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Handball-Geschichte(n)

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Die Helrauer und Agnethler Mannschaften 1940. Die Agnethler Spielerinnen mit dem A auf der Brust(von links) : Edith Paulini, I/se König, Traute Mesch, Friedchen Wagner, EmmiBilles, Hermi Dietrich,/lse Handel, Friede/ Schmidt, Johanna Henning, Grete Herbert,lngeKlein, Marianne Wonner , Selma Herbert, Gertrud Essigmann, (sitzend) Hilde Fleischer, Anni Heckert, Dorothea Sill , lrmgard Hann, Erna Sunne, Gertrud Wachsmann, Herta Essigmann, Milo Handel und Frieda Roth

Land. Ob die Auswanderung zum Niedergang beigetragen hat? Diese Frage beantwortet der langjährige Generalsekretär des Rumänischen Handball-Verbandes, Lucian Grigorescu, kurz vor seinem Tod ausweichend: Er wolle die Leistungen der Rumäniendeutschen in den RHV-Auswahlen nicht in Frage stellen. Der wichtige Beitrag der Sachsen und Schwaben zur Entwicklung des rumänischen Handballs sei in der Vorbildfunktion ihrer Sportlehrer, Trainer und Schiedsrichter, also in der Arbeit an der Basis, zu sehen. Doch den anderen Teil der Wahrheit wollte und durfte Grigorescu wohl nicht sagen: Diese deutschen Lehrer und Trainer hätten bestimmt auch auf höherer Ebene etwas leisten können, man hätte ihnen nur die Chance geben müssen. Wer in der Hierarchie des rumänischen Handballs etwas geworden ist, hat nach dem Krieg Handball gespielt und musste möglichst einen nichtdeutschen Namen haben. Dazu gehören Kunst, der sich den Beinamen Ghermänescu zulegt, Grigorescu, die Nationaltrainer Nicolae Nedef, Oprea Vlase, Eugen Trofin, ferner Constantin Lache und Gabriel (Bebe) Zugrävescu. Die Tendenz, mit der "Nemterei", wie Rumänen jene Zeit der deutschen Dominanz im Handball heute nennen, aufzuräumen, taucht mit Aufnahme des Meisterschaftsbetriebs nach dem Krieg auf, berichtet Dr. Franz Marschang. Nicht erst seit heute wird versucht, zu vertuschen, dass die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben die 35


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