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Das Magazin von FAHRRADIES & FAHRRADIESCHEN

AUSGABE

2018

Vom Glück auf zwei Rädern

Barbara Hahlweg über die ZDF-Doku und ihre Fahrradleidenschaft

Ultimativer Fahrspaß

Action & Naturerlebnis im weltweit ersten E-Bike Uphill Flow Trail

Bitu-man

Der Beschützer der Durchgerüttelten und Gequälten

Reisebericht Eine Tour mit Anhänger und zwei Fahrrädern

Daten & Fakten Interessantes aus der E-Bike-Welt

Trendthema Integrierte Akkus und Antriebssysteme

Wir empfehlen Bewährtes, Neues, Vielversprechendes


LIEBE RADFAHRER, LIEBE FREUNDE VOM FAHRRADIES! Geschäftsführer Thomas Barth

Impressum Konzept & Chefredaktion: Thomas Barth, FAHRRADIES GmbH Halle Redaktion: Ulrike Siekmann & Michael Schulz – Balance GmbH Bochum, Nikola Rosenbaum & Tochter, Raimund Gerwing – Drahtesel Münster, Friedrich Strauß – FAHRRADIES Halle Lektorat: Anne Usadel Gestaltung: Christoph Bublak, ö_konzept Zwickau Druck: Möller Druck Ahrensfelde Fotos: ABUS, BikeTec AG (CH), Bosch, Andreas Meyer, Hannes Futter, Brompton (London), Busch & Müller, Carborep.de, Chike und Manuel Prager, Cortina (NL), Cube, Derby Cycle, Kalkhoff, ENRA, Fair Food Bike und Michael Frühbiss, Falk Weiss, FAZUA und Felix Kiffner, Focus, Gudereit GmbH, Hexlox, Markus Tonndorf, Hövding, Haibike, Winora Hercules, Koga, Koninklijke Gazelle N.V., Mikael Colville-Anderson (DK), Christoph Maurer, Thomas Natebus, Norwid, Schindelhauer, Sealskin, Sinus, Spurcycle, Schwalbe | Ralf Bohle GmbH, Simplon, tex–lock, Puky GmbH & Co. KG, Riese & Müller, Specialized, Uebler GmbH, VAUDE Sport GmbH & Co. KG, Nadja & Friedrich Weigert, goldencow_images – stock.adobe. com, nmann77 – stock.adobe.com Großer Dank gilt dem Team vom ZDF um Barbara Hahlweg, Rico Rossival & Stephan Moll für das Titelfoto und die Kooperation mit der Produktionsfirma „Bewegte Zeiten“ sowie Frank Jansen für ihr Engagement. Auflagenhöhe: 108.500 Stück Internet: www.magazin-radgeber.de Kontakt: info@magazin-radgeber.de

Die neue Saison kann kommen! Wir haben die Winterzeit genutzt und auf Messen oder bei den Herstellern gestöbert. Ihr dürft gespannt sein, was wir so an Neuem, Schönem, Spannendem, Hochwertigem und manchmal auch etwas Verrücktem in der Fahrrad- und E-Bike-Welt fanden. Und wir besuchten Seminare und Workshops, um auf der Höhe der Zeit und technologisch fit zu sein – für Eure Wünsche, Fragen und Probleme. Wir wachsen! Im vergangenen Jahr erweiterten wir unsere Räume, um der rasanten Entwicklung bei den E-Bikes zu entsprechen. In unserem „E-BikeShop“ könnt Ihr Euch in der Verkaufsausstellung inspirieren und beraten lassen. Da aber der Fahrrad- und E-Bike-Markt immer wieder mit neuartigen und vielversprechenden Entwicklungen überrascht, denken wir weiter. Nur so viel: Die Tage des FAHRRADIESCHENS in seiner jetzigen Form sind gezählt. Die Planungen für den nächsten Umbau sind fast abgeschlossen! Selbstverständlich müsst Ihr während der Bauphase auf nichts verzichten. Anhänger, Laufräder und Kinderfahrräder sind dann übergangsweise im FAHRRADIES zu finden. Das „Dienstradleasing“ ist und bleibt uns eines der wichtigsten Themen! Immer mehr Unternehmen setzen auf dieses Konzept und unsere Kompetenzen. Davon profitieren Firmen, Mitarbeiter, der regionale Fahrrad- oder E-Bike-Verkehr und natürlich auch wir. Antworten auf einige Fragen und Anregungen bietet dieses Magazin. Sachkundige Beratung, tolle Produkte, erstklassigen Service und die Möglichkeit des Aus- und Anprobierens findet Ihr bei uns im FAHRRADIES. Viel Spaß beim Schmökern und immer ordentlich Luft auf den Reifen! Wir sehen uns. Danke und herzlich willkommen

Copyright: Wir achten sehr auf die Copyright-Bestimmungen. Falls wir dennoch ein uns unbekanntes Copyright verletzt haben, bitten wir um eine Mitteilung. Irrtümer, Preis- und Modelländerungen sind vorbehalten. Stand: Februar 2018

Thomas Barth


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INHALTSVERZEICHNIS 02 Ultimativer Fahrspaß

14 Cargobikes

04 Daten & Fakten

17

im weltweit ersten E-Bike Uphill Flow Trail

aus dem E-Bike-Universum

06 Produkte für die Fahrradsicherheit

Der Sicherheitsspezialist ABUS empfiehlt

08 Akkus & Motoren Neue Trends

10 Neuigkeiten aus der Fahrradund E-Bike-Welt

12 Vom Glück auf zwei Rädern Barbara Hahlweg im Interview

Umweltfreundlich, klimaneutral, wasserdicht

Neuigkeiten und Empfehlungen vom Fachhändler

26 Das gemeinsame Erlebnis zählt Mountainbiken am Gardasee

28 Bitu-man

Der Beschützer der Durchgerüttelten und Gequälten

30 Reisebericht

Von einem, der auszog, mit zwei Rädern nach Spanien zu fahren

34 Fahrradsicherheit Fokus Helme

36 Bikeleasing

Aktuell und clever

38 Transport als Sport Cargobike-Rennen

40 Klein, leicht, einfach zu montieren

Die neue Uebler-Fahrradträger „i-Serie“

40 Mit Sicherheit mehr Spaß WERTGARANTIE


02

Bosch E-Bike Uphill Flow Trail

ULTIMATIVER BOSCH SEI DANK FAHRSPASS ACTION & NATURERLEBNIS IM WELTWEIT ERSTEN E-BIKE UPHILL FLOW TRAIL

Einsteiger und passionierte E-Mountain- und Fahrtechniktrainer. Durch verschiebiker. Der Bikepark Geißkopf im Bayeri- dene Varianten und spezifisch integrierte schen Wald bietet seit 1998 Mountain- Komponenten wie Anliegerkurven, WelMit dem weltweit ersten Bosch E-Bike bike-Spaß für Sportbegeisterte. Die bisher lenkombinationen oder Wallrides ist der Uphill Flow Trail bietet der „MTB Zone zwölf Trails werden nun durch „Nummer Trail darüber hinaus für unterschiedliche Bikepark Geißkopf “ in 13“ – den Bosch E-Bike Uphill „Könnerstufen“ konzipiert. Ein Fünftel der Bischofsmais E-MounFlow Trail – ergänzt; ein Trail, Trailstrecke zählt zur technisch anspruchstainbikern jetzt ein speziell auf die Bedürfnisse volleren Variante. Die Hauptstrecke ist so RUND 11 MILLIONEN besonderes Erlebnis! von E-Mountainbikern aus- geschaffen, dass sie von Mountainbikern DEUTSCHE BESITZEN Über 3 km und 280 gelegt. Entlang der Strecke mit unterschiedlichem Leistungslevel zu Höhenmeter erstreckt erlebt der Fahrer das einzig- befahren ist. „Mit dem Bosch E-Bike Uphill EIN MOUNTAINBIKE, sich der Bosch E-Bike artige „Uphill-Flow-Gefühl“, Flow Trail fördern wir das sportliche EETWA 3,5 MILLIONEN Uphill Flow Trail. Diedas nur mit dem E-MTB Mountainbiken. Der Bikepark Geißkopf DAVON NUTZEN ES ser punktet mit einem möglich ist. „Flow ist genau bietet ein vielseitiges Angebot, spricht REGELMÄSSIG. genialen Mix aus Bergder Bereich zwischen Über- unterschiedliche Zielgruppen an und eigauf- und Flow-Strecken und Unterforderung. Ein Be- net sich perfekt für einen E-MTB-Trail“, sowie speziellen Abreich, der den Mountainbi- erläutert Tamara Winograd, Leiterin Marschnitten mit Kurven und Hindernissen. ker fordert und in dem er sich gleichzeitig keting und Kommunikation Bosch E-Bike Das garantiert maximalen Fahrspaß für wohlfühlt“, sagt Stefan Schlie, Bike-Guide Systems, die Gründe für das Engagement.


03

ES GEHT WEITER

MOUNTAINBIKE-BOOM HÄLT AN

Immer mehr Menschen setzen beim Mountainbiken auf den elektrischen Rückenwind. Diese Nachfrage spürt auch der Bikepark Geißkopf: 2016 besuchten mehr als 16.500 Biker den Park am Fuße des MIT WEITBLICK GEBAUT knapp 1.100 m hohen Geißkopfs. Dank des Der Uphill Flow Trail endet am Gipfel des breit gefächerten Angebots findet dort Geißkopfes mit einem Weitblick bis zum jeder sein persönliches MountainbikeArbermassiv, dem höchsErlebnis. Der Bikepark ten Berg des Bayerischen bietet seinen Besuchern Waldes. Anschließend könnicht nur passende Trails IM TREND: nen die E-MTB-Fahrer auf für unterschiedliche FitMOUNTAINBIKEN einer der vorhandenen nesslevels und SchwierigStrecken gen Tal fahren. keitsgrade, sondern auch MIT ELEKTRISCHEM Beim Bau des Bikeparks eine Bikeschule mit FahrRÜCKENWIND. techniktrainings und eistand die Bewahrung des nen Verleih von E-Mounökologischen Systems im Vordergrund. Alexantainbikes, ausgestattet der Achatz, Forstbetriebsleiter Geißkopf, mit Bosch Antriebssystemen. erklärt: „Der Streckenbauer versucht, so wenig wie möglich in die Natur einzu- „Wir sind offen für Neues und legen grogreifen. Das heißt, so wenig wie möglich ßen Wert darauf, uns stetig weiterzuentBäume zu fällen. Er führt seine Strecken wickeln. Den zahlreichen E-Mountainbikeum die Bäume herum, um das ganze Pro- Fans möchten wir ermöglichen, hier am jekt nachhaltig zu gestalten.“ Insgesamt Geißkopf ihren Sport auszuüben. betrugen die Bauarbeiten am Uphill Flow Mit Unterstützung von Bosch E-Bike SysTrail 75 Maschinentage. Dabei wurden 30 tems haben wir diesen besonderen Trail LKW-Ladungen Brechsand aus der Region für E-MTBs geplant und realisiert“, sagt in das Profil aufgetragen, der die Strecke Diddie Schneider, Gründer des Bikeparks Geißkopf. vor Erosion schützt.

Bosch E-Bike Systems erweitert das Angebot für E-Mountainbiker. Nach dem Vorbild des erfolgreichen Trailbaus im Bikepark Geißkopf wurden und werden weitere Projekte realisiert. So entstanden beispielsweise im Tourismus-Hotspot Portes du Soleil Uphill Flow Trails, die seit 2017 zugänglich sind.

Weitere Informationen zum Bosch E-Bike Uphill Flow Trail unter: www.bosch-E-Bike.de/uphillflowtrail Informationen zum Bikepark Geißkopf: www.bikepark.net


04

Daten & Fakten

DATEN & FAKTEN AUS DER E-BIKE-WELT

HEUTE

IN 10 JAHREN

gibt es in Deutschland ca.

wird es in Deutschland genau-

3 Mio. E-Bikes.

geben.

70 Mio. Fahrräder und

so viele Fahrräder wie E-Bikes

Jahrelang waren E-Bikes als Rentnerschaukeln verrufen. Inzwischen gelten sie als hippe Trendsetter und erobern auch die Herzen sportlich orientierter Fahrer.

74 %

99 %

15 %

beim Fachhändler,

von E-Bikes mit

der Anteil an E-

kaufen ihr E-Bike Beratung und

Service punkten.

beträgt der Anteil

beträgt inzwischen

Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h.

MTBs, das E-Biken wird Trendsport.

DER FAHRRADABSATZ 2016

PARKEN IN DER STADT

Auf einem PKW-Stellplatz finden bis zu acht Fahrräder oder E-Bikes Platz. Das könnte die Parksituation in vielen Innen-

städten deutlich entspannen.

Der Anteil der E-Bikes am Gesamtumsatz des Fahrradhandels

nimmt stetig zu. 2016 hatten diese einen Anteil von 15 %. Während 2012 ca. 380.000 E-Bikes verkauft wurden, waren es 2016 schon 605.000 Stück.

,5 16 %S e stig on

7,5 % All-Te rrainBikes

E-B ike s

er Räd ty/Ci anUrb

15 %

41 h

pro Jahr sucht

22 %

5 km

und kürzer ist jede

im Durchschnitt der

zweite Fahrt mit dem PKW.

einen Parkplatz.

hier sinnvolle Alternativen.

deutsche Autofahrer

% 20

9%

bikes ntain Mou

% 32

r de -Rä g in kk Tre

200 kg

Fahrräder und E-Bikes sind

TRANSPORTIEREN

Bis zu 200 kg (inkl. Fahrer) können mit einem E-Lastenbike transportiert

werden. Damit sind sie eine Alternative betrug 2016 in

im innerstädtischen Gütertransport.

Deutschland das Absatzplus an E-Bikes gegenüber 2015.

Quellen: Bosch E-Bike Marktstudie 2017; Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung 2017; Bundesministerium für Verkehr und digitale Infastruktur 2017; CONEBI 2017; CosmosDirekt 2017; Statistisches Bundesamt 2017; 3Technology Review 16.03.2017; Statista 2016; Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) 2016; http://www.e-bikeinfo.de; INRIX


WINORA SINUS Die neuen Winora SINUS Modelle mit integrierter Batterie sind nicht nur besonders elegant, sie haben vor allem auch einen großen Sportsgeist: Ordentlich Schubkraft bringt dabei die Kombination aus Bosch Mittelmotor und die große Übersetzungsbandbreite mit sich. Der kraftvolle Motor unterstützt da, wo die eigene Kraft noch ein paar Trainingseinheiten benötigt. Fehlende Ausdauer kompensiert der 500 Wh Akku mit Leichtigkeit. Und damit man auf den langen Touren stets auf der trittsicheren Seite ist, wurden gut dosierbare, hydraul. Bremsen, Reifen mit Pannenschutz und der erhellende LED-Scheinwerfer verbaut.

F O R M W U N D E R Formschlüssig und kraftvoll. Entdecke die komfortablen Winora Sinus Modelle.

www.winora.de


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07


08

Neue Trends bei Motoren & Akkus

FAZUA EVATION

DIE UNSICHTBARE REVOLUTION

NEUER MOTOR VON BOSCH

ACTIVE LINE PLUS

Dieser neue Antrieb ist kleiner und mit 2,9 kg gegenüber dem Vorgängermodell fast 1 kg leichter. Darüber hinaus fährt der neue Motor beinahe geräuschlos. Das Auslaufen der Unterstützung bei der 25-km/h-Grenze ist sanft, sodass man weniger das Gefühl bekommt, plötzlich gebremst zu werden. Letztlich sieht der Antrieb mit dem normal großen Kettenblatt auch endlich wieder aus wie ein Fahrradantrieb.

Das elektrische Evation-Antriebssystem von FAZUA ist vor allem für sportive Ansprüche konzipiert. Dennoch vermittelt es das natürliche Fahrgefühl eines unmotorisierten Fahrrads.  Das schlanke Design und das leichte Gewicht von nur 3,3 kg (!) vereint Motor, Akku und Elektronik, unaufdringliche Rahmenkonstruktionen werden möglich. Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h sind Motor und Tretlagergetriebe komplett voneinander separiert. Sportlich versierte Biker erfahren somit in Bergaufpassagen, bei Gegenwind und beim Anfahren eine sanfte Unterstützung. Darüber hinaus bietet dieser Antrieb das für E-Bikes außergewöhnlich natürliche Fahrverhalten mit Unterstützung. Das Drivepack kann mit einem Handgriff in das Unterrohr ein- und ausgeklickt werden.

LEISTUNGSPARAMETER DERZEITIGER MOTOREN Sportliche E-Mountainbikes und SpeedE-Bikes, die bis zu 45 km/h beschleunigen können, benötigen ein hohes Drehmoment. Die „sanfteren“ Motoren finden verstärkt im City- und Tourenbereich ihren Einsatz.

Sie punkten bei gleichen Akkukapazitäten, aufgrund nicht so verschwenderischer Kraft mit höherer Reichweite. Der Münchner Neuling FAZUA hat vom Start weg eine starke Performance. Der E-Bike-Pionier Pa-

nasonic ist durchweg kraftvoll und glänzt mit souveränen Werten. Bosch wartet mit einer breiten Spreizung seines Angebots auf. Hier sollte man genau schauen, welche Auswahl zu einem persönlich passt.

Hersteller

Typ

Max. Output Ketten-/Nabenschaltung

Drehmoment Ketten-/Nabenschaltung

FAZUA

Evation Drive

400 W / –

60 Nm / –

Bosch

Active Line

330 W / 250 W

40 Nm / 40 Nm

Bosch

Active Line Plus

415 W / 415 W

50 Nm / 50 Nm

Bosch

Performance Cruise

570 W / 490 W

63 Nm / 50 Nm

Bosch

Performance CX

600 W / –

75 Nm / –

Bosch

Performance Speed

575 W / 575 W

63 Nm / 63 Nm

Panasonic

V Standard

400 W / 400 W

75 Nm / 75 Nm

Panasonic

V High Speed

400 W / 400 W

75 Nm / 75 Nm

Panasonic

V XO Front Mount

600 W / –

80 Nm / 65 Nm

Panasonic

V XO Rear Mount

600 W / 600 W

80 Nm / 80 Nm

Panasonic

2-G. Multi Speed HS

600 W / 600 W

75 Nm / 75 Nm


09 AUCH BEI E-BIKES

INTEGRATION IST DAS GEBOT DER STUNDE

Akkus für E-Bikes waren bislang auf dem Unterrohr des Rahmens aufgesetzt, auf dem Gepäckträger oder hinter dem Sattelrohr platziert. Immer häufiger werden die Energiespeicher oder ganze Antriebssysteme in den Rohren des Rahmens untergebracht. Die Hersteller nutzen die Potenziale und überraschen die E-Bike-Welt mit neuartigen Designlösungen. In ihrem Aussehen werden die Rahmen der E-Bikes denen der unmotorisierten Fahrräder immer ähnlicher. Die Dimensionen derzeitiger Batterien machen großvolumige Rahmenprofile notwendig und prägen so das Erscheinungsbild. Die rasanten Technologiefortschritte lassen für die Zukunft allerdings vermuten, dass Antriebe, Speicher und Steuerungstechnik auch weiterhin immer kleiner werden. Im Windschatten der Integration steigen die Akkukapazitäten fast unbemerkt, aber weiterhin an. Neue Zellentechnologien versprechen kompaktere, leichtere Akkus mit längerer Lebensdauer. 500 Wh sind als Akkugröße praktisch zum Standard geworden, auch wenn dies bei vielen Einsatzzwecken gar nicht nötig ist. Oftmals werden auch Stromspeicher mit einer Kapazität von 600 Wh verbaut oder gar als Doppelpack integriert, womit das E-Bike für ausgedehnte Touren nutzbar wird.

SCHWEIZER E-BIKE-PIONIER

JURY KÜRT FLYER

Das FLYER E-Bike Upstreet5 gewinnt in der Kategorie Urban Mit dem Award der Bikeindustrie werden Produkte gewürdigt, die sich in der Praxis bewähren und dem Nutzer wesentliche Vorzüge bieten. Beim FLYER Upstreet5 überzeugte die internationale Fachjury das bis ins Detail auf Sicherheit und Komfort ausgerichtete Gesamtkonzept. Getestet wurde das Modell Upstreet5 7.20 mit der FLYER Intelligent Technology (FIT). Das neue, urbane Modell des Schweizer Herstellers zeichnet sich durch viele Innovationen aus. Neben dem hochwertigen Rahmen, der komfortablen Sitzposition und dem kraftvollen Panasonic-Antrieb heben die Tester vor allem die Vorteile der FLYER Intelligent Technology (FIT) hervor. Diese vernetzt alle wichtigen Fahrradkomponenten und optimiert deren Zusammenspiel. Das erhöht die Nutzerfreundlichkeit und bietet unter anderem das vollautomatische Schalten der Gänge, ein individuelles Reichweitenmanagement, die Navigation via App sowie die Kontrolle der Herzfrequenz beim Fahren. Gelobt werden von der Jury auch die hochwertigen Komponenten, wie die Beleuchtungsanlage inklusive Fernlicht und der stabile Gepäckträger.

SUPERCHARGER VON RIESE & MÜLLER

DER MARATHONLÄUFER UNTER DEN E-BIKES

Das Supercharger prahlt nicht mit seinen inneren Werten, es hat sie einfach – und die bringen es bis zu 350 km weit. Durch die vollständige Integration von bis zu zwei Bosch PowerTube Akkus in den Rahmen und das darauf abgestimmte Farbkonzept wirkt das ganze Fahrrad schon von außen sehr sportlich und wie aus einem Guss. Dabei bringt es mit bis zu 1.000 Wh Akkukapazität Spitzenwerte in puncto Reichweite auf die Straße. Das einzigartige Fahrgefühl und der Komfort machen jeden Kilometer zum Erlebnis. So lassen sich mit dem Supercharger schier endlose Strecken zurücklegen – ohne Ladepause.


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Neuigkeiten aus der Fahrrad- und E-Bike-Welt

FAHRRADSICHERHEIT

GEFAHRLOS BREMSEN

ANTIBLOCKIERSYSTEM FÜR E-BIKES Jüngere Untersuchungen aus der Unfallforschung belegen, mit Antiblockiersystemen ließe sich ca. jeder vierte E-BikeUnfall vermeiden. Die Anzahl schwerer Verletzungen könnte dadurch deutlich gesenkt werden. Die Erfahrungen, die Fahrradfahrer schon länger machen müssen, sind auch E-Bike-Piloten nicht fremd: Eine plötzlich auftretende Gefahrensituation zwingt zu schnellen Reaktionen. Das wohldosierte Spiel mit den Bremshebeln und ein optimales Verringern der Geschwindigkeit ist selten möglich, erfordert es doch Erfahrungen, die im normalen Radfahralltag selten sind. Oft ist eine Vollbremsung mit abruptem Stoppen des Rades das Ergebnis, mit unangenehmen, wenn nicht sogar lebensgefährlichen Folgen: Entweder rutscht das plötzlich blockierende Vorderrad seitlich weg und es kommt zum Sturz. Oder das Fahrrad verringert seine Geschwindigkeit deutlich, aber der Radfahrer eben nicht. Auch hier ist ein Sturz, meist kopfüber, die Folge.

Sturzfrei bremsen dank ABS.

Antiblockiersysteme steuern die Bremswirkung am Vorderrad und verhindern das plötzliche und unkontrollierte Stoppen. Mittels Sensoren misst das System die Geschwindigkeiten von Vorder- und Hinterrad, errechnet aus den gewonnenen Informationen die optimale, d. h. blockadefreie Bremsleistung für die Vorderradbremse. Diese wird dann entsprechend elektronisch dosiert. Die Firma Bosch ist einer der Pioniere, wenn es um die Anwendung des ABSPrinzips bei Fahrrädern geht. Derzeit wird bei ausgewählten Fahrradflotten ein erster Markttest gemacht. Ab 2019 sollen die ersten ABS-Räder erhältlich sein. Auf einer ersten Testfahrt mit dem ABS von Bosch funktionierte das System sehr gut. Bei einer Vollbremsung mit der Vorderradbremse bei 13 km/h wurde ein kurzer Bremsweg erreicht, das Vorderrad blockierte nicht und das Hinterrad blieb am Boden. Ein Überschlagen des Fahrers und damit einhergehende schwere VerletBosch ist einer der ABS-Pioniere. zungen wurden verhindert.

ROHLOFF E-14

SCHALTEN PER TASTENDRUCK

ELEKTRONISCH, KOMFORTABEL, INTELLIGENT Die neue elektronische Schalteinheit Rohloff E-14 setzt Maßstäbe für das Schalten der legendären Rohloff-Nabenschaltung SPEEDHUB 500/14. Diese ist weltweit als ingenieurtechnische Meisterleitung berühmt. Zuverlässigkeit, Robustheit, 300.000 km Laufleistung ohne hohen Wartungsaufwand, eine Übersetzungsbandbreite von 526 % und der höchste Wirkungsgrad im Vergleich aller Getriebenaben sprechen für sich. Die Funktionen der mechanischen Bauteile wie Drehgriff und Bowdenzüge übernehmen bei der E-14 elektronische Komponenten. Bequem, ohne nennenswerte Reibungsverluste und unerreicht schnell können die Radfahrer zwischen den Gängen wechseln.

Aber das ist längst nicht alles, denn E-Biker dürfen sich doppelt freuen: Kombiniert mit der eShift-Funktion von Bosch E-BikeSystemen ist diese Schaltung ideal für E-Bikes selbst mit stärksten Antrieben und an S-Pedelecs (45 km/h). Stadtradlern, Extremsportlern und Tourenfreunden bietet sie eine einzigartig schnelle Schaltperformance sowie eine fehlerfrei zu bedienende Schalteinheit. Ein Tastendruck, schon nimmt der Antrieb Last aus dem System und die Rohloff E-14 schaltet. Die Taste halten und die E-14 schaltet in schneller Dreier-Sequenz alle 14 Gänge. Und bei Ampelstopp wird automatisch in den Anfahrgang zurückgeschaltet. Schalten per Knopfdruck

Um auch für die Zukunft gerüstet zu sein, verfügt die Rohloff E-14 über Bluetooth LE. Hierüber werden Updates eingespielt, Features modifiziert und können Apps darauf zugreifen.


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TEX–LOCK

DAS FAHRRADSCHLOSS DER ZUKUNFT

LEICHT, FLEXIBEL UND SICHER

tex–lock ist in Sachen Diebstahlsicherung von Fahrrädern oder Outdoorequipment die Neuheit der Saison! Bei dem hochrobusten Schloss übernehmen leichte Textilien die Rolle des schweren Stahls. tex–lock ist im Wesentlichen ein mehrlagiges Seil aus Hightech-Fasern und wiegt leichte 350 g/m. Die verwendeten Materialien, die auch im Automobilbau oder in der Raumfahrt genutzt werden, sind im Verbund enorm widerstandsfähig. Das System hält Schnitt- und Schlagwerkzeugen ebenso stand wie mehrminütigen Angriffen mit Feuer. Gesichert wird tex–lock durch ein spezielles Vorhängeschloss, das die kunststoffummantelten Stahlösen an den Seilenden verbindet. Die weiche und schmutzabweisende Oberfläche des Schlosses verhindert Lackschäden und lautes Klappern beim Fahren. Zukünftig werden leitfähige Fasern das Produkt um smarte Funktionen wie Alarm oder schlüsselloses Schließen ergänzen. tex–lock ist in drei Längen und vier Farben erhältlich. Entwickelt wurde das System von den Leipziger Designerinnen Alexandra Baum und Suse Brand. Deren Kreativität wurde auf der Outdoor 2017 mit dem Industry Award in der Kategorie Start-up ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

HALO ALL WEATHER CYCLE GLOVES

HEXLOX

Sicher und sichtbar! Eine leistungsstarke, dreifach verstellbare LED-Leuchte integriert in den Handrücken dieses leichten Drei-Lagen-Handschuhs sorgt für ein Mehr an Sichtbarkeit und Sicherheit. Für die dunkle Jahreszeit, nachts oder bei sonstigen schlechten Sichtverhältnissen ist das eine sinnvolle Ergänzung. Clevere Konstruktionsdetails sorgen darüber hinaus für hervorragenden Grip und sensible Taktilität. Der Handschuh ist 100 % wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Die weiche, strapazierfähige Kunstleder-Handfläche mit Schaumstoff-Druckpunkt-Polsterung sorgt für verbesserten Grip, die Anti-SlipLiner-Technologie verhindert das Herausrutschen des Futters. Der Handschuh ist komplett waschmaschinenfest und touchscreenkompatibel. Das Halo-LEDSystem sorgt mit hellem Licht für zusätzliche Sicherheit beim Fahren, bietet drei Einstellungen mit bis zu 200 h Laufzeit und wird von einer Lithium Cell 3v CR2032 Batterie gespeist.

Längst werden nicht mehr nur Fahrräder gestohlen. Gute Fahrräder oder E-Bikes zeichnen sich durch hochwertige Komponenten wie Räder, Sättel, Vorderbau, Gabel, Lampen oder Gepäckträger aus. Deshalb sind auch diese in den Fokus finsterer Gestalten gerückt. Eine Befestigung mittels Inbusschrauben bietet nur wenig mehr Sicherheit als Schnellspanner. Hexlox sichert die Inbusschrauben, indem mittels eines codierten Schlüssels ein Bolt in das Sechskantprofil eingesetzt wird. Nur die Bolts und der Schlüssel einer Lieferung passen zusammen; ein Öffnen der Hexlox-Bolts mit fremden Schlüsseln ist nicht möglich. Für die Umrüstung von Schnellspanner oder Ähnlichem bietet Hexlox entsprechende Austauschteile. Das System ist auch für andere Zwecke geeignet.

LEUCHTENDE HANDSCHUHE

DIEBSTAHLSCHUTZ, ABER RICHTIG


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Interview

Vom Glück auf zwei Rädern 2017 MACHTE SICH DIE BELIEBTE JOURNALISTIN UND TV-MODERATORIN BARBARA HAHLWEG AUF DEN WEG UND ERKUNDETE, WAS DAS FAHRRADFAHREN AUCH 200 JAHRE NACH DER ERFINDUNG DES LAUFRADES SO FASZINIEREND MACHT. DIE DABEI ENTSTANDENE DOKUMENTATION IST BIS 31.10.2018 IN DER MEDIATHEK DES ZDF ZU SEHEN. DEM „RADGEBER“ BEANTWORTETE SIE NEUGIERIGE FRAGEN. DANKE! Welche Rolle spielt für Sie das Radfahren? Radfahren war für mich schon immer wichtig. Mein Vater wollte bereits in den 70er-Jahren, während seiner 24-jährigen Dienstzeit als Erlanger Oberbürgermeister, eine fahrradfreundliche Stadt schaffen. Das wurde damals noch eher skeptisch beäugt, weil noch nicht zu ahnen war, wie wichtig das Thema werden wird. Von seinem Engagement und seiner Begeisterung bin ich früh geprägt worden. Fahrradfahren ist toll und macht glücklich. Es ist nachhaltig, umweltschonend und gut für Geist und Körper. Das habe ich zwar nicht mit der Muttermilch, aber durch meinen Vater sehr intensiv

miterlebt. Seither fahre ich immer viel Fahrrad. Ich nehme mir immer wieder Zeit, mit dem Fahrrad zu fahren, weil das nach wie vor für mich ein guter Weg ist, um innerlich und äußerlich durchzuschnaufen und um runterzukommen. Bei welcher Gelegenheit fahren Sie Rad? Wann immer es gut hinzukriegen ist – wenn ich nur ein paar leichte Dinge einkaufen muss, wenn ich meine Kinder überreden kann, das Rad zu benutzen, statt Auto zu fahren, wenn es die Distanz und meine Zeit zulässt und – ich gebe es zu – wenn es trocken und einigermaßen warm ist. Wobei ich von den Kopenhage-

nern gelernt habe, dass mit den richtigen Klamotten nahezu jedes Wetter fahrradtauglich ist. Wie oft nutzen Sie Ihr Fahrrad? Wir waren ja in Kopenhagen zum Dreh für „Vom Glück auf zwei Rädern“. Gemessen daran, welche Wege die Leute dort mit dem Fahrrad bewältigen, relativ wenig. Aber ich fahre schon mehrmals die Woche mit dem Rad. Wo fahren Sie am liebsten? Ich war im vergangenen Jahr mit meinem Mann in der Eiffel zwei Tage mit dem Fahrrad unterwegs. Das war toll! Gerne nutze ich


13 es täglich, das ist nicht das Ding! Längere Fahrradreisen sind leider bisher ein Traum geblieben. Welches ist Ihr eindrücklichstes Raderlebnis? Mountainbiken, also die Tour mit Harald Philipp in den Alpen im Rahmen der Aufnahmen für die ZDF-Doku. Beeindruckend, weil ich so noch nie Rad gefahren bin. Er hat mir alles sehr gut erklärt und so die Angst genommen. Wir sind ja auch nur die superleichten Strecken gefahren, mit ausreichend Platz und wenig Geröll. Wenn er selber unterwegs ist, dann macht er das ja auf einem Reifen! Davon bin ich meilenweit entfernt. Ich hatte mein Fahrrad vorher noch nie irgendwo hochgetragen, um runterzufahren. Toll! Erinnern Sie sich an Ihr erstes Fahrrad? Nein. Später, als Teenager, bin ich immer mit meinem Hercules zum Bücherbus gefahren. Von meinem ersten Gehalt, mit 16, kaufte ich mir ein Fahrrad. Wahrscheinlich habe ich mein erstes Fahrrad von meinem Bruder geerbt. In der Doku „Vom Glück auf zwei Rädern“ sind Sie E-Bike gefahren. Wie war`s? Ich besitze seit zwei Jahren auch eins. Den Weg zum ZDF mache ich nur mit Motorunterstützung, damit ich nicht so verschwitzt ankomme. Wie so viele habe ich mich dem E-Bike lange verweigert. Ich dachte, E-Bikes schafft man sich erst mit 60 oder 70 an. Aber ich muss zugeben, mit elektrischem Rückenwind traue ich mir ganz andere Strecken zu. Sicher gibt es Sportfreaks, für die sind 10 oder mehr km kein Problem.

Lastenräder lösen Transportprobleme.

Britische Lebensart: die beliebten Tweed-Rennen.

Gibt es Situationen, in denen Sie lieber das Rad benutzen würden als das Auto? Jaaaaa – für jede Fahrt in die Stadt! Die ewige Parkplatzsuche, der hektische und dichte Verkehr, das Warten im Stau: Wann immer es geht, nehme ich das Fahrrad. Wenn etwas zu transportieren ist, größere Einkäufe, sonstige Dinge oder unsere Kinder, da ist das Fahrrad seltener eine Alternative zum Auto. Wie schätzen Sie Deutschlands Verkehrspolitik ein? Ich denke, die Politik hat eine Menge dazugelernt. Fahrrad fahren hat heute eine ganz andere Priorität als früher. Es wird einiges investiert in Radwegenetze, Fahrradparkplätze, Leihsysteme. Viele Politiker haben begriffen, dass nur das gegen den Verkehrskollaps hilft und flirrendes, urbanes Leben fördert. Trotzdem ist noch viel Luft nach oben, wenn es um Investitionen und Engagement für Radler geht. Was müsste Ihrer Meinung nach geschehen, damit mehr Menschen auf kurzen Strecken lieber das Fahrrad benutzen? Sicherheit und Schnelligkeit müssen gewährleistet sein. Heißt: Wir brauchen angemessen breite Radwege und – extrem wichtig – ein gutes Radwegenetz. Wieder machen es uns die Kopenhagener vor: mit Fahrradbrücken an verkehrsstrategisch wichtigen Punkten und Ampeln, die die grüne Welle für Radler und eben nicht für Autofahrer einprogrammiert haben.

Was möchten Sie den Lesern vom „radgeber“ mit auf den Weg geben? Wer dieses Magazin liest, ist sowieso fahrradbegeistert. Also: Tragt Eure Botschaft in die Welt! Kopenhagen ist die europäische Fahrradhauptstadt.


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Cargobikes

LECKER, ÖKOLOGISCH, FAIR & SOZIAL ESSEN IST IN WOHLSTANDSGESELLSCHAFTEN INZWISCHEN OFT MEHR ALS EINE LEBENSNOTWENDIGKEIT, ES IST LIFESTYLE.

Ernährungssicherheit ist dennoch eine der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Global gesehen verfehlt der Großteil der größeren Städte ihre Klimaziele. Die Produktion und der Transport von Lebensmitteln haben daran einen hohen Anteil. Das Fair Food Bike setzt dem bisherigen, auf Verbrennung fossiler Energieträger gestützten Prinzip der Lebensmittellogistik ein klimaneutrales, zukunftsweisendes und gleichzeitig soziales Konzept entgegen.

Ein Fair Food Bike ist ein klassisches Cargobike, das mit professioneller Küchentechnik und einem schützenden Dach für Fahrer und Gäste ausgestattet zum rollenden Gastronomieangebot wird. Von Muskelkraft und Solarstrom angetrieben, bringt es Lebensmittel, idealerweise ökologisch erzeugt, direkt ohne Zwischenhandel und Lagerung von stadtnahen Produzenten auf den Teller – und das in vielen Varianten, denn jedes Bike und jeder Koch präsentiert seine eigene kulinarische Handschrift – mit regionalen und/oder nachhaltig hergestellten Produkten. Jeder kann es fahren, ohne Führerschein. Ob indoor oder outdoor, als Lunchmobil oder Gourmetbike, bei Festivals, auf Messen oder in Schulen – das Fair Food Bike ist einfach und überall einsetzbar. Aber Fair Food Bike ist mehr: Es schafft neue soziale Räume mitten in der Stadt, ermöglicht Begegnungen an


15 CHIKE

DIE NEUE KOMPAKTKLASSE UNTER DEN TRANSPORTRÄDERN

besonderen Orten, provoziert mit seinen kulinarischen Konzepten das Nachdenken über Nachhaltigkeit und Verantwortung. Und es schafft neue Beziehungen: zwischen Bauern und Köchen, Gästen und Gastgebern, Menschen von hier und weit weg. Fair Food Bike ist ein Social Business. Konzipiert und ausprobiert in Berlin gibt es inzwischen auch in Namibia entsprechende Angebote. Fair Food Bike steht für die berufliche Entfaltung von Menschen, die am Rande stehen oder etwas bewegen wollen. Es schafft Nähe, Offenheit, Freiheit und Verantwortung. Essen wird zu einem Ereignis, macht Spaß, inspiriert und unterhält oder sättigt einfach.

www.fairfoodbike.com

Chike ist ein modernes, flexibles Transportrad, bei dem Fahrspaß und Nutzen an erster Stelle stehen. Durch das innovative Design wird der verfügbare Platz optimal ausgenutzt. Mit einer Länge von unter 2 m und einer Breite von nur 73 cm passt chike auch über schmale Fahrradwege und durch alle gängigen Türen. Dabei bietet chike erstaunlich viel Platz. Das gefederte Neigefahrwerk macht es extrem wendig. Bei der täglichen Fahrt zum Kindergarten, beim Einkauf oder beim Wochenendausflug ist das chike kids der ideale Begleiter! Mit einer Sitzfläche von 70 cm bietet er auch zwei größeren Kindern ausreichend Platz. Die Kabine aus Cordura-Gewebe schützt bei jedem Wetter. Durch die großen Fenster haben die Kids eine tolle Sicht und durch das kleine Fenster im Dach sind sie selbst immer im Blick. Die Fünfpunktgurte bieten maximale Sicherheit. Mit dem chike cargo werden unterschiedlichste Güter schnell und sicher ans Ziel gebracht und die lästige Parkplatzsuche entfällt! Trotz seiner kompakten Bauweise verfügt chike über eine hohe Ladekapazität. Die Transportplattform bietet mit einer Länge von 90 cm und einer Breite von 72 cm viel Platz. Airlineschienen dienen der Aufnahme von Spanngurten. Die Plattform kann in Sekundenschnelle zur Transportbox mit einer Höhe von 35 cm und einem Fassungsvermögen von ca. 200 l umgewandelt werden. Ein chike kann vor jeder Fahrt im Handumdrehen für den jeweiligen Einsatz optimiert werden und es ist auch nachträglich einfach umzurüsten. Ob vom kids zum cargo oder umgekehrt, chike passt sich den jeweiligen Anforderungen an.

RIESE & MÜLLER PACKSTER 40

DER PRAKTISCHE SCHEINRIESE

Das Packster 40 hält mehr als es verspricht: Es ist so kompakt, dass es trotz der großen Ladefläche kaum länger ist als ein herkömmliches Fahrrad. Es passt in jeden Abstellkeller, wiegt nicht mal 30 kg und ist überraschend wendig. Das Sitzpolster des optionalen Kindersitzes lässt sich ganz einfach in den Kinderfußraum der Box klappen, wodurch im Handumdrehen eine Ladefläche entsteht. So ist das Packster 40 der neue kleine, große Held im Alltag.


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Rubrikentitel

VAUDE ECO PRODUCT


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©goldencow_images - stock.adobe.com

FAHRRADIES Halle

Thomas B a

rth

WIE , D N IERE DWELT N I Z r die FAS AHRR A ob fü enl a g r e der t ind, DIE F T! kenw kutsche o rs und c ü R M em ehö lien risch als Fami s Zub Wir spü BO O elek t b . n, de

Bren nt für Z seit früh ester weirä Ki d Gese llsch er, geschä ndheit af ter f ts fü hren der

de hne nter gal o äder weir mer rasa e steigen r der o e Reise, e Z o t n i i a r e m d t m e , i l e r g b o st ns r elfa län Jah Egal olg u ent, ie Vi ten wäch ren pro r die f d r e E d – o r t m t e n tu Sor ti Stad por tgerä ompone para nd d 0 Re K kes u in breites inem Ein 0 i sS 0 n B e . e g 4 E i h e s e d c l i r m a n e m u o e ehr ahlr emiu t nicht n ce ! V it ein der z äglich: m seren Pr Chan ie nur m anag t fal l e e t i d n s V n u t er ns em ren e age bei ns is , kan sford m g rbeiter fr Für u erau schauen gen Tea h ta h Nach iesräder. er S-Mi die geauc ndi ad zu üb lfalt chku HRR ADIE r e a i f h f fahrr V e d t k ür träg t ns is cht m er FA den Blic n un häf t mit für u längst ni gagier te lfalt: Jed e hn gesc o a s n e n , i e e e h V g , n c Ta ei ng. D ch te en zel or tu sier t st geleb etenzber gen. Im s Eu w e t r d n e i i n int as mp läss Vera eiben u o D h K e . c i n a igen d n e n l e ßar t o werd für sein lt zu ver ngsteam h treu b r g n, e nt uc itu inen n könne bren Fahrradw ieltes Le m Anspr rräder, e e t IES, bie p h e te hör RR AD – nges f t unser derne Fa e i H sam e b A u t F s Z es den r gu mo kun r tige n größer reun unse ch in Zu klassige, e F w d h n i u u oc erst auf e tiv h nden wir a ohnt alita eut Euch nern, Ku w e u g q wie Par t owie hsen. Fr or t. ice s ac kalen en Stand o w l Ser v r n i h viele en w gleic werd ützt von eit, am t Z s r er unte he d r Hö e d f au


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FAHRRADIES Halle

Profi lie Lehre r ter Ver fe ch d Ser vi er Fahrra ter der r e cetea dme chan inen m, M nieu ik, Le asch r i inen baui ter nge-

Erfahrungsträgerin in Sachen Familienmobilität, FAHRRADIESCHEN-Mutter

Michael Wald

„Die Faszination des reibungsfreien und effizienten Zusammenspiels der Fahrradkomponenten übertrage ich gern auf unsere Betriebsabläufe, ohne das Controlling oder unseren Nachwuchs zu vernachlässigen. Meine Leidenschaft ist der sportliche Wettkampf auf einem Fully, am liebsten beim Mountainbike-Marathon im Erzgebirge.“

Berit Bart

h

„Ein Alltag ohne Fahrrad ist für mich unvorstellbar. Die Begeisterung für diese geniale Fortbewegungsart ist wirklich motivierend. Ich liebe es, Anhänger, Kindersitze und Familien-(E-)Transporträder als gesunden Autoersatz auf die Straßen zu bringen.“


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Der E-Bike- und Fahrradexper te schlechthin, Einzelhandelskaufmann

Michael S

chmidt

„Schon mit 14 wollte ich im FAHRRADIES ein Schülerpraktikum machen. Inzwischen ist meine Ausbildung hier im Unternehmen schon eine gute Weile her. Die Entwicklung der Technik findet ständig statt. Hier das Gespür für die gute, wirklich langlebige Technik zu haben, macht mich stolz und viele meiner Kunden profitieren von diesem Erfahrungswissen.“

„Mich hat schon immer die lautlose, abgasfreie und nur mit Muskelkraft betriebene Mobilität begeistert. Mensch und Maschine bilden beim Radfahren die beste Symbiose. Gerade beim E-Bike ist die Verwendung hochwertiger, stabiler Materialien wichtig. Die Beanspruchung ist deutlich stärker als beim normalen Fahrrad. Genau hier kann die Kenntnis um das gute Zusammenwirken der Bauteile bis zur Fahrweise und der Vorlieben des Radfahrers entscheidend für die richtige Wahl eines neuen Produktes sein.“

ie, wenn de Enzyklopäd Die wandeln fsleiter d geht, Verkau es ums Fahrra

Nils Unger


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FAHRRADIES Halle

radgeber

FAHRRAD DES JAHRES

INGENIEURTECHNISCH DAS REFERENZPRODUKT

2018

ne, span e g d ra Fahr im n für Verkauf i t r e d n Exp u EN tung Bera ADIESCH R R H FA

Anna The

resa Leite

nberger

„Mir macht die Arbeit im FAHRRADIES große Freude. Ich habe mit Menschen zu tun, helfe ihnen bei der Lösung von kleinen und großen Transportaufgaben. Wir wollen Lösungen finden, die die Bedürfnisse von mobilen Familien umfassend und langfristig befriedigen. Der hohe Qualitätsanspruch ist unser Beitrag zur Nachhaltigkeit. Mein Fahrrad habe ich hier selbst zusammengebaut. Es galt die Maxime, dass es stressfrei ist und in jeder Gefahrensituation sicher bremst. Vom Wissen und Können meiner Kollegen konnte ich in der Bauphase prima profitieren.“


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Bikesportler, Beratung und Verkauf

Kay Schwinzer

„Als Athlet schätze ich Zuverlässigkeit und Leichtigkeit. Wenn das Rad dann noch gut aussieht, ist es perfekt. Ich konnte im FAHRRADIES mein Hobby zum Beruf werden lassen. Als gelernter Zweiradmechaniker habe ich inzwischen meine Liebe zum Verkaufen entdeckt. Menschen mit ausgesprochen guten Fahrrädern und E-Bikes auszustatten, einen hervorragenden Service zu bieten, das ist ein schöner Lebensinhalt und macht mich glücklich.“


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FAHRRADIES Halle

Mr. „100 % Fahrrad“, Zweiradmechaniker, Lehrbeauftragter

Lukas Lieb

„Wenn ich das Zweirad aus meinem Leben streichen würde, bliebe nicht wirklich viel übrig! Aber Spaß beiseite: Andere zu begeistern, sich auf das Fahrrad zu setzen, anstatt mit dem Auto zu fahren – das möchte ich. Im FAHRRADIES habe ich meinen Beruf von der Pike auf gelernt. Inzwischen gebe ich mein Wissen an die nächste Generation weiter. Im Umgang mit unseren Auszubildenden liegt es in meinen Händen, das Qualitätsbewusstsein neben den mechanischen Fähigkeiten bei den jungen Menschen auszubilden.“


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srad-Profi, Brompton-Fan, fahrradie nigem son t mi Zweiradmechaniker Gemüt

Rodrigo Schleg

el

„Auch ich habe im FAHRRADIES den Beruf eines Zweiradmechanikers gelernt. Das war eine großartige Zeit. Nach der Lehre habe ich in meiner Heimatstadt Leipzig in einem Fahrradgeschäft gearbeitet. Die Verbindung zum FAHRRADIES blieb über all die Jahre bestehen. Als ich von den Wachstums- und Entwicklungsplänen meines alten Teams erfuhr, wurde meine Sehnsucht nach Halle so groß, dass mich nichts mehr hielt. Jetzt bin ich wieder da und werde in Kürze auch nach Halle ziehen. Es ist die besondere Atmosphäre, hier zu arbeiten, Kollegen und Kunden sind gut drauf. Ich freue mich auf alle, die mich noch aus alten Zeiten kennen – und auf alle anderen auch.“


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FAHRRADIES Halle

Friedrich Strauß Recycling-, d Zupacker“, Der „An- un -Exper te, nd Bikepark Upcycling- u haniker Zweiradmec

„Hier im FAHRRADIES habe ich so richtig Fahrradschrauben gelernt. Die Aufgabenpalette ist enorm: Vom Faltrad bis zum E-Bike habe ich hier das Wissen und das Können erworben, wie die komplizierte Technik fachgerecht zu pflegen und instand zu halten ist. Nach Abschluss der Lehre machte ich eine lange und grandiose Fahrradtour mit Reiserad und Hänger, beide selbstgebaut. Und jetzt freue ich mich, wieder im FAHRRADIES zu sein! Da zu sein für Kunden, für mein Team und überhaupt: Halle ist cool!“

chatronikerSchnelllerner, Zweiradme petenzen om fik Pro Azubi mit echten

GAZELLE MISS GRACE HMB Motor Bosch Active Line Plus, 500 Wh, 7-Gang Shimano Nexus, Hydraulische Felgenbremse

Johannes Ludw

ig

„Der Azubi im FAHRRADIES – das bin ich. Auf dem Weg zum Zweiradmechatroniker profitiere ich besonders von den vielfältigen Sichtweisen, Meinungen und dem großen Erfahrungsschatz im Team. Kein Fahrrad ist wie das andere und kein Problem gleich. Der ,fahrradiesische‘ Anspruch, fachgerechte Lösungen dafür zu finden, begeistert mich jedes Mal aufs Neue.“


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SCOOTER-FAHREN MACHT SPASS

UND KINDER FIT FÜRS FAHRRADFAHREN

Es trainiert, ähnlich wie das Laufradfahren, den Gleichgewichtssinn des Kindes, stärkt aber zusätzlich die Beinmuskulatur. Mit den klassischen PUKY®-Scootern erweitern die Kiddies auf leicht und sicher laufenden Fahrzeugen

nicht nur ihren Bewegungsradius: Sie entwickeln gleichzeitig ihr Gefühl für Geschwindigkeit, Lenken und Bremsen.

Dabei sind hoher Fahrkomfort, kindgerechtes Design und ein langjähriger Ersatzteilservice bei den PUKY®Qualitätsprodukten selbstverständlich.

SCOOTER R 07L STREET-SURFER Ob auf dem Weg zur Schule, zum Sport – oder einfach nur so … Die Fahrt mit dem neuen „AIR-SCOOTER R 07L“ macht extrem viel Spaß. Die großen Laufräder mit der komfortablen Luftbereifung bügeln Unebenheiten einfach weg und sorgen für maximale Kontrolle – auch wenn es mal schneller abgeht. Das neue Street-Design gibt es in drei Farbvarianten, für freche Mädels und coole Jungs. Ausstattung: Lenker höhenverstellbar, Dual-Density-Lenkergriffe, Speichenräder und Lenkung kugelgelagert, luftbereifte Laufräder (50-203) mit farbiger Seitenwand, V-Brake (hinten), rutschhemmendes Trittbrett, Ständer, stoßfeste Pulverlackierung

3+ SCOOTER R 03 NEW SCOOTER STYLE Das neue Design der „kleinen Scooter-Modelle“ wurde bewusst an das coole Design der großen „AIR-SCOOTER“ angelehnt. Baby war gestern – Fahrkomfort und Sicherheit stehen aber auch bei diesen Modellen ganz weit vorne. Ausstattung: Lenkerpolster, Räder und Lenkung sind kugelgelagert, Lenker höhenverstellbar, Sicherheitslenkergriffe, hochwertige Schaumreifen oder Luftreifen (50-215), Glocke, „Kick-Fußbremse“, rutschhemmendes Trittbrett, Ständer, stoßfeste Pulverlackierung Empf. VK-Preis: R 03

R 03L

79,99 E 89,99 E

Empf. VK-Preis:

139,99 E 5+


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Mountainbiken am Gardasee

Der Ledrosee

Bergauffahrt

Ob mit oder ohne E-Bike.

Das gemeinsame Erlebnis zählt! Gardasee, Sommer 2016. Eine Gruppe junger Lehrer, die die Ferien und die Natur genießen. Jeden Tag standen kleinere oder auch größere Aktivitäten auf dem Programm. Wandern, Klettersteige, Rennrad, Mountainbike, Klettern, Canyoning – ein jeder, wie er mochte und wollte. Manch einer machte zwei Aktivitäten am Tag, ein anderer keine. Ganz zwanglos und entspannt. Schließlich waren Sommerferien!

Am Beginn der Abfahrt

Bei der Tour dabei waren drei Jungs – Eike, Micha, Eike – mit ihren Mountainbikes und wir zwei Mädels – Heike und ich – mit E-Bikes, welche wir vor Ort ausgeliehen hatten. Bis auf mich hatten alle schon einige Mountainbike-Erfahrungen und sind durchaus sportlich auf dem Bike unterwegs. Und bis auf mich haben alle kurz zuvor für den Triathlon in Münster trainiert und waren daher relativ fit. Start war der Gardasee, von wo aus es die Ponalestraße (siehe Bild rechts oben) auf-

wärts ging. Die Ponalestraße (Sentiero del Ponale di Giacomo Cis) ist eine Straße am nördlichen Westufer des Gardasees, die den Gardasee mit dem Val di Ledro verbindet. Sie ist heute nur noch für Wanderer und Radfahrer zugänglich, ein enger Weg mit tollem Blick, teilweise auch schon richtig steil. Dann ging es an Molina di Ledro vorbei. Kurze Pause am Lago di Ledro mit superschönem klaren Wasser und einer kurzen erfrischenden Abkühlung. Anschließend fuhren wir den Gebirgspass Bocca Dromaè hoch. Der war ziemlich lang und kontinuierlich steil. Heike und ich waren trotz E-Bike dankbar, dass die Jungs zwischendurch auf uns gewartet haben. Die Aussicht auf den Lago di Ledro war zwischenzeitig perfekt und atemberaubend (Foto rechts). Man konnte den kompletten See sehen. Vor den letzten 500 m wurden wir dann durch eine Schaf-


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Die Ponalestraße hoch über dem Gardasee

herde und einen wirklich ulkigen Hirten zu einer Pause gezwungen … zum Glück! Endlich hatten wir etwas Zeit zum Trinken und Durchatmen! Der letzte halbe Kilometer war dann auch für uns zu steil zum Fahren. Für einige aus der Gruppe wäre das sicherlich machbar gewesen, aber wir hielten zusammen und schoben die Fahrräder hoch, um dann endlich den Gipfel zu erreichen. Geschafft, dachten wir, und vor allem ich hatte das Gefühl, den anstrengendsten Teil schon hinter mir zu haben. Als unerfah-

rene Mountainbikerin denkt man, bergab ist ja easy. War es aber dann nicht so ganz … Es ging den Wanderweg S1 Richtung Campi runter. Micha, Eike und Eike sind die Berge nur so runtergeflogen, während wir Mädels es eher langsam angehen ließen. Bergabfahren erfordert die ganze Konzentration und die Armmuskulatur noch dazu. An ein lockeres Runterheizen war zu Beginn nicht zu denken. Ich freute mich riesig, als dann mal asphaltierte Straße zu sehen war, auf der auch ich das Fahrrad einfach nur laufen lassen konnte und lediglich in den Kurven abbremsen musste. Die Tour war wunderschön und hat riesig Spaß gemacht, die Anforderungen waren für jeden genau richtig. Ohne das E-Bike wäre ich jedoch nicht mitgefahren und nicht in den Genuss gekommen, mit so tollen Menschen eine so schöne Radtour durch die Berge zu machen und eine solch schöne Aussicht genießen zu dürfen.

EINE RUNDUM WUNDERSCHÖNE TOUR, TOLLE MENSCHEN, EINE GRANDIOSE LANDSCHAFT, FASZINIERENDE AUSSICHTEN UND VIEL SPASS – DAS E-BIKE HAT DIE FAHRT ZU EINEM ECHTEN GENUSS WERDEN LASSEN.

Pause mit Blick auf den Ledrosee

Arco Frapporto

Start/Ziel

Riva del Garda

Ledrosee Ledro

Gardasee

Torbole


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Der Bitu-man von Münster

DER BESCHÜTZER DER DURCHGERÜTTELTEN UND GEQUÄLTEN Im Herbst 2016 tauchten sie zum ersten Mal an den verschiedensten Stellen im Radwegenetz Münsters auf: Kleine, manchmal kleinste Asphaltflicken, die das Überfahren der Regenwassergossen zwischen Straße und Radweg so unglaublich viel angenehmer machten, dass nach kurzer Zeit ein jeder Radler geradezu danach Ausschau hielt. Viele kannten nach kurzer Zeit die Lage „ihrer“ Stege und machten sich einen Spaß daraus, diese auch bei höherer Geschwindigkeit exakt zu treffen. Belohnt wurden sie durch ein sanftes Fahrgefühl, wo zuvor eher kraftvolles Lenkerfesthalten gefordert war. Die Teerflecken gab es plötzlich überall in Münster. Sie tauchten immer über Nacht auf und es beschränkte sich nicht auf ein bestimmtes Stadtviertel oder eine nachvollziehbare Route. Markus Weweler, der Chef des 24-h-Promenadenrennens, gab dem unbekannten Aktivisten den Ehrennamen „Bitu-man – der goldene Ritter der Fahrradfahrer“ (abgeleitet von Bitumen = Teer, Asphalt). Dem städtischen Tiefbauamt war das offensichtlich ein viel zu anarchischer Aktionismus und damit bekämpfenswert. Sie nahmen den Kampf auf und entfernten immer wieder die Asphaltkleckse.

Regelmäßig tauchten diese erneut auf. Irgendwann schien der Münsteraner „Bitu-man“ aufgegeben zu haben. Eine Zeit lang passierte nichts Neues. Aber jetzt ist er wieder da – und das Ordnungsamt scheint großzügiger geworden zu sein. Der ADFC widmete dem Asphalthelden der etwas anderen Art den folgenden Artikel in seiner Vereinszeitung „LeezenKurier“:

KLEINER FLICKEN – GROSSE WIRKUNG!

Er ist wieder da, der Robin Hood der Nullabsenkung! Der Beschützer der Durchgerüttelten und Gequälten auf den Marterstrecken der „Fahrradhauptstadt“. Er legt unbemerkt kleine Asphaltflicken an Bodenschwellen und Bordsteinkanten – dort, wo der münstersche Radfahrer beim Überfahren einen


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Aber jetzt ist er wieder da. Mag es an der einen oder anderen Stelle durchaus sein, dass das Niederschlagswasser nicht ganz so geordnet seinen Weg nimmt, so greift dieses Argument spätestens an den Bodenschwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung nicht mehr. Doch auch dort wurden die Flicken entfernt. Dabei sollte doch die Stadt Münster dieses Engagement eigentlich begrüßen, ist doch die sogenannte Nullabsenkung – also die höhengleiche Überquerung von Straßen,

Frisch verlegt

Wieder entfernt

Warnschilder sind keine dauerhaften Lösungen.

Einmündungen etc. ein erklärtes Ziel im Radverkehrskonzept, das 2016 von der Stadt verabschiedet wurde. Diese trägt zu Komfort und Sicherheit des Radverkehrs bei und wird vom ADFC begrüßt. Wir bedanken uns im Namen aller Münsteraner Radfahrer für den außerordentlichen und wirksamen Einsatz!

Neue Aktionen gestartet

©nmann77 - stock.adobe.com

Stoß in Handgelenken und Lendenwirbelsäule spürt. Tapfer hat der Unbekannte in der Vergangenheit dem Ordnungssinn des Tiefbauamtes widerstanden, das regelmäßig die Asphaltflicken wegbrach, weil sie angeblich die Entwässerung der Stadt beeinträchtigen könnten. Unerschütterlich erneuerte er immer wieder die Flicken. Bis zum Sommer – dann wurde es still um ihn. Nach und nach schien sich der Ordnungssinn der Verwaltung durchzusetzen.


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Reisebericht

VON EINEM, DER AUSZOG, MIT ZWEI RÄDERN NACH SPANIEN ZU FAHREN Beginn: Donnerstag, 09.02.2017 in Barnstädt, Sachsen-Anhalt,

grau, bewölkt, -6 °C, mit Reiserad, Anhänger und Dirtjumprad

Wiederankunft: 28.04.2017 in Barnstädt, Sachsen-Anhalt, im großen

Transporter mit Reiserad, Anhänger, Dirtjumprad, Downhillrad und zwei gerissenen Schulterbändern

durchquerte Länder: Deutschland, Frankreich, Schweiz, Spanien

gefahrene Kilometer: 2.328 km bis nach Spanien, bis zum Ende

circa 4.500 km

verlorene Dinge: Mütze, Tuch, Trikot, Handy, 8 h Bewusstsein, Full-

facehelm, Handschuhe, Schlüssel

Friedrich Strauß

2017 – na endlich, dachte ich mir! So gut wie ausgelernt und dann ... Hauptsache erst einmal weg. Rauskommen! Nach Spanien! Mit dem Dirtjumprad im Flugzeug ist das einfach zu starr. Mit einem Reiserad? Dann habe ich kein Dirtjumprad. Also irgendwie beides! So in etwa entstand die Idee einer Reise nach Spanien mit zwei Fahrrädern. Zuerst einmal brauchte ich ein geeignetes Gefährt. Während der Ausbildung hatte ich natürlich mitbekommen, was in der Fahrradwelt angesagt ist, und ich entschied mich für ein „Tout Terrain Tanami“. Schick, funktionell und echt belastbar. Nun musste noch eine Lösung gefunden werden, um

Frühlingshafter Sonnenschein kurz vor den Pyrenäen


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Winterwetter in Thüringen bei Oberhof

Start

Niederlande

Halle Leipzig

Belgien Luxemburg Paris

Frankreich

Stuttgart

Deutschland Schweiz

Grenoble

Montpellier

Spanien Schneebedeckte Alpen

das Dirtjumprad mit dem Tanami nach Spanien zu bekommen. Ein Anhänger des Herstellers „Hinterher“ bot die Lösung, lieferte er doch wichtige Komponenten. Einige Skizzen, Recherchen und Basteleien später war der Transportanhänger für das Dirtjumprad Marke Eigenbau fertig. Am 31.01.2017 kam der Bescheid, dass die Prüfung zum Zweiradmechaniker bestanden sei. Ausziehen, verabschieden, alles vorbereiten, grobe Route abstecken und da war er schon: der Starttag. Es sollte von zu Hause über Strasbourg, Zürich, Winterthur, Digne-les-Bains und letztendlich nach Premia de Mar/Barcelona gehen. Das erste Tagesziel war Erfurt zum sicheren Unterschlupf bei der lieben Tante. Dabei bekam ich die Grenzen meines Gespannes gleich zu spüren. Eine holprige Bergabfahrt brachte das Gespann zu Fall. Das Ganze ging jedoch recht glimpflich mit einem Seitenschlag an einem der An-

hängerräder aus. Einfacher und schneller als gedacht, erreichte ich nach sechs Tagen meine erste Ländergrenze. In Kehl ging es über die Brücke – ganz einfach so – nach Strasbourg, wo mein Zweitrad zum ersten Mal auf der Tour zum Einsatz kam – im STRIDE Indoor Bikepark. Die Gastfreundschaft dort war sehr bemerkenswert. Ein guter Freund aus der Heimat leistete mir dort auch für ein paar Tage Gesellschaft, bis es für uns beide wieder weitergehen musste (für ihn zurück in die Heimat). Am Rhein entlang fuhr ich zum „Geburtsort“ des Zugrades, nach Gundelfingen zu Tout Terrain. Von da aus ging es mit Komplikationen in Richtung Zürich/Winterthur. Ein Loch im Zahn machte sich bemerkbar und beim Weg zum Zahnarzt stellte ich die Abwesenheit meines Schlüssels fest. Fast alles davon konnte jedoch mit etwas Zeit und Geld behoben werden, sodass es nun in die Schweiz ging. Skillspark in Winterthur, der Züricher Pumptrack, das

Italien Marseille

Barcelona

Ziel

erste Mal Couchsurfen, die drei großen Seen nach Genf, lustig bunte Geldscheine, Wildcampen sind die Hauptstichpunkte, die mir zur Schweiz einfallen. Nachdem ich eine knappe Woche lang dieses Land bereiste, ging es nach Annecy. Eine Stadt, von der ich noch nie gehört hatte, aber die ich auf jeden Fall nun viel öfter besuchen möchte. Danach wartete ein kleines Stück der französischen Alpen auf mich und gipfelte im Col Bayard. Mit genügend Gefälle ging es zügig nach Digne-les-Bains in den EVO Bikepark. Dort stellte ich mich kurzerhand als freiwilliger Bauhelfer vor – recht praktisch, eine Woche vor der Saisoneröffnung. Dann blieb nur noch ein Ziel auf der Liste übrig. Auf dem Weg nach Spanien radelte ich immer an der französischen Mittelmeerküste entlang (meine Wintersachen konnten ganz unten in den Taschen verstaut werden).


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Reisebericht

Sonne satt in Béziers/Frankreich

An der französischspanischen Grenze

Von Weitem waren schon die einschüchternden Pyrenäen zu sehen, jedoch ist der Weg über Le Perthus erstaunlich leicht zu meistern. Da war es schon, das Schild, welches mir sagte, dass ich nun in Spanien bin. Verrückt! Am Nachmittag des zweiten Tages (15.03.) in Spanien erreichte ich den Bikepark La Poma in Premià de Dalt. Es war geschafft! Unbegreiflich, zu unreal

für den Moment, sodass ich dafür sorgte, dass dieser mir auch nicht wirklich in Erinnerung bleiben soll. Am nächsten Morgen besorgte ich mir etwas Verpflegung, um den Tag im Bikepark gut zu überstehen. Gute 8 h später wachte ich weiß gekleidet im Krankenhaus von Mataro auf. Josep, der Bikeparkbesitzer, stattete mir an dem Abend einen Besuch ab und erzählte mir, dass ich mit dem Rad und Anhänger von Deutschland nach Spanien gefahren sei. Am nächsten Tag hätte ich mich nach dem Frühstück auf mein Fahrrad gesetzt und wäre auf einer der Strecken mit dem Kopf voran gestürzt, was zu einer großen Schürfwunde im Gesicht und Gedächtnisverlust führte. Ich war erschrocken, verwirrt, fassungslos, aber vor allem riesig erfreut darüber, dass jemand vorbeikam und mir davon erzählte. Da die Verletzungen nicht schwerwiegend waren, konnte ich am nächsten Tag das Krankenhaus verlassen. Etwas Genesungsruhe verschaffte ich mir in Barcelona beim Sightseeing.

Klima und Landschaft mediterran: der Süden Frankreichs verwöhnt

Dabei wurde mir mein Handy geklaut, somit hätte ich mich voll und ganz meiner Genesung zuwenden können. Allerdings hatte ich von Spanien die Nase gestrichen voll und wollte einfach nur noch zurück in den EVO Bikepark. Schnellen Trittes ging es nach Frankreich. Auf mich wartete mein aus Deutschland zugeschicktes Downhillrad für die dortigen Strecken. Nach etwas Fahren und viel Buddelei zog es mich jedoch nach etwa 1,5 Wochen wieder zu der netten spanischen Gastfamilie, bei der ich zuletzt untergebracht war. Es hieß also: 600 km wieder zurück nach Katalonien. Vier Tage und es war getan. Es folgten fünf entspannte Tage mit viel Kochen und Sightseeing, jedoch Sete bei Nacht


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Sehnsuchtsziel La Poma Bikepark

Das Ende einer Reise: zwei gerissene Schulterbänder

On top im EVO Bikepark

dieses Mal ohne größere Komplikationen. Nun war es soweit, ich trat endgültig den Weg nach Hause an. Zurück nach Digne, wo ich wieder einen Freund aus Leipzig traf, der mit mir die Blackhills besuchte, auf die mich einer der Bikeparkbesitzer bei meinem letzten Besuch neugierig gemacht hatte. Der Übermut packte mich bei der Wiederankunft im EVO – es folgte die schnelle Verkürzung meines Fahrradtrips. Beim Versuch, eine Kurve zu flippen, rotierte ich etwas zu langsam und stürzte.

GREEN COMPOUND FÜR ROAD CRUISER REIFEN Die neu entwickelte Spezial-Technologie von Schwalbe ermöglicht es erstmals, das Gummi auf der Lauffläche eines Fahrradreifens aus nachwachsenden und recycelten Rohstoffen zu fertigen. Dabei bietet das neuartige Green Compound gute Performance in Bezug auf Rollverhalten, Grip und Haltbarkeit. Als erster Reifen ist der Schwalbe Top-Seller „Road Cruiser“ mit Green Compound ausgestattet. Erkennbar am grünen Label. www.schwalbe.com

Green Compound ist ausschließlich in den Reifenversionen mit schwarzer Lauffläche erhältlich.

Wie sich später herausstellte, rissen dabei zwei Schulterbänder. Um es kurz zu machen: Meine Mum und mein Onkel holten mich kurzentschlossen am 27. April mit all meinen Rädern aus Südfrankreich ab. Ein unerwartetes und ungewöhnliches Ende. Zurückblickend bereue ich nichts. Ich freue mich über alles, was ich erlebt habe und jeden, den ich kennengelernt habe beziehungsweise kenne. Friedrich Strauß


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Fahrradsicherheit – Fokus Helme

%

der Nutzer schützten 2014 ihr Handy mit einer Hülle, den Kopf mit einem Helm aber nur 17 % der Radfahrer. (Quelle: ich-trag-helm.de, Deutsche Verkehrswacht e. V.)

INNOVATIVER AIRBAG FÜR RADFAHRER

MODISCHES UNDERSTATEMENT, IM NOTFALL EINFACH SICHER! Hövding ist ein Airbag-Fahrradhelm, welcher über die beste Schockabsorption weltweit verfügt. Der Airbag ist in einem unauffälligen oder auch modischen Kragen untergebracht. Im Falle eines Unfalls entfaltet er sich in Sekundenbruchteilen und schützt dann auch den Nacken, die Wangen und die Kinnpartie und damit einen wesentlich größeren Bereich des Kopfes, als es traditionelle Helme tun. Studien an der Standford University belegen, dass der Hövding bis zu achtmal sicherer ist, als herkömmliche Fahrradhelme. Hövding ist CE-zertifiziert und erfüllt alle Voraussetzungen, die in der EU-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung festgelegt sind.

„Lange bevor ich auf der Erde landete, fühlte ich, wie mein Nacken stabilisiert wurde, dann kam die Kapuze – es war ein wunderbares Gefühl. :)“

0,1

Sek.

benötigt der Hövding bis zur vollen Entfaltung (Quelle: www.hovding.de)


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„Es ist beruhigend zu wissen, dass er einen besser schützt als ein gewöhnlicher Fahrradhelm, falls wirklich einmal etwas passieren sollte.“

4 5 von

Kopfverletzungen wären mit Helm nicht passiert

(Quelle: ZEIT ONLINE, 12. August 2017, Jürgensohn et al. 2017.)

„Ich habe wenige Kleidungsstücke, zu denen ich so viele Komplimente und neugierige Fragen bekomme.“


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Aktuell und clever – Bikeleasing

Diensträder sind auf dem Arbeitsweg, während der Arbeitszeit aber auch privat nutzbar.

EIN LAND MACHT (E-)MOBIL DIE GESCHICHTE EINES E-BIKE-BOOMS Fast vier Millionen E-Bikes rollen auf Deutschlands Straßen. In der Stadt sind sie, wie das herkömmliche Fahrrad, dem Auto in vielen Dingen überlegen. E-Biker und Fahrradfahrer sind oft schneller am Ziel, denn der zähe Verkehrsfluss in der Rushhour, die Wartezeiten im Stau und die Parkplatzsuche entfallen. Und das entspannte E-Bike-Radeln macht noch mehr Spaß. Spätestens seitdem im Jahr 2012 die Bundesregierung beschlossen hat, Fahrräder und E-Bikes den Dienstwagen steuerlich gleichzustellen, ist der Boom auf hochwertige Räder so richtig ins Rollen gekommen. Weit über 10.000 Betriebe bieten das Dienstradmodell ihren Mitarbeitern inzwischen an. Deutsche Bahn, Stadtwerke, Banken, Wohnungsgesellschaften und Krankenhäuser sind neben einer Vielzahl weiterer Betriebe nur ein paar, die hier stellvertretend genannt werden. Über eine Million Nutzer kamen so in nur fünf Jahren durch das Leasing in den Genuss neuer Fahrräder bzw. EBikes. Kein Wunder, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Das Dienstrad darf ohne Einschränkungen privat genutzt werden. Es ist versichert und kann in der

Regel von im Haushalt wohnenden Familienmitgliedern gefahren werden.

EIN DICKES PLUS AUF BEIDEN SEITEN Das Dienstradmodell ist ein Gehaltsumwandlungsmodell. Ein geringer Teil des Bruttogehaltes des Arbeitnehmers wird monatlich für die Nutzung des neuen Rades einbehalten. Damit wandelt er einen Teil des Entgeltes in eine Sachleistung um und muss dafür keine Steuern zahlen. In der Summe spart der Radfahrer gegenüber einem Neukauf so deutlich Kosten. Auf der anderen Seite spart der Arbeitgeber einen entsprechenden Teil der Abgaben zur Sozialversicherung. Ein weiterer Vorteil liegt bei den Anschaffungskosten. Diese werden monatlich in kleinen Teilbeträgen über einen Zeitraum von drei Jahren entrichtet. Nach dieser Zeit hat der Radfahrer die Wahl: Entweder er gibt das Rad zurück und least ein neues Rad oder er erwirbt das Rad zum Restwert. Der Gesetzgeber hat im vergangenen Jahr die Höhe des Restwertes bundeseinheitlich neu geregelt. Hier lohnt es, genau zu prüfen, wie die unterschiedlichen Leasinggesellschaften diesen Fall der Übernahme des Rades handhaben.


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TIPP

KNOW-HOW-

NUTZEN SIE UNSERE VIELFÄLTIGEN ERFAHRUNGEN, WIR KENNEN DIE FEINEN UNTERSCHIEDE UND BERATEN SIE GERN!

BIKELEASINGDIENSTLEISTER. EIN KLEINER ÜBERBLICK

BEISPIELE, ERFAHRUNGEN, MEINUNGEN Der Outdoorspezialist Tom Kreissig bietet seinen Mitarbeitern ein Fahrradleasing mit Businessbike an. „Mein Thema ist grundsätzlich das Draußensein. Da gehört das Fahrrad einfach dazu. Logisch, dass wir hier den Mitarbeitern Vorteile bieten wollen. Das ist mit dem Businessbike-Konzept ganz einfach.“

Thomas Natebus: „Ich hab mich aus mehreren Gründen für ein Dienstrad entschieden. Erstmal brauchte ich ein neues Fahrrad. Da war die ,Dienstradidee‘ eine von mehreren Optionen. Dafür hab ich mich letztlich entschieden, weil ich mir mein ,Traumrad‘ gemeinsam mit dem Fahrradprofi selbst zusammenstellen konnte, aber nicht auf einen Schlag bezahlen musste. Die (in der Tat moderaten) monatlichen Kosten teile ich mir mit meinem Arbeitgeber und dem Finanzamt. Nach ein paar Jahren ist das Rad gegen Zahlung eines geringen Restwertes meins. Wobei ich das Rad ja vom ersten Tag an privat wie dienstlich in vollem Umfang nutzen kann.

Last but not least ist das Rad über die Leasingfirma gegen (Teile-)Diebstahl und bei Pannen versichert. Einzige Bedingung war die Anschaffung eines ordentlichen Schlosses. Mein Fazit? Ich habe (m)ein Traumrad, das mich monatlich wenig kostet und gegen Diebstahl versichert ist.“

ist ein Schwergewicht in der Leasinglandschaft mit der IKB-Bank im Hintergrund und ausgezeichneten Versicherungsleistungen für alle Nutzer dieses Anbieters. Businessbike bietet derzeit die beste Restwertregelung mit 15 % des Neuwertes. Online-Kalkulator für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständige.

Der Bike-Leasing-Pionier aus Freiburg brachte das Konzept für Fahrräder 2012 ins Rollen. Nach Neuregelung bietet er jetzt 17 % Restwertregelung.

Thomas Natebus sieht viele Vorteile beim Fahrradleasing.

Das Dienstradmodell

Kreative Lösungen für familienfreundliche Betriebe, auch das Leasing von Gespannen (E-Bike plus Anhänger) ist möglich. Abwicklung mit der angeschlossenen IRAGON einfach und mit persönlichem Ansprechpartner, sowohl bei Verschleißversicherung wie auch bei Schadensfällen.

macht den Erwerb hochwertiger Fahrräder oder E-Bikes auch für den schmalen Geldbeutel interessant.

Weitere Anbieter: > eurorad > lease-a-bike > Mein Leasingrad > Leasing-eBike > mein-dienstrad.de …


38

Cargobike-Rennen

TRANSPORT ALS SPORT

CARGOBIKE-RENNEN Wie im Radsport üblich: Ab und an muss der Fahrer aus dem Sattel.

In Deutschland ist es eine recht junge Spielart für die Lastenradenthusiasten: Der sportliche Vergleich in verschiedenen Klassen und Disziplinen. Vom Entwickler des Bullitt Cargobikes Hans Bullitt Fogh ins Leben gerufen, wird die Liste der weltweiten Renntermine immer länger. Ob diese neue Radsportart jemals olympisch wird, ist nicht entschieden. Noch steht neben der sportlichen Begeisterung und dem Messen von Kraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit der Spaß von Piloten und Publikum an erster Stelle. Dafür ist die junge Disziplin bisher verschont geblieben von Doping- und Bestechungsskandalen, Fair Play und Bewegungsfreude sind wichtiger als der Sieg. In Dänemark, dem Herkunftsland der Lastenräder, treffen sich die Sportler einmal jährlich und treten in den Kategorien Zweirad-, Dreirad- und Oldtimer-Lastenräder gegeneinander an. Und es wurden bisher immer spektakuläre und spannende Rennen ausgetragen. Ausführliche Informationen gibt es unter: www.cargobikerace.com

Bei allem Spaß ist auch der sportliche Ehrgeiz mit dabei.


39 Das Starterfeld ist ebenso

EINE AUSWAHL DER RENNTERMINE

vielfältig wie die Einsatzzwecke von Cargobikes. C

Dortmunder Lastenradrennen 7. April 2018 Dortmund

International Cargo Bike Festival 15. April 2018 Berlin

Cargo Bike Race Wuppertal 21. April 2018 Wuppertal

Svajerløb 18. August 2018 Kopenhagen

Last, Leeze & Laktat 3. Oktober 2018 Münster

Klein. Fein. Hell. Im Aluminiumgehäuse. Edles Alu-Gehäuse

LUMOTEC-SERIE Sensorgesteuertes Tagfahrlicht

87 Gramm leicht

Alles drin – auf minimalem Raum. Der kleine Bruder des erfolgreichen IQ-X überzeugt neben seinem kompakten Alu-Design auch durch eine üppige Ausstattung. Und das mit einem Gewicht von weniger als 90 Gramm. Aktuelle IQ2-Lichttechnik mit einer Leistung von 70 Lux trifft auf Sicherheitsmerkmale wie sensorgesteuertes Tagfahrlicht und Seitenabstrahlung. Erhältlich für den Betrieb mit Dynamo und als Version für E-Bikes – nur im Fachhandel, UVP ab 79,90 1. Natürlich StVZO-zugelassen. Erhältlich in Schwarz oder Silber.

SicherheitsSeitenabstrahlung

LED-IQ2-TEC, 70 Lux Großflächen-Lichtfeld mit Nahfeld-Ausleuchtung

Made in Germany Busch+Müller | Meinerzhagen Tel. + 49 (0) 23 54-915-6000 | www.bumm.de

IQ-XS


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Wir empfehlen

UEBLER-FAHRRADTRÄGER „I-SERIE“

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WERTGARANTIE

MIT SICHERHEIT MEHR SPASS

Die neue i-Serie ist die kleinste und leichteste Trägerserie, die Uebler je entwickelt hat. Der völlig neu entwickelte „iQ“-Verschluss macht den Träger selbst zum „Hebel“. Die Montage am Fahrzeug wird so noch einfacher. Die Fahrradschienen wurden verbreitert und der Träger verfügt über ein neues Leuchtensystem. Optional ist eine Tasche erhältlich, in die der Träger ganz einfach verpackt werden kann, wenn er noch am Fahrzeug befestigt ist.

EINFACHE MONTAGE

1. Aufschieben

> > > > > > > > > > > >

2. Träger nach unten klappen

3. Fertig!

belastbar bis 60 kg – optimal auch für E-Bikes geeignet faltbar auf extrem kleines Packmaß (nur 61 x 20 x 60 cm) einhändig abnehmbare Fahrradhalter extrem leicht, nur 13 kg Eigengewicht per Fußhebel einfach abklappbar (auch mit Beladung) für Fahrräder mit maximalem Achsabstand von 130 cm, geeignet für alle handelsüblichen Rahmengrößen 22 cm Abstand zwischen den Schienen, Berührung der Räder ist ausgeschlossen großer Trägerbügel zur flexiblen Befestigung der Räder hebelloser, neuartiger „iQ“-Verschluss europäische Betriebserlaubnis erweiterte Garantie: 3 Jahre viele sinnvolle Optionen: Auf-/Überfahrschiene, Transport-/ Aufbewahrungstasche, Sondermodelle mit vorinstallierter Einparkhilfe, Sondermodel (i21) mit 90°-Abklappwinkel für Fahrzeuge wie T6, Caddy, V-Klasse etc.

UVP:

595,00 E

Endlich ist der Winter passé, endlich kommen die neuen Cityflitzer, Rennräder und Mountainbikes zum Einsatz. Dass Fahrer und Gefährt nichts geschieht, sollte die Sicherheit dabei nicht zu kurz kommen. Jährlich werden die Modelle und Komponenten schneller, leichter und besser und steigern so Fahrvergnügen, Freiheitsgefühl und Adrenalin. Auch die Sicherheitsmöglichkeiten werden immer moderner, bequemer und digitaler: vom aufblasbaren Fahrradhelm bis hin zu „Smart-Locks“. Gerade bei hochwertigen Fahrrädern, E-Bikes und Pedelecs empfiehlt sich eine Fahrradversicherung. Seit bald 20 Jahren sorgt WERTGARANTIE für ein sicheres Fahrgefühl und schützt Radfahrer vor ungeplanten Kosten bei Diebstahl oder anfallenden Reparaturen. Egal ob durch Stürze, Vandalismus, Feuchtigkeitsschäden an der Elektronik von E-Bikes, Pedelecs u. v. m.: Im Falle eines Falles hilft WERTGARANTIE einfach und schnell. Und das kommt gut an, wie der TÜV regelmäßig bestätigt: in 2017 mit der Gesamtnote 1,65 für die guten Serviceleistungen. Über 96 % der Befragten halten WERTGARANTIE für „sehr zuverlässig“ bzw. „zuverlässig“. Suchen Sie nicht länger nach einer Fahrradversicherung, sondern schließen Sie sie noch heute in Ihrem Fachgeschäft ab.

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Kostenfrei, im Wert von 40 Euro, innerhalb der ersten drei Monate nach Kauf.

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Infos zu FAHRRADIES und FAHRRADIESCHEN

Magazin "radgeber" 2018 FAHRRADIES Halle  

Die aktuelle Ausgabe mit Neuheiten für alle begeisterten Fahrrad & E-Bike-Fans!

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