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Handball-Geschichte(n)

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Otto Tellmann

Meistertitel am laufenden Band eingefahren

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Es ist fast eine Bilderbuchkarriere: Otto Tellmann hat in seiner 40-jährigen Laufbahn als Handballer und Trainer Titel über Titel gewonnen. Mit dem Bukarester Armeesportklub fährt er in mehr als 30 Jahren 18 Meistertitel ein. Dazu kommt ein Weltmeistertitel, den er 1961 in Dortmund mit der rumänischen Nationalmannschaft gewinnt. In jener Mannschaft stehen mit Hans Moser und Michael Redl zwei weitere Deutsche. Ferner gewinnt Tellmann mit Steaua Bukarest zweimal den Buropapokal der Meister. Seine ersten Schritte auf dem Sportplatz tut Otto Tellmann bereits in der Volksschule in Agnetheln. "Unser Sportlehrer Hermann Fabritius, der in Wien Otto Tellmann studiert hat, arbeitete mit uns wie mit Zirkuskindern", erzählt Tellmann. "Wir hatten eine Sporthalle, die so modern eingerichtet war wie jede Halle in unseren Tagen." Fabritius übt mit den Schülern fast jede Sportart: Bodenund Geräteturnen, Handball, Fußball und Leichtathletik. Im Sommer organisiert der Turnlehrer auf dem Fußballplatz Sportfeste. Vor begeistertem Publikum führen die Schüler Spiele und Schauturnen vor. Fabritius gelingt es so, die Jugend für den Sport zu begeistern. Folge: Agnetheln bringt wenigstens 30 gute Handballer hervor. Tellmann nennt Namen: Kurt Wagner, Kurt Sauer, Michael Brenn, Hans Zimmermann, Hans Sill, der auch deutscher Landesmeister im Tischtennis wird, Hans Reimer, der als Torwart in die Nationalmannschaft berufen wird. Otto Tellmann steht anfangs im Tor, sowohl bei Fußball- als auch bei Handballspielen. Von 1945 bis 1949 spielt er in Agnetheln Handball. Dann wird er zum Militärdienst einberufen und kommt zum Bukarester Armeesportklub. Schon bevor er nach Bukarest wechselt, ist der Armeesportklub auf Spielerfang gegangen. 1947 wird der Klub gegründet, und in die Handballabteilung werden Basketballer, Volleyhaller und Rad97


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