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INHALT 3

TRÖDLER

ISSN 1863-0340

VERLAG

GEMI Verlags GmbH Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen Tel. 08441 / 4022-0 Fax 08441 / 71846 Internet: http://www.gemiverlag.de eMail: info@gemiverlag.de

GESCHÄFTSFÜHRER

Gerd Reddersen Rudolf Neumeier

CHEFREDAKTEUR

Karl Ruisinger eMail: karl.ruisinger@gemiverlag.de

REDAKTION

Nicola Fritzsch, Joscha Eberhardt Karin Probst, Helene Stümpfle-Wolf

STÄNDIGE MITARBEIT

Dr. Graham Dry, Dr. Dieter Weidmann

AUTOREN DIESER AUSGABE

Frank-W. Blache, Reinhard Bogena Karl B. Thomas, Reinhard Wylegalla

REDAKTIONSASSISTENZ

Heike Genz

TERMINE

Anette Wagner, Tel. 08441/4022-35 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34 eMail: termine@gemiverlag.de

LITHOS, SATZ, HERSTELLUNG

Westner Medien GmbH (Anschrift siehe Verlag)

■ Expertenauskünfte

■ Ausstellungen – Messen – Märkte

KERAMIK

ONLINETIPP

TECHNIK

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■ Historische Bürotechnik / 1

AUKTIONEN

40

■ Berichte – Termine – Preise

SPIELZEUG

KLEINANZEIGEN

Heike Genz, Tel. 08441/4022-18 Marlene Westner, Tel. 08441/4022-12

BLICKPUNKT

VERTRIEB

Gerd Reddersen

■ Metall / Jugendstil

ZEITSCHRIFTENHANDEL

VU Verlagsunion KG

MARKTVERTRIEB

Jörg Kirschbaum Mobil 0172/4436638

westermann druck Gmbh

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■ Websites für Sammler

■ Westerncharaktere

DRUCK

14

■ Werbekeramik Meißen

Markus Westner, Tel. 08441/4022-13 Hans Neumeier, Tel. 08441/4022-34

Gemi Verlags GmbH Postfach 85291 Reichertshausen Tel: 08441/4022-0 Fax: 08441/71846 eMail: info@gemiverlag.de

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MAGAZIN

ANZEIGEN

ABOVERWALTUNG

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LESERFORUM

SOUVENIRS

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■ Kitsch for Kids?

SCHALLPLATTEN

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■ Schwarzes Gold für Sammler

FUNDSTÜCKE

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■ Flohmarktpreise

TERMINE UND ANZEIGEN ERSCHEINUNGSWEISE

monatlich

■ ANTIKMARKTTERMINE

TITELFOTOS

Frank-W. Blache Karl B. Thomas

■ SAMMLERBÖRSENTERMINE

Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fallen die gewerbliche Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-ROM.

Es gilt die Anzeigenpreisliste 1/06 vom 01.08.2006

■ AUSLANDSTERMINE ■ REGELMÄSSIGE TERMINE ■ FLOH- UND TRÖDELMARKTTERMINE ■ KLEINANZEIGEN IN DER SAMMLERBÖRSE

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LESERFORUM 4

EXPERTISEN

■ Deckelvase

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Können Sie mir bei der Bewertung dieses Erbstückes, es stammt von meiner Großmutter, behilflich sein und mir mitteilen, wer diese Deckelvase hergestellt hat und wann? Sie ist 18 cm hoch. Es würde mich natürlich auch interessieren, wie hoch der Wert dieses Stückes einzuschätzen ist. Michael Morgenstern, Holte-Stukenbrock

!

Die klassische Urnenform der Deckelvase wird durch die spielerisch gestalteten Henkel und die schräg ausgestellte, geriffelte Form des Standes in die Neuzeit der 20er-Jahre dirigiert. Das Vasenmodell stammt zwar aus den späten 20er-Jahren, auch der Dekor scheint noch ein Kind des Art déco zu sein, aber die Bodenmarke der herstellenden Porzellanfabrik wurde erst 1934 offiziell registriert. „Gebr. Schoenau, Swaine & Co.“ hieß das betreffende Unternehmen, das in Hüttensteinach, Ortsteil von Sonneberg in Thüringen, ansässig war und aus einem 1920 erfolgten Zusammenschluss der beiden Hüttensteinacher Porzellanfabriken „Gebr. Schoenau“ und „Swaine & Co.“ entstanden war. 1954 wurde die Produktion auf technisches Porzellan umgestellt und der Betrieb dem „VEB Sonneberger Porzellanfabriken“ zugeordnet. Die Deckelvase kann mit etwa 50 Euro bewertet werden. Dr. Graham Dry, München

■ Landschaftsgemälde

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Seit über 60 Jahren steht dieses Bild auf unserem Dachboden. Es hat einer Tante meiner Frau gehört und ist mit Ölfarben auf Hartpappe gemalt. Signiert ist es mit Max Heintz 1941. Der Rahmen ist aus Holz und sehr schlicht gehalten. Das Bild hat eine Größe von circa 60 x 48 cm, mit Rahmen misst es rund 74 x 62 cm. Ich würde nun gerne mehr über den Maler erfahren, und es wäre schön, wenn Sie außerdem den ungefähren Wert dieses Gemälde bestimmen könnten. Horst Lösch, Worms

!

Landschaftsbilder, die die Signatur „Max Heintz“ aufweisen, werden gelegentlich im Online-Kunsthandel und auch in Auk-

tionshäusern zu sehr optimistischen Preisen angeboten, statten den Maler mit Geburts- und Todesdatum aus und deklarieren ihn zu einem ehemaligen Schüler der Münchener Kunstakademie. Aber Vorsicht: Es hat nachweislich nie einen Zögling dieses Namens an der Münchener Akademie gegeben und wenn unser Max Heintz, der Maler dieses Gemäldes im Jahre 1941, tatsächlich an einer Akademie studiert hat, dann hat er in kurzer Zeit alles vergessen, was er jemals dort gelernt hat. Es handelt sich bei diesem Bild leider um eine uninspirierte Landschaft, die wir alle wahrscheinlich irgendwie hinkriegen würden. Den Wert für das über 80 Jahre alte Gemälde kann man mit 100 Euro ansetzen. Dr. Graham Dry, München

■ In dieser Rubrik beantworten unsere Experten Ihre Fragen zu dem einen oder anderen guten Stück. Doch leider sehen wir uns außerstande, ganze Nachlässe oder sämtliche sich in Ihrem Haushalt befindlichen Trouvaillen bewerten und schätzen zu lassen. Auch bitten wir um Verständnis, wenn es mit der Bearbeitung länger dauert. Senden Sie uns also Ihre Anfrage nur zu einem zu bestimmenden Objekt – mit detaillierter Beschreibung und gutem Foto, auf dem das Objekt ganz abgebildet ist. Noch ein Hinweis zu den Preisen, die von Fall zu Fall von unseren Experten genannt werden: Hierbei handelt es sich um Richtwerte, die anhand von Fotos allein getroffen werden und je nach Zustand des Objekts nach oben oder nach unten korrigiert werden können. Ihre Anfrage schicken Sie bitte an: Gemi Verlags GmbH Redaktion Leserforum Pfaffenhofener Straße 3 85293 Reichertshausen

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LESERFORUM 5

■ Gebetshalter

■ Porzellanservice

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Auf dem Trödelmarkt fand ich für 15 Euro dieses Stück, das ich leider überhaupt nicht zuordnen kann, weder hinsichtlich des Verwendungszwecks, noch was dessen Alter, Herkunft und den Wert anbelangt. Das Material ist vermutlich Elfenbein oder Knochen. Jeder Stein ist einzeln eingefasst, die roten, länglichen Steine könnten Jade sein. Die Schriftrolle, die ich dann erst zuhause durch Zufall gefunden habe, ist beidseitig beschriftet. Die Schrift ist mir gänzlich unbekannt. Das Behältnis ist 11 cm lang und wiegt 400 Gramm. Manuela Fröhlich, Rhede

!

Dieser Behälter ist aus Horn und stammt, ebenso wie sein Inhalt, aus der Zeit um 1930/1950 und beides wurde vermutlich in Indien angefertigt. Die Metallfassungen des Horns, das am Gürtel mit der Kette befestigt wurde, sind mit türkis- und korallfarbenem Email besetzt. Die Beschriftung ist in Sanskrit, der heiligen Sprache der Hindus, verfasst. Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Gebete, der Behälter ist also tatsächlich ein „Gebetshalter“. Sein Wert liegt bei etwa 100 Euro. Dr. Graham Dry, München

Ich habe ein Kaffee- und Speiseservice (für je sechs Personen) geschenkt bekommen. Die Streublumen, der dicke Goldrand und das Blau gefielen mir sehr. Die Rückseite hat im Porzellan einen Kopf, am Rand steht: Porzellanfabrik Mitterteich AG Dekor DIANA exclusiv. Hildegard Rinkofer, Belgershain

!

Die ab 1925 als Aktiengesellschaft geführte Porzellanfabrik Mitterteich AG geht auf eine Porzellanfabrik zurück, die 1867 von Ludwig Lindner gegründet wurde und gehörte in ihren besten Zeiten zu den führenden deutschen Herstellern von Hotel- und anderem Gebrauchsporzellan. 1930 beschäftigte die Fabrik 700 Mitarbeiter. 2005 musste die Fabrik Konkurs anmelden. Sie wurde vom türkischen Geschäftsmann Nafi Güral übernommen, der mit den alten Formen der Fabrik 2007 eine neue Produktionsstätte in der Türkei mit den Marken „Kütaja Porselen“ und „Mitterteich Porselen“ mit Firmensitz in Istanbul errichtete. Auf dem alten Gelände der Porzellanfabrik in Mitterteich steht heute das Museum Mitterteich, das durch Ausstel-

lungen und Events über die Geschichte der einst mächtigen lokalen Porzellanindustrie informiert. Im Museumsladen werden die heutigen Erzeugnisse der türkischen Fabrikationsstätte angeboten. Das Service mit dem Dekor „Diana“, der in Anlehnung an Muster von Sèvres aus dem 18. Jahrhundert vermutlich zu Ehren der englischen Prinzessin Diana in den 90erJahren produziert wurde, gehört nicht dazu. Der Wert der beiden Service liegt bei etwa 80 Euro. Ein 36-teiliges Service mit dem Dekor „Diana“ wird gerade online für 90 Euro angeboten. Dr. Graham Dry, München

■ Weinkaraffe

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Ich habe eine WMF-Weinkaraffe erworben und möchte gerne mehr über die Historie erfahren. Von der Firma WMF selbst habe ich die Info erhalten, dass dieser Weinkrug im Katalognachtrag von 1905 des damaligen WMF-Zweigwerks in Göppingen, vormals Schauffler & Safft, abgebildet (Artikelnummer 4797) und der Deckel aus Messing, vernickelt, sei. Können Sie mir mehr über diesen Weinkrug mitteilen und wie kann ich Infos über den eventuellen Wert dieses Kruges in Erfahrung bringen. Jürgen Vavra, Remseck

!

Über die Produktion der WMF-Zweigfabrik in Göppingen, vormals Schauffler & Safft, Hersteller von einfachen und unversilberten Küchenartikeln, ist nicht sehr viel 08 / 13


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LESERFORUM 6 bekannt geworden. Das Stammhaus WMF in Geislingen übernahm die Göppinger Fabrik im Jahre 1897 und führte, wie die Beschaffenheit der Metallmontierung aus vernickeltem Messing zeigt, die galvanische Vernickelung und Versilberung ein und sie gab der Produktion vermutlich auch eine modernere Ausrichtung bezüglich Form und Ornament. Die Glasgefäße wurden vermutlich ebenfalls in der Göppinger Fabrik gegossen und graviert. Weitere Information zu Produktion und Vertrieb von allen von der WMF übernommenen Firmen befindet sich bei E. Hoffmann, Die Industrialisierung des Oberamtsbezirks Göppingen, Dissertation Universität Göppingen 1910, die uns leider nicht vorliegt. Um 1910 stellte die Göppinger Zweigfabrik eine umfangreiche Reihe von vorzüglichen Kupfer- und Messinggeräten wie Bowlen, Kannen usw. nach Entwürfen des in Vergessenheit geratenen Frankfurter Architekten Hermann A. E. Kopf her, von dem auch Entwürfe für Fliesen, Möbel, Trinkgläser und Porzellangefäße für die Porzellanfabrik Weiden, Gebr. Bauscher bekannt sind. Ihre Saft- bzw. Wasserkanne hat einen Wert von etwa 60 Euro.

■ Gedeck

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Bei einer Haushaltsauflösung habe ich diese drei Porzellanteile, eine Tasse mit Untertasse und einen Kuchenteller entdeckt und gekauft. Die Tasse hat vier Tatzenfüße. Alle drei Teile sind in sehr gutem Zustand. Ich habe 30 Euro dafür bezahlt. Können Sie mir eventuell das Herstellungsjahr und den tatsächlichen Wert dieses Trios mitteilen?

Dr. Graham Dry, München

Herbert Scheftner, Oberdachstetten

! Verbindung mit diesem Rokoko-Rahmen, sind im Kunsthandel der letzten Jahre nachweisbar. Die Reihe entstand vermutlich um 1960: Das vorliegende Exemplar hat auf der Rückseite das Klebeetikett mit Reliefinschrift „Rosenthal Weltmarke Handmalerei“ in Gold auf gelbem Grund. Beim Münchener Auktionshaus Ruetten wurde ein gerahmtes „Zaunkönig-Paar“, sign. Königer, bei der 92. Auktion am 8. Mai. 2010, Kat.-Nr. 212, „ohne Limit“ angeboten und für 40 Euro zugeschlagen. Dr. Graham Dry, München

■ Porzellanbilder

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Seit einiger Zeit bin ich im Besitz von zwei Rosenthal-Porzellanbildern, auf welchen eine Kohlmeise und eine Haubenmeise in Handmalerei aufgebracht sind. Die Größe der mit einem Stuckrahmen versehenen Bilder ist 14 x 14 cm, signiert ist mit A Ell bzw. Königer. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine Auskunft über deren Alter, Wert usw. geben könnten. Günter Hoog, Kappelrodeck-Waldulm

!

Über „Königer“ und „A. Ell“ als Mitarbeiter von Rosenthal ließ sich nichts ermitteln, handgemalte Teller von Königer aus dieser Reihe mit naturalistischen Motiven aus der heimischen Vogelwelt, ebenfalls in 08 / 13

Dieses Meißner Gedeck wurde um 1930 hergestellt. Sein Wert (Versicherungs bzw. Wiederbeschaffungswert im Antiquitäten- oder Onlinehandel) beläuft sich auf circa 130 Euro. Dr. Graham Dry, München


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AUSSTELLUNGEN

Frühwerk im Zentrum steht, wird je ein Raum den Hunden, den Schmetterlingen, den Grashüpfern und anderen Insekten, den Phantasie- und Fabelwesen sowie anderen Tieren gewidmet sein. Die Präsentation wird vorwiegend aus den im Kunstmuseum Bern als Depositum gelagerten Beständen des Vereins Ernst Kreidolf bestückt.

■ Mit menschlichen Zügen Neben Pflanzen finden sich in Ernst Kreidolfs Werken auch immer wieder Tiere mit menschlichen Zügen. Im Depot des Kunstmuseums Bern finden sich Zeichnungen von Grashüpfern, Schmetterlingen, Katzen oder Hunden, die dank der Ausstellung „Faltertanz und Hundefest“ teilweise zum ersten Mal den Weg an die Öffentlichkeit finden. Nachdem die Ausstellungen Ernst Kreidolf und die Kunstgeschichte, Kunst und Kinderbuch um 1900 (2002) und Ernst Kreidolf und seine Malerfreunde (2007) dezidiert Kreidolfs künstlerischen Wurzeln nachspürten, richtet sich „Faltertanz und Hundefest. Kreidolf und die Tiere“ bis 29. September, ausdrücklich an ein Publikum, das sich eine Wiederbegegnung mit den allseits bekannten und beliebten Schöpfungen des Künstlers wünscht. Kreidolfs Fähigkeit, Pflanzen nicht nur naturnah darzustellen, sondern sie bei Bedarf auch zu vermenschlichen, erfährt immer wieder große Bewunderung und wurde bereits mehrfach thematisiert. Doch Kreidolf war nicht nur ein ausgewiesener Botaniker, sondern auch ein großer Tierfreund. Alles was kriecht, fliegt und läuft fand seine liebevolle Aufmerksamkeit, vom Käfer bis zum Elefanten. Unter den Insekten schätzte er besonders Grashüpfer und Schmetterlinge, daneben spielen Katzen und Hunde in seinem Werk eine wichtige Rolle. Wie die Pflanzen konnten auch Tiere vermenschlicht werden, wobei es dem Künstler auch hier zentrales Anliegen war, die der jeweiligen Spezies typischen

Telefon: 0041/31/3280944

■ Optische Zimmerreisen

Ernst Kreidolf, Bei den Gnomen und Elfen: Geburtstag, 1929, Kunstmuseum Bern, Verein Ernst Kreidolf; Kunstmuseum Bern © 2013, ProLitteris, Zürich

Eigenheiten herauszustellen und sie nicht artfremde „Rollen spielen“ zu lassen. Besonders eindrücklich kommt dieses Einfühlungsvermögen in den Bilderbüchern „Sommervögel“ (1908), „Lenzgesind“ (1926) und „Das Hundefest“ (1928) zum Ausdruck. Die Ausstellung präsentiert Kreidolfs bekannte Schöpfungen, aber auch selten, beziehungsweise noch nie gezeigte Werke zum Thema Tier. Sie besteht aus sechs Kapiteln. Nach einem Auftakt, wo das von wissenschaftlicher Neugier und realistischer Darstellungskonvention geprägte

Ernst Kreidolf, Hundefest: Karussell, 1928, Kunstmuseum Bern, Verein Ernst Kreidolf; Kunstmuseum Bern © 2013, ProLitteris, Zürich 08 / 13

Mit dem Zeitalter der Entdeckungen kam auch bei der breiten Bevölkerung die Sehnsucht nach fremden Ländern auf. Dieses neuartige „Fernweh“ wurde im 19. Jahrhundert nicht nur durch Reiseliteratur gestillt, sondern auch durch „Optische Zimmerreisen“, bei denen spezialisierte Reisemaler Landschafts- und Stadtansichten aus aller Welt präsentierten. Einer der besten und erfolgreichsten Vertreter seiner Zunft war Hubert Sattler (18171904). Erstmals seit langem wird eine größere Auswahl seiner faszinierenden Bilder wieder in Wien gezeigt, die Ausstellung in der Hermesvilla (bis 3. November) entstand in Kooperation mit dem Salzburg Museum. Als Sohn Johann Michael Sattlers, des Schöpfers des berühmten Salzburg-Panoramas, wuchs Hubert Sattler in das Metier eines Reisemalers und Schaustellers hinein. Die ganze Familie bereiste von 1829 bis 1839 große Teile Nord- und Westeuropas per Schiff, um das Panorama von Salzburg in München, Wien, Prag, Hamburg, Berlin, Kopenhagen, Amsterdam, Paris, Brüssel und anderen Städten auszustellen. Um 1840 übernahm Hubert Sattler die Leitung des Unternehmens, das sich inzwischen auch auf Kosmoramen – großformatige Darstellungen geografischer und kulturhistorischer Besonderheiten aus aller Welt – spezialisiert hatte. Da Sattler großen Wert auf authentische Wiedergabe legte, war sein Repertoire unmittelbar von seinen Reisen beeinflusst, auf denen er eigenhändig Skizzen anfertigte und in späteren Jahren zusätzlich Fotos erwarb. Zu Hause fertigte Sattler dann, von diesen Vorlagen ausgehend, großformatige Gemälde an. Die Kosmoramen wurden damals allerdings nicht wie herkömmliche Bilder an der Wand präsentiert, sondern zur Erhöhung der illusionistischen Wirkung von abgedunkelten Räumen aus durch stereoskopische Vorrichtungen betrachtet. Hubert Sattler perfektionierte das traditionelle Guckkastenprinzip zu einer Art Hohlwelt-Perspektive, die den Betrachter in das Bild förmlich hineinzieht. Im Frühjahr 1842 brach Hubert Sattler zu seiner ersten Studienreise auf, die von Konstantinopel über Syrien und den Libanon ins Heilige Land führte. Von September 1844 bis Februar 1845 bereiste er Ägypten, Nubien und den Sinai. Sattler bewies mit seiner Unternehmung sowohl


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Hubert Sattler, „Das Wildbad Gastein mit seinem herrlichen Wasserfall“, um 1834; Wien Museum © Salzburg Museum

Abenteuerlust als auch Geschäftssinn, da diese Länder seit jeher eine besondere Faszination ausgeübt hatten. Kein anderer österreichischer Künstler konnte zu dieser Zeit behaupten, Ägypten aus eigener Anschauung zu kennen – die Reisebedingungen verbesserten sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die orientalischen Kosmoramen beeindrucken mit ihrer bis ins letzte Detail glasklaren Wiedergabe und zeigen den Künstler auf der Höhe seines Könnens. Italien lernte Hubert Sattler auf seiner Rückreise von Ägypten 1845 kennen. Anhand von datierten Skizzen kann man seinen Weg über Malta, Messina, Taormina, Neapel, Sorrent, Pompeji, Rom, Padua, Venedig und Genua verfolgen. Sehr ergiebig war auch eine Reise durch Spanien, die zwanzig Jahre später stattfand und besonders eindrucksvolle Ergebnisse bescherte. Eine besondere Vorliebe hatte Sattler für Hafenansichten und Schiffe. Das hängt einerseits mit der größeren Bedeutung des Fluss- oder Seewegs zur damaligen Zeit zusammen, andererseits aber mit Sattlers persönlichen Lebensumständen – er hatte ja bereits als Kind etliche Seereisen mit seiner Familie unternommen. Während Sattler sonst konsequent einen sachlichen Darstellungsstil pflegte und ohne reißerische Elemente auskam, ließ er bei den Seestücken Ausnahmen zu. Die Tatsache, dass auch regelmäßig Ansichten von Gebirgslandschaften gezeigt wurden, lässt auf den hohen Kurswert dieses Themas in der breiten Öffentlichkeit schließen. Besonders in den Jahren zwischen 1860 und 1870 häufen sich bei Sattler, der sich bei der Auswahl stark von kommerziellen Erwägungen leiten ließ, die Gebirgsmotive. Vertreten sind vor allem die Gipfel- und

Gletscherregionen der Schweiz, Frankreichs, Südtirols und der Pyrenäen. Der Künstler achtete darauf, dass Fels und Eis zwar in überplastischer Schärfe hervortraten, aber nicht als unbezwingbar erschienen. An der Beherrschbarkeit der Natur sollte kein Zweifel aufkommen. Hubert Sattler tourte unermüdlich durch Europa, um seine Kosmoramen vorzuführen. Neben Naturwundern wie dem Grand Canyon zeigten sie auch die wachsenden Städte der Welt wie New York, Mexico City oder Kairo. Zum finanziellen Erfolg des Unternehmens trug der Verkauf

von Klein- und Kleinstgemälden bei. Höhepunkt von Sattlers Karriere war ein ausgedehntes Gastspiel am New Yorker Broadway („für ein überaus mäßiges Eintrittsgeld von 25 Cents für die Person“), Berühmtheiten wie die Sängerin Jenny Lind und die Schriftsteller James Fenimore Cooper, William Thackeray und Washington Irving machten ihre Aufwartung. Anschließend gastierte Sattler mit seinen Bildern auch in Boston und Philadelphia. Während dieser Schaustellungen malte er eine Reihe neuer Werke und fand Zeit, nach Motiven für künftige Bilder Ausschau zu halten. Zu diesem Zweck bereiste er Teile der Vereinigten Staaten, Mexiko, die westindischen Inseln und Yukatan. Die für heutige Betrachter besonders erstaunlichen Stadtansichten von New York, Boston und Mexico City wurden bald nach Sattlers Heimkehr 1854 fertiggestellt. Als Hubert Sattler sich 1870 zur Ruhe setzte, überließ er das Panorama sowie sämtliche Gemälde der Stadt Salzburg unter der Bedingung, sie auch künftigen Generationen zugänglich zu machen, wofür eine eigene Panorama-Rotunde im Salzburger Kurpark errichtet wurde. Telefon: 0043/1/50587470

■ Chronist seiner Zeit Zum 150. Geburtstag des Malers und Zeichners Adolf Hengeler zeigt seine Heimatstadt Kempten (Allgäu) bis 6. Januar 2014 eine besondere Jubiläumsausstellung. Erstmals wird im Allgäu-Museum sein Münchner Künstlerleben umfassend sichtbar gemacht. „Adolf Hengeler ist einer der herausragenden Künstler unserer Stadt. Mit der bisher vollständigsten Ausstellung seines Werks und dem breiten Begleitprogramm von der Druckwerkstatt bis

Adolf Hengeler, Bergradfahrer, 1896; Allgäu-Museum Kempten 08 / 13


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MAGAZIN 10 hin zur Graffiti-Aktion ist er in Kempten neu zu entdecken“, so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer. Hengelers Bilderwelt von Lichtgestalten, Monstern und Fabelwesen wird bei der 2. KunstNachtKempten am 21. September auch Kemptens Innenstadt bevölkern. Nach seiner Lehrzeit als Lithograph in Kempten machte sich Hengeler in München einen Namen, zuerst als Zeichner, später auch als Maler geheimnisvoller Bilder. Bekannt wurde er als Karikaturist der „Fliegenden Blätter“. Geboren 1863 in Kempten und gestorben 1927 in München, lebte und wirkte er in einer Zeit der kulturellen Umbrüche, zwischen Jugendstil und Erstem Weltkrieg, zwischen Historismus und Avantgarde, zwischen Dynamik der Moderne und Behaglichkeit des alten Bayern. Dies floss in seine Bilderwelt. Unverkennbar ist in vielen seiner Arbeiten der Einfluss seiner Münchner ‚Künstlerkollegen’ Carl Spitzweg, Arnold Böcklin, des gleichaltrigen Franz von Stuck und nicht zuletzt Franz von Lenbachs; unweit der Lenbach-Villa befand sich Hengelers Wohnung in München. Die Vielseitigkeit seines Schaffens und sein Wirken innerhalb der bourgeoisen Münchner Kunstszene als Mitglied der Münchner Sezession und der Künstlergesellschaft Allotria sind Schwerpunkte der Kemptener Ausstellung. Hengeler wird darin als Repräsentant und Chronist seiner Zeit porträtiert. Zu sehen sind zentrale Werke aus all seinen Schaffensbereichen, der angewandten Grafik, der freien Malerei und seinen Publikationen („Münchner Fibel“, „Tagebuch zum Ersten Weltkrieg“ oder „Phantasien“). Die Themen reichen vom städtischen sowie ländlich-alpinen Leben über Ritterromantik und Tiergeschichten bis hin zum Phantastischen. So

Spielkarte Gras; Freilichtmuseum Glentleiten Foto: Archiv FLM Glentleiten

schuf Hengeler in Karikaturen und großen malerischen Motivgruppen einen unverwechselbaren Figurenkosmos. Die Stadt Kempten verwahrt den umfangreichen Hengeler-Nachlass samt Zeichnungen, Skizzenbüchern und historischer Möbel, die sein Enkel seiner Heimatstadt vermachte. Für die Jubiläumsausstellung wird diese einzigartige Sammlung intensiv aufbereitet sowie mit Leihgaben der Neuen Pinakothek München und aus Privatbesitz ergänzt. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog. Telefon: 0831/2525369

■ Ober, Unter, Kini, Sau

Spielkarte Eichel; Freilichtmuseum Glentleiten Foto: Archiv FLM Glentleiten 08 / 13

Nicht nur für Spielkartenforscher ist ein Fund von 28 historischen Spielkarten im Freilichtmuseum Glentleiten aus der Zeit um 1700 eine Sensation. Restauratorinnen des Museums entdeckten den „Schatz“ bei Arbeiten an einem religiösen Facettenbild aus der Ausstattung der Hauskapelle im Zuhaus „Fischerweber“ aus Rottach-Egern, das im September 2012 im Freilichtmuseum eröffnet wurde. Die Spielkarten waren zusammen mit einem zerlegten Anschreibebuch eines Münchener Glasers aus dem Jahr 1709 als Hinterfütterung von Heiligenbildern in dem achteckigen Bilderrahmen verwendet worden. Der fast vollständige Kartensatz aus dem frühen 18. Jahrhundert, der dem Münchener Kartenmacher Georg Schropp zugeordnet werden konnte, zählt zu den ganz seltenen Großfunden aus früher Zeit. Diese außergewöhnliche Entdeckung nimmt das Freilichtmuseum Glentleiten zum Anlass, den großartigen Fund in einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit zu

präsentieren, die am Samstag,dem 27. Juli eröffnet wird und bis zum 11. November zu sehen ist. Unter dem Titel „Aufgedeckt – ein sensationeller Spielkartenfund“ zeigt das Museum nicht nur die originalen Spielkarten des „Fischerweber“-Fundes und die spannenden Umstände seiner Entdeckung, es nimmt auch kulturgeschichtliche Aspekte des Kartenspiels in Oberbayern in den Blick. So geht es unter anderem um Fragen wie: in welchem Verhältnis Obrigkeit und Kirche zum „Karteln“ standen, welche Spiele populär waren und warum das Kartenspiel ein „säuisches“ Spiel ist. Historische Kartenspiele aus Privatsammlungen, aus den Beständen des Bayerischen Nationalmuseums und des Deutschen Spielkartenmuseums in LeinfeldenEchterdingen illustrieren anschaulich den Wandel des Kartenbildes in Bayern seit dem späten Mittelalter bis heute. Der Besucher erfährt, wann Trommler und Pfeifer an die Stelle des Dudelsack spielenden Narren und des Bassflötisten treten, warum plötzlich orientalische Könige im Kartenspiel auftauchen und wie sich die Männermode früherer Zeiten im Kartenbild niederschlug. Daneben sind auch regionale Varianten des „altbayerischen Bildes“ zu bewundern, so beispielsweise historische Kartenspiele aus Tirol oder Franken und sogar aus Polen. Gezeigt werden auch andere außergewöhnliche Spielkartenfunde: So stellt das Stadtmuseum Schongau seine in einem Fehlboden des „Hafnerhauses“ geborgenen Spielkarten aus der Zeit vor 1490 für die Ausstellung zur Verfügung. Aus dem Kloster Andechs kommen als Leihgaben historische Spielkarten, die zu kleinen Schachteln umgearbeitet wurden – sie dienten zur Aufbewahrung einer Mineraliensammlung. Unter den Ausstellungsstücken befindet sich außerdem zum Kartenspielen benötigtes Zubehör: darunter ein Spieltisch, Spielkartenpressen, ein Spielzählapparat und sogar ein Kartenhalter für Einarmige. Darüber hinaus erwarten den Besucher Ton- und Filmsequenzen rund ums „Karteln“ und für Kinder gibt es besondere Attraktionen. Telefon: 08851/18537

■ Schon gehört? Für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir Nachrichten im Radio oder Musik mit MP3 Player hören. Eine Welt ohne die Erfindung von Radio, Schallplatte, CD, Walkman und I-Pod können wir uns nicht mehr vorstellen. Aber wie hat die Sprachaufzeichnung angefangen? Ab wann gab es die erste Schallplatte, die erste Radiosendung? Auf all diese Fragen gibt die Ausstellung „Ein Lied geht um die Welt“ bis 1. Dezember im Stadtmuseum Amberg Auskunft. Gezeigt werden Polyphone, Lochplatten, Diktiergeräte, Phonographen, Wachswal-


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MAGAZIN 11 zen, Grammophone, Radios, Plattenspieler, Drahtabspielgeräte, Tefifone, Schallplatten, Musikboxen, Kassetten, Rekorder, eine komplette Musikanlage von 1990, aber auch Walkman und MP3 Player. Zu sehen sind seltene Sammlerstücke und kuriose und witzige Geräte aus mehr als 100 Jahren. Dazu gibt es originale Sprachdokumente zu Geschichte und Sport und viele Schallplatten – und Radioaufnahmen aus allen Jahrzehnten. Die Besucher können sich die Musik aussuchen z.B. die ersten Aufnahmen von Caruso, Joseph Schmidt oder Songs von Elvis, den Beatles und Abba bis zu den neuesten Hits. Die Zeitabschnitte werden illustriert durch Werbeplakate, Inszenierungen, Zimmereinrichtungen und Mode besonders aus den 20er- bis 70er-Jahren. Wie sich das Klangerlebnis verändert hat, kann man an originalen Aufnahmen von der Schellackplatte der 20er-Jahre bis zur kompletten Kenwoodanlage aus den 1990er-Jahren feststellen. Telefon: 09621/10284

■ Mit Papier in Pose

Das Museum Zirndorf widmet sich der Creme mit Tradition ein Stück Kulturgeschichte der Körperpflege wider. Die seltenen Dosen, Tuben und Tiegel sowie die besonders schönen und bunten Werbeartikel stammen aus einer der umfangreichsten deutschen Privatsammlungen. Damit dokumentiert die erfrischende Sonderausstellung im Dachsaal des Museums nicht nur die Erfolgsgeschichte Nivea sondern gibt auch interessante Einblicke in die Produkt- und Marketingstrategien des bis heute in Hamburg ansässigen Unternehmens Beiersdorf. Telefon: 0911/96060590

Das Museum am Wasserturm in Hohenlockstedt zeigt bis 30. Oktober die Sonderausstellung „Puppen aus Papier – Schätze aus Kindertagen“. Leider sind alte Anziehpuppen heute nur noch selten zu finden, sie sind zur Rarität geworden. Umso schöner ist es, dass jetzt die Sammlerinnen Elke Hutz, Hanna Matzen und Angelika Salzwedel einen Teil ihrer umfangreichen Sammlungen in dieser großen Sonderausstellung zeigen. Es werden mehr als 350 verschiedene Papierpuppen aus drei Jahrhunderten gezeigt. Die ältesten Stücke sind um 1880 entstanden. Jede Sammlerin zeigt natürlich ihre Lieblingsstücke. Angelika Salzwedel hat einige Papierpuppen geschenkt bekommen, sich die Geschichten dazu erzählen lassen und diese aufgeschrieben. Papierpuppen mit eigenen Geschichten sind schon etwas ganz Besonderes. Außerdem gibt es selbst entworfene Papierpuppen aus den 50er-Jahren und eine Vielzahl schöner alter Anziehpuppen aus den 20er- bis 50er-Jahren, alte Käthe-KrusePapierpuppen mit ihren entsprechenden Originalen aus Stoff, so dass auch KätheKruse-Fans auf ihre Kosten kommen. Durch die geografische Lage haben die Sammlerinnen natürlich auch viele Anziehpuppen aus den nordischen Ländern zusammengetragen, wie z. B. aus Dänemark, die Bogen von Prinzessin Margarethe in den jeweiligen Landestrachten, aus Schweden Pippi Langstrumpf und aus Finnland verschiedene Trachtenpuppen. Die Künstlerpapierpuppe „Milena“ von Hildegard Günzel ist ebenso zu sehen, wie Papierpuppen zum Selbstausmalen. Telefon: 04826/8327

Parlophone Plattenlabel; Stadtmuseum Amberg

■ Die Schneeweiße Nivea, wer kennt sie nicht, die Hautcreme in der blauen Dose mit weißer Schrift? Ihr Name leitet sich vom lateinischen Adjektiv „niveus“ ab und bedeutet „die Schneeweiße“. Sie wurde 1911 entwickelt und mit diesem Namen rund um den Globus vermarktet. Ursprünglich kam die beliebte Fettcreme in einer mit Jugendstilranken geschmückten gelben Verpackung in den Handel. Erst 1925 trat sie erstmals in blauer Dose auf. Heute ist Nivea die größte Hautpflegemarke der Welt. Neben der Entwicklungsgeschichte der berühmten Cremedose zeigt die Ausstellung im Museum Zirndorf bis 15. September viele weitere Produkte und Originalverpackungen aus dem Hause Beiersdorf aus der Zeit von 1911 bis 1970. Seifen, Puder und Zahnpasta sowie Hautund Haaröle, Sonnenschutz- und Kinderpflegemittel gehören seit vielen Jahrzehnten zur Nivea-Produktpalette und spiegeln

Schnell umgezogen: Papierpuppen im Verein für Kultur und Geschichte von Hohenlockstedt e. V., Museum am Wasserturm 08 / 13


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BÜCHER

■ Ideengeber Stankowski-Stiftung (Hg.): Ob Kunst oder Design ist egal – nur gut muss es sein. Der Kreis um Anton Stankowski, Klappenbroschur, 159 Seiten, Abbildungen in Schwarzweiß und Farbe, avedition, Ludwigsburg, 2010, Preis: Euro 29,90. Es war ein illustrer Kreis, in dem sich Anton Stankowski (1906-1998) bewegte, zu diesem Schluss kommt der Leser bereits beim ersten Durchblättern, und das obwohl in dieser Publikation nur den wichtigsten Weggefährten jeweils eine Doppelseite gewidmet ist, mit einer Kurzbiografie und einigen Werkexemplaren. Dazugehört haben z.B. Max Burchart, einst Mitglied bei de Stijl und Professor an der Folkwangschule, der Schriftsteller Kurt Leonhard, der Bauhausschüler Josef Albers oder Otl Aicher, Mitbegründer der hfg, Hochschule für Gestaltung Ulm, denn sie alle waren/sind kreativ und in den Augen Stankowskis somit eindeutig künstlerisch tätig. Ob, und dass diese Tätigkeit gezielt zum Broterwerb diente, war für ihn irrelevant. Er unterschied nicht zwischen freier und angewandter Kunst. Für ihn gehörten sie zusammen und bildeten eine Einheit. Damit bezog er eine andere Position als beispielsweise sein Lehrer Max Burchart, dem die klassische Malkunst gänzlich uninteressant erschien. Ob Stankowski deshalb so erfolgreich war? „Maler verdient mit fünf Strichen 100.000 Mark“ kommentierte eine bestens bekannte Boulevardzeitung seinen Entwurf für das einprägsame Signet der Deutschen Bank. ISBN 978-3-89986-134-1

BÖRSEN/MESSEN/MÄRKTE

■ Furtwangen feiert Einst war Furtwangen eines der Zentren der Schwarzwälder Uhrmacherindustrie mit Firmen wie BADUF, LFS oder Union Clock um nur drei zu nennen. Und vor dieser Zeit waren viele Tüftler in ihren Werkstätten und Schwarzwaldhöfen zugange, um die weltbekannten Schwarzwälder Schilderuhren, Flötenuhren oder Kuckucksuhren anzufertigen. Heute zeugt Deutschlands größtes Uhrenmuseum mit vielen Exponaten von dieser einstmals glanzvollen Zeit. Doch einmal im Jahr erwacht die einstige Uhrenmetropole wieder zu neuem Leben.

Denn regelmäßig am letzten August-Wochenende, in diesem Jahr vom 23. bis 25., öffnet die Internationale Antik-Uhrenbörse in Furtwangen ihre Pforten. Und wie könnte es anders sein an historischem Ort, direkt neben dem deutschen Uhrenmuseum in den Räumen der Hochschule Furtwangen. Dann strömen mehrere tausend Besucher aus der ganzen Welt an diesem Wochenende nach Furtwangen, um das riesige Angebot an antiken Zeitmessern, Ersatzteilen, Literatur und Uhrenzubehör aller Art zu bestaunen, zu handeln und zu kaufen. Und dieses Angebot ist wahrhaft riesig! Nicht umsonst ist die Furtwanger AntikUhrenbörse die größte ihrer Art in Europa. Wer aber meint, dass hier nur Schwarzwälder Uhren gezeigt werden, täuscht sich. Die angebotenen Stücke umfassen die ganze Bandbreite an Zeitmessern aus vielen Epochen, Ländern und in allen Erhaltungsgraden. Hier kommen nicht nur die Tüftler und Bastler, sondern auch Sammler hochwertigster Uhren auf ihre Kosten. Und die Armband- und Taschenuhrenfreunde finden ebenfalls ein reichhaltiges Sortiment, denn in diesem Bereich hat sich das Angebot seit Jahren kontinuierlich erweitert. Händler und Sammler aus vielen europäischen Ländern bieten auf dieser internationalen Börse ihre Stücke an. Groß ist der Andrang besonders am Samstag, denn da findet traditionell noch einer der größten Flohmärkte in Südbaden mit mehr als 300 Ständen statt. Damit aber noch nicht genug: Gleichzeitig ist auch noch Stadtfest mit einem riesigen Angebot an jeder Menge Unterhaltung. Öffnungszeiten: Fr 12 bis 18 Uhr, Sa 9 bis 18 Uhr und So 10 bis 16 Uhr Internet: www.antik-uhrenboerse.eu

■ „1. Fernfahrt gelungen“

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Vielleicht hätte es der „Pferdelose Wagen" etwas schwerer gehabt, das Interesse der Menschen zu erwecken, wenn es damals nicht diese mutige Frau gegeben hätte, die mit dem Motorwagen ihres Mannes zur ersten Fernfahrt startete. Der Ausflug sollte nach Pforzheim zur Großmutter gehen. Das war vor 125 Jahren. Bertha Benz startete mit den Söhnen Eugen und Richard zur abenteuerlichsten Reise in der Automobilgeschichte. Das genaue Datum ist leider nicht überliefert. Bertha Benz erzählt später: „Es war an einem Tage im August, die Schulferien hatten gerade begonnen." Auch die genaue Strecke ist nicht überliefert. Hier berichtet sie später: „Wir sind entlang der Bahnlinie und an Wasserläufen gefahren". Und doch sind einige Details von dieser ersten Überlandfahrt der Automobilgeschichte erhalten geblieben. Mit dieser Fahrt war eine der grandiosesten Promotion-Fahrten der Automobilgeschichte gelungen und erste Käufer für das neue „Wunderfahrzeug ohne Pferde" stellten


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MAGAZIN 13 sich ein. Die rekonstruierte Strecke, auf der die historischen Fahrzeuge anlässlich der Bertha Benz Fahrt vom 9. bis 11. August fahren, beginnt auf den Mannheimer Planken. Hier werden sich die Oldtimer der Bevölkerung präsentieren. Die Fahrt führt dann von Mannheim zunächst nach Ladenburg. In Ladenburg werden die Fahrzeuge gegen 11 Uhr am Automuseum Dr. Carl Benz erwartet. Mit der alten Fähre werden die Teilnehmer von Ladenburg auf die andere Neckarseite übersetzen. An der Stadtapotheke in Wiesloch wird die überlieferte Tankzeremonie dargestellt. Über Bruchsal fährt das rollende Museum dann nach Pforzheim, wo die Schnauferl in der Fußgängerzone traditionell von einer begeisterten Menschenmenge bejubelt werden. Parallel dazu findet bis 18. August im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg die Ausstellung „30 Jahre Baby Benz“ statt. Telefon: 06203/181786

■ Neuer Markt in Kalkar Gerade am Niederrhein haben sich Märkte etabliert, die grenzüberschreitend große Käuferscharen aus Holland und Deutschland anziehen. Da passt es gut, dass das Wunderland Kalkar Anfang des Jahres eine Halle in Betrieb nahm, die mit 6000 qm Größe prädestiniert für Märkte ist. Zum ersten Mal präsentiert die Messe Kalkar zusammen mit dem Markt & Werbebüro Vogt und Jomo’s Modelleisenbahn + Spielzeug-Märkte am 10. und 11. August „diefloh“. Dabei werden Marktstände in der Länge von rund 1000 Tischmetern aufgebaut und diese an private und gewerbliche Anbieter vermietet. Angeboten werden Antik und Trödel, Schmuck, Schallplatten, CDs, Musikinstrumente, Modelleisenbahnen, Porzellan, Glas und Gemälde. Nicht zugelassen sind Neuwaren, Textilien etc. Telefon: 0281/89151 Internet: www.diefloh.de

Rummelplatz und kleinem Bierzelt bietet die Dult eine gemütliche Einstimmung auf die Wiesn. Die letzte Veranstaltung in diesem Jahr ist dann die Kirchweih-Dult vom 19. bis 27. Oktober. Telefon: 089/3514281

■ Nostalgica Das erfrischende Sommererlebnis für alle Sammler und Freunde von Antiquitäten, Raritäten und Kuriositäten, am 10. und 11. August in der Dortmunder Westfalenhalle, soll die lange Sommerpause bis zum nächsten Antik- & Sammlermarkt überbrücken. Rund 70 Händler präsentieren in der Konzerthalle 2 ihre Schätze. Und so haben die Besucher die Möglichkeit, entspannt und in Ruhe die wertvollen Unikate zu begutachten und auch käuflich zu erwerben. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr Telefon: 02304/9427911

■ Wenn Porzelliner feiern Traditionell am ersten Samstag im August, heuer am 3. des Monats, steigt in der oberfränkischen Porzellanstadt Selb wieder das „Fest der Porzelliner“ mit dem wohl längsten und größten Porzellanflohmarkt dieser Art in ganz Europa. Tausende von Sammlern und Liebhabern des „Weißen Goldes“ zieht es jedes Jahr an diesem Tag nach Selb, auf der Suche nach einem besonderen Schnäppchen bei einem der über 300 Anbieter auf dem Porzellanflohmarkt. Darüber hinaus werden beim Porzellinerfest an zahlreichen Ständen Informationen zum Thema Porzellan geboten. Absolut sehenswert ist die Ausstellung „Weißes Gold – Porzellan erleben“ im Rosenthal-Theater der Stadt. Dort zeigen die regionalen Porzellanfirmen und -manufakturen wieder ihre neuesten Produkte.

Daneben bietet das Porzellanikon, Europas größtes Spezialmuseum für Porzellan, an seinen beiden Standorten in Hohenberg/Eger und Selb einen faszinierenden Einblick in die Welt des „weißen Goldes“. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sowie der verkaufsoffene Sonntag, am 4. August, begleiten das Fest. Telefon: 09287/883118 Internet: www.selb.de/porzellinerfest

■ Pomade und Petticoats Wenn Petticoats rascheln, ein Hauch von Pomade in der Luft liegt und glänzend polierte Oldtimer die Augen zum Strahlen bringen, ist es wieder Zeit für das große 50er-70er-Jahre Festival im Kölner Rheinauhafen auf dem Elisabeth-Treskow-Platz. Am Wochenende 3. und 4. August lädt die Agentur Coelln Antik&Design die Besucher auf eine Zeitreise in die Swinging Fifties und die verrückten Seventies ein. Rund um den Bayenturm findet das große Oldtimertreffen statt. Der Nippes-RollerClub mit seinen Vesparollern veranstaltet eine Sternfahrt über Kölns Brücken, das Ziel ist das „50er-70er-Jahre Festival“ im Rheinauhafen. Rund 80 Händler bieten auf dem Elisabeth-Treskow-Platz ihre „Schätzchen“ zum Kauf an. Eine große Melitta- und Mickey-Mouse-Sammlung werden aufgelöst. Außerdem können die Besucher ihre Barbie-Puppen am Stand von Bettina Dorfmann, der weltgrößten Barbie-Puppen Sammlerin schätzen oder reparieren lassen. Ein weiterer Höhepunkt des Marktes ist der Stand eines Radiound Grammophonsammlers, der schon in zahlreichen Museen ausgestellt hat. Er bietet ausgefallene Kofferradios der Fifties zum Kauf an. Die Schallplattenhändler legen dabei gerne die eine oder andere Scheibe mit den Klassikern der 50er-70erJahre auf. Öffnungszeiten: Sa und So 11 bis 18 Uhr Telefon: 0177 8400782 Internet: www.50er-70er-festival.de

■ Auf geht’s zur Auer Dult Drei Veranstaltungen dieser Art gibt’s im Jahr, und schon steht die Jacobi-Dult vor der Tür, vom 27. Juli bis 4. August auf dem Münchner Mariahilfplatz. Auf über 700 Jahre kann die Dult stolz zurückblicken, beginnend im Jahr 1310 am Anger, dem heutigen St.-Jakobs-Platz. 1791 folgte die Verlegung in die Kaufinger- und Neuhauser Straße. Damals hatte die Dult die Bedeutung der heutigen Handwerksmesse. Nach mehrmaligem Ortswechsel fand sie ab 1905 am Mariahilfplatz in der Au ihren Sitz. In dem 1951 gegründeten Verband der „Gebrauchtwarenhändler in Bayern e.V.“ bieten 63 Tandler eine große Auswahl an Antiquitäten, Raritäten, Gebrauchtwaren, Büchern und Grafik. Mit

50er-70er-Jahre-Festival im Kölner Rheinau-Hafen 08 / 13


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WERBEKERAMIK MEISSEN KARL B. THOMAS

Werbegeschenke gehören schon lange zum guten Ton zwischen Herstellerfirmen und ihren Kunden. Dabei haben es die Firmen besonders leicht, bei denen das Werbeobjekt in der eigenen Produktion gefertigt werden kann und außerdem einen bleibenden Wert beim Kunden darstellt: Keramikfirmen können mit ihren Rohstoffen und Fertigungstechniken besonders langlebige Gegenstände herstellen, die über einen langen Zeitraum ihre Werbewirkung entfalten können: Dieser Beitrag widmet sich den Objekten der Meißner Kachelofen-, Fliesen- und Porzellanindustrie.

Abb. 1: Aschenbecher (MOP) mit der Inschrift „Meissner Schamotte-Kachel-Öfen", jeweils einfarbig glasiert Abb. 2: Aschenbecher (MOP) mit der Inschrift „Schamotte u. Neumarkt-Kachel-Öfen", links laufglasiert und rechts einfarbig blau Abb. 3: Der „amphibische" Aschenbecher (MOP) für die Fa. Kramer in Hannover seine Erfindung betrogen worden. Der schnelle wirtschaftliche Erfolg veranlasste den jüngeren Bruder Ernst Teichert (*1832) im Jahr 1868 zur Gründung einer eigenen Firma „Ofen- und Thonwarenfabrik" auf der anderen Elbseite in der damals noch selbstständigen Gemeinde Cölln. Beide Firmen bestanden in Privatregie bis 1872 und wurden dann unter Auszahlung der Eigentümer in Aktiengesellschaften umgewandelt. Von dieser Zeit an wurden die Firmennamen durch den Zusatz „vorm. Carl Teichert" bzw. „vorm. Ernst Teichert" erweitert. Der Firmengründer Carl Teichert war inzwischen 1871 infolge eines Unfalls bei Paris verstorben, während sein Bruder Ernst in der nunmehrigen AG noch bis 1873 als technischer Direktor tätig war und bis zu seinem Tod 1886 Mitglied des Aufsichtsrates

Teichert-Konzern In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann in Deutschland die industrielle Produktion von Ofenkacheln, bis dahin wurden die Kachelöfen lokal und handwerklich gefertigt. In Meißen, wo seit 1710 die Königliche Porzellanmanufaktur den keramischen Ton angab, entwickelte sich über mehr als ein Jahrhundert ein Zentrum der keramischen Industrie. 1863, also vor 150 Jahren, begründete der aus Schlesien 08 / 13

stammende Töpfermeister Carl Teichert (*1830) seine Kachelofenfabrik, die dank der Erfindung der „Patentkachel" schnell prosperierte. Diese Ofenkachel hatte den großen Vorteil, dass die Glasur bei den unvermeidbaren Temperaturunterschieden keine Risse zeigte. Der Erfinder und spätere Freund Gottfried Heinrich Melzer (1820-1867) konnte wegen seines frühen Todes den geschäftlichen Erfolg seiner Patentkachel nicht mehr erleben, ein Meißner Hobbyforscher neidet heute den Brüdern Teichert ihren wirtschaftlichen Aufstieg mit der Behauptung, Melzer wäre um


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blieb. Zu diesen beiden Teichert-Firmen kam 1884 die dritte Firma aus der Wurzel Teichert hinzu: Ernst Teichert gründete nach Ablauf des zehnjährigen Konkurrenzverbotes in Cölln eine Porzellanfabrik, die dann 1886 um die Sparte Ofenkacheln erweitert wurde. Erst 1896 wurden Fliesen hergestellt und 1910 kam die Produktion von baukeramischen Erzeugnissen dazu. Die Meißner Ofen- und Porzellanfabrik AG vorm C.Teichert (im weiteren abgekürzt als MOP) hatte seit 1880 Haushaltsporzellan und Zierkeramik im Programm, während die ursprünglich von Ernst Teichert gegründete, später als SOMAG firmierende Firma sich auf grobkeramische und farbig glasierte Produkte wie Ofenkacheln, Zierkeramiken (seit 1880) und Wandfliesen (seit 1895) beschränkte. 1925 wurde Heinrich Thein Leiter der Kunstabteilung, aus der auch heute noch bei Sammlern begehrte Figuren und Vasen kamen. Die

Abb. 4: Quadratischer Aschenbecher (MOP) mit zwei Doppelablagen Abb. 5: Quadratischer Aschenbecher (MOP) für die Fa. Beyer in Bitterfeld Abb. 6: Runder zweiteiliger „Skattischaschenbecher" (MOP) Abb. 7: Zwei runde Porzellanaschenbecher für die Firma „Haftmann Magenbitter" (MOP) in unterschiedlicher Höhe Abb. 8: Drei Porzellanaschenbecher (MOP) mit Firmenwerbung: hinten links für SULIMAZigaretten, vorn für Schweizer Stumpen Veit und hinten rechts für das Meißner Handelsgeschäft E.M.Schmidt SOMAG blieb bis zur nachkriegsbedingten Enteignung in der sowjetischen Besatzungszone 1946 mit ihrem Produktionsprofil immer selbstständig, die Ernst Teichert GmbH dagegen geriet nach dem Ersten Weltkrieg in wirtschaftliche Turbulenzen und wurde 1923 unter Beibehaltung des Firmennamens von der MOP übernommen. Der Konzentrationsprozess ging 1925 mit dem Kauf der erst 1923 eröffneten Porzellanfabrik Stockhardt & SchmidtEckert (aus Bayern stammend) und 1929 der Cölln-Meissner Ofenfabrik SAXONIA GmbH weiter. Die nun aus der Mutterfirma und den Töchtern bestehende Fabrik gab sich ab 1934 den Namen Teichert-Werke, auch gelegentlich als Teichert-Konzern bezeichnet. In allen diesen genannten Betrieben wurden Werbeartikel produziert: Aschenbecher, Briefbeschwerer, Briefständer, Buchstützen, Schreib- und Tintenzeuge, Visitenkartenschalen, Spardosen und Wandschmuck. Diese Gegenstände trugen von außen deutlich sichtbar eine Firmeninschrift, wobei zu unterscheiden ist zwischen Eigen- und Fremdwerbung. Unter Fremdwerbung sind alle Objekte zu verstehen, die von den Meißner Keramikfirmen im Auftrag und mit einer speziellen Beschriftung des Kundenunternehmens versehen produziert wurden. Auftraggeber waren eigenständige Ofensetzer sowie der Baustoff- und Fliesenhandel in ganz Deutschland. Das sind dann heute die noch einzigen existieren08 / 13


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lich keine Privatsammler von kompletten Kachelöfen gibt, hat man doch die Möglichkeit, sich an den vielfältigen farbenfrohen Glasuren im Kleinen zu erfreuen.

Aschenbecher Aus der Firma MOP gibt es einen sehr häufig vorkommenden Aschenbecher, der eine auffällige Form aufweist. Er besteht aus einer Kugelkalotte von 17 cm Durchmesser und 8 cm Höhe und weist ein Gewicht von um die 750 Gramm auf. Auf dem Rand sind drei halbzylindrische Aussparungen zur Ablage der Zigaretten eingearbeitet. Die drei Füße werden gebildet von unterschiedlichen fischähnlichen Tierdarstellungen (Abb. 1/2). Die Außenseite ist senkrecht gereift und hat oben unter dem Beschriftungsrand einen umlaufenden Eierstab. Der Beschriftungsrand ist durch die Zigarettenablagen unterbrochen und zeigt einen dreiteiligen Text. Zwei Teile sind bei allen Modellen gleich: „Meissner Ofenfabrik vorm. C.Teichert" / „Porzellan * Hartsteingut-Wandplatten", sie nennen die Firma und das Produktionsspektrum. Im dritten Teil mit entweder „Meissner Schamotte-Kachel-Öfen" (Abb. 1) oder „Schamotte u. Neumarkt-Kachel-Öfen" (Abb. 2) wird eine Innovation bei der Ofenkachelproduktion deutlich, denn 1915 erfolgte eine Patentanmeldung der maßgenauen trockengepressten „Neumarktkachel". Somit kann man schlussfolgern, dass die Aschenbecher der Abb. 1 vor 1915 und die der Abb. 2 nach 1915 in Produktion waren. Durch die dauernde Präsenz als Blickfang im Kundenhaushalt entfaltete sich eine hervorragende Reklamewirkung. Dazu kommt, dass die verwendeten Glasuren denen der im Programm befindlichen Ofenkacheln entsprechen. Neben den

Abb. 9: Zwei runde Aschenbecher (E.T.) mit Reliefschrift Abb. 10: Runder Aschenbecher (E.T.) mit gefräster Beschriftung Abb. 11: Runder höherer Aschenbecher (E.T.) mit Hinweis auf das Lager in Dresden Abb. 12: Zwei Aschenbecher (blau und gelb) mit Dachsfigur (E.T.) für Taxis-Baustoffhandel Stuttgart von vorn und von hinten Abb. 13: Reklamemarke 1913 aus Anlass eines errungenen Staatspreises Abb. 14: Kombinationsmodell (Aschenbecher und Stiftablage) der Teichert-Werke den Zeugnisse von längst verschwundenen Handwerks- und Handelsbetrieben und schon deshalb bewahrenswert und sammelwürdig. Der besondere Reiz dieser Werbekeramiken besteht darin, dass 08 / 13

sie die Formensprache der 20er- und 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts aufweisen und in der Oberfläche so glasiert sind, wie es die Ofenkacheln und Wandfliesen gewesen sind. Da es wahrschein-


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Abb. 15: Runder SOMAG-Aschenbecher mit brauner Glasur für die Fa. K. Weiss in Meinersdorf Abb. 16: Runder SOMAG-Aschenbecher mit hellgelber Glasur für die Fa. A. Thiele in Eberswalde Abb. 17: Runder SAXONIA-Aschenbecher mit Reklame für Feuerfestgeschirr Abb. 18: Reklamemarken der SAXONIA für Feuerfestgeschirr Abb. 19: Fünfeckiger SAXONIA-Aschenbecher mit Eulenfigur einfarbigen Glasuren gibt es auch noch die aufwändigen Laufglasuren, bei denen auf einer farbigen Grundglasur eine andersfarbige Glasur teilweise aufgeschmolzen wird, die Abb. 2 zeigt davon ein Beispiel. Dieser Aschenbechertyp wurde nach Wunsch auch mit einer Kundenbezeichnung versehen, wobei der Hinweis auf die herstellende Firma MOP fehlt, aber infolge der zweifelsfrei gleichen Form als dort hergestellt identifiziert ist. Ein Beispiel kann hier gezeigt werden (Abb. 3). Er trägt die Inschrift: „Heinrich Kramer Hannover" / „Fernruf West 4487" / „Kachelöfen". Weitere „Fremdascher" sind bekannt und werden gelegentlich auf dem Antiquitätenmarkt angeboten. Ein quadratisches

Aschenbechermodell (15,5 x 15,5 cm und 5 cm hoch) gibt es ohne äußere Beschriftung und ist von der Firma MOP in den Handel gegeben worden, in gleicher Formgestaltung erscheint es als Reklameartikel mit einer großen umlaufenden Reliefschrift: „MEISSNER-OFEN u" / „PORZELLAN-FABRIK" / „vorm. C.TEICHERT" / „* MEISSEN * ", hier vorhanden mit einer grün und blau marmorierten Glasur (Abb. 4). Das gleiche Modell mit hellbrauner Glasur gibt es auch im Kundenauftrag (Abb. 5): „Richard Beyer" / „Töpfermeister" / „Bitterfeld" / „Burgstr. 15 Ruf. 2377". Ein besonders schönes und aufwändig gestaltetes Stück ist ein zweiteiliger Aschenbecher, bestehend aus einem zylinderförmigen Unterteil (Durchmesser 13,5 cm und 6 cm hoch) sowie einem kuppelförmigen Aufsatz, der vier Öffnungen mit Zigarrenablagen hat und als obere Handhabe mit der Figur der Helmbekrönung des Meißner Stadtwappens verziert ist (Abb. 6). Die Umschrift am oberen Rand des Unterteils lautet: „MEISSNER OFEN u PORZELLANFABRIK vorm C.TEICHERT *" Die vier Zigarrenablagen deuten darauf hin, dass der Aschenbecher in die Tischmitte einer Skatrunde gehört haben könnte. Die Gesamthöhe des Aschers beträgt 22 cm und er ist laufglasiert. Nur durch beide Teile erschließt sich die Funktion, beim Unterteil allein käme man nie auf einen Aschenbecher. Alle bisher besprochenen Aschenbecher sind aus Steingut bzw. Ofenton gefertigt. Aber es wurden auch Aschenbecher als Reklamenartikel für Zigaretten- und Spirituosenfirmen sowie Handelsgeschäfte aus Porzellan hergestellt. Die runden und ovalen Aschenbecher bestehen aus weiß glasiertem Porzellan mit einer Beschriftung in Aufglasur, so dass dieselbe bei häufigem Gebrauch hin und wieder nur ahnungsweise zu lesen ist (Abb. 7/8). Die Aschenbecher waren mit dem Firmenzei-

chen der Domtürme in Unterglasur versehen, auf Vorrat produziert und nach Bedarf mit der Kundenbeschriftung versehen. Von der Firma Ernst Teichert GmbH sind zwei runde Typen mit Eigenreklame und ein Modell mit der figürlichen Darstellung eines Dachses für eine schwäbische Baustofffirma bekannt. Das eine runde Modell (blau bzw. grün glasiert, Abb. 9) trägt zwischen den drei Ablagen die erhaben geprägte Schrift: „ERNST TEICHERT GmbH / BAUKERAMIK / MEISSEN”. Das gleiche Modell (Durchmesser 18,5 cm und 5 cm hoch) könnte es ohne Beschriftung für den Handel gegeben haben, denn bei einem erhalten gebliebenen Exemplar mit dunkelblauer Glasur ist die Beschriftung: „ERNST TEICHERT / G.m.b.H / München” eingefräst, also nicht ursprünglich zu Werbezwecken hergestellt (Abb. 10). Ein ebenfalls rundes Modell in einer geringfügig größeren Höhe mit grüner Glasur weist auf ein Firmenlager in Dresden hin (Abb. 11). Die heute noch bestehende Baustoffhandelsfirma Taxis in Stuttgart-Feuerbach ließ für sich in den 30er-Jahren ein aufwändiges Modell mit einer Dachsfigur (Durchmesser 18,5 cm und 5 cm hoch ohne Figur) in verschiedenen Farbglasuren produzieren (Abb. 12) mit der erhaben geprägten Inschrift zwischen den drei Ablagen: „HEINR.TAXIS" / „STUTTGART" / „BAUMATERIALIENGROSSHANDLUNG" (blaue Ausführung) und: „H.TAXIS" / „FEUERBACH" / „BAUSTOFFE UND SANITÄR" (gelbe Ausführung). Die Produktionsfirma E.Teichert ist kenntlich durch eine unterseitige Firmenmarke. Aus besonderen Anlässen, wie z.B. die Erringung eines Staatspreises vor genau 100 Jahren, wurden Reklamemarken im übergroßen Briefmarkenformat verwendet (Abb. 13), die dann neben der notwendigen Frankatur auf Umschläge der Geschäftspost geklebt wurden. Von den Teichert-Werken (so rückseitig beschriftet) gibt es ein kleines


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KERAMIK 18 Exemplar (12,5 x 9,5 cm und 3,5 cm hoch), das sowohl als kleiner Aschenbecher mit zwei Zigarettenablagen als auch mit einer vorderseitigen Stiftablage versehen ist (Abb. 14). Von der Glasur her ist zu vermuten, dass die Herstellung in der inzwischen zum Konzern gehörenden Tochterfirma Ernst Teichert erfolgte. Auch die selbstständig gebliebene Firma SOMAG belieferte ihre Kunden mit Reklame-

Abb. 20: Runder SAXONIA-Aschenbecher der Fa. Marahens in Emden mit drei figürlich verzierten Kartuschen; die drei Kartuschen im Detail Abb. 21: Getreppter quadratischer SAXONIAAschenbecher für die WASMUTH AG in Berlin Abb. 22: Runder Aschenbecher aus „Meissner Material" der Ofenfabrik in Nerchau (mit Marke) aschenbechern. So sind bisher zwei verschiedene runde Modelle bekannt. Ein braun glasierter runder Aschenbecher (Abb. 15) mit vier Zigarrenablagen (Durchmesser 20 cm und 8 cm hoch) hatte das „Meißner Ofen. u." / „Wandplattengeschäft." / „Karl Weiss." / „Meinersdorf." (so die vierteilige Reliefschrift in der Außenwand) in Auftrag gegeben. Ein weiteres hellgelb glasiertes Modell (Durchmesser 21 cm und 5 cm hoch) war für die Wandplattenfirma Adolf Thiele in Eberswalde bestimmt (Abb. 16), die zusätzliche Beschriftung „SOMAG" könnte darauf hinweisen, dass es sich hier um eine Werksvertretung gehandelt haben könnte. Die seit 1929 ebenfalls zum Firmenverbund gehörende SAXONIA ist hier mit vier Aschenbechermodellen vertreten, wobei ein Stück aus der Zeit der Firmenselbstständigkeit vor 1920 stammt. In diesen

Jahren produzierte die Firma neben Ofenkacheln feuerfestes Tongeschirr, darauf weist die Beschriftung hin (Abb. 17). Der runde hellblau glasierte Aschenbecher mit drei Ablagen (Durchmesser 17 cm, 6 cm hoch und auf drei kleinen runden Füßen stehend) hat die geteilte erhabene Schrift: „OFENFABRIK-SAXONIA-MEISSEN" / „ÖFEN-WANDPLATTEN-BAUKERAMIK" / „FEUERFESTES-TONKOCHGESCHIRR". Eine weitere Form der Werbung sind Reklame- und Verschlussmarken wie z.B. Abb. 18 von der Firma Saxonia, hier für das feuerfeste Tongeschirr. Eine eigenwillige Form hat der fünfeckige Aschenbecher mit einer Eulendarstellung (Figurenhöhe 10 cm) auf einem Sockel und drei Zigarettenablagen (Abb. 19). Die Reklamefähigkeit ist nur bedingt gegeben, weil der Firmenhinweis „Ofenfabrik-Saxonia-Meissen" rückseitig angebracht ist. Im Gegensatz zu einem runden Modell ist nur eine frontale Aufstellung sinnvoll. Deshalb ist es auch möglich, dass dieses Modell ganz normal gehandelt wurde. Neben der Eulenfigur ist auch ein Exemplar mit einem Eichhörnchen bekannt. Ein runder Aschenbecher (Durchmesser 21 cm und 6 cm hoch, Firmenbezeichnung auf der Unterseite) mit drei Kartuschen, die als bildliche Darstellung eine Fliesenwand, einen Kachelofen und figürlich verzierten Brunnen zeigen, wurde für einen Kunden gefertigt: „August Marahens" / „Ofenbau-

u. Fliesengeschäft" / „Emden Fernr. 3275" (Abb. 20). Die drei Kartuschen sind dem Grundriss des Eulenaschers sehr ähnlich und hier als Detail abgebildet. Ein von der Form interessanter Ascher (Abb. 21) ist fast quadratisch (13 x 13,5 cm) gestaltet und hat eine dreifache Abtreppung mit je drei Ablagen auf der vorderen 3 cm hohen und hinteren 7 cm hohen Längsseite. Die Oberfläche des braunen Scherbens besteht aus einer grünen Grundglasur mit einer hellbraunen Laufglasur. Der Kunde war die Friedr. Wasmuth AG, die mit keramischen Baustoffen handelte. Der Herstellername SAXONIA ist ebenso wie beim vorhergehenden Stück nur unterseitig angebracht. Zwar nicht von einer Meißner Firma stammend, aber doch mit Meißen verbunden ist der Aschenbecher der Ofenfabrik in Nerchau bei Grimma (Abb. 22). Dieser runde Ascher (Durchmesser 12,5 cm und 3,5 cm hoch) ist, so wie auch die dort hergestellten Kachelöfen, aus „Meissner Material" gefertigt, was nichts weiter heißt, als dass diese Firma wie auch viele andere aus der näheren und weiteren Umgebung Meißens ihren Rohstoff von dort bezogen und diese Tatsache verkaufsfördernd durch eine entsprechende Markierung dokumentierten. Aus einem solchen Stempel (ohne Firmenhinweis) wird heute im Antiquitätenhandel immer wieder fälschlich geschlossen, dass es sich um ein Produkt aus Meißen handelt.


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Abb. 23: Zwei Briefbeschwerer (MOP) mit einem vollplastischen Fuchs Abb. 24: Werbeplatte (MOP) als Briefbeschwerer mit einem Töpfer bei der Arbeit Abb. 25: Schreibgarnitur (MOP) in unterschiedlichen Glasuren: oben von vorn und unten von hinten mit der Firmeninschrift Abb. 26: Federschale mit integriertem Tintenfass des Teichert-Konzerns Abb. 27: Briefständer (Teichert-Werke), vorn ein Schornsteinfeger und hinten alle verwendeten Fabrikmarken der Firmenteile Abb. 28: Briefständer (Teichert-Werke) mit Kundenbeschriftung: links „Meissner Blechindustrie Werke", rechts „Seeligs Fliesengeschäft" in Halle/Saale Schwarz) und sowohl mit Eigen- als auch mit Firmenwerbung. Die Exemplare mit Eigenwerbung (Abb. 27) haben auf der Rückseite alle in dieser Zeit verwendeten Fabrikmarken sowohl der Zentrale als auch der drei Teilfirmen abgebildet. Zwei Beispiele für Kundenfirmen (Abb. 28) gibt

Schreibtischobjekte Für den Kundenschreibtisch sorgten vor allem die Firmen MOP und SOMAG. Von ersterer ist ein Briefbeschwerer mit einer vollplastischen Darstellung eines Fuchses bekannt (22,5 cm lang und 6 cm hoch), gefertigt Ende der 20er-Jahre aus dem braunen „Böttgersteinzeug" (so die geschützte Bezeichnung der Staatl. Porzellanmanufaktur). Dieses Modell gibt es auch in Porzellan zur Jahrtausendfeier 1929 (Abb. 23). Eine als Briefbeschwerer verwendbare Platte (13 x 7,5 cm) ist grün glasiert und zeigt in halbplastischer Form einen jungen Porzellandreher bei der Anfertigung einer hohen Vase (Abb. 24). Eine aufwändig gestaltete Schreibgarnitur (Abb. 25) besteht aus einem großen (28 x 14,5 cm), mit vier

Stiftablagen getreppten Zentralkörper, der oben zwei gedeckelte Tintenfässer und vorn eine Stiftablage aufweist. Die Firmenbeschriftung befindet sich auf der Rückseite und der Oberseite einer dazu gehörenden Löschwiege. Sie ist ohne Vorrichtung zur Löschpapierbefestigung, d.h., man legte ein Blatt Löschpapier auf die frische Tintenschrift und ging dann mit der Wiege darüber. Die verschiedenen Glasuren (hier in Gelb und Olivgrün) orientierten sich wiederum an den aktuellen Ofenkacheln. Aus der Zeit nach 1930 als Teichert-Werke ist eine Stiftschale mit seitlich angebrachtem Tintenfass (29 cm lang, 8 cm breit und mit Deckel 11 cm hoch) bekannt (Abb. 26), weiterhin ein Briefständermodell (19,5 x 9 cm und 17 cm hoch) mit einer halbplastischen Schornsteinfegerdarstellung in unterschiedlicher Glasur (bekannt in Hellbraun, Beige, Grün und


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es mit vierzeiliger Aufschrift von „Seeligs Fliesengeschäft" / „Wand und Fussboden" / „Fassaden & Baukeramik" / „Halle a/S Tel 32037" sowie mit dreizeiliger Aufschrift und einem Fabrikwappen der „Meissner Blechindustrie Werke" / „Aktiengesellschaft" / „Meissen". Vom Teilwerk E. Teichert stammen Federschalen mit der Dachsfigur, sowohl mit voller Firmenbeschriftung der Taxis-Baustoffhandlung (Abb. 29 rechts) als auch mit einer neu-

Schreibzeug (24 x 12 cm) mit aufwändig gestalteten Längsfronten (Abb.32), in der Mitte eine Kartusche, die die hauptsächlich auf Fliesen und Ofenkacheln verwendete Firmenmarke zeigt. Die Beschriftung längs lautet: „SÄCHSISCHE OFENFABRIK" / „SOMAG MEISSEN", und an den Schmalseiten: „WANDPLATTEN" / „KACHELOEFEN". Eine kleine (10 x 10 cm und 6,5 cm hoch) Stiftablage (Abb. 33) gibt insofern ein Rätsel auf, wofür der innere

tralen Frontseite für die Eigenwerbung (Abb. 29 links). Hier abgebildet ist die Rückseite. Auch die Firma SOMAG sorgte mit Briefbeschwerern, Stiftablagen und Visitenkartenschalen für Kundenaufmerksamkeit. Ein Briefbeschwerer (17 x 8,5 cm und 14 cm hoch) ist die vollplastische Darstellung einer ägyptischen Sphinx (Abb. 30) mit einer Sockelinschrift und wegen der massiven Ausführung von 740 Gramm gut zum Fixieren loser Papierstapel geeignet. Analog zur Konkurrenzfirma MOP gibt es ebenfalls eine Platte in Olivgrün (13,5 x 8 cm), die den Firmennamen in einem Traubenkranz (Abb. 31) zeigt. Zur Ablage von fünf Stiften und Federhaltern diente das

Hohlraum hätte dienen können. Wahrscheinlich war er für die Aufbewahrung von Visitenkarten oder Notizzetteln gedacht. Die SOMAG hatte das Exemplar für die Firma Waldemar Zanetti in Meinigen hergestellt. Nur von der Firma SOMAG sind bisher Visitenkartenschalen (zwischen 14,5 und 15,5 cm lang und zwischen 9 und 12 cm tief) zu Werbezwecken überliefert, immer wieder auch in Katalogen und wissenschaftlichen Abhandlungen fälschlich als Aschenbecher bezeichnet, dafür fehlen aber die Zigarettenablagen an den Rändern. Diese Visitenkartenschalen sind regelmäßig mit einer vollplastischen Kachelofendarstellung (Ofenhöhen 11 bzw. 12 cm) versehen, neben

den Exemplaren mit der eigenen Firmenbeschriftung (Abb. 34) gibt es auch solche für Kunden. Das hier verfügbare Stück (Abb. 35) hatte die Berliner Ofenbaufirma Ernst Simon anfertigen lassen. Die hier vorgestellten Werbeobjekte zeigen die deutschlandweiten Geschäftsbeziehungen der Meißner Teichert-Firmen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Abb. 29: Federschalen der Fa. Taxis (rechts, von vorn) und der Eigenwerbung (links, von hinten) Abb. 30: Briefbeschwerer (Somag) als altägyptische Sphinx Abb. 31: Werbeplatte (Somag) als Briefbeschwerer Abb. 32: Stiftablage (Somag) mit Firmenmarke Abb. 33: Stiftablage (Somag) mit Notizzettelbox für Fa. Zanetti in Meinigen Abb. 34: Visitenkartenschalen (Somag) mit Kachelofenmodellen in Eigenwerbung


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Stuttgart im Südwesten über Halle und Hannover sowie Eberswalde im Osten bis nach Emden im Norden. Nicht von einer Teichert-Firma stammt ein Briefbeschwerer (Abb. 36) aus grobkeramischem Material mit der vollplastischen Darstellung eines liegenden Löwen auf einer Plinthe (12,5 x 10 cm und 6,5 cm hoch). Er kam aus dem Kollrepp-Werk, das seit 1861 feuerfeste und grobkeramische Produkte herstellte, aber im Jahr 1912 in Konkurs ging. Auf diesem Werksgelände entstand 1923 die Filiale der Kronacher Porzellanfabrik Stockhardt & Schmidt-Eckert, aber bereits 1925 verkaufte das Unternehmen diesen Filialbetrieb an die MOP.

Figürliche & plastische Objekte Das schwere keramische Material für die Ofenkacheln eignete sich besonders gut für Buchstützen, da sie weniger schnell wegrutschten als die üblichen Stützen aus Holz. Ofenbauer und Fliesenhändler konnten damit auf ihren Büroschreibtischen die entsprechenden Kataloge für die Endkunden bereithalten. Diese Buchstützen sind bisher nur von der Firma E. Teichert überliefert. Es gibt sie einmal mit einem Pony und verschieden beschrifteter Rückseite. Während die einfarbig glasierte Stütze (Abb. 37) auf der Rückseite nur eine kleine gepresste Firmenmarke trägt, ist die

Abb. 35: Visitenkartenschale (Somag) mit Kachelofenmodell für die Fa. Simon in Berlin Abb. 36: Briefbeschwerer aus Grobkeramik (Kollrepp-Werk) mit Löwendarstellung Abb. 37: Buchstützenpaar (E.T.) mit Ponydarstellung, rückseitig ein üblicher Firmenstempel Abb. 38: Einzelne Buchstütze (E.T.) mit Ponydarstellung und rückseitiger Werbebeschriftung Abb. 39: Einzelne Buchstütze und Buchstützenpaar (E.T.) mit sitzendem Orientalen (Entwurf Oskar Burkhardt) und rückseitiger Werbebeschriftung Abb. 40: Buchstützenpaar (E.T.) mit sitzendem Orientalen (Entwurf Oskar Burkhardt) und rückseitiger Werbebeschriftung, Platten sind gestuft Abb. 41: Einzelne Buchstütze (E.T.) mit Darstellung eines Fliesenlegers Rückseite (15 cm hoch und 13,5 cm breit) bei dem farbig staffierten Pony (Abb. 38) in einer großen Schrift mit Firmennamen und Produktionsspektrum komplett ausgefüllt. Eine weitere figürliche Darstellung 08 / 13


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zeigt einen kleinen sitzenden Orientalen mit Turban (Entwurf Oskar Burkhardt) in unterschiedlicher farblicher Glasur (Abb. 39/40). Die Rückseite entspricht der der Ponystütze. Grund- und Rückenplatte sind entweder mit Abtreppung oder mit vollen Ecken ausgeführt. Die Stütze der Abb. 37 ist vermutlich für den Verkauf produziert worden, ebenso wie die größere Buchstütze (12 x 9,5 cm und 21,5 cm hoch) mit 08 / 13

der Darstellung eines Fliesenlegers bei der Arbeit (Abb. 41). Auf der Rückseite ist nur eine kleine eingepresste Fabrikmarke („Ernst Teichert MEISSEN") vorhanden. Neben diesen drei Figuren gibt es mindestens noch eine Buchstütze mit einem Bandoneon-Spieler vor einem Kachelofen, abgebildet auf dem Titel der „Schriftenreihe Heft 1" (1998) des Stadtmuseums Meißen. Bei vielen Firmen ist es Tradition, zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Geschenke an die Kunden zu verteilen. Dazu gehört sicherlich ein Wandteller von 1932 der Teichert-Werke mit einem Bild von der Meißner Frauenkirche mit einem Weihnachtsbaum (Abb. 42). Hergestellt im Betriebsteil MOP (entsprechend der vorhandenen Ovalmarke), trägt er eine auffällig große Rückseitenbeschriftung „TeichertWerke Meissen". Nicht für die Wand, aber wegen der Abbildung eines Zylinders an Silvester erinnernd, diente ein Kannenuntersetzer (15 x 15 cm) vermutlich als Kundengeschenk der Firma „H.STOLLBERG / ERFURT" (Abb. 43). Diese Art von Untersetzern mit floralen und abstrakten Motiven findet sich heute noch häufig im Antikhandel. Eine 1922 zum 50. Firmenjubiläum der Aktiengesellschaft herausgegebene Medaille (Durchmesser 5 cm) ist vermutlich in einer höheren Auflage gemacht und an die Firmenkunden verschenkt worden (Abb. 44). Derartige Medaillen aus gleichem Material sind zu unterschiedlichen Anlässen in der Staatlichen Porzellanmanufaktur hergestellt worden, insofern hat die Teichert-Medaille einen größeren Seltenheitswert. Bei der Firma SOMAG hatten die Jahresendgaben die rückseitige Beschriftung „gewidmet von P. Blume", das war der Vorstandsvorsitzende der AG. Ebenfalls zum Weihnachtsfest 1932 (Abb. 45) gab es den Wandteller (Durchmesser 20 cm) mit reliefverzierten Glocken im Strahlenkranz. Einen zeitlich nicht exakt einzuordnenden Wandschmuck (Durchmesser 23 cm) mit Maria und Jesuskind (Abb. 46) gestaltete und signierte der Leiter der Kunstabteilung Heinrich Thein, auch hier mit dem Hinweis auf den AG-Vorstand. Zum Abschluss soll noch die Figur eines sitzenden Schäferhundes (gleiche Form in Porzellan von MOP) vorgestellt werden (Abb. 47), von der nicht klar ist, ob es sich bei der Plinthenumschrift („Ostern 32" / „Bitterfeld" / „F.Biffar") um eine Firmenbezeichnung oder um eine Privatanfertigung eines Betriebsangehörigen handelt. Die Ausführung ist aus braunem Ofenton und damit

Abb. 42: Wandteller zu Weihnachten 1932 der Teichert-Werke Abb. 43: Quadratischer Kannenuntersetzer (MOP) für Fa. H.Stollberg in Erfurt Abb. 44: Erinnerungsmedaille (MOP) zum 50. Gründungsjubiläum der AG 1922 Abb. 45: Wandteller mit läutenden Glocken zu Weihnachten 1932 von der Somag AG Abb. 46: Wandteller mit Maria und Jesuskind von der Somag AG Abb. 47: Schäferhundfigur (MOP) aus Ofenton für F. Biffar in Bitterfeld Ostern 1932 ein sonst nicht für Figuren verwendetes Material. Vielleicht gibt es eine Auflösung durch einen Leser. Zusammenfassend werden hier Zeitdokumente gezeigt, die die Bedeutung der privaten Meißner Keramikindustrie sowohl für die Stadt Meißen als auch für die Verbreitung der Meißner Keramik in ganz Deutschland bis zur Zeitenwende 1945 dokumentieren. Dem Stadtmuseum Meißen ist es zu danken, dass es regelmäßig zu entsprechenden Jubiläumsanlässen, so wie diesjährig der Begründung der Ofenfabrikation durch Carl Teichert vor 150 Jahren, Ausstellungen zu diesem Thema durchführt und dadurch die Erinnerung befördert. Fotos: Karl B. Thomas


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■ Wie viele andere, zur einmaligen Verwendung gedachte Verbrauchsartikel landen auch die meisten Servietten wahrscheinlich in der Mülltonne. Doch manchmal werden sie auch sorgsam aufbewahrt, vielleicht wegen einer besonders interessanten Gestaltung, als Reisemitbringsel oder zur Erinnerung an einen gelungenen Abend im Restaurant. So entstehen oft ungeplant und ohne finanziellen Aufwand Sammlungen, die dann geordnet, vielleicht spezialisiert und erweitert werden. Schon bald folgt die Suche nach Gleichgesinnten, die ebenfalls ihre Objekte präsentieren möchten oder Tauschgelegenheiten suchen. Für Serviettensammler bietet das Internet dafür ideale Voraussetzungen. Mit großem Fleiß erstellte Bilderfluten sind dort zu sehen, Informationen allerdings nur spärlich vorhanden.

SERVIETTEN

■ Serviettentausch Sortiert nach Motiven, Herstellern, Größen und Designern werden hier in mehreren Galerien mit guten Bildern und einigen Informationen unzählige Servietten präsentiert. Dazu ist eine umfassende und ebenfalls bebilderte Tauschliste vorhanden. www.servietten-tausch.at

stellt und für ältere Stücke sind eigene Bildergalerien vorhanden. Dazu kommen Größenangaben und in vielen Fällen auch Hinweise auf die Hersteller. www.susaweb.de/sammelservietten/sammelservietten.htm

■ Meine Servietten Mit über 7.000 Servietten in 20 Hauptkategorien erfordert die Betrachtung dieser Sammlung schon einige Zeit, zumal die Bilder auch noch in verschiedenen Größen zur Verfügung stehen. Eine Suchfunktion ermöglicht allerdings das rasche Auffinden bestimmter Motive. Die umfangreiche Angebotsliste ist ebenfalls bebildert. www.meine-servietten.de

■ Serviettenstube Eine in 13 Jahren gewachsene Sammlung mit rund 5.700 Exemplaren wird hier in über 20 Kategorien mit schönem Bildmaterial, einigen persönlichen Anmerkun-

gen und Tauschinformationen vorgestellt. www.serviettenstube.de

■ Serviettenparadies In einem Dutzend Hauptkategorien mit zahlreichen Unterkategorien werden reichlich Servietten als Thumbnails und im Großformat vorgestellt. Tauschmöglichkeiten sind auch vorhanden. www.helgas-serviettenparadies.de

■ Serviettenportal Auf dieser Portalseite präsentieren mehrere Sammlerinnen ihre nach unterschiedlichen Kriterien geordneten Kollektionen sowie Tauschobjekte und Gesuche. Insgesamt werden über 10.000 Servietten abgebildet. www.serviettenportal.de

■ Serviettensammlung In 20 Kategorien werden hier mit gutem Bildmaterial über 1.000 Servietten vorgestellt. Viele davon stehen auch als Tauschobjekt zur Verfügung. www.serviettensammlung.at

■ Sammelservietten In über 30 und noch mehrfach unterteilten Hauptkategorien werden mit kleinformatigen Bildern unzählige Servietten vorge08 / 13


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TECHNIK 24 Mit dem „Modell 10" (1908, Typenhebelprinzip) hatte Remington eine Schreibmaschine entwickelt, die eine sofortige Sicht auf den geschriebenen Text ermöglichte

HISTORISCHE BÜROTECHNIK / 1 REINHARD WYLEGALLA

Selbst astronomische Abwrackprämien hätten Ludwig Albert („Lutz") Kaufmann (19372011) nie und nimmer verlocken können, alte Büromaschinen zu verschrotten. Jedes Mal, wenn der Handwerksmeister für Bürotechnik eine neue Schreib- oder Rechenmaschine verkaufte und der Kunde ihm den ausgemusterten Vorgänger überließ, schlug sein Herz höher. Nach Geschäftsschluss saß dann der Tüftler oft bis in die späte Nacht in seiner Werkstatt, bis er die historische Maschine wieder flott gemacht und auf Hochglanz poliert hatte. So entstand im Verlauf eines langen Berufslebens eine Sammlung mit größtenteils noch funktionsfähigen Belegstücken, die die Bürogeschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit dokumentieren.

Schwerpunkt Schreibmaschinen 2001 gründete der Handwerksmeister in seinem letzten Wohnsitz Naunhof bei Leipzig mit Unterstützung der Kommune und des Vereins „Museum für historische Bürotechnik Naunhof e.V." eine Schausammlung, in der mittlerweile 450 von ins-

gesamt über 2.500 Büromaschinen zu sehen sind. Neben Schreibmaschinen als Schwerpunkt werden Rechen- und Fakturiermaschinen, Registrierkassen, Frankiermaschinen sowie Diktier-, Kommunikations- und Kopiertechnik gezeigt. Angesichts der Vielfalt ist das Museum eine von nur wenigen Einrichtungen, die historische Bürotechnik in ihrer gesamten Bandbreite unter einem Dach präsentieren.

Die älteste Schreibmaschine der Sammlung ist eine „Remington Modell 7". Diese Baureihe wurde 1896 als letzte Generation mit kreisrundem Typenkorb und Unteraufschlag hergestellt. Die Typen schlagen von unten auf das Papier und das Geschriebene wird erst sichtbar, wenn man den Walzenteil aufklappt oder nachdem genügend Zeilen geschrieben worden sind und der Bogen oben herauskommt. Obwohl die vermutlich „vollkommenste" Unteraufschlagmaschine längst durch modernere Typen mit Oberaufschlag verdrängt worden war, tippte Charmian Kittredge London (*1871), Schriftstellerin und zweite Ehefrau des amerikanischen Schriftstellers Jack London, ihre autobiografischen Romane bis zu ihrem Tod 1955 auf einer „Remington Modell 7". Die Firma E. Remington & Sons war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Schmied Eliphalet Remington (1793-1861) in Mohawk (US-Staat New York) als Gewehrfabrik gegründet worden und firmierte ab 1865 als Remington Arms Incorporated Company. Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg erweiterte das Unternehmen seine Produktpalette und stellte ab 1870 auch Nähmaschinen her. Nur wenige Jahre später machte die Fabrik mit dem „Sholes & Glidden Typewriter" Furore, in dessen Entwicklung das Know-how von knapp dreißig Vorgängermodellen gebündelt worden war. Diese Maschine hatte 44 Tasten, die allerdings nur mit Großbuchstaben belegt waren. Auch die Typen der „Remington Modell 1", die 1873 als weiterentwickelte Nachfolgerin der „Sholes & Glidden" auf den Markt kam, enthielten nur Versalien. Ein rasanter Fortschritt gelang den Entwicklungsingenieuren fünf Jahre später mit dem „Modell 2", mit dem man per Umschalttaste auch Kleinbuchstaben tippen konnte. Außerdem wurde in dieser Maschine das Farbband selbstständig transportiert. Doch erst beim „Modell 10" (1908) mit Typenhebelprinzip war die sofortige Sicht auf den geschriebenen Text möglich.

QWERTY Die QWERTY-Tastaturbelegung, die Remington schon beim Vorgängermodell erstmals angewandt hatte, bewährte sich in der Praxis und wurde nun auch bei anderen Herstellern Standard. Das System geht auf Christopher Latham Sholes, einen der Väter des „Sholes & Glidden Typewriter", zurück. Der Buchhalter hatte erkannt, dass im „Korb" nebeneinander liegende Typen sich leicht verhaken können, wenn sie aufgrund entsprechender Buchstabenkombinationen unmittelbar nacheinander angeschlagen werden. Deshalb 08 / 13


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TECHNIK 25 Die „Ideal" (1910) war die erste deutsche Schwinghebelmaschine mit Vorderaufschlag, der ein sofort lesbares Schriftbild ermöglichte Eine „Oliver Modell 6" (nach 1900) mit doppelt umschaltbarer Tastatur. Weil aber die Bedienung der äußeren Tasten mit den kleinen Fingern anstrengend war, ließ das Schriftbild oft zu wünschen übrig

entwickelte Sholes eine Alternative zur alphabetisch angeordneten Tastatur. „QWERTY" ergibt sich aus den ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe und wurde im gesamten anglophonen Raum Standard. Analog zu diesem System ist bis heute in deutschsprachigen Ländern „QWERTZ" die Tastaturbelegung der Wahl, während französische Texte in der Regel auf Maschinen mit „AZERTY"Belegung geschrieben werden. Lange bevor Schreibmaschinen industriell hergestellt werden konnten, hatten in Europa immer wieder Tüftler mehr oder weniger erfolgreich versucht, das Schreiben zu mechanisieren. Ein überliefertes Patent belegt, dass der britische Erfinder Henry Mill schon 1714 ein schreibmaschinenähnliches Gerät konstruiert hatte. Knapp hundert Jahre später entwickelte Pellegrino Turri für die erblindete Gräfin Carolina Fantoni da Fivizzono eine Maschine mit Typen, damit sie ihm auf Farbpapier Liebesbriefe schreiben konnte. Für Karl Freiherr von Drais war die zunehmende Sehschwäche seines Vaters Grund genug, 1821 eine Schreibmaschine zu bauen, die jedem Buchstaben eine Taste zuordnete und die Buchstaben in einen Papierstreifen prägte. Auch die britischen Erfinder Charles Thurber und Charles Wheatstone (1843 und 1851) sowie der französische Physiker Jean Bernard Léon Foucault (1855) beschäftigten sich mit der Mechanisierung des Schreibens. 1855 gelang es dem italienischen Juristen und Erfinder Giuseppe Ravizza erstmals, eine Schreibmaschine mit Farbband zu bauen. 1866 wanderte der vielfach talentierte Zimmermann Peter Mitterhofer von Tirol nach Wien, um Kaiser Franz Joseph um Unterstützung zur Vollendung seiner hölzernen Schreibmaschine zu bitten. Offenbar konnte er den Monarchen mit seiner Erfindung überzeugen, denn wenige Monate später wurden ihm zweihundert Gulden ausgezahlt. In Dänemark war es ein Pfarrer, der eine Schreibmaschine erfand. Malling Hansen, Direktor eines Taubstummeninstituts, entwickelte 1865 mit der „Skrivekugle", der „Schreibkugel", ein marktfähiges Gerät, dessen Tastenauslösung und Wagenrücklauf sogar schon

elektrifiziert waren. Ab 1875 wurde diese Schreibmaschine auch in Wien handwerklich hergestellt. Der berühmteste Kunde von Malling Hansen war der Philosoph Friedrich Nietzsche.

Revolution in den Büros Die Revolution in den Büros begann jedoch erst mit der industriellen Herstellung von Schreibmaschinen ab den 1870erJahren. Neben der spürbaren Effizienzsteigerung gingen auch gravierende soziale und gesellschaftliche Veränderungen einher. Statistiken aus dieser Epoche belegen, dass in den USA um 1880 der Frauenanteil in den Büros von 4,5 Prozent sprunghaft auf vierzig Prozent stieg. Ein Frauenanteil von über 80 Prozent um 1910 ist Indiz, dass in den USA die Schreibarbeit nun überwiegend zarten Frauenhän-

den anvertraut wurde. 1930 erreichte die Quote mit 95,6 Prozent „Tippfräuleins" das absolute Maximum. Der immense Bedarf an „Diskursionsmaschinengewehren" – so nannte man im Bürojargon die Schreibmaschinen wegen ihrer hohen Transkriptionsgeschwindigkeit – stachelte viele Unternehmer an, in das lukrative Geschäft einzusteigen und um die Wette die Schreibtechnik weiterzuentwickeln, so unter anderem auch in Deutschland, wo die Hamburger Nähmaschinenfabrik „Guhl & Harbeck” 1882 mit der „Hammonia" die erste Schreibmaschine „Made in Germany" auf den Markt brachte. Viele andere Unternehmer folgten, darunter auch die Dresdner Firma „Seidel & Naumann". Neben der Herstellung von Nähmaschinen, Fahrrädern, Geschwindigkeitsmessern für Lokomotiven und Musikautomaten erschlossen die Unternehmer um 1900 mit dem Bau von Schreibmaschinen der Marke „Ideal" ein neues Geschäftsfeld. Im Naunhofer Museum steht eine „Ideal" aus dem Jahr 1910. Sie war die erste deutsche Schwinghebelmaschine mit Vorderaufschlag, die ein sofort lesbares Schriftbild ermöglichte. Darüber hinaus zeichnet sich diese kompakte Maschine durch geringen Platzbedarf aus. Noch kleiner war „Erika", die im gleichen Jahr als erste Reiseschreibmaschine aus der Taufe gehoben wurde und deren Nachfolgerinnen bis


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TECHNIK 26 Die „Adler Modell 7" zeichnet sich durch eine robuste Bauweise aus und ist mit drei Tastenreihen ausgestattet, deren Typen mittels Stoßstangen auf die Walze geschlagen werden Schreibmaschinenlegende: eine „Erika" aus dem Jahr 1923

2005 von Dresden in den Rest der Welt exportiert worden sind. Patin war die einzige Enkelin Bruno Naumanns gewesen. Die „Erika" der ersten Generation war mit dreißig Tasten in drei Reihen, dreifach belegten Typen und einem umklappbaren Wagen ausgestattet und wurde in einem Koffer im Format DIN A4 geliefert. Diese sympathischen Eigenschaften machten sie zur idealen Begleiterin nicht nur für reisende Schriftsteller und Journalisten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die kompakte Schreibmaschine populär. Neu entwickelte Modelle mit kyrillischen Typen und sogar mit arabischen Schriftzeichen und umgekehrtem Wagentransfer wurden begehrte Exportschlager. Wie im Westen schon zehn Jahre zuvor, verdrängten dann nach der Wende auch in den neuen Bundesländern Personal Computer die Schreibmaschinen in Liebhabersammlungen und Museen. Die seit 1975 unter dem Markennamen „Erika-Picht" beim Patentamt eingetragenen Blindenschreibmaschinen (nach 1910 durch den Blindenlehrer Oskar Picht) werden indessen bis heute weiterhin in Dresden hergestellt. Jenseits des Großen Teichs hatte 1889 die Smith Premier Typewriter Company in Syracuse (Bundesstaat New York, Nachfolger der Gewehrfabrik L.C. Smith & Brothers) mit einem „Full Keyboard" als Alternative zur Umschalttaste Furore gemacht: Das Modell „Typ 10" mit 84 Tasten, von denen die oberen mit Groß- und die unteren mit Kleinbuchstaben belegt waren, wurde ein Exportschlager. Es war auch in Deutschland so beliebt, dass der Berliner Hersteller Frister & Roßmann eine ähnliche Maschine entwickelte und in Serie produzierte. Als aber nach 1904 das Zehnfingerschreibsystem die Büros zu erobern begann, gehörte dieser Typ schnell zum „alten Eisen". Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts gab es in den USA über einhundert Schreibmaschinenfabriken, darunter die Oliver Typewriter Company, gegründet 1895 in Chicago / Illinois. Hier war mit dem „Modell 6" eine Schreibmaschine mit Oberaufschlag mittels Typenbü08 / 13

gel entwickelt worden, deren 32-tastiges „Keyboard" doppelt umgeschaltet werden konnte. Zum Leidwesen der Schreiberinnen erforderte allerdings die Bedienung der äußeren Tasten einen hohen Kraftaufwand in den kleinen Fingern. Kein Wunder, dass das Schriftbild ungleichmäßig wurde und sie zuweilen verdonnert wurden, die Geschäftskorrespondenz ein zweites Mal zu tippen.

Vom Fahrrad zur Schreibtechnik Nach einem Aufenthalt in den USA gründete Heinrich Kleyer 1880 in Frankfurt am Main eine Maschinen- und Fahrradhandlung als „Keimzelle" der ersten deutschen Fahrradfabrik. 1886 brachte der Ingenieur unter der Marke „Adler" sein erstes Fahrrad auf den Markt, das sich nicht nur aufgrund der niedrigen Bauweise von den

damals üblichen Hochrädern unterschied, sondern auch erstmals mit Luftreifen ausgestattet war. 1893 gründete Kleyer zusammen mit Partnern die Reifenfabrik „Dunlop Pneumatic Tyre Comp. GmbH" und kurz vor der Jahrhundertwende begann er Motorräder und Autos zu entwickeln. Als guter Geschäftsmann auch auf dem rasant expandierenden Schreibmaschinensektor Marktchancen witternd, konstruierte Kreyer nach dem Vorbild der kanadischen „Empire" von Wellington Parker Kidder auch eine Schreibmaschine mit drei Tastenreihen, deren Typen mittels Stoßstangen auf die Walze geschlagen wurden. Die „Adler Modell 7" wurde anfangs gut abgesetzt, zumal sie sich durch außergewöhnliche Robustheit auszeichnete. Langfristig konnte sie sich aber gegenüber den Typenhebelmaschinen nicht durchsetzen. Wenn auch relativ spät, so wollte auch die „Allgemeine Electricitätsgesellschaft (AEG)”, 1887 in Berlin als Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität gegründet, von dem weltweit grassierenden Schreibmaschinenboom profitieren: 1903 begann man mit der Produktion von Zeigerschreibmaschinen des Typs „Mignon", von denen bis zur Einstellung 1933 350.000 Exemplare hergestellt wurden. In großen Büros konnte die tastenlose Maschine mit Zeigersuchsystem die stetig zunehmenden Ansprüche an die Geschwindigkeit zwar nicht erfüllen. Handwerker und der Gemüsehändler um die Ecke waren indessen froh, dass sie


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Blindenschriftmaschine nach dem System „Picht" aus der Berliner Firma Br. Herde und Fr. Wendt (Baujahr 1915) Auf der „Continental Silenta" (1930er-Jahre) konnte man geräuscharm schreiben. Die Bedienung der Tastatur war allerdings anstrengend und erforderte gut trainierte Finger sich nun auch endlich eine kostengünstige, wartungsfreundliche und leicht zu bedienende Schreibmaschine leisten konnten. Als der Industrielle Gustav Mez 1906 beschloss, in Berlin eine Fabrik für Büromaschinen zu gründen, setzte er auf den Namen „Mercedes". Unter Autofahrern längst ein Inbegriff für Qualität und Stabilität, erwarb er von den Daimler-Motoren-

werken die Lizenz. Bereits zwei Jahre nach der Gründung wurde der Sitz der Mercedes-Bureau-Maschinen G.m.b.H. in das südthüringische Zella verlegt, wo es dank der traditionsreichen Waffenproduktion viele qualifizierte Feinmechaniker gab. Das Unternehmen prosperierte und entwickelte bis Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreiche mechanische und elektromechanische Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen. Eine echte Innovation auf dem deutschen Schreibmaschinenmarkt war die Entwicklung eines kleinen elektrischen Motors, der den Wagen nahezu geräuschlos bewegte. So konnte nicht nur der Geräuschpegel in großen Schreibsälen spürbar gesenkt werden. Der leichte Tastenanschlag entlastete die „Tippfräuleins" und Bürovorsteher lobten die erste elektrische Schreibmaschine

deutscher Herstellung wegen ihres makellosen Schriftbilds. Auch die aus der „Chemnitzer VelocipedDepôt Winklhofer & Jaenicke zum Verkauf und zur Reparatur von Fahrrädern" (Gründung 1885) hervorgegangene Firma Wanderer versuchte ab den 1930er-Jahren mit geräuscharmen Schreibmaschinen und anderen technischen Raffinessen zu punkten, wie in der Naunhofer Sammlung eine nach dem Typenhebelprinzip konstruierte „Continental Silenta" aus dem Jahr 1938 belegt. Für die Büroangestellten war es allerdings anstrengend, das „Keyboard" mit 45 Tasten und einfacher Umschaltung zu bedienen. Aus dem gleichen Jahr stammt eine „Continental BSR", die auch rechnen kann. Diese Maschine ist über die Tastatur mit 43 Tasten und einfacher Umschaltung hinaus mit jeweils zwei Quer-, Addier- und Leerwerken und einem neunstelligen Dezimaltabulator ausgestattet. Eine Zählscheibe ermöglicht sowohl horizontal als auch vertikal zeilengerechtes Einziehen, so dass der Anlagenbuchhalter nun mühelos, schnell und sauber die Kontokarten ausfüllen konnte. Mit der Entwicklung der Kugelkopftechnik (IBM) Anfang der 1960er-Jahre erreichte die Schreibmaschinengeschichte den Zenit. Der elektrische Antrieb ermöglichte nicht nur einen superleichten Anschlag und beinahe geräuschloses Schreiben. Im Vergleich mit konventionellen Schreibmaschinen war das Arbeiten an den Vorläufern des Personal Computers auch wesentlich effizienter, weil die Texte nun endlos geschrieben, gespeichert und vor dem Ausdrucken korrigiert werden konnten. Es gab auswechselbare, mit unterschiedlichen Schriften oder Schriftzeichen belegte Kugelköpfe, die zu jeder Zeit ein optimales Schriftbild gewährleisteten. Fortsetzung folgt! Fotos: Reinhard Wylegalla

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TERMINE 28

Termine 2013 25.8. 15.9. 21.+22.9. 6.10. 20.10. 27.10. 17.11.

Bonn • Innenstadt Köln • DuMont-Carré Köln • Schokoladenmuseum Siegburg • Marktplatz Köln • DuMont-Carré Bonn • Innenstadt Köln • DuMont-Carré

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Info: E. Berger • Tel. 0173 / 713 38 83


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TERMINE

TERMINE

AUGUST 2013

Für die tatsächliche Durchführung der uns gemeldeten Veranstaltungen können wir keine Gewähr übernehmen! Bitte rufen Sie vor der Anreise immer beim Veranstalter an! Fettgedruckte Terminzeilen weisen auf Inserate derjeweiligen Veranstalter in diesem Heft hin!

. Antikmärkte . Antik-/Kunstmessen . Sammlerbörsen . Auslandsmärkte

Bitte melden Sie uns Ihre Veranstaltungstermine immer bis zum 1. des Vormonats: Fax 08441/71846 oder termine@gemiverlag.de

ANTIKMÄRKTE & KUNSTMESSEN JEDEN DONNERSTAG + FREITAG + SAMSTAG 83

Traunstein

Antiksaal

Info:

0861-9094748

JEDEN FREITAG + SAMSTAG + SONNTAG 80

München-Freimann

Antikpalast, Lilienthalallee

Antikpalast

Robert-Bunsen-Str.

Morgenweck

0176-62876374

JEDEN SAMSTAG 36

Bebra

0172-5608

DONNERSTAG 1. AUGUST 2013 79

Titisee

Kurhaus

2.T. Birg

0151-55300042

SAMSTAG 3. AUGUST 2013 50 80

Köln-Rheinauhafen München-Grünwald

50er-70er Jahre Festival mit Oldtimershow Forsthaus Wörnbrunn

1.T. Cölln Antik 1.T. Dohn

0177-8400782 0160-8036798

Melan West 2.T. Cölln Antik 2.T. Dohn

0241-1895400 0177-8400782 0160-8036798

SONNTAG 4. AUGUST 2013 45 50 80

Mülheim/Ruhr Köln-Rheinauhafen München-Grünwald

Rhein Ruhr Zentrum 50er-70er Jahre Festival mit Oldtimershow Forsthaus Wörnbrunn

FREITAG 9. AUGUST 2013 82

Garmisch-Partenkirchen

Kongresszentrum Antiquitäten und Kunsttage

1.T. Krinninger

0151-19603053

SAMSTAG 10. AUGUST 2013 20 44 82

Hamburg Dortmund Garmisch-Partenkirchen

Gänsemarkt Westfalenhallen Antiquitätenmesse Kongresszentrum Antiquitäten und Kunsttage

Alster Media 1.T. MLG 2.T. Krinninger

040-20006233 02304-9427911 0151-19603053

SONNTAG 11. AUGUST 2013 20 34 35 44 44 65 82 91

Hamburg Borken Haiger Dortmund Dortmund Wiesbaden-Biebrich Garmisch-Partenkirchen Spalt

Colonnaden Antik-, Kunst- & Design Altes Kraftwerk Möbel Roller Bahnhofstr. Westfalenhallen Antiquitätenmesse Rennbahn Adler Center Äppelallee Kongresszentrum Antiquitäten und Kunsttage Haupt.- Oppeltsh. Str. bis Stiftsgasse

Marktkultur 040-2702766 Rode 0160-96237622 G.S. Märkte 0271-780545 2.T. MLG 02304-9427911 Marktcom 02064-4566140 Preuss, Antik 06723-998120 3.T. Krinninger 0151-19603053 Enkler 09852-908975

www.50er-70er-festival.de

MITTWOCH 14. AUGUST 2013 79

Titisee

Kurhaus

Birg

0151-55300042

FREITAG 16. AUGUST 2013 83

Chieming

Gut Ising Kunst & Antiquitätentage

1.T. Günther & Szasz

0172-8983750

SAMSTAG 17. AUGUST 2013 36 76 83 83

Alsfeld Baden-Baden Bad Tölz Chieming

Hessenhalle Wandelgang der Trinkhalle Kursaal Gut Ising Kunst & Antiquitätentage

1.T. 1.T. 1.T. 2.T.

Rode 0160-96237622 Eventmarket. 07227-991784 Dohn 0160-8036798 Günther & Szasz 0172-8983750

2.T. 2.T. 2.T. 3.T.

Rode 0160-96237622 Eventmarket. 07227-991784 Dohn 0160-8036798 Günther & Szasz 0172-8983750

1.T. 1.T. 1.T. 1.T.

Rode 0160-96237622 Rode 0160-96237622 Dohn 0160-8036798 Günther & Szasz 0172-8983750

SONNTAG 18. AUGUST 2013 36 76 83 83

Alsfeld Baden-Baden Bad Tölz Chieming

Hessenhalle Wandelgang der Trinkhalle Kursaal Gut Ising Kunst & Antiquitätentage

SAMSTAG 24. AUGUST 2013 34 34 82 83

Gudensberg Hann Münden Andechs Benediktbeuern

Putenfarm Weserpark Kloster Kloster Kunst & Antiquitätentage

SONNTAG 25. AUGUST 2013 01 20 34 34 40 45 53 59

Diesbar-Seußlitz Hamburg Gudensberg Hann Münden Düsseldorf Marl Bonn Hamm

Schloss Spitalerstr. Putenfarm Weserpark Düsseldorf Arcaden, Friedrichstr. EKZ Marler Stern Innenstadt Zentralhallen

Dresdner Magazin 0351-48642443 Hennings 040-6430001 2.T. Rode 0160-96237622 2.T. Rode 0160-96237622 Gerlach, J. 0176-61702504 Berger, E. 0173-7133883 Rheinantik 02235-9948451 Zentralhallen 02381-3777-12

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TERMINE 30

ANTIKMÄRKTE & KUNSTMESSEN NOCH SONNTAG 25. AUGUST 2013 68 82 83

SPIELZEUG-MÄRKTE Modell-Eisenbahnen & Autos, Holz & Blechspielzeug zum Spielen, Basteln, Sammeln

Viernheim Andechs Benediktbeuern

Rhein-Neckar-Zentrum Kloster Kloster Kunst & Antiquitätentage

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10. August *12-18 Uhr 11. August *10-18 Uhr

83 08 50

Benediktbeuern

Kloster Kunst & Antiquitätentage

08 20 50

Bad Elster Köln-Zentrum

Kunst Wandelhalle Neumarkt Antik & Design

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t Augus . 8 1 . So tingen 45 Hhaüttte, Werks Str. hs Henric st . Augu16 Uhr 5 2 . o S tr. 10unitzlle*, Paderborner S 33 Kfaale a h n st st Ostwe . Augu 2 So. 5 hwerte 58 Süctz, Hörder Str. Freisch er ptemb e S . 1 So. nover 30 Hanm Tönniesberg

Treffpunkt netter Leute

Jomo’s Team 0231 / 496 09 81

1.T. Nobis 1.T. Cölln Antik

0162-9843662 0221-235365

Bad Elster Hamburg Köln-Zentrum

Kunst Wandelhalle Elbe EKZ Neumarkt Antik & Design

2.T. Nobis Interantik 2.T. Cölln Antik

0162-9843662 02104-46152 0221-235365

SAMMLERBÖRSEN

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3.T. Günther & Szasz

MONTAG 26. AUGUST 2013

Ro

„Diefloh“-Messe in KALKAR

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SAMSTAG 31. AUGUST 2013

Juli So. 21. tadtmitte S , werterei, Ruhrstr. 20 58 Schhrm eiste RIESIG-RIESIG

Interantik 2.T. Dohn 2.T. Günther & Szasz

SAMSTAG 3. AUGUST 2013 18 51

Putbus Marienheide-Müllenb.

Marstall Schlosspark Modellbahnbörse im Bücherdorf Bücherbörse

1.T. Nobis 1.T. Bücherdorf

0162-9843662 02264-1567

2.T. Nobis Breidenbach 2.T. Bücherdorf

0162-9843662 02553-98773 02264-1567

SONNTAG 4. AUGUST 2013 18 44 51

Putbus Castrop-Rauxel Marienheide-Müllenb.

Marstall Schlosspark Modellbahnbörse Europahalle Modellspielzeugmarkt im Bücherdorf Bücherbörse

FREITAG 9. AUGUST 2013 53

Nürburg

am Nürburgring (Halle) Modellautobörse

1.T. Hansen

06424-6191

SAMSTAG 10. AUGUST 2013 17 20 47 47 53 86

Waren HH-Eimsbüttel Kalkar Kalkar Nürburg Bad Wörishofen

Bürgersaal Modellbahnbörse 1.T. Hamburg Haus ab 12 Uhr Auto-Eisenbahn-Spielzeug Messe, Griether Str. Spielz. & Modelleisenbahn 1.T. HanseHalle Wunderland Spielzeug & Modelleisenbahn1.T. am Nürburgring (Halle) Modellautobörse 2.T. Kurhaus Puppen-u. Bärenbörse 1.T.

Nobis C.A.M. Jomo Vogt Hansen Wolfers

0162-9843662 040-6482273 0231-4960981 0281-89151 06424-6191 0178-5335668

Nobis Münzclub Jever Der Philo-soph Vogt Jomo Breidenbach Hansen Wolfers

0162-9843662 04423-985793 02162-9189330 0281-89151 0231-4960981 02553-98773 06424-6191 0178-5335668

SONNTAG 11. AUGUST 2013 17 26 41 47 47 49 53 86

Waren Jever Brüggen Kalkar Kalkar Osnabrück Nürburg Bad Wörishofen

Bürgersaal Modellbahnbörse 2.T. Joh. Ahlers-Haus Münz-Tauschtag Kreuzherrenplatz Bücherbörse HanseHalle Wunderland Spielzeug & Modelleisenbahn2.T. Messe, Griether Str. Spielz. & Modelleisenbahn 2.T. Halle Gartlage Modellspielzeugmarkt am Nürburgring (Halle) Modellautobörse 3.T. Kurhaus Puppen-u. Bärenbörse 2.T.

SAMSTAG 17. AUGUST 2013 38 51

Braunschweig Marienheide-Müllenb.

Harz-Heide-Gelände Sammlermarkt im Bücherdorf Bücherbörse

1.T. Agentur Beinhorn 1.T. Bücherdorf

0531-3801011 02264-1567

SONNTAG 18. AUGUST 2013 21 30 38 44 45 51

Winsen Hannover-Sehnde Braunschweig Dortmund Hattingen Marienheide-Müllenb.

zum Oldtimer-Markt Auto-Eisenbahn-Spielzeug OT Höver, Ahlter Feld Modellspielzeugmarkt Harz-Heide-Gelände Sammlermarkt Casino Hohensyburg Puppen-u. Bärenbörse Hernrichshütte Spielz. & Modelleisenbahn im Bücherdorf Bücherbörse

C.A.M. 040-6482273 Breidenbach 02553-98773 2.T. Agentur Beinhorn 0531-3801011 Wolfers 0178-5335668 Jomo 0231-4960981 2.T. Bücherdorf 02264-1567

FREITAG 23. AUGUST 2013 78

Furtwangen

Hochschule Antik-Uhrenbörse

1.T. Uhr & Kultur e.V. 07723-7556

SAMSTAG 24. AUGUST 2013 01 60 78

Dresden Frankfurt Furtwangen

Foyersaal Haus der Presse Spielz. & Eisenbahn Jahrhunderthalle Casino West AK/Münzen/Briefm. Hochschule Antik-Uhrenbörse

Dresdner Magazin 0351-48642443 Polster & Rutsch 040-330190 2.T. Uhr & Kultur e.V. 07723-7556

Antikmarkt 1813 1913 2013 zur Völkerschlacht

LEIPZIG 19.+20. Okt. www.antikmarkt-bamberg.de

8.00-17.00 Uhr agra: nur Hallen 1 und 2 Anmeldung u. Reservierung: www.abuha.de, Fax: 0341-1494100 info@abuha.de, ABUHA Seifert GmbH Am Sportforum 3, 04105 Leipzig


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TERMINE 31

SAMMLERBÖRSEN SONNTAG 25. AUGUST 2013 29 30 33 45 58 63 78

Bad Fallingbostel Hannover Kaunitz Recklinghausen Schwerte Langen Furtwangen

Heidmark-Halle Ansichtsk./Münzen/Briefmarken... Altes Rathaus Puppen-u. Bärenbörse Ostwestfalenhalle Spielz. & Modelleisenbahn Vestlandhalle Modellspielzeugmarkt Freischütz Spielz. & Modelleisenbahn Stadthalle Puppen-u. Bärenbörse Hochschule Antik-Uhrenbörse

Bäkmann 05751-44775 Wolfers 0178-5335668 Jomo 0231-4960981 Breidenbach 02553-98773 Jomo 0231-4960981 Haida 03675-75460 3.T. Uhr & Kultur e.V. 07723-7556

SAMSTAG 31. AUGUST 2013 01 08 20

Dresden Bad Elster HH-Wilhelmsburg

Foyer Haus der Presse Foto-u. Kamerabörse Kunst Wandelhalle Modellbahnbörse Bürgerhaus, Mengestr. Kamerabörse

Dresdner Magazin 1.T. Nobis Schmidt, Heinfried

0351-48642443 0162-9843662 0171-6409880

SONNTAG 1. SEPTEMBER 2013 08 30 46 50 63 80

Bad Elster Hannover Dinslaken Köln-Mülheim Dreieich-Sprendlingen München

Kunst Wandelhalle Modellbahnbörse 2.T. Großmarkt am Tönniesberg Spielz. & Modelleisenbahn Halle Trabrennbahn Modellspielzeugmarkt Stadthalle Modellspielzeug-Börse Bürgerhaus Ü-Ei, Match Attax, Force Attax, Yu-Gi-Oh Hotel the Westin Grand Uhrenbörse

Nobis Jomo Breidenbach Adler-Märkte collect-it Armborst

0162-9843662 0231-4960981 02553-98773 02103-51133 06103-9885170 08033-4062

T T T

Muckenhuber Kempff Vitalis

0043-664-3080050 0031-71-5761175 0031-591611411

T A T A T

Muckenhuber 1.T. Stadt 1.T. Macchi

0043-664-3080050 0043/1-53114431 0041-79-2406364

T A T T T T T A T A T T T T T A T T T T

Muckenhuber 0043-664-3080050 2.T. Stadt 0043/1-53114431 Bel Expo 0170-9613397 Bättig 0041-81-7851933 Wolf 0041-81-227964 Weymann 0041-76-6754141 2.T. Macchi 0041-79-2406364 Rausch 0041-61-7220810 Behrendt 0041-44-3415654 B2B Events 0044-1636-676531 Fed. des Antiquaires 00352-503927 1.T. IJ-Hallen 0031-229-581598 VVV Bakkeveen 0031-516-541066 de Nijs 0031-6-10144717 Roodbol 0031-6-53777967 ReZi 0031-6-26222593 Le Collectionneur 0031-118-638595

A T A T T T T A T T A T A T T T T T T T T

Hödnerhof Muckenhuber Gregori Jessulat ASBL Info Bel Expo Info 3.T. Macchi Organ. Don 2.T. IJ-Hallen Roodbol Euregiobazaar Timmermans ReZi noTmai

AUSLANDSMÄRKTE DONNERSTAG 1. AUGUST 2013 A NL NL

Strobl/Wolfgangsee Den Haag Zuidlaren

Marktplatz WC Babylon de Brink

FREITAG 2. AUGUST 2013 A A CH

Schörfling-Kammer Wien La Chaux de Fonds

Parkpl. Bundesstr. Am Hof ab 14 Uhr Brocante

ava-werbung@t-online.de • www.a-v-a.net

SAMSTAG 3. AUGUST 2013 A A B CH CH CH CH CH CH GB L NL NL NL NL NL NL

Mondsee Wien Eupen Buchs/Werdenberg Chur Kreuzlingen La Chaux de Fonds Pratteln Zürich Birmingham Luxembourg Amsterdam-Noord Bakkeveen Haarlem Hoogvliet Lelystad Zoutelande

Parkpl. Bauernmuseum Am Hof Unterstadt ab 16 Uhr Marktplatz beim See Arcas-Platz im Dreispitzpark Brocante Schmittiplatz Bürkliplatz 6-16 Uhr West Midlands Antiques & Vintage Bazar Place d`Armes IJ-Hallen und FG Doolhofpark en Zwembad Dunelle op de Dreef Winkelcentrum de Fuik Stadhuisplein Centrum

11. Aug. 13 8. Sept. 13 13. Okt. 13

SONNTAG 4. AUGUST 2013 A A A A B B B B CH NL NL NL NL NL NL NL

Ebbs Nussdorf/Attersee Villach Völs Arlon Brügge Eupen-Kettenis Ophoven/Kinrooi La Chaux de Fonds Amsterdam Amsterdam-Noord Berkel en Rodenrijs Brunssum Eindhoven Enschede Etten

Blumenwelt Hödnerhof, Halle und FG Parkpl. Bundesstr. Parkpl. Parkhotel, Moritschstr. Einkaufsstadt Cyta Altstadt, um die Kirche St. Donat Platz t Zand Zandfeesten Parking der Festhalle De7 Ambachten, Venlosesteenweg Brocante Stadionplein IJ-Hallen und FG Parkeerplaats Oostmeerhal Hallen Zwarte Markt Sporthal Tivoli H. J. v. Heekplein Ijsboerderij t Kempke, Oude Ijsselweg

0043-5373-8347 0043-664-3080050 0043-664-1975052 0043-660-2238820 0032-63222689 0032-50-341736 0170-9613397 0032-89-564479 0041-79-2406364 0031-294-233654 0031-229-581598 0031-6-53777967 0031-64-5459010 0031-6-20299824 0031-6-26222593 0031-6-28974399

seit über 18 Jahren eine der ersten Adressen für jeden Antiquitätenliebhaber Platz für 200 Aussteller, Veranstaltungsfläche komplett überdacht und hell beleuchtet

Achtung: Kein Verkauf vor 8 Uhr ! Termine unserer Trödelmärkte im Index oder unter www.preussmaerkte.de Tel. 06723-998120, Fax 6012842

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TERMINE 32

AUSLANDSMÄRKTE SONNTAG 4. AUGUST 2013 NL NL NL NL NL NL NL NL

Geleen Gieten Middelburg Rotterdam Tilburg Woerden Zeist Zwolle

Wielerbaan Glanerbrook Centrum Vismarkt Lloyd Multiplein Parkeerterrein achter Winkelcentrum Wagnerplein Excersitieveld Slot Zeist Ijsselhallen u. FG

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Org.-Vac de Boer Le Collectionneur Organ. Don De Evenementenlijn Organ. Don van Aerle de Wit

0031-495-588008 0031-599-648425 0031-118-638595 0031-294-233654 0031-416-530502 0031-294-233654 0031-492-525483 0031-251-319090

T

Vitalis

0031-591611411

T

Vitalis

0031-591611411

T T T

van Aerle 0031-492-525483 Vitalis 0031-591611411 Kloet Evenementen 0031-111-414214

MONTAG 5. AUGUST 2013 NL

Rolde

Grote Brink

DIENSTAG 6. AUGUST 2013 NL

Emmen

Centrum

MITTWOCH 7. AUGUST 2013 NL NL NL

Gouda Ommen Zierikzee

de Markt Evenemententerrein Evenemententerrein van Kloet

DONNERSTAG 8. AUGUST 2013 A A F NL NL NL

Pörtschach Strobl/Wolfgangsee Aurillac Apeldoorn Den Haag Zuidlaren

Congress-Center Wörthersee Kunst-u. Antiquitäten A Marktplatz T Parc des Expositions Salon des Antiquaires A Marktplein en Raadhuisplein T WC Babylon T de Brink T

1.T. Mc Fair Muckenhuber 1.T. Cluzel VVV Apeldoorn Kempff Vitalis

0043-664-9173631 0043-664-3080050 00336-13438783 0031-55-5260200 0031-71-5761175 0031-591611411

2.T. Mc Fair Muckenhuber 1.T. Stadt 2.T. Cluzel

0043-664-9173631 0043-664-3080050 0043/1-53114431 00336-13438783

Lesiak 1.T. Ketzscher Muckenhuber 3.T. Mc Fair 2.T. Stadt Bel Expo 1.T. Tuteleers 3.T. Cluzel Vitalis Roodbol

0043-664-1000090 08322-809858 0043-664-3080050 0043-664-9173631 0043/1-53114431 0170-9613397 0032-50-354007 00336-13438783 0031-591611411 0031-6-53777967

FREITAG 9. AUGUST 2013 A A A F

Pörtschach Schörfling-Kammer Wien Aurillac

Congress-Center Wörthersee Kunst-u. Antiquitäten A Parkpl. Bundesstr. T Am Hof A T Parc des Expositions Salon des Antiquaires A

SAMSTAG 10. AUGUST 2013 A A A A A B B F NL NL

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Graz Hirschegg Mondsee Pörtschach Wien Eynatten Knogge-Heist Aurillac Meppel Rijswijk

Tummelplatz A Walserhaus Mineralien-, Fossilien & Schmuckbörse Parkpl. Bauernmuseum Congress-Center Wörthersee Kunst-u. Antiquitäten A Am Hof A Zentrum ab 14 Uhr Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse A Parc des Expositions Salon des Antiquaires A de Raket Bogaardplein

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SONNTAG 11. AUGUST 2013 A A A A B B B F GB L NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL

Hirschegg Pörtschach Villach Völs Eupen-Kettenis Knogge-Heist Ophoven/Kinrooi Aurillac Kinver Echternach Annen Brunssum Eindhoven Helmond Luttenberg Muiden Ramsdonksveer Rijswijk S`Hertogenbosch Waalwijk Wageningen Wolvega

Walserhaus Mineralien-, Fossilien & Schmuckbörse Congress-Center Wörthersee Kunst-u. Antiquitäten A Parkpl. Gigasport Handwerkstr. Einkaufsstadt Cyta Parking der Festhalle Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse A De7 Ambachten, Venlosesteenweg A Parc des Expositions Salon des Antiquaires A The Leisure Centre Antiques & Collectors Fairs A Marktplatz de Brink Hallen Zwarte Markt Sporthal de eckart, airbornelaan Kasteeltuin Centrum Maxxis Megastores Parkeerplaats Sporthal Sporthal de Schilp Brabanthallen und FG Parkeerterrein van de Piet Klerx Stadion Wageningseberg Drafcentrum

T T T T T T T T T T T T T T T T T T

2.T. Ketzscher 08322-809858 4.T. Mc Fair 0043-664-9173631 Gregori 0043-664-1975052 Jessulat 0043-660-2238820 Bel Expo 0170-9613397 2.T. Tuteleers 0032-50-354007 Info 0032-89-564479 4.T. Cluzel 00336-13438783 B2B Events 0044-1636-676531 Fed. des Antiquaires 00352-503927 de Boer 0031-599-648425 Euregiobazaar 0031-64-5459010 Timmermans 0031-6-20299824 van Aerle 0031-492-525483 de Boer 0031-599-648425 Organ. Don 0031-294-233654 Roodbol 0031-6-53777967 Organ. Don 0031-294-233654 de Wit 0031-251-319090 De Evenementenlijn 0031-416-530502 Organ. Don 0031-294-233654 KIWO 0031-512-351668

MONTAG 12. AUGUST 2013

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Do. 1. August

B F F GB

Knogge-Heist Aurillac Chartres Newbury

Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse Parc des Expositions Salon des Antiquaires Chartrexpo Racecourse

A A A T T

3.T. Tuteleers 5.T. Cluzel Przybylak IACF

0032-50-354007 00336-13438783 0033-2-37245160 0044-1636-702326

A A T A T T

4.T. Tuteleers 1.T. Tassy Saulnier Vitalis

0032-50-354007 0033-4-66245065 0033-243866625 0031-591611411

T A A T T T T T

Muckenhuber 5.T. Tuteleers 2.T. Tassy Organ. Don van Aerle Vitalis Kloet Evenementen

0043-664-3080050 0032-50-354007 0033-4-66245065 0031-294-233654 0031-492-525483 0031-591611411 0031-111-414214

Muckenhuber Ketzscher Muckenhuber 6.T. Tuteleers 3.T. Tassy

0043-664-3080050 08322-809858 0043-664-3080050 0032-50-354007 0033-4-66245065

DIENSTAG 13. AUGUST 2013 B F F NL

Knogge-Heist Barjac Le Mans Emmen

Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante Parc des Expositions Centrum

MITTWOCH 14. AUGUST 2013 A B F NL NL NL NL

Wels Knogge-Heist Barjac Amsterdam Gouda Ommen Zierikzee

Messegelände ab 13 Uhr Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante Stadionplein de Markt Evenemententerrein Evenemententerrein van Kloet

DONNERSTAG 15. AUGUST 2013 A A A B F

Strobl/Wolfgangsee Tannheim Wels Knogge-Heist Barjac

Marktplatz Parkpl. an der B199 geg. Lift Messegelände Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante

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28_34_BS

11.07.2013

10:18 Uhr

Seite 7

TERMINE 33

AUSLANDSMÄRKTE

REGELMÄSSIGE TRÖDELMÄRKTE IM AUSLAND

NOCH DONNERSTAG 15. AUGUST 2013 F L NL

Pleumeur Bodou Luxembourg Den Haag

Chateau de Kerduel Lannion Foire aux Antiquites Place d`Armes WC Babylon

A T T

1.T. UBB 0033-2-99009751 Fed. des Antiquaires 00352-503927 Kempff 0031-71-5761175

T A T A A A T A

1.T. Kern 0043-664-1005221 Muckenhuber 0043-664-3080050 1.T. Stadt 0043/1-53114431 7.T. Tuteleers 0032-50-354007 Zeisl 00420-608 977882 4.T. Tassy 0033-4-66245065 2.T. UBB 0033-2-99009751

Bad Aussee Schörfling-Kammer Wien Knogge-Heist Bustehrad Barjac Pleumeur Bodou

Kurhaus Kunst-u. Antiquitäten Parkpl. Bundesstr. Am Hof Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse Antikmarkt 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante Chateau de Kerduel Lannion Foire aux Antiquites

A

SAMSTAG 17. AUGUST 2013 A A A B B CH CH CH CH F F F I L NL NL NL NL

Bad Aussee Mondsee Wien Brugge Knogge-Heist Amriswil Bern Wangen/Aare Zürich Barjac Batz Sur Mer Pleumeur Bodou Verona Luxembourg Bakkeveen Den Haag Haarlem Schiedam

Kurhaus Kunst-u. Antiquitäten Parkpl. Bauernmuseum Am Hof Hallen Belfort Puppen-u. Bärenbörse Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse Marktplatz Mühleplatz im Salzhaus Brocante Bürkliplatz 6-16 Uhr 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante Place des Muriers Brocante Chateau de Kerduel Lannion Foire aux Antiquites Basilica di Zan Zeno Place d`Armes Doolhofpark en Zwembad Dunelle Apeldoornselaan op de Dreef Centrum

A T A T A T T A T T A T A T A T T T T A T T

2.T. Kern 0043-664-1005221 Muckenhuber 0043-664-3080050 2.T. Stadt 0043/1-53114431 1.T. van Bemmel 0031-492-319603 8.T. Tuteleers 0032-50-354007 Pfeffer 0041-71-4118916 Stadt 0041-31-685242 1.T. Luterbacher 0041-78-6167538 Behrendt 0041-44-3415654 5.T. Tassy 0033-4-66245065 MG 0033-6-81982665 3.T. UBB 0033-2-99009751 N.N. keine Tel. Fed. des Antiquaires 00352-503927 VVV Bakkeveen 0031-516-541066 Roodbol 0031-6-53777967 de Nijs 0031-6-10144717 van Aerle 0031-492-525483

Bad Aussee Ebbs Nussdorf/Attersee Schärding Steyr Villach Völs Brugge Eupen-Kettenis Knogge-Heist Ophoven/Kinrooi Wangen/Aare Barjac Pleumeur Bodou Schaan Padova Soave Bergschenhoek Brunssum Eindhoven Eindhoven Groningen Ijsselstein Kaatsheuvel Landgraaf Rotterdam Wijchen

Kurhaus Kunst-u. Antiquitäten Blumenwelt Hödnerhof, Halle und FG Parkpl. Bundesstr. beim Eurospar Promenade Parkpl. Parkhotel, Moritschstr. Einkaufsstadt Cyta Hallen Belfort Puppen-u. Bärenbörse Parking der Festhalle Cultuurcentrum Scharpoord Kunst-u. Antikmesse De7 Ambachten, Venlosesteenweg im Salzhaus Brocante 80 Foire aux Antiquites et a la Brocante Chateau de Kerduel Lannion Foire aux Antiquites Lindahof/Lindaplatz Prato della Valle Historisches Zentrum Parkeerplaats Zwembad de Windas Hallen Zwarte Markt Kunstijsbaan Kastelenplein Centrum Evenemententerrein Parkeerterrein Nieuwe Markt Megaland Visserijplein Kasteeltuin

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3.T. Kern 0043-664-1005221 Hödnerhof 0043-5373-8347 Muckenhuber 0043-664-3080050 Kast-Märkte 0171-3292557 Muckenhuber 0043-664-3080050 Gregori 0043-664-1975052 Jessulat 0043-660-2238820 2.T. van Bemmel 0031-492-319603 Bel Expo 0170-9613397 9.T. Tuteleers 0032-50-354007 Info 0032-89-564479 2.T. Luterbacher 0041-78-6167538 6.T. Tassy 0033-4-66245065 4.T. UBB 0033-2-99009751 Büchel 0041-795744424 N.N. keine Tel. N.N. keine Tel. Roodbol 0031-6-53777967 Euregiobazaar 0031-64-5459010 van Aerle 0031-492-525483 Timmermans 0031-6-20299824 Vitalis 0031-591611411 Organ. Don 0031-294-233654 De Evenementenlijn 0031-416-530502 Org.-Vac 0031-495-588008 Organ. Don 0031-294-233654 van Aerle 0031-492-525483

DIENSTAG 20. AUGUST 2013 NL

Emmen

Centrum

T

Vitalis

0031-591611411

MITTWOCH 21. AUGUST 2013 NL NL

Gouda Zierikzee

de Markt Evenemententerrein van Kloet

T T

van Aerle 0031-492-525483 Kloet Evenementen 0031-111-414214

DONNERSTAG 22. AUGUST 2013 A GB NL

Strobl/Wolfgangsee Newark Den Haag

Marktplatz Newark & Nottinghamshire Showground WC Babylon

T A T T

Muckenhuber 1.T. IACF Kempff

0043-664-3080050 0044-1636-702326 0031-71-5761175

FREITAG 23. AUGUST 2013 A A CH F GB

Schörfling-Kammer Wien Aarberg Tulle Newark

Parkpl. Bundesstr. Am Hof Stadtplatz Aarberger Puce Salle de Lauzelou Salon des Antiquaires Newark & Nottinghamshire Showground

T A T A T A A T

1.T. 1.T. 1.T. 2.T.

Muckenhuber Stadt Aarberger Puce Cluzel IACF

0043-664-3080050 0043/1-53114431 0041-32-3925202 00336-13438783 0044-1636-702326

F-Rouen

Mondsee Wels Wien Temploux Aarberg Baden Nyon Zürich Metz Tulle Luxembourg Arnheim Dordrecht Zoutelande

Parkpl. Bauernmuseum Messegelände ab 13 Uhr Am Hof gesamte Stadt Stadtplatz Aarberger Puce beim Stadthaus Quartier Rive Brocante Bürkliplatz 6-16 Uhr FIM/Parc des Expositions Salle de Lauzelou Salon des Antiquaires Place d`Armes Rijnhal Admiraalsplein Centrum

T T A T T A T T A T T T A T T T T

2.T. 1.T. 2.T. 1.T. 2.T. 1.T.

Muckenhuber 0043-664-3080050 Muckenhuber 0043-664-3080050 Stadt 0043/1-53114431 ASBL Temploux 0032-81-567317 Aarberger Puce 0041-32-3925202 Stadt 0041-56-2677741 Delley-Paltani 0041-22-3618632 Behrendt 0041-44-3415654 Foire Internat. 0033-3-87556614 Cluzel 00336-13438783 Fed. des Antiquaires 00352-503927 Expo Partners 0031-55-5341360 Roodbol 0031-6-53777967 Le Collectionneur 0031-118-638595

Place des Emmures Info: 0033-6-03380814

JEDEN DONNERSTAG & SONNTAG IRL-Newry

Warrenpoint Side of Hill Str. Info: 0044-2830262004

JEDEN FREITAG B-Lüttich

Boulevard de la Constitution Info: 0032-4-2219229

JEDEN FREITAG & SAMSTAG NL-Winneweer

Halle, Am Rijksweg • ab 9.30 Uhr Heuving: 0031-6-30035167

JEDEN FREITAG & SAMSTAG & SONNTAG B-Gent

um die St. Jakobs Kirche und Beverhoutplain Info: 0032-9-2214528

JEDEN SAMSTAG A-Linz

Vorplatz Neues Rathaus Stadt: 0043-732-7070

B-Amay

Centrum Info: 0032-85-313225 Lijnwaadmarkt (März-Oktober) Info: 0032-3-2026769 Avenue Churchill (April-September) Info: 0032-82-222870 Kolonel Dusartplein (März-November) Info: 0032-496-587402 Boulevard Kleyer Info: 0032-4-2219229 Restaurant Linde • ab 10 Uhr Schnyder: 0041-57-481353 Petersplatz Stadt: 0041-61-2677741 Markthalle, Steigerhubelstr. Info: 0041-38-513006 Kirchplatz, Züricher Str. Stadt: 0041-1-7406422 Plaine de Plainpalais (auch jd. Mittwoch) Rieder: 0041-77-246887 Piazza San Rocco (auch jd. Dienstag & Freitag) Stadt: 0041-93-312169 Gelände TJ Banik Sous Info: 00420-604717897

B-Dinant

B-Hasselt

B-Lüttich CH-Auw AG CH-Basel CH-Bern CH-Dietikon CH-Genf

CH-Lugano

CZ-Most

F-Antibes

Place Audiberti

F-Perpignan

Boulevard Wilson Info: 0033-4-68356835

GB-London

Portobello Road • ab 5.30 Uhr PADA: 0044-171-2298354 Vrije Markt Cuyk Info: 0031-485-361793

Info: 0033-4-92905000

NL-Cuyk

F-Saint-Tropez

Place de Lices

F-Straßburg

Innenstadt-nähe Münster (auch jd. Mittwoch)

NL-Maastricht

Stadionsstraat Beenkens: 0031-43-4072931 Industriestr. (auch jd. Mittwoch) Freimarkt: 0031-487-502159 Halle & Freigelände, Bornsestraat Busscher: 0031-5416-61285 Rossio Marques de Pombal Largo de Santa Clara (auch jd.Dienstag) Vandoma • bis 12 Uhr Parca do Comerico, A + T (4. Samstag im Monat) Parca de Santiago, Centro (1. Samstag im Monat) Parca de Londres, A + T (2. Samstag im Monat)

Info: 0033-4-94559000

NL-Wamel

SAMSTAG 24. AUGUST 2013 A A A B CH CH CH CH F F L NL NL NL

Markt van Aerle: 0031-492-525483 Vorort Bangor Info: 0044-289127006

JEDEN DONNERSTAG

B-Antwerpen

SONNTAG 18. AUGUST 2013 A A A A A A A B B B B CH F F FL I I NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL

NL-Gouda IRL-Belfast

FREITAG 16. AUGUST 2013 A A A B CZ F F

JEDEN MITTWOCH

NL-Weerselo P-Estremoz P-Lissabon P-Porto P-Coimbra P-Guimaraes P-Lissabon


28_34_BS

11.07.2013

10:18 Uhr

Seite 8

TERMINE 34

REGELMÄSSIGE TRÖDELMÄRKTE IM AUSLAND JEDEN SONNTAG A-Hall/Tirol

Parkplatz Eurospar Walch: 0043-650-5616418 A-Linz Parkdeck Interspar Ohrenberger: 0043-664-4584235 A-Salzburg Parkdeck Salzburg Mitte Center Grabner-Poosch: 0043-699-10147915 A-St. Pölten Unterradelberg, Dr. Hübschergasse Info: www.mega-flohmarkt.at B-Battice Viehmarkthallen (keine Neuw.) Gutkin: 0032-87-315209 B-Charleroi Boulevard Joseph II Info: 0032-71-600480 B-Eupen Einkaufscenter Plaza, A + T Tesch: 0049-2403-26437 B-Eupen-Kettenis Festhalle & Außengelände Bel Expo: 0032-87-744410 B-Lüttich Quai de Maastricht Verkehrsamt: 0032-4-2219229 B-Maasmechelen Dr. Haubenlaan ab 10 Uhr Info: 0032-89-762074 B-Mons Place Simonet Info: 0032-65-335580 B-Ophoven Kikirooi De 7 Ambachten, A + T Venlosesteenweg • ab 9 Uhr Info: 0032-77-3736263 B-Spa Galerie Leopold Info: 0032-87-223263 B-Tongeren Leopoldwall/Veemarkt Mastrichterstraat Info: 0032-12-390193 B-Welkenraedt Place de Cobbattant Info: 0032-87-891200 F-Avignon Palace des Carmes Info: 0033-4-90808000 F-Grenoble Parking Intermarche Info: 0033-4-76404513 F-Nantes Palace Viarme Info: 0033-2-40419413 N-Oslo Burganlage (Mai-September) Info: 0047-22607981 P-Algés Jardim de Algés, A + T (4. Sonntag im Monat) P-Aveiro Centro, A + T Info: 0033-4-68356835 (2. Sonntag im Monat) P-Lissabon-Belem Jardim de Algés, A + T (1. + 3. Sonntag im Monat) P-Ponte de Lima Avenida Platanos, A + T (2. Sonntag im Monat)

JEDEN SAMSTAG & SONNTAG B-Brügge

Dyver Info: 0032-50-448041 B-Hauset Raeren Megahalle Aachener Str. 218 Info: 0032-49-1414249 B-Hergersberg bei Losheim/Eifel Metlen: 0032-80-447751 B-Lüttich Amercoeur, Rue F. Nyst 34 überdacht Info: 0032-4-3411320 CZ-Pilsen TJ Sokol Struncovy Sady Info: 00420-604717897 F-Paris Ave. de la Porte de Vanves Info: 0033-1-46452160 F-Rouen Place Saint-Marc Info: 0033-2-35086876 I-Mailand Festival Park, Viale Puglie Info: www.festivalpark.it NL-Almere-Buiten Bolderweg Org. Almere: 0031-36-5326480

JEDEN MONTAG BIS SAMSTAG NL-Amsterdam Waterlooplain, Marktwezen GB-Lond.-Chelsea Kings Road Info: 0044-20-73525689

JEDEN SAMSTAG BIS MONTAG F-Paris F-Paris

Ave. Porte de Clingnancourt Info: 0033-1-49456789 Porte de Montreuil Info: 0033-1-47382628

TÄGLICH B-Brüssel

Place du Jeu de Balle Info: 0032-2-2792211

AUSLANDSMÄRKTE SONNTAG 25. AUGUST 2013 A A A B B B CH F F F I NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL NL PL

Villach Völs Wels Eupen-Kettenis Ophoven/Kinrooi Temploux Nyon Chartres Nancy Tulle Treviso Apeldoorn Apeldoorn Arnheim Brunssum Brunssum Eindhoven Haarlem Maarsbergen Tilburg Utrecht Wolvega Zuidlaren Breslau (Wroclaw)

Parkpl. Gigasport Handwerkstr. Einkaufsstadt Cyta Messegelände Parking der Festhalle De7 Ambachten, Venlosesteenweg gesamte Stadt Quartier Rive Brocante Centre Ville Brocante Altstadt Salle de Lauzelou Salon des Antiquaires Borgo Cavour Americahal Marktplein Rijnhal Schutterspark Hallen Zwarte Markt Sorthal de Tempel, Henegouwenlaan Ijsbaan Landgoed Valkenheide Parkeerterrein Voetbalvereniging Rueckertbaan Vechtsebanen Drafcentrum de Brink ab 12 Uhr vor der Jahrhunderthalle (Hala Stulecia)

T T T T A T T A T A T T A T T T T T T T T T T T T T A

2.T. 2.T. 3.T.

2.T.

2.T.

Gregori 0043-664-1975052 Jessulat 0043-660-2238820 Muckenhuber 0043-664-3080050 Bel Expo 0170-9613397 Info 0032-89-564479 ASBL Temploux 0032-81-567317 Delley-Paltani 0041-22-3618632 Przybylak 0033-2-37245160 Info 0033-6-01317292 Cluzel 00336-13438783 N.N. keine Tel. Dekker 0031-30-6572512 Organ. Don 0031-294-233654 Expo Partners 0031-55-5341360 Org.-Vac 0031-495-588008 Euregiobazaar 0031-64-5459010 Timmermans 0031-6-20299824 van Aerle 0031-492-525483 Dekker 0031-30-6572512 De Evenementenlijn 0031-416-530502 van Aerle 0031-492-525483 KIWO 0031-512-351668 Vitalis 0031-591611411 Info: 0048-71-3475135

MONTAG 26. AUGUST 2013 GB

Malvern

Three Counties Showground

T

B2B Events

0044-1636-676531

DIENSTAG 27. AUGUST 2013 F

Lille

Grand Palais

A T

Przybylak

0033-2-37245160

MITTWOCH 28. AUGUST 2013 NL

Zierikzee

Evenemententerrein van Kloet

T

Kloet Evenementen 0031-111-414214

DONNERSTAG 29. AUGUST 2013 A F NL NL

Strobl/Wolfgangsee Saint-Raphael Den Haag Purmerend

Marktplatz Palais des Congres Salon des Antiquaires WC Babylon Koemarkt

T A T T

Muckenhuber 1.T. Cluzel Kempff Marktwezen

0043-664-3080050 00336-13438783 0031-71-5761175 0031-299-452256

FREITAG 30. AUGUST 2013 A A A CZ F NL NL

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SAMSTAG 31. AUGUST 2013 A A A A CH CH F NL NL NL PL

Graz Mondsee Tannheim Wien Weinfelden Zürich Saint-Raphael Hoogvliet Makkinga Zierikzee Breslau (Wroclaw)

P-Messe, Fröhlichgasse Ägydimarkt Parkpl. Bauernmuseum Parkpl. an der B199 geg. Lift Am Hof Marktplatz Bürkliplatz 6-16 Uhr Palais des Congres Salon des Antiquaires Winkelcentrum de Fuik Dorfstr. Havenplein vor der Jahrhunderthalle (Hala Stulecia)

SONNTAG 1. SEPTEMBER 2013 A A A A B B B F NL NL NL NL NL

Ebbs Nussdorf/Attersee Villach Völs Arlon Eupen-Kettenis Ophoven/Kinrooi Saint-Raphael Annen Brunssum Enschede Landgraaf Nijmegen

Blumenwelt Hödnerhof, Halle und FG Parkpl. Bundesstr. Parkpl. Parkhotel, Moritschstr. Einkaufsstadt Cyta Altstadt, um die Kirche St. Donat Parking der Festhalle De7 Ambachten, Venlosesteenweg Palais des Congres Salon des Antiquaires de Brink Hallen Zwarte Markt H. J. v. Heekplein Openlucht bioscoop Jan Massinkhal

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11.07.2013

10:27 Uhr

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AUKTIONEN 40

VORBERICHTE

■ Henry’s, Mutterstadt Das traditionsreiche Auktionshaus Henry’s in Mutterstadt präsentiert in seinen August-Auktionen, die am 30. und 31. stattfinden, wieder ein breites Angebot aus den klassischen Auktionsbereichen. Diamonds are a girl’s best friend – unter diesem Motto kommt in der Auktion „Moderner Schmuck“ am 30. August ein schöner Diamantring mit 4,57 Karat zum Aufruf (Limit 16.500 Euro). Des Weiteren werden viele Stücke namhafter Schmuckmanufakturen wie Tiffany & Co., Bulgari, Cartier und Fabergé angeboten. Die Armspange „Pantheré“ von Cartier aus Gelbgold mit Brillantbesatz ist dabei auf 2.900 Euro limitiert. Die Auktion „Glas – Porzellan – Keramik“, die am 31. August stattfindet, hält neben zahlreichen hochwertigen Stücken aller bekannter Manufakturen wie Meißen, KPM oder Royal Kopenhagen ein besonderes Stück der Manufaktur Frankenthal bereit: ein Teller aus dem Mannheimer Hofservice aus der Zeit um 1756/57. Vergleichsstücke hierzu finden sich im Historischen Museum in Speyer, im Mannheimer Schloss und im Reiß-Engelhorn-Museum. Ein Stück dieser Güte ist nur selten im Angebot, das Limit liegt bei 1.850 Euro. Die Auktion „Antiquitäten & Sammlerstücke“ am 31. August bietet ein Paar Cloi-

Cartier, Armspange „Pantheré“, Gelbgold mit Brillanten (Limit 2.900 Euro). Henry’s, Mutterstadt, 30.08.2013

sonné-Emailvasen aus der Kang-Hsi-Zeit (um 1670/80). Der Korpus besteht aus Kupfer mit Resten alter Vergoldung, in Kartuschen sind Hofszenen mit Anspielung auf Glückssymbole dargestellt (Limit 9.000 Euro). Eine Cloisonné-Email-Schale aus der Ming-Dynastie soll mindestens 3.500 Euro kosten. Für Jugendstilliebhaber gibt es eine silberne Plakette der Wiener Werkstätte, die K.F. Delavilla für das Cabaret Fledermaus entworfen hat. Das exklusive Stück ist mit 2.200 Euro limitiert. Telefon: 06234/80110 Internet: www.henrys.de

NACHBERICHTE

■ alino, Bad Dürkheim Das Auktionshaus alino in Bad Dürkheim schaut auf ein sehr erfolgreiches Frühjahr zurück. Für das umfangreiche Angebot mit moderaten Limits wurden überwiegend gute Steigerungen erzielt. Über 3.500

Paar Cloisonné-Emailvasen, Kang-Hsi-Zeit, China um 1670/80 (Limit 9.000 Euro). Henry’s, Mutterstadt, 31.08.2013 08 / 13

Ritter-Marionette, um 1910 (Zuschlag 800 Euro). alino, Bad Dürkheim, 31.05./01.06.2013

hochwertige Positionen kamen unter den Hammer. Schon im Vorfeld waren wie immer zahlreiche schriftliche Ferngebote eingegangen. Viele Sammler, darunter auch Bieter aus dem Ruhrgebiet, Belgien und der Schweiz, kamen persönlich nach Bad Dürkheim, um vor Ort mitzusteigern. Beachtliche 600 Euro wurden für eine Lineol-Aufstellfigur aus dem Jahr 1932 gewährt. Sie stellt einen Offizier des Regiments „George Washington“ aus der Epoche des amerikanischen Bürgerkriegs dar. Ein ganz besonderer Höhepunkt war die Versteigerung der beiden privaten Sammlungsauflösungen an Eisenbahnen. Darunter befanden sich 1.500 Lokomotiven der Spur H0 und viele Wagen. Einen Top-Zuschlag von 650 Euro gab es für eine Märklin Bogenlampe aus dem Jahr 1910. Eine Märklin Schlepptenderlok inklusive Kohletender wechselte bei 370 Euro seinen Besitzer. Eine rund hundert Jahre alte Ritter-Marionette kam für 800 Euro unter den Hammer. Eine Armand-Marseille-Porzellankopfpuppe von 1900 und ein Steiff-Teddy-Baby von 1949 in unbespieltem Originalzustand wurden jeweils bei 260 Euro zugeschlagen. Liebhaber von Modellautos und Blechspielzeug kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Bei sechs Wiking Mercedes-Koffersattelzügen aus den Sechzigerjahren erfolgte der Zuschlag bei 570 Euro. Die Lehmann-Garage mit Limousine Sedan 765 und Rennwagen 760 mit Fahrer wurde für 450 Euro verkauft. Neben Spielzeug kamen Ende Mai, Anfang Juni auch Antiquitäten und Schmuck zum Aufruf. Höchstwahrscheinlich ein Liebha-

Diamantring mit Carrau-Fassung mit zwei grünen Turmalinen (Zuschlag 1.200 Euro). alino, Bad Dürkheim, 31.05./01.06.2013


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AUKTIONEN 41 berstück und für die Weinregion bezeichnend war eine silberne Traubenschere mit einem außergewöhnlichen Weinrebendekor. Sie wurde mit einer anfänglichen Taxierung von 30 Euro letztendlich für 120 Euro versteigert. Ein Stück, das für Aufsehen sorgte, war ein Damenring mit CarrauFassung und mit darin eingelassenen Altschliffdiamanten, umgeben von zwei grünen Turmalinen. Das Unikat wurde für 1.200 Euro weitergereicht. Telefon: 06322/959970 Internet: www.alino-auktionen.de

■ Wormser Spielzeugauktion Wie im Spielzeughimmel kann man sich bei den Wormser Spielzeugauktionen fühlen, wo regelmäßig mehrere tausend Raritäten und Sammlerstücke unter den Hammer kommen. So auch während der zweitägigen Versteigerung Anfang Juni. Im ausgiebigen Angebot an Modelleisenbahnen entdeckte ein Sammler eine englische Schlepptenderlok von Märklin in Spur 0 und gewährte 1.900 Euro. Weitere Schlepptenderloks von Märklin in Spur 1 und „die neue 1“ kosteten 1.600 Euro und 1.550 Euro. Aber auch Eisenbahnliebhaber mit dem etwas kleineren Geldbeutel wurden ausreichend fündig. In der Abteilung der Modellautos wurde ein Konvolut von einigen hundert H0 Modellfahrzeugen bei einem Zuschlag von 4.400 Euro weitergegeben. Ebenfalls bereichernd waren eine große Puppensammlung mit überwiegend Käthe-Kruse-Puppen, aber auch viele schöne Porzellankopfpuppen. So wurden zum Beispiel eine Bébé-Steiner-

Märklin 4346 Antriebsmodell Wassermühle mit Wasserbassin und Pumpwerk (Zuschlag 2.200 Euro). Wormser Spielzeugauktion, 07./08.06.2013

Porzellankopfpuppe bei 2.100 Euro und eine Tête-Jumeau-Porzellankopfpuppe bei 1.900 Euro zugeschlagen. Auch beim Blechspielzeug gab es wieder einige Highlights: Ein Carette-Heißluftmotor kostete 1.407 Euro und ein Antriebsmodell Wassermühle mit Wasserbassin und Pumpwerk von Märklin 2.200 Euro. Telefon: 06247/90460 Internet: www.auktionshaus-loesch.de

■ Boltz, Bayreuth Papierantiquitäten, Bilderbücher, Bücher und religiöse Volkskunst versteigerte das Bayreuther Auktionshaus Boltz am 1. Juni. Zwischen 1.400 Euro und 200 Euro lagen die höchsten Zuschläge für Papierantiquitäten und Bücher. Ein Konvolut mit fünfzehn Privatfotos von Romy Schneider sowie vier handschriftliche Briefe wurden für 1.400 Euro weitergereicht. 1.200 Euro wurden für ein Album mit 195 farblitografierten Ansichtskarten von München gewährt. Dazu gehörten 24 Zeno Diemer Künstler-Karten. Ein Garten-Bau-Kasten von Karl Max Seiffert aus Dresden mit sechs Vorlageblättern und Titelbild war einem Sammler 650 Euro wert. Aus dem Nachlass von Max Reinhardt, dem Begründer der Salzburger Festspiele, war bei der religiösen Volkskunst eine Höllensturz-Darstellung aus mehreren Szenen gelangt. Im Zentrum der einzelnen, reliefierten und bemalten Porzellanplatten, die in Form eines Schildes aneinandergereiht sind, steht die Vertreibung aus dem Paradies. Zugeschlagen wurde das außergewöhnliche Stück bei 1.600 Euro. Für eben den Betrag wurde eine feuervergoldete Messinguhr in Form einer gotischen Kathedrale versteigert. Ikonen und Votivtafeln wurden zwischen 600 Euro und 900 Euro zugeschlagen. Eine Woche später standen bei Boltz Spielzeug und Varia auf dem Programm. Spitzenstück war mit 3.600 Euro eine Biskuitporzellan-Kurbelkopf-Puppe von Jumeau, die mit 500 Euro startete. Ein Käthe-Kruse-Junge in originalem Filzanzug wurde bei 1.700 Euro zugeschlagen. Auch Eisenbahnliebhaber kamen auf ihre Kosten: Bei 750 Euro lag die Märklin-Schlepptenderlok 12920 GR 929/0. Eine Küchenstube mit Inventar konnte bei einem Ausruf von 200 Euro bei 370 Euro zugeschlagen werden. Mit 1.000 Euro ging der höchste Zuschlag in der

Märklin Spur 0 CE 65/13020 MBR englische Schlepptenderlok (Zuschlag 1.900 Euro). Wormser Spielzeugauktion, 07./08.06.2013

Gouache, um 1600, Dame mit Gesangbuch (Zuschlag 440 Euro). Boltz, Bayreuth, 01.06.2013

Auktion „Kunterbuntes“ an eine kleine Elfenbeinfigur auf Sockel, die in Form einer höfischen Dame geschnitzt ist. Unter ihrem langen Rock kommen drei fein geschnitzte höfische Szenen zum Vorschein, wenn man ihn wie eine Flügeltüre aufklappt. Figuratives Porzellan kam von Rosenthal. Die Perlhühner wurden bei 180 Euro zugeschlagen. Ein Lüsterweibchen aus der Zeit um 1890/1900 war einem Sammler 800 Euro wert. Telefon: 0921/20616 Internet: www.boltz-auktionen.de

Uhr in Form einer Kathedrale, Acht Tage-Uhrwerk, Stundenschlag auf Glocke, Spieluhr mittels Schnuraufzug, Holzsockel, Glassturz, Messing, feuervergoldet, Frankreich, H ohne Glassturz 64 cm (Zuschlag 1.600 Euro). Boltz, Bayreuth, 01.06.2013 08 / 13


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TERMINE Ahrenshoop 03.08. Ahrenshooper Kunstauktionen Tel. 038220/80304 www.ahrenshoopkunstauktion.de Kunst des 19./20. Jhs., Ahrenshooper Künstlerkolonie, klassische Moderne

Bamberg 27.07. Sebök Tel. 0951/202593 www.seboek-auktionen.de Kunst und Antiquitäten

Berlin 29.07. Jeschke & van Vliet Tel. 030/22667700 www.jvv-berlin.de Alte und Moderne Kunst, Antiquitäten

Album mit 195 Ansichtskarten von München, Farblithografie, Darunter 24 Künstlerkarten Zeno Diemer, Heinrich Kley, Verlag Huber, Salis, Franke & Co., Böhm, Zieher u.a. (Zuschlag 1.200 Euro). Boltz, Bayreuth, 01.06.2013

31.08.

14.08.

Gründerzeitmarkt Tel. 030/56594872 www.gruenderzeitmarktmahlsdorf.de Kunst, Antiquitäten, Varia

Merry Old England Tel. 08821/59909 www.caselton.de Kunst, Antik und Varia

31.08.

Hamburg 21.08.

Kranzberg 03.08.

Mette Tel. 040/46069256 www.auktionshaus-mette.de Kunst und Schmuck

Gut Bernstorf Tel. 08166-993211 www.gutbernstorf.de Kunst, Antiquitäten und Varia

Dietzel Tel. 030/3130610 www.dietzelberlin.de Briefmarken

Buxtehude 31.08. Aldag Tel. 04161/81005 www.auktionshaus-aldag.de Kunst und Antiquitäten

Dettelbach 03.08.

Koblenz 27.07. Engel Tel. 0261/9143751 www.engel-kunst.com Kunst, Antiquitäten, Grafik

Koserow/Usedom 27.07. Koserower Kunstsalon Tel. 038375/24054 www.usedomer-kunstauktion.de Pommersche Grafikauktion

Magdeburg 24.08. Bieberle Tel. 0391/1861847 www.auktionshausbieberle.de Kunst, Antiquitäten und Varia

Mannheim 24.08. Auktionshaus Schwab Tel. 0621/12805394 www.schwab-auktionen.de Kunst, Antiquitäten und Varia

München 23.07. Nusser Tel. 089/2782510 www.nusser-auktionen.de Kunst, Antiquitäten, Varia

27.07. Rütten Tel. 089/12715100 www.auktionshaus-ruetten.de Kunst, Antiquitäten, Varia

Doebele Tel. 09324/903485 www.fine-art-doebele.de Kunst 20./21 Jh.

Döhlau 24.07.-27.07. Lankes Tel. 09286/95050 www.lankes-auktionen.com Spielzeug

Frankfurt 27.07. Weiser Tel. 069/675148 www.stampmaster.de Briefmarken, Münzen und Antikes

Garmisch-Partenkirchen 07.08. Merry Old England Tel. 08821/59909 www.caselton.de Kunst, Antik und Krempel 08 / 13

Puppenküche, Holzgehäuse, Wand- und Fußbodentapete, diverse Möbel, Blechherd mit 2 Kupfertöpfen, 6 Teile Kupfer, schönes Spülbecken mit Wasserbehälter aus Blech, diverse Kleinteile und Püppchen, 61 x 30 x 30 cm (Zuschlag 370 Euro). Boltz, Bayreuth, 08.06.2013


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Mutterstadt 26.07.

Rüdesheim/Geisenheim 30.08.-31.08.

Henry’s Tel. 06234/80110 www.henrys.de Antiker & Moderner Schmuck

Selzer Tel. 06722/4024777 www.selzer-toy-auction.com Spielzeug

27.07. Henry’s Tel. 06234/80110 www.henrys.de Kunst und Antiquitäten

03.08. Henry’s Tel. 06234/80110 www.henrys.de Orientteppiche

30.08. Henry’s Tel. 06234/80110 www.henrys.de Uhren und Schmuck

31.08. Henry’s Tel. 06234/80110 www.henrys.de Kunst und Antiquitäten

Nürnberg 02.08.-03.08. Franke Tel. 0911-5273720 www.auktionshaus-franke.de Kunst, Antiquitäten und Varia

Pfarrkirchen 27.07. Reibnitz Tel. 08561/910240 www.reibnitz-auktionen.de Kunst, Antiquitäten und Varia

Plauen 22.08.-24.08. Mehlis Tel. 03741/221005 www.mehlis.eu Kunst und Antiquitäten

Schwerin 03.08. Auktionshaus Schwerin Tel. 0385/7778930 www.auktionshaus-schwerin.de Kunst, Antiquitäten, Varia

Stuttgart 26.07. Regele Tel. 0711-691145 www.regeleversteigerungen.de Kunst, Technik und Varia

Wiesbaden 31.08. Jäger Tel. 0611/304102 www.auktionshaus-jaeger.de Kunst und Antiquitäten

Würzburg 27.07. Kempf Tel. 0931-20793193 www.auktionshaus-kempf.de Antiquitäten und Varia

Auktionsermine bitte immer bis zum 1. des Vormonats melden: per E-Mail an termine@gemiverlag.de

Bitte liefern Sie Anzeigen per E-mail als pdf oder jpg mit mindestens 300 dpi Auflösung an anzeigen@gemiverlag.de Info: Tel. 08441/402213 Anzeigenschluss für September: Do. 1. August 08 / 13


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PREISE ■ Waagen und Gewichte

€ 70,- Feingewichtssatz im Holzkasten, 20. Jahrhundert, 8 kleine Messing-Zylindergewichte in Aussparungen des violetten Samtes, im Einsatz mit Glasdeckel kleine PlattenGewichte, Pinzette mit Elfenbein-Schenkeln, Maße 4 x 12,5 x 8 cm (Wendl, Rudolstadt, 20.-22.10.11)

€ 110,- Waage mit Gewichtssatz im Etui, um 1800, rötliche Schatulle mit geprägtem Lederbezug, innen mit rötlichem Samt ausgeschlagen, EisenBalkenwaage mit dreieckigem und rundem Messing-Teller, in Aussparungen beschriftete runde Messing- und EisenGewichte, Maße 2,5 x 18 x 9,5 cm (Wendl, Rudolstadt, 18.20.10.12)

€ 190,- Goldwaage, Nürnberg, um 1760, auf Deckel monogr. „PD“, Paulus Deinert, kleine Balkenwaage aus Eisen und Messingschalen, mit Messinggewichten, gest. „Loui dor” bzw. „Max dor”, sowie drei Feingewichten, in orig. Nussbaumschatulle, ein Gewicht fehlt, rest.bed., Länge 14 cm (Mehlis, Plauen, 21.-23.02.13)

€ 200,- Münzwaage, Waagbalken aus Stahl mit Aufhängung und zwei Metallschalen, Zubehör 10 geprägte Gewichte, Altersspuren, auf Deckelinnenseite Prägestempel „Le Carat de 205 Millig“ und „L. Exupère 71 Rue-de Turbrigo 71, Paris“, 19. Jh., Mahagonischatulle Maße 4,5 x 20 x 9,5 cm und dabei Gewichtssatz mit 10 Messinggewichten (kleinstes wohl fehlend), je bezeichnet, in Lederetui, Maße 4 x 12 x 5,5 cm (Dannenberg, Berlin, 15./16.03.13)

€ 160,- Küchen-Balkenwaage, Deutschland, gefertigt um 1920, Steingut, Eisen, Email, Steingutsockel mit blauem geometrischem Dekor, Reliefbezeichnung „Krups Roberval 10 kg“, zwei Emailschalen (1 x nicht orig.), Maße 25 x 54 x 20 cm (Auktionshaus City Nord, Hamburg, 07./08.09.12) 08 / 13

€ 140,- Küchen-Balkenwaage, gefertigt um 1900, Eisen/Messing, Eisensockel, bezeichnet „Force 15 Kilog“, mit 2 Messingschalen, leichte Gebrauchsspuren, Maße 23,5 x 62 x 27 cm (Auktionshaus City Nord, Hamburg, 07./08.09.12)

€ 220,- Goldwaage mit Klebeetikett bez. „Rechtabgezogen Waag und Gewicht machet von Sr. Königl. Majest. in Preussen allergnad. privilegirt- und examinierter auch geschworner Icht-Macher Abraham Kruse zu Schwelm in der Grafschaft Marck, Anno 1790“, Balkenwaage aus Eisenguss, Waagschalen aus Messing, 8 orig. Gewichte (1 fehlt), geschwärztes Holzetui, teils handschriftl. annotiert, Altersspuren, Etui 13 x 6,5 cm (Mehlis, Plauen, 21.-23.02.13)

€ 300,- Österreichische Münzwaage, Ende 18. Jh., datiert auf einer der Waagschalen (1)788, drei (von vier) runden Gewichten aus Messing (1 Souvrain von 1790, 1 Souver von 1787 und 1 Dukat von 1787) und ein späteres Grammgewicht, Handwaage aus poliertem Eisen, Waagschale und drei Gewichte mit dem österreichischen Doppeladler gestempelt, in Lederkassette, außen mit Doppeladler und ornamentalem Rand geprägt, Maße 12 x 18 cm (Dorotheum, Wien, 12.11.12) € 275,- Münzwaage, um 1780, mit 15 pyramidenstumpfförmigen Münzgewichten und Waage aus Messing, Maße 16,5 x 2,4 x 6,6 cm (Dorotheum, Wien, 30.05.11)

€ 250,- Zwei Karatwaagen und ein Karatgewichtsatz, um 1900, eine Waage von L. Exupére Paris in Lederetui, die andere in Mahagonikassette, jeweils mit Gewichten, der Gewichtsatz in Ebenholzkassette von 1-100 Karat, dazu eine Perlenlehre nach Hermann Herz (Dorotheum, Wien, 30.05.11)


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€ 350,- Feingewichtssatz, 1759, ebonisierte Holz-Schatulle mit Messing-Hakenverschluss, Etikett „Recht abgezogen Waag und Gewichte macht Meister Joh. Pet. Aeckersberg im Oberbarmen auf Wichlinghausen Ao. 1759“, Eisen-Balkenwaage mit Messing-Tellern, 8 beschriftete Fächer, beschriftete Gewichte, 2,5 x 11,5 x 6 cm (Wendl, Rudolstadt, 18.-20.10.12)

€ 350,- Bergische Münzwaage von Johann Peter Braselmann, Wichlingshausen, ca. 1785, Holzkasten mit Waage und 18 quadratischen Messinggewichten (teils ergänzt), im Deckel ein Kupferstich mit Angaben des Herstellers, ein Messinghaken am Deckel fehlt, Maße 18 x 9 x 2,5 cm (Dorotheum, Wien, 12.11.12)

€ 360,- Briefwaage, Deutschland, um 1910, Einpendelwaage mit emaillierter Skala, Gewichtsangabe bis 50 Gramm, am Pendelarm bez. „Made in Gemany“, Fuß Metallguss mit Delphinkopf und Jugendstilornament, Höhe 18 cm (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 375,- Münzwaage, Deutschland, um 1800, 18 runde Knopfgewichte, Waage und Waagschalen aus Messing, 5 Blättchengewichte, in brotscheibenförmigem geprägtem Leder überzogenem, mit rotem Wildleder gefüttertes Etui, am Deckel Siegelstempel (F.R. Jaeger), 2,5 x 25 x 12 cm (Dorotheum, Wien, 30.05.11)

€ 430,- Apothekenwaage von „Johan Fr. Wolschot“, Antwerpen, um 1750, kleinstes Gewicht fehlt, Original-Kupferstich, Maße 17 x 8,5 x 3 cm (©2013 Auction Team Breker, Köln, 26.05.12)

€ 443,- Gold- od. Analysewaage, Herst. Paul Bunge, Hamburg, um 1920, dt. Präzisionsinstrument, kurzarmiger Waagbalken, Tragkraft 30 g, verglaster Mahagonikasten, Marmorsockel, Ablesung über Projektion (©2013 Auction Team Breker, Köln, 26.05.12)

€ 450,- Apothekerwaage, Messing auf Holzstandplatte, verstellbare Füße, beiliegend 1 Gewichtssatz in Holzblock, 1 Pinzette, 1 Gewicht fehlt (Dorotheum, Salzburg,14.10.11) € 475,- Österreichische Münzwaage von 1834, poliertes Eisen, Waagschalen aus Messing, vier runde Messinggewichte, alle gestempelt mit d. österr. Doppeladler und der Jahreszahl (1)834: 1 Souvra 1/2 Souvra, 1 Ducat und 2 Ducat, in originaler Kassette mit Rauleder gefüttert, Doppeladler und ornamentalem Rand, 16,5 x 11,3 cm (Dorotheum, Wien, 12.11.12)

€ 500,- Vier Kugelgewichte, Württemberg, 17. Jahrhundert., 4 Kanonenkugeln je in Tragebändern aus Eisen, an den Tragringen bez. mit römischen Ziffern „V“, „XX“ und „VI“, Höhe 17/18,5/28,5 cm (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 507,- Italienische Goldwaage, um 1790, komplett mit 15 Gewichten (Louidor, Carldor, Maxdor, Seferin), mit Waage in Lederetui (©2013 Auction Team Breker, Köln, 26.05.12) 08 / 13


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€ 550,- Berliner Münzwaage, Preußen, um 1820, Balkenwaage aus Messing, zwei runde Messingschalen an grünen, späteren Bändern, 29 von 30 Knopfgewichte mit Münzbezeichnungen, mit Papier bezogener Holzkasten (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 570,- Deutsche Apothekerwaage, bezeichnet „G. Westphal, Celle“, 1910, gusseiserne Säule mit Äskulap-Figur, Balken und Schalen aus Messing, mit vielen Eichstempeln, Balkenlänge 36 cm (©2013 Auction Team Breker, Köln, 26.05.12)

€ 620,- Nürnberger Bechergewicht, 18. Jh., Gewichtsatz aus Messing, Topf mit Kelchpunze (wohl Fleischmann/ Lenz), Initialen „PA GM, verschlagene spanische Punze: …da Cidade…do reino…, im Topfboden 1728“, 9 passgenaue Einsatzbecher, 1271 g., Höhe 7,5 cm (Kunst & Kuriosa, Heidelberg, 15.06.12) 08 / 13

€ 660,- Goldwaage, Johann Phillipp Herbertz, Solingen, um 1760, 2 Messingwaagschalen, 20 Gewichtsmünzen, u.a. Pistol, Ducat Sevrit u. Carlin, bez. „Ihre Churfurstl. Durchl. zu Pfaltz in Fabricirung der Goldw. gnädigst bestelt u. Priveligirter Joh. Phill. Herbertz in Sohlingen werden diese und andre Sorten nach dem Reichsfusz wohl abgeogne Goldw. Fabric. und aprob.“, im Holzkästchen, Altersspuren (Franke, Nürnberg, 09./10.11.12)

€ 800,- Dukatenwaage mit 1 Gewicht im original Violinkästchen, Johann Los, Nürnberg, gefertigt um 1730, Balkenwaage mit Spatelenden und Bogen für Asse an verzierter Zunge, zwei runde Messingschalen mit einer Marke König mit Zepter, wohl Zeichen ungarischer Dukaten, 1 Dukaten-Gewicht, Holzkästchen, innen mit Etikett „Ein Wäglein...” (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 1.000,- Bechergewicht, Nürnberg, um 1700, am Deckel Meistermarke „Glocke“, wohl Christoph Schirmer d.Ä., Ziffer „8“, Bügel mit Verschluss-Pferdekopf, 9 Einsätze (unvollst., Marc-Angaben & Punzen meist „Lilie“), Bronze, H 10,8 cm (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 700,- Münzwaage, Johannes Kirchen, Köln, um 1740, Eisenwaage mit Messingschalen, 16 geprägten Goldgewichten und 12 geprägten Blechplättchen, bezeichnet und datiert auf Kupferstich im Deckel, Holzkasten mit ornamentalem Branddekor, Maße 3 x 13,8 x 6,5 cm (Lempertz, Köln, 10./11.05.12)

€ 900,- Münzwaage, J. F. Wolschot, Niederlande, Mitte 18. Jh., Eisenwaage mit Messingschalen und 16 geprägten Goldgewichten, kleines Fach mit sechs geprägten Blechplättchen, Kupferstich im Deckel mit Darstellung der Gewichte, Maße 2,8 x 15,7 x 8,5 cm (Lempertz, Köln, 10./11.05.12)

€ 824,- Vier schwere englische Gewichte, Ende 19. Jahrhundert, City of Birmingham, Bronzeguss, signiert „W. & J. Avery“, 100, 300, 400 und 500 Oz. (©2013 Auction Team Breker, Köln, 26.05.12)

€ 938,- Münzwaage, 1. Hälfte 19. Jh., Waage und Waagschalen aus Messing, 15 runde Messinggewichte mit rot eingefärbten Gravuren, in mit braunem, geprägtem Leder überzogenem Etui, Maße 10 x 23 cm (Dorotheum, Wien, 12.11.12)


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€ 1.125,- Nürnberger Münzwaage, Meistermarke „Das Männlein mit der Sichel“, Initialen „IFM“ auf Waagschale, Johann Friedrich Mayer (Lockner 1577, Meister 1775), die andere Schale mit Nürnberger Stadtwappen, 11 quadr. Messinggewichte mit Nürnberger Stadtwappen, Orig.-Holzkasten, Maße 2,6 x 17 x 8,2 cm (Dorotheum, Wien, 12.11.12)

€ 1.200,- Medizinalgewichtssatz, Bayern, um 1850, Messing, 23 Gewichte, davon 10 Unz-/13 Grangewichte, Unzgewichte in Pyramidenstumpfform, tlw. ornamental verziert, bis auf 2 alle gemarkt mit bayrischem Wappen, Krone und Bezeichnung, zus. 5 Unz- und 4 Obolgewichte (ergänzt), Holzkasten (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 1.400,- Münzwaage, 17. Jh., Deckel Kupferstich mit Geizhals u. Tod am Tisch; darüber Wappen, 12 abgebildete Münzen mit Umrechnung in Gulden, niederl. Beschriftung „Gemacht von Johannes Linderman in Amsterdam“, EisenBalkenwaage (alt ergänzt), geprägte Messing-Gewichte, 3,3 x 13,2 x 7 cm (Wendl, Rudolstadt, 20.-22.10.11)

€ 1.500,- Münzwaage, wohl Johann Sebastian Lösch, Nürnberg, 1763, Eisenwaage mit Waagschalen aus Metall, mit Nürnberger Rotschmiede-Meisterzeichen, 10 runde Messinggewichte, Griffstäbchen u. eingravierte Münzbezeichnungen, passiger Lederkasten, 2,9 x 18,5 x 10,3 cm (Lempertz, Köln, 10./11.05.12)

€ 1.500,- Münzwaage, Frankreich, erste Hälfte 18. Jahrhundert, Messingwaage mit Messingschalen, 11 runde Messinggewichte mit Griffstäbchen, kleines Fach mit 2 geprägten Blechplättchen, passiger Lederkasten mit geprägtem Dekor u. Wildlederfutter, 3,8 x 24,2 x 11,5 cm (Lempertz, Köln, 10./11.05.12)

€ 5.000,- Vormetrisches Bechergewicht, Nürnberg, um 1700/20, vollplastisch aufgesetzte Figuren, Bügel mit Seepferden und Löwenköpfen, 9 Einsätze (unvollständig, tlw. erg.), H 16,2 cm (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 3.000,- Apothekergewichtssatz aus Nürnberg für Stuttgart, um 1825, Messing, 20 Gewichte, davon 6 Unz-, 4 Obol- und 10 Grangewichte, alle gemarkt mit Hirschstange, 1-Unze-Gewicht gemarkt „GHS“ über 3 Herzen (Georg Heinrich Sichler), in orig. Pappschachtel bez. „Königl. Württemberg. Medicinal Gewicht, 1/4 Pfund…“ (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10)

€ 4.000,- Großer Einsatzgewichtsatz aus Messing, Meisterzeichen „Meerpferd“ (wohl Lockner Nr. 1870, Johann Kaspar Wild, Meister 1822; das Meisterzeichen unterscheidet sich von den abbgeb. in Lockner), oben gestempelt „S1“, Henkel in Form von zwei Delfinen, innen 11 Einsätze (komplett) und am Boden gestempelt „1721“ (später?), Höhe mit aufgestelltem Henkel ca. 17 cm, Gewicht ca. 5,73 kg (Dorotheum, Wien, 12.11.12)

€ 2.200,- Zwei Bechergewichte, Andreas Zeigengeist, Nürnberg, um 1700, Meistermarke „AS“, für 8 Marc, Wandung mit Jagdszenen, mit 11 Einsätzen (vollständig aber wohl tlw. ergänzt), tlw. mit Eichzeichen „Lilie“ und undeutlicher Punze, Bechergewicht für 2 Marc, mit 7 Einsätzen (unvollständig, ein Becher mit Haarriss), tlw. Eichzeichen „Lilie“ und undeutliche Punzen, Höhe11,5/7,5 cm (Siebers Auktionen, Stuttgart, 04.-06.11.10) 08 / 13


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WESTERNCHARAKTERE FRANK-W. BLACHE

Während sich die deutschen Figurenhersteller mit Karl May beschäftigten, tat sich international Einiges, um der weit gespannten Western-Szene gerecht zu werden.

Der amerikanische Weste(r)n In der Vorkriegszeit lag das Interesse der großen Hersteller von Aufstellfiguren in Deutschland, etwa bei Hausser und Lineol, in der Produktion von Soldatenfiguren; Cowboy- und Indianerfiguren wurden nur in kleinem Umfang angeboten. Erst kurz nach dem Krieg, als man nicht mehr mit Soldaten spielen wollte, kam Hausser auf die Idee, die Fantasiefiguren von Karl May in Masse und später in Hartplastik umzusetzen. Es begann mit Old Shatterhand und Winnetou aus Masse. Die Modelleure von Hausser Elastolin waren in der Folgezeit am rührigsten und haben fast den ganzen Kosmos Karl Mays in kleinen Figuren dargestellt, sowohl die Personen aus dem Westen Amerikas bis hin zu Sam Hawkins, als auch die Orientfiguren mit Kara ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Auch Heinerle Domplast und Linde waren in der Szene tätig, wenn sie auch offensichtlich etwas bei Elastolin abgekupfert hatten, was die Gestaltung der Figuren betraf. Und auch heutige Hersteller wie Janetzki Arts (die Produktion ist leider schon wieder eingestellt), Lineol / Duscha und Diedhoff beschäftigen sich noch mit dem Karl May-Thema. International gesehen waren diese Figuren nur von geringem Interesse. Dafür gab der amerikanische Westen bzw. Western genug Material her. Und es waren nicht einmal amerikanische Hersteller, die sich ihrer Helden – seien es tatsächliche, Romanfiguren oder spätere Filmhelden – angenommen haben: Es waren traditionsreiche europäische Firmen, die Buffalo Bill oder Hopalong Cassidy als Figuren gepresst haben. Gerade die Buffalo Bills waren zahlreich, sie kamen von Nachkriegs-Lederstrumpf von Lineol Lederstrumpf Buchausgabe vom Anfang des 20. Jahrhunderts mit Illustrationen von Max Slevogt Lederstrumpf und Chingachgook von der belgischen Firma Durso 08 / 13

der österreichischen Firma Pfeiffer, die später von Hausser übernommen wurde, oder von Britains aus England und Starlux aus Frankreich. Und Durso aus Belgien hatte eine ganze Reihe Gestalten des alten und neueren Westens Amerikas auf der Liste.

Lederstrumpf Chronologisch dargestellt, muss man mit der ältesten Romangestalt, die auch als Aufstellfigur verfügbar ist, anfangen: „Lederstrumpf". Von seinem Schöpfer James Fenimore Cooper wurde er in der Zeit um 1720/30 an der damaligen Ostküste Amerikas angesiedelt und knapp hundert Jahre danach von ihm beschrieben. Sein Held, Nathaniel Bumppo (sein Vorbild soll der deutsche Einwanderer Johann Adam Hartmann gewesen sein) war die Hauptperson in fünf Einzelromanen, die sein ganzes Leben abdeckten. Die Geschichten vom Wildtöter „Hawk Eye" wurden unter dem Titel „Lederstrumpf" zusammengefasst. Schon wenige Jahre nach der Veröffentlichung der letzten Geschichte, 1841, lagen auch deutsche Übersetzun-


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David Crockett von Marx USA aus dem Playset „Alamo" Dito. Colonel Travis und Freiwilliger Comicheft: der illustrierte Klassiker „Davy Crockett" (offiziell eigentlich immer David Crockett) Crockett von Durso, erste Version der Fußfigur

Größe. „Lederstrumpf" hieß hier „Hawk Eye" (Falkenauge) wie im Original. Die Figur hatte nicht unbedingt etwas Charakteristisches an sich, Hauptkennzeichen waren die Waschbär-Fellmütze und die Bezeichnung im Katalog. Hier finden wir auch „Chingachgook" an seiner Seite. Die Figuren wurden im Zeitraum 1947 bis 1980 hergestellt. Durch ihre glänzende Bemalung wirken sie etwas spielzeughaft, aber Spielzeug waren sie zu ihrer Zeit schließlich auch. Dennoch sind sie heute bei Sammlern nachgefragt, nicht nur in Belgien. In gutem Zustand erzielen sie entsprechend hohe Preise.

Crockett, die zweite Version neol mit der Firma Lehmann, auch in Brandenburg, zu einem VEB zusammengelegt. Nennenswerte Neuentwicklungen kamen dann nicht mehr. Die zweite war die Firma Durso von Michel Klimov aus Lüttich in Belgien. Hierzulande nicht so bekannt, produzierte Durso durchgehend von circa 1934 bis 1988 Massefiguren in der 7 cmgen vor. In der Folgezeit wurde „Lederstrumpf" zur Standardlektüre vorwiegend jugendlicher Leser. Das hielt bis weit in die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts vor. Cooper stellte „Lederstrumpf" den Mohikaner „Chingachgook" zur Seite, jedenfalls in der Episode „Der letzte Mohikaner". Die innige Freundschaft zwischen dem „edlen" Wilden und dem Weißen könnte sich Karl May als Vorbild für Old Shatterhand und Winnetou genommen haben. Zwei Hersteller von Aufstellfiguren hatten „Lederstrumpf" in ihrem Angebot. Einer davon war die Firma Lineol aus Brandenburg an der Havel. Sie stellte ihn in zwei Farbvarianten vor dem Zweiten Weltkrieg aus Masse her. Eine dritte Version wurde noch in den frühen Nachkriegsjahren angeboten. Ansonsten hatte sich Lineol (Markenzeichen: drei watschelnde Enten) mit Charakterfiguren auffallend zurückgehalten – außer natürlich bei der „Prominenz" des Dritten Reichs. Nach dem Krieg wurde Li-

David Crockett Als nächstes in der Chronologie kommt man von der Romangestalt des James Fenimore Cooper zu David Crockett, einem real existierenden Helden Amerikas. Sein heroischer Kampf gegen die mexikani-


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SPIELZEUG 50 Eher ungewöhnlich: die Reiterfigur Crockett von Durso Hartplastikgruppe in der 7 cm-Größe: Crockett, Travis, Bowie und zwei mexikanische Soldaten Buffalo Bill, Groschenroman vom Anfang des 20. Jahrhunderts sche Armee ging in die Legenden Amerikas ein. Anfang der 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts lief in den USA eine fünfteilige, von Walt Disney produzierte Fernsehserie über David Crockett. Für Deutschland wurden daraus zwei Spielfilme gemacht, die in den Kinos liefen. Als 1960 der Film „Alamo" mit John Wayne als David Crockett in die Kinos kam, war Crockett auch in Deutschland ziemlich populär. Er fand seine „literarische" Krönung in der Comicserie „Illustrierte Klassiker" Anfang der 50er. In den USA war es der Spielzeuggigant Marx, der ein „Alamo"-Playset mit entsprechenden Hartplastikfiguren produzierte und es in die Kinderzimmer 7 cm-Größe. Es ist aus Plastik und sehr detailliert. Drei Verteidiger des Alamo kämpfen gegen zwei Soldaten der mexikanischen Armee. Es handelt sich um David Crockett, mit dem Gewehrkolben zuschlagend, Colonel Travis mit seinem Säbel und den bereits verwundeten Bowie mit dem gleichnamigen Messer sowie zwei mexikanische Soldaten. Hersteller und Herstellungszeitraum sind derzeit nicht bekannt.

Buffalo Bill In der Zeitfolge kommt um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert William F. Cody, genannt „Buffalo Bill". Er war einer, der nicht nur selbst Abenteuer im Wilden

brachte. Der deutsche Hersteller Lineol in Brandenburg fiel nach dem Weltkrieg für die Produktion einer amerikanischen Figur aus: Das ging in der DDR gar nicht. Und Hausser war gerade damit beschäftigt, die „Eisenherz"-Serie nach dem Comic von Harold Foster zu gestalten, kurz darauf die Karl May-Figuren in Hartplastik. Als einziger deutscher Hersteller hatte wohl die Firma von Christian Friedrich Ley aus Roth bei Nürnberg mit dem Markennamen Leyla einen David Crockett als Reiterfigur im Programm. Diese muss aus der Nach08 / 13

kriegszeit stammen und ist extrem selten. In Europa war es zunächst wieder die Firma Durso, die mehrere Figuren unter der Bezeichnung „David Crockett" produzierte. So gibt es zwei stehende Figuren, von denen eine das Gewehr im Anschlag hat und die andere es in bewährter Art in der Armbeuge trägt. Etwas Besonderes bietet die dritte Figur, eine Reiterfigur: Crocketts Pferd steigt vorne hoch, er schwingt sein Gewehr über den Kopf, triumphierend oder wie auch immer. Aus neuerer Zeit existiert ein Ensemble von fünf Figuren in der


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Westen erlebt hatte, sondern sie auch wirkungsvoll zu vermarkten wusste. Die grundlegende Idee dazu lieferte ihm Edward Zane Carroll Judson, der unter dem Pseudonym Ned Buntline als Erfinder der „Dime Novels", der Groschenromane, gilt. Buntline war immer auf der Suche nach neuem Stoff für seine Trivial-Romane. Bei einer Reise durch den Westen war er auch auf den Büffeljäger und Scout William F. Cody gestoßen und fand in ihm die ideale Person für jede Menge abenteuerlicher Geschichten. Buntline hatte zusätzlich zu seinen Romanen begonnen, den Mythos des Wilden Westens in Form von Theaterstücken unter die Leute zu bringen. So zog Cody eine riesige Wildwest-Show auf mit richtigen Cowboys, Indianern, Rindviechern, Planwagen und Kutschen. „Buffalo Bills Wild West and Congress of Rough Riders of the World", wie sich die Show vollständig nannte, tourte nicht nur in den USA, sondern machte auch den Sprung nach Europa. Den „Dime Novels" folgten unzählige Romane und Comics, auch in Deutschland. Der Geschichtenerzähler und Zeichner Rudi Wäscher war einer von denen, die „Buffalo Bill" aufgriffen. Einer bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa so bekannten Person wie Buffalo Bill widmeten sich natürlich auch die Aufstellfigurenhersteller. So war der deutscher Hersteller O&M Hausser in Ludwigsburg (ab 1935 dann Coburg) einer der ersten, der eine seiner Westernfiguren als „Buffalo Bill" betitelte. Er ist den frühen Figuren in der 10 cm-Größe der Jahre ab 1910 zuzurechnen. Eventuell erfolgte die Entwicklung der Figur noch bei der Firma Pfeiffer, bevor sie von Hausser übernommen wurde. Buffalo Bill ist in der typischen

Buffalo Bill der Wiener Firma Pfeiffer in der 10 cm-Größe, leider ohne sein weißes Pferd Buffalo Bill mit Tipple Topple-Marke, 7 cm-Größe (Pfeiffer und Hausser) Buffalo Bill von Hausser Elastolin. Das Ensemble mit Concord-Kutsche ist nach einem Foto entstanden, das während einer Show in München gemacht wurde Buffalo Bill der französischen Firma Quiralu aus Aluminiumguss, 54 mm-Größe Starlux Fußfigur Buffalo Bill, etwa 6 cm hoch Neuzeitliche Buffalo Bill-Figur der Firma Diedhoff in der 7 cm-Größe Kleidung, die er während seiner Shows trug, dargestellt und reitet sein weißes Pferd. Leider ist dem abgebildeten Buffalo Bill sein weißes Pferd abhanden gekommen, so dass er nur auf einem der für Hausser üblichen Pferde gezeigt werden kann. Erst in den 50er-Jahren kam Hausser wieder auf Buffalo Bill zurück. Diesmal diente er als Kutscher für die sogenannte Überfall-Postkutsche. Das ganze Ensemble, also die Kutsche und der Fahrer, sind einer der Shows von Cody entnommen. Abbildungen von Shows mit einer originalen Concord-Postkutsche hatten wohl den Modelleur von Hausser inspiriert. Im Grunde genommen muss man die unter der Bezeichnung „Tipple Topple" von der österreichischen Firma Pfeiffer herausgegebene Reiterfigur mit der Bezeichnung „Buffalo Bill" ebenfalls Hausser zurechnen. Denn bereits 1925 übernahm Hausser im Rahmen eines Konkursverfahrens der Firma Pfeiffer deren Figurenherstellung. Während des Krieges wurde das Markenzeichen ausgesetzt und erst nach der Rückgabe der österreichischen Niederlassung an die Firma Hausser 1956 wurde es wieder verwendet. Es ist aber anzunehmen, dass Buffalo Bill eine frühe Produktion war. Aber Hausser bzw. Pfeiffer war bei Weitem nicht der einzige Produzent von Aufstellfiguren, der Buffalo Bill modellierte. Wieder 08 / 13


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SPIELZEUG 52 Diverse deutsche Comichefte zum Buffalo BillThema Aktuelle Tom Mix-Figur von Original Lineol (Duscha) Gesellschaftsspiel von Klee „Tom Mix in Texas". Hat aber wenig mit Tom Mix zu tun Comichefte aus dem Serieförlaget Verlag, die wahrscheinlich nur noch in wenigen Exemplaren vorhandene Nr. 8 obenauf einmal mehr war es Durso mit einer Figur in der 7 cm-Größe, ferner die wenig bekannte belgische Firma Incamin, die Emmanuel Steinback von 1939 bis 1948 in Brüssel betrieb. Beide Figuren sind auf dem heutigen Sammlermarkt sehr selten zu finden und haben einen entsprechend hohen Preis. Im Angebot der italienischen Firma Chialu war kein Buffalo Bill zu finden, obwohl gerade die in der Nachkriegszeit ein umfangreiches Cowboy- und IndianerSortiment herausbrachte. Annähernd in der Größe zu den 7 cm-Massefiguren passend waren auch die vollplastischen Metallfiguren der englischen Firma Britains, international eher bekannt als Hausser und Durso. Bei der vorliegenden Figur handelt es sich um eine Aluminiumfigur der französischen Firma Quiralu die als „Buffalo Bill" angeboten wurde. Quiralu produzierte noch lange unter anderem Druckgussautos im Maßstab 1:43. Ebenfalls in Frankreich hatte Pierre Beffara 1945 die Firma Starlux gegründet. Nach einer Anfangsphase, in der die Figuren aus Blei gegossen wurden, ging man beizeiten zum Plastikspritzguss über. Ende der 40er-Jahre wurde nur noch in Plastik produziert. Starlux war bekannt für seine Tierserien bis hin zu den Dinosauriern, aber auch das Mittelalter und natürlich die We-

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sternfiguren waren sehr beachtet. Hier findet sich wieder eine „Buffalo Bill" betitelte Figur. Die ganze Sache ist etwas bunt, aber Starlux war nicht gerade für die naturgetreue Ausführung der Figuren bekannt. Die Produktion fand ausschließlich im Maßstab 1:32, also mit einer Figurenhöhe von ca. 54 mm, statt. Starlux existierte unter verschiedenen Inhabern bis ins Jahr 2005. In neuerer Zeit haben sich in Deutschland wieder einige Figurenhersteller in der 7 cm-Szene etabliert. Eine davon ist die Firma Diedhoff, die unter anderem auch eine bemerkenswerte Reiterfigur von Buffalo Bill herausgebracht hat. Diese Figuren existieren oft nur in kleinen Auflagen und sind relativ schnell vergriffen. Was aber nicht heißt, dass sie nicht irgendwann erneut produziert werden.

Filmhelden Im neuen Jahrhundert kamen die Anbieter von Western Shows langsam ins Hinter-

treffen. 1903 brachte Thomas Alva Edison den ersten, immerhin neun Minuten dauernden Western-Film „The Great Train Robbery" heraus. Er erreichte ein riesiges Publikum. Auch William Cody versuchte sich nach dem Niedergang der riesigen Wildwest-Shows im Film, um seine immensen Schulden abzubauen. Leider war er kommerziell nicht sehr erfolgreich. Etwa ab 1910 entstanden bis zu halbstündige Western am laufenden Band. Hier prägte sich auch der Begriff „B-Western" für mehr oder weniger triviale Filmchen aus. Die Filme wurden mit geringem Aufwand produziert und brachten den Beteiligten ein gutes Geld und den ersten „Seriendarstellern" auch einigen Ruhm. So war der Star der Stummfilmzeit „Bronco Billy" Anderson in einer ganzen Serie namens „Bronco Bill" zu sehen. Ihm folgte William S. Hart, der den romantischen Cowboy gab, wie ihn Owen Wister in seinem Roman „The Virginian" beschrieben hatte. Damit war er lange Zeit sehr erfolgreich. Als William S. Hart langsam zu alt und damit eher unglaubwürdig wurde, tauchte ein neuer Star am Celluloidhimmel auf, Tom Mix. Der wurde noch im 19. Jahrhundert an der Ostküste geboren, hatte aber ein Faible für den Westen und da hauptsächlich für den Cowboy. Er war ein vorzüglicher Rodeo-Reiter und gewann auch so manchen Wettbewerb. Diese Fähigkeiten brachten ihn als Stuntman zum Film. Er übernahm immer mehr Rollen in den massenhaft produzierten Western. Mit seinem Pferd „Tony", wahrscheinlich ein ehemaliges Zirkus-


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SPIELZEUG 53 Weltkrieg, als Tom Mix schon lange tot war. Der schwedische Verlag Serieförlaget brachte eine Comic-Serie auf den Markt, die von 1951 bis 1954 lief. Das Heft Nr. 8 von 1954 soll nur noch in Einzelexemplaren erhalten und zwischenzeitlich den Sammlern bis zu 5.000 Euro wert gewesen sein. Ein Gesellschaftsspiel mit der Bezeichnung „Tom Mix in Texas" wollte wohl hauptsächlich mit dem Namen Umsatz erzielen. Es hatte nämlich mit Tom Mix überhaupt nichts zu tun. Leider waren die deutschen Aufstellfigurenhersteller so mit Karl May beschäftigt, dass sie diese überseeischen „Helden" total vernachlässigten. Erst in neuester Zeit hat Lineol / Duscha eine Reiterfigur in der 7 cm-Größe herausgebracht, die es kurzfristig auch

Merchandise-Artikel: ein Sheriffstern mit Hopalong Cassidy-Prägung Deutsches Cassidy-Comicheft. Erschienen in der Reihe „Phantom" Spiel von Milton Bradley aus den USA; Spielplan mit Copyright William Boyd Hopalong Cassidy auf seinem weißen Pferd von Durso pferd, avancierte er zu einem nicht mehr wegzudenkenden Darsteller während der gesamten Stummfilmzeit. Auch in einigen Tonfilmen wirkte er noch mit, bis er 1940 einem Verkehrsunfall zum Opfer fiel. Die Helden des neuen Mediums Film wurden begierig von allen möglichen Verwertern aufgegriffen. Neben Groschenromanen und Comics gab es auch Brotbüchsen und Taschenmesser mit Tom Mix-Label. Das war Merchandising in seiner Anfangsphase. In Deutschland erschienen diese Sachen erst nach dem Zweiten

unter der Bezeichnung „Tom Mix" gab. Die Ausstattung ist an die Comic-Hefte des Serieförlaget Verlags angelehnt. Den immens großen weißen Stetson hat Tom Mix erst in seinen letzten Filmen getragen, genauso wie die weißen „Operettenanzüge". Ein ebenso großer Filmheld wie Tom Mix war Hopalong Cassidy. Nur war der von vornherein eine reine Romangestalt, die Clarence E. Mulford bereits im Jahr 1904 konzipiert hatte. Der Schauspieler William Boyd übernahm es Mitte der 30er-Jahre, Hopalong Cassidy im Film darzustellen. Er sollte sein Leben lang nichts anderes mehr machen. In unzähligen Filmen und Fernsehserien verkörperte er den Helden, bis er über 60 Jahre alt war. Wie Tom Mix mit Tony, trat auch Boyd immer mit einem


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Durso Red Ryder – die Bezeichnung ist aber nicht gesichert Daisy Luftgewehr mit Red Ryder-Werbung

Pferd namens „Topper" auf. Als die Wirkung der Filme nachzulassen begann und die Fernsehserie noch nicht angelaufen war, wurde auch Hopalong Cassidy als Comic vermarktet, ebenso als Gesellschaftsspiel, allerdings nur in den USA. Diesmal fand sich ein europäischer Hersteller von Massefiguren, wieder einmal Durso, und erfreute die Westerfans mit einer entsprechenden Reiterfigur. Trotz des großen Marktes ist die Figur für Sammler heute selten zu bekommen. Ob eine zur gleichen Zeit von Durso he-

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rausgebrachte Cowboy-Reiterfigur tatsächlich Red Ryder darstellen soll, ist umstritten. Red Ryder war eine reine Comicfigur, deren Strip in den amerikanischen Zeitungen erschien. Bis 1957 gab es sogar ein eigenständiges „Red Ryder"-Comicheft. Auch der Film nahm sich dieser Figur an und produzierte etliche Streifen mit verschiedenen Hauptdarstellern. Nach Europa schaffte es nur der Comic, der in Lizenz in der belgischen Zeitschrift „Spirou" veröffentlicht wurde. Der amerikanische Hersteller von Luftgewehren, die

Lash LaRue-Comic – in Deutschland zusammen mit Tom Mix erschienen Lash LaRue (Unikat) und Al „Fuzzy" St. Jones, der Begleiter von Lash LaRue (auch ein Unikat), gemeinsam unterwegs Daisy Mfg. Comp., widmete mehrere Modelle dem Red Ryder und machte auch heftig Reklame damit. Großer Beliebtheit erfreute sich zumindest in den deutschen Kinos auch eine B-Western-Serie mit dem


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Darsteller Lassy Laroc. So hieß er allerdings nur in den deutschen Fassungen – im Ursprungsland hieß er Lash LaRue. Der Name des Schauspielers war Alfred LaRue, Lash nannte er sich, weil er beachtliche Fähigkeiten im Umgang mit einer Peitsche hatte. Diese setzte er wie seinen tatsächlichen Namen in seinen Filmen ein. Wie bei seinen Mitstreitern in den B-Western gab es auch über Lash LaRue einen Comic. Dem fehlte allerdings der zweite Part aus den Filmen, Al „Fuzzy" St. Johns. Der spielte den etwas trotteligen Partner von Lash. Leider hatte sich auch dieser Figur kein Figurenhersteller angenommen. Hier im Bild können zwar Reiterfiguren von Lash LaRue und Fuzzy gezeigt werden, aber es handelt sich mit einiger Sicherheit um neuzeitliche Unikate unbekannter Herkunft.

Mitte der 30er-Jahre versuchte man, die B-Western umzugestalten und gemäß dem Zeitgeschmack etwas mehr Musik und Gesang unterzubringen. So war man in den Studios auf der Suche nach neuen Talenten und stieß dabei auf Gene Autry. Der war schon viele Jahre ein begabter Countrysänger und Gitarrenspieler. Er kam auf eine beachtliche Anzahl von Filmen mit seinen Musikeinlagen. Während des Zweiten Weltkriegs diente er seinem Vaterland und wurde an der Heimatfront von Roy Rogers überholt. Der war der Bandleader der Country-Gruppe „Sons of the Pioneers" und kam auf die gleiche Weise zum Film wie Gene Autry. Als er ganz oben auf der Welle der singenden Cowboys schwamm, begann er sich selbst zu vermarkten. Er lizenzierte Actionfiguren, Comics, Bücher, Taschenmesser, Spiel-

Roy Rogers als 54 mm-Figur aus Metallguss, eventuell von Britains Zorro als 6,5 cm-Hartplastikfigur George Armstrong Custer, der tragische Held aus der Schlacht am Little Big Horn River (Rylit) „I’m a poor and lonesome Cowboy…" – Lucky Luke auf seinem Pferd „Jolly Jumper" reitet in den Sonnenuntergang zeugplanwagen und -figuren und Zündplättchenrevolver mit Holster. 1947 heiratete er die Countrysängerin Dale Evans und machte mit ihr eine gemeinsame Show. Die amerikanische Firma Hartland brachte Anfang der 50er Spielfiguren von Roy Rogers auf seinem Pferd, einem Palomino namens „Trigger", und seinem deutschen Schäferhund „Bullet" auf den Markt. Später folgte noch Dale Evans auf ihrem Pferd „Buttermilk". Diese Figuren hatten die beachtliche Größe von 23 cm und waren damit für die hier behandelten Figuren viel zu groß. Sie sollen nur erwähnt werden, weil eine Neuauflage der ganzen Figurenserie erfolgt ist. Aber es ging auch eine Nummer kleiner und so existiert eine Reiterfigur von Roy Rogers etwa im Maßstab 1:32. Diese Figur stammt eventuell von der englischen Firma Britains, das konnte aber nicht sicher recherchiert werden. Verschiedene Hersteller von 7 cmAufstellfiguren widmeten ihre Figuren auch tatsächlichen Personen, z.B. General Georges Armstrong Custer von der 7th US Cavalery, oder fiktiven wie „Zorro". In Deutschland scheint es in neuerer Zeit aber nur einige Unikate dieser Art zu geben, etwa von der Firma Rylit. Und ganz zum Schluss reitet dann Lucky Luke auf seinem Pferd „Jolly Jumper" in den Sonnenuntergang. Fotos: Frank-W. Blache

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METALL

■ Erhard & Söhne Ein Renommierstück wie etwa ein Fabergé-Brieföffner war der Schleuderaschenbecher, den die Firma Erhard & Söhne 1938 erstmals produzierte, mit Sicherheit nicht, aber eine geniale Erfindung und so populär, wie man es sich von massentauglichem Industriedesign nur wünschen kann. Selbst Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt und Ex-Daimlervorstandschef Jürgen Schrempp beförderten ihre Zigarettenstummel mit Zentrifugalkraft in den Becher. 14 Millionen Exemplare sind seit Produktionsstart allein bei Erhard & Söhne hergestellt worden. Wie viele Millionen in Asien und bei anderen Nachahmern produziert wurden, ist ein ungeschriebenes Kapitel. Nicht immer war sein Aussehen so munter und witzig wie das des orangenen Kugel-Aschers, einer Version von Bernhard Fuhrer von 1950. Die Mutter aller Schleuderaschenbecher, den der Erfinder Georg Katz technisch austüfKlassiker und Patent – der Schleuderascher „Roulette", Entwurf Wolfgang von Wersin, Messing, z. T. verchromt, 1938 (Foto: Bernhard Backes/Museum Schwäb. Gmünd)

Firma aber gehen bis in das Jahr 1844 zurück. Und die Firmenhistorie ist nicht nur eine Geschichte von wechselnden Stilen und Geschmack. Sie spiegelt auch den Wandel vom fabrikmäßig hergestellten Kunstgewerbe zum Industriedesign. Den ausführlichen Artikel „Erhard & Söhne – Geniale Erfindung” (zehn Seiten, 26 Abbildungen) von Sabine Spindler finden Sie in der aktuellen August-Ausgabe der Zeitschrift „Sammler Journal” (ab 29. Juli im Handel erhältlich)

Dekorloser Ascher, Entwurf Wolfgang von Wersin, Messing, um 1938/39 (Foto: Bernhard Backes/Museum im Prediger Schwäb. Gmünd) Mittelalterlichen Reliquiaren nachempfunden – drei Messingschatullen im mittelalterlichen Stil mit religiösen Darstellungen, Ende 19. Jahrhundert (Foto: Nagel Auktionen)

telte und dem der Münchner Designer Wolfgang von Wersin ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erstmals Gestalt gab, ähnelte einem gedrückten Messing-Kugelfuß eines Barockschrankes mit Aufsatz. Dass dieser heute weltweit verbreitete Ascher ein Patent von Erhard & Söhne ist, wissen nur die wenigsten. Die Metallwarenfabrik aus dem Schwäbischen wird von einer Großzahl von Sammlern vor allem mit edel wirkenden Intarsien-Schatullen des Jugendstil und mit Schreibtischund Rauchgarnituren im neusachlichen Stil der 1930er- bis 1950er-Jahre in Zusammenhang gebracht. Die Anfänge der 08 / 13


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JUGENDSTIL

■ Bürgeler Keramik Henry van de Velde (1863-1957) gehört unbestritten zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, insbesondere des internationalen Jugendstils. Gebäude, komplette Inneneinrichtungen und kunstgewerbliche Kreationen von Möbeln, Metall-, Textil- oder Keramikarbeiten sowie die Buchkunst – die Bandbreite seines Werkes ist außerordentlich vielfältig. Der gebürtige Belgier gilt daher zu Recht als einer der letzten Universalkünstler seiner Zeit. Zudem ist er als Mitbegründer des deutschen Werkbundes und Wegbereiter des Bauhauses bekannt. Anlässlich seines 150. Geburtstags findet im Jubiläumsjahr eine Reihe sehenswerter Ausstellungen statt. Eine Schau widmet sich einer eher unbekannten Seite im Schaffen des Designers und Architekten, nämlich den keramischen Arbeiten seiner Weimarer Zeit, die Henry van de Velde für die Töpfereien im thüringischen Bürgel entwarf. Im dortigen Keramik-Museum Bürgel und parallel dazu im Rokokoschloss Dornburg initiierte Ulf Häder, Leiter des einzigen Museums dieser Art in Thüringen, die Doppelausstellung „Henry van de Velde und die Bürgeler Jugendstil-Keramik" mit zahlreichen Exponaten aus Privatbesitz und aus eigenem Bestand. Insgesamt sind über 200 Keramiken zu entdecken: Der Bürgeler Teil konzentriert sich mit etwa 120 Keramiken vor allem auf Originale von Henry van de Velde und Exponate von dessen Schülern, wobei 29 Arbeiten sicher als Entwürfe des

Meisters identifiziert werden können. Die Dornburger Ausstellung dagegen präsentiert Keramiken, in denen die gestalterischen Anregungen des belgischen Künstlers von den Bürgeler Werkstätten, wie z.B. von der Kunsttöpferei Carl Gebauer, kunstvoll in Form und Glasurvariation umgesetzt worden sind. Die Geschichte des Bürgeler Keramik-Museums ist dabei auf ganz besondere Weise mit dem Namen Henry van de Velde verknüpft. Standen vormals bei der Beschäftigung mit dem keramischen Werk Henry van de Veldes überwiegend seine Entwürfe für die Westerwälder Steinzeugfabrikanten – allen voran die Zusammenarbeit mit Rein-

Viereckschale V1, Henry van de Velde (Entwurf) / Franz Eberstein, Bürgel (Ausführung), um 1905, Privatbesitz (Foto: Wolfgang Philler)

hold Merkelbach und ab 1903 ausschließlich mit August Hanke – im Fokus des Interesses, macht die Bürgeler Schau das Publikum mit der bisher größten Anzahl an keramischen Arbeiten des Jugendstilkünstlers vertraut, die er für die ortsansässigen Töpfereien kreierte. Anhand der zahlreichen dargebotenen Exponate an beiden Standorten und der begleitenden Publikation möchte Ulf Häder vor Augen führen, dass Henry van de Velde in der Weimarer Zeit weitaus mehr Entwürfe für die ortsansässigen Keramikmanufakturen schuf als für die Westerwälder Betriebe. Vorgestellt werden verschiedene Entwürfe von van de Velde und seiner Weimarer Schüler, die in den Töpfereien von Franz Eberstein, Carl Gebauer, Max Hohenstein oder C.A. Schack zwischen 1902 und 1915 ausgeführt wurden. Aufgrund dieser keramischen Novitäten ganz im Geist des neuen Stils avancierte die kleine Töpferstadt zeitweilig zu einem kleinen, aber bedeutenden Zentrum der deutschen Jugendstil-Keramik. Den ausführlichen Artikel „Bürgeler Keramik” (neun Seiten, 20 Abbildungen) von Ina Knekties finden Sie in der aktuellen August-Ausgabe der Zeitschrift „Sammler Journal” (ab 29. Juli im Handel erhältlich)

Links: Vase Nr. 838, Entwurf unbekannt / Carl Gebauer (Ausführung), Mitte: Zweihenkelvase Nr. 600, Henry van de Velde (Entwurf zugeschrieben) / Bürgeler Kunstkeramische Werkstätten Carl Fischer (Ausführung), jeweils Keramik-Museum Bürgel / Dauerleihgabe der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen; rechts: Vase Nr. 743, Henry van de Velde (Entwurf) / Carl Gebauer (Ausführung), ab 1907, Privatbesitz (Foto: Wolfgang Philler) 08 / 13


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SOUVENIRS 58

KITSCH FOR KIDS? REINHARD BOGENA

Plastiskope, Wetterhäuschen und andere Andenken der Nachkriegsjahre

Gruß aus Köln Ein plastischer Gruß von der Wilhelma Anstecker der 50er-Jahre Wimpel als Andenken ger kleinen, aber oft prägenden Ereignissen. Das fing schon beim Tanken an, wo man (zumindest als Junge) auf Werbegeschenke spionierte wie beim Metzger auf die obligatorische Scheibe Wurst. Urlaub, das war etwas Besonderes, die Eltern hatten Zeit, auch wenn man nicht mit allen ihrer Unternehmungen einverstanden war, die langen Spaziergänge zum Beispiel. Wie schön, wenn es am Ende einen Kiosk gab, hinter dessen kleinen Fenstern dicht gedrängt die herrlichsten Sachen nur auf uns zu warten schienen. Mindestens eine

Urlaub Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Menschen sich mit Dingen beschäftigen, die anderen auf den ersten Blick nutzlos und überflüssig erscheinen. Den Hauptgrund dafür finden wir in persönlichen Erinnerungen – und die können überaus vielseitig sein. Etwa eine Fahrt in den Urlaub auf dem Rücksitz von Vaters Volkswagen – wer das in jungen Jahren erleben durfte, zehrt heute noch von mehr oder weni08 / 13


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SOUVENIRS 59 mikroskopisch kleinen Dia-Positive betrachtet, eines nach dem anderen, und sich gewundert, wie das wohl im Inneren des kleinen Apparates aussieht. Das Geheimnis war schnell gelöst, wenn man es schaffte, das Teil zu öffnen: Alle Bilder (meist acht bis 16 an der Zahl) befinden sich auf einer runden Scheibe, die durch einen einfachen Druck- oder Hebel-Mechanismus, unterstützt durch eine Feder oder einen eingespannten Stahldraht, weitergedreht wird. Man hält das Plastiskop gegen eine Lichtquelle und betrachtet die Wer dort war, heftete sich ein Andenken an Hut oder Jacke Ansichtskarte musste es sein, besser aber war eine Anstecknadel, die wir aussuchen durften, ein Wimpel fürs Fahrrad, ein bedrucktes Taschenmesser – so etwas stimmte uns sofort wieder versöhnlich. Gruß vom Titisee, aus Oberstdorf, von Norderney ... Anstecker besaßen auf der Rückseite eine Sicherheitsnadel, um sie irgendwo an der Kleidung zu befestigen. Wer als Kind mit den Eltern in die Berge ging, bekam in den 50er-Jahren einen Seppel- oder Tirolerhut, der genügend Platz bot für die kleine Sammlung von Ansteckern mit Motiven aus der Region. Am begehrtesten waren jene, wo an einem kleinen Kettchen noch ein Anhängsel baumelte. Obwohl diese Dinge – in Euro und Cent ausgedrückt – nicht von hohem Wert sind, gehören sie heute zu den beliebten Sammelobjekten, bei denen auf dem Flohmarkt schon mal um Cent-Stücke gefeilscht wird.

Trachtenidylle aus Berchtesgaden Andenken ohne Ortsbezeichnung Andenken zum Anstecken Plastiskop als Seilbahn

Plastiskop „Souvenirs, Souvenirs”, sang Bill Ramsey 1959 nicht ohne Grund, denn nicht nur Kinder waren erpicht darauf, ein Andenken von der Reise mit nach Hause zu nehmen. Dazu gehörte vielleicht ein bunter Gucki aus Plastik, in dem sich winzige Bilder durch ein noch winzigeres Guckloch betrachten ließen. „Plastiskop" nennt sich dieser kleine Bildbetrachter im offiziellen Sprachgebrauch, in früheren Jahren ein beliebtes Mitbringsel oder Souvenir, wie man sagte. Wie oft hatte man als Kind die

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Ein Stück Nostalgie und ... hübsche Deko für Sammlungen Made in Hongkong und ... Innenleben des Hongkong-Bildbetrachters mit ausgeleiertem Gummi Plastiskop mit Märchenbildern Nicht immer ist das Markenzeichen eingeprägt

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Frivole Microbilder im Mini-Fernseher Dieses Plastiskop enthält Bilder aus dem GraetzWerk Alter Bildbetrachter mit echtem Edelweiß …ein Stahldraht sorgt im Innenleben für Spannung Bildbetrachter in Kameraform Bildbetrachter ohne Herstellerbezeichnung meist farbigen Einzelbilder nacheinander durch eine kleine Linse an der Rückseite des Gerätes. Man sieht Fotografien, Ansichtskartenmotive aus der entsprechenden Region, aber auch Märchen und andere kleine Geschichten. In der Regel weisen sie eine oft verblüffende Farbintensität auf, dennoch ist die Qualität, abhängig von der Linse und dem Mikrobild, unterschiedlich. Der ein oder andere Kiosk oder „Versand für Ehehygiene” hielt sogar Plastiskope für Erwachsene bereit; ihr Inneres war mit Bildchen bestückt, die man da-

mals als „frivol” bezeichnete. Der Begriff „Plastiskop” wurde 1953 in Deutschland patentiert, gerade rechtzeitig vor der großen Wirtschaftswunder-Reisewelle. Außer einer Einprägung, dass der Artikel in Western Germany gefertigt wurde, gibt es bei den alten Modellen keinen Hinweis auf den Firmennamen des in Nürnberg beheimateten Herstellers (heutiger Inhaber Neidhard Mathis). Zu den ersten großen Zielen der Nachkriegsurlauber gehörten die Alpen, daher bekamen viele Plastiskope das Aussehen eines für diese Region typi-

schen Hauses (Alpenhütte oder Schwarzwaldhaus), das nur etwa 6 bis 8 cm groß ist. Weil in jenen Jahren alle Welt vom Fernsehen sprach (Ende 1952 wurde es in Deutschland eingeführt), packte man die Drehbildchen außerdem in das einem Fernsehgerät nachempfundene Gehäuse. Da bot es sich an, auf oder hinter der Mattscheibe ein Bild oder eine getrocknete Pflanze anzubringen. Ähnliche Bildbetrachter gab es im Übrigen auch in der ehemaligen DDR, wo sie die Bezeichnung „Telebubi” hatten. Im Laufe der Zeit entstanden, abgesehen von unterschiedlichen Farbvarianten, verschiedene Ausführungen, auch im Stil winziger Fotoapparate, Seilbahnkabinen und mehr. Die Plastiskope waren ein echter Renner und sind eigentlich nie von der Bildfläche verschwunden – bis zum heutigen Tag werden sie von derselben Firma, nun in der dritten Generation, produziert – und das, eigenen Aussagen zufolge, in

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SOUVENIRS 62 Die Bildbetrachter gibt es in unterschiedlichen Größen Die Bezeichnung „Plastiskop" ist gesetzlich geschützt Plastiskope beinhalten 8 bis 16 winzige Bilder schäften von Touristenorten findet. Immerhin sehen sie genauso aus wie früher. Kernstück des Häuschens sind meist ein Mann (mit Regenschirm) und eine Frau (im Sommerkleid), von denen sich je nach Wetterlage einer der beiden vor der Tür befindet. Beide Figuren stehen auf einem Brettchen, das in der Mitte (unter dem Schornstein) drehbar verankert ist. Als Kind registrierte man fasziniert, wenn ein

Handarbeit nach alten historischen Formen. In unserer Computerchip-geprägten Gesellschaft haben wir sie ein wenig aus den Augen verloren, dennoch wecken sie immer noch unser Interesse, sobald wir ihnen begegnen. Neugierig schaut man durch die kleine Plastiklinse, um dann Bildchen für Bildchen passieren zu lassen. Wer das Besondere liebt, kann sich auf Wunsch in Nürnberg auch Plastiskope mit eigenen Motiven fertigen lassen, um damit im Bekannten- oder Kundenkreis für Verblüffung zu sorgen. Nicht alle existierenden Plastiskope stammen aus legaler Fertigung, wie der vor nicht allzu langer Zeit vor Ort erworbene Spielzeugfernseher von der Chesapeake-Bay / USA beweist. Es ist ein Plagiat aus Hongkong.

Wetterhäuschen Ebenfalls hinübergerettet in die heutige Zeit haben sich sowohl die für den Schwarzwald typischen Kuckucksuhren wie auch Wetterhäuschen, die ursprünglich vor allem in Mittelgebirgen und im Süden der Republik den Urlaubern als Souvenir und Mitbringsel angeboten wurden. Beide gibt es in unzähligen Variationen 08 / 13

aus Holz und Plastik mit und ohne Thermometer. Häufig sieht man nicht auf den ersten Blick, ob es sich um ein kunsthandwerkliches und historisches Teil handelt oder um einen Massenartikel, den man immer noch in den Andenkenge-

Wechsel stattgefunden hatte; natürlich geschah das meistens dann, wenn man gerade nicht anwesend war. Wer wusste damals schon, dass die Figuren bzw. ein paar Pferdehaare (andere Quellen sprechen von Darmsaiten) auf Luftfeuchtigkeit


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Art entscheidet letztlich aber meist der persönliche Bezug über den Betrag, den man dafür zu zahlen bereit ist. Quellen / Tipp: http://plastiskop.de – http:// www.optikerteam.de/ – www.wikipedia.de Fotos: Reinhard Bogena

Schlechtes Wetter für den Mann, gutes für das weibliche Geschlecht reagieren? Aus diesem Grund funktionieren sie im Übrigen draußen besser als in Innenräumen. Fest eingespannt zwischen Schornstein und dem Drehpunkt des Brettchens, bewirkt also die Luftfeuchtigkeit ein Zusammenziehen oder Entspannen der Pferdehaare. Dieses Phänomen hatte um 1783 der Franzose Horace Bénédict de Saussure herausgefunden. Wann jedoch die ersten Wetterhäuschen im heutigen Sinne entstanden, ist ungewiss. Eine größere Verbreitung fanden sie nach dem Zweiten Weltkrieg; viele darunter tragen auf der Rückseite die Herstellerbezeichnung „Joggili”, einer Schwarzwälder Firma mit Sägewerk. Einige Quellen besagen, dass der Ursprung einfacher Wetterstationen (größeren Formats) irgendwann im 18. Jahrhundert in England liegt. Im folgenden Jahrhundert wurden dann in verschiedenen Städten Europas auf öffentlichen Plätzen so genannte Wetterhäuser errichtet, woran die Bevölkerung Temperatur und Luftdruck ablesen konnte – einige davon haben bis heute überlebt.

häuschen reicht die Spanne von einem bis zu 20 oder 30 Euro, wenn es sich um wirklich alte und augenscheinlich seltene Stücke handelt, vor allem dann, wenn sie frivolen Inhaltes sind. Bei Artikeln dieser

Auf der Rückseite von Wetterhäuschen finden sich meist Bedienungshinweise Bayerisches Wetterhäuschen

Preise Zugegeben, die Grenze zwischen Kitsch und sammelns- oder einfach nur liebenswerten Objekten ist nicht immer leicht zu ziehen. Wer aber meint, dass Reiseandenken wie die soeben beschriebenen grundsätzlich nichts wert sind, hat sich getäuscht: Bei Plastiskopen und Wetter08 / 13


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.. SCHWARZES GOLD FUR SCHALLPLATTEN-SAMMLER

€ 30-50 Joe Coleman „Infernal Machine LP”, erschienen 1990 auf Blast First UK, No. „FU 10”. Picture Disc „Portrait Of Prof. Mombooze-o 1986” mit 12-seitigem Booklet mit diversen Gemälden des USKünstlers und „Pyro”-Performers, der bei seinen extremen Aktionen oftmals verhaftet wurde und dessen Gemälde heute hochpreisig eingestuft werden

€ 50-100

Bob Dylan „Maggie’s Farm 7 Inch”, veröffentlicht in den Niederlanden im Februar 1967 (in USA, GB und Schweden schon 1965 erschienen) auf CBS, No. „1781 Mono”. Oranges Label mit Aufdruck „B.I.E.M.” oder „Copyright Control”. Klassischer Protest-Song, der von zahlreichen Bands gecovert wurde (u.a. Residents, Grateful Death, U2, The Specials)

€ 300-500 The Iveys „Maybe Tomorrow LP”, erschienen 1969 auf Apple Sapcor Germany, Nr. „1C 062-90150”, laminiertes Cover. The Iveys existierten nur von 1968 bis 1969 und nannten sich später in „The Badfinger” um

€ 100-150 Kiss „Detroit Rock City 7 Inch”, veröffentlicht im März 1976 in Deutschland (zensierter „Kiss”-Schriftzug) auf Emi Electrola, Nr. „1C 006-98211”. Mit über 100 Millionen verkauften Alben zählen die New Yorker „Glam-Rocker” zu den erfolgreichsten „Rock”-Bands weltweit € 100-200 Crime „Hot Wire My Heart 7 Inch”, 1976 als Privatpressung auf Crime Records erschienen, No. „Sac 0188”. Eine der ersten US-„Punk”-Bands der Westküste. San Franciscos „First & Only Rock & Roll Band” löste sich 1982 auf

€ 200-400 Grateful Dead „The Music Never Stopped 7 Inch”, erschienen in Deutschland 1975 auf United Artists, Nr. „UA 36030”. Das Cover ziert auf der linken Seite die Band-Infos und rechts den Fiedler aus „Blues For Allah”, gestaltet von Philip Garris. „Die Dankbaren Toten” aus San Francisco spielten von 1965 bis 1995 annähernd 3000 Konzerte, anfänglich „Psychedelic Rock”, später ging es mehr in Richtung „Country- & Folkrock”. Die „Deads” waren die erste Band, die das Mitschneiden von ihren Konzerten erlaubten (den Handel jedoch nicht)

€ 200-350 Industrie „H LP”, veröffentlicht in Australien im Jahr 1983 auf Emi Custom Records, No. „YPRX 2073”. „Minimal Electronic/New Wave” vom fünften Kontinent. Einzige Veröffentlichung der Band, die sich durch die fantastische Stimme von Ann Fish auszeichnet 08 / 13

€ 300-500 Kühn Quartet „Re-Union in Berlin LP”, erschienen bei CBS Deutschland (Horst Lippmann), Nr. „S62 407”, aufgenommen 1965 in den Amiga Studios Berlin (DDR). „Der Spiegel” titulierte „frischer, harmonischer Avantgarde-Swing”


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€ 80-120 La Perversita „Same LP”, erschienen bei Scopa Invisible Records France 1979, No. „10005”, mit 2 Postern (Maße 60 x 60 cm). Kollektiv um Hector Zazou und der Bazooka Group, CoverArtwork by Kiki Picasso

€ 200-350 Pink Floyd „Apples And Oranges 7 Inch”, veröffentlicht 1967 auf Columbia Deutschland, Nr. „C 23674”. Title-Track von Syd Barrett. Die „NME” titulierte „The Most Psychedelic Single The Pink Floyd Have Come Up With”

€ 800-1.300 Sub „In Concert LP”, veröffentlicht 1971 auf dem italienischen RCASub-Label Help, No. „ZSLH 55023”. Münchener „Psycheldelic-Rock” mit Songs wie „Ma-Mari-Huana” & „Sub Theme” in einer Auflage von circa 1000 Exemplaren

€ 100-150 Morbid Saint „Spectrum Of Death LP”, veröffentlicht 1989 auf Avanzada Metalica (erstes mexikanisches Independent-Metal-Label), No. „018”. Einziges offizielles Album der US-„Grindcore”-Band aus Sheboygan/Wisconsin

€ 100-150 Sand „Golem LP”, 1974 aufgenommen und erschienen bei Delta-Acustic Berlin (Manfred Schunke & Klaus Schulze), Nr. „25-128-1”. „Psychedelischfolkige Minimal-Krautrockelektronik”, die unter der Verwendung eines Spezial-Korrekturfilters nach Blauert und Laws aufgenommen wurde und mit Hilfe eines „Open Air” Kopfhörers à la Typ Sennheiser die besten Soundeffekte erzeugt

€ 60-100 Zombies „Teen Beat 2 7 Inch EP”, Decca Deutschland, Nr. „DX2388”. Britische Rockband, die 1961 in St. Albans bei London gegründet wurde und mit „She’s Not There” einen Hit landete

€ 50-100 V.A. „Panorama Of Musique Concrete LP”, erschienen 1956 bei Ducretet-Thomson Records London, No. „DTL 93090”. Soundexperimente von Pierre Henry, Pierre Schaeffer und Philippe Arthuys aus den „La Radio Television Française Studios”. Die Namensgebung „Musique Concrete” geht auf einen Artikel des französischen Ingenieurs Pierre Schaeffer aus dem Jahr 1949 zurück € 350-500

The Phantom (a.k.a. Jerry Lott, Namensgebung von Pat Boone) „Love Me

7 Inch”, aufgenommen 1958 in den Gulf Coast Studios Mobile/Alabama, veröffentlicht 1960 auf Dot Records USA, No. „16056”. Stranger „Pre-Psychobilly”

Alle angegebenen Schallplattenpreise verstehen sich als ungefähre Richtpreise, die bei Internet-Auktionen, Schallplattenbörsen, Sammler-Foren, Festpreislisten, Privatverkäufen etc. erzielt oder angeboten wurden. Die Preise gelten in der Regel für Mint/Mint-Exemplare (neuwertig bzw. minimale Gebrauchsspuren).

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FLOHMARKTPREISE

■ Glas „Elefant”, wohl eher nicht ein Erzeugnis der italienischen Glasmacherinsel Murano, Maße 8,3 x 10,5 cm, zumal es aus sogenanntem „Lampenglas”, also aus vor dem Brenner zusammengefügten, feinen, vorgefertigten Glasröhrchen besteht. Ähnlichkeiten bestehen zu Objekten aus dem thüringischen Lauscha, die in heimindustrieller Fertigung „vor der Lampe” (zu Beginn des 20. Jahrhunderts Öllampen) für ihren geblasenen Weihnachtsschmuck bekannt waren. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass der Entstehungsort des zarten „Dickhäuters” in Wien, genauer den „Bimini-Werkstätten” zu finden ist. Sie existierten zwischen 1923 und 1938 und wurden von dem Dichter Fritz Lampl (1892-1955) gegründet. Ähnlich wie bei Hagenauer hatte man bei Bimini eine Vorliebe für etwas grotesk wirkende Scherzfiguren. Nur wenige dieser fragilen Glasobjekte haben überlebt, somit ein mehr als angemessener Einkaufspreis. Flohmarktpreis: 50 Euro

■ Keramik Stangenhalsvase mit Zinnmontierung, ungemarkt, Höhe 26 cm. Die schlanke Vase ist ein Erzeugnis des Jugendstils, Material Steinzeug, das ochsenblutrot und blau verlaufend glasiert und irisierend ist. Der Fuß steckt in einer mit Kastanienblättern und -früchten reliefiert gegossenen Zinnmontierung, die noch Reste ihrer Versilberung aufweist. Ähnliche Materialkombinationen aus Keramik/Glas und Zinn sind u.a. von der Kölner Metallwarenfabrik OrivitAG bekannt. Allerdings sind die Fassungen von Orivit größtenteils geschlossen bzw. nur teilweise durchbrochen gearbeitet. Auch von Kayserzinn in Krefeld sowie Gerhardi & Co. und Eduard Hueck, beide Lüdenscheid, wurden derartige Zierobjekte angeboten. Solange sich jedoch kein gemarktes Pendant findet, lässt sich ihre Herkunft nicht eindeutig klären. Vielleicht kann ja eine Anregung aus dem Leserkreis zur Lösung beitragen. Auch ohne Identifizierung wertmäßig bei rund 150 bis 250 Euro einzuordnen. Sollte sich ein prominenter Hersteller ermitteln lassen, kann der Wert auch das Doppelte betragen.

dreiköpfigen Hund und hält einen Stab in der linken Hand (abgebrochen). Wohl handbemalt, Bodenmarke mit eingepresstem Rautenschild und „239 0” sowie unleserlicher Ritzsignatur. Originale können bis zu 10.000 Euro erzielen, Nachausformungen bewegen sich eher im unteren dreistelligen Bereich. Flohmarktpreis: 50 Euro

Flohmarktpreis: 100 Euro

■ Porzellan Putto als Pluto, Porzellanmanufaktur Nymphenburg, wohl 19./20. Jahrhundert, geschweifter Flachsockel, Höhe 11 cm. Der Entwurf von circa 1760 stammt von Anton Bustelli (1723 Locarno bis 1763 München), der für Nymphenburg von 1754 bis 1763 zahlreiche weitere Figuren entwarf. Pluto verkörpert das Feuer, er ist umgeben von Zerberus („Dämon der Grube”, bei Plutarch „Der Fruchtbare”, in der griechischen Mythologie der Höllenhund), dem 08 / 13

Erscheinungstermin September-Ausgabe: Abo-Versand 16.8.2013 Erstverkaufstag Handel 22.8.2013


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Termine im August

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328 Seiten, mehr als 1000 Farbabbildungen und technische Zeichnungen, Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

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ISBN 978-3-9501971-4-3 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com

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132 Seiten, mehr als 200 Farbabbildungen und über 100 Gießereizeichen. Ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

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ISBN 978-3-9501971-3-6 | SCHELL COLLECTION GRAZ Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com

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162 Seiten, 450 Farbabbildungen. Glossar und ausführliches Literaturverzeichnis, Hardcover

€ 28,00

Erhältlich beim Gemi Verlag und bei der Schell Collection, Wienerstr. 10, A-8020 Graz, www.schell-collection.com


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11.07.2013

11:21 Uhr

Seite 3

L I T E R AT U R F Ü R S A M M L E R

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