Grundlagen Bestimmungsschlüssel der Arten
24b. Dorsale mit neun bis elf geteilten Weichstrahlen, Maul endständig (Praemaxillare und Dentale gleichlang), Schlundknochen mit einer Zahnreihe, Anale mit 10 bis 13 geteilten Flossenstrahlen, Flossen rötlich, 39 bis 48 Schuppen in der Seitenlinie, sechs bis acht Kiemenreusenzähne am unteren Teil des ersten, linken Kiemenbogens [A 3/9–12; D 3/8–11; Sc. 9–10/39–48/3–4] .................... Plötze (Rutilus rutilus) S. 80, 196
30a. 12–14 Schuppen oberhalb der Seitenlinie, Körper und Flossen dunkel (grau bis fast schwarz, niemals rötlich), 20 bis 25 Kiemenreusenzähne, Augendurchmesser kleiner als Maulspalte, Anale mit 23 bis 28 geteilten Weichstrahlen, 49 bis 57(60) Schuppen in der Seitenlinie; Schlundzähne meist einreihig [(1.)5.– 5.(1.); A 3/(23)24–28(30); D 3/9(10); Sc. 12–14/ (49)51–60/6–8] ........................ Blei (Abramis brama) S. 81, 160
25a. Drei bis vier Schuppen unterhalb der Seitenlinie, Körper schlank, langgestreckt, relativ kleine Arten bis höchstens 25 cm Gesamtlänge, Schlundzähne stets in zwei Reihen, Anale höchstens mit 20 geteilten Flossenstrahlen ................................................ 26a.
30b. höchstens 11 Schuppen oberhalb der Seitenlinie .......................................................................... 31a.
25b. Mehr als fünf Schuppen unterhalb der Seitenlinie .......................................................................... 27a. 26a. 10 bis 13 Kiemenreusenzähne am ersten linken Kiemenbogen, mit doppelter Punktreihe entlang der Seitenlinie [A 3/12–15(17); D 2–3/7–8; Sc. 9/44–51/4] ....................... Schneider (Alburnoides bipunctatus) S. 77, 122 26b. 17 bis 22 Kiemenreusenzähne am ersten linken Kiemenbogen, ohne doppelte Punktreihe entlang der Seitenlinie [A 3/16–20; D 3/8; Sc. 7–9/46–52/3–4] ....................................... Ukelei (Alburnus alburnus) S. 77, 124 27a. Schuppen relativ klein, mehr als 65 entlang der Seitenlinie .............................................................. 28a. 27b. Schuppen vergleichsweise groß, weniger als 65 entlang der Seitenlinie ........................................... 29a. 28a. Körper lang gestreckt, schlank, Anale relativ kurz, mit 12 bis 15 geteilten Flossenstrahlen, 10 bis 12 Schuppen oberhalb und fünf bis sieben Schuppen unterhalb der Seitenlinie [A 3/12–15; D 3/7–9; Sc. 10–12/65–74/5–7] ........... Rapfen (Leuciscus aspius) S. 78, 180 28b. Körper relativ hochrückig [A 3/33–44; D 3/7–9; Sc. 13–15/65–73/8–11] ............. Zope (Ballerus ballerus) S. 81, 164 29a. Maul deutlich unterständig, Schlundknochen einreihig, Körper mäßig gestreckt, nicht deutlich hochrückig, 57 bis 63 Schuppen entlang der Seitenlinie, 18 bis 21 geteilte Flossenstrahlen der Anale; dunkel gefärbt, Männchen zur Laichzeit schwarz, mit kräftig rotem Bauch [A 3/18–21; D 3/8–9; Sc. 9–10/57– 63/6–7] .................................. Zährte (Vimba vimba) S. 81, 208 29b. Maul endständig bis leicht unterständig, Schlundknochen ein- bis zweireihig bezahnt, Körper hochrückig, bis 57 (60) Schuppen entlang der Seitenlinie .......................................................................... 30a.
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31a. Anale mit 14 bis 20 geteilten Flossenstrahlen (Abb. 93), Flossen grau, 45 bis 51 Schuppen in der Seitenlinie, 9 bis 13 Kiemenreusenzähne am unteren Teil des ersten, linken Kiemenbogens [A 3/14–20; D 3/8–11; Sc. 9–11/(40)45–52/5–6] ........... Leiter, Bastard zwischen Plötze und Blei S. 340 ff. % 70 60 50 40 30 20 0
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 Anzahl der geteilten Afterflossenstrahlen
Abb. 93: Anzahl der geteilten Flossenstrahlen von der Plötze (Rutilus rutilus), dem Blei (Abramis brama) und des Bastards zwischen beiden Arten.
31b. Körper und Flossen hell (silberfarben, meist mit rötlichen paarigen Flossen), 13 bis 16 Kiemenreusenzähne, Augendurchmesser größer als Maulspalte, Anale mit 19 bis 23 geteilten Weichstrahlen, 43 bis 49 Schuppen in der Seitenlinie ; Schlundzähne immer zweireihig [2.5.–5.2.; A 3/19–23; D 3/8(9); Sc. 9–10/43–49(51)/4–6] .......... Güster (Blicca bjoerkna) S. 81, 168
Cobitidae (Schmerlen) Kleine, langgestreckte, seitlich stark zusammengedrückte Bodenfische, für die unter anderem ein in der Haut verborgener, aufrichtbarer, beweglicher, zweispitziger Unteraugendorn (Suborbitalstachel) charakteristisch ist. Schuppen klein, tief in der Haut liegend. Die Anordnung der Barteln ist teilweise artcharakteristisch (Abb. 94). — Alle Schmerlenartigen (Cobitidae, Nemacheilidae und verwandte Familien) besitzen im Gegensatz zu den Cyprinidae stets nur eine Reihe von Schlundzähnen und keinen Karpfenstein. Mit fast 20 Gattungen und über einhundert Spe-
Atlas der Fische Sachsens | 2016