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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Doris SantnerOgertschnig. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

Nr. 5 • 58. Jahrgang • Euro 0,60 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 3. Februar 2012

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Mediaprint Druckzentrum Süd, Framrach 52, 9433 St. Andrä/ Lavanttal

Eisige Freuden a m We i s s e n s e e ! Empörung über linke Agitation und Drohungen gegenüber Freiheitlichen: Demokratiepolitisch bedenklich!

Pendlerförderung: Kärnten hat die mit Abstand höchste Förderung und einen perfekten Verkehrsverbund!

Seiten 2 und 3

Seite 4


2 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

THEMA DER WOCHE

Agitation gegen Freiheitliche mit bedrohlichen Zügen! Unverhohlene Morddrohungen gegen Freiheitliche im Internet, Gewaltexzesse gegen Besucher des WKR-Balls in Wien: Das Maß des Erträglichen ist überschritten! Als ungeheure Entgleisung bezeichnete FPK-Landesparteiobmann LHStv. Uwe Scheuch das gewaltbereite Verhalten von Demonstranten gegen den Ball des Wiener Korporationsringes am vergangenen Wochenende. Gemeinsam mit dem Kärntner FPÖ-Obmann Christian Leyroutz gab Scheuch zu Wochenbeginn nicht nur Informationen zum teils brutalen Vorgehen der Demonstranten bekannt, sondern auch, dass man sich diese Angriffe nicht mehr gefallen lassen werde. „Egal ob Morddrohungen im Internet oder Beschimpfungen und tätliche Angriffe im Rahmen des WKR Balles - die Äußerungen und Handlungen gegen die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft nehmen unbeschreiblich brutale Ausmaße an. Auch die Medien lassen diese Äußerungen meist tatenlos zu. Die Verfasser unbehohlener Morddrohungen bleiben oft lange Zeit im Dunkeln, Namen von Schreibern anonym veröffentlichter Postings auf Internetseiten werden von den Medien nicht preisgegeben“, so Scheuch, der vor allem auf die immer niedriger werdende Hemmschwelle hinweist. Auch die tätlichen Angriffe auf Besucher des WKR-Balles sollen Folgen haben. Scheuch kündigte dementsprechende Anfragen im Parlament

und Entschuldigung zumindest dieser Organisationen, wie auch der evangelischen Kirche, die bislang nicht als Verfechter von Gewalt und Hass aufgefallen ist, wäre nun fällig“, so Leyroutz.

Kärntens FPÖ-Obmann Christian Leyroutz und seine Gattin wurden beim WKR-Ball in Wien von Demonstranten tätlich angegriffen. Der Anwalt erstattet nun Strafanzeige gegen die Veranstalter der Demonstration.

Es habe sich in den letzten Wochen eine eigenartige Allianz gebildet, wenn sich im Umfeld von kreativen Veranstaltungen wie „Burschi-Safari“ und anderen, bei denen Gewalt gegen Andersdenkende kalkuliert ist, diverse SPÖOrganisationen, SportDachverbände, israelische

und rechtliche Schritte an.

FP-Leyroutz: Wer sind die Ziehväter linker Gewalt? FPÖ-Kärnten-Obmann Christian Leyroutz, selbst Besucher des WKR-Balls, zeigt sich ebenfalls entsetzt von der Gewalt und dem Hass, die im Umfeld der angeblich so „friedliebenden“ Demonstranten gegen den WKR-Ball zutage getreten sind. „Dass ich persönlich attackiert und verletzt wurde, mag ja noch ins Selbstverständnis der selbsternannten Kämpfer für Menschenrechte und Weltfrieden passen. Dass aber auch meine Gattin und weitere Frauen von gewaltbereiten Männern attackiert wurden, widerspricht aber doch jeglicher Kultur einer zivilisierten Gesellschaft.

„Die Hemmschwelle in der Agitation gegen Freiheitliche sinkt bedrohlich!“, warnt FPK-Landesobmann LHStv. Uwe Scheuch: „Es kann nicht sein, dass im Internet sogar Morddrohungen veröffentlicht werden, ohne dass dagegen etwas unternommen wird! Auch mit den Zielsetzungen der Frauenorganisationen von SPÖ und Grünen, die als Mitveranstalter der Demonstration aufgetreten sind, sind solche primitiven Angriffe wohl nicht vereinbar. Eine Distanzierung

Kultusgemeinde, evangelische Kirche und ein ehemaliger Beschützer der Grundrechte zusammenschließen, um gegen andere Meinungen vorzugehen. Besonders pikant ist es, wenn ein ehemaliger


3. Februar 2012 I KärntnerNachrichten 3

THEMA DER WOCHE

Dreijahresvertrag für Carinthischen Sommer LR Harald Dobernig: Mit Subvention ist Planungssicherheit gegeben

Blinde Aggression bei der Demonstration gegen den WKR-Ball in Wien. Bilder wie diese zeigen deutlich, dass es hier nicht um politische Meinungsäußerung geht, sondern um Gewalt gegen Andersdenkende. Hüter der Grundrechte diese nicht mehr allen Menschen, sondern nur mehr selektiv zugestehen will. „Meinungsfreiheit für alle, die meiner Meinung sind“, lautet anscheinend dessen Devise. Jedenfalls wurde im Vorfeld derart viel Hass gegen andersdenkende Mitmenschen gesät, dass die Ernte Gewalt als gewiss absehbar war. „Insoweit kann man die DemoUnterstützer getrost als Ziehväter linker Gewalt bezeichnen“, so Leyroutz, der nun Strafanzeigen gegen den Mitveranstalter ÖH wegen Untreue einbringen wird und weitere gegen die Beteiligten prüfen will. „Brandstiftung, Bomben, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Nötigung und Pöbeleien sind keine legitimen demokratischen Mittel, sondern nichts anderes als Gewalt. Und das am Holocaust-Gedenktag!“, so auch FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, der nicht nachvollziehen kann, warum „die linken Gutmenschen samt dem Präsidenten der Kultus-

gemeinde „damit offenbar kein Problem haben. „Es ist höchste Zeit den linken Randalierern verständlich zu machen, dass Gesetze auch für sie gelten, selbst dann wenn sie sich selbst als Autonome bezeichnen“, forderte Kickl die Behörden auf, in den Fällen jener zwanzig im Zuge des WKR-Balles Festgenommenen, weiter tätig zu werden.

Teil einer PolitStrategie „Es ist sehr bezeichnend für die Toleranz und das Demokratieverständnis, wenn Rot- und GrünPolitiker kein Wort der Entschuldigung, oder der Distanzierung von den brandschatzenden und prügelnden Horden unter den Demonstranten vermissen lassen“, so Kickl. Dies nähre den Verdacht, dass diese Politiker die Gewalt gegen ihre politischen Widersacher bewusst als Teil ihrer parteipolitischen Strategie in Kauf nehmen, warnte Kickl vor der zunehmenden Gewaltbereitschaft der linken Szene, die immer dann eskaliere, wenn die FPÖ in der Wählergunst zulege.

Diese Woche wurde in der Regierungssitzung die Förderung des Landes Kärnten für den Festivalverein Carinthischer Sommer für die Jahre 2012, 2013 und 2014 beschlossen. Das gibt Kulturlandesrat Harald Dobernig bekannt. Demnach bekommt der Verein heuer 474.453,23 Euro, in den Jahren 2013 und 2014 jeweils 424.453,23 Euro. „Damit ist die Planungssicherheit gegeben. Insgesamt wurde die Förderung für die drei Jahre gegenüber der bisherigen Subvention um 250.000 Euro oder rd. 16 Prozent gekürzt“, erklärt Dobernig und merkt an, dass die Förderhöhe gegenüber dem Intendanten des Carinthischen Sommers bereits im Vorjahr mündlich und schriftlich bestätigt wurde. Zur Diskussion der vergangenen Woche merkt der Kulturreferent an, dass er die heftige Kritik von Intendant Schlee am Land Kärnten als Fördergeber nicht für zielführend erachte. „Während Kulturinitiativen in ganz Österreich bereits Kürzungen hinnehmen mussten, hat es für den Carinthischen Sommer in den vergangenen Jahren noch Erhöhungen bei der Förderung gegeben. Zugleich ist die Zahl der Besucher auf 15.000 im Jahr 2011 abgesunken und ist damit weit entfernt von den Besucherzahlen früherer Jahre. Viele kleine Kulturinitiativen, die auch sparen müssen, haben daher kein Verständnis für die Aussagen Schlees“, betont Dobernig. Der Intendant müsse einsehen, dass es in Sparzeiten auch für sein Festival keine ständige Ausweitung von Subventionen geben könne. Auch die Darstellung, dass die Kirchenoper Einsparungen des Landes zum Opfer falle, könne so nicht stehengelassen werden. Tatsache sei, dass die Oper in den letzten Jahren aus Kostengründen nur drei Mal aufgeführt wurde. „Obwohl sie DAS Alleinstellungsmerkmal des Carinthischen Sommers ist, fand sie bei den Besuchern nur wenig Anklang. Als Spartenprogramm wäre die Oper über kurz oder lang aus dem Programm gefallen, diese Diskussion wird seit einigen Jahren im Vorstand geführt“, erklärt Dobernig.


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HINTERGRUND

Kärnten ist top bei Pendlerförderung LH Dörfler und Abteilungschef Kreiner zogen Bilanz über erstes Jahr der Selbstabwicklung – Einsparungen von über 320.000 Euro pro Jahr gegenüber AK-Abwicklung. Seit 2011 wird die Pendlerförderung durch das Land Kärnten mit Hilfe der Verkehrsverbund Kärnten GmbH abgewickelt. Darüber konnten kürzlich Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler und der Leiter der Infrastrukturabteilung, Albert Kreiner, in einer Pressekonferenz eine äußerst positive Bilanz ziehen.

dert worden. An die 19.494 Dienstnehmer sei ein Betrag von insgesamt 2.168.083 Euro gegangen, an die 765 Lehrlinge habe man 157.431 Euro ausbezahlt, Auszahlungen für Maut bzw. Abendschüler habe es 305mal gegeben (38.062 Euro). Die durchschnittliche Förderung pro Antrag beträgt also laut Dörfler 114,94 Euro.

150.000 Euro jährlich kostet die Selbstabwicklung, während man zuvor für diese Leistungen 472.400 Euro an die Arbeiterkammer (AK) anweisen musste. Dörfler konnte also eine Einsparung von über 320.000 Euro pro Jahr vorrechnen, das seien 1,6 Mio. Euro in fünf Jahren. Vor diesem Hintergrund wies er klar die Kritik von Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach zurück: In Kärnten sei die Pendlerförderung nicht gekürzt worden und auch die von der AK vorgeworfenen Falschberechnungen von Anträgen habe es nicht gegeben. „Kärnten hat die mit Abstand höchste Pendlerförderung je Einwohner und die Abwicklung mit dem Verkehrsverbund läuft bravourös“, betonte Dörfler.

Der Landeshauptmann listete zudem Vergleichszahlen mit der Pendlerförderung je Einwohner in anderen Bundesländern auf. In Kärnten seien es ganze 6,60 Euro, Oberösterreich liege an zweiter Stelle mit 2,77 Euro, danach Niederösterreich mit 2,51 Euro, die Steiermark mit 1,48 Euro, das Burgenland mit 0,77 Euro und Tirol mit 0,16 Euro. In Wien, Salzburg und Vorarlberg gibt es keine vergleichbare Förderung.

Der Landeshauptmann sagte, dass 2011 insgesamt 24.172 Anträge auf Auszahlung der Pendlerförderung für das Jahr 2010 eingelangt seien. 20.564 davon seien geför-

„Und wir berechnen richtig. Bei allen Anträgen wurde den Förderkriterien zu 100 Prozent entsprochen. Und es wurde auch keine einzige Beschwerde von Fördernehmern an uns gerichtet“, sagte er in Richtung AK. Deren Präsident Goach habe nämlich dem Land Falschberechnungen von über einem Drittel der Anträge vorgeworfen. Dörfler verwehrte sich entschieden gegen solche Falschbehauptungen. Auch Kreiner sagte, dass

Kärntner Pendler: Förderung höher als anderswo! man diesen Behauptungen genau nachgegangen sei, mit dem Ergebnis, absolut korrekt berechnet zu haben. „Wir haben eine Topqualität in der Abarbeitung“, so Kreiner.

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Kärnten hat die mit Abstand höchste Pendlerförderung je Einwohner und die Abwicklung mit dem Verkehrsverbund läuft bravourös!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler

Der Abteilungschef sagte, dass wieder die gleiche Fördersumme wie im letzten Jahr zur Verfügung stehe. Und es werde auch wieder nach den gleichen Richtlinien gefördert, die man einst mit der AK vereinbart habe. Rund 3,7 Mio. Euro stelle Kärnten

jährlich bereit. Für 2011 würden auch schon 400 Anträge vorliegen, von denen bereits ein Großteil bearbeitet worden sei. Kreiner verwies auf die 23 Abgabe- und zwölf Beratungsstellen in den Bezirkshauptmannschaften, Bürgerbüros des Landeshauptmannes, Postbuskundenbüros oder Bahnhöfen. Er hofft auch auf die Unterstützung der Antragsteller durch die Betriebsräte. Demnächst werde ein Info-Folder in allen Haushalten per Post einlangen. Dieser ist, wie der Landeshauptmann hervorhob, völlig unpolitisch gestaltet. Dörfler und Kreiner appellierten noch an die Pendler, die Angebote des öffentlichen Verkehrs zu nutzen. „Mit den Schnellbahnen und weiteren Angeboten bieten wir ein Gesamtsystem der Pendlermobilität“, meinte Kreiner.


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HINTERGRUND

Ragger: Kärnten beendet Ausgrenzung behinderter Kinder Kärnten wird den Auftrag der UNO in einem mehrjährigen Konzept erfüllen. Die bundesweite Diskussion um die Zukunft der Sonderschulen und die schulische Förderung von beeinträchtigten Kindern nimmt der Kärntner Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger zum Anlass, um auf die Kärntner Vorreiterrolle hinzuweisen. „Wir werden in mehrjährigen Konzept als erstes Bundesland das System der Ausgrenzung von behinderten Kindern beenden und sie voll in Regelschulen integrieren und damit die Inklusion, welche von der UNO-

Behindertenkonvention gefordert wird, verwirklichen“, betont er. Ab 2014/2015 sollte die Regelschule für alle in Kärnten Realität sein. Bestehende Schulen in allen Bezirksstädten werden zu diesem Zweck ausgebaut. Die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen werden dahingehend ergänzt, dass wenn nötig, Kleinklassen für fünf bis sieben beeinträchtigte Kinder geschaffen werden können. Für sie müsse es auch die eine

Nachmittagsbetreuung mit Sonderpädagogen und eine psychologisch-therapeutische Betreuung geben. Laut Ragger werde in jeder Bezirksstadt ein solches Inklusionszentrum eingerichtet. Das erste in Völkermarkt ab dem kommenden Schuljahr. Das bisherige System, dass beeinträchtigte Kinder aus allen Landesteilen eine zentrale Schule (Sonderpädagogisches Zentrum bfz) besuchen, wobei sie wegen der mitunter zu langen Fahrtwege auch in

LR Ragger: Transparenzdatenbank scheitert bisher an Bundespolitik! Bereits bestehendes System in Kärnten wird landesgesetzlich verankert! Kärntens Sozialreferent Christian Ragger wirft der Bundesregierung ein massives Versäumnis in Bezug auf das Fehlen eines sozialen Transferkontos vor. „Die entsprechende Transparenzdatenbank sollte schon in Betrieb sein, doch bisher brachte die Regierung noch nicht einmal einen fertigen Gesetzesentwurf zustande“, teilt Ragger mit. Wenn die Bundesstellen in diesem ungenügenden Tempo weitermachen, sei bis zur nächsten Nationalratswahl mit keinem Ergebnis und mit keiner verbindlichen Regelung zwischen dem Bund und den Ländern zu rechnen. Aus diesem Grund erging bereits ein Auftrag an die Kärntner Verfassungsabteilung, ein eigenes Kärntner Transparenzdatenbankgesetz zu entwerfen. Im Zuge dessen wird laut LR Ragger die bereits bestehende HUMAN-Datenbank auf ge-

setzliche Ebene gehoben. Dann könnten neben den bereits enthaltenen Daten (Mindestsicherung, Pflegeheime, Unterhalt usw.) weitere Leistungen des Landes außerhalb des Sozialbereichs eingespeist werden. Seit der Einführung dieser Datenbank vor zwei Jahren erfolgten über 500.000 Auszahlungen über dieses EDV-System. Den Anregungen des Rechnungshofes entsprechend habe Kärnten auch bereits den Überblick über Einzahlungen bzw. Kostenersätze/-beiträge jedes einzelnen Verpflichteten umgesetzt. LR Ragger betont, dass der Datenschutz dabei streng beachtet werde. Ziel sei es, Doppelförderungen und Doppel-Leistungen zu vermeiden, Verfahren rascher abzuwickeln und den Ressourceneinsatz zu verbessern. „Nicht der Bürger läuft, sondern der Akt!“, so Ragger.

Behinderte Kinder sollen voll in die Regelschulen integriert werden. einem angrenzenden Internat betreut werden müssen, werde grundlegend geändert. Der Unterricht und die Förderung sollten wohnortnah erfolgen, sodass keine Trennung von der Familie nötig sei. Ragger verweist darauf, dass hiermit die Forderungen des UN-Monitoringausschusses erfüllt würden. Deren Sprecherin Marianne Schulze hatte im Vorjahr bemängelt, dass Österreich gegen die UNKonvention für Menschen mit Behinderung verstößt. „In Kärnten wollen wir dies ändern. Wohl wissend, dass dies vor allem für Eltern eine Umstellung bedeutet, weshalb wir die Systemänderung behutsam in einem Mehrjahresprogramm verwirklichen“. Entscheidend sei dabei auch umfassende Information aller B-troffenen. Zu diesem Zweck findet am 15. März eine große Enquete des Kärntner Landtages zu diesem Thema statt, teilte LR Ragger weiter mit.


6 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

LANDESPOLITIK

FPK-Bürgermeister sagen Nein zu Verwaltungsgroßgemeinden Zahlen und Fakten belegen: ÖVP-Vorschlag birgt kein Einsparungspotential! Im Zuge einer Pressekonferenz erteilten FPK-Bürgermeister NRAbg. Maximilian Linder sowie LAbg. Peter Suntinger den Wünschen von ÖVPLandesrat Achill Rumpold, Gemeinden verwaltungstechnisch zu fusionieren, eine deutliche Absage.

Einwohner liegt dieser Wert bei 341 Euro und über 20.000 Einwohner bei 275 Euro. Kleine Gemeinden investieren also mehr in die örtliche Wirtschaft. Im Gegenzug erhalten kleinere Gemeinden weniger Förderungen als Großgemeinden.

„Im Verwaltungsbereich sind durch Gemeindezusammenlegungen keine Einsparungen zu erwarten. Die Fakten und Zahlen sprechen hier eine deutliche Sprache und der Gemeindereferent müsste dies auch wissen“, zeigt sich der Bürgermeister aus Afritz verwundert über das unüberlegte Vorbreschen von Rumpold.

Auch die Ver waltungskosten würden eine eindeutige Sprache sprechen. So betragen die durchschnittlichen Kosten für Vertretungskörper und die allgemeine Verwaltung in

„Kleine Gemeinden arbeiten eindeutig effizienter und wirtschaftlicher“, so Linder, der in großen Vewaltungszentren die Gefahr von Doppelgleisigkeiten und vielen Leerläufen ortet. Linder verweist darauf, dass beispielsweise in kleinen Gemeinden 299 Euro je Einwohner für Personal ausgegeben wird, in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohner steigt dieser Wert auf 560 Euro und in Gemeinden über 20.000 Einwohner auf 765 Euro.

kleinen Gemeinden 266 Euro pro Einwohner, während sie in Gemeinden zwischen 20.000 und 50.000 Einwohner 433 Euro pro Einwohner, in Gemeinden über 50.000 Einwohner sogar 610 Euro pro Einwohner betragen.

Auch die Wirtschaftskraft kleiner Gemeinden ist nicht schlechter. In kleinen Gemeinden bis 2.500 Einwohner werden 394 Euro pro Kopf investiert, in Gemeinden über 10.000

Auch der Bereich der „freiwilligen Helfer“ sei laut Linder nicht außer Acht zu lassen. So wird in kleinen Gemeinden die Infrastruktur wie etwa im Bereich der Feuerwehr

Die FPK-Bürgermeister Maximlian Linder (Afritz) und Peter Suntinger (Großkirchheim) halten nichts von den Plänen der ÖVP, Verwaltungsgroßgemeinden zu bilden.

Beispiel Schneeräumung: Ein Räumfahrzeug für drei Gemeinden ist in Kärntens Bergregionen zu wenig! oder des Roten Kreuzes durch freiwillige Helfer aufrecht erhalten. In großen Gemeinden kann diese Infrastruktur durch ehrenamtliche Helfer hingegen nicht erhalten werden. Auch der FPK-Bürgermeister von Großkirchheim, Suntinger, kritisierte die ÖVP-Forderung nach Verwaltungsgroßgemeinden,

die übrigens auch WKPräsident Pacher vorschweben als „absolut unsinnig“, da sie kein Einsparungspotential bergen. „Viele Synergien werden bereits genutzt und machen auch Sinn, viele Einsparungen sind auch noch zu heben. Wir verwehren uns jedoch gegen die stetige Ausdünnung des ländlichen Raumes“, erklärte Suntinger.


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LANDESPOLITIK

Letzte Möglichkeit: Her mit dem Schilling, raus aus der EU! FPÖ-Obmann HC Strache spricht sich in TV-Pressestunde für mehr direkte Demokratie als oberste Leitlinie jeder Staatsreform aus. In der TV-Pressestunde machte FPÖ-Obmann HC Strache klar, dass er in der Frage der Budgetsanierung an der Seite der Bürger steht. Strache forderte einerseits ein Absenken des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent, andererseits ein Anheben der Einkommensgrenze für den Höchstsatz auf 100.000 Euro Jahreseinkommen. Sparen solle man bei den Beiträgen zu den „Zwangsenteignungsschirmen“ der Europäischen Union. Dabei sind für Strache der EUAustritt und die Rückkehr zum Schilling als WorstCase-Szenario durchaus vorstellbar. Strache bevorzugt jedoch eine Reform der EU und der Eurozone. Wesentlich sei ein Ausscheiden Griechenlands und auch anderer Länder, deren Wirtschaft zu schwach ist, aus der gemeinsamen Währung. Der FPÖ-Ob-

mann sieht sich an der Seite zahlreicher internationaler Experten. Zuletzt hatten etwa der Chef des internationalen Beratungshauses McKinsey, Frank Mattern, und der tschechische Zentralbank-Gouverneur Miroslav Singer den Ausschluss Griechenlands verlangt. Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Industriegasekonzer ns Linde, Wolfgang Reitzle, ging sogar so weit, den Austritt Deutschlands zu verlangen, sollte es nicht gelingen, die Krisenstaaten zu disziplinieren. Wenn die EU weiterhin in die falsche Richtung marschiere, müsse auch über einen Austritt nachgedacht werden, insbesondere wenn der Zug weiterhin Richtung Aushöhlung der Demokratie gehe, stellte Strache weiter fest, der insbesondere das Diktat des sogenannten Europäischen Stabilitätsmechanismus anführte. Gleiches

Viele Österreicher würden den Euro lieber gegen den Schilling eintauschen.

FPÖ-Chef Strache spricht Klartext: „Das rot-weiß-rote Rettungsboot muss bereit stehen!“ müsse für die Eurozone gelten. Die Zukunft Österreichs innerhalb der EU bzw. der Eurozone seien Beispiele für Entscheidungen, die man dem Volk überlassen müsse, weswegen ein Ausbau der direkten Demokratie dringend geboten sei: „Es ist daher nötig, dass eine Volksabstimmung stattfindet, wenn vier Prozent der Bevölkerung ein Volksbegehren unterstützen“, verlangte HC Strache erneut ein Initiativrecht des

Volkes. Die Stärkung der direkten Demokratie müsse auch bei jeder Art der Reform der obersten Staatsorgane im Vordergrund stehen. Bei einer allfälligen Verkleinerung des Nationalrats sei genau darauf zu achten, dass das Wahlkreissystem weiterhin allen Parteien die gleichen Chancen einräumen muss. Strache: „Der Ausbau der Instrumente der direkten Demokratie muss die Leitlinie jeder Staatsreform sein!“


8 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

LANDESPOLITIK

Keine Energie-Transitautobahn durch Oberkärnten! Energieförderreferent Scheuch: Energieunabhängigkeit und Umweltbewusstsein stehen im Vordergrund der Kärntner Energiepolitik. „Ich sehe den derzeitigen Plan einer Gaspipeline durch Oberkärnten sehr kritisch. In Zeiten der Energiewende führt das nur zu zusätzlichen Abhängigkeiten. Außerdem ist die Pipeline laut derzeitigem Entwurf ohne Mehrwert für die Bevölkerung einer Region, die schon jetzt durch Wasserkraftwerke und dafür benötigte Stromleitungen mehr als genug belastet ist“, erklärte, Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch. In Zeiten wie die-

sen sollte es viel mehr gelten, durch die Förderung von erneuerbarer Energie energieautark zu werden und Umweltbewusstsein groß zu schreiben. Diese Umstände werde man jedenfalls berücksichtigen und im Genehmigungsverfahren äußerst vorsichtig vorgehen, kündigt der Landeshauptmann Stellvertreter an. „Eine Energie-Transitautobahn durch Oberkärnten, von der die Oberkärntnerinnen und Oberkärnt-

ner nichts haben, kann nicht unser Ziel sein“, meinte Scheuch.

Freier Zugang zu den Kärntner Feuerwehren für alle Interessierten

Nein zu einer Gaspipeline durch Oberkärnten sagt LHStv. Uwe Scheuch.

Bewusstsein für Naturkatastrophen

Feuerwehrreferent LHStv. Uwe Scheuch bringt Änderung des Feuerwehrgesetzes in die Regierung. Eine Änderung des Kärntner Feuerwehrgesetzes kündigte Feuerwehrreferent LHStv. Uwe Scheuch an. „Mit einem Beschluss in der Regierungssitzung wollen wir das Feuerwehrgesetz dahingehend ändern, dass der Dienst bei den Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten auch für Staatsangehörige von Nicht-EU Staaten ermöglicht wird“, erklärte Scheuch. Mit der Gesetzesnovelle können nun auch Nicht-EU Mitglieder den Freiwilligen Feuerwehren beitreten. „Die Kärntner Feuerwehren leisten täglich ihre Dienste zur Sicherheit der Bevölkerung. Ehrenamtliches Engagement darf nicht an einer Staatsgrenze enden. Diese Neuerung bringt nicht nur Vorteile für unsere Feuerwehren, sondern erleichtert auch die Integration von Drittstaatsangehörigen in die

Nimmt auf die Anliegen der Kärntner Feuerwehren Rücksicht: LHStv. Uwe Scheuch legte in der Landesregierung eine Änderung des Feuerwehrgesetzes vor. Künftig können auch Nicht-EuBürger in die Feuerwehr eintreten. Dorfgemeinschaft“, so der Feuerwehrreferent.

Ziel eines grenzüberschreitenden Schulprojektes mit Italien ist die verstärkte Wahrnehmung des Risikos von Naturkatastrophen im Alpe Adria Bergland. In Malborghetto wurde kürzlich das Projekt präsentiert. „Es soll ein Beitrag zur Entwicklung, Verbreitung und Konkretisierung einer Präventionskultur sein. Weiters soll das Verhalten der nächsten Generationen zu Sicherheitszielen hinorientiert werden“, erklärte LHStv. Uwe Scheuch im Rahmen der Urkundenverleihung an die Projektpartner.


REGIONALES

Hoch leben ließ die Faschingsgilde St. Peter am Wallersberg unter Obmann Walter Slamanig ihre Geburtstagskinder. Trotz der „Auftrittshektik“ wurde der 60er von Franz Modre und der 20er von Benjamin Schildberger gebührend gefeiert. Unter den Gratulanten stellten sich auch LT-Präs. Josef Lobnig und LAbg. Gerald Grebenjak ein.

Alle Informationen und die aktuelle Ausgabe der Kärntner Nachrichten auch im Internet: www.freiheitliche-ktn.at

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Im Kultursaal in Mühldorf fand die diesjährige Hegeschau der Talschaft III Obervellach statt. Auch Jagdreferent LHStv. Uwe Scheuch war vor Ort, um sich über Wissenswertes und Neues aus dem Revier zu informieren und die Trophäen der Jagdkollegen zu begutachten. Im Anschluss an die Berichte der Funktionäre und Sachbearbeiter wurden die Ehrenzeichen an die Waidmänner übergeben. „Als Jagdreferent und aktiver Jäger begrüße ich die lange Tradition der Hegeschau der Talschaft III. Diese Veranstaltung bietet jedes Jahr eine optimale Plattform, um sich auszutauschen und die Jagderfolge der Kollegen zu bewundern. In diesem Sinne wünsche ich allen Jägern der Talschaft Obervellach ein kräftiges Waidmanns Heil“, so Scheuch.

Kürzlich gedachten hochrangige Mitglieder der Freiheitlichen in Kärnten mit zahlreichen Freunden des Geburtstages von Dr. Jörg Haider. Ort des stillen Gedenkens an den Kärntner Landeshauptmann der Herzen war die Unfallstelle in Lambichl bei Klagenfurt. „Wir werden, so wie wir es versprochen haben, das Gedenken an den großen Kärntner Reformpolitiker stets aufrecht erhalten!“, sagte Parteichef LHStv. Uwe Scheuch. Für breite Empörung gesorgt hat ein in der „Kleinen Zeitung“ veröffentlichter Aufsatz eines Schriftstellers, der sich erneut über das Gedenken der Kärntnerinnen und Kärntner an Jörg Haider lustig gemacht hat.


10 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

Am vergangenen Sonntag fand am Petschnighof ein Eisstockturnier der Freiheitlichen in Diex statt. Acht Moarschaften spielten auf der Natureisbahn um den Sieg. Am Ende gewannen die „Beize“ mit Karner Günter, Ladinig Willi, Skoff Herbert und Strauss Peter vor der Moarschaft des Petschnighofes. Auch LR Harald Dobernig schaute vorbei. Vzbgm. Anton Napetschnig, GR Kitz und GR Ladinig dankten allen Teilnehmern. Im Bild: Vzbgm. Anton Napetschnig, Greiner Wolfgang, Iris Stelzl, Dunja Hrelic, LR Harald Dobernig, Kitz Gerwald, Ladinig Robert und Emil Hrelic.

REGIONALES

Eislaufvergnügen pur gibt es zur Zeit am Weißensee, denn bei großartigen Bedingungen hieß es am Familieneislauftag Kärnten läuft Eis. Die Besucher erwartete ein großartiges und abwechslungsreiches Programm, so gab es beispielsweise Kleinfeld-Eishockeyturnier, Eisstockschießen und vieles mehr. Auch der „Kärnten Läuft“ Eislauf-Halbmarathon, der im Vorjahr seine sehr erfolgreiche Premiere feierte, fand dieses Jahr wieder großen Anklang. Sportreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler zeigte sich begeistert von der Atmosphäre dieses Familieneisfestes und lobte die Einzigartigkeit dieser Veranstaltung. „Die Alternative holländische 11-Städte-Tour lockt jährlich nicht nur tausende Holländer zum großen Eis-Marathon über 200 Kilometer an den Weißensee, diese großartige Veranstaltung hat sich längst zu einem Fest des Sports entwickelt“, sagte der Sportreferent. Zuletzt stattete der holländische Botschafter Dirk Jan Kop dem Landeshauptmann einen Besuch ab (siehe Bild unten). „Diese sympathische Veranstaltung ist nicht nur ein Tourismusmotor und ein Aushängeschild, sondern gehört nun auch zur großen ‘Kärnten Läuft’Familie“, so Dörfler, der plant, zum 25-Jahr-Jubiläum im Jahr 2013 die holländische Königsfamilie nach Kärnten an den Weißensee einzuladen.


REGIONALES

Der Botschafter der Republik Kosovo, Sabri Kiqmari, stattete Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler seinen Antrittsbesuch ab. Im vielfältigen Gespräch wurde vor allem die gute Beziehung zwischen Österreich und dem Kosovo deutlich. Ein mögliches gemeinsames Projekt wurde im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung angedacht. Dörfler sagte, dass er den Kosovo gerne bald besuchen möchte. Er wolle die KFOR-Friedenstruppen aufsuchen, unter denen immer sehr viele Kärntner Soldaten seien, und einen Eindruck vom Leben im Kosovo gewinnen.

3. Februar 2012 I KärntnerNachrichten 11

Das Robert Musil-Institut der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt erhält für die Jahre 2012-2014 einen Dreijahresvertrag für eine wissenschaftliche Stelle. Das gab Kulturreferent LR Harald Dobernig bekannt. „Seitens des Landes Kärnten erfolgt eine anteilige Übernahme der Personalkosten in Höhe von 22.287 Euro im Jahr. Damit leisten wir eine weitere Unterstützung für die wichtige Arbeit des Institutes“, erklärte Dobernig und betonte, dass die Förderung zusätzlich zur regulären Subvention in Höhe von 44.000 Euro im Jahr erfolge. Außerdem werde auch das Literaturjahrbuch seitens des Landes mit 9.000 Euro unterstützt. Ein wichtiger Impuls ist für Dobernig auch das regelmäßig vergebene Literaturstipendium des Landes Kärnten, das mit 10.500 Euro dotiert ist. Stipendiatin im Jahr 2012 ist Andrea Drumbl. „Der Gert Jonke-Literaturpreis, der seitens des Landes mit 15.000 Euro Preisgeld dotiert ist, wird 2013 wieder vergeben, diesmal als Dramatiker-Preis.

Da Tschriasche sagt: „Liabe Leit, i sog Eich heit: die Redoute is der schönste Ball: weit und breit!“ Sprechtag NR Bgm. Josef Jury Dienstag, 7. Februar 2012 09:00 bis 11:00 Uhr FPK Bezirksgeschäftsstelle Spittal/Drau Tirolerstraße 10 Um telefonische Anmeldung wird ersucht. BGF Horst Zwischenberger, 0676/3472300


12 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

Holding Endlich sollen auch die Landesgesellschaften reformiert werden. Dass die Freiheitlichen nach dem Ausscheiden von ÖVP-Chef Martinz für frischen Wind sorgen wollen, finde ich gut. Die Einsparung von Führungsposten und eine schlankere Gesellschaftsform kann man nur begrüßen. Im Gegensatz zur Regierung auf Bundesebene sorgt die freiheitlich geführte Landesregierung für Sparmaßnahmen. Gut so! Marion Maier Patergassen

SPÖ rudert... Besonders glaubwürdig ist die Kärntner SPÖ nicht. Da fordert man seit Monaten das Ende des Proporzes in der Landesregierung, aber wenn dann beschlossen wird, genau dieser Forderung in der Kärntner Landesholding zu entsprechen, dann rudert man zurück. Offenbar geht es der SPÖ nur um oberflächliche, eh nicht ernst gemeinte Forderungen, oder aber sie hat Angst um ihren Zugang zur Macht. Beides wäre ein beschämender Grund! Dominik Schrammel St. Margarethen

Schwund! Es regt mich auf, dass der Intendant des Carinthi-

LESERBRIEFE

Bezug zu den Eltern ist wichtig Schön langsam habe ich das Gefühl, dass man die Eltern unbedingt von ihren eigenen Kindern wegbringen möchte. Dabei ist der Bezug zu Vater und Mutter für Kinder jeden Alters sehr wichtig. Man sollte der Familie (ein Elternteil) die Möglichkeit geben, sich so lange selbst um die Erziehung zu kümmern wie es nötig ist. Bei den ersten Geh- und

Sprechversuchen ist es genauso wichtig wie bei der Unterstützung im Schulalter. Man vergisst aber auch, dass es für Alleinerzieher nicht einfach ist, einen Job zu finden oder zu haben, der es ermöglicht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Patrick Klemenjak Feistritz im Rosental

Klinikum Wörthersee Ich bin entsetzt wie weit die Gewerkschaft im Zuge ihrer Lohnforderungen im LKH geht! Da schreckt man nicht davor zurück, sogar die Patienten in Geiselhaft zu nehmen. Eines wird immer klarer, die derzeitige Kritik über das Klinikum durch die SPÖ und die Gewerkschaft rührt daher, da diese Herrschaften den teilweisen Machtverlust des seit Jahr-

zehnten rot regierten LKH nicht verkraften können. Der Machterhalt rechtfertigt für die SPÖ offensichtlich sogar die Verunsicherung von Belegschaft und Patienten, ohne dass es dafür eine reale Grundlage gibt. Das ist absolut verantwortungslos! Lukas Moser Klagenfurt

Zum Rücktritt von Josef Martinz Ich denke der einzige Unterschied, warum LR Josef Martinz als Landesrat zurückgetreten ist und LHStv. Uwe Scheuch nicht, liegt in der Tatsache, dass Martinz in der eigenen Partei viele Kontrahenten hat, die Freiheitlichen in Kärnten aber auch nach Jörg Haiders Tod geschlossen agieren und hinter

schen Sommers so selbstgefällig ist. Unter Intendantin Fröhlich gab es regelmäßig rund 40.000

dem Parteiobmann stehen. Es ist ja kein Geheimnis, dass WK-Präsident Franz Pacher Herrn Martinz ständig in die Parade gefahren ist. Und verdächtigerweise ist Herr Pacher derzeit sehr leise….. Ines Katzenberger Moosburg

Besucher, unter Schlee sank diese Zahl auf 15.000 Besucher. Per mail

Gaspipeline In Zeiten wie diesen ist eine Gasleitung quer durch Oberkärnten gleich aus zwei Gründen der falsche Weg. Erstens, weil er zusätzliche Abhängigkeiten erzeugt. Zweitens, weil es besser wäre, auf alternative und erneuerbare Energiequellen zu setzen. Und drittens, weil er keinen Mehrwert für die Bevölkerung der Region bedeutet. Gott sei Dank sitzt mit Uwe Scheuch ein Oberkärntner in der Landesregierung, der sich da dagegen zur Wehr setzt. Sonja Ladstätter Velden

Tischler-Preis Es ist schon sagenhaft, was in unserem Land alles möglich ist. Da ruft Rudi Vouk, immerhin selbst Rechtsanwalt, dazu auf durch Orte zu rasen, was nach meinem Rechtsverständnis immerhin einem Aufruf zum Gesetzesbruch gleichkommt, um zweisprachige Ortstafeln zu erzwingen. Durch dieses Theater hat Vouk den jahrelangen Frieden mit der slowenischen Volksgruppe beendet und in Kärnten für den Ortstafelstreit gesorgt. Dafür wurde Herr Vouk nun auch noch mit dem Tischler-Preis ausgezeichnet. In welchem Rechtsstaat leben wir denn? Kajetan Glantschnig Kühnsdorf

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3. Februar 2012 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Lotto verlost zehn Urlaube auf den Malediven Mit sechs Kreuzerl ins Paradies wei Wochen Erholung, tauchen, Muscheln sammeln oder faulenzen – einfach Urlaub machen - das ermöglicht Lotto jetzt zehn Gewinnern samt Begleitung. Denn Lotto „6 aus 45“ verlost zehn Urlaube auf den Malediven für zwei inklusive 5.000,- Euro Taschengeld. Endlos weiße Sandstände, türkisfarbenes, glasklares Meer, tiefblauer Himmel und saftig grüne Palmen – nicht zu Unrecht werden die Malediven als Traumziel und oft auch als Urlaubsparadies bezeichnet. Lotto „6 aus 45“ lädt nun zehn Spielteilnehmer samt Begleitung in dieses Paradies mitten im Indischen Ozean ein und

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verlost zehn Traumurlaube auf den Malediven. Der Gewinn beinhaltet Flüge in der Business-Class, zwei Wochen Aufenthalt inklusive Verpflegung im 6-Sterne-LuxusBungalow mit Blick auf den Ozean, sowie 5.000,- Euro Taschengeld für persönliche Ausgaben. Die Lotto Malediven Promotion erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Ziehungen. Voraussetzung, um die Chance auf einen Luxus-Urlaub zu wahren: Man muss mit zumindest einem Lotto Tipp an zumindest einer der vier Ziehungen vom 25. Jänner bis 5. Februar 2012 mitspielen.

Lotto verlost 10 Malediven-Urlaube. Mehrere Tipps erhöhen natürlich die Gewinnchancen. Die Ausspielung der zehn Urlaubsreisen erfolgt am Sonntag, den 5. Februar 2012 nach der Lotto

Foto: Öster. Lotterien/Peter Svec

Ziehung unter notarieller Aufsicht. Die Gewinner melden sich beim Kunden Service Center der Österreichischen Lotterien, Tel.: 0810 100 200.

Neue Einsatzklassen bei Zahlenlotto „1-90“ Mehr Gewinnchancen mit 4-Tipp-Schein ahlenlotto „1–90“, Österreichs traditionellstes Glücksspiel, zeigt sich ab sofort in neuem Gewand: Die beiden unteren Einsatzklassen wurden auf 1,- Euro bzw. 2,- Euro verändert, und der 4-Tipp-Schein bietet mehr Gewinnchancen. Auch werden nun zwei Wochen lang alle Gewinne verdoppelt. Seit der Ziehung vom Dienstag, den 24. Jänner 2012 präsentiert

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sich Zahlenlotto 1-90“ leicht modifiziert. Auffälligstes Merkmal ist der neue 4-Tipp-Schein. Vier Tipps pro Wettschein, das heißt auch mehr Gewinnchancen. Darüber hinaus haben sich die beiden unteren Einsatzklassen verändert. Und zwar der Mindesteinsatz von 0,75 Euro auf 1,- Euro, die bisherige 1,50 Euro-Einsatzklasse auf 2,- Euro. Da die Gewinnfaktoren gleich

bleiben, bedeutet dies im Gewinnfall dann auch höhere Gewinne.

Ziehung vom Mi., 25. 01. 2012

87159 Ziehung vom Do., 26. 01. 2012

10828 Ziehung vom Fr., 27. 01. 2012

85243 Ziehung vom Sa., 28. 01. 2012 Für den Bereich der Kärntner Landesverwaltung ist in der Kärntner Landeszeitung vom 26. Jänner 2012 folgende Planstelle ausgeschrieben:

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Straßenmeisterei Winklern: Eine Planstelle als Straßenwärter/in

Ziehung vom Mo., 30. 01. 2012

BewerberInnen um diese Planstelle haben nachzuweisen: entsprechende berufliche Eignung, Führerschein der Klasse B. Erwünscht: Praxis im Bereich Hoch- und Tiefbau. Führerschein der Klassen C und E.

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Weitere Details sind im Internet unter der Adresse www.ktn.gv.at (Service Stellenausschreibungen) sowie unter der Telefon-Nr.: 050 536 – 10324 zu erfahren.

Ziehung vom Di., 31. 01. 2012

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VO R S C H AU 5. Runde 2012 1: Hamburger SV– Bayern München 2: B. Leverkusen– VfB Stuttgart 3: Schalke 04– FSV Mainz 05 4: VfL Wolfsburg– Mönchengladbach 5: Hertha BSC– Hannover 96 6: TSG Hoffenheim– FC Augsburg 7: SC Freiburg– Werder Bremen 8: 1. FC Kaiserslautern– 1. FC Köln 9: Chelsea FC– Manchester U. X 10: Stoke City– Sunderland AFC X 11: West Bromwich– Swansea City 12: Wigan Athletic– Everton FC Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 3. Februar 2012

GESUNDHEIT

Work-Life-Balance à la HoMedics rbeit und Wellness – zwei unvereinbare Welten? Zumindest bisher. Denn der neue HoMedics Shiatsu Massage-Bürostuhl schafft eine attraktive Synthese: Optisch erscheint der OCTS-200A mit lederähnlichem Bezug als elegantes Office-Sitzmöbel, doch im Inneren verbirgt sich eine wahre Wellness-Oase: In der Rückenlehne ist eine Shiatsu-Massagefunktion eingebaut – ideal für alle, die überwiegend im Sitzen tätig sind.

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die Massagefunktion einschalten, die angenehme Wärmefunktion wirken lassen, eine erfrischende 3-Zonen-Shiatsu-Massage genießen – und dabei entspannt weiterarbeiten.

Und das Beste… Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich sind oft unangenehme Folgen und Begleiterscheinungen des täglichen Arbeitens mit Monitor, PC und Maus. Leider lässt der Terminkalender meist wenig Platz für lockernde Dehn- und Streckübungen zwischendurch. Der hochwertig verarbeitete HoMedics Bürostuhl OCTS200A macht die Suche nach Lücken im Kalender von nun an überflüssig.

…Das Ganze läuft vollkommen diskret und unsichtbar ab. Viele gute Gründe für die Kollegen, sich das Modell hin und wieder auszuleihen.

Entspannung zu Hause

Ob im Büro oder Zuhause, während oder nach der Arbeit – mit dem OCTS-200A und der CBS-775H wird jeder Tag um den entscheidenden Wellnessmoment reicher. Beste Voraussetzungen für eine optimale Work-Life-Balance. Die HoMedics Produkte sind im gut sortierten Elektro-Fachhandel, bei ElektroFachmärkten und Sanitätshäusern erhältlich.

Entspannung im Büro Durch seine pneumatische Höhenregulierung ist der Bürostuhl mit nur einem Handgriff in die individuell gewünschte Sitzposition zu bringen. Anschließend einfach über die in der Armlehnen eingebaute Bedienung

Weitere Infos unter: www.emek.at/accessories/wellness/

ÜBER HOMEDICS

Thai-Max-Air Massageauflage CBSFotos HoMedics 775H: 249,- Euro.

Bürostuhl mit Shiatsu Massagefunktion OCTS-200A: 299,- Euro.

sorgt. Wohltuend abgerundet wird das Erlebnis durch die Wärmefunktion und durch die per Fernbedienung einstellbare Intensität der Massage.

Nach einem anstrengenden Tag im Office sorgt die HoMedics Thai-MaxAir CBS-775H für wohlverdiente Mußestunden am Abend. Je nach Wunsch einfach die HoMedics ThaiMax-Air auf Sofa, Sessel oder Stuhl positionieren, Platz nehmen, eines der sechs Programme wählen und Geist und Körper zur Ruhe kommen lassen. Ein besonderes Feature der CBS-775H ist die Luft-Kompressionsmassage für den Lendenwirbel- und Oberschenkelbereich. Für die obere Rückenpartie ist mit der integrierten Shiatsu-Massagefunktion bestens ge-

HoMedics, die „Global #1“, ist der weltweit führende Anbieter von Wellness- und Gesundheitsprodukten. Die Marke spricht mit einem breiten Angebot innovativer Qualitäts-Produkte vor allem eine aktive, gesundheitsbewusste Zielgruppe an. Mit den Produkten von HoMedics werden Wellness und Wohlbefinden zuhause ohne Stress erlebbar. HoMedics Produkte sind in mehr als 60 Ländern erhältlich. Hierzu gehören Neuheiten wie Massage-Produkte mit Wärmefunktion sowie entspannende Massage-Atome für unterwegs. Mit der Akquisition von SALTER im Jahr 2004, die marktführende englische Waagen-Marke, erweiterte HoMedics sein Markenportfolio um hochwertige und innovative Küchenund Personenwaagen.


3. Februar 2012 I KärntnerNachrichten 15

DIES & DAS

Die acqua alta alpina – Forum für alpine Infrastruktur, Naturgefahren und Hochwasserschutz om 8. bis 10. März 2012 findet das Forum acqua alta alpina für Experten aus ganz Europa im Messezentrum Salzburg statt. Zum ersten Mal treffen sich im Rahmen der Veranstaltung auch Jugendliche zum „jugendKLIMAgipfel“. Hochkarätige Vorträge von namhaften Experten sind fixiert.

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Erderwärmung, Klimaveränderung und Naturkatastrophen – brisante Themen, die allgegenwärtig sind. Besonders die Alpen sind durch die klimatischen Veränderungen, alleine schon durch die extremen Jahreszeiten, betroffen und anfällig. Die Gefahr von Muren, Lawinen, Steinschlag, Hochwasser und Windbruch steigt stetig. Um der Bedrohung

stoppen

jugendKLIMAgipfel

für die Bevölkerung durch Naturereignisse vorzubeugen und die einzigartige und vielfältige Natur- und Kulturlandschaft langfristig zu erhalten, müssen die betroffenen Regionen immer wieder mit neuen technischen Systemen gesichert werden, sofern ökologisch sinnvolle Maßnahmen damit unterstützt werden können. „Und das ist das Ziel, das wir uns auch für die Veranstaltung 2012 gesteckt haben“, sagt

Sie tragen ein besonderes Schicksal

Beeinträchtigte Kinder und deren Eltern. Der in Völkermarkt ansässige Verein „Kleiner Sonnenschein“ hilft solchen Familien unbürokratisch, in dem er therapeutisches Material für Kindergärten, Schulen und Ausbildungsstätten zur Verfügung stellt und Therapien für jene Kinder, die nicht gefördert werden, unterstützt. Außerdem hilft er, die häusliche Pflege leichter oder überhaupt erst möglich zu machen. „gesund & glücklich“, die S.E.T-Damen Völkermarkt und der Diexer „Petschnighof“ haben sich daher entschlossen, einen Teil des

circa 103km/h kann.

© Bayrische Akademie der Wissenschaften, München

Erlöses aus dem Traditionellen Weihnachtsmarkt vom vergangenen Jahr, der von Marktleiterin Annemarie Herzog organisiert wurde, zur Verfügung zu stellen. Darüber freuten sich jetzt bei der Scheckübergabe am Petschnighof in Diex (Bild von links nach rechts) Rolf Bickelhaupt (gesund & glücklich), Michael Kapp, Willi Rebernig (bd. Verein Kleiner Sonnenschein), Annemarie Herzog, Gerwald Kitz (Petschnighof) und Elfriede Lobnig (S.E.T.). Weitere Infos unter www. kleinersonnenschein.com oder Tel. 0664 4970078.

Dipl.-Kfm. Henrik Häcker, Geschäftsführer Messezentrum Salzburg. „Wir wollen aufzeigen, dass mit Hilfe von bewusstem Handeln und innovativer Technik, Lösung erarbeitet werden können.“ Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren ihre Neuheiten und Highlights, wie z.B. ein Lawinenradar zur automatischen Erkennung von Lawinen oder eine Steinschlag-Barriere, die einen 20 Tonnen Block mit

Auch die Jugend wird mit einbezogen. Der jugendKLIMAgipfel beschäftigt sich mit Fragen des Klimawandels im Alpenraum. In der Form einer Zukunftskonferenz erarbeiten Jugendliche und junge Erwachsene Antworten zu aktuellen Fragen der Umweltpolitik, wie Gletscherschmelze, die Permafrostgrenze und Naturgefahren. Glaziologen, Meteorologen und Klimaforscher begleiten sie mit Fachwissen und helfen das Erarbeitete in Ergebnisse umzusetzen. Weitere Informationen: www.acqua-alta-alpina.at www.facebook.com/acqua.alta. alpina



Kärntner Nachrichten - Ausgabe 05.2012