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Nr. 30

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ST. BERNHARD-BRIEF

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Inhalt

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Inhalt Vorwort Grundsätzliches Bernhard von Clairvaux Tagesablauf im Internat Die Schulen, die die Jungen besuchen Tagesinternat Rückblick Schuljahr 2012/2013 Ereignisse aus dem Jahr 2012 Ereignisse aus dem Jahr 2013 Personalia Planung der Wochenenden im Schuljahr 2013/14

Herausgeber: Erzbischöfliches Internat für Jungen Collegium Bernardinum Attendorn Nordwall 26, 57439 Attendorn Telefon: 0 27 22 / 634886-0 Telefax: 0 27 22 / 634886-86 www.collegium-bernardinum.de Redaktion: Michael Lütkevedder (Verantw.) Satz und Layout: Jutta Korte Auflage: 500 Exemplare Druck: FREY Print & Media, Attendorn

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, „Ich habe weder Gold noch Silber, aber ich bringe das Wertvollste mit, das mir gegeben wurde: Jesus Christus!“ Das waren die ersten Worte von Papst Franziskus, nachdem er in Rio de Janeiro zum Weltjugendtag 2013 angekommen war. Gold und Silber können wir im täglichen Internatsleben ebenfalls nicht einbringen. Aber wir haben eine Botschaft, die Botschaft des Evangeliums. In dieser Botschaft geht es um die Frage, wie Leben gelingen kann. Diese Frage stellen wir täglich in unserem Haus, wenn Eltern überlegen, uns ihren Sohn anzuvertrauen. Dann überlegen wir, was wir gemeinsam tun können, damit das Leben dieses jungen Menschen (neu) gelingen kann. Wenn Schüler Schwierigkeiten und Konflikte haben in der Schule, im Freundeskreis oder Zuhause, dann suchen wir gemeinsam nach Lösungen, damit das Miteinander wieder (neu) gelingt. In den Gruppen unseres Hauses überlegen die Schüler, was sie in der Freizeit gemeinsam unternehmen wollen, damit Schönes erlebt wird.

Diese kurzen Impulse sprechen vom Inhalt des vorliegenden Bernhardsbriefes. Er will in Wort und Bild von dem erzählen, was im zurück liegenden Schuljahr gelungen ist. Er berichtet von Großem und Schönem, aber auch von all den Alltäglichkeiten. Es ist mir eine Freude, am Anfang von unseren Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen unseres Internats im letzten Jahr berichten zu können. Diese 125 Jahre sprechen von der Botschaft des Evangeliums; 125 Jahre Collegium Bernardinum; 125 Jahre bekommt die Botschaft vom Gelingen des Lebens Hand und Fuß. Eine besondere Freude ist es mir, dass unsere ehemaligen Schüler aus Dankbarkeit unsere Arbeit und unsere Botschaft fördern und weiter tragen wollen. Sie haben nach einem Ehemaligentreffen im Jubiläumsjahr 2012 den „Verein der Freunde und Förderer des Collegium Bernardinum Attendorn“ gegründet. Diese Initiative hat uns sehr ermutigt. Sie zeigt, welch‘ wichtiger Meilenstein die Zeit im Internat für die ehemaligen Schüler war und für die heutigen Schüler ist. Herzlich danke ich allen, die an dieser Ausgabe hilfreich mitgearbeitet haben. Ihnen, die Sie unseren Bernhardsbrief in Händen halten, danke ich für Ihr Interesse und Ihre Verbundenheit. Michael Lütkevedder, Präses

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Grundsätzliches „Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern weil Gott es mit uns lebt.“ Dieses Wort von Pater Alfred Delp (1907 1945) bringt auf den Punkt, was Sinn und Geist unseres Internates ist. Nachlassende schulische Leistungen haben unsere Schüler nicht nur zu schlechten Noten, sondern auch in die Unzufriedenheit geführt. Manchmal haben sich Familiensituationen so gestellt, dass neues Vertrauen in Bleibendes gesucht wird.

Für viele unserer Schüler geschieht NeuAufbruch hinein in Bereiche, die für andere selbstverständlich scheinen. Werte wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Dankbarkeit, Dienste zum Wohl der Hausgemeinschaft sind zuweilen fremd. Benehmen bei Tisch, Freundlichkeit und Respekt Erwachsenen und Gleichaltrigen gegenüber ist ein Feld, das viele neu entdecken.

„Dem Leben trauen …“ – Das heißt für unseren Internatsalltag, dass der Schüler (wieder) lernt, sich selbst zu vertrauen; seinen Fähigkeiten und Stärken, die manchmal (neu) geweckt werden müssen. Sich selbst vertrauen bedeutet, auch den gewesenen Misserfolgen in der Weise zu trauen, dass sie Ausgangspunkt zu einem neuen Aufbruch sein können. Neu aufbrechen kann nur der, der um Menschen weiß, die zu ihm stehen, ihn unterstützen und immer wieder ermutigen. Das ist Auftrag unserer Erzieherinnen und Erzieher, sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diesem Auftrag stellen wir uns gerne in einem unverzichtbaren Miteinander von Internat und Elternhaus, sowie Internat und den Schulen.

Schüler, die in unserer Hausgemeinschaft leben wollen, lernen den gesunden Ausgleich von Arbeit und Freizeit. Sie wissen – und es ist ihr ausgesprochener Wunsch –, dass sie in den Silentiumszeiten begleitend ihre Hausaufgaben anfertigen, Klassenarbeiten vorbereiten und den Nachhilfeunterricht besuchen, wenn dieser angezeigt erscheint. Hier liegt sicher der Schwerpunkt unseres Hauses. Die festen Arbeitszeiten gelingen aber nur, wenn es den gesunden Ausgleich, die Freizeit, gibt. Unser Haus bietet dazu viele Möglichkeiten in den unterschiedlichen Freizeitbereichen. Wir sehen es gerne, wenn unsere Schüler Sportvereine u.ä. aufsuchen, um ihren je eigenen Interessen nachzugehen. Der Kontakt zu Mitschülerinnen und Mitschülern der eigenen Klasse bzw. Schule sollte dabei nicht zu kurz kommen. Mitschülerinnen und -schüler sehen wir gerne als Gäste in unserem Haus.

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„Dem Leben trauen … weil Gott es mit uns lebt!“ Das ist gleichsam der Ausgangspunkt, von dem aus wir unser Leben im Internat gestalten. Das Leben, Lernen, Denken und Fühlen des einzelnen Schülers mit den Augen Gottes anzuschauen, hilft uns, klar und eindeutig, barmherzig und verstehend, fordernd und großzügig, vor allem auch versöhnend zu sein. Dass Gott so ist, erfahren wir im gemeinsamen Beten, bei der Feier des Gottesdienstes, im Empfang der Sakramente, bei Glaubensund Beratungsgesprächen mit Einzelnen und in den Gruppen.

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„Lasst uns dem Leben trauen, weil wir es nicht allein zu leben haben, sondern weil Gott es mit uns lebt.“ - Uns belastet, dass in der Vergangenheit gerade junge Menschen in kirchlichen Internaten und anderen Institutionen sexuell und körperlich missbraucht wurden. Nicht wenige haben grenzwertige Erziehungsmaßnahmen erlebt. In unserem Internat möchten wir gerade in diesen Zeiten dazu beitragen, dass das Evangelium und die Gemeinschaft der Christen einen guten Weg aufzeigen, dem Leben zu trauen. Michael Lütkevedder, Präses

„Dem Leben trauen …“ – dazu gehört der Blick über unser Haus hinaus in Vorträge und Konzerte, hin zu Gästen, die aus ihrem Leben und Arbeiten berichten, hinein in unsere Stadt Attendorn, zu der wir als feste Institution gehören.

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Der hl. Bernhard von Clairvaux Patron des Attendorner Konviktes

„Ber nhardinisches Zeitalter“ wird in der Literatur häufig das 12. Jahrhundert genannt, da es der hl. Bernhard von Clairvaux durch sein Wort und seine Tat geprägt und mit seiner ganzen Persönlichkeit durchstrahlt hat. Die große Bedeutung des hl. Bernhard hat allerdings nicht in erster Linie dazu geführt, dass das Attendorner Konvikt bei seiner Gründung nach ihm benannt worden ist. Der frühere Pfarrer von Attendorn, Bernard Pielsticker, regte auf der Pfarrerkonferenz am 05.11.1885 den Bau eines Knabenkonviktes an; dafür kaufte er aus eigenen Mitteln einen Platz neben dem Pfarrhaus. Und deshalb nannte der Bischof von Paderborn Franz Kasper Drobe noch im gleichen Jahr den geplanten Bau nach seinem Initiator Dechant Bernard Pielsticker: „Collegium Bernardinum“ – wohlgemerkt ohne h. So verbindet sich mit diesem Bernhards-Patrozinium die Erinnerung an den rührigen Pfarrer mit der großen Gestalt des hl. Bernhard von Clairvaux, der für das Konvikt Patron und Fürsprecher ist. Dechant Pielsticker konnte leider die Einweihung des Internates nicht mehr miterleben; er starb im Alter von 76 Jahren am 12.04.1887, rund ein halbes Jahr vor der Fertigstellung (23.09.1887). Er war 52 Jahre Priester, davon 39 Jahre Pfarrer in Attendorn. 6

Wer war aber nun der Patron des Konviktes, der hl. Bernhard von Clairvaux? Ich möchte im Folgenden versuchen, sein Leben und Wirken anhand der Darstellung dieses Heiligen – am und im Internat – zu beschreiben. Über dem Hauptportal des Collegium Bernardinum thront eine Steinfigur dieses Heiligen. Zu seiner Rechten kann man einen kleinen Hund erkennen. Dieses Attribut verweist auf eine Legende: Kurz vor der Geburt Bernhards um 1090 auf Schloss Fontaines bei Dijon hatte seine Mutter Aleth einen Traum; sie sah, dass ein weißer Hund unablässig bellte. Ein Ordensmann deutete ihr das Traumgesicht


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wir folgt: „Ihr werdet einen Sohn zur Welt bringen, der wie ein treuer Hund das Haus Gottes bewachen und ein gewaltiges Bellen gegen die Feinde des Glaubens erheben wird. Er wird ein hervorragender Prediger sein, und die Heilkraft seiner Zunge wird vielen zum Segen gereichen.“ Diese Deutung hat sich in seinem Leben voll und ganz erfüllt. Der Bienenkorb auf der linken Hand der Steinplastik unterstreicht die Bedeutung Bernhards als wirkmächtiger Redner und Prediger. „Doctor mellifleus – Honigfließender Lehrer“ wird Bernhard oft genannt. Seine Rede nahmen seine Zeitgenossen wie wohlschmeckenden Honig auf. Die Bedeutung seines geschriebenen und gesprochenen Wortes für den Glauben und die Kirche ehrte Papst Pius VIII. im Jahre 1830, indem er ihm den hohen Titel des Kirchenlehrers verlieh. Die Figur dokumentiert diese Ehrung durch das Attribut des Buches und durch die sitzende Haltung. Bernhard hat auf dem Lehrstuhl Platz genommen, von dem aus er mit Autorität den Glauben verkündet. Im Erdgeschoss des Konvikts hängt das Farbfoto einer modernen Bronzestatue, die sich in der Pfarrkirche St. Bernhard in Fürstenfeldbruck befindet und ein Werk des Münchner Künstlers Klaus Backmund ist. Diese Darstellung zeigt Bernhard in der Gewandung des Mönchs. Er, der Sohn hochadliger Eltern, der die Schule der Stiftsherren von St. Vorles besucht und dort eine gute Ausbildung genossen hat, der darum von seinen Verwandten gerne

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auf der Laufbahn einer wissenschaftlichen kirchlichen Karriere in Deutschland gesehen worden wäre, trat im Alter von 22 Jahren in das Reformkloster des Zisterzienserordens in Citeaux ein. Gleichzeitig konnte er für diesen Schritt 30 Gefährten begeistern. Bereits drei Jahre später – im Jahre 1115 – wurde Bernhard als Abt mit 12 Mönchen zur Gründung des Klosters Clairvaux ausgesandt. Obwohl es zunächst große Anfangsschwierigkeiten gegeben hatte, wuchs durch die gewinnende Persönlichkeit des Abtes Bernhard dieses junge Kloster so schnell, dass nach kurzer Zeit die Tochtergründung TroisFontaines erfolgen konnte. Bis zu Bernhards Tod gründete Clairvaux noch 37 weitere Klöster, darunter Eberbach und Himmerod in Deutschland. Die Tätigkeit des Abtes Bernhard beschränkte sich aber nicht nur auf seinen Orden. Nachhaltigen Einfluss übte er durch seine Predigttätigkeit aus auf Mönche, Kleriker und Laien. Erwiesen ist, dass seine Korrespondenz umfangreicher ist als die der Päpste und Kaiser seiner Zeit. Im Papstschisma des 12. Jahrhunderts warb er für Papst Innozenz II. in Frankreich, Italien und Deutschland. Besonders stolz wird Bernhard gewesen sein, als im Jahre 1145 sein ehemaliger Schüler, der Zisterzienser Bernhard Paganello, Abt des Klosters Trois-Fontaines, als Eugen III. den päpstlichen Stuhl bestiegen hatte. Aus politischen Gründen übersie7


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delte dieser Papst 1147 nach Frankreich, wo er in Bernhard einen mächtigen und treuen Freund gefunden hatte, der ihm stets ratend und helfend zur Seite stand. Papst Eugen III. gab dann seinem ehemaligen Lehrer Bernhard eine neue Aufgabe: den Kreuzzug zu predigen. Seine begeisternde Gabe zu predigen, konnte viele zum Zug in das Heilige Land begeistern. Er predigte in Frankreich, Flandern und am Rhein, wo er Weihnachten 1146 im Dom zu Speyer König Konrad II. von Deutschland dafür gewinnen konnte. Doch dieser Kreuzzug sollte eine große Enttäuschung werden, ein völliger Fehlschlag. Nunmehr hatte sich Abt Bernhard dem schwerwiegenden Angriff zu stellen. Nach dem furchtbaren Leid, das dieser Kreuzzug allen Völkern Europas gebracht hatte, sprach er in prophetischer Härte: „Gesegnet seien alle Deine Gerichte, o Herr.“ Zwischen seiner Kreuzzugpredigt und dem als Christusnachfolge umgedeuteten Kreuzzug herrscht eine unüberbrückbare Spannung. Bei allen seinen Tätigkeiten und Reisen auf der weiten Bühne Europas ist Bernhard aber immer der Mönch geblieben, der Einsamkeit und Kontemplation über alles suchte und schätzte. Ehrenstellen wie die Bischofssitze von Mailand und Genua wies er zurück. Das zeigt auch die erwähnte Plastik auf dem Foto im Treppenhaus: Bernhard trägt die schlichte Kapuze des Mönches; die 8

Mitra, das Zeichen des Bischofsamtes, steht bescheiden und einsam zu seinen Füßen. Bernhard wollte in allererster Linie Mönch sein. In der Hauskapelle unseres Konviktes befinden sich drei leuchtende Glasfenster, die ebenfalls Szenen aus dem Leben des Hauspatrones zeigen. Im ersten Fenster sehen wir den Mönch Bernhard, der vom Heiligen Geist – symbolisiert durch die Taube – erleuchtet wird. Er zeigt mit der rechten Hand auf das Kreuz. Bernhards Liebe zum Gekreuzigten, seine Versenkung in das Geheimnis des Leidens und des Todes Christi, prägen sein Denken und seine Schriften. „Das Kreuz überschattete sein Leben und trieb ihn aus dem Kloster in die Welt und aus der Welt wieder ins Kloster zurück“(J. Schenk).


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Persönlich erlebtes Schicksal machte ihn fähig, tief in die Geheimnisse der Passion Christi einzudringen und zum Mystiker des Kreuzes zu werden. Auf dem zweiten Fenster sehen wir Bernhard als den Kreuzzugprediger, während das dritte Fenster ihn vor dem Gekreuzigten betend als Mönch zeigt. Der Stab und die drei Mitren, die Insignien der Bischofsund Abtswürde, liegen verlassen am Boden. Sein Gebet zum gekreuzigten Herrn ist so innig, dass – wie eine Legende berichtet – der Gekreuzigte sich zu Bernhard herabbeugt und den betenden Mönch liebevoll in die Arme schließt. Hier wird die enge Christusverbundenheit des Mönches von Clairvaux sinnfällig zum Ausdruck gebracht. Die Liebe zu Jesus Christus schließt auch die Verehrung seiner Mutter Maria mit ein. Bernhard von Clairvaux hat alle seine Kräfte eingesetzt für den Dienst an seinem Orden, seinen Klöstern, seinen Mitbrüdern, für den Dienst am Papsttum, an der Kirche, für den Dienst an der Politik Europas. Die Mönche in den abgeschiedenen Klöstern, die Bischöfe und Päpste, die Könige und Kaiser suchten seinen weisen Rat und befolgten ihn. Bernhard hat sich selbst einmal die Chimäre seines Jahrhunderts genannt: „Der Mönch, der dauernd mit weltlichen Geschäften befasst war, ohne Laie zu sein, mit kirchlichen, ohne Lenker der Kirche zu sein.“ Seine Energie, seine Askese, seine Härte gegen sich selbst und sein selbstlo-

ser Einsatz für das Wohl der anderen haben gezeigt, dass er durch Weltflucht zu einer anderen Weltgestaltung beigetragen hat. Bernhard stirbt am 20. August 1153 in seiner Gründung Clairvaux im Alter von etwa 63 Jahren, aufgezehrt von seinem Eifer und aufgerieben von seinen Leiden. Er, der zu Lebzeiten bereits als Heiliger verehrt wurde, wird im Jahre 1174 heiliggesprochen. Dieser bedeutende Heilige möge auch weiterhin Fürsprecher für alle Schüler und Mitarbeiter unseres Hauses sein. Msgr. Bernhard Schröder 9


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Tagesablauf 06.00 Uhr

Wecken (Schüler der Realschulen Finnentrop und Grevenbrück) Frühstück 06.30 Uhr Wecken (Schüler der Attendorner Schulen) Frühstück Schulunterricht 13.30 Uhr Mittagessen Freizeit 14.30 Uhr – 16.00 Uhr Lernzeit (für die Schüler, die bis zur 6. Stunde Unterricht haben) Möglichkeit zum Kaffeetrinken 16.15 Uhr17.45 Uhr Lernzeit (für die Schüler, die bis zur 7. und 8. Stunde Unterricht haben) Freizeit 18.30 Uhr Abendessen Zimmerzeit und Bettruhe: Nach Gruppen unterschiedlich 22.30 Uhr Nachtruhe im ganzen Haus

Samstags 08.30 Uhr Wecken 08.55 Uhr Morgengebet 09.00 Uhr Frühstück 09.45 Uhr Möglichkeit zur Hausversammlung 11.15 Uhr12.15 Uhr Lernstunde 12.30 Uhr Mittagessen Freizeit 18.30 Uhr Abendessen

Sonntags 08.30 Uhr 08.55 Uhr 09.00 Uhr 09.30 Uhr

Wecken Morgengebet Frühstück Briefsilentium

10.30 Uhr Hl. Messe 12.00 Uhr Mittagessen Freizeit 18.30 Uhr Abendessen

Religion und Glaube Sonntag:

08.55 Uhr Morgengebet 10.30 Uhr Hl. Messe Montag: 19.05 Uhr Abendgebet Donnerstag: 19.15 Uhr Hl. Messe Freitag: 19.05 Uhr Abendgebet Samstag: 08.55 Uhr Morgengebet Besonders gestaltete Gottesdienste, Gebetszeiten, Meditationen, stille Augenblicke finden je nach Anlass statt. 10


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LERNZEITEN

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Lernzeit Die Lernzeit für die Schüler, die bis zur 6. Stunde Unterricht haben, findet von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Die Lernzeit für die Schüler, die bis zur 7. und 8. Stunde Unterricht haben, findet von 16.15 Uhr bis 17.45 Uhr statt. In dieser Zeit werden die Hausaufgaben erledigt, Unterrichtsinhalte voroder nachbereitet und für Arbeiten geübt. Die Aufgaben werden von den Erzieherinnen und Erziehern auf Ordnung und Vollständigkeit überprüft. Um die Selbstständigkeit unserer Schüler zu fördern, beschäftigt sich jeder während der Stillarbeit in der ersten Stunde eigenständig mit seinen Aufgaben. In der zweiten Stunde besteht bei Fragen oder Unklarheiten zu einer Aufgabe die Möglichkeit der Hilfestellung durch Mitschüler oder Erzieher bzw. Erzieherinnen.

Einzelnachhilfe Je nach individueller Lerngeschichte reichen das beaufsichtigte Silentium und die hier durch den Erzieher gegebenen Hilfestellungen nicht aus, damit ein Schüler wieder schulisch „Tritt fassen“ kann. Von montags bis donnerstags werden in der Zeit von 14.00 – 18.00 Uhr Einzelnachhilfen durch erfahrene Nachhilfekräfte erteilt, damit Schüler Lerndefizite wieder aufholen, gegenwärtige Unterrichtsstoffe besser verstehen und anwenden können.

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Erziehung verlangt Rückmeldung

Der Kontakt zu den Lehrern der Schulen, die von den Internatsschülern besucht werden, ist längst nicht mehr auf die beiden Elternsprechtage eines Schuljahres beschränkt. Alle Schulen bieten Eltern und Erziehern die Möglichkeit, Fachlehrer am Morgen zu konsultieren. So hat fast jeder Lehrer in der Woche eine planmäßige Sprechstunde. Schriftliche oder telefonische Mitteilungen sind selten, aber die Regel, Mitteilungen im Heft bzw. auch Aufgabenheft sind sehr hilfreich. Seitens der Erzieher besteht die Möglichkeit, telefonisch Kontakt mit Lehrern aufzunehmen. In besonderen Fällen rufen auch Lehrer im Internat an. Eine zufällige Begegnung mit einer Lehrperson außerhalb von Schule und Internat hat schon manches aufschlussreiche Gespräch gebracht. Der Informationsaustausch zwischen Schule und Internat gibt allen an der Erziehung beteiligten Personen die Möglichkeit frühzeitiger Erkenntnis und Intervention.

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Seitens der im Internat vertraglichen Erziehungsberechtigten (Präses, Erzieher/innen) besteht das Bestreben, mehr Verständnis bei Lehrern für besondere Situationen von Schülern zu finden. Die Erziehungsperson darf sich nicht nur als verlängerter Arm der Schule verstehen, nur weil sie erzieherisch über ein größeres Handlungsrepertoire verfügt. Die Ausübung erzieherischer Maßnahmen muss begleitet sein von dem Willen, das Image eines Schülers zu verbessern, Chancen für einen Neuanfang zu eröffnen und eingeleitete Maßnahmen konsequent durchzuführen. Für die Jungen ist das Internat eine Lobby von unschätzbarem Wert, den so mancher von ihnen leider erst nach Beendigung seiner Schulzeit erkennt. Dass das Leben im Internat aber keineswegs auf das schulische Lernen begrenzt ist, sondern vielfältige Inhalte und Formen annimmt, zeigen eindrucksvoll die Berichte und Bilder im Bernhardsbrief. Heinz Paul Kunisch


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Schulen, die unsere Jungen besuchen

St.-Ursula-Gymnasium St.-Ursula-Str. 12 57439 Attendorn Tel.: 02722 / 925 80 Fax: 02722 / 925 81 www.st-ursula-attendorn.de Mail: gymnasium@st-ursula-attendorn.de Herr Pastor Ratajski

Lessing-Realschule Lehmbergstr. 74 57368 Lennestadt-Grevenbrück Tel.: 02721 / 37 68 Fax: 02721 / 100 07 www.lessing-realschule-grevenbrueck.de sekretariat@realschule-grevenbrueck.de Herr Ewers

Rivius-Gymnasium Westwall 48 57439 Attendorn Tel.: 02722 / 59 53 Fax: 02722 / 639 954 www.rivius-gymnasium.de Mail: info@rivius-gymnasium.de Herr Hermanns

Gemeinschaftshauptschule Schwalbenohl Wiesbadener Str. 2 57439 Attendorn Tel.: 02722 / 50 997 Fax: 02722 / 630 686 www.ghs-schwalbenohl.de Mail: ghs-attendorn@t-online.de Herr Scheele (komm.)

St.-Ursula-Realschule St.-Ursula-Str. 12 57439 Attendorn Tel.: 02722 / 925 90 Fax: 02722 / 925 920 www.st-ursula-realschule.de Mail: sekretariat@st-ursula-realschule.de Herr Beckmann Nikolaus-Kopernikus Realschule Schulzentrum Kopernikusstr. 22 57413 Finnentrop Tel.: 02721 / 60599 -170 Fax: 02721 / 60599 – 171 www.realschulefinnentrop.de sekretariat@realschulefinnentrop.de Herr Schäfers

Hanseschule Attendorn Sekundarschule Wiesbadener Str. 10 57439 Attendorn Tel.: 02722 / 6336820 Fax: 02722 / 53 607 www.hanseschule-attendorn.de Mail: kontakt@hanseschule-attendorn.de Frau Schmidt-Wrobel

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Tagesinternat

Unser Haus ist auch Tagesinternat. Schüler aller Schulformen (von der Klasse 5 an) haben die Möglichkeit, die Lernzeiten (14.30 Uhr bis 16.00 Uhr und / oder 16.15 Uhr bis 17.45 Uhr) zu nutzen, um ihre Hausaufgaben und andere schulische Verpflichtungen zu erledigen. Hier im Internat besteht die Möglichkeit, konzentriert und unter Aufsicht zu arbeiten, um dann zu Hause wirklich „freie Zeit“ zu haben. Monatlich zahlen die Tagesinternatsschüler 100,- EUR. Sie können für einen geringen Preis am Mittagessen und Kaffeetrinken teilnehmen und sind zu allen Veranstaltungen des Internats eingeladen.

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Als Tagesschüler im Internat

Silentium der Gruppe 1

Ich bin seit November 2012 Tagesschüler im Internat. Die meisten Tagesschüler fühlen sich sehr wohl. Im Internat machen wir nicht nur Hausaufgaben oder üben für Klassenarbeiten und Tests, sondern wir machen in unserer Gruppe auch gemeinsame Aktionen. Unsere Erzieherinnen Frau Hermes und Frau Skory helfen uns bei schwierigen Aufgaben, die wir selber nicht lösen können. Auch wenn wir an den Computer müssen, ist das kein Problem, denn wir haben in unserem Gruppenraum 2 PC`s . Unsere Gruppe ist zwar klein, aber trotzdem macht es in unserer Gruppe sehr Spaß.

Am Anfang habe ich mir das Silentium laut vorgestellt. Doch als ich ankam, habe ich mich gewundert. Es war viel leiser als ich mir es vorgestellt habe. Zwar war es zwischendurch etwas laut, aber ansonsten war es ziemlich leise. Es lief so ab: Man machte seine Hausaufgaben, wenn man etwas nicht verstand, fragte man den Erzieher und hakte ab, wenn man fertig war. Wer vor 16 Uhr fertig war, lernte einfach weiter. Am Ende wurden Punkte (Schulmaterial, Hausaufgaben, Ruhe, Respekt, …) verteilt. Wer dann am Ende der Woche über 75% der Punkte hatte, bekam einen Gutschein, den man für länger Handy Behalten, länger Pc Benutzen o. ä. einlösen konnte, Dinge, die wir vorher zusammen im Gruppengespräch überlegt haben.

Julian Vogl

Lorenz Geschwind

Hausaufgabenbetreuung Als ich noch nicht im Internat Collegium Bernardinum war, kannte ich das Haus noch nicht. Aber als meine Mutter gesagt hat, dass ich als Tagesschüler ins Internat gehen kann, habe ich sofort gedacht Hausaufgabenbetreuung = Lautstärke. Aber als ich in der Hausaufgabenbetreuung war, erlebte ich das Gegenteil: Es war schön leise und ich konnte in Ruhe meine Hausaufgaben machen. Wenn ich eine

Frage hatte, musste ich nur aufzeigen, und schon kam ein Betreuer und half; egal in welchem Fach. Manchmal kann man auch bei schönen Wetter das Silentium draußen machen. Kurz vor den Ferien, wenn fast keine Hausaufgaben mehr zu erledigen sind, machen wir auch schon mal eine Wasserschlacht. Mir hat die Wasserschlacht am meisten Spaß gemacht, weil es schön erfrischend ist. Nicholas Oeding 15


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Rückblick Schuljahr 2012/2013

August Am 21.8. 2012 gehen die Ferien zu Ende. Unsere Schüler kehren aus den Sommerferien zurück. Bis 14.00 Uhr reisen die neuen Schüler mit ihren Eltern an. Um 18.00 Uhr sind dann alle Schüler wieder im Haus. Schnell machen sich die Schüler bekannt. Der erste Schultag beginnt an vielen Schulen mit einem Gottesdienst. Wir feiern gemeinsam am Donnerstag, dem 23.8. einen abendlichen Gottesdienst zum Beginn des neuen Schuljahres. Das erste Internatswochenende steht im Zeichen unseres Patronatsfestes. Im Jubiläumsjahr haben wir dazu unsere ehemaligen Schüler eingeladen. Wir sind sehr erfreut, dass 140 ehemalige Schüler unsere Einladung annehmen. Am Sonntag, dem 26.8., feiern wir einen festlichen Gottesdienst in unserer Hauskapelle, den einige Schüler vorbereitet haben. Im Anschluss daran kommt es in der Aula und beim Mittagessen zu vielen frohen und dankbaren Begegnungen. An diesem Tag entsteht der Wunsch, einen Ehemaligenverein zu gründen.

Sonntag, dem 23.9., finden wir uns in der Attendorner Pfarrkirche St. Johannes-Baptist ein, um in der Feier der Hl. Messe für 125 Jahre Collegium Bernardinum zu danken. Als Vertreter des Erzbischofs steht der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, Herr Domkapitular Joachim Göbel, der Eucharistiefeier vor. Er hält auch die Predigt. Beim anschließenden Festakt begrüßt Präses Lütkevedder viele Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Besonders freuen wir uns über den Festvortrag von Herrn Abt Andreas Range OCist aus der Zisterzienserabtei Marienstatt, mit der uns – Dank dem heiligen Bernhard – eine tiefe Freundschaft verbindet. Beim Mittagessen kommt es zu vielen Gesprächen und Begegnungen. Zum Mittagessen am 27.9. ist Erzbischof Karl Hesse aus Papua Neuguinea bei uns zu Gast. Gemeinsam mit Präses Lütkevedder feierte er vormittags die Heilige Messe mit Schülerinnen und Schüler in der Kapelle der St.-Ursula-Schulen und berichtete anschließend von seiner Arbeit. Erzbischof Hesse stammt aus unserem Erzbistum.

September

Oktober

Am 23.9.1887 wird das Internat Collegium Bernardinum eröffnet. Gegründet wurde es vom damaligen Attendorner Pfarrer Bernard Pielsticker. So steht der Monat September ganz im Zeichen der 125-Jahrfeier. Auf den Tag genau, am

Am 3.10., dem Tag der Deutschen Einheit, verbringen Schüler der Gruppen I und II schöne Stunden im Phantasialand.

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Mit dem 5.10. beginnen die Herbstferien, aus denen unsere Schüler am 21.10. zurück kehren. November Den Gottesdienst zum Hochfest Allerheiligen (1.11.) feiern wir in diesem Jahr mit der Pfarrgemeinde in der Attendorner Pfarrkirche. Am 11.11. ist in unserem Haus der „Tag der Ewigen Anbetung“. Vor dem Abendessen halten wir eine Betstunde. Beim Abendessen erhält jeder eine Martinsbrezel. Kinobesuch der Gruppe I, ein Bastelangebot und Fußballtraining stehen am Samstag, dem 24.11., auf dem Programm. Herr Domkapitular Joachim Göbel ist am Montag, dem 26.11., zu einem offiziellen Besuch in unserem Haus. Er führt Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der verschiedenen Bereiche; selbstverständlich auch mit unseren Schüler- und Gruppensprechern. Gemeinsam mit ihm halten wir das Abendgebet. Dezember Der Advent hat begonnen. In einer abendlichen Andacht am 3.12. segnen wir den Adventskranz und entzünden die erste Kerze.

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An jedem Freitag des Advent feiert die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist um 6.15 Uhr in unserer Kapelle eine Roratemesse (Hl. Messe bei Kerzenschein). Anschließend wird gemeinsam in der Aula gefrühstückt. Immer nehmen auch einige Schüler daran teil. In diesem Jahr fahren alle Gruppen gemeinsam am 8.12. zum Weihnachtsmarkt und zum Fußballspiel nach Dortmund und genießen die Stimmung. Am Sonntag, dem 9.12., können die Schüler ausschlafen. Ab 9 Uhr wird von unserer Küche ein Brunch geboten. Den Sonntagsgottesdienst feiern wir am Abend. Eine Schülergruppe fährt am 18.12. zu einem weihnachtlichen Konzert in die KölnPhilharmonie. Selbstverständlich besuchen wir vorher den einmalig schönen Weihnachtsmarkt am Kölner Dom. Am 20.12. geht es für unsere Schüler in die ersehnten Weihnachtsferien. Januar 2013 Einen Tag nach dem Dreikönigsfest versammeln wir uns abends zu einer weihnachtlichen Andacht in unserer Kapelle und halten anschließend die Haussegnung. An die Türen schreiben wir das „Christus mansionem benedicat“ (Christus, segne dieses Haus) und erbitten so Gottes Segen für den Weg durch das neue Jahr. 17


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Zum Bundesligaspiel geht es am 25.1. nach Dortmund. Begeistert kommen unsere Schüler spät abends zurück. Die Schüler der Gruppe I lernen bei einer Stadtralley unsere Stadt Attendorn noch besser kennen. Von der Musical-Aufführung des St.-Ursula-Gymnasiums lassen sich unsere Schüler am Sonntag, dem 27.1., begeistern. Noch lange wird darüber gesprochen.

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Papst Benedikt XVI. erklärt am 11.2. überraschend seinen Rücktritt. Um über die Zusammenhänge Bescheid zu wissen, gibt Präses Lütkevedder bei der Vorbereitung des 1. Fastensonntags Antworten auf entstandene Fragen. Vom 14.2. bis 16.2. nimmt Herr Kunisch am Bundeskongress des VKIT (Verein Kath. Internate und Tagesinternate), unseres Dachverbandes, teil. Inhaltlich geht es in diesem Jahr um das methodische Arbeiten im Silentium.

Februar März Der erste Tag des Monats Februar steht im Zeichen der Zeugnisausgabe. Somit endet das erste Schulhalbjahr. Bei einer Andacht am 4.2. erinnern wir uns an das Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess) und an das Fest des heiligen Blasius. Wir segnen die Kerzen, die im Laufe des Jahres entzündet werden. Unsere Schüler sind danach zum Empfang des Blasiussegens eingeladen. Während in Attendorn ausgiebig Karneval gefeiert wird, dürfen unsere Schüler nach Hause fahren. Am Aschermittwoch beginnen wir mit einem Wortgottesdienst die Fastenzeit und empfangen als äußeres Zeichen das Aschenkreuz.

Eine Schülergruppe unseres Internats fährt am 2.3. zum Internat „Loburg“, um an einem Fußballturnier verschiedener Internate teilzunehmen. Leider tragen wir keinen Sieg davon. Am Samstag, dem 16.3., wird eine Idee und ein Wunsch ehemaliger Schüler Wirklichkeit. Ca. 50 Ehemalige, jetzige Schüler und Interessierte treffen sich in unserer Aula, um den „Verein der Freunde und Förderer des Collegium Bernardinum Attendorn“ zu gründen. Die Versammlung nimmt unter Mithilfe eines Rechtsanwalts einen guten Verlauf. Zum Sonntagvorabend feiern ehemalige und jetzige Schüler gemeinsam Eucharistie. Der Tag schließt mit dem Abendessen. Einen Tag später – es ist Sonntag – ist wieder Brunch. Einige Ehemalige sind noch in Attendorn und lassen sich gerne einladen.

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Nachmittags fahren alle Schüler nach Lennestadt-Meggen ins Pädagogische Zentrum. Beim Jugendkulturfestival führt unsere Theatergruppe das Stück „Die Knackerbande“ auf. Wir unterstützen sie durch unsere Anwesenheit und unseren Applaus. Wir sind begeistert. Die Freude auf die Osterferien steigt. Diese beginnen am 25.3.2013. April Unsere Schüler kehren am 7.4. aus den Osterferien zurück. Am 8.4. halten wir abends eine österliche Andacht. Darin segnen wir die Osterkerze in unserer Kapelle und entzünden sie. Am Sonntag, dem 21.4., gibt das bekannte und berühmte Saxophon-Quartett „Pindakaas“ ein einmalig schönes Konzert in unserer Kapelle, die bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Zum „Tag der offenen Tür“ laden wir am 28.4. in unser Haus ein. Nicht nur auswärtige, sondern auch einheimische Gäste dürfen wir durch das Internat führen.

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am Freitag, dem 3.5., in unsere Aula ein. Wir freuen uns über viele Gäste. Der erste Sonntag im Mai gehört den Familien unserer Schüler, die zum „Familientag“ bei uns zu Gast sind. Gemeinsam feiern wir die Hl. Messe. In einem abwechslungsreichen und auch humorvollen Vortrag erzählen die Sozialarbeiterinnen der St.-Ursula-Schulen Attendorn, Frau Arens und Frau Mertins-Lamers, von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und davon, was sie aus ihrer Sicht den Eltern mit auf den Weg geben möchten. Beim anschließenden Buffet wird sich gestärkt. Die Eltern erleben nachmittags die Theateraufführung unserer „Knackerbande“. Immer wieder dürfen wir hören, dass sich die Familien bei uns wohlfühlen. Ausnahmsweise öffnet unser Internat am Pfingstmontag, dem 20.5., seine Türen für die vielen Gäste, die an diesem Tag mit Präses Lütkevedder für dessen 25-jährigen Dienst als Priester danken. Nach der Hl. Messe in der Pfarrkirche erleben die Gäste die Gastfreundschaft unseres Hauses. Am Sonntag nach Pfingsten dankt Präses Lütkevedder noch einmal mit den Schülern des Internats.

Mai Juni Gruppenweise begeben sich unsere Schüler am 1.5. auf Fahrt oder Wanderung. Abends sind alle wieder beim Grillen zusammen im Internat. Unsere Theatergruppe lädt die Öffentlichkeit zur Aufführung ihres Theaterstücks

Gerne nehmen wir immer wieder die Einladungen unserer Schulen an, in denen unsere Schüler unterrichtet werden. So besuchen wir die Aufführungen der Literaturkurse des St.-Ursula- und des Rivius-Gymnasiums. 19

RÜCKBLICK

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Bei ersten wirklich sommerlichen Temperaturen zieht es unsere Schüler immer wieder an den Biggesee. Juli Das Schuljahr geht dem Ende entgegen. Die Sommerferien werden sehnlich erwartet. Am Samstag, dem 13.7., unternehmen die Gruppen I und II eine Abschlussfahrt. Die Schüler der Gruppen III und IV erleben eine interessante Begegnung mit ehemaligen Schülern, die von ihren jetzigen Berufen und von ihrer Internatszeit berichten. Ein Jurist, der Eventmanager der Restaurants in der Köln-Arena, ein Produktionsleiter des Fernsehens und ein Service-Techniker stehen Rede und Antwort. Am gleichen Tag besucht uns eine Schülergruppe des Internats „Gaesdonck“. Ein Fußballspiel wird ausgetragen: die Gäste gewinnen. Beim anschließenden Grillen werden Erfahrungen aus den Internaten ausgetauscht. Die Verabschiedung derer, die unser Internat am Schuljahresende verlassen, steht am Sonntag, dem 14.7., auf dem Programm. Mit den betreffenden Schülern und ihren Eltern feiern wir die Hl. Messe. In der Aula verabschieden wir uns von den Schülern. Mit dem Mittagessen klingt die Feier aus. Wir freuen uns, dass die Gruppe vom Internat „Gaesdonck“ auch heute Morgen bei uns zu Gast ist.

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Unsere Theatergruppe erfreut die Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas-Seniorenzentrums in Attendorn mit ihrem diesjährigen Theaterstück, das sie im Freien aufführen. Mit allen Schülern danken wir am 18.7. in der Hl. Messe für das zu Ende gehende Schuljahr und bitten um Gottes Segen für die Ferienzeit. Einen Tag später gibt es Zeugnisse. Die Sommerferien beginnen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Collegiums lassen das Schuljahr am Nachmittag des 19.7. mit einem Ausflug ausklingen. Im Kloster Maria Königin in Altenhundem erwartet uns der Rektor des Hauses, Pater Johannes Nies, und beschenkt uns mit einer eindrucksvollen Führung durch die Klosterkirche. Anschließend schauen wir uns auf dem weitläufigen Gelände von Kloster und Schule um. Im neuen Hanse Hotel in Attendorn essen wir gemeinsam zu Abend. Hier verabschieden wir uns von Herrn Simon Beul, der sein Anerkennungsjahr beendet. Wir danken für seinen zuverlässigen Dienst. Die anstehenden Sommerferien sind in diesem Jahr eine Herausforderung für unser Internat. Große Baumaßnahmen stehen an: Die Heizung, das Dach und die Elektronik müssen erneuert werden. Wir hoffen auf einen guten Verlauf der Arbeiten.


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125 Jahre Dienst am Schüler Collegium Bernardinum feierte Jubiläum

„Wenn etwas 125 Jahre besteht, dann muss es wohl gut sein“. Mit diesen Worten eröffnete Präses Michael Lütkevedder, Leiter des erzbischöflichen Jungeninternates Collegium Bernardinum, die Feierlichkeiten zum Jubiläum dieser traditionsreichen Einrichtung im Herzen von Attendorn. Dort, am Kirchplatz gleich neben der Pastorat, war es auf Initiative des damaligen Dechanten Bernhard Pielsticker am 23. September 1887 eröffnet worden, bevor es 1907 in den Neubau am Nordwall umzog.

Dieses Anliegen durchzog die Feierlichkeiten wie ein roter Faden. Es war die Botschaft des Evangeliums und der Predigt in der Jubiläumsmesse, die Domkapitular Msgr. Joachim Göbel, Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat, in Konzelebration mit Präses Michael Lütkevedder, Abt Andreas Range, Pfarrer Andreas Neuser und Pastor Markus Ratajski in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist feierte.

Die eigentliche Intention des Internates, nämlich talentierten Jungen mit dem Wunsch nach einem geistlichen Beruf zu einem Schulabschluss zu verhelfen und das Studium zu ermöglichen, hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Geblieben ist jedoch die grundlegende Ausrichtung, Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt zu stellen und sie im christlichen Geiste zu erziehen. Beim anschließenden Festakt in der Aula des Collegium Bernardinum hielt Abt Andreas Range von der Zisterzienserabtei Marienstatt im Westerwald, zu der das Attendorner Internat seit vielen Jahre gute Beziehungen pflegt den Festvortrag. Unter dem Titel „Welche Bildung haben Zisterzienser im Sinn?“ verdeutlichte er an ausgewählten Beispielen der BenediktsRegel, dass das Kloster eine Schule sei, in der man lerne, im Dienst am Nächsten das Evangelium in Gemeinschaft zu leben.

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Auch Bürgermeister Wolfgang Hilleke, der die Grüße des Rates und der Verwaltung der Stadt überbrachte, betonte in seinem Grußwort, dass den Schülern im Collegium Bernardinum neben dem geistigen auch das geistliche Rüstzeug gegeben werde, um die Herausforderungen des Erwachsenwerdens bewältigen zu können. Es werde hier von den Erzieherinnen und Erziehern eine Arbeit von unschätzbarem Wert geleistet, die das Internat zu einem unentbehrlichen Bestandteil der Stadt Attendorn gemacht habe. Msgr. Joachim Göbel legte die herausragende Bedeutung des Internats für das Erzbistum Paderborn dar.

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Pfarrer Andreas Neuser erinnerte besonders an den großen Mut der Gründers des Internates, Dechant Bernhard Pielsticker, der es in den schweren Zeiten des Kulturkampfes zwischen Staat und katholischer Kirche gewagt habe, sich ohne Rücksicht auf eigene Nachteile gegen die Obrigkeit zu erheben. So sei es als besonderes Zeichen zu sehen, dass die Beilegung dieses Streites 1887 und die Eröffnung des Internates, die Pielsticker nicht mehr erleben durfte, im gleichen Jahr stattfanden.


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Als Vertreter der Schulen, die die Schüler des Collegium Bernardinum besuchen, brachte Oberstudiendirektor Markus Ratajski vom St.-Ursula-Gymnasium die enge Verbundenheit zum Ausdruck. Er wies darauf hin, dass Ideen bekannter Reformpädagogen wie Pestalozzi und Kerschensteiner, die eine Orientierung der Erziehung am Kind in den Mittelpunkt stellten, im Collegium Bernardinum als „Evangelium mit Hand und Fuß“ schon gelebt wurden. Zum Schluss fassten die eigentlichen Hauptpersonen des Tages, die Schüler, vertreten durch Christoph Becker und Justus Peschke, die Bedeutung des Internates für sie in den folgenden Worten zusammen: „125 Jahre die Chance für mich, für euch, für Schüler wie uns, einen eigenen Grundstein zu legen für einen Lebensweg, der uns bevorsteht und den wir gehen werden. Ein obligates Bauelement, das uns durch die Unterstützung der katholischen Kirche möglich gemacht wird.“ Doris Kennemann

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Vielfältige Freizeitaktionen in Gruppe 1 Bei der ersten Freizeitaktion waren wir an einem Fluss. Dort haben wir ein Picknick gemacht. Es hat sehr gut geschmeckt. Nach dem Picknick haben wir im Dunkeln eine Fackelwanderung unternommen. Allerdings haben einige von uns Blödsinn mit den Fackeln gemacht, und Frau Hermes musste schimpfen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und alle waren glücklich. Eine der beliebtesten Freizeitaktionen war der Besuch in dem Schwimmbad Aqua Magis. Im Aqua Magis hatten wir alle sehr viel Spaß. Wir sind geschwommen, gerutscht und haben andere Dinge getan. Es war sehr schön!

Wir waren auch im Phantasialand. Dort sind wir Achterbahn gefahren und haben andere Angebote genutzt. Leider war es sehr kalt und regnerisch. Wir haben uns trotzdem einen schönen Tag gemacht. Zusätzlich standen ein Wintergrillen, eine Stadtrallye und „Grill to Go“ auf unserem Freizeitprogramm. Als es in den letzten Tagen des Schuljahres sehr heiß wurde, zog es uns an die Bigge. Wir haben eine Menge unternommen. Noah Giuseppe Barberi

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und mehr Freizeit...

FuĂ&#x;ball geht immer!

Balance-Akt auf der Slackline 25


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Gruppe 2 gestaltet ihre Freizeit

Nikolausfeier und Besuch im Kletterpark

Puzzeln? Immer noch besser als Basteln! 26


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Weihnachtsmarkt und Fußball in Dortmund Wie im vergangenen Jahr, besuchten wir Schüler des Konviktes am 08.12.2012 den berühmten Dortmunder Weihnachtsmarkt mit dem größten Weihnachtsbaum der Welt. Frau Glazer, Frau Hermes und Herr Kosmitzki begleiteten uns. In diesem Jahr war der Baum besonders geschmückt. Es waren die Meisterschale und der DFB-Pokal darauf zu sehen. Was für die Einen als unnötig bewertet wurde, war für die Anderen ein Zeichen des Stolzes auf unsere Borussia aus Dortmund. Doch Alles in Allem blieb die alt bekannte Weihnachtsstimmung durch den Geruch von Apfel, Nuss und Mandelkern erhalten. Um 12:45 Uhr fuhr die Internatsgemeinschaft pünktlich am Nordwall 26 in Attendorn ab, und nur 1,5 Stunden später erreichten wir, trotz des Schneetreibens, die „Hauptstadt des Ruhrgebietes“. Nun hatten wir bis 18:00 Uhr Zeit, um das einmalige Flair auf uns wirken zu lassen. Während einige Schüler in kleinen Gruppen über den Markt bummelten, besuchten andere das Westfalenstadion, denn an diesem Samstag spielte der BVB zu Hause gegen Wolfsburg. (Der Ausgang des Spiels braucht nicht erwähnt zu werden, denn der BVB hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert.)

Fast jeder von uns ließ sich von dem tollen Feeling fesseln und so verging die Zeit wie im Fluge. Um 18 Uhr fuhren wir dann völlig erschöpft und mit einigen Weihnachtsgeschenken für Oma oder Opa am Opernhaus ab. Meiner Meinung nach war die Abfahrt zeitlich unglücklich angesetzt. Da um 18:00 Uhr die meisten Geschäfte geschlossen wurden und um 17:15 Uhr das Fußballspiel im Westfalenstadion zu Ende war, sollten wir gleichzeitig mit ca. hunderttausend Besuchern des Spiels und des Weihnachtsmarktes unsere Heimfahrt antreten. Dies gestaltete sich ein wenig schwierig. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit befanden wir uns auf der Autobahn Richtung Sauerland. Angekommen um 20 Uhr in Attendorn, ließen wir den Tag gemütlich, passend zur Stimmung aus Dortmund, ausklingen. Nun freuen wir uns schon auf den Besuch im nächsten Jahr. Alexander Severin

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Haussegnung zu Beginn des Jahres

Brunch im M채rz

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Loburger Hallen-Fußball-Cup

In den frühen Morgenstunden des 2. März 2013 unternahmen 10 Jugendliche des Collegium Bernardinum mit Herrn Beul und Herrn Kunisch die lange Reise zum Internat Collegium Johanneum auf der Loburg im Münsterland. Nach der Anreise haben sich die Spieler sofort umgezogen und für das Turnier aufgewärmt. Im ersten Spiel traf das Collegium Bernardinum auf den Gastgeber Loburg I. Dieses Spiel wurde bedauerlicherweise sehr deutlich mit 0:7 verloren. Auch im zweiten Gruppenspiel gegen den späteren Finalisten Schloss Hagerhof, der aus Bad Honnef angereist war, konnte man sich nicht durchsetzen. Im letzten Gruppenspiel gegen das Aloisiuskolleg aus Bonn konnten wir zwar wieder nicht gewinnen, jedoch wurden wir „Sieger der Herzen“, da durch unser einziges Turniertor Schloss Hagerhof vor dem Ausscheiden in der Vorrunde bewahrt wurde. Im anschließenden Halbfinale, wo beide Loburger Mannschaften vertreten waren, traf Loburg I auf Schloss Buldern und Loburg II auf Schloss Hagerhof. Beide Loburger Mannschaften schieden aber im Halbfinale aus. Das Finale entschied Schloss Buldern gegen Schloss Hagerhof im 9 Meterschießen.

Nach dem Finalspiele wurden Pokale an die drei erstplazierten Mannschaften vergeben. Zur Erinnerung erhielten alle Mannschaften, die am Turnier teilgenommen hatten, eine Urkunde, auf der die eigene Mannschaft fotographisch abgebildet ist. Über den gesamten Tag konnten wir die Spielpausen auf dem Gelände bei strahlender Sonne genießen. Wer wollte, konnte günstig Speisen und Getränke für den kleinen Hunger zwischendurch erstehen. Vor Antritt der Heimreise waren alle Teilnehmer zum Abendessen auf der Loburg eingeladen. Auch wenn wir bei den Turnierspielen nicht viel zu bestellen hatten, so war es doch ein Tag, der Spaß gemacht hat. Remko Siebel 29


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„Knackerbande schlägt ein (letztes) erstes Mal zu!“ Jugendkulturfestival 2013 in Meggen Auf ihren großen Coup beim Jugendkulturfestival am 17.03.2013 bereiteten sich Bernhard Peschke, Lukas Geisler, Philipp Scholz, Christoph Kizina, Christoph Nothen und Alexander Severin von November 2012 an bei einer einmal wöchentlich stattfindenden 2-stündigen Probe besonders gut vor. Die Rivianerinnen Andrea Potempa, Esther Stangier und Susanne Kern unterstützten das Vorhaben ihrer Mitschüler mit ihrer regen Teilnahme an den Proben, und Christian Peschke sorgte für einen reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen hinter verschlossenen Türen. Nachdem die Knackerbande mit ihren Sympathisanten Woche für Woche die Durchführung ihres Vorhabens im Konvikt geprobt hatte, sollte sicherheitshalber eine Generalprobe an Ort und Stelle des geplanten Coups, der Bühne des Pädagogischen Zentrums, stattfinden. Herr Bieker, Hausmeister im PZ, ließ dieses Unterfangen am 05.03. nach Eintritt der Dunkelheit zu. Alles lief wie geschmiert und die Knackerbande durfte sich bis zum 17.03. in Sicherheit wähnen. Am Samstag, den 16.03., wurden sodann die letzten Vorbereitungen getroffen. Unbemerkt verlud die Knackerbande benötigtes Material auf den von Herrn de Vries besorgten Anhänger, womit sich selbiger der Mittäterschaft schuldig machte. 17. März, 12.00 Uhr mittags. Ein Konvoi, bestehend aus 2 Pkw`s und einem Kleinbus, setzt sich von Attendorn in Richtung 30

Lennestadt-Meggen in Bewegung. Dort angekommen, halten die Wagen am hinteren Bühneneingang. Unbeobachtet gehen die Panzerknacker in einem Hinterzimmer die einzelnen Stationen ihres Vorhabens noch einmal durch. Mittlerweile haben sich etwa 300 Besucher eingefunden. Noch hat niemand auch nur einen Hauch Ahnung von dem, was die Knackerbande mit ihnen vorhat. Schaulustige aus dem Attendorner Internat „Collegium Bernardinum“ reisen mit einem eigens gecharterten Bus an. Glockenschlag 15.00 Uhr! Die Filmmelodie zu Karl Mays Winnetou durchdringt den Zuschauerraum. Und dann passiert’s: Die Knackerbande schleppt den entführten Universitätsprofessor Archimedes Rieselmann in dessen Schuppen, um von ihm die Zahlenkombination des dort aufbewahrten Panzerschrankes, in dem sich sämtliche Lohngelder der Universität, sowie erhebliche Mengen an Schmuck befinden, zu erpressen. Selbst ein dort aufgeschreckter Landstreicher, wie auch zwei pflichtbewusste Müllmänner können die Unholde nicht von ihrer Operation abbringen, denn schließlich können sie sich ja auf die Mithilfe ihrer der Zauberei mächtigen Komplizin, der Kröten-Jule, verlassen. Eine von Fassaden-Ede am Bahnhof abgeholte Tasche, in der sich der Tresor-


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schlüssel befinden soll, erweist sich zunächst als falsch und so müssen die Panzerknacker auf die von Dynamit-Paule bestellten und über eine Marktfrau herbeigebrachten Sprengkörper zurückgreifen. Zuvor werden sie aber noch von Frau Professorin Mathilda Rieselmann gestört, die ebenso wie ihr Mann unter erheblicher Gegenwehr gefesselt wird. Die Sprengung misslingt. Da treffen zum Überdruss der Knackerbande die zuvor als Müllmänner und Landstreicher getarnten Kommissare und der Inspektor ein, um dem Treiben der Ganoven ein Ende zu bereiten. Während die Knackerbande bei Marschmusik und unter kräftigem Geklatsche des Publikums abgeführt wird, gelingt es der Kröten-Jule

als lachende Dritte, sich des Inhalts des Panzerschranks zu bemächtigen. Noch einmal erscheinen alle Mitspieler(innen) auf der Bühne, um sich bei einem großartigen Publikum zu bedanken, welches ihrerseits die Schauspieltruppe mit einem lang anhaltenden Applaus überhäuft. Bei der am Ende des Festivals stattfindenden Laudatio gab es für unsere Panzerknacker doch noch ein Happy End in Form lobender Worte, einer Urkunde und einem Preisgeld für den entgangenen Tresorinhalt. Doch schworen sich diese am 05.05., dem diesjährigen Familientag, für Entgangenes Rache zu üben. Heinz Peter Kunisch

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Marienstatt Unsere Verbindung zur Zisterzienserabtei Marienstatt Unser Internat Collegium Bernardinum steht unter dem Patronat des bedeutenden mittelalterlichen Heiligen Bernhard von Clairvaux. Dieses Patronat gründet in der Tatsache, dass der Begründer unseres Konviktes, der dam. Attendorner Pfarrer und Dechant Pielsticker (von 1848 bis 1887 Pastor in Attendorn), den Vornamen Bernard trug. Der Bischof von Paderborn, Kasper Drobe, stellte das Attendorner Konvikt nach seinem rührigen Gönner und Förderer Bernard unter das Patronat des Hl. Bernhard. Bernhard von Clairvaux (1090-1153) war eine der bedeutenden Gestalten des Mittelalters. Er hat durch sein Wirken als Mönch aber auch als Berater von Päpsten und Bischöfen, Kaisern und Königen geistlich und weltlich auf der Bühne Europas gewirkt und ausgestrahlt. Nicht umsonst wird seine Zeit von Historikern häufig als “Bernardinisches Zeitalter“ gekennzeichnet. Dieser Abt hat auch heute für den Glauben und das Leben viel zu sagen. Und so versuchen wir im Bernardinum immer wieder, ihn als Vorbild und Richtschnur in unser Leben einzubeziehen. Den Zisterzienserorden hat er zwar nicht gegründet, aber er hat ihn zu einer immens großen Blüte gebracht. Der Abt von Clairvaux gründete selbst 37 Klöster, darunter Eberbach und Himmerod in Deutschland. Und so ist uns in den Zisterziensern unser Hauspatron St. Bernhard in besonderer Weise lebendig und nahe. Da die Zister32

zienserabtei Marienstatt nur 70 km von uns entfernt ist, pflegen wir zu dieser Abtei seit Jahren gute Kontakte. Im Laufe des Jahres fahren verschiedene Gruppen zu Einkehrwochenenden dorthin. Ziel dieser Wochenenden ist vor allem: • Herauskommen aus der alltäglichen Betriebsamkeit u. gewohnten Umgebung • Erleben der Natur und der Atmosphäre eines kontemplativen Klosters • Begegnung mit dem hl. Bernhard • Mitfeiern des Stundengebetes und der Eucharistiefeier der Mönche • Kennenlernen des Gregorianischen Chorals und der Kunst der Zisterzienser • Erleben eines alten Wallfahrtsortes • Spiel, Sport u. Spaß in herrlicher Natur • Nachdenken über das eigene Christsein • Begegnung mit verschiedenen Mönchen • Erleben der eigenen Internatsgruppe außerhalb des Konviktes Unsere Jungen mit den jeweiligen Erziehern gehören zu dem festen, gerne gesehenen Besucherkreis bei den Mönchen. Im Frühjahr sind die Gruppen II, III und IV jeweils zu einem Einkehrwochenende in die abgelegene Abtei ins Nistertal im Westerwald mit jeweils einem Erzieher und Herrn Präses Michael Lütkevedder gefahren. Da die Jungen stets begeistert von Marienstatt zurückkommen, freuen wir uns, dass wir diese Tradition lebendig und sinnvoll fortsetzen können. Gerda de Vries


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Im Stadion… Iserlohn Roosters vs. Eisbären Berlin Auch wenn König Fußball bei den Jungen im Konvikt regiert, gelangte doch der Eishokkeysport in den vergangenen Jahren zu immer größerer Beliebtheit. So fuhren wir auch im vergangenen Schuljahr wieder zu einem Spiel der DEL, der Roosters gegen die Eisbären. In der Eissporthalle am Seilersee ging es dann auch wieder richtig zur Sache. Ein aufopferungsvoll kämpfender IEC lief bis kurz vor Spielende einem 2:1 Rückstand hinterher. Der Puk wollte einfach nicht die Torlinie überqueren, selbst bei einem Unterzahlspiel der Berliner mit nur 3 Feldspielern. Wir wollten schon die Halle verlassen, da gelang den Roosters fast mit der Schlusssirene doch noch der Ausgleich. Das Spiel ging somit in die Verlängerung und der IEC powerte von Beginn an, ein Spiel fast ausschließlich auf das Gehäuse der Berliner. In der dritten SpielIm Westfalenstadion : Auch wenn sich die Freizeitinteressen der Kinder und Jugendlichen gewandelt haben, so ist doch eins geblieben: Das Interesse der Internatsschüler am Fußball und die Liebe zu ihren Vereinen. So wird das Angebot, zu einem Fußballspiel der Nationalmannschaft oder einer Bundesligamannschaft zu fahren, immer wieder gerne angenommen. Von Herrn Kosmitzki organisiert ging es mit einem 20er Bus am Freitag, 25.01. zum Signal Iduna Park, zum Spiel des BVB gegen die Clubberer (1. FC Nürnberg). Wir waren recht früh gestartet, so dass die Möglichkeit bestand, sich das BVB-Museum noch vor Spielbeginn anzusehen bzw. im Fanshop umzusehen, wo Schals der Meisterschaft bzw. vom Double günstig erstanden werden konnten. Um 20.30 Uhr war es dann soweit: Anstoß zur ersten Halbzeit. Die Borussia gab von der ersten Minute den Ton an, erspielte sich vor

minute der Verlängerung war es dann passiert: Mannschaftsoldi Robert Hock überwindet nach gezieltem Pass von Kapitän Michael Wolff den Berliner Torwart und die Rooster können sich über einen 3:2 Sieg über den späteren Deutschen Meister freuen. Doch war die Freude auch ganz bei uns, endlich mal einen Sieg der Roosters miterlebt zu haben, gab es bei unseren früheren Besuchen doch nur „Klatschen“ für den IEC. Heinz Peter Kunisch

80.206 Zuschauern Torchancen über Torchancen. Allen voran glänzten Kuba und Lewandowski im Angriff, während die Hintermannschaft um Mats Hummels herum kaum etwas zu tun bekam. So war der 3:0 Sieg des BVB am Ende mehr als verdient. Nach Beendigung des Spiels fanden wir uns am ausgemachten Treffpunkt ein, um bei Schneematsch und eisiger Kälte zu unserem Bus zurückzukehren. Dass die Rückfahrt durch die Blechlawinen, die sich zur Autobahnauffahrt bewegten, erheblich länger dauerte als die Hinfahrt, nahmen wir auf Grund des erlebnisreichen Tages und des tollen Fußballspiels gerne in Kauf. Heinz Peter Kunisch 33


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Ein Blick (nicht nur) hinter die Kulissen Fahrt zur Oper Aida nach Essen 20 Schülern des Collegium Bernardinum nahmen gemeinsam mit 29 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 10 und 11 des St.-Ursula-Gymnasiums unter Leitung von Musiklehrer Christoph Schulte die Gelegenheit wahr, eine Aufführung der italienischen Oper AIDA von Giuseppe Verdi im Essener AaltoTheater zu besuchen. Zuvor jedoch durften sie bereits unter der fachkundigen Führung von zwei Gesangsstudentinnen einen Blick hinter die Kulissen des Opernhauses werfen. Schon die Architektur des im Jahr 1959 vom finnischen Designer Alvar Aalto entworfenen und erst 1988 realisierten Baus begeisterte die jungen Besucher. Aalto hat konsequent die Idee von Architektur als „gefrorener Musik“, bestehend aus Wellen als Symbol für die Melodie und senkrechten Elementen für den Rhythmus, umgesetzt. Diese finden sich bereits in der Fassade des Gebäudes und wiederholen sich auch im Innern ständig bis hin zu den Lampen. Zudem hat sich der Architekt, dessen Name auf Finnisch Welle bedeutet, damit ein Denkmal gesetzt. Die Verwendung von weißem Carrara-Marmor erzeugt in Kombination mit den vielen hohen Fenstern, die an eine Klaviertastatur erinnern, eine helle, freundliche und immer moderne Atmosphäre. Auch bei der Ausstattung legte Aalto Wert auf Naturmaterialien wie Holz, Leder und Rosshaar. 34

Besonders interessant gestaltete sich der Blick hinter die Bühne, die mit 50 Metern Tiefe die Fünftgrößte der Welt ist, und in die Werkstätten. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren in der Maske, wie viel Mühe allein die Herstellung einer einzigen Perücke macht, schauten in der Schneiderei bei der Anfertigung von Kostümen zu und bestaunten in der Schreinerei die Herstellung der riesigen Bühnenelemente. Diese werden in dem insgesamt 7-stöckigen Gebäude in einem rekordverdächtigen Aufzug von 8 Metern Höhe und 14 Metern Tiefe transportiert, der auch von


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der Besuchergruppe genutzt wurde, um in den Keller des Opernhauses zu gelangen. Im Gespräch mit den Führerinnen lernten sie nebenbei viel über den Beruf eines Opernsängers und hörten dabei auch so manche Anekdote. Ebenso modern wie das Gebäude gestaltete sich am Abend auch die Aufführung der Oper AIDA, die immerhin bereits 1869 zur Eröffnung des Suez-Kanals komponiert wurde und deren Inszenierung in Essen auch schon 19 Jahre alt ist. Die Geschichte um die tragische Liebe zwischen

dem ägyptischen Feldherrn Radames und der nubischen Sklavin Aida wird hier in den Rahmen einer Glorifizierung des Krieges eingebettet. Den Schülerinnen und Schülern fiel es dennoch nicht schwer, die vielen Verfremdungseffekte, besonders in der berühmten Triumphmarsch-Szene, einzuordnen und zu deuten. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Tiefenwirkung, die durch die Bühne erzeugt wurde. Die wunderbaren Stimmen der Hauptdarsteller machten die fehlenden Untertitel der in italienischer Sprache aufgeführten Oper wett. Die gelungene Kombination aus Opernhausbesichtigung und Opernaufführung wird für alle ein unvergessliches Erlebnis bleiben und sicher auch dazu anregen, öfter einen solchen musikalischen Kunstgenuss zu erleben. Doris Kennemann

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Wir freuen uns über mehr als 200 Gäste, die sich zum Familientag im Mai einfinden. In diesem Jahr feiern wir die Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Johannes-Baptist. Unsere Schüler gestalten den Gottesdienst. Darüber freut sich besonders eine Gruppe, die an diesem Sonntag den 70. Jahrestag ihrer ersten Heiligen Kommunion begeht. Interessiert hören die Eltern unseren Gastreferentinnen zu. Frau Katrin Arens und Frau Sophie Mertins-Lamers arbeiten als Schulsozialarbeiterinnen an den St.-Ursula-Schulen in Attendorn und berichten abwechslungsreich von ihrer Arbeit. Ihr Anliegen ist es, den Zuhörerinnen und Zuhörern Impulse mit zu geben, die heute für die Erziehung junger Menschen wichtig sind.

Spannend wird es am Nachmittag in der Aula, wo unsere Theatergruppe als „Knackerbande“ auftritt. Dass sich die Familien in unserem Haus immer wieder wohlfühlen, freut uns natürlich besonders. Michael Lütkevedder, Präses

Stärken dürfen wir uns anschließend am wunderbaren Buffet, das unsere Küchenmitarbeiterinnen unter Leitung von Frau Arnoldi vorbereitet haben.

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„Die Freude an Gott ist unsere Kraft.“ 25-jähriges Priesterjubiläum von Präses Michael Lütkevedder Am liebsten hätte Präses Michael Lütkevedder diesen Tag wohl in aller Bescheidenheit und stillschweigend begangen, den Tag seines Silbernen Priesterjubiläums am 21. Mai. 2013. „Was gibt es denn da schon zu feiern?“, so lautete sein Kommentar, wenn ihn Anfragen bezüglich seiner Wünsche zur Gestaltung des Tages oder eines Geschenkes erreichten. Da auch ihm schließlich klar war, dass seine Vorstellung nicht realisiert werden konnte, beschloss er, das Jubiläum ohne großes Aufheben um seine Person zu begehen: eine schlichte Einladungskarte ohne überhaupt die Erwähnung seines Priesterjubiläums, das Hochamt am Pfingstmontag, 20. Mai, anstelle einer eigenen Festmesse und schließlich ein kleiner Empfang im Collegium Bernardinum, bei dessen kulinarischer Gestaltung er die Pläne von Küchenchefin Gabriele Arnoldi durchkreuzte, indem er um keine „Extrawurst“ bat. Und vor allem: kein Wort an die Presse!

Das war auch nicht nötig, denn die gut informierte Presse kam auf ihn zu und berichtete schon über das bevorstehende Silberne Jubiläum. Die Zahl derer, die Präses Lütkevedder zu seinem Festtag gratulieren und ihm persönlich ihren Dank für seinen seelsorgerischen Beistand in den vergangenen 25 Jahren aussprechen wollten, war verdientermaßen riesig. Nach seiner Weihe am 21. Mai 1988 im Hohen Dom zu Paderborn war Michael Lütkevedder dort zunächst als Vikar in der Herz-Jesu Gemeinde tätig und anschließend Pfarrvikar in der Gemeinde St. Hedwig, die er maßgeblich mit aufgebaut hat. Im Jahr 1997 wurde er als Religionslehrer und Schulseelsorger an die St.-Ursula-Schulen in Attendorn versetzt und bezog vier Jahre später das Pfarrhaus in Helden. „Das war das Beste, was mir passieren konnte“, sagt er rückblickend. Seitdem ist er auch für die Gemeinden des Repetals als Seelsorger tätig.

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Außerdem feiert er seit seiner Ankunft in Attendorn beinahe täglich mit dem Konvent der Ursulinen die Heilige Messe. Am 1. Februar 2011 übernahm Präses Lütkevedder die Leitung des Collegium Bernardinum. „Die Freude an Gott ist unsere Kraft“. Unter seinem Primizspruch, nach dem Präses Lütkevedder all diese Tätigkeiten stets ausübte und ausübt, stand auch das Hochamt am Pfingstmontag, das er in Konzelebration mit Prälat Roman Mensing, Monsignore Joachim Göbel, Pfarrer Andreas Neuser und Pastor Markus Ratajski in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche St. Johannes Baptist feierte. Natürlich fungierten Jugendliche aus dem Repetal als Messdiener. Fahnenabordnungen der Schützenvereine Helden und Dünschede, deren Schützenpräses Michael Lütkevedder ist und war, und der Musikverein Helden sorgten für einen besonders festlichen Rahmen und Martin Saure, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Dünschede, überbrachte im Namen aller Repetal-Gemeinden herzliche

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Glückwünsche und drückte damit den Dank und die enge Verbundenheit aus. In seiner Festpredigt ging Pastor Ratajski, der Schulleiter des St.-Ursula-Gymnasiums, auf die eingangs von Präses Lütkevedder gestellte Frage nach dem Anlass zur Feier eines Priesterjubiläums ein. In der Tat gehe es dabei nicht um die Person oder das Amt an sich, sondern um den gemeinsam gelebten Glauben. Doch dann „widersetzte“ auch er sich den bei einem „katholischen Bier im Kolpinghaus“ mit dem Jubilar getroffenen Vereinbarungen und hob dessen Verdienste als Pastor im Pfarrverbund Attendorn und besonders um die St.-Ursula-Schulen hervor.


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Beim anschließenden Empfang im Collegium Bernardinum konnte die Aula die Zahl der Gratulanten aus nah und fern kaum fassen. Der Musikverein Helden brachte ein Ständchen und Frau Arnoldi und ihr Küchenteam hatten sich mit einem meterlangen köstlichen Fingerfood-Buffet wieder einmal übertroffen. Erfüllt von diesen Eindrücken, feierte Präses Lütkevedder einen Tag später das Jubiläum mit seinem Weihejahrgang in Paderborn und gemeinsam verbrachte man die restliche Woche im Studienort München. Im Rahmen des darauf folgenden Sonntagsgottesdienstes

beging er auch mit den Jungen des Internates, die das Pfingstwochenende daheim verbracht hatten, sein Jubiläum und spendierte allen ein Eis. Zu guter Letzt: Trotz aller „Missachtung“ seiner Wünsche kamen die Gäste doch einer Bitte von Präses Lütkevedder besonders gern nach und überreichten anstelle persönlicher Geschenke eine Geldspende zur Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Collegium Bernardinum e.V.. Auf diese Weise kamen gut 6000 Euro zusammen, ein tolles Startkapital für den jungen Verein, für das an dieser Stelle allen Spendern herzlich gedankt sei. Doris Kennemann

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Mein Leben im Internat Ein Rückblick von Christoph Becker

In den zurückliegenden drei Jahren hatte ich das Glück, Schüler im Collegium Bernardinum zu sein. Drei Jahre, an die ich mich in Zukunft immer wieder sehr gerne erinnern werde. Nicht nur die vielen Erfahrungen, die ich gemacht habe, und die neuen Freunde, die ich kennenlernen konnte, machten sie zu einem unvergesslich guten Erlebnis, sondern auch das Gefühl, nie alleine zu sein und all die Aktionen mit den Freunden. Spontane Ideen, wie z. B. an die Bigge zu gehen oder auch weniger sinnvolle Ideen, auf die man bei zu viel Langeweile kommen konnte, machten sie wirklich einmalig. Gerade als Internatsschüler hat man kaum woanders eine solche Nähe zu anderen Menschen, egal ob man besser oder schlechter mit ihnen zu Recht kam. Auch wenn ich mir ab und zu echt mehr Ruhe gewünscht habe, fühlte ich mich richtig wohl. In meinem Bett habe ich eigentlich immer gut geschlafen, vielleicht lag es daran, dass man auch erst dann zur Ruhe kommen konnte. Gerade die langen Fußballabende, die Internatsausflüge und die vielen Dummheiten, welche trotzdem unheimlich viel Spaß gemacht haben, werde ich vermissen, denn sie werden wahrscheinlich nie wiederkommen und machen diese drei Jahre so unvergesslich. Auch wenn die Konsequenzen einem manchmal unfair erschienen, so hat sich in den letzten Jahren doch eine liberalere, zeitgemäße Entwicklung in der Erziehung durchgesetzt, zum Wohle der Schüler im Internat. Nun, ich kann sagen, dass es für mich drei Jahre waren, die ich, wenn ich die Wahl hätte, auf jeden Fall noch einmal erleben wollte. Ich war nie allein und konnte jeden Tag 40

etwas mit den Anderen erleben. Man hatte immer einen guten Rat oder eine Stimme in schlechten Tagen zur Seite. Damit sind vor allem die Freunde, die einem quasi 24 Stunden zur Seite stehen, gemeint, ebenso natürlich die Erzieher, wenn sie nicht gerade dabei waren, „belastendes“ Material gegen uns einzusammeln. Natürlich ist das Internat nicht für jedermann etwas, sei es, weil man sein Zuhause vermisst oder mit den Regeln nicht klarkommt, die in einen geregelten Tagesablauf „zwängen“. Doch ist es für jeden von uns die Chance, einen sehr guten schulischen Grundstein für das kommende Leben zu legen. Nur wer einmal Geführter war, ist in der Lage später zu führen. Letztlich liegt es doch an jedem von uns, wie diszipliniert oder mit welchem Willen wir uns in diese Gemeinschaft integrieren und ihre Vorteile zu nutzen wissen. Jeder hat sein kommendes Leben in der Hand, und ich kann jedem nur raten, das Beste heraus zu holen: Es lohnt sich! Als euer Schülersprecher a. D. wünsche ich euch Schülern noch viel Spaß und Erfolg im Collegium Bernardinum und bedanke mich bei allen für drei wunderschöne Jahre und verlasse das Internat mit einem, wie kann ich es denn auch anders sagen, strahlenden Gesicht. Einen großen Dank möchte ich noch unbedingt an Herrn Kunisch, den Erzieher der vierten Gruppe, richten. Auch wenn es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten gegeben hat, haben Sie es nie abgelehnt, mir Nachhilfe in Mathe zu geben. Auch


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wenn es nicht Ihre eigentliche Aufgabe war, uns einzeln Nachhilfe zu erteilen, haben Sie es sogar bis in den späten Abend hinein getan. Sie haben also großen Anteil an den guten Mathezensuren in den letzten drei Jahren. Danke! Aber mit mindestens genau so viel Engagement haben Sie in den letzten drei Jahren die Theater AG geführt, in der ich selbst in meinem ersten Internatsjahr mitspielen durfte und sich für das Haus eingesetzt. Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß mit den verbliebenen Schülern in der Gruppe, alles Gute und noch viele erfolgreiche Theateraufführungen. Das gilt natürlich auch für alle Erzieher, Herrn Präses und die Mitarbeiter des Hauses. Lieben Gruß, Euer Christoph

Entlassschüler 2013 Christoph Becker - Abitur Johannes Müller - Abitur Christoph Nothen- Realschulabschluss Julian Piechutta - Realschulabschluss Severin Werner - Realschulabschluss Christopher Schnapka- Realschulabschluss Armin von Wrede- Hauptschulabschluss Michael Gerzmann Fabio Ferreira-Goncalves Alexander Kümmler Niklas Kidulis Andrej Kansteiner Jonathan Heister Ertan Sulejmanovic

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Baumaßnahmen

In den Sommerferien wandelte sich unser Haus in eine große Baustelle. Die Heizung, das Dach und die Elektrischen Leitungen mussten vollständig erneuert werden. Der Zeitplan war eng, aber die Firmen haben es geschafft. Auch im Außengelände wurde „aufgeräumt“ und erneuert. Wir danken dem Erzbistum Paderborn für die Bereitstellung von 700.000 Euro, den Verantwortlichen in der Bauleitung und den Firmen. Namentlich gilt unserem Hausmeister, Herrn de Vries, unser Dank, der die Bauvorhaben verlässlich, umsichtig und mit seiner großen Fachkenntnis begleitet hat.

Alle Dachflächen wurden erneuert.

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Neue Heizungsanlage am Start!

Neues Badmintonfeld und neue Parkplatzfl채chen

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Betriebsausflug 2013

Gemäß dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, führte uns der diesjährige Betriebsausflug nach Altenhundem zum Kloster „Maria Königin“. Wir wurden sehr freundlich von Pater Nies, der dort lange Jahre auch Schulrektor des von den Patres geführten gleichnamigen privaten Gymnasiums war, empfangen. Pater Nies führte uns mit Stolz durch die vom Essener Architekten Silberkuhl entworfene und im Jahr 1959 eingeweihte moderne Klosterkirche, die, parabelförmig angelegt, wie ein Schiff Klosterund Schulgemeinde auf einen gemeinsamen Glaubensweg einlädt. Im zweiten Abschnitt der Führung geleitete uns Pater Nies über das Kloster- und Schulgelände, wobei er uns noch Manches aus dem Kloster- und Schulleben des seit 1958 auf Maria Königin niedergelassenen Ordens der „Missionare von der Heiligen Familie“ erzählte. Mit der Niederlassung des Ordens war eine Klosterschule mit Internat verbunden. Die Klosterschule wurde bereits 1962 in eine Realschule umgewandelt, und seit 1967 gibt es bis heute das private Gymnasium „Maria Königin“. 1981 wurde

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das Internat geschlossen und drei Jungen der damaligen Internatsschüler wechselten ins Collegium Bernardinum. Am Rande sei noch erwähnt, dass eine Verbindung zwischen dem Internat „Maria Königin“ und dem „Collegium Bernardinum“ darin bestand, dass in den 60ziger und 70ziger Jahren so manches Fußballmatch zwischen den Schülern der beiden Internate stattfand. Gegen Abend fuhr uns der Bus dann nach Attendorn zurück. Wir kehrten in dem in diesem Jahr fertiggestellten Hanse Hotel ein. Platz fanden wir auf der von der Sonne verwöhnten Hotelterrasse, um dort den erlebnisreichen Ausflug bei einem gemeinsamen gemütlichen Abendessen ausklingen zu lassen. Das Bonbon der Hoteldirektion, das Interieur des neu errichteten Hotels besichtigen zu dürfen, nahmen einige von uns gerne an. Heinz Peter Kunisch


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Personalia

Im April verabschieden wir Frau Christina Kappen, die viele Jahre in unserer K체che gearbeitet hat.

Zum Schuljahrsende verl채sst uns Herr Simon Beul, der sein Anerkennungsjahr erfolgreich in unserem Internat absolvierte. Wir freuen uns auf Frau Joyce Grabowsky, die im neuen Schuljahr als Erzieherin im Anerkennungsjahr mit uns arbeitet.

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Planung der Wochenenden im Schuljahr 2013/14

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Ein wunderbarer Tag für das Internat Neuer Förderverein unterstützt unsere Erziehungsarbeit Mit den Worten „Was für ein wunderbarer Tag“, begrüßte Präses Michael Lütkevedder in der Aula des Collegium Bernardinum die Teilnehmer einer Versammlung, welche die Gründung eines Fördervereins für das traditionsreiche Erzbischöfliche Jungeninternat in Attendorn zum Zweck hatte. Die Idee dazu entstand beim Treffen der Ehemaligen anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Collegium Bernardium im vergangenen Jahr. Unter den Anwesenden befanden sich daher überwiegend ehemalige Schüler und Mitarbeiter, die teilweise von weit her angereist waren. Doch auch gegenwärtige Mitarbeiter, Schüler und ihre Eltern sowie Bürger aus Attendorn und Umgebung bekundeten durch ihre Teilnahme ihr Interesse. Weitere Ehemalige, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen verhindert waren, hatten zuvor bereits schriftlich ihre Bereitschaft zu einem Beitritt bekannt gegeben. Dirk Padberg, der die Gründungsversamm-

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lung moderierte, erläuterte die Motivation der Initiatoren mit den Worten: „Wir möchten dem Internat, in dem wir gute, manchmal auch stressige Zeiten erlebt haben, gern etwas zurückgeben. Wir sind hier mit einem tollen Gefühl rausgegangen, das uns bis heute noch begleitet. Ohne das Internat wären viele von uns nicht da, wo wir heute sind.“ Auf der Tagesordnung standen maßgeblich die Beratung über die Vereinssatzung und die Wahl des Vorstandes. Rechtsanwalt und Notar Dr. Stephan Dingerkus erläuterte die Modalitäten der Vereinsgründung und die Bestimmungen der Satzung. Danach trägt der gemeinnützige Verein den Namen „Verein der Freunde und Förderer des Collegium Bernardinum Attendorn e.V.“. Sein Zweck besteht in der Förderung des Zusammenhalts der ehemaligen und gegenwärtigen Schüler und der ideellen und materiellen Unterstützung der Bildungs- und Erziehungsarbeit des


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Fรถrderverein

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Internates. In erster Linie soll die pädagogische Arbeit des Internates z.B. im Rahmen der Freizeitgestaltung gefördert werden. Der Jahresbeitrag beträgt für Erwerbstätige und juristische Personen 60 Euro, für Schüler und Studenten 12 Euro. Die Satzung wurde von den 21 Gründungsmitgliedern des neuen Vereins einstimmig angenommen. Die Wahl des Vorsitzenden fiel auf den 35jährigen Kristof Böttcher aus Hamburg, der das Internat von 1991 bis 1998 besuchte. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Dirk Padberg gewählt. Der 39-jährige gebürtige Winterberger war von 1987 bis

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1992 Schüler des Internats und wohnt heute in der Nähe von Düsseldorf. Zum Kassierer wählten die Anwesenden den Erzieher Heribert Schnittker, der von 1984 bis 1991 am Collegium Bernardinum tätig war, heute am Collegium Augustinum in Gaesdonck arbeitet und dessen Herz, wie er sagt, noch immer für Attendorn schlägt. Die Wahl des Kassenprüfers fiel auf den 35-jährigen Lutz Weber aus Bonn, der das Internat von 1993 bis 1997 besuchte. Gemäß der Satzung gehört Präses Michael Lütkevedder als Beisitzer dem Vereinsvorstand an und berät den Verein bei der Verwaltung der Gelder. Doris Kennemann

Freude über den neuen Förderverein für das Collegium Bernardinum bei (v.l.) Kassenprüfer Lutz Weber, Präses Michael Lütkevedder, Kassierer Heribert Schnittker, dem Vorsitzenden Kristof Böttcher und dem stellvertretenden Vorsitzenden Dirk Padberg. 51


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St-Bernhard-Brief Nr. 30 - 2013