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IWZ TEILNEUBAU INGENIEURWISSENSCHAFTLICHES ZENTRUM DER FACHHOCHSCHULE KÖLN DOKUMENTATION DES STÄDTEBAULICHFREIRAUMPLANERISCHEN WETTBEWERBS


AUSLOBER BAU- UND LIEGENSCHAFTSBETRIEB NRW NIEDERLASSUNG KÖLN DOMSTRAßE 55-73 50668 KÖLN TEL.: +49 221/35660-0 FAX: +49 221/35660-999 E-MAIL: K.POSTSTELLE@BLB.NRW.DE

BETREUUNG UND KOORDINATION FALTIN+SATTLER FSW DÜSSELDORF GMBH RATHAUSUFER 14, D-40213 DÜSSELDORF E-MAIL: OFFICE@FSW-INFO.DE INTERNET: WWW.FSW-INFO.DE T.: +49(0)211.83.68.980 F.: +49(0)211.83.68.981

REDAKTION FALTIN+SATTLER, FSW DÜSSELDORF GMBH: ANDREAS M. SATTLER, JÖRG FALTIN, ANTJE EHLERT, JAN STÖFER

GRAFIK, ABBILDUNGEN, FOTOS FALTIN+SATTLER, FSW DÜSSELDORF GMBH FACHHOCHSCHULE KÖLN STADT KÖLN BAU- UND LIEGENSCHAFTSBETRIEB NRW, NL KÖLN © FSW/BLB NRW 2012-2013


INHALT

GRUSSWORT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 ANLASS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 AUFGABE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 VERFAHREN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 AKTEURE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 ÜBERSICHT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 ERGEBNISSE WETTBEWERBSPHASE 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 1. PREIS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 2. PREIS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 3. PREIS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 ANERKENNUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 ANERKENNUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 2. RUNDGANG / 1. RUNDGANG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 ERGEBNISSE WETTBEWERBSPHASE 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54


GRUSSWORT PROF. DR.-ING. CHRISTOPH SEEßELBERG PRÄSIDENT DER FACHHOCHSCHULE KÖLN

Als in den 1970er Jahren das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ) der Fachhochschule Köln im Stadtteil Deutz errichtet wurde, gab es offensichtlich ein grundsätzlich anderes Verständnis davon, wie ein für die Ausbildung von Akademikern geeignetes Lehr- und Lernumfeld beschaffen sein sollte. Die Wissensvermittlung insbesondere in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen verlangte damals andersartig gestaltete Lernräume als heute.

All dies spiegelt sich im Wettbewerb zum IWZ wider, den der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen im Verbund mit der Fachhochschule Köln und der Stadt Köln 2011/2012 auf den Weg gebracht hat. Ermöglicht wurde er durch die Entscheidung des Wissenschaftsministeriums, eine Modernisierung durch Teilneubauten und einen Abriss des Gebäudeensembles aus Hochhaus und Hallen vorzunehmen.

So, wie sich die Vorstellungen von guter Lehre im Zuge der Bologna-Reform weiterentwickelt haben – weg von der frontalen Wissensvermittlung, hin zur kompetenzorientierten Lehre –, so haben sich auch die Leitlinien der Architektur von Hochschulbauten in den letzten vierzig Jahren deutlich verändert. Hinzu kommt die erfreuliche Erhöhung der Anzahl der Studierenden: War der Campus Deutz einmal für etwa 4000 Studierende ausgelegt, werden demnächst rund 9000 Studentinnen und Studenten den Campus bevölkern.

Die vorliegende Dokumentation zum städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb für den Teilneubau des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums der Fachhochschule Köln, zeigt, wie komplex die Anforderungen waren, die Bau- und Liegenschaftsbetrieb, Hochschule und Stadt an die Planer gestellt haben.

So ist im Lauf der Jahrzehnte für das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum ein Modernisierungsbedarf entstanden, der im laufenden Betrieb nicht zu bewältigen ist. Verändert haben sich die Wissensvermittlung und somit auch die Anforderungen an Lernräume; wesentlich verändert hat sich aber auch das Verständnis für die städtebauliche Entwicklung außerhalb der Kerngebiete und die Rolle der Wissenschaft für die gesellschaftliche Entwicklung.

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Und die Ergebnisse wiederum belegen, wie sehr ein in das städtische Umfeld integrierter und auf dieses bezogener Campus des 21. Jahrhunderts nicht nur einen neuen zukunftsweisenden Rahmen für das Lehren und Lernen schafft, sondern auch das Gesicht eines Stadtteils verändern kann. Ich danke allen Architekten- und Planungsbüros, die sich mit Entwürfen an dem Wettbewerb beteiligt haben. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich tätigen Jurymitgliedern unter Leitung von Prof. Albert Speer für ihre exzellente Arbeit. Auf dem Weg zu einem neuen Campus Deutz ist der entscheidende Schritt gemacht.


GRUSSWORT DR. MARTIN BRANS NIEDERLASSUNGSLEITER KÖLN BAU- UND LIEGENSCHAFTSBETRIEB NRW

Am Ende soll es ein Hochschulstandort sein, der den vielfältigen Anforderungen eines modernen Lehr- und Forschungsbetriebes heute und in der Zukunft gerecht wird. Es soll eine Hochschule sein, die mit der umgebenden Stadt Kontakt aufnimmt. Es soll eine Struktur sein, die Wegebeziehungen und Blickverbindungen anbietet, die maßstäblich und „lesbar“ ist, in der man sich gerne aufhält. Innen wie außen. Es soll eine Hochschule sein, die zeitgemäßen Bedürfnissen von Studierenden, von Professorinnen und Professoren, sowie von Besuchern gerecht wird. Eine Hochschule, die „atmen“ kann; die baulich-räumlich auch übermorgen die Möglichkeit besitzt, aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Es sollen Gebäude sein, die auch morgen wirtschaftlich betrieben werden können, die anspruchsvolle Architektur verkörpern und „Imageträger“ sind.

Welch´ eine komplexe Herausforderung für alle Beteiligten: für die Hochschule, für den Bauherren und vor allem für die Planer! Und welches Instrument ist besser geeignet, um an grundsätzliche Varianten, eine möglichst optimale Lösung und an leistungsstarke Partner zu gelangen, als ein Wettbewerb? Umso glücklicher bin ich daher, dass es dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und der Fachhochschule Köln, gemeinsam mit der Stadt Köln gelungen ist, diese Auslobung zu formulieren und diesen Wettbewerb durchzuführen. Die Wettbewerbsjury hat in ihrer Sitzung im November 2012 unter dem Vorsitz von Prof. Albert Speer mit dem Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Kister | Scheithauer | Gross, Köln (Architektur / Stadtplanung) / Loidl, Berlin (Landschaftsarchitekten) einen Vorschlag prämiert, von dem ich glaube, dass er eine gute Basis für die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte ist.

Zu guter letzt muss alles noch modular entstehen können, sodass der laufende Hochschulbetrieb möglichst wenig gestört wird und in keiner Phase der Realisierung ein „unfertiger Torso“ existiert.

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ANLASS

An diesem Standort ist das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ) der FH Köln untergebracht. Das Geisteswissenschaftliche Zentrum (GWZ) befindet sich in der Kölner Südstadt. Darüber hinaus besitzt die FH Köln Standorte in Gummersbach und Leverkusen.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) ist seit seiner Gründung im Jahr 2001 für die bedarfsgerechte Unterbringung der Landesdienststellen, sowie die wirtschaftliche Nutzung von landeseigenen Liegenschaften verantwortlich. Im Stadtgebiet Köln verfügt das Land Nordrhein-Westfalen über mehrere Liegenschaften der Fachhochschule (FH) Köln, darunter ein Areal im Stadtteil Deutz.

Für die beiden Standorte IWZ und GWZ der FH Köln im Kölner Stadtgebiet hat der BLB NRW (Niederlassung Köln) in Zusammenarbeit mit der Hochschule eine strategische, bauliche Hochschulstandortentwicklungsplanung, kurz HSEP, erstellt. Der Hochschulstandortentwicklungsplan zeigt auf der Basis einer umfassenden baulichen und strukturellen Analyse und unter Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklungen und Zielvorstellungen der Hochschule einen erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf, kurzfristig insbesondere für das Ingenieurwissenschaftliche Zentrum (IWZ) am Standort Köln-Deutz auf.

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BLUMBERG FÜHLINGEN CHORWEILER MERKENICH VOLKHOVEN/WEILER DÜNNWALDER WALD

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WIDDERSDORF

VOGELSANG

MAUENHEIM NIPPES

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MÜLHEIM

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BUCHHEIM NEUSTADT-NORD

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EHRENFELD MÜNGERSDORF

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RADERTHAL RODENKIRCHEN PORZ WEIß HAHNWALD

RONDORF SÜRTH ZÜNDORF IMMENDORF MESCHENICH

Im Jahr 2010 wurde durch den BLB NRW eine detaillierte Vorplanung zur Sanierung und Modernisierung RATH/HEUMAR des IWZ am Standort Deutz, unter Berücksichtigung der Hochschulanforderungen durchgeführt. Aufgrund zu erwartenden erheblichen W A H N E R Hder EID EIL Beeinträchtigungen des Lehr- und Studienbetriebs, der extrem langen URBACH G Bauzeit bis 2027 und den relativ EISDORF hohen Kosten und Risiken haben WAHNHEIDE WAHN sich Hochschule und BLB eindeutig gegen diese Lösung ausgesprochen. BRÜCK

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Als alternative Lösungsvariante hat der BLB NRW als weitere Entwicklungsmöglichkeit den Teilneubau des IWZ auf dem Gelände in KölnDeutz mit Erwerb zusätzlicher Flächen aufgegriffen. Da die Verfügbarkeit der benachbarten städtischen Grundstücke der heutigen Feuerwache, der Abfallwirtschaftsbetriebe und des Sozialhauses seit dem Frühjahr 2011 in Aussicht gestellt ist, wird diese Entwicklungsvariante nun weiterverfolgt. Im Sommer 2011 hat das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) entschieden, dass das IWZ der FH Köln seinen jetzigen Standort in KölnDeutz behalten wird. PERSPEKTIVE DES IWZ AM STANDORT DEUTZ Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Köln lobte zur Klärung der städtebaulichen Perspektive des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) am Standort Deutz einen städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb aus. Ziel des Wettbewerbs war es, die städtebaulichen Grundlagen für die Entwicklung des IWZ als zukunftsweisenden attraktiven Hochschulstandort zu erarbeiten. Insgesamt sollen in aufeinander folgenden Entwicklungsphasen ca. 44.500 qm Nutzfläche (NF 1-6) neu geschaffen werden, die Flächen in rückzubauenden Altbauten (ca. 47.000 qm) ersetzen.

Zusätzlich waren zur Sicherung der zukünftigen Entwicklung der Fachhochschule Köln Erweiterungspotenziale in Höhe von ca. 9.000 qm Nutzfläche (NF 1-6) vorzusehen. In Ergänzung hierzu waren ggf. zusätzliche Nutzungen, d.h. keine Hochschulnutzungen im engeren Sinne, darstellbar, die die räumlichfunktionale Integration des Hochschulstandortes in den Stadtteil Deutz unterstützen. Durch Neubauten ersetzt werden das Hochhaus, die Mensa und die Hallenbauten. Zu erhalten waren der sanierte Altbau der Fakultät für Architektur und der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik aus den 1960er Jahren, sowie das Gebäude der Hochschulbibliothek. Neben der Erarbeitung des Gesamtbildes, das erst in der letzten Umstrukturierungsstufe erreicht wird, war darzustellen, in welchen Phasen Teile der heutigen Bebauung rückgebaut und an anderer Stelle neu errichtet werden können. Dabei war der Besonderheit des Bauens im laufenden Lehr- und Forschungsbetrieb, der Erstellung von Neubauten in mehreren Bauabschnitten, dem sukzessiven Abbruch der Bestandsgebäude, unter Beachtung des statischen Abbruchkonzeptes, sowie den Raumanforderungen der FH Köln in besonderer Weise Rechnung zu tragen.

PERSPEKTIVE FÜR DAS RECHTSRHEINISCHE KÖLN Mit der Entscheidung zum Verbleib und zur Neustrukturierung des IWZ der FH Köln am heutigen Standort wird auch die Entwicklung des rechtsrheinischen Köln entsprechend der strukturpolitischen Initiativen der vergangenen Jahrzehnte weiter gestärkt. Die Schaffung eines zukunftsweisenden Hochschulstandortes leistet einen bedeutsamen Beitrag zur sozialen und ökonomischen Stabilisierung der rechtsrheinischen Stadtteile und fördert die Profilierung der Gesamtstadt. Mit dem Umbau des Fachhochschulstandortes und seiner baulichen und raumstrukturellen Anpassung an heutige und zukünftige Erfordernisse ist die Gelegenheit gegeben, die heute bestehende räumliche und funktionale Isolierung der FH aufzugeben, d.h. sie zu den benachbarten Stadtteilen zu öffnen und mit diesen stadträumlich zu vernetzen. Im Rahmen des Wettbewerbs war deshalb auch herauszustellen, welche Möglichkeiten zur Vernetzung des IWZ mit den umgebenden Stadtstrukturen bestehen. Zudem war darzustellen, welche Ansätze für eine Adressbildung und Attraktivierung des IWZ an diesem Ort im Zusammenspiel mit der Umgebung sinnvoll sind. Es galt städtebauliche Entwürfe zu entwickeln, die aufzeigen, wie im Zusammenwirken des IWZ mit seiner Umgebung ein unverkennbares Quartier, in einer städtebaulich verträglichen Dichte entstehen kann.

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AUFGABE

MANTELBEREICH Die städtebauliche Figur für den Mantelbereich muss der Lage des zu beplanenden Gebietes an der Nahtstelle zwischen den Stadtteilen Deutz, Kalk und Humboldt-Gremberg entsprechen. Hauptaufgabe war es, fragmentierte Teilräume zugunsten eines verdichteten und zusammenhängenden Stadtraums aufzulösen und diese in einen sinnfälligen Nutzungszusammenhang zu stellen. Dabei waren potentielle Möglichkeiten für städtebauliche Arrondierungen als langfristige Perspektive für die Entwicklung des Mantelbereiches aufzuzeigen, die die Integration des Hochschulstandortes in das bestehende Stadtgefüge und damit eine Verbindung der Stadtteile Deutz und Kalk ermöglicht. Dem öffentlich nutzbaren Freiraum kam hierbei eine besondere Bedeutung zu. Ausgehend von einer Überprüfung von Funktionen und Dimensionierungen der bestehenden Trassen waren städtebauliche Arrondierungen, Fassungen und Neudefinitionen von Räumen vorzunehmen. Die den Mantelbereich begrenzenden örtlichen Hauptstraßen bzw. Hauptverkehrszüge isolieren den Standort heute von den umgebenden Vierteln. Daher waren im Rahmen des Wettbewerbs Vorschläge zur besseren räumlichfunktionalen Integration des Fachhochschulstandorts aufzuzeigen.

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Die Vernetzung und Durchlässigkeit der einzelnen Teilräume, d.h. Stadtteile, Grünanlagen und Freiräume waren zu optimieren bzw. herzustellen. Westlich grenzt der Campus des städtischen Berufskollegs an, der im Wesentlichen von Norden erschlossen ist. Die Vernetzungen zwischen Berufskolleg und FH waren daher räumlich und funktional im Sinne der Ermöglichung von Kooperationen zu verbessern. KERNBEREICH Für das Areal des IWZ selbst war eine städtebauliche und freiraumplanerische Figur zu entwickeln, die sich in die umgebende Stadtstruktur einfügt und gleichermaßen einen urbanen, kompakten und flächeneffizienten Campus abbildet. Eine gelungene Integration ist gekennzeichnet u.a. von einer schlüssigen Höhenentwicklung der Baukörper innerhalb des Areals, einem angemessenen Umgang mit der Topografie und einladenden baulichen Strukturen in den Eingangsbereichen des Areals, sowie im Übergang zu den angrenzenden Teilräumen. Entlang des Deutzer Rings scheint hierzu eine bauliche Fassung sinnvoll. Die Neubauten der FH sollen im Zusammenwirken miteinander, dem Bestand und dem unmittelbaren Umfeld ein insgesamt markantes Hochschul- und Stadtquartier mit Wiedererkennungswert prägen. Dabei muss die Hochschule in ihrer räumlichen Anordnung und Architektur deutlich sichtbar und erkennbar sein.


DAS WETTBEWERBSGEBIET

Lanxess-Arena

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Mantelbereich Kernbereich Aktuelle Fläche IWZ: Fläche Feuerwehr: Fläche AWB Betriebshof: Fläche Sozialhaus:

103.500 m² 4.600 m² 14.800 m² 8.600 m²

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09.03.- 05.04.2012

BEWERBUNGSVERFAHREN

12.04.2012

AUSLOSUNG

14.04.2012

VERSAND DER AUSLOBUNG

10.05.2012

PREISRICHTERVORBESPRECHUNG/ KOLLOQUIUM

11.06.2012

ABGABE 1 – PLANSATZ/MODELL

05.07.2012

PREISGERICHT 1

05.10.2012

ABGABE 2 – PLANSATZ

18.10.2012

ABGABE 2 – MODELL

05.11.2012

PREISGERICHT 2

06.11.-19.11.2012

VERFAHREN

AUSSTELLUNG

Der Wettbewerb für Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten wurde als beschränkter Wettbewerb nach RAW 2004 in zwei Bearbeitungsphasen ausgelobt (in der ersten Phase mit 37 Teilnehmern, in der zweiten Phase mit 15 Teilnehmern). Der Durchführung des Wettbewerbs lag die RAW 2004 zugrunde. An der Vorbereitung und Auslobung des Wettbewerbs hat der Ausschuss Wettbewerbs- und Vergabewesen der Architektenkammer NRW beratend mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer W 8/12 mit dem Datum vom 29.02.2012 registriert.

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AKTEURE PREISGERICHT Prof. Albert Speer, Frankfurt a.M. // Prof. Christl Drey, Köln/Kassel // Prof. Jörg Aldinger, Stuttgart // Prof. Amandus Sattler, München // Prof. Zvonko Turkali, Frankfurt a.M. // Jürgen Minkus, Köln // Prof. Cornelia Müller, Berlin // Prof. Ariane Röntz, Berlin/Kassel // Dr. Martin Brans, BLB NRW, Niederlassungsleiter Köln // Dr. Ursula Löffler, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW // Rolf Krähmer, BLB NRW Geschäftsführer, Düsseldorf // Prof. Dr. Joachim Metzner, ehem. Präsident der Fachhochschule Köln // Prof. Dr. Rüdiger Küchler, Vizepräsident der Fachhochschule Köln // Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln // Bernd Streitberger, ehem. Beigeordneter Dezernat Planen und Bauen, Stadt Köln // Karl-Jürgen Klipper, CDUFraktion, Mitglied des Rates der Stadt Köln // Michael Zimmermann, SPD-Fraktion, Mitglied des Rates der Stadt Köln // Barbara Moritz, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Rates der Stadt Köln // Ralph Sterck, FDPFraktion, Mitglied des Rates der Stadt Köln STELLVERTRETENDES PREISGERICHT Prof. Hans-Peter Achatzi, Köln // Prof. Heinz Nagler, Cottbus // Barbara Willecke, Berlin // Wolfgang Eifler, BLB NRW, Stellvertretender Niederlassungsleiter Köln // Heiner Sommer, BLB NRW, Geschäftsbereichsleiter Planen und Bauen, Düsseldorf // Felix Ammann, Referatsleiter Fachhochschule Köln // Dr. Waldemar Brett, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW // Anne Luise Müller, Stadtplanungsamt, Stadt Köln // Andreas Hupke, Bezirksbürgermeister Köln-Innenstadt // Markus Thiele, Bezirksbürgermeister Köln-Kalk // Dr. Birgitt Killersreiter, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bezirksvertretung Köln-Innenstadt // Maria Tillessen, FDPFraktion, Bezirksvertretung Köln-Innenstadt // Oliver Krems, SPD-Fraktion, Köln-Kalk // Karin Schmidt, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Köln-Kalk

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BERATUNG Helmut Rubin, Leitender Ministerialrat, Finanzministerium Nordrhein-Westfalen // Ralf Thönnissen, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen // Erdmute Adele Nauwerk, Stellv. Bezirksbürgermeisterin Köln-Innenstadt // Dr. Joachim Bauer, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen, Stadt Köln // Mirja Behrens, BLB NRW Abteilungsleitung Asset Management // Klaus Harzendorf, Amt für Straßen und Verkehrstechnik, Stadt Köln // Cerstin Lettner-Korschildgen, BLB NRW Abteilungsleitung PB 3 HS // Günter Wevering, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Köln // Prof. Dr. Christoph Seeßelberg, Präsident der Fachhochschule Köln // Franz-Josef Höing, Beigeordneter Dezernat Planen und Bauen, Stadt Köln VORPRÜFUNG David Grunau, BLB NRW Planen und Bauen // Kerstin Hermann, BLB NRW Gebäudemanagement // Rita Höppner, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln // Katharina Klemmt, Stadtplanungsamt Stadt Köln // Dieter Mamat, Fachhochschule Köln // Mirko-Sebastian Ostertag, BLB NRW Asset Management // Prof. Dr. Hartmut Topp, Beratung Verkehrsplanung // Antje Ehlert, Faltin+Sattler FSW Düsseldorf GmbH // Jörg Faltin, Faltin+Sattler FSW Düsseldorf GmbH // Andreas M. Sattler, Faltin+Sattler FSW Düsseldorf GmbH // Jan Stöfer, Faltin+Sattler FSW Düsseldorf GmbH

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3. PREIS SCHUSTER ARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) NSP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (HANNOVER) <

<

2. PREIS FERDINAND HEIDE ARCHITEKT (FRANKFURT) TOPOS STADTPLANUNG LANDSCHAFTSPLANUNG STADTFORSCHUNG (BERLIN)

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1. PREIS KISTER SCHEITHAUER GROSS ARCHITEKTEN & STADTPLANER (KÖLN) ATELIER LOIDL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (BERLIN)

ANERKENNUNG ARGE SKT UMBAUKULTUR (BONN) LATZ+PARTNER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (KRANZBERG)

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ÜBERSICHT

ANERKENNUNG SCHILLING PLANUNG (KÖLN) LANDSCHAFT PLANEN+BAUEN (BERLIN)

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< 2. RUNDGANG MOLESTINA ARCHITEKTEN (KÖLN) FSWLA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR (DÜSSELDORF) 1. RUNDGANG LEPEL & LEPEL (KÖLN) GTL GNÜCHTEL TRIEBSWETTER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) MATERN UND WÄSCHLE ARCHITEKTEN (PADERBORN) <

<< 2. RUNDGANG H4A GESSERT + RANDECKER ARCHITEKTEN (STUTTGART) GESSWEIN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (OSTFILDERN)

< 2. RUNDGANG ARGE RIEGLER RIEWE ARCHITEKTEN (GRAZ/AT) LAD+ LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (HANNOVER) YELLOW Z URBANISM ARCHITECTURE (BERLIN) << 2. RUNDGANG BEHLES & JOCHIMSEN ARCHITEKTEN (BERLIN) OFFICE REGINA POLY (BERLIN) <<< 2. RUNDGANG HEINLE, WISCHER UND PARTNER (KÖLN) EGL ENTWICKLUNG UND GESTALTUNG VON LANDSCHAFT (DÜSSELDORF) > 2. RUNDGANG KASPAR KRAEMER ARCHITEKTEN (KÖLN) WKM LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MEERBUSCH) >> 2. RUNDGANG SCHALTRAUM ARCHITEKTUR (HAMBURG) BENDFELDT HERMANN FRANKE LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (SCHWERIN)

>

>>> 1. RUNDGANG NICKL & PARTNER ARCHITEKTEN (MÜNCHEN) RAINER SCHMIDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN GMBH (MÜNCHEN)

1. RUNDGANG RHEINFLÜGEL SEVERIN (DÜSSELDORF) EL:CH LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MÜNCHEN)

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ERGEBNISSE WETTBEWERBSPHASE 2

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1. PREIS KISTER SCHEITHAUER GROSS ARCHITEKTEN UND STADTPLANER (KÖLN) & ATELIER LOIDL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (BERLIN)

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ISOMETRIE CAMPUSPLATZ

ERLÄUTERUNGEN DER VERFASSER (AUSZUG) Das Hörsaalzentrum wird auf die freie Fläche hinter der Architekturfakultät positioniert. Hier kann das architektonisch anspruchsvolle Gebäude eine Torwirkung für den Campus entfalten. Eine erkennbare Achse entsteht, die unmittelbar und direkt auf den Campusplatz führt. Der Campusplatz wird als unbebauter zentraler Freiraum verstanden, um den herum alle Fakultäten sichtbar und fußläufig vernetzt sind. Mensa und Bibliothek besetzen jeweils eine Platzseite des Freiraums.

Die Fakultäten stellen sich zum Campusplatz als gegliederte Blöcke dar mit Einschnitten als Zugang zu den Innenhöfen.

Der grüne Ring wird als Schwelle zur Stadt betrachtet und ist gleichzeitig für die Mantelbebauung Adresse und Anknüpfungspunkt.

Die Platzwände sollen eine eigene Hochschuladäquate Silhouette generieren, die signifikant Wissenschaftsstadt darstellen kann. Daher ist die Gestaltung der Fassaden transparent und lebendig in der Gliederung im Gegensatz zu den Blockaußenwänden (Deutzer Ring), die sich aus Immissionsgründen massiv darstellen.

Die zentralen Werkstätten sind nahe des Campusplatzes orientiert, so dass von allen Bereichen der Hochschule kürzeste Wege dorthin führen.

Der Kernbereich der Hochschule ist umgeben von einem grünen Ring, der hilft, Raumkanten und Vernetzungen aufzuzeigen so lange ergänzende Funktionen noch nicht entstanden sind.

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STRUKTURPLAN

RECHTE SEITE: > AUSBAUSSTUFE OHNE ANNEXNUTZUNGEN UND ERWEITERUNGEN >> AUSBAUSTUFE MIT ALLEN NUTZUNGEN

Es wird ein zentrales Parkhaus im Süden des Geländes direkt vom Deutzer Ring erschlossen vorgesehen, was ausreichend Parkplätze vorsieht. Das Parkhaus entsteht im 1. Bauabschnitt und ist somit über alle Bauphasen voll verfügbar. In der Mantelbebauung werden Tiefgaragen vorgeschlagen. Dezentral sind Fahrradparkhäuser mit Duschumkleiden an den Eingängen zu den Fakultäten angelegt. Das klare Gerüst der Campusstraßen, durch die Verkehrsfreiheit wirken Sie wie „Promenaden“, schafft eine klare Orientierung und vermittelt selbstverständlich die Urbanität städtischen Lebens. Alle Promenaden münden auf dem zentralen Campusplatz, dem Herz des Campus. Die Hallen sind alle erdgeschossig gelegen und allseitig anlieferbar. Eine spezielle Typologie der Hallenummantelung erlaubt es, dass zugeordnete Bürobereiche, aber auch Umkleiden und Lager sowie zugeordnete Labore unmittelbar an die Hallen angrenzen können. Die Mantelbebauung gleicht sich in zwei Typologien entsprechend der städtebaulichen Lage. Parallel zum Reitweg an der Ostseite des grünen Rings kann ein Kreativquartier entstehen mit neuen Formen des Wohnens und Arbeitens. Neben studentischem Wohnen sind auch Existenzgründer mit Ateliers und Büroräumen denkbar.

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Ziel ist es, ein dichtes, aus einzelnen Gebäuden bestehendes Quartier zu schaffen, das eingebettet ist in durchgrünte Baufelder. Östlich des Deutzer Rings werden die Baufelder zweigeteilt in parallele Schichtungen. Entlang der Straße entstehen Baublöcke für Büro und Gewerbenutzungen. In zweiter Reihe Wohnblöcke, die zum Quartier überleiten und Wohnangebote ergänzen. Das Verkehrskonzept sieht einen verkehrsfreien Campusbereich vor, der nur durch Anliefer- und Rettungsverkehr befahren werden kann.

Der wassergebundene Platz lädt mit der weitläufigen Rasenmitte zum Spielen, Sonnen, dem Gespräch in den Pausen ein. Dabei spenden Ahorne in aufgelöster Setzung wohltuenden Schatten. Durch einheitliche Beläge wird der gesamte Campus zu einer starken Einheit mit den Gebäuden zusammengebunden.


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BEURTEILUNG DURCH DAS PREISGERICHT Die Verfasser entscheiden sich durch die Anordnung des Hörsaalzentrums konsequent für eine Verlegung des Hauptzugangs zum Campus. Gemeinsam mit der Beibehaltung des bisherigen Zugangs im Westen wird der Campus hervorragend angebunden. Zentraler Punkt des Entwurfes ist ein wohlproportionierter Platz, der durch die dort angeordneten Hochschulnutzungen räumlich gefasst wird. Fakultäten platzieren sich repräsentativ mit leichten Überhöhungen zum Platz. So entsteht bereits in früher Entwicklungsphase ein Campus mit hoher Aufenthaltsqualität. Annex-Nutzungen werden konzentriert im Westen, Erweiterungsflächen im Süden angeordnet.

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Die im Westen liegenden AnnexNutzungen lassen sich sehr gut für Wohnnutzung (z.B. studentisches Wohnen) organisieren. Die Anordnung der Stellplatzanlage ist schlüssig und frühzeitig realisierbar. Die öffentlichen Räume haben gute Proportionen und gestalterische Qualität. Mit dieser klaren einfachen Gliederung gelingt den Verfassern ein überzeugender und städtebaulich robuster Entwurf. Die sich daraus ableitenden in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Achsen ermöglichen eine gute Orientierung für die Nutzer und Besucher. Die Umgestaltung des Deutzer Rings zu einer Stadtstraße ist gut gelungen. Vom zentralen Platz entsteht eine logische und klare Verbindung in die gut gegliederten Quartiere östlich des Rings, die sich hervorragend für hochschulaffine Nutungen anbieten.

Die den Platz umgebenden Fakultätsgebäude sind in ihrer vorgeschlagenen Form nicht ideal für eine Hochschulnutzung. Hier ist eine Überarbeitung notwendig. Die Annex- und Erweiterungsflächen sind sehr gut sortiert, ermöglichen so eine gute Vermarktbarkeit und eine von der Fertigstellung der Fachhochschule unabhängige Realisierung. Mit den vorgesehenen, sinnvoll aufeinander folgenden, Baustufen lässt sich bereits in früher Realisierungsstufe ein erkennbarer, selbstständiger Hochschul-Campus verwirklichen. Die vorgesehene direkte Inanspruchnahme der Fläche des Sozialhauses ist jedoch zu überprüfen. Die Arbeit überzeugt durch ihre intelligente und robuste städtebauliche Grundstruktur die langfristig einen attraktiven Hochschulstandort erwarten lässt und der sehr gut in die Umgebung integriert werden kann.


STUFENKONZEPT ABBRUCH

STUFENKONZEPT REALISIERUNG

VERTEILUNG DER NUTZUNGEN PRO GESCHOSS

SCHNITT NORD-SÜD

SCHNITT WEST-OST

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PERSPEKTIVE CAMPUS

2. PREIS FERDINAND HEIDE ARCHITEKT (FRANKFURT) & TOPOS STADTPLANUNG LANDSCHAFTSPLANUNG STADTFORSCHUNG (BERLIN)

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AUSZUG AUS DEN ERLÄUTERUNGEN Die umfassende Neuordnung des Standorts IWZ der Fachhochschule Köln bietet die Chance, einen Hochschulstandort mit einer urbanen Qualität in zentraler Stadtlage zu schaffen. Mit der Setzung kraftvoller Gebäudevolumen wird eine städtebauliche Figur entwickelt, die eindeutig definierte Räume nach Innen und gleichzeitig eine Verzahnung mit der Stadt erzeugt: das neue Hörsaalzentrum ZLF definiert einen neuen Zugang im Nord-Westen.

Es steht nach Osten versetzt, so dass ein schöner Eingangsplatz aufgespannt wird und dass die gegenwärtige Frei- und Erschließungsfläche vor dem Kreuzbau als wichtiger öffentlicher Erschließungsraum erhalten bleibt. Die öffentlichen „Bauten“ Mensa, Bibliothek, ZLF werden so auf dem Campus angeordnet, dass die öffentlichen Räume „Campus Platz“ und „Campus Wiese“ eine attraktive Fassung erhalten. Für die Ausweisung von Neubauflächen sind der Bestand und die sukzessive Umsetzung der Einzelbaumaßnahmen von ganz wesentlicher Bedeutung.

In unserer Planung ist berücksichtigt, dass zunächst auf den wenigen verfügbaren Flächen die Gebäude der ersten Ausbaustufe errichtet werden. In der 2. Ausbaustufe können dann im östlichen Bereich in einer geordneten städtebaulichen Struktur die Fachbereiche 7, 8 und 9 nebeneinander liegend angeordnet werden. Alle Institutsneubauten und Hallen sind in das städtebauliche Gefüge so eingewoben, dass jedes Haus eine eigene signifikante Adresse erhält und dass gleichzeitig starke, raumbildende Kanten entstehen. An der östlichen Campusseite wird zum Deutzer Ring eine neue „urbane Kante“ ausgebildet.

LAGEPLAN

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RECHTS: STRUKTURPLAN MITTE VON LINKS: REALISIERUNGSSTUFEN

Sie gibt längerfristig die Möglichkeit, dass im Zusammenspiel mit der gegenüberliegenden Seite an der Pulvermühle ein zusammenhängendes Stadtquartier entsteht, das den Deutzer Ring als Stadtstraße stärker einbindet als bisher. Die städtebauliche Figur funktioniert bereits ohne Erweiterungs- und Vermarktungsflächen. An Ihrer Stelle wird zunächst die „Campus-Wiese“ in deutlich größerer Ausdehnung hergestellt. Der westliche Teil wird mit großkronigen Bäumen versehen, der temporäre östliche Teil als weitläufige Rasenfläche. Die Außendarstellung der Hochschule wird durch eine ruhige 4-geschossige Bebauung bestimmt, die

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Baufluchten ausbildet, Räume aufspannt und die angrenzende Stadtstruktur mit dem Campus verbindet. Die Identität der Hochschule wird durch hochwertige Aufenthaltsflächen gebildet, die deutliche Akzente innerhalb der städtebaulichen Struktur darstellen.

Der zentrale Campus-Platz ist ein teilweise steinerner, teilweise Baum bestandener öffentlicher Raum, der von der neuen Mensa und der Bibliothek flankiert wird. Die Außengastronomie auf der Südseite der Mensa sowie der Haupteingang der Bibliothek tragen ganz wesentlich zur Belebung dieses Raumes bei.


Der neue „Eingangsplatz“ und die angrenzende „Campus-Wiese“ bestimmen ganz wesentlich den Eingang zum Hochschulcampus. Hier gilt es, mit attraktiven neuen Gebäuden und durch eine einladende Freiflächengestaltung einen Auftakt zu schaffen, der sich als „Bild“ und „Ort“ der Hochschule einprägt. Der Haupteingang zur Architekturfakultät und das neue ZLF sowie der vermutlich noch einige Jahre bestehende Haupteingang zum Kreuzgebäude sind die “Eckpunkte“ dieses öffentlichen Raums.

Die Komposition der Baukörper und die vorgeschlagene städtebauliche Figur schaffen ein ausgewogenes und dennoch spannungsreiches Ensemble von alten und neuen Hochschulbauten, die zusammen mit den Freiflächen einen signifikanten Campus bilden. Die Institutsbauten werden geprägt durch eine klassische Büro- und Labortypologie in den Obergeschossen und durch „Sonderfunktionen“ wie Seminarräume, kleine Bibliotheken, Cafeterien oder kleine Läden im Sockel. Durch diese „öffentlichen“ Nutzungen in den Erdgeschossen ist gewährleistet, dass die Gebäude sich im EG transparent und offen darstellen und Campus und Freiflächen eine größtmögliche Belebung erfahren.

Alle neuen Gebäude sind in der Regel viergeschossig, auch die Mensa hat bei einem hohen saalartigen Erdgeschoss zum Platz eine viergeschossige Erscheinung weil in den Baukörper die Räume für Asta und Studentenwerk integriert sind. Hallen werden als hohe eingeschossige Baukörper in die „Stadtblöcke“ integriert. Die Architektur und Struktur der Gebäude wird geprägt von der Idee der Hochschule als Ort der Kommunikation und des Austausches. Dieses Thema bestimmt die Ausrichtung der Häuser, die Lage der Eingänge zum Campus und die Schaffung einer offenen, den Austausch anregenden Gebäudestruktur.

SCHNITT NORD-SÜD

SCHNITT OST-WEST

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NUTZUNGSVERTEILUNG

Die Gestaltung der Freiräume ist für den Charakter und die Identität der Hochschule von wesentlicher Bedeutung. Die vorgeschlagenen zusammenhängenden Grün- und Platzflächen bilden das Grundgerüst der Entwicklung, das Freiraumkonzept ist frühzeitig lesbar. Die räumliche und funktionale Isolierung der FH soll durch Verzahnung der Freiflächen reduziert werden. Im westlichen Mantelbereich sollen über die Gestaltung der Freianlagen die vorhandenen Sportflächen und die Halle stärker integriert werden, im östlichem Mantelbereich soll das vorhandene Grün zum Deutzer Ring etwas ausgelichtet und an mindestens einer Stelle ein zusätzlicher niveaugleicher Übergang zum Campus geschaffen werden.

BEURTEILUNG DURCH DAS PREISGERICHT Der leitenden Idee folgend, die auf der Grundlage einer orthogonal angelegten Erschließungsstruktur zwei große, unterschiedlich charakterisierte Freiräume verwebt, ergibt

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sich eine nachvollziehbare und selbstverständliche Wegeführung. Dabei werden von den Eingängen im Nord-Westen bzw. Norden die zentralen öffentlichen Hochschuleinrichtungen direkt erreicht. Mit der Ausformulierung von zwei zentralen großen Freiräumen, einer als Park gestaltet (Nord-Süd orientiert), der andere als Platz (Ost-West orientiert) bietet der Entwurf im Vergleich zu anderen Arbeiten im Verfahren eine alternative Vorgehensweise an.

Die Endpunkte werden jedoch mit den Nutzungen Parkhaus und Kita belegt, welche hierfür qualitativ wenig geeignet erscheinen.

Der Vorschlag die Annex-Nutzungen und Erweiterungsflächen im zentralen Bereich des Campus anzuordnen wird kritisch gesehen. Auf der einen Seite werden so Nutzungen ins Zentrum geholt und ermöglichen eine Belebung und enge Verknüpfung mit der Fachhochschule. Andererseits werden die hierfür vorgesehenen Flächen lange Zeit vor der Umsetzung als Freiräume definiert. Hierdurch wirken diese zu groß und unmaßstäblich um Identität stiften zu können. Zudem werden nach Fertigstellung der Fachhochschulgebäude Baustellen unnötig im Zentrum des Campus initiiert, die den Hochschulablauf empfindlich stören. Anderen Hochschulnutzungen werden demgegenüber in der zweiten Reihe angeordnet und diesen so eine gute Adresse im Zentrum verwehrt. Der Arbeit gelingt es zudem nicht die zugekaufte Grundstücksfläche des Sozialhauses adäquat zu ersetzen. Die vorgeschlagene Größe der Baufelder ermöglicht aus Sicht der Jury eine Vielzahl an Nutzungen, diese sind schlüssig und werden als sehr flexibel gewertet. Die hohen städtebaulichen Qualitäten des Konzepts werden jedoch erst nach Abriss des IWZ-Bestandsgebäudes und Realisierung weiterer Baustufen erreicht.


PERSPEKTIVE MENSAVORPLATZ

LAGEPLAN (EG)

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PERSPEKTIVE CAMPUSPLATZ

3. PREIS SCHUSTER ARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) & NSP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (HANNOVER/)

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AUSZUG AUS DEN ERLÄUTERUNGEN Die Rückbesinnung auf das Wesen und die Qualitäten der europäischen Stadt prägen das Entwurfskonzept. Stadt wird weiter gebaut. Die städtebauliche Struktur reagiert auf den Kontext und den Gebäudebestand und bietet beste Voraussetzungen für die Realisierung der einzelnen Nutzungsbereiche der FH. Das Ensemble wird schrittweise in einzelnen Bausteinen realisiert.

Es wird in den städtebaulichen Kontext integriert und mit den umgebenden Strukturen verknüpft, ein robustes Gerüst für eine zukunftsorientierte und leistungsfähige Hochschule mit einer eigenen, städtischen Identität. Vielfältige Vernetzungen und Durchwegungen führen zu einer gliedernden Struktur und verknüpfen mit der Nachbarschaft. Die Mitte des neuen Hochschulquartiers bildet ein zentraler Park zu dem alle wesentlichen, insbesondere aber die publikumsintensiven Einrichtungen hin orientiert sind.

Charakteristisch ist die Gliederung in Baufelder und grüne Zwischenräume. Im Zusammenspiel mit der Bebauungsstruktur werden differenzierte Freiräume entwickelt, die Identität stiften und die Orientierung und Adressbildung unterstützen. Es entstehen nachhaltig wirksame städtische Räume von großer Aufenthaltsqualität. In Nord-Südrichtung dominieren lineare, in Ost-Westrichtung flächige Landschaftselemente. Die Nord-SüdAlleen, als Shared-Space-Zonen ausgebildet, dienen der Erschließung und verbinden mit den angrenzenden Stadtteilen.

LAGEPLAN

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SCHNITTE: > NORD-SÜD >> WEST-OST

In Gegenrichtung bilden die kleinen, versetzten grünen Stadtplätze urbane Orte des Treffens und der Ruhe. Sie dienen sowohl dem Aufenthalt als auch der Kommunikation und besitzen eine hohe Gestaltqualität. Der CentralPark, die neue Mitte ist landschaftlich geprägt. Durch die einprägsame Gestaltung und die Verbindung in das Umfeld wird der CentralPark ein bestimmender Baustein im Kölner Grünsystem, ein markanter Freiraum nicht nur für Studenten. Er liegt im Kreuzungspunkt der beiden wichtigen, das Quartier kreuzenden Verbindungslinien: die von Bäumen gesäumte Nord-Süd-Verbindung und die von Kalk zum Rhein führende Ost-West-Achse. Die Fortführung der urbanen Struktur im Mantelbereich und die Reaktion auf die anschließenden Quartiere führt zu einer intensiven Verknüpfung in Ost-Westrichtung. In Gegenrichtung führen die Wege bis tief in die anschließenden Grünräume. Das IWZ ist mit den angrenzenden Quartieren verwoben, Stadtraum wird ablesbar und erlebbar.

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STRUKTURKONZEPT


Mensa und Cafeteria, Bibliothek, Verwaltung mit dem SSC und das nahe Hörsaalzentrum sowie die offenen Eingangszonen der Institute rund um die zentrale Freifläche werden die Mitte zum lebendigen und unverwechselbaren Ort akademischen Lebens in der Stadt machen.

Die Qualität des Campus wird durch die Fortführung der städtebaulichen Strukturen im Mantelbereich weiter gefördert. Die Vernetzung ist Grundlage für das inhaltliche Zusammenwachsen und das urbane Miteinander von Stadt und Hochschule.

Einzelne Maßnahmen im weiteren Wettbewerbsbereich wie die Umorganisation der Sportanlagen können zu einer Erweiterung der Angebote in der Peripherie genutzt werden. So können die nördlich gelegenen Blöcke nachverdichtet und in ihrer Qualität erheblich gesteigert werden.

REALISIERUNGSSTUFEN

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NUTZUNGSVERTEILUNG

Gleichzeitig kann das Quartier intensiver mit dem Pyramidenpark verbunden werden. Das Berufskolleg kann ergänzt und in die städtische Struktur integriert werden. Die Baufelder östlich des Deutzer Rings sollen für FH-nahe Nutzungen genutzt werden Der Deutzer Ring wird als städtische Straße formuliert. Die Bebauung rückt beidseits nahe an den Straßenrand. Diese Verdichtung trägt wesentlich dazu bei, dass eine städtische Atmosphäre entsteht und die FH mit den angrenzenden Quartieren zusammenwächst. Die unterschiedlich ausformulierten Plätze im Norden und Süden sind die zentralen Campuszugänge. Die jeweils freistehenden Wohntürme bieten, gestalterisch aufgewertet, ein großes Potential die beiden Eingänge zusätzlich zu akzentuieren. Nach wie vor wird der wesentliche Hauptzugang von Nord-Westen erfolgen.

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Der Platz dient gleichzeitig als Entree für das Kollegquartier. IWZ und Kolleg wachsen auf selbstverständliche Weise zusammen, ohne auf eine eigene Identität zu verzichten. Hier soll das zentrale Hörsaalgebäude einen besonderen Akzent setzen. Es entstehen ein signifikanter Auftakt und eine unverwechselbare Adresse. Die Geometrie der städtebaulichen Struktur und der Freiräume führt zu einer selbstverständlichen Integration des Altbaus mit den Fakultäten 5 und 6. Südlich der Fassade des Wasserbauinstituts entsteht eine lebendige, offene und einladende Bebauung für Mensa und Cafeteria. Sie setzt einen besonderen Akzent und begrenzt die kommunikative Mitte nach Norden hin. Die Orientierung der Eingangsbereiche aller angrenzenden Gebäude rund um den Platz stärken die Mitte und sind Grundlage für ein starkes Miteinander.


Die bestehende, eher abweisende Bibliothek erhält eine vorgelagerte einladende Loggia mit großzügigen hellen Lesebalkonen. Die Höhenentwicklung der Baukörper bewegt sich zwischen drei und vier Geschossen. Die Nutzungsbereiche erhalten prinzipiell eigene Häuser. Lediglich kleinere Nutzungen werden zusammengefasst. Die Fakultätsgebäude zeichnen sich durch großzügige, offene Eingangszonen aus. Ausstellungsflächen und kleine Stehcafes unterstreichen die offene, kommunikative Atmosphäre. Die Häuser besitzen jeweils eine eindeutige Haupterschließung und sind um individuelle Innenhöfe organisiert. Es herrscht eine helle und freundliche Arbeitsatmosphäre die ergänzt wird durch Orte für kommunikative Begegnungen, studentisches Arbeiten und akademischen Austausch. Schon mit Realisierung der ersten Bausteine entstehen zusammenhängende Bereiche mit kleinen, individuellen grünen Plätzen. Es entstehen ablesbare Bereiche mit einer eigenen Identität und der nötigen Aufenthaltsqualität.

BEURTEILUNG DURCH DAS PREISGERICHT Zwei in Nord-Süd-Richtung ausgebildete Spangen sollen die Fachhochschule mit den umliegenden Quartieren verknüpfen. Sie ermöglichen eine gute Orientierung auf dem Campus, die jeweiligen zentralen Nutzungen sind leicht auffindbar angeordnet. Der zentrale Freiraum wird im Norden durch die Mensa gefasst, deren Positionierung durch das Preisgericht ausdrücklich gelobt wird. Die gegenüberliegende Nutzung eines Fakultätsgebäudes erscheint jedoch nicht prominent genug. Die kontextuelle Einbindung der beiden Nord-Süd-Achsen wird unterschiedlich bewertet. Während die westliche gut eingebunden ist und mit dem Hochhaus im Süden und dem Gebäude der Architekturfakultät im Norden über klar definierte Endpunkte verfügt, kann die östliche nicht überzeugen. Das am nördlichen Endpunkt verortete Parkhaus trägt hierzu bei.

Die vorgeschlagene Ost-West-Landschaftsachse wird durch das Preisgericht einerseits als interessante Idee gewürdigt, deren Umsetzbarkeit jedoch in Frage gestellt. Ebenfalls kritisiert wird die beabsichtigte variierende Gestaltung der PocketParks, welche die Grundidee der Freiraumplanung durch ihren häufigen Themenwechsel verwässern. Die vorgeschlagenen Standorte für Annex-Nutzungen und Erweiterungen wirken ungünstig positioniert und vermitteln eher den Eindruck von Restflächen. Die geforderte stufenweise Umsetzung konnte grundsätzlich nachgewiesen werden. Begünstigt wird diese durch die frühzeitige Verortung eines Parkhauses im Norden, sowie durch die in direkter Nähe angesiedelte Mensa und das Hörsaalzentrum. Durch letztere entsteht bereits frühzeitig ein neuer Mittelpunkt für den Campus und der Entwurf gewinnt bereits nach wenigen Bauabschnitten an städtebaulicher Prägnanz.

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PERSPEKTIVE CAMPUSPLATZ

ANERKENNUNG ARGE SKT UMBAUKULTUR (BONN) LATZ+PARTNER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (KRANZBERG) ARCHITEKTURBÜRO SCHOMMER (BONN)

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AUSZUG AUS DEN ERLÄUTERUNGEN Der zukünftig neue Schwerpunkt der Fachhochschule liegt im Osten. Das sukzessive Freisetzen der städtischen Grundstücke bietet die wirksame Chance, Forschung und Lehre aus ihrer heute isolierten Lage zu befreien und in den lebendigen, gewachsenen Stadtgrundriss einzubinden. Die Rückstufung des Deutzer Rings fördert diese Entwicklung. Damit ergibt sich ein klar ablesbares, räumlich starkes und nach außen wirksames Ensemble, das über den nördlichen Platz an der Betzdorfer Straße eine eindeutige Adresse erhält.

Dieser neue Zugang wird durch Hörsaalgebäude und Mensa architektonisch geprägt und als öffentlich belebter Shared Space gestaltet. Aus südlicher Richtung kommend, wird der Grünverbund entlang des Reitwegs in Richtung Pyramidenpark geschlossen. Zentraler Identifikations- und Orientierungsraum der Fachhochschule Köln-Deutz wird die Neue Campuswiese im Zentrum der Anlage. Es wird ein einladender und großzügiger Freiraum sein, an dessen Saum sämtliche Einrichtungen der Hochschule liegen und Blickkontakt haben.

Die vielfältig nutzbare Grünfläche ist leicht abgesenkt und grenzt sich deutlich als eigenständig nutzbarer Raum vom weiteren Campusgelände ab. Der gesamte Freiraum um die zukünftigen Gebäude ist als „Shared Space“ gestaltet, in dem sich die unterschiedlichen Verkehre begegnen und der PKW- und Andienungsverkehr beruhigt wird. Im Westen fasst ein Grünzug die erweiterten Hochschulnutzungen wie Studentenwohnen, KITA und Annexnutzungen zusammen.

LAGEPLAN

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STRUKTURKONZEPT

Er bietet intimere Aufenthaltsbereiche an, verbindet nach Süden zu den Sportplätzen, dem bestehenden Wohnhochhaus und weiter Richtung Humboldtpark, nach Norden zu U-Bahn und Pyramidenpark. Lose Baumgruppen und aufgelockerte Wegebeziehungen vermitteln eine parkartige Atmosphäre. Der Campus ist nach allen Richtungen hin offen gestaltet. Insbesondere die fußläufigen Beziehungen aus den benachbarten Stadtteilen im Westen und im Osten werden tief in den Campus hineingeführt und in das Netz der Campusstruktur aufgenommen.

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Der Deutzer Ring wird in Richtung Köln-Kalk an einer Ampelkreuzung mittels Fußgängerüberweg gequert. Das Straßenbild des Deutzer Rings erhält durch beidseitige doppelte Baumreihen ein attraktives Vorfeld und nimmt den begleitenden Radverkehr auf. Die neuen Institutsbauten sind raumbildend um die Campuswiese angeordnet. Mit einer überwiegend fünfgeschossigen Bauweise ist der Sichtbezug in den umliegenden Freiraum möglich und werden die horizontalen Verbindungswege innerhalb der Hochschuleinrichtungen unterstützt.

Die vorgeschlagene Blockbebauung bietet außerdem halböffentliche Innenbereiche, die individuell und intimer gestaltet werden können. Die zentralen Einrichtungen wie Hörsaalzentrum und Bibliothek werden als Solitär ausgebildet und definieren den jeweils öffentlichen Raum durch ihre architektonische Qualität. Die Mensa liegt an der Campuswiese und öffnet ihre Fassade nach Süden. Die Erweiterungsbauten sind kompakt gestaltet und bilden in offener Bauweise den Übergang zu dem angrenzenden Grünraum mit öffentlichen Einrichtungen wie Kindertagesstätte und Kinder- und Jugend-Modellwerkstatt und den studentischen Wohnheimen. Externe Forschungseinrichtungen können direkt mit den Institutsgebäuden verbunden werden.


BEURTEILUNG DURCH DAS PREISGERICHT Eine großzügig angelegte Eingangsituation im Norden entlang der Deutz-Kalker-Straße, prominent besetzt mit der stark frequentierten Nutzung Hörsaalzentrum, führt in das Gebiet der neuen Fachhochschule. Die Positionierung dieser erscheint für den Entwurf schlüssig und günstig. Von dort wird die zentral gelegene Campuswiese erreicht um die sich auf der östlichen Seite die Fakultätsgebäude anordnen. In Proportion und Gestaltung bietet diese Grünfläche ein großes Potential und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Die Campuswiese wird dominiert durch die „herausgedrehte“ und damit freigestellte Bibliothek. Aus städtebaulicher Sicht ist diese Inszenierung nachvollziehbar, allerdings lässt die heutige architektonische Qualität des Bauwerks dies kaum zu. Die Annex-Flächen im Westen können nicht überzeugen. Während sich der übrige Entwurf durch eine klar ablesbare städtebauliche Figur auszeichnet werden hier eher diffus wirkende Räume geschaffen, welche den Qualitäten des Ortes nicht gerecht werden. Während die Proportionen der Blöcke schlüssig gewählt sind und flexible Belegungen ermöglichen können, wird die Verortung des südli-

chen Blockes kritisiert. Dieser erhält nur einen kleinen Fassadenbereich zur Campuswiese und wird größtenteils durch das benachbarte Parkhaus verdeckt. Die geforderten Realisierungsstufen werden schlüssig nachgewiesen und das Konzept ermöglicht einen frühzeitig als städtebauliche Einheit erkennbaren Hochschulcampus. Allerdings erfordert es auch im ersten Schritt einen Zugriff auf die Flächen des Sozialhauses, welcher nicht vorgesehen ist. Durch die Verortung der Erweiterungsflächen und AnnexFlächen am westlichen Rand der Campuswiese entsteht für lange Zeit eine gestalterisch Torsobildung im Osten.

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PERSPEKTIVE CAMPUSPLATZ

ANERKENNUNG SCHILLING PLANUNG GMBH (KÖLN) LANDSCHAFT PLANEN+BAUEN BERLIN GMBH (BERLIN)

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AUSZUG AUS DEN ERLÄUTERUNGEN Die städtebauliche, in orthogonale Baufelder aufgeteilte Disposition ermöglicht eine flexible Umorganisation während der abschnittsweisen Erstellung und eröffnet zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der Hochschuleinrichtungen. Es erlaubt eine selbstverständliche sukzessive bauliche Entwicklung ohne stadträumliche oder funktionale Brüche. Sämtliche Funktionen werden als einzelne, klar identifizierbare Gebäude organisiert, die Orientierung fördern, Identität und Identifikation ermöglichen.

Von städtischer Dimension und Wirkung vermitteln sie eine urbane Atmosphäre mit hoher Aufenthaltsqualität. Großzügige, als Grünraum, Platz oder auch als ‚Werkhöfe’ gestaltete und genutzte Innenhöfe belichten und strukturieren ihr Inneres. Allen Gebäuden liegt ein einheitliches Grundraster zugrunde, das eine flexible Nutzung und Anpassung an sich wechselnde Erfordernisse ermöglicht. Vom zentralen Campusplatz betritt man die Fakultäten jeweils über Eingangshöfe.

Die Lehr- und Seminarbereiche befinden sich zum Campusplatz hin orientiert im ersten Obergeschoss und sind so schnell erreichbar. Die zweigeschossigen Hallen mit einer lichten Höhe von 7,0 Metern gruppieren sich im rückwärtigen Bereich um Werkhöfe und können somit im Sinnzusammenhang der Lehreinheiten verbleiben. Ein gesondertes ‚Hallengebäude’ ist somit obsolet. Die Institute für Tropentechnik und Physik sind gemäß ihrer funktionalen und personellen Einbindung in die Fakultäten F06 und F07 genau zwischen diesen angeordnet.

LAGEPLAN

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STRUKTURKONZEPT

Gleichzeitig verbinden sie in nutzerfreundlicher Weise die internen Campuseinrichtungen und Annexnutzungen miteinander.

Das Gebäude bildet die nördliche Begrenzung des Campusplatzes und ermöglicht dem Bestandsgebäude der Fakultäten F05 und F06 als Adapter eine Präsenz am zentralen Freiraum. Hier ist auch die Cafeteria mit ihrer südorientierten Terrasse untergebracht. Mit den fachübergreifenden Funktionen wie Mensa und Zentrale Lehrflächen (Hörsäle) liegt am nördlichen Eingangsplatz. Diese Lage ist sowohl zentral für das IWZ als auch von außen direkt zu erreichen. Dadurch wird gleichzeitig eine funktionale Verbindung zum Berufskolleg ermöglicht. Hier sind auch die Hochschulverwaltung sowie der ASTA, KHG und ESG, sowie das IuK untergebracht.

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Die Bibliothek als zentrale Einrichtung wird durch das CIT-Gebäude ergänzt. Es entsteht dadurch ein „Wissensarchiv“, welches auch in der Außenwirkung repräsentativ in Erscheinung tritt. In diesem Gebäudekomplex befindet sich auch die neue, im ersten Bauabschnitt realisierbare, Technikzentrale nebst Blockheizkraftwerk.

Der zentral gelegene Campusplatz ist das Herz des Campusgeländes und ist im Zusammenspiel mit den Grünverbindungen und Eingangsplätzen attraktives Bindeglied in der Kette der umliegenden Parks. Die verbindende Funktion und die Ausrichtung aller Fakultäten/Institute auf den Campusplatz erfordern eine anspruchsvolle und gleichzeitig funktionsgerechte Gestaltung mit hoher Aufenthaltsqualität.

Mögliche hochschulaffine Nutzungen, wie etwa ein Gründerzentrum, sollten einerseits campusnah, andererseits an einer Stelle mit hoher städtischer Präsenz gelegen sein. Die nördliche Ecke des Areals am Deutzer Ring ist dafür der optimale Standort. Grünverbindungen durchdringen das Campusquartier und binden über die Plätze an den umgebenden Stadtraum an.

Um seinen diversen Funktionen als: Grünverbindung, zentraler Treffpunkt, Kommunikationsraum, contemplativer Erholungsraum sowie Transitraum zur schnellen Erschließung der Campuseinrichtungen gerecht zu werden, wurde eine klare Gestaltung gewählt, die den Gestaltduktus eines strengen, urbanen Stadtplatzes mit dem einer naturhaften Parklandschaft vereint.


BEURTEILUNG DURCH DAS PREISGERICHT Die heute bereits vorhandene Entree Situation entlang des Reitweges wird durch die Ausbildung eines kleinen Platzes gestärkt. Dieser bietet eine gute Anbindung des KarlSchüssler-Saals und der Fakultät für Architektur. Ähnliche Entree Plätze wurden an weiteren Anschlusspunkten am Rande des Plangebietes angelegt. Diese werden innerhalb des Preisgerichtes kontrovers diskutiert. Besonders positiv wird hier die Platzfläche gegenüber der Berufsschule im Westen, negativ jedoch die entlang des Deutzer Ringes gesehen.

Der zentral gelegene und gut proportionierte Platz wird durch die prominenten Nutzungen der Fachhochschule, Mensa, Bibliothek, Hörsaalzentrum und Hochschulverwaltung, flankiert. Die Platzfläche und die damit verbundenen Freiräume bieten eine gute Orientierung. Mit den vorgeschlagenen Gebäudetypologien lassen sich die vielfältigen Flächenbedarfe der Fachhochschule gut befriedigen. Es entstehen Bauvolumen, welche gut und flexibel anpassbar sind. Durch kleinere Anbauten bzw. vorgesetzte Neubauten werden die Bestandsgebäude gut in den neuen Campus integriert.

In der Phasenweisen Umsetzung werden diesem Entwurf jedoch schwere Fehler attestiert. So bleiben unnötigerweise die vorgesehenen Ersatzflächen unberücksichtigt und das so eingeschränkte Konzept kann nicht überzeugen. So sind für zentrale Nutzungen wie Mensa und Hörsäle Abrisse in frühen Phasen der Umsetzung geplant, Neubauten sind jedoch erst Jahre später vorgesehen. Der Flügelweise Abriss des IWZ-Hochhauses sorgt zudem zusätzlich für Schwierigkeiten.

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2. RUNDGANG ARGE RIEGLER RIEWE ARCHITEKTEN (GRAZ/AT) LAD+ LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (HANNOVER) YELLOW Z URBANISM ARCHITECTURE ZÜRICH BERLIN (BERLIN)

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2. RUNDGANG BEHLES & JOCHIMSEN ARCHITEKTEN GMBH (BERLIN) OFFICE REGINA POLY (BERLIN)

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2. RUNDGANG HEINLE, WISCHER UND PARTNER (KÖLN) EGL ENTWICKLUNG UND GESTALTUNG VON LANDSCHAFT (DÜSSELDORF)

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2. RUNDGANG MOLESTINA ARCHITEKTEN (KÖLN) FSWLA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR (DÜSSELDORF)

47


2. RUNDGANG H4A GESSERT + RANDECKER ARCHITEKTEN (STUTTGART) GESSWEIN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (OSTFILDERN)

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2. RUNDGANG KASPAR KRAEMER ARCHITEKTEN (KÖLN) WKM LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MEERBUSCH)

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2. RUNDGANG SCHALTRAUM ARCHITEKTUR (HAMBURG) BENDFELDT HERMANN FRANKE LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (SCHWERIN)

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1. RUNDGANG NICKL & PARTNER ARCHITEKTEN (MÜNCHEN) RAINER SCHMIDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MÜNCHEN)

51


1. RUNDGANG LEPEL & LEPEL (KÖLN) GTL GNÜCHTEL TRIEBSWETTER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) MATERN UND WÄSCHLE ARCHITEKTEN (PADERBORN)

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1. RUNDGANG RHEINFLÜGEL SEVERIN (DÜSSELDORF) EL:CH LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MÜNCHEN)

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ERGEBNISSE WETTBEWERBSPHASE 1

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AUSWAHL PHASE 2 NICKL & PARTNER ARCHITEKTEN (MÜNCHEN) RAINER SCHMIDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MÜNCHEN)

AUSWAHL PHASE 2 SCHALTRAUM ARCHITEKTUR (HAMBURG) BENDFELDT HERMANN FRANKE LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (SCHWERIN)

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AUSWAHL PHASE 2 H4A GESSERT + RANDECKER ARCHITEKTEN (STUTTGART) GESSWEIN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (OSTFILDERN)

AUSWAHL PHASE 2 FERDINAND HEIDE ARCHITEKT (FRANKFURT) TOPOS STADTPLANUNG LANDSCHAFTSPLANUNG STADTFORSCHUNG (BERLIN)

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AUSWAHL PHASE 2 RIEGLER RIEWE ARCHITEKTEN (GRAZ/AT) LAD+ LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (HANNOVER) YELLOW Z URBANISM ARCHITECTURE ZÜRICH BERLIN (BERLIN)

AUSWAHL PHASE 2 KISTER SCHEITHAUER GROSS ARCHITEKTEN (KÖLN) ATELIER LOIDL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (BERLIN)

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AUSWAHL PHASE 2 KASPAR KRAEMER ARCHITEKTEN (KÖLN) WKM LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MEERBUSCH)

AUSWAHL PHASE 2 SCHILLING PLANUNG (KÖLN) LANDSCHAFT PLANEN+BAUEN (BERLIN)

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AUSWAHL PHASE 2 HEINLE, WISCHER UND PARTNER GBR (KÖLN) EGL ENTWICKLUNG UND GESTALTUNG VON LANDSCHAFT (DÜSSELDORF)

AUSWAHL PHASE 2 LEPEL & LEPEL GBR (KÖLN) GTL GNÜCHTEL TRIEBSWETTER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) MATERN UND WÄSCHLE ARCHITEKTEN (PADERBORN) 60


AUSWAHL PHASE 2 SKT UMBAUKULTUR (BONN) LATZ+PARTNER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (KRANZBERG) ARCHITEKTURBÜRO SCHOMMER (BONN)

AUSWAHL PHASE 2 RHEINFLÜGEL SEVERIN (DÜSSELDORF) EL:CH LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MÜNCHEN)

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AUSWAHL PHASE 2 BEHLES & JOCHIMSEN ARCHITEKTEN (BERLIN) OFFICE REGINA POLY (BERLIN)

AUSWAHL PHASE 2 SCHUSTER ARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) NSP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN STADTPLANER (HANNOVER)

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AUSWAHL PHASE 2 MOLESTINA ARCHITEKTEN GMBH (KÖLN) FSWLA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR GMBH (DÜSSELDORF)

PHASE 1 GMP GENERALPLANUNGSGESELLSCHAFT MBH (AACHEN) ARBOS FREIRAUMPLANUNG (HAMBURG)

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PHASE 1 BS+ STÄDTEBAU UND ARCHITEKTUR (FRANKFURT) ADLER&OLESCH LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (MAINZ)

PHASE 1 KARO* ARCHITEKTEN (LEIPZIG) SPIEL.RAUM.PLANUNG (LEIPZIG)

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PHASE 1 JESSE HOFMAYR WERNER ARCHITEKTEN (MÜNCHEN) TOPGRÜN (DACHAU)

PHASE 1 STUDIOINGES ARCHITEKTUR UND STÄDTEBAU (BERLIN) PLANORAMA LANDSCHAFTSARCHITEKTUR (BERLIN)

65


PHASE 1 NUMRICH ALBRECHT KLUMPP ARCHITEKTEN (BERLIN) KUBUS FREIRAUMPLANUNG (BERLIN)

PHASE 1 KLEYER.KOBLITZ.LETZEL.FREIVOGEL ARCHITEKTEN (BERLIN) SINAI FAUST.SCHROL.SCHWARZ.FREIRAUMPLANUNG (BERLIN)

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PHASE 1 CAS.COOP.ARCHITEKTUR+STADTPLANUNG (KÖLN) AG FREIRAUM (FREIBURG)

PHASE 1 STEFAN SCHMITZ ARCHITEKTEN UND STADTPLANER (KÖLN) LILL + SPARLA LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (KÖLN)

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PHASE 1 REICHER HAASE ASSICIIERTE GMBH (AACHEN) PLANERGRUPPE OBERHAUSEN (OBERHAUSEN)

PHASE 1 WW+ ARCHITEKTUR+MANAGEMENT (ESCH-SUR-ALZETTE/LU) HDK DUTT & KIST (SAARBRÜCKEN)

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PHASE 1 GERBER ARCHITEKTEN (DORTMUND)

PHASE 1 CLAUS EN KAAN ARCHITEKTEN (AMSTERDAM/NL) H+N+S B.V. (AMERSFOOT/NL)

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PHASE 1 HINRICHS WILKENING ARCHITEKTEN (BERLIN) A 24 LANDSCHAFT (BERLIN)

PHASE 1 RÜBSAMEN + PARTNER ARCHITEKTEN INGENIEURE (BOCHUM) SCAPE LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (DÜSSELDORF)

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PHASE 1 DE ZWARTE HOND (KÖLN) URBANE GESTALT JOHANNES BÖTTGER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (KÖLN)

PHASE 1 REINHARD ANGELIS - PLANUNG ARCHITEKTUR GESTALTUNG (KÖLN) DAVIDS TERFRÜCHTE + PARTNER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (ESSEN)

71


PHASE 1 PIER7 ARCHITEKTEN (DÜSSELDORF) WBP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (BOCHUM)

PHASE 1 SEHW ARCHITEKTEN (HAMBURG) ST RAUM A LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (BERLIN)

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PHASE 1 TROJAN TROJAN + PARTNER ARCHITEKTEN (DARMSTADT) WGF OBJEKT HIRSCHMANN LEHNER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (NÜRNBERG)

PHASE 1 DURY ET HAMBSCH ARCHITEKTUR (LANDAU) SCHMITT-LANDSCHAFTSARCHITEKTUR (ANNWEILER)

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PHASE 1 PROSA ARCHITEKTEN (DARMSTADT) REHWALDT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN (DRESDEN)

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© FSW/BLB NRW 2012-2013


FALTIN+SATTLER FSW DÜSSELDORF GMBH

© BLB 2012-2013

IWZ Köln  

Ingenieurwissenschaftliches Zentrum (IWZ) der FH Köln – Dokumentation des Wettbewerbs

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