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KÄRNTNER

NACHRICHTEN Nr. 20 • 59. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 17. Mai 2013

Freiheitliche retten „Haider-Marterl“!

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en t r a t s e h c i l t i e h +++ Frei g der n u ß e i l h c S n e Petition geg PK F + + + n e l l e t s Landestank ge e l f P n e t t ä t s k n sorgt für Gede


2 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

KOMMENTAR

THEMA DER WOCHE von CR Dr. Helmut Prasch

„Sind wir Kaiser - oder was?“ Keine Woche vergeht, da die neue Kärntner Landesregierung nicht für Kopfschütteln sorgt. Waren es zuletzt die Schließung des Bürgerbüros, die parteipolitische Umfärbung des Landespressedinstes oder die Abschaffung von Teuerungsausgleich und Müttergeld, so mussten kürzlich die Landestankstellen und die Haider-Gedenkstätte bei Lambichl unters rot-grün-schwarze Fallbeil. Die knappen 50 Tage, die die neue Regierung im Amt ist, wurden ausschließlich dafür genützt, möglichst viele Spuren der eindrucksvollen Ära freiheitlicher Landeshauptleute zu beseitigen. ++++

Dass aber ausgerechnet die „Pflege“ des Haider-Marterls, die zuletzt ohnedies von Privatpersonen erledigt wurde, Anlass für eine politische Diskussion gab, ist beschämend. Erinnern wir uns zurück, wie großzügig Jörg Haider im Jahre 1989 als neuer Landeshauptmann mit den Wahlverlierern umging. Sogar das legendäre Dienst-Kennzeichen „K 1“ schenkte Haider seinem Vorgänger Leopold Wagner. Landeshauptmann Gerhard Dörfler ließ die von ihm initiierte Leichtathletik-Arena in Klagenfurt in „Leopold-Wagner-Arena“ taufen - ganz ohne persönliche Eitelkeit! Wie anders agieren da sein Nachfolger. Auch die Jörg-Haider-Brücke als Sinnbild für die vielen verbindenden Momente in den Jahren seiner Tätigkeit für Kärnten wurde in den parteipolitischen Diskurs geworfen. Bei aller Wertschätzung: Jörg Haider ist nachweislich der erfolgreichste Landeshauptmann in der Geschichte Kärntens gewesen. Und die Geschichte lässt sich bekanntlich nicht umschreiben.

Show im nobeln Veldener Casineum, beim Kirschblütenlauf in Krumpendorf und überall sonst, wo der Rauch aufstieg. Aber von einem politischen Konzept für Kärntens Zukunft fehlt leider jede Spur. ++++

Auch bei der Schließung der Landestankstellen griff der Landeshauptmann seinem Verkehrsreferenten Köfer nicht ins Ruder. Dabei hat man offensichtlich vergessen, dass vor allem viele Pendler die Möglichkeit, billiger zu tanken, dankbar angenommen haben. Wenn nun die mühselig und sogar gerichtlich durchgesetzte Öffnung der Landestankstellen für private Kunden wieder rückgängig gemacht wird, gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Und auch keine Alternative dazu! Welche Art von Politik ist das eigentlich? ++++

Zeit fand der neue Landeshauptmann aber diese Woche, um einen fragwürdigen Gastauftritt bei „Wir sind Kaiser“ hinzulegen. Unwidersprochen ließ sich Peter Kaiser zunächst als „Landesfürst von Nordslowenien“ titulieren (sehr witzig!), um danach zu schwadronieren: „Den Kärntnern ist es in den letzten Jahren sehr schlecht gegangen. Am 3. März wurde Kärnten befreit.“ Da möchte man dann doch lieber die Kärntnerinnen und Kärntner befragen, ob es ihnen in der Zeit freiheitlicher Landeshauptleute tatsächlich schlecht gegangen ist und wovon sie „befreit“ wurden. Der Kärntner Landeshauptmann ließ Satire hin oder her - den Eindruck im Raum stehen, in Kärnten habe es undemokratische Verhältnisse gegeben. Das geht eindeutig zu weit!

++++ ++++

Immer wieder aber fragt man sich, wo denn das politische Programm der neuen Koalition bleibt. Ausser Floskeln kam da bis jetzt nichts! Wohl aber sah man den neuen Landeshauptmann mit Kapitänskapperl beim Hafenfest, bei der After-Show-Party zur Carmen-Nebel-

Das einzig wirklich Witzige bei „Wir sind Kaiser“ war, dass die Komiker die Kärntner Koalition „Schwarz-Rot-Grün“ als „Afghanistan“-Koalition bezeichneten. Wo man am Arnulfplatz doch so stolz auf die „Kenia-Koalition“ war!

Landestankstellen Petition: Nachdem politischen Hick-Hack von Landesrat Gerhard Köfer bezüglich der Schließung und doch nicht Schließung der Landestankstellen unter der Auflage der Reduzierung der Öffnungszeiten auf drei Nachmittage pro Woche fordert der freiheitliche Landesparteiobmann LR Mag. Christian Ragger eine Beibehaltung der bisherigen Öffnungszeiten von fünf Tagen pro Woche und kündigt eine Unterschriftenaktion an. Die Freiheitlichen fordern eine Beibehaltung der Öffnungszeiten im vollen Ausmaß von fünf Tagen. Viele Kärntnerinnen und Kärntner sind auf die billigen Spritpreise der Landestankstellen angewiesen, um die Kosten des täglichen Pendelns ein wenig zu senken“, betont Ragger und macht klar, dass die Notwendigkeit der Landestankstellen außer Frage stehe. Man stelle sich hier bewusst auf die Seite der Kärntnerinnen und Kärntner. An allen 13 Standorten und Bezirkshauptmannschaften werden die Unterschriftenlisten aufliegen. „Wir erwarten uns, dass die Bevölkerung hier ein deutliches Zeichen setzten und den bisherigen Plänen der Stronach-Milliardärstruppe eine klare Absage erteilen wird“, so Ragger. FPK-Klubobmann Christian Leyroutz kündigte an, die geplante Schließung der Landestankstellen im Rahmen der „Aktuellen Stunde“ im Landtag zu thematisieren. Für die Freiheitlichen stehe das Wohl der Bevölkerung im Focus und nicht die Gewinnmaximierung von Tankstellenketten. Scharfe Kritik übte Leyroutz an Landesrat Köfer, der den Freiheitlichen vorwarf, eine „Brot-und Spiele-Politik“ zu betreiben. Dies zeige, dass das Team Stronach von den Menschen weit entfernt sei. Die Petition finden Sie auf Seite 16 dieser Ausgabe der Kärntner Nachrichten.


17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

In Kürze Evaluierung der Fallenjagd: Beim runden Tisch zum Thema Fallenjagd, zu dem Jagd- und Tierschutzlandesrat Christian Ragger geladen hatte, wurde gemeinsam mit Tierschutzombudsfrau Ingrid Fischinger und Freydis Burgstaller-Gradenegger von der Kärntner Jägerschaft eine entsprechende Evaluierung beschlossen, um die notwendigen Schlüsse für eine mögliche Änderung der Verordnung abzuwägen. „Als zuständiger Referent liegen mir natürlich sowohl die Anliegen der Kärntner Jägerschaft als auch die des Tierschutzes besonders am Herzen. Daher habe ich ein Monitoring der Fallenjagd in Kärnten in Auftrag geben, welches uns innerhalb eines Jahres die notwendigen Ergebnisse liefern wird, um eine etwaige Änderung der Fallenverordnung vorzunehmen“, erklärt Ragger. Nach Ablauf eines Jahres erwarte man sich daher genaue Zahlen darüber, wie viele Füchse bzw. Raubwild in Kärnten durch Fallen gefangen bzw. getötet werden. In Kärnten gibt es bisher rund 20 Genehmigungen für das Aufstellen von sogenannten Totschlagfallen. „Die Jägerschaft hat sich dafür besonders scharfe Regelungen auferlegt und geht hier mit besonderer Disziplin vor“, merkt Landesrat Ragger an. Biosphärenpark Nockberge: Nachdem letztes Jahr der Nationalpark Nockberge von der UNESCO ausgezeichnet wurde und seitdem offiziell die höchste Auszeichnung „Biosphärenpark“ trägt, hat nun der zuständige Referent Landesrat Christian Ragger gestern, Montag, gemeinsam mit Biosphärenparkdirektor Dieter Rossmann die Verfassungsabteilung mit der notwendigen Überführung der Rechtsnachfolge des Kärntner Nationalparkfonds beauftragt. „Mit dieser Änderung schaffen wir die notwendige gesetzliche Voraussetzung, um dem Biosphärenpark die Rechtsnachfolge des Kärntner Nationalparkfonds Nockberge zu ermöglichen. Hiermit wird der Biosphärenpark auch in Zukunft auf finanziell gute Beine gestellt“, freut sich Ragger. Der Biosphärenpark Nockberge sei Lebensgrundlage und Kapital für weitere wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen der Region und biete den höchsten Schutz für die natürliche und kulturelle Vielfalt des Gebietes. Auch gebe es bisher in Kärnten keinen Fall, bei dem Menschen zu Schaden gekommen wären.

Betriebsansiedelungen: Kärnten beschleunigt die Verfahren! Landesrat Christian Ragger setzt auf zeitgemäßes „One-Stop-Shop“-Prinzip

Landesrat Christian Ragger, hier beim Spatenstich für ein Wohnbauprojekt mit LTPräsident Josef Lobnig und Gerald Grebenjak, packt an: „Die Wirtschaft braucht rasche Entscheidungen und weniger Bürokratie!“ In keinem Bundesland soll es so einfach sein, ein Unternehmen zu gründen, wie in Kärnten. Durch die neue Verfahrenskonzentration, insbesondere durch die neue Übertragungsverordnung, soll laut zuständigem Referenten für die Koordinierung von Gewerbeverfahren, LR Christian Ragger, die Idee des One-StopShop-Prinzips zum Tragen kommen. „Wir haben das Ziel, dass Bescheide für Betriebsansiedelungen in 25 Tagen fertig sind. Vor allem Italiener, die sich in Öster-

reich ansiedeln wollen, schätzen diese Schnelligkeit“, teilte Ragger mit. In den kommenden zwei Wochen wird Ragger sämtlichen Bezirkshauptmannschaften einen Besuch abstatten und mit den jeweiligen Bezirkshauptfrauen bzw. männern die weiteren Schritte in Richtung Beschleunigung der Betriebsansiedelungs-Verfahren treffen. „Mit dieser Initiative wirken wir der Bürokratie entgegen und stärken die heimische Wirtschaft“, so Ragger.

PETITION IN DEN KN UNTERSCHREIBEN!


4 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

HINTERGRUND

Kärnten erhebt, wie viele Bienen durch Pestizide gekillt wurden! Tierschutz-Referent Landesrat Christian Ragger: „Kärnten muss Bienenschutz zu Umwelt-Hauptthema machen!“ Der Kärntner Tierschutzreferent Landesrat Mag. Christian Ragger fordert so rasch wie möglich eine Erhebung unter allen 2.684 Kärntner Imkern, wie viele ihrer Bienen durch Pestizide getötet worden sind. „Wir brauchen einen genauen Überblick, welche Schäden durch den Einsatz der umstrittenen Schädlingsbekämpfungsmittel Neonicotinoide in Kärnten entstanden sind. Die betroffenen Imker wissen das am besten“, betont Ragger. Für Ragger muss der Schutz der Bienen ein Hauptthema der Kärntner Politik in den nächsten fünf Jahren werden. „Die Gefährdung des nach dem Rind und Schwein drittwichtigsten Nutztieres durch vom Menschen ausgestreute Gifte und durch natürliche Feinde (u.a. Varoamilbe, Faulbrut) können wir nicht ernst genug nehmen“, so Ragger. Seit Jahren sinke der Bienenstand in Kärnten, zum Glück nicht so dramatisch schnell wie in anderen Regionen, aber es schrillen trotzdem die Alarmglocken. In nur einem Jahr sind 120 Bienevölker verschwunden „Allein von 2011 auf 2012 verschwanden in Kärnten 120 Völker, von 34.820 auf 34.700. Wenn man weiß, dass ein Volk im Sommer über 40.000 Bienen umfassen kann, sind das über vier Millionen Bienen“, erklärt der Tierschutzreferent. Ragger fordert in diesem Zusammenhang eine Förderung für Imker, wenn sie zusätzliche

Völker züchten. Die Kärntner Freiheitlichen werden daher im Landtag einen Antrag stellen, dass noch im Sommer eine Enquete zum Thema Bienenschutz in Kooperation mit dem Kärntner Imkerverband abgehalten wird. Die Aussagen der dabei geladenen Fachleute sollten die Basis für ein Maßnahmenpaket bis 2018 sein, „Das Ziel muss sein, dass Kärnten seinen Bienenstand erhöht und damit die Umwelt schützt und den Obstertrag langfristig absichert“, so Ragger. Ragger übt in diesem Zusammenhang Kritik an Umweltlandesrat Rolf Holub und Agrarlandesrat Wolfgang Waldner, welche bei diesem Kernthema auf Tauchstation seien. Für Ragger ist es unverständlich, dass die Gefährdung der Bienen durch Neonicotinoide erst jetzt in die öffentliche Diskussion gerät. Er verweist dabei auf den Jahresbericht der Organisation „Biene Österreich“ aus 2010, worin es heißt: „Das Jahr 2010 war gekennzeichnet durch die intensiven Bemühungen der Biene Österreich, die Zulassung der für die Bienen gefährlichen Saatgutbeizmittel zu verhindern. In zahlreichen Besprechungen mit der chemischen Industrie, der Landwirtschaftskammer Österreich, der AGES und dem Lebensministerium hat sich der redlich bemüht, den Einsatz dieser Pflanzenschutzmittel zu verhindern. Dies ist leider nicht gelungen“, so Landesrat Ragger.

Auch die einzigartige Kärntner Carnica-Biene ist bedroht!

Klagenfurt startet Kampagne zum Schutz der Kärntner Bienen! Über 80 Prozent aller blühenden Pflanzen, Sträucher und Bäume, aber vor allem nahezu die Hälfte aller Nahrungsmittelpflanzen, benötigen für die Bestäubung und Befruchtung die Honigbiene. Der schwierigen Situation der Bienenzucht in Kärnten, die durch Krankheiten, der zunehmenden Überalterung der Imkerschaft und der ständigen Abnahme von Kleinimkereien hervorgerufen wird, will die Landeshauptstadt jetzt mit einer Kampagne zum Schutz der Bienen gegensteuern. „Als ersten Schritt werden zehn Bienenstöcke angekauft und gemeinsam mit Klagenfurter Schulen an dafür geeigneten, städtischen Flächen aufgestellt. Da dieses Thema auch pädagogisch besonders wertvoll ist, sollen die Schulen eng eingebunden werden. Enstehen soll auch von heimischen Imkern geleiteter „Bienen-

Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider ehrpfad“, erklärt Bürgermeister Christian Scheider. Ebenfalls auf Initiative des Bürgermeisters hat sich der Stadtsenat einstimmig für eine „Bestäubungsprämie“ ausgesprochen. Als dritte Maßnahme lässt Scheider gerade prüfen, ob und wie der gänzliche Verzicht auf Pflanzenschutzmittel im Verantwortungsbereich des Stadtgartenamtes in Klagenfurt möglich wäre. „Klagenfurt soll hier als Vorbild für andere Gemeinden vorangehen, so Scheider.


HINTERGRUND

17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 5

Freiheitliche übernehmen Pflege der Jörg-Haider-Gedenkstätte! Ehrendes Angedenken an den erfolgreichsten Landeshauptmann der Gesichte Kärntens wird von neuer Landesregierung mit Füßen getreten. Blanke Empörung in weiten Teilen der Bevölkerung spürbar! Nach wenigen Wochen zeigt die neue Mitte-Links-Koalition ihr wahres Gesicht. Kärntens Probleme werden vernachlässigt, es gilt allein, freiheitliche Politik zu vernichten. Nach der Umfärbung des Bürgerbüros und der Abschaffung von Teuerungsausgleich und Müttergeld verbieten Peter Kaiser und Gerhard Köfer nun die Pflege der Haider-Gedenkstätte. Die Freiheitlichen sprechen sich klar gegen diese Vorgangsweise aus. Schon bisher ist die Jörg-Haider-Gedenkstätte in Lambichl von Parteifreunden und Sympathisanten gepflegt worden. Die Müllsäcke wurden allerdings von der Straßenverwaltung abtransportiert. Das hat nun die neue Landesregierung unter Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) gemeinsam mit dem zuständigen Referenten Landesrat Gerhard Köfer (Team Stronach) untersagt. Jörg Haider im Herzen. Der Chef der Kärntner Freiheitlichen Landesrat Mag. Christian Ragger will das so nicht stehen lassen. „Wir Freiheitliche werden Jörg Haider immer in unseren Herzen tragen und uns selbstverständlich um die Pflege der Gedenkstätte in Lambichl kümmern“, lässt Ragger wissen. Es sei nicht verständlich, wieso das Abtransportieren eines Müllsackes zum vorrangigen Thema in der Landesregierung werde. „Eigentlich müsste das wie bisher selbstverständlich sein“, so Ragger. Auch spreche es Bände, welcher Themen sich die neue Mitte-Links-Regierung annehme, anstatt über die wahren Probleme des Landes zu diskutieren. „Eine Schande!“ In dutzenden E-mails und Anrufen machten Kärntner, aber auch viele Gäste aus dem Ausland, ihrem Ärger über die politische Auseinandersetzung mit dem „Haider-Marterl“ Luft. „Eine Schande, wie die neue Landesregierung mit der Gedenkstätte für einen der erfolgreichsten Landeshauptleute Kärntens umgeht!“, formulierten viele.

Landesrat Christian Ragger bei der von Privatpersonen errichteten Jörg-HaiderGedenkstätte in Lambichl bei Klagenfurt, wo der Landeshauptmann verunglückte.

REGIONALES

Kürzlich fand auf dem Bleiburger Feld zum 68. mal eine Gedenkkundgebung für die Opfer eines Partisanen-Massakers nach Ende des 2. Weltkriegs statt, bei der Landtagspräsident Josef Lobnig eine vielbeachtete Rede hielt. Über eine halbe Million Kroaten, aber auch unzählige Soldaten anderer Nationalitäten wie Serben, Russen, Deutsche flüchteten vor der Machtübernahme durch die Kommunisten am Balkan nach Österreich. In der Hoffnung, von hier aus wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können, schickten die Briten die Flüchtlinge zurück nach Jugoslawien in den sicheren Tod. Über 100.000 Flüchtlinge wurden in den Todesmarsch geschickt, mindestens 1.000 wurden am Bleiburger Feld massakriert. Die Gedenkkundgebung fand in Anwesenheit hoher katholischer Würdenträger sowie politischer Repräsentanten aus Kroatien statt.


6 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

LESERBRIEFE

Kärntens Billigtankstellen Herr Köfer vom Team Stronach soll die Finger von den Billigtankstellen des Landes Kärnten lassen. Wenn diese Landestankstellen keinen Einfluss auf die Preise in Kärnten hätten, wie einige nun behaupten, so sollten sich diese Personen nur die Frage stellen, weshalb die Wirtschaftskammer Kärnten, die Öffnung der Landestankstellen so bekämpft hat. Immerhin wurde die Kärntner Landesregierung von der Wirtschaftskammer ja geklagt und das Land Kärnten unter dem damaligen zuständigen Straßenbaureferenten Dörfler, hat sich das Recht zur

Öffnung sozusagen erstreiten müssen. Dass man diese von der Bevölkerung so geschätzten Einrichtungen, nun aufgeben möchte, ist alles andere als einzusehen. Den hohen Spritpreisen muss mit allen Mitteln auch zukünftig entgegen gewirkt werden. Man hat leider das Gefühl, dass nur mehr parteipolitisch gedacht wird und alles was positiv mit den Freiheitlichen assoziiert werden könnte, abgeschafft werden muss. Heidraut Waldner Villach

Soziale Kälte in Kärnten spürbar Wer die geplanten Kürzungen von Sozialleistungen wie Teuerungsausgleich und Müttergeld der neuen Regierung verfolgt hat, dem wird sprichwörtlich „kalt ums Herz“. Den Ärmsten die Sozialleistungen zu streichen ist unerhört. Babygeld, Müttergeld, Teuerungsausgleich, Jugendstart-

geld – all das wird in Frage gestellt. Man hat uns bisher um unsere hohen Sozialleistungen in ganz Österreich beneidet. Nun werden diese Maßnahmen am Altar der Parteipolitik geopfert. Marietta Maurer Ferndorf

Sozialpolitischer Kahlschlag Als notwendiger denn je finde ich den Teuerungsausgleich für jene Menschen, die nur über ein sehr geringes Einkommen verfügen. Die Abschaffung dieser wichtigen Aktion zeigt einmal mehr, wie unsozial bereits die jetzige Koalition agiert. Die geplanten

Streichungen von Geldleistungen bei den Ärmsten deuten bereits auf einen strengen Sparkurs in unserem Land hin. Ich hoffe, dass das noch verhindert werden kann.

Baumpflanzung mit Schulkindern auf dem Kreuzbergl: 100 Klagenfurter Schulkinder pflanzten Mittwoch gemeinsam mit Bürgermeister Christian Scheider 100 Bäume am Kreuzbergl, dem Naherholungsgebiet der Klagenfurterinnen und Klagenfurter. „Leider hat die Stadt ja gegen die Schlägerungen auf die im Privatbesitz befindlichen Flächen auf dem Kreuzbergl keine Handhabe. Um aber ein Zeichen für die Zukunft zu setzen, haben wir gemeinsam mit Klagenfurter Schulkindern 100 Lebensbäume gepflanzt, die mit ihren Namenstafeln versehen worden sind“, erklärt Bürgermeister Scheider. Mit dabei waren die Volksschule 11, St. Ruprecht, mit den 1. und 2. Klassen, die Volksschule 1, Benediktinerschule, mit der 1 b Klasse und die Volksschule 13, ebenfalls mit der 1b Klasse. Die Kinder waren begeistert und haben unter fachlicher Anleitung der Firma Garten Hübner ihre eigenen Bäumchen gepflanzt. Insgesamt wurden 50 Stück Stieleichen mit einer Größe zwischen 100 und 120 Zentimeter sowie 50 Stück Bergahorn mit 140 cm gesetzt. Gesponsert wurden die Bäumchen von der Merkur-Versicherung, dafür gab es vom Bürgermeister ein herzliches Dankeschön an Willi Noll.

AUFGELESEN

Dietmar Wurzer Grades

Landestankstellen erhalten Ich hoffe, Landesrat Ragger setzt sich durch und kann eine Schließung der Landestankstellen verhindern. Es ist nicht fair eine gute Einrichtung für die Kärntnerinnen und Kärnt-

nern einfach zu zerschlagen, nur weil sie eine Idee von Jörg Haider war. Alexander Wallner Villach

Glosse aus der Wochenzeitung „Falter“, 3. Mai 2013

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 7

BUNDESPOLITIK

„Mit ihm kommt Österreich zuerst, statt EU- & Euro-Wahnsinn!“ Österreichweite Plakatkampagne der Freiheitlichen. Gerechtigkeit, Respekt und Chancen im Zentrum FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache und FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl präsentierten diese Woche die neue freiheitliche Plakatkampagne.

zur Kriminalität und zur Zuwanderung“, so der FPÖ-Chef. „Unser Hauptgegner für die Nationalratswahlen ist und bleibt das Duo-Inferior Faymann-Spindelegger.“

Die Hauptthemen der Kampagne sind laut Strache Österreich zuerst, Gerechtigkeit, Respekt und Chancen. „Sichtbar werden soll dabei auch die Vielfalt unseres freiheitlichen Angebots“, erklärte Strache. Denn die FPÖ biete ein politisches Vollsortiment von A wie Arbeitsmarkt und Armutsbekämpfung bis Z wie Zuwanderung und Zukunft unserer Familien. Im Juni erscheine auch die vierte, überarbeitete und erweiterte Ausgabe unseres „Handbuchs freiheitlicher Politik“.

Der permanente Stillstand in Österreich müsse ersetzt werden durch ein Klima des Muts und der Freude an der Erneuerung. Strache zeigte das Versagen

der Regierung anhand der Familienpolitik auf. Schon im Jahr 2008 seien den Österreichern großzügige Verbesserungen im Bereich der Familien versprochen worden. Gekommen sei praktisch nichts. Die Familienleistungen seien seit über zehn Jahren nicht mehr erhöht worden, obwohl die Inflation im selben Zeitraum 25 Prozent betragen habe, so Strache.

Die FPÖ werde bis zu den Nationalratswahlen nicht lockerlassen, betonte Strache. Natürlich werde man sich auch intensiv mit den Fehlleistungen und Versäumnissen der rot-schwarzen Konkurrenz auseinander setzen. „Das geht vom EU- und Euro-Irrsinn über die katastrophale Lage am Arbeitsmarkt bis hin

Messedirektor Erich Hallegger feierte seinen „Runden“ mit vielen Gästen! Die Kärntner Messen sind eine Erfolgsgeschichte - und Erich Hallegger ist ein wichtiger Teil davon. Seit 1980 im Unternehmen verankert, leitet Hallegger seit 2001 als Geschäftsführer die Kärntner Messen, die seitdem eine permanente Aufwärtsentwicklung mitgemacht haben. Dementsprechend prominent war die Schar der Ehrengäste, die kürzlich Erich Hallegger zum 60. Geburtstag gratulierten. Allen voran ließ es sich Landeshauptmann Peter Kaiser nicht nehmen, sich beim Messedirektor zu bedanken und ihn gleich zu einem „Halbmarathon“ von Ludmannsdorf nach Ferlach mit anschließender Einkehr einzuladen. Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider ließ Hallegger eine besondere Ehrung zuteil werden. Der Jubilar durf-

te sich aus Anlaß seines Geburtstages in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Messepräsident VzBgm. Albert Gunzer dankte „seinem“ Messedirektor dafür, dass die Kärntner Messen ein nicht wegzudenkender Wirtschaftsfaktor für Kärnten und die Landeshaupstadt Klagenfurt geworden seien. Auch WK-Präsident Franz Pacher dankte Hallegger in launigen Worten. Schwungvolle Musik von Prof. Gert Prix und ein spritziges Kabarett mit den „Schrägen Vögeln“ rundeten die Feierstunde bestens ab. Auch die „Kärntner Nachrichten“ schließen sich den Glückwünschen an Erich Hallegger herzlich an. Weiterhin viele gesunde Meilen auf dem „Jakobsweg“ und viel Erfolg, lieber Erich!

Erich Hallegger, erfolgreicher Direktor der Kärntner Messen, feierte kürzlich im Kreise vieler Freunde und Geschäftspartner seinen 60. Geburtstag. Der aus Ludmannsdorf stammende Manager zeichnet seit 2001 für beispiellose Erfolge im Messegeschäft verantwortlich.


8 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

REGIONALES

Althofen: Baustart für neue Senioren-Tagesbetreuung!

FPÖ: Mehr tun für Familien! Anlässlich des Tags der Familie fordert die freiheitliche Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller mehr Gerechtigkeit: „Die Familienpolitik der letzten Jahre ist davon geprägt, dass man den Familien Almosen gibt und dann wieder nimmt. Wir wollen, dass Familien gerecht behandelt werden!“ Einziger Ausweg sei ein familienfreundliches Steuermodell, wie es die FPÖ schon seit Jahren fordert. „Die Steuerlast muss sich an der Zahl der Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt orientieren. Wer mehr Kinder hat, zahlt weniger Steuern, weil Kinder die Steuerzahler der Zukunft sind“, hält Abg. Kitzmüller fest.

Baustellenbesichtigung in Althofen: (v.l.) Bürgermeister Manfred Mitterdorfer, Geschäftsführer Herbert Wascher (GTS-Bauträger), Sozialstadträtin Wilma Warmuth, Ausschussobmann GR Rüdiger Nagy und Dir. Martina Springer (Sozialhilfeverband). Anlässlich des Baubgeginns der „Senioren-Tagesstätte“ mit 14 betreubaren Wohnungen präsentierte die Initiatorin, Sozialstadträtin Wilma Warmuth mit Bürgermeister Manfred Mitterdorfer diesen zukunftsorientierten Wohnbau. Bereits 2011 gelang es STR Wilma Warmuth beim ExSozialreferenten Mag. Christian Ragger die Genehmigung dieses „Sonderwohnbauprojekts“ zu erhalten, wodurch nun dieser Wohnbau für die Stadtgemeinde Althofen erst planbar und leistbar wurde. Nun wird ab sofort bis Spätsommer 2014 von der GTS in der Kansnitstraße, neben den vier bestehenden Seniorenhäusern ein fünftes errichtet. 14 barrierefreie Wohnungen mit spezieller Infrastruktur wie Notrufan-

lage, Hitze- und Wassersensoren etc. sollen dann den Menschen 60 plus bzw. Menschen mit gesundheitlichem Förderbedarf zur Verfügung stehen. Zudem wird ebenerdig eine 200 m2 große Tagesbetreuungsstätte errichtet, in welcher Senioren aus Althofen und dem übrigen Bezirk jeweils von Montag bis Freitag ganztags betreut werden können. „Wir wollen unserer reiferen Generation mit diesem Angebot ein Älterwerden in Würde und daheim mit maximaler Selbstbestimmtheit ermöglichen. Daher werden wir rechtzeitig, vor Bauabschluss des Projektes eine diesbezügliche Informationsveranstaltung in Althofen durchführen“, zeigt sich Sozialstaträtin Wilma Warmuth engagiert.

Die Kärntner Nachrichten jetzt im Abonnement: Hotline: 0463 51 15 15 - 0


17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 9

MESSE

RECARE: Fachmesse für Pflege, Integration und Reha ereits zum 6.Mal veranstalten die KÄRNTNER MESSEN vom 23. bis 24. Mai 2013 die Fachmesse „ReCare“. Sie möchte mit ihrem Angebot den Alltag von pflegebedürftigen und behinderten Menschen erleichtern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer u.a. an barrierefreien Sportangeboten sowie Hilfen für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen.

behinderte und blinde Personen können innerhalb von Klagenfurt Taxis nützen. 80 % des Fahrpreises (maximal 46,30 € pro Monat) werden rückerstattet. Dafür müssen die Rechnungen des Fahrpreises im Laufe des Folgemonats in der Abteilung Soziales des Magistrates Klagenfurt eingereicht werden. Vor der erstmaligen Nutzung der Aktion erfolgt eine einmalige Datenerfassung in der Abteilung Soziales.

B

Menschen mit besonderen Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt der „6. Fachmesse für Pflege, Integration und Reha“ vom 23. bis 24. Mai 2013 am Messegelände Klagenfurt. „Gemeinsam mit den rund 65 Anbietern aus dem In- und Ausland möchten wir Betroffenen und Angehörigen, aber auch Entscheidungsträgern und Fachleuten eine Plattform bieten, wo man kompetent und einfühlsam beraten wird“, erklären Messepräsident Albert Gunzer und Messe-Geschäftsführer die Philosophie dieser Messeveranstaltung. Das Ausstellungsspektrum reicht von Alltags- und Mobilitätshilfen, über Orthopädische Hilfsmittel und pädagogische Arbeitshilfen bis hin zu medizi-

nischer Versorgung und Vereine. BESUCHERINFOS: ALLES RUND UM DIE RECARE Die Fachmesse „ReCare“ findet von Donnerstag, 23. Mai bis Freitag, 24. Mai 2013 am Messegelände Klagenfurt statt und hält am Donnerstag von 09.00 bis 18.00 Uhr, und am Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Eintritt. Der Tageseintritt beträgt für Erwachsene € 7,-, Kinder und Schüler (6 bis 16 Jahre) zahlen € 2,- Jugendliche (17 bis 19 Jahre) € 3,- so-

wie Präsenzdiener und Studenten € 3,-. Behinderte Menschen sowie ihre im Ausweis eingetragene Begleitperson erhalten freien Eintritt. Parken. Parkmöglichkeiten gibt es entweder am Parkplatz „St. Ruprechterstraße“, im Parkhaus oder im Vergnügungsparkgelände. Menschen mit Behinderung finden direkt vor der Messehalle 2 eigene Parkplätze. Taxiservice. Zur Lebenserleichterung der behinderten MitbürgerInnen gibt es eine eigene Taxi-Aktion. Stark geh-

Details: Weitere Informationen zur ReCare gibt es unter www.kaerntnermessen.at oder telefonisch unter 0463/56800


10 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

KULTUR

Festspielsommer mit 14 x Theater und 3 Matineen

10. Sommerspiele Schloß Sitzenberg „Komtesse Mizzi“ und „Anatols Hochzeitsmorgen“ Zwei Kurz-Komödien von Arthur Schnitzler Zum 10-jährigen Jubiläum der Sommerspiele Schloss Sitzenberg hat sich Intendantin Michaela Ehrenstein etwas besonders kurzweiliges einfallen lassen. Gleich zwei liebenswert pikant-charmante Komödien aus der Feder des großen österreichischen Dichters Arthur Schnitzler kommen dieses Jahr bei den Sommerspielen Schloss Sitzenberg an einem Abend zur Aufführung! Gespielt wird vom 7.-23. Juni 2013. Regie bei den beiden Stücken führt der großartige Reinhard Hauser, auf der Bühne zu sehen u.a. Intendantin Michaela Ehrenstein, Publikumsliebling Gerhard Dorfer, Paradeverführer Peter Fernbach & Felix Kurmayer … Ebenfalls dürfen sich Kenner der Sommerspiele auch heuer wieder auf drei hochkarätige, themenbegleitende Sonntagsmatineen im Festsaal von Schloss Sitzenberg freuen – heuer dreht sich alles um Arthur Schnitzler: „Jugend in Wien“, „Literatur“ und „Anatol“. www.sommerspiele.schloss-sitzenberg.at THEATER KOMTESSE MIZZI: Graf Pazmandy, der mit seiner Tocher Komtesse Mizzi auf einem kleinen Schloss bei Wien lebt, erhält Besuch von seinem langjährigen Freund Egon Fürst Ravenstein, der ihn mit der Nachricht überrascht, dass er einen siebzehnjährigen außerehelichen Sohn hat, der am Gymnasium in Krem zur Schule geht. Erst jetzt hat er ihm seine Vaterschaft gestanden ohne die Mutter um Erlaubnis zu fragen … ANATOLS HOCHZEITSMORGEN: Anatol hat die Nacht vor seiner Hochzeit mit der Sängerin Ilona verbracht, die nichts von seinen bevorstehenden Plänen ahnt. Als Anatols Freund Max eintrifft, um den Bräutigam rechtzeitig zu dessen bevorstehender Hochzeit abzuholen, spitzt sich die Situation zu … Es spielen: Gerhard Dorfer, Michaela Ehrenstein, Peter Fernbach, Martin Gesslbauer, Felix Kurmayer, Adrienne Láng, Christoph Prückner, Christine Renhardt u.a.

Anatol–Zyklus. Es liest Peter Uray. Musik Béla Fischer

Regie: Reinhard Hauser Musik: Béla Fischer Bühne Erwin Bail Kostüme: Babsi Langbein Assistenz: Vera Bernhauser TERMINE „ Komtesse Mizzi“ & „ Anatols Hochzeitsmorgen“ Freitag 7. Juni 2013, 19 Uhr Samstag 8. Juni 2013, 16 u 20 Uhr Sonntag 9. Juni 2013, 16 Uhr Freitag 14.Juni 2013, 20 Uhr Samstag 15. Juni 2013, 16 u 20 Uhr Sonntag 16. Juni 2013, 16 u 20 Uhr Donnerstag 20. Juni 2013, 20 Uhr Freitag 21. Juni 2013, 20 Uhr Samstag 22. Juni 2013, 16 u 20 Uhr Sonntag. 23. Juni 2013, 16 Uhr 3 MATINEEN … Wie jedes Jahr ergänzen drei themengerechten Matineen im Festsaal das aktuelle Stück: Am 9. Juni 2013 – 11 Uhr „ Jugend in Wien“ : Auszüge aus Schnitzlers Autobiographie Schnitzler war auf der Höhe seines Ruhmes, als er die Aufzeichnungen seiner Jugend in Wien niederschrieb. Mit der Ironie des Älteren blickt Schnitzler zurück auf seine Kindheit, seine Jugend- und Studienjahre in Wien, seine Liebschaften, seine Konfrontation mit dem Arztberuf und seine ersten schriftstellerischen Versuche bis zu den Anfängen des

Am 16. Juni2013 – 11 Uhr „ Literatur“ : Lustspiel in einem Akt von Arthur Schnitzler Eine höchst unterhaltsame intelligente Komödie um das Thema Lebenslüge… Die mit Klemens verheiratete Margarete hat einen Roman geschrieben, in dem sie die erotischen Liebesbriefe ihres ehemaligen Liebhabers Gilbert zitiert. Peinlicherweise taucht dieser nun höchstpersönlich bei ihr auf, um ihr seinerseits seinen neuen Roman zu überbringen, in dem auch er die damalige Korrespondenz veröffentlicht hat. Die Katastrophe ist absehbar, sollte der feine Herr Klemens beide Romane jemals in die Hand bekommen und vergleichen. Den Roman seiner Frau hat er sich bereits verschafft… Klemens Felix Kurmayer Margarete Michaela Ehrenstein Gilbert N.N. Am 23. Juni 2013 – 11 Uhr „ Anatol“ : Drei weitere Einakter „ Anatol-Einakter“ In Ergänzung zu „Anatols Hochzeitsmorgen“ drei weitere Einakter aus Schnitzlers Anatol- Zyklus, zur Vertiefung dieser bekannten Bühnenfigur. „Denksteine“, „Weihnachtseinkäufe“, „Abschiedssouper“ Mit Sylvia Eisenberger, Peter Fernbach als Anatol, Kerstin Raunig Musik Béla Fischer Man hofft auf gutes Wetter für die Freilichtaufführungen und auf ausverkaufte Vorstellungen wie in den Jahren zuvor. TIPP! Wer sicher dabei sein möchte sollte unbedingt RESERVIEREN! KARTEN und Infos: 02276/2241 Gemeinde Sitzenberg-Reidling 0676/ 612 84 00 www.sommerspiele.schloss-sitzenberg.at www.oeticket.com


KULTUR

17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 11

Veranstaltungen Schloß Albeck Fr, 17. Mai, 20 Uhr: Die Dornrosen „ Volle Kanne“ ...oder wie man das Leben sonst noch verbringen kann.

mes Können, Vielfalt und musikalische Phantasie beweisen. Vertriebene Komponisten, die zuerst in ihrer deutsch-sprachigen Heimat und dann erst recht in Amerika großartige Karrieren machten, haben Texte von Bertold Brecht, Georg Kaiser, Robert Liebmann, Ira Gershwin u.a. vertont. Sie hören fabelhafte Musik von Friedrich Hollaender, Hanns Eisler, Kurt Weill und Hermann Leopoldi, neu arrangiert von Gerrit Wunder. Peter Gillmayr, Violine, Andrej Serkov, Akkordeon, Roland Wiesinger, Kontrabass

Die Show außerhalb des Nichtschwimmerbereichs. Nichts für Planschbeckenbesitzer! Die drei Geschwister schwimmen durchs Leben und versuchen herauszufinden wie man die Zeit, die man als Mensch geschenkt bekommt, verbringen kann um glücklich zu sein. Es gibt 1000 Möglichkeiten. Manche glauben man muss alle davon nützen. Andere geben sich mit dem Fernseher zufrieden. Nicht aber die Dornrosen! Was ist es, das dir Wonnegefühle beschert? Welches Tempo kann man fahren um nicht einzufahren? Die Dornrosen haben es probiert... Katharina Schicho: singt laut, spielt viel, ist Chef (Gitarre); Christine Schicho: singt süß, spielt gern, ist blond (Violine); Veronika Schicho: singt hoch, spielt tief, ist da (Bass) Fr, 7. Juni, 20 Uhr: „ Lieder eines armen Mädchens“ Nina Proll & Trio de Salón

Benannt nach dem Liederzyklus, den Friedrich Hollaen-der in den 20ern für seine erste Frau, die Berliner Diseuse Blandine Ebinger, komponiert hat, beschäftigt sich dieser etwas andere Liederabend mit dem Schicksal der unteren Zehntausend. Eine tolle sänger-isch/schauspielerische Leistung von Nina Proll, die wunderbar eine Vorstellung des „Flairs“ der 20er Jahre herüber zu bringen vermag. Eine tolle musikalische Darbietung, exzellente Musiker, die enor-

So, 19. 05., 11 h: Klavierduo Masumi & Miho HIO: Orchesterkonzert mit Tschaikowski & Dvorak zu 4 Händen

Der Konzertauftritt in der New Yorker Carnegie Hall aufgrund des 1. Preises beim Internationalen Klavier-Wettbewerb Bradshaw & Buodo war der Beginn erfolgreicher Konzertreisen in Japan, USA, Österreich, England, Schweiz, Italien. 2012 erscheint erste CD mit darauffolgender großen Konzerttournee. Mit hinreißender Perfektion und Hingabe bietet das japanische Künstlerehepaar vielfältige Programme für Klavier zu 4 Händen. Diesmal zaubern sie den großen Orchesterkonzertsaal nach Albeck mit der Nussknacker-Suite. op. 71a von Peter Illitsch Tschaikowski und der Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“, op.95 von Antonin Dvorak Nußknackersuite:Ouverture miniature, Danses charactéristiques Marche, Danse de la Fée Dragée (Tanz der Zuckerfee), Danse russe Trepak (Russischer Tanz), Danse arabe (Arabischer Tanz), Danse chinoise (Chinesischer Tanz), Danse des mirlitons (Tanz der Rohrflöten), Valse des fleurs (Blumenwalzer) .Symphonie N. 9 „Aus der neuen Welt“: Adagio-Allegro molto – Largo - Scherzo; Molto vivace - Allegro con fuoco.


12 KärntnerNachrichten I 17. Mai 2013

LANDESPOLITIK

Raiffeisen zieht Bilanz: Sicherheit und Stabilität für Kärntner Kunden Die Kärntner Raiffeisenbanken erzielten im Geschäftsjahr 2012 trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes wieder ein solides Ergebnis. Die konstante Eigenkapitalausstattung wurde sogar noch erhöht. Steigerung der Kundenanzahl und Dienstleistungserträge bestätigen das Motto „Mit Raiffeisen am sicheren Weg“. „2012, im Jahr der Genossenschaften, haben die 47 Kärntner Raiffeisenbanken und die Raiffeisen Landesbank Kärnten wiederum gezeigt, dass Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Stabilität und Erfolg sichern“, so RLB-Vorstandssprecher Peter Gauper. Das danken auch die Kunden: Eine Steigerung der Kundenund Kontenanzahl sowie der Dienstleistungserträge und Bestwerte bei der Kundenzufriedenheit sind das Fazit. Regionaler Bankdienstleister „Wir verstehen uns als verlässlicher Partner unserer Kunden und Förderer der Region. Dabei hilft uns vor allem die Entscheidungskompetenz direkt vor Ort“, so Gauper. Soziale Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg schließen einander nicht aus - das beweisen die Kärntner Raiffeisenbanken mit ihren derzeit rund 66.500 Mitgliedern, die zugleich Kunden und Eigentümer ihrer Bank sind. Die Besinnung auf die eigenen Stärken und Werte gehört gleichsam zum Erfolgsrezept wie die Bereitschaft zur Veränderung und unterneh-

Erfolgreiches Trio an der Spitze der Kärntner Raiffeisen-Landesbank: die Vorstandsdirektoren Mag. Peter Gauper, Mag. Georg Messner und Mag. Gert Spanz. Foto: Eggenberger merischer Mut. Eines der derzeit bedeutendsten Themen im Kärntner Raiffeisensektor ist dabei die Zusammenführung der Raiffeisen Landesbank Kärnten (RLB) und der Raiffeisen Bezirksbank Klagenfurt (RBB). „Organisatorisch sind die notwendigen Maßnahmen abgeschlossen. Es gilt nun aus zwei Instituten ein starkes und zukunftssicheres Bankunternehmen zu gestalten und dabei vorhandene Synergien und die gemeinsame Vertriebsstärke bestmöglich zu nutzen“, so Gauper.

erwirtschaftet werden“, so der RLB-Vorstandsdirektor Gert Spanz. Der Rückgang im Betriebsergebnis ist primär auf die Zinssituation und den damit einhergehenden Rückgang im Nettozinsertrag zurückzuführen. Die Bilanzsumme sank 2012 von 8,09 Mrd. EUR auf 7,7 Mrd. EUR, das Betriebserge-

bnis lag bei 71,7 Mio. EUR, das EGT (Gewinn vor Steuern) bei 21,3 Mio. EUR. „Mit einer Eigenkapitalquote von 14,16 % verfügt Raiffeisen über einen stabilen Sicherheitspolster für die künftigen Herausforderungen“, sagt Spanz. Bei den Kundeneinlagen konnte abermals eine Steigerung von 0,61 % verzeichnet werden.

Der Fusionszeitpunkt wird nach Vorliegen der endgültigen Jahresergebnisse evaluiert. Durch die Fusion mit der RBB wächst die RLB auf insgesamt 500 Mitarbeiter, 33.500 Kunden und einen Marktanteil in Klagenfurt von 31 % an. Stabiles Ergebnis „Nach einem der besten Betriebsergebnisse 2011 konnte trotz turbulentem Marktumfeld auch 2012 wieder ein respektables Ergebnis

Flaggschiff der Kärntner Banken: Die Zentrale der RaiffeisenLandesbank in Klagenfurt. Foto: RLB


17. Mai 2013 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Extra Bonus für den Multi Bonus Bingo dotiert drei Mal 10.000 Euro zusätzlich in den höchsten Gewinnrang. Gibt es eine Steigerung von „Multi“? Natürlich, „Plures“, würde der Lateiner sagen. Bingo Fans sehen das ein bisschen anders: Für sie ist die Steigerung von „Multi“ jetzt nämlich „Extra“. Warum? Weil Bingo jetzt drei Ziehungen lang den „Multi Bonus“ um einen „Extra Bonus“ in Höhe von je 10.000 Euro steigert. Bei den Ziehungen am 18. und

am 25. Mai sowie am 1. Juni 2013 geht es also um 10.000 Euro Extra Bonus im Multi Bonus. Denn Bingo legt auf den Multi Bonus Gewinnrang drei Mal je 10.000 Euro drauf. Wer bei einer dieser drei Ziehungen „Bingo!“ bis zur 43. Zahl ruft, hat also mehr als nur einen Grund zur Freude.

drei oder vier Tipps mit zwei, drei bzw. vier Kartensymbolen gespielt werden. Annahmeschluss für Bingo ist am Samstag um 13.00 Uhr. Die Bingo Ziehung findet jeweils am Samstag statt und wird um 18.20 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt.

Bingo wird in allen Annahmestellen ausschließlich als Quicktipp angeboten. Die Bingo Tipps und das Kartensymbol werden per Zufallszahlengenerator ermittelt. Auf jeder Bingo Quittung können zwei,

Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung sind in der Kärntner Landeszeitung vom 10. Mai 2013 folgende Planstellen ausgeschrieben:

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Messeplatz 1, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal; Fotos: LPD und Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten

Abteilung 1 (Kompetenzzentrum Landesamtsdirektion)/Unterabteilung Protokoll: Eine Planstelle im „Verwaltungsfachdienst“. Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: • Abschluss einer mittleren Schule oder kaufmännischen Lehre • gute EDV-Anwenderkenntnisse • Führerschein der Klasse B Erwünscht: • Grundkenntnisse in der haushaltsmäßigen Gebarungsabwicklung (Anweisungen, Rechnungsüberprüfungen)

Abteilung 7 (Kompetenzzentrum Wirtschaftsrecht und Infrastruktur): Eine Planstelle im „Wissenschaftlichen Dienst“. Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: • abgeschlossenes Studium der Geographie mit dem Schwerpunkt „Verkehrsgeographie“ • theoretische Kenntnisse über und mehrjährige Berufserfahrung in der Anwendung von Geographischen Informationssystemen • mehrjährige Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung • mehrjährige Berufserfahrung im öffentlichen Personennahverkehr und Kenntnisse über den Aufbau und die Organisation des öffentlichen Personennahverkehrs • Anwenderkenntnisse über den Aufbau und den laufenden Betrieb relationaler Datenbanken • Führerschein der Klasse B Erwünscht: • wissenschaftliche Arbeiten oder allgemeine Publikationen in Fachzeitschriften zum Thema öffentlicher Verkehr • Erfahrung in Verhandlungsführung • Englisch in Wort und Schrift • Grundkenntnisse Italienisch Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536-10324 zu erfahren.

Ziehung vom Do., 09. 05. 2013

44642 Ziehung vom Fr., 10. 05. 2013

00456 Ziehung vom Sa., 11. 05. 2013

47571 Ziehung vom So., 12. 05. 2013

89377 Ziehung vom Mo., 13. 05. 2013

41733 Ziehung vom Di., 14. 05. 2013

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VO R S C H AU 20. Runde 2013 1: Sturm Graz– SV Ried 2: RB Salzburg– Wacker Innsbruck 3: Austria Wien– SC Wr. Neustadt 4: SV Mattersburg– Rapid Wien 5: Wolfsberger AC– Admira Wacker 6: Mönchengladbach– Bayern München 7: Hamburger SV– B. Leverkusen 2 8: SC Freiburg– Schalke 04 9: VfB Stuttgart– FSV Mainz 05 10: E. Frankfurt– VfL Wolfsburg 11: 1. FC Nürnberg– Werder Bremen 12: FC Augsburg– SvpVgg. Gr. Fürth Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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WIRTSCHAFT

Murauer Bier kooperiert mit KELI Das weckt Kindheitserinnerungen: Die original KELI-Glasflasche im Retrolook. Wer kennt sie nicht, die kultigen KELI Getränke, die für viele Kinder der 70er und 80er Jahre ein besonderes Geschmackserlebnis waren? Jetzt ist der österreichische Limonadenklassiker wieder in der original 0,33l Mehrweg Flasche, nur in der Gastronomie erhältlich. Was hat Murauer Bier damit zu tun? Die Brauerei Murau und KELI stehen für Verlässlichkeit und Qualität und sie sind beide steirische Getränkehersteller mit Tradition und einem hohen Verantwortungsbewusstsein den Kunden und der Umwelt gegenüber. In den gemeinsamen Werten und wirtschaftlichen Zielen erkannte man das Potenzial einer möglichen Partnerschaft und ging eine vielversprechende Kooperation im Bereich der Lizenzfüllung ein. Seit Anfang Mai werden in der Brauerei Mu-

rau die fruchtigen Durstlöscher der KELI Klassiker in den Geschmacksrichtungen Ananas, Himbeer, Orange und Maracuja in der 0,33l Mehrweg Flasche abgefüllt und in der Gastronomie vertrieben. „Nicht nur das positive Image des Kultgetränks aus den 70ern und 80ern zeichnet für die erfolgreiche Wiedereinführung am österreichischen Markt verantwortlich, auch gut funktionierende Partnerschaften, wie eben auch mit der Brauerei Murau sind ein wesentlicher Teil des Erfolges“ betont KELI GF Mag. Rudolf Mühlberger. Wolfgang Gittmaier, Vertriebsleiter der Gastronomie sieht in der Brauerei Murau einen kompetenten Partner, mit dem man den Kunden gemeinsam ein umsatzstarkes Zusatzprodukt bieten kann. „Mit KELI können wir unsere Kompetenz in der Limonadenabfüllung stärken und unsere Produktpalette qualitätsvoll erweitern“ freut sich Murauer Bier GF Josef Rieberer über die gelungene Kooperation.

KELI Limonaden gibt es seit 1960. Damals wurde Ke-Li vom Getränkehändler Kesterzani aus Linz auf den Markt gebracht. KELI eroberte die Gaumen und Herzen der Österreicher. Vor allem durch die Sorten Orange, Ananas, Himbeere und Maracuja entwickelte sich KELI in den 70er und 80er Jahren zur österreichischen Kultlimonade. Die Marke KELI durchlebte anschließend turbulente Zeiten. Trotzdem ist sie nach wie vor im Bewusstsein der Österreicher als die „österreichische Limonadenmarke“ fest verankert. www.murauerbier.at, www. keli.at


AUTO & MOTOR

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