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Nr. 17 • 56. Jahrgang • Euro 0,51 inkl. 10 % MwSt. • P.b.b. 02Z032986 • Verlag: 9020 Klagenfurt, 30. April 2010

6. bis 8. Mai 2010 www.kaerntnermessen.at

Finanzpolitiker tagten!

Nach den Präsidentschaftswahlen: Fischer gewann, das Amt hat verloren!

Anschläge auf Kärnten in den 70ern: FPK-Klobobmann Ing. Kurt Scheuch verlangt lückenlose Aufklärung!

Seiten 4 und 5

Seite 8


2 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

THEMA DER WOCHE

Länder stehen zum eingeschlagenen Sparkurs! LR Dobernig: Jeder stellt sich in seinem Bereich den Herausforderungen. Benachteiligung der Länder seitens des Bundes muss ein Ende haben. Die Finanzreferenten der neun Bundesländer trafen sich vergangene Woche zu einer Tagung in Pörtschach am Wörthersee. Im Mittelpunkt standen die geplante 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern über gemeinsame Grundsätze der Haushaltsführung, Beratungen über das Österreichische Stabilitätsprogramm 2009 bis 2013 sowie geplante Steuererhöhungen seitens des Bundes und ihre Auswirkungen auf die Länder.

Vizebürgermeisterin Renate Brauner nach der Tagung erklärte. Jeder müsse sich in seinem Bereich den Herausforderungen zur Bewältigung der Krise stellen. Man könne nicht alles auf Länderebene abschieben, bekräftigten die Finanzreferenten.

Einsparungen Kärntens „Durch unsere eigenen Einsparungen leisten wir Vorarlbergs Landesstatthalter Herbert Sausgruber mit Kärntens Finanzreferent Harald Dobernig.

Aktenberge vor den Tischen der Finanzreferenten der Bundesländer. Dabei bekräftigten die Länder ihren Widerstand gegen zusätzliche Belastungen für die Länder zur Sanierung des Bundesbudgets, wie der Vorsitzende, Kärntens Finanzreferent Harald Dobernig, gemeinsam mit Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Wiens

bereits einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des gesamtstaatlichen Defizits. Allein in Kärnten haben wir im Budgetkonvent für 2011 Einsparungen in Höhe von 53 Millionen Euro auf die Beine gestellt. Dazu kommen enorme Sparmaßnahmen, die bereits 2009 und 2010 umgesetzt wur-

den“, erklärt Finanzreferent Dobernig. Man habe sich seitens der Länder aber dazu bekannt, in Gespräche mit dem Bund einzutreten. Die Länder müssen und werden ihren Sparkurs fortsetzen. Die andauernde Kritik des Bundes an den Ländern sei daher ungerechtfertigt. „Umso mehr, als der Anteil des Bundes an der Gesamtverschuldung Österreichs über 90 Prozent beträgt. Der Bund steht mit 200 Milliarden Euro in der Kreide, das ist das Dreifache seines Budgets“, sagt der Finanzreferent.

Budgethoheit bei Ländern Landesrat Dobernig erläuterte weiter, dass die Länder die vom Bund vorgelegte 15a-Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern über gemeinsame Grund-

sätze der Haushaltsführung in der derzeitigen Form ablehnen. „Wir stehen für Transparenz und werden uns einer Weiterentwicklung nicht verschließen. Wir werden uns aber vom Bund nicht die Budgets vorschreiben lassen“, beschrieb Kärntens Finanzreferent die gemeinsame Linie der Länder. Die Finanzreferenten sprachen sich auch klar gegen ein Aufschnüren des Finanzausgleiches aus. Es dürfe nicht immer zu rückwirkenden Änderungen kommen. Sausgruber begründete das Nein der Länder zum Aufschnüren des Finanzausgleichs damit, dass es „wenig Sinn macht“. Es seien alle Partner gleichermaßen von den Einnahmenverlusten betroffen.

Grundversorgung „Der Bund muss ohne weitere Bedingungen eine unver-


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THEMA DER WOCHE zügliche Neuprogrammierung der Grundversorgungsdatenbank vornehmen und so die derzeit zu Unrecht bestehende Benachteiligung der Länder bei der Kostentragung abstellen“, verwies der Finanzlandesrat auf einen wichtigen Beschluss der Tagung. Nach Berechnungen des Landes Wien beläuft sich die bisher entstandene zusätzliche Kostenbelastung für die Länder bereits auf 27 bis 29 Millionen Euro. Die Kostentragung im Rahmen der Grundversorgung für Asylwerber wurde in der Grundversorgungsvereinbarung geregelt. Art. 11 besagt, dass die Kosten für die Grundversorgung von Asylwerbern für die Dauer des Verfahrens, längstens aber für zwölf Monate, zwischen Bund und Ländern aufgeteilt werden. Dauern die Verfahren län-

ger als 12 Monate, muss der Bund die Kosten alleine tragen. Dazu war er bisher aber nicht im tatsächlichen Ausmaß bereit. „Die aus der bisherigen Fehlverrechnung entstandenen Forderungen haben österreichweit bereits ein enormes Ausmaß angenommen. Dieser Umstand ist inakzeptabel. Daher muss der Bund endlich ohne weitere taktische Manöver die Datenbank neu programmieren und damit Fehlbuchungen abstellen“, so Landesrat Dobernig.

Landeslehrer Auch betreffend den Ersatz der Besoldungskosten für Landeslehrer an land- und forstwirtschaf tlichen Berufs- und Fachschulen ist die Geduld der Landesfinanzreferenten am Ende. Hier schuldet der Bund den Ländern Refundierungsbeträge, die sich allein für

Gastgeber Finanzreferent Harald Dobernig lud zur Tagung in das frühlingshafte Pörtschach. Kärnten schon auf 2,4 Millionen Euro belaufen. „Deshalb haben wir beschlossen, dass unter Federführung der Steiermark eine Klage der betroffenen Länder gegen den Bund gemäß Art. 137 B-VG beim

Verfassungsgerichtshof eingebracht wird“, sagte Landesrat Dobernig. Wiederholte Aufforderungen seit 2006 an den Bund, seinen Verpflichtungen nachzukommen, seien bisher ungehört verhallt.

KN-Exklusivinterview mit LR Harald Dobernig digen Reformen auf Schiene gebracht, sparen dort, wo es möglich ist und arbeiten an der Zukunft Kärntens. Der Bund hingegen sitzt auf 200 Milliarden Euro Schulden und weiß sich nur mehr mit Steuererhöhungen und dem Schröpfen der Bevölkerung zu helfen.

KN: Herr Landesrat, ÖVP-Chef Josef Pröll hat in der Kärntner Tageszeitung die „Verdorbenheit“ der Kärntner kritisiert, die nur ans Nehmen und nicht ans Geben denken würden. Wie reagieren Sie? Dobernig: Das ist eine unglaubliche Entgleisung des ÖVP-Chefs, der sich damit gegen ein ganzes Bundesland stellt. Er kritisiert damit all jene, die auf unsere Sozialleistungen angewiesen sind. Ich fordere Pröll auf, sich bei den Kärntnerinnen und Kärntner sofort zu entschuldigen. Die Wähler werden sich über diese Aussagen ihr eigenes Bild machen. Wie erklären sie sich diese Miesmacher-Kampagne gegen Kärnten? Dobernig: Das ist die Fortsetzung einer Kampagne, die ja schon bei der Hypo und der Verschuldung angefangen hat. Mit tatkräftiger Unterstüt-

Was geben Sie Pröll mit auf den Weg?

zung der Medien wird hier versucht, von den massiven Problemen des Bundes und des ÖVP-Landes Niederösterreich abzulenken. Aber Kärnten ist längst kein gefundenes Fressen mehr. Wir haben bereits die notwen-

Dobernig: Der Bund muss endlich die Verwaltungsreform vorantreiben und Sparpotenziale heben, anstatt immer über neue Steuern nachzudenken. Wir haben in Kärnten vorgezeigt, wie es geht. Kärnten hat etwa schon vor einem Jahrzehnt unter Landeshauptmann Jörg Haider die Gehälter der Politiker eingefroren – während Restösterreich erst darüber diskutiert. Wer weiter zu Unrecht auf Kärnten hinhaut, dem werden wir den Spiegel vor Augen halten.


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HINTERGRUND

Fischer gewann, das Amt verlor!

Kommentar von Helmut Prasch

Wer braucht eigentlich einen Präsidenten? Dem Schreiber dieser Kolumnen sei es gestattet, die ur-österreichische Frage zu stellen, wer eigentlich den Bundespräsidenten braucht?

Es kam, wie es kommen musste: Rekord-Minus bei der Wahlbeteiligung, Rekord-Gewinn für Heinz Fischer. Trotz medialer Hetzkampagne und tiefen Störaktionen landete Barbara Rosenkranz einen Achtungserfolg.

Heinz Fischer hat es mit seinem unerträglich langweiligen Amtsstil geschafft, dass diese Frage immer öfter gestellt wird. Die Rechte des Bundespräsidenten stehen in der Bundesverfassungsurkunde niedergeschrieben und wären ja gar nicht so ohne, wenn bloß ein Bundespräsident einmal davon auch Gebrauch machen würde. Die Bundespräsidenten haben sich selbst auf das reduziert, was von ihnen allgemein wahrgenommen wird. Meistens in Begleitung der Gattin, gehüllt in feinstes Tuch, begleitet von einer Entourage, die Kaiserin Sissi alle Ehre gemacht hätte, abgebildet unter Palmen, tausende Kilometer weit entfernt von Österreich. Der Bundespräsident hat die Rolle eines Reserve-Kaisers übernommen. Dafür haben die Österreicher grundsätzlich was übrig. Aber wenn der Reserve-Kaiser dann auch noch glanzlos fad ist und gar nichts sagt, was interessiert, dann ist es genug. Dann demonstrieren die Österreicher. Still, aber deutlich. Das zeigten die 50 Prozent Nichtwähler vom letzten Sonntag. In Österreich muss es auch im Parlament wieder möglich sein, die Funktion des Bundespräsidenten zu hinterfragen. Bloße Repräsentationsaufgaben können auch vom Bundeskanzler wahrgenommen werden. Fachliche Diskussionen mit ausländischen Kollegen müssen ohnedies von den Ministern geführt werden. Und letztlich darf in Krisenzeiten auch gefragt werden, ob wir uns die Hofburg in dieser monarchistischen Form überhaupt noch leisten können und wollen. Ich plädiere für eine offensive Diskussion um das Amt des Bundespräsidenten. Weitere sechs Jahre Heinz Fischer in der Hofburg zu wissen fadisiert mich schon wenige Tage nach den Wahlen enorm.

Die alten Männer lachen: Heinz Fischer ist wieder Präsident, Hugo Portisch, der es früher einmal werden hätte können, aber nie wollte, feiert mit. Was Portisch zu feiern hatte, weiß allerdings niemand...

E

in strahlend schöner und warmer Frühlingstag gab der Bundespräsidentenwahl den Rest. So wenig Österreicherinnen und Österreicher wie je zuvor konnten sich vergangenen Sonntag überwinden, an der Bundespräsidentenwahl teilzunehmen. Die, die es taten, wählten mit fast 80 Prozent den alten Präsidenten erneut ins Amt. Heinz Fischer hat damit die Wahl gewonnen, das Amt des Bundespräsidenten aber hat schweren Schaden genommen. Barbara Rosenkranz, der die Medien unter Federführung des ORF schon zu Beginn des Wahlkampfes den Garaus machen wollten, konnte immerhin 15 Prozent Österreichweit und fast 21 Prozent kärntenweit einen Achtungserfolg landen, während der christliche Kandidat Gehring zur Kenntnis nehmen musste, dass sein Klientel doch sehr beschränkt ist. So wirklichen Grund zum Feiern fand am Wahlabend nie-

mand. Lediglich Heinz Fischer, der weitere sechs Jahre in der Hofburg residieren und weiterhin zahlreiche Auslandsreisen auf Regiment absolvieren darf, warf sich gemeinsam mit seiner Gattin in Siegerpose. Schon tags darauf verflachte die Diskussion um den Bundespräsidenten. Der Wahlausgang ist aber vor allem ein schwerer Denkzettel für die ÖVP. Wenn sich eine „staatstragende Partei“ - als solche bezeichnet sich die ÖVP ja gar zu gerne - aus der staatspolitischen Verantwortung stiehlt, indem sie nicht einmal mehr einen Kandidaten für das höchste Amt im Staate nominiert, hat sie sich auch ein Stück von der demokratischen Kultur verabschiedet und jenen in die Hände gespielt, die höchste Funktionen schon als Erbpacht ansehen wollen, weil ja der Gang zu den Urnen nicht nur Geld kostet und schließlich beschwerlich ist.


HINTERGRUND

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„Für Bundespräsidenten reicht eine Periode mit fünf Jahren!“ Am vergangenen Wochenende wurde Heinz Fischer im Amt des Bundespräsidenten bestätigt. Die freiheitliche Kandidatin Barbara Rosenkranz erreichte in Kärnten respektable 20,79 Prozent der abgegebenen Stimmen. Im Interview mit den „Kärntner Nachrichten“ analysiert Parteiobmann DI Uwe Scheuch das Wahlergebnis und überrascht mit einer innovativen Forderung. Uwe Scheuch: „Weniger Bundespräsident bedeutet mehr Demokratie!“ KN: Herr Scheuch, sind Sie mit dem Ergebnis der Bundespräsidentenwahl zufrieden? LPO Scheuch: Zu aller erst gratuliere ich Heinz Fischer zum Wahlerfolg – auch wenn wir Freiheitliche unser Ziel, nämlich die erste Bundespräsidentin zu stellen, verfehlt haben. Dass es durch die mediale Hetze einen Dämpfer gegeben hat, ist logisch. Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis in Kärnten zufrieden. Schließlich haben die EU-Wahlen letztes Jahr ein ähnliches Ergebnis geliefert. Es gibt einfach weniger freiheitliche Stammwähler – und darüber hinaus Stimmen zu bekommen, hängt von sehr vielen Faktoren ab, die man teilweise nicht beeinflussen kann. KN: Was sagen Sie zur Kritik von ÖVP und BZÖ an der Wahl bzw. Ihrem Ergebnis? LPO Scheuch: Diese Herrschaften haben nicht einmal eine eigene Kandidatur geschafft. Trotzdem lästern sie. Das ist einfach nur schwach. Ich persönlich stehe zum Amt des Bundespräsidenten, solange es aktiver gelebt wird als in den letzten sechs Jahren. KN: Was würden Sie denn ändern? LPO Scheuch: In Anbetracht der politischen Bedeutung der Funktion des Bundespräsidenten muss man überlegen, ob künftig nicht eine Periode, die fünf Jahren dauern soll, reicht. Die Wahlen zum Europaparlament und zum Bundespräsidenten zusammenzulegen und am gleichen Tag anzusetzen, würde schon helfen. Denn einerseits könnte man bei den Wahlbehörden und der Wahlwerbung sparen, andererseits wäre die Chance auf eine höhere Wahlbeteiligung größer. KN: Wieso ist die Wahlbeteiligung denn aus Ihrer Sicht so gesunken? LPO Scheuch: Wir brauchen eine Belebung des demokratischen Systems in Österreich. Wenn der Bundespräsident alle 5 Jahre wechseln würde, wäre das schon eine Verbesserung. Denn bisher, mit 2 Perioden und insgesamt 12 Jahren Amtszeit, stellt sich da sehr leicht eine Amtsmüdigkeit ein. Das sieht man ja beim amtierenden Präsidenten. Und dann sinkt auch das Interesse der Bevölkerung am Amt. Diese Demokratiemüdigkeit ist im Grunde das größte Problem.

Landesparteiobmann Uwe Scheuch ist vor allem mit dem Kärntner Ergebnis für Barbara Rosenkranz zufrieden. KN: Zusammenfassend: Wie fällt Ihre Analyse aus? LPO Scheuch: Das für mich persönlich wichtigste Ergebnis ist, dass die Zusammenarbeit zwischen FPK und FPÖ gut läuft. Das hat diese Bundespräsidentenwahl bewiesen. Ich bin zuversichtlich, dass die Freiheitlichen in Kärnten bei der nächsten Landtagswahl zahlenmäßig ein ganz anderes Ergebnis erreichen werden. Aber aufs gestrige Ergebnis kann man jedenfalls aufbauen. KN: Herr Scheuch, danke für das Gespräch!


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LANDESPOLITIK

Alarmanlagen-Förderaktion unterstützt Kärntens Sicherheit Zahlreiche Kärntner Haushalte profitierten von der Alarmanlagenförderung, die Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Rahmen der Aktion „Sicheres Kärnten“ ins Leben gerufen hat. Mehr Polizisten für Kärnten. Vom 15. Jänner bis 31. März 2010 hatten alle Kärntnerinnen und Kärntner die Möglichkeit, eine geprüfte Alarmanlage von einem konzessionierten Fachbetrieb zum vergünstigten Preis einbauen zu lassen. Pro neuinstallierter Alarmanlage/Haushalt wurden 30 Prozent (max. 300 Euro) rückerstattet. Eine erste Bilanz zeigt, dass die Aktion ein enormer Erfolg war, wie Landeshauptmann Dörfler gemeinsam mit Oberstleutnant Herbert Rogl vom Landeskriminalamt berichten konnte. Von insgesamt 357 eingereichten Förderansuchen wurden 323 mit einem Fördergehalt von 96.900 Euro positiv erledigt und haben eine Investition von 580.000 Euro ausgelöst. Wobei die Förderung nicht von reichen Villenbesitzern, sondern von den typischen Kärntner Häuselbauern in Anspruch genommen wurde.

300 Objekte hochwertig gesichert „Das war die erste Förderaktion, die sich über das Mehr wer tsteuerauf kom men selbst finanziert hat“, erklärt der Landeshauptmann. Über 300 Objekte sind nun hochwertig gesichert, die durchschnittlichen Kosten für eine Anlage betrugen ca. 2.000 Euro. „In kleineren

Ortschaften werden Unbekannte viel intensiver wahrgenommen, daher laden größere Ballungsräume eher zu Einbrüchen ein“, sagt Landeshauptmann Dörf ler. Dementsprechend war auch die Verteilung der Förderansuchen, so gab es in den Städten Klagenfurt und Villach am meisten. „Diese Akzente werden nie im politischen Alleingang, sondern immer in Kooperation mit der Polizei gesetzt“, betont der Landeshauptmann, dessen Sicherheitsbestrebungen auch eine deutliche Erhöhung der Exekutivbeamten umfassen.

Mehr Exekutive für Kärnten Durch die Hartnäckigkeit und dementsprechende Resolutionen an die Bundesregierung konnte der Landeshauptmann bereits zusätzliche 100 Exekutivbeamte für Kärnten sicherstellen. Anfang 2009 wurden 50 zusätzliche Polizisten von Innenministerin Maria Fekter für Kärnten garantiert. Weiters wird noch im heurigen Jahr ein Ausbildungslehrgang mit weiteren 25 Plätzen für die polizeiliche Grundausbildung im Landespolizeikommando Kärnten in Krumpendorf eingerichtet. Zudem werden 25 diensterfahrene Polizisten aus anderen Bundesländern, die ihren Wohnsitz in Kärnten haben

Erfolgreiche Aktion von LH Gerhard Dörtfler. und bereits um eine Versetzung angesucht haben, wieder in ihr Heimatbundesland versetzt. „Viele Beamte, die ihre Aus-

Wichtige Information „Einschätzung ihrer Sicherheitslage“ Unter der Telefonnummer 059 133 kann auf der nächsten Polizeidienststelle ein besonders ausgebildeter Beamter angefordert werden, der eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung der Sicherheitslage des Hauses abgibt.

bildung in anderen Bundesländern absolvierten, wollen schon lange wieder zurück nach Kärnten. Sie bekommen nun die Möglichkeit, ihren Dienst in ihrem Bundesland zu versehen“, erläutert Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Anträge pro Bezirk Villach-Stadt Klagenfurt-Stadt Villach-Land Klagenfurt-Land Wolfsberg Hermagor St. Veit Feldkirchen Völkermarkt

84 78 51 37 36 12 11 6 5


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LANDESPOLITIK

Neue Formen der Betreuung für pflegebedürftige Menschen LR Ragger: Für Personen mit geringen Pflegestufen kleine, wohnortnahe Angebote schaffen. Zertifikate für alternative Pflege-Einrichtungen verliehen. Für Soziallandesrat Christian Ragger ist klar: Die Kärntner Sozialpolitik hat sich in der Altenpflege viel zu lange ausschließlich darauf konzentriert, Pflegeheime zu errichten. Das geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Ein Heimplatz sollte das letzte Glied einer Versorgungskette sein. Bis dahin sollten andere Formen der Betreuung gesucht werden, welche pflegebedürftigen Menschen größtmögliche Selbstständigkeit erlauben.

Alternative Lebensräume „Für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen brauchen wir ein vielseitiges Angebot, das sich nicht allein auf klassische Pflegeheime beschränkt. Aus diesem Grund habe ich veranlasst, ehemalige Familienpflegestellen in die Legalität zurückzuholen. Für Personen mit geringem bzw. mittlerem Pflegeaufwand stellen diese alternativen Lebensräume eine attraktive Versorgung dar, die eine regionale Wertschöpfung möglich macht“, sagte Soziallandesrat Christian Ragger bei der Verleihung von Zertifikaten an Betreiberinnen von alternativen Pflege-Einrichtungen.

Wohnortnahe Angebote Die Strategie des Sozial-

LR Harald Dobernig: „Sozialleistungen bleiben erhalten!“ landesrates ist, Personen, die noch hoch mobil sind und einen begrenzten Pflegeaufwand haben, dezentrale wohnortnahe Angebote mit pflegerischer Grundversorgung anzubieten. Für solche alternativen Pflegeangebote gibt es strenge Auflagen: So dürfen nicht mehr als sechs familienfremde Personen mit den Pflegestufen 0 – 3, die nicht überwiegend der Pflege bedürfen, zu Wohnzwecken untergebracht werden. Sobald der Pflegeaufwand steigt (ab Stufe 4), kommt nur mehr eine Einrichtung mit professionellem Pflege-„Stand by“ rund um die Uhr in Frage.

Strenge Auflagen Die Sozialabteilung hat mit den Familienpflegestellen Verträge abgeschlossen, die eine Kostenübernahme

durch das Land vorsehen. Weiters gewährleisten diese Pflegestellen, dass die Bewohner nur in Ein- bzw. Zwei-Bettzimmern untergebracht werden und auch die erforderlichen sanitären und hygienischen Rahmenbedingungen vorhanden sind. Die Einhaltung der Vereinbarung wird regelmäßig von einer diplomierten Krankenschwester der Sozialabteilung überprüft. „Sie berät, hilft und kontrolliert“, erklärt Christian Ragger.

Viele Vorteile Der Soziallandesrat erhofft sich eine langfristige, mehrfache Win-Win-Situation: Die Pflegebedürftigen gewinnen, weil sie wohnortnah, sicher und in familiärer Umgebung versorgt werden; der ländliche Raum

gewinnt, weil eine regionale Wertschöpfung möglich wird. Die Betreiber gewinnen durch dieses „PublicPrivate-Modell“ in der Altenbetreuung, und der Steuerzahler gewinnt, weil diese alternativen Versorgungen weniger kosten als Pflegeheime.

Zertfikate verliehen Folgende BetreiberInnen bekamen das Zertifikat verliehen: Claudia Ellersdorfer, Rausch 7, Griffen Katharina Fritzl, Rausch 16, Griffen; Sintija Ofner, Tobitsch 35, Afritz; Doris Krenn, Rauscherweg 5, Klein St. Paul


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LANDESPOLITIK

Aufklärung der Anschlagserie nach Kärntner Ortstafelsturm Inwieweit waren Kärntner Slowenen in die Anschlagserie verwickelt. FPK fordert die Offenlegung aller Akten. Täter müssen strafrechtlich verfolgt werden. Ortstafelcausa bis zur Aufklärung ruhend stellen. Haben Kärntner Slowenen nach dem Ortstafelsturm in den 70er Jahren gemeinsam mit dem slowenischen Geheimdienst Sprengstoffanschläge und Schmieraktionen in Kärnten durchgeführt? Ein brisantes Dossier des slowenischen Ex-Ministerpräsidenten Janez Jansa legt diesen Verdacht nahe. In Slowenien gehen derzeit jedenfalls deswegen die Emotionen hoch, und in Kärnten ist man ob dieser Enthüllungen schockiert. Werfen sie doch ein ganz neues Bild auf die Anschlagserie in den 70er Jahren.

LH: Dringender Aufklärungsbedarf Die „Freiheitlichen in Kärnten“ fordern daher eine umgehende und lückenlose Aufklärung der Vorwürfe. Landeshauptmann Gerhard Dörfler wird in der nächsten Regierungssitzung am 4. Mai eine Resolution zur Sprengstoffanschlagserie in den 70er-Jahren einbringen. „Es herrscht hier dringender Aufklärungsbedarf. Bundeskanzler Werner Faymann, Innenministerin Maria Fekter und Außenminister Michael Spindelegger sind aufgefordert, die Beteiligung von Kärntner Slowenen restlos aufzuklären“, betont der Landeshauptmann. Er hat in dieser Angelegenheit auch Landesarchiv-Direktor Wilhelm Wadl beauftragt, die

Untersuchungen zu leiten. Wie die Akten des Slowenischen Geheimdienstes (UDBA) hervorgebracht haben, sollen auch Kärntner Slowenen in die Bomben-Attentate der 70er-Jahre verwickelt gewesen sein. „Es ist dringend notwendig, sämtliche Akten offenzulegen und dem Vorwurf der aktiven Mittäterschaft prominenter Mitglieder der Führungsriege des Rates der Kärntner Slowenen auf den Grund zu gehen“, fordert Landeshauptmann Dörfler.

Strafrechtliche Verfolgung „Sollte der Rat der Kärntner Slowenen zu den Drahtziehern dieser Attentate gehört haben, ist dessen Rolle zu überprüfen. Nach 30 Jahren ist es höchste Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen und die Verantwortlichen dieser Straftaten zur Rechenschaft zu ziehen“, so der Landeshauptmann. Daher ist es besonders wichtig, dass sofort alle relevanten Unterlagen auf den Tisch kommen, um eine schonungslose Aufklärung zu gewährleisten. Die Freiheitlichen haben im Kärntner Landtag einen entsprechenden Antrag zur Offenlegung sämtlicher Unterlagen an Innenministerin Fekter eingebracht. Und die Freiheitlichen gehen noch einen Schritt

Der Kärntner Ortstafelsturm war Ausdruck des Protests gegen die Slowenisierung Südkärntens. Terroristische Anschläge waren die Antwort der Slowenen. weiter: Sie fordern die strafrechtliche Verfolgung der Täter. Denn um die Anschlagserie rund um den Ortstafelsturm in den 70er Jahren lückenlos aufzuklären, sei die Einsetzung einer Historikerkommission definitiv zu wenig. „Hier geht es nicht nur um die Aufarbeitung der Geschichte, sondern um kriminelle Handlungen, die zu ahnden sind. Strafrechtliche Konsequenzen müssen also die Folge sein“, fordert Klubobmann Kurt Scheuch.

Ortstafelcausa ruhend stellen Vordringlich ist zu untersuchen, inwieweit Kärntner

Slowenen in diese Straftaten verwickelt sind. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass Führungspersönlichkeiten bei den Anschlägen gegen Kärnten involviert waren, so verlangt Scheuch bis zur restlosen Aufklärung, deren sofortigen Rücktritt aus sämtlichen Ämtern.

Keine Gespräche mit Involvierten Die Ortstafelcausa sieht Kurt Scheuch bis dahin ruhend gestellt. „Wir werden mit Personen, die gegen Kärnten Anschläge geplant und vollzogen haben, nicht ein einem Tisch sitzen“, betont der Klubobmann.


REGIONALES

Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider und Stadträtin Christine Jeremias statteten kürzlich der Seniorenwohnanlage in Annbaichl einen Besuch ab. „Unsere älteren Mitmenschen liegen uns ganz besonders am Herzen!“, betonte der Bürgermeister, den auch die Gemeinderäte Stefan Tschinder, Sandra Wassermann, Uli Herzig, Hünther Scheider und Uta Kramer begleiteten.

Die Freiheitlichen Klagenfurt-Land hielten ihren Bezirksparteitag ab. Wir berichten in der nächsten Ausgabe!

Der Obmann der freiheitlichen Senioren in Klagenfurt, Gemeinderat Johann Berger, feierte kürzlich im Kreise seiner Freunde seinen 80. Geburtstag. Unter den Gratulanten waren Bürgermeister Christian Scheider, VzBgm. Albert Gunzer, die Stadträte Christine Jerermias und Wolfgang Germ sowie Gemeinderat Gerhard Reinisch. Auch die KN gratulieren ihrem langjährigen Freund sehr herzlich!

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Einen starken Vertrauensbeweis erhielt die Metnitzer Gemeindevorständin Renate Hartenberger (die „Freiheitlichen“) anlässlich ihrer einstimmigen Wiederwahl zur Ortsobfrau. Die Leistungsbilanz ihres Teams konnte sich sehen lassen: Jährliches Osterpreisschnapsen, Aktionen zum Teuerungsausgleich und zur Mütterpensionen, Unterschriftensammlung gegen EU-Reformvertrag und zahlreiche Sozial- und Familienaktionen gemeinsam mit dem Bürgerbüro des Landeshauptmannes. Anlässlich der Jahreshautversammlung referierte auch Sozial- und Wohnbaureferent LR Christian Ragger über mögliche Projekte im Bezirk und in Metnitz.


10 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

Im Begegnungs-Kindergarten St. Ulrich bei Feldkirchen wurde ein besonderes Geschenk von Kindergartenreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler aufgestellt. In den neuen Hochbeeten aus Kärntner Lärchenholz sollen die Kinder und Senioren gemeinsam und bequem „garteln“ können. Mit seiner Initiative „Natürlich Kärnten“ will Dörfler den Garten als Erholungsoase und Quelle gesunder Nahrungsmittel ins Bewusstsein rücken. Ihm ist es wichtig, hier schon die Kleinsten einzubinden. Dörfler hat bei der Eröffnung des Kindergartens im Dezember 2009 versprochen, beim Aufbau eines eigenen Gartens mitzuhelfen. „Gartenarbeit macht Spaß und die Kinder können viel über die Natur lernen. Von den Seniorinnen und Senioren werden sie bestimmt viele interessante Tipps bekommen und spannende Garten-Geschichten hören“, meinte der Landeshauptmann.

Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch besuchte den 1. Kärntner Kinderkirchtag im Veranstaltungszentrum Sachsenburg. Nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche startete der große Trachtenumzug mit Gstanzlsingen. „Als Bildungsreferent freut mich diese tolle Initiative. Bereits seit über 100 Jahren ermöglicht die VS Sachsenburg unseren Kindern eine tolle Ausbildung und fördert ihre Kreativität – das Ergebnis ist am großen Erfolg des Kinderkirchtages zu sehen“, sagte Scheuch.

REGIONALES

Bei der letzten Club Kärnten Vollversammlung wurde Florian Maier erneut einstimmig zum Obmann des freiheitlichen Jugendclubs gewählt. „Die Motivation, die derzeit clubintern herrscht, war ein wichtiger Beweggrund, noch eine Periode anzuhängen“, erklärt Maier. Um jegliche Diskussion bezüglich der politischen Ausrichtung des Club Kärnten zu beenden, wurde durch einen Beschluss der Vollversammlung die klare Ausrichtung zu den Freiheitlichen in Kärnten bestätigt. „Ab sofort werden die zahlreichen Aktionen im Jugendbereich mit einer teilweise neuen Mannschaft verstärkt stattfinden. Eine gute Mischung aus erfahrenen Jugendfunktionären und neuen, motivierten Mitgliedern soll ein Garant dafür sein“, so auch Sascha Jabali.

14 neue Tagesmütter und 20 Kleinkinderzieherinnen erhielten kürzlich von LH Gerhard Dörfler ihre Zertifikate überreicht. Der Landeshauptmann gratulierte allen Absolventinnen herzlich: „Sie sind eine wichtige Brücke und das Fenster ins Leben. Sie begleiten die Kleinsten auf den ersten Kilometern ihrer Reise ins Leben“, so Dörfler. In der Kinderbetreuung bedürfe es starker Frauen und verlässlicher Männer, da es in der schnelllebigen Zeit immer wieder neue Herausforderungen gebe. Für den Landeshauptmann sind neben der Fachkompetenz auch die Sozial- und Herzenskompetenz wichtig!


REGIONALES

30. April 2010 I KärntnerNachrichten 11

Da Tschriasche sagt:

„Für Rot und Schwarz war die Wahl ein Flop, das ist klar, drum reißen sie sich jetzt auch gegenseitig bei die Haar.“

Die Verbesserung der sozialen Versorgung auf Gemeindeebene für Familien, Alleinerzieherinnen, alte oder eingeschränkt mobile Personen und pflegende Angehörige ist seit nunmehr drei Jahren das Bestreben des Projektes „Dorfservice“. Kürzlich konnten die Projektbetreiber, freiwilligen Mitarbeiter und viele, die vom Dorfservice profitieren, unter dem Motto „Die Saat ist aufgegangen“ im Veranstaltungszentrum von Möllbrücke das dreijährige Bestehen feiern. „Das ‘Dorfservice’ hat bewiesen, dass es möglich ist, mit kleinem Aufwand, Großes zu leisten. Ein vorbildliches Projekt, das empfohlen werden kann“, sagte FPK-Klubobmann Ing. Kurt Scheuch. Die Landjugend Kärnten zählt zu den größten und aktivsten Jugendorganisationen Kärntens. Ein besonderes Highlight des Jahres bildet die Nacht der Kärntner Landjugend, welche heuer zum sechsten Mal stattfand. Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch: „In Kärnten gibt es wohl kaum eine Jugendorganisation, die sich so großer Beliebtheit erfreut wie die Landjugend Kärnten. Brauchtum und Tradition verbinden und bewegen“, so LHStv. Uwe Scheuch.

Der Wirtschaftsverein Rennweg veranstaltete kürzlich die erste Rennweger Gewerbeschau mit 20 Ausstellern. Finanzreferent Harald Dobernig unterstützte die Veranstaltung und überzeugte sich vor Ort von den Leistungen der örtlichen Unternehmer. „Rennweg in Oberkärnten beheimatet zahlreiche hervorragende Betriebe. Es freut mich, dass bei der Gewerbeschau durchwegs eine positive Stimmung herrschte und die Unternehmen auch in der Krise erfolgreich sind. Der Wirtschaftsverein Rennweg leistet hier einen wertvollen Beitrag“, so Dobernig, der auch Organisator Werner Aigner dankte. Der Wirtschaftsverein Rennweg wurde im Oktober 2009 gegründet, um die Interessen der Wirtschaftstreibenden im Ort zu vertreten.

Tolle Stimmung herrschte beim alljährlichen Musikanten- und Harmonikatreffen in Wasserhofen. Gastwirt Heinz Rabitsch lud Freunde und Gäste zu diesem allseits beliebten Treffen. Von den Darbietungen waren die Gäste aus Nah und Fern begeistert.


12 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

LESERBRIEFE Leserbrief zu Krone-Kommentar von Hannes Mösslacher:

Beschädigung Kärntens durch viele „Faschingsprinzen und Foren“ Es hat sich eine Anti-Kärnten-Bewegung formiert, die Kärnten im In- und Ausland offensichtlich beschädigt und der Lächerlichkeit preisgibt. Unter den Drahtziehern befindet sich unter anderem Faschingsprinz Reinhard Eberhart, der die Homepage www.dasneuekaernten.at beitreibt und die Anti-Kärnten-Plattform „Wir sind Kärnten“ gegründet hat. Weiters demonstrieren die Kärntner Grünen unter Polizeischutz jeden Freitag mit einigen Parteifunktionären, um Stimmung gegen die Politik in Kärnten zu machen. Wobei gerade die Grünen keine Berechtigung haben, sich als moralische Instanz aufzuspielen. Denn während sich die anderen Parteien an die vereinbarte Kürzung der Parteienförderung gehalten haben, kassierten die Grünen als einzige Partei die ganze Summe.

Kronen Zeitung, 24. 4. 2010

Politologe Peter Plaikner meinte kürzlich zu Holub und seinen Auftritten richtig: „Da kann sich einer zwischen Standund Spielbein nicht unterscheiden und verwechselt Kontrolle und Kaberett.“ Unter all diesen blindwütigen Auftritten, wurde unter der Internetadresse: „webchicco“ nun aber der Vogel abgeschossen. Denn dort wurde zur Wahl des alternativen Landeshauptmannes aufgerufen, die von Stermann und Grissemann gewonnen wurde. In all diesen Foren wird versucht auf tiefstem Niveau die Bevölkerung zu erreichen. Gott sei Dank vergeblich! Denn bisher wurde nicht die Bevölkerung, sondern der Gipfel der Lächerlichkeit erreicht. Ein besonderes Bild auf diese Aktionen liefert die Kleine Zeitung, indem sie diese kräftigst durch die Inseratenserie „verblödet, vertrottelt und vergaunert“ sowie durch entsprechende Berichterstattung unterstützt. Man versteigt sich sogar dazu, der Öffentlichkeit wörtlich mitzuteilen: „Mit ihren Kommunikationsstrategien steht die Politik auf verlorenem Posten. Die vielen Bürger-Plattformen und Internet-Netzwerke, die entstehen, werden langsam zur Bedrohung der derzeitigen selbstherrlichen „Mir-san mir“Politik, aber auch zu einer Alternative zu ihr“. Man hält sozusagen den Faschingsprinzen Eberhard sowie die neu gewählten Alternativ-Landeshauptmänner Stermann und Grissemann als gute Alternative zur derzeitigen Politik. Man kann Hannes Mösslacher nur Recht geben, wenn er zu den „geistigen Eliten“, die hier tätig sind, meint: „Das ist nicht lustig, das ist auch nicht zum Weinen, das ist zum Kotzen!“ Kärnten wird der Lächerlichkeit preisgegeben und damit muss endlich Schluss sein! Leserbriefschreiber der Redaktion bekannt

LESERBRIEFREDAKTION Bitte senden Sie Ihre Leserbriefe an: Kärntner Nachrichten, c/o Leserbriefredaktion Karfreitstraße 4, 9020 Klagenfurt oder per Mail an: leserbriefe@kaerntner-nachrichten.at


30. April 2010 I KärntnerNachrichten 13

SERVICE

Lotto verlost fünf Audi A6 Allroad Vier Ringe für sechs Kreuzerln

„D

as neue Auto“ steht ganz oben auf der Wunschliste der Lotto Sechser Gewinner. Lotto „6 aus 45“ verlost jetzt fünf Traumautos zusätzlich. Fünf Audi A6 Allroad Quattro 3.0 TDI werden ausgespielt. Audi, die Marke mit den vier ineinander verschlungenen Ringen, ist untrennbar mit der Erfindung und Entwicklung der Quattro Technologie für PKW verbunden. Bei jenem Audi, den es nun bei Lotto zu gewinnen gibt, trifft „Allrad“ auf „Allroad“. Damit hat man jedes Terrain, von der achtspuri-

gen Autobahn bis hin zum sc hlagloc hdurc hsetzten Feldweg, sicher im Griff. Lotto verlost diese fünf Audi A6 Allroad Quattro 3.0 TDI mit 240 PS in der Farbe Eissilber metallic. Dazu gibt es jede Menge Zusatzausstattung, wie etwa Ledersitze, Alufelgen, Multifunktionslenkrad, Navigationssystem und DVD-Player. Die fünf Audi A6 Allroad werden unter allen Lotto Tipps verlost, die an zumindest einer der folgenden vier Ziehungen mitspielen: * Sonntag, 2. Mai 2010 * Mittwoch, 5. Mai 2010

* Sonntag, 9. Mai 2010 Die Ausspielung der fünf Autos erfolgt am Sonntag, den 9. Mai 2010 nach der Lotto Ziehung unter notarieller Aufsicht.

170. Klassenlotterie steht in den Startlöchern 29 Chancen, Millionär zu werden

„R

eich werden mit Klasse“ heißt es wieder von 17. Mai bis 25. Oktober 2010, und zwar in der 170. Klassenlotterie. Jeweils Montag gibt’s die Chance, Millionär zu werden. Lose sind bereits erhältlich. Millionengewinne sind in

der 170. Lotterie garantiert. Montag ist Millionentag. Jeden Montag wird ein Treffer zu 1 Million Euro gezogen. Bei der Schlussziehung geht es um einmal 5 Millionen und um fünfmal 1 Million Euro. Klassenlose sind in allen Geschäftsstellen erhältlich. Informatio-

nen gibt’s im Internet unter www.win2day.at/klassenlotterie.

Ziehung vom Mi., 21. 4. 2010

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Ziehung vom Do., 22. 4. 2010

52994 Lehrstellenausschreibung Die Ausbildungsstätte „Lehrbetrieb Land Kärnten“ vergibt nachstehende Ausbildungsstellen: Archiv-, Bibliotheks- u. Informationsassistent/in Bautechnische/r Zeichner/in Grünflächengestaltung - Schwerpunkt Landschaftsgärtnerei Informationstechnologie - Technik Kraftfahrzeugtechniker/in / Kraftfahrzeugelektriker/in Maler/in u. Anstreicher/in / Vergolder/in u. Staffierer/in Straßenerhaltungsfachmann/frau - Tiefbau Verwaltungsassistent/in Wenn Sie an einer Ausbildung in unserer „Lehrwerkstätte“ interessiert sind, freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen. Mehrfachbewerbungen sind nicht möglich. Details zur Bewerbung sind unter www.lehre.ktn.gv.at sowie unter der Telefonnummer 050 536 30669, Herr Dipl.-Päd. Günther Marx, zu erfahren.

Ziehung vom Fr., 23. 4. 2010

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Ziehung vom Sa., 24. 4. 2010

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Ziehung vom Mo., 26. 4. 2010

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Ziehung vom Di., 27. 4. 2010

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KÄRNTNER NACHRICHTEN GEGRÜNDET 1955 02Z03986 Herausgeber, Verleger und Medieninhaber: Kärntner Nachrichten, A.B.C. Werbeagentur Ges.m.b.H. Geschäftsführer: Armin Kordesch, Chefredakteur: Dr. Helmut Prasch, Anzeigenleitung: Daniela ClaureValdez. Satz, Layout und Graphik: Ekkehard Wande 9020 Klagenfurt, Kohldorfer Str. 98, Telefon 0 46 3/51 15 15, Fax DW 51, E-Mail: office@abc-werbeagentur.at Druck: Carinthia GmbH. & Co. KG, 9300 St. Veit/Glan, Industrieparkstraße 6

VO R S C H AU 17. Runde 2010 1: LASK Linz– Austria Wien X 2: SV Salzburg– SC Wr. Neustadt 3: SV Ried– Sturm Graz 4: Schalke 04– Werder Bremen 5: B. Leverkusen– Hertha BSC 6: B. Dortmund– VfL Wolfsburg 7: Hamburger SV– 1. FC Nürnberg 8: E. Frankfurt– TSG Hoffenheim 9: 1. FC Köln– SC Freiburg 10: Hannover 96– Mönchengladbach 11: Liverpool FC– Chelsea FC 12: Manchester City– Aston Villa Spiel 1-4 TOTO-Torwette

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14 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

WIRTSCHAFT

RHI AG will Mädchen verstärkt für einen Job in der Industrie begeistern Werk Radenthein präsentierte sich auf der BOMM, der Berufs orientierungs messe für Mädchen, in Klagenfurt, und möchte langfristig mehr qualifizierte, weibliche Mitarbeiterinnen für eine Fachkarriere gewinnen. RHI AG, Weltmarktführer bei Feuerfest, nahm am 22. April 2010 mit allen österreichischen Standorten am „Girls Day“ zur Sensibilisierung von 13- bis 15jährigen Mädchen für technische Berufe teil. Das Werk Radenthein bot interessierten Mädchen im Rahmen der Kärntner Berufsorientierungsmesse für Mädchen, BOMM, in Klagenfurt einen umfassenden Einblick in die Ausbildungswege und -möglichkeiten in technischen Berufen, z.B. Metalltec hnik-MetallbearbeiterungstechnikerIn, Elektrobetriebstechnik - Pro-

zessleittechnikerIn, ChemielabortechnikerIn – Chemieverfahrenstechnikerin. Mitarbeiterinnen aus dem Werk stellten zahlreichen Besucherinnen die spannende Industriewelt anhand von persönlichen Erfahrungen, Filmen, Kurzpräsentationen und Versuchen vor.

Wir haben viel zu bieten: eine abwechslungsreiche Ausbildung mit vielen Zuckerln und eine gute Bezahlung - die in den klassischen Mädchenberufen nicht selbstverständlich ist!“ Andreas Kriegl Werksleiter Radenthein

„Wir wollen langfristig noch mehr junge Frauen für interessante technische Berufe bei RHI begeistern“, so Martin Steinbach, verantwortlich für die Personalleitung an den österreichi-

schen Produktionsstandorten. „Der Girls Day ist nur eine von vielen Maßnahmen, die wir in der letzten Zeit gestartet haben, um verstärkt weibliche Mitarbeiterinnen für RHI zu gewinnen“, ergänzt Ines Rodax, Leiterin der Konzernpersonalabteilung bei RHI. „Und wir werden auch in Zukunft nicht auf dieses

Potenzial verzichten. RHI ist ja heute schon ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen – diese Tatsache wollen wir nun breiter bekannt machen.“

WERK R ADENTHEIN

ÜBER RHI

Im Werk Radenthein werden mit rund 370 MitarbeiterInnen jährlich rund 80.000 Tonnen Rohmagnesit im Untertagebau abgebaut und für Futtermittel und Bindemittel für die Dämm- und Isolierstoffindustrie verarbeitet. Darüber hinaus werden mit konzerneigenen Rohstoffen rund 80.000 Tonnen feuerfeste Produkte für die Stahl-, Nichteisenmetalle (Kupfer, Aluminium, etc.)- Industrie und der Zement- und Kalkindustrie hergestellt. Die Exportquote beträgt 95 %.

RHI ist Weltmarkt- und Technologieführer bei hochwertigen keramischen Feuerfestprodukten und Serviceleistungen mit Unternehmenssitz in Wien. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 7.000 MitarbeiterInnen an 32 Produktions- und rund 70 Vertriebsstandorten und erzielte 2009 einen Umsatz von EUR 1,2 Mrd. In Österreich sind rund 1.700 MitarbeiterInnen beschäftigt. Die RHI Aktie notiert als ATX-Wert im Prime Market der Wiener Börse.

Interessierte Eltern und Mädchen am Stand der RHI in Klagenfurt.


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30. April 2010 I K채rntnerNachrichten 15


16 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

AUSFLUGSZIELE

Abenteuer und Ausflüge: Wo der Ausflug zum Erlebnis wird! F

ür alle, die sich fragen, was sie am nächsten Wochenende unternehmen könnten, hält Kärnten eine große Zahl an Ausflugszielen bereit. Die Palette ist bunt gemischt und reicht von Lehrpfaden über Panoramastraßen, Erlebnisführungen und Kutschenfahrten bis hin zu Naturerlebnissen und Fun-Angeboten. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Selbst in der näheren Umgebung finden sich unter Garantie noch tolle Ausflugsziele, die man noch nicht kennt. Granatium - Auf den Spuren des Granat-Edelsteins wandeln:… Eine wildromantische Schlucht, eine spektakuläre Ausstellung, ein mystischer Stollen mit vielen Überraschungen und eine Schürfstelle, an der jeder kleine feine Edelsteine entdecken kann. Das alles bietet das

Granatium in Radenthein. Der seit Jahrtausenden begehrte Stein ist hier zuhause und ragt an vielen Ecken aus dem Fels. Hüttenberg: Attraktionen Erwarten Sie! 2010 ist für Hüttenberg ein besonderes Jahr. Nicht nur, dass heuer der Reiftanz wieder stattfindet, und die bergmännische Tradition in einer ihrer schönsten Ausprägungen wieder einen Höhepunkt erfährt, auch das Schaubergwerk, das Bergbaumuseum und die Mineralienschau feiern ihr 30-Jahr Jubiläum. Das Puppenmuseum Helga Riedels, das bisher am Reiftanzplatz in Hüttenberg beheimatet war, ist nach Knappenberg übersiedelt und dort im Hutmannhaus untergebracht worden. Neben den entzückenden Illustrationen der Geschichten

der international bedeutenden Hüttenberger Autorin Dolores Viesèr, werden da auch heimische Brauchtümer gezeigt, etwa der Vierbergelauf oder der Reiftanz. Im Heinrich-HarrerMuseum besinnt man sich wieder der Grundidee, nämlich den Schwerpunkt der Ausstellung seinem Stifter zu widmen, dem letzten großen Entdecker dieser Welt, wie er vom Explorer-Club in New York bezeichnet worden war, oder dem letzten großen Abenteurer wissenschaftlichen Ranges, wie ihn einst die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete. Museumspädagogisch wird heuer erstmalig für Jung und Alt ein Wettbewerb stattfinden. Durch 6 verschiedene Aufgaben wird es dem Besucher im Museum ermöglicht, sich der wahren Geschichte von 7 Jahre in Tibet anzunähern, um unter anderem auch

festzustellen, was in der Darstellung durch Brad Pitt der Wahrheit nicht ganz entspricht. 50 Preise werden verlost, von Uhren bis hin zu Büchern, Kunsthandwerklichem und vielem anderen. Auf alle Fälle lohnt sich ein Ausflug nach Hüttenberg, dort wo 3 Millionen Jahre Erdgeschichte auf 3000 Jahre Kulturgeschichte treffen, das heißt der drittgrößte Mineralienfundort der Welt sich mit dem bedeutendsten Abbau und der Verhüttung von Eisenerz (In der Antike war das norische Eisen weltberühmt!) vereint, und die Sammlung des Heinrich Harrer ein Leben dokumentiert, wie es etwa Hollywood nur sehr bescheiden und in auch nur in außerordentlich knappen Auszügen zu beschreiben wußte! Ab 1. Mai sind alle Meseumsanlagen in Hüttenberg täglich von 10-17 Uhr geöffnet!

Große Gedenkausstellung


AUSFLUGSZIELE

Tscheppaschlucht: Erholung vor Ort! Zu einem reizvollen Frühlingsspaziergang lockt dieser Tage auch die TscheppaSchlucht vor den Toren Klagenfurts. Der Erlebnispfad durch die wildromantische Schlucht lässt die Herzen von Kindern und Erwachsenen höher schlagen. Nach einer Wanderung locken zahlreiche Ausflugsgasthöfe mit deftigen Spezialitäten aus dem Rosental. Haider-Ausstellung geöffnet Weiter geöffnet hat auch die „Jörg-Haider-Gedenk aus stel lung“ im Klagenfurter Bergbaumuseum. Zahlreiche Exponate, Bilder und Schrif tstücke dokumentieren das bewegte Leben des verunglückten Landeshauptmannes, der nicht nur in Kärnten Spuren hinterlassen hat.

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18 KärntnerNachrichten I 30. April 2010

WIRTSCHAFT

Frühjahrs-Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße 2010 – 75 Jahr-Jubiläum Im Jubiläumsjahr „75 Jahre Großglockner Hochalpenstraße“ kam es kürzlich zum Höhepunkt der Frühjahrs-Räumung: Nach dreiwöchiger Anstrengung erfolgte im obersten Bereich der rund 48 Kilometer langen Panoramastraße der sogenannte Durchstich.

nen waren seit 6. April 2010 insgesamt 12 Mitarbeiter im Einsatz. Bis zur Straßenöffnung sind noch Arbeiten an den Parkplätzen sowie das Aufstellen von Verkehrsschildern und andere Rest-

Zweiter von links Bgm. Peter Suntinger, Großkirchheim daneben LHStv. Dr. Wilfried Haslauer, Vorsitzender des Aufsichtsrates, mit Mitarbeitern der Großglockner Hochalpenstraßen AG. Seit dem 6. April waren zwei Räumteams von Norden und von Süden unterwegs, bis sie sich nun zwischen dem Hochtor-Tunnel (2.504 m) und dem Mittertörl-Tunnel (2.328 m) im Bereich des Brennkogelkars (ca. 2.350 m) trafen. Angesichts der relativ geringen Schneemengen, die der Winter 2009/2010 mit sich gebracht hat, und der günstigen Wetterprognose für die nächsten Tage steht einer Straßenöffnung zum 1. Mai voraussichtlich nichts entgegen. Auch wenn die Schneemenge heuer ungefähr ein Drittel geringer ist als im Vorjahr, so passieren Besucher im Zuge der Glockner-Überquerung dennoch Schneewände von bis

zu acht Metern Höhe. Die Frühjahrsschneeräumung der 1935 eröffneten Großglockner Hochalpenstraße ist traditionell die aufwendigste Arbeit im Jahreslauf der 48 Kilometer langen Panoramastraße durch die Hohen Tauern. Besonders hilfreich sind dabei die von Dipl-Ing. Franz Wallack, dem legendären Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, selbst konstruierten Rotations-Schneepflüge; sie kommen seit 1955 zum Einsatz und verringen die Räumdauer der beliebtesten Panoramastraße der Alpen von zuvor 50 bis 70 Tagen auf 10 bis 25 Tage. Für die gesamten Arbeiten inklusive der Bedienung der Maschi-

arbeiten nötig. Die knapp neun Kilometer lange Gletscherstraße zur KaiserFranz-Josefs-Höhe wird ebenfalls ab 1. Mai freigegeben. Die Edelweißspitze, mit 2.571 Metern höchster erreichbarer Punkt der Großglockner Hochalpenstraße, wird schon ab 1. Mai auch mit Sommerreifen erreichbar sein. Besonders attraktiv im Jubiläums-Jahr ist die Möglichkeit, bis Ende Oktober 2010 für nur sechs Euro eine zweite Tageskarte für dasselbe Fahrzeug (Pkw oder Motorrad) - Kennzeichen-gebunden - erwerben zu können. Die Tageskarte kostet für Pkw unverändert 28 Eu-

ro, für Motorräder 18 Euro. Für den Erhalt dieses TreueBonus ist das Ticket der Erstfahrt an der Kasse vorzuweisen. LandeshauptmannStv. Dr. Wilfried Haslauer, stellte als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Großglockner Hochalpenstraßen AG die Höhepunkte des heurigen Jubiläumsjahres „75 Jahre Großglockner Hochalpenstraße“ vor. Neben zahlreichen Einzelmaßnahmen (wie eine 5-Euro-Sondermünze in Silber, Sonderaufkleber, Souvenirs, usw) wird es heuer eine Sonderausstellung zum „75-Jahr Jubiläum“ (Piffkar), die Ausstellung am Hochtor „Passheiligtum Hochtor-Süd“ (Mai/ Juni), sowie eine Neugestaltung der Alpinen Naturschau (Eröffnung Juli) geben. Zur gemeinsamen Präsentation mit der „Hohe Tauern – Nationalparkregion“ in Wien (Juni) und den Festakten in Salzburg (offizieller Festakt zum Jubiläum in der Salzburger Residenz am 31.7.) und in Kärnten auf der KaiserFranz-Josefs-Höhe (am 1.8.) wird heuer (Mitte/Ende Juli) auch der 60-millionste Besucher geehrt. www.grossglockner.at


30. April 2010 I KärntnerNachrichten 19

KULTUR

Konzerte im Schloss Albeck So, 02. 05., 11 h: Manuela Tertschnig: „Frau mit Begleitung“ - FacettenReich Liebe“

caud oder Nick Cave nicht aus. In ihrem Programm geht es um das ewige Thema Liebe und die Beziehung von Frau und Mann in all ihren Nuancen. Mit dem gewissen Augenzwinkern und einer Portion Selbstironie aus der Sicht einer gereiften Frau gibt „Manu“ Einblicke in Gefühlswelten. Begleitet wird “Frau” von: Oldo Lubich (Klavier) und Nenad NezmahCvitan (Geige)

Manuela Tertschnig, bekannt von den „welken Nelken“ ist nun auch „Solo“ unterwegs! Neben dem Swing, dem sie mit dem erfolgreichen Frauenterzett weiterhin treu bleibt, begibt sich „Manu“ mit auf die Spuren berühmter Sängerinnen wie Hildegard Knef, Edith Piaf, Margot Werner, Eartha Kitt, Bette Middler und lässt auch Jaques Brel, Gilbert Be-

So, 02. 05., 15 h: Mari Kiyofuji, Klavier, Ágnes Mandulás, Violoncello „Tanzend von West nach Ost“ Seit alten Zeiten, sind Musik und Tanz in allen Kulturen eng miteinander verbunden: von den heidnischen Ritualen zu Ehren der Götter und der Natur, den Volksfesten und Jahresfesten der Bauern bis hin zu den höfischen Tänzen. Das We-

D

ie Vorbereitungen auf die 60. Spielsaison der Komödienspiele Porcia in Spittal laufen auf Hochtouren: Es werden eifrig Texte gepaukt, am Bühnenbild geschraubt und alles für gelungene Theaterabende vorbereitet.

tags von 9 bis 12 Uhr oder im Tourismusbüro (ebenfalls im Schloss Porcia untergebracht) montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erhältlich. Es ist auch eine Online-Bestellung auf der H o m e p a g e www.komoedienspiele-porcia.at möglich.

Günter Jagoutz

Schloss Porcia: Kartenvorverkauf beginnt

Die Stücke: • Höllenangst“ von Johann Nepomuk Nestroy • Die Liebesfessel“ von Georges Feydeau • Ein besserer Herr“ von Walter Hasenclever • Der Dieb, der nicht zu Schaden kam“ von Dario Fo • Schirokko“ von Walter Müller • Over the Rainbow“ von Walter Müller • Die Liebenden in der Untergrundbahn“ von Jean Tardieu •Kalif Storch“ – Kinderstück von Angelica Ladurner •sowie die Lesung „Gut gegen Nordwind“ mit Peter Simonischek und Brigitte Karner.

Karten für die insgesamt acht Stücke sind übrigens jetzt schon zu haben. Der Vorverkauf startet ab sofort! Die Karten sind an der Theaterkasse im Schloss Porcia montags bis frei-

sentliche, das Musik und Tanz verbindet, ist das Element der Bewegung. Die Bewegung der Körper, des Tones, des Rhythmus und der Emotionen. In der A-Dur Sonate setzt L. v. Beethoven durch den Wechsel von Sanft heit, stürmischer Erre-

gung, zorniger Ausbrüche und sprengender Freude des Glücklichseins unsere Emotionen in

Bewegung. Von F. Chopin, der heuer seinen 200. Geburtstag feiert, stehen ein paar polnische Volkstanz-Mazurken im eleganten slavischen Stil und eine raffinierte und brillante Polonaise auf dem Programm. Nach einer träumerischen Prélude von S. Rachmaninoff führt uns dieser, begleitet von exotischen Rhythmen und Harmonien, tief in den Orient. Unsere musikalische Reise beenden wir im barocken Italien, wo viele alte Tänze entstanden sind, mit der Suite Italienne von I. Strawinsky. Café - Restaurant, Shop Ausstellungen, Konzerte, Seminare 9571 Sirnitz Tel.: 04279/ 303 Fax: 04279/3034 E-Mail: info@schloss-albeck.at Web: www.schloss-albeck.at

Moderne Kreuze von Felix Ronald Hall

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elix Ronald Hall stellt derzeit seine Werke im Physiotherm Beratungscenter in der Bahnhofstraße in Klagenfurt aus. Landeshauptmann Gerhard Dörfler besuchte kürzlich die Ausstellung und wurde von Künstler und Freund Hall sowie von Edwin Lautner vom Beratungscenter herzlich begrüßt. Dörfler zeigte sich von den Werken, große farbkräftige Acrylbilder und vor allem viele moderne Kreuze, sehr beeindruckt. Er drückte dem aus dem Lavanttal stammenden Künstler gegenüber seine Wertschätzung dafür aus,

dass er das christliche Symbol des Kreuzes in neuen Materialien, wie Blech, Alu, Metall, Samt usw. wieder zur Geltung bringe. Hall möchte, dass das Kreuzsymbol nicht aus dem Kulturraum verschwindet und erinnerte daran, dass es früher den Herrgottswinkel mit Holzkreuz gegeben habe. Heute brauche es in neuem Wohnumfeld auch neue Materialien. Zugleich würden mit den Kunstwerken auch der Erneuerungsbedarf von Glaube und Kirche angesprochen, sagte Dörfler im Hinblick auf die aktuelle Diskussion.



Kärntner Nachrichten - Ausgabe 17.2010