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uster_feb2023

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Dienstag, 7. Februar 2023 | 6. Jahrgang Nr. 1 | Grossauflage 19 000 Exemplare

Offizielle Gewerbezeitung des Gewerbeverbandes Uster

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Wie wird Uster zur attraktiven Stadt für alle?

Der Ustermer Schriftsteller Dieter Zwicky im Fragenhagel.

Sechs Punkte für einen gewerbefreundlichen Kantonsrat.

Weihnachten ist das Fest der grossen Abfallberge

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David gegen Goliath Die Pleite des Reformhauses Müller zeigt: Migros, Coop und Co. zeigen im Kampf um Marktanteile keine Gnade. Verlierer sind der Fachhandel und das Gewerbe. Text: Gerold Brütsch-Prévôt In der freien Markwirtschaft gibt es keinen Artenschutz. Wenn ein Geschäftsmodell bei Kunden und ­ Kundinnen nicht mehr gefragt ist, ­ ­bedeutet das schnell mal das Aus. So ­geschehen bei der Pleite des Reform­ hauses Müller, die nun ausgerechnet diejenigen erschüttert, die sie ausge­ löst haben – die Konsumentinnen und Konsumenten nämlich. Obwohl die Schliessung in diesem Umfang eher unerwartet kam, ist sie doch die schon fast logische Konsequenz als Folge des Umbruchs im stationären Handel. Mo­ derne Kundinnen und Kunden kaufen online ein. Und wenn nicht, dann muss es schnell gehen. Beratung ja, aber sie darf nichts kosten. Und wenn die gro­ ssen Detailhändler einen Trend entde­ cken und sich diesen einverleiben – wie beispielsweise Bioprodukte –, dann gehen eben auch gut positionierte Ket­ ten wie das Reformhaus Müller pleite. Migros, Coop und Co. kennen da keine Gnade. Ob die kleine Bäckerei um die Ecke eingeht, wenn sie in den grossen Filialen eine Schaubäckerei einrichten, ist ­ihnen ziemlich egal. Und offensicht­ lich den Konsumentinnen und Konsu­ menten auch. Treue Stammkundschaft ist wichtig Und wie wehrt sich beispielsweise der Ustermer Bioladen Öpfelbaum gegen die wuchtige Konkurrenz der Detail­ riesen? «Kundenbindung heisst das Er­ folgsrezept», sagt Geschäftsführerin Fatos Teke-Korhan dazu spontan. «Wir setzen alles daran, Stammkundinnen und -kunden aufzubauen und zu erhal­ ten. Dafür ist eine gute, motivierte und freundliche Beratung nötig.» Es sei wichtig, dass man beim Eintreten in den Laden diese gute Atmosphäre ­spüre. Natürlich könne man mit den

günstigen Preisen und Aktionen der Grossen nicht immer mithalten. Aber durch die Optimierung der Prozesse sei es möglich, bei gewissen Produkten konkurrenzfähige Preise anzubieten. Den Einkauf zum Erlebnis machen «Wir spüren den Druck der grossen ­Detailhändler natürlich schon auch», sagt Egzon Shalja, Geschäftsführer von Albert’s Backstube an der Freiestrasse. Man müsse die Kundinnen und Kunden mit guten Produkten überzeugen und sich so durch Mund-zu-Mund-Propa­ ganda eine Stammkundschaft aufbau­ en. «Uns ist auch ein freundschaftli­ ches Verhältnis wichtig – alle sollen sich wohlfühlen. Das unterscheidet uns von der Anonymität der Grossver­ teiler. Vor allem samstags und sonn­ tags kommen viele Familien zu uns, um sich zum Zmorge etwas Besonderes zu g ­ önnen», sagt er. So werde der Ein­ kauf zum Erlebnis. Der Beratungsklau geht um Aber nicht nur im Foodbereich wird es für die kleinen Anbieter immer schwie­ riger. Der Beratungsklau geht um. Skrupellos lässt man sich heutzutage im Fachhandel beraten, um den Arti­ kel anschliessend als Schnäppchen im Internet oder beim Discounter zu ­kaufen. Probiert den Laufschuh unter fachkundiger Anleitung, um ihn dann beim günstigsten Anbieter online zu bestellen. Kurvt mit dem Kinderwagen im Fachgeschäft herum, um ihn dann vom Internethändler per Mausklick portofrei ins Haus liefern zu lassen. Lässt sich im Reisebüro eine Fernreise ausbrüten und bucht diese dann direkt beim Tour Operator im Reiseland. Noch aber ist der Anteil derjenigen grösser, die sich vorab über ein P ­ rodukt informieren und es dann gezielt im Fachhandel kaufen. Das ist vielleicht

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Hans-Peter Waller vor seinem Geschäft: Verkaufen kann jeder – beraten nicht

die letzte Chance für den stationären Handel: ein kompetentes Fachgeschäft, unterstützt von digitalen Lösungen. Voraussetzung dafür ist, dass mit die­ ser Verbindung zwischen Offline und Online für die Kundschaft ein erkenn­ barer Mehrwert geschaffen wird. Verkaufen kann jeder – beraten nicht Den Beratungsklau kennt auch Hans-Peter Waller vom gleichnamigen

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Zweirad-Center. «Früher hatten wir Kinderanhänger da, damit wir sie vor Ort den Eltern vorführen und diese fachmännisch beraten konnten», sagt er. Nicht wenige hätten sich für die ­Beratung bedankt und seien ein paar Tage später mit einem billigeren ­Modell von der Konkurrenz oder aus dem Internet an ihrem Schaufenster vorbeigeradelt. Von schlechtem ­Gewissen keine Spur. Die Devise des

Foto: GZ

Fachgeschäfts, das bereits in der ­dritten Generation geführt wird: «Ver­ kaufen kann letztlich jeder. Bei uns erhält man dazu die professionelle Beratung und nach dem Kauf den ­ ­Service, wenn nötig führen wir auch Reparaturen aus». Das sei letztendlich das Erfolgsrezept und ­führe zu einer treuen Stammkundschaft.

Kanton Zürich / Bezirk Uster

Arbeitsplätze sichern, Gewerbe entlasten Kantonsrätin seit 2011 Kommission Justiz und öffentliche Sicherheit Parlamentarische Gewerbegruppe Parlamentarische Gruppe für Wohn- und Grundeigentum Parlamentarische Gruppe Sport Vorstand KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich Präsidentin Bezirksgewerbeverband Uster Präsidentin KMU-Frauen Zürich Mitglied HEV Uster / Dübendorf & Oberes Glattal

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Sichere Zukunft in Freiheit

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Natalie Rickli und Ernst Stocker wieder in den Regierungsrat. regierungsratswahl.ch 10.11.22 16:49


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