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N째01-2013

Juli 2013 www.fh-joanneum.at

DIE FH JOANNEUM IM NEUEN OUTFIT FH JOANNEUM pr채sentiert ihre Zukunftsstrategie

04 Letzte Chance: Jetzt noch bis zum 30. August 2013 bewerben! Liste der Studieng채nge: www.fh-joanneum.at


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—EDITORIAL

NEUES JOURNAL DER FH JOANNEUM D

ie FH JOANNEUM präsentiert sich seit Frühling 2013 im neuen Outfit und auch das Magazin der FH JOANNEUM zeigt sich ab sofort im neuen Look. Mit einem neuen Namen, einem neuen Format und einer neuen Magazinstruktur wollen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, künftig einmal pro Jahr über unsere Projekte, Events und Highlights auf dem Laufenden halten und Ihnen gleichzeitig einen Rückblick auf das vergangene Studienjahr bieten.

Gemeinsam mit dem Department für Management messen wir die unternehmerische Aktivität in Österreich, lassen uns vom Department für Medien & Design in die Zukunft des FahrzeugEntertainments entführen und entdecken mit dem Department für Angewandte Informatik die Vernetzung von Menschen und Systemen neu. Außerdem im neuen FH JOURNAL: Wissenswertes zur Lehre und natürlich spannende Auszeichnungen und Preise unserer MitarbeiterInnen und Studierenden.

In der ersten Ausgabe des FH JOURNALS präsentieren wir Ihnen nicht nur unsere neue Zukunftsstrategie und die neuen „United Colours of FH JOANNEUM“, sondern auch unsere sechs neuen Departments und ihre aktuellen Forschungsprojekte: Mit dem E-Schneemobil „Snowbird“ begeben wir uns gemeinsam mit dem Department für Engineering auf die Pisten der Planai, blicken mit dem Department für Bauen, Energie & Gesellschaft in die Zukunft der Stadtplanung und besuchen mit dem Department für Gesundheitsstudien einen internationalen LogopädieKongress an der FH JOANNEUM.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre mit dem ersten FH JOURNAL – auch digital unter www.fh-joanneum.at/fhjournal_01 – und natürlich einen schönen Sommer! Ihr FH JOURNAL-Redaktionsteam

04 Blick nach vorn: Zukunftsstrategie der FH JOANNEUM 07 Premiere für „Snowbird“ 09 Das „Ökotopia-Modell“ 11 Internationaler Logopädie-Kongress 13 Monitor für globales Unternehmertum 15 Design-Konzepte 2013 17 Vernetzt in die Zukunft 18 Gerhard Heufler: Trauer um einen großen Design-Vordenker 19 Erfahrungsbericht: Onlinetraining des „Web Literacy Labs“ 20 Weiterbildung in Hochschuldidaktik 21 Die besten Lehrenden: Teaching Awards 2012 22 Auszeichnungen und Preise 26 FH-Professuren und Buchtipps

IMPRESSUM: Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: FH JOANNEUM Gesellschaft mbH, Alte Poststraße 149, 8020 Graz, ­AUSTRIA, Tel.: +43 (0)316 5453-0, Fax: DW 8801, E-Mail: info@fh-joanneum.at, www.fh-joanneum.at • Für den Inhalt verantwortlich: o. Univ.-Prof. DI Dr. Karl P. Pfeiffer, Dr. Günter Riegler • Redaktion: Mag. Kathrin Podbrecnik, Mag. (FH) Cornelia Schuss, Dr. Johanna Theurl, Mag. Werner Schandor • Fotos: Jasmin Schuller, Klaus Morgenstern, Werner Krug, Klaus Pressberger, Alois Lipp, Foto Fischer, WKO, CIS, Studiengang „Industrial Design“, Studiengang „Informationsdesign“ • Gestaltung und Produktion: Manfred Terler • Lektorat: Mag. Kathrin Podbrecnik, Mag. (FH) Cornelia Schuss, Tina Stadler • Druck: Dorrong

27 Das war das Sommerfest 2013


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—SNAPSHOTS

STUDIERENDE IM RAMPENLICHT

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Te x t : C O R N E L I A S C H U S S

Fo t o s : J A S M I N S C H U L L E R

Seit Frühling 2013 sind sie prominent im neuen Außenauftritt der FH JOANNEUM vertreten: Zehn Studierende der FH JOANNEUM, die den sechs neuen Departments ein Gesicht verleihen und diese mit ihren persönlichen Erfolgsgeschichten repräsentieren.

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n ihrer Kampagne stellt die FH JOANNEUM zehn Studierende ins Rampenlicht, die mit ihren persönlichen Geschichten die sechs Departments repräsentieren: Vera Karner steht für das Department für Gesundheitsstudien; Christina Fehrer, Melanie Schober und Katrin Nussmayr fungieren als Testimonials für das Department für Medien & Design; Michael Außerdorfer und Theresia Steyrleithner repräsentieren das Department für Bauen, Energie & Gesellschaft. Christina Breitfuß ist Testimonial des Departments für Angewandte Informatik; Sina Golestani und Mario Pecinovsky stehen für das Departement für Engineering und Mohamed Ayad repräsentiert das Department für Management. Doch nicht nur das: Sie sind bei Messen, den Tagen der offenen Tür, in der Studienberatung und auf Facebook im Einsatz und stehen insgesamt für die Vielfalt an der FH JOANNEUM. Beim Fotoshooting zur Kampagne war die Stimmung unter den Studierenden jedenfalls bestens.


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—COVERSTORY

FH JOANNEUM PRÄSENTIERT IHRE ZUKUNFTSSTRATEGIE Rektor Karl Peter Pfeiffer und Geschäftsführer Günter Riegler präsentierten am 28. Februar 2013 gemeinsam mit Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder die Zukunftsstrategie der FH JOANNEUM.

Te x t : CO R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : J A S M I N S C H U L L E R , F H J O A N N E U M

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er hohe Bedarf an Absolventinnen und Absolventen, insbesondere aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bei gleichzeitig geburtenschwachen Jahrgängen, der Ausbau des FH-Sektors und die Umstellung auf das Bachelorund Master-System mit ihren weit reichenden Folgen – auf diesen Herausforderungen basiert die neue Zukunftsstrategie der FH JOANNEUM, die am 28. Februar präsentiert wurde. Neben der Förderung der Qualität und Exzellenz in der Lehre umfasst die Zukunftsstrategie der FH JOANNEUM den weiteren Ausbau der hohen Forschungs- und Entwicklungskompetenz, die stärkere Nutzung von Synergien, die Weiterentwicklung des Karrieremodells für MitarbeiterInnen und ein neues Corporate Design. Sechs neue Departments – „FH JOANNEUM reloaded“ Um Synergien zu nützen, Schwerpunkte in der Forschung & Entwicklung zu setzen, vorhandene Infrastruktur zu teilen und die Interdisziplinarität zu fördern, wurden die über 40 Studien-

gänge der FH JOANNEUM in sechs Departments (Applied Computer Sciences, Engineering, Health Studies, Building, Energy & Society, Media & Design, Management) und 25 Instituten neu organisiert. Auch die Karrieremodelle der MitarbeiterInnen der FH JOANNEUM wurden im Rahmen der Zukunftsstrategie weiterentwickelt. Corporate Design neu Als dritter Eckpfeiler der Zukunftsstrategie wurde das Corporate Design der FH JOANNEUM weiterentwickelt. Design, Bildsprache und das Logo wurden modernisiert; zusätzlich stellte eine Kampagne die Studierenden der FH JOANNEUM buchstäblich ins Rampenlicht: Insgesamt zehn Studierende repräsentieren im Sinne des „Peers-Konzepts“ die sechs Departments und geben den Stärkefeldern der FH JOANNEUM ein Gesicht. Sie sind bei Messen, den Tagen der offenen Tür, in der Studienberatung und auf Facebook im Einsatz und stehen mit ihren persönlichen Erfolgsgeschichten für die Vielfalt an der FH ­JOANNEUM.

Startschuss für die neue Organisationsstruktur und den neuen Außenauftritt der FH JOANNEUM am 28. Februar 2013: Rektor Karl Peter Pfeiffer und Geschäftsführer Günter Riegler mit Studierenden der sechs Departments.


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—COVERSTORY

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„Wir wollen als Arbeitgeber auf dem heiß umkämpften Markt für Expertinnen und Experten noch attraktiver werden und EinsteigerInnen aus der Praxis mit wissenschaftlicher Qualifikation als MitarbeiterInnen gewinnen.“

„Wir müssen uns fragen: Welche Kompetenzen und Qualifikationen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen werden in fünf bis zehn Jahren von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft gebraucht?“

Günter Riegler Kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM

Karl Peter Pfeiffer Rektor der FH JOANNEUM

Neuer Auftritt auf Messen und Co. Der neue Außenauftritt der FH JOANNEUM spiegelt sich auch in einem neuen Messestand wider, der bei der Bildungsmesse BeSt in Wien erstmals zu sehen war. Das Konzept dazu stammt von zwei Studierenden des MasterStudiengangs „Ausstellungsdesign“. Bei der Bildungs- und Berufsinformationsmesse in Wien im März 2013 präsentierte sich die FH JOANNEUM mit ihrem neuen Messestand, der von den beiden „Ausstellungsdesign“-Studierenden Gerda Koch und Siegrid Rückl im Rahmen ihrer Master-Arbeit gestaltet wurde. Im Zentrum des Messestandes steht ein „Gehirn“, das die Vernetzung und Interdisziplinarität der Studiengänge an der FH JOANNEUM darstellt und das aus dem neuartigen Verbundwerkstoff splineTEX geformt wurde.


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SNOWBIRD

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—ENGINEERING

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : F H J OA N N E U M , K L A U S P R E S S B E R G E R , A LO I S L I P P, J A S M I N S C H U L L E R


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—ENGINEERING

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PREMIERE fÜR „SNOWBIRD“ Die Energie Steiermark und die FH JOANNEUM entwickelten zusammen mit dem Wirtschaftsressort des Landes Steiermark und den Planai-Hochwurzen-Bahnen „Snowbird“, das erste voll elektrische Schneemobil Mitteleuropas. Während der Ski WM in ­Schladming feierte es am 13. Februar 2013 auf der Piste Premiere.

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nowbird“ ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt der fünf Institute „Produktionstechnik und Organisation“, „Luftfahrt/Aviation“, „Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering“, „Elektronik & Technologiemanagement“ sowie „Industrial Design“ der FH JOANNEUM. Der Prototyp, der für die Planai-Hochwurzen-Bahnen entwickelt wurde, ist ein Beitrag zur ressourcenschonenden und nachhaltigen Ski-Weltmeisterschaft in Schladming, eröffnet aber auch neue Wege im sanften Tourismus. Denn gerade für ein abgeschlossenes Tourismusgebiet wie Schladming bringt E-Mobility große Vorteile: „Snowbird“ ist im Betrieb auf der Piste leise und emissionsfrei und gewährleistet durch seine geringere Geschwindigkeit ein Mehr an Sicherheit. Keine Emissionen und wenig Lärmbelastung Vor allem die Energie Steiermark und die Planai-HochwurzenBahnen profitieren von den Erkenntnissen, die für die Zukunft der Elektromobilität in einem abgeschlossenen Tourismusgebiet wie Schladming gewonnen werden können. Denn mit dem elektrischen Schneemobil können für eine bestimmte Mobili-

„Unsere Absolventinnen und Absolventen sollen Innovationsmotoren in ihren Berufsfeldern sein.“ Bruno Wiesler, Vorsitzender des Departments für Engineering

tätsleistung alle nötigen Aspekte wie Fahrzeug, Ladestationen, Batteriewechselstationen oder Betriebskosten ausgelegt und getestet werden. Johannes Haas, Studiengangsleiter von „Produktionstechnik und Organisation“, erklärt die Vorteile des Schneemobils: „Der Elektroantrieb verursacht am Einsatz-Ort keine Emissionen und verringert die Lärmbelastung deutlich. ‚Snowbird‘ hat zudem ein hohes Drehmoment, eine hohe Steigfähigkeit und gute Zuladungsmöglichkeiten bei kurzen Distanzen und Einsatzzeiten – und ist damit ideal auf die Bedürfnisse der Bergrettung in sensiblen und abgegrenzten Einsatzgebieten abgestimmt.“ Weiterentwicklung für Serienproduktion Eine Weiterentwicklung für die Serienproduktion wird angestrebt, da bereits internationales Interesse an „Snowbird“ – von Seiten der Industrie und von Seiten anderer Hochschulen – besteht. Ab 2015 ist eine E-Mobile-Challenge ähnlich der internationalen „Formula Student“ geplant, an der Studierende aus ganz Europa teilnehmen sollen.

„Ich bin seit meiner Kindheit luftfahrtbegeistert: Vom Modell-Flugzeugbau über den Segelfliegerschein bis zum Fallschirmspringen.“ Sina Golestani, Student des Master-Studiums „Luftfahrt/ Aviation“

Erfolgreicher Erstflug für zivile Forschungsdrohne

AT&S-Exzellenz-Stipendien für Elektronik-Studierende

Studierende enthüllen neuen Rennwagen

In einer Pressekonferenz am Flughafen Graz am 28. Mai 2013 präsentierte die FH JOANNEUM mit Partnern den aktuellen Entwicklungsstand zum Thema zivile Drohnen in Österreich. Der Erstflug der Forschungsdrohne JXP-V des Instituts „Luftfahrt“ war einer der Höhepunkte.

Im Mai 2012 unterzeichneten AT&S und die FH JOANNEUM einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Förderung des TechnikerInnen-Nachwuchses in der Zukunftstechnologie Elektronik. Am 18. März 2013 wurden die ersten drei Stipendiaten ausgezeichnet.

joanneum racing graz, das Racing Team der FH JOANNEUM, präsentierte im April 2013 seinen neuen, selbst gebauten Rennwagen. Der Bolide wird im Sommer im Rahmen der „Formula Student“ gegen studentische Teams aus der ganzen Welt antreten.

Zivile Drohnen müssen sich in bestehende Lufträume integrieren und sinngemäß alle bereits bestehenden Vorschriften erfüllen. „Sicherheit ist dabei oberstes Gebot“, sagte LuftfahrtInstitutsleiter Bruno Wiesler. „Wir sehen uns als Informationsdrehscheibe und Impulsgeber für die Wirtschaft.“ Bei der Pressekonferenz war eine in Österreich noch nie gezeigte Vielfalt an Drohnen zu sehen. Ein Highlight war der Erstflug der Forschungsdrohne JXP-V (JOANNEUM Experimental Platform). „JXP-V ist das am besten entwickelte Mitglied einer ganzen Drohnen-Familie, an deren Aufbau wir arbeiten“, so Wiesler. Ziel ist die Entwicklung eines Drohnen-Systems unter 150 kg, das als Klasse-2-System außerhalb des Sichtbereichs der am Boden steuernden PilotInnen fliegen kann.

Mit der Vergabe der Stipendien an die begabtesten Studierenden von „Elektronik & Technologiemanagement“ an der FH JOANNEUM Kapfenberg möchte der Leobner Leiterplattenhersteller AT&S aktiv den TechnikerInnen-Nachwuchs fördern und auf den dringenden Bedarf an Absolventinnen und Absolventen hinweisen. Im Sommersemester 2013 wurden die drei Elektronik-Studierenden Thomas Costreie, Arnold Neckermann und Jakob Topf als erste Stipendiaten des Jahrgangs 2011 von Heinz Moitzi, technischer Vorstand AT&S, ausgezeichnet. Das Stipendium beinhaltet nicht nur finanzielle Unterstützung mit je 1.000 Euro, sondern bietet den Studierenden auch die Möglichkeit, ihre Berufspraktika bei AT&S zu absolvieren.

Der jr13, der zehnte Rennwagen aus der Werkstatt von joanneum racing graz, wurde am 19. April 2013 aus der Box gerollt und beim RollOut in der Thalia Bar am Opernring feierlich enthüllt. Der einsitzige Rennbolide wurde von Jungingenieurinnen und -ingenieuren der FH JOANNEUM von Grund auf selbst entwickelt und konstruiert. „Wir arbeiten seit September an diesem Projekt. Den fertigen Boliden jetzt auf eigenen Rädern auf der Bühne stehen zu sehen, ist einfach ein Wahnsinnsgefühl“, so Teamleader Stephan Rienmüller. Der neue Rennbolide wartet mit einigen technischen Neuerungen auf – zum ersten Mal in der Teamgeschichte ist der Bolide mit Frontflügel, Heckflügel und Diffusor ausgestattet.


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—BAUEN, ENERGIE & GESELLSCHAFT

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K , W E R N E R S C H A N D O R Fo t o s : F H J OA N N E U M , Y I L A N J O S E P H I N E L I U , J A S M I N S C H U L L E R , P R I VAT


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—BAUEN, ENERGIE & GESELLSCHAFT

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FH JOANNEUM PRÄSENTIERT DAS „ÖKOTOPIA-MODELL“ Die meisten Modelle künftiger Stadtentwicklung beschränken sich auf Aspekte der Bebauung, der Verkehrsplanung und der Energieversorgung unter den Vorzeichen eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen und intelligenter Technik. Das Forschungsprojekt Ökotopia des Departments für Bauen, Energie & Gesellschaft der FH JOANNEUM geht einen Schritt weiter.

D

er Ökotopia-Ansatz bezieht nicht nur die städtebaulichen, ökologischen und technischen Grundlagen künftiger Städte in die Überlegungen ein, sondern in einem ebenso großen Ausmaß auch die sozialen Komponenten des urbanen Zusammenlebens“, betonte Bernhard Plé vom Institut „Sozialarbeit & Sozialmanagement“ im Rahmen des Symposiums „Stadtforschung zwischen Vision und Planungspraxis“ am 16. Mai 2013. Beim Symposium, in dessen Rahmen das Projektteam seine Forschungsergebnisse präsentierte, wurde aus dem Blickwinkel der Architektur und Stadtplanung sowie der Sozialwissenschaften und des Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagements ein breiter thematischer Bogen gespannt: Der Begriff der „städtischen Dichte“, die Zufriedenheit der Grazer Stadtbevölkerung hinsichtlich ihrer Lebensqualität oder die Auswirkungen eines Straßenbahnbaus auf die Versorgungs- und Verkehrssituation einer Siedlung wurden unter anderem diskutiert.

des Symposiums. Beherrschendes Motiv war dabei die Zusammenführung der in den vergangenen Jahren gewonnenen Einzelerkenntnisse zu einem Kriterienkatalog, der künftigen PlanerInnen gezieltes Handeln erlaubt – man könnte es das „Ökotopia-Modell“ nennen. „Im Rahmen unseres Modells finden die erhobenen Kriterien Eingang in ein Bewertungssystem, das nicht nur ein Gesamtbild über die Nachhaltigkeit eines Stadtteils oder einer Kommune liefert, sondern auch Einzelbewertungen auf verschiedenen Ebenen erlaubt“, sagte Martin Schloffer vom Institut „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“.

„Der Klimawandel stellt die Struktur künftiger Städte vor neue Herausforderungen – von der Bauqualität und Energieversorgung über die Verkehrsplanung bis hin zum sozialen Zusammenleben.“ Michael Bobik, Vorsitzender des Departments für Bauen, Energie & Gesellschaft

„Ich sehe meine Zukunft im Bereich Abfallwirtschaft, vielleicht als Projektmanager im Ausland.“

Vorstellung eines Kriterienkatalogs für PlanerInnen Auch die Überführung der bisherigen Ergebnisse des Forschungsprojekts in die stadtplanerische Praxis war Thema

Alexandra Würz-Stalder vom Studienbereich „Architektur und Bauwesen“ ergänzte: „So besteht die Möglichkeit, beispielsweise den Fokus nur auf soziale und städtebauliche Aspekte zu legen. Auf dieser Grundlage lässt sich aufzeigen, wie man Lebensräume hinsichtlich Umweltschonung und hoher Lebensqualität verbessern kann. Mit dem Ökotopia-Modell können aber auch vergleichbare Gesamtbewertungen über verschiedene Stadtteile oder Städte hinweg erstellt werden, die die Grundlage für städteplanerische Entscheidungen bilden.“

Interaktive Gebäudeplanung für steirischen FertighausAnbieter

Studierende von „Soziale Arbeit“ auf Volontariat in Alaska

Internationale Auszeichnung für sprechendes Stadtmodell von Berlin

Die Institute „Architektur & Management“ und „Design & Kommunikation“ der FH JOANNEUM Graz entwickelten in einem Forschungsprojekt mit Haslerhaus ein interaktives Visualisierungssystem zur Planung und Simulation von Gebäuden.

Der Studiengang „Soziale Arbeit“ arbeitet seit 2005 mit der amerikanischen Organisation „Hope“ zusammen, die in Alaska für und mit Menschen mit Behinderung arbeitet. In diesem Jahr nützte die Studierende Carolin Gosch die Gelegenheit für ein Volontariat.

In Kooperation mit der TU Berlin entwickelte das Institut „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ der FH JOANNEUM Kapfenberg ein sprechendes Modell, das die deutsche Hauptstadt für Menschen mit Sehbehinderung begreifbar macht.

Das Projektteam rund um Andreas Behmel, Institut „Design & Kommunikation“, und Wolfgang Höhl, Institut „Architektur & Management“, beschäftigt sich mit einem computergestützten Präsentationssystem zur Planung und Simulation von Gebäuden. Das System „Mixed Reality Architectural Workspace“ wurde mit dem Fertigteilanbieter Haslerhaus entwickelt und soll den Entwurfsprozess eines Hauses für alle Beteiligten vereinfachen. Mit Hilfe einer intuitiven, haptischen BenutzerInnenOberfläche wird damit beispielsweise ein geplantes Einfamilienhaus virtuell begehbar. Die Steuerung erfolgt dabei nicht über die Maus am Computer, sondern über reale Steuerungsmarker direkt am Grundrissplan des Hauses. Das System wurde im Juni 2013 am Usability Day der FH Vorarlberg mit dem 1. Rang in der Kategorie „Natürliche Ein- und Ausgabegeräte“ ausgezeichnet.

Carolin Gosch steht kurz vor Abschluss des Master-Studiengangs „Soziale Arbeit“ an der FH JOANNEUM und entschloss sich, eine besondere Herausforderung anzunehmen: Ein viermonatiges Volontariat bei der gemeinnützigen Organisation „Hope“ in Alaska. „Meine Motivation war es, neue Lebenswelten und Arbeitsweisen kennenzulernen und auch meine Sprachkenntnisse zu verbessern“, erklärt Gosch, die eine Stelle im „Discovery Center“ in Anchorage am Golf von Alaska antrat. „Das ist eine Art Tageszentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, deren Integration und Inklusion in die Gesellschaft gefördert werden soll“, so Gosch. Für die Studierende war das Volontariat eine große Bereicherung: „Ich bin mit viel frischer Motivation, neuen Ideen und einem riesigen Erfahrungsschatz nach Österreich zurückgekehrt.“

Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelte die TU Berlin im Vorjahr ein Modell (4 x 1,5 Meter) des Berliner Stadtzentrums, suchte jedoch lange nach einem Partner, der dieses Modell „zum Sprechen“ bringen kann. Die Verwirklichung dieser Idee gelang schließlich am Institut „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“: In dreiwöchiger intensiver Programmierarbeit entwickelte das Projektteam rund um Martijn Kiers und Oliver Gößler das Stadtmodell zu einem Informationszentrum für Sehbehinderte. Bei der internationalen Design-Biennale im französischen SaintÉtienne wurde „Berlins talking tactile model“ im März 2013 mit dem „International Design for All Foundation Award 2013“ ausgezeichnet und erreichte den 1. Platz in der Kategorie Öffentliche Einrichtungen.

Michael Außerdorfer, Student des Master-Studiums „Energy and Transport Management“


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—GESUNDHEITSSTUDIEN

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : F H J OA N N E U M , W E R N E R K R U G , J A S M I N S C H U L L E R


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—GESUNDHEITSSTUDIEN

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INTERNATIONALER LOGOPÄDIE-KONGRESS Von 20. bis 24. August 2012 war die FH JOANNEUM Treffpunkt für Logopädie-Studierende und -Lehrende aus der ganzen Welt: Beim jährlichen „Speech and Language Therapy Intensive Program“, das dieses Mal das Institut „Logopädie“ der FH JOANNEUM Graz organisierte, tauschten sich VertreterInnen von 18 Hochschulen über aktuelle Themen der Logopädie aus.

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on Finnland bis Taiwan, von Griechenland über Irland bis Schweden, Deutschland und Belgien reichten die Herkunftsländer der 134 LogopädieStudierenden und -Lehrenden, die sich im August 2012 im Rahmen des „Speech and Language Therapy Intensive Program“ erstmals in Österreich an der FH JOANNEUM Graz trafen. Ziele des „Intensive Program“, das seit 1994 besteht, sind die internationale Anpassung der Curricula für Logopädie, die weltweite Vernetzung der Studierenden und der Austausch neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Themen des Intensive Program 2012 waren: „Prävention und frühzeitige Intervention“, „Kulturelle und linguistische Unterschiede“, „Sprache und kognitive Störungen“ sowie „Stottern und Stimme“. Seit 2007 zählt die FH JOANNEUM bislang als einzige österreichische Hochschule zu den 18 Partnerhochschulen des „Intensive Program“. Inspirierende Impulse Als eines von vielen Highlights stand der zweite Kongresstag unter dem Motto „Cultural and Linguistic Diversity“ und wur-

Angewandte Sensorikforschung zur Prävention von Adipositas Ein interdisziplinäres, hochschulübergreifendes Projektteam unter der Leitung des Instituts „Diätologie“ leistet mit einem neuen FFG-Forschungsprojekt Pionierarbeit im deutschsprachigen Raum: Im „Health Perception Lab“ soll künftig erforscht werden, inwiefern Erkrankungen wie Adipositas durch Geruchs- und Geschmackserfahrungen im frühen Kindesalter beeinflusst werden. Mit dem Aufbau eines gesundheitsorientierten Sensoriklabors setzt sich die FH JOANNEUM mit einem im deutschsprachigen Raum noch wenig ausgeprägten Forschungsfeld auseinander. Der Startschuss zum Projekt erfolgte im April 2013 durch die Initiatorinnen Susanne Maunz und Bianca Neuhold sowie Projektleiterin Elisabeth Pail, Institutsleiterin „Diätologie“. Das Projektkonsortium besteht aus acht Instituten der FH JOAN­NEUM („Diätologie“, „Biomedizinische Analytik“, „Hebammenwesen“, „Gesundheitsmanagement“, „Ergotherapie“, „Angewandte Produktionswissenschaften“, „Design & Kommunikation“, „Informationsmanagement“), der Medizinischen Universität Graz sowie der Technischen Universität Graz.

de von Li-Rong Lilly Cheng, Professorin an der San Diego State University, moderiert. Cheng ist Mitglied der „International Association for Logopedics and Phoniatrics“ und war Vorsitzende der „American Speech-Language-Hearing Association“. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, in unterschiedlichsten Fachmedien publiziert und hält Vorträge auf der ganzen Welt. Für die interessierte Öffentlichkeit bot Lilly Cheng am selben Tag einen spannenden Vortrag zum Thema „Global Competence“, der auf großes Interesse stieß. Forschung in anderen Ländern kennenlernen Angelika Rother, Leiterin des Instituts „Logopädie“ an der FH JOANNEUM, zeigte sich überzeugt: „Studierende sollen schon während des Studiums an die Forschung in den anderen Ländern herangeführt werden. Darüber hinaus entstehen internationale berufliche Kontakte und Freundschaften, die auch über das Intensive Program hinaus bestehen bleiben. Ich spreche aus eigener Erfahrung, da ich selbst als Studentin der Lehrund Forschungslogopädie an der RWTH Aachen an zwei „Intensive Programs“ teilgenommen habe.“

Neu: MBA „Health Care and Hospital Management“ Gemeinsam mit der MedUni Graz bietet die FH JOANNEUM seit dem Wintersemester 2012/2013 den neuen postgradualen Master-Lehrgang „Health Care and Hospital Management“ an, der mit dem Titel MBA abschließt. Zielgruppe sind (künftige) Führungskräfte im Gesundheitswesen. Nationale und internationale wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die demographische Entwicklung der Bevölkerung stellen unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Der Bedarf nach zukunftsfähigen Strukturen und Finanzierungsmodellen wird zunehmen. Dieser Anforderung möchte der völlig neu konzipierte postgraduale Lehrgang „Health Care and Hospital Management“ durch seinen interdisziplinären Aufbau, den Einsatz von hochkarätigen Referentinnen und Referenten sowie unter Nutzung moderner betriebswirtschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Lehr- und Lernmethoden gerecht werden. Der berufsbegleitende fünfsemestrige Lehrgang richtet sich insbesondere an Führungskräfte und Health Professionals, aber auch an InteressentInnen aus dem gesamten Gesundheitssystem, also aus öffentlichen Institutionen von Bund, Ländern und Gemeinden, Kammern, Versicherungen und der Industrie. Alle Infos: www.medunigraz.at/mba

Der erste Forschungsschwerpunkt liegt in der Erforschung prä- und postnataler Indikatoren, die auf die Entwicklung von Adipositas im Kindesalter hinweisen können. Im zweiten Forschungsschwerpunkt sollen Produktkonzepte entwickelt werden, die bedarfsgerecht auf die speziellen diätologischen Anforderungen für Kinder bzw. Kleinkinder eingehen. Aufbauend auf diesen beiden Schwerpunkten sollen im dritten Forschungsschwerpunkt Begleitmaßnahmen für Bewusstseins-, Aus- und Weiterbildung entwickelt und erprobt werden.

„Wir wollen selbstbewusste Absolventinnen und Absolventen für alle Einsatzgebiete ausbilden – von der PatientInnenversorgung bis zu Forschung und Entwicklung.“ Elisabeth Pail, Vorsitzende des ­Departments für Gesundheits­ studien

„Ich freue mich, den Herausforderungen im Gesundheitsbereich bald selbst begegnen zu können.“ Vera Karner, Studentin des Bachelor-Studiums „Radiologietechnologie“

Praktikum in Kambodscha für „Physiotherapie“Studierende Alexander Knoll und Jana Konvalinová studieren „Physiotherapie“ an der FH JOANNEUM. Am 20. Mai 2013 flogen sie nach Kambodscha, wo sie für sechs Wochen ihr Pflichtpraktikum in einem Kinderspital absolvierten. Wie bereits im Vorjahr nutzten auch heuer wieder zwei Studierende des Bachelor-Studiengangs „Physiotherapie“ an der FH JOANNEUM die Chance für ein ungewöhnliches Auslandspraktikum: Alexander Knoll und Jana Konvalinová waren sechs Wochen im Angkor Hospital for Children (AHC) in der kambod­ schanischen Stadt Siem Reap im Einsatz. Die beiden Studierenden setzten sich in einem internen Auswahlverfahren am Studiengang durch, vom Rektorat der FH JOANNEUM erhalten sie eine finanzielle Unterstützung für die Reisekosten. „Nach den positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres und den Rückmeldungen aus dem Spital möchten wir dieses Praktikum unbedingt weiterhin zur Verfügung stellen. In diesem Zusammenhang danken wir dem Rektorat für die Unterstützung der Studierenden“, sagte Studiengangsleiterin Beate Salchinger. Die Studierenden bringen zudem Spielsachen, Springseile und therapeutisches Material mit, das mit Mitteln aus karitativen Aktionen des Studiengangs „Physiotherapie“ gekauft wurde.


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—MANAGEMENT

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : F H J OA N N E U M , W E R N E R K R U G , J A S M I N S C H U L L E R


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—MANAGEMENT

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GLOBAL ENTREPRENEURSHIP MONITOR: STARKE UNTERNEHMERISCHE AKTIVITÄT IN ÖSTERREICH Das Institut „International Management“ der FH JOANNEUM, unterstützt von den Wirtschaftskammern Österreichs, war für die Durchführung des Global Entrepreneurship Monitor 2012 in Österreich verantwortlich. Am 15. Mai 2013 wurden die Ergebnisse des Österreichberichts präsentiert.

Ö

sterreich schneidet im Global Entrepreneurship Monitor (GEM), der weltweit größten Studie zum Unternehmertum, im internationalen Vergleich sehr gut ab. So belegte Österreich hinter den USA, Singapur, den Niederlanden und der Slowakei den erfreulichen 5. Platz innerhalb der Gruppe der 24 innovationsbasierten Industrieländer. Unter den 22 teilnehmenden Staaten der Europäischen Union befindet sich Österreich mit einer JungunternehmerInnenquote von 9,6% an 5. Stelle. Im Vergleich zur letzten Erhebung bedeutet dies einen starken Anstieg – 2007 lag Österreich mit einer JungunternehmerInnenquote von 2,4% noch an letzter Stelle. Thomas Schmalzer: „Bürokratieabbau, hemmende Abgabenlast“ Als österreichischer Partner des mittlerweile 69 Länder zählenden Konsortiums internationaler Top-Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist das Institut „International ­Management“ der FH JOANNEUM Teil eines hochkarätigen Wissensnetzwerks. Thomas Schmalzer, Lehrender am Institut und Autor des GEM-Reports für Österreich: „Trotz der international

Harvard-Gastprofessor am Institut „Industrial Management“ Gerald Steiner, seit zwei Jahren Gastprofessor an der amerikanischen Elite-Universität Harvard, lehrt in seinem Forschungsgebiet Innovation und Kreativität am MasterStudiengang „International Industrial Management“ an der FH JOANNEUM in Kapfenberg. Gerald Steiner arbeitet seit 2011 am „Weatherhead Center for International Affairs“ an der Elite-Universität Harvard. Zuerst bekleidete er die Schumpeter-Professur, jetzt erforscht er als Gastprofessor, wie Innovationen und Problemlösungsprozesse im internationalen Kontext zur Krisenbewältigung beitragen können. Zudem ist er Universitätsprofessor am Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung der Karl-Franzens-Universität Graz. Steiners Forschungsgebiet umfasst die Gestaltung und das Management von Innovation und Kreativität, mit Schwerpunkt auf Kompetenzentwicklung. Am Master-Studiengang „International Industrial Management“ übernimmt Steiner als Lehrbeauftragter – gemeinsam mit Universitätsprofessor Alfred Posch – die Lehrveranstaltung „Sustainable Development, Innovation and Risk Management“. „Studierende international wettbewerbsfähig“ In der Lehre am Studiengang „International Industrial Management“ setzt Steiner insbesondere auf die kreative und kritische Auseinandersetzung mit realen Problemstellungen, unterstützt durch Case Studies. So haben seine Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung konkrete betriebliche Innovationsprojekte mit Regionalbezug bearbeitet.

guten Platzierung Österreichs konnten in den Detailergebnissen einige Handlungsfelder identifiziert werden. Einerseits ist ein Rückgang der Unternehmen in Nischenmärkten ersichtlich und andererseits sank der Anteil der Unternehmen, welche die aktuellsten Technologien einsetzen. Spezifische Unterstützung der Unternehmen, eine Reduktion der allgemein als hemmend angesehenen Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen sowie ein gezielter Bürokratieabbau können hier die Innovationsfähigkeit heimischer Betriebe verbessern und so die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft sichern.“ Des Weiteren werde durch GEM ersichtlich, dass die unternehmerische Erziehung in allen Bildungseinrichtungen, vor allem aber in Schulen, gezielt verbessert gehört. Doris Kiendl-Wendner, Leiterin des Instituts „International Management“, nahm an der Podiumsdiskussion zur Präsentation des GEM-Reports teil und hob die Wichtigkeit der Studie hervor: „Die EntscheidungsträgerInnen brauchen Studien und Forschungsergebnisse wie GEM zur Förderung des Unternehmertums.“

EU-Projekt zum Thema ­Finanzbildung in Schulen Das Institut „Bank- und Versicherungswirtschaft“ an der FH JOANNEUM arbeitet mit Partnern aus Deutschland, Belgien und Lettland in einem EU-Projekt daran, „finanzielle Allgemeinbildung“ in die bestehenden Curricula von AHS zu integrieren. Beim Kick-Off-Meeting im Jänner 2013 in Graz betonte Roland Mestel, Leiter des Instituts „Bank- und Versicherungswirtschaft“: „Die jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrisen haben gezeigt, dass wirtschaftliche, vor allem finanzwirtschaftliche, Fragestellungen Teil einer Allgemeinbildung sein müssen. Viele Entwicklungen an den Finanzmärkten sind darin begründet, dass Menschen Finanzprodukte gekauft und vertrieben haben, deren Funktionsweise und ökonomische Bedeutung sie zu wenig verstanden haben.“ Die europäischen Projektpartner FH Kaiserslautern, BA School of Business and Finance, KH Leuven und FH JOANNEUM verfolgen daher das Ziel, Themen der Finanzbildung in die bestehenden Curricula der Allgemeinbildenden Schulen zu integrieren. Das COMENIUS Projekt läuft bis Ende 2014.

„Mit Wirtschaftsingenieurwesen, Finance bzw. International Management und Gesundheitsmanagement bilden wir wesentliche Wertschöpfungsbereiche der Steiermark ab.“ Martin Tschandl, Vorsitzender des Departments für Management

„Ich schätze die Internationalität meines Studiums, die es erlaubt, mindestens ein Semester ins Ausland zu gehen.“ Mohamed Ayad, Student des Master-Studiums „International Industrial Management“

Neuer MBA: „International Hospitality and Spa Management“ Die FH JOANNEUM Bad Gleichenberg bietet ab Oktober 2013 das berufsbegleitende MBA-Studium „International Hospitality and Spa Management“ an, das von Hotel- und Spa-ManagerInnen aus Europa und Asien mitentwickelt wurde. Das Studium richtet sich an berufstätige ManagerInnen in der Hotellerie, im Spa-Business oder im Gesundheitstourismus, aber auch an jene, die es werden wollen. Das internationale englischsprachige Master-Programm ist flexibel und modular aufgebaut und ermöglicht durch die berufsbegleitende und E-Learning-unterstützte Organisation den sofortigen Einsatz des erlernten Wissens in der beruflichen Praxis. „Es gibt viele Studien im Bereich Tourismus, jedoch richten wir unseren Fokus auf die praktischen Anforderungen der Schnittstellen zwischen Hotelleitung und Spa-Management. Marktund MitarbeiterInnen-orientierte Unternehmensführung ist uns dabei ein großes Anliegen“, so Studiengangsleiterin Eva AdamerKönig. Informationen unter: www.fh-joanneum.at/hsm


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—MEDIEN & DESIGN

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1 Mit BeoClip entwickelte Lucas Eyl einen tragbaren Aktivlautsprecher, der im Fahrzeuginnenraum integriert ist. Permanentes Daten-Strea­ ming ermöglicht im Auto, zu Hause und im Freien die Wiedergabe bester Klangqualität. 2 Hans Steen transportiert mit BeoVersio die Erfahrung eines Bang & Olufsen Systems in ein BMW-Interieur. Akustische Stoffe und sich transformierende Oberflächen inszenieren das Benutzen des Soundsystems. 3 Den intelligenten Skihelm Inoid mit integriertem Mikrofon, Sprachsteuerung und Head-Up-Display im Visier entwarf Max Gutbier.

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4 Das Interieurkonzept Muse von Thomas Vanicek ist formal an eine Muschel angelehnt und verwandelt den gesamten Innenraum des Fahrzeugs mit Hilfe der Akustik-Technologie von Bang & Olufsen zu einem klangvollen „Konzertsaal“.

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : F H J OA N N E U M , J A S M I N S C H U L L E R , I N D U S T R I A L D E S I G N


FH JOU RNAL | J U LI 2013

—MEDIEN & DESIGN

INDUSTRIAL DESIGN SHOW 2013 Von 28. Juni bis 1. September 2013 zeigen Studierende des Bachelor- und Master-Studiengangs „Industrial Design“ im Kunsthaus Graz aktuelle Arbeiten zum Thema Produkt- und Transportation-Design. Einen Schwerpunkt bilden Entwürfe in Kooperation mit Bang & Olufsen.

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„Zusammen mit unseren Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen wollen wir die Bedeutung von Design, Medien und Kommunikation weiter stärken.“ Heinz M. Fischer, Vorsitzender des Departments für Medien & Design

„Mich fasziniert, dass wir durch Design unsere Umwelt verändern und dem Menschen auf verschiedenste Weise helfen können.“

nter dem Motto „Magical Experiences – Automotive Entertainment“ haben Studierende des Master-Studiengangs „Industrial Design“ für das dänische Unternehmen Bang & Olufsen Produkte im Bereich von Entertainment-Systemen in Fahrzeugen entworfen. Das Projekt wurde seitens Bang & Olufsen von Philipp Siebourg betreut. Als Zielsetzung wurde formuliert, ein Produkt oder eine sinnliche Wahrnehmung im Geiste der Markenidentität des Unternehmens zu schaffen. Wichtige Parameter waren dabei Automotive Entertainment, die Welt der Kunden, die Idee der Marke Bang & Olufsen sowie die Materialität. Die Schwerpunkte innerhalb dieser Parameter konnten die Studierenden selbst wählen.

Die Entwürfe sind im Rahmen der Industrial Design Show 2013 im designforum im Kunsthaus Graz noch bis 1. September 2013 zu sehen. Weitere Arbeiten, die bei der Design Show präsentiert werden, entstanden in Kooperation mit BMW, VW, Philips, Kärcher und ÖBB. Georg Wagner, interimistischer Leiter des Instituts „Industrial Design“, sagte bei der Eröffnung: „Die Motivation unserer Studierenden ist sehr hoch, weil sie von den Projektpartnern die Möglichkeit bekommen, einem bestimmten Produkt ihre ganz eigene Idee mitzugeben.“ Landesrat Christian Buchmann verwies auf die „neuen und innovativen Zugänge der Studierenden zu realen Anforderungen der Zukunft“.

Grazer Desginmonat 2013

FH JOANNEUM auf der re:publica 2013 in Berlin

Neu: Master-Lehrgang „Public Communication“

Anfang Mai war die FH JOANNEUM in Berlin stark vertreten: Auf der re:publica, der größten deutschsprachigen Konferenz zum Thema Internetentwicklung und digitale Gesellschaft, gab es gleich drei Vorträge von MitarbeiterInnen des Web Literacy Lab der FH JOANNEUM zu hören.

Mit März 2014 startet am Department für Medien & Design der berufsbegleitende postgraduale Master-Lehrgang „Public Communication“. Der viersemestrige Lehrgang richtet sich an PraktikerInnen, die bedarfsorientierte, vertiefte Weiterbildung sowie akademische Professionalisierung in ihrem Kommunikationsjob suchen.

„Nagoya Design meets Graz“: Unter diesem Titel präsentierten Studierende der Master-Studiengänge „Ausstellungsdesign“ und „Communication, Media and Interaction Design“ besondere Fundstücke der japanischen Design- und Industriestadt Nagoya. Die Ausstellung im Rahmen des Grazer Designmonat 2013 spiegelte die Eindrücke wieder, die die Studierenden bei ihrem Besuch in Nagoya sowie im Austausch mit japanischen Studierenden gewonnen hatten. Studiengangsleiter Karl Stocker hielt bereits im Dezember 2012 in Nagoya mit Studierenden der Universität Nagoya einen Workshop ab, der als Basis für die Zusammenarbeit diente. Das Ausstellungsdesign wurde von den Studierenden Katja Kraiss und Anja Schwendenwein gestaltet. Ebenfalls im Zeichen des Designmonats standen mehrere Design-Lectures mit internationalen Gastreferenten an der FH ­JOANNEUM, darunter zum Beispiel Christoph Frank, Mitinhaber der Kommunikationsagentur Platoon, Ulrich Fuchs, der zum Thema Kulturhauptstadt Marseille sprach, oder Ulli Koller, der einen Erfahrungsbericht zum „Urban Planet“-Pavillon auf der Weltausstellung 2010 brachte.

Über 5.000 Teilnehmende, unzählige Workshops und Diskussionen, internationale Speaker und die aktuellsten Themen rund um Internet, Politik, Technik und die Netzgemeinde – das ist die re:publica, die heuer von 6. bis 8. Mai 2013 in Berlin stattfand. Die Konferenz, die seit 2007 jährlich veranstaltet wird, richtet sich an VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis in gleichem Maße. Bereits zum wiederholten Mal leistete auch das Grazer Web Literacy Lab des Instituts für „Journalismus und Public Relations“ der FH JOANNEUM einen aktiven Beitrag: Heinz Wittenbrink, Julian Ausserhofer und Brigitte Alice Radl hielten jeweils einen Vortrag zu unterschiedlichen Themen und zeigten so die Bandbreite ihrer Forschungsarbeit sowie deren grenzüberschreitende Bedeutung auf. Web Literacy Lab: Kompetenzzentrum für Unternehmen und Organsationen Die drei MitarbeiterInnen der FH JOANNEUM bilden das Web Literacy Lab (WLL), ein Forschungsprojekt am Institut „Journalismus und Public Relations“, das sich mit Webkompetenz und deren Vermittlung an Organisationen beschäftigt. Durch Veranstaltungen, Projekte und aktiven Netzwerkaufbau konnte sich das WLL seit seiner Gründung im Jahr 2010 als akademisches Kompetenzzentrum für Webkommunikation etablieren.

Christina Fehrer, Studentin des Master-Studiums „Communication, Media and Interaction Design“

Die Internationalisierung von Unternehmenskommunikation, der Anspruch, mit jedem Kommunikationsvorgang höchst unterschiedliche Anspruchsgruppen anzusprechen und gleichzeitig für gelingende Kommunikation sorgen zu müssen – die Herausforderungen für Kommunikationsprofis liegen heute hoch. Im neuen Master-Lehrgang bauen die TeilnehmerInnen wissenschaftlich fundiert und im Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten ihre fachliche Kompetenz aus. Sie sind damit bestens gerüstet, um die gesteigerten Anforderungen nach kommunikativer Vermittlung in einer von Komplexität gekennzeichneten gesellschaftlichen Umwelt erfolgreich umsetzen zu können und sich auf der Karriereleiter weiter zu qualifizieren. Zu den Vortragenden zählen Branchen-Fachleute wie der langjährige ZIB-Anchorman Gerald Gross, der bekannte Soziologe Manfred Prisching, Brüssel-Korrespondent Johannes Kübeck und PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl. Geblockte Anwesenheitsphasen, E-Learning und betreute Selbstlernphasen sorgen für eine flexible Zeiteinteilung. Der Master-Lehrgang „Public Communication“ schließt nach vier Semestern mit dem akademischen Grad „Master of Arts in Social Sciences“. Weitere Informationen in Kürze unter: www.fh-joanneum.at/com


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— A N G E WA N DT E I N F O R M AT I K

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S , K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o s : F H J OA N N E U M , J A S M I N S C H U L L E R


FH JOU RNAL | J U LI 2013

— A N G E WA N DT E I N F O R M AT I K

VERNETZT IN DIE ZUKUNFT Vernetzt auf allen Ebenen: Am Department für Angewandte Informatik an der FH JOANNEUM werden IT-Expertinnen und IT-Experten ausgebildet, die technologisches Know-how mit Business Skills verbinden. Dabei stehen natürlich immer die AnwenderInnen im Mittelpunkt.

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ereits während des Studiums sind die Studierenden des Departments für Angewandte Informatik aktiv in die Entwicklung von IT-Produkten und -Systemen eingebunden und kooperieren mit Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie oder mit Institutionen, etwa im Gesundheitswesen. Die Bachelor-Studiengänge „eHealth“, „Informationsmanagement“, „Internettechnik“ und „Software Design“ legen den Grundstein für künftige Karrieren in der Welt der IT. Mit den Master-Studiengängen „Advanced Security Engineering“, „eHealth“, „Informationsmanagement“ und „ITRecht & Management“ ist danach eine weitere Spezialisierung möglich. Christina Breitfuß zum Beispiel hat es so gemacht: Nach dem Bachelor-Studium „Informationsmanagement“ entschied sie sich für eine weitere Spezialisierung mit dem MasterStudium „eHealth“. Sie erzählt: „An unserem Department fasziniert mich die Kombination verschiedenster Bereiche – von IT und Wirtschaft bis zu IT und Medizin.“ Die zukunftsorientierte Verbindung verschiedener Disziplinen steht auch in vielen Forschungsprojekten des Departments für Angewandte Informatik im Zentrum, etwa in der Angewandten Altersforschung: So arbeitet der Studiengang „eHealth“ im

Projekt DIAFIT an einer digitalen Ernährungsassistenz, die als intelligenter Terminal in der Küche integriert ist und ältere Menschen in einer gesunden Lebensweise unterstützt. Darüber hinaus hat der Studiengang „Informationsmanagement“ gemeinsam mit „Ergotherapie“ und mit Unterstützung durch Ravensburger ein Projekt ins Leben gerufen, das Ergotherapeutinnen und -therapeuten mit elektronischen Stiften (ePens) ein Werkzeug zur Verfügung stellt, um Demenzpatientinnen und -patienten gezielt zu therapieren. In der Wirtschaft gefragt Egal, auf welchen Studiengang die Wahl fällt – die Karrierechancen der Absolventinnen und Absolventen sind hervorragend: Die Absolventinnen und Absolventen des Departments für Angewandte Informatik sind in der Wirtschaft sehr gefragt. Sehr viele IT-Studierende haben bereits während des Studiums ein Job-Angebot in der Tasche – wie etwa Isabella Pichler, die am Department für Angewandte Informatik studierte und heute Senior Product Marketing Manager bei A1 ist. Sie rät jungen Menschen: „Lasst euch nicht von den technischen Inhalten abschrecken!“

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„Es ist uns ein Anliegen, junge Menschen für IT zu begeistern, insbesondere an den Schnittstellen interdisziplinärer Aufgabenstellungen aus Wirtschaft, Recht, Gesundheit und Medizin.“ Werner Fritz, Vorsitzender des Departments für Angewandte Informatik

„Wir haben die Möglichkeit, unser Berufsfeld in verschiedensten Bereichen selbst mit zu entwerfen.“ Christina Breitfuß, Studentin des Master-Studiums „eHealth“

„Glücklicher“ Start für ITStudienanfängerInnen

Überwindung der „digitalen Kluft“ in Südosteuropa

Einsatzkräfte per Smartphone lenken

Die Studiengänge des Departments für Angewandte Informatik bilden IT-Expertinnen und -experten aus, die in Wirtschaft und Industrie stark nachgefragt sind und über beste Berufsaussichten verfügen. Auch heuer wieder haben StudienanfängerInnen zum Studienstart die Chance auf ein Tablet oder Notebook.

Im EU-Projekt „PPP4Broadband“ entwickelt der Studiengang „Internettechnik“ der FH JOANNEUM Kapfenberg mit zwölf Partnern aus neun Ländern Public Private Partnership (PPP)-Modelle für die Implementierung von Breitband-Internet in ländlichen Regionen Südosteuropas.

Mit einer Smartphone-Anwendung für Rotkreuz-MitarbeiterInnen erweiterten zwei Studenten der FH JOANNEUM Kapfenberg die Kommunikationskanäle bei Notfällen.

Unter allen Bachelor-Studienanfängerinnen und -anfängern am Department für Angewandte Informatik werden zur Erleichterung des Studienstarts im Herbst 2014 Tablets und Notebooks verlost. Gesponsert werden die Geräte vom steirischen IT-Dienstleister Infonova. Dass Infonova auch tolle Karrierechancen für IT-Absolventinnen und -Absolventen bietet, beweist beispielsweise Melanie Knittelfelder, die das Studium „Informationsmanagement“ an der FH JOANNEUM absolvierte und heute als Senior System Engineer bei Infonova tätig ist. Knittelfelder sieht die Kombination aus Technik und Wirtschaft als ideale Grundlage für ihre Karriere in der IT-Branche. Im Studienjahr 2012/2013 konnten sich gleich fünfzehn Studierende technischer bzw. IT- Studiengänge über einen „glücklichen“ Start ins Studium freuen: Unter allen StudienanfängerInnen wurden fünf Apple iPads, fünf Lenovo ThinkPads und fünf Smartphones Samsung Galaxy verlost, gesponsert von NTS Netzwerk Telekom Service AG, CANCOM und CANON AUSTRIA.

Zahlreiche Regionen Südosteuropas – vor allem ländliche Gebiete – weisen derzeit noch große Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet auf. Um die Vorgaben der „Digitalen Agenda für Europa“ im Rahmen der Initiative „Europe 2020“ zu erfüllen, lancierten 13 internationale Partner in der Slowakei, Slowenien, Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Rumänien, Serbien, Mazedonien und Österreich Ende Jänner 2013 das Projekt „PPP4Broadband“, das im Rahmen des „South-East Programme“ der Europäischen Union gefördert wird. Ziel ist es, eine flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internet auch in den ländlichen Gebieten Südosteuropas zu erreichen. Einziger österreichischer Projektpartner ist die FH JOANNEUM Kapfenberg mit dem Studiengang „Internettechnik“. Zur Überwindung des „Broadband Gap“ wollen die Projektpartner Public Private Partnership-Modelle entwickeln, um die nötigen öffentlichen Investitionen für die flächendeckende Implementierung von Breitband-Internet zu reduzieren – eine Lösung, die etwa in Großbritannien positive Ergebnisse erzielte.

Neben Rettungswagen und Notarzt werden bei schwereren Notfällen zusätzlich umliegende praktische Ärzte und sogenannte „First Responder“ alarmiert. Letztere sind vom Roten Kreuz ausgebildete professionelle ErsthelferInnen, die eine kleine Notfallausrüstung zu Hause haben. Mit all diesen Maßnahmen soll erreicht werden, dass in kürzester Zeit professionelle ErsthelferInnen am Unfallort sind und helfen können. Allerdings geschieht diese Alarmierung per SMS oder Telefonanruf, was aufwendig und zeitraubend ist. „Deshalb sind wir auf die Idee gekommen“, erzählen Hans Gaulhofer und Robert Hammer vom Master-Studiengang „IT-Recht & Management“ der FH JOANNEUM Kapfenberg, „den First Respondern das Datenterminal über Ort, Art des Notfalls sowie die beteiligten Personen in geeigneter Form ebenfalls zur Verfügung zu stellen.“ Im Zuge ihrer Masterarbeit entwickelten die beiden einen Prototyp, der das Datenterminal auf das Smartphone bringt. In Kooperation mit dem Roten Kreuz wurde das System in die Landesleitstelle integriert. Zurzeit läuft gerade die Testphase der Software.


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—NACHRUF

Fo t o : F H J O A N N E U M

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Gerhard Heufler lebte und liebte Design und sein Anliegen war es, jungen Menschen einen Teil dieser Begeisterung mitzugeben.

GERHARD HEUFLER 1944 - 2013 STUDIENGANGSLEITER VON INDUSTRIAL DESIGN

FH JOANNEUM TRAUERT UM STUDIENGANGSLEITER GERHARD HEUFLER In tiefer Betroffenheit betrauert die FH JOANNEUM den plötzlichen Tod von Gerhard Heufler, Gründungsmitglied und Studiengangsleiter des Bachelor- und Master-Studiengangs „Industrial Design“. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Studierenden und MitarbeiterInnen der FH ­JOA­NNEUM, die um einen liebenswerten, engagierten Lehrenden und Kollegen und einen international renommierten Design-Vordenker trauern.

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erhard Heufler wurde 1944 in Dornbirn/Vorarlberg geboren, studierte Architektur an der TU Graz und startete seine internationale Karriere als Produktdesigner 1970 bei Siemens in München. Seit 1975 war er freiberuflich als Industriedesigner in Graz tätig und lehrte von 1979 bis 1995 Designanalyse und Ergonomie an der Kunstuniversität Mozarteum in Salzburg und an der TU Graz. Ab 1995 war Gerhard Heufler am Aufbau des Studiengangs „Industrial Design“ an der FH JOANNEUM beteiligt, den er seither leitete und zu einer der führenden Design-Ausbildungsstätten in Österreich und Europa machte. So wurde der Studiengang „Industrial Design“ im Jahr 2006 vom US-Magazin „Business Week“ unter die 60 besten Designschulen in Europa, Asien und Nordamerika gereiht. Er erhielt zahlreiche Staatspreise für Design, darunter für das kleinste Minensuchgerät der Welt und einen unbemannten Hubschrauber, die beide in die ständige Designsammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen wurden. Weiters wurde er 2005 mit dem „USA Industrial Design Excellence Design Award Gold“, auch bekannt als „Design-Oscar“, ausgezeichnet. Seine Designbücher „Design Basics – Von der Idee zum Produkt“, „Design Products – Projektarbeiten der FH

Graz“ und „Design-Impulse“ erschienen auf Deutsch, Englisch und Chinesisch und gelten längst als Standardwerke für den Bereich des Industriedesigns. Gerhard Heufler lebte und liebte Design und sein Anliegen war es, jungen Menschen einen Teil dieser Begeisterung mitzugeben – mit großem Erfolg, wie die nationalen und internationalen Karrieren der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Industrial Design“ belegen, die aus seiner „Schule“ hervorgegangen sind. Gemäß seinem Motto „Design ist sicher mehr als oberflächliche Produktbehübschung, vielmehr ein ganzheitlicher Problemlösungsprozess“ ermutigte er seine Studierenden stets dazu, Produkte zu gestalten, die nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional sind und einen Mehrwert für die Gesellschaft darstellen. Gerhard Heufler war auch einer der zentralen Impulsgeber in der kreativen Szene der Steiermark und darüber hinaus und leistete einen wesentlichen Beitrag dazu, Graz als Designstadt zu positionieren. Seine Innovationskraft, seine kontinuierliche Einsatzbereitschaft, seine menschliche Größe und sein „Spirit“ werden den Studierenden und MitarbeiterInnen der FH JOANNEUM immer in Erinnerung bleiben.


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—GASTBEITRAG

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Online-Training zur Content Strategy im Rahmen des „Web Literacy Lab“ Das Team des Forschungsprojekts „Web Literacy Lab“ unterstützt Firmen dabei, professionell und erfolgreich im Web zu kommunizieren. Das Online-Training zur Content Strategy ermöglicht den TeilnehmerInnen aus Firmen und Hochschulen die Auseinandersetzung und Diskussion zur Kunst, Inhalte, die veröffentlicht werden sollen, sinnvoll, ansprechend und anregend in unterschiedlicher Aufbereitung auf konventionelle und digitale Medien zu konzipieren und zu verteilen.

Te x t : J U T TA PA U S C H E N W E I N (L E I T E R I N Z M L – I N N O VAT I V E L E R N S Z E N A R I E N ) Fo t o : F H J O A N N E U M

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on 10. Januar bis 8. Februar 2013 unterstützten die Moderatorinnen Jutta Pauschenwein und Erika Pernold (ZML – Innovative Lernszenarien) die TeilnehmerInnen des Online-Trainings zur Content Strategy in ihrem gemeinsamen Lernprozess, die ExpertInnen der Content Strategy Brigitte Radl und Heinz Wittenbrink (Institut „Journalismus und Public Relations“) teilten ihr Wissen online in fünf Videokonferenzen via Google+ Hangouts, die als Broadcast im Internet frei verfügbar sind. Trainingsdesign Das Training ist als offenes Training konzipiert. Das bedeutet, dass die Trainingsmaterialien, die Beiträge der Moderatorinnen und ExpertInnen sowie die Aufnahmen der Videokonferenzen online frei verfügbar sind. Im Trainingsdesign steht Lernen im Netzwerk im Vordergrund, die TeilnehmerInnen sind aktiv, vernetzen sich und teilen ihre Erfahrungen mit anderen. Trainingsablauf Das Training begann mit einer zehntägigen Phase der OnlineSozialisierung in Facebook. In einer kleinen, geschützten Facebook-Gruppe lernten sich 34 TeilnehmerInnen kennen und erwarben nützliche technische Kompetenzen für das darauffolgende offene Training. Acht TeilnehmerInnen kamen aus Hochschulen, eine Person arbeitete in einer Forschungsförderungsgesellschaft, einige waren selbstständige TrainerInnen oder besaßen eine kleine Firma, manche kamen aus größeren Firmen, eine arbeitete in einer NGO. Das Format des OnlineTrainings ermöglicht die Teilnahme aus ganz Österreich, auch sechs deutsche Interessierte konnten gewonnen werden. Die darauffolgende dreiwöchige Online-Phase war als offenes Training im WLL+ Netzwerk konzipiert. Die TeilnehmerInnen aus der Facebookgruppe verlagerten ihre Diskussion in die Google+ Gruppe, weitere Interessierte konnten sich dem offe-

nen Training anschließen, bei dem die TeilnehmerInnenzahl nicht beschränkt war. Die Lernenden beschäftigten sich mit Aspekten der Content Strategy anhand von Aufgabenstellungen, Links sowie ExpertInnen-Inputs mittels Video-Konferenz. Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist nicht genau feststellbar, das beliebteste Video wurde von über 100 Personen angesehen. Erfahrungen und Rückmeldungen der TeilnehmerInnen Die Vernetzung der TeilnehmerInnen in der Facebook-Gruppe war sehr erfolgreich, auch das Feedback von 16 TeilnehmerInnen mittels Online-Evaluierung bestätigte diese Wahrnehmung. Im Vergleich zu dieser ersten Phase war der Austausch auf Google+ geringer. Es zeigte sich, dass es eine Herausforderung für die TeilnehmerInnen war aus der „kuscheligen“ Facebookgruppe in das offene Training mit einer größeren Gruppe an Interessierten zu gehen. Allerdings zeigten sich 87,5% der Befragten mit dem Training und mit ihren erreichten Lernzielen zufrieden, 75% fühlten sich durch die Aufgaben in ihrem Lernprozess unterstützt. 87,5% fanden die Trainingsdokumentation und die Unterstützung durch die Moderatorinnen hilfreich, 93,3% schätzten die Inputs der ExpertInnen. Dieses offene Training war zwar kein „MOOC“ (massive open online course), bei dem ja tausende gemeinsam lernen, sondern eher ein mini open online course (mOOC), bei dem das Projektteam Erfahrungen mit offenen Trainingsdesigns sammeln konnte.

Linktipp: Website des Web Literacy Lab: http://wll.fh-joanneum.at Youtube-Kanal:http://www.youtube.com/channel/UCa33bt5m_ vothl9xNY-rSFA

12. E-Learning Tag Mittwoch, 18. September 2013, 9:00 bis 17:00 Uhr FH JOANNEUM Graz 12. E-Learning Tag der FH JOANNEUM unter dem Motto „Videos und Spiele im Lernen“: Hochschullehrende, LehrerInnen und TrainerInnen sind herzlich eingeladen, die Tagung zu besuchen und sich miteinander auszutauschen.


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—LEHRE

DIE Qualität der Lehre steHt AN DER FH JOANNEUM im Mittelpunkt

Te x t : K AT H R I N P O D B R E C N I K Fo t o : F H J O A N N E U M

Abschlussveranstaltung der Hochschuldidaktischen Weiterbildung an der FH JOANNEUM Am 18. Juni 2013 schloss eine weitere Gruppe Lehrender die Hochschuldidaktische Weiterbildung der FH JOANNEUM mit Erfolg ab. Die 16 Lehrenden gestalteten die Abschlussveranstaltung mit Präsentationen und Diskussionen, bevor Rektor Karl Peter Pfeiffer die Abschlusszertifikate überreichte.

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ie seit 2010 an der FH JOANNEUM angebotene Hochschuldidaktische Weiterbildung ist für alle Lehrenden der FH JOANNEUM verpflichtend und sichert die dauerhafte und nachhaltige Qualität der Lehre. Diese Weiterbildung unterstützt die Lehrenden der FH ­ JOANNEUM darin, ihre eigene Lehre zu optimieren und sich neue didaktische Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen. In drei Semestern, im Ausmaß von 18 ECTS und 450 Arbeitsstunden, befassten sie sich mit essenziellen Fragen der Hochschuldidaktik. Bisher haben etwa 40 Prozent der Lehrenden der FH JOANNEUM die Hochschuldidaktische Weiterbildung besucht. Ab dem Wintersemester 2013/14 wird die Hochschuldidaktische Weiterbildung der FH JOANNEUM in einem Ausmaß von zwei Semestern und 300 Arbeitsstunden angeboten, um den zeitlichen Aufwand für die Lehrenden zu optimieren. Das erste Semester wird den Schwerpunkt auf die Planung und Entwicklung von Lehrveranstaltungen legen, wobei hier vor allem die Formulierung von Lehr- und Lernzielen, die Bewertung von Lernergebnissen und die Auswahlkriterien von Inhalten

auf dem Programm stehen. Das zweite Semester zielt auf die Erweiterung des Methodeninventars und den Einsatz verschiedener didaktischer Tools ab. Dabei befinden sich die Methodenwahl, das erfahrungsorientierte Lernen in Form von Hospitationen bei Kolleginnen und Kollegen sowie das reflexive Lernen im Mittelpunkt. Hohe Qualitätsansprüche Im Juni 2013 schlossen weitere 16 TeilnehmerInnen die Hochschuldidaktische Weiterbildung der FH JOANNEUM ab. Werner Hauser, Fachbereichskoordinator für Recht, ist einer von ihnen: „Nach der Teilnahme am Lehrgang ‚Hochschuldidaktische Weiterbildung‘ steht für mich fest, dass eine wissenschaftlich reflektierte und an pädagogisch-didaktischen Grundsätzen ausgerichtete Lehrtätigkeit ganz zweifelsfrei höheren Qualitätsansprüchen gerecht wird. Die FH JOANNEUM hat mit dem Lehrgang einen wirklich hervorragenden Standard gesetzt.“ „Physiotherapie“-Lehrende Sabine Eichler-Schöllnast ergänzt: „Der hochschuldidaktische Lehrgang ist sehr innovativ, da unser Kerngeschäft die Lehre ist und Didaktik und Methodik das Handwerkszeug für die Lehre sind.“

6. Didaktik Tag Dienstag, 19. November 2013 FH JOANNEUM Graz Grundthema: „Beziehungsebene und Kommunikationswelten zwischen Studierenden und Lehrenden“ Keynote-Speaker: Sylvia Hojnik und Klaus Posch, Institut „Sozialarbeit & Sozialmanagement“, sowie Werner Lenz, Institut für Erziehungswissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz


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—LEHRE

Anita Töchterle, Institut „eHealth“: „Ich sehe mich als Initiatorin, die Studierende dazu motiviert, sich auf neues Terrain zu begeben.“

Gert Enzi, Institut „Sozialarbeit & Sozialmanagement“: „Eine humorvolle Atmosphäre und eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung zwischen Vortragenden und Studierenden sind für mich unabdingbar.“

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Gregor Reautschnig, Institut „International Management“: „Mir geht es nicht nur um das ‚Wie?‘, sondern auch um das ‚Warum?‘ – ohne Bezug zur Praxis funktioniert weder das eine noch das andere.“ Te x t : C O R N E L I A S C H U S S Fo t o s : K L A U S M O R G E N S T E R N

Harald A. Friedl, Institut „Gesundheitsmanagement“: „Ich fordere die Studierenden dazu heraus, das Selbstverständliche infrage zu stellen und das als unmöglich Geltende auszuprobieren.“

Kaja Unger, lehrt an verschiedenen Instituten: „Mir ist es wichtig, alle Lerntypen anzusprechen und einen Bezug zum Alltag der Studierenden herzustellen.“

Fünfmal ausgezeichnete Lehre an der FH JOANNEUM: Teaching Awards 2012 Am 20. November 2012 prämierte die FH JOANNEUM fünf herausragende Lehrende mit den begehrten „Teaching Awards“. Von Studierenden nominiert, wurden damit Lehrende mit besonders innovativen didaktischen Konzepten ausgezeichnet.

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ass an der FH JOANNEUM die hohe Qualität der Lehre stets im Mittelpunkt steht, beweisen die Teaching Awards, mit denen herausragende Lehrende jährlich ausgezeichnet werden. Nach einer Nominierung durch die Studierenden reichten 21 Lehrende der FH JOANNEUM ihre didaktischen Konzepte ein, in denen sie die Ziele und Methoden ihres Unterrichts erläuterten. Die Jury – bestehend aus Rektor Karl Peter Pfeiffer, Vizerektorin Doris Kiendl-Wendner, den InstitutsleiterInnen Werner Fritz, Martin Tschandl, Elisabeth Pail und Michael Bobik sowie dem externen Experten Rudolf Egger und den Studierenden Martin Proprentner und Larissa Krempel – wählte schließlich die PreisträgerInnen mit den innovativsten didaktischen Konzepten aus. Die Teaching Awards 2012 gingen an Gert Enzi (Institut „Sozialarbeit & Sozialmanagement“), Harald A. Friedl („Gesundheitsmanagement“), Gregor Reautschnig („International Management“), Anita Töchterle („eHealth“) sowie an Kaja Unger, die an mehreren Instituten lehrt. Vizerektorin Doris Kiendl-Wendner, Initiatorin des Didaktik Tags und der Teaching Awards an der FH JOANNEUM, hob die Qualität der eingereichten Konzepte hervor: „Die Jury hatte zahlreiche innovative und wohl reflektierte Konzepte zu beurteilen, die vielfach auch humorvoll und ausgezeichnet mit didaktischer Literatur untermauert waren. Insofern hatten wir auch heuer wieder ‚die Qual der Wahl‘.“


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—AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

Absolvent gewinnt Austrian Event Award 2012 Thomas Kenyeri, Absolvent des Studiengangs „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ der FH JOANNEUM, und seine Eventagentur KESCH wurden mit dem Konzept zur Coca-ColaWeihnachtstruck-Tour beim Austrian Event Award ausgezeichnet. „Österreichs bunteste Weihnachtsparade“ mit mehr als 40 tanzenden Figuren, Weihnachtsdüften, Musik und Keksen lockte 2011 rund 70.000 BesucherInnen an. Das innovative Konzept sowie die professionelle Umsetzung durch Coca-Cola und die Eventagentur KESCH wurden am 4. Dezember 2012 mit dem Austrian Event Award 2012 ausgezeichnet. Doch damit nicht genug: Die Agentur KESCH von Thomas Kenyeri und Lukas Schütz wurde auch beim European Event Award 2012 als einzige österreichische Agentur in die Short List gewählt. Thomas Kenyeri: „Schon die Tatsache, dass wir unter den Top sechs sind – und das als einzige Agentur Österreichs – ist phantastisch und zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Ehrenpreis der Industriellenvereinigung Steiermark In der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz wurde am 30. Oktober 2012 von der Industriellenvereinigung (IV) Steiermark der Universitätsforschungspreis der Industrie 2012 unter Anwesenheit von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder und IVVizepräsident Georg Knill verliehen. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr erstmals auch hervorragende Forschungsprojekte der steirischen Fachhochschulen. Für die FH JOANNEUM konnte FH-Professor Wolfgang Hassler, Lehrender am Institut „Luftfahrt“ und Leiter der Arbeitsgruppe „Thermisches Management“, den Ehrenpreis der IV für das Forschungsprojekt „Anti-Ice“ zur Ver- und Enteisung von Flugzeugen entgegennehmen.

AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

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Controlling-Nachwuchs-Preis des ICV Der diesjährige Controlling-Nachwuchs-Preis des Internationalen Controller Vereins (ICV) für hervorragende Studienabschlussarbeiten wurde am 27. Oktober 2012 in Berlin an Sabine Rossegger, Absolventin des Studiengangs „Industriewirtschaft/ Industrial Management“, für ihre Diplomarbeit „Moderne Budgetierung – Adäquate IT-Unterstützung zur Praxisumsetzung“, verliehen. „Die Arbeit beschäftigt sich mit einem äußerst relevanten und komplexen Thema für die Praxis, da Planungsund Budgetierungsprozesse sehr viele zeitliche Ressourcen in Unternehmen beanspruchen“, erläutert die Juryvorsitzende die Entscheidung. Der mit insgesamt 4000 Euro dotierte Preis wurde bereits zum achten Mal auf der Fachtagung „Controlling Innovation Berlin – CIB“ verliehen.

Emballissimo 2012 für „Informationsdesign“Absolventin Gerlinde Gruber, Absolventin des Studiengangs „Informationsdesign“, wurde im Juni 2012 mit dem „Emballissimo“ der österreichischen Papierindustrie ausgezeichnet. Der „Emballissimo“ gilt als etablierte Auszeichnung in der heimischen Grafik-, Werbe-, Druck-, Verlags- und Verpackungsszene und wurde bereits zum 25. Mal vergeben. Unter 150 Einreichungen wurden die SiegerInnen in neun Kategorien gekürt – darunter auch Gerlinde Gruber, die für ihre Verpackung zur Schaukel „Aufschwung“ des Wiener Designers Michael Hensel (gabarage upcycling design) in der Kategorie „corrugated – gewelltes“ ausgezeichnet wurde. „Die von der Schaukelform inspirierte Verpackung aus Wellkarton ist bewusst einfach, offen und kostengünstig gestaltet und ermöglicht dank ihrer Tragegriffe einen leichten Transport der Schaukel“, erklärte Gerlinde Gruber.


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—AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

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„Fahrzeugtechnik“Absolvent ist GEWINNJungunternehmer des Jahres 2012 Am 21. November 2012 zeichnete das Magazin „Gewinn“ die besten Jungunternehmer des Jahres 2012 aus – Christian Kussmann, Absolvent des Studiengangs „Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering“ der FH JOANNEUM, sowie seine Kollegen Robert Breinl und Hannes Scheiber wurden in der Gesamtwertung und in der Kategorie „Hightech“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. In ihrem Unternehmen qpunkt mit Sitz in Hart bei Graz widmen sie sich dem Thermomanagement, der Strömungssimulation und der Akustik.

Ideen für die Verwaltung der Zukunft: 1. Platz bei „Government 2027“ Am 4. Dezember 2012 wurden im Rahmen der 15-Jahres-Feier des österreichischen Bundesrechenzentrums die Sieger des internationalen Ideenwettbewerbs „Government 2027“ präsentiert. Das Projekt „Graz Government Transparency“ des MasterStudiengangs „Informationsmanagement“ der FH JOANNEUM erhielt für seinen innovativen Zugang zur Verwaltung der Zukunft den 1. Preis. Mehr Transparenz und eine ansprechende Aufbereitung von komplexen politischen Daten sind die Ziele des Projekts „Graz Government Transparency“, für das Georg Felgitsch, Norbert Haberl, Matthias Kranisch und Johannes Rummel, Studierende des Master-Studiengangs „Informationsmanagement“ der FH JOANNEUM, eine prototypische Applikation entwickelt haben. Von der Stadt Graz freigegebene Verwaltungsdaten wie etwa Budgetvoranschläge oder Jahresabschlüsse sowie Gemeinderatsprotokolle sollen für die BürgerInnen übersichtlich und objektiv aufbereitet und visualisiert werden. Diese Daten stehen der Öffentlichkeit zwar bereits jetzt schon zur Verfügung, allerdings nur in unstrukturierter Form.

Health Research Award 2013: Penaten FH-Hebammen Siegeszug für FH JOANNEUM Award für Absolventin der Einen Siegeszug feierten Absolventinnen und Absolventen der FH JOANNEUM FH JOANNEUM bei der Verleihung des österreichischen Health Research Award 2013 am 6. März 2013 in Wien: Die Absolventinnen und Absolventen der Master-Studiengänge „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ und „eHealth“ der FH JOANNEUM waren bei den Spitzenplätzen dominierend: Julia Bobek, Axana Hellmann, Carina Eber-Halbeld, Philipp Neurohr und Carina Seerainer erreichten drei von vier 1. Plätzen sowie einen 2. und einen 3. Platz. Mit dem Health Research Award zeichnen die Plattform der Gesundheitswirtschaft und das Netzwerk der österreichischen FH-Gesundheitsstudiengänge herausragende akademische Abschlussarbeiten zu Zukunftsfragen der Gesundheit aus.

Beim „Penaten FH-Hebammen Award“, der alle zwei Jahre von der Firma Johnson & Johnson vergeben wird, erreichte Irmgard Waldner, Absolventin des Studiengangs „Hebammen“ der FH JOANNEUM, den dritten Platz. Sie wurde am 18. Oktober 2012 für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Thema „Hebammen in der Vor- und Nachsorge von Frauen mit Migrationshintergrund in Österreich?“ ex aequo mit Maria Anne Kopf von der FH Campus Wien mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Bewertungskriterien waren unter anderen der Innovationsgrad des Inhalts, der Beitrag zur Professionalisierung des Berufsstandes der Hebammen und zum Empowerment von Frauen in Medizin und Gesellschaft sowie der Nutzen der Arbeiten für die Hebammen-Praxis. Darüber hinaus konnten nur von den jeweiligen Studiengangsleiterinnen approbierte Arbeiten eingereicht werden.

In Gedenken an Hans List, Gründer der AVL List GmbH, vergibt der Hans List Fonds jährlich vier Stipendien an herausragende Studierende, Absolventinnen und Absolventen. Zu den Preisträgern des Jahres 2012 zählt auch Alexander Lanzinger, Absolvent des Studiengangs „Fahrzeugtechnik/Automotive ­Engineering“ der FH JOANNEUM. Alexander Lanzinger wurde für seine Diplomarbeit „Creation of a Direct Coupled 1D/3D CFD Simulation Model for the Analysis of the Gas Exchange and Combustion Sequence of an Internal Combustion Engine“ mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro ausgezeichnet. Ziel des Fonds ist es, Studierende, Absolventinnen und Absolventen steirischer Hochschulen zu fördern und vor allem Diplomarbeiten und Dissertationen im Bereich der Entwicklung von Verbrennungskraftmaschinen und der Antriebstechnik sowie verwandter Gebiete zu unterstützen. Wesentliche Kriterien bei der Auswahl der geförderten Arbeiten sind ihre Innovation, ihr Nutzen für die Umwelt und ihre Verwertbarkeit.

AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

„Fahrzeugtechnik“Absolvent ist Preisträger des Hans List Fonds 2012 Auszeichnung für Student des Master-Studiengangs „eHealth“ Florian Schramm, Student am Master-Studiengang „eHealth“ der FH JOANNEUM, wurde für seine Bachelor-Arbeit mit dem „HL7 Austria Student Award“ zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet. HL7 Austria ist ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung der elektronischen Datenkommunikation im Gesundheitswesen durch Einsatz des internationalen Standards von Health Level Seven (HL7). „eHealth“-Student Florian Schramm überzeugte den wissenschaftlichen Ausschuss mit seiner Bachelor-Arbeit unter dem Titel „Konzept einer mobilen Anwendung für die Medikation auf Basis der IHE e-pharmacy Domäne“. Im Rahmen der Arbeit entwickelte Schramm ein Konzept für eine mobile Anwendung am Beispiel des ELGA CDA-Dokuments „Ärztlicher Entlassungsbrief“.


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—AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

Mehrfache Auszeichnungen beim Joseph Binder Award 2012

Lifelong Learning Award 2012 Bereits zum fünften Mal wurde dieses Jahr der Lifelong Learning Award der Nationalagentur Lebenslanges Lernen verliehen. Der Award rückt die Bedeutung der Qualität in der Planung und Durchführung von Projekten in den Vordergrund, wobei auch dem immensen Engagement und dem vollen Einsatz der Projektträgerinnen und Projektträger Rechnung getragen wird. Der Master-Studiengang „Architektur“ der FH JOANNEUM wurde für sein Projekt „Ancient Monastery Meets Modern Architecture“ in der Kategorie Erasmus ausgezeichnet.

Zwei Posterpreise für Institut „Logopädie“ Beim Österreichischen Logopädiekongress von 7. bis 9. März 2013 wurden zwei Poster von Lehrenden und Studierenden des Instituts „Logopädie“ der FH JOANNEUM prämiert. Das Poster zum EU-Projekt „NetQues“, das von Institutsleiterin Angelika Rother und der Lehrenden Sabine Eichler-Schöllnast gestaltet und vorgestellt wurde, trug den Titel „Ausbildung zur LogopädIn in Europa: Zusammenarbeit und Herausforderungen im Rahmen des NetQues Projekts“ und wurde mit dem 2. Posterpreis ausgezeichnet. Das Preisgeld, das die Österreichische Gesellschaft für Phoniatrie, Logopädie und Pädaudiologie dafür zur Verfügung stellte, übergaben Angelika Rother und Sabine Eichler-Schöllnast an fünf Studierende, die im August zur Summer School Speech Language Therapy nach Griechenland reisen. Der 3. Posterpreis ging an die Tandem-Bachelor-Arbeit „Evaluation der Sprachstandserhebung in Grazer Kindergärten“, die von den „Logopädie“-Absolventinnen Anna Steiner und ­Beatrice Tanner verfasst wurde.

AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

Zwei Absolventinnen und ein Studierendenprojekt des Studiengangs „Informationsdesign“ wurden bei der Verleihung des Joseph Binder Award am 23. November 2012 ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Absolventinnen und Absolventen sowie Lehrende des Studiengangs wurden im Rahmen ihrer Tätigkeiten für unterschiedliche Auftraggeber ebenfalls prämiert. Nora Stögerers Bachelor-Arbeit „Mundart. Ein Magazin für fleischlose Esskultur“ erhielt nach dem „red dot: best of the best“ 2011 nun auch eine Auszeichnung mit dem Joseph Binder Award 2012 in Bronze und auch Julia Kerschbaum – ebenfalls bereits mit dem „red dot award“ ausgezeichnet – wurde für ihr Buch „Als die Schrift laufen lernte. Die Kurrent um 1900“ prämiert. Das Studierendenprojekt „Das Handbuch“, ein Bildwörterbuch der besonderen Art, erhielt ebenfalls eine Auszeichnung in der Kategorie „Editorial Design“. Weitere Absolventinnen, Absolventen sowie Lehrende des Studiengangs „Informationsdesign“ wurden für ihre Arbeiten für unterschiedliche Auftraggeber ausgezeichnet.

Mary Barber Preis für Absolventin des Studiengangs „Diätologie“ Elisabeth Stock, Absolventin des Studiengangs „Diätologie“ der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg, konnte im Oktober 2012 anlässlich der internationalen „6th DIETS-EFAD Conference“ in Portorož, Slowenien, für die Präsentation ihrer Bachelor-Arbeit mit dem Titel „Practices to achieve a short-term weight reduction prior to competition in Taekwondo“ den „Mary Barber Preis“ der Firma Kellog‘s entgegennehmen. Sie behauptete sich dabei unter mehr als 50 anderen BewerberInnen aus ganz Europa.

Reload my Pharmacy: Studierende entwarfen Apotheke der Zukunft Vier Studierenden-Teams des Master-Studiums „Ausstellungsdesign“ der FH JOANNEUM nahmen am Design-Wettbewerb „Reload my Pharmacy“ teil, der von L’Oréal Cosmétique Active Österreich ausgeschrieben wurde. Seit 2012 führt L’Oréal den Ideenwettbewerb „Reload my Pharmacy“ in mehreren europäischen Ländern durch, 2013 startete er auch in Österreich als Pilotprojekt. TeilnehmerInnen des ersten österreichischen Wettbewerbs waren vier Studierenden-Teams des Master-Studiums „Ausstellungsdesign“ der FH JOANNEUM, die im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projektarbeit 3“ unter der Leitung von Anke Strittmatter und Erika Thümmel Konzepte erarbeiteten. Ziel war es, die Apotheke von morgen zu entwerfen, die als Wohlfühloase mit ansprechender Optik und Produktpräsentation zum Verweilen einladen und das Angebot an Kosmetikprodukten optimal inszenieren soll. Jedes Studierenden-Team arbeitete mit einer Grazer Apotheke zusammen und entwickelte kreative Lösungen: Katja Kraiss und Bettina Bigler erreichten mit „Individua“ den 1. Platz; weitere präsentierte Projekte waren „Landschaftsapotheke Reloaded“ von Sabine Pichler und Astrid Zawodnik, „Through Nature“ von Christin Grabner und Binela Licina sowie „Nature Technologies“ von Sabrina Dojlidko, Verena Fraunwallner und Tamara Rosner.


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—AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

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Forschungspreis für Absolventin von „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ Erneut in der Pole Position beim PR-Panther 2012 Wie auch in den Jahren davor befanden sich 2012 wieder Einreichungen der FH JOANNEUM unter den Nominierungen zum steirischen PR-Panther, mit dem jährlich herausragende Leistungen aus dem Bereich Public Relations gewürdigt werden. Für den PRPreis für Profis und Etablierte war das Leobner Beratungsunternehmen „radwerk 15“ mit dem Projekt „Faires Leoben“ nominiert, an dem Cornelia Schuss, Mitarbeiterin der Abteilung für PR & Marketing sowie Absolventin des Studiengangs „Journalismus und Unternehmenskommunikation“ der FH JOANNEUM, beteiligt ist. Auch bei den „Young Star Awards“ konnte die FH JOANNEUM eine Nominierung erreichen: Studierende von „Journalismus und Public Relations (PR)“ entwickelten zur Tagung „Wie läuft’s? Tabuthema Inkontinenz“ an der FH JOANNEUM ein ungewöhnliches und ebenfalls erfolgreiches PR-Konzept, das sich dem Thema auf originelle Weise näherte.

Im Rahmen des „Tourissimus 2013“, dem österreichischen Tourismus-Forschungspreis, wurde am 4. April 2013 der TUI Nachhaltigkeitspreis für wissenschaftliche Forschung vergeben. Ziel des Preises ist es, einen Anreiz für Forschungsarbeiten zu diesem Themenbereich zu schaffen und Nachhaltigkeit im Tourismus im universitären und schulischen Bereich stärker zu verankern. Mit ihrer Bachelor-Arbeit zum Thema „Nachhaltigkeit auf Musikfestivals. Die Schwierigkeiten der Abfallvermeidung und Recyclingmöglichkeiten auf Musikfestivals“ konnte Corinna Schmoll, Absolventin des Bachelor-Studiengangs „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg, den mit 600 Euro dotierten 3. Platz erreichen.

Studierende entwarfen innovative Möblierung für Saubermacher

Red Dot für „Informationsdesign“Absolventin Die Bachelor-Arbeit „Als die Schrift laufen lernte. Die Kurrent um 1900“ von „Informationsdesign“-Absolventin Julia Kerschbaum wurde beim red dot design award 2012 mit dem Qualitätssiegel red dot für communication design ausgezeichnet. Für ihre Bachelor-Arbeit hat Julia Kerschbaum es sich zur Aufgabe gemacht, eine fast vergessene Schrift wieder zu beleben. Ein abwechslungsreiches Lehrbuch zum Wiedererlernen der Kurrentschrift ist das Ergebnis.

AUSZEICHNUNGEN UND PREISE

Am 24. Jänner 2013 wurden die Entwürfe des Studierendenwettbewerbs „Outdoor Furniture for Entrance Areas“ präsentiert, bei dem Studierende des Master-Studiums „Architektur“ der FH JOANNEUM ihre Ideen für die Möblierung der Eingangsplattform des Saubermacher Ecoport vorstellten. Jakob Lamprecht erreichte mit seinem Entwurf „Atelier Saubermacher“ den 1. Platz. Ziel des von Saubermacher gesponserten Studierendenwettbewerbs war es, Lösungen und innovative Ansätze für die Möblierung der Eingangsplattform in Form einer Lounge und eines Essbereichs zu entwickeln. Der adäquate Umgang mit Recycling und Re-Use aus Abfallmaterialien standen dabei im Zentrum der Aufgabenstellung.


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—FH-PROFESSUR

Zwei neue FH-Professuren an der FH JOANNEUM Bereits im Vorfeld des Sommerfests am 14. Juni 2013 gab es für die Lehrenden Jozef Aerts und Egon Teiniker Grund zum Feiern: Beide bekamen von Rektor Karl Peter Pfeiffer den Funktionstitel „FH-Professor“ verliehen, der Ausdruck besonderer Leistungen in Forschung und Lehre ist.

M

it öffentlichen Vorträgen gaben die Lehrenden Jozef Aerts und Egon Teiniker am 14. Juni 2013 an der FH JOANNEUM Einblick in ihre Forschungs- und Lehrtätigkeiten, im Anschluss daran wurde ihnen der Funktionstitel „FH-Professor“ verliehen. Voraussetzung für den Funktionstitel ist eine hauptberufliche wissenschaftliche akademische Position an der FH JOANNEUM, verbunden mit entsprechender Praxiserfahrung und wissenschaftlichen Kompetenzen.

Te x t : C O R N E L I A S C H U S S Fo t o : F H J O A N N E U M

Jozef Aerts lehrt seit September 2011 am Institut „eHealth“. Er wurde in Belgien geboren und absolvierte sein Doktorat in Chemie an der Katholischen Universität Leuven. Danach war er Gruppenleiter für Computerchemie sowie Gruppenleiter für die Entwicklung wissenschaftlicher Software bei einem niederländischen Chemie- und Pharma-Konzern. Im Jahr 2002 wechselte er als Softwareentwickler im Bereich Bioinformatik an die Universität Basel. Seit 2003 führt Aerts mit XML4Pharma zu-

dem ein eigenes Beratungs- und Softwareunternehmen. Ein Schwerpunkt der Forschung von FH-Professor Aerts liegt in der Entwicklung von neuen Standards für den Austausch, die Archivierung und Einreichung von Daten in der klinischen Forschung. Egon Teiniker lehrt seit 2007 am Institut „Internettechnologien & -anwendungen“ am Department für Angewandte Informatik, zuvor war er für die Salomon Automation Technik GmbH tätig. Im Jahr 2005 promovierte Teiniker an der Technischen Universität Graz. Die Schwerpunkte der Forschungsarbeit von Egon Teiniker umfassen zwei Felder: Im Bereich Software Engineering Education befasst sich FH-Professor Teiniker mit der Frage, wie Software Engineering möglichst praxisnahe unterrichtet werden kann. Im Bereich Software Security steht die Entwicklung sicherer Software im Mittelpunkt, da sehr viele Sicherheitsprobleme durch fehlerhafte Software bzw. durch Schwachstellen entstehen, die bereits in der Softwareerstellung eingebaut wurden.

BUCHTIPPS Stocker Karl: The Power of Design, Springer Verlag, 2013 So unterschiedlich sie auch sind – Peking, Berlin, Buenos Aires, Graz, Kobe, Montreal, Nagoya, Saint-Etienne, Seoul, Shanghai und Shenzhen haben eines gemeinsam: sie alle tragen den Titel „UNESCO City of Design“. Karl Stocker, Leiter der Studiengänge „Informationsdesign“ und „Ausstellungsdesign“ der FH JOANNEUM, besuchte jede „City of Design“ und ging dort der jeweils individuellen Auffassung von Design auf den Grund. Fakten, persönliche Eindrücke und Interviews mit lokalen DesignerInnen geben einen umfassenden Einblick in „The Power of Design“ auf der ganzen Welt.

Doralt Peter / Nowotny Christian / Kalss Susanne (Hrsg.): Kommentar zum Aktiengesetz Bd 1 und 2, 2. Auflage, Verlag Linde, Wien 2012 Auf insgesamt 3.375 Seiten zuzüglich der üblichen Anhänge wird eine herausragende und akribische Kommentierung des gesamten Österreichischen Aktiengesetzes geboten. Allen Novellen des Aktiengesetzes sowie der gesamten einschlägigen Judikatur und Fachliteratur widmen die Autorinnen und Autoren ihre umfassende Aufmerksamkeit. „Es kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass der ‚Linde-Kommentar zum Aktiengesetz‘ einen nicht mehr wegzudenkenden Standard in der österreichischen Fachliteratur bildet, dem umso mehr Gewicht zukommt, als es dem HerausgeberInnen-Team gelungen ist, nicht weniger als 14 hochqualifizierte Fachautorinnen und -autoren zur Mitarbeit an diesem bemerkenswerten Werk zu motivieren. Letztendlich wird niemand, der sich mit einschlägigen Fragen des Gesellschaftsrechts zu beschäftigen hat, umhinkommen, den vorliegenden Kommentar zu Rate zu ziehen“, meint Werner Hauser, Lehrender und Koordinator für Recht an der FH JOANNEUM.

Tatzl Dietmar / Millward-Sadler Adrian / Casey Annette (Hrsg.): English for Specific Purposes across the Disciplines: Practices and Experiences, Leykam Verlag, 2012 Inhalt des Werkes ist der Einsatz von Englisch als Fachsprache in unterschiedlichen tertiären Kontexten – ein Aspekt, der angesichts der steigenden Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung eine immer größere Rolle an Hochschulen spielt. Die HerausgeberInnen Dietmar Tatzl (Studiengang „Luftfahrt/ Aviation“) und Adrian Millward-Sadler sowie Annette Casey (Studiengang „Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering“) beleuchten verschiedene Methoden des Einsatzes von Englisch im Hochschul-Kontext und fassen unterschiedliche Sichtweisen zusammen. Die HerausgeberInnen greifen dabei auf ihre mehrjährige Tätigkeit als Lehrende für Englisch an der FH JOANNEUM zurück. Dietmar Tatzl: „Dieses Buch ist ein Versuch, die Dynamik und Vielschichtigkeit von Englisch als Fachsprache herauszuarbeiten – Merkmale, die besonders von den mitarbeitenden AutorInnen getragen werden. Ich denke, das ist gelungen.“

Hauser Werner / Schweighofer Christian (Hrsg.): N@HZ. Neue@Hochschulzeitung, Neuer Wissenschaftlicher Verlag, www.nwv.at Mit „N@HZ. Neue@Hochschulzeitung“ betritt Werner Hauser, Lehrender und Koordinator für Recht an der FH JOANNEUM, gemeinsam mit dem Juristen Christian Schweighofer und dem Neuen Wissenschaftlichen Verlag Neuland: Die „Neue@Hochschulzeitung“ wird ausschließlich digital vertrieben und ist unter www.nwv.at kostenlos zu beziehen. Ziel der Zeitschrift ist es, die teilweise raschen Entwicklungen im Hochschul- und Wissenschaftsrecht quartalsweise nach- und auch vorzuzeichnen. Das Medium folgt strukturell dem von Werner Hauser ebenfalls herausgegebenen „Jahrbuch für Hochschulrecht“ und behandelt „brennende“ Rechtsfragen, aktuelle Normen, hochschulrechtliche Entscheidungen sowie Buchbesprechungen.


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—SOMMERFEST

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Impressionen vom Sommerfest 2013 Am 14. Juni 2013 lud die FH JOANNEUM ihre MitarbeiterInnen zum gemeinsamen Sommerfest am Campus in Graz. Neben Grillspezialitäten, musikalischer Umrahmung und einem Kinderprogramm sorgte auch eine Gemeinschaftsaktion rund um das neue Logo der FH JOANNEUM für gute Unterhaltung.

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ahlreiche MitarbeiterInnen nützten das Sommerfest, um die neuen Department-T-Shirts der FH JOANNEUM auszuführen. Diese bunte Vielfalt ist auch auf dem Video sichtbar, das im Laufe des Sommerfest entstand: Mit Hilfe von 700 Bechern Erdbeerbowle und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstand Stück für Stück das neue Logo der FH JOANNEUM. Filmisch festgehalten wurde diese Gemeinschaftsaktion von Studierenden der Studiengänge „Informationsdesign“ und „Communication, Media and Interaction Design“ – das Ergebnis ist ab sofort auf dem YouTube Channel der FH JOANNEUM zu sehen. Zu den Gästen des Sommerfests zählten unter anderem auch Aufsichtsratsvorsitzender Günther Witamwas, Aufsichtsratsmitglied Wilhelm Heiner Herzog, die Grazer Vizebürgermeisterin Martina Schröck sowie Gemeinderat Peter Piffl-Percevic. Für musikalische Unterhaltung sorgten die „Oldschool Bastards“ und DJane Adriana Celentana. Linktipp: www.youtube.com/fhjoanneum Te x t : K AT H R I N P O D B R E C N I K , C O R N E L I A S C H U S S Fo t o s : K L A U S M O R G E N S T E R N


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FH JOURNAL Juli 2013 www.fh-joanneum.at/fhjournal_01

Letzte Chance: Jetzt noch bis zum 30. August 2013 bewerben! Liste der Studiengänge: www.fh-joanneum.at

—COVERSTORY

N°01-2013

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