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Gazette Charlottenburg  |  Mai Gazette Wilmersdorf | 52017  |  3 2017 | 3

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf! 2017 ist ein besonderes Jahr – 500 Jahre Reformation. Der Thesenanschlag Martin Luthers – so die Legende – im Jahr 1517 bildete den auftakt zur Reformation, einem Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung. 500  Jahre danach wird das Reinhard Naumann Reformationsjubiläum 2017 in ganz Deutschland und vielen anderen Ländern gefeiert.

1517 – 2017: 500 Jahre Reformation und der 36. Kirchentag Die internationale Ökumene, der interreligiöse Dialog und der Blick nach vorn sind die Themen des Deutschen Evangelischen Kirchentags, der mit der Losung„Du siehst mich“ vom 24. bis 28. Mai in Berlin und Wittenberg stattfindet. Es gibt neben spirituellen Fragen auch ein angebot von über 2.500 Veranstaltungen, die sich der internationalen Politik wie dem Zusammenleben von Menschen in Familie und Gesellschaft widmen. auch in Charlottenburg-Wilmersdorf beteiligen sich viele Gemeinden, Einrichtungen und institutionen und bieten private Quartiere für Übernachtungen an. So gibt es in der Evangelischen Schule Charlottenburg (Guerickestraße 4) ein Gute-Nacht-Café, das Schloss Charlottenburg (Spandauer Damm 17) bietet ermäßigte Führungen für Kirchentagteilnehmerinnen an und unser Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim (Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg) zeigt die

Sonderausstellung „Zeig mir, was du glaubst“ zur religiösen Vielfalt im Bezirk und bietet kostenlose Führungen an. Denn unser Bezirk besitzt eine lange Tradition als ein Ort, an dem unterschiedliche Glaubensrichtungen und Konfessionen sich begegnen. Sie alle prägen das Bild eines Bezirks, der Heimat für Menschen aus über 120 Ländern ist, die mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln hier friedlich gemeinsam leben. in einer so interkulturellen Gesellschaft spielt der Dialog eine entscheidende Rolle für dieses friedliche Miteinander. Deshalb wurde am 1.12.2008 der erste interreligiöse Dialog des Bezirkes veranstaltet. Seither treffen sich die im Bezirk vertretenen Religionsgemeinschaften vier Mal jährlich zu einer Dialogrunde. am 14.6.2012 wurde die Gemeinsame Erklärung des interreligiösen Dialogs verabschiedet (www.charlottenburgwilmersdorf.de).

Gedenken an Magnus Hirschfeld ich lade ein zur Gedenkveranstaltung zum 82. Todestag (zugleich sein Geburtstag) von Dr. Magnus Hirschfeld am 14.  Mai um 11.30  Uhr an der Gedenkstele, Otto-Suhr-allee 93, gegenüber dem Rathaus Charlottenburg. Wir gedenken gemeinsam mit der 2011 gegründeten Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e. V. (MHG) und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) des großen arztes und Sexualwissenschaftlers, der hier in Charlottenburg von 1896 bis 1910 gewirkt hat. am 14. Mai 1868 wurde Magnus Hirschfeld in Kolberg geboren, und an seinem Geburts-

tag am 14. Mai 1935 starb er in Nizza im Exil. in Charlottenburg hat er als Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlich-Humanitären Komitees mit dem aufbau der ersten deutschen Homosexuellen-Bewegung begonnen. Von den Nationalsozialisten wurde sie verboten und verfolgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es viel zu lange gedauert, bis in Deutschland erfolgreich die weitgehende rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben erkämpft werden konnte. Erst kürzlich hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Rehabilitierung verurteilter Homosexueller beschlossen. Die Rechte von transsexuellen Menschen sind immer noch nicht vernünftig geregelt.

Bürgermedaille: Vorschläge erwünscht Seit 1988 wird vom Bezirksamt für besondere Verdienste um den Bezirk die Bürgermedaille verliehen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann Vorschläge machen und Personen benennen, die für ihr ehrenamtliches Engagement mit einer Bürgermedaille geehrt werden sollten. Ein überparteiliches Gremium der BVV und des Bezirksamtes wird über die Vorschläge entscheiden. Die Bürgermedaillen werden seit 2001 traditionell am Bezirkstag am 19. Oktober verliehen. Begründete Vorschläge können bis zum 31. Mai dieses Jahres schriftlich eingereicht werden an das Büro des Bezirksbürgermeisters, Otto-Suhr-allee 100, 10585 Berlin. Nähere informationen, darunter auch die Liste der bisher Geehrten, sind im internet unter www. buergermedaille.charlottenburgwilmersdorf.de zu finden.

Kiezspaziergang Zu unserem 185. Kiezspaziergang treffen wir uns am Samstag, dem 13. Mai, um 14 Uhr am U-Bahnhof Halemweg. Der 13.  Mai ist auch der Tag der Städtebauförderung und so werden wir während des Spaziergangs einen Teil von Charlottenburg-Nord erkunden. am U-Bahnhof Halemweg wird das Planungsbüro Jahn, Mack & Partner einen Einblick in die geplanten Veränderungen für das areal Halemweg / Heckerdamm / Heilmannring geben. im anschluss spazieren wir zur Sühne-Christi-Kirche, wo uns ein Vertreter der Gemeinde empfangen wird. Von dort aus geht es weiter durch die Toeplerstraße zum Goebelplatz. Hier gibt es eine unter Denkmalschutz stehende Ladenpassage. Über den Geißlerpfad mit einigen Gebäuden von Fred Forbat und Paul Rudolf Henning geht es in den Volkspark Jungfernheide. Der Kiezspaziergang endet im neuen Familienzentrum am Heckerdamm 242, das sich noch im Umbau befindet. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. alle interessierten sind willkommen. informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge finden Sie im internet unter www. kiezspaziergaenge.de. Für ihre anregungen, Lob und Kritik bin ich für Sie erreichbar unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de. ihr

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50 Jahre ROLLSTUHL-SPORT-CLUB BERLIN E.V. Integrativer Verein begrüßt Menschen mit und ohne Beeinträchtigung Als einer der ältesten Rollstuhlsportvereine der Bundesrepublik wurde der gemeinnützige ­ROLLSTUHL-SPORT-CLUB BERLIN E.V. (RSC Berlin e. V.) im März 1967 gegründet. Mit dem Ziel, den Rollstuhlsport zu pflegen und ihn in Berlin als Rehabilitationssport, zur Erhaltung der Gesundheit und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu fördern. Dazu sind bis heute im Sinne des integrativen Sports im Verein Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichermaßen herzlich willkommen zu gemeinsamem Sport und zu

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Veranstaltungen. Sich selbst davon überzeugen können die Gäste am 13. Mai 2017 in der Sporthalle der Charlottenburger Peter-Ustinov-Schule. Die sonst für den Vereinssport seit nunmehr 16 Jahren kostenlos zu nutzende Heimathalle des RSC Berlin, hat der Verein für diesen besonderen Tag gemietet und überlegt, auch Bundesminister Wolfgang Schäuble dazu einzuladen.

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Die geräumige Halle: mit und ohne Rollstuhl sportgerecht. ehemalige Gleisbauer und Eisenbahner kam aus Mecklenburg nach Berlin. Dienstag und Donnerstag ab 16 Uhr hat er sein Trainer-Auge auf die Tischtennisgruppen gerichtet und ist auch sonst Ansprechpartner für kleine und größere Probleme der Mitglieder. Mit

dem Rollstuhl ist er schnell zur Stelle und weiß, dass viele immer wiederkommen, weil er sie schon lange kennt und persönlich begrüßt. „Die Leute, die hierher kommen, sind in Ordnung. Und natürlich spiele ich mit ihnen und nicht gegen sie“, erklärt er, der selbst hier auch Badminton spielt

Der Sport macht´s Einer der die letzten 13 Jahren dabei ist, ist Tom Kowalzik, seit zehn Jahren Abteilungsleiter des Bereichs Tischtennis, seit drei Jahren Vereinsvorsitzender und Übungsleiter für REHA-Sport. Der

Tom Kowalzik (r.) auf Augenhöhe mit Breiten- und Leistungssportlern.

und mitentscheidet, wer in den Verein aufgenommen wird, denn er weiß, „die jeweilige Beeinträchtigung, der Sport und die Leute müssen zusammen passen.“ Weitere Sportangebote des Vereins in der barrierefreien Halle, die keiner mehr missen möchte, sind Basketball, Zumba, E-Hockey und E-Rollstuhlsport, mit dem steten Ziel der Steigerung des Leistungsniveaus im Rahmen der individuellen Möglichkeiten eines jeden. Breiten- und Leistungssport mit erfolgreichem nationalem und internationalem Liga-Betrieb halten sich dabei die Waage, und auch die Weiterführung stationärer Rehabilitation hat hier ihren Platz gefunden. Regelmäßige Lehrgänge garantieren Nähe zur aktuellen Entwicklung rund um den Sport. Dass der Spaß dabei immer im Vordergrund steht, beweisen die vielen fröhlichen Gesichter, die einem an den Nachmittagen begegnen. Sportrollstühle flitzen da durch die Halle, elegante Wendungen gelingen gut trainierten

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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  5 Menschen, deren meiste Kraft im Oberkörper liegt, wie Tom´s kräftiger Händedruck verrät.

Gemeinsam für eine bessere Wahrnehmung Rund 109 aktive und passive Mitglieder zwischen 15 und 77 Jahren zählt der Verein, deren Altersdurchschnitt bei 45 Jahren liegt. Überwiegend Beeinträchtigungen durch unfallbedingten Querschnitt prägen das Bild, Nichtbeeinträchtigte dürfen bedingt an den Wettkämpfen teilnehmen – wenn sie sich dazu in den Sport-Rollstuhl begeben. Der wird immer noch nicht von den Krankenkassen getragen – auch wenn er wichtiges Hilfsmittel ist, um Menschen mit Beeinträchtigung gleichberechtigte Lebensqualität über den Sport zu vermitteln. Die Mitgliedsbeiträge orientieren sich am jeweiligen Einkommen. Nach den Paralympics in Tokio im Jahr 2020 wird die Mitgliederzahl wieder steigen, vermutet Tom, der Interessierte zu den Sportnachmittagen in der Halle herzlich einlädt. 1967 begann der Verein mit dem Rollstuhlsport-Angebot Bogen-

Beim Badminton sind Schnelligkeit und Kondition gefragt. schießen und Tischtennis, damals noch in wechselnden Hallen in Tempelhof. Ein Gründungsmitglied erinnert als Ehrenmitglied noch heute daran: Wolfgang Wenk. Auch der ehemalige Berliner Innensenator Ehrhart Körting ist Ehrenmitglied des Vereins, in dem seine Tochter Spielerin der Basketball-Rollstuhlmannschaft ist. Der RSC Berlin e. V. ist Mitglied des Behinderten-Sportverband Berlin e. V. und des Deutschen-Rollstuhl-Sportverband e. V. Derzeit kommen aus allen Bezirken die Sportfreunde in die Halle an der Kuno-Fischer-Straße und nehmen die oft unbequemen Anfahrten mit den öffentlichen

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Verkehrsmitteln auf sich. Aus Pankow kommen sie, aus Kreuzberg und aus Schöneberg. – Nur wenige sind aus der direkten Umgebung in Charlottenburg. Beim Sport treffen sie sich, private Kontakte außerhalb der Halle sind eher selten, wohnortbedingt. „Aber am Herrentag oder einmal monatlich beim gemeinsamen Essen der Tischtennistruppe wird es auch schon mal privater“, erzählt Tom. Mehr Zuschauer wünscht er sich bei den Wettkämpfen, mehr Aufmerksamkeit für Seinesgleichen, denn auf die Anfrage bei 80 Schulen nach Sport-Nachwuchs für den Verein, kam gerade mal eine Antwort…

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Zukünftig noch mehr Projekte machen zu können, mit Organisationen wie AKTION MENSCH und anderen Einrichtungen, hängt – wie in vielen Vereinen – auch hier am Geld. Dass das Budget nicht zu knapp wird, dafür sorgen die Mitgliedsbeiträge – und Sponsoren und Spender vom Juristen bis zum Gesundheitszentrum, die mit dazu beitragen, dass sich Menschen im RSC Berlin e. V. sportlich betätigen und aktiv in eine Gemeinschaft Gleichgesinnter einbringen können. Dass dies auch die nächsten 50 Jahre so bleibt und sich hin zu einer besseren Wahrnehmung der Menschen mit Beeinträchtigung weiterentwickelt, wünschen sich nicht nur die Vereinsmitglieder. Weitere Informationen und Termine unter www.rscberlin.de

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6  |  Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017

Teezeremonie in Charlottenburg Asiatische Kostbarkeiten im Keramik-Museum Oskar Kramer und Thomas Riedinger aus Berlin, die den Teeweg praktizieren und mit ihren Arbeiten in der Tradition der in Japan hochgeschätzten Laien-Keramik stehen. Die Keramik-Tradition in Japan zählt zu den ältesten der Welt und begann im 12. Jahrhun-

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Die Schalen in den Vitrinen wirken fast unscheinbar – und doch stehen sie in einer uralten Tradition, die fasziniert. Von China aus breitete sich der Tee über den ganzen fernen Osten aus und gelangte im 9. Jahrhundert n. Chr. auch nach Japan. Dort wird überwiegend Grüner Tee getrunken, der deshalb auch als „Japanischer Tee“ bezeichnet wird. Wenn die Schalen und andere Gegenstände rund um den Tee, die in den Vitrinen zu sehen sind, Geschichten erzählen könnten, würden diese von den sanften Hängen der Teeplantagen, von Teepflückern und dem Wind über den Blättern handeln. Doch auch von der Teezeremonie, in Japan auch der Teeweg genannt. Dieses Ritual wird vor allem in Japan, China, aber auch in Tibet gepflegt. Die japanische Teezeremonie entspringt unterschiedlichen Schulen, jede davon hat ihre eigenen streng festgelegten Regeln. Die

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benutzt. Im umfangreichen Rahmenprogramm der Ausstellung haben Sie die Möglichkeit, eine Teezeremonie mitzuerleben. Im Keramik-Museum sind über 100 Objekte aus dem alten und neuen Japan zu sehen. Ergänzt wird die Ausstellung mit Keramik von Stephan Dunsbach, Martin

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dert. Begleitend zur Ausstellung gibt es Führungen, Teezeremonien, Vorträge und Workshops. Alle Informationen finden Sie unter www.keramik-museum-berlin.de. Die Ausstellung im Keramik-Museum Berlin, Schustehrusstraße 13, 10585 Berlin wird bis zum 7. August gezeigt. Öffnungszeiten sind montags, freitags, samstags und sonntags von 13 – 17 Uhr.

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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  7

Feuerschlucker Gilbert begeisterte das Publikum.

Viele Besucher feierten das Frühlingserwachen in Westend.

Fotos: Family and Friends e. V.

Frühlingserwachen in Westend

Auch in diesem Jahr lockt ein vielseitiges Bühnenprogramm.

Feiern mit Kunst und Kultur Das Mai-Highlight in Charlottenburg: Der Verein Familiy and Friends e. V. lädt zum Frühlingsfest in der Preußenallee. Am 13. und 14. Mai jeweils ab 12 Uhr wird eines der schönsten Straßenfeste der Stadt gefeiert. Originelles und Originales ge-

hören hier zum Konzept. An den vielen Ständen stellen wieder zahlreiche Kunsthandwerker ihre Werke nicht nur aus, sondern verkaufen sie auch. Ungewöhnlicher Schmuck, selbst entworfene Mode, Gemälde, Fotografien, Getöpfertes und vieles andere

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wechselt hier den Besitzer. Man kommt ins Gespräch und erfährt so, wer die Ideen zu den schönen Dingen hatte. Selbstverständlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz und die Ohren werden ebenfalls verwöhnt: Mehrere Schülerbands

aus dem Bezirk stellen sich vor, außerdem lassen „Krüger Rockt!“ mit Roch’n’Roll aus Heidelberg und „Rupert’s Kitchen Orchestra“ mit Street Funk Kennerherzen höher schlagen. Schirmherr des Frühlingsfests ist Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann.

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Tennis für Jedermann

E-Ladesäule im Klausenerplatz-Kiez

Wie in den Vorjahren stehen auch in diesem Jahr die in der Harbig­ straße 34, 14055 Berlin, zwischen Waldschulallee und Maikäferpfad gelegenen Tennisplätze der Bevölkerung für eine unentgeltliche Nutzung zur Verfügung. Abhängig von der Witterung können vier Plätze bespielt werden. Die Tennis­ anlage hat Umkleidekabinen, Waschgelegenheiten und Toiletten. Aufgrund des Internationalen Deutschen Turnfestes Berlin 2017 bleiben die Tennisplätze von Montag, dem 15. Mai bis Freitag, dem 30. Juni geschlossen. Anmeldungen sind jeweils dienstags von 8

Am 12. April übergab Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger offiziell in der Nehringstraße 4 die erste E-Ladesäule, die auf private Nachfrage und Antragstellung in Berlin genehmigt und aufgestellt wurde. Bereits im Dezember 2016 wurde die E-Ladesäule in Betrieb genommen. Neu an dieser installierten Ladesäule ist, dass bei der Auswahl des Standorts die konkrete Nutzung – in diesem Fall durch die Fahrschule InnoM – im Vordergrund stand. Der Prozess wurde während der gesamten Antragszeit vom Klimaschutzmanagement Klausener-

bis 10 Uhr, entweder direkt vor Ort oder unter ☎ (030) 29 03 42 98 für die jeweils laufende Woche und höchstens zwei Wochen im Voraus möglich. Die Belegungslisten hängen dann auf der Tennisanlage aus. Die Tennisplätze werden auch vom Schwerhörigen-Sportclub, TuS Makkabi, von Betriebssportgemeinschaften und dem Wald-Gymnasium genutzt. Spielanmeldungen durch Sportvereine für die jeweils laufende Woche einschließlich des Wochenendes müssen grundsätzlich bis dienstags, 15 Uhr angemeldet werden.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann begrüßte am 22. April den schwedischen König Carl XVI. Gustav und seine Frau, Königin Sylvia von Schweden, im Garten des Rudolf-Mosse-Stifts, Rudolf-Mosse-Str. 11, 14197 Berlin. Das schwedische Königspaar hielt sich zu einem privaten Besuch in der Hauptstadt auf. Die Majestäten kamen nach Wilmersdorf,

um sich über die Aktivitäten des Rings deutscher Pfadfinderinnenund Pfadfinderverbände (rdp) zu informieren. Dazu hatten die Jugendverbände ein gewaltiges Zelt in den Garten des Mosse-Stifts gestellt. In der sogenannten „Jurtenburg“ informierten die Jugendverbände vor allem über Initiativen zur Integration von Flüchtlingen und anderen sozial Benachtei-

ligten sowie über internationale Partnerschaften. Anlass des königlichen Besuchs war ein Treffen der Weltpfadfinderstiftung, der der schwedische König als Schirmherr vorsitzt. Die Stiftung lädt ihre Förderer jedes Jahr in eine Metropole ein, in diesem Jahr nach Berlin. Die etwa 130 Förderinnen und Förderer der Stiftung waren vor ihrem Besuch im Mosse-Stift bereits im

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Roten Rathaus vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller und im Bundestag von Bundestagsvizepräsidentin Michaela Noll empfangen worden.

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platz betreut und die Säule in Abstimmung zwischen Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und Allego aufgestellt. Sie ist somit die erste Ladesäule berlinweit, die nach Bedarf installiert wurde. Besonders innovativ ist, dass sich die Fahrschule auf dem Terrain der E-Mobilität bewegt und seine Fahrzeugflotte sowie das Schulungsangebot darauf ausrichtet. Damit schult Inno.M als erste Berliner Fahrschule elektrisch und bietet Fahrschüler an, sie an die neue Technik und den Umgang mit einem Elektroauto heranzuführen.


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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  9

Weniger Babys in Berlin per Kaiserschnitt geboren Im vergangenen Jahr wurden in Berlin weniger Babys per Kaiserschnitt geboren als im Jahr zuvor. Das belegen die Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach ist der Anteil der Kaiserschnittentbindungen bei der KKH in Berlin von 27,3 auf 26,0 Prozent leicht gesunken. Auch bundesweit ist der Anteil der Kaiserschnittent-

bindungen bei der KKH im Jahr 2016 auf 31,2 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2013 lag der Anteil noch bei 32,4  Prozent. Ärzte, Hebammen und Schwangere sind für die Problematik inzwischen sensibilisiert. Dennoch liegt die Rate weiterhin auf hohem Niveau. Deshalb wird der Ruf nach mehr natürlichen Entbindungen immer

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Ausgezeichnet vorbereitet Nur acht Berliner Geburtskliniken sind bisher mit dem Siegel „Babyfreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet worden.

Ausgezeichnete Geburtshilfe: das Hebammenteam des AVK Dazu gehört die Geburtsklinik des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums in Schöneberg, die von der WHO und unicef mit dem begehrten internationalen Prädikat für ihren hohen Betreuungsstandard ausgezeichnet wurde. Dieser zeigt sich in dem hohen Stellenwert, den das Krankenhaus der engen Bindung zwischen Mutter, Vater und Kind einräumt. Vielen zukünftigen Eltern wird dies immer wichtiger und sie legen bei der Auswahl der idealen Klinik für die Geburt ihres Babys hohe Maßstäbe an. Auch das Bedürfnis nach menschlicher Wärme, Geborgenheit und Herzlichkeit während der Geburtsphase und im Wochenbett ist der Wunsch vieler Frauen – ohne dabei auf die Sicherheit eines Krankenhauses zu verzichten. Praktisches Hebammenwissen, modernste technische Ausstattung, tatkräftige Unterstützung und einfühlsame Rücksichtnahme: Die Auguste-Viktoria-Geburtsklinik setzt sich täglich aufs Neue zum Ziel, das alles in einer entspannten Atmosphäre und vereint mit konsequenter Sorgfalt zu bieten und belegt dies durch beständige Geburtenzahlen sowie sehr gute Umfragewerte. Entsprechend ist die Klinik konzipiert: Die drei modernen Kreißsäle und Vorwehenzimmer sind so gestaltet, dass sie Geborgenheit vermitteln und dadurch maßgeblich zu einem stressfreien Verlauf der Entbindung beitragen. Hebammen und Ärzte verstehen sich als Team und unterstützen in allen Entscheidungen den

Verlauf einer natürlichen Geburt unter Berücksichtigung aller notwendigen medizinischen Schritte. Dahinter steht das leistungsfähige Vivantes Netzwerk, das eine enge Zusammenarbeit von Geburts- und Kindermedizin gewährleistet. Dieser Anspruch setzt sich auf der modern eingerichteten und mit komfortablen Familienzimmern ausgestatteten Mutter-Kind-Station nahtlos fort. Alle Prinzipien des Bondings – der speziellen Verbindung zwischen Eltern und Kind – werden hier konsequent und liebevoll umgesetzt. Zertifizierte Stillberaterinnen und das Pflegeteam betreuen Mutter und Kind und respektieren dabei nach Möglichkeit ihre Privatsphäre. Viele Vivantes-Hebammen sind zudem in der Vor- und Nachsorge tätig, sodass sich Schwangere oft für eine Hebamme oder Beleghebamme aus der Auguste-Viktoria-Klinik entscheiden. Bei deren Vermittlung hilft die Schwangerenambulanz, die darüber hinaus für alle Fragen und Anliegen rund um die Geburt zur Verfügung steht und Auskunft zu den Kursangeboten gibt. Gut vorbereitet und informiert werden künfige Eltern auch bei den regelmäßig stattfindenden Infoabenden, die einen Eindruck von der Philosophie unseres Babyfreundlichen Krankenhauses vermitteln. Termine und Infos sind unter www.vivantes.de/geburt/avk nachzulesen. Wir wünschen Ihnen alles Gute und freuen uns auf Sie.

lauter. Auch auf politischer Ebene wird die Problematik jetzt diskutiert. In einem aktuell vorliegenden Positionspapier fordert die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Hebammen und Klinikpersonal für Risikoschwangerschaften stärker zu schulen und das Vergütungssystem zu verändern. Mehr Risikoschwangerschaften und Personaleng-

pässe in den Geburtskliniken gelten als Gründe für die gestiegene Kaiserschnittrate. Auch die verstärkte Nachfrage nach einem sogenannten Wunschkaiserschnitt hat die Quote in den vergangenen Jahren erhöht. Grundsätzlich ist die Kaiserschnittrate in den neuen Bundesländern traditionell niedriger als in den alten Bundesländern.


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Sexistische Werbung verbieten? Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert Tief ausgeschnittene Dekolletés und spärlich bekleidete Frauen – auf Werbeplakaten keine Seltenheit. „Sex sells“ ist ein altbekannter Grundsatz der Branche. Der anzüglichen Werbung möchte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg einen Riegel vorschieben und hat sexistische Werbung auf bezirkseigenen Flächen verboten. Soll das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf folgen? Lesen Sie die Stellungnahme der BVV-Fraktionen. Berlin

SPD-Fraktion

Die SPD-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßt den Vorstoß aus Friedrichshain-Kreuzberg und arbeitet gerne mit anderen Fraktionen gemeinsam an einem entsprechenden Antragsentwurf. Holger Wuttig

CDU-Fraktion Wer die ernsten Probleme nicht lösen kann, sucht sich stattdessen neue. So setzte 2014 die BVV Friedrichshain-Kreuzberg die Thematik „Sexistische Werbung im Bezirk verbieten“ weit oben auf die Prioritätsliste. Das Ergebnis war ein Verbot von ganzen vier bezirkseigenen Werbeflächen mit der Hoffnung, dass auch der Privatsektor sich daran ein Beispiel nehmen würde – Fehlanzeige. Im Abgeordnetenhaus stellten die Grünen einen ähnlichen Antrag – abgelehnt. Dieser Antrag folgte offenkundig nur der Intention einer Umerziehung und Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger, notfalls auch durch Verbote, wie wir es aktuell maßgeblich durch den Berliner Senat erleben. Sicherlich ist das Bewerben von Produkten mithilfe sexistischer Inhalte nicht mehr zeitgemäß. Das Problem liegt in der Botschaft der Bilder, auf welchen Frauen und Männer im alltäglichen Leben klischeehaften Vergleichen unterworfen werden. Doch hier hat weder der Staat, noch die Politik das Recht, in den freien Werbemarkt einzugreifen. Stattdessen muss ein Umdenkprozess bei den Werbeagenturen und Unternehmen stattfinden, der auf gesellschaftlicher Ebene initiiert wird. An dieser Stelle werden uns also Verbote zweifellos nicht weiterhelfen! Simon Hertel

B‘90/Grünen-Fraktion Was ist sexistische Werbung? Wenn die Dame in Unterwäsche nicht für den BH,

sondern für den Stuhl im Bild wirbt. Werden Frauen schwach dargestellt, als Dekoration und sexuell verfügbar, wird es Mädchen und Frauen schwergemacht, ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen. Denn Werbung festigt Geschlechterrollenstereotype. Seit 2014 wird von der Bundesregierung gefordert, geschlechterdiskriminierende Werbung gesetzlich zu regulieren. Viel ist seitdem nicht passiert, außer dass mehr Menschen über Sexismus in der Werbung diskutieren. Der Bezirk Friedrichshain geht mit positivem Beispiel voran, wenn er sich für ein zeitgemäß vermitteltes Frauenbild in der Werbung einsetzt. Dr. Zitha Poethe-Elevi

FDP-Fraktion Im Straßenbild gibt es vieles, das uns aufregen sollte: Vermüllte Parks und Plätze, Auto- und Radfahrer, die sich an keinerlei Regeln halten oder die steigende Kriminalitätsrate. Für all dies brauchen wir ein engagierteres staatliches Vorgehen – aber nicht beim Kampf gegen vermeintlich sexistische Werbung. Werbung muss nicht jedem gefallen. Sollte sie aber deshalb verboten werden? Natürlich nicht. Wir können schlechte oder provozierende – und ja, sogar sexistische

– Werbung aushalten. Für alles, das darüber hinaus geht, Menschen herabwürdigt oder schwer beleidigt, gibt es bereits ausreichende Rechtsmittel. Es ist nicht die Aufgabe der Politik die Bürgerinnen und Bürger zu erziehen basierend auf dem, was ein paar Personen für tugendhaft halten. Wir müssen keine Plakatpolizei durch die Straßen schicken und auch nicht den Nannystaat einfordern. Früher haben Linke gegen eine spießige Sexualmoral gekämpft, heute geht es gegen Plakatwände. Freie Demokraten hingegen wollen Verbote verbieten und setzen auf mündige Bürgerinnen und Bürger. Werbung ist frei und durch die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit geschützt. Beschädigen wir unsere Freiheit nicht durch Symbolhandeln ohne nachhaltige Wirkung. Pascal Tschörtner Alternative für

Deutschland

AfD-Fraktion

Geht es wirklich darum, Frauen vor Diskriminierung durch bestimmte Werbung im öffentlichen Raum zu schützen? Ist das Ganze nicht bloß ein wohlfeiles Entrüstungsritual, um darüber hinwegzutäuschen, dass man die wirklich wichtigen Themen nicht angeht? Wo sind denn die aufgebrachten Stimmen gegen die Unterdrückung der Frau im Islam – hier mitten in unserem Land? Wie schützt man Frauen vor immer häufiger werdenden sexuellen Übergriffen – gerade auch durch Zuwanderer? Genügt es, ihnen zu raten, immer eine Armlänge Abstand zu halten? Geht es den rot-grünen Be-

BVV-Termine BVV Charlottenburg-Wilmersdorf Rathaus Charlottenburg Otto-Suhr-Allee 100 10585 Berlin Raum 226, 226a, 226b Telefon: 9029-14900/01/02 E-Mail: bvv@charlottenburg-wilmersdorf.de Internet: www.charlottenburg-wilmersdorf.de Nächste Sitzung der BVV: Donnerstag, 18. Mai, 17 Uhr

lehrungs- und Verbotsexperten nicht vielmehr um Zensur? Stürzt man sich heute auf „frauenfeindliche“ Werbung, um dann morgen Literatur, Film und Kunst „zu reinigen“? Und wer definiert überhaupt, was „sexistisch“ ist und was nicht? Sollen Freiheit und Freizügigkeit (auch wenn diese manchmal an die Schmerzgrenze geht), aus dem öffentlichen Raum vertrieben werden? Sollen unsere Lebensart und Kultur im Käfig der Politischen Korrektheit verkümmern oder gar passend gemacht werden für eine religiöse Gesinnungsdiktatur, die nicht zu Deutschland gehört? Michael Seyfert

Linksfraktion Wir alle kennen das: Nackte Frau, großer Busen, kaltes Bier. Harmlos? Nein, Sexismus! Ein Gewaltverhältnis, das in unsere sozialen Geschlechtsidentitäten eingeschrieben ist – direkt, wenn das „Nein“ von Frauen* übergangen wird, aber auch subtil, wenn die Arbeit von Frauen* schlechter oder gar nicht bezahlt wird und sie in Armut und Abhängigkeit leben müssen. Sexismus drückt sich in Darstellungen davon aus, wie Frauen* sind oder angeblich zu sein haben. Schon früh lernen Frauen* durch sexistische Werbungen, dass sie nicht dünn, weiß oder sexy genug aussehen. Geschlechterdiskriminierende Werbung hat nicht nur Auswirkungen auf das Bild, was wir von anderen haben. Es beeinflusst auch, wie wir andere behandeln und wirkt sich auf die eigene körperliche Selbstwahrnehmung und das Selbstwertgefühl aus. Sexismus schadet der Gesundheit! Auf allen bezirkseigenen Flächen muss die Präsentation sexistischer Inhalte unterbunden werden. Nur dort? Das Verbot muss bundesweit, besser international gelten. Auf allen (!) Flächen im öffentlichen Raum müssen sexistische, rassistische oder anders diskriminierende Werbungen verboten werden – egal, wem die Fläche gehört. Menschenwürde steht vor Eigentum. Wir streiten weiter: Feministisch-sozialistisch! Niklas Schenker

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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  11

Anregungen für das eigene Grün Offene Gärten in Berlin und Brandenburg

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Der barrierefreie Garten der Villa Donnersmarck in Zehlendorf nimmt Teil an der Initiative der Offenen Gärten. einen Garten anzulegen. Sowohl Zier- als auch Nutzgärten sind im Rahmen der offenen Gärten zu besichtigen.

Die Initiative Offene Gärten bietet in ihrem Jahresprogramm eine Übersicht mit den Terminen sämtlicher offener Gärten.

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Mit dem Programm erhält man einen Aufkleber mit einer Besucherplakette für 3 Euro und kann sich anhand der Öffnungszeiten und der Anfahrtsbeschreibung seine eigene Tour zusammenstellen. Einen Überblick über die Vorverkaufsstellen bietet die Website www.offene-gaerten-berlin-­ umland.de.

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an, arbeitet aber bevorzugt mit analogen Fotoprozessen. Insbesondere Polaroid-Bilder, die sich als Sofortbilder in wenigen Minuten selbst entwickeln, werden gern von ihm genutzt. Die Ausstellung ist bis 4. Juni 2017 zu sehen. Kommunale Galerie Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin. Öffnungszeiten Di – Fr 10 – 17 Uhr, Mi 10 – 19 Uhr, So 11 – 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Termine für Portraitfotografie können unter mail@oliverblohm. com vereinbart werden.

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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  13

Jubiläum an der Gedächtniskirche 1987 – 2017: 30 Jahre Gedenkhalle und Nagelkreuz Zur 750-Jahr-Feier Berlins am 7.  Januar 1987 konnte in der Turmruine der Kaiser-WilhelmGedächtniskirche die Eingangshalle wieder der Öffentlichkeit übergeben werden. Mit einer eigens konzipierten Ausstellung hat sie seither Millionen von Besucherinnen und Besuchern die Bedeutung dieses Bauwerks als Mahnmal für Frieden und Versöhnung nahegebracht. Um diese Bedeutung geistlich hervorzuheben, wurde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Einweihungsgottesdienst ein Nagelkreuz aus der Kathedrale von Coventry übergeben. Seither werden jede Woche Gäste aus aller Welt eingeladen, das Versöhnungsgebet von Coventry in der Gedenkhalle mitzubeten. Die Geschichte der Nagelkreuz-

zentren begann im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Luftangriff auf die englische Stadt Coventry wurden drei große, mittelalterliche Zimmermannsnägel aus den Trümmern der zerstörten Kathedrale geborgen. Domprobst Richard Howard ließ die Nägel zu einem Kreuz zusammensetzen. Daraus entwickelte sich eine Tradition – weitere Nagelkreuze wurden nachgebildet und an Kirchen übergeben, um die Versöhnungs- und Friedensarbeit zu stärken. Ein Jahr später, zu Ostern 1988, wurde dem Nagelkreuz ein Ikonenkreuz zur Seite gestellt, als Geschenk der Russisch-Orthodoxen Kirche für die Evangelische Kirche in Deutschland und ebenfalls als ausdrückliches Zeichen der Versöhnung.

Neue Fitnessanlage Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger und die Firma adidas luden am 26. April zur Eröffnung der neuen Fitnessanlage in den Volkspark Wilmersdorf, Straße am Schoelerpark, gegenüber HausNr. 30, ein. Oliver Schruoffeneger: „Adidas spendete anlässlich der Laufveranstaltung „adidas Runners City Night Run“ am 30. Juli 2016 diese Outdoorsportanlage mit wartungsarmen und technisch hochwertigen Geräten. Die Firma hat für jeden absolvierten Kilometer jedes Teilnehmenden automatisch einen Euro gespendet. Alle Läuferinnen und Läufer konnten über den Bauort der Anlage mit entscheiden. Erfreulicherweise fiel die Entscheidung zugunsten des Volksparks aus. Sportbegeisterte Parkbesucher können sich so über ein weiteres attraktives Angebot im Bezirk freuen“.

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Mit dem Voranschreiten des Frühlings steigt nicht nur die Lust, sich in der Natur zu bewegen, sondern auch die Aktivität der Zecken. Oftmals wird vergessen, dass die Tiere auch das heimische Grün besiedeln. Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. gibt Tipps, was Gärtner dagegen tun können. Der Monat März muss für die zu den Spinnentieren gehörenden Parasiten eigentlich ein Wonnemonat gewesen sein: Bei schon teilweise sommerlichen Temperaturen gab es auch noch zumindest in großen Teilen Deutschlands ausreichende Niederschläge, die den Parasiten optimale Lebensbedingungen boten. Derzeit sorgen Kälteeinbrüche zwar für einen Rückgang der Zeckenaktivität, den Tieren

schadet das aber nicht: Sie ziehen sich in die Laubstreu zurück, und sobald es wieder wärmer wird, sind sie schnell wieder da. Dann bringen sie sich an den Spitzen der rasch wachsenden Gräser und Stauden oder auf abgestorbenen Gräsern des Vorjahres in Stellung. Leider auch nicht selten im Garten.

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Redaktion

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Gazette Charlottenburg  |  Mai 2017  |  15

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man die unterschiedlichen und zum Teil winzigen Stadien der Zecken relativ gut und kann sie mit Hilfe einer Pinzette vom Tuch absammeln.

Wirtstiere fernhalten Eine Strategie gegen Zecken in der grünen Oase ist es, potentielle Wirtstiere fernzuhalten. Falls Wildtiere wie Rehe oder Füchse „zu Besuch kommen“, kann es sinnvoll sein, das Gelände einzuzäunen. Mäuse sind weniger leicht rauszuhalten – außer natürlich, man hält sich eine Katze. Diese müssen übrigens, wie auch Hunde, während der gesamten Saison mit Zeckenmitteln behandelt werden. Das schützt die Tiere selbst vor Krankheiten und verhindert, dass sich Zeckenweibchen vollsaugen, im Garten fallen lassen, auf der Erde Eier ablegen und somit einer Durchseuchung Vorschub leisten.

Zeckentest im Garten durchführen Wer wissen möchte, ob sein Garten bereits mit Zecken besiedelt ist, kann den Handtuch-Test machen. Dieser Test macht sich die Verhaltensweise der Spinnentiere zu Nutze, die meist an exponier-

Garten umgestalten



Foto: Marco2811 / Fotolia

ten Stellen sitzen, beispielsweise an Grashalmspitzen oder anderen Pflanzenteilen, die aus der Vegetation herausragen. Dort lauern die Tiere auf einen Wirt, wobei das erste Beinpaar mit Klauen ausgestreckt wird. Mit diesen Krallen bleiben Zecken an vorbeigehenden Wirten hängen, sie werden also ab gestreift. Für den Test

wird ein großes weißes Tuch oder Handtuch wie eine Fahne an einem Stock befestigt. Das gesamte Tuch wird nun über die Vegetation gezogen. Zecken kommen an Pflanzen bis in einer Höhe von maximal 1,5 Meter vor. Auf den Pflanzen lauernde Zecken verfangen sich mit ihren Krallen in dem Stoff. Da er weiß ist, erkennt

Wurden bei der Untersuchung Zecken im Garten entdeckt, gilt es, den Garten so zu gestalten, dass er den Parasiten keine günstigen Lebensbedingungen mehr bietet. Feucht Refugien müssen beseitigt und Sonnenlicht und Luftbewegung in bodennahen Bereichen gewährleistet werden. In der Praxis bedeutet dies, dass der Rasen regelmäßig geschnitten, Gebüsch zumindest im Bodenbereich stark gelichtet, und Falllaub wie auch Bodendecker (z. B. bodenwüchsiger Efeu) komplett entfernt werden müssen. Falls solche Maßnahmen nicht infrage kommen, sollten sich alle Gartennutzer vor Zeckenstichen schützen. Dazu gehört das Tragen von langer Kleidung, das Auftragen wirksamer Zeckenschutzmittel – zumindest bei der Gartenarbeit – und das regelmäßige Absuchen des Körpers nach Zecken.

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