__MAIN_TEXT__
feature-image

Page 1

Thematische Radtouren zu Natur und Kultur rund um Flensburg

Mehr als 40 Infotafeln erzählen über „Land & Leute“

Schutzgebühr: 3 €


Fahrradnutzung fördern, CO2-Ausstoß mindern … … dieses gemeinsame Ziel verfolgen die sechs Projektpartner in „Radeln ohne Grenzen“. Neben dem Pendeln per Rad und der Radnutzung durch Kinder und Jugendliche besitzt dabei auch der Radtourismus eine große Bedeutung. Für diesen Aufgabenbereich haben sich Esbjerg, Flensburg, Kiel und Kolding zusammengetan.

Esbjerg Esbjerg ist „die Stadt am Meer“, die einzigartige Naturerlebnisse mit dem schnellen Puls städtischen Lebens und reizvolle Sehenswürdigkeiten verbindet. Ribe, Dänemarks älteste Stadt vermittelt mit seiner wunderschönen mittelalterliche Kulisse und dem Dom als Wahrzeichen der Stadt einen ganz besonderen Charme. Auch die Wikingerzeit und ihre Geschichte lassen sich hier hautnah erleben. Das kommunale Radwegenetz erstreckt sich über 300 Kilometer und hat viel zu bieten.

Flensburg Die Stadt liegt terrassenförmig um die Spitze der Flensburger Förde. Im Schifffahrts- und Rummuseum, beim Museumshafen, einer Hafenrundfahrt oder während eines Bummels durch die malerischen alten Kaufmannshöfe ist das maritime Klima allgegenwärtig. Auch ein Besuch des Science-Centers Phänomenta lohnt sich. Mehrere Themenrouten in und rundum Flensburg versprechen abwechsungsreiche Einblicke in Natur und Kultur.

Kolding Die Kommune Kolding bietet spannende Erlebnisse zu den Themen Design, Kultur und Geschichte. Die zentrale Lage mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und die wunderschöne Landschaft von Fjorden und Wäldern bieten reichlich Gelegenheit zur Erkundung der Gegend mit dem Fahrrad. Mit historischen Attraktionen wie Koldinghus, Skamlingsbanken und der Stadt der „Brüder-Gemeinde“ Christiansfeld ist die Kommune Kolding ein guter Ausgangspunkt für Fahrrad-Abenteuer in allen Formen.

Kiel Das Meer reicht bis in das Herz der Stadt. Das größte Stück Natur in Kiel ist die Förde mit ihren Stränden. Die maritime Stadtansicht mit den Hafenanlagen, den riesigen Passagierfähren und den enormen Portalkränen auf der Werft – das ist typisch Kiel. Kiel hat sich in den vergangenen Jahren auch mehr und mehr zur Stadt der Radfahrer entwickelt. Auf einem weitläufigen Radverkehrsnetz können Sie auf vielen attraktiven Routen die Stadt an der Förde hervorragend per Rad erkunden.

Die Reise zwischen den Städten kann mit dem Fahrrad oder mit dem Zug erfolgen. Bei vielen täglichen Abfahrten ist es möglich sein Fahrrad mitzunehmen. Informationen zu Verbindungen, Fahrtzeiten und Fahrpreisen gibt es auf www.bahn.de und www.rejseplanen.dk Weitere Informationen zum Projekt „Radeln ohne Grenzen“ und den Projektpartnern finden Sie unter:

www.radelnohnegrenzen.eu


Alle RadRundUm-Strecken sind mit diesem Logo ausgeschildert.

INHALT Das Projekt „Radeln ohne Grenzen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Inhalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

4

RadRundUm (RRU )? Was ist das? Themenstationen / Infotafeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

5

RRU TOUR 1: „Die Berg- & Burgtour“ Übersichtskarte und Beschreibung der Tour . . . . . . . . . . . . . . . . .

6  –  7

„Waldelefanten in Flensburg“ Landschaftsentstehung durch die Eiszeiten . . . . . . . . . . . . . . . 8   –  10 Tourenvariationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

11

„Wehrturm im Schilf“ Sagen und Fakten aus der Gründungszeit Flensburgs . . . . . . . . . 12   –  13 RRU TOUR 2: „Die Wasser- & Waldtour“ Übersichtskarte und Beschreibung der Tour . . . . . . . . . . . . . . . . 14  –  15 „Von süß bis salzig“ Leben in den Süßgewässern und im salzigen Fördewasser . . . . . . . 16  –  18 Tourenvariationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

19

„Waldmeister und Siebenstern im Unterwuchs“ Die Wälder der Flensburger Region . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20  –  21 RRU TOUR 3: „Die Land- & Liebetour“ Übersichtskarte und Beschreibung der Tour . . . . . . . . . . . . . . . . 22  –  23 „Galloways als Naturschützer“ Das Naturschutzprojekt Stiftungsland Schäferhaus . . . . . . . . . . . 24   –  26 Tourenvariationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . „Stadtfeld und Feldkommune“ Wie Landwirtschaft das Bild der Stadt prägte . . . . . . . . . . . . .

27

28   –  29

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Der Klimapakt Flensburg e. V. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 Notizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32  –  33 Gesamtübersichtskarte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

34  –  35


RadRundUm? Was ist das? Steilküste, Wälder, Knicks, halboffene Weidelandschaft, kuppige Endmoränen und flache Geest – Flensburg und seine Umgebung haben viel zu bieten … Das RadRundUm Flensburg besteht aus drei thematischen Radwanderwegen rund um Flensburg und reicht bis in die umliegenden Gemeinden Harrislee, Handewitt, Tastrup, Wees und Glücksburg hinein. Das Besondere an diesen Radtouren sind die Themenstationen, die an markanten Stellen über Natur, Ökologie, Geschichte und Kultur informieren. Das Wegekonzept wurde in Zusammenarbeit des Vereins „Arbeiten für die Umwelt e. V.“ (AfdU) mit dem Fachbereich Umwelt und Planen der Stadt Flensburg entwickelt. Die Touren können anhand der in der Mitte des Heftchens eingelegten Übersichtskarte selbstständig befahren werden.

Themenstationen / Infotafeln Was ist ein Toteisloch, ein Tunneltal, ein Redder? Noch nie gehört? Die mehr als 40 Infotafeln am Flensburger RadRundUm helfen weiter: Unterwegs lesen wir von „sprechenden Steinen” und toten Ulmen – ganz lebendig. Ob im Schäferhaus die Schafe im Haus wohnen? – wir werden sehen und den Neuntöter vielleicht auch – keine Angst, uns tut er nichts, er ist selber in Gefahr! Wo ist das Borkenhäuschen verborgen und was hat es mit der „Stillen Liebe” auf sich? Das Maskottchen „Kekki” begleitet uns auf den Touren und schlüpft auf jeder Thementafel in eine andere Rolle … Viel Spaß auf dem Flensburger RadRundUm …

… und allzeit Rückenwind!

Vorwort


Berg-  &  Burgtour


RRU Tour 1

Berg- & Burgtour „Im Westen von Flensburg“ Start / Ziel: Hafenspitze Touren von ca. 6 – 42 km Variationen auf Seite 11 Sehenswert Industriemuseum Kupfermühle Niehuuser See Stiftungsland Schäferhaus Handewitter Forst Marienhölzung

Ostseebad – Niehuus – Harrislee – Handewitt – Weiche – Marienhölzung

Berg-  &  Burgtour Auch in Flensburg gibt es Hügel und (kleine) Berge, von denen man einen herrlichen Ausblick auf die Förde und die umgebende Landschaft genießen kann. Wer auf der Berg- & Burgtour radeln will, muss einige Steigungen in Kauf nehmen, um z. B. den Niehuuser Schlossberg zu erreichen oder vom steilen Uferrand ins Meynautal sehen zu können. Höher als 64 Meter wird es auf der Strecke aber nicht. Und der Blick auf die Landschaft mit ihren Wäldern, eiszeitlichen Tunneltälern und Moränenhügeln entschädigt für die Strampelei. Die geschützte Lage auf einer Anhöhe oder versteckt im Wald wussten auch die Ritter im Mittelalter schon zu schätzen. So finden sich auf der Berg- & Burgtour noch Spuren einstiger Burgen. In Niehuus im äußersten Norden Flensburgs gab es eine Turmhügelburg direkt am historischen Ochsenweg, der „Via Regio“. In der Marienhölzung lag vor vielen hundert Jahren die „Eddeboe“. Hier hat die Familie Jul gelebt, aus der die ersten Bürgermeister Flensburgs stammten. Beschreibungen dieser Burgen sind auf den Infotafeln entlang der Berg- & Burgtour anschaulich dargestellt.

Foto oben: Der Niehuuser See (:bs)

Infotafelstation an der Hafenspitze Flensburg (:bs)


Waldelefanten in Flensburg Landschaftsentstehung durch die Eiszeiten Das RadRundUm verläuft auf Wegen mit Höhenunterschieden von bis zu 60 Metern, wie man sie im Norddeutschen Tiefland nicht unbedingt erwartet. Auffällig hoch liegt die Stelle südöstlich des Niehuuser Sees. Die Hänge im Wald um den Roikier See auf der Wasser- & Waldtour sind z. T. steil wie Rodelpisten. Und auch das Fördeufer ist nicht flach, sondern als Steilküste ausgebildet. Die Erklärung für diese Landschaftsformen bieten die letzten beiden Eiszeiten: Die Saaleeiszeit endete vor ca. 120 000, die Weichseleiszeit vor ca. 10 000 Jahren. Zur Zeit der Saalevereisung floss das nordische Inlandeis über Schleswig-Holstein hinweg bis an den Niederrhein und den Rand der Mittelgebirge. Der Gesteinsschutt, der nach dem Abschmelzen der Gletscher als Grund- bzw. Endmoräne liegen blieb, formte eine kuppige Landschaft. Entlang des RadRundUms ist noch eine saalezeitliche Anhöhe im Handewitter Forst zu sehen. Solche Altmoränen zeigen heute ein flaches Relief. Neandertaler jagten Wollnashörner und Waldelefanten Die ursprünglich höheren Kuppen wurden besonders stark während der Weichseleiszeit abgeflacht und die Senken verfüllt. In der Weichseleiszeit kam das Inlandeis aus nordöstlicher Richtung und drang bis Ellund westlich von Flensburg vor. Wollnashörner und Waldelefanten, die nach der Saaleeiszeit auch im Norden Schleswig-Holsteins von altsteinzeitlichen Neandertalern gejagt wurden, wichen vor dem Eis nach Westen aus. Das breite Tal der Meynau auf der Berg- & Burgtour, die ausgedehnten Sandflächen, die sich von Padborg im Norden bis Weding im Süden als breites Band durch die Region ziehen, die Förde und die Hügellandschaft im östlichen Teil Flensburgs sind auf diese Eiszeit zurückzuführen. Endmoräne und Gletscherzunge Der Flensburger Raum war zeitweise Eisrandgebiet. Hier häufen sich Endmoränen und kuppige Grundmoränen. Vereinfacht dargestellt kann man sich die Entstehung der kuppigen Grundmoränenlandschaft so vorstellen: Am Rand von Gletscherzungen treten verstärkt Spalten auf. Starker Druck am Grund des Eises presst Moränenmaterial in die Spalten. Nach dem Abtauen des Eises bleibt eine Hügellandschaft zurück. Die Flensburger Förde entsteht Eine vorstoßende Gletscherzunge schuf auch das Becken der Flensburger Förde. Das Relief der Förde lässt sich aber nicht allein mit Eisvorstößen erklären. Das Schmelzwasser floss am Grund der Gletscherzunge ab. Es stand unter hohem Druck und hatte dadurch eine starke Transportkraft, die ein tiefes Einschneiden in den lockeren Untergrund bewirkte. Unter dem Eis entstanden sogenannte Tunneltäler. Durch das Abschmelzen der


Inlandeismassen stieg der Meeresspiegel weltweit an und bewirkte eine Neugestaltung des Ostseebeckens. Wo das mächtige Inlandeis gelegen hatte, bildete sich zunächst ein See und später ein Meer. Die Förde füllte sich erst lange nach der Eiszeit, vor ca. 6 000 Jahren, mit Ostseewasser. Das Ende des Fördegletschers war zweigeteilt. Eine Gletscherzunge reichte von Kruså über Niehuus bis nach Padborg, wo sich ein Gletschertor befand. Hier trat das Schmelzwasser an die Oberfläche. Befreit vom Eisdruck konnte es sich ausbreiten und lagerte seine Fracht in Schmelzwasserrinnen und großen Schwemmfächern (Sander) ab. Große mitgeführte Gesteinsbrocken, Kies und Sand blieben im Gletschervorfeld liegen. Dieses Material wird heute in Kiesgruben abgetragen. Die andere Zunge des Fördegletschers war nach Süden Richtung Weiche (Scherrebektal) gerichtet. Ihr Gletschertor lag zwischen Jarplund und Weding. Auch hier trat Wasser mit gewaltigem Druck aus und lagerte einen kegelförmigen Sandfächer ab. Entlang der von Padborg nach Weding verlaufenden Linie entstanden dadurch mächtige Sandflächen mit einem Gefälle nach Westen. Die Sander Schleswig-Holsteins werden niedere Geest (geest/ güst = unfruchtbar), die Altmoränen der Saaleeiszeit werden hohe Geest genannt. Der Sander westlich der Flensburger Förde gehört zur Schleswiger Vorgeest. Gletschertor und Kegelsander Nach Westen nahm die Transportkraft des Wassers in den verästelten

Niehuuser Tunneltal mit Niehuuser See

rd

e

er

flaches Fördeufer

Osbektal

Lautrupsbachtal M O RÄ N E N H O C H F LÄ C H E N

SAN D ER

Gletschertor 0

Mühlenstromtal

1

2 km

Marienautal Scherrebektal Handewitter Altmoräne

Hornholzer Endmoränen

Eiszeitliche Landschaftsformen Quelle: Umwelterhebung Flensburg (1987)

Eiszeit in Flensburg

Infotafel „Die Ostsee“ am Strandbad Solitüde, RRU Tour 2

Meynautal

Flen

Lachsbachtal

sbu

rg

Gletschertor


Schmelzwasserrinnen immer mehr ab; entsprechend wurde hier nun das feinere Material, grob- und mittel- körniger Sand, abgelagert. An den Gletschertoren bildeten sich Kegelsander, deren breite Wurzeln vor dem Gletschertor lagen (s. S. 9). Am Eisrand erreichen die Sandschichten eine Mächtigkeit von bis zu 40 Metern. Im Westen erstrecken sie sich bis zum heutigen Husum (Nordfriesland), nehmen aber an Mächtigkeit stetig ab. Der Meeresspiegel lag 100 Meter unter Null Die aus den Gletschertoren des Inlandeises fließenden Schmelzwässer sammelten sich in größeren Rinnen, z. B. dem flachen Muldental der Meynau oder der Treene, und mündeten weit im Westen in das Nordseebecken. In dieser Zeit lag der Meeresspiegel noch etwa 100 Meter tiefer als heute. Das Niehuuser Tunneltal ist durch Erosion unter dem Eis entstanden. Beim Rückzug des Eises blieben überall große Eisblöcke liegen, die von Sand überlagert wurden (Toteis). Sie tauten erst tausende von Jahren später auf und schufen durch Nachsacken Becken, die sich mit Niederschlagswasser füllten. Das Niehuuser Tunneltal wurde dadurch eine Folge von Flussstrecken und tiefen Becken. Die tiefen Becken sind noch heute Seen wie der Niehuuser und der Mølle See, die flacheren sind in der Nacheiszeit zu Niedermooren verlandet. Im Süden Flensburgs gab es weite Moorflächen, die heute – bis auf wenige Reste – abgetorft sind.

Spuren der Eiszeiten in und um Flensburg BEZEICHNUNG RADTOUR LAGE Niehuuser Tunneltal

Berg- & Burgtour

Dänische Grenze

Flaches Muldental

Berg- & Burgtour

Meynautal

Altmoräne b. Handewitt

Berg- & Burgtour

Handewitter Forst

Sander der Geest

Land- & Liebetour

Moorweg, Jarplund

Endmoränen

Wasser- & Waldtour

Fördeuferwald

Der Niehuuser See – Rest eines Toteisloches im Niehuuser Tunneltal (:bs)

Eiszeitliche Landschaften


Kreuz und quer im Westen Je nach Lust, Laune und Kondition lässt sich die Berg- und Burgtour hervorragend den Bedürfnissen anpassen. Entweder erst mal am Wasser entlang mit herrlichen Ausblicken auf die Flensburger Innenförde und die umliegenden Ufer bis hin zum Industriemuseum Kupfermühle fast nach Dänemark – oder gleich kreuz und quer durch den Nordwesten Flensburgs zum Niehuuser See. Gut zu fahren sind auch die Strecken im Süden, durch das schöne Stiftungsland Schäferhaus-Süd. Über 30 Infotafeln und Schutzhütten auch anderer Themenwege, wie z. B. der Grenzroute entlang der deutsch-dänischen Grenze, erzählen über „Land & Leute“ und laden zum Pausieren ein. Weitere Informationen www.bergmuehle-flensburg.de www.industriemuseum-kupfermuehle.de www.krusau-tunneltal.de www.bundewischen.de (Stiftungsland Schäferhaus) Andere Thementouren www.grenzroute.com www.ochsenweg.de Das Industriemuseum Kupfermühle (:bm)


Wehrturm im Schilf Sagen und Fakten zur Gründungszeit Flensburgs Der Ursprung Flensburgs lässt sich heute nicht mehr vollständig rekonstruieren. Der wichtigste Schauplatz für die Stadtentstehung ist das St. Johannisviertel auf der Land- & Liebetour. Es liegt südöstlich der Förde und damit außerhalb der Stadtmauern, die den mittelalterlichen Stadtkern westlich der Förde umschlossen. Trotzdem hat die Geschichte Flensburgs hier begonnen. Bis etwa 1050 war Schleswig-Holstein ein von Bauern besiedeltes Land mit nur einem größeren Handelsort: Schleswig / Haithabu. Von 1119 bis 1131 war Knud Laward, der Sohn des dänischen Königs Erik I., Jarl (Statthalter) in Schleswig. ln Flensburg gab es im 12. Jh. nur eine kleine Siedlung im heutigen Johannisviertel, in der u. a. Fischer und Kleinhändler lebten. Damals schlossen sich Kaufleute in Gilden zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Die Kaufleute aus dem Johannisviertel unterstanden der Oberhoheit von Knud Laward und nannten sich „Knudsgilde“ zu Ehren ihres Beschützers. Ist Ritter Fleno der Namensgeber Flensburgs? Die Sagen-Überlieferung erzählt, dass Knud Laward den Bewohnern von St. Johannis einen Ritter Fleno geschickt habe, der die Siedlung schützen sollte. Alte Schriftquellen im Stadtarchiv und archäologische Grabungen im Stadtgebiet aber erbringen keinen Beweis für die Existenz des Ritters Fleno, der damit wohl als Namensgeber für Flensburg nicht in Frage kommt. Ursprünglich hatte die Förde eine größere Ausdehnung nach Südosten. Die Siedlung im Johannisviertel lag direkt am Wasser. Die Förde verlandete allerdings zunehmend. Außerdem wurden größere Handelsschiffe gebaut, die wegen ihres Tiefgangs nicht bis an das Ende der Förde segeln konnten. Um 1170 ließ König Waldemar II. die erste Siedlungszelle auf dem Westufer der Förde errichten. Diesem neuen Markt- und Kirchflecken im Bereich des heutigen Nordermarktes und der Marienkirche folgte etwa eine Generation später die St. Nikolai-Siedlung. 1240 werden die Siedlungszellen erstmals zusammenfassend als „flensaaburgh“ bezeichnet. Der Name setzt sich aus „fle“ (Schilf), „naes“ (Landspitze), „aa“ (Bach) und „burgh“ (Wehrturm) zusammen. Flensburg war somit eine Siedlung mit einem „auf schilfbestandener und bachumspülter Landspitze stehenden Wehrturm“.


Im 13. Jahrhundert trieben Raubritter ihr Unwesen Dieser Wehrturm stand an der Mündung der Glimbek – heute liegt hier die Kreuzung Neue Straße / Schiffbrücke. Auf diese Wehranlage gehen das Flensburger Siegel und das Wappenbild zurück. Um etwa 1260 gelang es den Bürgern der Stadt, den einst übermächtigen Einfluss der St. Knudsgilde zurückzudrängen und einen Rat zu bilden. 1284 ließ sich der Rat das geltende Recht durch Herzog Waldemar IV. als Stadtrecht bestätigen. Eine Sage mit historischem Hintergrund erzählt, dass die adligen Ritter auf den Burgen außerhalb des Stadtgebietes den Kaufleuten aus der Stadt ihren wachsenden Reichtum nicht gönnten. Die reisenden Händler wurden von fünf Rittern aus der Flensburger Region immer wieder überfallen und ausgeraubt. Die Ritterburgen hat es tatsächlich gegeben. Ob alle ihre Besitzer Raubritter waren, ist jedoch nicht sicher. Einer der fünf Ritter soll auf dem „Brandplatz“ gesessen haben, einer alten Wasserburg in der Marienhölzung. Der Brandplatz bildete zusammen mit dem später entstandenen „Junkerplatz“ die mittelalterliche Burganlage „Eddeboe“. Auf der Berg- & Burgtour sind Reste der Eddeboe zu sehen. Die Niehuuser Turmhügelburg war eine mittelalterliche Zollstation Der Sage nach haben die Flensburger Kaufleute sich „im Einvernehmen mit der Obrigkeit“ zusammengetan und die fünf Raubritter nachts in ihren Burgen überfallen. Sie erschlugen die Räuber und verbrannten ihre Burgen, also auch den Brandplatz. Heute ist vom Brandplatz nichts mehr zu sehen. „Eddeboe“ heißt wörtlich übersetzt „Stammsitz“. Gemeint ist der Stammhof der Familie Jul, aus der etwa Anfang des 14. Jahrhunderts die ersten Bürgermeister Flensburgs kamen. Die Niehuuser Turmhügelburg, die ca. 1350 errichtet wurde, lag an einer Trasse des Ochsenweges, seit dem frühen Mittelalter die „Via Regio“. In Niehuus wurde Wegezoll erhoben. Außerdem diente die Burg als Sitz des königlichen Amtmannes, bis er auf die Duborg umzog. Auf den einstigen Standort der Burg weist eine Infotafel auf der Berg- & Burgtour hin.

Historische Stätten

Von Rittern & Kaufleuten


RRU Tour 2

Wasser- & Waldtour


Wasser-& Waldtour „Im Osten von Flensburg“ Start / Ziel: Hafenspitze Touren von ca. 4 – 33 km Variationen auf Seite 19 Sehenswert Stadtpanorama Volkspark Strandbad Solitüde Roikier See Naturschutzgebiet Twedter Feld

Volkspark – Solitüde – Glücksburg – Weesries – Tastrup – Sünderup

Wasser- & Waldtour Die östlich der Förde verlaufende Radtour bietet Feriengefühl pur. Nach 5 Minuten liegt die Stadt hinter den Radlern. Vom Volkspark aus kann man noch die „Skyline“ der Flensburger Innenstadt bewundern, aber schon kurze Zeit später atmet man klare Seeluft entlang kilometerlanger Strandabschnitte wie z. B. bei Solitüde. Die Tour zeigt nicht nur den weiten Blick über die Förde, sondern führt auch zu lauschigen Plätzen an kleinen Bächen wie der Taerbek. Wem es am Meer in der Sonne zu heiß ist, der kann sich unter dem schattigen Blätterdach im Tremmeruper Wald bzw. im Weesrieser Gehölz erfrischen und muss dabei nicht einmal auf Wasser verzichten: Unter den hohen alten Bäumen in Groß Tremmerup führt der Radweg über Hügel und durch Täler bis zum malerisch gelegenen Roikier See. Von einem versunkenen Kloster, seiner Geschichte und den ökologischen Besonderheiten dieser Gegend ist auf der dort stehenden Infotafel zu lesen.

Foto oben: Steg am Strandbad Solitüde (:bs) Themenstation „Stadtpanorama“ und Rastplatz im Volkspark (:bs)


Von süß bis salzig Leben in den Süßgewässern und im salzigen Fördewasser Das RadRundUm führt zu schön gelegenen Picknickplätzen an Stillgewässern wie dem Mückenteich, dem Wolfsmoorteich oder dem Roikier See und bietet einen herrlichen Blick auf eine Vielzahl kleiner Bäche in eiszeitlichen Bachtälern (s. Karte S. 9). Außerdem verläuft ein großer Teil der Strecke am Fördeufer entlang. Wer vom Wasser geprägte Landschaften liebt, kommt voll auf seine Kosten. Ganz nebenbei kann man viel über Gewässerökologie erfahren. Das fängt schon bei der Taerbek auf der Wasser- & Waldtour an: Sie wurde 1991 teilweise renaturiert. Ein 600  m langer Bachabschnitt verläuft nun wieder offen durch die Landschaft. An der Infotafelstation kann man in den Bach hinunterklettern und die vielfältige Tier-und Pflanzenwelt im fließenden Wasser beobachten. Kleine Kunstwerke aus Stein und Pflanzenteilen In flachen Bächen wie diesem gibt es genug Licht und gelöste Mineralstoffe für grüne Pflanzen, die die Nahrungsgrundlage für eine Fülle von Wassertieren bieten. Vor allem Larven verschiedener Insektenarten kommen hier vor. Bei genauem Hinsehen sind kleine Röhren zu entdecken, die kunstvoll aus Steinchen oder Pflanzenteilen zusammengebaut sind. Meist fallen sie erst auf, wenn sie sich langsam unabhängig von der Strömung bewegen. Tiere wohnen in diesen Röhren: Es handelt sich um Köcherfliegenlarven, deren Wohnröhren (Köcher) oft am Bachboden zu finden sind. Manche Köcherfliegenlarven beschweren ihre Köcher mit Steinen, um nicht verdriftet zu werden. In den Bächen, die in die Flensburger Förde münden, wurden Köcherfliegenlarven gefunden, die sich mit Hilfe klebriger Absonderungen bzw. Spinnfäden am Boden verankern. Andere Larven weben Wohngespinste, in die regelmäßige Maschen zum Auffangen von Nahrung eingesetzt sind. So nutzen sie die Strömung zum Nahrungserwerb und müssen nicht aktiv auf die Jagd gehen. Zuckmücken sind keine „Vampire“ Eine weitere Insektengruppe die im Bach lebt, ist die der Zuckmückenlarven. An den sauerstoffärmsten Stellen treten oft massenweise blutrot gefärbte Zuckmückenlarven auf. Sie sind mit Hämoglobin angefüllt, das nicht an rote Blutkörperchen gebunden ist. Es ermöglicht ihnen jedoch auch noch den letzten Sauerstoff aus der Umgebung aufzunehmen. Erwachsene Zuckmücken tanzen in großen Schwärmen am Bachufer. Sie stechen nicht und saugen auch kein Blut.


Muscheln im Teich  Auch in den stehenden Gewässern entlang des RadRundUms gibt es bemerkenswerte Tiere. Im Roikier See auf der Wasser- und Waldtour lebt die Teichmuschel. Der Salzgehalt ihrer Körperflüssigkeit nimmt den niedrigsten im Tierreich gemessenen Wert ein. Damit verhindert die Muschel zu starkes Eindringen von Wasser. Salz bindet Wasser an sich. Süßwassertiere mit höheren Salzgehalten schützen sich z. B. mit einer wasserundurchlässigen Außenhaut vor einem Wassereinstrom, der sie anschwellen und schließlich platzen lassen würde. Die Teichmuschel nimmt trotz ihres geringen Salzgehaltes Wasser auf. Um dieses Wasser wieder loszuwerden, scheidet sie täglich das 6-fache ihres Eigengewichtes an Harn aus. Von Wassersternen und Seerosen  Der Pflanzenbewuchs des Roikier Sees kann mit Rekorden aufwarten. Auf der Wasseroberfläche schwimmen die Blüten der Weißen Seerose. Sie sind unsere größten heimischen Blüten. Blatt- und Blütenstiele der Seerose werden bis zu 3 Meter lang, das sind ebenfalls Rekordmaße für unsere heimische Flora. An sonnigen Tagen kann man Wasserpflanzen wie Laichkraut und Wasserstern bei der „Arbeit“ beobachten: Sie wandeln Licht und Kohlenstoff in Pflanzenmasse und Sauerstoff um (Photosynthese). Der Sauerstoff perlt in Ketten silbrig glänzender Bläschen von den untergetauchten Pflanzenblättern an die Wasseroberfläche. Frischluftgaranten für die Innenstadt Süßgewässer erfüllen vielerlei Aufgaben. Da das Nahrungsangebot gut ist und sich besonders in Bächen viele unterschiedliche Kleinstlebensräume nebeneinander ausbilden, sind die Gewässer sehr artenreich. Für insektenfressende Tiere wie Fledermäuse stellen sie eine Nahrungsquelle dar. Vögeln und Säugetieren bieten sie Trink-und Bademöglichkeiten. Frösche und Molche können hier ihren Laich ablegen. Viele Vögel sind auf Brutund Rastplätze am und im Wasser angewiesen. Menschen dienen sie nicht nur zur Naherholung. In Flensburg haben das Marienau- und das Lachsbachtal eine wichtige Funktion für das Stadtklima: Aus den Talräumen gelangt Frischluft in die Innenstadt. Renaturierung bedeutet Lebensräume zu erhalten und neue zu schaffen Trotzdem sind Süßgewässer stark gefährdete Lebensräume. Bäche, die sich durch das Land schlängelten (mäandrierten), wurden begradigt. Schadstoffe schädigen die Lebenswelt der Gewässer direkt. Mineraldünger und Jauche führen zu Algenblüten und nach dem Absterben des Planktons zu sauerstoffzehrendem Abbau toter organischer Substanz. Im Extremfall bedeutet das Fischsterben. Danach ist das Gewässer aber nicht für immer lebensfeindlich. Aus der Luft und durch die Photosynthese der grünen Pflanzen gelangt wieder neuer Sauerstoff ins Wasser. Stoffe, die nicht abgebaut oder gelöst werden können, sinken zu Boden und sind so dem Stoffkreislauf zunächst entzogen. Manche Uferpflanzen wie Schilf und Rohrglanzgras können Schadstoffe einlagern und sie so unschädlich machen. So reinigt sich das Gewässer selbst. In verrohrten Bachabschnitten funktioniert diese Selbstreinigung nicht. Deshalb setzt man sich heute dafür ein, verrohrte Bäche wenigstens teilweise zu renaturieren (z. B. die

Wasser – Quell des Lebens


Taerbek). Algenblüten und darauf folgender Sauerstoffmangel treten auch im salzhaltigen Fördewasser auf, denn besonders die Innenförde ist durch zu hohe Nährstoffeinträge belastet. Die Förde steht jedoch im Austausch mit der offenen Ostsee. Bei ruhigem Wetter ist der Austausch gering, aber bei Stürmen gelangt sauerstoffreiches Tiefenwasser aus der Ostsee in die Förde. Fische trinken Salzwasser In Flensburg betreiben noch etwa 20 Fischer ihr Handwerk. Vor allem Heringe, Dorsche, Meerforellen, Schollen, Flundern, und Aale fischen sie aus der Förde. Die Meeresfische müssen im Gegensatz zu den Süßwassertieren damit fertig werden, dass der Salzgehalt im umgebenden Wasser höher ist als der ihrer eigenen Körperflüssigkeit. Das salzige Wasser würde die Fische austrocknen, wenn sie keine Anpassungsmechanismen entwickelt hätten. Im Gegensatz zu Menschen können marine Fische Meerwasser ohne Schaden trinken. Sie behalten das Wasser im Körper und scheiden das Salz aktiv über die Kiemen wieder aus. Auch Aale trinken Salzwasser. Schwimmen sie allerdings die Süßwasserbäche hinauf, um dort zu laichen, hören sie nach wenigen Stunden auf Wasser zu schlucken und beginnen erst wieder bei erhöhtem Salzgehalt. In der Umgebung und unmittelbar an Bächen, Teichen und Seen und natürlich auch auf dem Meer kann man eine Fülle von Tieren mit erstaunlichen Verhaltensweisen und Fähigkeiten entdecken, die lange noch nicht alle erforscht und verstanden sind. Genaues Hinsehen lohnt sich in jedem Fall!

Wasser – Quell des Lebens


Schöne Aussichten … Die zahlreichen Variationsmöglichkeiten dieser überwiegend am Wasser und im Grünen verlaufenden Tour bieten viele wunderschöne Aussichten in abwechslungsreiche Landschaften – die Wasser& Waldtour lässt sich sozusagen „beliebig erfahren“. Unbedingt sollte es dabei durch den Volkspark mit dem beeindruckenden Blick über Flensburg gehen und eigentlich muss man auch das Osbektal gesehen haben … Von dort aus fällt die Entscheidung allerdings schwer: Zur Förde oder zum von Mönchen vor 800 Jahren angelegten Roikier See oder durch das schöne Weesrieser Gehölz – am besten ist es wohl an mehreren Tagen durch den Osten Flensburgs zu radeln und alles zu sehen! Weitere Infos www.flensburg.de Foto oben: Ländliche Idylle in der Stadt – Engelsby-Dorf (:bs)

„Berg- und Talfahrt“ durch‘s Osbektal (:bs)


Waldmeister und Siebenstern Die Wälder in der Flensburger Region Fährt man entlang des RadRundUms um die Flensburger Förde und durch das Umland der Stadt ist es schwer vorstellbar, dass Schleswig-Holstein das waldärmste Flächenland (Waldanteil: ca. 10 %) sein soll. Auf dem Weg durch die Marienhölzung, das Kluesrieser Gehölz und die WaIdflächen um den Roikier See entsteht oft der Eindruck einer riesigen, gotischen Hallenkirche. Die hohen, schlanken Stämme der Rotbuchen bilden die Säulen und ihre Kronen schließen sich zu einem grünen Dachgewölbe. Solche Bestände werden von Botanikern auch Hallenwälder genannt. Von Jung- und Altmoränen Die meisten Laubwälder im Jungmoränengebiet um Flensburg sind „WaldmeisterBuchenwälder“, deren äußeres Erscheinungsbild häufig einem Hallenwald entspricht. Die Böden der Jungmoräne enthalten vergleichsweise viel Kalk und Mineralien, weil sie noch nicht so lange den Auswaschungs- und Verwitterungsprozessen ausgesetzt waren wie die Böden der Altmoräne. Die Buche ist auf solchen Böden konkurrenzfähiger als andere Gehölzarten. Eiche, Esche und Ahorn brauchen mehr Licht und können sich im Schatten eines Buchenhallenwaldes schwer entwickeln. Waldmeister gegen Wühlmäuse Als typische Arten im Buchenwald gibt es am Boden häufig Goldnesseln, Hexenkraut und Perlgras, dessen Blüten wie kleine, dunkelbraune Perlen an den zierlichen Rispenästen hängen. Von Mai bis Juni blüht der namensgebende Waldmeister. Dieses Kraut ist an den schmalen, sternförmig angeordneten Blättern und den kleinen, weißen Blüten zu erkennen. Der typische Geruch kommt vom Cumaringehalt der Pflanze. Reines Cumarin ist in hohen

Waldbestände entlang des RadRundUms


Dosen sehr giftig und wird z. B. gegen Wühlmäuse eingesetzt. Zuviel Waldmeisterbowle kann deshalb zu Kopfschmerzen führen, auch wenn der Alkoholgehalt gering ist. Lichtdurchflutet im Frühjahr Im Frühjahr gelangt am meisten Licht in die Krautschicht der Waldmeister-Buchenwälder. Darum sind sie reich an frühblühenden „ErdpfIanzen“ (Geophyten), die mit Zwiebeln, Wurzelstöcken oder Knollen unter der Erde überwintern und im Frühjahr schnell austreiben können. Weiße Buschwindröschen, gelbes Scharbockskraut, Goldsterne und der rot blühende Lerchensporn gehören zum bunten Frühjahr des Buchenwaldes. Bachnelkenwurz, Sumpf Pippau und Mädesüß Im Erlen-Eschenwald ist der Kronenschluss weniger dicht. Mehr Licht gelangt bis zum Waldboden. Dadurch kommen im Durchschnitt 56 verschiedene Pflanzenarten vor. Dieser Waldtyp zählt zu den artenreichsten Beständen des Norddeutschen Tieflandes. Bachnelkenwurz, Sumpf Pippau und Mädesüß, die sonst auf feuchten Wiesen oder Weiden wachsen, und Quellflurpflanzen wie das Milzkraut gedeihen hier. Der Erlen-Eschenwald kommt meistens nur mit anderen Waldgesellschaften verzahnt vor – eine räumliche Trennung ist oft kaum zu erkennen. Hier tanzen Elfen mit Erdgeistern Im Gegensatz zum Erlen-Eschenwald, der auf mineralischen Böden steht, finden sich „Erlenbrüche“ eher auf torfhaltigen Böden. Wenn die Erlen sich so gut entwickeln, dass ihre Kronen groß und schwer werden, brechen die Bäume auf dem nachgiebigen Torf leicht um. Diesem gebrochenen Holz verdankt der Erlenbruch seinen Namen. Im Unterwuchs der Erlen kommen Nässezeiger wie Sumpfsegge, Berle und Waldengelwurz vor. Im Wald bei Tremmerup führt die RadRundUm Strecke an sumpfigen Erlenbrüchen vorbei (siehe Foto unten). Die Entstehung solcher vermoorten Senken, besonders im Endmoränengebiet an der Förde, geht auf die Eiszeit zurück (s. S. 9). Diese Wälder sind aufgrund ihrer Unzugänglichkeit wichtig als Rückzugsgebiet für Lurche wie Grasfrosch und Erdkröte, aber auch für Vögel und Wild. Der Handewitter Forst Das einzige größere Nadelwaldgebiet entlang des RadRundUms ist der Handewitter Forst. Der Boden ist hier nährstoffärmer und trockener als bei den Buchenwäldern, denn der Wald wächst auf einer Altmoräne. Ohne den Einfluss des Menschen stünde hier dennoch kein Nadelwald, sondern wahrscheinlich ein Eichen-Mischwald. Die Nadelhölzer wurden zur schnelleren Holzgewinnung angepflanzt. Heute werden abgeholzte Parzellen als Mischwald aufgeforstet. In der Krautschicht des Handewitter Forstes kommen viele Magerbodenzeiger vor wie der Europäische Siebenstern, Adlerfarn, Schattenblume und Schlängelschmiele. Die Frühlingsblüher des Laubwaldes fehlen unter immergrünen Nadelbäumen, denn hier erreicht die größte Lichtmenge den Waldboden im Sommer.

Artenreiche Wälder


RRU Tour 3

Land-  & Liebetour


Land- & Liebetour „Im sonnigen Süden“ Start / Ziel: Hafenspitze Touren von ca. 8 – 22 km Variationen auf Seite 27 Sehenswert Christiansenpark Marienautal Scherrebektal Ruethstein Sünderup Hof

Marienautal – Weiche – Scherrebek – Jarplund – Sünderup

Land- &  Liebetour Die Land- und Liebetour ist die gemütlichste der drei Strecken des Flensburger RadRundUms. Ihr fehlen extreme Steigungen, denn sie verläuft durch die weite, meist flache Geestlandschaft. Die Radfahrer können sich Zeit lassen, in Ruhe durch verschlungene Pfade radeln und Pausen an lauschigen Plätzen genießen. Dabei kommt das Thema Liebe nicht zu kurz: Die Strecke macht Halt an der „Stillen Liebe“ und der Hochzeitswiese des NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) im Marienautal. Hier pflanzten Hochzeitspaare als Symbol für den Wunsch einer dauerhaften Ehe einen Apfelbaum. Auch beim Sünderup Hof, einer denkmalgeschützten Anlage mit Herrenhaus, Ställen und Park geht es nicht nur um Kulturhistorisches, sondern auch um Hochzeit und Liebe … Und was das Land betrifft: Entlang der Strecke sehen die Radfahrer die weite Landschaft um Flensburg, aber auch die schmalen, von Knicks gesäumten Pfade. Viele Wege führen mitten durch kleine Wäldchen oder an Wiesen vorbei, wie der Pfad zum Scherrebektal.

Foto oben: Sünderup Hof (:bs)

Spielplatz am Pielweg, Sünderup-Hochfeld (:bs)


Galloways und Koniks als Naturschützer Das Naturschutzprojekt Stiftungsland Schäferhaus Aromatischer Thymianduft steigt im Sommer über dem Trockenrasen auf. Beinahe könnte man glauben, auf einer Kräuterwiese am Mittelmeer zu sein. Sehr vieles erinnert hier an wärmere Länder: Die blauen Blüten der Bergsandglöckchen, die rosa leuchtenden Heidenelken und auch der zartrosa blühende Feldthymian. Das Stiftungsland Schäferhaus ist eine 472 Hektar große Fläche auf der Berg- & Burgtour. Hier wurde ein ganz besonderes Naturschutzprojekt realisiert: 1998 kaufte die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein 400 Hektar des ehemaligen Truppenübungsplatzes Schäferhaus, nachdem die militärische Nutzung eingestellt worden war – Ausnahme ist die Panzerteststrecke im Norden. Mit dem Stiftungsland Schäferhaus steht eine unbebaute, landwirtschaftlich nicht genutzte und großenteils unbewaldete Fläche von beachtlicher Größe zur Verfügung. Und all das in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum, geeignet für Spaziergänge, Naturbeobachtungen und Erholung. Panzer wurden durch Koniks und Galloways abgelöst Der Naturschutzverein BUNDE WISCHEN e. V. pachtete das Gebiet schon 1998, um es von robusten, genügsamen Tierrassen, wie Galloway-Rinder und Konik-Wildpferde beweiden zu lassen. Damit ist das Stiftungsland Schäferhaus das größte Beweidungsprojekt in Schleswig-Holstein. Bis 1998 war die Offenhaltung der Flächen kein Problem: Dafür sorgte der militärische Übungsbetrieb. Jetzt sind die Panzer von Galloways und Koniks abgelöst worden, die nun das Gras kurz halten. Auch junge Triebe von Bäumen und Sträuchern werden von ihnen gefressen, was verhindert, dass die Fläche verbuscht und die Sukzession zum Wald beginnt. Diese Offenhaltung ist erwünscht, weil sonst die typischen PfIanzen- und Tierarten des Stiftungslandes ihren Lebensraum verlieren würden. Wer häufiger hierher kommt, erkennt, wie sich die Fläche durch die Beweidung verändert hat. Vielfältige Lebensbedingungen für unterschiedlichste Tierund Pflanzenarten Ziel war die Entwicklung einer „halboffenen Weidelandschaft“ – offene, verbuschte und mit Wald bewachsene Flächen wechseln einander ab. Die Übergänge dazwischen sind fließend, so dass eine große Vielfalt von Lebensräumen entsteht: Viele verschiedene Biotope bedeuten vielfältige Lebensbedingungen für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist charakterisiert durch nährstoffarme Sandböden, die auch zur Zeit der militärischen Nutzung nicht gedüngt wurden, was aus der Sicht des Naturschutzes kein Nachteil, sondern die Voraussetzung für einen großen Reichtum an Tier- und Pflanzenarten ist.

„Hungerkünstler“: Feldthymian und Wundklee; Feuerfalter auf Margerite (:gk)


Hungerblümchen und Bergsandglöckchen Nährstoffarme Böden gibt es bei uns nur noch selten. Fast alle unbebauten Flächen werden landwirtschaftlich genutzt und somit auch kräftig gedüngt. Nach der Nutzungsaufgabe breiten sich auf diesen Böden kräftige, hochwüchsige Pflanzen wie Brennnesseln und Kratzdisteln aus. Sie wachsen sehr schnell und beschatten andere Pflanzenarten dann so stark, dass kleinere Gewächse neben ihnen kaum eine Überlebenschance haben. Der magere Boden im Stiftungsland Schäferhaus dagegen verschafft gerade vielen kleinen Hungerkünstlern einen Konkurrenzvorteil. Dazu gehören: Heidenelke, Bauernsenf, Hungerblümchen, Wundklee, Bergsandglöckchen und zierliche Gräser wie die Haferschmielen. Die Galloways nehmen Rücksicht auf Bodenbrüter Aber nicht nur die Pflanzen profitieren von der Nährstoffarmut. Auch viele, sonst seltene Tiere leben in diesen steppenähnlichen Landschaften. Der Blütenreichtum zieht insbesondere seltene Schmetterlinge wie das Blutströpfchen und den Kleinen Perlmutterfalter an. Vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie Wiesenpieper, Neuntöter, Braunkehlchen, Wachtel und Steinschmätzer haben im Stiftungsland Schäferhaus einen Lebensraum gefunden. Im schütteren Gras bauen bodenbrütende Vögel wie Feldlerche und Sumpfohreule ihre Nester. Die Vogelwelt und vor allem diese Bodenbrüter sind ein Grund, warum Hunde im Stiftungsland unbedingt angeleint werden müssen. Galloways vertreiben Vogeleltern nicht von ihren Gelegen, weil sie sich eher langsam bewegen und vorsichtig um die Vogelnester herum fressen. Außerdem wird der magere Sandboden durch Hundekot und -urin stark mit Nährstoffen angereichert, was den einzigartigen Offenlandcharakter des Gebietes gefährdet. Die Galloways und Koniks im Stiftungsland ernähren sich ausschließlich von dem Aufwuchs der Flächen. Sie bekommen kein zusätzliches Futter, denn sie finden auch im Winter noch genug Nahrung im Stiftungsland. BITTE NICHT FÜTTERN! Darum ist es sehr wichtig, dass die Tiere von Besuchern nicht gefüttert werden, denn dann erfüllen sie ihre Aufgabe als Landschaftspfleger nicht mehr, und das Projekt wäre gescheitert. Zudem vertragen die Tiere das mitgebrachte Futter oft nicht. Ein Wildpferd ist bereits aufgrund falscher Fütterung gestorben. Beweidungsprojekte haben den Vorteil, dass teure Pflegemaßnahmen wie Mähen und Gehölzschnitt eingespart werden. Nur die Betreuung der Tiere ist mit Kosten verbunden.


Hier gibt es ökologisch einwandfreies Fleisch aus artgerechter Tierhaltung in Bioland-Qualität … Der Verein BUNDE WISCHEN e. V. begleicht einen Teil seiner Ausgaben durch den Verkauf von Fleisch. Im vereinseigenen Hofladen Königswill, Königswiller Weg 13 in Schleswig, Telefon 04621 - 98 40 80; und in vielen weiteren Geschäften gibt es mittlerweile die Möglichkeit dieses ökologisch einwandfreie Fleisch zu kaufen (www.bundewischen.de/verkaufsstellen). Damit wird der Erhalt des Stiftungslandes Schäferhaus als Erholungsgebiet für Menschen und Lebensraum für Tiere und Pflanzen unterstützt. Das Bioland-Gütesiegel bestätigt die artgerechte Tierhaltung und die einwandfreie Qualität. Wer noch mehr über die Fläche erfahren will, kann sich anhand von Infotafeln an den Eingängen des Gebietes informieren. Das Faltblatt über den Naturerlebnisraum Schäferhaus ist auf der Homepage des Vereins BUNDE WISCHEN herunterzuladen: www.bundewischen.de/natur-erleben/ner-schaeferhaus

Naturschutzprojekte in und um Flensburg INFOSTATIONEN RADTOUR

PROJEKT

Ostseebad

Naturerleben mit Kindern

Berg- & Burgtour

Schäferhaus Berg- & Burgtour

Zwei Naturerlebnisräume, Halboffene Weidelandschaft und Infosysteme

Marienautal Berg- & Burgtour Hochzeitswiese NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) Scherrebektal Land- & Liebetour Naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche mit Feuchtgebiet-Renaturierung, Anlage von Knicks, Gewässern, extensive Beweidung, … Stille Liebe

Wasser- & Waldtour Streuobstwiese

Taerbek

Wasser- & Waldtour Bach-Renaturierung

Twedter Feld Wasser- & Waldtour Naturschutzgebiet mit Wald, landwirtschaft. Nutzflächen und Gewässerbiotopen

Naturschutz in Flensburg


Land- & Liebetour

Tourenvariationen

Lust auf eine Landpartie? Ist erst mal der Anstieg geschafft, hat es sich gelohnt – die nächsten Kilometer fliegen mühelos an einem vorbei … Auf der Land- & Liebetour südlich von Flensburg geht es beschaulich zu. Die Alternativrouten führen durch schöne, gediegene Wohngebiete wie die Friesische Straße, entlang der Bahnstrecke auf verwunschenen Pfaden Richtung Flensburg-Weiche und der einstmals beliebtesten Abkürzung in die Innenstadt, dem Peelwatt. Diese ist heute ab der Abfahrt zum Betriebsgelände der Bahn für Autos gesperrt. Von der Brücke über die Gleise gibt es einen der schönsten Ausblicke über die Landschaft südlich Flensburgs. Auf der Weiterfahrt Richtung Innenstadt liegt rechter Hand das Universitätsgelände mit dem Campusbad und vielen architektonisch interessanten Gebäuden – ein kleiner Umweg lohnt sich. Interessantes zum Forschen www.christiansenpark.de www.bundflensburg.de (Scherrebektal) www.uni-flensburg.de (Freilandlabor) Foto oben: Wochenmarkt vor historischer Kulisse Verwunschene Pfade auf dem Südermarkt – Mittwoch entlang der Bahngleise (:bs) und Samstag vormittags (:bs)


Stadtfeld und Feldkommunen Auch Landwirtschaft prägte das Stadtbild Bereits im Mittelalter beschränkte sich das Stadtgebiet nicht nur auf den Raum innerhalb der Stadttore. Auch davor gelegene Flächen wurden von den Bürgern genutzt und unterstanden der Jurisdiktion der Stadt. Denn die Stadtbewohner mussten sich teilweise selbst mit agrarischen Produkten versorgen und betrieben dazu Ackerbau und hielten Vieh. So prägten auch landwirtschaftliche Elemente das Bild einer mittelalterlichen Stadt. Das Stadtfeld war in vier Feldmarken aufgeteilt, die den städtischen Kirchspielen zugeordnet waren: St. Johannis, St. Nikolai, St. Marien und Ramsharde (St. Gertrud). Zu jeder Feldmark gehörte eine Feldkommune, die sich aus denjenigen Bewohnern eines städtischen Kirchspiels zusammensetzte, die aufgrund ihres Hausbesitzes in der Stadt eine Feldgerechtigkeit, d. h. ein Nutzungsrecht am Stadtfeld, besaßen. Älterleute hatten das Sagen Die Verwaltung der Feldgemeinden unterstand einem Vorstand von mehreren sogenannten „Älterleuten“. Diese wurden auf den von ihnen selbst jährlich einberufenen Versammlungen, an denen alle Feldberechtigten teilnehmen mussten, aus deren Reihen gewählt. Gleichzeitig mussten die Älterleute des letzten Jahres Rechenschaft über ihre Tätigkeit ablegen. Im Jahresverlauf mussten die Älterleute darauf achten, dass die auf den Versammlungen gefassten Beschlüsse durchgeführt und die „Feldschragen“, die Satzungen der Feldgemeinden, die Bestimmungen über den Aufbau und die Organisation der Feldgemeinden und über die gemeinschaftliche Nutzung der Feldmarken enthielten, eingehalten wurden. Verstießen die Feldberechtigten gegen diese Bestimmungen, so verhängten die Älterleute Bußen, die in Form von Geld oder Bier zu leisten waren. Als Vergütung für ihre Arbeit erhielten die Älterleute für die Dauer ihrer Amtszeit von den Feldgemeinden einen „Ältermannsacker“ zur Nutzung. Hausbesitzer hatten Anspruch auf ein Stück vom Stadtfeld Das große Stadtfeld stand, abgesehen von sogenannten „Privat- oder Eigentumslücken“, allen Bürgern, die ein Haus in Flensburg besaßen, zur Verfügung. Dort bauten sie Hafer, Gerste und Buchweizen an. Allerdings wurde im Mittelalter nur ein verschwindend geringer


Anteil des Stadtfeldes beackert. Die weiter draußen liegenden Ländereien dienten als Viehweide. Jeden Morgen trieb der Kuhhirte das Vieh aus der Stadt hinaus und jeden Abend wieder herein. Das Vieh aus dem St. Marien-Kirchspiel z. B. ging durch den „Norder-Kuhgang“ (Marienstraße), wo auch der Hirte wohnte. Auch einige hundert Pferde und Schafe weideten auf dem Stadtfeld. Das Nutzungsrecht am Stadtfeld – insbesondere an der Viehweide – stellte keinen besonders hohen Wert dar, der größte Teil des Stadtfeldes war ursprünglich wahrscheinlich bewaldet, so dass es zur Beschaffung von Brenn- und Bauholz diente, während in den moorigen Teilen auch Torf gestochen wurde. Jedem eine Binnen- und eine Außenlücke In den Jahren 1769 bis 1773 wurde die Verkoppelung des Flensburger Stadtfeldes durchgeführt. Die Ländereien wurden vermessen, nach der Bodengüte bewertet und anschließend in Koppeln, sogenannte „Lücken“, aufgeteilt. Im Anschluss wurden die Koppeln dann unter den Feldberechtigten der verschiedenen Kirchspiele verlost, wobei jeder eine Binnenlücke in Stadtnähe und eine Außenlücke in der stadtfernen Feldmark erhielt. Bei der Verkoppelung wurde die aus dem Mittelalter stammende, bäuerliche Feldgemeinschaft aufgehoben und der Grund und Boden neu verteilt, wobei die bisher im Gemenge liegenden Anteile der einzelnen Bauern an der Feldmark unter dem Gesichtspunkt einer rationellen und individuellen Wirtschaftsführung in wenige größere, möglichst arrondierte Koppeln überführt wurden. Man hoffte allgemein, dass die aus den Feldgemeinden in die Individualwirtschaft entlassenen neuen Eigentümer ihre Ländereien in Zukunft besser nutzen würden. Da in Flensburg Raumnot herrschte, wurde bereits kurz nach der Verkopplung das bebaute Gebiet auf Kosten des Stadtfeldes ausgedehnt. 1796 erfolgte auf der Ramsharder Feldmark der Ausbau der Neustadt. Das übrige Stadtfeld blieb aber – von Eingriffen wie der Auslagerung der Friedhöfe oder dem Bau der Bahnlinie Flensburg – Tönning abgesehen – noch gute 80 Jahre weitgehend unangetastet bestehen, bis der großangelegte Ausbau der Stadt die Existenz des Stadtfeldes beendete.

Spuren landwirtschaftlicher Nutzung INFOSTATION RADTOUR

LAGE

Verkoppelung

Land- & Liebetour

Nikolaiallee

Sandemannstein

Berg- & Burgtour

Handewitter Forst

Sünderup-Hof

Land- & Liebetour

Sünderup


Literaturtipps IMPRESSUM Herausgeber: INTERREG 4A : „Radeln ohne Grenzen“ Stadt Flensburg – Der Oberbürgermeister – Fachbereich Umwelt und Planen 1. Auflage 2002 Arbeiten für die Umwelt e. V. • www.afdu.de Kekki Zeichnungen und Grafiken Dipl.-Designerin Jutta Golembiowski Recherche, Texte zu Touren und Themen Dipl.-Biologin Ute Hörcher Wissenschaftliche Beratung Dipl.-Biol. Gerd Kämmer, Dipl.-Ing. Agrar. Hans-Friedrich Kroll, Prof. Dr. Manfred J. Müller, Prof. Dr. Wilfried Probst, Dr. Broder Schwensen, Dr. Bernd Zich 2. überarbeitete Neuauflage 2011 Idee und Koordination Dipl. Geogr. Alexandra Schütte Radverkehrsplanung Stadt Flensburg Layout, Redaktion, Satz und techn. Koordination Birgit Schwarz • www.grafik-projektdesign.de Dänische Übersetzung Berit Jensen Fotos Ute Hörcher (:uh), Gerd Kämmer (:gk), Birte Mahlau (:bm), Birgit Schwarz (:bs), Klaus-Peter Werning (:kpw) Titelfoto: Eiko Wentzel

Gerrit Liebing Schlaber: Fra opland til bydele |  Vom Land zum Stadtteil – Flensburgs Stadtfeld und die eingemeindeten Dörfer in Bild und Wort; ca. 1860 – 1930 Hrsg.: Studieafdelingen ved Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig, Nr. 60 Flensburg 2009 Martin Becker: Kulturlandschaft Flensburger Förde| Kulturlandskab Flensborg Fjord Neumünster 2006 Flensburg in Bild und Wort – Von den Anfängen bis zum 20. Jahrhundert Hrsg.: Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte Flensburg 2003 Berndt Heydemann: Neuer Biologischer Atlas – Ökologie für Schleswig-Holstein und Hamburg Neumünster 1997 Kurt-Dietmar Schmidtke: Die Entstehung Schleswig-Holsteins Wachholtz Verlag, Neumünster 1992

Glossar www.geschichte-s-h.de

Weitere Infos www.flensburg.de Touristinformation Flensburg Fon +49 (0) 461 90 90 920 info@flensburg-tourismus.de www.flensburg-tourismus.de www.radelnohnegrenzen.eu www.mobizentrale.de


Flensburg auf Klimakurs! Eine ganze Stadt engagiert sich für die Zukunft: In einem einmaligen Zusammenschluss aus Industrie und Handwerk, Organisationen, Stadt und Universität wird bei uns im hohen Norden Zukunft gestaltet. Seit 2008 gibt es den Klimapakt Flensburg e. V., eine Plattform für gemeinsames und abgestimmtes klimaschutzbezogenes Handeln in der Region Flensburg. Die ehrgeizigen Ziele, für die eine ganze Stadt Hand in Hand zusammenarbeitet: • Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 30 % bis 2020 • CO2-Neutralität der Region Flensburg bis 2050 Mitmachen, mitgestalten, eigenes Handeln überprüfen und Potentiale nutzen: Der Klimapakt zeigt Wege auf, unterstützt Initiativen und verbindet für ein gemeinsames öffentlich präsentes Handeln. Und nicht zuletzt … Die Nutzung des Fahrrades für Alltagswege oder auch spannende Exkursionen, wie das RadRundUm leisten einen Beitrag, um die Ziele des Klimapaktes in Flensburg zu erreichen. Mehr Infos unter

www.klimapakt-flensburg.de

Klimapakt Flensburg


NOTIZEN


Notizen


Profile for Birgit Schwarz

Flensburger RadRundUm  

Radfahren in und um Flensburg – thematische Radtouren zu Natur und Kultur rund um Flensburg in deutscher und dänischer Sprache.

Flensburger RadRundUm  

Radfahren in und um Flensburg – thematische Radtouren zu Natur und Kultur rund um Flensburg in deutscher und dänischer Sprache.

Profile for gpd4u1
Advertisement

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded

Recommendations could not be loaded