Issuu on Google+

KÄRNTNER

NACHRICHTEN Nr. 17 • 59. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 26. April 2013

Außerordentlicher Landesparteitag in St. Veit:

Kärntens Freiheitliche ungeteilt!

en h c i e Z m i g a t i e part m r o f e R i e b e t r ie LPO r e t n i h g i n i e +++ 400 Deleg n stehe K P F + + + s t r a +++ n o i t i s o p des Neust p O e l ftvol a r K + + + r e g g Christian Ra Foto: kaufmann/kaerntenlive.at


2 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

SPLITTER

THEMA DER WOCHE von CR Dr. Helmut Prasch

Parteitag im Zeichen des Neustarts Die rund 400 Delegierten und weit mehr als 200 Gäste des Außerordentlichen FPK-Landesparteitages wurden mit zünftiger Blasmusik der Hüttenberger Bergmannskapelle begrüßt. Dort schlägt übrigens kein Geringerer als Bürgermeister Josef Ofner die Tschínellen. +++

Unter den Parteitagsgästen befand sich neben FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache auch der Klubobmann der Freiheitlichen im Wiener Landtag, Johann Gudenus. Aufgefallen ist, dass neben freiheitlichen „Urgesteinen“ ausnehmend viel Jugend auf dem Landesparteitag präsent war. +++

Für einen reibungslosen und demokratischen Ablauf der Beratungen, die bis in den späten Nachmittag andauerten, sorgten Landesgeschäftsführer Gernot Schick, die Bezirksgeschäftsführer und Manfred Stromberger. Über die absolute rechtliche und statutengemäße Korrektheit der Wahlgänge wachte der Gurker Notar Manfred Scheichenbauer. +++

Im Zuge seiner Parteitagsrede erwähnte der neue Landesparteiobmann Christian Ragger, dass ihm Claudia Haider nach einem Gespräch versichert habe, ihm die Agenden der „Dr. Jörg Haider Stiftung“ zu übertragen, wenn sich die Partei wie von ihm skizziert, politisch positioniere. Deutlich bekannte sich Ragger zum politischen Vermächtnis Jörg Haiders, insbesondere zu einer weiten Öffnung der Parte ohne jede Ausgrenzung.

Realisierung des Jahrhundert-Projekts Koralmtunnel samt den positiven Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt, vor allem aber für die Anbindung Kärntens an die internationalen Verkehrswege zu danken sei. Ebenso dankte Ragger dem ehemaligen Landesrat Harald Dobernig, der unter den Delegierten weilte, für sein Engagement um die Volkskultur in Kärnten. +++

Fair, und von den Delegierten mit kräftigem Beifall bedacht war das Verhalten von Bürgermeister Mathias Krenn nach dem Feststehen des Ergebnisses der Obmann-Wahl. Eine freundschaftliche Umarmung auf offener Bühne beendete eine offen geführte Diskussion, die von manchen Medien bereits als „Machtkampf“ bezeichnet worden war: „Die Kärntner Freiheitlichen sind ungeteilt und geschlossen!“, war die klare Antwort von Landesparteiobmann Christian Ragger. +++

Mit großem Applaus wurde auch die Rede von FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache von den Delegierten des Kärntner Landesparteitages zur Kenntnis genommen. Strache zeigte sich zuversichtlich, mit der neuen Kärntner Mannschaft bereits bei den Nationalratswahlen im September 2013 eine klare Antwort auf den Linskurs der neuen Kärntner Regierung geben zu können. Insgesamt sei es für Kärnten wichtig, mit den Freiheitlichen eine starke Oppositions- und Kontrollkraft in Landtag und Landesregierung zu wissen. +++

+++

Christian Ragger fand auch wohltuende Worte des Danks an alle ausgeschiedenen Landtagsabgeordneten und Regierungsmitglieder. Besonderes Lob gab es auch für Landeshauptmann a.D. Gerhard Dörfler, dem u.a. die

Traditionell endete der Landesparteitag mit dem Absingen der Kärntner Landeshymne. Gestärkt, geeint und optimistisch für die Zukunft verließen die Delegierten eine Tagung, die ganz im Zeichen eines vielversprechenden Neustarts gestanden ist.

IN KÜRZE Jugendstartgeld: Nachdem die neue Linkskoalition bereits das Bürgerbüro geschlossen sowie das Müttergeld und den Teuerungsausgleich abgeschafft hat, fiel diese Woche nun auch das von vielen dringend benötigte Jugendstartgeld dem Rotstift zum Opfer. So gut wie alle sozialpolitischen Meilensteine, die von den Freiheitlichen in den letzten Jahren gesetzt wurden und um die Kärnten von anderen Bundesländern bendiedet wurden, sind somit Geschichte. Indes hat die neue Regierung bis zum heutigen Tage nicht erkennen lassen, welche Akzente sie für eine gedeihliche Entwicklung unseres Bundeslandes tatsächlich setzen will. Mieterhöhung: Kein Rezept hat die neue Finanzlandesrätin Gabi Schaunig gegen die bevorstehende, drastische Erhöhung der Mieten in Kärnten. FPK-Klubobmann Christian Leyroutz erinnerte diese Woche daran, dass der frühere Landesrat Harald Dobernig im Bewusstsein um diese Entwicklung, die ihre Ursache im übrigen in der Ära roter Wohnbaureferenten hat, ein Mietensenkungsprogramm vorgelegt hat, um den Preisschock abzufangen. Eine entsprechende Novelle des Wohnbauförderungsgesetzes liegt im Landtag (Siehe Bericht auf Seite 5). Bleibt abzuwarten, ob die neue Mehrheit im Kärntner Landtag sich zu einer Beschlussfassung im Interesse der Kärntner Mieterinnen und Mieter durchringen kann, oder aber diese im Regen stehen lässt. 110-kV-Leitung: Nicht weit her ist es auch mit der Bürgernähe des grünen Landesrates Rolf Holub. Schon die erste Landtagssitzung hat gezeigt, dass Landesrat Holub die von SPÖ-Landesrätin Beate Prettner zu verantwortende Errichtung einer 110-kV-Leitung in Maria Gail bei Villach ohne Widerspruch zur Kenntnis nehmen wird. Und das obwohl hunderte betroffene und besorgte Bürgerinnen und Bürger dagegen deutlich protestiert haben! Von Holub wird auch der noch von Landeshauptmann Dörfler ausverhandelte Kompromiss mit der Kelag nicht aufgegriffen. Da hätte man sich von einem Grünen doch mehr erwarten kön(Siehe Bericht auf Seite 8.) nen?

Die KN jetzt im Abo: 0463 / 51 15 15 - 0


26. April 2013 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

LPO Christian Ragger: „Kärntens Freiheitliche sind ungeteilt!“ „Wir Freiheitliche haben immer schon bewiesen, dass wir auch dann zu menschlicher Größe und politischer Stärke fähig sind, wenn es uns einmal nicht so gut geht“, sagte Landesrat Christian Ragger zu Beginn seiner Rede am außerordentlichen Landesparteitag der Freiheitlichen in Kärnten in der Blumenhalle in St. Veit. Ragger zeigte auf, dass sich nach dem Tod von Jörg Haider die politische Situation vollkommen geändert habe. Vielleicht sei auch dies mit ein Grund für den Wahlausgang am 3. März gewesen. „Die Vergangenheit kann niemand mehr verändern. Aber in der Zukunft Veränderungen vorzunehmen, die Zukunft neu zu

„Ich werde als Bürgeranwalt für alle Kärntnerinnen und Kärntner da sein. Wir sind eine offene Partei, die niemanden ausgrenzt. Wir sind das Korrektiv zum Linkskurs der Kenia-Koalition in Kärnten!“ Landesparteiobmann Christian Ragger gestalten, und unsere Gesinnungsgemeinschaft auf einen guten Weg weiterzuführen, das muss unser aller erklärtes Ziel sein“, betonte Ragger. Ragger richtete seinen Blick in die Zukunft und machte klar, dass die Freiheitlichen nun gefordert sind, neue Akzente zu setzten. Er werde als Bürgeranwalt quer durch Kärnten unterwegs sein und regelmäßige Sprechtage abhalten. Als eine der wichtigsten Maßnahmen sehe Ragger die Einrichtung einer Reformgruppe. „In dieser Expertenrunde werden unsere Bürgermeister, Vizebürgermeister und Stadträte mitarbeiten. Darüber hinaus sollen auch noch Vertreter aus anderen Bereichen wie Wirtschaft, Landwirtschaft, Arbeit-

nehmer, Senioren und Jugend ihr Wissen und ihre Erfahrung zum Wohle der Partei und schlussendlich zur Erneuerung unserer Gesinnungsgemeinschaft leisten“, sagte Ragger. Neue Jugendakademie kommt! Die erfahrene politische Generation sei dabei eine wichtige Säule der Erneuerung. Aus den Ergebnissen werde ein Leitbild für die freiheitliche Bewegung in Kärnten erstellt werden und als Maßstab für die politische Arbeit dienen. Aber auch die Jugend stelle eine Herausforderung der Zukunft dar. Hier plant Ragger eine eigene Jugendakademie, in der jungen Menschen aus allen Kärntner Gemeinden eine gediegene politische, rhetorische und auch persönliche Ausbildung ermöglicht wird. „Jede politische Partei kann einen erfolgreichen Weg in die Zukunft nur dann gehen, wenn sie sich ganz besonders darauf konzentriert, junge Menschen in ihre Gesinnungsgemeinschaft hereinzuholen und sie an der politischen Arbeit teilhaben zu lassen. Das setzt aber auch voraus, dass wir uns vor allem besonders um deren Ausbildung bemühen müssen und natürlich auch werden“, erklärt Ragger. Einen weiteren wichtigen Schritt zur Öffnung der Partei stelle die Förderung der direkten Demokratie dar. Daher werde man künftig bei maßgeblichen Themen der Landes- und Bundespolitik die Mitglieder befragen. „Ich wünsche mir auch, dass unsere Bezirksleitungen jederzeit Themen an den Landesparteivorstand herantragen können, und diese dort auch verpflichtend behandelt werden“, so Ragger für den auch die Diskussion über die Rückkehr zur FPÖ einen wichtigen Punkt darstelle. „Wollen wir als kleine, von der Bundespolitik bestehende Landesgruppe, unsere weitere Politik alleine machen, oder sollen wir gemeinsam mit unserer Schwesterpartei, der FPÖ, als starkem Partner auf bundespolitischer Ebene in die Zukunft schreiten“, richtete Ragger klare Worte an die Delegierten. Er sei davon überzeugt, dass es ein guter Schritt sei, diese Bindung zu

Landesparteiobmann Christian Ragger. verstärken und gemeinsam zu gehen. „Die vollkommen neue politische Situation in Kärnten stellt an uns Freiheitliche die Herausforderung, unsere neue Rolle als starke Opposition in Angriff zu nehmen. Viel Gutes und Vorbildliches, was wir Freiheitliche in unserer Regierungszeit eingeführt haben, will das politische „Trio infernale“ bestehend aus SPÖ, ÖVP und Grüne mit einem Handstrich vernichten“, betont Ragger. Die geplanten massiven sozialen Einsparungen seien Anzeichen dafür, dass die Kenia-Regierung deutlich von einer bürgernahen Politik abrücke. Für die Zukunft sei es vor allem wichtig, als einheitliches freiheitliches Lager aufzutreten. „Alle, die ein freiheitliches Herz haben, müssen bei uns wieder Platz finden. Wir müssen wieder zu einer gestandenen freiheitlichen Familie zusammenwachsen. Wir wollen und werden niemanden zurücklassen. Jeder soll uns auf unserem gemeinsamen Weg begleiten können. Arbeiten wir gemeinsam daran, unsere freiheitliche Bewegung wieder starkzumachen. Es lebe unsere Kärntner Heimat!“, schloß Ragger seine flammende Rede.


4 K채rntnerNachrichten I 26. April 2013

LANDESPARTEITAG

Der Landesparteitag in Bildern


LANDESPARTEITAG

26. April 2013 I K채rntnerNachrichten 5


6 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

LANDESPARTEITAG

Leitantrag eitag an den Außerordentlichen Landespart der Freiheitlichen in Kärnten am 21. April 2013 r Weges“ „Erneuerung des freiheitlichen Kärntne Freiheitlichen in Kärnten Antragsteller: Landesparteivorstand der “ wollen wir nachstehende chaft „Die Freiheitlichen in Kärnten eins gem ngs innu Ges erer uns tes Im Zuge des Neustar chließen: durch den Hohen Landesparteitag bes zur innerparteilichen Neuausrichtung

Punkte

en unserer Bürgermeister, e soll aus Vertretern aus den Reih rupp rmg Refo e neu Die pe: grup orm eren Bereichen 1. Einrichtung einer Ref er Reformgruppe auch Vertreter aus and dies in en soll us hina r übe Dar n. tehe Vizebürgermeister und Stadträte bes Reformgruppe ist es, ein Leitbild für n und Jugend mitwirken. Ziel dieser iore Sen er, ehm eitn Arb , haft rtsc dwi wie Wirtschaft, Lan ei zu erarbeiten. den weiteren Weg unserer Landespart rmgruppe soll ein zukunftsorientiertes den Ergebnissen der Arbeit in der Refo Aus : nten Kär in en lich heit Frei politische Arbeit in unserer 2. Leitbild der es Leitbild soll dann Maßstab für die Dies n. tehe ents ng egu Bew che eitli Leitbild für unsere freih Heimat Kärnten sein. nskodex für alle freiheitlichen zu ziehen, soll es künftig einen Verhalte ren Leh die eit enh ang Verg der aus 3. Verhaltenskodex: Um e erarbeitet werden. odex soll ebenso in der Reformgrupp nsk alte Verh er Dies en. geb re data Man weiter zu verbessern, soll der internen Kommunikationsablauf noch den Um n: nze fere kon närs ktio Fun 4. Bürgermeister- und närskonferenzen einberufen. teljährliche Bürgermeister- und Funktio vier ßig lmä rege n man eiob part des Lan lichen Partei in Kärnten wird ichen Weiterbestandes unserer Freiheit lgre erfo des g erun Sich Zur ie: dem en eine politische, 5. Kärntner Jugendaka Menschen aus allen Kärntner Gemeind che eitli freih e jung en soll er dies In . unsere Partei eine Jugendakademie eingerichtet gut vorbereiteten Jungpolitikern wird mit nur n Den . lten erha ung bild Aus e rhetorische und persönlichkeitsbildend en. hab unft Zuk auch eine gesicherte Fragen sollen tigen parteiinternen und politischen wich Bei is: Bas en lich heit frei der g Entscheidungsprozesse eingebun6. Direkte Demokratie unter Einbezu persönliche Befragungen in künftige h durc r äge nstr ktio Fun ere uns ie unsere Mitglieder sow den werden. heitlichen in Kärnten soll als wichnes: Der Landesparteiobmann der Frei man eiob part des Lan des tage ech en Sprechtagen erhal7. Regelmäßige Spr rn unseres Landes durchführen. Bei dies Täle und n irke Bez den in tage ech Spr keit, ihre Anliegen tige Maßnahme regelmäßig Bürger/innen des Landes die Möglich alle h auc us hina ber darü und näre ten alle unsere Mitglieder und Funktio nzutragen. direkt an den Landesparteiobmann hera n soll gemeintei Österreichs: Der Landesparteiobman Par en lich heit Frei zur nis hält Ver 8. Unser zukünftiger Weg und unser Weg ausarbeiten. Das Ergebnis soll eine für einen gemeinsamen zukünftigen rung inba Vere eine FPÖ ner Part Österreichs (FPÖ) sein, so sam mit unserem hverband mit der Freiheitlichen Partei Dac im ut Stat nem eige mit pe grup starke eigenständige Landes Fall gewesen ist. wie dies bereits bis zum Jahr 2005 der


26. April 2013 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

Grüne provozieren mit slowenischer Rede im Landtag! KO Christian Leyroutz und LT-Präsident Josef Lobnig protestieren unter Hinweis auf Verfassung. Scharf protestiert heute der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, den Umstand, dass die Grüne Klubobfraustellvertreterin, Mag. Rosalia Kuchling, Teile ihrer Rede zur Regierungserklärung des Landeshauptmannes im Kärntner Landtag in slowenischer Sprache abhielt. „Das ist ein klarer Gesetzes- und Verfassungsbruch, den wir Freiheitliche nicht hinnehmen werden“, stellt Leyroutz unmissverständlich fest. Denn sowohl die Kärntner Landesverfassung als auch die Geschäftsordnung des Kärntner Landtages legen klar fest, dass die „Sprache der Gesetzgebung“ in Kärnten einzig und allein die deutsche Sprache ist. So heißt es in Artikel 5 der Kärntner Landesverfassung: „Die deutsche Sprache ist die Sprache der Gesetzgebung und - unbeschadet der der Minderheit bundesgesetzlich eingeräumten Rechte die Sprache der Vollziehung des Landes Kärnten.“ In der Geschäftsordnung des Kärntner Landtages wird darüber hinaus noch präzisiert, dass „die Verhandlungssprache im Landtag und seiner Ausschüsse ausschließlich deutsch zu sein hat.“ Leyroutz verweist auch darauf, bereits in der vor der Landtagssitzung abgehaltenen „Präsidiale“ seine Ablehnung gegen diese Vorgangsweise deutlich gemacht zu haben. „Diese Vorgangsweise ist eine Provokation gegenüber der Kärntner Mehrheitsbevölkerung. Wenn das der neue Stil der SPÖ/ÖVP/Grünen-Koalition ist, dass man sich über Gesetze hinweg setzt, dann ist dies scharf zu verurteilen. Wir werden uns rechtliche Schritte überlegen“, so Leyroutz. Verfassung mit Füßen getreten „Verfassungsgesetzte sowie die Geschäftsordnung des Kärntner Landtages haben auch für die slowenische Minderheit in Kärnten zu gelten“, erklärte dazu auch der freiheitliche 3. LT-Präsident Josef Lobnig, in Reaktion auf die mediale

Ankündigung der Grünen Landtagsabgeordneten Zalka Kuchling (G) in einer Tageszeitung, im Kärntner Landtag auch künftig Beiträge in slowenischer Sprache abhalten zu wollen. Abgeordnete Kuchling sei auf die Verfassung vereidigt worden und habe diese wie auch alle anderen Abgeordneten des Kärntner Landtages einzuhalten und zwar ausnahmslos. Es sei eine Anmaßung sondergleichen, dass Mandatare des Kärntner Landtages einerseits Gesetze beschließen und andererseits Gesetze wissentlich mit dem Einverständnis des Präsidenten des Kärntner Landtages brechen dürfen, zeigt sich Lobnig entrüstet. Er fordert den Ersten Präsidenten, Reinhart Rohr (SP), eindringlich auf, für rechts- und verfassungskonforme Sitzungen zu sorgen.

„Leyroutz: „Die Sprache der Gesetzgebung ist in Kärnten die deutsche Sprache!“

Unter FPK-Verantwortung wurde in Kärnten leistbares Wohnen umgesetzt! Erblast der SPÖ-Verantwortlichen im Kärntner Wohnbau lässt kräftige Anhebung der Mieten befürchten! „Die Freiheitlichen in Kärnten haben in den letzten Jahren alles dafür getan, um ein leistbares Wohnen in Kärnten zu garantieren. Daher stehen wir bei den Mietkosten im Ländervergleich auch ganz hinten auf der Skala“, teilt der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, Mag. Christian Leyroutz, mit und räumt auch mit der Unterstellung der SPÖ Kärnten auf, dass in Kärntens Wohnbau in den letzten Jahren Stillstand geherrscht hätte. „Wir werden aufzeigen, wer für „Leistbares Wohnen in Kärnten“ in der Vergangenheit gesorgt hat und wie man den Menschen in Kärnten mit Wahlversprechen Sand in die Augen streut.“ - So erinnert Leyroutz unter anderem daran, dass es eine große SPÖ Erblast im Kärntner

Wohnbau gibt, an der Kärnten bis heute zu kauen habe. So wurden unter anderem rund 10.000 Wohnungen in Kärnten zu den Finanzbedingungen der Wohnbauförderung 1992 errichtet. Die damals Verantwortlichen haben ein echtes Problem im 21. Jahr des betreffenden Wohnbaudarlehens eingebaut. Der Zinssatz für das ca. 80-prozentige Landesdarlehen steigt im 21. Jahr von 2,5 Prozent auf 5,5 Prozent. Das heißt, die Zahlungen für die Mieter verdoppeln sich. „Hier hat Wohnbaureferent Ragger mit einem Mietensenkungsprogramm reagiert, um den Preisschock abzufangen. Die Preissprünge werden abgeflacht und die Laufzeit des Darlehens verlängert. Es obliege nun der neuen Regierung, im Sinne der betroffenen Mieter die fix fertig ausgearbeitete Novelle auch zu beschließen, so Leyroutz.


8 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

LANDESPOLITIK

Lobnig warnt vor Budgetexplosion Regierungsprogramm gefährdet Nulldefizit 2015. Damit das von den Freiheitlichen versprochene Ziel, in Kärnten 2015 ein Nulldefizit zu erreichen, auch von der jetzigen Regierung realisiert werden kann, sei es unabdingbar, den eingeschlagenen Budgetfahrplan von ExFinanzlandesrat Harald Dobernig einzuhalten, macht FPKFinanzsprecher, 3.LT-Präs. Josef Lobnig, deutlich. Denn würde das Regierungsprogramm der Links-Koalition umgesetzt werden, käme dies einer Budget-Explosion gleich. In zahlreichen Verhandlungsrunden im Zuge der Budgetkonvente wurde der Reformund Sparkurs erarbeitet, um Kärntens Finanzen auf gesunde Beine zu stellen. Nicht umsonst habe Rechnungshofpräsident Josef Moser die bisherigen Reformschritte wie die Pensionsreform, die Verwaltungs- und Strukturreform im Amt der Kärntner Landesregierung, den Abbau des Lehrerüber-

hanges oder die erstmals sinkenden Personalkosten des Landes gewürdigt, erinnert Lobnig. Die Ankündigungen im Regierungsprogramm der Kenia-Koalition lassen jeglichen verantwortungsvollen finanziellen Zugang vermissen. Entweder haben SPÖ, ÖVP und Grüne von Anfang an vor, die eigenen Vorgaben gar nicht einzuhalten, oder man werde Kärnten finanziell an die Wand fahren, warnt Lobnig.

Optimale Schülertransporte im Hemmaland geplant! Anlässlich der letzten Landtagssitzung brachten LAbg. Bgm. Franz Pirolt, Hemmalandobfrau Wilma Warmuth und die Direktorin des Oberstufenrealgymnasiums Gurk, Mag. Anni Lattacher eine Petition betreffend „Optimierung des Schülertransportes in der Bildungsregion Hemmaland“ ein.

Landtagspräsident Josef Lobnig

LR Holub fiel im Landtag um! Bereits in der ersten Fragestunde der neuen Landtagsperiode ist Energiereferent Landesrat Rolf Holub (G) umgefallen. Auf die Frage des freiheitlichen Abgeordneten Hannes Anton, ob sich Holub nun mit Leidenschaft für die Erdverkabelung der 110-kVLeitung in Villach einsetzten werde, bezeichnete Holub das Projekt als „im Bahnhof angekommen“. Er akzeptiere somit die Tatsache, welche die seinerzeitige Ener-

Übergabe einer Verkehrspetition an Landtagspräsidenten: von links nach rechts Bgm. Franz Pirolt, Dir. Mag. Anni Lattacher, HL-Obfrau Wilma Warmuth und Landtagspräsident Josef Lobnig.

giereferentin Beate Prettner geschaffen habe. Im Klartext: Die 110-kV-Leitung kommt trotz massiver Bürger-Proteste. Mit seiner Aussage beweise Holub, dass er die Anliegen der Bürgerinitiative in Villach nicht ernst nehme. „Es tut mir persönlich Leid, dass Holub keine weiteren Bemühungen für eine Lösung im Sinne der Villacher Bürgerinnen und Bürger setzen möchte“, schließt Anton.

Darin wird ersucht, dass das Problem der Fahrtzeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln angepasst an die Unterrichtszeiten beim ORG St. Hemma Gurk, durch eine praktikable Lösung zugunsten der Schüler aus dem Gurk- und Metnitztal umgesetzt werden sollte. „Derzeit laufen Kostenerhebungen, inwieweit ein spezieller Gelegenheitsverkehr, in Abstimmung mit

den Kärntner Verkehrslinien und einem regionalen Busunternehmen leistbar wäre!“, berichtet ORG-Dir. Anni Lattacher. „Wir kämpfen in unserer Bildungsregion GurktalHemmaland mit dem ORG und den Neuen Mittelschulen in Weitensfeld, Friesach und Straßburg für faire Bildungschancen der Jugend in Landgemeinden. Daher sind wir dankbar, wenn nun nach vielen Jahren endlich im Landtagsauschuss für Infrastruktur, Straßenbau und Verkehrsrecht diese wichtige Materie mit einem Expertenteam und dem zuständigen Landesrat diskutiert und beschlossen wird!“, zeigen sich Wilma Warmuth und der Straßburger Bürgermeister LAbg. Franz Pirolt optimistisch.

Neu im App-Store: Die brandaktuelle App der Freiheitlichen in Kärnten!


26. April 2013 I KärntnerNachrichten 9

LANDESPOLITIK

Volksabstimmung über den Verbleib in der Währungsunion Entschließungsantrag im Nationalrat eingebracht - Volksabstimmung über Ende der Brüsseler Währungsdiktatur und Rückkehr zum Schilling als nationaler und souveräner Währung ist erforderlich Seit Jahren eilen die Finanzminister der Währungsunion von Krisensitzung zu Krisensitzung. Um den Euro stabilisieren zu können, wurden der Eurorettungsschirm EFSF und der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM über die Bevölkerung hinweg ins Leben gerufen. Eine Vorgehensweise, die in ihrer Gebarung und Haltung gegenüber der Bevölkerung beinahe an die Kabinettskriege absolutistischer Fürsten erinnert. Zukünftige Generationen wurden mit milliardenschweren Haftungen belastet. Zusätzlich hat die Bundesreg-

ierung bereitwillig die Budgethoheit an den intransparenten ESM abgetreten. In Zypern wurde ein neues Stadium erreicht. Sparer wurden unter Federführung der Europäischen Union und der Europäischen Zentralbank enteignet. Guthaben wurden eingefroren und zur Rettung von Spekulanten herangezogen. Eine Enteignung, wie sie in Europa seit der Gründung der Sowjetunion nicht mehr gesehen wurde. Der Euro wurde in europäischen Regierungskreisen von der Währung zum nahezu religiös anmutenden Dogma stili-

IN KÜRZE Verkehrssicherheit: Den Vorwurf von Landesrat Köfer, wonach es in Villach ein geheimes Depot mit Werbematerial gebe, weist der ehemalige Landeshauptmann BR Gerhard Dörfler entschieden zurück. „Hier geht es nicht um ein angebliches Geheimlager, sondern um Sicherheitsaktionen des Landes Kärnten“, so Dörfler. Seit Jahren führe das Land Kärnten Sicherheitsaktionen über den Kärntner Verkehrssicherheitsfonds für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch, verweist Dörfler darauf, dass auch für die nächsten Jahre Sicherheitsaktivitäten wie beispielsweise die KinderAktion des „Polizisten Ferdinand“ geplant sind. „Wenn Köfer erfolgreiche bewusstseinsbildende Sicherheitsaktionen zur Verhinderung schwerer Unfallfolgen als Werbeaktivitäten bezeichnet, dann hat er die Ernsthaftigkeit der Landespolitik nicht begriffen und von Verkehrssicherheit keine Ahnung“, so BR Dörfler wörtlich. FPÖ - Strache gegen Saatgutverbot durch EU: „Wieder plant die EU einen Anschlag auf die nationalen Landwirtschaften Europas“, kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache den für 6. Mai geplanten Entwurf einer EU-Saatgutverordnung, die den alteingesessenen, heimischen Saatgutsorten endgültig den Garaus machen soll. „Einer Vielzahl von seltenen und alten Obst-, Gemüse- und Getreidesorten werden endgültig die Zulassungen zur Aussaat entzogen und die Weitergabe damit de facto verboten“.

siert. Unzählige Milliarden an Steuergeld und mittlerweile Sparguthaben wurden auf dem Altar der Gemeinschaftswährung geopfert. Dabei muss eine Währungsunion die Werte vernichtet anstatt sie zu speichern - als gescheitert betrachtet werden.

FPÖ-Chef HC Strache „Die Österreicherinnen und Österreicher müssen endlich verbindlich entscheiden dürfen, ob sie diesen Weg bis zum bitteren Ende weitergehen wollen. Haftungen in unbegrenzter Höhe und Enteignung lassen sich mit einem demokratischen Staat nicht vereinbaren. Eine Volksab-

stimmung über ein Ende der Brüsseler Währungsdiktatur und die Rückkehr zum Schilling als nationaler und souveräner Währung ist demokratie- und staatspolitisch erforderlich!“, verlangt nun FPÖObmann HC Strache im Parlament.

Abwehrkämpfer üben Kritik an „Slowenisierung“! Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kärntner Abwehrkämpferbundes stand ganz im Zeichen heftiger Kritik an der zunehmenden „Slowenisierung“ Kärntens. Landesobmann LAbg. a.D. Fritz Schretter zeigte sich auch empört über die slowenische Landtagsrede einer grünen Abgeordneten. Dies sei als klarer Bruch der Bestimmungen der Landesver fassung zu werten. Schretter verwies einmal mehr darauf, dass es in Kärnten eine deutsche Mehrheitsbevölkerung und eine slowenische Minderheit, keinesfalls aber zwei Volksgruppen gebe. Ebenso gebe es keine zweite Land-

essprache. Der KAB kritisierte weiter, dass zentrale Positionen, etwa im Bereich der Justiz, mit Angehörigen der slowenischen Minderheit besetzt würden. Die Jahreshauptversammlung näherte sich mit einem Vortrag von Dr. Florian Th. Rulitz auch dem historischen Thema „Partisanengewalt in Kärnten“ an. Grundsätzlich versprachen Landesobmann LAbg. a.D. Fritz Schretter und die Delegierten des über 10.000 Mitglieder starken Abwehrkämpferbundes, das Erbe der Vorväter und die stolze Geschichte Kärnten weiter in Ehren zu tragen.


10 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

KULTUR

Veranstaltungen Schloss Albeck So, 28. 04., 11 h: Sabine Neibersch, Gesang & Peter Prammerdorfer, Gitarre: „ Back to Roots-Akustisch“ Die Kärntnerin Sabine Neibersch präsentiert sich mit ihrem langjährigen Gitarristen Peter Prammerdorfer mit einem neuen akustischen Live-Programm, bleibt jedoch ihrer musikalischen Linie treu. Die Musik der Sängerin und Darstellerin (Hauptrollen in zahlreichen Musical- und Theaterproduktionen), die sowohl deutsch- als auch englisch sprachige Songs beinhaltet, ist von unterschiedlichen Einflüssen aus Pop, Soul, Jazz und Rock geprägt. Neben zahlreichen Eigenkompositionen, sorgen auch ausgewählte Coversongs (von Lady Gaga, Nelly Furtado, Melissa Etheridge über Prince bis hin zu KISS und ACDC) in vollkommen neuer Interpretation für einen unvergesslichen musikalischen Hörgenuss. Das Publikum ist live dabei wenn die beiden, obwohl „nur“ im Duo auf der Bühne, mit einem Multieffekt-Loop-System an der akusitschen Gitarre einen unvergleichlichen Sound auf die Bühne zaubern, der so manche Band in Ehrfurcht erstarren lassen würde. Jedes Live Konzert der Sängerin mit der starken Stimme aber auch gefühlvollen Interpretation wird somit zu einem musikalischen Erlebnis. www.sabineneibersch.at So, 28. 04., 15 h: Sehnsucht nach Frühling: Gesangsma ti née mit Zuzana Ballánová, Sopran & Severin Praßl, Ba ri ton. Am Klavier: Joanna Nie derdorfer. Eine Reise durch Lied, Oper und Operette In diesem Konzert führen Sie zwei begnadete Gesangsstudierende der Kunstuniversität Graz durch die facettenreiche Materie der Liebe, der

Sehnsucht und des Glücks. Die junge slowakische opranistin Zuzana Ballánová hat bereits in Österreich, wie auch international, die Herzen des Publikums erobert. Unter anderem arbeitete Sie bereits mit hochkarätigen Dirigenten wie Gerrit Prießnitz, Edoardo Müller sowie Stefano Montanari. Der österreichische Bariton Severin Praßl ist als Mitglied verschiedener Spezialensembles für Gregorianischen Choral auf diesem Sektor international in Konzerten zu hören. Auf dem Weg der Leidenschaft, der Sehnsucht, des Schmerzes bis hin zur innigen Liebe werden die zwei Sänger gekonnt und gefühlvoll von Univ.Prof. Joanna Niederdorfer am Klavier begleitet. Werke von Lehár, Loewe, Mozart, Mahler, Rossini, Schubert und Stolz. Fr, 3. Mai, 20 Uhr: FEIER. ABEND. Erwin Steinhauer & Seine Lieben. Lieblings Lie der Steinhauer singt er sich durch 6 Jahr zehnte seiner Lieblingsschlager- & songs und erzählt Geschichten. Begleitet wird er von „seinen Lieben“, 3 Spitzenmusikern mit großer musikalischer Vielfalt und eigenständigen Arrangements. Fetzig, schräg und auch berührend bringen sie gemeinsam die Schmuckstücke aus seiner persönlichen musikalischen Perlenreihe zum Glänzen. Erwin Steinhauer – Gesang, Georg Graf Saxophone, Klarinetten, Gitarre, Joe Pinkl Keyboard, Posaune, Tuba, Peter Rosmanith Perkussion, Hang Restaurant Schloß Albeck Mittwoch bis Sonntag geöffnet ganztags warme Küche „Kultur & Kulinarik“ Wir freuen uns auf Ihre Reservierung unter 04279/303

Sichern Sie sich rechtzeitig Karten unter 0650/57 52 066 Vor der Aufführung: Kabarettdinner!


12 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

LESERBRIEFE

Ein Vergleich, der wahrlich hinkt! Dass die Freiheitlichen Kritik daran üben, dass eine Grüne Landtagsabgeordnete in der ersten Landtagssitzung nach der Angelobung ihre Rede in Deutsch und Slowenisch abhielt, ist wohl mehr als legitim, zumal dies gesetzlich eindeutig geregelt ist. Die Amtssprache in Kärnten ist nicht Slowenisch, sondern Deutsch. Das sollte vielleicht auch LH Peter Kaiser, Rolf Holub und Co zur Kenntnis nehmen. Dass nun damit argumentiert wird, dass ja auch LH Kaiser in seiner Regierungserklärung ein paar Grußworte auf Slowenisch sagte, so

empfinde ich das wohl als großen Unterschied, denn da wurde zuvor nicht in einer Obmännerkonferenz darüber befunden, wie das bei der Grünen Abgeordneten der Fall war. Der Vergleich hinkt daher wahrlich schwer! Ich bin dafür, dass die Freiheitlichen rechtliche Schritte einleiten sollten. Denn es kann nicht angehen, dass im Kärntner Landtag, der für die Gesetzgebung zuständig ist, Leute sitzen, die wissentlich das Gesetz brechen! Marcel Strauss Feldkirchen

Zum Regierungsprogramm Wenn man sich die Regierungserklärung von LH Peter Kaiser angehört hat, so strotzt diese von wagen Versprechungen. Eine verbindliche Regierungserklärung, die kontinuierlich abgearbeitet wird, sieht wohl anders aus. Förderzusagen in allen Bereichen werden gegeben, ohne zu sagen in welchem

Umfang und aus welchen Mitteln. Denn gleichzeitig wird den Kärntnern ja auch versprochen, dass das Budget saniert wird. Die Grüne Klubobfrau Lesjak erklärte im Zuge der Debatte über das Programm, vor allem die Präambel zur großen Errungenschaft. Ja dann... Petra Wallner Villach

Die präsidiale Rettungsgasse Bravo! Endlich hat unser erster Mann im Staat den Bürgertum gezeigt, wie die Rettungsgasse funktioniert! Fast wie im alten Rom, nur der Triumphbogen hat gefehlt! Diese Volksnähe und Begeisterung, als er mit seiner Blaulicht-Kolonne hurtig an uns

Spalierstehenden mit seinen Edelkarossen vorbeigezogen ist! Seine Bescheidenheit ist, die ihn von anderen Präsidenten auszeichnet, wo wie damals, ganze Stadtteile Wiens gesperrt wurden. W. Hauck,Lans.

Vorschusslorbeeren Der neuen Koalition von SPÖ, ÖVP und Grünen in Kärnten scheint beim gegenseitigen „Belobhudeln“ jegliches politische Gespür abhanden zu kommen. Slowenisch im Kärntner Landtag einführen zu wollen, geht doch wohl wirklich zu weit! Wenn man bedenkt, dass die jetzt Verantwortlichen mit Vorschuss-

lorbeeren agieren, die es vorher noch für niemanden in diesem Ausmaß gegeben hat, so scheinen diese bald verspielt zu sein. Die Menschen in Kärnten dürfen sich wohl zu Recht die Einhaltung von Gesetzen erwarten. Jürgen Katzenberger Moosburg

Ein klarer Rechtsbruch Dass die Koalition unter LH Kaiser es zulässt, dass eine Grüne Abgeordnete künftig auf Slowenisch im Kärntner Landtag besteht, weil sie das „selbstverständlich“ findet, ist schon sehr verwunderlich, zumal das definitiv ein Rechtsbruch ist. Dem neuen Landtagspräsidenten der SPÖ ins Stammbuch: Man soll mit dem Begriff „Toleranz“ vor-

sichtiger umgehen und diesen nicht vorschieben, um Rechtswidrigkeiten zu rechtfertigen. Alle Abgeordneten sind auf die Einhaltung der Verfassung angelobt worden und diese nun einfach nicht einzuhalten ist gelinde gesagt eine Frechheit. Claudia Schwarz Klagenfurt

Demokratie mit Füßen getreten Dass SPÖ, ÖVP und Grüne in der ersten Landtagssitzung bereits die Demokratie mit Füßen treten, empfinde ich als sehr bedenklich. Die Ortstafelfrage ist gelöst und das ist gut so. Dass im Landtag nun jedoch die slowenische Sprache Einzug hält, obwohl in der Verfassung eindeutig nur die deutsche Sprache erlaubt ist, befremdet doch

sehr. Die SPÖ hat einen neuen Stil angekündigt und sollte nicht durch das Negieren der Demokratie von sich reden machen. Wenn Kaiser und Co. nicht als Dampfplauderer in die Geschichte eingehen wollen, ist hier schleunigst eine Wende zu vollziehen. Michael Warrasch Griffen

Was soll das? Es ist schon kurios, wie in diesem Land mit unserer Demokratie umgegangen wird. Da beklagen die Freiheitlichen zu Recht, dass im Landtag durch die Verwendung der slowenischen Sprache Rechtsbruch begangen wurde und was passiert? Nicht die Abgeordneten,

die auf die Verfassung vereidigt wurden und diese mit Füßen treten werden gescholten, sondern wie üblich die FPK. Das ist in diesem Land wohl einzigartig! Paula Huber Spittal a.d. Drau

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


26. April 2013 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Jubiläumslotterie mit 5 Millionen Euro extra Die Österreichische Klassenlotterie steht für Luxus, Reichtum und Träume und verlost anlässlich ihres 100. Geburtstages 100 mal 50.000 Euro zusätzlich. Im Jahr 1913, als Henry Ford in den USA das Fließband erfand, in Mittelamerika der Durchstich des Panamakanals erfolgte und in Europa noch ein letztes Mal Macht und Glanz der Monarchien aufblühte, setzte in Österreich Kaiser Franz Joseph mit der Einführung der Klassenlotterie einen Meilenstein in Österreichs Glücksspielgeschichte. Am 13. Mai 2013 startet die

176. Österreichische Klassenlotterie, und diese Lotterie ist etwas ganz Besonderes: Es ist die Jubiläumslotterie anlässlich des 100. Geburtstages, und sie hält für ihre Spielteilnehmer als Präsent zusätzlich 5 Millionen Euro in Form von 100 Gewinnen zu je 50.000 Euro bereit. In der 176. Klassenlotterie werden im Laufe von sechs Klassen aus 250.000 Losen insgesamt 248.196 Gewinne im Gesamtwert von 126 Millionen Euro gezogen. Auf 28 Lose entfällt ein Gewinn von 1 Million Euro, Höhepunkt ist der 5 Millionen-Haupttreffer bei der Schlussziehung am Ende der Lotterie. Die Millio-

Die Österreichischen Lotterien präsentieren: „Der andere Muttertag“ m Dienstag, den 7. Mai findet im Grazer Orpheum die Benefiz-Gala „Der andere Muttertag“ zugunsten des Grazer Frauenhauses statt. Bei „Der andere Muttertag“ dreht sich alles, wie könnte es auch anders sein, um unsere Mamas. 36 KünstlerInnen stehen auf der Bühne sorgen und für einen lustig-musikalischen Abend. Mit dabei sind unter anderem Josef Hader, Maria Bill mit Liedern der unvergessenen Edith Piaf, die Raschelbande im Stile der Comedian Harmonists, Paul Pizzera, Paul Sommersguter, Maschek und viele mehr. Es werden Tickets in den Kategorien von 32,- Euro bis 52,- Euro angeboten. Inkludiert ist das Fingerfood-Buffet nach der Veranstaltung. Der Erlös dieser Veranstaltung geht an das Grazer Frauenhaus zur Anschaffung einer dringend benötigten Küche. In Zusammenarbeit des Vereines Gratia mit dem Grazer

A

Frauenhauses, sowie mit der Unterstützung der Kleinen Zeitung und der Österreichischen Lotterien gelingt es, diesen fröhlichen Abend ins Grazer Orpheum zu zaubern. Vorstandsdirektorin Mag. Bettina Glatz-Kremsner über die Unterstützung der Österreichischen Lotterien: „Dort möglichst unbürokratisch zu helfen, wo Hilfe dringend notwendig ist, lautet das Credo der Österreichischen Lotterien. Deshalb unterstützen wir den sozialen Zweck des Kabaretts sehr gerne.“

nentreffer werden dabei wieder jeweils am Montag gezogen, denn Montag ist Klassenlotterie-Millionentag. Neben dem Jubiläums-Extra von 100 mal 50.000 Euro, an dem jedes Klassenlos automatisch teilnimmt, gibt es noch zusätzliche Gewinnmöglichkeiten: Die „Goldklasse“, in der es pures Gold zu gewinnen gibt, und die „Superklasse“ als täg-

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Messeplatz 1, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal; Fotos: LPD und Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten

Ziehung vom Do., 18. 04. 2013

53233 Ziehung vom Fr., 19. 04. 2013

88616 Ziehung vom Sa., 20. 04. 2013

87778 Ziehung vom So., 21. 04. 2013

12888 Ziehung vom Mo., 22. 104. 2013

18091 Josef Hader unterstützt „den anderen Muttertag“ und sieht es als Herzensangelegenheit, hier zu helfen – wie die Österreichischen Lotterien. © hoanzl.at

lichen Nervenkitzel, wo täglich 100.000 Euro ausgespielt werden. Man kann an der Klassenlotterie mit einem ganzen Los oder mit einem oder mehreren Zehntelanteilen teilnehmen. Informationen rund um die Klassenlotterie sowie ein Verzeichnis der Geschäftsstellen gibt’s im Internet unter www. win2day.at/klassenlotterie.

Ziehung vom Di., 23. 04. 2013

93641

VO R S C H AU 17. Runde 2013 1: Admira Wacker– Austria Wien 2: Rapid Wien– RB Salzburg 3: Wolfsburger AC– Sturm Graz 4: SV Mattersburg– Wacker Innsbruck 5: SV Ried– SC Wr. Neustadt 6: Fortuna Düsseldorf– B. Dortmund 7: B. Leverkusen– Werder Bremen 8: FC Augsburg– VfB Stuttgart 9: VfL Wolfsburg– Mönchengladbach 10: TSG Hoffenheim– 1. FC Nürnberg 11: FSV Mainz 05– E. Frankfurt X 12: Schalke 04– Hamburger SV Spiel 1-4 TOTO-Torwette

2

2

2

X

1

X

X

1

1

X

2

2

1

1

1

X

X

1

1

X

1

2

1

1


14 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

MESSE

Messe „gesund & glücklich“: Am 8. und 9. Juni 2013 öffnen sich in der Naturarena Sonneggersee im Südkärntner Sittersdorf, Ferienregion Klopeinersee/ Südkärnten, bereits zum achten Male die Tore zur „gesund & glücklich - Messe für Körper, Geist & Seele“. Rund 70 Spitzenaussteller aus Kärnten, Österreich, Deutschland, Slowenien und der Schweiz werden wieder auf rund 3000 Quadratmetern in die Welt von der Ganzheitsmedizin über die Spiritualität, Energetik, gesundem Essen, der Bewegung bis hin zum gesunden Wohnen und der Naturkosmetik führen. „Rund 100 Ärzte, Energetiker, Gesundheitsspezialisten, aber auch Direktvermarkter werden auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Messeareal am Sonneggersee für ein ganzheitliches Angebot auf höchstem Niveau sorgen“, freuen sich die beiden Organisatoren Rolf Bickelhaupt und Annemarie Herzog. Interessant ist nicht nur das Angebot der rund 70 Aussteller selbst, sondern sind auch die rund 40 Vorträge und Workshops, die auf drei Bühnen angeboten werden. Wer seine Denkgrenzen „überspringen“ möchte, ist beim Feuerlauf genau richtig. Denn „Feuerläufer“ erleben auf eindrucksvolle Weise, wie sie über sich hinauswachsen können. Dadurch werden alte


26. April 2013 I KärntnerNachrichten 15

MESSE

Mit Alpakas, Feuerlauf und Tipi Auch zahlreiche Sideevents werden geboten: So gilt es bei einem Kräuterspaziergang (an beiden Messetagen jeweils um 15 Uhr) rund um den Sonneggersee, Unund Heilkräuter zu entdecken. Am Samstag um 18.45 Uhr trommelt das „Trommelparadies“ aus Bad Waltersdorf im Rahmen des Messe-Abendprogramms bodenständige Rhythmen, die zum Genießen und Mitmachen einladen. Ein weiterer Höhepunkt ist auf ca. 50 Quadratmetern rund um ein 10 Meter hohes Tipi (Zelt der Indianer) die Möglichkeit insbesondere für Kinder, mit den sanftmütigen Alpakas Bekanntschaft zu machen. Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende domestizierte Kamelform, die auch als das „Gold der Anden“ bezeichnet wird. Ein Spaziergang in Begleitung der exotischen Tiere ist nicht nur für Kinder und Jugendliche eine tolle Erfahrung. Gemeinsam mit ihnen lässt sich auf ganz eigene Weise die Natur rund um den Sonneggersee erkunden. Ähnlich der Therapie mit Delfinen werden die Alpakas u.a. auch bei Verhaltens- und Wahrnehmungsstörungen, bei Autismus usw. eingesetzt.

www.gesundemesse.eu Glaubensmuster und Grenzen überwunden, persönliches Wachstum, Eigenverantwortung und innere Heilung werden dadurch möglich (am Messesamstag ab 16.30 Uhr mit vierstündiger Vorbereitung).

K U R Z NO T I E RT „gesund & glücklich - Messe für Körper, Geist & Seele“. Termin: Samstag, 8. Juni 2013, 10.00 - 21.00 Uhr, Sonntag, 9. Juni 2013, 10.00 - 18.00 Uhr. Ort: Naturarena Sonneggersee, Sittersdorf, Ferienregion Klopeinersee/ Südkärnten. Abendprogramm: Samstag, 8. Juni 2013, 18.45 Uhr: Trommelkonzert mit dem „Trommelparadies“ aus Bad Waltersdorf. Tageseintritt: Einzelkarte 6,00 €, Familienkarte (2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder) 14,00 €. Informationen: www.gesundemesse.eu Kontakt: Verein „gesund & glücklich“ Rolf Bickelhaupt, T. 0664 7376 5521 Annemarie Herzog, T. 0664 7376 5524 info@gesund-und-gluecklich.at • www.gesundemesse.eu Witterung: Die open-air-Messe findet bei jedem Wetter statt!


16 KärntnerNachrichten I 26. April 2013

FREIZEIT

Neu: ETI bietet Direktflüge von Klagenfurt und Innsbruck nach Ägypten

Ägypten von seiner besten Seite: „Makadi Palace“ in Makadi Bay. Foto: ETI

Jeden Samstag fliegt der Reiseveranstalter ETI seine Gäste exklusiv mit NIKI von Klagenfurt und Innsbruck direkt ins Sonnenparadies Hurghada (Ägypten). Der führende Ägypten-Reiseveranstalter Express Travel International (ETI) bringt sonnenhungrige Urlauber ab dem 4. Mai 2013 mit Direktflügen von Klagenfurt und Innsbruck an die Traumstrände des Roten Meeres. Dort erwartet die Erholungssuchenden echte ägyptische Gastfreundschaft in den exklusiven Red Sea Hotels von ETI. Mit AllInclusive Premiumhotels zu Bestpreisen, Direkttransfer und Late-Check-Out macht ETI seinen Gästen den Urlaub so entspannt und komfortabel wie möglich. „Die Destinationen Klagenfurt und Innsbruck standen schon länger auf dem ETI Plan - heuer ließen sich mit unserem Flugpartner NIKI die Direktflüge am Samstag umsetzen. Es freut mich sehr, dass wir ab 4. Mai 2013 auch den Gästen aus Kärnten und Tirol den gewohnt perfekten ETI Rundum-Wohlfühlservice anbieten können. Dazu gehört selbstverständlich auch ein Direktflug zum Urlaubsziel“, betont ETI-Geschäftsführer Martin Hafner, der in der kommenden Saison mit rund 5000 Urlaubern auf diesen Flügen rechnet. Auch im Sommer angenehme Temperaturen, ideal für Familien Traumstrände, eine faszinierende Unterwasserwelt und angenehme Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und die ständige Brise machen Ägypten für österreichische Gäste auch im Sommer zur idealen Urlaubsdestination, speziell auch für Familien. In den Red Sea Hotels sind nämlich die Kleinen ganz groß. Hier locken nicht nur feinsandi-

ge, flach abfallende Badestrände und sensationelle Wasserrutschen für die Jüngsten und Junggebliebenen. Kulinarische Genüsse der Sonderklasse machen den Urlaub auch für die Eltern zu einem besonderen Erlebnis. Deutschsprachige Kinderbetreuung, Familienzimmer, Kids all inclusive und der ETI MAXI Kinderclub runden das Programm ab. ETI bietet neben Badeurlaub-Pauschalreisen auch Nilkreuzfahrten an.

dem 5* Grand Makadi oder dem 5* Makadi Palace. „Die beiden neuen Luxushotels, das 5* Makadi SPA Hotel und das 5* Sunwing Waterworld Makadi, sind die Verkaufsschlager “, freut sich Martin Hafner.

Kaum eine Urlaubsregion hat in den letzten Jahren so an Beliebtheit gewonnen wie die ca. 20 Kilometer südlich von Hurghada gelegene Makadi Bay. Eine langestreckte Bucht lädt zu ausgedehnten Strandspaziergängen ein. An den vorgelagerten Korallenbänke und Hausriffen eröffnet sich selbst ungeübten Schnorchlern eine faszinierende und bunte Unterwasserwelt mit einer Artenvielfalt die sonst nur auf den Malediven zu erwarten ist. In perfekter Ergänzung zu diesem Naturschauspiel, entstanden hier auch die schönsten Hotelbauten.

Neben den nonstop Flügen mit Fly NIKI, bietet ETI und RED SEA HOTELS einen Rund um Service an: Empfang und Direkttransfer durch deutschsprachige ETI Reiseleiter, Gratis late check out und vieles mehr. 11.500 Mitarbeiter des Familienunternehmens kümmern sich um das Wohl der Gäste!

Allen voran die zu ETI gehörenden RED SEA HOTELS, mit so bekannten Hotels wie

Die Reise ins Vergnügen in eines der 14 Red Sea Hotels, z.B. in das „Makadi Palace“, ein Traum aus Tausendundeine Nacht, kann direkt bei ETI www.eti.at oder in allen Reisebüros gebucht werden. Das Fünfsternhotel kostet für eine Woche all inclusive in der Juniorsuite am 11.5. von Klagenfurt pro Person 599 Euro im Doppelzimmer. Weiter Infos unter: www.eti.at

WO KANN MAN BUCHEN


Ausgabe 17.2013 der Kärntner Nachrichten