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EU

Ausgabe 1/2016

DER GROSSE UMBAU-RATGEBER

Deutschland: € 3,90 Österreich: € 4,50 Schweiz: SFr 7,00 BeNeLux: € 4,60 Italien: € 5,20 ISSN 2195-1780

1/2016

KEN C O T S F U A

Neue Heizung • Badumbau • Küche • Farbe & Tapete • Outdoor • Werkzeuge • Einbruchschutz • Erneuerbare Energien • Treppen & Türen

N UMBAUEEN! HL WOHLFÜ

CHE NEUE KÜ EN LOHNT MODERNISIER WARUM SICH

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WIR FEIERN...

Foto: Fotolia/lassedesignen

EDITORIAL

g i t h fett c Ri

renovieren!

IN ING INGA NGA ERVIG ERVI ERV ER E Chefredakteurin von „Renovieren + Energiesparen“

www.logoclic.info www.bauhaus.info

Sie merken’s schon, wenn Sie Renovieren + Energiesparen in den Händen halten: Wir haben zugenommen – und sind auch noch stolz drauf! Unsere neue Ausgabe kommt im XXL-Umfang daher: Es gibt 50 Seiten mehr als noch im letzten Jahr. Eine breite Themenpalette rund ums Sanieren und Umbauen, zahlreiche Reportagen über gelungene Modernisierungen und viele nützliche Infos zur Finanzierung, zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen und über neue Bauprodukte sollen zeigen, was man aus einem Altbau alles machen kann und wie man das eigene Umbauprojekt am besten angeht.

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Unser Themen-Spezial „Haushülle optimieren“ zeigt zum Beispiel, wie Sie Ihrem Haus ein energetisches Schutzschild aus Mineralwolle, Dämmfi lz oder Zelluloseflocken überstülpen und so zu satten Energieeinspareffekten kommen. Auch mehrfachverglaste Fenster und ein wetterfestes Dach gehören zu einem guten Hitze- und Wärmeschutz dazu – lesen Sie mehr darüber ab Seite 18! Aber so schön und erstrebenswert so manches Umbauvorhaben auch ist – es kostet Geld und will finanziert sein. Deswegen haben wir alle aktuellen Fördermittel und Finanzierungstipps für Sie zusammengetragen. Machen Sie sich schlau, welcher Finanzierungsmix für Sie der richtige ist (Infos dazu ab Seite 120). Und der Dachgeschossumbau in der Nähe von Stuttgart war mir bei der Recherche nach spannenden Umbau-Geschichten gleich sympathisch: Denn maßgeblicher Grund für das Streben nach mehr Quadratmetern war die Sammelleidenschaft des Hausherren. Sein Faible für Eisenbahnen erforderte einfach mehr Platz und schwuppdiwupp wurde die ungenutzte Platzreserve unterm Dach in attraktiven Wohnraum verwandelt. Überzeugen Sie sich selbst davon ab Seite 6. Nun wünscht Ihnen die gesamte Redaktion viel Spaß mit unserem RenovierRatgeber. Im Herbst lesen wir uns wieder mit der nächsten XXL-Ausgabe – ab 6. Oktober am Kiosk!

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INHALT

RE PORTAG E

Fotos: Andrea Nuding

6

Foto : CWA

KOMPLETT-UMBAU

S PE Z

IAL!

20

DIE KUNST DES DÄMMENS

Foto: Fotolia/wenani

FENSTER: TRANSPARENTE SCHUTZSCHILDER

SPEZIAL!

24

Foto: Solarlux

Vorwort:

SPEZIAL Wintergarten:

Die dritte Haut .......................................18

Zimmer aus Licht ...................................30

Dämmen:

Verschattung: Innovativer Sonnenschutz für ein schönes Zuhause.......................33

Die Kunst des Dämmens ......................20 Fenstertausch: Transparente Schutzschilder ................24 Garagentore:

Klappe halten! .....................................28

IN Inhalt.indd 4

Neue Heizung: Mehr Wärme für weniger Brennstoff.............86 Erneuerbare Energien: Die Unermüdlichen .......................................92 Pellets: Unabhängigkeit & Geldsegen in Einem ......100 Umweltwärme: Wärmepumpe im Altbau .............................101

Verschattung: Machen Sie die Schotten dicht! ...........34

Lüftung: Tipps für ein besseres Wohnklima ..............102

Dach: Decken Sie sich ein! .............................38

Heizung: Flächenheizung oder Heizkörper? ...............106 Fußbodenheizung: Wohngemütlichkeit dank Eigenleistung ......111

REPORTAGEN

4

ENERGIESPAREN

Dachaufstockung: Dächlein wechsel dich! ...................................6

Frisch saniert: My Home is my office ...................................98

Anbau: Schräger Mitbewohner .................................12

Gelungener Anbau: Kontrast-Reich ............................................134

Heizungstausch: Fünfzig Prozent gespart ................................16

Wohntraum: Leben auf dem Wasser ................................138

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Titelfotos: Velux, IBC, AEG, Vaillant, WDVS

Photovoltaik & Speicher: Hoffnungsschimmer am Solarstromhimmel 112 Hausgeräte: Leistung top, Verbrauch top ........................116

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IS I E R E N

48

Foto : Bosch

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EINBRUCHSCHUTZ: SMARTE HAUSWÄCHTER

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„PANTOFFEL-HELDEN“: ELEGANTE FUSSBÖDEN

Infos S. 1

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VERSCHÖNERN

MODERNISIEREN

RATGEBER

Farbe & Tapete: Ran an die Wände! .......................................56

Energetische Sanierung: Fakten statt Mythen ......................................... 46

Finanzierung: Der Staat als Bauhelfer ....................................120

Innentüren: Türchen wechsel dich! ..................................60

Einbruchschutz: Smarte Hauswächter ........................................ 48

Recht & Versicherungen: Wie ein rohes Ei ...............................................123

Treppen: Bitte schön stufig! ........................................64

Lichtplanung: Im Lichte des Betrachters ............................... 52

Immobilienkauf: Secondhand-Häuser .........................................124

Bodenbeläge: Pantoffel-Helden ...........................................66

Sanitär: Legionellen keine Chance geben ................... 105

Kosten: Modernisierung - ein Fass ohne Boden? ...........128

Badumbau: Smarte Ideen, schönes Bad ..........................72

Bad: Schönheit fängt beim Wasser an .................. 118

Buchtipps: Das schönste Glück ist selbstgemacht! ............140

Bad: Duschen oder Baden? ...................................76

Bad: Komfort, Design und Sicherheit ..................... 119

Küche: Zauberhaft & zweckmäßig ...........................78

Faktencheck: Welcher Kaminofen passt zu mir? ................. 126

Outdoor: Raus geht‘s! ..................................................82

DO-IT-YOURSELF Equipment: Die Must-Haves im Werkzeugkoffer .............. 130

Foto: Fotolia/ stockphoto-graf

SERVICE Editorial: Richtig fett renovieren! ........................................3 Gewinnspiel .....................................................142 Adressen + Schnellfinder .................................144 Vorschau ...........................................................146

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REPORTAGEN | DACHAUFSTOCKUNG

n i e l h c ä D

Text: Inga Ervig; Fotos: Andrea Nuding

vorher

wechsel dich!

Der Umbau dieses Altbaus stellte eine besondere Herausforderung für (Innen-)Architekt und Statiker dar: Um den Bauherrenwünschen gerecht zu werden, erforderte es in der Planungsphase besonderes Fingerspitzengefühl. Aber die Mühe hat sich gelohnt!

KAUM WIEDERZUERKENNEN: Dächer prägen ein Haus erheblich. Das zeigt der Vergleich zwischen dem Haus früher und heute.

Nachher

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D

ieses Haus wechselte sein Dach, wie mancher Herr seinen Hut: 1933 erbaut, hatte man dem Wohnhaus in der Nähe von Stuttgart zunächst ein Walmdach mit vierseitigen Gauben aufgesetzt. Eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg zerstörte das Haus größtenteils – nach 1945 errichteten die Besitzer ein gaubenloses Walmdach; das kalte Notdach bot dem darunter befindlichen Dachgeschoss keine ausreichende Stehhöhe, sodass der Raum die nächsten 60 Jahre nur als Dachspeicher herhalten konnte. Im Jahr 2007 sollte alles anders werden. Die neuen Besitzer der Altimmobilie begannen mit umfangreichen Umbaumaßnahmen; sie bauten eine Doppelgarage an, tauschten die alten Fenster gegen dreifach verglaste Energiesparfenster aus und richteten sich eine Arztpraxis im Erdgeschoss ein. Allerdings wurde es dem Ehepaar schnell zu eng in ihren neuen vier Wänden: Insbesondere die Leidenschaft des Bauherren – seine Modelleisenbahn – erforderte mehr Platz

chitekt Carlo André, der das Projekt gemeinsam mit Architekt Oliver Sint von Anfang an betreut hat. Die Lösung des Tragwerkplaners: Er verbaute zwei miteinander verschweißte Stahldreiecke an den Außenseiten der Gauben, die er durch Zugbleche unsichtbar mit der Bodenebene verband.

Wohngesunde Materialien In Kooperation mit einem Energieberater ließen die Experten die nötige Wärmedämmmaßnahmen und Haustechnik planen. Für die Dämmung des Dachstuhles kamen nur „unbedenkliche“ Materialien zum Einsatz: Beispielsweise sorgt eine Zwischen- und Aufsparrendämmung mit 24 Zentimeter starken Holzfaserplatten künftig für eine ausreichende Wärmedämmung. Die großen Glasflächen im Giebel stellten Bauherren und Architekten ebenfalls vor eine Herausforderung hinsichtlich des Sonnenschutzes. Nachdem alle textilen Beschattungssysteme innenräumlich nicht gefielen und die am Markt

erhältlichen Raffstores und Jalousien an der Außenfassade an der Optik scheiterten, entschied man sich für eine zwischen den Scheiben liegende, motorisch zu bedienende Hightech-Folie – die den freien Blick nach außen zulässt, Hitze und UV-Strahlen jedoch außen vorhält. Durch eine BUS-Steuerung kann das Bauherrenpaar den Sonnenschutz mit Hilfe ihres Tablets oder Smartphones bedienen. Die Folien laufen präzise an kaum sichtbaren Stahlseiten geführt zwischen den Scheiben von unten nach oben. 

Umbau unter freiem Himmel Die Arztpraxis war übrigens während des vier Monate andauernden Umbaus fast durchgehend geöffnet. Lediglich während der heißen Phase der Kranarbeiten war die Praxis für einige Tage geschlossen. Die Bewohner hatten also für kurze Zeit kein Dach über dem Kopf und ein Loch in der Decke – da auch eine neue Treppe einzubauen war. Das erforderte ohne Frage flexible und motivierte Bauherren!  n

Planerische Leistung Kurzerhand beauftragte der praktizierende Arzt den Innenarchitekten Carlo André sowie einen Statiker und Architekten mit einem Sanierungsfahrplan. Die Wünsche des Bauherren waren klar: Für den Umbau sollten nur natürliche, emissionsfreie Materialien eingesetzt werden. Der Wohnraum unterm Dach sollte ohne störende Kehlbalken oder Stützen auskommen (bei einer Firstlänge von über elf Metern!) und die Giebelseite Richtung Süden sollte vollflächig verglast werden, um einen freien Blick auf die City zu gewähren. Das war ein Auftrag, der es in sich hatte – gerade die Statik der krummen Bestandswände und die Ablastung des neuen, schweren Dachstuhls erforderten besonderes planerisches Können. „Als Konsequenz kam nur ein Sparrendach ohne Kehlbalken in Frage. Allerdings sind fünf Meter breite Gauben bei einem Sparrendach statisch kaum möglich“, erläutert Innenar-

SCHÖNE AUSSICHT: Der vollverglaste Giebel schenkt den Bewohnern eine schöne Aussicht und ein hohes Maß an Tageslichteinfall.

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REPORTAGEN | DACHAUFSTOCKUNG

SÜD Grundrisse

NORD SÜD

Objektdaten Baujahr: 1933 Umbau: 2012 Umbaumaßnahmen: Projekt: Dämmung der Fassade mit diffusionsoffenen Multipor-Mineraldämmplatten von Xella. Abtragen des alten Walmdaches, Neubau eines Satteldaches

Ansicht Nord

OST

Heizung: Gastherme, Holz-Kaminofen Fenster: dreifachverglaste Holz-AluFenster, U-Wert: 0,62 W/kWh Boden: Parkettdielen aus Eichenholz

OST

Wand: Kalkputz-Anstrich

Ansicht Ost

SÜD

Statik: Dipl.-Ing. Peter Mutscher, 70806 Kornwestheim www.mutscher.com

Planung & Bauleitung:

WEST

Kooperation Innenarchitekt Carlo André mit Architekt Oliver Sint Lindenspürstraße 20 70176 Stuttgart Tel.: 0711 7221754 www.wurzundpartner.de

Ansicht Süd

WEST Umbaukosten: 289.000 Euro

OST Icon: Flaticon

Ansicht West

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NORD

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Vorher

ABGETRAGEN Der alte Dachstuhl wurde rückgebaut, um Platz für den neuen zu schaffen.

Nachher

ERHÖHT Das neue Satteldach bietet ausreichend Kopffreiheit zum Wohnen und Arbeiten.

ZUGEDECKT Moderne Dachsteine schützen das Haus fortan vor Wind und Wetter.

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Vorher

MODELLKUNST Allein die Planungszeit für den Umbau nahm mehrere Monate in Anspruch...

Nachher

VOLLENDET ...aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Umbau hat sich mehr als gelohnt!

NEUES GESICHT Dank neuer Putzfassade erstahlt das Haus auch äußerlich in neuem Glanz.

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REPORTAGEN | ANBAU

r e g ä r Sc h Mitbewohner

Mit der Zeit wird es in manchem Zuhause schlichtweg zu eng. Eine Art diesem Umstand zu begegnen, ist der Neu- oder Anbau. Familie Greshake entschied sich für Letzteres und fällt mit ihrem neuen „Familienbewohner“ ein bisschen aus dem Rahmen. Text: Philip Teleu; Fotos: Croce & Wir/Prefa

A

ls der Familie aus dem münsterländischen Beckum der Platz in ihrem 15 Jahre alten Einfamilienhaus mit ortstypischer Klinkerfassade nicht mehr reichte, wechselte sie nicht die Immobilie. Sie erweiterte schlicht den Wohnraum. Damit beauftragt wurde der Architekt Bernd Grüttner aus dem benachbarten Soest, der sich für die Wohnraumerweiterung einen extravaganten Baukörper einfielen ließ, der durch zwei Besonderheiten besticht. Entgegen konventioneller Anbauten, die sich in der Regel der Form und dem Aussehen des Ursprungsgebäudes angleichen, entwickelt Grüttner einen

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Riegel, den er schräg an das Bestandgebäude stellt. Damit gemeinsam hat der Neubau lediglich die Dachfläche gemessen an First und Traufe, die sich mit der kurzen Seite des Quaders deckt. Auf diese Weise entsteht ein neuer Gebäudeteil, der komplett ohne vertikale Linien auskommt und aufgrund seiner Außenhaut fast schon als Anhängsel am Bestand wahrgenommen wird.

„Ist das schräg“ Die Außenhaut macht die zweite Besonderheit aus, die sich der Architekt für den Anbau der Familie hat einfallen lassen. Hierbei wählt Grüttner bronzefar-

PLATZ DA: Mit dem Anbau, realisiert vom Architekten Bernd Grüttner, hat Familie Greshake endlich mehr Raum für sich.

bene Aluminium-Verbundplatten des Thüringer Unternehmens Prefa. Dank der geringen Stärke von gerade einmal vier Millimetern lassen sich die Fassadenelemente besonders leicht fräsen und den Bedürfnissen nach knicken. Gerade bei den Winkeln, die an Übergängen – beispielsweise bei der Wand zum Dach – entstehen, ist dies von erheblichem VorHerstellerkontakte ab S. 144

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STARKE KANTE: Nach vorne gibt sich der Aluminiumanbau introvertiert. Lediglich ein Fensterband im Erdgeschoss gewährt Passanten flüchtige Einblicke.

teil. Auch an Fensterlaibungen, Stürzen und Fensterbänken knicken die Macher die Platten. Ebenfalls als gestalterisches Element dient die LäuferverbandOptik, deren horizontale Orientierung an das Bestandsgebäude erinnert. Es entsteht ein zweigeschossiger, Baukörper, dem gerade wegen seiner augenfälligen Erscheinung in dem 37.000Einwohner-Städtchen viele neugierige Blicke gewiss sind.

„Lichtspiel“ Die Vorderseite des Gebäudes zeigt sich mit Ausnahme eines kleinen Fensterbands im Erdgeschoss vorwiegend

geschlossen, was den introvertierten Charakter des Anbaus prägt. Weiteres Tageslicht gelangt unter anderem von der gegenüberliegenden Seite in den Erweiterungsbau. Hier fehlt die Ummantelung der Aluminiumhaut fast vollständig, um auf der unteren Ebene einer vollflächigen Verglasung mit Schiebeelementen Platz zu machen und den Zugang in den Garten zu ermöglichen. Darüber befindet sich nun eine Loggia, auf die die Greshakes zuvor verzichten mussten und die sie nun vom Schlafzimmer direkt ins Freie führt. Zwei weitere Fenstereinschnitte befinden sich in der Außenwand, deren Größe sich nach den

Funktionen der dahinter liegenden Räume richtet. Da das Obergeschoss als Schlafplatz genutzt wird, vermittelt hier ein kleines, quadratisches Fenster Diskretion und Privatheit. Anders hingegen sieht der untere Einschnitt auf der Wohnebene aus. Dieser wurde großflächig und bodentief gestaltet und lässt sich bei Bedarf mittels Jalousien verdunkeln, damit der Aufenthalt zu jeder Tageszeit behaglich ist. Letzteres gilt im Übrigen für den gesamten Anbau, denn Familie Greshake ist rundum zufrieden mit dem neuen „Mitbewohner“, auch und gerade weil er ein bisschen schräg ist. (tel) ■ 1/2016

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REPORTAGEN | ANBAU

KOCHEN

WC

WOHNEN

Grundrisse Grundrisse

Icon: flaticon

ESSEN WOHNEN

Ansicht OG

Objektdaten Baujahr: 1997 Umbau: 2013 (Fertigstellung) Anbau: Stahlbetonerweiterung des Bestandgebäudes, verkleidet mit AluminiumVerbundplatte. Auf Aluminium- oder Holz-Unterkonstruktion genietet, geklebt oder geschraubt.

ANKLEIDE

SCHLAFEN

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KIND

SCHLAFEN

Planung & Bauleitung: Grüttner Architekten BDA Dipl.-Ing. Bernd Grüttner Kesselstraße 28 59594 Soest Tel.: 0292 115581 Fax: 0292 115425 info@gruettner-architekten.de www.gruettner-architekten.de

Ansicht EG

Begeistert zeigte sich der Architekt Bernd Grüttner: „Bei uns Architekten lacht das Herz, wenn wir etwas Neues, Gutes sehen.“

KOCHEN

WC

WOHNEN ESSEN WOHNEN

Zeichnungen: Grüttner Architekten

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ANKLEIDE

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BAD

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EXOTENSCHAU: In der vorwiegend konservativ gebauten Nachbarschaft f채llt der Anbau im wahrsten Sinne aus dem Rahmen.

FRISCHE LUFT: Dank der Ausparung der Aluminiumhaut erh채lt die Familie gleich zweifach Gelegenheit vom Inneren des Hauses ins Freie zu gelangen. Einmal 체ber die Loggia im Obergeschoss und ...

NATURIDYLLE: ... 체ber die Terrasse auf der unteren Ebene. So haben die Bauherren zudem einen neuen Zugang in ihren Garten.

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REPORTAGEN | HEIZUNGSTAUSCH

t n e z o r P ig z f Fün g espart

Kommen Häuser in die Jahre, zeigt sich das oft an den steigenden Heizkosten. Dass sich der Energiebedarf durch eine energetische Modernisierung halbieren kann, beweist das Beispiel der Familie Reuter in Berlin-Spandau.

SPARMASCHINE: Das modernisierte Einfamilienhaus mit der neuen Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches.

VORHER

UNGENUTZTE FLÄCHE: Blick auf das Einfamilienhaus in Berlin-Spandau vor Installation der Photovoltaikanlage.

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ausbesitzer Rolf Dieter Reuter berichtet, warum er sich zu einer energetischen Sanierung entschloss: „Beim Blick auf die Jahresabrechnung der Heizkosten war mir schnell klar, dass wir handeln mussten. Die jetzt vorhandene Verbindung von modernster Öl-Brennwerttechnik mit Erneuerbaren Energien bildet für mich eine wirtschaft liche und umweltverträgliche Einheit. Prima, dass ich dabei auch Ökostrom nutzen kann.“ Die Reuters erneuerten das Heizsystem ihres 1972 erbauten Einfamilienhauses und ergänzten es durch eine innovative Lösung zur Nutzung von Ökostrom. Zusätzlich wurde die Gebäudedämmung Herstellerkontakte ab S. 144

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im Obergeschoss verbessert. Durch die Modernisierung sank der jährliche Heizölbedarf um knapp die Hälfte von rund 3.600 Litern auf gut 1.800 Liter. Der alte, ineffiziente Kessel musste wichen. Das neue, moderne Heizsystem trägt einen großen Teil zur Energieeinsparung bei. Es besteht aus einem ÖlBrennwertkessel, dem „Logano plus GB 145“ von Buderus im Keller des Hauses und einem Elektroheizstab mit einer Leistung von 2 Kilowatt (kW) im Wärmespeicher. Hinzu kommt eine knapp 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches. Außerdem wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert.

Starkes Ergebnis Mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent erreicht die neue Ölheizung die höchstmögliche Effizienz. Auch in Sachen Heizungsregelung ist Familie Reuter in der Zukunft angekommen: Mit einer Smartphone-App lässt sich die aktuelle Leistung des Brennwertgeräts überwachen und steuern. Der neue Stahltank fasst 4.000 Liter Heizöl, also den Brennstoff vorrat für mehr als zwei Jahre. Das innovative Highlight der Modernisierung: Durch den Elektroheizstab kann überschüssiger Ökostrom aus der Photovoltaikanlage oder aus dem Stromnetz in Wärme umgewandelt und somit gespeichert werden. Der Elektroheizstab funktioniert ähnlich wie ein Tauchsieder. Er heizt das Heizungswasser im 500 Liter fassenden Pufferspeicher auf. Die Wärme wird gespeichert und bei Bedarf an das Heizsystem abgegeben. Den aus der eigenen Photovoltaikanlage gewonnenen Strom verwenden die Bewohner zwar in erster Linie für Haushaltsgeräte, steht mehr Strom zur Verfügung, als gerade verbraucht wird, kann er aber zum Heizen genutzt werden. Die Maßnahmen zur Halbierung des Primärenergiebedarfs kosteten insgesamt rund 68.000 Euro. Dafür erhielten die Reuters einen Zuschuss des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO), das im Rahmen eines Modernisierungswettbewerbs ausgewählte Objekte gefördert hat. (bis) ■ Fotos: IWO

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BLICK IN DEN KELLER: Vorn steht der Wärmespeicher, links dahinter befindet sich der Öl-Brennwertkessel.

DAS HÄLT VOR: Der neue kellergeschweißte Stahltank mit Innenhülle sorgt dank des gesunkenen Heizölbedarfs für einen Energievorrat von über zwei Jahren.

HIGHTECH : Mit einem Nutzungsgrad von bis zu 99 Prozent erreicht das neue Öl-Brennwertgerät die höchstmögliche Effizienz. Es lässt sich auch mit einer Smartphone-App überwachen und steuern.

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Foto: fotolia/ Romolo Tavani

SPEZIAL: HAUSHĂœLLE OPTIMIEREN | VORWORT

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Bauen Sie sich ein Schutzschild

Die Dritte Haut Warm und gemütlich soll es sein, aber im Sommer nicht überhitzen – unser Eigenheim. Wie behaglich wir uns in unseren vier Wänden fühlen, hängt maßgeblich von deren Beschaffenheit ab. Wer seine Immobilie wärmedämmt und gegen Wind und Wetter schützt, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern vor allem für sich selbst.

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as Haus ist unsere dritte Haut – wie ein warmer Mantel schützt es uns vor Kälte oder Regen und gibt uns ein Gefühl von Geborgenheit. Im besten Fall. Das vermag die Haushülle nämlich nur zu leisten, wenn sie intakt und ausreichend gedämmt ist. In unserem Spezial möchten wir Ihnen daher zeigen, wie der Weg zur energetisch tadellosen Gebäudehülle aussieht. Dazu zählen neben der gedämmten Fassade auch mehrfachverglaste Fenster mit Mehrkammerprofilen und ein gegen Wind und Wetter immunes Dach. Sogenannte U-Werte, die den Wärmedurchgangskoeffizienten eines Bauteils angeben, sind die harte Währung hinsichtlich der energetischen Funktionalität eines Hauses. Das weiß auch unsere Regierung und verschärfte jüngst die Energieeinsparverordnung für den Neubau. Wer heute ein Haus baut, muss sich an genaue Vorgaben in Bezug auf die energetische Beschaffenheit der Gebäudehülle halten – damit keine kostbare Heizenergie ungenutzt

entweichen kann. Während moderne Häuser immer dichter werden, klafft im Altbau indes so manche Lücke. Wärmebrücken, schlecht isolierte Fenster und Haustüren und Dachböden, durch die der Wind pfeift, singen ein Lied davon.

Geld sparen statt verschenken Hausbesitzer verschenken jedoch Geld, wenn sie es versäumen „die Schotten“ im Heim „dichtzumachen“. Durch Wärmebrücken, die im Rahmen von Infrarotmessungen auszumachen sind, entweicht Wärme, die wir eigentlich zur Beheizung unserer Wohnräume brauchen. Dass der Brennstoff verbrauch von Öl und Gas so in die Höhe schnellt, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein hausgemachtes Problem. Auch sogenannte Blower-Door-Tests können solche – für die Hausbewohner meist unsichtbaren – Lücken entlarven. Tipps und Ansprechpartner dazu finden interessierte Immobilienbesitzer zum Beispiel beim Bauherren-Schutzbund e. V. oder beim Verband privater Bauherren e. V.

Ob Fenstertausch, neues Wärmedämmverbundsystem oder eine frische Dacheindeckung – sanieren kostet Geld und das kann meist nicht einfach der Kaffeekasse entnommen werden. Wer mit dem Gedanken spielt, seine vier (Außen-) Wände einer energetischen Frischekur zu unterziehen, sollte sich vorab über mögliche Fördermittel schlau machen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bezuschusst energetische Sanierungen mit zinsgünstigen Krediten oder Einmal-Zuschüssen. Auch Land und Kommunen greifen hier und da angehenden Modernisierern unter die Arme. Wichtig zu wissen: Die Anträge müssen vor den eigentlichen Umbaumaßnahmen gestellt werden. Ist die Finanzlage geklärt, gilt es im zweiten Schritt tüchtige Handwerker zu finden – oft kein leichtes Unterfangen. Bei größeren Umbaumaßnahmen bieten sich Generalunternehmer an, die die Arbeiten an den unterschiedlichen Gewerken koordinieren und zeitlich aufeinander abstimmen. (erv) ■

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | DÄMMEN SCHUTZSCHILD NAMENS DACH: Sanierungsmaßnahmen wie eine Zwischensparrendämmung erfüllen die Bedingungen für eine Förderung durch die KfW. Ursa/FMI/epr

Die Kunst des Dämmens Ob Wärmedämmverbundsysteme, unterschiedliche Öko-Dämmstoffe oder U-Werte – die Welt des Dämmens ist bunt und vielfältig. Wer seinem Eigenheim ein energetisches Schutzschild verpassen will, das gegen Hitze und Kälte schützt, sollte sich vorab umfassend zu informieren. Foto: Fotolia/minicel73

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ei sommerlichen Temperaturen schwitzen, im Winter frieren – so geht es vielen Bewohnern von alten Häusern. Herrscht draußen Hitze, wird es in den Räumen schnell zu heiß. Sinkt das Thermometer, heizt man dagegen durch Wärmelecks für draußen mit. Dies ist einer der Gründe, weswegen Deutsche Privathaushalte in 2013 rund 53,7 Milliarden Euro für ihren Energieverbrauch zahlten – fast 10 Milliarden Euro mehr als noch vor zehn Jahren. Dies ergab der Gebäudereport 2015 der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Durch eine Wärmedämmung sparen Bewohner Geld und entlasten die Umwelt. Zudem befolgen sie die strenger werdenden Vorgaben des Gesetzgebers und schonen die Umwelt. Aber wie geht man die Dämmung der eigenen vier Wände am geschicktesten an?

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Dämmstofftypen Machen Sie sich keine Illusionen: Die Methoden- und Materialvielfalt rund ums Thema Dämmung sind mannigfaltig. Laien verlieren leicht den Überblick und welcher Dämmstoff der Beste beziehungsweise die Dämmung welches Bauteils die größte Energieeinsparung ergibt, kann einem keiner so richtig sagen. Ein erster Weg, um der bunten Welt der Dämmstoffe näher zu kommen, ist die Einteilung in verschiedene Materialklassen:

Die Materialklassen: SYNTHETISCHE DÄMMSTOFFE Bei den synthetischen Dämmstoffen handelt es sich um „künstlich“ hergestellte Baustoffe, deren Rohstoff hauptsächlich Erdöl ist. Der Vorteil gegenüber natürlichen Dämmstoffen ist die höhere Dämmwirkung. Synthetische Dämmstoffe sind die am meisten verwendeten Baustoffe zur Wärmedämmung in Deutschland. MINERALISCHE DÄMMSTOFFE Mineralische Dämmstoffe haben den Vorteil, dass sie nicht brennbar sind. Außerdem sind diese Baustoffe diffusionsoffen. Das heißt, sie nehmen Feuchtigkeit auf, geben diese aber auch wieder ab und regulieren so das Raumklima. Hinzu kommt, dass mineralische Dämmstoffe sehr umweltfreundlich sind, da sie fast ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden.

auf Böden oder Fassaden verlegen lassen, über flexible Matten, die sich zwischen Dachsparren schmiegen bis zu Granulaten und Flocken, die selbst kleinste Ritzen füllen bietet der Dämmstoff markt für jede Situation die passende Lösung.

Finanzspritze vom Staat Dämmen kostet Geld, und das nicht wenig. Wer über die Finanzierung grübelt, sollte an das KfW Programm „Energieeffizient Sanieren“ denken. Die Bankengruppe unterstützt sowohl Einzelmaßnahmen als auch umfangreiche Sanierungsvorhaben. Fußböden und oberste Geschossdecken bergen beispielsweise ein hohes Einsparpotential und erfordern nur vergleichsweise geringe Aufwendungen. Kommt Kälte aus dem Keller, ist das Anbringen von Dämmmaterial an der unteren Kellerdecke bereits eine wirtschaft lich effektive Maßnahme. Soll die Wärme nicht länger durch das Dach entweichen, hilft bei einem nicht ausgebauten Dachgeschoss die Dämmung des Bodens. Im Programm „Kredit“ vergibt die KfW zinsgünstige Darlehen mit einem Höchstbetrag von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit – und das bei einem für zehn Jahre festen Effektivzinssatz von 0,75 Prozent pro Jahr. Die Zuschüsse für das Erreichen eines KfW-Effizienzhaus-Standards sowie die Investitionszuschüsse für selbstfinanzierte Sanierungsvorhaben wurden erst kürzlich um fünf Prozentpunkte erhöht. Tilgungszuschüsse für Kredite für Einzelmaßnahmen ergänzen das Angebot. (erv) ■

ÖKOLOGISCHE DÄMMSTOFFE Wer ökologisch denkt, greift auf natürliche Dämmstoffe zurück. Die Naturmaterialien wie, Holzwolle, Flachs oder Hanf stehen den mineralischen und synthetischen Baustoffen in punkto Wärmeschutz in nichts nach. Sie sind dafür aber ökologisch verträglicher.

Grundsätzlich kommen die unterschiedlichen Materialtypen an allen möglichen Gewerken am Haus zum Einsatz – Fassade und Dach können zum Beispiel sowohl mit mineralischen als auch ökologischen Materialien gedämmt werden. Lediglich bei erdberührenden Gebäudeteilen – den Kellerwänden – muss wasserfestes und unverrottbares Material zum Einsatz kommen: Am Polystyrol führt hier kein Weg vorbei. In welcher Form das Material an seinen Bestimmungsort gelangt, ist häufig abhängig von den baulichen Begebenheiten. Von formfesten und begehbaren Platten, die sich gut

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | DÄMMEN

NACHHALTIG SANIEREN: Wer ein aktives Leben genießt, möchte, dass es auch in den Jahren des Ruhestands so bleibt. Heute wissen wir, dass man sich nicht mehr auf die staatliche Vorsorge verlassen kann und privat vorsorgen muss, wenn man den gewohnten Lebensstandard auch im Alter behalten möchte. Wer nicht ständig mehr für Energie bezahlen will, muss aktiv werden und in die Wärmedämmung seines Hauses investieren. So spart man sofort Heizkosten und erwirtschaftet Jahr für Jahr mehr finanziellen Spielraum – und das steuerfrei, denn auf eingespartes Geld hat der Fiskus keinen Zugriff. IVPU

Foto : IVPU

Weitere Infos rund ums Thema Dämmen finden Sie unter: http://www.hurra-wir-bauen.de/FH/1

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS): Das WDVS ist die in Deutschland die mit Abstand beliebteste Art der Fassadendämmung. Eigenheimbesitzer schätzen das Verbundsystem aufgrund seiner hohen Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Beim Dämmen mit einem WDVS, dessen aufeinander abgestimmte Komponenten viele Hersteller als Komplettsystem anbieten, wird in einem ersten Arbeitsschritt der Dämmstoff vollflächig und fugenlos mit Klebemörtel auf die Fassade geklebt oder gedübelt. Ist die Außenwand hohen Windlasten ausgesetzt oder der Untergrund nicht ausreichend tragfähig, werden beide Befestigungsmethoden miteinander kombiniert. Anschließend wird auf die gesamte Fläche ein Unterputz aufgetragen, in den für zusätzliche Stabilität der Fassade ein Armierungsgewebe aus Glasfasern eingebettet ist. Den Abschluss bildet der Ober- beziehungs-

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weise Außenputz, dessen Oberflächenstruktur und Farbe sich individuell gestalten lassen. Die Verarbeitung eines WDVS erfordert großes handwerkliches Geschick und sollte daher nur in die Hände von Profis gelegt werden. Eigenheimbesitzer, die, um die Kosten zu reduzieren, sich selbst als Handwerker versuchen möchten, sei dringend davon abgeraten. Es lohnt sich nicht, hier auf jeden Euro zu achten und zu knausern. Zu groß ist die Gefahr, gravierende Fehler bei der Montage zu machen und dadurch schwere Bauschäden zu riskieren, die dann richtig Geld kosten können. Besonders die Anschlüsse im Bereich von Fenstern und dem Dach sind exakt auszuführen, um Wärmebrücken und damit die Entstehung von Schimmel dauerhaft auszuschließen.

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Foto: CWA Cellulosewerk

Foto: Dennert Baustoffwelt

WIE VIEL NACHHALTIGKEIT STECKT DRIN? Orientierung in dieser Frage bieten die Umwelt-Produktdeklarationen. Sie basieren auf ISO-Normen und sind somit auch international abgestimmt. Die Analysen für EPS/Styropor stehen unter www.ivh.de zum kostenfreien Download bereit. Eine weitere Hilfestellung, an der Verbraucher hochwertige Dämmstoffe erkennen können, bildet das Qualitätssiegel der Bundesfachabteilung Qualitätssicherung EPS (BFA QS EPS). IVH/djd

NATÜRLICH GEDÄMMT: Cellulose bewährt sich als kostengünstiger und effizienter Dämmstoff. Sie eignet sich als Dämmung für Außen- wie für Innenwände, am Boden oder am Dach. Die losen Fasern werden durch geschulte Fachbetriebe im Einblasverfahren in Hohlräume eingebracht. So entsteht eine luftdichte Struktur mit höherer Dichte als bei herkömmlichen Dämmstoffen. CWA Cellulosewerk

Effiziente Wanddämmung gibt ein gutes Gefühl. Mit PU-Hochleistungsdämmstoffen gilt: nicht dicker, sondern besser dämmen. Ob als Kerndämmung im Zweischalenmauerwerk, als vorgehängte Fassade, zur raumsparenden Innendämmung oder als Dämmstoff im WDVS: PU-Systemlösungen an der Wand verbinden Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit mit dem guten Gefühl einer zukunftssicheren Entscheidung.

Für ein gutes Gefühl beim Bauen oder Sanieren:

www.daemmt-besser.de

Sie finden uns unter PUonline

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | FENSTERTAUSCH GRENZENLOS: Mit „Cero“ werden Wohngrenzen aufgehoben, denn das Fenster verbindet Innen- und Außenraum auf das Eleganteste. Dort, wo andere Fenster durch die Sichtachsen der Fensterkreuze gebrochen werden, besticht das System mit Transparenz und Vollflächigkeit. Einzelne Glas-Elemente können bis zu 15 Quadratmeter groß sein, bei einer Höhe bis zu sechs und einer Breite bis zu vier Metern. Solarlux

Transparente Schutzschilder Neue Fenster erhöhen nicht nur die Energieeffizienz im Altbau, auch der Wohnkomfort wächst – denn Zugerscheinungen sind nach dem Fenstertausch passé. Modernisierer sollten bei der Fensterwahl neben guten U-Werten auch auf ausreichende Einbruchschutzvorrichtungen setzen.

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enn es neben dem Fenster unangenehm zieht, ist es höchste Zeit, dem Eigenheim einen Wintermantel zu verpassen und noch vorhandene Altfenster mit Verglasungen von vor 1995 gegen moderne Exemplare mit hocheffizientem Wärmedämmglas auszutauschen. „Damit gehen die Heizkosten sofort spürbar herunter und der Wohnkomfort steigt gleichzeitig erheblich an“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

1x1 des Fenstertauschs Der Wechsel auf modernes Wärmedämmglas ist kein Hexenwerk. Ist ein passender Fachbetrieb gefunden, werden die alten Fenster vermessen und der Modernisierungsaufwand berechnet. Der Tausch der alten Fenster gegen moderne Fenster mit zeitgemäßem Dreischeiben-Glas geht dann

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in kürzester Zeit vonstatten. Sind die alten Fensterrahmen allerdings noch gut, ist ein Glastausch eine überlegenswerte Alternative, wobei aufgrund der recht schmalen Rahmen üblicherweise Zweischeiben-Glas zum Einsatz kommt. Unmittelbar danach entfalten die Wärmedämmverglasungen ihre volle Wirkung. „Möglich wird dies unter anderem durch Beschichtungen aus Edelmetall, im Scheibenzwischenraum eingebrachte Füllungen mit Edelgas und mindestens zwei oder besser noch drei hintereinander liegende Glasscheiben“, erklärt Grönegräs. Dadurch bleibt es in der Nähe der modernisierten Glasflächen jederzeit angenehm und die teure Heizwärme bleibt sehr viel länger in den eigenen vier Wänden. Zusätzlich kann im Frühjahr, Herbst und Winter die tiefstehende Sonne ihre wärmenden Strahlen ins Haus schicken, ohne dass sie gleich wieder in den Garten entweichen. „Wichtig in diesem Zusammenhang: Was in der kalten Jahreszeit die Heizkosten reduziert, kann im Sommer bei großflächigen und lange der Sonneneinstrahlung ausgesetzten Verglasungen zu heißen Köpfen der Hausbewohner führen“, ergänzt Grönegräs. In diesen Bereichen des Hauses oder der Wohnung helfen dann zum Beispiel individuelle Sonnenschutzlösungen wie Rollläden, Raffstoren, Großlamellen, Fensterläden, Fenster-Markisen oder auch spezielle, auf den Einzelfall abstimmbare Sonnenschutzgläser. „Bei der Suche nach der richtigen Sonnenschutzlösung helfen die Mitarbeiter im Fachbetrieb gerne. Außerdem gibt es für die Entscheidung, welches Glas in welchem Bereich des Hauses sinnvoll ist, besondere Berechnungsprogramme, die eine Modernisierung oder einen Hausneubau vereinfachen“, schließt der BFHauptgeschäftsführer.

Wichtige Kennwerte: WÄRMEDÄMMGLÄSER Wie gut Wärmedämmgläser ihren Dienst verrichten, verraten zwei Werte: Der Ug- und der g-Wert. Der Ug-Wert sollte möglichst klein sein, da das Glas dann wenig Wärmeenergie vom Innenraum nach außen entweichen lässt. Möglichst groß hingegen sollte der g-Wert sein, denn er besagt, wieviel kostenlose Sonnenwärme durch das Glas ins Eigenheim gelangt. Quelle: Bundesverband Flachglas

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Sicherheits-Upgrade Auch in Sachen Einbruchschutz sollten Sanierer auf moderne Fenster setzen. Bei vielen Häusern finden sich spezielle Einbruchssicherheitsschlösser an Terrassentüren oder nicht einsehbare Fenstern. Gerade die Hinterseite des Hauses ist oft eine Schwachstelle und bietet Einbrechern optimale Einbruchsmöglichkeiten. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt dann die Zahl der Einbrüche erheblich. Neben ausreichender Verriegelung sollte auch immer Wert auf einen stabilen Rahmen, einen hochwertigen Verbund zwischen Fenster und Wand und detailgenaue Montage gelegt werden. Neben den bereits Schutz bietenden Widerstandsklassen gegen Gewaltanwendung jeglicher Art ist natürlich auch die richtige Verriegelung von großer Bedeutung. Pilzkopfverriegelungen und Flügelverriegelungen in Boden- und Deckenschiene sorgen für eine verstärkte Sicherheit an Durchgangsflügeln von Terrassentüren. (erv) ■ GLÜCKSFAKTOREN: Dachfenster schaffen lichtdurchfluteten Wohnraum und verhelfen zu guter Laune. Denn Tageslicht begünstigt die Bildung des Glückshormons Serotonin, das Aktivität und Ausgeglichenheit fördert. Großformative (Dach-)Fenster sorgen für eine Optimale Tageslichtausbeute – selbst im Winter. Velux

FÜR DIE ZUKUNFT GEWAPPNET: Ob Sie sich in fünf Jahren noch an den Namen des Fensters erinnern, für das Sie sich heute entschieden haben? Wir wissen es nicht. Was wir aber sehr wohl wissen, ist, dass Sie sich mit „AFINO-tec“ in fünf Jahren noch keine Gedanken über neue Fenster machen müssen. Genauso wenig wie in zehn oder 15 Jahren. Warum das so ist? Weil Sie mit dem Produkt ein Fenster bekommen, das für Sie mitdenkt und sogar vorausschaut. Denn seine heutigen Innovationen machen sich vor allem auf Dauer bezahlt. Und über die variabel konfigurierbaren und kombinierbaren AFINOPakete können Sie Ihr AFINO-tec noch besser auf Ihren jetzigen und zukünftigen Bedarf abstimmen.Weru

Foto: Pixabay/kachi

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | FENSTERTAUSCH SCHLAUE KOMBI: Für dauerhaft wohltemperierte Räume sind die Holz/Alu-Fenster die ideale Basis. Sie verbinden die angenehme Behaglichkeit von Naturholz mit höchster Dichtheit, sehr guter Wärmedämmung und moderner Optik. Das Herz des Fensters bildet ein kammergetrockneter Massivholzrahmen. Nach außen hin sorgen form- und sehr witterungsbeständige Aluminiumschalen, die fest mit dem Holzrahmen verbundenen sind, dafür, dass Petrus’ Launen dem Material auf lange Sicht nichts anhaben können. Perfecta/epr

DER CHAMPION: Passivhäuser zu realisieren gilt als die Champions League in der Baubranche, insbesondere dann, wenn es um die Sanierung von Häusern geht. Unilux bietet dafür das passivhaustaugliche Holz/ Alu-Fenster der Serie „LifeLine“ an. Realisiert wird der Uw-Wert von 0,7 nicht nur durch das Glas, sondern auch durch ausgereifte kleine Detailänderungen im Fensterrahmen, für die keine Mehrpreise gegenüber dem Vorgängerprodukt anfallen. Kunden können demnach Holz/AluFenster mit förderfähigem Passivhaus Uw-Wert nahezu zum Standardfenster-Preis erhalten. Unilux

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GUTER TAUSCH: Das Fenstersystem „Castello“ steht für anspruchsvolle Technik, umfangreiche Ausstattung und gestalterische Vielfalt für Renovierung und Neubau. Weru

FENSTER-RENNER: Kunststoff-Fenster sind bei Bauherren und Sanierern am beliebtesten. Schon in der Basisversion erfüllen effiziente Bauelemente wie das „KF 404 S“ die hohen Anforderungen für die KfW-Förderung. Kneer Südfenster

ENERGIESPARSYSTEME: Aluprof, einer der führenden Entwickler von Aluminiumsystemen, führt mit „MB-59HS“ ein innovatives HebeSchiebe System mit schmalem Profil ein. Aufgrund seiner hohen Wärme- und Schalldämmung sowie der Schlagregen- und Luftdichtigkeit erfüllt das System alle gegenwärtigen Energiespar- und Umweltschutzanforderungen. Die schlanke Bauweise und vielseitigen Eigenschaften ermöglichen Architekten und Planern zahlreiche attraktive Einsatzmöglichkeiten bei der Gestaltung verschiedener Gebäudearten. Aluprof

Foto: Kneer Südfenster

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | GARAGENTORE ENERGIESPAREN IM EIGENHEIM HÖRT NICHT MIT DER FASSADE AUF: Auch über veraltete Garagentore, die nicht mehr den heutigen energetischen Standards entsprechen, geht vielfach wertvolle Wärmeenergie ungenutzt nach außen verloren. Das Garagen-Sectionaltor „RenoMatic 2015“ verfügt über doppelwandig isolierten Lamellen, die für eine gute Wärmedämmung sorgen und auf diese Weise den Geldbeutel schonen. Der im Lieferumfang enthaltene Antrieb ist ausgestattet mit der sicheren sogenannten „BiSecur“-Funktechnik, zwei Handsender sind gratis mit dabei. Hörmann

Klappe halten! Tore mit hohem Wärmeschutz sind das A und O einer gut isolierten Garage. Gerade, wenn diese an den Wohnraum grenzt, fungiert das Tor als wertvoller Energiesparer und Klimaschützer.

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in potentieller Schwachpunkt des Hauses in Sachen Energie und Dämmung ist das Garagentor. Während dies bei frei stehenden Garagen kaum eine Rolle spielt, sind am und im Haus angegliederte Garagentore neuralgische Punkte. Hier kann wertvolle Heizenergie entweichen. Bauherren und Renovierer tun gut daran auf Torlösungen mit einer guten Wärmedämmung zu setzen. Daher gilt es beim Torkauf auf gute U-Werte zu achten. Der Wärmedurchgangskoeffizient U – auch U-Wert und früher K-Wert genannt – ist ein Indikator, der die Dämmeigenschaften von Bauteilen und Baustoffen angibt. Gemessen wird, wie groß der Wärmestrom pro Quadratmeter ist, wenn auf den beiden Seiten des Bauteils oder Baustoffs ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Je geringer der U-Wert, umso besser die Dämmung. Die Maßeinheit lautet W/m²K.

haus: Moderne Garagentore passen sich dem Stil jedes Hauses an. Hinsichtlich des Modells hält der Tormarkt für jede Garagensituation die passende Lösung: von Schwing- oder Rollüber Flügel- bis hin zu Sektionaltoren. Letztere Tor-Variante ist besonders interessant, wenn es darum geht, Platz zu sparen. Es lässt sich nach oben oder zur Seite öffnen, wobei sich das Tor an der Wand beziehungsweise der Decke entlang öffnet, ohne nach vorne auszuschwingen. Erreicht wird dies durch die Sektional-Konstruktion: Das Tor besteht nicht aus einem Stück, sondern aus mehreren Sektionen, die über Gelenkmechanismen verbunden sind. Auch hier kann zwischen manueller und motorgetriebener Öffnung gewählt werden. (erv) ■

Außen hui, innen auch Bei der architektonischen Gestaltung von Garagen sind Bauherrenwünschen kaum Grenzen gesetzt. Ob Landhaus oder Stadtvilla, Fachwerk- oder Bauernhaus, Bungalow oder Holz-

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Checkliste für energieeffiziente Garagentore: • • • • • •

U-Wert der Torfläche max. 0,5 W/m²K? Torsektionen mit Dichtlippe isoliert? Nebentür in Tordesign lieferbar? Schlupftür in Garagentor integrierbar? Standby-Stromverbrauch des Torantriebs < 1 W/h? Stromversorgung über Sonnenkollektor möglich? Quelle: Novoferm

EINFACH AUSGETAUSCHT: Aufwendige Änderungen der Maueröffnung sind unnötig. Normstahl erledigt den Toraustausch in weniger als einem Tag. Und: Die Entsorgung des alten Tores wird natürlich übernommen. Da bleibt dem Hausherrn nur noch die Qual der Wahl, aus den zahlreichen Modellen der Normstahl Superior 42-Serie die passende Torvariante zu seinem gewünschten Wohnambiente auszusuchen. Normstahl/epr

KÄLTEBLOCKER: Besonders dicke, doppelwandige Tore lassen weniger Kälte nach innen und weniger Wärme nach außen. Sie verbessern die Wärmedämmung – ein Aspekt, der besonders bei Garagen zählt, die direkt an das Haus anschließen. Durch die Renovierlösungen können neue Tore auch bei ungünstigen Platzverhältnissen problemlos eingebaut werden. Teckentrup

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | WINTERGARTEN DAS KLASSISCHE GEWÄCHSHAUS: In einem Gewächshaus überwintern kostbare Topfpflanzen ebenso sicher, wie Lilien und Rosen. Von einem bereitgestellten Sitzplatz aus kann man den Pflanzen sogar beim Wachsen zusehen. Hier zu sehen ist das Modell „Victorian Lodge“. British Style/Hartley Botanic/epr

Zimmer aus Licht Glasanbauten erlauben uns zu jeder Jahreszeit die Natur zu genießen und überraschen immer wieder durch ihre architektonische Vielfalt. Möglichen Nutzungs- und Gestaltungsideen sind kaum Grenzen gesetzt – ein Wohlfühlklima herrscht aber nur in Glasoasen mit gutem Wärmeschutz.

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lasanbauten haben viele Funktionen: Die einen brauchen ihn als Winterquartier für Zitronen- und Lorbeerbaum, die anderen wollen darin entspannen und Kraft tanken, wieder andere benötigen einfach mehr Platz und entscheiden sich daher für einen Wintergarten-Anbau. Egal, welches Motiv vorherrscht, eines geht allen Wintergärten voraus: Die Bauerlaubnis. Denn leider ist es nicht überall möglich oder erlaubt, einen Wintergarten zu errichten. Bevor Sie beginnen, Ihre Pläne zu realisieren, ist ein Besuch bei der Baubehörde Pflicht. Denn ob ein Wintergartenbau genehmigt wird, hängt von den Landesbauordnungen der verschiedenen Bundesländer ab – aber auch die jeweilige Baubehörde der Stadt oder des Landkreises hat eine gewisse Entscheidungsbefugnis,

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wie und wo gebaut werden darf. Der Bauantrag ist in der Regel von einem vorlageberechtigten Architekten, Ingenieur oder Fachplaner zu erstellen und einzureichen. Ist diese Hürde genommen, geht es an die Detailplanung.

Wärmeschutz Neben dem Rahmen-Material sollten Bauherren genau auf die Wärmedämmeigenschaften der Wintergartenverglasung achten – insbesondere, wenn sie den Glasanbau als Wohnraum nutzen wollen. Die verbaute Verglasung darf im Sommer nicht zu viel Sonnenwärme herein und im Winter möglichst wenig Wärme hinaus lassen. Bewährt hat sich in dieser Hinsicht Mehrscheiben-Isolierglas, bei dem auf eine Herstellerkontakte ab S. 144.

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Fläche der Gläser im Scheibenzwischenraum eine hauchdünne Edelmetallbeschichtung aufgetragen ist. Diese reflektiert die langwellige Wärmestrahlung zurück in den Raum. Der Scheibenzwischenraum selbst ist mit Gas gefüllt, das eine geringere Wärmeleitfähigkeit als Lu besitzt. Meist kommt als wirtschaftlichste Lösung Argon zum Einsatz. Noch effizienter aber auch teurer, sind Krypton- und Xenon-Füllungen, die einen schmaleren Scheibenzwischenraum erlauben.

Klimaretter Für ein angenehmes Klima besonders an heißen Tagen sorgen zudem ausgeklügelte Lüftungssysteme. Da warme Luft leichter als kalte ist, steigt sie nach oben. Diese Konvektion lässt sich einfach ausnutzen, wenn in Bodennähe Öffnungen für die kältere Zuluft von außen eingebaut werden und an möglichst hoher Stelle die Öffnungen für die warme Abluft. Ideal ist es, die Öffnungen im Grundriss diagonal gegenüberliegend anzuordnen. Anzahl und Größe der Öffnungen hängt ab von der Dimension des Wintergartens, in welcher Himmelsrichtung er errichtet ist und ob zusätzliche Verschattungselemente verbaut sind. Zusätzlich kann auch eine mechanische Lüftung installiert werden, die verbrauchte Luft nach Bedarf absaugt und nachströmen lässt. Wann dies nötig ist, erkennt das Gerät durch einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmesser. (erv)  n

MODERNER FREISITZ FÜR TERRASSEN-FANS: Dank clevererer Glas-Faltwände lässt sich ein Wintergarten mit wenigen Handgriffen über die gesamte Front öffnen oder schließen. Solarlux

RÜCKZUGSORT FÜR NATURLIEBHABER: Die Rahmen entscheiden maßgeblich über die optische Wirkung eines Wintergartens. Aluminium lässt sich beispielsweise mit verschiedenen Hölzern kombinieren, um dem Glasanbau eine wohnlichere und natürliche Atmosphäre zu verleihen. Renaltner/epr

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | WINTERGARTEN

Zehn Tipps für den Wintergartenbau 1. TRÄUMEN SIE IM VORFELD Bauen Sie Ihren Traum-Wintergarten vorab im Geiste und lassen Sie die Gedanken schweifen. Überlegen Sie, wie Sie ihn nutzen möchten, wo er stehen und wie er aussehen soll. Nehmen Sie vielleicht auch Hilfsmittel zur Hand, mit welchen Sie sich die Abmessungen etwas verdeutlichen können. Einfache Latten oder Leisten eignen sich hervorragend. 2. STELLEN SIE EINE BAUVORANFRAGE Fragen Sie bei Ihrer zuständigen Baubehörde nach, was Sie auf Ihrem Grundstück bauen dürfen. Die Baugenehmigung übertragen Sie am besten einem nachweislichen Fachplaner für Wintergärten oder gegebenenfalls dem beauftragten Unternehmen. 3. INFORMIEREN SIE SICH IN WINTERGARTEN-FACHKREISEN

4.WÄHLEN SIE DIE ANBIETER BEWUSST AUS Beschränken Sie sich bei der Angebotserstellung auf drei bis maximal vier Anbieter von Wintergärten, die Ihnen entweder durch Empfehlungen oder durch seriöse Kommunikation besonders positiv aufgefallen sind. 5. BESICHTIGEN SIE DEN ORT GEMEINSAM Ein Fachmann kann alle Ihre Fragen kompetent beantworten und muss nicht in Worthülsen abschweifen. 6. PRÜFEN SIE DIE ANGEBOTE Beim Bau eines Wintergartens zählt nicht nur der Endpreis. Vergleichen Sie die angebotenen Komponenten und Leistungen sowie die Werthaltigkeit des Angebotes – stellen Sie Dumpingpreise ebenso in Frage wie extrem teure Komponenten. 7. BESPRECHEN SIE DIE ANGEBOTE Anschließend geht es in den Dialog mit den jeweiligen Anbietern - am besten mit einem großen Fragenkatalog mit allen Fragen zu Konzeption und Bau Ihres Wintergartens, der konsequent abgearbeitet wird. Bei Floskeln anstatt Fakten ist Skepsis angebracht.

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Nutzen Sie fachkompetente Informationsquellen, um sich über den Bau von Wintergärten zu informieren. Hier eignen sich Verbände, Fachpublikationen, auch das Internet und das Ratgebermagazin „Faszination und Information“ des Wintergarten-Fachverbands. Werden Sie sich über das Baumaterial im Klaren und verbinden Sie die Fachinformationen mit persönlichen Vorlieben. Jedes Material hat Vor- und Nachteile, darum seien Sie kritisch, wenn ein Anbieter ein Material total schlecht redet.

8. BESICHTIGEN SIE REFERENZOBJEKTE Lassen Sie sich von jedem Anbieter ein oder zwei Referenzobjekte zur Besichtigung nennen. Treffen Sie sich gegebenenfalls auch mit den Anbietern in deren Unternehmen und blicken Sie hinter die Kulissen. 9. ENTSCHEIDEN SIE MIT BEDACHT Werten Sie alle Erkenntnisse und Informationen in Ruhe aus und lassen Sie sich vor der endgültigen Entscheidung auch vom Preis/Leistungsverhältnis wie von persönlichen Befindlichkeiten leiten. Druck des Anbieters auf eine schnelle Unterschrift sollten Sie ignorieren, auch wenn dieser mit einer Reihe von Versprechungen garniert ist. Den richtigen Partner zum Bau Ihres Wintergartens finden Sie letztendlich intuitiv – dort, wo Sie sich gut beraten fühlen. 10. VORSICHT BEI VERTRAGSABSCHLUSS Fixieren Sie alle Zusagen und Vereinbarungen schriftlich, verlangen Sie einen Ausführungsplan und vereinbaren Sie verbindliche Zahlungsmodalitäten. Ein Zeitfenster für die Bauabwicklung ist ebenso wichtig wie eine detaillierte Leistungsbeschreibung. Quelle: Wintergarten Fachverband

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VERSCHATTUNG | SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN

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oderne Wohnkonzepte, gepaart mit Leichtigkeit und Wohlgefühl, sind angesagt. Offene Raumsituationen und großzügige Fensterflächen unterstreichen dieses Wohngefühl und erfordern gleichzeitig fein abgestimmte Fensterdekorationen. Mit einem gleichmäßigen Faltenbild auch an großen Fensterflächen und ohne störende Lichtpunkte aufgrund der innenliegenden Technik

unterstreicht „Duette“-Wabenplissee diese neue Modernität und ist gleichzeitig der perfekte Licht-, Sicht- und Sonnenschutz. Gepaart mit den Vorzügen der Original Klimazone bietet „Duette“, das Original Wabenplissee, einzigartige Vorteile. Die „Duette“Wabenstruktur schafft ein natürliches Luft polster, das im Sommer die Wärmeaufnahme am Fenster um bis zu 78 Prozent reduziert. Wenn drau-

ßen sommerliche Hitze herrscht, sorgt die „Duette“-Klimazone für das richtige Wohlfühlklima ohne den Einsatz energieintensiver Klimaanlagen. Sie schützt mit ihrem Luftpolster vor Sonnenlicht, aggressiver Hitzeeinstrahlung und schädlichen UV-Strahlen. On top wird auch die Raumakustik durch die Wabenstruktur mit ihren Luft kammern spürbar und deutlich verbessert. Q

QHunter Douglas Components Spohrstr. 9, 34117 Kassel, Tel.: 0561 40998-0, info@hunterdouglas.de, www.duette.de

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | VERSCHATTUNG DIE PASSENDE FENSTERDEKORATION FÜR JEDEN RAUM: Mit Qualität und Stil verleiht sie ihm Wohnlichkeit und seine ganz persönliche Note. Dabei soll sie gleichzeitig unerwünschte Blicke und zu grelle Sonne fern halten. Das Wabenplissee „Duette“ ist genau die richtige Wahl, wenn Sie bei der Fensterdekoration keine Kompromisse eingehen wollen. Die doppellagige Wabenstruktur sorgt einerseits für eine großartige Optik. Andererseits sind die Waben entscheidend für das Raumklima – ein natürliches Luftpolster, das Sommerhitze draußen hält und im Winter den Wärmeverlust am Fenster reduziert. Hunter Douglas/Duette

Machen Sie die Schotten dicht!

Trotz Mehrfachverglasung stellen Fenster einen energetischen Schwachpunkt in der Fassade dar: Durch sie geht mehr Heizenergie verloren als durch die gedämmte Fassade. Mit Rollläden und Co. lassen sich die Wärmeverluste jedoch aufhalten.

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ollläden wirken wie eine Thermoskanne: Zwischen dem geschlossenen Rollladenpanzer und der Fensterscheibe bildet sich eine isolierende Luftschicht. Dazu kommt der Wärmedurchlasswiderstand des Panzers selbst, der eine übermäßige Wärmeabstrahlung verhindert. Voraussetzung für den Effekt ist, dass die Rollladen zuverlässig geschlossen werden, wenn es draußen besonders kalt und stürmisch ist. Laut Bundesverband Rollladen e. V. sind besonders mit Motor und Zeitschaltuhr ausgestattete Produkte empfehlenswert, denn sie sorgen auch bei Abwesenheit der Bewohner für den Verschluss. Tagsüber sollten die Rollläden wieder hochgefahren werden, um die Wintersonne ins Haus zu lassen. Mit der motorisierten Variante entfällt nicht nur das kräftezehrende Hochziehen, sondern ein motor-betriebener Rollladen punktet auch optisch, da ein Rollladenmotor Gurt samt Gurtwickler ersetzt.

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Den Motorantrieb und die automatische Steuerungstechnik können die Fachleute des Rollladen- und Sonnenschutztechniker-Handwerks auch nachträglich einbauen. Darüber hinaus beraten sie Hausbesitzer über weitere Möglichkeiten der Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Mit der entsprechenden App lassen sich die Rollläden zum Beispiel auch per Smartphone oder Tablet steuern und überwachen.

Die richtige Kombi Bei der architektonischen Gestaltung von Garagen sind Bauherrenwünschen kaum Grenzen gesetzt. Ob Landhaus oder Stadtvilla, Fachwerk- oder Bauernhaus, Bungalow oder Holzhaus: Moderne Garagentore passen sich dem Stil jedes Hauses an. Hinsichtlich des Modells hält der Tormarkt für jede Garagensituation die passende Lösung: von Schwing- oder Roll- über Flügel- bis hin zu Sektionaltoren. Die besten ErHerstellerkontakte ab S. 144.

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gebnisse erzielt die Kombination von außen- und innenliegendem Sonnenschutz. Innen angebrachte Behänge wie Rollos oder Plissees reflektieren einen Teil der Wärme zurück in den Wohnraum und sorgen für ein behagliches Wohnklima. Dekorative Stoffe und hochwertige Materialien sind zusätzliche Hingucker und werten das Wohnambiente zusätzlich auf. Hier reicht die Auswahl von transparenten bis zu abdunkelnden Stoffen, von Leinen- und Baumwoll-Faltstores bis zu pflegeleichten Polyestergeweben. Bei aller Optik sollte stets auch auf eine komfortable Bedienbarkeit der Verschattungselemente geachtet werden. (erv) ■

WINTERGARTENBESCHATTUNG: „Select“-Lichtschienen bestehen aus dem bekannten Lamellenprofil und haben eine robuste siebartige Struktur, durch die ein dezent reguliertes, klares und angenehmes Sonnenlicht flutet. Die Anzahl der Lichtschienen im Rollladenbehang bestimmt der Wintergartenbesitzer, zum Beispiel jede dritte, jede vierte oder nur eine Sektion. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. An einem Sommertag erlebt man den ganzen Tag die morgendliche Frische. Die Pflanzen gedeihen besonders bei wachstumsförderndem Licht und haben optimalen Schutz vor sengender Sonne. Schanz Rollladen

STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG: Wer heut schon an die Zukunft denkt und sich für die Installation einer automatischen RollladenSteuerung entscheidet, wird staatlich unterstützt: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert Modernisierungsmaßnahmen, die Barrieren reduzieren und eine hohe Wohnqualität gewährleisten – dazu zählen auch Smart-Home-Systeme. Es lohnt sich daher die Fördermöglichkeiten vor dem Kauf einer Hausautomation zu prüfen. Rademacher

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | VERSCHATTUNG

Vorbaurollladen nach Maß Vor allem für den nachträglichen Einbau stellen Vorbaurollläden eine unkomplizierte Lösung dar. Da eine Vorbau-Lösung an der Außenseite des Gebäudes angebracht wird, entsteht keine Wärmebrücke durch den Rollladenkasten. Zudem können die Rollläden problemlos auf einer gedämmten Fassade angebracht werden. Besonders schnell und einfach gelingt die Montage mit Komplettsets von Schellenberg (als Selbstbau-Set oder als vormontierte Lösung erhältlich). Ausmessen:

Führungsschienen bohren:

Die Führungsschienen müssen an den entsprechenden Markierungen von zwei Seiten gebohrt werden. Mit einem sechs mm Bohrer beide Seiten der Schienen durchbohren. Anschließend mit einem Bohrer von zehn mm Durchmesser die vordere Seite der Führungsschiene nachbohren.

Führungsschienen mit Rollladenkasten verbinden:

Vor der Bestellung des Rollladens muss genau Maß genommen werden. Messen Sie dafür an drei Stellen: oben, in der Mitte und unten in der Fensterleibung.

Führungsschienen bis zum Anschlag über die Zapfen am Rollladenkasten schieben.

Schritt 4

Schritt 1

Führungsschienen anzeichnen:

Rollladen positionieren:

Ermitteln Sie die Position der benötigten Befestigungslöcher in den Führungsschienen. Anschließend übertragen Sie die Maße auf die Schienen und markieren sie.

Schritt 2

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Schritt 3

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Den Vorbaurolladen samt Führungsschienen hochheben und an gewünschter Stelle am Fenster positionieren.

Schritt 5

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Führungsschienen bohren:

Fertig!

Den Rollladen festschrauben. Zwischendurch mit der Wasserwage überprüfen, ob der Rollladenkasten waagerecht und die Führungsschienen im rechten Winkel ausgerichtet sind.

Schritt 8

Schritt 6

Rollladenkasten schließen: Nach der Funktionsüberprüfung die Abdeckung des Rollladenkastens anbringen.

Schritt 7

Quelle: Schellenberg

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | DACH ZWEI IN EINEM: Dachsteine von Nelskamp mit der „ClimaLife“Technologie schützen das Haus und die Umwelt. In Zukunft werden sie den geprüft gesunden Schrägdachaufbau des Sentinel Haus Instituts komplettieren. Innovative Technologien können aus der Dachdeckung ein AktivDach machen, so zum Beispiel das optisch perfekt integrierte „SolarPowerPack“, das in Kombination mit einer Wärmepumpe kostenlose Umweltwärme für die Gebäudeheizung und Warmwasser nutzt – auch wenn die Sonne nicht scheint. Nelskamp

Icons: Flaticon

Decken Sie sich ein! Dächlein‘ deck dich! Leider funktioniert das Dachdecken nicht so einfach wie das Tischdecken in Grimms Märchen. Bauherren und Renovierer sollten sich daher vorab über die Vor- und Nachteile einzelner Werkstoffe informieren – denn ein neues Dach beeinflusst die Optik und Energieeffizienz eines Hauses erheblich.

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rüher oder später steht bei jedem Haus eine neue Dacheindeckung an. Nachdem Ziegel, Dachstein und Co. jahrzehntelang der Witterung ausgesetzt waren, ermüdet das Material. Das Dach kann so undicht werden und schützt nicht mehr ausreichend gegen Regen und Wärmeverluste. Bei der Wahl einer neuen Dachhaut spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Was gibt der Bebauungsplan vor? Welches Material passt zur Optik meines Hauses? Welches Budget habe ich zur Verfügung? Nicht jeder Baustoff eignet sich für jede Dachform und passt optisch in die Landschaft beziehungsweise reiht sich in die Nachbarschaft ein. Bei gängigen Dachformen, wie Sattel-, Walm- oder Zeltdach, finden meist Dachziegel, Schiefer, Dachsteine oder Zink Platz. Dies sind hierzulande die beliebtesten Dacheindeckungen. Zudem bieten die Materialien guten Schutz vor der Witterung und halten das Dach bei fachgerechtem Einbau zuverlässig dicht.

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Dachziegel Dachsteine bestimmen seit Jahrzehnten die deutsche Dachlandschaft. Sie schützen zuverlässig vor Umwelteinflüssen jeglicher Art und überzeugen insbesondere durch ihre ökologische Herstellungsweise: Dachsteine und Dachziegel bestehen aus Rohstoffen, die in der Natur vorkommen.

Schiefer Eines der wertvollsten Bedachungsmaterialien ist Schiefer. Er verleiht nicht nur eleganten Gründerzeitvillen eine besondere Note, sondern macht auch bei moderner Architektur eine gute Figur. Mit dem Naturstein aus der Erde lassen sich selbst die schwierigsten Dachformen elegant realisieren. Das 400 Millionen Jahre alte Sedimentgestein Schiefer fördert ein gutes Wohnklima und erfüllt alle Anforderungen an eine wohngesunde Eindeckung mit Bravour. Zudem Herstellerkontakte ab S. 144.

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ist der beständige Baustoff ein wahrer Experte, wenn es darum geht, individuelle, ausgefallene bzw. schwierig zu realisierende Eindeckungen zu verwirklichen. Optisch punkten Schindeln aus Schiefer durch ihren seidigen Schimmer, der sich je nach Sonneneinstrahlung verändert.

Zink Zink kommt immer häufiger als Dacheindeckung zum Einsatz. Das Material zeichnet sich neben seiner reizvollen Optik – bedingt durch die typisch blaugraue Patina – auch durch eine große Vielseitigkeit aus. Zink ist eine Legierung aus natürlichen, gesundheitlich unbedenkli-

chen Werkstoffen und ist beinahe vollständig recycelbar. Es wird besonders oft auf Dächern und an Fassaden eingesetzt, wobei zusätzliche Architekturdetails möglich sind. Zudem wird Titanzink zur Herstellung passgenauer Dachentwässerungssysteme und dachintegrierter Solaranlagen verwendet. Gerade bei Dachstühlen, die neben ihrem Eigengewicht nur eine sehr leichte Eindeckung vertragen, ist der Einsatz des Werkstoffes Zink aufgrund seines geringen Gewichtes empfehlenswert. Es lässt sich leicht formen, ist gut zu verarbeiten und hat eine sehr lange Lebensdauer. Zink ist zudem nicht brennbar, hält Elektrosmog fern und leitet Blitzstrom ab. (erv)  n

HARTE SCHALE: Dachsteine von Braas sind streng genommen keine Steine, sondern ein modern designter HightechWerkstoff. Aber sie besitzen alle guten Eigenschaften ihres Namensvetters: Sie sind hart wie Stein und quasi unverwüstlich. Zudem liegen sie sicher auf dem Dach, sind extrem bruchfest, frostbeständig und härten im Laufe der Jahre immer weiter aus. Ursache ist die Carbonatisierung, die die Festigkeit der Dachsteine während der ersten zehn Jahre um bis zu 40 Prozent steigen lässt und sich nach 30 Jahren sogar verdoppelt. Braas

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | DACH

Die Materialklassen: Material

Eigenschaften

Preis pro m²

Ziegel

Dachziegel sind leichter als Beton; extrem witterungsbeständig, sehr lange haltbar und in verschiedenen Formen und Farben erhältlich.

25 - 50 Euro

Beton

Dachsteine aus Beton sind günstiger und schwerer als Ziegel, liegen fest auf dem Dach, sind leicht zu verlegen und besonders frostbeständig.

18 Euro

Schiefer

Schiefer hat eine sehr lange Lebensdauer, ist ein Naturstein und lässt sich dank seiner verschiedenen Farbnuancen sehr vielseitig modellieren. Schieferplatten sind besonders sturm- und witterungsbeständig.

90 Euro

Kunstschiefer

Kunstschiefer ist eine günstige Alternative zum teuren Schiefer. Kunstschiefer ist ähnlich langlebig, sturm- und witterungsbeständig wie Naturschiefer, jedoch deutlich leichter.

5 Euro

Reet

Reetdächer sind atmungsaktiv, regulieren die Feuchtigkeit des Hauses, sind extrem gut gedämmt und besonders witterungsbeständig. Allerdings bringen Reetdächer einen hohen Wartungsaufwand mit sich und sind besonders feuergefährdet, weshalb für dieses Material besondere Bau- und Brandschutzbestimmungen gelten.

100 Euro

Kupfer

Kupfer ist leicht zu verlegen, zu warten und zu erhalten. Das Material ist auch für komplizierte Anschlüsse bei der Dacheindeckung geeignet, hat eine gute Beständigkeit, einen geringen Wartungsaufwand und eine sehr lange Lebensdauer. Allerdings lässt bei Kupfer der optische Aspekt ein wenig zu wünschen übrig. Zudem verträgt es Kupf sich nicht mit allen Metallen.

90 Euro

Bitumen

Das Naturprodukt Bitumen dichtet das Dach vortrefflich ab, ist flexibel einsetzbar und einfach zu verarbeiten. Allerdings muss es regelmäßig gewartet werden.

22 Euro

Faserzementplatten

Faserzement ist eine extrem feuerfeste und langlebige Dacheindeckung. Die kleinen Platten sind leicht zu verlegen und optisch sehr ansprechend. Eine hohe Bandbreite an Farben und Oberflächen bietet jedem Bauherren und Planer einen großen Gestaltungsspielraum.

30 - 50 Euro

HUT AUS ZINK: Für Generationen gemacht - wartungsfrei - langlebig - nachhaltig. Seit über 150 Jahren wird Zink für die Anwendung an Dächern eingesetzt. Der Naturwerkstoff hat sich über fast ein halbes Jahrhundert hinweg Prestige erworben, er besticht durch Qualität und überzeugt durch zeitlose Schönheit. Rheinzink

Quelle: Energieheld.de

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Finanzierungstricks: ENERGIEEFFIZIENT SANIEREN - INVESTITIONSZUSCHUSS (PROGRAMMNUMMER 430): Gefördert werden zehn Prozent der Sanierungskosten von Dachdämmung und Erneuerung der Dacheindeckung, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. ENERGIEEFFIZIENT SANIEREN - KREDIT (PROGRAMMNUMMER 151): Mineralische Dämmstoffe haben den Vorteil, dass sie nicht brennbar sind. Außerdem sind diese Baustoffe diffusionsoffen. Das heißt, sie nehmen Feuchtigkeit auf, geben diese aber auch wieder ab und regulieren so das Raumklima. Hinzu kommt, dass mineralische Dämmstoffe sehr umweltfreundlich sind, da sie fast ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. ENERGIEEFFIZIENT SANIEREN - KREDIT, EINZELMASSNAHMEN (PROGRAMMNUMMER 152): Die Förderung über zinsgünstige Darlehen beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie eine Dachdämmung mit neuer Dacheindeckung. Dazu kommt ein Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent der Kreditsumme.

Dreidimensionale Handwerkskunst H andwerk, Kunst und Kultur zu verbinden, das war der Wunsch von Flaschnermeister Wolfgang Huber aus Kißlegg im Allgäu. Diesen Wunsch erfüllte er sich durch die Aufstockung eines früheren Stallgebäudes und kombiniert nun Werkstatt mit Ausstellungsfläche. Das neue Obergeschoss wurde mit einer komplett handwerklich gefertigten Rautenfassade aus Zink bekleidet. Wolfgang Huber hatte vor einigen Jahren die einmalige Gelegenheit, die Ausstattung einer seit 1959 unberührten, aber komplett erhaltenen Flaschnerwerkstatt zu übernehmen. Die inzwischen fast schon historisch zu nennenden Werkzeuge und Materialien gaben den Anstoß für die Einrichtung einer eigenen Werkstatt für Ornamentbau und Denkmalpflege, die Wolfgang Hubers bisherigen Arbeitsräume für moderne Dach- und Fassadenbekleidungen ergänzt. Diese zweite Werkstatt befindet sich im Sockelgeschoss eines früheren Stallgebäudes von etwa 1900, das mit einer weiteren, betont modern gehaltenen Etage aufgestockt wurde. Dieses Obergeschoss nutzt der Flaschnermeister für Kunstausstellungen, aber auch für kulturelle Events, Seminare oder Kollegentreffs innerhalb der Branche. Das Anliegen von Wolfgang Huber ist, vor allem junge Menschen für das Handwerk zu begeistern und Öffentlichkeitsarbeit für den Beruf des Flaschners zu betreiben. n

Quelle: Rheinzink

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE DACHEINDECKUNG OPTIMIEREN | DACH| DACH TRADITION TRIFFT TECHNIK: Der jahrhundertealte Werkstoff Schiefer hat nichts an Attraktivität verloren. Diverse Verlegearten machen ihn zu einem Hingucker auf jedem Hausdach.

Hoch gedämmtes Schieferdach Mit dem nagelbaren Aufsparrendämmelement vereint Rathscheck Schiefer das bewährte Naturgestein mit einen hohen Wärmeschutz. Dank dieser leistungsfähigen Dämmung sind Dächer bis zum Passivhausstandard realisierbar.

E

s heißt, diese Villa wurde einst von einem wohlhabenden Braunschweiger Kaufmann für seine Geliebte errichtet. Die Lage des Gebäudes am westlichen Umflutgraben des Flusses Oker innerhalb des klassizistischen Wallrings ist einmalig reizvoll. Heute steht die Villa in zentraler grüner Stadtlage unter Denkmalschutz. Auf der Nordhälfte des Satteldaches mit Kniestock und Südgiebel ist quer ein Zwerchhaus aufgesetzt. Es besitzt eine dreiteilige klassizistische Fensterrahmung mit jeweils zwei Fenstern pro Geschoss und eine Figurennische zwischen den obersten Fenstern. Das prächtige Drempelgesims ist mit pflanzlichen Ornamenten verziert. Spiralbänder schmücken auch Giebel und Traufe des Hauptdaches.

Historisches Haupt Das Schieferdach wurde im Krieg beschädigt, provisorisch repariert und später im Zuge eines Dachausbaus mit Konterlatten, Dachlatten und dunklen Betonsteinen überbaut. Bei der Grundsanierung des Domizils im Frühjahr 2014 wurde die alte Deckung abgenommen, die Dach- und Konterlatten wieder zurückgebaut, das nagelbare Aufsparrendämmsystem

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„ThermoSklent D“ von Rathscheck montiert und das gesamte Dach nach altem Vorbild wieder mit Schiefer eingedeckt. Dachsanierungen mit Aufsparrendämmungen litten bisher am aufwendigen und hohen Schichtenaufbau. Mit der Einführung der nagel- und schraubbaren Aufsparrendämmung veränderte sich diese Situation maßgebend. Im Fall der Braunschweiger Villa reduziert sich der Höhenunterschied zwischen der alten ungedämmten Betondachstein-Deckung und der neuen hochwertig gedämmten Schiefer-Deckung auf nur vier Zentimeter. Vom Boden aus betrachtet ist dieser Höhenunterschied marginal und nicht wahrnehmbar. Das Schieferdach wurde mit einer geradlinigen Ortganglösung ausgeführt, wodurch es schlank und filigran wirkt. Im Fall der Braunschweiger Villa ist das insgesamt 14 Zentimeter dicke Aufsparrendämmelement (Lambda-Wert 0,023 W/mK) mit einer ebenfalls 14 Zentimeter dicken Zwischensparren- bzw. Dachbodendämmung kombiniert. Beide Dämmlagen zusammen erreichen einen hervorragenden U-Wert von 0,11 W/m²K (Passivhausstandard). Damit ist das Dach des Hauses ein besonders elegantes Beispiel dafür, wie hochwertiger Wärmeschutz mit einem Schieferdach denkmalgerecht realisiert werden kann. n Herstellerkontakte ab S. 144.

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SPEZIAL: HAUSHÜLLE OPTIMIEREN | DACH

FEINSCHLIFF: Mit Profiwerkzeugen befestigen die Handwerker die Schieferelemente sicher an der Dachhülle, die dank einer guten Wärmedämmung vor Energieverlusten schützt.

ÜBERLAPPEND: Die großformatigen Schieferplatten kommen bereits in der passenden Größe zur Baustelle – so ist das Dach in Windeseile fertig gestellt.

Nur für Profi-Hände: Damit Anschlüsse dicht bleiben und das Dach auch bei Sturm und Schnee sicher ist, sollte immer ein Dachdeckerbetrieb die Eindeckung und die Dämmung ausführen. Vor der Auftragsvergabe muss der Auftraggeber eine Reihe von Fragen klären, damit das neue Dachgeschoss allen Wünschen entspricht. In manchen Fällen ist es sinnvoll, sich den Rat eines Energieberaters oder eines Architekten zu holen. Um diese Punkte geht es: • Welche Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind zu berücksichtigen? • Ist das Dach steil genug für einen Dachausbau? • Ist eine Solaranlage sinnvoll? • Gibt es Förderprogramme (bspw. von der KfW), die bei der Finanzierung genutzt werden können? • Ist eine Baugenehmigung erforderlich? Wer sich entsprechend gut vorbereitet, hat lange Freude an seiner „fünften Fassade“. Quelle: Rockwool

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Das ist schlau! Jetzt Heizung erneuern. Mit Westfalengas.

Wenn Ihre alte Heizung Ihr Portemonnaie zum Frieren bringt. Wenn Sie für Wärme genug Geld verbrannt haben: Werfen Sie Ihren gefräßigen Heizungsdino raus. Genießen Sie Nest-Wärme zum Spartarif. Mit einer modernen FlüssiggasBrennwertheizung und bis zu 30 % Energiekostenersparnis. Ganz einfach mit Westfalengas. Informieren Sie sich:

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MODERNISIEREN | ENERGETISCHE SANIERUNG

Fakten statt Mythen Eine energetische Sanierung sei unwirtschaftlich, die Dämmung führe zu Schimmel und Spechte picken Löcher in die Fassade: Diese und weitere Meldungen zu vermeintlichen Nachteilen einer energetischen Sanierung tauchen immer wieder auf. Mit diesen Vorurteilen räumen wir auf!

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„Alles muss gedämmt werden“

„Besonders auf gedämmten Wänden gedeihen Algen“

„Gute Architektur ist mit energetischer Sanierung unmöglich“

Energetische Sanierung ist viel mehr als nur Fassadendämmung, wenngleich dies häufig eine wichtige und sinnvolle energetische Sanierungsmaßnahme ist. Wichtig ist, das Haus als Gesamtsystem zu betrachten. Denn der Energiebedarf kann durch zahlreiche Maßnahmen gesenkt werden. Sie können zum Beispiel effi ziente Anlagentechnik einsetzen, erneuerbare Energien einbinden und die Gebäudehülle inklusive der Fenster genau unter die Lupe nehmen. Es gibt keinen Sanierungs- oder gar Dämmzwang. Vielmehr unterstützt der Staat durch zahlreiche Förderprogramme die Sanierung alter Gebäude zu Effi zienzhäusern. Welche Förderung in Frage kommt, welche Sanierungsmaßnahme die richtige ist und wann sie sich rechnet, sagt Ihnen ein Energieberater.

Grüne Beläge auf der Fassade entstehen, wenn der raue Außenputz der Fassade kälter als die Luft ist und sich über längere Zeiträume Feuchtigkeit niederschlägt. Genau derselbe Umstand kann auch bei Balkonen und bei unbeheizten Gebäuden wie zum Beispiel Garagen auft reten. Es handelt sich deswegen keineswegs um ein neues Phänomen. Wer das Risiko von Algenbewuchs minimieren möchte, sollte folgendes beachten: Überstände am Dach und den Fensterbänken sollten nach Anbringung der Dämmung auch weiterhin über die Fassade hinausreichen, um diese besser vor Regen zu schützen. Eine dickere Putzschicht speichert mehr Wärme, sodass sich in kalten Nächten seltener Kondenswasser an der Außenwand bildet. Zusätzlich können Kalkputze den Algenbefall deutlich verringern.

Schöne Fachwerk- und Stuckfassaden werden auch weiterhin charakteristisch für unsere Städte sein. Eine Vielzahl denkmalgeschützter Gebäude, die auch ohne Dämmung der Fassade zu Effi zienzhäusern modernisiert wurden, sind das beste Beispiel dafür. Denn es gibt zahlreiche Alternativen wie den Austausch der Heizung, den Einsatz erneuerbarer Energien oder auch die Dämmung der Keller- und obersten Geschossdecke. In einem Effi zienzhaus-Wettbewerb haben wir gezeigt, dass auch Häuser mit einer 350-jährigen Geschichte architektonisch wertvoll zu hochenergetisch sanierten Effi zienzhäusern umgebaut werden können. Auch hier gilt: Lassen Sie sich von einem spezialisierten Fachmann beraten, um eine sinnvolle Lösung für Ihr Haus zu fi nden.

Das Haus als Gesamtsystem betrachten: Von der Einzelmaßnahme bis hin zur Komplettsanierung gibt es zahlreiche Lösungen, die sich rechnen.

FAZIT Algen auf der Fassade sind kein typisches Phänomen für gedämmte Häuser.

Energetische Sanierung und gelungene Architektur – auch im Denkmalschutz – sind kein Widerspruch. Für jedes Haus gibt es individuelle Lösungen. Gr

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Der Energieausweis wird an vielen Stellen kritisiert. Seine Bedeutung wird jedoch unterschätzt: Der Energieausweis macht den Energieverbrauch oder -bedarf transparent und verschiedene Immobilien vergleichbar. Er ist die einzige Möglichkeit für Kauf- und Mietinteressenten, sich über den energetischen Zustand ihres Gebäudes zu informieren. Zudem erhalten Hauseigentümer Modernisierungsvorschläge, um zukünftig Energie zu sparen. Wir empfehlen einen sogenannten Bedarfsausweis, da dieser über die Bausubstanz, die Heizanlage und einen errechneten Energieverbrauch Auskunft gibt. Entscheidend für verlässliche Aussagen im Energieausweis ist eine Vor-Ort-Begehung des Gebäudes durch einen qualifizierten Energieberater. Quelle: Dena

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„Der Energieausweis ist überflüssig und bürokratisch“

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Der Energieausweis informiert über die energetische Qualität des Hauses und sorgt damit für Transparenz und Vergleichbarkeit. Eine Vor-Ort-Begehung durch einen qualifizierten Energieberater ist besonders wichtig.

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MODERNISIEREN | EINBRUCHSCHUTZ

Smarte Hauswächter SO HABEN EINBRECHER DAS NACHSEHEN: „Protexial io“ ist ein modular aufgebautes System, das ohne Kabel auskommt und sich an die jeweilige Wohnsituation anpasst: Außenbewegungsmelder und Überwachungskameras erfassen einen Eindringling bereits, während er sich durch den Garten schleicht. Öffnungs- und Glasbruchmelder schützen Terrassentüren und Fenster. Im Ernstfall lösen sie sofort die Alarmsirene aus und sorgen bei einer Verknüpfung mit Smart Home-Produkten dafür, dass die Rollläden sich automatisch schließen. Gleichzeitig erhalten bis zu vier Empfänger eine Sprachnachricht oder eine SMS auf ihr Smartphone. möglich. Somfy

Egal, welche Technikmesse Sie derzeit besuchen: Smart HomeAnwendungen sind DAS Thema. Schon bald werden sie aus unseren Häusern kaum mehr wegzudenken sein. Neben Energieersparnis und Komfortgewinn wird insbesondere ein erhöhter Einbruchschutz als Kaufargument genannt. In welcher Hinsicht kann intelligente Technik das Eigenheim vor Langfingern schützen? ALLES IM BLICK: Mit seinen zwei neuen IP-Kameras zur Innen- und Außenüberwachung bietet SpotCam nun auch benutzerfreundliche Lösungen für Privathaushalte an. Dabei stehen die in HD-Qualität erfassten und in einer Cloud abgespeicherten Aufnahmen 24 Stunden lang kostenlos zur Einsicht bereit – mit entsprechendem Aufpreis sogar drei, sieben oder 30 Tage. Für die Sicherheit der Datenübertragung sorgt eine 128-Bit-SSL-Verschlüsselung. SpotCam/D.A.CH.

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nders als bei Heizung und Beleuchtung hängt der Einbruchschutz nicht nur an einem Gerät wie der Alarmanlage. Vielmehr besteht ein sicheres Zuhause aus einer Vielzahl miteinander vernetzter Komponenten, die in unterschiedlichen Bereichen des Hauses für Sicherheit sorgen. Und das ist angebracht: Laut Angaben des deutschen Versicherungsverbandes (GDV) stieg die Zahl von Wohnungseinbrüchen in den letzten fünf Jahren um 35 Prozent an. Allein im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 150.000 Mal Türen aufgebrochen und Fenster ausgehebelt. Wider Erwarten finden die meisten Wohnungseinbrüche übrigens nicht nachts statt, sondern am späten Nachmittag, wenn die Bewohner noch bei der Arbeit sind.

Richtig aufrüsten mit Sensoren Smart Home-Lösungen geben mittels Sensoren und Aktoren Befehle weiter und führen sie aus. Wird beispielsweise ein Fenster geöff net, erkennt ein Sensor am Fensterrahmen und übermittelt per Server an das Thermostat des Heizkörpers den Befehl „Herunterregeln“, damit keine wertvolle Heizenergie verloren geht. „Weiß“ das Haus jedoch, dass eigentlich niemand im Haus ist (der Bewohner kann dies beim Verlassen der Wohnung entsprechend einprogrammieren), kann der Fensterkontakt auch ein spontanes Lichtkonzert auslösen oder den Rauchmelder aktivieren, um potentielle Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Eine solche Alarmwächter-Funktion haben auch Präsenzmelder, die

bei verdächtigen Bewegungen im Haus die Musikanlage anschalten und Rollläden herauffahren lassen können. Der Überraschungseffekt ist vorprogrammiert! Weitere nützliche Sensoren sind zum Beispiel Glasbruchmelder, elektronische Schlüssel oder Wassersensoren.

Immer informiert Wenn Hausbewohner unterwegs sind, können sie in Echtzeit über die Vorgänge zu Hause informiert werden: Im Ernstfall übermittelt die smarte Technik im Eigenheim eine Nachricht auf das Smartphone des Besitzers oder meldet einen Einbruch direkt bei der Polizei. Ist eine Überwachungskamera im Haus installiert, können deren Bilder jederzeit per App auf mobile End-

KfW-Förderprogramm für Gebäudeschutz: Wer seine vier Wände mit elektronischer Sicherheitstechnik vor Langfingern schützen möchte, kann auch das Förderprogramm „Altersgerecht Wohnen“ der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nutzen. Für bestehende Gebäude lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Bewegungsmelder und Einbruchmeldeanlagen finanzieren – mit einem zinsgünstigen Darlehen oder Zuschuss. Der Förderkredit ist auch mit anderen Förderprogrammen kombinierbar, etwa dem KfW-Darlehen für energetische Sanierung. Telenot hat für die KfW-Förderung drei Alarmanlagen-Pakete geschnürt: „Aduko“ schützt mit seinen Sicherheitskomponenten vor Einbruch, „Arteo“ zusätzlich vor Brand. „Akesso“ kümmert sich auch noch darum, dass einzelne Bereiche Zuhause nur von berechtigten Personen betreten werden können, etwa das Arbeitszimmer. Die Pakete kosten bis zu 25 Prozent weniger, wie die enthaltenen Komponenten im Einzelverkauf. Telenot

ZUVERLÄSSIGE SICHERHEIT BEI NIEDRIGEN KOSTEN: Die „Q3200“ besteht aus der IP-FunkAlarmzentrale mit Sirene, einem Tür/ Fenstersensor, der Einbrüche verhindert, und einem Bewegungsmelder mit PIRFotokamera. Die Alarmanlage ist gegen Manipulationsversuche geschützt dank Sabotagekontakten an der Rückseite der Sensoren. Sie funkt auf einer Frequenz, die europaweit für Alarm-Funk reserviert ist. Die lauten Sirenen alarmieren Sie und Ihre Nachbarn im Ernstfall sofort. Aber auch über Ihr Smartphone werden Sie direkt verständigt. Blaupunkt

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MODERNISIEREN | EINBRUCHSCHUTZ

Vor- & Nachteile von Smart Homes mit … … kabelgebundenem System hohe Reichweite weniger störungsanfällig als Funksysteme Geräteabstand spielt keine Rolle offener Busstandard ermöglicht Erweiterungen unterschiedlicher Hersteller kostspieliges Kabelverlegen Geräte sind teurer als beim funkbetriebenen System feste Anschlüsse in der Wand bestimmen, wo die Geräte stehen müssen Nachrüsten birgt großen finanziellen und handwerklichen Aufwand

… funkbasiertem System Geräte sind an keinen Standort gebunden, können überall im Netzradius bedient werden einfaches Nachrüsten möglich Geräte sind günstiger als die des kabelgebundenen Smart Home-Systeme begrenzte Reichweite dicke Wände können das Signal schwächen Einzelkomponenten müssen gleiche Wellenlänge haben Geräte verschiedener Hersteller derzeit schwer kombinierbar Foto: iStock/vchalup

geräte übertragen werden. Praktisch ist das auch bei ganz alltäglichen Geschehnissen, zum Beispiel, wenn die Post kommt. Klingelt der Briefträger und möchte ein Paket abgeben, kann das Signal auch den im Büro sitzenden Hausherren erreichen. Erkennt dieser den Paketdienst mit Hilfe der Videokamera kann er ihm zur Ablage des Paketes die Tür öffnen und anschließend wieder verschließen.

Notknopf Für den schrecklichen Fall, dass ein Einbrecher ins Haus eindringt, während sich die Bewohner darin befinden, gibt es auch sogenannte Paniktasten. Wenn der Verdacht besteht, dass jemand ins Haus eingedrungen ist, können die Bewohner – beispielsweise über einen Schalter neben dem Bett – per Tastendruck Alarm auslösen und den ungebetenen Gast in die Flucht schlagen. Mögliche Aktionen wie grell blinkendes Licht, ACDCMusik in voller Lautstärke sowie wild

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herauf- und herabfahrende Jalousien sorgen bei den meisten Dieben wohl weniger für Partystimmung als für eine schnelle Vertreibung. Übrigens: Auch andere Gefahrenquellen lassen sich über Smart Home-Anwendungen zuverlässig erkennen und ausschalten. Dazu gehören Rauch und Feuer, Unwetter und Sturm sowie technische Defekte im Haushalt.

Die Technik dahinter Die Smart Home-Technik lässt sich grundsätzlich in drei Kategorien einteilen: Die erste überträgt die Daten zwischen Sensoren und Aktoren mittels leitungsbasiertem BUS-System, die zweite über Funk und die Dritte nutzt dazu das vorhandene Stromnetz als Powerline. Für welches System man sich entscheidet, beeinflusst maßgeblich den baulichen Aufwand, Kosten und Kompatibilität zwischen einzelnen Geräten. Einen Überblick aller Vor- und Nachteile finden Sie im Kasten (oben). (erv) n Herstellerkontakte ab S. 144.

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SESAM SCHLIESSE DICH: Der smarte Türöffner „Nuki“ wird einfach auf den herkömmlichen Schließzylinder aufgesetzt und mittels Smartphone via App gesteuert. Damit die per Bluetooth übertragenen Daten stets sicher vor Angreifern sind, werden sie bereits vor der Übertragung von der App verschlüsselt. Erst die bereits verschlüsselten Daten werden dann per Bluetooth übertragen und beim „Nuki“ wieder entschlüsselt wird. Nuki

VERNETZT: Myfox hat einen neuen Sicherheitskanal auf IFTTT bekannt gegeben – einem Service, der es Verbrauchern ermöglicht, Verbindungen zwischen ihren smarten Geräten und Apps herzustellen. Der neue Sicherheitskanal verbindet die Alarmanlage „Myfox Home Alarm“ und die „Myfox Security Camera“ beispielsweise mit Beleuchtung, Musiksystem und Thermostaten, wenn der Alarm entweder aktiviert ist, deaktiviert ist, sich im Nachtmodus befindet oder ausgelöst wird. Myfox

MIT SICHERHEIT ENTSPANNT BLEIBEN: Durch die voreingestellte Regelung der Rollläden sowie von Licht in und um das Haus gelingt es Hausbesitzer ihre Anwesenheit zu simulieren. Gerade in der dunklen Jahreszeit schreckt das potentielle Eindringlinge ab. Wer ganz sicher gehen will, bindet auch die Alarmfunktionen und eine visuelle Überwachung des Grundstückes mit in das Szenario ein. Denn alle Vorgänge sind nicht nur über ein festes Touch-Panel an der Wand einsehbar, sondern auch über eine App, die sich auf Smartphone oder Tablet installieren lässt. Hager

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MODERNISIEREN | LICHTPLANUNG

Im Lichte des Betrachters

OVISO Ob als Pendel-, Aufbau-, Wand- oder Tischleuchte, jedes Element der OLED-Leuchtenfamilie „Oviso“ bringt eine einzigartige Lichtstimmung hervor. Das homogene und blendfreie Licht ermöglicht mit seiner gerade einmal 7 Millimeter dünnen Schicht völlig neue Lichtkonzept. Ribag

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ür den Menschen ist neben Wärme besonders Licht wichtig, um zu überleben. Licht bestimmt den Alltag, denn unser Wohlbefi nden hängt von seinem Erscheinen ab. Mit der Erfi ndung des künstlichen Lichts war der Mensch mit einem Mal unabhängig von der Tageszeit. Ab diesem Zeitpunkt war es ihm möglich auch zu dunkler Stunde Beschäft igungen nachgehen, die zuvor stets durch ein Zeitfenster begrenzt waren. Genauso wie damals ist auch heute dafür notwendig, das richtige Licht an der richtigen

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Stelle zu haben, da sich ohne ein visuelles Erfassen des der Umgebung ein Raum nur schwerlich erkennen lässt. Mit der Zeit entwickelte sich die Lichtplanung, die mittlerweile auch beim Umsetzen von heutigen Bauprojekten nicht mehr wegzudenken ist. Wer glaubt, ein paar Glühbirnen und Spots hier und da reichen aus, um eine Stimmung zu erzeugen, hat sich geirrt oder bestenfalls Glück. Apropos Glück, wir hatten Gelegenheit mit einer Expertin zu sprechen, der uns die Vorzüge durchdachter Lichtplanung näher bringt. (tel) ■ Herstellerkontakte ab S. 144.

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NACHGEFRAGT BEI ...

... MARIJKE HÜLSMANN Marijke Hülsmann hat Architektur in Münster studiert und war bereits währenddessen lichtplanerisch tätig. Mittlerweile arbeitet die junge Westfälin unter anderem an der Bergischen Universität Wuppertal in der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen.

Was ist wichtig für eine gute Lichtplanung im Wohnbereich? Marijke Hülsmann: Jede Planung erfordert eine individuelle Herangehensweise, aber als Basis dienen oft zwei Beleuchtungsarten. Die Grundbeleuchtung, die möglichst viel Licht erzeugen sollte und die Akzentbeleuchtung. Zum Beispiel in Form von schwenkbaren Deckenspots, die vielleicht ein Bild an der Wand oder eine Vase hervorheben. Als Alternative zu den Spots können auch Tisch- oder Stehleuchten zum Einsatz kommen. Damit der Bauherr das Licht an unterschiedliche Situationen und Nutzungen anpassen kann, sind dimmbare Leuchten empfehlenswert. Wie sieht der Planungsprozess aus? Marijke Hülsmann: Das ist ganz unterschiedlich. Oft stelle ich mir mit dem Bauherren vor wie man die verschiedenen Räume in Zukunft betritt – selbst, wenn sie noch nicht gebaut sind. Worauf soll der Blick gelenkt werden? Was steht im Fokus? Wer zum Beispiel von der Arbeit nach Hause kommt, will vielleicht einen Ruhepol vorfinden. Das richtige Licht kann hier eine Couch oder den Lieblingssessel gezielt zum einladenden Element machen. Welche Räume benötigen welches Licht? Marijke Hülsmann: Das lässt sich schwer verallgemeinern, aber es gibt ein paar Details, die sich zu beachten lohnen. In Nähe des Fernsehers oder des Lesesessels sind zusätzliche Lichtquellen gut, um einen zu hohen Leuchtdichtekontrast zu vermeiden. Durch ständiges Wechseln zwischen hellem Bildschirm oder Buch und einer dunklen Umgebung wird das Auge ansonsten stark beansprucht. Dies letztlich ermüden oder Kopfschmerzen verursachen. Eine Beleuchtung im Außenbereich auf der Terrasse oder dem Balkon kann hierbei je nach Positionierung ebenfalls hilfreich sein – mit dem positiven Nebeneffekt, dass die schwarze, oft als unangenehm wahrgenommene Fensterfläche verschwindet und der Wohnraum optisch erweitert wird. Bei der Ess-

tischbeleuchtung legen viele großen Wert auf das Design, ohne darauf zu achten, dass die Leuchte nicht blendet. In funktionaleren Bereichen wie der Küchenarbeitsfläche oder Spiegelbeleuchtung ist es wichtig gleichmäßiges, diffuses Licht einzusetzen, um eine störende Schattenbildung zu vermeiden. So kann für die jeweiligen Sehaufgaben wie zum Beispiel das Schneiden von Gemüse oder der Gesichtsrasur das Erkennen von Details ermöglicht werden. Für eine gelungene Raumatmosphäre hingegen kann eine starke Schattenbildung wiederrum sehr förderlich sein. Den Bauherren erkläre ich immer, dass zum Beispiel Spots mit ihrem kontrastreichen Licht an direkte Sonneneinstrahlung erinnern – also gutes Wetter. Diffuses Licht hingegen lässt an bewölktes, eher schlechtes Wetter denken. Wie sieht es mit der Farbwiedergabe aus? Marijke Hülsmann: Je höher der Wert der Farbwiedergabe, desto natürlicher nehmen wir die Farbe des Gegenstands wahr. Die Farben wirken also nicht verfälscht. Manche Modegeschäfte sind mit dermaßen schlechten Leuchten ausgestattet, dass Kunden gebeten werden vor dem Kauf vor die Tür zu gehen, um die wirkliche Farbe zu erkennen. Im Privatbereich muss dieser Wert bei den Leuchten nicht außerordentlich hoch sein, allerdings wäre eine schlechte Farbwiedergabe im Ankleidebereich sicherlich nicht sinngemäß. Viel eher sollte der Bauherr jedoch auf die Lichtfarbe achten. Im Regelfall werden im Wohnbereich warme Lichtfarben bevorzugt. Hausautomatisierung ist voll im Trend. Wirkt sich das auch auf die Lichtplanung aus? Marijke Hülsmann: Danach fragen immer mehr Bauherren, wobei sich auch einige mit der Technik überfordert fühlen. Wer sich jedoch für Hausautomation, also einem Bussystem entscheidet, der genießt den Vorteil, dass sich Sonnenschutz, Heizung und auch verschiedene Lichtszenen auf einem Panel oder zumindest wenigen Schaltern verwalten lassen. Allerdings machen es auch entsprechende Vorkehrungen möglich, die Entscheidung für oder gegen eine Hausautomation zu vertagen und eine spätere Nachrüstung zu vereinfachen. Welche Bedeutung hat die natürliche Belichtung im Hausbau? Marijke Hülsmann: Die ist sehr hoch. Bauherren sollten sich während der Planungsphase fragen, in welchen Räumen sie sich zu welcher Tageszeit am häufigsten aufhalten. In welchem Raum ist die Sonne am Morgen oder Abend erlebbar? Wo wird gefrühstückt? Hierbei sind natürlich auch die Sonnenstände entsprechend der verschiedenen Jahreszeiten zu beachten. Dies sind essentielle Fragen, da sich an der Architektur später nichts oder nur mit einem unverhältnismäßig hohem Aufwand etwas ändern lässt. Vielen Dank für das Gespräch.

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MODERNISIEREN | LICHTPLANUNG

Begriffe, rund ums Thema Licht: Lumen (lm) ist die Einheit des Lichtstroms und beschreibt die abgegebene Lichtmenge einer Leuchte. Außerdem charakterisiert sie die Helligkeit. LED benötigt weniger Energie als herkömmliche Standardleuchten, um die gleiche Menge Licht zu erzeugen. Daher wird zusätzlich die Helligkeit der Lampe in der Einheit Lumen (lm) ausgewiesen. Die Lichtfarbe und Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen warmweiß (unter 3.300 K), neutralweiß (von 3.300 bis 5.300 K) und kaltweiß (über 5.300 K). Der Farbwiedergabeindex (Ra) gibt Auskunft darüber, wie natürlich Farben im Licht der LED wiedergegeben werden. Ra-Werte größer als 80 signalisieren gute bis sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften.

Foto: Selfio

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OPPLE LIGHTENING Der schwenkbare LED- Strahler spart gegenüber traditionellen Leuchtmitteln bis zu 80 Prozent Energie und erstrahlt bis zu 20.000 Stunden. Opple Lighting

IO, LUI & LEI Perfekt zur Geltung kommt die Leuchtenfamilie von Occhio in dem von maio und maio architekten gebauten Haus M., das sich ein privater Bauherr in München errichten ließ. Den Sichtbetonbau in Szene setzen hier die drei Leuchten „io“, „lui“ und „lei“ und zwar in unterschiedlichen Ausführungen. Entweder als Steh-, Decken- oder Hängeleuchte rücken sie die Räume ins rechte Licht. Occhio

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HALO Gerade großen Räumen verleiht die Ringleuchte „halo“ dank direkter und indirekter Beleuchtung gehobenen Charakter. Der Leuchtenring aus nahtlos verschweißtem Stahlblech ist in silber oder weiß und in vier Durchmessern (760, 1040, 1220 oder 1360 Millimeter) erhältlich. Planlicht

RIM R Der flache Leuchtkörper aus transluzentem Acrylglas stammt aus der Feder von ID AID. Die Leuchte wird gehalten von einem Aluminiumring, der in drei Durchmessern und sechs Oberflächenverdelelungen erhältlich ist. Zudem können Kunden Leuchten der „Rim R Serie“ in drei Farbtemperaturen bestellen. Nimbus Group

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VERSCHÖNERN | FARBE & TAPETE

Ran an die Wände! Der eine mag es schlicht und weiß, der andere bekommt von Farbe nicht genug – wir haben einige Tipps und Ideen für die Gestaltung Ihrer Wände zusammengetragen.

Top ! Tapete

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BRILLANTE FARBEINDRÜCKE: Die „Novaboss-Tapeten“ bestehen ausschließlich aus Papierfasern ohne jegliche Zugabe von Weichmachern, PVC und Lösungsmitteln. Die Tapete wird mit herkömmlichem Vlieskleber eingekleistert und nach kurzer Einweichzeit Bahn für Bahn an die Wand gebracht. Praktischerweise lassen sich mit Novaboss auch kleine Unebenheiten des Wanduntergrunds überdecken. Im Anschluss wird die getrocknete Papiertapete mit Farbe überstrichen. Dank mehrfacher Überstreichbarkeit lässt sich die Wand jederzeit mit neuer Farbe umgestalten. Erfurt & Sohn

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Silikatfarben NATÜRLICH & MINERALISCH: Durch das biogene Bindemittel Replebin, das aus Pflanzenalkoholester mit organischen Säuren besteht, haftet die Silikatfarbe auf fast allen Untergründen. Die verarbeitungsfertige, mattweiße Farbe ist sehr offenporig und wirkt durch ihre Alkalität fungizid und algizid. Auro Silikat-Farben und -Putze sind strapazierfähig und gleichen Feuchtigkeitsschwankungen aus, indem sie Feuchtespitzen aus der Luft aufnehmen und speichern. Bei trockener Luft geben sie die Feuchtigkeit wieder ab. Darüber hinaus sind silikatbasierte Produkte alkalisch (ph-Wert 11) und schützen so auf natürliche Weise vor Schimmel. Ein weiterer Vorteil: Das Bindemittel Kaliwasserglas verbindet sich fest mit dem Untergrund, versiegelt ihn aber nicht – so bleibt die Aufnahme und Abgabe von Luftfeuchte möglich. Silikatfarben vermeiden Bauschäden und verbessern das Raumklima.

Lehmfarben DER GESUNDE BAUSTOFF: Die Verarbeitung von Lehmfarben der Marke „Volvox“ ist einfach. Lehmwände regulieren zudem Feuchtigkeit und arbeiten aktiv am Raumklima mit. Volvox/Ecotec

Foto: Emoton

Foto: Volvox/Ecotec

Wandputze und -farben aus Lehm werden aus nachwachsenden Rohstoffen produziert und bestehen aus farbigem Ton und Sand. Sie sind frei von Lösungsmitteln, Konservierungsstoffen und anderen gesundheitsschädigenden Additiven. Fein gemahlene Tonmehle machen einen wesentlichen Bestandteil der Lehmfarbe aus. Diese Tonmehle, aber auch Pflanzenstärke, natürliche Zellulose oder pflanzliches Eiweiß wirken in der Lehmfarbe als natürliches Bindemittel. Für gute Farbsättigung und Deckkraft sorgen außerdem Marmorgranulat und Kreide. Lehmfarbe und -putze sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend und geruchsabsorbierend. Da sich Lehm nicht aufladen kann, zieht er zudem keine Schmutzpartikel aus der Luft an. Um Feuchtigkeit regulieren zu können, sollte aber auch der Untergrund ähnlich beschaffen sein.

Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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VERSCHÖNERN | FARBE & TAPETE

Flüssigtapeten

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OHNE ABSTRICHE: Die Flüssigtapete von Wema ist atmungsaktiv und reguliert durch den hohen Baumwollanteil die Luftfeuchtigkeit. Sie ist verschiedenen Farben und Mustern erhältlich Wema Flüssigtapete stoff sind die Hauptbestandteile. Naturharze und Zellulose dienen als Bindemittel und halten die Mischung an der Wand zusammen. Und sie sind recyclebar: Die Tapete läßt sich mit Wasser von der Wand entfernen und mit zugesetztem Kleister an anderer Stelle wieder aufbringen.

Flüssigtapeten sollen hohen wohnlichen und baubiologischen Anforderungen entsprechen. Sie regulieren die Raumfeuchtigkeit, sind luftdurchlässig und schadstofffrei. Möglich wird dies durch unbehandelte Naturmaterialien: Fasern aus Baumwolle, Flachs, Jute und Zell-

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3 FARBE FÜRS BAD: Auch im Badezimmer lassen sich schöne Farbakzente setzen. Zum Beispiel mit blassen GrauGrün-Nuancen, wie „Sanfter Morgentau“ von Alpina. Die Farbtöne sind unaufdringlich und schaffen besonders im Bad ein angenehmes, natürliches Ambiente. Alpina

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Grafische Wandmuster selbst gemacht Mit knalligen Farben, Schablonen und Malerband zaubern Sie tolle Muster an die Wand. Damit die Wandmuster später akkurate Kanten haben, kommt es auf gutes Malerband an, zum Beispiel „tesa Malerband Perfect“.

Materialliste

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• Malvorlage und stabile Pappe für die Schablonen • Bleistift, Lineal, Schere, Geodreieck und Lot • schmale Flachpinsel, kleine Farbrollen aus Lammfell oder Schaumstoff, Farbwannen

Schritt-füt-Schritt-Anleitung: 1

Zuerst fertigen Sie Pappschablonen nach der Schemazeichnung an. An der vorher gestrichenen Wand befestigen Sie das Lot, richten die Schablonen daran aus und zeichnen mit dem Bleistift alle Muster an die Wand.

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Entlang der Bleistiftlinien kleben Sie die Flächen nacheinander mit Malerband ab. Beginnen Sie mit den Mustern, die rot gestrichen werden sollen. Wichtig: Malerband fest andrücken!

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Bevor Sie die abgeklebte Fläche komplett ausmalen, streichen Sie die Innenkanten zuerst mit einem schmalen Flachpinsel vor.

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Zum Streichen der restlichen Fläche benutzen Sie eine kleine Farbrolle aus Lammfell oder Schaumstoff. Lassen Sie die Farbe etwas antrocknen!

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Nun können Sie das Malerband abziehen. Wichtig: Die Farbe sollte noch nicht vollständig getrocknet sein! Wiederholen Sie die einzelnen Schritte, bis Sie alle Flächen rot ausgemalt haben.

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Erst wenn die roten Flächen komplett getrocknet sind, können Sie die weiß zu malenden Muster nacheinander abkleben.

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Arbeiten Sie genauso, wie bei den roten Flächen: innere Kanten mit dem Pinsel vorstreichen, Flächen mit der Rolle ausmalen, Farbe leicht antrocknen lassen und das Malerband abziehen. So fortfahren, bis alle Flächen ausgemalt sind.

Unsere Abdichtungslösungen für Balkone und Flachdächer von Wohnhäusern, Garagen oder Carports basieren auf Flüssigkunststoff. Sie sind höchst zuverlässig, lassen sich ganzjährig bei bis zu -5 °C verarbeiten und schützen die Bausubstanz dauerhaft vor Nässe. Selbst komplizierte Details und Anschlüsse werden nahtlos abgedichtet. Die große Auswahl an Oberflächenvarianten und Farben bietet viel Gestaltungsspielraum. Durch unsere fast 40 Jahre Erfahrung und unserem großen Netzwerk an qualifizierten Partnern lösen wir Projekte immer gemeinsam.

Text & Fotos: Tesa/DIY Acadamy

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VERSCHÖNERN | INNENTÜREN

n e h c r ü T

wechsel dich! Türen prägen die Wirkung von Innenräumen erheblich – wer seine alten Türen nicht aufarbeiten will oder kann, hat die Wahl zwischen unzähligen Designs und Modellen. Doch worauf sollten Sie beim Türentausch besonders achten?

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m Unterschied zu Außentüren sind Innentüren nicht der Witterung ausgesetzt. In Sachen Wärmeschutz müssen sie daher keine besonderen Anforderungen erfüllen, es sei denn, sie trennen beheizte Wohn- von dauerhaft unbeheizten Nutzräumen. Dafür spielt der Schallschutz eine tragende Rolle – damit die friedliche Koexistenz der einzelnen Hausbewohner gesichert ist.

Schicke Vollholztüren In manchem Altbau finden sich noch schöne Innentüren aus Vollholz mit Zierleisten. Ein Traum vieler Modernisierer! Zwar schließen sie meist schlecht und bieten nur einen mäßigen Schallschutz, aber ihre Optik macht das für viele Hauseigentümer wett. Bis in die frühen 1930er-Jahren gehörten sie zum Standardprogramm in einem Wohngebäude – in den Kriegs- und Nachkriegsbauten wurden sie aus Materialnot zunächst durch Sperrholztüren, später durch Röhrenspan- oder Wabenkerntüren ersetzt. Letztere bestehen im Kern aus Hohlräumen in Waben oder Röhrenform – das macht die Türen leichter, günstiger und dämmt besser gegen Schall. Allerdings sind sie auch weniger formstabil.

Die Crux mit der Norm Ein Problem, dem sich viele Renovierer stellen müssen: Bis in die 1970er-Jahre hinein gab es keine Normmaße für Innentüren. Beim Türenwechsel sollte also vorab geprüft werden, ob die Türöffnung verbreitert oder erhöht werden muss. Am besten man zieht dazu einen Statiker oder Architekten zu Rate – denn falls die Tür in einer tragenden Wand sitzt, ist dieses Vorhaben mit einem gewissen Aufwand und Risiko verbunden. Auch ein Türfalz und eine umlaufende Gummidichtung werden in alten Türen oft vermisst. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten für den Türentausch: Entweder die neue Tür wird dem alten Wandtürmaß angepasst oder die Wand dem neuen Türmaß. Oft ist letztere Lösung die günstigere, denn

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ES MUSS NICHT IMMER NEU SEIN! Die Portas-Türenrenovierung macht mühevolles Lackieren sowie den kostspieligen Komplett-Austausch überflüssig. Bei diesem System wird nur das renoviert, was auch wirklich erneuert werden muss. Basis bildet dabei immer die vorhandene Tür. Ihr hochwertiger Kern wird von den Fachleuten aufgearbeitet und erhält dann die vom Kunden gewünschte neue Optik. Insgesamt stehen über 1.000 Gestaltungsvarianten zur Auswahl. Schöne Stilrahmen, Gläser und Beschläge runden das Sortiment ab. Portas

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maßgefertigte Türen sind teuer; ein Mauerabschlag oder -zuschlag dagegen kostengünstig. Vergleichsweise aufwendiger ist es, wenn die Türöffnung nach oben hin vergrößert, das heißt wenn der sogenannte Türsturz verändert werden muss. Das ist der Unterzug oberhalb der Tür, der das Wandstück über der Tür hält und auch die Last der auf der Wand liegenden Decke mit abträgt. Ein solcher Sturz lässt sich nicht einfach herausnehmen. Über eine gewisse Länge liegt er auf den seitlichen Wänden auf. Werden diese entfernt beziehungsweise die Türöff nung verbreitert, kann der Sturz leicht herunterbrechen. Bei Türverbreiterungen oder Erhöhungen sollte daher frühzeitig geklärt werden, wie lang die seitliche Auflagefläche des Sturzes ist und aus welchem Material er besteht. So ist bösen Überraschungen vorgebeugt. (erv) ■

Kleine Türenkunde: Oberflächen Die Optik einer Tür wird entscheidend vom Material der Oberfläche geprägt. Und was da nach Holz aussieht, muss noch lange nicht Holz sein.

CPL Melaminharze sind das Geheimnis der robusten CPL-Oberflächen (Continuous Pressure Laminate). In einem speziellen Verfahren mit Dekorpapieren verpresst und gehärtet, machen sie die Oberfläche schmutzunempfindlich, lichtecht sowie stoß- und kratzfest.

Furnier Zu einem Unikat wird jede Tür durch eine furnierte Oberfläche, also eine Außenhaut aus Holz. Maserung und Wuchs eines jeden Baums sind einzigartig, darum wird man nirgends zwei absolut gleiche Furniertüren finden.

Glas Ob als Lichtausschnitte oder als Ganzglastür – Glas liegt bei Innentüren absolut im Trend. Viele verschiedene Satinierungen und Farben stehen dabei zur Auswahl. Klardurchsichtig oder milchig-weiß, Glas macht Innentüren zu einem Designelement.

KONTRASTREICHE NATURMATERIALIEN: Weißlacktüren und dunkle Echtholzböden schaffen eine stilvolle Inneneinrichtung. Bawo Türelemente bietet in der Weißlack-Serie Türen mit Lichtausschnitten an, bei denen die Glasleisten auch in massiver Eiche gewählt werden können. BAWO Türelemente/epr

HPL Ob als Lichtausschnitte oder als Ganzglastür – Glas liegt bei Innentüren absolut im Trend. Viele verschiedene Satinierungen und Farben stehen dabei zur Auswahl. Klardurchsichtig oder milchig-weiß, Glas macht Innentüren zu einem Designelement.

Lack Lackierungen ermöglichen Türen in nahezu jeder Wunschfarbe. Moderne Walz- und Spritzverfahren sowie UVhärtende, umweltschonende Lacke sorgen nicht nur für eine optimale Oberflächenqualität. Sie garantieren auch Langlebigkeit und Pflegekomfort. Quelle: Türenwechsel.de

SCHLUSS MIT DEM WEISS-BRAUN-SCHWARZEN EINERLEI! Jeld Wen hat nun neue Trendfarben für Innentüren im Programm. Die Farbwelten der „HPL Urban-Collection“ stehen für Eleganz, Inspiration und Ausdruckskraft und bieten kreativen Gestaltungsspielraum für harmonische Farb- und Dekorkombinationen zwischen Türoberfläche, Glasleiste und Zarge. Jeld-Wen

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VERSCHÖNERN | INNENTÜREN

Vorbereitung:

Schritt für Schritt: Türen richtig streichen

Schritt 1

Als erstes werden die Türbeschläge abmontiert. Dann hängen Sie die Türe aus und legen Sie in eine waagerechte Position.

Schritt 4 Trocknen lassen und erneut anschleifen: Lassen Sie den Vorlack mindestens sechs Stunden trocknen und schleifen Sie ihn danach mit einem Schleifvlies an.

Reinigen und schleifen:

Endlackierung:

Schritt 2

Damit der neue Lack perfekt haftet, muss der Untergrund sauber, fett- und staubfrei sein. Dafür wird die Tür zum Beispiel mit Anlauger und Entfetter gereinigt. Wenn sie getrocknet ist, können Sie sie mit einem feinen Schleifpapier (240er Körnung) sorgfältig abschleifen. Anschließend den Schleifstaub mit einem nebelfeuchten Tuch entfernen.

Tipp:

Schritt 5

Schritt 6

Auch beim „Dulux Weißlack wasserbasiert“ gilt: Immer erst gründlich umrühren. Wenn Sie den Lack in eine Streichwanne geben, lässt er sich besser verarbeiten. Wie beim Vorlackieren streichen Sie zuerst die unebenen und kantigen Flächen mit einem Pinsel. Auf größeren, ebenen Flächen tragen Sie den Lack mit der Rolle auf. Kleinere unsaubere Stellen werden am Schluss mit einem Pinsel ausgebessert.

Damit Lackrolle oder Pinsel bei Arbeitsunterbrechungen geschmeidig bleiben und nicht austrocknen, packen Sie sie am besten in Folie oder in eine Plastiktüte.

Vorlackieren:

Schritt 3

Für einen Zwischenanstrich eignet sich beispielsweise der „Dulux Vorlack“. Den rühren Sie mit einem Holzstab gründlich um und streichen dann zunächst Kanten und ungerade Flächen mit einem Pinsel. Für größere, ebene Flächen können Sie eine Lackrolle verwenden – das gelingt schneller und besonders gleichmäßig.

Trocknen:

Schritt 7

Wasserbasierter Weißlack ist nach drei Stunden Trockenzeit grifffest. Dann können Sie die Türe wieder einhängen. Nach 24 Stunden können Sie auch die Beschläge wieder anbringen.

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Quelle: Dulux/Akzo Nobel

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VERSCHÖNERN | TREPPEN

n ö h c s e t t i B

STUFIG! Hat eine Treppenanlage schon jahrelang ihren Dienst getan, steht vielerorts eine Renovierung an. Stufenflächen und Treppenwangen lassen sich mit Überblendungen aus Massivholz, Laminat oder Vinyl wieder aufmöbeln. Auch ein Komplett-Austausch ist kein Hexenwerk und die Resultate können sich sehen lassen!

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n Treppenentwürfen haben sich schon zahlreichen (Innen-)Architekten und Wohnraumgestalter ausprobiert. Sie können einerseits Barriere darstellen, aber auch Räumlichkeiten auf imposante oder platzsparende Art miteinander verbinden. Treppen zu konzipieren und anzufertigen ist ein altes Handwerk – von geradläufigen, gewendelten, gespindelten Modellen bis hin zu solchen als Faltwerk, mit und ohne Podest, Wangen oder Handläufen bietet der Treppenmarkt heute für alle Bauherrenwünsche und Grundrisse die passende Lösung. Dabei kommt spezi-

elle Konstuktions-Software zum Einsatz, durch die Treppenbauer nichts dem Zufall überlassen. Moderne Technik macht nicht bei der Planung halt, auch die Materialien haben sich im Laufe der Zeit geändert: War vor einigen Jahren beispielsweise noch Buche als Massivholz oder Longlife der Renner, kommen heute zunehmend Carbon, Mineralwerkstoffe oder Stahl zum Einsatz. Wer Transparenz und Helligkeit in den eigenen vier Wänden liebt, sollte zudem über Glas als Stufenoder Geländermaterial nachdenken. Mondän wirken dagegen Stufen aus Naturstein oder Beton.

Renoviersysteme Hat das Treppenhaus schon viele Jahre auf dem Buckel und an Ästhetik eingebüßt, ist ein kostenintensiver Austausch ausweichlich. Abgelaufene Kanten und Stufen können auch durch professionelle Renoviersysteme in neuem Glanz erstrahlen. Dabei werden neue Stufenflächen und Wangen wie eine zweite Haut über die alte Konstruktion gelegt – und der große Aufwand für Ein- und Ausbau ist umgangen. (erv)  n

TREPPEN-ABC: Treppen verbinden nicht nur, sie prägen auch entscheidend das Erscheinungsbild eines Hauses und zeigen den Stil der Besitzer. Bei der Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten, ist es wichtig, sich zuverlässig zu informieren. Das kostenfreie „Treppen-ABC“ von Treppenmeister bietet dazu schnelle und komfortable Hilfestellung. Treppenmeister

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PRIORITÄTEN SETZEN: Geradezu unbegrenzt ist die Vielfalt bei der Auswahl der Handläufe und Geländer. Form und Material müssen natürlich optimal zur Treppe passen. Neben der Optik ist hier auch auf die Sicherheit zu achten. Treppenmeister

Foto:Pixabay/unsplash

TREPPE DES JAHRES: Treppenbau Ernst freut sich über das Urteil der Jury von treppen.de. Das Fachportal für den Treppenbau hat in 2015 zum wiederholten Male einen ersten Preis an das Unter nehmen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg vergeben. Ernst Stahl- und Treppenbau

Gewohnheiten Beim Treppenkauf beachten: Die Treppenauswahl ist riesig, etliche meist vorgefertigte Systeme sind auf dem Markt. Haustreppen müssen vor allem sicher sein und bestimmten Normen entsprechen. Darüber hinaus sollten Bauherren aber auch die persönlichen Gewohnheiten der Familie beim Treppenkauf ins Kalkül ziehen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Eine Treppe mit blanken Holzstufen mag schick aussehen, für eine Familie, die vorwiegend auf Socken im Haus unterwegs ist, kann sie aber zur täglichen Rutschpartie werden. Nicht jedermanns Sache sind Glastreppen. Mancher kann

die Treppen gar nicht benutzen, weil er vor dem Blick ins scheinbar Bodenlose zurückschreckt. Auch schicke, einfarbige Treppen aus einem Material haben ihre Tücken. Wer nicht perfekt sieht, und das sind ab 40 viele, der braucht zur Orientierung auf der Treppe Kontraste. Setz- und Trittstufen sollten farblich deutlich voneinander abgesetzt sein, damit sie von allen gut erkannt werden. Der VPB rät, sich beim Treppenkauf nicht von Prospekten allein leiten zu lassen, sondern von den Lebensgewohnheiten der Familie. Quelle: VPB

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VERSCHÖNERN | BODENBELÄGE

Pantoffel-

Helden

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Für den einen bedeuten Bretter die Welt. Er wird nur mit einem Holzfußboden glücklich. Der andere besteht auf terracottafarbene Fliesen im ganzen Haus, weil er die Toskana liebt. Egal, wie Sie gestrickt sind: Es gibt garantiert das richtige „Pflaster“ für Sie.

Schön und gesund: HÜTTENZAUBER: Mit den „Smaland Oak Handbörd“ Eichendielen schaffen Sie Stimmung in jedem beliebigen Raum. Eiche liegt nach wie vor im Trend und je nach Bearbeitung sind unterschiedliche Schattierungen möglich. Preis: 90 Euro/m². Kährs Parkett

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Die Tretford-Teppichbahnen und -fliesen, deren Flormaterial zu 80 Prozent aus Kaschmir-Ziegenhaar und zu 20 Prozent aus Schurwolle besteht, reduzieren die Feinstaubbelastung in der Raumluft und wirken klimaregulierend. Bei der Verlegung der Fliesen kommen Sie komplett ohne Klebstoff aus. Weseler Teppich/Tretford

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olzfußböden bringen die Natur ins Haus, sie wirken warm und edel, verbessern das Raumklima und sind dabei auch noch äußerst robust, langlebig und pflegeleicht. Weil sie sich, im Gegensatz zu Teppichbelägen, mehrfach renovieren lassen, sind sie ökonomisch wie ökologisch besonders wertvoll. Was beim Neubau eine größere Investition bedeutet, bekommen Bewohner eines Altbaus häufig frei Haus. Meist allerdings hat hier der Vorbewohner leider nicht diesen Bodenschatz, sondern vielmehr dessen Pflege schleifen lassen. Damit das Holz wieder in alter Pracht erstrahlen kann, muss es geschliffen und neu versie-gelt werden. Zeigen sich nur oberflächliche Beschädigungen wie Laufspuren, kommt der Heimwerker mit einer einfachen Auffrischung davon. Hier genügt es, mit einem Schwingschleifer den Lack abzutragen und anschließend den Boden neu zu versiegeln, je nach Wunsch mit Öl, Wachs oder Lack. Ist dagegen eine grundlegende Sanierung erforderlich, lautet die entscheidende Frage, ob die Holzstärke einen Abtrag verkraftet. Bei den meisten Altbauten beträgt die Dielenstärke zwischen 23 und 32 Millimetern, das macht eine Bearbeitung problemlos möglich.

Trittschalldämmung, zum Beispiel aus Kork. Die Verlegung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Bei der traditionellen „Nut und Feder“-Variante werden die Dielen ineinander gesteckt. Charakteristisch ist eine Fugenbildung, die notwendig ist, damit das Holz arbeiten kann, ohne beschädigt zu werden. Mehrschichtig aufgebaute Fußböden, beispielsweise Fertigparkett, können Sie praktischerweise per Klick- oder Snap-Verriegelungen verlegen. Die vorgefertigten Mehrschichtparkett-Elemente lassen sich ineinander schieben und rasten dauerhaft fest ein. Bei jeder Verlegeart ist darauf zu achten, dass der Boden an allen Seiten über zirca 15 Millimeter Wandabstand verfügt. Anschließend wird die erste Diele mit der Feder – diese zuvor abschneiden – zur Wand hin verlegt. Sogar ein Fischgrätparkett lässt sich mit einigem Geschick realisieren. Eine Dekorfolie ziert die Trägerschicht des Laminats, den kleinen Bruder des Parketts: Alle möglichen Holzarten ahmen die Hersteller nach. Durch diese Machart lässt sich sogar eine Betonoptik erzielen. Leider kann man Laminat nicht abschleifen – da es aber so günstig und leicht zu verlegen ist, haben Sie einen verlebten Boden schnell ausgetauscht..

Legen Sie los!

Ton in Ton

Wer nur Linoleum im Altbau vorfindet und einen Holzfußboden neu verlegen möchte, sollte folgende Hinweise des Gesamtverbands Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) beachten: Hobbyhandwerkern empfehlen die Experten einen ebenen und festen Untergrund wie Estrich. Darauf sollten Sie eine Dampfbremse installieren und in jedem Fall darüber eine

Strapazierfähig und wohnlich zugleich – diesen schwierigen Spagat bringen Fliesen zustande. Keramikfliesen haben viele Vorteile: Sie sind widerstandsfähig, wasserfest und unempfindlich gegen Schmutz, eignen sich in einem besonderen Maße für stark beanspruchte Flächen in Küche, Flur oder Bad, schmücken aber auch

GRÜSSE VOM MITTELMEER: Die Feinsteinzeug-Serie „Terre“ präsentiert sich in einer großen Farbpalette, hier die Variante „Siena“. Große Quadrate sowie Riegel- und Mosaik-Dekor machen einen universellen Einsatz möglich: am Boden (R-10-Oberfläche) und an der Wand. Ein Hingucker ist das Dekor „Barcelona“: kleine Quadrate mit 16 verschiedenen grafischen Mustern. Grundfliese 58 Euro/m², Dekorfliese „Barcelona“ 80 Euro/Set, bestehend aus 25 Teilen à 15x15 cm. Deutsche Fliese/Steuler Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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den Wohnbereich. Sie weisen eine schier unendliche Vielfalt von Farben, Mustern, Oberflächen und Strukturen auf. Keramische Fliesen sind angenehm kühl im Sommer, leicht zu reinigen und können gut über Fußbodenheizungen verlegt werden. Große Flächen wie im Wohnzimmer „bespielen“ die keramischen Tausendsassas locker mithilfe der neuen Riesenformate. Dabei müssen die Fliesen nicht einmal als solche erkennbar sein, wenn nicht gewünscht: Fliesen in Holzoptik vereinen die Vorzüge des Werkstoffs aus dem Wald mit der Robustheit der Produkte aus dem Brennofen. Die Ausgangsstoffe sind ökologisch unbedenklich und langlebig, darüber hinaus variieren die Preise von moderat bis luxuriös.

Fröhlich bunt oder uni und edel Strapazierfähig und wohnlich zugleich – diesen schwierigen Spagat bringen Fliesen zustande. Keramikfliesen haben viele Vorteile: Sie sind widerstandsfähig, wasserfest und unempfindlich gegen Schmutz, eignen sich in einem besonderen

Maße für stark beanspruchte Flächen in Küche, Flur oder Bad, schmücken aber auch den Wohnbereich. Sie weisen eine schier unendliche Vielfalt von Farben, Mustern, Oberflächen und Strukturen auf. Keramische Fliesen sind angenehm kühl im Sommer, leicht zu reinigen und können gut über Fußbodenheizungen verlegt werden. Große Flächen wie im Wohnzimmer „bespielen“ die keramischen Tausendsassas locker. Auch wenn Holzböden derzeit so beliebt sind, weisen Teppichböden viele Vorzüge auf. Gerade in Familien mit Kindern, die viel auf dem Boden spielen, schafft die textile Fläche Wärme, Weichheit und schluckt Schall. Aus Gründen der Wohngesundheit lohnt es sich auch, in Teppiche aus natürlichen Materialien zu investieren. Teppiche aus Wolle und Ziegenhaar beispielsweise enthalten keine Schadstoffe und binden sogar Feinstaub aus der Luft. Und selbst wer morgens mit dem falschen Fuß aufsteht, setzt diesen wenigstens auf einen kuschligen Untergrund. (bis) ■

g i h ä f r e i z a p a r St Der fast vollständig aus natürlichen Rohstoffen gefertigte Boden „Naturecore“ sieht nicht nur wie Holz aus – er ist gleichzeitig besonders umweltfreundlich, robust und pflegeleicht. „Naturecore“ ist ein Linoleumboden mit moderner Gestaltung. Preis: 50 Euro/m². DLW Flooring/Armstrong

EINE GUTE GRUNDLAGE: Logoclic-Laminat wertet Küche, Schlafzimmer und Co nicht nur optisch auf – durch seine besondere Robustheit ist es auch den täglichen Herausforderungen bestens gewachsen. Logoclic

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HELLE FREUDE: Weiß geölte Holzfußböden bringen Leichtigkeit und Licht in die eigenen vier Wände und lassen den Raum größer erscheinen. Mit den wohngesunden Produkten von Osmo lässt sich dieser Effekt leicht erzielen. Osmo/Fotolia/Christian Hillebrand/epr

Ein unverzichtbarer Bestandteil für traumhafte Altbauwohnungen ist das Fischgrät-Parkett. Doch mit dem „Fischgrät Parkett in Eiche kerngeräuchert gebürstet Rohoptik geölt“ müssen Sie auch in Neubauwohnungen nicht darauf verzichten. Preis: 96/m² Euro. Hain

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EIN STÜCK NATUR: Der traditionsreiche keramische Bodenbelag „Urban Cotto“ kommt je nach Herkunft und Zusammensetzung des Rohstoffs (hauptsächlich Ton- oder Kalkmergel) in verschiedenen Ausprägungen vor. Die Farbnuancen bewegen sich üblicherweise im erdig-rötlichen oder gelblichen Spektrum. Preis: 50 Euro. Deutsche Fliese/Agrob Buchtal

Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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Schritt 1 Vorbereitung der Laminatpaneele vor dem Verlegen: Vor dem Verlegen braucht Laminat mindestens 48 Stunden Zeit zur Akklimatisierung. Lagern Sie die Paneele unausgepackt und waagerecht im betreffenden Raum bei einer Mindesttemperatur von 18 Grad Celsius und bei 50 bis maximal 70 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Schritt 2 Untergrund für das Laminat vorbereiten: Der Untergrund muss ausreichend fest, sauber und trocken sein. Boden auf Unebenheiten mithilfe einer Richtlatte prüfen. Unebenheiten über drei Millimeter Höhe (auf einen Längenmeter) mit Fließspachtel ausgleichen. Komplett trocknen lassen.

Schritt 3 Dampfsperre und Trittschalldämmung verlegen: Auf Estrichböden und Fußbodenheizungen eine Dampfsperre verlegen. Dampfsperrfolie in der Längsrichtung des Laminats ausrollen. An den Wänden die Folie 10 cm nach oben überstehen, die Bahnen 20 cm überlappen lassen. Mit Klebeband unterhalb der Bahnen fixieren (im Bild gelbe Linie). Verlegen Sie nun als Trittschalldämmung eine Schicht aus Kork, Filz oder PE-Schaumfolie direkt über der Dampfsperrfolie.

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Schritt 5 Zuschneiden der Laminatpaneele: Messen Sie die Länge, berücksichtigen Sie den Abstand zur Wand und tragen Sie den Wert mit Winkel und Bleistift auf dem Paneel ab. Die spätere Oberseite der Paneele zeigt beim Sägen nach oben.

Abstandsfuge nicht vergessen:

Schritt 6

Halten Sie zu Wänden oder Pfeilern eine Abstandsfuge von 10 bis 15 mm ein. Verwenden Sie dazu Rastkeile. Wandangrenzende Paneele mit einem Zugeisen an die bereits verlegte Fläche ziehen.

Laminat einklicken:

Schritt 7

Paneel ganz nah an die vorgesehene Position legen und mit Hammer und Schlagklotz verriegeln. Paneele immer erst längs, dann quer einschlagen. Es darf keine Fugen geben!

Erste Laminatreihe verlegen:

Schritt 4

In der linken hinteren Ecke des Raumes beginnen. Mit einer Säge Feder oder Nut der ersten Laminatreihe entfernen. Paneele mit der beschnittenen Seite zur Wand legen und stirnseitig ineinanderklicken. Keile als Abstandshalter zwischen Paneele und Wand setzen. Die Abstandsfuge sollte zwischen 10 und 15 mm betragen.

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Anpassen des Laminats:

Schritt 8

Fügen Sie das Laminat nun mit Hammer und Schlagschutz vorsichtig ineinander und ziehen Sie Endstücke mit einem Zugeisen fest nach. Herstellerkontakte ab S. 144.

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Schritt 9 Letzte Laminatreihe legen:

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Paneele müssen normalerweise zugeschnitten werden. Berücksichtigen Sie die Abstandsfuge und sägen Sie die Paneele entsprechend zu. Ein Zugeisen hilft beim Einpassen der Paneele.

Schritt 10 Heizungsrohre beim Laminat verlegen bedenken:

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Bohrlöcher für die Heizungsrohre auf einem Laminatstück an zeichnen (Rohrdurchmesser plus 10 mm) und diese mit einem Forstnerbohrer aussägen. Mit einer Stichsäge das kleine Stück um die Löcher heraustrennen. Später am Paneel festleimen.

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Schritt 11 Türzargen beim Laminat verlegen und kürzen: Kürzen Sie die Türzarge aus Holz um eine Bretthöhe plus Dämmung und legen Sie das Laminat darunter. Dazu legen Sie ein Reststück an und sägen die Zarge zum Beispiel mit einer Tauchsäge oder einem Multi-Tool entlang des Paneels ab.

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Für den Wandanschluss überstehende Dampfsperrfolie abschneiden. Sockelleisten anbringen. Zum Zuschneiden Gehrungssäge benutzen. Mit Übergangsschienen den Übergang zu Teppich und Abstandsfugen kaschieren. Im Boden verschrauben. Liegt nebenan Laminat, auch hier Dehnungsfuge einhalten!

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VERSCHÖNERN | BADUMBAU

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schönes Bad Komfortabler, attraktiver und in Hinblick auf die Bedürfnisse von morgen ein echter Gewinn: die Sanierung des Badezimmers. Wellnessoase oder Familienlandschaft? Auch für Ihr Traumbad gibt es eine passende Lösung.

BESTENS INFORMIERT FÜR DEN TRAUM VOM BAD: Der Film „Einfach. Professionell. Ihr Weg zum neuen Traum bad.“ zeigt in gut sieben Minuten alle relevanten Modernisierungsschritte bis zur fertigen individuellen Wohlfühloase. Das Video ist auf www.gutesbad.de zu sehen und bei der VDS gegen eine Schutzgebühr von 50,00 Euro erhältlich. Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)

G

efühlt sind wir schon hundert Mal durch unser neues Bad gewandelt. Moderne Fliesen in Sandsteinoptik erstrecken sich im ganzen Raum und gehen nahtlos über in die bodenebene Duschfläche. Farbiges Mosaik an der Wand sorgt für den Frische-Kick. Und das oval geschwungene Waschbecken präsentiert sich mit formvollendetem Armaturendesign. Sowohl optisch als auch technisch sind

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wir damit auf dem neuesten Stand. Wohlgemerkt nur im Geiste. Warum eigentlich? Fakt ist, eine Badsanierung kostet Geld, Zeit, macht Lärm und jede Menge Schmutz. Das schreckt ab und schiebt Projekte wie diese gerne mal auf die lange Bank. Das muss nicht sein. Anreize für Neues gibt es genug, beispielsweise durch die bundeseigene Förderbank KfW (www.kfw.de). Sie vergibt im Rahmen des Programms

„Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“ zurzeit für Einzelmaßnahmen, etwa die Veränderung des Raumzuschnittes und die Installation einer bodenebenen Duschfläche, bis zu 5.000 Euro. Angesprochen dürfen sich Jung und Alt gleichermaßen fühlen, rät auch Jens J. Wischmann von der „Aktion Barrierefreies Bad“: „Wer noch im Berufsleben steht, kann die Belastung der Brieftasche durch gröHerstellerkontakte ab S. 144.

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ßere bauliche Maßnahmen meist noch ganz gut über ein vergleichsweise höheres Einkommen ausbalancieren“. Mehr Details hierzu erfahren Sie in unserem Info-Kasten auf dieser Seite. Darüber hinaus gibt es heute vergleichsweise saubere und schnelle Möglichkeiten, das heimische Bad zu modernisieren.

Wissen ist Macht Ein Badumbau geht inzwischen meist mit sogenannten Vorwandinstallationen über die Bühne. Diese gibt es sowohl für Waschbecken als auch WC oder Bidet. Konkret heißt das: Es müssen keine Wände mehr aufgestemmt werden. Die Sanitärtechnik rund um Wasserleitungen und Co. findet vor der Wand in den Montageelementen ihren Platz. Das Ganze lässt sich an Wand und Boden fixieren und wird anschließend verkleidet – beispielsweise mit einem eleganten Korpus aus Glas. Das Beste dieser Methode: Alle sanitären Gegenstände lassen sich unabhängig bestehender Anschlüsse neu ausrichten und bedarfsgerecht optimieren. So rückt unter anderem im modernen Wellnesstempel ab sofort die Badewanne als Raumtrenner in den Blickpunkt. Ebenso zügig verwandelt sich das Paarbad in ein

Familienbad – schnell findet auf diese Weise ein Doppelwaschbecken an der gegenüberliegenden Wand einen neuen Platz für alle Bewohner.

Für mehr Lebensqualität Mit modernen technischen Raffinessen hält nicht nur Komfort Einzug ins Bad. Auch das Thema Sicherheit, Energiesparen und Hygiene spielt eine große Rolle. Zur täglichen Pflegeroutine gehören deshalb auch berührungslose, elektronisch gesteuerte Armaturen. Sie geben mit Hilfe von Sensortechnik gezielt und dosiert Wasser ab. Thermostatarmaturen mit Verbrühschutz oder automatische Wannenfüll-Funktionen runden das Programm rund um waschen, duschen und baden ab. Das ist wasser- und kostensparend und zugleich eine saubere Lösung für alle Altersklassen. Ebenso sind Dusch-WCs im Kommen, welche jedoch noch sehr teuer sind. Spülrandlose WCs bieten eine Alternative. Keime und Schmutz sammeln sich hier erst gar nicht an. Pflegeleichte und keimabweisende Oberflächenbeschichtungen haben übrigens viele Hersteller auch im Programm. Apropos Keramik: Fliesen sind seit jeher erste Wahl

g: n ru ie is rn de o dm Ba e ei fr re ie rr Ba

im Bad. Doch nicht jede Fliesenart eignet sich für Nassbereiche. Bodenfliesen müssen eine besonders hohe Trittsicherheit und Rutschfestigkeit besitzen. Im Handel sind geeignete Gruppen entsprechend ausgezeichnet. Interesse für sanierungswillige Bauherren weckt das sogenannte „Fliese-aufFliese“-Verfahren. Beim Verlegen der neuen Fliesen bleibt die alte Keramik an Ort und Stelle. So geht die heimische Badrenovierung quasi ohne Lärm und Schmutz über die Bühne. Auch die Kosten bleiben überschaubar. Ablauf und Voraussetzungen hierfür haben wir für Sie in unserem Info-Kasten auf Seite 74 zusammengetragen. (fri) ■

TIPP 1

SO GREIFT DER STAAT BAUHERREN UNTER DIE ARME Wer sein Bad für die Bedürfnisse von morgen anpassen möchte, bekommt Geld vom Staat: Die bundeseigene Förderbank KfW, www.kfw.de, spendiert zurzeit für Einzelmaßnahmen, wie die Veränderung des Raumzuschnittes und die Installation einer bodenebenen Duschfläche, bis zu 5.000 Euro. Voraussetzungen für einen erfolgreichen Antrag auf Zuschuss aus dem Programm 455 sind u. a. ein Nachweis der Arbeitsausführung durch Fachbetriebe sowie die Einhaltung von sogenannten „Technischen Mindestanforderungen“. Laut Aktion Barrierefreies Bad gibt es zunehmend Sanitärobjekte, die den Spagat zwischen den Generationen schaffen und top aussehen. So komme die Investition in einen höhenverstellbaren Waschtisch der Lebensqualität aller

Nutzer vom ersten Tag an zugute und nicht erst im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit zum Tragen. Das Angebot der bundeseigenen KfW-Bank, die barrierefreie Ausstattung des Bades auch ganz ohne aktuelle Notwendigkeit zu fördern, werde daher auch bei jüngeren Familien reges Interesse wecken. Für den ersten Überblick hat die Initiative auf ihrer Internetseite unter dem folgenden Link wichtige Fakten zusammengefasst:

www.aktion-barrierefreies-bad.de/verbesserte-kfw-foerderung Fotos: Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)/Viega 1/2016

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Schnell und sauber: Alte, fest sitzende Fliesen bleiben einfach an der Wand

TIPP 2

Beim „Fliese-auf-Fliese“-Verfahren lässt sich das schmutz- und lärmträchtige Abschlagen der alten Fliesen ersparen. Sie bietet sich an, wenn die Raumaufteilung im Bad sowie die Anordnung der Sanitärgegenstände, also von WC, Waschtisch, Wanne oder Dusche, nicht grundsätzlich verändert werden müssen. Bei dieser Art der Badsanierung bleiben die alten Fliesen einfach, wo sie sind – neue, optisch ansprechende Fliesen werden darüber verlegt. Voraussetzung ist, dass die alten Fliesen fest sitzen und einen tragfähigen, ebenen Untergrund bilden. Diplom-Ingenieur Detlev Börner, Bausachverständiger und Vorstand des Fachverbands Fliesen und Naturstein, rät Sanierern daher, das Verlegen von Fliesen auf alten Fliesenbelägen einem Fachverleger anzuvertrauen: „Das A und O einer ,Fliese-auf-Fliese´.-Verlegung ist ein stabiler und haltbarer Untergrund. Dies zu beurteilen, erfordert ebenso Fachkenntnis wie die Entscheidung, mit welchen Fliesenklebern oder Haftbrücken gearbeitet wird“, erläutert Börner. deutsche-fliese/Grohn/djd

FÜR DAS STILLE ÖRTCHEN: Das Matterhorn zieht ins Bad ein! Die ausdrucksstarken Motive aus der neuen hochwertigen „Wenko Acryl Duroplast“ WC-Sitz-Serie bringen so jeden Bewohner zum Schmunzeln. Wenko

TIPP3

Sicherheit:

Rutschhemmende Fliesen sorgen für Stand- und Trittsicherheit im Bad Fliesen mit sogenannten rutschhemmenden Oberflächen sorgen für Stand- und Trittsicherheit im Bad. Markenhersteller bieten heute viele aufeinander abgestimmte Wand- und Bodenserien an, die eine harmonische Badgestaltung aus einem Guss ermöglichen. Dabei sind Bodenfliesen in unterschiedlichen Rutschhemmungsklassen erhältlich. Im Bad empfiehlt sich die Klasse R 9, auf der Standfläche einer begehbaren Dusche die Klasse R 10 oder Klasse B 10. Weitere Informationen rund um die Fliese unter: www.fliesenverband.de

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ZU KOMPLEX, ZU ZEITAUFWÄNDIG? Das sind nicht selten Bedenken beim Einbau einer bodenebenen Dusche. Für das neue Bodensystem „Aco ShowerFloor“ sind nur ein einziger Gewerkewechsel und keine Trocknungszeit für den Estrich erforderlich. Aco Haustechnik

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Kurz & kompakt:

clevere ideen für die planung

TIPP 4

Rahmenlose Duschabtrennungen und Spiegel zaubern optische Raumweite.

Handtuchwärmer sparen Platz, sorgen für Ordnung und lassen sich schnell aufheizen.

Lichtpaneele, etwa entlang der Badewanne oder der Waschtischablage, fungieren im fensterlosen Bad als zusätzliche Lichtquelle und Blickpunkt.

Eine bodengleiche Dusche lässt sich einfach sauber halten. Sowohl kleine Kinder als auch ältere Menschen haben leichten Zugang.

• •

Große Bodenfliesen lassen kleine Räume optisch größer wirken.

Raumwinkel nutzen, schafft Stauraum, etwa durch Wandeinbauschränke, Nischen oder Mauervorsprünge.

Kleines Bad, große Träume? Dampfduschen lassen sich heute problemlos in eine normale Dusche integrieren.

SCHÖN WARM: Beim Badheizkörper „Ideos“ verbinden sich sternförmige Elemente zu einem skulpturalen Designobjekt. Wahlweise erhältlich mit optisch angepasstem Handtuchbügel oder -haken. Kermi

LICHT UND OPTIK: Die Lichtspiegelschränke der Serien „pure“ und „flat“ von Emco Bad bieten energieeffiziente LED-Lichttechnik, ein zeitgemäßes Design und die beliebten Ausstattungsmerkmale ihrer Vorgänger. Emco Bad

Kann eine bodenebene Dusche auch nachträglich installiert werden? Bodenebene Duschen lassen sich auch in bestehende Bäder leicht einbauen, ohne das gesamte Badezimmerumfeld erneuern zu müssen. Ein Fachhandwerker prüft dazu die vorhandene Aufbauhöhe zum Beispiel mit einer einfachen Bohrung bis auf den Rohbeton. Für den Einbau von emaillierten Duschflächen stehen verschiedene Kaldewei Montage- und Ablaufsysteme zur Verfügung. Damit lassen sich selbst minimale Aufbauhöhen realisieren – ein großer Vorteil besonders bei Renovierungen. Abbgebildete Duschfläche: „Kaldewei Scona“. Kaldewei

TIPP5

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nicht leer.

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Duschen oder Baden? Eine innovative DuschWanne kombiniert mit einem pflegeleichten Wandverkleidungssystem: die ideale Lösung für eine funktionale und dekorative Teilsanierung des Badezimmers. Aufwände Fliesenarbeiten und ein wochenlanger Verzicht aufs Bad waren gestern!

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orgens vor der Arbeit schnell unter die Dusche und abends ein entspannendes Vollbad nehmen – diese Möglichkeiten zu haben, ist für viele Badbesitzer ein unverzichtbarer Luxus. Doch gerade in kleinen oder unglücklich geschnittenen Bädern musste bisher die schwierige Entscheidung zwischen Badewanne oder Dusche fallen. Mit der neuen DuschWanne „Dobla“ des Badexperten HSK gehört dies nun der Vergangenheit an. Denn „Dobla“ vereint viel Platz zum Duschen mit dem Komfort einer Wohlfühlbadewanne. Der Vorteil für den Badbesitzer: Er muss sich im Falle einer Bad(teil)sanierung nicht mehr zwischen Badewanne oder leicht zugänglicher Dusche entscheiden, sondern bekommt einfach beides – und kann ganz nach Stimmung das eine oder andere genießen. Die neue DuschWanne passt sich dabei dank der zwei Modellbreiten und einem wahlweise linken oder rechten Einstieg den Gegebenheiten des Badezimmers ideal an. Der Einstieg ist angenehm breit und

niedrig, die Formgebung durchdacht. Für ein entspannendes Wannenbad ist das Rückenteil angenehm geformt und zugleich ist die großzügige, plane Bodenfläche ideal für guten Stand und hohen Komfort beim Duschen. Größter Vorteil der Dobla: Die Verwandlung von Dusche zu Badewanne ist schnell und einfach. Mit nur wenigen Handgriffen kann die satinierte Acrylglas-Tür für das Wannenbad eingesetzt und danach wieder geöff net werden. Dank Magnetkraft dichtet die Tür selbstständig ab. Optional lieferbare Wannenschürzen zur individuellen Verkleidung mit Fliesen oder einem speziellen Wandverkleidungssystem wie „RenoDeco“ runden die „Dobla“ stimmig ab. Egal ob Stein-, Holz- oder Metallstrukturen, elegant oder rustikal anmutende Dekore – „RenoDeco“ schafft schnell ganz individuelle Stimmungen, ganz nach Geschmack von Industrie-Chic bis Cottage-Stil. Q

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lein und fein oder groß und offen? Wenn es um die Planung der neuen Küche geht, zeichnet sich hierzulande ein deutlicher Trend ab, weiß Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK): „Bei Neubauten ist von einer überwiegend offenen Bauweise auszugehen, in der die Bereiche Kochen-Essen-Wohnen ohne Wände miteinander verschmelzen. Hier ist mehr Platz für die neue Kücheneinrichtung. Beim Wohnen zur Miete sind die Küchen meist kleinere, abgegrenzte Räume und können trotzdem mit einer optimierten Stauraumplanung perfekt funktionieren.“ Eine offene Küche ist der Inbegriff moderner Architektur und nimmt zusammen mit dem Wohnbereich eine zentrale Stellung im Zuhause ein. Ob rundum zugängliche Kochinsel, gerade oder gewinkelte Zeilen, Küchentresen, ja oder nein – Sie haben die Wahl. Und der Küchenhandel bietet zahlreiche Optionen in Sachen Ausstattung

und Raumgestaltung. Ganz wichtig: Haus- und Küchenplanung sollten Bauherren parallel im Auge behalten und rechtzeitig Funktionsbereiche defi nieren. „Wenn man vor dem Neubau einplant, dass später das Spülbecken beispielsweise in der Theke seinen Platz fi nden soll, müssen hier Wasserabfluss und -zulauf schon im Boden intergiert werden“, erklärt Kirk Mangels. Achten Sie unter anderem auf leistungsstarke Dunstabzugshauben sowie flüsterleise Geschirrspüler und Kühlgeräte. Ansonsten mausert sich der entspannte Abend im Wohnbereich schnell zur Geduldsprobe. Fließende Übergänge verlangen ein gemeinsames Raumkonzept, das heißt Möbel und Farben sollten sowohl in der Küche als auch im Wohnbereich harmonieren. Zum Teil ragen Regale oder Sideboards bewusst in den jeweils angrenzenden Raum. Das ist zweckmäßig und baut eine optische Verbindung. Da die offene Küche allzeit einsehbar bleibt, sollten Sie ausreichend Stauraum einplanen.

Im Übrigen ist Stauraum auch in der geschlossenen, kleineren Küche unerlässlich. Nutzen Sie Raumhöhen voll aus, zum Beispiel mit Hänge- und Oberschränken. Auf weniger Quadratmetern entscheidet die sinnvolle Anordnung von Geräten und Arbeitszonen. Tipp: Viele Hersteller bieten vom Kaffeevollautomat bis hin zum modernen Induktionskochfeld kompakte, platzsparende Größen an. Softe Farben schmeicheln einer kleineren Küche mehr als knallige Trendtöne.

Wohlfühlatmosphäre Die Lichtplanung setzt das i-Tüpfelchen bei jeder Küche. „Eine gute Küchenbeleuchtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Arbeitsplatz perfekt ausgeleuchtet ist und gleichzeitig stimmungsvolle Akzente für eine gemütliche Atmosphäre gesetzt werden“, erläutert Günter Schwarzlmüller, Marketingleiter bei ewe Küchen. Tipps und Tricks zum Thema Lichtplanung finden Sie in unserem Infokasten auf Seite 80. (fri) ■

Kaufberatung Kochfeld: INDUKTION ÜBERZEUGT MIT VIELEN VORTEILEN: Beim Kauf einer Küche steht immer auch die Entscheidung an, welches Kochfeld gewählt wird, schließlich ist es das Herzstück jeder Küche. Wer sich für die elektrische Variante entscheidet, ist gut beraten, auf Induktion zu setzen: „Im Vergleich zu klassischen Glaskeramik-Kochfeldern oder gusseisernen Kochplatten liegen Induktionskochfelder in punkto Schnelligkeit und Effizienz deutlich vorn“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, benötigt ein klassisches Kochfeld etwa siebeneinhalb Minuten, ein Gasherd knapp fünf. Bei einem Induktionskochfeld hingegen kocht das Wasser bereits nach nur gut drei Minuten. Dabei geht dieses schnelle Ergebnis beim Ankochen nicht zu Lasten des Energieverbrauchs, im Gegenteil: Mit einem Verbrauch von gerade einmal 134 Wattstunden erhitzt das Induktionskochfeld das Wasser um 40 Prozent sparsamer als ein herkömmliches Kochfeld. Beim Fortkochen gleicht sich der Energieverbrauch an, wobei sich die Temperatur so exakt und energiesparend regulieren lässt wie bei einem Gasherd. Die Vorteile

von Induktionskochfeldern beruhen auf der Technik, die hier zum Einsatz kommt. Unter der GlaskeramikOberfläche liegt eine von Strom durchflossene Kupferspule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt. Dieses Wechselfeld überträgt sich auf den Boden des Kochgeschirrs und wandelt sich dort in Wärme um. „Damit diese Übertragung stattfinden kann, braucht das Kochgeschirr einen leitfähigen, magnetisierbaren Boden aus Stahl-Email, Gusseisen oder speziellem Edelstahl“, erläutert Claudia Oberascher. Wertvolle Tipps rund um die Anschaffung eines Kochfeldes gibt die Broschüre „Checkliste für Ihre Kaufentscheidung“, die die Initiative Hausgeräte+ zum kostenfreien Download auf ihrer Website anbietet:

www.hausgeraete-plus.de

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Planungstipps:

für die perfekte Küchenbeleuchtung

PLANUNGSTIPPS FÜR DIE PERFEKTE KÜCHENBELEUCHTUNG Eine durchdachte Beleuchtung erweckt die Küchenlandschaft erst so richtig zum Leben. Daher ist es sehr wichtig, sich bei der Planung der neuen Traumküche Zeit zu nehmen, um ihr mit dem passenden Lichtkonzept den letzten Schliff zu verleihen. „Eine gute Küchenbeleuchtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Arbeitsplatz perfekt ausgeleuchtet ist und gleichzeitig stimmungsvolle Akzente für eine gemütliche Atmosphäre gesetzt werden“, erläutert Günter Schwarzlmüller, Marketingleiter bei ewe Küchen. UNTERSCHIEDLICHE BELEUCHTUNGSARTEN BERÜCKSICHTIGEN Je nach Funktion lassen sich drei grundsätzliche Beleuchtungsarten unterscheiden. Arbeitslampen werden zum Kochen und für all die kleinen Aufgaben benötigt, die in der Küche anfallen. Um sich nicht an scharfen Messern zu verletzen und zu sehen, ob Fleisch und Gemüse frisch sind und der Plätzchenteig die richtige Konsistenz hat, ist es wichtig, die Arbeitsfläche ausreichend hell und blendfrei auszuleuchten. In Wohnküchen mit Esstisch ist für gesellige Abende ein gemütliches Lichtambiente wichtig. Für eine angenehme Atmosphäre sorgen deshalb effektvoll eingesetzte Stimmungslichter. Hierbei kann man seinen ganz persönlichen Stil einbringen. Bei den täglichen Hausarbeiten, wenn Sie die Küche putzen oder etwas reparieren möchte, benötigen Sie zudem ein Allgemeinlicht. Oft handelt es sich um eine praktische Deckenbeleuchtung, die Verschmutzungen sichtbar macht und so viele Schatten wie möglich beseitigen. KÜCHENRAUM MIT DEM RICHTIGEN LICHTDESIGN GESTALTEN Alle Beleuchtungsarten lassen sich mit dem geeigneten Lichtdesign realisieren. Als Beleuchtungsquelle werden meist Lichtleisten oder Spots eingesetzt. Lichtleisten können unsichtbar unter dem Hängeschrank montiert und in der Länge variiert werden. Auf diese Weise wird die gesamte Arbeitsfläche gleichmäßig ausgeleuchtet. Spots leuchten hingegen punktuell und können auch sichtbar an Decken oder Schränken eingesetzt werden. Für ein stimmungsvolles Ambiente eignen sich sogenannte Uplights: Auf Schränken platziert, werfen sie das Licht indirekt an die umliegende Umgebung. Strukturierte Wandoberflächen und der gesamte Küchenraum können so effektvoll in Szene gesetzt werden. Bei der Auswahl der passenden Lichtfarbe kommt es vor allem auf den persönlichen Geschmack der jeweiligen Bewohner an. Die meisten Menschen bevorzugen warmes, weich wirkendes Licht, um ein Wohlfühlambiente zu erzeugen. ENERGIE SPAREN MIT FLEXIBLEN LEUCHTMITTELN Bleibt zuletzt die Frage nach dem passenden Leuchtmittel. Hier empfehlen renommierte Küchenhersteller wie ewe den Einsatz von langlebigen LED-Lampen. Sie sind umweltfreundlich, energieeffizient und können in Stärke und Temperatur den individuellen Wünschen angepasst werden. Dank der platzsparenden Bauweise können LEDLeisten auch unter der Arbeitsfläche oder rund um die Steckdosen montiert werden, wo sie der der Küche eine harmonische und „fließende“ Optik verleihen. Damit die Beleuchtung ihre Lichttemperatur auch nach Jahren hält und sie nicht mit der Zeit verblassen, sollte man auf vertrauenswürdige Hersteller achten. Ewe

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Die „Zutaten“ für einen neuen unabhängigen Lifestyle sind WLANfähige Hausgeräte mit WiFi-Schnittstelle, ein WLAN-Router, der mit dem Internet verbunden wird, sowie ein mobiles und internetfähiges Endgerät. Die Applikationen (Apps) zur Bedienung, Steuerung und Kontrolle der vernetzbaren Elektro-Einbaugeräte gibt es für iOS-basierte Smartphones/Tablets bei iTunes und für AndroidModelle im Google PlayStore. Und schon ist es soweit: die smarte Lifestyle-Küche 2.0 ist online und der Hightech-Spaß kann jetzt von überall aus beginnen: Einbau-Backofen, Geschirrspüler, Dampfgarer und Kombi-Geräte (ein Backofen mit integriertem Dampfgarer und Mikrowellengerät oder ein Dampfgarer mit schneller Mikrowelle) können per App jetzt auch völlig ortsunabhängig bedient und überwacht werden. „Die Vernetzung von Elektro-Einbaugeräten eröffnet ihren Besitzern völlig neue Dimensionen. Zum hohen Produktnutzen und Bedienkomfort kommt eine neue Flexibilität hinzu, wie sie keine Generation zuvor erleben und genießen konnte“, erläutert Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. Foto: AMK/Siemens

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VERSCHÖNERN | OUTDOOR

Raus geht’s! Es ist endlich soweit – die Tage werden wieder länger und die Temperaturen klettern das Thermometer hinauf! Allerhöchste Zeit, den Garten für Sonnengenuss und Grillfeste zu rüsten. Von uns gibt’s deshalb Trends, Tipps und Tricks für die Sommersaison!

KOCHVERGNÜGEN: Die „QZone-Kitchen“ wird mit ihrem Zubehör ganz leicht zu einer Küche im Freien, die individuell gestaltet werden kann. So muss der Koch nicht mehr hinter dem Herd in der Küche stehen, während die Gäste die Sonne genießen. All+

Vergnü

gen!

MOBILE OUTDOORKÜCHE: Mit Geräten wie dem Cobb-Grill „Easy to go“, und verschiedenen Zubehörartikeln wie Wok oder Pizzapfanne, hat man bei Camping und Outdoor-Partys die tragbare Koch- und Grillmöglichkeit immer dabei. Cobb-Grill/djd

Genuss! GUTE LAUNE: So richtig genießen lassen sich heiße Sommertage unter dem „Klassiker“, dessen Bespannung wasserabweisend und fäulnishemmend ist. Weishäupl

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Hintergrundfotos: Pixabay

Sommerzeit – Nachbarstreit ? GRILLEN UND GARTENPARTY Oft geraten Nachbarn in Streit, wenn an schönen Tagen Vergnügungen ins Freie verlagert werden. Grillfreunde dürfen in den Sommermonaten zweimal im Monat den Grill anfeuern. Jedoch dürfen die Nachbarn dadurch, beispielsweise durch in die Innenräume ziehenden Rauch, nicht beeinträchtigt werden. Auch gelegentliches Feiern im Garten muss die Nachbarschaft hinnehmen. Jedoch ist die absolute Nachtruhe von 22 Uhr bis 7 Uhr einzuhalten. Bei einem Verstoß ist mit dem Besuch der Polizei und einem Bußgeld zu rechnen. Ein generelles Grillverbot für den Garten ist unzulässig. Anders dagegen beim Balkon: Hier kann der Vermieter ein Grillverbot festlegen. RUHE BITTE!

SONNEN- UND REGENSCHUTZ ZUGLEICH: Die Pergola-Markise „PergoTex II“ öffnet oder schließt auf Knopfdruck und macht die Terrasse so fit für jedes Wetter. Weinor

An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen dürfen Gartengeräte, die viel Lärm machen, in Wohn- und Kleinsiedlungsgebieten nicht oder nur bedingt betrieben werden. Die Faustregel lautet: Motorisierte Gartengeräte bleiben dann im Gartenschuppen. So ist das Rasenmähen an Sonn- und Feiertagen ganztägig und werktags von 20 Uhr bis 7 Uhr verboten. Grastrimmer, Laubbläser und Laubsammler dürfen außerdem an Werktagen in der Zeit von 7 Uhr bis 9 Uhr, von 13 Uhr bis 15 Uhr und von 17 Uhr bis 20 Uhr nicht in Betrieb genommen werden. Erlaubt sind Arbeiten, die keinen Lärm erzeugen, zum Beispiel Pflanzen mit der Gartenschere beschneiden, Rasen säen und Unkraut jäten. Wer keine Rücksicht nimmt und dennoch zum Gartengerät greift, muss mit einem Bußgeld rechnen. KEIN ZUSCHNITT Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verbietet, dass Hecken, lebende Zäune, Gebüsche oder andere Gehölze zwischen 1. März und 30. September abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Wer dennoch vorsätzlich oder auch fahrlässig unerlaubt zu viel Grün abschneidet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss nach § 69 BNatSchG mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen! Dies gilt allerdings nur für radikale Eingriffe, schonende Form- und Pflegeschnitte sind nach § 39 BNatSchG auch in den Sommermonaten erlaubt. Quelle: anwalt.de

ALLES IM GRIFF: Ungeliebtes Grün auf dem schönen Beet oder unterhalb des Zaunes? Mit einem Freischneider lässt sich unerwünschter Wildwuchs einfach und effizient zurückschneiden. Stihl/djd

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VERSCHÖNERN | OUTDOOR

TIERSCHUTZ IM FRÜHLING:

FLEXIBLE GARTENWEGE: Ganz leicht lassen sich die Maxi-Beetplatten durch ihr rumdum laufendes Klicksystem verlegen und trittfest verbinden. Dank der Wasserabläufe kann Regenwasser weiterhin in der Erde versickern. Otto Graf

FÜR BARFUSSGÄNGER: „Die Beliebte select Naturlinie“ ist eine massiv gefertigte Holzwerkstoff-Diele für Terrasse und Balkon. Sie besteht zu 70 Prozent aus heimischen Hölzern und einem umweltfreundlichen Polymer. NaturInForm

AUFFRISCHUNGSKUR: Auch auf Terrassendielen aus WPC hinterlässt die Witterung ihre Spuren. Ein alljährlicher Pflegeanstrich mit dem „WPCImprägnier-Öl“ frischt den Farbton auf. Remmers

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In vielen Gärten finden Vögel und Insekten kaum noch Nistplätze. Dabei sind sie fleißige Helfer – der Zaunkönig zum Beispiel vertilgt Ungeziefer und singt in seiner einzigartigen Stimme. Die Hummel sorgt als fleißiger Bestäuber für eine üppige Obst- und Gemüseernte und ihr Summen klingt nach Frühling. Schenken Sie deshalb beiden ein schönes Zuhause, wie die „Zaunkönig-Höhle“ oder die „Hummel-Burg“. Denk Keramik

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VERGLEICH VORHER-NACHHER: Häufig treten auf Terrassenböden nach einer gewissen Zeit Risse, Löcher und Splitter auf. Die Bondex „Renovier! Farbe“ bessert diese aus und verleiht dem Boden einen dekorativen, deckenden und schützenden Anstrich. Bondex

1.

TERRASSENBODEN REINIGEN: Oberfläche mit einer harten Bürste vom Belag befreien, mit Wasser und Seife reinigen. Für den Anstrich muss der Untergrund trocken, sauber, tragfähig, fett- und wachsfrei sein.

2.

RISSE UND LÖCHER AUFFÜLLEN: Die Farbe nach dem Öffnen mindestens drei Minuten gut umrühren. Für die Verarbeitung werden Rolle, Pinsel und eine Farbwanne benötigt. Farbe mit einem Pinsel in kleinere Risse und Löcher tupfen, bis diese gefüllt sind.

3.

KANTEN BESTREICHEN: Die Kanten des Terrassenbodens ebenfalls mit kurzen Tupfbewegungen mit der Bondex „Renovier! Farbe“ bestreichen.

4.

FARBE AUFTRAGEN: Die erste Farbschicht mittels einer Rolle gleichmäßig auftragen. Farbe, die sich in den Rillen sammelt, einfach mit einem Pinsel entfernen. Die Terrasse mindestens sechs Stunden trocknen lassen. Dann die Farbe ein zweites Mal auftragen.

TROCKEN LEGEN: Das Balkon Entkopplungssystem Triflex „ProDrain“ sorgt dafür, dass durchfeuchtete Untergründe wieder dauerhaft trocken sind. Nach der Vorbereitung des vorhandenen Belags bringen Fachverarbeiter die zugeschnittene Entkopplungsbahn auf die Oberfläche auf. Durch das Zusammenwirken von Entkopplung, Abdichtung, Nutzschicht und Oberfläche sind Außenbereiche innerhalb kürzester Zeit wieder dauerhaft gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt. Triflex

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ENERGIESPAREN | NEUE HEIZUNG

MEHR WÄRME ennst off für wenig er Br

Neue Heizung, neues Glück? Das mag zu hoch gegriffen sein, aber sicherlich zieht mit einer modernen Wärmezentrale ein höherer Komfort in die eigenen vier Wände ein. Auch das Portemonnaie der Hausbesitzer kann sich freuen: Denn weniger Brennstoff verbrauchen Brennwertgeräte, Blockheizkraftwerke und Brennstoffzelle allemal!

GUTE KOMBI: Die „CSZ-2R“ kombiniert die Nutzung von Gas und Solarenergie in einem Gerät. Ausreichend warmes Wasser und stets angenehme Raumtemperaturen sind für die Gas-Brennwertterme mit integrierter Solarzentrale ein Leichtes. Der 300 Liter fassende Speicher ist ausreichend für drei Kollektoren und bis zu 150 Quadratmeter Wohnfläche, womit die Erfüllung des „Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes“ gewährleistet ist. Wolf

W

er ans öffentliche Erdgasnetz angeschlossen ist, kann sich glücklich schätzen: Der Weg zu einer komfortablen und effi zienten Heizlösung fürs Eigenheim ist somit bereitet! Denn das lästige Bestellen und Anliefern-Lassen von Brennstoff, wie beim Heizen mit Öl oder Pellets, ist damit passé. Denn durch die Leitung strömt die Energie zur Wohnraumerwärmung und Warmwasserbereitung automatisch nach. Keine Tanks müssen gewartet werden und im Keller ist mehr Platz. Zudem riecht es im Haus und insbesondere im Keller einfach besser, wenn keine Ölheizung ihren Geruch verströmt.

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Hohe Wirkungsgrade dank Brennwerttechnik Die Vorteile überzeugen hierzulande die meisten Bauherren und Modernisierer. In über der Hälfte aller Neubauten werden Gasheizungen verbaut. Die gängigste Technik dazu findet sich in sogenannten Brennwertgeräten. Im Unterschied zu herkömmlichen Niedertemperaturheizungen nutzen sie den eingesetzten Brennstoff gleich zweifach: Zum einen die Wärme, die bei der direkten Verbrennung entsteht, zum anderen, diejenige, die sich als Kondensationswärme nach dem Verbrennungsprozess ansammelt. Die Brennwerttechnik lässt sie nicht ungenutzt durch den Schornstein verschwinden, Herstellerkontakte ab S. 144

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sondern führt sie ebenfalls dem Heizkreislauf zu. Das schafft hohe Wirkungsgrade von fast 100 Prozent. (Der Wirkungsgrad drückt das Verhältnis zwischen zugeführter und abgegebener Leistung aus). Die gleiche Technik kommt auch bei Ölheizungen zum Einsatz. Diese erfordern jedoch zusätzliche Tanks, um den Brennstoff zu bevorraten. Zwar sind die Preise für Heizöl zuletzt stark gefallen – die Statistiken zeigen jedoch, dass Heizen mit Öl in der Regel teurer ist als Heizen mit Gas.

Strom und Wärme hausgemacht Systeme mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzen eine einzige Antriebsenergie, um Strom für den Haushalt und Wärme für Heizung und Warmwasser zu erzeugen. Im Vergleich zur separaten Erzeugung von Strom und Wärme reduziert das den Energieverbrauch um mehr als ein Drittel – und den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 sogar um die Hälfte. Das Ganze funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Ein Gas-Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, der die mechanische Energie des Motors in elektrische – also Strom – umwandelt. Bei diesem Vorgang entsteht automatisch Wärme, die dem Heizkreislauf zugeführt wird. Reicht die Wärmeproduktion nicht aus, schaltet sich ein Spitzenlast-Heizgerät dazu. Fehlenden Strom können die Hausbewohner indes ganz konventionell über das öffentliche Netz beziehen – umgekehrt ist es möglich einen Stromüberschuss in diesen einzuspeisen. Gegen Vergütung versteht sich. Ab dem 1. Januar 2016 erhalten Hausbesitzer, die ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von

unter 50 Kilowatt elektrischer Leistung in Betrieb nehmen, sogar höhere Zuschläge als Besitzer bestehender Anlagen. Aufgrund einer Neufassung des KWK-Gesetzes wird der in das öffentliche Netz eingespeiste Strom stärker gefördert als bisher, der selbst verbrauchte Strom dafür etwas geringer. Künftig erhalten Hausbesitzer einen KWK-Zuschlag von 8 statt bisher 5,41 Cent. Die Förderung für selbst verbrauchten Strom sinkt von 5,41 auf 4 Cent pro Kilowattstunde. Zudem wird der Zuschlag nicht mehr für zehn Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden gewährt. Förderungen für Kraft-WärmeKopplungsanlagen durch die KfW konnten bis zum 31.3.2016 beantragt werden. Wie es mit den Förderkonditionen danach weitergeht, wird die Zeit zeigen. (erv)  n

INTELLIGENZ IST EFFIZIENZ: Die Gasheizung „CerapurComfort“ ist ein Meister im Energiesparen. Möglich macht das die intelligente Pumpentechnologie. Die PermanentmagnetTechnologie der Umwälzpumpe und die innovative Pumpenschaltlogik machen das Gerät zu einem der energieeffizientesten Gas-Brennwertgeräte am Markt. Junkers/Bosch Thermotechnik

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ENERGIESPAREN | NEUE HEIZUNG

KRAFTPROTZ: Das Mikro-KWK-System „Ecopower“ 1.0 ist eine Lösung für das Strom- und Wärmesystem mit Gas-Verbrennungsmotor im Ein- und Zweifamilienhaus. Es produziert die nötige Wohnwärme und den größten Teil des benötigten Stroms. Fehlenden Strom beziehen Sie aus dem Netz, Überschüsse speisen Sie gegen Vergütung ins Netz ein. Vaillant

Foto: Fotolia/reichdernatur

GROSSER FELDTEST

HEIZUNGSANLAGEN NACH BRENNSTOFFZELLENPRINZIP Für die Beheizung privater Einfamilienhäuser stellt auch die Brennstoffzellentechnik eine vielversprechende Entwicklung dar. Dieser Überzeugung ist Dipl.-Ing. Michael Holzhauer, Bauherrenberater des BSB. Brennstoffzellen wandeln chemische Energie direkt in elektrische Energie um. Dazu werden lediglich Sauerstoff und ein Brennstoff wie zum Beispiel Wasserstoff, Ehtanol oder Methan (Erdgas) benötigt. Bei der Umwandlung entsteht Wärme. Ideal wäre nach Ansicht des BSB-Experten der Einsatz von Wasserstoff als Energieträger, der mit erneuerbaren Energien erzeugt werden kann. Allerdings sei Wasserstoff zurzeit nicht als Energieträger für die Gebäudeheizung am Markt eingeführt, also nicht marktüblich.

Holzhauer verweist darauf, dass verschiedene Heizungshersteller nach dem Brennstoffzellenprinzip moderne Heizungsanlagen als sogenannte Mikro-Blockheizkraftwerke entwickelt haben, die mit Erdgas betrieben werden können. Diese Anlagen erzeugen neben Strom für den Eigenbedarf auch Wärme, die für die Gebäudebeheizung nutzbar ist. Überschüssiger Strom kann zudem verkauft werden. Diese Anlagen seien seit 2011 im Praxistest „Callux“ in Eigenheimen in einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren geprüft worden und sind mittlerweile am Markt eingeführt. Durch die Kopplung von Wärme- und Stromerzeugung könne nach Herstellerangaben etwa ein Drittel der Primärenergie im Vergleich zur getrennten konventionellen Energieerzeugung eingespart werden. „Durch die Zusammenschaltung mehrerer Geräte zu einem Verbund könnten sogenannte virtuelle Kraftwerke entstehen und Energieverbraucher über ein intelligentes Stromnetz (smart grid) untereinander kommunizieren. Bis damit künftig ein nennenswerter Anteil dieser geplanten dezentralen Energieversorgung erreicht werden kann, setzt das aber eine große Verbreitung solcher Anlagen in privaten Haushalten voraus“, blickt Bauherrenberater Holzhauer in die Zukunft. Mit zunehmender Hausautomation (Smart Home) werde es auch immer besser möglich, die Beheizung von Gebäuden noch bedarfsgerechter, effizienter und komfortabler zu gestalten. Zahlreiche Regelungsgrößen der Heizungsanlage lassen sich so steuern und programmieren - oft auch über das Internet. Quelle: Bauherren- Schutzbund

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FÜR DIE ZUKUNFT GEWAPPNET: Angesichts stetig steigender Energiepreise und des wachsenden Bewusstseins für den Umweltschutz steigt die Nachfrage nach klimafreundlichen und kostengünstigen Energielösungen. Mikro-KWK-Anlagen erfüllen diese Ansprüche in besonderem Maße: Sie nutzen den einmal eingesetzten Brennstoff doppelt und arbeiten damit höchst wirtschaftlich. Die Anlagen eignen sich sowohl für private als auch gewerbliche Zwecke und lassen sich problemlos auch in schon bestehende Gebäude integrieren. SenerTec

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Die Gas-Brennwerttherme CGB-2 mit Energieeffizienzklasse A Volle Leistung bei minimalem Verbrauch – BlueStream® steht für die intelligente Brennwerttechnologie von Wolf. Das Sparen beginnt beim Standby-Verbrauch von unter 3 W und einer Minimalheizleistung von gerade mal 1,8 kW. Dazu kommen sauberste Verbrennung für maximale Effizienz, die Eignung für alle Gas-Qualitäten sowie die Fernregelung über Smartphone und die problemlose Vernetzung mit Wolf Lüftungs- und Solarsystemen. Wenn Sie jetzt auch „spießig“ sparen möchten, informiert Sie gerne Ihr Wolf Fachmann in Ihrer Nähe: www.wolf-heiztechnik.de

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ENERGIESPAREN | NEUE HEIZUNG

DIE HEIZUNGSMODERNISIERUNG BIETET VIELE VORTEILE Die Zinsen für Geld auf dem Sparkonto gehen seit Jahren zurück und tendieren bei vielen Kreditinstituten mittlerweile gegen Null. Deshalb suchen Sparer nach neuen Wegen, ihr Vermögen gewinnbringend anzulegen. Eine attraktive Möglichkeit: die Heizungsmodernisierung. Denn sie bietet doppelte Rendite – sie steigert den Wert der eigenen Immobilie und senkt den Energieverbrauch.

ZUKUNFTSSICHERHEIT FÜR MODERNISIERER Nur etwas mehr als 20 Prozent der Heizungen in Deutschland entsprechen dem aktuellen Stand der Technik; das durchschnittliche Austauschalter eines Kessels liegt bei 25 Jahren. Dabei bringt eine Modernisierung viele Vorteile mit sich: Man erhält Zukunftssicherheit, der Wert der Immobilie wird erhöht, die Energiekosten gesenkt. Und als „Zugabe“ gibt es noch das gute Gefühl, Klima und Umwelt zu schützen.

ZERTIFIZIERT VOM TÜV Welche Möglichkeiten es zur energetischen Sanierung gibt, hängt vom Einzelfall ab – von der Gebäudebeschaffenheit, vom zur Verfügung stehenden Energieträger und letztlich auch vom Budget des Anlagenbetreibers. Doch egal, ob Brennwertgerät, Wärmepumpe, Pelletkessel oder Mikro-KWK-System – der Gebäude-Energie-Spar-Check von Viessmann berechnet mit nur wenigen Eingaben die möglichen Einsparungen bei der Modernisierung mit diesen Wärmeerzeugern. Wegen der objektiven Ergebnisse, die es liefert, wurde das Programm als einziges seiner Art vom TÜV Rheinland zertifiziert.

Grafik: Fotolia/ M.studio

JETZT AUCH FÜR HEIZUNGEN PFLICHT: Von Kühlschränken und Glühbirnen kennen Verbraucher es schon länger, ab dem 26. September 2015 finden sie es nun auch auf neuen Heizungen und Warmwasserbereitern: Das Energielabel der Europäischen Kommission. Das Label soll Verbrauchern die Kaufentscheidung für klimafreundliche Heizkessel erleichtern und die Industrie motivieren, energieeffizientere Geräte herzustellen. Co2Online

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WEITERE INFOS UNTER:

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ENERGIEEFFIZIENZLABEL WIRD AUTOMATISCH ERMITTELT Dazu hat der TÜV Rheinland die hinter dem Gebäude-Energie-Spar-Check stehenden Berechnungsverfahren eingehend geprüft. Das heißt, das Programm arbeitet auf der Grundlage gültiger Normen und Verordnungen und bietet dem Anwender so objektive, jederzeit nachprüfbare Ergebnisse. Darüber hinaus wird automatisch das gemäß Ökodesign-Richtlinie (ErP-Richtlinie) seit September 2015 verpflichtende Energieeffizienz-Label für die jeweils gewählte Heizungsanlage ermittelt. Die grafische Anzeige der erreichten Energieeffizienzklasse bietet dem Anwender – zusammen mit der zu erwartenden Amortisationszeit sowie einer Kostenschätzung – eine verlässliche Entscheidungshilfe für die Modernisierung. Quelle: Viessmann

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ENERGIESPAREN | ERNEUERBARE ENERGIEN

Die Unermüdlichen Erneuerbare Energien sind Lieferanten für umweltfreundliche Heizenergie – eine gute Alternative zu Öl und Gas. Ob Wärmepumpe oder das Dreamteam aus Pellets und Solarthermie – mit diesen Heizungen tun Sie auf jeden Fall etwas für die Natur. PERFEKTE ERGÄNZUNG: Bei entsprechend großen Kollektorflächen kann die Sonne den jährlichen Wärmebedarf bis zu 60 Prozent decken. In sonnenarmen Zeiten springt der Pelletkessel oder -ofen an und garantiert eine zuverlässige Wärmeversorgung. BSW Solar/epr

M

it Holz zu heizen, ist kohlendioxidneutral und damit klimafreundlich. Denn Holz kann nur so viel Kohlendioxid abgeben, wie der Baum, von dem es stammt, im Laufe seines Lebens aufgenommen hat. Egal ob das Material im Wald verrottet oder das Wohnzimmer wärmt. Weitere Vorteile der aus Säge- oder Hobelspänen hergestellten Holzpellets sind die hohe Energiedichte von etwa fünf Kilowattstunden pro Kilogramm (zwei Kilogramm Pellets entsprechen einem Liter Heizöl), die sehr gute Transport- und Lagerfähigkeit sowie die niedrigen Emissionen. Für den Einbau von Holzpelletheizungen in bestehende Wohnhäuser gibt es Zuschüsse im Marktanreizprogramm des Bundes (Ausführender ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA), mit dem die

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Nutzung erneuerbarer Energien gefördert wird. Ausnahme: Der Einbau eines Pelletofens (Lufterhitzer) wird leider nicht aus diesem Fonds bezuschusst.

Power aus dem All Als Partner einer Pelletheizung bietet sich eine Solarthermieanlage an. Unter Solarthermie versteht man die Nutzung von Sonnenenergie zur Wärmegewinnung (Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung). Mithilfe von Flachoder noch effizienteren Röhrenkollektoren wird die Sonnenwärme eingesammelt und über einen Wärmetauscher an das Wassersystem des Hauses abgegeben. Ab einer benötigten jährlichen Warmwassermenge von etwa 50 Kubikmetern (dies entspricht in etwa einem Drei-Personenhaushalt mit einem Herstellerkontakte ab S. 144

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täglichen Warmwasserverbrauch von 150 Litern) ist es sinnvoll, über eine solarthermische Anlage nachzudenken, denn dann wird spürbar Brennstoff eingespart. Ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz von Sonnenenergie, wenn bereits ein großer Warmwasserspeicher (Pufferspeicher) vorhanden ist, etwa bei Holzpelletkesseln und wenn die Solaranlage auch sonst gut ins Heizsystem passt. Wer eine Solaranlage installiert, trägt direkt vor Ort zu einer CO2-Reduzierung bei und prägt einen positiven ökologischen Fußabdruck. Solarthermieanlagen können auch den Stromverbrauch senken. Waschmaschinen und Geschirrspüler mit Warmwasseranschluss lassen sich an das von der Sonne erwärmte Wasser anschließen. So verbrauchen die Geräte keinen beziehungsweise weniger Strom zum Aufheizen. Neben Pelletheizungen und Solaranlagen hat sich

als beliebte Heizung die Wärmepumpe herauskristallisiert. Sie nutzt die in Außenluft, Erdreich oder Grundwasser vorhandene Wärme und gibt sie an das Warmwassersystem des zu beheizenden Gebäudes ab. Dazu muss die Wärme auf ein höheres Temperaturniveau „gepumpt“ werden, was mittels Kompression geschieht. Zum Antrieb wird in Einfamilienhäusern meist Strom eingesetzt. Das Warmwassersystem nimmt die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme auf und leitet sie entweder zu einem Verteilersystem, wie zum Beispiel die Fußbodenheizung, oder zu einem Heizungspuffer- beziehungsweise Warmwasserspeicher. Dabei gilt die Faustregel: Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle (Luft, Wasser, Erdwärme) und Wärmeverbraucher (Flächenheizung), desto wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe. (bis) ■

WÄRMEPUMPENTYPEN

Grafiken: BWP

WÄRMEQUELLE ERDREICH: Diese Erdwärmepumpe benutzt eine Sonde, die tief ins Erdreich führt, um die Wärme desselben zu erschließen.

WÄRMEQUELLE GRUNDWASSER: Ein Saug- und ein Schluckbrunnen bilden die äußeren Bestandteile der sogenannten Grundwasser-Wärmepumpe.

WÄRMEQUELLE ERDREICH: Mit dem Sondenkollektor im Garten wird die Wärme aus dem Erdreich von der Erdwärmepumpe aufgenommen.

WÄRMEQUELLE AUSSENLUFT: Das Außengerät der Luft/Wasser-Wärmepumpe nutzt die Wärme der Umgebungsluft. Im Hausinneren steht das Innengerät.

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OPPORTUNIST: Die AEG Trinkwasser-Wärmepumpe „WPT 300 EL Plus“ nutzt die Wärme der Umgebungsluft zur Warmwasserbereitung. Sie ermöglicht darüber hinaus den Eigenverbrauch von PV-Strom und kann gleichzeitig mit einem zweiten Wärmeerzeuger (Solarthermie oder Heizungssystem) kombiniert werden. AEG Haustechnik

Icons: Flaticon

HEIZEN MIT UMWELTWÄMRE - EINE ÜBERSICHT Medium für die Wärmeverteilung im Haus

Wärmequelle

Bezeichnung

Luft

Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Wasser

Erdreich (Kollektor oder Sonde)

Sole-/Wasser-Wärmepumpe

Wasser

Grundwasser

Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Wasser

KOMFORTABEL: Elektrisch betriebene Pelletheizungen wie der „Pellematic“ werden automatisch, zum Beispiel aus dem Sacksilo, beliefert. Via Saugrüssel oder Förderschnecke gelangt der Nachschub in den Brenner. Auf diese Weise müssen Sie zum AscheEntleeren nur selten in den Keller. Ökofen

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FÖRDERGELDER FÜR REGENERATIVE ENERGIEN

PELLETHEIZUNG: • Antragsteller erhalten 80 Euro pro Kilowatt Wärmeleistung (mindestens 3.000 Euro) als Basisförderung bei einem Heizkessel bis 100 Kilowatt Wärmeleistung. • 3.500 Euro gibt es bei Pelletkesseln mit neu errichtetem Pufferspeicher mit einem Pufferspeichervolumen von mindestens 30 Liter je Kilowatt Nennwärmeleistung. • Die Basisförderung wird um einen Bonus von 500 Euro erhöht, wenn mit der Installation gleichzeitig eine förderfähige Solaranlage eingebaut wird (Kombinationsbonus). • Zusätzlich zur Basisförderung wird der Einbau des Pelletlagers oder erforderliche Änderungen im Heizungsraum mit einem Zuschuss von 10 Prozent der Kosten gefördert. • Einen Gebäudeeffizienzbonus in Höhe von bis zu 50 Prozent der Basisförderung können Sie beantragen, sofern Ihre Anlage in einem effizienten Wohngebäude (mindestens KfWEffizienzhaus 55-Standard) errichtet wird.

• Wer ab 1.1.2016 eine besonders ineffiziente Heizung durch eine Holzheizung ersetzt, für diese Anlage einen MAP-Förderantrag beim BAFA stellt und gleichzeitig sein gesamtes Heizungssystem durch bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz optimiert, kann für diese Heizung ab Mitte Januar beim BAFA einen Zusatzbonus beantragen. Dieser wird durch das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) bereitgestellt und gilt genauso für Wärmepumpen. Die Gewährung der MAP-Förderung ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Zusatzbonus.

PELLETOFEN ODER PELLETHEIZUNG: Der nur die Luft erwärmende Pelletofen ist nicht förderfähig, wenn er eine Wassertasche hat, allerdings schon. Dann wird er als „wasserführend“ bezeichnet und unterstützt die Heizung oder die Warmwasserbereitung. Für einen Holzpelletofen mit Wassertasche zur Heizungsunterstützung gibt es 2.000 Euro Förderung pauschal. Spartherm

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ENERGIESPAREN | ERNEUERBARE ENERGIEN

SOLARTHERMIE: Das BAFA fördert Solaranlagen zur Heizungsunterstützung mit mindestens 2.000 Euro, Anlagen zur Warmwasserbereitung mit mindestens 500 Euro. Auch hier kann ein Effizienzbonus erzielt werden, je nach Energiestandard des Gebäudes, in dem die Anlage errichtet wird. Auch der Kombinationsbonus kommt bei der Koppelung mit einer Pelletheizung infrage.

WÄRMEPUMPEN: Das BAFA fördert die Installation von Wärmepumpen im Bestandsbau. Wird ein Öl- oder Gaskessel durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt, kann der Eigentümer einen finanziellen Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) beantragen. Sanierer erhalten bei einem Umstieg von Öl oder Gas auf eine Luftwärmepumpe 1.560 Euro, bei der hocheffizienten Erdwärmepumpe sind es 8.100 Euro, erklärt der Bundesverband Wärmepumpe. Dazu können der APEE-Zusatzbonus und ein Zuschuss von 600 Euro für den hydraulischen Abgleich kommen.

WICHTIGE KENNGRÖSSEN

LEISTUNGSZAHL

(AUCH COP: COEFFICIENT OF PERFORMANCE) Sie beschreibt das Verhältnis der an das Heiznetz abgegebenen Heizleistung in Kilowatt (kW) zur aufgenommenen elektrischen Leistung der Wärmepumpe in kW. Diese Zahl wird unter definierten Bedingungen (zum Bei-

JAHRESARBEITSZAHL (JAZ) Diese Zahl gibt Auskunft über den Strombedarf der Gesamtanlage. Sie beschreibt das Verhältnis der über ein Jahr ins Heiznetz und gegebenenfalls ins Warmwassersystem abgegebenen Wärmeenergie zu der im gleichen Zeitraum dafür verbrauchten elektrischen Energie. Wichtig ist dabei, dass alle Stromverbraucher der Anlage, also auch Sole- oder Brunnenpumpen, sonstige Pumpen und der elektrische Heizstab erfasst werden. Wenn eine JAZ genannt wird, sollte man also immer fragen, welche Geräte dabei einbezogen sind. Für einen wirtschaftlichen und ökologisch sinnvollen Betrieb sollte die JAZ größer als 3,3 sein.

spiel 10 Grad Eintrittstemperatur, 35 Grad Austrittstemperatur) auf dem Prüfstand gemessen. Die Leistungszahl sollte deutlich über 4 liegen. Im Unterschied zur Jahresarbeitszahl sagt die Leistungszahl (Coeffizient of Performance, COP) aus, wie gut die Wärmepumpe im optimalen Betriebspunkt arbeitet, also nicht über das ganze Jahr gemessen. Die Leistungszahl ist also ein Qualiltätsmerkmal für eine Wärmepumpe beziehungsweise einen Wärmepumpentyp, hat aber nur begrenzte Aussagekraft über den zu erwarteten Energiebedarf. Eine Leistungszahl von zum Beispiel 5 heißt also nicht, dass Sie nur ein Fünftel des Heizwärmebedarfs in Form von elektrischer Energie zuführen müssen (da die Wärmepumpe ja nur selten im optimalen Betriebspunkt arbeitet). Die erreichbare Jahresarbeitszahl wird also immer niedriger sein als die Leistungszahl.

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WER PUMPT MIR WAS? Mit dem Einbau einer Wärmepumpe, Pelletheizung oder Solarthermieanlage können Sie ein Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW, eine staatliche Förderbank) erhalten, und zwar im Programm „Energieeffizient sanieren“ (Nummer 151). Darunter fallen alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Wenn Sie keinen KfWEffizienzhaus-Standard anstreben, unterstützt die Bank auch Einzelmaßnahmen wie die Erneuerung oder Optimierung der Heizungsanlage mit zinsgünstigen Krediten (KfW 167). Eine solche Einzelmaßnahme ist mit der BAFA-Förderung kumulierbar.

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Weitere Infos siehe www.kfw.de Quelle: kfw.de

FLEXIBLE LÖSUNG: Der Scheitholzkessel „S1 Turbo dual compact“ ist mit Pelletsflansch erhältlich. So kann die Pelletseinheit jederzeit nachgerüstet werden und das auf geringem Platzbedarf bei zirka einem Quadratmeter Stellfläche. Fröling

UNVERWECHSELBAR: Andreas Hagenbach aus Ilvesheim bei Mannheim ließ die Luft/Wasser-Wärmepumpe von Stiebel Eltron vom Airbrush-Künstler Lothar Bohn mit einem Drachen verschönern. Seitdem hebt sie sich deutlich von den Wärmeerzeugern der Nachbarn ab. Stiebel Eltron

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REPORTAGEN | FRISCH SANIERT

s i e m My ho e c i f f o my

Arbeiten zu Hause – Roland Ziegler und seine Frau haben sich diesen Traum erfüllt und ihre Büroräume ins Dachgeschoss ihres Hauses gelegt. Fünf leistungsstarke Computer sowie Drucker und Telefone zeugen von reger Betriebsamkeit – und hohem Fotos + Text: SenerTec Stromverbrauch. Die Lösung: Der „Dachs“ von SenerTec.

WOHNEN, LEBEN, ARBEITEN: Das Einfamilienhaus der Zieglers hat durch mehrere Arbeitszimmer im Obergeschoss einen hohen Energiebedarf, den der Dachs kostengünstig deckt.

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as Ehepaar Ziegler lebt in Engen, einer Stadt mit rund 10.000 Einwohnern im baden-württembergischen Landkreis Konstanz. Von ihrem Homeoffice aus leitet Doris Ziegler-Stracka ihr eigenes Unternehmen: Die 48-Jährige betreibt sieben Spas in angesagten Wellness Hotels im schönen Süddeutschland. Ihr Mann ist Grafi kdesigner und verantwortlich für das Marketing ihres Unternehmens. Im Jahr 2011 erwarben die Zieglers ihre rund 280 Quadratmeter große „Spanische Hazienda“, ein Altbau aus den achtziger Jahren. Jahrelang hatte das Einfamilienhaus im Rohbau brach gelegen, bevor es dann 1991 endlich ausgebaut wurde. Nach dem Kauf des Hauses vor drei Jahren hatte für die Zieglers der Einbau eines neuen Heizungssystems oberste Priorität. Der bisherige Eigentümer hatte das Wohnhaus noch mit einer gut 25 Jahre alten Gas-Zen-

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tralheizung beheizt. Abgesehen davon, dass ein Austausch schon aus Altersgründen dringend geboten war, waren für die Heizung längst keine Ersatzteile mehr lieferbar. „Bevor wir viel Geld in ein neues konventionelles Heizsystem stecken, machen wir es lieber gleich richtig“, entschieden die Zieglers und investierten in den „Dachs Typ SE G5.5“ und einen 750-Liter-Pufferspeicher von Senertec.

Die Technik dahinter Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) produziert das Mini-BHKW seitdem in ihrem Heizungskeller gleichzeitig Wärme und Strom und ist damit besonders effi zient und umweltschonend. Der „Dachs“ deckt nicht nur den insgesamt 35.000 kWh umfassenden Wärmebedarf der Zieglers vollständig ab. Auch die Stromrechnung fällt Herstellerkontakte ab S. 144.

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DIE RECHNUNG GEHT AUF: Mit dem „Dachs SE G5.5“ sparen die Zieglers Energiekosten und jede Menge CO2 ein. Ersteres schont die Haushaltskasse, letzteres die Umwelt.

jetzt niedriger aus: Von den rund 13.300 kWh Strom, die der Dachs insgesamt erzeugt, verbrauchen die Zieglers etwa 1.800 Kilowattstunden selbst. Sie decken damit rund ein Fünftel ihres privaten und geschäftlichen Strombedarfs und sparen so jährlich etwa 500 Euro Stromkosten ein. Die übrigen 11.500 kWh speisen sie in das öffentliche Stromnetz ein und erhalten dafür eine Vergütung gemäß KWK-Gesetz. Darüber hinaus ist der Brennstoff des Dachs komplett von der Energiesteuer befreit.

Doris Ziegler-Stracke und Roland Ziegler sind mit ihrem Dachs rundum zufrieden. „Schon der Einbau verlief völlig unkompliziert, zumal keine Umbaumaßnahmen erforderlich waren und die Leitungen des alten Heizungssystems weiter genutzt werden können“, erklärt Roland Ziegler. „Die Anlage läuft einwandfrei und wird einmal im Jahr gewartet.“

Attraktive Förderung für Mini-BHKWs Besonders gefreut haben sich die Zieglers über die attraktiven Fördermöglichkeiten für Mini-BHKWs. „Wir haben ein zinsgünstiges KfW-Darlehen bekommen und einen einmaligen Investitionszuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Und sogar die Stadt Engen hat unser umweltfreundliches Kleinkraftwerk mit 500 Euro unterstützt.“ 

STROM ERZEUGEN, NUTZEN, VERKAUFEN: Neben dem Dachs haben die Zieglers in eine PhotovoltaikAnlage investiert – als zusätzliche Einnahmequelle. Den Solarstrom speisen sie zu 100 Prozent ins öffentliche Versorgungsnetz ein. Genutzt wird nur der Strom, den der Dachs erzeugt.

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ENERGIESPAREN | PELLETS Anzeige

Länger heizen Sie möchten ganz klassisch mit Stückholz heizen, auf Komfort aber nicht verzichten? Dann ist die „KWB Classicfire“ Stückholzheizung genau richtig für Sie. Unter anderem hat der Holzvergaser mit 185 Litern den größten Füllraum seiner Klasse und garantiert damit besonders lange Nachlege-Intervalle.

Einfacher montieren Der Komfort beginnt aber nicht erst beim Heizen: Schon die Kesselmontage ist schnell und einfach, schließlich ist die Anlage, übrigens weltweit einzigartig, in drei Module zerlegbar. Das macht die Kesselmontage besonders schnell und einfach und sie sparen viel Zeit und bares Geld.

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Komfortabler handhaben Der Komfort beginnt aber nicht erst beim Heizen: Schon die Kesselmontage ist schnell und einfach, schließlich ist die Anlage, übrigens weltweit einzigartig, in drei Module zerlegbar. Das macht die Kesselmontage besonders schnell und einfach und sie sparen viel Zeit und bares Geld.

Geldsegen in Einem

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er Staat hat’s erkannt: Seit April diesen Jahres gibt es mindestens 2.000 Euro Förderung für den Umstieg auf eine neue Stückholzheizung. Zum Beispiel auf die neue „KWB Kombiheizung“ für Stückholz und Pellets. Bei ihr sind Unabhängigkeit, neueste Technik und Komfort inklusive. Ab 2016 lässt sie sich sogar einfach zur Scheitholz-Pellets-Kombiheizung aufrüsten. Mit einer Leistung von 18 beziehungsweise 28 Kilowatt ist sie die ideale Heizung für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie landwirtschaft liche Betriebe. ■

Neue Regelung Die neue Stückholzheizung steuert sich kinderleicht; per Touchpad, Drehrad, oder wenn Sie möchten auch mit dem Handy oder Tablet PC. So ist eine einfache und komfortable Bedienung für jedermann gewährleistet. Die „KWB Clas-

Upgrade zum Kombikessel Wenn sie irgendwann entscheiden möchten, ob Stückholz oder Pellets für wohlige Wärme sorgen, rüsten sie ihre „KWB Classicfire“ Stückholzheizung zur Kombiheizung auf: Der optionale Pelletbrenner punktet mit der bewährten, hocheffizienten Technik aus der „KWB Easyfire“ Pelletheizung, die mittlerweile weltweit rund 60.000 mal im Einsatz ist. Ein dauerhaft wirtschaftlicher Betrieb ist ihnen sicher.

sicfire“ Kombiheizung für Stückholz und Pellets macht das Heizen also komfortabler, unabhängiger und sicherer als je zuvor. Dazu schonen Sie die Umwelt und leisten einen wertvollen Beitrag für eine enkeltaugliche Zukunft. Das belohnt der Staat sogar mir mindestens 4.500 Euro!

KWB Deutschland / Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH Gewerbepark Ost 41, 86690 Mertingen, Tel.: 09078 9682-0, office@kwbheizung.de, www.kwbheizung.de

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UMWELTWÄRME | ENERGIESPAREN Anzeige

Wärmepumpe im Altbau

SANIERUNG IM DENKMAL: Das denkmalgeschützte Bernhardhaus von 1885 wird mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe beheizt.

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aut neuesten Zahlen der KfW, Deutschlands größter Förderbank, werden in 52 Prozent aller geförderten Neubauten Wärmepumpen eingesetzt. Im Zuge einer energetischen Sanierung entscheiden sich allerdings nur 8 Prozent aller Sanierungswilligen für den Einsatz einer Wärmepumpe, obwohl 80 Prozent der Gebäude auch eine neue Wärmedämmung bekommen haben. Die eingehaltenen Qualitätsniveaus (zum Beispiel Dämmstoffdicken) liegen dabei deutlich über den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Ideale Voraussetzungen, um eine Wärmepumpe zu nutzen.

Umweltwärme besser als Heizöl Die Investitionskosten schrecken viele Sanierer jedoch ab. Während eine Gas-Brennwertheizung unabhängig vom Heizwärmebedarf rund 10.000 Euro kostet, steigen bei einer Erdwärmeheizung die Anschaffungskosten mit der wachsenden Heizleistung. Auf diesen Kosten muss jedoch niemand sitzen bleiben: Der Staat belohnt den Tausch eines Öl- oder Gaskessels gegen eine effiziente Erdwärmepumpe mit 8.700 Euro. Q

Ökologische, ökonomische und pragmatische Gründe sprechen für eine Wärmepumpe: Ökologisch: Eine Wärmepumpe stößt schon heute nur halb so viel schädliches Kohlendioxid aus wie ein Ölkessel. Parallel zum Ausbau Erneuerbarer Energien für die Stromproduktion verbessert sich auch die Umweltbilanz der Wärmepumpe über ihre Lebensdauer. Ökonomisch: Eine moderne Heizung steigert den Wert einer Immobilie, angesichts niedriger Zinsen eine Investition mit aussichtsreicher Rendite. Pragmatisch: Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist vom Gesetzgeber gewollt, dies zeigen die Förderprogramme, aber auch ordnungsrechtliche Vorgaben im Bereich Neubau durch das Wärmegesetz und die Energieeinsparverordnung. Auch der Bestand soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral saniert werden. Wer weiß wie lange „Fördern“ vor „Fordern“ die Oberhand behält?

QBundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. Französische Straße 47, 10117 Berlin, Tel.: 030 208799711, service@waermepumpen.de, www.heizen-im-gruenen-bereich.de

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ENERGIESPAREN | LÜFTUNG

s e r e s s e b in e r ü f s p ip T WOHNKLIMA Stickige verbrauchte Luft tut niemandem gut. Regelmäßiges lüften ist daher das A und O für ein gesundes Wohnklima. In vielen Neubauten machen Lüftungsanlagen das konventionelle Stoßlüften überflüssig.

FENSTER-APP MIT WÄRMERÜCKGEWINNUNG: Konstant frische Luft ohne Zugerscheinungen und mit Wärmerückgewinnung ermöglicht der Fensterlüfter „Velux Smart Ventilation“. Wird warme Luft durch den Lüfter abgeführt, spei chert er die Wärme und nutzt sie zum Erwärmen wieder eingeführte Außenluft ist. Velux

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er Mensch kann ohne Luft kaum länger als drei Minuten überleben. Unser Organismus ist so angewiesen auf dieses „Lebensmittel“ wie auf kein anders. Unsere Atmung funktioniert automatisch, auch wenn wir uns in einem Raum mit schlechter Luftqualität aufhalten. Luft ist ein Gemisch aus vielen Substanzen. Stickstoff (78 Prozent) und

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Sauerstoff (21 Prozent) nehmen die größten Bestandteile ein, den Rest bilden Spurengase wie Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Sobald sich die Zusammensetzung geringfügig ändert, schlägt unser Körper Alarm – Husten, tränende Augen, Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche sind beispielsweise die Folge. Da sich der moderne Mensch zwischen 80 und 90 Prozent

seiner Zeit in geschlossenen Räumen aufhält, kann „verbrauchte“ Luft unser Wohlbefi nden also erheblich beeinflussen – negativ wie positiv.

Regelmäßiger Luftaustausch Während in Altbauten der Luftaustausch auf natürliche Weise durch Ritzen und Fugen in der Gebäudehülle gegeben ist, werden Neubauten nahezu Herstellerkontakte ab S. 144

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Dauerlüften mit gekippten Fenstern ist hingegen abzuraten. Zum einen geht so unnötig viel Heizwärme verloren, zum anderen kann sich an den ausgekühlten Fensterlaibungen Feuchtigkeit niederschlagen, die eine Grundlage für Schimmelpilze bilden kann.

Kontrolliert lüften Eine Lüftungsanlage für einzelne Räume gehört heute bei fast allen Gebäuden Standard – als einfache Abluftanlage in Küche, Bad und WC saugen sie verbrauchte Luft aus dem Raum und lassen

Foto: Fotolia/Gpointstudio

luftdicht ausgeführt, um Energie einzusparen. So bleibt zwar die kostbare Heizwärme drinnen, aber ebenso ungesunde Schadstoffe. Richtiges lüften hilft dabei, deren Konzentration zu verringern. Kohlendioxid, das wir selbst ausatmen, Schimmelpilze und Sporen, die beispielweise durch Blumenerde ins Haus gelangen oder Emissionen aus Möbeln und Reinigungsmittel gelangen durch regelmäßiges Stoßlüften ins Freie. Während der Heizsaison sollte man die Fenster drei bis vier Mal täglich für einige Minuten auf Durchzug zu stellen. Vom

DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR DIE BLOWER-DOOR-MESSUNG Diese messtechnischen Untersuchungen führt man beim Neubau am wirksamsten im qualifizierten Rohbaustadium aus. Dazu muss ein Termin gefunden werden, an dem die luftdichte Bauteilebene – zum Beispiel der vollflächig aufgetragene Nassputz, an Fugen, Anschlüssen und Durchdringungen verklebte Bauplatten und -folien sowie abgedichtete Fensteranschlussfugen – bereits vollständig eingebaut, jedoch noch nicht mit Gipskarton oder ähnlichem verkleidet ist. Nur in diesem Bauzustand lassen sich die Fehlstellen genau einkreisen und kostengünstig beseitigen. In späteren Bauphasen – wie auch beim Gebäudebestand – können die unerwünschten Luftpfade sehr weit auseinanderliegende Ein- und Austrittsstellen haben. Das kann die Ursachensuche erschweren und den Beseitigungsaufwand erheblich erhöhen. Quelle: Bauherren-Schutzbund

frische über einen kleinen Kanal mit der Außenluft oder einem Abluftschacht hineinströmen. Die Anlage kann manuell über die Raumbeleuchtung oder über Feuchtigkeits- und CO2-Sensoren aktiviert werden. Der Betrieb mittels Sensoren ist energieeffizienter, da die Anlage nur bei Bedarf läuft. Aufwendiger und damit kostenintensiver sind hingegen zentrale Anlagen mit Wärmerückgewinnung: Die abgesaugte, verbrauchte Luft gibt hier ihre Wärme über einen Wärmetauscher an die von außen zugeführte Frischluft ab. Diese Form des Lüftens lohnt sich bei sehr luftdicht ausgeführten Gebäudehüllen, wie zum Beispiel in einem Passivhaus, und ist ein energiesparender und kontrollierter Weg den Luftaustausch zu regulieren. Für die Planung eines Lüftungskonzeptes ist der sogenannte n50-Wert zentral. Er verrät, wie viel Luft unkontrolliert in ein Gebäude strömt. Im Rahmen eines sogenannten Blower-Door-Tests wird dazu ein künstlicher Unterdruck von 50 Pascal im Haus erzeugt, indem ein im Fenster oder Türrahmen eingebauter Ventilator einen Druckunterschied zwischen Innen- und Außenluft erzeugt. Liegt der ermittelte Wert bei 1,5 wird die Luft im Gebäude 1,5-mal pro Stunde ausgetauscht. Laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) darf dieser Wert nicht unterschritten werden. Tut er es doch, ist der Einbau einer Lüftungsanlage sinnvoll.

Gute Planung Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung sollten mindestens einmal jährlich kontrolliert werden. Ein regelmäßiger Filterwechsel nach Herstellerangaben ist Pflicht, je nach Außenluftqualität oder falls Allergiker im Haushalt wohnen, sogar öfter. Behilflich bei Planung und Wartung sind SHK-Fachfirmen, Architekten und Planer, die ein Lüftungskonzept für das Haus erstellen und im Vorfeld klären, welche lüftungstechnischen Vorkehrungen oder zukünftigen Anpassungen erforderlich sind. Bei der Wahl eines Lüftungsgerätes hilft nun übrigens auch das Energieeffizienzlabel (siehe Kasten auf S. 104). (erv) ■ 1/2016

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ENERGIESPAREN | LÜFTUNG

FÜR NEUBAU & SANIERUNG: Dezentrale Belüftungssysteme wie die „WRG Plus Reihe“ versorgen einzelne Räume mit Frischluft. Sie verschwinden wortwörtlich in der Wand und können sowohl in massiven Wandaufbauten als auch innerhalb von Holzständerkonstruktionen installiert werden. Im Wohnraum wird die Lüftungsanlage aufgrund ihrer Design-Abdeckung auch architektonischen Ansprüchen gerecht. Ventomaxx/epr

IM ZEICHEN DER EFFIZIENZ! Seit 1. Januar 2016 erkennen Verbraucher an einem sogenannten Energieeffizienzlabel, wie energiesparend und effizient ein Lüftungsgerät arbeitet. Optisch ist das Label ein alter Bekannter, den man sowohl von Glühbirnen wie auch Kühlschränken, Waschmaschinen oder anderer Weißer Ware bereits gewohnt ist: In einem hellblauen Rahmen zeigen regenbogenfarbige Pfeile die Energieeffizienz des Produkts von A+ bis G an. Im Zuge der Ökodesign-Richtlinie erhalten nun auch die meisten Lüftungsgeräte für den privaten Anwendungsbereich einen solchen Sticker. Das neue Energielabel für Wohnungslüftungsgeräte bietet Bauherren in der Planungsphase eine gute Orientierung, um sich einen schnellen Überblick im Lüftungsmarkt zu verschaffen bezüglich Preis und Leistung der Geräte. Maßgeblich ist aber die bauvorhabenbezogene Planung durch einen Fachmann. Mehr Informationen unter: www.wohnungs-lueftung.de Quelle: BDH

LÜFTUNG FÜR JEDEN BEDARF: Das neue zentrale Komfort-Lüftungsgerät Zehnder „ComfoAir Q“ erreicht bis zu 10 Prozent weniger Stromverbrauch als seine Vorgängermodelle und schafft eine bis zu 5 Prozent höhere Wärmerückgewinnung. Dank der drei neuen, optimal abgestuften Gerätegrößen Lüftungsgeräts mit jeweils einer max. Luftförderung von 350 m³/h, 450 m³/h oder 600 m³/h eignet sich die neue Produktserie gleichermaßen für einen Einsatz in Einfamilienhäusern, Wohnungen, Büroräumen wie auch Gewerbebauten. Zehnder

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WOHLFÜHLKLIMA MIT ENERGIEERSPARNIS: Die zentrale Wohnraumlüftung „Recovair“ lässt Staub und Pollen gar nicht erst ins Haus und leitet CO2 und Feuchtigkeit nach draußen. Die in der Abluft enthaltene Wärme überträgt sie an die einströmende Frischluft, ohne dass die beiden Luftarten sich berühren. Der bei Wandgeräten serienmäßig integrierte modulierende Bypass kann die Wärmerückgewinnung im Sommer aber nach Bedarf reduzieren oder ganz ausschalten, um Ihr Haus nachts kostenlos zu kühlen. Vaillant

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SANITÄR | MODERNISIEREN

Legionellen keine Chance geben Rohre richtig reinigen:

en eine l l ä F n e l ie v in h „Dabei lässt sic v ermeiden “ g n u r ie n a s t t e l Komp errenberater ürzner, Bauh Stefan C. W e.V. n-Schutzbund des Bauherre

Alte Rohre können das Trinkwasser mit gesundheitsgefährdenden Bakterien, Keimen und Legionellen belasten. Viele Hausbesitzer wissen das. Gleichwohl schrecken sie die hohen Kosten, die mit einer vollständigen Sanierung einhergehen. „Dabei lässt sich in vielen Fällen eine Komplettsanierung vermeiden“, weiß Achim Bohres. Der Duisburger Experte zur Erhaltung von Trinkwassersystemen empfiehlt Hausbesitzern eine eingehende Prüfung vom Fachmann, um zu entscheiden, ob als Alternative ein Spül- und Versiegelungsverfahren infrage kommt. „Dieses ganzheitliche Verfahren ist weitaus günstiger, weil die Wasserleitungen in der Wand verbleiben“, so Bohres. Stattdessen werden sie bei dem Sanierungskonzept in einem einzigen Vorgang schonend gespült, gereinigt und nachhaltig geschützt. Was einfach klingt, ist in Wirklichkeit ein ebenso erprobtes wie ausgeklügeltes Verfahren, das bei allen Rohrmaterialien Anwendung finden kann. Gleich nach der Reinigung fließt das Wasser wieder klar und sauber. Damit dies dauerhaft so bleibt, folgt in einem finalen Schritt die Einleitung deckschichtbildender Mineralstoffe, die sich wie ein schützender Mantel an die Innenwände des Rohres legen und erneute Ablagerungen auf Jahre verhindern. „Die Kosten betragen gegenüber der Komplettsanierung nur ein Drittel und binnen ein oder zwei Tagen ist alles erledigt“, so der Experte. Bohres

Gute Planung beugt Legionellenbildung vor: „Bereits in der Planung des Hauses gilt es das Problem der Legionellenbildung in krankmachender Größenordnung zu vermeiden.“ Dafür plädiert Dipl.-Ing. Architekt Stefan C. Würzner, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. Es entstehe oft überhaupt erst durch die Installation eines Trinkwasserspeichers. Stattdessen sollte ein Heizungssystem gewählt werden, das mit einer Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung kombinierbar ist. „Dort wird das frische Trinkwasser mittels Wärmetauscher im Durchflussprinzip über einen vorhandenen Pufferspeicher oder direkt am Wärmeerzeuger auf die notwendige Temperatur gebracht“, informiert Architekt Würzner.

Grundsätzlicher Nachteil der Trinkwassererhitzung über 55 Grad Celsius sei der vermehrte Ausfall von Kalk, der sich an Rohrwandungen, Wärmetauschern und Armaturen ablagern kann. „Zur längeren Haltbarkeit der gesamten Trinkwasseranlage empfiehlt sich in Regionen mit stark kalkhaltigem Wasser der Einbau einer Enthärtungsanlage auf der Basis des Ionentauscherprinzips“, so der BSB-Bauherrenberater. Enthärtetes Wasser biete den Legionellen außerdem weniger Nährstoffe. Weitere Informationen im Ratgeber „Legionellenrisiko in Haus und Wohnung“ finden Sie unter www.bsb-ev.de

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ENERGIESPAREN | HEIZUNG

Flächenheizung od er Heizkörper? Gerade an fiesen Wintertagen soll’s schön kuschelig in unseren vier Wänden sein. Verschiedene Heizkörper-Modelle oder Flächenheizungen in Wand und Boden übertragen die ersehnten PlusGrade in unsere Räume. Welche Systeme sind am Markt erhältlich und welche spezifischen Vor- und Nachteile bringen sie mit?

RAUMWUNDER: Der „Joco KlimaBoden“ erzeugt nicht nur eine angenehme Strahlungswärme, sondern verteilt diese auch gleichmäßig im ganzen Raum. Störende Heizkörper werden damit überflüssig, sodass mehr Platz für Möbel und Wohnaccessoires entsteht. Joco

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ei der Heizungssanierung steht nicht nur die Frage im Raum, ob man sich für Gas- oder Pelletkessel, Wärmepumpe oder Mikro-KWK entscheidet, jeweils mit oder ohne solare Unterstützung. Auch wie die produzierte Wärme anschließend in den Räumen verteilt werden soll, ist Bestandteil eines Sanierungskonzeptes. Heizkörper in Form von Flächenheizungen oder klassischen Konvektoren bieten unterschiedliche Vor- und Nachteile, die Modernisierer bei der Planung beachten sollten. Grundsätzlich gibt es zwei

Wege, um Wohnzimmer und Co. auf Temperatur zu bringen: mit Konvektions- oder Strahlungswärme. Die meisten Menschen empfi nden Strahlungswärme als angenehmer. Im Gegensatz zur Konvektionswärme, die durch die Erwärmung kalter Luft am Heizkörper entsteht und zu einer erhöhten Luft- und Staubzirkulation im Raum führt, entsteht Strahlungswärme durch Strahlen im Infrarotbereich, die nur feste Gegenstände, wie Wände und Möbel, erwärmen und dadurch keine Raumluft aufwirbeln.

Foto: fotolia/karepa Foto: iStock/Ljupco

KONVEKTOREN

Gliederheizkörper sind die älteste Heizkörperform. Sie werden aus einzelnen, genormten Stahlblechgliedern hergestellt. Da so viele Glieder wie gewünscht aneinandergereiht werden können, lässt sich dieser Heizkörpertyp optimal an unterschiedliche Wärmeleistungsanforderungen anpassen. Zudem sind Gliederheizkörper günstig in der Anschaffung, was sie bei Bauherren und Modernisierern beliebt macht. Einziger Nachteil: die Art ihrer Wärmeabgabe, die zu etwa 70 Prozent in Form von Konvektion stattfindet und für ein eher unangenehmes Raumklima sorgt.

Bei klassischen Konvektoren werden an wasserführenden Rohren Lamellen aus Aluminium, Kupfer oder Stahlblech angebracht, an denen sich kalte Luft erwärmen kann. Der Vorteil: Das System ist weniger träge, heizt Räume also schneller auf. Zudem ist es leichter und lässt aufgrund der kompakten Maße viele Einbaumöglichkeiten zu. So können Konvektoren in Fußleisten vor großen Terrassentüren oder unter Sitzbänken installiert werden. Nachteilig wirkt sich jedoch eine hohe Luftzirkulation aus, durch die Staubpartikel aufgewirbelt werden . Dies beeinflusst insbesondere die Lebensqualität von Allergikern negativ. Weitere Minuspunkte gibt es für die schwierige Reinigung der schwer zugänglichen Lamellen.

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Heizkörper typen

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GLIEDERHEIZKÖRPER

RÖHRENHEIZKÖRPER

PLATTENHEIZKÖRPER

Röhrenheizkörper stellen eine Weiterentwicklung der Gliederheizkörper dar. Sie sind flexibel einsetzbar, da sie in verschiedenen Farben, Bauhöhen und -tiefen, mit hintereinander eingebauten Rohren in beliebiger Anzahl und als Sonderformen erhältlich sind, wie beispielsweise in Form von Handtuchradiatoren für das Badezimmer oder als dekorative Raumteiler. Die Wärmeübertragung erfolgt, wie bei Gliederheizkörpern, hauptsächlich durch Konvektion. Die optimale Leistung erbringen sie, wenn sie freistehend eingebaut sind. Sie weisen eine gute Wärmeleitfähigkeit und eine hohe Lebensdauer auf, lassen sich leicht reinigen und werden dadurch hohen Hygienestandards gerecht.

Der Renner unter den Heizkörper-Typen ist der Plattenheizkörper, der in vielen unterschiedlichsten Farben und Formen erhältlich ist. Er punktet mit einer platzsparenden und leichten Bauweise sowie durch einen hohen Wirkungsgrad. Das bedeutet, er benötigt weniger Wasser bei gleicher Wärmeleistung – das spart Energie! Vorteilig ist auch sein hoher Anteil an Strahlungswärme (etwa 50 bis 70 Prozent). Je nach Bauweise sind die Anteile an Strahlungs- oder Konvektionswärme unterschiedlich. Der Heizkörper kann nur aus Platten oder aus Platten und Konvektionsblechen hergestellt werden. Werden mehrere Konvektionsbleche zur Erhöhung der Wärmeleistung eingebaut, erhöht sich der Anteil der Konvektionswärme.

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ENERGIESPAREN | HEIZUNG

Flächenheizungen in Wand, Boden oder Decke aber auch Heizkörper mit einer großen Oberfläche geben diese Strahlungswärme ab. Für welches System man sich letztlich entscheidet, hängt maßgeblich vom Umfang der geplanten Sanierungsarbeiten ab: Steht eine Kernsanierung des gesamten Hauses an, in der auch Böden und Wände aufgerissen und neue Heizungsrohre verlegt werden, lohnt sich das Nachdenken über eine wassergeführte Flächenheizung – insbesondere, wenn auch ein Bodenbelag mit guten Wärmeleitfähigkeiten, wie zum Beispiel Fliesen, einziehen sollen. Wird nur ein Raum, zum Beispiel das Bad saniert, ist der Einsatz einer elektrischen Fußbodentemperierung eine sinnvolle Alternative. Wer lieber seine alten Heizkörper gegen neue ersetzen möchte, hat aber sicherlich weniger Aufwand – und fi ndet bei den zahlreichen designstarken Produkten am Markt das passende Modell für sein Zuhause. (erv) ■

Foto: Selfio

HEIZUNG IN WAND & BODEN Fußboden-Heizungen gibt es als Nass- und Trockensysteme. Die einen werden in flüssigen, also „nassen“ Estrich eingebracht, die anderen in „trockenen“ Schaumplatten verlegt und mit Platten abgedeckt. Neben der angenehmen Strahlungswärme arbeiten Flächenheizungen schon mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Die Zentralheizung kann dadurch mit geringeren Temperaturen arbeiten, ohne dass die Bewohner auf Komfort verzichten müssen. Ideal geeignet für die Kombination mit einer wassergeführten Wand- oder Fußbodenheizung sind Wärmepumpen oder Solaranlagen, die ihre Wärme aus regenerativen Quellen beziehen. Elektrische Ausführungen, die mit Strom auf die nötigen Grade gebracht werden, verbrauchen vergleichsweise viel Energie – daher ist hier nur der Einsatz in einzelnen Räumen anzuraten, sonst wird die nächste Stromrechnung eine böse Überraschung! Weitere Vorteile dieser Heizvariante liegen im gestalterischen Bereich: Da sie in den Räumen sichtbare Heizkörper überflüssig machen, lassen sich Regal, Sofa und Co. aufstellen, wo’s gefällt. Da macht Einrichten wieder Spaß! Lediglich bei Wandheizungen sollte man darauf achten, dass keine Möbel direkt davor stehen und die Außenwände gut isoliert sind. Trotz aller guten Eigenschaften ist die hohe Trägheit von Fußboden- und Wandheizungen zu beachten, die ein schnelles herauf- und herunterregeln der Temperatur erschwert. Wer häufig außer Haus ist und die Heizung für ein paar Tage abdrehen will, muss sich darauf einstellen, dass das erneute „Hochfahren“ der Raumtemperatur einige Zeit beansprucht. Auch der bauliche Aufwand ist groß, was sich in den Investitionskosten niederschlägt.

Flächenheizungen

SCHLAUES RENOVIERSYSTEM: Das „Renovis“ Trockenbausystem zur Flächenkühlung und -heizung besteht aus einer Gipskartonplatte, in die ein Rohr werkseitig integriert ist. Die Elemente können mit einer Unterkonstruktion wie eine Trockenbauplatte auf nahezu allen Untergründen an der Wand montiert werden. Uponor

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SANIERUNGSLÖSUNG: Flexiro bietet Bausätze an, die an die bestehende Heizungsanlage angeschlossen werden können und sich unabhängig regeln lassen. Die Sets eignen sich insbesondere, um einzelne Räume wie Küche oder Bad mit einer Fußbodenheizung nachzurüsten. Beka/Flexiro

FÜR AMBITIONIERTE HEIMWERKER: Um Kosten zu sparen, lässt sich laut selfio.de die Montage einer Fußbodenheizung mit ein wenig Anleitung selbst übernehmen. Auf der Website erhalten Bauherren und Renovierer kostenlose Beratung und Hilfestellung bei der Entscheidung für die richtige Fußbodenheizung. Zur Auswahl stehen vier Systeme. Welches passt, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab: Geht es um einen Neu- oder Altbau? Welche Aufbauhöhe steht zur Verfügung? Trägt die Decke einen Nassestrich? Wie viel Zeit ist für die Verlegung? Selfio

HEIZUNG ALS RAUMTEILER: Bei der Sanierung eines aus den 1920erJahren stammenden Bauernhauses wurde ein Gebäudeteil in modernes Loft-Ambiente mit fließenden Übergängen zwischen Wohn, Arbeits- und Schlafbereich verwandelt. Zwei 2,50 Meter hohe Design-Heizkörper „Charleston“ sorgen dabei als Raumteiler nicht nur für einen hohen Anteil angenehmer Strahlungswärme, sondern gliedern außerdem den Raum. Zehnder

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ENERGIESPAREN | HEIZUNG

EFFIZIENZ AUF GANZER LINIE: Die neuen „therm-x2 Line“-Flachheizkörper vereinen attraktives, hochwertiges Design mit innovativer Technik. Neu im Kermi FlachheizkörperProgramm ist auch die Bauhöhe 200 – für hohe Heizleistung bei kleiner Bauhöhe, erhältlich mit verschiedenen Fronten. Kermi

MUT ZUR FARBE: Längst ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich Farben unterschiedlich auf unser Wohlbefinden auswirken und unsere Stimmung positiv beeinflussen. Der Heizkörper „Bryce“ in dunklem Braun unterstreicht den modernen Einrichtungsstil. Seine Besitzer wissen genau, was sie wollen. Vasco/epr

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FÜR WARME FÜSSE: Elektrische Heizmattensysteme, wie das „EFTI“ von Danfoss können als Zusatzheizung einzelne Räume erwärmen. Durch die geringe Aufbauhöhe von nur 3,5 Millimetern ist das System auch für die Modernisierung geeignet. Die selbstklebenden Matten werden vom Fachmann direkt auf glattem Untergrund unter den neuen Bodenbelag verlegt und sorgen anschließend für effiziente, behagliche und gleichmäßige Strahlungswärme und ein gesundes Raumklima. Danfoss/epr

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FUSSBODENHEIZUNG | ENERGIESPAREN Anzeige

Wohngemütlichkeit

Foto: Fotolia/drubig-photo

dank Eigenleistung

DAS VERBIRGT SICH HINTER EINER FUSSBODENHEIZUNG: Ein Trockenestrichsystemaufbau inklusive Dämmung, PE-Folie und Trockenestrichelement. Damit sind warme Füße vorprogrammiert.

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uch im Winter barfuß durchs ganze Haus – wer möchte das nicht? Die behagliche Wärme, die von einer Fußbodenheizung ausgestrahlt wird, stellt – neben der Energieeinsparung – sicherlich das stärkste Argument bei der Entscheidung für diese Wärmequelle dar. Kein Wunder also, dass sich mittlerweile jeder zweite Bauherr von Ein- und Zweifamilienhäusern für den Einbau einer Fußbodenheizung entscheidet. Und auch bei Renovierungen wird sie immer beliebter. Was viele aber nicht wissen: Wer etwas handwerkliches Geschick mitbringt, kann die Montage einer Fußbodenheizung einfach selbst übernehmen und so zusätzlich Kosten sparen. Wie beim ersten Mal Tapezieren oder Fußbodenverlegen braucht man auch hier lediglich eine detaillierte und fachgerechte Anleitung. Die passende Unterstützung bietet die Website www.selfio.de. Die Profis des dahinterstehenden Unternehmens, der Selfio GmbH, besitzen langjährige Erfahrung in der Heizungs- und Lüftungsindustrie. Sie verstehen sich jedoch nicht nur als reiner Materiallieferant, sondern auch als Partner der Heimwerker: Schritt für Schritt beglei-

ten sie diese während des gesamten Projekts – von der kostenlosen Beratung und Planung bis hin zu Auslegung und Berechnung der Fußbodenheizung. Darüber hinaus stellt Selfio den Selberbauern projektbegleitend eine große Anzahl an Montagevideos, PDF-Anleitungen sowie eine Montage-App zur Verfügung. Für Selberbauer besonders gut geeignet sind Trockenestrichsysteme. Hier wird auf dem bestehenden Untergrund zuerst die Fußbodenheizung aufgebracht und diese dann unkompliziert mit Trockenestrichplatten belegt. Da nicht auf das Abbinden des Estrichs gewartet werden muss, kann ohne Verzögerung der Oberboden verlegt werden. So erfolgt die gesamte Bodenkonstruktion in Eigenleistung. Weitere Vorteile dieses Systems sind das geringe Eigengewicht pro Quadratmeter, die hohe Reaktionsgeschwindigkeit und die sehr geringe Aufbauhöhe. Weil keine zusätzliche Feuchtigkeit in die Räume eingebracht wird, sind Trockenestrichsysteme zudem auch besonders vorteilhaft bei Renovierungen. ■

Selfio GmbH Linzhausenstraße 8, 53545 Linz am Rhein, Tel.: 02224 123765-30, info@selfio.de, www.selfio.de

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ENERGIESPAREN | PHOTOVOLTAIK & SPEICHER

Hoffnungsschimmer

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Solarstrom himmel Die Energiewende stockt. Aufgrund der Förderkürzungen für Photovoltaik-Strom müssen sich Hersteller und Anlagenbesitzer umorientieren, indem sie auf Batterien setzen, die den geernteten Sonnenstrom zwischenspeichern.

Foto: Velux

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as Erneuerbare-EnergienGesetz sorgte einst für einen wahren Photovoltaik-Boom. Seit 2013 ist es aber auch verantwortlich dafür, dass der Solarstrommarkt in Deutschland schwächelt: Die Anzahl der Neuinstallationen von Photovoltaik-Anlagen bleibt hinter den Erwartungen der Bundesregierung zurück – während diese eine Zuwachsra-

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te zwischen 2,4 bis 2,6 Gigawatt plante, errechnete das Leipziger Institut für Energie für 2014 einen Zubau von nur 1,3 bis 2,2 Gigawatt. Ein erneuter Tiefpunkt für den deutschen Solarmarkt. Schaut man über die Landesgrenzen hinaus, ist das Bild ein anderes: Die weltweit installierte Photovoltaikleistung wird dank der hohen Nachfrage in China, Japan und den USA wachsen,

so die Einschätzung des Expertenverbundes PV Market Alliance. Davon profitieren insbesondere große asiatische Modul- und Wechselrichterhersteller wie Trina Solar oder Sungrow.

Das Ende des Booms Der Grund für den Einbruch des einstigen Leitmarkts Deutschland liegt in der stark gesunkenen EinspeisevergüHerstellerkontakte ab S. 144.


FÜR SOLAR-EINSTEIGER: Mit den Sonnenstrom-Spar-Paketen erhalten Hausbesitzer eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage aus aufeinander abgestimmten, hochwertigen Komponenten „Made in Germany“ und werden so zum eigenen Stromlieferanten. Die Planung und Montage über einen der IBC Solar Fachpartner spart Zeit und verläuft nach den hohen Qualitätsstandards des Herstellers. Die Komplettlösungen gibt es zu einem ab 6.000 Euro in verschiedenen Leistungsklassen ab drei Kilowattpeak. IBC Solar

tung. Die ist auf derzeit zirka 12 Cent pro Kilowattstunde (bei Dachanlagen mit 10 Kilowattpeak installierter Leistung) gesunken – das sind gut sechs Cent weniger als vor drei Jahren. Vielen Hausbesitzern und Investoren reicht das nicht mehr. Laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) sind die Einspeisetarife hierzulande in den letzten Jahren schneller als die Anlagenpreise gefallen. „Deutschland zählt zu den Staaten in Europa, die ihre zuvor teils ambitionierte Förderpolitik zum Teil stark zurückgefahren, teils sogar Barrieren gegen einen zu schnellen Ausbau der Photovoltaik errichtet haben“, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW.

Die Konsolidierung Einen Lichtblick gibt es jedoch: Lithium-Ionen-Batterien, die den unregelmäßig produzierten Sonnenstrom speichern. Sie sind die neue Hoffnung für Hersteller und Verbraucher und machen Photovoltaik-Anlagen wieder profitabel. Denn je mehr des selbst produzierten Stroms auch selbst verbraucht wird, umso weniger muss vom öffentlichen Stromversorger zugekauft werden. Stromspeicher können die Leistungsspitzen in der sonnenreichen Mittagszeit auffangen und für die dunklen Abendstunden bereithalten.

PRÄMIERTER ENERGIEMANAGER: Der Stromspeicher „MyReserve“ ist kompatibel zu allen gängigen Wechselrichtern und kann so bei bestehenden PV-Anlagen problemlos nachgerüstet werden. Das System überzeugt durch einen hohen Gesamt-Wirkungsgrad von 93 Prozent und liegt in der 4,4 Kilowattstunden-Variante bei einem Preis von 5.500 Euro. Das beeindruckte auch die Jury des Innovation Award 2015, die „MyReserve“ jüngst in der Kategorie „Renewable Energy Systems“ als „Gold Winner“ prämierte. Solarwatt

Gerade die Solarfirma SMA sorgt in diesem Zusammenhang für gute Stimmung: Trotz schwieriger Marktlage schaffte das Unternehmen aus dem hessischen Niesetal 2014 ein Umsatzplus. Das gelang SMA einerseits durch geschickte Allianzen mit internationalen Konzernen wie Danfoss und Siemens, andererseits aber auch durch die Weiterentwicklung ihrer Wechselrichter. Aus den Geräten, die den Gleichstrom der Module in netzverträglichen Wechselstrom umwandeln, machte der Hersteller intelligente Energiemanager. Diese können auch Stromspeicher für die autarke Energieversorgung im Eigenheim einbinden. (erv) Q

STARKES STÜCK: Das Modul „NeON 2“ mit einer Leistung von bi 315 Watt Peak erhielt jüngst Intersolar Award 2015. LG Solar

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ENERGIESPAREN | PHOTOVOLTAIK & SPEICHER

DARAUF SOLLTEN SIE BEIM KAUF EINER SOLARANLAGE ACHTEN 1. Standortanalyse und Konzeption Jede Solaranlage bedarf einer fachmännische Planung. Kein Haus ist gleich ausgerichtet, der Sonneneinfall ist im Süden anders als im Norden, und eine vierköpfige Familie benötigt keine Solaranlage, die gewerblichen Ansprüchen gerecht wird. Damit Sie eine passende Anlage erhalten, ist es wichtig, dass ein Fachmann ihr Eigenheim samt Umgebung untersucht und auf Basis einer elaborierten Standort- und Dachanalyse eine belastbare, konservative Analyse der zu erwartenden PV-Anlagenleistung erstellt. Hier gilt: nicht schön rechnen, sondern Reserven einplanen und die Analyseergebnisse zum Bestandteil des Angebotes machen, um die Haftung des Beraters zu begründen.

2. Belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung Solar ist eine langfristige Investition. Schon bevor die Solarmodule ihren Weg auf das Dach finden, können Spezialisten die Wirtschaftlichkeit und die Rendite der geplanten Anlage verlässlich berechnen. Seriöse Berater berücksichtigen dabei die finanziellen Vorteile aus Eigenverbrauch sowie die Erlöse aus Einspeisung und stellen dieser Summe die Kosten für die geeignete Technik, Betriebs- und, Finanzierungskosten gegenüber.

KOMPLETT-PROGRAMM: Mehr von dem selbst erzeugten PV-Strom selbst verbrauchen sowie den überschüssigen Strom speichern, um ihn zum gewünschten Zeitpunkt zu verbrauchen, ist das Ziel des „Fronius Energy Packages“. Das Set aus Wechselrichter, Batteriespeicher und Smart Meter ist ein Energiemanagementsystem, das Anlagenbetreiber darin unterstützt, die gewonnene Energie verlustfrei zu verbrauchen. Preis: ab 8.500 Euro. Fronius

3. KfW-Förderungen beachten Wer seine Solaranlage langfristig finanzieren will, sollte die Fördermöglichkeiten der KfW ausschöpfen – das Programm Nummer 274 erlaubt eine sehr günstige Finanzierung. Berechtigt sind alle Personen, Unternehmen und Organisationen, die zur Stromerzeugung auf Sonnenenergie setzen.

3. Maßnahmen zur Optimierung des Eigenverbrauchs Anwender einer Solaranlage sollten möglichst viel ihres Sonnenstroms selbst zu verbrauchen, da der Fremdbezug des Stroms beim Grundversorger deutlich teurer ist als sich durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung einnehmen lässt. Mit einer modernen Solaranlage lässt sich bereits mühelos ein Eigenverbrauch von über 30 Prozent erreichen. Wer seine Haustechnik optimiert und diese tagsüber laufen lässt, wenn die Anlage am meisten Strom produziert, kann sogar bis zu 50 Prozent Eigenverbrauch schaffen. Wem das nicht genug ist, der kombiniert seine Solaranlage mit einem Stromspeicher und steigert den Eigenverbrauch weiter. Quelle: LG Solar/Grinnotec

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MEIN FREUND DER SPEICHER: Die Größe der Sonnenbatterie lässt sich nahezu individuell an den Bedarf eines Haushalts anpassen. Damit ist sichergestellt, dass die Sonnenbatterie die maximale Autarkie bietet und den Haushalt so vor steigenden Strompreisen schützt. Sonnenbatterie

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ENERGIESPAREN | HAUSGERÄTE

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Verbrauch top Energieeffizienz spielt im Haushalt eine wichtige Rolle. Mit den neuen Geräten rund um Kochen, Kühlen und Trocknen schonen Sie Umwelt und Geldbeutel zugleich.

Foto: Hausgeräte+/AEG

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ie Initiative Hausgeräte+ erklärt, warum moderne Waschmaschinen so lange laufen. Zum Klimaschutz beitragen und den eigenen Verbrauch reduzieren – viele private Haushalte möchten Energie und damit Kosten sparen. Ein erster Schritt ist die Anschaff ung von möglichst effi zienten Hausgeräten mit guter Energieeffi zienzklasse. Doch allein mit sparsamen Geräten ist es nicht getan – wer im Haushalt Energie sparen möchte, muss sich auch auf andere Nutzungsgewohnheiten einstellen. „Dank innovativer Technik verbrauchen moderne Hausgeräte deutlich

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weniger Strom, allerdings funktionieren die Geräte heute auch anders, als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. „Im Betrieb läuft beispielsweise die Waschmaschine dann schon einmal gut und gerne drei Stunden und länger. Das stößt bei vielen Verbrauchern auf Unverständnis.“ Die Initiative Hausgeräte+ erklärt, warum man für mehr Energieeffi zienz umdenken und sich von alten Gewohnheiten im Umgang mit Hausgeräten verabschieden sollte. Für einen möglichst geringen Energieverbrauch, sind lange Laufzeiten notwen-

dig. Denn durch die längere Waschphase hat das Waschmittel mehr Zeit zu wirken und die Waschmaschine muss nur kurze Zeit auf hoher Temperatur laufen. In der übrigen Zeit verbraucht sie kaum Energie. Zudem sind bei vielen Eco-Programmabläufen die Drehbewegungen der Trommel geringer, so dass der Temperaturabfall von Wäsche und Wasser sehr niedrig ist und die Heizung nur wenig zusätzliche Energie aufwenden muss, um erneut die richtige Temperatur zu erreichen. Im Vergleich zu herkömmlichen Waschprogrammen lassen sich mit der Eco-Option bis zu 40 Prozent EnerHerstellerkontakte ab S. 144.

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gie sparen. „Muss es dennoch einmal schnell gehen, können jederzeit auch die normalen oder Kurzprogramme genutzt werden. Verbraucher sollten sich aber bewusst sein, dass die kurzen Laufzeiten zu Lasten der Umwelt und Haushaltskasse gehen“, so Claudia Oberascher. Dasselbe Prinzip gilt übrigens auch für die Geschirrspülmaschine. Noch mehr Tipps rund um das Thema Hausgeräte, Checklisten für den Gerätekauf und einen Online- Geräteberater fi nden Sie unter: www.hausgeraete-plus.de

SCHÖNES DESIGN, WENIG VERBRAUCH: Bei der Dunstabzugshaube „DA 5796 W Next Step“ gehen Haubenkörper und 90 Zentimeter breiter Glasschirm scheinbar ineinander über. Mit einem A+ reiht sich das Gerät in die beste Energieeffizienzklasse für diese Produktgruppe ein. Miele SPARSAM UND STARK: Bei Kühlgeräten, die das ganze Jahr rund um die Uhr laufen, ist der Stromverbrauch eines der wichtigsten Kriterien für Verbraucher bei der Kaufentscheidung. Und genau dieser stimmt beim hier präsentierten Gerät „KGNF 18K A3+“. Mit der Energieeffizienzklasse A+++ und einem ermittelten Jahresenergieverbrauch von 160 kWh liegt das Bauknecht-Modell sogar leicht unter dem werksseitig angegebenen Wert. Bauknecht

UMWELTFREUNDLICH UND LEISE: Zur IFA 2015 führt Siemens eine neue, verbesserte Version seines „Zeolith“Trocknungssystems ein. Es trocknet nicht nur besser, sondern auch leiser denn je. Sowohl 60-cm-Geräte als auch die schmalen 45-cm-Geschirrspüler sind ab sofort mit „Zeolith II“ ausgestattet. Energieeffizienzklasse: A+++. Siemens

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Komfort, Design und Sicherheit

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rühzeitig an die Zukunft denken – was Jugendlichen oft mals mit Blick auf deren berufl iche Karriere geraten wird, gilt auch bei Bauherren oder Bewohnern eines Eigenheims. Denn da der Traum vom eigenen Zuhause meist nur einmal im Leben realisiert wird, ist es ratsam, rechtzeitig daran zu denken, gefährliche Stolperfallen aus dem Weg zu räumen. Das gilt insbesondere im Badezimmer, das speziell für ältere und körperlich eingeschränkte Personen das ein oder andere Hindernis bereithält. So kann beispielsweise der hohe Einstieg oder der rutschige Boden der Badewanne für Best Ager zunehmend zum Problem werden. Etabliert hat sich in diesem Zusammenhang das Konzept der „Kinemagic“ aus dem Hause SFA Sanibroy. Hierbei wird innerhalb eines einzigen Werktages die Badewanne durch eine komfortable und leicht zugängliche Dusche ersetzt – und das gänzlich ohne große Staub- und Schmutzbelastung. Dabei ist egal, ob sich die Wanne vorher in einer Nische oder einer Ecke befand. Frei nach dem Anspruch, Gutes noch besser zu machen, erfuhr die „Kinemagic“ kürzlich einige Modifi kationen. So wurden beispielsweise die Handläufe

neu gestaltet und überzeugen nun durch eine schönere Optik und vor allem eine bessere Haptik, was die Sicherheit nochmals deutlich erhöht. Zudem erstrahlen der optional erhältliche Sitz und die Türgriffe in modernerem Design. Neu auf dem Markt ist auch eine weitere Version der „Kinemagic“. Konnte man bislang zwischen den drei Ausführungen „Basic“, „Design“ und „Royal“ wählen, gibt es mit der „Royal +“ jetzt auch eine Weiterentwicklung. Hier wird die Körperpflege zu einer noch komfortableren und sicheren Angelegenheit. Sorgten Duschklappsitz, Haltegriff und eine Anti-Rutsch-Beschichtung bereits in der „Royal“ für ein gefahrloses Duschvergnügen, verfügt die neueste Variante über einen zusätzlichen Rundum-Handlauf. Darüber hinaus überzeugt die „Royal +“ durch eine magnetische Handbrause und hochwertige Armaturen. Doch egal für welches Modell man sich entscheidet, mit der „Kinemagic“ ist man auf dem Weg zum barrierearmen Bad auf der sicheren Seite. Das beweist auch das Gütesiegel „GUT“, mit dem die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) die Duschkabine ausgezeichnet hat. Q

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RATGEBER | FINANZIERUNG

Der Staat als I Bauhelfer Egal, ob Sie umbauen, anbauen, ausbauen, ein Haus kaufen oder ganz neu bauen: All diese Vorhaben kosten eine Menge Geld, das nicht vom Himmel fällt. Dank Bank, Staat und Eigenleistung lässt sich die Belastung jedoch stemmen!

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ie wichtigste Förderstelle ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW genannt, die staatliche Förderbank. Sie unterstützt Bauherren bei den unterschiedlichsten Vorhaben. Hier sei das Programm 153 Energieeffizient Bauen vorgestellt, das sich an Bauherren eines Neubaus richtet. Dazu muss man erst einmal mit dem Begriff „Effizienzhaus“ etwas anfangen können, der jeglicher Förderzusage der KfW zugrunde liegt.

Viereckiges Sparschwein Mit einem KfW-Effi zienzhaus können Sie Energiekosten sparen. Gleichzeitig profitieren Sie von attraktiven Förderungen – und zwar umso mehr, je besser der Effi zienzhausStandard Ihrer Immobilie ist. Die Formel hinter der KfWFörderung ist einfach: Je geringer der Energiebedarf der neuen Immobilie, desto höher ist der Tilgungszuschuss, den Sie von der Bank erhalten, kurz: Desto weniger müssen Sie von Ihrem KfW-Kredit zurückzahlen. Gemessen wird die energetische Qualität anhand des Jahresprimärenergiebedarfes und des Transmissionswärmeverlustes. Für diese beiden Kennzahlen defi niert die Energieeinsparverordnung (EnEV) Höchstwerte, die ein Neubau einhalten muss. Aus dem Vergleich erfolgt die Zuordnung in einen der Förderstandards. Ein KfW-Effi zienzhaus 100 entspricht den Vorgaben der EnEV für den Neubau. Ein KfW-Effi zienzhaus 55 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 Prozent eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV, ein KfW-Effi zienzhaus 40 sogar von nur 40 Prozent. Ab dem 1. April wird der KfW-Effi zienzhaus-Standard 70 nicht mehr gefördert. Allgemein gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser die Energieeffi zienz der Wohnimmobilie und desto höher die KfW-Förderung.

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Weitere Programme der KfW: Nummer 151, Energieeffi zient Sanieren, oder Nummer 274,

Erneuerbare Energien beziehungsweise Photovoltaik, oder Erneuerbare Energien Speicher (275). Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) fördert energetische Sanierungen im Bestand. Die Wohnraumförderung der Länder erfolgt über die Landesbanken. Fragen Sie dort gezielt nach!

Wohnriestern: Auch unter dem Namen „Eigenheimrente“ bekannt. Der Begriff beschreibt, worum es beim Wohnriestern geht: die staatliche Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum, das der Altersvorsorge dient. Während ein herkömmlicher Riester-Vertrag das Ziel hat, eine zusätzliche Rente aufzubauen, investiert man beim Wohn-Riester in eine Immobilie. Dafür gibt es staatliche Zulagen, die sich zum Beispiel in einem Bausparvertrag nutzen lassen. Banken und Versicherungen bieten Wohn-Riester-Verträge an.

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Foto: Paul Bauder/djd

Foto: Muskelhypothek_txn

Kleines Kreditlexikon

ANNUITÄTENDARLEHEN:

EIGENLEISTUNG:

Die Annuität ist eine regelmäßige Zahlung, die sich aus Zinsen und Tilgungsraten zusammensetzt. Bei einem Annuitätendarlehen bleiben die vom Darlehensnehmer zu zahlenden Raten (die Annuitäten) während der Laufzeit konstant. Lediglich die Anteile von Zinsen und Tilgung verändern sich: Während zu Beginn der Zinsanteil größer ist, sinkt dieser mit längerer Laufzeit und der Tilgungsanteil nimmt zu. Logisch, denn je mehr der Schuldner zurückgezahlt hat, desto weniger Zinsen fallen an.

Auch Muskelhypothek genannt, zählt ins Eigenkapital. Doch Achtung: Überschätzen Sie sich nicht! Die Bank traut Handwerkern mehr zu als Schreibtischtätern.

ANSCHLUSSFINANZIERUNG: Vor Ablauf der ersten Zinsbindungsfrist des Darlehens kann der Bauherr mit der Bank neue Konditionen für die restliche Rückzahlung vereinbaren. Diese Verlängerung des Darlehens heißt Prolongation. Manchmal kann aber auch eine Umschuldung sinnvoll sein, das heißt ein Wechsel zu einer neuen Bank. EFFEKTIVZINS:

FORWARDDARLEHEN: Mit diesem Darlehen können sich Bauherren die aktuellen Zinsen für eine Anschlussfinanzierung in der Zukunft sichern – bis zu fünf Jahre im Voraus. Der Darlehensnehmer schützt sich so vor steigenden Zinsen, die Bank verlangt im Gegenzug einen Aufschlag. Wenn die Zinsen dann aber gar nicht steigen, sondern sinken, zahlt der Darlehensnehmer drauf. TILGUNG: Die regelmäßige Rückzahlung von langfristigen Schulden nennt sich Tilgung. Meist wird sie als Prozentsatz bezogen auf den Nennbetrag des Darlehens angegeben. Foto: Pixabay/martaposemuckel

Im Effektivzins stellen sich die Gesamtkosten des Darlehens pro Jahr in Prozent dar. Während der Sollzins lediglich die Höhe der Verzinsung des Darlehens angibt, werden bei der Berechnung des Effektivzins weitere Faktoren berücksichtigt, zum Beispiel Bearbeitungsgebühren. Der Effektivzinssatz gibt so Aufschluss über die tatsächliche Gesamtbelastung für den Schuldner und ist damit oft auch eine geeignete Größe, um Angebote miteinander zu vergleichen – aber nur Angebote mit identischer Zinsfestschreibung!

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Onlinefinanzierung

Schnäppchen aus dem Netz

Die Wahl des richtigen Finanzierungskonzepts ist mindestens so wichtig wie die Suche nach dem günstigsten Anbieter. Die Beratung von Banken und Finanzdienstleistern ist meist nicht objektiv, da ein großer Anreiz besteht, bestimmte Produkte zu verkaufen. Der einfachste Weg zur günstigsten Baufinanzierung führt über einen Kreditvermittler. Vermittler aus dem Netz vergeben die Darlehen nicht selbst, sondern suchen über Onlineplattformen aus einem Pool von Banken und Versicherern das günstigste Angebot heraus und bereiten den Vertragsabschluss vor. Beispiele sind die Interhyp und Dr. Klein.

Gegenüber dem klassischen Bankvertrieb, dessen Mitarbeiter nur hauseigene Produkte anbieten können, sind Vermittler im Vorteil. Sie haben viel mehr Kreditvarianten zur Auswahl und können die Bank herausfiltern, die dem Kunden für seinen Wunsch die besten Konditionen bietet. Kunden profitieren außerdem davon, dass einige Banken und Versicherer ihre Kredite über die Vermittler günstiger als in den eigenen Filialen anbieten. Die meisten Onlinevermittler haben keine oder nur wenige Filialen, die Kunden persönlich aufsuchen können. Kredite vermitteln sie überwiegend im Direktgeschäft per Telefon, Internet, E-Mail und Post. Für einen günstigen Kredit müssen Immobilienkäufer aber nicht auf eine Beratung vor Ort verzichten. Einige Kreditvermittler betreiben bundesweit viele Filialen.

Foto: Fotolia/agrob

Lohnt sich ein Bausparvertrag heute noch? Das Motto beim klassischen Bausparen ist simpel – erst sparen, dann bauen. Das Versprechen dahinter: Verbraucher legen regelmäßig Geld an und bekommen anschließend ein Darlehen. Zur ersten Phase, dem Sparen, folgendes Beispiel aus der Beratungspraxis der Verbraucherzentrale NordrheinWestfalen: Die Bausparsumme beträgt 10.000 Euro, die Abschlusskosten belaufen sich auf 100 Euro. Der Guthabenzins liegt bei 0,25 Prozent. Der Verbraucher spart 50 Euro monatlich an, und nach achteinhalb Jahren ist der Vertrag zuteilungsreif, das heißt, der Verbraucher kann das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen. War das bis zu diesem Zeitpunkt eine gute Anlage? Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Nein! Das Guthaben liegt dann

bei 5.155 Euro, wovon lediglich 55 Euro Zinsen darstellen, aber eingangs waren 100 Euro Abschlusskosten fällig. Das ist ein Minusgeschäft für den Sparer, rechnet die Verbraucherzentrale NRW vor. Beim Bausparvertrag lohne sich die Sparphase also nicht, es sei denn, der gewählte Tarif hat einen hohen Guthabenzins. Die Darlehensphase hingegen lohnt sich laut Verbraucherzentrale NRW dann, wenn die Darlehenszinsen in Zukunft deutlich steigen. Denn wenn der Zins für die Darlehensphase bereits bei Abschluss des Bausparvertrags festgelegt wird, sichern sich die Verbraucher die aktuell niedrigen Zinsen bis zur Zuteilung des Darlehens in sieben oder zehn Jahren, darauf weist die Zeitschrift Finanztest hin. Kein anderes Finanzprodukt biete eine solche Zinssicherheit.

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RATGEBER | FINANZIERUNG

Foto: BHW

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RECHT & VERSICHERUNG | RATGEBER

Wie ein rohes

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Schon bevor das Haus bezugsfertig ist, kann alles Mögliche passieren. Bereits der Rohbau sollte versichert werden und auch auf der Baustelle kann Helfern und Fremden etwas zustoßen. Diese Versicherungen brauchen Sie: BAUHELFERVERSICHERUNG

Foto: Fotolia/trastwerkstatt

BAUHERRENHAFTPFLICHT ODER PRIVATHAFTPFLICHT? Foto: Pixelio/Thorben Wengert

Foto: Fotolia/Steve Mann

BAULEISTUNGSVERSICHERUNG

WOHNGEBÄUDEVERSICHERUNG

FEUERROHBAUVERSICHERUNG

BAUFERTIGSTELLUNGS- UND RISIKOLEBENSVERSICHERUNG

Ab dem Einzug schützt die Wohngebäudeversicherung das fertige Objekt. Sie deckt in der Regel alle Schäden ab, die durch Brand, Explosion, Frost, Leitungswasser, Rohrbruch, Sturm oder Hagel entstehen.

Die Feuerrohbauversicherung kann als kostenfreier Bestandteil der Wohngebäudeversicherung vereinbart werden, wenn diese bereits vor Baubeginn abgeschlossen wird. Während der Bauzeit ist das Objekt beitragsfrei gegen Feuerrisiko versichert.

Foto: Pixelio berggeist007

Eine Bauhelferversicherung ist für all diejenigen ratsam, die mit der Hilfe von Freunden und Verwandten bauen. Sie sind in der Bauherrenhaftpflicht nicht mit abgedeckt. Für die Tätigkeit von Bauhelfern besteht außerdem eine Melde- und Versicherungspflicht bei der Bauberufsgenossenschaft.

Foto: Pixelio /Lichtkunst.73

Die Bauherrenhaftpflicht hilft, wenn Dritte auf der Baustelle zu Schaden kommen oder wenn Kinder beispielsweise trotz Absperrungen auf dem Rohbau spielen und abstürzen.

Foto: Schadendienst24/djd

Die Bauleistungsversicherung gilt während der Bauphase. Sie springt ein, wenn unvorhergesehene Sachschäden am Bau auftreten. Dazu gehören Dacheinstürze oder Überflutungen nach Wolkenbrüchen und Stürmen ebenso wie Vandalismus auf der Baustelle.

Die Baufertigstellungs- und die Baugewährleistungsversicherung mindern das Risiko, durch einen Ausfall des Bauunternehmers auf allen Kosten sitzen zu bleiben. Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen bei schwerer Erkrankung oder Tod des Hauptverdieners an die Familie.

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Secondhand-

Häuser

Foto: Fotolia/Syda Productions; Icons: flaticon

RATGEBER | IMMOBILIENKAUF

Augen auf beim Gebrauchthaus-Kauf! Altbauten haben Flair und bieten oftmals eine schöne Grundstückslage. Doch beim Erwerb können die neuen Besitzer viele Fehler machen. Wir geben Tipps, wie Sie das verhindern.

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äufig werden Häuser schon nach einer einzigen Besichtigung gekauft, die oft nur eine halbe Stunde dauert. Das reicht nicht aus! Wenn Ihnen das Haus gefällt, sollten Sie es auf Herz und Nieren prüfen, am besten mit der Hilfe eines Sachverständigen. Dazu können Sie eine Folgebesichtigung vereinbaren. Denn Laien halten sich meist bei der Fußboden- oder Wandgestaltung auf, dabei ist der Zustand des Daches, Kellers und der Heizung viel wichtiger. Wärmedämmmaßnahmen lassen sich relativ leicht nachrüsten, am Schallschutz ist meist nicht viel zu machen. Holzbalkendecken leiten den Trittschall sehr gut! Ein Alarmsignal sind außerdem muffiger Geruch, Risse in der Wand sowie feuchte Stellen. Klären Sie unbedingt, welche Ursache diese haben! Und zwar vor dem Kaufvertrag! Ein gebrauchtes Haus wird nämlich „gekauft wie gesehen“. Später können Sie Schadensersatzansprüche gegen die Vorbesitzer nur durchsetzen, wenn diesen wissentliches Verschweigen eines schwerwiegenden Mangels nachgewiesen werden kann. Verlassen Sie sich auch nicht auf die Aussagen von Maklern: Diese haften nur in sehr seltenen Fällen.

Ungenügende Prüfung des Kaufvertrages Häufig beauft ragt der Verkäufer einen Notar mit dem Entwurf eines Kaufvertrags. Dieser muss Ihnen den Vertrag zusenden, nicht der Vorbesitzer oder Makler. Danach haben Sie 14 Tage Zeit, um den Schrift satz in Ruhe zu prüfen. Wenn Ihnen Wendungen unklar sind – nicht unwahrscheinlich wegen des Juristenlateins – fragen Sie beim Notar nach. Leider geschieht das viel zu selten, und Verbraucher unterzeichnen auf Treu und Glauben.

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Ungenügende Prüfung des Kaufvertrages Viele Käufer unterschätzen den Modernisierungsbedarf bei älteren Häusern. Das können akute Probleme sein wie leckende Rohre, aber auch zwingend anstehende energetische Modernisierungsmaßnahmen, etwa bei der Heizung. Gerade beim Thema Heizanlage können Hauskäufer nicht bestimmen, wann sie modernisieren wollen, sondern sie sind ab dem Tag des Erwerbs oder kurz darauf in der Pflicht. Verschaffen Sie sich also einen guten Überblick über das, was auf Sie zukommt! (Siehe Kasten „Stichwort Energie“). (bis) ■

Stichwort Energie: Auch Altbauten sind von Regelungen zur Energieeffizienz betroffen – das vergessen viele Hauskäufer. Es kann sein, dass Immobilienkäufer laut der erneuerten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014, auch EnEV 2016 genannt) nach dem Kauf des Gebäudes den alten Heizkessel austauschen müssen, darauf weist der BSB hin. Der Verkäufer oder Makler ist nicht verpflichtet, auf anstehende Sanierungspflichten hinzuweisen. Nachfragen lohnt sich also – in mehrfacher Hinsicht: Klärt der Kaufinteressent vor Unterzeichnung des Vertrages, welche Sanierungen im und am Haus anstehen, kann er unter Umständen den Kaufpreis drücken. Denn eine schlechte Energieeffizienz senkt den Wert der Immobilie.

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Hier lauert Sanierungsbedarf:

UNTERSTÜTZUNG VOM EXPERTEN: Ein Sachverständiger, zum Beispiel vom Bauherren Schutzbund e.V., kann bei einer Folgebesichtigung wertvolle Hinweise zur Bausubstanz geben. BSB

• HEIZKESSEL. Öl- und Gasheizkessel, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben, müssen ausgetauscht werden. Also Anlagen, die vor 1985 installiert wurden. Sie sind nicht mehr zum Betrieb zugelassen. Niedertemperaturund Brennwertkessel mit hohem Wirkungsgrad betrifft dies nicht. Wer aktuell ein Haus kauft, muss austauschpflichtige Kessel aber erst binnen zwei Jahren ersetzen.. • DACHDÄMMUNG. In Immobilien, die mindestens vier Monate pro Jahr auf über 19 Grad beheizt werden, müssen die obersten zugänglichen Geschossdecken der EnEV entsprechend gedämmt werden. Stattdessen kann das Dach abgedichtet werden. Dies muss innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf geschehen. Nach erfolgter Dämmung darf der Wärmedurchgangskoeffizient nicht über dem Wert von 0,24 W/(m²K) liegen. Wird jedoch der Mindestwärmeschutz gemäß DIN 4108-2 erfüllt, besteht die Dämmpflicht nicht. Der liegt bei einem Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) von 0,90. • LEITUNGEN FAlle zugänglichen, wärmeführenden Leitungen, Formstücke und Armaturen in nicht geheizten Räumen müssen gedämmt sein. Dafür sieht die EnEV Mindestanforderungen vor. Ob ein Haus die EnEV-Vorgaben erfüllt, prüfen in der Regel die örtlichen Bauämter. Bei Heizkesseln und Wärmeleitungen ist dagegen der Bezirksschornsteinfeger zuständig. Bei Verstößen kann ein Bußgeld drohen.

Der Bauherrenschutzbund online www.bsb-ev.de

Quelle: Dena

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MODERNISIEREN | FAKTENCHECK

Welcher Kaminofen passt zu mir? Das Angebot an Kaminöfen ist heute größer denn je. Umso wichtiger ist eine kompetente Beratung durch den Fachhändler vor Ort. Der Ofenbauer sorgt außerdem für die fachgerechte Installation. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick darüber, worauf man vor dem Kauf eines Kaminofens achten sollte.

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Wo soll der Kaminofen stehen und wie viele Quadratmeter sollen durch ihn beheizt werden? Kaminöfen können einzelne Räume, aber auch Etagen beheizen oder – wenn sie eine Wassertasche haben und mit dem Heizsystem des Gebäudes verbunden sind – das gesamte Haus als Zusatzheizung erwärmen. Davon abhängig sind die Größe des Modells, seine Heizleistung und mit welchem Brennstoff der Kaminofen betrieben wird.

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Was ist im Neubau bzw. in Niedrigenergie- und Passivhäusern zu beachten? Wohnräume mit kontrollierter Be- und Entlüft ung benötigen bei der Installation von Feuerstätten zusätzliche Sicherungseinrichtungen oder besonders geprüfte und dichte Kaminöfen (DIBt geprüfte und zugelassene Modelle). Auch die Verbrennungsluft versorgung muss für das jeweilige Modell passend vorhanden sein.

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Welche Heizleistung passt zu meinem Aufstellraum? Man kann den Bedarf ganz einfach berechnen, indem man die Länge, Breite und Höhe des Raums misst und die Werte multipliziert, um das nötige Volumen zu erhalten. Anschließend müssen Faktoren wie Isolierung, Fenster und Türen eingerechnet werden. Ein Beispiel: Für einen gut isolierten Raum von 50 m3 muss der Kaminofen eine Leistung von ungefähr 3 kW liefern.

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Welche Voraussetzungen sollte der Aufstellraum haben? Ein Kaminofen kann sehr schwer sein. Die Tragfähigkeit des Fußbodens sollte daher gegeben sein. Es muss zudem genügend Abstand zu brennbaren Wänden und Möbelstücken gegeben sein. Der Abstand ist abhängig vom Kaminofenmodell. Neben und vor der Feuerstätte sollte sich kein brennbares Material befi nden. Der Kaminofen benötigt zudem einen Zugang zum Schornstein. Herstellerkontakte ab S. 144.

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Welche gesetzlichen Vorgaben sind zu berücksichtigen? In der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sind Grenzwerte festgelegt, die eine neue Feuerstätte erfüllen muss. Auch die einzelnen Bundesländer haben unterschiedliche gesetzliche Vorgaben. Hierzu informiert der Bezirksschornsteinfeger. Überdies ist ein Kaminofen immer genehmigungspflichtig. Der zuständige Bezirksschornsteinfeger ist für die Abnahme und spätere Reinigung verantwortlich. Informationen über Rauchgaswerte, Zulassungen und Prüfnummern findet man immer auf dem Typenschild des Kaminofens oder in der Leistungsdeklaration des Herstellers für das jeweilige Modell.

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Wo kaufe ich meinen Kaminofen?

In jedem Fall ist der Kauf bei einem Fachhändler zu empfehlen. Nur hier erhält man zu allen Punkten eine kompetente Beratung und erfährt, wie die gesetzlichen Bedingungen vor Ort aussehen. Auch wenn später noch einmal Fragen auftauchen, hat der Fachmann immer eine sichere Lösung parat.

UNGETRÜBTE FREUDE AM FLAMMENSPIEL: Dank der großen Sichtscheibe kann man das Feuer ohne die rußigen Nachteile eines offenen Kamins genießen. Contura

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RATGEBER | KOSTEN

Grafik: fotolia/shkuliepova

Modernisierung – ein Fass ohne Boden?

Dipl.-Ing. Dirk Rosenkranz, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V.

U

m zu vermeiden, dass die Arbeiten am Haus zu einer Kette endloser Einzelmaßnahmen werden, sollte an erster Stelle immer die Beratung und Bestandsaufnahme durch einen Sachverständigen stehen. Gemeinsam mit ihm gilt es, einen sinnvollen Modernisierungsfahrplan auszuarbeitet. Auch wenn nicht alles auf einmal angepackt werden kann, Einzelmaßnahmen sollten sinnvoll dem Gesamtziel dienen. Worauf sollte besonders geachtet werden?

Feuchtigkeit in Bauteilen prüfen Feuchte Keller, Wände oder Decken sind in alten Häusern häufig anzutreffen. Die Ursachenforschung sowie erforderliche Sanierungs- und Abdichtungsmaßnahmen gehören in die Hand des Fachmanns. Nicht mehr funktionstüchtige Dachdeckungen, Regenrinnen und Regenfallrohre gehören zu den häufigen Ursachen. Auch nicht mehr wirksame oder gar fehlende Abdichtungen der erdberührten Bauteile

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Der Gedanken an eine Modernisierung löst bei vielen Hauseigentümern und Immobilienkäufern oft Besorgnis aus. Denn die Befürchtungen, dass Modernisierungsmaßnahmen zu einem Fass ohne Boden werden, sind nicht gänzlich unbegründet. Die Gefahr ist besonders dann groß, wenn ohne fachmännische Beurteilung der Bausubstanz und der Schwachstellen des Hauses willkürlich und blind drauf los modernisiert wird. können Auslöser dafür sein. Im Extremfall führt über längere Zeit in Bauteilen vorhandene Feuchtigkeit zu unliebsamen und teuren Folgeschäden wie Schimmelpilz- und Schwammbefall.

Auf statische Gegebenheiten achten Im Rahmen der ursprünglichen Bauausführung können bei älteren Häusern tragende Wände in der Lage verändert worden sein. Solche Abweichungen von der Planung sind oft nicht in zeichnerischer Form dokumentiert worden. Deshalb Vorsicht: statische Voraussetzungen und Baukonstruktionen des Gebäudes sollten detailliert überprüft werden. Die Herstellung neuer Türöff nungen oder Durchbrüche in vermeintlich nichttragenden Wänden ohne statisch-konstruktive Maßnahmen kann zu erheblichen Schädigungen an den Bauteilen führen, werden sie ohne Kenntnis solcher Veränderungen durchgeführt. Auch Geschossdecken zu Herstellerkontakte ab S. 144.

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nicht ausgebauten Dachräumen wurden ursprünglich meist nicht für eine Wohnnutzung konzipiert. Beim nachträglichen Dachausbau kommt es durch zusätzliche Raumtrennwände und die Wohnnutzung zu höheren Lasten. Das kann ihre Tragfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Energie sparende Maßnahmen konzipieren Der Wärmeschutz älterer Wohnhäuser ist in der Regel nicht ausreichend. Die geltende EnEv2014 stellt deshalb auch Anforderungen an Bestandsgebäude zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der Einsparung von Heizkosten. Maßnahmen des Wärmeschutzes am Gebäude müssen dem entsprechen. So ist großer Wert auf die Planung und Berechnung von Wärmedämmmaßnahmen zu legen. Die baukonstruktiven und bauphysikalischen Besonderheiten alter Häuser haben technische Anforderungen an die nachträgliche Wärmedämmung der Bauteile zur Folge. So kann eine ausschließliche Dämmung der Außenwände zunächst den Energieverbrauch des Gebäudes verbessern. In ungedämmten bzw. nicht ausreichend gedämmten Bauteilanschlüssen und –konstruktionen ist dadurch jedoch ein verändertes bauphysikalisches Verhalten möglich. Oft führt das zu Nässeeintrag aus der mit Feuchtigkeit angereicherten Raumluft und zu Folgeschäden.

Nachhaltige Haustechnik wichtig Anforderungen des Umweltschutzes und steigende Preise für fossile Energieträger gebieten Nachhaltigkeit bei der Modernisierung und Erneuerung haustechnischer Anlagen. Bei der Wahl eines neuen und modernen Heizungssystems spielen die bestehenden baulichen Rahmenbedingungen jedoch eine wichtige Rolle. So kann eine gewünschte Niedrigtemperaturheizung mit Fußbodenheizung wegen der vorhandenen Decken- und Fußbodenkonstruktion unter Umständen nicht oder nur mit hohem baulichen Aufwand realisierbar sein. Auch der Einsatz solartechnischer Anlagen sollte vor dem Hintergrund konstruktiver und bautechnischer Gegebenheiten durch den Fachmann geprüft und berechnet werden. Veraltete Anlagen und Leitungen der Elektroinstallation müssen in der Regel aufgrund sicherheitstechnischer Anforderungen komplett erneuert werden.

Zusammendenken was zusammen gehört Es sei unterstellt: Ein unsaniertes, zweigeschossiges, unterkellertes Reihenmittelhaus Baujahr 1968 mit Stahlbetondecken und Satteldach wechselt den Besitzer. Der Sachverständige stellt im Zuge seiner Bestandsaufnahme fest, dass die Substanz des Hauses gut ist. Die Dacheindeckung hat aber nur noch eine Restnutzungsdauer von maximal 8 Jahren. Die 2-fach verglasten Holzfenster sind marode und die Wasserleitungen lecken an einigen Stellen. Das Haus verfügt über eine Ölheizung aus dem Jahr 1983. Ohne Malerarbeiten und Erneuerung der Oberböden kommt der Sachverständige für seine empfohlenen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten auf ein Investitions-

volumen von rund 80.000 Euro. (siehe Kasten) Dabei handelt es sich um Kosten, die in den nächsten Jahren so oder so angefallen wären. Umso wichtiger ist es, vor dem Kauf des Hauses die Kosten abzuschätzen und so in die Finanzierung einfließen lassen zu können. Auch für die Verhandlungen zum Kauf des Hauses kann die Kenntnis der Modernisierungsaufwendungen hilfreiche Argumente liefern. Für die energetische Modernisierung im Bestand bietet die KfW durch zinsgünstige Darlehen oder Zuschussprogramme interessante Anreize. Außerdem wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Vor-OrtEnergieberatung durch einen zertifizierten Energieberater bezuschusst. Mit seinem Modernisierungscheck und dem Angebot baubegleitender Qualitätskontrollen während der Modernisierungsmaßnahmen bietet der Bauherren-Schutzbund e.V. Erwerbern und Hauseigentümern fachmännische Unterstützung. n Text: Bauherren-Schutzbund

Sanierungs- und Modernisierungsempfehlungen im Zuge des Objekterwerbes

Maßnahme:

Voraussichtliche Kosten:

Erneuerung der Dacheindeckung und Dämmen des Daches

ca. 25.000 Euro.

10 neue 3- fach verglaste Kunststofffenster einbauen inkl. winddichtem Beiputzen innen

ca. 18.000 Euro.

Wasserleitungen nach Badsanierung im gesamten Haus erneuern inkl. Stemmund Putzarbeiten

ca. 8.000 Euro.

Bad und Gästebad sanieren

ca. 10.000 Euro

Anschluss des Hauses an die in der Straße liegenden Gasleitung

ca. 3.500 Euro

Austausch des Kessels durch eine Gas- Brennwertanlage und Erneuerung sämtlicher Leitungen zu den Heizkörpern sowie der Heizkörper

ca. 12.000 Euro

Kaminsanierung für die GasBrennwertanlage

ca. 1.500 Euro

Die Elektroleitungen teilweise erneuern und eine neue Feininstallation

ca. 2.000 Euro

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DO-IT-YOURSELF | EQUIPMENT

m i s e v a H t s u Die M

Werkzeugkoffer Für Do-it-Yourself-Attacken und Renovier-Notfälle braucht es ordentliches Werkzeug. Doch was gehört eigentlich in einen guten Werkzeugkoffer? Eine Frage, die nicht eindeutig zu beantworten ist, denn meist entspricht das Sammeln von Bohrer, Hammer und Co. einer Lebensaufgabe – das Equipment wächst mit jedem Projekt. Bestimmte Werkzeuge gehören jedoch zu einer soliden Grundausstattung immer dazu. BOHRER Eine elektrische Bohrmaschine oder ein robuster Akkubohrschrauber mit verstellbaren Metallgetriebe reicht zum Bohren in den eigenen vier Wänden aus. Dazu gehört eine Grundausstattung an Bohrern und Bits aus gehärtetem Stahl. METERMASS Ein aufrollbares Maßband ist ein unverzichtbares Teil in jeder Werkstatt. Besonders üblich sind Stahlbandmaße in Längen zwischen zwei und fünf Metern. Bei den Stahlbandmaßen ist das Band in einer Metall- oder Kunststoffkassette aufgerollt. Die Skala ist aufgedruckt oder sogar geätzt, so dass sie auch bei härterer Beanspruchung jederzeit gut ablesbar ist. IMBUSSCHLÜSSEL Zur Grundausstattung eines jeden Heimwerkers gehört weltweit außerdem der Innensechskant- oder gemeinhin Inbusschlüssel genannt. Die Sechskantschraube kommt beispielsweise für feste Verbindungen am Fahrrad zum Einsatz. Zum Vergleich: Ein Inbus kann das zehnfache Drehmoment einer Kreuzschlitzschraube aushalten.

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HAMMER Ein Hammer ist das A und O in jeder Heimwerkerausstattung. Es kann ein einseitig abgeschrägter Schlosserhammer sein oder ein Tischlerhammer mit V-förmigen Spalt zum Nagelausziehen. An einem solide verankerten, griffigen Stiel, einem Stielschutz und einem Stiel aus Eschen- oder Hickoryholz erkennt man Qualität. ZANGE Bei vielen Renovierprojekten erleichtern verschiedene Zangen die Handwerksarbeit im Haus. Zum Inventar gehören unerlässliche Helfer wie die Schlüsselzange, Kombizange und Wasserpumpenzange. Beim Kauf von Zangen sind auf Kriterien wie eine Quetschsicherung bei der Wasserpumpenzange, Leichtgängigkeit bei der Kombizange und Klemmschutz bei Schlüsselzangen zu achten. WASSERWAAGE Eine Wasserwaage ist das optimale Messwerkzeug, um Waagerechte und Senkrechte zu ermitteln und anzuzeichnen. Es lohnt sich, das Geld für eine hochwertige, mindestens 60 Zentimeter lange Wasserwaage auszugeben. Solche Wasserwaagen haben heute meist einen Körper aus Leichtmetall oder Kunststoff. Bei vielen Modellen ist die Sohle präzise geschliffen.

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t i o D self Your

CUTTERMESSER Ein Universaltalent im Werkzeugkoffer ist das Cuttermesser mit einer scharfen Klinge. Ist die Klinge abgenutzt, lässt sie sich schrittweise abbrechen und schließlich ganz auswechseln. Der Schaft lässt sich indes weiterverwenden. ZOLLSTOCK Zollstock, Stahlbandmaß, Wasserwage, Zimmermannsbleistift und Tischlerwinkel aus Holz oder Aluminium sind unverzichtbar für das Ausmessen und Anzeichnen bei vielen Montagearbeiten. SEITENSCHNEIDER Anders als eine Schere, bei der die beiden Schneiden aneinander vorbeigleiten, schneidet ein Seitenschneider mit einem Beißschnitt – so wie die gute alte Kneifzange. Beim Zusammentreffen der beiden Schneiden können Drähte oder Nägel mühelos abgeknipst werden. Auch andere Materialien wie Gummi oder Kunststoff lassen sich mit einem Seitenschneider trennen. Zum Trennen von Eisen und NE-Metallen müssen die Schneiden des Seitenschneiders allerdingsgehärtet sein. Minderwertige Seitenschneider haben nach dem Trennen beispielsweise von Nägeln schnell RATSCHE Eine Ratsche (auch Knarre genannt) ist das wichtigste Teil in einem Steckschlüsselsatz. Sehr robust sind die einfachen Knarren mit Durchsteck-Vierkant und zwölf Zähnen. Komfortabler sind solche mit umschaltbarer Arbeitsrichtung und feiner Verzahnung.

SCHRAUBENDREHER Schlitz- oder Kreuzschlitzschraubendreher gehören zum Standard im Werkzeugkoffer und sollten in drei verschiedenen Größen vorhanden sein. Zum Festziehen von Schrauben empfehlen sich Ausführungen aus hochwertigem Chrom-Vanadium-Stahl mit gehärteter Klinge, denn sie verformen sich nicht und drehen auch nicht ab. Auch spwzielle Griffe sorgen für mehr Kraft an der Schraube. SÄGE Ein wichtiges Zubehör sind verschiedene Sägen wie Fuchsschwanz, Metallsäge und Stichsäge sowie Feilen wie Flachfeile und Dreikantfeile – vor allem für Hausbesitzer, die sich an größere Projekte wagen, sind sie wertvolle Helfer. SCHRAUBENSCHLÜSSEL Schraubenschlüssel werden vor allem zum Lösen oder Anziehen von Schrauben mit Sechskantkopf benötigt. Als Basisausstattung eignet sich ein Satz mit etwa acht bis zehn Kombischlüsseln in Größen zwischen acht und 17 Milliemtern. Kombischlüssel haben auf der einen Seite ein Maulschlüsselende und auf der anderen einen Ringschlüssel, damit ist man für alle Fälle gerüstet.

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edaktion: Für alle Fälle soll ten auch Werk z e Pflaster ug k asten im z u finden wenn sie s e in nat ürlich – auch k einen V ten erse erbandsk tz en! as-

Foto: Fotolia/BillionPhotoas.com

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DO-IT-YOURSELF | EQUIPMENT

KABELLOS SÄGEN: Wer in Haus und Garten gern handwerklich aktiv ist und dabei auch größere Projekte stemmt, kommt an einer Handkreissäge nicht vorbei. Die Akku-Handkreissäge „R18CS“ hat kein lästiges Stromkabel. Mit starkem 18 Volt-Motor und einem großen 24-Zahn-Sägeblatt mit 165 Millimeter Durchmesser arbeitet sie sich durch Paneele, Spanplatten und andere Holzwerkstoffe. Preis: 100 Euro. Ryobi

STABSCHRAUBER ODER PISTOLENGRIFF: Der 3,6-Volt-Schrauber „CS3653LC“ ist ein praktischer Helfer bei beschränkten Platzverhältnissen. Beim Schrauben behalten Anwender jederzeit den Ladezustand des Akkus im Blick. Ist er leer, kann er unter anderem über einen USB-Port aufgeladen werden. Eine Komplettladung dauert nur 2,5 bis 3 Stunden – schneller bei anderen Kompaktschraubern. Preis: 47 Euro. Black & Decker

WENN’S ENG WIRD: Der digitale Winkelmesser „PAM 220“ erleichtert Heimwerkern Winkel an engen Stellen auszumessen. Das ist vor allem für den Zuschnitt von Holz praktisch. Nach dem Anlegen des Winkelmessers an der entsprechenden Raumecke, berechnet dieser per Knopfdruck den Winkel und überträgt ihn auf die Kapp- und Gehrungssäge – auf die Dezimalstelle genau. Preis: 95 Euro. Bosch

HANDSCHMEICHLER: Der Tacker „PTK 14 EDT“ kann wahlweise mit einer oder gleich zwei Feindrahtklammern heften. Diese „DuoTac“-Funktion kann bequem per Schalter an der Vorderseite des Gerätes gesteuert werden. Dadurch können auch reißempfindliche Materialien wie Folien zum Beispiel Dampfsperren beim Isolieren von Dächern fixiert werden. Preis: 88 Euro. Bosch

FÜR AUSDAUER BEIM SCHRAUBEN UND BOHREN: Ausgestattet mit zwei 2,0-Ah-Akkus und einem 60-Minuten-SchnellLadegerät lässt sich mit dem neuen Zwei-Gang-Schlagbohrschrauber „FMC625D2“ unterbrechungsfrei arbeiten. Damit das auch ermüdungsarm geht, ist er nur 1,8 Kilogramm schwer, kompakt gebaut und mit großflächigen Griff- und Schaltergummierungen versehen. Auf unterschiedliche Anwendungen und Materialien lassen sich nicht nur die Drehzahlen optimal abstimmen. Preis: ab 220 Euro. Stanley

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REPORTAGEN | GELUNGENER ANBAU

Kont rast-

h c i e R

Wie sich Alt und Neu harmonisch miteinander vereinen lassen, zeigt dieser erweiterte 1930er-Jahre Bau. Neben dem Quadratmeterplus gehört auch der neu gestaltete Außenbereich und ein Doppelcarport zum Konzept. Text: Inga Ervig; Fotos: Nikolaus Gruenwald Icons: Flaticon

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egensätze ziehen sich an – das kann man auch über diesen um einen Anbau erweiterten 1930er-Jahre Altbau sagen. Das „Kaffeemühlen“-Haus – so der Spitzname der typisch zweigeschossigen, quadratischen Wohnhäuser und Zeltdach aus dem frühen 20. Jahrhundert – wurde 2008 um einige Quadratmeter vergrößert. Architekt Markus Mucha übernahm die Planung der Umbaumaßnahmen – und die hatte es in sich. Der Anbau durfte aufgrund der Grenze zum Nachbarhaus lediglich 5,90 Meter breit sein. Außerdem wollten die Bauherren zusätzlich einen Carport für zwei Fahrzeuge auf ihrem Grundstück unterbringen und der rund 1,60 Meter tieferliegende Garten sollte über die Terrasse erreichbar sein.

Herausfordernder Entwurf Muyychas Entwurf sah vor, aus den drei Gebäudeteilen (Altbau, Neubau und Carport) einen eingefassten Garten- und Terrassenbereich entstehen zu lassen. Der Außenbereich sollte frei über das Erdgeschoss begehbar sein. Gestalterisches Ziel war, den Anbau mit seiner Fassade als Kontrast zum Altbau abzusetzen, während die Innenräume von Bestand und Neubau nahtlos ineinander übergehen. Die sieben Monate andauernde Planungszeit hat sich gelohnt: Nach-

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dem der Umbau vollbracht war, können sich die Bauherren im blickgeschützten Outdoor-Bereich wohlfühlen. Von der großen nach Südwesten ausgerichteten Holzterrasse führen wenige Steinstufen in den Garten herab. „Das Problem der unterschiedlich hoch liegenden Wohn- und Freibereiche wurde durch mehrere, jeweils 40 Zentimeter versetzte Ebenen gelöst“, so der federführende Architekt Markus Mucha, „zusätzlich haben wir die Gartenebene angehoben“.

Gelungenes Ergebnis Das Gebäude präsentiert sich heute in einem interessanten Wechselspiel zwischen Alt und Neu: Einerseits der kleinteilige Altbau mit Lochfassade und Klappläden, andererseits der moderne Neubau mit hohen, offenen Räumen und einer großzügigen Glasfassade. Entsprechend werden die Bereiche des modernisierten Eigenheims genutzt: Der introvertierte Wohnbereich des Bestandsbaus mit offenem Kamin wird gerne als Rückzugsort genutzt. Der helle und hohe Essbereich, der sich zur Terrasse hin öff net, dient als zentraler Treff punkt des Hauses und ist im Anbau untergebracht. Einen spannenden Kontrast bildet die helle Putzfassade des Altbaus mit der modernen Holz-Glasfassade des Anbaus; Herstellerkontakte ab S. 144.

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das Spiel mit den Gegensätzen zieht sich auch ins Innere hinein: Mit Bedacht ausgewählte Materialien sorgen hier für einen ähnlichen Effekt: „Beispielsweise haben wir die weiße, minimalistische Küche um einen Esstisch aus 400 Jahre alten Eichendielen ergänzt“, erzählt Mucha. Die Einrichtung des Hauses beließen die Bewohner bewusst dezent: Auch hier wurde großer Wert auf natürliche Materialien und emissionsfreie Produkte gelegt. Ein Umbauergebnis, das gekonnt Tradition und Moderne miteinander in Einklang bringt!  n

NATÜRLICHKEIT Die Holzfassade außen erlebt im Inneren des Hauses ein Zitat in Form des Bodens.

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KOCHEN

REPORTAGEN | GELUNGENER ANBAU ESSEN

DIELE

Grundrisse

ARBEIT TERRASSE

WC

Objektdaten

EG

WOHNEN KOCHEN

GARAGE

Baujahr: ca. 1930 Umbau: 2012/13 ESSEN

DIELE

Planungszeit: 7 Monate Bauzeit: 14 Monate

ARBEIT TERRASSE

WC WOHNEN

GARAGE

Umbaumaßnahmen: Komplettsanierung des bestehenden Gebäudes aus den 30er Jahren. Neubau eines zweigeschossigen Anbaus in Holzrahmenbauweise. Neugestaltung der gesamten Außenanlagen. TEXT

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Nachher

Vorher VERWANDLUNG Hinter dem Haus entfaltet sich heute ein attraktiver Freisitz mit Gartenzugang.

MODERNE RÄUME Die neue Wohnküche ist hell und freundlich gestaltet.

KLARE LINIEN Modernität und Funktionalität gaben bei der Modernisierung den Ton an.

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REPORTAGEN | WOHNTRAUM

DAS ENERGIE-SCHIFF: Solarzellen versorgen dieses Hausboot mit Strom. Geheizt wird mit Gas. Die neuen Besitzer verwandelten den alten Kan in ein modernes Zuhause.

auf n e Leb dem Wasser

Ein Hausboot zu kaufen ist das eine, es zu renovieren, das andere. Familie Eisenhardt aus Berlin nahm die Herausforderung an und verwandelte ein altes Boot aus DDR-Zeiten in ein modernes Heim auf der Spree. Text: Inga Ervig; Fotos: Tom Pischell, Felix Eisenhardt Icons: Flaticon

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as erste Hausboot hatte Uta Eisenhardt in Oxford gesehen; seitdem wusste sie, dass sie einmal genau so wohnen wollte. Auch ihren Mann Felix konnte sie für die Idee begeistern. Fortan suchte das Berliner Paar nach einem schiffbaren Zuhause. Sie besichtigen Kähne, Schlepper, Barkassen und Fährschiffe auf dem Rhein, der Elbe, an der Ost- und Nordsee, bis sie auf die „WS 3454“ stießen. Hinter dem klanglosen Bootsnamen versteckten sich 100 Tonnen Stahl, die einst als Unterkunft für Bauarbeiter dienten, die im Schichtdienst die Wasserstraßen der Deutschen Demokratischen Republik in Stand gehalten hatten. Im Dezember 2003 stand es zum Verkauf. Neben Familie Eisenhardt gab es noch zehn weitere Interessenten. Für etwas mehr als 10.000 Euro bekamen die jungen Berliner den Zuschlag und konn-

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ten sich Bootsbesitzer nennen! Weitere 40.000 Euro holten sie sich von der Hausbank, um ihr Schiff vom Rost zu befreien, wärmezudämmen und auszubauen. Bevor es an die Modernisierungsarbeiten ging, tauften sie ihr Boot „Helene“ (der Name war einst als Mädchenname für ihre Kinder gedacht. Nachdem Ute Eisenhardt jedoch zwei Jungen zur Welt gebracht hatte, war der Name sozusagen „übrig“ geblieben).

VORHER

Als erstes verfrachteten die frischgebackenen Bootsbesitzer die alten Mehrstockbetten aus den Kajüten auf den Schrottplatz, rissen die alte Styropordämmung heraus und entkernten

ALTER KAHN: Einst als Unterkunft für Bauarbeiter genutzt, nennt heute eine vierköpfige Familie das Boot ihr Zuhause.

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das Boot vollständig. Um dem Rost nachhaltig Einhalt zu gebieten, installierten die Bauherren ein hinterlüftetes Holzständerwerk samt Dampfsperre. Dazu durchbohrte der Bootsherr zum Entsetzen seiner Frau in regelmäßigen Abständen die Seiten des Schiffes und erläuterte sein Vorgehen: „Durch die Löcher kommt Luft. Die steigt im Inneren des Bootes an den Stahlwänden nach oben, nimmt dort die vorhandene Feuchtigkeit auf und transportiert sie durch spezielle Öff nungen im Dach wieder nach außen“. Vor den Außenwänden fand das mit Steinwolle gedämmte Holzständerwerk samt Dampffolie Platz. So bringt die im Sommer aufgeheizte Stahlhülle die Bewohner nicht zum Schmoren und verwandelt sie im Winter in keine Eiszapfen. Neben diesen vollbrachte die die vierköpfige Familie binnen weniger Monate noch weitere Arbeiten: Neue Heizkörper, der Komplett-Austausch aller Trinkwasserleitungen und ein Glasdach, dass die Bootsumbauer bei Ebay ersteigerten, wurden ebenfalls verbaut. Letzteres brachte viel Helligkeit in die einst düsteren und kleinteiligen Bootsräume.

heute. Dazu zählt sie „das Ächzen der Festmacherleinen, das Knacken des Parketts, das den Schiffsbewegungen nachgibt, das Rütteln des Windes, die Wellen, die an stürmischen Tagen gegen den Bug klatschen und uns sanft in ■ den Schlaf wiegen“.

Nachher

LICHTDUSCHE: Die große Glaskuppel sorgt für ausreichend Tageslicht.

NEUE HÜLLE: Gegen Rost und Wärmeverluste ist das Boot vortan durch ein Holzständerwerk geschützt.

Leben auf dem Wasser Im Sommer 2004 war es dann soweit: Das Umzugsunternehmen stand vor der Tür, Familie Eisenhardt übersiedelte von ihrer Dachgeschosswohnung ins Hausboot und verlegte damit ihr Leben vom Land aufs Wasser. Die Bauarbeiten waren zu diesem Zeitpunkt jedoch keineswegs abgeschlossen. Küche und Bad befanden sich noch im Rohbau und die Kinderzimmer waren noch nicht gestrichen! Einige Wochen und einen Sommerurlaub in Italien später, hatte sich das alte Boot jedoch vollends gemausert: Ein großzügiger WohnKochbereich mit Glaskuppel dient der „Mannschaft“ als zentraler Aufenthaltsort. Die Badezimmer-Renovierung konnte mit einer Finanzspritze der (Groß)-Eltern umgesetzt werden und als besonderes Highlight gönnten sich die Hausbootbewohner sogar eine eigene Sauna. „Das Leben auf dem Wasser ist etwas Besonderes“, weiß Uta Eisenhardt

FRISCHE NASSZELLE: Das renovierte Bad in Wasserblau kann sich sehen lassen!

SCHUNKELN INKLUSIVE: Das Leben auf dem Hausboot macht die Familie glücklich.

BuchTipp! Das Leben auf einem Hausboot ist zweifellos Kult und ein geheimer Traum unzähliger Menschen. So auch von Uta Eisenhardt, die mehr oder minder aus Zufall zur Hausbootbesitzerin wurde . In „Vier Zimmer, Küche, Boot“ erzählt sie, wie sie auf ihrem Hausboot „Helene“ – mitten in Berlin – heimisch wurde. Für alle, die selbst mit der Idee spielen, auf einem Hausboot zu leben, ist dieses Buch nicht nur ein reichhaltiger Erfahrungsschatz – im Anhang gibt Uta Eisenhardt zudem Tipps und Antworten vom Finden eines Hausbootes bis hin zur energieautarken Ausstattung.

Uta Eisenhardt, Vier Zimmer Küche Boot, Eine Familie zieht aufs Wasser, 196 Seiten, 23 Euro, Delius Delius Klasing Verlag

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Chiku, Verwandlungskünstler-Wände gestalten mit Mini-Wallstickern, 128 Seiten, 15 Euro, Frechverlag

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Redaktion Susanne Bischoff (bis), susanne.bischoff@familyhome.de Isela Graf (gra), isela.graf@familyhome.de Rebecca Frick (fri), rebecca.frick@familyhome.de Philip Teleu (tel), philip.teleu@familyhome.de Laura Butera (but), laura.butera@familyhome.de Online Redaktion Jörg Bayer (bay), joerg.bayer@familyhome.de Abonnementverwaltung Martin Lindner, abo@familyhome.de Tel. 0711 96666-999 Anzeigenleitung Ute Cramer, ute.cramer@familyhome.de Tel. 0711 96666-990

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Renovieren & Energiesparen 1/2016  

Renovieren & Energiesparen 1/2016