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Einführungseinheit

Christsein – unwichtig, unwahr und unattraktiv? Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben“ »» (Johannes 14,6).

Intro Ich bin jung, und wir leben im 21. Jahrhundert – was, um Himmels willen, hat das Christentum mir da schon anzubieten?

1. Orientierung in einer verlorenen Welt Wohin bist du unterwegs? Das heißt, nicht jetzt, in diesem Augenblick, diese Woche, dieses Jahr oder auch in diesem Jahrzehnt ... Wir wollen mal von dem eigentlichen Ziel deines Lebens reden und sogar von dem, was nach dem Tod passiert. Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg.“ Wenn wir uns von Jesus den Weg zeigen lassen, können wir ein Leben führen, das Sinn und ein Ziel hat – und Spaß macht!

2. Orientierung in einer chaotischen Welt Wir leben in einer ganz schön verrückten und chaotischen Welt. Die Menschen sind durcheinander und vielen ist das noch nicht einmal bewusst. Aber es ist wichtig, was du glaubst. Es bestimmt nämlich, wohin dein Leben führt. Jesus hat gesagt: „Ich bin die Wahrheit.“ Wenn wir uns von Jesus die Wahrheit zeigen lassen, können wir verstehen, was in der Welt um uns herum vorgeht. 7


3. Leben in einer dunklen Welt Da draußen ist es ganz schön finster. Die Welt kann ein düsterer Ort sein und die Grenze zwischen Schatten und Licht geht bei jedem Einzelnen von uns mitten durchs Herz. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, mit seinem Leben etwas Gutes oder etwas Böses anzufangen. Jesus hat gesagt: „Ich bin das Leben.“ Mit Jesus können wir dem Bösen, der dunklen Seite, den Rücken kehren und für immer im Licht leben.

» Christsein ist nicht langweilig – es bedeutet, dass man das Leben voll auskostet. » Der christliche Glaube ist nicht unwahr – er ist die Wahrheit. » Christsein ist nicht unattraktiv – es verändert unser ganzes Leben.

„Wir laufen herum und warten darauf, dass wir sterben ... dabei treffen wir uns zufällig und bringen ein paar Dinge zustande.“ »» Chris Evans „Das Leben ist wie ein löchriger Eimer – leer.“ „I can’t get no satisfaction.“ »» Mick Jagger

Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.“ »» (Jesus von Nazareth, Johannes 10,10; GNB)

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Heute sagen die meisten Leute ja, es sei egal, was man glaubt, solange man nur wirklich davon überzeugt ist. Aber das ist doch verrückt, oder? Was man glaubt, ist das Wichtigste überhaupt! Hitlers feste Überzeugung hat immerhin dazu geführt, dass er Millionen von Juden umbringen ließ. Und der englische Massenmörder Jack the Ripper war völlig überzeugt davon, dass er Prostituierte ermorden soll. Auf der anderen Seite hat der unerschütterliche Glaube von Nelson Mandela ihn dazu motiviert, sein Volk in die Freiheit zu führen. Was du glaubst, ist sehr wohl wichtig – es bestimmt nämlich, wie dein Leben verlaufen wird. Und beim Glauben an Gott stimmt das erst recht. C. S. Lewis, ein superschlauer Professor und Verfasser christlicher Bücher, hat das einmal so formuliert: „Die christliche Botschaft ist eine Behauptung, die, wenn sie unwahr ist, keinerlei Bedeutung hat, die aber, wenn sie wahr ist, von unendlicher Bedeutung ist. Das Einzige, was sie nicht sein kann, ist von mittelmäßiger Bedeutung.“ Tu dir selbst einen Gefallen und denk in Ruhe darüber nach, an was du glaubst.

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Einheit 1

Wer ist Jesus? Intro Es gibt ganz unterschiedliche Meinungen darüber, wer Jesus war. Wir wissen, dass Jesus gelebt hat, und über die folgenden Eckdaten sind die meisten Leute sich einig: » Er war Jude und wurde in Bethlehem etwa 4 v. Chr. in Judäa geboren. » Er war als großer Lehrer und Wundertäter bekannt. » Er wurde von den römischen Behörden gekreuzigt. Seine Anhänger glaubten, dass er der Sohn Gottes war und dass er von den Toten auferstand, und diese gute Nachricht verbreiteten sie auf der ganzen damals bekannten Welt. Das Neue Testament in der Bibel ist unsere beste Informationsquelle über Jesus.

1. Jesus war ein echter Mensch Johannes 4,6 Er hatte einen Körper, Gefühle und Erfahrungen – so wie wir. Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet: „War er mehr als nur ein Mensch? War er Gott?“

gesagt?

2. Was hat er über sich selbst Johannes 11,25–26 Dieser wunderbare, weise Lehrer hat außerdem ein paar ziemlich skandalöse Behauptungen aufgestellt, was seine Person betrifft: „Ich bin das Brot, das Leben schenkt.“ „Ich bin das Licht für die Welt.“ „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“ „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben.“ Er hat behauptet, er könne Sünden vergeben. Er hat behauptet, derjenige zu sein, der einmal die Welt richten wird. Er hat behauptet, der Messias zu sein. Er hat behauptet, Gottes Sohn zu sein. Jesus lässt uns nicht die Möglichkeit offen, in ihm einfach nur einen guten Menschen zu sehen. Ein normaler Mensch, der solche Dinge

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behaupten würde, wäre nämlich kein guter Mensch. Wenn er glaubte, was er sagte, dann war er ein Irrer. Wenn er nicht glaubte, was er sagte, es aber trotzdem verbreitete (einfach um Macht über die Menschen zu haben), dann war er ein mieser Typ, ein Betrüger. Warum also glauben wir, dass Jesus weder ein Irrer noch ein Betrüger war, sondern der einzige, wahre Gott-Mensch?

3. Welche Beweise gibt es? Matthäus 5–7 Seine Lehre Seine Werke Sein Charakter Seine Erfüllung der Prophezeiungen aus dem Alten Testament Seine Auferstehung von den Toten.

» Trends und Modeerscheinungen kommen und gehen, aber 2.000 Jahre, nachdem Jesus gelebt hat, folgen ihm nicht nur Millionen, sondern Milliarden von Menschen nach.

„Der einzige Jesus, für den wir Beweise haben, ist eine gigantische Persönlichkeit, die erstaunliche Behauptungen aufgestellt hat.“ »» William Temple, früherer Erzbischof der Kirche von England „Es gibt nicht viele Menschen mit einer solchen Anziehungskraft, wie Jesus Christus sie hatte, und diese Ausstrahlung hat kein Schauspieler. Man ist sich immer der Tatsache bewusst, dass da ein Darsteller vorgibt, eine viel größere Persönlichkeit zu sein, als er in Wirklichkeit ist ... das Entscheidende bei Jesus, wenn man an ihn glaubt, ist doch, dass er göttlich ist, und nicht, dass er ein prima Kerl war.“ »» Barry Norman, Filmkritiker, über Jesus-Filme „Alle Armeen, die jemals marschiert sind, und alle Flotten, die jemals gesegelt sind, und alle Parlamente, die jemals getagt haben, und alle Könige, die jemals Herrscher waren – sie alle zusammen haben das Leben der Menschen auf dieser Erde nicht so stark geprägt wie dieses eine Leben.“ »» unbekannter Verfasser 11


„Ich bin die Auferstehung, und ich bin das Leben. Wer mir vertraut, der wird leben, selbst wenn er stirbt. Und wer lebt und mir vertraut, wird niemals sterben. Glaubst du das?“ »» Johannes 11,26–27

Geschichten aus dem Leben Benny Murphy, Medizinstudent an der Universität von Edinburgh, Schottland: „Ich habe von zu Hause schon einen christlichen Background, aber ich komme aus einem winzigen Dorf, wo fast alle, die in die Kirche gehen, über 60 sind. Ich hatte schon vor meinem Studium von Alpha gehört, aber in meiner ersten Woche an der Uni habe ich mehr darüber erfahren. Es klang ziemlich interessant, also habe ich mich angemeldet. Es war ein klasse Gefühl, gleich am ersten Abend in eine nette Atmosphäre zu kommen – also ging ich auch zu den nächsten Treffen. Ich hatte mir Jesus immer wie eine Art Märchenheld vorgestellt – nicht wie eine richtige Person –, aber während der ersten paar Wochen im Alpha-Kurs wurde mir bewusst, wie viele Beweise es dafür gibt, dass er tatsächlich existiert hat. Das hat mich echt überzeugt. Es war erstaunlich. Die Leute in meiner Gruppe brachten ganz unterschiedliche Erfahrungen mit, und es gab viele verschiedene Blickwinkel, was wirklich hilfreich war. Jesus hat mein Leben echt verändert. Ich weiß jetzt, dass es da jemanden gibt, der mich total annimmt und der mich geschaffen hat. Das hat mir geholfen, andere Menschen und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.“

„Ich will Beweise sehen“ Das Christentum basiert nicht auf einer kurzlebigen Laune, ist kein Gedankengebilde, das ein gelangweilter Mystiker oder Philosoph sich ausgedacht hat. Der christliche Glaube ist ein historischer Glaube – denn er beruht auf tatsächlichen Ereignissen, die sich in Zeit und Raum abgespielt haben. Der christliche Glaube basiert auf historischen Tatsachen. Ein „Historiker“, der damals lebte (kein Christ, sondern ein Jude), sagte Folgendes über seinen Zeitgenossen Jesus: „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mensch, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. 12


Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch viele Heiden an sich. Er war Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden seine früheren Anhänger ihm doch nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündigt hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.“ »» Josephus Natürlich war Jesus in den Aufzeichnungen der jüdischen und römischen Geschichtsschreiber nur eine Randerscheinung. Um wirklich etwas über das Leben Jesu zu erfahren, müssen wir uns mit dem Neuen Testament der christlichen Bibel beschäftigen. Und bevor du jetzt glaubst, dass ich dich übers Ohr hauen will, lass uns noch mal einen kurzen Blick auf eine Wissenschaft werfen, die man als Textkritik bezeichnet. Wie die Textkritik zeigt, ist die Behauptung, das Neue Testament, wie es uns heute vorliegt, sei nicht identisch mit der ursprünglichen Fassung, nicht haltbar. In der Tabelle auf Seite XX kannst du sehen, dass das Neue Testament viel besser belegt ist als jeder andere antike Text. Werk

Entstehungszeit

erste Handschrift

Zeitspanne (in Jahren)

Anzahl der Handschriften

Herodot

488–428 v. Chr.

900 n. Chr.

1.300

8

Thukydides

460–400 v. Chr.

ca. 900 n. Chr.

1.300

8

Tacitus

100 n. Chr.

1100 n. Chr.

1.000

20

Cäsar: „Der Gallische Krieg“

58–50 v. Chr.

900 n. Chr.

950

9–10

Livius: „Römische Geschichte“

59 v.–17. n. Chr.

900 n. Chr.

900

20

Neues Testament

40–100 n. Chr.

130/350 n. Chr.

300

mehr als 5.000 griech., 10.000 lat., 9.300 andere 13


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