CLOUD Mai 2025: Zu Tisch

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Essen, Genuss und die Zukunft

Das Magazin der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS)

IMPRESSUM

Herausgeberin

Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) Schinerstrasse 18, CH-3900 Brig cloudmagazin@ffhs.ch ffhs.ch

Redaktion FFHS Hochschulkommunikation Gestaltung Tonic GmbH Druck Valmedia AG, Visp Auflage 5 30 0 Exemplare Erscheinung 2× jährlich Abo-Bestellung oder Änderung ffhs.ch/cloudmagazin Bildnachweis Coverfoto FFHS Genderhinweis Die in diesem Magazin verwendete maskuline bzw. feminine Sprachform dient der leichteren Lesbarkeit und meint immer alle Geschlechter.

Dieses Magazin ist auf FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt.

EDITORIAL

Männer, die kochen, sind unwiderstehlich

Interview mit Ernährungsforscher Diego Moretti 6-8

S o isst die Schweiz – ein Überblick 9

Foodtrends im Wandel 10-11

Die weite Reise der Avocado 12-13 KI im Ernährungsstudium 14-15

Von der Sterneküche zur digitalen Bildung 16-17

Kommentar: Wo bleibt der Genuss? 18

U MFRAGE

Welches Gericht weckt Kindheitserinnerungen bei Ihnen? 19

E-H OCHSCHULE

«Das Studium an der FFHS hat mein Selbstbewusstsein gestärkt» 20-21

Neuer Bachelor Game and VR Development 22-23

FORSCHUNG

Männer, die kochen, sind unwiderstehlich

Michael Harles und Helene Hillebrand haben 2009 mit ihrem schmalen Band «Männer, die kochen, sind unwiderstehlich» nicht nur die Bestsellerlisten gestürmt, sondern eine wahre Veränderung der Genderfrage ausgelöst und das beschrieben, was eigentlich schon immer bekannt war.

Immanuel Kant, zum Beispiel, wurde nicht zuerst wegen seiner Philosophie geschätzt. Vielmehr war er wegen seines Senfs berühmt, den er für halb Königsberg anrührte und natürlich für seine Tafelrunden, zu denen er fast täglich die unterschiedlichsten Leute einlud. Von vielen Philosophen und Literaten wissen wir, dass sie gerne gekocht haben. Aus diesem Grund gibt es in der Philosophie und Literatur auch so viele Bezüge zu Speisen, zum Essen und zum Kochen. Schon der antike Philosoph Sokrates handelt mit seinem Schüler Polos in einem eigenen Dialog die Kunst des Kochens in Analogie zur Erkenntnistheorie ab. Und in Rhodos, wo die Rhetoriker studierten und Bion als Erster Philosophie unterrichtete, verteidigte er nach anfänglichen Anschuldigungen sein Tun mit einer Nahrungsmittelmetapher. Er sagte: «Wie kann ich, wenn ich Weizen bei mir habe, Gerste verkaufen.» Von Pindar kennen wir den Ausspruch «Lesen ist Essen und Schreiben ist Kochen». Wissen und Essen gehören derart zusammen, dass uns heute die Sprachphilosophie aus der Küche schon gar nicht mehr auffällt.

Wir brauchen gedankenlos Ausdrücke wie «Erkenntnishunger, Wissensdurst, Informationsgier» – oder auch Redewendungen wie «ein Buch verschlingen, Informationen verdauen, nach Erkenntnis lechzen, sich an einem Text übersättigen, an einem Ausdruck herumkauen», oder Verbindungen wie «süsse Worte, bittere Vorwürfe oder pikante Anekdoten». Und wenn man jemanden wirklich liebt, dann möchte man diesen Menschen am liebsten fressen. So wie es Patrick Süskind in seinem Buch «Das Parfüm» am Beispiel von Jean Baptiste Grenouille beschreibt.

Männer, die kochen, sind unwiderstehlich. Sie sind die wahren Philosophen, weil sie es verstehen, den Menschen die Gesamtheit des Lebens verständlich zu machen. Die grossen Köche dieser Welt sind daher geradeso bekannt wie die Philosophen, wenn nicht noch bekannter. Ihr kennt doch alle diese Philosophen der Küche, wie Giuseppe Arrigo Cipriani, den Erfinder des Carpaccios, des Bellinis und der Cipriani-Nudeln, Paul Bocuse oder die jungen Wilden wie Jamie Oliver oder Tim Mälzer und wie sie alle heissen mögen. Ein gutes Essen oder ein gutes Getränk bleiben einem unvergesslich im Gedächtnis. Und oft erinnert man sich über das Essen an die Gesellschaft und erschliesst über diese Erinnerung auch das Gesagte und das Erlebte.

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme S.5

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Essen bedeutet Entscheidungen treffen. Worauf habe ich gerade Lust? Sushi, Bratwurst oder molekulare Küche? Koche ich selbst, lasse ich etwas liefern oder hole ich es im Takeaway um die Ecke? Vegan, vegetarisch oder bewusst mit Fleisch aus artgerechter Haltung? Die Vielfalt an Möglichkeiten ist heute enorm – und Essen ist in unserer westlichen Welt jederzeit und überall verfügbar.

Doch Essen ist weit mehr als blosse Nahrungsaufnahme. Es ist ein Kulturgut, das Länder, Regionen und ganze Gesellschaften prägt. Unsere Ernährung ist ein Spiegel der Welt, in der wir leben. Digitalisierung und künstliche Intelligenz, Klimaschutz, Krieg oder globale Handelsbeziehungen – all diese Entwicklungen beeinflussen, was auf unseren Tellern landet.

Und dann ist da noch die sinnliche Dimension: der Duft von frisch gebackenem Brot, das unerwartete Zusammenspiel von Aromen, das den Gaumen überrascht. Essen ist Genuss, Erinnerung, Emotion. Ein dampfender Teller nach einer langen Wanderung, das Lieblingsgericht, das die Mutter gekocht hat – kulinarische Erlebnisse prägen uns oft ein Leben lang.

In dieser Ausgabe machen wir einen Ausflug in die Welt der Kulinarik und der Ernährung. Wir blicken auf die Ernährungsforschung und die Gesundheit, tauchen ein in die Welt des Fine Dinings, folgen der Lieferkette der Avocado und erkunden die Foodtrends der Zukunft. Die Vielfalt der Themen zeigt: Essen ist weit mehr als nur Sattwerden. En Güete!

Natascha Ritz

Prof. Dr. Diego Moretti ist Forschungsfeldleiter an der FFHS und als international anerkannter Ernährungsforscher in einer zukunftsweisenden Branche tätig.

(Fotos: Dominic Steinmann)

«Ich bin kein Insektenaktivist»

Prof. Dr. Diego Moretti ist Forschungsfeldleiter Ernährung und Gesundheit an der FFHS und forscht insbesondere im Bereich Eisen. Im Interview räumt er mit dem ein oder anderen

Vorurteil auf und erklärt, worauf beim Essen stets zu achten ist – Genuss gehört definitiv dazu.

Diego Moretti, kochen Sie gerne?

Ja, sehr gerne. Das tägliche Kochen ist aber nicht immer nur ein Vergnügen. Auch mir als Fachperson fehlt es manchmal an Inspiration, wenn es schnell gehen und trotzdem allen schmecken soll. An Sonn- oder freien Tagen geniesse ich es jedoch besonders, gemeinsam mit Freunden, meiner Partnerin oder meiner Tochter zu kochen.

Was servieren Sie Ihren Gästen?

Lasagne gehört zu meinen Favoriten, und ein Bonmot besagt ja: «Die Frage ist nicht Pasta oder nicht, sondern womit.» Besonders mag ich die mir vertraute norditalienische Küche. Ausserdem koche ich gerne Linsen nach indischer Art und asiatische Gerichte. Ich probiere auch gerne Neues aus.

Kommen denn auch Insekten auf den Tisch?

Eher selten, aber es kommt vor. Beruflich beschäftige ich mich damit, aber ich bin kein Insektenaktivist. Es gibt einen Insektensnack, den wir manchmal zu Hause haben. Zudem gibt es ein paar interessante Convenience-Produkte auf Insektenbasis in den Supermärkten, aber grundsätzlich bevorzuge ich frisch gekochte Gerichte. Trotzdem finde ich das Thema spannend und zukunftsweisend.

Sie forschen im Bereich von insekten- und pflanzenbasierten Fleischalternativen. Kann damit die Welt gerettet werden?

Nun, Aktivismus und Wissenschaft passen nicht gut zusammen. Unser Lebensmittelherstellungssystem hat viele Baustellen und Probleme, aber ob Rettung das

richtige Wort ist, sei dahingestellt. Natürlich ist der übermässige Fleischkonsum – und ich betone «übermässig» – weder nachhaltig noch zukunftsfähig. Aus ressourcentechnischen und aus meinen persönlichen ethisch-moralischen Ansichten wäre es sicherlich nicht wünschenswert, noch mehr Tierfabriken zu errichten.

Darf man denn heute überhaupt noch Fleisch essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben?

Das hängt von der persönlichen Einstellung ab. Moralische, kulturelle und spirituelle Aspekte spielen eine Rolle. Gesundheitlich – und auch wenn man Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt – darf man durchaus Fleisch essen, massvoll. Fleisch und Fisch sind Teil unserer Kultur.

Welches Lebensmittel würden Sie verbannen, das in unserer Gesellschaft besonders verbreitet ist?

Verbannen würde ich kein Lebensmittel, auch die verpöntesten Produkte dürfen auf dem Speiseplan stehen, wenn sie sorgsam und spärlich konsumiert werden. Was aber definitiv zu viel in unserer Ernährung vorkommt, ist der einfache Zucker. Er hat ein gewisses Suchtpotenzial und steckt in unzähligen Produkten. Aus gesundheitlichen Gründen sollte der Zuckerkonsum reduziert werden. Zudem ist auf Diversität und möglichst vollwertige Kost zu achten.

Und welches Lebensmittel wird zu Unrecht verpönt?

Kohlenhydrathaltige Lebensmittel haben einen schlechten Ruf, besonders durch «Low-Carb»-Trends. Dabei ist der Verzicht auf Kohlenhydrate kontraproduktiv und kann dem Körper unnötigen Stress bereiten. Komplexe Kohlenhydrate, wie sie bei dunklen Mehlen und Hülsenfrüchten vorkommen, sind eine optimale Energiequelle, bieten langanhaltende Sättigung und unterstützen die Darmgesundheit.

Was ist der grösste Ernährungsmythos, dem Sie in Ihrer Karriere begegnet sind?

Da gibt es einige, vor allem jene, die Makronährstoffe betreffen. Fett wird negativ dargestellt, obwohl es in angemessenen Mengen ein hervorragender Energielieferant ist – abhängig von der Art des Fetts und wie es konsumiert wird. Umgekehrt wird Protein aktuell überbewertet. Der aktuelle Trend hin zu «High-Protein»Produkten ist nicht unbedenklich, denn übermässiger Proteinkonsum kann ungesund sein.

Welche Schwerpunkte haben Sie in der Ernährungsforschung an der FFHS?

Ich will die Biologie und Physiologie des menschlichen Körpers besser verstehen. Ich habe die Hoffnung, dass ein besseres Verständnis des menschlichen Stoffwechsels uns auch die Argumente liefern kann, uns besser und bewusster zu ernähren. Das ist zumindest mein persönlicher Antrieb.

An welchen Projekten arbeiten Sie mit Ihrem Team aktuell?

Das Projekt von Nora Barloggio untersucht die Eisenaufnahme aus optimierten pflanzenbasierten Fleischalternativen. Laila Hammer forscht zu Proteinqualität. Giulia Pestoni zu Ernährungsgewohnheiten in der Schweiz. Ein Projekt beschäftigt sich mit dem Eisenbedarf von Sportlern und Menschen, die in grossen Höhen leben, im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Es dreht sich viel um das Thema Eisen, Spezialisierung ist in der Forschung essenziell.

Was bringen Ihre Forschungsprojekte der Gesellschaft?

Eisenmangel ist ein globales Problem, und es gibt noch viele offene Fragen, die optimale Vorbeugung und Therapien noch hindern. Forschung soll Antworten

Diego Moretti ist überzeugt, dass man als Forscher nicht die Welt rettet, aber mit der richtigen Portion Idealismus kann man sie zumindest etwas verändern.

liefern und so einen positiven Beitrag für alle leisten. Wissen kann Fortschritt schaffen, aber es erfordert auch viel Zeit und Geduld – eine gewisse Frustrationstoleranz muss man mitbringen. Man betreibt Forschung aus Überzeugung und eine Prise Idealismus gehört dazu.

Sogenannte Superfoods sind im Trend. Was halten Sie davon?

Der Begriff «Superfood» ist etwas irreführend, da er suggeriert, dass diese Lebensmittel etwas ausgleichen können, wenn man sonst eine unausgewogene Ernährung hat. Ernährung wird oft kurzfristig über- und langfristig unterbewertet. Wenn ich heute eine Portion Pommes und ein Coupe Dänemark esse, ist es an sich kein Problem. Dies ständig zu tun, wäre aber verheerend. Punktuelle Aussetzer sind sogar empfehlenswert, da man sie besonders geniessen kann.

Nutzt das Marketing solche Begriffe aus?

Nun, die meisten Superfoods wie Avocado, Nüsse oder Beeren sind sehr wertvolle Lebensmittel, die an sich empfehlenswert sind. Gelogen wird nicht, aber natürlich wird der Begriff kommerziell clever genutzt.

Was sind die häufigsten Fehler, die Menschen machen, wenn sie versuchen, «gesünder» zu essen?

Es ist heikel, von Fehlern zu sprechen. Empfehlenswert ist es, bewusst und reflektiert zu essen; auf den eigenen Körper hören und die Ernährung je nach individuellen Be-

dürfnissen anpassen. Ratschläge soll man nach eigenen Vorlieben übernehmen. Dieser Gestaltungsraum kann auch überfordern, weshalb es Ernährungsberater gibt, wie wir sie auch an der FFHS ausbilden.

Heute stehen wir ständig unter Stress –auch beim Essen. War das früher anders?

Man muss die Vergangenheit nicht idealisieren, aber gewisse Aspekte, die früher stärker im Fokus standen, könnte man wiederentdecken – wie rituelle und soziale Aspekte des Essens. Heutzutage haben ConvenienceProdukte und die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln das Essen beschleunigt. Wissenschaftlich gesehen ist eine schnelle Nahrungsaufnahme suboptimal und führt längerfristig zu Überkonsum mit allen Folgen, die wir kennen: chronische Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht usw.

Was ist Ihrer Meinung nach die grösste Herausforderung in der Welternährung?

Auf einer moralisch-ethischen Ebene ist sicher die ungerechte Verteilung ein grosses Problem. Während wir über den Fleischkonsum oder Superfoods debattieren, kämpfen Menschen andernorts um ihre tägliche Lebensmittelsicherheit. Und Fettleibigkeit ist inzwischen nicht mehr nur ein westliches Problem – auch in Schwellenländern wie China oder Mexiko hat die Zahl adipöser Menschen rapide zugenommen.

Interview: Mathias Blatter

Werden Nachhaltigkeits- und Ethikaspekte respektiert und eine achtsame sowie massvolle Ernährungsweise verfolgt, so kann man laut Diego Moretti auch mit gutem Gewissen und Genuss speisen.

So isst die Schweiz

In Schweizer Haushalten herrscht auf den Tellern Vielfalt. Nicht nur Fleisch, Fisch oder Käse, sondern vor allem beim Gemüse mögen es die Schweizerinnen und Schweizer abwechslungsreich. Die Gemüsefläche im Freiland und in Gewächshäusern hat zwischen 1996 und 2023 gemäss dem Bundesamt für Statistik um 50 Prozent zugenommen.

Gleichzeitig ist die Anbaufläche von Biogemüse um ein Sechsfaches angestiegen. Beim Kauf von Früchten und Gemüsen legt man in der Schweiz besonderen Wert auf Saisonalität, die Herkunft sowie auf das Aussehen. Der jährliche Pro-Kopf-Konsum ausgewählter Lebensmittel in der Schweiz:

1,3 kg

Vom Toast Hawaii zur Plant-Based Revolution –Foodtrends im Wandel

Essen ist mehr als blosse Nahrungsaufnahme – es ist ein Spiegel der Gesellschaft. Foodtrends wandeln sich über die Zeit und geben Aufschluss, wie sich unser Lebensstil, unsere Werte und unser technologisches Umfeld verändern.

Erinnern Sie sich an Toast Hawaii? Die Kombination aus Ananas, Schinken, Käse und Toast wurde Ende der 1950er Jahre populär und entsprach dem damaligen Trend, internationale Einflüsse in die heimische Küche zu integrieren – ein Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit und die Sehnsucht nach fernen Ländern.

Foodtrends sind keine zufälligen Erscheinungen, sondern das Ergebnis gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und technologischer Entwicklungen. Sie entstehen aus einem Zusammenspiel von Konsumentenbedürfnissen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Innovationen in der Lebensmittelproduktion. Hanni Rützler, eine der führenden Foodtrend-Forscherinnen Europas, beschreibt Foodtrends als dynamische Prozesse, die sich über fünf bis zehn Jahre entwickeln. Sie verändern sich, präzisieren sich oder verschwinden wieder – und oft löst ein starker Trend eine Gegenbewegung aus.

Kühlschrank, Hamburger und Mikrowellen

Unsere Esskultur hat sich über Jahrhunderte hinweg stetig weiterentwickelt. Einschneidend war die Industrialisierung der Landwirtschaft, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts unser Ernährungssystem prägte. Sie brachte mit Entwicklungen wie Massentierhaltung, chemischen Düngemitteln und Pestiziden höhere Erträge, aber auch ökologische Herausforderungen mit sich. Der Einzug des Kühlschranks in die Haushalte machte frische Lebensmittel länger haltbar, was den Lebensmitteleinkauf revolutionierte und saisonale Abhängigkeiten verringerte. Fertiggerichte, Mikrowellen und Fast-Food-Restaurants sind Symbole für eine neue Ära des schnellen, bequemen und kostengünstigen Essens. Sie bieten Flexibilität, ohne selbst zu kochen.

Trends und Gegentrends

Eine wichtige Entwicklung, die bis heute anhält, ist das Bewusstsein für gesunde Ernährung, getrieben durch medizinische Erkenntnisse. Besonders ab den 1970er Jahren setzte eine breit diskutierte Gesundheitswelle ein, begleitet von Diättrends und alternativen Ernährungsformen. Heute stehen wir vor einer Vielfalt, die nur noch schwer zu überblicken ist. «Die Möglichkeiten sich ausgewogen zu ernähren waren nie so gut wie heute. Aber durch die ständige Verfügbarkeit benötigt es mehr bewusste Entscheide», sagt Jacqueline Javor Qvortrup, Studiengangsleiterin BSc Ernährung und Diätetik sowie Ernährung und Gesundheit an der FFHS.

Der übergreifende Trend zu Nachhaltigkeit schlägt sich ebenfalls in unseren Essgewohnheiten nieder. So gewann die vegane Ernährung enorm an Bedeutung. Die «Plant-Based Revolution» brachte Fleischalternativen hervor, die geschmacklich kaum noch von echtem Fleisch zu unterscheiden sind. Doch auf grosse Trends folgt meist ein Gegentrend: Flexitarier, die bewusst weniger Fleisch essen, und «Real Omnivores» (die «wahren Allesesser»), die neugierig und nachhaltig essen – ob pflanzlich, mit Insekten oder mit innovativen Foodtech-Produkten wie In-vitroFleisch. Oder die «Carneficionados», die für den bewussten Genuss von qualitativ hochwertigem Fleisch aus nachhaltiger Produktion plädieren. Die Beispiele zeigen: Wie man sich ernährt, verrät heute viel über die politische Gesinnung. «Gerade durch die ständige Verfügbarkeit hat es eine Verschiebung gegeben in Richtung politisches Statement. Es wird auch davon gesprochen, dass Essen und Ernährung die neue Religion seien», sagt Javor Qvortrup.

Die Zukunft

Der Foodtrend-Report, den die Trendforscherin Hanni Rützler jedes Jahr neu herausgibt, zeigt, wohin die Reise in Zukunft geht. Nachhaltigkeit und Gesundheit stehen in ihrem Bericht 2025 nach wie vor im Mittelpunkt. Die Minimierung von Food Waste ist ein grosses Thema, das viele Unternehmen innovativ angehen, etwa durch einen intelligenten Abfallscanner in Gastroküchen. Der Scanner analysiert durch Sensor und Kamera, welche Lebensmittel am häufigsten weggeworfen werden, und zeigt das Einsparungspotenzial auf. Ein weiterer Trend ist «Circular Food», ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft, wo nach Möglichkeiten gesucht wird, Lebensmittelreste kreativ weiterzuverarbeiten und beispielsweise aus altem Brot neue Gerichte oder Produkte herzustellen.

Auch der Trend «New Glocal» hat einen bewussteren Umgang mit Ressourcen zum Ziel und steht für ein neues, sinnvolleres Verhältnis von lokal produzierten und global importierten Lebensmitteln. Dabei bestimmt die regionale Verfügbarkeit und nicht der günstigere Preis, ob ein Nahrungsmittel importiert wird oder nicht. Oder der Trend zu «regenerative Food», der auf gesunde Böden setzt und die Abhängigkeit von synthetischen Düngemitteln und so die Treibhausgasemissionen reduzieren will.

Der Blick auf die Zukunft zeigt: Der Fokus wird verstärkt auf intelligente, nachhaltige Lösungen gelegt, die durch Technologien und innovative Konzepte unser Essverhalten weiter verändern werden. Wer weiss, vielleicht wird der In-vitro-Burger oder der Insektensnack eines Tages genauso ikonisch sein wie einst Toast Hawaii.

Text: Natascha Ritz

Kultgericht aus den 1960er Jahren: Toast Hawaii. (Foto: Adobe Stock)

Die weite Reise der Avocado

Die Avocado gilt schon lange als Superfood. Bis die Frucht in der Schweiz gekauft werden kann, hat sie einen langen Weg hinter sich. Ihr Beispiel zeigt, wie wichtig Vertrauen ist und welche Nachhaltigkeitsfragen den globalen Lebensmittelhandel prägen.

Die Avocado, botanisch gesehen eine Beere, wächst an einem Baum, der in den feuchten Regenwäldern Mexikos und Zentralamerikas beheimatet ist. Mexiko ist mit fast 30 Prozent der Weltproduktion der grösste AvocadoProduzent. «Man muss den Bauern, der die Avocado anbaut, kennen und ihm vertrauen», sagt Willi Gärtner, Dozent Corporate Sustainability and Green Technologies an der FFHS. Wie Verbraucher getäuscht werden können, zeigte der Pferdefleischskandal 2013. In mehreren europäischen Ländern wurden als Rindfleischprodukte deklarierte Lebensmittel gefunden, die bis zu 100 Prozent undeklariertes Pferdefleisch enthielten. Betroffen waren vor allem Tiefkühlkost mit Hackfleisch, wie etwa Lasagne. Dazu Gärtner: «Egal um welches Produkt es sich handelt, es sollte es uns wert sein zu wissen, woher es kommt und was darin enthalten ist.»

Ökologisch, sozial und ökonomisch

Die Avocado wird unreif geerntet und vor dem Transport nach Europa, meist per Containerschiff, noch gereinigt und behandelt, um sie vor Pilzbefall und anderen Krankheiten zu schützen. Dank Globalisierung und Digitalisierung ist die Transparenz inzwischen sehr hoch. Mittels GPS-Tracking kann das Produkt jederzeit zurückverfolgt werden. Auch die Abfrage des Standortes oder der aktuellen Temperatur sind dank dieser Überwachung jederzeit möglich.

Willi Gärtner weiss, was es braucht, bis ein Produkt im Einkaufskorb eines Schweizer Kunden landet, denn er hat rund 25 Jahre beim Logistikunternehmen Planzer gearbeitet. Dort baute er das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement sowie die Lagerlogistik auf und war Mitglied der Geschäftsleitung.

Guter Handel beruht für Gärtner auf drei Säulen. Er muss ökologisch, sozial und ökonomisch sein. «Die Bauern, die das Produkt anbauen, müssen zertifiziert sein. Das garantiert, dass sie beim Anbau Nachhaltigkeitsstandards einhalten oder auch, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut behandeln und fair bezahlen.»

Für solche Zertifizierungen gibt es internationale Standards. Auch Kundinnen und Kunden können sich über die jeweiligen Zertifizierungen informieren. Dazu Gärtner: «Als Konsument sollte man sich auch über die verschiedenen Labels wie Fairtrade informieren. Damit man weiss, welche Kriterien alle erfüllt sein müssen, damit ein Produkt ein solches Siegel bekommt.»

Onlinehändler fallen durch

Die Unternehmen ihrerseits werden durch das EU-Lieferkettengesetz verpflichtet, mehr Verantwortung bei der Herstellung und Lieferung ihrer Produkte zu übernehmen

– entlang der gesamten Lieferkette. Das Gesetz sieht vor, dass Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards kontrollieren und durchsetzen müssen. Gärtner vermittelt an der FFHS sein Wissen über Distributionslogistik, Versorgungskonzepte, Waren- und Finanzströme oder auch der Rückverfolgbarkeit. Es ist ihm wichtig, dass sich die Studierenden bewusst sind, dass alle einen Fussabdruck hinterlassen. «Deshalb sollte am Anfang immer die Frage stehen, ob es gerechtfertigt ist, das Produkt zu importieren, zu verkaufen und zu essen», betont Gärtner.

Zurück zur Avocado. Der Grosshändler definiert die Lieferkette der Frucht bis zur Distributionsregion. Dort entscheiden Detailhandel und Grosshandel, wie die letzte Meile des Produkts gestaltet wird. Wie bei vielen anderen Lebensmitteln ist auch bei der Avocado die Haltbarkeit entscheidend. Unterliegt sie Temperaturschwankungen, kann sie verderben, die Kühlkette darf also nicht unterbrochen werden. Den Schweizer Grossverteilern und Detailhändlern stellt Gärtner in diesem Bereich ein gutes Zeugnis aus. «Wo sie Synergien nutzen können, tun sie das auch, damit nicht nur ein halber Lastwagen unterwegs ist.» Dem Onlinehandel stellt Gärtner ein deutlich schlechteres Zeugnis aus: «Es werden auch kleinste Mengen geliefert, Synergien werden nicht genutzt und manche Lastwagen fahren halb leer durch die Schweiz.»

Alle stehen in der Verantwortung

Die meisten Abfälle entstehen jedoch zu Hause beim Kochen. Jeder Einzelne könne etwas tun, um seinen ökologischen Fussabdruck zu verkleinern, so Gärtner: «Man könnte sich einen wöchentlichen Speiseplan machen und nur das kaufen, was auf der Liste steht, überschüssige Lebensmittel einfrieren oder auf unnötige Plastikverpackungen verzichten.» Als eine der grossen zukünftigen Herausforderungen für die Branche sieht Gärtner unter anderem die Verpackungen. Plastikverpackungen müssten zwingend durch andere Materialien ersetzt werden. «Aber auch die richtige Losgrösse beim Transport wird in Zukunft entscheidend sein. Hier müssen unbedingt Synergien genutzt werden. Das bedeutet aber auch, dass ich vielleicht etwas länger auf mein Paket warten muss – aber das sollten wir zum Schutz unserer Umwelt in Kauf nehmen.»

ffhs.ch/bsc-wirtschaftsingenieur BSC WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN

Der Bachelorstudiengang verbindet Wirtschaft und Technik. Nach dem Grundstudium sind drei Vertiefungsrichtungen m ö glich. In der Vertiefung Corporate Sustainability and Green Technologies werden die Studierenden unter anderem befähigt, betriebliche Energieeffizienz- und Umweltpotenziale zu identifizieren und im Sinne von Ökologie und Ökonomie umzusetzen.

Wenn der Patient ein Avatar ist: KI im Ernährungsstudium

Ernährung trifft Informatik: Für ein Projekt in der Ernährungsberatung spannen die beiden Departemente Gesundheit und Informatik der FFHS zusammen. Studierende der Ernährungsstudiengänge wagen den Versuch: Wie fühlt es sich an, wenn mein Gegenüber im Beratungsgespräch ein KI-Avatar oder ein Large Language Model wie ChatGPT ist?

Angehende Ernährungsfachpersonen lernen in den beiden Bachelorstudiengängen Ernährung und Diätetik sowie Ernährung und Gesundheit an der FFHS alles, was es braucht, um Menschen zu helfen. Von der Ernährungslehre über Anatomie und Physiologie bis hin zur Prävention und Diätetik. Um später Menschen beraten zu können, ist die Gesprächsführung ein wichtiger Bestandteil des Studiums. Wie begegne ich meinem Gegenüber, wie spreche ich heikle Themen an? Dazu üben die Studierenden einmal pro Semester an den Präsenzveranstaltungen mit Schauspielerinnen und Schauspielern. Diese schlüpfen in die Rolle von Personen mit einem bestimmten Krankheitsbild. «Wenn die Studierenden in diesen Rollenspielen positive Erfahrungen machen, bestärkt sie das und ihre Motivation steigt», erklärt Jeannine Langenegger, Fachbereichsleiterin Ernährungsberatung und Diätetik.

Und nun sollen Avatare und ChatGPT die Rolle der Patienten übernehmen? Dazu Prof. Dr. Tobias Häberlein, Leiter Departement Informatik: «Die Schauspielerinnen und Schauspieler sollen nicht komplett ersetzt werden. Wir prüfen mit diesem Projekt, ob ein Large Language Model wie ChatGPT oder ein KI-Avatar auch eine Möglichkeit zur Einübung der Gesprächsführung bieten würde.. Das Engagement von Darstellenden, mit denen man ihre Rolle jeweils auch vorbespricht, ist aber ressourcenintensiv».

Jeannine Langenegger verspricht sich von diesem Versuch mit den «virtuellen Klienten» vor allem eines: mehr Möglichkeiten, um an den Beratungskompetenzen zu arbeiten. «Die Studierenden üben Beratungsgespräche bei Präsenzveranstaltungen auch untereinander, aber mit ChatGPT oder auch einem KI-Avatar hätten sie die Möglichkeit, jederzeit und ortsunabhängig zu üben».

Eine Studierende im Ernährungsgespräch mit einem Avatar. (Fotos: FFHS)

Avatare reagieren auf Mimik

Dominique Meldau ist E-Learning Experte an der FFHS. Im Rahmen seiner Dissertation forscht er auch zu den psychologischen Auswirkungen virtueller Identitäten und der Kompetenzentwicklung in Avatar-basierten 3D-Szenarien. «Studien haben beispielsweise gezeigt, dass Menschen, die eher gehemmt sind, in der Onlinekommunikation mehr aus sich herausgehen, wenn ihr Gegenüber ein Avatar ist oder sie selbst ein Avatar sind», erklärt Meldau.

Der Avatar reagiert auf die Mimik seines Gegenübers. Wird ihm beispielsweise ein Lächeln geschenkt, lächelt er zurück. Für die Gesprächsrunden mit den Studierenden hat sich Meldau für zwei Avatare entschieden, die möglichst realitätsnah wirken. Sie heissen Herr Studer und Herr Würmli. Beide basieren auf echten Fallbeispielen aus der Lehre, mit detaillierten Angaben zur Anamnese, zum Lebensstil und zur Gesprächsdynamik. «Ziel war es, die Avatare nicht nur als Figuren zu gestalten, sondern als glaubwürdige, interaktive Sparringspartner in der Beratungssimulation», so Meldau. Sie sollen kontextsensitiv auf Gesprächsverläufe reagieren, Feedback geben und damit die Kommunikationskompetenz der Studierenden gezielt fördern. Ein Vorteil gegenüber Schauspielenden: Ein Avatar verhält sich immer konsistent, unabhängig davon, wer vor ihm sitzt.

Drei Räume, drei Patienten

Erste Versuche mit ChatGPT haben gemäss Tobias Häberlein gezeigt, dass die Gespräche sehr realistisch wirken. Inzwischen konnte das Sprachmodell so trainiert werden, dass es im Gespräch beispielsweise auch widerspricht oder bei guter Interaktion mitmacht. «Wenn der Studierende ‹Stopp› sagt, beginnt ChatGPT mit der Auswertung des Gesprächs und erklärt, wie er die Beratung empfunden hat oder was der Studierende anders hätte machen können. Dieses Feedback ist sehr wichtig.»

Im Modul BEMD (Beratung von Menschen mit metabolischem Syndrom und Diabetes) wurde Mitte April für die Studierenden nun ein erster Versuch mit den virtuellen Klienten sowie den Schauspielerinnen durchgeführt. Zuvor wurden ChatGPT und die Avatare jeweils mit identischen Informationen zu den Krankheitsbildern der Patienten gefüttert, die Schauspieler entsprechend instruiert. Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Ernährung und Diätetik hatten einen Patienten mit Diabetes Typ 2 mit einer Blutzuckerentgleisung im Gespräch, jene des Studiengangs Ernährung und Gesundheit einen Patienten mit Prädiabetes ohne Medikation.

«Alle Studierenden durchliefen jeden Raum und wurden dabei von den Dozierenden beobachtet. Anschliessend füllten die angehenden Ernährungsfachpersonen einen Fragebogen zu ihren Erfahrungen aus», erklärt Dominique Meldau.

Und wie kamen ChatGPT und die Avatare bei den Studierenden an? Die Auswertung der Befragung zeigte: Die Schauspieler wurden von den Studierenden am besten bewertet. Sie wurden als empathisch, realitätsnah und hilfreich für die Beziehungsgestaltung empfunden. Der Avatar überzeugte durch Konsistenz und gute Bedienbarkeit. ChatGPT wurde von den Teilnehmenden als weniger interaktiv und eingeschränkt in der Gesprächsdynamik erlebt. Alle Tools wurden insgesamt als nützlich und verständlich eingeschätzt. «Die Studierenden und die Dozierenden wünschen sich auch künftig Zugriff auf KI-Tools zu haben, um Beratungskompetenzen zu festigen», fasst Jeannine Langenegger zusammen.

Text: Melanie Biaggi

Die Interaktion mit Schauspielern wurde von den Studierenden am besten bewertet.

ffhs.ch/studium

FFHS BIETET ZWEI BACHELORSTUDIENGÄNGE IM BEREICH ERNÄHRUNG AN Der Bachelor Ernährung und Diätetik fokussiert die Ernährung von kranken Menschen und ist nach dem Gesundheitsberufegesetz akkreditiert. Der Bachelor Ernährung und Gesundheit bietet breite Berufsperspektiven, etwa in der Gesundheitsförderung, der Produktentwicklung oder der Beratung von speziellen Gruppen wie Sportlern.

Von der Sterneküche zur digitalen Bildung

Thomas Bissegger hat sich in der Welt des Fine Dinings einen Namen gemacht. Heute widmet sich der Sternekoch mit ebenso viel Leidenschaft der Ausbildung der kommenden Generation. Als Dozent und Programmleiter an der renommierten EHL Hotelfachschule Passugg teilt er seine Expertise und ist überzeugt, dass die Digitalisierung eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Branche spielt.

Der berufliche Weg von Thomas Bissegger begann durch einen Zufall. «Ich wollte ursprünglich Informatiker werden», erklärt er im Interview. Über Umwege landete er in einer Schnupperlehre als Elektromonteur. «Ich musste Steckdosen in einer Küche installieren», erzählt Bissegger, «und dabei habe ich den Köchen zugeschaut. Ihr majestätisches Auftreten und ihre Präzision haben mich so beeindruckt, dass ich wusste: Ich möchte Koch werden.» Bissegger begann eine Kochlehre, nahm erfolgreich an Wettbewerben teil und wurde Mitglied der Schweizer Koch-Nationalmannschaft. Seine Karriere nahm Fahrt auf und der Weg zur Spitzengastronomie war geebnet. Bereits in jungen Jahren stieg er zum stellvertretenden

Küchenchef im Hotel Palace in Luzern auf. Es folgten viele weitere Stationen im Ausland wie USA, Südafrika, Myanmar oder Australien.

Ein kulinarisches Vorbild: Daniel Humm

Ein Meilenstein in Bisseggers Karriere war seine Zeit in New York, wo er bei keinem geringeren als Daniel Humm arbeitete. Humms Restaurant Eleven Madison Park, zu dieser Zeit das beste der Welt, gehört noch heute zur internationalen Spitze. «Daniel Humm war in jungen Jahren mein absolutes Vorbild», sagt Bissegger. Humm ist ebenfalls Aargauer und drei Dörfer neben Bissegger

Gibt seine Leidenschaft für den Beruf weiter: Thomas Bissegger (Mitte) mit zwei Studierenden der EHL Hotelfachschule Passugg. (Fotos: EHL)

aufgewachsen. «Ich habe ihm einen handschriftlichen Brief geschrieben, ob ich bei ihm arbeiten dürfe», erinnert er sich. Humm hat sich tatsächlich gemeldet. «Als er die Küche betrat, lief es mir kalt den Rücken runter.» Doch nicht nur die Perfektion in der Küche beeindruckte Bissegger, sondern auch der Mensch hinter dem kulinarischen Genie.

Die Jagd nach den Sternen

2019 übernahm Bissegger das Restaurant «1904 Designed by Lanoda» in Zürich und erkochte mit seinem Team nach nur acht Monaten einen Michelin-Stern. Doch die Jagd nach den Sternen in der Spitzengastronomie ist alles andere als einfach. «Es ist regelrecht eine Sucht», erklärt Bissegger. «Man will jeden Tag besser werden, noch perfekter arbeiten, immer mehr erreichen. Der Druck wächst, und das Leben besteht nur noch aus der Arbeit.» Bissegger ist überzeugt, dass er mit seinem Team einen zweiten Stern geholt hätte, was jedoch folgte, war ein harter Schnitt in seiner Karriere. Aufgrund der Coronapandemie wurde das Restaurant geschlossen, Bissegger stand von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts. «Es hat mir den Boden unter den Füssen weggerissen», blickt er auf diese schwierige Zeit zurück. Er entschied sich, einen neuen Weg einzuschlagen und nahm ein Jobangebot der EHL Hotelfachschule Passugg an.

Ein neues Kapitel

Heute bildet Bissegger als Programmleiter und Dozent am EHL Campus Passugg junge Menschen für die Gastronomie aus. Er ist dort auch zuständig für die Themen Digitalisierung und KI und absolviert parallel den MAS Digital Education an der FFHS. Derzeit steht das Thema KI im Fokus, die Frage nach Reglementen, nach Schulungen für Dozierende und Studierende. «Es ist eine grosse Herausforderung, wie wohl für jede Schule». Doch versteht KI etwas von gutem Essen? «Gute Frage. KI kann Ideen liefern, Kombinationen, Raster. Sie kann ein ganzes Silvestermenü vorschlagen, mit kompletten Rezepturen, das klappt sehr gut», gibt er zu. Trotzdem: «Die wahre Kunst des Kochens bleibt dem Koch vorbehalten.»

Bissegger ist davon überzeugt, dass die Gastronomie der Zukunft stark von der Digitalisierung geprägt sein wird. Als Dozent für Entrepreneurship und Innovation fordert Bissegger seine Studierenden dazu auf, kreativ zu denken und neue Ansätze zu finden. «Die Studierenden müssen Innovationen entwickeln und lernen, wie sie ihre Visionen in der Praxis umsetzen können», erklärt Bissegger.

Nachhaltigkeit und emotionale Intelligenz

Für Bissegger ist Nachhaltigkeit mehr als nur die Reduktion von Food Waste. Sie betrifft sowohl den Verbrauch von Ressourcen als auch den respektvollen Umgang miteinander. «Achtsamkeit und emotionale Intelligenz sind ebenso wichtig wie Perfektion in der Küche», betont er. Er will seinen Studierenden vermitteln, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und Leadership eine grosse Rolle spielt. «Früher war der Umgangston in der Küche sehr rau, das hat sich gewandelt». Die Branche merkt langsam, dass sie sich anpassen muss, um für die Gen Z und die nachfolgenden Generationen attraktiv zu bleiben.

Auf die Frage, welches Gericht Emotionen in ihm auslöst, muss er nicht lange nachdenken: «Das Ragout, das meine Grossmutter immer gekocht hat.» Bissegger kocht seit vier Jahren nur noch privat, selten auch für Events, wenn er angefragt wird. Doch seine Liebe zum Kochen ist ungebrochen. Ob er die Jagd nach dem zweiten Stern aufgegeben hat? «Sag niemals nie», meint er schmunzelnd.

Text: Natascha Ritz

Thomas Bissegger erkochte einen Michelin-Stern und sagt: «Die Jagd nach den Sternen hat auch eine Kehrseite.»

ffhs.ch/mas-digital-education MAS DIGITAL EDUCATION

Im Master of Advanced Studies (MAS) Digital Education lernen die Studierenden, wie sie digitales Lehren und Lernen umfassend und professionell gestalten. Neben der Vermittlung der fachlichen Grundlagen legt der MAS grossen Wert auf das aktive Ausprobieren, Üben und Anwenden.

KOMMENTAR: ACHTSAMKEIT UND ERNÄHRUNG

Wo bleibt der Genuss?

Was wird eigentlich unter Genuss verstanden? Laut Duden bedeutet Genuss: «Freude, Wohlbehagen bei etwas, was jemand auf sich wirken lässt.» Und so wird deutlich, um geniessen zu können, müssen wir uns selbst spüren und Zeit haben. Konkret auf das Essen bezogen müssen wir es auf uns wirken lassen, aber wem gelingt das? Wer nimmt sich die Zeit, wer spürt das Wohlbehagen, die Freude?

Einigen wird das im Alltag sehr gut gelingen. Anderen wiederum nicht. Gewisse verbinden Genuss mit einem schlechten Gewissen, da dieser sehr oft mit Genussmitteln assoziiert wird, wie Alkohol, Süssigkeiten, Fett, Zucker oder Snacks. Echter Genuss, sogar Freude oder Wohlbehagen, will sich bei einigen beim Verzehr dieser Genussmittel gar nicht einstellen.

Heute wird viel zum Thema Achtsamkeit publiziert. Es gibt Workshops, Podcasts oder auch Bücher. Auch das Thema Essen bekommt immer mehr Aufmerksamkeit.

Und da geht es genau um das Thema Genuss. Kann ich das Raclette geniessen? Oder darf es nur ein Salat sein, um Genuss wahrzunehmen? Meiner Meinung nach dürfen alle Lebensmittel genussvoll gegessen

und getrunken werden. Eine gemütliche Tasse Kaffee und dazu ein leckeres, cremiges Schöggeli. Ein Schnitzel-Pommes in einem Restaurant sitzend, allein oder mit Freunden.

Wir sind heutzutage sehr stark von externen Faktoren beeinflusst. Lassen uns verleiten und irritieren von Superfoods und Lebensmittelpyramiden-Vorgaben und vergessen das Wesentliche: Habe ich Freude beim Essen (echte Freude) und fühle ich mich danach wohl?

Bin ich gut gesättigt, aber nicht übersatt? Oder entscheidet mein rationaler Kopf, der mir sagt, die Portion ist zu gross oder zu klein? Oder entscheidet meine verfügbare Zeit?

Unser Alltag ist oft verplant, wir sind unterwegs, sind am Arbeiten zu Hause, im Garten an der Arbeitsstelle. Doch Genuss zu empfinden, verlangt von uns, uns zu spüren. Dafür müssen wir auf uns selbst hören. Vielleicht klappt es nicht immer, das muss es auch nicht. Doch wenn wir den Genuss bewusster leben, werden wir das Essen geniessen. Das Essen, das Getränk, den Moment mit Freude und Wohlbehagen.

1 FRAGE AN 3 PERSONEN

Welches Gericht weckt bei Ihnen Kindheitserinnerungen?

Das sind für mich ganz klar Gerichte serviert mit Apfelmus – «Älpler Magronen», «Fotzelschnitten» oder «G’Hackets mit Hörnli». Dann fühle ich mich zurückversetzt in die unbeschwerten Tage der Sommerlager, wo mein Leben geprägt wurde vom Lagerfeuer und der Suche nach dem Abenteuer. Mit diesen typisch schweizerischen Gerichten kann ich diese Kindheitserinnerungen wiederaufleben lassen und richtig nostalgisch darin schwelgen. Als gelernter Koch weiss ich heute: Gutes Essen ist ein Fundament für die Lebensqualität. Ich habe nach meiner Ausbildung auch jahrelang solche Sommerlager mitgeleitet und dort gekocht, um anderen dieselbe Erfahrung von ungehemmter Exploration mit kindlicher Neugier und unbegrenztem Tatendrang zu ermöglichen, begleitet von feiner Küche. Essen müssen wir alle – aber schlemmen, das macht das Leben lebenswert. Und manchmal genügt ein Bissen Kindheit, um genau diese Gefühle wieder zu spüren.

JANIS PIRKTL

Student praxisintegriertes

Bachelorstudium Informatik

«Fasnachtschüechli»! Es ist zwar kein richtiges Gericht, und ich erinnere mich auch nicht daran, dass sie selbst zubereitet waren. Und schon gar nicht tragen sie Rechnung meiner Mutter, die eine super Köchin war und noch immer ist. Vielleicht fällt es mir deshalb schwer, mich für ein bestimmtes Gericht zu entscheiden. Aber ich erinnere mich noch gut an die Vorfreude auf das Essen und den grossen Appetit, wenn ich während der Lehrzeit als Drogistin mittags oft bei Wind und Wetter eine halbe Stunde mit meinem «Puch Maxi» nach Hause fuhr. Der Duft, der mich jedes Mal empfing, wenn ich die Haustüre öffnete, und meine Mutter, die mich fast zeitgleich mit einem Teller selbst gekochtem Essen begrüsste. Und während der Skirennsaison durften wir das Dessert –«Fasnachtschüechli» eben - vor dem Fernseher essen und Pirmin Zurbriggen und Vreni Schneider anfeuern.

MARION WÄFLER

BSc Ernährung und Diätetik

«Wienerschnitzel», eine wahre Prozession in deren Herstellung, erinnert mich stets an meine jüngsten Kindheitsurlaubstage am äussersten Rande im Osten Österreichs, den wir stets erwartungsvoll aufsuchten, denn meine Mutti selbst war aus Wien. Zusammen mit einem cremigen, mit Zwiebelwürfeln (Zwiefel) durchsetzten, mit einer kräftigen Prise Kümmel bestreuten Kartoffelsalat und einem kühlen «Krügel» Arbeiterbier ist das «Wienerschnitzel» ein Schmaus, der einem das Herz aufgehen und mich auch heute noch in eine andere Zeit entschwinden lässt. Ein Hoch auf den Kümmel. Der in dessen jahrhundertelanger Wanderung nie die Aare überschritten, jedoch über den Simplon an die Rhone gelangte und der mein Leben als Säugling mir rettete, ist ein wahres Wundermittel zur Verdauungsregulierung und darüber hinaus leber- und geldbörsenschonend, wie es noch so mundende Weinbrände beides nicht zu bewirken vermögen.

MARCEL WEDER Dozent Wirtschaftsingenieurwesen

«Das Studium an der FFHS hat mein Selbstbewusstsein gestärkt»

Giuliano Carnovali hat sich nach einem Unfall zurück ins Leben gekämpft.

Nach einer Zeit der Resignation führt er heute ein selbstbestimmtes Leben.

Wie er mit Disziplin und Offenheit auf dem Tennisplatz, im Beruf und im Studium noch weiter über sich hinauswachsen will.

Beachvolleyballer, Fussball-Goalie, Skater – Giuliano Carnovali war schon immer ein sportlicher Typ. Er hatte die KV-Lehre abgeschlossen, die Berufsmatura absolviert und stand kurz vor dem Militärdienst, als ein Unfall mit einem Zug sein Leben im Alter von 20 Jahren komplett veränderte. Seither sitzt er im Rollstuhl. Anfangs hat ihn vor allem ein Gefühl beherrscht: Wut, Wut auf sich selbst. «In der ersten Zeit ging es mir richtig schlecht, vor allem, wenn ich allein war. Wenn ich dann an die Zeit vor dem Unfall dachte, war ich einfach nur traurig und enttäuscht, wenn ich an meine Zukunft dachte, wurde ich von Gefühlen überwältigt, vornehmlich von Angst und Unsicherheit», erinnert sich Carnovali. Aber da waren auch die Ärzte, die Pfleger, die Familie und die Freunde, die Carnovali zurück ins Leben holen wollten – «sie haben

mich gepusht, ich habe mitgemacht». Und irgendwann kam auch der alte Sportlerwille wieder zurück. Während seiner Zeit in der Rehabilitationsklinik machte er viel Krafttraining, er wollte einen fitten Oberkörper haben. Inzwischen ist Carnovali 27 Jahre alt und sagt: «Ich habe viel gelernt, wichtige Erkenntnisse gewonnen und vor allem nicht aufgegeben.»

Paralympics als grosses Ziel

Fast ein Jahr verbringt Carnovali in der Rehaklinik, an eine Rückkehr in den Berufsalltag oder ein Studium ist nicht zu denken. Als er entlassen wird, will er eigentlich Film studieren, gründet dann aber kurzerhand gemeinsam mit Kollegen eine Filmproduktionsfirma. Sie

Ein Unfall im Alter von 20 Jahren veränderte das Leben von Giuliano Carnovali komplett. (Fotos: ZVG)

realisieren Filme für verschiedene Unternehmen, doch irgendwann gehen die Kollegen getrennte Wege. «Ich wollte nicht mehr zurück in den KV-Beruf und Wirtschaft hat mich schon immer interessiert, zum Glück bin ich dann auf die FFHS gestossen», sagt Carnovali. Nach einem ersten Rundgang über den Gleisarena-Campus in Zürich und einem ausführlichen Gespräch mit dem Studiengangsleiter meldet er sich für das Studium an.

Mittlerweile studiert Carnovali im zweiten Semester Betriebsökonomie Sportmanagement und arbeitet in einem 50-Prozent-Pensum bei einer Pensionskasse in der Kundenberatung. Drei bis vier Mal pro Woche betreibt er zudem Leistungssport, er spielt Tennis. Dazu Carnovali: «Ich habe mich früher immer mit meinem Sport identifiziert. Deshalb habe ich nach meinem Unfall unzählige Sportarten ausprobiert, beim Tennis bin ich geblieben. Und in dieser Sportart will ich viel erreichen – vielleicht schaffe ich es sogar einmal zu den Paralympics.»

Viele Berufsmöglichkeiten in Aussicht

Studium, Arbeit und Sport, wie bringt man das alles unter einen Hut? «Manchmal bin ich schon ein bisschen ein Chaot. Da muss ich mir meine Zeit gut einteilen und mache mir deshalb jeweils einen Plan», erklärt der junge Sportler. Dank des flexiblen Studienmodells der FFHS fühle er sich selten überfordert oder nicht imstande allem gerecht zu werden. Auf dem Tennisplatz ist Carnovali ein Einzelkämpfer, im Studium schätzt er allerdings den Kontakt zu seinen Kommilitonen. Bei Gruppenarbeiten klappe die Zusammenarbeit gut und auch ausserhalb des Klassenzimmers stehe man in gutem Kontakt. Dank seines Studiums sehe er jetzt schon, was in Zukunft beruflich möglich sei. «Die beiden Welten Sport und Wirtschaft könnte man verbinden, vielleicht ein Leader werden, Leute zusammenbringen», sagt Carnovali und ergänzt: «Das Studium an der FFHS hat vor allem mein Selbstbewusstsein gestärkt.»

Eine Inspiration für andere

Seine Selbstständigkeit und Lebensfreude hat sich Carnovali nach dem Schicksalsschlag zurückerobert. Grund zur Freude hat er auch, weil er einer der wenigen Menschen ist, bei denen sich nach der Diagnose «komplette Paraplegie» einige Nerven wieder erholen konnten. Er kann aufrecht stehen, hat seine Beine relativ gut unter Kontrolle und kann sogar mit Gehhilfen ein paar Schritte gehen. So weit schaffen es statistisch gesehen nur etwa vier Prozent der Patientinnen und Patienten. Er hatte grosses Glück, hat aber auch hart dafür gearbeitet, wie er sagt.

Auf Instagram lässt Carnovali die Welt an seinem Leben teilhaben. Er zeigt sich beim Tennis- oder Fitnesstraining, im Kraftraum, bei der Therapie oder auch beim Lernen. «Instagram ist meine Visitenkarte, vor allem, wenn es um Sport geht», sagt Carnovali. Kurz nach seinem Unfall sei es ihm wichtig gewesen, auf Instagram zu zeigen, dass er nicht weg vom Fenster sei, sich zurückkämpfe – «und ich habe viel Unterstützung bekommen, das hat mir gutgetan». Heute möchte er andere Menschen inspirieren und ihnen zeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen.

Text: Melanie Biaggi

Giuliano Carnovali spielt leistungsmässig Tennis. Sein Ziel: die Paralympics.

ffhs.ch/bsc-sportmanagement

BSC BETRIEBSÖKONOMIE SPORTMANAGEMENT

Der Bachelorstudiengang Betriebsökonomie mit Schwerpunkt Sportmanagement bietet eine solide betriebswirtschaftliche Grundausbildung, die die Studierenden auf anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen vorbereitet. In den ersten 6 Semestern werden grundlegende be triebswirtschaftliche Konzepte vermittelt, während gleichzeitig ein generalistisches Fachwissen im Sportmanagement aufgebaut wird. Ab dem 7. Semester haben die St udierenden die Möglichkeit, sich je nach ihren Interessen zu spezialisieren.

«Wir Menschen lernen von klein auf durch Spielen»

Die rasante Entwicklung der Spielindustrie und der Technologien im Umfeld «Virtual Reality» (VR) und «Augmented Reality» (AR) hat in den letzten Jahren nicht nur den Unterhaltungssektor verändert, sondern hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche wie Bildung, Medizin oder Marketing.

Serious Games und spielbasierte Technologien werden zunehmend genutzt, um Lernprozesse zu optimieren oder auch therapeutische Massnahmen zu unterstützen. Mit dem neuen Bachelorstudiengang Game and VR Development bildet die FFHS Fachkräfte aus, die nicht nur innovative Spiele entwickeln, sondern auch VR/AR-Anwendungen gestalten können. Der neue Bachelorstudiengang dauert neun Semester und kombiniert theoretische Grundlagen mit praxisorientierten Projekten.

«Emotionalität fördert das Lernen»

Kevyn Eva Norton ist Founding Partner des Start-ups «Easy Bites», Design Lead für das psychologische Mobile «Game Shadow’s Edge» und Dozentin an der FFHS. Im Interview erklärt sie, was ein gutes Serious Game ausmacht und was es braucht, um mehr Frauen für die Gaming-Branche zu gewinnen.

Kevyn Eva Norton, wirtschaftlich haben Games die Musik- und Filmbranche längst überholt. Sind Games in der Schweiz ein unterschätztes Kulturgut?

Auf jeden Fall. In der Schweiz gelten sie immer noch als ein Nischen-Kulturgut – erst zwei Kantone fördern die Branche dezidiert. Dabei sind so viele verschiedene Berufe bei der Entwicklung eines Games involviert: 2Dund 3D-Künstler, Musiker, Screen Writer, Animatoren. Games wie die Sims, Zelda oder in jüngerer Zeit Minecraft und Roblox beeinflussen ganze Generationen.

Sieht es bei der Förderung von Serious Games besser aus?

Ich sehe leider die gleiche Tendenz bei den Serious Games. Mir sind keine grossen Förderprogramme in

den letzten Jahren bekannt. Es gab einzelne kleinere Projektförderungen.

Serious Games werden immer wichtiger. In vielen Bereichen, Medizin, Bildung oder auch in der Industrie. Eine erfreuliche Entwicklung.

Ja. Wir Menschen lernen von klein auf durch Spielen. Games bieten die Möglichkeit, durch Geschichten eine emotionale Komponente einzubringen. Emotionalität fördert das Lernen. Die Nutzer lernen so auch Empathie, und mehr Empathie wird zurzeit dringend gebraucht.

Spiele erlauben es aber auch Fehler zu machen, ohne grosse Kosten oder Schaden zu generieren. Das ist wichtig für die Medizin oder die Industrie. Eine gute Fehlerkultur tut besonders uns Schweizern gut. Games fördern auch das strategische Denken und werden in der Managementausbildung und im Militär eingesetzt. Ich finde es gut, wenn Zusammenhänge und Konsequenzen durchdacht werden, bevor sie in der realen Welt umgesetzt werden.

Was macht ein gutes Serious Game aus?

Bei einem guten Serious Game muss dem User von Anfang an klar sein, was das Ziel des Spieles ist und wie dieses erreicht werden kann. Weiter ist es wichtig, dass die Spielenden wissen, wie Fortschritte gemacht werden und diese auch sehen. Die Entwickler sollten ihre Zielgruppe kennen, so wissen sie auch welches Game Setting die Spieler berührt oder stimuliert. Was nicht fehlen darf, ist der Spass beim Spielen. Hier scheitern manche Serious Games. Sie wirken trocken und aufgesetzt. Oft ist dieser mangelnde Spassfaktor einem kleinen Budget geschuldet. Wie in anderen Branchen auch geht es am Ende um den Return on Investment (ROI) – ein gutes Serious Game muss sich lohnen. Für den Spieler der Zeitaufwand, für die Finanzierung der

Serious Games und spielbasierte Technologien werden zunehmend genutzt, um Lernprozesse zu optimieren oder auch therapeutische Massnahmen zu unterstützen. (Foto: Adobe Stock)

konkrete Businesscase. Deswegen die starke Verbreitung in der Industrie, der Medizin und dem Militär.

Sie sind Design Lead für das psychologische Mobile Game Shadow's Edge, erklären Sie kurz, wozu das Game dient?

Shadow’s Edge ermöglicht Jugendlichen durch das Schreiben und die Kunst eine neue Perspektive auf ihre Situation zu bekommen, die ihnen dann bei der Verarbeitung von schwierigen Erfahrungen oder Lebensfragen hilft. Das Game ist die Umsetzung von Ansätzen aus der narrativen Therapie.

Schwierige Themen sind also spielerisch besser zugänglich?

Vielleicht ja – ganz generell würde ich das nicht sagen. Serious Games sind aber eine Möglichkeit mit viel Potenzial.

Was braucht es, damit Serious Games in der Schweiz noch bekannter und besser werden?

Es braucht gute Beispiele, Mut zum Experimentieren und eine solide Finanzierung. Ich denke, es geht auch darum, mit Elementen zu experimentieren und nicht nur in kompletten Games zu denken. Der Trend zur Gamification, also die Integration von spielerischen Elementen in spielfremde Umgebungen wird sich noch verstärken. Ich bewege mich an der Schnittstelle von Produktentwicklung und Game Design. Jedes digitale Produkt, das

regelmässig genutzt werden soll, setzt sich früher oder später mit Spiele-Elementen auseinander. Man kann also Elemente aus dem Game Design einbringen, ohne ein komplettes Game zu entwickeln.

Und was braucht es, um mehr Frauen für die Gaming-Branche zu gewinnen?

Wir müssen den Frauen aufzeigen, was es für eine spannende Zusammenarbeit der verschiedensten Berufe braucht, um ein gutes Game zu entwickeln. Also mehr auch über die nicht technischen Aspekte der Game-Entwicklung kommunizieren. Mehr über weibliche Games sprechen und Projekte finden, um diese in der Schweiz zu entwickeln – das Interesse an Games for Good oder Cozy Games ist bei Frauen sehr hoch. Und wie in allen Branchen braucht es familienfreundliche Arbeitsmodelle.

Interview: Melanie Biaggi

ffhs.ch/bsc-game-vr-development BSC GAME AND VR DEVELOPMENT

Die Studierenden erhalten eine fundierte, technisch orientierte Ausbildung und erwerben umfassende Kenntnisse in den Bereichen Programmierung, Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), künstliche Intelligenz (KI) und Game Design. Interdisziplinäre Themen wie Benutzererfahrung, Ethik in digitalen Medien und datengesteuerte Technologien ergänzen das Kompetenzprofil der Absolvierenden.

Ein Rundum-Paket für KMU

Die FFHS bietet nicht nur Studiengänge an und betreibt Forschung, sie teilt ihre Expertise auch mit der Wirtschaft. Mit dem Dienstleistungspaket Fit4Business spricht sie gezielt KMU an, die sich in den Bereichen Digitalisierung und KI weiterentwickeln möchten. Das Angebot in der Übersicht.

Digitale Transformation

Ausgangspunkt einer erfolgreichen digitalen Transformation ist ein digitales Geschäftsmodell. Das Team des Instituts für Management und Innovation (IMI) hilft Unternehmen, ihr digitales Geschäftsmodell zu erarbeiten und bietet einen Leitfaden für das agile und wissenschaftlich basierte Vorgehen bei der Umsetzung.

Innovation Activators

Innovation ist die oft beschworene Triebkraft, mit der Schweizer KMU in einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld bestehen wollen. Das IMI unterstützt Firmen, Innovationspotenziale zu entdecken, zu entwickeln und zeigt praxisnah auf, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit erfolgreich gestaltet werden kann.

Traction

Traction ist ein agiles Vorgehen zur Marktentwicklung, bei dem optimale Marketingkanäle identifiziert und genutzt werden. Der wissenschaftlich basierte Tractionansatz wurde durch das IMI weiterentwickelt und erfolgreich in der Praxis erprobt. In sechs Schritten führen die IMI-Experten Unternehmen zum Ziel: Kundenwachstum und gestärkte Marktposition.

Organisationsentwicklung

Motivierte Mitarbeitende und die richtigen organisationalen Rahmenbedingungen sind Voraussetzungen, um die Unternehmensstrategie erfolgreich umzusetzen. Das IMI hilft KMU, ihre Unternehmenskultur zu stärken und die Mitarbeitendenzufriedenheit zu erhöhen.

Generative KI für KMU

KI bietet schier unbegrenzte Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung und Kostensenkung. Die Expertinnen und Experten des Laboratory for Web Science (LWS) unterstützen KMU bei der Integration generativer KI, um den digitalen Wandel erfolgreich zu meistern. Sie bieten Workshops an, um das Potenzial zu erörtern und setzen gezielte Forschungsprojekte um, um KI in den betrieblichen Ablauf zu integrieren.

MAYbe

Less Sugar

Der übermässige Konsum von zugesetztem Zucker ist ein Problem für die öffentliche Gesundheit. Die Aktion «MAYbe Less Sugar» nutzt den Monat Mai, um die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen. Mit dem kostenlosen Rechner auf maybeless-sugar.ch , kann der persönliche Konsum an Zucker-Zusätzen berechnet werden. Wer im Mai mitmacht, erhält ausserdem die Gelegenheit, an der Verlosung attraktiver Preise teilzunehmen.

Too Good To Go

Günstig essen und gleichzeitig Lebensmittelverschwendung reduzieren? Die App Too Good To Go macht’s möglich! Restaurants, Bäckereien und Supermärkte bieten hier überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel zu einem stark reduzierten Preis an.

Meal Prep

Vorkochen spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Nerven. Wer am Sonntag eine grosse Portion Reis, Quinoa oder Nudeln vorbereitet und dazu frisches Gemüse schnippelt, hat für die ganze Woche eine gesunde Basis. So greift man in stressigen Lernphasen nicht zur Fertigpizza, sondern zu einer schnellen, nahrhaften Mahlzeit.

Slow Eating

Wer langsam isst, geniesst nicht nur mehr, sondern unterstützt auch seine Verdauung. Das Sättigungsgefühl setzt erst nach etwa 20 Minuten ein – wer hastig isst, isst oft mehr als nötig. Bewusstes Kauen und kurze Pausen zwischen den Bissen helfen, das Essen besser wahrzunehmen und schneller satt zu werden. So tut man Körper und Geist etwas Gutes!

Brainfood für bessere Konzentration

Nüsse, Beeren und dunkle Schokolade sind nicht nur lecker, sondern auch echte Gehirn-Booster. Walnüsse liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Blaubeeren sind reich an Antioxidantien und dunkle Schokolade verbessert die Durchblutung des Gehirns. Perfekt also für längere Lernsessions!

Marc Schnyder wird neuer Rektor der FFHS

Dr. Marc Schnyder übernimmt per 1. September 2025 die Nachfolge von Michael Zurwerra, der in Pension geht. Der 52-jährige Oberwalliser ist Professor an der Hochschule für Wirtschaft (HES-SO Wallis) und hat das dortige Institut für Tourismus mitaufgebaut und bis 2022 geleitet.

FFHS veröffentlicht

Nachhaltigkeitsbericht

Die FFHS publiziert zeitgleich mit der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) ihren Nachhaltigkeitsbericht zu den Jahren 2022–2023. Die Publikation bietet einen Überblick über die konkreten Aktivitäten und Projekte im Bereich Nachhaltigkeit. Die FFHS hat Nachhaltigkeit zu einer Lebensund Arbeitsstrategie gemacht und will in all ihren Bereichen nach dem Prinzip der optimalen Ressourcennutzung und der sozialen Verantwortung agieren.

Athlete Hub im FFHS

Campus Zürich

Swiss Olympic richtet im Campus der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) in Zürich einen Standort des Athlete Hubs ein. Dort erhalten Sportlerinnen und Sportler umfassende Beratung rund um die Themen Studium und Spitzensport sowie Karriereplanung. An der FFHS studieren derzeit rund 130 Leistungssportlerinnen und -sportler, darunter etwa Lia Wälti, Captain der Schweizer Frauen-Fussball-Nati, oder EishockeySpieler Sven Andrighetto.

FFHS ist familienfreundlich

Das dritte Mal in Folge erhält die FFHS das Gütesiegel «familienfreundliches Unternehmen», das von Pro Familia Schweiz verliehen wird. Die Mitarbeitenden bezeichnen die FFHS als «sehr familienfreundlich». Die Auszeichnung bestätigt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der FFHS eine hohe Priorität hat. Die Zertifizierung erfolgte aufgrund einer Mitarbeitendenumfrage, bei der die FFHS einen sehr hohen «Family Score» erzielte. Mit 85 von 100 möglichen Punkten übertrifft die FFHS den Schweizer Durchschnitt, welcher aktuell bei 63 Punkten liegt, deutlich.

Die beste Schweizer Fussballerin sagt: «Ich weinte jeden Tag»

Sie ist das Gesicht des Nationalteams. Ihre Karriere ist grösser, als sie sich je erträumen liess – aber die 31-Jährige musste auch schon heftige Krisen überwinden. Lia Wälti ist Captain des Schweizer Nationalteams und eine der wichtigsten Stützen des Londoner Vereins Arsenal, des erfolgreichsten Teams in der Geschichte des englischen Frauenfussballs. Aber sie ist nicht nur das. Gerade macht sie an der Fernfachhochschule Schweiz auch den Bachelor in Betriebsökonomie und Sportmanagement.

«Dank unserer Technologie können Schäden schneller entdeckt werden»

ChatGPT ist in aller Munde. Ralf Jandl, Wissenschaftler an der Fernfachhochschule Schweiz, verwendet die künstliche Intelligenz, um Fotovoltaikmodule zu analysieren und mögliche Fehler in den Solarzellen zu erkennen. «Das Forschungsprojekt heisst ‹EAGLE›. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der Südschweiz, der SUPSI, arbeitet das Laboratory for Web Science der Fernfachhochschule Schweiz, FFHS, an einer neuen Methode, um fehlerhafte Solarzellen mithilfe von künstlicher Intelligenz zu identifizieren», sagt Jandl.

Stimmt, ausgelernt hat man nie

Weiterlernen, bis der Kopf brummt: Die Schweiz gehört punkto Weiterbildung international zu den Spitzenreitern, sowohl was die Angebote angeht wie auch bezüglich der Weiterbildungsaktivitäten der Bevölkerung. Die Fernfachhochschule Schweizer (FFHS) sucht den Erfolg im Weiterbildungsmarkt seit über 25 Jahren im Distance Learning (E-Learning). «Unser Modell eignet sich besonders gut für Studierende, die nicht Vollzeit studieren können, ganz nach unserem Motto: Leben und studieren - einfach kombinieren», erklärt Stefan Eggel, Direktor Weiterbildung der FFHS. Der Erfolg am Markt gibt der FFHS recht: «Wir haben in den letzten Jahren in der Grundund Weiterbildung auf ein stetiges Wachstum zurückschauen können. Klassische Themen wie Leadership, Projektmanagement oder HR-Themen werden immer gefragter.»

Warum Cybersicherheit nur gemeinsam gelingt Cyberangriffe können jeden treffen. Gut beraten ist, wer sich auf einen solchen Fall vorbereitet. Am Gohack24 Symposium erfuhr das Publikum, was Angestellte, Strafverfolger, IT-Spezialisten und Versicherungen tun, wenn es passiert. Cyberangriffe sind eine Realität. Sie können jedes Unternehmen in der Schweiz treffen – laut der Cyberstudie 2024 wurden in den vergangenen drei Jahren 240'00 KMUs Opfer. All dies war am Gohack24 Symposium zu hören, der in den Zürcher Räumen der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) über die Bühne ging und von Gobugfree gemeinsam mit der FFHS und BDO durchgeführt wurde.

Schnickschnack und Bling-Bling statt Bier und Wurst

Einfach nur ein Eishockeyspiel schauen, das reicht dem Publikum meist nicht mehr. Drei Schweizer Hockey-Profis haben sich in ihrem Studium mit dem Phänomen beschäftigt. «Dass die Digitalisierung auch im Eishockey immer weiter voranschreitet, sieht man bereits in den Stadien, wo immer mehr geboten wird», sagt Michael Hügli. Der 29-jährige Stürmer des Lausanne HC ist einer von drei Profispielern, die für ihre Bachelorarbeit an der Fernfachhochschule Schweiz NL-Clubs untersucht haben. Auf Onlineauftritte. Oder digitale Fan-Interaktionen. Aber auch auf den Einfluss des Publikums auf die gemeinsame Wertschöpfung eines Spiels.

Mit maximaler Flexibilität zum Master

Die FFHS hat ihr Weiterbildungsprogramm komplett überarbeitet und bietet neu maximale Flexibilität beim Master of Advanced Studies (MAS). Was hat sich geändert?

Statt wie bisher im gesamten MAS vorgeschriebene CAS zu absolvieren, setzt das neue Konzept auf individuelle Bedürfnisse. Um den Mastertitel zu erlangen, sind 60 ECTS-Punkte erforderlich. Dazu werden 30 ECTS als Pflicht-CAS oder DAS absolviert. Zur Spezialisierung können bis zu zwei Wahl-CAS à 10 ECTS aus verwandten Gebieten des umfangreichen Angebots der FFHS gewählt werden. Abgerundet wird der Master mit der Thesis, die im Fachgebiet des gewählten MAS geschrieben wird.

«Wir bieten aber auch in der Studiendauer Flexibilität. Unsere MAS-Programme sind je nach Stundenplan und Arbeitsbelastung in verschiedenen Geschwindigkeiten möglich. In der Regel dauert ein MAS sechs Semester mit einem Arbeitspensum von 80 bis 100 Prozent», erklärt Stefan Eggel, Direktor Weiterbildung.

ffhs.ch/studienangebot ZU UNSEREN AUS- UND WEITERBILDUNGEN

Noch mehr Aus- und Weiterbildungsangebote sowie entsprechende Beschriebe der Studieninhalte und Informationen zum Studienmodell der FFHS finden Sie auf unserer Website. Der Anmeldeschluss für die Weiterbildungen mit Start im Herbst 2025 ist der 31. Mai 2025. Spätere Anmeldungen sind je nach verfügbaren Studienplätzen möglich.

Weiterbildungsangebote

Gewinnspiel

Haben Sie die Cloud-Ausgabe aufmerksam gelesen?

Dann ist diese Frage kein Problem für Sie:

Welches ist das Lieblingsgericht von FFHS-Dozent Marcel Weder?

S chicken Sie die richtige Antwort per Mail an cloudmagazin@ffhs.ch. Teilnahmeschluss: 30. Juni 2025. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Unter allen Teilnehmenden verlosen wir drei Gutscheine im Wert von 50 Franken von Bridge in Zürich. Viel Glück!

Mitmachen und gewinnen!

Der Treffpunkt für Food-Lovers auf 2000 m2 in der Europaallee. bridgezurich.ch

Agenda

29.–31. Mai, Basel Fantasy Basel

18. Juni, Zürich 11. Weblaw Forum LegalTech

08. September, Zürich Student for a Day 2025: Bachelorausbildungen in der Ernährung

13. September, Zürich Maturierenden-Messe

17. September, Zürich Student for a Day – Bachelorausbildungen in der Osteopathie

20. September, Brig Diplomfeier 2025

24. September, Aarau Blended Learning Fachtagung

27. Oktober, Zürich Student for a Day 2025: Masterstudiengänge Business Administration

30. Oktober, Zürich Master-Messe 2025

06.–08. November, Zürich GOhack25

Weitere Veranstaltungen und Informationen finden Sie unter: ffhs.ch/events

Das spezifisch für berufsbegleitendes Studieren entwickelte Studienmodell der FFHS passt sich Ihren individuellen Bedürfnissen an und lässt sich mit Beruf, Familie oder Sport vereinbaren.

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CLOUD Mai 2025: Zu Tisch by Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) - Issuu