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getting up in kooperation mit maximum hip hop pr채sentiert:


INHALTSVERZEICHNIS / CONTENTS


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„urban discipline 2000“

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intro

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loomit

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peter michalski

20

mate

24

sub

28

won

30

lazoo

34

stohead

38

codeak

44

stuka

48

besok

52

„die götter von rügen“

54

os gemeos

60

tasek

64

keramik

68

discom

72

ecb

78

dare

82

daim

88

seak

92

„das neue hamburg und seine partnerstädte“

94

daddy cool

98

toast

104

martha cooper

108

lebensläufe/biographies

117

literatur/links

118

impressum

120

danke/thanks


„ o v a l e d o l u a r “ | o s g e m e o s , c e s , p e r o n e , d a i m , ta s e k , d a r c o , n e o n , c e m n o z | h a m b u r g | 2 0 0 0


„ t o x i c f u m e s “ | s h o k 1 , s e a k , b e s o k , d a d d y c o o l , s t u ka , c o d e a k , d a i m | h a m b u r g | 2 0 0 0

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URBAN DISCIPLINE 2000


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INTRO

Graffiti und artverwandte Erscheinungen, ob nun als Kunstwerk anerkannt oder wie so häufig völlig missverstanden als bunte Dekoration angesehen oder ebenso missverstanden, als Sachbeschädigung verurteilt, sind aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Entgegen vieler Prophezeiungen brodelt die Szene noch immer, ist nach über 30 Jahren größer und kreativer denn je und wird ständig um einzelne Facetten erweitert. Netzwerke werden geknüpft und gepflegt, Infrastrukturen werden ausgebaut, Künstler beeinflussen sich untereinander, man kennt sich, ist befreundet, plant zusammen neue Projekte und es entstehen die unterschiedlichsten Werke und interessantesten Mischungen. Die hier gezeigten Leinwände, Wandbilder, Skulpturen, Fotos und Installationen, sind für die 22 Künstler der Urban Discipline 2001 Graffiti-Art Ausstellung logische Konsequenz und Fortführung einer Bewegung, die als Jugend-Subkultur begann und deren Verfechter sich nun auf den Weg in die Galerien und Museen begeben.


Today it is unthinkable that graffiti and related phenomena, rather than being recognized as art, could be seen as only colorful decoration or be dismissed as useless crime. Despite many predictions to the contrary, the scene is still very much alive after 30 years. It’s bigger and more creative than ever and perpetually gains new aspects. Networks are created and nurtured, infrastructures are expanded, artists influence each other, get to know one another well, plan new projects and the most diverse works and most interesting mixtures come into being. For the 22 artists of the Urban Discipline 2001 Graffiti-Art exhibition, the canvases, wall-paintings, sculptures, photos and installations shown here are the inevitable result of a process that began as a youth subculture and whose pioneers slowly proceed to museums and galleries.

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LOOMIT (mathias köhler) Zwar habe ich schon in den 80ern angefangen Styles ohne Outlines zu malen und hier und dort Teile mit Strukturen und realistisch gemalten Sequenzen zu ergänzen, Delta hat dann aber 1991 mit einem "Mess"-Piece eine weitere Tür geöffnet und die Styles verdreht. Das hat mich sofort fasziniert. Aber auch die vielen Techno-Flyer und Poster dieser Zeit, mit ihren extremen Computergraphiken, haben mich beeinflusst und so auch mein Verständnis für Styles in einer Weitwinkelperspektive geprägt. Der 3D-Style ist die Form von Graffiti in der ich mich am wohlsten fühle, aber bei weitem nicht der einzige. Output benötigt Input und der ist bei meinem Reisepensum im Überfluss vorhanden. Für mich zählt die Kooperation und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Writern, bei der sich dann mein ganzer Ehrgeiz entfaltet und mir das Beste abverlangt. Das hat auch viel mit der Begeisterung, die ich für die Arbeit anderer empfinde, zu tun; denn so etwas wie Neid ist mir ziemlich fremd. Ich bin mir sehr des Glücks bewusst, dass ich mein Hobby zu meinem Beruf machen konnte. Deutschland ist ja auch nicht der schlechteste Platz zum leben. Die Szene hier ist nicht nur innovativ, sondern auch sehr kooperativ, gerade auch mit den Massen an ausländischen Writern, die herkommen um Wände und Züge zu sprühen. Früher bin ich rumgereist um die Welt zu sehen und wie es mir jetzt scheint, kommt die Welt, um Deutschland zu sehen.

f o t o : m i ka

It is true that in the eighties I had already begun to paint styles without outlines and to add some structural elements and realistically painted sequences, but in 1991 Delta opened another door with a “Mess” piece that twisted the styles. I was immediately fascinated. At the same time, the extreme computer graphics of techno flyers and posters influenced me, thus informing my styles with a wide-angle perspective. The 3-D style is the form of graffiti I enjoy the most, but it’s by no means the only one. Output needs input, and my extensive traveling provides an overdose of it. What counts for me is working in cooperation with different writers; which develops my entire range of ambitions and demands the best of me. That development is associated closely with my enthusiasm for the work of others, as envy is quite unknown to me. I am fully aware of my good fortune in being able to pursue my hobby as my vocation. Germany is really not the worst place to live in, either. The scene around here is both innovative and cooperative, especially considering the tons of foreign writers who come here to spray walls and trains. I used to travel to see the world, now it seems the world is coming here, to see Germany.


„french connection“ | münchen | 2 000

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„vampir“ | sprühlack auf leinwand | 2001

„church“ | sprühlack auf leinwand | 2001

shawn, loomit | münchen | 2 000


„reflection“ | sprühlack auf leinwand | 2001

„star“ | sprühlack auf leinwand | 2001

„amnea“ | münchen | 2 001


ohne titel | sprühlack auf leinwand | 2001

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„die jagd“ | sprühlack auf leinwand | 2001

„amnea“ | sprühlack auf leinwand | 2001


f o t o : c h r i st i n a s o l ta n i

PETER MICHALSKI Die meiste Zeit meines Künstlerlebens verbrachte ich damit, die Ästhetik von Buchstaben und Wörtern auszuloten. An der momentanen Haltestelle meines Gesamtwerkes interessiert mich dieser Aspekt nur noch zum geringeren Teil. Das Gestalten von Buchstaben und Wörtern tritt immer weiter in den Hintergrund und die Frage nach Sinn und Gehalt derselbigen, bricht sich immer weiter bahn. Als langjähriger Graffiti-Writer musste ich mich schon häufig mit der Bedeutung von einzelnen Wörtern oder auch deren Zusammenhang im Satz und Kontext auseinandersetzen und dabei hat sich für mich die Erkenntnis ergeben, dass das geschriebene Wort ein dehnbares ist. In meiner aktuellen Werkphase spiele ich mit der gegebenen Substanz, ordne sie meinem Willen unter und ergänze sie mit Erkenntnissen, die sich durch das Malen mit Pinsel, im Gegensatz zur sonst gebräuchlichen Sprühdose, ergeben haben. Most of my artistic career I spent getting a grounding in the aesthetics of letters and words. At this stage of my work that aspect is less engaging to me. The creation of letters and words recedes into the background as the quest for meaning and content breaks through. As a long-term graffiti writer, I often encountered the meaning of single words or their connection in sentences and contexts, and I had a revelation that the written word is quite elastic. Now I play with given substances, make them obey my will and add personal discoveries to them, an outgrowth of using a brush instead of the common can. „act“ | sprühlack auf leinwand | 2000


„unform IX , X , XIV, XVI“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

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f o t o : m i ka

t i t l e | w r i t e r, a d d . w r i t e r (s) | c i t y, c o u n t r y | 1 9 9 1 title | writer, add. writer(s) | city, countr y | 1991

„two sources“ | zürich, schweiz | 2000


„my sign“ | „augsburg 2000“ | „game over“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

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„unform blau/ violet t“ | „unform rot“ | ohne titel | „bombe grau“ | „bombe bunt“ | mischtechnik auf holz | 2 000


1 | 3 | 1 1 | 13 | 18 | mischtechnik auf holz | 2 000

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MATE (pius portmann) f o t o : m i ka

Neben meinem Engagement in der Graffitiszene, habe ich schon immer viel gezeichnet und gemalt. Da ich mich in diesem Zusammenhang sehr für Architektur, Figuren und Natur interessiert habe, lag es für mich nahe, meine Buchstaben mehr und mehr wie einzelne Körper zu behandeln. Mit der Zeit hat sich daraus ein Stil entwickelt, den man heute am ehesten als „Organischen Geschwürkörper, gemixt mit Street-Flow und Elementen des täglichen Lebens“ bezeichnen könnte. Dabei ist mir das Wort „Stil“ eigentlich sehr unsympathisch, denn Stil kann auch sehr schnell Stillstand heißen. Vielleicht habe ich darum ja auch ein Bedürfnis danach, vollkommen gegensätzliche Dinge zu verwirklichen. Das kann heute mal ein schnelles Wandbild sein, dass in einer halben Stunde fertig ist und morgen setze ich mich an eine Leinwand, an der ich schon seit Jahren arbeite. Auch interessieren mich photorealistische und abstrakte Arbeiten gleichermaßen. Es kommt mir weder auf den Stil an, noch auf die Technik oder auf den Untergrund. Wichtig ist für mich, dass ich erkannt habe, dass malen für mich eine wichtige Form der Kommunikation ist und dass es da draußen Leute gibt, die mich verstehen. Apart from my commitment to the graffiti scene, I used to draw and paint. I was interested in architecture, figures and nature, so it seemed obvious for me to treat my letters more and more as autonomous organisms. Over time it developed into a style, which might today be best described as „Organic Ulcer-Corpus, mixed with Street-Flow and elements of Everyday-Life”. „Style” is not really a term I embrace, because a style easily remains static. Maybe that’s why I need to make contradictions become real. Today it might be a quick wall painting done in half an hour, and tomorrow I may face a canvas I work on for years. I’m equally interested in both photo-realistic and abstract works. I don´t pay attention to style, technique, or surface. For me the important thing is that painting is a major form of communication and there are people out there who understand me.


„der schla f“ | acr yl auf leinwand | 2000

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ohne titel | acr yl auf leinwand | 2 000


„the face“ | mischtechnik auf leinwand | 2000/ 2001

„por trait shark“ | acr yl auf leinwand | 2000

„mc taz“ | acr yl auf leinwand | 2001


mischtechnik auf leinwand | 2001 mischtechnik auf leinwand | 2001

tusche auf leinwand | 1994

„vor dem mailänder dom“ | sprühlack auf lein wand | 2001

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mischtechnik auf leinwand | 2001

„marktszene in südserbien“ | sprühlack auf lein wand | 2000


SUB (tony curanaj) Graffiti war für mich nie der Ausdruck einer auflehnenden Haltung gegen die etablierte Kunstszene. Bevor ich anfing zu sprühen, wollte ich erst einmal lernen, wie die alten Meister zu malen und zu zeichnen. Ich hatte mir vorgenommen, mir erst einmal fundierte Kenntnisse der klassischen alten Schule anzueignen. Dies erwies sich als relativ schwierig, denn wo sollte ich die nötigen Informationen herbekommen, in einer Welt, die so sehr auf moderne Kunst fixiert ist? Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Graffiti wesentlich etablierter ist, als viele andere Kunstformen. Und tatsächlich ist es für einen kunstinteressierten Menschen heute viel naheliegender mit dem Sprühen anzufangen, als etwa mit anderen Erscheinungsformen bildender Kunst, denn hier hat man, vor allem dadurch, das Graffiti so neu und jung ist, die Möglichkeit neue Standards zu setzen und die Szene, durch seine Arbeit, sehr direkt zu prägen. Nichts desto trotz kann es sehr hart sein als Künstler zu leben, vor allem in New York, mit den hohen Mieten und den Platzproblemen, aber gerade das macht es für mich so wertvoll.

f o t o : t e d n ew s o m e

Graffiti never represented rebellion against the established arts scene to me. Before I started spraypainting, I wanted to learn to paint and draw as the old masters did. I resolved to gain profound knowledge of the classical old school. That knowledge was quite difficult to obtain. Where can you look for it in a world fixed for the most part on modern art? It seems graffiti is even more established than many other art forms. It’s actually much simpler for a person interested in art to begin with graffiti writing, rather than other forms of fine art. Because graffiti is so young and new, it’s still possible to set new standards and to make your mark on the scene directly and decisively. People who have nothing to do with the scene have only a marginal ability to influence it, even though they are often the audience for the images. Even so, it can be rough to live as an artist, particularly in New York with its high rents and lack of space, but that makes it especially valuable to me.


ausschnit t | denver | 1998 ausschnit t | new york | 1998

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new york | 1999


„the mask“ | öl auf leinwand | 1999


öl auf leinwand | 1999

selbstpor trät | öl auf leinwand | 1999

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WON (markus müller) Seit 1984 brennt die „Vandalencolourkamikazeflamme“ in mir. 1996 wollten dubiose offizielle Institutionen die Flamme löschen, was der „kriminelle“ Virus in meinem Gehirn zu verhindern wusste. 2001 brennt sie heller und größer als jemals zuvor. Since 1984 the „vandalcolorkamikazeflame“ has burned in me. In 1996, strange official institutions wanted to extinguish this flame within me, which the „criminal“ virus of my mind knew it must prevent. In 2001, the flame burns brighter and bigger than ever.

„zombie love - the living dead love to create and destroy human mea t“ sprühlack auf leinwand | 2000


„the out fit master of crea tion“ | sprühlack auf leinwand | 2000

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„rab lee´s optic food dinner for won“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„mama is best“ | sprühlack auf leinwand | 2 000


LAZOO Meine Bilder sind aus dem Leben gegriffen. Ich male, was ich sehe oder was ich träume. Der Ausdruck, den ich Ihnen verleihe, hängt von meinem jeweiligen Gemütszustand ab. Das Ergebnis kann z.B. ein Comic sein oder auch ein photorealistisches Bild. Weil ich glaube, dass man sich als Künstler sowieso nicht von solchen Dingen freimachen kann, haben meine Bilder auch immer einen sozialen oder politischen Inhalt, der indirekt auch meine Position in der Gesellschaft verrät. In Frankreich als Graffitikünstler zu leben, wird einem alles andere als einfach gemacht. Die meisten Leute denken noch immer, Graffiti sei eine Straftat oder im besten Fall ein Hobby für Kids. Die künstlerische Seite geht in der öffentlichen Meinung häufig völlig unter. Ganz langsam scheint sich aber etwas zu ändern. Durch die neuen Medien, wie zum Beispiel das Internet, entwickeln die Menschen eine Offenheit neuen Dingen gegenüber. Vorurteile spielen eine kleinere Rolle und die Menschen können sich auch mit der Kunst aus der Sprühdose anfreunden. Ich lege kaum Wert darauf, als Graffitikünstler bezeichnet oder angesehen zu werden, viel wichtiger ist mir, dass Graffiti als solches, als Kunst wahrgenommen wird. Darum machen wir hier in Paris die Leute mit großen Wandbildern und Ausstellungen auf Graffiti aufmerksam. Die starke Gemeinschaft innerhalb unserer Crew, in der wir uns gegenseitig inspirieren und verschiedene Stile und Talente kombinieren, hilft dabei, ein gutes Ergebnis zu erzielen. My pictures are taken from life. I paint what I see or dream. The expression I give them depends on my state of mind at the time. The result may be, for example, a comic or a photo-realistic picture. As an artist one can never be free of things, so my pictures always have social or political content that shows indirectly my position in society. It’s anything but easy to live as a graffiti artist in France. Most people still think graffiti is a crime or at best a hobby for kids. The artistic aspects, for the most part, are drowned out by public opinion. But slowly something seems to change. Because of media like the Internet, people are developing a new openness to new things. Prejudice still plays a minor role, but most people are able to grasp the idea of art from the can better, too. I seldom care to be described or perceived as a graffiti artist; it’s more important to me that graffiti itself is perceived as art. That’s why we try here in Paris to teach people better with huge wall paintings and exhibitions. The strong community within our crew, in which we inspire each other and combine different styles and talents, helps to produce good results.


„orus voyage“ | wasser farbe auf kar ton | 2000 ausschnit t | „third millenium“ | pwoz , alex, lazoo | bagnolet , frankreich | 1999

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„lady s“ | sprühlack auf leinwand | 1999

„notorious b“ | sprühlack auf leinwand | 1998

„cazam“ | sprühlack auf leinwand | 1999


„93 hip hop par ty“ | kongo, pwoz , lazoo | saint- denis, frankreich | 1998

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ausschnit t | psy, kongo, daddy cool, stohead, lazoo | bagnolet , frankreich | 2001


STOHEAD (christoph hässler) Manchmal muss der Teig erst wieder zusammengeknetet und neu ausgerollt werden, damit man saubere Plätzchen ausstechen kann. Organische, grobe, unförmige Klumpen, die ästhetischer Behandlung bedürfen. Die aufzubringende Energie liefert die Leidenschaft für komplexe Buchstabenkompositionen, im Austausch mit anderen Writern und Künstlern. Organic Illstyle - ist nur Anfangsphase eines langen Prozesses, der die Entwicklung eines eigenen Stils beschreibt. Die Buchstaben werden aus der Urmasse gesogen, wie das Wachs einer Kerze am Docht, die Schablone sitzt im Kopf und das geistige Auge sucht die Dynamik der Schrift nun auch in der Tiefe des Raums.

foto: mamu

Sometimes the dough’s got to be kneaded together and rolled out again, in order to cut out cleanshaped cookies. Organic, rough, unshaped lumps, require aesthetic treatment. The energy needed is provided by the passion for complex letter composition and the interaction among different writers and artists. Organic Illstyle — it’s just my name for the current stage of my personal style development. The shape of my letters is the logical result of trying to treat these invisible lumps. The template’s in the head and the mind’s eye is now looking for the dynamic of writing in the depth of spaces, too.

„french connection“ | sprühlack auf leinwand | 2001


„deep blue sea“ | sprühlack auf lein wand | 2000

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„feierabend“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„pollution“ | sprühl. auf leinwand | 1999

„pollution II“ | sprühlack auf lein wand | 2000

„metro“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„mini-quake“ mischt .auf leinwand | 2000

„horizont“ mischtechnik auf leinwand | 2000


ausschnit t | itzehoe | 2001

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CODEAK (daniel kin young man) So um 1990 hatte sich herausgestellt, dass sich meine Interessen mehr und mehr den Charactern zuwandten. Vorher hatte ich mich bereits sechs Jahre lang schwerpunktmäßig mit Schriftzügen auseinandergesetzt, damit schien diese Technik für mich ausgereizt zu sein. Ich sah damals nur die Möglichkeit, Character zu malen, um meine eigene Entwicklung fortzusetzen und einen wesentlich größeren Freiraum zu gewinnen. Dadurch habe ich ein großes Feld entdeckt, auf dem ich spielen und rumtoben kann, wie ich will. Wichtig ist dabei, mich nicht von ungeschriebenen Regeln, wie es sie in der Szene gibt, einschränken zu lassen. Zwischendurch habe ich die Liebe zu Schriftzügen wiederentdeckt, diesmal mit anderen Augen und unter anderen Gesichtspunkten. Und auch bei den Charactern hat sich bei mir was geändert. Die Figur sollte in meinen Arbeiten keine Ego-Rolle mehr bekommen, deswegen ist bei mir der "Background" auch sehr wichtig. Ich habe für mich geklärt, dass Graffiti nicht gleich Sprühdose oder "Style" ist. Nur diese Trennung zwischen Ansicht und Technik ermöglicht es mir neue Wege zu gehen. Mich interessieren nun mal Zustände und Prozesse von den kleinsten bis zu den großen Dingen, und ob sie einem universellen Gesetz und Gleichgewicht unterworfen sind. So betrachte ich mich und mein Umfeld auch. Es hat mit der eigenen Ehrlichkeit zu tun, mit der man etwas schafft. Kann ich 100prozentig hinter meiner Arbeit stehen? Darum ist es für mich auch bei meinen Arbeiten wichtig, immer wieder aufs neue nach dem Wieso, Wofür, Warum zu fragen.

f o t o : m i ka

Around 1990 my interests turned more and more to characters. My focus for the previous six years had been on letters, and at this time it appeared clear — letters were finished for me. I wasn’t graphically developed in those days, and the only opportunity I had to leave the typical N.Y. style behind and to gain more open spaces was to do characters. I discovered huge spaces on which I could play and exhaust myself as I wanted. The most important thing is not to be limited by the unwritten laws that exist within the scene. Meanwhile I rediscovered my love for lettering, now with a different perspective and facing other aspects. My characters changed also. In my work, the figure shouldn’t play the ego-role anymore, that’s why the background is very important. I clarified for myself that graffiti is not simply the can or the “style”. Only this separation of view and technique enables me to find new ways. I care most for states and processes, from the smallest to the largest, and whether they obey universal law and stability. I also take this view toward myself and my environment. It has to do with the personal honesty with which one creates. Am I able to stand behind my work 100 percent? That’s why it’s so important in my paintings to ask myself: How come? What for? Why? — over and over again.


„embr yo“ | installa tion | 2000

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„vier elemente“ | augsburg | 2000

gera | 2000

„wanderung“ | hildesheim | 2 000


„communica te!“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

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codeak | braunschweig | 2000


stuka | braunschweig | 2000

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f o t o : m i ka

STUKA (stefan mückner) Hier in Braunschweig kann man sich nicht darauf verlassen, dass Andere einen motivieren und mitreißen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass sich meine Umgebung scheinbar wie in Zeitlupe bewegt und ich habe daraufhin selbst die Initiative ergriffen und mein eigenes Tempo entwickelt.

"Bekannt" geworden bin ich durch meine Styles, aber es nervt mich ein wenig, als klassischer Stylemaler bezeichnet zu werden. Ich will mich auch nicht nur auf Buchstaben festlegen und denke, dass Buchstaben häufig nur auf Wänden und Zügen zu ihrer vollen Wirkung kommen. Das Wie, Was, Warum haben auf einer Leinwand eine viel größere Funktion, wobei Zeit, Improvisation und Flexibilität eine geringere Rolle spielen. Ich freue mich auch über jeden Sprüher, der einen Schritt von den Roots abweicht und in einem ganz anderen Sektor burnt, denn damit wird die Kultur bereichert und es wird gezeigt, welches Potential in dieser Szene steckt. Bevor ich ein Bild male, sage ich mir oftmals, es solle nicht nach mir aussehen. Es klappt zwar nicht immer, aber dennoch hat mich diese Einstellung weit nach vorn und mich meinem Ziel näher gebracht, sehr vielschichtig, dennoch eigen, aber nicht eingefahren zu arbeiten. Dabei lasse ich mir nichts aufdrängen, denn alles was ich male kommt aus mir selbst. Die unterschiedlichen Techniken an Wand und Leinwand, die dem Betrachter auffallen, entstehen nicht aus Unentschlossenheit, sondern durch die Schwerpunkte, welche ich je nach Medium variiere. Bei Styles ist mir wichtig, dass meine Buchstaben eine Dynamik beinhalten, der Rest folgt von ganz allein. Stilelemente die immer wieder auftauchen, gibt es nur bei „Stuka

Bildern“. Andere Namen, andere Richtungen, andere Elemente – und dennoch ein Teil von mir. Auch mein Stil wird sich mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Fähigkeiten verändern und darauf freue ich mich. Denn nichts ist schlimmer als Stillstand. Mit Skizze malen? Wozu? Ich male doch nur ein Spiegelbild meiner selbst, und wie ich aussehe, weiß ich. Here in Braunschweig, you can’t rely on others to be motivated and to spring into action. After a while I realized my environment moves in slow motion. Accordingly, I took the initiative and developed my own speed. I became known for my styles, but it gets on my nerves to be described as a classic style-painter. I refuse to be fixed on letters and think that letters only develop their full potential on walls and trains. The how, what, and why play a much bigger role on canvas, although time, improvisation and flexibility play a minor role. I’m glad about each sprayer who breaks away from the roots and who burns in a completely different area, who enriches the culture and shows the potential of the scene. Before I begin painting, I often tell myself that it shouldn’t look like me. It doesn’t always work, but this attitude has taken me much further and brought me closer to my goal, which is to work very complexly, but to embody my own style and not become stuck in working only one way. I don’t force anything; everything I paint comes from within. The different techniques on wall and canvas, which stand out to the observer, don’t come up from indecisiveness, but from the focuses, which I vary regarding the medium. To me, what is most important is that my letters remain dynamic. The rest comes easily. Perpetual elements of my style exist only in „Stuka pieces“. Different names, different directions, different elements- are still all a part of me. My style will change with new experiences, occurrences and abilities. I even look forward to it. For nothing is worse than halt. To paint from sketches? What for? I just make reflections of me, and I know exactly how I look.


„waiting for“ | ohne titel „think pink“ | ohne titel | mischtechnik auf papier | 2 000

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ohne titel | mischtechnik auf leinwand | 2001


„in the city“ | „quadra te“ | „linien“ | „always on the run“ | mischtechnik auf kar ton | 2000


„all i need“ | „autumn feelings“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

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Zukunft eine Schriftphase nicht aus. Mein Leben als Künstler kann teilweise sehr chaotisch sein, vor allem seit dem ich neben der Malerei zusätzlich die Musik entdeckt habe. Beides beeinflusst sich sehr stark untereinander, dementsprechend kann sich ein Bild auch in meinen Texten niederschlagen und umgekehrt. Auch wenn es mir momentan nicht leicht fällt, beide Schienen mit voller Power zu fahren, aufgeben möchte ich keine von beiden.

BESOK (daniel döbner) Experimentieren mit den verschiedensten Themen, Untergründen und Techniken war mir bisher wichtiger als eine gerade Linie zu fahren. Vielleicht habe ich mich darum nie festlegen können, was ich eigentlich will. Es freut mich natürlich trotzdem, wenn den Leuten mein Stuff gefällt. Zur Zeit versuche ich etwas vom perfektionistischen wegzukommen, um mehr mit Stimmungen, Farben, Formen und Inhalten zu spielen. Meine Arbeiten beschäftigen sich thematisch damit, was mir gerade in den Sinn kommt. Wichtig ist mir dabei, etwas zu kreieren, dass es vorher noch nicht gab und einen Stil zu finden, der ein wenig heraussticht. Das Thema Schrift habe ich bisher noch nicht ausgereizt, schließe aber für die

To experiment with a variety of topics, surfaces and techniques is still more important to me than taking a straight path. Possibly because of that I’ve never fixed on what I actually wanted. Right now I am trying to depart from perfectionism a little, to play with more moods, colors, shapes and contents. My work focuses on just whatever comes to mind. It’s important to me to create something that didn’t exist before and to find a style that stands out a little. I haven’t explored all the variations of typography yet, but I don’t rule out a lettering phase in the future. My life as an artist can be pretty chaotic sometimes, and perhaps precisely because of that, I need music as much as painting. In any case, my favorite pursuits strongly influence each other. So a picture may be found in my lyrics and vice versa. Even though it doesn’t come easy to me these days to give full energy to both tracks, I don’t want to miss out on either of them.


„a t night“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„blick aus dem fenster“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

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„in the city“ | sprühlack auf leinwand | 2000


t i t l e | w r i t e r, a d d . w r i t e r ( s ) | c i t y, c o u n t r y | 1 9 9 1

„nightshif t“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„under wa ter“ | sprühlack auf holz | 2 000

„moments“ | sprühlack auf leinwand | 2000


seak , besok | kĂśln | 2 001

t i t l e | w r i t e r, a d d . w r i t e r ( s ) | c i t y, c o u n t r y | 1 9 9 1

„demander encore“ | codeak , sma tik , tasek , besok | grenoble, frankreich | 2001

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„die göt ter von rügen“ | codeak , os gemeos, besok , akut , tasso, sälb, klar, jmf, desur, wow123, stuka, hesk , earl, resko, power, seak , daddy cool, stohead, tasek , daim | kunsthof gut dargast , rügen | 2 000


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OS GEMEOS

f o t o : m i ka

Dadurch, dass wir hier in Brasilien anfangs nur sehr wenig über Graffiti wussten, mussten wir ziemlich viel experimentieren. Dies war aber auch die Chance, Grenzen zu überschreiten, von denen wir überhaupt nicht wussten, dass es sie gibt. Und nur so konnten sich auch unsere heutigen Techniken, Arbeitsweisen und Stile entwickeln. Ein interessanter Unterschied zu Graffitis aus anderen Ländern oder Erdteilen ist zum Beispiel der Tagstyle, der ursprünglich sehr stark von Logos und Schriftzügen von HeavyMetal Bands inspiriert ist, heute aber eine ganz eigenständige Schriftfamilie bildet. Oder auch der ganz selbstverständliche Einsatz von Latexfarbe, die wir als Fill-in in unseren Bildern benutzen, die aber auch traditionell zum bomben in den Straßen von São Paulo verwandt wird. Obwohl wir viel von ausländischen Sprühern gelernt und auf unseren ausgedehnten Reisen durch Europa gemerkt haben, wie gut entwickelt die Szene hier doch ist, fühlen wir uns unserem Heimatland sehr verbunden. Oft sind die Gewohnheiten, Traditionen und Werte der Brasilianer Thema unserer Bilder, die häufig so verschlüsselt sind, dass nur Eingeweihte sie verstehen können. Wir malen immer zusammen. Character, Schriftzüge, Hintergründe - alles entsteht in Teamwork. Reden müssen wir da untereinander nicht viel, denn wir verstehen uns, auch ohne viele Worte zu machen. Manchmal kann ein Schweigen mehr ausdrücken als tausend Worte. In the beginning we knew very little about graffiti, in Brazil, so we had to experiment a lot. We thus had the opportunity to cross borders we didn’t know existed. Our techniques, ways of working and styles could not have developed as they are today if not for that. One interesting difference between the graffiti from Brazil and that of other countries or continents is, for example, the tag style. The style’s roots are in Heavy-Metal bands, but it has now become an independent lettering family. Another is our natural use of latex paint for fills, which also was traditionally used for bombing in the streets of São Paulo. Although we have learned a lot from foreign graffiti writers and have realized during our long journeys through Europe how well developed the scene is there, we are closely tied to our native country. For the habits, traditions and values of Brazilians often become the topics of our paintings, and most are so cryptic that only the initiated can understand. We always paint together. Characters, words, backgrounds — all are created through teamwork. We don’t have to talk a lot to each other — we understand ourselves even without many words. Sometimes silence expresses far more than a thousand words can.


mischtechnik auf leinwand | 2000 mischtechnik auf leinwand | 2000

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f o t o : i g n a c i o a ro n ov i c h

s達o paulo | 2000


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m端nchen, lissabon, s達o paulo | 1999-2001


projekt „mural global“ zur agenda 2 1 | codeak , loomit , os gemeos | hildesheim | 2 001


daim, daddy cool, stohead, tasek | hamburg | 2001

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TASEK (gerrit peters) Innerhalb der Szene präsent sein und das Umfeld ausweiten, in immer größeren Strukturen denken und sich bewegen, war wichtig. Jetzt gilt es den roten Faden weiter zu verfolgen und aufgebaute Strukturen zu nutzen, um alte Dogmen hinter sich lassen und neue Inhalte schaffen zu können. Stile und Techniken rücken für mich immer mehr in den Hintergrund. Sie müssen dienen! Wichtig ist das Thema! Also nutze ich beispielsweise den Computer, um sehr cleane, aufgeräumte Bildwelten erzeugen zu können. Jedes Werkzeug bringt eine eigene Ästhetik mit sich, die ich gern nutze, oder eben genau für das Gegenteil gebrauche. Für mich ist dabei wichtig zu vereinfachen, Eindrücke auf eine schlichte Expression zu minimieren und mich trotzdem dabei auszutoben und zu therapieren. Natürlich bleibt ein gewisser Stil immer vorhanden. Es ist eben die Art und Weise wie ich mich ausdrücke. Aber Style kann nicht mehr sein, als eine Basis, die als Multiplikator dient, um Ideen zu transportieren. Als extrem inspirierend empfinde ich das, was sich durch die Symbiose verschiedener Elemente auszeichnet. Das kann „graffiti meets architektur“ sein, genauso wie „graffiti meets plakat“. Es liegt in der Natur der Sache an sich; es ist eine Verkettung von Styles, Gedanken, Lebensweisen und Notwendigkeiten im urbanen Lebensraum, die Graffiti heute zu mehr machen, als „NYC-based subway graffiti-writing“. It used to be important having a presence in the scene and stretching out the environment, to think and move within always growing structures. Now it’s to pick up the thread and to use structures already in place, to leave old dogmas behind and be able to create new meaning. Styles and techniques slip more and more into the background for me; the topic is more important! For that I use the computer, for example, to develop very clean, tidy picture-worlds. Each tool comes with its own aesthetics, which I love to use or work against. It’s important to me to simplify, to minimize impressions into one simple expression — and to go berserk and do self-therapy at the same time. Surely a certain style will always remain. It’s my way of expressing myself. But style can’t be anything more than a basis, functioning as an amplifier to transmit ideas. The symbiotic results of combined elements are extremely inspiring to me. Sometimes „graffiti meets architecture“ or „graffiti meets poster“. This potential for combination is in the nature of graffiti. It’s a mixture of styles, thoughts, ways of living and necessities of urban living spaces, which is what makes graffiti today more than just „NYC-based subway graffiti-writing“.


hamburg | 2000

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„somewhere to nowhere“ sprühl. auf leinw. | 1999

„pequeno pingo“ | sprühlack auf lein wand | 1999


o h n e t i t e l | o s g e m e o s , ta s e k | m i s c h t e c h n i k auf leinwand | 2 0 0 0

„ s t r a i g h t u n d e r g r o u n d “ | m i s c h t e c h n i k auf leinwand | 2 0 0 0

„ a l i f e i n p i n k “ | m i s c h t e c h n i k auf leinwand | 2 0 0 0


„ c i t y s y n d r o m e “ | m i s c h t e c h n i k auf leinwand | 2 0 0 0

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„ p s q I I I “ | m i s c h t e c h n i k auf leinwand | 2 0 0 1


KERAMIK (thomas mock) Character sind deshalb für mich so wichtig, weil man mit ihnen sehr viel mehr Menschen erreichen kann als mit Schriftzügen, bei denen die Leute häufig nur bunte Strukturen und beim besten Willen keinen Buchstaben erkennen können. Eine Figur erkennen sie sofort und können sich diese auch besser merken. Daher kennen und erkennen die meisten Leute auch nur meine Character, obwohl ich auch häufig Schriftzüge male. Das Galeriegraffiti sehe ich als Abwechslung und neues Territorium zum Spielen. Hierbei kann ich Leute erreichen, die die Graffitisache mit ganz anderen Augen sehen. Ich liebe das klassische Graffiti, sehe meine Zukunft aber ganz woanders. Meine Richtung ist, immer einen Gegenpol zum Vorhandenen zu finden und auszudefinieren. Vielleicht habe ich auch gerade darum einen Hang zum ursprünglichem Graffiti, dass jeder Sprüher aus seinen Anfängen kennt. In dieser Phase hat man nämlich seinen ganz persönlichen, ursprünglichen Stil, der nicht von zu vielen Graffitimagazinen und anderen äußeren Einflüssen verseucht ist. Ich muss stets das Gefühl haben, vor allem für mich selbst zu malen und mir selber treu zu bleiben, egal ob ich gerade auf Leinwand arbeite oder auf einer Wand. Mit diesem Anspruch fühle ich mich auch wohl in meiner Haut und weiß meine Lebenssituation zu schätzen. Im allgemeinen strebe ich kein bestimmtes Ziel an. Meine

Wünsche stellen sich eher spontan ein und erfüllen sich dann irgendwann von ganz alleine, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man alles erreichen kann, wenn man es wirklich will. Wenn ich einen Auftrag male, mache ich dies vor allem des Geldes wegen. Die Konditionen müssen schon stimmen, sonst ist das Bild den Aufwand nicht wert. Ein schlechtes Gewissen muss ich dabei nicht haben, denn ich weiß, dass das Geld wieder in die Graffitikultur zurückfließt. Characters are very important to me, because you can reach a lot more people with them than with writing, which people often can see only as colorful structures instead of letters. They understand a figure immediately and remember it better, too. That’s why most people recognize and remember just my characters, even though I often do words. Gallery graffiti represents change and new territory for me to play in. I am able to show people the graffiti thing from a different angle. I love classical graffiti, but my future lies in a totally different space. My aim is always to find the complete opposite of what exists and to finish its definition. Perhaps especially because of that I have an affinity with original graffiti, which each writer learns first. In this phase, one´s got a very personal, original style, which is not contaminated by graffiti magazines and other outside influences. I always need to feel that I am my audience, that I paint for myself first and remain true to myself, whether I work on a canvas or on a wall. That’s what makes me feel good about myself and my place in life. Usually I don’t try for a particular result. My wishes are spontaneous and I find they get fulfilled sooner or later if I really want them. If I paint to order, I do it mainly for the money. Of course, the conditions have to be right or else the picture is not worth the time. I don’t have to feel guilty about it, because I know the money is returned to graffiti culture.


mischtechnik auf leinwand

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mischtechnik auf leinwand

spr端hlack auf leinwand


spr端hlack auf holz

mischtechnik auf leinwand


spr端hlack auf metall

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mischtechnik auf holz

spr端hlack auf holz

mischtechnik auf holz


DISCOM (akira karner) Im Grunde ist das Malen eine reine Selbstanalyse. Jedes Bild ist eine Reflexion meiner Erfahrungswerte und dessen resultierenden Stimmungen. Die Technik, welche ich dafür verwende, ist unterschiedlich, temporär und bedingt durch meine persönliche Entwicklung. Mir geht es nicht darum, wie und wo ich male, sondern darum, dass ich überhaupt male. Ich müsste lügen um sagen zu können, die deutsche oder internationale Szene hätte mich nicht beeinflusst. Dennoch finde ich, dass es jedem Maler, der seine Sache ernst nimmt, ein Anliegen sein sollte, seinen persönlichen Weg zu gehen. Alles andere hätte auf Dauer keinen Bestand! Stylemäßig glaube ich schon meinen Weg gefunden zu haben, auf dem ich mich vor allem mit Kontrasten und Gegensätzlichkeiten in Form und Inhalt beschäftige. Graffiti an sich ist ja für viele Menschen, durch die leidige Diskussion über legales und illegales Graffiti ein Wiederspruch in sich selbst. Ich finde, es existiert kein einheitliches Schema von Graffiti. So viele unterschiedliche Menschen kommunizieren auf diese Art und Weise und so viele Menschen tragen, genau wie ich selbst auch, dazu bei, Graffiti ständig in eine neue Richtung zu lenken. Ich kann nur eins sagen „I LUV DIZ GAME“, ich liebe das Spielen mit den Buchstaben, denn dadurch bewahre ich mir die Essenz von Graffiti. Basically, my painting is pure self-analysis. Each picture represents a reflection of what I have experienced and my resulting moods. The techniques I use vary; they come and go with personal development. I don’t mind how and where I paint, only that I paint at all. I’d have to be lying if I said that the German or international scene didn’t influence me. Apart from that, I think each serious painter should feel the need to find a personal path. Anything else wouldn’t last! I think I’ve found my own style, which focuses mostly on contrasts and contradictions of form and content. Graffiti, as such, is a contradiction to many people because of the wretched discussion of legal and illegal graffiti. Many different people communicate through this channel, many people just like me perpetually help carry on, leading graffiti in new directions. All I can say is „I LUV DIZ GAME“, I love to play with letters, and because of that I keep the essence of graffiti inside me.


ohne titel | spr端hlack auf leinwand | 2001

ohne titel | spr端hlack auf leinwand | 2001

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ohne titel | spr端hlack auf leinwand | 2001


„akira“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

collage | 2 001

sprühlack auf metall | 2001


metall auf leinwand | 2 000

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ECB (hendrik beikirch)

f o t o : l i n d a g e l h a rd

Ich habe den Freiraum, den Graffiti bietet, nicht aufgesucht, um ihn durch vorgefasste Meinungen limitieren zu lassen. Kreativität liegt für mich in der Fähigkeit von herkömmlichen Denkschemata abzuweichen, ungewöhnliche Ideen und Einfälle umzusetzen, neue Beziehungen einzugehen. Ich male, um mich selbst und die Quellen des menschlichen Gefühls zu entdecken, doch vielleicht auch, um nicht wie das Bürgertum die Kopfstütze der Ratlosen auf dem Weg ins Niemandsland zu sein. Die Typographien in meinen Bildern sind letztlich der Versuch einer Präzision, mittels Wörtern zusätzliche, treffendere Bilderwelten zu öffnen. Auch auf mich übt Schrift nach wie vor seinen Reiz aus. Ich will mich aber nicht ausschließlich darauf beschränken. Einige meiner Bilder kehren immer wieder zu den Schriftzügen zurück; haben darin ihren Ausgangspunkt. Viele meiner Freunde beschäftigen sich aber weitaus intensiver als ich mit Schriften, sicherlich auch deshalb überlasse ich ihnen oftmals dieses Feld. Ich habe mich nie wirklich um Bekanntheit bemüht, es ging und geht mir auch weniger um Akzeptanz. Keines meiner Bilder ist vorher ausgedacht oder festgeschrieben. Während der Entstehung unterliegen sie der Veränderung, so wie sich die Gedanken ändern.

offenburg | 2000 landau | 2000 „für krixl“ | christchurch, neuseeland | 2 000

Für mich zählt der Entstehungsprozess mehr als das Ergebnis und letztlich sind alle meine Bilder nur Nebenprodukte, Ergebnisse einer Reise ohne Beginn und ohne Ende. I didn’t enter the open space graffiti offers to have it limited by predetermined opinions. For me creativity lies in the ability to differ from common patterns of thought, to work out unusual ideas and inspired thoughts, to start new relations. I paint to discover myself and the sources of human emotions. But possibly also, to avoid being the headrest of the clueless on the road to Neverland, as the bourgeoisie is... All in all the typography of my paintings is attempted precision, with the assistance of words, to achieve more accurate “Pictureworlds”. Writing still tempts me too. I simply don’t want to limit myself only to that. Some of my paintings perpetually return to writing; finding their source in it. Many of my friends deal much more intensively with typography, and as a result I often leave this space for them. I never really became famous or cared about being accepted. My paintings are never planned out or static in any way. During creation they change, as thoughts change. The process of creation counts more for me than results. In the end, all my paintings are by-products, the results of a journey without beginning or end.


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landau | 2000

landau | 2 000

wellington, neuseeland | 2 001

landau | 2 001


„pocket size sun“ | sprühlack auf holz | 2 001

„under a summersk y“ | sprühlack auf leinwand | 2000

„tageshelle“ | sprühlack auf leinwand | 2000


„geheime male 1 + 2“ | sprühlack auf leinwand | 2001

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landau | 1999

„art is a process not a product“ | landau | 2000


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foto: dare | basel, schweiz | 2001


DARE (sigi von koeding)

f o t o : n a o m i p et c h e r

Mein Traum war immer, mich zu verwirklichen. Heute fällt mir manchmal auf, dass ich es jetzt schon zu viel mehr gebracht habe, als ich es mir zu Beginn meiner Laufbahn vor 15 Jahren gewünscht habe. Und dies, obwohl ich fast ausschließlich Schriftzüge sprühe und Character in der Öffentlichkeit ja viel angesehener sind. Das experimentieren mit Buchstaben öffnet mir unzählige Möglichkeiten, welche vom Betrachter vielleicht nicht auf den ersten Blick wahrgenommen werden, jedoch den sogenannten typischen Dare-Style ausmachen. Dieses „sich intensiv mit Styles auseinandersetzen“ sehe ich dabei überhaupt nicht als Einschränkung; denn wer meine Pieces, Skizzen und Leinwände studiert, sieht auch die Entwicklung, die Perfektionierung meiner Handschrift. Jedes gemalte Piece ist ein weiteres Stück Entwicklung, Routine und Übung zugleich. Heute kann Ich von dem leben, was mir am meisten Spaß macht und was ich am besten kann. Es gibt keinen Tag, an dem ich nichts kreatives tue, sei es zeichnen, malen oder halt mal ein Piece zur Abwechslung sprühen. Wenn es nach mir geht, werde ich auch in Zukunft nichts anderes machen. Auftragsarbeiten, mit denen ich heute noch teilweise mein Geld verdiene, versuche ich mehr und mehr aus dem Weg zu gehen, da man sich dabei selten frei entfalten kann. Durch den Austausch mit anderen Writern aus dem Ausland gewinne ich immer neue Einflüsse und dies bereichert meine Werke ungemein. Außerdem habe ich dadurch viele Freundschaften geschlossen, welche weit über das Writerdasein hinaus führen.

My dream has been forever to obtain fulfilment of my personal aspirations and ambitions, but at times I even progressed much further than I could hope 15 years ago, at the beginning of my career. This despite the fact that I prefer to spray nearly exclusively letters, whereas characters are so much more respected and popular with the public. Experimenting with letters opens a lot of paths for me, not always apparent at first glance, so some see only the 2typical2 Dare-style. This 2getting intense into styles2, which I don’t perceive as a limitation, allows those who study pieces, sketches and canvases, to also see the development, the perfecting of my handwriting. Each painted piece represents another bit of development, routine and training at the same time. Nowadays I can make my living doing what’s most fun for me. There’s no day I don’t do something creative, whether it’s drawing, painting or spraying myself a piece for a change — and as far as I’m concerned I wouldn’t have it any other way. More and more I try to avoid commission work, which I still do part time, because those jobs rarely allow the opportunity for self-development. Because of the exchange with writers from foreign countries, I always gain new influences that enrich my work enormously. I have also made many friendships that extend way beyond just being a writer.


„dare carrows“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

„dare caro six“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

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„dare kanal“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

„dare pink“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

„dare grape“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

„dare sk y blue“ | mischtechnik auf leinwand | 2000

„dare green“ | mischtechnik auf leinwand | 2000


„dare blue o range“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

„dare orange blue“ | mischtechnik auf leinwand | 2 001


basel, schweiz | 2000

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DAIM (mirko reisser)

Die Writerbewegung wäre keine Bewegung und es könnte keine Szene entstehen, wenn nicht alle inhaltlich verbunden wären und sich gegenseitig ständig beeinflussen würden. Indirekt wird man ja so gut wie von jedem beeinflusst, selbst von denen, die man nicht mag oder deren Werke man ablehnt. Irgendwann sollte man aber in seiner Graffiti-Laufbahn an dem Punkt ankommen, an dem man etwas neues, eigenes entwickelt. Wenn man dieses dann, es darf natürlich keine einfache Wiederholung des schon Dagewesenen sein, den nachfolgenden Generationen zur Inspiration freigibt, um so die ganze Bewegung weiter voran zu bringen, schließt sich der Kreislauf wieder. Am Anfang der Karriere hat man sich ja an den Ideen anderer bedient. Nichts tötet eine Bewegung schneller, als neue Ideen für sich zu behalten. Gerade Graffiti lebt vom „samplen“, aber man sollte auch immer darauf achten, von wem diese Ideen kommen, und ihnen selbstverständlich Respekt entgegen bringen. Die Einflüsse aus der Werbung, Comic oder anderen Kunstrichtungen, besonders Pop-Art, sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig und werden bewusst zugelassen, um Ideen umzusetzen. Sie sollten aber nur so stark sein, dass es hinterher immer noch Graffiti ist.

It’s a major point in the writers’ movement that there would be no scenes and movements, if none of us were connected by topic, and if we weren’t constantly influencing each other. Indirectly, each writer is influenced by nearly everyone else. Even when you don’t like a person or his stuff — because of that he influences you. At some point in your graffiti career, you should develop something new, something of your own. If so, surely it would not be a simple repetition of existing things. It would be given to coming generations for their inspiration, thus enabling the movement to proceed, closing the circle. For at the beginning of your career, you used the ideas of others. Nothing kills a movement more quickly than locking in new ideas. Graffiti, in particular, lives through “sampling”, but you have to pay close attention to who created the ideas and you have to pay respect, of course. The influences of commercials, comics or other arts, especially pop-art, are of utmost importance here and allowed expression, but only as long as the result remains a part of graffiti.


„the bull“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

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udine, italien | 2000

„daim“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

hamburg | 2000


„daim“ | sprühlack auf leinwand | 2000 „daim“ | „daim“ | „a“ | sprühlack auf holz | 2 001

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„kommunikation“ | daim, seak | neuss | 2000


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maze, seak , daim | hachenburg | 2000


f o t o : o l i ve r g e l b r i c h

SEAK (claus winkler) Ich glaube, dass es in jeder Epoche der etablierten Kunstszene, sowie in der Graffitiwelt, Menschen gegeben hat, die mit ihrem „Tun“ neue Akzente und Maßstäbe gesetzt und ihre Umwelt neu definiert und interpretiert haben. Dass Dritte dies dann bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger bedeutend finden, ist der Lauf der Welt. Am Anfang war ich dem Konflikt zwischen dem klassischen NYC-Graffiti mit Outlines und Pfeilen und dem dreidimensionalen Designer-Graffiti ausgesetzt. Damals bin ich halt eine Zeitlang zweigleisig gefahren, war aber ständig durch die starke Dogmatisierung innerhalb der Szene in meiner Entfaltungsfreiheit eingeschränkt. In der 3D-Ecke habe ich mich dann besser aufgehoben gefühlt, da ich hier mehr Spielraum sah. Bezeichnend für meine Arbeiten sind heute dreidimensionale, abstrahierte Buchstaben, die aufgrund der hohen Komplexität nicht tief in den Raum gehen. Sie haben eine anspruchsvolle Struktur mit komplizierten Lichteffekten und können als Maschine, Roboter, Fluggerät, Sender, Empfänger, personifiziertes Ich, unterbewusstes Phallussymbol, Phantasieanreger, Kaffee-maschine, Waffe oder Insekt funktionieren. Zusätzlich sind sie häufig mit Antennen und Kabeln ausgestattet, die auch als Bildsprache dienen und einen zeitgemäßen Ersatz für die klassischen Graffitipfeile bilden. Dieses in einem Psychogramm aufzuschlüsseln ist natürlich eine intellektuelle Herausforderung. Eine Auseinandersetzung mit meinen Werken sollte nicht oberflächlich stattfinden. Ich habe weder insektoide Robotereltern, noch nehme ich irgendwelche Drogen. Durch das Malen versuche ich mir selber näher zu kommen und meinem Gehirn etwas Neues zu entlocken, von dem ich noch nicht wusste, dass es in mir war. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich auch weiterhin nicht müde werde, an mir zu arbeiten, indem ich mich selber als Persönlichkeit reflektiere und versuche die mentalen Mauern und Hürden der eigenen künstlerischen Unfähigkeiten zu überwinden.

I believe that in the established arts scene, as in the graffiti world, in every era there have been independent people who set a new standard for measurement, styles, definitions, interpretations and emphasis. That outside parties place more significance on some artists than others is the way of the world. In the beginning, I felt conflict between the classical NYC graffiti with its outlines and arrows and the three-dimensional designergraffiti. At the time, I had been riding on both tracks for a while, but my ability to grow was always limited by the strong dogmatism within the scene. In the 3-D section I felt better off — I saw more space for me there. Significantly, my current paintings are three-dimensional, abstracted letters, which, because of their high complexity, don’t really dive deeply into spaces. They contain pretentious structure with complicated light-effects and may function as machine, robot, flight-apparatus, transmitter, receiver, personified me, subconscious phallus-symbol, fantasy-stimulation, coffee-machine, weapon or insect. Often they are additionally equipped with antennas and wires, which also work as picture-language and form a modern substitute for the classical graffiti arrows. To analyze this imagery psychologically is definitely intellectually challenging. My work can never be apprehended superficially. And no, my parents are not insectoid robots, and I don’t use any drugs. When painting, I try to step closer to myself and to coax new, unknown, and hidden things to come from deep within. I hope I won’t get tired of attempting to overcome the mental walls and barriers of my own artistic disabilities, to reflect my personality and to improve myself.


neuss | 2001

desur, seak | frechen | 2001

89

frechen | 2001

neuss | 2001


„masterplan“ | mischtechnik auf leinwand | 2001

ohne titel |

sprühlack auf leinwand | 2001


münster | 2001

„reitendes a“ | sprühlack auf leinwand | 2001

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f o t o : a n d re a s g e h r ke

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„ d a s n e u e h a m b u r g u n d s e i n e p a r t n e r s t ä d t e “ | t o a s t , l o o m i t , v a i n e , d a r c o, p e t e r m i c h a l s k i , s e a k , s t o h e a d , t a s e k , d a d d y c o o l , d a i m | h a m b u r g | 2 0 0 1


DADDY COOL (heiko zahlmann) Wer heute mit offenen Augen durch die Weltgeschichte spaziert, kommt, ob er will oder nicht, an legalem und illegalem Graffiti nicht mehr vorbei. Der Wunsch, dieser gewachsenen Kultur etwas eigenes hinzuzufügen, ein Teil des ganzen zu sein und trotzdem ein Individuum, der Traum, mich in meiner Welt wiederzufinden und natürlich auch, für eine Viertelstunde berühmt zu sein – diese sind der Treibstoff, der meinen Motor am Laufen hält. Für mich ist der Weg das Ziel und auf diesem fahre ich nur in eine Richtung. Langsam sehe ich eine Chance, die Welt in meinem Sinne zu gestalten, die Wiederholung ist dabei eines meiner Stilmittel, die Wiederholung ist dabei eines meiner Stilmittel. Andere schließe ich gar nicht erst aus, dann muss ich mir später keine Gedanken darum machen, ob es legitim ist, sie einzusetzen oder nicht. Den üblichen Outlines Tiefe zu verleihen, und damit zwei bisher nebeneinander existierende Schriftvarianten zu kombinieren, diese Herausforderung habe ich in den letzten Monaten für mich entdeckt, dieser Linie werde ich in der nächsten Zeit treu bleiben und versuchen, sie extrem auszuarbeiten. Wenn es irgendwann Zeitmaschinen gibt, werde ich zurückfliegen und mir Character vornehmen, die mich zwar schon immer fasziniert haben, um die ich mich aber nie konsequent gekümmert habe. So wird mich Graffiti, in den verschiedensten Erscheinungsformen, bis ans Ende aller Zeiten in Bewegung halten. Darum sagt man ja schließlich auch Graffitibewegung und nicht Graffitistillstand.

Willingly or unwillingly, legal or illegal — those who walk through the world with open eyes can’t avoid graffiti anymore. What keeps my motor running is the wish to add something personal to this mature culture, to be a part of it and yet remain an individual, to find myself in my world, and of course, to get my fifteen minutes of fame. For me personally, the journey itself is the goal, and that’s why I travel only in one direction. Over time I make opportunities to recreate the world as I see it, and repetition is one of my stylistic devices. I don’t discount other approaches, so I don’t have to worry about whether or not they are legitimate. To give depth to usual outlines, thus changing parallel existing variations of lettering, is the challenge I discovered during the last month. I will stay on this path for the next few years and try to take it to the extreme. One day, when time-machines exist, I’ll return and work on characters, which have always fascinated me, but never enough to matter. This is how graffiti will, in all its forms, keep me in motion till the end. That’s why it’s called the graffiti-movement and not the graffiti-halt.


„invisible touch“ | sprühlack auf leinwand | 2001

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„cool“ | sprühlack auf leinwand | 2001


„cool“ | sprühlack auf leinwand | 1999

bad salzungen | 2 001

hamburg | 2000

„cool“ | sprühlack auf holz | 2001


davis, stohead, power, daddy cool | hamburg | 2001

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TOAST (ata bozaci) Sich Künstler zu nennen ist heute keine Kunst mehr. Alles was man nicht einordnen kann, wird gleich als Kunst bezeichnet. Ich sehe mich selbst als Illustrator und Graffitiwriter, das ist mein Beruf. Schon als Kind habe ich viel gezeichnet und bin diesem Metier bis heute treu geblieben. Nun ist jedoch die Sprühdose das Medium, um meine Ideen zu verwirklichen. Um Kenntnisse sammeln zu können, muss man flexibel bleiben. Und wenn ich am Bildschirm arbeite, heißt das noch lange nicht, dass ich mich von der Dose verabschiede, denn neue Medien sind neue Wege und Ansichten. Durch Mischen meiner verschiedenen Interessen, wie Grafik, Typographie, Design, Architektur, Skulptur, klassische Malerei und die Kombination dieser mit Graffiti, will ich das Feld erweitern und andere dazu animieren, selbst Ihren Teil dazu beizutragen. Das typische an meinen Arbeiten ist das Untypische. Um die Vielfalt, die Zusammenhänge und die Entwicklungen nachvollziehen zu können, benötigt es ein genaueres Hinschauen, da ich meistens unterschiedlichste Erfahrungen und Styles zusammenfließen lasse.

f o t o : m i ka

To be an artist these days is not an art anymore. Everything not categorized is called art. I see myself as an illustrator and graffiti writer. That’s my job. Even as a child I drew a lot, and I still do today. Only now the can is the medium that makes my ideas real. To gain knowledge, one has to remain flexible. And, if I work in front of the screen, it certainly doesn’t mean that I’m kissing the can goodbye, for new media mean new roads and perspectives. Through a mixture of my different interests, such as graphics, typography, design, architecture, sculpture, classical painting and the combination of those with graffiti, I want to stretch space and animate others to add their own part. The only thing typical about my work is that it is atypical. To be able to comprehend the diversity, the connections and developments, you must look more closely, because I mostly let different experiences and styles float together.

„a talier-mädchen“ 2000 | „toastcube“ 2001 | „toastmobil“ 2000


„vespa“ | tonskulptur | 1999

99

„vespa“ | tonskulptur | 1999


„schachtel“ | pisa, italien | 2000

„selbstpor trait“ | mischtechnik auf pappe | 1998

ohne titel | mischtechnik auf leinwand | 1999


thun, schweiz | 2000 sprühlack auf leinwand | 2000 pisa, italien | 2000

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wiesbaden | 2 000

„toastroboter“ | gra fik | 2001


„white angel“ | „black angel“ | gra fiken | 2001


„black devil“ | gra fik | 2001

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Eigentlich komme ich ja gar nicht aus New York, kann mich aber heute unglaublich glücklich schätzen, vor über 30 Jahren zufällig in das Epizentrum der Entstehung eines Phänomens geraten zu sein, dass wir heute Hip Hop nennen. Es muss ungefähr 1979 gewesen sein, als ich DONDI zum erstenmal traf. Durch ihn erfuhr ich zu meiner Überraschung, das Hip Hop eine eigene, sehr komplexe Subkultur ist und das diese ihre eigenen Regeln und Maßstäbe besitzt. Er erzählte mir viel über Graffiti und in den folgenden Monaten lernte ich auch viele Breaker und Musiker kennen. Ich war fasziniert von den vielen Möglichkeiten, sich künstlerisch zu verwirklichen und wollte diese fantastische Kultur einfach dokumentieren, um sie nicht der Gefahr auszusetzen in Vergessenheit zu geraten, wie ich es von anderen Künstlern oder Kunstrichtungen kannte. Das war die Zeit in der Hip Hop sich entwickelte, ich war mittendrin und brauchte nur weiter zu fotografieren! Damals wusste ich, das ich mit meiner Arbeit Neuland betrat, konnte aber selbstverständlich nicht ahnen, dass meine Bilder einmal weltberühmt werden sollten. Die Entscheidung, meinen festen Arbeitsplatz zu kündigen, hauptberuflich als freie Fotografin zu arbeiten und mein Hauptaugenmerk auf das Fotografieren von Graffitis zu legen, fiel mir relativ leicht; denn ich interessierte mich schon immer für Kunst, Anthropologie und Journalismus. Plötzlich konnte ich mich mit vielen meiner Leidenschaften auf einmal beschäftigen. In den letzten zwanzig Jahren habe ich mein Themengebiet ausgeweitet und photographiere heute alle möglichen Erscheinungsformen von urbaner Kunst, nur keine ist ein so kontroverses und ergiebiges Thema wie Graffiti. Actually, I’m not from New York at all, but now I’m enormously happy that 30 years ago I happened to be in the epicenter of the creation of a phenomenon we call Hip Hop today. It must have been around 1979 when I met DONDI the first time. From him I was surprised to learn that Hip Hop is a very complex subculture with its own rules and measurements. He told me a lot about graffiti, and over the next month I got to know many breakers and musicians. I was fascinated by those many possibilities for artistic self-development. I just wanted to document this fantastic culture, not allow it to be forgotten, as are so many other artists and traditions. Those were the days. Hip Hop developed, and I was in the middle and just had to keep on photographing! At the time, I knew I was breaking new ground with my work, but of course I didn’t think that my pictures would become world famous. The decision to quit my day job, to work full time as a freelance photographer, and to focus on shooting graffiti came quite easily to me. I’ve always had an interest in art, anthropology and journalism, and suddenly I could work within many of my passions. I’ve expanded my topics and spaces over the past twenty years and still shoot every possible kind of urban art, but none as controversial and fertile as graffiti.

fotos: martha cooper / mzee

f o t o : a k i m wa l t a

hip hop in the eyes of MARTHA COOPER


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title | writer, add. writer(s) | city, countr y | 1991

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LEBENSLÄUFE / BIOGRAPHIES BESOK Daniel Nicos Döbner www.besok.de 1974 1979 1990 1994 1997 1998 1999

- geboren in Aachen - Umzug nach Augsburg - erste Auftragsarbeiten - Gesellenbrief des Schreinerhandwerks - Dozent an der Volkshochschule Augsburg - freier Mitarbeiter der Agentur ZMEXX-ART - wird Sänger der Band „Caribbean Beat Combo“ 2000 - 3 monatige Studienreise durch Asien - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ - Plakatgestaltung des Kongresses der „Partie Socialiste“ in Grenoble/Frankreich 2001 - beginnt Studium an der FH Münster für Design/Illustration - TAF-Wandmalaktion, Grenoble/Frankreich - Stern Tour „HIP HOP gegen rechte Gewalt“

1998 - „Topchoice“ E-Werk Erlangen - „Stay in motion“ Ingoldstadt. - Rathaus Königsbrunn - „Zeitgeist“ Schloss Hohenems, Österreich 1999 - Modehaus Isadorn, Neuss - „Zeit“ Dozentenausstellung VHS Augsburg - „Fire it up“ München - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg 2001 - „World Spray“ Mailand/Italien Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: Ellen Betrix, Esmod München, Commerzbank, Stadttheater Augsburg, Spedition Asam Aichbach, Stadtbücherei Königsbrunn, Stadtjugendring Augsburg, Siemens PC, Alianz Versicherung, LTU-Tjaereborg, Seat Augsburg

Einzelausstellungen/single exhibitions: 1998 - LÙNIQUE Art Bar, Augsburg - „Alpha Systems“, Augsburg 1999 - Kulturbüro Königsbrunn - Blauer Salon, Augsburg - Volkshochschule Augsburg 2000 - „Digital Editors“ München Gruppenausstellungen/exhibitions: 1996 - Die Kontaktlinsendesigner, Augsburg 1997 - „Neue Zeichen“ Füssen - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle Augsburg

CODEAK Daniel Kin Young Man www.codeak.de 1969 1972 1977 1984 1986

- erblickt in London das Licht der Welt - Umzug nach Hong Kong, China - Umzug nach Augsburg - entdeckt die Kunst aus der Sprühdose - die allerersten Auftragsarbeiten unter dem Namen CODEAK 1988 - besucht die Berufsschule für Holztechnik 1991 - Tochter Juleen kommt zur Welt

- 1. Designpreis von Mc Dermott Billards, USA 1993 - erhält den Gesellenbrief in Siebdruck - beginnt als freischaffender Künstler zu arbeiten - Mitbegründer der Künstlergruppe „Q“ 1995 - organisiert im Bereich „X-LARGE“ Kulturtage mit ORIGINAL die Freshjam, Augsburg 1996 - Performance „Medienspektakel“ Kronprinzenpalais, Berlin 1997 - wird Mitglied der Künstlergruppe GBF - Performance „MTV-Tour“ Frankfurt 1998 - Gasthörerschaft bei Albert Hien in der HbK Braunschweig und Sigurt Saß an der Universität Hildesheim - Beginn der Förderung durch den Mäzen Wolfgang Asam - Performances „YOU Messe“ Dortmund, „Lyrik Garten“ Hildesheim, „Deutsche Staatsoper“ Berlin 1999 - beginnt Studium an der Hochschule für bildende Künste, Braunschweig 2000 - Organisation des internationalen Wandmalprojektes der Agenda 21 in Hildesheim, anschließend Durchführung des Projektes mit den brasilianischen Künstlern Os Gemeos - Mitbegründung der Agentur „Rolling Art“ der Spedition ASAM - Projektreisen nach New York, San Francisco und Toronto - Installation im Fluß für die Landesgartenschau, Memmingen - Auftragsprojekt in Niort/Frankreich - Performance im Rahmen der EXPO 2000 im Rathaus Hildesheim

- Teilnahme an der Internationalen Wandmalkonferenz MURAL GLOBAL zur Agenda 21 - Wechsel zur Klasse Prof. Walter Dahn, Hbk Braunschweig - Zweites Wandmalprojekt „Stadt. Wand. Bild“ in Hildesheim - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 - Teilnahme an Podiumsdiskussion „Wem gehört der öffentliche Raum?“ Kulturfabrik Hildesheim - TAF-Wandmalaktion, Grenoble/Frankreich - Stern Tour „HIP HOP gegen rechte Gewalt“ Ausstellungen/exhibitions: 1988 - Künstlerwerkstatt, München 1993 - Gruppenausstellung der Künstlergruppe „Q“ Edenbergen 1995 - ARCUS Galerie, Augsburg - Flugwerft Deutsches Museum, Oberschleißheim 1996 - Teilnahme an der ART Frankfurt 1997 - Galerie KRAUTSALAT, Frankfurt - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg 1998 - Rathaus Königsbrunn 1999 - Gruppenausstellung der Künstlergruppe „MANSCHULZGRAF“ im Staatstheater Braunschweig - Einzelausstellung „Zyklen“ Aichach - Ausstellung in der Verkaufsgalerie CAMPO, Antwerpen - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen


2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „communicate!“ Glashaus Derneburg. Einzelausstellung - „der Embryo“ in der Galerie auf Zeit, Braunschweig

DADDY COOL Heiko Zahlmann www.double-h.org/daddy_cool 1973 - Geboren in Hamburg 1988 - Erste Erfahrungen mit der Sprühdose - Erstes eigenes Pseudonym „Signator“ 1990 - erste Graffititypische Schriftzüge mit dem Namen „Zone 1“ - erstes Konzeptbild „STOP DRUGS“ gesponsort von der Gesundheitsbehörde Hamburg - erste Auftragsarbeiten 1993 - Abitur - Diverse Auftragsarbeiten 1993 - Entschluss freiberuflich zu arbeiten ab 1994 - hauptberuflicher Sprüher - unzählige Auftragsarbeiten in Hamburg und Umgebung - Illustrationen, Airbrusharbeiten, Leinwände, Logoentwicklung sowie größere eigene Projekte - Auslandsaufenthalte und Arbeitsreisen nach Spanien, Portugal, Holland, Frankreich, Tschechien, Israel, Ägypten, Malta, in die Schweiz und USA 1996 - Entstehungsjahr des Künstlernamens „DADDY COOL“, frei nach dem gleichnamigen 70er Jahre Hit von Boney M

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1997 - Organisation des Graffiti-Events auf der Werbefachmesse „Hanse-Access“ - Diverse Konzeptwände und Auftragsarbeiten 1998 - Planung und Durchführung des „Höchsten Graffiti der Welt“ (36m hoher Kirchturm in Hamburg Lohbrügge) 1999 - Eintrag im GUINNESS BUCH der Rekorde mit dem höchsten Graffiti der Welt - Mitgründung und Aufbau der Ateliergemeinschaft GETTING UP - Teilnahme an der Aktion „Don´t Stop“ des Frankfurter Kunstvereins - Illustration eines Kinderbuches, zusammen mit VAINE 2000 - Live Performance bei Modenschau “Polarblaze” Phonodrome, Hamburg - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 - Planung und Durchführung des 2000 m2 grossen Dockart Projektes „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ - Stern Tour „HIP HOP gegen rechte Gewalt“ Ausstellungen/exhibitions: 1997 - Ausstellung 1998 - Mitgestaltung der Ausstellung „150 Jahre Hagenbeck“ im Museum für Hamburgische Geschichte - „Elbart `98“ im alten Elbtunnel, Hamburg 1999 - „Elbart `99“ im alten Elbtunnel, Hamburg - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen - „Sensi Soldier“ Phonodrome, Hamburg 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „getting up“ Schweriner Schloß

Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: SAGA Wohnungsbaugesellschaft Hamburg, BMG Ariola, EXPO 2000, Museum für Hamburgische Geschichte, Philips, HEW Hamburger Elektrizitätswerke, Edding, Kreissparkasse Pinneberg, Haueisen Immobilien Hamburg, Blue Devils Hamburg, Axel Springer Verlag

DAIM Mirko Reisser www.daim.org 1971 - Geboren in Lüneburg 1989 - erste Graffiti Arbeiten unter dem Namen CAZA - Mitgründer der Künstlergruppe TCD 1990 - erste Auftragsarbeiten 1991 - Abschluß der Schule mit Abitur 1992 - beginnt unter dem Namen DAIM, als selbständiger Künstler zuarbeiten 1993 - gewinnt den HVV/WEST GraffitiWettbewerb in Hamburg 1994 - Arbeitsreisen nach Dänemark, Frankreich und in die Schweiz - als Graffiti-Lehrer an Schulen in Hamburg, Dänemark und der Schweiz tätig - wird Mitglied in den Künstlergruppen GBF und SUK 1995 - Teilnahme am höchsten Graffiti der Welt; Eintrag ins GUINNESS BUCH der Rekorde - Arbeitsreisen nach New York und Dänemark - wird Mitglied in der New Yorker Künstlergruppe FX

1996 - Arbeitsreisen nach New York - beginn des Studiums der Freien Kunst an der Schule für Gestaltung Luzern in der Schweiz 1997 - sprüht mit internationalen Künstlern eines der größten Graffitis Deutschlands in Hamburg - Arbeitsreisen nach New York und Frankreich 1998 - Arbeitsreisen nach Kroatien, Polen, Griechenland, Belgien und die USA - wird Mitglied in der internationalen Künstlergruppe FBI - Teilnahme an Auftragsarbeit für die Fußballweltmeisterschaft `98 in Nantés/Frankreich 1999 - Arbeitsreise nach Mexiko City, Schweiz, Dänemark, Frankreich und Portugal - Mitgründung und Aufbau der Ateliergemeinschaft GETTING UP - Teilnahme an der Aktion „Don´t Stop“ des Frankfurter Kunstvereins 2000 - Arbeitsreise nach Italien, New York und Kanada - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ - Live Performance bei Modenschau „Polarblaze“ Phonodrome, Hamburg 2001 - Live Performance in Christchurch/ Neuseeland - Planung und Durchführung des 2000 m2 grossen Dockart Projektes „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ Auswahl an Ausstellungen/exhibitions: 1991 - „Narren Hände...“ Altonaer Museum, Hamburg - Galerie Cosmix IQ, Hamburg 1992 - Digital, Hamburg 1994 - Hamburg


1995 - Argus Design in Stralsund - IFL Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg - „Graffity München“ Pasinger Fabrik, München 1996 - Galerie P-Art `96, Darmstadt. Einzelausstellung - Magazin, Hamburg. Einzellausstellung - Teilnahme an der ART Frankfurt - „A Tribute to Style“ Kallmann Museum, München - „Elb-Art `96“ Alter Elbtunnel, Hamburg 1997 - SfG, Luzern/Schweiz - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg - Galerie KRAUTSALAT, Frankfurt - Straßburg/Frankreich - „A Tribute to Graffiti“ Gotischer Stadl, Landshut 1998 - Galerie ITA, Luzern/Schweiz - Vincent Louis Galleries New York - Oslo/Norwegen - Nantès/Frankreich 1999 - „Spray Out the 90`s“ Pacifico Fine Art, New York - „Crazy Colors“ KFZ, Marburg - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen - „Sensi Soldier“ Phonodrome, Hamburg - „Graffiti 2000“ Rote Fabrik Zürich/Schweiz 2000 - Kunsthof Gut Dargast, Rügen - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „World Spray“ Mailand/Italien - „Graffiti 2000/2“ Rote Fabrik Zürich/ Schweiz - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „Recontres Hip-Hop“ Niort/Frankreich - „Z 2000-Positionen junger Kunst und Kultur“ Akademie der Künste Berlin

- „Kunst! Vor der Haustür“ Kunstwoche Hachenburg/Westerwald - „getting up“ Schweriner Schloß 2001 - „World Spray“ Mailand/Italien - „Graffiti 2000/3“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz

2001 - „Art Forum“ Montreux/Schweiz - „Graffiti 2000/3“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz Auftragsarbeiten in der gesamten Schweiz, Deutschland und England Arbeitsreisen/travels: New York, Los Angeles, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Holland, Spanien, Italien

DARE Sigi von Koeding www.dare.ch Mitglied der Künstlergruppen TWS und RDM 1968 1986 1989 1990

- Geboren in Basel/Schweiz - erste Sprühversuche - Schritt in die europäische Writerbewegung - Sprung in die Selbständigkeit. Bis heute lebt DARE von Aufträgen und Ausstellungen - Herausgeber des Graffiti-Magazins AEROSOUL

1998 - Co-Autor des Buches SWISS GRAFFITI, Verlag Edition Aragon Ausstellungen/exhibitions: 1992 - 1995 in Basel, Liestal, Lausanne, Montreux und Zürich (alle Schweiz) 1996 - Teilnahme an der ART Frankfurt - „A Tribute to Style“ Kallmann Museum, Ismaning 1997 - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg 1999 - „Graffiti 2000“ Zürich/Schweiz 2000 - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „Hidden Art of Hackney“ London

DISCOM Akira Sakurai Karner www.combilack.com 1975 - Geboren in Wien. Japanische Staatsbürgerschaft 1995 - Erste großflächige Bilder mit der Sprühdosen unter dem Künstlernamen IKURZ. Oft figürliche Darstellungen 1996 - Verstärkte Auseinandersetzung mit Buchstaben, die er als die Grundlage des Graffiti Writing begreift. Es folgen grafisch stark durchkomponierte Schriftbilder - Erste Zusammenarbeit mit der „Wiener Graffiti Union“ 1997 - Setzt sich vermehrt mit der Dynamik der Buchstaben auseinander und beginnt seinen anfangs recht starren Bildaufbau zu lockern 1998 - Kubistische Elemente führen ihn immer mehr weg von den klassischen Outlinedefinierten Buchstaben

- Gründung der Künstlerformation ICHIBAN und Änderung seines Künstlernamens auf DIABOLO 1999 - Die Einbeziehung des Raumes gewinnt immer mehr an Bedeutung in seinen Bildern - Organisation und Teilnahme am „1. Vienna Writer Symposium“ Museum Moderner Kunst, Wien - Auftragsarbeit in der Frauenabteilung des Haftanstalt Graz-Jakomini 2000 - Auseinandersetzung mit extremen Farbkontrasten, vermehrtes Interesse an Mischtechniken - Beginn der Errichtung des Hip-Hop Kulturstandortes im Kabelwerk, Wien - Bedingt durch die 13 monatige Haft ist DISCOM nur noch im legalen Bereich tätig. Überwiegend malt er auf Leinwand, betreibt Workshops und betätigt sich im Ausstellungs- und Auftragsbereich. Ausstellungen/exhibitions: 1996 - „§125 Sachbeschädigung“ Semperdepod, Wien 1998 - „Graffiti Writing - Kunst und Kommunikation im urbanen Raum“ Station Westbahnhof, Wien - „Kunstmeile Ottakring“ Wien 1999 - „Getting Up - Leinwände, Fotos, Skizzen“ Kunsthaus Wien 2000 - „Combilack“ Kabelwerk, Wien


ECB Hendrik Beikirch Mitglied der Künstlergruppen: Guerilla Graphics und KIM 1974 - Geboren in Kassel 1989 - Erstes Bild mit der Sprühdose 1993 - Abitur in Schopfheim (BadenWürttenberg) 1994/95 - Zivildienst ab 1996 - Lebt von Auftragsarbeiten im Bereich Graffiti 1996 - Studium der Kunstpädagogik an der Universität Koblenz-Landau 1999 - Arbeitet als freischaffender Künstler Arbeitsreisen/travels: 1998 - 3-monatiger Aufenthalt in Neuseeland und Korea 2000 - 3-monatiger Aufenthalt in Thailand und Australien 2001 - 3-monatiger Aufenthalt in Hongkong, Taiwan und Neuseeland Diverse Reisen nach: England, Dänemark, Niederlande, Schweiz, Italien, Österreich und Frankreich

KERAMIK Thomas Mock www.combilack.com - Geboren in Wien - Beginnt in früher Jugend zu zeichnen - Beschäftigung mit klassischem Character- und Style Writing - Experimentiert mit dreidimensionalen Effekten - Erste Dispersionsbilder und Sticker im öffentlichen Raum. KERAMIK in Verbindung mit verschiedenen Piktogrammen und dem One-Line HasenLogo - Reduktion des Buchstaben auf die Grundformen. Sichtbarmachen der klaren Grundstrukturen - Spiegelt in seinen Themen die „Wiener Wurschtigkeit“, die undifferenzierte Beliebigkeit, die er hinter den Lebenskonzepten seiner Mitmenschen zu erkennen meint - T-Shirt Serien sowie grafische Gestaltungen - „One-Liner“, wobei er sich auf zwei, maximal drei flächig eingesetzte Farben beschränkt

LAZOO www.mac-graffiti.net Mitglied der Künstlergruppen: MAC, TM, BAD 1969 - Geboren in Paris 1986 - Erste Tags 1988 - 1993 - Studium an der Universität Jussieu Paris, Abschluss des Studiums am Maritim Research Institut of Netherlands 1994 - Erstes Zusammenarbeiten mit Kongo (MAC) 1995 - Erste große Wandproduktion „Mort-Vivant“ 1997 - Mitglied der Künstlergruppe MAC - „Game Designer“ für das Computerspiel MANKIND Auftragsarbeiten/commision works: GOA France Telecom, France 3 television, Monster.fr, Virgin Music, Caterpillar, FNAC department stores, Buzz Airlines company, ZDF & BBC2 televisions. Illustrationsarbeiten für die Hip-Hop Show „Rapline“, Walt Disney`s „Oncle Picsou Mag“ und das französische Magazin „L`Affiche“

Ausstellungen/exhibitions: Ausstellungen/ exhibitions: 1997 - „Stück für 4 Hände“ Theatercafe, Landau - Sparkasse Bühl 1998 - „Dark side of the moon“ Altes Wasserwerk, Offenburg 1999 - Queichtal Museum, Offenbach (Pfalz)

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Arbeitsreisen/travels: 1998 - „Graffiti Writing-Kunst und Kommunikation im urbanen Raum“ Station Westbahnhof, Wien - „Kunstmeile Ottakring“ Wien 1999 - „Getting Up-Leinwände, Fotos, Skizzen“ Kunsthaus Wien 2000 - „Combilack“ Kabelwerk, Wien - „Heidulf von Kärnten“ Akademie der Bildenen Künste

In ganz Europa und New York

LOOMIT Mathias Köhler www.loomit.de 1968 1970 1976 1983

- Geboren in Celle, Norddeutschland - Umzug nach Kaufbeuren/Bayern - Umzug nach Buchloe/Bayern - erster Kontakt zu Graffiti - Umzug nach München 1986 - Erstes Zug-Graffiti - Wandbilder an der damals größten „Hall of Fame“ dem „Dachauer Flohmarkt“ München 1987 - Abitur - Gerichtsverhandlung wegen „Sachbeschädigung“ - Arbeitsreise nach New York 1989/90 - Zivildienst 1991 - 11 monatige Weltreise. Australien, Neu Seeland, USA und Kanada 1993 - Wandarbeiten an einer der größten „Halls of Fame“ dem alten Münchener Airport „Riem“ 1995 - Ausbildung zum Tattoowierer bei SEEN in New York - Teilnahme am höchsten Graffiti der Welt; Eintrag ins GUINNESS BUCH der Rekorde 1997 - Diverse Wandgestaltungen und Auftragsarbeiten am „Kunstpark Ost“ München 1998 - Teilnahme an Auftragsarbeit für die Fußballweltmeisterschaft `98 in Nantés/Frankreich - Arbeitsreisen nach Belgien, Griechenland und in die USA 1999 - Arbeitsreisen nach England, Italien, Frankreich, Österreich und Brasilien 2000 - Arbeitsreisen nach New York und Kanada 2001 – Teilnahme am 2000 m2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“


Ausstellungen/exibitions: 1987 - Künstlerwerkstatt München 1988 - Künstlerförderpreis München 1989 - „Tättowierte Städte“ Kulturstation München 1992 - „Springjam“ Frankfurt 1996 - Galerie P-Art `96 Darmstadt. Einzelausstellung - „A Tribute to Style“ Kallmann Museum, Ismaning 1997 - „Flexbo“ Toronto/Kanada - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg 1998 - „Loomit auf Leinwand“ München 1999 - Kulturbahnhof Vegesack Bremen - „Neues von Loomit“ München - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast/Rügen - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg 2000 - „World Spray“ Mailand/Italien - „Graffiti 2000/2“ Rote Fabrik Zürich/Schweiz - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „Z 2000-Positionen junger Kunst und Kultur“ Akademie der Künste, Berlin

Martha Cooper http://photoarts.com/cooper/graffiti 1959-1963 - Grinnell College, Grinnell, Iowa, B.A., Art Major 1963-1965 - Peace Corps Volunteer, Thailand. Englisch Lehrerin 1965/66 - Oxford University, England, Abschluss mit Diplom in Ethnology

1967-1968 - Curatorial Assistant in Anthropology, Peabody Museum of Natural History, Yale University, New Haven, Connecticut 1969-1973 - Freischaffende Fotografin in Japan und auf Rhode Island 1974-1975 - Fotografin für Narragansett Times and Standard Times, R.I. 1976-1977 - Fotografin für Maryland Center for Public Broadcasting, Md. 1977-1980 - Fotografin für New York Post, N.Y.C. 1980-2000 - Freischaffende Fotografin in New York. Arbeiten für Nachrichten, Special Features, Events, Filmsets, Bücher, Porträts, Multimedia, Magazine wie National Geographic, Natural History, Smithsonian, Blaze und Vibe 1985-2000 - Als Fotografin an Projekten gearbeitet wie NEA, NEH, NYSCA und Ford Foundation 1987-2000 - Director of Photography, City Lore, the New York Center for Urban Folk Culture 1995-1996 - Manhattan Vernacular, freie Arbeit, NYSCA, Architektur und Design

1993

1993

1993 1994 1995

1996 1996 1996

bay houses, Text von Nancy Solomon, Friends for Long Island Heritage - Haiti on the Hudson, The Formation of the Haitian Communities of Rockland County, Text von Morton Marks, Rockland County Historical Society - Inside Culture, Art and Class in the American Home, von David Halle, University of Chicago Press - My Two Worlds, Text by Ginger Gordon, Clarion - R.I.P., Memorial Wall Art, Text von Joseph Sciorra, Henry Holt - Vietnam Remembered, The Folk Art of Combat Veteran Michael, Text von Varick A. Chittenden, University Press of Mississippi - Anthony Renoso,Born To Rope, Text von Ginger Gordon, Clarion - The Jump Rope Book, Text von Elizabeth Laredo, Workman - The Marble Book, Text von Richie Chevat, Workman

1994 - beginnt mit dem Kunststudium an der Schule für Gestaltung in Luzern - wird Mitglied in der Künstlergruppe GBF 1996 - diverse Experimente und Weiterentwicklungen 1997 - Beendung des Kunststudiums in Luzern - Mitarbeit an einem der grössten Graffiti Deutschlands in Hamburg Ausstellungen/exhibitions: 1995 - Galerie Artefides, Luzern - Galerie Meile, Luzern - IFL, Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg 1996 - Teilnahme an der ART Frankfurt 1997 - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg 1998 - Galerie ITA, Luzern/Schweiz 1999 - „Graffiti 2000“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz 2000 - „Graffiti 2000/2“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg 2001 - „Graffiti 2000/3“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz

Bibliografie: 1978 - The World of Japanese Paper, Text von Sukey Hughes, fotografiert in Japan, Kodansha International 1984 - Subway Art, Text und Fotos mit Henry Chalfant, Henry Holt 1987 - Carthage: A Mosaic of Ancient Tunisia, Text von David Soren, fotografiert in Tunesien, W.W. Norton and American Museum of Natural History 1990 - Lion Dancer, Ernie Wan's Chinese New Year, Text von Kate Waters und Madeline Slovenz-Low, Scholastic 1992 - On the Bay, a look at Long Island's

MATE Pius Portmann 1974 - Geboren in der Schweiz 1990 - erste Graffiti Arbeiten - ein Jahr Kunstschule Zürich 1991 - Ausbildung als Grafiker in Zug und Luzern 1992 - erste Arbeiten unter MATE - Diverse Auftragsarbeiten - erste nennenswerte Kontakte zu anderen Sprühern 1993 - erste Graffiti Reisen durch Europa - wird Mitglied der Künstlergruppe SUK

OS GEMEOS www.lost.art.br/osgemeos.htm 1974 - Geboren als Zwillinge in São Paulo/Brasilien 1987 - Entdeckung der Sprühdose 1998 - Workshops und Aufträge in São Paulo 1999 - Workshops, Vorträge und Perfomances an der Universität São Paulo - Performance „Isarart“ in München und Lissabon/Portugal


2000 - Internationales Wandmalprojekt zur „Agenda 21“ in Hildesheim 2000 - Perfomance in Bremen - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 - Performance bei der „Fashion Week“ für Lucky Strike Brasilien Arbeitsreisen/travels:

Peter Michalski 1968 - Geboren in Witten 1984 - Erste Zeichnungen Seit 1996 - Studium der Kunstgeschichte an der Universität Bochum 2001 - Teilnahme am 2000 m2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“

Süd Amerika, Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, New York Ausstellungen/exhibitions: Ausstellungen/exhibitions: 1990 - Kunstschule Carlos de Campos, São Paulo 1992 - „Bilder der Stadt“ São Paulo 1993 - Museum „Mis“ São Paulo - Ibirapuera-Park, São Paulo 1995 - Museum „Mis“ São Paulo - Galerie Gaiatry, São Paulo 1997 - Buenos Aires/Argentinien 1998 - Buenos Aires/Argentinien und Chile - „Um Minuto de Silencio“ FUNART, São Paulo 1999 - „Espaco Funara“ São Paulo - „Duloco“ São Paulo - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „Graffiti - a piece of mine“ Pro art, Galeriehalle Bremen - „Just write my name“ Bremen - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „OsGemeos - Graffiti aus São Paulo“ Die Färberei, München - „Z 2000-Positionen junger Kunst und Kultur“ Akademie der Künste, Berlin

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1987 1989 1992 1995 1996

1997

1998 1999 2000

- Galerie Leibnitzstraße, Dortmund - „Das Dasein An Sich“ Dortmund - EMSV, Bottrop - Kulturreferat der Stadt Garching - Pasinger Fabrik, München - Kunstbombe, Herne - P-Art `96, Darmstadt - „A tribute to style“ Kallmann Museum, Ismaning - Bürgerhaus Garching - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg - Gotischer Stadl, Landshut - Fiege-Forum, Bochum - Galerie Uniewski, Dortmund - Rathaus der Stadt Dortmund - „Graffiti 2000/2“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz - „Peter Michalski“ Die Färberei, München. Einzelausstellung

SEAK Claus Winkler www.seakone.com Mitglied der Künstlergruppen: CNS, ES, GBF, Sin.cru 1974 1989 Seit Seit

- Geboren in Köln - wurde auf Graffiti aufmerksam 1993 - Intensive Beschäftigung mit Graffiti 1995 - Auftragsarbeiten unterschiedlichster Art 2000 - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 – Teilnahme am 2000 m2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“

- „Z 2000-Positionen junger Kunst und Kultur“ Akademie der Künste, Berlin - „Wow123“ Pro Art Galerie, Bremen - Siemens, Essen. Einzelausstellung - „Kunst! Vor der Haustür“ Kunstwoche Hachenburg/Westerwald Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: Bundeswehr/Konrad-Adenauer Kaserne, Eastpak Deutschland, T-D1, Marlboro Networks, CDU, SPD, FDP, Justizvollzugsanstalt „Santa Fu“ Hamburg, Ben Davis, Blacksmith, Mtv/YahooMusic-online Award, Blond Magazin

Arbeitsreisen/travels: Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Tschechien und Hongkong Ausstellungen/exhibitions: 1996 - „Gorillas im Nebel“ Museum König, Bonn 1998 - „Stay in Motion“ Fronte 79, Ingolstadt 1999 - „Crazy Colors“ KFZ, Marburg - „Jahres Ausstellung“ Künstlerforum Liblar - „Kunst statt Sachbeschädigung“ Rathaus Dortmund - „Graffiti zwischen Knast und Galerie“ Universität Giessen - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen - Kulturzentrum, Bonn Hardtberg 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg

STOHEAD Christoph Hässler www.stohead.de 1973 - Geboren in Schwäbisch Hall 1975 - erste tags mit Wachsmalkreide im Wohnzimmer 1987 - Entdeckung des Mediums Schrift im schulischen Kunstunterricht. Zunächst in Form von klassischer Calligraphie und Fantasyschriftzügen 1989 - Erste Graffiti mit RAY unter dem Namen DR. ART 1991 - Abschluss der Schule in einem Heidelberger Internat (MR) - Beginn der Ausbildung zum Maler und Lackierer in Schwäbisch Hall 1993 - Teilnahme an Grafiklehrgang an der Freien Kunstschule Schwäbisch Hall - Kleinere Aufträge 1994 - Umzug nach Freiburg/Breisgau - Zivildienst


1996 - Arbeitsverhältnis als Raumausstatter in Schwäbisch Hall - Diverse Auftragsarbeiten 1998 - Umzug nach Hamburg - Flyer-/Plakatgestaltungen - Arbeitsverhältnis als Restaurator in Steinoberflächenbehandlung und Wandgestaltung - Vertiefung von Farbenlehre und alten Maltechniken 1999 - Auftragsarbeit für SURESHOT (DEICHKINDPlattencover) - Beginn der Selbstständigkeit 2000 - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ - Performance bei Modenschau „Polarblaze“ Phonodrome, Hamburg - Beitritt zur Ateliergemeinschaft GETTING UP 2001 - Teilnahme am 2000 m2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ Ausstellungen/exhibitions: 1999 - „Sensi Soldier“ Phonodrome, Hamburg 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - Kunsthof Gut Dargast, Rügen - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „getting up“ Schweriner Schloß

STUKA Stefan Manabu Mückner www.bscnowledge.com 1977 - Geboren in Braunschweig 1992 - erste Graffiti 1993 - Arbeitsreisen nach Italien, Dänemark und Spanien seit 1994 - Auftragsarbeiten 1994-1997 - Diverse Arbeitsreisen nach Griechenland, Frankreich und Dänemark - Performance Harz und Heide Messe, Braunschweig - Performances in Aurich und Leer 1998 - Abitur - Beginn des Zivildienstes im Kunstatelier der Lebenshilfe Braunschweig - Arbeitsreisen nach Frankreich, Tschechien und den Niederlanden - Performance Record-Release-Party der Gruppe „Die LP“ Dortmund 1999 - Lehramtstudium an der Technischen Universität Braunschweig - Arbeitsreise nach Frankreich - Performance „YOU-Messe“ Dortmund 2000 - Gasthörer der HBK Braunschweig - sprüht das größte Braunschweiger Graffiti mit IGOR - Mitbegründer der Graffitiagentur „Legal Graffiti“ - Logo und Cover Designs für die Musikgruppe „Die LP“ - Mitarbeiter für Grafikarbeiten des Musiklabels „Beathaviour“ - Performance „Objekt bei Adam“ Braunschweig - Beginn des Studiengangs Kommunikationsdesign an der HBK Braunschweig - Gründung des Ateliers „tocyo tagnique ateliers“ und „cathagraphics“ - Performance auf dem Mercure Benefiztag,

Hannover - Performance in Bremen - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 - Performance Kulturnacht, Heidelberg - Praktikum in der Werbeagentur GINGCO, Braunschweig - Logos für „Beathaviour“ - CD und LP Cover, Booklet, Fotos und Anzeigen für „Die LP“ - Diverse grosse Wandarbeiten mit internationalen Künstlern - Stern Tour „HIP HOP gegen rechte Gewalt“ Ausstellungen/exhibitions: 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - Audi Zentrum Braunschweig. Einzelausstellung - Kunsthof Gut Dargast, Rügen Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: Cebit `97, Alfa Romeo, Fiat, Cinemaxx

SUB Tony Curanaj 1973 - Geboren in New York/USA 1991-1995 - „School of Visual Arts“ New York 1997 - „Art Students League“ New York 1998 - „National Academy of Design“ New York seit 1998 - „Water Street Atelier“ New York

Ausstellungen/exhibitions: 1995 - „Society of Illustration Annual Show“ Society of Illustrators, New York 1996 - Art Directors Club, New York 1997 - „Flexbo“ Low Art Gallery, Toronto/ Kanada 1998 - „The new Millenium“ Vincent Louis Gallery, New York 1999 - „Spray out of the 90`s“ Pacifico Fine Art, New York 2000 - „Water Street Atelier Group Show“ Meredith Long and Co., Houston - „Under Pressure“ Montreal/Kanada - „Sketches of Spain“ Grenning Gallery, New York 2001 - „Water Street Atelier“ Meredith Long and Co., Houston Auszeichnungen/Awards: 1995 - Albert Dorne Award Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: Nike, Mtv, Simon and Schuster inc., Columbia Records, Avon Books, Disney Pictures


TASEK Gerrit Peters www.tasek.de www.bscnowledge.com Mitglied der Künstlergruppen: BSC, SUK, ES, TAF, GBF 1973 - Geboren in Braunschweig 1987 - Entdeckung der Sprühdose 1991 - Arbeitsreisen nach Hamburg, Heidelberg, München und Kopenhagen 1992 - Arbeitsreisen nach Berlin und Frankfurt, Spanien und Südafrika 1993 - Zusammenarbeit mit K.D.W.Werbeagentur in Braunschweig 1994 - Wird Mitglied der Künstlergruppe SUK - Erste Arbeitsreise nach Luzern/Schweiz 1995 - Arbeitsreise nach New York 1996 - Grafik-Praktikum in Braunschweig 1997 - Studium für Kommunikationsdesign und Illustration in Hamburg - sprüht mit internationalen Künstlern eines der größten Graffitis Deutschlands in Hamburg 1998 - Arbeitsreise in die USA 1999 - Praktikum bei Werbeagentur Springer&Jacoby, Hamburg - Arbeitsreisen in die Schweiz und nach Dänemark 2000 - Gründung und Aufbau der Ateliergemeinschaft GETTING UP - Arbeitsreise nach New York und Kanada - Performance bei Modenschau „Polarblaze“ Phonodrome, Hamburg - Durchführung des 600 m2 grossen Wandbildes „Die Götter von Rügen“ 2001 - Teilnahme am 2000 m 2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“

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- TAF-Wandmalaktion, Grenoble/Frankreich Ausstellungen/exhibitions: 1992 - Waldorfschule, Braunschweig 1995 - IFL, Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg 1998 - „Crossing bridges“ Berlin - Galerie Grötzinger, Berlin 1999 - „Graffiti 2000“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz - „Graffiti-Art“ Kunsthof Gut Dargast, Rügen - „Die Bewegungselite“ im Haus des Lehrers, Berlin - „Sensi Soldier“ Phonodrome, Hamburg 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg - „getting up“ Schweriner Schloß 2001 - „Die Bewegungselite“ Stuttgart -„Graffiti 2000/3“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz

1992 - Fachklasse für Grafik an der SfGB - Praktikum bei Werbeagentur Springer&Jacoby, Hamburg - Erste größere Aufträge Seit 1996 - Als freier Grafiker, Illustrator und Graffiti-Künstler tätig 1997 - Teilnahme an einem der größten Graffitis Deutschlands in Hamburg 1998 - Gründung von ATALIER Seit 1999 - Spezialisiert sich auf digitale Illustrationen 2000 - Modenschau „Polarblaze“ Phonodrome, Hamburg 2001 - Teilnahme am 2000 m2 grossen Dockart Projekt „Das neue Hamburg und seine Partnerstädte“ - Realisation des Musik Videos „Karibik Frank“ - Gestaltete für die deutsche Hip-Hop Band „Fettes Brot“ und für die junge Jazzband „Grand Mother-Funk“ die Plattencover Arbeitsreisen/travels: Italien, Türkei, Deutschland, USA, Frankreich, Holland und Spanien

TOAST Ata Bozaci www.atalier.com www.toastsupply.com Mitglied der Künstlergruppen: TWS, PK, SUK 1974 - Geboren in Bern/Schweiz 1990 - Vorkurs der „Schule für Gestaltung“ Bern - Beginnt zu sprühen

- „Z 2000-Positionen junger Kunst und Kultur“ Akademie der Künste, Berlin - „Alpina“ Burgdorf/Schweiz - „URBAN DISCIPLINE 2000“ Hamburg 2001 - „Graffiti 2000/3“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz Auswahl an Auftragsarbeiten/commission works: Mc Donalds, Migros, Intersport

WON Markus Müller www.wonabc.de Mitglied der Künstlergruppe: ABC 1967 - Geboren in Weiden i.d.Opf Lebt und arbeitet in München 1984 – Entdeckung der Sprühdose 1996 – Verurteilung wegen illegalem Besprühen von Zügen 1999 – Gestaltung des Comic Buches Colourkamikaze

Ausstellungen/exhibitions:

Ausstellungen, unter anderem:

1996 - Teilnahme an der ART Frankfurt 1998 - „Toast“ Bern/Schweiz. Einzellausstellung 1999 - „Graffiti 2000“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz 2000 - „Graffiti-Art ausstellung hamburg“ Phonodrome, Hamburg - „Graffiti 2000/2“ Rote Fabrik, Zürich/Schweiz

1992 - „Springjam“ Frankfurt 1996 - „A Tribute to Style“ Kallmann Museum, München 1997 - „Aufstand der Zeichen“ Toskanische Säulenhalle, Augsburg


LITERATUR / LINKS URBAN DISCIPLINE 2000. PETERS/REISSER/ZAHLMANN, 2000 GETTING UP, ISBN 3-00-006154-1

SUBWAY ART. MARTHA COOPER/HENRY CHALFANT, 1984 THAMES AND HUDSON, ISBN 0-500-27320-0

SURF THE CITY/GRAFFITI ON SUBWAYS IN GERMANY AND EUROPE. SEBASTIAN KEIM, MARKUS CHRISTL, 2000 PUBLIKAT VERLAGS- UND HANDELS KG, ISBN: 3-9807478-0-8

THEORIE DES STYLES. CEMNOZ/CHEECH H/DON M ZAZA. 1996 STYLE ONLY WORKGROUP, WWW.DIEFAERBEREI.DE

FUTURA. BEN DRURY, 2000. BOOTH-CLIBBORN EDITION, ISBN: 1-86154-134-1

WRITING FROM THE UNDERGROUND. 1996 IGTIMES, ISBN 88-7226-318-2 ON THE RUN, BLACKBOOK VOL.3 - SEEN. MZEE, KÖLN

GRAFFITI DORTMUND. MARKUS WIESE, 1996 EDITION ARAGON, ISBN 3-89535-431-7 GRAFFITI I DANMARK. RASMUS POULSEN, 1997 KLEMATIS, ISBN 87-7721-900-7 HELSINKI GRAFFITI. ANNE ISOMURSU & TUOMAS JÄÄSKELÄINEN, 1998 ISBN 951-97931-0-0 NEW YORK GRAFFITI 1970-1995. MARKUS WIESE, 1996 EDITION ARAGON, ISBN 3-89535-455-4 WHOLECARS. MARKUS WIESE/BERNHARD VAN TREEK, 1996 EDITION ARAGON, ISBN 3-89535-455-4 R.I.P. NEW YORK SPRAYCAN MEMORIALS. MARTHA COOPER/JOSEPH SCIORRA, 1994 THAMES AND HUDSON, ISBN 0-500-27776-1

THE ART OF GETTING OVER. STEPHEN POWERS, 1999 ST. MARTIN`S PRESS, ISBN 0-312-20630-5 DIRTY GRAPHICS & STRANGE CHARACTERS. RIC BLACKSHAW, LIZ FARRELLY, 1999 BOOTH-CLIBBORN EDITIONS, ISBN 1-86154-142-2 GRAFFITI LIVE, DIE ZÜGE GEHÖREN UNS. 1987 HEYNE VERLAG, ISBN 3-453-00104-4 THE FAITH OF GRAFFITI. MERVYN KURLANSKY/JON NAAR/NORMAN MAILER, 1974 ALSKOG BOOK, ISBN 0-275-71610-0 COMING FROM THE SUBWAY. 1992 KARL MÜLLER VERLAG, ISBN 3-86070-348-X COLOURKAMIKAZE, WON. 1999 EDITION KUNST DER COMICS. ISBN 3-89593-463-1

SWISS GRAFFITI, GRAFFITI AUS DER SCHWEIZ. BEAT SUTER, SIGI VON KOEDING, 1998 EDITION ARAGON, ISBN 3-89535-461-9 BACKJUMPS SKETCH BOOK. ADRIAN NABI, 1996 BACKJUMPS, ISBN 3-9806846-0-1 GETTING UP, SUBWAY GRAFFITI IN NEW YORK. CRAIG CASTLEMAN, 1982 THE MIT PRESS, ISBN 0-262-53051-1

(ART CRIMES)

WWW.STYLEPLANET.NET WWW.STYLEONLY.COM

GRAFFITI ART #1 DEUTSCHLAND-GERMANY. 1994 SCHWARZKOPF&SCHWARZKOPF, ISBN 3-89602-036-6

WWW.DOUBLE-H.ORG

GRAFFITI ART #3 WRITING IN MÜNCHEN. 1995 SCHWARZKOPF&SCHWARZKOPF, ISBN 3-89602-045-5

WWW.DIEFAERBEREI.DE (MÜNCHEN)

MUNICH GRAFFITI. HEIKO SCHIEMANN/PETER WATZL, 1986 DAGMAR VERLAG MÜNCHEN, ISBN 3-926223-00-6

WWW.METATAGGERS.DE

SPRAYCAN ART. HENRY CHALFANT/JAMES PRIGOFF, 1987 THAMES AND HUDSON, ISBN 0-500-27469-X

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WWW.GRAFFITI.ORG

(HAMBURG GRAFFITI HISTORY)

WWW.WICKEDARTS.DE (HAMBURG) WWW.HIPHOPHAMBURG.DE (HIP HOP VEREIN HAMBURG) WWW.GRAFFITIHAMBURG.DE WWW.123KLAN.COM


IMPRESSUM Diese Ausgabe ist zur URBAN DISCIPLINE 2001 Graffiti-Art Ausstellung vom 12.-18.Juni 2001 in der Post am Stephansplatz, Hamburg, erschienen. Organisiert und durchgeführt von getting up in Kooperartion mit Maximum Hip-Hop.

copyright © 2001 getting up Gerrit Peters, Heiko Zahlmann, Mirko Reisser und Bild- und Text-Autoren getting up Ateliergemeinschaft Reisser/Peters/Zahlmann/Hässler Billhorner Brückenstraße 40 20539 Hamburg Germany Fax: +49-40-780736-22 contact @ getting-up.org www.getting-up.org www.urbandiscipline.de ___________ 1. Auflage: 06.2001 Auflage: 3000 Stück

Druck/Print: Druckerei Berger GmbH Brookdeich 20 21029 Hamburg Germany Gedruckt auf GALAXI mit der Keramikoberfläche 150 g/m2 Exklusivlieferant: PAPIER UNION


Redaktion: Gerrit Peters/Mirko Reisser/Heiko Zahlmann Layout: Gerrit Peters, Ole Utikal Text: Heiko Zahlmann Bildbearbeitung: Mirko Reisser, Ben Dressel Übersetzung: Christopher Pieper, Herbert Nölting Korrektur (Deutsch): Trigge und Heiko Korrektur (Englisch): Susan Farell (Art Crimes) URBAN DISCIPLINE 2001 Logoentwicklung: Gerrit Peters

Photos:

Mika (www.mika-photography.de), Andreas Gehrke (www.noshe.de), Martha Cooper (http://photoarts.com/cooper/graffiti), A.K., Ignacio Aronovich, Naomi Petcher, Mirko Reisser, Oliver Gelbrich, Sigi von Koeding, Gerrit Peters, Heiko Zahlmann, Christoph Hässler, Os Gemeos, Daniel Döbner, Daniel Kin Young Man, Stefan Mückner, Claus Winkler, Mathias Köhler, Peter Michalski, Akira Karner, Thomas Mock, Hendrik Beikirch, Linda Gelhard, Ted Newsome und Christina Soltani

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung von getting up reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet oder verbreitet werden. All rights reserved. No part of this book may be used or reproduced in any manner whitout written permission by getting up.

printed in Germany

ISBN 3-00-007960-2

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DANKE / THANKS Romeo Rath, Backspin, Mutter ist die Beste, Jäki Hildisch, Maximum Hip-Hop, Mitra, Buback Ale, Felix Schlüter, Henry, Kristian Kutschera, Illona Kötter und Bitten Stetter, Joe und Alex, Sensi Erik, Wolfgang Stieber, Andrè Stange, Silke May, Kuschel, Meike Hecker, Patrick (Workinprogress), Davis (Beastie Boyz Magazin), Timo, Kotthoff, Art Crimes, Thomas Kurtiola. Stylefile (Krixl), Herbert Nölting, Chris & Chris, Marcus Reisiger (Livetravel), Lothar Knode, Haps, Christoph Everke, Annette Steffens, Stohead, Helga (Frank&Sohn Getränkefachmarkt) und alle Beteiligten die wir vergessen haben.

®

mit freundlicher unterstützung durch:


Urban Discipline 2001  

Publisher: getting-up (2001). 120 pages. Hardcover. Language: Deutsch / Englisch. ISBN 3-00-007960-2

Urban Discipline 2001  

Publisher: getting-up (2001). 120 pages. Hardcover. Language: Deutsch / Englisch. ISBN 3-00-007960-2

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