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Was gut f端r mich ist Fotografien: Claudia Thoelen Text: Viktoria von Grone


Was gut f체r mich ist Portr채t und Dialog mit einer Demenzkranken


Fotografien: Claudia Thoelen Text: Viktoria von Grone


Viktoria von Grone geboren 1949 in Wetzlar/Lahn Lehrerin lebt in Duisburg Diagnose einer demenziellen Früherkrankung mit 58 Jahren Mitglied im Beratergremium von Demenz Support Stuttgart Gründerin der Selbsthilfegruppe „Dementi“ in Duisburg

Die ersten Symptome traten nach dem Tod ihres Ehemannes auf, und wurden zunächst als Burnout-Syndrom, dann als Depression behandelt. Seit 2010 bezieht sie Erwerbslosenrente aufgrund einer demenziellen Früherkrankung. Ihren Lebensgefährten Helmut lernte sie ein Jahr vor der Demenz-Diagnose kennen. Sie lebten zusammen in einem Naherholungsgebiet, der Sechs-Seen-Platte im Duisburger Süden. Im Sommer 2014 starb er an einer Krebserkrankung; seitdem lebt sie allein.


Fotografie, ein Medium, um lebendig zu sein Es ist eine Arbeit, die Claudia und ich zusammen gemacht haben. Wir gehen irgendwohin, gucken, ob da irgendetwas Besonderes ist, oder machen aus dem, was wir sehen, etwas Besonderes. Es soll auf jeden Fall mit mir zu tun haben; bewusst oder unbewusst gucke ich danach. Das fangen wir dann mit dem Medium Fotografie ein. Der Grund, mich fotografieren zu lassen, ist zum Beispiel – und das ist ein sehr wichtiger Grund –, dass ich mich dann viel lebendiger fühle, mich selbst mehr fühle. So habe ich die Chance zu sagen, dass ich noch da bin und dass das andere vielleicht auch noch sehen. Mit dazuzugehören, mitten im Leben zu sein, das ist ein großes Motiv. Und dass ich noch was Kreatives machen kann, das vielleicht nach außen strahlt. Es bewegt sich etwas, und dadurch bewegt sich auch etwas in mir. Es ist praktisch ein Medium, um noch mehr lebendig zu sein. Aber es ist für mich eben schön, etwas Schönes zu entdecken in der Welt oder durch die Welt; das ist, wie ich finde, etwas sehr Wertvolles. Die Fotografien dann zu betrachten stärkt in erster Linie mein Gedächtnis. Viele Sachen vergesse ich, die Bilder helfen mir dabei, das zu behalten, was ich eigentlich noch im Gedächtnis habe. Es ist nur nicht so einfach, es herauszuholen; man muss es irgendwie locken, zum Beispiel mit solchen Bildern.


Claudia Thoelen


Viktoria von Grone


Komischerweise wissen immer alle anderen besser, was f端r mich gut ist, als ich selbst. Das ist irgendwie lustig. Alle wollen ja auch nur das Beste f端r mich. Das ist aber manchmal nicht dasselbe.


Freundinnen können sehr streng sein Ich war mit meinen Freundinnen im Sommerurlaub. Wenn wir zum Beispiel Spiele gespielt haben, habe ich das alles nicht mehr so richtig mitbekommen. Sie haben aber sehr wohl mitbekommen, dass es bei mir nicht so richtig lief, und haben mich darauf angesprochen; sie meinten, dass mein Gedächtnis nicht ganz in Ordnung ist. Ich brauchte immer wieder Zeit, um mich umzugucken, damit ich den Rückweg finde. Das war mir natürlich ein bisschen peinlich, aber ich habe das dann eher ignoriert und meine Freundinnen dafür gehasst. Freundinnen können sehr streng sein und sehr deutlich. Am liebsten wäre ich sofort wieder zurückgefahren, weil sie mich so gequält haben. Als wir zuhause waren, war ich bei einer Ärztin und habe den Uhrentest gemacht – es wurde eine demenzielle Erkrankung diagnostiziert. Am Anfang hatte ich nicht nur Schwierigkeiten, ich war sehr, sehr ablehnend; es war und es ist für mich immer noch eine schlimme Kränkung fürs Ego, so empfinde ich das. Ich wollte die Diagnose einfach nicht annehmen. Ein halbes bis dreiviertel Jahr hat es gedauert, bis ich die Erkrankung akzeptiert habe.


Angriff ist die beste Verteidigung Nachdem ich es dann akzeptiert hatte, habe ich mir mit der Unterst端tzung meiner Freundinnen gesagt: Du bleibst jetzt nicht einfach sitzen, sondern machst was daraus. Du verbirgst es auf gar keinen Fall, sondern Angriff ist die beste Verteidigung, das hat mir sehr geholfen.


Selbsthilfegruppe „Dementi“ Da waren gute Bedingungen, viele gute Verbindungen und Verflechtungen von Menschen, die etwas zu diesem Thema wissen. Mit einer Freundin bin ich zum DemenzServicezentrum gegangen. Ich war mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, dass es andere junge Betroffene gibt. Ich wollte mich mit ihnen treffen und mich austauschen. In der Selbsthilfegruppe waren wir erst zwei Früherkrankte, dann wurden es relativ schnell mehr und mehr. Es hat dann ja auch immer größere Kreise geschlagen. So kann man ganz gut leben, wenn man diese Verflechtungen nutzt, die im Leben einfach auftauchen. Auf diesem Weg und mit der Selbsthilfegruppe „Dementi“ habe ich dann praktisch die ersten Schritte gemacht, die Erkrankung zu akzeptieren. Es ist manchmal schwer, aber ich habe immer schon ganz gern gekämpft.

Was bewegen Ich bin gern auf den Kongressen aufgetreten, das hat mich sehr gestärkt, nach dem Motto, du bist zwar krank, kannst aber doch noch was tun und bewegen. So ein Auftritt in der Öffentlichkeit ist eine tolle Sache, auch wenn man vorher bange ist. Es hat mir viel Spaß gemacht; dazu muss ich aber auch sagen, ich habe eine politisch sehr bewegte Vergangenheit gehabt und bin Auftritte gewöhnt. Ich war nicht nur Lehrerin, ich habe halt viele verschiedene Dinge in meinem Leben gemacht, das zahlt sich jetzt irgendwie aus. Es hat mich sehr ermutigt, mich einzusetzen, weiterhin daran zu arbeiten und nicht einfach nur in der Ecke zu sitzen, den Kopf in den Sand zu stecken und über mein Schicksal zu heulen, denn es bewegt sich ja was. Natürlich habe ich auch geweint, weil es ein großer Verlust ist, aber das nutzt überhaupt nichts.


Gedanken flutschen weg Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass mir die Gedanken so wegflutschen und ich sie dann nicht mehr sofort greifen kann. Manchmal dauert es eine ganze Zeit, bis ich sie wiederhabe. Ab und zu geht es mir so, dass ich dir was erzählen will und in dem Moment gar nicht mehr weiß, was ich sagen wollte. Ich möchte mich jetzt geistig mehr anstrengen, weil ich das Gefühl habe, dass sonst alles versumpft.

Später, wenn die Krankheit weiter fortgeschritten ist, werde ich jeden Morgen sagen: Oh, was für eine schöne neue Bluse. Helmut kann mir dann jeden Morgen dieselbe Bluse anziehen, und ich freue mich jeden Morgen über die schöne neue Bluse.


Zeit und Datum haben keinen Inhalt mehr Die Zeit und das Datum haben f端r mich eigentlich keine Bedeutung, keinen Inhalt mehr. Ich bem端he mich, mich irgendwie daran zu halten, aber es ist schwierig. Seit ich nicht mehr arbeite, gibt es keinen Rahmen mehr, von dem ich irgendwie ableiten kann, dass das die Uhrzeit ist, und dann muss ich dahin. Das hat nat端rlich auch was Gutes. Ich muss nichts. Ich kann jederzeit aufstehen und weggehen, das ist nat端rlich ein Privileg. Viele Dinge haben halt zwei Seiten, es kommt auf die Blickrichtung an.


Nicht mehr an den Defiziten arbeiten Ich habe mich entschlossen, mich nicht mehr so auf den Intellekt zu begrenzen, weil ich sowieso nicht mehr so gut mitkomme, nicht mehr so wie früher. Ich will nicht an meinen Defiziten arbeiten, ich habe halt keine Chance mehr, die Erste zu sein – mit meinen jetzigen Fähigkeiten kann ich nicht mehr so glänzen. Das ist einfach vorbei.


Abseits des geraden Weges mache ich jetzt, was für mich gut ist. Es geht mir auch deshalb sehr gut, weil ich mich nicht mehr an die üblichen Normen des Verhaltens halte, sondern mache jetzt eigentlich immer mehr das, was ich will. Ich kann nicht mehr rechnen, und ich vergesse ganz viel, aber ich bin jeden Tag im Wald. Ich fühle mich da einfach total wohl. Zum Beispiel denke ich mir Geschichten aus, höre den Vögeln zu oder beobachte kleine Tiere. Ich mache einfach etwas ganz anderes, abseits des geraden Weges, würde ich dazu sagen. All das sind so Sachen, die mich viel mehr interessieren. Ich mache jetzt Sachen, die für mich gut sind, die für mich einen Sinn haben.


Auch der Partner muss verstehen Irgendwann muss bei dem Partner der Groschen fallen, sonst hat alles keinen Sinn. Was schlimm ist, ist erniedrigend behandelt zu werden; er meint es ja nicht böse, aber es tut weh. Für mich war es erst einmal schwierig, die Diagnose anzunehmen, aber daran hängt auch, dass mein Mann die Diagnose versteht. Das ist für ihn im Prinzip auch klar, aber er kann es immer noch nicht gelassen sehen, er tut sich immer wieder schwer damit, es zu akzeptieren. Er regt sich manchmal über dieses oder jenes auf, dass ich Sachen verlege und dass ich ihn zum dritten Mal frage, wofür wir aber nicht können. Inzwischen versuche ich ihn überhaupt nicht mehr zu fragen, weil er dann unfreundlich ist oder patzig. Ich sage, dass das meine Krankheit ist. Er sagt: „Denk doch mal nach!“ Aber ich denke den ganzen Tag nach. So schnell kannst du gar nicht denken, wie man getroffen wird. Er muss mich nicht so behandeln, das muss nicht sein. Niedergeschlagen bin ich deshalb nicht, wenn ich was bin, dann zornig.


Man muss dem Publikum auch erzählen, dass das eine beschissene Krankheit ist, eine Krankheit, die einen mitten im Leben angreift. Wenn ich eine Aufgabe habe oder mir eine Aufgabe gestellt habe, fühle ich mich sehr gut; dann fühle ich mich so, wie ich früher war. Wenn ich gar keine Aufgaben habe, fühle ich mich alt, unmotiviert und unlustig. Aber durch unsere Gruppe „Dementi“ werden wir eigentlich immer so richtig wach und unternehmungslustig und denken nicht immer an das, was fehlt, sondern an das, was guttut, was vielleicht ein Aufbruch ist, wo man noch ganz viel machen kann. Wir haben ja Zeit, das ist eine der positiven Seiten dieser Krankheit, wir haben Zeit. Und mit dieser Zeit können wir was anfangen.


Eine neue Phase Auf jeden Fall nicht unbedingt die letzte Phase, aber vielleicht so eine Phase, wie die Elke aus unserer Gruppe sie hat; sie wohnt ja noch in ihrer Wohnung. Es kommt morgens eine Frau, die ihr beim Anziehen hilft, und mittags kochen sie was zusammen. Das war meine Lieblingswohnung, ich habe hier sehr gern gewohnt, die schönste, die ich je hatte. Aber jetzt brauche ich sie nicht mehr, ich möchte jetzt nur noch in meiner schönen kleinen Wohnung leben, wo alles überschaubar ist, wo ich alles sofort finden kann. So wenige Sachen wie möglich, damit ich einen Überblick habe, und den habe ich im Moment nicht. Ich liebe das Chaos, kann es mir aber jetzt nicht mehr so leisten. Es waren schöne Tage, schöne Jahre, aber der Abschied fällt mir nicht mehr schwer. Deshalb nicht, weil ich mich in meiner neuen Wohnung total wohl fühle. Was am Anfang am schlimmsten war, war, allein zu sein. Ich habe ja erst einmal ganz wenig zu tun gehabt. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, Zeit zu haben. Ich bin ja fast bekloppt geworden, ich hatte viel zu viel Zeit. Meine Tochter hat dann allmählich eine Struktur gemacht. Sie unterstützt mich sehr, mit meiner Krankheit gut zu leben; sie wohnt ein Haus weiter, das ist natürlich sehr praktisch. Ich fühle mich in einem sehr liebevollen Rahmen, der mich trägt, der mich schützt und der mir hilft. Jetzt habe ich mich allmählich an das Alleinsein gewöhnt; seitdem geht es mir richtig gut. Ich achte darauf, dass ich nicht andauernd zu meiner Tochter renne. Ich muss mir sozusagen meine Selbständigkeit ein bisschen wieder erobern.


Alles ausschöpfen Wenn mich jetzt jemand fragen würde, was man mit Demenz machen soll, würde ich sagen: Alles ausschöpfen, was in dir drin war, und wenn es als Kind war. Es gibt so viele Sachen, die man machen kann, ohne seine Defizite zu spüren. Das ist vielleicht der Grund, warum ich nicht deprimiert bin. Es ist für mich sehr wichtig, weiter was mit Menschen zusammen zu machen, rauszugehen, unter Leuten zu sein, mit Freunden was zu unternehmen. Ich bin so froh, dass ich so viele Freundinnen habe, die mir helfen in dieser Zeit. Erst als ich schon krank war, habe ich gemerkt, wie viele Freundinnen ich habe; das habe ich vorher gar nicht so wahrgenommen, aber das ist so wertvoll. Was mir auch noch wichtig ist, ist zum Beispiel meine Musik; ich spiele Flöte oder trommle, und manchmal tanze ich dazu. Und ich singe im Chor. Das tut mir gut, das ist halt nichts, was mit Sprache zu tun hat, das ist einfach Musik. Künstlerische Sachen passen sehr zu uns. Man hat so viele Möglichkeiten, sich auszudrücken, da hat man eine Riesenauswahl.


Neues Land betreten Zum Beispiel hier in Hamburg sehe ich natürlich viele andere Sachen oder nehme etwas wahr, was ich in Duisburg nicht mehr wahrnehme, weil es die Gewohnheit ist. Hier ist keine Gewohnheit, hier ist Neuland. Es ist immer toll, Neuland zu betreten. Es ist etwas los, und das Alltagsleben verschwindet darunter. Und darunter auch die Ängste, die natürlich durch meine Krankheit bestehen, wie geht es weiter und so, jetzt sind sie gar nicht da. Es ist eher so eine Leichtigkeit des Seins. Ich nehme das Leben mehr auf, da fühle ich mich dann gar nicht dement. Aus der gewohnten Umgebung mal rauszukommen, ein Stück einer anderen Welt zu sehen, macht mich wach. Das tut gut.


Solange ich laufen kann Seit einiger Zeit denke ich, dass es schon wichtig ist, öfter mal in den einen oder anderen Stadtteil zu gehen, sonst vergesse ich den. Wenn ich das nicht systematisch trainiere, geht es verloren – einfach verloren. Ich laufe halt sowieso gern, von daher passt das gut zusammen, dass ich die Sachen tatsächlich dadurch behalte, dass ich sie ablaufe. Das Gehirn arbeitet dann irgendwie ein bisschen anders, die Kapazität ist nicht mehr so toll, aber da kann man noch was tun, denkt das Gehirn, und das ist das Laufen. Der Körper erinnert sich, das heißt, die Füße erinnern sich. Man kann also doch noch was Neues behalten. Solange ich laufen kann, wird das Gedächtnis auf jeden Fall nicht schlechter, sondern eventuell sogar besser.


Dank

Viktoria für eine wunderbare Freundschaft Britta von Grone Demenz -Servicezentrum Westliches Ruhrgebiet Elke Riedemann Hilde Hartmann-Preis Hans Jürgen Freter, Deutsche Alzheimer Gesellschaft Anita und Friedrich Reinhild Ischinski Frank Lorenz Sadet Kilinç Helmut Nagel Margitta Gayer


Biografie


Claudia Thoelen geboren 1958 in Essen Studium 1981-1986 Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Universität GSH Essen zahlreiche Auszeichnungen lebt und arbeitet seit 1991 in Hamburg

Claudia Thoelen ist die erste Künstlerin in Deutschland, die über einen so langen Zeitraum das Thema Demenz in allen Aspekten der Öffentlichkeit, den Medien und der Politik nahebringt. Im Rahmen eines Auftrags des SPIEGELS entstanden 1995 die ersten Bilder von Demenzkranken. Das war die erste nicht medizinisch-wissenschaftliche Publikation in einem deutschen Nachrichtenmagazin. 1996 folgte eine Publikation im STERN. Zum Thema Demenz entstanden drei Bildbände und drei Ausstellungen, die in über 200 Orten in Deutschland gezeigt wurden.


Claudia Thoelen 1958 geboren in Essen lebt und arbeitet seit 1991 in Hamburg

Studium 1981-1986

Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie, Universität Essen

1979-1981

Audivisuelle Kommunikation ARCO, Centro De Arte E Comunicação Visual, Lissabon

Preise 2004

Projektförderung des Kulturwerks der VG Bild-Kunst für die Publikation

„Blaue Tage und graue Tage – Portraits von Demenzkranken und ihren Angehörigen“

2000

Arbeitsstipendium, Landesregierung Schleswig-Holstein, Künstleratelier Rostock

1999

1. Preis, Medienpreis ‘99, Kulturrat MV, DGB, Heinrich-Böll-Stiftung

1994-1995

Arbeitsstipendium, Landesregierung Schleswig-Holstein, Künstlerhaus Lauenburg

1989

1. Preis, Emma-Fotografinnenpreis

Bücher 2015

„Was gut für mich ist – Porträt und Dialog mit einer Demenzkranken“

Hrsg.: Selbstverlag

2006

„Blaue Tage und graue Tage – Portraits von Demenzkranken und ihren Angehörigen“,

Hrsg.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft

2005

„Leben mit Demenz – Haus Schwansen –Konzepte und Bilder“, Hrsg.: Mechthild Lärm

2004

„Klinisch rein“, Hrsg.: Universitätsklinikum Essen

1997

„Alzheimer –Eine andere Welt?“, Hrsg.: Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Sammlungen – Ankäufe von Ausstellungen 2010

„Blaue und graue Tage“, Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg und

Techniker Krankenkasse, Landesverband Baden-Württemberg.

2004

„Klinisch rein“, Sammlung Deutsche Arbeitsschutzausstellung, Dortmund

2002

„Leben mit Demenz – Einblicke wagen – Ängste verlieren – Isolation

überwinden“, Landesregierung Schleswig-Holstein


Kataloge von Gruppenausstellungen/Sammelbänden 2012

05 Festival Fotodokumentu, städtische Galerie ARSENAL, Posen, Polen

2009

„Kunst trotzt Demenz“, Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau

2004

„Wirklich wahr! Realitätsversprechen von Fotografien“,

Hrsg.: Ruhrlandmuseum Essen

Einzelausstellungen (Auszug von über 300 Ausstellungen) 2015

„Was gut für mich ist“, Rathaus Oberhausen

2015

„Was gut für mich ist“, Jahrestagung Kuratorium Deutsche Altershilfe,

Mecatorhalle Duisburg

2012

„Blaue und graue Tage“, Tagung Ministerium für Gesundheit,

Emanzipation, Pflege und Alter NRW, CCD Messe Düsseldorf

2010

„Alzheimer – Eine andere Welt?“, Tagung Deutscher Ethikrat,

Handwerkskammer Hamburg

2010

„Blaue und graue Tage“, Mörike - Museum, Cleversulzbach

2009

„Blaue und graue Tage“, Stadtmuseum Hattingen

2007

„Blaue und graue Tage“, Museum Mensch und Natur Oldenburg

2004

„Klinisch rein“, Deutsche Arbeitsschutzausstellung, Dortmund

2002

„Solidarité Féminine – Ein Frauenhaus in Casablanca“,

Maison du Champ De Mars, Rennes, Frankreich

1999

„Obdachlose Frauen“, Schleswig-Holstein-Haus, Schwerin

1998

„Obdachlose Frauen“, Theater am Stadthafen, Rostock

1986

„Kindermütter“, VHS Duisburg, 10. Duisburger Akzente

1982

„Alentejo“, Museu Regional Évora, Portugal

Gruppenausstellungen 2013

Kunst der Revitalisierung, Zeitgenössische deutsche Fotografie aus der Sammlung

Pixelprojekt Ruhrgebiet, städtische Galerie ARSENAL, Posen, Polen

2009

„Kunst trotzt Demenz“, Wanderausstellung, Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau

2004

„sauber oder rein“, Deutsche Arbeitsschutzausstellung, Dortmund

2004

„Wirklich wahr! Realitätsversprechen von Fotografien“, Ruhrlandmuseum, Essen

1998

„Das Bild vom Menschen – Die besten Fotos aus 50 Jahre Stern“, Wanderausstellung

Seit 1991 Publikationen unter anderen STERN, SPIEGEL, MERIAN


Was gut für mich ist Portrait und Dialog mit einer Demenzkranken Fotografien von Claudia Thoelen, Text: Viktoria von Grone Selbstverlag, Hamburg 2015 80 Seiten, 34 Fotografien, Hartcover, 21 cm x 30 cm, 20,00 EUR zzgl. Versandkosten Bestellung: claudia.thoelen@t-online.de

„So sieht eine Alzheimer-Kranke die Welt. Das Buch bietet eine außergewöhnliche Einsicht in das Leben einer Demenzkranken.“ www.stern.de „Schönes behalte ich, was schlecht ist, vergesse ich“ Viktoria von Grone erhält mit 57 Jahren die Diagnose Alzheimer. Eine große Kränkung für die selbstbewusste, interessierte und politisch aktive Frau. Doch sie merkt schnell: „In der Ecke sitzen zu bleiben und zu heulen bringt überhaupt nichts.“ Sie gründet eine Selbsthilfegruppe, um sich für die Interessen von dementen Menschen einzusetzen. Mit immer wieder neue Strategien versucht sie die Krankheit „auszutricksen“. „Ich arbeite nicht mehr an meinen Defiziten. Abseits des geraden Weges mache ich jetzt, was gut für mich ist.“ In der Form eines Wechselspiels zwischen Inszenierung und Dokumentation reflektieren die Bilder ambivalente Phasen und Stimmungen im Umgang mit der sukzessiv fortschreitenden Krankheit: Begreifen, Leugnen, Anpassen, Auflehnen, ein ständiger Prozess um die Wahrung von Autonomie, Selbstbestimmung, Teilhabe und Mobilität. In den Textbeiträgen, beschreibt Viktoria von Grone die Demenzerkrankung aus ihrer Sicht. Direkt, schonungslos, analytisch, humorvoll und sich selbst reflektierend.

Blaue Tage und graue Tage Portraits von Demenzkranken und ihren Angehörigen Fotografien von Claudia Thoelen, Nachwort von Jan Wojnar Hrsg.:: Deutsche Alzheimer Gesellschaft Pomp Verlag, Berlin, 10. Oktober 2006 71 Seiten, 36 Fotografien, Hartcover, 28 cm x 24 cm, 15,00 Euro ISBN-13: 978-3-00-019689-8 „Vier Paare, bei denen jeweils ein Partner von der Alzheimer-Krankheit betroffen ist, werden in dem Band von der Fotografin Claudia Thoelen porträtiert. Dr. Jan Wojnar, Nervenarzt und Psychiater, hat ein Nachwort verfasst. Heike von Lützau-Hohlbein, die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, schreibt im Vorwort: „Der vorliegende Band zeigt Fotografien von Demenzkranken und ihren Angehörigen in ihrer gewohnten, häuslichen Umgebung. Menschen in ihrem Alltag – verändert durch das Leben mit der Krankheit – wie die Bilder eindrucksvoll darstellen. Dieser Alltag kann ganz normal sein, aber auch gedankenvoll, freudvoll oder leidvoll sein. Die Biographie der Kranken spiegelt sich in den flüchtigen Bildern, denn die gelebten Jahre prägen und hinterlassen ihre Spuren in den Gesichtern.“ Deutsche Alzheimer Gesellschaft


Klinisch rein Fotografien zur Hygiene im Krankenhaus von Claudia Thoelen Vorwort Dr. Sigrid Schneider Hrsg.: Universitätsklinikum Essen 2004 im Pomp Verlag 50 Seiten, 32 Fotografien, Broschur, 22 cm x 30 cm, 20,00 EUR ISBN : 978-3-89355-940-4

„Der Katalog ist entstanden aus einem gemeinsamen Projekt von Frau Thoelen und der Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Essen. Nach meiner Kenntnis ist es relativ selten, dass Fotografen bzw. Fotografinnen die Möglichkeit geboten wird, langfristig und ohne wesentliche Beschränkungen die Arbeit im Krankenhaus zu verfolgen. Frau Thoelen hat diverse Bereiche hier in unserem Universitätsklinikum über fast ein Jahr begleitet und fotografisch dokumentiert. Entstanden ist ein teilweise sehr persönliches Fotobuch. Die Fotografien sind auch Bestandteil der Ausstellung „Sauber oder rein?“, die soeben in der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA) in Dortmund eröffnet wurde.“ Prof. Dr. W. Popp Leiter der Krankenhaushygiene Universitätsklinikum Essen

Leben mit Demenz Haus Schwansen Konzepte und Bilder Fotografien von Claudia Thoelen Text: Von Mechthild Lärm und Elfriede BrinkerMeyendriesch (Hrsg.) Selbstverlag Haus Schwansen 104 Seiten, 41 Fotografien, Hartcover, 27 cm x 24 cm ISBN;3-00-016847-8 „ Der Fotoband erzählt die Geschichte einer Vision, “verwirrten” Menschen einen angemessenen Lebensraum zu schaffen. Das Buch beschreibt, wie die Lebensbedingungen für Demenzkranke in einem Pflegeheim beispielhaft gestaltet und nach den Bedürfnissen der Kranken ausgerichtet werden können. Es schildert ein flexibles Milieu in dem sie in ihrer Verwirrtheit akzeptiert und als Individuen wertgeschätzt werden und einen Ort, an dem sie ihre verwirrte Lebensphase durchleben und in Frieden sterben können. Die Betrachtung der Bilder ermöglichte mir ein neues Verstehen der Personen vielleicht, weil die Fotografien den Augenblick verlängern. Auf vielen Bildern zeigt sich große Lebendigkeit. Die Bilder können uns in unserem Nachdenken über die von Demenz betroffenen Menschen voranbringen. Diese Bilder sind etwas ganz Besonderes!“ Mechthild Lärm


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Claudia Thoelen Faberstraße 23 20257 Hamburg Telefon: 040 85374728 Mobil: 0172 4524641 E-Mail: Claudia.Thoelen@t-online.de http://www.alzheimer-ausstellung.de

Viktoria  

„So sieht eine Alzheimer-Kranke die Welt. Das Buch bietet eine außergewöhnliche Einsicht in das Leben einer Demenzkranken.“ www.stern.de „S...

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