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Ausgabe 2/2020 · 8. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

„Unsere Branche wird die Krise meistern“ · Stephen Grimm – mit Weitsicht und sozialer Verantwortung in die Zukunft Ausgebremst im vollen Lauf · Wichtig: Der Blick auf die Zeit danach MHK – 2019 ein herausragendes Jahr, 2020 ein herausforderndes Jahr · Herausforderung angenommen!


Nur, wer aus der Reihe tanzt, findet eigene Wege.

DER KÜCHENRING zählt aktuell annähernd 600 Gesellschafter. Unsere Aufgabe sehen wir vor allem darin, unsere Gesellschafter mit kreativen Ideen, erfolgsorientierten Konzepten und erstklassigen Konditionen auszustatten, die in ihrer Gesamtheit Maßstäbe setzen. Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft von zufriedenen und erfolgreichen Gesellschaftern von DER KÜCHENRING. Informieren Sie sich. Heute noch. Wir sind für Sie da.

DER KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Editorial

Nie war Unternehmertum gefragter …

C

orona-Krise 2020 – zahlreiche Handelsunternehmen mussten vorübergehend schließen. Der HDE schätzt, die Summe der täglich verlorenen Umsätze liege bei rund 1,15 Milliarden Euro. Wer seine Geschäftsräume sein eigen nennt, muss sich ­zumindest keine Sorgen machen, wie er die Gewerbemiete finanzieren soll. Inwieweit staatliche Liquiditätshilfen und Kurzarbeit Schlimmeres verhindern können, ist derzeit noch nicht absehbar. Betroffen ist nahezu jedes Gewerk, jedes Gewerbe. Auch Küchen- und Möbelhandel und das Sanitärhandwerk sind in Mitleidenschaft gezogen. Die Showrooms und Studios blieben in den meisten Bundesländern geschlossen. Jedoch durfte bereits gekaufte Ware unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ausgeliefert und montiert werden. Nicht jeder Endverbraucher lässt diesen Service zu. Gerade ältere Menschen, so berichten uns Küchenund Badprofis, verschieben die Montage ihrer neuen Küche oder die Sanierung ihres Badezimmer auf „nach der Krise“. Eine genaue Definition für diesen Zeitraum gibt es nicht. Was der Liquidität der Fachbetriebe nicht gerade dienlich ist. Dennoch zeigen sich die Fachbetriebe, mit denen wir in der letzten Woche sprechen konnten, positiv der Zukunft zugewandt. Aufträge, die abgearbeitet werden können, werden ausgeführt. Kontakt zu seinen Kunden hält man via Mail und Telefon. Über die eigene Web-Site, Facebook und Instagram verweist man nicht nur auf seine Leistungsfähigkeit, sondern versendet Ostergrüße, angereichert mit Rezepten aus dem eigenen Repertoire und unterstreicht: „Wir sind weiter für Euch da!“ Die meisten unserer Gesprächspartner konnten im Übrigen auch während der Krise Aufträge generieren. Einige ihrer Kunden ziehen Investitionen ins eigenen Heim vor, weil sie eine Rezession befürchten. Andere nutzen die Zeit des Lockdown und setzen sich mit ihrer Einrichtung auseinander, um diese neu zu gestalten, so hören wir von unseren Gesprächs-

partnern. Und da wäre natürlich noch der Neubau. Laut statistischem Bundesamt wurden alleine im Januar in neu zu errichtenden Wohngebäuden rund 23 900 Wohnungen genehmigt. Dies waren 0,8 % oder knapp 200 Wohnungen mehr als im Vorjahresmonat. Aber wie berät man am besten, wenn das haptische und optische Prüfen und Erleben der Beschaffenheit von Materialien und Produkten gerade einmal nicht möglich ist? Bemustert wurde teilweise im Freien, unter Einhaltung des vorgeschriebenen Abstands zwischen Berater und Kunden. Andere Küchenprofis sahen sich um 30 Jahre zurückversetzt, als man noch mit zwei, drei Musterfronten unter dem Arm zu den Kunden nach Hause fuhr. Alles abhängig davon, was an Kontaktmöglichkeit in dem entsprechenden Bundesland erlaubt ist. Ein Heizungs- und Sani­ tärunter­nehmen plant die neue Heizung seiner Kunden per Video-Chat, in dem er sich den Heizungskeller via Handy zeigen lässt. Ein Badspezialist berichtet, seine Beraterplätze bereits mit Plexiglaswänden ausgestattet zu haben, denn wenn es wieder losgeht, sollen sich seine Kunden bei ihm sicher fühlen. Allen Unternehmern ist klar, dass die CoronaKrise ein deutliches Umsatzminus mit sich bringt. Beziffert wird dies von den meisten mit zwischen 30 und 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gewinnen wir während unserer Gespräche nicht den Eindruck einer tiefen Depression. Vielmehr treffen wir auf Unternehmen mit Umsicht, Weitblick und Zuversicht, gepaart mit dem Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und in die ihrer Industriepartner, die sie zur Zeit nicht nur durch ihre Lieferfähigkeit unterstützen. „Nie war Unternehmertum gefragter“, darin sind sich alle einig, ob Küchenspezialisten, Einrichter oder Badprofis. „Auch wenn wir jetzt mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen müssen, glauben wir, dass die Menschen sich künftig wieder mehr auf ihr eigenes Zuhause besinnen werden und das sollte doch für jeden so schön und komfortabel wie möglich sein.“

Yvonne Davy Chefredakteurin

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Foto: Samsung

Der Dual Cook Flex-Backofen von Samsung passt in die Zeit. Das smarte Multifunktions­ gerät verfügt über eine geteilte Tür, die es ermöglicht je nach Bedarf entweder den oberen oder den unteren Garraum oder den ganzen Backofen zu nutzen. Durch seine intelligente Technik ermöglicht der Dual Cook Flex das Garen von zwei Gerichten in zwei unterschiedlichen Modi, mit zwei unterschiedlichen Temperaturen zur selben Zeit oder auch zeitversetzt, ohne Geruch und Geschmack des jeweiligen Garguts aufeinander zu übertragen. Wird nur ein Teil des Garraums genutzt, reduziert sich der Energieverbrauch um bis zu 25%. Für Liebhaber intelligenter Gerätevernetzung lassen sich einige Modelle des Dual Cook Flex mit der Smart Things App auch via Smartphone und Tablet steuern. Mehr zu smarten Haus­geräten von Samsung auf den Seiten 39 und 46. www.samsung.com/de

2 | küche + architektur

1 Nie war Unternehmertum

22 „Wir haben unsere

gefragter

­Hausaufgaben gemacht“

Editorial

Beko und Grundig

4 „Unsere Branche wird die Krise meistern“ Stephen Grimm – mit Weitsicht und ­sozialer Verantwortung in die Zukunft

8 Ausgebremst im vollen Lauf Wichtig: Der Blick auf die Zeit danach

10 Stay together Gemeinsam durch die Corona-Krise – Küchenmöbelindustrie als Partner des Handels

26 Gute Küche verändert das Leben Zu Gast im „Haus der Küchen“

30 „Service heißt, das ganze Geschäft mit den Augen des Kunden zu sehen.“ Rettig – das Fachgeschäft in Lautertal

32 Vielfalt für zielgruppen­ gerechte Ansprache Differenzierung am Puls der Zeit

14 Nobilia baut Marktführer­

32 Pronorm

schaft weiter aus

33 Ballerina-Küchen

Weichen im 75. Jahr gestellt

34 ewe Küchen

18 MHK – 2019 ein heraus­ ragendes, 2020 ein heraus­ forderndes Jahr Herausforderung angenommen!

34 Kuhlmann 35 Neue Alno 35 Leicht 36 Nolte Küchen 37 Rational 38 Schüller


KITCHENTALK

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Impressum

Edition 1:

Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de

Corona-Krise meistern – Nie war Unternehmertum gefragter

VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora

Heidrun Brinkmeyer

Wolfram Fitz

Michael Kramp

geschäftsführende Gesellschafterin Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Rödinghausen

geschäftsführender Gesellschafter Wohnfitz GmbH Walldürn

geschäftsführender Gesellschafter Ellerbrock „Bad und Küche“ GmbH Hamburg

Talkgäste berichten über den individuellen Umgang mit Krisensituationen – Herausforderung und Chance zugleich. Moderiert von: Yvonne Davy, Chefredakteurin küche+architektur

Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Social Media und Anzeigenverkauf: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de

Inhalt 2/2020

Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 8, gültig seit 1. 1. 2020 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.)

39 Smart, smarter, Samsung Spannende Smart Home Geräte für die eigenen vier Wände

40 Unter Strom Elektrogerätehersteller setzen auf Exklusivität​ 40 Berbel 41 Neff 41 Bosch 42 Bauknecht 42 Küppersbusch 43 Gutmann 44 Miele 44 Oranier 45 Smeg

46 Smart Living im Real Life Samsung macht Connected Living erlebbar

48 Zuluft in Passivhäusern Compair® Bixo von Naber – Abluft-­ Mauerkasten passivhaustauglich

49 Keine Küche ohne Spüle Mehrwert durch Beratung​

Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.)

49 Blanco 50 Systemceram 51 Schock 52 Franke 53 Hansgrohe 53 Villeroy & Boch

Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de

und ­Armatur

54 Strasser Steine dokumentiert die Einzigartigkeit des Steins

54 Grama Blend – Handwerklich veredelt

55 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, Effizienzhäuser, pro fertighaus, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 55: auremar / fotolia

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Architektur + Trend | Küchen

„Unsere Branche wird die Krise meistern“ Stephen Grimm – mit Weitsicht und sozialer Verantwortung in die Zukunft

Von Karlsdorf-Neuthard über Basel bis nach Waldshut-Tiengen ist Grimm Küchen bei Verbrauchern eine etablierte Marke, die für Kompetenz und Qualität steht. Die Filialen in Karlsdorf-Neuthard, Karlsruhe und Rastatt zielen auf den Markt in Nordbaden ab. Das Offenburger Haus richtet sich ebenso wie die Filiale in Breisach an Kunden der umliegenden Regionen in Deutschland und Frankreich. Mit der Filiale in Binzen bedient er Kunden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Waldshut-Tiengen verbindet Baden mit der Schweiz und dem nahegelegenen Kanton Aargau. Nicht zu vergessen das Stammhaus in Freiburg, das sich an die Kunden aus der Badenmetropole und dem Umland richtet. Auch die Geschäftstätigkeit von Grimm Küchen mit seinem über einhundert-köpfigen Team beeinflusst das Corona-Virus grenzübergreifend. In einem Telefoninterview zieht der sympathische Geschäftsmann kurzfristig Bilanz.


Küchen | Architektur + Trend

„W

ir versuchen uns so zu organisieren, dass wir einen möglichst geringen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schaden davontragen. Und außerdem: Irgendwann ist es ja vorbei. Und dann muss es weitergehen.“ Stephen Grimm ist Realist. Seine Einschätzungen basieren auf Marktanalysen und Daten, die er, wie er betont, aus seriösen Quellen bezieht. Herr Grimm, Sie repräsentieren acht eigene Filialen. Können Sie denn im Moment die Küchen ausliefern? Stand heute können wir das weitestgehend. Man muss hier derzeit von Tag zu Tag denken und flexibel reagieren. Solange unsere Lieferantenpartner lieferfähig und unsere Monteure gesund bleiben, haben wir keine Probleme. Das gilt auch für den Fall, falls einer unserer Lieferanten – mit einem gewissen Vorlauf, so, dass wir noch Handlungsspielraum haben – einen temporären Lieferstillstand ankündigt. Was würden Sie in diesem Falle tun? Suchen Sie sich dann lieferfähige Fremdlieferanten? Als Küchenspezialist ist das gar nicht so einfach. Unsere Kunden suchen den ganz bestimmten Holzton, das ganz bestimmte Dekor der von uns geführten Lieferanten und lassen sich davon auch nicht so ohne Weiteres abbringen und einfach auf die Designs eines Alternativherstellers umlenken. Deshalb stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit unseren Lieferanten, um uns über die Sachlage zu informieren. Diese wiederum berichten uns von ganz anderen Problemen: Sie haben u.a. mit Handelspartnern und Handelsstrukturen zu tun, die die Ware nicht abnehmen. Da viele von ihnen keine Warenlager mehr vorhalten, geht die Lieferung zurück an ihren Ursprungsort. Dieser Zustand könnte, wenn er lange dauert, dazu beitragen, dass auch wir nicht mehr beliefert werden können. Im Moment gehe ich aber nicht davon aus. Ich fühle mich mit unseren Herstellern in puncto Liefersicherheit gut aufgestellt und denke, dass sich mögliche Verzögerungen im Rahmen halten werden. Lediglich zwei Nischenanbieter, die in Österreich und Italien fertigen, haben im Moment Produktionsstopp. Das trifft keine 2% unseres Auftragsbestandes und hier sind wir mit unseren Kunden im permanenten Austausch. Was bestimmt Ihre Entscheidung für die Zusammenstellung Ihres Portfolios? Mir gefällt die Vielfalt der Branche, auch wenn wir uns überwiegend für die Zusammenarbeit mit großen Herstellern entschieden haben. Eine Entscheidung, die sich gerade in Krisenzeiten wie jetzt bestätigt. Dennoch wird der Möbelhersteller einer Küche oft überschätzt und zwar sowohl finanziell, wenn es um den Einkauf geht, als auch von der Kaufentscheidung her. Wir als Küchenspezialisten kombinieren oft sechs unterschiedliche Produktkategorien und damit auch Hersteller miteinander. Küchenmöbel, Geräte, die auch von unterschiedlichen Anbietern kommen können, Spüle, Armatur, Beleuchtung, wenn nicht vormontiert, und die Arbeitsplatten. Und nicht zu vergessen unsere Dienstleistung. All das zusammen macht letztendlich den individuellen Wert einer Küche aus.

So wie Ihre Lieferanten, müssen auch Sie als Küchenspezialist sich differenzieren … … und wenn Sie uns fragen, worin sich unser Unternehmen von anderen unterscheidet, so gelingt uns das überwiegend durch den Faktor Dienstleistung. Von der Beratung, über die Planung und Montage, den Aftersales-Service bis hin zur unkomplizierten Abhilfe bei Reklamationen, all das trägt entscheidend zur Zufriedenheit unserer Kunden und damit zur Weiterempfehlung unserer Häuser bei. Wir haben uns dem Thema Service verschrieben und hart an uns und an bestehenden Strukturen gearbeitet, so dass so mancher Kunde heute dazu bereit ist, für unsere Gesamtleistung etwas mehr zu zahlen. Unsere Kunden wissen, dass sie uns vertrauen können. Das kommt uns auch in Krisenzeiten zugute. Gerade in unsicheren Zeiten sucht man nach vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen. Wie handhaben Sie die zur Zeit angeordnete Schließung der Geschäfte, was Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden angeht? Sie können sich momentan als Arbeitgeber profilieren, oder aber auch genau das Gegenteil erreichen. Während wir nach der Ansprache von Frau Merkel für unsere Mitarbeiter und Kunden bereits auf Sicherheit gegangen sind, gab es immer noch regionale Marktbegleiter, die auf Facebook mit: „Wir haben noch für Sie geöffnet.“ warben. Hier geht es darum, noch den kleinsten Profit herauszuschlagen und das ohne Rücksicht darauf, einer Infizierung der Mitarbeiter und möglicher Kaufinteressenten Tür und Tor zu öffnen. Ein anderer Wettbewerber bietet offensiv Hausbesuche an. Unsere Mitarbeiter, mit denen ich mich regelmäßig austausche und die ich auch in grundlegende Entscheidungen dieser Art miteinbinde, möchten mit den Angestellten dieser Küchenspezialisten eher nicht tauschen und finden deren Vorgehensweise fragwürdig. Wir halten uns an die verordneten Regeln und lassen die Ladengeschäfte geschlossen, bis es eine Lockerung der Verordnungen gibt. Ein Teil unserer Mitarbeiter arbeitet hinter verschlossener Eingangstür weiter. Termine werden derzeit telefonisch oder per Email gemacht. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Einführung einer Software, bei der man mit Kamera und Mikrophon übers Internet gemeinsam auf den Bildschirm des Beraters schauen und eine komplette Beratung durchführen kann. Das muss nur so kundenfreundlich wie möglich gestaltet werden, deshalb brauchen wir wohl noch 2-3 Tage, bis es richtig losgeht. Und dann haben Videokameras momentan Lieferzeiküche + architektur | 5


Architektur + Trend | Küchen

ten von 2-3 Wochen. Wir müssen also schauen, was unsere Bestände machen. Es ist zurzeit auf allen Ebenen spannend. Wenn es dann um die Bemusterung geht, werden wir sehen, wie man hier vorgehen kann. Ich könnte mir auch vorstellen, unseren Kunden Muster einfach vor die Haustüre zu legen oder man trifft sich auf dem Parkplatz und schaut sich mit dem nötigen Abstand die Muster gemeinsam an … ich weiß es noch nicht. Sie beschäftigen doch auch Mitarbeiter, die in Frankreich wohnen? Mich hat es fast umgehauen, als unser Sozialministerium empfohlen hat, in Frankreich wohnende Mitarbeiter zuhause zu lassen. Wir haben 20 Mitarbeiter, die in Frankreich wohnen, davon einige Deutsche sehr grenznah in einer Art deutschen Enklave. Im Drei-Länder-Eck wohnen viele Menschen in Frankreich, da das Wohnen dort günstiger und die Steuern niedriger sind, arbeiten in der Schweiz oder Deutschland, wo sie übrigens auch einkaufen. In diesen Orten ist das CoronaVirus auch nicht so verbreitet. Der Hotspot liegt vielmehr im deutlich entfernten Mulhouse. Ich bin kein Mediziner, aber mein logisches Verständnis sagt mir, dass jemand, der direkt an der Grenze wohnt und in Deutschland arbeitet und seine Einkäufe erledigt, kein höheres Risiko hat infektiös zu sein, als ich, der in Freiburg lebt. Doch nach dem Appell des Sozialministers waren die in Frankreich Wohnenden gebrandmarkt. Wir hatten z.B. eine Reinigungskraft, die sich weigerte zu putzen, solange diese noch weiterarbeiteten. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, unsere Mitarbeiter aus Frankreich nicht komplett nachhause zu schicken. Ein Monteur kann nun mal kein Homeoffice machen. Wäre ich dem Aufruf gefolgt, hätte ich viele Montagen absagen müssen und Kunden hätten lange auf ihre Küche warten müssen. Gott sei Dank hat Frau Merkel das Ganze dann relativiert. Grundsätzlich stehe ich voll und ganz hinter den rechtsverbindlichen Maßnahmen der Regierung. Die Corona-Krise zeigt uns allen, dass auch unsere Wohlstandsinsel angreifbar ist, dass eben nichts im Leben selbstverständlich und für immer ist. Wie schätzen Sie die Weiterentwicklung unserer Branche ein? Ich bin davon überzeugt, dass die meisten unserer Kollegen im Handel sowie unsere Industriepartner die Krise so gut wie möglich meistern werden. Wie bei allen anderen ist der wirtschaftliche Einbruch, den wir verkraften müssen, nicht einschätzbar. Natürlich wird es Liquiditätsengpässe geben, Küchen werden wegen stillstehender Bauten 6 | küche + architektur

nicht eingebaut werden können usw., aber solange das Neubaugeschäft sich weiterhin positiv entwickelt und solange Menschen umziehen, glaube ich, dass unsere Branche und damit auch wir mit einem blauen Auge davonkommen werden. Um nur einmal eine Zahl zu nennen, schätze ich, dass das Minus beim Umsatz über einen gewissen Zeitraum sicher 30 Prozent betragen wird, aber nur solange das Neubaugeschäft beständig ist. Renovierungen werden natürlich verschoben. Diesen Rückgang werden wir hoffentlich nach Corona wieder aufholen können. Im Vergleich mit Messebauern oder Gastronomen, deren Verluste mit 100 Prozent zu beziffern sind und bei denen kaum etwas aufzuholen ist, geht es uns doch noch gut. Speziell bei den gerade aufgeführten Branchen wird es die Regierung nicht leicht haben, zu entscheiden: Wie viel Geld gebe ich wem. Ich glaube, dass es wesentlich einfacher ist, zu analysieren, wie viel Kapital für ein Großunternehmen notwendig ist, um die Arbeitsplätze zu erhalten, als die Bedarfe von zigtausenden kleinen Unternehmen zu ermitteln. Natürlich gibt es auch Branchen, denen es zur Zeit noch besser geht, wie z.B. der Versandhandel oder Logistikunternehmen. Sie erfreuen sich derzeit temporärer Konjunkturen. Glauben Sie, dass nach der Corona-Krise alles wieder wird, wie es war? Es wäre zu hoffen. Vielleicht führt das Ganze aber auch zu einem Umdenken. Unserer Gesellschaft ging es über eine lange Zeit sehr gut, man könnte fast schon sagen zu gut. Andere Länder wie Südkorea sind bereits krisenerprobt. Hier hält sich die Bevölkerung stringent an alle Vorgaben von Seiten der Regierung, weil sie verinnerlicht haben, dass es nicht nur um den Einzelnen, sondern um das große Ganze geht. Und zwar auch, was das Thema Datenschutz anbelangt. Bei uns ist dies alles etwas komplizierter. Ich denke z.B. an überlastete Lernplattformen im Internet, über die den Kindern während der Krise Lernstoff zur Verfügung gestellt werden soll. Wenn hier ein Privatmann und Vater Abhilfe schaffen will, indem er anbietet, ein Portal zu programmieren, das den Zugang zu den Daten problemlos möglich macht, haben einige sofort datenschutzrechtliche Bedenken. Grundsätzlich gilt: Solange wir unser Wirtschaftssystem und unseren Wohlstand – und damit meine ich nicht nur Deutschland – aufrecht erhalten wollen, wird es auch wieder nach vorne gehen. In welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß weiß niemand. Denn Sie sehen, hier sind viele Unbekannte im Spiel. Man kann zur Zeit als Unternehmer nur kurzfristig planen. Wir planen jetzt im vierWochen-Rhythmus und selbst damit sollte man flexibel bleiben. Ich rechne damit, dass das Corona-Virus mit Sicherheit ein halbes Jahr, wenn nicht sogar länger, unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen wird. Für uns, wie für alle anderen Unternehmen gilt es, unsere Geschäftstätigkeit so gut es geht am Laufen zu halten und den wirtschaftlichen und vor allem auch volkswirtschaftlichen Schaden so gering wie mögwww.grimm-kuechen.de lich zu halten. 


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DATEN + fakten

Ausgebremst im vollen Lauf Wichtig: Der Blick auf die Zeit danach

Konnte Jan Kurth als Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie e.V. und der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. im Februar 2020 für die Gesamtbranche im vergangenen Jahr noch von einer „Konsolidierung auf hohem Niveau“ berichten, ist momentan jede Prognose für das laufende Jahr wegen der unabsehbaren Auswirkungen der Corona-Krise auf die Konjunktur insgesamt und die Produktionsabläufe obsolet.

H

art getroffen ist auch die deutsche Küchenvom Verlauf und von der Dauer der Krise ab. Aber möbelindustrie, deren Konjunktur zur Staes wäre naiv zu glauben, dass hier keine Bremsspuren bilisierung der Lage der Möbelindustrie im bleiben werden. vergangenen Jahr erneut beigetragen habe, mit einem Anstieg der Erlöse in 2019 um 2,82 Prozent im VerDer Worstcase für viele Industrieunternehmen gleich zum Vorjahr. Dabei zeugte die Exportquote ist die temporäre Schließung des Unternehmens von überdurchschnittlichen 41,8 Prozent bei einem wegen der Infizierung einer oder mehrerer PerAnstieg der Exportumsätze um 6,2 Prozent auf 2,1 sonen durch das Virus: Welche Maßnahmen Mrd. Euro vom guten Ruf der Küchenmöbel Made in empfehlen Sie betroffenen Unternehmen? Germany. Jan Kurth: In dieser dramatischen Krise mit täglich Mit Blick auf das Jahr 2020 zeigten die Zahlen des inwechselnden Informationsständen konnten wir uns ternen Auftragspanels des Verbands der Deutschen bis vor kurzem als Worstcase-Szenario auch eine Küchenmöbelindustrie (VdDK e.V.), dass die Orders Jan Kurth, Geschäftsführer komplette Schließung des Möbelhandels nicht vornach den Herbstmessen spürbar anstiegen. Bis ein- des Verbands der Deutschen stellen. Dies ist mittlerweile eingetreten und dadurch schließlich Dezember lag der Auftragseingang wert- Möbelindustrie und der der Absatz unserer Produkte ausgebremst. Defacto mäßig um 5,11 Prozent über dem des Vorjahres. Das Herforder Möbelverbände kommt es in Folge dieses Stillstandes schon zu komAuftragsvolumen aus dem Ausland stieg dabei mit 6,3 pletten Produktionsstopps in den Unternehmen. Dies Prozent deutlicher als das im Inland mit 4,2 Prozent. kommt defacto einer Betriebsschließung gleich. Wir sprachen mit Jan Kurth über seine Einschätzung der Auswirkun- Hinzu kommen erschwerend die aufgrund der Maßnahmen zur Eingen der gegenwärtigen Situation auf die in den von ihm vertretenen dämmung des Virus unterbrochenen Lieferketten, die ebenso zu einer Verbänden organisierten Unternehmen mit ihren rund 84.400 Mitar- zeitweiligen Einstellung der Produktion führen können. beiterinnen und Mitarbeitern. Die unterbrochenen Lieferketten – anfänglich aus China und danach zunehmend aus Italien und Osteuropa – haben in den vergangenen Herr Kurth, als Geschäftsführer des VDM sowie der Verbän- Wochen die Produktion unserer Unternehmen erschwert. Unter den de Holz und Möbel NRW und damit auch des VdDK stehen Sie aktuellen Bedingungen und angesichts der Anpassungsmaßnahmen, mit Ihren Mitgliedsunternehmen sicherlich in regem Kontakt. die einige Unternehmen schon getroffen haben, scheint mir dies aktuWie beurteilen Sie die derzeitige Lage der von Ihnen repräsen- ell nicht mehr das gravierendste Problem zu sein. tierten Branchen und wie schätzen Sie die Auswirkungen der Pandemie für die von Ihnen repräsentierten Industrien mittel- Die Regierung hat in der Coronavirus-Krise milliardenschwere Liquiditätshilfen für Firmen angekündigt. Damit sollen Unterfristig ein? Jan Kurth: Die aktuelle Lage ist für die Möbelindustrie – wie in vie- nehmen und Arbeitsplätze geschützt werden. Inzwischen hat len anderen Wirtschaftsbereichen auch – tatsächlich sehr ernst. Dies das Parlament im Schnellverfahren und einstimmig die Erheißt nicht, dass wir Panik verbreiten müssen, jedoch bedeuten insbe- leichterung von Kurzarbeit für Unternehmen beschlossen, die sondere die landesweiten Schließungen des Möbelhandels einen ab- wegen der Corona-Krise gefährdet sind. Mit dem Gesetz werrupten Stopp unseres Hauptabsatzkanals. Dies ist umso gravierender, den befristet bis Ende 2021 die Hürden für Kurzarbeit gesenkt. als die meisten Unternehmen bis einschließlich der KW 11 noch ver- Inwieweit können diese Maßnahmen der produzierenden Ingleichsweise gute Auftragseingänge hatten und wir uns derzeit in der dustrie weiterhelfen? möbelstarken Phase des Jahres befinden. Wir bremsen also quasi von Jan Kurth: Die Maßnahmen der Regierung, die tatsächlich sehr schnell 80 oder 90 auf 0 herunter. Was die mittelfristigen Auswirkungen der auf den Weg gebracht worden sind, sind sicherlich eine gute HilfestelPandemie auf unsere Branche angeht, so kann man diese seriöserwei- lung in der Krise. Manche Instrumente haben sich ja bereits im Zuge se derzeit noch nicht wirklich einschätzen. Dies hängt entscheidend der Finanzkrise bewährt. Hierzu zählt auch die aktuelle Kurzarbei8 | küche + architektur


DATEN + fakten

Küchenmöbelindustrie 2019 Umsatzentwicklung lt. amtlicher Statistik zur Auftragseingangsstatistik des VdDK  (Zeitversatz Panel -4 Wochen zur Zeitachse) %-Veränderungsrate zum Vorjahresmonat 25%

amtl. Statistik VdDK-Panel

20% 15% 10% 5% 0% -5% -10% -15%

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

terregelung. Was die Bürgschaften und die Liquiditätshilfen angeht, so stellen diese bislang im Wesentlichen Kreditprogramme dar, bei denen Geld an die Unternehmen gereicht wird, das später verzinst wieder zurückgezahlt werden muss. Den Unternehmen hilft dies nur zum Teil, da dadurch insgesamt die Finanzierungsbelastung steigt. Zur ersten Stufe der von Regierungsseite geplanten Liquiditätshilfe gehören bestehende Instrumente wie Bürgschaften und KfW-Kredite gegen kurzfristige Liquiditätsprobleme sowie Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld. Verschärfen sich die wirtschaftlichen Folgen des Virus könnten dann Kredite flexibler gestaltet und aufgestockt werden. Welche Auswirkungen könnte die Inanspruchnahme solcher Kredite mittelfristig für die Unternehmen und für die Branche mit sich bringen? Jan Kurth: Die mittelfristen Auswirkungen auf die Unternehmen, die solche Förderkredite in Anspruch genommen haben, lassen sich derzeit noch nicht klar absehen. Dies hängt entscheidend davon ab, wie schnell das „normale“ Geschäft wieder anläuft und wie weit der Rückzahlungszeitraum für die aufgenommenen Liquiditätshilfen und Förderkredite gestreckt werden kann. Selbstverständlich bleibt unter dem Strich eine erhöhte Belastung der Unternehmen, die sich ggf. negativ auf zukünftige Finanzierungsprojekte auswirken kann. Um dies zu vermeiden, melden einige Unternehmen Kurzarbeit an, um flexibler reagieren zu können. Wie beurteilen Sie die Sachlage? Jan Kurth: Die Entwicklung bei der Beantragung von Kurzarbeit in der Branche ist aktuell extrem dynamisch. Unsere Verbände erreichen täglich viele Anfragen zu diesem Thema und es sieht derzeit leider so aus, dass ab der KW 13 viele Betriebe tatsächlich in Kurzarbeit Null

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

gehen. Dieses Instrument wird also stark genutzt werden und wird die Folgen zumindest abfedern. Herr Kurth, in wie weit lassen sich die wirtschaftlichen Folgen der Krise überhaupt schon einschätzen, bzw. beziffern? Jan Kurth: Nein, die wirtschaftlichen Folgen lassen sich derzeit noch nicht realistisch beziffern. Dies hängt entscheidend davon ab, wie lange die Krise anhält und wie lange der Möbelhandel in Deutschland geschlossen bleibt. Zu befürchten ist allerdings, dass im Nachgang zu dieser Krise ein wirtschaftlicher Abschwung droht und sich dies ggf. negativ auf das Kaufverhalten der Bevölkerung auswirken wird. Ob und wie stark dies durchschlägt, kann man derzeit noch nicht belastbar beziffern. Aber richtig ist auch: Nach der Krise werden die Themen Wohnen und Einrichten und Made in Germany eher an Bedeutung gewinnen. Und was werden Sie in Ihrer Funktion tun, um die Lobby der von Ihnen repräsentierten Industrieunternehmen zu stärken und diese dabei zu unterstützen, die Krise zu bewältigen? Jan Kurth: So schlimm, wie die aktuelle Situation ist, so wichtig ist es jedoch, den Blick auch schon auf die Zeit nach der überstandenen Pandemie zu richten. Wie eben schon ausgeführt, ist hier ein wirtschaftlicher Abschwung und eine entsprechende Zurückhaltung der Verbraucher zu befürchten. Aus unserer Sicht ist deshalb ein schnelles und breit wirkendes Konjunkturprogramm seitens der öffentlichen Hand in die Wege zu leiten. Hier eignet sich aus unserer Sicht insbesondere eine schnelle und komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlages, was nicht nur den Verbrauchern, sondern auch Personengesellschaften helfen würde.  Herr Kurth, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Möbelindustrie

Corona-Beschlüsse unzureichend und unlogisch Zu den Beschlüssen vom 15.04.2020 der Bund-Länder-Schaltkonferenz zur schrittweisen Lockerung der Corona-Restriktionen erklärt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM): „Die ergriffenen Maßnahmen zu einem schrittweisen Re-Start der Wirtschaft sind unzureichend und in sich nicht schlüssig. Während kleinere Einzelhandelsflächen bis 800 qm unter Auflagen öffnen dürfen, bleiben größere Häuser mit entsprechenden Abstandsflächen und tendenziell geringeren Frequenzen geschlossen. Gerade aber solche Häuser können Schutzmaßnahmen und Abstandsregelungen wesentlich besser umsetzen. Aus unserer Sicht darf eine Öffnung nicht von der Größe, sondern muss von einem überzeugenden Hygiene- und Zugangskonzept

abhängen. Ein Besucher pro 100 qm Verkaufsfläche ist aus unserer Sicht eine praktikable und flächenunabhängige Größe, um Ansteckungsgefahren im Handel zu minimieren. Wenn wir nicht den kompletten stationären Handel bedienen können, droht ein extremer wirtschaftlicher Schaden auch auf Seiten der Industrie. Da jetzt kleinere Läden und einzelne Branchen ohne ersichtlichen Grund privilegiert werden, droht die bislang große Unterstützung in Bevölkerung und Wirtschaft zu den politisch beschlossenen Corona-Maßnahmen zu schwinden. Wir bedauern es sehr, dass die flächenunabhängige Wiedereröffnung des Möbelhandels zwar in der Beschlussvorlage der gestrigen Schaltkonferenz noch enthalten war, dann aber im Zuge der Beratungen gestriWeitere Informationen unter www.moebelindustrie.de chen wurden.“  küche + architektur | 9


Branche aktuell

Stay together Gemeinsam durch die Corona-Krise – Küchenmöbelindustrie als Partner des Handels

Derzeit prägen behördliche Restriktionen auf Industrie- und Handelsseite gleichermaßen das Bild. Eine zum Teil angespannte Zuliefersituation, Einschränkung von Liefergebieten, Verweigerung der Waren­annahme bei einigen Handelsunternehmen bestimmen den Alltag der Küchenmöbelindustrie. Der Fach­handel ist nicht minder betroffen: Geschlossene Showrooms, erschwerte Kundenbetreuung, verschobene Montageabwicklungen, Lieferverzögerungen von Seiten der Industriepartner, bis hin zu stornierten Aufträgen von Seiten der Konsumenten erschweren das Tagesgeschäft. Damit der Weg durch die Krise gemeinsam gestaltet werden kann, haben Unternehmen der küchenmöbelproduzierenden Industrie alles unternommen, um ihre Partner im Handel trotz erschwerter Rahmenbedingungen zu unterstützen und zeigen sich als Weggefährten in eine für beide Seiten erfolgreiche Zukunft.

Besonnen, flexibel und ganzheitlich durch die Krise Ob in Deutschland, in Europa oder weltweit: Bis heute sehen wir uns täglich mit neuen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie konfrontiert. Unsere Gewohnheiten ändern sich derzeit tiefgreifend, sowohl im beruflichen, als auch im privaten Umfeld. auf Warenverfügbarkeit und -reichweite, machten es uns „Uns als Küchenmöbelhersteller ist es ein zentrales bis dato möglich, stabil durch die Krise zu navigieren. Anliegen, die Gesundheit aller Mitarbeiter/-innen der Im Bewusstsein der momentanen Gegebenheiten geht Versorgungs- und Wertschöpfungskette, ob im Handel, unser Blick gleichwohl in die Zukunft. Die Produktentbei Vorlieferanten und Dienstleistern oder in unserem eigenen Werk, präventiv zu schützen. Unsere Haltung wicklung im Hause Schüller findet bekanntlich nach ist es, durch solidarisches Denken und Handeln einen Produktlinien differenziert statt. Im Premiumbereich bei größtmöglichen Beitrag zur Eindämmung der aktuellen next125 haben wir uns für einen zweijährigen Rhythmus, Pandemie und ihrer Folgen zu leisten. orientiert an der Mailänder Messe, entschieden. Aktuell Unser Handeln wird durch zahlreiche, von uns nicht immer werden die Neuheiten sowohl Handelspartnern als auch beeinflussbaren Faktoren – hierzu zählen zum Beispiel Markus schüller, Interessenten in Form von Print und verstärkt über digibehördliche Restriktionen, Einschränkungen von Liefer- CEO Sales/Marketing tale Medien präsentiert. Diese wertvollen Tools können ebenfalls in der Kommunikation zum Endkunden eingegebieten, die teilweise angespannte Zuliefersituation, eine Schüller Möbelwerk sich verändernde Warenannahme im Handel sowie eine setzt werden. konsequente Trennung von Produktionsschichten zum Bedachtes, pflichtbewusstes Handeln gilt es im Herbst 2020 Schutz unserer Mitarbeiter – bestimmt. Unter deren Berücksichtigung zur Küchenmeile A30 zu beweisen. Im Sinne des Handels wird es für wurde die Produktionskapazität bei Schüller-Küchen kontinuierlich und das Collectionsjahr 2021 eine, der Situation angepasste, Neuheitenstets im erforderlichen Umfang angepasst und verlangsamt. Dies ent- entwicklung innerhalb der schüller.C Collection geben. Im Fokus spricht unserem Ziel, die Lieferkette zum Handel aufrecht zu erhalten. steht ein Spektrum spannender Themen für die Mitte des Marktes. In den kritischen Wochen mussten Entscheidungen auf Sicht getrof- Die aktuelle Situation hat gezeigt, dass die heutige, international fen werden. Zu jedem Zeitpunkt war es uns ein Anliegen, die jeweils verzahnte Wirtschaft ein gegenseitiges und gleiches Verständnis der situationsbezogen und besonnen gefällten Beschlüsse offen, klar Sache erforderlich macht, um mittel- und langfristig erfolgreich zu und verbindlich dem Handel, den Verbänden und den Lieferanten zu sein. Das Miteinander schlägt hierbei das Einzelinteresse. Daher gilt unser Appell, bei der Bewältigung der Krise stets das gesamtgesellkommunizieren. Durch flexible Arbeitsmodelle ist es uns bisher gelungen, die Ge- schaftliche Leben im Blick zu behalten. Die derzeitigen Herausforsundheit aller Beteiligten zu schützen und dabei unseren Kunden zu derungen können nur gemeinsam gelöst werden. Dies zu erreichen jeder Zeit sowohl mit unseren Serviceleistungen als auch mit unse- ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die uns allen ein hohes Maß an ­Respekt, Disziplin und Kraft abverlangt. rem Produktspektrum vollumfänglich zur Verfügung zu stehen. Die Besonderheiten unserer Produktion, die hohe Eigenfertigungs- An oberster Stelle sollte jedoch der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten stehen. Daher lautet unser ausdrücklicher Wunsch: quote, die aus der Serie kommissionsbezogene Fertigung sowie der ­ sensibel-wachsame Blick unserer Prozessingenieure im Hinblick Bleiben Sie gesund!“  www.schueller.de

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Branche aktuell

„Aus Krisen erwachsen immer neue Kräfte!“ „Wir arbeiten aktuell zu 90 Prozent“, informiert Leicht-Vorstandsvorsitzender Stefan Waldenmaier Ende März. In der Fertigung wurden alle Vorkehrungen getroffen, um den Regelbetrieb aufrecht zu erhalten. Dazu zählt u.a. auch die Ausstattung der Mitarbeiter mit Atemschutzmasken in den Bereichen, in denen der Abstand nicht immer gewährleistet werden kann. „Wir haben hier eine größere Lieferung bestellt, die wir mit Pflegeheimen in der umliegenden Region teilen, denen wir Masken kostenlos zur Verfügung stellen.“ Gelebte Solidarität. Alle für die Produktion notwendigen Materialien seien vorhanden oder lieferbar. Die Materialbeschaffung und Produktionslogistik sind derzeit die wichtigsten Aufgaben. „Dank unserer hohen Fertigungstiefe und Eigenfertigung von Format- und Umfeldteilen können wir hier eventuelle Ausfälle kompensieren und den Lieferumfang fast vollständig aufrecht erhalten.“ Problematisch gestalten sich aktuell eher Auslieferungen. So könne

Frankreich derzeit nahezu nicht mehr angefahren werden, da der Lockdown auch die Schließung vieler Läger einbezieht. „Dies Stefan Waldenstellt die Logistik und die Produktionspla- maier, Vorstand nung immer wieder vor neue Herausforde- Leicht Küchen AG rungen. In der ersten Woche der Umstellung mussten wir Lieferungen teilweise wieder zurückholen.“ Für Leicht und die Handelspartner des Unternehmens stehen die Zeichen weiterhin auf Zukunft. „Wir unterstützen unsere Partner im Handel produktions- und liefertechnisch so gut es geht“, betont Stefan Waldenmaier. „Und natürlich treiben wir auch die Weiterentwicklung unseres Sortiments voran. Denn eines ist sicher: Die Zeit nach Corona wird kommen!“  www.leicht.com

Mit Weitblick in die Zukunft „Unsere Werke sind gerade auch unter Berücksichtigung der verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gut ausgelastet“, stellt Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf fest. Wie in den Jahren zuvor, seien innerhalb der Osterferien Vor dem Hintergrund der anhaltenden Maßnahmen im und der langfristig geplanten Urlaubsregelungen die WerMöbel- und Kücheneinzelhandel versuchen wir weiterke bzw. die Schichten wechselseitig tätig. „Dies entspricht hin unsere Partner bei Planung, Auslieferung und Mon– wie gesagt – der langjährigen Vorgehensweise.“ tage zu unterstützen“, beschreibt Dr. Lars Bopf die ZielPrimäres und wichtigstes Ziel müsse angesichts der richtung des Unternehmens. Situation natürlich die Erhaltung der Gesundheit der ­ „Aufgrund unserer frühzeitig umgesetzten Maßnahmen Mitarbeiter und Kunden sein. „Die unternommenen präzur Sicherung der Lieferfähigkeit sind wir nach wie vor vollständig lieferfähig und können unseren Kunden die ventiven Maßnahmen scheinen bislang gut angeschlagewohnten Lieferzeiten anbieten. gen zu haben“, stellt der Manager fest. „Sämtliche Emp Wir stehen unseren Partnern im Handel auch in schwiefehlungen des RKI, des Gesundheitsamtes und Dr. Lars Bopf, schließlich auch des Betriebsarztes werden konsequent Nobilia-Geschäftsrigen Zeiten als zuverlässiger Lieferant zur Seite“, beund unaufgeregt befolgt.“ Natürlich gewähre auch die führer tont Dr. Lars Bopf. „So versuchen wir auch mit einem Befolgung und Einhaltung dieser Maßnahmen keine Außendienst im „Homeoffice“ den täglichen Kontakt vollständige Sicherheit, aber immerhin habe sich das zu unseren Händlern nicht abreißen zu lassen.“ Das Unternehmen als gut gerüstet und/oder flexibel reagierend gezeigt. Spektrum der gemeinsamen Maßnahmen reiche von Schulungen  Auch wenn das Ausmaß dieser Krise sicherlich am Ende überrascht via Skype, über besondere e-Learning Aktivitäten bis hin zu einer habe, habe es doch eine gewisse „Vorwarnzeit“ gegeben. Nobilia habe Vielzahl von weiteren Unterstützungsmaßnahmen für die Nobiliasich zu einem sehr frühen Zeitpunkt neben etwaigen Einflüssen von Handelspartner. Produktionsausfällen auf seine Lieferketten auch mit der Gesamt­ Die Zukunft kann kommen: „Der Produkt- und Entwicklungszyklus situation befasst und beschlossen, die Sicherheitsbestände an den ist kein Saisonthema, sondern eine kontinuierliche Aufgabe, deren Werksstandorten deutlich zu erhöhen. In den heranrollenden Wellen Einzelprojekte und -themen teilweise sogar über mehrere Jahre der Krise war die Umsetzung dieser Planung durchaus schwierig und andauern. Insofern gingen diverse Entwicklungsthemen bereits in erforderte einen gesamtheitlich hohen Aufwand. „Darüber hinaus den letzten Wochen weiter. Einige unserer aktuellen Entwicklungen mussten die zusätzlich vereinnahmten Bestände gelagert und ver- sind über einen Zeitraum von drei Jahren angelegt, die dort bereits waltet werden, doch auch diesen zusätzlichen Aufwand waren/sind vor zwei Jahren getroffenen Entscheidungen werden auch in 2021 zu Veränderungen in unserem Produkt führen.“  wir bereit, als Preis der fortgesetzten Lieferfähigkeit zu entrichten. www.nobilia.de

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Branche aktuell

„Nehmen wir Anlauf … … um mit Schwung wieder nach oben zu kommen“, lautet die Devise von Andreas Wagner, ­geschäftsführender Gesellschafter Rotpunkt Küchen Andreas Wagner handelt prinzipiell vorausschauend: In der Fertigung sind alle Sicherheitsauflagen getrof„Wir sind auf alles vorbereitet, auch darauf, bei drastisch fen, Lieferengpässe verzeichnet Rotpunkt Küchen keine, sinkenden Auftragseingängen auch Kurzarbeit anzu„Wir haben unsere Lager rechtzeitig nach oben gefahren,“ berichtet Andreas Wagner, Geschäftsführer des melden, die entsprechenden Vereinbarungen mit unsemittelständischen Unternehmens. „Und sollten diese rem Betriebsrat wurden bereits geschlossen. Wir haben dennoch zur Neige gehen, halten wir den so genannten uns in den letzten Jahren gut entwickelt, was uns jetzt Plan B in der Hinterhand, der unsere Lieferfähigkeit sizugutekommt. Auch wenn das Kapital dazu gedacht war, in neue Hallen und Maschinen investiert zu werden.“ cherstellt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen Doch trotz dieser turbulenten Zeiten gibt es, wenn auch sind unsere Auftragseingänge derzeit noch besser als derzeit noch kaum sichtbar, Licht am Ende des Tunnels, erwartet.“ Andreas Wagner, davon ist Andreas Wagner überzeugt. Grundsätzlich ein Fazit, das Mut macht. geschäftsführender „Und auf dieses Licht müssen wir zuarbeiten. Als Un„Als Herausforderung“, bilanziert der erfahrene Rech- Gesellschafter ner, „sehe ich mittelfristig eher die Anlieferbarkeit un- Rotpunkt Küchen ternehmer sind wir jetzt stärker denn zuvor gefordert, langfristig die richtigen Entscheidungen zu treffen. serer Ware, die derzeit noch gewährleistet ist, vor allem ­Hinzu kommt“, ergänzt er seine Aussage, „wir alle sind bei sinkenden Auftragseingängen, bedingt durch die in zahlreichen Bundesländern und Märkten temporär geschlossenen Teil einer Branche, die auch nach der Krise gute Zukunftspers­Fachgeschäfte.“ pektiven hat. Der Neubau läuft weiter wie bisher. Damit einher geht Die Märkte des aus der Tradition heraus exportstarken Unterneh- der Bedarf an neuen Küchen. Hinzu kommt ein Nachholbedarf, der mens entwickeln sich absolut heterogen: „Während unsere Han- nach einer gewissen Zeit für Nachfrage nach unseren Produkten delspartner in Skandinavien und in den Benelux-Ländern noch na- sorgen wird. Wir müssen alle daran arbeiten, dass wir weltwirthezu normal arbeiten, und auch Frankreich noch in Teilbereichen schaftlich gesehen keine U-Kurve nehmen, sondern eine V-Kurve: funktioniert, kollabieren Märkte wie England oder Spanien derzeit also einmal richtig durchsacken, um mit Anlauf wieder nach oben zu vollends.“ Wie sich das Ganze mittelfristig darstellt, weiß niemand. kommen.“  www.rotpunktkuechen.de

Bedachter Umgang mit Gas- und Bremspedal „Vorausschauende Lagerhaltung benötigter Materialien, die temporäre Umstellung der Fertigung auf einen alternierenden Einschichtbetrieb sowie gut geschützte, hochmotivierte Mitarbeiter … internationalen Partner im Handel weiterhin Küchen … all das hält uns derzeit lieferfähig und ebnet uns mitvermarkten und fertig montieren können.“ telfristig den Weg in die Normalität nach der Krise“, sagt Was Produktneuheiten anbelangt, entwickelt das NolteEckhard Wefing, Geschäftsführer Nolte Küchen. GeTeam kontinuierlich, wenn auch leicht gedrosselt weiter: konnt variiert der Manager Gas- und Bremspedal. „Wenn wir langsam wieder in die Normalität zurückfin„Einige unserer Kunden haben derzeit die Lager geschlossen, so dass wir nicht abliefern können. Wie viele den, wird die Platzierung neuer Musterküchen für den unserer Marktbegleiter auch, müssen wir deshalb einen Handel zuerst einmal sekundär sein“, prognostiziert er Teil der gefertigten Ware zwischenlagern. Aber auch das als erfahrener Branchenkenner. können wir bis dato regeln.“ Nolte Küchen bietet ein breit „Der Wunsch nach Sicherheit und Alltag wird zu Anfang gefächertes Sortiment mit einer großen Materialaus- Eckhard Wefing, überwiegen. Dem versuchen wir als Industriepartner zu entsprechen. Auf Anregungen unserer Kunden ergänzen wahl und Küchen für jedes Budget. Dementsprechend Geschäftsführer und optimieren wir unser Sortiment deshalb sukzessive. groß ist das Netzwerk renommierter Vorlieferanten. Nolte Küchen Unser Ziel ist es, die Ergebnisse dieser gelebten Part„Natürlich beziehen wir auch Materialien aus Italien. Wir hoffen, dass wir auf die Werkstoffkompetenz unserer nerschaft auf der Küchenmeile 2020 unter Beweis zu Vorlieferanten baldmöglichst wieder zurückgreifen können“, betont stellen, wenn wir unsere Handelspartner wieder persönlich begrüEckhard Wefing. „Wir werden alles tun, damit unsere nationalen und ßen können.“  www.nolte-kuechen.com

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Heidrun Brinkmeyer gehörte zu den ersten Gästen unseres k+a KitchenTalk!

KITCHENTALK Branche aktuell

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„In jeder Krise gibt es nicht nur eine Chance, sondern auch die Möglichkeit“ … … Da hält es Ballerina-Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer ganz mit Martin Luther King „Wir wollen auch in Krisenzeiten für unsere Partner berechenbar bleiben“, betont die dynamische Unternehmerin. Kurzarbeit haben die knapp über 300 Mitarbeiter des ostwestfälischen Küchenmöbelherstellers derzeit nicht zu befürchten. „Im Moment wird jeder gebraucht, um das Unternehmen durch die Corona-Krise zu steuern“, betont Heidrun Brinkmeyer. Unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen gelingt es dem Unternehmen die Produktion kontinuierlich weiterzufahren. Permanent halten Heidrun Brinkmeyer, Heiko Ellersiek und ihr Innen- und Außendienst-Team Kontakt mit ihren Kunden. Einschränkungen in der Materialvielfalt sieht Heidrun Brinkmeyer kaum. „Da wir bei der Auswahl unserer Lieferanten überwiegend auf Hersteller aus unserer näheren Umgebung gesetzt haben und setzen, sind und bleiben wir lieferfähig.“ Derzeit unterstützt Ballerina seine Partner im Handel besonders darin, vorproduzierte Ware so intelligent zwischenzu-

lagern, dass es, sobald die Auflagen wieder gelockert werden, sofort weitergehen kann. Heidrun Brink„Vor allem aber geht es darum“, betont sie, meyer, geschäfts„Perspektiven zu schaffen und Mut zuzuspre- führende Gesellchen. Gemeinsam müssen wir versuchen, schafterin diese Krise offensiv zu bewältigen, um sogar Ballerina-Küchen gestärkt aus ihr hervorzugehen.“ Mit Hochdruck arbeitet das Unternehmen nicht nur an neuen, den Fachhandel unterstützenden Vermarktungsstrategien, sondern auch an der Kollektion 2020/2021. „Die Krise währt nicht ewig“, so Heidrun Brinkmeyer, „und wir haben vor, auch für die Zeit danach zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner der mit uns kooperierenden Küchenspezialisten zu sein. Schon jetzt freuen wir uns auf die kommende Hausmesse zur Küchenmeile A30.“  www.ballerina.de

„Vertrauen schaffen, und zwar Vertrauen zwischen Hersteller, … „… Handelspartner und Endverbraucher, Vertrauen in die Zukunft!“, so lautet die Devise bei Pronorm. „Wir müssen uns der Situation täglich neu anpassen. vor allem auch koordinatorisch beim Zwischenlagern Wer nimmt noch Ware an? In welche Länder können wir von derzeit nicht auslieferbarer Ware. Warten auf seine liefern? Produktion und Logistik stehen jeden Tag vor bereits georderte Pronorm Küche muss jedoch kaum neuen Herausforderungen. Aber grundsätzlich können jemand: Wir verfügen über eine hohe Fertigungstiefe wir zufrieden sein, unsere Auftragslage ist zur Zeit noch und über eine leistungsfähige Vorlieferantenstruktur. Ersehr gut“, Pronorm-Geschäftsführer Roger Klinkenberg schwert wird unser Tun und das unserer Handelspartner zeigt sich zuversichtlich. „Zudem blicken wir auf ein aunatürlich durch die länderspezifischen, unterschiedlißerordentlich gutes erstes Quartal zurück.“ chen Restriktionen. Die Mitarbeiter des mittelständischen Unternehmens Auch in Belgien sind die Küchenstudios und Möbelgearbeiten derzeit auf Hochtouren. „Von Kurzarbeit konnten Roger Klinkenschäfte geschlossen“, berichtet Roger Klinkenberg. Doch wir bislang absehen“, betont der engagierte Manager, der berg, Pronormseien viele seiner Handelspartner bemüht, die bestellden Teamgeist zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern Geschäftsführer ten Küchen trotz erschwerter Umstände auszuliefern großschreibt. „Unser Außendienst arbeitet von zuhause und zu montieren, um ihre Liquidität zu sichern. In den aus und steht in engem Kontakt mit unseren Kunden. Niederlanden seien die Geschäfte zwar noch geöffnet, Alle Informationen, die das laufende Geschäft betreffen, werden an ein doch sei der Verkauf von Küchen in der letzten Woche um ca. 20% bis strategisches Projektteam weitergereicht, das sich aus den Abteilungs- 30% zurückgegangen, bilanziert Roger Klinkenberg: „Begründet leitern und der Geschäftsführung zusammensetzt und das entspre- liegt das schlechthin in der Verunsicherung der Verbraucher.“ chende Maßnahmen einleitet und die weiteren Abläufe koordiniert.“ Als Herausforderung sieht er die Entwicklung nach der Krise bis hin Lieferengpässe sieht Roger Klinkenberg vorerst keine. „Wir haben zur Normalität: „Man muss damit rechnen, dass es eine Zeit daubereits die ersten beiden Monate dieses Jahres genutzt, um unsere ert, bis das Vertrauen in einen Alltag wieder aufgebaut und AufträLagerware deutlich aufzustocken, um den Materialfluss zu gewähr- ge wieder in einem in etwa abschätzbaren Volumen eingehen. Dazu leisten.“ Zum Schutz der Mitarbeiter und des Unternehmens wurde wollen wir auch beitragen“, unterstreicht der Manager. „Unsere Proneben der Bereitstellung von Desinfektionsmitteln das Personal von duktentwicklung ist in vollem Gange. Wir werden einige technische Fertigung und Verwaltung voneinander getrennt. Um die Sicherheits- und materialtechnische und gestalterische Neuheiten vorstellen, abstände übergreifend zu ermöglichen, arbeiten 50 Mitarbeiter von die für ein noch höheres Maß an Komfort und Funktionalität und vor zuhause aus. „Derzeit unterstützt Pronorm seine Handelspartner allem für Nachhaltigkeit und Qualität stehen.“  www.pronorm.de

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Unternehmen + Köpfe | nobilia

1945 von den Brüdern Johann und Willy Stickling gegründet, setzt Nobilia im 75. Jubiläumsjahr auf ganzheitliches Wohndesign. Neben dem Kernprodukt Küche gehören seit 2018 ein Badsortiment sowie Lösungen für den Wohnbereich und die durchdachte Einrichtung von Hauswirtschaftsräumen zur Kollektion.

Nobilia baut Marktführerschaft weiter aus Weichen im 75. Jahr gestellt

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 konnte die Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG ihren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Das Produktionsvolumen der beiden Werke in Verl und Kaunitz stieg in 2019 auf 753.000 Küchenkommissionen.

M

it dieser positiven Entwicklung einhergehend wuchs der Gesamtumsatz des marktführenden Traditionsunternehmens um 60,3 Millionen Euro, +4,9 Prozent, auf 1,288 Milliarden Euro. Seinen Umsatz erwirtschaftete das Unternehmen zu nahezu gleichen Teilen im In -und Ausland (49,8 Prozent). Zum Gesamterfolg beigetragen haben rund 3700 Mitarbeiter. Das Investitionsvolumen lag bei 131,5 Millionen Euro. „Wir blicken auf ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr 2019 zurück, in dem wir trotz der weltweiten konjunkturellen Eintrübung sowie dynamischer Veränderungsprozesse auf der Handelsseite erneut wachsen und unseren Umsatz steigern konnten“, betonte Nobilia-Geschäftsführer Dr. Lars Bopf anlässlich der Jahrespressekonferenz des Unternehmens. Dabei bildet wirtschaftlicher Erfolg verbunden mit einem verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit Ressourcen 14 | küche + architektur

die Grundlage für ein kontinuierliches Wachstum von Nobilia. Mit seinem Wachstum um 4,9 Prozent ist es dem Marktführer gelungen, beinahe doppelt so stark zu wachsen wie die Branche in Gänze. „Wachstumstreiber“, so schilderte Geschäftsführer Dr. Oliver Streit, „war vor allem das Geschäft mit Holzteilen.“ Mit über 7,53 Millionen Schränken und mehr als 1,7 Millionen Arbeitsplatten konnten neue Bestmarken erzielt werden. Pro Arbeitstag haben beide Werke zusammen über 17.000 Typen und rund 3.400 Kommissionen produziert. Damit belief sich die Jahresleistung 2019 auf über 753.000 Küchenkommissionen. Die Komplettvermarktungsquote habe insgesamt auf hohem Niveau stagniert. Knapp die Hälfte der produzierten Küchenkommissionen wird von Nobilia inklusive Elektrogeräten ausgeliefert. In 2019 konnte der Elektrogeräteabsatz jedoch nicht mit dem Mengenwachstum der Typenproduktion mithalten, informierte die Unternehmensleitung.


nobilia | Unternehmen + Köpfe

Umsatzentwicklung Nobilia (in Mio. €)

Umsatzerlöse Nobilia-Gruppe (Mio. €)

1.400 1.300 1.200 1.100 1.000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0

1.400 1.300 1.200 1.100 1.000 900 800 700 600 500 400 300

1.228

783

850

898

923

946

1.018

1.089

1.288

1.126

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

1.378 1.228

1.448

1.260

1.150

920

970

1.003

1.031

844

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

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Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

Inlandsmarkt getragen von zwei Säulen Belgien, Österreich und die Niederlande oder Spanien sowie außer­ Auch was das Inlandsgeschäft anbelangt, konnte sich Nobilia erfolg- europäische Länder wie Saudi-Arabien oder China. reicher als die Küchenbranche insgesamt entwickeln. Der Inlandsumsatz des Marktführers stieg nominal um 0,7 Prozent, Nobilia Unternehmens­gruppe – + 4,7 Millionen Euro, auf 646,7 Millionen Euro. Die tragenden Säulen Retail-Geschäft im Ausland floriert dieser Entwicklung sind Einrichtungshäuser und Küchenspezialis- Neben dem Kerngeschäft des innovativen Herstellers, die Entwickten, mit denen Nobilia rund 85 Prozent seiner Inlandsumsätze tätigt. lung und Produktion von Küchen sowie der weltweite Vertrieb an „Während sich ein Teil der Großfläche in der Neuorientierungsphase Handelspartner, haben sich auch Retail-Aktivitäten unterschiedlichen befindet, entwickelt sich der KüchenfachhanFormats, mit denen Nobilia ausschließlich del überwiegend positiv und ist nach wie vor auf Auslandsmärkten aktiv ist, positiv entwigut ausgelastet“, resümierte Dr. Oliver Streit. ckelt und tragen zur Stärkung der UnternehBeiden Vertriebskanälen fehlten jedoch häumensgruppe bei. fig gut ausgebildete Monteure. So betreibt Nobilia in Schweden und EngWachstum erzielte das Unternehmen insbeland eigene Küchenstudios unter den Namen sondere im Vertriebskanal der KüchenspeNorthern Kitchen Sverige AB und Kütchenzialisten. Mit 42 Prozent der Umsatzanteile haus. Kütchenhaus ist in England zudem als habe dieser Vertriebsweg den der EinrichFranchise-Organisation mit derzeit 33 angetungshäuser nun beinahe eingeholt, betonte Nobilia-Geschäftsführer Dr. Oliver Streit schlossenen Küchenstudios aktiv. Weiterhin und Dr. Lars M. Bopf (Vors.) Dr. Lars Bopf. besteht eine Minderheitsbeteiligung an der Den Vertriebskanal SB / Discount betreffend, belgischen Handelskette Menatam SA, dedeckt das Unternehmen seit einigen Jahren ren Studios unter dem Namen èggo vertreten mit seinem Sortiment im Mitnahmebereich strategisch im Wesent- sind. Zudem ist Nobilia Mehrheitsgesellschafter der französischen lichen das mengenmäßig kleine, gehobene Segment ab. Hier liegt der Franchise-Organisation FBD, die derzeit mit über 400 Küchenstudios Umsatzanteil derzeit bei 9 Prozent. der Vertriebsschienen Ixina, Cuisine Plus, Cuisines Références, nobZugenommen habe hingegen der Umsatzanteil in den „sonstigen“ lessa und Vanden Borre Kitchen aktiv ist. Der regionale Schwerpunkt Vertriebswegen (9%). Hierunter fallen im Wesentlichen hybride Ver- von FBD liegt in Frankreich und Belgien. marktungsformen, bei denen stationäre Vermarktung und Internet- Unter Einbeziehung dieser Aktivitäten stieg der Umsatz der Unterhandel kombiniert werden, das Objektgeschäft sowie Umsätze bei nehmensgruppe Nobilia nominal um 5,1 Prozent und erreichte einen Elektro- oder Badspezialisten. Wert von 1,448 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 70,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 1,378 MilliarExportquote nähert sich der 50-Prozent-Marke den Euro. Für die Ermittlung des Gruppenumsatzes wurden die InDie Exportquote von Nobilia erreichte in 2019 einen neuen Spitzen- nenumsätze eliminiert (konsolidiert) und die Beteiligungsverhältnisse wert von 49,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Export- berücksichtigt (quotisiert). geschäft um 55,6 Millionen auf 641,1 Millionen Euro. Mit einem organischen Umsatzwachstum von 9,5 Prozent bleibt damit das Aus- Investitionen sichern Kundennähe landgeschäft ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das expansive Unter- Das Investitionsvolumen des Verler Küchenmöbelherstellers stieg auf nehmen. Eine Entwicklung, mit der Nobilia seine führende Marktpo- 131,5 Millionen Euro. In beiden Werken standen weiterhin Maßnahsition auch im Exportgeschäft weiter ausgebaut hat. men zur Steigerung der Ausbringungsmenge sowie ErsatzinvestitioInsbesondere zu diesem Erfolg beigetragen haben nach Angaben nen zur Erneuerung von einzelnen Fertigungsanlagen im Mittelpunkt des Unternehmens vor allem die europäischen Länder Frankreich, der Investitionen.


Unternehmen + Köpfe | nobilia

nobilia Exportumsatz 2019 Anteile nach Ländern

Großbritannien 3%

Dänemark 3% Niederlande

Finnland Tschechien 2% 2%

6% Belgien

11% Schweiz 2% Frankreich

China 4%

43% Spanien 3%

2% Saudi Arabien

8%

9%

Österreich Italien 2%

Gleichzeitig begannen die Baumaßnahmen für die neuen Produktionsstandorte „Am Hüttenbrink“ in Gütersloh und am „Lisdorfer Berg“ in Saarlouis. Die Gebäude, so die Geschäftsführung, seien im Wesentlichen fertiggestellt, so dass die Industrialisierung im Verlauf des Jahres in beiden Werken planmäßig beginnen könne. Innerhalb der Verwaltung bildeten umfassende Digitalisierungsprojekte den Schwerpunkt der Investitionen. Weitere Investitionen flossen in den Fuhrpark, der derzeit 220 Zugmaschinen und mehr als 800 Auflieger umfasst. Entwicklung der Branche Trotz einer merklichen Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft in den letzten Monaten und einer weiterhin verhaltenen Entwicklung in 2020 erweise sich die Binnenwirtschaft, gestärkt durch die kräftigen Lohnsteigerungen sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen, bislang (Ende Februar 2020) als robust. Die Küchenmöbelindustrie profitiere von anhaltend niedrigen Zinsen und von einem Mangel an Wohnraum, der Investitionen in Wohnimmobilien nach sich ziehen werde. Für das Inlandsgeschäft der Branche rechne man 2020 mit einer leicht positiven Nachfragesituation, zu der mit Sicherheit auch die LivingKitchen 2021 in Köln beitragen werde, an der Nobilia seine Teilnahme zusicherte. Geprägt sein werde die Entwicklung der Branche jedoch auch weiterhin durch ein preisaggressives Umfeld sowie eine zunehmende Konzentration auf der Handelsseite. Im Laufe der Jahre hat sich Nobilia mit seinem weltweiten Exportgeschäft in rund 90 Ländern der Erde gezielt breit aufgestellt. Die Unabhängigkeit von einzelnen Ländern und Märkten bleibe von zentraler 16 | küche + architektur

Bedeutung, so dass man die erfolgreiche Internationalisierungsstrategie weiter forcieren werde. Hinsichtlich des Produktspektrums und der hohen Ansprüche an Produkt- und Servicequalität sehe man sich für die individuellen und komplexen Anforderungen im Exportgeschäft bestens aufgestellt. Weitere Wachstumsmöglichkeiten im In- und Ausland sieht Nobilia in den vorgestellten Produktlösungen für Bad und Wohnen. Besonders der Vertrieb von Badmöbeln entwickele sich erfolgversprechend, zeigt sich Dr. Oliver Streit zuversichtlich: „Wir haben unsere ersten Badmöbel auf der Nobilia-Hausmesse 2018 präsentiert und sind an dieser neuen Aufgabe in den letzten beiden Jahren gewachsen. Vorhandene Lücken wurden geschlossen, so dass wir jetzt bereits beachtliche Platzierungen verbuchen konnten, die darauf schließen lassen, dass wir mit un-

Umsatzentwicklung nobilia im Export 2010 bis 2019, in Mio. Euro 700 641

600 586

500 484

400

523

427

300 289

325

351

362

373

2012

2013

2014

200 100 0 2010

2011

2015

2016

2017

2018

2019

Quelle: nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG

Sonstige


nobilia | Unternehmen + Köpfe

Nobilia – Daten und Fakten 2019 Umsatz: 1.288 Millionen Euro Exportquote: 49,8 % Handelskunden: in über 90 Ländern weltweit Mitarbeiter: 3.738 Produktionsstätten: 2 in Verl, Ostwestfalen Produktionsfläche: 250.000 m², davon: 110.000 m² in Werk I, Verl-Sürenheide 140.000 m² in Werk II, Verl-Kaunitz Produktionszahlen: 753.000 Küchen / Jahr 7,53 Millionen Schränke / Jahr 1,70 Millionen Arbeitsplatten / Jahr ca. 3.400 Küchen / Tag ca. 34.200 Schränke / Tag Investitionen: 131,5 Millionen Euro Eigener Fuhrpark: 220 LKW und 800 Auflieger 380 qualifiziert geschulte Fahrer Frachtvolumen: 2.840.000 m³ / Jahr Geschäftsführung: Dr. Lars Bopf (Vors.) Michael Klein, Frank Kramer, Dr. Oliver Streit

seren Badmöbeln auf Dauer nennenswerte Umsätze tätigen werden.“ Zusammenfassend zeigt sich die Geschäftsführung des Marktführers vorsichtig optimistisch für das kommende Jahr. Unvorhersehbare Ereignisse, wie das Auftreten des Coronavirus, so Dr. Oliver Streit, wirkten sich auf die Weltwirtschaft und deren Player aus. Keine Branche bleibe davon unbeeinflusst: „Aufgrund der fragilen Auswirkung des Virus müssen wir damit rechnen, dass das Jahr 2020 in den von dem Virus

betroffenen Regionen rein rechnerisch nur elf Umsatz-Monate haben mag.“ Unabhängig davon halte man an der langfristigen Strategie zur Fortsetzung eines organischen Wachstums fest. Mit den Planungen und Investitionen in die neuen Standorte Werk III am Gütersloher Hüttenbrink und Werk V in Saarlouis habe man die Weichen für ein weiteres Wachstum auch im 75. Nobilia-Jahr gestellt. www.nobilia.de 

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MHK – 2019 ein herausragendes Jahr, 2020 ein herausforderndes Jahr Herausforderung angenommen!

„Es ist die erste Video-Konferenz in meinem ganzen Leben“, stellt Hans Strothoff fest. Viel lieber hätte er gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Industriepartnern gefeiert und sein 40-jähriges Jubiläum begangen. Stattdessen sitzen er und sein Führungsstab in sicherem Abstand uns zur Pressekonferenz per Video-Chat gegenüber. Corona ist eine reale Gefahr für Mensch und Wirtschaft, mit der man jetzt umgehen müsse, betont der Unternehmer und ergänzt in gewohnter Manier des Visionärs: „Man kann diese Krise aber auch als Chance nutzen, stärker als zuvor aus ihr hervorzugehen.“

Kirk Mangels, Vorstandsmitglied, verantwortlich

Prof. Rainer Kirchdörfer, Aufsichts-

für Marketing und Unternehmenskommunikation

ratsvorsitzender der MHK Group AG

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as Jahr 2019 bezeichnet der Verbandschef als äußerst positiv. Hier wuchs die MHK Group um 10,5 Prozent auf 6,642 Milliarden Euro, brutto VK. Erwirtschaftet wurde das Ergebnis von europaweit 3.264 Handels-Unternehmen. Im Inland lag das Umsatzwachstum 2019 mit 9,8 Prozent auf 4,338 Milliarden Euro deutlich über dem Markt. Auch im Ausland konnte sich die Gruppe mit einem Wachstum von 11,8 Prozent auf 2,304 Milliarden Euro deutlich über Marktniveau behaupten. Derzeitige Treiber der MHK-Auslandgeschäfte seien die Niederlande und Belgien, die ein deutliches Wachstum verzeichneten. „Damit sind wir im Bereich Küche die Nummer eins in Europa“, stellt Hans Strothoff nicht ohne Zufriedenheit fest und ergänzt: „Das ist ein Ergebnis, auf das wir alle sehr stolz sein können. Wir konnten über alle Bereiche hinweg, über den Branchendurchschnitt hinaus und vor allem auch über die eigene Planung hinaus wachsen“, freut sich der Stratege und verweist auf das im fünf-Jahres-Turnus stattfindende internationale Treffen der MHK-Group: „In den letzten fünf Jahren konnten wir ein Wachstum von 65,2 Prozent erreichen, das bedeutet ein jahresdurchschnittliches Umsatzplus von 13, 5 Prozent!“ Ein außergewöhnliches Wachstum, das seinesgleichen sucht. Küchen wertiger denn je Küche, nach wie vor das stärkste Segment von MHK, entwickelte sich auch in 2019 positiv, was sich auch in der Preissegmentierung niederschlage: So stieg der Durchschnittspreis bei Reddy um 3,89 Prozent auf 8.116 Euro und im Bereich Musterhaus Küchen, Küchen Liga und Küchenpartner um 2,77 Prozent auf 14.132 Euro. „Die verkauften Küchen waren nicht einfach teurer, sondern wertiger. Es wurde mehr Geld für Technik, Zubehör und besondere Materialien ausgegeben“, bilanziert Hans Strothoff diese positive Entwicklung. Auch die Entwicklung von Interdomus Haustechnik gebe Anlass zur Freude. Mit heute 1.204 Häusern ist der Verbund im 10. Jahr seines Bestehens zum mitgliederstärksten Sanitärverband Deutschlands avanciert. Die Kraft der Gemeinschaft zahlt sich aus „Die von unseren Gesellschaftern immer mit Spannung erwartete Ausschüttung liegt in diesem Jahr auf einem im Vergleich zu den Vorjahren außergewöhnlich hohen Niveau.“ International gesehen, bzw. Deutschland und Ausland gesamt habe MHK 131,3 Millionen Euro (+8,8 Prozent) ausgeschüttet. An die in Deutschland situierten Gesellschafter der Verbundgruppe wurden 91,3 Millionen ausschüttet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 5,9 Prozent entspricht. „Noch nie war die Kraft der Gemeinschaft so stark wie im Jahr 2019“, bilanziert Hans Strothoff. Und eigentlich habe das Jahr 2020 ebenso gut begonnen, doch dann kam … Corona. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 konnte die international agierende Verbundgruppe in Deutschland um 11,4 Prozent und im Ausland um 10,4 Prozent zulegen.

Hans Strothoff, Vorsitzender des Vorstands

werner heilos, stellvertretender

der MHK Group AG, verantwortlich für die

Vorsitzender des Vorstands, verantwortlich für

strategische Ausrichtung, Koordination und

Beschaffungsmarketing und Gesamtvertrieb

gesellschaftliche Verantwortung

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HAndel + markt

Gemeinsam gegen Corona „Alle Mitarbeiter der MHK Group sind in dieser Phase eng zusammengerückt“, berichtet MHK-Vorstand Werner Heilos und beschreibt damit die Solidarität unter den Mitarbeitern. Alle Maßnahmen zur Sicherung der Mitarbeiter wurden umgesetzt. „Wichtig war uns dabei jedoch, bestmöglich für unsere Mitglieder und Lieferanten da zu sein.“ Sowohl bei den Führungskräften als auch bei den Mitarbeitern habe man für die notwendige Redundanz gesorgt. Die Anwesenden in der Zentrale und im Home Office lösten sich periodisch ab. Obwohl man in einigen Abteilungen wie z.B. Kommunikation, Marketing und Finanzen derzeit mehr als 100 Prozent leisten müsse, habe man vorsorglich Kurzarbeit für die MHK-Group angemeldet. „Allerdings werden wir das Kurzarbeiter-Geld für jeden Mitarbeiter auf 100 Prozent aufstocken“, betont Hans Strothoff. „Keiner unserer Mitarbeiter soll durch die Krise finanziell benachteiligt werden.“ Strategisch und konzeptionell gut durchdacht, erarbeiteten die Teams der MHK-Task Force unterstützende Maßnahmen für ihre Mitglieder aus den Bereichen Küche, Sanitär und Malerhandwerk. Alle diese Konzepte und Services seien darauf ausgerichtet, den abschmelzenden Auftragsbestand auf ein Minimum zu beschränken oder gar zu verhindern. Let’s go digital … … ist eine gemeinsame in der MHK Group konzertierte Aktion mit dem Ziel trotz Öffnungsverbot im Handel weiterhin die Verkaufsprozesse offen zu halten. Der traditionelle Ansatz der Verkaufens werde digital ergänzt mit dem Ziel, Küchen weiterhin erfolgreich zu verkaufen und nach der Krise einen digitalen Vorsprung generiert zu haben, beschreibt Werner Heilos das Vorhaben. Vor der Krise galt es, die Frequenz in den Geschäften zu erhöhen. Alle Kommunikationsmaßnahmen zahlten auf dieses Ziel ein, zieht er Bilanz. Heute sei das Ziel der Kommunikationsmaßnahmen der Besuch der Homepage des Geschäftes. Zudem habe sich der Schwerpunkt der Kommunikation verändert: Onlinepräsenz und Social Media-Kommunikation seien das Gebot der Stunde. Hier hielten sich die Kunden in Zeiten des Kontaktverbotes verstärkt auf, hier könne man sie erreichen. Interessierte Küchenkäufer abholen Auf der Homepage des MHK-Fachgeschäftes finden Kunden wie üblich alle Informationen rund um die Küche, jedoch ergänzt um die Aufmaß-App Easy-Room sowie um den Carat Online-Planer. Die Aufmaß-App könne sich jeder Verbraucher via QR-Code oder im App-Store selbst herunterladen. Die Nutzung des Online Planers erfolge auf der Home-Page des jeweiligen Küchenplaners. Die hier eingebrachten Ideen des Kaufinteressenten können ebenso wie das mit Hilfe der Easy-Room App erstellte Aufmaß an den Küchenfachhändler weitergeleitet und dort in Carat eingespeist werden. Das Ergebnis sei eine professionelle Küchenplanung, die dann via Screen-Sharing zwischen Händler und Küchenkäufer live geteilt werden könne. Eine Durchsprache oder auch eine Änderung der Planung könne ebenso im Gespräch und unmittelbar am Computer erfolgen, nachdem der Endkunde der Link-Einladung des Küchenspezialisten Folge geleistet hat. „Bei der Einrichtung dieser Video-Konferenzlösung unterstützt Carat kostenlos“, betont Werner Heilos. Zur abschließenden Entscheidung stellt der Küchenprofi die fertig geplante Küche seinem Kunden über die bekannte Carat-ViewApp zur Verfügung. Dieser kann sich seine neue Küche in 3-D aus jeder Perspektive nochmals ansehen, um die endgültige Freigabe für seine neue Küche zu erteilen. Änderungswünsche und Rückfragen sind danach jeder Zeit möglich. Abschließend kommt es zum Kaufvertrag. Und auch der Abschluss einer möglichen Finanzierung stelle online kein Problem dar. Nach der Video-Konferenz können Finanzierungsangebot und Kaufvertrag an den Kunden übersandt werden. Die persönliche Legitimation über die Cronbank erfolgt nun über das Video-Ident-Verfahren. „Ich hoffe, Sie erkennen, dass wir als MHK Group alle Kraft und Ideen einsetzen, um mögliche Umsatz- und ErgebnisSpuren der Krise an unseren Mitgliedern vorbeigehen zu lassen“, betont der ambitionierte Branchenkenner. MHK Corona-Hilfe Die verschiedensten Maßnahmen der Bundes- und Landesregierungen haben dazu geführt, dass auch Küchen- und Badausstellungen geschlossen werden mussten. Generell sorgten Schließungen für einen Angebotsschock im Markt, begleitet von einem Nachfragerückgang. Eine Situation, die sich sowohl auf die Angebots- als auch die Nachfrageseite auswirke, sei relativ einmalig. Ökonomische Folgeschäden seien unabdingbar, fasst Kirk Mangels die Situation zusammen. Dennoch wolle man die Krise nicht nur als Gefahr, sondern auch als Chance begreifen, starker und verlässlicher Partner für die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen sein und zukunftsorientiert, bestens aufgestellt und vor allen Dingen anpassungsfähig sein.

20 | küche + architektur


HAndel + markt

Doch „Die MHK Group wäre nicht die MHK Group“, so Hans Strothoff, „wenn sie nicht sofort und mit schnell wirksamen Mitteln und Maßnahmen die Verantwortung für Mitarbeiter und Partner übernommen hätte. Durch die verschiedenen zur Unternehmensgruppe gehörenden Tochtergesellschaften Carat, macrocom, info-text und die Cronbank, die in Form eines Expertenteams konzeptionell und praxisnah agieren, lassen sich schnell Antworten auf fast alle Fragen, aber auch Anpassungen an die neuen Marktgegebenheiten finden. Jedem einzelnen Mitglied wird jegliche Unterstützung geboten. Deshalb sind alle Hilfestellungen darauf ausgerichtet, dass die Gesellschafter einerseits die Krise stemmen, andererseits optimal vorbereitet sind, wenn sie das Geschäft wieder vollumfänglich aufnehmen können. Gemeinsam wurde eine Strategie entwickelt und nach einer dezidierten Beurteilung der Marktlage wurden die Partner über alle notwendigen Themen in zahlreichen Newslettern und Leitfäden informiert.“ Der Newsletter wird je nach Lage mehrmals täglich versendet. Sämtliche Informationen zu einzelnen Themen wie Kurzarbeitergeld, Steuerstundung, Tilgungsaussetzungen oder KfW-Fördergelder wurden übersichtlich zusammengefasst und verständlich erläutert. Gleichzeitig enthält der Newsletter konkrete Produkt- und Dienstleistungsangebote, die der Unterstützung der MHK-Handelspartner dienen. Flexibilität und Handlungsfähigkeit der MHK Group spiegeln auch die entwickelten, vorgenannten Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen wider. Das Gebot der Stunde, so lange die Geschäfte geschlossen bleiben müssen: weg von Offline, hin zu Online. Die Content-Strategie berücksichtigt das geänderte Kundenverhalten ebenso wie die Bedeutung von Homing und die Notwendigkeit der empathischen Ansprache. Auf diese Weise können die konkreten Maßnahmenpakete für Social Media zielgruppenorientiert und zielgerichtet eingesetzt werden. Onlineschulungen und Webinare zur Weiterbildung in diversen Bereichen sind ebenfalls Teil des umfassenden MHK-Hilfsprogramms. Task Force für die Branche Komplettiert wird das Maßnahmenpaket durch eine Hotline, die per Telefon und E-Mail Fragen und Anliegen rund um die Corona-Hilfe beantwortet. Alle für die Allgemeinheit interessanten Fragen und Angelegenheiten bis hin zu dem erarbeiteten Corona-Leitfaden münden zudem in den FAQs, die im Intranet der Gruppe jederzeit verfügbar sind. Und weil die Herausforderungen nicht allein die MHK Group betreffen, sondern die gesamte Branche, hat sich Hans Strothoff – auch in seiner Funktion als BVDM-Präsident – dazu entschlossen, das Know-how der MHK Group allen zur Verfügung zu stellen. Unternehmen können ihre Fragen verbandsübergreifend an die Hotline-Nummer 06103 391-789 richten. Hilfestellungen gibt es außerdem über coronahilfe@mhk.de. Darüber hinaus wird das MHK-Team einmal wöchentlich, am Freitag, die wichtigsten Fragen und Hilfestellungen zusammenstellen und über einen kostenlosen Branchennewsletter versenden. Beziehen können ihn interessierte Unternehmer über coronahilfe@mhk.de. Für Hans Strothoff geht es in dieser Krise auch um die Einzigartigkeit der Branche aus mittelständischem Fachhandel und mittelständischer, inhabergeführter Industrie. Gute Chancen für die Einrichtungsbranche Wie wird diese Krise die Welt verändern? Wie wird sich der Lockdown auf das Verhalten der Menschen auswirken? Ein Blick in die Glaskugel lässt hoffen: Das Thema Einrichten könnte künftig einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen als dies vor der Krise der Fall war. Derzeit wird deutlich mehr zuhause gekocht und gegessen. Aus dieser Situation heraus kann sich ein wachsendes Interesse an der eigenen Traumküche ergeben. Gleichzeitig werde wahrscheinlich auch nach der Krise mehr online konsumiert. Allerdings bleibe die Küche nach wie vor ein komplexes Produkt. Alle von MHK ausgearbeiteten Online-Services seien ergänzend zu sehen und dienten dazu, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Allerdings gehe man davon aus, dass nach der Krise der stationäre Handel wieder gefragt sei. Die Einrichtungsbranche könnte, so Hans Strothoff, nach der Krise also besonders gefragt sein. Es bleibe nur die Frage, ob bis dahin alle Unternehmen überleben könnten und wie hoch die Einkommenseinbußen bei den Endverbrauchern sein werden. Wenn die Poltitk ihr Versprechen halte, das z.B. niemand durch Corona seinen Arbeitsplatz verlieren wird, dann sei man davon überzeugt, dass die Einrichtungsbranche mit Rückenwind aus der Krise herauskommen könne. MHK setze geballt auf das Thema Einrichtung und damit auf das richtige Pferd nach der Krise. Man sei auf jedes Szenario vorbereitet. Dennoch könne man keine Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 abgeben. Man gehe jedoch, gestärkt durch die positive Entwicklung zu Jahresanfang, zuversichtlich in die nächsten Monate, wohl wissend, dass das Tal der Tränen erst noch bevorstehe. Danach wolle man allerdings wieder richtig durchstarten, um am Ende sagen zu können: „Wir haben diese Krise überstanden und sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ www.mhk.de 

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technik + komfort | Geräte

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“ Beko und Grundig – mit Differenzierung zu sortimentsübergreifendem Erfolg

Mit Kanal-Differenzierung und neuem Grundig-Design streben die Arçelik-Töchter Beko und Grundig ambitionierte, sortimentsübergreifende Wachstumsziele an. Ermöglicht werden sollen diese durch das Strategieprogramm Ambition 2020+, dessen Realisierung in 2019 mit massiven strukturellen Veränderungen innerhalb beider Unternehmen einherging. Dabei stets im Fokus: Die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen von Kunden und Handelspartnern.

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ür das Jahr 2020 haben sich die Beko Deutschland GmbH und die Grundig Intermedia GmbH große Ziele gesetzt. Den Grundstein dafür hätten sie – durch die konsequente Umsetzung der Ambition 2020+ – im vergangenen Jahr auf jeden Fall gelegt, so Mario Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland & Regional Director Northern Europe, anlässlich der Pressekonferenz in NeuIsenburg Ende Februar. Nun, im Geschäftsjahr 2020, werden beide Unternehmen die zuvor gesäten Früchte ernten, und darüber hinaus auch rechtlich endlich zu einer Einheit verschmelzen. Ambition 2020+, das wird in Neu-Isenburg deutlich, ist als Name der Strategie zeitgleich Programm. Denn die Ziele, die man sich für das laufende Geschäftsjahr gesetzt hat, sind mindestens genauso ambitioniert wie der zugrundeliegende Maßnahmenkatalog: Posi­tionierung der Marke Beko als wachstumsstärkste Marke im Segment Elektrogroßgeräte sowie zweistelliges Wachstum im Bereich TV, Audio und Elektrokleingeräte. „Einen Platz unter den TOP 3 in allen Ländern, in denen die Arçelik Gruppe aktiv ist“, so lautet das erklärte längerfristige Ziel des türkischen Konzerns. Das gelte auch für die beiden deutschen Tochtergesellschaften, betonte Mario Vogl. Auch wenn die Marktanteile noch nicht überall sichtbar seien, weil der deutsche 22 | küche + architektur

Markt bekanntlich einer der schwierigsten ist, sei die Vertriebsgesellschaft mit Sitz in Neu-Isenburg, immerhin eine der wachstumsstärksten, hob der Vorsitzende der Geschäftsführung Beko Deutschland und Regionaldirektor für Nordeuropa hervor. „Unsere Hausaufgaben haben wir gemacht. Was das Team, die Systeme, Produkte, Prozesse und die Markenkommunikation angeht, sind wir für 2020 extrem gut aufgestellt.“ Wir wollten wissen, was genau diese Hausaufgaben alles beinhalten und suchten das persönliche Gespräch mit Mario Vogl und Peter Herzberger, Head of Sales MDA Kitchen & Furniture. Die Einführung der neuen Vertriebsorganisation sowie die neue, auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Vertriebskanäle angepasste Preis- und Konditionspolitik sei eine der bedeutendsten in 2019 realisierten Veränderungen, sind sich beide einig. „Künftig wird die Betreuung unterschiedlicher Vertriebskanäle durch Key Account Manager verantwortet“, fasst Peter Herzberger den wesentlichen Unterschied zusammen, „so ist gewährleistet, dass wir den unterschiedlichen Bedürfnissen von beispielsweise Küchen- und Möbelfachhandel oder Elektrofachhandel optimal Rechnung tragen. Um diese Umstrukturierung zu realisieren, habe ich mein Team um


Geräte | technik + komfort

insgesamt zehn Mitarbeiter aufgestockt, darunter acht neue Außendienstler sowie zwei neue Key Account Manager.“ Insgesamt wurde die Mitarbeiterzahl in den vergangenen zwölf Monaten um 14 Prozent angehoben. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Vertrieb, wo die Manpower sogar um 30 Prozent gesteigert wurde. „Wir möchten in jedem Vertriebskanal gleichermaßen Wachstum erzielen“, fügt Peter Herzberger hinzu, „da ist es natürlich wichtig, nahe beim Handelspartner zu sein und seine Belange zu verstehen.“ Die Unterschiede zwischen den einzelnen Kanälen seien enorm, weiß der Vertriebsdirektor: „Im Bereich MDA haben wir in 2019 20 Prozent unseres Umsatzes im Küchen- und Möbelfachhandel erwirtschaftet. 2/3 unserer Einbaugeräte vertreiben wir über diesen Kanal. Nicht weniger wichtig für uns ist der Elektrofachhandel, über den wir 90 Prozent unserer Freestanding-Geräte vertreiben und der im letzten Jahr im Segment MDA sogar der bedeutendste Wachstumstreiber war. Aber auch der Online-Handel trägt etwa 25 Prozent zum MDA-Umsatz bei.“ Differenzieren Sie ihren Außendienst nur nach Kanälen oder darüber hinaus auch nach Marken?, haken wir nach. „Die Key Account Manager sind innerhalb ihres Kanals stets für beide Marken zuständig“, erklärt Peter Herzberger. „Diese Organisationsstruktur haben wir ganz bewusst so gewählt. Nur so ist eine optimale und vor allem auch sortimentsübergreifende Beratung der einzelnen Handelspartner gewährleistet“, ergänzt er. „Allein im Fachhandel konnten wir durch die Umstrukturierung die Anzahl unserer Kooperationen bereits jetzt um 40 Prozent steigern“, fügt Mario Vogl hinzu. War die bereits umgesetzte Clusterbildung geografischer Zuständigkeitsgebiete genauso erfolgreich für Sie? Konnten Sie auch hier von Synergien profitieren? „Synergien gibt es auf jeden Fall!“, erwidert uns Peter Herzberger, „vor allem auf Produktseite.“ Profitieren könne man insbesondere durch die zentrale Steuerung von Produktmanagement und Marketing. Denn trotz aller länderspezifischen Unterschiede gebe es immer wieder auch Produktgruppen, in denen sich die Kundenbedürfnisse nur unwesentlich oder selbst gar nicht unterscheiden. Kochfelder seien etwa ein derartiges Beispiel. Bei den Waschmaschinen und Trocknern dagegen sei der Markt sehr heterogen. In puncto Effizienz oder nachhaltiger Produktion ließen sich jedoch auch hier gemeinsame Schnittmengen finden.

Für das laufende Jahr rechne ich daher mit einem deutlich über dem gesamten Marktwachstum liegenden Ergebnis. Die GfK prognostiziert ein Wachstum zwischen 1 und 2 Prozent, wir peilen derzeit ein Wachstum im zweistelligen Bereich an.“ „Der Verlauf der ersten beiden Monate im laufenden Geschäftsjahr bekräftigt uns in dieser ambitionierten Zielsetzung“, unterstreicht Peter Herzberger. Wie beurteilen Sie die Entwicklung beider Marken weltweit und in Deutschland? Was sind die Herausforderungen, denen Sie sich stellen müssen und wie werden Sie diese angehen? „Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort“, betont Mario Vogl. „Ganz im Gegenteil, beide Marken zeigen sich sehr heterogen, was ihre Stärken und Schwächen angeht. Die Traditionsmarke Grundig, die ihren Ursprung im Bereich TV und Audio hat, punktet in Deutschland mit einer hohen Marktbekanntheit, ist im Laufe der Zeit aber etwas in die Jahre gekommen. Im 75-jährigen Jubiläumsjahr wollen wir dem etwas angestaubten Image daher mit einem Rebranding entgegenwirken. Jünger, frischer und dabei dennoch traditionsbewusst soll sich die Marke in Zukunft präsentieren. Neben der verstärkten digitalen Präsenz in TV sowie YouTube und Co, setzten wir hier in erster Linie auf ein neues Design. Auszugsweise hatten wir dieses bereits auf der IFA 2019 im Bereich Einbaubacköfen vorgestellt. Der große Startschuss im Segment Küchenmöbel wird jedoch zur Küchenmeile 2020 fallen. Im Bereich der Sologeräte soll der neue Look sukzessive im Zuge der Einführung der neuen Energieeffizienz-Label übernommen und vorgestellt werden.“

Beko und Grundig: Starke Marken brauchen ein starkes Team.

Was erhoffen Sie sich ergebnisbezogen durch die umfangreichen Umstrukturierungen? Wie sieht Ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus? „2019 war ein sehr spannendes Jahr für uns im Bereich Möbel und Küchen“, so Mario Vogl, „zum ersten Mal seit Jahren hatten wir ein negatives Wachstum zu verzeichnen. Während der weltweite Markt laut GfK um 3,3 Prozent wuchs, verzeichnete die Arçelik Gruppe im Segment MDA ein negatives Wachstum von 0,1 Prozent. Bei brauner Ware sind wir wertmäßig sogar um fast 9 Prozent geschrumpft. Jedoch muss ich dabei betonen, dass unser Fokus 2019 auf der Restrukturierung lag. Das haben wir geschafft, davon bin ich überzeugt. küche + architektur | 23


technik + komfort | Geräte

Bei Beko dagegen sei die Ausgangssituation eine vollkommen andere. „Die junge frische Marke erfreut sich zwar weltweit recht guter Bekanntheit und ist bspw. Marktführer in UK“, erklärt Mario Vogl, „im deutschen Markt ist jedoch noch Luft nach oben. Um das zu ändern setzt die Marke nun erstmals auf TV-Spots, in denen sie die guten Ergebnisse ihrer Produkte bei der Stiftung Warentest betont.“ Ist es bei der Etablierung beider Marken ein Vorteil, dass sowohl Beko als auch Grundig im Bereich brauner als auch weißer Ware tätig sind? „Ja, vor allem weil wir mit unserer Marke Grundig bei den Handelspartnern eine sehr hohe Bekanntheit genießen.“, argumentiert Mario Vogl, „Sie kennen die Marke seit 75 Jahren und wissen diese zu schätzen. Das hat uns den Start im Hausgerätebereich vor rund sechs Jahren enorm erleichtert. Dieses Vertrauen schlägt sich darüber hinaus positiv auf die Foto: Beko Etablierung der Marke Beko im deutschen Markt nieder. Mit Beko sind wir in Deutschland erst seit etwa 15 Jahren aktiv. 2019 haben wir unsere Präsenz stark ausgeweitet. Wenn ein Kunde heute nach einer Waschmaschine sucht, wird er immer über Beko stolpern“, ist er sich sicher, „ganz gleich in welchem Kanal er sich gerade bewegt.“

GKN 3000 Carbon

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jedoch zeigt der erfolgreiche Start der in Handarbeit gefertigten exklusiven Produktlinie vor allem eines: Der Handel ist hungrig auf Neues und Außergewöhnliches.“

Auf welche Produktneuheiten können sich die Kunden im Bereich Küchengroßgeräte sonst noch freuen? „Unser ganzer Stolz im Bereich Kühlen ist aktuell die HarvestFresh Technologie“, antwortet Mario Vogl ohne zu zögern. Drei effektive Farblichteinstellungen in Grün, Blau und Rot sowie eine dunkle Periode für die Nacht simulieren den 24-Stunden-Tag- und-Nacht-Lichtzyklus. So büßen Brokkoli, Paprika und Co. auch bei längerer Lagerung im Kühlschrank weder Vitamine noch Nährstoffe ein. „Teilweise wurden in den Produkten nach dem Lagern sogar mehr Vitamine nachgewiesen als unmittelbar nach dem Einkauf “, ergänzt Mario Vogl. Beko bringt in diesem Jahr insgesamt vier Kühl-/Gefrierkombinationen mit dieser neuen Technologie auf den deutschen Markt. Bereits im Juni und Juli kommen die ersten beiden HarvestFresh-Modelle in den Handel. Mit der über 80 cm breiten Wie sieht es mit der Positionierung beider Marken sowie deren XXL-Kühl-/Gefrierkombination RCNE720E3VZXPN, die ab August Abgrenzung voneinander aus? Beide bieten ein ähnliches verfügbar sein wird, stellte das Unternehmen bereits jetzt das High­Produktsortiment und auch in Qualität und Innovationskraft light der Serie vor. Zur Küchenmeile im Herbst wird ein Einbaugerät stehen sich beide Marken häufig in nichts nach. Nun soll die mit der neuartigen Technologie in den Markt eingeführt. ­Traditionsmarke Grundig jünger werden. Verschwimmen da- Wenn es um die Hausgeräte der Grundig-Jubiläumsedition für Bad durch nicht die ohnehin schon kaum wahrnehmbaren Grenzen? und Küche geht, so lautet das zentrale Thema Nachhaltigkeit. Der Oder ist eine klare Unterscheidung gar nicht das Ziel? Waschvollautomat GWN 4940 HC etwa bietet nicht nur 24 Flecken„Doch. Der größte Unterschied beider Marken liegt in deren unter- Programme und Selbstreinigung, sondern verfügt auch über einen schiedlichen Zielgruppen“, erläutert Mario Vogl. „Beko ist inWäschebottich aus recycelten PET-Flaschen. Darüber hinaus ternational sehr dynamisch und bedient vor allem die wird die Wäsche mithilfe des MultiSenseProgramms jüngere Zielgruppe, die bspw. die erste Wohnung perfekt und schonend gesäubert, da das Automabezieht. Wir bedienen hier das mittlere Preistikprogramm die benötigte Wassertemperatur segment bei dennoch hoher Qualität. Mit und die Spülgänge der Wäsche anpasst und Grundig bewegen wir uns dagegen im Bedamit die Umwelt schont. reich „Mass Premium“, also in der Mitte der Auch das Multifunktionsherdset mit GlasGesellschaft und am oberen Ende des mittkeramikkochfeld GEHM 13101 X1 besteht leren Preissegments. Das heißt jedoch nicht, teilweise aus nachhaltigen, innovativen MateFoto: Beko dass Innovationen generell zuerst bei Grundig rialien. Die Displayabdeckung, die Halterung der umgesetzt werden müssen. Entscheidend ist hier die Elektronik, die seitlichen Plastikelemente und weiteÜberlegung, welche Zielgruppe für welche Neuheit bereit re Teile sind aus recycelten Fischernetzen und Textilien aus ist, einen Mehrpreis zu zahlen, bzw. ob die Innovation in das Sorti- dem Meer gefertigt. Darüber hinaus überzeugt das Multitalent mit ment sowie zur Marke passt. So werden kostenintensivere Neuheiten acht Heizarten und einem 71 Liter fassenden Innenraum. in der Regel zuerst bei Grundig eingeführt. Auch auf exklusives Design Im klassischen Grundig-Segment TV hat das Unternehmen mit der legen Grundig-Kunden einen höheren Wert als die Beko-Zielgruppe.“ Grundig Fire TV Edition eine weitere Neuheit auf den Markt gebracht. Es handelt sich hierbei um den ersten Fernseher mit integApropos Design, was macht eigentlich die Carbon Linie von riertem Amazon Fire TV. Vor allem die junge Zielgruppe dürfte sich Grundig? Ist diese mittlerweile in Deutschland lieferbar? von diesem Produkt angesprochen fühlen. Zudem besetzt Grundig „Ja, die Grundig Carbon Linie boomt“, betont Peter Herzberger. „Klar mit ihm die bisherige Lücke im Bereich UHD+ im Preissegment ist ihr Anteil gemessen am Gesamtumsatz aufgrund ihrer Hochprei- 500 bis 1000 Euro, die sicherlich einen hohen Marktanteil bereithält. www.grundig.com · www.beko-hausgeraete.de sigkeit und der damit verbundenen kleinen Zielgruppe relativ gering,  24 | küche + architektur


Geräte | technik + komfort

Da das Interview mit Mario Vogl und Peter Herzberger vor der deutschlandweiten Ausbreitung des Coronavirus stattfand, baten wir Mario Vogl im Nachgang um ein Statement zur aktuellen Lage und deren Auswirkungen:

Wie wirkt sich die Corona-Krise mit all ihren Facetten auf Grundig und Beko aus? Wir nehmen die aktuellen Entwicklungen dazu sehr ernst und unterstützen die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus voll und ganz. Bereits Mitte März haben wir unsere gesamte Verwaltung in Deutschland auf Home-Office-Betrieb umgestellt, unsere Teams sind also wie gewohnt erreichbar und zu 100 Prozent produktiv. Aktuell ist unsere Lieferfähigkeit noch sehr gut und wir shiften unsere Kapazitäten auf die Home-Delivery-Kanäle. Unsere Fabriken laufen derzeit weitestgehend störungsfrei. Stand heute halten wir an unserem Plan fest, dieses Jahr einige neue Produkte auf den deutschen Markt zu bringen – ob das Timing aufgrund der Corona-Pandemie angepasst werden muss, können wir noch nicht sagen. Solange sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen die Bedingungen nicht verändern, stehen wir unseren Kunden und Geschäftspartnern in dieser für alle schwierigen Zeit als verlässlicher Partner zur Verfü-

gung und sind auch für die Nachfrage „nach der Pause“ bestens gerüstet. Aber alle Unternehmen müssen derzeit „auf Sicht fahren“, da sich die gesamte Lage tagesaktuell weiterentwickelt. Wie schätzen Sie die Auswirkungen auf Ambition 2020 + ein? Wir sind mit unseren beiden Marken Grundig und Beko stark ins Jahr 2020 gestartet und konnten bereits 2019 einige Ziele aus unserem Strategieplan Ambition 2020+ umsetzen – etwa den signifikanten Ausbau der Marktanteile im Audio-Bereich, erste Erfolge konnten wir auch in den Bereichen Waschen und Trocknen oder im Einbausegment einfahren. Darauf können wir auch in diesem Jahr trotz der derzeitigen Herausforderungen aufbauen. An unseren Wachstumszielen in den Bereichen MDA und SDA und Ambition 2020+ halten wir fest, wir werden sie wie geplant nach und nach umsetzen. Wie groß der Einfluss der Corona-Pandemie letztendlich auf unser Business ist, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschätzen – dafür ist es noch zu früh.

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Gute Küche verändert das Leben Zu Gast im „Haus der Küchen“

„In Worms sind wir absoluter Local Hero“, da sind sich Nicolai, Winfried und Burghard Köhler einig. Den Großteil unseres Gesprächs führen wir mit Nicolai Köhler, der seit 2011 in dritter Generation die Geschäfte des Familienunternehmens weiterführt. Das Haus der Küchen ist eines von vier Küchenfach-Häusern, die zu einem der erfolgreichen Familienunternehmen im Südwesten Deutschlands gehören. „Kundenzufriedenheit hat für uns erste Priorität“, betont unser Gastgeber. Um diese zu gewährleisten, achtet das Team auf d ­ urchgängige, klar strukturierte Prozesse. „Denn“, so betont der Junior-Chef: „Man darf sich nicht verzetteln.“

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Küchen | Architektur + Trend „Unseren Slogan „Gute Küche verändert das Leben“, nehmen wir sehr ernst und zwar sowohl kulinarisch als auch hinsichtlich unserer Beratung, aus der individuelle Einrichtungslösungen hervorgehen.“ Nicolai Köhler in der Vorführküche, Haus der Küchen, Worms.

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ir beginnen unser Gespräch in der imposanten, 70 Quadratmeter großen Vorführküche des Showrooms bei einer Tasse Kaffee, frisch aus dem Einbau-Kaffeevollautomat von Siemens. Er ist, wie auch die anderen Einbaugeräte der Marke, fester Bestandteil dieser Showküche. Nicht ohne Grund war das Wormser Unternehmen bereits neunmal Ausrichter des Cooking Cups, dem größten Hobbykoch-Wettbewerb Deutschlands. „Unseren Slogan „Gute Küche verändert das Leben“, nehmen wir sehr ernst und zwar sowohl kulinarisch als auch hinsichtlich unserer Beratung, aus der individuelle Einrichtungslösungen hervorgehen.“ Auf 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche inszeniert das Familienunternehmen realitätsnahe Planungen, von zehn Quadratmeter großen Raumlösungen bis zu 20 Quadratmeter große Insellösungen. Dabei verkörpert jede Kreation eine völlig eigene Farb-, Material- und Stilrichtung. Ob modern, urban, puristisch, wohnlich, im Industrial Style oder im modernen Landhausstil, für jeden Lifestyle findet sich hier die richtige Lösung. „Die meisten Kaufinteressenten lassen sich von unserer Ausstellung inspirieren und fokussieren sich schließlich auf zwei bis drei Modelle, die ihnen zusagen“, beschreibt Nicolai Köhler den Entscheidungsprozess. „Unsere Aufgabe ist es dann, daraus eine individuelle Küche zu kreieren. Von Sonderanfertigungen sehen wir in den meisten Fällen ab. Unsere Lieferanten bieten ein Typen-

spektrum, das es uns erlaubt, auf die räumlichen Gegebenheiten und die Belange unserer Kunden einzugehen, ohne unsere Planung zu überteuern.“ Besonders augenfällig sind die unterschiedlichen Nischenlösungen, die das Haus der Küchen seinen Kunden anbietet. Ob wohnliche Regalelemente, praktische Funktionsdetails oder Beleuchtungselemente. Apropos Beleuchtung: Diese lässt sich auf Wunsch natürlich auch via Sprachassistent bzw. WLAN steuern, was zudem für den Großteil der im Haus der Küchen präsentierten Hausgeräte zutrifft. „Wir bedienen uns hier der Marken Siemens, Bauknecht und auch KitchenAid“, erläutert uns Nicolai Köhler sein Geräteportfolio, mit dem jeder Kunde auf seine Kosten kommen kann. Eine Vielzahl der Kaufinteressenten sind Zweitkäufer, das heißt Menschen, die sich in ihrem Leben bereits die zweite Küche kaufen und dafür auch investieren möchten, berichtet der Jungunternehmer: „Da darf auch schon einmal allein die Haube 7.000 Euro kosten.“ Der Durchschnittswert der verkauften Küchen liegt bei 15.000 Euro – Kommissionen ab 3.000 Euro, da es einen hohen Sockel an Ersatzund Küchenumbau gibt, mit eingerechnet. „Trend ist, was gefällt“, lautet eine Devise des Familienunternehmens „… und dazu gehören derzeit Küchenkreationen in der „Nichtfarbe“ Schwarz und zwar in matter Ausführung“, stellt Nicolai Köhler fest.

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Architektur + Trend | Küchen

Networking schafft Freunde und bringt Ideen Überhaupt laufen die Geschäfte gut, lässt er uns wissen. Mund-zuMundpropaganda zufriedener Kunden sorgt für anhaltende Nachfrage. Eine gute zwischenmenschliche Basis schufen u.a. die monatlich stattfindenden Kochevents in der Siemens-Kochschule, unterstützt durch renommierte Profiköche aus dem Zirkel der Jeunes Restaurateurs, aber auch aus der Region. Wie z.B. Annette Glücklich, eine Spitzenköchin, die sich im vergangenen Jahr an die Spitze der SAT1-Sendung „The Taste“ kochte, wo sie den zweiten Platz belegte. Die dreifache Mutter führt ihr eigenes Catering-Unternehmen www.gluecklich-essen.de und ist im Umkreis von Worms, Alzey und Mainz als Privatköchin für Hochzeiten, Firmen- oder auch kleinere Privatveranstaltungen tätig. „Ihr kulinarisches Hauptthema ist eine gehobene, stark französisch geprägte Küche mit deutschen und italienischen Einschlägen. Dabei setzt sie auf hochwertige Bioprodukte aus der Region“, beschreibt Nicolai Köhler die Profiköchin. „Frau Glücklich ist nicht nur professionell, sondern auch eine Botschafterin unseres Slogans „Gute Küche verändert das Leben“.“ Dass Kochevents mit Annette Glücklich immer gerne besucht sind, steht dabei außer Frage. Differenzierung liegt in der Einzigartigkeit … und die ist im wahrsten Sinne des Wortes menschlich. Deshalb sind Kommunikation und Austausch für Nicolai Köhler besonders wichtig. „Wir verfügen über ein großes und breitgefächertes Netzwerk zu unterschiedlichsten Menschen und Institutionen“, betont unser Gastgeber: „Ich bin Mitglied bei den Wirtschaftsjunioren in Worms. Der Austausch, der sich hier ergibt, ist hochinteressant. Zudem unterstütze ich gemeinsam mit gleichgesinnten Unternehmern der Region den Kiwanis-Club Worms, der sich aktiv für das Wohlbefinden von Kindern in Worms einsetzt. Dazu gehört die Einrichtung des Fachs Ernährungslehre in allen vier Klassenstufen an Grundschulen in Worms, Benefizkochen, oder auch Spenden für Kindergärten usw.“, schildert Nicolai Köhler motiviert. „Sie sind also rundum zufrieden?“, wollen wir wissen. „Eigentlich ja, der Kundenstrom reißt nicht ab und unsere Prozesse sind klar definiert und strategisch aufbereitet. Unterstützt wird das auch durch unser eigenes gruppenübergreifendes Warenwirtschaftssystem, das uns auch in puncto Lieferzuverlässigkeit nützlich ist.“

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Gute Mitarbeiter sind wichtiger denn je „Allerdings tut man sich heute schwer, gute Mitarbeiter zu finden. Der Fachkräftemangel hat unsere Branche voll im Griff.“ Das bestätigt auch Seniorchef Wilfried Köhler, der in seiner Funktion als Geschäftsführer der Häuser Worms und Mutterstadt gerne ab und zu etwas kürzer treten würde. „Wir bieten unseren Mitarbeitern unterschiedlichste Arbeitszeitmodelle, so dass sie ihre persönliche Work-Lifetime-Balance individuell gestalten können“, betonen beide. Denn was sie sich selbst zugestehen, soll natürlich auch für die Mitarbeiter möglich sein. Fluktuation gibt es bei den insgesamt 50 Mitarbeitern der in die vier Standorte unterteilten Unternehmensgruppe kaum. „Doch auch der Mutterschaftsurlaub oder der wohlverdiente Urlaub müssen kompensiert werden“, betont Nicolai Köhler. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt Neben Worms und Mutterstadt, die Winfried Köhler verantwortet, ist die Familie unter Federführung von Burghard Köhler in Konz und in Foetz/Luxemburg tätig. „Die ehemalige Filiale in Trier haben wir geschlossen und uns dafür in dem nur sieben Kilometer entfernten Konz verstärkt. Eine Entscheidung, die auch von den Kunden gut angenommen wurde, die via Internet von Trier nach Konz umgeleitet werden.“ Auch für diese Häuser soll Nicolai Köhler zu gegebener Zeit die Verantwortung übernehmen. „Ich denke, diese Perspektive ist auch für unsere Mitarbeiter dort wichtig.“ Auch in puncto Nachfolgeregelung hat das Unternehmen seine Hausaufgaben gemacht. Erst vor vier Jahren feierte das dynamische Familienunternehmen sein 50-jähriges Firmenjubiläum. „Unsere Erfahrung hat uns gelehrt, mit Marktschwankungen und sich wandelnden Wettbewerbsstrukturen umzugehen“, betont Burghard Köhler, der nicht nur die Häuser in Konz und Luxemburg führt, sondern auch über 25 Jahre Einkäufer einer großen Verbundgruppe war. „Zahlreiche Wettbewerber aus dem Bereich des Vollsortiments haben uns anfänglich belächelt, als wir vor 35 Jahren entschieden, uns auf die Planung und den Verkauf von Küchen zu spezialisieren. Dann wieder entdeckten Quereinsteiger die Küche für sich. Wir haben die Unkenden eines Besseren belehrt und die Bestrebungen der Quereinsteiger erfolgreich überlebt.“ Handel ist eben Wandel; „Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ Nicolai, Winfried und Burghard Köhler www.hausderkuechen.de haben sich für die Windmühlen entschieden. 


360° Rundgang

Ausstellungszentrum

360° Online-Rundgang

www.nolte-kuechen.com/360-grad-rundgang

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4, 32584 Löhne

Gehen Sie in unseren Küchen auf virtuelle Entdeckungstour. Sehen Sie sich um und schauen Sie auch, was sich hinter den Fronten verbirgt. Eingebettete Videos, die Sie mit nur einem Klick abspielen können, geben Ihnen weitere Informationen zu den über 20 wohnlichen Planungen.


Architektur + Trend | Küchen

„Service heißt, das ganze Geschäft  mit den Augen des Kunden zu sehen.“ Rettig – das Fachgeschäft in Lautertal ist der Beweis

„Mit uns können Sie immer rechnen“, ein Versprechen, das man dem Familienunternehmen Rettig voll und ganz abnehmen kann. „Ein Großteil unseres Erfolges liegt in der Zu­friedenheit unserer Kunden“, betont Alexander Rettig, geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Familienunternehmens in Lautertal. 50 Kilometer und mehr legen Kunden zurück, die sich dem bewährten Fachgeschäft anvertrauen, wenn es um eine gut geplante Küche geht, die Waschmaschine streikt, oder sie sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Hausgeräte oder der Braunen Ware informieren möchten.

D

er 40-Jährige hat weder Angst um die eigene Zukunft noch um die seiner Marktbegleiter, die sich der kompetenten und serviceorientierten Planung und Beratung verschrieben haben. „Den meisten Küchenfachgeschäften geht es gut“, betont der studierte Betriebswirt, der sich mit seinen Kollegen am Markt kontinuierlich austauscht. „Probleme sehe ich nur für Geschäfte, die über kein geeignetes Personal verfügen, was bei Großflächenmärkten verstärkt der Fall ist.“ Gefährdet seien jedoch auch sehr kleine Unternehmen, die von einer einzelnen Person abhängen, schildert uns der dynamische Geschäftsmann seine Meinung. Das Netzwerk im eigenen Haus Begeistert beschreibt uns Alexander Rettig die Synergien, die sich aus der Kombination von Service, Elektrogeräteverkauf und Küche ergeben. „Als Küchenspezialist werden Sie für Ihre Kunden zum Rundum-Service-Paket. Ist ein Gerät defekt, können wir Abhilfe schaffen, denn wir verfügen über einen autorisierten Kundendienst. Selbst für das Soundsystem und den Flatscreen in Küche oder Wohnraum sind wir der perfekte Ansprechpartner und produkttechnisch immer up to date.“ Auch was das Thema Beleuchtung anbelangt, steht das versierte Team des Fachgeschäfts interessierten Kunden mit Rat und Tat zur Seite. „Da sich heute nahezu alle Geräte mit einander vernetzen lassen, bieten wir unseren Kunden natürlich auch unser Knowhow in Sachen Smart Home an“, betont Alexander Rettig. „Einige unserer Mitarbeiter werden auf dieses Thema geschult.“ Auch hier ergänzt sich das symbiotische Angebot aus Küche, Weißer und Brauner Ware des Fachgeschäfts hervorragend und kann bei Bedarf beratungs-, planungs- und installationstechnisch fließend in einander übergehen. Qualifizierte Mitarbeiter sind das A und O „Auch unser Kundenservice endet nicht mit dem Kassenbon“, verspricht Alexander Rettig nicht nur auf seiner Website. Dieses Versprechen wird von allen 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachgeschäfts gelebt. Selbst nach dem Kauf einer Küche oder raumübergreifen-

Es ist die Symbiose aus Weiterempfehlungen, regionaler Verbundenheit und lokaler medialer Präsenz und Social Media-Aktivitäten, die das Küchenstudio Rettig ausmacht. So sorgte z. B. ein Youtube-Video, in dem Alexander Rettig zusammen mit kuechenspezialisten.de das Thema Ablufttechnik grundlegend behandelte, für große Nachfrage.

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Küchen | Architektur + Trend

den Einrichtungslösungen, eines Elektro- oder Hausgerätes sowie Geräten aus dem Bereich TV und HiFi steht das Team seinen Kunden mit Wartung, Beratung und Ergänzungen zur Seite. Grundsätzlich, davon ist der sympathische Geschäftsmann überzeugt, lebt ein Fachgeschäft, von der Qualifikation seiner Mitarbeiter, die sich in deren Beratungs- und Planungskompetenz und in ihrem technischen Sachverstand widerspiegelt. „Wir verfügen über versierte Verkäufer und Planer, die sich mit ihrer Material-, Farb- und Technikkompetenz individuell auf unsere Kunden einstellen. Unsere sachverständigen Schreiner und geschulten Monteure sind auch im Falle einer Reklamation in der Lage, Kunden lösungsorientiert zu beraten.“ Networking regional Um seine Kunden auch über die Einrichtung hinaus zufriedenstellen zu können, nutzt das Rettig-Team das Fachwissen zahlreicher regionaler Handwerksunternehmen, mit denen das Fachgeschäft seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet. „Dieses Netzwerk trägt dazu bei, dass wir im Falle von Renovierungen und Umbauten gerne auch die Koordination von Komplett-Aufträgen übernehmen“, erläutert uns Alexander Rettig die Vorteile partnerschaftlicher Zusammenschlüsse mit Organisationen wie z. B. „Teamwoerker“. „Auch durch diesen Service steigt die Zufriedenheit der Kunden“, weiß der Unternehmer aus Erfahrung. Es ist die Symbiose aus Weiterempfehlungen, regionaler Verbundenheit und lokaler medialer Präsenz, Social Media-Aktivitäten, in denen Fachwissen und Service im Vordergrund stehen, die den Namen Rettig zu eine regionalen und teilweise sogar zu einer überregionalen Marke machen. So sorgte sein Youtube-Video, in dem Alexander Rettig zusammen mit kuechenspezialisten.de das Thema Ablufttechnik grundlegend behandelte, für große Nachfrage. Die Devise des sympathischen Unternehmers: „Bei allem was man tut, sollte man grundsätzlich authentisch bleiben. Wer das Vertrauen der Kunden verdient hat, muss sich um die Zukunft keine Sorgen machen.“ Das beweist das Familienunternehmen Rettig bereits seit über 70 www.rettig.info Jahren. 

Kochevents, die bei Rettig in Lautertal „Kocherlebnis“ heißen, sind einfallsreich und vielseitig bis hin zum eigenen Craftbier, das Teilnehmer unter Anleitung von Braumeister und Biersommelier Marcel Alberti der Kreativ Brauerei Brewers Fantasy brauen lernen.

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Architektur + Trend | Küchen

Vielfalt für zielgruppengerechte Ansprache Differenzierung am Puls der Zeit

Über die ausgezeichnete Qualität ihrer Produkte und eine ausgefeilte Logistik hinaus punktet die Küchenmöbelindustrie mit einer breiten Produktauswahl, die in ihrer Variantenvielfalt dem Handel das Werkzeug für eine zielgruppengerechte Beratung zur Verfügung stellt. Klar gegliederte Sortimente unterstützen und vereinfachen die Arbeit am PoS und ermöglichen selbst die Umsetzung individueller Designansprüche. Dabei stehen aktuell wegen der Öffnung der Küche zum Ess- und Wohnbereich hin wohnliche Planungen im Vordergrund, gerne in Farbstellungen, die sich dem zeitgemäßen Materialmix - ob in Originalmaterialien oder realitätsnahen Dekoren - anpassen. Die Strategien zur Differenzierung reichen u.a. von der konsequenten, langfristigen Erarbeitung einer unverwechselbaren Markenidentität, über Eigenentwicklungen mit namhaften Designern, Alleinstellung durch besondere Produktfeatures, vorkonfigurierte Ausstattungssets für Auszüge, Vorentlastung des Beratungsgesprächs durch Broschüren, Checklisten und Websites bis hin zu Schulungsangeboten.

Pronorm: „Wir bedienen die ­Individualität unserer Kunden“ … so bringt es Pronorm-Geschäftsführer Roger Klinkenberg auf den Punkt. Der renommierte Küchenmöbelhersteller aus Vlotho bietet Planern und Konsumenten maximale Möglichkeiten, um individuelle Einrichtungslösungen zu realisieren. Ermöglicht wird dies durch eine hochmoderne, flexible Fertigung, die der Plattformstrategie der Automobilindustrie gleicht. Hier entstehen individuelle Küchen für unterschiedlichste Budgets und Ansprüche, umgesetzt in den Produktlinien Y-Line / X-Line in griffloser Ausführung und proline 128 / classicline. 32 | küche + architektur

„Unser Produktportfolio ist durch variable Planungs- und Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf Material-, Technik- und Farbvielfalt außergewöhnlich gut kombinierbar“, betont Pronorm-Geschäftsführer Roger Klinkenberg. Darüber hinaus bietet das kundenorientierte Unternehmen eine umfangreiche Auswahl an Schubkasten-Auszugssystemen. Mit über 250 Programmen in aktuellen Trend-Farben – jede Farbe mit entsprechendem Umfeld planbar – und -Materialen sind der Kreativität des Planers keine Grenzen gesetzt, so dass der indiviwww.pronorm.de duellen Traumküche nichts mehr im Weg steht. 


Küchen | Architektur + Trend

Ballerina-Küchen: Individuell, trendsetting, zuverlässig Diese drei Eigenschaften stehen für Ballerina-Küchen. Mit der klaren Fokussierung auf den Fachhandel hat sich das inhabergeführte Unternehmen der Umsetzung individueller Einrichtungswünsche verschrieben. Jahr für Jahr greift der Hersteller Mega­ trends auf und lässt sie in seine Kollektionen einfließen. So prägen Urbanisierung, Mobilität, Individualität und natürlich Nachhaltigkeit die innenarchitektonische Ausrichtung der Programme des mittelständischen Unternehmens, umgesetzt in Farbe, Material, Oberflächenstruktur und Funktionalität. Dem Trend zu offenen, warmen Wohnraumlösungen und zeitlosen Farbstellungen folgend, offeriert Ballerina-Küchen die Nuance Light Pepper, ein zarter Grau-Beige-Ton, der zu allen aktuellen Grau und Schwarz-Tönen, Stein- und Holzdekoren passt. Als neue wichtige Trendfarbe ist gleich ein Komplettangebot für Korpus innen und außen vorhanden und wird in den Ausführungen Melaminharz, Direktlack, Mikro- und Samtlack, Hochglanzlack, Mattlack und auf Holz angeboten. Wände fallen und Räume verschmelzen miteinander „In Zukunft“, davon ist Geschäftsführerin Heidrun Brinkmeyer überzeugt, „geht es mehr denn je um die gelungene Symbiose von Workflow und Leben. Flexible Projektorganisationen statt festgezurrter Abläufe prägen unseren Alltag. Gefragt sind Orte zum Leben und Arbeiten – maßstabgetreu abgestimmt auf die Kreativität einer neuen Generation. Hier dreht sich alles ums gemeinsame Erleben. Die Theke geht in die Verlängerung und lädt Freunde und die Familie zum spontanen Zusammensein ein. Raffiniert geplant schwebt sie als Brücke über der Koch- und Zubereitungsinsel und fungiert als Kommunikationszentrum und geschickter Raumteiler.“ Apropos Raumteiler … … dem Trend zum offenen Wohnen gerecht werdend, löst sich die klassische Einbauküche immer häufiger in mobile Einheiten auf

und integriert sich in Form von Einzelelementen mit Funktionen in das Wohnraumkonzept. Die logische Konsequenz dazu sieht Ballerina-Küchen u.a. in der Auflösung starrer Beschlagformen in neue mobile Einheiten: Das von dem Designer-Duo Thorsten Rosenstengel und Kristina Meyer entworfene Konzept FreeStyle Wall unterstreicht diesen Anspruch auf innenarchitektonische wie funktionale Weise. Das offene filigrane Regal bricht Flächen auf und sorgt für eine spürbar höhere Wohnlichkeit. Es besticht durch seine gradlinige Gestaltung und fügt sich harmonisch in das Ballerina-Sortiment ein. Wer möchte, kann die FreeStyle Wall, die im übrigen über eine hohe Maßvariabilität verfügt, auch mit integrierter Beleuchtung haben. Das Y – Zeit für eine neue Perspektive Ob Single-Room-Appartement, Loft oder offene Wohnraumlösung, „Y-Line“ fügt sich harmonisch in jeden Raum. Der von allen Seiten optimal zugängliche, solide Ypsilonkubus präsentiert sich in Verbindung mit dem ebenfalls exklusiv für Ballerina entwickelten TakeAway-System mit einzigartigem, multifunktionalem Design. Die gläsernen Seitenwände der Metallrahmen- oder Holzboxen des Take-Away-Systems garantieren nicht nur einen freien Blick aufs Innenleben, sondern lassen sich mit wenigen Handgriffen ganz einfach zu Tisch und Theke transportieren. Bis ins Detail Gesunde Ernährung liegt voll im Trend. Dazu gehört das Müsli bei vielen Menschen täglich auf den Tisch. Grund genug für das Kreativteam von Ballerina, den Cerealienspender aus Edelstahl zu entwickeln, der das einfache und krümelfreie Dosieren von Müsli und trockenen Lebensmitteln wie z.B. Haferflocken, Cornflakes, Nüsse, Getreide, ermöglicht. Durch den fest schließenden Aromaschutz-Deckel bleibt der knusprige Inhalt lange knackig www.ballerina.de frisch. küche + architektur | 33


Architektur + Trend | Küchen

ewe bringt neue Oberflächentechnologie mit Mehrwert: ewe nanoo® Mit seiner neuen Oberflächentechnologie ewe nanoo® für supermatte Küchen bietet der österreichische Hersteller ewe Küchen eine Innovation, die die tägliche Pflege der Küche deutlich erleichtert. Ein weiches Tuch genügt, um sämtliche Schmutzspuren zu beseitigen. Ermöglicht wird dies, da auf dieser speziellen Oberfläche Flüssigkeiten nicht haften bleiben und sich diese so völlig problemlos entfernen lassen. ewe nanoo® macht die Küchenoberfläche nicht nur unempfindlich für Flüssigkeiten aller

Art, auch Fette perlen einfach ab. Dies verhindert auch, dass sich Fingerabdrücke festsetzen. Kratzer, die – wie bei herkömmlichen Oberflächen – oftmals leicht durch das alltägliche Arbeiten in der Küche entstehen können, sind ab sofort tabu. Selbst UV-Licht und Chemikalien beeinträchtigen die Speziallackierung, die der Nanotechnologie nachgeahmt ist, nicht. Erhältlich ist ewe nanoo® in der Architektenfarben beige, onyxschwarz, www.ewe.at steinweiß und basaltgrau.

Kuhlmann: Differenzierung durch Vielfalt „Eine hohe Fertigungstiefe und ein Typenspektrum, das überzeugende Eigenentwicklungen beinhaltet, zeichnet den mittelständischen Küchenmöbelhersteller RWK & Kuhlmann Küchen GmbH aus“, fasst Christian Reupke, Vertriebsleiter des Unternehmens, zusammen. Neben Eigenentwicklungen wie die multifunktionalen Stauraumwunder Multi-Corner, Multi-Level und 11°-Schränke etc. wartet das Unternehmen mit einer hohen Flexibilität auf. Während alle Küchenprogramme auf dem gleichen Höhenraster gefertigt werden, „… ist jede Schrankbreite auf Wunsch lieferbar“, ein Angebot, das das gesamte Sortiment beinhaltet, inklusive der Landhausprogramme. Selbst wer hinsichtlich der Frontgestaltung das Besondere sucht, wird fündig: So offeriert RWK jede gewünschte RAL- und NCS- Farbe in „Microlack matt“ sowie „Hochglanz lackiert“. Ob monochrom in Frontfarbe oder akzentuiert sorgen pulverbeschichtete Griffe für die gewünschte Optik. Zu den Bestsellern des Herstellers aus Löhne zählen die Küchen mit aufgesetzter Griffleiste des Modells „798 “ realisierbar in Breitenschritten von 150 bis 1200 mm und in sämtlichen Zwischenmaßen. Die Bestätigungsunterlagen von Angebot und Auftrag inkl. Grafik sind bei RWK selbstverständlich. „Selbst Direktanlieferungen zur Baustelle stellen, nach Absprache selbstverständlich, für uns kein Problem dar“, betont Christian Reupke. Das gilt natürlich auch für die Montageunterstützung vor Ort. www.kuhlmannkueche.de 34 | k + a


Küchen | Architektur + Trend

Neue Alno: Tailor made „Mit dem neu vorgestellten „Tailor“-Konzept bietet die Neue Alno GmbH extreme Vielfalt“, betont Berthold Müller, Leiter Produktentwicklung & Marketing & Qualität, des Herstellers. Aus über 350 Frontvariationen kann der höchste Designanspruch individuell umgesetzt werden. Diese Variationsbreite ergibt sich unter anderem durch die sechs unterschiedlichen Kantenausführungen, wie z. B. „Plain“, „Floor“, „Fortyfife“, „Framet“, „Art Pro“ und „Shaker“.

Doch die Qualität der Küche beginnt bereits hinter der Tür! Das besondere Augenmerk liegt hier in dem 19mm starken „Prestige“-Korpus mit verleimter 8mm Rückwand und wandtiefen Ober- und Unterböden. Und, was dessen Innendekor anbelangt, können die Kunden des Herstellers unter 18 verschiedenen www.alno.de Innendekorfarben wählen.

Leicht: Werte versprechen und Werte erhalten „Um unsere Handelspartner zu unterstützen, liegt bei uns ein Hauptaugenmerk auf Corporate Communication. Schon seit Jahrzehnten arbeiten wir daran die Marke Leicht, mit einer Vielzahl von Werbemaßnahmen, stringenter Öffentlichkeitsarbeit und der Kennzeichnung unserer Produkte, ganzheitlich zu kommunizieren“, betont Stefan Waldenmaier, Vorstand des Markenküchenherstellers. Und er stellt fest: „Unser Invest zahlt sich aus: Die Endkunden kennen und schätzen Leicht für die zeitlose Ästhetik, die hochwertige und vielfältige Materialität und die um-

fänglichen, individuellen Planungsmöglichkeiten. Diese Werteversprechen erhöhen die Nachfrage und haben einen positiven Pull-Effekt auf die Frequenz im Küchenfachgeschäft. Vor Ort trifft der Kunde dann auf eine ansprechende Produkt-Präsentation, die den Erwartungen entsprechend überzeugt. Wir differenzieren uns also eindeutig, indem wir – von der ersten Idee bis hin zur fertigen Planung – die Markenidentität nicht aus den Augen verlieren und mit einer entsprechenden Vertikalität durch alle Bereiwww.leicht.com che hinweg auftreten und handeln.“

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Architektur + Trend | Küchen

Nolte Küchen: Strukturell und konzeptionell auf Kurs Nolte Küchen wurde von den Endverbrauchern zum dritten Mal in Folge zu Deutschlands beliebtester Küchenmarke ausgezeichnet. Das belegt die im Zwei-Jahres-Turnus vom Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag von n-tv durchgeführte Marktanalyse. Nolte Küchen-Geschäftsführer Eckhard Wefing ist stolz auf dieses positive Image und bilanziert: „Einer der ausschlaggebenden Faktoren, warum sich Nolte Küchen in der Umfrage immer wieder gegen Mitbewerber durchsetzen konnte, ist neben Qualität und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch die große Produktauswahl. Sie hilft unseren Handelspartnern dabei, sich spitz zu positionieren und auf der Fläche genau die Küchen zu platzieren, die ihre Klientel ansprechen.“ Der Produktkatalog des Unternehmens zeigt sich konzeptionell klar strukturiert, was sich auch im Beratungsgespräch für Verkäufer als auch für den Kaufinteressenten als nutzbringend erweist. So finden Kunden mit Hilfe des Mattlackkonzepts über die Lieblingsfarbe oder den gewünschten Stil leicht Zugang zum Sortiment. „Unser Mattlackkonzept bietet für jeden das Richtige. Es verfügt aktuell über 19 Farben, die untereinander perfekt harmonieren und durch fünf Frontenprogramme in jeder Stilrichtung einsetzbar sind.“ Die Neue Klassik steht konzeptionell für das Thema Wohnen. Es umfasst eine in sich abgeschlossene Stilwelt mit eigenen Gestaltungselementen rund um das Frontenprogramm „Torino Lack“. Auch dieses Programm ist Bestandteil des Mattlackkonzepts und damit vielseitig kombinierbar, und so auch über die „Neue Klassik“ hinaus individuell und zeitgemäß planbar.

„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, den wohnlichen Look in den Vordergrund zu stellen und Materialtrends auch in den unteren Preisgruppen zugänglich zu machen. Gewährleistet wird dieser Anspruch durch die Gegenüberstellung von Fronten in Originalmaterialien und realitätsnahen Dekoren. So haben Kunden stets die Wahl. Handelspartner sind bei der Beratung deutlich flexibler und können attraktive Trendküchen in verschiedenen Preisklassen planen.“ Auch das einzigartige, dreidimensionale Raster Matrix 150, das auf leicht zu überschauenden Schritten von 150 mm basiert, steht für Differenzierung. Es steht nicht nur für Ergonomie und gut organisierten Stauraum, sondern auch für besondere Flexibilität bei der Planung. Durch Matrix 150 lassen sich Elemente individuell kombinieren, so dass der persönliche Geschmack und der individuelle Bedarf des jeweiligen Kunden realisiert werden kann; und das ohne dabei die Harmonie der Linienführung zu unterbrechen. Ergänzend dazu bietet Nolte Küchen im Rahmen seiner umfangreichen Optionen für die Innenorganisation von Schubkästen und Auszügen auch vorkonfigurierte Sets. Je nach Klientel und Kundenwunsch lässt sich so der Planungsaufwand straffen. Ein komplexes Sortiment erfordert nicht nur Struktur, sondern auch Wissen. Neben einem umfangreichen Schulungsangebot hält Nolte Küchen für seine Handelspartner ausführliches Prospektmaterial zu den unterschiedlichsten Themen bereit. Auch für Endkunden gibt es Broschüren, die den Einstieg in das Sortiment erleichtern und mit Checklisten den Küchenkauf unterstützen. www.nolte-kuechen.de 

Torino Lack Schwarz / Legno Eiche Champagner

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Küchen | Architektur + Trend

Rational: Mit Eigenentwicklungen zu mehr Individualität Der Küchenmöbelhersteller Rational unterstützt mit flexiblen Eigenentwicklungen den Trend zur Individualisierung und bietet damit einen hohen Grad an Differenzierungspotenzial. Nach der Entwicklung des hochflexiblen Innenausstattungssystems passe|par|tout, der Designküche floo, die in Zusammenarbeit mit dem internationalen Designer Karim Rashid entwickelt wurde, ist der filigrane Rahmen cascade nun ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des innovativen Herstellers. Wie zahlreiche Rational-Eigenentwicklungen wurde auch das mini­ malistische Designkonzept floo gleich mehrfach prämiert und kann sich mit Auszeichnungen wie Best of the year 2016 – Interior Design, German Design Award Special 2017, dem ICONIC Award 2017 und sogar mit dem European Product Design Award schmücken. floo kombiniert das Optimum aus zwei Welten: die große Kreativität des Designers Karim Rashid und die Affinität von Rational für sowohl funktionale als auch ästhetische Küchenlösungen. Charakteristisch sind die elegant geformten Fronten, die gleichzeitig als Griff fungieren. In Zeiten komplexer digitaler Systeme wirken geradlinige Formen und reduziertes Design beruhigend und entspannend. Die Antwort darauf bietet Rational mit der Entwicklung des Designrahmens cascade, der prompt mit dem Iconic Innovative Interior Award 2019 ausgezeichnet wurde. Der filigrane Rahmen cascade verleiht Unter-, Ober-, oder Hochschränken den Charakter eines gestaltenden Elements innerhalb einer ganzheitlichen Inszenierung. Apropos passe|par|tout: Die Rational exklusive Eigenentwicklung eines multifunktionalen Ordnungssystems für Hochschränke, Schubkästen, Auszüge und Nischen/Wände stößt bei den Konsumenten auf hohe Resonanz. Dazu trägt natürlich auch der Einsatz hochwertiger Materialien bei: Echtholz, wie geölter Nussbaum, silbrig schimmerndes eloxiertes Aluminium sowie strapazier­fähige Kunststoff- und Textilelemente in verschiedenen Trendfarben. Die luftdurchlässigen Textiltaschen bestehen aus einem neuen Trend­material, bekannt aus dem Outdoor-Bereich, welches hygienisch, lebensmitteltauglich, sehr strapazierfähig und abwaschbar ist. In Schubkästen und Auszügen sorgen Holzeinsätze aus Nussbaum wie Besteckeinteilungen, Schneidbrett oder ein Messer­ block für praktischen Zugriff. In Kombination mit den Ablage-

schalen oder den Textiltaschen kann kleineres und größeres Staugut auf verschiedenen Ebenen abgelegt werden. Heutzutage sind Hochschränke als Stauraumwunder unverzichtbar. Statt uniformer Zwischenböden setzen innovative Einlege­ böden ganz neue Akzente: z.B. als eleganter Glasboden gerahmt in Nussbaum oder als multifunktionaler Holz-Einlegeboden mit Ausschnitt. In die Ausschnitte werden praktische Funktionselemente, wie Ablageschalen, Holz-Boxen/-Einsätze oder Textil­ taschen einfach eingehängt. Abgerundet wird das vielseitig ­einsetzbare Ordnungssystem mit Weinflaschenablagen und Glashalterungen. Die vielseitig kombinierbaren und auch nachrüst­ baren Funktions­elemente überzeugen durch hohe Flexibilität und www.rational.de ansprechendes Design. 

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Architektur + Trend | Küchen

Schüller: Nordisch, authentisch, pur – Rentiere in der Küche Rentiere versinnbildlichen ruhige, sanfte Wärme in nordisch rauer Umgebung – Eigenschaften die das Kreativ-Team von next125 dazu bewog, diese Tiere als lebende Protagonisten für das neue Kampagnenmotiv zu nominieren. Ihren ersten Auftritt hatten die anmutigen Vierbeiner in der eleganten Küche eines puristischen, umgebauten Industrielofts in Venlo. Ab April 2020 schaltet next125 ein neues Motiv ihrer beliebten Anzeigenkampagne in Food- und Living-Titeln und präsentiert damit das klar definierte Profil der Premiummarke. „Ob Küche, Location oder Wahl der Nutztiere – unsere tierische Kampagne setzt bei jedem der Elemente, die das Bild ausmachen, auf puristische Ästhetik und natürliche Eleganz“, Markus Schüller, Geschäftsführer der Schüller Möbelwerk KG, zielt bei der Dramaturgie der Kampagne auf die bildliche Umsetzung des next125 Claims „Authentic Kitchen“. Das neue Kampagnenmotiv Die in natürlichen Grautönen gehaltene Farbgebung ergibt ein elegant-ruhiges Motiv, geprägt von sinnlichen Kontrasten. So fügt sie sich harmonisch in die Location ein: Ein ehemaliges Industriegebäude in den Niederlanden, in dem sich ein kreatives 38 | küche + architektur

Paar ein ebenerdiges, offenes Freiraum-Konzept als Wohnraum geschaffen hat. Der ungewöhnliche Bungalow ist die perfekte Kulisse für die nordische Komposition des neuen Motivs und setzt die prägnante Bildsprache der Kampagne fort. Würdiger Repräsentant der Marke next125 In der zum Loft umgebauten, ehemaligen Möbelschreinerei steht vor rohen Wänden und viel markantem Beton die, wie magisch schwebende, unifarbene Kücheninsel NX 510 in Saharabeige samtmatt. Ihre filigrane Leichtigkeit gewinnt sie dank des optisch zurückgenommenen, onyxschwarzen Sockelgestells auf schlanken Füßen. Sie wirkt minimalistisch-kubisch und zeigt ihre Wirkung in der loftig-lässigen Küchenarchitektur als kommunikativer Solitär. Eine Besonderheit bildet der doppelte Einschubtürenschrank im Hintergrund. Er versteckt nicht nur bei Bedarf einen Teil der Küche, sondern ist auch architektonisches Gestaltungselement. Die Einschubtüren, dieses multifunktionalen Möbelstücks, lassen sich auf Antippen öffnen, um dann seitlich im Korpus zu verschwinden. Hier zeigt sich der Anspruch der Marke next125 an Präzision, Eleganz, Kreativität und Funktionalität.  www.schueller.de · www.next125.de


technik + komfort

Smart, smarter, Samsung Spannende Smart Home Geräte für die eigenen vier Wände Die Erfolgsgeschichte der Samsung Hausgeräte geht weiter: Kontinuierlich erweitert der ­Hausgeräte und bietet dem Küchen- und Möbelfachhandel ein Maximum an Flexibilität im Hinblick auf die Erfüllung individueller Kundenwünsche.

M

it der Smart-Things App und dem Smart-Things Hub bietet Samsung ein intelligentes Ökosystem – weg von der Insellösung, hin zum vernetzten Wohnen. So definiert der Family Hub Side-by-Side Kühlschrank die Rolle des Kühlschranks vollkommen neu. Denn die smarten Geräte der Family HubTM-Serie kühlen nicht nur Lebensmittel, sondern organisieren über den WiFi-fähigen 21.5“ Full HD LCDTouchscreen, der als digitales White Board dient, das Leben in vielerlei Hinsicht. Sie können die Familie verbinden, Lieblingsmusik spielen, Fotos zeigen und teilen, Rezeptideen aus den vorhandenen Lebensmitteln generieren und obendrein noch dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel verderben. Der Einbaubackofen Dual Cook FlexTM basiert auf der raffinierten und innovativen Kombination von zwei Türen, zwei Heißluftsystemen mit 2 x 1.200 Watt, zwei Ventilatoren und einem Garraumteiler. Durch die teilbare Tür können unterschiedliche Speisen gleichzeitig zubereitet werden, und das sogar mit unterschiedlichen Betriebsarten, Temperaturen und Garzeiten. Diese lassen sich bequem per App einstellen und überwachen. So erfolgt beispielsweise eine automatische Benachrichtigung auf dem mobilen Endgerät zum Ende des Aufheiz- oder Backvorgangs. Das innovative Virtual Flame Kochfeld ist nicht minder smart und bietet eine perfekte Kombination aus Induktion und Gas:

Die Virtual FlameTM-Technologie sorgt für ein intuitives Koch­ erlebnis und sichtbar mehr Sicherheit: Virtuelle LED-Flammen, die je nach eingestellter Leistungsstufe ihre Farbe und Intensi­tät verändern, werden an den Pfannen- oder Topfrand projiziert. Die FlexZone/Anydish erkennt zudem automatisch Größe und Position des Topfes und kann dadurch flexibel genutzt werden. Mit der Hob to Hood Funktion der Bluetooth Haube lässt sich effizient Zeit und Aufwand bei der Steuerung von Haube und Kochfeld sparen: Die Dunstabzugshaube kann über die Bedien­elemente des Kochfelds gesteuert werden. www.samsung.com/de

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Fotos: Samsung

­Elektronik-Konzern sein Einbau-Portfolio um Produkte aus dem Bereich der vernetzten


technik + komfort | Geräte

Unter Strom Elektrogerätehersteller setzen auf Exklusivität​

Von exklusiven Partnerprogrammen über einzigartiges, markantes Design über neuartige Technologien bis hin zu Produkten, die als Problemlöser in der Küche fungieren, die Hersteller von Koch-, Lüftungs-, Kühlund Geschirrspülgeräten überzeugen mit ihren Konzepten. Die Anstrengungen gelten einerseits der Entwicklung kundenzentrierter Technologien, andererseits der Beratung und Schulung des Fachhandels sowie der Bereitstellung verkaufsfördernder Materialien, ob virtuell oder manifest.

Das patentierte berbel Prinzip: Fettabscheidung mit

Berbel bietet Schulungen in Rheine und Laichingen,

­Zentrifugalkraft, ohne Fettfilter und das im Ergebnis hoch effizient.

wie auch vor Ort beim Kunden mit dem Akademie Truck.

Berbel: Für die Küche als integraler Teil der Innenarchitektur „Wir haben uns in der Küchenbranche mit unserem Das ist ein anhaltender Trend. Er wird dann zum Mitpatentierten berbel Prinzip einen Namen gemacht. telpunkt des sozialen Miteinanders, wenn er von MenFettabscheidung mit Zentrifugalkraft, ohne Fettfilter schen ausgefüllt und gelebt wird. (...) und das im Ergebnis hoch effizient“, fasst Annette Berbel Partner haben zusätzlich zum Außendienst Frommeyer, Leitung Marketing und Kommunikation Zugriff auf den zentralen Innendienst, der sie aktiv im bei Berbel Abluftechnik, zusammen. „Wir punkten Verkauf unterstützt. Man legt dabei großen Wert auf mit einer dauerhaft gleichbleibend hohen Leistung, das nötige Wissen der Partner rund um die Küchendie auch noch nach Jahren wie am ersten Tag funklüftung und das Berbel Produktsortiment. Deshalb tioniert, da keine störenden Fettfilter den Luftstrom schulen wir in der Akademie in Rheine mit Werksfühblockieren. Fertigung am Standort Rheine/Westfalen Annette From­ rung und in Laichingen im Süden in einem eigenen mit hochwertigen Materialien, eine eigene Forschung, meyer, Leitung Schulungsraum oder aber auch vor Ort beim Kunden umfangreiche Qualitätskontrollen und kreatives De- Marketing und mit unserem Akademie Truck. Eine gute und kompesign ergänzen unseren firmeneigenen Anspruch Kommunikation tente Beratung wird vom Endkunden honoriert und ist „Made in Germany“. Dies honorieren unsere Kunden, Berbel Abluftechnik deshalb für unsere Partner Chance und Verpflichtung für diese Werte und herausragende Gestaltungsquain einem. In unserer eigenen Akademie lernen sie in lität werden wir prämiert und das differenziert uns vom Markt. zweitägigen Schulungen alles, was sie zum erfolgreichen Verkauf www.berbel.de (...) Wir sehen die Küche als integralen Teil der Innenarchitektur. unserer Produkte brauchen.“  40 | küche + architektur


Küchen | Architektur + Trend

Neff: Interaktion über alle Kanäle Neben der aufmerksamkeitsstarken Genussküche und der unmittelbaren Interaktion mit den Geräten am PoS, die den Kunden die besonderen Eigenschaften der Neff Geräte wie z.B. Slide&Hide® oder TwistPad® entdecken und erleben lässt und dadurch neue Anknüpfungspunkte für ein Kundengespräch schafft, setzt der Hersteller auf digitale Premium-Services. Über das Kundenmagazin „The Ingredient“ und den Instagram- oder Facebook-Kanal von Neff bekommen sie Zugang zu exklusiven Rezepten – unter anderem inspiriert vom Foodblogger-Duo EpiFood, die seit 2018 Neff-Markenbotschafter sind. Im Online-Shop „Selected by Neff“ sind handverlesene Accessoires rund um die Themen Kochen, Tischkultur und Dekoration zu finden. Das Händlerportal Tradeplace.com bündelt sämtliche Services rund um die Themen Bestellung und Vermarktung der Produkte. Rund um die Uhr können Händler hier Informationen abrufen, Bestellungen aufgeben oder Marketinginhalte herunterladen. In nur wenigen Schritten können ein Flyer gestaltet, Produkte für eine Aktion zusammengestellt oder Facebook-Anzeigen generiert www.neff-home.com/de werden, um den Verkaufserfolg zu erhöhen. 

Bosch: Künstliche Intelligenz Differenzierung bietet Bosch im Produktportfolio nicht nur mit preisgekröntem, nutzerfreundlichem Design, Testsiegern der Stiftung Warentest, wie jüngst Kühlen, Pollenfilter für Dunstabzugshauben, sondern generell mit innovativen Produkten (z.B. Sensorküche – Backofen mit PerfectBake, PerfectRoast, Kochfelder mit PerfectCook und PerfectFry, PerfectAir Luftgütesensor bei Dunstabzugshauben. Dazu gehört auch als prominentes Testimonial Sally. Sie nutzt die Geräte und wirbt dafür auch mit der eigenen Rezepte-App, die mit den HC-Backöfen kompatibel ist. Dem zertifizierten Küchenfachhandel steht die accent line carbon black zur Verfügung, die mit Einbau Features punktet, wie z.B. dem vernetzten Backofen mit Künstlicher Intelligenz, der in Kombination mit Machine Learning auf Basis einer wachsenden Menge anonymisierter Daten zahlreicher Back- und Bratenvor-

gänge lernt. Zum Frühjahr 2020 will Bosch alle Serie 8 Backöfen des accent line Programms, die über Home Connect sowie PerfectBake oder PerfectRoast verfügen, zusätzlich mit der künstlichen Intelligenz ausstatten. Für Geschäftsführer Harald Friedrich sind die neuen Geräte ein erster Schritt in eine neue Ära kundenzentrierter Technologien: „Wir bei Bosch wollen die wahren Bedürfnisse der Menschen erkennen und erfüllen. Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz kann für den Haushalt von großem Nutzen sein. Mit der Ergänzung unserer erfolgreichen Sensortechnologie durch Künstliche Intelligenz haben wir einen ersten Meilenstein gesetzt. Wir treiben diese Entwicklung und die vielfältigen Chancen, die sich für unsere Konsumenten mit künstlicher Intelligenz in Hausgeräten eröffnen, jetzt stratewww.bosch-home.com gisch voran.“ 

Harald Friedrich, BoschGeschäftsführer k + a | 41


technik + komfort | Geräte Christian Unger, Vertriebsleiter Küchen- und Möbel­ handel DE/AT bei der Bauknecht Hausgeräte GmbH

Wie wichtig der Aspekt der Beratung ist, … … zeigt die von Bauknecht beauftragte Studie “Path to Purchase”*: Zwar wird das Internet bei der Suche nach Informationen und bei der Entscheidungsfindung immer wichtiger (55 % Online versus 45 % Offline), aber der tatsächliche Kauf passiert zu 78 % immer noch im stationären Handel. Das heißt: Der Fachhandel bleibt beim Informations- und Kaufprozess weiter­hin relevant. Als ausschlaggebenden Grund hierfür sieht die Studie die kompetente Beratung durch geschulte und fachlich versierte Fachverkäufer.

Bauknecht: Kompetenz und Schulung „Wir wollen die Marke sein, mit der der Fachhandel Geld verdient – durch ein auf die Konsumenten zugeschnittenes Gerätesortiment, eine strukturierte Preispolitik sowie unsere einzigartigen Serviceleistungen. Wir als starker Partner unterstützen den Fachhandel dabei, sich mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket im Markt noch weiter zu etablieren. Dies gelingt uns insbesondere durch unser exklusives Fachhandelsprogramm „Passion”. (...)Bauknecht setzt zudem auf ein speziell auf die Bedürfnisse des Fachhandels zugeschnittenes Schulungskonzept, um Fachhändler und deren Mitarbeiter kompetenzorientiert zu fördern und stets auf dem Laufenden zu halten. Dies gibt den Händlern Sicherheit in der Beratung ihrer Kunden”, so Christian Unger, Vertriebsleiter Küchen- und Möbelhandel DE/AT bei der Bauknecht Hausgeräte GmbH. Kernaspekte, die der Differenzierung des Fachhandels dienen sieht man bei Bauknecht neben dem Fachhandelskonzept „Passion“ in der Arbeit an verlässlicher Qualität, von der Optimierung des Qualitätsmanagementsystems über die konstante Auswer-



*Kantar Studie „Path to Purchase Study“, August 2019

tung der Kommentare und Kundenbewertungen auf den wichtigsten Kundenbewertungsportalen und die direkte Implementierung der Ergebnisse in den Entwicklungs- und Produktionsprozess bis zum markenübergreifenden fünf Jahre Ersatzteilservice gratis. Das Netzwerk der eigenen Servicetechniker wird weiter ausgebaut mit dem Ziel, bis Ende 2020 ein hybrides Netzwerk mit ca. 150 Spezialisten zu installieren. Dazu gehört ein kontinuierlicher Informationsservice zu offenen Fällen per Email an Händler/Endverbraucher. Neueste Technologie und Synergien für optimale Verfügbarkeit von der Vereinheitlichung der Sortimente in den DACH-Ländern werden eingesetzt, um Lagerbestände und Warennachversorgung zu optimieren, bis zum konstanten Abgleich der Liefersituation für das Kommissionsgeschäft. Kompetenzsicherung und optimierte Lernangebote durch maßgeschneiderte Schulungskonzepte für Neu- und Aufbaukunden vor Ort beim Händler, in Stuttgart oder im Ausstellungszentrum in OWL, kombinierten Koch-/Schulungsveranstaltungen und Integration der www.bauknecht.de neuen E-Learningplattform “EXPERTwissen”. 

Hannes Kolb, Geschäftsführer der Küppersbusch Hausgeräte GmbH

Küppersbusch: Exklusiv „Küppersbusch unterstützt ausgewählte Fachhandelspartner unter anderem mit der Exklusiv+ Serie, um sich zu differenzieren“, so Hannes Kolb, Geschäftsführer Küppersbusch Hausgeräte, zu der Serie, die zur Küchenmeile 2019 ausgewählten Händlern erstmals vorgestellt wurde. „Die Exklusiv+ Serie ist nicht für jeden Händler erhältlich. Die Händler werden von unserem Vertrieb ausgewählt. Die Serie bie42 | küche + architektur

tet dem Handel eine extreme Preis- und Margenstabilität. Neben dem sehr schönen Design (pures Schwarz mit dezenten Griffen in Black Chrome) zeichnet sie sich auch durch ihre intuitive Menüführung und die Kombinierbarkeit der Geräte sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Anordnung aus. Darüber hinaus ist die Ausstattung der Geräte außergewöhnlich umfangreich und www.kueppersbusch-home.com hochwertig.“ 


Geräte | technik + komfort

Viento kommt als Kochfeldabsaugung als ein in sich geschlossenes System ganz ohne Kanalführung im Schrank aus. Der Schwaden wird mittig angesaugt, durch die Fett- und Aktivkohlefilter in der entnehmbaren Filterkassette gereinigt und seitlich über die herausfahrbaren Luftflügel in den Raum zurückgeführt.

Gutmann: Problemlösung großgeschrieben Geringe Einbauhöhe und dadurch wenig Platzverlust im Schrank oder ein filigraner Deckenaufbau differenziert die Dunstabzüge des Lüftungsspezialisten Gutmann. Ähnliches gilt für die Kochfeldabsaugungen, die darüberhinaus bestehende Probleme in dieser Kategorie lösen. Das Modell Fonda z. B. erlaubt mit einer Einbauhöhe von 80mm, dass darunter die obere Schublade eingeplant werden kann, für schnellen Zugriff auf das Kochzubehör. In 90cm Breite bringt die Fonda zudem eine großzügige Kochfeldtiefe von 58cm. Die gesamte Filtertechnik ist komfortabel von

oben zu entnehmen. Mit dem Modell Nivel stehen fünf Kochzonen zur Verfügung. Hier löst die patentierte Technikschublade das Thema Reinigung der gesamten Filtertechnik. Besonderer Wert wird auf die Unterstützung des Fachhandels in Planungsfragen gelegt. Dazu gehören sehr individuelle, auf den Kunden abgestimmte Produktlösungen, seien es ein starkes Sondergebläse, eine Sonderlösung für die Anordnung der Beleuchtung eines Dunstabzuges oder eine Lackierung in RAL-Farbe, die dank der www.gutmann-exklusiv.eu Manufaktur gefertigt werden.  ANZEIGE

Trend erspürt.

Produkt entwickelt.

Innovationen gestalten wir am liebsten selbst. Dazu setzen wir auf unser kreatives Entwicklungsteam. Die vielfach ausgezeichneten Küchenzubehörlösungen sprechen für sich.

Küchenzubehör

naber.com

Produkt: E-Jal Col® 150 Außenjalousie küche + architektur | 43


technik + komfort | Geräte

Bernhard Hörsch, Leiter Vertrieb, Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland

Miele: Erlebnisorientierte Inszenierung Miele unterstützt seine Fachhandelspartner „... bei den Produkten natürlich ganz klar mit der Einbaugeräte-Generation 7000: Mit FoodView und TasteControl haben wir einzigartige Features bei den Backöfen; einzigartig sind auch die Miele-Geschirrspüler mit PowerDisk und Autostart. Nicht zu vergessen der Dialoggarer, zu dem es kein vergleichbares Kochgerät gibt. Und in wenigen Wochen kommen unsere neuen TempControl-Kochfelder mit CookAssist-Unterstützung auf den Markt. Das sind längst nicht alle Beispiele, aber

sie zeigen, dass es an Differenzierungspotenzial nicht mangelt. Stichworte Service und Verkaufsunterstützung: Mit dem neuen Display-Konzept 2.0 setzt Miele auf ein ganzheitliches Markenerlebnis. Interaktive Displays stellen Gerätefeatures, aber auch Dienstleistungen heraus. Die Produkte werden auf einmalige Weise sehr erlebnisorientiert inszeniert. Für die Displays hat Miele eigene Expertenteams, die gerne vor Ort beraten. Erster Ansprechpartner hierfür ist aber der zuständige Vertriebsbeauftragte.“ www.miele.de

Oranier: Zuverlässigkeit und Flexibilität „Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, das versetzt uns in die Lage, flexibel und kundennah agieren zu können. Nehmen wir beispielsweise unsere Serviceabteilung. Hier arbeiten elf festangestellte Oranier-Mitarbeiter und kümmern sich persönlich und engagiert um die Belange unserer Kunden. Bei uns gibt es kein anonymes Call-Center mit Personen, die uns nicht einmal kennen. Mit der eigenen Belegschaft im Servicebereich schaffen wir auf kurzem Wege schnelle Entscheidungen und individuelle Lösungen. Dies ist für unsere Handelspartner ein großer Vorteil, da sie immer wissen, mit wem sie sprechen und entsprechend individuell betreut werden. Sehr wichtig ist für uns, dass unsere Kunden sich auch im Vertrieb durch langjährige Ansprechpartner immer persönlich betreut fühlen.

Nikolaus Fleischhacker, geschäftsführender Gesellschafter Oranier Küchentechnik 44 | küche + architektur

Unser 3.500 qm großes Ersatzteillager, in dem wir über einen überdurchschnittlich langen Zeitraum Ersatzteile zur Verfügung halten, ist ein weiterer Pluspunkt. Damit gewährleisten wir nicht nur eine besonders schnelle Versorgung, wenn einmal ein Teil notwendig ist, sondern auch eine lange Verfügbarkeit. Das schafft Vertrauen in die Zuverlässigkeit. Ein weiterer Vorteil für unsere Kunden, der sich aus unserer Unternehmensgröße ergibt, ist unsere Innovationskraft. Wir können flexibel unser Sortiment auf die Anforderungen des Marktes anpassen und auch mutig Revolutionen wagen, so zum Beispiel mit einem Kochfeldabzug, bei dem die Dünste auf voller Breite hinter der Kochzone abgesaugt werden, oder mit be-cook als automatiwww.oranier.de sches Kochsystem mit Geling-Garantie.“


Geräte | technik + komfort

Alexander ANZEIGE

Aust, Smeg Vertriebsleiter

Smeg: Gute Beratung ist das A und O „Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Produkten, die handwerklich gut gemacht sind und deren Stil kurzlebige Moden überdauert. Küchengeräte von Smeg sind ein echtes Bekenntnis zu einem unkonventionellen und sehr individuellen Stil. Die Smeg Küchengeräte sind der perfekte ergänzende Baustein für ausdrucksstarke Küchen mit ausgeprägtem persönlichem Ausdruck und für jeden Küchenhändler die Möglichkeit sich zu differenzieren“, so Smeg Vertriebsleiter Alexander Aust. Damit der Fachhandel gut beraten kann, wird das Schulungsangebot für Stand- und Einbaugeräte noch breiter aufgestellt. Neu hinzu kommen Trainings im Smeg Flagshipstore Berlin, außerdem finden auch 2020 Trainings in den Smeg Küchenstudios München und Hamburg sowie auf Gut Böckel in Ostwestfalen statt. Denn Alexander Aust weiß: „Kunden spüren genau, ob ein Händler von einem Produkt überzeugt ist oder nicht. Daher legen wir besonderen Wert darauf, nicht nur die technischen Raffinessen unserer Produkte zu zeigen. Neben der Gerätekompetenz geben wir unseren Händlern auch unsere Philosophie und Leidenschaft für die anspruchsvolle Hobbyküche weiter.“ Anmeldemöglichkeiten für die stark nachgefragten Termine finden sich unter: https://accademiasmeg.de

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Monolithische Ausführung komplett auf Gehrung HorizontaleundvertikaleGriffleisten Ausführung in BlendStone®-Naturstein Ausführung in HybridStone®-Keramik Grama Blend GmbH – Germany www.monostonekitchen.com

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Technik + komfort

Smart Living im Real Life Samsung macht Connected Living erlebbar

Wir sind zum ersten Mal bei der deutschen Repräsentanz von Samsung in Bad Schwalbach zu Gast. Hier bietet man uns die Möglichkeit, das neueröffnete „Experience-Center“ des koreanischen Unternehmens zu erleben. Dabei handelt es sich um einen kompletten Connected Living Showroom, der zusammen mit dem Mobiliar des Design-Möbel-Herstellers Vitra eine Melange aus vernetztem Wohnen und Design bildet. Die aufwändig gestaltete Fläche im Erdgeschoss der deutschen Unternehmenszentrale zeigt mithilfe intelligenter Produkte rund um das SmartThings-Ecoystem von Samsung, welche Möglichkeiten ein vernetztes Zuhause oder auch ein smartes Büro bieten können.

„W

ir haben uns ganz besonders über das starke Interesse von Seiten des Küchen- und Möbelhandels an unserem neuen Showroom gefreut“, strahlt Diana Diefenbach und führt uns in die realitätsnah und wohnlich gestaltete Räumlichkeit, der auch ein Office-Bereich angegliedert ist. Das Büro verfügt nicht nur über einen langen Besprechungstisch, sondern auch über einen wandhängenden Flatscreen, der zu Präsentationszwecken genutzt werden kann. Steuerbar ist dieser ebenso wie die elektrischen Jalousien zum Abdunkeln des Raums, oder die Soundbar zum Musikhören in der Kaffeepause usw. über die SmartThings-App via Handy, Tablet, Smart TV oder Spracheingabe. Diese smarten Helfer kommen natürlich auch in den anderen Rauminszenierungen zum Einsatz. Der Wohnraum im Scandinavian Design lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Lichtfarbe oder -temperatur der atmosphärischen Beleuchtung lassen sich ganz der persönlichen Stimmung entsprechend einstellen. Ein Kühlschrank für alle Fälle Das gilt natürlich auch für den Küchenraum, dessen Herzstück, neben dem innovativen Multifunktionsbackofen Dual Cook Flex™, der Family Hub bildet. Diana Diefenbach und Florian Dilger führen uns weitere Vorteile des Hubs vor: Der smarte Kühlschrank zeigt nicht nur via integriertem OLED-TV an, mit welchen Lebensmitteln der Kühlschrank bestückt ist, sondern ermöglicht mit der „Ring“-Funktion den Blick vor die Haustür, um zu sehen, wer sich gerade vor dem Haus befindet. Dank der „Tür öffnen“-Funktion kann die Tür für die Gäste problemlos von der Küche aus geöffnet werden.

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Technik + komfort

Diana Diefenbach, Head of Chanel Marketing Home Appliances, Sara Blasberg, Junior PR Manager B2C Corporate Marketing, und Florian Dilger, Marketing Communi­ ca­tions Manager bei Samsung Electronics

Wasserschäden waren gestern In dem von Samsung gestalten Badezimmer sind nicht nur smarte Geräte wie Waschmaschine und Trockner untergebracht, intelligente Stecker ermöglichen das Ein- und Ausschalten nicht vernetzbarer Kleingeräte, wie man uns anhand eines Lockenstabs präsentiert. Zu den Highlights gehört hier auf alle Fälle der SmartThings Water Leak Sensor. Droht das Bad aufgrund eines Wasserschadens überschwemmt zu werden, wird der Sensor sofort aktiv, korrespondiert mit dem smarten Wasserventil, das die Wasserversorgung umgehend unterbricht. Smart Home ist keine EinbahnstraSSe „Unser System ist bereits mit intelligenten Geräten unterschiedlicher Hersteller kompatibel“, betont Diana Diefenbach. „Wir arbeiten deutschlandweit mit 90 Partnern zusammen, die über 1000 Komponenten mit einbringen.“ Vorausschauend bietet Samsung ein System mit nur einer einzigen Schnittstelle, der SmartThings-App, und ermöglicht so die Kompatibilität mit Geräten aus Bereichen wie Haushalt, TV, Audio sowie mit verschiedenen Smart Home-Systemen und gewährleistet, diese mit nur einer App im Blick zu haben. Dabei bildet der Samsung SmartThings Hub die zentrale Schnittstelle, steuert die Kommunikation der verschiedenen Produkte untereinander und agiert wie das intelligente Gehirn des eigenen Smart Home. Die notwendigen Hardware-Komponenten wie Smart Hub, Sensoren und Steuerungsgeräte können von interessierten Handelspartnern ganz einfach über den Vertrieb in Form unterschiedlicher Starterkits gegliedert in die Bereiche Safety, Energieeffizienz und Komfort geordert werden.

experience Center und Inspirations-Plattform „Mit unserem Connected Living Showroom schaffen wir es, digitale Themen erlebbar zu machen. Im besten Falle ist unser Showroom eine Inspirationsplattform für unsere Partner im Handel, ihre Geschäfte und Verkaufsflächen so zu gestalten, dass vernetzte Lösungen auch für den Endkonsumenten realitätsnah und nachvollziehbar dargestellt werden.“ Darüber hinaus wird der Showroom künftig als Veranstaltungsort und Raum für Austausch und Erlebnis rund um Digitalisierung in der Region Hessen dienen und spannenden Formaten wie RoundtableGespräche und Workshops mit Smart Home-Fachleuten wie Architekten, Innenarchitekten oder Technikexperten zur Verfügung stehen. Preference Marketing unterstützt Vorverkauf Aber auch unabhängig davon stärkt Samsung seine Markenposition. Das Interesse an seinen Produkten wird mit entsprechenden Marketing- und Werbekampagnen unterstrichen. „So haben wir beispielsweise einen Kooperationsvertrag mit dem Burda-Vermarkter BCN und dem ProSiebenSat.1-Vermarkter SevenOne Media geschlossen.“ In einer Kombination aus Advertorials im Fernsehen, in Magazinen und Online-Formaten will das Unternehmen auf sein Produktportfolio rund um die gleichberechtigten Themen Einbaugeräte, Waschen und Kühlen aufmerksam machen. „Bei der Kochshow „The Taste“, Sat1, die im kommenden Jahr stattfinden wird, stellt unser Dual Cook Flex™ einen der Protagonisten dar“, freut sich die Powerfrau Diana Diefenbach, die schon jetzt vom Erfolg dieses Preference Marketings www.samsung.com/de überzeugt ist. 

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Architektur + Trend | Küchen

… und geschlossen

Zuluft in Passivhäusern Compair® Bixo von Naber – Abluft-Mauerkasten passivhaustauglich

Ein Küchenlüftungssystem mit Abluft leitet den Kochdunst aus dem Raum – mitsamt der Feuchtigkeit, die bei einem ­Umluft-System in der Küche verbleibt. Um Abluft-Lösungen auch für Niedrigenergiehäuser mit kontrollierter Wohnraum­ lüftung zu ermöglichen, hat Küchenzubehör-Spezialist Naber eine wärmedämmende Mauerkasten-Technologie entwickelt.

C

ompair® Bixo heißt das System, das vom Passivhaus Institut als passivhaustaugliche Komponente zertifiziert wurde. Beteiligt an der Entwicklung dieser neuartigen Mauerkasten-Technologie war Architektur-Professor Dr. Werner Sobek. Er ist einer der Initiatoren der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Hermetisch dicht und geräuscharm Die hohen Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllt Compair® Bixo durch das innovative „Twister Tec“-Verschlusssystem: Eine verschleißfeste Textilmembran wird nahezu geräuschlos von einem kleinen Elektromotor verdreht. So entstehen drei dämmende Luftkammern und der Mauerkasten wird hermetisch abgedichtet. Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) des auch Blower-Door-zertifizierten Mauerkastens beträgt nur 0,8 W/(m2K).

Hohe Effizienz auch bei geringen Volumenströmen Die integrierte Elektronik des Compair® Bixo registriert den Abluftstrom des Dunstabzugs und öffnet den Durchlass schon bei geringen Volumenströmen vollständig. Das ergibt eine hohe Effizienz auch bei geringen und mittleren Leistungsstufen, unterstützt durch die glatte HighTech-Textilmembran. Für den optimalen Luftausgleich im Raum kommuniziert die in den Abluft-Mauerkasten integrierte Steuereinheit per Funk mit bis zu drei unabhängig vom Compair® Bixo positionierten Zuluftmauerkästen Bixo Balance®. Damit wird eine ausreichende Versorgung mit Zuluft garantiert und die komfortable und effiziente Abluftführung des Kochwrasens auch in Passivhäusern sowie hochwertigen Effizienzhäusern 40 und 40plus ermöglicht. Planungs-Tipps im Web Mit einem Durchmesser von 150 mm sind Abluft- und Zuluft-Mauerkästen kompatibel mit dem Compair® flow Luftkanalsystemen aus Kunststoff und dem Metall-Luftkanalsystem Compair Steel flow®. Da der Mauerkasten keine Kabelverbindung zum Dunstabzug benötigt, sondern lediglich einen 230 V-Anschluss, lässt er sich zudem einfach montieren. Unter compair-flow.com/compair-bixo ist ein Erklärvideo zu allen Compair® Bixo und Bixo Balance®-Systemelementen zu finden. Praxisrelevante Tipps zur Auslegung und Installation von Dunstabzugssystemen hält zudem eine wissenschaftliche Studie dreier unabhängiger Institute bereit. Als Leitfaden formuliert, steht eine Kurzfassung auf der NaberLüftungstechnik-Webseite kostenlos zum Download zur Verfügung: compair-flow.com/ www.naber.com dunstabzug-richtig-und-sicher-planen. 

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Fotos: Naber

Compair® Bixo von Naber: geöffnet …


Spülen und Armaturen | design + komfort

Keine Küche ohne Spüle und Armatur Mehrwert durch Beratung​

Die Einbeziehung des Küchenbereichs in die dem Speisen und Wohnen gewidmeten Räume stellt Spülenund Armaturenhersteller hinsichtlich des Designs ihrer Produkte vor große Herausforderungen. Schließlich soll sich dieses unerlässliche Funktionszentrum harmonisch und stilgerecht in die Gestaltung der Inneneinrichtung integrieren. Material-, Farb- und Designauswahl spielen dabei eine entscheidende Rolle, nicht zu vergessen die Erfüllung aller hygienischen, ergonomischen und ökologischen Ansprüche, die der Umgang mit Wasser und anderen Lebensmitteln erfordert. Für Hersteller und Küchenspezialisten die Chance, sich durch qualifizierte Beratung zu differenzieren.​

System-Spüle Collectis mit integrierter Depot-Schale zum Trennen, Sammeln und Zwischenlagern von Bio-Abfall, besonders effizient in der ­Kombination mit dem Abfallsystem Select: Der Trichterrand, der ergonomische, tragefreundliche Eimergriff, unterschiedliche Eimerlösungen und die Orga-Schublade haben dem Abfallsystem Designpreise eingetragen.

Blanco: Design und Service Hand in Hand Die Erkenntnis, dass 60% der Küchenarbeit in Verbindung mit dem Spülcenter geschehen, steht für Blanco seit vielen Jahren im Fokus seiner Produktentwicklungen. Armatur, Spüle und Abfallsystem werden dabei als als funktionale Einheit betrachtet, bei der alle Komponenten und Tätigkeiten perfekt aufeinander abgestimmt sind, vom Wasserzapfen, Vorbereiten, Reinigen bis hin zum Entsorgen. Angepasst an moderne Gebrauchergewohnheiten ermöglichen die integrierten Produktkonzepte u.a. paralleles Arbeiten, vereinfachte Abläufe z.B. beim Vorbereiten frischer Speisen, Zusatznutzen zum Deponieren von Koch- und Spülutensilien sowie hohen Komfort auch auf kleinem Raum.

Das Ziel ist, durch die hohe Qualität der Premiumprodukte und ihre Langlebigkeit, eine hohe, langfristige Kundenzufriedenheit zu erreichen. Der Service für die Handelspartner besteht in festen Ansprechpartnern im Außen- und Innendienst, Beratung und Hilfe durch den technischen Kundendienst, der ca. 50 Mitarbeiter umfasst, davon rd. 30 externe Techniker. Die hohe Sicherheit bei der Abwicklung der Kommissionen gewährleistet das moderne Logistikzentrum. Und die zehn Jahre Ersatzteil-Garantie, auch nach Auslistung eines Produktes, trägt zusätzlich zum Anspruch als www.blanco.com Premiumhersteller bei.  küche + architektur | 49


Architektur + Trend | Küchen

Kevin Göbel, geschäftsführender Gesellschafter systemceram GmbH & Co. KG, Siershahn

Systemceram: Überzeugend in Material, Produkt und Kundenansprache „Zunächst einmal müsste man sich natürlich fragen: Differenzieren von wem oder was? Vom Online-Handel? Von meinem Mitbewerber vor Ort? Von einem nicht service-orientierten Küchenhändler? Von Billigprodukten? Usw. Die erste, entscheidende Differenzierung bei Produkten von Systemceram geschieht über das Material. Spülen und Arbeitsplatten aus Feinsteinzeug bestehen zu 100 % aus natürlichen Materialien (Ton, Quarz, Schamotte), die zum größten Teil aus der Region stammen. Feinsteinzeug-Spülen und -Arbeitsplatten sind strapazierfähig, gebrauchstauglich und pflegeleicht; auch nach Jahren zeigen sie keine Gebrauchsspuren. Sie sind schlag- und stoßfest, kälte-, hitze- und säureresistent, außerdem hygienisch, schnittfest und mit Wasser und Geschirrspülmittel einfachst zu reinigen. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaften kommen Feinsteinzeug-Spülen und -Arbeitsplatten auch seit Jahrzehnten erfolgreich und weltweit im Laborbereich zum Einsatz. Damit ist das von Systemceram eingesetzte Feinsteinzeug-Material ein kaufentscheidendes Differenzierungsmerkmal – nicht zuletzt auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit. Als eine weitere entscheidende Differenzierungsmöglichkeit würde ich die Ausstellung sehen – und damit die Präsentation

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unserer Produkte. Allein schon über die Vielfalt, die Breite und Tiefe des Angebots kann sich der Küchenfachhandel von seinen Mitbewerbern und vom Online-Handel absetzen. Außerdem gilt: Ansehen und anfassen unterstützt insbesondere bei Keramikspülen die Kaufentscheidung. Wir bieten dem Küchenhändler dazu in unserer Produktpalette eine große, designorientierte Auswahl in aktuellen Farben – und funktionelle Lösungen für jede, wirklich jede nur denkbare Raumsituation. Dazu passendes Informationsmaterial, zum Beispiel optisch ansprechende und informative Prospekte, wertvolle Farbpaletten und seit kurzen einen komplett neuen, überzeugenden Internetauftritt. Er inspiriert und akquiriert zum einen Endkunden, bietet sich zum anderen aber auch als Begleitung und Unterstützung beim Verkaufsgespräch an. Das gleiche gilt für das unterhaltsame und informative Unternehmensvideo. Systemceram orientiert sich seit jeher sehr eng an den Wünschen und Bedürfnissen seiner Kunden und bezieht diese auch direkt in die Entwicklung neuer Produkte ein. So entstehen nicht nur zeitgemäße, sondern auch verkäufliche und qualitativ hochwertige Produkte, Diese enge, erfolgreiche Partnerschaft differenziert Systemceram von anderen Herstellern. Als ein ganz entscheidendes Differenzierungsmerkmal sehen wir aber die Qualität der Beratung. Kann ich dem Kunden im Verkaufsgespräch den Nutzen und Wert einer hochwertigen KeraDomo-Feinsteinzeugspüle überzeugend rüberbringen? Denn eine umfassende, fachkompetente Beratung erwartet der Kunde heute vom stationären Küchenfachhandel. Wir schulen daher seit Jahrzehnten in jedem Jahr rund 400 Küchenverkäufer im Siershahner Werk und vermitteln ihnen dabei nicht nur die Philosophie des Hauses, sondern mit dem Wissen um Material und Herstellung einen entscheidenden Wissensvorsprung – und damit auch beste Voraussetzungen für die Realisierung einer guten Handelsspanne. Und last but not least ist die schnelle Lieferfähigkeit ein oft entscheidendes Differenzierungsmerkmal. 99 % der rund 1500 Produkt­ varianten sind innerhalb von 24 Stunden lieferbar.“ www.systemceram.de


Spülen und Armaturen | design + komfort Cristadur® Tia D-100L mit passendem Zubehör

Susanne Zeitlhöfler, Leitung Marketing und Produkt­ management Schock

Schock: Aufmerksamkeitsstark „Als Erfinder der Quarzkomposit-Spüle, Querdenker und Innovationsführer stehen wir niemals still. Im letzten Jahr haben wir unsere Premium-Materialität Cristadur® weiterentwickelt und damit absolut einzigartig am Markt gemacht. Mit der verbesserten Formel ist der Werkstoff jetzt noch langlebiger, noch elastischer, dabei reinigungsfreundlich wie eh und je und zusätzlich mit dem Label „Quooker®-geeignet“ ausgezeichnet. Alles Vorteile, für die wir mit unserem Wort einstehen: Mit der Option auf eine

Garantieverlängerung von 15 Jahren für Endkunden. Zusammengefasst und nicht ohne Stolz sagen wir: Mit Cristadur® bieten wir dem Fachhandel eine echtes Alleinstellungsmerkmal im Bereich farbige Spülen. Unser einzigartiges Quartett für Differenzierung wird neben der beschriebenen Materialqualität ergänzt durch den Erfindergeist von Schock, der noch lange nicht am Ende ist, unser Produktdesign und natürlich die Marke mit ihrem positiv www.schock.de irritierendem Charakter.“ 

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DAS FRANKE BOX CENTER

franke.de/ks

ORGANISATION PERFEKTIONIERT

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Architektur + Trend | Küchen

Box Center und Vital im Duett: Die extrem kleine Filterkapsel reicht für 500 Liter gefiltertes Wasser und ist so in die Armatur integriert, dass das Wasser direkt vom Filter ins Glas fließt. Eine Filtersättigungsanzeige signalisiert, wann der Filterwechsel nötig ist.

Franke: Aufgeräumt und nachhaltig Mit der Filterarmatur Vital und dem Box Center hat Franke aktuell zwei einzigartige Produkte im Angebot, die sich optimal in Anwendung präsentieren und mit denen sich Kunden begeistern lassen. Zugleich heben sich Küchenhändler damit deutlich von der herkömmlichen Produktpalette ab. Bei der Franke Vital sitzt die extrem kleine Filterkapsel in einem separaten Auslauf der Armatur und spendet wohlschmeckendes und gesundes Trinkwasser direkt ins Glas. Dank des patentierten Franke Clear Water Capsule Systems werden zuverlässig mehr als 99% der Bakterien, Viren, Mikroplastik, Rost, Chlor, Gerüche und

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Medikamentenrückstände entfernt. Die Vital lässt sich einfach installieren und wird mit frischem, gesundem Trinkwasser überzeugen. Optisch und funktional ist das Franke Box Center ein Highlight im Küchenstudio. Spüle und Küchenzubehör werden zu einer formschönen aufgeräumten Einheit. Abtropfbecken, Messerblock, Schneidebretter und Geschirr-Abtropfgitter sind immer griffbereit, denn der Aufbau des Franke Box Centers ist bis ins Detail durchdacht: Neben der großen Edelstahlspüle befindet sich ein schmaleres Becken mit Abdeckung, in dem sich das Zubehör www.franke.com platzsparend und unsichtbar verstauen lässt. 

Variantenreich

Timo Mänz,

und voll im Trend:

Vertriebsleiter

Bestseller Siluet

Nord Küche bei

als Einzelbecken.

Villeroy & Boch


Spülen und Armaturen | design + komfort

Hansgrohe: Qualität bei Service und Produkt „Neue Produkte, technischer Fortschritt und zunehterlagen sowie hochwertige und aufmerksamkeitsmend anspruchsvollere Kundenwünsche sind eine starke PoS-Tools, um sie für ihre Verkaufsgespräche kontinuierliche Herausforderung für alle, die in der bestens auszustatten. Küchenbranche die Nase vorn haben wollen. (...) Wir Und natürlich möchten wir auch im Produktbereich bei Hansgrohe verstehen uns als Partner des HanMehrwert bieten – so präsentieren wir unseren Handels und es ist ein elementarer Bestandteil unserer delspartnern mit den Marken Axor und hansgrohe Unternehmensphilosophie, unseren Kunden jederzeit immer neue Ideen, die einen genussvollen und effizihöchste Qualität und individuellen Service liefern zu enten Umgang mit Wasser ermöglichen. Dazu zählen können. Kompetente Fachleute im Innen- und Außen- Volker Stark, eine ausgeklügelte Technologie und ergonomische dienst kümmern sich persönlich und verlässlich um Leiter Channel Perfektion, wodurch die Küchenarbeit effizienter die Anliegen – ob es sich um Fragen zu einem Produkt Management, wird, z. B. benutzerfreundliche Küchenarmaturen, oder weitergehende Informationen handelt. Auch bei Hansgrohe Deutschhochwertige Spülen, komfortable Bedienkonzepte komplexen technischen Problemen leisten unsere land Vertriebs GmbH und eine solide Verarbeitung. Wir möchten immer ein Servicemitarbeiter kompetente Hilfestellung. Die AnStück Zukunft für die Küche entwickeln, wie z. B. mit sprechpartner sind erfahrene Profis aus der Anwendungstechnik der Aquno Select M81. Deren einzigartiges Design und innovative und kennen sich mit unseren Qualitätsprodukten bestens aus. Funktion schafft optimale Voraussetzungen, um Wasser auf eine Über dies hinaus unterstützen wir unsere Handelspartner selbst- neue Art fließen zu lassen und kreiert so einen nie dagewesenen, www.hansgrohe.de verständlich auch durch geeignete Planungs- und Verkaufsun- zukunftsweisenden Workflow an der Spüle.“

Villeroy & Boch: Starke Marke

Bietet für alle Raumsituationen das richtige Modell:

„Die Stärke der Marke Villeroy & Boch zahlt sich für unsere Handelspartner aus. Durch die Zusammenarbeit profitieren sie von der hohen Markenbekanntheit und unserem langjährigen Know-how. Der Endverbraucher orientiert sich an starken Marken, vor allem, wenn diese für Qualität und Designkompetenz stehen. Besonders stolz macht mich die jüngste Auszeichnung mit dem Konsumentenpreises „KüchenInnovation des Jahres“ mit dem Sonderpreis „Lieblingsmarke“ in Gold. Dies zeigt mir einmal mehr, dass wir mit der Marke bei den Endverbrauchern punkten. Damit unsere Handelspartner dies für ihr Business effektiv nutzen können, bieten wir ein digitales Serviceportal für Handelskunden an. Alle wichtigen Verkaufsunterlagen und Werbematerialien lassen sich hier schnell und unkompliziert herunterladen, um sich vom Wettbewerb abzuheben und ihre spezifische Kundschaft zu erreichen. Hinzu kommt, dass unsere Handelspartner sich aus einem sehr breiten Produktsortiment bedienen können. Je nach Kunden-

die Armaturen­familie Como

struktur und Zielgruppe decken wir mit der Marke Villeroy & Boch jeden Lifestyle ab – ob Landhausstil, funktionale Familienküche oder urbane Profiküche für den Hobbykoch. Dies macht eine differenziertere Kundenansprache möglich. Mit unterschiedlichen Küchenspülenmodellen und einem ab­ge­ stimmten Armaturensortiment ermöglichen wir zudem eine kompetente und größtmögliche Planungsfreiheit auch bei schwierigen Raumsituationen. Beispielsweise lassen sich mit der Armatur Como Window Spülenplätze auch direkt vor dem Fenster installieren, denn zum Öffnen des Fensters kann man diese Armatur www.villeroy-boch.com mit einem Handgriff zur Seite legen.“  küche + architektur | 53


Strasser Steine dokumentiert die Einzigartigkeit des Steins Natursteinarbeitsplatten mit vielen extravaganten Farbstellungen nehmen in modernen Küchen und Wohnraum einen hohen Stellenwert ein. Im Jahr 2020 lenkt Strasser einen Teil seines Sortiments – unter dem Namen „Alpenwelt“ – bewusst auf Natursteine aus der Alpenregion. Mit dem Alpenwelt-Sortiment geht der österreichische Steinverarbeiter Strasser erneut auf diesen Trend ein. Nach langer Suche und Recherche ist es dem Strasser Steinscout gelungen, vorerst zwei hochattraktive Steinbrüche im Alpenraum zu finden und eine exklusive Kooperation für die Vermarktung der Natursteine abzuschließen. Die zwei von Strasser Steine veredelten heimischen Natursteine aus dem Alpenwelt-Sortiment, derzeit „Alpengrün“

und „Gletscherbach“, überzeugen mit höchster Qualität sowie einzigartiger Ästhetik. Alpengrün präsentiert sich mit einer faszinierenden, grünen Farbstellung, die man sonst nur von exotischen Steinen kennt. Abgebaut wird dieser grüne Naturstein in einem kleinen, ausgesuchten Steinbruch im Massiv des Großvenedigers in Österreich. Individuell in seiner Struktur ist auch Gletscherbach aus dem Wallis. Dieser alpine Naturstein wird von Strasser Steine mit höchsten Qualitätsstandards veredelt und wirkt besonders geheimnisvoll. Im Luxus-Segment setzt Strasser Steine auf Eigeninnovation wie die einzigartige und hochwertige Natursteinwww.strasser-steine.at Kücheninsel ST-ONE.

Grama Blend – Handwerklich veredelt Mit modernster CNC-basierter Fertigungstechnologie für ein Höchstmaß an Präzision und Effizienz fertigt Grama Blend filigrane Leichtbau-Elemente mit Verbundnaturstein und Verbundkeramik. Die sorgfältige Veredlung in traditioneller Handarbeit gibt den Objekten, ob Insellösung oder Hochschrank, die ganz besondere Note. Ausgehend von der freien Materialwahl, seien es Quarzite, Quarzcomposite, Granite, zahlreiche Dünnkeramiken oder sogar Marmor, besteht für den Fachhändler komplette Planungsfreiheit durch den Verzicht auf Raster bis hin zu kundenspezifischen Unikaten. „Die Fertigung auf Bild bei Zeichnung und Strukturen ist, wenn gewünscht, keine Frage“, so Geschäftsführer Norbert Moller. Zur Reduktion der Schnittstellen und Vereinfachung für den Händler agiert Grama Blend als Komplettanbieter für Möbel und

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Auszüge bis hin zur Innenausstattung. Dabei bietet der Spezialist auf Grund des niedrigen Gewichts Realisierungsmöglichkeit von bisher schwierig oder gar nicht zu fertigenden Bauteilen wie z.B. Hochschranktüren, Glasrahmen-, Kühlschrank- oder Geschirrspülerfronten mit Standardbeschlägen und das herstellerunabhängig. Um Passungen sicherzustellen, wird das fertige Objekt im Werk komplett aufgebaut, das lässt Fehlteile sofort erkennen und reduziert Reklamationen. Und damit nicht genug: Auch Badmöbel, Wandverkleidungen in Bad, Küche, Eingangbereich usw. gehören zum Portfolio. Dabei hat sich Norbert Moller für eine ­lückenlose Rund-um-Betreuung den selektiven Vertrieb für sein exklusives Produkt auf die Fahnen geschrieben, Gebietsschutz www.gramablend.de www.monostonekitchen.de inklusive.


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NEUE LEICHTIGKEIT DES STEINS Neue Alno GmbH Heiligenberger Straße 47 88630 Pfullendorf Tel. 07552 21-0 · Fax 07552 21-3789 mail@alno.de · www.alno.de

Brigitte Küchen · H. Frickemeier Möbelwerk GmbH Boschstraße 17 · 32120 Hiddenhausen Tel. 05223 9822-0 · Fax 05223 9822-40 www.brigitte-kuechen.de vertrieb@brigitte-kuechen.de

Grama Blend GmbH – Germany Industriestraße 44 - 46 92237 Sulzbach-Rosenberg Telefon: +49 (0)9661 1043-0 www.monostonekitchen.com

Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH Bruchstraße 47–51 · 32289 Rödinghausen Tel. 05226 5990 · Fax 05226 599211 info@ballerina.de · www.ballerina.de

Express Küchen GmbH & Co. KG Am Mühlenbach 1 · 49328 Melle Tel. 05226 5942-0 · Fax 05226 5942-4119 info@express-kuechen.de www.express-kuechen.de

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 info@n-by-naber.com · www.n-by-naber.com

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Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Rotpunkt Küchen GmbH Ladestraße 52 ·· 32257 Bünde Ladestraße 52 · 32257 Bünde Ladestraße 52 32257 Bünde Tel. 5223 6900-0 Tel. +49 5223 6900-0 Tel. +49 +49 5223 6900-0 info info@rotpunktkuechen.de info@ rotpunktkuechen.de @rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de www.rotpunktkuechen.de

Nolte Küchen GmbH & Co. KG Anni-Nolte-Straße 4 · 32584 Löhne Tel. 05732 899-0 · Fax 05732 899-8265 info@nolte-kuechen.de · www.nolte-kuechen.de

Sachsenküchen Hans-Joachim Ebert GmbH Dresdner Straße 78 · 01744 Dippoldiswalde Tel. 03504 6481-0 · Fax 03504 6481-35 info@sachsenkuechen.de · www.sachsenkuechen.de

pronorm Einbauküchen GmbH Höferfeld 5–7 · 32602 Vlotho Tel. 05733 979-0 · Fax 05733 979-300 info@pronorm.de · www.pronorm.de

Schüller Möbelwerk KG Rother Straße 1 · 91567 Herrieden Tel. 09825 83-0 · Fax 09825 83-1210 info@schueller.de · www.schueller.de

Küppersbusch Hausgeräte GmbH Küppersbusch Straße 2 · 45883 Gelsenkirchen Tel. 0209 401-0 · Fax 0209 401-303 info@kueppersbusch.de · www.kueppersbusch.de www.facebook.com/kuppersbuschcom

Naber GmbH Enschedestraße 24 · 48529 Nordhorn Tel. +49 5921 704-0 Fax +49 5921 704-140 naber@naber.com · www.naber.com

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Spülen / Armaturen

Abfalltrennungssysteme

PYRAMIS Deutschland GmbH Wilhelmstraße 4 · 35683 Dillenburg Tel. 02771 36007-0 · Fax 02771 36007-20 www.pyramisgroup.de · info@pyramis.de

Hailo-Werk Daimlerstraße 8 · 35708 Haiger Tel. 02773 82-0 · Fax 02773 82-1261 info@hailo-einbautechnik.de www.hailo-einbautechnik.de

Systemceram GmbH & Co. KG Berggarten 1 · 56427 Siershahn Tel. 02623 600-10 · Fax 02623 600 790 info@systemceram.de · www.systemceram.de

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 einbau@wesco.de www.wesco-kuechentechnik.de

Ausgabe 2/2020 · 8. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

Das Magazin für professionelles Einrichten

M. Westermann & Co. GmbH Bahnhofstraße 205 · 59759 Arnsberg Tel. 02932 476-0 · Fax 02932 476-55 aluments@wesco.de www.wesco-aluments.de

Redaktionsbüro „küche + architektur“ Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms Tel. 06241 979708-0 · Fax 06241 979708-17 kueche@fachschriften.de www.kuecheundarchitektur.de

Tische / Stühle küche + architektur | 57

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„Unsere Branche wird die Krise meistern“ · Stephen Grimm – mit Weitsicht und sozialer Verantwortung in die Zukunft Ausgebremst im vollen Lauf · Wichtig: Der Blick auf die Zeit danach MHK – 2019 ein herausragendes Jahr, 2020 ein herausforderndes Jahr · Herausforderung angenommen!


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