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ARCHITEKTUR & WOHNEN

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ARCHITEKTUR & WOHNEN

MODERNE KLARHEIT

Stilvolle Architektur im alpinen Gelände

JUWEL IN BLAU

Die Sanierung einer Jugendstilvilla in Meran

VILLA IM WANDEL

Die Neuinterpretation eines Stadthauses in Bozen

DER TÜFTLER

Im Gespräch mit dem Lüsner Designer Martin Oberhauser

SO KLAPPT DER EINZUG

IN

EIN NEUES LEBEN.

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EDITORIAL INHALT

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

vor Kurzem wurde auf Schloss Maretsch zum elften Mal der Südtiroler Architekturpreis vergeben. Insgesamt erreichten die Jury über 150 Einreichungen, die in den vergangenen vier Jahren in Südtirol verwirklicht wurden. Die Gewinnerprojekte zeigen: Preiswürdige Architektur zeichnet sich stets auch durch ein klares Bekenntnis zum Ort, zu seiner Geschichte und zu seiner Umgebung aus. Eben diese Werte prägen auch die vier Projekte, die wir für dieses Magazin – der ersten Ausgabe dieses Jahres – ausgewählt haben. Im historischen Meraner Steinachviertel hat das Architekturbüro Naemas das Dachgeschoss einer Jugendstilvilla saniert. Um den Generationenwechsel als architektonische Chance

IMPRESSUM

geht es im Artikel über ein Stadthaus in Bozen, an dem Architektin Martina Biasi mitgewirkt hat. In Lüsen Berg dagegen hat Architekt Stefan Gamper für zwei Jungbäuerinnen mit viel Respekt vor der alpinen Landschaft ein modernes Wohnhaus realisiert. Und in Völs am Schlern hat die Innenarchitektin Simone Eisath einen grünen Rückzugsort für ein junges, naturverbundenes Paar geschaffen.

Darüber hinaus im Heft: ein Interview mit dem international erfolgreichen Designer Martin Oberhauser, der uns Einblicke in die Zukunft seiner Arbeit gibt.

Lassen Sie sich inspirieren! Verena Spechtenhauser

„ff – Architektur & Wohnen“, 26.03.2026, Beilage zu ff 13, Herausgeber: FF-Media GmbH, Eintragung Landesgericht Bozen 9/80 R.ST. vom 27.08.1980, Nr. ROC 06262, Beiträge nach GvD Nr. 70/2017 erhalten. Presserechtlich verantwortlich: Verena Pliger; Konzeption & Redaktion: Verena Spechtnhauser; Grafik & Layout: Sabine Rainer; Titelseite: Alex Filz; Werbung: Elisabeth Forer-Naumann, Roswitha Rauter, Michael Disertori, Bernhard Elzenbaumer.

© ® FF-Media GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf mit grafischen, mechanischen, elektronischen oder mit digitalen Mitteln reproduziert werden. Jeglicher Missbrauch wird im Rahmen des Gesetzes verfolgt.

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JUWEL IN BLAU

Die Sanierung einer Jugendstilvilla in Meran.

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WOHNEN AM BERG

Modern, unaufgeregt, stilvoll: zeitlos wohnen im alpinen Gelände.

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DER TÜFTLER

Im Gespräch mit dem Lüsner Designer Martin Oberhauser.

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VILLA IM WANDEL

Die Neuinterpretation eines Stadthauses in Bozen.

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GRÜNER RÜCKZUGSORT

Wie man Licht optimal nutzt und die Natur ins Innere holt.

MERAN

JUWEL IN BLAU

Ein junges Paar saniert das Dachgeschoss einer Jugendstilvilla. Entstanden sind zwei Wohnungen, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden.

Text: Verena Spechtenhauser | Fotos: Tobias Kaser

Spiel mit dem Blau: Die ehemals 120 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung wurde im Zuge des Umbaus in zwei Apartments unterteilt. Beide wurden mit Möbeln aus graublau eingefärbtem Echtholzfurnier ausgestattet. Die beiden statisch relevanten Säulen im Hintergrund beließen die Architekten bewusst in Sicht.

Besonders: Der blaugraue Farbton findet sich auch im gespachtelten Boden wieder.

Neuzugang: Die heutige Loggia war ursprünglich Teil des Stiegenhauses. Während der Renovierung wich die massive Wand einer großzügigen Glasfläche mit Metallstruktur. Diese öffnet den Raum und bringt viel Tageslicht in die offene Wohnküche. Die Pendelleuchte in der Loggia stammt aus dem Bestand, die blauen Hängeleuchten aus Glas über dem Küchenblock greifen die Farbwelt des Interieurs auf. Auf den Küchenblock wurde eine Platte aus Kunststein gesetzt.

1. Klassiker: Mit wenigen gezielten Eingriffen wurde die einst verschachtelte Wohnung in einen offenen und hellen Wohnraum verwandelt. Das massive Fischgrätparkett unterstreicht den historischen Charakter und kaschiert gleichzeitig, dass es in der Wohnung fast keinen rechten Winkel gibt. Für eine bessere Trittschalldämmung kamen Perlitten zum Einsatz.

2. Rückzugsort: Der Wintergarten kann das ganze Jahr über genutzt werden und bietet besonders im Sommer eine attraktive Alternative zum fehlenden Balkon.

3. Treffpunkt: Eine bordeauxrote Eckbank mit großem Tisch schafft in der Küche Platz für gemeinsame Mittag- und Abendessen.

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„WIR WOLLTEN EIN AMBIENTE SCHAFFEN, DAS KOMFORT

DIE BESITZER

DIE ARCHITEKTEN

Nadia Erschbaumer und Martin Seidner sind die Gründer des Architekturbüros Naemas mit Sitz in Bozen. Zu ihren Referenzprojekten gehören der Wiederaufbau des Zierhof mit Stube in Pflersch und das Knappenhaus in Gossensass. Beide Projekte wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Im Moment arbeitet das Studio unter anderem an verschiedenen Hotelprojekten in Südtirol, an der Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses in Welschnofen sowie an Ausstellungsräumen im Südtiroler Archäologiemuseum.

Meran ist bekannt für seine Villenarchitektur aus der Zeit der Belle Époque. Mit Einzug des Tourismus wurden in der aufblühenden Kurstadt zwischen 1870 und 1914 knapp 500 Villen errichtet. Zu den wichtigsten Baumeistern dieser Zeit gehörte der aus Val di Fiemme stammende Architekt Peter (Pietro) Delugan. In Meran tragen unter anderem so prägende Bauwerke wie das Hotel Palace und das Plankensteingebäude seine Handschrift. Auch im Herzen des historischen Meraner Stadtviertels Steinach hat Delugan seine Spuren hinterlassen. Im Jahr 1897 renovierte er dort eine herrschaftliche Jugendstvilla und ergänzte sie um ein Stockwerk. Mehr als ein Jahrhundert später durfte das Bozner Architekturstudio Naemas eben dieses Geschoss sanieren und neu gestalten – für ein junges, kunsthistorisch interessiertes Paar.

BEREITS BEIM ERSTEN LOKALAUGENSCHEIN verfielen die beiden Architekten Nadia Erschbaumer und Martin Seidner dem Charme des Gebäudes. Sie waren hingerissen von der Fassade im Belle-Époque-Stil, den Simsen, Kapitellen und Friesen sowie den schmiedeeisernen geschwungenen Balkongeländern. Anders ihr erster Eindruck vom obersten Stock des Mehrparteienhauses: „Die Dachwohnung war dunkel und in viele kleine Räume unterteilt. Es fühlte sich an, als würde man ein

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Labyrinth betreten. Trotz des schlechten Zustandes erkannten wir das Juwel, das unsere Kunden hier erworben hatten,” erzählt Nadia Erschbaumer.

DER AUSDRÜCKLICHE WUNSCH der Bauherren: eine behutsame Renovierung des Bestandes, mit Fokus auf einen bewussten Erhalt historischer Substanzen und Gegenstände. Die beiden Architekten wussten den Wunsch umzusetzen. Sie erhielten den Dachgrundriss fast gänzlich in seinem ursprünglichen Zustand. Aufgrund der Größe unterteilten sie ihn allerdings in zwei Dachgeschosswohnungen. „Wir haben versucht, die Räumlichkeiten an den richtigen Punkten zu öffnen und Überflüssiges zu entfernen“, erklärt Martin Seidner. Anschließend haben sie eine Zwischenwand aus Gips eingezogen, die bei

1. Öffnung: Die Erkergauben blieben in ihrer Größe unverändert. Ausgetauscht wurden nur die morschen zweiflügeligen Holzfenster. Die originalen floralen Fenstergriffe und Scharniere konnten aufbereitet und wiederverwendet werden. Das Sofa erhielt einen Bezug aus einem edlen rotgrauen Baumwollstoff.

2. Zeitzeuge: Der historische Kachelofen in braunrotem Ton wurde restauriert und mit elektrischen Platten ausgestattet. Eine Glaswand hinter dem Kamin bringt Licht in den Raum. Die mit Malerschablonen angefertigte Ornamentik greift das Motiv der Meraner Palmen auf.

Bedarf wieder rückgebaut werden kann. „So können die Bauherren die Wohnungen, die zur Zeit vermietet werden, in einem zweiten Moment wieder zusammenschließen.”

EIN BESONDERES AUGENMERK bei der Sanierung legten die Architekten auf die Lichtstimmungen sowie auf die Gestaltung großzügiger Ausblicke. „Die Architektur des Dachgeschosses ist von Schrägen und kleinen Giebelfenstern geprägt. Um trotzdem eine schöne Aussicht auf die Dächer der Altstadt, den Kirchturm und den Pulverturm zu genießen, haben wir – wo möglich – mit neuen Fensterelementen gearbeitet“, erklärt Erschbaumer. Außerdem kam zur Terrasse hin ein großzügig geöffnetes Giebelfenster dazu und eine verglaste Loggia. „Wir haben also bewusst ins Licht gebaut.“

Fenster neu erleben.

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EINTRETEN UND WOHLFÜHLEN

1. Komfortabel: Das graublaue Bett stammt wie die meisten Möbel aus der Feder der Architekten. Aufgrund der unregelmäßigen Wände, wurde das Bett nach innen gerückt und mit einem dezenten Abstand zu den Mauern arrangiert.

2. Floral: Die Tapete mit Blumenmuster im En-SuiteBadezimmer setzt die ornamentale Sprache der Belle Époque fort. Das ovale glänzend rote Waschbecken sorgt für einen lebendigen Akzent. Für mehr Komfort wurde im Bad eine elektrische Bodenheizung eingebaut.

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Seit 1984 realisieren wir als regionaler Bauträger hochwertige Wohn- und Geschäftsimmobilien. Mit über 800 realisierten Wohnungen stehen wir für architektonische Ästhetik, exzellente Bauqualität und Handschlagsqualität.

Die Lichtwirkung der Räume unterstrichen die Architekten mit einem durchdachten Farbkonzept, das sie mit den Bauherren intensiv ausgearbeitet haben. Schließlich entschieden sie sich für ein erfrischendes Graublau in Kombination mit einem warmen Bordeauxrot, das sich durch alle Zimmer zieht.

UM DER GESCHICHTE DES GEBÄUDES beim Interieur gerecht zu werden, bedienten sich die Architekten an den floralen Verzierungen der Fassade. Gezielt holten sie diese nach innen, zu sehen sind sie heute auf den Tapeten in den Badezimmern und der Ornamentik an den Wänden. Alte Einrichtungsgegenstände aus der Jugendstilzeit, die während des Umbaus zutage kamen, wurden auf Wunsch der Bauherren restauriert und mit modernen und zeitlosen Möbeln und Stoffen kombiniert. Genauso wie die historischen Kachelöfen, die floralen Fenstergriffe und Scharniere oder die verschiedenen Pendel- und Wandleuchten. Als weiteren Tribut an den Jugendstil verlegten sie in den Apartments einen klassischen Fischgrätboden aus Eiche.

„KEINE

LEICHTE

AUFGABE, EINEN ALTBAU SO ZU MODERNISIEREN, DASS ER ZEITGEMÄSS WIRD UND DIE GESCHICHTE

DES HAUSES SPÜRBAR BLEIBT.“

MARTIN SEIDNER

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1. Schöne Idee: Die von der Gemeinde neu genehmigte Gaube bringt mehr Licht in die Räume und vergrößert den Wohnraum. Darüber hinaus schafft sie Zugang zur Dachterrasse.

2. Schöne Architektur: Die Villa im Herzen des Steinachviertels wurde 1897 um eine vierte Etage erhöht. Hinter den Erkergauben befinden sich dort heute zwei moderne Wohnungen mit Jugendstileinfluss und traumhaftem Blick über Meran.

3. Schöne Aussicht: Die bereits bestehende Dachterrasse wurde im Zuge des Umbaus neu aufgebaut und mit einem Geländer aus Stahl umrandet. Von der Terrasse aus eröffnet sich ein freier Blick auf den Pulverturm und die Passer.

WIR HABEN BEWUSST INS LICHT GEBAUT.

DIE VILLA STEHT UNTER ENSEMBLESCHUTZ. Entsprechend griffen die Architekten in das äußere Erscheinungsbild nur in eingeschränktem Maße ein. Sie renovierten die originalen Erkergauben und strichen die Fassade im ursprünglichen Farbton neu. Außerdem wurde das Dach – nach historischem Vorbild –mit Schieferplatten eingedeckt und neu gedämmt. Zudem wurde es mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet: „Der Gemeinde Meran war es wichtig, die Fassade so originalgetreu wie möglich zu erhalten. Die Regelung bei Gebäuden mit Ensembleschutz ist äußerst streng“, erzählen die beiden Architekten.

Umso mehr freut es sie, dass die zuständigen Behörden das Er gebnis der Renovierung als äußerst gelungen bezeichnen. „Es ist keine leichte Aufgabe einen Altbau so zu modernisieren, dass zeitgemäßer Wohnkomfort entsteht und gleichzeitig die Ge schichte des Hauses spürbar erhalten bleibt“, freuen sich die Architekten. Diesem Lob schließen sich auch die Bauherren an: „Die Geschichte sollte ihren Platz bekommen und gleichzeitig wollten wir ein Ambiente schaffen, das Komfort mit hochwer tigem Design verbindet. Gerade diese behutsame Balance ist gelungen. Und das freut uns besonders.“

LÜSEN

WOHNEN AM BERG

Modern, zurückhaltend, unaufgeregt: Nach diesen Vorgaben hat Architekt Stefan Gamper im alpinen Gelände ein Wohnhaus entworfen.

Text: Verena Spechtenhauser | Fotos: Alex Filz

Zeitlose Architektur: Die Einrichtung in Lüsen Berg zeigt sich in Form und Farbe zurückhaltend und dezent. Sie soll über die Jahre nichts an Aktualität verlieren.

Zeitgemäße Aufteilung: Eine gläserne Schiebetür mit schwarzem Rahmen trennt die Küche und das Wohnzimmer vom hinteren Bereich. Dahinter liegen der Eingang, ein Tages-WC, der Garderobenbereich sowie die Schlafräume mit zwei Kinderzimmern. Bei Bedarf kann die Wohnung irgendwann auch geteilt werden.

1. Zentriert: Kochen mit Aussicht. Der Naturstein Pfitscher Silberquartzit gibt in der Küche den Ton an. Die Fronten des Küchenblocks und der Küchenzeile wurden mit Fenix, einem matten und weichen Oberflächenmaterial, beschichtet.

2. Maßgefertigt: Tisch und Stühle bestehen aus gebürsteter Kernesche. Diese wurde mit einer Lauge behandelt und erhielt so einen eleganten Weiß-Grau-Ton. Auch die Wandstrukturen greifen diese Nuancen auf und sorgen so für eine ruhige Atmosphäre.

3. Monolithisch: Boden, Wände und Decken sind durchgehend aus Esche. In ihrer vertikalen Anordnung folgen sie dem natürlichen Wachstum des Baums. Großzügige Verglasungen öffnen den Raum ins Freie. Interessant: Nur jene Elemente, die geöffnet werden können, wurden mit einem dezenten schwarzen Rahmen gefasst. Die restlichen Fensterflächen blieben rahmenlos. Natürliche Textilien wie Wolle und Leinen sorgen für die notwendige Harmonie.

In der Vorstellung vieler ist das Wohnen im alpinen Gelände noch immer untrennbar mit rustikaler Architektur verbunden. Klare Linien, ruhige Farben und eine reduzierte Formensprache gelten hier oft als fehl am Platz. Am Herolerhof in Lüsen – auf 1.600 Metern Meereshöhe gelegen – zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Auf Wunsch der beiden Töchter und Jungbäuerinnen Anna und Silvia Federspieler hat der Klausner Architekt Stefan Gamper die bestehende Hofstelle um einen Neubau erweitert. Das Ergebnis: Der alpine Kontext verschmilzt wie selbstverständlich mit moderner Architektur.

DAS NEUE WOHNHAUS wurde leicht oberhalb des bestehenden Ensembles in den Hang gesetzt. Dort präsentiert es sich als klar gegliederter, zeitgenössischer Baukörper, der sich formal an die Strukturen der traditionellen Eisacktaler Bauernhöfe orientiert. Der in das Erdreich eingebettete Sockel aus Beton ist mit einem Vollwärmeschutz versehen. Im Untergeschoss wurden die Tiefgarage, Fahrradstellplätze, Lager- und Technikzonen sowie landwirtschaftliche Nutzräume angesiedelt. Das darüberliegende Erdgeschoss organisierte der Architekt rund um einen geschützten Innenhof. Darauf wurde das Obergeschoss in Form zweier klar voneinander getrennter Baukörper gesetzt. Beide Geschosse sind mit einer vertikalen Lärchenholzverschalung umhüllt. Hier befinden sich sowohl die beiden Privatwohnungen der Jungbäuerinnen als auch zwei Ferienwohnungen für Gäste sowie ein großzügiger Multifunktionsraum, in dem sich das gemeinschaftliche Leben abspielen soll.

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1. Durchdacht: Der Blick vom Schlafzimmer fällt direkt in das angrenzende Bad. Die Rundungen sind platzsparend und verleihen dem Raum Eleganz. Die Möbel reichen bewusst nicht bis zum Boden, sodass sich der Bereich darunter problemlos reinigen lässt. Schöne Idee: Anstelle eines Spiegels öffnet das Fenster den Blick ins Freie.

2. Funktional: Für das gesamte Badezimmer wurde eine wasserabweisende, zementäre Spachtelung verwendet. Die gläserne Duschabtrennung greift die runden Formen des Raumes auf.

3. Detailverliebt: Anstelle eines klassischen Griffs wurden für die Schränke Griffe mit einer reduzierten Einkerbung gewählt.

4. Reduziert: Das Kopfteil des Bettes wurde mit einem Wollstoff versehen, die Bettwäsche ist aus hochwertigem Leinen. Ein schlichter offener Kubus dient als Ablage für Bücher. Blickfang ist die Hängelampe, deren Form an einen Kokon erinnert.

„MIT MEINER ARCHITEKTUR SCHAFFE ICH RÄUME, WO DER MENSCH IM MITTELPUNKT STEHT.“
STEFAN GAMPER

MIT DER LANDSCHAFT ZU BAUEN und das so selbstverständlich, als wäre das Haus schon immer da gewesen. Mit diesen Worten beschreibt Stefan Gamper seinen Architekturgedanken. Dabei sucht er nicht den Kontrast, sondern die leise Weiterentwicklung des Vertrauten. Das Ergebnis ist eine schlichte, zeitlose und zugleich klar zeitgemäße Architektur. Um Altes mit Neuem zu verbinden, ergänzte er den traditionellen Baukörper durch zeitgenössische Elemente. Darunter großflächige, rahmenlose Verglasungen, filigrane Metallgeländer und reduzierte Details. Diese architektonische Zurückhaltung setzt sich auch im Inneren fort. Dabei war es sowohl ihm als auch den Bauherrinnen wichtig, die umliegende Natur über großzügige, teils über Eck geführte Panoramaverglasungen in die Wohnräume zu holen: „Hier am Berg haben wir den Vorteil, dass es keine direkten Nachbarn gibt – so konnten wir großzügige Fensteröffnungen realisieren. Denn der Blick zum Peitlerkofel und über die Lüsner Almen war uns unglaublich wichtig. Die Natur sollte Teil des Ganzen werden“, erklärt Stefan Gamper.

DER ARCHITEKT

Stefan Gamper, 57, hat Architektur an der Technischen Universität Graz studiert. Anschließend absolvierte er einen Master of Engineering im Bereich Holzbau und energieeffizientes Bauen an der Technischen Hochschule Rosenheim. Seit dem Jahr 2000 leitet er sein eigenes Architekturbüro in Klausen mit fünf Mitarbeitenden. Darüber hinaus ist er seit 2015 externer Dozent für Holzbau an der Hochschule Rosenheim. Seine Architektur umfasst Einfamilienhäuser, Wohnanlagen, Hotels, Bauernhöfe, öffentliche Einrichtungen, Feuerwehrhallen und Fernheizanlagen – mit einem besonderen Schwerpunkt auf das Interior-Design. Zu seinen bekanntesten Projekten zählen die Schaukäserei Capriz in Vintl, das Purmontes Private Luxury Chalet in St. Lorenzen und das KM-0 Holzhaus in Martell.

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1. Gemeinschaftlich: Im Erdgeschoss – zwischen Privatwohnungen und Ferienapartments gelegen –befindet sich ein Multifunktionsraum. Hier wollen die Besitzerinnen mit ihren Gästen gemeinsam kochen und backen. Für viel natürliches Licht sorgt ein Lichthof.

2. Nostalgisch: Der Tisch in der Mitte des Multifunktionsraums lehnt sich mit einem leichten Salbeigrün an alte Bauerntische an. Mit seiner klaren Form, den vier Beinen und der aufliegenden Platte wirkt er reduziert und zeitlos.

3. Praktisch: Für eine gute Schallabsorption und ein angenehmes Raumklima wurden am Oberboden HolzwolleLeichtbauplatten angebracht. Über dem langen Esstisch wurden Lampen an einer eingelassenen Schiene befestigt –sie lassen sich flexibel verschieben und ausrichten. Die Wände sind grob gespachtelt und zeigen leichte Lufteinschlüsse, das sorgt für eine angenehme Akustik.

BODENSTÄNDIG UND DOCH offen für Neues. So hat Architekt Gamper seine Kundinnen kennen- und schätzen gelernt. Dieser Spagat zwischen Tradition und Moderne, zwischen Landwirtschaft und ihrer Arbeit in der Stadt spiegelt sich sowohl im Aufbau als auch in der Materialwahl der Wohnungen wider. Der Grundriss folgt dabei einer klaren Logik: Offen gestaltete Tagesbereiche wie Küche und Wohnzimmer treffen auf private Zonen wie den Schlaf- und Badezimmern. Dazu kommen funktionale Räume wie die Speisekammern, Waschräume und Ankleiden.

INNEN WIE AUSSEN wurde die Materialpalette auf wenige, sorgfältig ausgewählte Komponenten reduziert. Die gebürstete, hell behandelte Kernesche zieht sich durch Böden, Wände, Decken und Möbel. Sie verleiht den Räumen eine ruhige, nahezu monolithische Wirkung. Ausgewählte Akzente aus Weißtanne

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Bescheiden: Die beiden neuen Baukörper am Herolhof fügen sich perfekt in den leicht ansteigenden Hang ein.

sowie Kalkspachtelungen in sanften Grau- und Weißtönen ergänzen das Gesamtbild. „Mit meiner Architektur schaffe ich Räume, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Ich wünsche mir ein Wohnen, das nicht repräsentieren, sondern beruhigen will“, erklärt Stefan Gamper.

Auch bei den Textilien fiel die Wahl auf natürliche Materialien wie Leinen und Wolle. Materialien also, die naturbelassen sind, sich angenehm anfühlen und würdevoll altern können. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Stefan Gamper der Lichtführung. Mit einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus direkter und indirekter Beleuchtung schuf er eine ruhige Atmosphäre ohne harte Kontraste – stets ergänzt durch großzügige Öffnungen, die viel Tageslicht in die Räume bringen.

DAS WOHNHAUS WURDE als Klimahaus A konzipiert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine Hackschnitzelanlage, die aus dem eigenen Wald gespeist wird, unterstützen den Gedanken von Nachhaltigkeit. So entsteht ein weitgehend autarkes System, das die landwirtschaftliche Nutzung sinnvoll einbindet.

Stefan Gamper ist am Herolhof ein moderner Neubau gelungen, der sich der Landschaft verpflichtet fühlt und gerade in seiner Zurückhaltung eine starke Präsenz entfaltet. Oder, wie es der Architekt selbst treffend beschreibt: „Alles, was zu viel wäre, würde hier nur stören.“ n

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Seit 46 Jahren dreht sich bei Südtirol Fenster in Gais alles um die Leidenschaft für den Fensterbau. Eine Leidenschaft, die Südtiroler Handwerkstradition mit neuester Innovation verbindet. In dieser Kombination entstehen hochwertige und lebendige Fensterlösungen von kompromissloser Qualität, die gewohnte Standards übertreffen und neue Maßstäbe setzen. In stetiger Weiterentwicklung werden neue Konzepte, Modelle und Systeme erarbeitet, die den technischen Ansprüchen von heute und morgen gerecht werden.

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DESIGN-GESPRÄCH

DER TÜFTLER

Martin Oberhauser setzt mit seinen Designs Maßstäbe. Und wird dafür weltweit ausgezeichnet. Ein Gespräch über Kreativität und die Zukunft mit künstlicher Intelligenz.

Text: Verena Spechtenhauser

Oberhauser’s Style: Die Outdoor-Designlinie von Martin Oberhauser wird mit der Powder-Bed-Drucktechnologie hergestellt. Bei diesem Verfahren wird eine Zementpaste gezielt in ein Pulverbett injiziert, wodurch Schicht für Schicht komplexe und detailreiche Strukturen entstehen. Im Bild zu sehen: eine Feuerschale, eine Outdoorlampe und ein Hocker.

Martin Oberhauser ist Designer aus Leidenschaft, auch wenn er ursprünglich gar nicht diesen Weg einschlagen wollte. Vielleicht ähnelt seine Arbeitsweise deshalb eher der eines Forschers im Labor: analytisch, testend und stets bereit, die eigenen Ideen zu hinterfragen. Seine unbändige Neugier hat ihn im Laufe seiner Karriere zu einem wahren Allrounder des Designs gemacht. In seinem Portfolio findet sich kaum etwas, das es nicht gibt: vom analogen Smartphone-Verstärker über das begehbare Gewächshaus bis hin zur Baseballkappe aus Holz. Oberhauser hat vieles ausprobiert. Dabei ist er sowohl bei den Materialien als auch bei den Produktions-

techniken anderen gerne einen Schritt voraus. Was ihn antreibt, Produkte zu schaffen, die nachhaltig sind und einen echten Sinn erfüllen, erzählt der gebürtige Lüsner im Interview.

Sie haben mit Ihrem Studio soeben ihren 50. internationalen Award gewonnen. Was bedeuten Ihnen Preise?

Martin Oberhauser: Ich entwerfe kein Produkt, um einen Preis zu gewinnen. Das ist nicht mein Antrieb. Entscheidend ist für mich, ein gutes Produkt zu entwickeln, das für die Menschen wirklich funktioniert. Aber sicher, Auszeichnungen sind immer eine Freude. Dabei geht es

weniger um das Renommee unseres Studios als vielmehr um unsere Kunden und das Produkt an sich. Ich arbeite auch mit vielen Start-ups zusammen. Gerade ihnen geben solche Auszeichnungen Sichtbarkeit. Darüber hinaus geben sie den Endkunden eine gewisse Sicherheit.

Die Teilnahme an Awards ist mit Kosten und Teilnahmegebühren verbunden. Wie viel Budget planen Sie ein?

Darüber denke ich nicht allzu viel nach. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und entscheide in solchen Momenten oft aus Überzeugung: Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Produkt das Potenzial dafür hat, dann reichen wir es ein.

„MIT DER TECHNOLOGIE

MUSS

SICH

AUCH DIE ÄSTHETIK VERÄNDERN.“

MARTIN OBERHAUSER

Martin Oberhauser, 48, stammt aus Lüsen. Er hat das Kunstgymnasium in Gröden besucht und anschließend Design an der Freien Universität Bozen studiert. Sein beruflicher Werdegang führte ihn nach Bremerhaven, Paris und Lausanne, wo er bei so bekannten Designern wie Werner Aisslinger, Patrick Jouin und Ronan Bouroullec lernte. 2018 gründete er sein eigenes Studio in Bozen. Für seinen zukunftweisenden Stuhl Chair N°One aus recyceltem Betonglas im 3D-Druck wurde er mit dem prestigeträchtigen Red Dot Best of the Best Award ausgezeichnet. Produziert wird der Stuhl in Brixen und in Michigan.

Foto: Christopher Halbsguth

Unikat: Die Blumenboutique Blatt&Blüte in Brixen ist die erste Boutique, die vollständig mit 3D-gedrucktem Beton eingerichtet wurde. Dafür wurde Martin Oberhauser beim Brillux Design Award 2025 in der Kategorie „Innenraumgestaltung Arbeiten“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet – als erstes Projekt aus Italien.

Über welche Auszeichnung haben Sie sich am meisten gefreut?

Der erste Award bleibt natürlich unvergessen. Besonders gefreut habe ich mich aber über den Red Dot Best of the Best Award. Diese Auszeichnung zu erhalten ist äußerst schwierig, weil weltweit Tausende Projekte eingereicht werden und nur sehr wenige diese höchste Kategorie erreichen. Wir haben diese Auszeichnung gleich zweimal erhalten: für unseren 3D-gedruckten Chair N°One und für den Fahrradsitz MAGpro.

Ihren 50. Preis haben Sie für die Innenraumgestaltung der Brixner Blumenboutique Blatt&Blüte erhalten. Was ist das Besondere? Die Boutique ist weltweit die erste ihrer Art, die vollständig mit einem hochauflösenden 3D-Betondruckverfahren realisiert worden ist. Das heißt, sämtliche Möbel, Fronten und Elemente wurden speziell für dieses Geschäft aus recyceltem Beton entworfen und als Einzelstücke in einem Stück gedruckt. Mit diesem Projekt haben wir einen neuen Meilenstein in puncto Design, Materialinnovation und Nachhaltigkeit erreicht.

Was reizt Sie am 3D-Druck?

Für die Designbranche war die Erfindung des 3D-Drucks ein absoluter Durchbruch. Das Verfahren hat den Designprozess enorm beschleunigt. Wir können verschiedene Varianten ausprobieren, anpassen und direkt testen –etwas, das früher Wochen oder Monate gedauert hat. Der 3D-Betondruck ermöglicht eine effiziente Materialnutzung und minimiert Abfall, wodurch der ökologische Fußabdruck reduziert wird. Beim Projekt in Brixen haben wir zusätzlich die CO2-intensiven Transportwege kurz gehalten, da die Betonteile direkt vor Ort produziert wurden.

Dasselbe Verfahren haben Sie zuvor bereits für ihre Outdoor-Design-Linie Oberhauser’s Style angewandt. Ja, diese Kollektion wurde von Grund auf für den 3D-Druck konzipiert. Der Vorteil: Das Material wird nur dort eingesetzt, wo es wirklich gebraucht wird. Das sorgt für Präzision und Leichtigkeit

– und das sieht man den Produkten auch an. Dank des 3D-Drucks können wir zudem eine filigrane und organische Formensprache umsetzen.

Aus dieser Design-Linie stammt auch der Chair N°One. Was macht ihn aus? Der Chair N°One war das erste Designobjekt, das ich mit der Powder-BedDrucktechnologie entworfen habe. Ein Objekt dieser Art war vorher nicht produzierbar – auch nicht mit einem anderen 3D-Druckverfahren. Dabei geht es nicht um das bekannte Prinzip Form follows Function and Fabrication, sondern um Fabrication follows Form. Die neuen Technologien geben uns heute eine Freiheit im Entwurf, die es früher nicht gab. Für mich heißt das: Wenn sich die Technologie verändert, muss sich auch die Ästhetik verändern.

Ist Ihnen damit international der Durchbruch als Designer gelungen?

Spielerisch: Für den Geldautomatenbereich der Volksbank im Waltherpark designte Oberhauser die Wandpaneele. Berglandschaften wurden in Höhenlinien umgesetzt, um die Dynamik sowie Volatilität des Marktes widerzuspiegeln. Angefertigt wurden die Paneele im 3D-Druckverfahren. Die Technologie ermöglicht komplexe, detaillier te Strukturen ohne herkömmliche Schalung.

In meiner Arbeit als Architekt mit Fokus auf Energieeffizienz stand ich vor einem sehr komplexen Fall, bei dem niemand helfen konnte. Dank der Unterstützung der RÖFIX-Techniker konnte ich die Herausforderung lösen und den Auftraggeber zufriedenstellen. RÖFIX ist ein Unternehmen mit unvergleichlicher technischer Kompetenz.

Architekt (Varese)

1. Leicht: Der Fahrradsattel MAGpro des Eppaner Start-ups Eternum Technology ist der weltweit erste Radsitz, der vollständig aus recycelbarer Magnesiumlegierung gefertigt ist.

3. Geschickt: Gemeinsam mit dem Südtiroler Unternehmen ClimbaLL kreierte Martin Oberhauser den Geschicklichkeits-Spielball Pocket Ninja. Er trainiert die Fingerfertigkeit, Hand-AugenKoordination sowie die Reaktionsgeschwindigkeit.

Der Chair N°One ist sicher das Produkt, das medial die meiste Aufmerksamkeit erhält. Der Stuhl ist mittlerweile in mehreren Museen weltweit vertreten und er ist Teil der Sammlung im Reinhold-Messner-Haus am Helm. Trotz dieses Erfolgs habe ich das Gefühl, am Anfang zu stehen. Und das ist gut so, das motiviert mich weiterzumachen.

1. Smart: Für das Rittner Unternehmen Bachmann Rodel entwickelte Studio Oberhauser eine Rodel, die kompakt zusammenklappbar ist. Sie kann also in einer Tasche transportiert werden. Die Rodel wurde außerdem mit einem neu entwickelten Carving-System ausgestattet sowie mit einem ergonomischen Griff und einem 3D-gedruckten Sitz.

Wie stark beeinflusst das Material Ihre Designs?

Mich interessiert, wie man Materialien neu denken kann. Meistens sind die Materialeigenschaften ja bereits vorgegeben. Unsere Aufgabe als Designer ist es, eine Form zu entwickeln, die optimal mit diesen Eigenschaften arbeitet. Ein gutes Beispiel ist unser Fahrradsattel aus Magnesium, der in Zusammenarbeit mit Eternum Technology entstanden ist. Dieses Eppaner Start-up hatte bereits E-Bikes aus diesem Material entwickelt. Magnesium ist sehr leicht und lässt sich gut in den Materialkreislauf zurückfüh-

„VOR ALLEM DIE JUNGEN DESIGNER WERDEN DIE VERÄNDERUNGEN DURCH KI ZU SPÜREN BEKOMMEN.“

MARTIN OBERHAUSER

ren, was auch aus ökologischer Sicht interessant ist. Wir überlegen also, wie sich Kräfte verteilen, wo Material wirklich notwendig ist und wo man es reduzieren kann. Dabei helfen uns digitale Simulationen, etwa für Kräfteverteilungen oder Bruchtests.

Welche Rolle nimmt die KI in Ihrer Arbeit ein?

Wir sollten uns nichts vormachen: Bereits heute verändert die KI unser

Berufsfeld. Dies werden vor allem die jungen Designer zu spüren bekommen. Design war schon immer eher eine Nische. Von den Hunderttausenden Absolventen, die jedes Jahr von den Unis kommen, kann nur ein sehr kleiner Teil davon leben. Dies wird sich noch weiter zuspitzen. Ich sehe die Technologie allerdings nicht als Bedrohung, sondern integriere sie bewusst in den Arbeitsalltag. Die KI erfordert neue Denkformen, sie eröffnet aber auch Chancen, die wir früher kaum hatten.

Sie designen eine große Bandbreite, eine wirtschaftliche Notwendigkeit?

Das liegt an meinem Reiz am Entwerfen. Ich langweile mich schnell, deshalb interessiert mich die Vielfalt. Wobei ich keine reinen Wohnräume gestalte, dort steht mir der persönliche Geschmack der Bewohner zu stark im Vordergrund. Meine Produkte sollen einen Mehrwert haben, also wirklich etwas verbessern. n

BOZEN

VILLA IM WANDEL

Generationenwechsel als architektonische Chance: wie Architektin Martina Biasi ein Stadthaus neu interpretiert.

Text: Verena Spechtenhauser | Fotos: Tobias Kaser

Neues Zuhause: Für eine junge Familie erdachte Architektin Martina Biasi einen modernen und eleganten Lebensraum. Im Mittelpunkt stehen natürliche Materialien wie Holz, Lehm, Leinen sowie erdige Kalk- und Silikatfarben. Sämtliche Möbel sowie der Boden wurden in gebürsteter, astloser Eiche realisiert.

Funktionale Ästhetik: Da die Kücheninsel intensiv genutzt wird, ging es bei der Materialwahl vor allem um die Alltagstauglichkeit. Für die Oberfläche fiel die Entscheidung auf Keramik, die deutlich pflegeleichter als Travertin ist. Die Insel selbst ist klar gegliedert: Ein Sockel aus brüniertem Messing hebt den Block leicht vom Boden ab. Die umlaufende Einfassung wurde aus dem selben Material gefertigt und trennt den Stauraum vom Funktionsbereich.

1. Innere Ordnung: In der Küche wirkt alles ruhig und aufgeräumt. Neben den maßgeschneiderten Einbauschränken wünschten sich die Bewohner einen eigenen Raum, in dem sie Küchengeräte dezent verstauen können. Die Fronten dieser Anrichte sind mit TextilfaserStruktur bespannt – in Anlehnung an das japanische Reispapier. Das natürlich anmutende Material lässt Licht in den Raum und bewahrt gleichzeitig die Privatsphäre.

2. In Gesellschaft: Für die Essecke der Familie entwarf die Architektin sowohl den Tisch als auch die Eckbank. Sanft gerundete Formen verleihen den Möbeln einen weichen Stil und machen sie zugleich alltagstauglich und kinderfreundlich.

3. Im Fluss: Jeder Raum im Parterre ist offen gestaltet, die Bereiche gehen nahtlos ineinander über. Geschlossene Räume im klassischen Sinne gibt es nicht, vielmehr lässt sich jede Zone flexibel anpassen und neu definieren. Möglich wird dies durch verschiebbare Trennelemente.

Ein Haus, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, gleicht einer Schatulle voller Erinnerungen. Es bewahrt die Spuren vergangener Zeiten und gemeinsamer Augenblicke, zugleich lädt es dazu ein, neu gedacht zu werden. Ein Generationenwechsel bedeutet aber nicht zwangsläufig nur Veränderung, sondern im besten Falle auch ein behut-

sames Weitererzählen der Geschichte. Es geht also darum, das Wesentliche zu bewahren und für Neues zu öffnen. Die Bozner Architektin Martina Biasi durfte eine junge Familie auf genau diesem Weg innenarchitektonisch begleiten. Der Wunsch der neuen Bewohner: Lebensräume zu schaffen, die ihrem Stil, ihrem Wesen und ihren Bedürfnissen als Familie entsprechen.

IM MITTELPUNKT der Umgestaltung stand das Erdgeschoss des im Grünen eingebetteten Stadthauses. „Ich habe gemeinsam mit meinen Kunden definiert, wie sie sich das Leben in ihrem neuen Zuhause vorstellen. Sprich, welche Ansprüche sie haben, welche Atmosphäre die Räume austrahlen sollten, wie sie miteinander wohnen wollen und wie sie den Garten erleben möchten“, erzählt

Martina Biasi. Schnell kristallisierte sich heraus: Die Familie wünschte sich eine Verbindung zu den Grünflächen im Parterre. Dort entstand ein offener, lichtdurchfluteter Ort des Zusammenlebens für die Familie, bestehend aus einem Eingangsbereich mit Garderobe, einem Tages-WC, einem Wohn- und Esszimmer sowie einer Küche in Richtung Garten.

FÜR EINE FLIESSENDE RAUMABFOLGE

löste die Architektin die für Altbauten typische strikte Raumtrennung auf, indem sie Wände entfernte und – wo gewünscht – durch verglaste Schiebeelemente aus Holz ersetzte. „Den Bauherren war es wichtig, die Räume flexibel zu nutzen und je nach Bedarf anpassen zu können. Bei Wunsch nach Privatsphäre können die Elemente geschlossen werden. Soll der Raum hingegen großzügig und offen wirken, verschwinden sie in den Wänden und schaffen harmonische Übergänge“, erklärt Biasi das Konzept.

In der Materialauswahl konzentrierte sie sich auf natürliche Komponenten wie Holz und Lehmputz und kombinierte diese mit erdigen, naturnahen Farbtönen: „Ein zentrales Bedürfnis meiner Kunden war es, eine Architektur zu schaffen, die keine Aufmerksamkeit verlangt, sondern

im Hintergrund wirkt“, beschreibt sie ihren Ansatz. Um den Räumen Weichheit zu verleihen, wurden gerade Kanten abgeschliffen und Ecken bewusst entschärft. Dieses Prinzip zieht sich durch Einrichtung und Wandverläufe gleichermaßen. Es unterstreicht

BIOPOOL UND GARTENGESTALTUNG

das Gefühl von Ruhe, Wärme und Harmonie.

DEM WUNSCH NACH einem nahtlosen Übergang in den Garten begegnete die Architektin mit dem Zubau eines vollständig verglasten Pavillons, den sie der

Blick nach außen : Der Pavillon aus Glas verbindet den offenen Küchenbereich mit dem Garten der Familie. In den Zubau eingebaut wurde eine Schiebetür, mit einem Durchgang von 2,20 Metern.
Bei offener Schiebetür hat man das Gefühl direkt im Freien zu sein.

DIE ARCHITEKTIN

Martina Biasi, 38, hat in Mailand, Barcelona und Wien Architektur studiert, bevor sie in Bozen ihr eigenes Studio gründete. Zu ihren bekanntesten Projekten gehört das Gebäude Mesa sowie das Headquarter des High-TechUnternehmens Microgate. Ihr Interesse für Healing Architektur sowie ihr Glaube an einen ganzheitlichen, menschenzentrier ten Ansatz in Architektur und Design zieht sich durch all ihre Projekte. Derzeit realisiert sie mehrere private Villen und Wohnprojekte in Südtirol und am Gardasee.

Küche vorlagerte: „Der Pavillon ist die einzige neue Komponente am Haus. Er stärkt die gewünschte Verbindung ins Grüne und lässt Innen- und Außenraum nahtlos ineinander übergehen.“

Durch die so entstandene Transparenz wird der Raum von Licht durchflutet, während der Blick bewusst nach außen gelenkt wird.

MIT IHRER ARBEIT an der Villa ist Architektin Martina Biasi weniger ein klassischer Umbau als eine fein austarierte Weiterentwicklung gelungen. Sie verleiht den Bedürfnissen der neuen Generation eine zeitlose Form.

„Mit meiner Architektur habe ich für die Kunden eine Basis geschaffen. Nun haben sie die Möglichkeit das Werk selbst zu vollenden, ohne dass es eine Schwere erhält“, so Biasi. Nun also liege es an den Eigentümern, dieses Haus mit Leben zu füllen und ihre eigene Geschichte darin weiterzuschreiben. n

Jedes Detail zählt und ist von größter Bedeutung für die Gesamtwirkung einer eggersmann: jede Fuge, jede Gehrung, jede Schraube. Mit dieser Detailversessenheit formt eggersmann unverwechselbare Unikate.

Küchenarchitektur mit Charakter

Trias bringt eggersmann nach Südtirol

Das SKYWALK®-Design definiert die monolithische Essenz der Küchenarchitektur neu und verbindet den faszinierenden transluzenten Granit White Tiger mit markantem bronziertem Messing in einer diagonalen Verschiebung – eine faszinierende Symbiose.

Die Küche ist längst mehr als ein funktionaler Raum. Sie ist Treffpunkt, Lebensraum und Ausdruck persönlicher Haltung. Genau diesen Anspruch verfolgen das Südtiroler Einrichtungshaus Trias und die deutsche Küchenmanufaktur eggersmann, deren Küchen weltweit für außergewöhnliche Materialkonzepte und kompromisslose Qualität stehen.

Trias ist exklusiver Handelspartner von eggersmann in Südtirol und bietet damit Zugang zu einer der renommiertesten Küchenmarken Europas.

Seit 1908 entwickelt eggersmann Küchen, die weit über klassische Möbel hinausgehen. In fünfter Generation geführt, verbindet das Familienunternehmen handwerkliche Präzision mit architektonischem Anspruch. Entscheidend ist dabei der Blick fürs Detail: Jede Fuge, jede Materialverbindung und jede Oberfläche

trägt zur Gesamtwirkung bei. So entstehen individuelle Küchenlösungen, die Design, Funktion und Persönlichkeit vereinen.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieser Ansatz im SKYWALK®-Design. Hier scheinen massive Naturstein- und Metallelemente im Raum zu schweben. Transluzenter Granit „White Tiger“ trifft auf bronziertes Messing und bildet eine kraftvolle, monolithische Küchenarchitektur. Die Konstruktion verbindet anspruchsvolle Statik mit minimalistischem Design – ein Beispiel dafür, wie Materialien bei eggersmann neu gedacht und inszeniert werden.

Stein, Holz, Metall, Glas oder Lack: Die Materialien stehen bei eggersmann im Mittelpunkt. Jede Oberfläche ist einzigartig und verleiht der Küche ihre eigene Ausstrahlung.

Mit Trias haben Bauherrinnen und Bauherren in Südtirol einen Partner, der diese

außergewöhnlichen Küchenkonzepte individuell plant und begleitet. Das Ergebnis sind Räume, die nicht nur funktional sind, sondern zum zentralen Ort des Wohnens werden.

Eine eggersmann Küche ist deshalb mehr als ein Möbelstück – sie ist Teil der Architektur und Ausdruck eines Lebensstils. l

Julius-Durst-Straße 70 I-39042 Brixen

T. 0472 971 206 info@trias.it www.trias.it

Fernsicht: Vom verglasten Essbereich aus blicken die Besitzer direkt auf die umliegenden Berge und Wälder. Die Farben der Natur finden sich auch in den Möbeln wieder.

GRÜNER RÜCKZUGSORT VÖLS AM SCHLERN

Ein Apartment mitten in einer Wohnanlage zeigt, wie man Licht optimal nutzt und die Natur ins Innere holt.

Text: Verena Spechtenhauser | Fotos: Simone Eisath

DIE ARCHITEKTIN

Simone Eisath, 35, studierte Architektur in Innsbruck und sammelte dort Erfahrung in unterschiedlichen Architekturbüros. 2018 machte sie sich mit ihrem eigenen Studio in Innsbruck selbstständig. Seit 2022 lebt und arbeitet sie wieder in Südtirol. Ihre Leidenschaft für Möbel und Innenarchitektur entdeckte sie bereits in ihrer Kindheit im familiären Tischlereibetrieb. Aktuell arbeitet sie an verschiedenen Projekten im privaten Wohnbau in Bozen und Umgebung.

In St. Anton, einer Fraktion von Völs am Schlern, entstand auf einem relativ steilen Grundstück eine Wohnanlage mit 16 Wohnein heiten. Die von dichtem Mischwald um gebene Anlage ist einseitig in den Hang eingebettet. Zur Talseite hin öffnen sich die Apartments über großzügige Fens terfronten und geben den Blick auf das umliegende Bergpanorama frei. In dieser Wohnanlage hat die junge Innenarchi tektin Simone Eisath für ein Paar eine 85 Quadratmeter große Wohnung geplant und eingerichtet.

DER ENTWURF ORIENTIERT SICH am Licht, das ausschließlich über die drei großen Glasflächen an der Front in den Raum fällt. Von diesem natürlichen Licht ausgehend hat Simone Eisath die Raumaufteilung entwickelt. „Wegen der Lichtsituation habe ich die funktionalen Räume bewusst nach hinten verlegt. Gar derobe, Bad, Küche, Speisekammer und Stauraum liegen daher im dunkleren Teil der Wohnung. Vorne, wo das Tages licht hereinkommt, sind die Wohn‑ und Schlafräume. Dort öffnen sich die raum hohen Eckverglasungen direkt zur Natur. Diese Aufteilung nutzt das Licht optimal

Offenes Wohnen: Im Küchen‑ und Wohnbereich sorgt ein durchgehender Mikrozementboden in Beige für eine ruhige Atmosphäre. Die Küche aus dunkler, geräucherter Eiche bildet einen spannenden Kontrast zu den hellen Wänden. Für die Arbeitsplatte wählte die Architektin den lokalen Naturstein Seiser Basalt.

Grüner Daumen: Die Natur verbundenheit der Bewohner zeigt sich in vielen Ecken der Wohnung – zum Beispiel in den schön arrangierten Blumenampeln.

Felliger Mitbewohner: Der runde Esstisch wurde von der Innenarchitektin entworfen und ist aus amerikanischem Nussbaum. Auf den moosgrün bezogenen Stühlen fühlt sich die Katze des Hauses besonders wohl.

Schöner Platzhalter: Die klaren Linien und die schlichten Formen der maßgefertigten Wohnwand bringen Ruhe und Struktur in das Apartment.

Der Grundriss: Die langgezogene Wohnung mit ihren 85 m2 ist klar gegliedert: Im hinteren Bereich liegen Bad, Speisekammer, Garderobe und weiterer Stauraum. Von dort geht es weiter in den offenen Wohn‑, Koch‑ und Essbereich. Im vorderen Teil befinden sich Wohn‑ und Schlafzimmer, beide mit großen Fensterfronten und Zugang zur Terrasse. Ein Einbauschrank trennt die beiden Räume voneinander.

und gibt der Wohnung mehr Tiefe“, er klärt die Innenarchitektin.

ZENTRALES ELEMENT der Wohnung ist der offene Wohnbereich mit einer maß gefertigten, modularen Couchlandschaft. Direkt davor befindet sich eine verglaste Ecke, die fast wie ein kleiner Wintergar ten wirkt. Dort steht ein runder, freiste hender Esstisch, der den Eigentümern als bevorzugter Essbereich dient: „Es ist ein fach was Besonderes, beim Essen direkt in die Landschaft schauen zu können“, sagt Simone Eisath.

AM HINTEREN ENDE des offenen Raums befindet sich die großzügige Küche mit einer begehbaren Speisekammer, die ge nug Platz für Lebensmittel und Geräte bietet. „Aufgrund der überschaubaren Größe der Wohnung wollte ich möglichst viel Stauraum schaffen. Deshalb habe ich im ganzen Apartment raumhohe Ein

SORGLOS LICHT

IHR LICHTPARTNER - VON DER PLANUNG BIS ZUR MONTAGE

1. Clever: Im Badezimmer wurde zusätzlicher Stauraum geschaffen: Hinter einer Holzschiebetür verbirgt sich ein integrierter Hauswirtschafts bereich mit Waschmaschine, Trockner, Putzutensilien und einer beleuchteten Fläche zum Bügeln. Feinsteinzeugfliesen, goldene Armaturen und Naturstein geben dem Bad seinen Charakter.

baumöbel und maßgefertigte Schränke geplant“, erklärt Eisath. So sind unter an derem ein begehbarer Kleiderschrank im Schlafzimmer, eine Garderobe mit Sitz bank und ein großer Einbauschrank im Bad entstanden, der elegant hinter einer Schiebetür verschwindet.

FÜR DIE MATERIAL- und Farbwahl hat sich Simone Eisath vom Mischwald rund ums Haus inspirieren lassen: warme Holztöne, natürliche Beigetöne und Ak zente in Moosgrün greifen die Farben der Umgebung auf und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Wohnung. Möbel, Teppiche und Accessoires in organischen Formen verstärken dieses Naturgefühl noch zusätzlich. „Das Besitzerpaar wollte so viel Natur wie möglich in die Woh nung holen und Innen‑ und Außenraum miteinander verschmelzen lassen“, erklärt Eisath. Mit viel Gespür hat sie diesen Wunsch umgesetzt und einen ruhigen, durchdachten Lebensraum geschaffen. n

Ein Haus, so massiv und echt wie ein Baum... Ein Vollholzhaus von holzius ist ein Ort, in dem seine Bewohner Kraft schöpfen und zur Ruhe kommen. Durch eine konsequent ökologische Bauweise aus leim- und metallfreien Holzelementen entsteht ein gesunder Lebensraum, in tiefer Verbundenheit mit der Natur. www.holzius.com

Entdecken Sie die neue Kollektion in unserem Showroom im House 70.

Julius Durst Str. 70 | Brixen | Italy trias.it

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