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50-jähriges Firmenjubiläum und Verleihung des Landeswappens! Nr. 37 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 17. September 2010

Lesen Sie den großen Bericht: Seite 10 und 11

Festakt am Zollfeld! Landesrat Harald Dobernig im KN-Interview zur Kärntner Frage und Perspektiven in der Landespolitik!

Kärnten hält an der Objektivierung im Schulbereich fest: Resolution der Landesregierung an Wien!

Seiten 3 und 4

Seite 9


2 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

THEMA DER WOCHE

Würdiges Gedenken zum Jubiläum der Volksabstimmung Landeshauptmann Dörfler und Landesrat Dobernig betonten Dankbarkeit gegenüber den Abwehrkämpfern und Respekt vor der Heimat. Stimmungsvoll und würdig: Am vergangenen Wochenende fand die Gedenkfeier des Landes Kärnten, der Marktgemeinde Maria Saal und der Partnerschaft „Unser Kärnten“ anlässlich der 90. Wiederkehr der Kärntner Volksabstimmung vor über 1.000 Besuchern beim Herzogstuhl in Maria Saal statt. Für die Veranstaltung wählte man historischen Boden: Am 12. September 1920 wurde am Zollfeld die Schlusskundgebung zur Volksabstimmung abgehalten.

LH Dörfler: „Dankbar und stolz!“ Landeshauptmann Gerhard Dörfler betonte, dass er dankbar und stolz sei, gemeinsam mit den Traditionsverbänden der historischen Ereignisse gedenken zu dürfen. „Für uns sind Werte keine Wegwerfartikel, sondern eine Verpflichtung für morgen. Wir sind den Abwehrkämpfern für immer dankbar, sie haben uns Heimatliebe und Heimatbewusstsein vorgelebt“, betonte Landeshauptmann Dörfler. Er verstehe die Alpen-AdriaRegion als Vision für die Zukunft. „Das kann aber nur funktionieren, wenn man sich gegenseitig respektiert“, sprach der Landeshauptmann Äußerungen von slowenischen Politikern an. Was in Kärnten eine Selbstverständlichkeit

sei, wie die großzügige Unterstützung der Volksgruppe, müsse umgekehrt auch gelten. In der Ortstafelfrage kündigte der Landeshauptmann an, Kärnten werde seitens der Heimatverbände Rudolf Gallob, Engelbert Tautscher und Fritz Schretter für die Verhandlungen nominieren. Man dürfe hier nichts übers Knie brechen.

LR Dobernig: Heimatpartei bilden Volkskulturreferent LR Harald Dobernig betonte in seiner Festrede, er stehe hinter den Heimatverbänden und werde seine Loyalität gegenüber dem Abwehrkämpferbund, dem Kameradschaftsbund, der Ulrichsberggemeinschaft und den Kärnt-

ner Windischen nie verlieren. „Ich stehe zu meinen Wurzeln und zu jenen Menschen, die die Kärntner Heimat und die Kärntner Identität in ihren Herzen tragen. Jene, die 1918 bis 1920 Verantwortung übernommen haben, Persönliches hintangestellt und für unsere Heimat und ein freies und ungeteiltes Kärnten gekämpft haben, verdienen unsere Hochachtung“, erklärt Landesrat Dobernig. Angesichts des 90-JahrJubiläums müsse man über alle Parteigrenzen hinweg eine Kärntner Heimatpartei bilden. „Wenn es um wichtige Kärntner Anliegen geht, müssen wir an einem Strang ziehen. Das ist auch ein Vermächtnis der Ereignisse vor 90 Jahren“, ist der Volkskulturreferent

überzeugt. Die Heimatverbände hätten kein Interesse daran zu streiten, sondern würden an Lösungen denken. „Aber wir lassen uns von gewissen Kreisen nicht andauernd beschimpfen und die Dialogbereitschaft absprechen“, plädierte der Landesrat für gegenseitige Wertschätzung. Kritik übte er an der Verunglimpfung des Kärntner Heimatliedes durch Hinzufügen einer 5. Strophe.

Keine Eile in Ortstafelfrage In der Ortstafelfrage erwartet sich Dobernig Unterstützung aus Wien. Vor 90 Jahren habe die junge Republik gegenüber Kärnten verkündet „das werden wir euch nie vergessen“, unter der derzeitigen Führ-


THEMA DER WOCHE ung gewinne man manchmal den Eindruck, sie meine, „das werden wir euch nie verzeihen“. Es brauche eine klare Regelung, die dauerhaft Bestand habe. „Wir wollen eine Volksgruppenfeststellung, einen fixen Prozentsatz und mit Sicherheit keine Öffnungsklausel. Nur dann wird Ruhe einkehren“, betonte Landesrat Dobernig, der sich klar gegen eine Diskussion der Ortstafelfrage im Gedenkjahr aussprach. Ohne die Heimatverbände könne es jedenfalls keine Lösung geben. Der Obmann der Partnerschaft „Unser Kärnten“, LHStv. a.D. Rudolf Gallob, bezeichnete die Partnerschaft als „einzigen heimattreuen Verband“. Er habe größten Respekt vor den Abwehrkämpfern. „Der tiefe Glauben an dieses Land hat sie gelenkt. Und die Überzeugung, das Beste für etwas zu tun, das schwer zu beschreiben, aber leicht zu erleben ist: Heimat.“ Die Abwehrkämpfer hätten der Demokratie einen guten Dienst erwiesen und den Menschen in Südkärnten das erspart, was jene in Jugoslawien erleben mussten. Gräueltaten, wie jene der Tito-Partisanen, müssten lückenlos aufgeklärt werden.

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Kommentar von Helmut Prasch

Probleme mit Kärnten! Kärnten hat mit einer großen Kundgebung am Zollfeld, dem historischen Boden vor den Toren der Landeshauptstadt, den Reigen der offiziellen Jubiläumsveranstaltungen aus Anlass des 90Jahr-Jubiläums des 10. Oktobers 1920 eröffnet. Einige haben gefehlt, einige haben niemandem gefehlt und Landeshauptmann Dörfler sowie Landesrat Harald Dobernig haben mit klaren Botschaften den rund 1.000 Teilnehmer aus allen Teilen Kärntens aus der Seele gesprochen: „Ja zum Vermächtnis des 10. Oktobers!“, „Ja zu einem gemeinsamen Miteinander für Kärnten!“, aber „Nein zu Miesmacherei und zur Verhöhnung der eigenen Geschichte und des Landes!“ Die aktuelle politische Diskussion rund um den 10. Oktober lässt befürchten, dass da einige, die in offizieller Funktion für das Land tätig sind, so ihre Probleme mit der Kärntner Tradition haben. Das fängt bei jenen an, die sich weigern, einen Kärntner Anzug zu tragen und hört bei jenen Komikern auf, die Zusatzstrophen zur offiziellen Landeshymne erdichten. Wenn dann aber noch jene im Chor mitsingen wollen, die Jahrzehnte lang in der Kärntner Frage die Scharfmacher-Rolle spielten, aber nun von einem undefinierbaren Zeitgeist umgepolt wurden, wird`s bedenklich. Da nützt alles nichts! Wenn es um die Herabwürdigung der Kärntner Geschichte und ihrer Symbole geht, heißt es, Charakter zu zeigen, das „Kärntner G`wand“ (so heißt unsere Tracht in der Geschichtsschreibung) anzulegen, stolz zu sein und das Jubiläum des 10. Oktobers feierlich als aufrechte Kärntner zu begehen. Mit allem was dazugehört: der 4. Strophe des Heimatliedes, den Abordnungen des Abwehrkämpferbundes und der Trachtenfrauen, mit Soldaten, die sich trotz unsinniger Anordnungen von Wiener Ministern getrauen, bei offiziellen Anlässen Uniform zu tragen. Und natürlich mit einer Festansprache des diplomatischen Intellektuellen Valentin Inzko. Die Kärntner Windischen sind uns allemal herzlich willkommen, ihr Beitrag für Kärnten ist unvergessen. Nur die Radikalen mögen bitte am 10. Oktober daheim bleiben!


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HINTERGRUND

Landesrat Harald Dobernig: „Ich pflege einen anderen Stil!“ Von Nichtlesern, vermeintlichen Aufdeckerjournalisten und Unstimmigkeiten zum 10. Oktober. Kulturlandesrat Harald Dobernig im Interview. KN: Herr Landesrat, in den vergangenen Wochen wurden Sie als Nichtleser dargestellt. Wie reagieren Sie? Dobernig: Hier hat ein Monatsmagazin den Titel eines Interviews bewusst falsch gewählt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ich habe dann umgehend klargestellt, dass es nicht den Tatsachen entspricht. Gewisse Kreise und Kommentatoren stürzen sich dennoch darauf und versuchen, davon zu profitieren, wenn sie mich als Ignorant und Dilettant darstellen. Solche Untergriffe richten sich von selbst.

darf als öffentliches Gut beschimpft werden. Ich habe eine dicke Haut, die braucht man in der Politik. Aber ich pflege einen anderen Stil. Ich bin überzeugt davon, dass das gegenseitige Beschimpfen weder dem Land noch den Menschen etwas nützt. Daher trete ich

Ich bin froh und dankbar, dass ich in einem freien und ungeteilten Kärnten leben darf.“ LR Harald Dobernig

Ich trete für eine Kultur des Miteinanders in Kärnten ein und wehre mich dagegen, den Menschen etwas vorzugaukeln!“ LR Harald Dobernig

KN: Sie sprechen einen Kommentar in der Kleinen Zeitung *) an? Dobernig: Ja, stellvertretend für viele Kommentare. Würde ich einen solchen Umgangston pflegen, ich müsste auf der Stelle zurücktreten. Als Politiker muss man sich aber offenbar alles gefallen lassen und

für eine Kultur des Miteinanders in Kärnten ein, auch in der Politik. Harte Diskussionen ja, aber nicht unter der Gürtellinie. KN: Wie ist das nun, lesen Sie Bücher? Dobernig: Ja selbstverständlich lese ich Bücher. Es sind auch viele Fachbücher dabei, gerade das ist essentiell für meine Referate in der Landesregierung. Ich beschäftige mich auch intensiv mit unserer Geschichte und dem 10. Oktober. Aber wenn jemand, der oft um Mitternacht nach Hause kommt, behauptet, er liest dann noch stundenlang hochkulturelle Bücher, sagt er die Unwahrheit. In Zeiten der Budgetsanierung und des

Mag. Harald Dobernig (30) war langjähriger Büroleiter von Landeshauptmann Jörg Haider. Seit Oktober 2008 ist er Landesrat.

Kampfes gegen die Wirtschaftskrise sind 16-Stunden-Arbeitstage eher die Regel als die Ausnahme. Ich wehre mich dagegen, den Menschen hier etwas vorzugaukeln oder mich selbst zu inszenieren, sondern bleibe bei der Wahrheit. KN: Sie haben gesagt, der 10. Oktober liegt Ihnen am Herzen. Dennoch hört man von Unstimmigkeiten? Dobernig: Der Abwehrkampf und der 10. Oktober 1920 sind für mich geschichtlich von größter Bedeutung. Ich bin froh und dankbar, dass ich in einem

freien und ungeteilten Kärnten leben darf. Schon meine Eltern haben mir von Anfang an mitgegeben, dass wir Kärntner stolz auf unsere Heimat sein können und gegenüber den Abwehrkämpfern eine große Dankbarkeit empfinden sollten. Ich erwarte mir daher einen Grundkonsens in Kärnten, dass wir unsere stolze Geschichte und die herausragenden Leistungen unserer Vorfahren auch entsprechend würdigen. Nur durch den Abwehrkampf und die Volksabstimmung war es möglich, dass sich Kärnten als Teil Österreichs so gut entwickeln konnte.


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HINTERGRUND ben, sondern bestes Einvernehmen. Es gibt mit Josef Feldner aber auch einen Obmann, dessen andauernde Angriffe gegen Landespolitiker und gegen die Partnerschaft „Unser Kärnten“ bereits für massive Irritationen innerhalb des Heimatdienstes sorgen. Es entsteht der Eindruck, dass er sich nur persönSchreibt Heimat groß: lich profilieren will. NieLandesrat Harald Dobernig. mand versteht etwa Feldners Attacken auf Rudolf KN: Ein Vorwurf lautet, Sie Gallob, als über alle Parteistellen den Kärntner Heim- grenzen hinweg anerkannatdienst ins Abseits. te Persönlichkeit. Dobernig: Auch diese Darstellung ist falsch. Es hat nie einen Konflikt mit den Mitgliedern des KHD gege-

KN: Sie sind also gegen eine Zusammenarbeit? Dobernig: Alle vernünfti-

gen Kräfte sind eingebunden und eingeladen zur Mitarbeit. Auch zu unseren Jubiläumsfeierlichkeiten sind alle Kärntnerinnen und Kärntner herzlich eingeladen, das habe ich immer betont. Aber solange Feldner den Abwehrkämpferbund, den Kameradschaftsbund, die Ulrichsberggemeinschaft und die Kärntner Windischen pauschal ablehnt und beleidigt, kann er nicht unser Ansprechpartner sein. KN: Sie gelten als Vertreter der Kärntner Volkskultur. Eine zulässige Wertung? Dobernig: Ich stehe zu meinen Wurzeln, die aufgrund meiner Herkunft im Bereich der Volkskultur liegen. In gleichem Ausmaß fördere ich aber auch die Hochkultur. Kultur ist für mich Nahrung für die Seele. Zwei Beispiele: Das Klagenfurter Stadttheater ist unser kultureller Leitbetrieb, den

wir auch in Zukunft unterstützen. Es ist keine Rede von drastischen Budgetkürzungen bis zu 20 Prozent, die Kultur wird hier gegenüber anderen Bereichen bevorzugt. Mein Dank gilt Intendant Josef Köpplinger, der das Theater enorm weiterentwickelt hat und jetzt einen Karrieresprung macht. Die Suche nach seinem Nachfolger ist bereits im Gang. Der andere Bereich ist das Musikschulwesen. Wir haben eine hervorragende Qualität bei der Musikausbildung in Kärnten, über 17.500 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr ein Instrument erlernen. KN: Danke für das Gespräch. *)

„Aber ich fordere Sie, Herr Kulturreferent, als ein Schriftsteller dieses Landes auf: Halten Sie den Mund!“ Egyd Gstättner 1.9., Kleine Zeitung

Kinderbetreuung: Kärnten hat alle Bundesförderungen ausgeschöpft! Das Land Kärnten hat für das Jahr 2008 und 2009 alle Finanzmittel seitens des Bundes für die Kinderbetreuung ausgeschöpft. Dies bestätigt nun auch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familien und Jugend in einem Schreiben an Kindergartenreferent LH Gerhard Dörfler. „Ich habe bereits vor Monaten klargestellt, dass in Kärnten jegliche Bundesmittel zur Förderung von Kindern ausgeschöpft worden sind. Spät aber doch kommt nun die Einsicht seitens der zuständigen Staatssekretärin Christine Marek, die Kärnten vorgeworfen hat, dass wir beim Abholen des Geldes säumig seien“, zeigte der Landeshauptmann auf. So sind im Jahr 2008 und im Jahr 2009 jeweils 940.000 Euro, die der

Bund für Kinderbetreuung im Rahmen der 15a-Vereinbarung zur Verfügung gestellt hat, zur Gänze ausgeschöpft und in neu geschaffene Kinderbetreuungsprojekte in unserem Bundesland investiert worden. „Wir haben somit in der Förderperiode zwischen dem Statistikjahr 2007 und 2009 mit diesen knapp zwei Million Euro rund 650 neue Betreuungsplätze für Kinder geschaffen und unser Angebot für Familien und Kinder weiter ausgebaut“, so Dörfler. Besonders erfreulich ist zudem, dass im Rahmen der Frauenbeschäftigungsoffensive im Bereich der Kinderbetreuung seit dem Jahr 2002 700 Frauen neue Arbeitsplätze in Kärnten zur Verfügung gestellt wurden. „Damit ist ein wichtiger arbeits-

Landeshauptmann Gerhard Dörfler: „Stolz auf unsere Familienpolitik!“ marktpolitischer Beitrag für berufstätige Frauen in Kärnten geleistet worden“, betonte Dörfler.


6 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

LANDESPOLITIK

Kärnten und Venedig bringen Kooperation in den Hafen! Die Zusammenarbeit zwischen dem Logistikzentrum ALPLOG Carinthia in Fürnitz und dem Hafen Venedig stand kürzlich im Mittelpunkt von Gesprächen zwischen Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Vertretern aus dem Veneto rund um Hafenpräsident Paolo Costa. Beim gemeinsamen Treffen im Hafen von Venedig betonten alle Teilnehmer, dass das Zusammenspiel von Schiff und Bahn in der Zukunft eine zentrale Rolle einnehmen wird. Ein weiteres großes Thema war das Lobbying für die BaltischAdriatische Achse mit der Koralmbahn. Dörfler sieht Costa hierbei als wichtigen Verbündeten. Der Landeshauptmann dankte für die Einladung nach Venedig und die Fortsetzung der Gespräche, die er mit Costa bereits im April in Kärnten geführt hatte. „Große Projekte kann man nur gemeinsam entwickeln“, so Dörfler.

Gute Bewertung für Häfen Mit der Umsetzung der Baltisch-Adriatischen Achse könnte man europäische Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte schreiben. Dörfler teilte Costa mit, dass er mit dem polnischen Botschafter, Jerzy Margaski, vereinbart hat, dass es ein Treffen mit dem polnischen Verkehrsminister in Warschau oder Danzig geben wird. Dörfler berichtete auch von seinem Besuch in Brüssel gemeinsam mit Albert Kreiner von der Infrastrukturabteilung des Landes. „Ich habe dort gespürt, dass Ihre Arbeit sehr geschätzt wird und dass man die Struktur der Häfen an der oberen Adria – Ravenna, Triest, Venedig, Ko-

Im Hafen von Venedig: Landeshauptmann Gerhard Dörfler. per – gut bewertet“, teilte er Costa mit.

Drehscheibenfunktion Kärntens ALPLOG hat für den Landeshauptmann Drehscheibenfunktion, weil es genau am Knotenpunkt zwischen der Baltisch-Adriatischen Achse und dem Korridor X liegt. Dieses Zentrum könnte für den Hafen Venedig und Kärnten wechselseitig von großem Nutzen sein. Auch bei den Plänen zur Umsetzung der Baltisch-Adriatischen Achse spiele es eine große Rolle. Vor allem in der Kühllogistik sieht Dörfler durch die Kooperation Kärntens und Venedigs große Chancen. Milch aus Spittal könnte zum Beispiel über ALPLOG und Venedig in die Welt verschifft werden.

Wichtiger Erfahrungsaustausch mit Italien.

Enormes Zukunftspotential Hafenpräsident Costa hob ebenfalls die Bedeutung der Baltisch-Adriatischen Achse für den Hafen Venedig hervor. Für ihn ist sie eine wich-

tige Institution für die weitere Öffnung Europas und die Zusammenarbeit aller Staaten. Er teilte dem Landeshauptmann mit, dass die oberadriatischen Häfen in den nächsten Jahren enorm wachsen werden.


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

Bei Mindestsicherung auch Einsatz der eigenen Arbeitskraft Landesrat Christian Ragger: Marek-Wunsch wird in Kärnten umgesetzt Mit Zustimmung, aber auch mit Verwunderung registriert der Kärntner Sozialreferent Landesrat Christian Ragger den Vorschlag von ÖVP-Staatssekretärin Christine Marek bezüglich einer Verpflichtung von Empfängern der Mindestsicherung zu gemeinnütziger Arbeit. „Denn Marek hätte dies vorbringen müssen, als die Mindestsicherung vor wenigen Wochen in der Bundesregierung und im Nationalrat beschlossen worden ist. Jetzt hinten nach hängt ihr Vorstoß wohl hauptsächlich mit der Wiener Wahl zusammen“, mutmaßt Landesrat Ragger.

LR Ragger: „Wir handeln“ Der Kärntner Soziallandesrat weist darauf hin, dass Kärnten bei seiner landesgesetzlichen Umsetzung der Mindestsicherung ab 1. Jänner 2011 auf diesen Aspekt des Förderns und Forderns besonders achten wird: „Wir reden nicht nur wie Marek und die Wiener ÖVP, sondern wir handeln“. Eine eigene Bestimmung (§ 7) ist dem „Einsatz der Arbeitskraft“ gewidmet. Dieser regelt, dass die Mindestsicherung in voller Höhe nur gewährt wird, wenn der Antragsteller auch die Bereitschaft zum zumutbaren Einsatz der Arbeitskraft zeigt. Ausgenommen sind natürlich Personen im Pensionsalter, mit Betreuungspflichten für Kinder oder mit Beeinträchtigungen. „Wer An-

gebote trotz schriftlicher Ermahnung nicht annimmt, dem kann die Mindestsicherung auch gekürzt werden. Freilich wird dabei auf unterhaltsberechtigte Angehörige Rücksicht genommen“, erläutert Landesrat Ragger. Für ihn ist entscheidend, dass die Mindestsicherung den Charakter eines Auffangnetzes hat, das über eine möglichst kurze Phase wirksam sein soll, ehe man den Einstieg in den Arbeitsmarkt findet. Ein Dauerbezug sollte die Ausnahme sein. Zu diesem Zweck wird Landesrat Ragger in Kärnten darauf drängen, dass mit dem AMS möglichst viele Beschäftigungsprojekte entstehen: „Auch die Gemeinden sind hier gefordert. Es ist auch für sie besser, man bezahlt Arbeit als dass man Mindestsicherung auszahlt.“ In Verhandlungen habe er bereits sichergestellt, dass Mindestsicherungsempfänger, wenn sie in einer Gemeinde gemeinnützige Arbeiten durchführen, nicht unter den sonst üblichen Personaldeckel fallen.

Integrationswilligkeit gefordert Da in Kärnten mehr als ein Drittel der Mindestsicherungsempfänger Migranten sind, geht es dem Soziallandesrat auch darum, dass bei der Auszahlung die Integrationswilligkeit berücksichtigt wird. Der

Kärntens Sozialreferent Christian Ragger setzt in der Frage der Mindestsicherung bereits um, was in Wien erst Konzept ist. Wille, die deutsche Sprache zu erlernen, sei ein Kriterium für die Bereitschaft, zumutbare Arbeit anzunehmen. „Mit dem Dolmetscher auf das Sozialamt gehen und alles fordern, ohne selbst die Bereitschaft zu zeigen, sich zu integrieren und einer Beschäftigung nachzugehen, wird in Kärnten nicht mehr möglich sein.“ Es gebe Ausländerfamilien, die über Jahre die Mindestsicherung erhalten und die keine Bereitschaft zeigen, sich zu integrieren.

So sei eine Parallelgesellschaft im Entstehen, die viel gesellschaftspolitischen Sprengstoff birgt. Neben der staatlichen Alimentierung entwickeln sich in solchen Parallelgesellschaften auch illegale Einkommensquellen, die schwer zu überwachen sind. „Mindestsicher ung und Integrationspolitik sind in der Realität häufig kommunizierende Gefäße. Man muss daher beide Bereiche beachten“, meint Kärntens Landesrat Ragger.


8 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

LANDESPOLITIK

100 Jahre Stadttheater Klagenfurt: Man feierte! Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesrat Harald Dobernig gratulierten. Mit vielen außergewöhnlichen Aktionen und bei strahlendem Sonnenschein feierte am Sonntag das Stadttheater Klagenfurt seinen 100. Geburtstag. Es gab Tanz, Gesang, Musik, Lesungen, im Lift wurden Mini-Dramen aufgeführt. Besucher konnten sich sogar mit Massagen verwöhnen lassen und in der Unterbühne wurde eine Geisterbahn aufgebaut. Landeshauptmann Gerhard Dörfler gratulierte dem Stadttheater zum 100. Geburtstag und wünschte gleichzeitig viel Erfolg für die kulturellen Höhenflüge der nächsten 100 Jahre. Er dankte vor allem Intendant Josef E. Köpplinger, der das Erbe Dietmar Pflegerls aufgegriffen und weiterentwickelt habe. Das Stadttheater stehe für hohe Qualität in vielen Facetten. Es sei das Flaggschiff der Hochkultur und Kulturbotschafter Nummer Eins für Kärnten und Klagenfurt. „Wir sind uns der Bedeutung des Stadttheaters bewusst“, betonte auch Kulturund Finanzlandesrat Harald Dobernig. Er sagte, dass ein Drittel des Kulturbudgets, nämlich jährlich zehn Millionen Euro, an das Stadttheater gehen. Auch 2011 werde das Stadttheater trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten keine Kürzung erfahren. Für die Finanzierung über 2012 hinaus müssten sich Stadt Klagenfurt, Land und Stadttheater zum intensiven Gespräch zusammensetzen. Vielleicht

Der „Kaiser“ und der Kärntner Landeshauptmann gratulierten zum Jubiläum. könne man „das eine oder andere Schräubchen andrehen“, Qualitätsverlust dürfe es jedoch keinen geben, so Landesrat Dobernig, der die gute Gesprächsbasis mit Intendant Köpplinger betonte. „Strömen Sie ins Haus“, rief Intendant Köpplinger die zahlreichen Besucher auf. Zum Theaterfest konnte er auch Bürgermeister Christian Scheider, Vizebürgermeister und Kulturreferent Albert Gunzer sowie Stadträtin Christine Jeremias begrüßen. Das Theaterfest für eröffnet erklärte ein sehr authentisch wirkender Kaiser Franz JosefDarsteller. Weitere Darsteller in historischen Kostümen, darunter die Mitglieder des Jugendtheaterklubs, entführten die Besucher auf eine kleine Zeitreise.

In Feierlaune: Kulturlandesrat Harald Dobernig und Intendant Köpplinger.


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 9

LANDESPOLITIK

Resolution der Landesregierung zur Schulleiterbestellung Bildungsreferent Scheuch: Unterrichtsministerium setzt Kärntner Objektivierungsgesetz willkürlich außer Kraft In der Regierungssitzung der Kärntner Landesregierung vom 14.9.2010 wurde eine Resolution zu Schulleiterbestellungen in Kärnten beschlossen. Darin wird das Unterrichtsministerium aufgefordert, jene Anweisung zurückzunehmen, mit der das Kärntner Objektivierungsgesetz de facto außer Kraft gesetzt werde. Die Unter richtsministerin fordert ja von allen Bundesländern, Vorschläge zur Bestellung von Schulleitern künftig nicht mehr nach Qualifikation, sondern alphabetisch zu reihen. Für Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch eine inakzeptable Vorgehensweise: „Das

Min-isterium setzt sich willkürlich über ein jahrelang bewährtes System hinweg, um eigene Interessen gegenüber den Bundesländern durchzuboxen. Damit kommt künftig nicht mehr der Bestgereihte des Objektivier ungsverfahrens zum Zug, sondern derjenige, der der Ministerin am besten zu Gesicht steht“. Weiters kritisierte Uwe Scheuch, dass mit der Anweisung Schmieds auch das Recht der Bewerber auf einen nachvollziehbaren Besetzungsvorgang beschnitten werde. „Wie will die Unterrichtsministerin denn künftig Bestellungen objek-

Die Resolution im Wortlaut:

I

n Kärnten gibt es aufgrund der Verordnung vom 25. April 2005 ein gesetzlich festgelegtes Auswahlverfahren für die Erstellung von Dreiervorschlägen für Schulleiter an mittleren und höheren Bundesschulen. Ziel dieses Verfahrens ist es, eine sachlich fundierte Reihung der Bewerber zu ermöglichen und die notwendige Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten. Das Verfahren entspricht wissenschaftlichen Standards und wurden zusätzliche Qualifikationskriterien für die Auswahl und Reihung von Bewerbern gesetzlich festgelegt. Die Bewerber werden hinsichtlich ihrer Fähigkeit Kommunikation, Führung und persönliche Qualifikation bewertet und gereiht.

D

ie Bewerter bestehen aus einer 5-köpfigen Kommission, die zum Teil durch das Los festgelegt werden und neben Vertretern des Landesschulrates und der Schulaufsicht sind auch Elternvertreter, Lehrervertreter und Schulpsychologen in der Kommission.

D

ieses bewährte Verfahren wird nun durch die Einflussnahme der Frau Bundesministerin in Frage gestellt und ad absurdum geführt. Anstatt eine Vereinfachung herbeizuführen, wird durch das Ministerium ein weiterer bürokratischer Schritt eingeführt. Durch

tiv rechtfertigen? Damit, dass im Alphabet der Buchstabe A vor B kommt“, fragt sich Scheuch und bezweifelt, dass man diese Anweisung im Unterrichtsministerium durchdacht hat. Man wäre in Wien gut beraten, die Entscheidungen in den Bundesländern zu respektieren, so Uwe Scheuch. Andernfalls bekäme der gesamte Bestellungsvorgang den bitteren Beigeschmack einer Wiener Freunderlwirtschaft. „Objektive Kriterien müssen die Reihung und die Bestellung entscheiden, nicht ein Naheverhältnis zum Unterrichtsministerium. Die Aufhebung dieser unsinnigen alphabeti-

Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch schen Reihung ist ein Gebot der Stunde“, forderte Scheuch.

willkürliche Entscheidungen des BMUKK sollen die Interessen Wiens in den Bundesländern durchgeboxt werden.

A

nstatt die Entscheidungen vor Ort zu akzeptieren, hat die Frau Bundesministerin die Anweisung an alle Landesschulräte gegeben, die Reihung der Dreiervorschläge bei Besetzungen von Schulleiterposten künftig in alphabetischer Reihenfolge vorzulegen. Damit wird die Reihung nach der Eignung, die vorher durch ein objektives Verfahren festgestellt wurde, außer Kraft gesetzt. Dadurch wird das seit Jahren erfolgreiche Objektivierungsverfahren in Kärnten untergraben. Denn der/die bestqualifizierteste Bewerber/in hat auch das Recht, als Erstgereihte/r an der Spitze des Dreiervorschlages zu stehen. Kärnten spricht sich gegen diese zentralistische und willkürliche Vorgangweise aus und lehnt dies entschieden ab.

D

as Kollegium der Kärntner Landesregierung fordert demnach die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur auf, ihre Anweisung hinsichtlich der alphabetischen Reihung zurückzunehmen und im Besonderen das Ergebnis des Kärntner Objektivierungsverfahrens bei der Schulleiterbestellung am CHS Villach anzuerkennen.


10 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

WIRTSCHAFT

Fuchs Transporte: Landeswapp LH Dörfler gratulierte Fuchs Transporte zum 50jährigen Firmenjubiläum. Das Familienunternehmen Fuchs Transporte feierte am vergangenen Wochenende in Villach-Zauchen sein 50jähriges Jubiläum. Landeshauptmann Gerhard Dörfler gratulierte und verlieh der Firma das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens. Dörfler strich vor allem den Zusammenhalt und das Engagement der Familie Fuchs und ihrer Mitarbeiter hervor. Firmengründer Johann Fuchs senior habe klein angefangen und die Firma gemeinsam mit der Gattin, den

1 beiden Söhnen und deren Frauen aufgebaut. Die „tüchtigen Füchse“ hätten neben dem Transport auch auf neue Geschäftszweige wie das Sandstrahlen gesetzt. Ein Lob und Dankeschön gab es vom Landeshauptmann auch dafür, dass Fuchs Transporte seine LKW immer in Österreich angemeldet und somit hier die Steuern dafür entrichtet hat. 4 Johann Fuchs senior gründete die Firma 1960 in Oberösterreich und verlegte sie in den 70er-jahren nach Klagenfurt. Jetzt befindet sich der Hauptstandort in Villach-Zauchen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Mineralöltransporte, internationale Transporte, Handel, Vermietungen und Sandstrahlen tätig. Es beschäftigt 42 Zum 78. Geburtstag erhielt der Seniorchef von den Mitarbeiter, von beiden Söhnen einen Oldtimer als Geburtstagsgedenen zehn seit schenk, welches zugleich auch das erste Auto des Jubimehr als 15 Jahren lars vor 50 Jahren war. im Betrieb sind. Die Söhne Johann

3 junior und Wilhelm sind Geschäftsführer, der Seniorchef steht ihnen weiterhin in allen Bereichen mit seiner 50jährigen Berufserfahrung zur Seite. Der Landeshauptmann konnte ihm neben dem Firmenjubiläum auch zum 78. Geburtstag gratulieren. An der Jubiläumsfeier nahmen auch die Villacher Vizebürgermeister Wally Rettl und Richard Pfeiler, Fachgruppenobmann Bruno Urschitz sowie EUAbgeordneter Paul Rübig, ein Verwandter der Familie Fuchs, teil. Weitere Infos unter www.fuchstrans.at


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 11

WIRTSCHAFT

pen für die tüchtigen „Füchse“

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2 Bild 1: LH Gerhard Dörfler überreichte den Firmeninhabern von Transporte Fuchs das Landeswappen, eine hohe Auszeichnung des Landes Kärnten (im Bild Familie Fuchs mit LH Dörfler) Bild 2: Durch das vielseitige Transportangebot der Firma Fuchs, u.a. Generalverträge mit der ÖMV, konnte das Unternehmen auch in schwierigen Zeiten ihre Marktposition behaupten. LH Gerhard Dörfler hob die Leistungen der Firmenchefs besonders hervor. Bild 3: Großer Andrang herrschte beim 50jährigen Firmenjubiläum von Transporte Fuchs aus Villach. Bild 4: Vize-Bgm. Wally Rettl im Gespräch mit der Senior-Chef Fuchs und Gattin. Bild 5: LH Dörfler inspizierte einen der 38 Transp o r t f a h r z e u ge der Firma Fuchs.

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12 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

REGIONALES Da Tschriasche sagt: „Wenn der Pacher sagt, er will sich die Messe unpolitisch einverleiben, dann behaupte ich auch wieder: „Die Erdn is a Scheiben!“

Der Landjugend ist es auch heuer wieder gelungen, tausende Menschen zum Volksfest nach Diex zu bringen. Alt und Jung unterhielten sich prächtig im riesigen Festzelt und genossen die musikalischen und kulinarischen Köstlichkeiten. Unter den zahlreichen Gästen waren auch LT-Präs. Josef Lobnig, LAbg. Gerald Grebenjak, Vbgm. Anton Napetschnig und GR Robert Ladinig.

Die 77. Klagenfurter Herbstmesse öffnete vergangene Woche ihre Pforten. Über 600 Aussteller aus zwölf Nationen präsentieren bis 19. September ihre Produkte. Schwerpunkte sind Bauen, Wohnen, Energie, Mode, Italien und das Genussland Kärnten. Es werden 90.000 Besucher erwartet. „Die Messe ist ein positives Signal und zeigt die Aufbruchstimmung im ganzen Land“, betonte Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen der Eröffnungsfeier. Im Anschluss nutzte der Landeshauptmann noch die Gelegenheit, sich gemeinsam mit Bischof Alois Schwarz einen Überblick über das große Angebot der Messe zu machen. Anton Napetschnig wurde kürzlich zum 1. Vizebürgermeister der Gemeinde Diex gewählt und von Bezirkshauptmann Gert Klösch angelobt. Der neu gewählte Vizebürgermeister bedankte sich bei seiner Fraktion, und zollte seinem Vorgänger Gerwald Kitz für seine Arbeit und sein Engagement für die Anliegen der Gemeinde besonderen Dank. Napetschnig versprach, dass er sich in Zukunft bemühen wird, alle Anliegen, positiv zu erledigen. Anton Napetschnig ist Familienausschussobmann und Arbeitskreisleiter der Gesunden Gemeinde wie auch Mitglied im E5 Team (Erneuerbare Energie). Neben der Feuerwehr ist er auch noch Mitglied bei der Schuhplattlergruppe „Die Springenden Böcke“.

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Zu „Sing mit“ wurde am vergangenen Sonntag bei spätsommerlichem Traumwetter nach Klagenfurt in die Schleppe Event Arena geladen. Im Bild Chorleiter Christian Wetternig, VzBgm. Albert Gunzer ,Organisator Richi Di Bernardo, Bettina Rabitsch, StR Manfred Mertel und KBW Obmann Klaus Fillafer.


REGIONALES

Kürzlich feierte der bekannte Gastronom Albert Biermann seinen 70. Geburtstag. LH Gerhard Dörfler ließ es sich nicht nehmen, dem Jubilar, den er schon seit seiner Brauereizeit kennt, persönlich zu gratulieren. So wurden gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht und der Landeshauptmann lobte die erfolgreiche Gastwirtsfamilie, die mit ihrer bodenständigen Küche weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt war. Die Gäste wurden mit einer köstlichen „Gelben Suppe“ mit Reindling verwöhnt und der gemeinsame Abend konnte in besonders netter Atmosphäre ausklingen. Im Bild Albert und Elfriede Biermann mit den beiden Töchtern, LH Gerhard Dörfler, LAbg. Jutta Arztmann und Vzbgm. Günter Sonnleitner.

17. September 2010 I KärntnerNachrichten 13

Dank und Anerkennung wurde Angela Kurz, die seit 38 Jahren als Gastwirtin tätig ist, im Zuge des großen Oktoberfestes im GH Birkengartl zuteil. Bürgermeister Christian Scheider und GR Günther Scheider überbrachten die Ehrung mit einem Blumenstrauß.

Spiel, Spaß und Teamgeist erlebten 125 Jugendliche im Alter von 10 bis 15 Jahren im dritten Bezirksfeuerwehrjugend-Zeltlager im Gurktal. Der Straßburger FF-Kommandant Friedl Monay mit seinem Organisationsteam gestalteten drei Tage hindurch ein erlebnisreiches Programm wie spannende Wettkämpfe, Besuche im Straßburger Freibad, ein Fackelzug auf das Schloss sowie einen Ausflug in den Gurker Zwergenpark. Die FF-Abschnittskommandanten und Bezirkskommandant Egon Kaiser sowie zahlreiche Bürgermeister ließen es sich nicht nehmen, die begeisterten Jugendlichen im Zeltlager zu besuchen. Stellvertretend für den Landesfeuerwehrreferenten LHStv. Uwe Scheuch überbrachte Familienabgeordnete Wilma Warmuth eine namhafte Spende zum Ankauf von Lebensmitteln. Unser Bild zeigt den Besuch beim FF-Frühstück: LAbg. Wilma Warmuth und die Bürgermeister Herbert Kuss und Franz Pirolt (Bildmitte).


14 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

LESERBRIEFE

Reine Provokation Geht es nach Herrn Reinhard Eberhart, so soll in der 5. Strophe des Kärntner Heimatliedes Koroska-Kärnten besungen werden und das offizielle Kärnten soll das auch noch finanziell fördern! Herr Eberhart will damit sicherlich nicht provozieren, oder? Nein, das soll laut Eberhart wohl das „neue Kärnten“ sein, das tolerante Kärnten, das mit Heimat nichts mehr am Hut hat, das jegliche Tradition verpönt von sich weist, das

offen ist für Neues, für „koroska“ nämlich. Dieser Herr hat sein Leben lang nichts anderes getan, als provoziert, verunglimpft, „verblödet und vertrottelt“ – der Fasching beginnt aber nicht am 10. Oktober, sondern erst am 11. November. Somit sollte man diese Provokationen von offizieller Seite zurückweisen.

Zum 10. Oktober Ich bin enttäuscht, dass KHD-Obmann Feldner soweit geht und sich dafür hergibt, das Kärntner Heimatlied zu verunglimpfen. Laut Mitteilung von Eberhart wird Herr Feldner mit Herrn Sturm vom Zentralverband der Kärntner Slowenen am 2. Oktober an einer „Gegenveranstaltung“ zu den 10. Oktober-

Elisabeth Mosser Weißbriach

90-Jahr-Jubiläum Ankündigungen zufolge, will die Bundesregierung mit der Abstimmungsspende zum 10. Oktober vor allem die slowenische Minderheit fördern. Zu allem Überfluß fordert ein Herr Eberhart fordert allen Ernstes für die Verbreitung seiner Blödheiten unter anderem eine 5. Strophe zum Heimatlied, die nicht nur Kärnten, sondern auch Koroska besingt – eine Förderung des Landes Kärnten. Es hat den An-

Feierlichkeiten teilnehmen und „koroska“ trällern! Zur Erinnerung Herr Feldner: Kärnten feiert am 10. Oktober den Verbleib bei Österreich durch die Volksabstimmung. Gott sei Dank blieb auch vielen Kärntner Slowenen das Tito-Jugoslawien erspart. Marco Furian St.Paul

schein, als hätten so manche Leute im Geschichtsunterricht geschlafen! Auch scheint es nun auch schon verpönt zu sein, eine Kärntner Tracht zu tragen und wie uns der SPÖ-Chef Kaiser vorlebt ist es „in“ die schönen Kärntner Trachten zu verweigern. LH Dörfler und Kulturreferent Dobernig sei Dank, für ihre Haltung! Harald Uitz Eberstein

Zwietracht gesät Man will rund um den 10. Oktober-Feierlichkeiten mit allen Mitteln Zwietracht säen und das mit Unterstützung einer Tageszeitung. Wenn der KHD-Obmann Feldner mit Reinhard Eberhart lauthals in einer 5. dazugedichteten Strophe des Kärntner Heimatliedes „koroska“ singt, dann ist das wohl eher als Affront zu verstehen. Oder gehört es zu einer toleranten Haltung auch schon dazu, die Geschichte umzuschreiben? Zur Erinnerung: Verschleppungen, Massengräber, Attentate und Repressalien sind die wahre Geschichte, welche erst aufgeklärt werden muss, bevor man sich über Zukünftiges wie Ortstafeln und dergleichen befasst. Dietmar Miklau Kärntner Abwehrkämpferbund Völkermarkt

Vereinsnamen streichen! Josef Feldner möchte nun also das „Haus der Kärntner“ (Sitz des Kärntner Heimatdienstes in Klagenfurt) in „Haus des Dialogs“ umbenennen.

ten „Unterstützer“ seit Jahren in Scharen davonlaufen, bliebe sodann nur mehr ein folgerichtiger Schritt: die Streichung des Vereinsnamens!

Sehr fein, dies passt genau ins Bild. Die erwähnte Organisation, die nur mehr eine Handvoll ordentlicher Mitglieder zählt und der auch die vor dem Vereinsrecht gar nicht als Mitglieder anzusehenden, sogenann-

Denn einen tatsächlichen „Dienst an der Heimat“ leistet diese Organisation zumindest seit dem Jahr 2005 keinen mehr. Dr. Arno Kampl St. Veit

Die Eberhart-Strophe „Dort, wo Blödheit an Frechheit grenzt, Des Reinhart Eberharts Unsinn glänzt, wo man das Kärntnerland stets verhöhnt und Heimatliebe ist verpönt, wo Chaoten sind außer Rand und Band, beginnt der linke Unverstand.“ Peter Pirolt, Villach

Aus Anlass des 90-Jahr-Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung erscheinen die KN am 8. Oktober mit einer großen Sonderausgabe!

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17. September 2010 I KärntnerNachrichten 15

SERVICE

Ein leicht zu öffnender Tresor 2 x 100.000,- Euro extra bei Brieflos

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s bedarf keiner Panzerknacker-Fähigkeiten, um diesen Tresor zu knacken. Vielmehr sind AufreißerQualitäten gefragt. Das Tresor-Brieflos bietet jetzt zwei zusätzliche Gewinne in Höhe von 100.000,- Euro. Tresortüren können in aller Regel nicht einfach aufgerissen werden. Da sind in aller Regel schon ein Code und diverse Schlüssel notwen-

dig. Nicht so beim Brieflos„Tresor“. Hier ist Aufreißen angesagt, und mit ein bisschen Glück winkt dafür sogar eine stolze Belohnung. Denn beim neuen TresorBrieflos gibt es zwei zusätzliche Höchstgewinne, sodass in dieser Serie insgesamt vier Gewinne in Höhe von 100.000,- Euro enthalten sind. Das neue Tresor-Brieflos gibt es in allen Vertriebsstellen

der Österreichischen Lotterien, und es ist leicht zu erkennen: Auf einer der bei-

den Außenseiten ist ein mit Geld überfüllter Tresor abgebildet.

Golden Nut, die neue Video Slot exklusiv auf win2day

Harte Schale, goldener Kern

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ichhörnchen, Igel, Waschbär und Specht – Beim brandneuen win2day Slot Game „Golden Nut“ helfen diese Waldbewohner beim Geldscheffeln. Gewinne bis zu 20.000,- Euro sind möglich, und wer Golden Nut bis 26. September ausprobiert, kann eines von zehn 100,- Euro win2daySpielguthaben gewinnen. Spielvergnügen, Spaß und Unterhaltung sind bei Golden Nut auf win2day, der online-Spieleplattform von Casinos Austria und Österreichische Lotterien, garantiert. Es gibt auch wieder jede Menge Zusatzfeatures: Wild Symbol, Freispiele, Gamble Chance und ���Jackpot. Golden Nut ist eine Slotmachine mit fünf Walzen und elf tierischen Symbolen aus dem Wald, darunter Igel, Waschbär oder Specht sowie 10er, Jack, Queen und King. Man kann auf bis zu 15 Gewinnlinien spielen. Flinke Eichhörnchendame als Wild Symbol: Die Eichhörnchendame ist als Wild Symbol für jedes andere Symbol einsetzbar und vervollständigt somit G ew i n n ko m b i n a t i o n e n .

Ausgenommen davon sind das Freispiel-Symbol (Nuss), und das ��� Jackpot-Symbol. Die Nuss ist das FreispielSymbol, bis zu 25 Freispiele können ergattert werden. Mit der Gamble Chance kann der Gewinn – auch mehrfach – verdopelt werden. Der ��� Jackpot, eine harte Nuss Der ��� Jackpot, die Verknüpfung aller 16 Slots auf win2day zu einem Jackpot, kann auch mit Golden Nut geknackt werden. Wenn auf einer gespielten Gewinnlinien drei �-Symbole nebeneinander erscheinen, dann ist der Einsatz auf fruchtbaren Boden gefallen.

KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

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VO R S C H AU 37. Runde 2010 1: FC St. Pauli– Hamburger SV 2: Schalke 04– B. Dortmund 3: B. Leverkusen– 1. FC Nürnberg 4: Werder Bremen– FSV Mainz 05 5: VfB Stuttgart– Mönchengladbach 6: VfL Wolfsburg– Hannover 96 7: 1. FC Kaiserslautern– TSG Hoffenheim 8: Manchester United– Liverpool FC 9: Wigan Athletic– Manchester City 10: Everton FC– Newcastle United 11: Blackburn Rovers– Fulham FC 12: Sunderland AFC– Aresenal FC Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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16 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

WIRTSCHAFT

So schmeckt der Herbst: Stiegl bringt Herbstbier österreichweit auf den Markt W

ie eine aktuelle Lebensmittelstudie des Meinungsforschungsinstituts GfK Austria bestätigt, verwenden bereits neun von zehn Konsumenten im Alltag bewusst Lebensmittel aus der Region. Die Saisonalität spielt dabei eine weitere wichtige Rolle. Auch bei

Bier setzen sich Regionalität und Saisonalität zunehmend durch. In Österreichs größter Privatbrauerei, der Stieglbrauerei zu Salzburg, wird zum Beispiel aktuell das Jahreszeiten-Bier „StieglHerbst-Gold“ angezapft. Was mit einer saisonalen Bierspezialität für die SalzburStiegl-Herbst-Gold: saisonale Bierspezialität erstmals österreichweit erhältlich Studie: neun von zehn Konsumenten verwenden bewusst Lebensmittel aus der Region Stiegl-Herbst-Gold schafft Sprung von regionaler zu österreichweiter Bierspezialität 700.000 Seiterl in zwei Monaten ausgeschenkt Offizielles Bier zur SalzburgerL a n d - To u r i s m u s - I n i t i a t i v e „Bauernherbst“

ger Tourismusinitiative „Salzburger Bauernherbst“ vor mehr als zehn Jahren begann, ist mittlerweile zum einzigen Österreich weit verfügbaren Herbstbier avanciert. Heuer sollen von 26. August bis 28. Oktober rund 700.000 Seiterl des spätsommerlichen Gerstensaftes aus Salzburg ausge-

schenkt werden. In der Gastronomie gibt es das Bier mit dem feinen Röstmalzaroma und der kräftigen Hopfennote frisch gezapft vom 25-Liter oder 50-LiterFass. Es passt auch ausgezeichnet zu regionaler Hausmannskost wie herzhaften Bauernkrapfen sowie zu würzigem Käse.

Augen auf - „Helmi“ ist da! Rechtzeitig zu Schulbeginn kommt auf Klagenfurter Straßenkreuzungen in der Nähe von Schulen wieder „Helmi“ zum Einsatz - und zwar auf verschiedenen Plakatständern! Die aus dem Fernsehen bekannte und beliebte Figur des Kindersicherheitclubs (Kuratoriums für Verkehrssicherheit) soll Autofahrer und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer zur zusätzlichen Vorsicht mahnen und auf diese Weise zum Schutz der Mädchen und Buben auf dem Schulweg beitragen. Die PosterServiceGmbH (PSG), eine Tochtergesell-

schaft der Stadtwerke Klagenfurt Gruppe, stellt sich gerne wieder in den Dienst der guten Sache und stellt die „stummen Helmis“ gratis auf!

„Helmi“ als stiller Beschützer unserer Schulkinder - eine wichtige Aktion, die auch von der PosterService GmbH und deren Geschäftsführer Andreas Waldher (Mitte), Prokurist MMag. Michael Rutter (rechts) und Robert Brunner (Technischer Leiter) gerne unterstützt wird. Foto: Kerschbaumer/KK

PSG-Geschäftsführer Andreas Waldher: „Seit über einem Viertel Jahrhundert ruft der kleine Sicherheitsexperte mit dem roten Helm zum sicheren Verhalten im Verkehr auf. Helmi ist mit seinen Tipps längst zum Kult geworden. Ebenso sein Spruch „Augen auf, Ohren auf“. Das unterstützten wir natürlich gerne! Schließlich werden auch heuer wieder viele Taferlklassler das erste Mal mit schwierigen Verkehrssituationen konfrontiert...“


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 17

KÄRNTEN BAUT

Verkehrsfreigabefeier auf B93 Gurktal Straße Abschnitt Zweinitz-Weitensfeld wurde mit 1,9 Mio. Euro saniert und bekam parallelen Radweg

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n der Freizeitanlage Freibad Weitensfeld wurde vergangenen Sonntag, die offizielle Verkehrsfreigabe der B93 Gurktal Straße gefeiert. Saniert wurde sie im Abschnitt von Zweinitz bis Weitensfeld, parallel dazu wurde ein Radweg errichtet. 1,9 Mio. Euro wurden investiert. Straßenbaureferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler freute sich als geborener Gurktaler ganz besonders über diese Straßenfreigabe. Dem Pilgerradweg durch das Gurktal misst er besonderen Stellenwert zu. Dieser führt nun durchgehend von Pöckstein bis Straßburg und weiter nach Gurk, in die „Hauptstadt des Glaubens“. Es wurde eben der Abschnitt Zweinitz – Weitensfeld freigegeben. Bis 2014 soll man bereits lückenlos von Pöckstein bis Weitensfeld radeln können, kündigte Dörfler an. Radwege seien wichtig für Umweltschutz, Verkehrssicherheit, Gesundheit und Tourismus. Daher investiere das Land massiv in deren Ausbau. Der Landeshauptmann dankte besonders den Straßenmeistereien, die hier viel Eigenleistung einbringen. Lob gab es vom Landeshauptmann aber auch für das „lebenswerte“ Gurktal, dessen Entwicklung er mit Freude beobachte. „Das Tal hat viel Selbstbewusstsein und ist geerdet geblieben.“ Es sei ein Kulinarik- und durch Trachten Strohmaier auch ein Modetal. Zur Freigabefeier meinte er, dass diese ein Dankeschön sowie eine Gelegenheit für das Miteinander sein solle. Weitensfelds Bürgermeister

Franz Sabitzer sagte, dass aus dem früher sehr schlechten Straßenstück ein sehr schönes Objekt geworden sei.

Straßen sind für den ländlichen Raum enorm wichtig, auch in meiner Gemeinde gibt es viele Pendler“! Bgm. Franz Sabitzer

Er sagte, dass es während der Bauarbeiten keine Probleme und Beschwerden der Bevölkerung gegeben habe. Für alle Projektverantwortlichen gab es von der Ge-

meinde einen Korb mit Köstlichkeiten aus der Genussregion „Gurktaler Luftgeselchter Speck“.

schnittes 10.000 Tonnen Asphalt eingebaut wurden. Die Bauzeit habe rund eineinhalb Jahre betragen.

Der Chef der Landesstraßenbauabteilung, Volker Bidmon, ging näher auf das Bauprojekt ein, in Zuge dessen drei Kilometer Straße und drei Kilometer Radweg gebaut wurden. Für ihn sind Straßen Lebensadern in den Regionen. Das Land habe daher viel im Gurktal und seinen Nachbartälern investiert. Auch Radwege seien wichtig für die Regionen, auf den größeren in Kärnten seien täglich um die 300 bis 500 Menschen unterwegs.

Die Segnung des neuen Straßenstückes nahm Dechant Franz Weißeisen vor. Anwesend waren auch Hemmaland-Obfrau Landtagsabgeordnete Wilma Warmuth, Altbürgermeister Heinz Hochsteiner, Projektleiter Johannes Lammer und Ernst Strohmaier vom Trachtenhaus. Der Landeshauptmann verloste unter den Anrainern und Festbesuchern wieder viele schöne Preise. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Trachtenkapelle Zweinitz, für die es von Dörfler einen Biergutschein gab.

Frank Traschitzker von der Baufirma Strabag sagte, dass bei der Sanierung des Ab-


18 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

WIRTSCHAFT

LH Dörfler gratulierte Spitzenunternehmer der Baubranche zum Geburtstag

Glückwünsche für Bauunternehmer Walter Moser L

andeshauptmann Gerhard Dörfler gratulierte kürzlich dem bekannten Feldkirchner Bauunternehmer Walter Moser zu seinem 60. Geburtstag. Der Landeshauptmann dankte für das große unternehmerische Engagement und auch für den Einsatz als Stadtrat im Interesse der Stadtgemeinde. Dörfler wies auf seinen und Mosers gemeinsamen Gurktaler Geburtsort Deutsch-Griffen hin, der ein guter Boden sein müsse. Auch wies er auf das intakte Familienleben des Jubilars hin, das für den geschäftlichen Erfolg eine wichtige Stütze sei. Moser ist Miteigentümer der 1991 gegründeten Mutter-

firma M & R, unter ihrem Dach sind weitere Firmen

entstanden. Er ist zudem Chef der Mobilbau M & R

GmbH, die rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet für Moser der Tiefbau. „Bauen ist für mich eine Aufgabe, die mich erfüllt“, sagte er. Für ihn stehen die hochqualifizierten Facharbeiter sowie die hohe Qualität des Bauens im Vordergrund. Unter anderem trägt auch die neue ÖAMTCLandesclubzentrale die Handschrift der Mobilbau. Weiters gratulierten dem erfolgreichen Unternehmer auch Feldkirchens Vizebürgermeister Robert Schurian, LAbg. Jutta Arztmann sowie die Freunde und Firmenpartner Michael Janesch, Robert Rauter und Arnold Moser.

Klagenfurt wird zur Genussregion Z

wölf Genussregionen gibt es in Kärnten. Eine davon ist nun Klagenfurt, das zur „Genussregion Mittelkärntner Blondvieh“ wurde. Was es mit dieser Genussregion auf sich hat, wurde von Landesrat Dr. Josef Martinz und Vizebürgermeister Albert Gunzer präsentiert. Für Marktreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer erfährt der traditionelle Benediktinermarkt durch den Genussregion-Titel eine neue Aufwertung. „Eine weitere Auszeichnung für den Markt“, so Gunzer, der Landesrat Martinz für das zusätzliche Angebot dankte. In Zukunft ist auch daran gedacht, einen Genussregion-Stand direkt am Markt zu platzieren. Mit Raimund Plautz und „Pumpe“-Wirt Christian Fischer gibt es derzeit zwei BlondviehPartner in der Landeshauptstadt, das Angebot kann aber ausgeweitet werden. Vor rund 15 Jahren stand das Blondvieh noch auf der Liste der aussterbenden Tierarten. Erst durch eine neue Qualitätsoffensive beim Fleisch hat man sich wieder der Vorzüge des Blondviehs erinnert und schön langsam eine neue Zucht aufgebaut.

Eine Tafel am Markt zeichnet Klagenfurt schon als Genussregion aus. Einige Blondvieh-Produkte wurden von Landesrat Dr. Josef Martinz und Vizebürgermeister Albert Gunzer gemeinsam mit Marktdirektor Gehard Winkler, Raimund Plautz, Raphael Pliemitscher und Christian Fischer (von links) präsentiert. Foto: Stadtpresse/Burgstaller


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 19

MESSE

Herbstmesse ist der Publikumshit Noch bis kommenden Sonntag, 19. September hält die KLAGENFURTER HERBSTMESSE geöffnet. Highlights sind die „(T)raumbilder Mode&Wohnen“ sowie „Bella Italia“.

Kärntens modernster Vergnügungspark

ernsten Vergnügungspark. Mehr als 60 Fahrgeschäfte, Buden und Gastronomiebetriebe sorgen für grenzenlo-

Das sollten Sie sich am Sonntag, 19. Septemer 2010 auf der KLAGENFURTER HERBSTMESSE noch unbedingt ansehen:

RETTL Fashion Modenschau 14.00 Uhr ORF Promi Quiz 15.30 Uhr RETTL Fashion Modenschau

12.00 Uhr Sc hlussveranstaltung Gewinnspiel Villacher Bier (Cabrio) 13.00 Uhr

Tischlerhandwerk mit Tradition und Gestaltungskraft!

Wer an die HERBSTMESSE denkt, denkt natürlich sofort auch an Kärntens mod-

se Unterhaltung und Spaß für die ganze Familie. Das Angebot der Fahrgeschäfte reicht von Kindereisenbahn, Karussell und Autodrom für die Kleinsten bis hin zu Breakdance, Sky Rocker oder der Messeneuheit Black Out für alle, die den absoluten Nervenkitzel suchen. Also auf in den Vergnügungspark, der noch bis Sonntag geöffnet hat!

Stars im SchleppeMesse-Stadl Der Schleppe-Messe-Stadl im Vergnügungspark war tet noch bis Sonntag mit einem tollen Programm auf. Der EINTRITT ist ab 16.00 Uhr in den Vergnügungspark und in den „Schlep pe-MesseStadl“ frei!

Juniorchefin DI Michaela Hafner–Cerne. Die Tischlerei Hafner Gmbh hat auf ihren neu gestalteten Messestand eingeladen und konnte sehr vielen Besuchern, besondere Neuheiten bei Türen und innovative Möbel vorstellen. Wir gehen sehr gerne auf ihre individuellen Kundenwünsche ein und bauen ihre Türen, Möbel und vieles mehr mit gewohnter Tischlermeister Qualität. Echte Innenarchitektur liefert unseren Kunden anspruchsvolle Lebensqualität und großartige Lebensräume. Kommen Sie vorbei – wir freuen uns.


20 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

VERANSTALTUNGEN

Auf zum St. Veiter Wiesenmarkt Die Marktfreyung wurde bereits feierlich am Hauptplatz in St.Veit aufgestellt. Nun sind es nur mehr wenige Tage, dass das größte Volksfest Kärntens seine Pforten öffnet. In der Herzogsstadt findet dann zum

649. Mal der St.Veiter Wiesenmarkt statt. Vom 25. September bis zum 4. Oktober erwartet man

sich wieder an die 500.000 Besucher aus nah und fern. Am Samstag den 25. September mit Beginn um 10 Uhr, startet der Markt mit dem großen Wiesenmarktumzug. Auf Tradition wird großen Wert gelegt. Neben der Sandkegelbahn ist heuer auch wieder ein Flohmarkt geplant. Weiters gibt es an beiden Wochenenden eine Kleintierschau und natürlich den großen Firantenmarkt mit über 200 Ausstellern. Vier neue Schausteller und der eine oder andere Wirt

feiern heuer ebenfalls Wies´n Premiere. Auf der Hompage erfahren sie alles rund um den Wiesenmarkt. Neu ist unsere Webcam, die aus 35 Metern Höhe Livebilder vom Wiesenmarktgelände sendet. So können sie täglich den Aufbau auf der Wies`n mitverfolgen. Besuchen sie uns auch auf Facebook „Wiesenmarkt 2010“ und „St.Veiter Wiesenmarkt“. Wir freuen uns jedenfalls schon riesig auf ihren Besuch auf der Wies´n in St.Veit an der Glan!

3sat live: Opernwelt blickt nach Kärnten D

ie Uraufführung einer 218 Jahre alten Oper wurde auch von 3sat, dem führenden Opernkanal, als musikhistorisches Ereignis eingestuft und zusätzlich zu bereits geplanten und produzierten Sendungen ins Programm genommen. Gemeinsam mit 3sat-Koordinator Dr. Hubert Nowak, ORF-Kulturchef Martin Traxl und Unterstützung von Kärnten-Kultur, LR Mag. Harald Dobernig gelang es, „Koukourgi“ am bestmöglichen Sendetermin live /zeitversetzt am Samstag, 18. September, 20.15 Uhr, ins 3sat-Programm zu bringen. Damit steht dem Stadttheater Klagenfurt zum 100 Jahr-

Jubiläum eine europaweite Plattform zur Verfügung. Mit dem renommierten Fer n seh-Oper nregisseur Felix Breisach und Redakteurin Dr. Karin Veitl an der Spitze wurde ein Team aus erfahrenen Mitarbeitern/innen des ORF-Z und ORF-K zusammengestellt, das die größtmögliche Sicherheit gibt, die Uraufführung in Topqualität dem kulturbewussten 3sat-Publikum anzubieten. Die Aufmerksamkeit der internationalen Opernszene richtet sich an diesem Tag nach Klagenfurt. Für das Landesstudio Kärnten bedeutet dies einen weiteren Höhepunkt in der Serie der Produktionen, die weit über die Landesgren-

zen und nationalen Grenzen hinausreichen und damit auch eine weitere kulturell bedeutende Botschaft aus unserem Bundesland abgeben.

Für diese Produktion werden insgesamt 35 Mitarbeiter/innen im Einsatz stehen, davon 8 Kameraleute und 10 redaktionelle Mitarbeiter/innen.


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 21

FREIZEIT

Herbstgefühle im Wilden Kaiser Totale Entspannung und volles Relaxprogramm im neuen Wellnessbereich „Wilder Kaiser“ des 4-Sterne Fitness & Spa Ressort Hotel Alpina im Tiroler Ferienort Kössen. Saunieren, schwitzen und relaxen – ein Wellnessurlaub ist trendy wie nie. Das exklusive Hotel Alpina eröffnete mit Anfang Mai einen neuen Wellness-

bereich im Stil eines urigen Tiroler Almdorfes. Auf insgesamt 3.000 Quadratmetern wird das volle Entspannungs-Programm geboten. „Beginnen Sie den Tag mit einer Beautybehandlung,“ empfiehlt Birgit, die Wellnessrezeptionistin. Die Angebots-Vielfalt ist gigantisch. Ob tropische Körperbehandlung mit karibischen Blüten, Anti-Stress Thalassotherapie bis hin zur klassischen Fußreflexzonen-Massage. Verliebte genießen eine Partneranwendung wie beispielsweise Amazonie für 2 - entspannende Rituale bei Regenwald-Atmosphäre. Anschließend steht schwitzen an der Tagesordnung. Kräuter- oder Finnische Sauna, Kristalldampfbad oder ins „HoagaschtStüberl“ sind nur einige der Möglichkeiten. Der Sprung in den Gebirgssee sorgt für Abkühlung. Jetzt noch ins Solebecken oder doch ins Außenpool mit Blick auf den Wilden Kaiser? „Bei diesem Angebot wird es ja direkt noch stressig,“ schmunzelt ein total relaxter Gast und kuschelt sich für ein Nickerchen ins Wasserbett.

Beim Paket „Herbstgefühle“ ist bei einer Buchung ab 4 Übernachtungen ein kostenloses Lavendelölbad in unserer Thalassowanne „Royal“ sowie eine Wohlfühl-Rückenmassage kostenlos inkludiert. Buchbar von 03. Oktober - 02. November 2010 (gültig Sonntag – Freitag). Mehr Infos: Fitness & Spa Ressort Alpina, Außerkapelle 2, A-6345 Kössen/Tirol Tel. +43 (0)5375/2146 email: gruber@hotel-alpina.at www.hotel-alpina.at

Oktoberurlaub auf Zypern mit Direktflügen ab Klagenfurt

Blaues Meer, ein sonnensicheres, sehr ausgeglichenes Klima, der Zauber historischer Stätten, eine harmonische Landschaft mit fruchtbaren Tälern, verschlafene Dörfer im Hinterland und, nicht zu vergessen, die zypriotische Gastfreundschaft – all dies ist das „sagenumwobene“ Zypern, eine Insel zwischen Abend- und Morgenland.

TERMINE: 08. - 15. Oktober / 15. - 22. Oktober 2010 08. - 22. Oktober / 22. - 26. Oktober 2010

Infos und Buchung bei: TELEWINGS Reisen, Wiesbadener Str. 3, 9020 Klagenfurt Tel. 0463/509191, Fax: 0463/509191-5, E-Mail: wi@telewings.at, www.telewings.at


22 KärntnerNachrichten I 17. September 2010

KULTUR

Schloss Albeck – ein Besuch lohnt sich Konzerte So, 19. 09., 11 h: Thomas Hlawatsch: Klaviermatinée

Mit einem romantischen Programm erweist Thomas Hlawatsch drei diesjährigen Jubilaren – Robert Schumann, Frédéric Chopin und Hugo Wolf – die Ehre. Die übrigen im Konzert gespielten Komponisten stehen zu den Jubilaren in besonderer Beziehung: Robert Schumann war ein großer Bewunderer und posthumer Förderer Franz Schuberts, ähnliches läßt sich zum Verhältnis Hugo Wolfs zu Anton Bruckner sagen. Freuen wir uns auf eine spannend-stimmungsvolle Klaviermatinée mit dem österreichischen Ausnahmepianisten. So, 19. 09., 15 h: Ensemble Secret Life: ........wenn Musik und Gefühl ineinanderfließen ....

Der Focus von Komponistin, Texterin und Sängerin Sigrid Hackstock ist auf die Geheimnisse des Lebens gerichtet – ein unerschöpfliches Thema, das in die Tiefen des Seins vordringt. Zum Fließen werden ihre Songs

gebracht in den Arrangements von Peter Marnul (EMandola, voc) und Nadja Milfait (Violoncello, voc). Das Trio lotet virtuos und mit Einfühlungsvermögen alle Möglichkeiten dieser Besetzung aus und führt den Zuhörer sanft in die Sphäre des Gefühls. Die Musik und die Texte von Secret Life sollen die Menschen dazu inspirieren sich des Geschenks „Leben“ jeden Tag voll und ganz bewusst zu sein und trotz Alltag sich immer wieder auf das „Jetzt und Hier“ zu besinnen; alles Negative auch als etwas Positives anzuerkennen und daraus zu lernen und daran zu wachsen. Gerade in Zeiten wo mit falschen Maßstäben gemessen wird und nicht mehr das „Miteinander“ im Vordergrund steht, sondern der Konkurrenzkampf in jedem Bereich herrscht, ist Secret Life ein Zeichen sich dessen wieder mehr und mehr bewusst zu werden was denn Leben beinhaltet www.secretlife.at

Ausstellungen Albecker Engelwelt Ständige Ausstellung über Wesen und Wirken der Engel Engel fühlen - sich selbst finden. Ein hochaktuelles Thema mit wertvollen historischen Leihgaben, Schöpfungen moderner Künstler, Bildern und Texten faszinierend dargestelltSpiegelkabinettBlick in die Unendlichkeit. Die Ausstellung über Wesen und Wirken der Engel möchte dem Besucher die Bedeutung der Engel näher bringen. Engel als die Boten Gottes stehen für die Sehnsucht des Menschen nach

Schutz und Hilfe und die Gewißheit, nicht alleingelassen zu sein. Sie sind für viele Menschen ein spiritueller Ausgleich zum Materialismus unserer Zeit. Engel waren und sind allgegenwärtig in vielen Weltreligionen, in der Kunst und im Alltag. Historische Leihgaben, Schöpfungen moderner Künstler, Bilder und Texte in harmonischem

Arrangement vermitteln die faszinierende Vielfalt des Themas. Öffnungszeiten: Mi bis So und Feiertag 10 - 18 Uhr Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303, Fax DW 4 E-Mail: info@schloss-albeck.at Web: www.schloss-albeck.at

„Honky Tonk“-Livemusikfestival heuer zum zweiten Mal in Klagenfurt

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it großer Freude präsentierten Bürgermeister Christian Scheider, Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer und Reinhold Bauer, der Veranstalter das Programm für das zweite in Klagenfurt stattfindende „Honky Tonk“-Livemusikfestival. Am 8. Oktober spielen 24 Bands in 24 Klagenfurter Innenstadtlokalen! Heuer neu ist ein Italien-Schwerpunkt, weil mittlerweile auch viele Gäste aus dem Nachbarland zum Festival nach Klagenfurt pilgern. In drei Lokalen werden Italo-Pop-Bands auf- und

ihr Land in Klagenfurt vertreten. Gespielt wird von 20 Uhr bis 1 Uhr – fünf Stunden Livemusik von professionellen Bands, die ein Musikspektrum von Pop über Rock bis Jazz und Blues abdecken werden. In Klagenfurt können die Eintrittspreise zum „Honky Tonk“-Festival besonders günstig angeboten werden: Karten bekommt man zum Vorkverkaufspreis von 9,50 Euro bzw. um 12 Euro an der Abendkasse in allen teilnehmenden Lokalen. Programm auf www.honky-tonk.at


17. September 2010 I KärntnerNachrichten 23

JUBILÄUM

Das Kärntner Landeswappen zum 50. Firmengeburtstag LH Dörfler gratulierte dem Völkermarkter Familienunternehmen „Laas Dach & Wand & Tor“ 1960 begann alles mit fünf Mitarbeitern und zwölf Quadratmeter Produktionsfläche, heute beschäftigt das Unternehmen 75 Menschen und produziert auf ganzen 12.000 Quadratmetern. Kürzlich feierte der vielseitige und erfolgreiche Familienbetrieb „Laas Dach & Wand & Tor“ an seinem Völkermarkter Standort das 50jährige Betriebsjubiläum. Landeshauptmann Gerhard Dörfler verlieh ihm aus diesem Anlass das Recht zur Führung des Kärntner Landeswappens. Das Land sei dankbar, Menschen wie Familie Laas zu haben, betonte der Landeshauptmann in seiner Ansprache. Firmenchef Alfred Laas sei jemand, der seinen Erfolg teile und auch soziale Projekte unterstütze. Basis seines unternehmerischen Erfolges seien drei Familien: Frau und Töchter, die Mitarbeiter sowie der VST Völkermarkt, der in Laas einen großen Unterstützer des Leichtathletiksportes habe. „Mit großem Respekt, Dankbarkeit und Freude“ überreichte Dörfler an Laas das Landeswappen. Für den „er folgreichen Anpacker“ gab es zudem ein Paar Arbeitshandschuhe

und für Ehefrau Sigrid einen Kärntner Blumenstrauß. Nach den Wünschen für die Zukunft gefragt, sagte er, dass ihm die Gesundheit der Familie und Mitarbeiter am wichtigsten sei. Er freue sich, dass seine Kinder in den Betrieb integriert seien, so sei für eine erfolgreiche Zukunft vorgesorgt. Für Sigrid Laas hatte die Familie ein besonderes Dankeschön in Form von 50 roten Rosen vorbereitet. „Zueinander stehen und immer füreinander da sein“, ist die Devise der Unternehmerin.

1960 gründete Ignaz Laas den Dachdeckerbetrieb. Er verstarb nur zwei Jahre danach im Alter von 53 Jahren. Der damals 20-jähri-

Mein persönliches Erfolgsgeheimnis: Das Ziel vor Augen behalten, fleißig und beharrlich sein!“ KR Alfred Laas

ge Sohn Alfred Laas übernahm die elterliche Firma und leitete sie vorerst unter Patronanz von Dachdeckermeister Adolf Kulle. 1964 legte Alfred Laas seine Meisterprüfung ab, 1966 wagte er zusammen mit Gattin Sigrid den Weg in die Selbständigkeit. 1978 wurde die österreichische Vertretung für Industrietore der

deutschen Firma Butzbach übernommen, seit 1990 produziert die Firma auch Leichtdachelemente. „Laas Dach & Wand & Tor“ beschäftigt derzeit 75 Mitarbeiter und hat bisher 122 Lehrlinge ausgebildet. Alfred Laas ist außerdem Betreiber des Wulfenia-Kinos und der CineCity in Klagenfurt. Unter den zahlreichen Gratulanten waren auch Landtagspräsident Josef Lobnig, Völkermarkts Bürgermeister Valentin Blaschitz, Bezirkshauptmann Gert-André Klösch und die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer, Sylvia Wostal. Die Segnung nahm Geistlicher Rat Josef Damej vor. Für die musikalische Umrahmung der von Ute Pichler moderierten Feier sorgten der MGV Scholle, das Duo Karpf & Polainer sowie Gert Prix. Infos unter www.laas.at



Kärntner Nachrichten - Ausgabe 37.2010