielt. Als homogenisierender Mischvorgang wird die anschließende gleichmäßige Verteilung von Primärpartikeln in der Polymerschmelze bezeichnet. Für diese Mischvorgänge werden vor allem spezielle Mischelemente wie z.B. Turbinenmischelemente (Abbildung 4) eingesetzt, die über eine möglichst hohe Anzahl von Stromteilungen eine sehr gute Durchmischung der Schmelze ermöglichen. Auch hier kann durch die Wahl des Mischelements oder die Anpassung des darauf folgenden Förderelementes die Verweilzeit sehr stark beeinflusst werden. Durch ein effektiv gestaltetes Compoundierverfahren lassen sich ähnlich gute Dispersionen wie bei der Einarbeitung von dispergierten Nanofüllstoffen während der Polymerisation erzielen. Insbesondere bei steigenden Füllstoffanteilen ist das Compoundierverfahren im Vorteil, da chemische Interaktionen zwischen Polymer und Füllstoff bei der Polymerisation häufig zu Kettenabbrüchen und damit zu Polymeren mit geringem Molekulargewicht führen. Bei der Anpassung des Extruders an die Anforderungen des Füllstoffes unterstützen Unternehmen wie Coperion Werner & Pfleiderer ihre Kunden nicht nur durch kompetente Beratung, sondern auch durch Versuche und ggf. mit der Beteiligung an Forschungsvorhaben, die sich mit grundsätzlichen Fragen zur Dispersion von Nanofüllstoffen beschäftigen.

Autor des Artikels ist Dipl.-Ing. (FH) Björn Walter, Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG, Theodorstr. 10, 70469 Stuttgart

Abb. 3: Knetblock

Abb. 4: Turbinenmischelemente

Telefon: 07 11 / 8 97 - 30 76 Fax: 07 11 / 8 97 - 39 78 E-Mail: Bjoern.Walter@coperion. com

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Kongress „NanoAutomotive 2008” — Chancen und Perspektiven der Nanotechnologie im Fahrzeugbau Nanotechnologie als Motor der Automobilbranche

Antibeschlag-Beschichtung auf einem Rückspiegel (©Nano-X)

Innovationen durch Spitzentechnologien sind zwingende Voraussetzungen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im Automobilbau zu sichern und auszubauen. Steigende Kundenanforderungen in Bezug auf Leistung, Sicherheit, Komfort und Design machen nanotechnologische Kompetenz zunehmend zu einem erfolgsentscheidenden Kriterium im Automobilbau und seinem Zuliefersektor. Für die deutsche Industrie gilt es, die Innovationspotenziale der Nanotechnologie im globalen Automobilmarkt zu nutzen. Sie bietet aufgrund ihres Querschnittcharakters zahlreiche Lösungen für aktuelle Problemstellungen der Automobilindustrie. Die größten Nutzeffekte dieser Schlüsseltechnologie erwartet man in den Bereichen Sicherheit, Komfort und Umweltschutz. „NanoAutomotive 2008“ – mit Nanotechnologie in die mobile Zukunft

Die im Rahmen der Aktionslinie Hessen-Nanotech des Hessischen Wrtschaftsministeriums herausgegebene Broschüre „NanoAuto” kann kostenlos bestellt werden bei markus.laemmer@ hessen-agentur.de

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Dem Innovationspotenzial der Nanotechnologie als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts für die Automobilbranche widmet sich in diesem Jahr der erstmalig stattfindende Kongress „Nano Automotive 2008“ vom 13. bis 14. Mai im Darmstadtium, Darmstadt. Veranstalter der „NanoAutomotive 2008“ ist der TÜV Hessen. Der Kongress richtet sich an Wissenschaftler und Unternehmer aus der Automobil- und Automobilzulieferbranche. Er bietet Gelegenheit, die Einsatzfelder und Chancen der Nanotechnologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Fahrzeug-Sektors zu diskutieren und wichtige Impulse für den Innovationsprozess zu erhalten. Das Programm umfasst zahlreiche Vorträge hochkarätiger Referenten und eine Fachausstellung. Auf der Tagung ist ebenfalls die neue, bundesweite Informationskampagne zur Nanotechnologie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, „nanoTruck – Hightech aus

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dem Nanokosmos“, mit einem doppelstöckigen Ausstellungs- und Kommunikationszentrum präsent. Die Veranstaltung fügt sich harmonisch in die umfassenden Aktivitäten der Hessischen Landesregierung zur Förderung von Forschung und Entwicklung sowie von Produktanwendungen in der Nanotechnologie ein. Vor diesem Hintergrund unterstützt das Hessische Wirtschaftsministerium die Veranstaltung zusammen mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Am 13. Mai findet ein Ministerabend mit dem Hessischen Wirtschaftsminister statt. Interessierte Teilnehmer, Aussteller und Sponsoren finden weiterführende Informationen zum Kongress unter www.nano-automotive.de oder wenden sich direkt an: Dr. Thorsten Ralle TÜV Hessen Rüdesheimer Str. 119 64285 Darmstadt Telefon: 0 61 51 - 60 01 50 E-Mail: thorsten.ralle@tuevhessen.de

Zunderschutzlackierung des Tunnels im VW Passat (©Nano-X)


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Automotive 2008 ...mit Nanotechnologie in die mobile Zukunft Kongress mit begleitender Ausstellung,

13. - 14. Mai 2008, Darmstadtium, Darmstadt

www.nano-automotive.de


Termine und Veranstaltungen

12.03.2008

Wetzlar

Sensorik - Messtechnik - Technologie 2008 Fachtagung. Parallel: Statusseminar zu dem Projekt „Technologietransfer über Köpfe - Nanotechnologie für KMU“ Frau Harciye Agirman-Ortac, StudiumPlus, harciye.agirman-ortac@zdh.fh-giessen.de 27.03.2008

Darmstadt

INANOMIK - Industrie Workshop Nano-Drähte, Mikro-Nano-Fabrikation und Mikro-Montage Prof. Dr. Helmut Schlaak, TU Darmstadt, schlaak@emk.tu-darmstadt.de 10.04.2008

der TU Darmstadt (2. Staffel), Kekulé-Hörsaal Weitere Termine: 24.04., 08.05., 29.05., 12.06., 19.06., 28.06.2008 Dr. Eckhard Rikowski, FSP Nanomaterialien, rikowski@ac.chemie.tu-darmstadt.de Darmstadt

NanoAutomotive 2008 - mit Nanotechnologie in die mobile Zukunft Großer Fachkongress mit Ausstellung des TÜV Hessen Dr. Thorsten Ralle, TÜV Hessen, thorsten.ralle@tuevhessen.de 16.06.2008 Frankfurt NanoSilber - Einsatzmöglichkeiten, Nutzen, Wirkmechanismen Fachtagung Dr. Christoph Steinbach, Dechema, steinbach@dechema.de 20.06.2008

Marburg

4. Materialforschungstag Mittelhessen Forschungsergebnisse der Universitäten Gießen u. Marburg und der FH Gießen-Friedberg Dr. Eberhard Pitt, Justus-Liebig-Universität Gießen, Eberhard.J.Pitt@exp1.physik.uni-giessen.de 11.-13.11.2008

Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Dr. Rainer H. Waldschmidt Kaiser-Friedrich-Ring 75 D-65185 Wiesbaden Tel. 06 11/ 8 15-24 71, Fax: -49 24 71 E-Mail: rainer.waldschmidt@hmwvl.hessen.de Internet: www.wirtschaft.hessen.de Projektträger ist die HA Hessen Agentur GmbH Alexander Bracht (Leiter), Markus Lämmer Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42 D-65189 Wiesbaden Tel. 06 11/ 7 74- 86 14 oder -86 64, Fax: 06 11/ 7 74 - 86 20 E-Mail: alexander.bracht@hessen-agentur.de markus.laemmer@hessen-agentur.de Internet: www.hessen-agentur.de www.hessen-nanotech.de

Darmstadt

Nanotechnik Ringvorlesung

13.+14.05.2008

Die Aktionslinie Hessen-Nanotech ist eine Maßnahme des

Frankfurt

„nanotech+material week frankfurt“ Messe NanoSolutions und 5. Nanotechnologieforum Hessen Parallel findet das Deutsche Eigenkapitalforum mit dem Branchenforum NanoEquity Europe statt. Alexander Bracht, Hessen-Nanotech, Hessen Agentur, alexander.bracht@hessen-agentur.de

Weitere Veranstaltungsinformationen finden Sie unter

Impressum Herausgeber Aktionslinie Hessen-Nanotech Alexander Bracht HA Hessen Agentur GmbH, Abraham-Lincoln-Straße 38 - 42, D-65189 Wiesbaden Redaktion Markus Lämmer, HA Hessen Agentur GmbH Beiträge S. 7-9 Dr. W. Wunderlich, Forschungsgesellschaft Kunststoffe / Deutsches Kunststoff-Institut, Darmstadt Titelbild Herstellung von Kunststoffen mit Nanotechnologie Muhr, Design und Werbung, Wiesbaden mit Bildmaterial von Merck und DKI Bildmaterial S. 3-4 Franz Carl Nüdling Basaltwerke, TTN-Hessen, BMBF / S. 5-6 Muhr D+W, Hessisches Landesmuseum Darmstadt / S. 7-9 DKI, Merck / S. 10 DKI / S.12-13 Coperion Werner & Pfleiderer Gestaltung Muhr, Design + Werbung, Seerobenstraße 27, D-65195 Wiesbaden www.muhr-partner.com Druck Werbedruck GmbH Horst Schreckhase, Dörnbach 22, 34286 Spangenberg Erscheinungsweise 6-mal pro Jahr (kostenlos) Auflagenhöhe 9.000 Stück Newsletter-Abonnement www.nanoportal-hessen.de/news/bestellformular Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung privater Rechte Dritter. Die in der Veröffentlichung geäußerten Ansichten und Meinungen müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen.

www.nanoportal-hessen.de.

In der nächsten Ausgabe lesen Sie: Optoelektronik – Nanotechnologie in der Informations- und Kommunikationstechnik

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Hessen-Nanotech NEWS 1/2008

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