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KÄRNTNER

Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.; Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch; Redakteur: Armin Kordesch; Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande, 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51; E-Mail: office@abc-werbeagentur.at; Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal; Fotos: LPD und Privat; Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten

NACHRICHTEN Nr. 49 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 7. Dezember 2012

Skandal: Pensionserhöhung geringer als Inflationsrate!

S. 1/2

Zauber des Advents in Kärnten Minimale Pensionserhöhung

Nach Erdbeben in Slowenien:

Medizinische Privatuniversität

Landeshauptmann Gerhard Dörfler übt massive Kritik an Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger. Die Pensionen werden heuer nur um 1,8 % angehoben, die InflatiS. 2 onsrate beträgt aber 2,8 %!

Das auch in Kärnten spürbare Erdbeben in Slowenien hat die Debatte um das höchstumstrittene Atomkraftwerk in Krsko neu entfacht. LHStv. Kurt Scheuch fordert den Ausstieg SloweS. 3 niens aus der Kernkraft!

Kärntens Bildungslandesrat Christian Ragger präsentierte kürzlich die Pläne für die Etablierung einer privaten medizinischen Universität in Klagenfurt. Ragger spricht von einem bildungspolitischen Meilenstein! S. 6


2 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

THEMA DER WOCHE

Faymann und Co. lassen unsere Pensionisten im Schnee stehen! Scharfe Kritik von Landeshauptmann Gerhard Dörfler: „Pensionserhöhung deckt erstmals seit 2005 nicht einmal mehr die Inflationsrate ab!“ Scharfen Protest erhob der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler gegen die jüngst bekannt gewordenen Ergebnisse eines Geheimgipfels der Bundesregierung, bei dem die Erhöhung der Pensionen mit 1,8 Prozent so mickrig wie nie zuvor ausgefallen ist. Dörfler wörtlich: „Bundeskanzler Faymann und sein Vize Spindelegger lassen damit 2,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher zu Weihnachten sprichwörtlich im Schnee stehen!“ Als extrem kaltschnäuzig bezeichnete Dörfler den Umstand, dass damit die Pensionserhöhung erstmals seit dem Jahre 2005 unter der gesetzlich fixierten Anpassung der Pensionen an die Inflationsrate liege. „Damit werden die Pensionisten für die katastrophale Fiskalpolitik der Bundesregierung zur Kasse gebeten, während rote, schwarze und grüne Politiker im Parlament allen Ernstes über eine Erhöhung der Politikergehälter um 1,8 Prozent nachdenken würden. Das ist schlichtweg eine Frechheit!“, ist der Kärntner Landeshauptmann erbost. Einmal mehr zeige das Bundesland Kärnten vor, wie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verantwortungsvolle Budget- und Sozialpolitik aussehe: „Unser Budget unterschreitet die vorgegebenen Maastricht-Kriterien mehr als deutlich. Wir haben in der Landesverwaltung eine Pensionsreform bereits durchgezogen. Wir Kärntner haben die Politikergehälter seit Jahren

nicht erhöht. Aber die Kärntner Landesregierung hat zusätzlich den Teuerungsausgleich von 100 auf 130 Euro erhöht, wir halten am Mütterund Kindergeld fest und stehen zu einer vernünftigen Pendlerpauschale. Ganz geschweige von zusätzlichen Impulsen zur Hilfe für sozial Schwächere wie der Brennholzaktion oder dem Schulstartgeld!“ Als besonders „infam“ bezeichnete Landeshauptmann Gerhard Dörfler den Umstand, dass die Mini-Pensionserhöhung im Rahmen eines geheimen Gipfels zwischen Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger vereinbart wurde. Die „Pensionistenvertreter“ Kohl und Blech hätten zudem einen Kniefall vor den rot-schwarzen Parteichefs hingelegt und damit den Anspruch verwirkt, tatsächlich Vertreter der älteren Generation in Österreich zu sein, so Dörfler. Familienzuschuss erhöht Ganz anders die Situation in Kärnten. Um einen weiteren Beitrag zur Abfederung der empfindlichen Teuerung zu leisten, wird nunmehr auch die Familienförderung erhöht. Der Höchstbetrag beim Familienzuschuss wird jährlich angepasst und beträgt aktuell 610 Euro – nach entsprechender Indexanpassung - erhöht sich dieser Betrag für 2013 auf 626 Euro. Heuer gab es bislang 3.175 Förderfälle, insgesamt wurden rund drei Millionen Euro ausbezahlt.

LH Gerhard beim Auszahlen des Teuerungsausgleichs.

Kärnten hat 124 Absolventen mit „Lehre und Matura“ Im Klagenfurter Konzerthaus übergab Lehrlingsreferent LHStv. Ing. Kurt Scheuch kürzlich die Diplome an Kärntens neue AbsolventInnen der Lehre mit Matura. „Seit dem Jahr 2007 gibt es die Lehre mit Matura in Kärnten, und die Zahl der Schüler steigt kontinuierlich an. Derzeit gibt es über 800 Lehrlinge die den dualen Ausbildungsweg beschreiten, insgesamt haben schon 288 Jugendliche die Lehre mit Matura erfolgreich abgeschlossen“, erklärte Lehrlingsreferent Scheuch. Ideale Vorbereitung. Das Ausbildungsmodell Lehre mit Matura verknüpft eine umfassende Facharbeiterausbildung mit der Matura und geht damit in hohem Maße auf den Bedarf der Wirtschaft ein. Scheuch: „Die Lehre mit Matura gewährleistet die ideale Vorbereitung unserer jungen Menschen für Karriere und Weiterbildung bei maximalem Praxisbezug. Das Modell ist aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken und findet als Vorzeigemodell in Österreich und auch in ganz Europa immer mehr Interesse und Anerkennung!“


7. Dezember 2012 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Jüngstes Erdbeben: Wann wird AKW Krsko zugesperrt? Angesichts des letzten Erdbebens, welches mit der Stärke 4,3 nach Richter und dem Epizentrum nördlich von Laibach auch deutlich in Kärnten zu spüren war, fordert LHStv. Kurt Scheuch die sofortige Schließung des Schrott-AKW-Krsko. Krsko ist Risiko für Europa. „Wie lange wird die slowenische Regierung noch abwarten und das Atomkraftwerk Krsko endlich vom Netz nehmen“, fragt sich Scheuch.

Trotz vernichtender Stresstest-Ergebnisse der EU werden hier weiterhin sämtliche Risiken für die Menschen von Seiten Sloweniens in Kauf genommen. „Es darf nicht sein, dass Slowenien ohne Rücksicht auf die Interessen der europäischen Bevölkerung ein Schrott-Atomkraftwerk mitten auf einer Erdbebenlinie betreibt“, betonte Scheuch und zeigt sich enttäuscht, dass man anscheinend aus Fukushima und Tschernobyl nicht gelernt habe. Aktuelle

Stresstests der EU haben ergeben, dass im maroden AKW-Krsko wesentliche Verbesserungen in Bezug auf die Sicherheit im Falle eines Erbebens erfolgen müssen. „Dass man Krsko mitten in einer Erdbebenzone gebaut hat, grenzt nahezu an Wahnsinn. Kein Sicherheitsnetz wird Kärnten und Europa im Falle einer Katastrophe helfen. Die Atomkraft gehört aus Europa verbannt“, so LHStv. Scheuch.

Das höchst umstrittene Kernkraftwerk Krsko nahe der Kärntner Grenze.

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Aktion „Wähle deinen Lehrbetrieb“! Voller Erfolg für Aktion von Lehrlingsreferent LHStv. Ing. Kurt Scheuch. 1.000 Betriebe nominiert. Um Kärntens Lehrbetriebe einmal vor dem Vorhang zu holen, wurde die Aktion „Wähle deinen Lehrbetrieb“ im Jahr 2008 gestartet. Aufgrund des großen Erfolges der Veranstaltung und der vielen positiven Rückmeldungen von den lehrlingsausbildenden Betrieben fand diese Aktion heuer bereits zum fünften Mal statt. Über 1.000 Betriebe aus ganz Kärnten wurden in den letzten fünf Jahren von knapp 9.000 Lehrlingen nominiert. „Es ist sehr erfreulich, dass immer wieder neue Betriebe nominiert werden, dies zeigt die vielfältige und hochwertige Lehrlingsausbildung, die unsere Kärntner Lehrbetriebe leisten“, freute sich Lehrlingsreferent LHStv. Kurt Scheuch. Lehrbetrieb des Jahres. Im heurigen Jahr wurden über 250 Betriebe von ca. 1.500 Lehrlingen vorgeschlagen. Die Veranstaltungen wurden in Kooperation mit den Fachberufsschulen Spittal/Drau und Völkermarkt an den jeweiligen Schulstandorten organisiert. Über 500 Teilnehmer ließen diese Veranstaltung zu einem tollen

Erfolg werden. Das Besondere an dieser Aktion ist, dass nicht irgendwelche Fachjurys Entscheidungen treffen, sondern alleine die Lehrlinge bestimmen, welche Betriebe Lehrbetriebe des Jahres werden. „Jeder der hier anwesenden Betriebe wurde von seinen Lehrlingen nominiert, dies spricht für eine funktionierende Lehrlingsausbildung, wer könnte das besser bestimmen als die Auszubildenden selbst“, so Scheuch. Optimales Lehrpersonal. Neben den beliebtesten Ausbildungsbetrieben wurden auch die beliebtesten Lehrlingsausbildner (je einmal in Oberund in Unterkärnten) gewählt. Die Lehrlingsausbildner des Jahres erhielten eine Urkunde und Wifi-Bildungsgutscheine im Wert von je 500 Euro. „Die Lehrlingsausbildner des Jahres leisten einen wesentlichen Beitrag zur Imageverbesserung des dualen Ausbildungssystems, sie machen Karriere mit Lehre“, unterstrich Scheuch die Wichtigkeit des Lehrpersonals. Die vorbildlichen Ausbildungsbetriebe „belohnte“ der Lehrlingsreferent mit Geldpreisen für die Lehrlingskasse.

Lehrlingsreferent LHStv. Uwe Scheuch mit den Siegern des Bewerbes aus Oberkärnten.

Hier die strahlenden Gesichter der Sieger aus Unterkärnten.


4 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

HINTERGRUND

Berufsfeuerwehr: 365 Tage im Einsatz für Klagenfurt! Über einen Besuch des Feuerwehrreferenten durften sich die Feuerwehrmänner der Berufsfeuerwehr Klagenfurt freuen. „Um für die Sicherheit unserer Bevölkerung zu sorgen steht die Berufsfeuerwehr Klagenfurt an 365 Tagen im Jahr im 24-Stunden-Wechseldienst bereit. Für diesen Einsatz sei allen Blauröcken

recht herzlich gedankt“, so LHStv. Ing. Kurt Scheuch. Im Vorjahr wurde die Berufsfeuerwehr Klagenfurt 2531 Mal zu einem Einsatz gerufen, der aktuelle Einsatzstand für das Jahr 2012 liegt bereits bei 2565. Weiters verfügt die Feuerwehr über Höhenretter und Einsatztaucher.

BeST – Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung: Die BeSt in Klagenfurt hilft jungen Menschen bei der Planung ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn. Die Veranstalter wollen damit Perspektiven vermitteln, Informationen zur Verfügung stellen und Orientierung im Bildungsdschungel anbieten. Jugendreferent LHStv. Ing. Kurt Scheuch konnte sich vor Ort einen Überblick über diese einzigartige Messe machen. 17.000 Besucher konnten sich bei über 100 Ausstellern über ihre Zukunft informieren.

Dankte der Berufsfeuerwehr Klagenfurt: Feuerwehrreferent LHStv. Ing. Kurt Scheuch.

Lehrwerkstätte „Kretha“ bietet Jugendlichen Chance für die Zukunft: Die pro-mente Lehrwerkstätte in Spittal bietet zehn Jugendlichen mit psychischer und sozialer Beeinträchtigung eine Chance auf eine Ausbildung. „Am freien Arbeitsmarkt wären diese Jugendliche nur schwer oder gar nicht zu vermitteln. In der Lehrwerkstätte haben sie die Möglichkeit, eine Lehre mit verlängerter Lehrzeitdauer oder eine Teilqualifikation eines Lehrberufes abzuschließen. Durch die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben aus der Region besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass die Lehrlinge ihre Lehre in Partnerbetrieben abschließen“, erklärt Lehrlingsreferent Kurt Scheuch.

Ein Weihnachtsbaum für das Büro von LHStv. Scheuch: Mit besonderer Freude nahm LHStv. Kurt Scheuch eine drei Meter hohe Kärntner Tanne als Geschenk von Pro-Natura in Empfang. Vizepräsident Bernhard Wastl, Geschäftsführer Thomas Koller sowie „Produzent“ Josef Rotter stellten sich mit dem Geschenk ein. „Es freut mich sehr, dass unser Büro mit dieser vorweihnachtliche Stimmung überrascht wurde“, dankte der Landeshauptmann-Stellvertreter allen Anwesenden von ganzen Herzen für den schönen Kärntner Baum. Scheuch unterstrich auch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Land und ProNatura.

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7. Dezember 2012 I KärntnerNachrichten 5

HINTERGRUND

Dobernig: Bereits 2011 Lösung für Landesmuseum am Tisch! 150.000 Euro Extrabudget zur Einrichtung/Innenadaptierung für ein Depot in Klagenfurt waren bereits fixiert. FPK-Klubobmann Darmann: Rudolfinum verfügt über genügend Rücklagen! Zur aktuellen Diskussion um das Landesmuseum stellt Finanzlandesrat Harald Dobernig klar, dass bereits im Frühjahr 2011 eine Depotlösung für das Landesmuseum fertig am Tisch war. „Es ist unwahr, dass in meiner Zeit als Kulturreferent nichts für eine Depotlösung beim Landesmuseum unternommen wurde und wir das Problem einfach ignoriert hätten. Dies wird von einigen Seiten aus rein parteipolitischen Gründen bewusst falsch dargestellt. Das Landesmuseum in die Parteipolitik hineinzuziehen schadet dem Museum aber massiv“, betont Dobernig. Für die notwendige Depotlösung für die Sammlungsbestände des Landesmuseum wurde von Dobernig dem damaligen Direktor Erich Wappis bereits im November 2010 Unterstützung zugesagt, wie dieser auch in der „Radio Streitkultur“ am Montag bestätigt hat. Diese Zusage von Landesrat Dobernig wurde mit Wappis am 15. Februar 2011 nochmals in der vom Museum gewünschten Höhe von 150.000 Euro Extrabudget zur Einrichtung bzw. Innenadaptierung für das anzumietende Depot in Klagenfurt am Gerberweg fixiert. Die Mietkosten für das Depot am Gerberweg in Klagenfurt wollte das Museum aus dem eigenen kaufmännischen Budget finanzieren, auch einen fertigen Mietvertrag hat es dafür bereits gegeben. Letztlich wurde das Angebot vom Museum aber doch nicht in Anspruch genommen. Wie Dobernig festhält, hat die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) nach Bekanntwerden der Schimmelkontaminierung Sofortmaßnahmen ergriffen und dem Landesmuseum bereits im Spätsommer dieses Jahres Ersatzquartiere für die Sammlungsbestände angeboten. Über dieses Angebot wurde seitens des Museum aber bis heute nicht entschieden. „Für 2013 hat die LIG außerdem bereits 2,5 Mio. Euro für Gebäudesanierungen, also die vollständige Sanierung

Das Kärntner Landesmuseum Rudolfinum: Das Land hat für eine Sanierung des Gebäudes finanziell vorgesorgt. des Daches, der Fassaden und Fenster sowie Maßnahmen in den Kellerräumen zugesagt“, so Dobernig. Wie aus der gestrigen Stellungnahme der Finanzabteilung ersichtlich, stehe dem Museum derzeit auch ein Barguthaben in Höhe von rd. 1,6 Mio. Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung. Darmann hinterfrägt Waldner „Wie kann es sein, dass im Landesmuseum Guthaben in Millionenhöhe gehortet werden, anstatt diese Mittel für die dringendsten Sofortmaßnahmen einzusetzen und die Schimmelkontaminierung in Griff zu bekommen. Immerhin ist das Problem im Museum seit Herbst bekannt“, betont der freiheitliche Klubobmann Gernot Darmann. Besonders zu hinterfragen seien auch die Aktivitäten von Kulturreferent Waldner, der nach der Veröffentlichung des Joanneum-Gutachtens das Museum für die eigene Profilierung missbraucht hat. „Entweder wusste Waldner vom Millionenguthaben des Landesmuseums oder Direktor Jerger hat ihm das bewusst

verschwiegen. Beides erscheint in einem bedenklichen Licht“, so Darmann. Das Museum dürfe nicht weiter in die Parteipolitik hineingezogen werden, wie es vom ersten Moment an seitens ÖVP und SPÖ versucht wurde. Der FPK-Klubobmann stellt nochmals klar, dass es entgegen den Behauptungen Waldners nicht der Wahrheit entspricht, dass der ehemalige Kulturreferent Harald Dobernig nichts für eine Depotlösung beim Landesmuseum unternommen und das Problem einfach ignoriert hätte.

FPK-Klubobmann Gernot Darmann.


6 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

LANDESPOLITIK

Neue Med-Uni: Ein Meilenstein für Kärntner Bildungslandschaft! Bildungsreferent Landesrat Mag. Christian Ragger stellte die künftige Medizinische-Privatuniversität vor: Neue Uni erhöht Internationalität Kärntens und volkswirtschaftlichen Nutzen. 30 Kärntner Studenten erhalten Landesstipendium „Mit dem heutigen Tag, setzen wir den Startschuss für ein großartiges Zukunftsprojekt. Wir werden das Gesicht Kärntens verändern, denn die MedizinischePrivatuniversität bringt Kärnten eine Aufwertung, die über viele Jahre positiv wirken wird“, betonte Bildungsreferent LR Christian Ragger bei der Präsentation im Beisein des Rektor der Sigmund Freud Privat Universität Wien, Alfred Pritz, des ärztlichen Leiters des Klinikum Klagenfurt, Bernd Stöckl, des Sprechers des Primarärztekollegium, Rudolf Likar, von KABEG-Vorständin Ines Manegold und des Bürgermeisters der Stadt Klagenfurt, Christian Scheider.

Präsentierte die Pläne für eine medizinische Privatuni: Landesrat Christian Ragger Investition des Land Kärnten Sie wird voraussichtlich 2013/2014, vorbehaltlich der Akkreditierung, auf dem Gelände der KABEG ihren Betrieb aufnehmen. Geführt wird sie von der Sigmund Freud Privatuniversität, die in Wien bereits seit Jahren ein Universitätsstudium für Psychologen und Psychotherapeuten anbietet und die international höchst anerkannt ist. „Das Land Kärnten wird in den ersten vier Jahren jeweils eine Million Euro als Anschubfinanzierung investieren und gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass künftig die bauliche Adaptierung einer Privatuniversität durch die Landesimmobiliengesellschaft (LIG) getätigt wird.

Bildungs- und Forschungsstandort Die Universität werde sich nicht allein darauf beschränken, Ärzte auszubilden, sondern sie will auch ein Zentrum für Forschung sein. Ragger: „Die volluniversitäre Ausbildung beträgt sechs Jahre. Wir werden einen Forschungscluster am Standort in Klagenfurt haben und damit in erster Linie eine hochqualifizierte Ausbildung garantieren können, die dann Spitze der Pyramide für den Bildungsund Forschungsstandort Kärnten ist“, berichtete Ragger.

Landesstipendium für 30 KärntnerInnen Mit 80 Studenten werde begonnen, im Vollbetrieb sollen es fast 500 sein. Für begabte junge Kärntnerinnen und Kärntner biete die Medizin-Privatuniversität auch die Möglichkeit, in ihrer Heimat zum Arzt ausgebildet zu werden. „Mit einem Stipendium, welches das Land Kärnten für 30 Kärntnerinnen und Kärntner pro Jahr gewähren wird, haben wir das erste Mal die Chance, dass unsere Jugendlichen in Kärnten bleiben. Künftig werden wir unsere eigenen Mediziner ausbilden. Die Kritik einer angeblichen „Reichen-Universität“ geht

Aktiv gegen Medizinermangel agieren Auch Pritz führt, dass es Ziel sei, durch diese gemeinsamen Anstrengungen eine Optimierung der medizinischen Versorgung im Raum Kärnten durch die Anbindung an universitäre Lehre, Ausbildung und Forschung nachhaltig zu erreichen. Gleichzeitig wirke ein Ausbau in der universitären Lehre dem prognostischen Medizinermangel aktiv und frühzeitig entgegen. „Ich habe keine Zweifel, dass die Medizinische-Privatuniversität Klagenfurt genügend Studenten aus ganz Europa anlocken wird. Es gibt nur zwei Vergleichsmodelle: Witten-Herdecke in

damit vollkommen ins Leere“, betonte Ragger.

Deutschland und die Salzburger PMU. Da gibt es Hunderte auf einer Warteliste“, so Pritz. Vor einer Woche wurde der Lehrplan für die geplante Universität, das Curriculum, zur Genehmigung beim Akkreditierungsrat eingereicht. Optimale Ausbildung gewährleisten Für eine verstärkte Ausbildung von Ärzten spricht sich auch Manegold aus: „Wir müssen eine optimale Ausbildung der Mediziner gewährleisten, zum Wohle der Kärntner Patienten. „Für mich als ärztlichen Leiter wird ein ganz wichtiger Punkt wahr. Ich weiß, dass wir bei diesem Projekt auch unsere Ärzte für die Zukunft ausbilden und an unser Haus und den Standort Kärnten binden können“, so Stöckl. Jungärzte in Kärnten erhalten Auch Bürgermeister Scheider hält fest, sei es nicht übertrieben, von einem bildungspolitischen Meilenstein zu sprechen: „Mit hervorragenden Kooperationsmöglichkeiten und Symbiosen mit der Universität-Klagenfurt, dem Lakeside Park und dem Standort KABEG, wird es eine optimale Vernetzung auch in Zukunft geben. Das Ziel muss sein, die Jungärzte in Kärnten zu halten“, so der Bürgermeister der Landeshauptstadt.


LANDESPOLITIK

7. Dezember 2012 I K채rntnerNachrichten 7


8 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

LANDESPOLITIK

„Mein Einsatz für Kärnten“: Die besten Feuerwehr- Geschichten! Allein im letzten Jahr waren die rund 20.000 aktiven Mitglieder in 419 Kärntner Feuerwehren rund 18.360 Mal im Einsatz für die Kärntner Bevölkerung und leisteten dabei unglaubliche 225.872 Einsatzstunden. Um diesem Engagement besondere Wertschätzung entgegenzubringen sucht Feuerwehrreferent LHStv. Kurt Scheuch nun die besten Geschichten über die Einsätze unserer Florianijünger. Unter dem Motto „Mein Einsatz für Kärnten – Kärntens beste Geschichten und Berichte der Kärntner Feuerwehren“ können Mitglieder

der Kärntner Feuerwehren ihre Story am besten mit Fotos bis 23. Dezember 2012 an das Land Kärnten schicken! Die besten Geschichten werden in einem Buch veröffentlicht, unter allen Einsendungen wir ein toller Preis verlost! Bitte schicken Sie Ihre Geschichte an das Amt der Kärntner Landesregierung z.H. Peter Plunger, Arnulfplatz 1 9020 Klagenfurt oder per Mail an: peter.plunger@ktn.gv.at

Feuerwehrreferent LHStv. Kurt Scheuch ist auf der Suche nach den besten und spannendsten Berichten von Kärntner Feuerwehrleuten. Machen Sie mit und gewinnen Sie!

Anlässlich seinen Geburtstages überraschten Direktor Ing. Paul Korak (FBS Klagenfurt) und LSI Ing. Herbert Torta den Landeshauptmannstellvertreter mit einer Krokodiltorte.

„Stiller Advent im Landhaushof“ mit den bekanntesten Chören Kärntens

Herzlich begrüßt wurde kürzlich Schulreferent LR Christian Ragger von Schülerinnen und Schülern der Volksschule Feistritz im Rosental. Direktor Johann Millonig führte den Schulreferenten durch das gesamte Gebäude.

Durch die Einbeziehung des Landhaushofes in Klagenfurt, als einen der ältesten und sicherlich auch schönsten Innenhöfe der Landeshauptstadt wird eine Kulisse geschaffen, die zum Verweilen und Besinnen in der Adventszeit abseits des geschäftigen Trubels einlädt.Die Mitwirkung der bekanntesten Kärntner Chöre wie die Singgemeinschaft Oisternig u.v.a.m. trägt zu einem ganz besonderen Adventkonzert bei. Der Stille Advent im Landhaushof ist mit Abstand die größte Adventveranstaltung in unserem Land. 14. Dez.: MGV Annabichl Ltg Dietmar Habernig 15. Dez.: MC Der Kärntner in Wien Ltg Christoph


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REGIONALES

Eindrucksvolles Gedenken am Bleiburger Feld! m 17. November 2012 hat tretend für die Überlebenden A eine Abordnung von frei- der kroatischen Bleiburger heitlichen Politikern, ange- Tragödie Vladimir Fucek (ein führt von Landtagspräsident Josef Lobnig, neben dem Denkmal am Bleiburger Feld einen Kranz niedergelegt. In dessen Begleitung befanden sich auch Kärntner Opferverbände der Partisanengewalt. Kränze und Worte für die Kärntner Opfer spendeten Fritz Schretter vom Kärntner Abwehrkämpferbund, Peter Kuehs und Herbert Miklin für die Kärntner Landsmannschaft, sowie auch die Obfrau Frau Ursula Polesnig vom Opfer- und Traditionsverband der Kärntner Windischen und Frau Nevenka Sommeregger vom Neuen Slowenischen Bund Sektion Kärnten. Aus Kroatien war die Führung des Bleiburger Ehrenzuges und der kroatischen Volkspartei, Landeshauptmann Galic und des Vizpräs. Vice Vukojevic angereist, stellver-

Überlebender des Todesmarsches) und für die Überlebenden der slowenischen Viktringer Tragödie, Nevenka Sommeregger. Der Anlass zu dem angeführten Ereignis war die Tatsache, dass es im Süden Kärntens kein Denkmal für die Kärntner Opfer der Partisanen-Verbrechen von 1941 bis Mai 1945 und der Kärntner Nachkriegsopfer der Partisanengräuel und der kommunistischen Titogewalt bis zum Zerfall Jugoslawiens auf Kärntner Boden gibt. „Wenn aller Opfer gedacht wird, wird man einen immerwährenden Frieden gewinnen. Also ist es wichtig, die Vergangenheit und deren Bedeutung aufzuarbeiten. Wer klar in die Zukunft schauen will, der muss zuerst die Vergangenheit kennen“, sagte Lobnig in seiner Rede.

Mit einem herzlichen „Guten Morgen – good morning“ und schwungvollen Übungen wurde Landeshauptmann Dörfler von der ersten Klasse der Franz Mettinger-Volksschule in Völkermarkt begrüßt. Die zehn Mädchen und 15 Buben haben nämlich Englisch und Sport als Schwerpunkte und zeigten auch gleich mit großer Begeisterung ihr Können. Eingeladen wurde der Landeshauptmann von Beate Rudolf, deren sechsjährige Drillinge Emma, Lukas und Magnus hier zur Schule gehen. Der Landeshauptmann stellte sich mit Grüßen und Geschenken des „Polizisten Ferdinand“ ein.

Gedenken an die Opfer des Partsianenterrors auf dem Bleiburger Feld mit LT-Präsident Josef Lobnig.

Die „Schwarzen Teufel“ aus Feffernitz präsentierten ihre Show u.a. vor LAbg. Hannes Anton und GR Christian Gasser. Die FPK-Politiker konnten eine Unterstützung zur geplanten Anschaffung von einheitlichen Pullovern zusagen.

Weihnachten naht und überall stimmt man sich besinnlich auf die stille Zeit des Jahres ein. So auch in Wiedweg bei Patergassen , wo der 9. traditionelle Christkindlmarkt stattfindet. Kürzlich stattete auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler dem Weihnachtsmarkt einen Besuch ab. Begleitet wurde er dabei von der Landtagsabgeordneten Jutta Arztmann. „Der Christkindlmarkt ist ein wichtiger vorweihnachtlicher Treffpunkt und spiegelt das gut funktionierende und herzliche Zusammenleben und Miteinander wieder“, sagte der Landeshauptmann.


10 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

REGIONALES

Baustart für JUFA-Haus in Knappenberg ist erfolgt! Kürzlich erfolgte im Beisein von Finanz- und Wirtschaftsreferent LR Harald Dobernig, JUFA-Vorstand Gerhard Wendl, des Direktors des Internationalen Instituts für Höhere Tibetische Studien (IIHTS), Geshe Tenzin Dhargye, und Bürgermeister Josef Ofner der Baustart für das Jugend- und Familiengästehaus in Knappenberg. Das JUFA in Kärntens Mitte will einen Dialog der Kulturen herstellen und den Gästen in einer einzigartigen Art und Weise tibetische Kultur, Musik und die Bergbau-Geschichte von Knappenberg präsentieren. Dobernig verwies auf den positiven Impuls für die gesamte Region. „Es freut

mich, dass dieses wichtige Projekt für die Marktgemeinde Hüttenberg umgesetzt wird. Mit der Errichtung des Jugend- und Familiengästehauses und des angeschlossenen Tibetzentrums sorgen wir für einen dringend notwendigen Impuls für das Görtschitztal. Wir schaffen damit Arbeitsplätze und setzen einen Schritt gegen die Abwanderung aus der Region. Mit Unterstützung des großen JUFA–Netzwerkes können neue Gästeschichten angesprochen werden“, betonte Dobernig, der das Projekt von Beginn an vorangetrieben hat. Am 5. Oktober wurde auch ein von der Bevölkerung gut angenommener Workshop für die Regionalentwicklung gestartet.

Anlässlich ihres 85. Geburtstages lud kürzlich Lotte Puschitz ihre Familie, Verwandte und Freunde zum GH Staudacher. Auch LAbg. Jutta Arztmann gratulierte im Namen von LH Gerhard Dörfler und bedankte sich für die herzliche Freundschaft, die sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. „Lotte Puschitz begleitet die freiheitliche Gesinnungsgemeinsacht mit ihrer freundlichen Wesensart bereits Jahre lang“, schätzt Arztmann die Treue von Lotte Puschitz. Im Bild LAbg. Jutta Arztmann, Lotte Puschitz mit den Urenkerln Nikolas und Lukas und GR Hermann Puschitz.

Sprechtag mit LAbg. Bgm. Fritz Mandl FPK-Bezirksgeschäftsstelle Spittal (Tirolerstrasse 10) am Dienstag, 11. Dezember 2012 von 18.00 bis 20.00 Uhr Anmeldung: 0676 - 347 23 00 oder 0676 - 408 46 76

Im Beisein von Landesrat Harald Dobernig und Bürgermeister Josef Ofner erfolgte kürzlich in Knappenberg der Baustart für ein JUFA-Gästehaus. Auch der Direktor des Instituts für Höhere Tibetische Studien war anwesend.

LH Gerhard Dörfler und Jagdreferent LHStv. Kurt Scheuch zeichneten Landesjägermeister Ferdinand Gorton mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten anlässlich seines 60. Geburtstages aus. „Ferry, bleib wie du bist“, vernahm er sowohl vom Landeshauptmann und vom Jagdreferenten als auch von Vorstandsmitglied Claudia Haider.

Neue Hotelanlage am Fuße des Gletschers! Zwei Förderfälle wurden in der dieswöchigen Regierungssitzung einstimmig beschlossen. Das gab Finanz- und Wirtschaftsreferent LR Harald Dobernig bekannt. Gefördert wird die Errichtung und der Betrieb einer Hotelanlage mit insgesamt 850 Betten in Flattach am Fuß des Mölltaler Gletschers sowie die Neuausrichtung und bauliche Erweiterung des Almdorf Seinerzeit in Patergassen. „Es handelt sich um bedeutende Projekte für die Kärntner

Wirtschaft und den Tourismus. Durch beide Großinvestitionen können rund 100 Arbeitsplätze neu geschaffen und viele weitere abgesichert werden. Zusätzlich ist es ein wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft“, sagte Dobernig. Mit dem Bau des ChaletHotel-Dorfes in Flattach entsteht eine naturnahe Erlebnisdestination mit innovativer Ausrichtung. Das 48 Millionen Euro teure Projekt werde einen enormen wirtschaftlichen Impuls für die Tourismusregion Mölltal bringen.


REGIONALES

7. Dezember 2012 I KärntnerNachrichten 11

Unsere Feuerwehr: Immer im Dienst für den Nächsten

Am ersten Adventsonntag, lud Landesrat Harald Dobernig zum bereits traditionellen Adventkonzert ins Congress Center Villach. Der Steirer Oliver Haidt sowie die deutsche Schlagersängerin Michelle begeisterten mit ihren Hits und Weihnachtsliedern 1.200 Gäste. Dazwischen gab es Showeinlagen der Tanzschule Danceworld Centerstage aus St. Veit an der Glan. „Das jährlich stattfindende Adventkonzert sowie das Konzert am Muttertag sind bei den Kärntnerinnen und Kärntnern bereits seit vielen Jahren beliebt. Diese Tradition ist für mich ein Dank an die Kärntner Bevölkerung. Adventkonzerte sollen aber auch Gelegenheit bieten, der üblichen Weihnachtshektik zu entfliehen“, betonte Dobernig. Für die Besucher gab es kleine Weihnachtsgeschenke in Form von Weihnachtssternen.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler besuchte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in St. Andrä. Wie wichtig die Feuerwehr in vielen Bereichen ist, hat kürzlich die Überschwemmungskatastrophe von Lava münd gezeigt. Das unterstrich auch Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler, bei seinem Besuch der FF St. Andrä. Stützpunkte und Unterstützung durch den Katastrophen-Zug seien gut, aber Kleinstfeuerwehren, wo immer möglich, seien sehr wichtig. „Da wird bei Katastrophen vorgesorgt und es braucht keine langen Erklärungen“, so Dörfler. Bei der Feuerwehr stünden Teamgeist, Kameradschaft, Freundschaft und Verantwortung im Mittel-

punkt. Dem jungen Team der FF St. Andrä wünschte der Landeshauptmann, dass es in die Verantwortung hineinwachse und immer gesund zum Stützpunkt und zur Familie zurückkehre. Als Festbeitrag zum 140-JahrJubiläum brachte der Landeshauptmann 3.000 Euro mit. Zum zweitägigen Jubiläumsfest im vergangenen Sommer hatte der Landeshauptmann nicht kommen können. Die FF St. Andrä wurde am 29. Juni 1872 unter der Führung von Franz Sebastian Storf und seinem Schwager Franz Gauster gegründet.

„Im Kreise vieler Freunde und Verwandte feierte Ing. Karl Kanovsky im schönen Ambiente des Gasthauses Alte Schule in Kappl im Rosental seinen 60sten Geburtstag. Klagenfurts VzBgm. Albert Gunzer gratulierte herzlichst und würdigte die Leistungen von Ing. Karl Kanovsky im Sportstättenbau und in der Gartengestaltung (im Bild VzBgm. Albert Gunzer, Ing. Kanovsky und LSI HR Dr. Renate Kanovsky-Wintermann).


12 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

LESERBRIEFE

ÖVP im Wahlkampf-Fieber Wofgang Waldner „beglückt“ die Kärntnerin und den Kärntner mit einem Brief, in dem er wörtlich, „vor allem einen anderen Stil im politischen Umgang miteinander einfordert“. Lieber Herr Waldner, was ist das für ein politischer Stil, wenn Sie in ihrem Brief sozusagen im gleichen Atemzug, dem politischen Mitbewerber Freunderlwirtschaft, kurzfristiges Denken und Selbstgefälligkeit vorwerfen. Ich will Sie nur daran erinnern, dass ihre Partei in der letzten Legislaturperiode gegenüber dem Wahlergebnis überpro-

portional mit Referaten beglückt wurde und für wichtige Bereiche wie Gemeinden, Wirtschaft oder Tourismus verantwortlich war. Und nicht nur das, Ihre Partei ist auch für den größten parteipolitischen Skandal in Kärnten verantwortlich, nämlich den Birnbacher/Martinz-Skandal. So ein Brief ist wirklich an Kühnheit nicht mehr zu überbieten. Wenn Ihre Politik künftig auch so aussehen wird, NEIN DANKE! Marietta Maurer Ferndorf

Brief an Landesrat Waldner Lieber Herr Waldner, ihr Brief hat für mich leider mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Gespannt bin ich eigentlich vor allem darauf was ihr angekündigter nachhaltiger Systemwechsel sein soll? Wenn man mit so großartigen Termini hausieren geht, sollte man davon auch eine Vorstellung haben. Kärnten steckt nämlich in einem politischen System, das österreichweit funktioniert: in einem Kammernsystem; einem Gesundheitssystem mit zig Sozialversicherungen; einem Proporzsystem, das zu allererst bei der Justiz in Wien sein Ende finden muss; ein Pensionssystem; wobei wir für den

Kärntner Landesdienst eines haben, das die SPÖ vor Jahrzehnten eingeführt hat und wie Sie wissen, darf man in bestehende Pensionen nicht eingreifen. Daher ist der Systemwechsel ein Schlagwort, das lediglich in Ihren Ohren gut klingen mag. Wenn Sie aber meinen, man müsste nur Funktionäre austauschen und dann hat man ein System geändert, ja dann haben sie an Ihrer Seite mit Herrn Obernosterer einen guten Mann, der haut gleich alles raus, was sich bewegt. Herbert Tscharre Lieserbrücke

Die Negativisierung gegenüber Kärnten und LH Gerhard Dörfler ist für mich kaum mehr zu ertragen. Da verteilt der Familien- und Seniorenreferent und als Verfechter heimischer Produkte (Stichwort: Marke Natürlich Kärnten) Kärntner Kräutertee. Statt sich darüber zu freuen, dass bei der Auswahl auf Kärntner und nicht auf Chinaprodukte zurückgegriffen wurde, wird einfach pauschal negativ kampagnisiert. Das lehne ich ab. Christoph Lach, St.Kanzian

Veni, sancte spiritus! Die „Saualm II“, so der Grüne Rolf Holub, ist „natürlich eine zweite Sonderanstalt“. Während immer mehr Länder, Städte und Gemeinden dazu übergehen – auch die Innenministerin drohte dies an – Container und Zelte aufzustellen, stellt sich Holubs „Sonderanstalt“ wie folgt dar: ein Almdorf mit gemütlichen Wohnungen, Sitz- und Essecken, Kochnischen, Bädern und Balkonen. Das Almdorf Grassler ist ein Quartier, das man als Hotel-Pension mit 3-Sterne-Niveau bezeichnen muss. Eine Vorstellung dieses Almdorfs im ORF entlarvt die Herren von RotGrün als unverantwortliche Gesellen. Die in dem Film gezeigten Asylwerber waren alle voll des Lobes über ihre neue Heimat! Gerhard Dörfler, der entschlossen, rasch und effizient handelte, hat die Herren Holub und Rohr eingeladen, sich zu informieren – wohl vergebliche Liebes-

müh. Den Herren von RotGrün sei ins Stammbuch geschrieben: Es gibt kein Recht auf „Innenstadtlage“ für Asylwerber. In Kärnten wird es keine Zelte und Container geben! Während überall die Bürger auf die Barrikaden gehen – ob einer neuen Asylunterkunft -, ziehen Dörfler und die Seinen mit Ruhe und Bedacht Linien und Konturen ins Asylrecht. Mit der neuen Unterkunft in Lamm ist ein großer Wurf gelungen. Zufriedene Asylwerber, ein konsequenter Betreiber. Es wird diesmal nicht gelingen, diese Unterkunft zu kriminalisieren, und auch kein noch so guter Fotograf wird dieses Gebäude „schlechtfotografieren“ können. „Veni, sancte spiritus!“ („Komm, Heiliger Geist“) – so möchte man den rot-grünen Mandataren zurufen. Wohl vergeblich! Rudolf Prill Köttmannsdorf

Noch mehr Geld nach Brüssel? „Wir können nicht gleich wenig bezahlen wie bis jetzt und gleich hohe Förderungen verlangen wie bis jetzt! Wer so etwas in Brüssel verlangt, ist von der Opposition oder ein Scharlatan!“ (Werner Faymann, 20.11.2012) - Wer mit dieser Einstellung zu Budgetverhandlungen nach Brüssel fährt, sollte vorher an Rücktritt denken! Auf Grund des Streits um das Budget, wird das Geschehen im Europaparlament transparenter und

peinlicher. Die Bevölkerung in Österreich hat kein Verständnis für die enorme Geldverschwendung der EU. Während von Österreich eine Erhöhung des EU-Beitrages verlangt wird, bleibt der riesige Rabatt für Großbritannien erhalten. Korruption bedeutet nicht nur den Missbrauch der Funktionen eines Amtes, sondern auch die missbräuchliche Verwendung von Steuergeldern. Hans Peter Jank, Villach

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7. Dezember 2012 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Zahlenlotto „1–90“ erhöht noch kurze Zeit jeden Gewinn um 50%: Eine Prämie fürs Gewinnen ürs Gewinnen belohnt werden, das gibt es nur bei Zahlenlotto „1–90“, und zwar noch bis zum 8. Dezember 2012.

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Mehr gewinnen, das kann man jetzt noch kurze Zeit bei Zahlenlotto „1-90“, denn Zahlenlotto prämiert seine Gewinner. Die Gewinn-Prämie

beträgt 50 Prozent, die Prämienrunden finden bis Samstag, den 8. Dezember 2012, statt. Egal, welche Spielart man wählt, es werden alle Gewinne um 50 Prozent erhöht. Bei Zahlenlotto gibt es sieben verschiedene Spielarten, dreimal wöchentlich, Dienstag,

Donnerstag und Samstag, werden fünf aus 90 Zahlen gezogen. Die Höhe des Einsatzes, und somit auch die Höhe des Gewinnes, bestimmt der Spielteilnehmer selbst. Einsätze zwischen 1 Euro und 500 Euro sind möglich. Der Gewinn ist, je nach Spielart, ein bestimmtes Vielfaches des Einsatzes.

Brieflos sorgt für fröhlicheres Fest Geschenke im Wert von 200.000 Euro verpackt. Das Brieflos steht derzeit ganz im Zeichen des weihnachtlichen Schenkens und hält dabei für die Spielteilnehmer auch ein schönes Geschenk bereit. Brieflos will aus dem „fröhlichen Fest“ ein

„fröhlicheres Fest“ machen und überrascht seine Spielteilnehmer mit einem speziellen Geschenk: In die aktuelle weihnachtliche Serie sind zusätzliche Gewinne im Gesamtwert von 200.000 Euro gepackt. Der Höchstgewinn beträgt in der Geschenklos-Serie 100.000 Euro und ist zweimal enthalten.

Weihnachtsgeld zum Aufrubbeln „Frohe Weihnachten“ mit 50.000 Euro ubbellos widmet sich dem Thema Weihnachtsgeld und bringt anlässlich des bevorstehenden Fests eine spezielle Serie namens „Frohe Weihnachten“. Als Höchstgewinn winken dabei 50.000,Euro.

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Noch etwa drei Wochen, dann steht das Fest der Feste vor der Tür. Die nächsten Tage stehen wohl im Zeichen des Geschenke-Überlegens und des Geschenke-Besorgens.

Das neue Rubbellos „Frohe Weihnachten“ kann da vielleicht behilflich sein und die Weihnachtskasse ein bisschen auffetten. Auf dem Rubbellos gibt es zwei Rubbelflächen und demnach zwei unabhängige Spiele, also auch zwei Gewinnchancen. Wer in einem Spiel dreimal den gleichen Geldbetrag freirubbelt, gewinnt diesen Betrag einmal. „Frohe Weihnachten“ ist zum Preis von 3,- € in allen Vertriebsstellen der Österreichischen Lotterien erhältlich. Der Höchst gewinn von 50.000,- € ist dreimal in dieser Serie mit 1,1 Mio. Losen enthalten.

Ziehung vom Do., 29. 11. 2012

11506 Ziehung vom Fr., 30. 11. 2012

73818 Ziehung vom Sa., 01. 12. 2012

42882 Ziehung vom So., 20. 12. 2012

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VO R S C H AU 49. Runde 2012 1: Rapid Wien– Wacker Innsbruck 2: Sturm Graz– RB Salzburg 3: Wolfsberger AC– Austria Wien 4: SV Mattersburg– SC Wr. Neustadt 5: Admira Wacker– SV Ried 6: B. Dortmund– VfL Wolfsburg 7: VfB Stuttgart– Schalke 04 8: 1. FC Nürnberg– F. Düsseldorf 9: SC Freiburg– SpVgg. Fürth 10: E. Frankfurt– Werder Bremen 11: Mönchengladbach– FSV Mainz 05 12: Hannover 96– B. Leverkusen Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 7. Dezember 2012

DIES & DAS

Das Nassfeld jetzt tiefverschneit! Die Schneefälle der letzten Tage verwandelten das Nassfeld in eine Märchenlandschaft. Ein Blick in die Webcams (www.nassfeld.at) oder auf das beigefügte Bild (aufgenommen heute Montag, 3. 12. 2012, 11.00

Die Vorbereitungen für den Saisonstart am 7. Dezember am Nassfeld laufen auf Hochtouren und die Präparierung der Pisten ist bereits voll im Gange! Foto: Nassfeld.at/Michael Pucher. Uhr) machen sicher – das Nassfeld ist für die Wintersaison bestens gerüstet! Derzeit wird am Nassfeld über einen halben Meter Schnee gemessen und dank der anhaltenden Minusgrade sind auch die mechanischen Schneeanlagen im Volleinsatz. Ab 7. Dezember sind in Kärntens größtem Skigebiet alle wichtigen Seilbahnen und Lifte in Betrieb. Und das Wichtigste für die Skifahrer bzw. Snowboarder - die Pisten werden sich in ausgezeichnetem Zustand präsentieren.


7. Dezember 2012 I KärntnerNachrichten 15

KULTUR

Veranstaltungen Schloss Albeck Sa, 08. 12., 15 h: Buchpräsentation Frie derun Pleterski „ Heimwärts reisen“ . Marion Rießer, Harfe

Ein legendärer Kärntner Landeshauptmann, eine geheimnisumwobene Liebesgeschichte und die politische und wirtschaftliche Entwicklung Kärntens im Laufe der Jahrhunderte inspirierten die Journalistin und Buchautorin Friederun Pleterski dazu, den Spuren ihrer Vorfahren, die seit den Zeiten der Reformation, vor allem aber der Aufklärung, maßgeblich an Kärntens Landesgeschichte teilnahmen, nachzugehen, um die Seele des Kärntner Völkchens zu ergründen und schließlich ein Geheimnis zu lüften. So, 09. 12., 11 h: „ Die Luft ist wie Champagner“ Amüsantes und Pikantes rund um die Liebe. 150. Geburtstag Arthur Schnitzlers 1862 -1931

bulenter Beziehungen zwischen Frau und Mann in erotisch-knisternder Stimmung. In der amüsanten, sehr lebendig gestalteten szenischen Lesung erwecken die beiden Schauspieler Irene Colin und Klaus Haberl die episodenhaften Einakter Arthur Schnitzlers zu prickelnd sinnlichem Leben. Begleitet wird die literarische Reise durch das Werk dieses großen österreichischen Dichters von den unverwechselbaren Klängen des Gitarristen Richard Graf, der mit seinen Kompositionen die Erinnerung an ferne Sommer aufkommen lässt. Sie begegnen u.a. „dem jungen Herren und der jungen Frau“ aus dem „Reigen“, der „überspannten Person“ und dem „Fräulein Else“, sie erleben die .Sylvesternacht“ und .Halbzwei“ . Viele Vorstellungen in ganz Österreich und Europa fanden bisher ein begeistertes Publikum, Gastspiele fanden in München, Bremen, Bratislava, Budapest, Debrecen, Szeged, Pecs, Bukarest, Zagreb, Krakau, Oppeln in Schlesien, Lyon, Bordeaux und Paris statt. So, 09. 12., 15 h: Ensemble Affinità: Souvenirs d´Europe. Elisabeth Baumer, Barockoboe, Riccardo Coelati Rama, Viola da gamba, Takashi Watanabe, Cembalo Barocke Sonaten und Suiten aus ganz Europa von J. S. Bach, F. Couperin J. D. Heinichen, J. H. Roman und G. Sammar-

Gspusi, Liebschaft und Affäre - genießen Sie einen heiteren und sinnlichen Streifzug durch die verschiedenen Facetten tur-

tini sind ein exklusives und apartes Programm, das nicht alltäglich zu hören ist. Das Ensemble Affinità wurde von der in Wien lebenden Oboistin Elisabeth Baumer gegründet. Es besteht aus internationalen Musikerfreunden, die auf historischen Instrumenten bzw. Kopien spielen, sich an den führenden Musikhochschulen Europas auf Alte Musik spezialisiert haben und sehr aktiv in namhaften Barockorchestern und Kammermusikformationen der Szene tätig sind. Je nach Programm variiert die Besetzung des Ensembles. Neben Einladungen bei namhaften Festivals wie der Styriarte tritt Affinità auch selbst als Veranstalterin einer eigenen Konzertreihe auf; seit der Saison 2011/12 bespielt das Ensemble mit der Reihe „Affinità im Achten“ verschiedene Orte im Wiener Bezirk Josefstadt. Elisabeth Baumer hat sich als Oboistin international einen Namen gemacht und kann auf zahlreiche CD-Einspielungen, u. a. mit Nikolaus Harnoncourt und Claudio Abbado hinweisen. www.affinita.at Sa, 24. November 2012 bis Di, 1. Jänner 2013 Susanne Damej: Veränderungen

Durch die reduzierte Wiedergabe der aus dem Naturraum entnommenen Eindrücke verlieren diese ihre eigentliche Bedeutung. Es entsteht eine Neudefinition - eine Verfremdung der Wirklichkeit http://www.damej.at/ Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303 Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at Web: www.schloss-albeck.at


Kartenbüro ab sofort geöffnet!

Ausgabe 49.2012 der Kärntner Nachrichten  

Wochenzeitung "Kärntner Nachrichten"