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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z032986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Doris SantnerOgertschnig. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 17 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 27. April 2012

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

Urteil gegen Uwe Scheuch aufgehoben!

FPK geschlossen wie noch nie! Semmering-Basistunnel auch für Kärnten wichtig: Baltisch-AdriatischeAchse wird Realität!

Rieseninvestition im Mölltal geplant: Landesregierung gibt grünes Licht für Tausend-Betten-Projekt in Flattach!

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2 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

THEMA DER WOCHE

Knalleffekt: OLG Graz hob Urteil gegen Uwe Scheuch auf Richtersenat in Graz sah „Überraschungsverbot“ verletzt. FPK-Obmann Scheuch wurde bei dem Prozess in Klagenfurt in seinen Verteidigungsrechten beschränkt. Nun folgt das Warten auf die Neuverhandlung. Nach monatelanger Prüfung hat vergangene Woche das Oberlandesgericht Graz seine Entscheidung gefällt: Das OLG Graz hat der Berufung von Uwe Scheuch Folge gegeben, das erstinstanzliche Urteil gegen ihn aufgehoben und an die erste Instanz nach Klagenfurt zurückverwiesen. Der Richtersenat begründete diese Entscheidung damit, dass Richter Christian Liebhauser-Karl gegen das sogenannte „Überraschungsverbot“ verstoßen habe. Damit sei Scheuch in seinen Verteidigungsrechten beschränkt worden.

Verteidigungsrechte beschränkt Wörtlich heißt in der Stellungnahme des Oberlandesgerichts Graz: „Der Senat 8 des Oberlandesgerichtes Graz hat der Berufung des DI Uwe Scheuch gegen das Urteil des Landesgerichtes Klagenfurt Folge gegeben, dieses Urteil aufgehoben und die Sache zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht zurückverwiesen. Das Ersturteil ist nichtig – die Strafsache muss durch einen anderen Richter/ eine andere Richterin neu verhandelt und entschieden werden. Grund für die Aufhebung ist ein Verstoß

gegen das sogenannte ‚Überraschungsverbot‘.“ Das Gericht in Klagenfurt hatte nämlich den Tatvorwurf gegen Uwe Scheuch erweitert. Dies wurde dem Beschuldigten aber nicht „explizit und ausdrücklich“ zur Kenntnis gebracht. Wie der Sprecher des OLG Graz, Ulrich Leitner, erklärte, habe Richter Christian Liebhauser-Karl „nicht verhandelt wie laut ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes nötig gewesen wäre“. Laut OLG Graz wurde Uwe Scheuch „in seinen Verteidigungsrechten beschränkt, weil für ihn keine Möglichkeit bestand, zu diesem neuerlichen Vorwurf (etwa zur Frage der Zuständigkeiten) Stellung zu nehmen“. Nun muss es einen neuen Prozess geben. Am Landesgericht Klagenfurt muss ein anderer Richter, eine andere Richterin, gefunden werden. Danach ist ein Prozesstermin festzulegen, die Causa wird dann von Grund auf neu verhandelt. Das heißt, dass auch sämtliche Zeugen noch einmal geladen und einvernommen werden. FPK-Obmann Uwe Scheuch hat die Entscheidung des OLG Graz zur Kenntnis genommen, will sie aber nicht weiter kommentieren. Denn die Entscheid-

ung „ist ja noch kein Freispruch, sondern das Urteil wurde wegen einer Anklageüberschreitung und der fehlenden Möglichkeit zu Verteidigung aufgehoben und an Klagenfurt rückverwiesen“, so Uwe Scheuch. Er hofft nun „auf ein faires Verfahren und auf eine neue Beurteilung der Sachlage“. Näheres im KN-Kurzinterview mit LPO Uwe Scheuch.

LHStv. Uwe Scheuch

„Überraschungsverbot“: Was bedeutet das? Das Oberlandesgericht Graz hat das Urteil der ersten Instanz gegen Uwe Scheuch aufgehoben, weil es einen Verfahrensfehler nach dem sogenannten „Überraschungsverbot“ festgestellt hat. Bei einer Verhandlung ist das Gericht nämlich grundsätzlich nicht daran gebunden, nach welchem Tatbestand die Staatsanwaltschaft angeklagt hat. Es kann den Angeklagten auch wegen anderer, neu hinzukommender Aspekte verurteilen. Damit dann aber auch in so einem Fall ein faires Verfahren gewährleistet ist, darf das Gericht den Beschuldigten mit diesen neuen Aspekten nicht „überraschen“, sondern muss die Beteiligten rechtzeitig über die geänderte Rechtslage aufklären. Das ist im vorliegenden Fall aber nicht geschehen. Dadurch ist Uwe Scheuch in seinen Verteidigungsrechten beschränkt worden, weil für ihn keine Möglichkeit bestand, zu diesem neuen Vorwurf Stellung zu nehmen. Daher wurde das Urteil aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung in erster Instanz nach Klagenfurt zurückgewiesen. Es muss allerdings ein anderer Richter entscheiden als bei der vorherigen Verhandlung.


27. April 2012 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Bgm. Maximilian Linder, Afritz am See:

FPK-Obmann Uwe Scheuch mit Verteidiger Dr. Dieter Böhmdorfer.

„Ich hoffe auf ein faires Verfahren!“ LPO Uwe Scheuch im Kurzinterview mit den „Kärntner Nachrichten“ KN: Herr Scheuch, was sagen Sie zur Entscheidung der II. Instanz in Graz? Uwe Scheuch: Ich nehme diese Entscheidung zur Kenntnis, möchte sie aber sonst eigentlich nicht weiter kommentieren. Es ist ja noch kein Freispruch, sondern das Urteil wurde wegen einer Anklageüberschreitung und der fehlenden Möglichkeit zu Verteidigung aufgehoben und an Klagenfurt rückverwiesen. KN: Wann und wie haben Sie davon erfahren? Uwe Scheuch: Ich bin vom Oberlandesgericht in Graz vor den Medien über die Entscheidung informiert worden. Das zeigt mir persönlich die Seriosität und Ernsthaftigkeit, mit der hier die Richter in Graz vorgegangen sind.

„Durch die Aufhebung des Urteils durch den Richtersenat vom OLG Graz werden die Karten neu gemischt. Hoffentlich wird die Neuauflage des Prozesses in Klagenfurt korrekt und ohne Vorverurteilungen ablaufen. Denn wie jeder andere Staatsbürger auch muss Uwe Scheuch die Chance auf ein faires Verfahren bekommen.“

Christine Schneider, Seeboden

„Als ich von der Aufhebung des Urteils gehört habe, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Ich weiß natürlich, dass es noch kein Freispruch ist. Aber jetzt ist wieder alles offen. Ich hoffe, dass Uwe Scheuch ein fairer Prozess zuteilwird, in dem ihm alle Verteidigungsrechte zustehen wie jedem anderen Bürger auch.“

KN: Was erwartet uns beziehungsweise Sie jetzt? Uwe Scheuch: Ich hoffe auf ein faires Verfahren und auf eine neue Beurteilung der Sachlage. Hoffentlich läuft der Prozess ohne große mediale Begleitmusik ab. Das wäre für eine objektive Berichterstattung und Entscheidung wichtig. KN: Wie sehen die nächsten Schritte aus? Uwe Scheuch: Ich werde die Situation mit meinem Anwalt in Ruhe analysieren und dann die nächsten Schritte besprechen. Momentan liegt es am Gericht, den zuständigen Richter zu bestellen und einen Prozessbeginn festzulegen. KN: Danke für das Gespräch und alles Gute!

Wolfgang Miglar Völkermarkt

„Ich finde es gut, dass das Urteil gegen Uwe Scheuch von den Grazer Richtern aufgehoben worden ist. Jetzt hat der FPK-Obmann die Chance, dass es zu einer neuen rechtlichen Beurteilung der gesamten Sachlage kommt. Ich hoffe, dass der neue Prozess in Klagenfurt fair ablaufen und am Ende doch die Gerechtigkeit siegen wird.“

Ferdinand Strutz Krumpendorf

„Ein Urteil, das in zweiter Instanz aufgehoben wird, ist ein Fehlurteil. Das müssen die Medien und die politischen Gegner des FPK ganz klar zur Kenntnis nehmen. Auch ein Freiheitlicher hat das Recht auf ein faires Verfahren und auf volle Verteidigungsrechte. Uwe Scheuch ist kein Freiwild, sondern ein anständiger Politiker!“


4 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

HINTERGRUND

Bei den Freiheitlichen in Kärntens geht`s jetzt App! LPO Uwe Scheuch: Freiheitliche wieder einmal Vorreiter bei Bürgernähe. „Bei der FPK gehts App“, verkündet FPK-Obmann Uwe Scheuch anlässlich der Präsentation der Partei-App der Freiheitlichen in Kärnten für das iPhone. „Wieder einmal haben wir Freiheitliche unsere Vorreiterposition unter Beweis gestellt und als erste dieses mobile Kommunikationsmittel eingeführt. Bürgernähe ist für uns eben nicht nur ein Schlagwort. Neben den zahllosen Veranstaltungsbesuchen unserer Funktionäre und Spitzenpolitiker im ganzen Land und den verschiedenen Geschäftsstellen wollen wir mit dem neuen mobilen Dienst eine weitere Möglichkeit – vor allem für junge Leute – bieten, mit uns in Kontakt zu

treten“, erklärt Scheuch. Das FPK-App bietet alle gängigen Features einer modernen iPhone-Applikation, von aktuellen News und Videos über Termine und einer Vorstellung der Mandatare und Funktionsträger bis hin zu einer Übersicht der wichtigsten Kontaktadressen. „Wir haben versucht, das App so interaktiv wie möglich zu gestalten. Auf Knopfdruck sind jetzt quasi alle freiheitlichen Spitzenfunktionäre per iPhone erreichbar. Damit sind wir wieder einmal schneller, direkter, unkomplizierter und näher am Bürger als alle anderen politischen Parteien“, hält Uwe Scheuch erfreut fest.

Mineralölsteuer senken: Mehr Geld im Budget! Tanktourismus würde bei niedrigen Spritpreisen das Budget massiv stärken! Eine Senkung der Mineralölsteuer (MöSt) würde direkt zu Mehreinnahmen für das Budget führen, rechnet FPÖ-Bundesparteiobmann Strache vor. Eine geringere Mineralölsteuer führt nämlich sofort zu einem verstärkten Tanktourismus, von dem das österreichische Budget massiv profitieren würde. So hält etwa die ÖAMTC-Zeitschrift „auto touring“ vom Februar 2012 fest:

„Die MöSt-Erhöhung von Josef Pröll 2010 wurde mit Mehreinnahmen in der Höhe von 470 Mio. Euro budgetiert. Geworden sind es 108 Mio. Euro. Die Belastung der Inländer durch diese Maßnahme betrug jedoch insgesamt EUR 350 Mio. Euro. Oder anders gesagt: Die Belastung wurde ohne jede Notwendigkeit von den Ausländern auf die Österreicher übergewälzt.

FPK-Landesparteiobmann Uwe Scheuch präsentiert das neue FPK-App für alle gängigen Smart.Phones.


27. April 2012 I KärntnerNachrichten 5

HINTERGRUND

Medizin-Uni: Schon 2014 könnte Projekt realisiert sein! Start der privaten Medizinuniversität in Klagenfurt ist ab 2014 mit 80 Studenten realistisch Diese Woche informierte der Rektor der SiegmundFreund-Privatuniversität, Univ. Prof Alfred Pritz, das Kärntner Regierungskollegium über die angedachten Pläne einer privaten Medizinuniversität in Klagenfurt. „Es gab einen massiven Austausch über das Bildungs- und Zukunftsprojekt und der Bericht wurde vom Regierungskollegium einstimmig zur Kenntnis genommen“, erklärte Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Für ihn macht das faszinierende Projekt einer privaten Medizinuniversität enormen Sinn, da sowohl der Bildungs- als auch der Gesundheitsstandort Kärnten damit aufgewertet und einen Sprung nach vorne machen würde. Zudem

könne mit dieser Universität ein Ärztemangel in Kärnten verhindert werden. Der Landeshauptmann wartete erstmals auch mit Zahlen auf. Der Startschuss ist für ihn im Jahre 2014 realistisch mit 80 Studierenden. „Im Endausbau sollen 480 Studenten in Klagenfurt zu Medizinern ausgebildet werden“, betont LH Dörfler. In Bezug auf etwaige Kosten, seitens des Landes ist eine Anschubfinanzierung von 13 Millionen Euro vorgesehen, rechnet man in den ersten sechs Jahren mit Kosten von 54 bis 60 Millionen Euro. Aus Studiengebühren sollen 11 Millionen Euro lukriert werden. Auf die Frage, wo er sich Einsparungen im

Budget bei Umsetzung der Universität vorstellen kann, nannte der Landeshauptmann die Förderungen für die Kammern.

„Eine Zeit lang minus 20 Prozent weniger für die Landwirtschaftskammer ist für mich durchaus vorstellbar“.

Ragger: Fair Play bei Wohnbau-Ausschreibungen „Wir müssen die vielen Klein- und Mittelbetriebe in der Bauwirtschaft unterstützen. Sie stehen mehrfach unter Druck: Seitens der großen Baukonzerne und auch durch betrügerische Firmen, welche Steuern und Sozialbeiträge hinterziehen. Wir können ihnen indirekt helfen, indem wir darauf drängen, dass überall dort, wo öffentliches

Geld mitverbaut wird, faire Regeln herrschen, die den Kleinen eine Chance auf Aufträge einräumen.“ Mit diesen Worten stellte Wohnbaureferent LR Christian Ragger eine Fair PlayVereinbarung der Kärntner Wohnbauvereinigungen vor. Diese verpflichten sich, bei den Ausschreibungen einheitliche und faire Regeln einzuhalten.

HC Strache und die FPÖ laut Umfrage der Zeitung „ÖSTERREICH“ auf Platz 1! FPÖ kommt auf 28 Prozent. SPÖ fällt auf 27 Prozent. ÖVP stagniert bei 22 Prozent Überraschung bei der brandneuen Gallup-Umfrage (400 Befragte) für die Tageszeitung ÖSTERREICH: Wären heute Nationalratswahlen, dann würde FPÖChef HC Strache gewinnen. Innerhalb von zwei Monaten hat sich die FPÖ damit vom „Umfragetief“ im März erholt. Zwei Monate später ist nun alles anders. Die FPÖ feiert in der aktuellen Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH ein Comeback, liegt nun sogar an der ersten Stelle. Die Umfrage im Detail: Strache kommt derzeit auf 28 Prozent der Stimmen (gleich viel wie vor zwei Wochen). Heißt: Wären am heutigen Sonntag Nationalratswahlen, dann wäre die FPÖ stimmenstärkste Partei. Und Bundespräsident

Heinz Fischer müsste Strache mit der Regierungsbildung beauftragen. Strache profitiert vom Schwächeanfall Faymanns. Der SP-Kanzler verliert im Vergleich zur letzten Umfrage 1 Prozent und kommt nun auf 27%, ein Prozent weniger als Strache. Auch die ÖVP kann die Regierung nicht aus der Agonie holen, stagniert weiter bei 22 Prozent. Für die ÖVP ist die neue Umfrage eine neue Ernüchterung. Am 14. April, also vor einem Jahr, wurde Michael Spindelegger als Nachfolger von Josef Pröll Parteivorstand. Damals lag die ÖVP bei 22 Prozent, hatte vor dem Sommer 2011 ein kurzes Zwischenhoch von 24 % und liegt nun wieder bei 22 Prozent.


6 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

LANDESPOLITIK

Bau des Semmering-Tunnels ist Mega-Erfolg für Kärnten! LH Gerhard Dörfler: Durch neue Südbahn wird der Süden Österreichs und insbesondere Kärnten massiv aufgewertet Diese Woche fand der Spatenstich für den Semmeringbasistunnel statt. Nach Jahrzehnten des Planens, Verwerfens und Aufgebens konnte das Erfolgsprojekt Südbahn auf Schiene gebracht werden. Der Semmeringbasistunnel ist neben dem Koralmtunnel das zweite Schlüsselprojekt auf der neuen Südbahn, die Teil der Baltisch-Adriatischen Achse von Danzig bzw. Helsinki bis Ravenna ist.

BaltischAdritische Achse wird Realität! „Ich freue mich, dass mit diesem Spatenstich das Jahrhundertprojekt neue Südbahn auf Schiene ist. Es zeigt sich auch, welch große Bedeutung diese Strecke für Österreich und Europa hat. Die intensiven Bemühungen Kärntens zahlen sich jetzt aus. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde die BaltischAdriatische Achse für das zukünftige Kernnetz der Europäischen Union vorgeschlagen. Kärnten hat auf europäischer Ebene eine Vorreiterrolle eingenommen und wichtige Lobbyingarbeit in Brüssel geleistet. Aber auch der Spatenstich zum Semmeringbasistunnel zeigt, dass viele Kritiker in den letzten Jahren durch unsere Bemühungen umgestimmt werden konnten und daher nach der Koralmbahn jetzt auch der

ÖBB-Generaldirektor Christian Kern, Verkehrsministerin Doris Bures und Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Semmeringbasistunnel realisiert wird“, so Dörfler. Mit der Realisierung von Koralmtunnel und Semmeringtunnel wird die Erreichbarkeit Kärntens stark verbessert und eine wichtige Voraussetzung für den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene geschaffen. In Kärnten liegt bekanntlich die Wiege der BaltischAdriatischen Achse. Dieser Begriff wurde im Jahr 2004 im Rahmen eines Infrastrukturgipfels in Villach geboren. Kärnten war seither sehr aktiv und führt auch jetzt die Forschungsaktivitäten rund um die Achse im Rahmen des EU-Projektes BATCo an. Mit diesen Projekten werde die Infrastruktur der Zukunft errichtet,

erklärte der Landeshauptmann. Die Gesamtinvestition in beide Projekte Koralmbahn und Semmeringbasistunnel wird rund 8,3 Mrd. Euro ausmachen.

Zwei Milliarden Investitionen in Kärnten Wie bereits zu Wochenbeginn von ÖBB-Generaldirektor Christian Kern mitgeteilt wurde, werden durch diese Investitionen laut einer Studie von IHS und WU Wien 15.000 nachhaltige Arbeitsplätze für Österreich und 31.000 Arbeitsplätze im europäischen Kontext geschaffen. Nach der Fertigstellung solle ein positiver Saldo von neun Mrd. Euro übrigbleiben. Der Mehrwert ist also höher als die Initial-

investition. Beispielsweise sind von 100 Bauaufträgen im Rahmen der bisherigen Baumaßnahmen zur Koralmbahn rund 80 an Kärntner Unternehmen wie Kostmann, Massivbau oder Steiner-Bau gegangen. In den nächsten fünf Jahren werden weitere rund zwei Mrd. Euro in Kärnten investiert und damit nachhaltig die regionale Wirtschaft gestärkt. „Ich möchte mich bei Verkehrsministerin Doris Bures und bei Generaldirektor Christian Kern für ihren Einsatz für die neue Südbahn bedanken. Es hat sich gezeigt, dass durch gute Zusammenarbeit große Ziele erreicht werden können“, so der Landeshauptmann.


27. April 2012 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

Grundsatzbeschluss für ChaletHoteldorf in Flattach gefasst Fünfsternehotel bringt enormen Impuls für die Region und Skigebiet Mölltaler Gletscher. Der Grundsatzbeschluss für das Chalet-Hoteldorf am Mölltaler Gletscher in der Gemeinde Flattach wurde in der dieswöchigen Regierungssitzung einstimmig beschlossen. Durch den Beschluss eines Letter of Intent (LOI) ist nun der Weg frei für die weitere Planung des Projektes und die Förderung durch den Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF).

Neue Qualität der Politik Der Landeshauptmann bezeichnete die Regierungssitzung als Zukunftstag für Kärnten, da neben diesem Grundsatzbeschluss auch noch andere wichtige Großprojekte besprochen bzw. beschlossen worden seien. „Es gibt eine neue Qualität der Politik. Projekte werden nun so gut vorbereitet, dass sie dann sofort beschlussfähig sind“, so Dörfler, der in diesem Zusammenhang LHStv. Uwe Scheuch und Finanzreferent LR Harald Dobernig sowie der renommierten Schultz-Seilbahngruppe und Hans-Peter Haselsteiner dankte. „Der Hotelbau in Flattach bringt langfristig 100 neue Ganzjahresarbeitsplätze aber auch kurz- und mittelfristig viele Arbeitsplätze für die Region“, berichtete der Landeshauptmann. „Für das Mölltal bedeutet der heutige Beschluss eine

große Chance“, erklärte Scheuch. Bis zum Baubeginn seien noch viele Schritte zu erledigen, angesichts des enormen Engagements der Projektbetreiber zeigte sich Scheuch aber zuversichtlich, dass das Hoteldorf wie geplant ab September 2013 umgesetzt werden könne. „Mit dem Hotelbau und den Chalets werden 1.000 neue Betten entstehen. Durch diese zusätzliche Bettenkapazität werden die gewerblichen Übernachtungen um 107,1 Prozent ansteigen und sich damit mehr als verdoppeln“, betonte Dobernig. Die Projektkosten betragen 48 Millionen Euro, seitens des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) wird mit drei Millionen Euro gefördert, jeweils drei Millionen sind vom Bund und von der EU vorgesehen. Das Projekt sieht die Errichtung einer Fünfsterne-Hotelanlage mit 400 Betten und 75 Ferienhäusern mit 600 Betten inkl. Infrastruktur vor.

Traumhaftes Skigebiet: Der Mölltaler Gletscher, an dessen Fuße das Bergdorf Flattach liegt.

Fheodoroff-Preis in Würdigung des Musikers LR Dobernig: Besondere Würdigung des verstorbenen Komponisten Das Land Kärnten wird im Jahr 2013 erstmals einen „Nikolaus-Fheodoroff-Kompositionspreis“ vergeben. Das gibt Kulturlandesrat Harald Dobernig bekannt. „Nach Rücksprache mit den Familienangehörigen des verstorbenen Kärntner Komponisten haben wir uns dazu entschlossen, diesen Preis als besondere Wertschätzung des künstlerischen Schaffens von Professor Nikolaus Fheodoroff einzurichten. Wir wollen damit insbesondere auch zeitgenössische Komponisten fördern. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll alle zwei Jahre über Vorschlag einer hochqualifi-

zierten Jury zur Vergabe gelangen“, gibt Dobernig bekannt. Die Ausschreibung des Preises soll alternierend in verschiedenen Kategorien erfolgen. „Darüber hinaus wird das Land Kärnten eine Erst- bzw. Uraufführung der ausgezeichneten Komposition ermöglichen. Außerdem ist eine Kooperation mit der Stadt Klagenfurt geplant“, erklärt der Kulturreferent. Die Jurymitglieder werden in den kommenden Wochen endgültig festgelegt. Die Jury wird ihre Tätigkeit noch in der ersten Jahreshälfte 2012 aufnehmen.


8 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

Am traditionellen Vierbergelauf vom Magdalensberg über den Ulrichsberg und Veitsberg auf den Lorenziberg nahm dieses Jahr auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler teil. Diese Wallfahrt findet seit Jahrhunderten am Dreinagelfreitag, dem zweiten Freitag nach Ostern, statt. „Es war meine Premiere“, sagte der Landeshauptmann voll Begeisterung: „Ein einmaliges Erlebnis“. Es sei einfach wunderbar, von Berg zu Berg, von Kirche zu Kirche durch die einmalige Mittelkärntner Landschaft zu wandern. Hunderte Begegnungen sind dabei inbegriffen, freut sich Dörfler über dieses gemeinsame Herausspringen aus dem hektischen Alltag.

REGIONALES

Das Frühjahrskonzert im vollbesetzten Kulturhaus Feistitz/Drau wurde zum Anlass genommen um der Gemeindemusik zwei neue Schnapsfässer zu überreichen. Die beiden Marketenderinnen Monika Regenfelder und Sandra Schrittwieser haben stellvertretend für die Musiker die Fässer von LAbg. Hannes Anton, Vzbgm. Wolfgang Maurer und GR Christian Gasser entgegen genommen. Weiters wurden bei dem Konzert die jüngsten Musiker in die Gemeindemusik aufgenommen und Herr Josef Cimsar als ältestes Mitglied der Gruppe geehrt.

„Es ist kärntenweit das einzige Projekt, das so durchgeführt wird“, zeigt sich Initiatorin und Verkehrsstadträtin Wilma Warmuth anlässlich der Siegerehrung des „Ideenwettbewerbs von Verkehrstafeln für das Kurzentrum Althofen“ stolz. 42 Schüler der 4. HAK – Klassen 16 Vorschläge für derartige Hinweistafeln im Multi-Media-Unterricht unter Anleitung von Mag. Evelin Leitgeb erarbeitet. Diese basierten auf einer Schüler-Exkursion im Kurbad Althofen, um so Inputs und Informationen über das Unternehmensprofil zu erhalten. Eine Jury mit Dr. Albert Kreiner und Bgm. Manfred Mitterdorfer wählte zwei Siegerentwürfe aus, aus denen nun eine Tafel gemacht wird. Als Sieger erhielten Anna Griesser, Cherise Schäfer, Lisa Rottenhofer, Alexandra Barbusiu, Fabian Reichhardt, Maximilian Lattacher und Mario Hois je einen Fitnessgutschein vom Altis–Zentrum Althofen.


REGIONALES

Anlässlich des Besuchs der Ortsgruppe Paternion erhielt FPK-Obmann DI Uwe Scheuch ein Hufeisen als Geschenk überreicht. „Danke vielmals, ich freue mich wirklich. Der Glücksbringer bekommt einen Ehrenplatz in meinem Büro“, so Scheuch.

27. April 2012 I KärntnerNachrichten 9

40 Aussteller bei der Rennweger Gewerbeschau mit LR Dobernig Der Wirtschaftsverein Rennweg veranstaltete kürzlich die zweite Rennweger Gewerbeschau mit fast 40 Ausstellern. Finanzreferent LR Harald Dobernig unterstützte die Veranstaltung und nahm gemeinsam mit Landesrat Christian Ragger und Obmann Franz Aschbacher die Eröffnung vor. „Rennweg in Oberkärnten beheimatet zahlreiche hervorragende Betriebe. Es freut mich, dass bei der Gewerbeschau eine durchwegs positive Stimmung herrschte. Der Wirtschaftsverein Rennweg leistet hier mit seiner Arbeit einen wertvollen Beitrag für die Region“, so Dobernig, der den Organisatoren dankte. Der Wirtschaftsverein Rennweg wurde im Oktober 2009 gegründet, um die Interessen der Wirtschaftstreibenden im Ort zu vertreten. Grundgedanke ist die enge Zusammenarbeit in der Gemeinde, um die Wertschöpfung in der Region zu belassen.

Die Sängerrunde Pisweg besuchte am vergangenen Freitag Kulturreferent LR Harald Dobernig in der Landesregierung und präsentierte ihre neue Tracht sowie eine Auswahl ihrer Lieder. „Kärnten wäre ohne seine vielfältige Chorlandschaft um ein großes Stück ärmer. Ich danke daher den Sängerinnen und Sängern der Sängerrunde Pisweg für ihr Engagement. Sie leisten auch einen großen Beitrag dazu, Kinder fürs Singen zu begeistern“, erklärte Dobernig. Der Landesrat bedankte sich insbesondere bei der langjährigen scheidenden Obfrau Angelika Wernig für ihren großen Einsatz. Sie bleibt dem Chor als Sängerin erhalten. Neue Obfrau ist seit Mitte April Martina Ölschnegger. Sie führt nun gemeinsam mit Chorleiterin Ingrid Sabitzer-Vizthum die Sängerrunde.

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Jasmin Schurian war der erste Lehrling in der Karnerta-Lehrwerkstätte in Klagenfurt. Vor kurzem gelang es ihr, beim Landeslehrlingswettbewerb der Fleischer den ersten Platz zu erreichen. „Ich freue mich sehr darüber, dass es Jasmin gelungen ist, sich gegen ihre männliche Konkurrenten durchzusetzen und wünsch ihr viel Glück für den Bundeslehrlingswettbewerb im Juni“, gratulierte Lehrlingsreferent LHStv. Uwe Scheuch, der Siegerin.


10 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

Am 01.April 2012 war es soweit: Gemeindevorstand Gerhard Marinitsch und Ersatzgemeinderat Harald Prisnig durften Peter Gruber zur Pensionierung gratulieren. „Der nunmehr ehemalige Bedienstete der Gemeinde Wernberg war stets für ALLE Gemeindebürger da und hatte immer ein offenes Ohr für jedes deren Anliegen“, so GV Gerhard Marinitsch. Als Dankeschön für seinen jahrelangen Dienst an der Allgemeinheit durften wir Peter Gruber ein kleines Geschenk überreichen. Die Freiheitlichen in Wernberg gratulieren ihm sowie auch seiner Familie und wünschen alles Gute für diesen neuen Lebensabschnitt! Einer, der für ALLE Wernberger da war. Gratulation zur Pensionierung auch von den Kärntner Nachrichten!

REGIONALES

Fünf Jahrzehnte voll hat Blumenhofwirt Seppi Kassl, was groß gefeiert wurde. Bereits in den frühen Morgenstunden erfolgte der Weckruf und den ganzen Tag über konnte das Geburtstagskind Gratulanten, u.a. LR Mag. Harald Dobernig und LTPräs. Seppi Lobnig, empfangen. In gewohnter geselliger Art sorgte der Jubilar auch fallweise selbst mit seiner Hausmusik für die Unterhaltung der Gäste. Alles Gute und ein kräftiges „Waidmanns Heil“ für den Jagdausflug nach Kanada.

Herzlich empfangen wurde Landeshauptmann Gerhard Dörfler am Bezirksgericht Feldkirchen von Gerichtsvorsteher Manfred Pick und seinem Team. Pick dankte dem Landeshauptmann für seinen Besuch und ebenso für die Gratulationswünsche. Pick feierte seinen 48. Geburtstag. Pick ist seit 1994 mit einer dreijährigen berufsbedingten Unterbrechung Richter am BG Feldkirchen. Seine familiären Wurzeln hat der geschätzte Richter in Tiffen. Der Landeshauptmann gratulierte herzlich und überreichte ihm ein Geschenk. Wichtige gemeinsame Gesprächsthemen bildeten Strukturreformen im Justizbereich und auch der Sport. Der Jubilar ist begeisterter Sportler und Marathonmann. Dörfler strich den Teamgeist und die Menschlichkeit des Geehrten hervor. Pick dankte persönlich und namens der Mitarbeiter dem Landeshauptmann für seinen klaren Einsatz zugunsten der Bezirksgerichte und damit auch des BG Feldkirchen.


REGIONALES

Gemeinsam mit „Kärnten aktiv“ veranstaltet das Landesjugendreferat Kärnten bereits zum dritten Mal die Sommerlerncamps unter dem Motto „Abenteuer Lernen“. „In vier Regionen bieten wir auch heuer Schülern von 10 bis 14 Jahren die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in den Gegenständen Englisch, Deutsch und Mathematik aufzufrischen und dabei auch Spaß und Action zu erleben“, so Bildungs- und Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch. In diesem Jahr finden die Sommerlerncamps auf der Gerlitzen (Mathematik, Englisch), in Friesach (Mathematik, Englisch), im Vital Camp Seeboden (Mathematik, Englisch) und in Kötschach-Mauthen (Englisch) statt. Die Camps finden von 12. bis 17. August 2012 oder von 19. bis 24. August 2012 statt.

3-facher Petzenlandschinkenkaiser Florian Schupanz von der Buschenschnke „Zum Florian“ in Bad Eisenkappel, feierte seinen 55. Geburtstag. Neben zahlreichen Gratulanten überbrachten auch LTPrsident FPK-Bezirksobmann Josef Lobnig, KABLandesobmann Fritz Schretter, Oldtimer-Museumsbetreiber Bedi Böhm-Besim mit Gattin Christl und Bezirksgeschäftsführer GR Hans Georg Lopar die herzlichsten Glückwünsche. Foto von links nach rechts: KAB-Landesobmann LAbg. a.D. Fritz Schretter, Museumsbetreiber Bedi Bhöm-Besim, Schinkenkaiser Florian Schupanz, LTP BO Josef Lobnig, Frau Christl Bhöm-Besim und Bezirksgeschäftsführer GR Hans Georg Lopar

27. April 2012 I KärntnerNachrichten 11

Vzbgm. Ing. Gerhard Altziebler, GV Erwin Possegger und GR Günter Walder gratulierten dem Bruder des Olympiasiegers Franz Klammer, Ersatzgemeinderat Michael Klammer zum 60. Geburtstag. Michael Klammer war zwei Gemeinderatsperioden im Gemeinderat und ist jetzt als Ersatzgemeinderat in Fresach tätig. Er ist ein Mann, der freiheitliche Grundsätze vertritt und immer zur Stelle ist, wenn er von der freiheitlichen Ortspartei gebraucht wird. Vizebürgermeister Altziebler wünschte dem Jubilar ihm im Namen der Freiheitlichen alles Gute für die Zukunft, vor allem Gesundheit, und überreicht ihm einen Geschenkgutschein von Haus der Jäger.


12 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

LESERBRIEFE

FPK-Team steht wie ein Mann hinter Uwe Scheuch!

Berufung gegen das Urteil war richtig!

Das Urteil gegen Uwe Scheuch wurde nun aufgehoben und das FPK-Team rund um Scheuch hat wohl gut daran getan, wie ein Mann hinter ihrem Obmann zu stehen. Im Gegensatz zu anderen Parteien, ist dies wohl einzigartig! Es kapieren nur viele nicht, dass es neben Jörg Haider auch dieser Zusammenhalt ist, der die Freiheitlichen in Kärnten politisch so stark gemacht hat. Es kann mir niemand erzählen, dass es Zufall war, dass dieses ominöse Tonband just vor dem FPKLandesparteitag von News publik gemacht wurde - und Uwe Scheuch den Kopf kosten sollte - an dem die Freiheitlichen in Kärnten sich entschlossen haben, wieder eine Kooperation mit der FPÖ einzugehen. Die Erstarkung des Dritten Lagers war wohl für viele eine Kampfansage!

Ich kann mich noch gut erinnern, wie die Medien und der politische Mitbewerber die Reaktion der Freiheitlichen auf die Verurteilung von Uwe Scheuch kritisiert haben. Man müsse ein Urteil zur Kenntnis nehmen, man dürfe einen Richter nicht kritisieren etc. Gott sei Dank hat man sich dieser Moral-Keule nicht gebeugt und das Urteil trotzdem bekämpft. Und zwar zu Recht, wie das Oberlandesgericht in Graz jetzt festgestellt hat. Schließlich sei das Verfahren „unfair“ gewesen. Also hatten die Freiheitlichen mit ihrer Kritik am Urteil von Anfang an Recht. Nur zugeben werden es die Medien und die anderen Parteien sicher nicht.

Daniela Zechner Wolfsberg

Christoph Staudacher Spittal/Drau

„Kein Wunder, dass Scheuch-Urteil aufgehoben wurde!“ Hinter vorgehaltener Hand haben auch viele Juristen, das Urteil gegen Uwe Scheuch kritisiert und als unverständlich bezeichnet. Mich wundert daher nicht, dass es aufgehoben wurde. Da es keinen Russen, kein Projekt und kein Geld gegeben hat und Scheuch von seiner Kompetenz

her ja gar nicht die Möglichkeit hat, jemanden eine Staatsbürgerschaft zu verschaffen (diese Möglichkeit hat auch der Landeshauptmann nicht), war das Urteil nicht nachvollziehbar. Rudi Maier Villach

Präventive Verurteilung ist Ausdruck komischen Rechtsverständnisses! Was mir in der Scheuch-Causa besonders aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass der Richter Uwe Scheuch wie in den Medien berichtet wurde, „präventiv“ zu dieser hohen Strafe verurteilt hat. Was ist das für ein komisches Rechtsverständnis, wenn man jemanden präventiv, sozusagen zur Abschreckung für andere, zu einer hohen Strafe verurteilt. Die Aufhebung dieses Urteils werden wohl viele als eher gerecht empfinden. Christoph Lach St.Kanzian

Spritpreise Ich finde die Forderungen des FPK gut, mit dem sie den Spritpreis eindämmen wollen. Und ich hoffe, die Bundesregierung setzt die einzelnen Punkte auch um. Es hat sich halt leider bisher immer gezeigt, dass Rot und Schwarz eher den großen Industriebetrieben beistehen als uns „Kleinen“. Franz Berger, Klagenfurt

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at

Auch die Tageszeitung „Österreich“ hinterfragte gleich nach der Verurteilung von Uwe Scheuch das Urteil. Quelle: ÖSTERREICH, 24. 4. 2012


27. April 2012 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Lose für die 174. Klassenlotterie bereits erhältlich

29 Chancen, Millionär zu werden eich werden mit Klasse“ kann man jetzt wieder von 14. Mai 2012 bis zum 22. Oktober 2012, und zwar in der 174. Klassenlotterie. Jeweils Montag gibt’s die Chance, Millionär zu werden. Lose sind bereits erhältlich, zusätzlich gibt es eine Gourmetreise für zwei in die Toskana auf win2day.at zu

„R

gewinnen. Montag ist der schon traditionelle Klassenlotterie Millionentag. Jeden Montag werden ein Treffer zu 1 Million Euro sowie zahlreiche weitere Gewinne zwischen 200,- und 100.000,Euro gezogen. Das absolute Highlight bildet natürlich wieder die Schlussziehung, wo es um

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einmal 5 Millionen und um fünfmal 1 Million Euro geht. Klassenlose sind in allen Geschäftsstellen erhältlich. Informationen und ein Gewinnspiel mit einem Schlossurlaub in Frankreich als Preis gibt’s im Internet unter www.win2 day.at/klassenlotterie. Wer sich hier das Klassenlotterie-Video ansieht und dann eine Gewinnfrage richtig beantwortet, nimmt an der Verlosung eines Schlossurlaubes für zwei Personen teil.

Auf 28 Lose entfällt ein Gewinn von 1 Million Euro, Höhepunkt ist der 5 Millionen-Haupttreffer am Ende der Lotterie. Man kann an der Klassenlotterie mit einem ganzen Los oder mit Zehntelanteilen teilnehmen. Ein Zehntellos kostet für jede der sechs Klassen 15,- Euro, ein ganzes Los demnach 150,Euro pro Klasse. Für den täglichen Ziehungs-Nervenkitzel sorgt die „Superklasse“, in der man täglich 100.000,- Euro gewinnen kann.

29 Treffer in Millionenhöhe

Start am 14. Mai

In der 174. Klassenlotterie werden im Laufe von sechs Klassen aus 250.000 Losen 248.196 Gewinne gezogen.

Erster Ziehungstag der 174. Klassenlotterie ist Montag, der 14. Mai 2012, wo es unter anderem gleich um die erste Million geht.

Ziehung vom Mi., 18. 04. 2012

VO R S C H AU

72028 Ziehung vom Do., 19. 04. 2012

81732 Ziehung vom Fr., 20. 04. 2012

12607 Ziehung vom Sa., 21. 04. 2012

84759 Ziehung vom Mo., 23. 04. 2012

30378 Ziehung vom Di., 24. 04. 2012

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17. Runde 2012 1: SV Ried– Rapid Wien 2: SV Mattersburg– RB Salzburg 3: Austria Wien– Wacker Innsbruck 4: SC Wr. Neustadt– FC Admira 5: Bayern München– VfB Stuttgart 6: 1. FC Kaiserslautern– B. Dortmund 7: Schalke 04– Hertha BSC 8: Mönchengladbach– FC Augsburg 9: B. Leverkusen– Hannover 96 10: VfL Wolfsburg– Werder Bremen 11: Hamburger SV– FSV Mainz 05 12: SC Freiburg– 1. FC Köln Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

SPORT

Am Sonntag 29. April 2012 ist es wieder soweit!

Internationale W.M. Race „MX-EnduroMaster“ powered by Werner Müller 500 Zweirad PS „Ritter“ kommen auch heuer wieder nach Mairist/Launsdorf. Heiße Duelle sind garantiert. Vom 28. April bis 29. April geht es nahe der mächtigen Burganlage Hochosterwitz beim Int. AustrianCross-Championship ACC, wie auch beim W.M. Race „MX-Enduro-Masters“ (powered by Werner Müller und MSC Launsdorf) wieder ordentlich zur Sache.

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Das größte Kärntner Motorsportevent des Jahres beginnt an beiden Wettkampftagen um 8.30 Uhr. Werner Müller schauen ist also angesagt!“

Zum bereits vierten Mal gibt es am Areal der Familie Ranner in Mairist Nähe Burg Hochosterwitz diese National wie International stark besetzten Rennen. Die 600 Motorradsportler erwartet auch heuer wieder eine äußerst selektive Streckenführung. Beim ACC Event am 28. April beträgt die Streckenlänge 5000 Meter, das Ganze im freien und bewaldeten Gelände. Spektakulär wird auch das Int. W.M. Race „MX-Enduro-Master“ powered by Werner Müller und MSC Launs-

dorf am Sonntag den 29. April. Das besondere dabei ist, dass der Parcour mit künstlich aufgebauten Hindernissen von den Fans zur Gänze eingesehen werden kann, so „Lokalhero“ und Streckenplaner Werner Müller. Der 5-fache Enduro Europameister und erfolgreicher Enduro-WM Teilnehmer, sowie 7-facher Staatsmeister setzt in dieser Saison wieder auf die Österreichische Marke KTM.

Der MSC Launsdorf Organisationsmannschaft ist natürlich auch das Wohl der Motorsportfans ein großes Anliegen. Mit einem speziellen Unterhaltungsprogramm (MX-Kinderpräsentation und Quad-Race/ATV) inklusive Kulinarischen Bereich will man dabei ganz besonders Punkten, wie MSC Launsdorf Obmann und OK Chef Wolfgang Grilz berichtet. Weitere Infos zum Event unter www.werner-mueller.at.


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27. April 2012 I KärntnerNachrichten 15


16 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

WIRTSCHAFT

Die Radlerbox - Das neue Genuss-Paket der österreichischen CULTURBrauer

Radler ist nicht gleich Radler! Dass man in dem beliebten Bier mischgetränk Geschmacksunterschiede finden und Fruchtnuancen entdecken kann, demonstriert die „Radlerbox“ mit neun unterschiedlichen Radlern aus neun Privatbrauereien. Die Brauereien Eggenberg, Freistädter Bier, Hirter Bier, Murauer Bier, Mohrenbräu, Schremser Bier, Trumer Privatbrauerei, Zillertal Bier und Zwettler bringen rechtzeitig zur warmen Jahreszeit eine bunte Sammlung fröhlicher Radler gemeinsam auf den Markt. Von verschiedenen Zitrusfruchtnoten über Holunder, Kräuter und Preiselbeer bis zur Zwetschke reicht die Geschmackspalette, die zum Degustieren in den eigenen vier Wänden einlädt und Geschmacksvielfalt genau dort demonstriert, wo Nivellierung droht. Die neun Privatbrauereien, die mit dem Radler-Thema nun bereits das vierte gemeinsame Genusspaket schnürten, verstehen sich als CUL-

Von li. nach re.: Mag. Karl Schwarz (Privatbrauerei Zwettl), Ing. Josef Rieberer (Murauer Bier), Mag. Josef Sigl (Trumer Privatbrauerei), Hubert Stöhr (Brauerei Schloss Eggenberg), Ewald Pöschko (Braucommune in Freistadt), Dr. Klaus Möller & Nikolaus Riegler (beide Hirter Bier), Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Martin Lechner (Zillertal Bier), DI Karl Trojan (Schremser Bier). Foto: Max Pataly-Fejes

TURBrauer - also mittelständische, regional stark verankerte und im Privatbesitz stehende Brauereien, die sich dem Thema „Bier abseits des Industrie- und Massengeschmacks“ verschrieben haben. Ihr Credo: Österreich ist ein Land mit großer Biervielfalt und zahlreichen Traditionen – das muss schmeckund erlebbar sein! Um die verschiedenen Geschmacksrichtungen nachhaltig vor Augen zu führen, wurde die Idee der gemeinsamen Box Die brandneue Radlerbox - ab Ende April im Handel kreiert. erhältlich! Foto: CULTURBrauer

Die RADLERBOX Die Radlerbox der leidenschaftlichen „CULTURBrauer“ beinhaltet neun Biermischgetränke in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Jedes einzelne ist eine individuelle und kreative Köstlichkeit für sich und in der jeweiligen Region auch einzeln erhältlich. Gemeinsam ergeben die neun Radler ein umfassendes Bild österreichischer Bierbrau-Vielfalt: • Schloss Eggenberg Radler Naturtrüb Zitrone, Limette-Holunder (OÖ) • Freistädter Zwickl-Radler Zitrone (OÖ) • Hirter Kräuterradler (Kärnten) • Mohren Grapefruit Radler (Vorarlberg) • Murauer preisel&bier (STMK) • Schremser Naturparkradler naturtrüb Zitrone (NÖ) • Trumer SIGL’s Radler Zitrone (Salzburg) • Zillertal Radler Zitrone-bio (Tirol) • Zwettler Zwetschken Radler (NÖ)


18 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

SERVICE / KULTUR

Veranstaltungen Schloss Albeck Freitag und Samstag, 27. und 28. April, 20 Uhr Erika Pluhar „Lieder vom Himmel und der Erde Die CD-Produktion „Lieder vom Himmel und der Erde“ und damit verbunden eine Reihe von Konzerten haben Erika Pluhar und

Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung sind in der Kärntner Landeszeitung vom 26. April 2012 folgende Planstellen ausgeschrieben:

Abteilung 9 (Kompetenzzentrum Straßen- und Brücken) Eine Planstelle im „Technischen Fachdienst“ bei der Unterabteilung Klagenfurt Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Abschluss einer Fachschule für Bautechnik oder einer vergleichbaren technischen Ausbildung oder einer Lehre als technischer Zeichner, fachliche Praxis (Tiefbau - z. B. Projektierung, Baustellenabrechnung), gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, Führerschein der Klasse B. Erwünscht: EDV-Kenntnisse (Windows, Excel, Word), Kenntnis der Gesetze und Normen, Kenntnis der öffentlichen Verwaltung.

Abteilung 1o (Kompetenzzentrum Land- und Forstwirtschaft) Eine Planstelle im „Höheren Landwirtschaftlichen Dienst“ Bewerber/innen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Abschluss eines Studiums an der Universität für Bodenkultur oder eines Ökologiestudiums, Kompetenz in der betriebswirtschaftlichen Kalkulation in der Landwirtschaft, Kenntnisse des landwirtschaftlichen Organisations- und Förderwesens, Kenntnisse von Verwaltungsstrukturen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Gebietskörperschaften, öffentlichrechtlichen und privatrechtlichen Institutionen, agrarpolitisches Hintergrundwissen und konkrete Erfahrung im Zusammenhang mit dem ländlichen Entwicklungsprogramm auf europäischer und österreichischer Ebene (Konzeption, Abwicklung, Kontrolle, Informationstätigkeit und Beratung sowie die Evaluierung), sehr gute EDV-Kenntnisse (Text-, Tabellenkalkulations- und insbes. Datenbankprogramme), sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache, insbesondere Fachsprache, Führerschein der Klasse B. Erwünscht: betriebswirtschaftliche Zusatzausbildungen, Erfahrung im Projektmanagement, Auslandspraxis.

Straßenmeisterei Villach Eine Planstelle als Straßenfacharbeiter/in BewerberInnen um diese Planstelle haben nachzuweisen: abgeschlossene Lehre in einem Beruf des Bauhaupt- oder Baunebengewerbes oder eines Metallberufes oder eine diesen Lehrberufen entsprechende Berufsausbildung, Führerschein der Klassen B und C.

Bezirkshauptmannschaft St. Veit/Glan Eine Planstelle im „Verwaltungsfachdienst“

Klaus Trabitsch gemeinsam erarbeitet und bestritten. Die Gemeinsamkeit des musikalischen Atems, der Spielfreude, der menschlichen Einhelligkeit hat sich dabei auf das Schönste erwiesen. Für Erika Pluhar und Klaus Trabitsch, die immer wieder gerne auch in der Formation des Duos auf der Bühne stehen, ist jeder Abend eine persönliche Bereicherung - deshalb auch die ungeschminkte eigene Vorfreude auf jeden gemeinsamen Auftritt. Es wird ein Programm geboten, das sich aus dem vorhandenen Repertoire sowie Neuem zusammensetzt - einige von Pluhars Liedern, die sie seit Jahren begleiten, und Lieder aus den CDs der letzten Zeit. Star-Gitarrist Klaus Trabitsch www.erikapluhar.at So, 29. 04., 11 h: „From Caterpillar to Butterfly“, Assaria Voices - eine musikalisch-literarische Reise Gospel, Blues, Soul mit Katrin Horn, Vocal, Klavier, Willi Platzer, Vocal, Percussion, Alexander Horn, Vocal, Gitarre, Texte „Was für die Raupe das Ende der Welt ist, nennt der Weise Schmetterling.“ (Chinesische Weisheit). Warum Veränderung oft so schwer fällt und es sich lohnt, das Unbekannte zu wagen, dem versuchen die „Assaria Voices“ auf den Grund zu gehen. Ausgewählte Texte, untermalt mit bekannten Songs sowie Eigenkompositionen, nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise der Leichtigkeit & der Verwandlung. So, 29. 04., 15 h: The Ladies Cat Pack The Ladies, das stimmgewaltige Vocaltrio, bieten eine mitreißende Show von Swing bis Soul, von rockig bis schräg. Mit Temperament, Witz & Charme präsentieren sie die swingenden 40er der Andrew Sisters und Glenn Miller, den Rock‘n‘Roll von Little Richard und Peggy Lee, Songs von Manhattan Transfer und Aretha Franklin, sowie gekonnten A Capella Gesang. Freya sang u. a. für Udo Jürgens. Liza Ti aus Manila erhielt das Prädikat „Soul Queen of Asia“ und teilte die Bühnen der Welt mit bekannten Größen wie „The Platters“ etc. Hemma kommt von der Klassik. Am Klavier: Martin Kasmannhuber. www.the-ladies.at

BewerberInnen um diese Planstelle haben nachzuweisen: Abschluss einer mittleren Schule oder kaufmännischen Lehre, sehr gute EDV-Kenntnisse (Word, Excel), sehr gute Maschinschreibkenntnisse, Praxis in Sekretariatsund Organisationsaufgaben, Führerschein der Klasse B.

Die Veranstaltungen des Albecker Chansonfrühlings.Kartenpreis für alle Veranstaltungen: 39,00. Nummerierte Sitze.

Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536 10324 zu erfahren.

Café - Restaurant, Shop, Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz, Tel.: 04279/ 303, Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at, Web: www.schloss-albeck.at


27. April 2012 I KärntnerNachrichten 19

VERANSTALTUNG

Volks-Rock’n’Roller Tour 2012 Andreas Gabalier & Band – Erstmals auf Solotournee durch Österreich! Andreas Gabalier ist ein Phänomen und im Frühjahr 2012 erstmals auf Solotournee in Österreich unterwegs und macht dabei auch Stop in Villach! Er singt über die Liebe, so wie wir sie uns alle wünschen: Zärtlich, ewig und voller Vertrauen. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb der junge Steirer den Erfolg momentan gepachtet hat. In Lederhosen steht der 27-Jährige auf der Bühne - Gekreische, Jubel, Händeklatschen: Tausende Fans (jeder Alterschicht!) in Dirndl und Lederhosen geraten in Verzückung, wenn er an seinem Mikrofonständer aus Wurzelholz die Hüften schwingt. Der Weg auf die Bühne ist für den „Steirerbuam“ jedes Mal eine neue Herausforderung. „Mir taugt’s. Es ist doch super wie’s ist“, sagt er und kommt mit dem Autogrammeschreiben schon gar nicht mehr nach. Rückblick: Im Jahr 2009 noch schrieb der junge JusStudent in seinem Keller eigene Lieder, nahm diese auf und verbreitete sein Liedgut über das Internet, bis schließlich ein regionaler Radiosender auf ihn aufmerksam wurde. Seine Karriere legte einen nie zuvor dagewesenen Raketenstart hin. Augenblicklich ist Andreas Gabalier

der erfolgreichste österreichische Interpret – über alle Genres hinweg, wohlgemerkt. Das Album „Herzwerk“ ist seit mehr als einem Jahr in den Charts vertreten und auch die Debüt-CD „Da komm‘ ich her“ ist nicht minder lebendig. Zum Hit „I sing a Liad für di“ rockt ganz Österreich. Die rasante Karriere des Andreas Gabalier ist die Ausnahme von der Regel der Statistik, denn was sonst gut und gern fünf Jahre dauert hat der Steirer in Rekordzeit erreicht. Der Höhepunkt: Vor kurzem wurde Andreas Gabalier mit der größten Musikauszeichnung

TERMIN 06. 05. 2012 VILLACH - Stadthalle Kartenvorverkauf bei allen oeticket-Verkaufsstellen, z.B. Villacher Kartenbüro (04242/27341), Kärntner Reisebüros, Media Markt, Österr. Verkehrsbüros, Trafikplus. Spittal: Tourismusbüro. Radenthein: Reisebüro Bacher. Faak/See: Tourismusbüro sowie unter www.oeticket.com

Deutschlands, dem Echo, ausgezeichnet. Steiler Karriereaufstieg: Für Andreas Gabalier, der von der Volksmusik über den Pop bis hin zum Rock’N’Roll switcht, gilt offenbar eine andere Leitwährung im Musikgeschäft. Mit seiner Debüt-CD „da komm ich her“ legte er schon den Grundstein für seine Karriere. Er zeigte klar und deutlich: Bin ich authentisch, dann glauben mir die Leute, dann benötige ich auch keinen Künstlernamen. Sie wollen meine Lieder, weil es meine eigenen sind und nicht die eines anderen, welche man mir nur in den Mund ge-

legt hat. „Ich schreibe und singe, wie ich das Leben sehe und die Situationen auch erlebe. Und ich glaube das ist der Grund, weshalb sich so viele Menschen in den Liedern wiederfinden“, so der erfolgreiche Musiker. Andreas Gabalier spricht die Menschen direkt an, bei ihm sind Schein und Wirklichkeit Eines. Er hat das, was Musik haben soll: Eigenständigkeit und Authentizität, durch die jene Empfindungen wachsen, die wir alle in uns tragen. Am 06. Mai 2012 kann man sich davon LIVE überzeugen, wenn Andreas Gabalier in der Villacher-Stadthalle zu Gast ist.


20 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

FREIZEIT

Istanbul, die europäisch-asia In Istanbul findet jeden Morgen eine Völkerwanderung von Asien nach Europa und allabendlich von Europa nach Asien statt. Drei Millionen Menschen fahren vom asiatischen Teil der Stadt in den europäischen zur Arbeit. Mindestens 90 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich auf der europäischen Seite. Das europäische Istanbul wird vom asiatischen durch den 32 Kilometer langen Bosporus getrennt, der gleichzeitig das Marmara Meer mit dem Schwarzen Meer verbindet. Der Bosporus und das Goldene Horn, ein schmaler Meeresarm mitten in der Stadt, verleihen der 14 Millionen Metropole einen besonderen Reiz. Eine üppige Vielfalt von Booten, von kleinen Fischkuttern über Fähren bis zu Kreuzfahrtkolossen gehören ebenso zum Stadtbild wie die über 2000 Moscheen. Spektakuläre Sonnenuntergänge tauchen Wasserflächen, Minarette und Türme in Farbtöne, die von zartrosa bis rotgold reichen. Am eindrucksvollsten erlebt man die Sonnenuntergänge von der Galata Brücke aus, am besten bei einem Glas türkischen Bier. Diese Brücke, über die eine moderne Straßenbahn von der Neustadt in die Altstadt fährt, bietet auf Kilometerlänge Bars, Cafes und Restaurants. Istanbul ist eine Stadt der Vielfalt und im Wandel. Durch die noch

Die berühmte „Blaue Moschee“. immer nicht eingebremste massive Zuwanderung aus Anatolien (400.000 Menschen pro Jahr), steigt der konservative Bevölkerungsteil.

Galata-Brücke mit Galata-Turm im Hintergrund.

Zwar gehören 99 Prozent der Bewohner dem Islam an, aber das Stadtbild ist sehr durchmischt, zum Teil durchaus modern und westlich. Ein großer Teil der Frauen bezeichnet sich selbst als liberal, westlich gesinnt und trägt keine Kopftücher. Andere, vor allem jene, die vom Land zugewandert sind, haben zum Gedankengut des großen Reformators Kemal Atatürk, der die Türkei säkularisiert hat, keinen Bezug. Es scheint, dass zwei Gesellschaftsgruppen, die Liberalen und die Konservativen, zwar friedlich aber fast ohne soziale Interaktion nebeneinander leben. Für Touristen, ist Sultanahmet, das einem quirligen Freilichtmuseum gleicht, von besonderem Reiz. Wahrscheinlich das berühmteste Bauwerk Istanbuls ist die Hagia Sofia, die in diesem Stadtteil liegt. Sie wurde 537 als Kirche erbaut, tausend Jahre später zur Moschee umgewandelt und ist heute ein Museum, wo Schätze der verschiedenen Kulturen und Religionen nebeneinander bewun-


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FREIZEIT

tische Metropole der Vielfalt dert werden können. Tausend Jahre lang versuchten byzantinische und osmanische Baumeister vergeblich an die Hagia Sofia heranzukommen. Erst im 16. Jahrhundert trat ein Architekt namens Mimar Sinan in Erscheinung und gab der Stadt ein neues Gesicht. Seine prachtvollen Bauwerke prägen noch heute die „Skyline“ des alten Istanbul. Innerhalb von 50 Jahren baute er als Hofarchitekt des Sultans 130 Moscheen, 8 Brücken, 33 Paläste und 33 Bäder. 1514 kämpfte Sinan im Janitscharenkorps vor Wien. Kaum jemand weiß, dass Sinan 1490 oder 1491 auf dem Gebiet des heutigen Kärnten geboren wurde, mit seiner Mutter in türkische Gefangenschaft geriet und als Sklave in das Haus eines Paschas kam. Eines der Glanzstücke des großen türkischen Baumeisters, mit Kärntner Wurzeln, ist die Süleymaniye Moschee. Sie gilt als vollkommenstes Beispiel osmanischer Sakralarchitektur. 2010 war Istanbul eine der Kulturhauptstädte Europas. Neben der Anerkennung der kulturellen Errungenschaften der Moderne wurden auch die Bemühungen der Türkei auf dem Weg zur angestrebten Mitgliedschaft bei der EU berücksichtigt. Während sich die Silhouette der historischen Altstadt seit tausend

Jahren nicht gewandelt hat, entstehen im modernen Teil immer neue Wolkenkratzer. Der schon zum dritten Mal gewählte Bürgermeister ist sehr um umweltpolitische Aspekte bemüht. Im Bosporus sieht man von den Gärten des Dolmabahce Palastes aus Delfinrudel lustige Spiele treiben. Ein Zeichen für gute Wasserqualität und Fischreichtum! Unter den vielen interessanten Museen ist auch das „Museum Istanbul Modern“ mit einer einzigartigen

Sammlung zeitgenössischer Kunst aus der Türkei absolut sehenswert. Der große Bazar, das erste Einkaufszentrum der Geschichte, ist eine Welt für sich. In dem labyrinthischen Gassengewirr reihen sich mehr als 4000 Läden, Cafes und Restaurants aneinander. Wer dort kauft ohne zu handeln, wird nicht ernst genommen. In den modernen Teilen der Stadt ist das Angebot exklusiver Markenartikel genau so vielfältig wie in anderen europäischen Metropolen. Aber auch Fälschungen, die mit freiem Auge von den Originalen nicht zu unterscheiden sind, werden einem zu Spottpreisen nachgeworfen. Istanbul ist genauso ein Mekka für Kulturtouristen, wie für junge Szenefreaks, die vor allem rund um den „Galata Tower“, alles finden, was ihr Herz begehrt. Empfehlung: „Istanbul 2012“, Katalog von Öger Tours, in jedem Reisebüro erhältlich.

In den Gärten des Dolma Pace Palstes.

Hotel Arena in Sultanahmet, klein, in historischem Gebäude, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. KML


22 KärntnerNachrichten I 27. April 2012

DIES & DAS

Frisches Grün für den Domplatz Rechtzeitig zum „Internationalen Tag des Baumes“ am 25. April wurden auf dem Domplatz zehn neue Bäume gepflanzt. Weiße japanische Zierkirschen (Prunus serrulata Tai Haku) ersetzen nun die teils schadhaften, teils abgestorbenen Zierebeneschen. „Die Zierkirschen bestechen im Frühjahr durch ihre dichte weiße Blütenpracht und im Herbst durch die Verfärbung der Blätter in flammende Rot- und Goldtöne“, verweist Stadtgartenreferent Wolfgang Germ auf die Vorzüge der neuen Bäume. Mit der Pflanzung wurde auch ein wichtiges Zeichen

ten, Schadstofffilter, Schattenspender, verdienen damit die höchste Obsorge“, betont DI Heinz Blechl, Leiter der Abteilung Stadtgarten. Auch ihr Beitrag zum Ortsbild, ihre psychologische Wirkung, ihre Funktion als Lebensraum für unzählige Tiere kann gar nicht überschätzt werden.

Baumpflanzung am Domplatz mit Stadtgartenreferent StR. Wolfgang Germ und Dompfarrer Dr. Peter Allmaier. Foto: Stadtpresse/Rainer zum internationalen Tag des Baumes gesetzt. „Bäume sind mit Abstand die

Einladung zur 3. Europäischen International Lyme and Associated Diseases Society (ILADS) Konferenz am 18./19. Mai 2012, Alpen-Adria Universität Klagenfurt Zecken-übertragene Erkrankungen wie die Borreliose und deren Co-Infektionen sind ein weltweit wachsendes Problem, mit einem breiten Spektrum an Symptomen, Syndromen und chronischen Verlaufsformen. Die Konferenz dient dazu Grundwissen aufzubauen, aber auch bestehendes Fachwissen zu vertiefen. Freitag, 18.Mai 2012: Integrative Therapieansätze bei Zecken-übertragenen Erkrankungen Samstag 19.Mai 2012: Borreliose und Co-Infektionen, Grundlagen der Diagnostik und Therapie Die Möglichkeit zur Anmeldung besteht online unter: http://www.ilads.org/lyme_programs/austria/ilads_a ustria_german.php

wichtigsten Elemente im Stadtgrün, sie sind vor allem Sauerstoffproduzen-

Neben allen Vorzügen können Bäume aber durch Erkrankung oder Alterung zur Gefahr werden. Darum sind Baumkontrolle und Baumpflege eine zentrale Aufgabe des Stadtgartenamtes: Rund 18.000 Bäume in Parks und Friedhöfen, an Alleen und Straßen werden betreut, dazu kommen etwa 30 Hektar Erholungswald auf dem Kreuzbergl.


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KULTUR

Uraufführung: „Durch Glauben tief verbunden“ nna Maria Kaiser, Kärntner Mundartdichterin, Literatin, Autorin und Journalistin, veranstaltete kürzlich im Wallfahrtsort Hochfeistritz eine Uraufführung der Messe: “Durch Glauben tief verbunden“. Sie schrieb die Texte dazu und organisierte die wunderschöne Großveranstaltung bei Eberstein. Über 600 Gäste kamen und staunten über diese einmalige, kirchliche Veranstaltung, welche vom Kärntner Bischof Dr. Schwarz zelebriert wurde. Für die musikalische Gestaltung und schönen Melodien sorgten der Kirchenchor Mayrhofen aus dem Zillertal, unter der Leitung von Hans Rainer, welcher die wunderschönen Melodien dazu verfasste, der gemischte Chor der Sängerrunde Kraig, mit Anna Maria Kaiser ,unter Leitung von Frau Mag. Fotul, ein Kammer-Ensemble unter Leitung von Tabea Travnik, an der Orgel spielte Hermine Grundnig, wie auch Streicher und Hörner mitwirkten. Zahlreiche Ehrengäste, unter Ihnen Landeshauptmann Gerhard Dörfler, LHStv .Dr. Peter Kaiser, eine Abordnung der Kärntner Landesregierung, sowie

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LH Gerhard Dörfler, Texterin Anna-Maria Kaiser, Edeltraud Leitner, Margit Dörfler, Tondichter Johann Rainer, Bgm. Andreas Grabuschnig. Prominenz aus Kultur, Wissenschaft, Polizei, Bundesheer, Wirtschaft und eine kirchliche Abordnung aus Sarajevo. Der örtliche Bürgermeister Grabuschnig kam mit seiner Familie und war stolz über dieses einmalige Ereignis in seiner Gemeinde Eberstein. Anna Maria Kaiser wählte Hochfeistritz als Ort der Aufführung, weil Sie dort ihre Kindheit verbrachte und dort aufwuchs. Zelebriert wurde diese großartige Messe von Sr. Exzellenz Bischof Dr. Alois Schwarz, Sr. Eminenz Kardinal Vinko Puljic, Erzbischof von Sarajevo, Ortspfarrer Lawrence Pinto,

dem Klein St. Pauler Pfarrer Mag. Jacek Artur Wesoly, und den Diakonen Theo Srienz und Franz Fischer. Sponsoren unterstützten großzügig diese unvergessliche Veranstaltung der Anna Maria Kaiser und gaben sich ebenfalls die Ehre. Im Anschluss widmete Sängerin und Chorleiterin Edith Filler mit Kindern der HS Kühnsdorf dem Bischof ein Lied aus ihrer neuen CD die in Kürze offiziell vorgestellt wird und erfreute die begeisterten Gäste mit weiteren Liedern. Zusätzlich ließ eine Abordnung des MGV Heimattreue unter der Leitung von Bernhard Sadounig Kärntnerlieder erklingen.

Das Medieninteresse war groß und es kamen neben Peter Dürnwirth von „BTV“, auch der ORF-Kärnten und Fredy Blaschun vom „Fenstergucker“. Dieses einmalige Großereignis wird in Kärnten unvergesslich bleiben und in die Geschichte eingehen. Für den Ort Hochfeistritz aber als besonderes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Die Noten für „Durch Glauben tief verbunden“ vom Gemischten Chor Sängerrunde Kraig, sowie Noten von über 60 verschiedensten Liedern für alle Chöre sind bei der Autorin Anna Maria Kaiser erhältlich. Kontakt: Telefon 0664/3451405

NEUES BUCH Anna-Maria Kaiser stellte auch ihr neues Buch mit dem Titel: Lass deine Seele baumeln“, vom Verlag Deutsche Literaturgesellschaft Berlin, vor. Es ist im Buchhandel, im Internet bei Amazon, oder bei der Autorin selbst erhältlich und zeugt wie die 12 anderen Bücher der bekannten Autorin von ihrer großartigen Gabe, Menschen mit ihren geistigen Werken zu trösten, aufzuheitern oder zu erfreuen. Tondichter Johann Rainer, Texterin Anna-Maria Kaiser.



Kärntner Nachrichten - Ausgabe 17.2012