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küche + architektur 1-2021

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Ausgabe 1/2021 · 9. Jahrgang · www.kuecheundarchitektur.de

Das Magazin für professionelles Einrichten

BVDM – Möbel bleiben gefragt · Pandemie erschwert Ausblick Wie die Pandemie die Zukunft des Wohnens prägt · Der Ikea-Report „Life at Home“ gibt Antworten Samsung · Decentralized Living: Mit smarten Technologien zu mehr Wohlgefühl und Komfort


DER KÜCHENRING & KÜCHENTREFF: PROFIS 2

GEMEINSAM AGIEREN. EIGENSTÄNDIG BLEIBEN.

Jürgen Feldmann, GF Der Küchenring, Marko Steinmeier, GF KüchenTreff, Daniel Borgstedt, GF KüchenTreff (von links nach rechts)

Wissen teilen statt Abhängigkeiten schaffen. Kräfte bündeln statt Konkurrenz schüren. Transparent handeln statt viel versprechen. Wir setzen auf Partnerschaft. Sowohl untereinander als auch in der Beziehung zu unseren Gesellschaftern. Gemeinsame Ziele und Ideen machen uns für die Industrie zu einem verlässlichen Partner, unsere Gesellschafter profitieren von unseren ähnlichen Strukturen und Grundsätzen. Beste Konditionen am Markt, absolute Transparenz in allen Belangen, umfassende Leistungen für Küchenprofis. Begleiten auch Sie uns auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Über 1.000 Gesellschafter in sechs Ländern setzen auf uns.

www.kuechenring.de www.kuechentreff.de


Editorial

Corona dynamisiert den Wandel im Handel

U

nsere Städte sind zu Geisterstädten geworden, geschlossene Geschäfte, Cafés und Restaurants. Hier hilft selbst eine gute Infrastruktur nicht weiter. Die Auswirkungen auf Gastronomie, Hotellerie und letztendlich auch auf große Teile des Einzelhandels sind desaströs. Hinzu kommt, dass die den Unternehmen von der Politik zugesicherten Gelder in vielen Fällen noch auf sich warten lassen. Unterschiedlichste Sortimente, Betriebstypen und Standorte stehen ebenso wie verschiedenste Vertriebskanäle für die Vielfalt des Handels von heute. Unternehmer, die ihr Geschäft als local hero in enger Verbundenheit mit der Region und ihren Kunden führen, stehen im Wettbewerb mit E-Commerce Händlern. Noch nie wurde so viel online umgesetzt. Doch auch hier ist nicht alles Gold was glänzt, denn gerade was Einbauten anbelangt, klagen große Online-Vermarkter über Stornierungen. Diese basieren nicht zuletzt auf dem Faktor Sicherheit, denn gemäß dem Motto „My home is my castle“, sind coronabedingt nur wenige Verbraucher willens, fremde Menschen, Monteure, in die eigenen vier Wände zu lassen. Unabhängig davon: Während das Geschäft von Fachhandelsunternehmen wie z.B. in den Bereichen Mode, Kosmetik usw. einbricht und der Lebensmittelhandel einer extremen Nachfrage gegenübersteht, bewegt sich der Küchenfachhandel zwischen diesen beiden Szenarios. Die Küchenstudios bedienen ihre Kunden wenn immer möglich weiter. Der telefonischen und virtuellen Beratung folgt in vielen Fällen die individuelle Bemusterung im Zuhause des Kunden. Nachfrage ist nach wie vor vorhanden, obwohl, da sind sich alle einig, der Verkauf in geöffneten Studios deutlich höher liegen würde.

Doch der Lockdown ist noch immer nicht vorbei. Virologen warnen vor Mutationen, die Politik reguliert nach und mit dieser Ausnahmesituation verändern sich Verbrauchergewohnheiten im Schnellverfahren. Wer überleben will, muss sich anpassen. Handel im beschleunigten Wandel. Durch Corona werden einige Unternehmensformen vom Markt verschwinden, während sich neue etablieren. Vor allem aber wird die Digitalisierung weiter voranschreiten, die sich auch mit neuen Kundenbedürfnissen auseinandersetzen wird. Veränderungen sind auch immer eine Chance. Der mittelständische Küchen- und Einrichtungsfachhandel verfügt über ausreichend hohes Know-how, um sich dem übergreifenden Thema der Inneneinrichtung erfolgreich zu stellen. Unterstützt durch die Industrie, die auf die neuen Anforderungen der Verbraucher in ihrer Produktentwicklung zielgerichtet eingeht, werden viele dieser Handelsunternehmen in der Lage sein, diese Herausforderung zu meistern und mit an der Umsetzung neuer transformierbarer Raumgestaltungen arbeiten (s. Ikea-Studie Seite 10 und Samsung-Studie Seite 36). Für Handel und Industrie steht der Kunde stets im Mittelpunkt allen Geschehens. Sein Anspruch ist Treiber für neue Entwicklungen und für die Dynamisierung des Wandels im Handel. Grundsätzlich gilt es, eine vielfältige Handelslandschaft zu erhalten. Wettbewerb, effiziente Prozesse und funktionierende Lieferketten sind dazu unabdingbar. Nur so hat der Kunde auch in Zukunft die Chance, unter einer Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen in unterschiedlichen Preisstellungen das Richtige für sich zu finden.

Yvonne Davy Chefredakteurin

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Foto: Franke

Atlas Neo Sensor – die berührungslose Armatur für die Küche. Die neue Atlas Neo Sensor von Franke ist nicht nur hygienisch, sondern auch ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit: Sie lässt sich berührungslos über einen Sensor aktivieren und stoppen – selbst mit eingeseiften Händen. Zudem wird der Wasserfluss automatisch nach 30 Sekunden deaktiviert. So wird Wassersparen zum Kinderspiel. Alternativ lässt sich die Atlas Neo Sensor klassisch über einen seitlichen Hebel bedienen. Ihr Look ist zeitlos schön, besonders edel wirkt die massive Edelstahlarmatur in Industrial Black. (s. auch S. 33).

1 Corona dynamisiert Editorial

4 BVDM – Möbel bleiben gefragt 9 Attraktive Spülen-Vielfalt

20 Der VW unter den Hausgeräte-Herstellern BSH

22 Beschläge: nachhaltig, smart und wesentlicher Bestandteil ­individueller Möbel

Naber

10 Wie die Pandemie die Zukunft des Wohnens prägt Der Ikea-Report „Life at Home“ gibt Antworten

13 Design ist keine Frage des Budgets Nolte Küchen – der Kunde hat die Wahl

14 Nachhaltigkeit Verantwortung als Chance

15 Individualität und Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensphilosophie Ballerina-Küchen

16

Mittelmaß ist keine Option Nolte Küchen

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Individuell und nachhaltig Franke

Pandemie erschwert Ausblick

www.franke.de/sensor

Blum

24 Nachhaltigkeit ist weit mehr als Marketing Systemceram

25

Individuell und langlebig Küppersbusch

26 Markant nachhaltig in Küche und Bad Grohe

27 Alles außer Mainstream V-Zug

28 Individualität und Nachhaltigkeit: Im Fokus steht der Mensch Blanco

Individualität meets Mainstream Häcker

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den Wandel im Handel


Impressum Verlag: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-1 · Fax 0711/5206-300 www.fachschriften-verlag.de VERLAGSLEITUNG: Tilmann Münch Christian Schikora Redaktionsbüro: küche+architektur Weißheimerstraße 7 · 67549 Worms

Inhalt 1/2021

Herausgeberin und Chefredakteurin: Yvonne Davy Tel. 06241/979708-10 Fax 06241/979708-17 davy@fachschriften.de Social Media und Anzeigenverkauf: Angela Weber Tel. 06241/979708-12 weber@fachschriften.de Layout: Simone Steinbrech post@steinbrech-design.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4 · 69181 Leimen

30 Individuell und nachhaltig für einen gesunden Lifestyle Beko/Grundig

31 Nachhaltig auf der ganzen Linie Adora – Geschirrspüler von V-Zug

32 Nachhaltig aufgeräumt Agoforms biologisch abbaubarer ­Besteckeinsatz aus nachwachsenden Rohstoffen

33 Die Alternative: Atlas Neo Sensor Kontaktlose Armatur von Franke

34 Solo für die „Kara“ Design und Funktion im Einklang

35 Aus gutem Grund aus einer Hand Der Küchenring

36 Samsung – Decentralized Living Mit smarten Technologien zu mehr ­Wohlgefühl und Komfort

39 Freier Kopf beim Kochen Mit dem Schräghauben-Sortiment von refsta

40 ZVEI: Hausgeräte-Branche weiter auf Wachstumskurs Für 2021 stabile Entwicklung auf hohem Niveau erwartet

41 Das neue Energielabel Realitätsnäher und aussagekräftiger

42 Enerigeeffizienz der Spitzenklasse Samsung

43 Gefordert: Energieeffiziente ­Geräte zu marktfähigen Preisen Oranier

44 Heute für morgen State of the art Miele

44 Das neue Energielabel: Ansporn für die ganze Branche Beko/Grundig

45 Energielabel als Treiber AEG

46 Liebherr-Hausgeräte unterstreicht führende Rolle bei der Energieeffizienz

47 Die guten Adressen der Branche Visitenkarten

Preisliste für Anzeigen: zur Zeit Nr. 9, gültig seit 1. 1. 2021 Preis Einzelheft: 10,00 Euro (inkl. Versand und MwSt.) Preis Jahresabo: (6 Ausgaben inklusive ePaper) Inland: 53,00 Euro; Ausland: 62,00 Euro (Preise inkl. Versand und MwSt.) Abonnement-Service: Fachschriften-Verlag GmbH & Co. KG Abo-Service Höhenstraße 17 · 70736 Fellbach Tel. 0711/5206-306 Fax 0711/5206-307 abo@fachschriften.de Bankkonten: HypoVereinsbank IBAN: DE72 670 201 900 025 059 506 BIC: HYVEDEMM489 Steuer-Nr.: 90492/10407 EG Ust.-Id.Nr.: DE 147321116 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Artikel oder Zuschriften mit Namen des Verfassers stellen die Meinung des Autors, nicht unbedingt die der Redaktion dar. Der FachschriftenVerlag ist förderndes Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF), Bad Honnef, und im Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV), Stuttgart. Im Fachschriften-Verlag erscheinen außerdem: Althaus modernisieren, bauen!, Bauen & Renovieren, HausbauHelden, Schwimmbad+Sauna und weitere Sonderhefte für Bauherren und Modernisierer Fotonachweise: Seite 4/5: 01: Jess Antonioguillem rodriguez / /stock.adobe.com stock.adobe.com + architektur | 3 Seite 14: 04: Alexander Michael küche Rosskothen Limbach / /stock.adobe.com stock.adobe.com Seite 47: auremar Funtap / stock.adobe.com / fotolia Seite 63: auremar / fotolia


handel + markt

BVDM – Möbel bleiben gefragt Pandemie erschwert Ausblick

Trotz der widrigen Umstände 2020 blickt der Möbelhandel auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Der Küchenmarkt geht als Wachstums­treiber aus der Krise hervor. Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel wird aller Voraussicht trotz Corona im Jahr 2020 den Umsatz des Vorjahrs mit rund 34,5 Milliarden Euro Jahresbruttoumsatz leicht übertreffen. Dies ergibt sich aus Hochrechnungen auf Basis der ersten zehn Monate 2020 nach Werten des Handelsverband Möbel und Küchen, BVDM, in Abstimmung mit dem Marktforschungsunternehmen IFH Köln. Für 2021 erwartet der BVDM eine relativ stabile Nachfrage, jedoch abhängig vom weiteren Pandemiegeschehen.

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Handel + markt

D

ie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind bekanntermaßen für den Handel seit dem ersten Lockdown im März 2020 unberechenbar: Die Beschäftigungsquote ist mit Beginn des Lockdowns gesunken (im April 402.000 Erwerbstätige weniger als im Vormonat) und das Bruttoinlandsprodukt des zweiten Quartals 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 9,8 Prozentpunkte eingebrochen. Das Instrument der Kurzzeitarbeit, die stabile Lage der Neubaubranche und Trends wie Cocooning, Homing und Homeoffice waren 2020 und sind jetzt eine wichtige Stütze für die Möbelbranche. Allem Anschein nach schließt der Möbel-, Einrichtungs- und Küchenfachhandel 2020 mit einem leichten Plus im Vergleich zum Vorjahr ab. Der Möbelhandel hat im letzten Jahr Ups and Downs erfahren, die sich im Vergleich mit dem Vorjahr annähernd nivelliert haben. Es konnte ein Umsatzwachstum von rund einem Prozent generiert werden. Dem entgegen stehen allerdings erhöhte Kosten, wie z.B erhöhte Logistikausgaben. Laut IFH ist der Küchenmarkt in 2020 sowohl kurz- als auch langfristig Umsatztreiber des Gesamtmöbelmarkts. Für den Bereich Küche wurde 2020 ein Wachstum von rund 8 Prozent erzielt; was zu einem Marktanteil von 39 Prozent führt (Küche inkl. Elektrogeräte). Im Segment der Polstermöbel rechnet der BVDM in diesem Jahr mit einem stagnierenden bis leichten Umsatz-Anstieg. Der Marktanteil liegt weiterhin bei rund 18 Prozent. Die Bereiche Schlafzimmermöbeln und Wohnmöbeln halten ihren Marktanteil bei konstant 8 Prozent bzw. 6 Prozent.

2021: Es bleibt herausfordernd „Nach dem volatilen, schwierigen Jahr 2020 verläuft auch der Start in das neue Jahr für die deutsche Möbelindustrie – wie für viele andere Wirtschaftszweige – herausfordernd. Unter anderem müssen wir in diesem Januar zu unserem großen Bedauern auf die imm cologne und die LivingKitchen verzichten. Der maßgebliche Branchentreffpunkt und Kommunikationstreiber für Wohnen und Einrich- Jan Kurth, ten fehlt allen Beteiligten, und wir freuen uns Geschäftsführer des schon jetzt auf den Restart in 2022“, betont Verbandes der Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes Deutschen Möbelinder Deutschen Möbelindustrie und der Mö- dustrie und der belfachverbände. Zudem gibt er zu bedenken: Möbelfachverbände „Wir befinden uns in der eigentlich umsatzstärksten Zeit für die Möbelbranche!“ Der Einrichtungsbedarf sei weiterhin hoch, verstärkt durch eine Verlagerung der Urlaubsbudgets der Konsumenten in Anschaffungen für die eigenen vier Wände, bedingt durch Trends wie Cocooning und Homeoffice, könne jedoch nicht mehr in konkrete Käufe überführt werden. Zudem fänden in Deutschland täglich rund 20.000 Wohnungsumzüge statt, die oftmals direkt notwendige Ergänzungen der Wohnungseinrichtung nach sich ziehen.

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Handel + markt

Hinzu kommt, dass für den Verbraucher Themen wie Nachhaltigkeit, Qualität, natürliche Materialien und Langlebigkeit zunehmend kaufentscheidende Argumente sind, die einen höheren Anschaffungspreis legitimieren. Doch die Geschäfte sind geschlossen. Das bedeute für Industrie und Handel herbe Verluste. Und auch für die Verbraucher sei dieses Situation nicht folgenlos.

nomischen Folgen wären nicht kalkulierbar. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt hätten Industrie als auch Handel durch den Lockdown in deren normalerweise umsatzstärksten Monaten Ende Dezember, Januar bis zur ersten Februar-Hälfte Umsatzeinbußen von rund 30 Prozent hinnehmen müssen. „Wir fordern deshalb einen mittelfristig möglichen Weg für ein Wirtschaften im „abgesicherten Modus“.

Wirtschaft und Verbraucher brauchen eine Perspektive Trotz allem Verständnis für die erneut verlängerten und verschärften Corona-Einschränkungen brauchten Wirtschaft und Verbraucher dringend eine Perspektive. Diese, so Jan Kurth, könne nicht in einem Lockdown bis Ostern bestehen, denn die gesellschaftlichen und öko-

Einzelberatungen müssen möglich sein Ergänzend fordert der BVDM bereits kurzfristig eine flächendeckende Möglichkeit zur Onlinebuchung von Beratungs- und Verkaufsterminen mit maximal zwei Personen, um die Frequenzen zu steuern und Begegnungen von Kunden zu reduzieren. Neben dem weiteren Ausbau der Onlineberatung müssten die aktuellen Click & Collect-

Möbel-aussenhandel (Export) bis OKt. 2020 Export 1 Frankreich Schweiz Österreich Niederlande Belgien Vereinigtes Königreich Italien USA Spanien Polen Tschechische Republik Volksrepublik China Luxemburg Schweden Dänemark Russische Föderation Ungarn Slowenien Finnland Slowakei Rumänien Norwegen Republik Korea Kroatien Saudi-Arabien Summe der wichtigsten 25 Länder

1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000

Anteil an Gesamt

Anteil an TOP 25

Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro

896.101,0 884.849,0 728.882,0 643.669,0 347.072,0 345.399,0 209.998,0 188.473,0 171.155,0 156.452,0 146.159,0 132.821,0 84.439,0 72.175,0 71.429,0 66.854,0 60.209,0 43.347,0 40.875,0 39.972,0 37.453,0 37.056,0 31.746,0 30.466,0 29.069,0

956.669,0 843.648,0 772.965,0 647.716,0 372.605,0 394.047,0 211.265,0 223.505,0 191.611,0 183.757,0 160.168,0 129.133,0 101.453,0 79.372,0 71.860,0 77.933,0 62.235,0 48.977,0 40.831,0 46.220,0 39.113,0 44.296,0 32.331,0 35.673,0 31.107,0

-6,3 4,9 -5,7 -0,6 -6,9 -12,3 -0,6 -15,7 -10,7 -14,9 -8,7 2,9 -16,8 -9,1 -0,6 -14,2 -3,3 -11,5 0,1 -13,5 -4,2 -16,3 -1,8 -14,6 -6,6

15,1% 14,9% 12,3% 10,9% 5,9% 5,8% 3,5% 3,2% 2,9% 2,6% 2,5% 2,2% 1,4% 1,2% 1,2% 1,1% 1,0% 0,7% 0,7% 0,7% 0,6% 0,6% 0,5% 0,5% 0,5%

16,3% 16,1% 13,3% 11,7% 6,3% 6,3% 3,8% 3,4% 3,1% 2,8% 2,7% 2,4% 1,5% 1,3% 1,3% 1,2% 1,1% 0,8% 0,7% 0,7% 0,7% 0,7% 0,6% 0,6% 0,5%

1.000 Euro

5.496.120,0

5.798.490,0

-5,21

92,8%

100,0%

Summe übrige Länder

1.000 Euro

425.748,0

502.566,0

-15,29

7,2%

7,7%

Summe gesamt

1.000 Euro

5.921.868,0

6.301.056,0

-6,02

100,0%

Erläuterung: Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland, das heißt alle körperlich ein- beziehungsweise ausgehenden Waren Quelle: Statistisches Bundesamt, VHK-Herford werden erfasst und nachgewiesen. Auch Handelsware sowie Umsätze von Vertriebsgesellschaften werden anders als beim Monatsbericht in dieser Statistik erfasst. Den Ergebnissen der * Veränderungsrate zumi. Vorjahreszeitraum Außenhandels­ statistik liegen Allg. die Angaben der Ausführer und Einführer zugrunde, die entweder direkt beim Statistischen Bundesamt gemeldet (Intrahandelsstatistik) oder von der 1 Zollverwaltung an das Statistische Bundesamt geleitet werden (Extrahandelsstatistik) Ausgewählte Länder bzw. Produkte

Erläuterung: Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland, das heißt alle körperlich ein- beziehungsweise ausgehenden Waren werden erfasst und nachgewiesen. Auch Handelsware sowie Umsätze von Vertriebsgesellschaften werden anders als beim Monatsbericht in dieser Statistik erfasst. Den + architektur 6 | küche Ergebnissen der Außenhandelsstatistik liegen i.Allg. die Angaben der Ausführer und Einführer zugrunde, die entweder direkt beim Statistischen Bundesamt gemeldet (Intrahandelsstatistik) oder von der Zollverwaltung an das Statistische Bundesamt geleitet werden (Extrahandelsstatistik)

Quelle: Statistisches Bundesamt, VHK-Herford * Veränderungsrate zum Vorjahreszeitraum 1 Ausgewählte Länder bzw. Produkte

(vorl. Werte der 25 wichtigsten Exportländer)


Handel + markt

Umsatzverlauf deutsche Möbelindustrie 2020

(Veränderungsraten zum Vorjahresmonat)

10% 5,0%

5% 0%

2,2% - 1,7%

- 1,9%

1,2%

0,8%

2,3%

- 3,1%

- 4,3% -5% -10%

-20% -25%

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDM

-15%

- 23,3% - 28,7%

-30% -35%

Lösungen bestehen bleiben. Wenn zudem der Zutritt zu den Beratungs- und Verkaufsflächen ausschließlich mit FFP2-Masken erfolge, werde das Infektionsrisiko weiter gesenkt. In Abhängigkeit von der Infektionslage könnten bei einer Öffnung des Handels die Abstandsflächen auf 50 Quadratmeter pro Kunde erhöht werden. Eine zusätzliche Entzerrung der Öffnungszeiten in den Abend hinein und am Wochenende sowie der Verzicht auf Frequenz steigernde Maßnahmen runden das Maßnahmenpaket ab. Die Läger im Handel müssen offenbleiben Derzeit können die deutschen Möbelhersteller noch von ihrem Auftragspolster aus dem vergangenen Jahr zehren. Die Auslieferung der Ware an den Handel läuft vielfach weiter, auch wenn die logistischen Anforderungen etwa in der Tourenplanung stark zunehmen und erste Annahmemöglichkeiten im Mitnahmesegment wegen volllaufender Läger bereits ausfallen. Aus Sicht der Hersteller sei es äußerst wichtig, dass die Läger des Handels weiter offenbleiben, damit die Produktion aufrechterhalten werden kann. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Frühjahr zeigten, dass ansonsten die gesamten Produktions- und Lieferketten reißen und die Fertigung in der Möbelindustrie bei längerer Schließung des Handels mangels Aufträgen in vielen Fällen zum Erliegen kommen wird. Und das bei eigentlich guten Rahmenbedingungen: Wohnungsbau bleibt stabil Laut Bauindustrie und ZDB erreichte der Wohnungsbau, einer der wichtigsten Indikatoren für die Möbelbranche, in 2020 ein nominales Umsatzwachstum von 4 Prozent, das 2021 mit 3 Prozent nur geringfügig niedriger ausfallen dürfte. Mit einem Umsatz von 52,6 Milliarden Euro wird der Wohnungsbau auch 2021 die wichtigste Bausparte bleiben. Der Druck auf die Wohnungsmärkte in den Ballungsgebieten hält an. Aufgrund des durch Corona gestärkten Trends zum Homeoffice scheint eine eigene Immobilie noch erstrebenswerter. Hinzu kommt, dass die Haupttriebfeder der Wohnungsbauaktivitäten in den

vergangenen Jahren, nämlich das äußerst niedrige Zinsniveau, auch weiterhin Bestand haben wird. Die Attraktivität von Investitionen im Wohnungsbau bleibt ungebrochen. Möbelindustrie – Jahresrückblick Nach internen Erhebungen der Fachverbände stiegen die Auftragseingänge in der deutschen Wohnmöbelindustrie von Januar bis Dezember 2020 signifikant um 14,1 Prozent und in der Küchenmöbelindustrie um 11,8 Prozent. Auch in der Polstermöbelindustrie wurde ein deutlicher Anstieg um 5,5 Prozent registriert. Die im Vergleich zur amtlichen Statistik deutlich positiveren Ergebnisse sind vor allem auf den guten, um einen zweistelligen Prozentsatz verbesserten Auftragseingang in den Monaten November und Dezember zurückzuführen, der sich erst im ersten Quartal 2021 in den positiven Umsätzen niederschlagen dürfte. Ein weiterer Grund ist die Einbeziehung der ausländischen Produktionsstätten deutscher Hersteller sowie der deutschen Vertriebsgesellschaften ausländischer Hersteller, die von der amtlichen Statistik nicht erfasst werden. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet der BVDM für die deutsche Möbelindustrie mit einem Umsatz von17,2 Milliarden Euro, was einem Minus von 4 Prozent entspricht. Küchenmöbelindustrie als Wachstumstreiber Die einzelnen Segmente der deutschen Möbelindustrie entwickelten sich von Januar bis November 2020 höchst unterschiedlich. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen kräftigen Umsatzanstieg um 3,7 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Euro und entwickelten sich damit wesentlich besser als andere Segmente. Eine weitgehend stabile Umsatzentwicklung registrierten die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis November 2020 minimal um 0,4 Prozent auf rund 830 Millionen Euro zurückgingen. Dagegen fiel die Umsatzentwicklung beim größten Segment der Möbelindustrie – den sonstigen Möbeln und Möbelteilen – mit minus 8,1 Prozent auf

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Handel + markt

Entwicklung Auftragseingang in Euro im Jahr 2020

Quelle: BVDM

Küchenmöbel

5,9 Milliarden Euro schlechter aus als im Branchendurchschnitt. Die Büromöbelindustrie wies mit einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro ebenfalls ein deutlich negatives Ergebnis aus (minus 11,7 Prozent). Die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – wies ein Umsatzminus in Höhe von 4,2 Prozent auf rund 690 Millionen Euro aus. Im November verbesserte sich die Lage in allen Segmenten wieder deutlich. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands ist auch für Dezember von einer positiven Umsatzentwicklung in der Industrie auszugehen. Corona-Krise beeinflusst Auslandsgeschäft Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise waren insbesondere im Auslandsgeschäft deutlich zu spüren. Der Auslandsumsatz der deutschen Möbelindustrie sank von Januar bis November 2020 um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Begründet liegt diese Entwicklung in dem Nachfragerückgang infolge der LockdownMaßnahmen in verschiedenen Ländern, den internationalen Reiseeinschränkungen, den Messeabsagen und den negativen Auswirkungen des Brexits. Die Industrieexportquote lag in den ersten elf Monaten 2020 infolge des überdurchschnittlichen Rückgangs des Auslandsumsatzes bei 31,4

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Polstermöbel

Wohn-, Ess- Schlafzimmermöbel

Prozent (Vorjahr 32,7%) Der VDM geht davon aus, dass die meisten Exportmärkte sich nach der Überwindung der Folgen der Pandemie im laufenden Jahr relativ schnell erholen und die Exportquote bereits im kommenden Jahr wieder das Niveau des Jahres 2019 erreichen dürfte. Die deutschen Möbelexporte sanken in den ersten zehn Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Einzelne Exportmärkte konnten dennoch deutliche Wachstumsraten vorweisen. Von den fünf wichtigsten Exportmärkten halten aktuell Frankreich und Belgien den Möbelhandel unter Auflagen geöffnet. In der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden sind die Möbelhäuser derzeit geschlossen. Die deutschen Möbelimporte entwickelten sich von Januar bis November 2020 mit einem minimalen Plus von 0,6 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro leicht positiv. Die Dynamik in den einzelnen Ländern zeigte sich auch hier uneinheitlich – deutlichen Rückgängen in einigen Ländern standen kräftige Steigerungen in anderen Ländern gegenüber. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Exporte und der gestiegenen Importe legte das Außenhandelsdefizit in den ersten zehn Monaten 2020 um 82 Prozent auf rund 925 Millionen Euro zu. Blick in die Glaskugel Ein konkreter Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten falle aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie schwer, betont Jan Kurth. Vieles werde vom Zeitpunkt der Wiederöffnung des Möbelhandels abhängen. Was den Stellenwert der Branche in der Verbrauchersicht angeht, sei man jedoch optimistisch gestimmt. „Wir gehen davon aus, dass die Menschen dem Thema Wohnen und Einrichten weiter eine hohe Priorität einräumen werden. Unsere Industrie ist dafür gut gerüstet: Unsere Hersteller haben sich in der Corona-Krise noch flexibler aufgestellt, ihre Lieferketten noch breiter ausgebaut und ihre Produktinnovationen weiter voranwww.moebelindustrie.de · www.hwb.online getrieben.“

Quelle: verbandsinterne Statistik VdDK, VdDP und VdDW Herford

(%-Veränderung zum Vorjahresmonat)


Design + komfort

Attraktive Spülen-Vielfalt Mit schönem und zweckmäßigem Zubehör von Naber verwandelt sich die Küche in einen ­ästhetisch anspruchsvollen Ort, der durch optimale Arbeits­organisation überzeugt.

Fotos: Naber

I

nnovationen im Edelstahl- und Keramikprogramm der ­Naber-Contura® Einbauspülen haben zu einer Vielfalt in Größe und Farbgebung geführt, die für jede Raum- und Einbausituation die ideale Lösung bereithält – auch für­ kleine Grundflächen. Im Set sind die Naber-Spülen aus Edelstahl, Keramik und dem Composite-Werkstoff Cin-Nagranit meist auch mit dazu passender Armatur erhältlich. In fünf zeitgemäßen Farben, darunter der neue Farbton Weiß matt, kommen die originellen Keramik-Einbauspülen PickUP und LineUP (Design by Hans Winkler Design, Grafenau) daher. Bemerkenswert sind zudem die unterschiedlich gestalteten Abtropfflächen. Während diese bei den PickUP-Spülen im Spülbecken integriert sind, befinden sie sich bei den LineUP-Modellfamilien neben dem Becken. Ausgezeichnet mit diversen international anerkannten Design­preisen, bildet die Einbauspülen-Kombination Corno Turno (Design

by tbSTUDIO, Berlin) die Basis für weitere formschöne Innovationen im Edelstahl-Segment. Gemeinsam ist den CornoSerien das minimalistische Designkonzept und die besonders präzise Verarbeitung des 1 mm starken Werkstoffs. Durch das Nassschleif-Finish weisen die Modelle zudem eine besonders feine, leicht zu reinigende Oberflächenstruktur auf. Corno Piu Einzelbecken überzeugen durch ihre besondere Ästhetik, die sich sowohl im schmalen Beckenrand als auch in Details wie dem bodenbündig integrierten Siebkorbventil und dem fläwww.naber.com chenbündig integrierten Überlauf zeigt. Über das vollständige NaberProgramm informieren die aktuellen Küchenzubehör-Kataloge Basics, Tech und Interieur. Diese können als Printversion ange­fordert werden und stehen auf naber.com zum Download bereit.

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