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HafenCity Zeitung Nachrichten aus Ihrem Stadtteil: HafenCity, Speicherstadt, Katharinenviertel

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Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Die hängenden Gärten am Wasser Singapur zeigt, wie es geht

An manchen Tagen bewundert man die Leichtigkeit, mit der asiatische Städte sich über europäische Trägheit und Bedenken hinwegsetzen. Ein Projekt wie die Elbphilharmonie ist in den großen Städten Asiens eher als Fingerübung anzusehen, der Maßstab passt da eher zum Miniaturwunderland als zum angestrebten Weltstadtniveau. Ein Paradebeispiel ist da Singapur, unser nächster Halt bei den WaterfrontProjekten dieser Welt. Singapur als solches ist als Konglomerat aus 59 Inseln ein Musterbeispiel für Leben mit und am Wasser. Es als Gesamtheit zu beschreiben, sprengt den Maßstab mancher Reiseführer, daher haben wir uns hier im Rahmen unserer Berichte über die HafenCities dieser Welt ein einmaliges und spektakuläres Projekt herausgesucht, neben dem die Elbphilharmonie wie ein Kleingartenhaus aussieht: das Marina Bay Sands Hotel. Fortsetzung auf Seite 5

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HafenCity Persönlich

Seite 2 / HafenCity Zeitung

HafenCity Zeitung Editorial

Das Kreuz mit der Schifffahrt! Der Februar wird in zweierlei Hinsicht vom Thema Kreuzschifffahrt beherrscht werden – zum einen durch die Nachbereitung des Schiffsunglückes der Costa Concordia, und zum anderen ist der Februar der einzige Monat in diesem Jahr in dem keine Anläufe von Kreuzfahrtschiffen in Hamburg zu verzeichnen sind. Daher ist der Februar der ideale Monat, um sich auf das kommende Jahr vorzubereiten: wir mit einer – bei über 160 Anläufen – inzwischen richtig großen Übersicht zum Herausnehmen (Welches Schiff ist wann und wo in Hamburg zu finden?) und die HafenCity noch einmal mit einem tiefen Luftholen, bevor der Trouble richtig losgeht. Dass dabei das Schiffsunglück über allem schweben wird, ist nur natürlich, stellt aber die Schifffahrt nicht grundsätzlich infrage. Zwar sind die Unglücke – wenn sie denn geschehen – meist spektakulär, in der Regel ist das Reisen mit dem Schiff aber eine der sichersten Arten, seinen Urlaub zu verbringen. Das Unglück bringt aber eines wieder in Erinnerung: Mit dem Wasser als Naturgewalt ist nicht zu spaßen, schon gar nicht, wenn menschliches Versagen ins Spiel kommt. Wasser ist in der HafenCity fast allgegenwärtig, und die Sturmfluten bringen es einem gerade in diesem Winter wieder in Erinnerung. n Ihr Michael Klessmann

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Leben

HafenCity Zeitung / Seite 3

Nach tödlichem Unfall im Baakenhafen Pilot auf Bewährung verurteilt

Speicherwerkstatt: Glaserei, Tischlerei, Malerei und Natursteinverarbeitung Raumausstattung, je einem Hersteller von hochwertigen Betten sowie einem Fachbetrieb f ür E lek t rotech n i k . Gleich zwei der Partner kommen aus der HafenCity: Enrico Sommer und seine Hästens Betten und der Die Speicherwerkstatt präsentiert sich auf R au m au s s t at t e r 300 Quadratmetern. (Foto: MK) Peter Wagener. Die anderen sind Die Speicherwerkstatt: Handwerker und Manufakturen aus Sieben Gewerke und Materialkate- dem Raum Hamburg. Für Naturgorien, jede in Form eines Meisters stein ist die Firma Jens Naumann des jeweiligen Stoffes, haben sich in der Speicherwerkstatt zusammengetan, um gemeinsam verantwortlich. Die Brüder Pit und die Fähigkeiten und Leistungen Claas Diringer mit ihrem Vater Peeines jeden Einzelnen und die Er- ter fertigen seit über zehn Jahren gebnisse ihrer Zusammenarbeit zu maßgeschneiderte Arbeitsplatten, präsentieren. In der Speicherstadt Waschtische und Wandverkleipräsentieren sich die sieben Partner dungen aus Naturstein und Quarz. auf 300 Quadratmetern in einem der Dierk Färber von der Ahrensburger rustikal modern ausgestatteten be- Glasbau GmbH bringt die Komliebten Böden der HHLA: Glaserei, petenz in Sachen Glas und Spiegel Tischlerei, Malerei und Naturstein- ein. Für Holz sind Thomas Schmidt verarbeitung werden unterstützt von und SMF Wohndesign zuständig.

Individuelle Möbel, Einbauschränke und Empfangstresen, gefertigt mit modernsten Methoden, kombiniert mit klassischer Handwerkskunst bringen wohnliche Atmosphäre, Anmut und Natürlichkeit in Wohnungen und gewerbliche Räume. Für Farbe ist in der Speicherwerkstatt Timo Suck zuständig: In dritter Generation

Für ein angenehmes Lebens- und Arbeitsumfeld leitet er den Malereibetrieb Suck, 80 Jahre Tradition werden in moderne Wohnwelten übersetzt. Mit nicht ganz so viel Tradition, dafür mit umso mehr Wissen und Innovation geht Sven Hövermann sein Gewerk an. Als Elektromeister hat er sich von seinen handwerklichen Vorgängern weit entfernt und emanzipiert. Als moderner Nachfolger des Elektrikers ist er ebenso Spezialist für das intelligente Haus wie beschlagen in der klassischen Elektroverlegung. Leben

heißt Lernen – Fortbildung gehört im Handwerk inzwischen genauso dazu wie bei Ärzten und anderen modernen Berufen. Allen gemeinsam ist der Wille zum Netzwerken, den sie auch schon vorher untereinander in unterschiedlichen Kombinationen geübt haben. In der Speicherstadt bot sich ihnen die Gelegenheit, etwas Besonderes zusammen auszuprobieren. Dabei ist die Speicherwerkstatt zugleich Showroom und zentraler Treffpunkt der Partner und ihrer Kunden. Für diejenigen, die ihre Geschäftsräume mehr in der Hamburger Peripherie haben, bietet die Speicherwerkstatt Raum, um ihre Gewerke und Produkte zentral in der Hamburger City zu präsentieren. Selbst an kulturelle Veranstaltungen wird gedacht – oder auch, dank moderner Kücheneinrichtungen, daran, Kochkurse abzuhalten. Geöffnet hat die Speicherwerkstatt dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr. n www.speicherwerkstatt.de Block Q, St. Annenufer 5 Anzeige

Der Frühling wird rot Neue Kollektion bei Peter Wagener Das Wetter ist diesen Winter trist und grau genug gewesen, und so freut sich Peter Wagener dieses Frühjahr ganz besonders auf die neue Kollektion von Teppichen, Stoffen und Möbeln, die freundliche kräftige Farben dem Grau des typischen Hamburger Schmuddelwetters entgegensetzen sollen. Rottöne kombiniert mit Weiß bringen frischen Wind in die Wohnungen der HafenCity. Auch seine Geschäftsräume hat er jetzt – ein Jahr nach Einzug – in den neuen Trendfarben eingerichtet. Zum fliederfarbenen Teppich kommen

Vorhänge in verschiedenen Rottönen und eine weiße Sitzgarnitur – das muss man gesehen haben. Für das schaurige Wetter dieser Tage genau das richtige, um sich gemütlich zu Hause einzukuscheln

Rottöne heben die Stimmung und die Laune und seinen Augen wohltuende Abwechslung zum tristen Wetter zu bieten. Die Farblehre weiß viel über die dunklen Rottöne zu berichten.

So wirkt der fliederfarbene Teppich zum Beispiel erfrischend und regt den Geist an, wirkt stressmindernd und hilft bei Nervosität, die in Rot gehaltenen Gardinen verschaffen gute Laune und wecken die Urkräfte. Ein kräftiger Farbtupfer sorgt auf jeden Fall für Abwechslung, weiß Peter Wagener und lädt seine Nachbarn ein, sich den neuen Look in seinen Geschäftsräumen anzusehen. Schon bei den Vorbereitungsarbeiten standen die Menschen an seinen Schaufenstern und staunten über die frischen Farben. Selbst wer in seinen Räumen sonst eher nüchterne Farbtöne bevorzugt, hat vielleicht Lust auf eine Farbinsel zur Hebung der Laune. n

Fast fertig – die neuen Farben (Foto: MK)

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Fast zweieinhalb Jahre ist es her, dass das letzte Wasserflugzeug vom Baumwall aus zu Rundflügen über den Hamburger Hafen startete. Der Ausgang des allerletzten Fluges ist vielen noch deutlich im Bewusstsein, der letzte Rundflug endete unsanft für zwei Passagiere tödlich im Baakenhafen. Jetzt hat die Gerichtsverhandlung gegen den Piloten des Fluges stattgefunden. Am 22. August startete Nicolaj von W. zu einem Rundflug vom Baumwall aus mit einem Ehepaar aus Ganderkesee. Die Cessna T 208 H war mit einem Hybridfahrgestell ausgerüstet, das sowohl Landungen auf dem Wasser als auch Landungen auf dem Land erlaubt. Für Landungen auf festem Boden werden Räder aus den unter dem Flugzeug angebrachten Schwimmern ausgefahren. Für einen Tankstopp auf dem Flughafen Fuhlsbüttel benutzte der Pilot genau diese Räder. Sieben Minuten nach dem Start landete die Cessna im Baakenhafen und überschlug sich. Das Ehepaar und der Pilot wurden unter Wasser in der Kabine eingeschlossen, der Pilot konnte sich befreien, das Ehepaar ertrank. Der Untersuchungsbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) trifft lapidar die Aussage zur eigentlichen Unfallursache: „Nach dem Start von Land wurde das Radfahrwerk nicht ein-

gefahren, was bis zur Landung nicht bemerkt wurde.“ Durch das ausgefahrene Fahrwerk wurde die Maschine abrupt im Wasser abgebremst und überschlug sich. Der Vorwurf beim Landgericht Hamburg: Fahrlässige Tötung. Das Strafmaß: Neun Monate auf Bewährung. Das Gericht hat im Rahmen der Beweisaufnahme einen Sachverständigen sowie neun weitere Zeugen zu den Umstän-

Der Pilot hätte den Fehler erkennen können den des Unfalls angehört. Nach Durchführung der Beweisaufnahme ist das Gericht davon überzeugt, dass der Angeklagte vor der Wasserlandung hätte erkennen können – und müssen –, dass das Fahrwerk noch ausgefahren war. Damit hat der Angeklagte durch sein fahrlässiges Fehlverhalten den Unfall verursacht, der zum Tode beider Passagiere geführt hat, und war entsprechend wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen. Strafmildernd wurden ihm die näheren Umstände des Unfalls und seine Bemühungen um die Rettung seiner Passagiere ausgelegt. Das Gutachten der BFU und die Sachverständigen zeigten neben der eigentlichen Unfallursache Schwachstellen beim Betrieb

des Wasserf lugzeuges auf. So merkt der Bericht an, dass es ein Pilot bei der Landung auf dem Wasser nicht einfach habe und er so die vier Kontrollleuchten für das ausgefahrene Fahrwerk übersehen könne. Mit der einen Hand und den Füßen müsse der Pilot das Flugzeug steuern, mit der anderen das Funkgerät für den Funkverkehr und Schalter bedienen. Eigentlich kein Raum mehr auch noch die nach Meinung der BFU sowieso nicht geeignete Checkliste bei der Landung zu prüfen. Letztlich konnte auch durch die inzwischen beim Wrack des Flugzeuges eingetretene Korrosion nicht mehr zweifelsfrei festgestellt werden, ob die Kontrolllampen überhaupt funktionsfähig waren. Da ausgefahrene Fahrwerke eine der häufigsten Ursachen für Unfälle mit Wasserflugzeugen sind, zog das Unternehmen nach dem Unfall und der Untersuchung gleich mehrere Konsequenzen. So wurden die Checklisten umgestaltet und in Land- und Wasserlandungen unterteilt. Die Piloten müssen heute die Gespräche mit den Gästen einstellen, sobald sie zur Landung ansetzen. Auch werden die Piloten jetzt bei jedem Anflug über Funk gefragt, ob das Fahrwerk in der richtigen Position ist. Dieses Verfahren ist an anderer Stelle, zum Beispiel beim Flugbetrieb in der Bundeswehr,

seit 1999 üblich. Ob jemals wieder Wasserflugzeuge im Hamburger Hafen starten werden, darf zu Recht bezweifelt werden. Gleich zwei Unfälle in wenigen Jahren zeigen das Risiko, das auch für die unmittelbar angrenzende Wohnbebauung besteht. Szenen wie die aus der Anfangszeit der HafenCity, als es durchaus auch vorgekommen ist, dass das Flugzeug im Grasbrookhafen gestartet und gelandet ist, hatten zwar einen hohen Unterhaltungswert, sind heute nach den Geschehnissen nicht mehr tragbar. Die Station am Baumwall ist so auch an ein Unternehmen vergeben worden, das mit Booten Touren elbaufwärts unternimmt. Das Gericht setzte

Flugzeuge sind im Grasbrookhafen gestartet im Übrigen die Vollstreckung der Freiheitsstrafe zur Bewährung aus, weil es davon ausgeht, dass der Angeklagte auch ohne die Strafvollstreckung bereits durch die Verurteilung hinreichend gewarnt ist. Dieses gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Angeklagte nicht vorbestraft ist und die Wiederholungsgefahr einer vergleichbaren Straftat als sehr gering eingeschätzt werden kann. n

Neue Kita für die HafenCity

Kinder und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist kein leichtes Thema. Diese Erfahrung machen viele Bewohner und Mitarbeiter von in der Hafencity ansässigen Unternehmen. Sie stehen vor dem Problem, keinen geeigneten Betreuungsplatz für ihr Kind zu finden. Das Kinderzimmer hat nun die Initative ergriffen und eröffnet zum Sommer diesen Jahres eine zweisprachige Kindertagesstätte mit langen Öffnungszeiten am Stubbenhuk. Das pädagogische Konzept zeichnet sich besonders durch seinen ganzheitlichen und flexiblen Ansatz aus. Den Betreibern des Kinderzimmers ist es wichtig, dass die auf berufstätige Eltern ausgerichtete Ganztagesbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten mehr bietet, als ein herkömmlicher Kindergarten. Daher sieht das Konzept vor, dass die Aufgaben, die klassischerweise nachmittags von den Eltern übernommen wurden, in der Kita abgedeckt werden. So bietet das Kinderzimmer eine breitgefächerte Förderung an, die die Bereiche Kunst, Naturwissenschaften und Musik abdeckt. Auch Extraangebote wie Klavierunterricht oder Ballett macht die Kita möglich. Um den Standort zu stärken, bietet das Kinderzimmer bis Ende Februar eine bevorzugte Annahme für die Hafencity an. Dabei ist es nicht wichtig, ob Sie in der Hafencity leben oder arbeiten. Auch für Unternehmen ist das Angebot des Kinderzimmers interessant. Bei einer Kooperation wird ein festes Kontingent an Plätzen für die Angestellten des Kooperationspartners bereitgestellt. Unternehmen steigern damit ihre Attraktivität für junge Eltern und sorgen für eine schnellere Rückkehr aus der Elternzeit. Auch Fehlzeiten können so reduziert werden. Interessierte Eltern und Unternehmen erhalten mehr Informationen auf der Website www.kinderzimmer-hamburg.de. n

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Die Cessna T 208 H am Baumwall und nach dem Unfall zur Untersuchung im Hansahafen (Fotos: MK)

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Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Baurecht – Bauträgerrecht – Architektenrecht – Bauabnahme und Mängelverfolgung  Gewerbemietrecht – Wohnungsmietrecht – Wohnungseigentumsrecht


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HafenCity Leben

Seite 4 / HafenCity Zeitung

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Schatz, komm mal rüber!

Spürbare Herzlichkeit trifft sich hier und Frau auch! Die Leute, die hierher kommen, sind gerne hier, fühlen sich wohl, haben Hunger! Stehen geduldig an. Warten. Bis sie dran kommen. An der Imbiss-Theke. Hinter dem Tresen: Annette. Fröhlich, kernig, selbstbewusst. Gutaussehend, man würde sagen, im besten Alter. Ja, nein, es stimmt einfach. Würde Annette das hören, bekäme ich ordentlich etwas

Das fröhliche A-Team: Olaf, Annette, Lilli, Diana und Jennifer (v.l.n.r.) (Fotos: Carla Günther)

hinter die Ohren und dazu noch einen gepfefferten Spruch. Annette ist das pure Leben! Sie, ihr Mann Olaf, ihre Tochter Jennifer, ihre Schwester Lilli und Diana. „Diana ist eine reine Angestellte, die einzig Unfamiliäre in der Bande.“ Annette muss herzhaft lachen, als sie dies erzählt. „1993 habe ich den Betrieb von Muttern übernommen“, berichtet Annette weiter. Ein Familienunternehmen seit über 50 Jahren, aufgebaut und betrieben von Annettes Mutter, in der Kleinen Reichenstraße. Authentisch – absolut authentisch. Bodennah – sehr bodennah, gar volksnah! Wir gehen, stellen uns in die kleine Schlange. Vor uns warten zwei Polizisten und hinter uns reihen sich gerade drei Schlipsträger ein. Es dauert nicht lang, hinter

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dem Tresen rotiert die Familie. Jetzt sind wir dran. „So Schatz, komm mal rüber, bekommst Du schon? Was willste denn?“ Eine ungewohnt direkte und fordernde, dennoch herzliche und vertraute Begrüßung wie ich sie allzu oft früher bei meiner Oma hörte nach dem Motto: „Nun sach ma, meen Jung, was willste noch Schönes haben?“ Verträumt in die Erinnerung und überrascht von der

Familienunternehmen seit über 50 Jahren lautstarken und auf mich prasselnden Anfrage, zögere ich und muss überlegen. Zu lang für Annette! Gleich daraufhin folgt die harsche Anmache, nicht zu trödeln und etwas schneller zu machen. „Schlaf nicht ein, hinter dir stehen die Nächsten.“ Okay, denke ich, ich habs! „Zweimal groß/ groß bitte, einmal klein/klein.“ Nein, es handelt sich nicht um Geschäftemacherei in sanitären Nebenzimmern im hinteren Bereich. Ganz simple Imbiss-Vokabeln verbirgen sich hinter diesen Synonymen, nämlich die Übersetzung für „große Currywurst und große Portion Pommes“ sowie „kleine Curry und kleine Pommes“. Dazu noch einen Chefsalat. „Welche Sauce?“ Zwischenfrage von Annette. „American.“ „Habe ich nicht! French?“ „Okay, nehme ich diese dazu.“ Weiter. Einen Wrap, einen Auflauf und Grünkohl (ja, erstaunlich für einen Imbiss solch exotische Gerichte wie Grünkohl anzubieten!) und ... äh, ist der Wrap vegetarisch? Eigentlich eine riskante Frage in einem „Fast-Food-Imbiss“. Eine überraschende Antwort: „Ja, logisch!“ Gut. Und einen Dönerteller mit allem drum und dran. Kurze Überlegung: Was sagen die Kollegen, habe ich noch einen Kundentermin? Nein, habe ich nicht! „Zwiebeln und Zaziki, bitte. Und alles zum Mitnehmen!“ Geschafft. Die Bestellung ist aufgegeben. Ich und meine Kollegin nehmen Platz auf einem Barho-

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Die hängenden Gärten am Wasser Fortsetzung von Seite 1

In Fernsehreportagen, in Zeitungen, in Journalen, in Gastroführern – die am häufigsten geführte Diskussion und gestellte Frage, seitdem wir in Deutschland Curry importieren, ist: Wer macht die beste Currywurst der Stadt? Wenn Ihr es genau wissen wollt: Annette macht die beste! Und noch andere leckere Gerichte! Ein Imbiss in der Kleinen Reichenstraße. Das kleine gelbe Leuchtreklameschildchen mit dem Schriftzug „Annette“ und einer Kaffeetasse darauf weist uns den Weg. Ein bodentiefes Fenster, dahinter ein Stehtresen. Links daneben die Eingangstür, wir streifen ein Zeitungsregal, darin liegend Quartier und die HafenCity Zeitung. Eine spürbare Herzlichkeit erfüllt den Imbissraum. Wir wurden schon beim Hineingehen bemerkt und ein freudiges Grinsen huschte über Annettes Lippen. Es ist gut besucht. Mist – zu spät dran! Halb eins! Zwölf Uhr wäre besser, ist dann leerer. Egal. Es ist einfach sympathisch, es ist sauber, aufgeräumt und im Verkaufstresen liegen immer frische Waren. Uniformierte Polizisten, orangegekleidete, in Warnwesten gepackte Arbeiter, kostümierte Bürodamen, Schlipsträger, Turnschuhläufer, gestylte Snobs, Hippies und „Normale“ – schlicht, Leute wie Du und Ich, ja, alle sind vertreten. Da stehen die angesagten bunten Chucks neben den italienischen Lederschuhen. Bei Annette isst man nicht nur – Mann

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cker, warten und beobachten interessiert das weitere Vorgehen vor und hinter der Theke. Ich schaue mich um. Mein Blick fällt auf ein Bild, das an der Wand hängt. Oha, das ist doch Lilo Wanders. Und dort drüben, ein Foto von Kai Pflaume. Der war auch mal hier? September 2011 steht da handschriftlich geschrieben. Verrückt! Stark, ein Szene-Imbiss – ein lustiger Laden in der Altstadt, denke ich. Ich unterhalte mich mit meiner Kollegin und beobachte dabei Annette. Wrap-Teig ausrollen, bestreichen, belegen, einrollen. Pommes portionieren

HafenCity Zeitung / Seite 5

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Lernen Sie uns und unser Training kennen und vereinbaren Sie ein kostenloses Probetraining Nur im Februar Probetraining kanne Kaffee. Selbstbedienungskaffee. Auf Ehre und Vertrauen, bezahlt wird am Schluss. „Und das klappt auch!“, sagt Annette. Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Ein kulinarisches Kleinod der anderen Art – der besonderen Art, eher sozial-gesellschaftlich zu bewerten, positiv versteht sich. In mehrfachem Sinne. Annette öffnet ihre Tür morgens um 6:30 Uhr und bietet neben der warmen Küche auch Frühstück mit frisch belegten Brötchen an sowie Coffee-to-go für die, die es besonders eilig haben. Um 16 Uhr ist Feierabend. Die Preise sind mehr als gesellschaftsfähig, volkstümlich. Den Becher Kaffee, Tee oder Kakao, bekommt man für 1,20, die Kosten für belegte Brötchen fangen bereits bei 1,20 Euro an. Außerdem Currywurst 3,30, Pommes 2,80, Chefsalat 5,50, Wrap vegetarisch 4,50, Dönerteller 6 Euro – kleines Geld für wirklich mannhafte Portionen. Für den halben Hunger gibt es die kleineren Gebinde für ein bisschen weniger Geld. Qualität nach Hausfrauen-Art – nach AnnetteArt. Für diesen Imbiss würde ich einige Sternchen vergeben. Knackige Wurst, krosche Pommes, frische Salate, würziges Fleisch vom Spieß. Die beste Currywurst der Stadt! „So, Schatz, komm mal rüber zur Kasse“, ruft Annette. Sie reißt mich aus meiner FrittenTrance. Meine Kollegin und ich gehen zur Kasse. Schnell greife

Um 14:30 Uhr ist der größte Andrang schon vorbei

usw., usw. Das ist Event-Gastronomie, wie sie im Buche steht. Ich schaue zu den drei Schlipsträgern, die hinter uns standen. Jennifer ist zur Stelle. „Hi Jungs, was kann ich für Euch tun?“, fragt sie. Wie selbstverständlich in der Du-Form. Herrlich. Einfach einfach. Bei „Annette“ bist Du „Du“. Du bist Mensch, einfach nur ein Mensch – egal, welche Schuhe, welche Klamotten du trägst, egal, wie Du Dich verkleidet hast. Hin und her laufen Lilli und Diana und auch Olaf mit einer unaufgeregten Gelassenheit, mit großen Tellern und noch größeren und mehr als gut gemeinten Portionen „Schnellgerichte“ hinter dem Tresen vorüber und servieren die liebevoll dekorierten Speisen den Gästen, die bereits an dem BistroTresen am großen Fenster sitzen. Besteck liegt auf den Tischen. Ebenso jeweils eine Thermos-

HafenCity Leben

ich auf dem Weg dorthin noch ins Süßigkeiten-Regal und ziehe eine Schachtel Lakritz-Monde und diese bunten Frucht-Smileys heraus. Ach ja, damals vor 25 Jahren in der Schulzeit, diese zähen und klebrigen Dinger, die man nicht abbeißen, sondern nur in einem Stück in den Mund schieben konnte, um darauf ungefähr 5 Minuten rumzulutschen. Schöne Kindheitserinnerungen. Auch das gibt es bei Annette dazu. Wir bezahlen, bekommen neben einem netten Abschiedsgruß noch die ein oder andere Imbissweißheit mit auf den Weg. Dafür ist immer Zeit. Und tschüss, bis zum nächsten Mal. Bestimmt! n (Andy Lindemann) Bei Annette, Kleine Reichenstraße 1, Tel. 040 - 33 52 34, Mo–Fr 6:30–16 Uhr

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„Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ Die Sternsinger unterwegs in der HafenCity

Die HafenCity bietet ähnliche Anblicke (Foto: MK)

Auf drei doppelt so hohen Gebäuden wie die Elbphilharmonie liegt quer ein 340 Meter langer Park, ausgestattet mit dem weltweit größten Swimmingpool mit 1,4 Millionen Litern Wasser auf einem Dach, sowie ein Palmgarten mit 250 Bäumen und weiteren 650 Pflanzen fast so groß wie der kommende Lohsepark. Auch die weiteren Zahlen sprengen die Vorstellungskraft. Das FünfSterne-Luxushotel beherbergt unglaubliche 2.500 Zimmer, eine Einkaufsmeile und ein Museum sowie – kaum zu glauben – zwei große Theatersäle. Ein Projekt, das selbst Londoner Dimensionen sprengt. Gekostet hat der Bau ebenfalls unglaubliche 4,6 Milliarden Euro, fast das Doppelte der ursprünglich geplanten Summe. Der Bau wurde von Moshe Safdie Architects entworfen und durch Feng-Shui-Meister landestypisch feingeplant. Allein durch die Kasinos gehen täglich 25.000 Besucher, 10.000 Angestellte halten den Betrieb aufrecht. Gebaut wurde das Weltwunder inner-

halb von vier Jahren, geplant waren ursprünglich zwei Jahre. Das Projekt hatte unter den für Projekte dieser Größenordnung üblichen Schwierigkeiten zu leiden. Finanzkrise und steigende Materialpreise sowie Arbeitskräftemangel durch den anhaltenden Bauboom in Singapur verteuerten und verzögerten die Fertigstellung. Trotzdem kann man als Hamburger nur der asiatischen Leistung Respekt zollen, denn dieses Bauprojekt dürfte, auch nach Einschätzung von Experten, eines der schwierigsten Bauprojekte der Welt gewesen sein. Noch in anderer Hinsicht kann das Gebäude Vorbildcharakter für die HafenCity haben: Grüne Dächer sind in der HafenCity Mangelware. Das mag den vielen Kollektoren auf den Dächern geschuldet sein, ansonsten ist es aber rätselhaft, wie bei so vielen Bauten mit Öko-Siegeln die Dachfläche als Grünfaktor übersehen wird. Stadtplanung im Zeichen von roten Ziegeln ohne Platz für Grün. n

Mit goldenen Sternen und bunten Mänteln waren am Freitagvormittag 40 Kinder als Sternsinger in der HafenCity unterwegs. Bei strahlendem Sonnenschein besuchten sie als Heilige Drei Könige Firmen und Anwohner, um ihren traditionellen Segen für das neue Jahr zu bringen und Spenden für Kinder in Not zu sammeln. Auf Einladung der Brücke – Ökumenisches Forum HafenCity zogen die Kinder in sechs Gruppen unter dem Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte“ durch

Zwei kleine Sternsinger (Foto: Dörte Massow)

Kochevent

Gleiten Sie so ins Wochenende: 1. Termin: Freitag, 17. Februar 2012 um 19:30 Uhr Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung! bis Montag, 13. Februar 2012 * Im kleinem Rahmen, max. 25 Personen

standen auf der Liste. Für viele Kinder war es der erste Besuch in so großen Firmenzentralen. Anfangs ein wenig schüchtern, dann immer selbstbewusster sangen die Sternsinger für die versammelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So mancher von ihnen konnte sogar den Refrain mitsingen: „Glo-o-o-o-ria in excelsis deo …“ Unermüdlich berichteten die kleinen Könige von ihrer Mission „Zusammen für Kinderrechte in Nicaragua und auf der ganzen Welt“. Mit den diesjährigen Spenden soll unter anderem in Nicaragua ein Haus als Zufluchtsort für Straßenkinder gebaut werden. Abschließend sprachen die Sternsinger den Segen für das Jahr 2012: „Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus“ trugen die Kinder laut und deutlich vor, während sie das Segenszeichen an die Tür malten. „20 * C + M + B + 12“ ist nun an vielen Orten in der HafenCity zu lesen. Mal ganz traditionell in Kreideschrift wie an der Kapelle, mal als moderner Aufkleber am 25hours Hotel. Einen ganz besonderen Segensaufkleber in Form einer gelben Sternschnuppe sicherte sich die Haspa im Überseequartier. n (Sophie Hufnagel)

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den Stadtteil. Die kleinen Könige wurden von den Kindern der Katharinen-K ita sehnsüchtig erwartet und von den Firmen freundlich empfangen. Denn neben vielen Privathaushalten hatten sich vor allem Firmen für einen Besuch der Sternsinger angemeldet: die Apotheke an der Elbphilharmonie, GARBE Logistic, die Gebrüder Heinemann, die HafenCity Hamburg GmbH, die Haspa-Filialen, das 25hours Hotel, Kühne+Nagel, Meßmer Momentum, SAP und Unilever

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Seite 6 / HafenCity Zeitung

U4 bis zu den Elbbrücken

HafenCity Leben

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Weitere Haltestelle für Hamburgs Mini-U-Bahn Es ist eine zwangsläufige Entscheidung, die nicht mehr überraschend kommt. Hamburg will die U4 bis zu den Elbbrücken verlängern. Eine gute Entscheidung – auch in Zeiten knapper Kassen. Allzu oft hat Hamburg in der Vergangenheit vergessen, Neubaugebiete mit adäquater Verkehrsinfrastruktur anzubinden. Und der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Noch stehen einem kostengünstigen Bau keine Bauwerke entgegen, noch kann die U4 vor der weiteren Bebauung der Versmannstraße fertiggestellt werden. Ulrich Sieg, Vorstand der Hochbahn: „Die Weiterführung der U4 über die Haltestelle HafenCity Universität hinaus ist bei

den aktuellen Baumaßnahmen bereits berücksichtigt worden. Dies ermöglicht uns jetzt, die Planungen zügig fortzusetzen und das Planfeststellungsverfahren als Grundlage für den Weiterbau einzuleiten.“ Dabei ist die Anbindung des Elbbrückenquartiers und des Baakenhafens zwar Primärziel, darf aber nicht der Planung Ende sein. Auch wenn jetzt aus Kosten- und Zeitgründen nicht einmal der S-BahnAnschluss mit gebaut werden soll, müssen alle Möglichkeiten für den Sprung über die Elbe offen bleiben. Auf der anderen Seite warten zu viele Möglichkeiten, die den Sprung über die Elbe attraktiv machen. Neben der wieder

Der Verlauf der geplanten kompletten U4 (Foto: Hochbahn)

aufgelebten Olympia-im-HafenDebatte – in der HafenCity dürfte es inzwischen eher unrealistisch sein – ist der Sprung einer zweiten Linie neben der S-Bahn zwingend notwendig, um die Gebiete südlich der Elbe vernünftig an die Innenstadt anzubinden. Der HafenCity-Chef denkt da noch zu eigennützig: „Mit einer schnellen Planung und Umsetzung der U4-Verlängerung bis zu den Elbbrücken wird ein wichtiges Signal für die zügige und qualitätsvolle Entwicklung der östlichen HafenCity gesetzt. Die U4 ist nicht nur stadtwirtschaftlich die beste Lösung, sondern sie ist auch zukunftsfähig und ökologisch nachhaltig. Die Weichen sind nun dafür gestellt, in den Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken circa 2.800 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze zu schaffen.“ Jetzt muss es aber auch zügig weitergehen. Der Grundsatzbeschluss der Bürgerschaft gibt nur die Mittel für die Planung frei. Der Grundsatzbeschluss ist unter anderem erforderlich für eine Finanzierungszusage der Stadt gegenüber der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) für die ersten Planungsstufen einschließlich der erforderlichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Kostenberechnungen.

Eine endgültige Entscheidung über Bau und Finanzierung der Gesamtmaßnahme ist mit dem Grundsatzbeschluss noch nicht verbunden. Um die Zustimmung zum Bau der Verlängerung wird der Senat die Bürgerschaft mit gesonderter Vorlage bitten. Aufgrund der erforderlichen Vorlaufzeiten für Planung, Vergabeverfahren und Beantragung von Fördermitteln hatte die HOCHBAHN bereits in Abstimmung mit der zuständigen Fachbehörde planerische Vorüberlegungen angestellt. Die Finanzierung des

Planungsmittelbedarfs in Höhe von 4,2 Millionen Euro als Zuwendung an die HOCHBAHN soll aus Regionalisierungsmitteln des Bundes im Haushaltsjahr 2012 erfolgen. Belastbare Angaben zu den für die Realisierung der U4-Verlängerung bis zu den Elbbrücken notwendigen finanziellen Mitteln sind im derzeitigen Planungsstadium noch nicht möglich. Diese Planungen müssen zügig abgeschlossen werden, damit die Weiterentwicklung der HafenCity nicht durch den Bau der U4 verzögert wird. n

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Leben

HafenCity Zeitung / Seite 7

Entscheidungsfindung

Brand schreckt auf

Benennung von Verkehrsflächen in der HafenCity

Riesige Rauchsäule über dem Hafen

Wenn eine Verkehrsfläche einen (neuen) Namen erhält, sollte der Name „einprägsam und für den mündlichen und schriftlichen Gebrauch unmissverständlich sein“ sowie „zur Pflege des Heimatgefühls und des staatsbürgerlichen Bewusstseins“ beitragen. Nimmt man das Beispiel des Dar-es-Salaam-Platzes, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Taxifahrer diesen nicht rechtschreibgemäß zielsicher in sein Navigationssystem eingeben wird. Und die Frage, wer oder was Dares-Salaam überhaupt ist, wäre bei „Wer wird Millionär“ sicher eine 32.000-Euro-Frage (korrekte Antwort: Dar-es-Salaam ist eine ostafrikanische Hafen- und Hamburgs jüngste Partnerstadt). Um der scheinbar willkürlichen Benennung von Verkehrsflächen in diesem Stadtteil ein Ende zu bereiten, hat sich beim Netzwerk HafenCity e. V. eine Arbeitsgrup-

Zahlreiche positive Rückmeldungen erreichten die Gruppe bereits seitens der Politik, und auch Presse und Fernsehen zeigen großes Interesse am Thema. Die Arbeitsgruppe sucht weitere Mitglieder: Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, sollte gern recher-

Die Arbeitsgruppe sucht noch Mitglieder chieren, fundierte Ortskenntnisse haben (Anwohner, Arbeitnehmer, Gewerbetreibende der HafenCity), Meinungsbildungen initiieren, stressresistent sein und sich nicht so schnell demotivieren lassen; das Projekt ist langfristig angelegt. Wünschenswert wäre außerdem ein Beitritt beim Netzwerk HafenCity e. V. Interessenten können sich bei der AG Straßennamen per E-Mail an strassennamen@

Der Dar-Es-Salaam-Platz (Foto: MK)

pe zur Benennung von Verkehrsflächen in der HafenCity gebildet. Die Gruppe, bestehend aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und Lokalhistorikern, hat die Kultursenatorin und den Bezirksamtsleiter sowie die Abgeordneten im Kulturausschuss und die Fraktionen in der Bezirksversammlung Anfang Januar angeschrieben, sich als Ansprechpartner für anstehende und künftige Entscheidungsprozesse zur Verfügung gestellt und angeboten, aktiv und qualitativ Vorschläge zur Namensgebung einzubringen.

netzwerk-hafencity.de anmelden. Die Web-Adresse lautet www. netzwerk-hafencity.de. Das Gebiet der HafenCity war bereits in der Vergangenheit bewohnt: 1883 bis 1888 wurden viele Wohnhäuser und Kontore abgerissen und die ersten Lagerhäuser gebaut. Auf historischen Stadtplänen wird man sicher auf den einen oder anderen Straßennamen stoßen, der „einprägsam und für den mündlichen und schriftlichen Gebrauch unmissverständlich“ ist sowie „zur Pflege des Heimatgefühls“ besser passt als Dar-es-Salaam-Platz. n (AF)

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Der Brand in Harburg war auch in der HafenCity zu sehen (Foto: AF)

Bis zu 50 Meter schlugen die Flammen bei einem Brand in einem Harburger Lagerhaus hoch, eine riesige Rauchwolke stand über dem Süden Hamburgs. Je nach Perspektive schien die Quelle in unmittelbarer Nähe der HafenCity zu liegen, doch die Größe des Feuers ließ den Brand näher erscheinen, als er tatsächlich war. Glücklicherweise für die HafenCity und für das Zentrum Hamburgs wehte der Wind noch aus westlichen Richtungen, sodass die Schwaden des Brandes aus Kautschukrückständen und Geräten in Richtung des weniger besiedelten Hamburger Ostens getrieben wurden. Über 250 Feuerwehrleute bekämpften ein Übergreifen des

Feuers auf benachbarte Gebäude, die eigentliche Lagerhalle konnte nicht mehr gerettet werden. Brände dieser Größenordnung unter Mitwirkung von gefährlichen Stoffen sind immer ein Anlass,

Brände im Hafen betreffen auch die HafenCity das Bewusstsein für Sicherheitsvorkehrungen zu schärfen. Die Warnung „Fenster und Türen geschlossen halten“ im Rundfunk ist bei modernen Bauten gar nicht so einfach einzuhalten. Je nach Auslegung der Belüftung der Wohnung ist ein geschlossenes Fenster

wirkungslos, da die aktive Belüftung die Rauchschwaden über die meist auf dem Dach befindliche Lüftungsanlage in die Wohnung und ins Haus zieht. Gerade bei der Nähe zu Hafen, Raffinerien und Industriebetrieben in der HafenCity sollte man sich über die Steuerung, die Lage von NotAus-Schaltern oder eben deren Nichtvorhandensein rechtzeitig informieren und sich im Zweifel mit der Hausgemeinschaft oder dem Vermieter über Maßnahmen für den Ernstfall beraten. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten natürlich auch für Bürobauten, wo aber die Brandschutzbeauftragten in der Regel besser informiert sind als in Privathaushalten. n


Seite 8 / HafenCity Zeitung

Ökoterrorismus

HafenCity Leben

Grüne Armee Fraktion im Speicherstadtmuseum

Wolfgang Metzner (Foto: CF)

Speicherstadtmuseum

Was macht ein Reporter der Zeitschrift stern in seiner Freizeit? Wolfgang Metzner (64) liest aus seinem Erstlingswerk; einem Kriminalroman, der den Zuhörern den Atem stocken lässt. Ein Atomingenieur wird Opfer eines Mordanschlages, ein

Personenzug wird in einem Tunnel zum Entgleisen gebracht, viele Menschen sterben, das Kind eines Atommanagers wird entführt, und es gibt Beken nersch reiben. Die Grüne A rmee Fraktion bekennt sich zu all den Taten („[...] niemand soll mehr ruhig schlafen, der unsere Erde verstrahlt, unsere Nahrung vergiftet und die Natur zerstört [...]“) und kündigt weitere Anschläge an. Jonas Mondrian, Reporter beim Hamburger >>magazine<< recherchiert, er trifft auf einer Ökokonferenz auf eine verdächtige Gruppe aus dem Hamburger Schanzenviertel und wird bis zum überraschenden Schluss Teil der dann folgenden Ereignisse. Der Autor, der in seinem

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Eine Reise in die kriminelle Energie des Schriftstellers in der Wissenschaftler vor dem Klimakollaps warnen und Castorbehälter gegen den Widerstand der Bevölkerung durch das Land gefahren werden. Auch wenn der Plot für diese Geschichte schon länger durch den Kopf Wolfgang Metzners geisterte, hat der SuperGAU von Fukushima zu einer unerträglichen Aktualität beigetragen. Premierenlesungen, schräge Geschichten, Lange Kriminächte oder Friesenkrimis – auch am neuen Standort Am Sandtorkai 36 bietet das Speicherstadtmuseum spannende Bücher in historischer Atmosphäre. n (CF) Speicherstadtmuseum Tel. 040 - 32 11 91 Am Sandtorkai 36 20457 Hamburg www.speicherstadtmuseum.de info@speicherstadtmuseum.de

Sparen – mit Sicherheit gewinnbringend

Carsten Patjens (li.) und Ivan Pucic führen die Haspa-Filialen in der HafenCity

Mindesteinlage von 5.000 Euro gibt es ständig eine marktgerechte Verzinsung, denn der Zinssatz wird automatisch jeden Monat an das aktuelle Zinsniveau des Geldmarktes angepasst. Wer im Ruhestand eine zusätzliche Einnahme haben, die Kinder bei Ausbildung oder Studium unterstützen oder einen Verkaufserlös sicher anlegen möchte, für den gibt es den Haspa RentaPlan. Eine einmalige Kapitaleinlage von mindestens 10.000 Euro wird bei einer Laufzeit zwischen vier und zehn Jahren fest angelegt. „Sie haben die Wahl: Entweder werden jeweils nur die Zinsen überwiesen – und der Kapitalstock bleibt unangetastet und sicher – oder auch das angelegte Kapital wird in gleichen Raten ausgezahlt und

fließt so zurück“, erläutert Pucic. „Angesichts der derzeit niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt, empfehlen wir, das Kapital auf mehrere Verträge mit unterschiedlichen Laufzeiten zu verteilen. So sichern Sie sich eine höhere Flexibilität“, fügt Patjens hinzu. n Ivan Pucic, Carsten Patjens und ihre Teams am Überseeboulevard 5 und Am Kaiserkai 1 stehen Ihnen in allen Fragen rund um das Thema Finanzen zur Verfügung. Ivan Pucic ist telefonisch unter (040) 3579-9376 zu erreichen, Carsten Patjens unter (040) 35797393. Die Filialen sind jeweils Montag und Mittwoch von 10 bis 17 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr und Freitag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Kolumne

Bei der Arbeit im Aquariumbüro

Tagebuch eines Gefangenen

Backstein neben Beton

„Mein Leben in der HafenCity.“ Von Jimmy F.

Ressort „Deutschland und die Gesellschaft“ über Kriminalfälle, aber auch über Umweltprobleme und die Atomindustrie schreibt, klappt sein Buch zusammen und beruhigt das Publikum. Es ist keine Reportage. Es ist „nur“ ein denkbares Szenario in einer Welt,

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„Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt“, hat der amerikanische Industrielle Henry Ford (1863–1947) einmal gesagt. „Wer nicht ausgegebenes Geld auf die hohe Kante legt, hat für den Bedarfsfall Kapital zur Verfügung und bekommt auch noch Zinsen dafür“, ergänzt Ivan Pucic, Leiter der Haspa-Filiale im Überseequartier. Wichtig sei, regelmäßig zu sparen und auf Sicherheit zu setzen. Das traditionelle Sparbuch sei dafür ein gutes Instrument und nach wie vor die beliebteste Anlageform der Deutschen. „Und das mit Recht, denn es verbindet Sicherheit und Wertzuwachs“, stellt Carsten Patjens, Leiter der Haspa-Filiale Kaiserkai fest. Neben dem Sparbuch in Papierform bietet die Haspa auch die SparCard an. „Damit kann auch außerhalb der Geschäftszeiten bequem an einem unserer rund 370 Geldautomaten Geld abgehoben werden“, sagt Patjens. Statt im Sparbuch stehen die Umsätze hier auf Kontoauszügen aus dem Drucker in der Filiale. „Je mehr Geld Sie anlegen, desto höher ist die Verzinsung. Wer gleichzeitig ein HaspaJoker-Konto hat, bekommt eine zusätzliche Sonderverzinsung von 0,25 Prozent“, lautet der Tipp von Pucic. Dieselbe Sicherheit mit höheren Zinsen kann das Haspa ExklusivSparen bieten. Ab einer

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Helena Geisler, hier bei den MarcoPolo-Terrassen, ist aus einem kleinen pfälzischen Dorf in die Millionenstadt Hamburg gekommen, um im Quartier ihr Praktikum zu machen. (Foto: Carla Günther)

Das Wetter ist so, wie man es sich in Hamburg vorstelllt: kalt und regnerisch bei grauem Himmel. Im Quartier laufen viele Bauarbeiter und Geschäftsleute rum, außerdem ein Kamera-Team und ein paar einsame Touristen, die sich Mitte Januar nach Hamburg verirrt haben. Die HafenCity ist spätestens seit dem Bau der Elbphilharmonie auch bei uns bekannt und soll wohl das Vorzeigeviertel Hamburgs werden. Es wird nicht alles zugebaut, sondern viel Platz für Bürgersteige, Radwege und Parkanlagen gelassen. Generell ist viel Platz im Viertel, es ist menschenleer, wenn nicht gerade alle im Berufsverkehr unterwegs sind. In Ufernähe gibt es Bänke aus Stein, aus Holz, mit Rückenlehnen und ohne. So viele Sitzplätze, auf denen jedoch im Januar keiner sitzt. An jeder Ecke (ent-)stehen Bauten aus viel Glas und Stahl. Bei einem Bürogebäude ist die ganze Fassade verglast, man kann dann wunderbar raus-, aber ebenso gut reingucken. Wie bei einem Aquarium. Als ich vor dem Millionengrab Elbphilharmonie stehe, muss ich an die Sagrada Família in Barcelona denken, denn sonst war ich noch an keiner Sehenswür-

digkeit, zu der die Massen schon vor der Fertigstellung pilgern, um für eine Baustellenführung zu bezahlen. Die Speicherstadt kenne ich noch von den „Pfefferkörnern“, aber ich wusste nicht, dass es dort so viele Brücken und Backsteinhäuser, außerdem immer noch echte Speicher gibt. Während in der HafenCity alles neu und in der Speicherstadt alles alt ist, gibt es im Katharinenviertel eine bunte Architektur-Mischung aus schönen Fachwerkhäuschen und modernen Bürogebäuden, durchwachsen von Gebäuden, die vor 40 Jahren modern waren, alter Backstein ist direkt neben neuem Beton. n (Helena Geisler)

Wasserschloss in der Speicherstadt (Illustration: Helena Geisler)

Kolumne

Was bisher geschah: Jimmy F., berühmter Kolumnist und anerkannter Sofa-Tiger will seinen Horizont erweitern. Mit seiner MaMa (Abk. für: Mach Mal Die Tür Auf) trifft er eine Vereinbarung: Künftig darf er eine Stunde am Tag raus und wird dafür nicht mehr an den Lederstühlen kratzen. Entnervt gibt MaMa auf ... „Freiheit wird einem nicht geschenkt, die muss man sich erkämpfen“, lernte ich von Moby, bevor er uns wieder verließ und zurück zu MaMas Schwester gefahren wurde. Seine Erzählungen von Mäusen (energiereiche Eiweiß-lieferanten) und von tollen Katzenfrauen (Hallo Mädels, ich komme!) gehen mir nicht mehr aus dem Sinn (Anm. der Red.: Jimmy, erinnerst Du Dich noch an den kleinen operativen Eingriff in Deiner Jugend?).

Jetzt ist es soweit, ich gehe raus und streune eine Runde. Schade, dass MaMa sich weigert, den Fahrstuhlknopf zu drücken. Also nehme ich die Treppe und warte unten schnaufend darauf, dass ein Nachbar mir die Tür öffnet. Kurze Zeit später bin ich draußen und muss mich erst mal orientieren (Anm. der Red.: Wir empfehlen für solche Fälle unseren Gewerbeplan.). Rechts vom Hauseingang befindet sich der Innenhof. Wow, ist das toll hier. Hier muss doch eine Maus sein, also suche ich unter den Hecken und schrecke dabei 100 Spatzen auf, die mir respektvoll den Weg freimachen. Ist das lustig, ob die wohl auch Eiweiß liefern? Plötzlich stolpere ich über eine Karotte. Hilfe, wer will mich mit Vitaminen

HafenCity Leben

vergiften? Eine weitere Karotte fliegt knapp über meinen Kopf hinweg, jetzt versucht man mich mit Vitaminen zu erschlagen. Also ducke ich mich und schau mich mit angstgeweiteten Augen um – hoffentlich kommt jetzt keine scharfe

HafenCity Zeitung / Seite 9

Katzenbraut vorbei, die mich in diesem Zustand erlebt –, und was sehe ich da!? Eine Nachbarin wirft mit Karotten, und zwei Kaninchen hoppeln auf dem Rasen. Super, zwei Spielkameraden. Ich laufe hin und will mich bei den beiden höflich vorstellen, daraufhin hoppeln die beiden mit einem Sprung weg und sind nicht mehr zu sehen. Zurück bleiben nur drei eiweißar me K arotten, die mich nicht die Bohne interessieren. Schade! Na ja, morgen versuche ich es nochmal. Entspannt lege ich mich in das Ende eines Sonnenstrahls und knabbere das Gras an, bis es plötzlich hinter mir knurrt (Anm. der Red.: Schnell, lauf weg!), ich drehe

mich um und sehe das Weiße im Auge meines Gegenübers: Was ist das? Für ein Schwein zu klein, für eine Maus eindeutig zu groß und es ist bestimmt kein Kaninchen. Hilfe, das ist ein Hund! Was soll ich nun tun? Zurückknurren kann ich nicht, miauen dürfte hier auch nicht weiterhelfen, bleibt mir nur der geordnete Rückzug: Muskeln anspannen, ein kurzes „Hallo, meine Stunde ist um“ rufen und rennen, rennen, rennen – bis ich von der Türscheibe unsanft gestoppt werde. Hier warte ich nun, platt wie ein Gecko (lecker, haben auch viel Eiweiß), auf einen hilfreichen Türöffner. Oben angekommen, begrüßt MaMa (Abk. für: Mach Mal Endlich Die Tür Auf Und Den Napf Voll) mich mit einem liebevollen „Komm rein, Du Held“. Oh, ist das schön hier ... n (JF)

Treffen zum Klönschnack Neujahrsempfang in Blankenese Es ist schon erstaunlich, wie viel Blankenese in der HafenCity steckt beziehungsweise wie viel HafenCity in Blankenese. Festzustellen wieder einmal beim Neujahrsempfang der Blankeneser Stadtteilzeitung Klönschnack im Louis C. Jacob. Angefangen bei dem Ort, der seine einzige Restaurant-Außenstelle, das CARLS, direkt vor der Elbphilharmonie hat, bis hin zu den Akteuren, von denen man viele an beiden Orten findet. Verleger Klaus Schümann schafft es jedes Jahr aufs Neue, die Räumlichkeiten des ehrwürdigen Hotels mit der Lindenterrasse bis zum Bersten zu füllen – und die Einladungen sind bei der vornehmen Gesellschaft Hamburgs sehr beliebt. Kaum ein Empfang hat eine potentere Zusammensetzung seiner Gäste, hier zeigt sich, dass die Elbvororte immer noch, zumindest was die Wohnsitze angeht, Zentrum der Macht Hamburgs sind. Hier treffen Politiker aller Couleur auf Reeder

und Wirtschaftskapitäne. Zum festen Programmpunkt gehören die Reden. Nicht als geduldetes Pflichtprogramm, sondern beim Publikum beliebt, geben sich doch die Redner in der Regel alle Mühe, den Hamburger vorgezogenen politischen Aschermittwoch so unterhaltsam und bissig wie möglich zu gestalten. Vorneweg wie immer der Verleger

Zwischen Buh-Konzerten und Begeisterung Schümann selbst, der im 17. Jahr des Empfanges ein routinierter Redner ist, der mit Selbstironie und bissigem Blick auf die Tagespolitik schon zu Anfang das sonst eher vornehm hanseatisch zurückhaltende Publikum zum Johlen bringt. Mit „Trau, schau wem, keen Schweden und keen Dän’ keen vun de Ems un keen vun de Weser aber erst recht keen Blankneser!“ gibt er das Staffelholz

an Olaf Scholz weiter, einen der wenigen, die zum zweiten Mal eine Rede im Jacob halten dürfen. Die erste hielt er in seiner Eigenschaft als Bundesarbeitsminister, nun ist er als Erster Bürgermeister da. Er weiß im Gegensatz zum folgenden Cem Özdemir, dass es hier nicht um Wahlkampf, sondern um politische Unterhaltung geht, und kommt von der wahrscheinlichen großen Zustimmung der Anwesenden zur Elbvertiefung über die Elbphilharmonie zum gestörten Verhältnis der Blankeneser zu der Bepflanzung des Elbhanges. Allenthalben Gelächter im Publikum bis Folgeredner Cem Özdemir den Fauxpas begeht, allzu ernst gegen die FDP zu stänkern. Da schlägt die Stimmung schlagartig um, ein Buh-Konzert hebt an, ältere gesetzte Damen fordern lautstark den Rauswurf des grünen Bundestagsabgeordneten – zur Freude der anwesenden FDP-Parteiprominenz in Person von Katja Suding, Wolfgang Kubicki und wei-

Ordentlich was los im Louis C. Jacob in Blankenese (Foto: MK)

terem Parteivolk. Peer Steinbrück wendet das Blatt wieder zu seinen Gunsten mit Anekdoten über seinen ersten Aufstieg als Parkplatzwächter am Hamburger Volksparkstadion. Das Publikum ist zufrieden und handelt den routinierten Redner wie schon bei der Eröffnung des neuen SPIEGEL-Gebäudes als zukünftigen Kanzlerkandidaten.

Zurück zur HafenCity in Blankenese: Neben dem Team des Louis C. Jacobs, das sein Hauptquartier oberhalb des CARLS hat und nicht in Blankenese, gehörten zu den Gästen viele Gesichter aus der HafenCity. Neben Jürgen BrunsBerentelg, Giselher Schultz-Berndt waren auch Thomas und Sabine Magold und viele mehr zu sehen. n


HafenCity Leben

Seite 10 / HafenCity Zeitung

Ein Jahr SehKunst Designer-Brillen am Großen Grasbrook Als erster Optiker in der HafenCity eröffnete Kevin Schütt vor einem Jahr als Pionier seinen ausgefallenen Brillenshop am Großen Grasbrook. Damals lag noch Schnee, aber das Eis war „schnell gebrochen“, und heute ist das trendige Geschäft ein fester Bestandteil der HafenCityCommunity. Das Einjährige wurde nun bei eher frühlingshaften Temperaturen zelebriert, und so sind auch die ersten Ray-Ban-Sonnenbrillen aus der 2012er-Kollektion bereits eingetroffen. „Das erste Jahr war ein Auf-und-ab mit Baustellenzeiten und temporärer Auslagerung

in die Zelt-Oase, aber ich bin heute besonders glücklich mit dem schönen Standort. Die HafenCity ist einfach mein Zuhause geworden. Ich fühle mich privat und geschäftlich hier sehr verbunden, und ich bin zuversichtlich, dass im kommenden Jahr noch viel mehr Menschen die HafenCity auch als einzigartiges Shopping-Quartier mit besonders viel Charme und Persönlichkeit entdecken werden.“ Das besondere an Schütts Shop-Konzept ist die Kombination einer spezifischen Brillenkollektion eines wechselnden Labels mit ausgesuchter

Kunst. Pünktlich zur kleinen Geburtstagsfeier kam wieder ein neuer Brillen-Designer mit seiner Kollektion zur SehKunst. 300 Modelle der aktuellen Kollektion des dänischen Brillen-Designers Inface (www.inface.com) werden im Februar und März exklusiv in der SehKunst präsentiert. Die Kollektion bietet anspruchsvolles Design zum moderaten Preis zwischen 150 und 200 Euro pro Gestell und greift auch den aktuellen Retro-/Nerd-Style gekonnt auf. Donnerstags ist der Brillenshop ein Anlaufpunkt für Afterwork-Gänger. n

In der SehKunst gibt es unter anderem Modellevon Inface (r.). (Foto: MK / Inface)

Anlageberatung kann ganz schön kompliziert sein.

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Ein Feinschmecker-Paradies für jedermann

Kompost für die Seele, schwarze Fingernägel im Büro?

Shoppen, kochen, schlemmen – im FrischeParadies ist alles möglich

Ein grünes Dach bei Unilever (Foto: MK)

Ein eigener Gemüsegarten mitten in der Stadt wird für Großstadtmenschen zunehmend interessant. In den Medien wird das aktuelle Thema bereits als neuer Trend bewertet. Zum Vorreiter des Urban Gardenings wurde die Karibikinsel Kuba, als mit der Sowjetunion auch der Düngerimport zusammenbrach. Auch wenn diese Entwicklung zum Gärtnern in der Stadt nicht ganz freiwillig war, wurde sie schnell erfolgreich und ist noch heute Anreiz und Vorbild. In Deutschland stehen soziale und ökologische Motive im Vordergrund: das Bewusstsein für unsere Nahrungsmittel, der Wunsch nach mehr Nähe zur Natur, die Möglichkeit gemeinsam beim Gärtnern sozial und solidarisch zu handeln oder auch die individuelle Entspannung bei der Gartenarbeit. Die deutschen Großstädte bieten viele Möglichkeiten zur Gartenarbeit im Stadtzentrum. In der HafenCity laden die großen Dachflächen zum Urban Gardening regelrecht ein – so auch das Dach des neuen Gebäudes für die Brücke – Ökumenisches Forum HafenCity, das im Frühsommer an der Shanghaiallee bezogen wird. Über die Möglichkeiten, sich in

der HafenCity eigene Oasen zu schaffen, informieren und diskutieren am Montag, dem 20. Februar 2012, Landschaftsarchitektin Dr. Hanna Bornholdt und Stadtplanerin Juliane Hildebrandt. Als Einführung in das Thema zeigt Dr. Berend Hartnagel von der Genossenschaft ElbFaire eG eine WDR3-Fernseh-Doku zu ökologischen Stadtgärten auf Kuba. Der Abend beginnt um 18:30 Uhr mit einem biologisch-fairen Imbiss im Café Kleine ElbFaire im Osaka9 Nachhaltigkeitspavillon der HafenCity Hamburg GmbH. n Urban Gardening in der HafenCity? Montag, 20. Februar, 18:30 Uhr, Bio-Fairer Imbiss zum Aufwärmen und Klönen Begrüßung: Pastorin Antje Heider-Rottwilm Einführung in das Thema: Dr. Hanna Bornholdt, Landschaftsarchitektin und Juliane Hildebrandt, Stadtplanerin (MA HafenCityUniversität) WDR3-TV-Beitrag: Ökologische Stadtgärten und Landwirtschaft auf Kuba (Dr. Berend Hartnagel) Gespräch zum Film: Diskussion mit Frau Dr. Bornholdt und Frau Hildebrandt, Ausklang: 20:30 Uhr

Illuminierte Kunst im Überseequartier

Die Leuchtbänke gibt es im Februar im Überseequartier. (Foto: ÜSQ)

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HafenCity Zeitung / Seite 11

Urban Gardening

Sitz-Spaß im Dunkeln

Oder einfach gut.

HafenCity Leben

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Alltägliche Gegenstände veredelt zu kunstvollen Lichtobjekten. B. Spiecker präsentiert mit der LICHTBANK das erste Exemplar seiner einzigartigen, faszinierenden Lichtmöbel-Serie. Hochwertiger Edelstahl und transluzentes Acrylglas kombiniert mit modernster LEDLichttechnik. Handwerkliche Perfektion für höchste Ansprüche verbindet künstlerische Ästhetik mit uneingeschränkter Funktionalität für den Outdoor-Einsatz. Die LICHTBANK ist ein aktives

Kunstobjekt – die Bänke leuchten sowohl nach einem festen Farbwechsel-Programm als auch nach der persönlichen Lieblingsfarbe. Das Überseequartier präsentiert im Februar und März zehn dieser Kunstobjekte hautnah zum Anfassen und Verweilen. Diese lassen den Überseeboulevard in der dunklen Jahreszeit in einem atmosphärischen Licht erstrahlen. Zu bewundern und zu benutzen sind die Bänke ab dem 3. Februar 2012 direkt im Überseequartier. n

Über 5.000 Delikatessen auf 700 quadratmetern (Foto: FrischeParadies)

Als wirtschaftlicher Volltreffer erwies sich die Ausweitung vom Fischspezialisten zum gastronomischen Komplettanbieter mit heute 5.000 Produkten. Gelandet hat ihn Dietmar Mükusch, Vorsitzender der Geschäftsleitung der FrischeParadies KG. 1994 wandelte er seinen Fischladen in das erste FrischeParadies um. „Unsere Strategie lautet, Marktführer in Bezug auf höchste Qualität und Service zu sein. Die Qualitätssicherung und Rückver-

folgung sowie die Nachhaltigkeit und Regionalität stehen bei der Auswahl unserer Produkte im Vordergrund. Ziel war es, unsere Kunden in ihrer Disposition zu entlasten und gleichzeitig der Abhängigkeit von nur einem Segment der Nahrungsmittelbranche entgegenzuwirken. Heute können wir unseren Kunden an acht Standorten in Deutschland und in einem Markt in Wien ein frisches und vielfältiges Sortiment anbieten“, erklärt Dietmar Mükusch

und ergänzt: „Unsere Produktpalette besteht zu 35 Prozent aus Fisch und Meeresfrüchten, zu 35 Prozent aus Fleisch, 8 Prozent aus exotischem Obst und Gemüse sowie aus Wein und Spirituosen zu 6 Prozent. Der Rest sind Käsespezialitäten, Gewürze, Öl und Essig sowie Pasta und Brot. Auch Nischenprodukte wie zum Beispiel Hilfsmittel für die molekulare Küche halten wir vor.“ Längst wurde der Kundenkreis von Köchen, Gastronomen, Hoteliers und Handel auf den Endverbraucher ausgeweitet. Das Konzept boomt mit derzeit 20.000 Kunden – davon sind 30 Prozent aus dem Privatsegment – und einem Umsatz von über 150 Millionen Euro. Der zentrale Umschlagplatz für die Waren aus 70 Ländern ist das Logistikzentrum PCF (Pershable Center Frankfurt) am Frankfurt Airport. Ob per Flug oder Lkw angelandet, werden die Nahrungsmittel täglich vom PCF aus mit der 85 Autos umfassenden Logistikflotte in die FrischeParadies-Märkte und an die Gewerbekunden ausgeliefert. „Wir sind in Deutschland gut aufgestellt und liebäugeln bereits mit weiteren Filialen in den Ballungsräumen von Österreich und Osteuropa“, erläutert Mükusch die Expansionspläne. FrischeParadies mit seinen 500 Mitarbeitern gehört zur Dr. Oetker GmbH. Eines der größten und

einflussreichsten Familienunternehmen Europas führt über 400 Firmen in sechs Geschäftsfeldern. Der Gesamtumsatz liegt bei rund 7,9 Milliarden Euro. Neben Frankfurt, Berlin (zwei Märkte), Essen, Hürth, München und Stuttgart gibt es seit der Übernahme des Fischspezialisten Goedeken 2001 am Hamburger Hafen das FrischeParadies Hamburg. Betriebsleiter Michael Finck führt den 700 Quadratmeter großen gastronomischen Vollanbieter. Das integrierte Bistro ist längst zur begehrten Anlaufstelle für frisch zubereite-

Frischer Fisch mit Auszeichnung! te Köstlichkeiten und zur NewsQuelle geworden ist. Kochkurse bei Küchenchef Sven Pfütze oder Themenabende wie Wine and Spice und die Hummer-Nummer sind schnell ausgebucht. „Ab 30 Personen bieten wir nach Ladenschluss auch Privatveranstaltungen in unserem DelikatessenShop an“, sagt Michael Finck. Die FrischeParadies KG hält sich strikt an ökologische Nachhaltigkeit zum Schutz der Natur und Artenvielfalt durch Zertifizierung der Betriebe und Weiterentwicklung eigener Qualitätsstandards.

„Unsere Fischereiprodukte tragen das MSC- oder Bio-Siegel. Zudem haben wir 2008 die eigene Premium-Siegel QSFP (Qualité supérieure sélectionnée pour FrischeParadies) entwickelt“, erklärt Dietmar Mükusch: „Nur Partner, die die Schonzeit der Tiere kontrollieren und einhalten, erhalten unser Siegel. Dazu gehört Fisch aus der Bretagne, Island und Mecklenburg-Vorpommern, Fleisch von Familie Schilling auf der Insel Öhe nahe Rügen, die ihre Rinder auf Salzwiesen artgerecht aufziehen, und die Marensin-Hähnchen aus Frankreichs Pinienwäldern.“ Intelligente Expansion trägt zum Erfolg der FrischeParadies KG bei. „Um einen Markt zu etablieren, bedarf es eines Einzugsgebietes von mindestens 2 Millionen potenziellen Kunden – heißt gehobene Gastronomie und Sterneköche. Berlin hatte das Potential für gleich zwei Märkte und die Infrastruktur“, erklärt Dietmar Mükusch. Wenn es nach der Top-Küche geht, dann dürfte Schleswig-Holstein mit derzeit sechs Zwei-Sterne-Köchen und sieben besternten Restaurants ein attraktiver Standort sein. Allerdings gibt es auf einer Gesamtfläche von 15.800 Quadratkilometer nur knapp drei Millionen Einwohner. n www.frischeparadies.com Anzeige

Fit für Fasching und die Zeit danach Im MeridianSpa gibt’s Ramba-ZUMBA® und 70er-Jahre-Flower-Power Helau und Alaaf – in der fünften Jahreszeit gilt es wieder, die Nächte durchzutanzen. Da kann ein vorheriges Training nicht schaden. Wie zum Beispiel bei der ZUMBA®-Party im MeridianSpa City! Am Samstag, dem 11. Februar, stehen einen ganzen Tag lang heiße Rhythmen und ebenso temperierte Bewegungen im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens. Dabei ist es egal, ob Sie ZUMBA® (noch) für ein Waschmittel halten oder jede Woche die Hüften kreisen lassen – bei der ZUMBA®-Party kommen Anfänger und Profis gleichermaßen auf

Coole Moves bei heißen Temperaturen ihre Kosten. So zeigt ZUMBA® für Einsteiger, wie die wenigen Grundschritte des Dance-Workouts mit Armbewegungen kombiniert werden. Denn ZUMBA® ist alles andere als kompliziert! Darum gibt es keine strengen Regeln oder starre Formen. Zum Beispiel verlagern die Trainer das effektive Ganzkörpertraining einfach ins Wasser, wenn es mit den lateinamerikanischen Rhythmen zu heiß wird. Beim 30-minütigen ZUMBA® Aqua schlagen die Wogen der Begeisterung

über. Ganz gezielt an die Problemzonen geht es hingegen beim ZUMBA®-Workout. Reiterhosen, Hüftspeck, Winkearme – in diesen 45 Minuten bleibt keine Körperpartie untrainiert. Eine ganz besondere Stunde erwartet Sie danach: Beim ZUMBA® Percussion werden Sie von Trommeln begleitet. Die entstehende

Zuschlagen und dabei sein ist hier Pflicht! Stimmung kann man nicht beschreiben, die muss man erleben. Also, schlagen Sie zu und seien Sie dabei! Den krönenden Abschluss bildet das ZUMBA® Finale. Lassen Sie sich überraschen, wie mitreißend der Musik-Wechsel aus Hip-Hop, Salsa, Merengue und Reggaeton sein kann. Übrigens können auch Nicht-Mitglieder mit einer Tageskarte „Fitness und Wellness“ für 35 Euro mittanzen und anschließend im WellnessBereich relaxen. Nach der Feierei ist vor der Feierei: Am Freitag nach Rosenmontag, dem 24. Februar, geht es in der langen Saunanacht unter dem Motto „70er-Jahre“ mit Kostümen und Kultigem weiter. Zumindest von Seiten der Wellness-Mitarbeiter. Mitglieder

Beim ZUMBA® Aqua schlagen die Wellen der Begeisterung über! (Fotos: MeridianSpa)

und Tagesgäste können einfach nur entspannen und Spaß haben, indem Sie im Wellness-Bereich des MeridianSpa City auf eine Zeitreise in die Welt von Woodstock, der hohen Naturverbundenheit und des Hits ,,Waterloo“ von ABBA gehen. Erleben Sie die Flower-Power der damaligen Zeit beim blumigen Aufguss oder

spielen Sie mit beim „Dalli Dalli“ in der Sauna – wetten, Sie sind der Meinung, diese lange Saunanacht war spitze? Spätestens bei der Rocky Horror Picture Show mit Konfetti und Wasserpistolen werden Sie diesen Abend lieben! Kosten: Für Mitglieder mit gold oder platinum card kostenfrei, Gäste und blue-card-Mitglieder

sind mit einer Wellness-Tageskarte für 18 Euro bei einem Check-in ab 18 Uhr bei der langen Saunanacht dabei. n Weitere Informationen über MeridianSpa erhalten Sie unter der Telefonnummer 040 - 65 89 0 oder auf der Website unter www.meridianspa.de.


HafenCity Leben

Seite 12 / HafenCity Zeitung

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Leben

HafenCity Zeitung / Seite 13

Neue Optik am Sandtorpark

Positive Bilanz für guten Service Rennen um Rennen

Annika Kraft hat den Blick fürs Wesentliche

Postbank Finanzcenter, Am Sandtorkai ven Lagen hatten meist schon die etablierten Ketten und alteingesessenen Optiker die Nischen besetzt, in den aufstrebenden und kultigen Stadtteilen wie Schanze oder Eimsbüttel reihten sich Optiker und Designer-Brillenläden mit mehr oder weniger einfallsreichen Namen aneinander – hier noch eine Nische zu finden, ist nicht einfach, und das wollte Annika Kraft auch gar nicht. Die gebürtige Ostwestfalin ist mit Leidenschaft Optikerin und möchte Menschen zu besserem Sehen und natürlich auch zu besserem Aussehen verhelfen – mit persönlicher

Optikerin aus Leidenschaft

Annika Kraft in ihrem Geschäft am Sandtorpark (Foto: MK)

Die HafenCity ist ein Stadtteil der Gründer und Pioniere. Kaum sonst irgendwo findet man einen derart hohen Anteil an Startups und Experimenten im gewerbetreibenden Bereich wie hier. Neue Konzepte werden ausprobiert oder die Gelegenheit genutzt, ein Gebiet zu besiedeln, das noch nicht durch einen Platzhirsch besetzt ist. Ein fast typisches Beispiel ist

die Augenoptikermeisterin Annika Kraft: Nach Gesellenprüfung in Bielefeld und Meisterprüfung in Dortmund kam die kommunikative Endzwanzigerin 2010 nach Hamburg, lernte hier zunächst Schulterblatt und Innenstadt kennen. Als Handwerksmeister ist der Schritt in die Selbstständigkeit fast vorgegeben, und so sah sie sich in Hamburg um. An den attrakti-

Note und mit dem Ziel, hinterher zufriedene Kunden zu haben, die ihr gewogen bleiben, weil sie ihren Service zu schätzen gelernt haben und sich in ihrer Brillenauswahl wiederfinden. Es ist keine einfache Auswahl, die sie da treffen muss: Rund 400 Brillen stehen in ihrem Geschäft am Sandtorpark zur direkten Anprobe zur Verfügung. Brillen, die sie persönlich aus der gigantischen Auswahl weltweit ausgesucht hat. Natürlich ist sie für jeden Modellvorschlag offen, aber diese Brillen sind die, die sie

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für diese Saison ausgesucht hat. Ihre Ladeneinrichtung haben sie und ihr Vater entworfen, das verbindet sie ebenfalls mit vielen ihrer gewerbetreibenden Nachbarn und ist ein erstes Aushängeschild für die Handwerkerin, die ihre Brillen selbst fertigstellt. Optik ist ein Persönlichkeitsgeschäft – und ein Geschäft, das Vertrauen mit dem Kunden aufbaut. Der Trend geht zwar zur Zweit- oder auch Drittbrille, doch im Allgemeinen trägt der durchschnittliche Brillenträger seine Brille lange und erwartet dementsprechend, dass die gekaufte Brille seinem Typ entspricht und ihn unterstreicht. Im Gegensatz zu früheren Jahren ist die Brille zu einem modischen Accessoire geworden – das Schimpfwort „Brillenschlange“ hat seine Bedeutung verloren, ja es werden sogar Brillen von Menschen mit korrektem Sehvermögen getragen. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wird die Beziehung zwischen Optiker und Kunden immer persönlicher, eine gute und erfolgreiche Beratung bleibt im Gedächtnis haften – und spricht sich herum. Gerade deswegen hatte Annika Kraft auch wenig Angst vor dem Schritt in die HafenCity. Kommunikativ veranlagt, war sie sich sicher, im neuen Stadtteil zurechtzukommen, überrascht war sie dann aber

Umfangreiches Angebot für Groß und Klein fenCity neuen Erfahrungen und Menschen offen begegnet, findet schnell Anschluss. Von daher ist Annika Kraft mit den ersten Monaten in beiderlei Beziehung zufrieden: Sie hat eine Menge neuer Menschen kennengelernt, und eine für sie schon erfreulich große Anzahl von Menschen hat ihre Dienste in Anspruch genommen. Der Standort neben der Schule kommt im Übrigen nicht von ungefähr – Annika Kraft hat Kinderbrillen im Angebot. Der Standort HafenCity hat für die leidenschaftliche Reiterin einen weiteren Vorteil. Der Weg zu ihrem Pferd südlich der Elbe ist erfreulich kurz geworden, sodass sich Hobby und Beruf besser vereinbaren lassen. Den anderen Teil ihrer Freizeit verbringt sie inzwischen aber immer häufiger auch in der HafenCity – sie schätzt die vielfältigen Angebote hier sehr. n

Sturmschaden am Kaiserkai Feuerwehr sichert Dachelemente

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Vor rund vier Monaten öffnete die Postbank die Türen ihres neuen Finanzcenters in Hamburg HafenCity, Am Sandtorkai 44. Auf rund 300 Quadratmetern stehen hier neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kunden von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr beratend zur Seite. In dem neuen Finanzcenter will die Postbank durch mehr Service und ein modernes Design den Ansprüchen der Kunden noch stärker gerecht werden. „Der Start war für uns rundum positiv“, zieht Filialleiter Jörg Weichert eine erste Bilanz. Im Finanzcenter können die Kunden nicht nur die üblichen Bankgeschäfte erledigen, sondern auch Briefmarken kaufen, den Stromanbieter wechseln, einen HandyVertrag abschließen oder ein

Kollegen auf dem Dach. Nach rund dreißig Minuten war das Element gesichert und die Einsatzkräfte konnten wieder abrücken. Ebenfalls beschädigt wurde einer der schönen alten Hafenkräne an der Kaiserkaipromenade, bei dem durch den Sturm Scheiben zu Bruch gingen. Bislang letztes Opfer war ein Baum in der Straße am Dalmannkai, der durch den Winddruck entwurzelt wurde. Auch die weiteren Aussichten versprechen spannende Tage im Februar. Eine derartige Anzahl mittlerer Sturmfluten gab es bisher noch nicht in der HafenCity. Fast jeden zweiten Tag werden niedriger gelegene Gebiete wie die Dalmannkaitreppen oder die unteren Stufen der Marco-PoloTerrassen überspült. Nur die große Sturmflut fehlt bisher. n

Paket aufgeben. „Dieses RundumAngebot wissen unsere Kunden zu schätzen“, so Weichert. „Wir widmen dabei dem Thema Wartezeiten ein ganz besonderes Augenmerk, denn unser Ziel ist es, jeden Kunden innerhalb von fünf Minuten bedient zu haben.“ Das dürfte besonders in der Vorweihnachtszeit für Zufriedenheit bei denjenigen Postbank-Kunden in der HafenCity gesorgt haben, die noch schnell ein Paket oder den postalischen Weihnachtsgruß auf den Weg bringen wollten. Teil des kundenfreundlichen Angebotes ist auch ein neu eingerichteter Servicepoint. „Unsere Kunden haben dort eine zusätzliche Anlaufstelle, an der ihnen

ein Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite steht und schnelle Banktransaktionen abwickeln kann“, erläutert Jörg Weichert. „Wir wollen auch dabei den bestmöglichen Service bieten“, betont der Filialleiter, „das ist uns ein ganz großes Anliegen. Und dazu gehört weit mehr als die längsten Öffnungszeiten in der gesamten deutschen Bankenlandschaft.“ Damit es dem Nachwuchs unterdessen nicht langweilig wird, gibt es eine nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltete Kinderspielecke, die auch mit einem Wasserspender und einem Kaffeeautomaten ausgestattet ist.“ Im Selbstbedienungsbereich stehen den Kunden zwei Geldautomaten und zwei neue Serviceterminals an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zur Verfügung. Dort können Kontoauszüge ausgedruckt, Überweisungen veranlasst und Daueraufträge bearbeitet werden. An allen Geräten können die Kunden der Postbank darüber hinaus ihre PrepaidKarten für die Mobilfunknetze von Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus aufladen. Ein Briefmarkenautomat und ein Briefkasten runden das postalische Angebot ab. Die neue Filiale ergänzt das bereits bestehende Servicenetz der Postbank. Neben den mehr als 1.100 eigenen Filialen ist sie in über 4.500 Partnerfilialen der Deutschen Post präsent. Mit Bargeld können sich die Kunden an insgesamt über 9.000 Geldautomaten der Cash Group und in Shell-Tankstellen versorgen. n Postbank, Am Sandtorkai 44 Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr

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Drachenbootrennen im Grasbrookhafen – demnächst auch Achter? (Foto: MK)

Hamburg (ots) – Tatzeit: 2. Januar 2012. Zuführung von Tatverdächtigem nach Einbruch in der Hamburger HafenCity. Tatort: HafenCity, Brooktorkai Polizeibeamte konnten einen Mann vorläufig festnehmen, der verdächtigt wurde, ein Büro aufgebrochen und daraus Wertgegenstände gestohlen zu haben. Die Ermittler der Kripo übernahmen die Sachbearbeitung. Der Fall: Beamte des Polizeikommissariats 11 überprüften am 8. Januar 2012, um 19:40 Uhr einen 41-jährigen Italiener in der Tunnelanlage des ZOB in Hamburg St. Georg. Dabei entdeckten sie in seinem Rollkoffer zwei hochwertige Notebooks, die aus Einbrüchen in Büroräume am Brooktorkai stammen. Der Tatverdächtige, der keinen festen Wohnsitz hat, wurde nach Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes dem UG Hamburg zugeführt. Im allgemeinen gilt die HafenCity als sicheres Pflaster und schon häufiger wurden Einbrüche und Diebstähle schnell nach Tatbeginn – auch mit Hilfe der aufmerksamen Bevölkerung – aufgeklärt. Diebe sollten sich nach anderen Orten für ihre Taten umsehen. n

We sleep. Do you?

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Wind gibt es in diesem Winter reichlich und auch die Aussichten sprechen weiterhin für viel Unruhe in der Atmosphäre. Logisch das die Feuerwehr deswegen im Dauereinsatz ist. Im Januar hat es ein Kontorhaus am Kaiserkai erwischt. Bei starken Südwestwinden löste sich am späten Abend ein Dachelement aus dem Flachdach und drohte auf die Straße zu stürzen. Die durch aufmerksame Nachbarn benachrichtigte Feuerwehr sicherte in der Nacht das im Wind hin und her flatternde Dachelement mit zwei Einsatzwagen, darunter einem für große Höhen geeigneten Leiterwagen. Während einige Einsatzkräfte vom Dach aus das Problem angingen, unterstützten zwei Feuerwehrmänner aus dem Rettungskorb den Einsatz ihrer

die Mannschaften der Achter richtig heiß machen. Richtig heiß gemacht haben die Planungen auch die Landesregierung von Schleswig-Holstein. Nach der Windenergie-Messe befürchtet das Nachbarland auch das Rennen um das Rennen an Hamburg zu verlieren. Für die HafenCity wäre eine Ruderregatta ein echter Zugewinn. Wie beliebt solche Rennen bei den Sportbegeisterten sind konnte man anläßlich des Tags der deutschen Einheit schon bei den Drachenbootrennen beobachten. Tausende säumten die Ufer und feuerten die Teams in den Booten an. n

Das Team der Postbank-Filiale in der HafenCity (Foto: CF)

Servicepoint als zusätzliche Anlaufstelle

Die Feuerwehr im Einsatz. (Foto: MK)

Aus dem Polizeibericht

HafenCity soll neues Event bekommen Inzwischen fangen die Spatzen an, es von den Dächern zu pfeifen: Die HafenCity soll eine weitere Sportveranstaltung bekommen. Neben Beachvolleyball, Nordbank-Run, BMW-Sailing-Cup und vielen anderen Sportveranstaltungen kommt im Sommer mit hoher Wahrscheinllichkeit eine weitere Sportattraktion in die HafenCity. Eine Woche vor dem E.on-Hanse-Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal im September soll ein Auftakt-Wettkampf in der HafenCity stattfinden. Das längste Ruderrennen der Welt mit jeweils Achter-Teams soll mit Rennen über zwei Kurzstrecken

doch, wie schnell man hier dann tatsächlich Anschluss findet. Eine Erfahrung, die sie mit vielen Neuankömmlingen – seien es Gewerbetreibende oder auch nur schlicht Nachbarn – teilt. Wer in der Ha-

Kurz Notiert

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Seite 14 / HafenCity Zeitung

Schiffe verfolgen

HafenCity Kaispeicher b

Besucher im Maritimen Museum lieben die Vesseltracker-Station auf Deck 6

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Jazz Matinee

Für das Leben lernen

Theaterkapitän Möbius mit neuem Programm auf Deck 10

Germanischer Lloyd unterstützt Kinderhilfsprojekt in Thailand

Wirbel auf dem obersten Deck des Maritimen Museums. Wie es sich für einen fröhlichen Sonntagmorgen bei Möbis Frühschoppen gehört. Neben Theaterkapitän Möbius, seinem charmanten Steuermann Ralf Hutter, der Bordband Benny Alvers und wechselnden interessanten Gästen trifft sich die Crew viermal im Jahr an der geöffneten „Klönkiste“. Gezeigt

wird die Ausstellung „100 Jahre Das Schiff“. Termine: 12. Februar, 22. April, 16. September und 11. November 2012 um 11 Uhr auf Deck 10. Karten gibt es für 15 Euro inklusive Museumsbesuch an der Museumskasse. Freundeskreismitglieder zahlen nur 6 Euro. Reservierung bei Annette Moritz unter 040 - 300 92 30 34 oder an a.moritz@peter-tamm-sen.de. n

HafenCity hafen

HafenCity Zeitung / Seite 15

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Das System liefert alle Informationen zu einem Schiff. (Grafik: IMM)

Sucht, verfolgt und liebt Schiffe: Ralf Paahsen, einer der beiden Vesseltracker-Chefs (Foto: IMM)

Verfolgen ja, aber bitte nicht versenken. Mit wenigen Mausklicks virtuell auf Kreuzfahrt gehen oder mal schnell schauen, welcher Containerriese gerade im Hamburger Hafen festmacht. Kommt die Queen Mary 2 pünktlich? Wie viele Schiffe legen gerade in Rotterdam an? In über 800 Häfen stehen die AISAntennen des Hamburger Unternehmens vesseltracker.com. Über 190.000 Signale verarbeiten sie pro Minute. So können mehr als 40.000 Schiffe weltweit live verfolgt werden. Und wer das nicht am heimischen Rechner machen möchte, kann im Maritimen Museum an der großen VesseltrackerStation auch nach den Schiffen fahnden, die er zuvor als Modell bei seinem Rundgang gesehen hat. Die Idee zur Schiffsverfolgung in Echtzeit hatte der Diplom-Wirtschaftsinformatiker Carsten Bul-

lemer im Jahr 2005. Bullemer entwickelt mit seiner Firma Maritime Data Systems Planungs- und Dispositionssysteme für Hafendienstleister. Die AIS-Positionsdaten sind eine wichtige Komponente für die Planung von Schiffsanläufen in den Häfen. Seine Idee war zunächst als Service für die loka-

Mit ein paar Mausklicks um die Welt reisen le maritime Wirtschaft gedacht, doch schnell stürmten Unternehmen und Schiffsliebhaber aus aller Welt das Internetportal. Gemeinsam mit dem Kaufmann Ralf Paahsen entwickelte Bullemer das Angebot dann ständig weiter. Heute ist das Unternehmen der weltweit meistfrequentierte Vesseltracking-Internet-

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service der Schifffahrtsindustrie. Mehr als 200.000 Nutzer sind registriert. Die Kunden sitzen natürlich auch in der HafenCity: maritime Dienstleister wie Reedereien, Terminals, Schiffsmak ler, Behörden, Lotsen, Schlepper und andere Hafenbetriebe. Der kostenfreie, öffentliche Bereich, der die Daten zeitverzögert anbietet, wird durch eine aktive Foto-Community belebt. „Mit fast 700.000 Schiffsfotos haben wir eine der größten Schiffsfotodatenbanken der Welt. Überwiegend laden private Fotografen ihre Bilder hoch, es gibt aber auch einige Profis, die gleich 6.000 Schiffsbilder in einem Rutsch auf die Seite stellen“, so Ralf Paahsen Und wie funktioniert das Tracking genau? Fast alle Schiffe wie Containerschiff, Frachter, Luxusliner oder sogar Schlepper sind heute mit einem Automatischen Identifikationssystem (AIS) ausgerüstet. „Damit werden verschiedene Daten wie Rufzeichen, Name, Länge, Breite, Schiffstyp und natürlich auch die aktuelle Position direkt vom Schiff per UKW gesendet“, erklärt Ralf Paahsen, der stets auf der Suche nach neuen Standorten für eine AIS-Empfangsantenne ist. Auf beiden Seiten des Panamakanals hat er Stationen errichtet, in Honolulu (Pearl Harbour) und in Afrika. „Da wird noch mit der ganzen Belegschaft gefeiert, wenn eine Antenne online geht“, erinnert er sich. Und welche Schiffe verfolgt er persönlich am liebsten? „Ich finde es faszinierend, dass mittlerweile auch Traditionsschiffe mit AIS ausgestattet sind, obwohl sie es gar nicht müssten. Und zu gucken, wo der eine oder andere Großsegler gerade unterwegs ist, ist schon spannend. Hier in Hamburg gibt es ein kleines 50 Jahre altes Festmacherboot, die Stek Ut. Auch dieses alte Boot sendet AIS-Signale. Ist doch schön wie Hightech sogar die Traditionsschiffe heute auf neue Art sichtbar macht.“ So war es für die beiden Vesseltracker-Chefs auch eine große Freude, eine Station im historischen Kaispeicher B einrichten zu können. „Wir dachten, das könnte ein Weg sein, vor allem auch junge Leute für die Schifffahrt zu begeistern“, sagt Ralf Paahsen. Richtig gedacht, doch nicht nur Kinder und Jugendliche lieben die Vesseltracker-Station im Museum. Denn mit ein paar Mausklicks reisen hier alle Besucher gerne einmal um die Welt. n

MITTaGSTISCh ab 11.00 UhR: Jörg Janßen, Senior Vice President Sales & Business Development beim GL, übergab den Scheck an Silke Nagel, Geschäftsführerin der Hanseatic School for Life. (Foto: GL) Der Kaispeicher B (Foto: IMM)

Kapitänsführungen im Kaispeicher B Donnerstag, 2. Februar, 17–18:30 Uhr Die Welt der Entdecker Columbus, Magellan, Zengh He heißen einige der großen Entdecker, die auf der Suche nach neuen Handelswegen neue Länder entdeckten. Gehen Sie während dieser Führung mit einem Kapitän auf Entdeckungstour durch die Schifffahrtsgeschichte.

Romantik tragen dazu bei, Verbrechen auf hoher See zu verklären. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Die moderne Piraterie, zum Beispiel vor der Küste Somalias, ist eine der größten Gefahren auf See. Welche Möglichkeiten hat eine Mannschaft, sich und das Schiff zu schützen? Kapitän Gebhard Knull berichtet von seinen Erfahrungen auf See.

Donnerstag, 9. Februar, 17–18:30 Uhr

Donnerstag, 23. Februar, 17–18:30 Uhr

Das Schiff und seine Ladung Wie kommt der Wein aus Südafrika in den deutschen Supermarkt? Wie sieht ein Seecontainer von innen aus? Und welcher Schiffstyp wird für welche Ladung genutzt?

DGzRS – Die Seenotretter im Einsatz Die Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Die Seenotretter sind an der deutschen Nord- und Ostseeküste jeden Tag 24 Stunden mit einer Flotte von 61 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten einsatzbereit. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS insgesamt 77.740 Menschen aus Seenot gerettet oder aus lebensbedrohender Gefahr befreit.

Donnerstag, 16. Februar, 17–18:30 Uhr Moderne Piraterie Filmpiraten wie Captain Sparrow, Seeräuber-Legenden wie Störtebeker und eine gewisse Freibeuter-

Das Internationale Maritime Museum (Foto: MK)

Mit einer Spende von 5.000 Euro unterstützt der Germanische Lloyd (GL) einmal mehr die Hanseatic School for Life. Das Kinderhilfsprojekt kümmert sich um Waisenkinder in Südthailand und kann dank der Zuwendungen zahlreicher Spender auch in diesem Jahr erfolgreich weitergeführt werden. Jörg Janßen, Senior Vice President Sales & Business Development beim GL, übergab den symbolischen Scheck an Silke Nagel, Geschäftsführerin der Hanseatic School for Life, in der GL-Unternehmenszentrale in der Hamburger HafenCity. Die Hanseatic School for Life in der thailändischen Provinz Phang Nga engagiert sich seit 2006 für in Not geratene Kinder und Jugendliche. Heute beherbergt die Schule 135 Kinder aus schwierigen Verhältnissen – darunter Tsunami-Opfer und Kinder aus armen Familien. Als im Dezember 2004 ein gewaltiger Tsunami das südliche Thailand und viele andere Länder zerstörte, waren davon insbesondere Kinder be-

Der GL ist seit 20 Jahren in Thailand aktiv troffen. Ihnen fehlte als ersten an Wasser und Verpflegung, sie waren am schutzlosesten gegen Krankheit und Missbrauch. Deswegen brauchten sie eine Zukunft, ein dauerhaftes Zuhause und gute Bildung. Bereits 2011 hatte der Germanische Lloyd das Projekt mit einer Spende unterstützt. „Unser Unternehmen ist selbst seit über 20 Jahren in Thailand aktiv. Von unserem Büro in Bangkok aus unterstützen wir unsere maritimen Kunden sowie Öl- und Gasprojekte vor Ort“, erklärt Jörg Janßen. „Wir befürworten das Engagement der Hanseatic School for Life sehr und freuen uns, einen Teil dazu beizutragen, diesen besonders hilfsbedürftigen Kindern eine Zukunft zu bieten.“ Die Hanseatic School for Life ist eine UNESCO-Projektschule

und liegt rund 20 Kilometer östlich vom Ferienort Khao Lak. Sie wurde 2006 als Direkthilfeprojekt für Tsunami-Opfer gegründet und ist mittlerweile zu einer kleinen Dorfgemeinschaft zusammengewachsen. Ziel ist es, den Kindern eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Das heißt, sie lernen

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Der Kreislauf der Armut soll durchbrochen werden vom Leben für das Leben. Die Kinder erhalten lebensnahen Projektunterricht, der Theorie und Praxis, Neugierde und Wissen, Gemeinschaftssinn und individuelle Persönlichkeit vereint. Für das Leben lernen, bedeutet vor allem kreativ, sozial und ökologisch verantwortlich zu sein und dies auch unternehmerisch umzusetzen. Dadurch können die Kinder hoffentlich selbst einmal kleine oder große Unternehmer werden. In der Hanseatic School for Life werden die Kinder befähigt, selbst den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Die projekteigene Grund- und Oberschule wurde als UNESCO Projektschule ausgezeichnet. Dort können die Kinder ihren Weg bis zum thailändischen Abitur begehen. Ergänzend zum Schulunterricht lernen die Kinder täglich in vielerlei Projekten. Für die Maritime Wirtschaft ist der Germanische Lloyd als Schiffsklassifikationsgesellschaft und Beratungsunternehmen tätig. Als unabhängiger und neutraler Sachverständiger erarbeitet der GL Vorschriften und Richtlinien, Verfahren und Anleitungen für Reeder, Werften und die maritime Zulieferindustrie. Der GL klassifiziert Containerschiffe, Tanker, Schüttgutfrachter, Mehrzweckfrachter, Schnellfähren, Kreuzfahrtschiffe, Offshore Supply Vessels, WindturbinenErrichterschiffe sowie Megayachten und Sportboote. Ein Netz von rund 7.000 Mitarbeitern in 80 Ländern umspannt die Erde. n

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Seite 16 / HafenCity Zeitung

Erleben und Erholen

HafenCity Hafen

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Auf Rekordkurs

Unterwegs auf Mekong, Amazonas und Wolga

HafenCity hafen

Dieses Jahr steht für die maritime Wirtschaft im Zeichen der Weltleitmesse

Auf einem solchen Flussschiff ist Abenteuerlust gefragt. (Foto: MK )

Nasse Zehen und geborstene Regenschirme scheinen den diesjährigen Hamburger Winter zu prägen. Nicht sehr einladend. Dann doch lieber die wollgesockten Füße hochlegen, den Laptop auf dem Schoß und den nächsten Urlaub gebucht. Ein Trend der Reisebranche in diesem Jahr sind Flusskreuzfahrten. Doch das bedeutet nicht nur Schunkeln auf Donau, Rhein oder Mosel. Wer experimentierfreudig ist und

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Südamerika, Südostasien oder Russland gern von einer anderen Seite entdecken möchte, kann eine Schiffsfahrt auf dem Mekong, dem Amazonas oder der Wolga unternehmen. „Bei keiner anderen Art des Reisens kann man innerhalb von 14 Tagen die wichtigsten Städte und Kulturgüter eines Landes kennenlernen“, empfiehlt Nicole Ritter, Kundenberaterin von 1000Kreuzfahrten.de, dem Bewertungs- und Buchungspor-

tal für Kreuzfahrten. Die Veranstalter von Flusskreuzfahrten verzeichnen laut Deutschem Reiseverband (DRV) Jahr für Jahr einen höheren Gesamtumsatz. Bereits 2010 lag dieser um 11 Prozent höher als im Vorjahr. Kein Wunder bei exotischen Zielen wie dem Regenwald Südamerikas. Phoenix Reisen beispielsweise bietet Flusskreuzfahrten auf dem Amazonas an. Acht Tage lang erkunden die Gäste von Manaus aus die Ufersiedlungen. Die endgültige Reiseroute sowie die Anlandungen und Dschungelwanderungen bestimmt der Expeditionsleiter vor Ort. Denn Flusskreuzfahrten sind immer abhängig vom Pegelstand und dem Wetter. Ausflüge nach São Paulo, Brasilia und Rio de Janeiro runden das Expeditionspaket Südamerika ab. Ausgefallen reisen kann man auch auf der Lebensader Südostasiens, dem Mekong. Von Ho-ChiMinh-Stadt in Vietnam aus führt die Reiseroute nach Kambodscha mit Halt in der Hauptstadt Phnom Penh und Ausflug zu der buddhistischen Tempelanlage von Angkor Wat. Der Mekong ist einer der längsten Flüsse der Welt und durchquert China, bildet die Grenze zwischen Burma und Laos sowie zwischen Laos und Vietnam, fließt durch Kambodscha und den Süden Vietnams, bevor er

ins Südchinesische Meer mündet. Von der Ermitage zum Roten Platz in zehn Tagen – das bietet zum Beispiel nicko Tours mit einer Flusskreuzfahrt von St. Petersburg nach Moskau. Die beiden größten Städte Russlands sind durch ein Netz aus Flüssen, Seen und Wasserstraßen miteinander verbunden. Von der Newa zur Wolga führt die Route, durch den Ladogasee, den größten Süßwassersee Europas, vorbei an Kirchen und Klöstern.

Geheimtipp für junges Publikum Im Vergleich zu Hochseekreuzern sind Flussschiffe deutlich kleiner und familiärer und bieten weniger Entertainment-Programm an Bord. Gäste können aufgrund der Größe der Schiffe ausschließlich Außenkabinen buchen. „Flusskreuzfahrten im Ausland sind ein Geheimtipp für junges Publikum“, weiß Nicole Ritter. „Denn man kann die kulturellen Highlights eines Landes mit einem anschließenden Badeurlaub kombinieren. Also Erlebnis und Erholung in einem.“ Wann die beste Reisezeit für eine Flusskreuzfahrt ist, hängt vom gewünschten Reiseziel ab. Auf

Deutschlands Flüssen kann man das ganze Jahr über unterwegs sein, zu den Feiertagen bieten die Reedereien besondere Angebote wie Fahrten zu Städten mit den schönsten Weihnachtsmärkten oder Themenfahrten wie eine Musikkreuzfahrt auf dem Rhein. Reisen auf dem Amazonas und dem Mekong werden ganzjährig angeboten, die Wolga bereist man im eisfreien Sommer von Juni bis September. Neben Phoenix Reisen und nicko Tours bieten unter anderem auch Arosa, Viking und TUI Flusskreuzfahrten an. Ausführliche Informationen zu Flusskreuzfahrten können sich Interessierte auf den jetzt beginnenden Reisemessen einholen. Auf der „Reisen Hamburg 2012“ stellen Reedereien und Veranstalter vom 8. bis 12. Februar in der Hamburger Messe neue Routen und Schiffe vor. Die Tourismusmesse ITB lädt vom 7. bis 9. März nach Berlin ein. Hier wird zum Beispiel auf dem „Executive Cruise Panel“ über die internationale Kreuzfahrtindustrie heute und morgen diskutiert. n 1000Kreuzfahrten.de ist Ihr Spezialist für Kreuzfahrten in der HafenCity. Wir beraten Sie unter 0800 - 603 08 00 (gebührenfrei). Weitere Informationen gibt es unter www.1000kreuzfahrten.de

Ihr neues Traumbad

Vor der 90.000 Quadratmeter großen Halle (Foto: MK)

Der Countdown zur Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft läuft: Die 25. shipbuilding, machinery & marine technology international trade fair hamburg wird erneut restlos ausgebucht sein. „Damit liegen wir jetzt bereits besser im Rennen als bei der sehr erfolgreichen SMM 2010“, sagt Peter Bergleiter, Geschäftsbereichsleiter beim SMM-Veranstalter Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC). Besonders die Nachfrage aus den bedeutenden Schiffbaunationen in Asien

schenden Wellness-Oase zu Haus. Wie Ihre Wünsche Wirklichkeit werden, verraten Ihnen unsere Badexperten und Innenarchitekten gern. Vereinbaren Sie einen Ortstermin oder besuchen Sie uns in der Hamburger HafenCity und erfahren dort mehr. Wir sind Mo - Fr von 10 - 18 Uhr und Sa von 9 - 13 Uhr oder nach individueller Terminabsprache für Sie da.

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lich begleitet und vertieft wird das Thema „Green Shipping“ auf dem global maritime environmental congress (gmec), der am 3. und 4. September stattfindet. Der gmec ist als Premium-Event zum zweiten Mal fester Bestandteil des SMM-Rahmenprogramms. In vier Workshops diskutieren Experten über die Reduktion von CO 2 und Schwefel, Ballast-

Schirmherrin ist die Bundeskanzlerin wassermanagement und andere wichtige Fragestellungen. Der gmec steht wie die SMM insgesamt erneut unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der strengeren gesetzlichen Anforderungen an kreditgebende Banken wird die Finanzierung zunehmend zum Knackpunkt beim Schiffsneubau. Eines der bestimmenden Themen beim „Ship Finance Forum“, das die HMC gemeinsam mit der Financial Times Deutschland zum vierten Mal veranstaltet, werden deshalb Alternativen zu klassischen Finanzierungsformen auf internationaler Ebene sein. Einen weiteren Schwerpunkt der SMM 2012 wird das Thema mari-

time Sicherheit und Verteidigung ausmachen. „Durch die parallel stattfindende MS&D Konferenz erschließen wir für die SMM ein neues Themenfeld, dessen Bedeutung immer mehr zunimmt“, sagt Bergleiter. Die tägliche Bedrohung der Handelsschifffahrt durch Piraterie und das wachsende Engagement der Seestreitkräfte in verschiedenen Einsatzgebieten zeige, dass die Themen zivile Sicherheit und militärische Verteidigung immer mehr ineinandergreifen. „Freie Seewege sind die Lebensadern unseres Wirtschaftssystems und unseres Wohlstands“, betont Vize-Admiral a. D. Hans-Joachim Stricker, Chairman der MS&D international conference on maritime security and defence hamburg. Im Rahmen der Konferenz diskutieren hochkarätige internationale Marinevertreter und Sicherheitsexperten über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze – und auf der eigens eingerichteten Ausstellungsfläche in der neuen Halle B8 wird der Bereich Sicherheitstechnik mit vielfältigen technologischen Innovationen prominent vertreten sein. Die Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft wird am Vorabend des ersten Messetages, am 3. September 2012, im CCH-Congress Center Hamburg feierlich eröffnet. n

Germanischer Lloyd akkreditiert

Erfahrene Verstärkung

Zertifizierung von Energiemanagementsystemen

Germanischer Lloyd ernennt Senior Vice President Global Sales

Die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) hat dem Germanischen Lloyd (GL) heute die Akkreditierung für die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen gemäß DIN EN ISO 50001 : 2011 erteilt. Die Akkreditierung gilt weltweit. Damit gehört der GL zu den ersten internationalen Zertifizierungsunternehmen, die ab sofort die Überprüfung nach ISO 50001 anbieten. Mit der Einhaltung der neuen Norm können Systeme und Prozesse in

Träumen Sie nicht länger von einem exklusiven Bad oder einer erfri-

sei noch einmal gewachsen. So werden neben zahlreichen Unternehmen aus China auch die beiden wichtigsten Werftenverbände CSIC und CSSC vertreten sein. Außerdem dabei: der koreanische Werftenverband KOSHIPA und neben wichtigen japanischen Werften auch der japanische Zuliefererverband JSMEA. Mehr als 30 Nationenpavillons, darunter Indien und zum ersten Mal auch Argentinien, nutzen die SMM, um neue Entwicklungen zu präsentieren und internationale Ge-

schäftskontakte zu knüpfen oder zu vertiefen. Insgesamt werden über 2.000 Aussteller aus über 60 Ländern erwartet – vom spezialisierten Mittelständler bis zum global agierenden Schiff baukonzern. Darunter sind schon jetzt über 150 Unternehmen, die sich erstmals auf der SMM präsentieren. Wegen des großen Interesses hat das SMM-Management über eine hochwertige temporäre Halle zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Die mit 90.000 Quadratmetern Hallenf läche größte maritime Messe der Welt wird damit noch attraktiver. Ein thematischer Schwerpunkt wird erneut „Green Shipping“ sein: Neben drastisch gestiegenen Bunkerkosten sind es vor allem striktere internationale Umweltauflagen, die den Einsatz effizienzsteigernder Technologien erforderlich machen. Ein Beispiel ist der Energy Efficiency Design Index (EEDI) für Neubauten, dessen Anwendung die IMO 2011 beschlossen hat – eine Regelung, die das Ziel vorschreibt, aber nicht den Weg, wie Reeder es erreichen können. „Schiffbauer und Techniker können hier in einen Wettbewerb um die beste Technologie einsteigen, was am Ende der Umwelt nutzen wird“, sagt Peter Hinchliffe, Generalsekretär der International Chamber of Shipping. Auch das Thema Ballastwasser-Management rückt noch stärker in den Fokus der Branche. Die neuesten Ergebnisse aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sind auf der SMM zu besichtigen. Fach-

HafenCity Zeitung / Seite 17

Organisationen hinsichtlich ihrer Energieeffizienz und energetischen Leistung nachhaltig verbessert werden. „Die seit Jahren steigenden Treibhausgasemissionen und die zunehmende Belastung für die Umwelt sind Grund dafür, dass sich Unternehmen immer stärker mit dem Thema Energiemanagement auseinandersetzen“, erklärt Bernhard Ständer, Global Head ISO Systems Certification beim GL. „Ich bin von den Vorteilen, die die

Exklusiv für Hamburg M i t P ERFEK T U M wi rd I hr Ba dt ra u m Wi rkl i ch ke i t Brooktorkai 20 • 20457 Hamburg • Telefon 040 . 22 69 29 23-0 • www.perfektum.de Der GL zertifiziert auch Schiffe. (Foto: MK)

neue ISO-Norm für viele Firmen mit sich bringt, überzeugt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich allein durch die Einführung eines systematischen Energiemanagements nicht nur die Umweltbilanz verbessert, sondern auch die Energiekosten eines Unternehmens in erheblichem Umfang verringert werden können.“ Die Einführung und Aufrechterhaltung der Norm wird staatlich gefördert. Kern der ISO 50001 ist die kontinuierliche Minimierung der Energiekosten und die Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung („energy performance“) eines Unternehmens. Die Norm beschreibt die Anforderungen an ein Energiemanagementsystem, das die energiebezogene Leistung verbessert, die Energieeffizienz erhöht und die Energienutzung optimiert. Der europäische Vorläufer der ISO 50001, die EN 16001 von 2009, wird zum Stichtag 24. April 2012 zurückgezogen. Bis zum 24. April 2013 gilt dann eine Übergangsregelung, die eine Umstellung von DIN EN 16001 auf DIN EN ISO 50001 für bestehende Akkreditierungen ermöglicht. n

Christian Freiherr von Oldershausen verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der maritimen Industrie. Zuletzt war er Geschäftsführer bei der Deutsche Seewert GmbH, einem maritimen Beratungs- und Asset Management UnterChristian Freiherr von Oldershausen (r.) mit Torsten nehmen. Er absolSchramm (Foto: GL) vierte sein Studium mit einem Abschluss Christian Freiherr von Olders- in Maschinenbau an der Univerhausen wird Senior Vice Presi- sität der Bundeswehr in Hamburg dent Global Sales beim Germa- und nahm an einem Postgraduiernischen Lloyd (GL). In dieser neu ten-Programm für International geschaffenen Position wird er zur Business an der Universität in weiteren Verbesserung der globa- Houston teil. Herr von Olderslen Vertriebspräsenz eng mit dem hausen begann seine Karriere als regionalen und lokalen Vertrieb in technischer Offizier bei der deutden Regionen zusammenarbeiten. schen Marine. Weitere MeilenDie Ernennung von Herrn von steine waren Führungspositionen Oldershausen verdeutlicht, dass bei der Hellespont Gruppe, HCI der GL weiter in seine Kunden- Capital AG und der MAN Ferrobeziehungen investiert und seine staal AG. Als Mitglied des Wirtweltweiten Vertriebsaktivitäten schaftsbeirates bestand bereits ausdehnt. Herr von Oldershau- in der Vergangenheit eine enge sen startet am 1. Januar 2012 am Beziehung zum Germanischen Standort Hamburg. Lloyd. n


HafenCity Hafen

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Safety Check oder: Was wäre, wenn …

Kreuzfahrt in die Bürgerschaft

Seeschifffahrt 2020

Gedanken während einer Rettungsübung an Bord

Terminals in der großen Politik

Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik veröffentlicht neue Studie

Wer schon einmal auf Kreuzfahrt war und jetzt die schrecklichen Bilder vom Schiffsunglück der Costa Concordia vor Giglio sieht, der macht sich im Nachhinein Gedanken, wie die eigene Rettungsübung an Bord eines Kreuzfahrers ablief. Laut internationalen Bestimmungen muss innerhalb von 24 Stunden nach Einchecken der Passagiere eine Rettungsübung abgehalten werden. Ich war vor zwei Jahren auf einem ähnlich großen Kreuzfahrtriesen wie die Costa Concordia mit fast 4.000 Passagieren und 1.500 Besatzungsmitgliedern unterwegs und hatte mir seinerzeit schon Gedanken gemacht: „Was wäre, wenn …“ Eine halbe Kleinstadt

Es kommt Bewegung in das Geschäft mit den großen Pötten. Die Kreuzfahrtterminals beschäftigen jetzt auch die Bürgerschaft – nicht ganz unerwartet –, und zum Frühlings- und Saisonbeginn ist mit einem ganzen Feuerwerk an Themen rund um die Kreuzfahrt in den Medien und Gremien zu

Eine Schwimmweste ist sehr unhandlich und sollte erst im Sammelraum angelegt werden.

in Seenot, nicht auszudenken. Als Seglerin ist der Respekt vor Wasser und Wasserdruck quasi angeboren, mit einem Ingenieur an der Seite der Respekt vor Maschinen noch viel größer. Nun scheint sich herauszustellen, dass menschliches Versagen zu dem furchtbaren Unfall geführt hat –

nicht die Natur oder ein Maschinenausfall. Dass ein Kreuzfahrtriese Grundberührung hat, ist undenkbar, zumal im Mittelmeer fast alle Strecken er- und befahren sind. Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, als vor Beginn der Kreuzfahrt noch vor dem ersten Ablegen in Genua die Durchsage zum Safety Check kommt. Vorgewarnt ist man ja, denn auf dem Tisch liegt obenauf als erster Termin: 17 Uhr: Anleitung, wo in der Kabine die Schwimmwesten verstaut sind, wie die Rettungswege verlaufen und wo für diese Kabine der Sammelpunkt ist. Es sind noch nicht einmal die Koffer ausgepackt, da schnappen wir uns wieder unsere Bordkarten, holen die Schwimmwesten aus dem Schrank. Es kommt die angekündigte Durchsage, dass dies kein Ernstfall, sondern lediglich eine Übung sei und es in 15 Minuten nach dem zweimaligen Signalton – siebenmal kurz, einmal lang –, der auf dem gesamten Schiff inklusive Kabinen und Toiletten erschallt, losgeht. Schon an den Kabinentüren haben sich Besatzungsmitglieder mit Leuchtwesten und großen Schildern in der Hand aufgereiht und weisen den Weg hinunter zu den Treppen in Richtung Sammelpunkt. Hier werden mit der Bordkarte die Namen abgeglichen, um zu sehen, ob alle Kabinen leer sind. Erst jetzt wird gezeigt, wie die Schwimmwesten anzulegen sind, denn es ergibt keinen Sinn, mit angezogener Schwimmweste wie ein MichelinMännchen unbeweglich zu werden. Mit ebenfalls großen Schildern weist die Besatzung den Weg zu den Rettungsbooten. Nun ist dies nur eine Übung und alles

nützt aber nichts, nur ein Konzept für 120 Kreuzfahrtschiffe zu entwickeln, wenn jährlich 12.000 Seeschiffe den Hafen anlaufen.“ An den bereits existierenden Terminals bestehen gegenwärtig aus Gründen des Immissionsschutzes entweder Beschränkungen für die Zahl der Anläufe (Altona) oder

Sammelraum ist die Diskothek. (Fotos: WM)

ganz ruhig und locker, ich fotografiere und bin entspannt – weiß ich uns doch im Hafen. Im Hinterkopf schleicht sich aber doch ein Gedanke ein: Was wäre, wenn Du bei Schräglage die meterlangen Gänge laufen musst, dann ist der Boden schief, die Handläufe in Kopfhöhe oder als Stolperfalle, offene Kabinentüren sind zu überqueren, aus den Kabinen rutscht Dir Material entgegen. Und dann vielleicht

Wie soll man da ruhig bleiben? nur Notbeleuchtung und drumherum viele weitere ängstliche Menschen, dazu das permanente Notsignal aus den Lautsprechern. Wie soll man da ruhig bleiben und seinen Sammelpunkt finden? Wie die Treppen heruntersteigen (die Rettungsboote sind immer möglichst nah an der Wasseroberfläche, also treppab), wenn die Stufen schief sind und man quasi die Wände mitbenutzen muss ohne Handlauf? Als Seglerin ist man schiefe Fußböden und Wände gewohnt, die Treppen sind für sicheren Stand fast halbrund und trotzdem hält man sich mit ausgebreiteten Armen irgendwo fest. Wie das auf einem Kreuzfahrer

mit 2 Meter breiten Gängen und 6 Meter breiten Treppen? Die Treppenhäuser sind als Fluchtwege so breit ausgelegt, aber sie schwingen nicht mit, drängen die Menschen in die Schräglage. Die Szenerie in den Restaurants mag ich gar nicht zu Ende denken: Wie in Filmen rutschen Tische und Stühle, Geschirr, Lebensmittel, Deko, Musikinstrumente an eine Seite. Gnade denjenigen, die sich dort aufhalten. Sie müssten sofort aufspringen und in ihre Kabine gegen den Strom rennen, um ihre Schwimmwesten zu holen, obwohl bei unserer Übung erklärt wurde, dass genug Westen auch draußen zur Rettungsboote werden im Hafen getestet. Verfügung stünden. Zum großen Glück konnten die vielen tausend Menschen die Reederei im Übrigen sofort von der Costa Concordia gerettet reagiert und die Rettungsübunwerden, nur wenige Tote sind zu gen vorverlegt. Jetzt sollen die beklagen. Wenn man sich über- Übungen auf jeden Fall noch im legt, dass über 5.000 (!) Menschen Hafen abgehalten werden. Dass in wenigen Stunden an Land ge- die Realität die Grenzen jeglicher bracht wurden, dann gehört trotz Theorie sprengen kann ist selbstaller negativen Berichte über verständlich – auch in Anbetracht Chaos und Besatzungsunvermö- dessen, wie eine Rettung bei eigen meine Hochachtung den Ret- nem Riesen wie der Allure of the tungskräften. Im Zuge der Katas- Seas mit 8.400 Menschen aussetrophe mit der Costa Concordia hat hen könnte. n (WM)

Die Queen Elizabeth am Terminal Altona (Foto: MK)

rechnen. Den Anfang machten Anjes Tjarks und Jens Kerstan von der GAL mit einer kleinen Anfrage zum Thema Kreuzfahrtschiffe und Terminals: „Nach Aussage von Wirtschaftssenator Horch können die bestehenden Kreuzfahrtterminals in Altona und in der HafenCity das erwartete Wachstum des Kreuzfahrttourismus in Hamburg nicht bewältigen: Hamburg stößt an seine Kapazitäten“, (Hamburger Abendblatt vom 9. Januar 2012). Der Senat sei daher „in tieferen Überlegungen“ zum Bau eines dritten Terminals. Als mögliche Standorte sind O’Swaldkai und Überseezentrum auf dem Kleinen Grasbrook im Gespräch. Gleichzeitig kündigt der Senator ein Konzept für den Aufbau einer Landstromversorgung für Kreuzfahrtschiffe für den April 2012 und dessen Umsetzung für die Jahre 2013 und 2014 an. Das Hamburger Abendblatt zitiert ihn dazu mit der Aussage: „Es

für die Nutzungen im Umfeld (HafenCity). Vor diesem Hintergrund fragten die beiden Abgeordneten den Senat nach genauen Zahlen zu Schiffen, Passagieren, Kapazitäten und Auslastungen in der Vergangenheit und den zu

Steigende Auslastung fordert Handlungen erwartenden Zahlen in der Zukunft. Die Antworten des Senates spiegelten die inzwischen hinreichend bekannten Zahlen wider, zeigen aber bei der Auslastung, dass reine Rechenmodelle auf den falschen Weg führen. Die höchste Auslastung bei den Terminals lag bei rechnerisch 365 möglichen Anlauftagen im Jahr beziehungsweise 31 Anlauftagen im Monat im höchstfrequentierten Monat Mai bei 41,9 Prozent in der HafenCity beziehungsweise 30,6 Prozent in Altona. Außer Acht gelassen

wird dabei, dass die Routenplanung bei Kreuzfahrtschiffen ein höchstkompliziertes Geschäft ist, bei dem die Reedereien nicht auf jeden Aspekt Rücksicht nehmen können. So sind bestimmte Tage und Monate beliebter und begehrter als andere, und eine durchschnittliche Auslastung spiegelt nicht den Run auf die Liegeplätze wider, der an manchen Tagen im Hafen herrscht. Der Senat geht bei den Passagierzahlen im Übrigen bis 2015 von einer Steigerung bis zu 500.000 Passagieren aus. Im Weiteren beschäftigt sich die Anfrage mit den Besonderheiten des Terminals Altona und den vermeintlichen und echten Beschränkungen, die auf dem Terminal liegen. In der Anfrage geht der Senat nicht von einer gesetzlichen Beschränkung der Anläufe mit einer konkreten Zahl aus, sondern verweist auf das BundesImmissionsschutzgesetz, das hier die Belastung regelt, sodass 70 Anläufe 2012 in Altona durchaus möglich sein sollen. Spannend an den vorgestellten Zahlen ist, dass das Terminal Altona schon jetzt trotz einer geringeren Zahl an Schiffsanläufen mehr Passagiere abfertigt. In der HafenCity wurden im Jahr 2011 140.883 Passagiere abgefertigt, im Terminal Altona 171.839. Dem stehen 69 Anläufe in der HafenCity und nur 45 in Altona entgegen. Noch eine interessante Zahl: Für das Jahr 2013 haben sich schon jetzt über hundert Schiffe in Hamburg angemeldet. Mit dem Terminal HafenCity hat die Stadt immerhin einen Überschuss von 375.000 Euro erwirtschaftet, zum Terminal Altona konnte der Senat nicht antworten. Zum auch angefragten Thema Landstrom äußert sich der Senat noch nicht konkret, sondern verweist auf das im April angekündigte Konzept der Stadt und des Hafensenators Frank Horch. Die Zahlen sprechen für ein drittes Terminal, wenn der Boom weiter anhält – der Stadt würde es sicher gut bekommen. Ein Thema, das spannend bleibt. n

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Kooperation im Kleinen – Ein Schlepper drückt ein Schiff an den Kai (Foto: MK)

Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML entwickelt und optimiert Prozesse und Systeme entlang der maritimen Supply Chain. In praxisorientierten Forschungsprojekten unterstützt das CML private und öffentliche Auftraggeber bei der Initiierung und Realisierung von Innovationen. In einer neuen Studie nahm das Institut die Zukunft der Schifffahrt unter die Lupe. Als „sehr sinnvoll“ oder „sinnvoll“ bezeichnen 75 Prozent der befragten maritimen Unternehmen dort Kooperationen zwischen Schifffahrtsunternehmen, Terminalbetrieben oder Häfen. Kooperationen helfen den Unternehmen dabei, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein Beispiel für eine Hafenkooperation ist die der Offshore-Häfen Nordsee Schleswig-Holstein. Verschiedene Offshore-Häfen der schleswig-holsteinischen Nordseeküste haben innerhalb dieser Hafenkooperation Mitte 2011 ein gemeinsames Logistikkonzept verabschiedet. In der Studie mit dem Titel „Seeschifffahrt 2020“ gibt das Institut einen Überblick darüber, wie Unternehmen der

maritimen Wirtschaft die derzeitigen und zukünftigen zentralen Themen der deutschen Seeschifffahrt bewerten. Befragt wurden die Unternehmen zu Globalisierungseinf lüssen und Finanzierungsformen, zum maritimen Standort und zu politischen Themen sowie zum Bereich Umwelt und Technologien. Konkrete Fragestellungen bezogen sich zum Beispiel auf infrastrukturelle Maßnahmen wie die Elbvertiefung sowie auf den Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit in der Seeschifffahrt.

Wettbewerbsfähig durch Kooperation Die Grundlage der Untersuchung bilden eine Online-Befragung, standardisierte Interviews sowie vertiefende Experteninterviews, die mit Vertretern der Branche sowie verbundener Branchen im vergangenen Jahr geführt wurden. Die Studie „Seeschifffahrt 2020 – Aktuelle Trends und Entwicklungen“ steht auf der Homepage des CML zum Download zur Verfügung. n


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HafenCity Hafen

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

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HafenCity hafen

HafenCity Zeitung / Seite 21

Ab nach Trelleborg

Alptraum Traumschiffe

Kreuzfahrtbranche in Hamburg wächst

Reederei-Manager gewinnt Fährschein nach Schweden

NABU verleiht den Dinosaurier 2011

164 Anläufe – noch mehr Schiffe, noch mehr Reedereien

Inka Peschke überreicht das Ticket an Andrei Moroc. (Foto: SM)

Hamburg, 18. Januar 2012. Einer der Hauptpreise aus dem Maritimen Adventskalender der Seemannsmission bleibt in seemännischer Hand: Andrei Moroc, Top-Absolvent der West University of Timisoara, Rumänien, und heute Projekt-Manager der Hammonia-Reederei in Hamburg, gewinnt ein Ticket für einen Törn von Travemünde nach Trelleborg. Inka Peschke, Geschäftsführerin der Seemannsmission, überreichte den Preis der Travemünder TTLine. Das Fährticket war einer von 72 Preisen, die sich hinter den Türen des Adventskalenders versteckten. Das Seemannsheim am Krayenkamp sowie die Seemannsclubs Duckdalben und Brunsbüttel legten den Kalender 2011 auf, um mit dem Erlös ihre Arbeit zu unterstützen. „Wir danken der TT-Line und allen anderen Sponsoren für ihre Unterstützung bei unserem Adventskalender", so Peschke. Die TT-Line feiert im März 2012 ihr 50-jähriges Jubiläum: Am 28. März 1962 eröffnete das erste

Schiff, die Nils Holgersson I, die Ostsee-Linie von Travemünde nach Trelleborg – und revolutionierte den Fährbetrieb. Bis dahin waren Autos per Kran auf die Fähre verladen worden. Doch die Zahl an Autoreisen nahm zu. Die Nils Holgersson war die erste Roll-on-/Roll-off-Fähre auf der Ostsee. Hier waren die Pkw durch Seitentore direkt aufs Schiff gefahren. Heute befördert die TTLine mit sechs Schiffen auf den Routen Rostock – Trelleborg und Travemünde – Trelleborg rund 650.000 Fahrgäste und 350.000 Frachteinheiten pro Jahr. Damit ist die Reederei Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen Deutschland und Schweden. Moroc wurde bereits an einer Hochschule geehrt für „the best international academic performance“, trotzdem ist es sein erster maritimer Preis. n Weitere Informationen gibt es bei Inka Peschke unter 040 – 37 09 61 33.

„Ein Kartell der Verweigerer“, so beschreibt Hamburgs NABUVorsitzender Alexander Porschke das Verhalten der KreuzfahrtReedereien und betont, dass „die Umweltbelastungen durch die Kreuzfahrtschiffe viel größer sind, als sie sein müssten“. Den peinlichen Umweltpreis erhielten daher die Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises stellvertretend für alle Reeder, die ihre Kreuzfahrtschiffe mit Schweröl betreiben. Diese zeigen keinerlei Bereitschaft, ihre Flotten ausschließlich mit verhältnismäßig „sauberen“ Treibstoffen, also mit Schiffsdiesel zu betreiben. „Natürlich sind Freude und Vergnügen in unserer Zeit auch mit Belastungen verbunden“, sagt der frühere Hamburger Umweltsenator, „uns geht es auch nicht darum, die Kreuz-

die Hamburg – wenn auch sehr spät – umsetzte, im Hamburger Hafen der Betrieb mit Schiffsdiesel vorgeschrieben und der Schwefelausstoß darf dabei den Grenzwert von 0,1 Prozent nicht übersteigen. Offen ist, ob und mit welchen Ergebnissen diese Werte gemessen werden. Erst ab 2015

Abschmelzen beschleunigen. Das aktuelle Schiffsunglück vor der italienischen Küste beweist, wie gefährlich Schweröl als Treibstoff nach einem Unfall für die gesamte Umwelt ist. „Die Reeder nehmen Gesundheitsschädigungen und Umweltzerstörung in Kauf, statt ihre Schiffe auf moderne Tech-

Schädigungen werden in Kauf genommen fahrtschiffe zu verbieten. Wir bauen darauf, dass die Passagiere auf diesen Schiffen uns unterstützen. Unbeteiligte Dritte wie das Klima sowie die Bewohner von Küsten und Häfen werden erheblich belastet, und selbst an Bord sind bei ungünstigen Windverhältnissen Passagiere und Mannschaft unnötigerweise betroffen.“ Bei einem Durchschnittspreis von 185 Euro pro Person und Nacht an Bord liegen die Mehrkosten für einen durchgehenden Betrieb mit Schiffsdiesel bei rechnerisch 15 Euro mehr, von denen die Reedereien behaupten, dass diese bei ihren Kunden nicht durchsetzbar wären. Bereits jetzt ist aufgrund einer EU-Richtlinie,

Traumschiff zum Abgewöhnen? (Foto: MK)

werden diese Vorgaben auch für Fahrten in der Ost- und Nordsee gesetzlich vorgeschrieben. Für Fahrten auf dem offenen Meer gibt es noch keine Vorschriften, und hier wird mit Schweröl – ein reines Abfallprodukt aus den Raffinerien, bei dem noch nicht einmal Rußfilteranlagen funktionieren – „gedampft“. Mehrere Studien belegen, dass bei Fahrten in der Arktis die Rußpartikel sich auf das Eis ablagern und damit das

nologien umzustellen und muten damit ihren Kunden ebenfalls ein schlechtes Image zu“, führt Alexander Porschke aus, „wir werden uns solange engagieren bis sich die gesamte Branche besinnt.“ Es bleibt abzuwarten, welche Aktivitäten der NABU noch plant. Die internationale Norm für Landstromanschlüsse wurde verabschiedet und wird in Kürze veröffentlicht. n (CF) www.nabu.de/kreuzfahrtschiffe/

Änderung der Lotstarifverordnung Stand von 2010 wieder erreicht

Das Zuhause auf Zeit für Ihre Gäste mitten in der Hamburger City zwischen Elbe und Alster Nur wenige Gehminuten von der Hafencity entfernt Der Michaelis Hof, im Gebäude der Katholischen Akademie, bietet komfortabel eingerichtete Zimmer mit Dusche/WC, Fön, Kabel-TV sowie Telefon und kostenfreiem Internetzugang. Jedem Zimmer steht ein kostenfreier Tiefgaragenplatz zur Verfügung. Einzelzimmer ab EUR 69,00 Doppelzimmer ab EUR 84,00 84 ,00 Herrengraben 4 , 20459 Hamburg Telefon 040-35906-912 / Fax -911 www.michaelishof-hamburg.de info@michaelishof-hamburg.de Die Lotse 3 vor Altona in voller Fahrt (Foto: MK)

Die Mitglieder der Lotsenbrüderschaft Elbe lotsen die Schiffe auf der Elbe von der Leuchttonne E 3 in der Deutschen Bucht bis zur Hamburger Hafengrenze. Dabei werden alle Häfen und Pieranlagen an der Elbe bedient. Darüber

hinaus werden der Schifffahrt verschiedene Sonderdienste angeboten. Diese gewährleisten allen Schiffen bei allen Wetterlagen ein sicheres und rasches Erreichen ihres Liegeplatzes. Hierfür stehen der Schifffahrt 250 Seelotsen kon-

tinuierlich zur Verfügung. Auch bei schwierigstem Wetter stehen die Lotsen den Schiffen zur Seite. Seit dem 1. Januar 2012 gilt eine veränderte Lotstarifverordnung. Danach werden die Lotsabgaben um 10 Prozent angehoben. Die Lotsabgaben wurden in der Vergangenheit aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage, verursacht durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, temporär zur Stützung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen abgesenkt. Mit der aktuellen Erhöhung wurde der Stand vor April 2010 wieder erreicht. Bei den Lotsgeldern bleiben die Tarife auf den Revieren Elbe, Weser, Jade, Ems, Wismar/ Rostock/Stralsund aufgrund der Verkehrsentwicklung (Mittelschiffentwicklung) unverändert. Dagegen erhöhen sich die Lotsgelder auf den Revieren NordOstsee-Kanal (3 Prozent), Kieler Förde (6,32 Prozent), Flensburger Förde (7,5 Prozent) und Trave (5,73 Prozent). n (uvhh)

Der Ort der Pressekonferenz unterstrich das Ziel der Kreuzfahrtbranche in Hamburg 2012: noch mehr Schiffe, noch mehr Passagiere – und noch mehr begleitende Wertschöpfung für Hamburg, wie Wirtschaftssenator Frank Horch auf der Queen Elizabeth der Cunard-Reederei in Altona deutlich machte. Die Queen Elizabeth bildete die großartige Kulisse für die dazu passenden Zahlen für das aktuelle Jahr. Ganze 164 Anläufe werden Elbe und Hamburger Hafen nach jetzigen Planungen erleben. Insgesamt gibt es in der Saison 2012 zwölf Erstanläufe zu begrüßen – doppelt so viele wie in 2011. Dabei sind erstmalig in der Hansestadt die AIDAmar, Columbus 2, Costa neoRomantica, Costa Pacifica, Funchal, Hamburg, Le Diamant, Ocean Countess, Oriana, Saga Ruby, Seabourn Sojourn und die Thomson Spirit. Insgesamt wird der Hamburger Hafen im Mai 35 Mal von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Das damit einhergehende Passagiervolumen beläuft sich auf knapp 93.000 Menschen. Zum Hafengeburtstag erscheinen gleich acht Kreuzfahrer: die AIDAblu, AIDAluna, AIDAmar, AIDAsol Deutschland, Le Boréal, MSC Lirica, Queen Mary 2, die Star Flyer und die Alexander von Humboldt 2. Das Mega-Ereignis in diesem Monat wird am 12. Mai die Taufe

der AIDAmar sein, die mit einer weltweit einmaligen Taufzeremonie gleich von drei Schwesterschiffen auf große Fahrt geschickt wird. Wer sich an die Taufe der AIDAdiva erinnert, weiß, dass AIDA Cruises zu feiern versteht. Die Einmaligkeit dieses Ereignisses wird sicherlich dazu beitragen, dass der Hamburger Hafengeburtstag dieses Jahr aus allen Nähten platzen wird. Aus allen Nähten platzen bei diesen Zahlen selbstverständlich auch die Kapazitäten der zwei Kreuzfahrtterminals und der restlichen Hafenanlagen. So gibt es insgesamt 32 Doppelanläufe, vier Dreifachanläufe und zwei Fünffachanläufe. Die Anzahl der Doppelbelegungen (2011: 20 Doppelanläufe) zeigt, wie dringend

Pressekonferenz fand vor beeindruckender Kulisse statt. (Foto: TH)

der zweite Großschiffsliegeplatz in Altona benötigt wird. Für 2012 sind bislang 70 Abfertigungen am Cruise Center Altona geplant. Zu einem dritten Terminal wollten sich Stefan Behn (HHLA und Cruise Center Hamburg), Gerd

Auf der Pressekonferenz: Behn, Horch, Tabarelli, Drossel, Shanks (Foto: MK)

Drossel (Cruise Center) und Senator Frank Horch nicht konkret äußern. Immerhin scheint es so, dass inzwischen ernsthaft über das Überseezentrum als Standort nachgedacht wird, und laut Frank Horch stehen auch die Planungen in der HafenCity noch mal auf dem Prüfstein. Größter Hinderungsgrund ist die finanzielle Lage der Stadt Hamburg, die es notwendig mache, nach potenten privaten Partnern zu suchen. Immerhin machen es die Infrastrukturplanungen zum Beispiel mit der U4 einfach, das Überseezentrum für den Sprung über die Elbe zu nutzen. Zurück zu den Highlights des Jahres: Am 15. Juli ist Queens Day in Hamburg, dann laufen die Queen Mary und die Queen Elizabeth gemeinsam zu Kreuzfahrten aus – mit Sicherheit ein fantastischer Anblick. Dann

wird es wieder nach dem Erfolg des letzten Jahres eine Flaggenparade beim Auslaufen der Queen Mary geben. Letzter Höhepunkt sollen hier die Cruise Days vom 17. bis 19. August sein, wenn insgesamt sieben Kreuzfahrtschiffe nach Hamburg kommen: die AIDAluna, AIDAmar, Astor, Columbus, Deutschland, MSC Lirica und die Queen Mary 2. Außerdem wird noch die Columbus durch den neuen Eigentümer Plantours in Hamburg umgetauft. Der Kreuzfahrtstandort Hamburg machte auch die Anwesenheit von CunardChef Peter Shanks bei der Pressekonferenz klar, der sich lobend über die Zusammenarbeit mit den Hamburger Institutionen äußerte und den deutschen respektive den Hamburger Markt als kommenden Schlüsselmarkt für Cunard aufzeigte. n


HafenCity Hafen

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HafenCity hafen

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Zeitung / Seite 23

Kreuzfahrtkalender 2012 Schiffsankünfte in der Übersicht

März Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

AIDAluna AIDAluna

24.03. 31.03.

06:30–20:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr

Ahoi!

Altona Altona

April Schiffsname MSC Lirica MSC Lirica AIDAluna MSC Lirica Fram AIDAluna MSC Lirica AIDAsol AIDAluna MSC Lirica MSC Lirica Fram AIDAluna Queen Elizabeth

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger 02.04. 05.04. 07.04. 09.04. 10.04. 14.04. 15.04. 19.04. 21.04. 22.04. 24.04. 25.04. 28.04. 29.04.

09:00–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 12:00–15:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 09:00–16:00 Uhr 12:00–20:00 Uhr 06:30–20:00 Uhr 07:00–17:00 Uhr

HafenCity HafenCity Altona HafenCity HafenCity Altona HafenCity Altona Altona HafenCity HafenCity HafenCity Altona HafenCity

Mai Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Mein Schiff 2 AIDAmar Delphin AIDAluna Delphin Deutschland AIDAmar Ocean Countess AIDAmar Star Flyer AIDAmar Empress Funchal MSC Lirica AIDAluna AIDAmar Le Boreal AIDAsol

03.05. 04.05. 04.05. 05.05. 05.05. 06.05. 06.05. 06.05. 07.05. 08.05. 09.05. 13.05. 10.05. 10.05. 10.05. 11.05. 11.05. 12.05. 12.05. 12.05. 12.05. 13.05.

06:30–19:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 09:00–17:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 09:00–17:00 Uhr 07:00–17:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 10:00 Uhr – 02:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 17:00 Uhr – 20:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 13:00 Uhr – 06:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–20:30 Uhr 08:00–20:30 Uhr 12:30–23:59 Uhr 20:00 Uhr – 13:00 Uhr

HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity HafenCity Altona HafenCity Altona Überseebr. Altona HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity Altona O'Swaldkai HafenCity

AIDAblu Deutschland Queen Mary 2 Costa neoRomantica AIDAluna AIDAblu Star Flyer Queen Mary 2 MSC Lirica AIDAluna Seabourn Sojourn Fram Silver Cloud AIDAmar AIDAluna Bremen Crystal Symphony

12.05. 13.05. 13.05. 13.05. 14.05. 17.05. 18.05. 19.05. 20.05. 22.05. 24.05. 24.05. 05.05. 24.05. 25.05. 26.05. 26.05. 29.05. 31.05. 31.05. 01.06.

20:00 Uhr – 21:30 Uhr 07:00–17:00 Uhr 13:00–23:00 Uhr 09:00–22:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–21:30 Uhr 08:00–20:00 Uhr 07:00–19:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 07:00 Uhr – 03:00 Uhr 10:00–18:00 Uhr 08:00 Uhr – 08:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:00–20:00 Uhr 08:00 Uhr – 12:00 Uhr

Altona HafenCity HafenCity Altona Altona Altona Überseebr. HafenCity HafenCity Altona HafenCity HafenCity HafenCity Altona Altona HafenCity Altona

Juni Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

MSC Lirica AIDAmar Costa Magica AIDAluna Seabourn Sojourn Queen Elizabeth Amadea AIDAluna Hamburg Columbus 2 AIDAmar Costa Magica AIDAluna MSC Lirica Costa Pacifica

01.06. 02.06. 02.06. 03.06. 03.06. 05.06. 07.06. 07.06. 08.06. 08.06. 08.06. 09.06. 10.06. 11.06. 13.06. 13.06. 14.06.

08:00–16:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 07:00–17:00 Uhr 07:00–19:00 Uhr 10:00–18:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 07:00–18:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr

HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity HafenCity Altona Altona Altona HafenCity Altona


Queen Mary 2 Prinsendam Hamburg MSC Lirica AIDAluna Costa Magica Costa Pacifica Amadea Crystal Symphony Queen Elizabeth AIDAluna Costa Magica Europa AIDAluna AIDAmar MSC Lirica Costa Magica AIDAluna Costa Pacifica Amadea

14.06. 16.06. 17.06. 18.06. 18.06. 19.06. 21.06. 23.06. 23.06. 24.06. 26.06. 27.06. 28.06. 30.06. 30.06.

10:00–19:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr 07:00–19:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 07:00–23:59 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr 09:00–19:00 Uhr

HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity HafenCity HafenCity Altona HafenCity Altona Altona Altona HafenCity

Juli Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Costa Magica Le Diamant MSC Lirica AIDAmar AIDAluna Costa Magica Queen Mary 2 Queen Elizabeth Costa Pacifica MSC Lirica Amadea Aurora AIDAluna Le Diamant Europa Costa Magica AIDAmar Silver Cloud Mein Schiff 2

04.07. 05.07. 05.07. 05.07. 07.07. 08.07. 12.07. 13.07. 15.07. 15.07. 16.07. 16.07. 17.07. 17.07. 18.07. 18.07. 19.07. 19.07. 20.07. 21.07. 21.07. 21.07. 23.07. 23.07.

12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:00–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:00–23:59 Uhr 07:00–19:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 09:00–19:00 Uhr 19:30 Uhr – 21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:00–20:00 Uhr 07:00– 16:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 22:30 Uhr – 07:00 Uhr 06:30–19:00 Uhr

Altona HafenCity HafenCity Altona Altona Altona HafenCity Altona Altona HafenCity HafenCity HafenCity Altona HafenCity HafenCity Altona Altona HafenCity HafenCity

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

25.07. 25.07. 27.07. 27.07. 27.07. 28.07. 28.07. 29.07. 30.07.

08:30–19:00 Uhr 16:00 Uhr – 06:00 Uhr 09:00–18:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 08:00–17:00 Uhr

HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity Altona HafenCity Altona

August Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Le Diamant AIDAmar Mein Schiff 2 Costa Magica AIDAluna MSC Lirica Queen Mary 2 Costa Magica Deutschland AIDAluna AIDAmar Deutschland Columbus 2 Astor MSC Lirica Deutschland Queen Mary 2 Columbus 2 Costa Magica Star Flyer AIDAluna Costa Magica MSC Lirica

02.08. 04.08. 05.08. 05.08. 06.08. 07.08. 07.08. 12.08. 13.08. 14.08. 15.08. 17.08. 18.08. 18.08. 18.08. 18.08. 19.08. 18.08. 19.08. 19.08. 19.08. 21.08. 21.08. 22.08. 25.08. 27.08. 29.08. 30.08. 29.08.

06:00–20:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–19:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 03:30–22:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 07:00–20:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 07:00–21:00 Uhr 07:00–23:59 Uhr 07:30 Uhr – 20:00 Uhr 13:00 Uhr – 03:00 Uhr 0:00–16:00 Uhr 07:00–19:00 Uhr 07:00–22:30 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00 Uhr – 02:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr

HafenCity Altona HafenCity

Costa neoRomantica AIDAmar MSC Lirica Europa Mein Schiff 2 AIDAsol Hanseatic Thomson Spirit AIDAmar MSC Lirica Hanseatic Empress Delphin MSC Lirica Bremen AIDAmar MSC Lirica Fram

07.09. 08.09. 08.09. 09.09. 09.09. 10.09. 12.09. 14.09. 15.09. 15.09. 16.09. 17.09. 19.09. 20.09. 21.09. 22.09. 26.09. 30.09.

08:00–20:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 02:00–19:00 Uhr 06:30–19:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 06:00–19:00 Uhr 08:00–23:59 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:00–16:00 Uhr 07:00–17:00 Uhr 09:00–16:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 06:00–15:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 09:00–16:00 Uhr

Altona Altona HafenCity HafenCity Altona Altona HafenCity HafenCity Altona HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity Altona HafenCity HafenCity

Altona Altona HafenCity HafenCity

Oktober Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Altona HafenCity Altona Altona O'Swaldkai HafenCity

MSC Lirica Bremen AIDAblu MSC Lirica AIDAcara MSC Lirica MSC Lirica

01.10. 04.10. 04.10. 08.10. 13.10. 14.10. 16.10.

13:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08:00–21:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 13:00–21:00 Uhr 09:00–21:00 Uhr

HafenCity HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity HafenCity

O'Swaldkai HafenCity HafenCity HafenCity HafenCity

November Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Altona Überseebr. Altona

Amadea

30.11.

Altona HafenCity

September Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

AIDAluna AIDAmar Costa Magica

01.09. 01.09. 06.09.

06:30–21:00 Uhr 06:30–21:00 Uhr 12:00–18:00 Uhr

HafenCity hafen

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Altona Altona

10:00–23:59 Uhr

Schiffsdaten Schiffsname

BRT*

Passagier- kapazität

AIDAblu AIDAcara AIDAluna AIDAmar AIDAsol Amadea Astor Aurora

68.500 2.176 38.506 1.186 68.500 2.050 71.100 2.176 68.500 2.176 28.717 584 21.000 590 76.000 2.050

Balmoral Bremen

43.537 1.800 6.752 164

Columbus 2 Costa Magica Costa neoRomantica Costa Pacifica Crystal Symphony

14.903 102.587 56.000 114.500 51.044

Delphin Deutschland

16.214 476 22.496 520

Empress Europa

48.563 1.602 28.437 408

Fram Funchal

11.647 318 9.563 570

Hamburg Hanseatic

14.903 410 9.000 184

Le Boreal Le Diamant

10.700 8.282

264 226

Mein Schiff 2 MSC Lirica

76.500 59.058

1.924 1.530

Ocean Countess Oriana

17.593 800 69.000 1.828

Prinsendam

37.983 766

Queen Elizabeth Queen Mary 2 Queen Victoria

90.400 2.056 150.000 2.620 90.000 1.980

Saga Ruby Seabourn Sojoum Silver Cloud Star Flyer

24.492 32.000 16.800 2.300

450 296 170

Thomson Spirit

33.930

1.400

698 3.470 1.690 3.780 940

Altona

Dezember Schiffsname

Datum Ankunft–Abfahrt Anleger

Saga Ruby Oriana Amadea Queen Victoria Balmoral Amadea

08.12. 12.12. 12.12. 18.12. 18.12. 19.12. 20.12.

08:00–16:00 Uhr 08:00–22:30 Uhr 10:00–17:00 Uhr 07:30–23:00 Uhr 23:00 Uhr – 22:00 Uhr 08:00–18:00 Uhr

HafenCity Zeitung / Seite 25

HafenCity Altona HafenCity Altona HafenCity Altona

* Brutto-Register-Tonnen

HafenCity Hafen

Seite 24 / HafenCity Zeitung


Hamburgs scHönste seiten: Bereits seit drei Jahren präsentiert »Der Hamburger« starke Fotos und außergewöhnliche Reportagen im Großformat.

Das ist bekannt – neu ist aber, dass unsere Kundenkommunikation unter einem gemeinsamen Dach stattfindet. Ab jetzt sind Hamburgs schönste Seiten zusammen mit der HAFENCITY ZEITUNG und dem QUARTIER buchbar unter anzeigen@derhamburger.info


Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

termine

HafenCity Zeitung / Seite 27

Termine im Februar Musikalische Highlights, spannende Lesungen, sehenswerte Ausstellungen und politische Diskussionen bietet der Monat Februar.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen – Paavo Järvi Die Deutsche Kammerphilharmonie hat sich den großartigen Werken Schumanns und Brahms’ angenommen und präsentiert an diesem Abend: Robert Schumann – Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 – und Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73. Elbphilharmonie Konzerte Laeiszhalle Hamburg Großer Saal 03.02.2012, 20 Uhr

Musik im Meßmer MOMENTUM Am Kaiserkai 10 Le Moment Raphaël Marionneau, einer der einflussreichsten Chillout-DJs Europas, lädt zum Entspannen bei feinstem Teegenuss ein. 08.02.2012, 18 Uhr

Winterfest mit Fröst – Kammermusik Ein Kammermusikfestival des Klarinettisten Martin Fröst. Zusammen mit Shai Wosner und dem Apollon Musagete Quartett spiegelt das Programm die Extravaganz des „Winterfests“ wider. Elbphilharmonie Konzerte Laeiszhalle Hamburg Kleiner Saal 22.02.2012, 20 Uhr

Musik im Klub.K Steckelhörn 12 Open Stage Der Klub.K öffnet seine Türen für alle Nachbarn, Freunde, Musik- und Kulturinteressierte. Die Bühne ist offen, für die, die Lust haben zu musizieren oder kreativ werden möchten. 02.02.2012, 19:30 Uhr Latonica Sur Die neue Band um den chilinischen Saxophonisten und Komponisten Victor Millones Guerra. Eine Latin-Jazz-Fusion mit tiefer Verwurzelung in der latein-amerikanischen Folklore und Rhythmuswelt. 17.02.2012, 20 Uhr Lyambiko Die „Sängerin des Jahres“ gehört zu den erfolgreichsten Jazz Künstlern Deutschlands: eine warme, packende Stimme und groovender Bandsound. 23.02.2012, 20 Uhr www.klub-k.de Von Rittern und Rabauken: Die Reise nach Brasilien Eine Geschichte von Daniil Charms mit Musik von Dmitri Schostakowitsch. Musik, eine Erzählerin und ein klein wenig Phantasie reichen aus für einen Ausflug in ein clownesk-philosophisches Abenteuer. Elbphilharmonie Konzerte Laeiszhalle Hamburg Kleiner Saal 05.02.2012, 11 Uhr Hamburg Sounds Die besten Hamburger Songwriter und die spannendsten Newcomer. Ein Podium bringt sie zusammen mit etablierten Stars der Szene. Im Programm u. a. Dirk Darmstaedter und Spherical. Fliegende Bauten Glacischaussee 4 13.02.2012, 19:30 Uhr ePhil | Sounds of Israel – Ran Slavin Improvisierte Audio- und Videoperformances in Echtzeit. Der 1967 in Jerusalem Geborene

Jazz-Duo – Nils Wülker und Arne Jansen Die Songwriter des Jazz. Zwei Individualisten mit eigenem Sound sind als Instrumental-Duo im Rahmen der diesjährigen Elbjazz Sneak-Preview zu Gast am Kaiserkai – bei einem der ersten Konzerte ihrer Tour 2012. CARLS an der Elbphilharmonie Am Kaiserkai 69 19.02.2012, 18:30 Uhr

Sebó – Souliger Pop Mit viel Soul und einer klaren, positiven Botschaft tritt der ehemalige Rapper Sebó aus den verschiedenen Szenen und Stilen heraus und kombiniert sie neu. Club 20457 Osakaallee 6–10 24.02.2012, 20 Uhr

Piano Moments Der weltweit bekannte Komponist und Produzent Marcus Loeber führt nun ein Mal im Monat seine Solo-Piano-Musik für den besonderen Moment vor. 10.02.2012, 17 Uhr Tea Time & Klassik Kammermusik zur Teezeit mit den Hamburger Symphonikern – ein Nachmittag voller Harmonie! 21.02.2012, 16 Uhr www.messmer-momentum.de

ist ein multimedial arbeitender Gesamtkunstwerker. In seinen Installationen spielt Musik eine wichtige Rolle, sie verstärkt die Wirkung der visuellen Darstellungen. Ran Slavins Werke sind Entdeckungsreisen für alle Sinne. Elbphilharmonie Konzerte KörberForum, Kehrwieder 12 16.02.2011, 21 Uhr Installation im Foyer: 20 Uhr DramaQueens: Versprochen! – Update 2011 Das Erfolgsprogramm der letzten Monate geht weiter. Da ist es wenig überraschend, dass mal wieder so einiges versprochen wird, aber wird es dieses Mal auch gehalten? Drei Frauen mit drei Meinungen ergeben ein dreifaches Vergnügen. Versprochen. Das Schiff, Holzbrücke 2 16. und 17.02.2012, 19:30 Uhr

ePhil – Thorsten Soltau Thorsten Soltau entwickelt elektroakustische, experimentell minimalistische Collagen, die eine ganz eigene Form besitzen. Gearbeitet wird mit Schallquellen (plunderphonics). Elbphilharmonie Konzerte KörberForum, Kehrwieder 12 24.02.2011, 21 Uhr

Kultur

WUNDER Kunst, Wissenschaft und Religion vom vierten Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Spur des Wunders über die Zeiten und Disziplinen hinweg. Deichtorhallen Deichtorstraße 1–2 Nur noch bis zum 05.02.2012! 140 Jahre Hamburg Süd Die Sonderausstellung ermöglicht einen einzigartigen Blick auf die Geschichte der Reedereigruppe. Mit zahlreichen Gemälden, Postern und Schiffsmodellen. Internationales Maritimes Museum, Koreastraße 1 15.11.2011–25.03.2012 Fotografie Hafen Hamburg – Jörn Zolondek Eindrucksvolle Inszenierungen des Hamburger Fotografen Zolondek aus dem und rund um den Hafen. Dazu ein Glas Wein. Galerie Vinosage Osakaallee 6, Überseequartier seit 01.12.2011 Michael Kvium – Nightschool Kvium fesselt die Menschen mit Emotionen und der Ästhetik des Hässlichen. Düstere Bildräume, deformierte Personen und verteilte

Gliedmaßen gehören zu den Bildmotiven, welche den Betrachter ebenso faszinieren wie Abscheu hervorrufen. DOCK56 – artgalerie an der elbphilharmonie Am Kaiserkai 56 13.01.–10.03.2012 Flächenräume – Bernd Berner (1930–2002) 40 Arbeiten mit Schwerpunkt auf Berners Bilder aus den 1980er und 1990er Jahren. Kompositionen mit neuen farblichen Akzentuierungen. Eine wunderbare Vielseitigkeit in Ausdruck, Farbstimmung und Komposition. galerie carstensen Brüderstraße 9 19.01.–18.02.2012 Gert & Uwe Tobias Die beiden Brüder Gert und Uwe Tobias erstellen Gesamtinstallationen aus Zeichnungen, Keramiken und Holzschnitten. Fantasievoll und surreal. Der Kunstverein Klosterwall 23 28.01.–18.11.2012 JUMP – Das asiatisch-schrille Kampfkunstspektakel Deutschland-Premiere! Mitreißende Kampfsport-A krobatik zwischen Kung Fu-Action und Slapstick-Humor. Ein rasanter Action-Comic, der die Geschichte einer fast normalen, koreani­schen Familie erzählt. Fliegende Bauten Glacischaussee 4 02.–26.02.2012, 20 Uhr, sonntags, 19 Uhr Das Theaterschiff Eine kleine Auswahl des aktuellen Februar-Programms:

Opus Meins Lieder. Texte. Meistens gleichzeitig. Ein Programm mit Martin Zingsheim, welcher als Wortakrobat bekannt ist. In Ich dagegen bin dafür erzählt Johannes Kirchberg, was er weiß. Und was er alles weiß, das stimmt. Zweifellos. Ein unpolitisch korrektes Klavier-Karbarett. Aussteigen für Einsteiger ist ein Klassiker im Bereich des Kabaretts und Chanson. Ebenso wie das Duo Michael Frowin & Jochen Kilian (Klavier), welches mitnimmt auf eine chaotische Reise nimmt. außer man tut es! Das Erich-Kästner-Programm geht auf Spurensuche durch das Werk des witzigen Kritikers, des strengen Satirikers. hopp hopp hopp feiert Premiere. Die musikalische Marktforschung mit Felix Oliver Schepp zieht mit Witz und Charme in den Bann. Das Schiff, Holzbrücke 2 02.–26.02.2012

Vorsicht Schweissshund! – Mike MacKeldey und Ellen DeElaine Die Gemeinschaftsarbeiten des Künstlerpaares sind rätselhaft und geheimnisvoll. Verspielt werden ihre Bilder inszeniert und laden auf eine Reise voller Entdeckungen ein. Galerie PopArtPirat Springeltwiete 2 03.02.–15.03.2012, Mi–Sa, 14:30–18 Uhr Saul Leiter – Retrospektive Würdigung des 88-jährigen Fotografen und Malers Saul Leiter in einer weltweit ersten großen Retrospektive. Mehr als 400 Arbeiten in einem großen Spannungsbogen früher Schwarzweiß- und Farbaufnahmen, Modefotografien, übermalter Aktfotos, Malerei

Bilder von Armin Mueller-Stahl Werke aus dem druckgraphischen Oeuvre

Armin Mueller-Stahl | Bob Dylan | Original Giclee-Print | handsigniert

Musik

Europapassage 2. OG * Ballindamm 40 * Tel: 040 - 40185705 www.galerie-europapassage.de * Mo – Sa 10 – 20 Uhr


Termine

Seite 28 / HafenCity Zeitung sowie der noch nie präsentierten Skizzenbücher des Künstlers. Deichtorhallen, Haus der Photographie Deichtorstraße 1–2 03.02.–15.04.2012 Krimilesung im Speicherstadtmuseum Spannende Krimilesungen in neuen Räumlichkeiten. Speicherstadtmuseum Am Sandtorkai 36 Das Licht in einem dunklen Haus Lesung mit Jan Costin Wagner, Moderation Volker Albers. 10.02.2012, 19:30 Uhr Im Namen des Kreuzes Premierenlesung mit Peter Probst. 24.02.2012, 19:30 Uhr Die große Flut – Katastrophe, Herausforderung, Perspektiven Eine Doppelausstellung erinnert und dokumentiert mit Fotos und Texten an die Ereignisse der Sturmflut von 1962. Hamburger Rathaus 16.02–04.03.2012, und im Museum für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24 24.02.–02.09.2012 Schwarze Landschaft nach Sturm – Arnold Fiedler Zur 50. Jährung der Hamburger Sturmflut von 1962 werden Werke von Arnold Fiedler, welcher

die Naturkatastrophe miterlebte und in eine Serie von komplexen Tuschezeichungen übersetzte, präsentiert. galerie carstensen Brüderstraße 9 24.02.–01.04.2012

Allgemein

Heilen mit Gewürzen – Altbewährtes aus dem Kräutergarten neu entdeckt … Schon im Mittelalter wussten die Menschen die heilenden Wirkungen von Kräutern und Gewürzen zu schätzen. Sie unterstützen das allgemeine Wohlbefinden, helfen, die Abwehrkräfte zu mobilisieren und kleinere Krankheiten zu heilen. Kräuter und Gewürze hautnah erleben und lernen! Spicy’s Gewürzmuseum NEU: Am Sandtorkai 34 20.01.–03.06.2012 Speicherstadt  –  Tradition und Wandel Ein ausführlicher Rundgang zur Geschichte der Speicherstadt. Vorgestellt wird das Kerngebiet des Lagerhausviertels mit der Kaffeebörse, dem Kesselhaus und dem imposanten Sandtorquaihof. Kornhausbrücke/ Ecke Neuer Wandrahm sonntags, 11 Uhr

Museumsschätze Entdecken Sie mit einem Museumsexperten die faszinierendsten Exponate auf den verschiedenen Themendecks. Jedes Objekt hat eine ganz besondere Geschichte – Highlights und Schätze. Internationales Maritimes Museum, Koreastraße 1 sonntags, 11:30–13 Uhr Podiumsdiskussion: 3,2,1 – meins? Recht und Unrecht im Internet Rechtsanwalt Till Kreutzer diskutiert mit Jugendlichen des Schülermagazins FREIHAFEN über illegale Downloads und Cybermobbing. KörberForum, Kehrwieder 12 06.02.2012, 19 Uhr Diskussion und Kabarett: Migranten mit Unternehmergeist Diskussion u. a. mit der Hamburgerin Esin Rager sowie ein humorvoller Blick auf das interkulturelle Zusammenleben mit Fatih Çevikkollu. KörberForum, Kehrwieder 12 07.02.2012, 19 Uhr Das Tidenelbenkonzept der Hamburg Port Authority Herr Jörn Gutbrod (HPA) berichtet auf dem diesjährigen Wintervortrag der Wanderrudergesell-

Sonnabend

16. Juni 10.00 – 18.00 Uhr 4 km Firmenlauf für „Kinder helfen Kindern“. Eine Initiative des Hamburger Abendblattes.

Anmeldung bis 22. Mai: hsh-nordbank-run.de www.917xfm.de

Initiative vom Hamburger Abendblatt

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www.netzwerk-hafencity.de

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

schaft Die Wikinger e. V. vom Tidenelbenkonzept, durch welches die Wiederanbindung der Elbnebenarme an das Tidengeschehen angesteuert werden soll. Veddel, direkt Neue Elbbrücke, Veddeler Brückenstraße 3 09.02.2012, 19:30 Uhr Highschoolberater – Nordamerika oder Down Under Highschoolberater ec.se lädt alle High-School-Interessenten herzlich ein zum InfoAbend „Zur Highschool nach Nordamerika und Down Under“ im Amerikazentrum Hamburg. ec.se Geschäftsführer Thomas Eickel erläutert, wie sich das Abenteuer High-School-Aufenthalt sinnvoll in die Schullaufbahn integrieren lässt. Um Anmeldung wird gebeten unter 02 28 - 259 08 40 oder info@highschoolberater.de. AmerikaZentrum Hamburg, Am Sandtorkai 48 09.02.2012, 19:30 Uhr Hamburg-Krimis Live – Phantom vom Fischmarkt Deutschlands erste Krimi-Reihe im Dunkeln. Krimis nicht nur zum Hören, sondern auch zum Riechen und Fühlen. Garantiert 80 Minuten Spannung im dunkelsten Hörtheater Deutschlands. Mit prominenten Akteuren, live in der BlackBox im zweiten Boden. Krimi: Phantom vom Fischmarkt. Dialog im Dunkeln Alter Wandrahm 4 11. und 12.02.2012, 15 und 18 Uhr Gespräch: Die Zukunft der Erinnerung Der aus der DDR ausgewiesene Bürgerrechtler und Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn im Gespräch mit Jugendlichen. KörberForum, Kehrwieder 12 20.02.2012, 19 Uhr Publikumsgespräch: Pointing Science – Technik im Gehirn Auftakt der neuen Reihe zu Zukunftsszenarien von Wissenschaft und Technik. Mit Liveexperten, Filmclips und Publikumsbeteiligung. KörberForum, Kehrwieder 12 21.02.2012, 19 Uhr Schwarze Hafen-Nacht: Sex & Crime – Regula Venske Regula Venske ist freie Schriftstellerin in Hamburg und liest in dieser Nacht Politisches, Erotisches, Mörderisches. Speicherstadt-Kaffeerösterei Kehrwieder 5 21.02.2012, 20 Uhr

Teeverkostungen im Speicherstadtmuseum Die Welt des Tees besitzt eine faszinierende Vielfalt. Die Teeverkostungen gewähren einen kleinen Einblick. Speicherstadtmuseum Am Sandtorkai 36 Grüne, weiße und schwarze Tees Henning Schmidt präsentiert den Besuchern feinste Qualitäten. Schauen Sie ihm beim Verkosten des Tees über die Schulter! 25.02.2012, 14 Uhr Grüntee- und Oolong-Spezialitäten aus China und Taiwan Ein Einblick in die Welt der faszinierenden Oolongtees aus China und Taiwan sowie die Teezubereitung auf chinesische Art. 25.02.2012, 16 Uhr

Kirche

Konzert mit Katrin Wulff Katrin Wulff singt im Chorsaal des Turms von St. Katharinen. Hauptkirche St. Katharinen, Katharinenkirchhof 1 05.02.2012, 16:30 Uhr Stunde der Kirchenmusik Musik für vier Hände und vier Füße. Andreas Fischer und Rainer Thomsen spielen an zwei Orgeln. Hauptkirche St. Petri Bei der Petrikirche 2 22.02.2012, 17:15 Uhr

Sport

Störtebeker SV: Wado-Ryu Karate-Do Neben den Grundtechniken der Kampfkunst, werden auch korrekte Atemtechniken und Werte vermittelt. Sporthalle der Katharinenschule Am Dalmannkai 18 montags, 18–19 Uhr Indira Yoga Hatha Yoga ist die weitverbreitetste Yoga-Form. In diesem Kurs werden die Grundlagen von Hatha Yoga vermittelt. Das Institut, Reimerstwiete 11 Mo 18:30–20 Uhr, Di und Do, 19–20:30 Uhr Hafencityyoga Konzentration, Stille, Freiheit – mitten in der Stadt, 60 Minuten. Hafencityyoga Ponton 7, Traditionsschiffhafen an den Magellan-Terrassen dienstags und freitags, 7:30–8:30 Uhr Alle Angaben ohne Gewähr

18.01.12 17:34

Weitere Termine und Infos unter www.hafencity-news.de


Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Kultur

HafenCity Zeitung / Seite 29

Wortgeschütze und Jägerschlachten Die Poetry-Slam-Highlights im Februar Jägerschlacht. Für nur 4 Euro Eintritt kann man Poetry Slam so erleben, wie er einmal war und nun wieder sein wird: Denn hier wird niemand eingeladen, hier kommt jeder aus der offenen Liste zu seinem Fünf-Minuten-Spektakel. Dienstag,14. Februar, 20:30 Uhr, Grüner Jäger Randale & Liebe Alle, denen Literatur zu langweilig und Comedy zu anspruchslos ist, sind bei der ersten Frauenlesebühne mit Mann richtig. Kathrin Wessling, Bente Varlemann, Johanna Wack und David Friedrich mischen die Kantine auf. Mittwoch, 15. Februar, 20:30 Uhr, Schauspielhaus-Kantine

Poetry Slam Lüneburg Poetry Slam gibt es auch in Lüneburg. Im Salon Hansen treten norddeutsche Dichtergrößen auf und messen sich auf der Bühne. Eine fünfköpfige Jury aus dem Publikum darf mit Punkten zwischen 0 und 10 entscheiden, ob Text und Performance, Poet und Idee gefallen. Mittwoch, 22. Februar, 20 Uhr, Salon Hansen Bunker Slam Europas größter regelmäßiger Slam lädt zum Dichterwettstreit vor großem Publikum ein. Die Wortkämpfer bestehen aus den besten und erfolgreichsten deutschen Poetry Slammern, die wis-

Poetry Slammer Andy Strauß

Bunker Slam Finale Die Finalisten in der ehrwürdigen Laeiszhalle haben sich bereits in der härtesten Arena Deutschlands qualifiziert: dem Bunker Slam, Europas größtem regelmäßigen Slam. Diese Finalisten sind bereits lebende Legenden und ihre Namen so bekannt wie ihre Wortgewandtheit. Egal ob Andy Strauß, Till Reiners, Theresa Hahl oder Titelverteidiger Torsten Sträter: Sie alle sind Sieger in der Arena gewesen, sie alle haben bereits im vergangenen Jahr den härtesten Poetry Slam gewonnen. Am 15. Februar 2012 werden diese Poeten nun in einem Siegeszug auf eine der traditionsreichsten Bühnen Hamburgs, die der Laeiszhalle, ziehen und dort den Champion ermitteln. Mittwoch, 15. Februar, 20 Uhr, Laeiszhalle Singer Slam Zarte Klänge und harte Gitarrensoli wabern durch die Straßen Altonas. Das bedeutet: Singer Slam im zeise. Eine willkürlich gewählte fünfköpfige Jury wird über den musikalischen Sieger des Abends entscheiden. Erlaubt ist alles – sofern die Musiker nur mit sich und ihrem Instrument überzeugen. Wer das schafft, darf noch einmal im Finale alles geben, und so steht am Ende des Abends nicht nur ein Monatssieger fest, sondern eben dieser darf sich auch über eine Teilnahme bei dem Kampf der Künste Singer-Songwriter-Finale im Deutschen Schauspielhaus freuen. Freitag, 3. Februar, 22:30 Uhr, zeise kinos Die Team&Struppi-Show Alle guten Dinge kommen von oben und sind fünf. Beides trifft auf die Jubiläumsausgabe der Team&Struppi-Show im Literaturhaus Hamburg zu! Moritz Neumeier und Jasper Diedrichsen präsentieren erneut Hamburgs beste Fernsehsendung ohne Kameras im edlen Ambiente an der

Schwanenwyk, und wenn sie auch Strolche sein mögen, sie lassen sich nicht lumpen. Als musikalischer Gast ist die junge Liedermacherin LUISA dabei, die mit ihren poetisch-eingängigen Dramoletten das Publikum verzaubert. Der literarische Gast des Monats ist der legendäre Volker Strübing, seines Zeichens Autor, Schriftsteller und Liedermacher aus Berlin. Er ist Mitglied der Lesebühne LSD – Liebe statt Drogen und drehte für das ZDF den Vierteiler „Nicht der Süden“, eine Reisereportage, die ihn unter anderem über Island und Spitzbergen führte. Donnerstag, 9. Februar, 20 Uhr, Literaturhaus Poetry Slam Deutschlandweit bekannt, zählt der Kampf der Künste Poetry Slam zu den meist besuchten und beliebtesten Slams der Republik. Die besten Poeten des Landes drücken sich hier einmal monatlich das Mikrophon in die Hand, um Worten und Geschichten Gesichter und eine Stimme zu geben. Eine vorher willkürlich ausgewählte fünfköpfige Jury aus dem Publikum darf mit Punkten zwischen 1 und 10 entscheiden, ob Text und Performance, Poet und Idee dem ausverkauften Saal in den vorgeschriebenen fünf Minuten Gänsehaut oder Lachreiz, Ekel oder Gleichgültigkeit beschert haben. Am Ende des Abends treten die drei besten Poeten noch einmal in einem fulminanten Finale gegeneinander an und entscheiden so, wer ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen darf. Freitag, 10. Februar, 22:30 Uhr, zeise kinos Jägerschlacht Was aus dem Untergrund kam, soll auch weiterhin im Untergrund zelebriert werden! Wenn sich Hamburger Poeten in einem der charmantesten Clubs unserer Stadt messen, laut, brachial und offen für jeden, dann ist das die

Moderator Michel Abdollahi im Schauspielhaus 2 (Fotos: Jan Brandes)

Shortfilm Slam Schon einmal in 90 Minuten sechs Filme gesehen? Schon einmal in der gleichen Zeit in sechs verschiedene Menschen geschlüpft, sechs verschiedene Perspektiven ausprobiert und in ebenso vielen Ländern und Städten gewesen? Wer hier mit Ja antworten kann, der war bestimmt beim Kampf der Künste Shortfilm Slam. Dort treten hochkarätige Produktionen gegen selbst geschnittene Eigenproduktionen an und ziemlich schnell wird klar: Nicht das Budget entscheidet, sondern die Ideen, die Geschichten, das Augenzwinkern. Alles zwischen Dokumentar- und Animationsfilm, Liebesdrama und Comic, Spielfilm und Science-Fiction ist erlaubt. Die Moderation übernimmt Henna Peschel. Freitag, 17. Februar, 22:30 Uhr, zeise kinos Song Slam Wenn einem am dritten Dienstag im Monat auf dem Spielbudenplatz mehrere Menschen mit Gitarrenkoffern begegnen, dann kann man ab sofort davon ausgehen, dass in der Slam-Hochburg Molotow der neue Song Slam stattfindet. Und natürlich dürfen auch auf diesem Slam die Noten alles entscheiden: Hierzu bedarf es einer zufällig aus dem Publikum gewählten Jury, die alles mit 0 bis 10 Punkten bewerten darf. Der Gewinner kann sich nicht nur über Ruhm und Ehre freuen, sondern auch über einen kleinen Triumph auf dem langen Weg zum ganz großen Erfolg. Dienstag, 21. Februar, 20:30 Uhr, Molotow

sen: Worte sind Waffen. Und der Kampf beginnt. Wortsalven und Satzgeschütze werden aufgefahren und halten die 600 Zuschauer mit Geschichten und Sätzen, Buchstaben und manchmal auch ganz leisen Tönen in Atem. Eine vorher willkürlich aus dem

Das Speicherstadtmuseum sucht weitere Freunde!

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Publikum ausgesuchte Jury bewertet die Kampffähigkeiten und die Sprachgeschicklichkeit der Krieger im Kampf um den begehrten Titel. Donnerstag, 23. Februar, 20:30 Uhr, Uebel & Gefährlich LOLA Slam Auch in Bergedorf können die Fans Poetry Slam erlebe. In Bergedorfs schönstem Club LOLA wird einmal im Monat geslamt! Gemütliche und ausgelassene Stimmung wird garantiert (www. bunkerslam.com). Samstag, 25. Februar, 20 Uhr, LOLA The Fuck Hornisschen Orchestra Pferde und Zivilisationskritik, Naturlyrik und Eisenbahnromantik, Pathos, Pompösität und Peinlichkeiten – das sind: The Fuck Hornisschen Orchestra! In ihrem zweiten Bühnenprogramm „Nach Glanz trachten“, das jetzt auf DVD erscheint, quatschen, dichten, singen, rappen und sinnieren die beiden jungen Helden des Alltags im Polyesterzwirn. „Wunder voll verdreht, aber eben nicht nur blödelnd“ (DIE WELT), „An Skurrilität wohl kaum zu überbieten“ (Hamburger Morgenpost). Sonntag, 26. Februar, 20:30 Uhr, Schauspielhaus-Kantine Weitere Informationen zu den einzelnen Slam-Veranstaltungen finden Sie unter www.kampf-derkuenste.de.

Vor einem halben Jahr haben wir uns zu den Freunden des Speicherstadtmuseums e.V. zusammengeschlossen. Ziel: Wir wollen das Museum unterstützen, damit wir auch in Zukunft von den spannenden Krimilesungen, den fachkündigen Veranstaltungen und nicht zuletzt auch der liebevollen Darstellung der Geschichte der Speicherstadt profitieren können.

Wollen Sie Mitglied werden? Dann schicken Sie bitte eine Mail an info@speicherstadtmuseum.de oder ein Fax an 040 / 32 13 50 Jahresbeitrag 40,-€, erm. 30,-€


HafenCity Kultur

Seite 30 / HafenCity Zeitung

Kurz Notiert Highschool im Ausland

Zeit im Ausland zu verbringen gehört heute zum guten Ton und festen Bestandteil eines Lebenslaufes. Wer erfolgreich sein will muss die wichtige Fähigkeit der Weltoffenheit schon nachweisen. „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Bei Jugendlichen und ihren Eltern, die einen Highschool-Aufenthalt im Ausland planen, führt dieser erste Schritt oft auf eine Jugendmesse mit vielen verschiedenen Anbietern oder zu einem Infoabend eines Anbieters. Einen solchen Abend mit dem Titel „Zur Highschool nach Nordamerika oder Down Under“ veranstaltet HighschoolBerater ec.se am Donnerstag, 9. Februar, um 19:30 Uhr im Amerikazentrum Hamburg, Am Sandtorkai 48, HafenCity. Thomas Eickel, Geschäftsführer von ec.se, erläutert, wie sich ein Highschool Aufenthalt in den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland in die deutsche Schullaufbahn integrieren lässt. Der Abend richtet sich an Schüler zwischen 13 und 17 und ihre Eltern. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos und Anmeldung telefonisch unter 02 28 25 90 84-0 oder per E-Mail an info@highschoolberater.de. n

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Kultur

HafenCity Zeitung / Seite 31

„Sounds of Israel“

So what school do you go to?

Das CARLS hat den Soul

Elbphilharmonie Festival vom 11. bis 19. Februar 2012

A walk between university cultures

Jeff Cascaro bringt den Kai zum Beben

Das Ensemble Meitar (Foto: Mehmet Alatur) und der israelische Star Noa (Foto: Ronen Akerman)

Mit dem Festival „Sounds of Israel“ öffnet Hamburg vom 11. bis 19. Februar 2012 das Tor zur Welt der aktuellen Musikszene Israels – mit insgesamt 14 Veranstaltungen, darunter Konzerte mit Klassik, Jazz, traditioneller Volksmusik, Pop und elektronischer Musik sowie einem Symposium und einer Filmvorführung. „Sounds of Israel“ ist unter anderem auf Kampnagel, in der Laeiszhalle, im St. Pauli Theater, in der ehemaligen Talmud-Tora-Schule und der Kulturkirche Altona zu erleben. Wie klingt Israel? Hier sind drei Weltreligionen ebenso beheimatet wie eine Vielzahl von Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Herkunft. So verfügt Israel über einen

einzigartigen Reichtum an KlangLandschaften: Jüdische Gesänge, arabische Melodien, Klassik, Jazz, Pop und elektronische Musik erklingen aus Bars, Nachtclubs, Restaurants, Synagogen, Moscheen, Schulen und Konzertsälen. Eine pulsierende Szene vereint Künstler, die in der Musik nicht nur ihre eigene Geschichte und Identität verarbeiten, sondern auch Einflüsse aus aller Welt aufgreifen und sich vielfach für den Frieden engagieren. In einem Land, das durch religiöse und politische Spannungen geprägt ist, werden musikgesellschaftliche, ethnische und stilistische Grenzen spielend überwunden. Den Auftakt macht die berühmte israelische Sängerin

Noa. Sie präsentiert gemeinsam mit den Hamburger Symphonikern ihr neues Projekt „The Israeli Songbook“. Mit Avishai Cohen und Yaron Herman stehen zwei internationale Jazz-Stars auf dem Festivalprogramm. Drei Konzerte widmen sich ganz der Klassik: Das Ensemble Meitar spielt zeitgenössische israelische Kammermusik, beim Jerusalem Chamber Music Festival bringt Pianistin Elena Bashkirova eine erlesene Schar renommierter Kammermusiker in die Hansestadt und das Duo Amal vereint zwei aufstrebende Pianisten, die sich ganz der israelischpalästinensischen Freundschaft verschrieben haben. Toleranz ist die Botschaft des Keyboarders

und Songwriters Idan Raichel, der mit seinem „Idan Raichel Project“ äthiopische, arabische und jemenitische Klänge mit karibischen Rhythmen mixt. Die Gruppe Shesh Besh kombiniert westliche und arabische Instrumente. Einen Einblick in die vibrierende Clubszene Tel Avivs geben die beiden DJs Shlomi Aber und Chaim sowie der Audio- und Videokünstler Ran Slavin. Die Musiker von Tafillalt kleiden den traditionellen jüdischen Gesang in ein modernes Gewand, und Weltmusik-Veteran Yair Dalal lässt das Festival mit sanften Melodien aus der Wüste ausklingen. Ein umfangreiches Musik vermitt lungsprogramm für Kinder und Jugendliche ist ebenfalls zu erwarten. In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius diskutieren einen Tag lang Musikwissenschaftler und Komponisten, kluge Köpfe wie Sarah Hankins aus den USA und Moshe Morad aus Tel Aviv sowie erfahrene Experten wie Edwin Seroussi von der Universität Jerusalem oder der Hamburger Reinhard Flender. Die Themen: Wie drückt sich ein so facettenreiches Land wie Israel musikalisch aus? Wie entwickeln sich Pop- und Kunstmusik, und wie ist der Einfluss der Politik einzuschätzen? n

Ritter der Rennstrecke Wolfgang Graf Berghe von Trips

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Mit der Ausstellung „Wolfgang Graf Berghe von Trips. Ritter der Rennstrecke“ erweitert das Automuseum PROTOTYP seine Dauerausstellung. Erinnert wird an den ersten deutschen GrandPrix-Sieger der Formel 1. Rund 250 Quadratmeter werden dem Renngrafen in der Shanghaiallee gewidmet. Durch Dauerleihgaben der Gräflich Berghe von Trips’schen Sportstiftung werden ganz persönliche Einblicke in das Leben des Grafen gewährt. So werden zum Beispiel Teile des Arbeitszimmers rekonstruiert, Rennfahrerutensilien, ein seltener De-Tomaso-Formelwagen sowie originale Fotografien aus den 1950er und 60er Jahren veröffentlicht. Am 10. September 1961 starb beim Großen Preis von Italien mit Wolfgang Graf Berghe von Trips mehr als nur ein bekannter deutscher Rennfahrer. Mit Graf Trips fuhr erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg

I’m back in Hamburg. Again. After spending several months in Iowa, I’ve finally returned. Strange as this may sound (considering that I’m American), I feel like I’m home. After living in Hamburg for nearly a year, I departed for graduate school at the University of Iowa. Although I may return at some point, for now I’m content to soak up the atmosphere of Hamburg and the HafenCity. Now that

The differences are especially striking

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The building of the HafenCity University (Foto: MK)

wieder ein Deutscher in der automobilen Königsklasse ganz vorne mit. Auf Ferrari – dem damals renommiertesten Rennstall der Formel 1 – gewann er 1961 seinen ersten Grand Prix beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort und führte in dieser Saison die Weltmeisterschaftstabelle an. Doch Graf Trips war vielmehr ein Vorbild für Fairness, Freundlichkeit und das Feuer der Begeisterung. Auf der Rennstrecke blieb er stets fair, auch wenn es hart herging. Und auch neben der Strecke blieb er stets bodenständig und nahbar. Seine Menschlichkeit – seine Hoffnungen, Ängste und besonders seine Freude – macht ihn zu einem Ausnahme-Rennfahrer, von welchem bis heute eine besondere Faszination ausgeht. n Die Ausstellung beginnt am 21. Januar 2012 im Automuseum PROTOTYP.

I’ve just returned from a typical “college town” in the United States, the differences are especially striking. A college town, briefly defined, is the town surrounding a large, state university. In many ways, the town is built around the university and its students. The University of Iowa – located in Iowa City, Iowa – is a perfect example of this. Many local businesses are reasonably priced restaurants, used/ vintage clothing and furniture stores, and Iowa fan shops. I counted eight stores within a kilometer radius selling Iowa gear. Gear* includes any type of souvenir imaginable. In addition to a wide variety of apparel printed

with the Iowa Hawkeye logo (the school’s mascot), there are also Iowa table tennis balls, sets of silverware, jewelry, stuffed animals, door knobs … the list is endless. My apartment, like many other apartments and dormitory rooms, was adorned with posters of Iowa sports teams, Iowa stickers, and other U of I paraphernalia. You get the idea. Comparing this staggering* amount of school spirit in Iowa City with a dearth* of anything similar in Hamburg or HafenCity makes one think. I have yet to see anyone sporting a shirt, jacket, hat, or even a pin with the HafenCity University, University of Hamburg, or any other University or Fachhochschule in the Hamburg area for that matter. Not only are Iowa students united through using the same gear, but they also attend university related events together. Although university sponsored concerts, lectures, and cultural events are frequently attended, the best example of this is the University’s (American) football games. Every Sunday when the team plays a game, everyone – and I mean everyone – takes part in football game related events. If you don’t attend the actual game, you go to a friend’s house or local bar and watch it on TV, along with burgers, hot dogs, and cans of

Glossary gear – clothing, almost anything else that can be worn (ie, jewelry, sunglasses, hats), and other commonly used every day items. Gear is usually used in reference to merchandise relating to a group, company, or sports team. dearth – lack of, scarcity staggering – unbelievable, astounding, amazing strive – to try very hard to reach a goal

beer. One time, I mentioned to my roommates that I was going to the library to study instead of watching the game, and they looked at me as if I were insane. Outside of class mandated activities, I have never heard of German students participating in any type of university activity. They attend their classes, do the work required of them, receive their degrees, but that is it. It comes down to identifying with the university. For Americans, it’s a mark of pride to tell people the university you attended. Not only that, but it really becomes a part of who you are. When asked, it’s common for students to reply, ‘I’m

Enjoyment of beer is one similarity a Hawkeye’, or ‘a Hoosier’ (University of Indiana), or ‘a Buckeye’ (Ohio State University). German students, on the other hand, often don’t tell you their school unless specifically asked. They may say something vague, like ‘I’m going to university,’ or ‘I studied in Hamburg’. The actual school they attended, however, is seemingly unimportant. It would be difficult for me to find a suitable explanation for this stark contrast in American versus German student mentality. For some reason, American students strive* to be part of a single, group identity. Whether they are attending performances, wearing Hawkeye sweatshirts, or watching a game on TV, they constantly live and breathe the collective, ‘Hawkeye identity’. Students in Hamburg conversely, seem to stress their individual identity more. Despite all of these differences, there’s certainly one thing both American and German students have in common: they enjoy meeting for a beer after class! n

„Jeff Cascaro? Kenn ich nicht!“ „Was? Den kennst du nicht?“ So oder so ähnlich lauten Dialoge, wenn es um den Bochumer Soulund Jazz-Sänger Jeff Cascaro geht. Am 24. Februar erscheint sein drittes Album „The Other Man“, Ende Mai steht er beim ELBJAZZ-Festival auf der Bühne. Anlass genug, mit Band schon einmal Hamburger Luft zu schnuppern und im CARLS ein Gastspiel zu geben. Es ist rappelvoll. Ein gutes Zeichen einerseits dafür, dass der Kultursalon inzwischen eine etablierte Instanz im Hamburger Kulturleben wird, und andererseits dafür, dass hier kein Unbekannter auf die mit fünf Musikern übervolle Bühne tritt. Diesmal ist der Sound im CARLS nichts für zartbesaitete Gemüter: Schlagzeuger Christoph Huber und Bassist Christian von Kaphengst treiben Cascaro und das Publikum, wenn es keine Bestuhlung geben würde, wäre sofort tanzen angesagt – eine wohltuende Abwechslung im ewigen Singer-Songwriter-Reigen. Musik mit Schweiß gemacht –

Neues Album im Februar im CARLS noch nicht so häufig vorgekommen. Dass Cascaro kein Unbekannter ist, sieht man auch am journalistischen Ritterschlag für den Kultursalon – der SPIEGEL ist da. Cascaro klingt mal wie Barry White, dann wie Al Jarreau, Marvin Gaye und Wilson Picket werden auch zum Vergleich herangezogen. Gespielt werden eigene Stücke und Cover – diese sind virtuos auf eigene Art interpretiert. Bei den Stücken der neuen CD gibt Cascaro noch seinen Musikern Anweisungen, die Band ist aber auch so aufeinander eingestimmt – es groovt, dass es

eine Freude ist. Der Bochumer ist seit über zwölf Jahren Professor für Jazz-Gesang an der Hochschule für Musik in Weimar und hat auch schon bei DSDS als Vocal-Coach gearbeitet. Nicht dass das wirklich ein Qualitätszeichen wäre – aber immerhin. Mehr für seine Qualität spricht seine weitere Vita: Er sang mit so unterschiedlichen Musikern wie den Fantastischen Vier, Ute Lemper, Sasha, Paul Kuhn und den Guano Apes – Respekt! „Für mich ist

Als Vocal-Coach bei DSDS ganz gleich, ob einer aus Norwegen, Tschechien oder den USA kommt“, so Cascaro. „Der Blues kann immer um die Ecke kommen und dich ergreifen. Ich habe mir diese Musik nicht ausgesucht, sie ist über mich gekommen. Ich habe nie unterschieden in Jazz, Soul oder Blues, kann nicht sagen wie viel Prozent hiervon und davon in meiner Musik stecken. Ich bin Musiker. Punkt. Und dabei ist mein Ziel, dass ich immer reifer und reflektierter erzählen kann.“ Das CARLS ist auf jeden Fall kein Geheimtipp mehr, und man ist gut beraten, sich rechtzeitig Karten zu reservieren – auch in Anbetracht der hochkarätig besetzten nächsten Konzerte: Am 19. Februar kommen Nils Wülker und Arne Jansen ebenfalls als ELBJAZZ-Preview, am 25. März Klaus Paier und Asja Valcic. Am 15. April geht es mit Kina Minze zurück in die 30er Jahre und am 20. Mai kommt der Träger des Hamburger Jazzpreises Vladyslav Sendecki. Die Sommerpause leiten Nathalie & Natalie am 10. Juni ein, im Sommer geht es dann wieder zusammen mit Quartierskultur draußen weiter. n

Jeff Cascaro am Saxophon (Foto: MK)

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Seite 32 / HafenCity Zeitung

Eine Zeitreise Die neuen Cunard-Schiffe „Eine Reise mit einem Ozeanriesen ist, als ob man ins Gefängnis kommt – mit dem Unterschied, dass man dort wenigstens nicht Gefahr läuft, zu ertrinken.“ Dies stellte Samuel Cunard, Visionär und Gründer der Cunard Line, fest. Und Charles Dickens, der im Januar 1842 mit dem ersten Cunard-Schiff Britannia von England nach Amerika fuhr, machte seinem Unmut über die Seereise Luft: „Eine äußerst unpraktische, völlig nutzlose und zutiefst lächerliche Kiste. Die Koje ähnelt einem Fenstersims. Nie wurde etwas Kleineres zum Schlafen gebaut, außer Särgen.“ Als Samuel Cunard, geboren 1787 in Kanada (übrigens mit deutschen Wurzeln), die Cunard Line gründete, dauerte eine Postlieferung von London nach New York vier Wochen, was auf Handel und Politik großen Einfluss hatte. Schiffe verkehrten damals nicht nach Fahrplan, sondern warteten solange, bis genügend Ladung und Fahrgäste zusammengekommen waren, bevor die Reise losging. Dies änderte sich mit der Cunard Line, damals noch Abraham Cunard & Sohn, die regelmäßig zwischen Halifax und London verkehrte. Die Britannia brach am 4. Juli 1840 zur Jungfernreise von Liverpool über Halifax nach Boston auf, mit 63 Passagieren an Bord. Am 15. April 1912 war es auch ein Cunard-Schiff, das als erstes an der Unglücksstelle der gesunkenen Titanic war. Die Besatzung der Carpathia rettete 705 Menschen das Leben. Seitdem wird

jedes Jahr zum Gedenken an die Toten des Titanic-Unglücks auf den heutigen Queens die Flagge der White Star Line, der Reederei der Titanic, gehisst. Im Buch „Die neuen CunardSchiffe“ wird die Geschichte der Cunard Line in Wort und Bild dokumentiert; außerdem werden die drei heutigen Queens – Queen Mary 2, Queen Victoria und die Queen Elizabeth – ausführlich vorgestellt. Neben Fotos, Schiffsmaßen, den Statistiken der Küche zum Verbrauch von Nahrungsmitteln einer sechstägigen Atlantikreise sind auch Porträts von Crew-Mitgliedern im Buch zu finden. Jedem der drei Kreuzer wird ein eigenes Kapitel eingeräumt, das umfangreichste mit der Queen Mary 2 gewidmet. Die QM2 wurde von der britischen Königin Elizabeth II. getauft und ist mit 72 Metern höher als die Freiheitsstatue. Unvergessen bleibt der 19. Juli 2004, als die QM2 in Hamburg einlief und von mehr als 400.000 begeisterten Menschen und von 350 Privatbooten und Barkassen begrüßt wurde. Seitdem ist sie der unangefochtene Star unter den Anläufen in Hamburg – und das Jahr 2012 wurde vom deutschen Cunard-Büro als das „Jahr der Königinnen“ ausgerufen: Am 15. Juli 2012 werden erstmals die Queen Mary 2 und die Queen Elizabeth gemeinsam einen deutschen Hafen anlaufen. Seit Charles Dickens’ Fahrt 1842 hat sich einiges in der Welt der Kreuzfahrt getan – interessant beschrieben in „Die neuen CunardSchiffe“. n (AF)

Die neue Queen Elisabeth am Terminal Altona (Fotos: MK)

HafenCity Kultur

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Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Kultur

Karen Bühe. Die gute Beratung und persönliche Note wird geschätzt, und man kommt auch einfach so vorbei, auf ein nettes Wort. Nach langjähriger Erfahrung durch das Geschäft in Winterhude wird das Angebot immer wieder neu und sehr individuell zusammengestellt. Messen wie die Premium und BREAD&BUTTER in Berlin geben neue Impulse für die kommende Saison. Der Einkauf erfolgt dann auf den internationalen Messen in Mailand und Düsseldorf. Die Mitarbeiter werden immer in die Auswahl miteinbezogen, sodass eine Auswahl von verschiedenen Einflüssen zusammenkommt. Der neue Standort in der HafenCity

Seit nun fast einem Jahr erfreut LOOK! N°5 mit seinen „einfach schönen Schuhen“ die Damenund Herrenkunden. Des Weiteren gehören Accessoires wie Gürtel, Tücher, Taschen und eine Auswahl an Schmuck zum Angebot. Hier lässt es sich gut stöbern und immer wieder Neues entdecken. Schon nach kurzer Zeit hat sich ein kleiner Kreis von Stammkunden entwickelt, sehr zur Freude des LOOK!-Teams um

Nicht nur für Liebhaber

Helge Schneider, Michael Wollny und Chilly Gonzales bestätigt

Single- und Videorelease-Konzert von Katrin Wulff

wird mit großer Leidenschaft betrieben, und wir sind begeistert von den vielen positiven Rückmeldungen der Anwohner und Besucher. Wir freuen uns auf Sie! Gewinnen Sie mit Look! und der HafenCity Zeitung einen 50 Euro-Einkaufsgutschein. Unsere Gewinnfrage: Wie viele Look!-Geschäfte gibt es in Hamburg? Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Stichwort „Look!“ an gewinnspiel@hafencity-zeitung.com oder eine Postkarte an HafenCity Zeitung, Am Sandtorkai 1, 20457 Hamburg. Einsendeschluss ist Dienstag, der 21. Februar 2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben.

Schwarze Landschaft nach Sturm Arnold Fiedler – Hamburger Maler Sturmflut. Eigentlich nichts Ungewöhnliches für Menschen, die in Hamburg und an der Küste leben. Und eigentlich nichts Ungewöhnliches, wenn der Sandtorkai unter Wasser steht und der Fischmarkt überschwemmt wird. Hamburg 1962: Am Morgen des 16. Februars wird im Rundfunk eine schwere Sturmflut angekündigt, die am Abend mit Windstärke 13 ihren Höhepunkt erreicht. Eine ungewöhnliche Wetterlage war den Ereignissen vorausgegangen. Wochenlang hatten stürmische Winde das Wasser in die Nordsee und Elbmündung gedrückt. Die Sommerpolder sind bereits schon seit Tagen geflutet, das Wasser steigt rasch an. Gewitter und Schneeregen kommen hinzu. Nach Mitternacht werden an der Süderelbe die ersten Deiche überflutet. Insgesamt kommen bei dieser verheerenden Sturmflut

318 Menschen ums Leben, viele Gebäude werden zerstört und tausende Menschen obdachlos. Das Wasser reichte damals bis in die Innenstadt und den Rödingsmarkt, sowie der gesamte Hamburger Hafen. Ein Sechstel des Hamburger Staatsgebietes stand unter Wasser.

In den letzten beiden Jahren ein großer Erfolg: das ELBJAZZ Festival (Foto: MK)

Das ist kein Jux: Helge Schneider wird beim ELBJAZZ Festival 2012 auftreten – und zwar an beiden Festivaltagen sowohl im Duett mit dem Pianisten Michael Wollny („[…] eine Hoffnung des Piano-Jazz in Deutschland“, DIE ZEIT) als auch zusammen mit dem kanadischen Klavier-Entertainer Chilly Gonzales. Helge Schneider, Multiinstrumentalist, Showtalent sowie Unterhaltungskünstler und unter anderem bekannt aus Kinofilmen wie „Texas” und „Jazzclub”, trifft beim Festival zum ersten Mal mit Michael Wollny zusammen. Die Idee dafür stammt von den ELBJAZZ-Programmmachern, denn die beiden Künstler kennen sich bislang nicht und haben

Helge Schneider ist an beiden Tagen dabei auch noch nie zusammen auf der Bühne gestanden. Der 33-jährige Jazzpianist, der auch mit seinem preisgekrönten Trio [em] für Furore sorgt, war schon beim ersten ELBJAZZ Festival im Duo mit dem Saxophonisten Heinz Sauer zu erleben. Was Wollny und das Publikum im Zusammenspiel mit Helge Schneider

Eine der schwarzen Landschaften Arnold Fiedlers (Foto: AF)

Der Hamburger Maler Arnold Fiedler war Augenzeuge dieser Sturmflut. In einer Taschenagenda, in der er seine Aktivitäten und Ausstellungsvorbereitungen festhielt, notierte er am 17. Februar: „Orkan!!! Ohne Licht und Strom. Ohne Telefon.“ Seine Eindrücke der Flutkatastrophe verarbeitete er in einer Serie von tiefschwarzen Tuschezeichnungen. 13 Bilder der Sturmf lut-Serie sind vom 24. Februar bis 1. April 2012 in der galerie carstensen zu sehen. Der Ausstellungskatalog ist beim Verlag Cord Oltmanns

erschienen. Arnold Fiedler (1. März 1900 bis 6. März 1985) war ein Hamburger Maler des expressiven Realismus, Surrealismus und der abstrakten Kunst. Seine Werke wurden während des Nationalsozialismus unter anderem aus der Hamburger Kunsthalle entfernt. Arnold Fiedler emigrierte 1938 nach Paris, wurde später zwangsverpflichtet und kam 1944 in US-Kriegsgefangenschaft. In den 1950er/60er Jahren arbeitete er in Ateliers in Hamburg und Paris. 1985 verstarb der Künstler in Hamburg. n (AF)

HafenCity Zeitung / Seite 33

Neue Headliner beim ELBJAZZ Festival

Schuhe und Accessoires bei LOOK! in der HafenCity

Sturmflut ist hier nichts Ungewöhnliches

Die große Halle im Innern

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

erwartet? Improvisation in mehreren Disziplinen und an mindestens zwei Klavieren. Das Gleiche gilt für Helge Schneiders Doppelspiel mit Chilly Gonzales – wenn auch unter anderen Vorzeichen, da Schneider mit dem Rapper, virtuosen Pianisten und Produzenten der Sängerin Feist bereits im letzten Jahr bei einigen ausgesuchten Veranstaltungen zu erleben war. Freunde des Komikers und Unterhaltungstalents Helge Schneider werden an diesen Abenden ebenso auf ihre Kosten kommen wie diejenigen, die den Mülheimer Künstler vor allem als Improvisator an der Seite von Ellington-Bassist Jimmy Woode, Drummer Pete York (unter anderem Spencer Davis Group, Hardin & York, Klaus Doldinger) oder dem Saxophonisten Tyree Glenn, jr. schätzen. Damit nicht genug, mittlerweile sind rund 35 Künstler für das kommende Festival bestätigt: Die Bandbreite reicht von der NDR Bigband und ihrem gefeierten Programm mit dem kubanischen Pianisten Omar Sosa über Jazz-Sängerinnen wie Viktoria Tolstoy oder Elina Duni und die Musikmodernisierer von Jazzanova oder Supersilent bis hin zu den aktuellen Bands von Legenden wie Rolf und Joachim Kühn oder dem 69-jährigen Ethio-Jazz-Maestro

Mulatu Astatke aus Addis Abeba. Nach dem großen Erfolg der Premiere 2010 mit 10.000 Besuchern und einer Steigerung der Besucherzahlen um rund 50 Prozent im zweiten Jahr, geht das ELBJAZZ Festival 2012 in die dritte Runde. Am Pfingstwochenende, dem 25. und 26. Mai, verwandelt sich der Hamburger Hafen erneut in eine gigantische Jazzbühne: Rund 50 Konzerte, zehn außergewöhnliche Spielorte, ein umfang-

Knapp 15.000 Besucher im letzten Jahr reiches Rahmenprogramm und jede Menge Hafenflair machen das ELBJAZZ Festival zum einzigartigen Erlebnis. Gespielt wird out- und indoor auf kleinen und großen Bühnen an ungewöhnlichen Orten im Hafen und in der HafenCity. Vom loungigen Theater über das imposante Werftgelände von Blohm+Voss bis zum ehrwürdigen Stückgutfrachter erobert das Festival neue Räume für den Jazz. Zwischen den einzelnen Bühnen können die Besucher mit Barkassen pendeln – eine ganz besondere Hafenrundfahrt ist beim ELBJAZZ Festival also ebenfalls inklusive. n

Anfang Februar – das neue Jahr hat gerade erst begonnen, und schon hat die Hektik des Alltages jeden wieder fest im Griff, der gute Vorsatz, etwas zu ändern, es langsamer angehen zu lassen, er ist dahin. Für Sängerin Katrin Wulff nichts Unbekanntes. Katrin Wulff begann mit 17 zu singen und lebt mittlerweile seit zehn Jahren von der Musik. Sie hat Künstler wie Udo Lindenberg, Xavier Naidoo oder Peter Kraus auf Tour begleitet und auf Firmenevents in ganz Europa performt. Als Solokünstlerin trat sie erstmals 2008 in Erscheinung, als sie ihr in Eigenregie produziertes Debut-Album „Angekommen“ veröffentlichte. Sie kennt die leise Warnung, mal wieder die Bremse ziehen zu müssen, anstatt immer weiter Gas zu geben. Mit „Zurück zu mir“ hat sie einen einfühlsamen Song geschrieben

Ein Song wie ein Spiegel der Zeit über die Spuren, die Berufs- und Alltagsstress bei uns und auch bei ihr hinterlassen. Ein Song wie ein Spiegel der Zeit und eine Ermunterung für jeden, den Schritt zurück zu wagen, zurück zu sich. Für ihr Single- und VideoreleaseKonzert hat sich die Hamburger Künstlerin den altehrwürdigen Chorraum der St. Katharinenkirche ausgesucht. Ein passender Ort, um nach längerer Live-Abstinenz, intensiver Studioarbeit und der Arbeit an anderen Projekten den Weg zurück auf die Bühne zu nehmen. Der Ort, an dem auch das dazugehörige Video entstand – als Auftakt zum Konzert wird es erstmalig gezeigt. Abgerundet wird der musikalische Sonntag-

Katrin Wulff (Foto: MK)

nachmittag durch die Versteigerung der Kalligraphie „Zurück zu mir“ von der Künstlerin Ute Geißler. Die Erlöse kommen der Quartiersarbeit der Gemeinde St. Katharinen zugute. Katrin Wulff ist in der HafenCity keine Unbekannte. Schon bei der Eröffnung des Klub.K im Steckelhörn sang die rothaarige Powerfrau, und auch bei dem einen oder anderen „Katharina feiert“ konnte man sie hören. Auch als Moderatorin im Musikfernsehen yoomee.tv, das regelmäßig auf dem Bürgersender Tide zu sehen ist, ist das Multitalent zu finden. Hier plaudert sie mit Künstlern und Macher über die Musikszene Hamburgs und zeigt dabei, dass sie mehr als nur Sängerin ist. Der Besuch im Chorraum gehört zum Pflichtprogramm für Musikliebhaber – die Atmosphäre ist einmalig. Beginn der Veranstaltung ist um 16:30 Uhr, Einlass um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. n


HafenCity Kultur

Seite 34 / HafenCity Zeitung

Kolumne

„Am Sandtorkai“

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Kultur

Umzug in Block L

Events im Überseequartier

Neuer Standort für das Gewürzmuseum in Speicherblock L

Der Überseeboulevard mal ganz musikalisch

HafenCity Zeitung / Seite 35

 Raucherentwöhnung  mit NLP & Akupunktur

Geschichten von Straßennamen, Plätzen und Brücken im Viertel

Der Sandtorkai noch vor dem Bau der Speicherstadt um 1883 (Foto: Speicherstadt-Archiv)

Wie der Name „Am Sandtorkai“ entstanden ist: Am Ende der Straße Auf dem Sande, in südlicher Richtung, stand das Sandtor, das im Rahmen der Stadtbefestigung in den Jahren von 1615 bis 1626 errichtet wurde. Von dort führten Klappbrücken über die Wassergräben der Verteidigungsanlagen, die zum südlichen und sandigen Teil des Großen Grasbrooks führten. Nach dem Abriss der Wallanlagen, im Jahre 1819, wurde das Tor durch einen hölzernen Sperrbaum ersetzt bis zur Aufhebung der Torsperre 1860. Bereits in den 1830er Jahren beschloss der Senat den Bau von künstlichen Häfen auf dem

Zwischen den Gebäuden Am Sandtorkai 60 und 62 stand damals das Sandtor (Foto: Manfred Stempels)

Grasbrook, da durch den steigenden Handel der Schiffsverkehr rasant zunahm. Die Liegeplätze im Strom wurden knapp, und die ersten Dampfschiffe liefen auch schon Hamburg an. Ursprünglich war geplant, die neuen Häfen als geschlossene Kammern mit Schleusen nach dem Vorbild der Londoner Dockhäfen anzulegen. Eine fatale Fehlentwicklung schien vorprogrammiert, denn die Dampfschiffe wurden damals immer größer und die Anlage wäre bald zu klein gewesen. Erst 1860 nach langen Diskussionen konnte sich Wasserbaudirektor Johannes Dalmann mit seinem Vorschlag für ein tideoffenes Hafenbecken durchsetzen.

So wurde an der Stelle des ehemaligen Wallgrabens nach Begradigung, Verbreitung und Vertiefung des Wassergrabens der Sandtorhafen mit dem Sandtorkai gebaut. 1866 war die Einweihung. Die erste Hafenanlage mit Schuppen zum Zwischenlagern und Sortieren der Güter mit Dampfkranen sowie mit Gleis- und Straßenanschluss war geboren und wurde so zum Prototyp für den weiteren Ausbau des Hamburger Hafens. Die Straße zwischen den Kaischuppen und der landseitigen Bebauung hieß zuerst „Sandtorkai“, daraus wurde später „Am Sandtorkai“. n (Manfred Stempels /AG Straßennamen)

Der rote Kreis zeigt das Sandtor mit den Brücken zum Grasbrook. Die hellblau eingefärbte Fläche zeigt den zukünftigen Sandtorhafen (Abbildung: ELBE&FLUT)

Hat jemand den Apollofalter gesehen? Manche Arten gehen verloren – für immer. Solche Lücken haben weitreichende Folgen, sofort und langfristig. Der NABU bewahrt die Artenvielfalt für Mensch und Natur. Helfen Sie mit – damit das Ganze komplett bleibt. www.NABU.de

Der Singer-Songwriter Sebó (Foto: Niculai Constantinescu)

Im Spicy‘s ist Anfassen erwünscht. (Foto: HHLA)

Das bei Besuchern sehr beliebte Spicy’s Gewürzmuseum hat im Januar 2012 neue Flächen innerhalb der Speicherstadt bezogen. Bereits seit 1993 befindet sich eines der Aushängeschilder der Hamburger Museumslandschaft im historischen Quartier. Am 21. Januar ist es nun an neuer Wirkungsstelle in Block L, Am Sandtorkai 34, mit der Sonderausstellung „Heilen mit Gewürzen“ eröffnet worden. Der Umzug des Gewürzmuseums wurde aufgrund der geplanten umfangreichen Sanierungen des zukünftigen Kultur- und Gewerbespeichers L erforderlich. „Wir haben dem Wunsch der Museumsbetreiber entsprochen, den Umzug in dem von weniger Besucherfrequenz geprägten Monat Januar durchzuführen und bereits jetzt eine geeignete Fläche anbieten können“, erklärt Thomas Kuhlmann, Leiter Immobilien der HHLA, Betreiber und Entwickler der Speicherstadt. „Zunächst wird das Gewürzmuseum in den Westteil des Speicherblocks L ziehen. Nach Umnutzung des ersten Bauabschnittes wird Block L inmitten eines sowohl kulturell als auch gewerblich erstklassig erschlossenen Umfeldes zur dauerhaften Heimat für das Museum. Ein Top-Standort in einem Speicher voller Leben.“

Mit allen Sinnen erleben – im Spicy’s Gewürzmuseum Die Verlagerung ist nicht nur eine große logistische Herausforderung für die Betreiber des Gewürzmuseums. „Für uns als ein rein privat finanziertes Museum ist der anstehende Umzug auch finanziell die größte Aufgabe in unserer 20-jährigen Geschichte“, erklärt Viola Vierk, Gründerin und Eigentümerin des Spicy’s Gewürzmuseums. „Aber wir freuen uns natürlich, dass sich das Gewürzmuseum als eines der am besten besuchten Museen Hamburgs hier in der Speicherstadt weiterentwickeln kann.“ Das Museum

wird mit über 900 Exponaten aus den letzten fünf Jahrhunderten umziehen. Wichtiger Teil der Ausstellung ist die Rolle der Gewürze in der Geschichte, die eng mit der Geschichte Hamburgs, der Speicherstadt und der Seefahrt verbunden ist. Nach der Neueröffnung des Museums wird die Welt der Gewürze

Fast 2 Millionen Besucher hatte das Museum bisher in der 335 Quadratmeter großen Ausstellung am neuen Standort zu erleben sein. Die Exponate geben einen Eindruck, wie Gewürze angebaut, geerntet, weiterverarbeitet und transportiert werden. „Wir wollen Verbraucher über Anwendung, Vorratshaltung und Qualität von Gewürzen beraten. Denn gerade hier im Quartier wurde ein wesentliches Stück der Hamburger Gewürzgeschichte geschrieben. Bei uns kann man vom Anbau bis zum Fertigprodukt den gesamten Bearbeitungsprozess anhand von antiken Geräten und Maschinen verfolgen“, so Vierk weiter. Über 1.790.000 Besucher haben die Ausstellung bereits besucht. „Wir sind überzeugt, mit der neuen Ausstellungsfläche diese Erfolgsgeschichte fortsetzen zu können.“ Zusätzlich werden zahlreiche Veranstaltungen, zum Beispiel Vorträge, Kochvorführungen oder literarische Lesungen, angeboten. Das Museum setzte in der Vergangenheit immer neue Impulse für das Gewürzgeschäft – und Hamburg bietet dafür als drittgrößter Gewürzumschlagsplatz der Welt ideale Voraussetzungen. Die Verlagerung des Gewürzmuseums ist Bestandteil eines Gesamtkonzeptes der HHLA Immobilien zur langfristigen Sicherung des Museumsstandortes. Bereits Ende Oktober hat das renommierte Speicherstadtmuseum neue Räume am Sandtorkai 36 bezogen, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gewürzmuseum. n

Das Überseequartier ist inzwischen bekannt. Hier kann man Lebensmittel und Pflegeprodukte kaufen, sich auf einen Kaffee treffen und anschließend mit trendigen Klamotten eindecken oder schick essen gehen. Aber auch sonst ist am Überseeboulevard einiges los. Nach besinnlichem Weihnachtsmarkt mit Eislaufbahn warten bereits die nächsten Highlights auf viele Besucher – und zwar auf Musik-Fans. Hier schon einmal eine kleine Vorankündigung, damit Sie wissen, worauf Sie sich freuen können. Über die genauen Termine informieren wir Sie, sobald sie feststehen. Los geht’s mit souligem Pop im Club 20457. Der ehemalige Rapper Sebó ist heute als SingerSongwriter Teil des Musikprojekts „Each One Teach One”. Mit viel Soul und einer klaren, positiven Botschaft tritt er aus den verschiedenen Szenen und Stilen heraus und kombiniert sie neu, um einen musikalischen Stillstand zu verhindern. Er singt von persönlichen Erfahrungen und Eindrücken, die er an den entlegensten Orten der Erde gewonnen hat. Seine Texte sind mal fröhlich, mal melancholisch, mal ernst und mal gelassen. Seine Stimme trans-

Sarah Jane von SarahJaminn

portiert jede Emotion direkt in die Seele. Ehrliche Texte treffen auf einen ebenso ungekünstelten, organischen Sound. Ebenfalls im Club 20457 sorgt Anri Coza für musikalischen Stilmix. Die südafrikanische Sängerin und Komponistin lebt und arbeitet seit 18 Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg und ist Veranstalterin der neuen Musikreihe „Melting Pot”. Neben einer Schauspielausbildung studierte sie Jazz und Pop in Südafrika und Los Angeles. Ihrer Musik sind mal ein Hauch von Blues und Jazz, mal ein eingängiges PopballadenThema oder auch Folk-Anleihen beigefügt. Bei der Musikreihe im Überseequartier präsentiert die Singer-Songwriterin ein neues Programm und wird von ihrer aus bekannten Hamburger Musikern bestehenden Band begleitet. Humorvoll geht es weiter mit dem Musikkabarettisten Felix Oliver Schepp im Bistro Paris. Existenzielle Fragen, die Ihnen hier gestellt werden, sind unter anderem: Sehnen Sie sich nach einer progressiven Muskelentspannung für Ihre Stirnfalten? Hupen Sie auch für den Frieden in der Welt? Und überhaupt: Benutzen Sie noch eine Nagelschere oder beißen Sie

schon? Als „[…] großartige musikalische Unterhaltung“ beschrieb die Münchener AZ seinen ersten Soloabend, jetzt bringt Felix Oliver Schepp sein neues Programm ins Überseequartier. Mit Klavier, Kugelschreiber, Kaugummi begleitet Herr Schepp seine Scheppsons – und wer die kennt, weiß: Spätestens wenn Andrea Andreas André angedreht hat, ist es höchste Zeit, mal das Tempo rauszuhoppen, das uns die Beine bricht. Tempo gibt es auch im LaBaracca. Funkhaus wollen durch ihre Musik und Bühnenperformance dazu animieren, die Mauer zu durchbrechen, zu tanzen und zu feiern. Musik und Style mit Anleihen aus

Musik-Fans aufgepasst Funk, Rock, Soul und Acid Jazz, immer mit der Ausrichtung auf Live-Tauglichkeit. Zahlreiche bejubelte Live-Auftritte – unter anderem mit Roger Cicero, der Soulounge, der Jazzkantine –, die Auszeichnung als Gewinner des Deutschen Rock- und Poppreises 2003 und drei Studioalben zeigen

nur 1 Termin, ca. 3 Stunden R. Lappe, Heilpraktikerin seit 1997, Bei den Mühren 78, Tel. 040-68 91 99 24

der Band, dass es funktioniert. Ein dankbares Publikum freut sich über gute Musik jenseits der Charts. Dafür machen Funkhaus Musik. Mit voller Bühne laden SarahJaminn ein, das Tanzbein zu schwingen. Im 25hours Hotel gibt es High Energy Soul: Sieben Musiker, sieben musikalische Ursprünge: SarahJaminn machen Musik zum Tanzen, Musik die berührt. Der unverwechselbare Sound der ausschließlich selbstgeschriebenen Musik entsteht durch Sarah Janes ausdrucksstarke Stimme, das massive Fundament geschmackvoller Grooves und den dreistimmigen Chor. Die gebürtige Engländerin Sarah Jane ist auf der Bühne sowie in der SongSchmiede die Frontfrau. Die unvergesslichen Konzerte der Band fanden bereits in vielen bekannten Hamburger Locations, darunter Fabrik, Logo, Markthalle, Alstervergnügen, Hafengeburtstag, statt – mit großem Erfolg!

Zu guter Letzt – natürlich nur auf diese Aufzählung beschränkt – wird es französisch mit Chansons im Bistro Paris. Auf ihren Konzerten entführen LA FÊTE AU PORT das Publikum in ein französisches Hafencafé. Unter bunten Lampions wird sehnsüchtig gefeiert, geträumt und gelebt. Die Chansons erzählen kleine Geschichten von Liebe und Fernweh, von Hafen und Meer, Geschichten, die in ihrer Schlichtheit das Herz mal zart, mal stürmisch berühren. Wie zum Beispiel die vom schönen Freudenmädchen, das sich unsterblich in einen Akkordeonisten verliebt, oder die vom Fahrkartenknipser, der sein monotones Dasein in den Pariser Metroschächten nicht mehr aushält – authentisch, leidenschaftlich, schön. Weitere Events, nicht nur musikalischer Art, sind bereits in Planung. Dieses Jahr verspricht ein ereignisreiches zu werden. n

BuchTipp

Kreuzfahrtträume … … beginnen auf der Elbe Neu auf dem Buchmarkt: „Cruise Liner in Hamburg 2012“ mit Kreuzfahrtplaner, vielen Schiffsporträts und Reportagen. Kreuzfahrer in Hamburg – das ist eine ununterbrochene Erfolgsgeschichte. Sie begann mit dem triumphalen PremierenBesuch der Queen Mary 2 im Juli 2004, der eine wahre Euphorie entfachte. Jahr für Jahr kommen mehr Kreuzfahrtschiffe in den größten deutschen Seehafen. 2010 wurde erstmals die „Schallgrenze“ von über 100 Anläufen geknackt, in der vergangenen Saison waren es 118 – und für 2012 sind 166 prognostiziert. Rund 400.000 Passagiere wird die Hansestadt willkommen heißen. Das Jahrbuch „Cruise Liner in Hamburg“ hilft Reisenden wie Sehleuten, den Durchblick zu behalten. Sorgfältig sind hier alle erwarteten Schiffe mit genauen An- und Ablegezeiten und den jeweiligen Liegeplätzen dokumentiert. Aber nicht in langweiliger Tabellenform, sondern im Magazinformat mit einem umfassenden Textteil und über 350 Hochglanzbildern – also optisch wie grafisch opulent ausgestattet. Alle 36 Luxusliner, die in diesem Jahr Kurs auf die Elbmetropole nehmen, werden auf mindestens ei-

ner Doppelseite ausführlich mit Stärken und Schwächen sowie ihren technischen Daten und vielen Bildern vorgestellt. Hinzu kommen Reportagen rund um maritime Themen. Dazu nur einige Beispiele. Wie entstehen die riesigen Propeller für Container- und Kreuzfahrtschiffe, von denen die Mecklenburger Metallguss GmbH rund 100 Stück pro Jahr in alle Welt ausliefert? Was passiert an der Hamburger Hafenpromenade, um die Meile zwischen Landungsbrücken und Baumwall noch erlebnisreicher zu gestalten und gegen Sturmfluten zu wappnen? Was hat der Musical-König von St. Pauli mit der AIDA-Flotte zu tun? Wer rekrutiert eigentlich Hoteldirektor, Zimmermädchen, Küchenchef oder Barkeeper für Cruise-Liner? Auf all diese Fragen finden die Leser umfassende, spannend und informativ geschriebene Antworten. „Cruise Liner in Hamburg“ erscheint bereits im sechsten Jahrgang und gilt für viele Hamburger, Hamburg-Besucher und natürlich Kreuzfahrer mittlerweile als das Standardwerk nicht nur für das „Schiffegucken“, sondern auch als ideale Vorbereitung für die nächsten Kreuzfahrten ab Hamburg. Eingeleitet wird das Magazin von Frank Horch, Wirtschaftssenator

der Hansestadt, dem Managing Director des Hamburg Cruise Center Gerd Drossel sowie Jens Meier, Geschäftsführer der Hamburg Port Authority. Es ist ab sofort für 14,80 Euro im Buchhandel erhältlich oder kann bei den Herausgebern unter den unten genannten Kontakten bestellt werden. n Werner Wassmann, Susanne Opatz, Jahrbuch 2012: „Cruise Liner in Hamburg“, 226 Seiten, mehr als 350 Farbfotos, Eurocaribe Druck und Verlag GmbH, Hamburg, 1. Februar 2012 – ISBN 978-3-9814001-1-3 ab sofort im Buchhandel erhältlich oder direkt per Fax 040-439 72 64 oder E-Mail verlag@ eurodruck.org, Preis: 14,80 Euro zzgl. Versandkosten, zahlbar sofort nach Rechnungseingang ohne Abzug


HafenCity Politik

Seite 36 / HafenCity Zeitung

Kurz Notiert

Politisch, bunt und ausgelassen

1.200 Gäste feierten mit der GAL im Kaisersaal des Rathauses das Neue Jahr. Der kurzen Begrüßung durch Farid Müller folgte die Ansprache der ehemaligen Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk, die dem anwesenden Bürgermeister Scholz eine starke Oppositionsarbeit in den Bereichen Kauf der öffentlichen Netze, Kinderbetreuung und Arbeitsmarktpolitik ankündigte. Als Gastredner des Abends hielt Kiels Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck eine launige Rede zum Verhältnis Hamburgs zu Schleswig-Holstein. Auch eine neue Amtsträgerin konnte begrüßt werden. Pünktlich zum neuen Jahr hat die GAL eine neue Landesgeschäftsführerin. Die 37jährige Julia Hammerschmidt folgt auf Mirko Seffzig, der seit Jahresende bei den Grünen in Brandenburg arbeitet. Julia Hammerschmidt ist der GAL seit über einen Jahrzehnt eng verbunden. Sie war Mitarbeiterin in der Landesgeschäftsstelle und Referentin der Senatorin Christa Goetsch in der Behörde für Schule und Berufsbildung. Zuletzt hat die Historikerin im Grundsatzreferat des Staatsministeriums Baden-Württemberg gearbeitet. n (CF)

Ein Hoch und Tief

SAL Shipping kommt in die HafenCity

Jetzt wird nur noch vor Gericht gearbeitet Geschäftsführer von SAL: „Wir brauchen mehr Platz für unsere jetzt bereits 100 Mitarbeiter, den wir hier finden können. Zugleich binden wir das Unternehmen enger an Hamburg an, einen sehr guten und professionellen Standort der maritimen Wirtschaft.“ Für Rolner kommt noch ein zweiter, für ihn aber eher sekundärer Effekt hinzu: Sein morgendlicher Arbeitsweg verkürzt sich dramatisch. Ein weiterer Grund für den

Schiffen involviert sind, gewährleistet dieses redundante System (verdoppelte Systemkomponenten) jederzeit höchste Sicherheit und Präzision. Mitte Dezember bewies die MS Lone bei einer mehrtägigen Probefahrt auf der Ostsee in der Eckernförder Bucht erfolgreich ihre Funktionalität. Im Rahmen der FMEA-Analyse (Failure Mode and Effect Analysis) wurden alle Systeme hinsichtlich kritischer Fehler untersucht.

Innen sind die Schiffe mit sensiblen Geräten ...

Im Alten Land hängen die Fahnen auf Halbmast, ganz besonders in Steinkirchen. Eine der größten Gewerbesteuereinnahmequellen der Region verlässt Steinkirchen und zieht in die HafenCity an den Brooktorkai. SAL Schiffahrtskontor Altes Land GmbH & Co. KG gehört zu den weltweit führenden Reedereien der Schwergutschifffahrt. Das 1980 gegründete Unternehmen, dessen Wurzeln bis 1865 zurückreichen, gehört zur „K“ Line Gruppe (die japanische Reederei Kawasaki Kisen Kaisha, Ltd.). SAL verfügt über ein internationales Netzwerk von Agenturen und eigenen Niederlassungen

in Japan, China, Großbritannien, Italien, USA, Finnland, Australien, Frankreich, Moskau, Rotterdam und Singapur. Fast 700 Mitarbeiter sind für SAL in der ganzen Welt tätig. Die Reederei betreibt eine Flotte mit 16 Schwergutschiffen, die durch Eigenmittel und Banken finanziert sind und deren Bereederung im eigenen Hause erfolgt. Die eigene Ingenieursabteilung kümmert sich um alle ladungstechnischen Angelegenheiten und entwickelt innovative Transportlösungen für individuelle Kundenansprüche. Zur Begründung für den Umzug sagt Lars Rolner, einer der

Zahnbehandlung im Schlaf

Normalerweise wird der Schmerz während einer Zahnbehandlung durch eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) ausgeschaltet. Sollte jedoch die Lokalanästhesie nicht möglich sein, kann die Behandlung auch in allgemeiner Anästhesie (Vollnarkose) oder in Sedierung (Dämmerschlaf ) durchgeführt werden. Zu den entsprechend behandelten Patienten gehören vor allem Kinder und Erwachsene mit ausgeprägter Zahnarztphobie (Angst vor Zahnarztbehandlung). Speziell bei Er-

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Anlegen am Brooktorkai

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Mithilfe moderner Narkoseverfahren ist es heutzutage möglich, Patienten während bestimmter Behandlungen schmerz- und angstfrei zu behandeln.

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

wachsenen hat diese Phobie dazu geführt, dass diese Menschen jahrelang den Zahnarztbesuch gescheut haben und so massive Schäden an den Zähnen entstanden sind. Diesen Angstpatienten bietet die Narkosebehandlung eine stressfreie und angenehme Möglichkeit, eine längere Zahnbehandlung quasi im Schlaf durchzustehen. Allgemein kann die Vollnarkose oder die Sedierung durchgeführt werden bei: • Kindern, die die normale Behandlung verweigern, • Kindern mit großem Behandlungsbedarf, • Behandlung von Angstpatienten,

• umfangreichen chirurgischen Eingriffen, • Patienten mit Würgereiz, • Patienten mit allergischen Reaktionen auf zahnärztliche Betäubungsmittel, • umfangreichen, zeitintensiven Zahnsanierungen. In unserer modernen Zahnarztpraxis haben wir uns auf die Behandlung dieser Patientengruppen in Vollnarkose spezialisiert. In Zusammenarbeit mit einem Narkosearzt führen wir die Narkosebehandlung direkt in unseren Praxisräumen durch. Die Überwachung der Herz- und K reislauffunktion wird während des ganzen zahnärztlichen Eingriffs durch einen Narkosearzt überwacht. Mithilfe modernster Medizintechnik und jahrelanger Erfahrung wird ein Optimum an Sicherheit geboten.

... und riesigen Maschinen ausgestattet. (Fotos: MK)

Umzug ist die neue Ausrichtung der Reederei auf das Windenergiegeschäft: „Wir bauen uns mit dem Montagegeschäft ein zweites Standbein auf.“ Nirgends sonst als in Hamburg und hier in der HafenCity trifft man auf eine größere Konzentration der Branche. Allein rund um den Sandtorpark sammeln sich allmählich Unternehmen wie Repower oder General Electric mit ihren Windkraftsparten. „Diese große Konzentration von Unternehmen und Fachkompetenz vor Ort hilft uns, Kontakte zu knüpfen und in das Geschäft hineinzukommen“, sagt Rolner. Für das OffshoreGeschäft wurde auch die Lone – Leser kennen dieses Schiff noch von der Taufe letztes Jahr – extra noch mal aufgerüstet. Die Lone hat jetzt eine DP2-Ausrüstung, sprich Positionierungsmotoren

Ausrichtung auf Windenergie und Computer, die ihr auch das Arbeiten in großen Wassertiefen ermöglicht. Das DP2 bietet die automatische Kontrolle über die drei Achsen des Schiffes. Dank der Redundanz aller wesentlichen Komponenten, die das Schiff während seiner Offshore-Arbeiten über einem vorbestimmten Punkt in Position halten, kann diese auch beim Ausfall von Komponenten gehalten werden. Besonders bei Offshore-Installationen, bei denen Arbeiter auf Plattformen und

Diese Tests haben die Betriebsfähigkeit des Schiffes belegt. Der Germanische Lloyd stellte der MS Lone deshalb die DP Class II Notation aus. Neben ihrer hohen Leistungsfähigkeit besitzt die MS Lone einen Umweltpass (Envi-

Jederzeit höchste Sicherheit und Präzision ronmental Passport), wird somit höchsten Umweltanforderungen gerecht. Dazu kommen die Arbeits- und GesundheitsschutzZertifizierungen ISO 14001 und OHSAS 18001. Das Schwergutschiff ist 160,5 Meter lang, 27,5 Meter breit und verfügt über eine Ladekapazität von 11.000 Tonnen bei rund 40.000 Kubikmetern (Frachtaufkommen). Die MS Lone hat im Dezember Hafenkräne in Rostock geladen und ist derzeit auf dem Weg nach Indien und Fernost. Im kommenden Frühjahr wird das DP2-System auf der MS Lone im Rahmen eines sechsmonatigen Projektes zum Einsatz kommen. Hierbei wird ein 3.500 Tonnen schweres aufgespultes sogenanntes Caroussel sowie ein Manifold – beides Ausrüstung für die Öl- und Gasindustrie – im Golf von Mexiko geladen. Ziel der Ladung ist das östliche Mittelmeer, wo das Caroussel abgespult und das Manifold mit einem sogenannten Offshore Subsea Handshake (Unterwasser-Übergabe der Ladung an ein Installationsschiff) gelöscht wird. n

Bei Fragen und Interesse stehen Ihnen Dr. Navid Jalilvand und sein Team jederzeit gerne zur vollen Verfügung.

Zahnarzt Dr. Navid Jalilvand M. Sc. (Foto: Steffi Behrmann)

Zahnarztpraxis Dr. Jalilvand Am Kaiserkai 46 Tel. 040 - 43 21 88 66 empfang@dr-jalilvand.de www.dr-jalilvand.de

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Zurzeit gehen die Arbeiten an der Elbphilharmonie nicht sichtbar weiter. Wer aus seinen Fenstern auf Hamburgs bekannteste Baustelle blickt, sieht ruhende Kräne und nur gelegentlich Bauarbeiter. Dafür arbeiten die Rechtsanwälte aller Parteien umso härter. Die Baufirma HOCHTIEF hat die Objektgesellschaft ADA MANTA, eine Tochter der Commerz Real, verklagt. Diese wird der Stadt voraussichtlich im gleichen Umfang den Streit verkünden. Zuvor war die ADAMANTA von der städtischen Elbphilharmonie Hamburg Bau KG zur Zahlung einer Vertragsstrafe in Höhe von 40 Millionen Euro aufgefordert worden, die ADAMANTA hatte die Forderung an HOCHTIEF weitergeleitet. Die Frage, ob HOCHTIEF einen Anspruch auf Bauzeitverlängerung hat, ist bereits Gegenstand einer Klage der städtischen Elbphilharmonie Bau KG vor dem Landgericht (negative Feststellungsklage). Die Stadt hat mit der Klage vor dem Landgericht zum Ausdruck gebracht, dass HOCHTIEF nicht mehr als drei Monate Bauzeitverlängerung zustehen. Für den darüber hinausgehenden Verzug ist HOCHTIEF verantwortlich. Daher hat die Stadt HOCHTIEF die Vertragsstrafe in Rechnung gestellt. Heribert Leutner, Geschäftsführer der Elbphilharmonie Hamburg Bau KG, erklärt dazu: „Die von HOCHTIEF eingereichte Klage bestätigt unsere Rechtsauffassung. Denn mit der Klage dokumentiert HOCHTIEF, dass ein Feststellungsinteresse besteht, die Verursachung der Bauzeitverlängerung zu klären. Deshalb lassen wir bereits mit unserer Klage vor dem Landgericht klären, ob HOCHTIEF einen Anspruch auf

Bauzeitverlängerung hat. Wir sind von der städtischen Rechtsposition überzeugt. HOCHTIEF hat zur Begründung der Klage angeführt, die Stadt habe ihre Planungen nicht fertiggestellt. Diese Behauptung ist nach wie vor falsch. Insbesondere im Bereich der Technischen Gebäudeausstattung (TGA) sind vielmehr die Planungen von HOCHTIEF unvollständig und sehr fehlerhaft. Deswegen sehen wir der Klage gelassen entgegen.“ Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler unterstreicht den Wunsch

HafenCity Politik

Vor Ort im Gespräch ... Jörg Hamann am Sandtorpark

nach einer einvernehmlichen Lösung. „Die Stadt ist weiterhin an einer gemeinsamen Lösung mit HOCHTIEF interessiert. Allerdings führt die heute eingereichte Klage nicht weiter. Wir werden uns von solchen taktischen Winkelzügen aber nicht irritieren lassen. Wir suchen weiter nach einem konstruktiven Weg, die Elbphilharmonie fertigzustellen.“ Bleibt zu hoffen, dass die Positionen bald geklärt werden, damit der Schauplatz der Posse vom Gericht zurück an die Elbe führt. n

„Die Themen der letzten Legislaturperiode sind weiterhin aktuell“, beschreibt Jörg Hamann (CDU) die Arbeit als Sprecher seiner Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss, „dazu gehört insbesondere der Wohnungsbau in Hamburg, aber auch die strategische Frage, wie und wohin die Stadt sich entwickeln wird. Eine Stadt braucht Leuchtturmprojekte an denen sich Ideen kristallisieren“, betont er, „hierbei muss es sich ja nicht immer um große Bauprojekte handeln. Kulturelle und soziale Großprojekte sind genauso erforderlich.“ Er spricht sich für den sozialen Wohnungsbau auch in der HafenCity aus, gibt dabei aber zu bedenken, dass in diesem Stadtteil das Bauen „nie besonders günstig sein wird“. Das sogenannte Vorbehaltsgebiet in der HafenCity ist für Bürgerschaftsabgeordnete eine besondere Herausforderung, da diese aufgrund ihrer Fachgebiete nicht in jedem der wichtigen Einzelentscheidungen involviert sein können, und so hält es der ehemalige Bezirkspolitiker für

Schlimme Hängepartie

Stein des Anstoßes: die Elbphilharmonie (Foto: MK)

Budenzauber Erstes Hallen-Fußballturnier des Störtebeker SV um den EDEKA-Böcker-Cup

Gespannte Erwartung vor dem Turnier (Foto: Jürgensen)

Es war richtig was los in der Sporthalle der Berufsschule Wendenstraße. Der Störtebeker SV hatte zum ersten Hallen-Fußballturnier in der noch jungen Vereinsgeschichte eingeladen. Zehn Mannschaften aus der Hamburger Kreisliga und Kreisklasse kamen mit Fans und Familie und spielten um den EDEKA-BöckerCup. Professionell moderiert und kommentiert vom früheren NDRTV-Mann, Rainer Koppke, und ebenso professionell organisiert vom neuen SSV-Trainer, Mirko

HafenCity Zeitung / Seite 37

Päsler, verliefen alle Gruppenund Finalspiele ausgesprochen harmonisch. Nur eine Zeitstrafe im fünfstündigen Turniermarathon – das dokumentiert die große Fairness aller Mannschaften. Turniersieger wurde zur großen Überraschung aller der Rahlstedter SC, der das Finale gegen das top-gesetzte und bis dahin unbesiegte Team, SC Hamm 02, mit 2:0 besiegte und damit sowohl den Wanderpokal als auch eine Siegerprämie in Höhe von 150 Euro mitnehmen konnte. Der Störtebeker

SV, der mit zwei Mannschaften angetreten war, erwies sich als guter Gastgeber und belegte in beiden Gruppen nur einen der hinteren Plätze. Trainer, Spieler, Schiedsrichter, Fans und Organisatoren waren sich einig: Das Turnier hat Perspektive und soll im Januar 2013 wiederholt werden. Ein Fußballturnier um einen gleichnamigen Cup findet schon seit zwei Jahren am Stammsitz von Edeka Böcker in Lauenburg statt. Hier spielen 28 Mannschaften um mehrere Pokale. FußballFan Markus Böcker fördert den Kinderfußball und macht jedes Jahr über 300 Kinder glücklich. Das Team von Markus Böcker organisiert und unterstützt nicht nur Turniere, sondern tritt auch mit einer eigenen Mannschaft bei Spaß-Turnieren in Lauenburg an. Ideenpotenzial für die HafenCity. Auch hier würden sich sicherlich genügend Firmenmannschaften für ein Spaß-Fußballturnier finden lassen, die gegeneinander antreten. n

einen bedenkenswerten Ansatz, viele Aufgaben in die Zuständigkeit des Bezirkes zurückzugeben, um hier bürgernahe Entscheidungen gewährleisten zu können. Der 46-jährige Familienvater, der bereits seit 2004 in der Bürgerschaft sitzt, machte es sich mit der Wahl seiner weiteren Ausschüsse nicht wirklich leicht. So ist er auch diesmal Sprecher seiner Fraktion im PUA Elbphilharmonie, und trotz aller Probleme ist er weiterhin ein Freund dieses Großprojektes. „Der Senat muss eine Einigung mit HOCHTIEF herbeiführen

CDU-Sprecher Jörg Hamann

oder den Vertrag kündigen. Auf jeden Fall muss Schluss sein mit der derzeitigen Hängepartie“, fordert Jörg Hamann. Seiner Ansicht nach haben die damals politisch Verantwortlichen die Komplexität eines solchen Großprojektes unterschätzt, und die Euphorie der ersten Zeit habe manche Bedenken in den Hintergrund treten lassen. Die Frage, ob die erheblichen Mehrkosten durch Vertragsfehler oder durch die Änderungswünsche der Stadt als Auftraggeber entstanden sind, wird im PUA noch geprüft. Auf jeden Fall sagt der CDU-Sprecher bereits jetzt, dass „Ausgabendisziplin hier gut getan hätte“. Obwohl er mit der Arbeit in „seinem“ dritten Ausschuss (Petitionsausschuss und Härtefallkommission) voll beschäftigt ist, steht er Bürgern mit seiner „Abgeordneten-Sprechstunde“ auch für Gespräche zur Verfügung. n (CF) Weitere Informationen gibt es unter 040 - 428 31 13 81 oder per E-Mail an joerg.hamann@cduhamburg.de

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Seite 38 / HafenCity Zeitung

Für eine Zukunft

HafenCity Wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Über 600 Bürgerideen, tausende Meinungen, eine Bürgervision

Engagierte Bürger sammeln Ideen für ihre Visionen von Hamburg. (Foto: MK)

Das Zukunftscamp, 6. bis 11. Februar 2012. An fünf Tagen können Passanten gemeinsam mit anderen Bürgern und Experten eine Bürgervision für Hamburg im Jahr 2030 entwerfen und damit einen Impuls für die aktuelle Stadtentwicklungsdebatte in Hamburg geben. Das Camp findet ganztags im ehemaligen Ohnsorg-Theater (Große Bleichen 23, Hamburg City) statt. Es wir durchgeführt von Nexthamburg in Kooperation mit der ZEIT-Stiftung und mit Unterstützung der KörberStiftung, dem Museum für Hamburgische Geschichte und der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Das Zukunftscamp Hamburg 2030 bietet jedem Bürger die Möglichkeit, eine gemeinschaftliche Bürger-Stadtvision mitzugestalten und sich dabei auf unterhaltsame und spielerische Art mit Fragen der Stadtentwicklung in Hamburg auseinanderzusetzen. Ein Zukunftsshop lädt dazu ein, Probleme und Lösungen wie in einem Supermarkt zu erkunden

und seine eigene Stadtvision zu erstellen. Mithilfe von Schnellzeichnern oder in einer Modellbauwerkstatt kann die Vision dann weiter ausformuliert werden. Zusätzliche Formate wie ein Barcamp, eine große abendliche Workshop-Session, ein PoetrySlam-Abend zur Zukunft der Stadt, Kinovorführungen, und ein „Turnier der guten Ideen“ bieten zusätzliche Gelegenheiten, selber aktiv zu werden oder sich inspirieren zu lassen.

Die Teilnahme ist natürlich kostenlos Die Teilnahme am Zukunftscamp ist allen Bürgern offen und kostenlos. Ausgewählte Ergebnisse der im Zukunftscamp gewonnenen Bürgervisionen werden in einer Publikation über die Arbeit von Nexthamburg veröffentlicht (voraussichtlicher Erscheinungstermin Sommer 2012 in der edition Körber-Stiftung).

Deutsche Bank

Über zwei Jahre hat der bundesgeförderte und als Ort im „Land der Ideen“ ausgezeichnete BürgerThink-Tank Nexthamburg Ideen und Wünsche für Hamburg gesammelt. Die Community von aktuell über 5.000 Personen diskutiert über 600 Bürgerideen in unterschiedlichsten Themenfeldern von der Mobilität über das Stadtbild bis zum Wohnungsbau – zum Beispiel die Wiedereröffnung des Fernsehturms, das Wohnen in der Innenstadt oder visionäre Ideen wie die Verlagerung des Hamburger Doms zum Musical-Zelt im Hafen. Diese Bürgerbeiträge werden als Ideen und Themenvorschläge in das Zukunftscamp einfließen. Während der fünf Tage werden alle Beiträge der Bürger zu einer großen Bürgervision zusammengefasst: Das Zukunftsbild der Stadt im Jahr 2030. Bereits jetzt können auf www.zukunftscamphamburg.de Interessierte ihre eigene Vision schaffen und ihre favorisierten Ideen so zum Teil der Bürgervision machen. Durch das Zukunfts-

camp wird das alte Ohnsorg-Theater für fünf Tage zu einem Ort des Austausches und der Kultur. Das Zukunftscamp Hamburg 2030 wird am Montag, 6. Februar, um 19 Uhr mit dem „Turnier der guten Ideen“ eröffnet. Am großen Wettstreit zur Bürgervision nehmen Bürger und namhafte Gäste darunter Bernd Begemann (Musiker), Birgit Gebhardt (Geschäftsführerin Trendbüro Hamburg), Christoph Krupp (Chef der Hamburger Senatskanzlei), Prof. em. Dr. Dieter Läpple (Stadtforscher der HCU), Christian Tröster ( Journalist und Buchautor), Mustafa Tazeoglu (Mitgründer Urban Rhizome), Prof. Gesa Ziemer (Kulturtheoretikerin), Claas Gefroi (Architekturkritiker) teil. Die Moderation übernimmt Julian Petrin (Gründer Nexthamburg). Am Dienstag, 7. Februar,

Altes OhnsorgTheater wird zum Ort des Austausches um 19 Uhr findet der „Urban Future Slam“ statt. Sechs Poeten treten unter dem Motto „Wir bauen eine Stadt aus Worten“ gegeneinander an, darunter auch Jenny Dorothea aka Horst Slammer und Dieter Namjo Schmidt. Begleitet wird der Poetry Slam von der Bucerius Jazz Band. Das mobile K ino „Flexibles Flimmern“ zeigt im Rahmen des Zukunftscamps den Film „Urbanized“ (USA 2011) von Gary Hustwit (OF) an drei Abenden (Mittwoch, 8., Freitag, 10., und Samstag, 11. Februar) jeweils um 20 Uhr. Eintritt 8 Euro. Bereits die vierte Session veranstaltet

Nexthamburg am Donnerstag, 9. Februar, ab 19 Uhr. Unter dem bekannten Format finden ein intensiver Austausch und Workshop statt mit Themen aus den Bereichen Kultur, Stadtgestalt, Bildung, Nachhaltigkeit, Mobilität oder Tourismus. NexthamburgSession No. 4: 600 Ideen – eine Vision. Am letzten Tag, Samstag, 11. Februar, findet von 14 bis 16 Uhr eine „Stadtspieler-Session“ statt, anschließend gibt es um 17 Uhr das Voting-Finale. Nach dem Kino um 20 Uhr wird zum Abschluss des Zukunftscamps im Nexthamburg-Club Zukunftsmusik gespielt. Nexthamburg ist Hamburgs Bürger-Think-Tank. Nexthamburg erprobt in Hamburg eine neue Form offener und unabhängiger Bürgerbeteiligung. Eine Community von aktuell über 5.000 Personen ist über Online-Dialoge, große Workshop-Sessions und Vor-Ort-Veranstaltungen aktiv, teilt ihr Wissen über Stadt, reflektiert das aktuelle Stadtgeschehen und arbeitet gemeinsam an einer Vision für das Hamburg von morgen. Nexthamburg wurde von 2009 bis 2011 als Prototyp für eine unabhängige Partizipationsplattform von der Bundesregierung gefördert und führt seine Aktivitäten seit 2011 gemeinsam mit namhaften Hamburger Partnern weiter. In der HafenCity findet der nächste Workshop im Rahmen der Social Media Week am 16. Februar im Infopavillon Überseequartier statt. Dann geht es um das Thema „Kreative bauen die kreative Stadt 2030“. Gemeinsam soll eine Stadtvision für Hamburg als Kulturmetrople 2030 erschaffen werden. Anmeldungen erwünscht. n

Von der Essstation zur Kantine Böcker kocht

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Bei EDEKA Böcker wird ständig das Angebot optimiert – das haben sich Markus Böcker und Christian Barg von Anfang an auf die Fahnen geschrieben. Zu unbekannt waren die Bedürfnisse des HafenCity-Publikums zum Start des ersten Lebensmittelmarktes. Jetzt war es zum ersten Mal Zeit, die gewonnenen Erfahrungen auszuwerten und den Markt an den Markt anzupassen. Die Weinecke wurde vergrößert – Böckers Champagner und Weine erfreuen sich wachsender Beliebtheit in der HafenCity, und dem tragen die beiden EDEK A-Macher Sorge mit einem ausgeweiteten Weinsortiment. Ebenfalls komplett umgebaut wurde die Essstation. Eine komplette kleine Kantine – und unter diesem Titel wird sie auch bei Böcker geführt – wurde am Beginn der Käse-, Fleischund Wursttheke hergerichtet, mit Stehtischen und demnächst auch mit Sitzgelegenheiten. Während der gesamten Öffnungszeit wird für das Wohl der Gäste gesorgt:

Die neue Kantine bei EDEKA Böcker (Foto: MK)

morgens mit einem kompletten Frühstück in mehreren Variationen mit Brötchen und Marmelade, auch Eier und Speck sind im Angebot – ab 4,90 Euro geht es morgens um 7:30 Uhr los. Mittags treffen sich Anwohner, Geschäftsleute und Bauarbeiter beim günstigen Mittagstisch, der täglich wechselt und ab acht Portionen auch geliefert wird. Die Tagessuppe beginnt bei 3,50, zwei Variationen von Gerichten kosten jeweils 3,90 und 4,90 Euro. Über

die positive Entwicklung und Aufnahme der Angebote bei ihren Kunden freuen sich Christian Barg und Markus Böcker, die man auch mal hinter der Theke in der Küche trifft. Für den späten Hunger ist dann noch Fingerfood im Angebot, ab 17 Uhr gibt es Chicken Wings, Nuggets, Frühlingsrollen, Baguette, Dim Sum, Spieße und vieles mehr an der Theke – wie auch natürlich frische Vitamine von der beliebten Salatbar. n


HafenCity wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

L’Etoile Properties Services Internationales Immobilienbusiness in der HafenCity

Das Team von L’Etoile Properties Services in Hamburg (Foto: MK)

Der Hamburger Immobilienmarkt boomt. Attraktive Standorte, eine wachsende Bevölkerung und eine gesunde Wirtschaft produzieren ständige Nachfrage nach Büro- und Wohnimmobilien. Auch ausländische Investoren sind auf der Suche nach attraktiven Objekten. Doch wie die Spreu vom Weizen trennen? Als ortsfremder Investor ist man auf die Hilfe von ortskundigen Dienstleistern angewiesen, die wissen, welche Lagen attraktiv sind und effektiv die Interessen der Investoren vor Ort vertreten. Das Angebot wächst, Rechtsanwälte entdecken den Markt für sich und unterstützen bei der Anbahnung und Abwicklung, Verwaltungen

hängen sich an, und hier und da fällt auch noch etwas Brosamen für Nischenanbieter ab. Dass man diese Geschäfte auch integriert und von vornherein international verständlich betreiben kann, hat der Franzose Didier Unglik schon früh entdeckt. Vor über 20 Jahren gründete er L’Etoile Properties in Großbritannien, um dort für ausländische Investoren Projekte zu entwickeln und langfristige Dienstleistungen zu erbringen. Auf dem entschieden internationalen Markt in London und Umgebung lernte er die Fähigkeit zu interkultureller Kommunikation und die Anforderungen eines breiten Spektrums an internationalen Investoren kennen. Nächste Sta-

tion des gelernten Bauingenieurs war fast zwangsläufig Paris. Auch hier öffnete er den lokalen Markt für ausländische Investoren und entwickelte L’Etoile Properties zu dem, was es heute ist: ein „OneStop-Shop“ für ausländische Investoren. Didier Unglik und sein Team betreuen die Partner von der Investition über die Verwaltung bis hin zur Objektentwicklung in allen Belangen – und sind erfolgreich dabei. Über 180 Gebäude werden inzwischen international von 75 Mitarbeitern betreut. Ein verwaltetes Immobilienvermögen von rund 3,5 Milliarden Euro und 1,6 Millionen Quadratmetern Fläche ist schon eine beein-

Erfolg und beeindruckende Zahlen druckende Zahl. Jüngstes Kind von Didier Unglik und L’Etoile Properties ist seit über einem Jahr Hamburg. Neben dem attraktiven Markt spielten gewachsene Beziehungen, eine alte Freundschaft und wachsende Begeisterung für Alster, Stadt und Leute eine große Rolle für den Schritt an die Elbe. Zusammen mit dem Hamburger Raoul Kanitz und einem kleinen ausgewählten Team von lokalen Experten baut er das

Geschäft jetzt in der Hansestadt auf. Raoul Kanitz ist ein Kenner der Hamburger Immobilienszene und kennt das Projekt HafenCity von Anfang an. Als Mitglied der Geschäftsleitung vom Bankhaus Wölbern beobachtete er den Werdegang der HafenCity von einem Logenplatz aus. Eines der aktuellen Projekte führt seine Geschicke jetzt zurück in die HafenCity. Das Gebäude Brooktorkai 22 neben dem Ericus-Kontor wurde erfolgreich für den spanischen Investor Metroinvest akquiriert und wird jetzt von L’Etoile Properties Services betreut. Die Spanier gehören zu den großen Fans von L’Etoile Properties, da sie wissen, dass sie auf Mitarbeiter mit verhandlungssicherem Englisch treffen, das Reporting an ihre Bedürfnisse angepasst termingerecht erfolgt und ihre Interessen so wahrgenommen werden, als wenn sie selbst vor Ort wären. Dieses Vertrauen haben inzwischen aber auch lokale Unternehmen wie Hansainvest und Wölbern zum Beispiel auf dem französischen Markt in die Kompetenz von Didier Unglik und Raoul Kanitz gesetzt und nehmen Know-how und Dienste von L’Etoile Properties Services in Anspruch. Hamburg hat es Didier Unglik angetan, und aus dem anfangs geplanten Jahr werden jetzt mehr. n

HafenCity Zeitung / Seite 39

Maß statt Masse. Sie sind nicht von der Stange. Warum sollte es Ihr Anzug sein? Maßanfertigung und -konfektion für Damen und Herren. Edle Schuhe, Hemden, Blusen und Accessoires.

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Seite 40 / HafenCity Zeitung

Der Schneidermeister

HafenCity Wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Starke Platzierung

Maßanfertigung, -konfektion und Änderungsschneiderei Team von sehr gut ausgebildeten Schneidern und Schneiderinnen wird hier „von Hand gearbeitet“. Maßkonfektion für Herren und zunehmend auch für Damen wird anhand von sogenannten „Schlupfgrößen“ und Computerschnitten individuell angepasst. Die Maßanfertigung wird absolut individuell vermessen und

„zu kurz? zu lang? zu Frech.“ vor Ort im Atelier genäht, nach drei Anproben hat der Kunde sein einzigartiges Kleidungsstück. Feine Stoffe hauptsächlich aus Italien und England für Hemden, Kostüme und Anzüge sowie Accessoires wie Gürtel, Krawatten und rahmengenähte Schuhe aus britischer Fertigung runden das Angebot für seine Kunden ab. Als gelernter Gewandmeister stattet Klaus Frech seit vielen Jahren international erfolgreiche Musical-Produktionen, wie zum

Beispiel „Sister Act“ oder „Ich war noch niemals in New York“ aus. „Die handwerkliche Arbeit bei den Kostümen sowie die künstlerische Umsetzung sind sehr aufwändig und geben diesen Teilen den besonderen Wert“, beschreibt Klaus Frech die Anforderungen an diese vielfältige Aufgabe, „und durch die hohe Beanspruchung müssen diese auch häufig instandgesetzt werden.“ Stage Entertainment ist dabei nicht der einzige Kooperationspartner mit Sitz in der HafenCity, und in der Zwischenzeit finden viele Bewohner den Weg in sein Geschäft, was nicht zuletzt an der Änderungsschneiderei liegen dürfte, denn „man kann mit allem zu uns kommen. Wir versuchen kreativ jedem Wunsch gerecht zu werden“, sagt er und legt sich gewohnheitsmäßig ein Maßband um. n (CF) Öffnungszeiten: Mo–Fr 9:30–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr www.anzugfrech.de

Debatte in 23 Sprachen Konversation in der EU Die HafenCity zählt zu den modernsten städtebaulichen Projekten Europas. Aber schon früher nahm das Gebiet eine bedeutende Stellung für die Hansestadt Hamburg ein: Als die heutige HafenCity noch zum Freihafen Hamburgs zählte, haben die Kaufleute der Hanse hier ihre Koggen beladen. Eine Besonderheit der Hanse war die gemeinsame Handelssprache. In dem mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund, der sich über weite Teile Nordeuropas von La Rochelle bis Stockholm erstreckte, verständigte man sich in mittelniederdeutscher Verkehrssprache. Diese sprachliche Einheit hatte die Hanse ihrem modernen Pendant, der Europäischen Union, voraus.

Zwar hat Englisch das Mittelniederdeutsche als Lingua franca abgelöst, aber der Sprachgebrauch innerhalb der EU ist heute alles andere als einheitlich. Im Gegenteil: Mehrsprachigkeit wird durch die EU ausdrücklich begrüßt und gefördert. Da erscheint es nur logisch, dass die EU sich – zumindest theoretisch – verpflichtet, öffentliche Dokumente in allen Amtssprachen der Mitgliedsländer zur Verfügung zu stellen. 23 Sprachen erkennt das Europäische Parlament als Amts- und Verkehrssprachen an. EU-Verordnungen und andere Rechtsvorschriften sowie das Amtsblatt der EU werden beispielsweise in all diesen Sprachen veröffentlicht. Bürger können darüber hinaus Anfragen in jeder der 23

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HafenCity wirtschaft

Sprachen an die EU einreichen, und diese müssen in derselben Sprache beantwortet werden. In der Praxis ist die Sprachenpolitik der EU allerdings weniger liberal: Viele Dokumente der EU-Kommission werden lediglich in deren internen Verfahrenssprachen Englisch, Deutsch und Französisch veröffentlicht. Dies betrifft auch die öffentlichen Konsultationen, durch die

Aus 23 mach eins – Europa spricht Englisch EU-Bürger aktiv an Entscheidungsprozessen der EU beteiligt werden sollen. Bei diesen öffentlichen Konsultationen können die Bürger der EU mittels OnlineFragebogen ihre Meinung zu bestimmten Initiativen äußern, bevor diese im Europäischen Parlament entschieden werden. Allerdings stehen die meisten der Konsultationen ausschließlich auf Englisch zur Verfügung. Auf der Website „Ihre Stimme in Europa“ (http://ec.europa.eu/yourvoice/ index_de.html) sind alle derzeit aktiven Konsultationsverfahren gelistet. Als Erklärung für die Beschränkung auf die englische Sprache heißt es: „Insbesondere Konsultationsunterlagen richten sich häufig an ein Fachpublikum, weshalb sie nicht unbedingt in alle Sprachen übersetzt werden müssen.“ Weiter ist zu erfahren, dass Budgetbegrenzungen die Hauptursache für fehlende Übersetzungen sind. „Die politischen Systeme sind immer stärker miteinander vernetzt. Behördliche Formulare müssen akkurat

Flaggen der europäischen Mitgliedsstaaten vor dem Europaparlament in Brüssel (Bildnachweis: TPCOM@Flickr.com)

in alle Amtssprachen übersetzt werden, um das Bürgerrecht auf Teilnahme am demokratischen Leben der EU zu gewährleisten, welches im Vertrag von Lissabon dokumentiert ist“, sagt Daisy Glean, Projektmanagerin für den öffentlichen Sektor bei der Hamburger Übersetzungsagentur Toptranslation. Die EU hat diverse Förderprogramme zur Sprachenvielfalt aufgelegt und verfolgt das Ziel, ein „sprachenfreundliches Umfeld für alle Sprachen der Mitgliedstaaten“ zu schaffen. Bis zu den öffentlichen Konsultationen ist dieses Bestreben bislang jedoch nicht vorgedrungen. Ein EU-Bürger klagte, dass fehlende Übersetzungen von Konsultationen gegen elementare Prinzipien der EU-Verwaltung verstießen, und der europäische Bürgerbeauftragte Nikiforos Diamandouros stimmte seiner Beschwerde aus dem Jahre 2010 zu. Der Om-

budsmann fordert die EU-Kommission auf, öffentliche Konsultationen zumindest auf Anfrage in allen 23 EU-Amtssprachen zur Verfügung zu stellen. Bis zum 29. Februar 2012 wird eine begründete Stellungnahme der EU erwartet. In einer vorläufigen Stellungnahme räumte die Kommission bereits ein, dass „Sprachbarrieren eine Teilnahme an öffentlichen Konsultationen behindern können“. Sowohl die Forderungen des Ombudsmannes als auch die vorläufige Stellungnahme der EU-Kommission sind auf der EUROPA-Website (http://ec.europa.eu) einsehbar – bislang nur auf Englisch. n Toptranslation ist eine Fachübersetzungsagentur für Businesskunden in 45 Sprachen. Toptranslation steht für Schnelligkeit und Präzision moderner Internettechnologie sowie Expertise und Erfahrung von über 2.400 Fachübersetzern weltweit.

HafenCity Zeitung / Seite 41

Kolumne

Der HafenCity-Beobachter

Buss Capital 2011 mit bestem Platzierungsergebnis der Firmengeschichte „Man sollte als Schneider weit herum kommen“, erklärt Klaus Frech (42) seinen lang zurückliegenden Umzug von Tübigen nach Hamburg. Damals lockte ihn die Möglichkeit, sich als Gewandmeister weiterzubilden, und so arbeitete er unter anderem in der Staatsoper und am ThaliaTheater, bevor er sich als Schneidermeister selbstständig machte. Seit 2002 ist er in seinem Laden an der Brandstwiete 58 zu finden. Auf 200 Quadratmetern befinden sich hier das Hauptgeschäft, das Atelier und die Änderungsschneiderei. „Ich liebe diesen Laden und möchte gar nicht woanders sein“, erzählt er lächelnd, „die schöne Holztreppe habe ich in mühevoller Handarbeit von der alten Farbe befreit und es hat sich gelohnt. Die alten Bodendielen sind sehr ursprünglich und das Sortiment kommt gut zur Geltung. Natürlich haben wir hier nach dem Umbau der Straße erhebliche Parkplatzprobleme bekommen, aber die gibt es auch woanders in der Innenstadt.“ Mit einem

Handwerkskunst vom Meister (Foto: CF)

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Winter in Sicht???

haben verstanden, dass das Containerleasing anders funktioniert als die Containerschifffahrt. Weil sich das Angebot wesentlich schneller der Nachfrage anpassen kann, ist der Markt wesentlich robuster, wie sich auch 2008/2009 gezeigt hat. Aktuell profitiert das Containerleasing sogar von der Schifffahrtskrise. Die Reeder wollen nicht unnötig Kapital binden und mieten deshalb lieber Container als selbst welche zu kauMarc Nagel aus der Geschäftsführung (Foto: Buss) fen“, erläutert Nagel. Derzeit hat Buss CaBuss Capital hat im Jahr 2011 mit pital die Global-Containerfonds 10 geschlossenen Container-, Im- und 11 in Platzierung. mobilien- und Schiffsfonds rund Erste Neuplatzierung des Jahres 155 Millionen Euro Eigenkapital 2012 wird ein Deutschland-Imeingeworben. Damit konnte das mobilienfonds sein. Wie die bisFondshaus sein Platzierungser- herigen Offerten von Buss Capital gebnis gegen den Branchentrend wird er in eine Immobilie in bester um 55 Prozent im Vergleich zum Lage investieren, die langfristig an Vorjahr steigern. „2011 war das einen bonitätsstarken Mieter vermietet ist. „Deutschland ist wirtschaftlich die Lokomotive Europas. Konservativ kalkulierte Fonds Deutschland mit deutschen Core-Immobilien als wirtschaftliche werden deshalb auch 2012 wieder zu den Gewinnern in der AnlegerLokomotive gunst zählen“, sagt Marc Nagel. Die Buss-Gruppe ist eine Dienstbislang platzierungsstärkste Jahr leistungsgruppe in der weltweiten unserer Firmengeschichte“, sagt Logistik und drittgrößter DienstMarc Nagel, der in der Buss-Capi- leister im Hamburger Hafen. Buss tal-Geschäftsführung für Vertrieb beschäftigt heute mit Standorten zuständig ist. „Dazu trug auch ein in Hamburg, Sassnitz, Antwergroßer Anteil Wiederzeichner bei. pen, Stade, Wittenberge und Anleger und Vertriebspartner ho- Partnern in Antwerpen und Kotnorieren unser aktives Fondsma- ka/Finnland über 400 Mitarbeiter. nagement und unsere klare Stra- Gerhard Buss gründete 1920 die tegie, Fonds nur in denjenigen Gerd Buss Stauerei in Hamburg. Assetklassen aufzulegen, in denen Buss entstammt einer alten ostwir eigene Expertise haben“, so friesischen Familie und war zuvor Nagel weiter. als Kapitän bei der OldenburgZu dem Platzierungsergebnis Portugiesischen Dampfschiffstrugen ein Schiffs-, ein Immobi- Rhederei tätig. Gleich in der erslien- und drei Containerfonds bei. ten Woche ihrer Selbstständigkeit Letztere waren für Buss Capital fertigten ein Vormann und einige wie in den Vorjahren die wich- wenige Schauerleute den ersten tigste Assetklasse. „Die Anleger Dampfer von 300 Tonnen ab. n

Hendrik Dobbertin blickt auf die HafenCity. (Foto: Martina van Kann)

Ich sehne mich nach Schnee und klirrender Kälte nach diesem endlosen, dunkel-dunklen Januar. Geht mir das eigentlich alleine so? Mein Reifenhändler feixt sich was: Er sagt, die Winterreifen, die im Oktober aufgezogen wurden, seien inzwischen längst zurückgetauscht. Was für ein Theater. Also in das Elbphi-Thema muss ich mich doch wohl auch 2012 immer wieder einmischen. Nützt nix, das ist nun mal unser Riesenthema in der HafenCity. Angeblich sei es ja sogar eine Gesetzmäßigkeit: Wenn Politik und große Bauprojekte zusammenkommen, tobe sich der Leichtsinn aus, höre ich jüngst von allen Seiten. In der Weltspitze der falsch kalkulierten Bauten seien wir noch nicht einmal Oberliga, heißt es. Da stehen weit vorn das schottische Parlament in Edinburgh mit zehnmal so hohen Kosten wie geplant und die Oper in Sydney mit Kosten, die das 14-Fache der Kalkulation betrugen, und einer Bauzeit, die um zehn Jahre überzogen wurde. Diese großartige Oper ist doch unser Masterplan, oder?!!! Von für die Elbphi ursprünglich kalkulierten 77 Millionen bis zum 14-Fachen von 1.078

Millionen – also 1,078 Milliarden – ist noch eine Menge Luft nach oben. Wir sind ja erst bei locker unter 500 Millionen. Nur Mut! Spätestens nach Bertolt Brecht und seit Christian Wulff sollte jeder, zumindest jeder Politiker wissen, dass Vertrauen dadurch erschöpft wird, dass es in Anspruch genommen wird. Die sparsamen Dänen hätten da bezüglich der Elbphi einen Vorschlag, den ich als NeubauProjektent wick ler nur sehr ernsthaft begrüßen kann. Sie fordern eine umfassende, international zugängliche Datenbank von bereits verwirklichten Großprojekten. Da kann dann jeder Projektentwickler und jeder

Internationale Datenbank für Großprojekte Auftraggeber weltweit einsehen, was große Vergleichsprojekte im Tunnelbau, im Brückenbau, im Kulturstättenbau oder im Bau von Autobahnen und Eisenbahnlinien und deren (Untertage-) Bahnhöfen ... an Endkosten und Kennziffern produziert haben. Das ist doch ein tatsächlicher Segen für unsere Branche, finde ich. In Dänemark und

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Großbritannien ist das Verfahren bei solchen Größenordnungen wie der Elbphi bereits Pflicht. Vielleicht machen ja die Architekten, die ReGe und Olaf Scholz wirklich mal eine gemeinsame Reise nach Dänemark?! Muss ja nicht unbedingt fremdfinanziert werden ... Eine schöne Meldung brachte unsere große Schwester Abendblatt gleich zu Jahresanfang. Sie berichtete auf Seite 1 über dem Bruch – also mit oberster Priorität –, dass die gemeinnützigen Hamburger Wohnungsbauunternehmen 2012 mit dem Bau von 2.000 Wohnungen – nicht 6.000!! – beginnen werden. Wer baut übrigens den „Rest“? Die Mietpreise sollen so gestaltet werden, dass auch Gering- und Normalverdiener ihr neues Zuhause finden können. Wie schön. Dazu gehören beispielsweise ja auch Studenten und Berufseinsteiger, die nicht mehr die Lust auf die WG verspüren und die die Hamburger Wirtschaft dringend braucht. Die Stadt veräußere dafür Grundstücke unterhalb der Marktpreise. Irgendwie habe ich wohl das Kalkulieren verlernt, wenn es ein paar Seiten später dort bei unserer großen Schwester heißt, dass der Quadratmeterpreis dann bei 14 Euro liegen soll. Leute, hier stimmt was nicht! Auch dann nicht, wenn Hamburg 2012 mit seiner hohen Kaufkraft Bayern überholt hat ... Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat herausgefunden, dass jeder Bürger Hamburgs aktuell im Schnitt 21.985 Euro pro Jahr für Konsum, Miete und weitere Lebenshaltungskosten zur Verfügung hat. Ja, im Schnitt. Wie wollen wir so aber junge Berufseinsteiger an uns binden, denen die Eltern nicht auf Dauer die Differenz zahlen? Herr Scholz, da muss wohl noch mal nachgedacht werden! Es bleibt spannend und ich sage tschüs bis nächsten Monat! n Hendrik Dobbertin (Völckers & Cie Immobilien)


HafenCity Wirtschaft

Seite 42 / HafenCity Zeitung

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Hinweis konnte die Beklagte nur dahingehend verstehen, dass die Nutzung der Terrasse aufgrund ihrer Eigenschaft als Gemeinschaftsterrasse eingeschränkt sei. Aus diesem Hinweis sei für die Beklagte nicht zu erkennen gewesen, dass eine Nutzung der Dachterrasse überhaupt nicht möglich sei. Somit wurde das Urteil der Vorinstanz aufgehoben und die Klage zugunsten der Beklagten

Keine Maklergebühren bei Verletzung der Treueund Nebenpflicht

Die Wohnungen im Überseequartier sind zurzeit courtagefrei. (Foto: MK)

tragung darauf hingewiesen, dass das Dach nicht als Gemeinschaftsterrasse genutzt werden könne. Es handelte sich bei der Dachfläche um ein begrüntes Dach mit einem Fluchtweg aus einzeln verlegten Trittplatten. Bei dem Besichtigungstermin teilte der Makler der Beklagten und zukünftigen Mieterin lediglich mit, dass die Terrasse nicht zur Nutzung zur Verfügung stehe und allenfalls ein

vorübergehender Aufenthalt, etwa um ein Glas Wein zu trinken oder den Blick zu genießen, möglich sei. Insbesondere sei das Aufstellen von Möblierung nicht möglich. Eine weitere Aufklärung zu der im Exposé beschriebenen „Dachterrasse“ erfolgte nicht. Daher entschied das Kammergericht, dass ein solcher Hinweis der Auf klärungspflicht eines Maklers nicht genüge. Denn diesen

abgewiesen. Dieses Urteil, erklärt Rechtsanwältin Pferdmenges, ist ein schönes Beispiel, dass über den Gesetzeswortlaut hinaus dem Makler für seine Tätigkeit bestimmte Treue- und Nebenpflichten obliegen. Der Gesetzeswortlaut besagt lediglich, dass der Anspruch auf den Mäklerlohn und Ersatz von Aufwendungen ausgeschlossen ist, wenn der Makler dem Inhalt des Vertrags zuwider auch für den anderen Teil tätig gewesen ist (§ 654 BGB). Somit ist nach dem

HafenCity Zeitung / Seite 43

Reagenzglas und Smoking

Maklerkosten – nicht immer gerechtfertigt! Welcher Wohnungssuchende in Hamburg hat noch keinen Kontakt mit einem Makler gehabt? Kaum eine Wohnung in unserer Stadt wird nicht mithilfe eines Maklers vermietet. Wer eine courtagefreie Wohnung findet, hat großes Glück. Doch die meisten Wohnungssuchenden in unserer Stadt sind vor der Zahlung von Maklerkosten nicht gefeit. Das Kammergericht Berlin hat nun in einem Urteil vom 15. August 2011 (Az.: 10 U 47/11) eine Entscheidung zugunsten des (künftigen) Mieters gefällt, wenn der Makler grob leichtfertig oder gar vorsätzlich wesentliche Vertragspf lichten gegenüber den Interessen seines Auftraggebers verletzt. Gerade in der HafenCitymit der exponierten Lage gegenüber Hafen und Verkehr ist es für einen Mieter wichtig, sich auf die Auskünfte eines Maklers verlassen zu können. Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde: Ein Mietobjekt wird in einem Exposé mit einer Dachf läche als Gemeinschaftsterrasse beschrieben. Der Eigentümer des Mietobjekts hat der Klägerin, das ist die Maklergesellschaft, bereits bei ihrer Beauf-

HafenCity wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

100 Jahre Nordmann, Rassmann Chemie

Wortlaut lediglich die Doppeltätigkeit des Maklers erfasst. Wie die obige Entscheidung zeigt, führt eine Verletzung der Treueund Nebenpflichten ebenfalls zu einer Verwirkung des Anspruchs auf Maklercourtage. Der Makler muss die ihm von seinem Auftraggeber gegebenen Informationen richtig weitergeben. Zwar obliegt ihm keine Nachforschungspflicht, jedoch muss er bei Unkenntnis auf eben diese hinweisen und darf keine falschen Erwartungen wecken. Ferner werden ihm grobe Fehler der Objektbeschreibung, die dem Makler aufgrund seiner Sachkunde auffallen müssten, zur Last gelegt (OLG Oldenburg Urt. v. 15.05.2009 – 6 U 6/09; OLG Celle Urt. v. 03.07.2008 – 11 U 22/08).  Das heißt in der Praxis, dass die Maklercourtage bei einer unrichtigen Objektbeschreibung entfällt, wenn dem Makler dies bekannt war. n J. Pferdmenges ist Mitarbeiterin bei der Kanzlei Schlömer & Sperl Rechtsanwälte. Zeughausmarkt 17 20459 Hamburg Tel.: (040) 31 76 69 00 Fax: (040) 31 76 69 20 www.schloemer-sperl.de

Erfahrung in der anwendungstechnischen und kaufmännischen Beratung sowie höchste Qualitätsstandards. „Chemie ist unsere Leidenschaft“ – dieser Leitgedanke begleitet die Erfolgsgeschichte der NRC. Und so bekamen die Gäste nicht von ungefähr zum Empfang Reagenzgläser überreicht, die vor dem Begrüßungsspalier der Geschäftsführer Edgar E. Nordmann, Gabriele Henke und Carsten Güntner zum Firmenlogo zusammengesteckt werden mussten. Zu Steinbutt, Filet

Chemie als Leidenschaft

Das 100-jährige Firmenjubiläum wurde imposant gefeiert. (Fotos: MK)

So ein Jubiläum feiert eine Firma nicht alle Tage: 100 Jahre sind für ein Unternehmen schon etwas Besonderes, erst recht, wenn die Firma während der gesamten Zeit in Familienhand geblieben ist. Die Rede ist von der Nordmann, Rassmann GmbH, die zum Feiern von ihrem Firmensitz am Binnenhafen in den Schuppen 52 umzog. In der festlich dekorierten Halle hatten sich über 800 Gäste eingefunden, sympathischerweise zum überwiegenden Teil aus Mitarbeitern und Geschäftspartnern bestehend. Die Zusammensetzung der Gästeliste spiegelte sich in der von den beiden Brüdern Edgar und Carsten Nordmann abwechselnd in Englisch und Deutsch vorgetragenen Rede wider, in der sie die 100-jährige Geschichte der Firma Revue passieren ließen und ganz besonders den Mitarbeitern und Partnern der Firma dankten, ohne die der kontinuierliche Erfolg der Firma nicht möglich gewesen wäre. Eine eigentlich typisch hambur-

gische Firmengeschichte entfaltete sich vor den Augen des Publikums. Das Unternehmen wurde 1912 von Eduard Nordmann und Fritz Rassmann als Handelshaus für Naturkautschuk in der Stadt Hamburg gegründet und hat sich heute zu einem international führenden Distributor von chemischen und natürlichen Roh- und Zusatzstoffen sowie Spezialche-

Erfolg in dritter Generation mikalien entwickelt. Inzwischen haben drei Generationen der Familie Nordmann die Arbeit des Handelshauses geprägt, und die vierte steht schon in den Startlöchern. Und diese Kontinuität in den Besitzverhältnissen soll auch gewahrt werden. Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Firma hat sich die Familie eine Familienverfassung gegeben, in der wichtige Nachfolge- und Ethik-

regeln festgeschrieben werden – sehr hanseatisch und überzeugend. Das dabei der Erfolg auch von motivierten Mitarbeitern abhängt, machten die Nordmanns in ihrer Rede deutlich: „Wir sichern mit unseren Mitarbeitern die Zukunft des Unternehmens. Unser wirtschaftlicher Erfolg basiert auf solidem Wachstum und der Verwirklichung unserer langfristigen Ziele. Wir sind ein unabhängiges Familienunternehmen und das wollen wir auch bleiben.“ Dabei erzählen sie von den Betriebszugehörigkeitsjubiläen ihrer Mitarbeiter, die nicht selten mit mehr als 20 Jahren Mitarbeit gefeiert werden. Mit 280 Mitarbeitern und rund 300 Millionen Euro Jahresumsatz verzeichnet NRC Hamburg zusammen mit seinen elf Tochterunternehmen im Jahr 2011 den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte, verantwortlich sind dafür nach Meinung der Nordmanns leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter, großes Know-how, langjährige

und Büsumer Krabben ließ man es sich gut gehen, unterhalten von Ballett und Show-Einlagen. Typisch unprätentiös und hamburgisch unterstützt die Familie Kultureinrichtungen in Hamburg, macht aber kein Auf hebens davon. Ebenfalls möchten die Nordmanns mit einer neuen Stiftung Kinder in Hamburger Problembezirken fördern. Ebenfalls typisch hamburgisch war der einzige echte VIP auf der Veranstaltung: Ex-Bürgermeister und Rechtsanwalt Henning Voscherau, den schon eine langjährige Beziehung mit Nordmann, Rassmann verbindet. Seit 1959 sitzt das Unternehmen am Kajen, und auch davor startete der Kautschukhan-

del ganz in der Nähe – ein modernes und trotzdem in der Altstadt verhaftetes Unternehmen. Der Schuppen 52, in dem gefeiert wurde, ist ein klassischer Kaischuppen aus der Kaiserzeit, denkmalgeschützt, einer der Wenigen, die noch erhalten sind, und der Einzige, der für Veranstaltungen verfügbar ist. Eine unvergleichliche Atmosphäre reflektiert ein Jahrhundert Hafenund Seefahrtsgeschichte, direkt am Wasser, mit einem Traumblick über die Elbe auf Hamburgs Stadtpanorama. Der Schuppen 52 ist der Stiftung Hamburg Maritim von der Stadt übertragen worden, und diese hat ihn dem Veranstalter Gerresheim verpachtet, der 500.000 Euro in die Renovierung investiert hat. Er bietet Platz für bis zu 3.000 Menschen auf rund 6.000 Quardratmetern, flexibel und bedarfsgerecht teilbar, mit zeitgemäßer Infrastruktur. Nur wenige Autominuten von der City oder Autobahn entfernt, mit reichlich Parkraum, oder auch per Schiff erreichbar. Die Verleihung des Deutschen Radiopreises findet hier statt, Messen, das SchleswigHolstein-Musik-Festival hat hier schon Konzerte zum Beispiel mit Bobby McFerrin und der NDRBigband veranstaltet. Seit 2004 tragen die Erlöse zum Erhalt der Schuppen und Schffe der Stiftung Hamburg Maritim bei. n

Zahlreiche Gäste waren erschienen.

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Seite 44 / HafenCity Zeitung

HafenCity Wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Ersatzlieferung einer mangelfreien Sache erfasst Ausbau und Abtransport der mangelhaften Kaufsache Über eine Konstellation, die über den entschiedenen Fall hinaus verallgemeinerungsfähig ist, wollen wir mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 21. Dezember 2011 – VIII ZR 70/08 – in dieser Ausgabe berichten. Der dortige Kläger erwarb von der Beklagten, die einen Baustoffhandel betreibt, Bodenfliesen zum Preis von 1.191,61 Euro netto. Nachdem er die Fliesen in seinem Wohnhaus hatte verlegen lassen, zeigten sich Mängel, deren Beseitigung nicht möglich ist. Der Kläger hat deswegen von der Beklagten die Lieferung neuer Fliesen sowie die Zahlung der Kosten für den Ausbau der mangelhaften Fliesen und den Einbau neuer Fliesen in Höhe von 5.830,57 Euro begehrt. Zunächst hatte der BGH das Verfahren mit Beschluss vom 14. Januar 2009 ausgesetzt und dem EuGH zur Vorabentscheidung vorgelegt. RA Dr. J. R. Mameghani fasst die zentralen Antworten des EuGH zusammen: „Wenn der vertragsgemäße Zustand einer mangelhaften Sache, die vor Auftreten des Mangels vom Verbraucher gutgläubig gemäß seiner Art und seinem Verwendungszweck eingebaut wurde, durch Ersatzlieferung hergestellt werden soll, ist der Verkäufer verpflichtet, entweder

Nicht die Fliesen unter den Füßen verlieren (Illustration: Maria Knuth)

selbst den Ausbau dieser Fliesen aus der Sache, in die es eingebaut wurde, vorzunehmen und das als Ersatz gelieferte Verbrauchsgut in diese Sache einzubauen, oder die Kosten zu tragen, die für diesen Ausbau und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts notwendig sind.“ Vor allem: Die-

se Verpflichtung des Verkäufers besteht unabhängig davon, ob er sich im Kaufvertrag verpflichtet hatte, das ursprünglich gekaufte Verbrauchsgut einzubauen. Deshalb darf der Verkäufer nicht die Ersatzlieferung für ein vertragswidriges Verbrauchsgut als einzig mögliche Art der Abhilfe

verweigern, weil sie ihm wegen der Verpflichtung, den Ausbau dieses Verbrauchsguts aus der Sache, in die es eingebaut wurde, und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts in diese Sache vorzunehmen, Kosten verursachen würde, die verglichen mit dem Wert, den das Verbrauchsgut hätte, wenn es vertragsgemäß wäre, und der Bedeutung der Vertragswidrigkeit unverhältnismäßig wären. „Allerdings wird der Anspruch des Verbrauchers auf Erstattung der Kosten für den Ausbau des mangelhaften Verbrauchsguts und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts in einem solchen Fall auf die Übernahme eines angemessenen Betrags durch den Verkäufer beschränkt“, erläutert RA Dr. J. R. Mameghani. Nunmehr hat der BGH also entschieden, dass die im Gesetz genannte Nacherfüllungsvariante „Lieferung einer mangelfreien Sache“ auch den Ausbau und den Abtransport der mangelhaften Kaufsache erfasst. Das dem Verkäufer eingeräumte Recht, die Nacherfüllung wegen (absolut) unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, ist beim Verbrauchsgüterkauf („B2C“: business-to-consumer) dahingehend einzuschränken, dass ein Verweigerungsrecht des

Verkäufers nicht besteht, wenn nur eine Art der Nacherfüllung möglich ist oder der Verkäufer die andere Art der Nacherfüllung zu Recht verweigert. In diesen Fällen beschränkt sich das Recht des Verkäufers, die Nacherfüllung in Gestalt der Ersatzlieferung wegen unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, also auf das Recht, den Käufer bezüglich des Ausbaus der mangelhaften Kaufsache und des Einbaus der als Ersatz gelieferten Kaufsache auf die Kostenerstattung in Höhe eines angemessenen Betrages zu verweisen. Und bei der Bemessung dieses Betrags sind der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand und die Bedeutung des Mangels zu berücksichtigen. „Diese Beschränkung auf eine bloße Kostenbeteiligung des Verkäufers darf aber nicht dazu führen, dass das Recht des Käufers auf eine Erstattung der Aus- und Einbaukosten ausgehöhlt wird“, erklärt RA Dr. J. R. Mameghani. n Dr. J. R. Mameghani ist Mitarbeiter bei der Kanzlei Schlömer & Sperl Rechtsanwälte Pinnasberg 45 20359 Hamburg Tel.: 040-31 76 69 00 Fax: 040-31 76 69 20 www.schloemer-sperl.de

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Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Arbeitsplatz HafenCity

HafenCity wirtschaft

HafenCity Zeitung / Seite 45

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Privat fällt er vom Himmel

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Neuer Service-Mitarbeiter der Deutschen Bank: Olaf Battenhausen (Foto: CF)

Olaf Battenhausen arbeitet seit drei Wochen in der HafenCity und seit vielen Jahren bei der Deutschen Bank. Nach einigen Zwischenstationen und diversen Weiterbildungen ist der 42-jährige Kundenberater der „Neue“ im Servicebereich der Deutschen Bank am Überseeboulevard. Die Aufgabe des Kundenberaters besteht für ihn nicht nur darin, „Ein- und Auszahlungen vorzunehmen“, so richtig zufrieden ist

Mit Rat und Tat zur Seite stehen er erst, „wenn seine Kunden den Kontakt als tolles Erlebnis empfinden und gern wiederkommen“. Aus Rat und Tat besteht sein Arbeitsalltag, und in den Mittagspausen lernt er die HafenCity kennen. „Einige Kunden kenne ich bereits, da ich über sechs Jahre in der Filiale am Jungfernstieg gearbeitet habe, bevor ich mich auf die Stellenausschreibung für diese Filiale bewarb, und die Überraschung war groß, als wir uns hier wieder trafen. Besonders

nett finde ich, dass viele Kunden mich hier herzlich willkommen heißen, sobald ich mich vorstelle.“ So gern er in der Innenstadt arbeitet, lebt er „auf dem Land“: Barsbüttel-Stemwarde – circa 40 Minuten Fahrtzeit mit Auto, Bahn und Bus – ist ländlich, grün und ruhig und für den Vater von drei Kindern genau der richtige Wohnort. Olaf Battenhausen hat zwei Hobbys: seine Familie und Fallschirmspringen. Bereits bei seinem ersten Tandemsprung aus 4.000 Metern Höhe wurde er „süchtig“, und nun steht der erste Alleinsprung an. „Mein Traum ist die Lizenz zum Fallschirmspringen, und dann kann ich in einigen Jahren mit meinem Sohn im Tandem springen.“ Die Filiale der Deutschen Bank im Überseeboulevard hat die alte am Baumwall abgelöst. Auf rund 400 Quadratmetern werden hier neue Konzepte ausprobiert, die vielfach auf den Erkenntnissen der Zukunftsfiliale der Deutschen Bank in Berlin beruhen. Unter dem Titel Q110 wird zum Beispiel die Beratung mit dem IPad ausprobiert oder die Wirkung von Lounge-Bereichen erforscht. n (CF)

Warm, weich, ultraleicht und topmodisch. So soll sie sein – die perfekte Jacke. Der farbenfrohe Trend kommt aus Italien und ist zum Beispiel bei GuteJacke.de am Überseeboulevard 3 erhältlich. Leichte Daunenjacken und -westen von Campagnolo vertreiben mit leuchtendem Pink, Türkis und Rot das triste Wintergrau. Für weniger Mutige gibt es die schicken Jacken natürlich auch in Schwarz und Blau. Sie sind ideale Begleiter für den Hamburger Alltag und können entweder solo oder als isolierende Schicht unter einer Softshelljacke getragen

werden. Dabei tragen sie nicht auf und sind herrlich atmungsaktiv – mehr geht nicht! Das Zeug zur Lieblingsjacke hat auch der sportive Softshellmantel aus der Special Edition „HafenCity“. Die trendigen Parka-Modelle sind in Olivgrün und Navyblau erhältlich. Bei jedem Wind und Wetter leisten sie absolute Schwerstarbeit. Mit einer hohen Wassersäule im 10.000er Bereich sind sie winddicht und wasserabweisend, strapazierfähig und atmungsaktiv. Gleichzeitig bietet das leichte Softshellmaterial eine hohe Wärmeisolierung und

angenehmen Tragekomfort. Bei GuteJacke.de dreht sich alles rund um das Thema Jacke für Damen, Herren und Kinder. Hier gibt es Funktionales zum Wandern, Radfahren und Skifahren, sportive Mäntel oder SchietwedderAusrüstung. Das Team um Inhaberin Gisela Roppelt legt großen Wert auf fachkundige Beratung und erklärt dem Kunden ausführlich die Funktionen und Vorteile der unterschiedlichen Hightech-Materialien. Handschuhe, Mützen, Schals und Funktionsunterwäsche runden das Angebot ab. n

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Das Überseequartier gibt zwischen dem 20. Januar und dem 29. Februar 2012 den Endverbrauchern der HafenCity ihr Geld zurück. Kunden des Überseequartiers bekommen im Aktionszeitraum für ihre Einkäufe einen Stempel, wenn fünf Stempel gesammelt wurden, wird den ersten 250 Einsendern je ein Gutschein in Höhe von 20 Euro zugeschickt. Pro Stempel müssen 20 Euro umgesetzt werden. Bei den teilnehmenden Banken gilt die Sonderregelung, dass statt eines Umsatzes, ein „qualifiziertes Beratungsgespräch“ für ein Finanz-

produkt geführt werden muss. Die Stempelfelder können in beliebiger Reihenfolge bei den 15 beteiligten Unternehmen abgestempelt werden. Zusätzlich wird unter allen Teilnehmern ein iPad2 von Apple verlost. Die Stempelkarten finden Sie als Beilage in dieser Ausgabe der HafenCity Zeitung und in den Geschäften im Überseequartier. Eine ähnliche Aktion im November unter dem Titel Shopping-Rallye war auf dem Überseeboulevard ein beliebter Anlass für Shopping-Ausflüge mit dem gewissen Mehrwert. Als raus und den Februar nutzen. n

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Seite 46 / HafenCity Zeitung

HafenCity Wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

Verplanter Verkehr Verband kritisiert Hamburgs Verhältnis zum Tourismus

HafenCity wirtschaft

Nr. 02 / 1. Februar 2012 / 4. Jahrgang

HafenCity Zeitung / Seite 47

HafenCity Zeitung Impressum

Kolumne

Reichlich aufgeblasen

Conrad Meissler (Foto: Christian Rating)

Redaktion

Hamburg, so konnten wir an dieser Stelle schon mehrfach resümieren, weist republikweit den stärksten Preisanstieg für Wohnimmobilien auf. Am deutlichsten betroffen sind vor allem die Elbvororte, die Lagen um die Außenalster und der Hafenrand. Gerade der Anstieg in den vergangenen drei bis vier Jahren hat inzwischen einige Analytiker des Marktes aufgerufen, von einer Immobilienblase zu sprechen. Blasen – in der Tat – wurden im letzten Jahrzehnt eine ganze Menge produziert. Erst waren es die Aktienmärkte mit der „New Economy“, dann der US-amerikanische Häusermarkt und nun entwickelt sich die

Geldblase, da die Notenbanken die Schulden mit Gelddrucken bekämpfen. Von Blasen spricht man in Fällen, in denen sich Preise völlig von normalen ökonomischen Realitäten entfernen. Eine wichtige ökonomische Realität ist die Bezahlbarkeit, die jetzt ein Institut im Auftrag des Maklerverbandes IVD in Kennziffern gefasst hat. Enthalten sind Fakten wie Immobilienpreise, Zinsen oder verfügbares Einkommen; ist der Wert niedrig, wie mit 50,58 Punkten für München, so ist man in der teuersten Wohnstadt der Republik. Hamburg kommt auf 101,2 Punkte und liegt somit deutlich günstiger, im Vergleich

dazu kommt Dresden auf 110,48 Punkte. In München wird trotz der Preissituation noch nicht von Preisblasen geunkt. Die hohe Differenz zu München lässt vermuten, dass die Preise in Hamburg noch weiter steigen könnten. Das ist angesichts zu geringer Bautätigkeit, zu hoher Nachfrage und zu kleinem Angebot an Bestandswohnungen nicht auszuschließen. Gleichwohl sollten gerade Inhaber von Wohnimmobilien, die an Veränderung denken beziehungsweise sich verändern müssen, die aktuell sehr gute Marktsituation nutzen, um ihre Objekte am Markt zu guten Preisen anzubieten. n Conrad Meissler

Die Speicherstadt ist bei Touristen besonders beliebt (Foto: MK)

Der Tourismus entwickelt sich zu einem der bedeutendsten „Industriezweige“ der Stadt Hamburg, umso verwunderter zeigt sich der Tourismusverband Hamburg in seinem Jahresbericht über die teilweise tourismusfeindliche Stimmung in der Stadt. An zwei Projekten machen der Verband und sein Chef Thomas Magold diese Stimmung besonders fest: die Seilbahn über die Elbe, die nach Meinung der Touristiker ein echter Zugewinn nicht nur für Touristen in Hamburg sein würde, und die Elbphilharmonie und die damit verbundenen Ver-

Hamburg verdient am Tourismus, liebt ihn aber nicht kehrsplanungen. Der Verband kritisiert nicht nur die zögerliche Haltung der Politiker in Hamburg zu der von der Stage Entertainment betriebenen Planung einer Seilbahn über die Elbe. Eine weltoffenere Haltung wird angemahnt – vielleicht zu Recht, befinden sich doch viele Großstädte in ähnlichen Planungen, nicht zuletzt London, wo eine Seilbahn über die Themse pünktlich zur Olympiade fertiggestellt werden wird. Auch die Handelskammer forderte im November in ihrem Konzeptpapier zum Thema Tourismus im November den Bau einer Seilbahn um den Hafen besser für den Tourismus zu erschließen. Ein weiteres Thema der Kritik des Verbandes, die Verkehrsplanung rund um die Elbphilharmonie, wird Hamburg noch eine Weile begleiten und die Anlieger in der HafenCity werden es am eigenen Leib erfahren. Doch das Bewusstsein für die Relevanz dieser Themen für Hamburgs Zukunft wächst, wenn auch für den Tourismusverband zu langsam. So zieht Thomas Magold trotz positiver Zahlen ein recht kritisches Fazit: „Hamburg muss seine Defizite aufarbeiten, sonst besteht die Gefahr, dass die Erfolgsgeschichte des Tourismus in der Hansestadt nicht unbeschadet davonkommt. Unrealistische Ziele helfen dabei ebenso wenig wie Schwarzmalerei. Wir müssen den Stellenwert

des Tourismus erkennen und ihn als Wirtschaftsfaktor akzeptieren. Schildbürgerstreiche gilt es zu vermeiden und Provinzialität muss überwunden werden. Die Stärkung unserer Tourismusorganisation ist eines der wichtigsten Ziele.“ Ein weiterer Dorn im Auge der Lobbyisten ist die Bettensteuer, auch Matratzenmaut genannt. Der Tourismusverband befürchtet einen Verlust an Touristen, Befürworter heben vor allem die Vorteile für die Einnahmesituation der Stadt Hamburg hervor und sehen keine Gefahr für die so oder so attraktive Stadt Hamburg. Ebenfalls zum Thema passt eine Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Mitte an die Verwaltung des Bezirkes zum Thema Verkehrserschließung Elbphilharmonie. Zur HADAG antwortet diese: „Ab Dezember 2012 wird der Anleger Elbphilharmonie mit einer neuen Linie Landungsbrücken – Elbphilhar-

Nach dem Kostendesaster Verkehr?

monie – Arningstraße regelmäßig angelaufen. Der Verkehr wird von der HADAG, im Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes werktags bis 22 Uhr und an Wochenenden bis 19.15 Uhr (letzte Abfahrt Elbphilharmonie) angeboten. Darüber hinausgehende, anlassbezogene Sonderverkehre müssten zwischen den Veranstaltern und den Verkehrsunternehmen vereinbart werden, gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Hamburger Verkehrsverbund und den Aufgabenträgern.“ Bei Konzertende am Wochenende heisst es dann für Anreisende mit der Fähre: Schluss mit lustig. n

Michael Klessmann (MK) Anja Frauböse (AF) Conceição Feist (CF) Tel.: 040-32 59 68 67 redaktion@hafencity-zeitung.com Am Kaiserkai 25, 20457 Hamburg

Korrektorat Anika Grütz

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Herausgeber Michael Klessmann Am Kaiserkai 25, 20457 Hamburg

Verlag HafenCity Zeitung Hampel & Klessmann GbR c/o ELBE & FLUT Am Sandtorkai 1, 20457 Hamburg Tel.: 040-30 39 30 00 mail@hafencity-zeitung.com

Produktion ELBE & FLUT Am Sandtorkai 1, 20457 Hamburg

Banking in Zeiten der Krise

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Viele Banken sind im Zuge der Finanzkrise in Verruf geraten, das Vertrauen der Kunden in die Integrität der Banken hat gelitten. Am Ballindamm hat seit 25 Jahren die Jyske Bank, die zweitgrößte dänische Bank, ihre Hamburger Dependance. Seit Herbst letzten Jahres wird von hier aus auch erstmalig das Private-BankingGeschäft der Dänen betrieben. Die Bank ist in Zeiten schlechter Nachrichten etwas Besonderes. Im letztjährigen Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA errang die Jyske Bank gemessen an der Kapitalstärke einen siebten Platz unter den 90 teilnehmenden größeren europäischen Banken. Die Dänen führen das unter anderem auf ihre landestypische Mentalität zurück, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Beispiel dafür sind die für Banken eher ungewöhnlichen Umstände, unter denen die Jyske Bank ihr Unternehmen führt. Zum Beispiel gibt es grundsätzlich keine Bonuszahlungen für Mitarbeiter oder Mitglieder der Unternehmensführung. Begründung dafür ist, dass nur so eine unabhängige

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Beratung gesichert werden kann. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Aktionärsstruktur, in denen nur zwei Aktionäre einen größeren Anteil besitzen, aber dieser ist auch noch kleiner als 10 Prozent, der Rest verteilt sich auf 250.000 Aktionäre. Zusammen mit 3.600 Mitarbeitern und 500.000 Kunden aus 100 Ländern verstehen sich die dänischen Banker als Gemein-

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Soziale Verantwortung und Erfolg schließen sich nicht aus schaft, bei der Bonuszahlungen zu Lasten aller gingen. Ihr Slogan „Persönlich. Ehrlich. Nah.“ beschreibt, was die Dänen wollen – persönliche Beratung, Sicherheit und Vertrauen. Markenexperte Martin Lindstrom beschreibt die Jyske Bank als „ein fantastisches Beispiel für eine Bank, die innovativ ist und ihre eigenen Wege geht, ihre Maßstäbe, anstatt sich mit anderen Banken zu vergleichen, eher bei Disney oder Google

NOTRUFE

Die Jyske Bank ist Partner des UHC (Foto: Breitenstein)

ansetzt“. Die Jyske Bank entstand 1967 aus einer Fusion von vier Banken: Silkeborg Bank, Kjellerup Bank, Kjellerup Handels- og Landbobank und Handels-og Landbrugsbank in Silkeborg. Die Firmengeschichten dieser Banken wiederum reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. In Hamburg engagiert sich die Bank besonders

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NOTRUFE VOR ORT Polizeikommisariat PK 14  040- 428 65 14 10 HafenCity Hamburg GmbH Ansprechpartner für stadtteilbezogene Probleme  040 - 37 47 26 12 Brücke – Ökumenisches Forum HafenCity 040 - 36 09 17 56 Ev. luth. Hauptkirche St. Katharinen  040 - 30 37 47 30 Fluglärmbeschwerdentelefon Herr Bock 040 - 50 75 23 47


Seite 48 / HafenCity Zeitung

HafenCity Wirtschaft

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HafenCity Zeitung Februar 2012