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ZUM SOMMERBEGINN

RUHEOASEN

Die etwas anderen Reiseziele

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Werte für Generationen

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EDITORIAL

LIEBE LESER! WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK. Das Bundesland hat in den letzten Jahrzehnten einen grundlegenden und kontinuierlichen Wandel von einem grundstoffabhängigen Industrieland zu einem modernen Technologie- und Innovationsstandort vollzogen. Durch diese Ausrichtung konnte auch die Krise gut gemeistert werden, wiewohl die Herausforderung auf Grund der vielen Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und eines hohen Exportanteils der steirischen Wirtschaft keine leichte war. Derzeit befindet sich die Steiermark wieder erfolgreich auf Wachstumskurs und war in den letzten beiden Jahren „Wachstumssieger“ untern den heimischen Bundesländern. Technologie und Innovation sind wichtige Schlagworte, die die steirische Wirtschaftsstrategie kennzeichnen und die auch international gewürdigt werden. So hat etwa die Europäische Union die Steiermark als „Europäische Unternehmerregion 2013“ ausgezeichnet. Diese Impulse haben auch positive Auswirkungen auf die Immobilien- und Gewerbewirtschaft, wie zuständige Kammerfunktionäre und Entwickler zu berichten wissen. Abgerundet werden die Vielfalt und der Aufschwung des Bundeslandes durch die Bereiche Tourismus, Kultur und Kulinarik.

„Gute Aussichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.“ Karl Kraus

SOMMER UND SICHERHEIT. Ein Thema, welches jedes Jahr wiederkehrend in der

schönsten Jahreszeit an Bedeutung gewinnt: Sicherheit rund um die eigenen vier Wände. Speziell in der Urlaubszeit werden Einbrecher aktiv und sondieren die Gebäude und Wohnungen, welche längere Zeit leer stehen. Gegen den unerfreulichen Besuch gibt es jedoch zahlreiche und immer bessere Maßnahmen, die verhindern können, dass Wertgegenstände und persönliche Sachen nach dem erholsamen Urlaub verschwunden sind. Lesen Sie mehr ab Seite 52. SOMMER UND ERHOLUNG. Wer gerne Ferien abseits vom Trubel verbringen will und Zeit

für sich haben möchte, dem sei die Reportage von Gerhard Schillinger ab Seite 90 empfohlen. Er verrät Ihnen Geheimtipps für den temporären „Rückzug“ und empfiehlt Destinationen im Mühlviertel, am Faaker See und in Opatija, wo Freizeitstress ein Fremdwort ist und man Urlaub wie damals, als man noch zur sogenannten Sommerfrische fuhr, erleben kann. Viel Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe und schöne Sommerwochen wünscht Ihnen Ihr

Dr. Alexander Scheuch

JUNI/JULI 2012

FOKUS

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INHALT

IMMOBILIEN 6

News & Infos Kurznachrichten aus dem Immobilienbereich.

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Dachterrassen zum Chillen Wo sich der Sommer besonders gut genießen lässt, auch wenn man „nur“ auf ein Meer von Dächern blickt ...

26

Dem Himmel so nah! Dachgeschoßwohnungen gelten als beliebte Wohnform und werden weiterhin stark nachgefragt.

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Geballte Information und kompetente Beratung Österreichs Hausbauinteressierte schauen sich am liebsten in der Blauen Lagune um.

30

Will das ganze Leben haben Willhaben zählt zu den größten Plattformen in Österreich, was aber nicht immer nur von Vorteil ist.

22

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„Chancen erkennen und umsetzen“ Unternehmerin Beatrice Hubner im Gespräch mit FOKUS über ihren Tätigkeitsbereich.

STANDORT STEIERMARK 36

Wirtschaftsstandort und Immobilien Vorwort mit Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann und FG-Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Steiermark Ing. Gerald Gollenz.

44

Gesunde Wärme Redwell bietet Qualität aus Österreich.

46

Chance für die Gesellschaft Siegfried Nagl, Bürgermeister von Graz, über Aussichten, Wachstum und Veränderungen.

26 44

48

Oper Graz Im Zentrum von Graz entstehen kluge und ästhetisch ansprechende Opern-, Tanz- und Musicalproduktionen.

BUSINESS 50

Quer durch alle Nutzungsarten Zahlreiche Objekte wurden in jüngster Zeit für ihre Nachhaltigkeit von der ÖGNI ausgezeichnet.

58

„Grüner“ wohnen leicht gemacht Hausautomation hilft Geld sparen.

62

Im Fokus FOKUS immer hautnah am Geschehen ...

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FOKUS

JUNI/JULI 2012


WIRTSCHAFT & FINANZEN 66

News Kurznachrichten aus der Welt der Wirtschaft.

68

Domainhandel Der Handel mit guten Namen hat sich zu einem lukrativen Geschäft entwickelt.

70

Alternative Investments Gewinne sind auch bei fallenden Kursen möglich.

68

LIVING & LIFESTYLE 74

News Neues und Interessantes auf dem Markt.

78

Einfach cool bleiben Wie man auch in der Hitze der Stadt im Sommer ein angenehmes Wohlfühlklima in den eigenen vier Wänden schafft.

82

Italien-Feeling in den eigenen vier Wänden Die Wohnung im mediterranen Stil eingerichtet, lässt jeden Tag zu einem Urlaubstag werden.

86

Ronnie – ein Mann von Welt Ein Porträt der personifizierten Kompetenz Ronnie Leitgeb.

88

78

Wildkatze Reloaded Der Jaguar XF ist nach der Modellpflege schärfer denn je.

90

Oasen der Ruhe In Urlaubszielen abseits von Trubel und Hektik hat man am ehesten die Chance, zu sich selbst zu finden.

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Gewinnspiel FOKUS verlost tolle Urlaubspreise.

92

Medieneigentümer, Herausgeber- und Chefredaktionsanschrift ÖWG Werbeagentur und Verlags GmbH, Bergmillergasse 5/Stiege 2/2. DG, A-1140 Wien, Tel. +43 (0)1/813 03 46-0, office@fokus-media.at, www.fokus-media.at Herausgeber und Geschäftsführer Dr. Alexander Scheuch, a.scheuch@fokus-media.at Verlagsleitung Thomas Kozak BA Redaktion Ressort Immobilien Mag. Walter Senk, w.senk@fokus-media.at Chefin vom Dienst Ingeborg Zauner, i.zauner@fokus-media.at Grafik MG, André Unger, grafik1@fokus-media.at Litho Leopold Engelmann Office Ingeborg Zauner, Sabine Reiterer Mitarbeiter dieser Ausgabe Dr. Alexander Scheuch, Mag. Walter Senk, Mag. Alexandra Koch, Mag. Siegfried Nagl, Dieter D. Kendler, Mag. Heimo Rollett, Ingeborg Zauner, Anastasia Blumenthal, Dr. Stephan Eberhardt, Walter Thomas, Rosemarie Liermann, Thomas Kozak BA, Christian Prenger, Mag. Gerhard Schillinger, Michael T. Landschau, Dr. Gerhard Gangelberger Anzeigen Walter Thomas, Renate Hofbauer, Wolfgang Schebek, Sylvia Kalinka, Ing. Albert Bayer, Mag. Wolfgang Vnoucek Coverfoto Shutterstock Druck NP Druck Vertrieb Medien für Med Freier Vertrieb und Messen Medien für Med, Post AG, FOKUS Auflage 97.500 JUNI/JULI 2012

FOKUS

5


IMMOBILIEN

Text Walter Senk

NEWS Q Parndorf erhält genau gegenüber vom Outletcenter ein Shoppingcenter, das all die Bedürfnisse befriedigen wird, die das Outletcenter nicht abdeckt. Das Zentrum bietet ein zeitgemäßes Vollangebot für die Region nördliches Burgenland, aber auch für die Slowakei und Ungarn. Durch die attraktive Ergänzung des hervorragenden Angebots des Outletcenters werden für drei Millionen Menschen im Umkreis von zirka 60 Autominuten (beziehungsweise für 4,5 Millionen Menschen im Umkreis von zirka 90 Autominuten) zukünftig alle Bedürfnisse abgedeckt.

Q Österreich ist um vier nachhaltig ausgezeichnete Gebäude reicher. Im Zuge

FOTOS: WP NEUSIEDL-PARNDORF, BEIGESTELLT

der GEWINN Real Estate Conference wurden zwei ÖGNI-Vorzertifikate in Silber (an OBI Triester Straße und den Wohnbau W124) sowie zwei BlueCARDs (an die Büros Optimum und die Generaldirektion der Allianz Elementar Versicherung) verliehen.

Q Die HYPO NOE Gruppe ging aus dem Bieterverfahren um die 100-ProzentTochter der EVN „first facility“ als Bestbieter hervor. Mit der offiziellen Vertragsunterzeichnung und Übernahme der Anteile Anfang Juli 2012 wird die NÖ Hypo-Beteiligungsholding GmbH (100-Prozent-Tochter der HYPO NOE Gruppe Bank AG) neuer Eigentümer der „first facility“. „Wir wollen unsere Immo-Wertschöpfungskette weiter ausbauen und unseren Kunden einen FullService, also alles aus einer Hand, bieten“, so Dr. Peter Harold, Generaldirektor der HYPO NOE Gruppe, zum Erwerb der EVN-Tochter.

Geförderter Wohnbau Wien, Kundratstraße

Mag. Michael Gehbauer Wohnbauvereinigung GPA Bauträger 6

FOKUS

APRIL/MAI 2012


WOHNBAU

FOTO: HARTL HAUS

TRAUMHAUS NACH INDIVIDUELLEN ARCHITEKTENPLÄNEN

Q Ein Architektenhaus ist nicht irgendein Haus – es ist ein

Unikat. Und so einzigartig wie das Traumhaus von einem Architekten geplant wird, so einzigartig wird dieses von HARTL HAUS auch realisiert. Mit intelligenter Qualität, die höchste Ansprüche auf eine noch höhere Stufe stellt – bei der Planung, der Auswahl

heimischer und ökologischer Baustoffe, bei zukunftsweisenden Technologien, der Energie- und Umweltkompetenz und bei der Betreuung von Anfang bis zur Schlüsselübergabe und darüber hinaus. HARTL HAUS ist somit der ideale Ansprechpartner für ein Architektenhaus, entweder nach eigenen Plänen, denen eines Architekten oder eines erfahrenen HARTL HAUS-Architekten. Darüber hinaus genießt man allerdings auch die großen Annehmlichkeiten, dass sich HARTL HAUS um alles kümmert und als Generalunternehmer die Garantie aller beauftragten Gewerke übernimmt. Zudem kann auf Wunsch auch gleich die Einrichtung und Innenraumgestaltung von der hauseigenen Tischlerei übernommen werden, Roland Suter, geschäftsführender Gesellschafter HARTL HAUS: „Unsere Gesellschaft ist zunehmend vom Bedürfnis nach Individualität geprägt. Jeder Mensch hat seinen eigenen Stil – und den will man zeigen, auch im Wohnbau.“

Das Immo-Barometer des Portals FindMyHome.at weist weitere Preissteigerungen bei Mietobjekten und Eigentumsimmobilien aus. „Wien wird zum teuren Pflaster. Die Preise in Spitzenlagen und gefragten Wohngegenden mit guter Infrastruktur steigen rasant“, erklären die beiden Immobilienexperten Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel. Das Ende der Preissteigerung ist für beide nicht in Sicht.

„ALU-FENSTER RECHNEN SICH AUF DAUER.“ TU Wien rechnet – MA 39 Wien testet: Längste Lebensdauer Dauerhaft hohe Dämmwerte Geringste Lebenszykluskosten Mehr über nachhaltigen Wohnbau auf www.alufenster.at. Ihr Metallbaubetrieb macht's möglich. Im Zeichen der Werthaltigkeit.


BRASILIEN

FOTO: SIVBEG

GENERALKONSULAT IN RIO DE JANEIRO ZU VERKAUFEN

Q Seit Kurzem ist das ehemalige österreichische Generalkonsulat in Rio de Janeiro, 3.804 Avenida Atlantica, Copacabana, öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Die SIVBEG wurde vom Bundesministerium für europäische und internationale

Angelegenheiten (BMeiA) exklusiv mit dem Verkauf der Liegenschaft beauftragt. Der Mindestkaufpreis beträgt 11.870.000 Euro. Die Angebotsfrist endet am 16. August 2012. Bis zu diesem Tag können verbindliche Angebote abgegeben werden. Danach wird mit den Bietern verhandelt. Die Grundstücksfläche beträgt rund 1.000 Quadratmeter. Die Liegenschaft besteht aus drei Gebäuden in denen die früheren Repräsentations-, Unterkunfts- und Gästeräumlichkeiten untergebracht waren. Zusammen weisen sie eine Gebäudefläche von rund 1.430 Quadratmetern auf. Die Liegenschaft ist nahe zum Stadtzentrum und direkt am Strand der Copacabana an einer der exklusivsten und teuersten Adressen in Rio de Janeiro gelegen.

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Qualität wird Realität

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FOKUS

Nr. 3: Bieten Sie Wohnungen mit dem gewissen Etwas. Im IMMOBILIENSTANDARD suchen besonders viele Leser Wohnungen mit Freiflächen – vom Studenten bis zum CEO. Um einen Blick auf den freien Himmel zu ergattern, werfen die meisten daher regelmäßig einen Blick in die Wochenendausgabe der rosa Zeitung. Sind Sie schon dort? JUNI/JULI 2012


DAS „HAMERLING“

HÖCHSTE WOHNKULTUR IN DER WIENER JOSEFSTADT Q Das „Hamerling“ in der Josefstadt, dem 8. Wiener Gemeinde-

FOTO: RESIDENZ AM HAMERLINGPARK GMBH

bezirk, mit einer Nutzfläche von ca. 20.000 Quadratmetern garantiert elegantes Wohnen in einem sorgsam revitalisierten Prachtbau der k. u. k. Monarchie. Zusätzlich setzt eine exklusive Seniorenresidenz völlig neue Standards für unabhängiges Wohnen im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Baustart ist im Frühjahr 2013, die Generalsanierung soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Das Gebäude stand seit 2007 leer. Eine Umnutzung in ein Wohngebäude macht gerade zum jetzigen Zeitpunkt sehr viel Sinn – besonders deshalb, weil das Wohnangebot sehr breit ist. „Auf Wohnflächen zwischen 70 und 170 Quadratmetern mit einer Raumhöhe von 3,70 Metern finden Singles und Familien alle Annehmlichkeiten, die sie brauchen, bis hin zum Blick über die Dächer Wiens. Gleichzeitig wird dem älteren Publikum in der luxuriös ausgerichteten Wohnanlage entlang der Skodagasse jeder Komfort für seine Unabhängigkeit geboten. Und alle profitieren gleichermaßen von den Serviceleistungen und höchsten Sicherheitsstandards der gesamten Anlage“, so Hans-Peter Weiss von der BIG E&A. Das Investitionsvolumen beträgt 70 Millionen Euro.

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MAI/JUNI 2012


SPATENSTICH

WOHNEN AM SEE

PARKRESIDENZ BAD ISCHL

FOTO:BEIGESTELLT

FOTO: BEIGESTELLT

KÄRNTEN

Q Das neue Wohnprojekt Parkresidenz Bad Ischl steht für eine Q In absoluter Toplage am Südufer des Wörther Sees errich-

tete das Wiener Architekturbüro Neumann + Partner für die Neubrand Privatstiftung ein exklusives Appartementhaus mit Panoramablick auf die beeindruckende Seelandschaft. Nicht weniger beeindruckend ist aber auch das Gebäude selbst: Sowohl in Hinblick auf die architektonische Gestaltung als auch den Wohnkomfort, die Ausstattung sowie die Energieeffizienz betreffend erfüllt der kubische Neubau höchste Ansprüche. Das neu errichtete Appartementhaus „Villa Velden“ liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum kleinen Ort Auen im Gemeindegebiet von Velden am Südufer des Wörther Sees. Insgesamt finden in dem viergeschoßigen Baukörper sechs luxuriös ausgestattete Appartements Platz. Im Erdgeschoß befinden sich zwei kleinere Gästeappartements mit jeweils rund 60 Quadratmetern Wohnfläche.

gelungene Symbiose aus exklusiver Wohnqualität und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Parkresidenz Bad Ischl entsteht in sonniger Lage am Stadtrand und wird voraussichtlich mit Sommer 2013 im Auftrag der PORR-living Solutions fertiggestellt. Insgesamt entstehen 27 hochwertige Wohneinheiten auf rund 2.300 Quadratmetern Gesamtnutzfläche – inklusive Tiefgarage, Garten- und Terrassenflächen. Bürgermeister Hannes Heide begrüßt das Projekt, das sich mit seiner Architektur und Preisgestaltung insbesondere an einheimische Interessierte richtet. „Gerade jetzt braucht Bad Ischl Projekte wie die Parkresidenz Bad Ischl, die Single- und Familienwohnungen mit normalem mittlerem Preisniveau zur Verfügung stellen “, so Heide. Christoph Schäffer, Geschäftsführer der STRAUSS & PARTNER Development GmbH, betont ebenfalls die Bedeutung des Wohnprojekts: „Die Anlage verbindet heimische Identität mit den Ansprüchen an modernes Wohnen.“

PREISFRAGE

WOHNRAUM IN NIEDERÖSTERREICH UM DIE HÄLFTE GÜNSTIGER Q Immobilien in Niederösterreich werden immer beliebter.

Nachfragestatistiken der Immobilienplattform IMMOBILIEN. NET zeigen einen Anstieg der konkreten Wohnraumanfragen von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die beliebteste Immobilienart war das Haus im Eigentum mit etwa 40 Prozent der gesamten Nachfrage bei den Immobilienvermittlern. Vor allem der seit einigen Jahren sichtbare Trend zum Einfamilienhaus und der starke Preisanstieg bei Eigentumswohnungen in Wien veranlassen viele Großstädter, sich im niederösterreichischen Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt niederzulassen. „Das Leben im Speckgürtel oder in Randbezirken von gro10

FOKUS

ßen Städten wird für viele Menschen interessanter, weil sie dort noch ein vernünftigeres Preis-Leistungs-Verhältnis vorfinden“, ist Markus Ertler, Immobilienexperte und Geschäftsführer von IMMOBILIEN.NET, überzeugt. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter innerhalb des Gürtels in Wien (exklusive 1. Bezirk) liegt bei 3.979 Euro, in Niederösterreich liegen die Durchschnittspreise für Wohneigentum zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Mit Ausnahmen von Mödling, dem teuersten niederösterreichischen Bezirk mit ungefähr 3.000 Euro pro Quadratmeter, zahlt man in Österreichs größtem Bundesland weniger als die Hälfte als in den innerstädtischen Lagen in Wien. JUNI/JULI 2012


GESETZESÄNDERUNG

ÖVI FORDERT REPARATUR DES UMSATZSTEUERGESETZES

FOTO: ÖVI

Q Der Österreichische

Verband der Immobilientreuhänder macht auf eine unerfreuliche Situation im Bereich der Geschäftsraumvermietung aufmerksam, die ab 1. September 2012 auf Vermieter jener Geschäftsraummieter zukommt, die fast ausschließlich unecht steuerbefreite Umsätze tätigen, das sind zum Beispiel Ärzte, Banken, Versicherungen wie auch Kleinunternehmer. Wird mit einem solchen Mieter ab dem 1. September 2012 ein neuer Mietvertrag abgeschlossen, kann der Vermieter anteilig die Vor-

steuer nicht mehr geltend machen. Bislang konnte man auf die 20-prozentige Umsatzsteuer optieren, damit war der Vorsteuerersatz für den Vermieter gesichert. Einmal mehr zeigt sich, dass die Geschäftsraummiete im Zwangskorsett des Mietrechts keinen Platz hat. Vereinbarungen zwischen Unternehmern werden unmöglich gemacht, eine Situation, die weder dem Mieter noch dem Vermieter nützt. „Die Geschäftsraummiete sollte generell der freien Vereinbarung unterliegen. Das Abstellen des Mietrechts auf das Datum der Baubewilligung bringt eine Wettbewerbsverzerrung, die keinesfalls mehr zeitgemäß ist“, so Udo Weinberger, ÖVI-Präsident. „Der ÖVI fordert dringend eine Gesetzesreparatur im Steuerrecht. Man hat wirklich das Kind mit dem Bad ausgeschüttet, die fragwürdigen Umgehungskonstruktionen der öffentlichen Körperschaften hätte man mit der ohnehin erfolgten Verlängerung des Vorsteuerberichtigungszeitraums auf 20 Jahre ganz einfach in den Griff bekommen. Hier wird ein ungeheurer bis undurchführbarer Verwaltungsaufwand produziert, der die Wirtschaft unnötig belastet und der Finanz keinen Mehrertrag bringt.“

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EUROPA

FOTO: ECE

KAUFKRAFT SCHWANKT

Q Die Pro-Kopf-Kaufkraft der Europäer (ohne Russland, ohne

Türkei) ist im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent gestiegen. Sie liegt 2011 bei rund 13.100 Euro pro Kopf. Nach gesamten Kaufkraftvolumen betrachtet ist der mit Abstand größte Markt Europas Deutschland. Unser Nachbarland verfügt über eine absolute Kaukfraft von 1,5 Billionen Euro im Jahr. Mit je rund 1,2 Billionen Euro folgen Großbritannien und Frankreich, Italien kommt auf 990 Milliarden und Spanien auf rund 580 Milliarden Euro. Damit stellen die fünf größten Märkte mehr als 70 Prozent des gesamten europäischen Kaufkraftvolumens. Österreich ist zu klein, um beim Gesamtvolumen eine Rolle zu spielen. Die ProKopf-Kaufkraft ist aber unter den besten Europas! Mit dem Anstieg der Kaufkraft steigen zwar potenziell auch die Einzelhandelsumsätze, es bleibt jedoch auch immer mehr Geld für Leistungen übrig, die außerhalb des Einzelhandels angeboten werden. Deshalb gilt: Je höher die Kaufkraft in einem Land ist, desto niedriger ist der Kaufkraftanteil, der in den Einzelhandel fließt. Während dieser Anteil in Österreich bei 30 Prozent der gesamten Kaufkraft liegt, beträgt er in den „ärmsten“ Ländern Europas rund 60 Prozent.

OPTIMIUM

BLUECARD DER ÖGNI QDas Bürogebäude OPTIMUM in der Dresdnerstraße 81-85 im 20. Wiener Gemeindebezirk erhält die BlueCARD der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) und erfüllt damit auch offiziell alle Voraussetzungen der Nachhaltigkeit. „Wir freuen uns, dass das OPTIMUM bei der Nachhaltigkeitsprüfung durch die ÖGNI den hohen Anforderungen entsprochen hat. Die BlueCARD macht diese Qualitätskriterien für Nutzer und Eigentümer eines Gebäudes transparent, Bestandshaltern gibt sie eine zusätzliche valide Grundlage für weitere Investitionsentscheidungen“, so Janine Kilb und Jochen Löffler als Eigentümervertreter der deutschen Commerz Real. 12

FOKUS

JUNI/JULI 2012


„TIMEOUT“

FOTO: ÖSW

ÖSW – NEUES PROJEKT UND NEUE PFADE

Q Die ÖSW AG errichtet in Zusammen-

arbeit mit dem Architekturbüro g.o.y.a. – group of young architects und dem Landschaftsarchitekturbüro Rajek Barosch derzeit in der Adelheid-PoppGasse 3 in Wien Donaustadt ein besonders freizeitorientiertes Projekt. Dieses umfasst neben einem großen Wohnungsmix auch einzigartige Freizeitmöglichkeiten direkt in der Wohnhausanlage. Für die bewegungshungrigen Bewohner wird direkt im Wohngebäude

ein Bewegungsraum mit einem abwechslungsreichen Kursangebot errichtet, der von der ASKÖ-Wien betrieben wird. Bei Schönwetter kann das Kursangebot als Open-Air-Veranstaltung im großzügig geplanten gemeinschaftlichen Grünraum stattfinden. Zudem ist eine Outdoor-Kletterwand geplant, die sich in einem Durchgang zwischen zwei Bauteilen befindet und durch geschulte Trainer der ASKÖ-Wien betreut wird. Auf dem Dach führt ein Weg, der über Brücken

verbunden wird, über alle Gebäude der OASE 22. Dieser Verbindungsweg ist als Lauf- und Fitnesspfad geplant und bietet den Bewohnern eine zusätzliche Möglichkeit, direkt bei der Wohnanlage Sport beziehungsweise Bewegung an der frischen Luft zu betreiben. Außerdem werden kleine Beete errichtet, wo sich die Bewohner als Hobbygärtner betätigen können. Sonnenterrassen, eine BouleBahn oder Bodenschach bieten weitere Möglichkeiten zur Entspannung.

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PRAXISTEST

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ERSTE ERGEBNISSE AUS DEM SUNLIGHTHOUSE

SICHERHEITSTECHNIK

Q Anhand von sechs Demonstrationsprojekten – davon zwei in

SchÜne, schlßssellose Welt Mit einem schlßssellosen Zutrittssystem erhält jede Person genau dort Zutritt, wo sie ihn haben soll. Wird der Zutrittstransponder verloren oder gestohlen, kann dieser im System problemlos deaktiviert werden LGHDOI U% URV%DQNÀOLDOHQXQGDXFK3ULYDWKDXVKDOWH

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Dänemark und je eines in England, Frankreich, Deutschland und Ă–sterreich – soll im Rahmen von ModelHome2020 gezeigt werden, wie sich energieeffizientes Bauen mit geringsten CO2-Emissionen und gesundem, behaglichem Wohnklima verbinden lässt. Mit Ă–sterreichs erstem CO2-neutralen Einfamilienhaus – dem Sunlighthouse im niederĂśsterreichischen Pressbaum – ist VELUX angetreten, den Beweis zu erbringen, dass Ăśkologisches und ressourcenschonendes Bauen nicht im Widerspruch zu guter Architektur und hĂśchster Wohnqualität steht. Die erste Zwischenbilanz des auf ein Jahr ausgelegten Monitorings fĂśrdert durchwegs positive Ergebnisse zutage. Nachdem das Ăśsterreichische Haus seit seiner Fertigstellung im Oktober 2010 fĂźr Planer, Bauexperten und interessierte Laien zur Besichtigung offen stand, startete im FrĂźhjahr die nächste Phase: die wissenschaftliche Beobachtung unter realen Nutzungsbedingungen. DafĂźr Ăźbersiedelten mit Anfang März Yasmin und Ludwig Dorfstetter sowie ihre beiden SĂśhne Johann (2) und Alfred (4) ins Sunlighthouse, um es auf Herz und Nieren zu testen. Der kĂźrzlich abgeschlossene erste Zwischenbericht stellt dem Sunlighthouse ein gutes Zeugnis aus: Die einzelnen quantitativen Messergebnisse sind sehr erfolgversprechend und decken sich im GroĂ&#x;en und Ganzen mit den Werten aus der Gebäudesimulation und den vorab angestellten Berechnungen. Abweichungen bewegen sich in einem Rahmen von plus/minus zehn Prozent und entsprechen damit der Ăźblichen Schwankungsbreite. Bemerkenswert ist, dass bislang der gesamte Warmwasserwärmebedarf von der Solaranlage gedeckt werden konnte und sogar WärmeĂźberschĂźsse produziert wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Bezug auf den Stromverbrauch. JUNI/JULI 2012


WAGO-Komponenten sorgen für Klarheit ... ÖGNI

ZWEI JAHRE JUNG

FOTO: IC PROJEKTENTWICKLUNG

WAGO-I/O-SYSTEM

Viertel Zwei. Im Stadteil Viertel Zwei im Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt setzte Mastermind Michael Griesmayr auf die ÖGNIZertifizierung und war damit einer der Vorreiter in der heimischen Immobilienbranche. Mittlerweile hat das Thema „Green Building“ einen enormen Fortschritt gemacht.

QVor zwei Jahren begann eine neue Ära in Österreich: Gebäude konnten als Leuchtturmprojekte international ausgezeichnet werden. „Kaum zu glauben, aber das Instrument gibt es erst zwei Jahre“, blickt Gründungspräsident Philipp Kaufmann auf bewegende Zeiten zurück. Die ersten Projekte waren der Power-Tower der Energie AG in Linz und zwei Projekte im Viertel Zwei. „Wir haben immer schon nachhaltig gedacht, aber mit der internationalen Auszeichnung können wir dies für unsere Nutzer und Partner eindrucksvoll dokumentieren“, erklärt Viertel Zwei-Entwickler Michael Griesmayr von IC Projektentwicklung, warum er damals als Erster auf das innovative Instrument gesetzt hat. „Mit der Auszeichnung der ÖGNI hat der Power Tower noch mehr internationale Anerkennung erhalten“, blickt Architekt Prof. Wolfgang Kaufmann auf die Zertifikatsverleihung im Wiener Rathaus zurück. Mit der Initialzündung der ÖGNI hat es einen Ruck in der Bau- und Immobilienbranche gegeben: Waren es zu Beginn 150 Gründer, welche die ÖGNI damals ins Leben gerufen haben, so beschäftigen sich heute mehr als 400 Experten und mehr als 280 Mitglieder intensiv mit den Fragen der Nachhaltigkeit und welche Auswirkungen diese haben. „ÖGNI steht für den Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit, da wir wegkommen müssen vom zünftischen Denken, weg vom Gegeneinander und kurzsichtigen Optimieren einzelner Phasen eines Gebäudes“, erläutert Philipp Kaufmann die Vision der NGO. JUNI/JULI 2012

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EIGENHEIM

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WOHNEN MIT ZIEGEL

QEin massiv errichtetes Eigenheim, das nachhaltige Qualität fßr viele Generationen liefert – das ist laut einer aktuellen Umfrage von Market im Auftrag von BAU!MASSIV! das Wunschprofil der Österreicherinnen und Österreicher. Das Marktforschungsinstitut befragte im Mai 2012 mehr als 1.000 Österreicherinnen und

Ă–sterreicher zu ihren Top-Themen bei Kauf, Bau, Sanierung und Finanzierung eines Objekts. Dabei zeigte sich eine klare Präferenz bei der Wahl der Bauform, betont Market-GeschäftsfĂźhrer Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (Bild links): „Drei Viertel der Ă–sterreicherinnen und Ă–sterreicher wĂźnschen sich fĂźr ihr eigenes Wohnprojekt am liebsten einen Massivbau aus Ziegel oder Beton. Bei privaten Bauentscheidern, die eine Investition derzeit planen oder vor Kurzem abgeschlossen haben, sind es sogar 80 Prozent – die massive Bauform ist damit der klare Favorit.“ Ein eindeutiges Bild ergibt sich auch zu den entscheidenden Kriterien bei Bau oder Kauf eines Eigenheims. Am wichtigsten ist der Ăśsterreichischen BevĂślkerung eine hohe Energieeffizienz (74 Prozent), gefolgt von einer langen Lebensdauer (72 Prozent), guter Raumluftqualität (69 Prozent) und geringen Kosten fĂźr Wartung und Instandhaltung (66 Prozent). Langfristige Faktoren werden somit als wesentlicher beurteilt als die Initialausgaben. Denn niedrige Anschaffungskosten sind nur 40 Prozent der Befragten sehr wichtig. Dieser langfristige Blickwinkel ist sinnvoll – denn die Investitionen fĂźr die Anschaffung machen Ăźber den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet deutlich weniger aus als sämtliche andere Ausgaben – von der Heizung bis zur Sanierung.

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J

E ÖS TZT TE AU RR CH EI IN CH

PREISVERLEIHUNG

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REAL INVEST GEWINNT DEN WIENER STADTERNEUERUNGSPREIS 2012

Übergabe. Dr. Michael Ludwig, Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung der Stadt Wien, Roland Pinz, Geschäftsführung – Leitung Investment Management der Bank Austria Real Invest Asset Management GmbH, Ing. Franz Katlein, Geschäftsführer Ing. Franz Katlein Gesellschaft m. b. H. & Co KG, Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Q Der mit 11.000 Euro dotierte 27. Wiener Stadterneuerungspreis 2012 wurde

kürzlich von der Wiener Wirtschaftskammer im Kursalon Wien verliehen. Die Bank Austria Real Invest wurde dabei als Bauherr des Siegerprojekts „Bonygasse 8“, 1120 Wien, mit dem ersten Platz für die beste baumeisterliche Leistung unter den insgesamt 21 weiteren eingereichten Projekten ausgezeichnet. In der Bonygasse wurde ein Gewerbegebäude aus den frühen Nachkriegsjahren gemeinsam mit den benachbarten bestandsfreien Grundstücken im Rahmen einer geförderten „Totalsanierung mit Zubau“ revitalisiert. Aus der ehemaligen Metallwarenfabrik wurde ein modernes Wohnobjekt mit großzügigen loftähnlichen Wohneinheiten. Dieser besonders geglückte Umbau unter Erhalt der historischen Bausubstanz war ausschlaggebend für die Prämierung. Roland Pinz, Leiter Investment Management der Bank Austria Real Invest, nahm die Auszeichnung entgegen: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung mit dem Wiener Stadterneuerungspreis 2012. Für uns stellt die Bonygasse ein außergewöhnliches Projekt dar, das einerseits das Stadtbild belebt und andererseits auch eine hohe Lebensqualität für seine Bewohner bietet. Dieser Preis ermutigt uns, bei unseren Wohnprojekten weiterhin traditionelle Substanz mit modernen Elementen zu verknüpfen.“ Die Bonygasse 8 ist seit Ende 2007 Bestandteil des Real Invest Austria, einem offenen Immobilienfonds nach Immobilien-Investmentfondsgesetz. JUNI/JULI 2012

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RAIFFEISEN-LEASING

FOTO: B© RAIFFEISEN-LEASING/ARMAN RASTEGAR

UNTERSCHIEDLICHE LÖSUNGEN AUS EINER HAND

v. l. n. r.: Arch. DI Christian Heiss, Generaldirekor und GF Atelier Heiss Architekten; Michael Pfaller, Mitglied des Vorstandes Weitzer Hotels BetriebsgesmbH; DI Martin Löcker, GF UBM Realitätenentwicklung AG; Veit Schmid-Schmidsfelden, GF Rupert Fertinger GmbH; Ing. Mag. Klaus Wurz, GF WRS energie- & unternehmenslösungen gmbh; Prof. Rudolf Öhlinger, Mitglied des Vorstandes SeneCura Klinikenund Heimebetriebsgesellschaft m.b.H.; Ing. Theodor Klais, GF STRABAG AG; Mag. Alexander Schmidecker, GF Raiffeisen-Leasing.

VIELFALT. Wie vielfältig das Leistungsportfolio der RaiffeisenLeasing im Bereich Immobilien ist, zeigen aktuelle Beispiele, die in einer Podiumsgespräch von den Diskutierenden beschrieben wurden. Ein topaktuelles Beispiel ist die Errichtung einer Wohnhausanlage im 3. Wiener Gemeindebezirk: 62 frei finanzierte hochwertige Appartements mit Wohnungsgrößen zwischen 50 und 200 m² entstehen derzeit in der Jacquingasse 16, nahe dem Botanischen Garten und dem Belvedere. Das Projekt steht für State-of-the-ArtTechnologie: Stromerzeugung über eine eigene Photovoltaikanlage, Warmwasseraufbereitung mittels Solarthermieanlage, Ladestation für E-Mobility. „Das kommt an bei potenziellen Käufern: Bis auf eine Einheit wurden bereits lange vor der Fertigstellung alle Wohnungen verkauft“, erzählt Raiffeisen-Leasing Geschäftsführer Mag. Alexander Schmidecker. Die Fertigstellung des von Architekten DI Christian Heiss, Atelier Heiss Architekten, geplanten und von der STRABAG AG errichteten Gebäudes ist für Herbst 2012 geplant. „Mit Raiffeisen-Leasing als Auftraggeber konnte eine Immobilie auf höchstem Standard verwirklicht werden“, stellt Architekt DI Christian Heiss fest.

GENERALUNTERNEHMER. Bei der Errichtung eines weiteren

HEALTH-CARE. In den vergangenen Jahren wurde von Raiffeisen-Leasing auch die Errichtung zahlreicher Pflegeheime und Sozialzentren in Österreich finanziert und abgewickelt. Eine intensive Kooperation gibt es in diesem Bereich mit der SeneCura Kliniken- und Heimebetriebsgesellschaft. „Insgesamt haben wir mit Raiffeisen-Leasing seit 2003 zwölf Pflegeheimprojekte erfolgreich abgewickelt. Wir legen auch im wichtigen Bereich der Finanzierung größten Wert auf nachhaltige Partnerschaftlichkeit und Handschlagqualität – und das zeichnet unsere fast zehnjährige enge Zusammenarbeit mit Raiffeisen-Leasing aus“, fasst Prof. Rudolf Öhlinger von SenaCura zusammen.

HOTELPROJEKTE. Raiffeisen-Leasing ist auch bei nationalen und internationalen Hotelprojekten beteiligt, wie beispielsweise in Zusammenarbeit mit der UBM Realitätenentwicklung AG. So fand 2008 in Wien das Signing für das zweite von der UBM-Gruppe entwickelte Disneyland-Hotel, das „Magic Circus“, statt. Dieses befindet sich direkt neben dem bereits durch Raiffeisen-Leasing finanzierten „Vienna International Dream Castle“-Hotel. „Wie schon beim ersten Projekt wird das gemeinsame Engagement der UBM und Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG durch RaiffeisenLeasing konsortial mit der Raiffeisen Bank International finanziert“, erklärt DI Martin Löcker, Vorstandsmitglied der UBM. Q

innovativen Wohn- und Pflegeheims im Tiroler Pitztal fungiert Raiffeisen-Leasing als Generalunternehmer. „Zentrales Anliegen bei diesem Projekt ist ein größtmöglicher Beitrag zur regionalen Wertschöpfung: Möglichst viele örtliche und regionale Firmen werden mit den Arbeiten beauftragt“, erzählt Ing. Mag. Klaus Wurz von der WRS energie- & unternehmenslösungen gmbh. FINANZIERUNG. Im Herbst 2012 wird das neue Produktions- und

Verwaltungsgebäude der Rupert Fertinger GmbH im ecoplus-Gewerbepark Wolkersdorf eröffnet. Finanziert wird die Errichtung des neuen Headquarters auf einer Grundfläche von 21.000 m² von Raiffeisen-Leasing. Darüber hinaus zeichnet Raiffeisen-Leasing Baumanagement für die gesamte Projektsteuerung verantwortlich. „Baumanagement durch Raiffeisen-Leasing garantiert uns Kosten- und Terminsicherheit. Weiters profitieren wir von der Bündelung des technischen, rechtlichen und kaufmännischen Know-hows – das ermöglicht einen optimalen Projektablauf“, erklärt Veit Schmid-Schmidsfelden von der Rupert Fertinger GmbH.


Ihr Erfolg. Unsere Flexibilität

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IMMOBILIEN

Bei Vollmond kommt der „Wolf“. Beim Immobilien An- und Verkauf kommt der „Lux“.

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FOKUS

MAI/JUNI 2012


Prok. Peter Lux Kennen Sie diesen Mann? Ich bin sicher, Sie haben dieses markante Gesicht schon sehr oft gesehen. Ist er nun Schauspieler, vielleicht Buchautor oder Politiker? Denken Sie mal scharf nach – und sicher werden Sie binnen weniger Sekunden auf die Lösung kommen. Denn der Mann mit dem gepflegten Äußeren ist der wohl bekannteste Immobilienmakler Österreichs – Prokurist Peter Lux. Der Chef der PeMal Immobilien GmbH hat es geschafft, sich selbst zur Marke zu stilisieren. Er nennt es „Ich-Reklame“, wenn sein

MAI/JUNI 2012

Foto bisweilen bis zu sechsmal im Immobilienteil der Tageszeitungen „Krone“ und „Kurier“ ins Auge sticht. Lux ist von seinem Erfolg überzeugt, der ihm schon längst recht gibt. Denn der Wiedererkennungswert spricht für sich und schafft bei seinen Kunden Vertrauen, das durch das großartige Service von PeMal Immobilien unterstrichen wird.

Handschlagqualität und er betreut seine Kunden nicht nur bis zur Schlüsselübergabe, sondern hilft ihnen auch bei etwaigen Finanzierungsfragen. Der Profi, der sich selbst gerne als Selfmademan bezeichnet, ist Mitglied des Österreichischen Verbandes für Immobilientreuhänder – und zwar seit 25 Jahren.

Er ist ein Profi beim An- und Verkauf von Liegenschaften: Der Workaholic Peter Lux setzt sich sowohl 100%ig für den Verkäufer als auch 100%ig für den Käufer ein. Auf Internetplattformen sowieso, mittels Großinserate in den Tageszeitungen „Krone“ und „Kurier“ – er ist sogar Peter Lux sind Seriosität, Ehr- bei Besichtigungen selbst anwelichkeit und Transparenz be- send. „Geht nicht“ gibt’s nicht. sonders wichtig. Für ihn gilt Sein Slogan „Anschaun kost auch im Business immer noch nix!“ – sein Erfolg seit 29 Jahren.

„Vertrauen wird großgeschrieben.“

PeMal Immobilien Gesellschaft m.b.H. 1040 Wien,Theresianumgasse 3/1/8, +43/1/505 760 70, 0664/201 70 80 FOKUS immobiliengmbh.pemal@chello.at – www.pemal.at

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IMMOBILIEN

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FOKUS

Text Alexandra Koch Fotos Design HotelsTM

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Dachterrassen – die schönsten Freiräume.

DACHTERRASSEN ZUM CHILLEN

ÜBER DEN DÄCHERN DER STADT ... An einem heißen Sommertag ist die Freude auf einen Sprung ins Wasser oder ein kühles Getränk wohl besonders groß. Gerne darf auch ein erfrischender Cocktail in entspannter Atmosphäre die Hitze in ihre Schranken weisen und auch ein atemberaubender Blick auf die Altstadt oder ins Grüne kann beim Relaxen sicher nicht schaden. Wer all dies auf einmal haben möchte, sollte in den Design HotelsTM einchecken, denn diese bieten weltweit schönste Dachterrassen und laden definitiv zum Chillen ein.

Dachterrasse durchgezogen und den Barbereich mit elegantem Holz vertäfelt. Hier kann der Gast einen herrlichen Blick über die Altstadt Jerusalems genießen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. SPANIEN. Für Liebhaber katalanischer

ISRAEL. Einen Mix aus modernem inter-

nationalem Flair und der einzigartigen Kultur der Stadt bietet das „Mamilla Hotel“ in Jerusalem. Das Interieur wird von imposanten Metalltreppen und hohen Decken aus Glas und Stahl dominiert und mit einer minimalistischen Ästhetik gekrönt. Die Gemäuer aus traditionellem JUNI/JULI 2012

Jerusalem-Stein trumpfen mit einem modernen Kern in Form eines endemischen Kalksteins auf. Das unter dem Motto „Alt trifft neu“ stehende Hotel wurde von Moshe Safdie geplant und von Piero Lissoni designt. Der italienische Designer hat das Konzept auch bei der OutdoorLounge und beim Restaurant auf der

Sommernächte bietet sich das „Hotel Omm“ in Barcelona an. Auf Grund seiner leicht geschwungenen Einkerbungen an den Kalksteinwänden erinnert die Fassade des Hotels an aufgeschlagene Buchseiten und lädt gleichzeitig auf die Terrasse ein. Dort befinden sich ein Pool und Liegeplätze, die in dunkle Holzpaneele eingefasst sind und dadurch sehr elegant wirken. Während der Hotel Terrace Week gibt es immer Cocktails und typisch spanische Tapas am Pool, die nur noch vom Panoramablick auf die Gaudì-Bauten Sagrada Família und Casa Milà übertroffen werden können. MAROKKO / KENIA. Wie in Tausendundeinernacht fühlt sich der Gast im „The Great Getaway Medina“ in Marrakesch. Das kleine 6-Zimmer-Hotel besticht vor allem durch seinen großen sternförmigen InnenFOKUS

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hof mit hohen Säulen, Bögen und wehenden weißen Vorhängen. Nach dem Flanieren in den Gassen der Souks ist ein kleiner Abstecher auf die Dachterrasse mit Ausblick auf den historischen Teil der Stadt und das Atlasgebirge ein Muss. Schließlich kann von dort auch das Aroma der orientalischen Speisen aufgesogen werden, das Lust auf

Beispiel im Gartenrestaurant des „Tribe Hotels“ in Nairobi kann in entspannter Atmosphäre gegessen und Werke afrikanischer Stammeskunst bestaunt werden. Warme Farbtöne und goldene verzierte Lampen kreieren ein einzigartiges Flair, das auch gerne zum Shisha-Rauchen einlädt und die Seele baumeln lässt.

lospool aus Stahl. Mit Ausblick auf die Altstadt kann das französische Flair besonders genossen werden. Jetzt heißt es also nur noch ab in den Flieger, gemütlich chillen auf einer der schönsten Dachterrassen weltweit und den Blick bei passender Musik in die Ferne schweifen lassen ... Q

FRANKREICH. Gleich hinter der weltberühmten Croisette in Cannes befindet sich das „Five Hotel & Spa“, das mit einem einzigartigen, vielseitigen Design glänzt. Die 45 Zimmer wurden nämlich von verschiedenen Künstlern von fünf Kontinenten designt und heben sich so aus der Masse der zahlreichen Hotels an der Côte d’Azur ab. Doch auch die Dachterrasse kann sich sehen lassen: Eine Zen-inspirierte Poollandschaft mit hellen Cumaru-Holzplanken schlängelt sich um die großzügigen Daybeds und drei Wasserfälle bis zum End-

Ab in den Flieger, gemütlich chillen auf einer der Dachterrassen und den Ausblick genießen. frische Meeresfrüchte, Kebab oder marokkanische Klassiker wie Rindertajine mit getrockneten Pflaumen oder hausgemachte Terrinen macht. Um den Hunger mit regionalen Gerichten zu stillen, bieten sich aber auch andere afrikanische Städte an. Zum 24

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JUNI/JULI 2012


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IMMOBILIEN

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FOKUS

Text Dieter D. Kendler Fotos 3S Immogroup, Sans Souci

JUNI/JULI 2012


Die Käufer von Dachgeschoßausbauten sind Menschen, die das Besondere lieben.

DACHGESCHOSSE

DEM HIMMEL SO NAH Dachgeschoßwohnungen gelten als eine der beliebtesten Wohnformen – und werden auch trotz hoher Preise weiterhin stark nachgefragt.

STOCKWERK. Es ist das Besondere, auf

dem Dach zu wohnen – niemand mehr über sich und der Himmel zum Greifen nahe. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach den Wohnungen im Dach weiterhin hoch ist. „Derzeit werden Top-Objekte wie Rohdachböden oder Dachboden-Luxuswohnungen in guter Lage stark nachgefragt“, beschreibt Michael Schmidt, Geschäftsführer der 3S Immogroup, den aktuellen Trend am Immobilienmarkt: „Die Käufer von Dachbodenausbauten sind Menschen, die das Besondere lieben.“ – „Grundsätzlich möchten sehr viele Leute eine Dachgeschoßwohnung haben“, so Ernst Kovacs, Bereichsleiter Projektentwicklung Österreich der Raiffeisen evolution project development GmbH. „Darum sind diese Einheiten auch meist die teuersten.“ Aber obwohl sie bei Weitem die teuersten sind, wird beim Neubau von „oben nach unten verkauft“, erklärt Kovacs. Also die teuersten zuerst – sie sind aber auch die am Markt am wenigsten verfügbaren. Die Preise für Wohnraum sind in den letzten Jahren auffällig gestiegen, „generell sind aber die Dachgeschoße nicht überproportional teuer geworden“, so Kovacs, der aber definitiv nur für Neubauprojekte spricht. Etwas anders stellt sich die Situation aber bei Dachgeschoßen dar, die auf Altbauten errichtet werden, und im Luxussegment.

großer Wert darauf gelegt, dass die Wohnung auf einer Ebene ist und auch die Terrassen auf der Wohnebene liegen.“ Besser eine leicht erreichbare Terrasse als drei, die nur über schmale Treppen zu begehen sind. Diese werden auch am wenigsten bis gar nicht genutzt, so Bauernfeind aus Erfah-

rung. „Ein 08/15-Dachboden ist nicht interessant, im Trend liegen Dachbodenausbauten mit architektonischen Highlights wie große lichtdurchflutete Gaupen mit viel Glas und Lufträumen über zwei Geschoße, idealerweise mit Fernblick und uneinsehbar vom Nachbargebäude“, meint Schmidt aus langjähriger Erfahrung. Je teurer die Einheiten, desto mehr Mitspracherecht ist gewünscht und desto mehr Berater kommen mit. Martin Müller, geschäftsführender Gesellschafter der J+P Immobilienmakler GmbH: „Käufer von Dachgeschoßen haben immer mehr Berater als andere Wohnungskäufer. Wer wirklich teure Wohnungen kauft, der kommt mit einem ganzen Beraterstab vom Innenarchitekten bis zum Designer.“

KUNDENWÜNSCHE. Christoph Koch von

Dr. Koch Traumrealitäten: „Es hängt auch davon ab, wo sie gebaut wurden, in welcher Qualität, wie der Blick vom Dach aus ist – und auch das Umfeld spielt eine Rolle.“ Weiters sind die Raumaufteilung entscheidend, die Großzügigkeit, die Raumhöhe oder die Flächeneffizienz. „Wohnungen mit starken Schrägen sind schwer zu vermarkten“, so Sandra Bauernfeind, Leitung Wohnimmobilien bei EHL Immobilien. „Es wird auch JUNI/JULI 2012

QUALITÄTSUNTERSCHIEDE. Auch wenn derzeit zahlreiche Dachwohnungen angeboten werden, so ist doch zwischen Dachgeschoßwohnung und Dachgeschoßwohnung zu unterschieden. Das betrifft aber nicht Alt- oder Neubau des Hauses, sondern die Qualität des Ausbaus. Eduard Mair, Geschäftsführer von der CUUBUUS Real Immobilien AG: „Bei einem Dachgeschoßausbau sprechen wir über eine architektonisch

höchst anspruchsvolle Tätigkeit, da wir ein Haus auf dem Haus entwickeln. Das ist eine Sache für Profis. Im Dachgeschoß rächt sich jeder Planungs- und Baufehler massiv!“ Zu den Herausforderungen beim Ausbau des Dachbodens, der enorme Risiken birgt und in fast allen Fällen auch mit Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen am Haus selbst verbunden ist, weiß Mair: „Da kommen bei den Baukosten schon einige tausend Euro pro Quadratmeter zusammen.“ Und dieses Geld fließt oft nicht einmal in den Ausbau selbst, denn in fast allen Fällen sind statische Maßnahmen am Haus erforderlich – vom Keller aufwärts – Stahlrahmen müssen eingezogen werden und ein Lift ist ein absolutes Muss. Letztendlich muss auch das gesamte Haus auf Vordermann gebracht werden. Ein schönes Dachgeschoß auf einem unsanierten Haus ist faktisch nicht mehr verkäuflich. Müller: „Ein Ausbau funktioniert nur dann, wenn das ganze Haus praktisch mitsaniert wird. Der Endkonsument schaut sich die gesamte Bausubstanz an.“ Dass die Dachgeschoße bei diesem Aufwand dann Spitzenpreise erzielen, ist verständlich. NUTZFLÄCHE. Dachgeschoße erfüllen aber auch einen ganz anderen Zweck, wie der Fachverbandsobmann der Immobilienund Vermögenstreuhänder Thomas Malloth meint: „Wenn wir nicht in der Widmungspolitik umsichtig agieren und mehr Dachgeschoße ausbauen, wird es in den dichten Städten dazu kommen, dass sich die Menschen das Wohnen nicht mehr leisten können.“ Denn Wohnraum in Dachgeschoßen muss nicht immer Luxus sein. Zwei riesige Vorteile haben nämlich die Dachgeschoße: Zum einen muss kein Platz „auf der grünen Wiese“ geschaffen werden, zum anderen ist auch die Infrastruktur bereits vorhanden. Q FOKUS

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Text Thomas Kozak Fotos Beigestellt

BLAUE LAGUNE

ERSTE ADRESSE RUND UMS BAUEN! Die Blaue Lagune ist ein Ort der abwechslungsreichen Inspiration, geballten Information und kompetenten Beratung. Das Angebots- und Themenspektrum umfasst die unterschiedlichsten Bereiche, die für den Hausbau oder die Sanierung von großer Bedeutung sind: Musterhäuser (Fertig- und Blockhäuser), Fertigkeller, Finanzierung, Gartengestaltung, Garage, Energieeffizienz und Sicherheit im Haus. auch vom klassischen Einfamilienhaus mit Satteldach werden in der Blauen Lagune immer wieder Neuinterpretationen gezeigt. Akzente in der Fassadengestaltung wie die Verwendung von verschiedenen Farben sowie dekorativen Materialien oder die Planung von Erker, Balkon sowie Gaube verleihen diesem Klassiker eine stets frische Optik. Und es gibt noch viele weitere Informationen und Services rund ums Haus:

Kein Wunder, dass sich Österreichs Hausinteressenten am liebsten in der Blauen Lagune umschauen, zeigt sie doch immer die aktuellsten Haustrends – sowohl in technischer als auch architektonischer Hinsicht. Ein nicht mehr umzukehrender Trend ist mit Sicherheit die Optimierung der Energieeffizienz: War das Fertighaus schon immer Vorreiter in dieser Hinsicht und präsentierten die Anbieter fast ausschließlich Niedrigenergiehäuser, so wird heute das Passivhaus immer beliebter. Auch das erste Musterhaus mit gebäudeintegrierter Photovoltaik wird in der Blauen Lagune präsentiert. Was die Architektur betrifft, sind zurzeit die kubischen Formen – und mit ihnen das Flachbzw. Pultdach – besonders en vogue. Viele Entwürfe erinnern an die berühmte Bauhaus-Architektur von Walter Gropius und seinen Mitstreitern in den 20er- und 30er-Jahren. Der planerische Vorteil dieAKTUELLSTE

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FOKUS

HAUSTRENDS.

ser klaren Ästhetik ist die optimale Raumausnutzung im Obergeschoß, da auf Grund fehlender Dachschrägen wertvoller Platz gewonnen wird. KLASSIKER DES EINFAMILIENHAUSES – IMMER WIEDER NEU INTERPRETIERT. Neben dem starken Trend zu kubi-

schen Formen, versetzten Baukörpern und Flachdach werden auch die seit Jahren beliebten Hausklassiker von den vielen Fertighaus-Anbietern immer wieder neu interpretiert. So ist der Bungalow ein stets wiederkehrendes Phänomen im Modellreigen, der seinen Bewohnern wesentliche Vorteile bietet: zum einen die einfach umzusetzende Barrierefreiheit durch die eingeschoßige Konzeption des Hauses, die auch optimale Voraussetzungen für die Planung als „altersgerechter Wohnsitz“ bietet. Zum anderen die Bequemlichkeit und die enorme Großzügigkeit des Wohnens auf einer Ebene. Aber

FERTIGKELLER – DAS RICHTIGE „DARUNTER“. Fast jeder zukünftige Hausbe-

sitzer hätte gerne einen Keller: Die Blaue Lagune bietet auch diesbezüglich die „beste Lösung“: Sozusagen als Pendant zum Fertighaus versteht sich der Fertigkeller, der sich durch die gleichen Vorteile wie beispielsweise industrielle Vorfertigung, Fixpreis und Fixtermin auszeichnet. Das häufig „nur“ als Lager- oder Stauraum konzipierte Geschoß kann durch intelligente Planung zu einer Erhöhung der Lebensqualität wesentlich beitragen. Die Nutzungsmöglichkeiten reichen von Ausstattungen für Fitness, Wellness oder Entspannung (wie Sauna, Infrarotkabine oder Dampfbad) über Hobbyraum (für Werkstatt, Atelier, Musik und Multimedia) bis hin zum Büro bzw. der klassischen Einliegerwohnung. FINANZIERUNG – DER SCHLÜSSEL ZUR REALISIERUNG. Die wenigsten

Hauskäufer sind in der glücklichen Lage, JUNI/JULI 2012


Die Blaue Lagune – ein inspirierender Ort fürs Bauen mit jeder Menge Information.

das gesamte Kapital für die Realisierung ihres Hausprojekts verfügbar zu haben. Die Blaue Lagune bietet auch hier eine Lösung an – Finanzierungsexperten stehen mit Rat und Tat zur Seite und entwickeln den maßgeschneiderten Finanzierungsmix, prüfen etwaige Förderungen und sorgen für entsprechende Flexibilität. Die Ausrichtung der Finanzierung nach den individuellen Bedürfnissen der Hauskäufer steht dabei im Mittelpunkt, ganz egal, ob es sich um die Wahl der Kreditform, die Kredithöhe, die Ratenhöhe, die Laufzeit oder den Rückzahlungsbeginn handelt. GARTENWELT – INSPIRATION FÜR DAS „GRÜNE WOHNZIMMER“. Der Garten

ist ein wichtiges Gut für viele Hausbesitzer. Seine harmonische Gestaltung im Einklang mit der Architektur des Hauses sollte möglichst früh geplant werden, insbesondere, was die Wege und Flächen rund ums Haus sowie die Wahl der Umzäunung betrifft. In der Gartenwelt sehen die Besucher zahlreiche Verlegemuster für Wege sowie Steine und Platten zur Gestaltung jeglicher Außenflächen. Auch die Anschlüsse für Licht, Schwimmbadtechnik, Whirlpool & Co. sollten von Beginn an berücksichtigt werden. Zusätzlich finden die Besucher weitere Ideen wie Steinkörbe und viel Inspiration für die Gestaltung des Grünraums. Seit April 2012 profitieren die Besucher der Gartenwelt von einem neuen Service: Die Gartenarchitekten der Firma gar10 planen den passenden Rahmen für das eigene Traumhaus. Mithilfe der Profis wird der perfekte Übergang zwischen „Innenhaus“ und Natur kreiert. JUNI/JULI 2012

ENERGIEWELT WIRD ZUR UMFASSENDEN TECHNOLOGIEWELT. Besucher-

zentrum für thermische Sanierung, Energieeffizienz, Bautechnik und Wohnen der Zukunft – Innovation, Faszination und Nachhaltigkeit: Mit der Energiewelt setzte die Blaue Lagune 2009 neue Maßstäbe in der Inszenierung der hochbrisanten Themen „Bautechnik, Energieressourcen und Energietechniken“. Tausende Besucher erlebten bereits „Energie mit allen Sinnen“ und informierten sich über relevante Themen, Systeme und Produkte. Komplexe Inhalte wurden (und werden auch weiterhin) in der neuen Technologiewelt über interaktiv zu bedienende Modelle verständlich vermittelt. Die individuelle Energieberatung durch neutrale Experten ist kostenlos und wird von den Besuchern intensiv in Anspruch genommen. Spezialisten in Sachen Wohnbauförderung geben den zahlreichen Interessenten Orientierung im Förderungsdschungel. Unter dem Motto „Sanierung – leichtgemacht“ wurde die bestehende Energiewelt kürzlich um ein drittes Gebäude und zusätzliche Ausstellungsbereiche zur umfassenden Technologiewelt erweitert. Analog zur Idee des Fertighauses wird mit dem Kompetenzpartner AlpineEnergie schon jetzt die Dienstleistung „Thermische Sanierung aus einer Hand“ angeboten. Aber auch Heimwerker erhalten schon in Kürze in dieser Erlebniswelt – unter dem Motto „So mach ich’s richtig“ – umfassende Hilfestellung für ihr in Eigenregie durchzuführendes Projekt. GARAGENWELT – EIN „ZUHAUSE“ FÜR DAS AUTO. Wer sich mit dem Thema

Hausbau beschäftigt, kommt zumeist auch am Thema Garage bzw. Carport nicht vorbei. Mit der Garagenwelt in der Blauen Lagune wurde 2009 ein weiterer Meilenstein im umfangreichen Angebotsspektrum gesetzt. Hier finden Interessenten attraktive Lösungen – von der Doppelgarage über die Langgarage bis hin zum Carport. Besucher haben den großen Vorteil, die unterschiedlichsten Modelle gleich mit dem eigenen Auto testen zu können – Probeparken, sozusagen. SICHERHEITSWELT – EINBRUCHSSCHUTZ FÜR HAUS UND WOHNUNG.

Mit der Sicherheitswelt eröffnete im Herbst 2010 eine einzigartige Innovation in Österreich: ein Beratungs-, Ausstellungs- und Informationszentrum rund um die optimale Absicherung der eigenen vier Wände. Individuelle Präventionsberatung durch die Kriminalpolizei (jeden Freitag), durchgehende Fachberatung zu den unterschiedlichsten Sicherheitssystemen und -ausstattungen sowie eine Ausstellung zu den Produkten helfen den Besuchern, die optimale Lösung zur Sicherung ihres Eigenheims zu finden und Einbrechern keine Chance zu geben. SPIELGERÄTEWELT – AUSSTELLUNG FÜR SPIELGERÄTE. Die Spielgerätewelt

ist eine Präsentationsplattform für unterschiedlichste Spielgeräte, die man vor Ort auch gleich testen kann. Ob Kletterburg, Rutsche, Schaukel oder Karussell – je nach Platzmöglichkeit und Alter der Kinder finden die Besucher unterschiedlichste Geräte, die für den eignen Garten bestellt werden können. Q FOKUS

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Text Walter Senk Fotos Beigestellt

MARKTPLATZ

WILL DAS GANZE LEBEN HABEN! Willhaben zählt zu den größten Plattformen in Österreich, und das ist manchmal nicht nur von Vorteil. Über Aktuelles und neue Ideen sprechen Sylvia Dellantonio und Judith Kössner im FOKUS-Interview.

Zukunftsorientiert. Mag. Sylvia Dellantonio, Geschäftsführerin willhaben internet service (li.), und Judith Kössner, Leitung Immobilien bei willhaben internet service.

Seit wann ist willhaben.at auf dem Markt? Dellantonio: 2006 haben wir mit dem allgemeinen Marktplatz begonnen. Drei Monate waren wir mit dem Marktplatz online und dann sind schon die gewerblichen Bereiche gefolgt: Immobilien, Auto, Stellenangebote. In drei von vier Geschäftsbereichen sind wir bereits die Nummer 1, nun heißt es halten, ausbauen und auch den vierten Geschäftsbereich – Stellenangebote – nachziehen. Ergeben sich aus diesen vier großen Teilen nicht viele Synergien? 30

FOKUS

Dellantonio: Ja wir haben natürlich einen Vorteil auf Grund dieser Breite, da die meisten unserer User willhaben.at oftmals nutzen. Somit natürlich auch in speziellen Lebenslagen wie Immobiliensuche oder Gebrauchtwagenkauf. willhaben.at zählt mit fast 25 Prozent Reichweite zu den größten Internetportalen Österreichs. Welcher ist der breiteste Bereich? Dellantonio: Die größte Plattform ist natürlich unser Marktplatz, da er für jeden Österreicher nutzbar ist. Wir sehen da

zwei Aspekte: Auf der einen Seite kann man Dinge zu Geld machen, die man nicht braucht, und das hat einen wirklichen Nachhaltigkeitsaspekt. Auf der anderen Seite gibt es mehr Schnäppchenjäger, als man denkt. Wenn man die Breite des Angebots mal erfasst hat – von Antiquitäten über Kindersachen bis zur teuren Designerhandtasche –, bleibt oder wird man ein Schnäppchenjäger. Springen die User auch zwischen den einzelnen Marktplätzen hin und her? Dellantonio: Ja. Das ist der große Vorteil JUNI/JULI 2012


willhaben.at zählt mit fast 25 Prozent Reicheweite zu den größten Internetportalen Österreichs.

von willhaben.at. Wir sind eine Plattform, die alle wichtigen Bereiche abbildet. Wir decken das ganze Leben ab. Ganz Österreich zu jeder Zeit. Kössner: Das war auch sicher mit ein Grund, warum der Immobilienteil so groß geworden ist. Die Leute kamen auf den Marktplatz und haben dann gesehen, dass es auch Immobilien gibt. Mittlerweile sind wir die größte Immobilienplattform im Netz. Wie hoch ist der Anteil der Privatinserate auf der Immobilienplattform? Kössner: Wir haben ungefähr drei Prozent Privatangebote. willhaben.at versteht sich als Gesamtanbieter und möchte dem User das größte und breiteste Angebot bieten. Daher ist es notwendig, sowohl Objekte von Maklern als auch von Privatpersonen, von Ferienimmobilien bis hin zu Grundstücken und Geschäftslokalen zu offerieren. Auch Luxusimmobilien wie ein Wörthersee-Grundstück um 4,2 Millionen Euro, Falcos Penthouse in Wien oder Schwarzeneggers Geburtshaus sind keine Seltenheit. Gerade diese Breite macht uns zum beliebtesten Immobilienportal. Wie lange stehen die Objekte auf der Plattform? Dellantonio: Wir haben hier eine einheitliches System: Jede Immobilie steht 30 Tage online. Sehen Sie eine Veränderung in der Nachfrage? Kössner: Neben den Zugriffszahlen sehen wir auch in unserer aktuellen User-Befragung, dass gerade Kaufobjekte im Moment sehr gefragt sind, da die Menschen ihr Geld anlegen wollen. Das gilt sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Zinshäuser. Gibt es auch internationale Nachfrage? Kössner: Wir haben auch viele deutsche Kunden, die im Grenzbereich zwischen Österreich und Deutschland tätig sind. Wir haben auch Ferienimmobilien in den gefragten Gegenden, aber letztendlich ist willhaben.at eine sehr österreichische Plattform – siehe Objektanzahl. JUNI/JULI 2012

Dellantonio: Wir verstehen und sehen uns auch ganz klar als österreichische Plattform, dies schätzen unsere User, und das ist vermutlich auch der Grund für die hohe Bekanntheit im Immobilienbereich. Laut aktuellen Markterhebungen sind wir klar die bekannteste Immobilienplattform. Lassen sich aus der Plattform auch Preistrends ersehen? Kössner: Preisentwicklung ist ein schwieriges Thema, da es sich um Angebotspreise handelt. Die im Grundbuch einge-

ken geschenkt wird. Das ergibt aber auch für uns in Summe eine größere Reichweite. willhaben.at ist unter den fünf größten Portalen Österreichs und im Immoteil sind sie die Nummer 1 bei den Anzeigen, Traffic und Markenbekanntheit – und trotzdem haben Sie in letzter Zeit sehr viel in flächendeckende Werbung investiert. Kössner: Die Herausforderung ist es, die von Ihnen beschriebenen Umstände auch zu kommunizieren. Wir haben die letzten Jahre an der Erreichung dieser Ziele gearbeitet und nun die Aufgabe unsere starke

„Wir verstehen und sehen uns ganz klar als österreichische Plattform.“ tragenen Preise sind relevant, aber die sind für uns nicht ersichtlich. Auch was im Endeffekt wirklich verwertet wurde, können wir nicht feststellen – wir zeigen auf willhaben.at nur auf, was zum Kauf und zur Miete steht. Was wir aber ersehen können, ist die Nachfrage der User – wie bereits erwähnt, sind gerade Eigentumsobjekte sehr gefragt. Auch die Objektart zeigt auf, welche Immobilien und in welchen Regionen besonders häufig angeboten werden. Da ist zum Beispiel beim „Haus zum Kauf“ das Ranking: Niederösterreich, Steiermark und dann Burgenland. Bei Wohnungen naturgemäß Wien an erster Stelle und dann Steiermark und Niederösterreich. Und bei Mietwohnungen ebenfalls Wien vor der Steiermark und Niederösterreich. Sie haben mit JOB NAVI ein Karrierenetzwerk mit der „Kleinen Zeitung“ und der „Presse“... Dellantonio: Im Hintergrund ist es ein und dieselbe Plattform, bei der wir uns technisch zusammengeschlossen haben und auch eine gemeinsame Vertriebsgemeinschaft nutzen. Wir versuchen über die unterschiedlichen Marken unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Einerseits für die Jobsuchenden, andererseits für die Inserenten. Das funktioniert sehr gut, denn wir haben festgestellt, dass im Jobbereich das Suchen eine Frage des Vertrauens ist und dieses eher bekannten, starken Mar-

Position Usern, aber auch Maklern klar zu kommunizieren, um unsere Marktposition noch stärker ausbauen zu können. Für den weiteren Ausbau der Bekanntheit österreichweit war die Fernsehwerbung enorm wichtig. Was ist für eine gute Plattform wichtig? Kössner: Sie muss einfach und schnell zum Ergebnis führen. Sprich zum Kauf und zum Verkauf. Welche Ideen gibt es für die Zukunft? Dellantonio: Seit 2010 haben wir eine für mobile Endgeräte optimierte Webversion am Markt und haben seit Anfang dieses Jahres eine für iPhone und Android optimierte Version, womit die User ihre mobilen Geräte nutzen können, um unsere Plattform zu besuchen. Wir sind der Überzeugung, dass das die Zukunft ist. Das heißt, die Technik wird die Zukunft der Plattformen entscheiden? Dellantonio: So isoliert würde ich das jetzt nicht sagen. Aber die Zukunft stellt sich für uns so dar, dass es eine unglaubliche Vielfalt an Endgeräten geben wird, und der User will auf allen Endgeräten die Plattform in gleicher Art und Weise nutzen. Bei unseren skandinavischen Partnern sehen wir diese Entwicklung bereits sehr stark, denn dort finden über 20 Prozent der Nutzung über mobile Endgeräte statt. Q FOKUS

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IMMOBILIEN

Text Thomas Kozak Fotos Beigestellt

KOMPLETTANBIETER

SPEZIALIST & STARKER PARTNER AM BAU Als Generalunternehmung kann die Unger Steel Group umfassende Kompetenz und ihr Know-how als Komplettanbieter für das neue Gebäude der Firma Mertl in Rannersdorf einbringen. Für den Stahlrohrspezialisten Mertl sind beide Komponenten von Relevanz, denn das neu errichtete Gebäude in Rannersdorf muss modernste technische Anforderungen erfüllen.

UNGER EXPERTISE ALS SPEZIALIST UND GENERALIST. Die Firma Mertl und

die Unger Steel Group arbeiten in starker Partnerschaft, um das Bauvorhaben in Rannersdorf auf höchstem Niveau und innerhalb kürzester Zeit zu realisieren. Die Unger Steel Group verfügt über langjährige Kompetenz im Bereich der Generalunternehmung, sorgt als solche für einen reibungslosen Ablauf im gesamten Projekt32

FOKUS

und Baustellenmanagement, fungiert als Schnittstelle zu allen Sublieferanten und liefert auf diese Weise nicht nur Transparenz, sondern auch Sorglosigkeit für den Kunden. Neben der umfassenden Kompetenz als Komplettanbieter kann Unger auch sein Know-how als Stahlbauspezialist einbringen. Für den Stahlrohrspezialisten Mertl sind beide Komponenten von Relevanz, denn das neu errichtete Gebäude in Rannersdorf muss modernste technische Anforderungen erfüllen. Die Umsetzung des Bauvorhabens muss den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts gewährleisten und den Auftraggeber bestmöglich entlasten. Unger sorgt für optimale Erfüllung beider Ansprüche mit dieser schlüsselfertigen Lösung. EIN LAGER AUS STAHL FÜR HOCHWERTIGE STAHLROHRE. Einen wesentlichen

Aspekt des Stahlrohrhandels stellt eine perfekt abgestimmte und durchdachte Warrenlogistik dar, so lagert die Firma Mertl rund 7.500 Tonnen Stahlrohre, die mittels computergesteuerter Lagerabläufe koordiniert werden. Im Produktsortiment sind allein über 5.000 Dimensionen und Qualitäten enthalten, die insgesamt auf einer Fläche von 90.000 m² Lagerareal verwaltet werden müssen. 20 Bandsägen und Sägeautomaten garantieren den idealen Zuschnitt der Rohre. Jedes einzelne Stück ist mit genauer Produktbeschreibung digital wie real auffindbar, jede Standortverlagerung ist exakt nachvollziehbar. So bleibt nicht nur das äußerst umfangreiche Sortiment bis ins Detail überschaubar, sondern auch die Verfügbarkeit und der rasche Zugriff gewährleistet. Die zweischiffige Stahlrahmenhalle entspricht allen technischen Anforderungen zur modernen und effizienJUNI/JULI 2012


Starke Partnerschaften schaffen beste Ergebnisse.

ten Bewirtschaftung. Zeitgleich wurde vom Auftraggeber und Bauherrn in die Zukunft gedacht, und so wurden alle notwendigen Vorkehrungen für die Installation einer Photovoltaikanlage geschaffen, damit diese komplikationslos installiert werden kann. Der geplante Photovoltaikgenerator misst rund 800 m² und hat eine Leistung von ca. 110 kWp – es handelt sich um eine der größten privat betriebenen Photovoltaikanlagen in Nieder- und Oberösterreich. Die Unger Expertise als Spezialist und Generalist sorgt für den konstruktiven Stahlhallenbau, die nötige Kompetenz für den anschließenden Photovoltaikanlagenbau und die optimale Umsetzung bis zum schlüsselfertigen Objekt. Somit bietet Unger umfassende Ergebniskompetenz und verschafft dem Auftraggeber Kapazität und wertvolle Ressourcen, die er in die Entwicklung seiner Geschäftsfelder investieren kann. Auf diesem Weg entlastet Unger den Bauherrn in der herausfordernden Bauphase und stellt die Weichen für eine sorgenfreie Expansion.

wurden mit Mineralwollepaneel vertikal verlegt ausgeführt. Die Hallentrennwand zwischen den beiden Hallenschiffen wurde manipulationshallenseitig ebenfalls mittels Akustikpaneele errichtet, um zusätzliche Lärmbeeinträchtigungen nachhaltig zu minimieren – all dies sorgenfrei mit schlüsselfertiger Lösung eines kompetenten Generalunternehmers. Bei diesem Projekt wurden sämtliche baurelevanten Gewerke wie Baumeister und Stahlbauarbeiten sowie die Gebäudehülle von der Unger Steel Group ausgeführt. Fenster, Tore, Türen

HERAUSFORDERUNG. Im Zeitraum Oktober 2011 bis März 2012 wird das Gesamtbauvorhaben realisiert. Die Gesamttonnage dieses Projekts beläuft sich auf 300 Tonnen. Der Einbau des Hochregallagers, die Montage von vier Hallenkränen sowie die anschließende Montage eine Photovoltaikanlage auf dem Dach gelten als Herausforderungen dieses Bauprojekts. Auf der Fläche von rund 3.000 m² wurde eine zweischiffige Stahlhalle in den Ausmaßen von 26 x 49 m und 27 x 57 m zur Lagerung von Edelstahlrohren inklusive Installation eines vollautomatischen Hochregallagers erbaut und ausgestattet. Eine Manipulationshalle für die Bearbeitung der Rohre ergänzt das Hochregallager auf praktikable Weise. Vier kleinere Anbauten für einen Aufenthaltsraum, eine Meisterkabine, ein Kleinteilelager und einen Technikraum schaffen zusätzlichen Arbeitsplatz. Die Ausführung der Dachaufbauten mittels Akustiktragschale ermöglicht eine entsprechende Lärmreduktion und ein möglichst geräuscharmes Ambiente und schafft somit optimierte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter und Besucher. Die Außenwände

und Dachbelichtung sowie Bodenplatten fielen unter anderem in den umfassenden Aufgabenbereich. Als Generalunternehmung konnte die Unger Steel Group ausgewiesene Kompetenz als Komplettanbieter im Bau in dieses Projekt einbringen und sorgte so für eine rasche wie versierte Umsetzung des Projekts für die Firma Mertl. „Durch die langjährige Kompetenz als Generalunternehmung mit branchenübergreifender Expertise in der Bauindustrie liefert die Unger Steel Group maßgeschneiderte und flexible Lösungen, die sowohl Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität für den Kunden bieten – bei gleichzeitiger Wahrung höchster Qualität. Wir sorgen für eine kostengünstige und hochwertige Lösung durch die Vielfalt an Bauweisen, Materialien und neuesten Bausystemen und garantieren so einen wesentlichen Vorteil für den Kunden“, erklärt Horst Ache, Geschäftsbereichsleiter Generalunternehmung der Unger Steel Group.

JUNI/JULI 2012

„Wir sorgen für eine kostengünstige und hochwertige Lösung.“ Horst Ache, Unger Steel Group

ERFAHRUNG. „Für die Unger Steel Group

ist es eine schöne Aufgabe, die Kernkompetenz unserer Generalunternehmung zum

Erfolg des Kunden einbringen zu dürfen. Als Spezialist und Generalist können wir langjährige und branchenübergreifende Erfahrung zur Verfügung stellen. Nur so kann ein rasches, kosteneffizientes und schlüsselfertiges Ergebnis innerhalb kurzer Zeit realisiert werden. Starke Partnerschaften wie mit der Firma Mertl schaffen beste Ergebnisse“, erklärt Ing. Josef Unger von der Unger Steel Group. DIE FIRMA MERTL. Das niederösterreichische Familienunternehmen Karl Mertl HandelsgesmbH vertreibt Stahlrohre, Kolbenstangen und Stahlrohrbogen. Dabei sind Service, Lagersortiment und Organisation ganz auf den Bedarf der Kunden abgestimmt. Das international tätige Familienunternehmen wurde 1949 gegründet und beschäftigt aktuell 92 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf ein gutes Verhältnis zu diesen, soziales Engagement sowie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit wird ganz besonderer Wert gelegt. (www.mertl.com) DIE UNGER STEEL GROUP. Sie zählt als

österreichische Unternehmensgruppe in der ausführenden Bauindustrie zu den führenden und international erfolgreichsten Industriebetrieben Europas. Neben der strategischen Zentrale in Österreich bieten rund 20 eigene Niederlassungen in Zentralund Osteuropa sowie im Nahen Osten regionalen Zugang zu sämtlichen Leistungen der Unger Gruppe. Die Gesamtkapazität innerhalb der Gruppe beträgt 70.000 Tonnen jährlich. Das 1952 gegründete Unternehmen im Familienbesitz verfügt über eine erstklassige Bonität. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete die Gruppe mit rund 1.200 MitarbeiterInnen einen Umsatz von 215 Millionen Euro. Europaweit ist die Unger Steel Group die Nummer 1 im Stahlbau. Q

INFORMATION Unger Steel Group Silvia Schlatte, Head of Marketing Tel.: +43 (0)3352/335 24-497 Mobil: +43 (0)664 8450110 silvia.schlatte@ungersteel.com www.ungersteel.com

FOKUS

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IMMOBILIEN

Text Alexander Scheuch Fotos Branding und Homepage Design: Alexander Kellas, Fotografie: Tina Herzl

HUBNER IMMOBILIEN

„CHANCEN ERKENNEN UND RASCH UMSETZEN“ Unternehmerin Beatrice Hubner im Gespräch mit FOKUS über ihren Tätigkeitsbereich, die Ausrichtung ihres neuen Immobilienbüros und wie sie den Wiener Markt sieht.

Wie sehen Sie die Entwicklung am Wiener Immobilienmarkt? Hubner: Positiv! Ich bin überzeugt, dass Wien ein sicherer „Hafen“ ist, um zu investieren. Wie man auch auf Grund der umbrüchigen Wirtschaftssituation in den Jahren 2008 bis 2010 sehen konnte, hat sich in Wien im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten keine Immobilienblase entwickelt. Sie sprechen von Wien als sicheren „Investitionshafen“. Schließt das Wort „sicher“ nicht auch oft Spekulationsgewinne und hohe Renditen aus? Für beide Zielgruppen – sprich für den Investor, der gerne „sicher“ investiert, wie auch für den Spekulanten – kommen unterschiedliche Immobilien in Frage. Es liegt ganz klar am Berater, die passende Immobilie dem richtigen Klienten anzubieten. Freilich sind hohe Spekulationsgewinne meist auch mit höheren Risiken verbunden, aber das ist nicht nur zwingend in der Immobilienbranche so der Fall. Haben Sie sich mit Ihrem Immobilienbüro auf gewisse Immobilien spezialisiert? Grundsätzlich verfügen wir über ein breitgefächertes Know-how, das viele Gebiete umfasst. Das erlaubt es uns, alle Vermittlungsbereiche zu bedienen. Unser Kerngebiet liegt aber in der Beratung und der Vermittlung von Zinshäusern und Wohnimmobilien. 34

FOKUS

JUNI/JULI 2012


Wien – ein sicherer „Investitionshafen“ für Immobilien.

Welche Art von Zinshäusern haben Sie im Moment im Programm? Vorwiegend Zinshäuser mit Renditen zwischen 2,5 und 5 Prozent, je nach Lage oder Objektart auch etwas mehr. Bei fast all diesen Liegenschaften gibt es noch ein Steigerungspotenzial entweder in Form eines möglichen Dachgeschoßausbaus oder in Form von sehr günstig vermieteten Wohnungen und Leerflächen. Was glauben Sie in diesem „umkämpften“ Markt besser zu können als andere? Nicht besser, aber auf jeden Fall schneller. (lacht) Der Blick aufs Wesentliche und der Umstand, sich tatsächlich – und zwar auch „gerne“ – mit der Immobilie und dem Kundenwunsch auseinanderzusetzen, sind ein großer Teil meiner „Erfolgsformel“ wie auch die laufende Beobachtung des Marktes und die Auswahl der passenden Marketingwerkzeuge. Die Nachfrage nach Immobilien steigt. Was bedeutet das für den Markt? Erkennen Sie daraus eine eventuelle Verknappung des Angebots? JUNI/JULI 2012

Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es immer wieder spannende Investitions- und Projektmöglichkeiten gibt, und zwar sowohl in Krisen- als auch in Wachstumszeiten. Oft muss man die Immobilien genau ansehen und analysieren, um Dinge zu sehen, die andere vielleicht nicht wahrnehmen. Insgesamt wird es aber mittelfristig, vor allem in Wien, notwendig sein, dass neue und mehr Wohnflächen entstehen, da sowohl die Nachfrage als auch damit zusammenhängend die Bevölkerung im Raum Wien deutlich zunehmen wird. Wieso haben Sie sich persönlich für die Immobilienbranche entschieden? Kurz vor meiner Studienzeit in der Werbeakademie habe ich begonnen Immobilien zu vermitteln, vorerst, wie man es salopp bezeichnet, lediglich als Studentenjob. Doch daraus wurde mehr, denn als ich meine Ausbildung und meine Praktika abgeschlossen habe, konnte ich mich auf Grund der Leidenschaft für dieses Berufsfeld und meiner bereits aufgebauten Netzwerke nicht mehr davon trennen.

Worauf legen Sie gesteigerten Wert, insbesondere im Umgang mit Ihren Kunden und Mitarbeitern? Ich lege großen Wert auf Verlässlichkeit und erwarte mir umgekehrt ein gewisses Vertrauen – ebenso von den Kunden wie von meinen Mitarbeitern. Wenn dieses Verhältnis stimmt, sind wir in der Lage, sowohl für den Abgeber als auch für den Kunden ein professionelles und erfolgreiches Gesamtkonzept zu schmieden. Das Um und Auf in einer so lebendigen Branche? Gelegenheiten erkennen und diese rasch mit den richtigen Partnern und Klienten umsetzen. Q

INFORMATION Beatrice Hubner Inhaberin Hubner Immobilien A-1010 Wien, Parkring 12 +43 (0)664/929 88 88 beatrice.hubner@hubner-immobilien.com www.hubner-immobilien.com

FOKUS

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WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK WACHSTUMSKURS

TECHNOLOGIE UND INNOVATION Im Wettbewerb der europäischen Regionen zählt die Steiermark zu den Spitzenreitern. Dabei war

FOTO : BEIGESTELLT

der Weg dorthin lange, aber er hat sich gelohnt.

t

Dr. Christian Buchmann, Wirtschaftslandesra

VERÄNDERUNG. Die Steiermark hat in den letzten Jahrzehn-

ten einen Wandel vom grundstofforientierten Industrieland zu einem modernen Technologie- und Innovationsstandort erfahren. Wichtige Impulse kamen zunächst aus dem Automotivesektor, in den vergangenen Jahren haben sich auch in Branchen wie der Energie- und Umwelttechnik oder der Humantechnologie kleine, mittlere und große Betriebe mit innovativen Produkten etabliert. Heute ist die Steiermark mit einer regionalen Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,3 Prozent das innovativste Bundesland in Österreich und liegt im Wettbewerb der europäischen Regionen mit Nordfinnland, Südschweden, der Region Kopenhagen oder Baden-Württemberg an der Spitze. Die steirischen Unternehmen haben die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise hervorragend gemeistert und sind derzeit wieder auf Wachstumskurs. 2010 und 2011 war die Steiermark jeweils Wachstumssieger unter den österreichischen Bundesländern. WACHSTUM DURCH INNOVATION. Im Wirtschaftsressort

unterstützen wir Unternehmen mit der „Wirtschaftsstrategie 36

FOKUS

Steiermark 2020“, die unter dem Motto „Wachstum durch Innovation“ steht. Wir fördern Betriebe dort, wo sie an neuen Produkten, Dienstleistungen, Verfahrenstechniken oder auch der Eroberung neuer Märkte arbeiten. Wesentliches Ziel ist es, die Innovationsfähigkeit der steirischen Wirtschaft auszubauen, damit Wertschöpfung und Beschäftigung am Standort Steiermark wachsen können. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Leitthemen, die wir in den kommenden Jahren besonders forcieren werden. Es sind dies die drei Stärkefelder mit dem größten Wachstumspotenzial: Mobilität, Eco-Tech und Health-Tech. In der Mobilität erweitern wir den traditionell starken Automobilsektor um die Luftfahrt und die Schienensysteme. In beiden Bereichen hat die Steiermark international sehr erfolgreiche Unternehmen. Der Energiesektor bietet in den nächsten Jahren viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Nachfrage nach „grünen Technologien“ steigt und die effiziente und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen gewinnt immer stärker an Bedeutung. Bis 2015 sollen 5.000 zusätzliche Jobs im Green-Tech-Bereich entstehen. Im dritten Leitthema Health-Tech geht es um Innovationen in der Gesundheits- und Lebensmitteltechnologie, die auf Grund der demografischen Entwicklungen ein hohes Potenzial für Wachstum und Beschäftigung aufweisen. STEIRISCHE WIRTSCHAFTSSTRATEGIE. Die Wirtschaft in unserem Land ist in hohem Maße vom Erfolg heimischer Unternehmen im Ausland abhängig. Die Steiermark erwirtschaftet die Hälfte ihrer Wertschöpfung von rund 35 Milliarden Euro pro Jahr im Ausland und jeder zweite Arbeitsplatz ist direkt vom Export abhängig. Deshalb werden wir weiterhin in den Export investieren und die Unternehmen gemeinsam mit dem Internationalisierungscenter Steiermark bei der Eroberung ausländischer Märkte unterstützen. Die Europäische Union hat die innovative und zukunftsweisende steirische Wirtschaftsstrategie besonders ausgezeichnet – die Steiermark ist „Europäische Unternehmerregion 2013“.      Q JUNI/JULI 2012


IMMOBILIENPREISE

LEBENSQUALITÄT ZUM KAUFEN Die anhaltende Nachfrage hält den Immobilienmarkt in der Steiermark stabil. In einigen Regionen ist noch Spielraum bei den Preisen. Ing. Gerald Gollenz, FG-Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer

Welchen Einfluss haben die steuerlichen Veränderungen bezüglich der Immobiliensteuer auf die Immobilienwirtschaft in der Steiermark ? Gollenz: Es ist noch zu früh, ein Abschätzung geben zu können. Grundsätzlich glaube ich, dass der steirische Immobilienmarkt sehr stabil ist, die Käufer eher langfristig denken und es daher zu keinen größeren Veränderungen kommen wird. Probleme sehe ich bei Grundstücken, die in guten Lagen jetzt schon sehr teuer sind, hier besteht schon die Gefahr der Überwälzung an den Käufer.

FOTO: BEIGESTELLT

Steiermark, im Gespräch mit dem FOKUS.

Ing. Gerald Gollenz

Was sind die wichtigsten Impulsgeber für den steiermärkischen Immobilienmarkt? Natürlich die Landeshauptstadt Graz mit ihren Universitäten und Fachhochschulen, aber auch immer mehr die gute Lebensqualität, die zentrale Lage innerhalb der Europäischen Union und in bestimmten Gebieten der Aufschwung im Tourismus. Natürlich sind die Kultur und die Kulinarik nicht zu vergessen. Wie erwarten Sie, dass sich die Immobilienpreise innerhalb der nächsten zwölf Monate entwickeln werden? Ich glaube, dass wir großteils ein Niveau erreicht haben, dass schwer zu toppen sein wird. Einige Regionen haben hier noch einen Spielraum nach oben, aber grundsätzlich wird sich das Preisniveau in der derzeitigen Höhe einpendeln. Welche Vorteile bietet der steirische Immobilienmarkt Investoren und Bauträgern? Die hervorragende Lebensqualität im Zentrum Europas gepaart mit positiven Tourismuskennzahlen und die Tatsache, dass der Markt ein langjähriges stabiles Niveau ohne Überangebot und Preisausbrecher aufweist. Q JUNI/JULI 2012

Makler ƒ Bauträger ƒ Immobilienverwalter

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FOKUS

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WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK WACHSTUM

FOTO: SHUTTERSTOCK

„SPECKGÜRTEL“ SIND GEFRAGTER DENN JE

QImmer mehr Österreicher zieht es in die „Speckgürtel“ rund um Ballungsgebiete. Den höchsten Bevölkerungszuwachs verzeichnen die steirischen Gemeinden im Einzugsgebiet von Graz. Die Bevölkerung der Landeshauptstadt selbst wächst ebenfalls rasant. Bevölkerungszuwachsgewinner ist österreichweit Graz. Die steirische Landeshauptstadt hat laut Angaben der Statistik Austria mit

einem Bevölkerungsplus von 15,6 Prozent in den vergangenen Jahren am stärksten zugelegt. Knapp dahinter folgt Eisenstadt mit 14,66 Prozent. Eine Bevölkerungszunahme im zweistelligen Bereich kann auch noch Wien vorweisen (10,58). Die Landeshauptstädte Linz (+3,2), Salzburg (+3,8) und Bregenz (+3,86) verzeichnen hingegen einen viel geringeren Bevölkerungsanstieg.

INVESTMENT

FOTO: SHUTTERSTOCK

BOXMARK LEATHER INVESTIERTE 15 MILLIONEN EURO IN SLOWENIEN

Q Der steirische Lederbezügehersteller Boxmark Leather führt seine Expansion in SEE weiter. Das in Slowenien befindliche Werk hat eine 15 Millionen Euro schwere Modernisierung und Erweiterung des Standorts in Kidricevo abgeschlossen. Die Investition umfasst unter anderem ein neues Forschungs- und Entwicklungs38

FOKUS

zentrum. Das neue Gebäude wurde slowenischen Medienberichten zufolge Mitte Juni im Beisein des slowenischen Regierungschefs Janez Jansa feierlich eröffnet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Slowenien. JUNI/JULI 2012


WOHNWÜNSCHE

IMMOBILIEN – TRENDS UND PREISE

Lieb. Reizend. Sinne reagieren auf Reize. Gerade in der Welt des Bauens ist das offensichtlich. Was uns reizt sind neue Herausforderungen und Aufgaben, bei denen wir Erfahrungen und Werte aus über 80 Jahren ausspielen können: Im Hoch- und Trockenbau, Holzbau, Planung und Entwicklung! ®

QEinfamilienhäuser und Wohnungen in sehr guter Lage sowie Anlegerwohnungen sind in der Steiermark sehr beliebt. „Gestiegen sind überall dort die Preise, wo Mieteinnahmen möglich werden“, so Markus Schark, Eigentümer von RE/MAX Vision mit Büros in Graz, Mürzzuschlag und Leoben. Bei den Anlegerwohnungen werden hauptsächlich jene mit Flächen von 40 bis 50 Quadratmeter bzw. mit einem Quadratmeterpreis von bis zu 2.700 Euro gerne gekauft. „Besonders begehrt sind zudem Grazer Lagen wie Geidorf, St. Peter und Waltendorf“, erläutert der steirische Immobilienfachmann. Derzeit ortet Schark auch einen Trend zu Vorsorgewohnungen in der Obersteiermark, insbesondere auf Grund der Universität in Leoben. „Aber auch Mietwohnungen bis zu 70 Quadratmeter sind sehr gefragt“, so Schark. „Dies gilt ebenso für Zinshäuser, wobei sich die Rendite auf Grund der hohen Kaufpreise seit dem Jahr 2009 um rund ein Prozent verringert hat.“ Gerhard Zechmann, Geschäftsführer von RE/MAX Nature mit Büros in Liezen und Schladming, meldet im Vergleich zum vergangenen Jahr eine deutliche Steigerung sowohl beim Transaktionsvolumen als auch beim Umsatz: „Eigentumswohnungen in der Größe von 70 bis 85 Quadratmeter in guter Lage beziehungsweise zentrumsnahe sind sowohl in Liezen als auch in Schladming gefragt. Derzeit ist die Nachfrage größer als das Angebot, es handelt sich hier also um einen klassischen verkäuferdominierten Markt.“ Zechmann ortet auch in seinen Regionen eine Verlagerung von Eigentum in Richtung Miete. Bei Einfamilienhäusern bis 200.000 Euro bestehe eine große Nachfrage. Ebenfalls gefragt: Baugrundstücke in guter Lage. JUNI/JULI 2012

Foto: LIEB BAU WEIZ

FOTO: SHUTTERSTOCK

Sparte Hochbau

Vertrauen Sie auf alle Bausteine unserer steirischen Unternehmensgruppe.

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Hoch- & Trockenbau Planung Generalunternehmung

Fertighäuser, Dachstühle Holzstiegen Ingenieurholzbau

Birkfelder Straße 40 8160 Weiz

Fliesenverlegung Beratung Säure- & Bäderbau

Baumärkte, Baustoffe Gartencenter Sport 2000

T: +43 3172 2417 - 0 www.lieb.at


WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK

Text & Fotos Wegraz

VIELSEITIGE HOCHWERTIGE ANGEBOTE

„GANZ UND GAR WEGRAZ“ Seit 1980 ist die WEGRAZ erfolgreich in der Projektentwicklung tätig. Die Symbiose aus zeitgenössischer Architektur und historisch bedeutender Bausubstanz ist dabei die Mission. Neben herausragenden Revitalisierungsprojekten und Neubauten im Bereich Wohnen zählt die Entwicklung von Handels-, Gewerbe- und Industrieimmobilien ebenfalls zur Kernkompetenz. ECKDATEN Zentrum Reininghaus Süd LAGE: Peter-Rosegger-Straße 25–37, Graz-Wetzelsdorf GRUNDSTÜCKSGRÖSSE ca. 28.945 m2 Tiefgarage, Lift

BAUABSCHNITT 1 10 MIETWOHNUNGEN ca. 55–75 m2 TERRASSENGRÖSSEN ca. 18–25 m2 BALKONGRÖSSEN ca. 6–10 m2 BETREUTES WOHNEN 38 Mietwohnungen

DAS WOHNBAUPROJEKT DER ZUKUNFT. Mit der Realisierung des multi-

funktionalen Zentrums Reininghaus Süd entsteht ein innovatives Wohnungs- und Serviceangebot im aufstrebenden Grazer Westen. Seitens der Stadt Graz wurde der Rahmenplan für den „neuen Stadtteil“ beschlossen, der die große Chance für eine urbane, dichte und energieoptimierte Büro- und Geschäftsflächen

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FOKUS

Stadtentwicklung darstellt. Zur Erzielung der bestmöglichen städtebaulichen und baukünstlerischen Qualität wurde zu einem Architekturwettbewerb nach dem Grazer Modell geladen, aus dem das Projekt des Architekturbüros Nussmüller als Sieger hervorging. Entlang der Peter-Rosegger-Straße werden ein Sparmarkt, ein Restaurant mit Gastgarten und Geschäftsflächen errichtet, die zur Belebung der Region beitragen. Die darüber befindlichen Büroflächen zeichnen sich durch gute Erreichbarkeit und angenehmes Ambiente aus. Über den Geschäfts- und Büroeinheiten befindet sich ein verbindender zweigeschoßiger Bauteil, in dem betreute Wohneinheiten für SeniorInnen untergebracht und von der Miteinander Leben GmbH vermarktet werden.

SPARMARKT ca. 1.070 m2 CAFÉ ca. 410 m2 DIENSTLEISTER ca. 217 m2 BÜROFLÄCHEN ca. 1.765 m2

BAUABSCHNITT 2 32 EIGENTUMSWOHNUNGEN mit Anlegervariante ca. 55–120m2 TERRASSENGRÖSSEN ca. 18–25m2 BALKONGRÖSSEN ca. 6–10m2

FERTIGSTELLUNG Herbst 2013

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WOHNOASE. Im Süden entstehen 143 Wohnungen in zwölf Wohnhäusern, welche Größen von ca. 60 bis 120 m² beinhalten. Jede Wohnung besitzt großzügige Freiflächen. Die Kombination aus Passivhaustechnologie, Holz-Lehm-Bau, erneuerbaren Energieträgern, toller Infrastruktur, großzügiger Grünflächen und optimaler Raumaufteilung versprechen ein unverwechselbares Wohnklima und niedrige

Energiekosten. Des Weiteren wird mit diesem Vorzeigeobjekt eine innovative Lösung für Plusenergieverbundkonzepte der Zukunft errichtet. Somit wird das Zentrum Reininghaus Süd zu einem lebendigen Standort für Handel, Büros und Wohnungen, die zur Weiterentwicklung dieses Stadtteils beitragen werden.

ATTRAKTIVES WOHNEN UND ARBEITEN IN GRAZER TOP-LAGE. In einem

schoß und im ersten Obergeschoß befinden sich Geschäftsflächen. Ein neu eingerichteter Lift gewährleistet einen barrierefreien Zugang zu allen Ebenen. Auf der Liegenschaft des „Schanzlwirts“ in der

historischen Stadthaus inmitten der Grazer Innenstadt, in der Schmiedgasse 34, entstehen durch den Ausbau des Dachge-

Großzügig, offen und modern sind die Wohnungen, die im Objekt Sackstraße 28/30 am Fuß des Grazer Schlossbergs errichtet wurden. Der hochwertig sanierte Altbau liegt in einer beliebten EinSchmiedgasse, Schlossberg-Blick

Schmiedgasse, Penthouse

schoßes drei Penthousewohnungen mit großzügigen Dachterrassen mit Blick über die Altstadt sowie auf den Schlossberg. Im zweiten und dritten Obergeschoß entstehen jeweils zwei generalsanierte attraktive Wohneinheiten mit ca. 53 bis 78 m², wobei der typische Charakter einer Altbauwohnung erhalten bleibt. Zusätzlich werden modernisierte Büroflächen mit historischem Flair angeboten. Im Erdge-

Grazer Hilmteichstraße entwickelt die WEGRAZ ein modernes Büro-, Dienstleistungs- und Wohnprojekt. In diesem viergeschoßigen Projekt ist die Unterbringung von durch hohe Flexibilität ausgezeichneten Räumen mit unterschiedlichen Nutzungsfunktionen vorgesehen. Ein eingeschoßiger Verbindungsbau ermöglicht eine Synergie mit dem Grazer Traditionsgasthaus. Grundstücksfläche: ca. 1.412 m².

Hilmteichstraße JUNI/JULI 2012

kaufsstraße und zeichnet sich durch die ideale Lage mitten im historischen Stadtzentrum sowie durch die ausgezeichnete Infrastruktur aus. Neben Wohnungen (ab 58 m²) können ebenfalls zwei Geschäftslokale (ab 40 m²) angemietet werden. Im gleichen Objekt befinden sich eine WIKI Kindergrippe und durch die IST-Soziale Dienstleistungen GmbH betreute Wohnungen für Senioren.

Hilmteichstraße, Terrasse

Sackstraße 28–30, Grazer Innenstadt FOKUS

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GEWERBEGRUNDSTÜCKE MIT BESTER VERBINDUNG. Derzeit realisiert

die WEGRAZ im dynamisch wachsenden Industrie- und Gewerbegebiet KalsdorfFeldkirchen – im Süden von Graz, in unmittelbarer Nähe zum Flughafen – ein neues Gewerbeprojekt. Das ca. 40.000 m² große Areal liegt entlang der Landesstraße LB67 (Thalerhofstraße), südlich der ehemaligen AST-Zentralverwaltung. Geplant ist die Ansiedlung von produzierenden Gewerbebetrieben, Logistikunternehmen, Dienstleistern sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen. Die Grundstücke sind derzeit unbebaut und können nach entsprechender Parzellierung (ab 4.000 m²) käuflich oder im Baurechtswege zur Verfügung gestellt werden. Die Zufahrt erfolgt über die Landesstraße LB67 und Eduaca-AstStraße. Eine direkte Anbindung an die LB67 befindet sich gerade im Planungs-

stadium. Zum Flughafen Graz/Thalerhof sind es nur 2 km, zur Autobahn A2 Richtung Wien bzw. Kärnten und zur Autobahn A9 Richtung Slowenien 4 km. Die Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen sowie die touristische und kulturelle Infrastruktur der Landeshauptstadt

Graz sind auf kurzem Wege erreichbar. Für Industrie- und Gewerbebetriebe, aber auch Forschungseinrichtungen, die im Großraum Graz einen neuen Standort suchen, bietet sich dieses Areal auf Grund seiner verkehrstechnisch günstigen Lage als hervorragende Möglichkeit an. Q

Leechgasse 29 Arbeiten in Grazer Villenviertel

A2Z Business-Tower Geschäftsgebäude mit Landmark-Qualität

BIZ Kapfenberg Büro- und Dienstleistungszentrum mit markantem Außenauftritt

Tec Center Lebring Moderner Industriepark in strategisch günstiger Lage

Business Lösungen auf höchstem Niveau

Die Bausteine unseres Erfolges

Die WEGRAZ ist ein national agierender Projektentwickler mit Sitz in Graz. Der Schwerpunkt liegt in der Realisierung außergewöhnlicher Businessimmobilien Standorte mit Zukunft, die den Wert der Immobilie steigern, Lösungen mit strikter Nutzenorientierung und höchster Funktionalität, Individualität statt Massenware sind dabei die Vorgaben.

Erfahrung mit innovativen Ansätzen Visionäre Baukunst mit ökonomischem Erfolg Unkonventionelle Lösungen mit hoher Flächenwirtschaftlichkeit

WEGRAZ Gesellschaft für Stadterneuerung und Assanierung m.b.H. Hartenaugasse 6a, A-8010 Graz, T 0316 / 38 49 09 - 00, F 0316 / 38 49 57-17, E-Mail: office@wegraz.at

www.wegraz.at


6%

Heizkosten ohne Komforteinbuße sparen

Eaton optimiert Energie Entscheidend ist was Sie wollen Ihr persönliches Klimaschutzprogramm Room Manager – wichtiges Feature der Energieüberwachung für smarteres Wohnen Ein Grad Celsius Temperaturanpassung spart ohne Komforteinbuße bis zu 6% Heizkosten. Energieverbrauch messen, Informationen über Energiegewinnung durch ein Photovoltaik-Paneel abrufen und jeden Verbraucher einzeln ansteuern: Bei einer modernen Elektroinstallation gibt es vieles zu bedenken. Der handliche und einfach zu bedienende Room Manager hilft, Energieüberwachung effizient, komfortabel und intelligent zu gestalten. Er verbindet die Funktionen einer modernen Elektroinstallation wie Sicherheit, Lichtregie, Jalousiensteuerung mit den Komfortfunktionen eines flexiblen Raummanagements. Infos unter: www.eaton.at oder www.eaton.eu/electrical


WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK

Text Anastasia Blumenthal Fotos Redwell

INFRAROTHEIZUNGEN BRINGEN GESUNDE WÄRME

REDWELL – QUALITÄT AUS ÖSTERREICH Möglichkeiten, einen Raum zu beheizen, gibt es viele. Aber keine ist so gesund wie die mit Infrarot. Redwell bringt optimale Wärme in Form von qualitativ hochwertigen Heizelementen.

Showroom Redwell

SEIT RUND ZEHN JAHREN GIBT ES DIE REDWELL MAUFAKTUR GMBH. in

Hartberg in der Steiermark. Hier werden spezielle Infrarot-Heizsysteme gefertigt, die nicht nur gesunde Wärme bringen, 44

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sondern auch mit ihrem eleganten und exklusiven Design punkten. Als Weltmarktführer für Infrarot-Heizsysteme entwickelt und produziert Redwell seine Produkte mit seinem hochqualifizierten

Team ausschließlich in Österreich in traditioneller Handarbeit. Hier werden erstklassige Lösungen entwickelt, um den Kundenwünschen gerecht zu werden. Erreicht wird dies durch ein exaktes Ineinandergreifen handwerklicher und industrieller Fertigungsmethoden, durch einen hochmodernen Maschinenpark und last but not least durch die langjährige Erfahrung. Der Trend zeigt auch, dass – neben dem wärmenden und dem gesundheitlichen Aspekt – die Heizung immer mehr als Inneneinrichtungselement gesehen wird und dabei vor allem auf exklusives Design und maßgeschneiderte Produkte geachtet wird. JUNI/JULI 2012


Die richtige Wärme macht aus einer Wohnung eine Wohlfühloase.

INFRAROT FÜR UNSERE GESUNDHEIT. Die Evolution hat uns Menschen so

geformt, dass wir unser Immunsystem mit Infrarot-Wärmewellen positiv beeinflussen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Heizkörpern erwärmen Redwell-Infrarotheizungen nicht die Raumluft, sondern das Mauerwerk. Die Wände speichern die Wärme viel länger als die Luft und geben sie in den Wohnraum zurück. Durch die Gebäudehüllentemperierung entsteht eine viel geringere Luftschichtung und somit wird auch die Aufwirbelung von Staub gehemmt. Dazu meint Alexander Haider, Sales Manager von Redwell: „Ein weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit von Öl- oder Gaspreisen – Redwell-Infrarotheizungen sind energiesparend, elektrosmogarm und werden ausschließlich mit Strom betrieben, der auch selbst durch Photovoltaikanlagen erzeugt werden kann.“ EXKLUSIVES DESIGN FÜR EXKLUSIVE KUNDEN. Die Redwell Infrarot-Heizsys-

teme bringen jedoch nicht nur gesunde Wärme, sie werten auch jeden Wohnraum mit ihrem eleganten Design auf. So werden Glas- oder Spiegel-Heizpaneele, vielfältige Standardausführungen in verschiedenen Größen, Decken- oder Standelemente angeboten. „Anfang Mai präsentierten wir neue, hochwertige Produkt-Highlights“, so Haider. „Darunter ein Heizpaneel mit moderner EisblumenJUNI/JULI 2012

glasoberfläche, ein neues kleines Standmodell als Zusatzheizgerät sowie das Eigenmotiv Heizpaneel ,Private Print‘ – ein brandneues Druckverfahren ermöglicht nämlich nun den direkten Druck von Fotos, Grafiken, Firmenbeschriftung und Ähnlichem in vielen verschiedenen Heizpaneel-Größen. Mit der Redwell-Manufaktur-Linie ,Made to Measure‘ werden wir heuer sogar an einer internationalen Designmesse in London teilnehmen.“ WEITERENTWICKLUNG IST WICHTIG.

Höchste Manufakturqualität ist die eine Seite. Um Erfolg zu haben, gehört jedoch mehr dazu – etwa ein ausgetüfteltes Marketingkonzept. Auch hier hat Redwell die Nase vorne, denn: „Das neue Marketingkonzept baut zwar auf dem bereits bestehenden Redwell-Auftritt auf, wurde jedoch um viele neue Bereiche erweitert“, meint dazu Alexander Haider. „Grund dafür ist, eine umfassende Corporate Identity zu erhalten. So wurden zum Beispiel eine kurze, prägnante Markenphilosophie definiert und neue Verkaufsunterlagen mit ausdrucksstarken Bildern erarbeitet, mit denen wir nationale und auch internationale Werbekampagnen umsetzen. Vertieft wird dabei vor allem die Botschaft ,Handmade in Austria‘ mit dem zielgerichteten Slogan ,Höchste Manufakturqualität in einzigartigem Design‘. Zudem haben wir ein neues, hochmodernes Showroom-Kon-

zept entwickelt – die sogenannten ,Redwell Stores‘ –, um einen einheitlichen Auftritt im Vertrieb zu sichern.“ „REDWELL STORES“ IM BLICKPUNKT.

Natürlich hat sich der Marktführer für Infrarot-Heizsysteme auch Gedanken über das Vertriebskonzept gemacht. Redwell bietet seinen Vertriebspartnern eine umfassende Verkaufsunterstützung an. Kernpunkt des neuen Konzeptes sind die "Redwell Stores". Der erste Store wird bereits im Juli in Hamburg eröffnet und bis zum Ende des Jahres sind noch etliche weitere in Planung. Vor allem in Österreich werden noch kompetente Partner gesucht. Haben auch Sie Interesse, Redwell zu vertreiben? Dann kontaktieren Sie uns: sales@redwell.com Q

INFORMATION Redwell Manufaktur GmbH A-8230 Hartberg, Am Ökopark 3 Tel.: +43 (0)3332/611 05 www.redwell.com

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WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK

Text Siegfried Nagl Fotos Volker Wohlgemuth/IanusArts, Shutterstock

MAG. SIEGFRIED NAGL, BÜRGERMEISTER GRAZ:

CHANCE FÜR DIE GESELLSCHAFT „Selbst-bewusst“ das Leben in die Hand nehmen, denn nur so lässt sich eine Stadt jetzt und in der Zukunft gestalten – ein Plädoyer für die Freiheit!

AUSSICHTEN. Seit den frühesten Kulturen möchten die Men-

schen wissen, was die Zukunft bringt. Waren es früher Sternendeuter, Wahrsager und Kartenleger, die vorgaben, in die Zukunft schauen zu können, beschäftigt sich heute ein ganzer Wissenschaftszweig mit Zukunftsforschung. Misst man die Vorhersagen der Zukunftsforscher an der Realität, lässt sich allerdings feststellen, dass nur ein Bruchteil zutreffend war. Trotzdem besteht die Möglichkeit, anhand der vorhandenen Gegebenheiten zukünftige Entwicklungen zu erahnen und letztlich auch zu gestalten. WACHSTUM. Die Stadt Graz wird wachsen, und daraus ergeben sich zwangsläufig eine Erhöhung des Energiebedarfs, ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, mehr Wohnraumbedarf, Bedarf an mehr Arbeitsplätzen, mehr Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten in der Stadt. Die rasante technische Weiterentwicklung wird sich auf unser gesamtes Leben auswirken, davon betroffen sind vor allem die Arbeits- und Bildungswelt, die Mobilität und nicht zuletzt werden die technischen Möglichkeiten auch unser demokratisches System grundlegend verändern. Der medizinische Fortschritt hat es möglich gemacht, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen bei 82, die von Männern bei 78 Jahren liegt. Die rasche 46

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Entwicklung in der Biologie und die daraus resultierenden medizinischen Anwendungsmöglichkeiten werden die Lebenserwartung noch weiter erhöhen. Ein durchschnittliches Lebensalter bis zu 120 Jahren ist keine Utopie mehr. Weil mit der Lebenserwartung auch die Krankheits- und Pflegekosten exponentiell ansteigen, droht uns im Gesundheitssystem ein finanzieller Kollaps. GESUNDHEITSSYSTEM. Um die Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems nicht zu gefährden, dürfen Menschen nicht nur älter werden, sie müssen gesund älter werden. Dieses Ziel lässt sich nur dann realisieren, wenn die Einsicht und Compliance der Bevölkerung für einen gesünderen Lebenswandel und Prävention zunimmt. Da Gesundheitsbewusstsein stark bildungsabhängig ist, darf sich die Schulbildung nicht mehr auf bloße Wissensvermittlung beschränken, sondern muss auch zu einer Schule des Lebens werden. Diese Schule bereitet die Menschen darauf vor, für langes Leben zu lernen. Unser unbekümmerter Umgang mit den Ressourcen Erdöl, Wasser, Luft hat uns in eine Notlage gebracht. Der drohende Klimakollaps, die zur Neige gehenden Erdölreserven, der absehbare Wassermangel machen deutlich: Wir haben zu lange über unsere Verhältnisse gelebt. JUNI/JULI 2012


VERÄNDERUNG. Diese dramatische Situation zwingt uns zu einer

Veränderung unseres Verhaltens, und das bringt natürlich auch Bewegung in unsere Gesellschaft. Im tiefsten Inneren spüren wir alle, dass wir zu lange und ohne schlechtes Gewissen auf Kosten der nächsten und übernächsten Generation gelebt haben. Allein das Gebot der Fairness verlangt schon ein rasches Handeln der Politik. Es liegt dabei auf der Hand, dass der Weg zur richtigen Entscheidung nicht immer der leichteste ist. Wesentlich für diesen Prozess der Veränderung ist, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern die Verantwortung für ihr Leben wieder übertragen. ABHÄNGIGKEITEN. Mit einer kleinen Anleihe an das Mittelalter

könnte man es zuspitzen: „Stadtluft muss wieder frei machen!“ Für viele Unfreie (Leibeigene etc.) waren die Städte, die seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von adeligen und geistlichen Herren gegründet wurden, die Stätten ihrer Sehnsucht. Dort erst schienen Freiheit, Unabhängigkeit, Reichtum und Glück für alle Menschen Realität werden zu können, denn mit dem Recht, sich in der Stadt aufhalten zu dürfen, war die Leibeigenschaft aufgehoben. Auch heute geht es um Abhängigkeiten. Wer ständig nur nach „oben“ blickt und meint, irgendwer, etwa bei Klimagipfeln oder Weltwirtschaftsforen, werde schon Regeln erlassen, nach denen man sich dann richten werde, nimmt sich die Freiheit, das Leben und die Umwelt selbst zu gestalten.

rationen keinen Spielraum hinterlässt, für sich und jedenfalls für die Nachwelt die Freiheit. Die Wurzel des Übels ist, dass manche unter uns – und ich meine damit Politikerinnen und Politiker aus allen Parteien – den „Gratisstaat“ zu ihrem Credo erhoben haben. Alles auf höchstem Niveau, und das gratis. Jene, die diesen Sand in die Augen der Menschen streuen, begehen – und man kann es ruhig einmal so deutlich sagen – Verrat an der Zukunft. In diesem Bereich gehört das Steuer dramatisch herumgerissen. ENTSCHEIDUNGEN. In Zukunft wird es wieder Menschen geben,

die sehr genau wissen, wie viel an Natur sie verbrauchen und wie sie die vielen technischen Möglichkeiten am effizientesten einsetzen, wie viel an Krankenkosten für sie anfallen und wie sie sich am besten gesund erhalten. Und sie werden vor allem wissen, wie Entscheidungen in der Politik zustande kommen, weil sie diese in ständigem Austausch mit der Politik durch Bürgerbefragungen selbst getroffen haben. Die Stadt der im wahrsten Sinn „selbst-bewussten“ Bürgerinnen und Bürger ist das Ziel und die Chance für unsere urbane Gesellschaft. Q

Bürgermeister von Graz Mag. Siegfried Nagl sieht bei „selbstbewussten“

GESTALTUNGSFREIHEIT. Unter Freiheit verstehe ich nicht nur

Bürgerinnen und

die klassischen Freiheiten, die auch als Grund- oder Menschenrechte verbrieft sind, sondern vor allem die Gestaltungsmöglichkeiten auf verschiedensten Ebenen. Dazu ein Zitat Bernhard Shaws: „Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten“, das bedeutet: „Freiheit ist selbst gewählte Verantwortung“. Deshalb verspielt auch der, der immer mehr Schulden (sowohl klassisch finanzielle als auch bei unserer Natur) anhäuft und den nachfolgenden Gene-

Bürgern die Chancen

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für unsere urbane Gesellschaft in der Zukunft.

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WIRTSCHAFTSSTANDORT STEIERMARK

Text Michael T. Landschau Fotos Oper Graz

„GEFÄSS DER EMOTIONEN“

OPER GRAZ Im Zentrum von Graz entstehen unter der Leitung von Elisabeth Sobotka kluge und ästhetisch ansprechende Opern-, Tanz und Musicalproduktionen. Klingende Namen und vielversprechende Talente finden immer wieder ihren Weg in das Grazer Opernhaus, welches einen wichtigen und anerkannten Beitrag zum heimischen Kulturgeschehen liefert. Qualität setzt sich eben durch!

DAS IDEALE OPERNHAUS. „Drei Aspek-

te machen die Oper Graz zu einem ganz besonderen Ort“, schwärmt die Intendantin Elisabeth Sobotka. „Das ist zum einen das unglaublich schöne Gebäude. Stellt man sich das ideale Opernhaus vor, dann müsste es so wie das Grazer Opernhaus aussehen – von außen und von innen. Weiters ist die Lage des Opernhauses perfekt, es ist zwar für sich selbst isoliert, liegt aber mitten im Zentrum von Graz, nahe dem Markt, der eine unglaubliche Lebensqualität an dieses Haus anbindet. Überhaupt ist die Stadt Graz ein idealer Ort, um Großartiges auf die Beine stellen 48

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zu können. Und zum Dritten sind es die Menschen, die für dieses Haus und das Publikum arbeiten. Diese Menschen legen einen Arbeitseinsatz, Eifer und Liebe an den Tag, wie ich es selten zuvor erleben durfte.“ GERNE ZU GAST IN GRAZ. Elisabeth Sobotka schafft es immer wieder, großartige nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler für die Oper Graz zu verpflichten, hat darüber hinaus ein sicheres Gespür, junge Talente zu erkennen und diese in Graz erste erfolgreiche Schritte tun zu lassen – zur Freude des

Publikums. „Es ist dieses besondere Arbeitsklima hier, welches die Künstlerinnen und Künstler in Graz so schätzen. Vor allem die Regisseurinnen und Regisseure finden hier bei uns eine Möglichkeit vor, auch Neues auszuprobieren. Ja, sie kommen gerne zu uns, weil sie sich hier willkommen und getragen fühlen. Das beweist auch, dass beispielsweise im Oktober der international überaus gefragte Stefan Herheim die Inszenierung der ,Manon Lescaut‘ übernehmen wird. Das Haus ist groß genug, um hier wirklich alles tun zu können, so umfasst unser Orchester 90 Musikerinnen und Musiker, und das JUNI/JULI 2012


Mann von La Mancha“ von Wassermann, Leigh und Darion ist für diesen Spielort wirklich perfekt. „Die Idee, die Kasematten heuer wieder zu bespielen, ist eigentlich aus einer Not heraus geboren, da das Hauptgebäude und die Probebühne auf Grund von Umbauarbeiten derzeit nicht nutzbar sind“, erklärt die Intendantin. „Doch aus dieser Not ist – gemeinsam mit dem leider vor Kurzem verstorbenen Bühnenbildner Rolf Langenfass – ein wirklich perfektes Projekt geworden.“ OHNE

ist schon ganz ordentlich.“ Es ist außergewöhnlich, wie Elisabeth Sobotka trotz Sparstift und immer schwieriger werdender Rahmenbedingen darum kämpft, dass die Strukturen und Möglichkeiten für die Oper Graz erhalten bleiben. BREIT GESTREUT UND BUNT GEFÄCHERT. Der Spielplan der Oper Graz ist

überaus abwechslungsreich, vielschichtig und spannend. Der Bogen spannt sich in der kommenden Wintersaison von Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“, welche am 6. Oktober 2012 Premiere haben wird, über Verdis „La Traviata“ und „L’elisir d’amore“ von Gaetano Donizetti bis hin zu Engelbert Humperdincks großartiger Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Für alle Musical-Liebhaber zeigt die Oper Graz ab 25. Oktober 2012 den Welterfolg „Fame“. Auch der steirische Starpianist Markus Schirmer findet mit „Scurdia“ wieder seinen Weg in die Oper Graz und wird gemeinsam mit einer internationalen Truppe am 6. September mit seiner unbändigen Spielfreude und Virtuosität das Publikum begeistern. Vom 24. Juni bis 15. Juli wird die Oper Graz eine ungewöhnliche Spielstätte zum Leben erwecken – die Kasematten, die alte Gemäuer der ehemaligen Befestigungsanlagen. Das Musical „Der JUNI/JULI 2012

ERHOBENEN

ZEIGEFINGER.

aus positiv bewertet. Ein paar Zahlen: 2011 lag der Wertschöpfungseffekt bei rund 36,4 Millionen Euro, der Kaufkrafteffekt belief sich auf etwa 13,4 Millionen Euro und auch die öffentliche Hand konnte sich freuen, betrugt doch der Fiskaleffekt rund 5,6 Millionen Euro. „Darauf kann man wirklich stolz sein“, betont Elisabeth Sobotka, „doch da gibt es noch einen Mehrwert über die wirtschaftlichen Aspekte hinausgehend – nämlich, dass dieses Haus ein wunderbares Gefäß der Emotionen für die Menschen dieser Stadt und deren Besucher ist.“ Q

Kinder und Jugendliche sind Elisabeth Sobotka ein ganz besonderes Anliegen. Liebevoll und klug gestaltete Produktionen wie etwa „Das kleine Gespenst“, „Der Schneemann“ oder „Verdi für Kinder“ stehen dabei ebenso auf dem Spielplan wie ein Opern-Clubbing. Doch darüber hinaus bietet die Oper Graz eine Vielfalt von kulturellen Begleitprogrammen unter dem Titel „OperAktiv“ für Kinder sowie Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen an. Besonders ist dabei die „Theaterpraktische Werkstatt“ hervorzuheben. Junge Opernbesucher ab 15 Jahren – oder die es noch werden wollen – bekommen im Rahmen einer theaterpraktischen Werkstatt die Möglichkeit, die Entstehung eines Stücks und seine Hintergründe selbst zu erkunden. Die Umsetzung durch den Regisseur wird zum aktiven Erlebnis. Es darf dabei alles ausprobiert werden – so wird Oper unmittelbar und erlebbar. MEHRWERT FÜR DIE MENSCHEN UND FÜR DIE STADT. Dass ein qualitativ hoch-

wertiges Kulturangebot nicht nur Freude bereitet, sondern darüber hinaus auch soziologische und wirtschaftliche Auswirkungen hat, sollte allgemein bekannt sein. Für die Bühnen in Graz belegt dies sogar eine Studie mit eindrucksvollem Ergebnis. So bescheinigt diese Wirkungsanalyse, erhoben von „LUMIQUE – Gesellschaft für strategische Managementservices“, wichtige soziokulturelle Effekte, wie beispielsweise Stärkung des Bürgerbewusstseins, komplexer Bildungswert, Integration oder soziale Einbindung. Vor allem die Oper Graz schneidet dabei sowohl bei Beliebtheit als auch bei Bekanntheit mit Bestnoten ab. Auch die ökonomischen Wirkungen der Bühnen in Graz sind in der Studie über-

ZUR PERSON Elisabeth Sobotka studierte Musikwissenschaft und diplomierte mit einer Arbeit über den Dirigenten Franco Faccio. Anschließend arbeitete sie in den künstlerischen Betriebsbüros der Salzburger Festspiele und „Jeunesses musicales“ in Wien. Louwrens Langevoort holte sie 1992 nach Leipzig, wo sie zweieinhalb Jahre mit Udo Zimmermann zusammenarbeitete. Ab 1994 war sie acht Jahre lang Chefdisponentin der Wiener Staatsoper. Im Herbst 2002 wurde sie von Daniel Barenboim und Peter Mussbach als Operndirektorin der Berliner Staatsoper „Unter den Linden“ engagiert. Seit 2009 ist Elisabeth Sobotka Geschäftsführende Intendantin der Oper Graz.

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BUSINESS

Text Heimo Rollet Fotos Beigestellt

ZERTIFIZIERUNG

QUER DURCH ALLE NUTZUNGSARTEN Was haben ein Baumarkt, die Generaldirektion einer Versicherungsgesellschaft, ein Büround ein Wohnbau gemeinsam? Sie sind die vier jüngsten Gebäude, die für ihre Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden sind. Wohnbau W124

SILBERSTATUS. Schon allein diese vier

Objekte zeigen auf, auf welch breiter Basis Nachhaltigkeit objektiviert werden kann. Unter den vier im Juni von ÖGNI ausgezeichneten Objekten befindet sich zum

Allianz Elementar Versicherung

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Beispiel ein Baumarkt – der OBI in der Wiener Triester Straße. Hierbei handelt es sich um eine Vorzertifizierung der Kategorie Neubau Handel. Die ökologische Auswahl von Bauprodukten sowie der Einsatz

nachhaltiger Hölzer, die gute Bewertung bei den Lebenszykluskosten waren nur einige Kriterien, die dem Bauherrn Sochor den Silberstatus gebracht haben. Außerdem ist der OBI in der Triester Straße besonders familienfreundlich, barrierefrei, sehr flächeneffizient und ebenso besonders fahrradfreundlich. Selbst die Umnutzung wurde schon mitgedacht. Ebenso ein Silber-Vorzertifikat erhielt der Wohnbau W124. Der Bauherr, die BIP Immobilien Development, konnte vor allem einen sehr guten thermischen Komfort im Sommer und im Winter umsetzen. Auch die Außenraumqualität, der Fahrradkomfort, die gute Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit sowie die ausgewogene Lebenszykluskosten stechen bei diesem Projekt hervor.

Optimum

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Die BlueCARD ist das Pickerl fürs Gebäude.

OBI-Markt Triester Straße

Somit wären schon zwei große Nutzungsarten von Immobilien abgedeckt, fehlt nur noch ... richtig: das Büro! Hier wurden zwei „BlueCARDs“ von der ÖGNI verliehen. Was das ist? Mit der BlueCARD steht der Bau- und Immobilienbranche erstmals ein Gebäudepass zur Bewertung der Nachhaltigkeit des Bestands zur Verfügung. Als leistungsorientiertes, übersichtliches und leicht verständliches Ratingsystem deckt die BlueCARD alle relevanten Felder des nachhaltigen Bewirtschaftens ab und deklariert den Gebäudebestand mittels der Aussage: „Ja, das Gebäude erfüllt grundlegende Anforderungen der Nachhaltigkeit“ oder „Nein, das Gebäude ist nicht nachhaltig“. Oder anders gesagt: „Die BlueCARD ist das Pickerl fürs Gebäude“, wie es ÖGNI-Vorstand Martina Maly auf den Punkt bringt. Und genau eine solche Bestätigung erhielten die beiden Büroflächen des Objekts Optimum sowie die Generaldirektion der Allianz Elementar Versicherung. Mag. Alexander Fenzl von Otto Immobilien zeigte sich über die Ausstellung der BlueCARD für das Optimum hocherfreut. Das Bürohaus wurde 2001 in Betrieb genommen und liegt an der Ecke Dresdner Straße/Traisengasse in Wien. Eigentümer des Gebäudes ist die Commerz Real Investmentgesellschaft. Für die Generaldirektion der Allianz Elementar Versicherung gehört die Blue-

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CARD fast zum Pflichtprogramm. Das von ihr genutzte Bürogebäude hat über 28.000 Quadratmeter, liegt an der Wiener Westachse und zeigt vorbildlich, dass auch ältere Gebäude nachhaltig sein können – schließlich wurde die Immobilie bereits 1977 erbaut und in den Jahren 2004 bis 2009 umfassend modernisiert. Nachhaltigkeit bei Gebäuden ist ein Teil der Unternehmensphilosophie bei der Versicherung. Die Allianz Elementar hat sich nämlich als Konzern weltweit ganz der Nachhaltigkeit verschrieben und sich eine CO2-Einsparung von 25 Prozent zum Vergleichsjahr 2006 zum Ziel gesetzt. In Österreich konnte dieses Ziel mit Einsparungen von sage und schreibe 51,2 Prozent mehr als erreicht werden. „Der Bestand ist die große Herausforderung, der wir uns stellen müssen, wenn wir wirklich etwas bewegen und zu einer grundlegenden nachhaltigen Welt kommen wollen“, zeigt sich ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann glücklich darüber, dass die BlueCARD vom Markt so gut angenommen wird. Mit den jüngsten Auszeichnungen sind weitere Gebäude in Österreich zu Blue Buildings geworden. Hierbei geht es um die Entwicklung weg von der reinen Energieeffizienz hin zu einer gesamtheitlichen Nachhaltigkeit. „Ökonomie und Ökologie spielen dabei eine tragende Rolle und auch technische Leistungsfähigkeit, so-

ziokulturelle Aspekte, der schonende Umgang mit Ressourcen und Energie, das Beachten wirtschaftlicher und menschlicher Bedürfnisse. All diese Kriterien werden bei den von der ÖGNI angewandten Auszeichnungssystemen berücksichtigt“, mahnt ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann ein, dass es mit reiner Energieeinsparung allein nicht getan ist. Außerdem zeigt sich Kaufmann glücklich, dass nun einerseits endlich der Bestand angegangen wird und zweitens, dass erst zwei Jahre vergangen sind, seitdem die ersten Leuchtturmprojekte der Nachhaltigkeit in Österreich ausgezeichnet wurden. „In diesen zwei Jahren hat sich enorm viel weiterentwickelt, die Vielzahl der Projekte zeigt die Breite der Möglichkeiten von ÖGNI“, meint Kaufmann und verweist auf Objekte in Moskau über Bukarest bis nach Kanada. Sie alle sind durch die ÖGNI ausgezeichnet. Auch die unterschiedlichsten Bauarten und Baustoffe kommen dabei vor, vom reinen Holzhochhaus bis zum Stahlbetonbau. Kaufmann: „Wir schließen nichts dogmatisch aus, wichtig ist, dass am Ende das Konzept stimmig ist. Das Gebäude muss der Umwelt und den Nutzern entsprechend geplant und gebaut werden, der Prozess sollte integriert ablaufen und den ethischen Anforderungen gerecht werden. Dann können wir wirklich von einer ordentlichen Nachhaltigkeit sprechen.“ Q

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Text Thomas Kozak Fotos Shutterstock

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Wenn die Zeit am schönsten ist, ist auch die Gefahr am größten.

URLAUBSZEIT – EINBRUCHSZEIT!

SOMMER, SONNE, SICHERHEIT Jedes Gebäude und jede Wohnung bedarf einer individuellen Absicherung gegen unerwünschte Gäste. Allerdings werden die beste Technik und das beste Produkt wertlos bei unsachgemäßer Installation – hier sind Profis gefragt!

SICHERHEIT ist ein beständig wichtiges

Thema, speziell in dieser Jahreszeit, in der Urlaube anstehen. Die Häuser und Wohnungen sind für Wochen unbewohnt und dem einen oder anderen finsteren Gesellen bietet sich so die Möglichkeit einzubrechen und nach Wertgegenständen zu suchen. Meist werden die Gebäude tagelang beobachtet, um sicherzugehen, dass niemand zu Hause ist, bevor eingestiegen wird. Genau hier beginnt das Sicherheitsthema wichtig zu werden. Anwesenheitssimulationen helfen – richtig installiert vorausgesetzt, und zwar am besten vom Profi – die Übeltäter fernzuhalten. Die Simulations- oder Vortäuschungstechnik hält zwar einen Großteil der Täterschaft davon ab, sich der Wohnung oder dem Haus zu nähern, aber leider nicht alle. Einbrecher steigen für gewöhnlich über die Fenster oder die Türen in das Haus oder die Wohnung ein. Es gilt auch hier: Wer vorinvestiert hat, hat die besseren Karten. Zum einen sollte bei der JUNI/JULI 2012

Auswahl der Türen und Fenster darauf geachtet werden, dass diese einbruchshemmende mechanische oder elektronische Vorkehrungen aufweisen respektive mit zerstörungsresistenten Glasbeschichtungsfolien ausgestattet sind, wodurch es dem Täter sehr viel schwieriger gemacht wird, überhaupt in das Gebäude beziehungsweise die Wohnung zu gelangen. In diesem Zusammenhang ist dringend anzumerken, dass einer der größten Fehler, der in diesem Bereich begangen wird, die unsachgemäße Selbstmontage von Alarmanlagen, Sensoren oder Meldern ist. Es gibt hierfür speziell ausgebildete Profis, welche nicht – nur um ein Beispiel zu nennen – die Alarmanlage über der Eingangtür positionieren, die jeder Gelegenheitseinbrecher, wenn auch nur auf der Durchreise, deaktivieren oder entfernen kann. Ein weiterer oft begangener Fehler im Sicherheitsbereich ist die Sparsamkeit beim Erwerb von Schlössern und Riegeln. Sicherheitsschlösser kosten zwar mehr,

verzögern aber den Zutritt enorm oder verhindern gar die Zutrittsmöglichkeit durch die Eingangstür. Hierfür sollte ebenfalls der Fachhandel aufgesucht und ein Unternehmen engagiert werden, das für den einwandfreien Einbau sowie die Funktion garantiert. Denn die beste Technik und das beste Produkt werden wertlos bei unsachgemäßer Installation. Hilfe und Unterstützung kann man sich in diesem weiten Bereich bei der Polizei, im Fachhandel, aber auch in der „Sicherheitswelt“ der Blauen Lagune holen. Jedes Gebäude und jede Wohnung bedarf einer individuellen Absicherung gegen unerwünschte Gäste. Den ersehnten Urlaub am Meer, in den Bergen oder am See kann man dann beruhigt genießen, ohne befürchten zu müssen, dass bei der Heimkehr verschiedenste Wertsachen – und mit diesen auch die ganze Erholung – verschwunden sind, wenn vorsorglich die richtige professionell installierte Absicherung der eigenen vier Wände durchgeführt wurde. Q FOKUS

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Text Thomas Kozak Fotos EDI-Real, Shutterstock

REAL-TIME-DATENAUSTAUSCH ALLE 30 MINUTEN

IMMOBILIENANGEBOTE SCHNELL ONLINE – SCHNELL OFFLINE EDI-Real setzt neue Maßstäbe bei der Datenübertragung zu den Internetplattformen: derStandard.at/Immobilien, immodirekt.at und ImmobilienScout24.at nützen als erste Kooperationspartner das Immobilien-Update in quasi Echtzeit.

IMMER AKTUELL. Das Internet legt an Bedeutung in der Ver-

marktung von Immobilien weiter zu. Bisher dauerte es in der Regel einen Tag, bis neue Objekte online waren, vermittelte Immobilien deaktiviert wurden und Änderungen für die InternetUser ersichtlich waren. Dazu Dr. Patrick Schenner, Country Manager von ImmobilienScout24 in Österreich: „Den Makler interessiert nur eines: schnell online, schnell offline, immer aktuell zu sein – dem wollen wir entgegenkommen“.

zwischen Software und Immobilien-Plattform setzt EDI-Real neue Maßstäbe und beweist erneut seine Vorreiterrolle als Marktführer in Österreich. So nützen bereits das Immobilienportal von derStandard.at, immodirekt.at und ImmobilienScout24.at die innovative Schnittstellenlösung von EDI-Real und bieten damit ihren Internet-Usern topaktuelle Immobilienangebote. Weitere Kooperationspartner wie unter anderem FindMyHome.at sind in Vorbereitung, und die Plattform willhaben.at wird bereits zweimal täglich mit Objektdaten beliefert.

NOCH SCHNELLER. Die Immobilien-Software EDI-Real bie-

tet seit Kurzem einen Datenaustausch im 30-Minuten-Takt und beliefert damit noch schneller die ersten österreichischen Onlineportale. Mit dieser nahezu Real-Time-Objektübertragung 54

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EFFIZIENTERE ONLINEVERMARKTUNG. Das 30-minütige Update bringt für die Immobilienmakler den Vorteil, dass sie ihre Onlineangebote noch effizienter verwalten und den ImmoJUNI/JULI 2012


Immobilien-Software EDI-Real tonangebend in der Branche.

EDI-Real Geschäftsführer Marco Felice ist überzeugt, dass sich das neue im 30-Minuten-Intervall stattfindende Update der Immobilienangebote zu den Onlineplattformen als Standard in der Branche durchsetzen wird.

biliensuchenden zeitnahe Informationen sowie ein verbessertes Kundenservice bieten können. Bisher wurde zum Beispiel eine am Vormittag vermittelte Wohnung erst in den Nachtstunden auf der Onlineplattform deaktiviert. Durch den neuen, in kurzen Intervallen stattfindenden Datenaustausch ist die vergebene Wohnung in kürzester Zeit offline, wodurch weitere Anfragen von Interessenten ausbleiben. Das erspart dem Makler unangenehme Absagen. AKTUALITÄT ÜBER ALLES. „Das Internet ist ein schnelllebiges Medium, Aktualität steht dabei an erster Stelle. Über veraltete Angebote ärgern sich sowohl Makler als auch Kunden. Die neuen Schnittstellenprozesse von EDI-Real sparen Zeit und vermeiden JUNI/JULI 2012

Ärger“, freut sich Markus Inzinger, Leiter Rubrikenmärkte derStandard.at, als langjähriger Kooperationspartner von EDI-Real über die userfreundliche Innovation. REAL-TIME-PLATTFORMBELIEFERUNG WIRD STANDARD.

EDI-Real ist mit der laufenden Weiterentwicklung seiner Immobilien-Software tonangebend in der Branche. „Unser Ziel ist es, sowohl die Immobilienmakler als auch die Onlineportale bestmöglich durch Innovationen zu unterstützen. Mit der zeitnahen Plattformbelieferung setzen wir erneut einen innovativen Impuls, der sich kurz über lang als Standard in der Branche durchsetzen wird“, zeigt sich EDI-Real Geschäftsführer Mag. Marco Felice überzeugt. Q FOKUS

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Text Stephan Eberhardt Fotos Beigestellt

NEUE REGELUNGEN FÜR IMMOBILIENTRANSAKTIONEN IN TSCHECHIEN

IMMOBILIENRECHT GANZ NEU Der Immobilienmarkt ist auch in Tschechien von Befürchtungen vor einer erneuten Rezession gezeichnet, vor allem davor, dass Banken die Finanzierung von Entwicklungsprojekten im Wohnungsbau oder von Immobilienakquisitionen erschweren oder sogar einstellen. Andererseits steht die Tschechische Republik in Mittel- und Osteuropa gut da, gibt es dort doch zahlreiche interessante Projekte und Immobilienportfolios zum Kauf beziehungsweise Verkauf. Eine umso wichtigere Rolle spielen daher die mit der Neufassung des tschechischen Zivilrechts einhergehenden Änderungen des Immobilienrechts für den einheimischen Immobilienmarkt.

ÄNDERUNGEN. Die Neuregelungen, die im Wesentlichen am 1. Jänner 2014 in Kraft treten (insbesondere das neue Bürgerliche Gesetzbuch, Nr. 89/2012 Slg., und das Gesetz über Handelsgesellschaften, Nr. 90/2012 Slg.) werden das tschechische Rechtssystem vollkommen verändern und tiefgreifend revolutionieren. SACHENRECHTLICHE

REGELUNGEN.

Neben der Einführung von neuen Rechtsbegriffen, Auslegungs- und Rechtsgrundsätzen sowie neuen Bestimmungen über Personen, zur Geschäftsfähigkeit von natürlichen und Rechtspersönlichkeit von juristischen Personen sieht die Neufassung des Bürgerlichen Gesetzbuches neue 56

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sachenrechtliche Regelungen vor. Abgesehen davon, dass auch einige Rechte wie zum Beispiel das Baurecht als unbewegliche Sachen definiert werden, wird es künftig einen neuen Sachenbegriff im Gesetz und kein getrenntes Eigentum an Gebäuden und Grundstücken mehr geben. Als unbewegliche Sachen gelten dann alle Grundstücke und unterirdische Bauwerke mit eigenständiger Zweckbestimmung, wie zum Beispiel ein Weinkeller, die mit ihnen verbundenen Sachenrechte sowie weitere gesetzlich als unbewegliche Sache definierten Rechte. Die getrennte Rechtsfähigkeit von Grundstücken und darauf (nicht nur vorübergehend) errichteter Bauwerke hat bisher neben der Vernachlässigung der Registrierung von

Rechten an Immobilien eine rechtliche Beurteilung vor allem der Eigentumsverhältnisse erschwert. Immobilien sind ausgehend vom Bürgerlichen Gesetzbuch (Nr. 40/1964 Slg.) in aktuell gültiger Fassung Grundstücke und durch feste Fundamente mit dem Grund verbundene Bauwerke. Der sachenrechtliche Grundsatz „superficies solo cedit“ gilt derzeit also in Tschechien nicht, das heißt, das Grundstück und das durch ein festes Fundament mit dem Boden verbundene Bauwerk sind somit zwei selbstständige, voneinander unabhängige Gegenstände privatrechtlicher Beziehungen – eine bauliche Anlage ist somit nicht Bestandteil des Grundstücks. Der tschechische Gesetzgeber kehrt nunmehr wieder JUNI/JULI 2012


Werden sich die geltenden und künftigen Neuregelungen in der Transaktionspraxis bewähren? zum vorerwähnten – grundsätzlich auch in Österreich geltenden – Grundsatz zurück, sodass Bauwerke wieder ein Bestandteil des Grundstücks sein werden, auf dem sie errichtet wurden. Unklar bleibt aber dabei, wie künftig mit Gebäuden und Grundstücken verfahren werden soll, deren unterschiedliche Eigentümer gegenwärtig im Immobilienkataster eingetragen sind. Abweichende Bestimmungen in Sondergesetzen für Flughäfen, Wasserversorgung, Kanalisation oder Straßen bleiben jedoch bestehen.

der nunmehr neuen Rechtsprechung, dass Verträge über die Vermietung von nicht zu Wohnzwecken, das heißt. gewerblich ge-

ZUBEHÖR. Ist daher zukünftig ein Grund-

stück Objekt einer Liegenschaftstransaktion, so gehören als Bestandteil zum Grundstück auch der Raum über und unter der Oberfläche, die nicht nur vorübergehend errichteten Bauwerke einschließlich der im Boden verankerten oder in den Wänden verbauten Sachen sowie Pflanzen, aber nicht zum Beispiel Maschinen oder vergleichbar mit dem Boden verbundene Einrichtungen bei im Immobilienkataster eingetragenem Eigentumsvorbehalt. Gleichfalls wird nach künftiger Gesetzeslage vermutet, dass Zubehör, das heißt bewegliche Sachen, die – ohne Bestandteil des Grundstücks, Gebäudes und so weiter als Hauptsache zu sein – den Zweck haben, gemeinsam mit der Hauptsache im Rahmen ihrer Zweckbestimmungen dauerhaft verwendet zu werden, von Verfügungen über die Hauptsache mitumfasst ist. Im Zweifel muss die Zubehöreigenschaft freilich nach der Verkehrssitte beurteilt werden. VERMIETUNG. Auch hinsichtlich der Rege-

lung zur Vermietung, der im Rahmen von Liegenschaftstransaktionen eine bedeutende Rolle zukommt, da Mieteinnahmen eine entscheidende Einnahmequelle aus der Immobilie sind, gibt es Neuerungen. Zum Teil sind bereits Änderungen der gesetzlichen Regelung für Wohnungsmieten, wie zum Beispiel die in einigen Regionen bereits abgeschlossene Mietzinsderegulierung, das heißt der Vorgehensweise nach vollzogener Aufhebung der Mietzinsbindung mittels unilateraler Erhöhung des Mietzinses auf gesetzlicher Grundlage (Genossenschaftswohnungen ausgenommen), die die Angleichung des regulierten Mietzinses an das Niveau des freien Marktes zum Ziel hat, am 1. November 2011 in Kraft getreten. Trotz JUNI/JULI 2012

nutzten Flächen, die die unternehmerische Tätigkeit der Vertragsparteien berühren, dem Gesetz über die Miete und Untermiete von Gewerberäumen und im Übrigen dem Handelsgesetzbuch unterworfen sind, gab es bei Verträgen über die Vermietung von nicht zu Wohnzwecken dienenden Immobilien immer wieder Rechtsunsicherheiten. Im Zuge der gesetzlichen Neuregelungen soll auch das Gesetz bezüglich der Vermietung von nicht zu Wohnzwecken genutzten Räumlichkeiten aufgehoben werden. Anträge auf Grundbucheintragungen sind seit dem 1. Jänner 2012 auf einem Formular zu stellen (www.cuzk.cz). Die Einreichung ist sowohl in Papier- als auch elektronischer Form möglich (im Jahr 2012 gilt aber noch eine Übergangsfrist), ist aber selbst teurer geworden. Die inhaltlichen Anforderungen an den Einverleibungsantrag sehen vor, dass nicht länger Urkunden vorgelegt werden müssen, die das Recht des bisherigen Eigentümers an den zu übertragenden Immobilien nachweisen, soweit deren Rechtswirkungen vor dem 1. Jänner 1993 eintraten. Im Veräußerungsfall muss also zum Beispiel der Kaufvertrag aus dem Jahr 1992, auf Grund dessen der jetzige Verkäufer erworben hat, nicht vorgelegt werden. Andererseits gilt neuerdings, dass zusammen mit dem Einverleibungsantrag die Urkunde vorgelegt werden muss, auf deren Grundlage

die Eintragung der betreffenden Rechte begehrt wird. SONSTIGES. Daneben gibt es auch Neuerungen aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich, die im Zusammenhang der Durchführung und Abwicklung einer Immobilientransaktion eine Rolle spielen können, wie etwa die umfangreiche Novellierung des Baugesetzes (die Novelle soll am 1. Jänner 2013 in Kraft treten). In steuerlicher Hinsicht, was grundsätzlich für das Halten und Verwalten der Immobilie wichtig ist, wurde mit Wirkung ab 1. Jänner 2012 auch das Grundsteuergesetz novelliert (Nr. 212/2011 Slg.). Das Grundsteuergesetz gibt in seiner Neufassung Regeln für die Besteuerung von sogenannten Flächenbauwerken, das heißt Bauwerken ohne vertikale tragende Konstruktion vor. Flächenbauwerke sind unter anderem Straßen und Wege, Parkplätze, befestigte Umschlagflächen zwischen Gebäuden, betonierte Grundstücke, Tennisplätze usw. Als neue grundsteuerpflichtige Kategorie definiert das Gesetz versiegelte bzw. befestigte Flächen, was jeden Eigentümer einer solchen Immobilie zu einer Grundsteuererklärung verpflichtet. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Novelle dem Steuerzahler endlich den erforderlichen gesetzgeberischen Rückhalt bei der Versteuerung von Flächenbauwerken vermitteln sollte. Unausweichliche Folge ist freilich eine Zunahme der Immobilienbesteuerung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die bereits geltenden und künftigen Neuregelungen in der Transaktionspraxis bewähren. Weitere Diskussionen sind jedenfalls vorprogrammiert ... Q

DER AUTOR Dr. Stephan Eberhardt Rechtsanwalt und Head of Real Estate bei LANSKY, GANZGER + partner Lansky, Ganzger & Partner Rechtsanwälte GmbH A-1010 Wien, Rotenturmstraße 29 Tel.: +43 (1)533 33 30-0 www.lansky.at

Dr. Stephan Eberhardt ist auf Fragen des Immobilienrechts spezialisiert. eberhardt@lansky.at

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Text Thomas Kozak Fotos Beigestellt

ENERGIEEFFIZIENZ

„GRÜNER“ WOHNEN LEICHT GEMACHT Mittlerweile schwimmen wir alle auf der grünen Welle. Kein Wunder: Abgesehen davon, dass die EU mit der Endenergieeffizienzrichtlinie 2006/32/EG zum kollektiven Energiesparen aufgerufen hat, macht sich etwaiges Verschwendertum immer empfindlicher in der eigenen Brieftasche bemerkbar. Gut also, dass sich durch ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Hausautomation und genauer Energieüberwachung gleich etliche Kilowattstunden einsparen lassen – Eaton hilft dabei.

EINSPARUNG. Zu den größten Energiefressern in Gebäuden zählt nach wie vor die Heizung. Es wird nämlich immer noch sehr häufig übertemperiert oder im wahrsten Sinne des Wortes beim offenen Fenster hinausgeheizt. Beides lässt sich mit entsprechender Technik leicht verhindern. Das neue Funk-Heizkörperventil von Eaton beispielsweise bringt jeden 58

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Raum schnell und einfach auf die gewünschte Temperatur. Ein kleiner regulativer Eingriff, der sich sofort bezahlt macht: Immerhin bringt der Verzicht auf lediglich ein Grad Celsius eine Energieeinsparung von rund sechs Prozent mit sich. Heizkostensparend wirkt natürlich auch eine Verknüpfung zwischen Heizkörperventil und Fensterkontakten. Arbeiten

die beiden zusammen, schaltet die Heizung zum Beispiel automatisch auf Frostschutz, sobald ein Fenster geöffnet wird. Beim Room-Manager lässt sich für längere Abwesenheitsperioden sämtlicher Haushaltsbewohner sogar ein genereller Frostschutzmodus einstellen – aber nicht nur: Denn je nach Bedarf stehen bei diesem beliebten Oberbefehlshaber des JUNI/JULI 2012


Wo ein Wille ist, da findet sich mit Eaton auch ein Weg.

Eaton-Funksystems auf Tastendruck zudem noch die Betriebsarten Automatik, Komfort, Standby oder Nacht zur Verfügung. Das heißt, einmal entsprechend parametriert, kümmert sich der RoomManager vollautomatisch um das einstufige Heizen bzw. Kühlen von bis zu sechs Räumen, wobei er ganz im Sinne des Energiespargedankens über das Eaton-Funksystem verschiedenste Umgebungsbedingungen mit einer entsprechenden Sensorik im Auge behält und bei seinem regelungstechnischen Handeln mitberücksichtigt. Auf Wunsch liefert er zudem auch noch knallharte Balkendiagramme oder Zahlen über das eigene Verbrauchsverhalten der letzten 24 Stunden, der letzten Woche, des letzten Monats bis hin zum letzten Jahr. Bis zu fünf Messstellen – beispielsweise Strom-, Gas- und Wasserzähler – können mit seiner Hilfe angezapft werden. DAUERBEREITSCHAFT IST SCHÖN, ABER SELTEN NOTWENDIG! Ganz weit

vorne im Ranking der am häufigsten anzutreffenden heimlichen Stromfresser finden sich erfahrungsgemäß diverse Geräte – und zwar all jene, die rot oder blau leuchten, obwohl sie eigentlich „schlafen“. Meist sind es Fernseher, DVD-Player, Computer, Drucker und/oder Musikanlagen, die von ihren Nutzern permanent in Bereitschaft gehalten werden, obwohl die tatsächlichen „Diensteinsätze“ weit unter 24 Stunden liegen. Eine kostspielige Angelegenheit: In Deutschland errechneten Experten in diesem Zusammenhang einen Verlust von über vier Millionen Euro pro Jahr, und auch in Österreich sind über

zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs auf Standby-Betrieb zurückzuführen. Das wirksamste Mittel gegen all jene elektrischen Verbraucher, die zum Großteil völlig unnötig rund um die Uhr Gewehr bei Fuß stehen, ist eine „Zentral aus“-Funktion. Eingebunden in das Xcomfort-Haus-Automationssystem von Eaton trennt diese auf Knopfdruck – beispielsweise beim Verlassen des Hauses oder vor dem Schlafengehen – Ungenutztes vom Netz, während gleichzeitig erwünschte Funktionen wie eine Anwesenheitssimulation, Bewegungsmelder oder Fensterkontakte aktiviert werden. Abdrehen, wenn es nicht gebraucht wird, empfiehlt sich klarerweise auch beim Licht. So braucht es beispielsweise nur in den seltensten Fällen am Abend wirklich die

sprichwörtliche „Festbeleuchtung“ – meist reichen dem jeweiligen Anlass entsprechende Lichtszenarien völlig aus. Und mit einem intelligenten Lichtmanagement, welches beispielsweise über Helligkeitssensoren das vorhandene Tageslicht und/oder über Bewegungsmelder die tatsächlich anwesenden Personen berücksichtigt, lassen sich sogar bis zu 50 Prozent und mehr einsparen. Eaton selbst hält mit seinem Xcomfort-Programm ein sehr umfangreiches Lösungspaket für ein energieeffizientes „Haushalten“ bereit – kein Wunder, lautet das Firmenmotto des Technologieführers im Bereich elektrischer Systeme für sichere Stromversorgung, -verteilung und -steuerung doch: „Ich spare meine Energie, indem ich Energie spare.“ Q

ZEHN EINFACHE ENERGIESPARTIPPS, DIE IN DEN MEISTEN HAUSHALTEN SOFORT GREIFEN Q Kochen ja, aber wenn möglich mit Deckel Q Ladegeräte aus den Steckdosen entfernen, wenn sie nicht gebraucht werden Q Unnötigen Bereitschafts-, sprich Standby-Betrieb diverser Geräte vermeiden Q Beim Kühlschrank bzw. Eiskasten nur die Stufe 1 statt der beliebten goldenen Mitte wählen – das reicht in den meisten Fällen völlig aus Q Beim Kauf von neuen Geräten auf den Stromverbrauch achten Q Das Licht hin und wieder dimmen oder noch besser tageslicht- bzw. anwesenheitsabhängig regeln, stromsparende Lampen verwenden Q Nicht beim Fenster hinausheizen Q Im Sommer die Klimaanlage mit einer entsprechenden Beschattung unterstützen Q Installation von Strom-, Gas- und Wasserzählern, mit denen die heimlichen Verbraucher zuverlässig auffliegen Q Falls vorhanden: ausgeklügeltes Zusammenspiel von Hausautomation, Photovoltaikanlage und genauer Energieüberwachung

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FOKUS

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FOKUS

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BUSINESS

Text Alexander Scheuch, Thomas Kozak und Walter Thomas Fotos FOKUS, Foto Fischer, ÖSW, M.Fellner

EIN ÜBERBLICK DER VERANSTALTUNGEN

IM FOKUS FOKUS immer mit dabei ...

VORSORGEWOHNUNGEN

HART & HARING UND WAHRE WERTE PRÄSENTIEREN IHR PROJEKT – IM VORTRAG UND „LIVE“ VOR ORT

QIn den historischen Räumlichkeiten der Sektkellerei Schlumberger fanden im Mai und Juni weite Infoabende für Freiberufler statt, initiiert von Wahre Werte und dem Bauträger Hart & Haring, der sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Entwickler in Lagen über der Donau etabliert hat. Durch die Abende begleitete FOKUS-Herausgeber Alexander Scheuch, der einen Überblick über die Situation und die Chancen am Wiener Immobilienmarkt 62

FOKUS

gab. Helmut Nachbargauer, Geschäftsführer von Wahre Werte, präsentierte das aktuelle, im Bau bereits fortgeschrittene Projekt am Kagraner Platz in Wien 22, den Doninpark, anhand aktueller Daten und Berechnungsbeispiele. Wenige Tage später konnten sich interessierte Besucher auch direkt auf der Baustelle ein Bild über den aktuellen Stand der Dinge und das Projekt machen, das gemeinsam mit Hart & Haring und PORR ungesetzt wird. JUNI/JULI 2012


Innovatives Projekt am Kagraner Platz, Wien-Donaustadt.

MITTENDRIN STATT NUR DABEI

AM SCHAUPLATZ DONINPARK

v. l. n. r.: Helmut Nachbargauer, GF Wahre Werte, Jose Hart, GF Hart & Haring, Ing. Günther Einwögerer, Projektleiter Doninpark, Karl Haring, GF Hart & Haring

Q Im Rahmen einer gelungenen Baustellenveranstaltung lud die Firma Hart & Haring gemeinsam mit Wahre Werte die ausführenden Firmen, Mitarbeiter und Interessenten zu einem gemeinsamen Abend. Das Datum wurde mit Sommerbeginn perfekt gewählt, und so konnte bei hochsommerlichen Temperaturen das Projekt in seiner vollen Dimension sowie der Bauumfang mit attraktiven Anlegerwohnungen an Ort und Stelle vorgestellt werden. Die Besucher und zahlreichen

Interessenten konnten einen optimalen Eindruck der kompletten Anlage am Standort Doninpark bekommen. Während im Erdgeschoß in entspannter Atmosphäre gegrillt wurde, stand das Neubauprojekt den Besuchern zur Besichtigung offen. Das engagierte Team rund um die Geschäftsführer von Hart & Haring stand den ganzen Abend für Detailfragen zur Verfügung. Kompetenz und Qualität standen im Fokus dieser Baustellenparty und waren sicht- und spürbar.

SANAG-REPRÄSENTANT Dipl.-Ing. Rüdiger Scharnagl mit Walter Thomas (FOKUS, re.).

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Urkundenverleihung. Die Absolventen und Zertifizierten mit Vertretern der WK Steiermark, der WKO und des ÖVI.

TREFFPUNKT

SOMMERCOCKTAIL DER WIRTSCHAFTSKAMMER STEIERMARK – IMMOBILIENTREUHÄNDER Q Trotz Europameisterschaftsspiels und Industriellenvereinigung-Sommerfest kamen 350 steirische Immobilientreuhänder und geladene Gäste, um gemeinsam mit dem Fachgruppenobmann Ing. Gerald Gollenz und dem Fachverbandsobmann Prof. Mag. Thomas Malloth den Sommerbeginn und die Erfolge des vergangenen Jahres zu feiern. Im Rahmen der Eröffnung des Sommercocktails wurde auch dieses Jahr den Absolventen, welche die Befähigungsprüfung bestanden hatten, die Urkunden in feierlichem Rahmen durch Vertreter der WK Steiermark und des ÖVI überreicht. Ebenso erhielten die Maklerassistenten, die die Prüfung zum zertifizierten Maklerassistenten bestanden hatten, ihre Zertifikate. Im Anschluss 64

FOKUS

an die Eröffnung wurde in sehr angenehmer und lockerer Atmosphäre das Netzwerk gepflegt und der eine oder andere neue Kontakt geknüpft. Wie jedes Jahr war der Veranstaltungsort im Herzen von Garz das Thalia, in dem die Gäste durch das Catering des Restaurants Carl wie gewohnt mit Köstlichkeiten und kulinarischen Schmankerln verwöhnt wurden. Für alle Fußballbegeisterten stand eine Leinwand bereit, auf der ab 20.45 Uhr das Europameisterschaftsfinale live übertragen wurde. Dank des schönen Wetters feierten die Gäste bis in die frühen Morgenstunden. Ing. Gerald Gollenz war höchst erfreut über die rege Teilnahme seiner Mitglieder, denen er abschließend einen erfolgreichen Sommer wünschte.

Ansprache. Fachgruppenobmann Gerald Gollenz (li.) und Fachverbandsobmann Thomas Malloth.

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400 GÄSTE FEIERTEN BEI BUNTEN COCKTAILS UND ANGENEHMEN TEMPERATUREN

GROSSES ÖSW-SOMMERFEST Q Am Donnerstag, 14. Juni 2012, begrüßten die Gastgeber und Vorstände des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW) Michael Pech und Wolfgang Wahlmüller Gäste aus Bauwirtschaft, Architektur und Politik zum alljährlichen Sommerfest im grünen Innenhof des ÖSW-Firmensitzes im 8. Wiener Gemeindebezirk. Mehr als 400 Gäste genossen einen entspannten Sommerabend bei diesem bereits Tradition gewordenen Event. Das schöne Ambiente des Innenhofs lud mit Erfrischungen an der Sekt- beziehungsweise Cocktailbar alle Anwesenden zum gegenseitigen Austausch ein. Für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt: Zahlreiche Köstlichkeiten vom Grill bereicherten den festlichen Abend. Bei ausgelassener Stimmung genossen alle unterhaltsame Stunden und freuten sich nach vielen Schlechtwetterfronten der vorangegangenen Tage,

Gute Stimmung. v. l. n. r.: ÖSW-Vorstand Wolfgang Wahlmüller, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung Hubert Schultes und ÖSW-Vorstand Michael Pech.

einen Abend im Freien verbringen zu können. Der DJ trug mit musikalischer Unterhaltung im Garten und im Kellergewölbe zur guten Stimmung bei. Im be-

grünten Innenhof des ÖSW in WienJosefstadt herrschte so auch beim Sommerfest 2012 wieder eine entspannte und kommunikative Atmosphäre.

WIPOL

SOMMERFEST & BIZ-TALKS Q Die Wirtschaftspolitische Akademie hatte zu ihrem jährlichen Sommerfest ins Haus der Industrie geladen. Die Festveranstaltung stellte zugleich den Abschluss und die Ehrung des aktuellen Jahrgangs des WIPOL-Lehrgangs der Akademie dar und dient als erste Willkommensveran-

Eröffnung durch Peter Koren, Vizegeneralsekretär der Industriellenvereinigung, folgte eine Keynote-Rede von Dr. Alfred Gusenbauer, Bundeskanzler a. D. Im Anschluss diskutierten Alfred Gusenbauer und Norbert Zimmermann von der Berndorf AG sowie der Elitensoziologe Prof. Michael Hartmann von der Wirtschaftliches Handeln erfordert soziale TU Darmstadt Verantwortung. mit dem kritischen Publiwww.wipol.com kum. FOKUS staltung für die TeilnehmerInnen des war an diesen Abend durch Herausgeber nächsten Jahrgangs. Unter der Modera- Dr. Alexander Scheuch und Walter Thotion von Corinna Milborn wurde eine mas vertreten. Für die Ausrichtung und Diskussion über europäische Eliten im Organisation dieser hochkarätig besetzGroßen Festsaal der Industriellenvereini- ten Festveranstaltung zeichnete Berngung abgehalten. Thema: „Leaders of the hard Bauer, Initiator, Gründer und VorFuture – der unreflektierte Elitenbegriff sitzender von WIPOL Österreich, verantals Gefahr für die Demokratie?“ Nach der wortlich. JUNI/JULI 2012

Keynote Speaker Dr. Alfred Gusenbauer

FOKUS

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WIRTSCHAFT & FINANZEN

Text Christian Prenger Fotos Oracle, Coffee Circle, United Planet, CPM Austria, Erste Bank. Beigestellt

NEWS FINANZ-REPORTING

SOCIAL BUSINESS

PROBLEM IM SYSTEM

KAFFEE 2.0

Q Geld ist in jeder Hinsicht eine sensible Materie. Jetzt zeigt eine Studie der Managementberatung Accenture und des IT-Unternehmens Oracle, dass 60 Prozent der befragten Unternehmen gar nicht in der Lage sind, exakt die Kosten für die Erstellung ihrer Finanzberichte zu identifizieren. Eine Mehrheit verweist auf gravierende Probleme mit solchen Objekten durch ungeeignete Reporting-Systeme. John O’Rourke, Oracle: 68 Prozent meinten, dass sie Unternehmen sollten sich Zeit nehmen für Investitionen in bessere wenig Einblick in den Berichtsprozess haben. Die zuBerichtssysteme. ständigen Abteilungen von 21 Prozent mussten zugeben, dass die Kosten gestiegen sind. Weiters führen ineffiziente Verhältnisse auch zu Vertrauensverlust und erschwerter Entscheidungsfindung. John O’Rourke, Vice President EPM Product Marketing bei Oracle: „Viele Firmen steuern in die richtige Richtung und investieren in neue Berichtssysteme – was aber zu bruchstückhaft oder sporadisch erfolgt und nicht die gewünschten Effekte hat. Sie sollten sich Zeit nehmen für eine Anwendung, die Probleme der Datenintegrität löst, Prozesse optimiert und die Effizienz der Abteilung steigert.“

Q Gute Geschäfte und gutes Gewissen: Coffee Circle, das Social Business Start-up aus Berlin, möchte Genuss, soziale Verantwortung und Transparenz vom Kaffeebauern bis in die Tasse des Konsumenten verknüpfen. Österreich ist das erste Exportland, wo online ohne Zwischenhändler jetzt auch hochwertiger äthiopischer Kaffee verkauft wird. Das Engagement geht über Konsum hinaus: Mit der Rückführung von einem Euro pro verkauften Kilo wurden bereits fünf eigene Hilfsprojekte in enger Zusammenarbeit mit Herstellerkooperativen umgesetzt. Kunden entscheiden beim Kauf im Netz selbst, was sie unterstützen möchten. Auf ihrer Website berichten die drei Gründer mit Videos, Bildern und Texten von ihren Aktivitäten im Land und geben Zubereitungstipps. Martin Elwert, einer der Jungunternehmer: „Kunden wollen wissen, woher ihr Kaffee kommt und wer sich wie mit ihm befasst. Diese enge Beziehung zwischen Produzenten und Verbrauchern ist elementarer Bestandteil. Wir möchten die Zielgruppe auch über Facebook und Twitter direkt mit einbeziehen.“

GELDKOOPERATION

GESCHÄFTE MIT TANKOMAT QOffenbar harmoniert Treibstoff mit Geld. Durch die Kooperation von Erste Bank und Sparkassen und der OMV wurden in den letzten zwei Jahren rund 180 neue Bankterminals in Österreich errichtet. Neben fast 8.000 verkaufen Konto- und Sparkarten hat sich auch die Zahl der Transaktionen an Tankstellen mit VIVA Shop erhöht. Etwa zwei Millionen Euro werden täglich an den Automaten ein- und ausbezahlt – im Vergleich zu 2010 eine Steigerung der Umsätze von 30 Prozent. Als Appetizer erhalten Benutzer, die auch im Wert von mindestens 30 Euro tanken, ihren Gutschein für einen Gratiskaffee. „Die Terminals sind ein zeitsparendes Zusatzservice für Kunden. Es sind neben den normalen Geldbehebungen auch besonders viele kleine und mittelständische Unternehmer, die hier beim Tanken auch gleich ihre Bankgeschäfte erledigen“, erklärt Harald Joichl, Leiter des OMV-Tankstellengeschäfts in Österreich und Deutschland. 66

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POINT OF SALE

TANKSTELLENSHOPS

MAGISCHER SPIEGEL

GEMEINSAME KILOMETER

QHändler sollten sich auf neue Verhältnisse einstellen. Trends für den Point of Sale präsentiert die Field Marketing Agentur CPM Austria: So werden alternative Schauplätze die klassischen Verkaufsflächen ergänzen. Kunden von Home Plus, einer TescoTochter in Südkorea, können etwa Einkäufe erledigen, während sie auf die U-Bahn warten. Ermöglicht wird dies durch fotoreale Nachbildungen von Supermarktregalen in

den Stationen. Via QR-Code lassen sich Waren via Smartphone einlesen und bestellen. Besonders positive Perspektiven sollen Shop in Shop-Modelle bringen, die bei der Konzeptionierung alle Erlebnisaspekte an das Markenimage anpassen und mit einem attraktiven Auftritt sowie kompetenter Beratung punkten. In der Telekombranche erhöhten geschulte Verkaufsteams den Absatz um stolze 16 Prozent. Augmented Reality birgt ebenfalls Chancen. Jeder weiß, wie mühsam es ist, in der überfüllten Modefiliale die neue Kollektion anzuprobieren. Ein „magischer Spiegel“ vermisst den potenziellen Käufer und lässt ihn in unterschiedlichen Outfits erscheinen – was ganz nach Shopping-Abenteuer klingt ...

Q SPAR und Shell zusammen im Einkaufswagen: Nach Tests in Wattens und Feldkirch soll die Zahl der SPAR expressTankstellenshops in Österreich bis voraussichtlich 2013 um weitere 50 Standorte aufgestockt werden. Das Ziel sind in erster Linie Shell-Tankstellen in urbanen Gebieten. Kunden wird auch einiges geboten: Jene Läden sind sieben Tage in der Woche geöffnet, einige davon rund um die Uhr. Das Sortiment besteht aus rund 1.800 Artikeln, Schwerpunkt liegt auf Brot- und Backwaren, Obst und Gemüse aus der Region sowie Convenience-Produkten. Ein Hauptargument bildet der Preis: „Alle Eigenmarken kosten keinen Cent mehr als im Supermarkt. Auch Markenprodukte sind bis zu 30 Prozent günstiger als in herkömmlichen Tankstellenshops“, verkündet Gerhard Drexel, SPAR-Vorstandsvorsitzender. Die Intentionen sind klar: Im beinharten Handelswettbewerb zählt jede Fläche, jede Kontaktchance zum Verbraucher muss effizient genutzt werden.

INFO-STRESSBLOCKER

ENTSPANNTES MEETING QVorstände, Aufsichtsräte und Investoren müssen nicht nur die Last der Verantwortung mitschleppen, sondern auch viele Unterlagen. Vergessene Papiere könnten sich zusätzlich negativ auswirken. Jetzt wartet Abhilfe: Mit der webbasierten Software Intrexx Gesellschafterversammlung von United Planet werden Meetings gleich komfortabler. Denn jene App-Sammlung unterstützt alle gängigen Rechtsformen und ermöglicht raschen mobilen Zugriff per Smartphone, PC oder iPad auf sämtliche wichtigen Daten wie Termine, Kontakte oder Dokumente. Besagte Lösung unterstützt dabei alle bekannten Beteiligungsformen und soll in nur wenigen Minuten für den User einsatzbereit sein. Weiters erleichtern Suchfunktionen das Auffinden entscheidender Unternehmensinformationen. In der mitgelieferten Applikation „Wissensdatenbank“ kann zudem je nach Bedarf spezifisches Fach-Know-how hinterlegt werden. So ist bedeutendes Material immer bei der Hand, Entscheidungen lassen sich fundiert und schnell treffen. JUNI/JULI 2012

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Text Christian Prenger Fotos Adomino Marketing GmbH, nic.at

WIRTSCHAFT & FINANZEN ADRESSENHANDEL IM INTERNET

WORLD WIDE CASH Eine Domain ist nicht nur die Adresse einer Site im Web. Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich der Handel mit den guten Namen zur Wertanlage entwickelt.

Feine Adressen im Web bringen Geld. Domains als Zukunftswertanlagen.

GUTE NAMEN. Hinter manchen WWWStandorten könnten sich kleine Goldminen verbergen – denn Domains sind heute oft viel mehr als bloß eine Adresse im Datennetz, sondern eine veritable Geldanlage. Das Geschäftsmodell setzt jedenfalls analoges Geld auf elektronischem Terrain in Bewegung: Es ist der Handel mit wertvollen Domains. Jene virtuellen Grundstück im Internet präsentieren sich für viele Kenner bereits als mögliche Alternative zu gruseligen Aktienkursen oder bescheidenen Sparbuchzinsen. Die Studie 68

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der weltweiten Domain-Handelsbörse Sedo zeigt etwa für das Jahr 2011 auf, wohin der Wind weht. So wurden hier knapp 40.000 Domains für eine Summe über 60 Millionen Euro an Interessenten gebracht. Bezeichnend ist, dass es den zwei Neulingen .co und .me gelungen ist, in die Top Ten der gehandelten Endungen vorzudringen. Der Erwerb von Domains erfolgte aus über 160 Ländern. Passend zu den meistgehandelten Objekten .de und .com bilden Deutsche und US-Amerikaner die stärksten Gruppen unter den Käufern. Die

teuerste veröffentlichte Domain war dabei gambling.com für 2,5 Millionen Dollar. Mit acht Buchstaben markiert sie gleichermaßen die populärste Länge bei den Begriffen. Der Aufschwung jener Spezies kommt ohnehin nicht von ungefähr, denn die Buchstaben bergen einiges Potenzial: „Eine prägnante Domain ist ein Alleinstellungsmerkmal. Sie bringt Prestige, hat hohe Werbewirkung, verhilft zu Sichtbarkeit im Web und ist eine sinnvolle Geldanlage in wirtschaftlich unsicheren Zeiten“, erläutert Harald Hochmann, Gründer des Domainvermarkters Adomino. Die Zahlen der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache und dürften so manchen Teilzeitspekulanten erblassen lassen. So wechselte unter anderem die Adresse job.at für 408.000 Euro den Besitzer, aktien.de wurde kürzlich für 500.000 Euro gehandelt und kredit.de brachte immerhin stattliche 892.500 Euro ein. Es geht noch besser: Als in Deutschland höchster je veröffentlichte Domainverkauf gilt shopping.de mit zwei Millionen Dollar. TEURER FLADEN. Aber auch in Österreich rollt der Rubel. So erzielte etwa pizzeria.at mit 17.000 Euro ein ansehnliches Resultat. Tendenz steigend ebenfalls in der Alpenrepublik, seit heimische KMUs erkannt haben, das Präsenz auf der Datenautobahn mit einer guten beschreibenden WWW-Adresse Surfer anlockt und Umsätze steigert, was das Interesse an einschlägigen Objekten zusätzlich fördert. An der Nachfrage dürfte die Sache ohnehin nicht scheitern: Über 200 Millionen Domainnamen sind weltweit registriert, JUNI/JULI 2012


Eine prägnante Domain bringt Prestige, hat hohe Werbewirkung und ist eine sinnvolle Geldanlage. 1.111.111. DOMAINS

allein im deutschsprachigen Raum sind es bereits rund 18 Millionen. Vielfach wird der Wert solcher Adressen immer noch unterschätzt. Sie verbinden Werbewirkung und Image mit einem stabilen Werthintergrund und machen Firmen, Produkte und Dienstleistungen im Internet konkret sichtbar. Was künftig die Nachfrage seitens der Unternehmen steigern könnte, wenn etwa im Zuge eines anhaltemden Hypes von Social Media selbst Hardliner in Chefetagen doch auf den digitalen Zug aufspringen müssen. Sollten dann prägnante Adressen gefragt sein, wird dieses Geschäft einen weiteren nachhaltigen Aufschub erhalten. Schon munkeln Profis, dass speziell Produktlunches oder Promotions für ordentliche Investitionen sorgen könnten – auf Grund von Konkurrenzdruck und steigender Online-Präsenz. Die gute Nachricht für Leute mit ausreichender Barschaft: Viele Top-Domains sind noch zu haben und fordern nicht automatisch lange Verhandlungen mit der Bank. Wem bislang vor erheblichen Kosten graute, kann sich entspannen. Die monetäre Dimension ist oft geringer als landläufig angenommen, viele Anbieter setzen global auf durchaus leistbare Preise oder reizvolle alternative Finanzierungsideen. Adomino etwa bietet unter anderem sein Pachtkaufmodell an, das laut eigener Aussage mit einem minimalem Risiko über die Bühne geht. Ein konkretes monetäres Beispiel liefert hier das Unternehmen Morbach & Rosenow UG: Für die Domain weine.de zahlt jenes Start-up erst einmal 36 Monatsraten in der Höhe von 2.200 Euro als Pacht und

LEISTBARE FINANZIERUNG.

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kann im Anschluss die Internetadresse um 70.000 Euro erwerben. Trotzdem ist nicht jeder automatisch gut bei Kasse, nur weil er Domains erwirbt. Wie überall gehören Gespür dazu und Know-how, um sich die tatsächlich relevanten Adressen zu sichern. Was eine genaue Beobachtung des E-Commerce ebenso voraussetzt wie Kenntnisse von allgemeinen wirtschaftlichen Trends oder Tendenzen. Ein deutlicher Trend lässt sich ebenfalls feststellen. Was die Angebotstypen anbelangt, konnten Festpreise wiederum stark Flagge zeigen, ermittelte jedenfalls Sedo in seinem Domainbarometer. Jenes Transaktionsmodell legte nämlich um fünf Prozentpunkte auf bereits 30 Prozent zu. DOCH AUCH SCHNELLIGKEIT ZÄHLT.

Immer mehr finanzstarke private Investoren riechen den Braten und werfen ihre Netze im Netz aus. Bei steigender Konkurrenz heißt es dann für Interessenten rasch zu handeln und auch zu pokern, bevor eine vielversprechende Domain vielleicht belegt ist. Was einige Zeit kostet für regelmäßiges optimales Monitoring und gleichzeitig die Option enthält, in der Eile des Geschehens ebenfalls einen Flop zu bauen. Die Zahl potenzieller Einkäufer dürfte sich ohnehin noch stark steigern. „Der Domainhandel befindet sich momentan im Wandel“, sagt Sedo-Geschäftsführerin Liesbeth Mack-de Boer. „In wenigen Monaten könnten wir erleben, dass der Festpreisverkauf das Handelsgeschehen dominiert. Damit wird der Erwerb auch für neue Käufergruppen attraktiv, die eher einen einfachen, verhandlungsfreien Kaufprozess wollen.“ Feine Netzadressen boomen weiter ... Q

Richard Wein, nic.at: „Die at.-zone wächst seit Jahren kontinuierlich weiter.“

Weiterhin signifikantes Wachstum für die at.-Zone Im Zuge des „Domain pulse“ in Hamburg, einer renommierten Veranstaltung für aktuelle Themen sowie Trends rund um Domainnamen, konnte auch die .at-Zone im internationalen Reigen nachhaltig aufzeigen: Jetzt wurde immerhin die 1.111.111. .at-Domain registriert. Angemeldet wurde das Jubiläumsobjekt in Wien von der Freiraum GmbH, Anbieter im Bereich pädagogischer Dienstleistungen wie etwa Projektwochen für Schulen. Die Alpenrepublik als elektronisches Eldorado: „Die .at-Zone wächst seit Jahren kontinuierlich weiter. Erst vor einem Jahr konnten wir bereits die millionste .atDomain feiern“, verkündet Richard Wein, Geschäftsführer der heimischen Registrierungs- und Verwaltungsstelle nic.at. Mit weiterem Wachstum ist verlässlich zu rechnen. Denn seit über zehn Jahren erfolgt ein konstanter Domainzuwachs zwischen 10 und 14 Prozent jährlich. Auch 2012 begann bereits mit erbaulichen Zahlen. Wein: „Im Jänner wurden 10.143 Domains neu registriert. Das bedeutet ein überdurchschnittliches Monatsergebnis, das im Jahr bloß maximal zwei- oder dreimal vorkommt.“

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WIRTSCHAFT & FINANZEN ALTERNATIVE INVESTMENTS – TEIL1

HOHE GEWINNCHANCEN, UNTERSCHIEDLICHE RISIKEN Gewinne sind auch bei fallenden Kursen möglich.

Text Gerhard Gangelberger Fotos Shutterstock

dem Inhaber einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und sichert ihm Vermögens und Mitspracherechte. Schon die Gründung der Aktiengesellschaft ist ein mehrstufiger, komplizierter und streng reglementierter Vorgang, der vom Firmenbuchgericht genau geprüft wird, ehe die AG im Firmenbuch eingetragen wird und damit erst zu bestehen beginnt. Der Aktienkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse, wobei es zu Über- wie Unterbewertungen kommen kann. Bei Konkurs der AG droht der Totalverlust, da bei der Verwertung der Konkursmasse zuerst die Ansprüche der Gläubiger befriedigt werden müssen. KLASSISCHE ANLAGEFORM ANLEIHE.

Anleihen sind Forderungspapiere mit genau festgelegten Bedingungen hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen, mit dem die Großschuldner längerfristige Darlehen aufnehmen. Großschuldner sind in der Regel die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden), Unternehmen und Banken. Anleihen bieten unterschiedliche Sicherheiten. Anleihen des Bundes, der Länder und fundierte Bankanleihen sind mündelsicher. Fundierte Anleihen weisen entweder eine zusätzliche Staatsgarantie auf oder sind durch einen Deckungsstock gesichert. Fundierte Bankanleihen bieten den Gläubigern eine insolvenzrechtliche Sonderstellung, das heißt, dass sie im Falle des Konkurses der Bank vorrangig behandelt werden. Unternehmensanleihen sind meist besser verzinst, weisen aber höhere Risiken auf. Ist im Falle einer Insolvenz keine verwertbare Konkursmasse vorhanden, kommt es zum Totalverlust. KLASSISCHE ANLAGEFORM PFANDBRIEF. Pfandbriefe sind Forderungs-

KLASSISCHE ANLAGEFORMEN – ALTERNATIVE INVESTMENTS. Alternative In-

vestments sind unterschiedliche Veranlagungsinstrumente, die – wie ihr Name schon sagt – alternativ zu den herkömmlichen, traditionellen Möglichkeiten der Kapitalveranlagung wie Anleihen, Aktien oder Wertpapierfonds eingesetzt werden 70

FOKUS

können. Letztere können auch klassische Anlageformen genannt werden. Was haben diese gemeinsam? Sie gewinnen mit steigenden Kursen und verlieren mit fallenden. Es gelten strenge gesetzliche Regeln.

papiere, mit deren Emissionserlösen Hypothekarkredite finanziert werden, für die der Kreditnehmer seine Liegenschaft als Sicherstellung verpfändet. Die Ausgabe erfolgt nur über berechtigte Banken, sogenannte Hypothekenbanken. Pfandbriefe sind mündelsicher.

KLASSISCHE ANLAGEFORM AKTIE. Die

STRUKTURIERTE PRODUKTE UND IHRE ZUGRUNDE LIEGENDEN INVESTMENTS.

Aktie als Beteiligungspapier verbrieft

Strukturierte Produkte ist ein SammelbeJUNI/JULI 2012


Aktie, Anleihe, Investmentfonds, Managed Futures, Private Equity – ein Überblick von klassischen und alternativen Anlageformen.

griff für Wertpapiere (beispielsweise Zertifikate, Exchange Traded Funds, Investmentfonds und Optionsscheine), die von Banken, Kapitalanlagegesellschaften oder anderen Finanzdienstleistern entwickelt („strukturiert“) werden und die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Investments – wie etwa Aktien, Indizes, Anleihen, Währungen, Rohstoffe, Futures, Optionen oder andere Finanzinstrumente – abbilden. Strukturierte Produkte können klassische Anlageformen oder alternative Investments sein. KLASSISCHE ANLAGEFORM INVESTMENTFONDS. Eine Kapitalanlagengesell-

schaft, kurz KAG genannt, legt den Fond auf und managt ihn. Die Anleger zeichnen Fondsanteile, das heißt, sie erwerben Anteilsscheine. Ein Fonds nach dem österreichischen Investmentfondsgesetz stellt ein Sondervermögen dar, das vom Vermögen der Kapitalgesellschaft, welche den Fonds verwaltet, getrennt werden muss. Verwahrt wird dieses Sondervermögen von einer von der KAG unabhängigen Depotbank. Prinzipiell lassen sich Fonds nach der Art der Veranlagung einteilen. Anleihefonds beinhalten überwiegend fest oder variabel verzinsliche Wertpapiere und sind auf regelmäßige Erträge ausgerichtet. Sie sind in der Kursentwicklung stabiler als Aktien, ihre langfristigen Ertragserwartungen sind aber geringer. Geldmarktnahe Fonds sind eine Sonderform der Anleihenfonds mit sehr kurzer Laufzeit. Aktienfonds investieren in Aktien, bieten höhere Ertragschancen, sind aber auch einem höheren Risiko – Kursschwankungen – ausgesetzt. Gemischte Fonds investieren in Anleihen und Aktien. Weiters kann man zwischen Einzeltitelfonds und Dachfonds unterscheiden. Letztere beinhalten nicht Anleihen oder Aktien, sondern Fondsanteile. Ein Investmentfonds ist also eine klassische Anlageform, aber ein strukturiertes Produkt. Immobilienfonds – auch ImmobilienInvestmentfonds –, früher allgemein offene Immobilienfonds genannt, sind nach dem Immobilien-Investmentfondsgesetz (ImmoInvFG) in Österreich seit 1. September 2003 zugelassen. Ein Immobilienfonds ist mit einem Investmentfonds vergleichbar und wird von einer KapitalanlageJUNI/JULI 2012

gesellschaft (KAG) für Immobilien aufgelegt. Er stellt ein Sondervermögen im Eigentum der KAG dar, die dieses treuhändig für die Anteilinhaber hält und verwaltet. Grundsätzlich unterliegen KAGs für Immobilien sowie die Immobilienfonds der Aufsicht der FMA, welche auch ihre Fondsbestimmungen bewilligen und ihre Prospekte prüfen muss. Daher kann man sie zu den klassischen Anlageformen rechnen.

anlagungen. Eine umfassende Festlegung der Kategorien alternativer Investments ist teilweise kaum möglich, denn nicht immer lassen sich eindeutige Grenzen zu traditionellen Anlagen ziehen. Zusätzlich kommen beinahe täglich neue Produkte auf den Markt und innovative, mit Garantieelementen kombinierte oder als Dachfonds konstruierte Lösungen werden verstärkt angeboten.

KATEGORIEN ALTERNATIVER INVESTMENTS. Klassische Anlageformen haben

HEDGEFONDS. Hedgefonds sind eine

eines gemeinsam: Sie gewinnen bei steigenden und verlieren bei fallenden Kursen. Zwar kann ein erfahrener, kompetenter Fonds- oder Portfoliomanager bei allgemeinen Kursverlusten unterbewertete Titel kaufen und von einem neuerlichen Kursanstieg profitieren, aber er ist auf eben diesen neuerlichen Kursanstieg angewiesen. Alternative Investments unterscheiden sich von diesen klassischen Anlageformen mannigfaltig und weisen oft ganz spezifische Charakteristika auf. WAS SIND ALTERNATIVE INVESTMENTS? Hedgefonds, Managed Futures,

Private Equity-Produkte sind die weltweit verbreitetsten Formen von alternativen Investments, aber auch verschiedene Rohstoff- und Immobilienveranlagungen zählen zu dieser Gruppe der Kapitalver-

spezielle Art von Investmentfonds mit in der Regel spekulativen Anlegestrategien und hohem Risiko. Ursprünglich wurden Hedgefonds gegründet, um Investoren gegen bestimmte Risiken abzusichern (hedging: engl. für absichern). Mittlerweile haben sie laut Börselexikon der Homepage der Wiener Börse mit Absicherung wenig gemein – im Gegenteil: Hedgefonds ermöglichen zwar sehr hohe Renditen, tragen dafür jedoch ein entsprechend hohes Risiko. Typisch für Hedgefonds ist der Einsatz von Derivaten und Leerverkäufen. Bei Leerverkäufen verkauft der Verkäufer Wertpapiere, die er noch nicht besitzt, wobei er darauf abzielt, sie später günstiger kaufen und so Gewinn machen zu können. Leerverkäufe können zur Absicherung oder zu Spekulationszwecken verwendet werden. Weiters kommen Arbitrage-Geschäfte und Leverage zum Einsatz. Ein Arbitrage-Geschäft ist ein FOKUS

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zunehmender Dynamik wachsen. Geschlossene Fonds sind unterschiedlich sicher. Investment in Flugzeuge und Schiffe ist immer von der Auslastung abhängig. Investment in Filmproduktion hat sich schon wiederholt als Geldvernichtung erwiesen. Am sichersten ist Investment in Wohnimmobilien in guten mittleren Lagen. GESCHLOSSENE IMMOBILIENINVESTMENTS (geschlossene Immobilienfonds).

Geschäft, das Preisunterschiede für dasselbe Produkt an verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung ausnützt, zum Beispiel: Unterschiede zwischen gleichwertigen Positionen am Kassamarkt und Terminmarkt oder auch Preisunterschiede einer Aktie an verschiedenen Marktplätzen (Börsen oder MTF). Bei Leverage wird Fremdkapital, entweder zur Vergrößerung des tatsächlichen Portfolios oder zum kreditfinanzierten Kauf von Finanztiteln, eingesetzt. Leverage verstärkt positive wie negative Renditen, führt zu höherer Volatilität, aber auch zu einem größeren Gewinnpotenzial. MANAGED FUTURES. Über Managed

Futures und professionelles Futures Trading investieren professionelle Commodity Trading Adviser (CTAs) in börsennotierte Futures und Optionen auf Rohstoffe und Finanzmärkte. Durch den Einsatz von aktiven und meist systematischen Tradingstrategien kann dabei sowohl von fallenden als auch von steigenden Kurstrends profitiert werden. Auch Managed Futures eignen sich – bei entsprechender Beimischung zu einem klassischem Investmentportfolio – sehr gut zur Risikodiversifikation. 72

FOKUS

PRIVATE EQUITY. Unter Private Equity

versteht man ein Investment in ein Portfolio von noch nicht börsennotierten Unternehmen, denen man mit einem Investitionshorizont von in der Regel fünf bis zehn Jahren besonderes Wachstumspotenzial zutraut. Private Equity-Investitionen sind illiquid, das Risiko der noch nicht notierten Assets, die wesentlicher Bestandteil eines Private Equity-Portfolios sind, ist wesentlich intransparenter als jenes der anderen alternativen Investmentkategorien wie Hedgefonds und Managed Futures. GESCHLOSSENE FONDS. Schon im 12. Jahrhundert finanzierten die Venezianer ihre Handelsflotten mit geschlossenen Fonds. Im 17. Jahrhundert wuchs die Ostindienkompanie mit Mitteln aus geschlossenen Fonds. Auch die Wiener Ringstraße verdankt einige ihrer schönsten Perspektiven dieser Form der Finanzierung. Bis in die 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts waren jedoch geschlossene Fonds in Österreich wieder in eine Art Dornröschenschlaf versunken. Erst seit der Jahrtausendwende ist der Markt so richtig erwacht. Und einmal munter, will er mit

Ein wesentlicher Unterschied zu einem offenen Fonds, bei dem grundsätzlich jederzeit die Anteile zurückgegeben werden können, ist, dass dies bei einem geschlossenen Investment nur sehr eingeschränkt möglich ist. Grundsätzlich unterliegen geschlossene Immobilieninvestments keinen speziellen gesetzlichen Regelungen, weder dem Investmentfondsgesetz noch dem Immobilien-Investmentfondsgesetz, die Wahl der Rechtsform ist im Rahmen der gesetzlichen Gegebenheiten frei, meist wird die Gesellschaftsstruktur einer Kommanditgesellschaft, kurz KG, gewählt, also einer Personengesellschaft. Der Anleger erwirbt daher keine Fondsanteile, sondern Kommanditanteile. Er tritt als Kommanditist in die Gesellschaft ein. Er ist nicht an einem Sondervermögen, sondern an der Gesellschaft und ihrem gesamten Gesellschaftsvermögen beteiligt. Die Finanzmarktaufsicht ist prinzipiell für Personengesellschaften nicht zuständig, daher auch nicht für geschlossene Immobilieninvestments. Auch deren Prospekte werden gem. § 2 Abs. 2 Kapitalmarktgesetz – KMG – nicht von der FMA geprüft, sondern von einem geeigneten Prospektkontrollor (Bank, Wirtschaftsprüfer und andere) kontrolliert. Eine weitere Möglichkeit ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Außerdem kann auch anstelle einer Gesellschaft eine schlichte Rechtsgemeinschaft im Sinne einer Miteigentumsgemeinschaft errichtet werden. Investiert wird in Immobilien unterschiedlicher Art, sowohl in bestehende wie in zu errichtende. Der Anleger kann von Mieteinnahmen und Wertsteigerung profitieren. Seriöse Anbieter zeichnen sich durch hohe Transparenz ihrer Projekte und bestes Management aus. Q JUNI/JULI 2012


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LIVING & LIFESTYLE

Text Rosemarie Liermann Fotos Beigestellt

LOUIS VUITTON

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SOMMERLIEBE QDie Fekkai Marine Colletion schützt das Haar vor dem Austrocknen und verleiht bezaubernden Glanz. www.douglas.at

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COOL QDie Klimageräte von De’Longhi sorgen für schnelle Abkühlung und reine Luft im Sommer. www.delonghi.at


LIVING & LIFESTYLE

Text Ingeborg Zauner Fotos Beigestellt

TRADERS HOTELS

AUSSERGEWÖHNLICH Q Neben den 5-Sterne-Shangri-La- und Kerry-Hotels bietet die asiatische Hotelgruppe mit Traders auch 13 4-Sterne-Häuser in den Metropolen Asiens und des Mittleren Ostens. Eine ideale Lage, ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine Ausstattung, die sich an Geschäftsreisende wie auch an Urlauber richtet, geben in Traders Hotels den Ton an. www.tradershotels.com

HOTEL POST/UNKEN

HOCH ZU ROSS QFür Kinder und Eltern ist das Familienerlebnis Hotel Post einfach perfekt! Ein besonderes Zuckerl für die Kleinen ist die dortige „Postranch“. Ziegen, Hühner, Hasen, Meerschweinchen und zehn Pferde freuen sich über die kleinen Gäste. Die freundliche und gutmütige „Posthof-Kavallerie“ ist der Anziehungspunkt für Kinder. Dort können sie den Umgang mit Pferden von der Pike auf lernen, wie zum Beispiel Pferdestall ausmisten und das Fell der Vierbeiner striegeln. www.kinderhotelpost.at

GESUNDE UMGEBUNG

HOHES NIVEAU QDa, wo die Natur noch intakt ist, zieht es immer mehr Urlauber hin. Der Knappenhof ist nicht weit entfernt von Wien – und doch hat man das Gefühl, weit weg von allem Stress zu sein. Mit 25 luxuriösen Zimmern und vier prachtvollen Appartements bietet der neu gestaltete Knappenhof beste Unterkunft für erholsame Urlaubstage. Besonderen Wert wird auf Produkte von Bauern und Betrieben aus der Umgebung gelegt. Nicht umsonst ist das Restaurant Knappenhof Aufsteiger des Jahres 2012. www.knappenhof.at

KORSIKA UND SARDINIEN

ZWEI PERLEN QIm Oktober bietet der österreichische Reiseveranstalter GTA-SKY-WAYS eine Kombi-Rundreise zu beiden Inseln an. Die Reiseroute führt im „One Way“Konzept von Olbia (Sardinien) nach Bastia (Korsika) bzw. in die andere Richtung. Es steht auch die bekannteste Küste Sardiniens, die Costa Smeralda, auf dem Reiseprogramm. In Korsika besucht man Ajaccio, den Geburtsort des wohl bekanntesten Korsen Napoleon Bonaparte. Abflüge ab Wien und Salzburg. www.sky-ways.at

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FOKUS

SIZILIANISCHE WEINROUTE

RUNDREISE QMit der neuen achttägigen Bus-Rundreise „Die sizilianische Weinroute“ kann man in sechs Weingütern die Vielfalt der Weine Siziliens kosten und zugleich fast die gesamte Insel entdecken. Stationen wie Palermo, Marsala, Agrigent oder ein Besuch des Vulkans Ätna runden das Programm ab. www.jahn-reisen.at

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Text Anastasia Blumenthal Fotos Gerdl, Klopeiner See/Südkärnten, Schlosshotel Szidónia/Raurisertal

LIVING & LIFESTYLE

JETZT IST „RADELN“ ANGESAGT

SPORTLICHES KÄRNTEN QDer Radsport ist in ganz Österreich beliebt. Immer mehr Familien zieht es zum „Radln“ nach Südkärnten – und zwar in die Radregion Klopeiner See. Das ist kein Wunder, denn hier findet man 1.246 Kilometer bestens ausgeschilderte und zum Teil völlig autofreie Radwege bzw. MTB- und Trekkingrouten. Die Via Carinzia führt dabei auf fünf Etappen die Drau entlang. Sie bietet ein Raderlebnis „first class“ zwischen Genuss, Geschichte und – wie könnte es in Kärnten anders sein – Seen. So kann man etwa in die Welt der Kelten in Frög oder am Hemmaberg eintauchen. Kulinarisch bieten wiederum die fast unzähligen Buschenschenken mit ihren diversen Schmankerln ein typisches Kärntner Erlebnis. Wer beim Radfahren ins Schwitzen gekommen ist – keine Angst, in Südkärnten scheint fast immer die Sonne –, der kann in einen der sieben Seen abtauchen. Kunstliebhaber wird es nach Bleiburg auf den Kunst-Radweg ziehen. Er führt zum Werner Berg Museum, durch das südliche Jauntal zu alten Kirchen und Kulturdenkmälern, modernen Skulpturen und zu einer Heilquelle. Ein nicht alltägliches Raderlebnis verspricht das Stollenbiken durch ein aufgelassenes Bergwerk im Petzengebirge (mit Guide, Grubenlampe und Helm, ab zehn Jahren). Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch mal auf www.klopeinersee.at vorbei. Dort finden Sie einen interaktiven Tourenguide mit GPS-Datendownload. Kurzum: Südkärnten und die Radreisen-Mitgliedsbetriebe haben sich auf ihre Gäste vorbereitet. Die Unterkünfte bieten versperrbare und überdachte Radabstellplätze, Wäsche- und Trockenservice sowie Fahrradwerkzeugsets. www.klopeinersee.at

EIN RENDEZVOUS MIT DER VERGANGENHEIT

URLAUBEN WIE EIN KÖNIG QVerspüren Sie nicht auch manchmal die Lust, in längst vergangene Zeiten hineinzuschnuppern? Im Schlosshotel Szidónia in Ungarn, das nur eine Stunde von Wien entfernt ist, können Sie diesem Verlangen nachgeben und noch dazu einen Mix aus Kunst, Kultur, Kulinarik und Verwöhnung genießen. So sind etwa die Konzerte im Schloss Esterházy im nahe gelegenen Fertöd ein Erlebnis der besonderen Art. Kulinarischen Genuss hingegen gibt es vom Küchenchef Soma Varga, der historische und moderne Kreationen zubereitet. Natürlich dürfen dabei das traditionelle Graurind und der berühmte ungarische Zander nicht fehlen. Wer tagsüber relaxen möchte, ist am besten in der Wellnessanlage mit diversen Saunen oder im Panoramabad mit einem traumhaften Ausblick auf den Schlosspark aufgehoben. Extra Verwöhneinheiten gibt es dann bei einem Aromabad im Kerzenschein oder einer Seidenpackung. Das 4-Sterne-Hotel Szidónia gehört zu den Top 20 Schlosshotels in Europa und wurde zum Schlosshotel des Jahres 2011 gekürt. www.szidonia.hu

GOLDWÄSCHER UNTER SICH

SCHATZSUCHE QIn Österreich kann man mit ein wenig Glück Gold finden. Und zwar im Raurisertal, in den sogenannten „Seifen“. Dabei handelt es sich um Stellen in Gewässern, wo die Strömungsgeschwindigkeit zu gering ist, um das Gold weiterzubewegen. Hier geben erfahrene Goldwäscher an drei Goldwaschplätzen ihr Wissen weiter. Einer davon ist die Sportalm – hier kann sogar bei Schlechtwetter nach dem Edelmetall gesucht werden, da der Platz überdacht ist. Viel Action und Fun bietet der Goldwaschplatz auf der Heimalm und ist daher für Familien besonders geeignet. Und auch eine Fundgarantie gibt es – und zwar beim Goldwaschplatz Bodenhaus. Rauris ist für seine Familienfreundlichkeit bekannt, und so ist es selbstverständlich, dass den kleinen Gästen ein wunderschöner Spielplatz zur Verfügung steht, während die größeren Geschwister und die Eltern dem Gold auf der Spur sind. www.raurisertal.at JUNI/JULI 2012

FOKUS

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LIVING & LIFESTYLE

Text Anastasia Blumenthal Fotos TVG, www.tvg.at, Somfy, Valetta, Bundesverband Sonnenschutztechnik,

SO SORGEN SIE FÜR EIN WOHLFÜHLKLIMA

EINFACH COOL BLEIBEN Im Sommer herrscht auch in unseren Breiten immer öfter brütende Hitze. Besonders in den Großstädten ist Abkühlung gefragt, da sich die Häuser auf Grund der engen Bebauung so stark aufheizen, dass die Kühle der Nacht keine Wirkung mehr zeigen kann. 78

FOKUS

JUNI/JULI 2012


Im Sommer ist es gar nicht so einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren. Klimaanlage, Jalousien & Co. helfen Ihnen dabei.

DIE SONNE EINFACH AUSSPERREN!

Leiden auch Sie unter der Hitze im Sommer? Unter den saunaähnlichen Zuständen, die manchmal tage- und wochenlang anhalten und Ihnen nicht nur den Schlaf, sondern auch die letzten Nerven rauben? Mit ein wenig Aufwand können Sie selbst bei Temperaturen über 35 Grad ein Wohlfühlklima für innen und auch außen schaffen. Schon unsere Großeltern wussten es, und wenn wir etwa nach Italien oder in ein anderes heißes Land fahren, sehen wir es mit eigenen Augen: Hier wird die Sonne einfach nicht reingelassen. Dabei helfen Jalousien, Markisen, Rollläden oder – seit einiger Zeit – auch JUNI/JULI 2012

FOKUS

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Schutzfolien, die einfach aufs Fenster geklebt werden. Aber Achtung! Bei fix montierten Vorrichtungen muss der Vermieter sein Einverständnis geben. Bei Tag werden die Jalousien dann einfach geschlossen und erst am Abend wieder geöffnet. Allerdings nicht gleich durchlüften, denn die Luft von außen ist noch nicht abgekühlt. Lüften ist erst in der Nacht bzw. in den frühen Morgenstunden möglich. Aber dann richtig! Sämtliche Fenster öffnen, damit die frische Luft durchziehen kann, die Hitze nach draußen treibt und auch die Wände und Möbel abkühlt. AUF NUMMER SICHER GEHEN. Komfort ist alles und manchmal denken wir nicht daran, rechtzeitig die Rollläden oder Jalousien wieder zu schließen. Hier hilft die Technik – und zwar mit automatisch gesteuerten Anlagen. Zu einem von den Bewohnern festgelegten Zeitpunkt werden sie in ihre Beschattungsposition 80

FOKUS

gefahren. So kommt keine sommerliche Strahlung ans Fensterglas und die Innenräume bleiben angenehm kühl. Hier bietet etwa die Firma Somfy die bewährten Funk-Hand- oder Wandsender, aber auch die topaktuelle Lösung io-homecontrolR an. Diese neuartige Technologie ist leicht installierbar und arbeitet interaktiv, da auf dem Display eine Rückmeldung über den jeweiligen Status erfolgt. So kann mit einem Blick erfasst werden, ob die Rollläden oben oder unten sind und die Markise ein- oder ausgefahren ist. Und auch von unterwegs kann – mittels Smartphone oder iPad auf die Hausautomation ganz einfach zugegriffen werden.

angepasster Klimatechnik kann jeder Raum optimal temperiert und entfeuchtet werden. Und das ganz egal, wie warm oder kalt es draußen ist – denn moderne Klimaanlagen können genauso gut heizen wie kühlen. Dadurch steigt nicht nur das Wohlbefinden, auch der Bedienungskomfort ist einfach. So kann etwa in der Übergangszeit oder auch an kühlen Sommertagen einfach mit einem Tastendruck Wärme oder Kälte erzeugt werden. Gerade die beliebten Dachgeschoßwohnungen können sich nämlich bereits im Frühjahr sehr stark aufheizen oder auch schnell abkühlen. MACHEN

ZAUBERWORT

KLIMATISIERUNG. In

vielen Ländern sind Klimaanlagen bereits selbstverständlich geworden und auch in unseren Breiten treffen wir sie immer öfter an. Das Raumklima wirkt nämlich auf den menschlichen Organismus und beeinflusst das Wohlbefinden. Mittels

KLIMAANLAGEN

KRANK?

Immer wieder hört man dieses Vorurteil. Da wäre einerseits die Belastung der Atemwege durch Schmutzpartikel, aber auch die Gefahr von Erkältungen auf Grund der Temperatur. Modernste Filtertechnologien – etwa bei Klimaanlagen von Hitachi – säubern die Luft zuverläsJUNI/JULI 2012


Raumluft vermischen. Und eines ist besonders wichtig: Ein fest installiertes Gerät ist immer einem mobilen Gerät vorzuziehen. Diese bringen zumeist wenig Kälteleistung bei hohen Stromkosten und machen noch dazu viel Lärm. AUF DIE TERRASSE! Jeder Mensch fühlt sich glücklich, wenn er auch einen Außenbereich sein Eigen nennen darf. Allerdings nur dann, wenn gemütlich auf den diversen Terrassenmöbeln relaxt werden kann. Wenn die Sonne vom Himmel brennt, ist das jedoch zumeist nicht so. Nicht nur wir leiden darunter, auch Stühle, Sessel, Blumen und Bodenbeläge schätzen allzu grelles Sonnenlicht gar nicht. Daher sollten sie vor einem Übermaß an Hitze und Strahlen gut geschützt werden, am besten von oben – mit einem zeitgemäßen Sonnenschutzsystem. So hat etwa der heimische Sonnenschutzproduzent Valetta passende Produkte für die unterschiedlichsten Anforderungen. Etwa Gelenkarmmarkisen, die mit ihrer geradlinigen Optik bestens zu modernen Gebäuden passen und sowohl an die Decke als auch in einer Nische oder an die Wand montiert werden können. Auch an kühle Abende wurde gedacht, denn integrierte Heizstrahler einer Markise sorgen für angenehme Atmosphäre. Wer ganz sicher gehen möchte, kann seine Markise mit Sonnen- und Windwächtern ausstatten, die bei zu hoher Sonneneinstrahlung oder Windstärke das gute Tuch aus- bzw. einfahren. Q

RAUS

sig von Staub, Allergenen, Viren, Bakterien und anderen Verunreinigungen. Je nach Modell sorgen zum Beispiel ionisierter Wasserdampf und selbstreinigende Filterelemente für höchsten Komfort bei minimalem Wartungsaufwand. Besonders Asthmatiker und Allergiker können davon profitieren und frei durchatmen. Apropos Kälte: Jeder Mensch hat ein anderes Temperatur- bzw. Feuchtigkeitsempfinden. Aus diesem Grund sollte jeder Nutzer einer Klimaanlage seine ganz persönliche Raumtemperatur einstellen können. Diese darf also nicht zentral vorgegeben sein. Auch sollte diversen Empfehlungen gefolgt werden und nicht mehr als 6° C Unterschied zur Außentemperatur gewählt werden. Beträgt die Außentemperatur etwa 30° C, dann die Raumtemperatur nicht tiefer als 24° C einstellen. Um Erkältungen zu vermeiden, darf der Luftstrom nicht direkt auf Personen gerichtet sein und die kalte Luft sollte sich möglichst schnell mit der JUNI/JULI 2012

Ing. Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik

SONNENSCHUTZ GLEICH MITPLANEN!

In Österreich gibt es den sogenannten „Sanierungsscheck“. Auch 2012 werden für diesen Zweck 100 Millionen Euro ausgeschüttet. Das Thema Sonnenschutz wird dabei allerdings nach wie vor viel zu oft außer Acht gelassen. Dazu meint Ing. Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbandes Sonnenschutztechnik: „Meist wird nicht bedacht, dass die thermische Sanierung nicht nur eine Heizkostenreduktion, sondern auch das Vermeiden von Überwärmung und damit eine deutliche Reduktion von Kühlenergiebedarf für strombetriebene Klimageräte beinhaltet. Der Sonnenschutz als passives Kühlsystem wird dabei aus Unwissenheit nicht in die geplanten Maßnahmen miteinbezogen!“ Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung des winterlichen und sommerlichen Wärmeschutzes, wobei sich die Förderungshöhe nach der erzielten Sanierungsqualität bzw. dem Ausmaß der Unterschreitung der Anforderungen für den Heizwärme- und Kühlbedarf gemäß OIB-Richtlinie für die jeweilige Gebäude-Kategorie richtet. Gerstmann: „Jalousien, Markisen und Rollläden tragen im Winter einen hohen Anteil zur Raumw��rme bei, indem sie Fenster wie Solarkollektoren arbeiten lassen. Im Sommer hingegen, wo unverschattete Fenster nichts anderes als voll aufgedrehte Heizkörper sind, wird durch Sonnenschutztechnik die Kühllast um bis zu 100 Prozent reduziert!“

FOKUS

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LIVING & LIFESTYLE

Text Anastasia Blumenthal Fotos Kika, Leiner, Arte Povera, www.arte-povera.de

WOHNTRÄUME MADE IN BELLA ITALIA

ITALIEN-FEELING PUR Spätestens dann, wenn wir von einem Italienurlaub zurückkommen, verspüren wir das Bedürfnis, ein wenig von den Urlaubserinnerungen das restliche Jahr über aufzubewahren. Was liegt da näher, als die Wohnung im mediterranen Stil einzurichten. LA DOLCE VITA. Italien hat schon seit

jeher den Ruf, eine besondere Wohnkultur zu besitzen. Das war bei den alten Römern genauso wie heute. Denn auch die modernen italienischen Designer gelten als besonders kreativ, was das Wohnen betrifft. Und sie sind äußerst flexibel. So lieben sie die Tradition und schaffen es immer wieder, diese auch bei den modernsten Trends unterzubringen 82

FOKUS

und so den Möbeln einen zeitlosen Charakter zu verleihen – egal ob klassisch und extravagant oder schlicht und funktional. Italien ist bekannt für seine hellen und luftigen Räume, in denen am besten natürliche Materialien zur Geltung kommen. So bestehen etwa die Möbel zumeist aus massivem Holz. Sofapolsterungen wiederum sind aus reiner Baumwolle und der Boden ist mit Natur-

steinen verfliest, was sich äußerst positiv auf das Raumklima auswirkt. Besonders gerne werden Rattan, Holz und Stein miteinander kombiniert, was hervorragend zu den weiß verputzten Wänden passt. Wer lieber mit Farben spielt, der kann auch helle warme Töne verwenden, die den mediterranen Stil unterstreichen. Die typisch italienischen Holzoder Flechtmöbel überzeugen in den JUNI/JULI 2012


Der italienische Wohnstil garantiert ein besonderes Wohlfühlerlebnis.

„Ein Haus ist genauso groß wie die Seelen, die darin wohnen.“ Andreas Tenzer

Grundfarben Braun oder Ocker. Sie müssen auch nicht neu sein. Besonders authentisch wirkt nämlich ein Sammelsurium verschiedenster gebrauchter Stücke. Eines ist jedoch ganz wichtig, wenn man ein italienisches Wohnfeeling erzeugen möchte: Die Möbel müssen sparsam im Raum verteilt werden, um einen großzügigen Gesamteindruck entstehen zu lassen. Ein besonderes wichtiges Element ist dabei der Esstisch – er muss groß sein, denn die Südländer haben zumeist viele Freunde und zahlreiche Familienmitglieder. Typisch für den mediterranen Stil sind auch wallende Baumwoll- oder Leinenvorhänge, Accessoires aus Eisen, Tischchen mit Mosaikfliesen, buntes und nicht allzu dünnwandiges Keramikgeschirr. Und natürlich dürfen üppig wachsende Pflanzen nicht fehlen, denn sie erzeugen mit ihren Tontöpfen oder Flechtkörben die wahre Urlaubsstimmung. Den letzten Schliff geben Stoffe in kräftigen Farben für Vorhänge, Kissen und Decken, die sofort eine fröhliche Gemütlichkeit in jeden Raum zaubern. Natürliche Stoffe sind zudem im Sommer angenehm kühl und eignen sich bestens für die Bettwäsche im Schlafzimmer oder auch als stilvolle Tischwäsche auf dem Esstisch. > FOKUS

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FLIESEN FÜR EIN MEDITERRANES AMBIENTE. In unseren Breiten spielen

Fliesen im Wohnraum nur eine untergeordnete Rolle. Wir verwenden sie hauptsächlich in den Nassräumen oder in der Küche. Beim italienischen Stil sind Wohnraumfliesen bei der Raumgestaltung besonders wichtig. Sie werden in so gut wie allen Räumen eingesetzt. Besonders beliebt sind Wandfliesen aus Terrakotta. Sie schaffen ein besonderes Flair und strahlen mit ihren Farben eine unglaubliche Wärme aus. Zudem ergeben sie eine perfekte Mischung aus Nostalgie und Moderne. Terrakottafliesen verwandeln eine Küche in eine Wohlfühloase. Sie können sowohl rustikal als auch elegant sein und laden zum Beisammensitzen ein. In so einer Küche wird gerne gemeinsam gekocht, gegessen, geplaudert und auch gearbeitet. Für das Badezimmer hingegen bieten sich Fliesen aus Terrakotta, ligurischem Schiefer, Travertin, Marmor oder Granit an. Diese Materialien sorgen für einen ganz besonderen Stil und lassen Stress oder Hektik gar nicht erst aufkommen. Italienische Fliesen eignen sich auch besonders gut für Treppen und bringen Farbe und Atmosphäre in die Umgebung. Die gebrannte Erde der Toskana wird Cotto genannt. Auch dieses Material kann auf vielfältige Art und Weise eingesetzt werden. Etwa in Form von Fliesen, Platten oder Ziegeln. Das atmungsaktive Naturprodukt mit seiner warmen Farbgebung verstrahlt einen ganz besonderem Charme. 84

FOKUS

Cotto ist zudem frostbeständig und kann zur Gestaltung von Terrasse und Garten genutzt werden. Es sieht nicht nur gut aus, sondern in Töpfen und Schalen aus Cotto gedeihen Blumen auch besonders gut und das Grün der Pflanzen wird durch die rötliche Farbe unterstrichen. Aber auch im Innenbereich wird gerne auf Cotto zurückgegriffen. So verbessert dieses Material auf signifikante Weise das Raumklima. Es nimmt zu hohe Luftfeuchtigkeit auf und gibt bei trockener Luft die gesammelte Feuchtigkeit wieder ab. Typisch italienisch sind auch Mosaike. Sie waren schon im alten Rom weit verbreitet und haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Waren es vor etlichen Jahrhunderten in erster

Linie Wand- oder Bodenmosaike, finden die Steinchen heute in sämtlichen Bereichen der Architektur ihren Einsatz. So sind Glasmosaike für die Dekoration von Interieur wie etwa Raumtrenner, Kommoden oder auch Sitzmöbel besonders beliebt. In Italien haben Fresken Tradition und sind heute aktueller als jemals zuvor. Sie sind nämlich die individuellste Form der Wand- bzw. Deckengestaltung. Bei dieser Technik werden die Farben auf den frischen Putz aufgetragen. Je nach Wahl der Motive können Fresken antik oder modern wirken, zudem vergrößern sie optisch die Räume. MÖBEL PRÄGEN EINEN RAUM. Das

Interieur beim mediterranen Wohnstil

MÄRZ/APRIL 2012


wird durch edle Hölzer geprägt. Es stehen zahlreiche Holzarten zur Verfügung, die für die unterschiedlichsten Möbelstücke verwendet werden. Dabei hängt es ganz vom persönlichen Geschmack ab, welches Holz nun gewählt wird. Es kann hell oder dunkel, rötlich oder bräunlich, mit oder ohne Maserung sein. Und natürlich ist auch ausschlaggebend, in welchem Raum es verwendet wird. Besonders beliebt sind zum Beispiel Massivmöbel aus Akazie, Birke, Buche, Eiche, Erle, Fichte, Kiefer, Mango, Nussbaum, Palisander, Teak oder Ulme. Ein Favorit für Kommoden und Schränke ist Nussholz, das mit den verschiedenartigsten Lasuren bearbeitet wird. Auf diese Art und Weise entstehen Unikate, da kein Möbel dem anderen gleicht. Besonders wertvoll und typisch italienisch sind jedoch jene Möbelstücke aus Wurzelholz, die mit wunderschönen Intarsien geschmückt sind. Aber ganz egal, welche Hölzer zum Einsatz kommen, mediterrane Möbel strahlen die Leichtigkeit des Mittelmeeres aus und garantieren für eine natürliche und vor allem individuelle Wohnatmosphäre. Bei den Sofas überwiegen traditionelle und schlichte Formen mit zumeist weißer Polsterung. Aber auch Erdtöne wie Braun oder Senfgelb werden JUNI/JULI 2012

gerne eingesetzt. Ein mediterranes Schlafzimmer ist fast immer mit einem imposanten Bett ausgestattet und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Dazu gehören schicke und auch romantische Accessoires wie etwa ein großer Spiegel mit einem goldenen Barockrahmen. Passende Vorhänge vervollständigen das Gesamtbild und setzen dem mediterranen Stil das Tüpfelchen auf dem i auf.

das konventionelle Heizsysteme zumeist übertrifft. Sie sind als eine perfekte Kombination funktionaler und ästhetischer Aspekte ein außergewöhnlicher Blickfang, mit denen das gesamte Interieur unterstrichen wird. Und sie sind in den unterschiedlichsten Formen erhältlich wie etwa klassisch, modern, formal oder verspielt. Q

ES WERDE LICHT. Um einen Wohnraum

zum Strahlen zu bringen, wird Licht eingesetzt. Besonders beliebt sind dabei Lichtinseln, da sie jedem Raum eine besondere Atmosphäre verleihen. Edle Möbelstücke, Gemälde oder Skulpturen sollten immer mit Lichtakzenten betont werden. Wichtig ist jedoch die richtige Abschirmung der Lampen, da sie nur dann ihre optimale Leuchtkraft entwickeln. Passend sind italienische Kerzenleuchter, Kronleuchter, Wandleuchten oder Deckenleuchten. Sie sind immer etwas Besonderes – egal ob minimalistisch oder romantisch-opulent. FÜR KALTE TAGE. Ein Winter in Italien kann ganz schön ungemütlich sein. Aber die italienischen Öfen und Kamine sorgen für ein optimales Wärmeerlebnis, FOKUS

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LIVING & LIFESTYLE

Text Rosemarie Liermann und Josef Metzger Fotos Shutterstock, Karl Schöndorfer

ERFOLGREICH & KOMPETENT

RONNIE – EIN MANN VON WELT Das Lebensmotto des Gelehrten Seneca – das da lautet: „Menschen von Wert arbeiten hart, bringen Opfer ... und zwar aus eigenem Willen; sie werden nicht vom Schicksal geleitet, sondern sie folgen ihm und halten gleichen Schritt; hätten sie es gekannt, wären sie ihm vorausgegangen“ – könnte auch das Motto von Ronnie Leitgeb sein.

DIE PERSONIFIZIERTE KOMPETENZ. Im Novomatic Forum

wurde er als neuer Präsident des zweitgrößten Sportverbandes Österreichs vorgestellt. „Hier sitzt“, brachte es Franz Wohlfahrt, der Novomatic-General, auf den Punkt, „die personifizierte Kompetenz. Ronnie ist die optimale Besetzung!“ A L L E R W E LT S KERL. Als Leitgeb,

besser gesagt: Ronnie, wie ihn alle nennen, das Wort ergriff, hing das Auditorium an seinen Lippen. Leitgeb ist eben kein Allerweltskerl, sondern Mann von Welt. Vom Scheitel des gewellten, blonden Haares bis zur Sohle. Von Anzug, Krawatte und Stecktuch bis zum genagelten Schuh. Vom dominanten Auftreten bis zur gewählten Wortwahl. Nicht nur, aber auch Kleider machen Leute. LEITWOLF. Welch ein Wandel, der sich in

und mit ihm im Laufe der Jahrzehnte da vollzog. Einst Ronnie, der Rebell, der als Twen die Geister schied, obwohl er – oder gerade deshalb, weil er – als erfolgreicher 86

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Muster-Manager ohne Verbandshilfe den Himmel auf Erden vorbereitet und erlebt hatte. Jetzt Leitgeb, der (neue) Leitwolf, der Konflikt durch Konsens ersetzen, das Gegeneinander gegen Miteinander tauschen will, um Synergien zu schaffen, statt Energie zu verschleudern. Ronnie Leitgeb kommt eben aus einem guten „Stall“ – nicht nur, weil sein Vater aus

Fürstenfeld, der sein Medizin- und Psychologiestudium als Jung-Banker (bei der ERSTEN österreichischen Spar-Casse) verdient hatte, später ins Finanzministerium berufen worden war. Ronnie maturierte in Mödling an einer Mittelschule, die Journalistenprofis am Fließband produzierte: Dieter Chmelar (ORF, Kolumnist), Hubert Wachter („News“), Harold Pearson („KronenZeitung“), Wolfgang Ruiner „ÖSTERREICH“Sportchef). „Mit denen hätten wir „eine ganze Zeitungsredaktion aufmachen können …“ Er hat also auch dieses Geschäft von der Pike auf gelernt als Schreiber wie als Redner, der die legendäre Samstagsendung „Sport und Musik“ moderierte. So lange, bis der Neo(Muster-)Manager den Moderator in „Zwangspension“ schickte – aus moralischen Gründen, wegen Unvereinbarkeit, heutzutage mitunter fast schon so was wie ein Fremdwort. RONNIE HIER, Ronnie da, Leitgeb überall? Mitnichten! Alles zu seiner Zeit und am richtigen Platz. Ronnie weiß, was er sagt, wenn er über die verschiedensten Dinge spricht, ob Sport, ob Fliegerei, ob Coaching und Fitness, ob Regeln im Spiel JUNI/JULI 2012


Wer mehr arbeitet, hat auch mehr Glück.

oder Gesetze im Geschäftsleben. Wie man sich auf allen Parketten bewegt, hat er einst als Junger am … glatten Eis gelernt. Jawohl, am Eis! Mit Partnerin Sabine Hauer wurde er österreichischer Juniorenmeister im Paarlauf. Ronnies Kunst der Kommunikation stach auch dem „alten“ Edi Finger („I wer narrisch!“) ins Auge – vorerst als Tennisreporter, den es in die weite Welt zog. „Edi, i würd gern zum USOpen nach New York“, bettelte er 1978 den Big Boss, der nur dann bereit war, den Finger zu rühren, „wennst Interviews vom Borg und vom Connors bringst, den mit den Quastln auf den langen Socken ...“ Versprochen, gehalten. Ronnie heftete sich in Flushing Meadows bei jedem Training an Jimmys Fersen, verfolgte die Ballwechsel, bat um ein Interview „for the Austrian Radio“ – und bekam es. Mit einem Schlag war er nicht nur dabei, sondern mittendrin in der Szene. Leitgebs Motto hieß fortan: „Geh nicht zum Schmiedl, sondern gleich zum Schmied.“ Ein Erfolgsrezept. Alt, aber gut.

BALLWECHSEL.

EHRGEIZ. Zu den wichtigsten Schritt-

machern, wenn nicht Steigbügeln seines Lebens wurde der Pole Wojtek Fibak, einst Nr. 10 der Tenniswelt, Wien-Sieger 1976, der Ronnies Freund und Ratgeber wurde. Für Tennisstar, Lech-Walesa-Solidarnosc-Freiheit-Anhänger und KunstFreak Fibak reiste er auch öfter nach Polen, um wertvolle Bilder ins westliche Ausland zu bringen – mit Herzklopfen, aber Erfolg. „Von Wojtek hab ich vor allem gelernt, dass es mehr gibt als Sport und Tennis!“ Dank und via Fibak konnte der Mödlinger Leitgeb  auch SüdstadtZögling Muster solchen Größen wie Ivan Lendl, etwa in Roland Garros, als Trainingspartner vermitteln. Und der Pole war’s auch, der Leitgeb  und Muster anlässlich des Kitzbühel-Turniers 1984 dazu animierte, gemeinsame Sache zu machen. „Ihr seid beide jung und ehrgeizig, ihr müsst es versuchen. Wer nichts riskiert, wird auch nichts gewinnen!“ DAVISCUP. Nicht von heute auf morgen, aber bei Taten zumindest auf Raten ging es stetig bergauf. Im Sport. Im ManageJUNI/JULI 2012

ment. Im Geschäft. Im Privatleben. Nichts fällt einem in den Schoß. Leitgeb hat gewagt und verloren, riskiert und gewonnen, aber stets seine Lektionen so gut gelernt, dass er das Glück letztlich zwingen konnte – auf allen Ebenen, in jeder Hinsicht. Der verhinderte Spitzensportler wurde zum Top-Manager. Im Vorjahr im Hangar 7 am Airport Schwechat betrat er wieder erfolgrei-

HOCHZEIT. Leitgeb demonstriert, so scheint’s, wie man was wird im Leben, wenn man sich anstrengt. Oder anders gesagt: Glück des Tüchtigen, auch wenn er es erst im zweiten Anlauf findet. Wie mit Bettina Steigenberger, seiner zweiten Frau, die er im Juli 2008 am Wörthersee geheiratet hat – in einer dreitägigen Hochzeitsfete mit etwa 300 geladenen Gästen, die die deutsche Hotelerbin

Nicht von heute auf morgen, aber bei Taten zumindest auf Raten ging es stetig bergauf. ches Neuland, das niemand zuvor berührt hätte. Als Studienabbrecher (Medizin) lernte er nicht nur aus dem (Globetrotter-)Leben und aus der Sport- wie Sportlerpraxis als jahrelanger Betreiber der Champ AG in Monte Carlo, St. Moritz, Köln und Wien (Twin Tower), sondern holte so nebenbei in Bregenz (Mental-Coaching) und Salzburg (bei Sportwissenschafter Dr. Müller) nach, was er des Profitennis wegen als Junger versäumt hatte – sein Diplom als „Master of Advanced Science“. ANLEIHE. Ronnie ist aber – alles andere denn abschätzig gemeint – nicht nur mit allen Wassern gewaschen und Salben geschmiert, sondern hat auch als Jetpilot buchstäblich in höhere Sphären abgehoben. „Begonnen hat alles 1995 mit einer 172er-Cessna. In 100 Flugstunden hab  ich die Ausbildung zum Berufspiloten gemacht, auch in den USA, ich bin dual geschult.“ Zusammen mit Ex-Salzburg-Fußballboss Rudi Quehenberger betreibt Leitgeb ein Bedarfsflugunternehmen mit drei Maschinen (zwei Citations, eine Citation 3, größere Reichweite), die nur zum Teil auch privat genutzt werden. Ronnie nimmt eine Anleihe bei Niki, wenn er frei nach Lauda sagt: „Auf längeren Reisen fliege ich Linie, die Stehzeiten für die Flieger wären zu teuer. Weder Rudi noch ich haben etwas zu verschenken!“ Umkehrschluss: Flugleidenschaft muss sich selbst finanzieren – und rentieren. Return of investment, nicht Fass ohne Boden.

organisiert hatte. Am Anfang stand die standesamtliche Trauung am Bootssteg der Leitgeb-Villa in Pörtschach, am Ende die kirchliche Segnung der einmal geschiedenen, in zweiter Ehe glücklich vereinten Brautleute. Inzwischen teilen Ronnie und Bettina, die sich erstmals nicht mehr Steigenberger, sondern auf seinen Wunsch jetzt Leitgeb nennt, ihr Leben zwischen Wohnung in Wien, Villa in Pörtschach, Haus in Kitzbühel („Da hab ich ein Vorkaufsrecht erworben!“), Finca in Marbella und Destinationen, die sich nach Tennisterminen (Monte Carlo, Paris, Wimbledon, New York etc.) und/ oder Golflust und -laune richten. SPURENSUCHE. Auch ohne Bettinas Millionen ist Ronnie längst ein gemachter Mann, der sein Geld gut und vernünftig angelegt hat – nicht zuletzt auch das Wiener Zinshaus in einer Immobilienstiftung für Florian, seinen Sohn aus erster Ehe, der aber nach Abschluss der Hotelfachschule keineswegs ins (inzwischen fast zur Gänze verkaufte) Steigenberger-Imperium einsteigen wird, ganz im Gegenteil. „Er hat sich bei mir für die gute Ausbildung bedankt“, schilderte Leitgeb, „aber dann gesagt, dass ihn diese Branche nicht interessiert, er will lieber im Sportsystem eine Karriere machen, in der UEFA (FußballEuropaverband) oder in der ITF (Tennisweltverband) …“ Die jüngere, etwas kleinere Leitgeb-Ausgabe scheint auf den Spuren des Herrn Papa zu wandeln, vorerst noch auf leisen Sohlen. Der Apfel, so heißt es, fällt nicht weit vom Stamm ... Q FOKUS

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Text Ingeborg Zauner Fotos Jaguar

NEUER MODELL-JAHRGANG DER ENGLISCHEN PREMIUMMARKE

WILDKATZE RELOADED Jaguar setzt mit dem neuen XF auf Wirtschaftlichkeit und technische Innovation. Ian Callum, Designdirektor von Jaguar, hat dem XF eine größere Ähnlichkeit zum neuen XJ gegeben. Auch das Interieur des XF hat Jaguar im Zuge der Modellpflege noch einmal mit viel Liebe zum Detail aufgefrischt. Mit dem neuen Motorenangebot beim Jaguar XF wurde auch der Einstieg in die Jaguar-Welt nochmals attraktiver.

NEUHEITEN. Die wichtigste Änderung

unter der Haube des Jaguar XF betrifft einen neuen 4-Zylinder-Turbodiesel mit 2,2 Litern Hubraum. Das längs eingebaute Aggregat ist mit einer 8-Stufen-Automatik von ZF kombiniert und verfügt als erstes Jaguar-Modell über ein spritsparendes Start-Stopp-System. Nicht zuletzt deshalb begnügt sich der 190 PS starke XF 2,2 D mit einem Verbrauch von 5,4 Litern/100 km. Die intelligente StoppStart-Automatik kann dabei mehr, als 88

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nur den Motor vor einer Ampel oder Bahnschranke automatisch abstellen. Vielmehr stellt sie den Selbstzünder bereits vor dem endgültigen Halt, sozusagen in der finalen Segelphase, ab. Da auch für den Neustart der Motor nicht komplett zur Ruhe gekommen sein muss, sorgt der neue Starthelfer gegenüber einem konventionellen System für um 40 Prozent zügigere Beschleunigung und fünf bis sieben Prozent niedrigeren Verbrauch. Das schont Umwelt und Geldbörse.

LIEBE ZUM DETAIL. Neben der Modifikationen am Grill und an der Motorhaube fallen neue dreieckige Luftaustrittsöffnungen in den vorderen Kotflügeln besonders ins Auge. Die Scheinwerfergehäuse beherbergen nun Bi-Xenon-Einsäze für eine überlegene Lichtausbeute. Erstmals integriert ist ein LED-Tagfahrlicht mit J-förmiger Signatur, die den XF schon von Weitem eindeutig als Mitglied der Jaguar-Familie ausweist. Insgesamt wirkt der XF nun zugleich muskulöser und noch geduckter. Q JUNI/JULI 2012


Der aktuelle Modelljahrgang von Jaguar pr채sentiert sich nochmals hochklassiger und begehrenswerter.

DIE AKTUELLEN MODELLE Jaguar XF Austria Edition 2012 2,2D i4 45.900 Euro (190 PS) weitere Modelle und Motorisierungen: Jaguar XF 2,2D i4 47.900 Euro (190 PS) Jaguar XF 3,0D V6 55.100 Euro (240 PS) Jaguar XF 3,0D V6 59.500 Euro (275 PS) Jaguar XF 5,0 V8 82.600 Euro (385 PS) Jaguar XFR 5,0 V8 Supercharged 117.700 Euro (510 PS) Preise inkl. MwSt., NoVA und CO2-Abgabe.

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Text Gerhard Schillinger Fotos Beigestellt

ZEIT FÜR SICH

URLAUBSZIELE ABSEITS VOM TRUBEL Hektik, Stress, Lärm und Gigantomanie? Wer den allgegenwärtigen Plagen unserer Zeit ein Schnippchen schlagen möchte, findet hier besondere Rückzugsoasen, um sich selbst zu finden.

GEHEIMTIPPS. Ferienzeit ist für viele

gleichbedeutend mit all inclusive rund um die Uhr, Action Tag und Nacht, Animation und nicht selten Freizeitstress durch das gebotene Überangebot in Clubs und Strandhotels – was eigentlich die Fortsetzung der Hektik aus dem Alltag im Urlaub bedeutet. Wenn sich Körper und Seele gegen das gesellschaftlich verordnete „immer mehr, höher und lauter“ auch in den Ferien wehren, steht ein Richtungswechsel an. Ganz im Sinne der alten Sommerfrische könnten doch einmal Ruhe, Naturgenuss und Zeit ohne ständige Berieselung am Ferienplan stehen. Dafür muss man nicht weit fahren, denn einige Geheimtipps unter den Hotels liegen für den temporären Rückzug vom Trubel gleich vor der Haustür. NATUR PUR UND RUHE SATT IM BÖHMERWALD. Nicht weit ist es etwa ins

Mühlviertel, wo am nördlichsten Zipfel der 90

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Böhmerwald Natur pur bietet. Am Dreiländereck von Österreich, Tschechien und Deutschland breitet sich auf rund 1.000 Metern Seehöhe die ursprünglichste Waldlandschaft Mitteleuropas aus. Mystische Nadelwälder, bizarre Granitformationen und dazwischen Hunderte Kilometer Wander- und Radwege, um diese Idylle auch so richtig zu genießen. Per E-Bike verlieren selbst die großen Hügel ihren Schrecken und im Hochseilpark gibt’s Spannung beim Klettern als Alternativprogramm danach. War früher das Erleben von Wildnis und Abenteuer mit gleichzeitigem Komfortverzicht verbunden, so bietet das nagelneue Sport- und Vitalresort Böhmerwald mit dem Hotel INNs Holz und seinen elf Luxuschalets nun auch Komfortverwöhnten Argumente zum Genießen dieser unberührten Natur. Mitten im Wald schmiegt sich die avantgardistisch gestaltete Rückzugsoase mit viel Holz und Glas harmo-

nisch in die Landschaft. Innen warten 27 Luxuszimmer mit 5-Sterne-Ausstattung, ein grandioser Wellnessbereich mit Böhmerwald-Schwitzstube bis Softsauna sowie ausgeklügelte Beauty-Anwendungen auf die von den Ausflügen zurückkehrenden Gäste. Bietet das Hotel schon viel Ruhe und Privatsphäre, so erlauben die elf Luxuschalets auf 90 Quadratmetern für bis zu fünf Personen gleich nebenan noch mehr intimen Wohngenuss. Rund um einen Naturbadesee angelegt, sind sie ideal, um ein paar Tage dem Alltag so richtig Lebewohl zu sagen. Gestaltet aus Holz und Granit, spielen auch edle Materialien wie Loden oder Leinen aus der Produktion alter Handwerksbetriebe eine besondere Rolle im Design. Auch eine private Sauna steht zur Verfügung und das Frühstück wird bis elf Uhr ins Chalet gebracht. In dem an die Chalets angrenzenden Badehaus erwarten ein beheizter Innen- und Außenpool sowie ruhige Liegebereiche die Gäste. Nach dem gediegenen Essen im Restaurant bleibt dann genug Zeit, von der privaten Terrasse aus den Sonnenuntergang zu erleben. Ganz ohne Zeitdruck oder fixe Kleidungsregeln. JUNI/JULI 2012


Wer die Ruhe und Beschaulichkeit liebt, der sollte die kostbarsten Wochen des Jahres in einer Ruheoase verbringen.

SEEIDYLLE AM FAAKER SEE. Wer in hei-

mischen Gefilden an Badeurlaub denkt, kommt an Kärnten nicht vorbei. Meist sind es aber die bekannten Adressen wie der szenige Wörther- oder Ossiacher See, die dabei einfallen. Ein heißer Tipp für alle, die Ruhe und den Luxus von Abgeschiedenheit am Wasser suchen, ist der auf Grund seiner außergewöhnlichen Mineralien türkis schimmernde und bis zu 27 Grad warme Kärntner Faaker See. Er ist Österreichs südlichstes Gewässer, weite Teile des Ufers sind unbebaut und sogar eine eigene Insel

nostalgischer k. & k. Badeort Abbazia ist die fantastische Kulisse dafür. Das Adria Relax Resort Miramar liegt hier malerisch und direkt am Meer in der ruhigsten Bucht. In der einstigen Villa Neptun und den rund um einen stillen Garten angelegten Gästevillen liegen verstreut großzügige Zimmer, Suiten und Appartements mit großen Balkonen, allem erdenklichen Luxus und dem einzigartigen Flair eines besonderen Ortes. Man genießt den Ausblick auf die Adria von den Waterfront-Zimmern fast direkt über dem Wasser oder den Duft der Pflanzen und

HOTEL-GEHEIMTIPPS ZUM ABSCHALTEN

Natur total im Böhmerwald Das neue Hotel INNs Holz und die angrenzenden elf Luxuschalets sind die derzeit angesagteste Adresse, um im Böhmerwald zu entspannen. Hotel ab 100 Euro mit HP und Nachmittagsjause, Luxuschalet ab 350 Euro für zwei Personen inkl. Hüttenfrühstück, Nutzung der Pools, Badeteich und Wellnesseinrichtungen; jede weitere Person 75 Euro. Natur- und Vitalhotel INNs Holz A-4161 Ulrichsberg, Schöneben 10 Tel. +43 (0)7288/706 00 – www.innsholz.at

schmückt die wohlig warme und 220 Hektar große „Badewanne“ in der Mitte. Am schönsten Uferbereich, abseits jeglichen Autoverkehrs, thront hier auf 100.000 Quadratmetern Wiesen und Gärten der Karnerhof von Familie Melcher als luxuriöses und zugleich angenehm unkompliziertes Urlaubsrefugium. Von den Zimmern und Familienappartements eröffnet sich ein atemberaubender Ausblick auf See und Berge sowie den privaten Uferbereich. Letzterer ist ein besonderes Highlight des Karnerhofs. Unter schattigen Bäumen stehen ausreichend Liegestühle zum Träumen und Entspannen bereit. Der Strand selbst ist angenehm flach und auch für Kinder ideal. Sportliche betätigen sich beim Tennis, Golf oder nutzen die hoteleigenen Ruderboote. Danach gibt es im mehrfach ausgezeichneten Restaurant die passenden kulinarischen Stärkungen. MEERESZAUBER IM ADRIA RELAX RESORT MIRAMAR IN OPATIJA. Doch

auch am Mittelmeer gibt es Hotels ohne den sonst üblichen Einheitsbrei aus Animation und Discohämmern für geruhsame Ferientage. Die Märchenstadt Opatija an der kroatischen Adria als ehemaliger JUNI/JULI 2012

Pinien bei Ausblick auf den Garten. Wohltuende Stille prägt den Schlaf, ungestört vom lauten Treiben und Lärm anderer Orte. Die zahlreichen Stammgäste schätzen diese Ruhe genauso wie die unvergleichliche Atmosphäre der Restaurantterrassen mit ungetrübtem Prachtpanorama auf die Bucht, wo verführerische Menüs mit österreichisch-mediterranem Einschlag serviert werden. Ganz im Stile der Architektur der Jahrhundertwende ist das Adria Relax Resort Miramar von Individualität anstatt fantasieloser Einheitsbauweise und Geradlinigkeit austauschbarer Hotels geprägt. Viele verschwiegene Winkel, kleine Erker und natürliche Niveauunterschiede eröffnen stets neue Ausblicke während des Urlaubs und schaffen Freiraum für persönliche Vorlieben. Im Wellnesszentrum wird mit Olivenöl massiert, Thalassoanwendungen schaffen Wohlgefühle und bei Bewegungsprogrammen wie Nordic Walken an der Strandpromenade kommt der Körper in Schwung. Ein stilvolles Freizeitprogramm auf hohem Niveau –etwa Konzerte, Lesungen, Tanzkurse – sorgen zudem gemeinsam mit der exklusiv den Hotelgästen zur Verfügung stehenden Yacht „Tornado Blue“ für Abwechslung vom Strandalltag. Q

Rückzug an den Faaker See Als vielleicht schönstes Hotel Kärntens liegt der Karnerhof in totaler Ruhelage am Faaker See inmitten von 100.000 Quadratmetern Wiesen und Gärten, traumhafte schattige Liegewiesen, Pools, ausgezeichnete Küche mit mediterranem Einschlag. Ab 122 Euro pro Tag mit HP. Wellness- und Genießerhotel Karnerhof A-9580 Egg am Faaker See Tel. +43 (0)4254/21 88 – www.karnerhof.com Luxus und das Rauschen der Adria Das schönste Hotel am Platze, wenn nicht ganz Kroatiens: Das Adria Relax Resort Miramar befindet sich in Traumlage direkt am Meer, herrliche Poollandschaft und anspruchsvolle Wellnessabteilung. Stilvolles Kultur- und Unterhaltungsprogramm mit Lesungen, Tanzkursen etc. Die Küche ist haubenverdächtig und die Ausstattung perfekt. Das Hotel wird von der Kärntner Directrice Martina Riedl behutsam geführt und bietet österreichischen Service unter der kroatischen Sonne. Zu buchen direkt im Hotel (www.hotel-miramar.info) oder zum Beispiel bei Gruber Reisen ab 86 Euro pro Tag mit HP (www.gruberreisen.at) und in jedem Reisebüro. Adria Relax Resort Miramar HR-51410 Abbazia/Opatija, Ive Kaline 11 Tel. 00385/51/28 00 00 www.hotel-miramar.info

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Text Ingeborg Zauner Fotos Beigestellt

VOM BETT AUF DEN BERG

SONNENPARADIES Über der Dolomiten Residenz**** – Sporthotel Sillian in Osttirol werden die meisten Sonnenstunden in Österreich gezählt. NATURURLAUB. Große und kleine Wanderer, Sommerfrischler und Naturgenießer entdecken in der Dolomiten Residenz eine „bergige“ Mischung: Zum Einstieg lädt die hoteleigene Bergbahn auf den Thurnthaler – nur 100 Meter vom Hotel entfernt. Die Bergstation eröffnet beste Fernsicht und ein dichtes Netz an Familienwanderrouten. Bei einer Rast mit Jause auf der Almwiese grüßen ringsum die höchsten Berge Österreichs. Vom Frühlingserwachen auf den saftigen Almen bis zum goldenen Herbst sind Naturschauspiele an jeder Wegbiegung sicher. Die kleinen Wanderfans begleitet das Maskottchen „Häppi Päpi“ in die „hohen Berge für Zwerge“, etwa für eine Abenteuer-Schmuggeltour, einen Indianertag am Womky-Tonky-Fluss oder einen Kaiserschmarrn-Almwandertag. 92

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BEAUTY MIT BERGSEGEN. In der Dolomiten Residenz – Sporthotel Sillian legt man viel Wert auf die Kraft der Natur, vom Nachtkästchen über die Wellnessanwendungen bis zum Bergerlebnis. Für eine erholsame Nacht und herrlich tiefen Schlaf sorgt das Zirbenholzscheit im Zimmer. Der Blick auf die Osttiroler Berge weckt die Lebensgeister, ebenso das gesunde Frühstück mit Bioschmankerln. Und in der 3.000 m2 großen Vitalresidenz Schloss Heinfels hat das versierte Team viel „kraftvolle“ Natur zu bieten. Als wahrer „Bergsegen“ gilt die Tiroler Latschenkiefer. Ihre stärkende Wirkung kommt bei Massagen und Verwöhnbädern zur Entfaltung. Auch ein Honig-Zirben-Fußbad, ein Osttiroler Heubadl, ein Tiroler Kräuterbadl oder eine 15-Kräuter-Stempelmassage wecken müde Lebensgeister. Q

NATUR PUR - ALPENWELLNESS Q 7 Übernachtungen inkl. GourmetPension Q Benutzung unserer Wellness-Residenz mit über 3.000 m2 Q Bademantel, Frotteeslipper, Saunaund Badetücher in der Wellnesstasche am Zimmer Q 1 Osttiroler Heubad‘l Q 1 entspannendes Zirbenfußbad Q 1 Arnika Teilmassage ab Euro 639,- pro Person und Aufenthalt im Doppel- bzw. Familienzimmer

INFORMATION Dolomiten Residenz**** Sporthotel Sillian A-9920 Sillian Tel. +43 (0)4842/60 11 www.sporthotel-sillian.at

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Text Rosemarie Liermann Fotos Beigestellt

30 JAHRE GUT BRANDLHOF

FEIERN BIS ZUM ABWINKEN Binnen dreier Jahrzehnte vom regionalen Sporthotel zur europaweit einmaligen Business-Tourismusdestination – ein beeindruckendes Jubiläum! GRANDIOSE AUSSICHT. Schon bei der Hinfahrt ist man umringt vom berühmten „Steinernen Meer“ – die Gegend ist einfach atemberaubend schön. Und das Sommer wie Winter. 1982 wurde der Brandlhof als Sporthotel mit 80 Zimmern eröffnet. Heute präsentiert er sich mit seinem in ganz Europa einmaligen Angebot. Dazwischen liegen 30 Jahre, geprägt von vielen innovativen Schritten, die vom Ziel getragen sind, Gästebedürfnisse frühzeitig zu erkennen und bereits vorweg zu erfüllen. So entstand über die Jahre ein für Tagungen, Seminare, Kongresse und Präsentationen genauso wie für Incentives und Events ebenso einzigartiges wie maßgeschneidertes Komplettangebot. 19 Tagungsräume für bis zu 700 Personen in einem Raum, 200 Hotelzimmer, 450 Hektar eigenes Freigelände, unter anderem mit ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum und eigenem 18-Loch-Golfplatz, gibt es europaweit kein zweites Mal. JUNI/JULI 2012

DIE SPORTLICHEN. Aus Anlass des 30-Jahr-Jubiläums haben die BrandlhofChefs Birgit Maier und Alexander Strobl zu Brandlhof-typischen Feierlichkeiten zwischen traditionell-regionsverbunden und lässig-international eingeladen. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden. Der Rennfahrer und Triathlet Christian Clerici ist Brandlhof-Stammgast mit Insiderwissen. Er erzählte launig, dass seine Suite im Brandlhof größer ist als seine ganze Wohnung. Es gibt einen Hochseilgarten, einen 3D-Jagdbogen-Parcours, eine Informationswanderung auf dem 450 Hektar großen Brandlhof-Gelände und man kann einen Spaziergang zur Wildereralm machen. WELLNESS. Nach all den Anstrengungen

gibt es nichts Schöneres, als im hauseigenen Pool zu schwimmen, danach einen Saunabesuch in verschiedenen heißen Saunakammern zu genießen. Wem nach

einer Gesichtsbehandlung, auch klassischer oder fremdländischer Massage ist, der kommt im Brandlhof ebenfalls voll auf seine Kosten. Die Krönung jedoch folgt am Abend: Das Essen in dem wunderschönen Haus ist einzigartig. Q

HOTEL GUT BRANDLHOF A-5760 Saalfelden, Hohlwegen 4 Tel.: +43 (0)6582/78 00-0 Fax: -598 office@brandlhof.com www.brandlhof.com

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Text Ingeborg Zauner Foto Beigestellt

URLAUB AM KATSCHBERG

ZEIT MIT DER FAMILIE VERBRINGEN Das 4-Sterne-Falkensteiner Hotel Cristallo**** liegt auf rund 1.600 m Seehöhe am Katschberg, Kärntens Hausberg. Hier kommen kleine und große Gäste voll auf ihre Kosten. WELLNESS FÜR ALLE. Das Angebot im

Falkensteiner Hotel Cristallo wird fortlaufend um charmante Details ergänzt. Im 4-Sterne-Hotel Cristallo gibt es im FalkyKinderSPA die Pflegelinie Alpienne mit alpinen Kräutern von nun an auch für Kinder. Im Falky-KinderSPA stehen die Kleinen im Mittelpunkt: Bei Treatments wie der Falky-, Schneewittchen- oder Kicker-Massage kommt die neue Pflegelinie mit alpinen Kräutern zum Einsatz. Erwachsene gönnen sich im weitläufigen Acquapura-SPA Beauty- und Körperbehandlungen oder entspannen in der Sauna. AKTIVURLAUB. Im Hotel Cristallo kann

man unter kundiger einheimischer Führung die Wanderwege des Katschbergs entdecken: Ein engagierter Gästebetreuer 94

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sorgt für unvergessliche Wandererlebnisse. Am Katschberg haben Familien Gelegenheit, die Natur und ihre Schönheiten jeden Tag aufs Neue zu entdecken. Vielfältig sind auch die Möglichkeiten, die Gegend zu erkunden: Wandern, Mountainbiken, Trekkingreiten, Nordic Walken oder „Segway“-Fahren. VIELES INKLUSIVE. Im attraktiven Familienangebot sind zahlreiche Inklusivleistungen und Extras bereits enthalten – das macht den Urlaub im Cristallo so wertvoll. Anspruchsvolle Kulinarik mit Vollpension steht im Hotel Cristallo im Fokus. Selbstverständlich punktet das Familienhotel mit Top-Kinderermäßigungen: Kinder bis 6,9 Jahre urlauben im Zimmer der Eltern gratis, Kinder bis 17,9 Jahre erhalten 50 Prozent Rabatt. Q

TOP-ANGEBOT FÜR DEN HERBST FALKENSTEINER GENUSSGARANTIE Alles, was man für einen perfekten Urlaub braucht: Wellness mit eigenem Kinder-SPA, Genussküche und Naturerlebnisse. 3 Nächte im DZ Classic (1-RaumWohneinheit) ab nur 192 Euro* p. P. Kinder bis 6,9 Jahre GRATIS!** * Gültig 29.09.–26.10.2012. Vom 08.09. bis 29.09.2012 ab nur 180 Euro. **Kinder bis 6,9 Jahre im Zimmer mit 2 Erwachsenen frei, Kinderbetreuung ab 3 Jahren. Information & Reservierung: Tel. +43 (0)4734/319-802 res.cristallo@falkensteiner.com www.katschberg.falkensteiner.com

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Text Ingeborg Zauner Fotos Beigestellt

WOHLFÜHLEN IN SALZBURG

ENERGIE FÜR DEN ALLTAG Im Alpina Wellness und Sporthotel****s, inmitten der herrlichen Bergwelt Salzburgs, findet man Urlaubsfreuden vom Feinsten! STREICHELEINHEITEN. Im Alpina Wellness und Sporthotel bietet das einzigartige ASIAN beauty & spa Streicheleinheiten für Körper und Seele. Wer kann schon einem tropischen Monsunbad, „ASIA Perlmuschel“, „Japanische Trilogie“, „Bad der Sinne“ oder einer wohltuenden Gesichts- und Körperbehandlung mit der hochwertigen japanischen Pflegeserie KENZOKI widerstehen? Eine beeindruckende Saunalandschaft mit Vitalgarten rundet das Wohlfühlprogramm ab. JUNI/JULI 2012

SPORTLICHE AKTIVITÄTEN. Im Sommer

erreichen die Gäste vom Alpina Wellness und Sporthotel innerhalb kürzester Zeit mehr als zwölf Golfplätze. Als Golf AlpinPartnerhotel kann das Alpina seinen Gästen bis zu 30 Prozent Ermäßigung auf Greenfees anbieten. Für jene, die die schöne Berglandschaft erkunden möchten, werden wöchentliche Wanderungen organisiert. Tennis-Hallen- und -Freiplätze sowie eine Indoor-Golfanlage lassen die Herzen der Aktiven höher schlagen. Q

INFORMATION Alpina Wellness & Sporthotel****s A-5600 St. Johann im Pongau, Alpendorf 8 Tel. +43 (0)6412/828 20 www.alpina-alpendorf.at

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Text Ingeborg Zauner Fotos Beigestellt

WOHLFÜHLEN AUF KRÄUTERBASIS

SEELENBALSAM Die perfekten Voraussetzungen für einen entspannenden Urlaub bietet das Kräuterhotel Zischghof in Obereggen, Südtirol. Inmitten der wunderschönen Natur der Dolomiten laden Ruhe, Wellness und gutes Essen ein, um vom Alltagsstress zu entfliehen. Das familiengeführte Hotel wurde im April 2011 komplett umstrukturiert und am 1. Dezember 2011 als 4-Sterne-Hotel neu eröffnet.

ALLES KRÄUTER. Helle Räume mit ange-

nehmen Farben, viel Holz, Stein und warmem Licht laden Sie ein, in einem der Alpinen Zimmer oder in einer der Suiten mit Panoramablick und getrenntem Wohnund Schlafbereich zu übernachten. Das Wohlfühlambiente ist in jedem Raum garantiert und wird durch vielfältige Leistungen im Bereich Wellness verstärkt. Dazu gehören neben einem Ruhebereich, einer Biosauna und einer Panoramasauna auch eine Erlebnisdusche und verschiedene Massagen. Doch dies ist noch längst nicht alles! Verschiedene Liegeräume und ein Indoorpool sorgen für die nötige Entspannung und Erholung. Um seinem Namen als Kräuterhotel alle Ehre zu machen, gibt es die Möglichkeit, an Kräutervorträgen und Kräuterwanderungen teilzunehmen. Die 96

FOKUS

Leidenschaft für Kräuter wird nicht nur in den verschiedenen Aktivitäten angewandt, sondern spiegelt sich auch im Bereich Kulinarik wider. Frische, Qualität und schonende Zubereitung stehen hierbei stets im Vordergrund und bieten Ihnen somit eine Gourmetküche der Extraklasse. Feinster Hochgenuss in den neuen Speiseräumen mit Panoramablick wird durch sorgfältig und exklusiv für Sie ausgesuchte Weine abgerundet. Durch seine Lage inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes der Dolomiten am Fuße der Latemar-Gruppe bietet das Kräuterhotel Zischghof auch perfekte Möglichkeiten für sportlich aktive Gäste. Im Winter beginnt nur 400 m vom Zischghof entfernt die Pistengaudi für jedermann, und auch im Sommer kommt Ihre Vorliebe für sportliche Aktivitäten nicht zu

kurz. Zahlreiche Wander- und Mountainbikerouten sowie zahlreiche Klettersteige sorgen für den notwendigen Spaß, Action Q und „das Erlebnis“ in Ihrem Urlaub.

INFORMATION Kräuterhotel Zischghof**** I-39050 Obereggen, Dolomiten/Südtirol Tel. +39 (0)471/615 761 www.zischghof.com, info@zischghof.com

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Text Ingeborg Zauner Fotos Beigestellt

FERIENSPASS IM HOCHPUSTERTAL

DOLCE VITA IN DEN POST ALPINA-HOTELS Südtirol ist für sein Dolce Vita bekannt – und die Hochpustertaler Familie Wachtler, seit drei Generationen in der Gastronomie tätig, ist dafür eine besonders gute Adresse. DREI MÖGLICHKEITEN. Vor der beein-

druckenden Kulisse des UNESCO-Weltnaturerbes Dolomiten betreibt die Familie Wachtler drei hervoragende Häuser: das Dolce Vita Family Chalet Post Alpina****, das Dolce Vita Alpina Posthotel**** und die Dolce Vita Alpina Postresidence***. Alle drei Hotels haben sich dem „süßen Leben“ und damit dem ganz individuellen Urlaubserlebnis verschrieben. Die Atmosphäre eines ursprünglichen Almdorfs von anno dazumal mit allem

modernen Luxus und die verwöhnende Wellnessoase „Vita Alpina“ genießen die Gäste in Vierschach im Dolce Vita Family Chalet Post Alpina. Zehn urige Almchalets scharen sich um das Haupthaus. Komfort mit allem Drum und Dran finden Sie im 4-Sterne-Hotel Dolce Vita Alpina Post Hotel in Innichen und direkt nebenan bei der Appartement Dolce Vita Alpina Postresidence, wo sie sich selbst versorgen oder die Annehmlichkeiten des Hotels in Anspruch nehmen können.

Die drei Häuser der Familie Wachtler bieten daher für jeden Urlaubsgeschmack das Richtige, in allen drei finden sich Südtiroler Kulinarik, herzliche Gastfreundschaft und die persönliche Betreuung der Gastgeberfamilie. Die Kleinen fühlen sich im Miniclub sechs Tage pro Woche äußerst wohl, und Urlauber jeden Alters genießen faszinierende Höhenpfade, malerische Wander- und Bikewege, idyllische Almwiesen und die einzigartige Natur- und Kulturvielfalt. Auch Mountainbike-Freunde kommen hier auf ihre Rechnung. Das Brauchtum nimmt in dieser Region einen hohen Stellenwert ein und wird mit vielen Festen, zu welchen auch die Gäste herzlich willkommen sind, gepflegt. Q

INFORMATION Dolce Vita Family Chalet Post Alpina I-39038 Innichen, Helmweg 9 Tel. +39/0474/913 133 www.posthotel.it

JUNI/JULI 2012

FOKUS

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FOKUS VERLOST TOLLE URLAUBSPREISE!

inen e t z Jet von

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GEWINNSPIEL

EN S I E R ! P P TO gewinnen

Mit etwas Glück zählen vielleicht auch Sie bald zu den GewinnerInnen. Viel Spaß! So einfach geht’s: Bis 13. August 2012 eine Postkarte an FOKUS, Kennwort „Juli-Gewinnspiel“, mit der entsprechenden Kennzahl (Nummer des Preises), Bergmillergasse 5/Stiege 2/ 2. DG, 1140 Wien, schicken – und mit etwas Glück einen unserer tollen Preise gewinnen! Oder Sie senden uns eine E-Mail an gewinnspiel@fokus-media.at – mit Ihrer Adresse, der Kennzahl und dem Kennwort. Wir drücken Ihnen die Daumen!

DOLOMITEN RESIDENZ SPORTHOTEL SILLIAN

SONNENPARADIES

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Nr. 1

Gewinnen Sie drei Nächte samt Gourmetpension für 2 Peronen im schönen Osttirol und lassen Sie sich im Sillian verwöhnen. www.sporthotel-sillian.at

HOTEL CRISTALLO

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FAMILIENURLAUB

Am Katschberg, auf 1.600 m, liegt das Falkensteiner Hotel Cristallo, wo Urlaub garantiert ist. Auch Sie haben die Möglichkeit, drei Nächte mit Begleitung, hier zu relaxen. www. katschberg.falkensteiner.com

KRÄUTERHOTEL ZISCHGHOF

SEELENBALSAM

PREIS

Nr. 3

In Südtirol, inmitten der Dolomiten, können Sie drei Nächte samt Begleitung bei Ruhe, Wellness und gutem Essen gewinnen. Erholung inkludiert! www.zischghof.com

POST ALPINA HOTELS

DOLCE VITA

PREIS

Nr. 4

Im Hochpustertal läßt es sich herrlich urlauben. Und vor allem in einem der drei Dolce Vita Alpina-Hotels. Gewinnen Sie drei herrliche Tage für zwei Personen inkl. Halbpension in Südtirol. www.posthotel.it

MAI/JUNI-GEWINNSPIEL: GRATULATION DEN GEWINNER(INNE)N! Im Hotel Dilly wird in Kürze Frau Ingrid Henein-Hanke aus 1020 Wien fünf herrliche Tage verbringen. Einen Kurzurlaub im Hotel Guglwald hat Frau Maria Berger aus 1230 Wien gewonnen. Entspannende und erholsame Tage im Gartenhotel Theresia wird Frau Gabriele Ramskogler aus 2201 Gerasdorf geniessen. Spass und Fun im Falkensteiner Club Funimation erwartet Herr nDkfm. Erich Kaufmann aus 22232 Deutch Wagram. 98

FOKUS

JUNI/JULI 2012


Freude am Sparen!

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Fokus Juni/Juli 2012