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DAS MAGAZIN FÜR DEUTSCHLAND | ÖSTERREICH | SCHWEIZ

AUSGABE 1

A K T U E L L

GOLF

SPORT

4,20 €

25. JAHRGANG MÄRZ 2012

·

EQUIPMENT

·

REISE

TRAINING

8 Tipps Bestens für die Saison gerüstet

·

FITNESS

·

LIFESTYLE

SANDRA GAL

EQUIPMENT

Die neuen Driver 2012

EXKLUSIV: Die beste deutsche Golferin schreibt für GOLFaktuell

REISE

Action in Arizona Magic Marrakesch RIO 2016

Designer Hanse sticht alle aus TIGER WOODS

LAST EXIT AUGUSTA

DEMO DAYS:

ALLE TERMINE IM APRIL

NEU: CLUB-NEWS • INTERVIEW: MATTEO MANASSERO • REPORTAGE: PGA MERCHANDISE SHOW


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Die neue GOLFaktuell

Mehr Sport, mehr Fakten, mehr Service, mehr ... Golf! Vieles ist neu – viel Bewährtes bleibt. GOLFaktuell hat einen neuen Investor und erscheint ab 2012 im Lindenauer Verlagshaus in Leipzig. Redaktionssitz bleibt München, und ich freue mich sehr, dass Dipl.-Kfm Graf Götz von Bentzel-Sternau, Gründer von GOLFaktuell, auch im 25. Erscheinungsjahr als Herausgeber fungiert. Mit Ingo Grünpeter, dem neuen Chefredakteur, konnten wir einen erstklassigen, erfahrenen Golfjournalisten gewinnen. Alexander Achminow Er wird unserem Magazin ein deutlich schärferes sportliches Profil verleihen. Das wird schon in dieser Ausgabe deutlich: Golfnachrichten, Fakten, Reportagen aus der ganzen Welt, Hintergründe und Geschichten rund um Sport, Sportler und Sponsoren, Equipment, Training die neue GOLFaktuell ist vollgepackt mit allem, was Golfer interessiert. Lesen Sie selbst! Die Redaktion wurde verstärkt. Christian Fellner, Sportredakteur beim Münchner Merkur, unterstützt die Redaktion fortan als Freier Mitarbeiter. Sein erster Einsatzort: Abu Dhabi, ein Interview mit Jungstar Matteo Manassero. Sandra Gal, die beste deutsche Golferin, erhält in GOLFaktuell eine eigene Kolumne. So wie der Ihnen allen bekannte Moderator und Filmproduzent Uwe Bornemeier, der uns regelmäßig einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen verschaffen wird. GOLFaktuell will auch Forum für die Golfgemeinde sein. In unserer neu eingerichteten Rubrik „Clubnews“ erfahren Sie, was in den Clubs von Flensburg bis Garmisch, von Wien bis ins Wallis, so passiert. Wir wollen Ihnen Service bieten! Zögern Sie nicht – kontaktieren Sie GOLFaktuell jederzeit unter clubnews@golfaktuell.com. Ein starker Reiseteil mit Fernzielen, Mittelmeer-Destinationen und regionalen Angeboten, aktuelle Meldungen aus der „Szene“, Beiträge aus der Wirtschaft, über Fitness und zum Lifestyle sind von jeher Markenzeichen von GOLFaktuell. Diese Tradition setzen wir gerne fort – informativ und unterhaltsam, immer am Puls der Zeit, immer mit dem Blick des Golfers. Also: Neue Saison, neuer Golfspaß, neue GOLFaktuell. Ach ja – und einen neuen Weltranglisten-Ersten gibt es mit Rory McIlroy auch. Ich wünsche Ihnen viel Spaß auf dem Platz, im Club - und mit GOLFaktuell.

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Alexander Achminow Verleger

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INHALT

60 Auf der Überholspur: Rory McIlroy

Abschlag in der Wüste: Auf den Plätzen in Arizona steht auch mal ein Kaktus im Weg Shootingstar Matteo Manassero: So geht der Italiener mit dem Erfolg um

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SPORT

FITNESS

Golf in Deutschland

Saison-Einstieg leicht gemacht. 8 Tipps für den richtigen Start

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Mit Köpfchen zum Erfolg

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wächst (langsam) weiter

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Deutsche Pros dominieren auf der EPD-Tour

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Die neuen Golfregeln

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Drei Pros und eine offene Rechnung: Last Exit Augusta

CLUBS

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Wo, wie, was, wer? Wichtige News im Club-Ticker

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Der Höhenflug von Marcel Siem

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Der Überlebenskampf Golf Pro am Beispiel Christoph Günther

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Seltenheitswert. Warum die Mitglieder in Olching für eine Platzsperre sind

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Höhenflug vorerst gestoppt: Interview mit Matteo Manassero

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RIO 2016: Designer Hanse erhält den Zuschlag und sticht die Favoriten aus

REISE

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Action in Arizona. Die besten Plätze rund um Tucson

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EQUIPMENT

Königlich wohnen, königlich spielen. Die Faszination Marrakesch

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Wirtschaftsfaktor Golf am Beispiel der PGA Merchandise Show

Die Brise im Norden. Erlebnis-Golf an der Ostseeküste

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Noch weiter soll er fliegen. GOLFaktuell präsentiert die heißesten Driver 2012 44

Die große Konkurrenz von Tirol ist die Golfregion Kärnten

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Von Ball bis Hundehalter – trendige Produktneuheiten

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Zürichs feinste Adresse: Das Baur au Lac

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Demo Days-Service. Deutschlandweit Alle April-Termine

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Ihr Drive zu uns! REDAKTION Email: redaktion@golfaktuell.com Tel: +49-(0)89-550 65 165

Bekommt überall Bestnoten: Der PING i20

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ANZEIGEN Email: anzeigen@golfaktuell.com Tel: +49-(341)-480 5158 ABO-SERVICE abo@golfaktuell.com Tel: +49-(341)-480 5158 www.golfaktuell.com


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Beeindruckend: Die PGA Merchandise Show in Orlando

Kooperation besiegelt: Jan Gal, Sandra Gal, Alexander Achminow (GOLFaktuell)

SZENE

Rote Zahlen bei Callaway. Brewer ist neuer CEO

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Der etwas andere US-Wahlkampf. Romneys Tricks gegen Obamas Golflust 90

Interview mit Till Pohlmann, Leiter Sportsponsoring Hugo Boss

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Trumps Ärger mit einem Windpark 91 McIlroy erbt Kaymers Laureus Award 92 Anpfiff – Das sind die Gofus 94

RUBRIKEN

Flüche und Schlägerwerfen. Mama Westwood rüffelt Lee

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BUSINESS Wie gehabt: Woods ist der bestbezahlte Sportler

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Sandras World

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Bornemeier Backstage

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Health & Care

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Fashion & Accessoires

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Mobil

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Impressum

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Augusta ist sein Wohnzimmer. Tiger Woods hat das Masters bereits viermal gewonnen

24. - 27. Mai 2012 Golfpark Gut Häusern

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25. Jahrgang GOLFaktuell

ABSCHLAG

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Big bucks Gesittet, leise, wenig Zuschauer. Das trifft auf die Waste Management Phoenix Open auf der PGA Tour nun gar nicht zu. Auf dem TPC Scottsdale geht’s mal richtig ab. In der Turnierwoche kamen 513.000 Zuschauer aufs Gelände, am Finaltag waren es über 150.000. Der Showdown steigt täglich an Loch 16 – einem Par 3, das von riesigen Tribünen umgeben ist. 25.000 Fans drehen auf den Tribünen durch, es wird gesungen, applaudiert, gepfiffen und so manches Sixpack vernichtet. Vor dieser Kulisse hat schon manch Pro nervlich kapituliert. Golf mal anders, Golf mal ziemlich abgefahren. Und damit wirbt der US-Bundesstaat. Bei dem PGA-Event wird ein Umsatz von über 180 Millionen Dollar erzielt. Golf ist in Arizona ein großes Geschäft. 20.000 Arbeitsplätze hängen an dem Freizeitsport. Vergangenes Jahr wurde ein Jahresumsatz von unfassbaren 3,4 Milliarden US Dollar generiert. www.golfaktuell.com

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25. Jahrgang GOLFaktuell

NEWS

PGA of Germany Awards

Ein Verband verneigt sich Man kann es als Dominanz oder auch als Monopolstellung bezeichnen. Günter Kessler ist aber unbestritten die Nummer Eins der deutschen Golflehrer. Zum sechsten Mal in Folge konnte er den „PGA Teacher of the Year Award“ der PGA of Germany entgegen nehmen. „Das ist schon ein Wahnsinn. Es macht mich stolz – viel mehr geht nicht“, sagte der Head-Pro des GC Hummelbachaue, der 2004 bereits als bester Jugendtrainer geehrt wurde. Kessler betreut unter anderem Martin Kaymer, Caro Masson und Marcel Siem.

Kaymer und Masson waren bei der Gala persönlich nicht anwesend, sie bedankten sich schriftlich für ihre Wahl zum Spieler und Spielerin des Jahres 2011. „Es macht mich unheimlich stolz, dass ich diese Auszeichnung nun schon zum sechsten Mal erhalte, herzlichen Dank Ihnen allen,“ ließ Kaymer ausrichten. Die Basis für sportliche Erfolge liegt in der Jugendarbeit. Weil Quantität und Qualität der Einsendungen in der Kategorie „PGA Jugendtrainer des Jahres“ so überzeugend gewesen

links: Beste Nachwuchstrainer: Christian Niesing, Fabian Bünker und Heiko Burkhard (v.l.) oben: Gratulation: PGA-Präsident Stefan Quirmbach mit Abo-Sieger Günter Kessler

sind, hat man diesmal drei Sieger geehrt: Fabian Bünker (GC St. Leon-Rot), Heiko Burkhard (Stuttgarter GC Solitude) und Christian Niesing (GC Hösel). Den „Goldenen Golf ball“ für sein Lebenswerk erhielt schließlich Erich Totzke aus Baden-Baden, Mitglied der PGA of Germany seit 1975. Zwar unterrichtet der heute 73-Jährige nicht mehr aktiv, doch noch immer gehört er dem PGA-Prüfungsausschuss an und bringt dort – ohne Unterbrechung seit 1985 – seine große Erfahrung ein.

Mercedes

schnappt sich Masson

Nein, Golf sei kein wirkliches Thema. So schallte es aus der Konzernzentrale von Mercedes-Benz vor wenigen Jahren. Offensichtlich haben die Schwaben ihre Ausrichtung geändert, schrittweise kommen neue Engagements hinzu. Da wären

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die Partnerschaften bei drei von vier Major-Events sowie die Unterstützung des Ryder Cup 2012. 2011 kam Adam Scott (Australien) als globaler Markenbotschafter hinzu und nun ist Caro Masson neben Marcel Siem das Gesicht für MercedesBenz im deutschen Golfsport. „Ich habe einen tollen, neuen und zuverlässigen Part-

ner und freue mich bei Veranstaltungen wie der Mercedes Trophy dabei zu sein.“ Caro jagt fortan mit einem Mercedes-Benz C63 AMG über Deutschlands Autobahnen und Europas Straßen. Ein athletisches und dynamisches Kraftpaket mit 457 PS, da dürfte nur Fliegen schöner sein. „Der Golfsport ist eine ausgewogene Mischung aus sportlicher Perfektion und Faszination. Die Marke Mercedes-Benz teilt diese Attribute und engagiert sich daher für den Sport“, sagte Friederike Balck, MarketingLeiterin Vertrieb Deutschland. www.golfaktuell.com


SCHÜCO OPEN 2012

Der Wanderzirkus zieht nach Hamburg Es dürfte das weltweit bestbesetzte Einladungsturnier sein: die Schüco Open. Nach der Premiere in Bielefeld (3.000 Zuschauer), dem Abstecher nach Halle/Westfalen (7.000) und dem Paukenschlag in Hubbelrath (20.500) bei Düsseldorf zieht das Event 2012 (28. – 29. Juli) in den Norden. Unter dem Motto „Celebrating the Art of Golf“ wird auf Gut Kaden bei Hamburg gespielt. Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG: „Oberstes Ziel ist es, den Golfanhängern in ganz Deutschland diesen herrlichen Sport näher zu bringen. Aus diesem Grund haben wir uns trotz des großartigen Erfolgs der Schüco Open 2011 für einen neuen Standort entschieden, der noch mehr Besuchern Platz bietet, ihre Stars live zu erleben.“ Gemeinsam wird an zwei

Tagen für den Klimaschutz abgeschlagen. Ende Juli dürfte dann auch Peter Hanson (Schweden), das neueste Mitglied im Team der Markenbotschafter, am Start sein. Schüco-Botschafter sind u. a. Martin Kaymer, Bernhard Langer, Dustin Johnson (USA), Miguel Ángel Jiménez (Spanien), Edoardo Molinari (Italien), Ian Poulter (England), Álvaro Quirós (Spanien), Bubba Watson (USA) und Liang Wenchong (China). Hanson: „Ich freue mich, bei meinen internationalen Turniereinsätzen das prägnante Logo zu präsentieren und damit auch für das Leitbild von Schüco ‚Energy³ – Energie sparen, Energie gewinnen, Energie vernetzen‘ zu stehen.“ Schüco ist zudem Hauptsponsor des DGV und offizieller Environmental Partner der European Tour.

Weiß, weiß und nochmal weiß ... Ob auf den Touren oder im Amateurbereich, die weißen Driver und Hölzer von TaylorMade dominieren weltweit auf den Golfplätzen. Anfang März hat die adidas Gruppe ihre Bilanz 2011 veröffentlicht und die ist beeindruckend. Der Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach vermeldete mit 13,34 Milliarden Euro einen Umsatzrekord (plus 11,3 Prozent). Der Gewinn beträgt 671 Millionen Euro. „Adidas war noch nie so gut aufgestellt wie heute – und ich verspreche Ihnen, es wird noch besser“, so adidas-Chef Herbert Hainer. Ganz starke Zahlen konnte TaylorMade mit 1,04 Milliarden Euro Umsatz (plus 15,9 Prozent) präsentieren. Erstmals wurde in der Firmengeschichte die Milliarden-Schallmauer durchbrochen. 2012 rechnet man mit einem erneuten Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Dazu soll auch ein weiteres TaylorMade Performance Lab beitragen. Ende März wurde ein TMPL im Carya GC im türkischen Belek eröffnet. www.golfaktuell.com

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NEWS DGV

Minimales

Wachstum Thomas de Maizière hatte sich als Bundesinnenminister den Zorn der Golfgemeinde zugezogen. In seinem damaligen Amt bezeichnete der Politiker Golf als „Randsportart“ und verweigerte nach Absprache mit Kanzleramt und vielen Ministerien jegliche Unterstützung bei der Ryder Cup Bewerbung 2018. Im vergangenen Jahr hat sich die Golffamilie erneut vergrößert. 14.465 sind dazugekommen, das war ein übersichtliches Wachstum von 2,4 Prozent auf 624.569 (21.609 VcG-Mitglieder) registrierte Golfer. De Maizière ist nun Verteidigungsminister und es ist kaum vorstellbar, dass er seine Meinung geändert hat. Warum auch, in seinem Bundestagswahlkreis (Nr. 156) sind Golfplätze rar und damit drohen keine Stimmenverluste. Dennoch ist die Geschichte mit der Randsportart so einfach nicht aus der Welt zu schaffen. Der Deutsche Golf Verband (DGV) ist mit seinen über 624.569 registrierten Golfern unter den Top 10 der Sportverbände in Deutschland. Die Platzierung allein sollte ausreichen, um von einem Breitensport zu sprechen. Oder wie muss man es sich erklären, das der DSV (Deutsche Ski Verband) mit weniger Mitgliedern im Volksmund als feste Größe gilt? Immerhin kommt langsam Bewegung in den vorurteilsgeprägten Beamtenapparat. Gerhard Böhm, ehemals Referatsleiter Sport im Bundeskanzleramt und mittlerweile Abteilungsleiter Sport im Innenministerium, schaute persönlich beim Finale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin Gatow vorbei und übte unter Anleitung von Betty

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Sorgt für Wachstum: DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer

Hauert auf der Range. Ein positives Signal! „Wir freuen uns, dass die vielfältigen Maßnahmen der Golfanlagen zur Mitgliedergewinnung Früchte tragen“, bilanziert DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer. Der stärkste Landesverband ist weiterhin Bayern (138.295) vor Nordrhein-Westfalen (128.903) und Baden-Württemberg (73.211). Die Zahl der Golfanlagen ist 2011 um acht auf 716 gestiegen. Der Golfsport ist beliebt und wächst seit einem knappen Jahrzehnt,

wenn auch nur geringfügig in den vergangenen beiden Jahren. Allerdings gibt es ein Problem, das jeder nichtgolfende Mensch auflistet, wenn er nach einer spontanen Einschätzung dieses Sports gefragt wird. „Das spielen doch nur ältere Leute.“ Dieses Vorurteil entspricht der bitteren Realität. 337.431 Mitglieder sind laut Statistik 51 Jahre und älter (davon sind 218.168 60 Jahre plus). Das sind weit über 50 % aller Golfer.

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NEWS ...

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NEWS EPD Tour

links: Sektdusche – Christoph Günther und Marcel Haremza unten: Marcel Haremza

Vier von sieben – starke deutsche Bilanz Auf in die Türkei und ab nach Marokko! Die EPD Tour 2012 läuft auf Hochtouren. Sieben Turniere sind im Ausland absolviert worden, viermal stand nach den Events jeweils ein deutscher Pro ganz oben. Maximilian Glauert, vergangene Saison Dritter in der Order of Merit und dadurch für die Challenge Tour 2012 qualifiziert, gewann mit der Gloria New Course Classic gleich den Saisonauftakt im türkischen Belek. Daniel Bei der Gloria Wünsche Old Course Classic war erneut ein Deutscher erfolgreich. Der Ravensteiner Björn Stromsky fuhr seinen ersten Profisieg ein. Die

Siegesserie deutscher Pros konnte dann der Österreicher Florian Pogatschnigg bei der Sueno Dunes Classic beenden. Aber nicht lange! Daniel Wünsche fuhr nach einem dritten und zweiten Platz in der Türkei den ersehnten ersten Titel bei der Sueno Pines Classic ein. Wünsche, der von Marco Schmuck (GC Olching) trainiert wird, war „zuversichtlich, dass es mit einem Sieg klappen könnte“, da ihm die Plätze des Sueno-Resorts einfach liegen. Der EPD-Tour-Tross zog dann weiter nach Marokko. Bei der Open Mogador stand plötzlich Timothy Andrea O’Neal oben. Der Amerikaner ist seit 1998 Pro und spielte bereits auf der amerikanischen Nationwide Tour (2. Liga). In Marokko versucht er, Spielpraxis zu sammeln, und nach seinem Gastspiel in Nordafrika möchte er eine Rückkehr in seiner Heimat starten. Eine beeindruckende Vorstellung zeigte Marcel Haremza bei seinem Al-MaadenClassic-Triumph in Marrakesch. Der

Order of Merit 1. Daniel Wünsche (GER) 2. Tiago Cruz (PT) 3. Maximilian Glauert (GER) 4. Björn Stromsky (GER) 5. Marcel Haremza (GER) 6. Marek Novy (CZE) 7. Damien Perrier (FRA) 8. Timothy Andrea O’Neal (USA) 9. Florian Pogatschnigg (AUT) 10. Max Kramer (GER) 7 Stand: 28. März 2012

Deutsche führte nach drei Runden das Feld mit 18 unter Par an. Insgesamt war es sein neunter Sieg auf der EPD Tour. Damien Perrier machte sich selbst das schönste Geschenk mit seinem ersten Sieg auf der EPD Tour. Bei der Amelkis Classic setzte er sich im Stechen am ersten Extraloch gegen den Portugiesen Tiago Cruz durch. www.epdtour.de

Nachwuchs erobert Spanien Olé! Karolin Lampert hat die Internationale Spanische Amateurmeisterschaft der Damen gewonnen. Im Finale bezwang die Spielerin des GC St. Leon-Rot die Niederländerin Ileen Domela Nieuwenhuis souverän mit 4/3. Die 17-Jährige ließ ihrer Gegnerin auf dem Platz El Valle nahe Murcia mit ihrem konstanten Spiel keine

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Chance. „Ich habe wenige Fehler gemacht und nur ein Loch mit einem Bogey verloren. Ich war ziemlich entspannt, was bei mir nicht immer so ist.“ Zeitgleich spielten die Herren in Alcanada auf Mallorca auch um die Internationale Amateurmeisterschaft von Spanien. Marcel Schneider (GC Schloss Monrepos) präsentierte sich erneut in

10.629,50 € 8.030,46 € 7.476,20 € 6.724,14 € 6.616,67 € 6.383,33 € 6.380,67 € 5.920,00 € 5.754,50 € 5.635,53 €

glänzender Form und kam mit beeindruckenden Ergebnissen bis ins Finale. Dort unterlag er Jack Hiluta (England) 4/3.


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25. Jahrgang GOLFaktuell

NEWS

European Senior Tour

Neues Event in WINSTONgolf Deutschland als Austragungsort von professionellen Golfevents – es kommt erneut Bewegung rein. Nach den Berenberg Bank Masters findet ab 2012 ein weiteres Turnier im Rahmen der European Senior Tour in Deutschland statt. Die kommenden drei Jahre treffen sich die „älteren Herren“ zur Pon Senior Open (7. bis 9. September/Preisgeld: 400.000 Euro) auf der Anlage von WINSTONgolf in der Nähe von Schwerin. „Wir freuen uns sehr darüber, erstmals ein internationales Golfturnier dieser Größenordnung auf diesem großartigen Platz durchzuführen“, so Mark Hopman, Geschäftsführer des Veranstalters OrangeLink Marketing GmbH. Die Anlage wur-

de im Jahr 2002 mit 27 Löchern eröffnet und 2011 um einen Linksplatz erweitert. Der Titelsponsor ist die Pon Holdings, eines der größten familiengeführten Unternehmen der Niederlande, zudem Investor und Inhaber der Golfanlage in MecklenburgVorpommern. Die Firma verfügt seit mehr als 65 Jahren über sehr gute Kontakte in Deutschland. Ben Pon war es, der 1947 die ersten freihändig gezeichneten Skizzen für den „VW Bulli“ vorlegte. Seitdem hält Pon die Importrechte für Volkswagen in den Niederlanden.

Rekord Eine faustdicke Überraschung gab es bei der New South Wales Open (Australien) mit dem Sieg von Lydia Ko. Die 14-jährige Neuseeländerin gewann als jüngste Spielerin ein Profi-Turnier. Im Anschluss wurde die Amateurin 32. (Australian Masters), 19. (Australian Open) und 17. (New Zealand Open).

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Wie der Vater so die Tochter Der Papa war in der Weltelite und die Mutter beförderte die Filzkugel ebenfalls erfolgreich übers Netz. Eine feine Sache für Jessica Korda bei ihrer Berufswahl: Die Amerikanerin mit tschechischen Wurzeln hat das Talent ihrer Eltern vererbt bekommen und pflegt als Proette einen filigranen Umgang mit Ball und Schläger. Offensichtlich haben Vater und Tochter auch eine besondere Liebe zu Australien. Petr konnte 1998 in Melbourne die Australian Open gewinnen. Es war sein einziger Grand Slam-Titel und größter Erfolg. 14 Jahre später feierte Jessica den größten Triumph in ihrer noch jungen Laufbahn. Die 19-Jährige besiegte im Stechen Stacy Lewis und gewann damit die Australian Open. Von Zeit zu Zeit trägt Petr noch das Bag seiner Tochter. Zuletzt konzentrierte er sich aber auf Sohn Sebastian, der ist elf Jahre alt und gilt als talentierter Tennisspieler. Auf den Spuren des Vaters …

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25. Jahrgang GOLFaktuell

SPORT Regeländerungen 2012 im Klartext

Die neuen

Golfregeln 2012 – 2015

Seit 1.1.2012 gelten neue Golfregeln. Laut R&A wurden vor allem sieben Regeln geändert. Viele Änderungen betreffen jedoch nur Formales oder wurden in erster Linie für das Spiel der Professionals angepasst. Wir haben nachstehend für Sie zusammengefasst, welche Regeländerungen in Zukunft auch auf den Clubgolfer Einfluss haben könnten. Laut R&A Rules Limited und United States Golf Association, welche die Golfregeln gemeinsam verfassen, wollte man mit der jüngsten Revision die Regeln weiter in sich vereinheitlichen und damit mehr Klarheit schaffen. Zudem war es ein großes Anliegen, Situationen zu entschärfen, in denen es in der Vergangenheit ungerechterweise zu Strafen gekommen ist. Die neue 2012er Ausgabe der Golfregeln bleibt bis 31.12.2015 in Kraft.

schon bisher die „5-Minuten-Regel“ in ihren Wettspielbedingungen, nun gilt sie für alle Golfspieler weltweit.

Bei Verspätung bis 5 Minuten erhalten Sie 2 Strafschläge, danach werden Sie disqualifiziert.

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ist offizieller Schiedsrichter und Autor. Seine preisgekrönten Regelbücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und haben sich eine Million Mal verkauft. Soeben ist die Neuauflage seines handlichen Regelführers „Golfregeln kompakt“ mit den Regeln für die Jahre 2012 – 2015 erschienen.

Gut zu wissen: Diese Regeländerung ist keine große Einschränkung, denn sie betrifft nur die seltene Situation, in der ein Ball im Hindernis von Blättern bedeckt ist.

Ball beim Suchen bewegt (Regel 12-1) Bunker einebnen (Regel 13-4)

Verspätung am ersten Abschlag (Regel 6-3) Wenn Sie bisher auch nur 30 Sekunden nach Ihrer Startzeit am ersten Abschlag eintrafen, mussten Sie in aller Regel disqualifiziert werden. Neu wird Ihnen eine Gnadenfrist eingeräumt: Wenn Sie innerhalb von 5 Minuten nach Ihrer Startzeit spielbereit am Abschlag eintreffen, erhalten Sie 2 Strafschläge. Verspätungen von mehr als 5 Minuten führen nach wie vor zur Disqualifikation. Gut zu wissen: Viele Clubs hatten

Yves C. Ton-That

Wenn Sie Ihren Ball beim Suchen bewegen, müssen Sie ihn mit 1 Strafschlag zurücklegen – auch bei einem im Hindernis von Blättern bedeckten Ball.

Bisher gab es bei dieser Regel eine Ausnahme zugunsten des Spielers – wenn er seinen Ball beim Suchen unter losen Naturstoffen im Hindernis, also insbesondere unter Blättern im Bunker, bewegte, war dies ausnahmsweise straflos. Zur Vereinheitlichung der Regeln wurde diese Ausnahme aufgehoben. Neu erhalten Sie auch in Hindernissen 1 Strafschlag, wenn Sie Ihren Ball beim Suchen unter losen Naturstoffen bewegen. Der Ball muss zurückgelegt werden.

Bisher durfte man vor dem Schlag im Bunker keinerlei Spuren einebnen (auch nicht, wenn Sie z. B. am anderen Ende des Bunkers die Harke aufnahmen und dabei Spuren verursachten). Neu dürfen Sie Spuren im Sand bereits vor dem Bunkerschlag einebnen. Strenge Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Einebnen der Spuren ausschließlich der Platzpflege dient und Sie sich dadurch keinen Vorteil für den Schlag verschaffen. Sie dürfen insbesondere die Lage Ihres Balls nicht verbessern und keine Spuren auf Ihrer Spiellinie einebnen. Gut zu wissen: Es handelt sich hierbei nicht um einen Freipass zum Harken im Bunker. Es geht ausschließlich darum, dass keine Spieler bestraft werden sollen, die mit guter Absicht eine Handlung vornehmen, die in erster Linie der Pflege des Platzes dient. Ball beim Ansprechen bewegt (Regel 18-2) Wenn sich bisher der Ball bewegte, nachdem der Spieler ihn angesprochen www.golfaktuell.com


SPORT Links: Spuren im Sand dürfen bereits vor dem Schlag eingeebnet werden, wenn das Harken ausschließlich der Platzpflege dient und dem Spieler keinen Vorteil für seinen nächsten Schlag verschafft.

hatte (Stand eingenommen und Schläger aufgesetzt), erhielt der Spieler stets 1 Strafschlag, weil grundsätzlich vermutet wird, dass das Ansprechen des Balls die Bewegung verursacht hat. Der Ball musste zurückgelegt werden.

Wenn ein Windstoß Ihren Ball bewegt, müssen Sie ihn straflos von der neuen Stelle spielen – auch wenn Sie den Putter bereits aufgesetzt hatten.

Diese Vermutung zu Lasten des Spielers gilt zwar nach wie vor, doch wurde die Regel in zweifacher Hinsicht geändert: Neu gilt der Ball als angesprochen, wenn der Spieler seinen Schläger vor oder hinter dem Ball aufgesetzt hat, ein gleichzeitiges Einnehmen des Standes ist nicht erforderlich. Zudem wird eine Ausnahme zugunsten des Spielers eingeführt: Wenn klar ist, dass nicht der Spieler, sondern z. B. der Wind die Bewegung des Balls verursacht hat, bleibt der Spieler straffrei, selbst wenn er den Schläger hinter dem Ball aufgesetzt hatte. Der Ball muss von seiner neuen Lage gespielt werden. Gut zu wissen: Diese neue Ausnahme ist kein Freipass für Schlaumeier („Ab sofort

Unter dem Namen „iGolfrules“ auch als iPhone-App erhältlich.

iGolfrules www.golfaktuell.com

behaupte ich immer, dass es der Wind war, der meinen Ball bewegt hat.“). Ausschlaggebend ist grundsätzlich, wer oder was die Bewegung des Balls verursacht hat. Hat ein Spieler seinen Schläger auf dem Fairway hinter dem Ball aufgesetzt, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass er die Bewegung des Balls durch das Herunterdrücken einzelner Gräser verursacht hat. In der Praxis wird ein Spieler nur auf dem Grün glaubhaft machen können, dass der Wind seinen Ball bewegt hat: Nämlich wenn er seinen Putter aufsetzt, den Ball dabei jedoch nicht berührt, und der Ball sich von selbst bewegt. Diese Ausnahmeregelung wurde in erster Linie für die superschnellen Grüns der Profitour geschaffen, bei uns Amateuren wird die Regel nur höchst selten zum Einsatz kommen.

Keine Lust, das alles auswendig zu lernen? Kein Problem, denn mit „Golfregeln kompakt 2012-2015“ haben Sie alle Regeln immer dabei. Hier werden die Regeln in leicht verständlicher Sprache und anhand konkreter Spielsituationen erläutert. Dank der praktischen Register („Abschlag“, „Fairway & Rough“, „Bunker“, „Wasserhindernis“ usw.), finden Sie die richtige Lösung innerhalb weniger Sekunden. - 170 Illustrationen - Weltbestseller in über 20 Sprachen - Mehr als 1 Million Mal verkauft - Die Nr. 1 unter den Regelbüchern - Mit den Golfregeln gültig bis Ende 2015

Hole-in-One-Preise (Amateurstatut)

Eine echte Hilfe auf dem Platz ist der handliche Regelführer „Golfregeln kompakt“ von ASGSchiedsrichter Yves C. Ton-That. Das praktische Spiralbuch ist zur Verwendung auf dem Golfplatz konzipiert (wetterfest) und beantwortet Ihre Regelfragen in Sekundenschnelle. Für Hole-in-One-Preise gibt es keine Obergrenze mehr.

Bisher durften Amateure keinerlei Preise annehmen, deren Wert 750,- € übersteigt. Die Preisgrenze gilt zwar nach wie vor, doch fallen Hole-in-One-Preise neu nicht mehr darunter, so dass nun für das Erzielen eines Hole-in-Ones während der Runde durchaus z. B. ein Automobil ausgesetzt werden darf.

„Golfregeln kompakt – Der praktische Regelführer zur Verwendung auf dem Platz“, von Yves C. Ton-That, 48 Seiten, farbig illustriert, plastifiziert und spiralisiert, Artigo Publishing, 1. Auflage 2012, ISBN 978-3-909596-48-5, 12.95 € Erhältlich im Buchhandel sowie in gut sortierten Golfshops oder direkt unter www.golfregeln.eu

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25. Jahrgang GOLFaktuell

Sport MASTERS 2012

Last Exit Augusta 18

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Sport MASTERS 2012

Es ist, wie es die letzten Jahre auch schon war. Das Masters steht vor der Tür und Tiger Woods ist in seinem Wohnzimmer einer der Top-Favoriten. Gleichzeitig ist das Major aller Majors für die ehemalige Nummer Eins auch eine Art „Last Exit“. Er braucht einen großen Triumph, um seinen Ausnahmestatus zurückzugewinnen. Wieder einmal … Zwei andere Weltstars haben ebenfalls eine Rechnung mit den „Heiligen Löchern von Georgia“ offen. von Ingo Grünpeter

Zwei Legenden mit dem Präsidenten: Jack Nicklaus, Arnold Palmer und Billy Payne (v.l.)

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SPORT MASTERS 2012

Treue Fans eines zahnlosen Tigers: Vater und Sohn unterstützten Tiger Woods zuletzt in Florida

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a wäre Rory McIlroy, die neue Nummer Eins der Welt, der 2011 den Sieg am Finaltag auf den hinteren neun Loch versaute. Und natürlich Martin Kaymer. Der Deutsche freut sich immer wie ein kleiner Schulbub auf den Augusta National Golf Club und wird beim Betreten regelmäßig abgeworfen wie manch Abfahrer beim HahnenkammRennen auf der berüchtigten Kitzbüheler Streif. Vier Starts, viermal der Abflug nach zwei Tagen. Als Ausnahmekönner am Wochenende zum Zuschauen und Nichtstun verdammt zu sein, während die Konkurrenz um Ruhm und Ehre spielt, ist bitter, mehr aber auch nicht. Typen wie Kaymer, McIlroy oder Woods

Tigers Bilanz 1995: T41 (AM)

2004: T22

1996: Cut

2005: 1

1997: 1

2006: T3

1998: T8

2007: T2

1999: T18

2008: 2

2000: 5

2009: T6

2001: 1

2010: T4

2002: 1

2011: T4

2003: T15

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zerbrechen an so etwas nicht. Ganz im Gegenteil, sie sind ganz besondere Individualsportler. Menschen, die sich mit negativen Gedanken und der Vergangenheit nicht lange aufhalten. Sie wischen sich den Mund ab und fangen wieder von vorne an, überzeugt von sich, nach Perfektion strebend, besessen und mit einem brutalen Siegeswillen ausgestattet. Die drei haben eins gemeinsam: Major-Siege! Der eine mehr (Woods mit 14 Titeln), die anderen (Kaymer und McIlroy je einen) weniger. Mit einem Titel dieser Güteklasse hat man aber gezeigt, dass man der Beste unter den Besten sein kann und es fortan nur noch ein Ziel gibt: Titel sammeln, egal wo und wie. Dabei steht das Green Jacket ganz oben auf der Wunschliste. Das Masters, der Augusta National GC mit seiner berühmten Einfahrt, der Magnolia Lane, und der wunderschöne Kurs mit den pfeilschnellen Grüns – all das ist ein Mythos. Rund um diese Anlage kursieren Geschichten, wie sie normalerweise nur in Hollywood-Drehbüchern geschrieben werden. Es handelt sich um einen Privatclub in den Südstaaten, dessen Mitglieder wie Bill Gates, Warren Buffett oder Pete Coors gemeinsam so viel Wirtschaftskraft besitzen wie mancher Kleinstaat. Der Einlass ist streng reglementiert, die Öffentlichkeit hat gerade einmal jährlich während der Turnierwoche (5. – 8. April) zutritt. Die Masters-Besucher sind auch keine Zuschauer, sondern Patrons – geduldet von den meist älteren Herren in den grünen Jackets, dem Erkennungszeichen der Mitglieder. Wie viele dem elitären Club angehören, ist ein Geheimnis. Allgemein schätzt man um die 300 und die sind ausschließlich männlich. Hunde und Frauen

sind tabu, das würde der Vereinsoberste Billy Payne auch niemals abstreiten. Jegliche Initiativen, die Frauen angezettelt haben, um die machofreundlichen Regeln auszuhebeln, wurden bislang abgeschmettert. Wer kommt nun rein und wer nicht? In Augusta muss man nicht vorsprechen oder einen Aufnahmeantrag ausfüllen, nein, mit so etwas hält man sich gar nicht erst auf. Ein Gremium (in welcher Besetzung auch immer) entscheidet und dann gibt es Post. Der Absender ist der Club, der Inhalt eine Rechnung. Wer sie begleicht, ist fortan auf Lebenszeit dabei. Wer nicht überweist, dem fehlt das Interesse und der bekommt auch keine zweite Chance. Über die jährliche Gebühr wird heftig spekuliert, angeblich zwischen 30.000 und 50.000 US Dollar. Peanuts für die Auserwählten. Das Prozedere, beim Masters teilzunehmen, ist einfach. Von den 19 Kriterien muss man eine erfüllen, um dabei zu sein. Phil Mickelson (USA) hat beispielsweise grünes Licht in sechs Kategorien, doch auch für ihn ist das noch kein

Wer nicht überweist, dem fehlt das Interesse und der bekommt auch keine zweite Chance. Freilos. Die Veranstalter, also die Herren im Green Jacket, behalten es sich vor, zu entscheiden und per Post einzuladen. Etikettenfeindliches Verhalten oder missbilligende Äußerungen während einer Saison fließen durchaus in den finalen Nominierungsprozess mit ein und können zum Ausschluss führen. Im Gegensatz zu den normalen Events auf der Tour muss der Eingeladene seine Nominierung nicht bestätigen. Es reicht www.golfaktuell.com


aus, wenn der Pro am ersten Tag pünktlich am Abschlag steht. Im Fall von Tiger Woods musste man nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe in Runde vier bei der WGC-Cadillac Championship Schlimmstes befürchten. Bei dem Dauerpatienten zwickte diesmal die Achillessehne, doch wenige Tage später gab’s schon wieder Entwarnung. Es habe sich um eine leichte Zerrung gehandelt, etwas Ruhe sei nötig und anschließend gehe es wie geplant weiter. Damit

Es war ein Lebenszeichen zum richtigen Zeitpunkt. sind alle Spekulationen über seine Teilnahme in Augusta vom Tisch. Und das ist gut so. Der vierfache Titelträger gehört in Georgia zum Inventar. Er begeistert die Massen und zieht sie förmlich auf die Plätze und vor die Fernseher. Taucht er auf, frohlocken Veranstalter und Fernsehsender zugleich. Das beste Beispiel waren die Honda Classics: Die Zuschauer-Zahlen explodierten innerhalb von einem Jahr von 100.000 auf 160.000 und der übertragende TV-Sender jubelte über

78 % höhere Einschaltquoten. Am Ende ging Rory McIlroy als Sieger und neue Nummer Eins der Welt hervor, aber Tiger war am Schlusstag mit einer 62 bärenstark und katapultierte sich um 16 Plätze nach oben auf den zweiten Platz. Endlich wieder der Alte.

Letzter Major-Sieg: Die US Open 2008

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Es war ein Lebenszeichen zum richtigen Zeitpunkt. Tiefe Scores sind eine Grundvoraussetzung für einen Sieg und genau diesem hechelt Woods seit Jahren hinterher. Dass er sein vorweihnachtliches Privatturnier mit insgesamt 18 Teilnehmern gewonnen hat, hat keinerlei sportliche Aussagekraft. Augusta ist so eine Art „Last Exit“ für ihn. Wenn nicht dort – wo dann? Viermal durfte er sich bereits das Green Jacket überstreifen lassen und seine Bilanz seit seinem letzten Triumph 2005 ist mit einem sechsten (2009), zwei vierten (2010, 2011), einem dritten (2006) und zwei zweiten Plätzen (2007, 2008) imposant. Woods steht weiterhin unter Beobachtung wie keiner seiner Konkurrenten. Jeder Satz, jede Regung, jeder Putt und jeder Drive werden analysiert und interpretiert. Allerdings verlieren seine Durchhalteparolen mit der Kernaussage,

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SPORT MASTERS 2012

Das Masters 2012 im TV Sky überträgt mehrere Stunden täglich live aus Augusta 1. Tag – 05.04.: 20:00 Uhr US Masters, Off. Film 2011 21:00 bis 01.30 Uhr (Live, 1. Runde) 2. Tag – 06.04.: 21:00 bis 01.30 Uhr (Live, 2. Runde) 3. Tag – 07.04.: 21.30 bis 01.00 Uhr (Live, 3. Runde) 4. Tag – 08.04.: 20.00 bis 01.00 Uhr (Live, 4. Runde)

Fortschritte zu machen, immer mehr an Bedeutung. Die Zeiten, dass den Mitspielern allein bei Woods’ Anwesenheit die Knie schlotterten, gehören der Vergan-

Über ein Jahrzehnt erfüllte das Outfit seinen Zweck einzuschüchtern. genheit an. Das schreibt auch Wolfgang Scheffler in seiner FAZ-Kolumne: „ ... aus dem einstigen Dominator des Golfs, der einst Angst und Schrecken unter den

Gipfelstürmer: Rory McIlroy

Ewiges Duell: Phil Mickelson und Tiger Woods

Konkurrenten verbreitete, ist einer unter vielen mit einem farbigen Hemd geworden.“ Der 14-fache Major-Sieger läuft am Schlusstag grundsätzlich in schwarzer Hose und rotem Polo auf. Über ein Jahrzehnt erfüllte das Outfit seinen Zweck einzuschüchtern. Wenn Tiger am Finaltag dann auch noch als Führender auf die Runde ging, haben die Flightpartner meist schon vor dem ersten Abschlag nervlich kapituliert.

geführt, doch in Abu Dhabi schüttelte ihn Robert Rock ab. Noch schlimmer war’s beim AT&T Pebble Beach National Pro Am. Gemeinsam mit dem Erzrivalen Phil Mickelson ging’s auf den Platz und während sich Phil lächelnd mit einer 64 den Sieg holte, wurde Tiger nach seiner 75 von Platz drei auf 15 durchgereicht. Eine Demütigung. 30 Mal gab es das direkte Duell, Mickelson hat nun gleichgezogen. Die Bilanz: 13 Siege, 13 Niederlagen und vier Unentschieden. Das schreit förmlich nach einer Wiederauflage – hoffentlich am Schlusstag des Masters’.

In dieser Saison hatte er das Feld bereits einmal zu Rundenbeginn am Sonntag an-

Hat mit Augusta eine Rechnung zu begleichen: Martin Kaymer

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Durch die Bäume und aufs Grün: Phil Mickelsons Wunderschlag beim Sieg 2010

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TURNIERE ...

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Gegründet: 1931 Chairman: Billy Payne (seit 2006) Mitgliederzahl: ca. 300

Start-Ziel-Siege: Craig Wood (1941), Arnold Palmer (1960), Jack Nicklaus (1972), Raymond Floyd (1976) Größter Vorsprung: 12 Schläge (Tiger Woods, 1997)

Beitrag: 30.000 bis 50.000 US Dollar/Jahr Ursprünglicher Platzdesigner: Alister MacKenzie mit Bobby Jones Par 72, 7435 Yards Hole 1: Tea Olive, Par 4, 445 Yards Hole 2: Pink Dogwood, Par 5, 575 Yards Hole 3: Flowering Peach, Par 4, 350 Yards Hole 4: Floweing Crab Apple, Par 3, 240 Yards Hole 5: Magnolia, Par 4, 455 Yards Hole 6: Juniper, Par 3, 180 Yards Hole 7: Pampas, Par 4, 450 Yards Hole 8: Yellow Jasmine, Par 5, 570 Yards Hole 9: Carolina Cherry, Par 4, 460 Yards Hole 10: Camellia, Par 4, 495 Yards Hole 11: White Dogwood, Par 4, 505 Yards Hole 12: Golden Bell, Par 3, 155 Yards Hole 13: Azalea, Par 5, 510 Yards Hole 14: Chinese Fir, Par 4, 440 Yards Hole 15: Firethorn, Par 5, 530 Yards Hole 16: Redbud, Par 3, 170 Yards Hole 17: Nandina, Par 4, 440 Yards Hole 18: Holly, Par 4, 465 Yards Seriensieger: 6 Jack Nicklaus (1963, 1965, 1966, 1972, 1975, 1986) 4 Arnold Palmer (1958, 1960, 1962, 1964) Tiger Woods (1997, 2001, 2002, 2005) 3 Jimmy Demaret (1940, 1947, 1950) Sam Snead (1949, 1952, 1954) Gary Player (1961, 1974, 1978) Sir Nick Faldo (1989, 1990, 1996) Phil Mickelson (2004, 2006, 2010)

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Jüngster Sieger: Tiger Woods (1997) 21 Jahre, 3 Monate, 14 Tage Ältester Sieger: Jack Nicklaus (1986) 46 Jahre, 2 Monate, 23 Tage Deutsche Sieger: Bernhard Langer (1985, 1993)

Meiste Teilnahmen: 52 Gary Player, 50 Arnold Palmer, 49 Doug Ford, Billy Casper (45), Jack Nicklaus (45), Raymond Floyd (45), Sam Snead (44) Meiste Cuts: Jack Nicklaus (37) Gary Player (30) Raymond Floyd (27) Arnold Palmer (25) Ben Crenshaw (25)

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Augusta National GC

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TURNIERE

Will 2012 hoch hinaus: Marcel Siem

Siemsalabim!

Rang 35, Rang 12, Rang 4, Rang 2. Marcel Siem ist 2012 furios gestartet. In vier Events spielte der Düsseldorfer 292.910 Euro ein. Damit steht fest: Um die European Tour-Karte braucht er sich keine Sorgen zu machen. Mit Marcel Siem ist das so eine Sache. Talent, das hat er. Manche sagen, er könne mehr mit Ball und Schläger als Martin Kaymer. Offensichtlich müssen andere Faktoren ausschlaggebend sein, dass der eine, Kaymer, kontinuierlich Siege einfährt, bereits ein Major gewann und zwischenzeitlich sogar die Nummer Eins der Welt gewesen ist, und der andere, Siem, es gerne spannend macht und seine Zugehörigkeit auf der Elitetour erst im Herbst irgendwie geregelt bekommt. Im neuen Jahr scheint sich einiges geändert zu haben! Siem fuhr im mittleren Osten und Indien grandiose Ergebnisse ein. „Das hat viel Spaß gemacht, die Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagt er. Das eingespielte Preisgeld dürfte bereits reichen, um 2013 wieder auf der European Tour dabei zu sein, „ich habe mir nun für andere Ziele die Basis gelegt“. Beispielsweise sich vorne in der Rangliste etablieren, um automatisch für die

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großen Turniere qualifiziert zu sein. Aber was läuft plötzlich anders bei Siem, dem 32-Jährigen, der 2004 sein bislang einziges Turnier (Dunhill Championship) gewinnen konnte? Der Wechsel zurück zu seinem alten Ausrüster Mizuno ist sicherlich ein Punkt. Das Verständnis, dass Fitness eine

immer wichtigere Rolle spielt, scheint er ebenso realisiert zu haben. Da wäre auch die größere Verantwortung als junger Vater, wodurch sein Privatleben professioneller geworden sei. Gegenüber den letzten Jahren hatte Marcel seine SaisonVorbereitung radikal verändert und machte eine zweimonatige Turnierpause. „Das hätte ich mich vorher nie getraut.“ Bernhard Langer spielte eine nicht ganz unwichtige Rolle. Deutschlands prominentester Golfer mit Wahlheimat Florida lotste Siem vergangenen Winter nach West Palm Beach in einen Privatclub mit hervorragenden Trainingsbedingungen. Ungestört konnte Marcel dort auch mit Günter Kessler am Schwung feilen, „bis alles im Einklang“ gewesen ist, „dann bin ich mit Selbstvertrauen nach Abu Dhabi angereist“. Und mit reichlich Preisgeld nach vier Starts aus Indien abgereist.

Marcel Siem gilt als begnadeter Golfer

Siem hat in seiner Karriere schon oft am „Sieg geschnuppert“, es aber regelmäßig verbockt. Vielleicht startet er nach der mehrjährigen Berg- und Talfahrt 2012 endgültig durch. Die Ausgangslage könnte kaum besser sein. IG www.golfaktuell.com


SPORT

KURZ GESAGT:

MELDUNGEN

Verlängerung Seine Frau hat grünes Licht gegeben, woraufhin Tim Finchem seinen Vertrag als Boss der PGA Tour um vier Jahre bis 2016 verlängert hat. Mit 69 wird er wohl aufhören, „es gibt noch andere Dinge, die ich gern tun würde.“ Zuletzt hat er die TV-Verträge mit CBS und NBC um neun Jahre verlängert, zudem bleibt LogistikRiese FedEx bis 2017 dabei. Der FedEx Cup umfasst vier Turniere im Playoff-Format, der Gesamtsieger erhält zehn Millionen Dollar Preisgeld.

Hiobsbotschaft Seit Monaten hat Österreichs Martin Wiegele (33) Schmerzen. Die ärztliche Diagnose nach einem Gesundheitscheck ist niederschmetternd: Massive Schäden an beiden Hüften. Im März muss sich der Golf-Pro (Nr. 83 Race to Dubai 2011) operieren lassen, um das vorzeitige Karriere-Ende abzuwenden. Bei gutem Heilungsverlauf kann er im Oktober 2012 wieder auf die Tour zurückkehren.

Beförderung Auf der Challenge Tour zündete er zu spät, bei der Final Stage der Qualifying School für die European Tour drückte Bernd Ritthammer aufs Gas und wurde belohnt. Der Nürnberger überstand den spanischen Marathon über sechs Runden und holte sich als 14. das Ticket für die European Tour 2012. Ritthammer ist nach Marcel Siem und Martin Kaymer damit das dritte deutsche Mitglied in der Eliteliga.

Aufatmen Die Spekulationen sind vom Tisch. Das Race-to-Dubai-Finale wird weiterhin in Dubai auf dem Earth Course von Jumeirah Estates ausgetragen. Ab 2012 heißt das Turnier aber DP World Tour Championship. Das Preisgeld ist auf acht Millionen Dollar angehoben worden, der Sieger darf sich über 1,33 Mio Dollar freuen. Mit Sponsor DP World, dem weltweit drittgrößten Hafenbetreiber, wurde ein Kontrakt bis 2014 vereinbart. www.golfaktuell.com

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Sport

Stolze Helfer, stolzer Sieger: Tom Lehman mit den Caddie Masters

Langer im Visier auf Mauritius Das Projekt Superstars bei der MCB Tour Championship läuft auf Hochtouren. Tom Lehman war mit seinem Sieg der Anfang – 2012 soll Bernhard Langer auf Mauritius starten. Da war er also, der große Mann aus Amerika: Tom Lehman. Die Konkurrenz fand’s nicht wirklich lustig, dass die Nummer eins der amerikanischen Champions Tour 2011 in Mauritius samt Ehefrau Melissa einflog und bei der MCB Tour Championship aufteete. Ausgerechnet zum großen Finale der European Senior Tour, einem Event, das mit 400.000 Euro Preisgeld im Vergleich zu den meisten Turnieren sehr hoch dotiert ist. Die negative Haltung hat nichts mit dem Menschen Lehman zu tun, vielmehr mit seinem Können. Der Major-Sieger ist einfach besser. Sofern er seine Normalform abrufen kann, steht er als Gewinner fest und der Jackpot ist weg. Genau dieser Fall trat auf dem Legend Course im Belle Mare Plage Resort ein – Lehman landete bei seiner Premiere im Indischen Ozean einen beeindruckenden Start-ZielSieg. „Ich bin so herzlich aufgenommen worden, da fühlte ich mich verpflichtet, gut zu spielen, um zu gewinnen.“ Der einzige ernstzunehmende Herausforderer war Ti-

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telverteidiger David Frost. Der Südafrikaner landete auch auf dem zweiten Platz, was nicht verwunderte, schließlich verdient „Frosti“ sein Geld, ebenso wie Lehman, auf der amerikanischen Champions Tour und zählt dort zur erweiterten Elite. Peter Fowler aus Australien und der Engländer Barry Lane spielten zeitgleich die John Jacobs Tro-

Deutschlands Golflegende: Bernhard Langer

phy (Order of Merit European Senior Tour) aus. Fowler gewann die Jahreswertung mit 302.327 Euro. Der Coup, Lehman nach Mauritius zu locken, war ein riesiger Erfolg. Im Gegensatz zu den Vorjahren kamen doppelt so viele Zuschauer, die gerade die Show von Lehman und Frost im letzten Flight dichtgedrängt mitverfolgten. Jean-Jaques Vallet, CEO der Constance Hotels, sah sich mit seiner Strategie „Golfstars auf Mauritius“ bestätigt und möchte 2012 einen draufsetzen. Bernhard Langer steht auf Vallets Wunschliste ganz oben. „2011 war es terminlich leider nicht mehr möglich, wir haben nun Anfang des Jahres bereits Kontakt mit Manager Erwin Langer aufgenommen.“ Die deutsche Golflegende ist auf der Trauminsel ein Markenzeichen, er hat u. a. den spektakulären Le Touessrok Kurs auf der Île aux Cerfs designt. „Wir hoffen sehr, dass Bernhard Langer im Dezember 2012 bei uns am Start sein wird“, sagt Vallet. Lehman wird es Langer schmackhaft machen, die beiden Pros sind gut befreundet. www.golfaktuell.com


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SPORT

Der Überlebenskampf Den Weg ganz nach oben schaffen nur die Wenigsten. Statt um prallgefüllte Konten und Glamourleben geht es in den unteren Golfligen ums nackte Überleben. Christoph Günther (36) weiß, wovon er spricht: Seit einem Jahrzehnt pendelt er als Golfprofi zwischen EPD- und ChallengeTour, dabei klopfte er oft an die Tür der European Tour. Einlass fand er jedoch nie. 624.569 Golfer, mehr als 700 Plätze – statistisch gehört Deutschland zu den GolfTopnationen in Europa. Und doch steht eine zentrale Frage immer wieder im Raum: Warum schaffen es nicht mehr deutsche Pros auf die großen Touren? Der Verband als Bremse, falsche Strukturen in der Nachwuchsarbeit, das generelle In-Deutschland-geht’s-allenzu-gut-Argument – all das blöken die Kritiker als erstes raus auf die Frage nach den Gründen. Doch gibt es Menschen, die sich näher mit der Thematik auseinandergesetzt haben oder es tun mussten. Christoph Günther ist so einer. Seit 1995 versucht er sich als Pro in der Zweit- und Drittklassigkeit, ver-

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dient dort seinen Lebensunterhalt. Über den Status des reichen, verwöhnten Söhnchens, das als Zeitvertreib das Ziel Golf-Profi ausgegeben hat, ist der 36-Jährige längst hinaus. Vielmehr hat er am eigenen Leib erlebt, wie es ist, den angeblichen Traumberuf auszuüben. „Irgendwann würde ich auch gerne mal aufwachen ohne die Sorge, überlegen zu müssen, ob ich 2000 Euro für einen Flug zu einem Turnier nach Kolumbien ausgeben kann.“ Der gebürtige Göttinger, der mittler-

Familie, Haus bauen und Kinder führst du auf einmal ein totales Vagabunden-Leben, hast kein richtiges Zuhause.“ Auch Erfolglosigkeit trieb ihn in die Sinnkrise. Dreimal hat er sich schon für die zweitklassige Challenge Tour qualifiziert. 2001 und 2004 wurde er furchtbar abgewatscht. „Ich hatte keinen einzigen Cut geschafft. Da verlierst du leicht die Lust am Golfen.“ Erst 2009 gelang ihm der Durchbruch in der zweiten Liga: Günther gewann ein Turnier in Kärnten, verdiente durch zahlreiche gute Plat„Wenn du die Challenge Tour vernünftig angehst zierungen 54.000 Euro mit Caddie für die rund 20 Turniere, dann brauchst du Brutto und kam unter die Top 25 der Rangrund 40 000 bis 45 000 Euro.“ liste. „Doch auch daweile im oberbayerischen Oberammergau mit konnte ich gerade die Reisekosten zahsein „perfektes Refugium“ gefunden hat, len, hab‘ kein Plus gemacht.“ spricht ganz offen über das Profi-Dasein. „Jedes Jahr im Januar und Februar nichts auf Womit das erste Problem auf dem Weg zum dem Konto zu haben, kotzt mich an.“ Ans Tour-Pro beschrieben ist: Geld. „Wenn du Aufhören hat er schon einige Male gedacht. die Challenge Tour vernünftig angehst Zuletzt 2010, nachdem er sich von seiner mit Caddie für die rund 20 Turniere, dann langjährigen Freundin getrennt hatte. „Statt brauchst du rund 40.000 bis 45.000 Euro.“ www.golfaktuell.com


Günther spricht aus Erfahrung. „Solltest du aber wirklich so viel verdienen, dann hast du eigentlich schon die Karte für die European Tour.“ Versteht sich, dass dies ein schwieriges Unterfangen ist. „Willst du wenigstens eine gute Kategorie für die nächste Saison, musst du unter die Top 80 und brauchst rund 17.000 Euro.“ Erscheint machbarer. Nur: „Dann hast du schon mindestens 25.000 Euro Minus gemacht.“ Ein Teufelskreis.

„Aber in der Presse heißt es sofort: Die treffen den Ball nicht.“ Nur wieso kommen die deutschen Pros überhaupt in diese Drucksituationen? Günther hat sich an seinem eigenen Beispiel schon viele Gedanken gemacht. „Viele geben zu schnell auf“, behauptet er. „Die Jungs setzen sich irgendein Zeitlimit, sagen, sie müssen es bis 30 geschafft haben.“ Er selbst bezeichnet sich als „Spätzünder“. „Ich habe erst mit neun Jahren angefangen, mit 19 noch Handicap 6 gehabt, meine erste Runde unter Par mit 21 gespielt.“ Da sind heutzutage etliche bereits mit den Nerven am Ende. Auch Bernd Ritthammer, der heuer den Sprung auf die European Tour geschafft hat, sei es so ergangen, erzählt Günther. „Vor drei Jahren hat er mir gesagt, er hört auf. Ich habe dann lange auf ihn eingeredet, und er hat weitergemacht.

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Letztes Jahr hat er sich tatsächlich dafür bedankt.“ Doch es liegt nicht nur an den Sportlern selbst. Auch die Voraussetzungen in Deutschland bewertet Günther als nicht ideal. Die Qualität der Plätze zum Beispiel. „Dadurch dass sie bei uns vielfach so schlecht sind, werden die jungen Spieler nicht besser.“ Die Situation auf der drittklassigen EPD-Tour, die er für den Einstieg grundsätzlich als große Errungenschaft preist, kennt er bestens. „Die Plätze sind zu einfach. Und warum? Weil die Clubs nicht bereit sind, vier Wochen im Vorfeld das Rough stehen zu lassen, weil sonst die Mitglieder klagen.“ Wie die Pros dann die Rechnung dafür bekommen, schildert er an einem Beispiel. „Warum schneiden denn die Deutschen, die nicht auf der European Tour spielen, bei den BMW Open bis auf Ausnahmen immer so schlecht ab? Weil in Eichenried so schwierige Bedingungen herrschen, wie wir sie sonst das ganze Jahr nicht haben. Aber in der Presse heißt es sofort: Die treffen den Ball nicht.“ Auch über die Qualität der Golflehrer fällt er ein hartes Urteil: „Die Wenigsten können ihren Schülern überhaupt erklären, wie sie den Ball richtig treffen. Bei ProAms merke ich das immer wieder, wenn ich mit den Flightpartnern rede.“ Trotz all der Widrigkeiten hat Günther noch nicht aufgeben. Turniere wie die Austrian Open im vergangenen Jahr sind es, die ihn bei der Stange halten. Da überstand er erstmals einen Cut auf der European Tour, belegte am Ende Rang 19. „Ich merke bei mir einfach, dass ich mein Potenzial noch nicht ausgereizt habe. Es geht immer noch in kleinen Schritten vorwärts.“ Nebenher hat er mit seinem Freund und Kollegen Marcel Haremza eine Firma gegründet – als zweites golferisches Standbein. Die beiden vermarkten sich seit vier Jahren selbst, weil sie sich ein Management schlichtweg nicht leisten können. Ob es Günther jemals nach ganz oben schaffen wird, auf die Frage gibt es keine Antwort. Nur eines ist klar: Vorzuwerfen hat sich er sich am Ende sicher nichts. Christian Fellner

Das ist Christoph Günther Geboren: 22. 07. 1975 in Göttingen Wohnort: Oberammergau Schulausbildung: Mittlere Reife Berufsausbildung: Dipl. Golflehrer der PGA of Germany, Tischler-Geselle 1998 – 2003: Golflehrer im GC Höslwang, Golf Gleidingen, GC Hohenpähl Seit 2003: Playing Professional Aktuelle Tour: Challenge Tour Sportliche Erfolge: 2011: 1. Tat Golf Classic (EPD Tour), 2. HDIGerling German PGA Championship, 2. Internetworld.de Open, 2. Platz Sueno Dunes Classic, 2. Schloss Moyland Golfresort Classic, 3. Land Fleesensee Classic, 6. Al Maaden Classic, 7. Sueno Pines Classic (alle EPD Tour), 19. Platz Austrian Golf Open (European Tour) Titleist German Order of Merit: 7. 2010: 1. VGD Golf-Team Championship Germany mit Haremza, 3. Sueno Dunes Classic (EPD Tour), 5. Scottish Hydro (Challenge Tour), 5. Lyka Links Classic, 6. Samanah Classic (beide EPD Tour) Titleist German Order of Merit: 15. 2009: 1. Kärnten Golf Open (Challenge Tour), 1. Doc Salbe Match Play PGA of Germany, 2. German PGA Championship, 4. The Princess, 4. Egyptian Open, 7. DHL Wroclaw Open (alle Challenge Tour) 2008: 1. Sueno Classic, 1. Licher Classics (EPD Tour), 1. Platz German PGA Team Championship mit Haremza, 2. Wörthsee Classics, 3. Brose Coburg Open, 3. Stolper Heide Classics, 4. Heidelberg-Lobenfeld Classics (alle EPD Tour), 4. German PGA Championships, 5. Doc Salbe German Match Play Championships, 4. Sports Frances Open (Tour de las Americas) Titleist German Order of Merit: 7.

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25. Jahrgang GOLFaktuell

Sport IM Interview: Matteo Manassero

„Ein Wechsel auf die PGA Tour kommt nicht in Frage“ Er sieht aus wie Seve Ballesteros und wirbt für Schokolade. Matteo Manassero ist 2010 in die Weltelite durchgestartet, er verewigte sich als jüngster Sieger eines European Tour-Events (Castello Masters). 2011 wurde es ruhiger um den netten Italiener ... 30

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... GOLFaktuell traf ihn in Abu Dhabi. GOLFaktuell: Sie sind der jüngste Turniersieger auf der European Tour. Was bedeutet Ihnen dieser Rekord? Matteo Manassero: Naja, das hört sich vielleicht großspurig an: Aber ich denke, dass das ein großartiger Erfolg ist. Ich bin wirklich stolz darauf, diesen Rekord zu halten. Die ganze Zeit, seitdem ich Profi geworden bin, war wirklich fantastisch. Ich hab‘ als 18-Jähriger schon einiges erreicht. GOLFaktuell: Was hat sich in den zwei Jahren für Sie verändert? Matteo Manassero: Einiges. Vor allem habe ich viele, viele Erfahrungen gesammelt. Ich habe rund um den Sport viele interessante Menschen kennen gelernt. Wichtig ist für mich, dass sich mein Spiel weiterentwickelt hat. Ich sehe fast jeden Tag Verbesserungen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist, gute Scores zu erzielen. Ich arbeite an meinen Schwächen und die bekomme ich immer besser in den Griff. Ich will diesen Sport ja sehr lange ausüben, da muss ich in allen Bereichen fit sein – körperlich und spielerisch. GOLFaktuell: Wenn jemand in Ihrem jungen Alter schon Turniere gewinnt, dann kommt schnell der Vergleich: Da ist ein neuer Tiger Woods. Wie gehen Sie damit um? Matteo Manassero: Es ist ein großartiges Gefühl, all diese Dinge zu hören. Aber ich lege nicht sehr viel Wert darauf. Denn im Endeffekt bin ich einfach ich selbst. Ich muss auf dem Golfplatz stehen und schauen, dass ich für mich das Beste raushole. GOLFaktuell: In letzter Zeit ist es ruhiger um Sie geworden. Was ist los? Spüren Sie den Druck? Matteo Manassero: Ich denke, da ist viel zusammengekommen. Ich hatte sicher auch selbst zu hohe Erwartungen, nachdem alles so schnell gegangen war. Ich habe schließlich Dinge geschafft, die ich mir niemals vorstellen konnte. Es ist schwierig, dann einfach so weiterzumachen, weiter auf diesem Level zu spielen. Es war nicht leicht, das zu verstehen. Es ging halt alles so schnell. Ich fühle, dass ich jetzt wieder auf dem richtigen Weg bin. Ich komme raus aus diesem Tief. GOLFaktuell: Haben Sie deshalb auch den Caddy gewechselt? Matteo Manassero: Nein, nicht nur. Aber ich habe gespürt, dass ich etwas ändern muss. Das tut man einfach in solchen Situationen, www.golfaktuell.com

SPORT Matteo Manassero gegeben hat. Aber jetzt strotzen alle nur so vor Selbstvertrauen. Großen Anteil daran haben die Molinaris. Sie haben uns gezeigt, wie es geht, und uns Mut gemacht. Nun sind wir zu siebt. Das zeigt, dass die beiden ihren Job gut gemacht haben. Natürlich wird auch im Hintergrund gut gearbeitet. Das System in Italien wird immer besser. Mein Coach ist zum Die große Liebe Beispiel auch für das Nationalteam aller Italiener: Matteo Manassero verantwortlich. Er hat im Jugendbebei der Formel 1 reich schon einiges bewegt. Es wird vieles besser, aber eine Garantie gibt damit es wieder vorwärts geht. Bisher habe es nie, dass du sieben Profis auf der ich es nicht bereut. Ich komme mit Dave Tour hast. Für den Nachwuchs ist genau das McNeilly sehr gut klar, er ist gut für mich. aber sicher ein großer Ansporn. GOLFaktuell: Im Vergleich zu vielen anderen GOLFaktuell: Sie würden doch sicher gerne Jungen sind Sie kein Longhitter. Allgemein auch mal im Weltcup für Ihr Land spielen. wird gesagt, dass man ohne eine gewisse Wie bekommen Sie denn die Molinaris da Grundlänge keine Chance hat, auf den raus? großen Touren zu gewinnen. Wie sehen Sie Matteo Manassero: Gute Frage. Ich weiß es das? nicht. Sie sind halt einfach gut. Aber es Matteo Manassero: Ich halte davon gar nichts. läuft ja bei uns allen nicht schlecht. Daher Wir spielen so viele unterschiedliche Plätze wird auch die Qualifikation für die Olympiübers Jahr, jeder stellt andere Anforderunschen Spiele 2016 sehr interessant und hart gen. Manch ein Platz liegt einem besser, ein umkämpft. Aber dieser Konkurrenzkampf anderer nicht. Du musst einfach dein Spiel ist doch auch nicht schlecht. aufziehen, und wenn dir das gelingt, dann GOLFaktuell: Ist die US-Tour für Sie interesist was drin. Es geht doch im Golf darum, sant? seine Stärken – jeder hat andere – richtig Matteo Manassero: Nein, darüber denke ich auszuspielen. Es reicht nicht allein, einen derzeit wirklich nicht nach. Natürlich will langen Ball schlagen zu können. Das wäre ich einige große Turniere dort spielen. Ich zu einfach. fühle mich in Europa sehr wohl und will GOLFaktuell: 2012 ist Ryder-Cup-Jahr – ist hier noch einige Zeit spielen. Was die Zudas ein Thema für Sie? kunft bringt, weiß man natürlich nicht, in Matteo Manassero: Eigentlich nicht. Da bin den nächsten Jahren kommt ein Wechsel für ich ganz ehrlich. Der Ryder Cup ist derzeit mich auf die PGA Tour aber nicht in Frage. noch ein Traum. Ich erwarte gar nicht, Schließlich wächst auch die European Tour dass ich mich heuer dafür qualifiziere. immer weiter, die Turniere werden größer, Der Kampf um die Plätze ist so schwer die Teilnehmerfelder immer besser, weil wie nie zuvor. Du musst auf jeden Fall ein auch die Spieler weltweit das erkennen. großes Turnier gewinnen und dann sicher mindestens fünfmal in den Top-Ten landen, damit du hundertprozentig dabei bist. Das ist schon hart. GOLFaktuell: Was ist eigentlich mit dem italienischen Golf los? Sieben Profis auf der European Tour – das ist unglaublich. Wie schafft das ein so kleines Land mit nur 100.000 Golfern? Matteo Manassero: Es ist wirklich großartig. Wir wissen selbst nicht so ganz, warum wir so stark sind. Da war sicher auch einiges an GOLFaktuell-Mitarbeiter Christian Fellner und Glück dabei, dass es so eine Entwicklung Matteo Manassero im Gespräch

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25. Jahrgang GOLFaktuell

Sandras Wor(l)d

1/2012

2012 – das erste Jahr nach dem Sieg

Ziele, Hoffnungen und Wünsche ... ... Es ist schön, auf der LPGA gewonnen zu haben. Es zeigt von mir, dass ich es drauf habe. Aber, es ist Schnee vom gestern. Wie man im Golf so schön sagt: Ein Schlag nach dem anderen und bleib` in der Gegenwart. Meine Vorbereitungen sind beendet. Wenn man mit den Wünschen anfängt, so wünsche ich mir ganz klar, dass es weiter aufwärts geht, und ich hoffe, dass ich meine Fans weiterhin begeistern kann. Meine Ziele sind jedoch konkreter. Golf spielt sich zu 60 bis 70 % im Kopf ab und daher arbeite ich verstärkt an den mentalen Aspekten des Spiels, z. B. meine Pre-shot-Routine zu verbessern. Ich möchte im Durchschnitt unter 20 Sekunden bleiben und vor allem lernen, weniger zu denken und mehr auf den Schlag zu reagieren. „Mit freiem Kopf spielt es sich besser : - )“. Im spielerischen Bereich haben wir mit meinem Caddy Roy die Statistiken 2011 ausgewertet und daraus konkrete Ziele für 2012 abgeleitet: mehr Fairways und damit auch mehr Grüns treffen. Daran habe ich in der Off-Saison hart gearbeitet; als eine nützliche Hilfe hat sich das „Shapen“ der Drives erwiesen, d.h. mehr Draws und Fades zu spielen und damit besser auf die Konturen der Fairways zu reagieren bzw. den potentiellen Problemen wie Bunker oder Wasser zu entgehen. Ich bin schon immer ein guter Putter gewesen, aber am „Short Game“ und „Putten“ muss man immer arbeiten. Mein Ziel in 2012 ist es, mehr Birdies aus 3 bis 4 Meter Entfernung zu machen. Meine Ziele im Fitness-Bereich beinhalten verstärkt das Kardio-Training, um gerade in der Hitze (die kommt auf mich in Asien und auch

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im Sommer in den USA zu, wo es nicht nur sehr heiß, sondern auch sehr feucht ist) fit zu sein. Denn Fitness ist einer der entscheidenden Faktoren, die Qualität des Spiels beeinflussen. Last but not least, wenn ich glücklich bin, spiele ich am besten. Also muss ich, obwohl ich meine Arbeit liebe, auch dafür sorgen, Pausen einzulegen, das heißt nicht nur zu faulenzen, aber auch Sachen zu machen, die mit Golf nicht direkt zu tun haben – wie das Malen und Tennis. Darüber hinaus beinhaltet meine Planung für 2012 auch andere Aktivitäten. Wir haben mit dem DGV ausgemacht, dass ich ihn in den Bereichen Jugend- und Frauengolf unterstützen werde. Ich möchte auch verstärkt im Bereich Charity eingebunden sein. Ich werde mit dem „First Tee Project“ in den USA weiterarbeiten, mich als Sponsor und Pate für das Projekt einer Charity-Organisation für Kinder in Prag einsetzen („Die farbige Welt der Kinder“) und anfangen, mit dem Arnold-Palmer-Kinderkrankenhaus in Orlando zusammenzuarbeiten ... Es ist wichtig für mich, „ausbalanciert“ und glücklich durchs Leben zu gehen. Und das wünsche ich auch allen Lesern von GOLFaktuell. Vielleicht sehen wir uns ja im Mai bei den UniCredit Ladies German Open.

Meldungen Erster Erfolg für Sandra Gal außerhalb des Platzes. Die Düsseldorferin siegte bei der von Golfdigest.com durchgeführten Wahl der „Hottest Female Golfer“. In der finalen Abstimmung gegen die Amerikanerin Paula Creamer erhielt die LPGA-Proette 58.400 Stimmen und 62 Prozent. Zuvor setzte sie sich gegen Blair O’Neal, Christie Kerr und Hee Kyung Seo durch. Bei den Männern gewann der Amerikaner Rickie Fowler knapp vor Adam Scott (Australien). Für Martin Kaymer war im Halbfinale Endstation. Golf ist der Beruf und Modeln das Hobby. Ausrüster Callaway hat die tolle Ausstrahlung und Kamerapräsenz der Deutschen längst entdeckt: Sandra ist auf dem Cover des Fashion Katalogs 2012 und präsentiert auf vielen Seiten die Mode der amerikanischen Marke. Aller Anfang ist schwer. Zum Saisonstart bei der ISPS Handa Women’s Australian Open reichte es nur zu einem 51. Platz. Sandra erwischte mit einer 83 in Runde drei einen rabenschwarzen Tag. Bei der Honda LPGA Thailand ging es bereits bergauf mit einem 38. Platz. Die 75 in der Schlussrunde verhinderte eine bessere Platzierung. In Singapur (HSBC Women’s Championship) zeigte die Formkurve erneut nach oben. Nach vier soliden Runden wurde Sandra geteilte 15.

Ihre Sandra Gal

Haben Sie Fragen an Sandra? – Kein Problem. Schicken Sie eine Mail an: sandra.gal@golfaktuell.de www.golfaktuell.com


UniCredit Ladies German Open

Martina sagt Servus

TURNIERE Ladies German open

Die Ampel steht auf Grün für die UniCredit Ladies German Open presented by Audi. „Ich bin stolz, als neuer Turnierpräsident der Ladies German Open das Team zu verstärken, das dieses Turnier in so kurzer Zeit zu einem der erfolgreichsten auf der Ladies European Tour gemacht hat“, so HypoVereinsbank-Vorstandsmitglied Jürgen Danzmayr. Das kleine Jubiläum, also die fünfte Austragung, steigt von 24. bis 27. Mai im Golfpark Gut Häusern. Dass die LGO (Preisgeld: 350.000 Euro) gerade bei den Proetten so beliebt sind, ist auch Martina Eberl zu verdanken. Sie hat als Turnier-Botschafterin hervorragende Arbeit geleistet. Doch die ehemalige Spitzenspielerin sagt nun endgültig Servus. Martina ist auf Abschiedstournee und nach ihrer Babypause 2011 wird sie dieses Jahr letztmals in Gut Häusern aufteen. In dieser Saison hat sie insgesamt zehn bis zwölf Starts geplant. Dafür hat Deutsch-

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land mit Steffi Kirchmayr eine neue Profispielerin. Die ehemalige DGV-Kaderspielerin schaffte Ende 2011 souverän die Qualifying School. Kirchmayr war als Amateurin bereits zweimal in Gut Häusern dabei, sie scheiterte bislang immer ganz knapp am Cut. „Das soll sich dieses Jahr ändern“, so Steffi.

Bereits zugesagt haben auch Anja Monke, Caro Masson und Sandra Gal, die beste Deutsche in der Weltrangliste. Diana Luna aus Italien reist als Titelverteidigerin an. Die Zuschauer dürfen sich nach 2010 und 2011 erneut auf Laura Davies, die Grande Dame des europäischen Golfsports, freuen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass zudem der eine oder andere Überraschungsgast aus Übersee in Gut Häusern aufschlägt. Die amerikanische LPGA Tour hat zeitgleich kein Event und bei Turnierdirektor Nikolaus Peltzer kommen reihenweise Anfragen an. Warum denn nicht auf ein paar Runden Golf und einen Besuch im Biergarten nach Bayern reisen? IG www.ladiesgermanopen.com

Fiebern den Ladies German Open entgegen: Steffi Kirchmayr, Jürgen Danzmayr, Gabriele Volz, Nikolaus Peltzer, Dr. Elke Bechtold (v.l.)

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DGV

Perfekter Saisonstart Ob Young Professional oder Spitzenamateur, den Athleten des Deutschen Golf Verbandes gelang mit vier Siegen ein eindrucksvoller Start in das Jahr 2012.

Roberta Roller

Marcel Schneider

Für den Paukenschlag schlechthin sorgte Maximilian Kieffer mit seinem Titel bei der Gujarat Kensville Challenge in Indien im Rahmen der European Challenge Tour. Der 21-Jährige war fünf Jahre lang DGVKaderspieler und hatte sich Ende 2010 als Nummer Eins der deutschen Amateure zu den Profis verabschiedet. Dem Verband blieb er als Mitglied des Young Professional Teams treu und setzte 2011 bereits erste Akzente auf der Challenge Tour (unter anderem Platz zwei bei der Allianz Challenge de France, 57. Order of Merit). Welch enormes Potenzial der junge Mann aus Düsseldorf besitzt, sah man 2011 auch beim PowerPlay-Golf in Wales. Kieffer trat in dem erlesenen Feld gegen WeltklassePros wie Paul Casey, Graeme McDowell und Ian Poulter sowie die Golflegenden Gary Player und Ian Woosnam an und wurde Siebter. Einen Teil seines Preisgeldes zahlte er zurück in den Topf der Young Professional Förderung. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern ein wesentlicher Bestandteil dieses Förderkonzeptes. Marcel Schneider (22) sorgte noch weiter entfernt für Furore. Der deutsche Spitzenamateur

Max Kieffer

Moritz Lampert

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holte sich bei der Australian Amateur Championship seinen ersten internationalen Titel. „So kann es weitergehen“, sagte der Spieler vom GC Schloss Monrepos nach seinem Triumph und korrigierte seine Ziele nach oben: „Ursprünglich wollte ich dieses Jahr unter die Top 50 der Amateurweltrangliste kommen, jetzt bin ich 28. und peile einen Platz in den Top 25 an.“ Die starke Leistung in Down Under brachte ihm eine Nominierung für die prestigeträchtige Sir

Michael Bonallack Trophy Ende April ein. Am Saisonende plant Schneider dann mit der Qualifying School auch den Wechsel ins Profilager. Zurück in Europa konnte der DGV-Ranglistensieger von 2011 an seine gute Form anknüpfen und wurde Zweiter bei der Portuguese International Championship. Besser war auf dem Montado Kurs nahe Lissabon nur sein Nationalteam-Kollege Moritz Lampert vom GC St. Leon-Rot. Die Basis für seinen Erfolg legte der 19-jährige Lampert mit einer 65 (-7) am dritten Tag. Dabei gelang „Mo“ auf Bahn 7 (Par 5/486 m) ein Albatros. Er lochte den zweiten Schlag aus 198 Metern mit einem Rescue ein. Portugal war zu Beginn des Jahres ein sehr gutes Pflaster für die deutschen Spitzenamateure. Bereits vor dem Doppelerfolg der Herren hatte Roberta Röller vom GC Hubbelrath bei der 82. Portuguese International Ladies Amateur Championship zugeschlagen. Die 18-jährige Rheinländerin landete einen Start-Ziel-Sieg. Es war gleichzeitig ihr erster großer Einzeltitel. „Wir haben einen tollen Zug im Kader, die Spielerinnen sind alle sehr fleißig und trainieren ihre Aufgaben trotz der Doppelbelastung mit Schule oder Universität“, lobte Bundestrainer Marcus Neumann seine Spielerinnen. Neben dem Einzeltitel sicherte sich Roberta Röller gemeinsam mit Nina Holleder und Isabel Gadea auch noch den Sieg in der Nationenwertung vor den Teams Frankreich I und Irland I. www.golfaktuell.com


Eigentlich wollten wir diese Woche ein paar Stunden am Strand verbringen.

Im Moment weiß ich gar nicht mehr, warum. Ich liebe den Strand. Wir alle lieben ihn. Als wir diese Golfreise planten, war klar, dass wir auch Zeit am Strand verbringen wollten. Immerhin hat South Carolina einige der schönsten Strände der Welt. Doch dann kamen wir hierher und fingen an Golf zu spielen. Und der einzige Sand, der mich momentan interessiert, ist der, den ich vermeiden möchte. Und die Strände, so schön sie auch sein mögen, müssen einfach etwas warten. www.golfaktuell.com

Wild Dunes Resort, Links Course #18 Isle of Palms, South Carolina

SouthCarolinaGolf.de

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BUSINESS dr. klaus westermeier

Woods bleibt Topverdiener Im Jahr 2011 verteidigte Tiger Woods zumindest einen ersten Platz, nachdem der einstmals Unbezwingbare in der Golfweltrangliste weit nach hinten durchgereicht wurde. Er führt weiterhin das Ranking der am besten verdienenden Sportler an. Auf über 47 Millionen Euro an Einnahmen taxiert Sports Illustrated den Superstar. Im achten Jahr in Folge steht Woods damit beim Geldverdienen in den USA ganz oben. Doch noch nie war der Abstand zur Nummer 2 so knapp wie im vergangenen Jahr. Kollege Phil Mickelson lauert hinter Woods mit Einnahmen von knapp 46 Millionen Euro. Interessant: Sowohl Woods als auch Mickelson generierten mit 1,5 beziehungsweise drei Millionen Euro nur einen Bruchteil ihrer Einnahmen aus Turnieren, der

Rest stammt aus Sponsorenverträgen. Auf den Plätzen drei bis sechs folgen der Boxer Floyd Mayweather (45 Mio. Euro), Roger Federer (36 Mio. Euro) sowie die Fußballstars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi (35 bzw. 31 Mio. Euro). Unter die 50 Topverdiener schaffte es aus dem Golfbereich nur noch Jim Furyk, er landete mit 19 Millionen Euro auf Platz 15. Und wo liegen die deutschen Sportler im internationalen Vergleich? Michael Schumacher führt diese Statistik mit 25 Mio. Euro an, gefolgt von Sebastian Vettel (18 Mio. Euro) und Dirk Nowitzki (15 Mio. Euro). Deutschlands Vorzeigegolfer Martin Kaymer kam 2011, in dem Jahr also, in dem er zur Nummer 1 wurde, auf „nur“ 10,5 Mio. Euro. Dirk Nowitzki

Cristiano Ronaldo

Wo ist das Wachstum der Zukunft? Die von der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ins Leben gerufene Service Golf Business Community stellte Experten kürzlich die Frage: „In welcher Weltregion erwarten Sie in den kommenden fünf Jahren die meisten Golfentwicklungsprojekte?“. Über 1.000 Profis aus der Golfwelt beteiligten sich an der nicht repräsentativen Umfrage und lieferten ein überraschendes Ergebnis: Das größte Wachstum an neuen Plätzen wird rund ums Mittelmeer vorausgesagt, also an klassischen Golfspots wie den spanischen,

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südfranzösischen, italienischen oder türkischen Küsten. Erst auf Platz zwei kommt China, wo in den vergangenen Jahren 500 Golfplätze wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Chinas Wachstumsbremse könnte jedoch die ungeklärte politische Willensbekundung sein: Alle neuen Projekte sind derzeit gestoppt, Investoren und Architekten warten auf ein Zeichen aus Peking, ob Golfprojekte nun gewünscht sind oder nicht. Auf Platz drei rangiert die Region Mittel- und Südamerika, Hintergrund dürfte hier der Entwicklungsschub

von Volkswirtschaften wie Brasilien sein, Ländern also, die mit zunehmendem Wohlstand auch das Golfspielen entdecken. Zu den Verlierern bei der künftigen Golfplatzentwicklung zählen neben den USA auch Osteuropa, die arabischen Länder und der Mittlere Osten. Hier werden nur relativ wenige neue Golfplätze erwartet.

Dr. Klaus Westermeier lebt als freier Wirtschaftsjournalist in München. Er ist begeisterter Golfer (Hcp 9,5) und beleuchtet für GOLFaktuell regelmäßig die wirtschaftlichen Aspekte des Golfsports. www.golfaktuell.com


BUSINESS

Zahl an europäischen Golfern rückläufig Phil Mickelson

Rote Zahlen: Jetzt übernimmt Brewer Der Callaway-Stand auf der PGA Merchandise Show war beeindruckend. Der Branchenriese hatte sich in der Hallenmitte breit gemacht und transportierte mittels stylischer Loungemöbel ein modernes Image. Die Ausstattung war gut gewählt – in den bequemen Sesseln ließen sich die besorgniserregenden Umsatzverluste besser verkraften. Die Jahreszahlen 2011 von der Callaway Golf Company, dem weltweit größten Hersteller, waren für die Golfindustrie eine herbe Enttäuschung. Die amerikanische Firma mit Sitz im kalifornischen Carlsbad stürzte beim Umsatz von 968 Millionen Dollar 2010 auf 887 Millionen Dollar im vergangenen Jahr ab, das

Erstmals seit zwanzig Jahren ging die Zahl an registrierten Golfern 2011 in Europa zurück. Insgesamt verlor die GolfGemeinde auf dem alten Kontinent 46.000 Spieler. Dieser Einbruch ist vor allem auf einige Länder zurückzuführen, in denen die Nachfrage deutlich nachließ. So büßte allein der größte europäische Golfmarkt Großbritannien und Irland 42.000 Mitglieder ein, ein Minus von über drei Prozent. Auch Schweden mit 21.000 registrierten Golfern weniger und Spanien gehören zu den neun Ländern mit Rückgängen. Gut hielt sich hingegen Deutschland im europäischen Vergleich: Hierzulande gewann die Golferschaft 10.800 neue Mitglieder, ein leichtes Plus von 1,8 Prozent. Auch die Niederlande, Finnland und einige osteuropäische Länder konnten nach Spielerzahl zulegen.

Callaway, der seit 2009 zwischen vier und sechs Euro schwankt. Dies bedeutet eine Marktkapitalisierung von weniger als 400 Millionen Euro. In den Jahren davor war Callaway deutlich höher bewertet und als Firma mehr wert. Thornleys einziger Trost: Die Produktoffensive 2012 könnte erfolgreich sein. Zumindest erhielten die neuen Schläger sehr gute Noten bei Golf Digest. Im Ausblick für das laufende Jahr werden wieder steigende Umsätze und eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet. Phil Mickelson, der Star unter den Callaway-Vertragsspielern, hat seinen Teil bereits dazu beigetragen. Der Major-Sieger gewann mit dem AT&T Pebble Beach National Pro-Am Anfang Februar eines der prestigeträchtigsten Events auf der PGA Tour. Interims-President Thornley wurde Anfang März von Chip Brewer abgelöst. Der Harvard-Absolvent war ein Jahrzehnt CEO bei Adams Golf.

Thornleys einziger Trost: Die Produktoffensive 2012 ... Ergebnis sank nach US-GAAP auf minus 172 Millionen Dollar. Darin enthalten sind auch Restrukturierungskosten, mit denen Callaway 50 Millionen Dollar dauerhaft einspart. Das schlechte Jahr des Unternehmens, das von Tony Thornley kommissarisch geführt wurde, zeigt, in welcher Krise sich das Golfgeschäft befindet, insbesondere im größten Markt, dem amerikanischen. Entsprechend schwächelt schon seit Jahren der Aktienkurs von www.golfaktuell.com

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BUSINESS Olympia in brasilien

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Hanse ist Rios neuer Samba-Kรถnig

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Wunder gibt es immer wieder ... Besonders bei der Vergabe von Olympischen Spielen oder Fußball-Weltmeisterschaften. Nun gab es für Rio 2016 eine faustdicke Überraschung. Hanse Golf Course Design bekam den Zuschlag zum Bau des Platzes.

Gilbert S. Hanse wurde unter den acht Finalisten ausgewählt und darf den Platz im Naturschutzgebiet Marapendi in Barra da Tijuca bauen. Fünf Kilometer entfernst entsteht derzeit das Olympische Dorf. Die Kandidatur Hanses hat genau den Kriterien des Komitees entsprochen. Hanse ist zwar ein großer Name, er war Designer des Jahres 2009, Mitbewerber wie Jack Nicklaus, Greg Norman, Hawtree, Garry Player oder Robert Trent Jones II sind jedoch eigentlich ganz andere Kaliber. „Mit der Rückkehr zu Olympia wird ein neues Kapitel in der Geschichte des Golfsports geöffnet. Mit diesem Platz können künftig internationale Events in Rio ausgetragen werden, zudem wird die Anlage eine Vorreiterrolle bei der Nachhaltigkeit sein. Sicherlich kann man auch die jungen Brasilianer künftig für Golf begeistern“, so Rios OK-Präsident Carlos Arthur Nuzman.

Hanse (48) studierte an der berühmten Cornell Universität. Während eines Europa-Aufenthalts absolvierte er unter anderem ein Praktikum bei Hawtree Ltd, dem weltweit ältesten GolfarchitekturBüro. Bevor er 1993 seine eigene Firma gründete war er für Renaissance Golf Design tätig. Seine berühmtesten Plätze sind Castle Stuart Golf Links (Schottland), das Redesign des TPC Boston sowie der Blue Course im Doral Golf Resort bei Miami. Der Amerikaner, der es wie kein Konkurrent versteht, Plätze zu konzipieren, die sowohl von Profis als auch Amateuren geliebt werden, hat sich für Rio 2016 mit Amy Alcott (World Golf Hall of Fame-Mitglied und fünffache Major-Siegerin) Verstärkung geholt. Beide haben bereits angekündigt während der Bauphase ihren Lebensmittelpunkt nach Rio de Janeiro zu verlegen. IG

Ausgestochen – die 7 Mitbewerber Gary Player Design Inhaber: Gary Player Der Südafrikaner holte 9 Major-Siege und gewann in seiner Karriere 163 Turniere. Seit den Achtzigern designt er Golfplätze und hat in dieser Zeit über 300 Projekte in 35 Ländern auf fünf Kontinenten realisiert. Bekannte Plätze: Gary Player Country Club (SunCity/Südafrika), The Links at Fancourt (George/Südafrika), The Cascades at Soma Bay (Ägypten), Thracian Cliffs (Bulgarien). Renaissance Golf Design Inhaber: Tom Doak & Partner. Ein Praktikum in Schottland, bei dem er unter anderem als Caddie in St. Andrews arbeitete, hat Tom Doak endgültig davon überzeugt, Golfplatz-Designer zu werden. Mit 26 Jahren entwarf der Amerikaner bereits seinen ersten Platz. Den Feinschliff holte er sich drei Jahre lang bei Pete Dye. Bekannte Plätze: Pacific Dunes, Sebonack GC mit Jack Nicklaus (USA), Bahia de los Suenos (Mexiko) Greg Norman Golf Course Design Inhaber: Greg Norman Der Australier, 331 Wochen in Folge Nummer eins der Welt, gewann zwei Majors. Er gilt als knallharter Geschäftsmann, der es auf ein www.golfaktuell.com

Vermögen von mehreren 100 Millionen Euro gebracht hat. Als Designer hat er weltweit 74 Projekte fertiggestellt, 36 weitere sind im Bau. Bekannte Plätze: Mission Hills GC (Shenzhen/China), Real El Prat GC (Barcelona/Spanien), Jumeirah Golf Estates (Dubai/ VAE), TPC San Antonio (Texas/USA), The Norman Course at PGA West (Kalifornien/ USA). Hawtree Ltd. Inhaber: Martin Hawtree Keiner hat mehr Erfahrung in der Golfplatz-Architektur: Die HawtreeDynastie gibt es seit 1912, das englische Unternehmen hat über 750 Plätze realisiert, redesignt und restauriert. Bekannte Plätze: Düsseldorfer GC, Vilamoura Old Course (Portugal), Royal Birkdale (England), Trump International Golf Links (Schottland), Portmarnock, Sunningdale (Irland). Jack Nicklaus Design Inhaber: Jack Nicklaus Der Amerikaner ist unbestritten eine Golflegende. Seine 18 Major-Titel sind magisch. Seine GolfplatzDesign-Firma gehört zu den begehrtesten der Welt. 289 Plätze in 34 Ländern hat Jack Nicklaus persönlich entworfen. Auf 90 Kursen wurden bereits Profi-Turniere gespielt. Bekannte Plätze: Gut Lärchenhof (Köln), Crans-sur-Sierre (Schweiz), Muirfield Village, Valhalla , Harbour Town G. Links (alle USA), Cap Cana (Dominikanische Republik), The London GC (England), Killeen Castle Golf Resort (Irland), Glenea-

gles – The PGA Centenary Course (Schottland), Monte Rei (Portugal). Robert Trent Jones II Inhaber: Robert Trent Jones Jr. Das Handwerk hat er vom Vater und Tommy Armour gelernt. Das erste Projekt des YaleAbsolventen (Geologie, Geschichte) unter Federführung des Papas war Spyglass Hill. Bislang hat das Unternehmen 270 Plätze in 40 Ländern gebaut. Bekannte Plätze: G&CC Seddiner See (Berlin), Bro Hof Slott GC (Schweden), Bay Course Costa Navarino (Griechenland), The Celtic Manor Resort (Wales), Lübker Golf Resort (Dänemark), Chambers Bay, The Founders Club, Poppy Hills Golf Course, The Links at Spanish Bay (alle USA). Thomson-Perret Golf Course Architects Inhaber: Peter Thomson und Ross Perrett. Peter Thomson ist der bekannteste und erfolgreichste australische Golfer, er gewann fünfmal die British Open. Gemeinsam mit Partner Thomas Perrett gehört der ehemalige Pro zur Crème de la Crème der Designer. Die Mehrzahl der 250 Plätze wurde in Australien sowie im asiatischen Raum gebaut. Bekannte Plätze: Carya Golf Club (Türkei), The Dukes Course St. Andrews (Schottland), Delhi Golf Club (Indien), Moonah Links, Royal Adelaide Golf Course, Royal Sydney Golf Course (alle Australien).

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EQUIPMENT 2012 PGA Merchandise Show

Das große Kräftemessen

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Von Ingo Grünpeter Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Alles ist breiter, höher und größer. Man liebt in diesem Land Superlative aller Art. Orlando ist so ein Paradebeispiel. Die Stadt im Sunshine State Florida beheimatet das Walt Disney World Resort und egal, wo man sich in Orlando aufhält – Donald Duck und Mickey Mouse sind stets dabei. Das Areal des Vergnügungsparks mit seinen Attraktionen, Golfplätzen, Hotels, Restaurants und Shopping Malls ist größer als manch deutscher Landkreis. Es ist eine gigantische Maschinerie, durchdacht bis ins Detail und darauf ausgerichtet, dem Besucher Vergnügen zu bereiten und ihm vor allem täglich viele Dollars abzunehmen. Das Schlaraffenland für den Nachwuchs ist aber auch ein wunderbares Ziel für Golfer: Über 170 Plätze sind ein unschlag-

Proppevoll war‘s bei der PGA Merchandise Show in Orlando (oben). Unbegrenzte Möglichkeiten demonstrierte der TitleistFitter mit seiner Trickkiste.

die andere größer. Diese Haltung allerdings legt man schnell ab. Der Demo Day bildet den Auftakt und spätestens bei der Anfahrt ins Orange County National Golf Center ist klar: Es herrscht Ausnahmezustand.

Über Kilometer hinweg falsch geparkte Autos, amerikanische Polizisten, die das Treiben regungslos durch ihre verspiegelten Sonnenbrillen beobachten und eine Menschenmasse, die geduldig Richtung Haupteingang trottet. Alles easy, alles relaxed, die deutsche Unsitte, wie am Skilift, permanent zu drängeln, ist den Amerikanern fremd. Tausende bahnen sich tagsüber den Weg in das Orange County National Golf Center, eine Orlando ist eigentlich die Heimat von Mickey Mouse öffentliche Anlage mit und Donald Duck. Im Januar sind die Comic-Helden zwei Plätzen. Als Debütant fragt man sich, wie aber nur Statisten. Während der PGA Merchandise viele da noch rein wollen Show ist die Stadt im US-Bundesstaat Florida fest und hat die böse Vorahnung, dass man wohl im Besitz der Golfindustrie. nichts sehen wird – außer bares Argument, nicht ohne Grund hat die Menschen. Doch weit gefehlt, Amerikaner IAGTO (International Association of Golf denken und planen in größeren DimensiTour Operators) Orlando 2010 auch zur onen. In Dimensionen, die für deutsche nordamerikanischen Golf-Destination des Verhältnisse nicht im Ansatz zu realisieJahres gewählt. ren sind. Die kreisförmige GolfArena im G&CC Fleesensee mit einem Durchmesser Welch hohen Stellenwert diese Region von 400 Metern und einer Größe von acht besitzt, zeigt allein die jährliche PGA Fußballfeldern ist außergewöhnlich, das Merchandise Show. Wenn im Januar die Übungsgelände samt Range im Orange Golfindustrie zur weltweit größten Messe County National Golf Center („The Best in Orlando Einzug hält, sind die TrickRange in America“ laut Golf Magazine) ist figuren nur Beiwerk. Nun könnte man gigantisch. Das Gelände erstreckt sich auf meinen, Messe ist Messe, die eine kleiner, 15 Hektar, der Durchmesser der Range mit www.golfaktuell.com

seinen 600 Abschlagplätzen liegt bei 500 Metern. Wer eine Abendschicht einlegen will, kann das unter Flutlicht auf 2.600 qm tun. Wie hip diese Range ist, zeigt sich schon beim Schlägerhersteller Nike, der dort bereits einen Werbespot mit Tiger Woods drehen ließ. Um das großflächige Rund postierten sich 100 Hersteller. Viele davon sind in Deutschland gänzlich unbekannt, weil sie sich teilweise nur auf Wedges, Hölzer, Driver oder Eisen spezialisiert haben oder einfach nur im Süden der USA Schläger vertreiben. Die ganz Großen hielten am Jubiläums (10.) Demo Day untereinander gebührenden Abstand, um sich selbst samt Produkt möglichst effektiv ins Rampenlicht zu rücken. Als heimlicher Gewinner dürfte Cobra Puma Golf mit President Bob Philion den Tag beendet haben. Das Unternehmen unterstrich mit knalligem Orange

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ALLE FOTOS: GOLFaktuell

EQUIPMENT 2012 PGA Merchandise Show

Publikumsmagnet: Der Stand von TaylorMade-adidas

Auffallend: Das Security-Cart von Yamaha

Premiere: Mercedes AMG präsentiert die Golfkollektion

als Grundfarbe seine Vormachtstellung als junges Lifestyle-Label. Um das Image entsprechend weiterzutragen, dröhnte aus einem Red-Bull-Truck coole Musik. Die

waren der Ping i20, ein wunderschön in mattem Schwarz gehaltener Driver, sowie die RocketBallz-Serie als Nachfolger der Burner-Reihe von TaylorMade. Die eigentliche Messe im Orange County Convention Center am International Drive begann mit einem Paukenschlag. Die unangefochtene Golflegende Jack Nicklaus kam höchstpersönlich und eröffnete die Show. Sein Auftritt zeigt, wie wichtig der Golfsport in Amerika ist und welch enorme Wirtschaftskraft dahintersteckt. Es war ein Stelldichein der Stars: Davis Love III, Tom Kite, Greg Norman, Brittany Lincione, Sir Nick Faldo, Suzann Pettersen, Billy Casper, Ian Poulter, Paula Creamer, Hank Haney, Matt Kuchar, David Leadbetter, Butch Harmon, Natalie Gulbis, Lexi Thompson, Anna Nordqvist und Sandra Gal schauten u.a. vorbei.

Besucher bestaunten auf über 100.000 qm Ausstellungsfläche die Produkte von 1.000 Firmen aus 80 Ländern. Innerhalb der Show lieferten sich die großen Drei ein beeindruckendes Kräftemessen. Branchenprimus Callaway, zuletzt arg gebeutelt, positionierte sich in der Hallenmitte und demonstrierte damit, dass kein Weg an ihm vorbeiführt. Die stylischen Loungemöbel und vielen Designerelemente sollten der Marke mehr Pepp verleihen. Titleist und FootJoy beanspruchten am Hallenende neben der PGA-Bühne viel Platz für sich und man(n) fiel auf. Die Mitarbeiter des Schlägerherstellers waren allesamt in weiße Blazer und schwarze Hosen gekleidet. Ein beeindruckendes Bild, in das man durchaus Macht, Anspruchsdenken und konservative Werte hineininterpretieren könnte. Sicherlich wird das nicht entscheidend dafür gewesen sein, dass Rickie Fowler die Marke gewechselt hat.

Die nackten Zahlen der 59. PGA Merchandise Show sprechen für sich: 42.000

Ein paar hundert Meter entfernt, am anderen Ende, hinter den Bekleidungsherstellern, po-

Der Meister spricht: Trainerlegende David Leadbetter (r.) auf der PGA Show

Starke Performance: Den neuen Ping i20-Driver wollten alle Generationen testen

Der Auftritt von Golf-Legende Jack Nicklaus zeigt, wie wichtig der Golfsport in Amerika ist und welche Wirtschaftskraft dahinter steht. Amerikaner mit den fränkischen Vorgesetzten setzen 2012 voll auf die US-Stars Rickie Fowler und Lexi Thompson. Ian Poulter (England) spielt weiterhin die Schläger, trägt ab sofort aber auch Puma Schuhe und Gürtel. Die Hingucker und die mit am meisten getesteten Schläger Farbenfroher Trendsetter: Cobra Puma Golf ist in den USA der Renner

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Die Nummer Eins bei Schuhen und Handschuhen: FootJoy

Blechlawinen: Der Parkplatz am Demo Day war nach wenigen Minuten überfüllt, die Besucher mussten ausweichen und parkten schlichtweg alles voll

Einweisung: Chefredakteur Ingo Grünpeter bei Titleist

sitionierte sich TaylorMade-adidas. Der Riese aus Herzogenaurach hatte eine eigene Halle in der Halle. Abgetrennt durch riesige weiße Vorhänge, die von der Decke hingen, konnte der Stand nur durch einen weißen, etwa 15 Meter langen Tunnel betreten werden. Allein das war schon ein Erlebnis. TaylorMade

Kleidung und Accessoires. Wir wollten Produkte kreieren, die dem Lebensgefühl von Mercedes entsprechen. Es ist eine Tatsache, dass alles, was irgendwie mit der Formel 1 zu tun hat, nicht ganz günstig ist.“ Aber qualitativ hochwertig. Cameron Day wurde hierfür von Cleveland als Designer Branchenprimus Callaway, zuletzt arg gebeutelt, abgepositionierte sich in der Hallenmitte und demons- worben. Getestet trierte damit, dass kein Weg an ihm vorbeiführt. wurbleibt übrigens auch 2012 seiner Erfolgsfarbe de vorwiegend im Weiß bei den Hölzern treu, bei der Kleidung Windkanal des wird’s ungewohnt bunt und vom Design her Autoherstellers. Die sehr gewagt. „Wir hatten 2011 unser bestes zahlreichen ErkenntJahr, 2012 könnte es noch besser werden. nisse aus der Formel Das allgemeine Feedback auf der Show ist 1 hinsichtlich Matephänomenal, das ist ein positiver Indikator rial und Aerodynafür die Golfindustrie in diesem Jahr“, so mik wurden bei der TaylorMade-adidas CEO Mark King. Schlägerproduktion Ob sich Mercedes AMG mit seinen Schläberücksichtigt. Die gern behaupten kann, bleibt noch abzuwarSerie soll im Sommer ten. In Orlando wurde das Golf-Equipment auch in Deutschland aus der Formel 1-Linie präsentiert. Michael auf den Markt komLee: „Wir haben die Lizenz für Schläger, men.

Einfach cool: Der Cop beobachtete das Treiben am Demo Day aus seinem Wagen www.golfaktuell.com

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EQUIPMENT

Die Weitenjäger Dürfen es ein paar Meter mehr sein? GOLFaktuell präsentiert die neuesten Driver der wichtigsten Hersteller. Wir liefern Ihnen die wichtigsten Fakten! Ein Tipp, den man bei der Driverwahl dringend berücksichtigen sollte: Zeit nehmen und experimentieren. Am besten bei einem ClubFitter. Dann finden Sie den Driver, der zu Ihnen passt und Ihr Spiel nach vorne bringt.

Cobra AMP Der AMP Driver vereint auf einzigartige Weise Technologie und Style. Die verwendete E9-Schlagflächen-Technologie mit Dual-Roll und AMP Speed Tuning ermöglicht erstklassige Weiten und Präzision. Der Driver ist mit der Flugkurvenanpassung AFT ausgestattet, die drei Schlagflächeneinstellungen bietet: Open, Neutral, Closed. Die E9-Schlagflächen-Technologie mit DualRoll verwendet eine ellyptisch gewölbte Schlagfläche, die den Sweetspot um 30 % vergrößert. Dazu bringt der AMP Farbe ins Spiel: Das schwarze PVD-Finish sorgt im Zusammenspiel mit orangen Elementen an Schaft und Kopf für stylische Elemente.

Wilson DXi Superlight Der Staff DXi Superlight Driver wiegt nur 269 Gramm, 50 Gramm weniger als andere Driver führender Hersteller. Das Design ermöglicht eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit und führt so zu mehr Weite. Tests haben bewiesen, dass der Driver den niedrigsten MOI unter den auf dem Markt befindlichen Schlägern aufweist. Resultat ist ein müheloser und kontrollierter Schwung, der zu mehr Dynamik, höherer Schlägerkopfgeschwindigkeit und somit zu enormer Power im Treffmoment führt. Lofts: 9.0°, 10.5° (auch für LH), 12.0° (Herren), 14.0° (Damen) Schaft: Matrix Ozik Superlight: S, R Preis: 279 Euro www.wilson.com

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Lofts: 8.5°, 9.5°, 10.5°, 11.5° (RH), 9.5°, 10.5° (LH) Schaft: Aldila RIP Speed Tuned: S, R, Light Flex Preis: 299 Euro www.cobragolf.de


BRIDGESTONE TOURSTAGE PHYZ Der neue Driver von Bridgestone spricht alle Sinne des anspruchsvollen Golfers an: Optik, Klang, Gefühl im Treffmoment. Zielgruppe sind erfahrene Spieler, die ein geschmeidiges Schwingen dem Schlagen vorziehen und dabei nicht auf Länge verzichten wollen. Der Kopf hat ein klassisch rundes Profil und ein abgeflachtes Schlägerdach. Besonderer Augenmerk liegt auf dem Schwerpunkt: Dieser wurde so gelegt, dass auch bei langsamerem Schwung ein optimaler Energietransfer erzielt wird. Der große Sweetspot mit vier unterschiedlich dicken Zonen holt das Maximale aus dem Driver heraus und vermittelt ein gutes Feedback. Lofts: Herren: 10.5°, 11.5° Damen: 12.0°, 13,5° Schaft: PZ-50w (R/Herren), PZ40w (L/Damen) Preis: 630 Euro

wwwbridgestonegolf.com

Honma Beres S 02

EQUIPMENT

Der neue 7-Komponenten-Driver von Honma ist speziell auf mittlere Schlägerkopfgeschwindigkeiten abgestimmt. Zielgruppe sind ambitionierte Herren, die maximale Distanz und Komfort vereinen möchten. Schlägerkrone und Sohle sind im vorderen Bereich aus hochfestem Beta-Titan, der hintere Teil aus Titan KS100. Stabilität erhält die ultradünne Konstruktion durch ein stützendes Gittermuster. Die Schlagfläche besteht aus hochfestem VL-Titan im „Twin Cup Face“-Design mit zwei sich ergänzenden Verstärkungen, die ein großes Ovales Treffareal ergeben. Abgerundet wird der High-Tech-Driver vom ARMRQ6-Schaft, der hohe Flexibilität mit geringer Torsion verbindet. Lofts: 9.0°, 10.0° Schaft: ARMRQ6: R, SR, S Preis: 1.099 Euro www.honmagolf.de

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EQUIPMENT

Nike VR Pro Limited Edition Das Motto des Nike VR Pro Limited Drivers lautet Unlimited Control. In Zusammenarbeit mit Tour-Pros wurde er für die besten Spieler entwickelt. Der Driver verfügt über die NexCOR Face Technology, die dank unterschiedlicher Stärken der Schlagfläche maximale Ballgeschwindigkeiten und somit enorme Schlagweiten ermöglicht. Der birnenförmige Schlägerkopf spricht mit seiner geschmiedeten Konstruktion alle Golfer an. Die Gesamtkonstruktion des Schlägerkopfes ermöglicht ein fantastisches Gefühl im Treffmoment und eine ultimative Distanzkontrolle. Die Variable Compression Channel Technology erhöht die Geschwindigkeit an mehr Punkten der Schlagfläche und liefert damit auch bei Draws, Fades und Straight Bombs ordentliche Weiten. Lofts: 8.5° (RH), 9.5° (RH/LH), 10.5° (RH/LH) Schaft: Nike Diamana Ahina: X, S, R, A Preis: 399 Euro www.nike.com/nikegolf

Komperdell EQT 435cc Black Edition Dieser Driver ist wie gemacht für gute Spieler. Die perfekte Abstimmung von Schlägerkopf und Schaft ist das herausragende Charakteristikum. Der Full Titanium/Hollow CoreSchlägerkopf mit aerodynamischen Air Channels in Kombination mit dem extraleichten Schaft verleiht dem Driver ein optimales Schwunggewicht. Die Schlagfläche aus extra-hartem Beta-Titanium sorgt dafür, dass auch bei ungenauen Treffern kaum Energieverluste entstehen. Der Kopf selbst wiegt nur ein paar Gramm, das eigentliche Gewicht sitzt in Form von angepassten Perimeter Weights im Inneren des Kopfes in der Sohle. Zusätzlich sorgen vier individuell auswechselbare Alu- (1,5 g) und Tungstengewichte (6 g) für eine individuelle Gewichtsabstimmung. So kann der Spieler die Flugbahnen seinem eigenen Schwung anpassen. Lofts: 8.0°, 9.0°, 11.0°, 13.0° (11.0° auch LH) Schaft: Komperdell K7 Cloud Preis: 249 Euro www.komperdell-golf.com

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Callaway RAZR Fit Der Driver kombiniert die Forged Composite Technologie mit der OptiFit Technologie und ist damit der erste Driver von Callaway, der mit nur wenigen Handgriffen individuell auf jeden Spieler angepasst werden kann. Durch das OptiFit Hosel hat der Spieler die Möglichkeit, die Schlagflächenstellung in eine offene, neutrale oder geschlossene Position zu verändern. Mit Hilfe von zwei OptiFit-Gewichten kann das Center of Gravity etwas verschoben und die Ballflugrichtung beeinflusst werden. Herzstück ist das revolutionäre Material des Schlägerkopfes, das leichter und härter als Titanium ist: Durch turbostratische Carbonfasern wird der Schlägerkopf um 30 % verstärkt, um einen höheren MOI und einen optimal platzierten Schwerpunkt zu erreichen. Bei der Schlagfläche selbst kommt eine Kombination aus VFT und der Hyperbolic Face Technologie zum Einsatz: Diese ermöglicht einen großen Sweetspot und hohe Ballgeschwindigkeiten über die gesamte Schlagfläche. Lofts: 9.5°, 10.5°, 11.5° (RH, LH) Schäfte: Aldila RIP NV bzw. Fujikura Motore F8 (Ladies). Flex: Ladies, L, R, S Preis: 429 Euro www.callawaygolf.com www.golfaktuell.com


EQUIPMENT

Mizuno MP-650 Der tourerprobte MP-650-Driver kombiniert hohe Ballgeschwindigkeiten mit hohem Abflugwinkel und niedrigen Spin-Rates und ist speziell auf die Anforderungen von Tourspielern und fortgeschrittenen Golfern ausgerichtet. Statt auf Anpassbarkeit wurde die Priorität klar auf die Verwendung von Hochleistungsmaterialien für höhere Ballgeschwindigkeiten und einen besseren Impact-Sound gelegt. Die TitanSchlagfläche erzeugt die höchsten Ballgeschwindigkeiten, die je mit einem Mizuno-Driver erzielt wurden. Dank fünf unterschiedlichen Stärken der Schlagfläche werden diese auf dem größtmöglichen Bereich der Schlagfläche erzielt. Der traditionelle Deep-Face-Schlägerkopf mit zwei internen Gewichten minimiert die Spin-Rates, sodass die hohen Ballgeschwindigkeiten in deutliche Längengewinne umgesetzt werden können. Lofts: 8.5°, 9.5°, 10.5°, 12.0° (nur für Rechtshänder) Schaft: Orochi-Schaft von Fujikura: R, S, X Preis: 299 Euro www.mizuno.de

Ping i20

Adams Golf Speedline Fast 12 Mit Velocity Slot-Technologie, verbessertem Airfoil-Design und 17 % größerem Sweetspot liefert der Speedline F12 von Adams höhere Ballgeschwindigkeiten und mehr Länge. Durch eine gleichzeitige Erhöhung des MOI um 10 % konnte Adams einen extrem langen und trotzdem sehr komfortabel zu spielenden Driver entwickeln. Tests im Windkanal beweisen, dass Spieler mit dem Speedline ihre Schwunggeschwindigkeit signifikant erhöhen und damit spürbar an Länge gewinnen konnten. Der Grafalloy Pro Launch Blue Schaft mit Speed Coat Technologie erhöht die Schwunggeschwindigkeit dank einer revolutionären Beschichtung zusätzlich. Lofts: 8.5°, 9.5°, 10.5° (LH, RH), 10.5° Sen. RH, Drawversion Herren 10.5°, Damen 12° & HL (nur RH) Schaft: Grafalloy Pro Launch Blue: R, S Preis: 329,90 Euro

Der neue i20 Driver besticht durch eine Optik in mattem Schwarz, die man bisher nicht von Ping erwartet hätte. Das Design wirkt stark und kraftvoll, außerdem werden unerwünschte Lichtreflektionen verhindert. Der Kopf aus besonders leichtem Titanium verfügt über ein Volumen von 460 cc. Das geringe Eigengewicht des Schlägerkopfes sorgt für einen optimal platzierten Schwerpunkt und ermöglicht eine größere Fehlertoleranz. Die verwendete TungstenGewichtung in der Sohle vergrößert den Sweetspot und reduziert den Spin für lange, gerade Drives mit unglaublichen Schlagweiten. Seine aerodynamische Kopfform reduziert den Strömungswiderstand während des Schwungs und ermöglicht so maximale Schlägerkopfgeschwindigkeiten. Der Driver ist mit dem, speziell für die i20 Serie entwickelten, Premium Ping TFC 707D HochleistungsGraphitschaft ausgestattet der die Gesamtperformance abrundet. Optional ist der Driver auch mit dem Project X Black Schaft erhältlich. Lofts: 8.5˚, 9.5˚, 10.5˚ (RH, LH) Schaft: TFC 707D: R, S, XS Preis: 349 Euro www.pinggolf.com

www.golftech.at

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Cleveland Classic Driver Man nehme das Aussehen eines alten PersimmonHolzes und kombiniert dies mit der neuesten Technologie – fertig ist der neue Cleveland Classic Driver. Der 460 cc große Kopf verspricht nicht nur Fehlertoleranz und große Weiten, sondern sorgt durch das goldene Finish des Sweet-Spots auch für einen besseren Fokus auf den Mittelpunkt der Schlagfläche. Cleveland berücksichtigt auch die unterschiedlichen Schwunggeschwindigkeiten und bietet den Classic Driver in den Gewicht-Varianten 270, 290 und 310 Gramm an. Dass der Classic Driver nicht nur ein ästhetischer Aufputz für das Bag ist sondern auch dem Profi gut zu Gesicht steht, bewies Keegan Bradley. Der Major-Sieger (PGA Championship): „Der Schläger ist brillant. Wenn du runter auf das Face schaust, konzentrierst du dich einfach nur auf den Sweet-Spot.“ Lofts: 9.0°, 10.5°, 12.0° (LH, RH) Schaft: Premium Miyazaki C. Kua 39: R, S, Senior Preis: 329 Euro www.clevelandgolf.com

Srixon Z-Star Beim neuen Driver mit STAR Fitting System lassen sich mit wenigen Handgriffen Gewicht und Face-angle einfach verstellen und individuell anpassen. Die Einstellung des Face-angle verhilft zu präziseren Schlägen, die Feineinstellung des Kopfgewichts optimiert Schwunggewicht und gewünschte Flugkurve. Das System mit seinen 84 möglichen Einstellungen erlaubt es, den Schläger individuell zu fitten. Der Sweetspot wurde um 5 % vergrößert, Distanzgewinn und größere Fehlertoleranz sind die Folge. Abgerundet wird der Z-STAR durch einen Miyazaki-DromosSchaft, der, als erster Schaft überhaupt, speziell für verstellbare Schläger konzipiert wurde. Lofts: 9.0°, 10.5° Schaft: Miyazaki Dromos: R, S (nur RH) Preis: 399 Euro www.srixon.com

TaylorMade RocketBallz Der RocketBallz (RBZ)-Driver von TaylorMade vereinigt das Beste aus allen Schlägereigenschaften: Er ist schnell, leicht und anpassbar. Mit dem RocketBallz und RocketBallz Tour stehen zwei verschiedene Schlägerköpfe zur Auswahl, der Driver ist also für jeden Spielertyp geeignet. Wie schon bei seinen Vorgängern kommt die Flight Control Technology (FCT) zum Einsatz, eingebettet in eine moderne Kopfform und mit einem leichten Graphitschaft versehen. Schlagfläche, Loft und Lie können in acht verschiedene Stellungen gebracht werden. Der highMOI-Titaniumkopf des RBZ-Drivers verfügt über die Inverted Cone Technology (ICT), wobei der Schlagflächenbereich, der hohe Ballgeschwindigkeiten erzeugt, wesentlich vergrößert wurde. Natürlich schreibt TaylorMade auch beim RBZ die Erfolgsgeschichte der weißen Driver mit schwarzer Schlagfläche fort. Lofts: 9.5°, 10.5°, HL (High-Launch) (RBZ) 9.0° und 10.5° (RBZ Tour) Schaft: MATRIX X-CON 5: R, S, X, L Preis: 329 Euro www.taylormadegolf.com

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Mit Kiffe Gassi gehen Individuelle Lösungen für individuelle Kunden – dafür ist Kiffe bekannt. Und auch für Hundeliebhaber hat der Hersteller eine Lösung parat: Zur neuen Saison kommt nun die erste absolut sichere Hundehalterung exklusiv für KIFFE-Caddies auf den Markt. Eine Spiralfeder sorgt dafür, dass sich das Tier nicht stranguliert, wenn es plötzlich loszurennen versucht. Zur Halterung gehört eine Leine mit leicht bedienbarem Karabiner, der direkt am Halsband

befestigt wird. Der Vorteil liegt in der stabilen Verbindung an der Achse, was wesentlich mehr Stabilität bietet als beim normalen Anbinden. Die Hebelwirkung ist aufgrund der Befestigung unten an der Achse wesentlich geringer, ein Umkippen des Caddies weitgehend ausgeschlossen. Die Hundehalterung lässt sich auf allen KIFFE-Caddies befestigen und kann auch nachträglich erworben werden. www.kiffe-golf.de

EQUIPMENT NEUHEITEN 2012

Die Sign Your Flight Golfball Tattoos … ... sind hauchdünne, in einem Spezialverfahren hergestellte Markierungen, die zur Kennzeichnung, Identifizierung und vor allem Individualisierung von Golfbällen geeignet sind. Die TrockenTattoos bestehen „nur“ aus Lack, Kleber und Farbe. Sie lassen sich ohne jegliche Verwendung von Hilfsmitteln in wenigen Sekunden auf jeden Golfball aufbringen. Auch die Dimples werden sauber ausgelegt, sodass sich keinerlei Veränderungen im Flugverhalten des Balles ergeben. Sign Your Flight Golfball Tattoos sind extrem stark haftend, made in Germany und in vielen lustigen und individuellen Designs erhältlich. Sie ermöglichen die einwandfreie Identifizierung des Balles bereits aus mehreren Metern Entfernung. Pro Packung (4,99 Euro) gibt’s von sechs verschiedenen Tattoos je drei Stück. Order direkt auf www.singyourflight.com

JuCad Drive SL Travel eX2 Der Spezialist für hochwertige Golfcaddys aus Edelstahl, Titan und Carbon setzt 2012 mit dem weltweit leichtesten Titan-Elektrocaddy einen echtes Ausrufezeichen: Der elegante JuCad Drive SL Travel eX2 wiegt in der Zweirad-Version nur noch ganze 4,9 kg und verfügt jetzt über ein noch kleineres Reisepackmaß von lediglich 65x33x12 cm. www.jucad.de

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EQUIPMENT NEUHEITEN 2012

Motocaddy S1 Pro Lithium

Die Saison steht an und Motocaddy wartet mit neuen Innovationen auf: Das Einstiegsmodell S1 Pro Lithium wurde mit einer USB-Schnittstelle für die Stromversorgung von Smartphones und GPS-Geräten sowie einer Vorlauffunktion (15 – 30 – 45 m), die den S1 Pro Lithium selbständig zum Ziel laufen und stoppen lässt, ausgestattet. Der neue Lithiumakku ist bequem zu handeln und bietet je nach Platzbeschaffenheit und Ladegewicht ausreichend Kapazität für bis zu 27 Löcher. Erstmalig bietet Motocaddy eine erweiterte 5-Jahres-Garantie für alle Lithiumakkus gemäß Herstellerbedingungen an. Lieferbar in Schwarz, Titan Silber und Alpin Weiß.

999 Euro (ohne Bag und Schläger), www.motocaddy.de

Ticad Gold Star

Die teuerste „Büroklammer“ der Welt

Das Frankfurter Landgericht hat Dipl.-Ing. Ludwig Hentschel 2003 das Urheberrecht für seinen Golfwagen „TiCad Star“ zugesprochen. Die so genannte „Büroklammer“, wie der 1991 erfundene Wagen von seinen Fans liebevoll genannt wird, hat die Klasse der Titan-Trolleys begründet. Der „Star“ ist also ein echtes Original und Hentschel der Pionier einer ganzen Produktgattung. Aus diesem Grund ließ er diese nun vergolden. Und weil der als Produkt der Angewandten Kunst ausgezeichnete Golftrolley im Jahr 2012 21 Jahre alt wird, soll der Gold-Star mindestens 21.000 Euro kosten – meistbietend zu ersteigern. Gebote können noch bis zum Juli abgegeben werden, ein Teil des Erlöses geht an einen guten Zweck. Ludwig Hentschel garantiert dafür Einmaligkeit. Und wer weiß – vielleicht sieht man den Gold-Star demnächst einmal bei Sotheby’s. www.titec.de

Bridgestone „Tour B330“ Der Hersteller geht 2012 mit überabeiteten Modellen seiner beliebten „Tour B330“-Serie an den Start. Die grundlegende Neuerung ist die Dual-Dimple-Technologie: Diese bewirkt durch die tiefen Dimples einen steileren Steigflug beim Ballstart sowie längeren Gleitflug und einen flacheren Landewinkel mit längerem Ausrollen durch die flachen Dimples. Das Ergebnis: überragende Flug-Effizienz mit mehr Flugund Roll-Länge und mehr Wind- und Richtungsstabilität. Darüber hinaus haben die Tourbälle für Spitzenspieler „Tour B330“ und „Tour B330-S“ eine weichere und dünnere Schale und einen größeren Kern erhalten. Die neuen Bälle für mittlere Schwunggeschwindigkeiten „Tour B330-RX“ und „Tour B330-RXS“ haben eine neue Mantelschicht für weniger Spin bei langen Schlägen erhalten. Beim „Tour B330-RX ist das Dual-Dimple-Design außerdem etwas flacher und sorgt für einen umso höheren Ballstartwinkel, während der „Tour B330-RXS“ eine etwas weichere Schale für extra Spin im kurzen Spiel hat. www.bridgestonegolf.de

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Die benutzerfreundlichste Golf-App „Expert Golf“ bringt alles aufs iPhone, was das Golferherz begehrt: vollautomatische GPS-Distanzmessung, Scorekarte, Stableford-Rechner, virtuellen Schiedsrichter und Golfcoach.

Die App ist dabei so bedienerfreundlich, dass auch technisch wenig versierte Nutzer auf Anhieb alle Vorteile nutzen können. Das Beste ist jedoch die einfache Synchro-

EQUIPMENT NEUHEITEN 2012 nisation: Ist bei herkömmlichen GPSGeräten eine Verbindung mit dem PC und komplizierte Softwareinstallation nötig, so entfällt dies bei „Expert Golf“ komplett. Die App synchronisiert sich über das normale Mobilfunknetzwerk, ohne aber dabei nennenswerte Gebühren zu verursachen. Der Nutzer kann somit garantiert ohne Kabelsalat jederzeit auf aktuelle Daten zugreifen. Fazit: Egal ob präzise Angaben zur Distanzmessung, Punkteberechnung, schnelle Antworten auf Regelfragen oder Soforthilfe bei schwierigen Lagen, „Expert Golf“ ist der perfekte virtuelle Caddie. „Expert Golf“ ist im iTunes App Store erhältlich und kostet je nach Modul zwischen 7,99 und 15,99 €. Infos unter www.expertgolf.eu

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25. Jahrgang GOLFaktuell

Service

Demo Days 29.03.2012 Paragon GC Frankfurt: ................... BRI, NIK Weinberg Golf Academy: ...................... ADA

Golf du Domaine Imperial/SUI: ..............TM GC Hof Hausen v.d. Sonne: .................... WIL GC Rhön-Fulda: ......................................CAL

30.03.2012 GC Attersee/AUT: .....................................TM GC Münster-Tinnen: . .............................CAL GC Olching: . ......................... ADA, TM, WIL Paragon GC Frankfurt: ................... BRI, NIK GC Schultenhof Peckeloh: .......................TM Weinberg Golfakademie: . ............ADA, COB

05.04.2012 Castan Golf Hamburg: . ..........................CAL GC Heddesheim: ......................................NIK GC Holledau: . ...........................................TM Oldenburgischer GC: . ............................CAL

31.03.2012 Golf Range Augsburg: .................. ADA, NIK GC Bad Bentheim: ..................................COB GC Gut Clarenhof: ....................................TM

GC Erftaue: .............................................. MIZ GC Fürstlicher Bad Waldsee: ..................TM GC Gut Thailing: . .......................... NIK, WIL GC Hösel: . ............................................... MIZ GC Hofheim: ...........................................COB GC Kiawah: ...............................................TM GC Kurpfalz Limburgerhof: .. BRI, NIK, WIL Licher GC: ...............................................CAL GC Mannheim-Viernheim: .....................NIK GC Ratingen: .......................................... ADA Paragon GC Frankfurt: ............................ BRI GC Schloss Moyland: .............................CAL GC Schultenhof Peckeloh: .....................CAL GC Serre/SUI: . ..........................................TM GC Wümme: ..............................................TM 01.04.2012 GLC Ahaus: .....................................CAL, TM Albis-Golf Driving Range/SUI: . ..............TM GC Dithmarschen: .................................. WIL Dortmunder GC: .....................................CAL GC Erftaue: .................................... CLE , MIZ

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06.04.2012 GR Bitburger Land: . .................................TM GC Edelstein Hunsrück: ........................ MIZ GC Fleesensee: .........................................NIK GC Gut Ising: ............................................NIK Maritim Golfpark Ostsee: ..............CAL, TM GC Main Taunus: .................................... MIZ Marine GC Sylt: ......................................CAL GC Owingen-Überlingen: ........................TM 07.04.2012 GC Altötting: ..................................COB, MIZ Castan Golf: . .......................................... ADA Bad Driburger GC: ..................................CAL GC Fleesensee: ............. CAL, COB, NIK, TM Golfpark Hühnerhof: .............................. MIZ GC Golf and More Duisburg: ................. MIZ GC Lindau: ................................................TM GC Lipperswil/SUI: ..................................TM GC Rhön-Fulda: ........................................TM GC Schweinfurt: ..................................... MIZ GC Würzburg: .........................................CAL 08.04.2012 GC An der Pinnau: ................................ ADA GC Büsum: .............................................. CLE GC Fleesensee: ............................... COB, NIK GC Hardenberg: ..............................CAL, TM GC Konstanz:............................................ TM GC Maria Bildhausen: ...................CAL, MIZ Marine GC Sylt: ......................................CAL GC Thülsfelder Talsperre: . .................... CLE 09.04.2012 GC Edelstein Hunsrück: ..........................TM Friedberger GC: . .....................................CAL GC Lipperland: .......................................CAL Mainzer GC: ............................................COB Golfhotel Schnieder: .............................. MIZ GC Weserbergland: .................................CAL 11.04.2012 Gütersloh Garrison GC: ............................TM

13.04.2012 Golfodrom Bad Griesbach: . .......................... ............ ADA, BRI, COB, MIZ, NIK, TM, WIL GC Burgdorf: ......................... CLE, NIK, WIL GC Donau/AUT: ........................................TM GC Euregio Bad Bentheim: ....................CAL Golfplatz Gröbenbach: ..................COB, MIZ Vestischer GC Recklinghausen: ............CAL GC Schloßberg: ....................................... MIZ 14.04.2012 GC Am Deister: .......................................CAL Golfodrom Bad Griesbach: . .......................... ............ ADA, BRI, COB, MIZ, NIK, TM, WIL GC Cuxhaven: .........................................CAL GC Duvenhof: . ........................................COB GC Gernsheim: .......................................COB GC Groß-Zimmern: ........................ MIZ, NIK GC Haghof: .............................................. MIZ Licher GC: ............................................... WIL GC Otelfingen/SUI: . .................................TM Golfrange Oststeinbek: .........COB, TM, WIL Rheinischer GC Köln: ............................ MIZ GC Rhön: .................................................. BRI GC Rottbach: .................................. COB, NIK Royal St. Barbara‘s Dortmund: ..............CAL GC Schloss Liebenstein: ....... MIZ, NIK, TM GR Schwechat/AUT: .................................TM 15.04.12 GC Abenberg: ...................... ADA, COB, MIZ GP Biblis: . .................... ADA, NIK, TM, WIL GC Burgwedel: ................... ADA, COB, CAL, .............................. MIZ, PIN, WIL, HON, TM GC Buxtehude: ................................BRI, CAL Golfpark Gudensberg: ................................... ..................... CAL, CLE, COB, NIK, TM, WIL GC Großzimmern: . ................................. MIZ Golfanlage Harthausen: ................ MIZ, WIL GC Landshut: ..........................................COB GC Much: ................................................ MIZ

ADA:........... Adams/Yes BRI: ...... Brisbo/Precept CAL:............... Callaway CLE: .Cleveland/Srixon COB: .....................Cobra

MIZ: ................. Mizuno NIK: .......................Nike PIN: ........................ Ping TM: ............TaylorMade WIL: ...................Wilson

Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich bei Ihren Clubs oder auf den Webseiten der Hersteller. www.golfaktuell.com


19.04.2012 DR La vieille Batie/SUI: ......................................TM GC Ostfriesland: ................................................CAL GC Ulm: ...............................................................NIK 20.04.2012 GC Bremer Schweiz: . ...............................CAL, CLE Burgdorfer GC: .....................................................TM GC Eschenried: ................................ MIZ, NIK, WIL GC Gäuboden: ...........................................COB, MIZ DR La vieille Batie/SUI: ......................................TM GC Schwanhof: ........................COB, MIZ, NIK, TM Royal St. Barbara‘s Dortmund: .......................... BRI GC Waldeck: . ..................................................... WIL GC Worpswede: .................................................CAL 21.04.2012 G&LC Coesfeld: ....................... CAL, MIZ, TM, WIL GC Friedberg: ..................................................... WIL Golfrange Germering: .............COB, NIK, TM, WIL GC Gleidingen: . .................................................COB GC Heilbronn-Hohenlohe: ....................... MIZ, NIK GC Kassel Wilhelmshöhe: ................................CAL DR La vieille Batie/SUI: ......................................TM GC Lindenhof-Bad Vilbel: . .................................TM GC Pfullinger Hof: .............................................COB GC Regensburg Sinzing: ................................... MIZ GC Schmitzhof: ................................................. MIZ GC Wasserschloss Anholt: ................................CAL 22.04.2012 GC Bad Überkingen: ..........................................COB GC Dillenburg: ...................................................CAL Golf Range FFM: . ......... ADA, COB, MIZ, TM, WIL GC Hittnau/SUI: ..................................................TM GC Isarwinkel: ...................................................COB Golf Range Kalbach: ................................................. .............................. CAL, COB, MIZ, PIN, TM, WILL GC de Lavaux/SUI: ..............................................TM GC Motzener See: ..................................................... ............. ADA, COB, CAL, CLE, MIZ, PIN, TM, WIL Golfrange Nürnberg: ....................... MIZ, NIK, WIL GC Ortenau: ....................................ADA, MIZ, WIL GC Riedhof: ..........................................................TM GC St. Leon-Rot: ................................................ MIZ G & LC Bad Arolsen ...........................................CAL G & CC Velderhof: .................. ADA, COB, TM, WIL www.golfaktuell.com

GC Vilsbiburg: ................................................... MIZ Golfanlage Warnemünde: .................................CAL GC Westerwinkel: . ............................................CAL GC zu Gut Ludwigsberg: ................................... WIL

Die neuen Motocaddy PRO Modelle 2012 + Zubehör erhalten Sie jetzt im Pro Shop/Sportfachhandel.

GC Obere Alp: .................................................... WIL GC Otelfingen/SUI: . ............................................TM Sankt Wendelinus Golfpark: ............................ MIZ Golf du Sion/SUI: ................................................TM GC Wörthsee: .......................................................TM

23.04.2012 GC Op de Niep: .................................................. MIZ 25.04.2012 GC Straubing-Land: ...........................................COB 27.04.2012 GC Hummelbachaue: ........................................ CLE GC Kallin: ......................................................... ADA Krefelder GC: .......................................................TM GC Leitershofen: .......................................COB, MIZ GC Lichtenau: ........................................... MIZ, NIK GC Ristissen: . ......................................................TM GC Starnberg-Hadorf: . ......................................COB 28.04.2012: GC An der Schlei: ............................................. ADA GC Bad Abbach Deutenhof: .............................. MIZ GC Bonn: ............................................................ MIZ GC Bremen zur Vahr: ........................................CAL Golf de Geneve/SUI: ............................................TM GC Grafenberg: . .................................................COB Lippischer GC: ...................................................CAL GC Marienburg Köln: ........................................ MIZ Golfpark München-Aschheim: . ....................... WIL GC München-Riem: ........................................... WIL GC Oberpfälzer Wald: ................................NIK, TM GC Rotherberger Haus: . ....................................CAL GC Röttgersbach: ....................................... TM, WIL GC Sempachersee/SUI: .......................................TM GC Schlossberg: .................................................COB GC Stolpe: . ..........................................................NIK GR Tuttendörfl/AUT: ...........................................TM GC Vechta-Welpe: ................................................TM 29.04.2012 GC Anthal: .........................................................COB GC Bad Schachen: ............................................ ADA GC Bruchsal: ...................................................... MIZ GC Donau Riss: ..................................................COB Golfpark München-Aschheim: . .............................. ................................................. ADA, COB, MIZ, TM GC Oberberg: . .................................................... MIZ GC Röttgersbach: ......... ADA, CAL, COB, PIN, WIL GR Tuttendörfl/AUT: ...........................................TM 30.04.12 Hartl Resort Bad Griesbach: .............................COB

53 www.motocaddy.de


25. Jahrgang GOLFaktuell

TRAINING

„Golf ist ein Puzzle, das nicht aufgeht. Ich spiele nun seit 60 Jahren und habe noch immer keinen blassen Schimmer, wie es geht.“

8 Tipps

für den Saisonstart Es geht wieder los. Die Tage werden länger und es wird wärmer. Man kann es kaum erwarten, dass die Golf-Saison endlich startet und man sich auf den Plätzen austoben kann. Mitentscheidend für den Spaß ist auch die richtige Vorbereitung. GOLFaktuell hat mit Christian Neumaier, erfolgreicher PGA-Professional und Head Pro im GC Beuerberg, acht Tipps erarbeitet, damit der Saison-Start gelingt.

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Gary Player

Ab in den Süden

Es kribbelt im Bauch, das Verlangen, das Bag rauszuholen und auf den Platz zu gehen, ist überwältigend. Machen Sie das, wenn Sie es unbedingt wollen. Aber Vorsicht: Die Plätze in unseren Regionen sind meist noch knallhart und rutschig. Da macht das Spielen nun wirklich keine Freude. Außerdem besteht bei der Kälte erhöhte Verletzungsgefahr. Die bessere Alternative ist ein Kurztrip in den Süden. Setzen Sie sich in den Flieger und jetten beispielsweise nach Spanien, Portugal, Türkei, Marokko, Ägypten oder Tunesien! Die Destinationen sind maximal vier Flugstunden entfernt, das Klima ist angenehm, die Plätze sind stark. Ganz ehrlich, in der Wärme fällt alles leichter – besser kann man sich nicht auf die Saison einstimmen.

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Den Pro aufsuchen

Der Drive funktioniert selten, die Eisen gehen, Annäherungen – oh weh. Das Putten könnte auch besser sein. Suchen Sie Ihren Pro auf, unterhalten Sie sich mit ihm, holen Sie sich Ideen ab! Erörtern Sie mit dem Pro, was Sie trainieren möchten und wo Sie Schwerpunkte setzen! Bedenken Sie dabei: Golf ist zeitaufwendig! Versuchen Sie den Sport bewusst in Ihr Leben einzuplanen!

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Ausrüstungskontrolle

Das Bag lag eine längere Zeit im Keller oder der Garage. Überprüfen Sie Ihre Ausrüstung vor dem ersten Einsatz: Ist die Banane vom Vorjahr noch in der Seitentasche? Wo ist der Handschuh? Kann man den überhaupt noch verwenden? Wie ist der Zustand der Spikes, sind die Griffe abgespielt, wo ist das Cap, brauch’ ich vielleicht neue Eisen oder Hölzer, hab ich genügend Bälle, Tees, Pitchmarken und Pitchgabel? Ist ein Handtuch am Bag und ist es sauber? Ist Regenbekleidung in der Tasche und geht der Schirm noch auf? Wo sind Münzen, Kleingeld oder die Karte für die Range? Haken Sie Punkt für Punkt ab, das erspart Ärger auf der Runde! www.golfaktuell.com


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TRAINING Flightwahl

Es reicht schon aus, wenn man im Turnier manchmal mit Menschen spielen muss, mit denen man nicht auf einer Wellenlänge liegt. In Ihrer Freizeit sollten Sie sich grundsätzlich nette Flightpartner aussuchen: Leute, die Sie gerne um sich haben und mit denen Sie gerne ein paar Stunden verbringen. Golf ist schwer genug, da müssen in der Privatrunde nicht auch noch zwischenmenschliche Probleme auftreten. Stellen Sie sich einen Lieblingsflight zusammen und spielen Sie regelmäßig mit Ihren Freunden.

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Keine Hektik

Sie driften auf den Parkplatz, der Motor läuft noch, Sie hetzen zum Abschlag. Zwei Probeschwünge und rumms saust der Ball ins Aus. Ein Kaltstart garantiert einen Fehlstart. Gehen Sie deswegen strategisch vor: Kommen Sie früher im Club an, nehmen Sie einen Kaffee im Clubhaus, üben Sie dann ein wenig auf der Range und auf dem Putting-Grün! Jetzt sind Sie entspannt und können ruhigen Gewissens zum ersten Abschlag schreiten.

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Zocken erlaubt

Vier Leute, 18 Loch und jeder stöpselt vor sich hin. Das ist sinnlos, vielleicht hätten Sie lieber auf dem Sofa bleiben sollen. Lassen Sie die Stableford-Zählerei sein und veranstalten ein Lochwettspiel! Spielen Sie Golf in seiner Ursprungsform! Das ist Gaudi und Wettkampf zugleich. Spielen Sie um Getränke, Essen oder Euros! Schaffen Sie Reize! Nur unter verschärften Bedingungen wird Ihr Golf besser und Sie kommen mit Drucksituationen besser zurecht. Zocken gehört auf dem Platz dazu.

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Bauchgefühl

Lernen Sie sich kennen und nehmen Sie eine realistische Haltung zu Ihrem Spiel ein! Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie angreifen oder lieber defensiv agieren sollten – hören Sie in sich hinein, wägen Sie ab, wie hoch die Chancen sind, dass der Schlag gelingt und treffen daraufhin die Entscheidung! Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und machen Sie sich nichts draus, wenn es mal nicht klappt!

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Spaß

Score, Leistung, Punkte – alles schön und gut. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren und unter Druck setzen! Golf ist ein Spiel! Es soll Spaß machen und nicht den Frust fördern. Es gibt Wichtigeres im Leben. Genießen Sie die Stunden mit Freunden an der Luft, freuen Sie sich über die guten Schläge, schmunzeln Sie über die weniger gelungenen! Sie sind Amateur und kein Profil. Beim Skifahren drehen Sie doch auch nicht durch, nur weil Sie einmal hinfliegen, oder? www.golfaktuell.com

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25. Jahrgang GOLFaktuell

TRAINING Golfakademie Bad Griesbach

Golfschule Golfodrom®

Fitting Test aus der Golfakademie Bad Griesbach von Sebastian Lahmer (Leiter Golfakademie Bad Griesbach)

Sebastian Lahmer Leiter der Golfakademie Bad Griesbach

Geb. 11.06.1974 in Oberstdorf

Heimatclub: GC Sonnenalp 1994 – 1996 Ausbildung zum Golfprofessional der PGA of Germany im Golf Resort Bad Griesbach Seit 1996:

Golfprofessional in Golf Resort Bad Griesbach

2000

Mitarbeit am weltweit ersten Methodenvergleich Prof. Dr. Manfred Grosser/ Manfred Knauss an der TU in München

2007

Weiterentwicklung und Neuverfassung der Griesbach Methode nach dem Universal Golf Learning System mit Prof. Dr. Manfred Grosser

2005 – 2010 Ausbildungskoordinator Golf Resort Bad Griesbach 2007- 2010 stellv. Leitung Golfakademie Bad Griesbach Seit 2011

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Als Amateur ist man oft vor oder beim Kauf einer Ausrüstung ratlos, welches Material das richtige wäre – ob man einen Standard-Schlägersatz von der Stange spielen kann oder einen angepassten („gefitteten“) Satz braucht. Nicht jeder Golfshop bietet ein qualifiziertes Fitting an und so wird zwangsläufig oft der Aussage des Verkäufers vertraut, man brauche kein Fitting. Unsere Erfahrungen im Golf Resort Bad Griesbach zeigen, dass Schlägersätze ohne Fitting in neun von zehn Fällen nicht richtig passen. Wir erklären Ihnen im Folgenden einen Selbsttest, der Ihnen zeigt, ob Ihr aktuelles Material noch passend ist oder ob Sie beim Neukauf auf ein Fitting auf keinen Fall verzichten sollten.

Leiter der Golfakademie Bad Griesbach

Test 1: Trefferbild auf der Schlagfläche Wärmen Sie sich auf der DrivingRange auf und schlagen Sie sich mit einem kurzen Eisen ein. Wenn Sie im Bewegungsrhythmus sind, wechseln Sie auf ein Eisen 7 oder 6. Kleben Sie die Schlagfläche mit einem Klebeband ab. Spielen Sie nun fünf bis acht Bälle in Reihe und beobachten Sie, wo Sie die Bälle tendenziell treffen. Sind die Treffer von der Mitte mehr zur Spitze der Schlagfläche abgebildet, könnte dies bedeuten, dass Ihr Material zu kurz ist, der Abstand zum Ball zu weit, oder die Schwungbahn stark von außen nach innen verläuft. Sind die Treffer von der Mitte mehr zur Ferse der Schlagfläche abgebildet, www.golfaktuell.com


TRAINING

Saisonauftakt im Hartl Resort Mercedes-Benz Golf Course

könnte das Schlägermaß zu lang sein, der Abstand zum Ball zu nahe oder die Schwungbahn stark von innen nach außen verlaufen. Sind die Treffer auf der Schlagfläche verstreut, kann dies auf eine inkonsistente Technik oder auf einen zu langen oder zu leichten Schaft hindeuten. Test 2: Abrieb auf der Sohle des Schlägers Kleben Sie nun die Sohle Ihres Schlägers ab und spielen Sie wiederum fünf bis acht Bälle von einer Abschlagmatte aus. Kontrollieren Sie danach, wo tendenziell der Abrieb auf der Schlägersohle stattfindet. Ist der Abrieb auf der Sohle von der Mitte eher zur Ferse hin, könnte dies bedeuten, dass

der Schläger zu lang oder auch zu aufrecht (Lie-Abstimmung) ist. Ist der Abrieb auf der Sohle von der Mitte eher zur Spitze hin, könnte der Schläger zu kurz oder auch zu flach sein. Sie können nun die Ergebnisse der beiden Tests einschätzen. Wenn die Treffer auf der Schlagfläche (Test 1) mehr zur Spitze hin tendieren und der Abrieb (Test 2) auf der Sohle ebenfalls mehr zur Spitze hin abgebildet ist, sind dies deutliche Anzeichen dafür, dass Ihr Material zu kurz (Schlägerlänge) und zu flach (LieAbstimmung) ist. Wenn die Treffer auf der Schlagfläche (Test 1) ebenso wie der Abrieb auf der Sohle eher zur Ferse hin tendieren, sprechen die Anzeichen dafür, dass Ihr Material zu lang und zu steil sein könnte. Sicherlich spielt Ihre Schwungtechnik bei den Ergebnissen auch eine nicht ganz unwichtige Rolle. Ist der Abrieb auf der Schlägersohle nicht tendenziell in der Mitte, könnte dies auch durch eine verkantete Schlagfläche zustande kommen. Beobachten Sie deshalb auch, ob Ihr Ball oft in eine Richtung tendiert oder nicht. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihren Pro zu Rate ziehen. Unabhängig davon sollten Sie auf jeden Fall vor einem Schlägerkauf ein qualifiziertes Fitting in Anspruch nehmen. Achten Sie bei der Auswahl des Fittings darauf, dass nicht nur eine statische sondern auch eine dynamische Vermessung im Ablauf angeboten wird. Viel Spaß beim selber Testen!

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Am 14. April starten neben passionierten Golfern auch wieder zahlreiche prominente Mitglieder des Eagles Charity Golf Clubs zum Golf Opening. Ein Package mit einer oder zwei Übernachtungen inklusive Turnierteilnahme und Opening-Night ist bereits ab 146 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar. Kostenfreie Buchungshotline: 00800 - 1299 1299

Spielend zur Platzreife Während eines 5-Tages-Kurses können angehende Golfer in der weltweit größten Golfschule die DGV-Platzreife erlangen. Der Kurs ist für 499 Euro buchbar und beinhaltet neben Greenfees auch Schlägerfitting, Regel- und Etiketteabend, einen Golfhandschuh sowie ein Lehrbuch der GriesbachMethode.

Mitgliedschaft sichern und Vorteile genießen Die Jahresmitgliedschaft im Golf Resort Bad Griesbach e.V. für 1.036 Euro ermöglicht das Spielen auf insgesamt fünf individuellen 18-Loch-Meisterschaftsplätzen sowie drei 9-Loch und zwei 6-Loch-Anlagen. Hinzu kommen viele Vorteile wie Vergünstigungen in den Golf-Shops des Resorts, Möglichkeiten zur Teilnahme an rund 160 Turnieren pro Saison sowie kostenloses Training für Kinder und Jugendliche.

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TRAINING Promotion

Mit Hand und FuSS – die Basis für einen besseren Schwung

Die Manschettenstrategie Jeder Golfer ist in der Lage, sich einen konstanten Schwung zu erarbeiten, wenn gewisse Voraussetzungen geschaffen sind; Griff und Körperhaltung sollten stimmen und immer gleich sein. Jetzt vor Saisonbeginn ist noch Zeit: Schaffen Sie sich zunächst Routinen, auf denen Sie Ihr Spiel verlässlich aufbauen, damit Sie sich später voll auf den eigentlichen Schwungablauf konzentrieren können! So werden Sie die für Ihr Golfspiel 2012 gesetzten Ziele leichter erreichen. Wie Sie den Schläger richtig greifen, zeigt Ihnen die Bilderfolge in 5 Schritten:

Die JACKETSWING Trainingsmanschette von Dieter Proplesch, PGA-Golfpro im GC Felderbach/Wuppertal, erfunden und weltweit patentiert, „made in Germany“, hochwertig verarbeitet, angenehm zu tragen, für Rechtsund Linkshänder Größe S, M, L Preis 189 Euro (plus Versand)

Weitere Grundvoraussetzung: Stand und Körperhaltung müssen während des Schwungablaufes stimmen. Jeder gelungene, gerade und weite Golfschlag ist die Folge einer funktionierenden Kettenreaktion. Der Rumpf erzeugt die hierfür benötigte Kraft, ist quasi der „Motor“. Die Kraft gelangt über die schnelle Drehung des Rumpfes in Arme und Hände. Durch den gestreckten linken Arm im Treffmoment wird sie an den Schlägerkopf weitergegeben; nur so kann die nötige Kompression (Druck) auf den Ball entstehen. Optimal wird dieser Effekt durch Training mit der JACKETSWING Trainingsmanschette erreicht. Gleichzeitig kontrolliert die Manschette die überaus wichtige, korrekte Rotation des linken Armes gegen den Uhrzeigersinn – im Treffmoment und bei der Durchschwung-Bewegung – und trägt somit erheblich zu einem konstanten Ballflug bei.

1) Ansprechposition: wenig Winkel in den Knien, dafür mehr Winkel im Beckenbereich, sodass der Po gegen die Stehhilfe gedrückt wird.

2) Aufschwung: Beibehalten des Körperwinkels; nun wird die rechte Gesäßhälfte gegen die Stehhilfe gedrückt.

• Individuelles Training • Kurse für Anfänger und Golfer aller Spielstärken • Manschetten-Präsentationen auch in Ihrem Club

Info und Buchung unter Tel. +49(0)171 69 44 676

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Versand mit DVD – Anlege- und Trainingsfilm „bye, bye chickenwing“ (auch auf You Tube) Neu: GolfPolo-Kollektion Infos und Bestellung über:

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3) Abschwung: Körperwinkel 4) Finish: linke Oberschenkelhalten: nun wird die linke Po- und Beckenseite sind seitlich Seite durch die Zugbewegung neben die Stehhilfe gedreht des gestreckten linken ArJACKETSWING Traum-Trainingsreise mes und die nach Thracian Cliffs / Bulgarien dadurch ausvom 18. 05. bis 25. 05. 2012 lösende Drehung der Hüfte an die Stehhilfe gebracht.

Trainingsreise

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Mentale Saisonvorbereitung

TRAINING

Haben Sie in den Wintermonaten an Ihrem Schwung und Ihrer Fitness gearbeitet? Oder eher nicht? Mit der richtigen Einstellung kann diese Saison die erfreulichste und erfolgreichste Ihres Golferlebens werden – egal, zu welcher Gruppe Sie gehören. Dafür möchte ich Ihnen gerne vier einfache mentale Tipps anbieten:

forster mental-tipp

1. Setzen Sie sich Prozessziele! Wünschen Sie sich dieses Jahr eine Handicapverbesserung oder den Gewinn eines bestimmten Turniers? Solange Ziele realistisch sind und Ihren Möglichkeiten entsprechen, sind sie gut. Versuchen Sie jedoch, nicht den weit verbreiteten Fehler zu begehen, Saisonerfolg und Freude am Golf einzig an der Erreichung dieser Ziele zu messen. Diese „Ergebnisziele“ sind motivierend und geben uns Richtung, sie erzwingen zu wollen, ist eher hinderlich. Es ist wichtig, sich neben den Ergebniszielen auch Ziele zu setzen, die sich auf den Prozess des Spielens beziehen. Diese „Prozessziele“ könnten so aussehen: „Vor jedem Schlag den Ballflug so gut es geht visualisieren.“ Oder: „Schlechte Schläge abhaken.“ Oder: „Den Schwung unverkrampft ablaufen lassen.“ Sprechen Sie mit Ihrem Pro oder Mentaltrainer darüber, was für Sie sinnvolle Prozessziele sind und fokussieren Sie sich eher auf diese als auf den Score.

2. Achten Sie darauf, bei jeder Runde etwas dazu zu lernen! Jede Runde bietet uns Möglichkeiten, Neues zu erfahren, sei es aus Dingen, die uns gelungen, oder misslungen sind. Lassen Sie den Lerneffekt nicht unreflektiert vorüberziehen und fragen Sie sich nach jeder Runde: „Was habe ich heute gelernt?“! 3. Genießen Sie das Golfspiel aktiv! Hören Sie auf, darauf zu warten, gut zu spielen, um die Runde zu genießen! Lösen Sie die Freude an diesem wunderbaren Sport vom Ergebnis! Sie können sich dazu aktiv entscheiden. Lassen Sie Ihre gute Einstellung Ihr Spiel beeinflussen! Warten Sie nicht, bis Ihr Spiel Ihre Einstellung verändert! 4. Seien Sie Ihr eigener Caddie oder bester Freund! Wie würden Sie reagieren, wenn Sie in einem Turnier einen Caddie an Ihrer Seite hätten, der ständig an Ihnen zweifelt, Ih-

nen Vorwürfe macht und Sie beschimpft? Sie würden sich sein Verhalten wohl verbitten und Ihn nach Hause schicken, richtig? Wie häufig jedoch haben Sie in der Vergangenheit mit sich selbst so gesprochen? Schicken Sie Ihren inneren Kritiker diese Saison nach Hause und stellen Sie sich vor, ein guter Caddie oder Ihr bester Freund spräche zu Ihnen in schwierigen Situationen! Welche Dinge würde dieser wohl zu Ihnen sagen? Wenn Sie diese Saison neben dem Score bei jeder Runde auf diese vier Aspekte achten, werden Sie Ihr Spiel sicher mehr genießen und gleichzeitig beste Chancen auf eine erfolgreiche Saison haben. Ich wünsche Ihnen dabei alles Gute und viel Spaß!

Ihr Herbert Forster

„Hier stimmt einfach alles: der Platz, das Wetter, die Menschen.“

Tunesiens Golfplätze überzeugen jeden – den erfahrenen Spieler wie den Anfänger. Dafür sorgen nicht nur die Schönheit der Plätze, sondern auch deutschsprachige Pros und ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das im Mittelmeerraum wohl einzigartig ist. Die nahe gelegenen Traumstrände gibt´s inklusive. Und das nur 2,5 Flugstunden entfernt. Worauf warten Sie noch? www.golfaktuell.com

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NEU

NEU

ERLEBEN

E R L E 59B E N


25. Jahrgang GOLFaktuell

Reise

Spektakulärer Wüstenkurs: Dove Mountain von Jack Nicklaus

arizona

Unter der ewigen Sonne

Arizonas

Wo Indianer, Kakteen und Klapperschlangen zu Hause sind, lässt es sich auf großartigen Resortplätzen nahe Tucson exzellent golfen. Es ist ein magischer Platz – insbesondere für deutsche Golfer. Auf dem Dove Mountain Kurs krönte Martin Kaymer seine noch junge Karriere als Profigolfer. Mit dem Einzug ins Finale der WGC Accenture Match Play Championship erklomm

Seit 2009 zieht es die jeweils 64 besten Golfer der Weltrangliste Ende Februar in das Ritz-Carlton Dove Mountain Resort nahe Tucson im US-Bundesstaat Arizona, um das höchst dotierte Match Play Turnier des Jahres auszutragen. Und die sind begeistert, denn die Kulisse ist atemberaubend. Im äußersten Süden der USA, nahe der Grenze zu Mexiko, bewies Jack Nicklaus wieder einmal sein Können als Golfplatzarchitekt. 2008 eröffnete der Dove Mountain (27 Löcher) zwischen

Die großen, enorm ondulierten Grüns gehören zum Feinsten, was amerikanische Plätze zu bieten haben. er am 27. Februar 2011 erstmals die Spitze der Weltrangliste. Nach Bernhard Langer war er erst der zweite Deutsche, dem dieses Meisterstück gelang.

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majestätischen, oft Jahrhunderte alten Saguaro Kakteen vor dem Hintergrund der Tortolita Bergkette. Die großen, enorm ondulierten Grüns gehören zum Feinsten, was amerikanische Plätze zu bieten haben. Tour-Insider sagen, dass die Qualität der Grüns hier mit jenen in Augusta vergleichbar sei, und diese gelten als die besten und schnellsten der Welt. Die Abschläge, Fairways und Grüns sind wie mit der Rasierklinge in die Wüstenlandschaft hineingeschnitten. Und oben drauf: Mit dem Ritz-Carlton wurde ein Hotel der Extraklasse neben dem Golfplatz in die archaische Landschaft gesetzt. www.golfaktuell.com


Reise arizona Wahlheimat: Martin Kaymer lebt in Arizona

Berüchtigt: Der Mountain Course und sein Loch 3

Noch ist Dove Mountain ein perfektes Hideaway, aber die rasante Stadtentwicklung Tucsons wird wohl in einigen Jahren bis in diese Ecke vorgedrungen sein. Der Major-König Jack Nicklaus, den sie auch in Tucson wie einen Golfgott verehren, legte schon vor über einem Vierteljahrhundert in dieser Region Hand an und schuf einen erstklassigen Platz unter der

Wer hier ein Birdie spielt, schwebt im siebten Golferhimmel. ewigen Sonne Süd-Arizonas. Der La Paloma Country Club verfügt über drei gleichwertige, detailverliebte 9-Loch-Plätze.

längst gekauft hat, will weiter in den sehr großzügigen, von Troon Golf betriebenen Resort-Kurs investieren. Von den Bahnen hat der Golfer einen prächtigen Blick auf den Catalina Mountain, dem Hausberg von Tucson. Nicht weit entfernt von La Paloma, ebenfalls am Fuße der Catalina Mountains, liegt das Loews Ventana Canyon. Was schon La Paloma auszeichnet, steigert sich hier zum Superlativ. Das Hotel verfügt über alles, was den Gast verwöhnt: Fünf Restaurants, Spa, Swimmingpools, Tenniscenter sowie zwei vorzügliche 18-Loch-Plätze von Tom Fazio. Mit dem Canyon- und dem Mountain-Kurs unterstreicht der Designer eindrucksvoll, weshalb ihn viele Experten

für den besten lebenden Golfplatzarchitekten halten. Für alle Jäger besonderer Golfmomente ist das dritte Loch des Mountain Course der Höhepunkt: Ein lediglich 107 Yards langes Par 3, das von einer Anhöhe über eine Schlucht angespielt wird. Das Grün selbst ist von drei Seiten von Felsen umgeben. Wer hier ein Birdie spielt, schwebt im siebten Golferhimmel. Golf in Tucson ist aber nicht nur Wüstengolf in einer Wildwest-Landschaft. Mit dem Tubac Golf Resort und dem Omni Tucson National gibt es zwei Alternativen, die eher den Charakter europäischer Parklandkurse besitzen. Tubac liegt 45 Fahrminuten südlich von Tucson, nur einen Katzensprung von der mexikanischen

Zwei der drei Runden wurden jüngst vom Meister persönlich aufwändig überarbeitet. Alle Abschläge sind erhöht, das satte Grün der Fairways hebt sich von den dunkelgrünen Tönen der Grüns und den gelbbraunen Farben der speziellen Roughgräser ab. Wie bei jedem WüstenKurs empfiehlt es sich, die Bälle gerade zu halten. „Target Golf“ nennen sie das hier, um den Kakteen und Klapperschlangen am Rande der Spielbahnen nicht zu nahe zu kommen. Der neue Eigner von La Paloma, Robert Sraver, dem auch das Basketballteam der Phoenix Suns gehört und der den legendären PGA-Platz Hilton Head Island (South Carolina) unwww.golfaktuell.com

Drehort von Tin Cup: Das Tubac Golf Resort

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REISE

Historisch: Die Kultur der Indianerstämme

arizona

INFO Die Golfsaison in Tucson geht von Oktober bis April, außerhalb dieser Zeit ist es oft zu heiß für Outdoor-Aktivitäten. Anreise: American Airlines (www.aa.com) fliegt beispielsweise von Frankfurt aus über Dallas den Flughafen Tucson an. Preise: ab 600 Euro.

Grenze entfernt. Die Herzlichkeit der Menschen ist bemerkenswert. In Tubac schlägt noch das freundliche und weltoffene Herz der Amerikaner. Etwa wenn Golf Direktor Dennis die Geschichte des Ortes erläutert. Auf dem Gelände befand sich früher eine der ältesten Siedlungen Nordamerikas. Regelmäßig kam der legendäre Apachen-Häuptling Geronimo aus den umliegenden Bergen ins Tal herunter, um die paar Häuser dem Erdboden gleich zu machen. Bedrohlich wirkt es, wenn Dennis ziemlich zielsicher auf einen der Kämme zeigt, von wo aus Geronimo und seine Krieger die Angriffe starteten. Was in dieser Region blieb, ist das Andenken an die Ureinwohner. Die Auseinander-

setzung mit dem indianischen Erbe ist typisch für ganz Süd-Arizona.

An Loch 3 unter den Bäumen zerbrach Costner seine Schläger, gleich ein Loch weiter gab es die berühmte Diskussion mit dem jungen Phil Michelson und Greg Stadler, ob der Ball eher abzulegen wäre oder aus 220 Yards der Annäherungsschlag über das Wasser gelingen könnte. Auch die wunderbare Szene „Wer schlägt das Eisen 7 weiter?“ spielt in der Auffahrt zum Clubhaus.

... von wo aus Geronimo und seine Krieger die Angriffe starteten. Geblieben ist auch der Hacienda-Stil, hübsche rustikale Häuser, und die Sättel, die an der Bar die Hocker ersetzen. Ein Hauch von Wildwest-Romantik. Den Platz selbst machte vor allem Kevin Costner bekannt, als er große Teile des Filmes „Tin Cup“ in Tupac drehte. Dennis erläutert gerne Schlüsselszenen.

Martin Kaymer hat große Sympathien für Arizona. Seine Wahlheimat ist Scottsdale, zwei Autostunden nördlich von Dove Mountain. Klaus Westermeier

Ein Gedicht: Loch 4 der Wild-Buro-Schleife

Tradition: Lassowerfen und Reiten in Arizona

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La Paloma CC

REIse arizona Das Loews Ventana Canyon Resort

DIE GOLFPLÄTZE La Paloma Country Club Designer: Jack Nicklaus Canyon: 9 Loch, Par 36, 3534 Yards Hill: 9 Loch, Par 36, 3463 Yards Ridge: 9 Loch, Par 36, 3554 Yards www.lapalomacc.com Tubac Golf Resort Designer: Robert Lawrence, Ken Kavanaugh Otero: 9 Loch, Par 36, 3241 Yards Anza: 9 Loch, Par 35, 3194 Yards Rancho: 9 Loch, Par 36, 3629 Yards www.TubacGolfResort.com

Omni Tucson National Designer: Tom Lehman, Robert Van Hagge/Bruce Devlin Catalina: 18 Loch, Par 73, 7262 Yards Sonoran: 18 Loch, Par 70, 6.552 Yards www.OmniTucsonNational.com The Ritz-Carlton Dove Mountain Designer: Jack Nicklaus Tortolita, 9 Loch, Par 36, 3955 Yards Saguaro: 9 Loch, Par 36, 3894 Yards Wild Burro: 9 Loch, Par 36, 3897 Yards www.ritzcarlton.com/Dovemountain Loews Ventana Canyon Designer: Tom Fazio Mountain Course: 18 Loch, Par 72, 6902 Yards Canyon Course: 18 Loch, Par 72, 6836 Yards www.loewshotels.com/Ventana-Canyon-Resort

DIE HOTELS Westin La Paloma Resort & Spa www.westinlapalomaresort.com Loews Ventana Canyon www.loewshotels.com/VentanaCanyon-Resort The Ritz-Carlton Dove Mountain www.ritzcarlton.com/dovemountain

What else to do Natürlich kann man in Arizona nicht nur hervorragend golfen – auch rundherum gibt`s einiges zu entdecken: p Das Pima Air and Space Museum ist ein Muss für Flugzeugfans: Auf über 30 Hektar werden 100 Jahre Luftfahrtgeschichte anhand von über 300 ausgestellten Flugzeugen erlebbar. www.pimaair.org

p Zauberhaft ist eine Ballonfahrt über der Sonora-Wüste, am besten zum Sonnenaufgang. www.rainbowriders.com p Das Titan Missile Museum südlich von Tucson lädt zu einer gruseligen Zeitreise in den Kalten Krieg ein: Die Tour führt acht Stockwerke hinab in einen Raketensilo inklusive TitanII-Rakete, ausgerichtet auf Ost-Berlin. www.titanmissilemuseum.org p Jedes Jahr im Februar feiert Arizona beim Tucson Rodeo seine Cowboys. www.tucsonrodeo.com p Fans von Wyatt Earp und dem Wilden Westen kommen in Tombstone, der einzigen nahezu komplett erhaltenen Westernstadt der USA, voll auf ihre Kosten: tägliche Auffüh-

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rungen der berühmten Schießerei am Ok Corral mit Wyatt Earp, Doc Holliday, Virgil und Morgan Earp gegen die Cowboys der Clanton-Ranch. Ein besonderer Clou: eine Nacht im Wyatt Earp-Themenhaus. p Ebenso interessant in diesem Kontext sind die Old Tucson Studios, Hollywoods „Außenstelle“ für Westerndrehs. www.apachespiritranch.com www.oldtucson.com p Seit 4. Februar ist der Arizona Trail komplett: Er schlängelt sich auf über 1.300 Kilometern von Mexiko durch Arizona nach Utah und vereint Wüsten, Wälder, Berge, Schluchten sowie Sehenswürdigkeiten, Gemeinden und Menschen. www.aztrail.com

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25. Jahrgang GOLFaktuell

REISE Marokko

Magic Marrakesch Nichts gegen All Inclusive, gegen Belek oder Hamamet. Aber wer kein Hardcore-Spieler ist, wer alle Buffets, Pools, Hammams und Plätze kennt und statt des jährlichen Saison-Auftakts in einem Golf-Ghetto mal Abwechslung sucht, sollte sich mit Marokko beschäftigen. Und da vor allem mit Marrakesch! Diese Stadt, die Nobelpreisträger Elias Canetti zu seinem großartigen Buch „Die Stimmen von Marrakesch“ inspirierte, zieht sei Jahrzehnten Prominente, Politiker und Künstler an. So könnte man leicht Naomi Campbell, Madonna oder Mick Jagger begegnen, die hier Riads besitzen. Andere gönnen sich den Luxus der großartigsten Hotels, die Nordafrika zu bieten hat. Als einen „der schönsten Plätze der Welt“ empfahl schon vor 70 Jahren Englands

Stein- und Holzarbeiten zeugen von einem in Jahrhunderten gewachsenen Stilempfinden Premierminster Winston Churchill dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt das Hotel „La Mamounia“, dessen 138 Zimmer und 70 Suiten von 2006 bis 2009 aufwen-

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dig renoviert wurden und das jetzt Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow und Orlando Bloom zu seinen Gästen zählt. Anonym bleibt gerne die Klientel des erst 2010 eröffneten „Royal Mansour“, das der Königsfamilie gehört. Hier beginnen die Übernachtungspreise bei 1.600 Euro, allerdings nicht für ein Zimmer, sondern für einen Riad, ein Haus mit Innenhof. Der Luxus beginnt im Salon oder im kleinen Garten im Erdgeschoss, in dem man sich gerne zum arabischen Mokka niederlässt. Um nach einer Golfrunde zu entspannen, ehe man sich in der Dusche in der nächsten Etage erfrischt, um danach auf die Dachterrasse zu wechseln, den Blick auf das Atlas-Gebirge oder auf die Medina zu genießen. Anschließend gönnt man sich den absoluten Kick: das Bad im eigenen, nicht einsehbaren Pool.

Hotelanlage, ein Vorzeige-Objekt marokkanischer Handwerkskunst. Mosaiken, Intarsien, Stein- und Holzarbeiten zeugen von einem in Jahrhunderten gewachsenen Stilempfinden. Hier lebt die Tradition auf höchstem Niveau. Wie eben auch der Gast, dem drei Spitzenrestaurants,

Das „Royal Mansour“ ist nicht nur eine luxuriöse, sondern auch eine sehenswerte Ein Palast: Die Lobby des Royal Mansour

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Golf im Garten Eden: La Palmeraie Golf Club

u.a. unter der Patronage des Drei-SterneKochs Yannick Alleno vom Pariser Hotel Meurisse zur Verfügung stehen. Das hat, wie schon erwähnt, natürlich einen nicht für jeden erschwinglichen Preis. Es geht aber auch zu erträglichen Kosten. Fast alle großen Hotelketten sind in Marrakesch vertreten. Empfehlenswert sind auch Riads in der Medina, von denen aus man schnell die farbenprächtigen Gärten Menara oder Jardin Majorelle, die letzte Ruhestätte von Yves Saint Laurent, erreicht, deren Ruhe zur Erholung von dem in der Altstadt

tobenden Leben manchmal notwendig ist. In den Souks bieten die Händler ihre Waren lautstark an, allerdings ohne die handgreifliche Aufdringlichkeit, die einem orientalische Märkte verleiden kann. Hoch, aber interessant exotisch ist er Geräusch-

pegel auf dem Jemaa el Fna, dem einstigen Henkersplatz, auf dem ab 16 Uhr gekocht und musiziert wird und wo Gaukler, Feuerschlucker und Schlangenbeschwörer auftreten, denen man von Terrassencafes aus zusehen kann.

Golf Amelkis (rechts) besticht durch die Bergkulisse des Atlasgebirges, Golf Al Maaden (unten) durch eigenwilliges Design

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25. Jahrgang GOLFaktuell

REISE Marokko

Erhaben: Royal Golf Marrakesch

27 Loch zum Genießen: Golf Amelkis

Marrakesch bietet dem Golfer ein abwechslungsreiches Erholungsprogramm als Zugabe zu den fünf Plätzen rund um die Stadt (Greenfees zwischen 50 und 80 Euro). Dabei beanspruchen manche wie Amelkis (6.761 Meter/ChampionshipAbschlag) oder der Samanah Golf Club ( 6.735 Meter, Championship-Abschlag)

allein schon wegen der Länge trotz des obligatorischen Caddies (kostet im Schnitt 15 Euro und erleichtert die Sache ungemein) gute Kondition. Der Royal Golf Club ist da mit 5.888 Metern schon erholsamer, vor allem aber, weil die Wege vom Grün zum nächsten

Tee wie durch einen botanischen Garten mit exotischen Blumen, Zypressen, Palmen, Eukalyptus-, Orangen-, Aprikosenund Olivenbäumen führen. Ein echtes Erlebnis. So wie Golfen in Marrakesch eben ist. Edgar Fuchs

INFO DIE GOLFPLÄTZE La Palmeraie Golf Club Designer: Robert Trent Jones 18 Loch, Par 72, 5721 Meter www.pgpmarrakech.com Golf Samanah Designer: Jack Nicklaus 18 Loch, Par 72, 6092 Meter www.samanah.com Golf Al Maaden Designer: Kyle Phillips 18 Loch, Par 72, 6249 Meter www.almaaden.com

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Royal Golf Marrakesch Designer: Arnaud Massy & Pasha of Marrakesh Menara: 9 Loch, Par 63, 2358 Meter Koutoubia: 9 Loch, Par 36, 2647 Meter Agdal: 9 Loch, Par 36, 2663 Meter www.royalgolfmarrakech.com Golf Amelkis Designer: Cabell B. Robinson Red Course: 9 Loch, Par 36, 3141 Meter Blue Course: 9 Loch, Par 36, 2920 Meter Green Course: 9 Loch, Par 36, 3170 Meter www.onapur.ma Meterangaben: Abschlag Gelb

Hier war Meister Jack Nicklaus persönlich am Werk: Golf Samanah

Zauberhaft: La Mamounia

DIE HOTELS La Mamounia www.mamounia.com Royal Mansour www.royalmansour.com

www.visitmorocco.com

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Spielbetrieb seit Januar: Royal Óbidos Golf Course

Abschlag an der Silberküste:

Royal Óbidos Golf Course eröffnet Rund 80 Kilometer nördlich von Lissabon erstreckt sich die Region „Oeste” entlang der Atlantikküste, die von Bergen, Weingütern und herrlichen Sandstränden geprägt ist und ein umfangreiches Golfangebot bietet. Wer zudem das ländliche Portugal abseits des Massentourismus’ sucht, ist hier an der Silberküste genau richtig. Für Urlauber entstehen hier neue Resorts – ganz im Einklang mit der Natur. Am 2. Januar 2012 hat der neue 18-LochGolfplatz Royal Óbidos Golf Course an der portugiesischen Silberküste offiziell eröffnet. Entworfen wurde der Platz von Golf-Ikone Seve Ballesteros. Mit seinem hügeligen Terrain und viel Wasser verspricht der Platz Spielern jedes Könnens ein herausforderndes und abwechslungsreiches Golferlebnis – und den tollen Ausblick auf die Lagune von Óbidos und den Atlantik gibt`s mit dazu. Der neue Platz reiht sich in eine Vielzahl hervorragender Golfplätze ein: In der unmittelbaren Umgebung lockt das Bom Sucesso Architecture Resort Leisure & Golf mit

einem 18-Loch-Golfplatz. Kein geringerer als der weltbekannte Architekt Donald Steel ist für die Gestaltung des PAR-72-Platzes verantwortlich, der sich harmonisch in die umliegende Landschaft einfügt. Highlight sind die zweiten Neun, die mit hügeligem Terrain im Gegensatz zu den flachen ersten neun viel Abwechslung bieten. Ein weiteres Highlight entsteht auch mit dem neuen Resort „Quintas de Óbidos”, das über ein Hochleistungsreitsportzentrums verfügt, für dessen Konzeption sich die international erfolgreiche Springreiterin Jessica Kürten verantwortlich zeigt. Einer der besten Golfplätze Portugals liegt ebenfalls an der Silberküste: Mit einer Mischung aus Bahnen, die inmitten eines Pinienwaldes oder direkt am Atlantik liegen, hat der Praia D´El Rey Golf Course bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. 2007 beispielsweise wurde er von der International Association of Golf Tour Operators (IAGTO) zum „Best European Golf Resort“ gewählt. p www.bomsucesso.net p www.praia-del-rey.com p www.qdo.pt p www.royalobidos.com

Von Stararchitekten entworfen: Villen im Bom Sucesso Architecture Resort Leisure & Golf

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REISE Promotion

GOLFaktuell-Tipp auf Teneriffa/Spanien:

Abama: Golf-Traum hoch über dem Atlantik Das Abama Golf und Spa Resort thront wie eine marokkanische Kasbah (Festung) hoch über dem Atlantik. Das ungewöhnliche Gebäude umfasst 328 Zimmer und Suiten. Auf terrassenartig angelegten Ebenen erstrecken sich exklusive Villen mit weiteren 148 Zimmern und Suiten. Neben einem atemberaubenden 18-Loch-Golfplatz, gehören Tennis- und Paddeltennisplätze inklusive einer professionellen Tennisakademie, ein 2.500 Quadratmeter großer Spa- und Wellness-Bereich, insgesamt sieben über die Anlage verteilte Süßwasser-Pools, ein goldgelber Sandstrand, zwei natürliche Fels-Schwimmbecken mit Meerwasser, sowie ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten dazu. Abama bietet Fans des grünen Rasens einen 18-Loch-Golfplatz (Par 72) und einen DreiLoch-Übungsplatz. Zusammen mit dem Architekten Melvin Villarroel entwarf der ehemalige Ryder Cup-Spieler Dave Thomas einen sich über 6.271 Meter Länge erstreckenden Meisterschaftsplatz für sehr anspruchsvolle Spieler. Inmitten von 25.000 Bäumen und tropischen Pflanzen, zahlreichen Seen, Bunkern und

hügeligen Grüns stellen sich Golfer den Herausforderungen. Dabei wurde die besondere Topographie der Insel berücksichtigt: So befindet sich das niedrigste Level des 18-LochPlatzes bei 78 Metern und der höchste Punkt bei 315 Metern über dem Meeresspiegel. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton spielte bereits eine Runde Golf auf dem Abama. Nuhrs van Thom

GOLFaktuell-Tipp in portugal:

Tivoli Victoria: 3 Golfplätze direkt am Hotel Das Tivoli Victoria in Vilamoura liegt in beeindruckender Umgebung, direkt am Yachthafen und dem kilometerlangen Sandstrand Praia da Marina. In unmittelbarer Umgebung finden Sie zahlreiche Bars und Restaurants. Hier gibt es alles: Ein Höhepunkt sind die großartigen Zimmer mit einer herrlichen Panoramaaussicht auf die Fairways des Victoria Golfplatzes, der von der Golflegende Arnold Palmer entworfen wurde. Mit privilegierter Lage in Vilamoura an der Algarve, ist das Tivoli Victoria die perfekte Wahl für diejenigen, die einen angenehmen Aufenthalt mit der Ausübung ihres Lieblingssports Golf verbinden wollen. Vom Hotel aus können 3 Golfplätze zu Fuß erreicht werden: der Victoria Golf Course, sowie die Golfplätze Millennium, ent-

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worfen von Martin Hawtree, und Laguna (Joseph Lee). Ein besonderer Service ist der „Golf Desk“. Hier wird sich um alle Belange des golfspielenden Gastes gekümmert. Zudem gibt es exklusive Umkleideräume, mit direktem Ausgang auf den Victoria Golf Course. „Starting Times“ auf verschiedenen Golfplätzen der Algarve werden garantiert. Die Nutzung der drei DrivingRanges ist – inclusive Bälle – kostenlos. Wem das nicht reicht: Nicht weniger als 28 Golfplätze befinden sich in einem Radius von 90 Minuten Fahrzeit um das Hotel. Das Tivoli Victoria bietet einen Gratis-Transport zu den Plätzen von Vilamoura. Ac

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REISE Promotion

GOLFaktuell-Tipp in belek/türkei:

Luxus pur in Belek: Das Maxx Royal Belek mit seinen 15 Golfplätzen gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Golf-Destinationen im Mittelmeer-Raum. Das Maxx Royal, eröffnet im Mai 2011, ist ein absoluter Luxustempel und die neue Nummer Eins an der „türkischen Riviera“. GOLFaktuell-Pro Alexander Kessler war mit einer Golfgruppe eine Woche vor Ort – und ist begeistert. Das Hotel, 35 km vom Flughafen Antalya entfernt, lässt keine Wünsche offen. Es hat keine „herkömmlichen“ Zimmer – alle Räume haben Suiten-Charakter mit rund 80 qm (!). Drinnen findet sich jede Menge Luxus wie Klimaanlage, Sat.-TV, InterAlexander Kessler netanschluss, Minibar, Safe, ein Schlafzimmer mit französischem Bett oder Einzelbetten, Sitzbereich, Ankleideraum, Bad (Dusche, Jacuzzi) sowie Balkon zur Gartenseite oder mit Meerblick. Gold und Silber sind die dominierenden Farben des Hotels. Das Maxx Royal ist momentan das angesagteste Hotel im türkischen „Golfmekka“ Belek – zurecht, wie ich finde. Zu der Anlage gehört auch der Montgomerie-Golfplatz, der vom schottischen Stargolfer Colin Montgomerie (7 Siege bei der

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European Tour Order of Merit, 8 Teilnahmen am Ryder Cup) entworfen wurde. Der Platz richtet sich an Spieler aller Stärken und bietet neben einem anspruchsvollen 18Loch-Kurs auch eine 9-Loch-Akademie an. Der Golfkurs, der sich über 104 Hektar Pinienwald- und Küstenlandschaft erstreckt, hat bei Par 72 ein Länge von 6.468 Metern. Egal ob Wasserhindernisse oder alter Baumbestand, alles, was ein guter Golfplatz braucht, ist gegeben, auch ein großes Trainingsareal nebst Driving-Range. Wenn ich erneut mit einer Golfgruppe in die Türkei fahre, wird es ganz sicher wieder das Maxx Royal. Wichtig ist allerdings die rechtzeitige Startzeitenreservierung! Wer die Abwechslung liebt: 12 weitere Golfplätze sind in nur 5 bis 10 Minuten bequem mit dem Auto vom Hotel aus zu erreichen. AK

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REISE Schleswig-Holstein

Zwischen den Meeren Wasser ist auf vielen Golfplätzen im hohen Norden das bestimmende Element – gerne wird Schleswig-Holstein auch das Golfland zwischen zwei großen seitlichen Wasserhindernissen genannt. Kein Wunder, schließlich bieten viele Anlagen zwischen Ost- und Nordsee einen berauschenden Meerblick. Wo dieser fehlt, wird er oft durch große Wasserlandschaften ersetzt, die optisch ebenfalls sehr reizvoll und zudem sportlich eine Herausforderung sind. Innerhalb der Grenzen des nördlichsten Bundeslandes stehen 1.111 Golfbahnen auf mehr als 60 Anlagen zur Auswahl. Die Vielfalt in Schleswig-Holstein ist dabei so groß, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist: Von echten Links-Courses bis hin zu lieblichen Parkland-Plätzen. Gemessen an der Einwohnerzahl verfügt das Bundesland über die höchste Dichte an Golfplätzen in Deutschland. Unter dem griffigen Namen „golfküste*“ haben die meisten Golfanlagen im Norden ihre Kräfte gebündelt und bieten interessante Möglichkeiten, mehrere Golftage zu gestalten. Vorbehalte hinsichtlich des Wetters lassen die Gastgeber an der Küste oder auf den Inseln indes nicht gelten. Unisono hört man immer wieder, dass das Wetter meist viel schöner sei, als die Wettervorhersage es pauschal für den

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Norden prophezeit. Wer die Witterung am Meer kennt, wird das auch nicht anzweifeln und zuversichtlich den Weg zu den interessanten Plätzen im Norden antreten. Wasser von oben ist also nicht so oft im Spiel. Ansonsten ist das feuchte Element aber in Schleswig-Holstein dominierend: Auf der einen Seite die Nordsee, auf der anderen die Ostsee und zwischendrin große Gewässer, wie z. B. der Plöner See oder die Schlei. Wer Natur pur erleben möchte, ist auf vielen Anlagen in Schleswig-Holstein genau richtig. Überhaupt: Als Urlaubsziel lohnt sich der Norden ohnehin, egal, ob man Golf mit kulinarischen Köstlichkeiten verbindet beim Schleswig-Holstein Gourmet Festival, mit Musik und Kultur beim SchleswigHolstein Musik Festival oder mit Badespaß an den Stränden der Nord- oder Ostsee.

Gute Karten in Schleswig-Holstein Mit der golfküsten*-card kann man für 169 Euro fünf Runden Golf spielen. Pro Runde sind dies nur 33,80 Euro – so bleibt noch Geld in der Urlaubskasse, um die anderen Reize des Landes genießen zu können. Zur Auswahl stehen dabei mehr als 40 Plätze an Nord- und Ostsee und im Holsteiner Süden. Auf 30 Plätzen gilt dieses Angebot sogar an Wochenenden. Speziell für Freunde von kürzeren Golftagen gibt es die golfküsten*-card flexi: Für 99 Euro kann man sich fünf 9-Loch-Runden frei zusammenstellen. Der Name flexi ist absolut berechtigt, denn es können auch zwei Halbrunden auf einer 18-Loch-Anlage zu einer ganzen Runde kombiniert werden. Damit ist diese Karte auch für ein verlängertes Wochenende ein tolles Angebot. Alle Informationen zum Thema Golf in SchleswigHolstein gibt es auf der neuen Internetseite www.golfküste-sh.de. Weitere Informationen bietet auch das Magazin golfküste*, das Sie einfach online bestellen oder bei der Golf in Schleswig-Holstein GmbH unter der Tel. 04503/888516 anfordern können. www.golfaktuell.com


REISE ostsee

Golfen mit Weitblick Der 2003 eröffnete Maritim Golfpark Ostsee besticht durch eine idyllische Lage mitten im Natur- und Landschaftsschutzgebiet am Hemmelsdorfer See. Golfer genießen hier einen wunderbaren Weitblick auf die liebliche Hügel- und Seenlandschaft der Umgebung. Die herrlichen drei 9-Loch-Kurse auf dem 105 Hektar großen Areal wurden von dem renommierten Platzdesigner Christoph Städler perfekt in die einmalige Naturlandschaft integriert. Unterschiedlich hohe Schwierigkeitsgrade, ein anspruchsvolles

Course-Design – die 27 Spielbahnen sind beliebig kombinierbar und für Golfer aller Spielstärken eine Herausforderung. Der SeeCourse präsentiert sich mit seinen breiten Fairways etwas leichter, schwieriger zeigen sich der Schloss-Course und WarnsdorfCourse mit strategisch platzierten Bunkern, heiklen Roughs und Wasserhindernissen. Alle drei Plätze haben jedoch eines gemeinsam: bestens gepflegte Grüns und Fairways, ein hohes Potenzial an Fairness und traumhafte Ausblicke in die weite Landschaft Ostholsteins. Gespielt wird hier übrigens nahezu das ganze Jahr auf Sommergrüns. Und wenn das Wetter mal ungemütlich wird, bleibt immer noch die Indoorhalle mit acht Abschlägen, einem Puttinggrün, einem Bunker und dem Golfsimulator.

Maritim Seehotel Timmendorfer Strand

TRAINING FÜR GROSS UND KLEIN

Die Maritim Golfpark Ostsee AG bietet seit letztem Jahr auch eine Fernmitgliedschaft an. Einzige Voraussetzung: Der Erstwohnsitz muss mindestens 200 km von der Maritim Golfpark Ostsee AG in Warnsdorf entfernt sein. Die Mitgliedschaft beinhaltet einen DGV-Clubausweis der Maritim Golfpark Ostsee AG zum Preis von 199 Euro inkl. Clubbeitrag.

Überhaupt: Die Trainingsmöglichkeiten im Maritim Golfpark Ostsee sind ausgezeichnet. Seit 2011 beherbergt der Golfpark die neu gegründete Maritim Golfschule unter der Leitung der beiden PGA-Pros Malte Mutke und Olaf Strunck. Die Maritim Golfschule bietet ein spannendes und vielseitiges Schulungsprogramm (Gruppenund Einzelunterricht) für Anfänger und für Fortgeschrittene sowie einen speziellen Kinderkurs während der Sommerferien an. Von Ende März bis Oktober gibt es in der Maritim Golfschule an jedem Samstag von 15:00 bis 17:00 Uhr ein zweistündiges Schnuppertraining – ideal für alle, die noch nie einen Golfschläger geschwungen haben und das Golfen gerne einmal ausprobieren möchten.

Übernachtungstipps: p Maritim Seehotel Timmendorfer Strand Tel.: +49(0)4503/605-0 p Maritim ClubHotel Timmendorfer Strand Tel.: +49(0)4503/607-0 p Maritim Strandhotel Lübeck-Travemünde Tel.: +49(0)4502/89-0 p Maritim Golfpark Ostsee AG Schloßstraße 14, 23626 Warnsdorf/Ratekau Tel.: +49(0)4502/7777-0 Fax: +49(0)4502/7777-99 info.golf@maritimgolfpark.de www.golfaktuell.com www.maritim-golfpark.de

SHOPPING Ein weiteres Highlight ist der Maritim ProShop. Dort findet man alles, was ein Golferherz höher schlagen lässt: aktuelle Golfmode der Firmen Tommy Hilfiger, Chervó, Golfino, Daily Sports, Adidas und Ashworth und die neuesten Golfschläger von TaylorMade, Callaway und Ping. Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Modelle von Golftaschen, Schuhen und weiterem angesagten Zubehör. Das Pro-Shop-Team stellt für jeden Spieler auch gerne ein individuelles Equipment zusammen. Und natürlich können hier moderne Schlägersätze, Trolleys und E-Carts gemietet werden. Ein Besuch im Maritim Golfpark Ostsee lohnt sich also immer. Gäste der drei Maritim Hotels an der Ostsee erhalten übrigens eine dauerhafte GreenfeeErmäßigung von 50 Prozent.

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25. Jahrgang GOLFaktuell

REISE A-ROSA Flussschiff

Köln: Startpunkt der Rheinroute Kurs Nord & Golf

termine Rhône Route Luna & Golf Termine: 23. Juni und 8. September 2012 Preis ab 1.319 Euro p. P. in der Doppel-Außenkabine ab/bis Lyon inkl. VollpensionPlus und Nutzung des SPA-und Fitnessbereichs, zzgl. 299 Euro fürs Golfpaket Donau Klassiker & Golf Termine: 19. Mai, 15. September 2012 ab Passau Preis ab 1.349 Euro p. P. in der Doppel-Außenkabine inkl. Vollpension und Nutzung des SPA- und Fitnessbereichs bei eigener Anreise ab/bis Passau, zzgl. 399 Euro fürs Golfpaket Rhein Kurs Nord & Golf Termin: 18. August 2012 Preis ab 1.279 Euro p. P. in der Doppel-Außenkabine ab/bis Köln inkl. VollpensionPlus und Nutzung des SPA- und Fitnessbereichs, zzgl. 299 Euro fürs Golfpaket Information und Buchung im Reisebüro, unter Telefon 03 81 - 202 6001 oder unter www.a-rosa.de.

Tolle Golfangebote im Jubiläumsjahr Seit 10 Jahren befährt A-ROSA mit seiner modernen Premium-Flotte die schönsten Flüsse Europas und begeistert seine Gäste mit innovativen Konzepten aus legerem Wohlfühlurlaub, luxuriösen Schiffen und spannenden Themenkreuzfahrten. Zum 10. Geburtstag hat sich das Unternehmen selbst beschenkt: Die A-ROSA SILVA ist als neuer Schiffstyp mit 2 ½ Decks speziell für längere Reisen und die Verbindung des Rhein-Main-Donaukanals konzipiert. Erstmalig verfügt ein A-ROSA Flussschiff über Suiten und Juniorsuiten als Ergänzung zu den regulären Außenkabinen. Ein weitläufiges Sonnendeck mit Außenpool, Liegen, Sonnenschirmen, Restaurant-Außenbereich und Grill lädt dazu ein, die vorbeiziehende Landschaft zu genießen. Das Schiff wird überwiegend für die ganz neu eingeführten „Grand Tours“ eingesetzt, also alle Fahrten ab einer Dauer von zehn Tagen. Golfer kommen natürlich auch 2012 voll auf ihre Kosten: Die achttägigen Themenkreuzfahrten „Golf“ für die drei Fahrtgebiete Donau, Rhône und Rhein sind daher auch wieder im neuen A-ROSA Katalog im Programm. Die jeweils zur Route dazu buchbaren Golfpakete (maximal 36 Personen, ab Hcp 36) beinhalten die Greenfees für drei ausgewählte Golfplätze, Übungsbälle und Trolleys, professionelle Organisation und Begleitung, Transfers, Halfway

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sowie das sportliche Rahmenprogramm an Bord. Wer zwischen den Turnieren weiter trainieren möchte, kann sich auf dem Puttinggrün an Deck austoben. Die Donauroute „Klassiker & Golf“, wahlweise ab Passau oder Wien, führt zum Golfclub Fontana/Österreich, Pannonia G&C-Club/ Ungarn sowie zum Golfplatz Lengenfeld/ Österreich. Weitere kulturelle Highlights der Reise sind die Metropolen Wien, Budapest und Bratislava sowie die Fahrt durch die Wachau. Auf der Rhôneroute „Luna & Golf“ geht`s auf die ausgewählten Plätze Golf de Macon, Golf de Servanes sowie Golf de Lyon. Die Reise ab/bis Lyon führt durch das Burgund, die Camargue und Provence mit Besuch der Städte Lyon, Avignon oder Arles. Auf der Rheinroute „Kurs Nord & Golf“ schließlich erwarten die Gäste der Amsterdamse Golf Club, der Royal Latem Golf Club in Sint-Martens-Latem und der Ternesse Golf & Country Club in Wommelgem. Die Reise führt ab Köln nach Holland und Belgien über Amsterdam, Rotterdam, Horn, Antwerpen, Gent und Nijmegen. An den übrigen Reisetagen locken der großzügige SPA- und Fitnessbereich mit Sauna, Massagen und Trainingsgeräten, die bordeigenen Trekking-Bikes und andere vielfältige Ausflüge. MvB www.golfaktuell.com


Golflust ist südlich!

Das dichte Netz an Golfplätzen, die gute Verkehrsanbindung und vor allem die Vielfältigkeit der Golfanlagen bieten beste Voraussetzungen für perfekte Tage auf dem Green. Die Spielmöglichkeiten auf den abwechslungsreichen Kärntner Plätzen sind vielfältig und bieten aufgrund einiger Besonderheiten garantiertes Golfvergnügen. Allen gemeinsam ist das landschaftliche Flair, oft durch wunderschöne Ausblicke auf einen der über 200 Seen und die nahen Berge. Die qualitätsgeprüften Kärntner Golfhotels haben sich mit tollen Angeboten ganz auf ihre golfenden Gäste eingestellt: Feine Küche, erstklassige Erholungsmöglichkeiten und engagierte Gastgeber sorgen für das nötige Ambiente, um Golferinnen und Gol-

Kärntenweites Golfvergnügen mit einer Chipkarte Mit der „Kärnten Golf Card“ haben Golffans die Wahl zwischen zehn der schönsten Golfplätze südlich der Alpen und können so auf entspannte Weise das vielfältige Golfangebot zwischen Bergen und Seen erleben. Die Karte ist auf allen Kärntner 18-Loch-Anlagen (mit Ausnahme des GC Dellach) gültig und kann mit drei, vier oder fünf Greenfees aufgeladen werden. Erhältlich ist die Kärnten Golf Card ab sofort bei allen teilnehmenden Golfanlagen bzw. in den Golf-Partnerhotels in Kärnten. Als besonderes Zuckerl gibt`s für Golfurlauber in diesem Frühling in Kärnten die Aktion „2 for 1“: Mit einer Kärnten Golf Card können bis Ende April zwei Personen spielen, abgebucht wird aber immer nur eine Runde.

Foto: Steinthaler KW

Bereits im Februar dieses Jahres hat die erste Übungsanlage nach der Winterpause ihre Tore wieder geöffnet, seit den frühlingshaften Temperaturen Anfang März steht im sonnigen Süden auch den ersten 18-Loch-Runden nichts mehr im Wege.

Golfregion Kärnten

fer nach einem Tag auf dem Platz umfassend zu verwöhnen.

Golfplatz Moosburg Pörtschach Golfen zwischen Bergen und Seen in Millstatt

Für Kinder unter zwölf Jahren hat sich der Süden Österreichs zudem noch etwas Besonderes einfallen lassen: Auf teilnehmenden Anlagen können die Kids ihre Eltern kostenlos begleiten, wenn diese eine Kärnten Golf Card besitzen. www.golflust.at

Foto: Golfanlage Millstätter See

In Kärnten, Österreichs südlichstem Bundesland, sorgt die Nähe zur Adria oftmals für ein beinahe mediterranes Klima mit ungewöhnlich vielen Sonnenstunden. Die geografische Lage wirkt sich somit auch äußerst positiv für Golfer aus, sie gewährleistet eine lange Bespielbarkeit der Golfplätze.

REISE

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Foto: GEPA pictures/Murhof Gruppe

Golfclub Klagenfurt-Seltenheim


25. Jahrgang GOLFaktuell

REISE Schweiz

Weltweit angesehen: Das Baur au Lac

Schweizer Luxus Die Hotellerie in der Schweiz gehört zweifelsohne zu den besten der Welt. Ein Paradebeispiel dafür ist das Baur au Lac in Zürich, Mitglied der „Leading Hotels of the World“. Das traditionsreiche Luxushotel mit seiner 165-jährigen Geschichte ist in der sechsten Generation im Besitz derselben Familie und wird seit über 50 Jahren von derselben Direktionsfamilie geführt – der Familie Rey. Das Motto des Ehepaars: Der Gast ist König. Genau das wird von der Direktoren-Familie und jedem einzelnen Mitarbeiter gelebt.

Dienstleistung und Service, kombiniert mit Stil und Diskretion, stehen an oberster Stelle und werden in einer einzigartigen Perfektion umgesetzt. Es mag an der Schweizer Mentalität liegen, dass die Spitzenhotellerie der Eidgenossen im Gegensatz zu der anderer Länder die entscheidende Nuance besser ist. Selbstredend, dass es die Aufenthalte nicht zum Schnäppchenpreis gibt. Die Schweiz ist teuer und Zürich ganz besonders, das trifft auch aufs Golf zu. www.bauraulac.ch

Golfplätze rund um Zürich p GC Breitenloo, 18 Loch, 20 km www.golf-plaetze.ch/golfplatz-GolfClub-Breitenloo p GC Bubikon, 9 Loch, 19 km www.swissgolfbubikon.ch p GC Dolder, 9 Loch, 3 km www.doldergolf.ch p Golf und CC Zumikon, 18 Loch, 10 km www.golf-plaetze.ch/golfplatz-GolfCountry-Club-Zumikon

Geniale Lage zwischen Limmat und Zürichsee

p GC Hittnau, 18 Loch, 30 km www.gcch.ch p GC Rheinblick, 18 Loch, 34 km www.golfclubrheinblick.ch p GC Schloss Goldenberg, 18 Loch, 37 km www.schloss-goldenberg.ch p Golf und CC Schönenberg, 18 Loch, 50 km www.golf-schoenenberg.ch p GC Unterengstringen, 9 Loch, 10 km www.golf-unterengstringen.ch

Tipp: Voranmeldung dringend erforderlich, es handelt sich teilweise um Privatclubs.

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25. Jahrgang GOLFaktuell

FIT FOR GOLF BolzWachtel Dental Clinic

Sofortimplantate „Feste Dritte an einem Tag“

Ein Leben lang mit Freude lächeln Schlecht sitzende Prothesen können die Lebensqualität einschränken. Betroffene leiden häufig unter Sprachstörungen, Mundgeruch, ernähren sich einseitig und falsch. Doch das muss nicht sein. Zahnimplantate sind eine dauerhafte und sichere Lösung für feste dritte Zähne. In der BolzWachtel Dental Clinic gibt es dank einer neuen innovativen Operationsmethode feste Zähne von heute auf morgen, ohne Knochenaufbau, ohne Schmerzen und technisch sowie preislich für jedermann machbar. Was tun, wenn die Zähne tatsächlich wackeln und auf absehbare Zeit drohen auszufallen? Nicht nur die Attraktivität des Äußeren und damit das Selbstwertgefühl drohen darunter zu leiden, auch der herzhafte Biss in den berühmten Granny-SmithApfel rückt in weite Ferne, Lebensqualität geht verloren. Nicht wenige schieben Beratung und Behandlung aus Angst vor sich her. Dabei gibt die Implantologie heutzutage dazu gar keinen Anlass mehr, wie Professor Dr. Hannes Wachtel und Dr. Wolfgang Bolz bestätigen. „Moderne Zahnheilkunde sollte schmerzfrei, schonend und schnell sein: Wir möchten unseren Patienten die Angst vor dem Zahnarztbesuch für immer nehmen“, sagen die beiden renommierten Spezialisten, die gemeinsam in München die „BolzWachtel Dental Clinic“ betreiben und auch in den schwersten Fällen schon

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geholfen haben, Zahnverlust zu vermeiden oder ihn zu beheben.

nicht stellen möchte, entschwindet der Operation mit einer Vollnarkose. Der BolzWachtel Dental Clinic steht dafür eine eigene Anästhesie-Abteilung zur Verfügung, so dass sich auch alte Menschen oder Diabetiker in professionellen Händen mit bestem Know-how aufgehoben fühlen können. Überhaupt muss der Patient die vertraute Praxis von Dr. Bolz und Dr. Wachtel nie verlassen: Besprechungszimmer, Behandlungsräume, OP, Anästhesie-Zentrum und Dentallabor sind unter einem Dach vereint.

Warum ImplanTate? Wo Brücken & Co. langfristig keine Lösung mehr darstellen, schenken Zahnimplantate Hoffnung auf neuen, sorglosen Biss. Als künstliche Zahnwurzel werden sie in den gesunden Kieferknochen einoperiert und können so für den Rest des Lebens einen einzelnen Zahn oder auch ein ganzes Gebiss tragen. Wer nun schon erste Bedenken hätte, was Schmerzen und Geräusche beim Einoperieren der Implantate betrifft, der sei beruhigt: Dieser Behandlungsschritt ist schmerzfrei, wer nur eine lokale Anästhesie wählt, wird feststellen, dass das Bohren und Vibrieren samt der Geräusche bei einer Karies-Behandlung weit unangenehmer wirkt. Wer sich dennoch dieser Prozedur

Neue Zähne in zwei bis drei Stunden „Früher war die Implantation von ‚Festen Dritten‘ ein langwieriges Verfahren. Diese Zeiten sind bei uns endgültig vorbei. Wir operieren am Morgen, setzten mittags die festen Zähne ein und der Patient kann am Abend wieder essen“, erklärt Prof. Dr. Wachtel. „Dr. Bolz und ich sind seit 1985 Vorreiter auf dem Gebiet der Implantologie und verfügen über mehr als 30 Jahre Erfahrung aus Praxis und Forschung, wir halten Vorträge an Universitäten und betreiben ein eigenes Fortbildungsinstitut in München. Seit 2007 bieten wir ‚Feste Dritte an einem Tag‘ an, das bedeutet, wir arbeiten Implantate minimalinvasiv und schonend für den Patienten ein: Innerhalb von rund zwei bis www.golfaktuell.com


FIT FOR GOLF BolzWachtel Dental Clinic

Tipp Überzeugen Sie sich persönlich und fragen Sie in der BolzWachtel Dental Clinic nach Patienten, die ihre festen Dritten schon bekommen haben – viele geben gern Auskunft über ihre Erfahrungen. Oder besuchen Sie die Info-Veranstaltung „Tag der Zahnimplantate“ (31. März, 24. Juni, 15. September und 10. November 2012) von 10 bis 15 Uhr in der Dentallounge der Dental Clinic. www.feste-dritte-zaehne.de Dr. Wolfgang Bolz und Prof. Dr. Hannes Wachtel

Auf einen Blick haben wir die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst und gegenübergestellt:

drei Stunden entfernen wir seine kranken Zähne, operieren die festen Implantate ein und – da diese sofort belastbar sind – schrauben neue feste Zähne auf. Ohne langwierigen Knochenaufbau erwacht der Patient mit einsatzbereiten Zähnen aus der Narkose. Die Schwellungen von der OP klingen nach maximal einer Woche ab.“ Aus Zeitgründen nutzt der Patient zunächst ein Kunststoffprovisorium, bis nach vier Monaten ein hochwertiger, gewebefreundlicher Zirkon-Keramik-Zahnersatz fertig zum Austausch ist. Die neuen Zähne schenken dem Patienten bei der richtigen Pflege dann lebenslang ein schönes Lächeln. Vor- und Nachbereitung verlaufen übrigens auch angenehm unkompliziert, zeitsparend und auf technisch höchstem Niveau. Bei zwei Vorgesprächen in der BolzWachtel Dental Clinic wird die individuelle Zahnsituation mit modernster Technik analysiert: Um die Beschaffenheit von Kieferknochen, Nasennebenhöhlen und Nerven detailliert untersuchen und millimetergenau vermessen zu können, fertigt ein Digitales Volumen Tomogramm ein 3-D-Röntgenbild an. Die Strahlenbelastung liegt dabei 80 Prozent niedriger als beim herkömmlich eingesetzten CT. Passgenau können so die www.golfaktuell.com

Methode

Konventionelle Implantationsmethode

Feste Dritte Zähne an einem Tag: Innovative Methode

Knochenaufbau

Grundsätzlich muss Knochen vorhanden sein. Bei zurückgebildeter Knochensubstanz muss der Kiefer für die Implantate mit Knochenmaterial, beispielsweise aus der Hüfte, aufgefüllt werden. Dies ist ein sehr aufwendiger, zeitraubender und schmerzhafter Prozess.

Kein Knochenaufbau notwendig. Die Implantate werden immer in den vorhandenen eigenen Knochen eingesetzt.

Dauer

1 bis 2 Jahre

Feste Dritte Zähne werden an einem Tag implantiert. Die Belastung ist noch am gleichen Tag möglich.

Lebensqualität

Langwieriger Prozess beeinflusst Ästhetik und psychische Lebensqualität.

Attraktivität nach dem Behandlungstag sofort wieder hergestellt. Keine psychische Belastung

Schmerzen

Durch die lange Behandlungsdauer ist das Schmerzaufkommen tendenziell sehr hoch

Aufgrund der kurzen Eingriffsdauer ist das Schmerzaufkommen sehr gering

Implantate für die computernavigierte OP geplant werden. Das hauseigene Dentallabor fertigt darauf basierend ein Modell an, so dass der Patient eine exakte Vorstellung von den Ergebnissen erhält. Das ermöglicht den Münchner Implantologen, den ästhetischen Wünschen ihrer Patienten voll und ganz nachkommen. Für die Nachsorge sind drei Termine angesetzt, zwei zur Nachkontrolle, einer für den Einsatz des endgültigen Zahnersatzes. Nun mag man sich denken, das hört sich alles perfekt an, doch wer kann sich das leisten? Die Antwort: Jeder, der über Implantate nachdenkt. „Feste Dritte Zähne an einem Tag“ sind im Schnitt sogar

um 30 Prozent günstiger als Implantate nach der konventionellen Methode.

Richard-Strauß-Straße 69 81679 München Tel.: 0049/(0)89 54042588 info@bolz-wachtel.de www.bolz-wachtel.de

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25. Jahrgang GOLFaktuell

LIFESTYLE

Immer cool bleiben Es geht wieder los. Das heißt Schluss mit dicken Winterklamotten und rein in die neuen Styles der Saison. Wie man bei Hitze cool, bei Kälte warm, im Regen trocken und nach der Runde elegant bleibt, zeigen wir Ihnen auf den nächsten Seiten.

Chervò

Der Sommer wird heiß Der führende italienische Hersteller von Golf- und Sportbekleidung präsentiert zum 30-jährigen Firmenjubiläum fünf Kollektionsserien voller Eleganz gepaart mit sportlichem Tragekomfort. Mit White Shadow lässt Chervò die Farbe Weiß in ihren vielfältigen Nuancen wieder aufleben. Ein minimalistischer Trend, der seit jeher Teil des Chervò-Stils war. Italian Sport, die sportlichste Linie der Kollektion, verbindet anhand heller und kräftiger Farben außergewöhnliche Details mit italienischem Stil. Mit Luxury Graphics zeigt sich Chervò von seiner glamourösen Seite. Das edle Styling der Linie wirkt mit den aparten Mustern und eleganten Details sehr exklusiv. Blumig frisch geht es bei der Linie Bloom zu: Sie besticht durch faszinierende und spannende Kombinationen aus Farben und Stoffen. Leuchtend kräftige Farben finden sich schließlich bei Light & Colours – der brillantesten Linie dieser Kollektion – wieder. Starke, helle Farben sorgen für leuchtende Polo-Shirts, Hosen und Westen. www.chervo.it

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Martin Kaymer by BOSS Green

LIFESTYLE

Zusammen mit dem Creativ-Team von BOSS Green hat Martin Kaymer für für die Saison 2012 eine eigene Golfkollektion entworfen. Ein Design, das optimal auf die Bedürfnisse eines professionellen Golfers zugeschnitten ist, technische Materialien von bester Qualität, höchster Tragekomfort und eine perfekte Passform standen bei der gemeinsamen Entwicklung an erster Stelle. Die Kollektion, die Martin Kaymer auch bei allen Turnieren tragen wird, besteht aus mehreren Polohemden, die mit Moisture Manager ausgestattet sind, aus atmungsaktiven und wasserundurchlässigen Hosen sowie wasserresistenten Strickpullovern. Ein stylisches T-Shirt mit Golfmotiv rundet die Kollektion ab. www.hugoboss.com

Alberto Golf

coldblack und energear – High-Tech für die Runde Mit ALBERTO Golf verbindet die Golferwelt hochfunktionelle und innovative Golfwear. Zur Saison Frühjahr/Sommer 2012 geht das Modelabel mit zwei neuen High-Tech-Artikeln an den Start: coldblack und energear.  ALBERTO Golf coldblack vermindert mit einer speziellen Beschichtung das Aufheizen dunkler Textilien und schützt zudem effektiv vor schädlicher UV-Strahlung. Die Textilien bleiben fühlbar kühler, weil sie sowohl Wärme als auch die Strahlung reflektieren. ALBERTO Golf energear sorgt mit seiner MineralienMatrix dafür, dass vom Körper abstrahlende Energie in Form von Ferninfrarotstrahlen zurückgeführt wird.  Hierfür werden die natürlichen Eigenschaften bestimmter Mineralien, langwellige Strahlen zu reflektieren, genutzt. Die Reflexion der Ferninfrarotstrahlen fördert die  Blutzirkulation und die Erhöhung des Sauerstoffanteils im Blut. Diese zusätzliche Energie wirkt sich positiv auf Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden aus.   In Belastungstests konnte bei Probanden dank energear in der aeroben Belastungsphase eine Erhöhung der Atemluftzufuhr bei geringerem Puls beobachtet werden. www.alberto-golf.com

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25. Jahrgang GOLFaktuell

LIFESTYLE Abacus

After sun comes rain Die nur 270 Gramm leichte Barton Stretchlite Regenjacke hält auch nach 36 Löchern im Regen noch schön trocken. Sie erlaubt völlige Bewegungsfreiheit, ohne dabei störende Geräusche zu produzieren – man kann sich also voll und ganz auf sein Spiel konzentrieren. Und wenn es nicht regnet, lässt sich die Barton Stretchlite winzig klein in einer Packtasche verstauen. www.abacus-outdoor.com

Spoon Golf

Coole Looks on und off the green SPOON GOLF präsentiert die erste Golfkollektion, die sowohl „on“ wie „off the green“ beeindruckt. Hochwertige Materialien, zurückhaltende Farben und eine moderne Schnittführung treffen auf funktionale Details: SPOON bietet Mode für Golfer, die Wert auf ein dem Zeitgeist entsprechendes Design und höchste Qualität zugleich legen – konsequenter Weise lautet dabei das Credo „Intelligentes Design“. Die moderne Schnittführung wird am Beispiel schmaler Hosen und lässig weiter Oberteile deutlich, wobei sich SPOON, durchaus traditionsbewusst, am Golf-Dresscode orientiert: Alle Shirts sind mit entsprechenden Kragen ausgestattet, bei den Röcken achtet SPOON auf angemessene Längen. Diese einzigartige Verbindung von Tradition und Moderne, von Funktion und Fashion, vereint coole, cleane Looks und smarten Support.

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LIFESTYLE Isabelle Gütermann

Farben und Feuer Die Eleganz feinster Seidentücher gepaart mit dem Feuer von Edelsteinen verschmilzt bei Isabelle Gütermann zur einzigartigen Schmuckkollektion Passion. Ausgesuchte Edelsteine können mit farblich passenden, speziell für diese Kollektion handgefertigten Tüchern aus feiner Seide immer wieder neu und individuell kombiniert werden. Die Kollektion Casual hingegen betont puristisch den Edelstein mit schlichten Bändern. www.isabelleguetermann.com

eaglelina

Trendige Individualität für’s Handgelenk Das trendige Golfer-Armband der Saison heißt eaglelina.

Dräger

Einschalten, Pusten, sichere Heimfahrt Wer kennt das nicht: Ein toller Golftag, danach ein kühles Bier auf der Terrasse und schon stellt sich die Frage: Darf ich noch fahren? Das Profi-Alkoholtestgerät von Dräger „Alcotest 3000“ für den privaten Gebrauch bietet hierauf die – ganz individuelle – Antwort. Das Gerät (VK 410 Euro) ist sehr einfach zu bedienen, äußerst handlich (nur 195 g) und ausgestattet mit einem hochsensiblen elektrochemischen Sensor, der auch bei minimaler Alkoholkonzentration den präzisen Promillewert anzeigt. Das handliche und robuste Testgerät kann z. B. im Handschuhfach oder einfach in der Jackentasche aufbewahrt werden. Geliefert wird das Gerät in einer weichen Transporttasche inklusive Mundstücken und Batterien.

Die Harmonie aus hochwertiger Lederverarbeitung und Anhängern, Verschluss und fest integriertem Golfball als Ankerpunkt in 925er Sterling-Silber lassen das GolfAccessoire an jedem Handgelenk erstrahlen. Jedes Golfarmband kann individuell gestaltet werden. Ob Er oder Sie die vollen Initialen tragen, nur einen Buchstaben, mit oder ohne Strass, liegt alleine am persönlichen Geschmack. Auf alle Fälle sollte der Träger oder die Trägerin seinen oder ihren schönsten Eagle oder Birdy mit einem Anhänger am Handgelenk auszeichnen. Das Armband ist das perfekte Golfgeschenk zum Geburtstag, Jubiläum oder einfach zum „Danke sagen“. Mehr Infos und Bestellungen unter www.eaglelina.de

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25. Jahrgang GOLFaktuell

AUTO & MOBIL

Erich Stamminger, A didas AG

BMW 1-er fünftürig

Porsche design & adidas: Kooperation verlängert

Der Kleine mit der Golfbag-Klappe Lange weinten die Golfer unter den BMW1er-Fahrern dem Urahn der Familie hinterher: Der alte 3er Compact nahm unter seiner scheunentorgroßen Heckklappe das Golf bag noch ganz locker (quergelegt!) auf. Allein, der kantige Veteran kam 2004, kurz vor Gerhard Schröder, aus der Mode und wurde wie dieser durch eine feminine-

re 1er-Reihe ersetzt. Seitdem kostete den treuen Kunden die Golfbag-Verladung einen Sitzplatz. Nun nicht mehr! Die Heckbank im neuen BMW-Bambino ist genialerweise 40:20:40Prozent umlegbar. Heißt: Sie klappen hinten eine Art verbreiterte Mittelarmlehne nach unten, legen darauf 1-2 Golfbags und behalten die Rücksitze für Sohn und Tochter, Omi und Opi oder Caddie & Co. Was ist sonst noch neu? Der 1er ist marginal gewachsen, hat aber spürbar mehr Innenraum. Eine behutsam modernisierte Linienführung zeigt den Generationswechsel, ohne die Herkunft zu verleugnen. Die wichtigsten Neuerungen stecken am Amaturenbrett und unter der Haube: Der 1er wartet auf Wunsch mit für seine Klasse bisher unerhörten Extras wie BMW ConnectedDrive, Fernlichtassistent, Adaptivem

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Kurvenlicht, Parkassistent, Rückfahrkamera, Spurverlassenswarnung, Geschwindigkeitsregelung mit Bremsfunktion, Speed Limit Info und Internet-Diensten von EchtzeitVerkehrsinfo bis zu Webradio, Facebook und Twitter auf. Die Motoren – die allesamt wie bisher die Kraft auf die Hinterachse schicken – sind deutlich agiler und wesentlich sparsamer: Von bärenstarken 135kw/184 PS beim 120d (Spitze 228 km/h) konnte der ehrenwerte 320d Compact nur träumen – ebenso wie von Verbrauchswerten von 4,5-4,6l/100km. Fazit: Der Grundpreis von knapp 30.000 Euro (für den 120d) bleibt Theorie, ordentlich ausgestattet landet man näher an 40.000 Euro. Das ist recht satt – auch für den Primus der so genannten „Premium-Kompaktklasse“. Aber: ein tadellos verarbeitetes Fahrzeug, der Fahrspaß bleibt unerreicht. Und jetzt, mit der Golfbag-Klappe, ein würdiger Enkel seines Urahns. Ac

BMW 1er als 5-Türer

facts

BMW 118i: 1598 cm3 , 125 kW/170 PS, 0–100 km/h 7,4 sec, Vmax 225 km/h, 5,8–5,9 l/100 km, CO2 134–137 g/km, EU5, ab € 26.750.BMW 116i: 1598 cm3 , 100 kW/136 PS, 0–100 km/h 8,5 sec, Vmax 210 km/h, 5,5–5,7 l/100 km, CO2 129–132 g/km, EU5, ab € 23.850.BMW 120d: 1955 cm3 , 135 kW/184 PS, 0–100 km/h 7,2 sec, Vmax 228 km/h, 4,5–4,6 l/100 km, CO2 119–122 g/km, EU5, ab € 29.250.-

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller adidas und die Porsche Design Group verkünden den nächsten Schritt ihrer Zusammenarbeit: Eine neue Vertragsvereinbarung soll die Luxus-Sportbeklei­dungsmarke Porsche Design Sport „neu definieren“. Ergebnis wird ein erweitertes „adidas Originals by Porsche Design“-Label sein. „adidas Originals by Porsche Design“ zielt auf junge Streetwear-Konsumenten ab. Erich Stamminger, Vorstand bei adidas, sagt: „Wir freuen uns sehr über diesen nächsten Schritt in unserer Zusammenarbeit und halten es für äußerst wertvoll, dass beide Marken nun gemeinsam sowohl technologisch ausgereifte Luxus-Sportbekleidung als auch adidas Originals by Porsche Design Produkte entwickeln.“ Partner Dr. Jürgen Gessler (Porsche Design-CEO) sekundiert: „Mit unserer Philosophie des ‚Iconic Style‘ bietet die Luxusmarke Porsche Design eine einzigartige Auswahl an Produkten.“ Die erste gemeinsame Porsche-DesignSport-Kollektion wurde 2006 präsentiert. Der Sportartikel-Gigant (ca 12 Mrd. Umsatz) scheint mit der Porsche Design Group einen kongenialen Partner gefunden zu haben. Die Luxusmarke aus Bietigheim-Bissingen vermeldete soeben: über alle Geschäftsfelder hat die Gruppe 2011 ihren Umsatz um 30 Prozent auf 79,8 Millionen Euro gesteigert. Das Designer-Duo verstärkt auch sein Golf-Engagement: Neben dem traditionellen Porsche Cup (Turniere der jeweiligen Niederlassung) sind 2012 erstmals vier Golf-Turniere, eins davon in der Schweiz, im Rahmen der Kooperation von adidas und Porsche Design Group geplant. Ac Dr. Jürgen Gessler Porsche Design Group

BMW 118d: 1955 cm3 , 105 kW/143 PS, 0–100 km/h 8,9 sec, Vmax 212 km/h, 4,4–4,5 l/100 km, CO2 115-118 g/km, EU5, ab € 27.100.BMW 116d: 1955 cm3 , 85 kW/116 PS, 0–100 km/h 10,3 sec, Vmax 200 km/h, 4,3–4,5 l/100 km, CO2 114–117 g/km, EU5, ab € 25.950.www.golfaktuell.com


AUTO & MOBIL Audi a1 5-türer

3,95 m High-Tech: Audi A1 Sportback Nach knapp 120.000 verkauften A1 mit drei Türen hat Audi den Schritt zum 5-Türer gewagt: Der „Sportback“ hat endlich vier Klappen, durch die Menschen passen. Oder auch Golf bags. Ich gebe gerne zu, ich lege meins auch lieber bequem auf die Rückbank, als umständlich einen Rücksitz umzulegen. Wenn kein Bag dabei ist, sitzen die Hinterbänkler im beim 5-Türer um 11 mm höheren Fond ganz ordentlich. Selbst wenn Ihre Tochter schon fast Model-Maß hat, die Hochfrisur bleibt unbeschädigt, und beim Viersitzer sitzt auch der neue Freund in gebührender Distanz. Ohne Aufpreis gibt‘s eine Rückbank für drei – aber diese drei sollten dann doch nach Möglichkeit noch die Grundschulbank drücken. Die wichtigste Neuerung bei den Motoren: Audis Wunderwaffe für Energieffizienz, die Zylinderabschaltung, kommt jetzt auch beim Kleinsten der Vier-Ringe-Familie an:

der neue 1.4 TFSI-Motor (103 kw) schaltet bei niedriger Last zwei der vier Zylinder ab. Laut Hersteller vermindert das den Durchschnittsdurst um 0,4 Liter /100km und damit immerhin um über 10 %. Alle Modelle bieten eine Start-Stop-Automatik, die nochmals 0,2 l /100km einsparen soll. Was ist sonst noch neu gegenüber den dreitürigen Geschwistern? Das AudiLifestyle-Wiesel ist gewohnt spritzig, leicht zu steuern, wirkt aufgeräumt, klar und modern. Tribut an die junge Zielgruppe: Die Dachkuppel ist auf Wunsch in Kontrastfarben erhältlich. (Wie beim Mini – ein Schalk, wer Böses dabei denkt!) Auch das (Extra-)Angebot an Infotainmentund Multimediasystemen weist auf die Zielgruppe hin: Festplatten-Navigation mit Sprachsteuerung; ein ausklappbarer Monitor; ein Bose Sound System mit fast strafbaren 465 Watt. Und – natürlich – Internet satt: Auf Wunsch schafft ein Blue-Tooth-Te-

Audi A1 Sportback (Auswahl)

facts

1.2 TFSI: 1197 cm3 , 63 kW/86 PS, 0–100 km/h 11,9 sec, Vmax 180 km/h, ab 4,4 l/100 km, CO2 ab 103 g/km, EU5, ab € 16.100.1.4 TFSI: 1390 cm3 , 90 kW/122 PS, 0–100 km/h 9,0 sec, Vmax 203 km/h, ab 4,6 l/100 km, CO2 ab 106 g/km, EU5, ab € 18.500.1.4 TFSI S tronic: 1390 cm3 , 136 kW/185 PS, 0–100 km/h 7.0 sec, Vmax 227 km/h, ab 5,1 l/100 km, CO2 ab 119 g/km, EU5, ab € 24.250.1.6 TDI 66KW: 1598 cm3 , 66 kW/90 PS, 0–100 km/h 11,6 sec, Vmax 182 km/h, ab 3,4 l/100 km, CO2 89 g/km, EU5, ab € 18.200.2.0 TDI: 1968 cm3 , 105 kW/143 PS, 0–100 km/h 8,2 sec, Vmax 217 km/h, ab 3,6 l/100 km, CO2 ab 95 g/km, EU5, ab € 19.950.- (ab Jahresmitte)

lefon alle möglichen Online-Dienste in den „kleinen Kompakten“. Dann bringt sogar ein veritabler WLAN-Hotspot die Handys der Mitfahrer ins Internet – und Ihre Reiseroute in Echtzeit zu facebook. Immerhin: Cool ist die dadurch geschaffene Möglichkeit, Webradio-Sender im A1 Sportback zu hören. Nuhrs van Thoom

Komperdell setzt auf Solar-Energie Das 100 % emissionsfreie Solarcar in der Trendfarbe Weiß (steht für Sauberkeit und Reinheit) setzt auf Sonnenenergie und wird mittels Solardach angetrieben. Abhängig von Fahrverhalten und Gelände bringt es das umweltschonende E-Car mit zusätzlichem elektrischem Antrieb auf bis zu 160 km und damit auf die doppelte Reichweite herkömmlicher E-Carts. Rund 60 km legt ein solches Cart mit integrierter Batterie zurück, der Rest wird durchSonnenenergie eingespeist. Damit kann das solarbetriebene Cart ohne zusätzliches Aufladen öfter auf die Runde geschickt werden. Der Einsatz der Evolution-Cars ist vielseitig. Komperdell sieht seine Autos durchaus durch Hotelresorts, Campingplätze, Flughäfen usw. flitzen. Ein Auto kann mit sehr vielen funktionstechnischen Ausstattungsfeatures für verschiedenste Einsatzbereiche um- und aufgerüstet werden. www.komperdell-golf.com www.golfaktuell.com

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B ackstage

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ornemeier Warum Marcel Siem ein Gentleman ist und Kumpel Klaus keinen Frühstückskorb gewinnt

Aus CSA wird CBA – na und? Haben Sie Marcel Siem in Indien gesehen? Auf der 14, den Sieg auf der European Tour vor Augen, hat er sich selbst angezeigt. Der Ball habe sich nach dem Ansprechen minimal bewegt. Keiner sonst hatte etwas gesehen, das Fernsehbild wurde immer wieder vergrößert, bis eine klitzekleine Ballbewegung zu erahnen war. Konsequenz: Strafschlag für Siem, Turniersieg verpasst. Ich habe Marcel gefragt, warum er das gemacht hat. Warum er nicht so getan hat, als hätte er nix bemerkt, es ging schließlich um so viel. Er hat die Frage gar nicht verstanden, für ihn war es eine Selbstverständlichkeit. Na klar, „The Spirit of the game“ eben. Aber hätten Sie das bei ihrem Herrennachmittag auch gemacht? Mal ganz ehrlich ... Bei uns Amateuren scheint es doch eher andersrum zu laufen. „Im Sommer habe ich übrigens Handicap 4,5“, sagte mir mein Kumpel Klaus. Klaus ist ein passabler 11er Handicapper. Klar, worauf er anspielte – der Deutsche Golf Verband (DGV) hat da ja was geändert: Bis in den 4er Handicapbereich kann man seine Stammvorgabe jetzt auch in 9-Loch-Turnieren verbessern – sogar bei Privatrunden! Eine Revolution – oder wie Kumpel Klaus sagt: „Das Handicapsystem wird ad absurdum geführt, fast jeder ist bald Single-Handicapper.“ Immer langsam, liebe Golffreunde! Bei genauer Betrachtung ist genau das Gegenteil der Fall. „Monderergebisse“ sind bei 9 Loch eher unwahrscheinlich, da mit 18 Punkten auf den nicht vorhandenen Backnine „abgepuffert“ wird. Übrigens: Mit den angemeldeten Privatrunden Extra-Day-Scores kann man seine Stammvorgabe auch verschlechtern. Aber was soll diese 9-Loch-Offensive des DGV? Die Lebenswirklichkeit hat sich geändert, es dreht sich viel um den Faktor Zeit. Ein bis zwei Stunden zum Golf, das geht noch – aber den ganzen Tag im Club verbringen? Kaum darstellbar für einen Berufstätigen im Spagat zwischen Karriere

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und Familie. Es wundert nicht, dass 30 bis 50-Jährige in manchen Golfclubs bereits ausgestorben sind. Dabei warten viele noch immer auf einen Golfboom – à la Boris Becker im Tennis – doch was ist mittlerweile in Tennisclubs los? Gibt es noch welche? Unter der Woche ist Arbeit angesagt, am Wochenende Familie. Und irgendwo dazwischen ist hoffentlich Zeit für 1 bis 2 Stunden Golf – das zumindest wünsche ich jedem! Die Erde dreht sich schließlich weiter: Telefone mit Wahlscheibe und Mobiltelefone im Kofferformat braucht schließlich auch kein Mensch mehr. Golfspielen muss sich anpassen, muss attraktiver werden, um zu überleben.

rules for people like this“ (Wir machen keine Regeln für solche Leute). Statt über Betrüger zu reden, sprechen wir doch lieber über die 98 % ehrlichen Golfer – oder besser gleich über Marcel Siem. Ich glaube: Ehrlichkeit währt am längsten, auch und gerade beim Golf. Das schlechte Gewissen eines Betrügers bestraft diesen meist schon am nächsten Loch mit einem grässlichen Score. Vielleicht aber auch erst in der nächsten Runde. Kumpel Klaus hat übrigens aufgrund seiner Handicapverbesserung in Startalk: Marcel Siem mit Moderator Uwe Bornemeier

Wer nun das Ende der schönen heilen Handicapwelt in seinem Golf-Biotop befürchtet, dem sei gesagt: Alles liegt in der Hand der Clubs. Jede Anlage kann selbst über Spielplan und Ausschreibungen bestimmen, inwieweit 9-Loch-Runden zum Tragen kommen sollen. Bleiben noch die neuen Unworte des Jahres: „CBA“, „Handicap-Überprüfung“ und „inaktiv setzen“: Alles kalter Kaffee! Einen Vorgabeausschuss und die Möglichkeit, Turniere nur für aktive Golfer auszuschreiben, gibt es schon seit Jahr und Tag, was im normalen deutschen Golferleben allerdings so gut wie keine Rolle spielt. Jetzt aber: Dieser CSA, der jetzt CBA heißt, weil keine Punkte mehr abgezogen oder addiert werden, sondern die Pufferzone verschoben wird. Also nur ein Etikettenschwindel? Mitnichten. Die neue Anpassung wird voraussichtlich in 80 % aller Turniere nicht zur Anwendung kommen, sondern nur bei extremen Wettersituationen. Ist also nicht der Rede wert. Allerdings bleiben immer noch solche Problemfälle wie mein Kumpel Klaus. Diese könnten doch jetzt mit Hilfe williger Zähler in intimer Runde ein Zauberhandicap erschleichen? Hierzu hat der gesetzgebende R&A in St. Andrews eine klare Meinung: „We don`t make

unserer Winterrunde an diesem Mittwoch beim Herrennachmittag den ausgelobten Netto-Preis, einen überdimensionalen Frühstückskorb, um einen Punkt verpasst. Ja, ich glaube, das Golferleben ist gerecht – übrigens nicht trotz, sondern auch dank CBA und 9-Loch-Turnieren. Ich wünsche Marcel Siem in den nächsten Wochen einen ganz dicken Turniersieg und Ihnen eine Saison mit vielen Frühstückskörben. Genießen Sie Ihr Spiel! Ihr Uwe Bornemeier Uwe Bornemeier (52/Hcp. 7,0) ist Moderator und Filmproduzent für Sky. www.golfaktuell.com


„Charakter-Typ mit starkem Werteverständnis“

Till Pohlmann

Golf ist Tradition bei Hugo Boss. Vergangenes Jahr gelang dem bekanntesten deutschen Modeunternehmen ein genialer Schachzug: Die Schwaben verpflichteten Martin Kaymer als Markenbotschafter. Till Pohlmann, Leiter Sportsponsoring der Hugo Boss AG, sagt im GOLFaktuell-Interview, was Kaymer auszeichnet und wie das Engagement des Labels 2012 aussieht.

Herr Pohlmann, seit einem gutem Jahr steht Martin Kaymer bei Ihnen unter Vertrag. Läuft alles nach Ihren Wünschen? Absolut. 2011, gleich zum Saisonstart in Abu Dhabi, spielte er erstmals in BOSS Green und gewann. Wenige Wochen später wurde er während des WGC Accenture Match Play die Nummer Eins der Welt. Das war der beste Start, den wir haben konnten. Es wird auch mal Misserfolge geben, aber das ist zweitrangig. Unsere Partnerschaft ist langfristig ausgelegt. Generell ist unser Marktanteil gestiegen. Der Umsatz mit den Polos, die er trägt, ist überdurchschnittlich gestiegen. Also ist der Kaymer-Coup ein Volltreffer? Auf alle Fälle. Ich sehe das kritisch positiv. Alle Versprechungen hat er bis dato erfüllt bzw. übertroffen. Wenn man mit Einzelsportlern arbeitet, ist der Charakter ganz

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entscheidend. Martin ist ein Charakter-Typ und keine Marionette, die sich für irgendwelche Aktionen verbiegen lässt. Er ist sehr ehrgeizig, sehr ambitioniert. Er steht zu seinen Fehlern und blickt immer nach vorn. Er arbeitet ständig an sich selbst und seiner Leistung. Und: Er hat ein sehr starkes und gesundes Werteverständnis. Das ist nicht unbedingt der Regelfall. Martin geht ins Detail und beschäftigt sich mit unserer Marke. Wir beziehen ihn sehr früh in die Kollektionsfindung und -entwicklung mit ein. Er möchte wissen, was wir machen, denn er wird es schließlich auch tragen. Ich bin überglücklich mit ihm. Weil er auch so authentisch ist ... Ja und zwar hundertprozentig. Er sagt auch mal „nein“, man kann ihn nicht zwingen. Das ist so ein Typ, der sich nicht verbiegen lässt. Er ist ein Markenbotschafter, mit dem wir sehr gerne zusammenarbeiten. Ein kleines Beispiel: Bei einem Kundenturnier in Ascona hat er sich mit den Teilnehmern einzeln unterhalten, dann steht er beim Abendessen auf und bedankt sich, dass er es als Golfer soweit gebracht habe und

nur deswegen hier stehe. Das war eine feine Geste. Es sind die Kleinigkeiten bei Martin Kaymer, an denen man sieht, dass er anders tickt. Er hat verstanden, dass er mit seiner Performance, seinem Namen und seiner Marke etwas bewegen kann. Die Ampel steht auf Grün. Wird Hugo Boss sein Engagement weiter ausdehnen? Im Golf haben wir die Bereiche Turnier- und Testimonial-Sponsoring. Beide Richtungen werden wir weiter vorantreiben und beides mit der Sportswear-Marke BOSS Green, die ihre Wurzeln im Golf hat. Ja, wir wünschen uns einen Ausbau. Welche Veränderungen hat es bei den Vertragsspielern 2012 gegeben? Neu dabei sind die Engländer Tom Lewis und Lee Slattery sowie der Amerikaner Eric Compton. Wir werden auch den chinesischen Markt nicht aus dem Auge verlieren. Mit Steve Webster wurde der Vertrag nicht verlängert. Weltweit starten 14 Profis in BOSS Green auf den unterschiedlichen Touren.

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CLUBNEWS

Im Golf Club Ebersberg ist Bernhard Lipp als Trainer dazugekommen. Er stammt aus dem Club und hat hier einst seine Platzreife abgelegt. Mit dem Jahreswechsel hat Saskia Zieschank die Nachfolge des bisherigen Clubmanagers Stefan Schreyer angetreten.

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Im Golfclub Altmühlgolf Beilngries fand im Februar 2012 die erste Sitzung „Golf und Natur“ statt. Aufgrund der guten Vorleistung darf der Club bereits jetzt das Prädikat Bronze führen. Im Golf Club Schloss Klingenburg ist seit Jahresanfang ein neuer Vorstand im Amt. Jürgen Käser, Michaela Stegherr, Rainer Schuster, Ernst Klimmer, Hermann Eberle und Joachim Lichtblau führen nun den Club.

Zur Erinnerung an Bernhard v. Limburger (1901-1981), der 1925 in Leipzig die erste deutsche Golfzeitung herausgab. Er war einer der wichtigsten Wegbereiters des deutschen Golfsports - als langjähriger Nationalspieler, Golf-Journalist und vielgelesener Autor von Golf-Essays. Vor allem aber war Bernhard v. Limburger, was er bis heute noch ist: Der international renommierteste deutsche Golfplatz-Architekt.

Nachrichten aus den Golf-Clubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz

-- Bayern -Der St. Eurach Land- und GolfClub hat mit Marco Dresp (38) seit Februar einen neuen Club-Manager. Zuvor war Dresp Golfanlagen-Manager des GC München Valley. Mitglieder des Golf Clubs Hohenpähl und ein Lehrer des Gymnasium Weilheim haben den „Förderverein Jugend- und Schulgolf im Pfaffenwinkel e. V.“ gegründet. Golf Valley München freut sich, drei neue Mitarbeiter begrüßen zu dürfen: Ilona Fietz, Yvonne Donaubauer und Benjamin Wagner werden das Team verstärken. Mike Duncan wird die David Leadbetter Akademie des Clubs verstärken. Der Münchener Golf Club gratuliert Herrn Martin Höcker zu seiner erneuten
Auszeichnung durch den Bayerischen Golfverband zum „Jugend- und Club-Trainer des Jahres 2011“. Zudem konnte der MGC Christoph Herrmann als neuen Head Pro gewinnen. Herrmann siegte mit dem Damenteam des GC St. Leon-Rot nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften sondern später auch bei den Club-Europameisterschaften.

Im GC Gäuboden läuft eine ungewöhnliche CharityAktion: Wer seinen Ball in einem bestimmten Wasserhindernis verliert, zahlt 0,50 Euro in die Charity-Kasse. Der Golf- und Landclub Bergkramerhof eröffnete eine neue Indooranlage. Nun haben sowohl die Mitglieder als auch Pros und Golfer anderer Clubs die Möglichkeit, auch bei golf-unfreundlichem Wetter zu trainieren. Die 400-qm-Indoor-Anlage mit Abschlagboxen, Puttinggreen

wiedergewählt. Präsident Hans Lindner, Vizepräsident Werner Berberich, Jugendwartin Eva Schöppl, Schatzmeister Dieter Schlimm, Schriftführerin Sylvia Dubsky und Medienwart Michael Berghammer wurden bei der

und Echtbildsimulation kann jederzeit abgebaut und die Halle anderweitig genutzt werden. Abstimmung für die nächsten drei Jahre bestätigt. Neu im Vorstand ist Sportwart Wolfgang Uferdinger. Der Golfclub Pfaffing hat ab 2012 mit Andreas Nill einen neuen Golfanlagen-Manager. Beim Golfclub München Eichenried übernimmt Rex Bavariae mit den Brüdern Matthias und Johannes Meyer die Gastronomie. Der Golfclub Schloss Guttenberg hat im Januar eine Spende über 5.000 Euro von der Sparkasse AltöttingMühldorf entgegen genommen; das Geld geht in die Jugendförderung.

Der Golf-Club Maria Bildhausen erhält diese Saison 18 neue Grüns. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 500.000 Euro. In Memmingen Gut Westerhart übernahm Christian Montén zum 1. 3. 2012 die Funktionen von Clubmanager und Geschäftsführer. Er wechselte vom Golfclub Waldegg-Wiggensbach nach Memmingen. Der GC Würzburg hat auf seinem Gelände eine stilechte Toilette stehen. Die Toilette in Form eines großen Golfballes verwendet keine Chemikalien und ist mit Kompostierung und Solaranlage 100%ig auf den umweltfreundlichen Platz abgestimmt.

Der Golflclub Schloss Maxlrain hat im Rahmen des DGV-Umweltprogramms „Golf und Natur“ die Bronzemedaille (1. Stufe der Zertifizierung) erhalten.

Auf dem Platz des Jura Golf e.V. Hilzhofen wurden im letzten Jahr alle Bunker neu gestaltet sowie der Teich vor Grün 17 umgebaut.

Der Vorstand und das Präsidium des Golfclubs Berchtesgadener Land wurden in der Jahresversammlung

Das Golf Resort „Die Wutzschleife“ freut sich, erfolgreich an der Golfanlagenklassifizierung des Bun-

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desverbandes Golfanlagen e.V. teilgenommen und die Klassifizierung als „4 Sterne First Class Superior“-Golfanlage erreicht zu haben. Zudem gibt es einen Wechsel an der Spitze: Neuer Clubmanager ist Matthias Reichert.

-- Berlin / Brandenburg -Der Golf- und Landclub Berlin-Wannsee hat einen Förderkreis Jugend- und Leistungssport gegründet. Beim „Junior-Pro-Team“ steht der Leistungssport mit dem Fernziel Teilnahme bei den Olympischen Spielen im Vordergrund. Der Berliner Golf- und Country Club Motzener See e.V. erweitert von 18 auf 27 Loch. Die Neun-LochSchleife ist ab 2014 bespielbar. Die PGA Golfschule der Golfanlage Schloss Nippenburg hat seit Winter mit Martin Brandl einen neuen Pro. Zuvor hatte Brandl sein Studium erfolgreich abgeschlossen.

-- Baden-Württemberg -Der Golfclub Reischenhof e.V. feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Der Golfclub Schönbuch hat Spenden an zwei Nachbargemeinden übergeben. Die Stadt Holzgerlingen wurde mit 6000 Euro für deren Jugendarbeit und Altenpflege bedacht, die Gemeinden Weil im Schönbuch und Altdorf bekamen jeweils 3000 Euro für ihre Jugendaktivitäten. Der Golf-Club Sigmaringen Zollern-Alb feiert 2012 sein 20-jähriges Bestehen. Als Anerkennung für ausgezeichnete Jugendarbeit im Golfclub Schlossgut Neumagenheim konnte Manfred Friedrich die Auszeichnung „Zukunft Jugend im BWGV“ entgegen nehmen. Beim Golf-Club Heilbronn-Hohenlohe sind die Baumaßnahmen zur Platzerweiterung auf 27-Loch abgeschlossen. Im Frühsommer 2012 wird zunächst weiterhin auf dem 18-Loch-Parcours gespielt. Ab Juni werden die neuen Bahnen freigegeben. Die Platzeröffnung wird im Rahmen einer offenen Golfwoche vom 7. bis 10. Juni gefeiert. Bei golfyouup in Olbrunn-Dürrn fand im Februar der erste Spatenstich zum Bau der beiden 830 und 900 Quadratmeter großen Teiche statt. www.golfaktuell.com

CLUBNEWS

Der Golfclub Sinsheim hat 2011 ein Patenschaftsprojekt ins Leben gerufen. Unzählige Vögel- und Insektenarten, welche durch das Projekt geschützt werden sollen, haben auf der 90 ha großen Anlage ihr Zuhause. Der Golfclub Bad Liebenzell erhielt im Rahmen des DGV-Umweltprogramms „Golf und Natur“ das Zertifikat Silber. Im Golfclub Hofgut Scheibenhardt wird Matthias Kleine ab Frühjahr das Professional-Team als neuer Pro verstärken. Der Golf Club St. Leon-Rot wurde bei den „Golf Journal Travel Awards“zum zweiten Mal in Folge in der Kategorie „beliebtester deutscher Golfplatz“ an die Spitze des Rankings gewählt. Doch damit nicht genug: Auch Platz „Rot“ belegt einen Platz auf dem Siegerpodest – als Nummer drei in der Gunst der Leser. Damit schreibt der Golf Club St. Leon-Rot Geschichte im Jahr 2012 – als einzige Anlage im Land, die gleich mit zwei Plätzen in den Top 3 der beliebtesten deutschen Kurse vertreten ist.

-- Hessen -Kim Kleczka, bis Ende 2010 im Golfpark Winnerod tätig, hat sich nach einem Jahr als Manager in Kronberg entschlossen, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren. Seit Februar ist er in Winnerod verantwortlich für Rezeption sowie Turnierorganisation und Turnierabwicklung. Im Golfpark Bachgrund steht nach umfangreichen Umbaumaßnahmen den Mitgliedern und Gästen nun unter anderem ein gepflasterter Parkplatz mit 334 Stellplätzen zur Verfügung.

-- Mecklenburg-Vorpommern -Das Ostsee Golf Resort erhielt das Gold-Zertifikat „Golf & Natur“ des DGV. Das Golf- und Wellnesshotel Schloss Teschow bekam nach Abschluss umfangreicher Qualitätsprüfungen vom Deutsche Wellness Verband e.V. die PremiumZertifizierung mit dem Prädikat „sehr gut“ erteilt.

des Spielführers (Sportwart) und macht somit den Weg frei für die Berufung von Daniela von Holt zur Jugendwartin. Die Position des Schriftführers wird von Kerstin Hildebrand bekleidet. Auf dem Platz des Golfclub Wümme wurden im vergangenen Herbst 50 Obstbäume, vorwiegend alte Apfelsorten, gepflanzt und 100 heimische Sträucher als Hecke gesetzt. Sie sollen insbesondere dem Gartenrotschwanz einen idealen Ansitz für die Jagd auf Insekten bieten. Im Golf- und Country Club Leinetal Einbeck wurde neu gewählt. Dabei verabschiedeten die Mitglieder Dieter Klemme als Spielführer und gleichzeitig als das letzte Vorstandsmitglied, das von Anfang an dabei ist. Zum neuen Spielführer wurde Christian Andel gewählt. Im neuen Vorstand werden nun Hans-Joachim Körber, Udo Bertram, Christian Andel, Dieter Klemme, Michael Weisensee, Paul Lüdicke und Horst Wenzel aktiv sein. Der Club baut zudem seinen Platz auf 18 Loch aus, geplant wurde der neue Platz vom renommierten Golfplatzarchitekten David Krause (Golf München Valley). Die Einweihung der Anlage ist für Spätsommer geplant.

-- Nordrhein-Westfalen -Der Golfclub Teutoburger Wald erreichte Rang 30 auf deutscher Ebene und Rang 6 in NRW bei dem vom DGV ausgetragenen Wettbewerb „Jugendfreundlicher Golfclub“. Der Club „Golfen in Herdecke“ ist seit diesem Jahr mit einer neuen Homepage präsent. Der Dortmunder Golfclub e.V. bekommt einen neuen Präsidenten. Die Nachfolge von Alfred Voßschulte jun. wird voraussichtlich Prof. Bodo Weidlich antreten. Im Golfclub Uhlenberg Reken ist Peter Schiffer (Fully Qualified PGA Golfprofessional (G 1)) als neuer Pro tätig.

-- Niedersachsen / Bremen --

Dem Golf-Club Aldruper Heide steht Lars Rehbock (PGA Master-Professional) seit vergangenen Herbst als Golflehrer zur Verfügung. Julian Greilich ist der glückliche Schütze, der am 29. Februar 2012 beim fünften Wintergolfturnier der Herren an Bahn 9 das erste Ass des Jahres erzielt hat.

Die Winterpause wurde im Golf-Club Burgwedel dazu genutzt, die zwei Vorstandsposten neu zu besetzen. Marc Möhring wechselt vom Jugendwart auf den Posten

Nach dreijähriger Zusatzausbildung hat Clubmanager Michael Ogger, Clubmanager beim Golf Club Velbert, die Prüfung zum NRW-Verbandsspielleiter und Platzrichter

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25. Jahrgang GOLFaktuell

CLUBNEWS nicht nur bestanden, sondern auch die Empfehlung für den DGV-Status erhalten. Nina Schulte schloss Ende Februar ihre Ausbildung zum PGA-Pro ab.

Seit 1. März 2012 unterstützt Sven Eidelloth (29) das Golfschul-Team des Mainzer Golfclubs. Seit 2002 ist er dem Golfsport verfallen und irgendwann kam der Wunsch auf, sein Hobby zum Beruf zu machen. Seine Ausbildung, die er im November 2011 erfolgreich abschließen konnte, absolvierte Eidelloth im Hartl Resort Bad Griesbach.

Auf dem Platz des Aachener Golf Club 1927 entsteht ein „kleiner Golfplatz“ mit vier Kurzbahnen mit Abschlägen und Grüns in Winterqualität. Das Clubhaus auf Gut Heckenhof Hotel & Golfresort in Eitorf wird umgebaut, vor allem der Gastrobereich wird dabei erweitert (Eröffnung im Frühjahr). Die Mannschaft des Golfclub Siegen-Olpe GCSOGolfer trat im Februar auf La Gomera als „Team Deutschland“ beim Nations-Cup an. Die PGA NRW bzw. Time4Golf richten alljährlich den Nations-Cup aus, bei dem Teams

aus Deutschland symbolisch die Rolle verschiedener Nationen übernehmen.
 Hans-Hermann Jung gewann dabei das 1. Brutto in der Einzelwertung der Amateure.
Martyn Robinson errang den Gesamtsieg in der Einzelwertung der Pros.
Die Mannschaft wurde Bruttosieger.

-- Rheinland-Pfalz / Saarland -Der Golfclub Stromberg-Schindeldorf baut aus. Die Spielbahn 9 wird von einem Par 3 auf ein Par 5 verlängert, zudem entstehen zwei Kurzbahnen. Außerdem wird ein Clubhaus gebaut, das zur Saison 2013 fertiggestellt sein soll.

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-- Österreich -Mit dem Citygolf Vienna eröffnete im Frühjahr 2012

Bei der Anlage des Golfclub St. Wendel besteht

Die Golfanlage Hummelbachaue ist seit 2012 Mitglied der Wertegemeinschaft „Leading Golf Courses of Germany“. Der Club mit Startrainer Günther Kessler gehört damit zu den renommiertesten Golfanlagen Deutschlands. Seit Anfang 2012 wird der Trainerstab zudem von zwei neuen Professionals (Steve Walker und Chuk Yiu) tatkräftig unterstützt. Im 50. Jubiläumsjahr des Düsseldorfer Golf Clubs überreichte dessen Präsident Jörg Penner am 22. Dezember 2011 einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an Clean Winners.

des DGV eingeschrieben, im November 2011 gab es bereits das Zertifikat in Silber.

ein neuer Par-62-Platz in Wien. fortan die Möglichkeit, auf dem offiziellen, hauseigenen Hubschrauber-Landeplatz zu landen. Im Golfclub Donnersberg hat Vizepräsident und Jugendwart, Michael Tschoepke, sein Ehrenamt niedergelegt. Sein Nachfolger ist Dr. Werner Prätorius. Die Golfanlage Landgut Dreihof erhielt im Herbst vorigen Jahres vom Bundesverband der Golfanlagen das Prädikat einer 5-Sterne-Superior-Anlage. Durch diese Auszeichnung reiht sich die Anlage endgültig in die absolute Spitzenklasse der Golfanlagen ein. Über diese Einstufung in die Premiumklasse verfügen derzeit nur vier Plätze in Deutschland.

-- Sachsen / Thüringen --

Der Golfclub Frühling sucht für 2012 einen neuen Marshall. Interessenten können sich unter office@gcfruehling.at bewerben. Bei den Golfrevue Awards 2011 belegte der Diamond Country Club vor dem Golfclub Adamstal den 1. Platz in der Kategorie „Golfplatz des Jahres“. Der Golfclub Zell am See wurde im Rahmen der ÖGV-Galanacht des Golfsports mit dem Golfrevue Award für den
„Golfclub des Jahres“ ausgezeichnet. Das Clubrestaurant des Golfclub Ottenstein wurde zum „Besten Golfrestaurant des Jahres“ in Österreich gewählt. Das Leading Golfresort Haugschlag feiert 2012 sein 25-jähriges Bestehen mit verschiedenen Jubiläumsaktionen.

Der Golfclub Zschopau ist seit Dezember 2012 unter dem neuen Namen Golfclub Erzgebirge e. V. im Vereinsregister Chemnitz eingetragen, ein neues Logo ist in Arbeit. Unter den 21 Teilnehmern, die ihre Ausbildung zum CTrainer begonnen haben, sind auch zwei Vertreter aus dem Golfclub Zschopau/Golfclub Erzgebirge: Vizepräsident Rocco Schaarschmidt und Jugendwart Carsten Pilz möchten den C-Trainer-Schein erwerben.

Auf der Generalversammlung des Golfclub Schloss Frauenthal wurde Peter Oswald als Jugendsportwart in den Vorstand gewählt.

-- Schleswig-Holstein --

Der ORF Steiermark hat seine Sendung „Frühschoppen“ am 18. März 2012 aus dem Festzelt beim Golfplatz des Clubs Traminer Golf Kölch übertragen.

Der Golfclub Jersbek e. V. ereichte unter 174 Bewerbern für die DGV-Auszeichnung „Zukunft Jugend 2011“ das beste Ergebnis im Landesgolfverband Schleswig-Holstein und ist damit Landessieger 2011. Im Golf-Club Altenhof wurde Anfang März ein neuer Vorstand gewählt. Dr. Jürgen Thede löst Dr. Axel Kortüm im Amt des Präsidenten ab.

Der Golf- und Landclub Ennstal, der 2012 sein 35-jähriges Bestehen feiern kann, hat 2011 seinen Natura2000-Themenweg um weitere Infotafeln entlang der schützenswerten Biotope am Rand der Spielbahnen ergänzt.

Der Golf & Landclub Achensee hat einen Pokal für den großzügigsten Golfclub entgegengenommen. Er hatte über 8000 Euro für die Österreichische Krebshilfe aufbringen können.

Der Golfclub Lutzhorn hat im Januar 2012 eine neue Indoor-Golf-Anlage für das Training in den Wintermonaten in Betrieb genommen. Der Förde-Golf-Club Glücksburg hat sich im Herbst 2010 beim Qualitätssicherungssystem „Golf und Natur“

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Szene

Runderneuerung beim GC Olching Topanlage im Münchner Westen: GC Olching

Im Vorfeld muss viel richtig gelaufen sein, wenn die Mitglieder mit einer beeindruckenden Mehrheit von 70 Prozent einem Groß-Projekt zustimmen, das eine längere Platzsperre nach sich zieht. Genau das ist der Fall beim GC Olching: Ab 2. Juli ist der Platz komplett gesperrt. Im Anschluss an die erste Bauphase darf der kleine weiße Ball auf ausgesuchten Flächen wieder nach vorne befördert werden, im Juni 2013 sind die Umbaumaßnahmen endgültig abgeschlossen. Dann hat Architekt Thomas Himmel die Umbauarbeiten und damit sein Werk vollendet. Nach drei Jahrzehnten ist der Platz in die Jahre gekommen, eine Runderneuerung bzw. ein Redesign schien unausweichlich. „Man hat alles sehr sauber vorbereitet und die Mitglieder umfangreich informiert“, sagt Manager Markus Schweiger. Es muss ein Konzept sein, dass vollends überzeugt hat, da die Mitglieder in Olching nicht nur gerne golfen, sondern auch sehr gut. Olching ist einer der sportlich erfolgreichsten Clubs in Bayern. Die Damen holten 2011 die Deutsche Vizemeisterschaft, Katharina www.golfaktuell.com

Grünes Licht für das Groß-Projekt Böhm und Daniel Schmieding wurden unter anderem Bayerische Meister. In vielen deutschen Clubs würde allein die Androhung, den Platz mitten in der Saison für längere Zeit sperren zu wollen, ausreichen, um den Vereinsfrieden ernsthaft zu gefährden. Die Alternative, neun Loch aufzulassen während die anderen neun redesignt werden, und im nächsten Jahr das Ganze zu wiederholen, fiel durch. Es hätte länger gedauert und wäre wahrscheinlich teurer geworden. Die Gesamtinvestition für die „Kernsanierung“ beläuft sich auf 1,4 Millionen Euro. Neben 18 Grüns, 25 Abschlägen und17 Fairway-Bunkern entsteht auch ein neues Putting-Grün sowie ein Pitching-Gelände.

Es hat nicht funktioniert.“ Der Sternekoch war ob seines ausgefüllten Terminkalenders häufig abwesend, so dass Qualitäts- und Serviceniveau in der Gastronomie nicht immer so gewesen sind, wie man es bei einem Mitglied der Leading Golf Courses of Germany erwarten darf. Der neue Mann am Herd ist nun Herbert Keil mit Team. IG

Der Platz ist die Großbaustelle, doch es gibt noch eine weitere und nicht ganz unerhebliche Veränderung. Olching und Stefan Marquard haben sich getrennt. Das Projekt mit dem Freibeuter der Küche ist nach zwei Jahren gescheitert. Schweiger: „Über seinen Bekanntheitsgrad hat man sich deutlich mehr Kunden in der Gastronomie erhofft, der Name hat doch nicht so gezogen. Engagement in Olching beendet: TV-Koch Stefan Marquard

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SZENE

Der Neid auf Obama Barack Obama hat ein Hobby: Golf. Damit reiht er sich nahtlos in die Liste amerikanischer Präsidenten ein, die diesen Sport ausüben. Der gesunde Menschenverstand sagt: Armer Obama, in dem Amt hat er nun wirklich keine Zeit, um aus dem Weißen Haus zu flüchten und mal vier Stunden bei einer Runde zu entspannen. Dem ist nun überhaupt nicht so. Der Demokrat golft und golft und golft.

Mal mit Freunden, mal mit Bill Clinton oder auch mit einem politischen Gegner wie John Boehner, dem Republikaner und Sprecher des US-Repräsentantenhauses. In seiner Amtszeit seit 2009 brachte es der charismatische Jurist auf stolze 92 Runden (Stand bei Redaktionsschluss). Chapeau, Mr. President. Das macht im Schnitt über 2,5 Runden pro Monat (!) – diese Quote erreichen viele Hobbygolfer nicht einmal. Damit schafft man sich auch als mäch-

tigster Mann der Welt Feinde, besonders im Lager der politischen Gegnerschaft. Frontmann der verbalen Mitt Romney Attacken ist Mitt Romney. „Es ist an der Zeit, dass wir einen Präsidenten bekommen, der den Begriff Zupacken nicht mit der Verbesserung seines Golfgriffs verwechselt.“ Romney, der 2008 als Präsidentschaftskandidat vorzeitig aus dem Rennen geflogen war, hat eine Website (www. fortyfore.com) ins Leben gerufen, auf der er alle gespielten Löcher Obamas registriert. Zudem sollen 18 $ gespendet werden, um Obama endgültig in den Urlaub zu schicken. Romney wird aller Voraussicht nach im anstehenden Wahlkampf als republikanischer Kandidat gegen Obama antreten. PS: Unangefochtener Golfkönig aller USPräsidenten ist Dwight D. Eisenhower mit 800 Runden während seiner Amtszeit. IG

Dirty Harry plant TV-Kanal für Golfer Der Mann ist 71 Jahre alt und kein bisschen müde. Das Auftragsbuch von Clint Eastwood ist voll: Die Hollywood-Ikone führt regelmäßig Regie (zuletzt „J. Edgar“), übernimmt je nach Lust und Laune auch noch eine Rolle als Schauspieler und komponiert gerne Filmmusik. Nebenbei tritt er als Markenbotschafter für Chrysler auf. Eastwood hat neben seinen zahlreichen beruflichen Engagements auch noch ein zeitintensives Hobby: das Golfspiel. Seine Runden dreht er häufig im Tehama GC,

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einem Privatclub, bei dem er auch Miteigentümer ist. Apropos Eigentum: Zur Jahrtausendwende hatte er gemeinsam mit Arnold Palmer und Peter Ueberroth Kaliforniens Aushängeschild Pebble Beach für geschätzte 820 Mio. US Dollar gekauft. Eastwoods neuestes Projekt ist ein Lifestyle- und Golf TV-Sender mit dem Namen Back9Network. „Wir werden Golf rocken und richtig Spaß reinbringen“, verspricht James Bosworth, der als CEO des Senders fungieren wird. Die sportliche Berichterstattung steht bei Back9Network im Hintergrund, vielmehr

werden sich beispielsweise Prominente auf außergewöhnlichen Löchern duellieren oder es gibt eine Kuppelshow. Das Motto: Finde deinen richtigen Partner innerhalb von drei Löchern. Wenn ein OscarPreisträger die Federführung hat, dürfte der Sender Erfolg haben. www.golfaktuell.com


SZENE

Gegenwind fĂźr Trump

Donald Trump und sein schottisches Golfprojekt. Es ist eine Geschichte von Problemen und Missverständnissen.

Der US-Milliardär hatte sich 2005 an der KĂźste Aberdeens, dem Geburtsort seiner Mutter, in ein StĂźck Land verrannt, um den „weltbesten Golfplatz“ mit Hotel, Ferienappartements und Luxusimmobilien zu bauen. Die erste HĂźrde war Michael Forbes. Der Fischer besaĂ&#x; einen kleinen Teil des Areals und wollte es partout nicht hergeben. Forbes schmiss die Vermittler mit den Geldkoffern regelmäĂ&#x;ig von seinem GrundstĂźck. Das Jobangebot auf Lebenszeit juckte ihn ebenso wenig wie das Ersatzhaus, und er lieĂ&#x; auch Trump persĂśnlich abblitzen. Bei 445.000 Euro wurde Forbes schwach und gab nach Jahren des Kampfes auf. Endlich konnte das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von Ăźber einer Milliarde Euro in die Tat umgesetzt werden. Doch 2012 droht neues Ungemach. Der Golfplatz ist in den EndzĂźgen und soll im Juni erĂśffnet werden. Ob der Rest Ăźberhaupt realisiert wird, ist vollkommen offen. Grund dafĂźr ist ein Offshore-Windpark direkt vor dem Resort. „Solang keine endgĂźltige Entscheidung der schottischen Regierung fällt, sind alle geplanten BaumaĂ&#x;nahmen auf Eis gelegt. Wenn man den Nordosten Schottlands zu einer wettbewerbsfähigen Tourismus- und Golfregion machen mĂśchte, kann man es sich nicht erlauben, die KĂźste mit einem Offshore-Windpark zu verschandeln“, heiĂ&#x;t es in einem Statement aus Trumps New Yorker Firmenzentrale. Das heiĂ&#x;t: Es bleibt vorerst bei einem Platz und dem provisorischen Clubhaus. Der zweite Kurs, das eigentliche Clubhaus, Hotel und alle weiteren Vorhaben sind auf Halde gelegt. „Wir haben bereits Ăźber 100 Millionen Euro investiert und geben nicht auf. Wir setzen uns zur Wehr“, poltert George Sorial, Trumps Director of International Delevopment. BĂśse Zungen behaupten, dass die Finanzkrise Trump schwer getroffen habe und er den Windpark als willkommenen Anlass nehme, um sich aus dem Staub zu machen. Ganz nebenbei hat er jĂźngst das Doral Resort bei Miami fĂźr 150 Millionen Dollar gekauft.

„Wir haben bereits Ăźber 100 Millionen Euro investiert und geben nicht auf. Wir setzen uns zur Wehr.“

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25. Jahrgang GOLFaktuell

SZENE Laureus World Sports Awards 2012

McIlroy löst Kaymer ab Im Film-Business ist die jährliche Oscar-Verleihung das Maß aller Dinge, im Sport sind es die Laureus World Sports Awards. 2012 trafen sich aktive und ehemalige Superstars der Sportszene mit Hollywood-Schauspieler Clive Owen (Moderator) und Kollegin Thandie Newton (Mission Impossible II, Das Streben nach Glück) zur Preisverleihungsgala in London. Und die Golfprominenz sahnte ordentlich ab! Martin Kaymer, der 2011 mit dem Laureus in der Kategorie Breakthrough of the Year ausgezeichnet wurde, hat mit Rory McIlroy, die neue Nummer Eins der Welt, einen perfekten Nachfolger: „Er hat sich diese Auszeichnung absolut verdient.“ Der US-Open-Sieger war aber nicht der einzige nordirische Golfer auf dem Podium: Darren Clarke setzte sich beim Comeback Award unter anderem gegen Sergio Garcia (Spanien)

durch. Im Alter von 42 Jahren hatte Clarke die Sensation geschafft und im 20. Anlauf die British Open gewonnen. Vor dieser Leistung verneigte sich sogar Legende Gary Player. Standing Ovations gab es für Kelly Slater. Der amerikanische Surfer erhielt seinen vierten Laureus (Action Sportsperson of the Year) und hat damit den Rekord von Roger Federer eingestellt. Bei den Einzelsportlern hat sich die hochkarätige Jury (47 Mitglieder) für Novak Djokovic´ als World Sportsman of the Year entschieden. Nominiert waren auch Sebastian Vettel und Dirk Nowitzki. Der Serbe löste Rafael Nadal von der Spitze der Tennisweltrangliste ab und gewann 2011 mit den Australian Open, Wimbledon und den US Open drei Grand-Slam-Turniere. Sportswomen wurde die kenianische Läuferin und Doppelweltmeisterin Vivian Cheruiyot.

Rory McIlroy

Novak Djokovic´ mit Boris Becker

Die weiteren Gewinner: FC Barcelona (Team of the Year), Oscar Pistorius (Sportsperson of the Year with a Disability), Sir Alex Ferguson (Lifetime Achievement Award), Raí Souza Vieira de Oliveira (Sport for Good Award). Gary Player

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Sir Alex Ferguson

Thandie Newton

Vivian Cheruiyot

Darren Clarke

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Szene Audi WELTfinale

Die Ringe sind fest in asiatischer Hand Beim 21. Audi quattro Cup-Weltfinale im chinesischen Mission Hills Golf Club dominieren mit Taiwan und China zwei asiatische Teams. Es gibt Erlebnisse, die man mit Sicherheit nie vergisst und von denen man gerne noch seinen Enkelkindern erzählt – zum Beispiel, wenn man beim Weltfinale des Audi quattro Cups 2011 mit dabei war. 80.000 Golfer hatten auf

weltweit 754 Turnieren um das begehrte Ticket nach China in den Mission Hills Golf Club gekämpft. 60 Teams aus 52 Nationen konkurrierten über zwei Runden – am Ende siegten Chen Chin-Chung/Hsiao ChiangChuan aus Taiwan (Gruppe Netto A, Team-Handicap 0–13) sowie Tang Fuchun/Xie Guoxian aus China (Gruppe Netto B, TeamHandicap 14–36). Die deutschen Teams konnten bei der Medaillenvergabe nicht mitreden, sie schafften es auf die Plätze 26 und 15. „Im Namen von Audi gratuliere ich allen Gewinnern. Es waren spannende Tage in China und der Audi quattro Cup 2011 hat

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zweifellos seine würdigen Sieger gefunden“, sagt Florian Zitzlsperger, Leiter Internationales Sportmarketing der Audi AG. Die Teilnehmer genossen ein HammerEvent über mehrere Tage: Da war zum einen der sportliche Teil im weltweit größten Golfresort nahe Shenzhen, zum anderen das feine Rahmenprogramm. Der Willkommensabend stieg im 118. Stock des Ritz-Carlton-Hotels in Hongkong, einer der spektakulärsten Locations der asiatischen Metropole. Kooperationspartner TaylorMade-adidas flog zudem Trainer-Ikone Hank Haney zu einer Clinic nach Mission Hills ein und Geoff Swain (Golf-Freestyle-Weltmeister) lieferte auf der Range eine atemberaubende Show ab. Vorsprung durch Technik und Können …

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25. Jahrgang GOLFaktuell

SZENE GOFUS

Anpfiff Charity ist nicht gleich Charity. Der wohl unkonventionellste deutsche Charity Golfclub sind die Gofus. Das Motto: „Etwas von dem eigenen Glück zurückgeben. Vielleicht nicht das beste Golf, aber der beste Zweck.“ Die Fußballprofis setzen ihre Popularität ein, um wirtschaftlich schwächer gestellten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Auf und neben dem Platz geht es ungezwungen und freundschaftlich zu. Es wird nicht gezickt, sondern gespielt. Von einem Regenschauer lassen sich die Jungs von Präsident Norbert Dickel weder abschrecken noch die gute Laune verderben. Warum auch? Die Kicker sind oder waren es auch gewöhnt, bei widrigen Verhältnissen mit kurzen Hosen aufzulaufen. Wie sind die Gofus entstanden? Wie so oft ganz klassisch bei einem Bier in der Kneipe. Die Protagonisten waren Norbert Dickel und Arnt Vesper (Golfanlage Felderbach). Die Gläser klirrten beim Anstoßen und die Gofus waren 2001 geboren.

Mittlerweile engagieren sich über 460 aktive und ehemalige Kicker sowie einflussreiche Sportjournalisten für den guten Zweck. Die Promiliste ist lang und mit Titeln ausgestattet wie sonst kein Verein. Von Weltund Europameister über Deutsche Meister und Pokalsieger bis zu UEFA-Cup- und Championsleague-Siegern – es ist einfach alles dabei! Und alle engagieren sich für das Projekt „PLATZ DA!“. Die Bilanz nach sechs Jahren ist beachtlich: Gemeinsam mit den Partnern wurden bundesweit über 80 Spiel- und Bolzplatzprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 2.500.000 Euro realisiert. 2011 kamen allein 14 Spiel- und Bolzplätze im Wert von 600.000 Euro hinzu. Im Februar wurden die Gofus von Michael Jacoby mit dem Rheingolf Charity Award ausgezeichnet. GOLFaktuell ist ab 2012 Medienpartner und wird in jeder Ausgabe über die Aktivitäten der Gofus berichten. www.gofus.de

Präsident der Gofus: Norbert Dickel

Auszug aus der Mitgliederliste: Thomas Allofs, Franz Beckenbauer, Tom Bender, Oliver Bierhoff, Fredi Bobic, Rainer Bonhof, Klaus Fischer, Hansi Flick, Stefan Frommann, Uli Hoeneß, Siggi Held, Horst Heldt, Manfred Kaltz, Sebastian Kehl, Stefan Kiessling, Andreas Köpke, Erwin & Helmut Kremers, Stefan Kuntz, Sepp Maier, Christoph Metzelder, Andy Möller, Stefan Reuter, Karl Heinz Riedle, Uwe Seeler, Michael Skibbe, Olaf Thon, Uli Stein, Schorsch Volkert, Jörg Wontorra, Christian Ziege, Michael Zorc

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Hochkarätiges Mitglied: Uli Hoeneß

Gestern wie heute gibt es eine Reihe von gerade jungen Menschen, die scheinbar keine Chance haben. Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Herkunft oder aufgrund der sozialen Verhältnisse am Rande unserer Gesellschaft leben. Die Sozialisation dieser Menschen ist geprägt von der Zunahme objektiver Gefährdungen, misslingenden Integrationsprozessen, wachsender Orientierungslosigkeit und mangelnder Unterstützung im sozialen Umfeld. Wir wollen helfen! Wir wollen Raum für Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote schaffen und damit einen Beitrag zur Förderung der Lebens- und Sozialkompetenz leisten. Wir wollen uns einbringen. Wir wollen unsere Verbindungen nutzen, um denjenigen Chancen zu bieten, die keine haben. Das GOFUS-Netzwerk wird eingesetzt, um Praktikums- und Ausbildungsplätze zu akquirieren. Derzeit gibt es 4500 offene Stellen. www.golfaktuell.com


SZENE

Mama Westwood rüffelt Lee Den Ryder Cup hat er gewonnen, er hat die Weltrangliste angeführt und er hat zahlreiche Turniere gewonnen. Nebenbei ist Lee Westwood Multimillionär, aber die Einnahmen sind längst zur Nebensache geworden.

Was ihm zur Unsterblichkeit fehlt, das ist ein Major. Und dafür tut Lee alles: Er geht ins Gym und lässt den Alkohol weg. Westwood geht’s um gute Schläge und um Perfektion. Klappt das nicht, verliert er schnell die Contenance und

poltert auf dem Platz herum wie ein englischer Fan im Fußballstadion. Dumm nur, dass auf den Kursen überall Kameras samt Mikrofonen stehen und Mama Trish und Papa John stets die Auftritte ihres Jungen verfolgen. In Katar versemmelte Westwood einen Abschlag, funktionierte den Schläger zum Fluggerät um und schimpfte wie ein Rohrspatz. Trish war außer sich, griff zum Telefon, stauchte Lee zusammen und forderte ihn auf, sich schleunigst zu entschuldigen. Flugs twitterte Westwood via Twitter das „Sorry“ in die weite Welt hinaus. Der mütterliche Anpfiff zeigte Wirkung, in Dubai freute sich Westwood, dass er die Schlussrunde ohne Ausraster absolviert hatte.

Womöglich sollte die Tante von Keegan Bradley auch einmal eingreifen. Sie ist immerhin sechsfache Major-Siegerin und könnte ihrem Neffen, dem amtierenden PGA Champion, erklären, dass das ständige Spucken ekelhaft ist. Das Lama: „Es ist wie ein Reflex. Ich bekomm’s gar nicht mit. Eine langjährige Angewohntheit, die ich ablegen sollte.“ In der Tat. Im Gegensatz zu Westwood jedoch hat er schon ein Major …

TYPEN AUF DER TOUR

Andres Gonzales Knapp 100 kg schwer und 1,90 m groß. Sein Markenzeichen sind die langen Haare und der Fu-Manchu-Bart. Bei so einem denkt man, dass er auf dem Highway mit seiner Harley Davidson zu Hause ist und nicht auf dem Golfplatz. Andres Gonzales spielt im zweiten Jahr auf der Nationwide Tour und peilt die PGA Tour an. Er liebt die Serie Seinfeld und bezeichnet seine Heirat mit Kristin als den größten Kick neben Golf. Verlässt das Haus nie ohne Sonnenbrille. www.golfaktuell.com

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25. Jahrgang GOLFaktuell

SZENE Weltfinale 25. BMW Golf Cup International

Wieder einmal ganz oben: Team Malaysia

Bei diesem Event werden Träume wahr. Das Weltfinale des 25. BMW Golf Cup International stieg Anfang März in Singapur. 138 Spieler aus 46 Ländern erlebten eine unglaubliche Woche mit drei spannenden Runden im renommierten Sentosa Golf Club. Das Turnier wurde auf dem Serapong und dem Tanjong-Kurs ausgetragen – auf diesen beiden Championship-Plätzen messen sich auf der European Tour jährlich die Profis bei der Singapore Open. Das Team Malaysia nutzte seinen „Heimvorteil“ beim Nachbarn aus und siegte souverän vor Neuseeland. Nicht neu. Malaysia muss eine ganz innige Beziehung zu BMW aufgebaut haben, es war die dritte Nationenwertung in Folge – Hattrick! Den Hauptanteil für den Triumph konnte Kim Loong Toh mit seinem Titel in der Kategorie Herren A (bis Hcp 12) beitragen. Bei den Herren B (Hcp 13 – 28) durfte sich Ming Yi Pai feiern lassen. Die asiatische Dominanz konnte eine Europäerin brechen. Marit Kjelaas aus Norwegen nahm die Glückwünsche vom erfolgreichen Ryder Cup-Kapitän Colin Montgomerie entgegen. „Nach der großartigen Erfahrung vom letzten Jahr bin ich der Einladung von BMW wieder gern gefolgt. Ich habe ein tolles Turnier auf einem absoluten Spitzenplatz gesehen. Ob bei den Profis oder Amateuren – alles was BMW anpackt, ist immer exzellent. Im Golfsport gibt es keinen besseren Partner.“ Vor dem

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Weltfinale 25. BMW Golf Cup International

Malaysia gewinnt erneut Galaabend hatte der Schotte Teilnehmer und Gäste bei einer Clinic begeistert. „Für uns ist es immer wieder eine große Freude, über den BMW Golf Club International so viele Menschen aus allen Erdteilen zusammen bringen zu können“, sagte Christian Masanz, Leiter BMW Sportmarketing, „Die Weltfinalisten haben für eine wundervolle Atmosphäre gesorgt und mit großem Enthusiasmus und Sportsgeist gespielt.“ Einzigartiger Moment: Die Sieger mit Colin Montgomerie und dem Ryder Cup

Vertraten Deutschland: Dennis Lißner, Sabine Möschel, Dirk Ziglowski (v.l.) www.golfaktuell.com


SZENE GOLFFRIENDS-Finale links: Moderator Thomas Gerres mit Gustl Spaeth unten: Brutto-Sieger Marcel Hemmer (li.) und Hingucker – Markus Kellermann aus der Schweiz im Old-School-Outfit.

Senkrechtstarter „Des bin i“, ruft neben mir ein Golf Friend, als das Netto-Ergebnis von 68 Punkten aufgerufen wird, springt los und spurtet mit jugendlichem Elan durch die Tischreihen der Players Night, erklimmt lässig per Sprung die Bühne und lässt sich von TV-Moderator Thomas Gerres den Preis für den 2. Platz der HCP-Klasse C überreichen. Gustl Spaeth aus dem bayerischen Hitzhofen ist angekommen. „Alter schützt vor Torheit nicht“, antwortet der 62-jährige Ex-Polizist auf die Frage des Conferenciers, wie er das denn so gemacht habe? „Vor drei Jahren mit dem Golfen angefangen, 2011 zwei Turniere der Golf Friends gespielt, mit guten Ergebnis-

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sen das Halbfinale erreicht, und mich dort für das Traumfinale im türkischen Gloria Golf Club in Belek qualifiziert.“ So wie Spaeth erspielten sich auch noch 104 weitere „Golf Freunde“ bei rund 500 Turnieren in der Schweiz und in Deutschland (Europas größte Golf-Amateurserie) in drei Handicapklassen die Final-Teilnahme inklusive Flug, Unterkunft und Greenfee. Golf-Friends-Macher Michael Brendel konnte mit seinem Team schon am EröffnungsAbend nach der Begrüßung im 5-Sterne-Hotel Gloria starkes Engagement verzeichnen, als beim Warm-up-Putten in der Lobby die weiße Kugel richtig heiß lief. Das Finale mit der ersten von zwei 18-Loch-Runden gestaltete sich dann noch stürmischer. Heftige sechs Windstärken pfiffen vom schneebedeckten, aber sonnigen Taurus-Gebirge auf den engen, von Pinien ge-

säumten Old Course herunter und verblies so manchen Drive und einige Titelhoffnungen. Die zweite Runde am nächsten Tag auf dem etwas breiteren New Course war dann so, wie man sich Dezember-Golfen in Belek vorstellt – Sonne, 20 Grad und windstill, breite Fairways und perfekte Grüns. Die Scores wurden besser und die Stimmung gelöster – was nicht zuletzt auch an der Tombola (Preise in Wert von über 50.000 Euro) lag. Auch Gustl griff nochmal zu, er zockte zu seiner erspielten Urlaubswoche noch ’ne Kaffeemaschine ab. Vom Senkrechtstarter zum Glückspilz.

links: Immer wieder beeindruckend: Gloria Golf mit dem Taurus-Gebirge im Hintergrund.

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Herausgeber Dipl.-Kfm. Götz Graf von Bentzel-Sternau Chefredakteur Ingo Grünpeter Redaktion Markus von Bentzel (Chef vom Dienst), Edgar Fuchs, Ulrike Jonack, Alois Mühlegger, Dr. Klaus Westermeier Kolumnen Sandra Gal, Uwe Bornemeier Mitarbeiter Alexander Kessler, Christian Fellner, Herbert Forster, Christian Neumaier, Angelika Marth, Yves C. Ton-That, Susanne Wohlgemuth

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