Issuu on Google+

Nr. 35 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 3. September 2010

Die freiheitliche Familie feierte! Großes Familienfest der Kärntner Freiheitlichen in Mail bei St. Veit: Bildbericht im Blattinneren!

LHStv. Uwe Scheuch verwehrt sich gegen Einmischungen Sloweniens in die Kärntner Ortstafelfrage!

Seiten 2 und 3

Seite 4


2 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

THEMA DER WOCHE

Die große freih feierte ihr trad

Zeit für ein freundschaftliches Bierchen fanden auch FPKChef Uwe Scheuch und Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Tradition beim Familienfest ist es, dass die Parteispitze im Service aushilft und die Funktionäre an der Basis reichlich bewirtet. Bild unten: Der Bieranstich!

Das ÖAMTC-Gelände in Mail bei St. Veit war Austragungsort des traditionellen freiheitlichen Familienfestes zum Ausklang eines arbeitsreichen Sommers. Hunderte Funktionäre, Mandatare und Freunde aus ganz Kärnten kamen, um gemeinsam mit der Partei- und Regierungsspitze, angeführt von Uwe Scheuch und Gerhard Dörfler, kulinarische Highlights aus allen Bezirken Kärntens sowie ein tolles Musik- und Kinderprogramm zu genießen und eine rasante Runde auf einem Go-Kart zu versuchen.

Zahlreiche Kinder freuten sich am Kinderprogramm mit Schminken und tollen Spielen.


THEMA DER WOCHE

3. September 2010 I KärntnerNachrichten 3

eitliche Familie itionelles Fest!

Kam mit seiner Familie: Klubobmann Kurt Scheuch, hier begleitet von LAbg. Gernot Darmann, genoss die Begegnung mit vielen Funktionären aus allen Teilen Kärntens: „Es ist schon so: wir alle sind eine gut zusammenhaltende, funktionierende Familie!“

Auf den Arm genommen: LAbg. Jutta Arztmann wird von LhStv. Uwe Scheuch auf Händen getragen.


4 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

HINTERGRUND

Slowenischer Präsident zündelt in Ortstafelfrage Danilo Türk provoziert mit unqualifizierten Aussagen zur Kärntner Ortstafelfrage. politischen Akteure „in die Mitte gerückt“ werde. Harsche Kritik rufen Äußerungen des slowenischen Staatspräsidenten bei FPKObmann Uwe Scheuch hervor. „Sogar im Jubiläumsjahr der Volksabstimmung können es gewisse Herrschaften nicht lassen, in der Volksgruppenfrage weiterzuzündeln. Kärnten erwartet sich endlich mehr Engagement der Bundesregierung. Sowohl bezüglich der Ortstafelfrage als auch hinsichtlich der ständigen Provokationen von slowenischer Seite“, stellt Uwe Scheuch klar. Und er bekräftigt: Kärnten wird sich in der Ortstafelfrage sicherlich von Slowenien genauso wenig unter Druck setzen lassen wie von Wien. „Eine Lösung ist möglich. Aber nur unter Einbindung Kärntens und nur, wenn Minderheits- und Mehrheitsbevölker ung damit einverstanden sind“, konkretisiert der FPKObmann. LHStv. Uwe Scheuch warnt vor „Zündeleien“ in der Ortstafelfrage.

D

er slowenische Präsident lässt auch im Jubiläumsjahr der Volksabstimmung keine Gelegenheit aus, um in der Kärntner Ortstafelfrage zu provozieren. So ließ er auch diese Woche in einem Interview mit provozierenden Aussagen aufhorchen: Beispielsweise bekräftigte der slowenische Präsident, dass er die Ortstafel-Frage nicht als

rein innerösterreichisches Problem ansieht. Slowenien sei Vertragsstaat des Staatsvertrags (was ja von Österreich bestritten wird) und bereit, den österreichischen Organen bei der Lösung der Ortstafel-Frage „Hilfe“ zu leisten. Außerdem zeigte sich Türk „verwundert“ darüber, dass bei diesem Thema ständig das Erfordernis eines Konsenses aller

Klare Worte gefordert Bezüglich der Aussagen des slowenischen Präsidenten fordert Uwe Scheuch klare Worte des Außenministers: „Die Bundesregierung darf nicht so ohne weiteres stehenlassen, dass Slowenien sich als Rechtsnachfolger im Staatsvertrag sieht. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Aber ich bezweifle, dass die Schönwetter-

politiker Faymann und Spindelegger dafür genug Rückgrat haben.“ Dass Türk „das Erfordernis eines Konsenses aller politischen Akteure verwundert“, spricht laut Scheuch Bände über dessen demokratiepolitisches Verständnis. „In der österreichischen Demokratie sind alle Beteiligten in den Meinungsbildungsprozess eingebunden. Türk hat da offenbar andere Präferenzen“, meint Uwe Scheuch kopfschüttelnd.

Avnoj-Beschlüsse aufheben Im Gegensatz zum slowenischen Präsidenten sieht der FPK-Obmann auch nicht Kärnten hinter den Fortschritten in den österreichisch-slowenischen Beziehungen zurückbleibend, sondern Slowenien selbst: „Dem Herrn Türk ist wohl entgangen, dass Slowenien mit den AVNOJ-Beschlüssen nach wie vor eine Diskriminierungspolitik allerersten Ranges betreibt. Slowenien muss im Umgang mit seiner deutschsprachigen Volksgruppe erst einmal jenes Niveau erreichen, das wir hier in Kärnten mit unserer Volksgruppenpolitik haben. Das setzt die Aufhebung der AVNOJ-Beschlüsse voraus. Und bis dahin kann sich Türk seine unqualifizierten und falschen Aussagen sparen!“, sagte FPK-Chef LHStv. Uwe Scheuch wörtlich.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 5

HINTERGRUND

Matthias Krenn wird neuer Kärntner Messepräsident Wichtige Personalrochade bei den Kärntner Messen. Matthias Krenn: Messestandort weiter stärken. Bad Kleinkirchheims Bürgermeister Matthias Krenn soll Nachfolger von Walter Dermuth als Präsident der Kärntner Messen werden. Das wurde vergangenen Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz von Finanzlandesrat Harald Dobernig, dem Klagenfurter Bürgermeister Christian Scheider, Vizebürgermeister Albert Gunzer sowie Krenn bekannt gegeben. Die Bestellung Krenns soll bei einer Hauptversammlung kommende Woche fixiert werden.

LR Dobernig hoch zufrieden Landesrat Dobernig zeigte sich mit der Entscheidung des Klagenfurter Bürgermeisters, der ja gemäß Vereinbarung das alleinige Vorschlagsrecht für den Messepräsidenten hat, hoch zufrieden. Den Messestandort weiter aufzuwerten und auszubauen sieht Landesrat Dobernig als wichtigste Aufgabe des neuen Messepräsidenten. „Seitens des Landes und der Stadt haben wir in den vergangenen zehn Jahren rund 22 Millionen Euro in neue Hallen, Renovierungen und technische Einrichtungen investiert. Mittlerweile sind die Kärntner Messen mit einem Umsatz von über sieben Millionen Euro im Vorjahr und fast 700.000 jährlichen Besuchern am Messegelände ein großer

Wirtschaftsbetrieb“, erklärt der Finanzlandesrat.

Wirtschaftsstandort stärken Wichtig ist für den Finanzreferenten Dobernig der kürzlich beschlossene Zukauf des letzten freien Grundstückes am Gelände um 2,56 Millionen Euro, der anteilig aus dem Zukunftsfonds finanziert werde. Er ist überzeugt davon, dass die Messen mit Matthias Krenn ihren Spitzenplatz dauerhaft behaupten werden können: „Krenn kommt nun die Aufgabe zu, die Messen und damit den Wirtschaftsstandort Kärnten weiter zu stärken.“ Bürgermeister Christian Scheider betont, dass er sich mit Krenn für eine Person aus der Wirtschaft entschieden habe. Dieser werde die Messe hervorragend weiterentwickeln. Er arbeitet mit Matthias Krenn seit vielen Jahren eng zusammen. Der Klagenfurter Bürgermeister ist überzeugt, dass der Messestandort durch diese Entscheidung profitieren wird. Und für Vizebürgermeister Albert Gunzer soll in Zukunft das Thema Alternativenergie von den Messen stärker forciert werden.

Krenn: Messen haben Potential Für den designierten Messepräsidenten ist „Der Messe-

Der neue Messepräsident Matthias Krenn mit Landesrat Harald Dobernig, VzBgm. Albert Gunzer, und Bürgermeister Christian Scheider standort in Kärnten wirklich gut entwickelt, er liegt am Schnittpunkt dreier Länder und hat ein großes Potenzial“, erklärte Krenn. Auf dieser hervorragenden Ausgangsbasis werde er aufbauen, sein Ziel sei eine noch stärkere Internationalisierung der Messe. Durch viele Delegationsleitungen im Ausland als Wirtschaftskammer-Vize präsident habe er ein Netzwerk aufbauen können, das er nun auch für die Kärntner Messen nutzen werde.

Ihre KN: Die konservative Wochenzeitung für Kärnten!

Zur Person: Matthias Krenn

Der neue Präsident! Der zukünftige Messepräsident ist 50 Jahre alt und Hotelier in Bad Kleinkirchheim. Er war Abgeordneter im Kärntner Landtag und ist seit 1997 Gemeindeoberhaupt von Bad Kleinkirchheim. Außerdem war er fünf Jahre Vizepräsident der Wirtschaftskammer Kärnten und bis heuer zehn Jahre Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich.


6 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

LANDESPOLITIK

LH Dörfler klar gegen Wirtschaftskammer-Zwang! Die Wirtschaftskammer plant Alten- und Pflegeheime zu einer Mitgliedschaft zu verpflichten. Dieser sozialpolitische Skandal ist seitens der Länder auf das Schärfste abzulehnen. Auch Kärnten protestiert. „Die Österreichische Wirtschaftskammer sieht in den Alten- und Pflegeheimen einzig und allein ein Geldbeschaffungsinstrument, um die eigenen Budgettöpfe zu füllen – und dies auf Kosten der Heimbetreiber bzw. der Sozialbudgets der Länder“, betont Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Im Rahmen der nächsten Landeshauptleutekonferenz wird sich der Kärntner Landeshauptmann deutlich gegen diese Pläne ausspre-

chen. „Für ein durchschnittliches Heim mit 80 Bewohnern würde dies einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von rund 12.000 Euro bedeuten. Für ganz Österreich wäre es eine jährliche Mehrbelastung von mindestens 3,5 Millionen Euro“, rechnet LH Dörfler vor. Nachdem die finanzielle Lage der Heimbetreiber bereits jetzt angespannt ist, müssten diese die Kosten auf die Sozialhilfeträger abwälzen, was wiederum zu einer Belastung der Sozialbudgets führen würde.

„Dass somit die Steuerzahler für die Finanzierung der Mitgliedsbeiträge der Wirtschaftskammer aufkommen sollen, ist undenkbar“, ärgert sich der Landeshauptmann. Er geht davon aus, dass sich die Bundesländer nach der bevorstehenden Landeshauptleutekonferenz geschlossen gegen die Pläne der Wirtschaftskammer stellen und entsprechenden Druck auf die österreichische Bundespolitik ausüben werden.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Radweg Wörthersee jetzt ohne Lücke! LH Dörfler und LR Martinz präsentierten 1,7 km langes Radwegbaulos Wallerwirt - Saag; Baubeginn Mitte September

W

orauf man Jahre gewartet hat, wurde diese Woche im Rahmen einer Pressekonferenz in Bad Saag endgültig bekanntgegeben. „Es erfolgt der Lückenschluss des schönsten Radweges Österreichs, des Wörtherseeweges R 4 vom Wallerwirt nach Saag“, konnten Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Tourismus- und Gemeindereferent LR Josef Martinz gemeinsam mit Techelsbergs Bürgermeister Johann Koban vermelden. „Wir haben in den letzten Monaten einen neuen Anlauf für das 1,7 Kilometer lange Radwegteilstück genommen, und nach Feinabstimmungen konnten wir die Kosten von 1,5 Millionen Euro auf 900.000 Euro senken“, teilte Dörfler mit. Zwei Drittel der Kosten werden vom Land Kärnten und ein Drittel von der Gemeinde finanziert. „Letzterer greift die Gemeindeabteilung über den Regionalfonds finanziell unter die Arme“, gab Martinz bekannt. Laut dem Landeshauptmann werde bereits in den nächsten

Proberadeln mit dem Landeshauptmann am Wörthersee. Wochen von der Straßenmeisterei Wörthersee das Baulos in Angriff genommen. Der neue Radweg wird auf der Südseite der Kärntner Straße B 83 verlaufen und in weiten Bereichen an die B 83 angepasst. Dörfler dankte auch dem geschäftsführenden Abteilungsvorstand der Straßenbauabteilung (17), Volker Bidmon, für die Nachjustierung und Finalisierung des Projektes. Erfreut über den Lückenschluss ist auch Bürgermeister Koban. „Was Jahre dauerte, konnte an einem Tag geklärt werden“, dankte er Landeshauptmann Gerhard Dörfler für die Unterstützung.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 7

LANDESPOLITIK

Kriegerdenkmal-Schändung: FPK-Landtagsklub setzt Prämie zur Ergreifung der Täter aus! Kurt Scheuch, der Klubobmann der Freiheitlichen in Kärnten, verurteilt die Schändung des Kriegerdenkmals am HauptmannHermann-Platz in Klagenfurt und weiterer Denkmäler entlang der Demarkationslinie auf das Schärfste und kündigte eine Ergreiferprämie in der Höhe von 1.000 Euro durch den FPKLandtagsklub an. „Ich hoffe, dass die Täter mit Hilfe der Bevölkerung ausgeforscht und zur Rechenschaft gezogen werden“, erklärt Klubobmann Scheuch. Der Klubobmann zeigt sich empört darüber, dass „Ewiggestrige bereits im Vorfeld unserer 10. Oktober-Feierlichkeiten zündeln“ und er erinnert in diesem Zusammenhang an die An-

schlagserie der 70er Jahre nach dem Ortstafelsturm. Die Täter von damals wurden nie bestraft, obwohl wie nun öffentlich wurde, die Namen bekannt waren. „Solche Schandtaten sind zu verurteilen und müssen Konsequenzen nach sich ziehen“, verlangt Kurt Scheuch. Es spreche Bände, dass die Kärntner Slowenenorganisationen bis jetzt noch nicht auf diese Schmieraktionen, die Parolen in slowenischer Sprache aufweisen, reagiert haben. Daher fordert der Klubobmann diese auf, sich ehest davon zu distanzieren: „Wir wollen am 10. Oktober fern ab von fanatischen Elementen ein friedliches Miteinander feiern.“

FPK-Klubobmann Kurt Scheuch setzt eine Ergreiferprämie für die Überführung jener unbekannten Täter aus, die Abstimmungsdenkmäler beschmiert haben.

Landeshauptmann Gerhard Dörfler will härteres Durchgreifen bei Asylwerbern! Schnellere Verfahren und zügigere Abschiebungen bei negativem Bescheid.

L

andeshauptmann Gerhard Dörfler begrüßt die jüngsten Pläne von Innenministerin Maria Fekter in Bezug auf die Asylpolitik. Laut aktuellen Berichten ist die Zahl der Asylanträge im August wieder deutlich gestiegen. Demnach schleusen Schlepperbanden Tschetschenen, Afghanen und Roma nach Österreich. Das Innenministerium plant nun, durch eine Anwesenheitspflicht im Erstaufnahmezentrum die Asylverfahren zu beschleunigen und so der Illegalität Herr zu werden. Laut Innenministerin Maria Fekter ist diese Anwesenheitspflicht unbedingt notwendig, um die Zahl der Asylwerber nachhaltig zu senken. „Fekters Reaktion lässt hoffen, dass die Ministerin nun endlich aktiv wird und sich um die nach wie vor existierenden

Asylprobleme des Landes kümmern will. Jedoch müssen nun endlich Taten folgen“, erklärt der Landeshauptmann. Insbesondere kriminelle Asylwerber bekommen nach wie vor Aufenthaltstitel in Österreich. „Die Vorgehensweise des Innenministeriums ist mir in dieser Causa unverständlich. Straffällig gewordene Asylwerben müssen mit entsprechenden Konsequenzen und einer umgehenden Abschiebung rechnen, wenn sie das ihnen gewährte Gastrecht missbrauchen“, stellt Landeshauptmann Dörfler zum wiederholten Male klar. Der Kärntner Landeshauptmann fordert daher einmal mehr eine verstärkte Zusammenarbeit auf ministerieller Ebene mit den ausländischen Vertretungsbehörden im sicherheitstechnischen Bereich. Auch eine koordinierte Kooperation auf EU-Ebene wäre wichtig und notwendig.


8 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

LANDESPOLITIK

Caritas eröffnet zwei betreute Wohnhäuser in Friesach Soziallandesrat Christian Ragger dankt allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre wertvolle Arbeit. „Felicitas“ und „Hildegard“ wurden die beiden betreuten Wohnhäuser genannt, die vom Kärntner Caritasverband am Wochenende in Friesach eröffnet wurden. Zwei Wohngruppen mit insgesamt 24 Plätzen wurden geschaffen. An der Eröffnungsfeier nahm auch Soziallandesrat Christian Ragger teil. Für ihn sind Respekt, Toleranz und Wertschätzung die Schlüssel für eine funktionierende Gesellschaft, in der Andersartigkeit kein Nachteil ist. „Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und Stärken, die es individuell zu achten und zu unterstützen gilt“, erklärte er in seiner Eröffnungsrede.

Neue Formen der Pflege Er habe sehr großen Respekt vor Menschen, die mit Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten, betonte Landesrat Ragger: „Ich möchte mich aus diesem Grund auch herzlich bei allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre wertvolle Arbeit bedanken.“ In Kärnten gibt es neue Formen der Pflege und neue Versorgungsmodelle für Menschen mit Beeinträchtigung, denn auch die Qualitätsanforderungen sind gestiegen. Während früher die Versorgung hauptsächlich in Heimen erfolgt ist, wo viele beeinträchtigte Menschen zusammengefasst worden sind,

Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz und Landesrat Christian Ragger in Friesach. wird der Bedarf heute durch Wohneinheiten im Sinne der Integration gedeckt. „Der Gedanke der Integration führt dazu, dass Wohnen und Beschäftigung bei den Beeinträchtigten zunehmend getrennt werden. Wohngemeinschaften für Menschen, die hier individuell betreut werden, sollen es möglich machen, dass sie Teil der Gemeinschaft sind“, erklärte der

Soziallandesrat.

Am Leben teilnehmen Der Kärntner Caritasdirektor Viktor Omelko gab einen kurzen Überblick über die Realisierung dieses Projektes: „Wir wollen den Menschen mit Beeinträchtigung mehr Möglichkeit geben, am Leben teilzuneh-

men.“ Die Caritas wird dem insofern gerecht, als sie die Lebensbereiche Arbeit, Wohnen und Freizeit der ihnen anvertrauten Menschen mit Behinderung genauso trennt, wie es die meisten anderen Menschen bei sich selbst auch tun würden. Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz nahm die Segnung der beiden Häuser vor.

Kärnten weitet Gewaltprävention flächendeckend aus Soziallandesrat Christian Ragger plant im Bereich der Gewaltprävention bei Jugendlichen neue Projekte, die flächendeckend in ganz Kärnten durchgeführt werden sollen. So soll noch im September in Kooperation mit Schulen, Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft und Exekutive in Völkermarkt eine Gewaltpräventionskampagne gestartet werden. Ziel ist es, den Jugendlichen in kurzer Zeit spannen-

des und adäquates Wissen zu vermitteln. Weiters soll ein zusätzliches Schulsozialarbeiter-Projekt in einem Kärntner Bezirk gestartet werden, nämlich gemeinsam von Bund und Land an Schulen, an denen vermehrt Gewaltdelikte passieren. Außerdem will Landesrat Ragger das Kärntner Jugendschutzgesetz in die richtige Richtung ändern.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 9

REGIONALES

Da Tschriasche sagt: „Des Wichtigsein vom Holub wird jeden Tag schlimmer, sein eitles Gegacker vertrag ich bald nimmer.“

Zwei Klagenfurter Lehrwerkstätten, jene der Maschinenbaufirma Kostwein und des KFZ Betriebes Aichlseder besuchte diese Woche Lehrlings- und Arbeitsmarktreferent LHStv. Uwe Scheuch. Das bereits im Jahre 1921 gegründete Unternehmen Kostwein Maschinenbau GmbH ist außer in Klagenfurt auch in Völkermarkt, Maria Saal, Ferlach, Kroatien und Indien mit Niederlassungen vertreten. Kostwein Maschinenbau beschäftigt insgesamt 270 Mitarbeiter im Bereich Maschinenbau, Fertigung von Maschinen, Erzeugung von Motoren und Maschinenteilen. „Derzeit werden 50 Lehrlinge im Betrieb beschäftigt. Sie genießen die beste Ausbildung in der eigenen Lehrwerkstätte, und bereits im Herbst kommen 20 neue Lehrlinge dazu“, so der Lehrlingsreferent. Auch die Lehrwerkstätte des KFZ Betriebes Aichlseder in Klagenfurt wird vom Land Kärnten unterstützt. Ein weiterer Standort befindet sich in Arnoldstein. „Insgesamt wurden bisher 112 Lehrlinge bei Aichlseder zum Mechaniker ausgebildet, aktuell werden 20 Lehrlinge und gesamt 79 Mitarbeiter beschäftigt. Weiters gibt es bei den Partnerfirmen Renault und Landrover eigene Schulungsabteilungen für die Bereiche Werkstatt und Verkauf!“, lobte Scheuch das große Engagement des Betriebes bei der Ausbildung seiner Lehrlinge.

Das Fischfest in Feld am See lockte zahlreiche Feinschmecker an. Auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler schaute vorbei, um Köstlichkeiten wie den Kärntner Laxn, Steckerlfische oder Fischnudel zu probieren. Begleitet wurde er von Feld am Sees Bürgermeister Erhard Veiter sowie den Bürgermeistern Max Lindner aus Afritz und Matthias Krenn aus Bad Kleinkirchheim. Dörfler nahm sich auch viel Zeit, um mit den Besuchern und Standlern zu sprechen. Veranstaltet wurde das Fest von der Arge Fischfest mit den Organisatoren Andy Hofer und Irene Asplin. Perfekt zum Fisch passend wurde der Cuvée Feld von Edelwinzer Walter Skoff aus Gamlitz vorgestellt. Begeisterung löste auch das Schaukochen von Peter Lexe und Marco Krainer aus. Außerdem wurde im Rahmen des Festes das druckfrische Fischkochbuch von Gerd Wolfgang Sievers vorgestellt.

Obir-Höhlen: Bereits eine Million Besucher!

LH Dörfler bei Bundespräsident Heinz Fischer

Kürzlich war ein besonderer Tag für die Obir Tropfsteinhöhlen in der Gemeinde Bad Eisenkappel. Kulturreferent LR Harald Dober nig konnte gemeinsam mit Bürgermeister Franz Josef Smrtnik eine Urlauberfamilie aus Deutschland als millionste Besucher begrüßen. „Die Tropf-

Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler war diese Woche zu Gast bei Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg in Wien. Als Geschenk brachte er dem Staatsoberhaupt Glücksschokolade aus Kärnten mit. Das Gespräch verlief laut Dörfler ausgesprochen positiv. Kern-

steinhöhlen sind ein bedeutendes Kulturgut für Kärnten. Es freut mich, dass die Tropfsteinhöhlen auch ein touristischer Anziehungspunkt geworden sind!“, so LR Dobernig.

themen waren das Jubiläum "90 Jahre Kärntner Volksabstimmung", die besondere Rolle Kärntens im Alpe-Adria-Raum sowie die Ortstafelfrage.


10 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

LESERBRIEFE

Quo vadis, Kleine Zeitung? Mit dem Abdruck des Ergebnisses einer Meinungsumfrage über die mögliche, bis dato unbewiesene, Geldannahme des verstorbenen LH Dr. Jörg Haider, ist die nächste Stufe der schon abartigen Berichterstattung, mit dem Zweck politische Stimmung zu machen, erreicht. Gerüchte bzw. Spekulationen von einer beliebigen Mehrheit legitimieren zu lassen und mit einer Vorver-

urteilung zu garnieren, („Haider als „Nehmer“, Wochenendausgabe Kleine Zeitung 29.August 2010) scheint das neueste Rezept journalistischer Verunglimpfung. Durch diese Methoden, vermengt mit der schon notorischen Netzbeschmutzung, verdient sich das Blatt zumindest seinen Namen! – Kleine Zeitung – in der Tat - sehr klein. Walter Striednig Mallnitz

Zur Ortstafelfrage Die ständigen Provokationen von Seiten des Bundes sowie Sloweniens betreffend die Ortstafelfrage sind wirklich entbehrlich! Der Verdacht, dass das Unfrieden stiften in Kärnten absichtlich von außen betrieben wird, ist daher nicht von der Hand zu weisen. Vor der Aufhebung der Ortstafelregelung aus dem Jahre 1976 hat es in Kärnten keine Probleme zwischen Minderheits- und Mehrheitsbevölkerung gegeben und der Kärntner Bevölkerung reicht es, Spielball von poli-

tischen Interessen zu sein! Die Freiheitlichen in Kärnten, die als einzige Partei gegen dieses Polittheater auftreten, sei wirklich ans Herz gelegt, im Sinne der Kärntner Bevölkerung den geradlinigen Weg in dieser Frage weiter zu gehen und sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen. Eine Minderheitenfeststellung sollte auch Klarheit über die tatsächliche Zahl der Minderheit in Kärnten bringen. Lukas Moser Ferlach

Aufklärung notwendig Die Anschlagserie rund um den Ortstafelsturm muss lückenlos aufgeklärt werden und das Innenministerium sollte sich kooperativ zeigen, um nicht in den Verdacht zu geraten, Namen absichtlich vertuschen zu wollen, um Kärntner Slowenen zu schützen. Bis dahin sollten die ständigen Diskussionen um eine Ortstafellösung ausgesetzt wer-

den. Wir wollen endlich die Wahrheit wissen und haben uns diese auch verdient! Herbert Tscharre Lieserbrücke Wir bitten um Verständnis, dass Leserbriefe aus Platzgründen gekürzt werden können. Die Red.

Druck aus dem Süden Beim Pressegespräch des Bundesministers für Äußeres, Dr. Spindelegger, mit der Kronenzeitung und der Kleinen Zeitung war im Zusammenhang mit der Ortstafelfrage von einem regelmäßigen Druck aus Slowenien die Rede. Das aber ist wohl nur deshalb der Fall, weil Österreich sich dort Defizite einreden lässt, die es tatsächlich nicht gibt. Die diesbezüglichen Vorhalte widerspruchslos hinzunehmen, grenzt an Rückgratlosigkeit. Man wird sich ja wohl noch erinnern können, dass unter Kreisky mit der beschlossenen Ortstafelregelung der letzte Punkt des Staatsvertrages erfüllt wurde. Mehrheit und Minderheit haben immerhin 25 Jahre lang damit friedlich leben können. Niemand wäre auf den Gedanken gekommen, diesbezüglich noch ir-

gendwelche Forderungen zu stellen. Im Jahr 2000 wurde bekanntlich die österreichische Minderheitenpolitik von einem internationalen Gremium gründlich untersucht und die drei Weisen haben Österreich im Allgemeinen und Kärnten im Besonderen eine vorbildliche Minderheitenpolitik bescheinigt. Im Folgejahr hat der Verfassungsgerichtshof die Ortstafelregelung aus dem Jahr 1976 aufgehoben, weil er dazu politisch motiviert wurde. Aber bereits vier Jahre später hat Adamovich, der die Regelung mit seiner Stimme kippte, bei einem Gespräch mit der Minderheit bestätigt, dass er sich eine künftige Lösung auf exakt der Grundlage vorstellen kann, die der mutwillig aufgehobenen Regelung entspricht. Dr. Siegfried Lorber, Kagenfurt

Zitiert Was Stefan Petzner immer bestreitet, hat nun BZÖParteiobmann Bucher bekräftigt. So erklärt Bucher im Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ vom 27.8.2010 auf die Frage: Presse: Sind Sie für die Homo-Ehe? Bucher: Ja, das sollte jedem freistehen, aber man muss die Menschen darauf vorbereiten. Auf längere Sicht müssen gleichgeschlechtliche Paare dieselben Rechte haben wie heterosexuelle Ehepaare. Presse: Die Homo-Ehe sollte also auf dem Standesamt geschlossen werden? Bucher: Da bin ich gesellschaftspolitisch liberal.

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


HOLZMESSE

Themen der Woche: Holzwerke Stingl: Paradebetrieb lud zum „Tag der offenen Tür“

proHolz Kärnten: Die Bedeutung von Holz steigt weiter Wolfsberger Holzunternehmen auf Erfolgskurs

E LAGhmen + I E e B sn SSE erau ME um H +Z


II KärntnerNachrichten I 3. September 2010

MESSE

Holzwerke Stingl: Paradebetrieb lud zum „Tag der offenen Tür“! Die Holzwerke wurden bereits 1976 von Maximilian und Edith Stingl gegründet. Die seit Anbeginn als eigenständiges Unternehmen geführten Holzwerke entwickelten sich zu einem stark expandierenden Geschäftszweig. Sowohl das Säge- als auch das Leimholzwerk verfügen über eine hohe Produktionskapazität. Kürzlich luden Heidemarie Stingl, Geschäftsführer Max-Georg Stingl und Edith-Marie Stingl zu einem „Tag der offenen Tür“ nach Guttaring ein. Mehr als 800 Besucher folgten der Einladung zur Un te r n e h m e n s b e s i c h t i gung, die zu einem wahren Volksfest für die Marktgemeinde Guttaring wurde, das auf unglaublich herzliche und sympathische Weise von der Familie Stingl gestaltet wurde. Bereits in aller Früh begrüßte die Marktmusik Guttaring die Gäste. Nach einer kurzen Vorstellung des Betriebes, wurden die „3 Musketiere“, wie das Führungstrio Stingl aufgrund seines Ehrgeizes und Fleisses auch im Ausland genannt werden, auf der Bühne begrüsst. GF Max-Georg Stingl begrüsste nochmals alle Besucher im Namen der Familie und

Holzwerke Stingl GesmbH Säge- und Leimholzwerk Hollersberg 28 A-9334 Guttaring Tel: 04262 / 51255 Fax: 04262 / 51255-30 stingl@stingl.co.at

Graf Lodron, Edith und Max Stingl, Landtagsabgeordnete Wilma Warmuth und EdithMarie Stingl beim Tag der Offenen Tür in den Holzwerken Stingl. freute sich über die große Besucherzahl. Auf die Frage des Moderators, warum ein Tag der offenen Tür veranstaltet wird, antwortete Prokuristin Edith-Marie Stingl, dass es seit Bestehen der Firma noch nie einen Tag der offenen Tür gegeben hätte. Ausschlaggebend für das Fest sei das große Interesse seitens der Guttaringer gewesen. Der Dank galt aber auch allen Geschäftspartnern, Bekannten, Freunden, Familie und vor allem auch den Mitarbeitern! Prokuristin Heidemarie Stingl betonte, wie wichtig es für die tagtägliche Zusammenarbeit unter Geschwistern sei, dass die einzelnen Aufgabenbereiche klar aufgeteilt seien und

jeder dafür auch seine Verantwortung übernehme. Die Wurzeln für ein harmonisches Miteinander liegen aber in der Kindheit, in der Familie. Waldbauer F. Zitzenbacher, der die Firma Stingl seit vielen Jahren kennt, würdigte die enorme Handschlagqualität, die die Familie Stingl tagtäglich unter Beweis stellt. Herr Benger vom Forstnetz Kärnten erwähnte ebenfalls die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Holzwerke Stingl und den einzelnen Forstbetrieben, für die er dankbar ist. Werner Schwarzfurtner, langjähriger Kunde der Holzwerke Stingl, bedankte sich ebenfalls für die äußerst gute Zusammen-

arbeit zwischen den Betrieben und vor allem für die Verlässlichkeit, die sehr gute Produktqualität und das konstant hohe Service. Ing. Hubert Maletz, Transporteur aus Eberstein, bedankte sich für die Treue und den regionalen Gedanken, die die Firma Stingl seit jeher verfolgt hat. Er könne mit den Transportpreisen aus dem Osten leider nicht mithalten, und trotzdem hätte die Firma Stingl ihm Aufträge erteilt. Dafür wäre er dem Unternehmen dankbar und verbunden. Im Anschluss an diese Runde bestätigte auch Bürgermeister Herbert Kuss die Wichtigkeit dieses Betriebes in der Region und erklärte nochmals ganz offiziell,


3. September 2010 I KärntnerNachrichten III

MESSE dass die Gemeinde Guttaring stolz auf diesen Betrieb sei. LandwirtschaftskammerPräsident Walfried Wutscher hob die Stärke und die Daseins-Berechtigung eines Familienbetriebes hervor, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft. Danach folgten Grußworte seitens der Landesregierung. Bezirksobfrau Mag. Schöffmann, in Vertretung für LR Josef Martinz (ÖVP), gratulierte dem Unternehmen Stingl auf eine sehr

herzliche Art und Weise. LHStv. Uwe Scheuch wünschte der Familie Stingl ebenfalls alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft. Zum Abschluss der Veranstaltung blickte GF Max-Georg Stingl mit allen Besuchern gemeinsam in die Zukunft. Für die nächsten Jahre sei ein großes Projekt mit Rundholz-Platz-Verlegung geplant, das nicht nur die Arbeits- und Lebensqualität steigern soll, sondern abermals neue Arbeitsplätze bieten wird.

Eine eigene Firmentorte für die Holzwerke Stingl.

K U R Z NO T I E RT • Holzwerke Stingl zählen zu einem mittelständischen Unternehmen, das in einer wirtschaftlich schwachen Region ca. 120 Menschen Arbeit bietet: von der Schlägerung über die Produktion bis zum Transport. • Das Familienunternehmen zählt seit Jahren zu den Kärntner Leitbetrieben. • Qualität vor Quantität - nicht die Größe eines Betriebes ist für einen Paradebetrieb ausschlaggebend. • Verlässlicher Partner für Zimmereibetriebe und Fertighaushersteller • Das Unternehmen steht für Flexibilität, Service und Qualität • Auszeichnung als Kärntens bester Familienbetrieb • 2. Platz bei Austrian Leading Company´s im Jahr 2007

Auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler gratulierte dem Unternehmen auf der Holzmesse.

Die Bedeutung von Holz steigt weiter

Holz ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land. Als Baustoff kommt Holz immer mehr in die Stadt und wird wesentlicher Bestandteil moderner Architektur.

„Die Bedeutung von Holz wird in den nächsten Jahren weiter steigen“, davon ist DI Leopold Schnaubelt, Obmann von proHolz Kärnten, überzeugt. Nicht nur beim Hausbau, auch als erneuerbarer Energieträger werde Holz in Zukunft unverzichtbar sein, so DI Schnaubelt. Der Schnittholzverbrauch in Österreich ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und liegt mit 0,68 Kubikmetern pro Kopf und Jahr an zweiter Stelle nach

Prominenter Besuch am Messestand der Innung Holzbau Kärnten und proHolz Kärnten auf der 51. Internationalen Holzmesse in Klagenfurt.

ben bereits Tradition. proHolz Kärnten veranstaltete im Rahmen der Internationalen Holzmesse in Klagenfurt auch in diesem Jahr den Holzbautag. Die Referenten Hermann Blumer, einer der weltbesten Entwickler im Holzbau, und der renomierte Architekt Much Untertrifaller aus Vorarlberg sind sich darin einig, dass der Holzbau in Zukunft auch in den Städten eine bedeutende Rolle spielen wird.

Den Wert bewusst machen: proHolz Kärnten, die Arbeitsgemeinschaft der Kärntner Forst- und Holzwirtschaft, macht die herausragenden Eigenschaften des Bau- und Werkstoffes Holz einer breiten Öffentlichkeit bewusst. Viele dieser Aktivitäten ha-

Europaplatz 1, 9020 Klagenfurt T 0590904-215 F 0590904-204 office@proholz-kaernten.at www.proholz-kaernten.at

Finnland mit 1,06 Kubikmetern. In Kärnten erwirtschaftet die gesamte Holzbranche rund 20 Prozent des B r u t to i n l an d p ro d u k te s . „Wir exportieren aber längst nicht mehr nur Rundoder Schnittholz, sondern auch Know-how im Holzbau“, erklärt DI Schnaubelt.


IV KärntnerNachrichten I 3. September 2010

MESSE

LH Dörfler zeichnete Wolfsberger Unternehmer aus

Großes Goldenes Ehrenzeichen für Johann Michael Offner

I

m Rahmen der Klagenfurter Holzmesse fand vergangene Woche der internationale Holztag statt. Dabei wurde dem Wolfsberger Unternehmer Johann Michael Offner eine besondere Auszeichnung zuteil. Landeshauptmann Gerhard Dörf ler verlieh ihm das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Der Landeshauptmann strich die internationale Bedeutung der Holzmesse hervor. „Ich glaube an den Faktor Holz“, betonte er und ging in seinen Grußworten auch auf die durch Holz entstandenen Wirtschafts- und Wertebeziehungen Österreichs mit Italien ein. Wald und Holz würden zudem für Lebensqualität stehen. Mit der Ehrung von Johann Michael Offner wolle das Land Kärnten einer außergewöhnlichen Persönlichkeit danken. Offner sei ein Erfolgsmensch auf allen Ebenen, meinte Dörfler. „Wenn er eine Meinung hat, dann

Unsere Branche muss sich als attraktiver Arbeitgeber darstellen und die besten Köpfe gewinnen!“ Johann Michael Offner

sagt er sie sofort, ehrlich, offen und konsequent. Er ist keiner, der sich hinter Floskeln versteckt.“ Der Landeshauptmann erwähnte auch den besonderen Umgang Offners mit seinen internationalen Kunden: „Durch seine charmante Art und seine hochwertigen Produkte macht er sie in Kärnten emotionell sesshaft.“ Offner sei außerdem ein großartiger Familienvater, der die Familie als Kern des Tuns verstehe. Zum Holztag hatte der Unternehmer auch wirklich seine Frau, Kinder und Enkelkinder mitgebracht. Offner zeigte sich von der Auszeichnung sehr gerührt. Er wollte aber auch seine Verantwortung als Unternehmer und vielfacher Funktionär wahrnehmen. „Wo geht die Zukunft hin und was müssen wir machen“, fragte der Präsident der Europäischen Sägeindustrie in den Saal. Er ver-

wies auf die vier Säulen Ausbildung, Forschung und Entwicklung, Normung sowie Marketing und Lobbying. „Unsere Branche muss sich als attraktiver Arbeitgeber darstellen und die besten Köpfe gewinnen.“ Ziel sei es, Holz zum führenden Werkstoff weltweit zu machen. Dazu müsse die Branche auch viel stärker in Brüssel vertreten sein. Johann Michael Offner betreibt die traditionsreiche Firma „Johann Offner Werkzeugindustrie“ in bereits siebenter Generation. 2005 feierte das Familienunternehmen sein 250-jähriges Bestandsjubiläum. Die drei Kernbereiche sind die Werkzeugindustrie, die Holzindustrie und seit 1999 die kunststof fverarbeitende

Industrie. Das Sägeunternehmen ist eines der leistungsstärksten in Österreich, es kann bis zu 800.000 Festmeter pro Jahr verarbeiten. Die Offner-Firmengruppe hat über 300 Mitarbeiter und hat wesentlich zum Aufschwung des Wirtschaftsstandortes Wolfsberg beigetragen. Johann Michael Offner ist auch seit Jahrzehnten sehr engagiert in der Interessensvertretung auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene tätig. Als Sprecher der Österreichischen Sägeindustrie hat er u. a. wesentlich die Klagenfurter Holzmesse europaweit etabliert. Er wurde bereits mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Kärnten und dem Großen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 15

SERVICE

Drei Toto Garantierunden 100.000,- Euro sicher für den Zwölfer

T

oto führt jetzt, in den Runden 35, 36 und 37, also drei Runden lang, seine beliebten Garantierunden durch. Das bedeutet, dass im Zwölfer Gewinntopf mindestens 100.000,- Euro liegen. Toto dotiert den Zwölfer Gewinnrang bis inklusive 18. September 2010 auf jeweils 100.000,- Euro auf. Dabei handelt es sich um eine garantierte Mindestsumme. Sollte durch Jackpot-Ereignisse die Zwölfer-

Summe 100.000,- Euro überschreiten, so kommt selbstverständlich diese höhere Gewinnsumme zur Auszahlung. Spielprogramm und Annahmeschluss für die Garantierunden sind u.a. im Internet unter www.win2day.at, im Teletext sowie in der in allen Annahmestellen aufliegenden Toto Vorschau nachzulesen. Annahmeschluss für die 35 Toto Runde ist Freitag,

KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H.

Glücksbringer im Wert von 3.333 Euro bis 4. 9.

D

er ToiToiToi Glücksbringer kann schon bald 3.333,- Euro wert sein, denn bei ToiToiToi gibt es wieder die „Glücksbringer-Promotion“. Dabei wird am Ende des Aktionszeitraumes eines der sieben Glücksbringer-Symbole - Geldsack, Hufeisen, Käfer, Kehrer, Klee, Pilz und Schwein - ein Gewinn-

on den 22.000 Fachbesuchern kamen ein Drittel aus dem Ausland. Dieses Messeergebnis übertrifft alle Erwartungen: Die INTERNATIONALE HOLZMESSE KLAGENFURT zählte in diesem Jahr 22.000 Fachbesucher. 452 Aussteller aus 22 Nationen präsentierten sich vom 26. bis 29. August 2010 auf der INTERNATIONALEN HOLZMESSE in Klagenfurt und deckten die Themen „Holz, Forst, Säge, Trans-

9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

Glückssymbol definiert. Unter allen Losnummern mit diesem Symbol werden 33 x 3.333,- Euro ausgespielt. Gewinn-Glückssymbol und die 33 Losnummern mit diesem Symbol werden am Samstag, den 4. September unter notarieller Aufsicht gezogen.

Neuerlicher Besucherrekord auf der HOLZMESSE

V

Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande

port, Holzbau und Bioenergie“ ab. „Unsere Fachmesse hat ihre Position als eine der wichtigsten europäischen Forst- und Holzmessen ausbauen können und ist zur Drehscheibe für Mittel-, Südund Südosteuropa geworden“, betonten Messepräsident Walter Dermuth und Messe-Geschäftsführer Erich Hallegger. Die nächste INTERNATIONALE HOLZMESSE findet vom 30. August bis 2. September 2012 in Klagenfurt statt.

Ziehung vom Mi., 25. 8. 2010

09269

Ziehung vom Do., 26. 8. 2010

29530

Ziehung vom Fr., 27. 8. 2010

05725

Ziehung vom Sa., 28. 8. 2010

45781

Ziehung vom Mo., 30. 8. 2010

46597

Ziehung vom Di., 31. 8. 2010

08761

VO R S C H AU 35. Runde 2010 1: Belgien– Deutschland 2: Frankreich– Weißrussland 3: Estland– Italien 4: Slowenien– Nordirland 5: Schweden– Ungarn 6: Moldawien– Finnland 7: Slowakei– FYRO Mazedonien 8: Lettland– Kroatien 9: Rumänien– Albanien 10: Montenegro– Wales 11: Island– Norwegen 12: Litauen– Schottland Spiel 1-4 TOTO-Torwette

2

2

1

1

2

2

1

X

1

1

X

2

1

1

2

2

1

1

1

X

X

X

2

X


16 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

KÄRNTEN BAUT

LH Dörfler und Bgm. Mock: Wichtige Verkehrsverbindung – Dank an alle Beteiligten – Weitere Projekte auf Schiene

Ortsdurchfahrt St. Veit feierlich eröffnet D

ie mehrjährige Baustelle im Stadtgebiet St. Veit ist beendet, die Straßenarbeiten der B 94 Ossiacher Straße im Bereich von der Hrust-Kreuzung bis zur Einbindung L 72 Hörzendorfer Straße sind abgeschlossen. Die neue Ortsdurchfahrt mit Geh- und Radweg wurde kürzlich offiziell der Bestimmung übergeben, was mit einem Fest beim Bürgerspital unter großer Teilnahme von St. Veiterinnen und St. Veitern gefeiert wurde.

Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler und St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock wiesen auf dieses schwierige, aber bestens gelungene Bauwerk hin und unterstrichen die Bedeutung dieser wichtigen Verkehrsverbindung. Einmalig sei auch der schöne Radweg von der Peripherie mitten hinein ins Stadtzentrum. Wie Dörfler sagte, brauche es bei solchen Baumaßnahmen immer wieder Kompromisse zwischen allen Beteiligten. Baustellen seien etwas sehr Wichtiges, denn sie bedeuten Arbeitsplätze und Infrastruktur, was dringend nötig sei. Für ihn sei es

unverständlich, wenn einzelne Personen wichtige Infrastr ukturvorhaben selektiv in Frage stellen würden. Er dankte allen Beteiligten, der Gemeinde, den Firmen, den Mitarbeitern, insbesondere dem Projektleiter Herbert Jordan, sowie allen Anrainern. Künftig wolle man auch die Verkehrsverbindung vom Schillerplatz in St. Veit in Richtung Hunnenbrunn sanieren bzw. verbessern. Auch im Bereich

des Funderwerkes in Glandorf werde die Straße neu gestaltet, was dem Betrieb nutze und die Verkehrssicherheit erhöhe. Weiters erwähnte der Landeshauptmann die vielen Initiativen, die in St. Veit bzw. im Industriepark erfolgten. Das Projekt „Sonnenstadt“ werde man gemeinsam mit der Stadtgemeinde auch in Ita-

lien präsentieren, dort gebe es starkes Interesse am Thema erneuerbare Energien. Bürgermeister Mock dankte dem Landeshauptmann und dem Land für die Realisierung der Ortsdurchfahrt, damit seien viele Betriebe unterstützt und Arbeitsplätze gesichert worden. Infrastruktur zu schaffen, bedeute Zukunftsinvestition. Auch Mock sagte, dass die Arbeiter auf der Baustelle für ihren schwierigen Job mehr

Anerkennung verdienen würden. Mock sagte weiters, das Projekt „Sonnenstadt St. Veit“ sei europaweit einzigartig und werde neue Gäste nach St. Veit bringen. Fritz Schabkar von der Arbeitsgemeinschaft Alpine/Swietelsky dankte für den Bauauftrag und plädierte ebenfalls dafür, den Sparstift nicht bei der Infrastruktur anzusetzen. Die Bauproduktion gehe zurück, daher sollten Aufträge und damit Arbeitsplätze weiter so gut als möglich forciert werden. Der stv. Straßenbauamtsleiter von Klagenfurt, Thomas Unterüberbacher, führte

durch das Programm und informierte die Gäste mit Daten zur Ortsdurchfahrt.

Mit der Ortsdurchfahrt ist nun auch eine Verschönerung für St. Veit erreicht worden!“ Fritz Schabkar, ARGE Alpine/Swietelsky

Die Gesamtkosten für die beiden Baulose machen sechs Millionen Euro aus, davon kommen vier vom Land und zwei von der Stadtgemeinde. Der Gehund Radweg kostet rund 700.000 Euro. An der Feier nahmen auch Straßenmeister Josef Kogler, Bezirkshauptfrau Claudia Egger, die St. Veiter Stadträte Gotho Stromberger, Herwig Kampl, Günter Leikam, Rudolf Egger, weiters Andreas Geiger von der Baufirma Swietelsky sowie die RaikaBankdirektoren Günter Laßnig und Franz Maier und Karl Kohlweg, Vizebürgermeister von St. Georgen, teil.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 17

KÄRNTEN BAUT

L 19 Innerkremser Straße ist Lebensader für die Region N

ach den großen Unwetterschäden im Vorjahr wurde die L19 Innerkremser Straße in insgesamt drei Bauabschnitten saniert und befindet sich jetzt wieder in einem Top-Zustand. Zuletzt wurden insgesamt fünf Kilometer neu asphaltiert. Die Innerkremser Straße ist für die Region und auch als Zubringer zur Nockalmstraße von großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. Bei der offiziellen Verkehrsfreigabe durch Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler wurde die Freude über die generalsanierte und verbesserte Straße klar zum Ausdruck gebracht. Insgesamt wurden 3,2 Mio. Euro investiert, davon 2,5 Mio. Euro im Vorjahr und weitere 700.000 Euro in diesem Jahr. Dörfler wies auf die große Herausforderung vor einem Jahr hin, als es galt, die stark beschädigte Straße rasch zu sanieren und wieder sicher befahrbar zu machen. Er dankte allen Beteiligten, darunter allen Bauarbeitern, den Firmen und insbesondere GROHAG-Generaldirektor Christian Heu für die Mitfinanzierung von Sei-

ten der Nockalm Straße sowie der Wildbach- und Lawinenverbauung. Laut Heu verzeichne die Nockalm-Straße heuer ein Plus von 15 Prozent und die Besucherzahl liege bei knapp 300.000 Personen, was die Bedeutung der Innerkremser Straße unterstreiche. Heimo Oberwinkler von der Strabag hob ebenfalls das gelungene Bauvorhaben hervor. Er drückte seine Sorge bezüglich künftiger Bauaufträge aus, weil diese stark abnehmen würden. Allein bei der Strabag seien 3.000

HIGHLIGHTS KREMSBRÜCKE Neuer Dorfplatz mit Sportplatz in Kremsbrücke wurde im Juni eröffnet. Nockalmstraße – wieder starke Steigerung der Besucherzahlen. Speiktrail auf der Blutigen Alm wurde fertig gestellt. Güterweg Pressingberg wurde mit großzügiger Unterstützung des Landes asphaltiert. Die Sanierung der Innerkremser Seilbahnen ist für die Gemeinde ein dringendes Anliegen.

Kärntner beschäftigt. Man brauche Spatenstiche, so Oberwinkler.

Die touristische Entwicklung ist in dieser Region sehr positiv“ Bgm. Johann Winkler

Die für die gesamte Region Innerkrems und Nockgebiet nun wieder in einen perfekten Zustand gebrachte Straße ist sowohl im Sommer als auch im Winter von zentraler Bedeutung und die Basis für die Weiterentwicklung der gesamten Region. Seinen Dank an den Landeshauptmann und an das Land brachte auch der Bürgermeister von Krems, Johann Winkler, zum Ausdruck. Die Straße in die Innerkrems sei eine Lebensader für die Wirtschaft der

Gemeinde und der Region. Es freue ihm, dass die Sanierung der Innerkremser Straße so rasch erfolgt sei. Damit sei es wieder problemlos möglich nach Innerkrems und weiter auf die Nockalmstraße zu kommen. An der feierlichen Verkehrsfreigabe nahmen viele Festund Ehrengäste teil, unter ihnen Bezirkshauptmann Klaus Brandner, Straßenbauamtsleiter Horst Tuppinger, sein Stellvertreter Reinhard Schell, Projektleiter Johann Mosser, Hans Jehsner (Wildbach und Lawinenverbauung), NRAbg. Bgm. Josef Jury, Anton Schaubach (WK Spittal), Touristiker Siggi Neuschitzer, Polizei-Abteilungsinspektor Hans Ramsbacher, Innerkremser LifteGeschäftsführer Franz Kohlmayer, u.a. teil. Die Verkehrsfreigabe wurde mit einer Verlosung von wertvollen Sachpreisen durch Landeshauptmann Gerhard Dörf ler abgerundet.


18 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

L

WIRTSCHAFT

GH Linder: Seit 80 Jahren beliebtes Zentrum der Gastlichkeit

H Dörfler und LHStv. Scheuch gratulierten zum Erfolg des Afritzer Gastbetriebes Linder, der eigene Landwirtschaft weiter ausbaut. Der Gasthof Linder vulgo Steinhauser-Brunner in Afritz feierte vergangenen Freitag sein 80-Jahr-Jubiläum, das mit der Eröffnung eines neuen Stallgebäudes verbunden war. Max Linder ist zudem Bürgermeister von Afritz und auch Nationalratsabgeordneter. Linder ging auf die Geschichte des Gasthofs bzw. der Landwirtschaft sowie auf den Auf- und Ausbau mit vielen Investitionen näher ein. Er teilte mit, dass das Gasthaus bereits 1450 erstmals urkundlich erwähnt

ander im Vordergrund stehen, weit über Afritz und das Gegendtal hinaus geschätzt, so die Politiker. Dörfler überreichte der Familie auch eine Anerkennungsurkunde.

wurde. Seit 1645 befindet sich dort auch eine Ausschank bzw. ein Gastbetrieb. Der Neubau des Gasthofs erfolgte 1930, daher feiere man nun das 80jährige Jubiläum. Dörfler und Scheuch dankten der Familie für ihr gro-

ßes Engagement und dafür, in die Zukunft zu investieren. Der Erfolg zeige sich gerade in der großen Wertschätzung durch die vielen Besucher und Gäste. Der Gasthof sei als gastliches Zentrum, bei dem Qualität, Freundlichkeit und Mitein-

Da er leidenschaftlicher Landwirt sei, habe er diese große Investition in ein neues Stallgebäude bzw. einen großen neuen Zubau gemacht, sagte Linder. Außerdem wolle er von der Politik unabhängig sein und auch die Betriebsnachfolge durch die drei Kinder (ein Sohn, zwei Töchter) sei gegeben. Die Treue und Tüchtigkeit langjähriger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, darunter Gerda Prettner, wurde besonders hervorgehoben.

Baumit Italia steigt bei BaustoffSpezialist Stape in San Marino ein Wietersdorfer forciert Wärmedämmung in Mittelitalien und will Baumit-Marktanteil ausbauen. Vor kurzem hat die Baumit Italia, eine Konzerngesellschaft der Wietersdorfer Gruppe, die Firma Stape in San Marino erworben. Stape ist spezialisiert auf Wärmedämmverbundsysteme und erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 1,4 Mio. Euro. Mit diesem Schritt hat Baumit Italia ein neues Standbein in Mittelitalien geschaffen, um die Präsenz der Marke auch in dieser Region zu festigen und weiter auszubauen. Stape ist bereits seit 3 Jahren mit der Exklusivvertretung der Marke Baumit in Mittelitalien aktiv und hat ein effizientes Vertriebsnetzwerk mit Schwerpunkt Wärmedämmverbundsysteme in Mittelitalien aufgebaut.

„Baumit-Wärmedämmung gewinnt auch bei Objekten in Italien zunehmend an Bedeutung“.

Baumit in Norditalien sehr gut aufgestellt Als eines der ersten Unternehmen in Italien hat Baumit das Thema Wärme-

bzw. Kältedämmung aktiv aufgegriffen. Mit dem Werk in San Vito al Tagliamento und der Niederlassung in San Pietro di Mosezzo konnte die Marke in Nordost- und NordwestItalien mittlerweile hervorragend positioniert werden. Dr. Ulrich Glaunach, Sprecher der Wietersdorfer Industriebeteiligungen ortet im Bereich der Wärmedämmverbundsysteme großes Potenzial in Italien: „Der Markt ist in diesem Segment erst seit wenigen Jahren aktiv. Staatliche Förderungen unterstützen das Interesse an energieeffizientem Bauen und wir rechnen daher langfristig mit entsprechenden Wachstumsraten.“ Baumit punktet in Italien vor allem mit österreichischer Qualität und den positiven Erfahrungen am österreichischen Markt. Allein die Wachstumsraten der letzten Jahre von rund 20 % bestätigen den Trend zu sinnvoller Wärmedämmung.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 19

WIRTSCHAFT

Kelag im ersten Halbjahr 2010: Steigender Energieabsatz - Ergebnis stabil Die konjunkturelle Erholung und die aktuellen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussten Umsatz und Ergebnis der Kelag im ersten Halbjahr 2010 positiv. Konjunkturbedingt stieg der Energieverbrauch von Strom und Gas der Endkunden. Gleichzeitig führten die niedrigeren Temperaturen in den Wintermonaten zu einer stärkeren Nachfrage nach Heizenergie. Die Großhandelspreise zeigten im ersten Halbjahr einen leichten Aufwärtstrend. Allerdings musste die Kelag wegen des geringeren Wasserdargebotes (2010: 96 %, 2009: 124 %) und der stärkeren Nachfrage mehr Strom zukaufen. So verbesserten sich die Umsatzerlöse konjunktur- und temperaturbedingt sowie durch Ausweitung des Handelsvolumens im ersten Halbjahr 2010 um 149 Mio. EUR auf 744 Mio. EUR. Das Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr 2010 mit 71 Mio. EUR um 9 Mio. EUR über dem Konzernergebnis vom ersten Halbjahr 2009. Im Konzernhalbjahresabschluss 2010 wurden erstmals die Ergebnisse des slowenischen Energieunternehmens Interenergo konsolidiert, welches die Kelag im November 2009 erworben hatte. Das Rating der Kelag wurde im Frühjahr von Standard & Poor’s mit „A stable“ erneut bestätigt.

Investitionsprogramm Auf Basis der soliden Finanzstruktur konnte die Kelag ihr ambitioniertes Investitionsprogramm im ersten Halbjahr 2010 fortsetzen. Die Bauarbeiten beim Pumpspeicherkraftwerk Feldsee verlaufen nach Plan, der zweite Maschinensatz soll zu Jahresende in Betrieb gehen. Auch die Arbeiten für den Bau der Pumpe beim Speicherkraftwerk Koralpe gehen planmäßig voran. Darüber hinaus verwirklicht die Kelag kleine Wasser- und Windkraftprojekte im In- und Ausland. Im ersten Halbjahr 2010 sind außerdem wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen worden. Die Kelag beteiligt sich mit 45 % am Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II der VERBUND-Austrian Hydro Power AG. Damit verfügt die Kelag ab dem Jahr 2014 über weitere 181 MW Pumpspeicherleistung. Der Erwerb dieser Beteiligung ist mit 190 Mio. EUR die größte Einzelinvestition der Kelag. In der Stadt Villach wird die KELAG Wärme GmbH das Wärmenetz ausbauen und ein neues Biomasseheizwerk errichten. Mit ihrem Investitionsprogramm trägt die Kelag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kärnten bei.

Generation Klimaschutz und Energieberatung Im ersten Halbjahr organisierte die Kelag die Kampagne „Generation Klimaschutz – verändern wir die Zukunft. Jetzt.“, um das Bewusstsein ihrer Kunden für erneuerbare Energieträger und für den effizienten Einsatz von Energie zu schär-

fen. Die Nachfrage nach Energieberatungen ist signifikant angestiegen.

Ausblick Auf Basis der fortschreitenden konjunkturellen Belebung erwartet die Kelag trotz des weiter unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes für das Jahr 2010 ein leicht über dem Vorjahresniveau liegendes Konzernergebnis.

Die familienfreundliche Einkaufsmesse im Herbst

600 Aussteller nehmen an der HERBSTMESSE vom 11. bis 19. September teil. Kärntens größte Wirtschaftsveranstaltung wartet auch in ihrer 77. Auflage neben den bereits bekannten Ausstellungssegmenten mit zahlreichen Highlights auf, wie dem neuen Fashion-Event „Traumbilder“ oder „Bella Italia“, dem Treffpunkt für alle ItalienFans. Im modernen Vergnügungspark geht hingegen der „Schleppe-Messestadl“ zum zweiten Mal über die Bühne. Musikgrößen, wie Udo Wenders, Simone, Marco Ventre oder Showbands wie Meilenstein, Bengels oder der Kärntner Showexpress geben sich hier ein Stelldichein. Messe for Kids: Wir verlosen 4 VIP-Nachmittage für Kinder Welches Kind träumt nicht davon, mit einer richtig luxuriösen Stretch-Limousine da-

heim abgeholt zu werden und dann direkt zur KLAGENFURTER HERBSTMESSE gebracht zu werden? Die KÄRNTNER MESSEN machen es möglich und verlosen insgesamt 4 VIP-Nachmittage für Kinder auf der kommenden HERBSTMESSE. Der Gewinner kann sieben seiner besten Freundinnen und Freunde dazu einladen. Wer mitmachen möchte, schickt ein lustiges Foto mit seinen Freunden an: wallner@kaerntnermessen. at. Einsendeschluss ist der 6. September 2010. Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder zwischen 8 und 14 Jahre. Die Gewinner werden schriftlich verständigt! Weitere Informationen zur KLAGENFURTER HERBSTMESSE gibt es unter www. ka e rntne rme sse n. a t oder telefonisch unter 0463/56800-0.


20 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

WIRTSCHAFT

Großes Ehrenzeichen des Landes für Frauensteins Langzeit-Gemeindechef Karl Berger

D

er Langzeit-Bürgermeister der Gemeinde Frauenstein, Karl Berger, erhielt in Anerkennung und zum Dank für seine zahlreichen Leistungen und Verdienste das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten, welches ihm von LH Gerhard Dörfler überreicht wurde. „Karl Berger ist ein außergewöhnlicher Mensch, mit einer außergewöhnlichen Kondition und mit einem großen Herzen“, charakterisierte der Landeshauptmann den Gemeindechef vor dem versammelten Gemeinderat und in Anwesenheit von Bergers Gattin Elfriede sowie mehreren Gemeindebürgern und dem Doppelsextett Carinthia. So lange Verantwortung in der Gemeinde zu tragen, das verdiene höchsten Respekt und werde oft nicht richtig wertgeschätzt. Es brauche aber Menschen, die klar ihre Meinung sagen, die sich den Diskussionsprozessen stellen und die sich für die Gemeinschaft einsetzen, sagte Dörfler. Er dankte auch der Familie und insbesondere Gattin Elfriede. Partnerinnen

seien oft diejenigen, die den Männern den Rücken für deren Aufgaben stärken und sie seien die Heldinnen im Hintergrund. Karl Berger feierte heuer am 11. März seinen 70. Geburtstag. Berger, von Beruf Vollerwerbslandwirt, ist seit Jahrzehnten in der Kommunalpolitik tätig, davon hat er seit 26 Jahren das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Frauenstein inne. Während seiner Amtszeit hat die Gemeinde einen großen Aufschwung erlebt, für die Bürgerinnen und Bürger wurde sehr viel erreicht.

Die Zahl der realisierten Projekte reicht vom Amtsgebäude über Kindergarten, Mehrzweckhalle, Schulsanierung, Sportzentrum bis zum Auf- und Ausbau des Wegenetzes u.v.m. Berger ist auch seit Jahrzehnten Mitglied im Sozialhilfeverband, Schulgemeindeverband und Abwasserverband des Bezirks St. Veit an der Glan. Die Gemeinde Frauenstein zählt 3.600 Einwohner und umfasst 51 Ortschaften. 1973 ist die heutige Gemeinde Frauenstein aus den Gemeinden Kraig, Obermühlbach und Schaumboden sowie Teilen der Gemeinden Pisweg und Sankt Georgen am Längsee gebildet worden. Wie Berger sagt, sind ihm das Miteinanderreden und das Ziel, einen Konsens zu erreichen, zentrale Anliegen. Das Klima in der Gemeinde sei von großer Sachlichkeit und von Gemeinsamkeit geprägt. Rückblickend meinte er, dass die Errichtung des Amtsgebäudes inklusive der Standortwahl eine sehr große und sich lange hinziehende Herausforderung gewesen sei.

Zwei ambitionierte Stadtgärtner in Pension

D

en wohlverdienten Ruhestand haben dieser Tage Ing. Peter Prokesch und Udo Senkovic angetreten. Beide waren 16 Jahre lang in der Abteilung Stadtgarten beschäftigt und wurden nun von Personalreferent Stadtrat Wolfgang Germ in die Pension verabschiedet. Ing. Peter Prokesch sorgte

Stadtrat Wolfgang Germ verabschiedete Ing. Peter Prokesch und Udo Senkovic.

für die Umstellung der Stadtgartenabteilung auf EDV, heute gibt es hier 30 PC-Stationen und High-Tech wird in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Neu organisiert wurden von ihm auch die Fuhrparkver waltung und Fahrzeugbeschaffung. Sein Kollege Udo Senkovic war das Herz der Rechnungsstelle und für die Personalverrechnung zuständig. Stadtrat Wolfgang Germ dankte den beiden ambitionierten Stadtgartenmitarbeitern mit herzlichen Worten für ihren Einsatz im Dienst der Klagenfurter Bürgerinnen und Bürger und wünschte viele gesunde Jahre im Ruhestand. Herzlichen Dank gab es auch von Abteilungsleiter DI Heinz Blechl.

Eine Delegation aus der Partnerstadt Dachau besuchte Klagenfurt. Kürzlich stand auch ein Besuch bei Bürgermeister Christian Scheider im Rathaus auf dem Programm. Dachau hatte in diesen Tagen außerdem einen Stand auf der Holzmesse in Klagenfurt. Oberbürgermeister Peter Bürgel freute sich sehr, wieder in Klagenfurt zu sein. Bürgermeister Christian Scheider informierte seinen Amtskollegen über aktuelle Geschehnisse in der Kärntner Landeshauptstadt und lud die Delegation zur Eröffnung des Altstadtzaubers ein. Eine besondere Überraschung war der Besuch im Rathaus für Silvia Kalina aus Dachau. Seit Jahren sorgt sie für die Aufrechterhaltung der mittlerweile über 35 Jahre alten Städtepartnerschaft. Als Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit überreichte Bürgermeister Christian Scheider der Dachauerin den Ehrpfennig der Stadt Klagenfurt.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 21

KULTUR

Von 3. bis 6. September: 617. Bleiburger Wiesenmarkt Festzug am 4. September um 12:00 Uhr! Großer Festzug „Mit G’schirr und G’scherr“ mit Trachtenträgern, Blasmusikkapellen und Festwagen vom Grenzlandheim über die Postgasse und den Hauptplatz zum Marktgelände. Am Hauptplatz erfolgt die Pachtzinsübergabe durch die Stadtgemeinde an den Eigentümer der Marktwiese, die Stadtpfarre Bleiburg.

3. bis 6. September 2010 www.bleiburgerwiesenmarkt.at

Freitag, 10. September, 19 h: Die Welken Nelken & Band im Veranstaltungsgebäude vom Schloss Albeck

M

usik von früher, Musik für alle, Musik vom Feinsten. Power, Charme und Humor. Schwung, Leidenschaft und Stil. Die Welken Nelken: ein Damenterzett mit ausgereiften Stimmen in ausgewogener Harmonie und einer ungebremsten Energie, die sich sofort auf das Publikum überträgt. Pures Vergnügen für das Ohr, kleine wärmende Feuerchen für die Seele und eine dichte Atmosphäre für alle, die gern zuhören,

zusehen, tanzen und eintauchen wollen in eine musikalische Welt, die zwar von „früher“, aber jung und sehr lebendig ist. Madeleine Legnar, Manuela Tertschnig und Elisabeth Wandaller erfreuen Sie mit Musik aus den 20er bis 60er Jahren. www.diewelkennelken.at Um 17.30 Uhr: Konzertdinner im Restaurant Schloss Albeck Reservierung unter: 04279/303

Einzug der Freyung auf das Marktgelände mit „Stadtrichter“, Hellebardenträgern in historischen Gewändern und Rittern. ca. 13.30 Uhr: Historischer Freyungsakt und Marktverkündigung mit Aufstellung

der Freyung ca. 14.00 Uhr: Eröffnung des Wiesenmarktes Besonderheiten: Am Hauptplatz erfolgt im Zuge des Festzuges die historische Pachtzinsübergabe mittels eines roten Samtbeutels durch die Stadtgemeinde Bleiburg an den Eigentümer der Marktwiese, die Stadtpfarre Bleiburg.

Konzert im Schloss Albeck So, 05. 09., 11 h: Elisabeth Kallos, Mezzosopran, Apostolos Kallos, Klavier: Schubert, Britten: Inspiration Volkslied Das Volkslied als Inspirationsquelle steht im Schaffen Schuberts an zentraler Stelle. Besonders in seinen Liedern ist diese Beziehung sehr stark. Die bearbeitete Volksmelodie oder die eigens konzipierten Melodiethemen mit „volksliedhaftem“ Charakter findet man bis zum sogenannten „Schwanengesang“. Im englischsprachigen Raum war die Bearbeitung von Volksliedern von jeher sehr beliebt; von der Renaissance bis ins 20.Jh. Bei Benjamin Britten findet man mehrere Sammlungen von Bearbeitungen von Volksliedern des gesamten englischsprachigen Raumes wie Irland, Schottland und England. Bemerkenswert ist, dass die Hinwendung zum Volkslied nicht nur Schubert sondern auch Komponisten des 20.Jh. wie Benjamin Britten dazu führten, die Volksmelodie in der Gesangsstimme nicht stark zu verändern sondern eher in der Klavierbegleitung ihre Kunst zu entfalten. Die Benützung von einfachen musikalischen Mitteln mit starker Aussagekraft ist die gemeinsame Schnittstelle der beiden Komponisten. Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz • Tel.: 04279/ 303 • Fax: 04279/3034 info@schloss-albeck.at • www.schloss-albeck.at


22 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

Rund 6000 Zuseher kamen zum österreichischen Bundespflugwettbewerb, veranstaltet von der Landjugend in die Marktgemeinde Eberndorf. 28 Teilnehmer versuchten auf den Äckern des Benediktiner-Stiftes St. Paul ihr Glück. Eine große Pflügerparade, sowie eine Feldmesse mit Pfarrprovisor Tratar und Superintendent der Evangelischen Kirche (Diözese Kärnten/Osttirol) Mag. Manfred Sauer fanden im Vorfeld statt. Für die Weltmeisterschaft, im Mai 2011 in Schweden, qualifizierten sich in der Kategorie Drehpflug Dietmar Haas aus Niederösterreich sowie in der Kategorie Beetpflug Christian Lanz aus der Steiermark. Im Bild v.l.n.r.: Ex-Salamikönig Hans Planinz, GV Friedl Wintschnig, Superintendent Mag. Manfred Sauer, GR Michael Brandauer, Salamiprinzessin Melanie Gabriele Kräuter, Vzbgm. Kajetan Glantschnig, Salamikönig Prutej Reinhard, GR Traudi Komar, LH-Stv. DI Uwe Scheuch.

Die Landesgedächtnisstätte am Klagenfurter Kreuzbergl wird saniert. Das gaben Kulturlandesrat Harald Dobernig, Klagenfurts Vizebürgermeister Albert Gunzer und Stadtgartenreferent Stadtrat Wolfgang Germ, Militärkommandant Brigadier Gunther Spath, Landeskonservator Axel Hubmann sowie Friedrich Breitfuss von der Diözese Gurk und Pfarrer Markus Mairitsch bekannt. Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf rund 120.000 Euro.

REGIONALES

Lehre mit Matura bei SPAR! SPAR ist größter Lehrlingsausbilder im Lebensmittelhandel. In Kärnten und Osttirol beginnen ab September wieder 80 junge Menschen ihre Lehre bei SPAR, weiters machen über 20 das Bildungsmodell „Lehre mit Matura“. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Lehrlingsreferent LHStv. Uwe Scheuch fanden sich kürzlich beim Informationstag in der SPAR-Zentrale ein und gratulierten den neuen Lehrlingen sowie ihren Eltern und dankten SPAR für ihre einzigartiges Engagement. Es sei sehr wichtig, dass jungen Menschen eine Chance für einen erfolgreichen Berufsweg gegeben werde, wie dies SPAR vorbildhaft tue. Der Landeshauptmann dankte dafür, dass SPAR gleichsam eine Garantie für einen erfolgreichen Berufsweg bzw. für eine Karriere bedeute. An die jungen Menschen appellierte er, den Job als Chance zu sehen. Man habe hier stets mit Menschen zu tun, was sehr schön sei. Die SPAR-Familie pflege Partnerschaft und würde daher die Lehrlinge korrekt und fair behandeln, auch bezüglich der Entlohnung, so Dörfler. Scheuch unterstrich ebenfalls die guten Rahmenbedingungen, die SPAR biete. SPAR setze auf den wichtigsten „Rohstoff“, den es gebe, auf junge Menschen und ihre Bildungschancen. Die jungen Menschen sollten dieses Angebot gut nützen, so Scheuch. Er dankte auch den Eltern, dass sie den Kindern mit dieser Lehre Zukunftschancen bieten. Insgesamt gebe es in Kärnten über 10.000 Menschen, die eine Lehre machen, über 700 würden das Angebotl „Lehre mit Matura“ annehmen, sagte Scheuch. SPAR-Direktor Manfred Schweighofer betonte, dass das Modell „Lehre mit Matura“ nirgends so positiv umgesetzt sei wie in Kärnten. Woanders müsse man sich mit privat zu bezahlenden Wifi-Kursen behelfen, während in Kärnten die gesamte Ausbildung öffentlich finanziert werde.


3. September 2010 I KärntnerNachrichten 23

REGIONALES

ARGE Sozial in Villach: Künftig Kooperation mit dem Land! „Arge sozial in Villach versteht wie kaum eine andere Organisation, neben Subventionen der öffentlichen Hand auch Gelder von Firmen und Privatpersonen für einen guten Zweck zu gewinnen“, lobte Sozialreferent LR Christian Ragger die Aktionen des karitativen Vereines. Er lege im Kampf gegen die Armut auch einen besonderen Schwerpunkt auf die Hilfe zur Selbsthilfe, erwähnte Ragger eine weitere Stärke des Vereines, den er kürzlich besucht hat. Der Sozialreferent strebt weiters eine Zusammenarbeit zwischen dem Land, dem Arbeitsmarktservice und Arge sozial an. Der Verein will sich vermehrt bei der Beschäftigung von Mindestsicherungsempfängern engagieren. „Das war ja der Hauptgrund, warum Kärnten als erstes Bundesland die Mindestsicherung eingeführt hat. Diese Unterstützung sollte der Anstoß dafür sein, wieder eine Beschäftigung zu finden. In diesem Punkt decken sich die Ziele der Kärntner Sozialabteilung und von Arge sozial“, betonte Ragger. Ragger kam auch nicht mit leeren Händen. Er brachte einen Scheck über 2.000 Euro mit. Das Geld wird für den Ankauf von Lebensmittel verwendet, die Arge sozial täglich an Bedürftige verteilt. Der Gründungsauftrag von „Arge sozial“ Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Haftentlassene und Menschen mit verschiedenen psychosozialen Problemen zu beraten und zu betreuen, um sie wieder ins „normale Leben“ integrieren zu können, wird seit über 20 Jahren erfüllt.

Eine Palatschinke mit einer Länge von 110 Metern

Länge! Das ist Weltrekord! Sieben Baldramsdorfer Vereine haben im Beisein von LR Harald Dobernig am Weltrekordversuch gearbeitet. Der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ist nun sicher!

Die FF Glanegg-Maria Feicht lud kürzlich zum 120jährigen Jubiläum mit Fahnenweihe ein. Schon bei der Abendunterhaltung wurde LAbg. Jutta Arztmann sehr herzlich empfangen und konnte vom Feuerwehrreferenten LH-Stv. Uwe Scheuch einen Scheck übergeben. Die Bezirks-Abgeordnete konnte auch persönlich die neue Fahne bestaunen und bekam als Andenken ein Fahnenband geschenkt, über dass sie sich ganz besonders freute. Foto von l. n. r: Kommandant-Stv. Reinhard Petautschnig, GR Bernhard Gutleb, LAbg. Jutta Arztmann, Kommandant Heinz Zeppitz


24 KärntnerNachrichten I 3. September 2010

TOURISMUS

Nockalmstrasse weiter im Aufwind! I

m Rahmen eines Pressegespräches gaben Finanzreferent LR Harald Dobernig und der Geschäftsführer des Betriebes Land Kärnten – Nockalmstraße, Christian Heu, das sensationelle Saison-Zwischenergebnis für die Nockalmstraße bekannt. „Zur Halbzeit der Saison weist die Nockalmstraße ein Besucherplus von zwölf Prozent auf. Das ist deshalb besonders bemerkenswert, weil der Monat Mai bedingt durch Schneefälle und Schlechtwetter noch ein Minus von über 20 Prozent aufgewiesen hat“, so Dobernig. Im Vorjahr hatte die Nockalmstraße mit nicht ganz 83.000 Fahrzeugen und einem Plus von 1,4 Prozent zu 2008 schon eines

sten Jahr beim Nockalmhof ein Besucherzentrum errichtet.

der besten Jahre ihrer Geschichte. Dabei ist der Motorradanteil mit der Zahl von 30.000 Fahrzeugen exorbitant hoch. „Die Nockalmstraße hat sich als wichtiges touristisches Ausflugsziel etabliert. Kärnten präsentiert sich damit nicht nur als Badeland, sondern auch als Ausflugs- und Wanderland. Wichtig ist,

dass weiter investiert wird, daher haben wir auch den Nockalmhof angekauft“, erklärte der Landesrat. Auch die Sanierung der Innerkremser Landesstraße sei rasch durchgeführt worden, um längere Beeinträchtigungen des Betriebes zu vermeiden. Um die Anziehungskraft der Nockalmstraße noch weiter zu steigern, wird im näch-

Die Gäste erwarten dort Informationen zum Nationalpark Nockberge und eine von Geowissenschaftler Georg Kandutsch gestaltete Schau zum Thema „Versteinerte Welten Kärntens“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 300 Millionen Jahre alte versteinerte Farne und Schachtelhalme aus den Nockbergen. „Um die Attraktivität der Nockalmstraße weiter zu steigern, wurde in der Landesregier ung beschlossen, aus dem Budget der Nockalmstraße 400.000 Euro für dieses Besucherzentrum zur Verfügung zu stellen“, so Dobernig.


Kärntner Nachrichten - 35.2010