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Dr. Wolfgang Neubauer Grabungsleiter. Archäologe an der Urund Frühgeschichte der Universität Wien. Spezialist für geophysikalische Prospektion. Heute ein international bekannter Archäologe.

Das römische Bad im Zentrum von Hallstatt

Klaus Löcker Archäologe, Teilnehmer an allen Grabungskampagnen und Mitautor.

Wolfgang Sadik Archäologe, Teilnehmer an fast allen Grabungskampagnen und Mitautor. Bearbeitet im Rahmen seiner Diplomarbeit die Ausgrabung Janu.


Dr. Wolfgang Neubauer Grabungsleiter. Archäologe an der Urund Frühgeschichte der Universität Wien. Spezialist für geophysikalische Prospektion. Heute ein international bekannter Archäologe.

Das römische Bad im Zentrum von Hallstatt

Klaus Löcker Archäologe, Teilnehmer an allen Grabungskampagnen und Mitautor.

Wolfgang Sadik Archäologe, Teilnehmer an fast allen Grabungskampagnen und Mitautor. Bearbeitet im Rahmen seiner Diplomarbeit die Ausgrabung Janu.


Archäologischer Keller in Hallstatt im Sportgeschäft Dachsteinsport Janu Das Geschäft in Hallstatt Seestraße 50 besteht seit 1974. Wir führen Sportartikel, Schuhe, Textilien, Souvenirs und alles was so im Ort gebraucht wird. Im Jahr 1987 haben wir beim Anlegen eines Heizungskellers große Funde im Untergeschoss des Hauses gemacht. Im Auftrag des Bundesdenkmal-amtes haben wir diesen Keller gemeinsam mit Archäologen und Studenten der Universität Wien in mehrjähriger Arbeit freigelegt. Aus dem ursprünglich 9 m2 grossem Heizungskeller wurde in der Zwischenzeit eine historische Grabung von ca. 300m2. Die Spanne der Geschichte reicht von der Neuzeit bis weit in die Ur- und Frühgeschichte. Es sind dies Münzen und Fibeln, Keramikscherben aus den verschiedensten Epochen. Mauerreste von einem Römischen Kastell, Mauern der Hofburg, in der bereits Elisabeth die Schwiegertochter des ersten Habsburgerkaisers Rudolf residierte. Quadersteine des

Fluters, dessen Wasser die Mühlen für die Salinenschmiede antrieben. Weiters ist zu sehen Holz vom Holz-lagerplatz, Unterbauten und Piloten für das Haus im Schwemmgelände. Holz das sich sehr lange unter dem Wasserspiegel befand. All das haben wir unversehrt belassen und geben es der Öffentlichkeit zur Besichtigung frei. Die Gestaltung war uns ein großes Anliegen, um ein eindrucksvolles Bild zu schaffen. Das Interessante und Besondere ist die Verbindung von Geschäftslokal im Obergeschoss und der Ausgrabung im Untergeschoss Eine Verkettung vom Leben heute mit der Vergangenheit von Hallstatt. Dies ist ein Erlebnis für die Touristen die aus aller Welt kommen, die Geschichte unseres berühmten Ortes hautnah zu erleben. In unserem Keller haben wir auch ständig wechselnde Ausstellungen verschiedener Künstler. Es finden Konzerte und Künstlerlesungen statt. Der Rahmen für Veranstaltungen ist sehr ansprechend und breit gefächert.


Dr. Wolfgang Neubauer, Klaus Löcker & Wolfgang Sadik

Blick in die Vergangenheit

Die archäologischen Ausgrabungen im Bereich des Sportgeschäftes Janu in Hallstatt Nachweise zur Besiedlungsgeschichte des Ortes Hallstatt vom Neolithikum bis zur Neuzeit

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Ausgelöst durch Baumaßnahmen im Sportgeschäft Janu wurden im Ortskern von Hallstatt in den Jahren 1991 bis 1994 archäologische Ausgrabungen vorgenommen. Damit konnte erstmals im Markt Hallstatt eine zusammenhängende Schichtenfolge vom Neolithikum bis heute archäologisch dokumentiert werden. Die Ergebnisse dieser Grabung, die eindeutige Nachweise auf eine Siedlungstätigkeit während der späten Bronze- und Eisenzeit, der Römischen Kaiserzeit, dem Spätmittelalter und der Neuzeit erbrachten, werfen ein vollständig neues Licht auf die prähistorische und römische Besiedlung von Hallstatt. Die mittelalterlichen Befunde und Funde ergänzen die historischen Quellen um beredte Zeugen der letzten 800 Jahre Hallstätter Geschichte. Zahlreiche der freigelegten Befunde im Kellerbereich des Sportgeschäftes Janu blieben erhalten und sind zusammen mit den geborgenen Funden an Ort und Stelle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Gewidmet der Familie Janu für die jahrelange Unterstützung der Forschung

© 2008 VIAS-Universität Wien

Printed in Austria Umschlagsgestaltung: Fritz Janu Layout: Wolfgang Menschhorn, Fritz Janu Druck: Alpina Druck, Innsbruck

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„Eigentlich wollten wir nur einen 9 qm großen Heizungskeller für eine Wärmepumpe bauen, und dann wurde es plötzlich eine Ausgrabung. Jetzt sind über 300 Quadratmeter ausgegraben“. Mit dem ersten Loch 1988 in der Gebäudemauer schlitterte ich und meine Familie, zu diesem Zeitpunkt in ein nicht abschätzbares Abenteuer, welches uns viele Jahre beschäftigen sollte. Nachdem wir ja nur einen Heizungskeller wollten und nicht auf eine historische Grabung eingestellt waren, war es natürlich eine große Überraschung und vorerst Ratlosigkeit. Die Gedanken schwankten hin und her, standen doch die entdeckten Mauern unserem Bauvorhaben eindeutig im Wege. Was tun? Das Entdeckte zerstören und niemanden etwas davon sagen und unser Bauvorhaben weiterführen? Aber wenn es dann doch etwas Bedeutendes sein könnte? Ist es ein Bodendenkmal das über die Vergangenheit Hallstatts von Bedeutung sein könnte? Mit welchem Recht zerstört man etwas unwiederbringliches? Fragen über Fragen. Nach diesem hin und her siegte die Neugier! So entschlossen wir uns das Bundesdenkmalamt zu informieren. Aber da hieß es kein Geld. Nun standen wir wiederum ratlos da. Zu diesem Zeitpunkt war aber unsere laienhafte Grabungstätigkeit bereits soweit fortgeschritten, dass ein Aufgeben für uns nicht in Frage kam. Mit Hilfe der Österreichischen Salinen AG. und dem damaligen Generaldirektor Herrn Dr. Gerhard Knezicek gelang es dann doch das O.Ö. Landesmuseum zu interessieren. Frau Dr. Christine Schwanzer führte eine erste Notgrabung durch. Aus der folgenden Grabungsgeschichte geht der weitere Verlauf hervor. In der Zwischenzeit sind 20 Jahre vergangen und aus heutiger Sicht sind wir – ich und meine Familie stolz darauf, dass wir den mühevollen Weg gegangen sind der auch mit hohen Kosten und vielen bautechnischen Schwierigkeiten verbunden war. So ist es uns gelungen mit Hilfe von Freunden und Studenten der Universität Wien, Ur- und Frühgeschichte, in jahrelanger Arbeit ein Bodendenkmal zu sichern und dieses der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Neue sensationelle Erkenntnisse über die Besiedelungsgeschichte von Hallstatt traten zu Tage. Die Verbindung der Vergangenheit mit der neuen Zeit durch das Sportgeschäft war uns ein großes Anliegen und ist trotz unserer bescheidenen Mitteln gut gelungen. Nun können wir allen an dieser Grabung beteiligten Helfern, sowie dem Grabungsteam, Danke für ihren Einsatz sagen. Wir sind der Überzeugung, dass es sich gelohnt hat.

Familie Janu

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Forschungsgeschichte Im Zuge der Umbaumaßnahmen des Sportgeschäftes Janu im Ortszentrum von Hallstatt entdeckte der Eigentümer Fritz Janu 1987 bei Ausschachtungsarbeiten des vorher nur teilweise unterkellerten Gebäudes Mauerreste und umfangreiches Fundgut, wie etwa Keramik, Glas und Eisenobjekte. Schon seit langem an der Geschichte seines Wohnortes interessiert, erkannte Fritz Janu den historischen Wert der von ihm entdeckten Funde und meldete diese dem Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz, welches nach Besichtigung der Fundstelle das Bundesdenkmalamt in Kenntnis setzte. Da sich das Bundesdenkmalamt aufgrund personeller Engpässe nicht in der Lage sah, eine Notgrabung durchzuführen, entschloss sich das Oberösterreichische Landesmuseum diese selbst - und zwar unter der Leitung von Frau Dr. Christine Schwanzar - durchzuführen. Es wurden in der Folge die bereits bei den Bauarbeiten freigelegten Mauerzüge und die neuen Befunde dokumentiert. Interpretiert wurden die Befunde und Funde als Reste der bis 1896 an dieser Stelle befindlichen k.k. Amtsschmiede.

Sportgeschäft Janu heute

Im Anschluss an diese erste wissenschaftliche Untersuchung des Kellerraums Janu führte der Eigentümer die Baumaßnahmen in seinem Haus unter sporadischer wissenschaftlicher Aufsicht weiter. Dies erschien deswegen unbedenklich, da die bereits aufgedeckten Mauerzüge in

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die Neuzeit datiert wurden und selbst diese aufgrund des persönlichen Interesses Fritz Janus sehr sorgfältig freigelegt wurden. Im weiteren Verlauf der Ausschachtungsarbeiten unter seinem Geschäft stieß Fritz Janu auf eine Unzahl weiterer Befunde, die er vorsichtig freilegte und fotografisch dokumentierte. Im Zuge dieser Bauarbeiten wurde noch vor Beginn der ersten systematischen Grabung praktisch das gesamte Gebäude etwa 2,00 bis 2,50m tief unterkellert. Der größte Teil der aufgefunden Mauerreste blieb dabei in situ erhalten, auch die Fundstücke wurden aufgehoben.

Grabung Janu bevor die Archäologen kamen

Während einer archäologischen Besichtigung stellte sich im Sommer 1990 heraus, dass unter dem Sportgeschäft nicht nur die Ruinen der Schmiede, sondern weitere, möglicherweise sogar bedeutend ältere Bauteile freigelegt worden waren. Bei der Begutachtung des Fundgutes fielen neben dem großen Anteil der mit der Schmiede unmittelbar in Verbindung zu bringenden Objekte aus dem 18. und 19. Jhd. die Menge älterer Funde auf. Zu nennen sind hier zahlreiche Ofenkacheln aus dem 14., 15. und 16. Jhd. und mittelalterliche bis neuzeitliche Gefäßkeramik; die ältesten Stücke scheinen bis in das 13. Jhd. zurückzureichen. Bei den Gebäuderesten waren insbesondere bis zu 1,80 m dicke Mauern mit Mörtelverputz und größere Teile eines sorgfältig gesetzten Kopfsteinpflasters bemerkenswert.

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Die Gesamtheit dieser vor allem spätmittelalterlichen Funde und Befunde wiesen eine derart herausragende Qualität auf, dass mit einem besonderen, in irgendeiner Weise aus der übrigen mittelalterlichen Bebauung von Hallstatt herausragenden Gebäudekomplex gerechnet werden konnte. Es lag nahe, die aufgedeckten Reste mit dem mittelalterlichen Verwaltungsbezirk der Saline, dem „Hof“ in Verbindung zu bringen. Weiter erweckten neben den mittelalterlichen Objekten unzählige, mit Sicherheit römische Keramikfragmente (Terra Sigillata und feintonige Gebrauchskeramik) größtes Interesse. Aufgrund der Befundlage war auch bei einigen Mauern eine Datierung in römische Zeit wahrscheinlich. Überraschend war das Auftreten latènezeitlicher Keramik, welche – wie Fritz Janu glaubhaft mitteilte - aus ungestörten Schichtverbänden stammte. Anhand der bis zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Funde und Befunde schien es somit möglich zu sein, im Bereich des Sportgeschäftes eine Besiedlung von der Latènezeit über die römische Kaiserzeit, das Spätmittelalter, die frühe Neuzeit bis ins 19. Jh. nachweisen zu können und einen Blick in die Vergangenheit des Marktes Hallstatt zu ermöglichen. Dies erschien umso interessanter, da von jeher das archäologische Augenmerk im Bereich von Hallstatt fast ausschließlich dem Salzbergtal galt. Aus dem Ortsbereich liegen hingegen so gut wie keine archäologisch geborgenen Befunde und Funde vor. Wegen dieser Bedeutung und auch wegen der guten Erhaltung erschien angesichts der geplanten weiteren Umbaumaßnahmen des Gebäudes rasches Handeln notwendig. Nach Rücksprache mit Frau Dr. Christine Schwanzar, Oberösterreichisches Landesmuseum, und Frau Dr. Christa Farka, Bundesdenkmalamt, wurden vom 27.12. bis 31.12.1990 von einer kleinen Gruppe Wiener Studenten die bis zu diesem Zeitpunkt freigelegten Befunde systematisch dokumentiert und der größte Teil der Funde aufgenommen. In den folgenden Jahren wurden insgesamt vier Grabungskampagnen vom Bundesdenkmalamt bewilligt und finanziert. Die Grabungen standen unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Christa Farka, die örtliche Grabungsleitung oblag Dr. Wolfgang Neubauer und wurde durch Fritz Janu und dessen Familie mit großem persönlichem Einsatz unterstützt. Das Ziel der archäologischen

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Untersuchung war es, die bereits freigelegten und noch zu erwartende Befunde stratigraphisch einzuordnen und zu datieren. Während der ersten beiden Kampagnen (27.12.1991 bis 20.1.1992 und 3.1. bis 3.2.1993) wurde der Kellerraum des Gebäudes untersucht, in einer dritten (4.1. bis 18.1. 1994) der südlich anschließende Garagenbereich und in einer letzten Kampagne (23.11. bis 14.12.1994) ein verhältnismäßig kleines, direkt im Westen an das Gebäude anschließendes Areal.

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Lage des Grabungsplatzes und seine Topographie Das Sportgeschäft Janu, in dessen Bereich die Ausgrabungen stattfanden, liegt auf dem Schotterkegel des Mühlbaches, etwa 150 m südlich des Hallstätter Marktplatzes direkt am Seeufer. Die untersuchten Flächen befinden sich im ausgeschachteten Kellerbereich des Sporthauses, weiter direkt westlich dieses Gebäudes im Verlauf des straßenseitig gelegenen Eingangsbereiches und unter der damals südlich an das Gebäude anschließenden Garage. Insgesamt wurde eine Fläche von etwas mehr als 330 m² untersucht.

Übersichtsplan 1897

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Bei der Auswahl und Einrichtung der insgesamt vier Grabungsschnitte musste auf die baulichen Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Aufgrund der Notwendigkeit, das über der Grabungsstelle gelegene zweistöckige Gebäude abzustützen, in dem während der gesamten Grabungstätigkeit noch dazu der Verkaufsbetrieb aufrechterhalten wurde, erschien an manchen Stellen ein Tiefergehen nicht nur nicht ratsam, sondern auch zu gefährlich. Etwa die Hälfte des Kellers war bereits mit einem Betonestrich versehen. Dieser sollte nicht wieder abgetragen werden. Übrig blieben zwei Flächen an der Nordseite des Gebäudes (Schnitte 1 und 2) und eine an der Westseite des Gebäudes und unter der im Süden anschließenden Garage (Schnitt 3). Der Schnitt 4 lag westlich außerhalb des Gebäudes. Hier waren archäologische Untersuchungen wegen der bevorstehenden Ausschachtungsarbeiten für eine Drainage notwendig. Der Verlauf der Arbeiten wurde beim Tiefergehen durch eindringendes Grundwasser des nur wenige Meter von der Grabung entfernten Sees erschwert bzw. schließlich unmöglich gemacht. Obwohl die Arbeiten bewusst in den Winter gelegt wurden, einer Zeit in der der Seespiegel um 80 cm abgesenkt wird, waren die auf Seeniveau liegenden unteren Befundschichten bereits so feucht, dass die einzelnen Schichtverhältnisse kaum mehr zu erkennen oder voneinander zu trennen waren.

Grabung unter schwierigsten Bedingungen

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Die bereits bei den Ausschachtungsarbeiten freigelegten Befunde, bei denen es sich um verschiedene, sich kreuzende und überlagernde Mauern, ein Kopfsteinpflaster und mehrere Unterbauten für Hammerwerke der Schmiede handelte, wurden zeichnerisch und fotografisch aufgenommen und ihre stratigraphische Stellung zueinander weitestgehend geklärt. Anschließend wurde in den zunächst angelegten Schnitten 1 bis 3 Schicht für Schicht tiefer gegraben. Aufgrund der Vielzahl der Funde und der Enge des Raumes war dies zum Teil nur unter Schwierigkeiten möglich. Wie bereits erwähnt, sollten die massiven Mauern und auch ein größerer Teil des Pflasters erhalten bleiben, da bereits zu Beginn der Untersuchungen feststand, dass diese später zugänglich gemacht werden sollten.

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Besiedlungsablauf Gastgarten des Konsumvereins (20. Jh.) Auf dem Grundstück, auf dem sich das in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts erbaute und am 28 September 1924 eröffnete, heutige Sportgeschäft erhebt, befand sich davor der etwas über 300 m² große Gastgarten des südlich davon gelegenen Gasthauses des Arbeiterkonsumvereines (heute Gasthaus Hallberg). Die Situation ist einem aus den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts stammenden Lageplan zu entnehmen.

Plan des Marktes Hallstatt mit der Salinenschmiede und dem Werkskanal für den Betrieb des Wasserrades.

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Durch den südlichen Bereich des Gartens fließt in einem künstlichen Kanal Wasser des von Westen kommenden Mühlbachs, der knapp östlich des Gartens in den See mündet. Es handelt sich um einen Wasserzubringer (Fluder) für ein Wasserrad zum Antrieb eines Hammerwerkes der ehemaligen k.k. Amtsschmiede welcher durch die Grabungen wieder freigelegt werden konnte und heute den Zugang zu erhaltenen Gebäuderesten und der Ausstellung im Keller des Sportgeschäftes bildet. Im Bereich des mit einigen Bäumen begrünten Gartens und unter der nördlich von ihm gelegenen Straße war der Bach überdeckt. Im Garten befanden sich gemäß des Lageplans vier Gebäude: ein „Gartensalon“, ein „Saletl“, eine „Schleife“ und der „Abort“. Bei diesen Gebäuden wird es sich um nur leichtfundamentierte Holzbauten gehandelt haben. Von ihnen hat sich nichts erhalten. Eine Schotterschicht im Untersuchungsbereich deutet auf eine Aufschüttung des Gartens hin. Zum Gastgarten können jedoch eine Reihe typischer Streufunde wie Bierflaschen, Glas- und Porzellanscherben etc. gehören, die alle in das zwanzigste Jahrhundert datieren,

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Die k.k. Amtsschmiede (Salinenschmiede) Die älteste nachweisbare Salinenschmiede Hallstatts wurde beim großen Brand 1750 nicht zerstört. Sie befand sich am Badergraben im Bereich des heutigen Arzthauses. Erst 1802 wurde auf dem Gelände des heutigen Sportgeschäftes eine neue Schmiede errichtet, die k.k. Amtsschmiede (Schmiede 1). Sie wurde 1831, nach 29 Jahren Betrieb durch einen Brand zerstört und kurze Zeit später unter Verwendung der stehengebliebenen Außenmauern wieder aufgebaut. Diese jüngere Schmiede (Schmiede 2) wurde im Jahr 1896 abgerissen und in der Folge aus dem Markt in den Ortsteil Lahn verlegt. Die Ausgrabungen erbrachten unter anderem ein an Menge und Zusammensetzung herausragendes neuzeitliches Schmiedeinventar, das vor allem für industriearchäologische Fragestellungen von Bedeutung ist. Die historischen und archäologischen Quellen, bestätigen sich gegenseitig und erweitern unsere Erkenntnisse über Lage, Funktion und Aussehen der Hallstätter Salinenschmieden.

Schmiede 1 (1802 bis 1831) Von der älteren k.k. Amtsschmiede (Schmiede 1) existieren außer einem Grundrissplan keine bekannten Abbildungen. Wir sind daher auf wenige schriftliche Quellen und vor allem auf die Befunde der archäologischen Grabung angewiesen, wollen wir uns ein Bild von der Schmiede machen. Die älteste Salinenschmiede ist, wie erwähnt, nach dem Brand 1750 vom Badergraben nicht an den Waldbach im Ortsteil Lahn verlegt worden, sondern im Markt verblieben. Sie musste wegen ihrer Baufälligkeit abgetragen werden und ist 1802 an anderer Stelle, im Bereich des heutigen Sportgeschäftes neu errichtet worden. Bei einem Erdbeben im Jahr 1808 versanken westlich dieser Schmiede drei Schiffhütten und ein Areal von 160 Quadratklaftern im See. Das Erdbeben könnte neben natürlichen Ursachen auch durch den Niedergang eines Hohlraumes im aufgelassenen Bereich des Salzbergwerkes verursacht worden sein, über den keine Aufzeichnungen vorliegen. Das ehemals in

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einiger Entfernung vom Seeufer gelegene Gebäude kam dadurch direkt am See zu liegen.

Plan der Schmiede mit abgesunkenem Teil

Die südliche Außenmauer der Schmiede verlief entlang eines Werkskanals, eines so genannten Fluders. Sie wurde auf seiner nördlichen Seitenwand errichtet. Der Kanal besteht aus zwei Mauern, die in einem Abstand von etwa 1,8 m parallel zueinander verlaufen. Sie sind aus massiven Quadern aufgebaut. Der Boden ist ebenfalls mit Steinquadern ausgelegt. Im oberen Teil des Kanals wurde ein Wasserrad betrieben. Werkskanal und Wasserrad waren höchst wahrscheinlich durch einen hölzernen Anbau

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überdacht, wie das auch bei der Nachfolgerschmiede der Fall war. In der Kanalmauer befanden sich verschiedene Einbauten, die dem Regulieren des Wasserflusses und dem Betreiben des Wasserrades dienten. Innerhalb des Kanals konnte eine massive Schuttfüllung festgestellt werden, die ausgesprochen viele Steine und Ziegel enthielt. Die Verfüllung wurde nach unten hin zunehmend lehmiger und feuchter. Es konnten noch kreuz und quer liegende Hölzer freigelegt werden, unter anderem auch ein Fragment des Wasserrades. Im Inneren bestand die Schmiede 1 aus drei Räumen. Der westliche große Raum war die Schmiedewerkstatt. Eine Holzstiege führte direkt vom Schmiederaum auf den Dachboden. Eine zentrale Begehungsachse führte vom Haupteingang an der Strasse durch die ganze Schmiede zum hinteren Eingangsbereich. Dadurch konnten die großen und schweren Werkstoffe und Produkte mit minimalem Arbeitsaufwand bewegt werden. Im hinteren, südlichen Gebäudeabschnitt befanden sich zu beiden Seiten des Flures zwei kleine Räume, die getrennt begehbar waren. Der nördlichere davon diente vermutlich als Kohlenkeller und war mit einem Boden aus Mörtelestrich ausgelegt. Im gegenüber liegenden Raum konnten die Fundamente einer kleinen Esse entdeckt werden. Aus diesem Bereich stammen Eisenteile und Schmiedschlacken. Im Inneren der Schmiede befanden sich verschiedene hölzerne und steinerne Einbauten zum Betrieb des Wasserrades, des Hammers, des großen Blasebalges, sowie zahlreicher kleinerer und größerer Maschinen. Der Betrieb der Maschinen wurde fast ausschließlich durch Wasserkraft sichergestellt. Die Kraftübertragung zu den Maschinen erfolgte entweder direkt durch die Achse des Wasserrades oder indirekt mit Hilfe von Lederriemen. Von diesen Einrichtungen, konnte sehr wenig nachgewiesen werden, da ihre Reste verbrannt sind oder im Zuge des Wiederaufbaus zerstört wurden. Der Hammer befand sich vermutlich parallel zur südlichen Außenmauer und zeigte – wie auch sein Nachfolger - mit dem Kopfende nach Osten, wo sich der Amboss befunden hat. An dieser Stelle fanden sich die Reste des hölzernen Schmiedstockes, der auf einer zerbrochenen 20 cm dicken Steinplatte aufgesetzt war. Die Kalksteinplatte wurde in viele Einzelteile zerbrochen vorgefunden. Sie scheint der massiven Belastung durch den Hammer nicht

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standgehalten zu haben. Die immensen Kräfte, die auf die Platte wirkten, werden durch den Umstand deutlich, dass sich die Jahresringe des Schmiedstockes in den Stein eingepresst haben und noch heute deutlich zu erkennen sind. Das Fundament des Schmiedstockes bestand aus einem dichten Paket 2 m langer, runder Holzpfähle, die mit spitzen, eisernen Pfahlschuhen bewehrt waren und mit ihrer ganzen Länge in den Boden gerammt wurden. Der hölzerne Schmiedstock war wahrscheinlich teilweise im Boden versenkt und zur Verstärkung von einer Steinmauer eingefasst In der südlichen Ecke der Werkstatt fanden sich die die Reste der großen Esse. Sie liegt gegenüber der kleinen Esse und teilte sich mit dieser den Kamin als Rauchabzug. Im Außenbereich konnte der Brandhorizont von 1832 festgestellt werden. Die höher liegende Schicht des Brandhorizontes stellt eine 2 bis 5 cm starke Ascheschicht dar. Sie konnte nur stellenweise klar von der unter ihr liegenden Schicht aus Asche, verkohlten Balken und herunter gebrochenen Mauerteilen getrennt werden. In einem Bereich konnten zahlreiche Fragmente von Fensterscheiben geborgen werden. Aus der unterschiedlichen Mächtigkeit dieser Schicht lässt sich schließen, dass das Material bei Planierarbeiten im Zuge des Baues der jüngeren Schmiede 2 umgelagert wurde.

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Aquarell des k.k. Obersudmeisters Jos. Kaiser von 1880 mit Ansicht der 1896 abgebrochenen k.k. Amtsschmiede. Die Holzplanken im Vordergrund decken den Werkskanal für den Antrieb des Wasserrades ab.

Die Schmiede 2 (1831 bis 1896) Auf einem Aquarell des k.k. Obersudmeisters Joseph Kaiser aus dem Jahr 1880 zeigt sich die jüngste Schmiede als massives eingeschossiges Gebäude mit einem straßenseitigen Eingang in der Mitte und zwei großen rundbogigen Fenstern, die ebenfalls zur Straßenseite hin ausgerichtet sind. Die Schmiede besaß zwei, das Gebäude überragende Kamine und drei hölzerne Anbauten an der Südseite. In Richtung dieser Anbauten hin verläuft der auf der Abbildung deutlich an seiner Bretterabdeckung erkennbare Werkskanal. Das Hammerwerk und die anderen verwendeten Maschinen mussten wie schon bei ihrem Vorläufer mit Wasserkraft angetrieben werden. Aufgrund des intakten Werkskanals, dem einzigen damals brauchbaren Wasserzubringer für das Wasserrad, dachte die Saline nach dem Brand von 1831 nicht an eine Verlegung der Schmiede außerhalb des Marktes, sondern „ließ dieselbe unter Benützung der alten Hauptmauern wieder aufbauen“. Auf einer anonymen Photographie ist die Hinterseite der Schmiede mit zentralem Eingang, einem hölzernen Anbau und einem Fenster deutlich zu erkennen.

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Ansicht von Hallstatt mit der k.k. Amtsschmiede die 1896 abgebrochen wurde.

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Die neue k.k. Amtsschmiede hat sich baulich im Wesentlichen an der abgebrannten Schmiede orientiert. Die Mauern wurden wieder verwendet bzw. wurden wieder aufgebaut. Der Werkskanal, der große Kamin, und vermutlich die Essen blieben durch den Brand weitgehend unbeschädigt und wurden wieder instand gesetzt. In den tiefer gelegenen Kohlenkeller wurde ein Steinplattenboden eingezogen. Er wurde dokumentiert, vollständig herausgenommen und aufbewahrt. Eine kurze Treppe, deren unterste Schwelle erhalten ist, führte auf den zentralen Flur. Der benachbarte Raum diente vermutlich als kleine Werkstätte oder Magazin. In der Nordecke der großen Werkstatt wurde ein zweiter, kleinerer Kamin mit einer darunter liegenden Esse errichtet, wie auf dem Aquarell zu sehen ist. Ein Ziegelboden und Fundamente für kleinere Schmiedstöcke sind in diesem Bereich gefunden worden. Eingetieft in den Fußboden konnten hölzerne Unterbauten für größere Maschinen und Arbeitsgruben freigelegt werden. Urkundlich erwähnt wird zum Beispiel eine Drehbank. Der große, quaderförmige Unterbau für die Kraftübertragung (O6), der erhalten wurde und sich jetzt zentral im Ausstellungskeller befindet, ist weiter benutzt worden. Zwischen ihm und der Kanalwand ist ein dickes Paket von eisenhaltigem, feinem Staub abgelagert


worden. Es handelt sich dabei Schleifstaub, der beim Betrieb eines Schleifsteines entstanden ist. Der neue große Schmiedehammer wurde etwas weiter nach Norden verlegt. Der zweite Schmiedstock, der in der Erde gefunden wurde hat denselben Aufbau wie sein Vorläufer, ist aber wesentlich besser erhalten. Im Zentrum der Werkstatt konnte eine hölzerne Kiste mit münzenförmigen Stanzresten festgestellt werden. Sie fielen beim Schlagen der Nietlöcher für die Eisenplatten der Sudpfanne an, die in der Schmiede hergestellt wurden. Die Herstellung dieser Platten war die zentrale Aufgabe der Salinenschmiede. Neben der Kiste konnte eine rechteckige Fundamentierung festgestellt werden, die mit dem Schlagen dieser Nietlöcher in Zusammenhang steht. Über der Brandschicht von 1831 fand sich eine Planierung, die teilweise auch innerhalb des Gebäudes eingebracht wurde. In dieser Planierung wurden Eisen-, und Kupferschlacken, viel Laufschlacken, Eisenfragmente, Keramik, Knochen, Mörtelbrocken, Ziegelbruchstücke und Holzkohle gefunden. Ausgesprochen viele Metallteile wurden in der westlichen Ecke der Schmiede gefunden. Der darüber liegende Boden des Innenraumes war von einer dicken Kohle- und Rußschicht aus der Betriebszeit der Schmiede 2 bedeckt. In diesem Boden fand sich eine hölzerne Wasserleitung die eventuell auch jünger als die Schmiede 2 sein könnte. Insgesamt konnte aus den Schmiedeschichten beider Phasen ausgesprochen viel Fundmaterial geborgen werden. Neben Schmiedeinventar, das durch den Brand 1831 in großen Mengen liegen geblieben war, fanden sich zahlreiche andere Eisenfragmente und Schlackenreste. Keramik, vornehmlich des 19. Jahrhunderts, Glas, Knochen und zahlreiche Einzelfunde wie die Brille eines Schmiedes geben Einblick in den Alltag einer Industrieschmiede des 18. - 19. Jahrhunderts.

Auf Holzpfählen und einer massiven Steinplatte fundamentierter hölzerner Schmiedestock auf dem der Amboss gelagert war.

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Reste des Transmissionsblockes des 端ber ein Wasserrad angetriebenen Hammerwerkes der Salinenschmiede.

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Zusammengerosteter Block mit eisernen Stanzabfällen die bei der Herstellung der NietlÜcher fßr die Eisenplatten der Sudpfanne angefallen sind und in einer Holzkiste aufbewahrt wurden.

Freigelegter Steinplattenboden im Kohlenraum der Salinenschmiede.

Brille des Schmiedemeisters

Freigelegter Ziegelboden der Salinenschmiede.

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Das Pflegergebäude der Saline (1718 - 1750) Noch zur Zeit der Salinenschmieden wurde diese Gegend „im Hof“ genannt. Der Verlauf des „Hofes“ kann z.T. im heutigen Ortsbild nachvollzogen werden. Heute sind von den um einen freien Platz gruppierten Gebäuden noch erhalten: das Museum, Mauerzüge in angrenzenden Gebäuden und das ehemalige Tor beim Löckerbrunnen. Der „Hof“ ist in mehreren Abbildungen Hallstatts immer wieder dargestellt. Die letzte Abbildung zeigt den Zustand vor dem großen Brand von 1750, bei dem die meisten Gebäude noch stehen.

Darstellung des Marktes Hallstatt vor dem Brand von 1750.

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Um den freien Platz gruppierten sich das Sudhaus mit anschließenden kleineren parallel zum See verlaufenden Gebäuden. Zum See hin ist ein großes langgestrecktes Gebäude zu erkennen, das von einem zumindest sechsgeschossigen Turm begrenzt wird. Im rechten


Detail: Habsburgerhof, Sudhaus und im Bereich des heutigen Sportgeschäftes das Pflegergebäude mit nach innen einfallendem Dach und Innenhof.

Winkel zu diesem Gebäudetrakt steht ein kirchenartiges Gebäude mit einem Turm, der auch heute noch besteht. In zentraler Lage, im Bereich der Grabung, hat bis 1750 ein ausgesprochen großes viergeschossiges Bauwerk mit einem nach innen einfallenden Dach gestanden. Dabei handelt es sich um das damalige Verwaltungsgebäude der Saline, das sogenannte Pflegergebäude. Die Fundamentreste des südlichen Teiles dieses Gebäudes konnten in der Ausgrabung nachgewiesen werden. Zur Errichtung dieses Gebäudes wurde stark in den bestehenden Untergrund eingegriffen. Die angelegten Fundamentgruben durchschlugen mittelalterliche, römische und prähistorische Schichten. Um die schweren Mauern des zur damaligen Zeit größten Gebäudes des Ortes auf dem teilweise weichen Untergrund zu fundamentieren, wurden schwere Holzbohlen unter den Mauern verlegt. Die Außenmauern des Gebäudes liegen teilweise auf weit älteren Mauern auf. Ein Innenraum konnte vollständig erfasst werden, drei weitere wurden durch die Grabung angeschnitten. Der gesamt erfasste Innenraum und der nach Norden anschließende Raum waren über Planierungsschichten mit einem Kopfsteinpflaster versehen. Aus den beim Bau des Gebäudes eingebrachten Planierungsschichten wurden spätmittelalterliche bis barocke Gefäßkeramik, Ofenkacheln, Eisenfragmente und Knochen geborgen. Das Kopfsteinpflaster in den Innenräumen war mit einem Mörtelestrich versehen; die Wände waren alle verputzt. In der Westecke des vollständig erfassten Raumes konnte der Unterbau für einen Kachelofen festgestellt werden. Der Brand von 1750, der dieses Gebäude und auch die darin

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befindlichen Archivalien zerstörte, ließ sich deutlich an einer Brandschicht erkennen. Dabei fielen Stukkaturreste von der Decke auf den Boden herab. Ein gesamtes Fenster mit Holzrahmen, umgebenden Stukkaturresten, Ziegelresten der Brüstung und den in Blei gefassten Butzenscheiben blieb von diesem repräsentativen Gebäude erhalten. Die Zerstörung der meisten historischen Quellen durch den Brand machen die archäologischen Zeugnisse für die Zeit des 13. Jh. bis um 1750 umso bedeutender. In Schnitt 3 und 4 konnte ein mit dem Pflegergebäude in Verbindung zu bringender, in späterer Zeit vollständig zusedimentierter, in West-Ost Richtung verlaufender Kanal aufgedeckt werden. Er wurde auf einer Länge von 4,10 m freigelegt. An seiner Oberkante war er etwa 1,20 m breit. Er besitzt aus Bruchsteinen gemauerte Außenwände und wird nach unten hin enger. An seiner Sohle ist er nur noch 0,80 m breit. Der Kanal ist 2,20 m tief, er stört mit seiner Fundamentgrube die unter ihm liegende ältere, möglicherweise römische Mauer. Im westlichen Teil des Kanals konnte ein Überbau aus großen Kalksteinen ausgegraben werden. Dieser Überbau war sonst in den Kanal eingebrochen. Es konnten insgesamt acht, zeitlich aufeinander folgende, zum Teil sehr fundreiche Füllschichten nachgewiesen werden. Zusammen mit einem matt gelblichbraunen, lehmigen Sand mit Schotter und Kalkmörtelbrocken wurde dieser Versturz als Kanalverfüllung V1 bezeichnet. Aus der obersten Füllschicht stammen Keramik, Knochen und Eisenfragmente. Die zweite Füllschicht enthielt neuzeitliche Keramik, Knochen, darunter mehrere mit Brand- und Hackoder Schnittspuren, sowie eine durchlochte Knochenwalze, eine Eisenplatte, Zähne und Glas. Die nächsten zwei Schichten waren fundleere Schwemmschichten. Darunter lag eine weitere Schwemmschicht. Es handelte sich bei diesem Material um einen rotschwarzen, tonigen Lehm mit wenig Schotter und kleinen Holzkohlestückchen. In V5 wurde neuzeitliche Keramik, darunter eine Tonkugel, z.T. mit Schnittspuren versehene Knochen, ein verglaster Stein und ein dreieckiges, stark korrodiertes Eisenfragment gefunden. In der Stratigraphie tiefergehend folgt eine Kanalverfüllung, ein braunschwarzer, sandiger Lehm mit Schotter, kleinen Kieseln und Holzkohle, der äußerst

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fundreich war. Aus dieser Schicht liegen mittelalterliche bis neuzeitliche Keramik, Knochen, die teilweise wieder Hackoder Schnittspuren aufwiesen, Zähne, Glas, Eisenfragmente, darunter eine Schale, eine Muschel und ein verglaster Stein vor. Darunter wurde eine hellgraue, lehmig-sandige Verfüllung mit vielen gebrochenen Ziegeln, wenig Schotter und Kalkmörtel angetroffen. Die Schicht war ansonsten fundleer. Tiefer folgte ein Bretterboden, der nur zu einem Drittel untersucht werden konnte. Es handelte sich dabei um die Sohlbretter des Kanals. Darunter wurde der SteinMörtel-Unterbau der Kanalsohle erreicht.

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Tafelgemälde von Hallstatt vor der Errichtung des Pflegergebäudes, welches zeigt, dass das Areal des Sportgeschäftes Janu als Holzlagerplatz gedient hat.

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Der Holzlagerplatz (15. - 18. Jh) Wann das Pflegergebäude errichtet wurde ist bisher nicht bekannt, auf einer um 1650 datierten Darstellung von Merian ist es jedoch noch nicht sichtbar. Eine weitere Darstellung scheint jünger als der Stich von Merian zu sein. Da jedoch das Pflegergebäude noch nicht zu erkennen ist, stammt es aus der Zeit vor dessen Bau, in der die oben erwähnten Gebäude alle bereits bestehen. Deutlich lässt sich erkennen, dass das Hofareal zu dieser Zeit als Holzlagerplatz für die Beschickung des an seinem rauchenden Dach erkennbaren Sudhauses diente. Die Schichten dieses Holzlagerplatzes gerieten später in den Grundwasserbereich, so dass sich Holz und andere botanische Reste bestens erhalten haben. Die in diesen mit vielen Holzresten durchsetzten Schichten gefundene Gefäßkeramik datiert hauptsächlich ins 15. und 16. Jh., einzelne Scherben gehören noch ins 14. Jh. Zu dieser Zeit war unser Grabungsareal also frei von einer Überbauung, wodurch wir gleichzeitig eine große Menge an Funden aus den sich abgelagerten Schichten bergen konnten. Bereits gegen Ende der Nutzung als Holzlagerplatz dürfte ein abgedeckter Abwasserkanal mit Bretterboden errichtet worden sein, der auch noch zur Zeit des Pflegergebäudes in Verwendung stand. Auf der undatierten Abbildung laufen die Abwässer noch oberflächlich ab.


Merian um 1860

Der Habsburger Hof (13. -18. Jh) Aus der Zeit vor dem 17. Jh. konnten keine historischen Abbildungen des „Hofes“ gefunden werden. Mit „Hof“ ist ein zusammenhängender Gebäudekomplex gemeint, der die Habsburgische Saline in Hallstatt bezeichnet. In den heutigen Flurnamen „Am Hof“ und „Hofplatz“ hat sich dieser volkstümliche Name erhalten. Aufgrund der Keramik des 14.-16. Jh., die in großen Mengen aus dem Grabungsbereich vorliegt, sowie den historischen Quellen können die vorhandenen Befunde als spätmittelalterlich/ frühneuzeitlich datiert werden. Am Anfang steht ein massiver Bau mit einer 2,20 m mächtigen Mauer aus riesigen Steinquadern, der an den Beginn des 14. Jh. zu setzen ist. Im Bereich der Grabung wurde neben den massiven Grundmauern auch ein spätmittelalterliches Gehniveau festgestellt, für das ältere, teilweise römische Schichten einplaniert wurden. Auch die Grundmauern wurden teilweise auf römischen Mauern fundamentiert. Dass es sich dabei um ein repräsentatives Gebäude gehandelt hat, belegen sowohl die Mauerstärken, die an eine Burg erinnern, als auch die Funde von Ofenkacheln und feiner Keramik aus dieser Zeit. Der Bau stellt vermutlich ein zentrales Gebäude des „Hofes“ dar. Ein Kellergewölbe, das sich unter dem Eingangsbereich des heutigen Sportgeschäftes befindet, gehört ebenfalls zu diesem Gebäude.

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Der Innenhof des Pflegergebäudes, welches beim großen Brand von 1750 zerstört wurde, war mit einem Kopfsteinpflaster versehen. Auf dem Pflaster des Innenraums wurden beim Brand herabgefallene Fenster des Gebäudes gefunden.

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1282, kurz vor dem „Salzkrieg“ (1295-1297) mit dem Bischof von Salzburg hat Herzog Albrecht I., der Sohn Rudolfs von Habsburg, den Rudolfsturm zur Verteidigung des Salzbergbaus errichtet. Die Salzburgischen Pfennige des 13.Jhs., die im Grabungsareal gefunden wurden spiegeln das Interesse und den Einfluss der Salzburger Bischöfe auf das Gebiet wider. Albrechts Frau, Königin Elisabeth, widmete sich nach dessen Tod der Wiedereröffnung des Hallstätter Salzbergs und der Neuordnung des Salzwesens. Am 21. Jänner 1311 verlieh sie Hallstatt das Marktrecht und legte per Urkunde eine Vergrößerung des Sudpfannenbetriebes fest. Der Bau dieses repräsentativen Gebäudes fällt vermutlich in diese Zeit. Königin Elisabeth lebte und residierte zeitweise in Hallstatt. Es ist also anzunehmen, dass die aufgedeckten Baureste mit einem „Hof“ der Habsburger im Markt Hallstatt zu verbinden sind. Da keine weiteren Befunde zwischen den mittelalterlichen Mauern und den darüber liegenden Befunden des jüngeren Pflegergebäudes liegen, muss davon ausgegangen werden, dass der Bau bis zur Wende vom 17. zum 18. Jh. bestanden hat.


MIttelalterliches Fundgut

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Archäologen bei der Arbeit im Keller

Beginn der Grabungsarbeiten im Bereich des Kohlenkellers der Salinenschmiede.

Wolfgang Neubauer bei der Dokumenation der ausgegrabenen Reste der Salinenschmiede und Reste römischer Mauern.

Wolfgang Sadik beim Schlämmen von Aushubmaterial.

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Kinga Tarcsay bei der zeichnerischen Dokumentation eines mittelalterlichen Topfes.

Wolfgang Sadik bei der zeichnerischen Dokumentation des Kaminunterbaus der Salinenschmiede.

Wolfgang Lobisser beim restaurieren der mittelalterlichen Fundkeramik.

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Römerzeitliche Siedlungsreste (1. - 3. Jh. n. Chr.) Römische Siedlungsreste sind aus der Lahn und aus dem Tremischen bekannt, aus dem Markt selber fehlten bisher archäologisch dokumentierte Befunde. Massive römische Mauerreste in Verbindung mit Siedlungsschichten und Funden aus der Grabung Janu belegen nun aber auch die intensive Besiedlung des Marktes. Die römischen Befunde wurden durch die mittelalterliche und neuzeitliche Bebauung stark gestört und die römischen Mauern wurden teilweise als Fundamente wieder benutzt. Im nördlichen Teil des Sportgeschäftes fanden sich unter den Resten des Pflegergebäudes zwei 1,5 m breite Mauern in römischer Bauweise. Die Fundamentgruben für die etwa 1,6 m hoch erhaltenen massiven Mauern wurden in ältere, prähistorische Schichten eingetieft. Die Mauerzüge bilden in ihrer Fortsetzung einen halbrunden, abgeschlossenen Grundriss. Aus dem Areal stammen große Mengen Ziegel von Wand- und Fußbodenheizungen und Reste von rot bemaltem Wandverputz. Es handelt sich also vermutlich um eine römische Therme - ein öffentliches Badehaus, dass nicht nur der Reinigung und dem Wohlbefinden diente, sondern auch soziale Funktion hatte, vergleichbar mit dem heutigen türkischen Bad. Wann genau die Therme erbaut und wann sie zerstört wurde ist schwer zu sagen. Fritz Janu fand beim Eintiefen seines Kellers zwei römische Fibeln, die aus der ersten Hälfte des 1. Jhs. n. Chr. stammen. Die gefundene Münze des Kaiser Vespasian datiert in das Jahr 78/79 n. Chr. In den jüngsten römischen Schichten hingegen wurde Keramik aus der Zeit zwischen 160 und 250 n. Chr. gefunden. Die entsprechende Münze des Kaisers Antoninus IV. datiert 218 - 222 n. Chr. Es ist also anzunehmen, dass das Gebäude irgendwann in dieser Zeit gestanden hat. Zusammen mit den anderen Funden die im Zuge der Ausschachtungsarbeiten für den Kellerausbau zutage getreten sind, belegen die aufgedeckten Befunde eine intensive römerzeitliche Besiedlung innerhalb des Ortsgebietes von Hallstatt, die wahrscheinlich mit der Kontrolle des Salzabbaues in Verbindung zu bringen ist. Dies ist umso bedeutungsvoller, als im prähistorischen Salzbergwerk die Abbaue aus der Zeit um Christi Geburt nicht mehr zugänglich sind.

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Fragmente reich verzierter Terra Sigillata, dem rรถmischen Tafelgeschirr.

Rรถmische Fibel die vor allem von den Frauen in Norikum und Pannonien getragen wurde.

Mittelalterliche Silberpfennige gingen aufgrund ihres geringen Gewichts und Grรถsse gerne verloren.

Hรถlzerne Schale die sich im feuchten Untergrund bis heute erhalten hat.

Pfriem

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Prähistorische Siedlungsreste (1. Jahrtausend v. Chr.) Prähistorische Siedlungsreste waren bis zu den Grabungen im Kellerraum des Sportgeschäftes Janu für den Markt weder bekannt noch vermutet. Den bisher ältesten Befund bildete eine noch in situ befindliche Kulturschicht aus der späten Bronzezeit und der Hallstattzeit, in ihr fand sich neben typischer Keramik aus dieser Zeit vor allem eine sog. Zwiebelkopfnadel. Diese Schicht lag jedoch schon auf bzw. teilweise unter Seespiegelniveau, wodurch ein großflächiges Tiefergehen auf noch ältere Schichten sich bald als unmöglich herausstellte. Zwischen dieser ältesten und den darüber liegenden römischen Schichten wurden mehrere latènezeitliche Schichten der jüngeren Eisenzeit freigelegt.

Bronzene Zwiebelkopfnadel die in der späten Bronzezeit zum Verschließen von Umhängen dienten.

In den tieferliegenden der Schichten wurde teilweise bereits die Grundwasseroberfläche des Hallstätter Sees erreicht. Diese lagen in ihren tiefsten Stellen bereits bis zu 7 cm unter Wasser. Nach Abpumpen des Grundwassers konnten noch zwei weitere prähistorische Schichten freigelegt und dokumentiert werden. Die höher liegende Schicht enthielt eine große Menge an latènezeitlicher Kammstrichkeramik, sonstige Keramik wie Graphittonware, wenig Knochen, zwei Eisenfragmente, eines davon möglicherweise ein

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Messer, ein Schleifsteinfragment, ein Bleistück und sogar ein paar Silexabsplisse. Die darunterliegende Schicht enthielt prähistorische Keramik, Knochen, Zähne, Eisenfragmente, eine Steinkugel und ebenfalls Silices. Unter diesen Schichten wurde ein hellgrauer Schotter angetroffen, der wohl bereits den von Menschen ungestörten geologischen Untergrund darstellen dürfte.

latènezeitlicher Kammstrichkeramik

Im Dezember 1994 wurden in Schnitt 4 der Grabung mehrere römische und prähistorische Schichten stratigraphisch erfasst. Eine davon war eine braune, grobe Sandschicht mit Steinen. Grabungsschnitt außerhalb des Sportgeschäftes wurde unter einer wahrscheinlich römischen eine weitere alte Oberfläche dokumentiert, die möglicherweise prähistorisch ist und von den römischen Einbauten gestört wurde. Darunter wurde eine Steinlage freigelegt, die spätlatènezeitliche Keramik des 1. und 2. Jh. v.Chr. enthielt. Sie war stellenweise durch die Fundamentgräben der jüngeren Mauern gestört. Darunter wurde grober Sand mit einer Steinrollierung entdeckt. Sie war die unterste Schicht eines prähistorischen Schichtpaketes, das oben von einer alten Oberfläche begrenzt und durch die darüber liegenden Mauern und Schichten der römischen Kaiserzeit gestört war. Neben römischen Ziegelresten, Eisen, Schlacke, Bronze, Knochen und latènezeitlicher Kammstrichkeramik

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fanden sich 19 Bruchstücke einer weichen, stark vegetabil gemagerten, beigen Keramik mit reduziert gebranntem Kern. Auf einigen Objekten waren deutlich geometrisch lineare Verzierungsmuster zu erkennen. Sie konnten zu insgesamt sechs Gefäßbruchstücken offensichtlich desselben Objektes - zusammengesetzt, die Gefäßform aber zunächst nicht rekonstruiert werden. Diese speziellen Scherben können aufgrund ihrer Eigenschaften in die Jungsteinzeit, das Neolithikum datiert werden. Die einzigen keramischen Formen, in die die Hallstätter Bruchstücke zu passen scheinen, sind Gefäße mit runder Standfläche und einem charakteristischen, quadratischen Mundsaum einer neolithischen Kultur Norditaliens, die Kultur der „vasi a bocca quadrata“ und sind in den Beginn des 5. Jahrtausends v.Chr. zu datieren. Die Herkunft der bisher ältesten in Hallstatt entdeckten Keramik ist vermutlich auf eine Verlagerung beim Bau bzw. Betrieb der eisenzeitlichen oder römischen Siedlung zurückzuführen. Die Deutung als unterster Rest einer neolithischen Kulturschicht oder gar Siedlungsrestes ist denkbar, erscheint aber aufgrund des kleinen Aufschlusses problematisch. Bronze- und hallstattzeitliche Funde aus anderen Schichten derselben Grabung zeigen ein ähnliches Bild und können insgesamt als deutliche Hinweise auf mögliche Siedlungstätigkeiten im Bereich des „Marktes“ ab dem Neolithikum interpretiert werden.

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Im Zusammenhang mit dem eisenzeitlichen Salzbergbau werfen die aufgedeckten latènezeitlichen Befunde ein neues Licht auf die Besiedlungsstruktur im Nahebereich des prähistorischen Salzabbaues. Aufgrund der Enge der Grabungsschnitte und des eindringenden Grundwassers ist eine weitergehende Interpretation als die, dass es sich bei ihnen um Siedlungsschichten handelt, leider nicht möglich. Zusätzlich wurden diese prähistorischen Siedlungsschichten immer wieder erst durch römische und später auch durch mittelalterliche und neuzeitliche Ein- und Umbauten ge- oder sogar zerstört. Eindeutig belegt ist mit dieser Ausgrabung jedoch eine prähistorische Besiedelung auch im Bereich des Marktes. Es bleibt zu hoffen, dass sich in nächster Zukunft die Möglichkeit zu weiteren Grabungen im Markt Hallstatt bietet.

Keramik aus der vasi a bocca quadrata Kultur am Beginn des 5. Jahrtausend vor Christi

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Arch채ologische Dokumentation verschiedener Grabungsstufen

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Archäologischer Keller in Hallstatt im Sportgeschäft Dachsteinsport Janu Das Geschäft in Hallstatt Seestraße 50 besteht seit 1974. Wir führen Sportartikel, Schuhe, Textilien, Souvenirs und alles was so im Ort gebraucht wird. Im Jahr 1987 haben wir beim Anlegen eines Heizungskellers große Funde im Untergeschoss des Hauses gemacht. Im Auftrag des Bundesdenkmal-amtes haben wir diesen Keller gemeinsam mit Archäologen und Studenten der Universität Wien in mehrjähriger Arbeit freigelegt. Aus dem ursprünglich 9 m2 grossem Heizungskeller wurde in der Zwischenzeit eine historische Grabung von ca. 300m2. Die Spanne der Geschichte reicht von der Neuzeit bis weit in die Ur- und Frühgeschichte. Es sind dies Münzen und Fibeln, Keramikscherben aus den verschiedensten Epochen. Mauerreste von einem Römischen Kastell, Mauern der Hofburg, in der bereits Elisabeth die Schwiegertochter des ersten Habsburgerkaisers Rudolf residierte. Quadersteine des

Fluters, dessen Wasser die Mühlen für die Salinenschmiede antrieben. Weiters ist zu sehen Holz vom Holz-lagerplatz, Unterbauten und Piloten für das Haus im Schwemmgelände. Holz das sich sehr lange unter dem Wasserspiegel befand. All das haben wir unversehrt belassen und geben es der Öffentlichkeit zur Besichtigung frei. Die Gestaltung war uns ein großes Anliegen, um ein eindrucksvolles Bild zu schaffen. Das Interessante und Besondere ist die Verbindung von Geschäftslokal im Obergeschoss und der Ausgrabung im Untergeschoss Eine Verkettung vom Leben heute mit der Vergangenheit von Hallstatt. Dies ist ein Erlebnis für die Touristen die aus aller Welt kommen, die Geschichte unseres berühmten Ortes hautnah zu erleben. In unserem Keller haben wir auch ständig wechselnde Ausstellungen verschiedener Künstler. Es finden Konzerte und Künstlerlesungen statt. Der Rahmen für Veranstaltungen ist sehr ansprechend und breit gefächert.


Dr. Wolfgang Neubauer Grabungsleiter. Archäologe an der Urund Frühgeschichte der Universität Wien. Spezialist für geophysikalische Prospektion. Heute ein international bekannter Archäologe.

Das römische Bad im Zentrum von Hallstatt

Klaus Löcker Archäologe, Teilnehmer an allen Grabungskampagnen und Mitautor.

Wolfgang Sadik Archäologe, Teilnehmer an fast allen Grabungskampagnen und Mitautor. Bearbeitet im Rahmen seiner Diplomarbeit die Ausgrabung Janu.


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