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2009

Jahresbericht


Vorwort 

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R e p o r ta g e

Achtung Sendung! 

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Pr o g r a m m e

S端dosteuropa 

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S端dostasien 

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Zentralamerika 

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Ostafrika 

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Integration und Bildung 

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Internationale Ausbildung 

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J a h r e sr e c h n u n g

Bilanz 

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Betriebsrechnung 

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Revisionsbericht 

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Aufwand Programme und Administration 

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Zahlen in K端rze 

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Stiftung

Organe der Stiftung 

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Schwerpunkt

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Neuer Auftritt st辰rkt Strategie 

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Impressum 

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vorwort

Hoffnung für die Zukunft heute gibt es leider immer noch viele Kinder, die in schwierigen Situationen leben und dadurch ausgegrenzt werden: Kinder aus armen Fami­ lien, die ins soziale Abseits gedrängt werden, oder Kinder aus ausländischen Familien, die wegen ihrer Herkunft oder Religion Diskriminierungen erfahren. Vielfach mangelt es an Verständnis, an Toleranz, an Respekt gegenüber dem «Anderen». Oft steckt aber wohl auch einfach Unkenntnis dahinter und eine Unsicherheit oder gar Angst von uns, wie mit diesem «Anderen» umzugehen ist.

«Kinder sind unsere Zukunft.» Dies ist ein oft gehörter Satz. Damit Kinder aber wirklich unsere Zukunft sind, müssen sie auch eine Zukunft erwarten dürfen, eine Zukunft mit aufbauenden Möglichkeiten und Perspektiven. Keine solche wie der erst vierzehnjährige Selbstmordattentäter im Gaza-Streifen, nicht der ständige Kampf ums Überleben, wie es in vielen Ländern dieser Welt der Fall ist, sondern ein erfülltes und lebenswertes Dasein – und zwar nicht nur in den reichen Ländern des Nordens, sondern überall auf dieser Welt. Aber das Leben ist auch bei uns nicht für alle Kinder immer nur rosig. Bis in die 1970er-Jahre wurden Kinder aus schwierigen Verhältnissen als billige Arbeitskräfte auf Bauernhöfe verdingt – heute scheint es unglaublich, dass dies in der Schweiz überhaupt möglich war. Und auch

Die Arbeit unserer Stiftung setzt in beiden Bereichen ein: Einerseits mit Projekten in verschiedenen Ländern dieser Welt, um den Kindern und Jugendlichen, die dort leben, eine Zukunft zu eröffnen. Andererseits in unserem Kinderdorf Pestalozzi selber, wo jeden Tag ausländische und Schweizer Kinder sowie Jugendliche in einem interkulturellen Umfeld Fremdes kennenlernen und Verständnis füreinander lernen. Wir vermitteln ihnen eine Bildung des Geistes und des Herzens, eine wesentliche Voraus­ setzung für eine glückliche Kindheit und Chancengleichheit in den Folgejahren. Das gibt doch Hoffnung für die Zukunft!

Brigitta M. Gadient Präsidentin des Stiftungsrates

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R e p o r ta g e

Achtung Sendung!

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Ein Radio- und Schulprojekt in M端llheim


Schule anders. Um neun Uhr sitzt das zwölfköpfige Radioteam zusammen, nimmt die Sendungen des vergangenen Tages unter die Lupe, bespricht die heutigen Aufgaben und verteilt die Jobs. Anna und Anna wollen nochmals Aufnahmen im Kurs «Ich – Du – Wir» machen. Schnappen sich Notizblock, einen Stift und das Aufnahmegerät, das nicht viel grösser ist als ein Handy. Ihre Schulkolleginnen und -kollegen erwarten sie schon. Einen grossen Kreis bildend, setzen sie sich reihum mit der Frage auseinander, was sie geprägt habe. Die beiden Anna zeichnen die Antworten auf. Gesessen wird nicht lange in diesem Kurs, denn Erfahren und Erleben am eigenen Körper fördern das Lernen und Verstehen. Eine Vertrauensübung ist denn auch die nächste Aufgabe. Einer spielt die Marionette, eine die Marionettenspielerin. Anna und Anna sind mit ihrem Mikrofon dazwischen und fragen, wie sich ihre KollegInnen fühlen. «Ein komisches Gefühl», sagt einer ins Mikrofon. «Wieso komisch?» Die beiden Reporterinnen wollen es ganz genau wissen. «Na, gestresst, weil ich nichts beeinflussen kann.»

Am Nachmittag wird’s hektisch. Anna und Anna werten aus, was sie aufgenommen haben. Hören die Beiträge wiederholt an, schneiden, fügen zusammen, schreiben Moderationen, suchen Musik aus. Und setzen das Gehörte für die Radiohörerinnen und -hörer um. «Hier sind Anna und…» «… Anna. Wir haben wieder spannende Geschichten für euch. Wenn ihr hören wollt, welche Spiele wir im Kurs Ich – Du – Wir gemacht haben…» «… und wie es sich anfühlt, eine Marionette zu sein, dann bleibt dran. Auf 90.1 Megahertz!», sprechen die beiden bereits wie professionelle Moderatorinnen ins Mikrofon. Und Musik! Jugendliche machen Radio. Live in einem Bus, einem mobilen Radiostudio, auf dem Pausenplatz der Oberstufe Müllheim im Kanton Thurgau. Eine Woche lang. Die Idee dazu hatten die Lerncoachs, die das Selbstbewusstsein und den Zusammenhalt der SchülerInnen, die aus drei verschiedenen Gemeinden zehn Wochen zuvor neu zur Sekundarschule Müllheim gestossen waren, mit einem gemeinsamen Erlebnis stärken wollten. «Wir wollten Spielraum für Kreativität schaffen. Und der Individualität und verborgenen Talenten auf eine andere Art und Weise Platz geben, als dies im Schulalltag möglich ist», sagt Lerncoach Simon Egger.

Wecken von Neugierde auf das Fremde Das Angebot dazu hat die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi mit ihren Bildungsprogrammen für Schulklassen. Das Vermitteln von Kommunikationsfähigkeiten und die Stärkung der sozialen Kompetenz sind wichtige Anliegen der Stiftung. Wie gehen wir miteinander um, damit wir es

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schaffen, friedlich zusammenzuleben? Den in der Schweiz lebenden Kindern und Jugendlichen das miteinander Reden beizubringen, statt gegeneinander zu kämpfen, und sie zu lehren, mit Unterschieden konstruktiv umgehen zu können, sind die primären Ziele der Schul- und Radioprojekte. Vor zwei Jahren hat Müllheim ein neues Schulsystem gewählt. Das Modell Lernlandschaft will die Jugendlichen fördern, differenziert und selbstständig zu lernen. Doch neue Modelle benötigen auch die Bereitschaft umzudenken und sich auf Neues, Ungewohntes einzustellen. Nicht nur bei den SchülerInnen, sondern auch in der Öffentlichkeit. «Immer wieder lesen wir negative Schlagzeilen über Jugendliche. Wir wollten einen Gegenpol dazu setzen und mit der Schule an die Öffentlichkeit gehen», sagt Lerncoach Egger. So geht die erste Oberstufe im November 2009 mit dem Radiobus in ganz Müllheim «on air».

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R e p o r ta g e

Am Montagmorgen treffen die 85 SchülerInnen und ihre Lerncoachs zum ersten Mal auf das Team des Kinderdorfes. Am Abend gehen sie bereits mit ersten Interviews und Berichten auf Sendung. Dazwischen Werbeblöcke und Jingles. Alle selber produziert. Und viel Musik! Mit Werbespots für das lokale Gewerbe, in Gedichtform und professionell mit Musik unterlegt, machen die SchülerInnen einen Teil der finan­ ziel­len Aufwendungen wett. Handgemalte Plakate weisen überall auf das Kinderdorf-Radio «power_up» hin: Frequenz 90.1. Die zwölf­köpfige Radiokerngruppe ging aus einem Wett­bewerb hervor, für den sich die SchülerInnen bewerben mussten. Mit allem, was dazugehört: Werbung in eigener Sache, Marketinggeschick, Überredungsstrategien. Viele Schulklassen reisen für die Schulprojekte nach Trogen ins Kinderdorf Pestalozzi. In Müll-


Was macht die Situation mit mir? Was fühle ich, bevor ich auf jemanden oder auf Neues zu­ gehe? Und kann ich meinem Gegenüber den nötigen Freiraum lassen?

Stärkung der eigenen Identität

heim kommt das Kinderdorf-Team samt Radiobus in die Schule. Die übrigen SchülerInnen der Oberstufe und die Bevölkerung werden auf diese Weise ins Projekt einbezogen. Sie hören mit. Wer in dieser Woche 90.1 Megahertz einstellt, erfährt, wie die Schülerinnen und Schüler ihre Kurse erleben, welche Nachrichten die Jugendlichen interessieren, lernt ihre Lieblingsmusik kennen und schmunzelt, wenn der Lerncoach am Abend im «Special» von seinen Reisen während seines Bildungsurlaubs erzählt. Wer nicht zur Radiokerngruppe gehört, besucht einen der drei vom Kinderdorf-Team angebotenen Kurse. Für diese ist der Themenschwerpunkt vorgegeben: Friedenserziehung. Wissen über die Kinder- und Menschenrechte, AntiRassismus-Training und die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität stehen auf dem Programm. Mit dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen in ihrer eigenen Identität zu stärken. «Identität bin ich.» Kurz und bündig bringt Tamara Lenherr die Komplexität des Themas auf den Punkt. Sie ist bei der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi verantwortlich für die Schulprojekte. Und so fangen alle Kurse an: Wo stehe ich?

«Das Kennen der eigenen Identität ist wichtig, wenn man auf andere zugeht», erklärt Tamara Lenherr. «Sie ist die Basis für eine offene und angstfreie Kommunikation.» Mithilfe von Bewegungs- und Rollenspielen entwickeln die SchülerInnen in den Kursen diese Selbstsicherheit, und das Selbstvertrauen wird gestärkt. Mit lockeren Fragen führt sie das Team an die Themen heran, und plötzlich stehen sie mittendrin. Die Frage, was Rassismus oder Diskriminierung bedeutet, ist schwer zu beantworten. Wie es

Tamara Lenherr ist verantwortlich für die Schulprojekte. Für sie ist klar: «Unser Ziel ist es, Kinder in ihrer eigenen Identität zu stärken.»

sich anfühlt, in eine Gemeinschaft zu treten, deren Sprache und Regeln man nicht versteht, gestaltet sich als lustiges Spiel, das zum Nachdenken anregt. In der Abendsendung bündeln Anna und Anna diese Gedanken. «Wenn etwas für uns ungewohnt ist, heisst das noch lange nicht, dass es auch für die andern ungewohnt ist», sagt eine Schülerin. «Es gibt schnell Miss-

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verständnisse, wenn man nicht die gleichen Regeln und Normen hat», stellt ein anderer fest. Und: «Das eine ist nicht besser als das andere.» Wieder Musik!

Überwinden rassistischer Vorurteile «Es ist unangenehm, nicht zur Gruppe zu gehören», spricht eine Schülerin ins Mikrofon, «aber es war ja nur ein Spiel und ich war froh, als ich wieder dazugehörte». Anders sein ist ein alltägliches Thema. Nicht dazuzugehören kann überall passieren, und nicht immer geht es um Rassismus. «Es sind die kleinen versteckten Erlebnisse, die wehtun», sagt Damian Egli, Kursleiter und der ruhige Pol inmitten der Schar. Wenn einer nicht zum Fussballspiel zugelassen wird. Wenn eine beim Mannschaftsspiel immer zuletzt in die Gruppe gewählt wird. Wenn die

Damian Egli betreut SchülerInnen in den Kursen. Er stellt fest: «Anders sein ist ein alltägliches Thema. Und es sind die kleinen Erlebnisse, die extrem wehtun können.»

andern verstummen, kaum ist man in der Nähe. Ein Kurs kann Vorurteile nicht abbauen, aber er kann sie offenlegen. Er kann den Blickwinkel erweitern und den SchülerInnen zeigen, was es heisst, anders zu sein.

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R e p o r ta g e

Die intensive Arbeit mit Friedensthemen hat bei den Müllheimer SchülerInnen Spuren hinterlassen. «Ich kann lernen, mit den anderen respektvoll umzugehen.» «Ich kann mit anderen zusammenarbeiten, auch wenn wir es nicht so gut miteinander haben.» «Es ist gut zu wissen, dass wir Rechte haben, dies gibt mir Selbstvertrauen. Dann kann ich hinstehen und Stopp sagen.» Beispiele von Feedbacks am letzten Sendetag, Freitag. Die Kinderrechte haben den SchülerInnen Eindruck gemacht. Engagiert suchen sie im Internet Artikel und Beispiele rund ums Thema. Und finden Schicksale von Kindersoldaten, von Kindern, die aus ihren Familien gerissen wurden. Setzen sich mit Drogengebrauch in der Schule auseinander. Und weisen auf das Sorgentelefon hin, «wenn euch Gewalt angetan wird oder ihr so etwas beobachtet». Die Kinder lernen. Man kann Stopp sagen, wenn man eine Ungerechtigkeit beobachtet. Beobachten, dass es Kulturunterschiede nicht nur zwischen verschiedenen Nationalitäten gibt. Dass es darum geht, offen auf Neues zuzugehen. Gelebte Erfahrungen aus den Kursen kommen durch die Radiobeiträge nochmals zur Sprache. Hier wird das Erlebte umgesetzt. Vertieft beim Recherchieren, reflektiert beim Schrei-


Florian Karrer ist der Radiomann im Kinderdorf Pestalozzi. Er ist überzeugt: «Die Stimme der Kinder und Jugendlichen muss vermehrt hör- und sichtbar gemacht werden.»

ben und für andere hörbar und somit multi­ pliziert beim Ausstrahlen. «Die Stimme der Kinder und Jugendlichen muss vermehrt hör- und sichtbar gemacht werden», ist Florian Karrer überzeugt, der Radiomann im Kinderdorf Pestalozzi. Die Kombination von Schulprojekt und Radio macht ganzheitliches Lernen möglich. Doch diese Radiowoche hat nicht nur ernste Themen. Wie bei jedem Radio können die HörerInnen bei Quiz CDs gewinnen, die lokalen Nachrichten sind sehr bewusst ausgewählt, Wunschkonzert und Charts haben jeden Tag einen festen Platz. Die SchülerInnen entdecken,

dass der Hauswart und der Heilpädagoge ein Kochteam sind, bei dem jeden Tag geschlemmt werden darf. Die beiden Anna fassen zusammen: «Durch die Zusammenarbeit haben wir beide uns gut kennengelernt. Es war voll stressig, aber mega Fun», meint Anna. Und Anna: «Hier in der Schule hat es so viele Kollegen und Kolleginnen. Ich habe diese Woche viele neue Freunde gefunden. Und Kompliment ans Radio!» Schule anders. » Dagmar Wurzbacher

Information zu Schul- und Radioprojekten Thematische Projektwochen und -tage bieten Schülerinnen und Schülern aus der Schweiz die Möglichkeit, die drei Kernthemen Inter­kulturalität, Anti-Rassismus, Kinder- und Menschenrechte auf vielfältige Art und Weise zu erleben, Erfahrungen zu sammeln und sich Wissen dazu anzueignen. Teil dieser Woche ist immer auch die Radioarbeit im Kinderdorf oder extern mit dem power_up-Radiomobil. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Begegnung mit Jugendlichen aus dem Ausland, die im Rahmen der Interkulturellen Austauschprojekte im Kinderdorf Pestalozzi weilen.

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Laos | Dun (5) Dun kehrt die Seiten in seinem Bilderbuch. Das macht er am liebsten im Kindergarten. Bereits kann er ein paar Wรถrter in der laotischen Sprache buchstabieren.


Mazedonien | Dragana (17) «Time Out» – eine Bezeichnung, die in der Schweiz nach Ausschluss aus dem Schulbetrieb tönt, steht für ein verbindendes Projekt über ethnische Grenzen. In einem Workshop produzierte die junge Mazedonierin zusammen mit Albanern und Mazedoniern eine Zeitung. Diese wird noch heute monatlich neu herausgegeben.


Programm Südosteuropa

Serbien k Interkulturelle Bildung k Zugang zu Bildung

Rumänien k Interkulturelle Bildung k Zugang zu Bildung

Moldawien k Interkulturelle Bildung k Kinderrechte

Mazedonien k Interkulturelle Bildung k Zugang zu Bildung k Begleitender Bericht zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Kinder

«Der Zusammenbruch eines politischen Systems, wie er in meinem Land geschehen ist, zerschlägt die Gesellschaft! Er hinterlässt ein Vakuum!», meint Milan im Jugendclub in Niš, Serbien. Langsam füllt sich der enge Raum mit seinen Kollegen und Kolleginnen. An den Wänden hängen Fotos von Kampagnen und Weiterbildungen zu Themen des friedlichen Zusammenlebens. In der Mitte des Raumes steht ein

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programme

Kreis aus Stühlen. Es herrscht Heiterkeit unter den jungen Menschen, die sich gut kennen. Im Workshop heute Nachmittag geht es um die Vernetzung der Jugendgruppen in Serbien. «Wie können wir unsere Erfahrungen an die Jüngeren weitergeben? Wie können wir andere Jugendgruppen von unseren Erfahrungen profitieren lassen?»


Hier fühlt sich auch Jovanna wohl. «Alle haben die gleichen Rechte beim Sprechen. Alle Meinungen sind gültig. Es gibt soziale Regeln, die unser Zusammenleben erleichtern. Und diese Regeln bestimmen nicht die Stärkeren, die stellen wir gemeinsam auf.» Die Gymnasiastin schätzt die Ernsthaftigkeit und die Verlässlichkeit im Klub.

Lernen, miteinander zu sprechen Vor zehn Jahren endete der Krieg im Balkan. Arbeitslosigkeit, Armut, ungenügender Zugang zu Bildung für Randgruppen wie die Roma oder arme Bevölkerungsschichten, Diskriminierung ethnischer Minderheiten. So sieht der Alltag in den Ländern Südosteuropas aus, in denen wir Jugendarbeit und Bildungsprojekte unterstützen: Mazedonien, Rumänien, Moldawien, Serbien. Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit – Jovannas Erfahrungen im Workshop kontras­ tieren die Politik der letzten Jahre.

«Die Workshops hier helfen uns, mehr an uns zu glauben. Wir lernen, mitei­nander zu sprechen», sagt Milan. Gespräche verändern Beziehungen und auch Verhalten, Gespräche sind die Grundlage für eine jede Demokratie. In den Workshops erwerben die Jugendlichen verschiedener Ethnien und Kulturen demokratisches Verhalten, ziviles Engagement, Toleranz und Weltoffenheit. Sie werden gestärkt, interkulturelle Barrieren zu überwinden und aus eigener Kraft etwas zu bewegen und zu verändern. «Ein solcher totaler Umbruch bricht Strukturen. Wir brauchen daher die kleinen Schritte.» Einer der nächsten Schritte ist für Milan, den jüngeren Kindern seine Erfahrungen weiterzugeben und somit zu multiplizieren.

Verantwortliche Südosteuropa: Argine Nahapetyan Teilnehmende: 51 611 Kosten: Fr. 1 230 056

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Programm Südostasien

Myanmar/Burma k Alternative Schulbildung in Gemeindeschulen k Unterstützung in der öffentlichen Schule und in Gemeindeschulen k Ausbildung von Lehrkräften

Laos k Vorschulbildung k Unterstützung in der öffentlichen Schule k Förderung von traditionellem Wissen k Entwicklung lokaler Lehrpläne

Thailand k Alternative Schulbildung in Gemeindeschulen k Unterstützung in der öffentlichen Schule k Entwicklung lokaler Lehrpläne k Unterricht in der Muttersprache

Chompol ist gerade mit dem Abwasch beschäftigt. Teller um Teller taucht er ins Becken und wischt sie mit einem Lappen sauber. Seine zwei Cousins im Kindergartenalter spielen mit runden Plastikchips Memory. Der 10-Jährige passt auf die beiden auf. Seine Eltern sind mit seiner jüngeren Schwester unterwegs. Der Vater besitzt

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ein Motorrad und bietet damit Taxi-Dienste von Dorf zu Dorf an. Chompol lebt in Wangka, nordwestlich von Bangkok, nahe der burmesischen Grenze, und gehört dem Volk der Mon an. Die Mon sind die Urbevölkerung im heutigen Thailand sowie im


benachbarten Bergland und im Kerngebiet von Myanmar/Burma. Die Mon waren einst Träger einer frühen, hoch entwickelten buddhistischen Kultur; sie pflegen auch heute noch eine lebendige buddhistische Tradition. Wangka liegt an einem Stausee. Als dieser angelegt wurde, mussten jene Leute, die hier wohnten, umziehen. Während die ethnischen Thai ihr Land vom Staat ersetzt bekamen, verloren die Mon ihres. Der Abt des nahegelegenen Klosters stellte ihnen ein Grundstück zur Verfügung, auf dem sie ihr Dorf wieder aufbauen durften. Die Mon wurden in den vergangenen Jahrhunderten von anderen, aus Norden eindringenden Völkern immer mehr verdrängt und stellen heute sowohl in Thailand wie in Myanmar/Burma eine stark benachteiligte ethnische Minderheit dar.

Unterricht in der Muttersprache Ein wichtiger Erwerbszweig der Dorfbevölkerung ist der Fischfang aus dem Stausee. Zum Teil leben die DorfbewohnerInnen von Wangka auch vom Tourismus. Die Schule von Wangka wird vom Kloster unterstützt. Chompol besucht die 4. Klasse. Im Rahmen des von der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi unterstützten Projektes wird an seiner Schule der zweisprachige Unter-

richt in seiner Muttersprache Mon und in der offiziellen Landessprache Thai schon im Kin­ dergarten eingeführt. So lernen die Kinder spielerisch beide Sprachen, was ihre Chancen erhöht, wie die Thai-Kinder weiterführende Schulen zu besuchen. Es wird auch einfacher für sie, neue Sprachen zu lernen, zum Beispiel Englisch. Englisch gehört neben Kunst und Zeichnen zu Chompols Lieblingsfächern. Kindergerechter Unterricht, Lehrpläne, welche Wissen aus der lokalen Kultur und traditionelle Fertigkeiten beinhalten, qualifizierte Lehrpersonen: In ihren Programmländern Laos, Thailand und Myanmar/Burma stärkt die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ethnische Minderheiten in bildungsarmen Regionen.

Verantwortliche Südostasien: Brigit Burkard Teilnehmende: 59 820 Kosten: Fr. 1 179 402

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Programm Zentralamerika

Guatemala k Interkulturelle und zweisprachige Bildung

El Salvador k Kultur des Friedens und Berufsbildung

Honduras k Innovative Bildungsangebote

Feliciano hat zwei Vornamen, einen spanischen – Feliciano – und einen in Kaqchikel, einer Maya-­ Sprache, die in Guatemala von einer Million Menschen gesprochen wird. Kaji Balam ist sein Kaqchikel-Name, was so viel heisst wie «vier Tiger». Feliciano musste in seinem Leben bereits häufig so stark sein wie vier Tiger zusammen. Der 12-Jährige ist der Älteste von vier Geschwistern und muss daheim seiner Mutter auf dem Feld helfen. Nachdem sein Vater verstorben war, ist er in die Vaterrolle geschlüpft.

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Feliciano besucht die sechste Klasse in der Schule «El Caman» in der Region Chimaltenango. El Caman bedeutet «Gemeinschaftlichkeit». Der Name ist Programm. Denn diese Schule wird von den Eltern geführt. Sie haben die Lehrkräfte und den Direktor gewählt und zusammen ein Leitbild entwickelt. Unsere Partnerorganisation Fundación Kaqchikel hat für diese Schule Unterrichtsmaterial in Kaqchikel erarbeitet und Lehrkräfte ausgebildet. Während bis zu fünf Stunden pro Woche haben die Schülerinnen


und Schüler Unterricht in der Muttersprache. Feliciano machen die Kaqchikel-Stunden Spass. Ausserdem mag er Mathematik und Naturwissenschaften. Was er in der Schule El Caman lernt, wird ihm für seine Zukunft dienlich sein: Bald wird er die Aufnahmeprüfung für die Sekundarschule in Sololá absolvieren. Dort gibt es ein Institut, das speziell auf landwirtschaftliche Berufe ausgerichtet ist. Feliciano möchte alles über Tiere lernen. Am liebsten würde er aber Anwalt werden. «Damit wir unsere Rechte einfordern können», betont er.

dem im Alltag kaum ausgewichen werden kann. Zusammen mit Jugendlichen, Eltern und Lehrpersonen arbeiten unsere Partnerorganisationen in Workshops daran, Techniken für eine gewaltfreie Kommunikation zu entwickeln und Alternativen für eine friedliche Gesellschaft aufzuzeigen.

Verantwortliche Zentralamerika: Marlen Rutz Cerna Teilnehmende: 120 969 Kosten: Fr. 1 229 117

Techniken für eine gewaltfreie Kommunikation Die Beziehung der ethnischen Gruppen zueinander und die Interkulturalität sind Schwerpunkte der Projekte in Guatemala. Die Projekte in Honduras fördern innovative Bildungsangebote in abgelegenen ländlichen Gebieten, und in El Salvador gehören Aktivitäten zum Programm, die Jugendliche bei den Herausforderungen des Erwachsenwerdens in ihrer gewaltgeprägten Umgebung unterstützen. Gewalt und Kriminalität stellen in Zentralamerika ein Problem dar,

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Programm Ostafrika

Eritrea k Unterstützung von ländlichen Schulen k Lehrerfortbildung in kinderfreundlichen Unterrichtsmethoden k Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitäreinrichtungen

Äthiopien k Alternative Schul- und Berufsbildung k Lehrerfortbildung in kinderfreundlichen Unterrichtsmethoden k Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitäreinrichtungen

Tansania k Alternative Schulbildung k Grundschulbildung für Strassenkinder k Psychosoziale Betreuung k Grundschulbildung für Kinder mit Lernschwierigkeiten k Gewaltprävention in der Schule und zu Hause

Zu siebt sitzen sie um den Tisch, die fünf SchülerInnen und zwei Lehrerinnen. Die SchülerInnen tragen blaue Pullover, das Erkennungszeichen dieser Schule. Bücher liegen keine auf dem Tisch, auch keine Hefte oder Stifte. Die Wandtafel ist unbenutzt. Aber Arme, Hände und Finger flitzen hin und her. Die Augen der Kinder lassen nicht von der Frau, die sorgfältig die Finger bewegt, dazu die Lippen. Die Kommunikation in Gebärdensprache kann für Aussen­ stehende in einem hohen Tempo ablaufen, mit oder ohne Begleitung von meist stimm­ lo­ sen Lippenbewegungen. Hier, in der Ecke eines Schulzimmers, in der Region Dodoma in Tansania, geht es jedoch noch langsam zu und

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programme

her, wenn auch nicht still. Nicht nur die gehör­ losen Kinder werden in Gebärdensprache unterrichtet, sondern auch die Unterrichtenden. In anderen Klassenzimmern schulen Fachleute die Lehrpersonen für den Unterricht mit blinden Kindern, für Kinder, die Geh- oder andere Behinderungen haben. Unsere Partnerorganisation entwickelt ein Modell, mit dem Lehrkräfte Kinder mit Lernschwierigkeiten erkennen, welche spezielle Unterstützung sie im Unterricht brauchen und wie Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten gemeinsam zur Schule gehen können. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi verbessert durch ihre Projekte die Qualität der Bildung in


Tansania, Äthiopien und Eritrea. Und sie sensibilisiert die Familien und Behörden, dass alle Kinder ein Recht auf Bildung haben. Die Grundschulen werden im Rahmen der staatlichen Bildungspolitik von den Dörfern und Behörden selbstständig gebaut und verwaltet. Dabei geht es nicht darum, ein paralleles Bildungssystem aufzubauen. Die Qualität des Unterrichtes ist Aufgabe der Bildungsministerien, die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und deren lokale Partner unterstützen sie dabei.

Bildung auch für Kinder mit speziellen Bedürfnissen Junge Leute aus den Dörfern werden zum Beispiel zu Lehrpersonen ausgebildet. Lehrpläne werden zusammen mit den Eltern, Lehrpersonen und Kindern überarbeitet, damit die lokale Kultur und das traditionelle Wissen darin einfliessen. Zudem werden Haltungen und Vorurteile Frauen und Mädchen gegenüber in den Schulbüchern und im Unterricht thematisiert. Neben dem pädagogischen Inhalt ist die Infrastruktur wichtig, zum Beispiel separate Toiletten für Mädchen und Buben. «Girl groups» und speziell ausgebildete Ansprechpersonen unterstützen Mädchen dabei, über ihre Probleme in

der Schule und im Alltag zu sprechen und Lösungen zu finden. Wenige Jahre sind es oft nur, welche die Kinder in die Schule gehen können. Gründe dafür sind die Armut der Eltern oder das Fehlen weiterführender Schulen in der Umgebung. In diesen Jahren wollen wir die Kinder so weit unterstützen, dass sie ausreichend lesen, schreiben und rechnen können. Zusammen mit einem Verständnis für die Werte des friedlichen Zusammenlebens und der Fähigkeit, selber ihr Lernen zu organisieren, soll sie dieses Grundwissen dazu befähigen, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Durch die Mitsprache in unseren Projekten stärken die Kinder ihr Selbstbewusstsein und können sich besser auf ihr künftiges Leben vorbereiten.

Verantwortliche Ostafrika: Dr. med. Carmen Meyer Teilnehmende: 63 981 Kosten: Fr. 2 305 339

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Guatemala | Feliciano (12 ) Zwei Vornamen hat er, Feliciano und Kaji Balam, was «vier Tiger» heisst, in Kaqchikel, einer Maya-Sprache. Feliciano musste be­reits häufig so stark sein wie vier Tiger zusammen. Er ist der Älteste von vier Geschwis­tern und muss seiner Mutter helfen. Trotzdem wird er in der Schule alles über den landwirtschaftlichen Beruf lernen.


Tansania | Renee (32) VSO Volunteer aus Holland Vier neue Kinder sind gekommen. Sie weinen die ganze Zeit. Sie wissen nicht, wie sie kommunizieren kÜnnen, denn viele Eltern kennen die GehÜrlosen­ sprache nicht. Renee findet es hingegen einfach, mit den Kindern in Kontakt zu kommen. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit, lernen eifrig und schnell.


Programm Integration und Bildung

Schweiz k Integrationsprogramme k Bildungsprogramme

Mit neun wird Sunny adoptiert. Er kann sich noch gut an seine Heimat, die Philippinen, erinnern. Drei Jahre später wieder ein Umzug. Seine Familie reist von Italien in die Schweiz, auf der Suche nach Arbeit. Im folgenden Jahr zieht Sunny im Haus Alkuds im Kinderdorf Pestalozzi ein. Bei der Frage nach dem Warum wird der 19-Jährige mit dem schönen Lachen wortkarg, mag nicht darüber sprechen. «Schwierigkeiten in der Schule und zu Hause», beendet er das Thema kurzerhand. Die Schulen hat Sunny in Trogen besucht, die strenge Kochlehre schliesst er im Sommer 2010 ab. Die Mitarbeitenden der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi schwärmen von seinen Testmenüs,

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programme

die er in der Küche des Kinderdorfes zaubert. Sunny ist selbstständig geworden. Ist wieder umgezogen, ins externe Lehrlingswohnen in St.Gallen. Möchte sich weiterbilden, um einmal Diätkoch zu werden und in einem Spital oder Heim für gesunde Kost zu sorgen. Ihn interessieren die Zusammenhänge zwischen den Spurenelementen, Vitaminen und Nährstoffen. Wie funktionieren die Dinge untereinander?

Im Spannungsfeld verschiedener Kulturen Manchmal ist es ganz schön schwierig, mit verschiedenen Kulturen aufzuwachsen. Kinder und Jugendliche aus fremden Kulturen stehen vor


der Herausforderung, im Spannungsfeld zwischen der Herkunftskultur und den gängigen Verhaltensweisen der neuen Kultur in der Schweiz ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Den meisten gelingt dies gut, jedoch nicht allen. Im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen finden sie einen Wohn- und Bildungsplatz, der auf die speziellen Herausforderungen, die eine Migration in ein fremdes Land mit sich bringt, Rechnung trägt. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi verfügt bei dieser Integration über eine mehr als 60-jährige Er­fahrung.

Einzigartige Begegnung zwischen den Kulturen Durch individuelle Förderung in den sozialpä­ dagogischen Wohngruppen und der internen Schule lernen die Kinder und Jugendlichen, sich im Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen zu bewegen, und eignen sich Kompetenzen an, damit umzugehen. Sie lernen, ihre Eigenarten und kulturellen Identitäten zu bewahren und sich dennoch beruflich und privat in die Schweizer Gesellschaft zu integrieren.

friedliche Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen in der Schweiz zu unterstützen und zu fördern. Bei den Bildungs­ programmen werden Schulklassen und Lehrpersonen darin geschult, in einer multikulturellen Gesellschaft eine Bereicherung statt einer Belastung oder gar einer Benachteiligung zu sehen. Die Möglichkeit zum Austausch mit Jugendlichen aus Südost- und Osteuropa, welche die Begegnung zwischen den Kulturen zum eigentlichen Thema macht, ist so in der Schweiz einzigartig.

Verantwortlicher Programme Schweiz: Heinz Wohnlich Teilnehmende: Integration: Durchschnittlich 28 Kinder/Jugendliche Bildung: 2097 (davon 163 Betreuungspersonen) Kosten: Fr. 5 071 585

Lesen Sie auch unsere Reportage über das Schul- und Radioprojekt in Müllheim am Anfang dieses Jahresberichtes.

Sowohl der Bereich Integration wie auch die Bildungsprogramme – der zweite Bereich der Programme Schweiz – verfolgen das Ziel, das

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Programm Internationale Ausbildung

Schweiz k emPower – Interkulturelle Ausbildung für junge Erwachsene k Interkulturelle Austauschprojekte

Interkulturelle Kompetenz ist heute für Jugendliche, die in einer vielschichtigen Welt aufwachsen, eine Schlüsselqualifikation. Doch soziale und interkulturelle Kompetenzen sind keine Theorien, die aus Büchern auswendig gelernt werden können. Dafür braucht es lebendige Erfahrungen und konkrete Begegnungen. Und diese finden statt, wenn junge Erwachsene aus verschiedenen Ländern für neun Monate im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen unter einem Dach wohnen, den Alltag miteinander ver­ bringen und gemeinsam auf das gleiche Ziel hin­ arbeiten: Sie bilden sich im Programm emPower zur Fachperson in interkultureller Jugendarbeit aus.

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programme

«Es ist, als hätte ich mich kennengelernt. Ich gewann Vertrauen in mich und die Motivation, die Dinge, von denen ich überzeugt bin, auch anzupacken», blickt Kolaka auf seinen Lehrgang zurück. emPower kommt vom englischen Wort empowerment und bedeutet Befähigung. «Meine Art, mit anderen Menschen umzugehen, hat sich gewandelt, und auch meine Bereitschaft, Neues kennenzulernen.» Für den jungen Mann aus Laos war die Veränderung gross. Denn Spontaneität, Direktheit oder etwa Konflikte anzusprechen sind dem asiatischen Kulturkreis fremd. «Änderst du dich auch nur ein bisschen, beklagen sich schon deine Freunde, bevor sie sich überlegen, ob Veränderung nicht


auch positiv sein kann», erklärt Kolaka. Er hat seine Erfahrungen mit in sein Heimatland genommen und versucht nun, kleine Veränderungen in seinem täglichen Umfeld anzustossen.

Ein Ort der Bildung zur Menschlichkeit Walter Robert Corti, der Gründer des Kinderdorfes Pestalozzi, wollte schon 1944, als er zum Bau eines Dorfes für Kriegswaisen aufrief, einen Ort der Bildung zur Menschlichkeit schaffen. Einen Ort, wo sich Kinder und Jugendliche verschiedenster Nationen begegnen und jeder vom andern lernt. «Denn es kann nicht früh genug damit begonnen werden, schon dem Kind das Bild des Friedens in der Freiheit ein­zu­prägen», steht in den zahlreichen Schriften des Philosophen und Autors, der dieses Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

von Kommunikationsfähigkeiten ist auch das wichtigste Anliegen der interkulturellen Austauschprojekte für Kinder und Jugendliche aus dem Ausland. Sie kommen aus unseren Projekten in Südosteuropa oder aus der Region um Tschernobyl und setzen sich hier im Kinderdorf Pestalozzi mit den Themen Interkulturalität, Anti-Rassismus und Kinderrechte auseinander. Während ihres zwei- bis dreiwöchigen Aufenthaltes besteht auch die Möglichkeit, mit Schweizer Schulklassen in Kontakt zu kommen. Viele von ihnen werden zu Hause ihr Wissen und ihre Erfahrungen anderen Menschen weiter­ geben und so die Grundbausteine für eine Kultur des Friedens multiplizieren.

Verantwortliche: Beatrice Schulter Teilnehmende: Austausch: 988 (davon 158 Betreuungspersonen) emPower: 17 Kosten: Fr. 1 919 795

Junge Erwachsene aus jenen Ländern, in welchen die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi mit Entwicklungsprojekten tätig ist, haben nun diese Möglichkeit der Ausbildung. Wenn sie in ihre Heimat zurückgehen, sind sie Multiplikatoren, die das Erlernte an Kinder und Jugendliche in unseren Projekten weitergeben. Das Vermitteln

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Äthopien | Tiruseu (13) Ihre Schwester (20) ist verheiratet und hat schon selber vier Kinder. Davon will sie nichts wissen. Lieber träumt sie davon, als Lehrerin anderen etwas beizubringen. Und sie will die Gleich­stellung von Stadt und Land, Zugang zu Wasser und Strom für alle. Dann ist ihre Welt in Ordnung. Auch ohne eigene Kinder.

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Schweiz | Jiani (21) Jiani, urspr체nglich aus Shanghai, lebt seit sieben Jahren in der Schweiz. Im Kinderdorf zu sein gibt ihr ein gutes Gef체hl. Sie ist stolz, eine Lehrstelle als Hochbauzeichnerin bekommen zu haben. Sie tr채umt nicht nur von einer Welt ohne Krieg, sondern auch von selbst konstruierten H채usern, die nicht viereckig, sondern anders sind.

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Jahresrechnung Bilanz Aktiven

2008

Flüssige Mittel Festgelder Forderungen gegenüber Dritten und Projekten Übrige Forderungen Vorräte Aktive Rechnungsabgrenzung

6 702 097 500 930 61 895 928 767 58 466 284 040

3 734 800 3 574 990 129 315 1 415 272 58 955 350 921

Umlaufvermögen

8 536 195

9 264 253

Mobilien und Fahrzeuge Immobilien Finanzanlagen

582 638 12 631 431 11 014 357

588 999 9 780 718 10 758 728

Anlagevermögen

24 228 426

21 128 445

1 435 097

3 530 373

Fondsvermögen (zweckgebunden)

Total Aktiven

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2009

j a h r e sr e c h n u n g

34 199 718

33 923 071


Passiven

2009 2008

Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und Projekten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung

699 010 18 527 781 579

337 605 107 031 584 100

1 499 116

1 028 736

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

940 000

280 000

Langfristiges Fremdkapital

940 000

280 000

Total Fremdkapital

2 439 116

1 308 736

Fondskapital (zweckgebunden)

4 667 344

8 646 841

Stiftungskapital Bewertungsreserven Freie Reserven

50 000 2 024 000 25 019 258

50 000 2 080 000 21 837 494

Organisationskapital

27 093 258

23 967 494

Kurzfristiges Fremdkapital

Total Passiven

34 199 718

33 923 071

(Beträge in Schweizer Franken)

29


Jahresrechnung Betriebsrechnung Legate Spenden Beiträge davon DEZA davon Glückskette Produkteverkäufe Ertrag aus Leistungen Kinderdorf Übrige Erträge Gewinn aus Veräusserung von Anlagen

2008

2 918 690 7 956 118 6 561 621 2 375 000 74 603 285 349 451 604 266 893 –

2 367 299 7 952 692 6 381 965 2 351 790 372 425 280 152 466 727 384 289 10 615

Betriebsertrag

18 440 275

17 843 739

Aufwand Kinderdorf Projektbeiträge Personal Raummiete Unterhalt Gebäude und Mobilien Unterhalt Fahrzeuge Versicherungen Energie und Entsorgung Verwaltung und Informatik Reise und Repräsentation Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Abschreibungen Übriger Betriebsaufwand

–935 066 –5 187 660 –8 633 093 –7 316 –281 038 –14 043 –54 296 –272 162 – 410 281 –100 834 –236 083 –2 169 846 –839 084 –272 967

– 884 316 –5 305 544 –8 420 259 –3 927 –244 493 –15 694 –52 521 –267 133 –405 347 –149 599 –231 655 –2 320 243 – 632 793 –246 247

–19 413 769

–19 179 771

Aufwand für die Leistungserbringung Betriebsergebnis

30

2009

j a h r e sr e c h n u n g

– 973 494

–1 336 032


2009 2008

Finanzertrag Finanzaufwand

1 476 929 –193 424

1 066 221 –3 008 967

Finanzergebnis

1 283 505

–1 942 746

Liegenschaftenaufwand ausserbetrieblich –147 612 – Liegenschaftenertrag ausserbetrieblich 176 370 –

Übriges Ergebnis 28 758 – Jahresergebnis vor Fondsergebnis 338 769 –3 278 778

Internes Fondsergebnis – 40 443 Fondsveränderung 1 933 249 1 213 656 Fondsrechnung 1 933 249 1 254 099 Ergebnis vor Veränderung Organisationskapital 2 272 018 –2 024 679 Veränderung Bewertungsreserven Wertschriften 56 000 780 000 Veränderung freie Reserven –2 328 018 1 244 679 Veränderung Organisationskapital –2 272 018 2 024 679

Jahresergebnis

(Beträge in Schweizer Franken)

31


Jahresrechnung Revisionsbericht

32

j a h r e sr e c h n u n g


33


Programm- und Administrativkosten Programmkosten

Verteilung der Programmkosten

Integrationsprogramme Bildungsprogramme Interkulturelle Austauschprojekte Programmentwicklung Kinderdorf Trogen Kinderrechte emPower Südosteuropa Ostafrika Zentralamerika Südostasien Total Programmkosten

4 108 679 962 906 1 390 639 483 573 756 905 134 279 529 156 1 230 056 2 305 339 1 229 117 1 179 402 14 310 051

Administrativkosten Fundraising Öffentlichkeitsarbeit Zentrale Dienste Stiftungsdienste

2 926 638 966 101 653 702 557 277

Total Administrativkosten

5 103 718

Kosten für die Leistungserbringung

19 413 769

(Beträge in Schweizer Franken)

34

j a h r e sr e c h n u n g

Integrationsprogramme (29% Bildungsprogramme (7% Interkulturelle Austauschprojekte (10% Programmentwicklung (3% Kinderdorf Trogen (5% Kinderrechte (1% emPower (4% Südosteuropa (8% Ostafrika (16% Zentralamerika (9% Südostasien (8%


Zahlen in Kürze Im K i n d e rd o r f

Kosten für die Leistungserbringung

Integrationsprogramme: Durchschnittlich 28 Kinder/Jugendliche Bildungsprogramme: 2097 Teilnehmende (davon 163 Betreuungspersonen) Interkulturelle Austauschprojekte: 988 Teilnehmende (davon 158 Betreuungspersonen) emPower: 17 Teilnehmende Besucherzentrum: 2600 BesucherInnen Verein Rose: Durchschnittlich 8 Kinder/ Jugendliche

W e lt w e i t (Teilnehmende) Total Programmkosten Fundraising Öffentlichkeitsarbeit Zentrale Dienste Stiftungsdienste

(74% (15% (5 % (3 % (3 %

Rumänien 20 051 Serbien 26 084 Mazedonien 4 942 Moldawien 534 Total Südosteuropa 51 611 Äthiopien Eritrea Tansania Total Ostafrika

Die Jahresrechnung ist von der Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers AG geprüft und vom Stiftungsrat verabschiedet worden. Der Revisionsbericht sowie die ausführliche Jahresrechnung können bei uns bezogen oder auf www.pestalozzi.ch heruntergeladen werden.

Honduras El Salvador Guatemala Total Zentralamerika Myanmar/Burma Laos Thailand Total Südostasien Total weltweit

28 476 18 424 17 081 63 981 50 597 12 750 57 622 120 969 27 098 21 895 10 827 59 820 296 381

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Organe der Stiftung Das oberste Organ der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist der Stiftungsrat. Er besteht aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit und bestimmt die Grundzüge der Stiftungstätigkeit. Er wählt aus seiner Mitte den Stiftungs-

S t i f t u n g s a u ss c h u ss

K o n t r o lls t e ll e

Brigitta M. Gadient, lic. iur., LL.M., Chur, Präsidentin Raeto Conrad, Regensberg, Vizepräsident Arthur Bolliger, Teufen, Quästor Prof. Dr. oec. Christian Belz, Grub SG Arne Engeli, Rorschach Dr. phil. Carol Franklin Engler, Stallikon Dr. iur. Denis G. Humbert, Thalwil Bernard Thurnheer, Seuzach

Hans Ulrich Bosshard, Mörschwil Claudia Rechsteiner, Trogen

S t i f t u n g sr at

 esse Brown, Goldach SG J Samuel Eugster, Trogen Marc Fahrni, Trogen Dr. iur. Mario Frick, Balzers (FL) Dolkar Gyaltag, Bonstetten Pia Hollenstein, St.Gallen Reto Moritzi, Abtwil Sonja Nef, Grub AR und Unken (A) Dr. Berhane Ras-Work, Doctorat en relations internationales, Genf Dr. rer. soc. oec. Josephine Siegrist, Zürich Dr. phil. Annegret Wigger, Heiden

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ausschuss. Dieser bereitet die Geschäfte des Stiftungsrates vor und überwacht den Vollzug der Beschlüsse. Die Geschäftsleitung bildet die oberste operative Führungsebene der Stiftung. Mitglieder der Stiftungsorgane sind (Stand 1. Mai 2010):

Stiftung

R e c h n u n g sr e visi o n

PricewaterhouseCoopers AG G e s c h ä f t sl e i t u n g

Dr. oec. Urs Karl Egger, Vorsitzender Jürgen Beck, Leiter Zentrale Dienste Carmelina Castellino, Leiterin Marketing & Kommunikation Beatrice Schulter, Leiterin Internationale Programme Heinz Wohnlich, Leiter Programme Schweiz L e i t e ri n P e rs o n a l

Conny Pöltinger Zwicker S t i f t u n g ss e kr e ta ri at

Margarete Pabst


Serbien | Jovanna (17) Ein Studium in Wien schwebt ihr vor, dort, wo ihr Grossvater lebte. «Doch ich möchte nachher wieder zurückkommen. Hier bin ich zu Hause, hier möchte ich der Gesellschaft wieder etwas zurück­ geben. Die neue Generation muss es wagen, etwas zu ändern. Ich wünsche mir ein goldenes Zeitalter für Serbien.»


Schweiz | Sunny (19) Mit neun wird Sunny adoptiert. Erin­ nerungen an die Philippinen sind noch da. Drei Jahre Italien, mit dreizehn im Kinderdorf. Seine Lehre als Jungkoch schliesst er 2010 ab. Er ist ruhig, bescheiden, mag keine lärmigen Partys, pflegt lieber im Kinderdorf entstandene Freundschaften. Wunsch: Mehr Chancengleichheit für die Menschen dieser Welt.


c

Die Annahmestelle L’office de dépôt L’ufficio d’accettazione

Einbezahlt von/Versé par/Versato da

Fr.

90-7722-4 Fr.

105

Konto/Compte/Conto

90-7722-4

Siftung/Fondation/Fondazione Kinderdorf Pestalozzi Village d’ enfants Pestalozzi Villaggio Pestalozzi per bambini 9043 Trogen

Siftung/Fondation/Fondazione Kinderdorf Pestalozzi Village d’ enfants Pestalozzi Villaggio Pestalozzi per bambini 9043 Trogen

Konto/Compte/Conto

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Einzahlung Giro

Einzahlung für / Versement pour / Versamento per

Empfangsschein/Récépissé/Ricevuta

c

Versamento Girata

Einbezahlt von / Versé par / Versato da

Giro aus Konto Virement du compte Girata dal conto

Spendenbestätigung erwünscht

eine Patenschaft

oder:

den dringendsten Einsatz

Meine Spende ist bestimmt für:

Zahlungszweck / Motif versement / Motivo versamento

Versement Virement

Vor Vorder derEinzahlung Einzahlungabzutrennen abzutrennen/ /AAdétacher détacheravant avantleleversement versement/ /Da Dastaccare staccareprima primadel delversamento versamento

900077224> 900077224> 900077224>

900077224> 900077224> 900077224>

JB 2009

Wir bauen eine Welt für Kinder – Helfen Sie uns dabei! • mit einer Spende per Einzahlungsschein oder online via Internet • mit einer Patenschaft, indem Sie regelmässig ein konkretes Länderprogramm unterstützen • mit der Berücksichtigung der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Ihrem Testament • mit dem Beitritt zum Freundeskreis

39

441.02 4.02


Kinderdorf Pestalozzi

und Jugendlichen in Entwicklungsländern lichen in schwierigen Situationen Weg rationen. Damit wir in derinSchweiz und im Situationen Kinder undBeitrag Jugendliche prägen unsere Ge- und Jeder hilft mit, Kindern Jugendlichen schwierigen einen Weg ineinen eine eine Schul- und Berufsbildung. in eine eigenständige Zukunft aufzuzeigen. Ausland benachteiligte Kinder und Jugendgenwart und sollen unsere Zukunft mitgestalKinderdorf Pestalozzi StiftungZusammenleben eigenständige Zukunft aufzuzeigen. Mit einerkönnen, Spende das friedliche einer Spende fördern Sie das friedliche liche unterstützen sind fördern wir auf die SieMit ten. Sie sind die Erwachsenen von mor gen, Kulturen. ermöglichen Sie an vielen Kindern und Jugendlichen in EntZusam menleben verschiedener Kulturen. Unterstützung vieler Menschen gewiesen. dieverschiedener Verantwortung tragen für sich, fürAusserdem die rationen. Damit wir in der Schweiz Kinder und Jugendliche prägen unsere GeAus ser dem ermöglichen Sie vielen Kindern Jeder Beitrag hilft mit, Kindern und Ju gendGesellschaft und für die nächs ten Ge neHerzlichen Dank für Ihre Unterstützung! wicklungsländern eine Schul- und Berufsbildung. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Ausland benachteiligte Kinder und J genwart und sollen unsere Zukunft mitgestalliche unterstützen können, sind wir ten. Sie sind die Erwachsenen von morgen,

Stiftung


Schwerpunkt Neuer Auftritt stärkt Strategie «Wir fördern das friedliche Zusammenleben durch die umfassende Stärkung der Kompetenzen und Rechte von benachteiligten Kindern und Jugendlichen.» So lautet der Kernsatz der Strategie 2012, welche die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi seit Anfang 2008 umsetzt. Der Fokus der Stiftung wird seit Januar 2010 durch ein neues Logo unterstützt, das Teil der neuen Marken-Kommunikations-Strategie ist. Ein Gespräch mit Carmelina Castellino, Leiterin Marketing & Kommunikation: Was ist der Hintergrund für das neue Erscheinungsbild der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi? Mit der Strategie 2012 hat die Stiftung einen Schritt zu ihren Wurzeln gemacht und konzentriert sich auf die Förderung des friedlichen Zusammenlebens mit zwei Aktivitäten: Ver­ mittlung von Bildung und von interkultureller Kompetenz. Das Herz und Zentrum für die Durchführung der Programme in der Schweiz und die Koordination der internationalen Programme ist das Kinderdorf in Trogen. Was möchte das neue Logo aussagen? Es unterstützt den oben erwähnten Fokus: Statt einer kennzeichnen künftig zwei Kinderfiguren die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Die beiden Kinder halten sich gegenseitig in Schwung – genau wie die beiden Kompetenzen der Stiftung: Bildung und interkulturelle Kompetenz. Das Logo illustriert auch den Multiplikatoreffekt, den die Stiftung mit ihren Programmen erreichen will: Die Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche sowie ihre Bezugspersonen erwerben, sollen auch auf andere ausstrahlen.

Wie wurde das neue Erscheinungsbild erarbeitet? Es wurden unter anderem Interviews mit diversen Geldgebern der Stiftung durchgeführt, so mit Spendern, Versorgern, Stiftungen, der DEZA und der Glückskette. Dabei ist aufgefallen, dass die Interviewpartner über ein grosses Wissen über die Stiftung verfügen, Vertrauen haben und fasziniert sind von der Geschichte des Kinderdorfes Pestalozzi.

Wie wird das neue Erscheinungsbild umgesetzt? Anfang 2010 ist die Stiftung mit der neuen Kommunikation gestartet. Schritt für Schritt wird das neue Erscheinungsbild eingeführt. Im gleichen Jahr finden verschiedene Aktivitäten zum 100-Jahr-Jubiläum im Gedenken an den Stiftungsgründer Walter Robert Corti statt. Dies ist eine grosse Chance, um das neue Erscheinungsbild und die Kompetenzen der Stiftung in der Schweiz bekannt zu machen. Höhepunkt ist der Tag der offenen Tür am 11. September 2010 mit dem go4peace-Wettbewerb und der erstmaligen Verleihung des Walter Robert CortiFriedenspreises. » Dagmar Wurzbacher

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Newsletter

Broschürenflyer Freundeskreis Besucherzentrum Patenschaften

«Das Herz der Stiftung ist das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen.»

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Schwerpunkt


Impressum Jahresbericht der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi 2009 | ISSN 0256-6516 A u t o ri n n e n u n d A u t o r e n

Markus Berger, Carmelina Castellino, Claudia Felder, Roland Schnetz, Dagmar Wurzbacher Fotos

Marcel Giger, Regina Kühne, Roland Schnetz, Sandra D. Sutter, Silvia Voser, Archiv Kinderdorf Pestalozzi

Spendenmailing

Redaktion

Dagmar Wurzbacher Ü b e rs e t z u n g e n

Martine Besse, französisch; Sybille Schlegel­-Bulloch, englisch K o rr e k t o r at

Pablo Egger | www.lektorat-egger.ch G e s ta lt u n g

Festland AG | festland.ch www.pestalozzi.ch Druck

Hautle Druck, St.Gallen Dr. Urs Karl Egger Vorsitzender der Geschäftsleitung

Litho Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Kinderdorfstrasse 20 CH -9043 Trogen

Heusser Satz, St.Gallen

u.egger@pestalozzi.ch www.pestalozzi.ch Telefon + 41 71 343 73 23 Fax + 41 71 343 73 30

Visitenkarten

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D i e S t i f t u n g ki n d e rd o r f P e s ta l o zzi is t s e i t 1 9 5 3 Z EWO - z e r t i f izi e r t.

Das Gütesiegel steht für zweckbestimmten, wirtschaftlichen und wirksamen Einsatz Ihrer Spende, transparente Information und aussagekräftige Rechnungslegung, unabhängige und zweckmässige Kontrollstrukturen sowie aufrichtige Kommunikation und faire Mittelbeschaffung.

NPO- Label f ür M a na g em ent E x c e lle n c e u n d I S O 9 0 0 1

Die Arbeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist transparent und professionell. Ihre Ressourcen und damit die Spenden werden wirkungsvoll eingesetzt. Für ihr Qualitäts- und Managementsystem hat die Stiftung im Jahr 2009 das NPO-Label für Management Excellence und das Zertifikat für die ISO-Norm 9001: 2008 erlangt.

S c h w e iz e ris c h e s Q u a li t ä t sz e r t i f ik at f ür W e i t e rbild u n g si n s t i t u t i o n e n

Das eduQua-Zertifikat • zeichnet eine gute Weiterbildungsinstitution aus • trägt dazu bei, die Qualität der Weiterbildungs­institutionen zu sichern und zu entwickeln • schafft mehr Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten. S w iss NPO - C o d e

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi richtet ihre Organisation und Geschäftsführung nach den von den Präsidentinnen und Präsidenten der grossen Hilfswerke herausgegebenen Corporate-Governance-Richtlinien für Nonprofit-Organisa­ tionen in der Schweiz aus (Swiss NPO-Code). Eine im Auftrage dieser Organisation durchgeführte Prüfung hat ergeben, dass die Grundsätze des Swiss NPO-Codes eingehalten sind.

K o n ta k t

Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Kinderdorfstrasse 20 CH- 9043 Trogen Telefon +41 71 343 73 73 Fax +41 71 343 73 00 info @ pestalozzi.ch Postkonto 90-7722-4

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www.pestalozzi.ch


Jahresbericht 2009