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4 2006

Fullservice im Versandhandel

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Seite 3 - TAPA: Sicherheit als Qualitätsmerkmal Seite 4 - Endkundenservice steckt noch in den Kinderschuhen Seite 4 - primetime - Die Paketinnovation Seite 6 - Boomende Märkte in Übersee und Fernost Seite 7 - Neue Technologie aus Wien: Bildschirmschoner als Lehrer


Bernhard Mandl, Business Development tectraxx

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

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n Kürze feiert der Geschäftsbereich tectraxx von Gebrüder Weiss sein fünfjähriges Bestehen. Zeit, um zurückzublicken, aber auch zu schauen, was die Zukunft bringt.

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Aus der Zusammenarbeit zwischen Gebrüder Weiss und Alcatel im Rahmen eines Outsourcing-Projektes entstand 1999 die Idee, einen eigenen Geschäftsbereich in der Mobilkommunikation zu gründen. 2002 wurden die Leistungsbereiche Logistik, Transport, Technik, Service und Wartung in einem einzigen Leistungspaket unter der Marke tectraxx angeboten. Heute stehen erstmals neben einem modernen Sicherheitslager und einer gesonderten Transportschiene, die auch Desk-Delivery und GreenButton-Service anbietet, österrreichweit Servicetechniker für Service-, Schulungsund Wartungstätigkeiten vor Ort zur Verfügung. Seit damals haben wir immer

mehr namhafte nationale wie auch internationale Unternehmen als Kunden und Partner gewinnen können, etwa „3“ Hutchison, LG Electronics und Nokia – Unternehmen aus der Mobilkommunikation. Derzeit kümmern wir uns verstärkt um die Gewinnung von Unternehmen aus ganz anderen Sparten. Erst kürzlich konnten wir die größten heimischen Versandhäuser Otto, Universalversand und Quelle für unsere Lösungen gewinnen - von zweien berichten wir in dieser Ausgabe der tecvision. Mittlerweile servicieren wir auch beim Endkunden zu Hause. Stichwort Green-Button-Service: uns ist es heute möglich, nicht nur in einem bestimmten Zeitfenster zu liefern, sondern auch gleich eine ganzes Heimkino zu installieren und wir richten unseren Fokus stark auf die Dienstleistung „Technische Reparatur“. Hier haben heimische Unternehmen mit tectraxx als Partner den Vorteil

Medieninhaber, Eigentümer und Herausgeber: Gebrüder Weiss Ges.m.b.H. Produktmanagement tectraxx 2326 Maria Lanzendorf, Wiener Straße 26 Redaktion: Gabriela Amann, Klaus Tumler, Wolfgang Leuthner, Bernhard Mandl Verlags- und Herstellungsort: Wien (Druck: Hans Jentzsch & Co GmbH, Scheydgasse 31, 1210 Wien)

eines Reparaturcenters ganz in ihrer Nähe und wir beschäftigen hochqualifiziertes Personal - all dies eingebettet in ein straffes logistisches Umfeld. Demnächst werden wir in Kärnten einen neuen Standort eröffnen, um noch besser und schneller vor Ort agieren zu können. Erfolg verleitet uns aber keineswegs dazu, uns auszuruhen. Ganz im Gegenteil: er spornt uns an, offen für Neues zu sein, unsere Fühler in alle Richtungen auszustrecken und stets nach Verbesserungspotenzial, neuen Trends und Technologien Ausschau zu halten für unseren Erfolg und vor allem für den Erfolg unserer Kunden und Partner. Viel Spaß bei der Lektüre der Ihnen vorliegenden tecvision, Ihr

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Gebrüder Weiss Ges.m.b.H. Produktmanagement tectraxx 2326 Maria Lanzendorf, Wiener Straße 26 Telefon 01.79 799.0 Unternehmensgegenstand: Internationale Spedition

Auflage / Erscheinungsweise: 1.000 Stk., 4 Ausgaben pro Jahr

Grundlegende Richtung: Hintergrundinformationen über die aktuellen Enwicklungen im Dienstleistungsbereich für Unternehmen mit Bedarf an technisch-logistischen Lösungen

Fotos/Grafiken/Illustrationen (wenn nicht anders angegeben): Gebrüder Weiss Ges.m.b.H.

Hinweis: Vorbehaltlich Irrtum und Druckfehler


TAPA: Sicherheit als Qualitätsmerkmal Ein globales Netzwerk, welches ein gemeinsames Ziel verfolgt: Eigentum in der Logistik- und Wertschöpfungskette zu schützen

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ie Globalisierung und der europäische Binnenmarkt ermöglichen freien Warenverkehr. Gleichzeitig hat mit der Liberalisierung auch die Kriminalität zugenommen. Sicherheitsstandards sind ein hervorragendes Werkzeug, um Sicherheit zu schaffen. Alfred Paar, TAPA EMEA-Security Beauftragter bei Gebrüder Weiss im Gespräch mit tecvision über sichere Transporte. tecvision: „Herr Paar, Gebrüder Weiss ist Mitglied

tecvision: „Und welche Maßnahmen sind das?“ Paar: „Die Sicherheit während des Transports und der Lagerung wird anhand definierter Frachtsicherheitsanforderungen (FSR) gemessen. Die FSR legt dafür Minimalstandards fest sowie Methoden zu deren Einhaltung. Alle zwei Jahre wird durch einen TAPA-Auditor die Zertifizierung wiederholt bzw. neu geprüft. Aber auch in der Zeit zwischen den Audits ist es meine Aufgabe, immer wieder zu überprüfen,

TAPA Sicherheitspyramide:

drei Unternehmen von TAPA EMEA bevollmächtigt. Natürlich sind wir bei Gebrüder Weiss sehr stolz darauf, bislang das einzige österreichische Unternehmen mit einer TAPA EMEAZertifizierung zu sein - und das mittlerweile seit über zweieinhalb Jahren. Damit bieten wir unseren Kunden optimalen Schutz für ihr Eigentum - nicht nur lokal, sondern weltweit.“ tecvision: „Wie halten Sie sich über die aktuelle Lage in Sicherheitsfragen auf dem Laufenden?“

Bei der Tapa-Zertifizierung werden die in der Pyramide dargestellten sicherheitsrelevanten Bereiche nach Checkliste bewertet.

3 bei der Organisation TAPA. Was genau bedeutet dies für Ihre Kunden?“ Paar: „Die Technology Asset Protection Agency, kurz TAPA, wurde 1997 in Amerika gegründet, um Unternehmen vor den Sicherheitsbedrohungen eines geöffneten, freien Warenverkehrs zu schützen. Konkret verschafft die TAPAZertifizierung von Gebrüder Weiss unseren Kunden die Gewissheit, dass wir für ihre Waren die besten Sicherheitsmaßnahmen der Branche einsetzen, um das Diebstahlsrisiko zu verringern beziehungsweise gänzlich auszuschalten.“

ob diese Standards eingehalten werden.“ tecvision: „Wie kann man TAPA-Mitglied werden?“ Paar: „Aktives Mitglied bei TAPA EMEA, jenem Teil von TAPA für Europa, den Mittleren Osten und Afrika mit Sitz in München, kann prinzipiell jede Firma werden, die direkt in der Logistik- und Wertschöpfungskette tätig ist. Am meisten profitieren Mitglieder und deren Kunden aber von den Zertifizierungsmaßnahmen, da so gewährleistet wird, dass ihre Waren nach TAPAStandards geschützt werden. Für die Durchführung der Zertifizierung sind nur

Paar: „Die TAPA bietet Mitgliedern hierfür eine hervorragende Informationsplattform für Verantwortliche aus diesem Bereich: Im Rahmen von wöchentlichen und monatlichen, anonymisierten „Incident Info Reports“ werden allen Mitgliedern regelmäßig Informationen zu verschieden Vorfällen zur Verfügung gestellt. Dazu gehören die Identifizierung möglicher Bedrohungen ebenso wie der Erfahrungsaustausch zu erprobten Verfahren und Prozessen im Bereich sicherer Transporte. Die Informationsforen bieten regelmäßigen Austausch auf globaler Ebene, Zusammenarbeit bei

T 02236.86 42 90.214

Präventivmaßnahmen und Unterstützung und Kooperation mit der Logistik- und Transportindustrie, mit Sicherheitsbehörden und öffentlichen Einrichtungen wie Ministerien und Behörden.“ tecvision: „Wieviele Mitglieder sind zur Zeit bei TAPA EMEA registriert?“ Paar: „Zur Zeit sind meines Wissens 31 High-tech Unternehmen Vollmitglieder und weitere 112 Unternehmen außerordentliche Mitglieder bei TAPA EMEA. Weiters gibt es noch eine Hand voll Ehrenmitglieder, allesamt aus dem Polizei- bzw. Exekutivbereich.“ tectraxx-Logistikcenter B17 Brown Boveri Straße 6 A-2351 Wr. Neudorf

office@tectraxx.com www.tectraxx.com

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Potenzial Endkunde

einem flächendeckenden Dienstleistungsnetzwerk auch eine Riesenchance, sich am Markt zu etablieren.

Neue Unternehmenslösungen müssen her, um steigende Kundenwünsche erfüllen zu können

Foto: ImageSource

Gerade das Kriterium „Flächendeckung“ wird immer wichtiger, weil Handel und Hersteller ihre Strukturen konsolidieren und hin zu Single-Sourcing Konzepten gehen, was nichts anderes heißt, als dass es keine Produktlösungen mehr als rein solche gibt, sondern nur noch Unternehmenslösungen, die sich auf einen oder einzelne Dienstleister konzentrieren. Tectraxx ist einer der wenigen Logistiker in Österreich, die diese Kriterien erfüllen und mit einem breiten Angebot für Aufstell-, Anschluss- und Einstellservice im Bereich Weiß- und Braunware innovative Wege gehen.

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inkaufen - schnell und bequem von zu Hause aus? Der Versandhandel macht es schon seit ein paar Jahrzehnten vor. In Österreich und auch jenseits der österreichischen Grenzen wird der Distanzhandel in Kombination mit zusätzlichen Dienstleistungen, wie dem technischen Kundendienst, vom Kunden angenommen und geschätzt. Damit kann der moderne Versandhandel im Grunde die gleichen Leistungen erbringen wie der Händler um die Ecke: Lieferung, Anschluss, Aufstellung, etc. oder einfach: Service. Bestellungen per Internet, Teleshopping sowie große Handelsketten machen dem stationären aber auch dem Versandhandel zunehmend das Leben schwer und verschärfen den Konkurrenzund Preisdruck. Genau dieser Konkurrenz- und Preisdruck hat in den vergangenen Jahren im

Einzelhandel, gleich welcher Sparte, zu einem Händlersterben in einem noch nie da gewesenen Ausmaß geführt. Immer mehr Firmen lagern Serviceleistungen aus, um ihre Kosten bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Service im Griff zu behalten. Jeder einzelne von uns schließlich sind auch wir alle Endkunden - ist anspruchsvoller, kritischer und selbstbewusster geworden. Wir möchten ein Spitzenprodukt zu einem guten PreisLeistungsverhältnis und auf (Vorort-) Service will niemand mehr verzichten. Service wird somit zu einem zunehmend wichtigen Unterscheidungskriterium im harten Konkurrenzkampf. Sensible Endkunden zu beliefern ist natürlich auch für Logistikdienstleister eine ganz besondere Herausforderung. Aber gerade hier liegt für Dienstleister mit einem breiten Portfolio, stabiler Servicequalität und

Wagen wir einmal den Blick über die Grenze. In Tschechien hat der Distanzhandel keine Tradition und auch

abwicklungstechnisch (Stichwort „Bezahlung-Lieferung“) fehlt es hier noch vielfach an Vertrauen. Allerdings ist hier das Internet auf dem Vormarsch und die großen Handelsketten sind auch auf dieser Plattform längst vertreten. Luxusartikel wie LCD- oder Plasma-Fernseher sind zunehmend in tschechischen Wohnzimmern zu finden. Der Wohlstand steigt und Leistungen, die die einfallsreichen Tschechen bisher selbst erledigt haben, lassen sie sich nun etwas kosten: Lieferung, Anschlussservice, etc. Doch gerade bei diesen Services und auch bei der Reparaturlogistik für Braunware fehlt es bislang an einem schlüssigen, flächendeckenden Gesamtkonzept. Kurz zusammengefasst: man kann sagen, dass das Thema Endkundenservice hier noch völlig in den Kinderschuhen steckt. - Eine Chance für Dienstleister der ersten Stunde?!

primetime - die Paketinnovation Paketlieferdienste gibt es viele, aber nur einen mit Mehrwert Wer mit primetime Pakete verschickt, der erwartet mehr als nur eine einfache Paketabfertigung. primetimeKunden richten ihre ganz speziellen Bedürfnisse an den Mehrwert-Logistiker und erhalten von ihm maßgeschneiderte Lösungen. primetime hat sich mit ausgewählten Produkten am Markt positioniert und zeigt laufend mit attraktiven Innovationen seine Kernkompetenz. Pakete bis 31,5 kg Gewicht können mit dem ExpressDienstleister verschickt werden, egal ob es sich dabei um das neue T-Shirt oder aber um die teure Digitalkamera handelt. Gerade beim Versand teurer technischer Produkte, wie Mobiltelefone oder DVD-Player, will der Versender auch sicher gehen können, dass das Gerät die richtige Person erreicht und

verlangt deshalb bei der Zustellung eine Identitätsprüfung des Empfängers. Häufig will man auch gleich den Rechnungsbetrag via Nachnahme-Service beglichen haben. Mit sieben verschiedenen Zeitvarianten sowie einer ganzen Reihe beliebig miteinander kombinierbarer Zusatzleistungen gibt es jeweils genau die richtige Lösung für das gerade aktuelle Bedürfnis des Versenders. Für die besonders heikle Zustellung von Pharmaprodukten gibt es ab Anfang November den temperierten Transport, um die geänderten Transportauflagen seitens der Arzneimittelbetriebsordnung auch hier gewährleisten zu können. Information ist Kunden besonders wichtig. Sie sollte umfassend und in Echtzeit erfolgen. Aus diesem Grund


Übersee und Fernost im Fokus der Air&Sea-Aktivitäten Die Sparte Air & Sea von GW ist seit mittlerweile 15 Jahren in China und seit drei Jahren auch in NordAmerika tätig: Die Abdeckung etablierter und boomender Märkte als Strategie für zufriedene Kunden

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st Amerika schon seit langem ein stetig wachsendes Kerngebiet der heimischen Luft- und Seefrachtbranche, so handelt es sich bei China um einen der dyamischten Märkte, der sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat.

und Industrieanlagen. Ein Zuwachs von 311 Prozent bei den Exporten nach China - von ursprünglich 391 Mio. Euro (1999) auf 1.217 Mio. Euro (2005) - belegt dies eindrucksvoll. Wirtschaftsprognosen zeigen deutlich, dass diese Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen ist.

Bei Transporten per Luftfracht steht in erster Linie die Geschwindigkeit im Vordergrund, Differenzierungen sind aber trotzdem möglich. Hier reicht die Palette von den klassischen Direktsendungen auf dem nächstmöglichen Flugzeug, über regelmäßige Sammelverkehre bis zu Split- und Vollcharter für größere Mengen. Im Bereich Seefracht müssen es nicht immer Vollcontainer sein. Logistiker wie Gebrüder Weiss entwickeln hier laufend

bedient sich primetime auf allen Ebenen modernster Technik. Technologien wie GSM, IT oder ein direkter Anruf garantieren dem Versender, alle aktuellen Informationen ohne Zeitverlust abfragen zu können und bieten hiermit das umfassendste Informationsinstrumentarium der modernen Paketlogistik. Leistungsfähiger und Ab November neu bei primetime: Der temperierte Transport

sicherer Daten- und Informationsaustausch sowie eine benutzerfreundliche Bedieneroberfläche sind dabei die wichtigsten Merkmale des Business-Networks, das dem Kunden eine hochleistungsfähige Internetplattform zur Verfügung stellt, die den PC des Benutzers zur Paketsteuerzentrale macht. Das Hauptaugenmerk bei primetime gilt der Kundenzufriedenheit. primetime geht pro-aktiv auf jeden Kunden zu und informiert ihn, falls Lieferhindernisse auftreten sollten. Der Versender wird in jedem Fall umgehend und direkt verständigt, was den Kunden von primetime Sicherheit und Komfort garantiert. primetime finden Sie im Internet unter: www.primetime.co.at

Als Luft- und Seefracht-Spezialist hat sich GW bereits vor Jahren auf den Weg nach China und den USA gemacht

Sammelcontainerverkehre zwischen den wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Im Falle China hat Gebrüder Weiss früh das Potential des Marktes erkannt und bereits vor 15 Jahren die ersten Schritte in den damals exotischen Markt gewagt. Wie richtig diese Entscheidung war, beweist die Entwicklung der Außenhandelsbeziehungen zwischen Österreich und China. Beliefen sich heimischen Importe aus China im Jahr 1999 auf knapp 917 Mio. Euro, so konnten im Vorjahr bereits 2.907 Mio. Euro, eine Steigerung um 317 Prozent, erzielt werden. Ein Gutteil dieser Importe umfasst die klassischen Warengruppen Textil, Bekleidung und Schuhe. Bei den Exporten gilt die Nachfrage Maschinen, elektronische Produkte

Gebrüder Weiss trug und trägt dieser Entwicklung als eine der ersten europäischen Speditionen Rechnung. Inzwischen ist das chinesische GW-Netzwerk auf 15 operative Niederlassungen an allen Schlüsselstandorten für das Überseegeschäft - angewachsen. Die Unternehmensstrategie des multikulturellen Miteinanders, die in 15 Jahren entstandene Verbindung von europäischem LogistikKnow-how mit dem Kennen lokaler Märkte und örtlicher Mentalität, stellen einen idealen Mix für die Bewältigung der hohen Anforderungen internationaler Auftraggeber im Chinageschäft dar. Für die nordamerikanischen Märkte entwickelte Gebrüder Weiss gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Röhlig eigene, erfolgreiche Strategien. Mittlerweile kümmern sich mehr als 70 Mitarbeiter an acht Standorten (Chicago, New York, Los Angeles, Houston, Miami, San Francisco, Atlanta und dem kanadischen Toronto) um die internationalen Warenverkehre zwischen Nordamerika und Europa. In Kürze starten auch auf den Nordamerikarouten eigene Gebrüder Weiss Sammelcontainerverkehre.

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Neue Strategien im Service Nicht immer kann das eigene Unternehmen die definierte Servicequalität selbst erbringen. Ein geeigneter Partner ist oft besser, effizienter und somit kostengünstiger

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Anfang 2005 startet Universalversand mit einer Hartwaren-Service-Offensive, das fünf neue bzw. verbesserte Serviceleistungen beinhaltet. Versucht man anfangs im eigenen Unternehmen die Strukturen dafür immer wieder anzupassen, so kristallisiert sich schnell heraus, dass dies nur die zweitbeste Lösung ist, um die neu definierten Serviceleistungen in der gewünschten Qualität bieten zu können. In der ersten Jahreshälfte 2006 geht man auf die Suche nach einem Partner, der genau

Startschuss für den Probebetrieb fällt im Juni. Die bei Universalversand und Otto Versand eigehenden Bestellungen werden nach bestimmten Kriterien überprüft und ins OrderingSystem eingegeben. Handelt es sich bei der Bestellung um Braun- oder Weißware Fernseher, Waschmaschinen, CD-Player, Geschirrspüler, usw. - werden die Daten von der Unito-Zentrale an tectraxx überspielt. Von

Foto: Unito

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in perfekt auf die Zielgruppe zugeschnittenes Sortiment und neue Serviceleistungen sind sein Erfolgsrezept: Hans-Jürgen Wester, Geschäftsführer der Unito Versand & Dienstleistungen GmbH, sieht hier klar die Möglichkeit für Universalversand und Otto Versand, sich langfristig vom Mitbewerb zu unterscheiden.

jene Servicequalität für die Unito-Gruppe in Österreich erbringen kann. Die GW Business Unit tec traxx hat schon in der Vergangenheit immer wieder die logis tische Herausforderung der Endkunden-Beliefe rung und Servicierung angenommen. Doch die Durchführung der Unito-Service-Leistungen bedeutet eine besondere Herausforderung: „Bisher haben wir kein Projekt dieser Größenordnung übernommen. Wir bringen zwar Erfahrungen mit, haben dafür aber auch bei uns die Strukturen noch verbessert, um im Schnitt 70 bis 150 Reparaturaufträge pro Tag neben allen anderen Services abwickeln zu können“, erläutert Bernhard Mandl, Leiter der tectraxx Business Unit.

diesem Zeitpunkt an übernimmt tectraxx alle weiteren Schritte: Abholung vom Lager in Bergheim/Salzburg, Verteilung in ganz Österreich, Terminvereinbarung mit dem Kunden, Zustellung, Aufstellung des Gerätes, Funktionalitätsprüfung, Inbetriebnahme, betriebsbereite Integration z.B. in ein bestehendes HeimkinoSystem, Abholung von Altgeräten, Retourenabwicklung, Reparaturlogistik, sowie Altgeräteentsorgung und -verwertung. Je nachdem was der Kunde bestellt hat, sind die Serviceleistungen für ihn zum Teil kostenlos. Ist ein Auftrag abgeschlossen, spielt tectraxx die Daten wieder retour an Unito. tectraxx übernimmt neben den klassischen Dienstleistungen Transport und Logistik auch alle technischen Services in der Logistikkette.

Nach der erfolgreichen Umsetzung des Probebetriebes kann der Vollbetrieb im September starten. „Die Serviceleistungen und der Servicegedanke von tectraxx decken sich zu 100 Prozent mit unseren Erwartungen. Das hat für mich oberste Priorität. Zudem werden wir gemeinsam in regelmäßigen Qualitätszirkeln die ServiceLeistungen überprüfen und weiterentwickeln. Außerdem bietet tectraxx diese Leistungen kostengünstiger und damit effizienter an“, erläutert Wester die Beweggründe für die Zusammenarbeit mit tectraxx. Für die Zukunft plant Wester die Forcierung des e-Business, da nach seiner Einschätzung der Umsatz über Internet-Bestellungen in den nächsten Jahren noch stark zunehmen soll.

Die Unito-Gruppe 2001 wurde der Universal Versand durch den Baur Versand, ein Tochterunternehmen der Otto Group, übernommen. 2003 wurden die beiden Unternehmen Universal und Otto Versand fusioniert und in der Folge in der neuen Gesellschaft Unito Versand & Dienstleistungen GmbH vereint. Heute beschäftigt das Unternehmen an den beiden Standorten in Salzburg und Graz rund 1.200 Mitarbeiter.

Nicht weniger als 45 Prozent der Erwachsenen über 15 Jahre kaufen alljährlich im Versandhandel ein. Davon bedient die Unito-Gruppe rund 2,2 Millionen Stammkunden. 20 Prozent der Nachfrage erfolgt über das Internet und man erwartet, dass dieser Bereich auch in Zukunft noch stark wachsen wird. Dennoch ist die Anzahl der Bestellungen über Telefon unangefochten auf Platz eins zu finden.

Die Unito-Gruppe ist mit ihren Katalogen in Österreich in jedem zweiten Haushalt vertreten. Otto konzentriert sich auf junge Mode und Lifestyle, Universal dagegen hat zwei Schwerpunkte: den Hartwarenbereich mit Haushaltsgeräten und einem breit gefächerten Markenangebot im HiFi-, TV- und Computerbereich, sowie den Bekleidungsbereich mit hochwertiger femininer Mode.

Der TV- und HiFi-Sektor ist eine der erfolgreichsten Sparten des Unternehmens und gehört zu den am stärksten wachsenden Bereichen. Neben Verbesserungen im Sortiment durch die zielgruppengenaue Abstimmung startete Unito Anfang 2005 eine große Serviceinitiative, um sich dadurch von Mitbewerbern abzugrenzen und sich gleichzeitig am heimischen Markt exakter zu positionieren.


Bildschirmschoner als Lehrer

Das neue e-learning Tool unterbricht den Arbeitsprozess nicht

„E-learning funktioniert deshalb nicht so recht, weil die Leute oft nicht die Zeit haben, sich stundenlang dazu hinzusetzen“, sieht Mayer den Nachteil bisheriger Tools. Er hat eine Art Karteikartensystem entwickelt, das in Kombination mit dem Bildschirmschoner funktioniert. Das Tool kann für alle Arten von Themen - z.B. zur Nachschulung für neue Produkte eines Unternehmens - eingesetzt werden.

E-Umsatz über 100-Mrd.-Euro-Marke

Als besondere Herausforderung der visuellen Steuerung gilt das zielsichere Anklicken gewünschter Buttons und Menüpunkte. Die Forscher haben dafür sensitive Bereiche entwickelt, die durch längeres Anschauen aktiv werden. Der Button ändert dabei zweimal seine Farbe, ehe es

Allein mit den Augen sollen Displays bedienbar werden

schließlich „Klick“ macht. Als Problem galten auch die winzigen Zitterbewegungen, die das Auge permanent ausführt. Diese werden durch eine Software gefiltert und so die Hauptbewegungsrichtung ermittelt. Die Kamera soll bis zu einer Entfernung von einem Meter in der Lage sein, Pupillenbewegungen des Betrachters aufzuzeichnen.

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der Online-Shops. Den größten Anteil am Netzumsatz haben die Briten, gefolgt vom deutschen Online-Handel. Der Umsatz in Österreich soll bis 2011 von derzeit 1,5 auf fast sieben Milliarden Euro wachsen. Zu den großen Gewinnern dieser Entwicklung zählen vor allem die klassischen Versandhäuser wie Neckermann und Otto. Shoppen im Internet: von jedem Ort aus und zu jeder Zeit

Foto: ImageSource

Laut einer aktuellen Studie werden im Jahr 2006 rund 100 Millionen Europäer ihre Einkäufe im Internet tätigen und dabei über 100 Mrd. Euro umsetzen. Nach Ansicht der Studienautoren soll sich diese Summe bis zum Jahr 2011 etwa verdoppeln.Der Anstieg im e-commerce Bereich steht einerseits in Zusammenhang mit der steigenden Zahl der InternetUser, dem spürbaren Wirtschaftsaufschwung, aber auch mit der steigenden Zahl

Computerforscher haben ein System vorgestellt, das die Bedienung von Displays durch Augenbewegungen ermöglicht: EYCIN (EyeControlled Interaction) verknüpft etablierte Erkennungstechnologien mit einer speziell entworfenen Bedienoberfläche. Eine Infrarotkamera verfolgt die Augenbewegungen eines Menschen und überträgt diese auf die Mauszeiger-Koordinaten auf dem Bildschirm. EYCIN soll neben dem Home-EntertainmentBereich zukünftig in der Industrie für Wartungsarbeiten eingesetzt werden.

Mini-Beamer im Handy Einem Forscherteam vom Fraunhofer-Institut ist es gelungen, die Miniaturisierung von Projektoren ein großes Stück voranzutreiben. Zukünftige Beamer sollen nicht größer als ein Zuckerwürfel und dadurch in Alltagsgeräte wie z.B. Handys integrierbar sein. Bisher stieß die Miniaturisierung an physikalische Grenzen. Klassische Beamer haben ein Mikrospiegelarray, das eine Million Spiegel enthält, die in einer Ebene schwenkbar sind und durch Hin- oder Wegklappen helle und dunkle Lichtpunkte für das zu projizierende Bild erzeugen. Die Lösung des Teams: ein einziger Spiegel, der um zwei Achsen schwenkbar ist. Durch schnelles Einund Ausschalten des Lasers kann so durch Ablenken des Strahls ein Bild erzeugt werden. Aus Platzgründen muss auch die übliche Hochdruck-

lampe kleinen Diodenlasern weichen. Rote und blaue Diodenlaser sind bereits klein genug, grüne hingegen noch zu sperrig. Auch wenn man die Größe der Projektoren auf ein Viertel schrumpfen konnte, wird es noch ein paar Jahre dauern, bis Laserarrays klein genug für den universellen Einbau sind. Laserarrays werden kleiner und billiger als herkömmliche Beamer

Foto: Hitachi, Deutschland

Kaum jemand setzt sich an den PC, um Dinge wie etwa die inzwischen zum dritten Mal geänderten Rechtschreibregeln zu üben, es sei denn, er muss. Dies hat der Wiener IT-Entwickler Kurt Mayer beobachtet. Er hat nun versucht, eine leichte Form des „Paukens“ mittels e-learning zu entwickeln. Ein kleines Programm schwindelt das Training in den Bildschirmschoner. Damit der PC wieder benutzbar wird, ist eine Multiple-Choice-Frage zu beantworten, die sofort ausgewertet wird.

Display-Bedienung mit den Augen


tecvision 4/2006  
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