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Kostenn! senke

Schritt für Schritt zum Energiesparhaus • Heiztechnik • Ökologische Wandgestaltung • Outdoor-Trends • Lüftung Titel_ESH_1_2015.indd 1

Es wächst! Tipps für Ihre Gartensaison

Gesund Wohnen Die 5 besten Bodenbeläge

Endlich unabhängig! Wege zur Energieautarkie

1/2015 Deutschland: € 3,90 Österreich: € 4,50 Luxemburg: € 4,60 Belgien: € 4,60 Schweiz: SFr 7,80 Spanien: € 5,20 Slowakei: € 5,20 Slowenien: € 5,20

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E D IT OR IA L

Green Living auf dem Vormarsch

In meinem Haus tanke ich neue Energie. Direkt aus der Natur.

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ichts ist wichtiger als unsere Gesundheit. Deswegen kaufen wir Öko-Lebensmittel im Supermarkt, treiben Sport, scheuchen am Wochenende unsere Familien durch Naherholungsgebiete und achten auf unsere Work-Life-Balance. Da wir den größten Teil unseres Lebens in geschlossenen Räumen verbringen, haben auch diese eine große Auswirkung auf unser Wohlbefinden. Bauherren und Renovierer sollten aus diesem Grund genau hinsehen, was sie im und am Haus verbauen: INGA ERVIG von So holen Sie sich gesundheitsschädigen- Chefredakteurin „Energiesparhäuser + ökologisch bauen“ de Ausdünstungen aus Lacken, Farben und Tapeten sowie Bodenbeläge oder Möbel voller Weichmacher erst gar nicht ins Haus. Ganz ohne den Rat gut ausgebildeter Fachleute geht es dabei allerdings nicht. Die finden nicht nur die richtigen Baustoffe, sondern realisieren ein langfristig wirklich nachhaltiges Projekt. Nachhaltigkeit heißt hier aber nicht mehr nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und sozial verträglich. Die Bauprodukte müssen dann auch noch fachgerecht verarbeitet und eingebaut, ihre technische Lebensdauer, Pflege und der Instandhaltungsaufwand sowie schließlich der Rückbau und das Recycling optimiert werden. Erst wenn der gesamte Lebenszyklus des Baustoffes beziehungsweise Produktes nachvollziehbar ist, kann das Material auch entsprechend bewertet werden. Genau das übernimmt die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen, die seit vergangenem Jahr auch Wohngebäude zertifiziert (lesen Sie dazu unseren Bericht ab Seite 84). Green Living bedeutet neben dem gesunden Wohnen, auch den schonenden Umgang mit Energie im eigenen Haushalt. Effiziente Dämmstoffe, High-Tech Heizungen und clevere Lüftungsanlagen sorgen für einen wirtschaftlichen Verbrauch von Strom und Wärme. Wir haben für Sie aktuelle Hausbeispiele versammelt, die genau diesen Ansprüchen genügen. Vielleicht ist ja auch Ihr Traumhaus dabei?

Mein Haus. Meine Welt.

Häuser, die mehr Energie gewinnen, als sie verbrauchen. Komfortabel, smart, nachhaltig. Mit der ganzen Erfahrung des Pioniers für PlusEnergie im ökologischen Hausbau. weberhaus.de

Viel Spaß bei Ihrer Bauplanung wünscht

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DGNB-zertifizierte Häuser

Es wächst! Tipps für Ihre Gartensaison

Wege zur Energieautarkie

OU T D OOR

HÄ U SER 6 24 56 74 58 76 84 88

Passivhaus: Gemischtes Doppel RWE-Effizienzhaus: Eigenheim 2.0 Energieeffizient bauen: Klassiker mit praktischen Details Leben, wo andere Urlaub machen Autark wohnen: Voller Energie Schritt für Schritt zum Energiesparhaus: Ökologisch & ökonomisch bauen Nachhaltig bauen: Wohnen mit Brief & Siegel Sonnenhaus: Wärme statt Strom speichern

RATGEBER 90 92 94

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Schutz vor Legionellen: Gefahrenstelle Wasserhahn Fracking: Energie aus der Tiefe Geothermie-Bohrungen: Auf Wärme gestoßen

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Dach- & Fassadenbegrünung: Gewächshaus Terrasse & Garten: Gepflegtes Auftreten Urban Gardening: Grün, grün, grün sind alle meine Dächer

E N E R GIE & T E C H N IK 40 46 51 52 62 66 67

Öko-Dämmung: Probier‘s mal mit Natürlichkeit Heiztechnik im Vergleich: Heißer Tipp Solarbatterien: Preisrutsch bei Stromspeichern Photovoltaik: Eitel Sonnenschein? Zentrale Wohnraumlüftung: Klimaretter Wasser sparen: Hahn zu! Installationen: Volles Rohr Titelfotos: Kitzlinger Haus, Haro/vdp, Harald Völkl, MCZ

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IN H A LT

12 Starker Auftritt Die 5 besten Bodenbeläge

GESU N D W OH N EN 12 18 19 20 32 36

Boden: Eine grundlegende Entscheidung Trendspion: Wohlfühlgaranten Lesestoff: Zeit zu schmökern! Ökologische Wandgestaltung: Fazit: unbedenklich Einrichten: Drum prüfe, wer sich neu möbliert Treppen & Türen: Von A nach B im Eigenheim

VIELE KÖNNEN EIN HAUS ERRICHTEN – ABER NUR WENIGE VERSTEHEN DIE KUNST EIN ZUHAUSE ZU ERBAUEN „Wir alle wollen nicht irgendwie wohnen. Wir wollen gut wohnen. Wir wollen dieses besondere Zuhause-Gefühl. Die schöne Gewissheit, dass alles so ist, wie es sein soll. Das beruhigende Gefühl, endlich angekommen zu sein. Und so leben zu können, wie wir es uns immer erhofft haben.“ www.haas-fertigbau.de

S ER VIC E 3

Editorial

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Inhalt

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Grundrisse + Schnellfinder

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Adressen 5

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HÄUSER

PA SSIVH A U S

Gemischtes Doppel Eine Doppelhaushälfte, die aus dem Rahmen fällt – nicht nur in der Gestaltung ihres Grundrisses, sondern auch in energetischer Hinsicht. Das belgische Passivhaus von Tom Segers und Leen Waterschoot steckt voller cleverer Ideen und macht Wohnen zum Erlebnis.

HAUS MIT NIVEAU Der Wohn-Ess- und Koch-Bereich dieses belgischen Einfamilienhauses erstreckt sich über verschiedene Ebenen: Von der gemütlichen Sitzecke steigt man einige Stufen in die Küche herab. Spülbecken und Kochfeld sind gekonnt in den Parkettboden des höher liegenden Niveaus integriert und so in Szene gesetzt.

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ie Provinz Sint-Niklaas liegt im Herzen Flanders, genau zwischen Gent und Antwerpen. Über die Jahrhunderte hinweg hat es seine Identität bewahrt: Kleine urbane Zentren, die geprägt sind von langgestreckten Wohnsiedlungen, die alles andere als uniform wirken. Das beweist auch das Zuhause von Tom Segers und Leen Waterschoot – das Paar verwirklichte sich den Traum vom freistehenden Einfamilienhaus mit eigenem Garten, das nicht weit entfernt liegt von den Annehmlichkeiten des nächsten Stadtzentrums. Das Gebäude ist die Antwort auf die herrschenden örtlichen Bauvorschriften, die Firsthöhe, Dachschrägen und Bautiefe vorausgaben. Mit diesen Vorgaben machten sich BLAF Architekten ans Werk und entwarfen ein Eigenheim im Passivhausstandard, das die Position von privatem und öffentlichem Bereich umkehrt: Ein durch große Glasfronten geöff neter Gebäudeteil reckt sich vom Garten zur Straßenseite hin. Der mit schwarzen Holzstruktur-Ziegeln ummantelte Trakt wirkt wie ein moderner Anbau, der das danebenliegende Nachbargebäude ergänzt.

in den Sommermonaten doch einmal zu warm werden, lässt die Lüftungsanlage verstärkt kühle Luft ins Hausinnere; durch Lüftungsschlitze, die in der Hauswand verteilt sind, wird frische Außenluft (durch einen Filter von Pollen und Staub gereinigt) durch ein verzweigtes Kanalsystem in die einzelnen Räume geleitet und dort abgegeben. Verbrauchte Luft wird hingegen abtransportiert und nach außen geleitet. Bevor die Innenluft den Weg ins Freie findet, entzieht die Lüftungsanlage ihr jedoch bei Bedarf wertvolle Wärmeenergie – die ja gerade in der kälteren Jahreszeit im Haus verbleiben soll.

STUFENLOS

Passivhaus in Aktion Die dunkle Haushülle absorbiert Sonnenstrahlen, die durch auch durch die großen Glasflächen nach innen dringen: in Form von Licht und Wärme. Beides ist willkommen, denn das Gebäude besitzt keine Heizung. Eine Lüftungsanlage mit kontrollierter Wohnraumlüftung regelt das Klima im Inneren des Hauses. So kommt die Familie ohne zusätzliche Brennstoffe aus – denn ihre Wärme generiert sie selbst durch Abwärme von Elektrogeräten, Körperwärme und Sonneneinstrahlung. Das Konzept des Passivhauses bewahrt diese durch eine hochwärmegedämmte Gebäudehülle – dazu tragen dreifachverglaste Fenster und Türen sowie ein Wandaufbau in leichtgewichtiger Holzrahmenbauweise mit ökologischem Dämmkern bei. Durch die dunkle Verkleidung zieht das Haus die Sonne förmlich an – sollte es

Treppen waren gestern – das moderne Eigenheim kommt ohne sie aus. Stattdessen gelangen die Bewohner über Rampen ins nächste Geschoss. Die Kinder des Bauherrenpaares funktionieren die Gehwege auch gerne in Rennbahnen um.

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HÄUSER

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ALLES IM BLICK Das erste Obergeschoss ist fast vollständig verglast: So sieht die Familie immer, was im Garten vor sich geht und profitiert von der hohen Tageslichtausbeute, die für zusätzliche solare Gewinne sorgt.

Komplexer Grundriss

RUHEPOOL Weiße Wände, eine unaufgeregte Einrichtung und ein zeitloser Bodenbelag sorgen optisch für Ruhe im turbulenten Haushalt.

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Die treppenförmige Raumaufteilung beruht auf einem komplexen Grundriss. Die einzelnen Geschosse sind eng miteinander verzahnt und gehen ineinander über. Das mit großen Fensterflächen markierte Herz des Hauses liegt im ersten Stock und besteht aus Arbeitszimmer, Küche und Wohnzimmer, die sich terrassenartig auf unterschiedlichen Höhenniveaus aneinander anschließen – die Bewohner können die unterschiedlichen Ebenen durch integrierte Treppenstufen erreichen. Das Stäbchenparkett aus Bambuspark fungiert als verbindendes Element zwischen den Wohnbereichen und stärkt optisch deren Einheit. Das Erdgeschoss wird straßenseitig durch den Eingangsbereich eröffnet, von dem Garderobe

und Gästetoilette und das Badezimmer der Kinder abzweigen. Durch einen langgezogenen Flur gelangt man treppab zu den drei Kinderzimmern, die Aussicht auf den Garten haben. Treppauf erreicht man über eine Rampe Küche und Wohnzimmer des ersten Obergeschosses. Im Dachgeschoss ist das geräumige Wohnbad inklusive Elternschlafzimmer untergebracht. Der Entwurf von BLAF Architekten kann sich sehen lassen – die clevere Grundrisslösung schafft zugleich offene Blickachsen und Inseln des Rückzugs. Und dank Passivhausstandard macht sich die junge Familie für viele Jahre unabhängig von steigenden Rohstoff preisen, von der positiven Umweltbilanz einmal ganz abgesehen. ■ Text: Inga Ervig; Fotos: Stijn Bollaert Herstellerkontakte ab Seite 97.

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ÜBER ECK Der Flur befindet sich im hinteren Teil des Doppelhauses. Von dort erreicht man das Untergeschoss, in dem die Zimmer der drei Kinder sowie ein Raum für Gäste untergebracht sind.

DOPPELTES LOT TCHEN Die Baustile könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die Nachbarn ihr Haus im konventionellen Baustil errichteten, setzten die anderen auf ein Passivhaus – mit allen Konsequenzen. Die dunkle Fassade zieht beispielsweise die Sonnenwärme an; einer von vielen Gründen, weswegen hier keine Heizung nötig ist.

Grund

riss-

Hit!

EBENEN-SPIEL Der Grundriss, den sich Blaf Architekten für dieses Haus ausgedacht haben, ist alles andere als konventionell. Unter-, Erd-, und Obergeschoss sind jeweils stufenförmig angeordnet und verzahnen die einzelnen Ebenen miteinander.

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WOHNEN

Objektdaten

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Wohnraum Energiestandard Haustechnik

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224 m² Passivhaus Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Dreifach Verglasung Holzrahmenbauweise 2010 bis 2011 BLAF Architecten, Poststraat 100, 9160 Lokeren (Belgien) E-Mail: info@blaf.be, Tel.: +32 9 349 67 77

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2. OG

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QUERSCHNITT WC BAD WOHNEN SCHLAFEN

H AUSSERGEWÖHNLIC Auf drei Geschossen hat es sich die belgische Familie schön gemacht. Die einzelnen Ebenen kunstvoll miteinander verschwimmen zu lassen, war die Idee von Blaf Architekten. Dank Passivhausstandard verbrauchen die Bewohner zudem nur ein Minimum an Energie.

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B OD EN B EL Ä GE

Eine grundlegende Entscheidung Pflegeleicht, robust, gutaussehend und günstig soll er sein, der neue Bodenbelag für Wohnzimmer, Küche, Bad und Co. Das sind die Hauptkriterien, an denen sich Bauherren und Renovierer bei der Wahl zwischen Teppich, Fliesen und Parkett orientieren. Dabei sollte die Frage, wie wohngesund ein Belag ist, höchste Priorität haben.

STARKER AUFTRITT Das Parkett „Classiv 3060 Esche Landhausdiele“ kommt im Großformat daher und macht jeden Raum zu etwas Besonderem. Preis/m²: 60 Euro. Parador

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Parkett Evergreen mit Charakter

Massiv- oder Fertigpark et

Fertigparkett besteht aus

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industriell hergestellten verlegen oder fest verkle ben lassen. Massives Pa rkett besteht aus Vollho lzstücken, die vom Handwerk er in Mustern auf den Boden geklebt oder genage lt, danach abgeschliffen und behandelt werden. Fer tigparkett besteht zwar auch vollständig aus Holz, die Nutzschicht ist aber nur wenige Millimeter dün n. Darunter befindet sich weniger wertvolles Holz. Achten sollte man auf die Dicke der Nutzschicht (mi ndestens 2,5 Millimeter!), damit sich der Boden spä ter problemlos abschleife n lässt. Parkett wird heute meist mit einer Mischung aus Wachs und Öl beschi chtet. Diese Beschichtun g sollte man genau hinsichtl ich ihrer Nachhaltigkeitsund Gesundheitskriterie n prüfen. Elementen, die sich lose

Wichtiges Qualitätssiegel FSC- und PEFC-Zeichen gewährleisten, dass beim (Fertig-)Parkett alle verwendeten Hölzer aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen. Vorteile: fußwarm, barfußfreundlich, vielfältige Designs, für Fußbodenheizung geeignet (mit Kennzeichnung), geringe Aufbauhöhe Nachteile: quillt und schwindet mit wechselnder Luftfeuchte (Gefahr der Fugenbildung), nur bedingt wasserfest, leichte Kratzer- & Dellenbildung, Gefahr von Schadstoffen in der Beschichtung Preis/m²: Fertigparkett 35 bis 85 Euro, Klebeparkett 25 Euro

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ir haben sie jahrzehntelang im Haus, sie nehmen eine große Fläche in unseren Wohnräumen ein und vielfach pflegen (Krabbel-)Kinder engen Kontakt mit ihnen: PVC-Böden, die Weichmacher aussondern und unseren Hormonhaushalt empfindlich stören kann; Woll-Teppiche, deren Fasern mit nervengiftigen Substanzen vor Mottenfraß geschützt werden

oder Parkette und Laminate, die mit kritischen Klebstoffen und Lacken verseucht sind. Wer bei der Bodenwahl nicht genau hinschaut, holt sich schnell eine Schadstoffschleuder ins Haus, die sich negativ auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirkt. Glücklicherweise haben Industrie und Hersteller dieses Manko längst erkannt; mittlerweile gibt es vielfach unbedenkliche Produkte auf dem Baustoffmarkt, die durch Siegel und Zertifikate zu erkennen sind. 13

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Kork gelenkschonend & fußwarm

Verkorkst? Aber gerne!

KORK-CHAMÄLEON

Korkböden findet man als Parkett

in Fliesenform zum Verkleben und als Fertigelemen te mit Holzwerkstoffunterlage. Je nach Qua litätsstufe wird Kork grob gemahlen oder als Furn ier verarbeitet; als Kleber dienen die Bindemittel Polyurethan, Naturharz oder Phenol. Verlags fertige Korkfliesen oder -dielen sind meist mit Kunstst off versiegelt, um sie pflegeleichter zu machen. Zugleich büßt das Naturprodukt dadurch seine orig inäre Haptik ein. Andererseits bilden sich bei gew achsten oder geölten Korkböden schnell Laufstraße n und Kratzer.

Auf die oberste Schicht der Egger „cork+“Fußböden wird ein Dekorbild gedruckt und mit umweltfreundlichen Lacken versiegelt. Preis/m²: 33 Euro. Egger Retail Product

Wichtiges Qualitätssiegel Hochwertige und wohngesunde Korkböden erkennt man am Korklogo des Deutschen Korkverbands. Dieser überprüft die Böden hinsichtlich flüchtiger organischer Stoffe, Formaldehyd, Schwermetalle, Azo-Farbstoffen und Flammschutzmitteln. Vorteile: fußwarm, elastisch, je nach Oberflächenbehandlung robust, hygienisch und auch für Nassräume und für Fußbodenheizung geeignet, trittschalldämpfend, als Fliesen geringe Aufbauhöhe Nachteile: bei Parkett Probleme mit der Maßhaltigkeit der Fliesen, Kork bleicht bei direkter Sonneneinstrahlung teilweise stark aus Preis/m²: Fertigparkett: 28 bis 45 Euro, Korkfliesen: 14 bis 35 Euro

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Anforderungsprofil erstellen Vor dem Kauf sollten Sie sich genau überlegen, welchen Anforderungen ein Belag gerecht werden muss. In Küche, Flur und Bad haben robuste Fliesen einen Heimvorteil. Sie trotzen Dreck und Feuchtigkeit über Jahrzehnte hinweg und lassen sich leicht reinigen. Im Wohnbereich wirken sie eher kühl, machen aber aufgrund ihrer guten Wärmeleitfähigkeit in Kombination mit einer Fußbodenheizung

eine hervorragende Figur. Auch Holzbeläge, oder solche, die so aussehen, sind bei Bauherren beliebt: Laminate und Furnierböden haben mit Vollholzparkett oder Massivholzdielen die Optik gemein und wirken dadurch ebenso gemütlich. Kautschuk und Linoleum-Böden sind eine wohngesunde Alternative zu PVC und Barfußläufer werden sie lieben; warum also nicht das Kinderzimmer damit ausstatten? Im Folgenden fi nden Sie eine Übersicht einzelner Belagssorten samt Vorund Nachteilen. (erv) ■

Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer. Herstellerkontakte ab Seite 97.

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Vorteile: robust, säure- und laugenbeständig , pflege- und reinigungsfreundlich, hohe Wärmeleitfähigkeit (ideal in Kombination mit Fußbodenheizung)

Fliesen langlebig & vielseitig

Nachteile: polierte Oberflächen können verkratzen, fußkalt ohne Fußbodenheizung Preis/m²: 10 bis 150 Euro

Unbedenklich Fußbodenfliesen sind dichter gepr esst und bei höheren Temperaturen gebrannt als Steingutfliesen für die Wand . Die Vielfalt von For maten, Farben und Oberflächen ist riesig. Zudem sind Fliesen schier unverwüstlich, pflegeleich t und optimal für die Kombination mit einer Flächen heizung geeignet. Sofern der richtige, sprich ökologis che Fliesenkleber gewählt wird, ist ein keramisc her Bodenbelag gesundheitlich unbedenklich.

GEOMETRISCH Die neuen dekorativen Steinzeugfliesen von Bisazza setzen einen Trend im Interieur Design. Preis/m²: 125 Euro. Bisazza

Anpassungsfähig

Laminat

hicht et sich über einer Sc Beim Laminat befind hinsichtlich , igermaßen robuste Dekorpapier eine ein sche KunstRegel unproblemati Schadstoffen in der kstoff. r ein dünner Holzwer stoffschicht, darunte öhe d die geringe Aufbauh Der niedrige Preis un t geführt. rbreitung von Lamina haben zur weiten Ve dekoren, t nur in Holzstandard Früher gab es Lamina : vom „Hello sen Looks erhältlich heute ist es in diver and bis elen im Vintage-Gew Kitty“-Motiv über Di t. Im en oder Fliesen-Outfi hin zu poppigen Farb Großformate. Trend liegen derzeit

Wichtiges Qualitätssiegel Bei der Laminat-Wahl sollten Verbraucher auf Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft achten. Dies gewährleisten FSC-Siegel und PEFC-Zeichen. Das Logo „Quality and Innovation made in Europe“ des europäischen Verbands EPLF e.V. stellt zudem sicher, dass die Dielen ressourcenschonend produziert, frei von Weichmachern, Pestiziden, chlororganischen Verbindungen und Schwermetallen sind.

dünn & günstig EN QUALITÄTSBOD Mit ihrer Profilversiegelung als hydrophobierender Feuchteschutz kann „Marena live“ problemlos in Bad und Küche verlegt werden. Dank Klickverbindung geht das im Handumdrehen. Preis: 20 Euro/ m². Windmöller Flooring/Wineo

Vorteile: günstig, einfach zu verlegen, vielfältige Motive, niedrige Aufbauhöhe, für Fußbodenheizung geeignet (mit Kennzeichnung) Nachteile: kühle Kunststoffoberfläche, für Nassräume ungeeignet, elektrostatische Aufladung möglich, schallleitend Preis/m²: 4 bis 25 Euro

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Teppich flauschig & vielseitig

Besser genau hinsehen Teppichrückseiten bestehen meis t aus Jute, Latex oder Kunststoffschaum. Letztere r kann mit Weichmachern und giftigen Flammschutz mitteln versetzt sein. Kritisch zu betrachten sind zudem Mittel gegen Mottenfraß bei Wollteppich en. Gerade Eltern sollten jedoch auf mit Per methrin behandelte Teppiche verzichten, da der krab belnde Nachwuchs belastete Fasern und Staub aufn ehmen kann. Auch sensitive Menschen greifen bess er zu anderen Materialien oder zu Wollteppich en, die explizit nicht mit Mottenschutz ausgerüstet sind .

GEMÜTLICH Diese Teppichböden und -fliesen aus Kaschmir-Ziegenhaar reduzieren Feinstaub und verbessern durch ihre hygroskopische Wirkung das Raumklima. Preis: 46 Euro. Weseler Teppich/Tretford

Wichtiges Qualitätssiegel Das GUT-Siegel verbietet Schadstoffe wie Formaldehyd. Auch die Grenzwerte für VOC-Emissionen sind streng.

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Vorteile: fußwarm, trittschalldämmend, für Fußbodenheizung geeignet (mit Kennzeichnung) Nachteile: bei hohen Beanspruchungen sind die meisten Teppiche nicht besonders dauerhaft. Kunststoffteppiche können sich elektrostatisch aufladen, nicht wasserfest. Preis/m²: Synthetikteppichboden: 10 bis 90 Euro, Naturfaser: 35 bis 200 Euro

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Fazit: unbedenklich Ob Vliestapete im Retro-Look für die Küche oder babyblauer Wandanstrich im Kinderzimmer: Wir lieben es, unsere Wände mit Farben und Tapeten aufzupeppen. Wer auf gesundheitlich unbedenkliche Produkte setzt, hält sein Haus frei von schädlichen Schadstoffen.

Wandfarben OHLFÜHLEN FARBE ZUM W Die patentierte Rezeptur von „NaturaWeiss“ ist lösemittel-, weichmacherund konservierungsmittelfrei und daher auch für Allergiker geeignet. Die mattweiße Innenfarbe überzeugt durch sehr gute Deckkraft und ist atmungsaktiv. Sie lässt sich leicht und tropffrei auf allen gängigen Oberflächen im Innenbereich verarbeiten. „NaturaWeiss“ wurde von ÖKO-TEST mit „sehr gut“ bewertet, trägt das TÜV-Siegel „Für Allergiker geeignet“ und wird von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. empfohlen. Alpina

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Auf welche Gütesiegel & Label Sie achten sollten DER BLAUE ENGEL FÜR EMISSIONSARME WANDFARBEN

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TÜV NORD FÜR ALLERGIKER GEEIGNET

Der Blaue Engel lässt in gewissem Maße Formaldehyd und Isothiazolinone als Konservierungsmittel zu, auch chlorierte Isothiazolinone sind erlaubt. Natürliche oder produktionsbedingte Verunreinigungen mit bedenklichen Schwermetallen werden noch in recht hohen Konzentrationen akzeptiert. Allerdings fordert das Siegel dazu auf, die Konservierungsmittel auf dem Etikett zu deklarieren.

Um dieses Zertifikat zu erwerben, müssen Wandfarben mindestens die Nassabriebund Deckkraftklasse 3 erreichen. Außerdem dürfen sich nur sehr geringe Mengen an Schwermetallen herauslösen. Was den Gehalt an Isothiazolinonen angeht, ist das Label ähnlich streng wie der Blaue Engel. Bei dem Konservierungsmittel Formaldhyd allerdings werden recht hohe Gehalte akzeptiert.

Produkte müssen für dieses Label einen langen Prüfkatalog durchlaufen. Unter anderem wird analysiert, inwiefern die Farbe allergische Reaktionen hervorrufen kann. Flüchtige organische Verbindungen werden erst nach 28 Tagen gemessen, die immer noch akzeptierten Emissionen sind recht hoch. Auch Terpene sind nicht generell tabu, das sollten Allergiker wissen. Isothiazolinone lehnt das Label als Inhaltsstoff jedoch strikt ab.

ÖKOLOGISCHE W ANDFARBE OHNE KOMPROM ISSE Mit einem selbst entwickelten biogenen Bindemittel „Replebin“ hat Auro als erstes Produkt die „Plantodecor Premium“-Wandfarbe auf den Markt gebracht. Die atmungsaktive Wandfarbe ist offenporig (sd-Wert: < 0,05), geruchsarm und emissionsfrei nach AgBB-Bewertungsschema. Preis: 70 Euro (5 Liter). 120 Euro (10 Liter). Auro

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ände bilden die größte Fläche in unserem Zuhause. Dementsprechend beeinflussen Wandfarben die Stimmung in zweierlei Hinsicht: Sie wirken sich in Küche, Wohnzimmer und Bad auf unsere Stimmung aus – das belegen zahlreiche Studien. Aber auch, was in den Farben steckt, beeinflusst unser Wohlbefinden: Ausdünstende Schadstoffe, Weichmacher und Allergene können uns auf Dauer krank machen. Das gefährliche daran: Sie sind unsichtbar, erzeugen ein diff uses Krankheitsbild Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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und lassen sich nur durch aufwändige Messverfahren nachweisen. Wer renoviert oder neu baut, sollte daher bei der Wandgestaltung genau hinsehen und auf unbedenkliche Farben, Lacke und Tapeten setzen. In Deutschland kommt jährlich rund eine halbe Million Tonnen Innenwandfarbe an die Wand – meist Dispersionsfarbe auf Wasserbasis. Diese besteht aus Pigmenten (für die Deckkraft), Bindemitteln und Wasser. Zusätzlich rühren viele Hersteller noch Hilfsstoffe in den Eimer, um die Farbe tropfarm und streichfähig zumachen. Als Bindemittel kommen oft Kunstharze auf Mineralöl-

basis zum Einsatz; natürliche Öle oder Harze sind die gesündere Alternative. Neben Wasser enthalten viele Farben auch Lösemittel, das bei Öko-Farben etwa durch Zitrusschalenöle ersetzt wird. In diesen stecken jedoch Terpene, flüchtige organischen Verbindungen (VOC), welche die „Decopaint“-Richtlinie der EU zunehmend einschränkt. Farben auf Wasserbasis benötigen zudem ein Konservierungsmittel, um den Befall durch Mikroorganismen vorzubeugen. Dazu setzt die Industrie Formaldehyd/-abspalter oder Isothiazolinone ein – Mittel, die mehr als unbedenklich sind. (erv) ■ 21

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ÖKOL OGISC H E WA N D GE S TA LT U N G

Ö koTapeten

KOMPROMISS LOS In einer naturnahen, möglichst gesunden Umwelt zu leben, wünschen sich immer mehr Menschen. Mit „Patent Decor Green Label“ gibt es jetzt Wandstrukturen für nachhaltig orientierte Verbraucher. Sie sind ISO-, RAL- und FSC-zertifiziert, frei von Schadstoffen und mit dem leichtesten zur Zeit möglichen ökologischen Fußabdruck. „Green Label“-Produkte, wie die Tapetenkollektion „Identity“, von Marburger vermitteln ein Wohlfühlklima ohne Kompromisse. Marburger

Das bahnt sich ja gut an!

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ie klassische Raufasertapete wird heute gerne links liegen gelassen – feine bis glatte Strukturen liegen derzeit im Trend. Vliese oder Vliestapeten sind deswegen meist die erste Wahl bei Verbrauchern; auch weil sie einfach zu verarbeiten sind. Sie müssen nicht eingeweicht werden, sondern können direkt auf die eingekleisterte Wand geklebt werden. Zudem sind sie formstabil, das heißt sie dehnen sich nicht aus und schrumpfen nicht. Außerdem lassen sie sich bei der nächsten Renovierung ganz einfach trocken abziehen. Vliese bestehen aus Zellstoffen, die mit Polyester- oder Glasfasergarnen ergänzt werden, um sie reißfester zu machen.

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Meist entstehen die Strukturen, die an Putz, Raufaser, Gewebe oder andere Strukturen erinnern, durch das Aufschäumen mit PVC, PVDC oder anderen chlorierten Kunststoffen. Schon an den weichen, elastischen Oberflächen kann man fühlen, welche Tapetenstrukturen mit umwelt- und gesundheitsbelastendem PVC aufgeschäumt sind. Und hier liegt das Problem. Damit PVC weich, elastisch und farbecht bleibt, wird es in vielen Fällen mit Weichmachern versetzt. Genau diese Weichmacher (= Phthalatweichmacher) sind in Kinderspielzeug, das in den Mund genommen werden kann, verboten. Doch durch den Einsatz in Tapeten können sie sich über den Hausstaub verbreiten und von den Bewohnern aufgenom-

men werden. Auch beigemischte zinnorganische und flüchtige organische Verbindungen, die als Stabilisatoren eingesetzt werden, belasten Raumluft und Bewohner, ebenso wie die bereits bei den Wandfarben erwähnten Terpene, darunter auch das starke Allergen Delta-3-Caren, das bei sensiblen Menschen Augen und Schleimhäute reizen kann. Eine wohngesunde Tapetenalternative stellt die gute alte Raufaser dar: Sie besteht aus Altpapier (chlorfrei gebleicht), in das Holzfasern gleichmäßig eingearbeitet sind. Zwar muss Raufaser einweichen, bevor sie an die Wand gebracht wird und erfordert vom Heimwerker etwas mehr Geschick, wirkt sich dafür aber gut auf das Raumklima aus. (erv) ■ Herstellerkontakte ab Seite 97.

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Auf welche Gütesiegel & Label Sie achten sollten DAS RAL-GÜTEZEICHEN FÜR TAPETEN

DER OEKO-TEX STANDARD 100

Um das Siegel zu erhalten, müssen Hersteller auf schwermetallhaltige Pigmente verzichten. Blei-, cadmium- und organozinnhaltige Stabilisatoren dürfen nicht eingesetzt werden, Grenzwerte für Verunreinigungen mit diesen Stoffen gibt es allerdings keine. Aus Veröffentlichungen des Deutschen Tapeten-Instituts geht jedoch hervor, dass Phthalate zulässig sind. Auch flüchtige organische Verbindungen (VOC) dürfen geringfügig enthalten sein.

Die Anforderungen des Siegels sind in vier Klassen unterteilt, wobei Tapeten zur Klasse 4, Ausstattungsmaterialien, zählen. Hier gelten weniger strenge Anforderungen: Hohe Gehalte an Formaldehyd, Blei, Cadmium, Dibutyl- und Tributylzinn sind erlaubt, auch dürfen im Vergleich mehr VOCs und Aromate entweichen als bei anderen Klassen. Der strengsten Klasse 1 (für Babyprodukte) hat sich Hersteller Sto freiwillig verschrieben.

Kauftipp: Wohngesunde Tapeten… …sind frei von PVC und Weichmachern, …beinhalten keine zinnorganischen Stabilisatoren, …lassen keine VOC ausgasen, …deklarieren ALLE Inhaltsstoffe, …weisen bestimmte Siegel und Label auf …sind insbesondere Raufaser-Tapeten mit eingearbeiteten Holzfasern, die chlorfrei gebleicht wurden.

IERT UNAUFFÄLLIG STRUKTUR Wer Wände gestalten und nicht einfach nur tapezieren möchte, wird an der Vliesfasertapete „Basic 4301“ viel Freude haben – sie ist äußerst anpassungsfähig und mit Farbe erstaunlich wandelbar. Zudem ist sie frei von PVC und Weichmachern, extrem strapazierfähig sowie feuchtigkeitsregulierend. Erfurt

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Eigenheim 2.0 Familie Kewitsch bekam eine Sanierung geschenkt. Aber nicht irgendeine. Ihr 60er-Jahre-Bau wurde energetisch auf Bestwerte getrimmt. Leben lässt’s sich darin hervorragend. Dazu trägt insbesondere die Hausautomatisierung bei.

HAPPY FAMILY Mit der Hilfe von RWE Effizienz modernisierte die vierköpfige Familie ihr Eigenheim umfassend. Dank einer Photovoltaik-Anlage und Stromtankstelle kann sie soger ein E-Mobil betreiben.

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it der „Innovation City” will Bottrop die viel beschworene Energiewende herbeiführen. Mit zahlreichen Projekten fördert die Kommune den klimagerechten Stadtumbau und will sich dabei zugleich seine Position als Industriestandort sichern. Konkrete Ziele: Bottrop will bis 2020 seine CO2Emissionen halbieren und die Lebensqualität für seine Bürger steigern. Mit im Boot sitzen zahlreiche Hersteller aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor – wie zum Beispiel die RWE Effi zienz GmbH. Das Unternehmen fiel zuletzt durch zahlreiche Werbemaßnahmen auf, in der es Smart Home-Lösungen fürs Eigenheim vorstellte. Ein „smartes“ Zuhause hat, wer einzelne Gebäudefunktionen, wie das Heizen, die Beleuchtung, Verschattung, Lüft ung oder Sicherheitsanwendungen über ein funk- oder kabelbasiertes System steuert und damit

automatisiert. Sensoren erkennen beispielsweise, wenn ein Raum zu warm ist. Dann geben sie einen Befehl an einen Aktor am Thermostatventil des Heizkörpers ab, die Temperatur zu drosseln. Über eine zentrale Steuerung können Hausbesitzer so ganze Szenarien von Befehlen programmieren und ein Haus optimal nach ihren Bedürfnissen funktionieren lassen. Steuerbar ist das Ganze über Tablet oder Smartphone – auch von unterwegs.

Umbau von A bis Z Familie Kewitsch gewann den Wettbewerb um das RWE Effizienzhaus. Das Resultat: Sie konnten Ihr Eigenheim mit der Hilfe des Energieversorgers umfassend sanieren lassen. Dicke Dämmpakete und dreifach verglaste Fenster halten künft ig die Wärme im Haus: modern flache Vakuumdämmplatten im Keller, 30 Zentimeter Dachdämmung und ein Wärmedämm-Verbund-

system merzen jegliche Wärmeverluste aus. Das beweist auch der durchgeführte Blower-Door-Test. Zudem sorgen neben einer Sole-/Wasser-Wärmepumpe, mehrere Solarthermie- Kollektoren für eine umweltfreundliche Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien. Doch damit nicht genug: Damit die vierköpfige Familie künft ig ihren Strom selbst erzeugen kann, ließ RWE eine 60 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage in die Dachhaut integrieren, die ihre Spitzenlasten tagsüber in einen Stromspeicher einspeist und so überflüssigen Strom für sonnenarme Zeiten bevorratet. Für frische Luft im Haus sorgt jetzt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Intelligente Sensoren steuern die Außenrollos der Dachfenster. Und noch mehr Intelligenz bringt die RWE SmartHome-Ausstattung: Diese sorgt für eine komfortable und energieeffiziente Regelung der Heizkörper und Lichtquellen im Haus.

Was hat’s gebracht? Familie Kewitsch konnte nach dreimonatigem Exil bei den (Schwieger-)Eltern im Sommer 2014 ihr Eigenheim wieder beziehen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Sanierung und wohnen wirklich gerne hier“, sagt Hausbesitzer Christian Kewitsch. Den neu gewonnenen Bedienungskomfort will die Familie nicht mehr missen. Licht, Heizung, elektrische Fenster und Rollläden beispielsweise lassen sich über Smartphones steuern. Und es überzeugt die erhebliche finanzielle Einsparung: Zirka 100 Euro bezahlen die Kewitschs insgesamt für Heizung und Strom im Monat – vor dem Umbau waren es 600 Euro.

VORHER

& NACHHER

Kaum zu glauben! Die über 50 Jahre alte Immobilie mauserte sich im Zuge einer Komplettsanierung zum Energie-Plus-Gebäude.

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tung und Handwerker bis hin zu den Technikern und Ingenieuren. Sie haben allerneueste Produkte eingesetzt und für das optimale Zusammenspiel aller Komponenten gesorgt. In erster Linie kennt man RWE als Stromlieferanten – das ist ihr Hauptgeschäft. Warum will das Unternehmen jetzt Verbrauchern helfen, möglichst viel Energie zu sparen?

Wir sprachen mit Herrn Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer RWE Effizienz GmbH, über das Projekt „Zukunftshaus“ in Bottrop. Was waren die größten Herausforderungen des Projektes? Verweyen: Ein Modellvorhaben in dieser Dimension – vom 60er-Jahre-Altbau zum intelligenten Plus-Energie-Haus – ist erst einmal Neuland für alle Beteiligten: von den Planern und Koordinatoren des Projekts über die rund 30 Hersteller aus verschiedenen Branchen, die Baulei-

Seit Anfang 2014 misst die Hochschule Ruhr West die Energiebilanz des Hauses. „Die umfangreichen Messungen im RWE Zukunftshaus liefern uns grundlegende Erkenntnisse für die Optimierung des Gebäudebetriebes“, so Professor Viktor Grinewitschus vom Institut Energiesysteme und Energiewirtschaft der Hochschule. „Wir schauen uns an, wie sich die Energiewende vor Ort für einen Privathaushalt mit Ökostromerzeugung und Speicherung gestaltet.“

Verweyen: Wir als RWE Effizienz unterstützen schon seit 2009 Kunden dabei, Energie so effizient, sicher, preiswert und klimaschonend wie möglich zu verwenden. Effizienzsteigerung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Energiewende gelingt und Klimaschutzziele erreicht werden. Die Zukunft liegt im intelligenten, dezentralen Energiemanagement, das in einem veränderten Markt einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage schafft. Von innovativen Produkten und Dienstleistungen für mehr Effizienz profitieren der einzelne Haushalt und das Gesamtsystem. Schwerpunkte sind für uns dabei neben der TÜV-zertifizierten Energieberatung die intelligente Haus-

steuerung RWE SmartHome, E-Mobility und optimierte Solarstromnutzung für Privathaushalte. Das RWE-Smart Home arbeitet mit einem proprietären Funkstandard. Gibt es Bestrebungen sich in Zukunft auch herstellerübergreifenden Standards zu öffnen? Verweyen: Ja, das tun wir bereits. Wir entwickeln RWE SmartHome als herstellerübergreifende Plattform kontinuierlich zum Wohnassistenten für das ganze Haus weiter. Unser sicher verschlüsselter Funkstandard bietet Schnittstellen, über die ausgewählte Partner ihre Geräte in das System integrieren können. Beispiele dafür sind Miele, Buderus, Philips und seit neuestem der Elektronikhersteller Samsung, der die Gerätefamilie um SmartCams ergänzt – für ein noch besseres Gefühl unterwegs. Als erstes und bisher einziges Unternehmen haben wir übrigens vom VDE das Zertifikat für Informationssicherheit erhalten.

Vielen Dank für das Gespräch!

SMART GESTEUERT Neben einem Bedienpanel im Wohnzimmer kann Familie Kewitsch Heizung, Licht, Rollladen und Co. auch per Tablet oder Smartphone steuern – sogar von unterwegs.

Das i-Tüpfelchen Mit der Plus-Energie hat es bislang noch nicht geklappt – zwar ist der Stromverbrauch im Haus verschwindend gering, aber mehr Energie als nötig erwirtschaften Kewitschs noch nicht. Das optimale Zusammenspiel zwischen allen technischen Komponenten muss sich zunächst noch einpendeln. (erv) ■ 26

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Gewächshaus Ob in der Stadt oder auf dem Land – Dach und Fassadenbegrünungen sind längst nicht mehr nur Dekoration. Sie gelten als ökologische Ausgleichsflächen, helfen die Bauphysik sowie den Schallschutz eines Gebäudes zu verbessern und schaffen gleichzeitig Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

DIE WÄNDE HOCH Wer im Garten nicht länger auf unansehnliche Betonwände blicken will oder sich schon länger eine Hecke wünscht, die aus den verschiedensten Pflanzen besteht, ist mit der Fassadenbegrünung „Floriade“ bestens beraten. Optigrün

Expertentipp von Wolfgang Ansel: „Bei der Dachbegrünung stehen sich meist zwei Extreme gegenüber – die extensive Begrünung mit einigen Pflänzchen, die sich bereits ab 2 x 2 Metern Fläche lohnt, und der Dachgarten. Dieser hat meistens zwischen 50 und 100 Quadratmetern Fläche, da er sich über die gesamte Dachfläche eines Hauses erstreckt.“ Mehr auf

www.dachgaertnerverband.de

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er sich für ein begrüntes Dach interessiert, sollte seine Ideen bereits während der Planung mit dem Architekten besprechen. Denn Aufbauhöhe und Flächengewicht müssen in die Statik des Gebäudes einberechnet werden. Ganz gleich, ob Sie die begrünte Dachfläche nur ansehen oder als Dachgarten nutzen möchten. Zirka 70 bis 100 Kilogramm bringen Sedumbegrünung*, Vegetation, Filter- und Dränschicht auf die Waage. Bei Sanierungen kann das Gewicht aus statischen Gesichtspunkten sogar kritisch werden, aber nur dort, wo vorher noch nichts auf dem Dach war. Kiesdächer lassen sich ohne Probleme durch Begrünungen ersetzen. Ansonsten können Sie auf sogenannte Leichtgründachsysteme ausweichen. Hier steht den Pflanzen zwar nur ein begrenzter *ein- oderHerstellerkontakte mehrjährige krautige ab Seite Pflanzen 97.

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GRÜNE LUNGE Im Sommer 2011 bekamen drei Parteien eines Münchner Mehrfamilienhauses über den Dächern der bayerischen Stadt eine Dachterrasse, wie Sie schöner nicht sein könnte. Das ursprüngliche Satteldach wurde durch ein zusätzliches fünftes Obergeschoss, mit drei Wohnungen und einem Gemeinsamen Flachdach, ersetzt. Im Ganzen misst die grüne Oase 280 Quadratmeter und wurde mir dem relativ „schlanken“ extensiven Systemaufbau „Sommerwiese“ ausgestattet. Preis: 30 Euro/m2. Zinco

Wurzelraum zur Verfügung, doch der Traum vom Gründach wird trotzdem Wirklichkeit. Grundsätzlich lassen sich drei Arten der Dachbegrünung unterscheiden: Extensiv-, einfache Intensiv- und Intensivbegrünung (siehe Tabelle Seite 31).

Wer legt Hand an? Im Grunde lassen sich Dachbegrünungen mittels Bauanleitung auch von Laien anlegen. Gerade Flachdächer von Garage und Carport sind etwas für geübte Heimwerker. Wer handwerklich nicht sonderlich begabt ist oder mit Rückenbeschwerden kämpft , überlässt diese Arbeiten lieber Profis. Dachdecker arbeiten hier üblicherweise mit Garten- und Landschaft sbaubetrieben zusammen. Intensivbegrünungen sind sogar nur etwas für ausgewiesene Experten des Garten-

baus. Denn die sichere Ableitung des sogenannten Überschusswassers, eine absolut dichte Konstruktion und eine wurzelfeste Schicht sind in geschulten Händen besser aufgehoben, gerade wenn es sich um Dächer über Wohnräumen handelt. Und gerade zur Klimaverbesserung in den eigenen vier Wänden soll diese Art des Daches beitragen.

Öko-Effekt Gründächer puffern durch feuchte Schichten nicht nur Wärme wunderbar ab, sondern dämmen auch bestens gegen Schall. Zudem im Winter macht sich die zusätzliche Lage auf dem Dach als wärmende Hülle bemerkbar. Zudem kann das Grün auf dem Dach das Mikroklima um das Haus herum positiv beeinflussen. Staub wird abgefangen, die Luftfeuchtigkeit gemäßigt

Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer. Herstellerkontakte ab Seite 97.

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und Temperaturen lassen sich regulieren. Außerdem können Bauherren mit Gründächern in vielen Kommunen die sogenannten Versiegelungsgebühren reduzieren. Sie werden erhoben, da ein Neubau einen großen Teil der Bodenfläche baulich verschließt. Durch die Dachbegrünung geben Sie der Natur einen Teil zurück. Dafür werden Sie vielerorts mit staatlichen Geldern belohnt. Laut einer Umfrage der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung (FVB) im Jahr 2014 in sämtlichen deutschen Gemeinden, erhalten Bauherren von 7,50 Euro pro Quadratmeter bis zu 3.500 Euro für die gesamte Maßnahme. Sogar für Fassadenbegrünung werden Gelder locker gemacht. Schauen Sie, inwieweit sich Ihre Kommune engagiert: www.fbb. de > Dachbegrünung > Förderung. Hier finden Sie unter den Punkten B 1. und C. 1. mehr zu den Zuschüssen für Dachund Fassadenbegrünung. (mey) ■ 29

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Step-by-Step So legen Sie selbst eine extensive Dachbegrünung an

Wurzelschutzfolie anlegen Legen Sie die Wurzelschutzfolie auf einer besenreinen Dachfläche aus. Brauchen Sie mehrere Folien dafür, sollten diese sich ungefähr 1,5 Meter überlappen.

Ablauf freischneiden Schneiden Sie den Ablauf für stehendes Wasser frei, bevor Sie im nächsten Schritt das Schutzflies verlegen.

auslegen Schutzvlies Breiten Sie das Schutzflies von einer Seite her aus und lassen dieses zirka 10 Zentimeter überstehen. Danach können Sie auch dieses im Randprofil verstauen. Auch hier muss der Dachablauf frei geschnitten werden.

Filtervlies auslegen

Dränplatte verlegen Nun wird darauf die Dränplatte verlegt. Vorsicht: Die Oberseite ist diejenige, auf der sich die Entwässerungs-Schlitze und der Aufdruck befinden. Lassen Sie auch diese Schicht einige Zentimetern überstehen. Vergessen Sie auch hier nicht den Zugang zum Ablauf.

ht ntrollschac Kies um Ko Bevor nun Kies auf dem Dach verteilt wird, muss das Filtervlies an seinen Bestimmungsort. Auch wenn dieses relativ dünn wirkt, muss der Ablauf frei bleiben.

Substrat verteilen

Bevor Sie das Substrat verteilen können, benötigen Sie den Optigrün-Kontrollschacht, der den Auslass des Ablaufs umgibt. Ansonsten verstopft der Ablauf.

nach einem Jahr

Saatgut ausbringen und anwässern Verteilen Sie das Substrat gleichmäßig. Tipp: Ein Rechen hilft das Material überall in der gleichen Höhe von zirka sechs bis acht Zentimetern auszubreiten. Nun können Sie das überstehende Filtervlies knapp über der Dachfläche abschneiden.

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Jetzt ist es Zeit, Sprossen und Samen in einem Eimer zu vermengen und gleichmäßig zu verstreuen. Damit die Samen sich gut mit dem Untergrund verbinden, brauchen sie genügend Wasser, das Sie am besten mit einer Gießkanne verteilen.

Und mit etwas Geduld sind Sie nach zirka einem Jahr stolzer Besitzer einer dicht blühenden Dachbegrünung! Achten Sie immer darauf, dass überschüssiges Regenwasser abfließen kann, ansonsten faulen die Wurzeln. Quelle: Optigrün Herstellerkontakte ab Seite 97.

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Grafiken: Paul Bauder

Dachbegrünungsarten

Merkmale

Extensiv Einfache Begrünung mit vorwiegend niedrigwüchsigen Planzen

Einfach intensiv Eine kostensparende Variante der Intensivbegrünung mit Gräsern und kleineren Gehölzen

Intensiv Gartenähnlicher Aufbau: Vielseitige Begrünung mit Rasen- und Pflanzbereichen, Wegen und Aufenthaltsflächen

Pflegeaufwand

niedrig

moderat, zwei bis drei Pflegegänge pro Jahr

intensiv, mit Bewässerung

Dachneigung

1-5 Grad

0-5 Grad

keine

Aufbauhöhe

10 cm

12 bis 25 cm

zirka 26 cm

Wasserspeichervermögen

32 l/m²

52 l/m

113,0 l/m² (bei 26 cm)

Gesamtgewicht, wassergesättigt

111,2 kg/m²

150 bis 200 kg/m²

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Diese Mischung aus Objektberichten und Theorie inspiriert und informiert gleichermaßen. Durch die vielen individuellen und kreativen Dachgärten wird deutlich, dass auf den Dächern der Normierungsbedarf, den man Passanten und Nachbarn gegenüber hat, der grünen Gestaltungsfreiheit weicht.

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EIN R IC H TEN

Drum prüfe, wer sich neu möbliert Wohnqualität dahin, Gesundheit in Gefahr? Das geht ruckzuck. Spielen beim Möbelkauf nur Preis und Design eine Rolle, fällt garantiert eine falsche Entscheidung. Umweltverträglichkeit und wohngesunde Materialien sollten Sie immer im Auge behalten.

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ndlich steht der neue Schrank im Schlafzimmer. Und mit ihm zieht der typisch riechende Duft fabrikfrischer Möbel ein. Tagelang können wir unser neues Lieblingsstück in den eigenen vier Wänden erschnüffeln. An sich ein normaler Vorgang, bei dem flüchtige organische Verbindungen freitreten. Hat sich das Möbelstück jedoch nach ein paar Tagen nicht „akklimatisiert“, liegt wortwörtlich Gefahr in der Luft. Denn in einem sind wir uns alle einig: Die Schadstoffbelastung im eigenen Zuhause sollte so gering wie möglich gehalten werden. Bei Möbeln aus Spanplatten ist beispielsweise Vorsicht geboten. Die holzhaltigen Faserstoffe aus Industrie-, Bau- oder Resthölzern werden in der Produktion zu einem festen Brett verklebt. Das Problem: Dazu werden oft formaldehydhaltige Kunstharze verwendet. Das Umweltgift tritt jahrelang an Stellen aus, die nicht furniert sind und belastet die Raumluft. Kopfschmerzen, gereizte Schleimhäute oder Atembeschwerden können die Bewohner plagen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erklärte das Umweltgift 2004 gar als krebserregend. Besonders gefährdet sind Kinder, alte Menschen, Schwangere oder Ungeborene. Wer dennoch zu Möbeln aus

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Spanplatten greift, sollte beim Kauf zumindest auf eine vollständige Versiegelung achten. Die giftigen Stoffe entweichen vor allem über offene, sprich nicht furnierte Kanten. Ein ebenso schlechtes Bild geben Kunststoffmöbel aus PVC ab. Günstig erworben, zahlen Sie einen hohen Preis: Weichmacher, deren giftige Dämpfe in die Luft gelangen, belasten auch hier Umwelt und Gesundheit. Das Umweltinstitut München e.V. empfiehlt als Faustregel, neue Möbel über zwei bis vier Wochen in einem Raum auslüften zu lassen, in dem niemand schläft. Ist der Geruch nicht beseitigt, haben Sie ein Rückgaberecht beim Händler. Ganz klar liegen Vollholzmöbel, Naturstoffe oder Naturleder ganz weit vorne. Bei allen gilt: Ein zweiter Blick lohnt sich immer. Massivholzmöbel punkten etwa mit weniger Schadstoffen. Sie sind leider auch wesentlich teurer und deshalb nicht immer für die ganze Wohnlandschaft bezahlbar. Kaufen Sie bewusst und verzichten Sie vor allem im Schlafzimmer und Kinderzimmer auf das Schnäppchen vom Billig-Discounter. Denn hier droht die größte Gefahr. Während wir schlafen, erholt sich der Körper und ist daher empfänglich für Schadstoffe. Übrigens: je kleiner der Raum, desto „dicker“ die Luft! Apropos Luft: „Holzmöbel nehmen Feuchtig-

keitsüberschüsse aus der Raumluft auf und geben sie bei entsprechend trockener Luft wieder ab – und das wirkt sich auch positiv auf die Menschen aus“, erklärt der Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM), Jochen Winning. Gütesiegel versprechen mehr Sicherheit und Durchblick beim Möbelkauf, unter anderem in Sachen Herkunft, Qualität der Materialien oder Herstellungsverfahren. Ungeachtet dessen, erkunden Sie sich ruhig auch direkt beim Verkäufer nach der Herstellung der Möbel. Wie sieht die Fertigung im Detail aus? Stammt das Holz aus heimischer Forstwirtschaft? Und wie wird es verarbeitet? Selbst bei Naturmöbeln kann es sein, dass ein Schreiner zum Beispiel stark lösemittelhaltige Lacke verwendet. Lasuren, Naturharzöl oder Beize auf Wasserbasis lässt Sie in den eigenen vier Wänden befreit einatmen. Das gilt nicht nur für Holz im Allgemeinen, sondern auch für Oberstoffe. Woher stammt etwa der Lederbezug für das neue Sofa? Den Vorzug sollten Sie regionalen Produkten geben. Gesundheitlich unbedenkliche Gerbverfahren und der Einsatz schadstofffreier Farben sollten ebenso selbstverständlich sein wie artgerechte Tierhaltung und geringstmögliche Transportwege. (fri) ■

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So wird Furnier hergestellt

Furnier

Furnier wird aus dem Holz ausgewählter Bäume gewonnen, die überwiegend in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern gewachsen sind. Die zumeist verwendeten Baumarten sind Buche und Esche aus heimischen, europäischen und im Falle von Eiche, Ahorn und Nussbaum auch aus amerikanischen Wäldern. Ist der richtige Baum gefunden, wird er geschält, gemessert oder gesägt. Dabei entstehen Holzblätter, die rund 0,45 bis 6 Millimeter dick sind. Diese werden getrocknet, nach Qualität und Sorte gestapelt, zugeschnitten und zu einem Deck zusammengesetzt. Diese Furnierdecks werden anschließend auf Trägermaterialien wie MassivholzStäbchenplatten, Spanplatten, MDF-Platten, Multiplexplatten oder Sperrholz aufgeleimt und verpresst. Fotos: IFN/

Ursula Maier Werkstätten/Lämple

Wichtiges Qualitätssiegel Die Initiative Furnier + Natur e.V. entwickelte das Qualitätssiegel, um furnierte Produkte auf den ersten Blick erkennbar zu machen und ihren Wert adäquat zu unterstreichen. Dieses Echtheitszertifikat sorgt für Transparenz und Sicherheit beim Möbelkauf.

Initiative Furnier + Natur e.V.

Polstermöbel

Wichtiges Qualitätssiegel Der Blaue Engel berücksichtigt den gesamten Lebensweg eines Produktes und fördert vor allem den Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und von emissionsarmen Holzwerkstoffen. Die Freisetzung von Schadstoffen wie Lösungsmitteln, Formaldehyd und Weichmachern ist begrenzt. Der Blaue Engel

ZUM WOHLFÜHLEN Alle Polstermöbel der Marken Rolf Benz und freistil Rolf Benz besitzen das Zertifikat „Der blaue Engel“. Design, Technik und Komfort zeichnen darüber hinaus die Möbel des Herstellers aus: Sitzkissen, Rückenkissen und Korpus des Sofas „freistil 165“ lassen sich entweder völlig unterschiedlich oder im gleichen Stoff und derselben Farbe gestalten. Rolf Benz

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EIN R IC H TEN

Wichtiges Qualitätssiegel Massivholzmöbel sind größtenteils unbehandelt und somit schadstofffrei. Wer beim Kauf von Stuhl, Tisch, Schrank & Co. sicher gehen will, sollte sich bei der Möbelauswahl vom ‚Goldenen M’ leiten lassen. DGM

Massivholz

UNVERFÄLSCHT Gütesicherung und Verbraucherschutz gehören bei Hülsta zum unternehmerischen Prinzip. Das Unternehmen ist Mitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) und Träger des „Goldenen M“. Hülsta

RECYCELBAR

Wichtiges Qualitätssiegel PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit ein weltweiter „Wald-TÜV“. Waldzertifizierung nach den Standards von PEFC basiert auf den sehr strengen Richtlinien für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern. Trägt ein Produkt aus Holz das PEFC-Siegel, dann heißt das: Die gesamte Produktherstellung – vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt – ist zertifiziert und wird durch unabhängige Gutachter kontrolliert. PEFC

Alle für e15-Möbel verwendeten Materialien sind recycelbar und stammen aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft. E15

Wichtiges Qualitätssiegel FSC setzt sich auf globaler Ebene für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern ein, verhindert Raubbau, schützt seltene Arten und beugt Menschenrechtsverletzungen vor. Jährliche Kontrollen sorgen für Glaubwürdigkeit und Transparenz. FSC

IG MUSTERGÜLT „Morph Duo Dining“ heißt dieses Möbelstück und holt den Loungekomfort an Ihren Esstisch. Das Gestell besteht aus Massivholz. Die Schale des Möbels ist aus FCKW/ HCKW-freiem Polyurethanschaum gefertigt. Zeitraum

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Wichtiges Qualitätssiegel Der „Oeko-Tex Standard 100“ ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für Textilien von Garnen, über Gewebe bis zu fertigen Haushaltstextilien. Die Schadstoffprüfungen orientieren sich immer am tatsächlichen Gebrauch des Textils. Je intensiver der Hautkontakt eines Produkts, desto strengere humanökologische Anforderungen muss es erfüllen!

Guter Stoff

Oeko-Tex Gemeinschaft

STARKES ST ÜCK Nachhaltige Materialien wie Textilien, die mit der EU-Flower zertifiziert sind oder dem Oeko-Tex-Standard entsprechen, sind für den Hersteller Brühl ebenso selbstverständlich wie Hölzer aus nachhaltiger, bevorzugt regionaler Forstwirtschaft. Das Bild zeig den Loungesessel „Poem“. Brühl & Sippold

Noch mehr Qualitätssiegel im Überblick

Öko Control Die Öko Control-Gesellschaft ist eine Tochter des Europäischen Verbands ökologischer Einrichtungshäuser e.V., iel der Mitglieder ist, Verbrauchern, Händlern und Herstellern mehr Sicherheit beim gesunden Einrichten zu geben. Erst wenn Möbel oder Matratzen die strengen Tests bei unabhängigen Prüfinstituten bestanden haben, erhelten sie das „ÖkoControl“-Prüfsiegel. Öko-Control

Allergiker-geeignet Immer neue Chemikalien werden in Produktmaterialien und (Einrichtungs)-Gegenständen eingesetzt und führen oft zu gesundheitsbeeinträchtigenden Belastungen. Das Institut für Umwelt und Gesundheit (IUG) zeichnet nach eingehender Prüfung Produkte, die den für Allergiker geforderten Richt- und Orientierungswerten genügen, mit dem Produktsiegel „Allergiker-geeignet“ aus. IUG

IBR-Prüfsiegel Das „IBR“-Prüfsiegel hilft Verbrauchern, sich vor wohnumweltbedingten, gesundheitlichen Schäden zu schützen. Externe Labors und Institute nehmen unter anderem Schadstoffmessungen hinsichtlich Formaldehyd, Schwermetalle oder Radioaktivität vor. Das Label orientiert sich an Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation. Institut für

Baubiologie Rosenheim GmbH

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TREPPEN & TÜ R E N

Von A nach B im Eigenheim

AUFGERÜSTET Machen Sie Ihre Treppe mit diesen wohngesunden, nachhaltigen Stufenmatten aus Ziegenhaar trittsicher. Sie sorgen zugleich für eine gute Schalldämpfung. Preis/ selbstklebender Matte (in vielen Farben erhältlich): 22 Euro. Tretford/

Weseler Teppich

Schön, wenn man viel Platz zuhause hat! Doch die Wege sind weit. Es geht ständig rauf und runter, rein und raus. Treppen und Türen gehören zu den meistbenutzten Einbauten im Haus. Es lohnt sich, qualitativ hochwertige und gesunde Produkte zu wählen.

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Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer. Herstellerkontakte ab Seite 97.

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SICHERHEIT GEHT VO R Die Longlife-Treppe aus Laminat in Holzdekoren oder hier in der Variante „Schieferline“ besitzt eine rutschhemmende Oberfläche der Klasse R9. Selbst wenn hier mal ein Glas Wasser verschüttet wird, ist das Risiko minimal, auf glatter Fläche auszugleiten.

Kenngott/epr

Ö

b e i r Ab fest

TRIT TSICHER Der Treppen- und Parkettlack von Remmers eignet sich für Holzfußböden und -treppen. Sie profitieren nach der Behandlung von einer abrieb- und kratzfesten Oberfläche, die zudem beständig gegen Chemikalien – wie sie etwa in Reinigungsmitteln vorkommen – sowie schmutz- und wasserabweisend ist. Der Anstrich ist frei von Bioziden. Remmers/epr

kologisches Bauen beschränkt sich nicht nur auf einen sparsamen Einsatz von Energie und Ressourcen, sondern setzt sich auch mit Problemen der Wohngesundheit auseinander. Über die Materialauswahl können Bauherr und Architekt das gesunde Wohnen deshalb wesentlich steuern. Und was ist hier natürlicher und damit gesundheitsverträglicher als Holz? Das Holz sollte allerdings PEFC oder FSC zertifiziert sein und aus einheimischen Wäldern stammen. Bei der Oberflächenbehandlung gilt: Achtung bei Lacken, denn diese setzen immer Imissionen frei, auch wenn sie auf Wasserbasis hergestellt sind. Treppenbaufachbetriebe bieten auch geölte Treppen an, diese weisen eine etwas rauere Oberfläche auf als die lackierte Variante.

Welche Treppe passt? Egal, wie groß Ihre Vorliebe für blanke Holztreppen ist, Sie sollten eines bedenken: Lackiertes Holz ist glatt und wenn eine Familie gerne auf Socken unterwegs ist, wird die Stiege schnell zur ge37

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G ESUND WOH N EN

TREPPEN & TÜ R E N

MACHT EIND RUCK Bei einer Spindelholztreppe steht der gestalterische Aspekt im Vordergrund. Platz lässt sich gegenüber anderen Bauarten kaum sparen. Damit Komfort und Sicherheit gewährleistet sind, empfiehlt sich ein Grundrissdurchmesser von 180 Zentimetern und mehr. Fuchs Treppen

GLANZ FÜR DIE TREPPE Wer seine Holztreppe als unansehnlich beschreiben würde, sollte sie ab und zu mit der Bodenmilch von Naturhaus wischen. Dadurch entsteht ein hauchdünner Schutzfilm. Preis: 19 Euro/Liter. Naturhaus Naturfarben

fährlichen Rutschpartie. Der Verband Privater Bauherren rät dazu, sich beim Treppenkauf nicht von Prospekten allein leiten zu lassen, sondern von den Lebensgewohnheiten der Familie. Die Treppe ist vor allem ein Verkehrsweg: Wer sie benutzt, sollte sich auch sicher fühlen. Den Sockenfreunden hilft es vielleicht, die Treppe mit nachhaltigem Teppich zu belegen. So wird auch die Lautstärke beim Treppauf/Treppab gedämpft. Denn einen weiteren Gesichtspunkt der Wohngesundheit stellt der Schallschutz dar. Wer Kinder hat, die gerne die Treppe hinauf- und hinunterrennen, wird eine „leise“ Treppe zu schätzen wissen. Lautstärke entsteht durch Trittschall auf den Treppenstufen. Das kann bereits beim Bau 38

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berücksichtigt und verhindert werden. Um Trittschall in Treppenhäusern zu reduzieren und die Übertragung der Geräusche in die angrenzenden Räume zu vermeiden, müssen Treppenläufe, Podeste und Wände schalltechnisch entkoppelt werden. Eine Lösung kann ein Elastomerlager sein, ein verschiebbares Element aus Kunststoff, das Bewegungen von Bauteilen aufnimmt und weiterleitet.

„Hardware“ des Hauses Lärmempfi ndliche sollten sich jedenfalls nicht für eine Treppe im Innenraum entscheiden, die beispielsweise vom Wohnzimmer ins Obergeschoss führt. Sonst ist jeder entspannte Fern-

sehabend gestört, während die Kinder ständig ins obere Bad rennen. Konfl iktärmer gestaltet sich das Familienleben, wenn es ein separates Treppenhaus gibt und Sie die Tür zum Flur auch einmal schließen können. Sind dort Treppe und Türen aus dem gleichen Holz, wirkt das Treppenhaus sehr harmonisch. Auch den Bodenbelag können Sie darauf abstimmen. Lediglich die farbliche Gestaltung der Treppe sollten Sie überdenken: Ab etwa dem vierzigsten Lebensjahr lässt oft die Sehstärke nach. Dafür gibt es eine einfache Abhilfe: Werden die Treppen-Setzstufen zum Beispiel in Weiß abgesetzt, lassen sie sich auch von Menschen gut erkennen, die mal wieder auf der Suche nach ihrer Brille sind. (bis) ■

Alle Preise sind Zirka-Preise inklusive Mehrwertsteuer. Herstellerkontakte ab Seite 97.

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NEUES GEWAND Alte Holztreppen lassen sich mit wohngesundem Laminat belegen und so aufmöbeln. Portas bietet mit seinem Stufe-auf-Stufe-System eine komfortable Möglichkeit, die Treppe schnell zu verschönern. Portas

INKEL SCHICKER W Jeld Wen hat die Türkonstruktion völlig neu überdacht. Durch die 45-Grad-Abschrägung des Türblattes wird dieses beim Öffnen zum markanten Blickfang, der der Tür auch ihren Namen gab: „Q45“. Besonders apart gestaltet wurde die Griffstange „GS 100“, die übliche DruckBewegung nach unten entfällt. Jeld Wen

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ÖKO-D Ä M M U N G

Probier’s mal mit Natürlichkeit

Egal, ob Kellerdecke, Dach oder Fassade: Das Dämmen mit Polystyrol oder Mineralwolle wird zunehmend kritisch hinterfragt. Kein Wunder, dass Bauherren und Sanierer verstärkt auf den Einsatz ökologischer Alternativen Wert legen.

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Foto: minicel73/Fotolia.com

WOLLE WOLLE? Eine Schafwolledämmung kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sich ihre Wärmeleitfähigkeit stark verändert. Da das Dämmmaterial viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist für eine gute Lüftung zu sorgen: Schließlich muss die Feuchtigkeit auch wieder abgegeben werden können. Weil das Naturprodukt Schafwolle anfällig ist für den Befall durch Kleidermotten, muss sie zu ihrem Schutz behandelt werden.

HITZESCHUTZ Nicht jeder Werkstoff schneidet beim sommerlichen Hitzeschutz gleich gut ab. Besonders geeignet sind nachwachsende Faserdämmstoffe, etwa „Thermo Hanf“. Eine aktuelle Untersuchung des Prüfinstituts MFPA Leipzig bescheinigt dem NaturfaserDämmstoff eine spezifische Wärmespeicherkapazität von 2.300 J/(kg K). Glaswolle liegt dagegen nur bei 800 bis 1.000 J/(kgK). Die nackten Zahlen klingen abstrakt, sind aber für die Hausbewohner deutlich spürbar. Je höher der Wert, desto länger behalten sie kühlen Kopf unterm Dach.

Thermo Natur

L

ungengängige Fasern, gesundheitsschädliche BrandhemmerundtoxischeBindemittel: Die mahnenden Stimmen, die den bedenkenlosen Einsatz konventioneller Dämmprodukte wie Polystyrol (EPS/ XPS) oder Mineralwolle kritisch hinterfragen, werden immer lauter. Besonders junge Baufamilien reagieren sensibel bei diesem Thema und setzen daher immer häufiger auf ökologische Dämmstoffe, um ihre Heizkosten zu senken.

Öko-Dämmstoffe als Alternative Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Wärmeschutzprodukte können, was Dämmleistung und Produktqualität anbelangt, inzwischen problemlos mit den konventionellen Dämmmaterialien mithalten. Nur bei

sehr speziellen Einsatzgebieten, wie zum Beispiel dem Isolieren von erdberührenden Kelleraußenwänden, müssen Ökodämmstoffe der Konkurrenz weiterhin den Vortritt lassen. Bauherren, die sich für ökologische Dämmmaterialien entscheiden, erhalten nicht nur ein Produkt, das frei von gefährlichen Schadstoffen ist, sondern auch ressourcenschonend hergestellt wurde. Selbst die spätere Entsorgung gestaltet sich unproblematisch: Die meisten Ökodämmstoffe lassen sich nämlich recyceln, kompostieren oder umweltfreundlich entsorgen. Als weiterer Pluspunkt kommt hinzu, dass sich Naturdämmstoffe durch ihre günstige Dampfdiffusionsfähigkeit auszeichnen. Feuchtigkeit, die in die Dämmung eindringt, trocknet schnell wieder ab. Gleichzeitig kann die Konstruktion deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als etwas Mineralwolle, ohne ihre 41

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ÖKO-D Ä M M U N G

guten Wärmedämmeigenschaften einzubüßen. In Sachen sommerlicher Hitzeschutz haben ökologische Dämmmaterialien sogar die Nase vorn: Vor allem Holzfaserplatten sorgen dafür, dass Wärme deutlich langsamer ins Gebäudeinnere gelangen kann.

Pferdefüße und Wehmutstropfen Alternativen setzen. Das erklärt, warum der Marktanteil von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen heute nur etwa sieben Prozent beträgt. Grundsätzlich darf davon ausgegangen werden, dass Ökodämmstoffe frei von gesundheitsschädlichen Schadstoffen sind. Problematisch wird es aber, wenn der Naturbaustoff mit Insekten- oder Holzschutzmitteln behandelt wird. Um ganz sicher zu gehen, dass das Dämmmaterial garantiert frei von unerwünschten Zusätzen ist, sollten

Bauherren auf dem Einsatz zertifizierter und schadstoffgeprüfter Baustoffe bestehen. Zur Orientierung bietet sich ein Besuch der Online-Plattform „Naturplus“ an. Hier sind Baustoffe gelistet, die die strengen Prüfk riterien in ökologischer als auch emissionstechnischer Sicht erfüllen. Des Weiteren bieten die Labels von „ECO-Institut“ oder „IBR“ eine gute Orientierungshilfe. Zu guter Letzt hält auch das „Sentinel-Institut“ eine Datenbank mit emissionsgeprüften Materialien bereit.

Riesige Auswahl Der beliebteste Naturdämmstoff in Deutschland ist mit großem Abstand die Holzfaser. Holzfaserdämmstoffe werden als Plattenware oder in loser, geflockter Form verarbeitet. Das Ausgangsmaterial ist vorwiegend einheimisches Nadelholz. Holzfaserdämmplatten lassen sich zum Beispiel als schützende Dämm-

schicht an der Hausfassade oder unter den Dachsparren einsetzen. Die Holzflocken werden in den Hohlraum zweischalig aufgebauter Wände eingeblasen, wo sie sich zu einer lückenlosen Dämmschicht verdichten. Platz zwei der beliebtesten Ökodämmstoffe belegt die Zellulosedämmung. Als Ausgangsmaterial für die Herstellung einer Zellulosedämmung dient gemahlenes und zerfasertes Altpapier. Dieses wird entweder zu Dämmflocken verarbeitet oder aber in Plattenform gepresst. Da sich Schall an den vielen feinen Zellulosefasern besonders gut bricht, bietet Zellulose auch sehr gute Werte mit Blick auf den Lärmschutz. Platz drei geht an die Hanfdämmung. Die Kulturpflanze erlebt im Baubereich ein Comeback: Egal, ob als Wärme- oder Schalldämmung, im Dach, an der Fassade, in der Geschossdecke, ob als Wandaufbau oder Abdichtung, so gut wie überall lassen sich die Hanf-

HANFFASER-WDVS Das Hanf-Fassadendämmsystem „Capatec“ basiert auf einer Dämmplatte aus natürlichen Hanffasern, die Schutz vor Kälte, Hitze, Schall und Feuchtigkeit bietet. Laut Hersteller kann der Wärmedurchgangskoeffizient bereits in unbeschichtetem Zustand weißen Polystyrol-Dämmplatten Paroli bieten. Caparol

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DER DÄMMSTOFF VON DER WIESE Der Dämmstoff „AgriCell“ besteht zu 100 Prozent aus natürlicher Zellulose. Dazu werden Grasfasern zuerst sämtliche Nährstoffe entzogen, bevor sie in einem speziellen Verfahren brandsicher gemacht werden. Das Dämmmaterial eignet sich als Einblasdämmstoff für Hohlräume im Wand-, Boden- und Dachbereich oder als Schüttdämmstoff für ebene Flächen. Biowert

Wärmeleitfähigkeit: weniger ist mehr Wie gut ein Dämmstoff Ihr Zuhause gegen Wärmeverluste schützt, lässt sich an der sogenannten Wärmeleitfähigkeit ablesen. In diesem Fall bedeutet weniger ist mehr: Eine Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(mk) ist also besser als eine Leitfähigkeit von 0,040 W/(mk). Bei jedem Dämmmaterial muss der Wert auf der Verpackung als Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) ausgewiesen sein. Je schlechter ein Produkt gegen Energieverluste schützt, desto stärker muss die Dämmschicht sein, um den gewünschten Zielwert zu erreichen.

FÜR JEDE SITUATION PASSEND Die Dämmproduktpalette des Anbieters Homatherm bietet hohen Schall-, Hitze- und Feuchtigkeitsschutz. Das Produktsortiment umfasst flexible Dämmplatten aus Holz und Zellulose, druckfeste Dämmplatten aus Holz sowie lose Dämmflocken aus Zellulose.

Homatherm

MATERIALMIX Die Trockenschüttung „CW 2000“ besteht aus mineralisch ummantelten Holzspänen. Die besondere Materialkombination verbindet die positiven Eigenschaften von Holz und mineralischen Stoffen. Die Trockenschüttung ist besonders trittschalldämmend, diffusionsoffen und resistent gegen Ungeziefer, Pilzbefall, Fäulnis und Schimmel.

Cemwood

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fasern einsetzen. Hanf hat eine sehr gute feuchtigkeitsregulierende Wirkung. Er kann bis zu 17 Prozent seiner Masse als Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass die Dämmleistung sinkt. Außer Konkurrenz sei hier noch die Schafwolledämmung erwähnt. Durch die natürliche Kräuselung, der hohen Elastizität und das feuchtedynamische Verhalten unterscheidet sich Schafwolle von anderen Faserdämmstoffen. Die Kräuselung sorgt für großes Volumen mit hohem Lufteinschluss zwischen den einzelnen Fasern. Die Schafwolledämmung kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass sich ihre Wärmeleitfähigkeit verändert. Die schadstoffsanierende Wirkung des Dämmstoffes ist seine größte Stärke. Schafwolle stellt aufgrund ihrer Faserstruktur ein Medium zum Abbau von Formaldehyd und einen effizienten Speicher zur langfristigen Bindung von zahlreichen weiteren Aldehyden sowie anderen Schadstoffen aus der Raumluft dar. Die Wolle bietet zudem einen guten sommerlichen

Wärmeschutz. Mit diesem ökologischen Dämmstoff können Wände, Dächer und Decken gedämmt und Heizungsrohre isoliert werden. (bay) ■

Wärmeleitfähigkeit einzelner Dämmstoffe Dämmmaterial

Wärmeleitfähigkeit

Bruttopreis

Holzfaserdämmplatten

0,038 - 0,060 W/(mk)

41,50 Euro /qm

Hanfmatten

0,040 W/(mk)

30,00 Euro /qm

Korkplatten

0,035 - 0,046 W/(mk)

75,50 Euro /qm

Schafwollematten

0,035 W/(mk)

keine Angabe

Eingeblasene Zellulose

0,037 - 0,045 W/(mk)

17,50 Euro /qm

Mineralwolle

0,032 - 0,050 W/(mk)

16,50 Euro /qm

Polystyrolplatten (EPS/XPS)

0,032 - 0,050 W/(mk)

12,50 Euro /qm

Polyurethanplatten

0,030 - 0,035 W/(mk)

keine Angabe

Glasschaumgranulat

0,080 W/(mk)

keine Angabe

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Natürlich dämmen!

DOPPELTES LOT TCHEN Die Holzfaserdämmplatte „protect dry“ kommt im Holzbau sowie bei der Massivbauweise zum Einsatz und ist in zwei Ausführungen erhältlich: „Typ L“ bietet eine Wärmeleitfähigkeit von 0,037 W/ (mK) und „Typ M“ eine Wärmeleitfähigkeit von 0,041 W/(mK). Steico

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Heißer Tipp Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das gilt auch bei den vielen verschiedenen Heizungssystemen, die bei Neubau oder Renovierung zum Einsatz kommen. Das Gute daran ist, dass jede Variante ihre Vorteile mit sich bringt.

LANGE LEITUNG In modernen Niedrigenergie- oder Passivhäusern genügt häufig ein Pelletofen, der mehrere Räume beheizen kann. Dies gelingt mit dem „Ego“ von MCZ, der seine Luft von außen bezieht und dank einem Kanalisierungssystem, das sich leicht in nicht tragenden Wänden einbauen lässt. Nennwärmeleistung: 8 bis 10 kW. MCZ

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Pelletpower!

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eben der Photovoltaik zur Stromerzeugung findet sich noch eine andere Sorte von Aufbauten auf deutschen Dächern: Die blauen Platten, bei denen man zum Teil auch dicke Röhren erkennen kann, sind sogenannte Solarthermie-Kollektoren. Mit dieser Technologie können Sie Warmwasser erzeugen und die Heizung unterstützen. Eine Solarthermie-Anlage reicht Ihnen als alleiniges System nicht aus, sondern macht nur Sinn als Teil einer Hybridheizung, in der mindestens zwei Heizquellen zusammengeschlossen sind. Sie speisen ihre Wärme in einen Pufferspeicher, der die Heizungsrohre beliefert und warmes Brauchwasser bereitstellt. Solarthermie lässt sich gut mit einem Öl- oder Gas-Brennwertkessel kombinieren. Wird beispielsweise bei der Renovierung neben einem neuen Brennwert-Kessel eine SolarthermieAnlage für die Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung installiert, können laut dem Institut für Oeltechnik (IWI) insgesamt bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. Auch Pellets und Solarenergie sind ein beliebtes Duo bei deutschen Häuslebauern.

Stolz mit Holz Pellets verbrennen CO²-neutral, die Preise sind seit Jahren nur leicht angestiegen und wer auf lokale Lieferanten setzt, vermeidet zusätzlichen CO²Ausstoß. Mit einer Pelletheizung heizen Sie problemlos Ihr ganzes Haus. Während die Pelletheizung einen extra Heizraum mit ausreichend Lagerfläche für die kleinen Kraftpakete erfordert, finden sogenannte Pelletöfen ihren Platz direkt im Wohnraum. Die Zufuhr der Pellets erfolgt automatisch, sodass man nur einmal täglich oder sogar nur alle paar Tage den integrierten Vorratsbehälter auffüllen muss. Pelletöfen taugen im Passivhaus alleine als Heizung, da das dichte Heim wenig Heizenergie benötigt. Über eine Wassertasche speisen sie einen Pufferspeicher, ebenso sind Lösungen auf dem Markt, bei denen über Heizkanäle warme Luft in die Räume geleitet wird. Eine genaue Berechnung 47

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des tatsächlich benötigten Energiebedarfs ist im Vorfeld allerdings Pflicht. Pellets werden aus Holzresten gefertigt. Doch warum nicht gleich große Holzteile verfeuern?

Gratis-Wärme von draußen Welche umweltfreundlichen Heizungstypen gibt es noch? Wärmepumpen profitieren von der Wärme der Umgebung. Die Luft wärmepumpe saugt die Außenluft an, komprimiert sie und hebt sie so auf ein höheres Wärmeniveau. Der Clou dabei ist, dass nur ein Teil elektrische Antriebsenergie benötigt wird (und drei Teile Umwelt-

energie), um vier Teile Heizenergie zu erzeugen – bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) Größe 4. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist der wichtigste Maßstab für die Energieeffizienz einer Wärmepumpe. Konkret bedeutet eine JAZ von 4,0, dass aus drei Teilen Umweltwärme und einem Teil elektrischen Strom vier Teile Heizwärme erzeugt werden. Die JAZ bringt das Verhältnis zwischen der jährlich produzierten Wärmeenergie und der dafür eingesetzten elektrischen Antriebsenergie zum Ausdruck. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto besser der Wirkungsgrad der Anlage. Luftwärmepumpen sind beliebte Heizungen bei Neubauten, aber auch in der Renovierung, weil ihre Anschaffung

günstiger zu Buche schlägt als etwa eine Erdwärmepumpe. Bei dieser sind Bohrungen oder die flächige Verlegung von Kollektorschleifen im Erdreich (großer Garten!) nötig. Dennoch hat auch eine Erdwärmepumpe ihre Reize, denn sie arbeitet effizienter als eine Luftwärmepumpe, bei der an kalten Tagen mit einem elektrischen Heizstab zugeheizt werden muss. Das Erdreich oder Grundwasser, Energieträger der Erdwärmepumpen, weisen dagegen in jeder Jahreszeit eine ungefähr konstante Grundtemperatur auf. Erdwärmepumpen sind genehmigungspflichtig und das Bohrunternehmen muss prüfen (eventuell mit Probebohrungen), ob sich der Boden eignet. Das lohnt sich aber, da Erdwärme unerschöpflich ist und keine CO²-Emissionen produziert. Beste Partner für Wärmepumpen sind Flächenheizungen, die nur eine niedrige Vorlauftemperatur benötigen. So sparen Sie insgesamt Heizkosten und profitieren von der milden und angenehmen Strahlungswärme.

Mein kleines Kraftwerk

ZWEI, DIE SICH ERGÄ NZEN Hybridsysteme vereinen die Vorteile unterschiedlicher Energieträger. Die Kombination aus Wärmepumpe und Gas-Brennwertgerät gewinnt günstig Wärme aus Luft und Gas, hier die „Rotex HPU Hybrid“. Rotex

FRISCH VOM HOF Biogas wird aus Kuhdung, Bioabfällen oder Schnittgut gewonnen und kann einfach ins allgemeine Erdgasnetz eingespeist werden, nachdem es auf die Qualität von fossilem Erdgas aufbereitet worden ist. Es ist immer verfügbar. Zukunft Erdgas

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Gleichzeitig Heizwärme und elektrischen Strom produzieren Mikro-Blockheizkraftwerke. Den Zusatz „Mikro“ erhält ein BHKW, wenn es ein Leistungsvermögen von bis zu fünfzehn Kilowatt aufweist. Dann eignet es sich gut für den Einsatz im Einfamilienhaus. Mikro-BHKWs lassen sich mit Erdgas, Biogas oder Heizöl befeuern. Das überzeugende Prinzip hat einen Haken: Die Anschaffung ist deutlich kostenintensiver als die eines Brennwertkessels. 20.000 Euro aufwärts, je nach Leistungsgröße, müssen Sie für ein MikroBHKW aufwenden. Außerdem braucht es in sehr kalten Wintermonaten eine Zusatzheizung, etwa einen Gas-Brennwertkessel. Schlussendlich kommt es auf die Lage, Bauart und Größe des Hauses an, wenn es um die ideale Heizung geht. Ein Energieberater hilft Ihnen bei Ihren Überlegungen. Übrigens: Beim Neubau ist gemäß dem Erneuerbare-EnergienWärme-Gesetz (EEWärmeG) die Verwendung von erneuerbaren Energien vorgeschrieben. (bis) ■ Herstellerkontakte ab Seite 97.

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Die besten Argumente für eine Wärmepumpe sind aus der Luft gegriffen.

Nutzen Sie Luft als Energiequelle: mit der neuen aroTHERM von Vaillant. Die Luft/Wasser-Wärmepumpe aroTHERM verwandelt die in der Luft gespeicherte Sonnenenergie in Wärme, die Sie nutzen können. So decken Sie ca. 75 % Ihres Warmwasserbedarfs mit erneuerbarer Energie. Am besten in Kombination mit dem Warmwasserspeicher geoSTOR. Eine perfekte Verbindung von Klimaschutz und mehr Unabhängigkeit von Energiekosten. Mehr zu Vaillant Systemen erfahren Sie bei Ihrem Fachpartner oder unter www.vaillant.de

Das gute Gefühl, das Richtige zu tun.

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Fördermittel BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) Sanierer können einen Bonus in Höhe von 500 Euro beantragen, wenn sie zusätzlich zur Installation einer Solarthermieanlage auch eine Wärmepumpe oder eine Pelletsheizung einbauen lassen. Den Kesseltauschbonus gewährt das BAFA, wenn Sie einen neuen Brennwertkessel gleichzeitig mit einer Solarthermie-Anlage errichten. Biomasseheizungen werden ebenfalls gefördert, etwa Pellet- oder Scheitholzkessel mit Beträgen ab 1.400 Euro. Die genauen Bedingungen finden sie unter www.bafa.de

KfW (staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau) Im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“ fördert die KfW beispielsweise: Thermische Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen (zum Beispiel Pelletheizungen) und Wärmepumpen. Im Neubau greift das Programm „Energieeffizient bauen“, da eine moderne Heizung dazu beiträgt, den Effizienzhausstandard zu erreichen. Alle Programme auf www.kfw.de

KRAF TVOLL

Weitere Fördermittel Die Fördermitteldatenbank auf dem Serviceportal www.intelligent-heizen.info gibt Auskunft darüber, ob auf Landes- oder Kommunalebene weitere Fördertöpfe für das Heizen mit erneuerbaren Energien vorhanden sind.

Mikro-KWK-Anlagen wie der „Dachs“ von SenerTec decken den Wärmebedarf im Eigenheim und erzeugen gleichzeitig Strom.

SenerTec

So geht's!

E MACHT’S DIE FLÄCH Im Auetal bei Hannover wurde ein 6 mal 150 Meter großer Flächenkollektor im Erdreich verlegt, über den eine Buderus Sole/WasserWärmepumpe „Logatherm WPS 11“ bis zu 75 Prozent der benötigten Heizenergie bezieht. Seit ihrem Einzug im vergangenen Jahr freuen sich Sandra und Oliver Spießl über die niedrigen Energiekosten. Denn neben der Wärmepumpe liefert ein Kaminofen „blueline 4W“ angenehme Wärme – und dies nicht nur für das Wohnzimmer. Über einen Heizwasser-Wärmetauscher wird Wärme in das Heizsystem eingespeist und im gesamten Gebäude mit einer Wohnfläche von 300 Quadratmetern verteilt. Buderus/Bosch Thermotechnik

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S OLA R B AT T E R IE N

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Preisrutsch bei Stromspeichern Die Preise für Solarstromspeicher sinken. Rund ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr muss der Verbraucher heute für Blei-Akkumulatoren und Lithium-Ionen-Speicher zahlen. Experten sagen den Speicherherstellern eine rosige Zukunft voraus.

Webtipps!

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ndlich mal eine gute Nachricht für Betreiber einer Photovoltaik-Anlage: Laut Bundesverband für Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sind die Preise für Solarstromspeicher in den vergangenen Monaten um rund ein

Viertel gesunken. Der Verband schätzt, dass deutschlandweit rund 15.000 Haushalte ihren PV-Strom bereits einspeichern, um ihn auch in den Abendstunden nutzen zu können und sich so auf lange Sicht unabhängiger zu machen von den steigenden Strompreisen der Ver-

PREISRUTSCH Die Preise für Solarstromspeicher sind 2014 stark gesunken – ein guter Zeitpunkt, um über eine Investition in diese Technologie nachzudenken.

BSW-Solar Herstellerkontakte ab Seite 97.

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sorger. Zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2014 sanken die Preise für Solarstromspeicher um rund 25 Prozent – Gründe liegen im technischen Fortschritt und der wachsenden Nachfrage. Diese kurbelt die Regierung derzeit mit Fördermitteln an. Verbraucher können sich bei der Installation eines Blei-Geloder Lithium-Ionen-Speichers durch einen zinsgünstigen KfW-Kredit unterstützen lassen. Zusätzliche übernimmt der Staat bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten als Tilgungszuschuss. Glaubt man den Prognosen von Solar-Experten, bleibt der Trend zum Speicher auch 2015 ungebrochen. Das amerikanische Marktforschungsunternehmen IHS weissagt sogar, dass der weltweite Markt für Solarbatterien 2018 zehn Mal so groß sein wird als heute. (erv) ■

Grafik: mirjanajovic/iStockphoto.com

Hier erfahren Sie alles rund um Solarstromspeicher & Fördermöglichkeiten: www.die-sonne-speichern.de www.photovoltaik-anlagenpass.de

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as Prinzip der kleinen Kraft werke auf deutschen Dächern ist seit der Einführung der Photovoltaik stets gleichgeblieben: Eine Solarzelle oder auch photovoltaische Zelle genannt, wandelt kurzwellige Strahlungsenergie in Form von Sonnenlicht in elektrische Energie (Gleichstrom) um. Für die Einspeisung der Solarenergie in das Stromnetz ist die Wandlung des Gleichstroms in Wechselstrom nötig. Das bewerkstelligt ein Solarwechselrichter. Wenn mehrere Solarzellen in Reihe geschaltet werden, spricht man von Solarmodulen. Grundlegend lassen sich drei Photovoltaik-Module unterscheiden. Das sind zum einen mono- und polykristalline und zum anderen DünnschichtModule. Das Dünnschicht-Modul ist das günstigste und leichteste aller Photovoltaik-Module. Es weist aber im Vergleich zu den kristallinen PV-Modulen einen geringeren Wirkungsgrad auf. Es findet seine Anwendung bei sehr großen Dachflächen. Der geringere Wirkungsgrad wird durch die größere Anzahl an PV-Modulen ausgeglichen. Polykristalline Module sind am effizientesten und schlagen preislich am meisten zu Buche. Sie kommen nur bei optimal (nach Süden) ausgerichteten Dächern und kleinen Flächen zum Einsatz. Generell werden PV-Module mit einem Neigungswinkel von 30 bis 40 Prozent zur Horizontalen ausgerichtet.

Unerschöpflich!

Verbrauchen statt einspeisen Selbst wenn die Einspeisevergütung für PV-Strom sinkt, heißt das nicht, dass es gar keine Einspeisevergütung mehr gibt. Es gilt immer noch eine für 20 Jahre garantierte Abnahmevergütung. Solarstromerzeuger erhalten etwa 9 bis 13 Cent pro Kilowattstunde. Bei einer Nennleistung bis zu 10 Kilowatt Peak sind es zirka 13 Cent/kWh. Je größer die Anlage, desto geringer die Einspeisevergütung. Zum Vergleich: Strom aus Offshore-Windkraftanlagen wird mit bis zu 19 ct/kWh vergütet. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist 52

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einstmals angetreten, um die Installation von PV-Anlagen zu fördern. Weil inzwischen so viele Häuslebauer und Unternehmen begeistert PV-Anlagen installiert haben, fährt der Staat die Förderung zurück und unterstützt beispielsweise die Windkraft stärker. Fazit: Eine Photovoltaik-Anlage macht heutzutage nicht wegen der Einspeisevergütung Sinn, sondern wegen des billigen Stroms für den Eigenverbrauch. Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz

kostet schließlich etwa 20 Cent. Solaranlagenbesitzer machen sich unabhängiger von den großen Stromanbietern und tun etwas fürs Klima. Da der Solarstrom Strom aus Kohle und Erdgas verdrängt, reduzieren sich die CO²-Emissionen.

Zwischengelagert Doch was ist, wenn die Sonne nicht scheint? Sonnenstrom lässt sich auch speichern. Die DurchschnittspreiHerstellerkontakte ab Seite 97.

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Eitel Sonnenschein?

Foto: © vege - Fotolia.com

Der Staat fährt seine Förderung für Solaranlagen in Form der Einspeisevergütung immer mehr zurück. Trotzdem lohnt sich Photovoltaik, denn steigende Energiekosten und sinkende Preise für Solaranlagen machen den nachhaltigen Sonnenstrom attraktiv.

se für Batteriespeicher sind zwischen dem ersten und dem zweiten Halbjahr 2014 um rund 25 Prozent gesunken. Das bestätigt der im Dezember 2014 veröffentlichte SolarstromspeicherPreismonitor des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW Solar). Solarstromspeicher kosten aktuell je nach Leistung zwischen 6.000 und 15.000 Euro – kein Pappenstiel. Allerdings gibt es für die Energiespeicher staatliche Hilfen: Die KfW fördert die Ins-

tallation einer Photovoltaikanlage und eines Batteriespeichers mit einem zinsgünstigen Darlehen. Zusätzlich werden bis zu 30 Prozent der Anschaff ungskosten als Tilgungszuschuss übernommen, maximal 3.000 Euro. Die KfWProgrammnummer 274 für die Anlage und die Nummer 275 für den Speicher sollten Sie sich vormerken. Überschüssiger Sonnenstrom lässt sich aber auch in E-Cars und E-Bikes zwischenlagern oder die Wärmepumpe damit betrei-

ben, die den Pufferspeicher aufwärmt. Selbst Waschmaschine und Co. präsentieren sich als mögliche Partner der PVAnlage, wenn sie denn „clever“ genug sind. Denn sogenannte smarte Haushaltsgeräte lassen sich so programmieren, dass sie anspringen, wenn die PV-Anlage viel Strom produziert. Die „weiße Ware“ sowie die Anlage müssen Sie dazu in ein Hausautomationssystem einbinden, welches das Energiemanagement insgesamt übernimmt. (bis) ■ 53

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PH OTOVOLTA IK

Steuerliche Nachteile bei der Einspeisung Wer seine Photovoltaik-Anlage zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz anmeldet, zahlt am Ende beim Finanzamt drauf.

CLEVERER HAUSMEISTER RWE Smart Home verwaltet die Energieströme in Ihrem smarten Heim. Das Hausautomationssystem betreibt Energiemanagement und sorgt dafür, dass überschüssiger Sonnenstrom von den Haushaltsgeräten verbraucht oder im Elektroauto zwischengespeichert wird. RWE

Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der auf die Energiebranche spezialisierten Kanzlei Becker, Büttner, Held (BBH). Grund dafür ist ein Anwendungserlass vom September 2014. Dieser ändert die Besteuerungsgrundlage im Eigenverbrauch. In der Praxis heißt das: Die 19 Prozent Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch werden nicht mehr wie bisher auf etwa zehn Cent Stromproduktionskosten fällig; vielmehr gilt als Basis der Strompreis, der im Schnitt circa 25 Cent beträgt. Dadurch erhöht sich die Abgabelast um 150 Prozent: Anstatt zwei Cent je Kilowattstunde Eigenverbrauch steigt die Abgabe an den Staat auf fünf Cent. Außerdem entsteht durch die Einspeisung ein sogenannter geldwerter Vorteil, der mit der Einkommenssteuer versteuert werden muss.

LANGLEBIG Der „BPT-S 5 Hybrid“ von Bosch arbeitet mit Lithium-Ionen Batterien, die laut Hersteller besonders langlebig sind. Der Hersteller hat eigene Alterungstests durchgeführt. Bosch Power Tec

Hoher Ertrag ERGIEBIG

SONNE INKLUSIVE Das Photovoltaik Indach-System „Braas PV Premium“ ist jetzt auch für den Turmalin-Ziegel von Braas erhältlich. Die Module ersetzen 7,5 Dachziegel in der Breite und einen in der Höhe. Bei IndachSystemen werden die PV-Module generell nicht auf die Dachziegel gesetzt, sondern an deren Stelle „ins Dach“ montiert. Braas

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Das Photovoltaikmodul „Tegreon“ wird unter strengen Umweltauflagen in Deutschland produziert. Die hohe Ertragssicherheit wird unterstrichen durch eine Leistungsgarantie von 92 Prozent der Nennleistung für die ersten zwölf Jahre und 80 Prozent für 25 Jahre.

Stiebel Eltron Herstellerkontakte ab Seite 97.

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»Ich will mich rundherum wohlfühlen.«

INTELLIGENTE WASCHMASCHINE Das Automationssystem „Miele@home InfoControl XIC 2000“ vernetzt die Einbaureihen „W1“ und „T1“ bei Waschmaschinen und Trocknern mit einem Gateway und entsprechenden Kommunikationsmodulen. Die Waschmaschine „WMF 820“ wird über eine App angesteuert und kann so ein- und ausgeschaltet werden. Sie ist außerdem „SG ready“-fähig, über diese Funktion startet die Maschine automatisch, wenn der Stromtarif am günstigsten ist. Preis: 1.360 Euro Miele

Jesteburger Sonnenhaus

Unser Traumhaus

Sonne auf Vorrat Wer sich einen Solarstromspeicher anschafft, hat die Wahl zwischen zwei Technologien: Blei-Akkus werden seit vielen Jahren in der Industrie und im Fahrzeugbau (Autobatterie) eingesetzt. Die Technologie ist dementsprechend erprobt und es gibt langjährige Erfahrungswerte mit Blei-Batterien. Handelsüblich sind Blei-SäureBatterien. In jüngster Zeit sind auch Blei-Gel-Batterien auf den Markt gekommen, die teurer sind als Blei-Säure Batterien, dafür jedoch wartungsfreundlicher. Lithium-Ionen Akkus als Solarstromspeicher sind in dieser Größenordnung noch nicht so lange vertreten. Dementsprechend gibt es weniger Erfahrungswerte, was ihre Langzeittauglichkeit angeht. Blei-Gel-Akkus haben weniger Speicherkapazität und einen geringeren Wirkungsgrad (bis 86 Prozent, Lithium-Ionen-Speicher bis zu 95 Prozent). Dafür sind Solarstromspeicher auf Blei-Basis deutlich günstiger als Lithium-Ionen-Speicher.

Vielfalt ist planbar: Die System-Architektur von Heinz von Heiden bietet unbegrenzte Möglichkeiten, ein Massivhaus durch individuelle Ausstattungsoptionen zum persönlichen Unikat zu machen. Heinz von Heiden steht für höchste Qualität und Zuverlässigkeit – von der Beratung über die Planung und Baubetreuung bis zur Ausführung.

Mein Frischlufttraum Die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung von Pluggit versorgt die Heinz von Heiden-Massivhäuser aktiv mit frischer, sauberer Luft, spart Heizenergie und schenkt perfektes Wohlfühlklima. Auch Allergiker können aufatmen, denn Hausstaub, Pollen und Milben werden in die Schranken verwiesen.

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HÄUSER

EN ER GIEEFF IZEN T BA U E N

Klassiker mit praktischen Details

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ei steigenden Energiepreisen die Nerven zu behalten, wird für Bauherren des neuen Haus-Modells „Neo 312“ ein Kinderspiel. Dank des energetischen Standards eines Effizienzhauses 55 ist der Energieverbrauch so gering, dass die Betriebskosten auch in Zukunft niedrig bleiben. Mit diesem Energiekonzept verbraucht das Haus nämlich 45 Prozent weniger

Energie als es die gesetzlichen Vorgaben verlangen. Dafür sorgen unter anderem die optimal gedämmte „Thermo+“-Gebäudehülle im Zusammenspiel mit der effizienten Wärmepumpe. Eine moderne Fußbodenheizung verteilt die Wärme für ein behagliches Wohngefühl im gesamten Gebäude. Die moderne Heiztechnik geht einher mit einer wohl durchdachten Raumaufteilung. Von außen wirkt die Gebäude-

SICHTACHSE Eine bodentiefe Verglasung im Elternbad lässt Tageslicht ins Treppenhaus fallen ohne zu viel von der Privatsphäre des Badezimmers Preis zu geben.

PLATZ DA! Dank des 1,30 Meter hohen Kniestocks bieten die großzügigen 16 Quadratmeter der Kinderzimmer unter dem Dach genug Raum zum Spielen, Toben und auch für Möbel.

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Grundrisse und technische Daten ab Seite 96.

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HAUS KOMPAKT Dank der Erker gewinnt das kompakte Haus für Stadtgrundstücke nicht nur an Wohnfläche sondern auch an architektonischem Ausdruck.

form kompakt und ist gut geeignet auch für kleinere Grundstücke im urbanen Raum – klassisch mit Satteldach, aber geschmackvoll ergänzt mit zwei farblich abgesetzten Erker verleihen dem „Neo 312“ seinen ganz eigenen Charakter. Im Innenraum bietet sich den Bewohnern eine großzügige Raumaufteilung: 74 Quadratmeter Fläche für Eingangsbereich, Kochen und Essen sowie Wohnzimmer, die offen ineinander übergehen. Ein raumgewinnendes Detail ist die in den Erker integrierte Küchenzeile, sodass hier ein Arbeitsbereich entsteht, den jede Köchin, jeder Koch lieben

wird. Eine weitere praktische Lösung präsentiert sich mit der geräumigen Abstellkammer unter der Geschosstreppe – zu betreten über den Hauswirtschaftsraum. Sogar ein Arbeitszimmer findet hier noch Platz. Eine weitere Besonderheit wartet am oberen Absatz der Treppe – eine Glaswand, durch die das Licht aus dem Elternbad auf die Stufen scheint. So entsteht Offenheit und Transparenz. Das Elternbad weiß ohnehin zu überzeugen: Fast 13 Quadratmeter Wellness, nur übers Elternschlafzimmer zu betreten, mit Badewanne und separater Dusche.

Mit 1,30 Meter Höhe ermöglicht der Kniestock eine optimale Nutzung der Flächen unter der Schräge. Auch die beiden Kinderzimmer im Dachgeschoss profitieren von diesem Raumangebot, das zusätzlich um ein eigenes KinderDuschbad ergänzt wird. Doch damit nicht genug: Im Flur unter dem Dach kommt sogar noch ein Schreibtisch unter. So können beide Elternteile auch zu Hause arbeiten. Wer neugierig geworden ist, wie das Musterhaus „Neo 312“ aus der Nähe aussieht, ist herzlich eingeladen in die Ausstellung Eigenheim und Garten in Bad Vilbel. ■

■ FingerHaus GmbH, Auestraße 45, 35066 Frankenberg/Eder, Tel.: 06451 504-0, info@fingerhaus.de, www.fingerhaus.de 57

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Voller Energie Binnen sechseinhalb Monaten entstand in der kleinen Ortschaft Rolfshagen im Auetal das erste niedersächsische Einfamilienhaus im Energie-Plus-Status. Es stellt mehr Energie bereit, als die Bewohner benötigen.

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on Anfang an wünschten sich Ann-Kristin (30) und Christoph Held (30) ein Haus im friesischen Baustil, weil es Geborgenheit vermittelt und eine besondere Gemütlichkeit ausstrahlt. Als ihnen die gemietete Drei-Zimmer-Wohnung zu klein wurde, entschlossen sie sich zum Hausbau. „Wir wollten selber bauen, da wir festgestellt haben, dass es kaum günstiger ist, ein Haus zu mieten oder eine Gebrauchtimmobilie entsprechend unseren Wünschen zu modernisieren“, berichtet der Bauherr. Hohe Ansprüche stellte das Ehepaar von vornherein an ein modernes Energiesystem: Eine Photovoltaikanlage sollte in jedem Fall aufs Dach und für eine weitere Form, erneuerbare Energien zu nutzen, waren beide offen. Ihr Architekt präferierte eine konventionelle haustechnische Lösung, was den Erwartungen der Bauherren nicht entsprach. Deshalb engagierten sie für die Haustechnik einen Fachhandwerksbetrieb aus dem Ort. Dieser schlug vor, die hocheffiziente Gebäudehülle im KfW-Effizienzhaus-Standard 55 durch intelligente Haustechnik zu optimieren, wodurch

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der Energie-Plus-Status erreicht werden sollte. Aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit mit Bosch Thermotechnik Buderus Deutschland hat der versierte Installateur- und Heizungsbaumeister Ulf Stuckenberg schon einige ausgefallene Haustechniklösungen realisiert. Ann-Kristin und Christoph Held waren gleich Feuer und Flamme.

Konsequentes Energiesparkonzept Bei der Haustechnik greifen viele Komponenten ineinander: Eine Photovoltaikanlage mit 6 kWp Leistung produziert Strom, der als Haushaltsstrom und zum Antrieb der Sole/ Wasser-Wärmepumpe genutzt wird. Herstellerkontakte ab Seite 97.

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SONNE TOTAL Eine Photovoltaik-Anlage produziert Strom, der als Haushaltsstrom und zum Antrieb der Sole/WasserWärmepumpe genutzt wird. Zwei Solarthermie-Kollektoren dienen der Brauchwasserbereitung.

und Wärmepumpe aufnimmt und bevorratet. So ist stets genügend Heizwärme und Warmwasser vorhanden. Im Sommer wird überschüssige Energie, die die Photovoltaikanlage produziert, ins Netz des Energieversorgers eingespeist. Sehr wichtig für das Haustechnikkonzept ist auch die Fußbodenheizung von Empur. Weil sie eine große Strahlungsfläche hat, wird sie mit einer niedrigen Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius betrieben. Das wiederum erhöht die Leistungszahl der Wärmepumpe und somit die Gesamteffizienz des Systems enorm. Der letzte „Baustein“ im Haustechnik-System ist die kontrollierte Wohnraumlüftung. Als wichtiger Teil im konsequenten Energiesparkonzept übernimmt sie den automatischen Luft wechsel und unterstützt den Wohnkomfort zu reduzierten Heizkosten.

Wohnlichkeit pur

Diese entzieht dem Erdreich kostenlose Wärmeenergie über Flächenkollektoren, die in 1,20 Meter Tiefe auf dem Grundstück verlegt sind und führt sie einem 830-Liter-Heizwasser-Pufferspeicher mit Trinkwassererwärmung zu. Die Brauchwasserbereitung erfolgt größtenteils über eine thermische Solaranlage, bestehend aus zwei Flach-

kollektoren mit je 2,5 Quadratmetern Fläche. Ein Kaminofen mit Heizwasser-Wärmetauscher ergänzt das System und unterstützt die Wärmepumpe und Warmwasserbereitung: Ihn durchlaufen Rohre, in denen das Wasser erhitzt wird. Es gelangt anschließend in den multivalenten Pufferspeicher, der auch die Wärmeenergie von Solarthermie

Die Empur-Fußbodenheizung im Noppenverlegesystem garantiert die optimale Temperaturverteilung im Haus. Angenehme Wärme an den Füßen und ein kühler Kopf sorgt bei den Helds für allgemeines Wohlbefinden. Denn je niedriger die Temperatur der Heizfläche und je höher der Anteil an Strahlungswärme, desto größer ist die thermische und subjektiv empfundene Behaglichkeit. Christoph Held beschreibt seine Erfahrung: „Früher stand ich einer wassergeführten Fußbodenheizung skeptisch gegenüber und hatte Sorge, dass es immer zu warm von unten und somit unangenehm ist. Das ist jedoch gar nicht so, im Gegenteil: Durch die Niedrigtemperatur nimmt man die Fußbodenheizung kaum wahr, sie sorgt vielmehr für ein permanentes Wohlgefühl.“ Das gleichmäßige Temperaturprofi l hat aber noch weitere Vorteile: Unangenehme Staubaufwirbelungen werden vermieden und empfindliche Nasen geschont. Außerdem ist der flächige Wärmespender unsichtbar verlegt und ließ den Bauherren viel Freiheit bei der Raumgestaltung. Verwendet wurde im Energie-Plus-Haus das hochwertige Empur-System „top-Nopp“. Es hat 59

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einen niedrigen Systemaufbau von nur 30 Millimetern und besteht aus trittfesten Systemplatten, in denen die Flächenheizung schneckenförmig in regelmäßigen Abständen von zehn Zentimetern verlegt ist. Anschließend folgte ein 35 Millimeter starker Estrichverguss, der die Wärme aufnimmt und sie gleichmäßig an die Räume abgibt. In jedem Zimmer befi ndet sich ein elektronischer Raumthermostat. Mit der vorhandenen Steuerung des Haustechnik-Systems kommen Christoph Held und seine Frau gut zurecht: „Das Regeln ist völlig unproblematisch! Lediglich zu Beginn der Ur-

laubszeit drücke ich zwei Tasten und nehme so eine Veränderung an der Wärmepumpe vor, damit diese während der Abwesenheit nicht unnötig Warmwasser produziert. Und ich regele die Fußbodenheizung über die Raumtemperaturregler etwas herunter.“ Dass ihr Einfamilienhaus energieautark und CO2-neutral ist, freut die jungen Bauherren ganz besonders, denn es bedeutet die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern und steigenden Strompreisen. ■ Text: Buderus / Empur / Manja Zander / Susanne Bischoff

Das Regeln ist völlig unproblematisch. Tastendruck genügt. Christoph Held

Feuer & Flamm e!

HEISSER OFEN Ein Kaminofen mit Heizwasser-Wärmetauscher unterstützt die Wärmepumpe und Warmwasserbereitung. Ihn durchlaufen Rohre, in denen das Wasser erhitzt wird.

NACHSCHUB Hier lagern die stolzen Bauherren das Holz für ihren Scheitholz-Kamin. Regenerative Energien sind die Basis des Energiekonzepts.

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TEAMWORK Der Strom der Photovoltaik-Anlage produziert die Antriebsenergie für die Sole-/ Wasser-Wärmepumpe, die mit Flächenkollektoren dem Erdreich Wärme entzieht.

SPART KOSTEN Die Fußbodenheizung von Empur hat eine große Strahlungsfläche. Deswegen wird sie mit einer niedrigen Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius betrieben. Das wiederum erhöht die Leistungszahl der Wärmepumpe. Und die Bauherren genießen die Fußwärme.

Heizen Einfach beim en. Strom erzeug

Familien sprechen für den Dachs.

Weil wir uns selbst mit Energie versorgen. Ein Haus bauen, einen Baum pflanzen – und eigenen Strom produzieren. Immer mehr Familien sind vom Dachs überzeugt und machen sich unabhängiger vom Energieversorger.

Alles spricht für einen Dachs. Der Dachs erzeugt bereits in über 33.000 Immobilien umweltfreundlich Wärme und Strom und ist nicht nur Europas meistverkaufte, sondern auch meistempfohlene Kraft-Wärme-Kopplung. Alle Gründe für einen Dachs unter www.derdachs.de

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FRISCHE LUF T MUSS SEIN Die Lüftungsnorm (DIN 1946-6) fordert ein Lüftungskonzept für alle Neubauten und die meisten Sanierungsfälle. Zentrale Lüftungsgeräte wie der „ComfoAir 350“ stellen eine ideale Lösung dar, um komfortabel für ausreichend Frischluft zu sorgen – im Sinne der Norm und der eigenen Gesundheit. Zehnder

Klimaretter

Wir verbringen den Großteil unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Ist die Luft verbraucht, zu feucht oder schadstoffbelastet kann sich das negativ auf unser Wohlbefinden auswirken. Zentrale Lüftungsanlagen sorgen für stets optimale Luft und sparen zudem wertvolle Heizenergie.

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hne Sauerstoff kann der Mensch nur wenige Minuten überleben. In Räumen mit schlechter Luft dafür erstaunlich lange, oft sogar ein ganzes Leben, allerdings mit unschönen Begleiterscheinungen: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übelkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen sind nur einige davon. Die Luft, die wir einatmen, hat nicht immer die optimale Luftfeuchtigkeit, oft

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schwirren in ihr Feinstaub und Pollen umher, und wenn länger nicht gelüftet wurde, steigt die CO2-Konzentration höher, als uns gut tut. Lüftungsanlagen sorgen dafür, dass in gut gedämmten Gebäuden stets optimale Luft verhältnisse herrschen. Denn anders als in älteren Häusern, die durch Wärmebrücken in der Fassade, Fenstern und Türen stets mit frischer Luft versorgt werden, werden diese Wärmelecks in modernen Neubauten oder nachträglich isolierten

Häusern bewusst ausgemerzt – so bleibt die Wärme im Haus und der Energieverbrauch sinkt. Der Preis: Der Luftaustausch muss neu organisiert werden.

Zentrale Wohnraumlüftung Ein zentrales Wohnungslüftungssystem verteilt über Luftkanäle Frischluft im ganzen Haus und leitet die verbrauchte Raumluft und unangenehme Gerüche Herstellerkontakte ab Seite 97.

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nach draußen ab. Gleichzeitig wird die Zuluft durch ein Filtersystem geführt, welches Pollen und Feinstäube entfernt, was besonders Allergikern zu Gute kommt. Da die Luftkanäle fest im Boden und der Decke installiert werden, eignet sich eine zentrale Wohnungslüftung vor allem für den Einsatz im Neubau. Eine nachträgliche Installation in Bestandsgebäuden ist nur mit großem Aufwand zu verwirklichen und rentiert sich daher selten. Besonders energieeffi zient arbeitet eine kontrollierte Wohnraumlüft ung in Kombination mit einem System zur (passiven) Wärmerückgewinnung. Dabei wird die Abluft an einem Wärmetauscher vorbei geführt, der ihr die Heizwärme entzieht, um damit in den Wintermonaten die kalte Zuluft vorzuwärmen. Moderne Wohnraumlüftungssysteme gewinnen etwas mehr als 90 Prozent der Heizwärme aus der Abluft zurück und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Heizkostenersparnis und zum Klimaschutz.

Was ist eigentlich „gute Luft? • Ein Idealwert für den Frischlu ftzu 30 Kubikmeter pro Person und

strom sind

Stunde. • Die relative Feuchte der Rau mluft muss über 30 Prozent liegen, aber sollte 65 Prozent nicht überschreiten. • Die Raumluft sollte frei von Schadstoffen sein: Ausdünstungen aus Baustof fen und Möbeln, sowie von Reinigungsmitt eln und Kosmetika beeinflussen die Luft negativ. Offene Flammen, Dunststoffe und Nikotin wirken sich ähnlich aus.

Schluss mit dem Hitzestau Im Sommer kann eine kontrollierte Wohnraumlüft ung außerdem dazu beitragen, die Raumtemperatur auf ein erträgliches Niveau herunter zu senken. Dann leitet sie nämlich kühle Nachtluft ins Gebäudeinnere und führt die aufgeheizte Raumluft nach draußen ab. Wird die Wohnungslüftung mit einem sogenannten Luftbrunnen kombiniert, kann dieser Effekt noch erhöht werden. Ein Luftbrunnen ist eine etwa zwei Meter tiefe Grube, die in Gebäudenähe ins Erdreich gegraben und mit Kies verfüllt wird. Am Grund des Luftbrunnes saugt die Lüft ungsanlage die Zuluft an. Da die Temperaturen im Erdreich weniger stark schwanken als an der Oberfläche, ist die Zuluft im Sommer angenehm kühl, im Winter liegt sie immer über dem Gefrierpunkt. Ein weiterer positiver Effekt: Das Kiesbett, durch welches die Luft angesaugt wird, hält Stäube, Aerosole und Geruchsstoffe zurück. (erv)

FÜCHSE FÜR ENERGIE-SPAR Das zentrale Lüftungssystem „recoVAIR“ von Vaillant kontrolliert in Ihrem Haus neben der Luftmenge auch die Luftqualität und spart gleichzeitig jede Menge Energie durch innovative Wärmerückgewinnung. Denn „recoVAIR“ nutzt bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern macht sich auch durch wesentlich niedrigere Heizkosten bemerkbar. Vaillant

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Die 3 größten Lüftungs-Irrtümer IRRTUM NR. 1

IRRTUM NR. 2

„Gekippte Fenster sorgen für dauerhaft frische Luft“ Eine durchgängige Kipplüftung bringt nur wenig Luftaustausch und ist dabei extrem ineffizient, da viel Wärme verloren geht. Zudem kühlt das Mauerwerk rund um das Fenster aus, wodurch sich ungesunder Schimmel bilden kann. Wesentlich effektiver ist regelmäßiges Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster für mindestens fünf Minuten. Auf diese Weise wird die Raumluft komplett ausgetauscht. Um Wärmeverluste zu vermeiden, sollten dabei die Heizkörperventile immer geschlossen werden.

„Wer eine Lüftungsanlage betreibt, darf die Fenster nicht mehr öffnen“ Das Öffnen der Fenster ist nicht mehr notwendig, denn das Belüftungssystem bringt ständig staub- und pollenfreie Frischluft ins Haus. Für viele Menschen ist das eine Umstellung, denn bereits von Kindesbeinen an lernen wir, dass es wichtig ist, ab und zu mal die Fenster zu öffnen, um kräftig zu lüften. Aber wer lüftet dabei schon richtig und effizient? Das ist aber das A und O, denn bis zu zehn Liter Wasser verdunsten täglich im Haushalt einer vierköpfigen Familie, unter anderem durch Putzen, Pflanzen gießen, Wäsche waschen und trocknen, Kochen, aber auch beim Baden und Duschen. Das erhöht die relative Feuchte der Luft, und es kommt zu Tauwasserbildung in kühlen Ecken, oft hinter Möbeln, aber auch in Bädern und Küchen – ideale Bedingungen für Schimmel. Eine Wohnungslüftungsanlage transportiert diese Feuchtigkeit aus der Luft zuverlässig ab, so dass keine Gefahr droht. Selbstverständlich dürfen die Fenster aber auch beim Betrieb einer Lüftungsanlage noch geöffnet werden.

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„Lüftungsanlagen erhöhen durch den ständigen Luftaustausch die Heizkosten“ Mit Lüftungsanlagen können die Energiekosten sogar reduziert werden, denn sie vermeiden Wärmeverluste, wie sie bei der Fensterlüftung entstehen. Geräte mit Wärmerückgewinnung sind besonders effizient. Sie können bis zu 95 Prozent der Wärme aus der Abluft zurückgewinnen und wieder ins Gebäude führen. Damit lassen sich die Heizkosten deutlich senken. Gerade angesichts der stetig steigenden Energiepreise sind Lüftungsanlagen also eine zukunftsweisende Investition.

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ANTI-SCHIMMEL-HELFER Eine kontrollierte Wohnraumlüftung wie „Danfoss Air“ sorgt für Frischluft ohne ständiges Fenster aufreißen. Auch beim Wäschetrocknen besteht keine Gefahr mehr, dass sich gefährlicher Schimmel bildet. Danfoss

SCHLAUE KOMBI Moderne Effizienzhäuser zeichnen sich durch eine gut isolierte Gebäudehülle und fortschrittliche Heiztechnik aus. Verfügen sie zusätzlich über eine integrierte Be- und Entlüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung sparen die Bewohner zusätzliche CO2-Emissionen ein, da die eingesetzte Heizwärme maximal ausgenutzt wird.

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WA SSER SPA R E N

ÖKONOMISCH Die „Grohe EcoJoy“ Einhand-Waschtischbatterie besitzt einen Durchflussmengenbegrenzer und Luftsprudler. Das Ergebnis: Ein voluminöser Wasserfluss, mit einer sparsamen Abgabemenge von 5,8 Litern pro Minute. Das schont Portemonnaie und Umwelt. Grohe

Hahn zu!

Armaturen und Duschköpfe, die sparsam mit dem kostbaren Gut Wasser umgehen, sind gern gesehen in deutschen Haushalten. BADEZIMMERFREUN D

Wasserspartipp

Die Waschtischmischer der Kollektion „Axor Starck Organic“ ermöglichen, intuitiv, ergonomisch und ökonomisch mit Wasser und Energie umzugehen. Wassermenge und -temperatur werden separat gesteuert. Axor/Hansgrohe

Orientierungshilfe: Das Well-Label

SCHICK

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SPARSAM

Mit der „Twist & Save“-Funktion der Damixa-Armaturen bestimmt der Verbraucher selbst, wann Wasser gespart werden soll. Die Technik spart zwischen 40 bis 50 Prozent beim Wasserverbrauch – ohne dadurch den Komfort zu beeinträchtigen. Mora

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Bei der Auswahl geeigneter Armaturen können sich Verbraucher auf das WELL Label verlassen. Das Gütesiegel der europäischen Sanitärindustrie signalisiert mit einem einfachen Buchstabencode, wie effizient Armatur und Brause mit Wasser und Energie umgehen. Klasse A bezeichnet den effizientesten Einsatz der Ressource. Bei den geprüften Armaturen und Brausen werden die Durchflussmenge und die Wassertemperatur bewertet.

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IN S TA LLAT ION E N

ENERGIE & TECHNIK

OB NEUBAU ODER SANIERUNG

Volles Rohr!

Hausbesitzer, die für ihre Trinkwasserinstallation Rohrleitungen aus rostfreiem Edelstahl wählen, haben die Gewissheit ganzheitlicher Sicherheit: Die hochglatte Oberfläche von Edelstahl garantiert optimales Fließverhalten und beugt mikrobielle Verkeimung und Biofilmen zuverlässig vor. Edelstahl Rostfrei e.V.

Die Versorgung mit Trinkwasser übernehmen die örtlichen Wasserwerke – aber nur bis zur Bordsteinkante. Die Verantwortung darüber, wie das Wasser von dort zu Ihrer Armatur gelangt, übernehmen Bauherren und Hausbesitzer. Von der Wahl hochwertiger Trinkwasserleitungen profitieren Sie viele Jahre.

KEINE CHANCE FÜR KEIME Das Alpex-Mehrschichtverbundrohr „F50 Profi“ für die Trinkwasserinstallation ist laut Herstellerangabe lebensmittelgeeignet und physiologisch unbedenklich. Dank Durchflussoptimierung wird ein regelmäßiger Trinkwasseraustausch gewährleistet und dadurch die Keim- und Bakterienbildung reduziert. Fränkische Rohrwerke

FREIE ROHRE Mit einfachen Methoden kann das Trinkwasser in den eigenen vier Wänden in seiner Qualität verbessert und Verkrustungen in den Rohren vorgebeugt werden. Der „Watercat Cube“ beispielsweise arbeitet auf physikalischer Basis. Bevor das Wasser sich seinen Weg in das Haus bahnt, wird dieses durch den mit Katalysator-Granulat gefüllten Behälter geführt. Hier kann der Kalk schonend auskristallisieren. Die so entstandenen Kristalle verbleiben schwebend im Wasser und haben keine Chance mehr, sich an den Rohrwänden, in der Waschmaschine oder dem Bügeleisen festzusetzen. Watercat

DAUERHAFT HYGIENISCH Für dauerhaft sauberes Wasser ist es unerlässlich, bei der Wahl der Trinkwasserrohre auf Qualität zu achten. Mit dem Installationssystem „Rautitan“ sind Bauherren langfristig auf der sicheren Seite. Rehau

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TER R A SSE & GA R TEN

Gepflegtes Auftreten Der wohl beliebteste Werkstoff im Garten ist Holz. Der Nachteil: Es ist nicht besonders haltbar. Wer für schöne Terrassendielen nicht zu robustem Tropenholz greifen will, sollte sich mit Hölzern aus heimischen Wäldern auseinandersetzen. Denn diese bieten mittlerweile eine echte Alternative.

THERMOHOLZ Wer Holz aus heimischen Wäldern bevorzugt und hohe Anforderungen an die Haltbarkeit stellt, trifft mit „Thermoholz Esche“ eine gute Wahl. Mit Hilfe eines modernen Verfahrens wird das Holz ohne Einsatz von chemischen Zusatzstoffen dauerhaft und formstabil gemacht. Osmo

BARFUSSDIELEN Die WPC-Terrassendielen „Relazzo“ vereinen die Natürlickeit von echtem Holz mit den Vorteilen hochwertiger Kunststoffe. Die Dielen sind laut Hersteller splitterfrei, formstabil und resistent gegen Umwelteinflüsse. Die Dielen sind geriffelt oder gezahnt erhältlich. Rehau

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UV-

beständig

EDEL UND STARK Silvadec Verbundholz (WPC), bestehend aus 65 Prozent Holzfasern, 35 Prozent HightechPolymeren und Pigmenten, ist witterungsund UV-beständig und das ohne Nachbehandlung. Der Verbundstoff ist vollständig recycelbar, die Oberfläche splitterfrei.

Silvadec/Kurz KG Bad Kreuznach

zen, zum Beispiel ätherische Öle, ein, die Schadpilze abwehren. Das ist auch nötig, denn immerhin müssen die Bäume in dem feucht-warmen Klima sehr aggressive Schädlinge abwehren. Ein Terrassenbelag aus Bangkirai oder Teak gilt deshalb als äußerst robust und langlebig. Da konnten die meisten heimischen Holzarten bisher nur schwer mithalten. Eine gute Alternative ist jedoch gerbstoff reiches, fäulnisresistentes Holz, wie das der in Europa beheimateten Robinie oder der EdelKastanie. Auch die Douglasie weist als Terrassenholz eine lange Haltbarkeit auf, sofern gewährleistet ist, dass

Regenwasser schnell abfließen kann. Für Dauerhaft igkeit steht auch Eichenholz, der Preis ist allerdings hoch. Doch mittlerweile gibt es verschiedene Holzschutz-Verfahren, die viele weitere heimische Hölzer für den Außenbereich haltbar machen.

Wachs oder Wärme Kiefer, Buche oder Esche erhalten beispielsweise mit Hilfe von Wachs eine hohe Haltbarkeit. Und wie funktioniert das genau? Bei diesem Verfahren werden die Hölzer in riesigen Druckbehältern vollständig mit heißem Wachs

Bild: aboutfoto / Fotolia.com

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arum werden für Gartenmöbel oder Terrassendielen eigentlich häufig Tropenhölzer verwendet, anstatt einfach Holz aus heimischen Wäldern zu beziehen? Immerhin sind die Folgen der Nachfrage nach Tropenholz doch bekannt: In sämtlichen Regenwäldern dieser Erde wird Raubbau betrieben. Und nein, auch Zertifi kate für nachhaltige Forstwirtschaft helfen hier nicht wirklich weiter. Die Antwort ist recht simpel: Tropische Holzarten weisen eine dichte Faserstruktur auf und lagern Substan-

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TER R A SSE & GA R TEN

(Paraffi n) durchtränkt. Jede einzelne Zelle wird dabei ausgefüllt. Das Wachs in dem als Dauerholz bezeichneten Produkt wirkt effektiv gegen Schädlinge, Pilze und Feuchtigkeitsschäden. Bei einer anderen Variante werden die Hölzer durch Hitzeeinwirkung konserviert. Mit diesem Prinzip wussten sich schon die Menschen in der Steinzeit zu helfen – indem sie die Spitzen ihrer Speere und Lanzen im Feuer härteten. Heutzutage wird das Holz über 40 bis 60 Stunden bei geringem Sauerstoffgehalt und unter Zufuhr von Wasserdampf auf über 200 Grad Celsius erhitzt. Dadurch verändert

sich die physikalische Struktur des Holzes und es ist deutlich länger haltbar. Einige Hersteller geben auf Terrassendielen aus diesem Thermoholz bis zu 25 Jahre Garantie.

Holz und Kunststoff Sind Sie auch schon über den Begriff WPC gestolpert? Er steht für WoodPlastic-Composites, also Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Um diesen zu erhalten, werden Holzabfälle zu Sägemehl zerkleinert und mit Kunststoffen wie Polypropylen (PP) oder, seltener, Polyethylen (PE) gemischt.

Der Holzanteil bei diesem neuen Werkstoff liegt zwischen 50 und 90 Prozent. WPC-Dielen überzeugen daher gleich in mehreren Punkten: Der Kunststoff macht den Terrassenbelag pflegeleicht, witterungsbeständiger und splitterfrei. Durch das Holz behält er seinen natürlichen Charakter und die typisch warme Oberfläche. WPC-Dielen sind außerdem zu 100 Prozent recycelbar. Ob robuste heimische Holzarten, Dauerholz, Thermoholz oder WPC: Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, fi ndet garantiert Alternativen zu Tropenholz. (gra) ■

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GRAS DIELEN AUS WIESEN Biowert Terrassendielen werden aus einem umweltfreundlichen Naturfaser-Verbundwerkstoff hergestellt: „AgriPlast“ besteht aus 25 Prozent Recycling-Kunststoff und 75 Prozent Zellulose, die im hessischen Odenwald aus Wiesengras gewonnen wird. Biowert

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Hergestellt wird die Terrassendiele „Elbe“ aus PEFC-zertifizierter deutscher Kiefer, die bis in den Kern mit Wachs durchtränkt wurde. Auf die Dauerhaftigkeit gibt es laut Hersteller 15 Jahre Garantie. Dauerholz Herstellerkontakte ab Seite 97.

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U R B A N GA R D EN IN G

Grün, grün, grün

sind alle meine Dächer „Urban Gardening“ ist nicht nur bei Hipstern beliebt. Beete an Orten zu pflanzen, die brach liegen und eher wenig mit Tomaten und Bohnen gemein haben, ist angesagt – auch bei älteren Semestern.

ON THE TOP Vom Deck des Züblin-Parkhauses haben die Stadtgärtner einen weitreichenden Blick über die Dächer Stuttgarts.

M

ittlerweile ist auch bei uns angekommen, was im letzten Jahrtausend mit den begrünten Trassen-Flächen des „High Line“-Parks in New York begann. Damals entstand eine grüne Insel auf einer Bahntrasse und mit ihr eine Oase der Ruhe inmitten des schnellen Großstadttreibens. Zwar ist kaum eine deutsche Stadt mit dem „Big Apple“ vergleichbar, doch die Deutschen suchen ebenfalls nach städtischer Entschleunigung. Denn einst prägten Betonwüsten und riesige, plumpe Bauten das Bild vieler deutscher Innenstädte. Sie waren Zeugnisse vergangener Bausünden und Grund für eine schwindende Attraktivität vor Ort. Erst nach und nach – nicht zuletzt durch einen spürbaren Wandel in der Altersstruktur – gewinnen die Kernbereiche in den Städten wieder an

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Anziehungskraft. Downtown zu leben ist in. Und wem der Garten vorm Haus fehlt, der sucht sich Ersatz und pflanzt dort, wo es keiner erwartet – warum nicht auf ei-

nem Parkhausdeck? So tat es beispielsweise 2013 die Ebene 0, ein Kulturverein in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. (tel) ■

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Bilder: Harald Völkl

HOCH HIN AUS Sonnenblumen können bis zu zwei Meter hoch werden. Hier ist dafür ausreichend Platz – auch nach oben.

KRÄUTERGA RTEN Kräuter sind sehr beliebt bei den Gärtnern. Außerdem sind sie ähnlich wie Blumen ein Genuss fürs Auge.

Die Ebene 0 bietet ein Forum für künstlerische Arbeiten, in denen Stadt und urbanes Leben im Vordergrund stehen. Seit Sommer 2013 bauen die jungen Kreativen zusammen mit der Nachbarschaft auf der obersten Etage des Parkhauses einen Teil der Parkfläche zum temporären Gemeinschaftsgarten um. Energiesparhäuser + ökologisch bauen hat bei der Ebene 0 nachgefragt und mit Franziska Bettac, eine der Initiatorinnen, gesprochen: Wer kommt auf das Dach des Parkhauses und gießt sein Beet? Bettac: Unsere Gärtner kommen zum einen aus den angrenzenden Stadtvierteln, andere sind Gäste des Projektraums und so auf das Projekt aufmerksam geworden. Von Familien mit Kindern bis zu Rentnern sind alle Altersgruppen vertreten. Im letzten Jahr zur Fußball-WM sah man an den Beetdekorationen, dass wir viele Nationalitäten auf dem Dach vertreten haben.

Was wird gepflanzt? Bettac: Hauptsächlich Gemüse und Salat in Form von Tomaten, Rucola, Radieschen, Zucchini und Kräuter. Aber viele Gärtner haben auch Blumen. Wie entstand die Idee, die Ebene 0 um das Urban Gardening zu erweitern? Bettac: Das ist aus dem Raum entstanden. Das oberste Deck des ZüblinParkhauses ist eine Oase zwischen Rotlichtviertel und Cityring – ruhig, aber zentral. Besonders gut gefällt uns das Wortspiel: Lasst uns aus dem Parkhaus ein Park-Haus machen! Mit welchen Erwartungen kommen die Menschen zum Urban Gardening? Bettac: Wahrscheinlich wegen des Spaßes am Experiment, denn zur Selbstversorgung reichen die kleinen Beete kaum aus. Vielmehr kann man unkompliziert Kontakte knüpfen – ohne Zwang, mit einem Gläschen in der Abendsonne. Im

Sommer gibt es Lesungen, Filmabende, Ausstellungen oder Theateraufführungen. Für echte Städter ist es toll, etwas wachsen zu sehen. Wie verändern Grünflächen in Form des Urban Gardening das Stadtbild? Bettac: Ich weiß nicht, ob kleine Gärten wirklich das Stadtbild verändern. Aber sie demonstrieren einen anderen Umgang mit Stadt. Manchmal muss man nur fragen und anfangen: Die Parkhausbetreiber, die Anwohner, Firmen für Erde und sonstiges Material, den Bezirksbeirat. Ganz unvermutet sind in einer Stadt wie Stuttgart, die unter einem großen Immobiliendruck leidet und scheinbar nur wenig Freiraum bietet, doch alternative Projekte möglich. Das Projekt zeigt, dass mit kleinem Aufwand eine Menge zu erreichen ist – unabhängig davon, wie lange das Projekt nun bestehen wird. Vielen Dank für das nette Gespräch. Das Interview führte Philip Teleu.

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HÄUSER

EN ER GIEEFF IZEN T BA U E N

Leben, wo andere Urlaub machen

GEMÜTLICHKEIT Die hellen Kiefernwände und Balkendecken erzeugen ein wohltuendes Wohnklima und zaubern Geborgenheit und Wärme in die Räume.

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ange bevor er und seine Frau daran dachten ein Eigenheim zu bauen, begeisterte sich Jan Zöller schon für Massivholzhäuser. Glücklicherweise hatte auch Sibille Zöller keine Vorbehalte gegenüber Holz als Baustoff und auch die Wohngegend stand schnell fest: „Wenn schon Traumhaus, dann bitte gleich in unserer Lieblingslandschaft – den Alpen!“,

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erzählt Jan Zöller. Man könnte meinen, dass dort Wohnblockhäuser sowieso üblich seien, tatsächlich aber ist das Haus „Tiroler Schatzkästchen“ das einzige reine Massivholzhaus in der Nachbarschaft. „Die Energievorschriften für neue Wohnhäuser sind in Österreich noch strenger als in Deutschland, aber die 27 Zentimeter dicken Vollholzwände unseres Hauses erfüllen diese Vorschriften ohne Probleme“, erklärt der

Hausherr und freut sich über die niedrigen Heizkosten – es sind die niedrigsten in der ganzen Nachbarschaft – die er trotz langer, harter Winter hat. „Die Außenwände bestehen ausschließlich aus dem Holz skandinavischer Kiefern, da diese Holzart besonders robust und wetterfest ist. Außerdem sind sie durch die Fertigkonstruktion absolut winddicht und sogar setzungsfrei, weshalb wir nach dem Hausbau nicht mehr am

Grundrisse und technische Daten ab Seite 96.

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Haus herumwerkeln müssen.“ Zusammen mit dem Haushersteller planten die Zöllers ihr Haus ganz nach ihren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen, immer mit Blick auf die regionalen Grundstücksverhältnisse. Dabei profitierten sie von der langjährigen Erfahrung des Holzhausspezialisten, auf dessen Häuser sie in Zeitschriften aufmerksam geworden waren. „Als wir das Musterhaus unseres Herstellers besichtigten, fiel uns gleich das angenehme Raumklima auf und wir waren begeistert von dem hellen Ambiente der Räume“, erinnert sich Sibille Zöller. So wählte das Paar auch für sein eigenes Haus weiß verputzte Trennwände (Ständerbau) im Innenbereich und ließ große, bodentiefe Fensterfronten einplanen. Da der neue Wohnort monatelang sehr schneereich sein kann, müssen Dachstuhl und Dach ent-

sprechend belastbar sein: Eine Tonne Schneelast pro Quadratmeter kann das Dach verkraften. Beim Hausbau selbst entschied sich das Ehepaar für die vom Hersteller angebotene „Richtmeistermontage“, bei der Bauherren unter der Anleitung und Vorarbeit eines Richtmeisters ihr Haus selbst mit aufbauen können. Das spart Kosten und macht vor allem stolz.

Reibungslos Jan Zöller betont: „Bei uns lief alles plangemäß und termingetreu. All die Baustellengeschichten über Pfuscherei und ungenau arbeitende Handwerker kennen wir nur vom Hörensagen.“ Die hellen Kiefernwände und Balkendecken erzeugen nicht nur ein wohltuendes Wohnklima, sondern zaubern auch Geborgenheit in alle Räume.

TRAUMLAGE Die Lage in den Alpen lässt bei den stolzen Bauherren Ferienstimmung aufkommen, sobald sie zuhause sind. Gegen die schneereichen Winter ist das Haus dank dicker Wände gefeit.

Drinnen dürfen die unbehandelten Wände etwas nachdunkeln, während sie draußen zweimal geölt wurden – davon einmal mit Wachs – um die Optik zu erhalten. Zwar benötigt ihr Haus keinen Witterungsschutz, jedoch möchten die Hauseigentümer lieber kein durch Wind und Wetter langsam vergrauendes Haus. Der Grundriss des Hauses ist annähernd quadratisch und wird nur an der Südseite mit einem über beide Etagen verlaufenden Zwerchhaus ergänzt. Die Raumaufteilung ist klassisch mit Diele, Gäste-WC, Heizungsraum, Wohn/Essraum und Küche im Erdgeschoss, sowie Flur, Schlafzimmer, Badezimmer (Wellnessoase), Bibliothek, Gästezimmer und Gäste-Dusche/WC im Obergeschoss. Durch den hohen Kniestock und die großzügige Gaube an der Südseite gilt das Obergeschoss als Vollgeschoss. ■

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HÄUSER

SC H RITT F Ü R SC H R ITT Z U M E N E R GIE S PA R H A U S

Ökologisch &

ökonomisch bauen

Wer heute neu baut, kommt an der Frage nach Energieeffizienz nicht mehr vorbei. Es gehört vielmehr zum guten Ton. Doch wie viel Technik und finanzieller Aufwand sind nötig, um der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel gleichermaßen gerecht zu werden?

Wohnfläche Bauweise

PASSIVHAUS Im englischen Kent ließen sich Adriana und Ralph Lovesy ein Passivhaus errichten, das durch eine außergewöhnliche Gebäudeform punktet.

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eit fast einem Jahr gilt die verschärfte Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV). Diese gesetzlichen Richtlinien geben Sanierern und Bauherren einen Rahmen aus Zahlen und Werten vor, um einigermaßen energieeffizient zu bauen. Warum eigentlich? An erster Stelle stehen die Ziele der Regierung in allen Bereichen CO2 einzusparen, um die Energiewende umzusetzen. Dabei handelt es sich nicht einfach um ein politisches und abstraktes Ziel, sondern um unser Klima, dass sich leider nicht zum Besseren entwickelt, wenn wir nichts unternehmen. Aber was haben die privaten Haushalte damit zu tun? Berechtigte Frage! Sage und schreibe über ein Viertel der Endenergie in Deutschland verbrauchen wir in den eigenen vier Wänden, um Heizwärme und Warmwasser zu erzeugen. Die anderen drei Energieschlucker sind Verkehr, Industrie und Gewerbe. Grund genug sich mit dem Thema zu beschäft igen.

Energiesparen laut Gesetz Wer sich beim Hausbau nicht daran hält, also keinen Energieausweis vorlegen kann, darf nicht bauen – ganz einfach. Wer hingegen energiesparender baut, also einen der förderfähigen Effizienzhausstandards (70, 55, 40) erfüllt, bekommt als Belohnung zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse (Programm 153) der staatlichen Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Sogar Landkreise und Kommunen belohnen mit jeweils eigenen Mitteln energieeffizientes Bauen. Dass soll Bauherren motivieren schon heute zukunftsfähig zu bauen. Leider bleiben bei den gesetzlichen Vorgaben wirkungsvolle Konzepte, wie das Passiv- oder das Aktivhaus, noch unberücksichtigt. Auch energieautarke Häuser sind mittlerweile realisierbar und bleiben vom Gesetzgeber fördertechnisch unberücksichtig. Mehr Lohn als für ein Effizienzhaus 40 bekommt man noch nicht. Zudem ist vielen Bauherren meist nicht bewusst: Die Betriebskosten machen einen großen Teil der laufenden Kosten

eines Hauses aus. Wer also heute zirka 10 bis 15 Prozent mehr in einen Neubau investiert, spart sich viele tausend Euro Heizkosten über die Jahre. Auch im Rentenalter fühlt man sich sichererer, wenn man nicht mit hohen Betriebskosten zu kämpfen hat. Durch eine ausgewogene Planung, die unbedingt zusammen mit einem unabhängigen Energieberater erfolgen sollte, lässt sich das realisieren.

Gut geplant, ist halb gespart!

Gebäudeform Energie sparen. Erker und Gauben vergrößern beispielsweise die Hüllfläche des Gebäudes, durch die zusätzlich Wärme entweicht, selbst wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Das A und O ist die sinnvolle und lückenlose Dämmung des Hauses. Bodenplatte, Fassade und Dach sollten gut eingepackt sein und dürfen einen bestimmten U-Wert [Wärmedurchgangskoeffizienten: Außenwand 0,24 W/

An erster Stelle steht die Architektur eines Gebäudes – auch aus energetischen Gesichtspunkten. Um Energie einzusparen, 1. Finden Sie einen Energiebera ter sind also nicht in erster 2. Legen Sie ein Budget fest Linie hochtrabende tech3. Finden Sie ein Grundstück nische Lösungen not4. Entwickeln Sie gemeinsam eine n Entwurf wendig. Bereits die Ori5. Erarbeiten Sie gemeinsam ein entierung des Hauses Energiekonzept 6. Finden Sie die passende För nach Himmelsrichtungen derung 7. Stellen Sie mit Hilfe des Ene bringt viel. So lassen sich rgieberaters wenig bis nicht beheizte einen Förderantrag Räume wie das Treppen8. Legen Sie einen Finanzierung splan fest haus, die Garderobe, die 9. Suchen Sie einen kompetenten Baupartner Gästetoilette und auch 10. Holen Sie verschiedene Ang ebot e ein der Technikraum auf der 11. Vergleichen Sie diese Nordseite unterbringen. 12. Bauvertrag prüfen und absc hließen Das hat damit zu tun, dass 13. Bauphase von Energieberater begl in unseren Breitengraeiten lassen 14. Finale Abnahme mit Energie den relativ wenig Sonne berater (inkl. auftrifft und Räume mit Blower-Door-Test), Bestätigung für die Förhohem Heizwärmebederung durch die KfW darf wie Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Büro mühevoll aufzuheizen wären. Wohingegen sie auf der Südseite durch viel Sonnenlicht auf (m2K), Bodenplatte 0,3 W/(m2K)] nicht natürliche Weise Wärme erhalten. Aus überschreiten. Dieser ist beispielsweise diesem Grund lohnt es sich, große Fens- ebenfalls in der EnEV 2014 als Grenzter, verglaste Terrassentüren und Balko- wert angegeben. ne eher südseitig anzubringen. Denken Sie gleich auch an eine gute Verschat- Holz oder Stein? tung – am besten von außen. Denn auch das Haus kühl zu halten, frisst viel Ener- Es spielt keine große Rolle, ob Sie sich gie. Wer hier Außenjalousien oder einen für ein Holzfertighaus, ein aus Ziegroßzügigen Dachüberstand eingeplant geln oder Porenbeton errichtetes Haus hat, profitiert zusätzlich von einem an- entscheiden. Wichtig ist die Qualität genehmen Klima und ganz nebenbei der Ausführung. Die Gebäudehülle von einer schattigen Terrasse. Des Wei- muss dicht sein und Fenster sowie Tüteren lässt sich durch eine kompakte ren absolut fugenfrei in der Fassade

14 Schritte zum Energiesparhaus

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SC H RITT F Ü R SC H R ITT Z U M E N E R GIE S PA R H A U S

sitzen. Holzkonstruktionen brauchen beim gleichen Dämmwert lediglich etwas weniger Dicke. Erst durch einen sogenannten BlowerDoor-Test am Ende der Bauarbeiten wird die Dichtigkeit überprüft. Genügt dieser den gesetzlichen Grenzwerten, erhalten Sie den Energieausweis und noch viel wichtiger: Ihre Fördergelder!

Gut gedämmt ist halb geheizt! Eine große Rolle spielt selbstverständlich auch die Heiztechnik in Ihrem künftigen Eigenheim. Denn je besser Ihr Haus gedämmt ist, desto weniger Brennstoff müssen Sie verheizen. Ge-

rade wer neu baut, hat die einmalige Gelegenheit auch das Grundstück danach auszuwählen. Wer beispielsweise gänzlich auf erneuerbare Energie setzen möchte, sollte prüfen, ob Schatten des Baumbestandes Solarthermie- oder Photovoltaik-Anlagen verdecken würde – oder ob in nächster Zukunft große Bauwerke in der Umgebung entstehen. Zudem lohnt es sich, vorab anzufragen, ob eine Geothermie-Bohrung möglich ist. Nicht jede Gemeinde stimmt dem zu und auch nicht jeder Boden eignet sich dafür. Dort wo beides nicht machbar ist, aber trotzdem gebaut werden soll, kann auch eine Luft-Wärmepumpe für Heizwärme und Warmwasser sorgen. Zusammen mit einer Fußbodenhei-

zung lässt sich ein solches System im Neubau wirtschaft lich betreiben. Prüfen Sie, ob in der Nähe Ihres Wunschgrundstückes vielleicht eine Fernwärme-Anlage liegt. Auch diese werden manchmal mit erneuerbarer Energie betrieben wie beispielsweise Wasserkraft oder Biomasse. Außerdem ist auch eine mit fossilen Brennstoffen betriebene Fernwärme-Anlage eine wirtschaft liche Option. Grundsätzlich gilt diese Art der Energiezufuhr als sinnvoll, nicht zuletzt weil Sie sich damit den Raum für die Brennstofflagerung sparen. Natürlich können mit modernen Heiztechniken auch fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas in den eigenen vier Wän-

Deutsche Energiestandards bei Neubau und Sanierung – sortiert nach Energieverbrauch

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KfW-Effizienzhaus 85

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KfW-Effizienzhaus 55

KfW-Effizienzhaus 40

Passivhaus

Nullenergiehaus/energieautarkes Haus

KfW-Effizienzhaus Plus/Plusenergie-Haus

Aktivhaus

Aktivhaus-Plus

Hausstandards

KfW-Effizienzhaus 100 Durchschnittliches Bestandsgebäude in Deutschland

Energieverbrauch

In Deutschland gibt es seit zirka 20 Jahren verschiedene Begriffe für energieeffiziente Gebäude und immer wieder kommen neue dazu. Ob staatlich geförderte Effizienzhäuser oder von Instituten und Vereinen entwickelte Gebäudekonzepte – wir haben die gängigsten gesammelt und anhand ihres Energieverbrauchs grob sortiert. Zu den ältesten Standards gehört das Passivhaus, auf dem sehr viele Konzepte aufbauen. Ganz neu und noch nicht final definiert sind das Aktivhaus und das Aktivhaus-Plus. Neben Energiebilanzen geht es insbesondere um Wohnkomfort.

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Nachgefragt bei... Weber-Haus verkauft viele Einfamilienhäuser im Effizienzhaus Plus-Standard. Wie viele genau sind das beziehungsweise wie viel Prozent vom Gesamtabsatz machen sie aus? Schwendemann: Das ist differenziert zu sehen. Durch den minimalen Wärmebedarf der Häuser ist das „Plus“ ja lediglich von der Größe der Photovoltaik-Anlage abhängig. Über 80 Prozent aller gebauten Häuser in 2014 sind in der Lage ins „Plus“ zukommen. Zirka 25 Prozent der Bauherren sehen von Beginn an eine Photovoltaik-Anlage vor.

… Klaus-Dieter Schwendemann, Marketingleiter bei WeberHaus

Was muss ein Bauherr für die technische Ausrüstung zum schlüsselfertigen Effizienzhaus Plus, sprich PV-Anlage und Speicher, in die Hand nehmen? Schwendemann: Hier ist sicher die technische Komponente entscheidend. Im Durchschnitt sollten 20.000 Euro für

den sparsam und effizient für Heizwärme und Warmwasser eingesetzt werden. Brennwerttechnologien sind längst nicht mehr wegzudenken. Vergessen Sie jedoch keinesfalls für eine gute Lüftungstechnik zu sorgen. Keime, Lärm und Feuchtigkeit haben zuhause nichts verloren – frische Luft dagegen schon. Eine zentrale oder dezentrale Lüftungsanlage hilft richtig zu Lüften und dank Wärmerückgewinnung ohne Heizwärmeverluste (mehr dazu ab Seite 62).

sinnvoll. Dieser ließ sich bisher nur in großem Stile nutzen, wenn ausreichend Sonne schien. Sobald Wolken am Himmel standen, musste doch wieder vom örtlichen Stromerzeuger zugekauft werden. Als teure Lösung galten bisher Stromspeicher, deren Preise jedoch laut aktuellen Berichten des Bundesverbandes Solarwirtschaft zuletzt um 25 Prozent fielen (lesen Sie dazu mehr auf Seite 51).

Sonne im Speicher

Standards mit Verfallsdatum?

Nach dem Boom der PhotovoltaikBranche wurde es plötzlich still um Sonnenstrom und Co., doch auch wenn man nun nicht mehr auf große Profite durch Einspeisungvergütung hoffen kann, ist der Eigenverbrauch

Viele Bauherren fürchten, dass die heutigen Standards irgendwann wieder Schnee von gestern sind. Steigen die Kosten für fossile Brennstoffe weiterhin, sind diese Befürchtungen berechtigt. Doch Dr. Christine Le-

die Photovoltaik-Anlage und den Speicher ausreichen. Gerade wenn es um das Thema Energieeffizienz geht, scheint die ökonomische Effizienz manchmal in den Hintergrund zu treten. Beim Effizienzhaus Plus geht es ja hauptsächlich um ein Plus im Jahresmittel. Inwieweit stehen hier technischer sowie finanzieller Aufwand und Nutzen noch im Verhältnis? Schwendemann: Durch die reduzierte Einspeisungsvergütung ist das „Plus“ inzwischen nicht mehr so attraktiv. Deshalb geht es vor allem um die Optimierung des Eigenverbrauchs von Strom. Die Photovoltaik-Anlage, optimal auf das Haus dimensioniert, bleibt eine sehr interessante Investition.

Vielen Dank für das Gespräch!

maitre, Geschäftsführerin der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) macht Mut: „Durch eine sorgfältige Planung werden zum Beispiel spätere Modernisierungen oder Umbauten leichter und preiswerter umsetzbar. Damit ist es einfacher, ein Haus auch nach 30 oder 40 Jahren neueren Standards anzupassen und Veränderungen vorzunehmen.“

Gut beraten? Ansprechpartner finden Sie bei den Verbraucherzentralen der Länder, der Dena (Deutsche Energieagentur), dem BAfA (Bundesamt für Ausfuhrkontrolle) und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Ziehen Sie nur dort gelistete und wirtschaftlich unabhängige Fachleute zu Rate. (mey) n 79

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EFFIZIENZHAUS 40 / EFFIZIENZHAUS PLUS Das besondere dieses sehr großzügigen Einfamilienhauses ist die außergewöhnliche Fassade aus sogenannten HPL-Platten, die größtenteils aus Papier und wärmeaushärtenden Harzen besteht. Langlebig und leicht zu reinigen zeigt sich die Außenhaut des Hauses. Die technische Raffinesse zeigt sich im Erdwärmekollektor, der im Winter Wärme und im Sommer Kühle aus dem Erdreich gewinnt. KitzlingerHaus

Wohnfläche 369 m² Bauweise Holzsystembau in Holzrahmenbauweise mit Holzfaserdämmung, U-Wert 0,119 W/(m²K) Heiztechnik Sole/Wasser-Wärme pumpe (Erdwärmetau- scher) angeschlossen an Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewin- nung Extra Photovoltaik-Anlage Jahresprimärenergiebedarf 15,2 kWh/(m²a) Preis auf Anfrage

EFFIZIENZHAUS 55 Haus „Hartinger“ präsentiert sich trotz modernster Technik und aktuellem Energiestandard rustikal und traditionell bayerisch, wie es in der Umgebung von München vorgeschrieben ist.

Sonnleitner Holzbauwerke

Wohnfläche 166,99 m² Bauweise doppelwandige Block- bohlenwand, U-Wert 0,15 W/(m²K) Heiztechnik Pelletheizung, Solarthermie-Anlage Jahresprimärenergiebedarf 24,5 kWh/(m²a) Preis 311.000 Euro ab Oberkante Kellerdecke

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EFFIZIENZHAUS 70 Das Holzhaus „Design 112“ von Roland Bauer und Andrea Deiniger-Bauer steht am Hang und profitiert energetisch von der Ausrichtung nach Süden.

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EFFIZIENZHAUS 55

Wohnfläche 112 m² Bauweise Holzrahmenbau mit Holzweichfaserdäm- mung, U-Wert 0,15 W/ (m²K) Heiztechnik Luft/Wasser-Wärme- pumpe, Solarthermie- Anlage, Gasbrennwert- therme, Holzpellet heizung Extra Photovoltaik-Anlage Jahresheizwärmebedarf 40,50 kWh/(m²a) Preis 148.365 Euro ab Oberkante Bodenplatte (als Ausbauhaus) Wohnfläche 260,67 m² Bauweise Holzfertigbau in Holz- tafelbauweise, U-Wert 0,11 W/(m²K) Heiztechnik Luft-/Wasser-Wärme- pumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung Extra Photovoltaik-Anlage Jahresheizwärmebedarf 38 kWh/(m²a) Preis auf Anfrage

Zusammen mit ihren drei Kindern wohnen Jana und Philipp Clausig in diesem Neubau, der zudem die Psychotherapiepraxis der Mutter beherbergt. Haas

EFFIZIENZHAUS 70 Die „Bauhaus-Villa“ besteht aus drei ineinandergesteckten Kuben, die Garage, Eingangsbereich und Haupthaus beherbergen. So entsteht eine Dachterrasse und ein geschützter Außenbereich. Meisterstück-Haus

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Wohnfläche 208 m² Bauweise Fertighaus in Holztafel- bauweise, U-Wert 0,169 W/(m²K) Heiztechnik Gasheizung, Brenn- werttechnik, Solarther- mie-Anlage, kontrol- lierte Wohnraumlüf- tung mit Wärmerück- gewinnung Extra Photovoltaik-Anlage Jahresprimärenergiebedarf 62 kWh/(m²a) Preis 390.000 Euro ab Oberkante Bodenplatte

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Wohnfläche 160,87 m² Bauweise massiv aus Porenbeton, Vorsatzschale aus Klin kersteinen, U-Wert 0,18 W/(m²K) Heiztechnik (siehe unten) Jahresheizwärmebedarf 42 kWh/(m²a) Preis 359.950 Euro inkl. Bodenplatte, großflächig verglasten Giebelflächen, Wärmepumpe, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, 4 kWp Photovoltaik-Anlage, 2,8 kWh Lithium-Ionen-Hausbatterie* * Preise können regional unterschiedlich ausfallen

EFFIZIENZHAUS 55 Seit Herbst 2014 steht das neue Hausmodell „Edition 430 –Wohnideehaus“ im Musterhauspark in Bad Fallingbostel. Neben einem eindrucksvoll strukturierten und gut durchdachten Grundriss, punktet das Haus mit einem zukunftsfähigen Energiekonzept. Viebrockhaus

Wohnfläche 170,74 m² Bauweise Fertighaus in Holzstän- derbauweise, U-Wert Heiztechnik kontrollierte Wohn- raumlüftung mit Wär merückgewinnung, Luft/Wasser-Wärme- pumpe Extra 15,93 kWp Photo voltaik-Anlage EFFIZIENZHAUS PLUS Preis schlüsselfertige Grund Andreas und Jasmin Huber haben sich in version ab 381.472 ihrem Heimatort Meßstetten im Zollern Euro ab Oberkante albkreis ein Effizienzhaus Plus errichten Bodenplatte (ohne PV) lassen. Das „E 15-171.1“ besitzt neben der zeitgemäßen Energietechnik ein barrierefreies Erdgeschoss. SchwörerHaus

Effizientes Bauen live erleben Tag der Architektur

zur Besichtigung ihre Türen.

In allen Bundesländern treffen sich Ende Juni anlässlich des Tags der Architektur Bauherren und Architekten zu Führungen durch gebaute Eigenheime. Ab Mitte Mai wird das Programm für 2015 auf der Website veröffentlicht.

www.ig-passivhaus.de > Veranstaltungen > Tage des Passivhauses

www.tag-der-architektur.de/programm Tage des Passivhauses Zum zwölften Mal finden 2015 die Tage des Passivhauses am Wochenende vom 13. bis 15. November 2015 statt. Bis zu 600 Passivhäuser öffnen deutschlandweit und über die Landesgrenzen hinaus

gut geplante Passivhäuser werfen möchte, findet auf der Website des Verbundes aus Passivhausarchitekten erstklassige Architektur. www.green-x.de

Probewohnen im Passivhaus Wer neugierig geworden ist, wie es sich in einem Passivhaus lebt, kann sich im österreichischen Passivhausdorf Großschönau, in einem der Häuser vorübergehend einquartieren.

www.probewohnen.at Netzwerk von Passivhausarchitekten Wer erfahrene Passivhausarchitekten sucht oder einfach einen ersten Blick auf

Ein-Mal-Eins des Passivhauses Der Verein Pro Passivhaus bietet umfangreiche Informationen und sogar Workshops für Endverbraucher an, die sich für den Bau eines Passivhauses interessieren.Auf der Website des Vereins finden Sie die Termine. Witzig ist die Zusammenstellung sämtlicher Mythen zum Passivhaus. Schauen Sie mal rein.

www.propassivhaus.de

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HÄUSER

N A C H H A LTIG B A U EN

Wohnen mit Brief & Siegel

Das Wort Nachhaltigkeit hat viele Gesichter – ökologisch, fair und wirtschaftlich gebaute Häuser auch. Die Zertifizierungsverfahren der deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) stellen sicher, dass Neubauten für die Zukunft gerüstet sind.

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ür Bauherren gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Die Ressourcen werden knapper und der Klimawandel gefährdet nicht nur uns, sondern auch nachfolgende Generationen. Mittlerweile gibt es weltweit verschiedene Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen. Das älteste und am weitesten verbreitete nennt sich BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method) und wurde in Großbritannien entwickelt. Auch das nordamerikanische LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) definiert Standards für umweltfreundliches und ressourcenschonendes Bauen. Doch gerade der LEED-Standard lässt sich nicht so einfach auf den europäischen Markt übertragen, in den USA oder Kanada gelten andere Normen als hierzulande. Die DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) setzt sich seit 2007 aktiv für nachhaltiges Bauen ein und entwickelte zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein eigenes Zertifikat, um die Lücken bestehender Systeme zu schließen.

Gold, Silber oder Bronze? Das DGNB System enthält weitere Qualitätskriterien, die auch auf deutsche Normen zugeschnitten sind. Neben den ökologischen Aspekten werden 84

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fünf weitere Themenfelder berücksichtigt: Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Bis zu 40 Nachhaltig-

Der Weg zum Zertifikat Als Bauherr legen Sie bereits im Voraus mit den Zertifizierungsstellen die Qualitätsstufe fest, die Ihr Haus erreichen soll. Dazu wenden Sie sich zunächst an einen DGNB Auditor. Auf der Website der DGNB hilft eine Suchfunktion, den passenden Auditor zu finden. Dieser ist mit einer Zusatzausbildung zur Zertifizierung qualifiziert. Anschließend begleitet er den Prozess von der Anmeldung über die Zertifizierung bis zum Abschluss. In der Bauphase wird jeder Schritt beobachtet, Fehlentwicklungen werden frühzeitig erkannt. Wichtig zu wissen: Als Auftraggeber schließen Sie einen Vertrag mit dem Auditor und zusätzlich einen Zertifizierungsvertrag mit der DGNB. Allerdings gibt es laut DGNB keinen Vertrag zwischen Auditor und DGNB – denn dadurch soll die Objektivität und Unabhängigkeit gewahrt werden. Wird bei der endgültigen Prüfung festgestellt, dass alles ordnungsgemäß verlief und die Kriterien erfüllt sind, erhalten Sie das Zertifikat.

keitskriterien gibt es in den sechs verschiedenen Themenfeldern. Auch regionale Besonderheiten und Baustoffe werden berücksichtigt. Das DGNBZertifizierungssystem ist international

anwendbar, da es sich an klimatische, bauliche, gesetzliche und kulturelle Besonderheiten anderer Länder anpassen lässt. Dabei basiert die Bewertungsgrundlage auf der ganzheitlichen Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Den Qualitätsstandard beschreibt ein Zertifi kat in Gold, Silber oder Bronze. Zertifiziert werden Neubauten und Bestandsimmobilien. Die Eigenschaften eines Gebäudes werden dabei in jeder Kategorie einHerstellerkontakte ab Seite 97.

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PRIMA KLIMA DGNB-zertifizierte Häuser punkten mit einem guten Wohnklima. Denn Baustoffe, aus denen krankmachende Schadstoffe ausdünsten, sind hier fehl am Platz.

Kriterienkatalog der DGNB für Wohngebäude Seit 2013 bietet die DGNB die Zer tifizierung für Wohnbauten an. Komfort und Wo hlempfinden der Nutzer stehen bei diesen Gebäude n im Mittelpunkt: Kriterien wie thermischer Komfort und Innenraumluftqualität werden daher besonder s gewichtet. Ähnlich stark schlägt sich die Qua lität der integralen Planung, der Bauausführung und der Inbetriebnahme bei der Bewertung nieder. Den Krit erienkatalog sowie weitere Infos zur Zertifizierung finden Sie unter www.dgnb.de und www.dgnb-sys tem.de im Netz.

zeln bewertet. Das heißt, Schwächen in der einen können nicht einfach durch Stärken in einer anderen Kategorie ausgeglichen werden.

Vorteile für Bauherren Bei Wohngebäuden stehen Komfort und Wohlempfinden der Bewohner an erster Stelle. Besonders gewichtet werden daher Kriterien wie Wohngesundheit und thermischer Komfort (Lufttemperatur, Luftbewegung, Luftfeuchte). DGNB zertifizierte Wohngebäude bieten daher einige Vorteile: • Wohlbefinden und Gesundheit der Gebäudenutzer wird berücksichtigt

• Der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes wird betrachtet. Dadurch werden geringe Herstellungs- und Betriebskosten gefördert. Auch die Nebenkosten werden somit langfristig reduziert • Die Umwelt wird geschützt, indem die Gebäude ressourcenschonend gebaut werden und so weniger Treibhausemissionen entstehen • Mit dem DGNB Vorzertifi kat haben Sie als Bauherr bereits in der frühen Planungsphase die Sicherheit, dass die Leistungsziele erreicht werden können. Anhand des Kriterienkatalogs werden die Ziele im Voraus klar definiert und das Projekt kann wäh-

rend der Ausführung dahingehend jederzeit optimiert werden. • Die Chancen bei Verkauf und Vermietung werden durch die hohe Qualität des Gebäudes erhöht • Mit der Aussicht auf ein DGNB Zertifi kat werden schneller und günstiger Kredite vergeben Mit dem Zertifi kat der DGNB besitzen die Bauherren zukünft ig ein Qualitätssiegel, das die umweltfreundliche Bauweise, den Einsatz wohngesunder Materialien und niedrige Energiekosten ihres Hauses bestätigt. Sowohl die hohe Wohnqualität als auch der Werterhalt des Gebäudes sind dadurch dokumentiert. (gra) ■ 85

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N A C H H A LTIG B A U EN

D

ie Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) hat sich als wichtiges Qualitätsmerkmal im Einfamilienhausbau etabliert. Eine Einzelzertifizierung ist verhältnismäßig teuer, aber erste Fertighausanbieter ermöglichen ihren Baufamilien jedoch ohne Mehrkosten eine serienmäßige Zertifizierung. So zum Beispiel die Firma Okal Haus aus Simmern im Hunsrück: Das neue Musterhaus in Wuppertal wurde 2014 mit dem Prädikat „Gold“ der DGNB zertifiziert. Die Experten des

Verbands legten bei der Bewertung 35 strenge Kriterien an und waren am Ende beeindruckt von der nachhaltigen Qualität. Das Haus wurde über den gesamten sogenannten Gebäudelebenszyklus bewertet: Welche Baustoffe werden verwendet? Wie hoch sind etwaige Instandhaltungskosten? Und wie steht es mit dauerhaftem Wohnkomfort? Auf all diese Fragen, lieferte das OkalHaus beste Antworten. Insbesondere die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen als Baumaterial, der Einbau einer energiesparenden Luft-/WasserWärmepumpe sowie die moderne Haussteuerung „myGEKKO“ konnten

hier punkten. In die Bewertung fließen außerdem Prozessqualität und technische Qualität ein, so dass das DGNB-Siegel nebenbei auch die solide Bauweise von Okal zertifiziert. Das im KfW 55-Standard errichtete Gebäude produziert in den sonnenreichen Monaten dank Photovoltaik-Anlage seinen Strom selbst. Die verbaute Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt in den Innenräumen stets für ein angenehmes Klima. Aber nicht nur energetisch, sondern auch optisch kann das Okal Haus punkten: Inspiriert von den Entwürfen von Mies van der Rohe entwarf Architekt Sven Propfen ein kubistisches Terrassenhaus, dass die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen lässt und mit klaren Formen, viel Helligkeit und Platz bei Bauherren auf Begeisterung stößt.

Geplante Serienzertifizierung Laut Deutscher Fertighausholding werden neben Okal Haus im Laufe dieses Jahres auch die Ausbauhäuser mit Ausbaupaketen von Allkauf zertifiziert. Weitere Vertriebslinien wie Massa Haus und Ein Steinhaus stehen ebenfalls in den Startlöchern. „Die Anforderungen der DGNB mit ihren ganzheitlichen Bewertungen für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie sind am Markt derzeit die härtesten und reichen am weitesten in die Zukunft“, so Thomas Sapper, Vorstandsvorsitzender der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG. „Das war für uns der entscheidende Grund, genau dieses System zu wählen. Wir möchten einen Mehrwert für unsere Bauherren schaffen. Nicht nur kurzfristig, sondern auch mit Blick auf die Zukunft. Das geht nur mit sehr strengen Kriterien in Sachen Nachhaltigkeit.“ (erv) ■

SCHWELLENLOS Der Übergang zwischen Innen- und Außenbereich ist fließend. Stufenlose Übergänge lassen die Grenzen zwischen Terrasse und Wohnzimmer miteinander verschwimmen.

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HOCHWERTIG Alle Baustoffe des Musterhauses sind nachhaltig – von der Fliese bis zum Dachziegel.

SCHICK & GESUND Einfamilienhäuser von Okal Haus sind ab jetzt mit DGNB-Zertifikat erhältlich. Für sein Musterhaus in Wuppertal (siehe Bild) räumte der Fertighaushersteller sogar Gold ab.

ENERGIEEFFIZIENT Hausautomation und Heiztechnik sorgen in diesem Haushalt für einen sparsamen Umgang mit Wärmeenergie und Strom.

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HÄUSER

SON N EN H A U S

Wärme statt Strom speichern Während die Nachbarn über hohe Gas- und Ölpreise jammern, heizt Familie Reitmayer nahezu autark. Das Sonnenhaus-Prinzip beruht maßgeblich auf drei Bausteinen: einer Solaranlage, einem Warmwasser-Schichtenspeicher und einer Zusatzheizung.

NACHHALTIG Das Zuhause von Familie Reitmeyer ist ebenso wohngesund wie energieeffizient.

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achhaltigkeit, Ökologie und Wohngesundheit haben beim ÖkohausPionier Baufritz oberste Priorität. So auch bei diesem Haus: Neben schadstoffgeprüften Materialien und Elektrosmogschutz. weist das Gebäude drei besondere Merkmale auf: 24 Quadratmeter Solarkollektoren auf dem Dach, einen 6.000-Liter-Schichten-Heizspeicher sowie einen Kachelofen als Zusatzheizung. Der Bauherr Christoph Reitmeyer, von Beruf Heizungsbauer und Energiebe-

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rater, wird immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie es mit den Heizkosten auf längere Sicht aussieht und wann sich die Investition für eine bestimmte Heizanlage rechnet. Seine Antwort: „Die Sonne stellt keine Rechnung…“ Entsprechend hat er sich auch beim eigenen Hausbau für das Heizen mit der Sonne entschieden. Christoph Reitmayer erklärt: „Unser warmer Kern ist der Ratiotherm-Schichten-Speicher.“ Dieser speist mit niedriger Vorlauftemperatur Fußboden- und Wandheizung, die für Strahlungswärme ohne störende Heiz-

körper-Konvektion im Raum sorgen. Bei Bedarf heizt ein Kachelofen zu, der über einen Wärmetauscher allerdings etwa 80 Prozent seiner Heizleistung in den Speicher einspeist. Die Erfahrungen von Christoph Reitmayer im eigenen, neuen Haus: „Von April bis November 100 Prozent solare Deckung, das ist überragend.“ Übers Jahr gesehen rechnet er mit knapp 300 Euro Heizkosten für seinen Kachelofen. Und er ergänzt: „Wenn jemand eigenes Holz hat, liegen die Heizkosten komplett bei Null!“. ■ Text & Fotos: Baufritz Herstellerkontakte ab Seite 97.

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In dieser Treppen-Säule ist der Warmwasserspeicher des Hauses versteckt.

Objektdaten

VOLLGETANKT

Wohnraum Energiestandard Haustechnik

Fenster Wandaufbau Energiebedarf Besonderheiten Hersteller

KUSCHELIG Dank Kachelofen wird es in der kalten Jahreszeit im Wohnzimmer schnell gemütlich.

SOLARPOWER Solarthermie-Kollektoren versorgen die Familie in der sonnenreichen Zeit mit Wärme. Im Winter springt die Holzheizung ein.

207 m² KfW Effizienzhaus 55 Solarthermie-Kollektoren, 6.000 Liter-Warmwasser speicher, Stückholz-Ofen, Flächenheizung Dreifach Verglasung Holztafelbauweise 56,2 kWh/m2a Elektrosmog-Schutzhülle Baufritz

Statt auf fossile Brennstoffe oder Passiv- und Bio-Plusenergiehäuser mit stromintensiver Wärmepumpe setzten wir beim Objekt Reitmayer auf das Prinzip Sonnenhaus. Den warmen Kern des Hauses bildet der unsichtbar im Treppenhaus platzierte Schichtenspeicher. Moderne Solarelemente auf dem Dach produzieren die notwendige Wärme für Heizung und Warmwasser und führen diese dem großdimensionierten Speicher zu. Reiner Bayer, Baufritz-Architekt

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R ATG EBER

SC H U TZ VOR L EGION E LLE N

Gefahrenstelle Wasserhahn Dipl.- Ing. Architekt Stefan C. Würzner, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V., und Dipl.-Ing. Jens-Uwe Nieß, BSB-Serviceberater, erklären, worauf Sie bei der Planung und Installation Ihrer Trinkwassertechnik achten sollten.

T

rinkwasser ist ein kostbares Gut und unterliegt strengen hygienischen Vorgaben. Werden Trinkwassersysteme falsch geplant, konstruiert und betrieben, können sich Krankheitserreger darin vermehren und zum Gesundheitsrisiko für Menschen werden. Dazu gehören als Legionellen bezeichnete stäbchenförmige Bakterien. Abhängig von ihrer Konzentration werden sie als krankheitserregend eingestuft. Legionellen sind ohne nennenswertes Infektionsrisiko für den Menschen im Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie in Pflanzen nachweisbar. Mit der zentralen Wasserversorgung gelangen sie zuerst in sehr geringen Konzentrationen in die Hausinstallationen.

Legionellose Legionellen werden überwiegend durch Inhalation aufgenommen, zum Beispiel durch Vernebelung an Duschköpfen. Die ausschließlich umweltbedingte In90

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fektionserkrankung kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Weder eine Impfung noch eine lebenslange Immunität ist möglich. Symptome zeigen sich bereits wenige Tage nach der Infektion – oft mit Unwohlsein, hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen. Reizhusten, Brustschmerzen und Atemnot sind weitere typische Beschwerden. In einigen Fällen kommt es auch zu Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und neurologischen Ausfällen. Im schlimmsten Fall führen die Erreger zu einer speziellen Lungenentzündung, der Legionärskrankheit. Der milde Krankheitsverlauf mit einem grippalen Krankheitsbild wird als Pontiac-Fieber bezeichnet.

Dipl.-Ing. Stefan C. Würzner

Legionellenbildung Eine erhöhte Koloniezahl im Trinkwasser beruht zumeist auf zu geringer Wasserzirkulation in Kombination mit Wassertemperaturen zwischen 25 bis 45 Grad Celsius. In zu groß dimensionierten Warmwasserspeichern oder

Dipl.-Ing. Jens-Uwe Nieß

Foto: Bonninstudio/iStockphoto.com, Herstellerkontakte ab Seite 97.

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Rohrleitungen verbleibt das Wasser länger und die Organismen haben Zeit zum Wachstum. Auch zeitweise geringe oder fehlende Wasserentnahme begünstigt das Wachstum zusätzlich. Dies gilt gleichermaßen für Warm- wie für Kaltwasserleitungen. Grundsätzlich sind deshalb Totleitungen nicht zulässig. So müssen zum Beispiel Stichleitungen zu Außenwasserhähnen zur Entnahme von Gartenwasser in das fließende System der Trinkwasserversorgung eingebunden werden. Liegen bei der Ausführung der Kaltwasserleitungen bauliche Mängel vor, kann sich dort die Kaltwassertemperatur bis in den kritischen Bereich erhöhen. Häufig ist das der Fall bei fehlender Tauwasserdämmung der Leitungen oder der gemeinsamen Verlegung des Frischwasserstrangs mit ungenügend gedämmten Warmwasserleitungen oder Heizungsrohren.

Die Bildung von Biofilmen Biofilme können in Trinkwassersystemen auf den Innenwandungen der Rohrleitungen, in Trinkwasserspeichern und Armaturen vorkommen, insbesondere bei solchen mit einer inneren Mechanik aus Kunststoff. Der Biofilm besteht aus einer Schleimschicht, in der Mikroorganismen wie Bakterien, Algen, Pilze eingebettet sind. Durch synergetische Effekte zwischen den verschiedenen Organismen besteht eine höhere Toleranz dieser insgesamt sehr leistungsfähigen Lebensform gegenüber Veränderungen der Temperatur, dem ph-Wert oder gegenüber chemischen Zusätzen des Wassers.

Warmwasserzirkulation Es muss verhindert werden, dass die Wassertemperatur vom Austritt aus dem Speicher oder Wärmeerzeuger bis zur Entnahmestelle unter 45 Grad Celsius absinkt und so der Legionellenbildung Vorschub leistet. Deshalb sind bei Leitungswegen, die mehr als drei Liter Wasser enthalten, Warmwasserzirkulationen einzubauen. Bei einem Rohrdurchmesser von 18 Millimetern liegt die Grenze bei zwölf Metern.

Vom Speicher im Keller zur Dusche im Dachgeschoss ist dieser Leitungsweg schnell erreicht. Zirkulationsleitungen müssen dauerhaft in Betrieb sein. Stagnation und Temperaturabfall des darin enthaltenen Wassers ist zu verhindern. Erst an der Zapfstelle wird die benötigte Nutztemperatur durch Zumischung von Kaltwasser eingestellt. Trinkwasserspeicher müssen an der Austrittsstelle des Warmwassers dauerhaft eine Mindestwassertemperatur von 60 Grad Celsius aufweisen. Dies gilt bis auf eine Ausnahme: Trinkwasserspeicher in Ein- und Zweifamilienhäusern, die von Wärmepumpen-Systemen versorgt werden, dürfen mit einer dauerhaft garantierten Mindesttemperatur von 50 Grad Celsius betrieben werden. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass das Speichervolumen binnen spätestens drei Tagen vollständig ausgetauscht ist. Es wird deutlich, dass in diesen Systemen der fachgerechten Planung und Ausführung des Rohrnetzes eine elementare Bedeutung zukommt. Der geringe Temperaturpuffer zu den für Legionellen wachstumsfördernden 45 Grad Celsius toleriert nur wenige Fehler. Die Größe des Speichers muss bedarfsgenau dimensioniert sein, um den notwendigen Volumenaustausch zu gewährleisten. Trinkwasserspeicher müssen gespült und vollständig entleert werden können. Ihre Innenflächen zu desinfizieren und zu reinigen, muss möglich sein. Ein- und Zweifamilienhäuser fallen zwar nicht unter die Untersuchungspflicht auf Legionellen, der Speicher ist aber auch hier einmal jährlich durch einen Fachmann zu warten.

Falscher Anlagenbetrieb Weitere Fehlerquellen liegen in dem falschen Betrieb der Anlage. Eine periodisch ausgeschaltete Zirkulation des Warmwassers führt zu kritischen Temperaturen und Stagnation im System. Außerdem wird bei längerer Abwesenheit gern die Temperatur im Speicher reduziert oder dieser ganz ausgeschaltet. Auch bei zu niedrig eingestellten Thermostatmischern zur Einspeisung

solarthermischer Wärme sinkt die Wassertemperatur im Speicher in den kritischen Bereich. Speicher an Wärmepumpensystemen sind mit einer elektrischen Legionellenschaltung ausgestattet, die periodisch das Wasser auf über 60 Grad Celsius erwärmen soll. Hier besteht die Gefahr eines Gewöhnungseffektes der Legionellen. Dadurch wird eher die zum Wachstum kritische Temperaturgrenze nach oben geschoben, als dass Legionellen tatsächlich abgetötet werden. Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass Legionellen auch nach Erwärmung des kontaminierten Wassers auf 80 Grad Celsius im Biofilm überleben können.

Für weiches Wasser sorgen Bereits in der Planung des Hauses gilt es das Problem der Legionellenbildung in pathogener Größenordnung zu vermeiden! Es entsteht oft überhaupt erst durch die Installation eines Trinkwasserspeichers. Stattdessen sollte ein Heizungssystem gewählt werden, das mit einer Frischwasserstation zur Trinkwassererwärmung kombinierbar ist. Dort wird das frische Trinkwasser mittels Wärmetauscher im Durchflussprinzip über einen vorhandenen Pufferspeicher oder direkt am Wärmeerzeuger auf die notwendige Temperatur gebracht. Grundsätzlicher Nachteil der Trinkwassererhitzung auf über 55 Grad Celsius ist die vermehrte Ausfällung von gelöstem Kalk, der sich an Rohrwandungen, Wärmetauschern und Armaturen ablagern kann. Zur längeren Haltbarkeit der gesamten Trinkwasseranlage empfiehlt sich in Regionen mit stark kalkhaltigem Wasser der Einbau einer Enthärtungsanlage auf der Basis des Ionentauscherprinzips. Enthärtetes Wasser bietet den Legionellen außerdem weniger Nährstoffe. ■ Text: Bauherren-Schutzbund/ Stefan C. Würzner /Jens-Uwe Nieß

Den Bauherrenschutzbund e. V. finden Sie online unter

www.bsb-ev.de

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FRA C KIN G

Energie aus der Tiefe Das Thema Fracking wird nach wie vor heiß diskutiert, dabei wissen die wenigsten genau Bescheid. Das sogenannte Hydraulic Fracturing bezeichnet eine Tiefbohrmethode, um aus bis zu fünf Kilometern tief liegenden Gesteinsschichten Erdöl oder -gas zu gewinnen.

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erade in Zeiten politischer Krisen wird deutlich, wie viele Nationen abhängig von den Ressourcen weniger Länder sind. Aktuellstes Beispiel ist die Krimkrise, doch auch die immer wiederkehrenden Konflikte im Nahen Osten zeugen von diesem Problem. Wer noch nicht gänzlich auf erneuerbare Energie durch Sonne, Wasser oder Geothermie umgesattelt hat, heizt zum Großteil mit Rohstoffen aus den Krisenregionen der Welt. Einem Land mit dem größten Energiehunger ist diese Abhängigkeit seit langem ein Dorn im Auge: den USA. Seit dem Jahr 2000 scheint dort jedoch ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Fracking bietet dort einen Weg, ressourcenmäßig endlich unabhängig zu sein. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird diese Art der Energieförderung stark genutzt. An vielen tausend Stellen dringen Bohrungen bis in eine Tiefe von fünf Kilometern vor, um aus sogenannten unkonventionellen Lagerstätten, wie man Koh-

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leflöze und Tongestein nennt, Erdöl und -gas zugewinnen. Die Methode, das sogenannte Schiefergas zu fördern, gilt allerdings als umstritten, weil bei solchen Tiefbohrungen auf dem Weg

Fracking bietet die Möglichkeit, ressourcenmäßig unabhängig zu sein.

wie bei konventionellen Lagerstätten, als Masse im Boden und lässt sich ganz einfach fördern. Vielmehr muss es aus dem sogenannten Muttergestein herausgepresst werden. Dazu werden viele Millionen Liter Wasser mit Sand vermischt und unter hohem Druck in den Boden gepresst. Um die Fließeigenschaften des Wassers zu verbessern und die technische Ausstattung am Laufen zu halten, müssen eine ganze Reihe von Chemikalien – auch Additive genannt – mit ins Bohrloch. Am Zielhorizont, wie der Bestimmungsort der Bohrung heißt, entstehen durch den hohen Druck Risse, die mit Hilfe des Sand offen gehalten werden. Erst danach lassen sich die Rohstoffe fördern.

Die Frage der Wirtschaftlichkeit

nach unten unter anderem grundwasserführende, radioaktive und seismologisch kritische Stellen passiert werden. Zudem lagert das Erdgas und -öl nicht,

In den USA sanken nach kurzer Zeit die Erdgaspreise wegen des starken Überangebots massiv. Zudem blieben die tatsächlichen Fördermengen oft in hohem Maße hinter den vorausgesagten Zahlen

Grafik: Bilderzwerg/Fotolia.com, Herstellerkontakte ab Seite 97.

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zurück. Doch dort steht weit mehr Fläche zur Verfügung als in Deutschland und so bohrt man schlicht an anderer Stelle nochmal. Bis zu 400 LKW-Ladungen mit Sand, Wasser, Chemikalien und Bohrequipment sind nötig, um eine neue Bohrstelle zu erschließen.

Folgen für Mensch und Natur

FracGemisch

Bedenken gibt es in vielerlei Hinsicht. Was passiert mit den Chemikalien, die im Boden verbleiben? Was geschieht mit den Grundwasservorkommen, an denen Bohrsand und Chemikalien vorbeirauschen? Und noch viel wichtiger: Welche Auswirkungen hat das sogenannte Produktionswasser, dass bis zu vier Wochen nach dem Fracking aus den Bohrlöchern zurück an die Oberfläche strömt? Fragen, die auch hierzulande Diskussionen angestoßen haben, die bereits teilweise wieder im Sande verlaufen sind.

Flüssigkeit mit Erdgas

Grundwasser Gering durchlässiges Speichergestein

500m

Bohrloch mit Wand aus Beton

Sandstein

Gasreiches Schiefergestein

1000m Künstliche Risse

bis zu 1000m

TIEF GEBOHRT

Fracking in Deutschland Die Folgen des Fracking sind bislang nicht absehbar, weil es kaum aussagekräft ige Daten gibt. Frankreich hat dieses Förder-Verfahren landesweit verboten. In Deutschland sind es bisher nur wenige Bundesländer, die dieser Tiefbohrmethode einen Riegel vorgeschoben haben – dazu gehören Hessen und Bayern. Niedersachsen befürwortet es hingegen weiterhin. Dass in Deutschland bereits seit den 1940er-Jahren gefrackt wird, ist vielen gar nicht bekannt, auch wenn es die Unternehmen wie Exxon mobile und RWE Dea auf ihren Internetseiten veröffentlichen. Allerdings werden kei-

ne neuen Bewilligungen mehr erteilt und Fracking darf lediglich an Stellen durchgeführt werden, an denen bereits Erdgas- und öl auf herkömmliche Weise gefördert wurde. Im Mai 2013 sprach sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen sogar klar gegen Fracking in Deutschland aus, da es weder die Gas-Preise senke noch die Versorgungssicherheit erhöhe. Erst sobald es positive Erkenntnisse aus systematisch entwickelten Pilotprojekten gäbe, sei dies verantwortbar. Leider gibt es immer noch keine bundesweit gültige Regelung, wie mit dem Fracking umzugehen ist. (mey) ■

Das Schema zeigt, wie Erdgas und -öl aus sogenannten unkonventionellen Lagerstätten abgebaut wird.

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GEOTH ERMIE-BOH R U N GE N

GUT GESCHULT Der Bundesverband Wärmepumpe e.V. bietet regelmäßig Schulungen für Bohrunternehmen an. Am Schulungsstandort Geradstetten werden innovative Verfahren gezeigt, die die Qualität von Erdsonden sicherstellen.

Bundesverband Wärmepumpe e.V.

TIEFER Eine Erdwärmesondenbohrung kann auch auf dem eigenen Grundstück durchgeführt werden. Tracto-Technik/Bundesverband

Geothermie

Auf Wärme gestoßen Die in der Erde gespeicherte Wärme ist nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich. Mittels Erdwärmebohrungen lässt sich die Energier aus dem Untergrund für Heizzwecke erschließen. Doch mehrere Schadensfälle entfachten eine Diskussion um die Risiken. 94

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as versteht man eigentlich genau unter dem Begriff geothermische Energie? Er bezeichnet die in Form von Wärme gespeicherte Energie unter der Erdoberfläche. Je tiefer man in das Erdinnere vordringt, desto wärmer wird es. Diese Energie zu nutzen hat viele Vorteile: Sie ist unabhängig von klimatischen Bedingungen und zu jeder Tages- und Jahreszeit verfügbar. Außerdem ist sie nach menschlichem Ermessen grenzenlos, klimafreundlich und ihre Nutzung verursacht keine schädlichen CO2-Emissionen. Was man auch nicht außer Acht lassen sollte: Die geothermischen Anlagen für den Betrieb von Wärmepumpen brauchen oberirdisch nur wenig Platz – und verschandeln somit das Landschafts- oder Stadtbild nicht!

Wärme aus dem Boden Je nach Tiefe der Bohrung unterscheidet man zwischen oberflächennaher und tiefer Geothermie. Erstere ist für die Inbetriebnahme von Erdwärmepumpen auch durch private Hausbesitzer auf dem eigenen Grundstück möglich – rund 318.000 solcher Anlagen wurden bereits in Deutschland realisiert (Stand März 2014). Dabei wird die Wärme aus dem oberflächennahen Untergrund gewonnen. Obwohl in den ersten hundert Metern Tiefe Temperaturen von acht bis zwölf Grad Celsius herrschen, lässt sich mit Hilfe einer Wärmepumpe das Gebäude beheizen (und im Sommer unter Umständen kühlen). Zwar empfindet der menschliche Körper diese Temperaturen als kalt, zur Energiegewinnung sind sie aber absolut ausreichend. Neben Erdwärmekollektoren, die horizontal im Boden verlegt werden, und Brunnenanlagen, die die thermische Energie des Grundwassers nutzen, kommen meist Erdwärmesonden zum Einsatz. Diese Sonden werden über Bohrungen senkrecht in den Erdboden eingebracht und entziehen ihm – mit Hilfe einer Wärmeträgerflüssigkeit – Wärme, die wiederum zur Wärmepumpe an die Oberfläche transportiert wird.

In Zusammenhang mit Geothermiebohrungen sind allerdings auch einige Schadensfälle, insbesondere in BadenWürttemberg, bekannt geworden. Der verheerendste trat in Staufen im Breisgau auf. Nachdem mehrere Erdwärmesonden nidergebracht wurden, kam es

Einige wenige unglücklich verlaufene Bohrungen, die allesamt vor Einführung der aktuell vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden, beschädigen bis heute das Image dieser effizienten und umweltfreundlichen Energiegewinnung. Die Ursachen für die entstandenen Schäden lassen sich eingrenzen, durch anspruchsvolle Qualitätsstandards und neue Technologien kann das bei jeglicher Bautätigkeit vorhandene Restrisiko eines Schadens auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Dr. Martin Sabel, Referent für Geothermie und stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe e.V.

seit 2008 zu punktuellen Erdhebungen und dadurch zu Rissen an Häusern. Insgesamt wurden dabei weit mehr als 200 Gebäude beschädigt. Die Ursache lag in den Bohrungen: Sie führten zu einer Reaktion von unter hohem Druck stehenden Grundwasser mit Anhydrit in der darüber liegenden Gipskeuperschicht. Durch Wassereinlagerung wandelt sich Anhydrit in Gips um und beginnt zu „quellen“, wodurch sich der Erdboden

anheben kann. Um solche Fälle zukünftig zu vermeiden, wurden sämtliche Richtlinien für Bohrungen verschärft. 2011 gab das Umweltministerium BadenWürttemberg die „Leitlinien Qualitätssicherung Erdwärmesonden (LQS EWS)“ heraus. Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ergab, dass Erdwärmebohrungen heute sicherer seien als je zuvor. Die Forscher berechneten, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Schadensfalles bei 0,002 Prozent pro Jahr liegt.

Erfahrungsschatz Da in der oberflächennahen Geothermie bereits sehr viele Projekte umgesetzt wurden, sind dank des hohen Erfahrungsschatzes und dem heutigen Stand der Technik die Risiken sehr überschaubar. An erster Stelle steht die fachgerechte Planung und Umsetzung. Qualifizierte, erfahrene Bohrfachkräfte müssen eingesetzt werden. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe e. V. ereigneten sich alle Schadensfälle, die eindeutig auf Erdwärmebohrungen zurückzuführen sind, in Folge von Bohrungen vor dem Jahr 2008. Seitdem sich die Bohrunternehmen an die Leitlinien halten müssen, seien keine gravierenden Schadensfälle mehr bekannt geworden. (gra) ■

Lesetip

p!

In der Broschüre „Erdwärme – Tipps für Hausbesitzer und Bauherren“ des Bundesverbandes Geothermie finden Sie Informationen, wie die Wärme aus dem Erdreich für das eigene Haus genutzt werden kann. Die Broschüre können Sie kostenlos beim GtV-Bundesverband Geothermie unter info@geothermie.de bestellen oder unter www.geothermie.de > service > publikationen als PDF herunterladen.

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NEO 312 von Seite 88

von Seite 36

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Haas Fertigbau GmbH�����������������������������������������5

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Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser������������55

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KIND

BAD

GAST

Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.�����81 in2aqua GmbH����������������������������������������������������2 Isartaler Holzhaus GmbH & Co. KG������������������81

GALERIE

Hausbezeichnung

Tiroler Schatzkästchen

Wohnfläche

EG 66,59 m², DG 68,19 m²

Außenmaße

10,50 m x 10,00 m

Bauweise

Einschalige massive Blockbohlenbauweise aus vierfach verleimter nordischer Kiefer, 27 cm Wandstärke, U-Wert Außenwände 0,18 W/m²K

Jahresprimär- 50,75 kWh/(m²a) energiebedarf Dach

Gussek Haus Franz Gussek GmbH & Co. KG�������������������������� 11

35 Grad geneigtes Satteldach, U-Wert: 0,20 W/m²K, Dacheindeckung Alu, Zwischensparrenisolierung und Aufdachisolierung aus 200 mm Holzweichfaser, Kniestock 2,20 m (Zwerchhausanbau), 1,30 m (Hauptdach)

Heizung/ Haustechnik

Holzpellets, Solarthermie für Brauchwasser und Fußbodenheizung

Leistungsumfang Grundversion

Rohbau inklusive Dachstuhl und Montage, „dicht“, ohne Dacheindeckung und ohne Fenstereinbau, Bauantrag und Anlieferung inklusive, ohne Bodenbeläge, Sanitär, Heizung und Elektrik

Hausbezeichnung

NEO 312 – Musterhaus Bad Vilbel

Energiestandard

KfW-Effizienzhaus 55

Wohnfläche

EG 91,15 m², DG 68,72 m², gesamt: 159,87 m²

Außenmaße

11,00 m x 9,00 m

Bauweise

Holzfertigbau in Großtafelbauweise, Putzfassade

LéonWood Holz-Blockhaus GmbH��������������������45 Meisterstück-Haus Verkaufs GmbH������������������45 Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH��������������������������81 Rems-Murr Holzhaus GmbH�����������������������������45 Rensch-Haus GmbH������������������������������������������97 Schanz Rollladensysteme GmbH�������������������������3

Heizwärmebedarf

SchwörerHaus KG��������������������������������������������100

44,18 kWh/(m²a)

Jahresprimär- Maximal 85,7 kWh/(m²a), tatsächlich 46,1 energiebedarf kWh/(m²a) Dach

38 Grad geneigtes Satteldach, Kniestock 1,30 m, U-Wert der THERMO+-Dämmung (herstellereigene Bezeichnung) mit Mineralwolldämmung 0,147 W/(m²K)

Heizung/ Haustechnik

Luft-/Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, somfy io-Homecontrol, HomeWay

Leistungsumfang Grundversion

Planung, Erstellen der Bauantragsunterlagen, Aushub und Zuschütten der Baugrube, ausgebautes Dachgeschoss, Innenraumaufteilung nach Wahl

Preis

schlüsselfertige Grundversion auf Anfrage

Architektonische Extras

Eingangserker mit Verlängerung über Haustür, farbige Putzstreifen, bodentiefe Fenster, Dachflächenfenster, Querfenster

Ausbauhaus mit 20-er Blockwand (ab Oberkante Bodenplatte) ab 190.000 Euro

Preis

Ausbauhaus mit 27-er Blockwand (ab Oberkante Bodenplatte) ab 250.000 Euro

Gewährleistung

5 Jahre nach BGB

Gewährleistung

5 Jahre BGB

Lieferradius

D, LUX, CH und auf Anfrage

Musterhaus

Lieferradius

Europaweit

Musterhaus NEO 312, Ludwig Erhardt Straße 44, 61118 Bad Vilbel

Hersteller

Fullwood Wohnblockhaus

Hersteller

FingerHaus

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Longlife-Treppen GmbH������������������������������������81

Energiebedarf 17,7 kWh/(m²a)

Preis Grundversion

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Kenngott-Treppen Servicezentrale

SenerTec Kraft-Wärme-Energiesysteme GmbH���������������61 Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG��������������49 Viebrockhaus AG����������������������������������������������27 WeberHaus GmbH & Co. KG�������������������������������3 Wohn!Design Verlag�����������������������������������������99

Ein Teil dieser Ausgabe enthält regionale Beihefter und Beilagen von: FischerHaus GmbH & Co. KG Keitel Haus GmbH KitzlingerHaus GmbH & Co. KG Sonnleitner Holzbauwerke GmbH & Co. KG Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW)

Alle Angaben ohne Gewähr.

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H ERSTELL ERKON TA K T E

Alpina Farben GmbH 06154 71-0 www.alpina-farben.de

Dauerholz AG 040 23644899-0 www.dauerholz.de design3000 GmbH 06062 9187220 www.design-3000.de

Grüne Erde GmbH +43 76 157801-00 www.grueneerde.de

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Auro Pflanzenchemie AG 0531 28141-0 www.auro.de

Deutsche Gütegemeinschaft Möbel e.V 0911 9509998-0 www.dgm-moebel.de

B

Deutscher Dachgärtnerverband e. V. 07022 301378 www.dachgaertnerverband.de

Habitat Deutschland GmbH 040 35765861 www.habitat.net

Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V. 0711 722322-0 www.dgnb.de

Hamberger Flooring GmbH & Co. KG 08031 700-714 www.haro.de

E

Hansgrohe AG 0783 651-0 www.hansgrohe.com

Empur Produktions GmbH 02683 96062-0 www.empur.com

Homatherm GmbH 034651 41615 www.homatherm.com

Bau-Fritz GmbH & Co. KG 08336 900-0 www.baufritz.de Bauherren-Schutzbund e.V. 030 31280-01 www.bsb-ev.de Biowert Industrie GmbH 06161 806630 www.biowert.com Bisazza S.p.a 030 88789285 www.bisazza.com Bosch Power Tec GmbH 0800 2714001 www.bosch-power-tec.de Buderus über: Bosch Thermotechnik GmbH 06441 418-0 www.buderus.de Brühl & Sippold GmbH 09288 955-0 www.bruehl.com BSW - Bundesverband Solarwirtschaft e.V. 030 2977788-0 www.solarwirtschaft.de Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. 030 208799-711 www.waermepumpen.de Bundesverband Geothermie e.V. 030 200 9595-0 www.geothermie.de

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D Danfoss GmbH 069 8902-0 www.danfoss.de

Erfurt & Sohn KG 0202 6110-0 www.erfurt.com

F FingerHaus GmbH 06451 504-0 www.fingerhaus.de Frammelsberger R. Ingenieur-Holzbau GmbH 07802 9277-0 www.frammelsberger.de Fritz Egger GmbH & Co. OG +43 50 600-0 www.egger.com Fränkische Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG 09525 88-0 www.fraenkische.com Fuchs-Treppen über: Anton Schöb Fenster- und Treppenbau GmbH & Co. KG 07586 588-0 www.fuchs-treppen.de Fullwood Wohnblockhaus GmbH 02206 9533-700 www.fullwood.de

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Haas Fertigbau GmbH 08727 18-0 www.haas-fertighaus.de

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RWE Effizienz GmbH 0231 438-07 www.rwe.com

Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG 02191 18-0 www.vaillant.de

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VdP 02224 9377-0 www.parkett.de Viebrockhaus AG 05162 9758-0 www.viebrockhaus.de Vorwerk & Co. Teppichwerke GmbH & Co.KG 05151 103-0 www.vorwerk-teppich.de

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Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e.V. 0211 6707-835 www.wzv-rostfrei.de

SchwörerHaus KG 07387 16-0 www.schwoerer.de

Watercat GmbH 07721 9520-0 www.watercat.de

Schönbuch GmbH 09761 3962-0 www.schoenbuch.com

WeberHaus GmbH & Co. KG 07853 83-0 www.weberhaus.de

SenerTec Kraft-WärmeEnergiesysteme GmbH 09721 651-0 www.senertec.de

Weseler Teppich GmbH & Co. KG 0281 819-10 www.tretford.de

Silvadec Kurz KG 0671 88866-0 www.silvadec.com

Windmüller Flooring Products GmbH Wineo 05237 609-0 www.wineo.de

Sonnleitner Holzbauwerke GmbH & Co. KG 08542 9611-0 www.sonnleitner.de Steico SE 089 991551-0 www.steico.com Stiebel Eltron GmbH & Co. KG 05531 70290091 www.stiebel-eltron.de

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Wärme+ über: Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. (HEA) 030 300199-0 www.waerme-plus.de

Thermo Natur GmbH & Co. KG 09081 80500-0 www.thermo-natur.de

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Family Home Verlag GmbH Mörikestraße 67, 70199 Stuttgart Tel. 0711 96666-999, Fax 0711 96666-980 www.hurra-wir-bauen.de Chefredaktion Klaus Vetterle (kv), (V.i.S.d.P.) klaus.vetterle@familyhome.de Tel. 0711 96666-435 Inga Ervig (erv), inga.ervig@familyhome.de Tel. 0711 96666-998 Redaktion Susanne Bischoff (bis), susanne.bischoff@familyhome.de Rebecca Frick (fri), rebecca.frick@familyhome.de Lydia Meyer (mey), lydia.meyer@familyhome.de Isela Graf (gra), isela.graf@familyhome.de Marie-Luise Mugrauer (mug), marie-luise.mugrauer@familyhome.de Philip Teleu (tel), philip.teleu@familyhome.de Online Redaktion Jörg Bayer (bay), joerg.bayer@familyhome.de Abonnementverwaltung Martin Moosbrugger, abo@familyhome.de Tel. 0711 96666-999 Anzeigenleitung Ute Cramer, ute.cramer@familyhome.de Tel. 0711 96666-990 Anzeigendisposition Mara Ristic (Ltg.) Holger Tontsch, Franziska Rüdt anzeigendispo@familyhome.de Tel. 0711 96666-985 Mediaberatung Ute Cramer (NIELSEN I, V, VI + VII) Mörikestraße 67, 70199 Stuttgart Tel. 0711 96666-990 ute.cramer@familyhome.de Michael Köhler (NIELSEN II + III a) Mörikestraße 67, 70199 Stuttgart Tel. 0711 96666-444 michael.koehler@familyhome.de Verlagsservice Marina Götz (NIELSEN III b + IV) Pforzheimer Straße 61 75331 Engelsbrand Tel. 07235 973351, Fax 07235 973451 marina.goetz@servicegoetz.de Grafik Sabrina Krautsieder, sabrina.krautsieder@familyhome.de Reproduktion Lösch MedienManufaktur GmbH & Co. KG Stuttgart

Z Zehnder Group Deutschland GmbH 07821 586-0 www.zehnder-systems.de Zeitraum Möbel und Einrichtungen GmbH 08171 4181-30 www.zeitraum-moebel.de ZinCo GmbH 07022 6003-0 www.zinco.de Zukunft Erdgas Projekt GmbH 030 4606015-0 www.zukunft-erdgas.info

Vertrieb MZV GmbH & Co. KG (Moderner Zeitschriften Vertrieb) 85716 Unterschleißheim Druck Vogel Druck und Medienservice GmbH 97204 Höchberg Einzelpreis: € 3,90 Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung des Verlags gestattet. Artikel, die nicht mit Namen oder Signet des Verfassers gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Energiesparhäuser + ökologisch bauen ist ein geschützter Titel der Family Home Verlag GmbH. © Family Home Verlag GmbH Die nächste Ausgabe

erscheint am 25. September 2015

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Energiesparhäuser + ökologisch bauen 1/2015  

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