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GastroJournal 37/2007

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SOMMAIRE

Valerie Thut Vielfältige 21 Lehre

Klaus Künzli Vielfältige 24 Politik

Christa Rigozzi Miss Suisse au service 13

AZA/JAA 8046 Zürich/Zurich

I N H A LT ■ Restauration

Zwei Vorschauen Während die Igeho in Basel im Gastgewerblichen das Mass aller nationalen Dinge ist, erscheint die Anuga in Köln als Mass der internationalen Lebensmittelwelt. Anregende Vorschauen. SEITEN 3, 7

■ Actualité

Michel Perret Cinq étoiles à découvrir 19

La Semaine du goût à l’école C’est aujourd’hui que débute dans toute la Suisse la Semaine du goût avec la Journée nationale du goût dans les écoles. PAGE 15

Donnerstag/Jeudi, 13. 9. 2007 Nr./N 37 CHF 4.30 ■

o

■

Vorwärts Et vive la zur Natur nature ! Schweiz Tourismus nimmt entschlossen Anlauf, um naturnahe touristische Angebote der Schweiz besser zu vermarkten.

■ Restauration

L’imagination à La Sitterie Comme une respiration, un havre de senteurs botaniques et de couleurs rayonnantes… Dans le décor contemporain de La Sitterie à Sion, Jacques Bovier affine ses talents. PAGE 17

Avec détermination, Suisse Tourisme se lance dans la commercialisation d’offres touristiques suisses proches de la nature.

■ Hotellerie

Ein Beispiel

■ Hôtellerie & Tourisme

«La nouvelle passion» par ST

Nicht nur im Gastgewerblichen, aber besonders hier gehört es zu den entscheidenden Erfolgsrezepten, ein klares, möglichst unverwechselbares Profil zu haben. Ein besonderes Praxisbeispiel. SEITE 9

La demande existe mais les produits ne sont pas encore assez commercialisés. En matière de tourisme nature, ce «Viagra pour l’esprit», des projets fleurissent. En Suisse, l’offre est encore parcellaire. PAGE 19

■ Gilde

Ein Rückblick

Inserate Markt Stellen Liegenschaften Weiterbildung

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Die Visitenkarte Ihres Hauses: Ihre Speisekarte Votre menu : la carte de visite de votre établissement www.gastroprofessional.ch P. GRUNDER

Die schweizerische Gilde etablierter Köche ist zwar in erster Linie eine Vereinigung vorbildlicher Gastgeberinnen und Gastgeber. Die Gilde ist aber noch weit mehr, wie das Gilde-Risotto beispielhaft zeigt. Ein bilderreicher Rückblick. SEITE 12

Inbegriff für naturnahen Tourismus: Appenzell,hier die Krone Urnäsch. Zwar ist die Natur seit jeher ein Kern des gastgewerblichen und touristischen Geschäfts in der Schweiz. Aber vom Matterhorn bis zum Säntis steht dem Wissen um die Bedeutung naturgegebener Standortvorteile die Erfahrung gegenüber, dass die

Natur «inszeniert» werden muss, wie die Tourismuswissenschaft modern formuliert. Der Erfolg der Inszenierung liegt seit rund 100 Jahren meist in der Technik: Das Naturprodukt hat es immer noch und immer wieder schwer. SEITE 11

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Symbole pour un tourisme proche de la nature: le pays d’Appenzell. De tout temps, la nature a constitué l’essence des affaires touristiques et d’hôtellerie-restauration suisses. Du Cervin au Salève, on connaît l’importance des avantages dus aux sites naturels et l’expérience nous apprend qu’il convient de mettre

en scène la nature, comme le formule aussi la science touristique moderne. Depuis quelque cent ans, on doit le succès de cette mise en scène à la technique. Mais le produit naturel doit régulièrement se battre pour s’imposer. PAGE 11

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GastroJournal, offizielle Wochenzeitung von GastroSuisse/Hebdomadaire officiel de GastroSuisse, Auflage/Tirage: 23 680 Ex., WEMF/REMP, Internet: www.gastrojournal.ch

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■ Aktuell

GastroJournal

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

Mit Konflikten umgehen

EDITORIAL

Rückzug, lebensgefährlich

Wie geht man Probleme offen an, bevor man frustriert den «Löffel» wirft, verbal ausflippt oder sein Gegenüber tätlich angreift? Am 6. Lehrlingsforum vom 10. September in Lenzerheide probten Lernende den Umgang mit Konflikten. Eine Branche ist immer nur so gut wie ihr Nachwuchs, sagen sich GastroGraubünden und der Hotelierverein Graubünden. Darum legen die Verbände genau so wie ihre Dachverbände besonderes Augenmerk auf die Förderung der Lernenden. Bereits zum 6. Mal haben sie nun in Lenzerheide in den Hotels «Schweizerhof» und «Lenzerhorn» das Lehrlingsforum durchgeführt. Rund 160 Lernende aus der Gastronomie und Hotellerie nutzten die Weiterbildung zum Thema «Konflikte erkennen und lösen».

Das «Chili»-Programm Erarbeitet wurde das Programm vom Roten Kreuz. Diese Institution hatte zuvor bereits für Kinder, Jugendliche und auch für Lehrkräfte ein Konflikttrainingsprogramm namens «Chili» erarbeitet. Acht Trainerinnen und Trainer boten zum Thema Workshops an. Thematisiert wurden Konflikte mit dem Chef, den Mitarbeitenden und

A LA MINUTE Am 6. Lehrlingsforum Graubünden ging es um Konflikte und deren Bewältigung. Einen Tag lang wurden die Lernenden geschult, wie sie sich besser und wertfreier ausdrücken können.

K. HUBER

KARIN HUBER

Reto von Arx wird nicht in der Nati spielen: Der derzeit beste HCD-Eishockeyspieler erzählte Gieri Spescha und den Lernenden, dass es ihm und Trainer Ralph Krüger nicht gelungen sei, ihre Konflikte zu lösen. den Gästen. Wie reagiert man in Konfliktsituationen richtig? Was passiert, wenn man in verbale Fallen tappt? Wie fühlt es sich an, wenn man in die Rollen von Täter, Opfer und Vermittler schlüpft? Die Jugendlichen befassten sich in Rollenspielen ebenso damit, welche Arten von Konflikten es gibt, wie sie zustande kommen und wie sie gelöst werden können. Sie lernten dabei, ihre Wahrnehmung zu schulen, ihre Gefühle wertfrei auszudrücken, ihre eigenen Reaktionen zu hinterfragen und verletzenden Handlungen wie etwa rassistischen Bemerkungen zu begegnen, um die Konflikte zu entschärfen. «Auch derjenige, der schreit, hat Gefühle. Sie sind für den Angeschrieenen jedoch oft nicht sichtbar», sagte eine Chili-Trainerin. Die Jugendlichen wurden ausserdem dazu ani-

miert, den Hintergründen und Ursachen von Konflikten auf den Grund zu gehen. Ebenfalls konnten die Chili-Teilnehmenden feststellen, dass die Körpersprache in der Regel aussagekräftiger ist als Worte.

Mit Konflikten konfrontiert Am 6. Lehrlingsforum wurden die Teilnehmenden auch ermutigt, ihre Konflikte auf konstruktive Weise anzusprechen und sie zu bearbeiten. Sie lernten darüber hinaus viel über die Grundregeln einer gelingenden Kommunikation und über Handlungsalternativen, sodass sie künftig im Beruf und im Alltag schwierige Situationen besser meistern können. Wie etwa Cindy, Tamara, Franziska und Claudia dazu am Rande des Lehrlingsforums sagten, sei es wichtig, gerade Fragen rund um Konflikte und Gewalt immer wieder zu thematisieren. «Wir sind oft

mit Konflikten konfrontiert. Deshalb beschäftigt uns dieses Thema. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie man Konflikten begegnet und wie man sie entschärfen kann.» «Die ganze Thematik», meinte Fluregn Fravi, Geschäftsführer von GastroGraubünden, «wurde sehr professionell angegangen und umgesetzt. Ich bin gespannt, wie die Teilnehmenden die gewonnen Erkenntnisse in ihrem Berufs- und Privatleben umsetzen.» Ruedi Schindler vom Bündner Amt für Berufsbildung informierte die Lernenden über ihre Rechte und Pflichten, während Tamara Henderson, GastroSuisse, über den Lehrabschluss und die zahlreichen Weiter- und Ausbildungsmöglichkeiten referierte. Moderiert wurde das Lehrlingsforum von Graubünden Ferien-Mediensprecher Gieri Spescha.

Wertschätzung

Rauchzeichen im Rat

Thesen der Strategie Orange im Detail

Wichtige Herbstsession im Bundeshaus

Mit der Strategie Orange hat GastroSuisse ein Papier veröffentlicht, das zu reden gibt. GastroJournal liefert künftig regelmässig weiteren Diskussionsstoff. Das erschreckende Phänomen teilt das Gastgewerbe mit Branchen wie dem Gesundheits- und Bildungswesen, mit der Landwirtschaft und mit dem weiten Feld der Familie, die deshalb aus der Ökonomie sogar ausgeschlossen ist: Alle diese Bereiche bringen viel, teilweise lebenswichtige Wertschöpfung, sind aber äusserst unproduktiv.

Vom 17. September bis zum 5. Oktober findet die Herbstsession der Eidgenössischen Räte statt. Sie bringt wichtige Geschäfte für Gastgewerbe und Tourismus. Das zentrale Thema aus gastgewerblicher Sicht betrifft den Schutz vor dem Passivrauchen: Der Nationalrat wird über einen nationalen Lösungsvorschlag debattieren, der sowohl vom Bundesrat wie auch von GastroSuisse mitgetragen wird (siehe S. 7).

Mit anderen Worten ist in all diesen Feldern nicht nur teure menschliche Handarbeit notwendig, sondern auch völlig Immaterielles wie das Lächeln eines Gastgebers, das offene Ohr einer Pflegerin oder die Autorität von Lehrpersonen und Eltern: Daraus wachsen Werte, indem aus vielleicht ungeniessbaren Rohstoffen schmackhafte Lebensmittel werden, aus Kranken Gesunde und aus hilflosen Säuglingen tragende Mitglieder der Gesellschaft. Während nun das Familiäre abgekoppelt ist von der Wirtschaft, und während Bildung, Gesundheit und Landwirtschaft staatlich getragen werden, ist das Gastgewerbe dem Phänomen hilflos ausgeliefert: Entscheidende Folgen davon beschreibt die nebenstehende These, weitere Folgen sind die mangelnde Kreditwürdigkeit der Branche

Die These: «Der Arbeitsmarkt polarisiert sich – die Mitarbeiterproduktivität wird zum existenziellen Faktor. Auf der einen Seite steht eine abnehmende Zahl sehr gut ausgebildeter, kompetenter Arbeitskräfte mit neuen Rollen, Aufgaben und neuer Verantwortung. Auf der anderen Seite nimmt die Zahl von ungelernten und branchenfremden Mitarbeitenden, welche einfache und vorgegebene Arbeiten übernehmen, ungebremst zu. Der Bedarf an Arbeitskräften des ‹Mittelfeldes› sinkt rapid. Die Mitarbeiterstruktur richtet sich nach dem jeweiligen Betriebstyp. Die Mitarbeiterproduktivität wird zum existenziellen Faktor für den Betrieb.» Das Booklet: kann direkt bei GastroEdition bestellt werden. Es kostet für GastroSuisseMitglieder 39 Franken, für Nicht-Mitglieder 49 Franken. Tel. 0848 377 111. Unter www.gastroprofessional.ch steht ausserdem ein Tool zum Booklet bereit. oder das Problem unserer Gesellschaft mit mangelhaft qualifizierten Milieus. Angesichts solcher Nachteile ist nachhaltiges Gastgewerbe einerseits zu guter Arbeit verdammt, andererseits verwundert die geringe Wertschätzung, die es weitum geniesst. pg

70 Millionen abzuholen Ebenfalls von einiger Bedeutung fürs Gastgewerbe ist die nationalrätliche Diskussion zur Ausgestaltung der neuen Regionalpolitik: Hier werden ab 2008 jährlich 70 Millionen Franken ausgeschüttet für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Randregionen – rund die Hälfte der förderungswürdigen Projekte dürfte dabei touristischer Natur sein.

BLICKPUNKTE Happy Hour

Amtsschimmel ist im Galopp Wie GastroJournal jüngst umfassend berichtete (GJ 34), sind «Happy Hours», bei denen spirituosenhaltige Getränke vergünstigt abgegeben werden, seit 1983 verboten. Allerdings war der Amtsschimmel bislang kaum ausgerückt, um Verstösse zu ahnden. Obschon GastroSuisse davor warnte, dass jetzt ein schärferer Wind wehe, wurden in den letzten Wochen gegen viele Betriebe Strafverfahren eröffnet. Dabei dürfen durchaus Happy Hours stattfinden: wenn keine Spirituosen im Spiel sind, sondern etwa Bier oder Wein.

Dazu passt der Vorstoss zu einem Tourismusgesetz, über den der Ständerat verhandeln wird: Obwohl strategisch unbestritten, wurde er im Vorfeld namentlich von der Hotellerie zerzaust und kaum je ernsthaft diskutiert. So bleibt Tourismus ein Teil der Standortförderung: Hier wird der Nationalrat in erster Linie die nächsten Jahresbeiträge von Schweiz Tourismus debattieren – und sich vielleicht sogar endlich zu einer leichten Erhöhung durchringen. Eher taktischer Natur ist das Geschäft zur Weltausstellung 2010 in Shanghai: Dort sollten auch aus Sicht der Exportbranche Tourismus-Sonderzüge verhindert und gemeinsam Gas gegeben werden. Inwiefern das auch für die Formel-1-Autorennen gilt, wird sich weisen: Der Ständerat hat auf das überraschende Ja des Nationalrates zu reagieren. pg

Grossbritannien

Negative Werbung für die Schweiz

P. GRUNDER

Wertschöpfung und Produktivität

SERVICE

In den nächsten Wochen werden in Bern wichtige Richtungsänderungen diskutiert.

Für alle, die sich angewidert daraus zurückziehen und nur noch um ihre eigenen Dinge kümmern, habe ich volles Verständnis: Die Politik ist eine verheerende Angelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes. In den Kämpfen um Stimmen und Stimmungen, um Mehrheiten und Macht kommt buchstäblich alles unter die Räder, was Gott verboten hat, was unsere Kinder lernen und was gute Gastgebende pflegen: Anstand, Offenheit, Rücksichtnahme, Wärme. Sich aber zurückzuziehen aus der Politik, ist ebenfalls verheerend – gerade in der Schweiz. Dieses Land ist auch deshalb in vielen Bereichen Weltspitze, weil sich hier alle an der Politik, also an der Organisation der Gesellschaft, beteiligen dürfen, können, sollen: in der Gemeinde, im Kanton und in der Eidgenossenschaft, aber auch im Verein, in der Sektion, im Verband. Wenn wir uns nun daraus zurückziehen und vielleicht gar schnöden gegen unsere gesellschaftlichen Errungenschaften, die wir ja selbst verantworten, setzen wir einen doppelten Teufelskreis in Gang: Wir überlassen das Feld denen, die sich nicht für die Menschen einsetzen, sondern für die Politik. Und wir zerrütten unsere Institutionen, die teilweise in Jahrhunderten gebaut worden sind. Das Ende vom Lied ist in immer mehr Weltgegenden zu hören: Es ist lebensgefährlich, dorthin zu gehen. Peter Mathias Grunder

Die Schweiz war letzte Woche bei der Zeitung «The Independent» aus London (Foto) auf Seite eins. Allerdings nicht in positivem Sinn: Mit Blick auf fremdenfeindliche Tendenzen fragte das Blatt, ob die Schweiz zu «Europas Herz der Finsternis» werde. Eine unschöne Affiche auf einem der wichtigsten Märkte für den Schweizer Tourismus. Urs Eberhard, Vizedirektor von Schweiz Tourismus, bleibt sachlich: «Die Schweiz ist ein Land mit Menschen, die seit Jahrhunderten mit vier Kulturen und Sprachen in Frieden zusammenleben. Die Schweiz als Gesamtes ist somit eines der gastfreundlichsten Länder der Welt. Somit sollte man sich durch eine Minderheit, die die erwähnten Traditionen anders interpretiert, nicht negativ beeinflussen lassen.»


■ Aktuell

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

GastroJournal

Nur noch Fachleute?

BLICKPUNKTE Schweizer Restauration

Diese Preise machen einen wild

November ists schnell: Die Igeho steht schon fast vor der Tür. Heuer soll der FachmesseCharakter verstärkt betont werden.

Wildliebhaber müssen künftig tiefer ins Portemonnaie greifen. Für die beginnende Saison wird mit einem Preisaufschlag bis zu 30 Prozent gerechnet. Grund dafür sind die weltweit sinkenden Wildbestände. Vielenorts wurden über längere Zeit zu viele Tiere abgeschossen. Oder, wie in Neuseeland, auf andere Nutztiere umgestellt. Wild gilt als kostenintensiv und ist zudem saisonabhängig. Trotz dieser Kostenexplosion versuchen viele Wirte, die Preise moderat zu halten. Hanspeter Lüdin vom Restaurant Rosengarten im züricherischen Wila wird den Preis für ein Rehschnitzel höchstens um 1.50 Franken erhöhen.

MATTHIAS NOLD

ZVG

Die Igeho will sich stärker als Fachmesse positionieren, lässt sie verlau-

ten. Die Mittel dazu seien klare Positionierung in der Kommunikation, gezieltes Besuchermarketing, Angebotschwächung für Privatpersonen sowie ein Nachwuchsprojekt U21. Umgesetzt werden die Mittel auf verschiedenen Wegen: So setzt die Igeho in der Kommunikation verstärkt auf Fachmedien und hat verschiedene Prospekte für Gastronomen, Hoteliers und «Take-away-Profis» gedruckt. Ausserdem soll das Bier in Zukunft kosten. Stände, die Alkohol anpreisen, müssen nun über zwei Bereiche verfügen, einen für «Besucher» und einen zur eigentlichen Kundenbetreuung. Für Privatpersonen soll damit der Anreiz zur Igeho-Party verringert werden. Nach den Beteuerungen der letzten Auflage, die Igeho werde nun wirklich zum reinen Fachanlass und Branchentreff, bleibt zu hoffen, dass das Ansinnen dieses Mal gelingt. Das Zusammengehen mit der Mefa, der Fachmesse der Metzger, soll

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Alt soll lieber alt bleiben

Auch die Fachmesse der Fleischwirtschaft, die Mefa, ist dieses Jahr Teil der Igeho. laut den Verantwortlichen zwei nahe Interessengruppen zusammenführen und schliesslich möchte die Messeleitung nicht nur die Gastronomie, sondern auch den Take-away-Markt besser ansprechen: Bäcker, TankstellenBesitzer und so weiter. Das Thema «Ausserhaus-Konsum», das die Messe unter anderem prägen wird, dürfte einige Anreize schaffen. Nicht zuletzt für die Gastronomie könnten in diesem Punkt einige Impulse entstehen. Für Lernende gibt es das Projekt U21, das sich im Vorfeld der Euro 2008 an die Fussballwelt anlehnt, es

ist in Zusammenarbeit mit GastroSuisse und den anderen Branchenverbänden entstanden. Lernende sollen, wie letztes Mal schon, mit ihren Fachlehreren einen Parcours absolvieren, um gemäss ihrer Fachrichtung auch wirklich von einem IgehoBesuch zu profitieren. Auch hier gilt: Trinkparty-Igeho unerwünscht. Vor Kurzem wurde für die Lernenden zudem ein Team-Wettbewerb zur Euro 2008 ausgeschrieben: Gesucht sind neue Produkte oder Dienstleistungen des Gastgewerbes für die Gästezielgruppe «ausländi-

Bergbahnen

A LA MINUTE

Der Heimatschutz (SHS) macht sich einmal mehr stark für die Erhaltung eines historischen Sesselliftes: Nach dem Weissenstein soll nun auch die historische Sesselbahn zum Oeschinensee erhalten werden, die an sich für 12,5 Millionen Franken bis Mai 2008 neu gebaut werden sollte. Das Bundesamt für Verkehr habe ungenügend abgeklärt, ob der Erhalt des historischen Sesselliftes tatsächlich möglich sei, argumentiert der SHS.

Die Igeho 2007 will sich stärker als Fachmesse positionieren und mehr für die Lernenden tun. sche Fussballfreunde». Die besten Projekte werden prämiert und die 20 besten Konzepte sollen an der Igeho ausgestellt werden. Beteiligen können sich Klassen und Gruppen von mindestens drei Lernenden. www.igeho.ch

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■ Interview der Woche

Donnerstag, 13. 9. 2006 ■ Nr. 37

GastroJournal

Seite 5

«Schwarze Schafe gibt es immer» lung, schwere Täuschung, desolate räumliche Voraussetzungen sowie akute Kontaminationsgefahr von Lebensmitteln.

Über 8000 Verpflegungsbetriebe wurden letztes Jahr von der kantonalen Lebensmittelkontrolle inspiziert. Das Gesamtergebnis war erfreulich. Doch einige wenige schwarze Schafe schädigen immer wieder den Ruf der Branche.

GJ: Gibt es demnach Restaurants, welche Sie bewusst meiden, wenn Sie auswärts essen? Saurenmann: Nein. Im Kanton Zürich kann man selbstverständlich überall essen. Vielmehr achte ich auf ein nicht zu grosses Angebot auf der Speisekarte. Wichtig ist mir ein Angebot mit frischen, saisongerechten und lokalen Produkten. Zum Beispiel bestelle ich im Winter keine Erdbeeren, die von weit her importiert wurden.

HANS-PETER NEUKOM *

GastroJournal: Daniel Saurenmann, Sie sind als Bereichsleiter des Inspektionswesens am Kantonalen Labor Zürich tätig. Wie ist die Lebensmittelkontrolle in der Schweiz aufgebaut? Daniel Saurenmann: Das Lebensmittelrecht ist Bundesrecht. Das heisst, in der ganzen Schweiz gelten die gleichen Anforderungen. Das ers-

GJ: Und die sogenannten schwarzen Schafe, meiden Sie diese nicht? Saurenmann: Doch natürlich. Leider hat der Konsument nicht alle Informationen zur Verfügung. Ein kurzer Blick auf die Arbeitskleidung des Personals, das Gäste-WC und das Buffet können aber bei der Auswahl des Restaurants bereits einiges aussagen. * Hans-Peter Neukom ist Journalist BR, Lebensmittelkontrolleur und Pilzexperte.

«Wir haben im Kanton Zürich sehr viele gut geführte Betriebe»

Kommt HygieneAusbildung?

GJ: Und wie sieht der Vollzug im Kanton Zürich aus? Saurenmann: Im Kanton Zürich sind acht Lebensmittelinspektorinnen und – inspektoren sowie rund 30 Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure tätig. Neu erfolgt die Kontrolle risikobasiert. Betriebe werden auf Grund ihrer Produkte, der Kundschaft, ihrer Bedeutung und der Gefahrenbeurteilung in drei Risikostufen eingeteilt. Im Schnitt werden dann beispielsweise gut geführte Restaurants einmal pro Jahr kontrolliert. Verpflegungs- und Lebensmittelbetriebe, in denen ein erhöhtes Risiko besteht, werden entsprechend häufiger inspiziert.

P. HOFMANN

te eidgenössische Lebensmittelgesetz erlangte 1909 Gültigkeit. Erst 1995 trat das heute bestehende in Kraft. Dabei liegen die Kontrolle und der Vollzug bei den Kantonen. Im Kanton Zürich sind die Gemeinden für die Kontrollen von gewerblichen Lebensmittelbetrieben zuständig, während der Kanton die Inspektionen in bewilligungspflichtigen und industriellen Betrieben durchführt. Die Gemeinden besitzen aber die Möglichkeit, auch die Basiskontrollen dem Kantonalen Labor zu übertragen.

PERSÖNLICH

Daniel Saurenmann beim Kontrollieren eines Salatbuffets.

GJ: Worin besteht denn der Unterschied zwischen einem Lebensmittelinspektor und einem -kontrolleur? Saurenmann: Die Vorgaben für die Prüfungen sind in der Verordnung über den Vollzug der Lebensmittelgesetzgebung geregelt. Ein Inspektor hat in der Regel eine einjährige Ausbildung mit anschliessender Diplomarbeit und eidgenössischer Prüfung zu absolvieren. Beim Kontrolleur ist die Ausbildungszeit wesentlich kürzer. Sie wird durch den jeweiligen Kanton festgelegt und dauert mindestens fünf Tage mit abschliessender kantonaler Diplomprüfung.

en sicher festzustellen, gestalten sich oft schwierig und zeitaufwendig. Mit den prekären finanziellen Verhältnissen des Betriebs verschlechterten sich auch die hygienischen Zustände. Die Folge war, dass dem Betrieb das Patent entzogen und er vorübergehend geschlossen wurde.

GJ: Erst kürzlich hatte ein Zürcher Wirt während fast 18 Monaten seinen Gästen an Stelle von Kalbfleisch Schweinefleisch verkauft und die hygienischen Zustände waren desolat. Warum schritt hier die Lebensmittelkontrolle nicht früher ein? Saurenmann: Solch arglistige Täuschungen sind schwierig festzustellen. In diesen Fällen sind wir auf Hinweise von Gästen angewiesen. Das Zusammenspiel von Inspektionswesen und dem Labor ist dabei wichtig. Auch die Laboranalysen, um solche Betrügerei-

«Im Kanton Zürich kann man selbstverständlich überall essen»

GJ: Trotz mancher zuweilen alarmierender Medienberichte benoten Sie den hygienischen Zustand der Gastronomie gesamthaft als gut. Warum? Saurenmann: Die Inspektionen und Kontrollen der erhobenen Proben

zeigen, dass wir im Kanton Zürich sehr viele gut geführte Betriebe haben. Bei einigen wenigen Betrieben fehlt jedoch jegliches Sachverständnis, zum Beispiel bei der betrieblichen Hygiene. Aus meiner Sicht wäre es daher wünschenswert, wenn für Lebensmittelbetriebe eine Hygieneausbildung obligatorisch wäre.

GJ: Was passiert, wenn bei einer Inspektion Mängel auftreten? Saurenmann: Bei Abweichungen vom Gesetz erfolgen Beanstandungen und Verfügungen. Bei gröberen Verstössen wird eine Frist zur Mängelbehebung vereinbart und in angemessenem Zeitraum erfolgt eine kostenpflichtige Nachkontrolle. In schlimmen Fällen reichen wir Strafanzeige ein. Bussen bis zu 500 Franken werden durch die Gemeinde erteilt, über höhere Bussen befindet der Statthalter. GJ: Gemäss Jahresbericht 2006 des Kantonalen Labors Zürich wurden über 8000 Verpflegungsbetriebe inspiziert. Davon sind 233 in die Gefahrenstufe «erheblich» und 7 in «gross» eingeteilt worden. Was waren hier die Beanstandungsgründe? Saurenmann: Wenige schwarze Schafe schädigen immer wieder den Ruf der ganzen Branche. Oftmals ist dabei erschreckend wenig Hygieneverständnis feststellbar. Andere Beanstandungsgründe waren etwa ungeschützte, verdorbene und gesundheitsgefährdende Lebensmittel, abgelaufene Verbrauchsfristen, fehlende Datierung, ungenügende Küh-

■ DANIEL SAURENMANN ist 36 Jahre alt und ledig. Nach einem Studium zum Lebensmittelingenieur an der ETH Zürich und der ULB Brüssel hat er sich an der ETH Zürich in «Betriebswissenschaften Lebensmittelinspektor» weitergebildet. In den Beruf ist er im QCenter bei Coop, Basel, eingestiegen, seit fünf Jahren ist er als Leiter des Inspektionswesens im kantonalen Labor Zürich tätig.

Wie letzte Woche bekannt wurde, fordern auch die Schweizer Lebensmittel-Inspekteure minimale Hygiene-Kenntnisse für alle Personen, die mit Lebensmitteln umgehen. Eine Forderung, die ganz im Sinne von GastroSuisse ist. Nachdem mit dem revidierten Binnenmarkt-Gesetz jede Person, die in einem Kanton einen Betrieb geführt hat, auch in einem anderen Kanton ein entsprechendes Lokal übernehmen darf, verlangt GastroSuisse, dass minimale Kenntnisse zumindest der Hygiene vorgeschrieben werden. Nicht zuletzt auch, weil die Sicherheit der Gäste und deren Vertrauen in die Branche wichtige Güter sind. Offenbar ist man nun im Bundesamt für Gesundheit daran, eine Verordnung über minimale Hygiene-Kenntnisse auszuarbeiten. Erste Besprechungen mit betroffenen Kreisen, darunter wohl auch GastroSuisse, sollen bereits diesen Herbst stattfinden. Laut gut unterrichteten Kreisen soll die Verordnung im Sommer 2008 in die Vernehmlassung gehen. Laut dem stellvertretenden Direktor und Leiter Wirtschaftspolitik von GastroSuisse, Hans Peyer, ist «diese Tatsache äusserst erfreulich». Störend ist jedoch, dass eine entsprechende Verordnung wohl frühestens Anfang 2009 in Kraft treten würde. Reichlich spät, denn inzwischen herrscht unter Umständen gefährlicher «Wildwuchs». mn

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■ Restauration

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

GastroJournal

Verbot stösst auf Widerstand Ebenso wie in zwei Kantonen in der Schweiz verbieten seit sechs Wochen zwei Bundesländer das Rauchen in Gaststätten. Da wächst der Widerstand in kaum erwartetem Mass und hat gar zu ersten Protesten geführt. Es war der 3. August, als der Schreibende in einer Gaststätte in der Nähe von Hildesheim einkehrte. Seit drei Tagen schon galt hier in Gaststätten absolutes Rauchverbot. Mitnichten, so schien es, denn in der Gaststätte wurde nur gerade an jenen Tischen nicht geraucht, an denen essende Gäste sassen. Auf eine entsprechende Anfrage bezüglich der offensichtlichen Missachtung des Rauchverbots die lapidare Antwort eines Servicemitarbeiters: «Das ist uns Wurscht, weil wir auf keinen einzigen Gast verzichten möchten und können. Und von Rauchern, die nach draussen gehen müssten, können wir nicht erwarten, dass sie sich in nasskaltem Wetter verköstigen.»

Wo bleiben die Nichtraucher? Etwas später: In der Altdeutschen Bierstube in Wolfsburg raucht bei

A LA MINUTE In deutschen Gaststätten bleiben nach Einführung eines Rauchverbotes offenbar die Gäste aus. Nun wehren sich die Gastronomen.

ARCHIV GJ

JO STEIMEN

In Deutschlands öffentlichen Lokalen und Restaurants:Verbotsrespektierung oder nicht, das ist hier die Frage. einer Einkehr am Mittag niemand. Verständlich, denn es ist auch kein einziger Gast da. Wirt Detlef Helsdörfer führt dies auf das Rauchverbot zurück, und er fragt irgendwie aufgebracht und höhnisch: «Wo bleiben denn die Horden von Nichtrauchern, die gemäss den Politikern ihr Essen künftig in einer rauchfreien Kneipe geniessen wollen?» Der Wirt gibt zu, dass er um die Mittagszeit auch normalerweise nicht sehr viel Gäste hat und die Werksferien des Volkswagen-Konzerns das ihre zum schlechten Geschäftsgang beitrügen. Und wenn bei VW nichts läuft, soll die ohnehin nicht sehr lebendige Stadt in Norddeutschland praktisch tot sein. Unbestritten bleibt, dass Helsdörfer, der

von allen Theo genannt wird, zu den Verlierern des Rauchverbots gehört. In Niedersachsen halten sich Raucher kaum an die eingeführten Regeln und Vorschriften, gar von staatlicher Bevormundung ist die Rede. Auch im grenznahen Baden-Würtemberg darf seit dem 1. August in Restaurants und Kneipen, Krankenhäusern, Schulen, Jugendhäusern, Sport- und Kultureinrichtungen sowie in Diskotheken nicht mehr geraucht werden. In Mecklenburg-Vorpommern gilt das Verbot vorerst für öffentliche Gebäude. Das Rauchverbot in Restaurants wird folgen. Da die Altdeutsche Bierstube eine typische Eckkneipe ist, die nur aus einem Raum besteht, hat Helsdörfer keine Möglichkeit, ein abgetrenntes

Fumoir einzurichten. Der Deutsche Hotelund Gaststättenverband schätzt, dass etwa ein Drittel aller Restaurants in Deutschland nur über einen Gastraum verfügt. Wohl einer der Gründe, weshalb der Wirt in Wolfsburg, ebenso wie einer in der kleinen Kneipe in Waldshuts Altstadt, auf ihre Weise auf die Einschränkung reagieren: «Wer hier einkehrt und rauchen will, bekommt einen Aschenbecher!» Konsequenzen haben solche Wirte in Deutschland vorerst keine zu befürchten: Ab November aber drohen happige Bussengelder. Unverständnis löst das Verbot offenbar allemal aus. Ein Ehepaar, das in der Fussgängerzone von Waldshut auf einer Bank genüsslich Zigaretten schmaucht, empört sich lautstark: «Die Bevölkerung wird vom Staat einfach bevormundet, aber die Tabak- und die Mehrwertsteuer wird dankend eingesackt.»

Unternehmerische Freiheit Erstaunt sind befragte Wirte im Nachbarland darüber, dass auch bei ihnen wie vorerst (noch) in der Schweiz, Rauchverbote da und dort in Kraft gesetzt werden, die nach unterschiedlichen Rezepten gehandhabt werden: In abgetrennten Räumen darf geraucht werden, in Festhütten und Biergärten auch. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie frustrierte Wirte hoffen jetzt, dass das oberste deutsche Gericht das restriktive Gesetz für verfassungswidrig erklärt. Hauptgeschäftsführer der Dehoga Niedersachsen, Rainer Balke, sagt dazu: «Wir lassen derzeit von einer renommierten internationalen Kanzlei ein Gutachten erstellen. Wir wollen wissen, ob das Verbot nicht doch einen unverhältnismässigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit darstellt!»

Wissen,was die Gäste morgen essen Die Anuga steht kurz bevor: auch für die Schweizer Gastronomie ein Anziehungspunkt Rund einen Monat vor der Igeho findet in Köln der Welt grösste Food-Messe statt, die Anuga. Der Besuch der Messe ist eigentlich ein Muss auch für Schweizer Gastronomen. Was bewegt sich auf dem Lebensmittelmarkt in der nächsten Zeit? Zwischen dem 13. und dem 17. Oktober gibt die Anuga Antwort auf diese und andere Fragen rund um den FoodMarkt. Neben den Lebensmittelhändlern und -herstellern sind unter dem Titel «Anuga CateringTec» hier auch Hersteller von Küchentechnik bis hin zu Kaffeemaschinen-Produzenten zu treffen. Zudem sollen Gastronomen verstärkt im Forum Systemgastronomie angesprochen werden. Dieses Jahr zum ersten Mal gibt

es eine eigene Bio-Messe, die «Anuga Organic». Damit trägt die Messe einem starken Trend Rechnung, der sich in Europa auch immer stärker in der Gastronomie durchzusetzen beginnt.

10 Messen unter einem Dach Unter einem Dach und übersichtlich gegliedert vereinigt die Anuga 10 Fachmessen: Food, Drinks, Chilled Food, Meat, Frozen Food, Dairy, Bread&Bakery and Hot Beverages, Organic, CateringTec, RetailTec. Als Besucher zugelassen sind ausschliesslich Fachbesucher; wer hinein will, muss einen entsprechenden Nachweis erbringen. Knapp 160 000 Menschen aus 156 Ländern besuchen die Messe – der Auslandsanteil

der Besucher beträgt satte 52 Prozent. Demgegenüber stehen über 6000 Anbieter aus rund 100 Ländern. So ist denn die Anuga nicht nur Treffpunkt der Lebensmittelindustrie, der Händler und der Verarbeiter, sondern auch wichtiger Gradmesser und Ideen-Lieferant rund um Food, Drinks und Technik. Nicht umsonst lautet das Messemotto «Taste the future». Wer die Messe besuchen möchte, sollte sich nächstens um ein Zimmer in Köln bemühen – während der Messezeit ist die Stadt meist ausgebucht. mn Mehr dazu in einer der nächsten Ausgaben des GastroJournals Weitere Infos: www.anuga.de

Wenn wir über die Möglichkeiten einer Marketingkooperation zwischen Schweiz Tourismus und Schweizer Landwirtschaft nachdenken, dann müssen die Projektideen drei Grundanforderungen erfüllen: Ein gemeinsames Ziel, einen kollektiven Nutzen sowie die Partizipation an Rechten und Pflichten. Das Herausschälen von gemeinsamen Marketing- und Missionszielen ist die anspruchsvollste Aufgabe. Die lokal gepflegten Kooperationen zwischen Landwirt und Hotelier funktionieren, weil mit marktfähigen Gütern ein monetärer Mehrwert erzielt wird, der unter den Kooperationspartnern aufgeteilt werden kann. Auf institutioneller

Bieler Wirte sind empört

Jetzt ist auch noch grillen verboten Da hat die Bieler (im Bild: Biel) Gewerbepolizei sich mit Sicherheit nicht gerade Freunde geschaffen: Vor kurzem hat sie nämlich entschieden, dass pro Jahr nur noch einmal gegrillt werden darf. Dieser Entscheid wurde den Bieler Restaurateuren nicht einmal schriftlich mitgeteilt, sondern einfach via Zeitung unter den üblichen Meldungen aus dem Stadthaus bekannt gegeben. Die Bieler Wirte sind darob entrüstet und mussten den beliebten Ländlerabend auf dem Karl-Neuhaus-Platz am vergangenen Wochenende ohne Grill-Angebote durchführen. Sie wollen sich nun mit entsprechenden Massnahmen zur Wehr setzen, denn die Flut ständig zunehmender Verbote gefährden eindeutig ihre Existenz.

17. Rebsortenwanderung

Rekord für das Fest der Sinne Schon anlässlich der 16. Rebsortenwanderung zwischen Sierre und Salgesch im vergangenen Jahr beteiligten sich über 2000 interessierte Weinliebhaber. In diesem Jahr kamen gar über 2500 ins Weindorf Salgesch, sodass die Hotels weitherum bereits Monate im Voraus ausgebucht waren. Der traditionelle Rebweg verbindet das Walliser Reb-

und Weinmuseum in Salgesch mit dem Château du Villa in Sierre. Die Wanderung lässt sich wie in einem Freilichtmuseum begehen. Sie führt durch Weinberge und Winzerviertel über das Naturschutzgebiet der Raspille-Schlucht. Die Wanderer konnten sich an 25 Degustationsständen mit köstlichen Weinen und Walliser Spezialitäten erfrischen oder auch mal eine Auszeit nehmen.

Anzeigen,wo gestillt werden darf

Die ganze Welt des Essens auf einem Platz.

Gemeinsames Ziel, kollektiver Nutzen, Partizipation an Rechten und Pflichten Ebene unter Organisationen ist es schwieriger, ausgehend vom landwirtschaftlich geprägten Image einer Tourismusregion oder des Milch-, Käse-, Schokolade- und Ferienlandes Schweiz, marktfähige Güter und Dienstleistungen herauszufiltern und zu vermarkten. Dennoch kann man vier Kooperationsbereiche unterscheiden, in denen ein glaubwürdiges Ziel formuliert, umgesetzt und gelebt werden kann. Gemeinsame Marketingkommunikation: Schweiz ist Synonym mit intakter Natur, gepflegter Kulturlandschaft, Qualität. Gemeinsame PR-Kampagnen, Ratgeber, Wettbewerbe und Promotionen kommunizieren diese Attribute. • Einkaufsgemeinschaften: Gemeinsame Finanzierung und Nutzung von Infrastrukturen und Dienstleistungen wie Messeinfrastruktur, Promotionsmaterial (z.B. Schwizermilchmobil, melkbare Kuhattrappen), Marktbeobachtung, Zielgruppen- und Konkurrenzanalysen. • Innovationskooperationen: Die touristische Ver-

SZENE

Logo erhitzt die Gemüter

DIE AKTUELLE FRAGE

«Herr Rösti,wo sehen Sie als Direktor der Schweizer Milchproduzenten die Möglichkeiten und Grenzen einer Marketingkooperation zwischen Schweiz Tourismus und Schweizer Landwirtschaft?»

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marktung des Ortes «Bauernhof» als Erlebnisparadies hat Entwicklungspotenzial. Brunch, Schlaf im Stroh oder Ferien auf den Bauernhof waren erst der Anfang. Für Cheese-Tours, Backto-the-roots-Tage, Gotthelfwochen, Literatur-, Theater- und Kunstevents bietet der Bauernhof beste Kulissen. • Gemeinsame Qualitätssicherung: Projekte mit überregionaler und nationaler Ausstrahlung gewinnen durch gemeinsame Ausbildungsprogramme, Leitlinien und QM-Systeme an Professionalität und Glaubwürdigkeit. Das Bilden von branchenübergreifenden Netzwerken fördert das Innovationspotenzial. Für eine Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus in entsprechenden Projekten ist unsere Organisation jederzeit offen. Albert Rösti Direktor Schweizer Milchproduzenten SMP

Nach einer heftigen Debatte um eine entblösste Mutterbrust hatte die Zürcher Politikerin und Apothekersfrau Barbara Schmid die Idee eines Logos für stillfreundliche Einrichtungen. Der nun kreierte und ab Ende September in Apotheken kostenlos erhältliche Sticker (Kleber), soll künftig auch vor den Eingängen von Restaurants dazu beitragen dass eine stillende Mutter weiss, ob sie hier willkommen ist oder nicht. Die Lancierung des betreffenden Stickers stösst offensichtlich nicht nur auf Gegenliebe. GastroZürich-Präsident Ernst Bachmann vom Restaurant Bahnhof in Wollishofen findet denselben überflüssig. Er vertritt die Meinung, dass Restaurateure wie er, mit Müttern, die ihr Baby beim Besuch eines Gasthauses stillen wollen, schon seit jeher eine interne Abmachung getroffen haben: «So etwas macht man mit dem Wirt bilateral ab. Das haben wir schon immer so gemacht, und wir werden dies auch weiterhin so machen.» Abgesehen davon, fragt man sich, ob ein weiterer Kleber neben der ohnehin grossen Anzahl von Klebern (Kreditkarten-, Verbands-, Raucher- und Nichtraucher-Logos und anderes) am Eingang überhaupt noch Beachtung findet.


■ Hotellerie

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

GastroJournal

Hotel der Leidenschaft

CHECK IN The Dolder Grand, Zürich

Start der Zimmerreservationen

Immer wieder heisst es, man solle sich spezialisieren. Jean Müller im st. gallischen Wittenbach machts vor: mit einer ungewöhnlichen Idee, die sich durch seinen ganzen Betrieb zieht.

Noch ist auf der DolderBaustelle (Foto) in Zürich nicht alles fertig. Trotzdem kann seit letzter Woche ein Zimmer im Dolder Grand reserviert werden. Die Preise bewegen sich zwischen 850 (Doppelzimmer) und 14 000 Franken (MaestroSuite im historischen Dolderturm) pro Nacht. Das Dolder Grand ist seit 2004 geschlossen und öffnet seine Tore im Frühjahr 2008.

MATTHIAS NOLD

Betrieb in Schuss halten Die Zimmer im Rössli haben nicht nur Namen, es gibt sogar ein «echtes» Hasenzimmer. Der Schrank hier sieht aus wie ein Kaninchenstall, das Bett ist mit Rammler und Zippe beschriftet, in Fensterläden sind statt Herz-

A LA MINUTE Im Rössli Wittenbach-Kronbühl sind Kaninchen Thema und Konzept zugleich. Mit Erfolg.

Hotel Atlantis, Zürich

Start des lang geplanten Umbaus?

M. NOLD

Hasen und Kaninchen, wohin man blickt: Im Hotel zum Rössli, Wittenbach-Kronbühl ist es kaum möglich daran vorbeizukommen. «Ich bin halt ein totaler Spinner in Sachen Kaninchen, da stehe ich dazu», sagt Hotellier Jean Müller. Bereits als Bub habe er begonnen Kaninchen zu züchten und seit 1993 ist er national «an der Spitze», holt sich verschiedenste Meistertitel mit seinen «Holländern». Die Kaninchen sind nicht nur Leidenschaft Jean Müllers, sondern auch exklusives Merkmal des Betriebes. «1993 habe ich begonnen den Zimmern Namen zu geben», erzählt Müller – seither ist jedes der 20 Hotelzimmer mit einem Kaninchennamen benannt benannt. So gibt es eine Holländersuite, eine Rammlerecke oder eine Scheckenstube. Im Keller gibt es seit dem Jahr 2000 eine absolute Attraktion: eine Hasen-Minigolf-Anlage für die Gäste. «Ich möchte keine öffentliche Anlage», meint Müller, für ihn ist sie Attraktion für seine Kunden in Hotel und Restaurant und als Bereicherung für Bankette und Apéros gedacht. Gleich daneben gibt es ein kleines Hasenmuseum angefüllt mit antiken Kuriositäten wie beispielsweise fast allen Modellen der «Duracell-Hasen». Alle funktionieren übrigens. Unterdessen würden neue Gäste am Telefon manchmal fragen: «Ihr seid doch die mit den Kaninchen?»

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Rosebud Héritage, Besitzerin des Zürcher Hotels Atlantis, plant im Herbst den Beherbergungsbetrieb am Fusse des Üetlibergs zu renovieren. Die Finanzierung der 50 bis 60 Millionen Franken sei gesichert. Allerdings sucht Rosebud noch einen Architekten und muss ausserdem den Gestaltungsplan vom Zürcher Gemeinderat absegnen lassen. Ob die Arbeiten wirklich im Herbst beginnen?

Ein Zimmer voller Leidenschaft:Jean Müller in seinem «Hasenzimmer»,der Kaninchenstall ist übrigens nicht echt,sondern ein Schrank. chen Hasen gesägt. Jedes Detail stimmt, viele davon sind selbst angefertigt: Müller steckt viel Zeit und auch Geld in die Instandhaltung seines Hotels. «Man muss seinen Betrieb im Schuss halten», ist er überzeugt. Seit der Urgrossvater das Rössli mit Mosterei übernahm, hat Generation um Generation regelmässig in den Betrieb investiert. Die Mosterei verschwand erst Ende der 1960er-Jahre, es sei seinen Vater hart angekommen damit aufhören zu müssen. Und erst seit 1980 ist das Rössli auch ein Hotel.

Investition lohnt sich Die Spezialisierung und das regelmässige Investment, «aber nur so, dass wirs verkraften können», scheinen sich zu lohnen: Immer wieder sind Kaninchenzüchter aus der ganzen Schweiz zu Gast bei Müller – oft organisiert er dann zusätzlich noch Ausflüge. Finden im nahen St. Gallen Kleintierausstellungen statt, ist fast sichergestellt, dass Müllers Hotel gut gefüllt

ist. «Wir arbeiten gut», antwortet er auf die Frage, ob denn ein so kleines Hotel auch rentiere, betont aber, das Rössli sei ein «traditioneller Familienbetrieb»: Insgesamt gibt es nur vier Angestellte, zwei im Service (je 80%), einen Koch (100%) einen Küchenburschen (100%) und ein Zimmermädchen im Stundenlohn. Dazu kommen noch Aushilfen. Den Hauptteil übernehmen Müller und seine Frau. Idealismus gehöre halt auch dazu, ist er überzeugt. Er habe zwar etwa gleich viele Stunden an Arbeitszeit wie ein Angestellter, «aber nochmal soviel Präsenzzeit». Bei aller Konzepttreue – es gibt sogar eine «Chüngelmetzgete» im Rössli – setzt Müller auch auf Tradition. Die Mosterei der Vorväter bleibt sichtbar im Mostkeller, einem kleinen Bankettraum, aber auch in der Wandmalerei im Restaurant, auf der eine alte Mosterei abgebildet ist. «Traditionsbetriebe haben heute mehr Chancen denn je», sagt Müller.

Ramada Hotel, Solothurn

SERVICE Laut Müller sind regelmässige Investitionen Teil des Erfolges: «Wir arbeiten nicht nur mit dem Restaurant und dem Hotel sondern auch mit der Liegenschaft.» Mit anderen Worten: Abschreibungen können sich lohnen. Wichtig sei auch möglichst für den eigenen Betrieb zu arbeiten. Pächter arbeiteten zu oft «nur» für den Mietzins, ist Müller überzeugt. Müllers Betrieb ist auch starkes Beispiel für die Strategie Orange, umgesetzt im Hotel. Neben hoher Spezialisierung setzt er auch auf Diversifikation, sprich freie Wahl des Gastes: Seit Kurzem gibt es ein Zimmer «Taubenschlag» mit dem man Taubenzüchter ansprechen will. Bei Erfolg sollen weitere Themen folgen.

Start der neuen Qualitätssicherung Das Ramada Hotel Solothurn erhielt ein Zertifikat für Service, Qualität und Sicherheit. Mit der SQS-Zertifizierung lassen die Ramada Hotels ihre Betriebe von externen Fachleuten überprüfen. Entwickelt wurden die SQS-Richtlinien, die der ISO-Norm entsprechen, in Zusammenarbeit mit der Gewerbeaufsicht, dem Gesundheitsamt und der Feuerwehr. Die Prüfung der Ramada-Betriebe führt die Hospitality Alliance AG durch. Zusätzlich überprüfen die Ramada Hotels ihre Betriebe regelmässig selbst und garantieren damit eine hohe Qualität.

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Accor,encore Logiernächte Comeback der Post Zahlen, Zahlen, Zahlen

Juli: 4-prozentiges Plus

Neues, altes Hotel in Weggis?

Die Accor Gruppe hat im ersten Halbjahr 2007 den Umsatz gesteigert und über 13 000 neue Hotelzimmer eröffnet. Die Erfolgsgeschichte des französischen Unternehmens Accor geht weiter. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres steigerte die Hotelgruppe den Umsatz um 8,8 Prozent auf gut vier Milliarden Euro. In der gleichen Zeit eröffnete Accor weltweit 13 825 neue Hotelzimmer.

Die Schweizer Hotellerie befindet sich weiterhin im Aufwind. Im Juli stiegen die Logiernächte erneut. 2007 entwickelt sich für die helvetische Hotellerie zum Erfolgsjahr. Im Juli stiegen die Logiernächte gegenüber 2006 um 158 000 Einheiten, beziehungsweise vier Prozent. Besonders erfreulich ist die Zunahme von deutschen Hotelgästen. Sie kamen in Scharen und steigerten den Wert aus dem letzten Jahr um 59 400 Logiernächte. Auch die Besuche aus den Niederlanden wuchsen (+ 20 400 Logiernächte). Weniger berauschend war die Inland-Nachfrage, die im Juli nur um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist. Am meisten Logiernächte verbuchten die Regionen Graubünden (654 000), Berner Oberland (498 000) und Wallis (496 000). Die Zunahme gegenüber 2006 fand jedoch in erster Linie in den städtischen Gebieten statt. Genf verbuchte ein üppiges Plus von 11,5 Prozent. Basel legte um 10,3 Prozentpunkte zu und Zürich glänzte mit einer 8,9-prozentigen Steigerung. aa Schweizer Städtetourismus siehe auch S. 11

Der Besitzer des Park Hotel Weggis will im gleichen Ort einen weiteren Beherbergungsbetrieb erwerben und wiedereröffnen. Die Chancen dazu stehen gut. Seit bald zwei Jahren steht das Posthotel in Weggis leer. Nun will Martin Denz, Besitzer des Fünfsterne-Hauses Park Hotel Weggis, den Betrieb kaufen und wieder auf Vordermann bringen. Zurzeit wird die Bausubstanz des ehemaligen Viersterne-Hotels mit 45 Zimmern geprüft. Sobald der Kaufvertrag rechtsgültig ist, arbeitet Denz den Gestaltungsplan aus. Konkrete Baupläne und ein Betriebskonzept hat der Investor dem Weggiser Gemeinderat bereits vorgelegt. Darin ist ersichtlich, dass das Posthotel nicht nur gründlich renoviert, sondern auch mit zusätzlichen Gebäuden erweitert werden soll. Die Chancen, dass Weggis künftig einen weiteren gehobenen Beherbergungsbetrieb anzubieten hat, stehen sehr gut. aa

Neuer Brand im Aufbau Neben neuen Zimmern lanciert Accor im Dezember 2007 auch einen neuen Brand. Die Luxushotelmarke Pullman richtet sich in erster Linie an Geschäftsreisende und soll bis 2015 rund 300 Häuser umfassen. Die Pullman Hotels and Resorts befinden sich in Metropolen und in Flughafennähe. Mit dem Start im Dezember werden 45 Sofitel- und Grand Mercure-Hotels in 23 Ländern neu als Pullman Hotels geführt. Apropos führen, bzw., einführen: Accor will zwischen dem Schloss Chillon und dem Hauptsitz der Nestlé in Vevey ein neues Ibis einführen. Zurzeit sucht das Unternehmen nach einem Standort. aa

Hotel-Kategorisierung in fünf Stufen C1 bis C5 von GastroSuisse.

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Das Park Hotel Weggis: Eine gute Adresse in der Innerschweiz.

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■ Tourismus

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

GastroJournal

Viagra für den Geist

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FLASH Euro 2008

Wechsel bei den Hauptsponsoren

SWISS-IMAGE

Die Euro 2008 muss ihr Werbematerial erneuern. Grund: Der Technologiekonzern BenQ (Bild: Countdown-Uhr im Zürcher Hauptbahn-

Eine intakte Natur wie hier im Val Minger des Schweizerischen Nationalparks kann ein entscheidender Erfolgsfaktor sein.

Die Nachfrage existiert, doch werden die Produkte noch ungenügend vermarktet. In Sachen naturverbundenem Tourismus, diesem «Viagra für den Geist» gibt es einen Haufen Projekte. In der Schweiz ist das Angebot noch lückenhaft. MARIE-THERESE PAGE PINTO Schweiz Tourismus (ST) hat ihn als eine «neue Leidenschaft», ein «Viagra für den Geist» erkannt: den naturverbundenen Fremdenverkehr. Wie in den Nachbarländern hat dieser auch in der Schweiz Mühe, sich zu strukturieren, weil zweifelsohne die Zusammenarbeit zwischen den potenziell davon betroffenen Partnern fehlt. Hie und da sind gewisse Vorhaben schon verwirklicht worden. Dies zeigte der Kongress «naturnaher Tourismus» letzte Woche in Diesse im Berner Jura, der von Touristikern recht stark beachtet wurde. Ein Beispiel für die Verwirklichung

findet sich im Entlebuch, das die UNESCO als Biosphären-Reservat klassifiziert hat und in dem es in 8 Gemeinden insgesamt 25 Bergbahnen und 350 km Wanderwege gibt. Hier profitieren über 300 Produkte vom Label «Echt Entlebuch». In der Westschweiz, hat das Thema der nachhaltigen Entwicklung zum zweisprachigen Projekt «Voralpen ohne Grenzen» geführt. Seit 2005 haben rund 30 Alphütten der Freiburger Voralpen und des Pays d’Enhaut (und seit diesem Jahr auch eine bernische) zusammengefunden. Durch die Initiative des Touristik-Professors Francis Scherly und mit der Unterstützung von Innotour haben sie

ein agrotouristisches Konzept verwirklicht, das Tradition, Sport, Natur und Kultur vereint, damit interessierte Gäste auf originelle Art während eines Aufenthaltes die Gegend entdecken können. Die Idee soll zum Erhalt des überlieferten Erbes durch die Wertschöpfung der Ressourcen im Mittelgebirge beitragen.

Das Reka-Projekt Auch die Schweizer Reisekasse Reka interessiert sich für die nachhaltige Entwicklung. In Urnäsch baut sie derzeit ein Feriendorf, das für Familien gedacht ist, welche die Tiere auf

A LA MINUTE Der naturverbundene Tourismus interessiert die Schweizer Tourismusprofis. Dies- und jenseits der Saane sind schon einige Projekte verwirklicht worden.

dem Bauernhof und die Landwirtschaft mit ihren Produkten während ihres Aufenthaltes besser kennenlernen möchten. Das Dorf werde am 15. März 2008 eröffnet und sollte 15 000 Übernachtungen pro Jahr verzeichnen, meinte Roland Lymann, der Vize-Direktor der Schweizerischen Reisekasse am Kongress. Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, machte sich stark für das Gütesiegel für den naturnahen Tourismus.

Stichwort: Die Zusammenarbeit Die Redner kamen auch aus Frankreich, Deutschland, Österreich und Kanada. Alle haben das kommerzielle Interesse des naturverbundenen, mit dem auf die nachhaltige Entwicklung orientierten Tourismus unterstrichen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor sei die Zusammenarbeit aller Akteure, Hoteliers und Gastwirte inbegriffen, war immer wieder zu hören.

Der Ruf der Schweizer Euro-Städte Eine deutsche Studie hat die vier Euro 2008-Host Cities verglichen – mit erstaunlichen Resultaten Von den vier Host Cities Bern, Basel, Genf und Zürich schnitt letztere bei einer deutschen Studie am besten ab. Der Kulturstadt Basel wurde das kulturelle Flair hingegen abgesprochen. Vorab folgendes: Die Schweiz geniesst in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf. Auf einer Skala von eins (sehr negativ) bis zehn (sehr positiv) bewerten unsere nördlichen Nachbarn uns mit einer durchschnittlichen Punktezahl von 7,49. Dass dabei Klischees wie Alpen, Gletscher oder Käse eine Rolle spielen, wertet dieses Resultat nicht ab. Im Gegenteil.

liches zu Tage. Zum Beispiel dass Basel nicht wirklich als Kulturstadt wahrgenommen wird. Und das obwohl sich die Metropole am Rheinknie seit Jahren genau in diesem Segment positioniert und mit dem Slogan «Culture Unlimited» wirbt. Bereitet diese Aussage der deutschen Befragung den Fachleuten in Basel Sorgen? «Wir haben zur Kenntnis genommen, dass wir kein Kulturimage besitzen», sagt Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus. Allerdings fehle ein Nullpunkt, eine zweite, früher getätigte, Erhebung, um die zeitliche Entwicklung zu überprüfen. «Vielleicht wars ja vor ein paar Jahren noch viel schlimmer.» Egloff wertete die Resultate der Studie durchaus positiv: «Die Stadt Basel verfügt insgesamt über ein sehr gutes Angebot. Jetzt müssen wir noch am Image feilen.» Das sei besser als umgekehrt. Und die steigenden Logiernächtezahlen geben Daniel Egloff recht.

Host Cities interessieren Die Umfrage wurde von einem Münchner Institut im Auftrag des Bundesamtes für Sport (BASPO) durchgeführt. Befragt wurden mehr als 1000 Personen in ganz Deutschland. Neben dem allgemeinen Bild der Schweiz interessierte sich das BASPO besonders für den Ruf, den die vier Host Cities Bern, Basel, Genf und Zürich in Deutschland geniessen. Und hier kam teilweise Erstaun-

Zürich, Bern, Genf Basel: nicht kulturell – jedenfalls in den Augen unseres nördlichen Nachbarn.

Von den vier Schweizer Host Cities hat sich Zürich am stärksten in den

Köpfen der Befragten festgesetzt. Aber nicht nur in den Köpfen. 46 Prozent der Studien-Teilnehmer waren schon einmal in der Limmatstadt. Dass das grenznahe Basel mit 38 Prozent in diesem Punkt hinter Zürich steht, ist etwas verwunderlich. Eine Rolle für Zürichs Spitzenplatz könnte deren hoher deutscher Anteil innerhalb der Wohnbevölkerung spielen. Mit der Bundeshauptstadt Bern verbinden die Befragten vor allem Schweizer Traditionen. Ganz im Gegensatz zu Genf, das bei unseren nördlichen Nachbarn als ausgesprochen international gilt. Die Resultate der Studie sind für die Verantwortlichen der vier helvetischen Host Cities aufschlussreich und ermöglichen ihnen, den eingeschlagenen Promotionsweg zu überdenken und wenn nötig zu verbessern. Ob sich die Host Cities nach der Euro 2008 noch verstärkt bei den deutschen Touristen etablieren können, ist fraglich. Drei Jahre nach der Euro 2004 in Portugal wussten 80 Prozent der Studienteilnehmer nicht mehr, wo diese stattgefunden hat. aa

MEINE MEINUNG

Euro 08 – eine riesige Chance

I

ch behaupte jetzt einmal, dass wir in der Tourismuswirtschaft die wesentlich grössere Chance haben, zu Nationalhelden zu werden, als unsere Nationalmannschaft. Nicht, weil ich unseren Fussballern keine ruhmreiche EURO 08 zutraue. Ganz und gar nicht! Aber weil wir die Gastgeber der Nation sind! Die EURO 08 ist die Chance, um der Welt ein atemberaubend schönes Land zu präsentieren, welches mit

seiner jungen Mannschaft nicht nur guten Fussball spielt, sondern seine Gäste mit offenen Armen und hochprofessionellen Produkten und Dienstleistungen empfängt. Gastgeber zu sein für die Fussballeuropameisterschaft ist eine grosse Herausforderung; für den öffentlichen Verkehr, die Sicherheitskräfte und insbesondere auch für die Tourismuswirtschaft und damit auch das Gastgewerbe.

Doch für die Tourismuswirtschaft ist es primär auch eine riesige Chance! Die WM in Deutschland hat einmal mehr gezeigt, dass es wohl kein grösseres gesellschaftliches Totalphänomen gibt, als den Fussball. Die Chance packen muss jeder einzelne von uns. Doch GastroSuisse will mithelfen, diese Chance optimal zu nutzen und engagiert sich mit diversen Aktionen. Getreu dem Motto «Hilfe zur Selbsthilfe» für unsere 20 000

Mitglieder. Gewonnen haben wir, wenn wir noch viel länger am Ball bleiben als bis zum Schlusspfiff und unsere Gäste nach der EURO 08 wiederkommen zu den Europameistern der Gastfreundschaft! Klaus Künzli, Zentralpräsident GastroSuisse Grossrat, Nationalratskandidat BE

hof) ist wegen einer «Änderung der Firmenphilosophie» kurzfristig ausgestiegen. Er wird durch Canon ersetzt. Die acht Host Cities (siehe auch Artikel unten) in der Schweiz und in Österreich müssen deshalb ihre offiziellen Euroflaggen und die Countdown-Uhren auswechseln. Die Kosten dafür übernimmt die Uefa.

Euro 2008 II

Nur ein Visum nötig Während der Euro 2008 wird die Einreise in die Schweiz für Gäste aus visumspflichtigen Ländern erleichtert. Da die Schweiz 2008 noch nicht Mitglied des Schengenraums ist, wären für einen Besuch in den beiden Veranstaltungsländern zwei Visa nötig. Während der Euro 2008 benötigen Fussballfans jedoch nur ein Visum, das für Österreich, die Schweiz und Liechtenstein gilt. Ausgestellt werden die Einreisebewilligungen von Österreich. Die Schweiz und Liechtenstein anerkennen die Visa, wenn gegen die betreffende Person keine Fernhaltegründe bestehen. Dazu prüfen die Schweizer Behörden die Ausländer-, Fahndungs- und Asylverfahrensregister

Luzerner Tourismus

Russische Gäste sind gefragt Der Kauf des Hotels Gütsch durch die russische National Reserve Corporation (siehe GJ 36) lässt Luzerns Touristiker von mehr russischen Logiernächten träumen. Marcel Perren (Foto), Direktor Luzern Tourismus, weilte letzte Woche in Moskau, um zusammen mit Schweiz Tourismus die Werbetrommel zu rühren. Auch für Luzern und die Innerschweiz. Derweil überlegt man sich am Vierwaldstättersee, fürs Marketing im Putin-Land mit Zürich zusammenzuspannen. Russische Touristen sind besonders interessant, weil sie als ausgabefreudig gelten.

Skigebiet Hungerberg

Geldhunger am Hungerberg Am Hungerberg im Obergoms herrscht akuter Geldhunger. Die Ski-sportanlagen sind veraltet und müssten ersetzt werden. Zudem hat sich ein Schuldenberg von rund 750 000 Franken angehäuft. Die Betreiberin, die Schwyberg/Seeweid AG, ist zwar im Besitz einer gültigen Konzession, doch diese läuft im Mai 2008 aus. Für eine neue Bewilligung durch das Bundesamt für Verkehr wären jedoch Investitionen in Millionenhöhe nötig. Zurzeit arbeiten die Verantwortlichen in einer Arbeitsgruppe an möglichen Lösungen. Investoren wären am Hungerberg dringend nötig und herzlich willkommen.


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GastroJournal

Schweizerische Gilde etablierter Köche

Guilde Suisse des Restaurateurs-Cuisiniers

Donnerstag/Jeudi, 13. 9. 2007 ■ Nr./No 37

Erinnerung an den Gilde-Risotto-Tag 2007 Der offizielle Gilde-RisottoTag, an welchem sich zahllose Gilde-Mitglieder aktiv beteiligt haben, wurde wieder zu einem tollen Erfolg. Sicher ist erneut ein schöner Batzen aus dem Verkaufserlös des wohlschmeckenden und vielgepriesenen Risottos zusammen gekommen, der schon bald der Multiple-Sklerose-Gesellschaft für bedürftige Kranke überreicht werden darf. Wenn das kein Lob verdient! In nicht weniger als 38 Städten haben sich am Samstag, 1. September, bereits zum elften aufeinanderfolgenden Mal mehr als 230 aktive Mitglieder der Gilde etablierter Köche auf verschiedensten, extra hergerichteten Standplätzen eingefunden, um gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern einen wunderbar schmeckenden Risotto herzustellen und vorbeiziehenden Passanten anzubieten. Dabei haben sie dies erneut für einen guten Zweck getan: Der Erlös aus dem Verkauf des Risottos kommt nämlich jedes Jahr besonderen Bedürfnissen der Multiple-Sklerose-Gesellschaft und damit den schweizweit rund 10 000 Multiple-Sklerose-Betroffenen zugute. Welcher Betrag in diesem Jahr zusammenkommen wird, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass es – auch dank guten Wetters und entsprechendem Zuspruch der Öffentlichkeit – wieder ein rechter Batzen sein wird: Im vergangenen Jahr durfte ein Betrag von beachtlichen 76 000 Franken der MS-Gesellschaft überreicht werden. Auch in diesem Jahr haben sich die Mitwirkenden einiges bei der Gestaltung der einzelnen Verkaufspunkte einfallen lassen. Während vielerorts vor den mitmachenden und zur Gilde etablierter Köche gehörenden Restaurants hübsch dekorierte Tische und Stühle bereitsgestellt wur-

In Schaffhausen wirkten neben den Köchen Urs Auckenthaler (v. l.) und Renato Petroncelli auch Regierungsrätin Rosmarie Widmer und Ständerat Peter Briener aktiv beim Schöpfen und Servieren des Gilde-Risottos mit.

Ausgebucht – aber neu terminiert Am Montag, 17. September, findet der früh angekündigte Workshop «Molekularküche» statt, der nach seiner Ausschreibung schnell ausgebucht war. Die enorme Nachfrage nach diesem Workshop hat zum Entscheid geführt, diesen ein zweites Mal durchzuführen. Der weitere Termin: Dienstag, 26. Febuar 2008. Wer diesmal mit dabei sein möchte, sollte sich möglichst bald anmelden. Auch beim neu angesetzten Tageskurs geht es um die Feststellung, dass die «Molekularküche keine Hexenküche» ist. Die Workshop-Teilnehmenden erfahren nicht nur, was genau eigentlich die molekulare Küche ist, sondern sie haben die Möglichkeit, die molekularen Techniken selber zu testen. Es werden an diesem Workshop, der im Hug-Haus im luzernischen Malters durchgeführt wird, Tipps und Tricks vermittelt, die einfach und umsetzbar sind. Der Tageskurs kostet pro Teilnehmenden Fr. 120.– (inkl. Getränke, Lunch, Unterlagen und Rezepte). Interessenten können sich bei der Geschäftsstelle der Schweizerischen Gilde etablierter Köche per Fax anmelden: Fax: 044 377 55 14

Erfahren, was andere erfolgreich macht GastroSuisse führt Berufskollegen und Branchenkenner einmal mehr durch ausgewählte Restaurants mit «InPlace-Charakter» in Zürich. Die dafür vorgesehene «In-Tour» findet am Montag, 3. Dezember, zwischen 17 und

In Luzern hatten neun aktive Gilde-Mitglieder an den Risotto-Pfannen alle Hände voll zu tun; Mister Schweiz Timo Wielandt (M.) und Fotomodel Mascha Santschi halfen beim Schöpfen den ganzen Tag mit.

Sieben Aktive der Gilde etgablierter Köche erfreuten mit einem feinen Risotto in Rapperswil.

Aufgestellt, frohgemut und zufrieden mit dem Verkaufserfolg: Die aktiven Gildemitglieder am Stand in Weinfelden.

Auch in Frauenfeld haben zuviele Köche den Brei wirklich nicht verdorben... den, haben regional zusammenarbeitende Gilde-Mitglieder einfach auf einem Platz inmitten einer Stadt oder eines Ortes, vielfach gar inmitten eines Einkaufszentrums, Tische und Stühle organisiert und aufgestellt, und in unmittelbarer Nähe an einem extra hergerichteten Stand frisch zubereiteten, inzwischen äusserst beliebten Risotto angeboten. An einigen Standorten durfte viel Prominenz empfangen und verköstigt werden. Mancherorts halfen prominente Gäste gar mit, den Risotto an die Frau, bzw. an den Mann zu bringen. In Luzern hat das bekannte Fotomodell Mascha Santschi den amtierenden Mister Schweiz Tim Wiedlandt motiviert, mitzutun, so dass sie gemeinsam den dort bereitgestellten Risotto nicht nur genossen, sondern während des ganzen Tages mithalfen, den feinen Risotto für hunrige Gäste zu schöpfen. Das Medienecho war entsprechend, womit sie mitgeholfen haben, den inzwischen äusserst beliebten Gilde-Risotto noch populärer zu machen. So wird auch der RisottoTag 2007 in die Geschichte der Gilde etablierter Köche als erfolgreicher Event eingehen.

Gilde-Aktuell

Im thurgauischen Amriswil (l.) fand der Risotto ebenso reissenden Absatz, wie im aargauischen Reinach (r.).

Sponsoren des Gilde-Risotto-Tages

23 Uhr, statt. Dabei werden bis zu 15 verschiedene Hotels/Restaurants besucht. Die Teilnehmenden haben dabei die Chance, Trends und deren Umsetzung zu erkennen. Begleitet wird die Tour von Zita Langenstein, Leiterin Weiterbildung GastroSuisse, Zürich. Am Dienstag, 4. Dezember, findet im gleichen Zeitrahmen eine Klassik-Tour statt, bei der ein Einblick in die Wichtigkeit der Traditionspflege im Gastgewerbe gewährt wird. Am Freitag, 5. Oktober, letztlich ist eine Nacht-Tour angesetzt, bei der zwischen 22 Uhr und 5 Uhr früh die Möglichkeit geboten wird, einen Blick hinter die Kulissen von Bars, und Nightclubs zu werfen. Alle drei Touren bieten zudem die Chance, Erfahrungen und Wissenswertes unter Berufskollegen und -kolleginnen sowie mit Branchenkennern auszutauschen. Anmeldungen via Tel. 0848 377 111 Fax 0848 377 112

Abstimmen für den Swiss Gastro Award Auch in diesem Jahr findet die Verleihung des GastroAwards für die vom Publikum bestimmten besten Gastrobetriebe in der Schweiz in acht Kategorien statt. Die eigentliche Gala mit der entsprechenden Preisverleihung findet am 19. November im Rahmen der Igeho in Basel statt. Bis zum 31. Oktober kann noch abgestimmt werden, dass heisst, dass die Öffentlichkeit die Sieger der einzelnen Kategorien mittels Voting selber bestimmen kann. Nicht vergessen: Auch in diesem Jahr sind drei Betriebe der Schweizerischen Gilde etablierter Köche nominiert – und damit im Ausscheidungsrennen um die Besten mit dabei. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, dass sich jedes Gilde-Mitglied aufmacht, zugunsten der nominierten Kollegen zu voten. Nominiert sind in der Kategorie «Gourmet» der Schlüssel im basellandschaftlichen Reinach, die Krone in Sihlbrugg und das Doldenhorn in Kandersteg. Abstimmen (voten) ist ganz einfach, denn die entsprechenden Betriebe und das eigentliche Voting sind zu finden, unter: www.gastroawards.ch


Organe officiel de GastroSuisse et de ses sections cantonales

Jeudi, 13. 9. 2007 No 37

Société des Cafetiers, Restaurateurs et Hôteliers de Genève

HEBDOMADAIRE

Miss proche des gens Christa Rigozzi arrive bientôt au terme de son règne. Elle aime prendre son café dans un bistro de quartier où on l’admire, discrètement.

A LA MINUTE

NICOLAS MICHEL

Miss tolérante

Servir des clients à satisfaction D’habitude, Christa Rigozzi travaillait pendant ses vacances

Christa Rigozzi connaît bien les problèmes auxquels sont confrontés les restaurateurs: Fumée: «On ne peut tout réduire au noir et au blanc. Il faut préserver une certaine liberté et ne pas tout interdire.» Alcool: «C’est une question de mesure. Mon père m’a appris à respecter et à aimer le vin. Je préfère le rouge, un merlot du Tessin ou un cabernet.» nm

Témoin d’une tentative de rapt CH. RAPPO

«Vous savez, notre Miss Suisse est une femme très ouverte qui n’a pas la grosse tête», affirment de concert les deux hommes assis au bar du tearoom Romantic à Fribourg. Sa disponibilité éclatera au grand jour au moment où une nuée d’élèves la découvriront et viendront quémander des autographes, exercice auquel elle se soumet de bonnes grâces. «J’aime bien boire mon café dans cet établissement, où les habitués me respectent et où ce n’est pas l’émeute dès que je me pointe», commente la plus belle Suissesse. Sûre d’ellemême, elle ne souffre pas du syndrome de Winkelried (qui est le salaud qui m’a poussé): «Je me suis annoncée moi-même pour cette élection de Miss Suisse.» Dont le titre lui a valu la participation à Miss Univers. Un mois au Mexique dont elle retient des souvenirs mitigés: «Nous étions chaperonnées. Nous ne pouvions nous mouvoir comme nous aurions aimé le faire. Pendant la semaine où mes parents logeaient au même hôtel, on ne m’a accordé qu’une demi-heure d’entretien avec eux. Et je regrette de n’avoir pu voir de ce pays tout ce que j’aurais aimé. Même pas les fameuses pyramides.»

On peut être belle, blonde et intelligente et néanmoins devenir Miss Suisse. Christa Rigozzi aime manger dans les restaurants avec des amis. Elle sait ce qu’est le service.

Christa Rigozzi travaillait pendant ses vacances dans un restaurant. universitaires. «Le plus souvent dans le service, dans un bar ou dans un restaurant», se souvient l’étudiante en sciences de la communication. Elle n’a pas perdu la main et saurait, si nécessaire, servir des clients à satisfaction. Mais en principe ce ne sera pas sa voie. «Pourtant, j’adore manger, bien manger, en famille ou avec des amis au restaurant», et après quelques instants de réflexion, «à l’exception des escargots et des cuisses de grenouilles.»

Elle terminera ses études dans moins d’un an et consacrera son travail de mémoire aux expériences vécues avec les media durant son année de gloire. «C’est dans la communication que je vois mon avenir. Devant ou derrière la caméra.» Avec sa maîtrise des langues (italien, français, allemand, espagnol), la très jolie Tessinoise qui habite pour raisons d’études à Fribourg, ne devrait pas avoir de peine à trouver un job à sa mesure.

Il y a quelques mois, alors qu’elle faisait ses emplettes dans un centre commercial de Côme, Christa Rigozzi a entendu une mère crier au secours. Alors que la maman chargeait ses sacs à la caisse, sa fille de quatre avait disparu. Le système d’alarme avec fermeture immédiate des portes a fonctionné à merveille. «Le magasin a été fouillé de fond en comble. Finalement, c’est aux toilettes que la fillette a été retrouvée. Une femme de type rom lui avait déjà presqu’entièrement tondu les cheveux», raconte l’étudiante, également férue de criminologie. nm

Signaux de fumée au Parlement La saison d’automne aura de l’importance pour la branche

La session d’automne des Chambres fédérales aura lieu du 17 septembre au 5 octobre. Elles traiteront d’affaires importantes pour l’hôtellerie-restauration et le tourisme.

Du point de vue de l’hôtellerie-restauration, l’objet principal qui sera débattu concerne la protection contre la fumée passive: le Conseil national se penchera sur une solution nationale que soutiennent et le Conseil fédéral et GastroSuisse.

70 millions à ramasser Pour l’hôtellerie-restauration, la discussion du Conseil national sur la nouvelle politique régionale a également une cer-

taine importance: dès 2008, 70 millions par an seront versés en faveur de l’innovation et la capacité de concurrence d’entreprises des régions excentrées. A peu près la moitié des projets méritant un soutien devrait être de nature touristique. L’intervention concernant la Loi sur le tourisme est de la même veine: le Conseil aux Etats en débattra. Au plan stratégique, elle n’est pas contestée mais elle a été mise

à mal par l’hôtellerie dans les discussions préalables. La promotion du site est moins contestée. Le Conseil national devra, notamment, décider du montant des prochaines contributions annuelles pour Suisse Tourisme. Il en résultera, peut-être une légère augmentation. On verra dans quelle mesure cela s’appliquera aussi à la Formule 1: le Conseil des Etat doit réagir au Oui surprenant du Conseil national. pg

Le prix du gibier en forte hausse Dorénavant, les amateurs de menus de chasse devront dépenser davantage. On s’attend, pour le début de la saison du gibier, à des hausses de prix jusqu’à 30 pour cent. La raison en est la réduction des effectifs des espèces dans le monde entier. En de nombreux endroit, les tirs furent trop nombreux à moins que les responsables aient préféré d’autres espèces, comme en Nouvelle Zélande. Le gibier engendre beaucoup de coûts et dépend des saisons. Selon un restaurateur zurichois, Hanspeter Lüdin, du restaurant Rosengarten à Wila, l’augmentation pour une escalope de chevreuil ne devrait cependant excéder 1.50 francs.

Fribourg: succès pour la Bénichon La première édition de La Grande Bénichon a accueilli 3000 personnes en deux jours sur le site de Forum Fribourg. «La fête s’est déroulée dans le véritable esprit de la Bénichon, c'est-à-dire dans une ambiance très conviviale», explique Jean-Paul Baechler, président du comité d’organisation. Les participants ont savouré les mets traditionnels de la Bénichon, préparés par les associations fribourgeoises professionnelles des métiers de bouche, sous la houlette de Pierre-André Ayer (photo). «L’objectif fixé a été atteint! Les participants ont savouré des mets avec plaisir et passion. Il nous tenait à cœur de transmettre ces valeurs ‹de chez nous›, une tradition à respecter et à perpétuer. Preuve aussi que les Fribourgeois peuvent se réunir pour une cause qui leur est chère!», s’est satisfait le Chef de cuisine. Après un tel succès, le comité d’organisation n’exclut pas de reconduire cette manifestation ces prochaines années. Rappelons que le bénéfice réalisé lors de ces deux jours de manifestation, pas encore déterminé, sera affecté à la formation des apprenants des métiers de bouche (cuisiniers, boulangers, bouchers, fromagers, etc.) et aux amis de Radio Fribourg, l’ARFT.

Vaud: 21000 fans pour fêter 40 ans Elton John a été ovationné par 21 000 personnes au terme de son concert en plein air à Vevey (VD). Avec cinq musiciens, la pop star a revisité une vingtaine de succès puisés surtout dans son répertoire des années 70. La Place du Marché a quasiment fait le plein de spectateurs dont beaucoup impatients d’applaudir l’idole de leur jeunesse. Plus de 18 000 billets ont été vendus. En dehors de l’enceinte, dans les rues, sur les terrasses ou aux fenêtres, 3000 personnes ont écouté le tour de chant. Agé de 60 ans, Elton John effectue une tournée célébrant ses 40 ans de carrière. Près de 40 concerts sont programmés d’ici la fin de l’année en Europe, aux Etats-Unis, en Asie et en Australie. Son récital de Vevey en était l’unique étape suisse.

Valais: un gastro pour 50 balles Pour la Semaine du goût, le Valais propose une nouveauté réservée exclusivement aux 16–25 ans: les bons gastronomiques pour les jeunes. Cette action a été mise sur pied grâce à l’Interprofession de la Vigne et du Vin du Valais et à 13 restaurateurs de prestige chez qui les 16–25 ans pourront prendre un repas gastronomique accompagné de 4 dl de différents crus du Valais pour 50 francs seulement. A choix, l’Auberge de Vouvry, Le Relais du Mont d’Orge, La Grange, Le Belvédère, L’Olivier, Le Pas de l’Ours, Le Mont-Rouge, Le Coq en Pâte, La Sitterie, Le Fletschhorn, Les Alpes, Le Terminus ou La Vache Gourmande. info: ww.gout.ch

EURO 08

J

’ose prétendre que nous avons de plus grandes chances dans l’économie touristique de devenir des héros nationaux que notre équipe nationale. Non pas que je ne crois pas à une Euro 2008 glorieuse pour nos footballeurs. Ce n’est pas ça du tout! Mais parce que nous sommes les hôtes de la nation. L’EURO 08 est une chance pour présenter au monde la beauté à de notre pays, une beauté à vous coupler le souffle. Avec sa jeune équipe, qui ne joue pas seulement bien au foot mais qui reçoit ses clients à bras ouverts, et des produits et

prestations de service d’un professionnalisme élevé. Etre l’hôte du Championnat d’Europe de football représente un grand défi: pour les transports publics, les forces de sécurité et, en particulier, pour l’économie touristique, par conséquent pour l’hôtellerierestauration. Pour l’économie touristique, il s’agit aussi d’une énorme chance! La CM en Allemagne a démontré, une fois de plus, qu’il n’y a guère un autre phénomène social total que le football. Chacun d’entre nous doit saisir cette chance. GastroSuisse veut contribuer à

profiter au mieux de cette chance et s’engagera avec différentes actions pour ses 20 000 membres. Suivant ainsi la devise «soutien à ceux qui agissent». Nous aurons gagné lorsque nous garderons le ballon bien au-delà du coup de sifflet final et que les clients reviendront après l’EURO 08 chez les champions d’Europe de l’hospitalité! *Klaus Künzli, président central de GastroSuisse

Ticino: scuole medie e medie sup. Anche quest’anno il Dipartimento dell’educazione, della cultura e dello sport (DECS) partecipa alla Settimana del Gusto, volta a promuovere la conoscenza e la diffusione di piatti a base di prodotti locali nel rispetto di una sana e corretta alimentazione. Coinvolti saranno i ristoranti scolastici distribuiti sul territorio cantonale. In particolare giovedì 13 settembre sarà servito un menu ticinese. La settimana ha in programma anche il coinvolgimento di un gruppo di ragazzi di scuola elementare nella trasmissione radiofonica «L’uovo quadrato», un concorso concentrato sull’uva e l’offerta (il 13 e il 21 settembre) di menu particolarmente ricchi e graditi. Informazioni sù www.gout.ch e www.gastroticino.ch


■ Actualité

Jeudi, 13. 9. 2007 ■ No 37

GastroJournal

Le goût,d’abord à l’école C’est aujourd’hui que débute dans toute la Suisse la Semaine du goût avec la Journée nationale du goût dans les écoles.

FLASH City Management à Lausanne

Premier geste de la fondation

A LA MINUTE Le départ de la Semaine du goût a été donné aujoud’hui, aux Breuleux (JU) et à Berne. 950 événements sont prévus dans toute le pays. La liste complète et sur le site internet www.gout.ch

FRANCESCO DI FRANCO leux pour une cérémonie officielle de lancement de la Semaine du goût.

Durant cette journée du 13 septembre, les organisateurs de la Semaine du goût, invitent tous les enseignants de Suisse à profiter de cette opportunité pour consacrer un moment avec leurs élèves à une réflexion sur leur alimentation, la provenance des aliments et les distances exorbitantes parcourues par certains produits pour arriver sur nos tables. «Profiter par exemple de cette journée pour essayer de trouver avec eux dix produits typiques de leur région», proposent-t-il dans un communiqué.

Avec Pascal Couchepin à Berne Autre moment officiel qui marquera l’inauguration de cette septième édition de la fête nationale du goût, la présence du conseiller fédéral Pascal Couchepin au Bellevue Palace à Berne avec le parrain du Goût 2007.

Grandson et sa région, Ville suisse du goût 2007

«L’éducation au goût et à une alimentation saine devrait être dispensée à l’école au même titre que d’autres matières, pour que les enfants sachent d’où viennent les produits qu’ils consomment et comment ils sont; qu’ils prennent conscience des liens entre l’alimentation et la santé. La Semaine du goût contribue activement à l’éduction des jeunes», lançait Josef Zisyadis, président de l’Association pour la promotion du goût et co-initiateur de la manifestation lors d’une conférence de presse, le 28 août dernier.

ARCHIVES GJ

Education au goût et à une alimentation saine

Profiter de cette journée d’inauguration et même durant tout la Semaine du goût, pour trouver avec les enfants, dix produits typiques de leur région. Un message repris par le parrain de la Semaine du goût 2007, Georges Wenger, le chef du Noirmont, qui se

trouve aujourd’hui, avec la ministre de l’Education du Canton du Jura, Elisabeth Baume Schneider, aux Breu-

page 15

A noter, parmi les moments forts, toutes les activités de Grandson et sa région, Ville suisse du goût 2007, qui marqueront la fin des festivités. Le programme s’étale sur trois jours, du vendredi 21 au dimanche 23 septembre. Durant ces trois premiers jours de l’automne, la ville sera interdite à la circulation. Seul un wagon fera halte sur la place du château. Durant les trois jours, des dégustations de spécialités régionales seront offertes dans «La Traverse». Sous la cantine, Eric Vuissoz, boulanger-pâtissier-traiteur à Ste-Croix, proposera pâtisseries et glaces maison. La famille Tyrode, fromager à l’Auberson, préparera des vacherin AOC au four. Et bien d’autres spécialités et attractions attendent les gourmets de tous âges. www.gout.ch

La crise qui secoue Lausanne, le City Management, (organisme visant à promouvoir le commerce local par le biais d’une taxe) est loin d’être résolue. Cependant, le conseil de fondation a décidé trois mesures concrètes: un rabais de 100 francs pour les commerçants qui ont retourné leur questionnaire dans les délais, une démarche de consultation et de concertation afin d’adapter le projet et un planning d’activités dont les premières propositions pourraiet se concrétiser cette année déjà.

«Happy hours»

Attention, cette fois la régie sanctionne Récemment, GastroJournal (n° 34) a accordé une place d’importance aux «happy hours», rappelant que la remise à des prix de faveurs de boissons contenant des spiritueux était interdite depuis 1983. Toutefois, les bureaucrates ne s’étaient jusqu’alors guère déplacés pour sanctionner les contrevenants. Alors même que GastroSuisse avait mis en garde contre le durcissement annoncé, de nombreuses procédures ont été ouvertes, ces dernières semaines, contre des établissements publics. Des «happy hours» peuvent parfaitement être organisées mais sans spiritueux. Pas de problème, par contre, avec du vin et de la bière.

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■ Restauration

Jeudi, 13. 9. 2007 ■ No 37

GastroJournal

Au jardin-resto La Sitterie penserait que ma cuisine deviendrait chère!» Si Jacques Bovier n’a pas oublié les saveurs de la cuisine de terroir paternelle, les atriaux maison, le risotto à la Petite Arvine ou les pommes au four caramélisées de sa grand-mère, sa ligne se veut à la fois gastro et diététique, sans pâtir de la connotation parfois négative des repas à rallonge et fort coûteux.

Comme une respiration, un havre de senteurs botaniques et de couleurs rayonnantes… Dans le décor contemporain de La Sitterie à Sion, Jacques Bovier affine ses talents.

... et plein d’herbes aromatiques PIERRETTE WEISSBRODT

La minestrone est servie avec poché de cabillaud, la blanquette de veau avec foie gras, la chasse avec coulis d’épine-vinette, l’Eugénie avec ananas… Beaucoup de légumes frais achetés directement au producteur, des huiles d’olive de qualité et moins de crème, de l’agneau haut-valaisan confit ou cuit au foin, des poissons du Léman, de la truite de Vétroz… et plein d’herbes aromatiques. Le cuisinier joue principalement la carte régionale et de saison. Pour les asperges et les fraises, il attend les valaisannes plus fraîches et plus goûteuses! Sans compter l’assortiment de fromages AOC et fermiers.

Décor sobre, chaises en plexi coloré pour un effet de légèreté, posées comme coquelicots, lys et boutons d’or dans un champ, bar citron-lime, l’effet montre une volonté de renouveau. Lorsque Jacques Bovier, cuisiniertenancier apprécié du Buffet de la Gare à Saint-Léonard, a décidé de changer de cap il y a deux ans et d’installer ses fourneaux au jardinrestaurant La Sitterie, il n’a pas hésité à vendanger les grappes de raisin qui trônaient au plafond, quitte à rompre avec l’ambiance d’ancien café de quartier, où les étudiants venaient boire la bière de Bramois en broc d’un litre. Tout à côté coulait la Sionne à ciel ouvert, malheureusement recouverte aujourd’hui d’un ruban de bitume. D’emblée, l’on se sent bien reçu chez Jacques Bovier. Même en hiver, des fauteuils et des plantes trônent de part et d’autre de la porte d’entrée. Tout comme l’affiliation du cuisinier aux Jeunes restaurateurs d’Europe. Ses leitmotiv? «Accueil, style contemporain, musique et lumière. Tout autour du jardin, j’ai semé des herbes aromatiques pour que le client jouisse de senteurs relaxantes.

P. WEISSBRODT

Terroir et touches exotiques

Changement de cap à La Sitterie à Sion. Le cuisinier Jacques Bovier y est secondé par Catherine Tavernier, serveuse, Elodie Froidevaux, apprentie, Christian Michel, bras droit en salle, Fabien Fournier, cuisinier, et Fabienne Pitteloud (absente).

A LA MINUTE

De pair avec cette recherche, nous avons amélioré notre cuisine!» explique-t-il.

Installé depuis deux ans à La Sitterie, le cuisinier ne souhaite pas plus de 14 points au GaultMillau.

Un point de plus au GaultMillau

Avec moins de place qu’au Buffet de la Gare à Saint-Léonard, Jacques Bovier se sent plus libre.

Dotés de 12–13 points au cours des dix ans d’activité dans l’établissement familial de Saint-Léonard, les

efforts de Jacques Bovier à La Sitterie sont aujourd’hui gratifiés de 14 points par le GaultMillau. «Je me sens en progrès, car j’ai plus de liberté», explique-t-il, avant d’ajouter: «L’établissement est aussi plus petit et la carte plus typée et plus homogène quant au style de cuisine. Grimper à 16 points? Pas souhaitable, le client

D’un voyage en Asie, il a toutefois ramené quelques recettes exotiques comme la soupe thaï et les gambas rôties servies avec humour dans un bocal à conserve. Et, il se dit tenté par quelques expériences de cuisine moléculaire, davantage séduit par les effets visuels que gustatifs: «Il faudrait mêler l’authenticité de Wenger aux effets de Denis Martin!» Côté vins, il compte élargir sa gamme à toute la Suisse, histoire de montrer aux touristes la diversité et la richesse du pays. «Notre clientèle variée s’est mise en place toute seule, repas d’affaires et de professeurs de l’Ecole d’ingénieurs, repas familiaux ou en couple, groupes de dames… Elle s’est rajeunie et féminisée! Nous misons sur un très bon rapport qualité/prix, avec une assiette à 20 francs, des mets à la carte dans une fourchette de 25 à 40 francs et des menus à 38, 58 et 68 francs», dit-il, précisant que cette formule est rentable. Info sur: www.lasitterie.ch,

Le «Nomade» se la joue smoker’s lounge !

F. DI FRANCO

L’ex Louis repris par CDM a le premier «espace fumeur» branché de Lausanne

Reto De Mercurio a un pied dans le Flon.

Pas de grands changements au Louis, sinon le propriétaire et le nom de l’établissement. Presqu’en faillite, fermé du jour au lendemain. Il a été repris par Reto de Mercurio et sa société CDM. Au Flon à Lausanne, Le Louis comprenait, à l’origine, un bar à vin, un lounge, un restaurant et un restaurant gastronomique au premier. Le complexe – appelé encore à s’agrandir avec une discothèque dans les sous-sols – n’aura pas fait long feu, puisque moins de quatre ans plus tard, certains problèmes ont eu raison de son concepteur, Louis Godio,

de l’établissement et de ses 14 points au GaultMillau (GJ n° 33-2004). Reto de Mercurio a repris l’établissement à la mi-juin mais sans le gastro au premier en lui donnant comme nom «Nomade»: «Nous avons toujours été intéressés à prendre un établissement au Flon», explique le patron de CDM qui exploite, également à Lausanne, l’Hôtel au Lac, le Buffet de la Gare, le Chalet Suisse et le White Horse Pub à Ouchy ainsi que le restaurant Wasserfels à Stein am Rhein (SH) et le Schloss Laufen à Dachsen am Rheinfall (ZH).

«Louis Godio a fait un bel établissement et c’est, pour moi, un coup de coeur. L’établissement et sa belle terrasse sont à un point stratégique, dans une plate-forme, Le Flon, vouée à un développement certain avec le métro M2 et le TSOL dont les gares sont juste à côté», explique Reto de Mercurio qui précise que le grand changement est qu’on ne fume plus dans le restaurant, sauf dans le smoker’s lounge (espace fumeur). C’est le premier établissement de la région visant un public de cette catégorie. Un soin tout particulier est aussi voué à la qualité du service. fdf

M O N AV I S

L

orsque je me rends dans les rayons des denrées alimentaires ou sur le marché, je vois tout de suite quels sont les légumes de cultures biologiques, les fruits de la région ou les œufs de ponte au sol. Tout est étiqueté, voire dans des rayons particuliers. Pour la viande, il est apparaît également au premier coup d’œil si elle vient de Suisse et dans quelles conditions elle a été élevée. Certes, les labels sont nombreux et peu nombreux les consommateurs qui connaissent les véritables différences. Mais on peut choisir entre différents labels. Sans cesse, de nouveaux labels font leur apparition, de nouveaux signes sont visibles lors de l’achat – on prétend que cela correspond à un besoin des consommateurs. Il en va autrement au restaurant. Le client n’a aucune idée de la provenance suisse ou non des

Regula Kennel*

Eloge de l’origine et du label pommes de terre du gratin, si la salade est de la région ou si les carottes étuvées sont issues de cultures biologiques. Pour ce qui concerne la viande, la situation est meilleure, car il y a des prescriptions légales. Mais il reste rare de voir du premier coup d’œil si la viande provient de Suisse. Si, comme client, je veux l’apprendre, je dois souvent retourner à la porte

d’entrée ou chercher la déclaration au fin fond de la carte des mets. Et je ne peux presque jamais apprendre si les animaux ont grandi dans une ferme bio ou si la viande est issue d’un des programmes labellisés. C’est d’autant plus étonnant que 77 pour cent des restaurateurs ont indiqué, lors d’un sondage de Proviande, tenir compte en achetant de l’origine suisse et que 20 pour cent accordent de la valeur à la viande provenant de programmes labellisés. Selon les déclarations des personnes interrogées, la part de l’achat de viande fraîche issue de programmes labellisés se monterait à 60 pour cent! Pourquoi donc ne pas le faire savoir au client? Ce besoin du client n’existe-t-il donc pas au restaurant? * Regula Kennel, cheffe communication «Viande Suisse» Proviande, Berne

page 17

EDITORIAL

Entre blonde et Viagra, la nature «On peut être belle, blonde et intelligente et néanmoins devenir Miss Suisse», voilà qui met à mal les blagues qui font la vie dure aux blondes, depuis que la terre est ronde. Une image d’autant plus fausse que les vraies blondes sont rares et surtout pas stupides. Christa Rigozzi, la Miss Suisse en est le parfait exemple. Durant son règne qui arrive bientôt au terme, la belle Tessinoise se rappelle ses petits boulots de vacances universitaires, au service dans les bars et les restaurants (page 13). Et pour passer de la belle blonde au Viagra, il n’y a qu’un pas... dans la nature. Car c’est de cette dernière qu’il est question pour Suisse Tourisme (ST) qui assimile le tourisme nature au Viagra pour l’esprit. Une «nouvelle passion» que ST a perçue et qui peine à se structurer en Suisse. Pourtant, ici et là, des projets se sont déjà concrétisés (page 19). Plus naturel que le Viagra, les plantes et autres herbes aromatiques font partie intégrante de la cuisine de Jacques Bovier. A La Sitterie à Sion, il marie aussi bien les saveurs du terroir et la diététique que les atriaux avec la Petite Arvine... quelquefois, avec une connotation exotique ramenée de voyage (ci-contre). C’est que les Valaisans ne manquent pas d’imagination: offrir un gastro pour cinquante francs aux 16–25 ans pendant la semaine du goût... C’est fort (page 13). Francesco Di Franco

A LA CARTE A Arnex-sur-Orbe

Balade gourmande pour le Jeûne fédéral Une balade gourmande à travers les vignes d’Arnex-surOrbe le dimanche 16 septembre, jour du Jeûne fédéral, est organisée par les viticulteurs du village. L’objectif des organisateurs est de faire apprécier au public la beauté d’un paysage, tout en savourant de délicieux produits du terroir. Des départs échelonnés tous les quarts d’heure entre 10 h et 13 h amèneront les visiteurs à différents postes dont le deuxième et le troisième sont tenus par les chefs des restaurants Le Gaulois et Le Toucan, respectivement, Pascal Locatelli et Olivier Gatta. Le quatrième sera installé chez le fromager d’Arnex, Edy Neuhaus, et au cinquième, les marcheurs pourront déguster les desserts du réputé confiseur d’Orbe, Philippe Guignard (photo).

SV Suisse

Alimentation pour les jeunes SV Suisse, leader du marché de la restauration collective, développe le concept d’alimentation fit@school destiné aux jeunes et l’enrichit de 60 nouvelles recettes. Un an après son lancement, la part des mets fit@school par rapport à l’ensemble des menus vendus est d’environ 15 pour cent. Le concept d’alimentation fit@school avait été lancé dans plus de 30 réfectoires au début de l’année scolaire 2006/07.


■ Hôtellerie & Tourisme

Jeudi, 13. 9. 2007 ■ No 37

GastroJournal

La nature,Viagra de l’esprit

FLASH Traversée du Lötschberg

Le tunnel ouvrira plus tôt que prévu

La demande existe mais les produits ne sont pas encore assez commercialisés. En matière de tourisme nature, ce «Viagra pour l’esprit», des projets fleurissent. En Suisse, l’offre est encore parcellaire.

Perçu par Suisse Tourisme (ST) comme une «nouvelle passion», un «Viagra pour l’esprit», le tourisme nature peine à se structurer en Suisse. Sans doute, comme dans les pays voisins, faute de collaboration efficace entre tous les partenaires potentiellement concernés. Pourtant, ici et là, des projets se sont déjà concrétisés. Dans l’Entlebuch par exemple, région classée réserve de biosphère de l’UNESCO groupant huit communes riche de 25 remontées mécaniques et 350 km de chemins de randonnée, plus de 300 produits bénéficient du label «Echt Entlebuch». En Suisse romande aussi où le thème du développement durable a notamment initié le projet bilingue «Préalpes sans frontière». Depuis 2005, une trentaine de chalets d’alpage fribourgeois et du Pays-d’Enhaut (et cette année aussi un bernois) proposent sous l’impulsion du professeur de tourisme Francis Scherly et avec le soutien d’Innotour un concept

agritouristique novateur alliant tradition, sports, nature et culture; des séjours originaux à la découverte de la région. L’idée était de contribuer au maintien du patrimoine alpeste par une valorisation douce des ressources de la moyenne montagne.

Le projet de la Reka Dans un autre créneau, la Reka elle aussi s’intéresse au développement durable. Avec un projet de village de vacances à Urnäsch (AI), destiné aux familles intéressées à des séjours de découverte des animaux de la ferme et de l’agriculture avec ses produits. Ce village s’ouvrira le 15 mars 2008 et devrait assurer 15 000 nuitées par an, a dit Roland Lymann (vice-directeur de la Caisse suisse de voyage) lors du congrès qui a réuni en fin de semaine dernière à Diesse des professionnels suisses du tourisme.

Un maître mot: la collaboration Venus également de France, d’Autriche, d’Allemagne et du Canada, les orateurs de ce congrès ont tous souli-

M.-TH. PAGE PINTO

MARIE-THÉRÈSE PAGE PINTO

Le tourisme nature a de beaux jours devant lui. Mais il faut savoir le commercialiser. gné l’intérêt commercial du tourisme nature lié au développement durable. Et aussi qu’un facteur déterminant du succès est la collaboration entre tous les acteurs, hôteliers et restaurateurs compris. Directeur de ST, Jürg Schmid préconise quant à lui une labellisation de qualité du tourisme nature.

A LA MINUTE Le tourisme nature intéresse les professionnels suisses du tourisme. De part et d’autre de la Sarine, quelques projets ont déjà vu le jour.

L’Intercontinental de Genève fait peau neuve Avec quarante millions de francs d’investissement et Michel Perret aux commandes

PHOTOS: R. HUG

Dix-huit étages et 327 chambres

Didier Quesnel, le Chef de cuisine (à droite) et Michel Perret, directeur général. A droite, le lobby, une ambiance à découvrir. L’Intercontinental, un des fleurons parmi les cinq étoiles genevois, vient de rénover ses espaces publics. D’ici quelques mois, ce sera le tour des 327 chambres dont 102 suites. Des travaux qui interviendront simultanément sur trois étages. Depuis quelques mois, un nouveau directeur est aux commandes de l’Intercontinental. Il s’agit de Michel Perret, un homme bien connu. Pour lui, l’établissement n’était pas nouveau: il y avait travaillé entre 1969 et 1976 comme maître d’hôtel avant de passer à la tête de plusieurs cinq étoiles dont un à Genève pendant neuf ans et un autre à Beyrouth. Pour lui, débarquant dans l’hôtel partiellement rénové, avec un superbe nouveau lobby, des bars et des restaurants, ce sont des «Espaces à vivre». Il fait tout pour les rendre conviviaux. Après deux ans de travaux et quelques 40 millions d’investissements, de nouveaux espaces ont vu le jour. L’entrée dans l’Intercontinental d’aujourd’hui n’a plus rien à voir avec le passé. Les escalators ont disparu et ce qui était un vaste promenoir le long du bar a été aménagé en salles de conférences. Les jardins extérieurs, l’entrée majestueuse, son lobby spacieux et aéré, agrémenté de deux magnifiques cheminées pour la saison froide, le nouveau bar des Nations et son ambiance feutrée, le O’Bar, le Woods, le nouveau restaurant aux saveurs légères, fraîches et goûteuses, sans oublier la magnifique salle de bal équipée de portes aux panneaux d’argent réalisées par la maison Christofle et dessinées par

l’artiste Christian Heckser, de Boston. Ce local peut accueillir jusqu’à 850 personnes mais il est aussi divisible. Le salon Europe se présente sous la forme de six salles communicantes, le tout baignant dans une atmosphère très claire grâce aux belles baies vitrées. Il est équipé en fonction des besoins des conférenciers de tous les équipements électroniques nécessaires.

Le côté gourmand Ce n’est pas nouveau, l’Intercontinental est réputé pour ses qualités gas-

tronomiques. Une réputation qui est aujourd’hui perpétuée, grâce au chef Didier Quesnel qui dirige une brigade de 29 personnes. Avec pour devise «qualité, assaisonnement et cuisson». Didier Quesnel n’a de cesse de mettre les produits de son choix à l’honneur sans oublier ceux du terroir genevois dont Michel Perret, le directeur général, est un ambassadeur depuis belle lurette. D’ailleurs, le chef et son patron seront intronisés Disciples d’Auguste Escoffier, le 29 novembre prochain, dans leur propre établissement. nr

Inauguré en 1964, l’hôtel Intercontinental Genève, ce sont: • dix huit étages abritant 327 chambres dont 102 suites, l’une ayant une surface de 250 m2 • 400 séjours de chefs d’Etat, 4000 de ministres • une salle de bal de 1000 m2 • 300 employés • 40 millions de CHF investis pour les derniers travaux.

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Le tunnel du Lötschberg s’ouvrira plus tôt que prévu au trafic pendulaire. Des trains voyageurs devraient circuler dès la mi-septembre, au lieu de décembre. Quant à l’exploitation complète des trains voyageurs sur le nouveau tronçon, elle ne sera pas avancée et débutera avec le nouvel horaire qui entre en vigueur le 9 décembre. Long de 34,5 kilomètres, cet ouvrage est le plus long tunnel ferroviaire de Suisse et le troisième au monde. Reliant Frutigen (BE) à Rarogne (VS), il met Berne à 55 minutes de Viège (VS) alors qu’il faut actuellement près de deux heures pour le trajet.

125 ans de la ligne du Gothard

50 000 fêtards à Erstfeld et à Biasca

Erstfeld (UR) et Biasca (TI) se sont transformés durant le week-end en gigantesques places de fête. Environ 50 000 amateurs de chemin de fer y sont venus ce week-end célébrer sous le soleil les 125 ans de la ligne du Gothard. Passionnés, familles et riverains de la ligne ont découvert des deux côtés du tunnel ferroviaire un grand choix de matériel roulant historique. De nombreux visiteurs ont visité le chantier d’AlpTransit où il était possible, durant ces deux jours, de découvrir les coulisses de cette réalisation.

Nuitées durant le mois de juillet

En hausse, malgré la mauvaise météo Avec 4,12 millions de nuitées enregistrées, l’été maussade n’a pas affecté l’hôtellerie suisse en juillet. Ce résultat représente une hausse de 4% par rapport au même mois de l’année précédente. La progression en ce qui concerne les hôtes suisses est de 0,2%, contre 6,9% pour les visiteurs étrangers, a indiqué l’Office fédéral de la statistique. De janvier à juillet, le nombre cumulé de nuitées s’élève à 21,7 millions, soit une hausse de 3,6% par rapport à la même période de l’année précédente.

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■ GastroSuisse

Donnerstag/Jeudi, 13. 9. 2007 ■ Nr./No 37

GastroJournal

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Nicht nur fordern,auch fördern GastroSuisse fordert ihre Mitglieder nicht nur dazu auf, Lernende auszubilden. Beim Arbeitgeberverband absolvieren im Moment rund 30 Jugendliche ihre Ausbildung.

Das erste Lehrjahr ist geschafft

Das Gastgewerbe ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Schweiz, in dieser Branche werden auch zahlreiche Lernende ausgebildet. Anfang dieses Jahres betrug, laut dem Bundesamt für Statistik, der Gesamtbestand der Lehrverträge in der Gastronomie 8115. Damit befindet sich das Gastgewerbe schweizweit auf dem siebten Rang. In den Branchen Wirtschaft und Verwaltung werden am meisten Jugendliche ausgebildet, nämlich 29 966. Bei GastroSuisse ist der Nachwuchs in der Branche ein wichtiger Teil der Verbandsphilosophie. Die Mitglieder werden daher immer wieder dazu angehalten, Lernende auszubilden. Aber der nationale Verband für Restauration und Hotellerie fordert nicht nur, er bildet auch selber Lernende aus. Laut dem Personaldienst von GastroSuisse sind im Moment rund 30 Jugendliche als Lernende bei der Gruppe GastroSuisse tätig. «Allein die Hotelfachschule Belvoirpark bildet im Moment 6 Köche und 2 Restaurationsfachleute aus», erklärt Nadja Fries, Personalverantwortliche bei GastroSuisse. Auch die Gastroconsult AG investiert

A LA MINUTE Das Gastgewerbe gehört zu den grössten Anbietern von Lehrstellen in der Schweiz. Die Lernenden bei GastroSuisse schätzen es, in vielen verschiedenen Abteilungen Erfahrungen sammeln zu können.

P. GRUNDER

DANIELA OEGERLI MÜLLER

Lernende im Gastgewerbe haben eine Vielzahl an Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. in die Zukunft der Jugend und bildet 7 Lernende aus.

Einblick in verschiedene Bereiche «Ich finde die Lehre bei GastroSuisse toll, weil ich hier einen Einblick ins Gastgewerbe, in die Hotellerie und in den Tourismus erhalte», sagt Valérie Thut, kaufmännische Lernende im 2. Lehrjahr. Ebenfalls positiv sieht sie, dass trotz der Grösse des Verbandes GastroSuisse pro Jahr nur einen Lernenden einstellt. «So haben die Mitarbeitenden viel mehr Zeit, auf uns einzugehen.» Dass GastroSuisse die Ausbildung von Jugendlichen sehr ernst nimmt,

beweist die Aussage von David Stettler, KV-Lernender im 3. Lehrjahr: «Im Gegensatz zu meinen Berufsschul-Mitschülern wird bei GastroSuisse das Erreichen der Lernziele sehr genau kontrolliert.» Für Anja Schmid, ehemalige Lernende bei GastroSuisse, war eine Lehre bei GastroSuisse vor allem dank den vielen Abteilungen attraktiv: «Es gibt nicht viele Lehrfirmen, in denen man die Möglichkeit hat, in einem Verlag, einer Berufsbildung oder einem Mitgliederservice zu arbeiten. Und ausserdem Einblick in das Nachwuchsmarketing, den JobService, den Rechtsdienst oder in die Wirtschafts-

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Weit verbreitetes Gastgewerbe Für Daniel Jung, Leiter der Berufsbildung bei GastroSuisse, bietet eine Ausbildung in der Gastronomie eine Vielzahl an Möglichkeiten: «In einem Umfeld von relativ vielen Mitarbeitenden ohne gastgewerbliche Grundbildung haben Jugendliche, die ihre Ausbildung mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis abgeschlossen haben, aber auch diejenigen, welche über ein eidgenössisches Berufsattest verfügen, gute Chancen auf eine attraktive Laufbahn in der Branche.» «Es gibt in der Schweiz nur wenige Orte, in denen kein gastgewerblicher Betrieb zu finden ist. Und viele bieten Ausbildungsplätze an, auch an Standorten mit begrenzten wirtschaftlichen Aktivitäten, beispielsweise in Bergkantonen. Jugendliche können also an ihrem Wohnort oder in ihrer Region eine Ausbildung absolvieren und müssen dafür nicht in andere Gegenden abwandern», resümiert Daniel Jung.

SERVICE Informationen zu den Berufen im Gastgewerbe sind beim Nachwuchsmarketing von GastroSuisse zu finden: GastroSuisse Nachwuchsmarketing, Blumenfeldstr. 20, 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111, Fax 0848 377 112, E-Mail: nachwuchs marketing@gastrosuisse.ch. Auf der Internetseite www. berufe-gastgewerbe.ch sind Informationen für Schüler, Lernende und Ausbilder, zu allen gastgewerblichen Berufen und zur Karriereplanung, zu finden. Sie sind in deutsch, französisch und italienisch publiziert.

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politik zu erhalten.» Normalerweise lerne man während der Lehre nur einen dieser Bereiche kennen. Sie bedauert lediglich, dass es Lehrabgänger sehr schwer haben, eine Stelle zu finden: «Ich finde es schade, dass das Potenzial von Lehrabgängern oft verkannt wird. Es gibt selten Mitarbeitende, die ein so breit gefächertes Wissen über eine Firma besitzen, wie ein Lehrabgänger, der alle Abteilungen durchlaufen hat», bringt es Anja Schmid auf den Punkt.

3, 2, 1… Der Tag, an dem ich das GastroJournal verlassen werde, ist gekommen. Die Zeit läuft – mein erstes KV-Lehrjahr bei GastroJournal ist schon vorbei. Der Einstieg ins Berufsleben hat für mich dank dem Lehrbetrieb GastroSuisse sehr gut geklappt. Das erste Lehrjahr ist geschafft. Es hat mir viel Freude bereitet, in der Abteilung GastroJournal einen speziellen Einblick in das Gastgewerbe zu erhalten. Ich erfuhr, wie das GastroJournal als Zeitung funktioniert, ich sah, was für einen Aufwand es braucht, eine Zeitung zu produzieren und wie anspruchvoll es ist, sie zu finanzieren. Ich durfte in einem super Team mitarbeiten, was mich das ganze Jahr hindurch glücklich gemacht hat. Ich habe unter anderem gelernt, wie ich meine Zeit zu organisieren habe, wie ich Arbeiten nachgehen soll, was Administration bedeutet oder was Dienstleistungen sind – alles total interessant. Die Frage, wie Inserate in die Zeitung kommen oder wie ein Auftrag als solcher abgewickelt wird, wurde mir präzise erklärt, denn ich durfte im Anzeigenservice mitwirken. In den letzten zwei Monaten erhielt ich auch die Möglichkeit, in der Redaktion mitzuarbeiten, Meldungen oder kürzere Berichte rund um die Restauration, Hotellerie und den Tourismus zu schreiben sowie recherchieren. Einerseits vermisse ich schon jetzt das GastroJournal, anderseits freue ich mich auf zwei weitere spannende Lehrjahre bei GastroSuisse, vorerst am Sitz in Pully. Darum verlasse ich diese Abteilung mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Herzlichen Dank an das ganze Team! Valérie Thut

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GastroSocial Caisse de compensation sur rendez-vous: Fribourg: le 12 octobre, tél. 026 424 65 29 Neuchâtel: le 12 octobre, tél. 032 344 80 80 Vaud: le 11 octobre, tél. 021 721 07 07 Genève: le 11 octobre, tél. 022 329 97 22 Valais: rendez-vous par tél. 079 240 60 61 Ligne directe droit du travail: Tous les matins, de 9h30 à 11h30, Marcel Coquoz répond gratuitement par tél.: 021 729 10 10, par fax: 021 721 08 31 ou par courriel: servicejuridique@gastrosuisse.ch. Consultations juridiques: L’avocatconseil de GastroVaud sera à dispo-

sition sur rendez-vous le 18 septembre, de 14h à 15h à Pully. Renseignements juridiques par téléphone à Zurich du lundi au jeudi de 9h30 à 11h30 et de 14h à 16h au 0848 377 111, courriel: info@gastrosuisse.ch. Beratung durch Gastroconsult AG im Bildungszentrum Unterentfelden jeden Montag von 14 bis 17 Uhr ohne Voranmeldung. Erste Kontaktnahme ist kostenlos. Tel. 062 296 77 30. Telefonische Rechtsauskunft in Zürich 0848 377 111. Rechtsauskünfte: Mo – Do 9.30 – 11.30 Uhr und 14 – 16 Uhr, Fax 0848 377 112, E-Mail: info@gastrosuisse.ch.


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■ Idées Gastro

GastroJournal

I NN KBÜRRE ZF E / E N B R E F E Tempérament des Caraïbes

Davidoff Limited Edition Le spécialiste en tabacs lance pour la huitième fois une édition spéciale avec la Davidoff Limited Edition 2007. Il s’agit d’un Puro Robusta qui poursuit la tradition de cigares nobles et uniques avec un tirage sévèrement limité. Ce qui est particulier, c’est la feuille de couverture de tabac dominicain, développée spécialement par Davidoff. Depuis 1996, l’équipe de recherche de Davidoff fait des expériences en République dominicaine dans la culture de feuilles de couverture. La recherche incessante de la perfection a finalement conduit au développement d’une feuille de couverture unique. www.davidoff.com

Des chaises pour tous Lors de l’aménagement d’un établissement de l’hôtellerierestauration ou après une rénovation, la décision du propriétaire ou du locataire de la maison concernant les chaises est d’une énorme importance. Beaucoup de choses en dépendent réellement, car c’est en fin de compte et exclusivement le client qui doit se sentir à l’aise dans les locaux d’un restaurant ou d’un hôtel. Du choix de chaises adaptées dépendra aussi celui des tables qu’il faudra installer et de cet ensemble, dans une large mesure, la fréquentation d’un établissement.

Vaste choix des spécialistes

Un épicé et poivré importé d’Inde

On peut fortement se faciliter la décision pour la bonne chaise et la table qui convient en recourant aux conseils d’un spécialiste de la branche. Un de ces spécialistes est R. Rampinelli AG à Heimberg qui offre et des chaises et des tables. Sur une surface d’exposition de

Concours GastroJournal

Participez pour gagner ! C’est aujourd’hui qu’est lancé le nouveau concours Internet de GastroJournal. Douze prix attractifs sont à gagner, un par mois. Ce sont des produits des éditions de GastroEdition qui attendent les heureux vainqueurs. Pour gagner, il faut évidemment participer. Et rien n’est plus simple: il suffit d’un clic sur www.gastrojournal.ch. Il vous mène tout droit sur le site où vous trouverez facilement la question du mois. A vous de jouer! www.gastrojournal.ch

Elmer Citro fait la fête

80 ans – et plus frais que jamais

Les chaises dans un établissement de la restauration ou de l’hôtellerie sont les éléments les plus importants pour garantir une hospitalité confortable.

Nespresso Special Club 2007

C’est en sillonnant les océans que le café autrefois importé d’Inde avait acquis sa saveur si caractéristique. Gorgés d’eau, ses grains, devenus dorés, révélaient une saveur fort appréciée des connaisseurs. Aujourd’hui c’est un café puissant, nommé Jalayatra, qui lui succède et s’empare de toute la richesse et de la force de la mousson pour exhaler ses notes épicées et poivrées. Jalayatra, le Special Club 2007 de Nespresso à découvrir. www.nespresso.ch

Jeudi, 13. 9. 2007 ■ No 37

Chaises et tables assorties participent à la création d’une ambiance harmonieuse et sans compromis. plus de 400 m2, les modèles de tables et de chaises sont présentés avec d’innombrables variantes. Une prestation de l’entreprise est d’apporter des échantillons du mobilier au bon moment et à l’endroit voulu. Des conseils professionnels tournés vers le client ainsi que le soutien pour la planification compétente sont garantis en tout temps. De plus, Rampinelli dispose d’un atelier aux installations optimales pour recou-

vrir des meubles rembourrés ou des chaises dont on veut changer l’apparence pour les rendre plus modernes ou différentes. Selon vos désirs, vous pouvez faire recouvrir les parties siège ou dos de tissus de collections diverses et les transformer afin que l’ensemble soit en harmonie avec avec le concept global. Des tables Simplex sont fabriquées sur mesure. Les surfaces peuvent être réalisées

en résine, huilées, vernies ou laquées. Même les coins peuvent être fabriqués individuellement: en résine, en bois ou en PVC. De plus, on y trouve aussi des pieds fixes ou pliables. De cette manière, un peut créer de manière harmonique et sans compromis l’ambiance désirée. Infos: B. Rampinelli AG 3627 Heimberg Tél. 033 438 10 83 www.feinsitzer. courriel: info@feinsitzer.ch

Billets pour l’EURO Destination Hawaii Action de Coca-Cola pour le foot en Suisse Avec Fanta saveur ananas et pamplemousse Coca-Cola lance sa plus grande action de promotion du football en Suisse: Des billets pour l’UEFA EURO 2008 et d’autres lots à gagner toutes les 90 minutes. Coca-Cola lance le compte à rebours pour l’EURO 2008 et fait grimper dès maintenant la fièvre du football en Suisse en organisant sa plus grande action de promotion du football avec un grand jeuconcours. A partir d’aujourd’hui et jusqu’au coup d’envoi au mois de juin prochain, il est possible de gagner des billets pour l’EURO 2008 et bien d’autres choses encore sur www.coke.ch toutes les 90 minutes, soit au rythme d’un match de football. En tant que Super Euro Sponsor de l’EURO 2008, CocaCola tient absolument à promouvoir l’ambiance positive et l’euphorie liées à l’EURO 2008. Avec 16 tirages au sort par

jour pendant 300 jours avant le coup d’envoi de l’EURO 2008, il y a donc au total 4800 chances de gagner. C’est ça «Football on the Coke Side of Life», dit Flavio Calligaris, Marketing Manager chez Coca-Cola Suisse.

Des codes gagnants Pour participer, c’est très simple: il suffit de regarder sous les bouchons des bouteilles en PET et sous les étiquettes des bouteilles en verre de tous les Coca-Cola, Coca-Cola light et Coca-Cola zero où se cachent peut-être un code gagnant. Il suffit d’entrer le code sur www.coke.ch ou de l’envoyer par SMS au numéro 248 et de parier les points ainsi obtenus pour avoir la chance de remporter un lot toutes les 90 minutes. www.coke.ch

REDAKTIONSLEITUNG/ RESPONSABLE DE LA REDACTION Matthias Nold (mn) IMPRESSUM Gegründet/Fondation 1895 AUFLAGE/TIRAGE 26 500 Druckexemplare/exemplaires imprimés 23 680 Ex. WEMF-beglaubigt/tirage contrôlé FRP/REMP 98 000 Leser/lecteurs Zustellung an alle GastroSuisse-Mitglieder envoi à tous les membres GastroSuisse HERAUSGEBER/EDITEUR GastroSuisse Verband für Hotellerie und Restauration Fédération de l’hôtellerie et de la restauration HERAUSGEBERRAT/CONSEIL D’ÉDITION Dr. Florian Hew, Jürg Ingold, Gabriele Beltrami Michael Vuillemin, Tobias Zbinden LEITER VERLAGE/RESPONSABLE DES EDITIONS (GastroJournal/GastroEdition) Romeo Brodmann (bro)

REDAKTION DEUTSCHSPRACHIG Andrej Abplanalp (aa), Peter Mathias Grunder (pg), Daniela Oegerli Müller (doe), Jo Steimen (js), E-Mail: redaktion@gastrojournal.ch REDACTION FRANÇAISE Francesco Di Franco (fdf), Marie-Thérèse Page Pinto (mtpp) E-mail: redaction-romande@gastrojournal.ch PRODUCTION/LAYOUT Olga Krejci (okr)

Deux fois par an, «Fanta World» met le cap sur une nouvelle destination. Cette fois-ci, Fanta fait escale à Hawaii. Les consommateurs pourront découvrir une nouvelle saveur exotique et rafraîchissante au goût d’ananas et de pamplemousse. Les danses de Hula sur d’immenses plages de sable fin sont maintenant également au goût du jour en Suisse grâce à Fanta. C’est sur le thème de «Découvre les saveurs du monde entier» que Fanta convie les consommateurs à un voyage autour du globe. Fanta est disponible dans plus de 190 pays et dans 250 arômes différents. Et le tour du monde ne fait que commencer. Après la Thaïlande (mangue), l’Italie (orange sanguine) et la Jamaïque (fruit de la passion-citron), voici qu’arrive la prochaine destination: Hawaii.

nible que pendant peu de temps.

Fanta World dans 60 pays d’ici fin 2008 Avec le concept de Fanta World, Coca-Cola a lancé une nouveauté qui aime autant les voyages que le groupe cible auquel il s’adresse. A ce sujet, le Junior Brand Manager Thomas Portenseigne dit: «Avec Fanta World, nous avons la possibilité d’amener en Suisse les saveurs de Fanta du monde entier. Ainsi, nous pouvons rafraîchir nos clients en leur proposant des nouveautés en provenance de pays lointains.» D’ici fin 2008, Coca-Cola va lancer ce concept produit réussi dans plus de 60 pays. De nombreuses variétés de Fanta participeront à cet échange de saveurs et de cultures du monde entier. www.fanta.ch

Disponible que peu de temps Avec de l’ananas et du pamplemousse, le nouveau Fanta exotique est rafraîchissant. Ce nouvel arôme ne sera dispo-

VERLAG/EDITIONS Marianne Huber, Verlagsleiterin/ responsable des éditions E-Mail: verlag@gastrojournal.ch ANZEIGEN/ANNONCES Kontakte Deutschschweiz: Stellen und Liegenschaften: Claudia Antener, Tel. 044 377 53 11/17 E-Mail: anzeigen@gastrojournal.ch Geschäftsanzeigen: Heinz Bachmann, Tel. 044 377 53 12, Mary-Anne Maczassek, Tel. 044 377 53 18

FREIE MITARBEITER/ COLLABORATEURS FREE-LANCE Franz Bamert (fb), Martina Gradmann (mg), Karin Huber (kh), Michael Hutschneker (hu), Patrick M. Lucca (pl), Laurence Carducci (lc), René Hug (rh), Elizabeth Kaufmann (ek) Paris, Nicolas Michel (nm), Jacques Stadelmann (stad), Pierrette Weissbrodt (pw), André Winckler (aw)

Contacts Suisse romande: Publi Annonces, Rue Jacques-Grosselin 25, 1227 Carouge GE tél. 022 308 68 78, fax 022 342 56 12 E-Mail: gastro@publi-annonces.ch

Redaktionsschluss Montag 12 Uhr. Clôture rédactionnelle: lundi à 12 heures.

Inseratenschluss Montag 11 Uhr/ Date limite pour les annonces: lundi à 11 heures.

Verlangen Sie den vollständigen Anzeigentarif/ Demandez la liste de prix complète des annonces

ABONNEMENTE/ABONNEMENTS Petra Bürgi, Tel./tél. 044 377 53 05 Abonnementspreise/Prix d’abonnement: 12 Monate/mois Fr. 135.– Einzelnummer/exemplaire Fr. 4.30 E-Mail: verlag@gastrojournal.ch OFFIZIELLES ORGAN/ ORGANE OFFICIELLE: Schweizerische Gilde etablierter Köche / Guilde Suisse des Restaurateurs-Cuisiniers / Gilda svizzera dei Ristoratori-Cuochi Blumenfeldstrasse 20, 8046 Zürich, Tel. 044 377 52 90, Fax 044 377 55 14, E-Mail: gilde@gastrosuisse.ch, www.gilde.ch DRUCK UND SPEDITION/IMPRESSION ET ENVOI Ringier Print Adligenswil AG, 6043 Adligenswil KONTAKTE/CONTACTS GastroJournal, Blumenfeldstr. 20, 8046 Zürich, Tel./tél. 044 377 53 05, Fax 044 377 50 70 42 GastroJournal, avenue Général-Guisan, case postale 169, 1009 Pully, tél. 021 711 45 55, fax 021 711 45 57

Elm est un petit village. Mais Vreni Schneider y est domiciliée, les Tschingelhörner vous saluent, le Martinsloch offre un spectacle naturel unique et la boisson citronnée la plus appréciée des Suisses y a été crée. Aujourd’hui, le désaltérant pétillant des Alpes glaronnaises fête un anniversaire tout rond, le huitantième. Comme toujours, Elmer Citro est «authentiquement» frais des montagnes. Il sort des pierres directement dans la bouteille. Grâce à diverses couches de pierres, il est nettoyé, minéralisé, sans nitrates et pauvre en sodium. Et la formule magique secrète de l’Elmer Citro est simple: ont tire l’essence de l’huile d’écorce de citron qui lui donne le goût unique. Seule la composition reste secrète. Pour son anniversaire, Elmer Citro se présente même dans un nouveau look. www.unidrink.ch

Dégustation de vins au Tessin

Autour du millésime 2005 Ticinowine a organisé, au Castelgrande de Bellinzone, «Il Viso del Vino», une dégustation des vins tessinois du millésime 2005. Pas moins de 60 producteurs y ont présenté leurs vins de ce millésime prometteur. De nombreux amateurs de vin et restaurateurs ont pu découvrir le caractère, le style et la personnalité des excellents vins qui ont été élevés au pied du Sud des Alpes. www.ticinowine.ch

NOTICES CAILLER: Après un an et demi de conflit, les chocolats Cailler vont retrouver leur place sur les rayons Denner dès le 3 octobre. Le discounter et Nestlé ont trouvé un accord. L’offre sera moins étendue qu’auparavant mais avec des prix pratiquement inchangés. Cailler avait disparu depuis avril 2006 des étalages de la chaîne discount suite à l’opération ratée de relookage de la marque de chocolat fribourgeoise. Sur l’initiative de la directrice de Nestlé Suisse d’alors, Nelly Wenger, les produits Cailler avaient été proposés dans des emballages plastiques (PET) à des prix plus élevés. La présentation, fruit de l’architecte français Jean Nouvel, avait aussi suscité la critique pour son impact sur l’environnement.

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GastroJournal erscheint jeden Donnerstag/ paraît tous les jeudis


■ Gastro-Ideen

Donnerstag, 13. 9. 2007 ■ Nr. 37

Kartause Ittingen

Reiche Hopfenernte Mit der traditionellen Hopfenernte in der Kartause Ittingen schlägt jährlich die Geburtsstunde eines neuen Jahrganges des Original Ittinger Klosterbräus. Im Beisein von Vertretern von Heineken Switzerland und Mitarbeitern der Kartause Ittingen, zahlreichen Kunden und Bierliebhabern, wurde die Ernte von insgesamt 3500 Kilo edelstem Hopfen beim Ernteauftakt Ende August gestartet. Noch heute wird der grosse Teil der Hopfenblüten für das Original Ittinger Klosterbräu von Hand gepflückt. Neben Erfahrung sind es Liebe zum Detail und ausgesuchte Ingredienzen, die zur Vollendung der Braukunst nötig sind. Mit dem Original von Ittingen perfektioniert Heineken diesen Prozess laufend. Ausschliesslich mit dem Hopfen aus der Kartause Ittingen gewürzt, bietet das Bier hohe Qualität. Info: www.heineken.com

Jetzt auch im TopCC

Spitzenprodukte von Wiberg Gutes Fleisch, guter Fisch, Salate und Gemüse: All dies benötigt ein gutes Gewürz. Damit riskiert kein Koch, dass die Qualität und der Geschmack eines Produktes leidet. Wenn das Produkt gar PremiumQualität garantiert, kann gleich noch ein unvergleichlicher Genuss versprochen wer-

den. Aus diesem Grund hat sich TopCC entschieden, künftig Produkte aus dem Hause Wiberg anzubieten. Das Traditionsunternehmen Wiberg beschäftigt sich seit Generationen damit, Menschen beim Essen höchsten Genuss zu vermitteln. Auf die Neueinführung ist auch Sascha Fürer (Bild, r.), der Marktleiter des TopCC in Rümlang, stolz. Infos: www.topcc.ch

GastroJournal

Stühle für jeden Bedarf Stühle im Restaurations- oder Hotelbetrieb sind wichtigster Bestandteil für die Garantie behaglicher Gastlichkeit. Bei der Einrichtung eines Gastbetriebes, ob nach einem Neubau oder nach einer Renovation, ist es von enormer Bedeutung, für welche Stühle sich der Besitzer oder der Pächter des Hauses entscheidet. Von diesem Entscheid hängt sehr viel ab, weil es letztlich ausschliesslich der Gast ist, der sich in den Räumen des Restaurants oder des Hotels wohlfühlen soll. Von der Wahl der passenden Bestuhlung zu ebenfalls bereitzustellenden Tischen hängt somit die Frequentierung eines Betriebes weitestgehend ab.

Spezialisten bieten eine grosse Auswahl Der Entscheid für den «richtigen» Stuhl und den passenden Tisch kann man sich dadurch stark erleichtern, indem man sich bei einem Spezialisten der Branche beraten lässt. Einer dieser Spezialisten ist die R. Rampinelli AG in Heimberg, die sowohl Tische wie Stühle der Marke Simplex anzubieten hat. Auf einer Ausstellungsfläche von über 400 m2 werden

Kompromisslos einheitliches Ambiente wird mit richtiger Bestuhlung und passenden Tischen erreicht. Tisch- sowie Stuhlmodelle in zahllosen Varianten präsentiert. Das Unternehmen bietet eine kostenlose Möbilierungsbemusterung zum rechten Zeitpunkt und am gewünschten Ort. Eine professionelle und kundenorientierte Beratung sowie eine fachliche Planungshilfe wird jederzeit garantiert. Rampinelli AG bietet zudem dank eines optimal eingerichteten Polsterateliers gewünschte Neupolsterungen

und Bezugsarbeiten von Stühlen, die man gerne neuzeitlich oder anders gestalten möchte. So können ganz nach Wunsch, Sitz- und Rückenteile mit Objektstoff aus verschiedensten Kollektionen bezogen und passend zu einem Gesamtkonzept gestaltet werden. Simplex-Tische werden gar nach Mass angefertigt. So können Oberflächen in Kunstharz, Furnier oder Massivholz, geölt, gebeizt oder lackiert werden.

Selbst Kanten können individuell gefertigt werden: in Kunstharz, Holz oder PVC. Zudem werden Tischgestelle fix oder klappbar angeboten. Auf diese Weise, kann ein wünschbares Ambiente kompromisslos und durchwegs einheitlich gestaltet werden. Infos: B. Rampinelli AG 3627 Heimberg Tel. 033 438 10 83 www.feinsitzer.ch E-mail: info@feinsitzer.ch

Das Blauburgunderland in Festlaune 7 Weinbaugemeinden des Schaffhauser Blauburgunderlandes feiern bis 14. Oktober An den bevorstehenden Wochenenden werden in zahlreichen Gemeinden des Schaffhauser Blauburgunderlandes die Herbstsonntage zu Feiertagen in Weinkellereien und in Rebbergen. Gefeiert wird zum Start der Weinlese im Blauburgunderland jedes Jahr. In diesem Jahr aber haben die Schaffhauser Kellermeister mehr Grund zu feiern, denn je: Im Rahmen der Expovina-Weinprämierung 07 holten sich Weine aus dem Blauburgunderland nicht weniger als sechs Gold- und 20 Silberdiplome. Das wird dann vor allem am grössten Fest zwischen dem 7. und 14. Oktober gebührend gefeiert. Bereits jetzt aber laden die ersten

Auch in jeder Trotte warten festliche Attraktionen für Jung und Alt. sieben Weinbaugemeinden des Schauffhauser Blauburgun-

derlandes zu Trottenfesten und Herbstsonntagen. Scheu-

nen werden zu Beizen und in den meisten Kellern und Trotten steht der Weinjahrgang 2006 im Zentrum, Dazu gibt es einheimische Spezialitäten wie «Suuser», «Rickli» und vieles mehr. Pferdefuhrwerkfahrten und Kellereiführungen gehören ebenso zum Programm wie Sonderausstellungen und Attraktionen für Kinder. Jedes Herbstfest ist in den einzelnen Gemeinden einem bestimmten Thema gewidmet. Höhepunkt sind die Hallauer Herbstumzüge, die dieses Jahr zum 50. Mal durchgeführt werden. Die Gäste erwartet ein farbenprächtiges Spektakel mit vielen Umzugswagen, gestaltet von Dorfvereinen und Musikkapellen.

Mitmachen und gewinnen

Lukrativer Wettbewerb Der Internet-Wettbewerb 2007 für alle GastroJournal-Leserinnen und -Leser ist im Gange und wieder dürfen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer Monat für Monat Fragen beantworten, die nicht allzu schwer zu lösen sind. Trotzdem wartet jeden Monat als Belohnung ein Gutschein der Schweizerischen Gilde etablierter Köche im Wert von je 200 Franken. Das heisst: Die Gewinnerin oder der Gewinner darf in einem der rund 300 Gilde-Gastbetriebe einkehren und für den entsprechenden Betrag genussvoll konsumieren. Die Sache ist wirklich ganz einfach: Reinklicken auf www.gastrojournal.ch und mitmachen. Alle Details unter: www.gastrojournal.ch

BUCHTIPP

Was man über Wasser wissen sollte Auch Gastroprofis sollten über Wasser möglichst alles wissen, was einem Gast zu vermitteln wichtig wäre. Auch aus diesem Grund erschien im AT-Verlag das Buch «Trink Wasser und bleib gesund». In diesem Buch geht es um den Wasserhaushalt im Körper, um Wassermangel und seine Folgen und um Wasser als Medizin. Ausreichend Wasser trinken ist heute wichtiger denn je. Denn wir essen meist zu reichhaltig und zu salzig. Daneben aber wird auch geraucht und der Mensch leidet unter Stress und Umweltverschmutzung. Durch die ausreichende Zufuhr von Wasser unterstützen wir den gesam-

ten Organismus in seinen Funktionen und können Beschwerden wie Müdigkeit und Energiemangel, zu hohen und zu niedrigen Blutdruck und erhöhte Cholesterinwerte verhindern und heilen. Nicht zuletzt wirkt Wasser auch verjüngend auf die Haut und die gesamte Vitalität. Tipps und Tricks, wie Wasser schmackhaft gemacht werden kann, sind im Buch klar dargestellt. Das Buch ist für Fr. 24.90 zu haben. Buchbestellung: GastroEdition Fachverlag Blumenfeldstrasse 20 8046 Zürich, Tel. 0848 377 111 Fax: 0848 377 112 E-Mail: info@gastrosuisse.ch

Längste Ravioli der Welt Walliser Köche schafften den Weltrekord Für einmal haben viele Köche nicht den Brei verdorben: am vergangenen Wochenende wurde in Saas Fee nämlich die längste Ravioli der Welt hergestellt. Unter der Ägide des Ferienart Resort&Spa und des SaasFee/Saastal Tourismus haben sich 19 Köche der «Küchenart Saastal» aufgemacht, die längste Ravioli der Welt herzustellen und sich damit den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde zu sichern. Unter den Ehrgeizigen dieses fröhlichlustigen Bemühens befanden sich auch Jörg Walter (Hotel Ferienart Resort&Spa) sowie Markus Neff vom Waldhotel Fletschhorn (Koch des Jahres 2007). 1 Kilo Mehl, 5 Kilo Mandelteig, 1 Kilo Salz, 16 Kilo Kalbfleisch und ebensoviel Rahmsauce mit Trüffel ver-

mengten die Köche in einer speziell für den Weltrekordversuch angefertigten Dachrinne. Mit einer Länge von 23 Metern und 91 Zentimetern holten sich die Walliser den Weltrekord. Und das Ganze soll auch noch ausgezeichnet geschmeckt haben: In nur 20 Minuten waren 200 Portionen verkauft.

Hier wird eifrigst am längsten Ravioli der Welt gewerkelt.

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IN KÜRZE Schleifservice erweitert

Neu auch im Bündnerland Der Beruf des Messerschmiedes ist am Aussterben. In der Schweiz wurden in den letzten 10 Jahren gerade mal 9 Lehrlinge ausgebildet, die zu einem rechten Teil in sekundäre Berufe abgewandert sind. In die grösser werdende Lücke passt das Konzept von Bolleters Schleifservice. Die Firma und ihr Inhaber bilden Franchise-Partner, alles gelernte Metallfachleute, sorgfältig weiter, denn ihr Angebot richtet sich an anspruchsvolle Gastbetriebe, Spitäler, Schulen und Privathaushalte. Dank modernsten Schleifmitteln und diversen hochwertigen Schleifmaschinen arbeiten die einzelnen Betriebe effizient, schnell, sauber und preiswert. Zurzeit arbeiten sieben Partner in verschiedenen Kantonen. Neu wurde jetzt auch in Sagogn bei Laax für den Kanton Graubünden ein Betrieb eröffnet, der von Fernando Sgier geleitet wird. Mehr Infos: www.schleifservice.ch

Achtung bei Trüffel-Kauf

Viel Trüffel ist aufgemotzt Wer sich für den Kauf der derzeit aktuellen Trüffel entscheidet, sollte acht geben: Mehr als die Hälfte der Trüffelprodukte ist gemäss einer Analyse von insgesamt 24 Produkten in den Labors Aargau, Basel-Stadt und Zürich zusätzlich aromatisiert – ohne eine entsprechende Deklaration. Der erdige Geschmack des teuersten Pilzes wird vor allem bei Butter und Käse mit künstlichen Aromen verstärkt. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden noch 70 Prozent der Produkte beanstandet. Jetzt sind es noch rund 52 Prozent. Nur Produkte aus Delikatessenläden blieben nicht in der Kontrolle hängen.

NOTIZEN CLOSOMAT AG: Sie sind in vielen Hotels zu finden und sie gelten nach wie vor als Exklusivität: Die Closomaten, jene wassersprühenden und föhnenden Toiletten, die den Gebrauch von Toilettenpapier überflüssig machen. Völlig überraschend wurde die in Embrach ansässige Closomat AG als zahlungsunfähig erklärt. Die seit 1957 für die Herstellung und den Vertrieb verantwortliche Unternehmung soll bei der Entwicklung eines neuen Modells namens Aquaris zu hohe Ausgaben gehabt haben, und das neue Produkt entpuppte sich als ausserordentlich störungsanfällig, so dass sich die Garantiefälle gehäuft haben. Verwaltungsratspräsident Peter Maurer hatte vergeblich versucht, den Konkurs mittels eines Sanierungsplanes abzuwenden. Jetzt wurde mit einem englischen Linzenzpartner eine neue Firma unter dem Namen Closemo AG gegründet, damit die rund 100 000 Kunden in der Schweiz betreut und die gut 20 Arbeitsplätze der konkursiten Firma erhalten werden können.


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Schlusspunkt ■ Point Final

GastroJournal

Donnerstag/Jeudi, 13. 9. 2007 ■ Nr./No 37

Auf Tour mit …

LAST MINUTE

Des crédits bernois encore virtuels Les crédits pour l’Euro 08 décidés par le Gouvernement du canton de Berne n’existent en partie pas encore. Le Tribunal fédéral (TF) a donc refusé l’effet suspensif au recours de l’ancien conseiller communal écologiste Luzius Theiler. En juin dernier, il avait déposé un recours en matière de droit de vote contre un crédit de 5,5 millions de francs pour l’Euro 2008 et un de 13,7 millions pour la sécurité de la manifestation. L’écologiste demande que ces deux crédits soient soumis au référendum facultatif.

… Klaus Künzli,Wahlkämpfer

Er habe volles Verständnis dafür, dass sich Restaurateure «nicht auf diese Kämpfe einlassen», sagt Klaus Künzli mit Blick auf den Wahlkampf, den er zurzeit im Kanton Bern um den Einzug in den Nationalrat führt. Dieser Kampf koste einerseits «Zeit, Geld und Engagement», andererseits müsse man damit rechnen, eins auf den Deckel zu kriegen und nicht gewählt zu werden, sondern anderen zur Wahl zu verhelfen. In der Tat werden beim herrschenden Verhältniswahlrecht, dem sogenannten Proporz, in erster Linie Parteien gewählt und nicht Personen. Dies sei wohl mit ein Grund, dass Wirte weitgehend aus der Politik verschwunden sind, meint Künzli: Bis 1919, als der

Des décisions encore virtuelles La Commission de l’économie du Conseil des Etats a préavisé l’initiative parlementaire du Grison Theo Maissen (dc) qui désire une loi spécifique pour le tourisme. Elle propose, par 6 voix contre 5, son rejet. Quant à la hausse éventuelle des subventions fédérales pour Suisse Tourisme, la commission concernée de la Chambre des cantons s’est prononcée en faveur d’une augmentation, par 5 contre 4, contrairement à ce que désire le Conseil fédéral.

Un télésiège monument historique Patrimoine suisse veut sauver le télésiège de Kandersteg-Oeschinen qui date de 1948. L’organisation fait recours contre la décision de l’Office fédéral des transports de permettre la construction d’une nouvelle installation pour le remplacer. l’organisation s’appuie, notamment, sur une expertise de la Commission fédérale des monuments historiques qualifiant le téléphérique d’objet du patrimoine historique d’importance nationale.

«Dieser Kampf kostet Zeit,Geld und Engagement»

NAMEN & NOTIZEN Michael Lutze ist bei den Leading Hotels of the World in Frankfurt, zu der in der Schweiz knapp 30 Häuser gehören, neuer Verkaufs- und Marketingchef für Deutschland, Österreich, Schweiz und Zentraleuropa. Lutze arbeitet seit 2001 bei der Kooperation, zuletzt war er Director of Sales Middle East in Dubai. Alain Farine wird Anfang Oktober neuer Direktor der Schweizerischen Vereinigung zur Förderung der geschützten Ursprungsbezeichnungen AOCIGP in Bern. Die Organisation vertritt die Interessen von 17 Verbänden und etwa 4000 Produzenten. Farine folgt auf Barbara Pokorny. Felix Amgwerd begann vor sechs Jahren bei Berndorf in Lu-

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Alles Zwetschgen ZVG

Proporz eingeführt wurde, waren Restaurateure häufig im Parlament vertreten, und zwar sowohl im Nationalrat wie im Ständerat. Dass Wirte eine wichtige politische Rolle spielen können, liegt für Künzli auch am gastgewerblichen Rüstzeug: «Wir sind es von unseren Betrieben her gewohnt, Verantwortung zu tragen», nennt er eine Qualität, die auch in der Politik gefragt ist. Auch wüssten professionelle Gastgeberinnen und Gastgeber sowohl seitens der Mitarbeitenden wie der Gäste mit ganz verschiedenen Menschen umzugehen und auf sie zuzugehen. Freilich habe dieses umfassende Qualifikationsprofil zum einen in der heutigen Politik kaum noch Platz: «Politik verlangt Spezialisierung.» Zum anderen sieht Künzli just in den hohen beruflichen Ansprüchen des Gastgewerbes einen weiteren Grund, warum sich die Branche aus der Politik heraushält: Er selbst habe erst spät in die Politik und in eine Partei gefunden, erläutert Künzli. «Ich war dermassen engagiert, dass ich schlicht keine Zeit dafür hatte.» Insofern sieht Künzli neben der verständlichen Zurückhaltung, sich gegenüber Gästen politisch zu äussern, auch ganz

Populäre Massnahme mit ernsthafter Botschaft: Solche Bierdeckel setzt Klaus Künzli im Wahlkampf ein. praktische Gründe für die politische Abstinenz des Gastgewerbes: «Wenn abends Sitzungen sind, müssen wir in den Betrieben sein.» Und aus solch praktischen Gründen wächst für Künzli auch die Verdrossenheit vieler Kolleginnen und Kollegen gegenüber der Politik: «Wer sich mitten in der Nacht, wenn endlich Ruhe ist, noch mit Formularen herumplagen muss, ärgert sich natürlich über eine Politik, die einem das Leben so schwer macht.» Wobei Künzli Verständnis dafür hat, dass die Frustrationen dabei nicht nur der Politik

«Wir sind es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen» gelten, sondern auch den eigenen Interessenvertretern: «Die Betriebe sind hier unmittelbar betroffen, und ich verstehe, dass sich Kritik auch gegen den Verband und seine Funk-

tionäre richtet, die vermeintlich nichts tun.» Allerdings bewegten GastroSuisse und seine Sektionen mehr, als es den Anschein mache: Themen wie die Mehrwertsteuer, der Binnenmarkt oder die Schweinesuppe stellten nur die Spitze des Eisberges dar; ein Grossteil des Engagements und der Erfolge nehme man in der breiten Öffentlichkeit und in der Branche gar nicht wahr. Überdies falle Kritik an der Politik und an den Verbänden aber auch auf jene zurück, die sie äusserten: «Es nutzt nichts, sich zu beklagen und selbst nichts zu machen.» Indes versteht Künzli angesichts der grossen Belastung, die das Tagesgeschäft mit sich bringt, wenn Dampf abgelassen wird: «Wenn man die politischen Abläufe nicht kennt, kann man kein Verständnis dafür haben.» Deshalb wünschte sich Künzli nicht nur, dass die Branche auch auf der Ebene

des nationalen Parlamentes endlich wieder sichtbar wird – und sich nicht mehr allein mit der undankbaren und unauffälligen politischen Knochenarbeit beschäftigen muss. Künzli wünschte sich auch, dass die Gastgeberinnen und Gastgeber sich bewusst ma-

Pascal Gentinetta ist wie erwartet zum neuen Direktor von Economiesuisse gewählt worden. Der Arbeitgeberverband, bei dem die internen Querelen um Swissmem und Baumeistereverband bereinigt scheinen, hatte den Westschweizer Gentinetta, der in St. Gallen Recht und Ökonomie studiert hatte, bereits im Sommer als Nachfolger von Rudolf Ramsauer nominiert. Ramsauer wechselt zur Nestlé S.A, wo er Direktor im Bereich Corporate Communications und Public Affairs wird. Eine weitere Wachablösung bei Economiesuisse betrifft Chefökonom Rudolf Walser, der Ende September in Pension geht. An seine Stelle tritt der ausgeäwiesene Wirtschaftsprofessor und Statistiker Rudolf Minsch.

Comme prévu, Pascal Gentinetta (photo, colonne à gauche) a été élu nouveau directeur d’Economiesuisse. L’Union patronale suisse où les différends désaccords qui avaient surgies avec Swissmem et avec la Société Suisse des Entrepreneurs semblent avoir été applanies, avait déjà nommé le Romand Pascal Gentinetta qui a étudié le droit et l’économie à SaintGall comme successeur de Rudolf Ramsauer. Ce dernier passe chez Nestlé S.A., où il dirigera le domaine de la Corporate Communication et des Public Affairs. Un autre changement de génération concerne l’économiste en chef Rudolf Walser qui prendra sa retraite à fin septembre. Sa place sera occupée par le réputé professeur d’économie et de statistique Rudolf Minsch.

«Wenn abends Sitzungen sind,müssen wir in den Betrieben sein» chen, wie Politik funktioniert und wie viel Einfluss jede und jeder Einzelne nehmen kann. «Dein Bier ist auch mein Bier», steht auf den Bierdeckeln, einem sinnigen Werbemittel eines der wenigen gastgewerblichen Nationalratskandidaten der kommenden Wahlen. Die Parole bringt es auf den Punkt: Wir sind eine Demokratie, und es ist unser Bier, dafür zu sorgen, dass wir in dieser Demokratie angemessen vertreten sind. Peter Mathias Grunder

Während die Pilze nicht wirklich aus dem Boden schiessen und das Wild so rar ist, dass die Preise in den Himmel schiessen (siehe S. 3), machen wenigstens die Zwetschgen Freude: Dank des warmen Sommers können in der Schweiz noch bis Ende September täglich rund 80 Tonnen Tafelzwetschgen geerntet werden.

Ausverkauf Österreichs Auch Österreich hat seine Debatte um Immobilienverkäufe an Ausländer: Nachdem der russische Oligarch Oleg Deripaska unter beinahe konspirativen Umständen in Lech das Hotel Aurelio samt einem Nachbargrundstück kaufte, während im nahen Zürs (Foto) der deutsche Valentin Ehmer das Hotel Schweizerhaus in Zürs erstand, wurde vor dem Ausverkauf der Heimat gewarnt. Der Lecher Bürgermeister Ludwig Muxel bezeichnete das jedoch als Blödsinn, schliesslich würden die Häuser weiter als Hotels betrieben und sogar aufgewertet.

Neue Deutsche Welle Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hat den Markenauftritt der Bundesrepublik überarbeitet. Im Vorfeld habe es Diskussion vor allem wegen des Logos in Schwarz, Rot und Gold gegeben, meinte Ernst Hinsgen, Tourismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung. Doch der Auftritt mit den Slogans «Deutschland. Das Reiseland» sowie «Deutschland. Einfach freundlich» sei «rund und gelungen». Die Zentrale, die seit 1993 denselben Auftritt pflegt, gab für den neuen Auftritt kaum 100 000 Euro aus.

NOMS & NOTICES zern als Verkaufsleiter Gastronomie und Speisenverteilung. Ab 2005 kümmerte er sich um den Verkauf der Detailhandelsabteilung, und 2006 übernahm er das Key Account Management im Direktvertrieb. Nun nimmt Amgwerd eine neue berufliche Herausforderung an.

Lucas B. Meier, bislang Direktor der Treff Hotel in Basel, die sechs der neun Schweizer Ramada Hotels betreut, wechselt zu Crédit Suisse. Nachfolger Meiers sind im Rahmen eines neuen Geschäftsmodells die Direktoren Finanz und Administration, Patrick R. Kaufmann (l.), sowie Sales und Marketing, Anja Ullmann (r.).

Organisée par le Comité Interprofessionnel du Vin de Cham-

pagne (CIVC), la finale suisse du 3e Concours Européen des Ambassadeurs du Champagne a eu lieu samedi 8 septembre, dans le cadre prestigieux du Lausanne Palace. Elle a été remportée par Claudio de Giorgi (photo) qui reçoit le titre d’«Ambassadeur du Champagne» pour l’année 2007. «De manière générale, il faut relever l’excellent niveau de connaissances des trois candidats. Au terme des délibérations, c’est le style et l’approche de Claudio de Giorgi lors de la présentation publique qui ont été récompensés», a indiqué Philippe Eberhard, représentant du Centre d’information suisse du vin de Champagne. Claudio de Giorgi défendra les couleurs helvétiques lors de la finale européenne qui aura lieu du 22 au 27 octobre 2007 à

Epernay. A cette occasion, il se mesurera aux lauréats des sept autres épreuves nationales, représentant respectivement la France, l’Allemagne, la Belgique, la Grande-Bretagne, l’Espagne, l’Italie et les Pays-Bas.Violaine Privé (CIVC), André Jaeger (chef du restaurant Fischerzunft à Schaffhouse), Alain Giroud (journaliste à la Tribune de Genève), et Alain Brunier (photo) (directeur de l’Ecole Hôtelière de Genève) étaient notamment les membres connus du jury. ANZEIGE

HERBST-DEKO 079 218 93 73


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GastroJournal 37/2007 by Gastrojournal - Issuu