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Inhalt

Vorwort (von Rick Warren) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Weg zu einem befreiten Leben – acht Grundprinzipien in Anlehnung an die Seligpreisungen (von Rick Warren) . . . . . . . . . . . . . . . Zwölf Schritte zu einem befreiten Leben und ihr Bezug zur Bibel . . . . . . . Gebet um Gelassenheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kleingruppenregeln. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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TEILNEHMERHANDBUCH 1: GOTTES GNADE ERLEBEN . . . . . . . . . . . . . . . . Einführung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 1: Verdrängen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 2: Ohnmacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 3: Hoffnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 4: Geistige Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 5: Umkehren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 6: Handeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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TEILNEHMERHANDBUCH 2: EINE EHRLICHE BESTANDSAUFNAHME . . . . Einheit 7: Moral . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 8: Begleiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 9: Bestandsaufnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 10: Geistliche Bestandsaufnahme (Teil 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 11: Geistliche Bestandsaufnahme (Teil 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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T E I L N E H M E R H A N D B U C H 3 : M I T G O T T, S I C H S E L B S T UND ANDEREN INS REINE KOMMEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 12: Bekennen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 13: Eingestehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 14: Bereit sein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 15: Überwinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 16: Vergebung und Wiedergutmachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 17: Vergebungsbereitschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einheit 18: Gnade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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JOHN BAKER

Leben finden TEILNEHMERHANDBUCH

1 Gottes Gnade erleben


Einführung

Willkommen zu „Leben finden“. Sie haben eine aufregende und wunderbare Reise vor sich, wenn Sie Jesus Christus kennenlernen, den Herrn, dem alle Macht gegeben ist, und mit ihm zur Heilung und Gelassenheit wandern. Ziel dieses Programms ist es, die Verletzungen, Komplexe und schlechten Angewohnheiten in unserem Leben loszuwerden. Wenn Sie sich mit den acht Grundsätzen auseinandersetzen, die sich in den „Seligpreisungen“ finden, können und werden Sie sich verändern! Sie werden den wahren Frieden und die Gelassenheit erleben, nach denen Sie sich immer gesehnt haben, und Sie werden nicht länger von Ihren gestörten, zwanghaften Gewohnheiten abhängig sein, mit denen Sie immer wieder versucht haben, Ihre Not zu lindern. Wenn Sie sich nach den biblischen Grundsätzen richten, die in den acht Grundsätzen und den christuszentrierten 12 Schritten zu finden sind – Überführen, Umkehr, Hingabe, Bekenntnis, Erneuerung, Gebet, Zeit mit Gott, Verbindlichkeit und gegenseitige Unterstützung –, werden sich Ihre Beziehungen zu Gott und anderen Menschen erneuern und vertiefen.

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Zu Beginn unserer Reise müssen wir aus unserer Verdrängungshaltung herauskommen und Gottes Gnade für uns in Anspruch nehmen. Dabei hilft uns die Beschäftigung mit den Grundsätzen 1 bis 3. Wir beginnen damit, dass wir uns anschauen, welchen Preis wir dafür zahlen müssen, dass wir durch Verdrängung nicht mehr in der Lage sind, uns offen unserer Vergangenheit und Gegenwart zu stellen. Dann müssen wir zugeben, dass wir über bestimmte Bereiche unseres Lebens keine Kontrolle haben und dass wir sie allein auf uns gestellt nicht in den Griff bekommen können. In Grundsatz 2 finden wir die Hoffnung, dass Jesus Christus, dem alle Macht gegeben ist, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann und dass wir durch ihn die Kraft erhalten können, frei zu werden. Und schließlich beginnen wir bei Grundsatz 3 zu handeln: Wir kehren um und vertrauen unser Leben und unseren Willen der liebevollen Führung von Jesus Christus an. Am Ende jeder Einheit gibt es eine schriftliche Übung, die zentraler Bestandteil dieses Materials ist. Beantworten Sie jede Frage, so gut Sie können. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, was wohl die „richtige“ Antwort ist. Beten Sie und schreiben Sie dann die Antwort auf, die aus Ihrem Herzen kommt. Halten Sie sich den Vers aus Johannes 8 vor Augen: „Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Johannes 8,32; GN). Wenn Sie diese Übung beendet haben, sollten Sie mit jemandem darüber reden, dem Sie vertrauen. Das könnte Ihre Gruppe sein, eine Vertrauensperson, Ihr Begleiter (das ist jemand, der auf dem „Weg zum Leben“ schon ein Stück weiter und bereit ist, Ihr „Reiseleiter“ zu sein; was ein Begleiter genau ist, wird ausführlich im 2. Abschnitt des Teilnehmerbuches, Einheit 8, erklärt) oder ein enger Freund, der auch auf dem Weg zum Leben ist. Sie werden erfahrungsgemäß von Ihren Verletzungen, Komplexen und Gewohnheiten nicht frei werden, wenn Sie ausschließlich an den Treffen teilnehmen. Sie müssen mitarbeiten und auch Ihr Leben nach den acht Grundsätzen ausrichten, wie sie in den „Seligpreisungen“, in den 12 Schritten und ihren biblischen Entsprechungen zu finden sind. John Baker

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E inheit 1

Ve r d r ä n g e n

G R U N D S A T Z 1 : Ich erkenne, dass ich nicht Gott bin. Ich gebe zu, dass ich meine Neigung, das Falsche zu tun, nicht beherrschen und mein Leben nicht selbst steuern kann. „Glücklich sind, die erkennen, wie arm sie vor Gott sind.“ ( M AT T H Ä U S 5 , 3 ; H FA )

S C H R I T T 1 : Wir gaben zu, dass wir unseren Süchten und unguten Neigungen gegenüber machtlos waren und unser Leben nicht mehr meistern konnten. „Ich weiß wohl, dass der Mensch von Natur aus nicht gut ist. Deshalb werde ich niemals das Gute tun können, so sehr ich mich auch darum bemühe.“ ( R Ö M E R 7 , 1 8 ; H FA )

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KURZ NACHGEDACHT Ehe wir den ersten Schritt zu unserer Erneuerung gehen können, müssen wir uns der Tatsache stellen, dass wir Probleme verdrängen, und sie uns eingestehen. Gott sagt selbst: „,Es ist nur halb so schlimm, es wird alles wieder gut!‘, sagen sie. Nein, nichts wird gut!“ (Jeremia 6,14; Hfa). Wenn wir nicht zugeben, dass wir gewisse Dinge verdrängen, wird wahrscheinlich das Folgende geschehen:

1. VERDRÄNGUNG STUMPFT UNSERE GEFÜHLE AB Wenn wir unsere Gefühle unterdrücken und unsere Verdrängungsmechanismen beibehalten, stumpfen wir irgendwann ab und fühlen überhaupt nichts mehr. Aber echte Freiheit finden wir dort, wo wir unsere Gefühle zulassen und bejahen! „Sie versprechen Freiheit, sind aber selbst Sklaven der Sünde. Denn wovon man sich beherrschen lässt, dessen Sklave ist man.“ (2. Petrus 2,19; NL)

2. VERDRÄNGUNG RAUBT UNS UNSERE ENERGIE Eine große Nebenerscheinung der Verdrängung ist Furcht. Furcht führt dazu, dass wir kostbare Energie verschwenden, weil wir uns mit alten Verletzungen, mit Versagen und mit Zukunftsangst herumschlagen müssen. Nur in der Gegenwart können wir positive Veränderungen vornehmen. „Die Gefangenen befreit er … und richtet die Niedergeschlagenen auf.“ (Psalm 146,7b.8b; Hfa)

3. VERDRÄNGUNG VERHINDERT ERNEUERUNG Wie schlecht es uns geht, hängt davon ab, wie tief wir unsere Geheimnisse in uns vergraben. Und auch hier gilt wieder: Wir können erst dann Heilung finden, wenn wir bereit sind, nichts mehr zu verdrängen, sondern uns der Wahrheit zu stellen. „In auswegloser Lage schrien sie zum Herrn und er errettete sie aus ihrer Not. Er holte sie aus den finsteren Gefängnissen und riss ihre Fesseln entzwei.“ (Psalm 107,13–14; Hfa) 23


4. VERDRÄNGUNG TRENNT UNS VON GOTT Im Licht Gottes zeigt sich die Wahrheit. Wenn wir das Problem weiter verdrängen, hält uns dies im Dunkeln fest. „Gott ist Licht. Bei ihm gibt es keine Finsternis. Wenn wir also behaupten, dass wir zu Gott gehören und dennoch in der Finsternis der Sünde leben, dann lügen wir und widersprechen mit unserem Leben der Wahrheit. Leben wir aber im Licht Gottes, dann sind wir auch miteinander verbunden. Und das Blut, das sein Sohn Jesus Christus für uns vergossen hat, befreit uns von aller Schuld.“ (1. Johannes 1,5–7; Hfa)

5. VERDRÄNGUNG ZERSTÖRT UNSERE BEZIEHUNGEN ZU ANDEREN Verdrängung will uns weismachen, dass wir uns davonstehlen könnten. Wir glauben, dass niemand es wüsste, aber alle wissen es doch. Was für eine Antwort gibt es darauf? „Hört auf zu lügen und ,sagt einander die Wahrheit‘, weil wir alle zusammengehören.“ (Epheser 4,25; NL)

6. VERDRÄNGUNG VERLÄNGERT UNSEREN SCHMERZ Wir hegen die falsche Hoffnung, dass Leugnen uns vor Schmerz bewahren könnte. In Wahrheit führt Verdrängung dazu, dass unsere Wunden eitern und sich weiter ausbreiten, bis wir schließlich Scham und Schuld empfinden. Gott verspricht: „Ich will dich wieder gesund machen und deine Wunden heilen.“ (Jeremia 30,17; Hfa) Folgen Sie dem ersten Grundsatz auf Ihrem Weg zum Leben. Hören Sie auf zu verdrängen. Kommen Sie in die Arme von Jesus Christus, dem alle Macht gegeben ist, und erfahren Sie seine bedingungslose Liebe und Gnade.

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KURZ FESTGEHALTEN

  

Welche Bereiche Ihres Lebens haben Sie unter Kontrolle? Benennen Sie sie im Einzelnen.

Welche Bereiche Ihres Lebens haben Sie nicht im Griff, welche können Sie einfach nicht kontrollieren? Benennen Sie sie im Einzelnen.

Inwiefern wird Ihnen dieser erste Schritt Ihrer Meinung nach helfen?



Durch welches Verhalten haben Sie sich als Kind Aufmerksamkeit verschafft oder wie haben Sie sich geschützt?



Welches „Familiengeheimnis“ haben in Ihrer Kindheit alle Familienmitglieder zu verbergen versucht?



Was tun Sie, wenn Sie Schmerz und Enttäuschung empfinden?

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Was können Sie tun, um Ihrer Neigung, die Wahrheit zu verdrängen, entgegenzutreten?

In welchen Bereichen Ihres Lebens beginnen Sie gerade, der Wahrheit ins Auge zu sehen und die negativen Auswirkungen Ihrer Verdrängungsmechanismen zu bekämpfen?

Haben Sie schon damit begonnen, ein Begleiterteam aufzubauen? Erkundigen Sie sich bei den anderen Gruppenmitgliedern nach Telefonnummern?

Notieren Sie sich diese in der Tabelle auf Seite 2 dieses Teilnehmerbuches.

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