Nr. 34 | 23. August 2018 Preis: CHF 4.30 www.gastrojournal.ch Abo-Service: Tel. +41 (0)44 377 53 05 Auflage: 20â520 Ex., WEMF AZA 8046 ZĂŒrich Offizielle Wochenzeitung fĂŒr Restauration, Hotellerie und Tourismus von GastroSuisse
Gastgewerbliche Konjunktur
Touristische Interessen
Rebecca Clopath
Gastgewerbe und Tourismus erholen sich von einer Krise, die in den letzten zehn Jahren vorab die Ferienregionen radikal verĂ€ndert hat â die neusten Zahlen zur gastgewerblichen Konjunktur. 3
WĂ€hrend Schweiz Tourismus vorab mit Bundesgeld Tourismuswerbung macht, weibelt der Schweizer Tourismus-Verband mit Branchenmitteln fĂŒr die Interessen der Tourismusbranche â seit 87 Jahren. 7
Die Köchin Rebecca Clopath baut auf ihrem Bauernhof in Lohn seltene GemĂŒsesorten an. Die Gewinner des «Hochgenussâ18» durften hinter die Kulissen blicken. 14
LEBENSMITTEL
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Restlos aufbrauchen Was in der Gastronomie nicht genutzt werden kann und ĂŒbrig bleibt, ist letztlich weggeworfenes Geld. Die KĂŒchenkultur ist deshalb von der Suppe bis zur Rösti stark geprĂ€gt von Restenverwertung. Die Industrialisierung der Lebensmittel hat diese Kultur jedoch etwas verschĂŒttet. Umso gelegener kommen neue AnsĂ€tze fĂŒr einen haushĂ€lterischen Umgang mit Lebensmitteln. GastroJournal stellt Mittel gegen Food Waste vor. 3
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KĂCHENTECHNIK
Eiskalt kalkulieren StĂ€ndig ersinnen die Menschen neue Methoden, um bestimmte Herausforderungen besser zu bewĂ€ltigen. Das 19. Jahrhundert erscheint dabei aus gastgewerblicher Sicht aussergewöhnlich: Konservendose, Pasteurisierung, ElektrogerĂ€te, KĂŒhlschrank, TiefkĂŒhler. Im 20. Jahrhundert dann forcierte eine um sich greifende Industrialisierung diese Technologien und entfremdete sie teilweise dem Gewerbe. GastroJournal ruft das Potenzial der TiefkĂŒhlung in Erinnerung. 5 TOURISMUS
Gemeinsam gewinnen Zwar hat es schon vor 100 Jahren Schweizer Stimmen gegeben, die auf das komplexe Gewebe des TourismusgeschĂ€fts hingewiesen haben: Serviceketten, welche die GĂ€ste leiten von der Werbung ĂŒbers ReisebĂŒro und die Verkehrsmittel bis zu den gastgewerblichen Anbietern hin und zurĂŒck. Und seit ĂŒber 100 Jahren gibt es auch Tourismusorganisationen und Abgaben, um dieses Netz zu nutzen und zu unterhalten. Aber das Bewusstsein dafĂŒr entwickelt sich bei den LeistungstrĂ€gern nur schwer. GastroJournal lĂ€sst einen Praktiker zu Wort kommen. 7
AMUSE-BOUCHE
Glasklar sein
Wer es kennt, ist Feuer und Flamme Die Schweiz wird weltweit um ihr duales Bildungssystem beneidet. Wen wundertâs, bietet es doch einen soliden Boden fĂŒr kĂŒnftige Karrieren. Letztere starten ab und an auch an den ÂBerufsmeisterschaften: beispielsweise den SwissSkills, die in KĂŒrze in Bern stattfinden werden. Christine Bachmann
«Lerne KĂŒchenangestellter, werde Chefkoch. Lerne Obstfachmann, werde Lebensmitteltechnologe. Lerne Fotografin, werde Filmemacherin.» Das sind die Slogans der jĂŒngsten Plakat-Kampagne des Staatssekretariats fĂŒr Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Eine Kampagne, die eines aufzeigt: Das
schweizerische duale Berufsbildungssystem ist einfach grossartig! Denn dieses System ermöglicht allen, einen soliden Beruf zu erlernen und sich danach stetig weiterzubilden, beziehungsweise weiterzuentwickeln. Wohin und wieweit, ist dabei allen selber ĂŒberlassen, kurz: Alles ist möglich.
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Geht es um das duale Bildungssystem, dann ist auch das Gastgewerbe ein tolles Sprungbrett fĂŒr nationale und internationale Karrieren: Das zeigen Köche wie Andreas Caminada und Franck Giovannini genauso wie die jĂŒngste Weltmeisterin der WorldSkills 2017 in Abu Dhabi in der Kategorie Restauration-Service:
Tatjana Caviezel. Sie hatte zuvor die SwissSkills gewonnen, die in KĂŒrze in Bern eine nĂ€chste DurchfĂŒhrung erfahren werden. Eine tolle Gelegenheit, um in der breiten Ăffentlichkeit wieder einmal auf die Vielfalt und Exzellenz des d Âualen Berufsbildungssystems aufmerksam zu machen. 2
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Aller guten Dinge sind drei: Nach dem Aufschrei von JeanMarc Richard und Bernard Jonzier kommt jetzt mein Protest. In einem angesagten Restaurant in Genf konsumierten meine drei Freunde und ich Cocktails und Wein, wir assen und bestellten auch Desserts. Als wir nach einer Karaffe Wasser fragten, bekamen wir zur Antwort: «Wir haben keine Karaffen.» Die Kellnerin bot uns im Gegenzug eine Flasche Evian gratis an, was wir gerne annahmen. Doch zu guter Letzt war die Flasche doch auf der Rechnung aufgefĂŒhrt. Das  ÂhinterlĂ€sst einen bitteren Nachgeschmack, nicht? SelbstverstĂ€ndlich ist meine Rolle bei GastroJournal, die Interessen der Restaurateure zu vertreten. Hier also ein konstruktiver Vorschlag: Seid konsequent und transparent zu den GĂ€sten. Wenn ein Betrieb findet, dass er Wasser nicht gratis abgeben möchte â und das ist sein gutes Recht â soll er die GrĂŒnde dafĂŒr deutlich machen. So erlebt der Gast keine böse Ăberraschung und der Restaurateur riskiert keine negativen Kommentare im Netz. Caroline Goldschmid
EIN UNTERNEHMEN VON 17.08.18 10:10