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HANKE-FÖRSTER PREISTRÄGER ALIÉNOR DAUCHEZ JULIUS DÖRNER FRANK FÖRSTER LISA PETERS BENJAMIN RASTETTER


GALERIE VILLA KÖPPE Moderne und Zeitgenössische Kunst Knausstraße 19 •14193 Berlin-Grunewald Tel.: 030 / 825 54 43 • Mobil: 0176 / 23 37 92 78 galerie@villa-koeppe.de • www.villa-koeppe.de Copyright Galerie Villa Köppe 2013


HANKE-FÖRSTER PREISTRÄGER ALIÉNOR DAUCHEZ JULIUS DÖRNER FRANK FÖRSTER LISA PETERS BENJAMIN RASTETTER


Im Herbst 2009 bat mich die Universität der Künste (UdK) Mitglied eines Ausschusses zum Zweck der Gründung einer Skulpturen-Preis-Stiftung zu werden. Die Ausschussmitglieder wollten sich im Benefiz-Studio treffen. Auf dem Weg dorthin wurde ich an der Ampel des Kreisverkehrs Halensee mit einer der schlimmsten öffentlichen Skulpturen Berlins, den betonierten Cadillacs, konfrontiert. Dies brachte mich in eine schlechte Stimmung. In Zehlendorf parkte ich vor einem weißen, im Bauhaus-Stil gebauten Gebäude, und wurde von einem freundlichen Herrn, der mich ins Wohnzimmer führte, begrüßt. Anwesend waren bereits Frau Hanke-Förster, Herr Schleicher und Herr Prof. Scholz. Ein kurzer Blick auf die Gemälde in dem stilvollen Zimmer veränderte meine Stimmung sofort. Jemand mit einem künstlerischen Auge hatte diese gesammelt. Wir sprachen über die geplante Stiftung und über Ausstellungen – und es wurde klar, dass Herr Hanke-Förster an dem geplanten Projekt ebenso beteiligt war wie seine Frau. Dann machten wir einen Rundgang durch das Atelier. Ein luftiger Raum, versehen mit einem Laufkran und sonstiger guter Ausrüstung. Auf einem Balkon standen in Regalen viele kleine Skulpturen. Einige größere Werke waren im Erdgeschoß ausgestellt: Beweise der langen und aktiven Karriere der Künstlerin. Vor kurzem musste sie wegen gesundheitlicher Probleme ihre künstlerische Tätigkeit beenden. Sie wollte nun jüngeren Bildhauern der UdK helfen, wie es ihr an der gleichen Institution geschehen war.


Die Stiftung besteht nun seit Jahren, und es gab bisher 5 Ausstellungen von Skulpturen der Stifterin. Die Einnahmen aus den Verkäufen kamen dem Stiftungsfond zu gute. Die jetztige Ausstellung stellt eine Herausforderung dar. Gezeigt werden die fünf bisherigen Preisträger der Stiftung, sowie einige Werke der Stifterin. Würden die Skulpturen der jungen Künstler mit denen Hanke-Försters zusammen passen? Es gibt natürlich stilistische Unterschiede, aber haben sich die Skulpturen in den letzten 50 Jahren so sehr verändert? Trotz aller Versuche von Künstlern, Kuratoren und Kritikern etwas anderes zu sagen: Kunst bewegt sich in einem viel langsameren Tempo, als es vor 100 Jahren der Fall war. Die Avantgarde um 1913 schien nur Schock und Überraschung mit wenig Befriedigung zu bieten. Heute können wir alle die exquisite Schönheit von ‚Blauer Akt‘ (Matisse, 1907) oder von Picassos ‚Les Demoiselles d‘Avignon‘ bewundern. Aber die „avantgardists“ denken immer noch, dass wir in Zeiten des Umbruchs leben. Es scheint, dass sie nur Überraschung ohne Befriedigung bieten. Ihre Überraschungen verblassen sehr schnell, wie es der Fall von Wolf Vostells Skulptur am Halensee zeigt. David Evison


URSULA HANKE-FÖRSTER – KATHEDRALE


ALIÉNOR DAUCHEZ – L’ERRANCE. 2012, 130 x 130 x 130 CM, HoLZ, STyRoPoR, NoPPENSCHAUM


L’ERRANCE – AUSGESTELLT IN DER COUVENT DE LA TOURETTE VoN LE CoRBUSIER, LyoN


JULIUS DÖRNER – BILDHAUERHAKEN 2012, 35 x 112 x 10 CM, HAKEN, PRESSSPAN, SPoRTJACKE


JULIUS DÖRNER – SCHREIN 1 / ALU-PROFIL. 2012, 27 x 65 x 10 CM, ALUMINIUM, PRESSSPAN, PLASTIK


FRANK FÖRSTER – RINNE. 2011, 60 x 40 x 110 CM, HoLZ


FRANK FÖRSTER – VERSÄGT. 2013, 40 x 20 x 25 CM, HoLZ LACKIERT


LISA PETERS – KOMMST DU MIT? 2012, 211 x 21 x 4 CM, BRoNZE UND HoLZ


LISA PETERS – MEMBRANA EX MIHI - DIE HAUT AN MIR 2012, 130 x 44 x 31 CM, BIRKENRINDE, EPoxyDHARZ


BENJAMIN RASTETTER – ROTE FORMEN AUF WEISSEM GRUND 2012, 70 x 100 CM , ÖLKREIDE AUF KARToN


BENJAMIN RASTETTER – WEISSE FORMEN AUF SCHWARZEM GRUND 2012, 70 x100 CM, ÖLKREIDE AUF KARToN


Ursula Hanke-Förster bis 2001 1991 1975 1959 1954 1952 1945 - 1952

1941 - 1944 1924

Diverse Ausstellungen Fonds im „Archiv für Künstler“, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg Reise mit einer Gruppe Berliner Künstler nach Brasilien Erste Einzelausstellung in New york, Weyhe Gallery Kunstpreis der Stadt Berlin für Bildhauerei. Erste öffentliche Aufträge Aufenthalte in Frankreich, Italien, Griechenland Freischaffend, eigenes Atelier in Berlin Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin bei den Professoren Max Kaus und Friedrich Stabenau, Malen und Zeichnen, H. Erath, Goldschmieden und Metalltreiben, Maximilian Debus, Gipsabgüsse, Gustav Seitz und Prof. Renée Sintenis, Bildhauerei Meisterschülerin Lehre im grafischen Gewerbe, Gesellenbrief Akt- und Porträtzeichnen bei Max Kaus, Schule für Kunst und Handwerk, Berlin Geboren in Berlin Lebt in Berlin

Aliénor Dauchez 2008 2008 - 2002 2006 2004

Studium der bildenden Kunst, Universität der Künste Berlin (UdK) Studium Stadtsysteme Universität de Technologie de Compiègne (UTC) Spezialisierung Kunst und Kultur im Stadtraum und ‘Kulturelle und Digitale Technologien‘ Austauschsemester – Technische Universität Berlin (TU) Gaststudium – Ecole d’Architecture de Paris-Belleville Lebt in Berlin

Julius Dörner 2012 2010 2010 2009 - 2010 2008 1987

Erasmus Stipendium Kuvataideakedemia Helsinki Student bei Karsten Konrad Bildhauersymposium Oronsko Polen Student bei Professor David Evison Studium der Universität der Künste Berlin (UdK) In Hamburg geboren Lebt und arbeitet in Berlin


Benjamin Rastetter 2010 - 2012 2008 - 2009 2007 - 2008 2004 - 2007 1983 Lisa Peters 2009 2012 - 2013 2009 2008 - 2009 1989

Studium Kunstpädagogik Universität Siegen Studium Universität der Künste Berlin (UdK), bei David Evison Auslandssemester Türkei Istanbul, Mimar Sinan Üniversitesi Studium Kunstpädagogik Hochschule Siegen, Sporthochschule Köln bei Michael Sauer und Peter Buchholz Geboren in Mechernich, Deutschland Lebt und arbeitet in Köln Universität der Künste Berlin, Fachklasse Bildhauerei und Multimedia, Prof. Christiane Möbus Parsons- New School for Design, New york City Austauschsemester im Fach Bildende Kunst Universität der Künste Berlin (UdK), Studium der Freien Kunst, Grundlehre, Prof. Dirk van der Meulen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Studium der Kunst- und Medienwissenschaften Geboren in Leonberg Lebt und arbeitet in Berlin

Frank Förster 2010 - 2011 2009 - 2010 2006 2003 - 2006 1983

Studium der Bildhauerei bei Prof. Karsten Konrad Studium an der Musashino Art University Tokyo bei Prof. Shigeo Toya Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin (UdK) bei Prof. David Evison Fachhochschule Dortmund, Kommunikationsdesign Geboren in Hilden Lebt und arbeitet in Berlin


GALERIE VILLA KÖPPE | BERLIN


HANKE-FÖRSTER PREISTRÄGER