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Projekte

1998 – 2010 1997 – 2000

kunsthalle roggwilwynau k r -w 11. AUGUST 1997 – 30. APRIL 2000 OFF-SPACE / EHEM. BAHNHOFKIOSK ROGGWIL-WYNAU

22–12–1997 «die Weihnachts­geschichte»,

animierte Lesung von Ewald Trachsel / Rudolf Steiner 16–02–1998 «Bijoux» oder «eine Art begehbare Wundertüte», Einrichtung von Vreni Spieser 23–03–1998 Gabriel Wernly spielt DAS ABENDLIED für Violoncello solo von Josef Haselbach (*1936) 27–04–1998 «Koinzidenzen», Installation zum Tod von Sissi, Kaiserin von Österreich, kuratiert von Beat Gugger, mit Sarah Masüger u.a.

03–05–1999 «Stehen an Ort» mit San Keller 28–06–1999 «die Ausnahme», Gespräch mit den geladenen Gästen Agatha Zobrist, Adi Blum, Andri Köfer, Barbara Meyer Cesta, Claudius Weber, Ewald Trachsel, Fredi Hüberli, Hans Stalder, Martin Kunz, Ralf Samens, Rudolf Steiner, Robert Hess, San Keller, Theres Wäckerlin und Vreni Spieser auf einer Plattform von San Keller fand unter Ausschluss der Gäste statt 05–07–1999 «die weisse Performance», Performance von Peter Brand (p.c.b.) 18–08–1999 «Stille nach dem Knall» –

21 nachtfüllende Kunstevents bei jedem Wetter, eingeladen und kuratiert von Haus am Gern im ehemaligen Bahn­hofs­­kiosk bei Roggwil-Wynau. Der 10. k r-w-Event am 10. August 1998 war gleichzeitig Grün­dungsnacht von Haus am Gern und bot für drei Monate Bed & Breakfast in der k r-w an. Seither lief die k r-w unter dem La­bel Haus am Gern. Beteiligte KünstlerInnen und andere Fachleute:

Prof. Dr. Christian A. Meyer, Ewald Trachsel, Vreni Spieser, Gabriel Wernly, Beat Gugger, Sara Masüger, Peter Schnee­­beli, Hüberli / Hess / Kunz & Köfer, Marie Birchler-Suchankova & Milos Pospisil, Peter Staiger, Georg Traber, San Keller, Adi Blum, Claudius Weber, Hans Stalder, Ralf Samens, Peter Brand, Agatha Zobrist & Theres Waeckerlin. Die Gästeliste erweiterte sich nach dem Schneeballprinzip. Events: 11– 08 –1997 «Kondolenzen», Installation von Rudolf Steiner 08–09–1997 «vor ort», Installation von Barbara Meyer Cesta 20–10–1997 «about death, decay and desintegra­­tion», Lichtbild­performance von Prof. Dr. Christian A. Meyer 15–12–1997 «Kunstschnee», Installation von Ewald Trachsel

08–06–1998 «Muttertag I – Über­querung einer Ebene», Installation von Peter Schneebeli 10–08–1998 «Dependance» (Bed & Breakfast), von rsbmc 23–11–1998 «Arme Leuchte Küche», Kelvinatoraktion von Hüberli / Hess /Kunz & Köfer 21–12–1998 «Mehr Licht!», Installation von Marie Birchler-Suchankova & Milos Pospisil 01–02–1999 «FreitagsAquarium» von Peter Staiger 29–03–1999 «Heinz baut», Performance von Georg Traber

ein nicht realisiertes Aus­stel­lungs­projekt über Utopien und Visionen von Beat Gugger 14–09–1999 (entre acte), Apéro auf dem Dach der k r-w, zu Gast: Kant. Kunstkommission / Service: San Keller 27–09–1999 «O.T.», Performance von Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin 02–11–1999 «Tabelle» von Agatha Zobrist und Theres Waeckerlin 19–02–2000 «4. Nachtwanderung» von San Keller 29–02 bis 30–04–2000 «Wet Cube» von Haus am Gern: jeweils Freitagabend Dampfbad in der k r-w


1998 – 2010 (in progress)

Selbstportrait als Künstlerpaar 1998

Rennbahn / Stausee

Rennbahn/Stausee

ZEICHNUNG ca. 3 m x 10 m; BITUMEN WEIHNACHTSAUSSTELLUNG KUNSTHALLE BERN

Haus am Gern zeichnete eine ge­ schlossene Linie aus flüssigem Bitumen auf den Boden der Kunsthalle. Eine Hälfte der Linie erstreckte sich in den Hauptsaal, die andere in den rechten Oberlichtsaal. Im Oberlichtsaal wurde die Arbeit unter der Autorenschaft von Barbara Meyer Cesta mit dem Titel Stausee beschriftet, im Hauptsaal unter der Autorenschaft von Rudolf Steiner mit dem Titel Rennbahn.

RÉDUIT

1999

RÉDUIT TEMPORÄRE INSTALLATION KARTON, PAPIER, KLEBEBAND MAC-VOIX OFF LAUSANNE

Ein Kiosk in Lausanne sollte einer Überbauung weichen und wurde vor seinem Abriss als Ausstellungsort zwischengenutzt. Mit Pappe und Farbe verwandelte Haus am Gern den Kiosk in einen Bunker und brachte ihn durch entsprechende Tarnung schon vor dem Abriss zum Verschwinden. Honey, Toast & Sunshine


2000

Honey, Toast & Sunshine FERNGESTEUERTES LUFTSCHIFF (BLIMP), MODIFIZIERTER TOASTER, HONIG, BUTTER / JOINT VENTURE ! AUKTION ZU GUNSTEN DES MUSEUMS FÜR KUNST DER GEGENWART BERN IM RAHMEN DER WEIHNACHTSAUSSTELLUNG IN DER KUNSTHALLE BERN

Für JOINT VENTURE ! bot Haus am Gern das Gefühl eines «sonnigen Sonntagmorgens» an. Die Ingredienzen: ein ferngesteuertes Luftschiff (das nur von ausgewiesenen KuratorInnen in den Räumen der Kunsthalle geflogen werden durfte) sowie ein modifizierter Toaster, der das Wort Gern auf das Toastbrot brannte. Das Publikum konnte sich an Toastbrot, Butter und Honig schadlos halten.

2000

The Laughter PERFORMANCE / VIDEOINSTALLATION TRANSPORTKISTE MIT MONITOR, DVD 30 MIN.; PROJEKTION (SILENT) DVD 3:07 MIN.; LOOP, CD UND PLAYER MARKS BLOND BLACK CUBE@WHITE SPACE 2005; BARCELONA ARTE CONTEM­PORANEA BAC 2000; «VIDEO A LA CARTE», KONZEPTION SAN KELLER UND DOROTHEA STRAUSS, RESTAURANT SCHNELL, RORSCHACH, 2000

Mit einem Monitor in einer Transport­ kiste war Haus am Gern in der Schweiz und in Barcelona zu Fuss unterwegs und fragte Menschen auf der Strasse, ob sie sich einen besonders lustigen Trickfilm* ansehen wollten. Wer wollte, wurde beim Zuschauen gefilmt. Die Videoporträts der Zuschauer (mit dem Originalton des Trickfilms im Hinter­ grund) werden im Monitor in der Transportkiste und der Trickfilm als stumme Projektion präsentiert.

*Stripy (Bruno Bozzetto 1984), Trickfilmserie produziert für das Schweizer Fernsehen in italienischer Sprache. Stripy ist ein farbenfrohes Mischwesen mit ansteckendem Lachen. Das Opfer seiner Spässe ist ein hässlicher, mürrischer Mann, der sich am Ende jeder Episode von Stripys hysterischem Gelächter anstecken lässt.

2001 (in progress)

ART PROCESS INSPECTOR 2001

Y R A Young Responsible Artists KÖRPERSCHAFT; GEGRÜNDET AM 15. MAI 2001

Die Eröffnung der Schweizer Landes­ ausstellung EXPO (die letzte fand 1964 statt) sollte am 15. Mai 2001 auf einer Plattform im Bielersee, Arteplage genannt, stattfinden. Die Eröffnung wurde jedoch aus verschie­denen Gründen um ein Jahr verschoben. Haus am Gern beauftragte den Aktions­ künstler San Keller, eine zweite Arteplage neben der Baustelle der Arteplage am Strand des Bielersees zu bauen. («San Keller baut Ihnen ein Haus in 24h mit Material, das er in der Umgebung findet.») Am ursprüngliche geplanten Eröffnungstag der EXPO versammelten sich Haus am Gern und andere Kunstschaffende auf der Arteplage zur Gründung der Körperschaft YRA Young Responsible Artists. Der Art Process Inspector von Haus am Gern leitete die Eröff­ nungs­­zeremonie. Alle anwesenden Kunst­schaffenden wurden Mitglieder der YRA. YRA ist eine nach streng konservativen Wertvorstellungen ausgerichtete Körperschaft von Künstlerinnen und Künstlern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Das Alter ist frei zu wählen. Die YRA-Mitglieder müssen das YRAManifest unterzeichnen und üben sich im Zorn, indem sie monatlich drei zornige Tage einhalten. Jedes YRAMitglied verpflichtet sich, einen YRA-


YRA

Bruder oder eine YRA-Schwester zu gewinnen. YRA-Mitglieder erkennen einander an einem geheimen Zeichen und am Lächeln der Mona Lisa. Neumitglied wird man über die Website www.yra.ch.

2001

FAKTURA

YRA

Nach positiver Einschätzung segnete er alle von den KünstlerInnen zur Segnung freigegebenen Werke – und im Anschluss die ganze Ausstellung. Gleichzeitig tätigte die Kunst­kom­mis­ sion des Kantons Bern ihre jährlichen Werkankäufe. Ein Gruppenbild mit Haus am Gern, Bernhard Fibicher, und dem Priester Monseigneur Krystian Gawron wies in der Ausstellung auf die Aktion hin.

PERFORMANCE, AUDIO-CD 9. ONENIGHTSTAND©, EIN KUNSTPROJEKT VON GERTRUD GENHART, MARIANNE RINDERKNECHT UND EDITH HÄNGGI HÔTEL CLUB, LA CHAUX-DE-FONDS

Das Konzept von OneNightStand sah vor, eine Handvoll Künstlerinnen und Künstler für eine Nacht in einem Hotel einzuquartieren, wo sie in der

2001

ein Segen für die Kunst INTERVENTION; FOTOGRAFIE, INKJET 23 cm x 32 cm AUF HAHNEMÜHLE A3, MIT PRÄGUNG, GERAHMT KUNSTHALLE BERN

Haus am Gern wurde von einer Jury zur traditionellen Weihnachtsausstellung der regionalen Künstler in der Kunst­ halle Bern eingeladen. Haus am Gern bot allen beteiligten KünstlerInnen an, ihr Werk von einem katholischen Priester segnen zu lassen. Einige Künstler­Innen lehnten dies ausdrücklich ab. Vorgängig prüfte Monseigneur Krystian Gawron auf einem Rundgang mit Haus am Gern und dem Direktor der Kunsthalle, Bernhard Fibicher, die Ausstellung auf ihre «Gottgefälligkeit».



2002

Leaving On A Jet Plane

Leaving On A Jet Plane

vorgegebenen Zeit ein Projekt realisieren konnten, das am Folgetag dem Publikum zugänglich gemacht wurde. Haus am Gern versammelte sowohl die Kuratorinnen wie auch die


2002

NJAHBIC 2002

MUSÉE EN GRÈVE 2002

BLANKO KONZEPTUELLE INTERVENTION 1. VERSUCH; FÜR X-MAS+ 2002, KUNSTHAUS CENTREPASQUART BIEL/BIENNE

ein Segen für die Kunst

anderen beteiligten KünstlerInnen Andreas Helbling (ZH), Judith Huber (LU) und Denis Schneider (NE) in ihrer zum improvisierten Studio umfunktio­nier­ten Hotelsuite, um gemeinsam und unter reichlich Alkoholeinfluss eine Cover-Version des Songs «Leaving On A Jet Plane» von John Denver aufzunehmen. Der Song ist bei edition Haus am Gern auf CD erhältlich.

BLANKO

Im Rahmen der Weihnachtsausstellung 2002 wurde die Salle Poma (6 m x 19 m x 6 m), der grösste Raum im Kunsthaus CentrePasquArt, erstmals für einen öffentlichen KunstWettbewerb ausgeschrieben. Die Direktorin war persönlich für die Wahl der besten Eingabe verantwortlich. Haus am Gern bewarb sich mit einer Projekteingabe und bat deshalb 88 massgebende Produzenten der aktuellen Schweizer Kunstszene (Museumsleute, KuratorInnen, GaleristInnen) um ihre Blankounterschrift für das Projekt BLANKO. Die Unterschriften sollten monumental vergössert die Wände des Saales zieren. Mit 48 Blanko­unter­schriften beteiligten sich mehr als die Hälfte der Angefragten. Die Direktorin entschied sich für ein anderes Projekt.


2002

BLANKO RELOADED KÜNSTLERBUCH DES KÜNSTLERKOLLEKTIVS HAUS AM GERN; HARDCOVER-EINBAND MIT BLATTGOLD UND PRÄGEDRUCK, 11 cm x 16 cm, 100 SEITEN, AUFLAGE: 1, EDITION HAUS AM GERN (SAMMLUNG VIDEOCOMPANY.CH)

Die Autoren des Kollektivs: Yves Aupetitallot, Stefan Banz, Ralf Beil, Bernhard Bischoff, Jacqueline Burckhardt, Marianne Burki, Mario Casanova Salvioni, Edmond Charrière, Bice Curiger, Silvie Defraoui, Beate Engel, Bernhard Fibicher, Peter Fischer, Erika & Otto Friedrich, Victor Gisler, Urs Graf, Bob Gysin, Matthias Haldemann, Alex Hanimann, P.-H. Jaccaud, Claudia Jolles, Philipp Kaiser, Kaskadenkondensator, Peter Kilchmann, Nicolas Krupp, Susanne Kulli, Markus Landert, Friedemann Malsch, Simon Maurer, Thomas D. Meier, Urs Meile, Bernhard Mendes Bürgi, Mark Müller, Heike Munder, Peter Pakesch, Valentine Raymond, Beatrix Ruf, Nadia Schneider, Madeleine Schuppli, Reinhard Storz, Beat Stutzer, Harald Szeemann, Walter Tschopp, Philip Ursprung, Bob van Orsouw, Nicola von Senger, Marc Olivier Wahler

BLANKO RELOADED

BLANKO RELOADED ist die Weiter­ führung des Projektes BLANKO. Die Karten mit den Blankounter­ schriften für BLANKO wurden zu einem Künstlerbuch gebunden und vergoldet. Alle, die unterschrieben hatten, wurden zum Künstlerkollektiv Haus am Gern erklärt. Das Buch wurde an der traditionellen Weihnachts­ ausstellung in der Berner Kunsthalle präsentiert, welche 2002 gemäss Direktor Bernhard Fibicher unter dem Zeichen der künstlerischen Kollabora­ tionen stand und «die Präsentation von Werken, die im Kollektiv entstehen, fördern bzw. deren Entstehung provozieren» wollte. Der Verkaufspreis des Buches errechnete sich nach seinem Gewicht in Gold (Tageskurs).

2003

FALLADA 2003

Zum Anlass der Wiedereröffnung des Kunsthauses Aarau und der Einweihung des Erweiterungsbaus von Herzog & de Meuron feierte die Stadt Aarau ein grosses Kulturfest. Haus am Gern platzierte an den zwei Festtagen einen Traktor der Marke DEUZ FAHR (Modell Agrotron 120 Flamme) vor dem Aargauer Kunsthaus Aarau. Das Festpublikum wurde samstags und sonntags von Kunstgeschichts­ studentInnen und Kulturschaffenden zum Thema Kunst im Zusammenhang mit Haus am Gerns Werk FALLADA befragt. Die Fragen und Antworten lauteten: Haben Sie schon von FALLADA ge­ hört? (13% JA). Können Sie mit solcher Kunst etwas anfangen? (31.7% JA). Finden Sie es richtig, dass diese Kunstschaffenden von der Stadt Bern gerade jetzt einen Kunstpreis erhalten? (44.2% JA). Würden Sie es begrüssen, wenn das Aargauer Kunsthaus das Künstlerpaar zu einer Ausstellung einladen würde? (77.4% JA). Möchten Sie einen von rsbmc signierten Flyer? (61.3% JA)

FALLADA Poll PUBLIKUMSBEFRAGUNG ES BEFRAGTEN VANESSA, GABRIEL, URSPETER, NATHALIE, PRISKA, FRANZ, FRANZISKA UND ANNETTE. AARGAUER KUNSTHAUS AARAU

FALLADA Poll


2003

THE PRIZE, WARP, OFFER, SPLASH INTERVENTION, MIXED MEDIA KUNSTMUSEUM BERN

Haus am Gern erhielt 2003 den Preis der Kunstkommission der Stadt Bern. Für die Übergabefeier im Kunstmuseum Bern machte Haus am Gern ohne Absprache mit der Direktion vier Eingriffe. Haus am Gern liess bei der Beschriftung vor dem Museum das B von Bern mit einem G austauschen: aus «Kunstmuseum Bern» wurde «Kunst­ museum Gern» (THE PRIZE). Zeus und Athena, die grossen Rund­me­dail­lons an der Hausfassade, deckte Haus am Gern mit Porträts von Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta ab, auf denen sie frei nach Bruce Naumann als Springbrunnen abgebildet waren (SPLASH). Im ersten Stock wurde ein traditionell geräucherter Schinken (als Geschenk für die Stiftung Kunst Heute, einer Vereinigung Berner Kunstsammler) zwischen die übrigen Ölschinken gehängt (OFFER). In jenem Herbst wurde das Treppenhaus mit einem riesigen Tuch abgedeckt, um die Empfangsdame vor Durchzug zu schützen. Haus am Gern erklärte dieses Tuch zum Ready Made (WARP). Der Museumsdirektor freute sich in seiner Laudatio über die (für seine Institution kostenlosen) Eingriffe und schenkte das Tuch Haus am Gern mit der Bitte, WARP als Schenkung für die Sammlung des Museums zu erhalten.

THE PRIZE

SPLASH

WARP




OFFER


2003

KEY KONZEPTUELLE INTERVENTION 2. VERSUCH; FÜR X-MAS+ 2003, KUNSTHAUS CENTREPASQUART BIEL/BIENNE

Im Rahmen der Weihnachtsausstellung 2003 wurde die Salle Poma (6 x 19 x 6  m), der grösste Raum im Kunsthaus CentrePasquArt, zum zweiten Mal für einen öffentlichen Kunst-Wettbewerb ausgeschrieben. Wiederum war die Direktorin persönlich für die Wahl der besten Eingabe verantwortlich. Haus am Gern bewarb sich erneut mit einer Projekteingabe und schlug vor, die (ansonsten leere) Salle Poma mit einem reich verzierten schmiedeeisernen Tor abzuschliessen. Die Inschrift auf dem Tor sollte lauten: DER SCHLÜSSEL IST BEI DER DIREKTORIN / LA CLEF EST CHEZ LA DIRECTRICE Die Direktorin entschied sich für ein anderes Projekt.

KEY

2004

FREMDER SENDER 1. JANUAR – 31. DEZEMBER 2004 KURATORISCHE INTERVENTION, DALVAZZA 15-TEILIGE CD-EDITION IN SCHUBER MIT BEGLEITHEFT; ISBN 3-9522196-5-7 AUSSTELLUNG FREMDER SENDER, STADTGALERIE BERN 2005

In Dalvazza, einem kleinen Dorf im Prättigau in der Nähe von Davos, installierte Haus am Gern für ein Jahr einen Baucontainer als Wohnatelier und lud 29 Kunstschaffende aus dem In- und Ausland ein, vor Ort ein Audio-Projekt zu erarbeiten. Auf CD gebrannt wurden diese «Sendungen» per Post an zahlreiche AbonnentInnen verschickt, jeden Monat eine. Ende Jahr war eine Sammelbox entstanden, welche 15 Sendungen und ein Begleitbooklet über das Making-of und alle zusätzlichen

Werke und Performances enthält, die durch das Jahr in und um den Container stattgefunden hatten. Eine installative Ausstellung in der Stadtgalerie Bern im Frühjahr 2005 präsentierte das Gesamtprojekt. Die Beteiligten: Patricia Bucher; Andres Bosshard; Franz Dodel; San Keller; Andreas Helbling/Zeljka Marusic; Severin Hofmann (A); AZORRO supergroup (PL); Lydia Möst (D); Peter Vittali/Marianne Schuppe; Oscar Wiggli; Beat Gugger/ Urs Notari; Dr. Thomas Herrmann (D); Tilo Steireif; Cristina Ohlmer (D); Richard Schindler (D); Fredie Beckmans/ Yntse Vugts (NL); Effi & Amir (IL/B); Peter Clemens Brand; Köfer& Hess; Florian Germann; Vreni Spieser; René Zäch, Haus am Gern



FREMDER SENDER




FREMDER SENDER: Ausstellung Stadtgalerie Bern

2004

Unterwegs im Sendegebiet 700 FOTOPORTRÄTS, DIMENSION VARIABEL

Haus am Gern gab dem Künstler René Zäch im Rahmen des Projektes FREMDER SENDER den Auftrag, eine Antenne zu bauen. Das Ergebnis ist so handlich, dass Haus am Gern die Antenne den Menschen, denen sie 2004 unterwegs im Sendegebiet des FREMDEN SENDERS begegneten, in die Hand drückten und sie so porträtierten. www.hausamgern.ch/fremdersender/ extra/antenne FREMDER SENDER: Ausstellung Stadtgalerie Bern


2004

FALLADA 475 INTERVENTION, INSTALLATION, PEFORMANCE PERFORMANCE: AGNES DARENIUS I NEED YOU / ZUM ZUSAMMENSPIEL ZWISCHEN KUNST UND PUBLIKUM CENTREPAQUART BIEL/BIENNE

In der Ausstellung I NEED YOU im CentrePasquArt Biel sollte das Projekt FALLADA von Haus am Gern aus dem Jahr 2003 dokumentiert werden. Die Brisanz dieses Projektes versuchte Haus am Gern mit einer neuerlichen perfor­ mativen Arbeit zu verdeutlichen. Eine 25 m lange Zeichnung zum Thema wurde in einer Vitrine präsentiert. Das Vitrinenglas über der Zeichnung wurde vor der Pressekonferenz von Haus am Gern (in Ku-Klux-Klan Kostümen) zerschlagen und die Zahl 475 (Typen­ bezeichnung des Traktors aus FALLADA) an die Wand geschmiert. Ein Traktorreifen wurde von einer (in der Zeichnung schon abgebildeten) Frau in einem performativen Akt wäh­ rend der Vernissage vor dem Centre­ PasquArt angekettet. Beide Performan­ ces liefen ohne Vorankün­digung bei Direktion und Publikum. Die Videos der beiden Performances und eine Computer-Präsentation über FALLADA wurden neben der Vitrine installiert.

2004

der HAKEN VORTRAGSPERFORMANCE MIT DIV. AKTEUREN GALERIE X, ZÜRICH (NAME DARF NICHT GENANNT WERDEN, IST ABER BEKANNT)

Die Absolventen des Masterprogramms Kulturmanagement der Universität Basel hatten im Mai 2004 Gastrecht in einer bekannten Zürcher Galerie. Haus am Gern wurde eingeladen, zum Thema: «Die Kunst, von und mit Kunst zu leben. Das Künstlerpaar Rudolf



Steiner und Barbara Meyer Cesta (Haus am Gern) über Selbstmarketing und Selbstmanagement, Kunstkommissionen, Meilensteine in ihren Biografien, Kunsthandel, Kunstkritik und Kunst an sich», eine Präsentation durchzuführen. Da Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta den Auftrag persönlich, wörtlich und daher ernst nahmen, hatten sie im Vorfeld der Präsentation (ohne Wissen des Galeristen) unter Namen und Logo der Galerie per Internet auf den Event hingewiesen. Deshalb kamen am Tag des Vortrages auch Aussenstehende in die besagte, zum Zeitpunkt der Präsentation eigentlich geschlossene Galerie.

FALLADA 475

Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta beauftragten den Art Process Inspector von Haus am Gern, Dr. Peter Vittali, mit einer Multimedia-Einführung und nahmen den Affen von Haus am Gern unter der Obhut von Assistent Florian Germann mit an die Präsentation. Nach dem ebenso einführenden wie irreführenden Vortrag von Dr. Peter Vittali (www.openfocus.ch) folgte ein von Beat Hugi, Absolvent des Masterprogramms, geführtes Gespräch mit Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta mit dem Fazit, dass das Künstler­ paar seine gesamte Präsentation inklusive Internet-Flyer als Werk ver­ standen haben möchten, inklusive Selbstmarketing und Selbst­


management. Die Absolventen des Masterprogramms waren sichtlich begeistert, und nahmen die Giveaways von Haus am Gern in Form von Mag­ neten für den Kühlschrank – mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten aus einem Weltwoche-Artikel der Kunst­kritikerin Claudia Spinelli – dankend entgegen. Leider musste Florian Germann gegen Ende des Ge­ sprächs – trotz Protesten aus dem Pub­li­kum – mit dem Affen an die frische Luft. Das Tier war zu aufgeregt und konnte auch mit Zucker nicht mehr ruhig gehalten werden. Nachtrag:

Galerist X und seine Assistentin, ebenfalls Absolventin des Master­pro­gramms, ver­wahr­ ten sich in der Folge vehement und wieder­ holt, mit Haus am Gern in Verbindung gebracht zu werden und verlangten von Haus am Gern, ihre Namen unkenntlich zu machen.

Des Hasen Glück ist des Jägers Leid, sagt schon der Volksmund. Denn nur ein Treffer, ein «Hit», macht den Hasen zum Braten; der «Near Miss», ein Beinahe-Treffer, schmerzt nur den Jäger und nicht sein Ziel. Dem Künstler geht es ebenso. Er muss Treffer landen, denn das Publikum will getroffen werden: «From the beginning I was trying to see if I could make art […] that was just there all at once. Like getting hit in the face with a baseball bat. Or better, like getting hit in the back of the neck. You never see it coming; it just knocks you down.», Bruce Nauman, 1987. Denn was ist schon ein Werk, das sein Ziel knapp verfehlt? Ein BeinaheMeisterwerk – und gibt es Schlimmeres als ein Beinahe-Meisterwerk? Aber genau hier vollzieht sich das Glückhafte: Künstler und Publikum wollen den Treffer, den Hit, und sie wollen ihn sofort und wenn möglich gemeinsam. Bleibt die Frage, wer durch den Treffer zum Braten wird – das Publikum oder der Künstler. Indem Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta zwar zielen aber nicht abdrücken, in dem ihre Werke in der Display Galerie knapp keine Meisterwerke sind, ziehen sie listig ihren Kopf aus der Schlinge – denn Kunst bleibt’s alleweil. Trmasan Bruialesi, Berlin

der HAKEN

BauBüro 6.5 – 24.10 2005 OFF-OFF-SPACE IM HOF DES PROGR ZENTRUM FÜR KULTURPRODUKTION, BERN

BauBüro war kein konventioneller Ausstellungs- oder Aktions-Ort, sondern ein hybrides Objekt der Begierde, der Ironie und des Ärgers, reagierte flexibel auf bestehende Strukturen und Situationen und nahm die Position der Unbekannten innerhalb der PROGR-Gleichung ein. 6. Mai – 5. Juni 2005: San Keller (Zürich), «Fremde im Zimmer» Bei San Kellers Audioproduktion war der Sound einer Party rund um die Uhr aus dem verschlossenen Container zu hören. 6. – 30. Juni 2005: Haus am Gern, «Der Teufel scheisst immer auf den grössten Haufen – Secret show on demand» über eine Hitlerbüste von 1932 aus dem Schloss Worb bei Bern 9. August 2005: Fredie Beckmans (Amsterdam), «Humboldts Hut» Nach einem längeren spiritistischen Zwiegespräch mit dem Naturforscher und Entdecker Friedrich Heinrich Alexander Freiherr von Humboldt (1769–1859) präsentierte Beckmans seine dabei entstandenen lexiko­gra­phi­ schen Weltanschauungs­malereien – und natürlich den Humboldtschen Hut. 27. August 2005: Rudolf Steiner (Biel), «Die Berner Spannerfilme I–XX» 8 Stunden Non-Stop Super-8-FoundFootage ab einer einzigen grossen Rolle.

2004

NPF

10. September 2005: Beat Gugger (Luzern/Burgdorf), «stille_nach_dem_knall» Performative Führung durch eine nicht realisierte Ausstellung über Utopien von Beat Gugger

2004

NEAR MISSES INSTALLATION MIXED MEDIA GALERIE DISPLAY PRAG

2005

NEAR MISSES

24. Oktober 2005: BauBüro wurde per Mail Institutionen, Kunsthäusern, Galerien und Kulturschaffenden in der Schweiz und Europa zum Verkauf


angeboten und schliesslich an die F+F Schule für Kunst und Medien­ design in Zürich verkauft. Am 24. Oktober 2005 wurde BauBüro von Bern nach Zürich über­führt und mit einer Furzperfor­mance vom Affen von Haus am Gern eingeweiht.

BauBüro

2005

KLAPS VIDEOINSTALLATION INTERAKTIVE VIDEOINSTALLATION, DVD LOOP 10‘, LAMPEN, KLATSCHSCHALTER, INSTALLATION VARIABEL MARKS BLOND YELLOW SUBMARINE@ SAMMLUNG HÄUSER UND WIR ZÜRICH 2005 LOKAL.INT BIEL/BIENNE 2007, SUBSTITUT BERLIN 2008

BauBüro

KLAPS

Im geloopten kurzen Ausschnitt aus LE CASSÉ (Henri Verneuil, 1971) ohrfeigt Azad (Jean-Paul Belmondo) seine Filmpartnerin Lena (Dyan Cannon). Wie im Film reagieren die im Ausstellungsraum verteilten Stehlampen simultan auf die Schläge und Schreie der Tonspur, weil sie über einen soge­nannten Klatsch-Schalter gekoppelt sind. Das Publikum kann mit Hände­klatschen und Schreien ebenfalls versuchen, die Lampen ein- und auszuschalten.


2005

CARTE BLANCHE INTERVENTION STRETCH-LIMOUSINE, POLAROIDFOTOS, SPIEGEL / «MARKS BLOND HOTEL» AT BETONSALON, PARIS

Während der Vernissage parkierte Haus am Gern eine Stretch-Limousine direkt vor dem Eingang zum Betonsalon, einem Off Space in Paris. Dem Publikum blieb nichts anderes übrig, als durch die Limousine hindurch in die Ausstellung zu gelangen. Polaroidfotos des Publikums dokumentierten die Aktion in der Ausstellung.

CARTE BLANCHE

2005 (in progress)

LIFETIME EUROPE

2005

The Telekinetic Performance

CARTE BLANCHE

ROLEX

PERFORMANCE HANDLUGGAGE, CAFE GALLERY LONDON

Eine Schweizer Künstlergruppe durfte auf Einladung von K3 Project Space Zürich, Cafe Gallery und Coleman Project Space nach London reisen, im Gepäck je eine gesponserte NAVY­ BOOT-Tasche mit Nationalflaggen­ motiv oder Kantonswappen nach Wahl im Wert von ca. 180 CHF. Ausgestellt durfte nur werden, was sich aus dem Tascheninhalt in der Cafe Gallery London bauen liess. Haus am Gern packte in seine Tasche (mit dem Motiv der Japanischen Landesflagge) einen Kerzenständer, eine Kerze, ein Feuer­ zeug, eine Sanduhr, ein Mobiltelefon und die Anleitung für eine Performance. Entgegen dem Konzept der Kuratoren reiste Haus am Gern nicht nach London, sondern gab die Tasche einer beteiligten Künstlerin mit. Am Eröffnungsabend sollte die Kerze in den Ständer gesteckt und entzündet werden. Per Mail aufgerufene Institutionen, Kunsthäuser, Galerien

2005 KONZEPTUELLE INTERVENTION 3. VERSUCH; FÜR X-MAS+ 2005, KUNSTHAUS CENTREPASQUART BIEL/BIENNE

The Telekinetic Performance

und Kulturschaffende in der Schweiz und Europa, das Vernissagenpublikum in London und das Vernissagen­ publikum der gleichzeitig stattfindenden Ausstellungseröffnung in der Kunst­ halle Bern (Corey McCorkle «Jesus Christ Says She Is The Sun») sollten gemeinsam und gleichzeitig versuchen, mit mentaler Kraft die Kerze zum Erlöschen zu bringen. Die Kuratoren wiesen das Projekt zurück. Dennoch installierten befreundete Künstler gegen den Willen der Kuratoren für Haus am Gern an der Vernissage in London um 18h30 Ortszeit die Kerze, entzündeten sie und traten via Handy in mentalen Kontakt mit Haus am Gern in der Kunsthalle Bern. Die Kerze flackerte.

Im Rahmen der Weihnachtsausstellung 2005 wurde die Salle Poma (6 x 19 x 6 m), der grösste Raum im Kunsthaus CentrePasquArt, zum dritten Mal für einen öffentlichen Kunst-Wettbewerb ausgeschrieben. Die Direktorin war wiederum persönlich für die Wahl der besten Eingabe verantwortlich. Haus am Gern bewarb sich mit folgender Projekteingabe: Haus am Gern bat den Uhrenkonzern Rolex (Produktionszentrum in Biel/Bienne) eine der Kronen ihres Leucht­ reklamenlogos für die Ausstellung in der Salle Poma zur Verfügung zu stellen. Rolex ist die weltberühmte zeitlose Luxusuhr aus Biel, wo man das Logo von Rolex über der Stadt leuchten sieht. Mit der Ausleihe seiner LogoKrone für eine Kunstausstellung in Biel würde Rolex endlich zum Sponsor einer lokalen Institution. (Rolex sponsert


zwar auch im Kunstbereich, aber nur auf höchstem Niveau, was dem anspruchsvollen Image von Rolex besser entspricht.) Haus am Gern ging von folgenden Optionen aus: A) Wenn Rolex positiv antwortet, wird Haus am Gern die Krone ausstellen und Rolex als Sponsor nennen. B) Wenn Rolex negativ oder gar nicht antwortet, wird Haus am Gern eine gefälschte Rolex-Krone ausstellen. Wenn die Direktorin das Projekt von Haus am Gern auswählt riskiert sie im

Fall A) nichts; im Fall B) müsste sie Rolex erklären, weshalb sie eine Fälschung des Rolex-Logos in ihrem Haus ausstellt (Rolex verbietet und verfolgt jeglichen Missbrauch des Logos). Wenn die Direktorin das Projekt von Haus am Gern nicht auswählt, riskiert sie im Fall A) die Zurückweisung von Rolex als neuem Partner. Die Antwort von Rolex war zum Zeitpunkt der Jurierung nicht bekannt. Die Direktorin entschied sich für ein anderes Projekt.

2006

Art has never solved anything TOPFLAPPEN, BESTICKT «SOFTFACTOR», KUNSTVEREIN STEFFISBURG

Die Einladung zu einer Gruppenausstellung im Kunstverein Steffisburg, einem Bauerndorf im Kanton Bern, fiel in die Zeit des Ausbruchs des Zweiten Libanonkriegs / 33-Tage Kriegs. Unter diesem Eindruck entstand die Arbeit.

2006

DIP! INTERVENTION MIT 20’000 FÜNFRAPPEN-MÜNZEN «BADMEISTER», GRUPPENAUSSTELLUNG, KURATIERT VON KÖFER/ HESS, HALLENBAD WALD (ZH) ROLEX

DIP!

Art has never solved anything

Das Hallenbad von Wald wurde vor der Renovation als temporärer Aus­stel­lungs­ ort genutzt. Haus am Gern verteilte sein Ausstellungshonorar in Form von zwanzigtausend Fünfrappen-Münzen auf dem Grund des Schwimm­beckens. Auf einer Tafel stand zu lesen: «Ein Volksglaube sagt, dass es Glück bringt, Münzen mit der rechten Hand über die linke Schulter in das Bassin des Hallenbades von Wald zu werfen. Eine Münze führt zu einer sicheren Rückkehr nach Wald, zwei Münzen dazu, dass die Werfenden sich in einen Waldner oder eine Waldnerin verlieben, drei Münzen führen zu einer Heirat mit der ent­ sprechenden Person. Die Münzen bringen aber auch denjenigen Glück, die sie aus dem Wasser fischen. Alle Münzen, die am 12. Mai noch im Bassin liegen, gehören der Gemeindekasse Wald.» Nach drei Tagen hatte die Waldner Jugend das Schwimmbecken leer gefischt.


2006

Faes & Witschi ILFOCHROME, 60 cm x 80 cm, GERAHMT FÜR «IST DAS FISCHLI WEISS?» VON ELIANE RUTISHAUSER & KLODIN ERB COLEMAN PROJECTS SPACE, LONDON; WHITE SPACE, ZÜRICH

Die Künstlerinnen Erb / Rutishauser liessen sich, verkleidet als Bär und Ratte, von 25 zeitgenössischen Schweizer Künstler­­­ Innen porträtieren, um den Protagonisten aus den Kunst­filmen Der geringste Widerstand (1981) und Der rechte Weg (1983) von Peter Fischli & David Weiss Refernz zu erwei­sen. Haus am Gern zitierte für das Portrait wiederum aus Heinrich Homanns Struwwelpeter (1845) «Die Geschichte von den schwarzen Buben», sowie das vor ihrem Atelier situ­ier­te Bauunternehmen Faes & Witschi und – das Gern.

2006

STEADY RISE Faes & Witschi

2006

FUNNY EFFECTS WANDBILD; DIMENSION VARIABEL KUNSTHAUS AARAU (AUSFÜHRUNG WES_21), 2006; ART-ETAGE BIEL/BIENNE (129 STICKER), 2008

«Simulated… Bullet Holes! For Funny Effects!» werden in Supermärkten als lustige Sticker angeboten. Insbesondere auf Autos, Fensterscheiben, Türen etc. wird das Anbringen empfohlen. Haus am Gern bietet potentiellen Käufern ein «Blow Up» der FUNNY EFFECTS als kritischen Beitrag zur aktuellen Weltlage an.

2007

DRUM FUNNY EFFECTS

SCHAFFUNG EINES ARBEITSPLATZES TROMMEL, ÄRMELSCHONER «KOLLABORATION TORFELD SÜD», INTERDISZIPLINÄRES AUSSTELLUNGSPROJEKT ZUM «MONAT DER ARBEIT» 2007, AARAU

Der Kanton Aargau feierte im Mai 2007 nicht nur den Tag, sondern gleich einen ganzen «Monat der Arbeit». Behörden und Institutionen beteiligten sich mit thematischen Beiträgen. Haus am Gern wurde von «Kollaboration Torfeld Süd» zu


heimlich spielen, denn die Gewerbe­ polizei Aarau zeigte kein Verständnis für DRUM. Am 30. April lehnte sie die Bewilligung ab, um sie kurze Zeit später trotzdem zu erteilen, jedoch in einer Form, die das Trommeln gemäss Arbeits­vertrag verunmöglicht und somit zur fristlosen Entlassung des Trommlers geführt hätte. Nach Intervention durch die Kultur­be­hörde der Stadt Aarau erteilte die Gewerbepolizei Haus am Gern schliesslich eine Bewilligung im Sinne des Projektes.

2007

die HASENGLOCKE 2007

JE NE SAIS QUOI 2007

A3

ZEICHNUNG, 2-TEILIG «FIL ROUGE 07»; GALERIE RENÉ STEINER, ERLACH (CH)

DRUM

einem Beitrag in diesem Rahmen eingeladen. Haus am Gern nahm sich vor, eine neue Arbeitsstelle zu schaffen und einen arbeits­losen Tambour anzustellen. Die Aufgabe dieser Person war gemäss Stelleninserat, täglich durch die Stras­ sen von Aarau zu wandern und trom­ melnd den «Monat der Arbeit» zu verkünden. Eine einfache Numme­rie­ rung (wie eine Startnummer auf der Brust getragen) sollte auf den aktuellen Tag der Arbeit und damit auch auf den Tag des zeitlich begrenzten Jobs und den nahenden Beginn der erneuten Erwerbslosigkeit hinweisen. Die Arbeit sollte im Rahmen des Zumutbaren

ausgeführt werden, die Person sich selbstbewusst auf Gespräche mit Passanten einlassen. Die Suche nach der geeigneten Person über regionale Arbeits­vermittlungen und Beschäftigungsprogramme erwies sich als ebenso hoffnungslos wie die Suche nach Sponsoren aus Aarauer Wirt­schaft und Gewerbe zur Finan­zie­ rung der anfallenden Lohnkosten. Haus am Gern beschloss deshalb, die Lohn­ kosten selber zu tragen. Am 1. Mai 2007 trat Lodewijk Rene Katsidis, ein arbeitsloser Bühnenarbeiter und HobbyTambour, seine temporäre Anstellung bei Haus am Gern an. Der Trommler durfte vorerst nur ganz leise und

Haus am Gern zeigt zwei individuelle Arbeiten von Rudolf Steiner (A) und Barbara Meyer Cesta (3), koloriert von Victor Gigon (*2001) im vom Galeristen vorgegebenen Format A4.


2007

final cut 77 ZEICHNUNGEN 30 cm x 40 cm, WASSERLACKSTIFT ROT, TIPP-EX VIDEO DVD, LOOP, 27 MIN GALERIE LINKS, DUFLONRACZ, BERN

final cut

Die Galerie LINKS liegt links von der Galerie DuflonRacz. Hier zeigt der Künstler und Initiator des Projektes LINKS, Heinrich Gartentor, Künstle­ rinnen und Künstler, die man im Galerienkontext nicht kennt oder längst vergessen hat. In den Galerieraum hat er eine Kiste aus Holz eingebaut, die zum Schaufenster hin Bühne, im Raum dahinter jedoch zum sperrigen Back­ stage wird. Haus am Gern zeigte 77 Zeichnungen aus dem FALLADA 475-Zyklus, sowie eine Videoprojektion eines Details aus dem Panorama des Oktoberkriegs von 1973 zwischen Israel und Ägypten/Syrien in Kairo (October War Panorama Cairo). Das Panorama wurde von nordkoreanischen Malern im klassischen Propagandastil gemalt und wird von einer Schilderung des heroischen Feldzuges der ägyptischen Armee auf Arabisch begleitet.

2008

3D

HEKTOGRAFIE, 3-TEILIG, ANAGLYPH FÜR «FIL ROUGE MI-TEMPS»; GALERIE RENÉ STEINER, ERLACH (CH)

Haus am Gern zeigt drei anaglyphe (Rot/Blau) «Schnapsdrucke» mit quasireligiösen Motiven im vom Galeristen vorgegebenen Format A4

3D

2008

2008

HIBK

NIMBY


2008

RESTLESS LEGS INSTALLATION 5 TREPPENABGÄNGE, JE 165 cm x 60 cm x 90 cm, HOLZ UND POLYESTERFARBE (LICHTBLAU, GELBGRÜN, SCHWEFELGELB, VERKEHRSORANGE, WEINROT), MIT BELEUCHTUNG (NATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG HISTORISCHER AUTOFRIEDHOF KAUFDORF), KURATIERT VON HEINRICH GARTENTOR

Zwischen den alten, verstaubten Bentleys, Bugattis und DKWs führen 5 dachs- und fuchsgerechte Treppen­ abgänge zu entsprechenden Türen. Ein Licht erhellt den Eingang zur Unter­welt, wo das «Nachtleben» in den Köpfen des Publikums munter weitergeht…

2008

der PAECHBROTBAUM PERFORMANCE / 1000 PAAR SCHUHE, 1 TOTER BAUM / KURT-KURT, PROJEKT FÜR DEN ÖFFENTLICHEN RAUM, BERLIN, KURATIERT VON SIMONE ZAUGG (CH) UND PFELDER (D)

Restless Legs

In Moabit, Ecke Birken-/Stephanstrasse, gleich am Rande der Brache der ehe­ma­ li­gen Paech-Brot-Fabrik, stand ein toter Baum. In seinem blätterlosen Schatten befand sich der verwahrloste PaechBrunnen und keine 10 Meter weiter ver­kündete ein grosses Schild den Bau­ beginn des deutschlandweit gröss­ten E-Centers für Herbst 2008. An diesem toten Baum hätte sich – mit ein bisschen Verstand – hervorragend die verwinkel­te Geschichte des Stephans­kiezes und der Paech-Brot-Fabrik, der Investoren und Besetzer, der Anwohner und Politiker etc. aufhängen lassen, doch genau dies tat Haus am Gern nicht. Das Projekt sah




der PAECHBROTBAUM


indes vor, 1000 Paar Schuhe in den toten Baum zu hängen – und so lud Haus am Gern am Eröffnungsabend alle Anwoh­ ner und alle Einwohner Moabits ein, in der Kurt-Kurt-Zentrale an der Lübecker Strasse gebrauchte Schuhe zu behändi­gen (oder eigene mitzubringen), die paar Schritte um die Ecke zu gehen und sie in den Baum zu werfen. Es sollte eine freundliche und apolitische Über­nahme eines toten Baumes werden – und der Baum sollte unter dem Namen «der Paechbrotbaum» als erster Berliner «Shoe Tree» in die Stadt­ge­schichte ein­ gehen. Mitten in der Aktion tauchten zwei Polizisten auf und unter­banden das fröhliche Treiben wegen unerlaubter Zusammenrottung bzw. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch mögliches Herunter­fallen von Schuhen. Haus am Gern wurde bei An­drohung einer Strafe dazu aufge­fordert, die bereits hängen­ den Schuhe bis zum Folgetag um 16 Uhr zu ent­fernen, was Haus am Gern jedoch unter­liess. Das Verfahren ist noch hän­gig bzw. inzwischen gegen­standslos, da der Paechbrotbaum im Frühjahr 2009 ge­ fällt wurde. Das E-Center stand 2010 im Bau.

der PAECHBROTBAUM

2008

XXXL ANIMATION 2“12‘ MOUSEUM WWW.MOUSEUM.CH, BIEL/BIENNE

Für das virtuelle Kleinst-Kunsthaus visualisierte Haus am Gern eine animierte Verschränkung von MOUSEUM, CentrePasquArt Biel/Bienne sowie einer Katzentüre von Haus am Gern zu Klängen von Giovanni Battista Pergolesis Stabat Mater Dolorsa. http://www.mouseum.ch/archiv/haus_ am_gern/mouseum1.html

2008

XXX

INSTALLATION ELEKTROZAUN MIT LITZE, 60 RINGISOLATOREN, ELEKTROZAUNGERÄT; DIMENSION 168 cm x 2393 cm ART-ETAGE, BIEL/BIENNE

Haus am Gern zeichnet auf eine Wand mit einem Elektrozaun die drei Buchstaben XXX 1; deren Zwischenräume bilden zwei Kreuze. Bei Berührung der Litze erzeugt das Netzgerät einen ungefährlichen Hochspannungsimpuls. �������������������������������������������� Abkürzung für «kiss kiss kiss» (engl.), Abschiedsformel in Briefen, SMS oder Chatnachrichten, und Kennzeichnung von sexuellen und pornografischen Inhalten für Filme und Literatur. 1

XXX

XXXL


stellte Haus am Gern in diesem Zelt im Vorfeld der Eröffnung eine Edition von Zeichnungen her, die nicht von Menschenhand gemacht sind und deshalb unter dem Verdacht stehen, spontane Wunderheilungen zu bewirken. Die Edition mit dem Titel Erichs Krönung konnte erworben werden, wenn dafür ein Substitut in Form eines Apfels geleistet wurde. Die Edition ist nicht limitiert, wird aber durch die Abnutzung der Matrizen mit der Zeit immer blasser, wodurch auch die Wunderheilungen seltener werden.

INSTALLATION KÜCHENZELT AUF BERGO ROYALBODENPLATTEN, HEKTOGRAPH (SPIRITUSVERFAHREN), EDITION SUBSTITUT RAUM FÜR AKTUELLE KUNST AUS DER SCHWEIZ, BERLIN

eigens entwickelte Arbeiten und inszenierte bestehende neu. Im Zentrum der Ausstellung stand eine speziell für das Substitut entworfene Installation mit dem Titel SUBSTITUT, welche aus einem Küchenzelt (als Substitut für Haus [am Gern]) und einem Schnaps­ matrizen-Umdrucker (als Substitut für Geist) aus Bundes­wehr­beständen, sowie damit verviel­fäl­tig­ten Zeich­nungen (als Substitut für die dingliche Welt) im Format A4 bestand.

Im Substitut zeigte Haus am Gern unter dem Titel HAD I BUT KNOWN

Im Hektographieverfahren und bei (dazu-) gehörigem Schnapskonsum

2008

SUBSTITUT

2008

1:1

2009

KIDSWEST BUNDESRAT


PIPIFAX


PIPIFAX

2009

SHOW US BUY US SELL US 2010

Na, noch da? 2010

PIPIFAX (Designed for change) HORIZONTAL GESPIEGELTE FOTOGRAFIE DES BÜROS 04 DER SCHWEIZERISCHEN HERZSTIFTUNG BERN (CH), INKJET, 100 cm x 140 cm «OFFICE GOES ART», NACH EINER IDEE UND KURATIERT VON ADRIEN RIHS; SCHWEIZERISCHE HERZSTIFTUNG BERN

666

Das Konzept von «office goes art» sieht vor, Kunst in Büroräumen zu prä­ sen­tie­ren. Am Freitagabend nach Arbeits­schluss beziehen die einge­la­de­ nen Künstler­Innen die zur Verfü­gung gestellten Büros, um sie über Nacht einem künstlerischen Eingriff zu unter­ ziehen. Am Folgetag kann das Publikum die Ergebnisse der Eingriffe und Aktionen besichtigen. Haus am Gern liess sich von einer Ausschreibung für einen Workshop des World Economic Forum WEF 2010 inspirieren:«Design for change. In today‘s fast-changing and competitive environment, we need new ideas, methods and strategies to address the complexities facing us all. What can we learn about the principles of design thinking to help develop solutions to today‘s complex problems?», – und zeigte das Büro 04 der Schweizerischen Herzstiftung in Bern in einer digital horizontal gespiegelten Aufnahme. Vor der Aufnahme wurde jedoch alles Lesbare im Büro mit seinem spiegel­ verkehrten Bild überklebt. PIPIFAX bedeutet heute umgangs­ sprachlich «Unsinn», «Kleinigkeit». Ursprünglich verwendeten die Juden den Gottesnamen JHWH auch in grie­ chischen Bibelübersetzungen, jedoch in der hebräischen Schreibweise des so genannten Tetragrammatons von rechts nach links. Die Schreibweise in der

Bibelfaksimile der Griechen war jedoch von links nach rechts, JHWH lasen die Griechen deshalb HWHJ. Die vier Schriftzeichen bedeuteten für Griechen PIPI. Aufgrund dessen sprachen Leser der Abschriften von einem PIPI-Fax.

2010

666

8.– 10. MÄRZ 2010, PERFORMANCE «TEMPORÄRER IDEALISMUS»; AKTIONSREIHE VON SAN KELLER, KIOSK KALKBREITESTRASSE 33, ZÜRICH

Der Zürcher Aktionskünstler San Keller lädt 2010 wöchentlich einen Künstler ein, im Kiosk ein Exemplar eines Buches seiner Wahl «von unschätz­ barem Wert für die Entwicklung seiner künstlerischen Arbeit» zu verkaufen. Der Kiosk öffnet jeweils Montag morgens um 7 Uhr und bleibt geöffnet, bis das eine Exemplar verkauft ist. Danach schliesst der Kiosk bis zum nächsten Montag um 7 Uhr. Der Verkaufspreis wird durch die Künstler bestimmt. Haus am Gern verkaufte am Mittwochabend die zweibändige Miniaturausgabe der Bibel in Bildern von Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 – 1872) zum Preis von CHF 666 an einen Kunsthistoriker.


2010

der SCHUH WETTBEWERB KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM, STADTBAUTEN BERN / SANIERUNG VOLKSSCHULHAUS LAUBEGG (BAUJAHR 1917) KINDERSCHUH, SOCKELOBJEKT, SJW*-TASCHENBUCH

Im Rahmen der Sanierung des Volksschulhauses Laubegg wurde Haus am Gern von den Stadtbauten Bern zu einem Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum eingeladen. Bei der Begehung des Schulhauses fand Haus am Gern im Bauschutt aus dem Dachboden einen alten Kinderschuh und nahm ihn mit nach Hause. Von da an wurden Rudolf Steiner und Barbara Meyer Cesta massiv vom Pech verfolgt. In ihrer Verzweiflung schrieben sie dem Schuh die Schuld für ihr Unglück zu. Und um den Fluch abzuwenden, beschlossen sie, den Schuh als KunstProjekt getarnt wieder ins Schulhaus zurück zu bringen. Bei der Präsentation erzählten sie ihre Geschichte, stellten das Projekt vor und liessen den Schuh im Büro des Schulleiters zurück.

Sie gewannen den Wettbewerb und das Glück kam zurück.

dahingestellt. Ob der Schuh seltsame Kräfte hat, ebenfalls.

Der Schuh wurde – gemäss Projektvorschlag – im Schulhaus an zentraler Stelle auf einem massiven Steinsockel unter Panzerglas ausgestellt. Ein kurzer Text auf einem Schild regt zum Nachdenken über Herkunft und Kraft des Schuhes an: «Kinderschuh, um 1917. Es gibt Leute, die sagen, dass dieser Schuh 2008 beim Umbau des Laubegg-Schuhlhauses im Dachstock entdeckt wurde. Es gibt Leute, die denken, dass dieser Schuh eine unheimliche Geschichte hat. Und es gibt Leute, die glauben, dass dieser Schuh besondere Kräfte hat.» Haus am Gern liess in einem von Gergory Gilbert-Lodge dezent illustrierten Taschenbuch vierzehn namhafte Schweizer AutorInnen über das Woher und Warum des Schuhs fabulieren. Das Taschenbuch erschien im SJW*-Verlag und wird schweizweit in den meisten Schulhäusern vertrieben. Das Taschenbuch verortet den Schuh und das Laubeggschulhaus für alle Schulkinder, die «Der Schuh» lesen. Als erste Herausforderung dazu wird im Prolog die Geschichte von Haus am Gern geschildert. Ob sie wahr ist, bleibt

Illustration: Gergory Gilbert-Lodge. Autorinnen und Autoren: Irena Brežná, Renata Burckhardt, Franz Dodel, Zsuzsanna Gahse, Stefanie Grob, Händl Klaus, Anja Jardine, Pedro Lenz, Francesco Micieli, Dragica Rajcić, Ruth Schweikert, Michael Stauffer, Sabine Wen-Ching Wang, Beat Sterchi SJW-Nr.: 2362 / ISBN 978-3-7269-0555-2 * SJW Das Schweizerische Jugendschriftenwerk Das Schweizerische Jugendschriften­werk wurde am 1. Juli 1931 gegründet, um der Schundliteratur, die damals angeboten wurde, etwas entgegen zu halten. Das SJW vertreibt preiswerte, jugendgerechte Literatur in den vier Landessprachen zur Unterstützung der nachhaltigen Leseförderung in den Schulen und hat bei der Schweizer Bevölkerung einen hohen Bekannt­heits­grad. Viele bekannte Schweizer Schriftsteller sind mit einem oder mehreren SJW-Heften vertreten. In der Gra­ phi­schen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich werden die Originalillustrationen der SJW-Hefte seit 1932 fachgerecht aufbewahrt.


1998 – 2000 1998 – 2000 1998 – 2000 1998 – 2000 1998 – 2000 1998 – 2000

MONO/d Projekte 1998-2010  

Projekte 1998-2010; Teil der 20-teiligen Monografie von Haus am Gern