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Quetschn-Rocker Bei Österreichs bedeutendstem Musikpreis, dem Amadeus Austrian Music Award 2018, wurden der Sierninger Florian Ritt (Foto) und seine beiden Bandkollegen von „Folkshilfe“ als „Songwriter des Jahres“ ausgezeichnet. Wie der Wiener Sängerknabe zum „QuetschnRocker“ wurde, erzählt er auf Seite 18.

Garten-Frauen

Gisi Helmberger in Micheldorf (Foto) und Veronika Pitschmann in Pettenbach sind zwei von sieben Gärtnerinnen, die jetzt in ihre grünen Wohnzimmer einladen – wir haben die beiden in ihren Garten-Oasen besucht. Mehr zu den Tagen der offenen Gartentür im Traunviertel lesen Sie auf den Seiten 16/17.

Wenn sie abheben, zählt jede Sekunde

Am Flugplatz in Scharnstein gehen Flugretter mit dem Rettungshubschrauber in die Luft. Seite 6

extra blick

Österreichische Post AG • RM 97A456301K • 4563 Micheldorf

Die Zeitung fürs südliche Oberösterreich! Auflage 56.000 • Gradenweg 1 • 4563 Micheldorf Tel. 075 82 / 61 3 66 • Mail: redaktion@extrablick.at 22. Jahrgang • Nummer 7/2018 • 18. Mai

w w w. e x t r a b l i c k . a t

• Starker Partner

Seit Mitte Mai ist backaldrin The Kornspitz Company offizieller Brot-Partner des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB). Ab sofort werden David Alaba und seine Kollegen bei Lehrgängen und Länderspielen in den knusprigen Kornspitz beißen, der vom Firmensitz in Asten die Welt eroberte. Mehr über die neue Partnerschaft erfahren Sie, wenn Sie die Zeitung umdrehen.

• Rekord-Auftrag

„Wir bauen für einen Kunden eine vollautomatisierte Montage- und Prüfanlage für ein Bremsensicherheitsbauteil mit einem Auftragsvolumen von sechs Millionen Euro!“ Die beiden dft-Geschäftsführer Jürgen Prenninger und Wolfgang Überwimmer freuen sich über den größten Einzelauftrag in der 21-jährigen Firmengeschichte des Kremsmünsterer Unternehmens. Seite 4

Karriere mit Lehre.

Angela Reisenbichler startete 1996 bei Greiner eine Werkzeugmacher-Lehre. Heute ist sie für die Ausbildung der jungen Extrusionstechniker verantwortlich. Mehr über die Ausbildungsleiterin – und weitere Lehrlinge, die Karriere mit Lehre gemacht haben – lesen Sie ab Seite 26.

• Offene Türen

Grund zum Feiern hat die Greiner-Gruppe. Das Familien-Unternehmen mit Sitz in Kremsmünster setzte im Jahr 2017 erstmals mehr als 1,5 Milliarden Euro um. Beim „Greiner Global Day“ am Freitag, 15. Juni können alle Interessierten an den Standorten in Kremsmünster und Nußbach einen interessanten Blick hinter die Kulissen des Vorzeige-Unternehmens werfen. Seite 3


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Nummer 7, 18. Mai 2018

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Freddy Durchblick

Verehrte Leserinnen, verehrte Leser! Musiker aus dem südlichen Oberöstereich räumten beim Amadeus Austrian Music Award 2018 groß ab. „Farewell Dear Ghost“ mit Bassist Philipp Prückl aus Kremsmünster und Schlagzeuger Andreas Födinger aus Rohr, die wir kürzlich vorstellten, gewannen den „FM 4 Award“. „Bilderbuch“ mit Sänger Maurice Ernst aus Kremsmünster holten sich gleich zwei Trophäen. Der Sierninger Florian Ritt wurde mit „Folkshilfe“ als bester Songwriter ausgezeichnet – wir porträtieren ihn auf Seite 18. Der nächste extra-blick erscheint am 7./8. Juni. Bis dahin alles Gute, auf Wiederblicken, herzlichst Ihr

Freddy Durchblick

TCG Unitech investiert 90 Millionen Euro in den neuen Standort in Rohr im Kremstal (links). Bis 2022 sollen dort etwa einhundert neue Arbeisplätze geschaffen werden.

TCG Unitech wächst weiter

Um 90 Millionen Euro wird ein Druckgusswerk in Rohr errichtet

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ie Bauarbeiten für das neue Druckgusswerk, das die TCG Unitech um 90 Millionen Euro in Rohr im Kremstal errichtet, laufen auf Hochtouren. Bereits 2019 wird der neue Standort seinen Betrieb aufnehmen. „Die Automobilbranche floriert, unsere Kunden bestellen immer größere Mengen. Mit dieser Großinvestition werden wir als Premium-Partner für HightechBauteile noch flexibler, schneller und wettbewerbsfähiger“, begründet Geschäftsführer Peter Wienerroither die Entscheidung für den Standort in Oberösterreich.

100 neue Arbeitsplätze Bis 2022 werden im neuen Werk in Rohr insgesamt etwa einhun-

dert zusätzliche Arbeitsplätze in der Region entstehen, von denen vor allem Fach- und Anlernkräfte aus der unmittelbaren Umgebung profitieren werden. „Obwohl das neue Werk noch nicht in Betrieb ist, haben wir schon viele Bewerber“, freut sich Wienerroither. Genug Platz für Wachstum Am insgesamt 12.000 Hektar großen Betriebsareal in Rohr werden noch heuer 50.000 Quadratmeter für die Standort- und Kapazitätserweiterung des Kremstaler Vorzeigeunternehmens erschlossen, am gesamten Areal sind derzeit Bagger, Kräne und andere Baumaschinen im Einsatz. Kürzlich wurden schon die ersten Hallenstützen und Wände hochgezogen.

TCG Unitech-Geschäftsführer Peter Wienerroither: „Die für den neuen Standort geplanten Produktionskapazitäten füllen sich bereits jetzt zur Gänze. Nach der ersten Bauphase planen wir bereits einen weiteren Ausbau.“

Großer E-Bike-Test im Sportstadl Windischgarsten Donnerstag, 24. Mai bis Samstag, 26. Mai

Bitte beach hten Sie die „Immo-News““ von REMAX Kirchdorf mit zahlreichen Immobilienangeboten aus der Region, die einem Teil dieser Ausgabe beiliegt. Weitere Infos: www.remax-kirchdorf.at

Sämtliche E-Bike-Arten stehen zum Test bereit!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch während der Geschäftszeiten!

Ihr Sportstadl-Team!

Michael „Mick“ Laur de Manos (Foto) und unser Fachpersonal stehen mit RAD und TAT zur Seite!

Hauptstraße 3, 4580 Windischgarsten Telefon: 07562 7531


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Zum 150-jährigen Jubiläum machte sich die Greiner Gruppe mit Sitz in Kremsmünster selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk. „Erstmals in unserer Geschichte konnten wir 2017 beim Umsatz die 1,5 Milliarden Euro-Grenze durchbrechen“, freuen sich Vorstandsvorsitzender Axel Kühner (links) und Finanzvorstand Hannes Moser – und legen noch eine Bestmarke nach. Mehr als 10.000 Mitarbeiter sind derzeit in den 139 Standorten in 33 Ländern der Welt beschäftigt – mehr dazu auf www.greiner.at

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Ein Jahr der Rekorde für Greiner-Gruppe!

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Nummer 7, 18. Mai 2018

Blick Blick

Thomas Sternecker

G’lernt is g’lernt!

Offen für Sie! Greiner Global Day: Tag der offenen Türen! am 15.06. 13.00 bis 19.00 Uhr

+ Betriebsführungen + Festzelt vor der Greiner Holding + Vielfältiges kulinarisches Angebot + Abwechslungsreiches Kinderprogramm + Shuttle-Service zu den Werken Herzlich willkommen in der Greiner Holding in Kremsmünster! Und in unseren Werken Greiner Packaging Austria, Eurofoam & Eurofoam pactec, Greiner Bio-One (alle Kremsmünster) sowie Greiner Extrusion und GPN (Nußbach).

r: m nteiner.co u fosay.gre n I Alle bald

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Z’erst mochst amoi Matura – und daun schau ma weiter! Diesen gefährlichen Satz hört man immer wieder, wenn sich Eltern nach der achten Schulstufe mit ihren Kindern über DEREN Zukunft unterhalten. Dass dieses Denken grundlegend falsch ist, beweisen die hohen Ausfallsquoten an höheren Schulen. Wenn dann nach der Matura endgültig die Luft fürs Lernen draußen ist, ein Studium in weite Ferne rückt, und die Maturanten nicht den erwarteten Job mit dem erträumten Gehalt bekommen, dann steigt der Frust weiter. Warum dürfen die Kinder nicht eine Lehre machen, wenn sie das wollen? Musste man sich noch vor zehn, zwanzig Jahren lange anstellen, um seinen Traumberuf erlernen zu dürfen, eröffnet der Facharbeitermangel den jungen Leuten – vor allem in technischen Berufen – heute ungeahnte Möglichkeiten. Fleiß, Engagement – und regelmäßige Weiterbildungen öffnen den ausgelernten Facharbeitern nicht selten die Tür in die Führungsebenen der Betriebe. Auch an diese Chancen sollten Eltern denken, wenn sie mit ihren Kindern über ihre Berufswünsche reden.


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Nummer 7, 18. Mai 2018

dft arbeitet an größtem Auftrag Drei Millionen Euro hat die „dft maschinenbau gmbh“ am Firmensitz in Kremsmünster investiert und die Kapazität damit fast verdoppelt. Das macht sich jetzt bezahlt – derzeit wird der größte Einzelauftrag in der 21-jährigen Firmengeschichte umgesetzt.

Die dft-Geschäftsführer Jürgen Prenninger (Mitte) und Wolfgang Überwimmer (links) präsentieren Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl am Firmensitz in Kremsmünster die vollautomatischen Montage- und Prüfanlagen.

„Wir bauen für einen Kunden eine vollautomatisierte Montageund Prüfanlage für ein Bremsensicherheitsbauteil mit einem Auftragsvolumen von etwa sechs Millionen Euro“, erklären die beiden dft-Geschäftsführer Jürgen Prenninger und Wolfgang Überwimmer. Die Länge der fertigen Anlage mit 35 Stationen und elf Robotern beträgt insgesamt 50 Meter! Solche Aufträge sind heute möglich, weil die Firmenleitung im Vorjahr viel Weitsicht bewies und

nicht weniger als drei Millionen Euro in ein neues Technikum, eine neue Montagehalle und ein Lager investierte und damit die Betriebsstätte in Kremsmünster flächenmäßig auf derzeit 7.000 Quadratmeter mehr als verdoppelte. Im neuen Technikum befinden sich seit August 2017 die Konstruktionsabteilung sowie die Forschungs- und Entwicklungsabteilung. In der neuen Halle entstehen auf den vollautomatischen Montage- und Prüfanlagen Kraftfahrzeugpumpen, Verteilergetriebe, Turbolader, Bremssysteme, Abgasnachbehandlungssysteme und elektronische Sicherheitsbauteile. Unter den Top-50 im Österreich-Ranking Auf diesem Gebiet gehören die Kremsmünsterer in Österreich zu

Oberösterreich will die Chancen der Digitalisierung nutzen und damit als Wirtschaftsstandort noch wettbewerbsfähiger werden. Mit der Digitalisierungs-Leitinitiative des Wirtschaftslandesrates. Wirtschaft Arbeit Forschung Wissenschaft Energie Tourismus Raumordnung Landesholding Europa Sport

www.standort-staerken-fuer-ooe.at


Nummer 7, 18. Mai 2018

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in der Firmengeschichte Firmengeeschichte Menschen und Roboter arbeiten im Einklang dft steht „für Lösungen mit Wert“. In Kremsmünster werden automatisierte Anlagen mit kollaborierenden Robotern für die Kunden entwickelt und gebaut. „Der Mensch punktet mit Methodik, Intuition und Entscheidungsvermögen, die Roboter mit hoher Wiederholungsgenauigkeit, Präzision und Kraft. Beide bringen ihre Stärken ein“, erklärt Jürgen Prenninger, „die Mitarbeiter werden durch die modernen Technologien entlastet.“

Der Fokus liegt bei dft auch in Zukunft ganz klar auf der Ausund Weiterbildung im eigenen Haus. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im letzten Jahr um zwanzig auf mehr als einhundert gewachsen. „Wir möchten gesund und überschaubar weiterwachsen und die Anzahl der Mitarbeiter bis 2025 auf 150 erhöhen“, betont Wolfgang Überwimmer. dft wächst weiter und verstärkt sein Team Die „dft maschinenbau gmbh“ ist für ihre herausragende, mitarbeiterfreundliche Personalpolitik weithin bekannt. „Wir erkennen und anerkennen den Wert unserer tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, betonen Jürgen Prenninger und Wolfgang Überwimmer – „wir laden jeden ein, sich persönlich davon zu überzeugen.“

MANCHE GÄSTE KLINGELN NICHT.

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den Marktführern und mischen mit einer Exportquote von 70 Prozent auch international kräftig mit. In der Branchenzeitschrift „Factory“ scheint dft 2017 unter den fünfzig führenden Maschinenbau-Betrieben Österreichs auf.

Im Vorjahr wurde mit dem neuen Technikum, einer neuen Montagehalle und einem Lager der dft-Firmensitz in Kremsmünster flächenmäßig mehr als verdoppelt. Derzeit werden im Kremstaler Vorzeigeunternehmen folgende Positionen (m/w) ausgeschrieben: • Roboter- und SPS-Programmierer

• Konstrukteure • Facharbeiter aus Elektround Metallberufen • Lehrlinge Nähere Informationen findet man auf www.dft.at

Wie Sie Ihr Heim besser vor Einbruch schützen. Manche Gäste klingeln nicht. Binnen Sekunden, oft verblüffend geräuschlos, dringen Einbrecher in versperrte Häuser. Doch was tun, um die eigenen vier Wände zu schützen und sich daheim sicher zu fühlen? Im Zuge der Aktion Sicheres Heim tourt die Oberösterreichische Versicherung AG durch ganz Oberösterreich und informiert Sie gemeinsam mit anerkannten Sicherheitsexperten, wie Sie Einbrechern einen Riegel vorschieben.

Gutschein*

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*Ihren Gutschein erhalten Sie direkt bei der Veranstaltung Aktion Sicheres Heim.

Aktion Sicheres Heim.

Dienstag, 29.5.2018 Ab 18.30 Uhr Gmunden, WKO Miller v. Aichholzstr. 50, 4810 Gmunden

Infos und Anmeldung auf www.aktionsicheresheim.at oder im Keine Sorgen Center Gmunden oder telefonisch unter +43 5 78 91-7250


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Diese Dieese Lebensretter Am Flugplatz in Scharnstein heben seit Jahrzehnten Segelflugzeuge ab. Seit 17. März dieses Jahres ist dort auch ein Rettungshubschrauber stationiert – einer von nur drei in ganz Oberösterreich. Wenn die dreiköpfige Besatzung im Einsatz ist, dann gehts oft um Leben und Tod.

Flugretter Gernot Halbwirth aus Flachau (links) und Pilot Helmut Hartl aus Pasching in der Einsatzzentrale am Flugplatz in Scharnstein. Der Reinhaltungsverband Großraum Windischgarsten sucht für die Verbandskläranlage eine(n)

technische(n) Mitarbeiter(in). Aufnahmevoraussetzungen: • abgeschlossene techn. Facharbeiterausbildung • Bereitschaft zur fachlichen Aus-und Weiterbildung • Bereitschaft zur Leistung von Bereitschaftsdiensten und Überstunden auch an Wochenenden und Feiertagen Nähere Auskünfte bzw. Detailinformationen erhalten Sie unter 0664 / 43 29 831 bei Herrn Arthur Rohregger oder bei Ihrem Gemeindeamt in Windischgarsten, Edlbach, Rosenau, Roßleithen oder Spital am Pyhrn. Ing. Norbert Vögerl, Verbandsobmann

Nach seinem schweren Forstunfall wurde FIS-Renndirektor Hannes Trinkl kürzlich von den Scharnsteiner Flugrettern von St. Pankraz ins Krankenhaus nach Kirchdorf geflogen, das er bereits wieder verlassen konnte.

Das Salzburger Unternehmen „Heli Austria“ setzt sieben Rettungshubschrauber in Salzburg und Tirol ein – und seit fast genau zwei Monaten einen achten im Almtal in Oberösterreich. „In diesen acht Wochen sind wir von hier schon über 120 Einsätze geflogen“, rechnet Gernot Halbwirth vor. Der Flachauer ist leitender Flugretter bei „Heli Austria“. Gemeinsam mit Pilot Helmut Hartl aus Pasching und einem Notarzt aus Wien wartet er bei unserem Besuch in der Einsatzzentrale am Scharnsteiner Flugplatz darauf, dass per Funk die nächste Alarmierung eingeht. In drei Minuten in der Luft Dann zählt jede Sekunde. Im Laufschritt gehts zum Hubschrauber – normalerweise ein knallroter MacDonnell Douglas 902 Explorer. Eine fliegende Intensivstation, ausgestattet mit der modernsten „Air AmbulanceTechnologie“. Keine drei Minuten vergehen, bis der Hubschrauber in der Luft schwebt. „Unsere Flughöhe beträgt normalerweise etwa dreitausend Meter, in der Regel sind wir mit 200 km/h unterwegs“, erklärt Helmut Hartl. Der Paschinger arbeitet seit mehr als 25 Jahren als Hubschrauber-Pilot und fliegt seit dreizehn Jahren Einsätze mit dem Rettungshubschrauber. „Dabei gehts immer um Menschen, da hat die Sicherheit natürlich oberste Priorität.“ Kein Einsatz gleicht dem anderen – „das ist das Spannende an diesem Beruf“, weiß Flugretter Gernot Halbwirth. Ob Motorrad-

unfall oder Herzinfarkt, ob Schlaganfall oder Massenkarambolage, ob Skiunfälle oder verunglückte Bergsteiger. Diese werden oft mit einem bis zu 110 Meter langen Bergetau von Gernot Halbwirth aus dem Gelände geholt. Er hat als hauptberuflicher Notfall-Sanitäter bei der Rot-Kreuzstelle in Altenmarkt am Boden gearbeitet, bevor er die sehr umfangreiche und herausfordernde Ausbildung zum Flugretter absolvierte und im Jahr 2012 abschloss. Jedes Jahr müssen sich die Flugretter bei Alpin-Kursen und im medizinischen Bereich weiterbilden und außerdem ihre Fitness unter Beweis stellen. Acht Einsätze am Tag In diesen sechs Jahren ist der 29Jährige – hauptsächlich in Salzburg – bereits über tausend Einsätze mit dem Rettungshubschrauber geflogen – die sehr tragischen hat er bis heute nicht vergessen. In seiner Freizeit besteigt der begeisterte Alpinist sämtliche Berge im Einsatzgebiet, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Das hilft dem Team besonders dann, wenn verunglückte Bergsteiger keine genauen Angaben zu ihrem Ort machen können. Was aber eher die Ausnahme ist. Der Hubschrauber ist mit vier völlig verschiedenen Navigations-Systemen ausgestattet, „bis jetzt haben wir noch überall hingefunden“, betont Gernot Halbwirth: „Wir kennen Oberösterreich besser aus der Luft, als vom Boden aus.“ Neben Kirchdorf werden von den Scharnsteiner Flugrettern hauptsächlich die Krankenhäuser in Gmunden, Wels, Vöcklabruck oder Linz angeflogen – je nachdem, wie schwer die Verletzung ist und welche Kapazitäten in den einzelnen Krankenhäusern gerade verfügbar sind. Von sieben Uhr in der Früh bis zum Sonnenuntergang – derzeit


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schickt der der Himmel Himmel gegen 21 Uhr – ist die Einsatzzentrale in Scharnstein besetzt – nachts wird (noch) nicht geflogen. An Spitzentagen absolvieren die Flugretter bis zu acht Einsätze – „das geht schon ganz schön an die Substanz“, weiß Halbwirth: „Viele Einsätze, die wir tagsüber fliegen, hören und sehen wir dann am Abend in den Nachrichten-Sendungen oder lesen sie nächsten Tag in der Zeitung. Wie jenen, bei dem die Flugretter kürzlich mit Hannes Trinkl einen prominenten Patienten erstversorgen mussten. Der Abfahrtsweltmeister von 2001 hatte sich daheim in St. Pankraz bei der Holzarbeit den Schienbeinkopf gebrochen, wurde ins Krankenhaus Kirchdorf geflogen, dort operiert – und ist bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Thomas Sternecker

Die Flugretter heben in Scharnstein mit dem knallroten McDonnell Douglas (MD) 902 Explorer immer im Dreierteam ab: Neben dem Flugretter – am Foto rechts Gernot Halbwirth – sind immer ein Pilot und ein Notarzt an Bord.

TAG DER OFFENEN TÜR in der BH Kirchdorf 23. Mai, 13:00 bis 17:00 Uhr

Im Jahr 1868 wurden die Aufgaben der Verwaltung im damaligen Erzherzogtum „Österreich ob der Enns“ aufgrund der rasch wachsenden Herausforderungen in Gesellschaft, Technologie und Wirtschaft immer umfangreicher. Daher wurden der k.k. Statthalterei 12 Bezirkshauptmannschaften als regionale Vertretungen unterstellt. Seitdem haben diese sich ständig weiterentwickelt.

Moderner Dienstleister

Heute sind die oberösterreichischen Bezirkshauptmannschaften moderne, kundenorientierte Verwaltungs-Nahversorger. Die Menschen profitieren von den kurzen Behördenwegen in der Region. Jede BH bietet kompetente und persönliche Beratung und Dienstleistungen in allen Verwaltungsangelegenheiten, wie etwa Gesundheit und Soziales, Wohnbau, Sicherheit, Ordnung und Verkehr, Katastrophenschutz, Umwelt- und Naturschutz. Das One-Stop-ShopPrinzip in den Bürgerservicestellen der BH sorgt für transparente und rasche Erledigungen.

13:00 Eröffnung der Wanderausstellung durch den Landeshauptmann Präsentation des FIS-Schi-Weltcups Hinterstoder 2020 durch das OK-Team Hinterstoder Autogrammstunde mit Ski-Cross-Weltmeisterin Andrea Limbacher (bis 14:30) 23.05. Führungen durch die Bezirkshauptmannschaft Präsentationen in den Abteilungen, Bezirksquiz und Luftballonstart 14:30 Musik-Video Bezirk Kirchdorf „I‘ steh auf unser Land“ (Sitzungssaal) OÖ Zivilschutzverband „Blackout-Eigenvorsorge“ (Sitzungssaal) Aktionsprogramm am Freigelände: 13:00 Präsentationen der Einsatzorganisationen: Freiwillige Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz und OÖ Zivilschutzverband 16:30 Gewinnverlosung des Bezirksquizes Musik durch die Schüler und Schülerinnen der Musik-NMS-Kirchdorf und Paul Pawluk & Friends

2018

Fotos: ©OÖT Hochhauser, @ihorzigor – stock.adobe.com

Bürgerservice seit 150 Jahren

DIE BESUCHER ERWARTET FOLGENDES PROGRAMM

Bezahlte Anzeige

Die BH Kirchdorf feiert nicht nur den 150. Jahrestag der Einrichtung der oberösterreichischen Bezirkshauptmannschaften, sondern auch die Neueröffnung des Amtsgebäudes mit einem „Tag der offenen Tür“ in der Garnisonstraße 3 in Kirchdorf. Ein vielfältiges, interessantes und spannendes Programm macht den Besuch zum Erlebnis für die ganze Familie. Präsentiert werden neben den Angeboten der BH auch die Leistungen von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Zivilschutzverband. Die Prangerschützen Molln, die Präsentation des FIS-SchiWeltcup Hinterstoder 2020, eine Autogrammstunde mit Ski-Cross-Weltmeisterin Andrea Limbacher und vieles mehr runden die Schau ab.


Seitenblicker

ewald@extrablick.at

Ewald Schnabl

Traumhafte Skitouren Skkitouren im im Iran Iran

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ährend die ganze Welt über das Atomabkommen der USA mit dem Iran diskutierte, erkundeten Zahnarzt Fritz Huemer aus Pettenbach, Rupert Trawöger, der in Ried im Traunkreis eine Spedition betreibt, und Viessmann Österreich-Geschäftsführer Peter Huber die Lage vor Ort in luftigen Höhen. Gemeinsam mit vier Freunden war das Trio mit den Tourenskiern zehn Tage lang im Iran unterwegs. „Ein Paradies. Dort gibts so gut wie keine Skitourengeher, wir waren fast immer mutterseelen alleine unterwegs und haben sicher zahlreiche Hänge erstbefahren. Fachliteratur und Karten gibts im Iran sogut wie keine“, erzählt Peter Huber von jenem Land, in dem es mehr als 150 Gipfel jenseits der viertausend Meter gibt. Theheran, die Hauptstadt, liegt direkt am Elbrusgebirge. Ein Höhepunkt war für die Oberösterreicher die Skitour auf den 4.156 Meter hohen „Kalun Bastak“. „Die Leute waren unglaublich gastfreundlich und sehr an uns interessiert, wir mussten viele Selfies mit ihnen machen.“ Touristen trifft man im Iran kaum. Vielleicht auch deshalb, weil die Polizei ganz genau auf die Einhaltung von Sitte und Recht achtet: Kein Alkohol, keine Kreditkarten …

Erkundeten die Bergwelt im Iran: v.l.: Peter Huber, Geschäftsführer von Viessmann Österreich, Spediteur Rupert Trawöger aus Ried im Traunkreis und Zahnarzt Fritz Huemer aus Pettenbach.

Traum-Hochzeit J

Doris und Michael Strugl besiegelten in Kremsmünster ihre Liebe vor Gott.

etzt ist Oberösterreichs Landes-Vize endgültig unter der Haube. Nachdem sich Michael Strugl und seine Doris Nentwich bereits im November 2017 vor dem Standesbeamten das JaWort gegeben hatten, besiegelten die beiden ihr Glück vor wenigen Tagen mit der kirchlichen Trauung mit Familie und Freunden in der Michaelskapelle im Stift Kremsmünster, das dem PolitProfi seit seiner Zeit im Stiftsgymnasium bestens vertraut ist. Die Trauung nahm Abt Ambros Ebhart persönlich vor, natürlich war auch Strugls Parteifreund Landeshauptmann Thomas Stelzer unter den Gästen. Ein Traum in weiß war das Hochzeitskleid von Doris Strugl, das der bekannte Linzer Designer Gottfried Birklbauer entworfen hat.

Industrie bekennt sich zur Wasserkraft.

Ein ganz klares Bekenntnis zur sinnvollen und ökologisch verträglichen Nutzung der Wasserkraft gabs von der Sparte Industrie der WKOÖ anlässlich der Besichtigung des 1908 errichteten Jugendstil-Kraftwerkes in Steyrdurchbruch in Molln. „Wasserkraftwerke sind langfristig betrachtet die wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Stromerzeugung, leider gefährden überzogene Umweltziele bestehende Wasserkraftwerke und verhindern den Bau von neuen“, forderte der Obmann der Sparte Industrie, Günter Rübig – am Foto links mit Energie AGTechnikvorstand Stefan Stallinger und Erich Frommwald (rechts), Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe – Vereinfachungen bei den Bewilligungsverfahren.


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Helden des Alltags Alltaggs im Einsatz

Eins gleich vorweg: In Molln wurde nicht der neue James Bond-Film gedreht. Aber es hätte gut sein können. Die Fire Fighter Competition 2018 war an Action kaum zu überbieten. Nicht weniger als zehn Feuerwehren zeigten, was sie im Ernstfall im Stande sind, zu leisten. Erstmals mit dabei waren bei der vierten Auflage eine Polizeihundestaffel und ein Hubschrauber des Innenministeriums.

Dieser nahm einen Polizeihund in Leonstein auf und flog ihn an der Leine aufs Gelände der Firma Bernegger, wo er mit seinen vierbeinigen Kollegen und den Polizeihundeführern aus Oberösterreich auf spektakuläre Verbrecherjagd ging. Die Hauptrolle an diesem Tag spielten aber die Florianijünger. Zehn Feuerwehren – alle in einer der achtzehn Standort-Gemeinden der Bernegger Gruppe angesiedelt – zeigten an fünf Stationen einen Querschnitt ihres großen Könnens und wurden dabei von einer strengen Jury bewertet. Sie mussten einen Motorradfahrer bergen, der unter einen Sattelschlepper gerutscht war, seilten einen Mitarbeiter aus luftigen

Höhen von einem Kran ab, waren bei einem schweren Unfall eines LKW mit einem Muldenkipper im Einsatz und bargen nach einem schweren Busunfall die verletzten Fahrgäste. Die mehr als 500 begeisterten Zuschauer waren von den Darbietungen begeistert. „Wir haben 650 Mitarbeiter, die tagtäglich etwa 700 Fahrzeuge und Maschinen bewegen. Da passiert leider manchmal auch was. Dann sind wir auf die rasche Hilfe angewiesen. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Blaulichtorganisationen die Möglichkeit haben, für den Ernstfall bei uns vor Ort zu trainieren“, bedankte sich DI Kurt Bernegger jun. für die gute Zusammenarbeit: „Man darf ja nicht vergessen, dass die Feuerwehren alle ehrenamtlich arbeiten, deshalb unterstützen wir sie natürlich, wo wir können.“ Über den Sieg, der bei der anschließenden 140 Jahr-Feier der Feuerwehr Molln ausgiebig gefeiert wurde, freuten sich die Freiwilligen Feuerwehren Ramsau und Steyrling, die vorbildhaft zusammenarbeiteten. Einen Fernsehbericht über die Fire Fighter Competition 2018 gibts auf www.regionaltv.at

Mehr als 500 Besucher waren von den Leistungen der Floriani-Jünger begeistert – Gott sei Dank war das Blut der Opfer diesmal nur rot aufgemalt.

Vorm Polizei-Hubschrauber v.l.: Heinz Panwinkler und Gerhard Pühringer (Polizeidiensthundestaffel Linz) mit Hund Barney, Firmenchef Kurt Bernegger und seine Assistentin Tina Molner, bei der alle Fäden zusammenliefen.

Am Foto v.l.: Abschnittskommandant Robert Mayrhofer (FF Molln), Kommandant Hubert Feldmann (FF Ramsau) Kommandant-Stv.Florian Auinger (FF Steyrling) und Prok. DI Kurt Bernegger jun.

46 Diensthundeführer sind in Oberösterreich derzeit von drei Standorten aus im Einsatz. Am Gelände der Firma Bernegger übten sie mit den Hunden den Ernstfall.


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Glaube, Liebe, Hoffnung DDr. P. Leopold Fürst

Pfarrer von Viechtwang, Grünau, Scharnstein und St. Konrad

Das Pfingsthäferl Neben Ostern und Weihnachten ist Pfingsten das Fest, das mit einem zweiten Feiertag „geadelt“ ist: Zum Christtag kommt der Stephanitag, zum Ostersonntag der Ostermontag und zum Pfingstsonntag der Pfingstmontag bzw für die Schüler und Lehrer auch der jeweilige Dienstag als Feiertag hinzu. Das Pfingstfest beschließt die fünfzigtägige österliche Zeit. Die Auferstehung Jesu bleibt nicht ohne Wirkung, seine Auferstehung betrifft nicht nur unser Schicksal nach dem Tod, sondern die österliche Frucht ist die Kraft des göttlichen Geistes für unser jetziges konkretes Leben. Der Gottesgeist führt in die Wahrheit, das heißt in die Gemeinschaft mit Jesus Christus, der die Wahrheit ist. Wahrheit hat nichts mit Rechthaberei oder Fanatismus zu tun, sondern der Heilige Geist lässt uns den Nächsten annehmen und seine Sichtweise respektieren. Ein einfaches Beispiel erläutert das: Kathi und Maxi sitzen einander beim Tisch gegenüber; auf dem Tisch steht ein Kaffeehäferl mit nur einem Henkel. Aus der Sicht der Kathi ist der Henkel rechts, aus der Sicht vom Maxl ist der Henkel links. Wenn beide intelligent genug sind, streiten sie nicht darüber, ob der Henkel „in Wahrheit“ links oder rechts ist. Viele Reibereien, Streitereien und Verletzungen lassen sich vermeiden, wo es gelingt, aus der Position des anderen (so weit möglich) zu blicken, die Perspektive des anderen einzunehmen, die Plätze zu tauschen. Dieser Perspektivenwechsel hat etwas mit nüchterner Bescheidenheit zu tun und nichts mit den verschrobenen philosophischen Spekulationen des Relativismus, nach dem es weder das Häferl gibt noch den Maxi und die Kathi und das Kaffeetrinken nur eine subjektive Konstruktion oder eine neurologische Täuschung durch die Synapsen sei.

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Therapeuten

Silvia Sturmberger zählt zu den gefragtesten Hunde-Trainerinnen Österreichs. Vor zehn Jahren gründete die Kirchdorferin „Therapiehund & Co“, heute bildet die 45-Jährige jedes Jahr etwa fünfzig Therapie- und Assistenzhunde aus.

Silvia Sturmberger hat vier Kinder zur Welt gebracht. Ihr ältester Sohn war Autist. „Er hatte totale Berührungsängste, nicht einmal ich als Mutter durfte ihn angreifen.“ Da kam Familienhund „Lukky“ ins Spiel. Der Golden Retriever und der Bub wurden ein Herz und eine Seele und kuschelten bei jeder Gelegenheit – „zwei Wochen später ist mein Sohn auf meinem Schoß gesessen, heute führt er ein ganz normales Leben.“ Dieses Wunder veranlasste Silvia Sturmberger, sich näher mit Hunden zu beschäftigen. Die gelernte Bürokauffrau, die schon davor zahlreiche Ausbildungen im Gesundheits- und PädagogikBereich absolviert hatte, legte beim ÖKV (Österreichischer Kynologenverband) die Ausbildung zur Hundetrainerin ab. Ehrenamtlich besuchte sie mit Lukky Schulklassen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen oder Altersheime. 2008 machte

Silvia Sturmberger ihr Hobby zum Beruf und gründete „Therapiehund & Co“. Nach der Ausbildung zur Trainerin und Prüferin bei „Tiere als Therapie“ (TAT) an der Veterinär-Universität Wien absolvierte sie die intensive Ausbildung zur staatlich geprüften, tierschutzqualifizierten Hundetrainerin. Mittlerweile ist die Kremstalerin auch eine beauftragte Prüferin für die staatlich zertifizierten Therapie-Begleithunde. „Es gab eine Zeit, da wurde viel Schindluder getrieben. Alle möglichen Leute, die einen Hund besaßen, glaubten, sie könnten ohne entsprechende Ausbildung auch Menschen therapieren“, erinnert sich die Kirchdorferin. Mit einem entsprechenden Gesetz wurde 2014 dieser Praxis endlich ein Riegel vorgeschoben. Heute gibt’s strenge staatliche Prüfungen, bei denen Silvia Sturmberger auch häufig in der Kommission sitzt. Assistenzhunde leben mit ihren Besitzern Assistenzhunde werden von Trainern wie Silvia Sturmberger bis zu 24 Monate intensiv ausgebildet, leben aber bei ihren Besitzern, die eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben.

Der Mensch ist fähig, sich nach der Wahrheit auszustrecken. Je besser dies gelingt, desto sinnerfüllter wird das Leben. Lassen wir uns vom Heiligen Geist in diese Wahrheit lotsen. Komm, Schöpfer Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit Deiner Kraft. Aus Dir strömt Leben, Licht und Glut, gib uns Schwachen Kraft und Mut. Dich sendet Gottes Allmacht aus im Feuer und im Sturmesbraus, Du öffnest uns den stummen Mund und machst der Welt die Wahrheit kund.

Therapiehund Wotan bietet dem kleinen Michael die Stirn und zeigt ihm auf spielerische Art seine Grenzen auf.


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auf vier vieer Pfoten Sie begleiten Rollstuhlfahrer oder Sehbehinderte durch den Alltag oder zeigen epileptische Anfälle oder Zuckerschocks an, noch bevor sie ausbrechen. Nach abgelegter Prüfung erhält jeder Assistenzhund eine Signaldecke mit einer amtlichen Nummer.

Hunde sagen nicht, du bist gut oder schlecht. Sie sind einfach für dich da

Im Gegensatz dazu bleiben ausgebildete Therapiehunde bei der Trainerin. Die beiden bilden ein Team und arbeiten mit den Menschen meist vor Ort in ihrer gewohnten Umgebung. Die Hunde arbeiten mit ihrer Nase Die Klientel reicht von verhaltensauffälligen Jugendlichen über Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen bis hin zu Menschen, die im Wachkoma liegen. Bei der Sturmberger-Fördermethode arbeitet der Hund mit seiner Nase, zeigt Hormonausschüttungen an, und erkennt Dinge, die wir Menschen nicht wahrnehmen können. Bei WachkomaKlienten sind das oft Entzün-

Hunde-Trainerin Silvia Sturmberger aus Kirchdorf mit ihren sechs Therapiehunden – v.l.: Golden Retriever Lukky, Mischling Bali, Elo Zoe, Silvia, Labrador Retriever Wotan, Mischling Jack, Labrador Retriever Yuma dungsherde, die zum Beispiel Zahnschmerzen verursachen. Bei Silvia Sturmberger leben derzeit sechs ausgebildete Therapiehunde, in zwei Wochen wird ein siebter dazukommen. Jeder darf nur drei Stunden pro Woche eingesetzt werden. „Daheim sind es ganz normale Haustiere, die im Garten herumtollen. Aber wenn ein Einsatz ansteht, sind sie hochkonzentriert und total fokussiert auf den Klienten“, weiß die Hunde-Expertin, die mit zahlreichen Therapeuten und Ärzten zusammenarbeitet. „Im Gegensatz zu uns Menschen werten Hunde nicht. Sie sagen nicht, du bist gut oder schlecht, sie sind einfach für dich da!“, weiß die Hunde-Therapeutin:

Ein Herz und eine Seele: Julia aus Molln verbringt jede Woche eine Stunde mit Therapiehund Jack.

„Der Hund sucht die Nähe von uns Menschen und will sich an uns binden. Das macht diese einzigartigen Tiere so besonders!“ Mittlerweile arbeitet Silvia Sturmberger von der Zentrale in Kirchdorf aus unter der Dachmarke „Therapiehund & Co“ mit zahlreichen – von ihr ausgebildeten Hundetrainerinnen – von Bad Hall und Ebensee bis Linz oder Passau – zusammen.

Heuer am 8. September wird in der Praxis in Kirchdorf mit einem Fest das 10-jährige Jubiläum von „Therapiehund & Co“ gefeiert, Interessierte sind dazu herzlich eingeladen oder können sich auch schon vorher zu einer Schnupperstunde anmelden! Alle Infos gibt’s im Internet auf www.therapiehund.net Thomas Sternecker

Seit 145 Jahren ein verlässlicher Partner

VKB ist die Bank für die Region in der Region

W

ir sind DIE Bank mit persönlicher Beratung vor Ort für Menschen und Unternehmen“, betont VKB-Generaldirektor Christoph Wurm: „Wir sind starke Partner, denen rund 100.000 Privatkunden und 12.000 Firmenkunden das Vertrauen schenken.“ Die VKB-Bank wurde 1873 als Genossenschaftsbank gegründet. Heuer, zum 145-Jahr-Jubiläum, hat sich an ihrem Leitsatz nichts geändert: „Wir wollen das Wirtschaftswachstum nachhaltig fördern und das Gemeinsame in Form einer Genossenschaft leben“, erklärt Wurm. Mit 490 Mitarbeitern in 34 Filialen ist die oberösterreichische Regional-

bank heute bestens aufgestellt. Und auch die Zahlen im Jubiläumsjahr können sich sehen lassen, vor allem beim Wohnbau konnte die VKB-Bank 2017 kräftig zulegen, dort ist das Kreditvolumen um 5,6 Prozent auf 998,8 Millionen Euro angewachsen.

VKB-Generaldirektor Mag. Christoph Wurm.


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Nummer 7, 18. Mai 2018

Sportwagen Spportwagen feiert Durch die James Bond Filme erlangte der Aston Martin Kultstatus. Seit sechzehn Jahren besitzen auch Fritz und Elfriede Martetschläger aus Vorchdorf ein Modell dieses Sportwagens. Ihr Aston Martin DB7 ist wohl das einzige Auto Österreichs, dessen Namenstag jedes Jahr zu Martini mit einem großen Ganslessen gefeiert wird.

Zum ersten Martinsfest ließen die StammtsichFreunde für Fritz und Elfriede Martetschläger – zu ehren ihres Sportautos – extra eine Laterne anfertigen (oben). Auch im Innenraum besticht der Aston Martin DB7 durch seine Eleganz (rechts).

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zum Querdenken

Die Anfangsbuchstaben der Antworten beschreiben einen Strauch, aus dessen Blüten und Beeren man köstlichen Saft und Marmelade machen kann. Viele Tiere am gleichen Platz Dieses Instrument besteht aus zahlreichen Pfeifen die Ziegelbrenner hatten ihre Freude damit kein Striezel und doch Brot Schwimmvogel oder Falschmeldung ein Männername zum Lesen

340 Pferdestärken unter der Motorhaube Und der muss seinen „Gasfuß“ ganz schön im Zaum halten, wenn er mit seinem Aston Martin

Über die Dolomiten bis nach Sardinen Vor zwei Jahren startete der Vorchdorfer damit zu seiner bisher größten Ausfahrt. Bei der legendären „1000 Pfund Rallye“ fuhr er durch Deutschland, Belgien, England und Frankreich bis nach Italien. In Mailand gab die Wasserpumpe nach 4.000 Kilometern ihren Geist auf. In Kürze steht erneut eine tolle Ausfahrt am Programm. Fritz und Elfriede Martetschläger werden gemeinsam mit fünfzehn anderen

Seit 105 Jahren ein englischer Klassiker.

Lösung: 1. HERDE; 2. ORGEL; 3. LEHM; 4. LAIB; 5. ENTE; 6. ROMAN.

1. 2. 3. 4. 5. 6.

Früher war Fritz Martetschläger hauptsächlich auf zwei Rädern unterwegs. Mit seinem Motorrad bereiste er zahlreiche Länder der Erde. Mitte der Neunziger Jahre stach dem Hafnermeister aus Vorchdorf in der Nachbarschaft erstmals ein nagelneuer Aston Martin DB7 ins Auge. Als er zur Jahrtausendwende erfuhr, dass ihn der damalige Besitzer Hans-Georg Stöhr verkaufen möchte, traten die beiden in Verhandlungen ein, die sich über zwei Jahre hinzogen, und am 11. Dezember 2002 – genau am 50. Geburtstag von Elfriede Martetschläger – erfolgreich abgeschlossen wurden. „Das Auto war ein Geburtstagsgeschenk für meine Frau“, schmunzelt der 67-Jährige. Deren Freude hielt sich anfangs allerdings in Grenzen. „Ich fahre bis heute lieber am Beifahrersitz mit und lass mich von meinem Mann chauffieren.“

DB7 unterwegs ist. Der 3,2 Liter starke Sechszylinder-Motor mit seinen 340 Pferdestärken beschleunigt das 1.750 Kilo schwere Auto in 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird im Typenschein mit 270 km/h angegeben. Apropos angeben: Das ist das Letzte, was Fritz Martetschläger mit seinem Sportwagen möchte. „Deshalb habe ich mir einen Aston Martin gekauft. Der ist wesentlich unscheinbarer, als ein Ferrari oder Porsche.“ Nur Experten erkennen den eleganten Flitzer mit seiner dunkelgrünen Lackierung auf den ersten Blick als jenes Auto, das durch die James BondFilme weltberühmt wurde. Das erste Mal ging Geheimagent 007 1965 in „Goldfinger“ im Dienste ihrer Majestät mit einem Aston Martin DB5 auf Verbrecherjagd. Fritz Martetschläger besitzt das Nachfolgemodell DB7, Baujahr 1995. Zwischen 1994 und 2003 wurden davon etwa 7.000 Exemplare gebaut.

Der britische Sportwagenhersteller Aston Martin wurde 1913 von Lionel Martin und Robert Bamford in Gaydon gegründet. Mit dem Anspruch, Rennautos für die Straße zu bauen, stellten die beiden Pioniere 1915 das erste Auto mit dem Markennamen Aston-Martin vor. Bis zum Zweiten Weltkrieg verließen nur wenige Hundert dieser Kultautos das Werk. Seit David Brown 1947 das Unternehmen übernahm, finden sich seine Initialien DB bis heute in sämtlichen Modellbezeichnungen.


Nummer 7, 18. Mai 2018

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Namenstag mit Ganslessen Startern „La Grande Corsa Italia“ in Angriff nehmen. Über die Dolomiten führt die wunderschöne Route bis Sardinien – und wieder zurück. Etwa dreitausend Kilometer wird das Ehepaar in zwölf Tagen unterwegs sein. Jedes Jahr am Martinstag wird in Vorchdorf ein ganz besonderes Fest gefeiert, das wohl weltweit einzigartig ist. „Meine Stammtischkollegen haben vor ein paar Jahren bemängelt, dass im November niemand von uns Geburtstag hat. Und weil ich bei jedem Blödsinn dabei bin, haben wir beschlossen, dass wir deshalb zu Martini am 11. November den Namenstag des Aston Martin bei uns daheim mit Gansl und Junker feiern.“ Einzige Bedingung: Alle Gäste müssen eine Laterne mitbringen und gemeinsam das Martinslied singen. Thomas Sternecker

Fritz und Elfriede Martetschläger werden mit ihrem Aston Martin DB7 Ende Mai im Rahmen der „La Grande Corsa Italia“ nach Sardinen fahren.

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Nummer 7, 18. Mai 2018

Meinee Daten gehören In zehn Tagen gilt die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Sie soll die Rechte der Menschen schützen, die ihre Daten preisgeben. Wir schauen vierzig Jahre zurück, zu den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung. Auch damals ist Datenschutz schon wichtig.

Die Magnetspeicheranlage der Gemeinde Pettenbach. Die Programme wurden damals noch selbst geschrieben – von einem Mitarbeiter einer Gemeinde, die das selbe System verwendete.

Manche Daten hält der Staat ganz bewusst öffentlich. Zum Beispiel die Grundstücksgrenzen. Wo hier in Steinbach am Ziehberg am Güterweg Ottenau Privatgrund ist und wo das öffentliche Gut, das kann jeder im Internet sehen auf www.doris.eu – Kataster. Datenschutz? Privatsphäre? Diese Organstrafverfügung aus einer der nördlichen Gemeindes des Bezirkes Kirchdorf steckte in einem großen Sack mit Hausmüll. Und der Sack wurde am Güterweg Altpernstein entsorgt.

Es ist ein Gerät so groß wie ein Tisch – die Magnetplattenanlage, die die Gemeinde Pettenbach im Jahr 1978 bekommt. Der Gemeindebeamte Kurt Becker hat sie von Anfang an bedient. Zuerst haben er und seine Kolleginnen sich einmal um die Daten kümmern müssen. Und das heißt damals – „alles selbst erfassen“. Tag und Nacht ist gearbeitet worden, im Schichtbetrieb. Gespeichert wurden die Daten auf einer Magnetplatte. Gut fünfunddreißig Zentimeter im Durchmesser, eingebaut in eine Cartridge, ein festes Schutzgehäuse aus Kunststoff. Daten-Schutz im Stahlschrank Die ersten dieser Platten in den 1960er Jahren hatten Platz für gut sieben Millionen Zeichen. Auf diesem Speicher hat heut kaum ein größeres Fotos Platz. In den 1970er Jahren wuchs die Kapazität der Magnetspeicherplatten rasch auf über 200 Millionen Zeichen. Aus heutiger Sicht auch nicht aufregend viel Platz, noch dazu, wo so eine Speicherplatte damals fünftausend Schilling gekostet hat – nach heutigem Geldwert tausend Euro. Und mindestens eine solche Datenplatte brauchte die Gemeinde damals jedes Jahr – und eine noch dazu, die im Stahlschrank zur Sicherung aufbewahrt wurde. Das war der Daten-Schutz im wörtlichen Sinn. Um mit diesen Datenplatten arbeiten zu können brauchte es dann noch eine eigene Programmplatte: Ein System

Anno dazumal Franz X. Wimmer

also, so wie heut auf einem Computer mit ganz kleinem Speicher. Der andere Datenschutz, so wie wir ihn heute verstehen, der ist damals in einem Gesetz formuliert worden: „Jedermann hat Anspruch auf Geheimhaltung der ihn betreffenden personenbezogenen Daten, soweit er daran ein schutzwürdiges Interesse, insbesondere im Hinblick auf Achtung seines Privat- und Familienlebens, hat.“ So heißt es im Paragraph 1 des Datenschutzgesetzes vom November 1978. Das Grundrecht auf Datenschutz Das Gesetz bestimmt auch, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat zu erfahren, „wer Daten über ihn ermittelt oder verarbeitet, woher die Daten stammen, welcher Art und welchen Inhaltes die Daten sind und wozu sie verwendet werden“. Und ein Recht auf Richtigstellung und Löschung von Daten gibt es auch. Kurt Becker kann sich noch gut erinnern an die Aufregung, die dieses Gesetz damals verursacht hat. Denn das Datenschutzgesetz drohte auch mit empfindlichen Strafen – nach heutigem Geldwert bis zu dreißigtausend Euro, wenn wer geschlampt hat mit Daten. Doch die Aufregung hat sich rasch wieder gelegt. In Pettenbach hat die Magnetplattenanlage achtzehn Jahre lang ihren Dienst getan. Funktioniert hätte sie auch weiter noch. Doch dann kamen die Computer. Die waren bald billiger, besser zu vernetzen und weit verbreitet. Von den Magnetplattenanlagen


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zuerst mir mir dagegen gab es im ganzen Traunviertel nur vier Stück. Und heute – vierzig Jahre nach dem Datenschutzgesetz? Da haben die meisten Menschen darauf verzichtet zu fragen, wer wo was über sie speichert und warum. Dafür haben etliche Firmen dieses Datensammeln zu ihrem Beruf gemacht. Wenn Firmen wie facebook heute an einem Tag fünfhundert Millionen Terabyte an Daten verarbeiten, dann funktioniert das nur im Computerzeitalter: Von den ersten Magnetspeicherplatten wären dafür fünfhunderttausend Tonnen notwendig gewesen. Gar nicht zu reden vom Platten wechseln. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der Europäischen Kommission – https://ec.europa.eu/info/law/law-topic/dataprotection/reform

Kurt Becker mit einer Magnetspeicherplatte, wie sie von der Gemeinde Pettenbach bis in die 1990er Jahre verwendet wurde.

gespag – Gesundheit für Generationen.

Gesundheit on Tour

Gesundheitstalk im Salzkammergut-Klinikum Gmunden Vortragssäle Do., 14. Juni 2018, 18 Uhr Talkgäste: Prim. Dr. Peter Dovjak, Geriater Prim. Dr. Christoph Silberbauer, Psychiater Mag.a Margit Wachter, UNIQA VitalCoach „Gesundh heit on Tour“ ist eine Veranstaltungsreihe von n

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„Vergesslich oder schon dement?“


Gärten zum Wohlfühlen Eine Hauswurz braucht nicht viel Erde und nicht viel Platz. Eine flache Schale am Tisch genügt.

Frösche, Unken und Molche fühlen sich hier wohl. Und hübsch anzusehen ist so ein Teich auch.

Gisi Helmberger in ihrem Gartenhexenhaus (links). Die Ziegel für diese Mauer (rechts) sind schon weit gereist: In Sattledt wurden sie geschlagen und gebrannt, im Stall der Krapfenmühle in Steinbach am Ziehberg waren sie vermauert. Jetzt schmücken sie den Garten der Familie Helmberger in Micheldorf.

Sieben prächtige Privatgärten zwischen Micheldorf und Steyr öffnen ihre Gartentür – am 27. Mai und am 9. und 10. Juni. Wir haben zwei der Gärtnerinnen besucht – Gisi Helmberger in Micheldorf und Veronika Pitschmann in Pettenbach. Ein Hang, am Fuß des Pröllers gelegen, in Micheldorf. Auf der Talseite ein Bach, auf der Bergseite der Wald. Und ein ebenes Grundstück nah am Ort Pettenbach, mit Sicht auf den Kirchturm. Auf den ersten Blick haben die beiden Plätze nicht viel miteinander zu tun. Doch vieles verbindet die beiden Gärten: Sie liegen nah an den Elternhäusern der beiden Gärtnerinnen – dem Steinermair in Micheldorf und dem Stoaner in Pettenbach. Es sind keine klassischen Bauerngärten. Und doch verbinden sie Nützliches mit Angenehmem. Hier hilft der Bagger der Natur Die beiden Gärten gibts jetzt dreißig, vierzig Jahre lang. Eine Zeit, in der beide Gärtnerinnen viel probiert und geändert haben:

Zehn-, elfmal ist der Bagger gekommen bei den Helmbergers in Micheldorf, hat hier einen Sitzplatz geebnet, dort einen Teich ausgehoben oder Platz geschaffen für ein kleines Gartenhaus. Insgesamt ist der Garten aber immer pflegeleichter geworden, sagt Gisi Helmberger: „Es geht nur mit der Natur. Ich arbeite viel mit Bodendeckern, besonders entlang der Wege“. Der Rasen ist dafür weniger geworden: „Die Rasenfläche macht die meiste Arbeit und die unsinnigste. Der Garten soll ja ein Genuss sein“. Damit sich das auch übers ganze Jahr leben lässt, gibts in Micheldorf an die zwanzig Platzerl im Garten zum Sitzen oder Liegen: Vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang; die Hängematte unterm Apfelbaum im Sommer und das Bett im Glashaus für den Winter. Veronika Pitschmann fasst ihre Garten-Erfahrungen so zusammen: „Was sich wohlfühlt, das bleibt“. Ihre Lieblingsfarbe im Garten ist grün: Ob Efeu oder Farn, Hauswurz oder Lauch – jede Pflanze bringt ihr eigenes Grün mit – hell und glänzend,


Der Turm vom alten Lederauer Feuerwehrhaus verbindet im Pitschmann Garten die beiden Gewächshäuser.

Im Garten von Gisi Helmberger in Micheldorf ist für alles Platz - eine Ecke mit Brennnesseln, Hecken für die Vögel, Unterschlupf für Eidechsen und Äskulapnatter. matt schimmernd, grün in großen Blättern oder in kleinen Nadeln. Meine Gartenfarbe ist zuerst grün Ihr Garten wirkt auch im Winter nicht kahl. Obwohl es einige Arbeit macht, die Buchsrabatten im Nutzgarten zu erhalten und die hohen Buchsbäume neben dem Haus: Der Buchsbaumzünsler macht fast allen Gärten zu schaffen. Im Pitschmann-Garten gibt es zwischen all dem Grün etliche farbige Kontraste: Der alte Lederauer Feuerwehr-Turm in rotem Holz, mit Dach in türkis. Die roten Tondachziegel vom Köpperlehen, die jetzt die Gemüsebeete umranden oder blau glasierte Scherben im Steingarten. Nach vierzig Jahren sehen die Bäume rund ums Haus schon recht erwachsen aus. So lassen sich jetzt Durchblicke schaffen, grüne Gassen und Gartenräume. Und das trotz des ebenen Geländes. Natürlich hat das gedauert – da war es am Anfang schon gut, dass es auch einen geschützen ummauerten Sitzplatz gegeben hat.

Eines haben wir uns von unseren Gartenbesuchen mitgenommen: Wir sind heim gekommen – mit viel Lust selber was zu tun. Natürlich macht ein Garten Arbeit. Gisi Helmberger denkt beim Wort Leidenschaft schon auch mit, dass der Garten manchmal „Leiden schafft“. Aber dagegen wissen die Gärtnerinnen allerhand Mittel: Hier noch zwei Tipps, wenn Sie sich über Schnecken ärgern: Salat lässt sich gut in Töpfe pflanzen. Und die lassen sich schneckensicher aufstellen. Und wenn Sie sich manchmal fragen, warum sie Balkonblumen haben sollten – die Kisterl am Balkon eignen sich bestens für Erdbeeren. Da sind sie geschützt vor Schnecken und die Früchte bleiben sauberer als zu ebener Erd. Informationen zu allen sieben Gärten finden Sie unter www.gartentage.at. Die Gärten sind auch bei Schlechtwetter geöffnet – am 27. Mai und am 9. und 10. Juni. Fünf der Gärtner bieten auch einen Herbst-Termin an – am 23. September. Franz X. Wimmer

Ein Spargel mit Geschichte: Veronika Pitschmann hat diese Pflanzen aus Samen gezogen. Die Körner stammen aus der Nähe der Villa Manin bei Udine. Der letzte Doge von Venedig war dort daheim.

„Was sich wohlfühlt, das bleibt“, sagt Veronika Pitschmann. Und wenn die Bäume wachsen, dann wird der Garten schattiger und – genau recht für die Farne (links). Die Algen aus dem Teich kommen bei ihr auf den Kompost (rechts) – da wird Dünger draus für die Rosen.


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Nummer 7, 18. Mai 2018

Mit Quetschnpop Beim Amadeus Austrian Music Award 2018 sorgte die oberösterreichische Band „Folkshilfe“ für die ganz große Sensation. In der heißumkämpften Kategorie „Songwriter des Jahres“ schnappten die drei Musiker die begehrte Trophäe Kalibern wie „Tagträumer“ vor der Nase weg.

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„Als unser Name aufgerufen wurde, waren wir selber wohl am meisten überrascht. Für uns wars schon ein Riesen-Erfolg, dass wir überhaupt nominiert waren“, strahlt Florian Ritt drei Wochen nach der Preisverleihung im Wiener Vokstheater, die live im ORF übertragen wurde, mit der Frühlingssonne um die Wette. „Wir empfinden es als großes Privileg, dass wir unsere eigene Musik machen dürfen und damit unseren Lebensunterhalt verdienen. Auch wenn wir derzeit sieben Tage pro Woche unterwegs sind. Das ist sehr anstrengend, aber wir machen es gerne“, betont der Sierninger, der mittlerweile in Linz lebt. Seit 2013 ist Florian Ritt Mitglied der Band mit dem falschen „F“ im Namen, die ihre eigentliche Geburtsstunde schon einige Jahre vorher bei einem Urlaub am Meer hatte. „Wir waren etwa fünfzehn Schulfreunde – lauter Musiker, jeden Abend haben wir Lieder gesungen und mit der Quetschn dazugespielt.“ Als Straßenmusiker durch Europa In weiterer Folge tingelten die Freunde ein halbes Jahr als Straßenmusiker quer durch Europa. Dabei entwickelte sich der unverwechselbare FolkshilfeSound, für den Florian Ritt mit seiner Steirischen Harmonika mit eingebautem Synthesizer sorgt. Gemeinsam mit Schlagzeuger Gabriel Haider und Gitarrist Paul Slaviczek – der vor zwei Jahren Mathias Kaineder ablöste, bringt

der 27-jährige Neuzeuger einen „Quetschn-Pop mit Synthesizer“ auf die Bühne, der genauso einzigartig wie genial ist. Gesungen wird dreistimmig in der Mundart. Zum ersten Mal ins Scheinwerferlicht trat die Band 2015 bei der österreichischen Vorausscheidung zum Song Contest, bei der das Trio mit „Who You Are“ unter die letzten Vier – und danach sogar die Ö3-Charts stürmte. Mit den Ohrwürmern „Seit a poa Tag“, „Ned au“ und „Mir laungts“ legten Folkshilfe ordentlich nach.

Wir sind eine Liveband und definieren uns über unsere Konzerte

Dass sie alle ihre Lieder selber schreiben und komponieren, ist für die drei Vollblutmusiker Ehrensache. „Jeder kommt mit Ideen in den Proberaum, dort wird drauflos gespielt, umgetextet und an den richtigen Rhythmen gefeilt, bis alle drei zufrieden sind“, plaudert Florian aus dem Nähkästchen. Der 27-Jährige saugte die Musik praktisch mit der Muttermilch auf. Papa David Ritt war Jahrzehnte Chef der legendären Bachler-Buam und betreibt noch heute ein Tonstudio in Neuzeug. Wie sein älterer Bruder David reiste Florian fünf Jahre lang mit den Wiener Sängerknaben um die Welt. „Eine tolle Erfahrung. Ich durfte Dinge erleben, von denen Kinder in meinem Alter nur träumen konnten.“ Immer im Gepäck war schon damals seine Steirische Harmonika, die der Sierninger bei einem Konzert in New York genauso ausquetschte wie bei einem Auftritt vor dem japanischen Kaiser. Im Linzer Musik-BORG wurde aus dem Sängerknaben ein HipHopper. Florian lernte Gitarre, studierte Jazz-Gitarre und Bass-Gitarre an der Bruckner-Universität in


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zum Amadeus Music-Award

Linz und ist bis heute als Gitarrist für zahlreiche Bands vor allem als Studiomusiker im Einsatz.

Von Wien bis Berlin Sein Hauptaugenmerk gilt aber seinem Herzensprojekt „Folkshilfe“. Der Tourkalender ist randvoll – eben erst hat das Trio seine kleine aber feine „Tour der Regionen“ abgeschlossen. Jetzt geht’s auf größere Bühnen von Wien bis Berlin. Zum Beispiel zum Seer OpenAir am Grundlsee oder als einer der Hauptacts zum Woodstock der Blasmusik nach Ort ins Innviertel. „Wir sind eine Liveband und definieren uns ganz klar über unsere Konzerte“, weiß Florian. Und wer schon einmal in den Genuss eines Folkshilfe-Auftritts gekommen ist, der weiß, wovon er spricht. Alle Termine und Infos gibt’s auf www.folkshilfe.at Thomas Sternecker

Im Wiener Volkstheater wurden Folkshilfe mit dem Amadeus Music-Award 2018 in der Kategorie „Songwriter des Jahres“ ausgezeichnet. Am Foto v.l.: Gabriel Haider, Florian Ritt, Paul Slaviczek und das ehemalige Bandmitglied Mathias Kaineder.

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Foto: ORF

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KALENDER

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Swing-Konzert LAAKIRCHEN. Auf ein echtes Heimspiel freut sich Eric Papilaya, der in Laakrichen aufgewachsen ist. Gemeinsam mit Norbert Oberhauser, Volker Piescek und Pepe Schütz wird er als „The Rats are Back“ am Donnerstag, 17. Mai im ALFA Steyrermühl die neue Bühnenshow präsentieren.

Festliches Pfingstkonzert BAD HALL. Das Ensemble „Musica Sonare“ – bestehend aus Marianne Gesswanger (Sopran), Thomas Dinböck (Orgel) und Thomas Schatzdorfer (Trompete) – bringt am Montag, 21. Mai um 19.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche Werke von Scarlatti bis Händel zur Aufführung.

Pflanzentauschmarkt FRAUENSTEIN. Alle, die Pflanzen übrig oder nötig haben, sind willkommen beim Pflanzentauschmarkt am Samstag, 19. Mai bei Dagmar Brugger vulgo Schamau mit Livemusik und Kinderprogramm. Feiner Hörnerklang KREMSMÜNSTER. Gruppen aus dem In- und Ausland treten beim internationalen Jagdhornbläser-Wettbewerb am Samstag, 19. Mai ab 8 Uhr im Schloss Kremsegg an. Darunter auch die Jagdhornbläsergruppe Kremstal, die ab 19 Uhr mit einem Fest ihr 50-jähriges Bestehen feiert. Pfingsttanz WINDISCHGARSTEN. Beim heurigen Pfingsttanz des örtlichen Musikvereins am Sonntag, 20. Mai, um 20 Uhr im Kulturhaus Römerfeld werden mit „Sulmtal Express“, „Die Gigolos“ und „DJ Peter“ gleich drei Acts für Stimmung sorgen. Pferdesport MICHELDORF. Von 19. bis 21. Mai findet das Pfingstturnier für Ein- und Vierspänner am Reitgelände statt, das heuer auch als OÖ. Landesmeisterschaft ausgetragen wird.

RAT Bigband trifft George Nußbaumer.

Er ist von Geburt an blind und gilt als einer der besten Sänger Österreichs: George Nussbaumer begeistert seit Jahrzehnten sein Publikum als die „schwärzeste Stimme Österreichs“. Der Sänger und Pianist nimmt sich in seinen Liedern im wahrsten Sinn des Wortes „kein Blatt vor den Mund“. So auch beim Eurovision Song Contest 1996, wo er mit dem Song „Weil’s dr guat got“ den zehnten Platz belegte. Bis heute hat er acht eigene Alben herausgebracht, am Freitag, 25. und Samstag, 26. Mai – jeweils um 20 Uhr – präsentiert der Ausnahmesänger im Rahmen der „Soul Night“ im Veranstaltungszentrum Scharnstein gemeinsam mit der RAT Bigband und dem oberösterreichischen Vocaltrio „The Movida Sisters“ ein fetziges Programm mit dem vielversprechenden Titel „George Nussbaumer meets Ray Charles“. Vorverkaufskarten um 17 Euro sind in der Volksbank in Scharnstein erhältlich. Mehr Infos gibts im Internet auf www.rat-bigband.at

Premieren-Lesung

René Freund entführt seine Leser „Ans Meer“

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m Donnerstag, 17. Mai um 20 Uhr präsentiert René Freund im Pfarrsaal seiner Heimatgemeinde Grünau im Rahmen eines Autorengespräches mit Dr. Martina Schmidt zum allerersten Mal seinen neuesten Roman „Ans Meer“ dem Publikum. In einem warmherzigen Roadtrip beschreibt der bekannte Almtaler Autor die Busfahrt einer bunt gemischten Schar an Fahrgästen, die von Fahrer Anton in den Süden chauffiert wird. Unter ihnen auch die krebskranke Carla, die ein letztes Mal das Meer sehen möchte. Am Ende landet die Reisegruppe wirklich dort. Karten gibts an der Abendkassa.

René Freund liest aus seinem neuen Roman „Ans Meer“.

Chor-Konzert RIED/KREMSMÜNSTER. Und dann kommt die Musik! – unter diesem Motto präsentiert der Rieder Singkreis am Samstag, 26. Mai (20 Uhr) und am Sonntag, 27. Mai (18 Uhr) im Kulturzentrum Kremsmünster Volkslieder, Pop, Gospels und Melodien heimischer Interpreten. Auch der Junior-Singkreis wird auftreten. Bezirksmähen MOLLN. Mit einer Feldmesse um 9.30 Uhr wird am Sonntag, 27. Mai am Bendlgut der Familie Sieghartsleitner (Zimeck 36) das Bezirksmähen der Landjugend eingeläutet. Die Wettbewerbe im Sensenmähen starten um 11.30 Uhr, fürs leibliche Wohl ist bestens gesorgt! Buchpräsentation SIERNING. „Die Kunst ist es, den Camino langsam zu gehen“, weiß Kurt A. Andorfer. Knapp ein halbes Jahr pilgerte der Altmünsterer auf dem Jakobsweg vom Salzkammergut nach Santiago de Compostela, aus seinem dabei entstandenen Buch „Von Oberösterreich nach Santiago de Compostela“ liest er am Donnerstag, 24. Mai um 19 Uhr im Pfarrheim.


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Jubiläumskonzert KIRCHDORF. Unter dem Titel „Musik verbindet“ spielt die Stadtkapelle unter der Leitung von Arnold Renhardt am Samstag, 26. Mai um 19.30 Uhr anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Landesmusikschule Kirchdorf ein Open Air-Konzert im Schlossgarten. Bei Schlechtwetter findet das Konzert in der Stadthalle statt. US-Car & Oldtimertreffen GRÜNBURG. Alle Besitzer von amerikanischen Fahrzeugen und anderen Oldtimern bis Baujahr 1986 – und natürlich alle interessierten Besucher – sind am Samstag, 26. Mai herzlich zum 3. US-Car & Oldtimertreffen rund um einen urigen Bauernhof in der Wagenhubstraße 8 eingeladen. Es wartet ein tolles Programm mit Livemusik. Jubiläumsmesse ADLWANG. Gleich zwei Jubiläen werden am Sonntag, 27. Mai um 10.30 Uhr in der Waldkirche St. Blasien gefeiert: 50 Jahre Jagdhornbläsergruppe St. Blasien-Adlwang-Pfarrkirchen und 30 Jahre Orgelweihe. Krimi-Komödie SCHARNSTEIN. Am Donnerstag, 31. Mai um 20 Uhr feiert der Theaterverein Almtal mit der Kriminalkomödie „Jetzt oder nie“ unter der Regie von Gernot Wührleitner im Sensenmuseum Geyerhammer Premiere. Bis 10. Juni stehen insgesamt sechs Vorstellungen am Programm. Karten gibts unter Tel. 0650 88 53 904.

21 Architekturtage 2018:

Offene Baustelle in Leonstein

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Fünf Steyrtaler Gastronomen servieren in Molln 20 Sorten Palatschinken: v.l.: Christian Klausner, Robert Rettenbacher, Daniel Bachleitner, Joschi Illecker, Robert Steinbichler und LC Steyrtal Präsident Felix Hackenberger.

Palatschinken-Fest

In Molln werden 20 Sorten Palatschinken zubereitet

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m Samstag, 9. Juni wird das Steyrtal wieder zum Tal der Palatschinken. Der Lions-Club Steyrtal lädt von 11 bis 18 Uhr zum OÖ. Palatschinkenfest rund ums idyllische Hoisnhaus nach Molln ein. Fünf Gastronomen aus dem Steyrtal bereiten zwanzig verschiedene Sorten Palatschinken – von süß bis pikant – zu.

Auf die Besucher wartet ein unterhaltsames Rahmenprogramm für die ganze Familie! Beim Palatschinkenschupfn wird der Steyrtaler Palatschinken-Kaiser ermittelt, die Landjugend Molln gestaltet ein tolles Kinderprogramm. Für die musikalische Umrahmung sorgen die Mollner Marktmusikanten.

Landjugend Oberösterreich lädt zum Almfest.

Egal ob Bergandacht (10.30 Uhr), Plattler-Show oder ForstArena am Nachmittag, beim „Berg-Event“ – dem Almfest der Landjugend Oberösterreich am Sonntag, 3. Juni auf der Wurzeralm ist für jede Altersgruppe etwas dabei. Das Kinderprogramm „Landwirtschaft begreifen“ auf der Wiederlechnerhütte lädt zum Verweilen ein. Ein Rundwanderweg mit Erlebnisstationen und Lehrtafeln ist auch hervorragend mit Kinderwägen befahrbar. An diesem Tag fährt auch die Standseilbahn – die ermäßigten Tarife gelten bis 10 Uhr.

m Rahmen der Architekturtage 2018 öffnet das Architekturbüro „Steinkogler Aigner Architekten“ am Samstag, 9. Juni die Baustelle der vier Doppelhäuser, die derzeit in Holzbauweise in der Leonsteiner Straße errichtet werden. Die Baustelle ist zwischen 11 und 15 Uhr zugänglich. Mehr Infos gibts im Internet auf www.steinkogleraigner.at

TERMIN KALENDER Feuerwehrfest VORDERSTODER. Die örtliche Feuerwehr lädt am 19. und 20. Mai zum Feuerwehrfest. Am Samstag steht die „Blue Light Party“ am Programm, am Sonntag spielt der Musikverein einen Frühschoppen. Beri Mania PETTENBACH. Am 25. und 26. Mai geht das kultige Fest am Magdalenaberg in die nächste Runde. Am Freitag wird „DJ ED“ mit „The Best of Oldie Hits“ den Berg zum Beben bringen, am Samstag spielen „Averro“ und „Chris Armada“. Freier Eintritt von 20 bis 21 Uhr! Internationale Top-Band MICHELDORF. Am Samstag, 2. Juni gastieren die US-Amerikaner Puddle of Mudd im Freizeitpark Micheldorf, als Support heizen die Pettenbacher Loxodrom ein. Volksmusik vom Feinsten HINTERSTODER. Jeden Dienstag, 13 Uhr spielen Friedl Pernkopf und Hubert Schmidleitner beim Posterstüberl feinste Volksmusik.

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Foto: Kurt Plursch

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STEUERN & RECHT Franz X. Priester

F. X. Priester GmbH in Steyr Priester by Deloitte

Herausforderung Datenschutzverordnung Mit 24. Mai tritt in Österreich die DSGVO der EU in Kraft. Mit dem Datenschutz-Anpassungsgesetz 2018 wurde das österreichische Datenschutzgesetz überarbeitet und an die EU-Anforderungen angepasst. Es beinhaltet insbesondere folgende Verpflichtungen: • Verbot der Verarbeitung personenbezogener Daten, sofern kein bestimmter Rechtfertigungsgrund vorliegt • Benennung eines Datenschutzbeauftragten • Erstellung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten und Datenschutz-Folgeabschätzungen Diese DSGVO gilt grundsätzlich für jede natürliche und juristische (betroffene) Person innerhalb der EU, die personenbezogene Daten (von natürlichen Personen) verarbeitet. • betroffene Person ist jede identifizierte oder identifizierbare natürliche Person; • personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine betroffene Person beziehen. • unter Verarbeitung versteht man jeden Vorgang (Verwendung) in Zusammenhang mit personenbezogenen Daten, unabhängig davon, ob der Vorgang mit oder ohne automatisiertem Verfahren ausgeführt wird (z.B. erheben, erfassen, speichern, verändern, auslesen, offenlegen, löschen usw.) Es gilt der Grundsatz: Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist verboten, soweit nicht ein bestimmter Rechtfertigungsgrund (Erfüllung Vertrag, rechtliche Verpflichtung) bzw. Zustimmung vorhanden sind. Damit rechtzeitig bis 24. Mai alle Verpflichtungen aus der DSGVO erfüllt sind, sollte jeder Unternehmer sofort mit der Umsetzung starten und folgende Maßnahmen umsetzen: 1. Erstellung der Verzeichnisse von Verarbeitungstätigkeiten 2. Prozesse für Rechte der Betroffenen (Auskunft, Wiederspruch, Löschung usw.) festlegen und schulen 3. Neufassung der Auftragsbedingungen 4. bestehende Verträge (Formulare) adaptieren (z.B. Ergänzung Auftrag mit Zustimmungserklärung) 5. Sicherheitsmaßnahmen im IT-System erhöhen, bzw. prüfen 6. Neue Dienstverträge mit einer Datenschutzvereinbarung, und Ergänzung bestehender Dienstverträge 7. Informationsschreiben an Mitarbeiter, Klienten, Lieferanten

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Wie Hollerblüah Die Zeit der Hollerblüte, die war früher am Land nicht zu übersehen. Bei jedem noch so kleinen Haus, bei fast jedem Heustadl stand eine Hollerstaude.

Und so ist die Hollerblüte ein fester Punkt in der Zeitrechnung geworden: Wenns ums Mähen ging oder um den Keller – „Wann der Holler blüaht, dann bricht der Most“. Zum Glück sind die meisten Möste stabil und die Keller kalt genug. Aber es ist schon was dran an dem Spruch: Die Hollerblüte zeigt, dass es warm geworden ist, dass der Sommer nicht mehr weit ist. Der Holler begleitet die Menschen bei uns wohl seit Urzeiten. Vor sechstausend Jahren finden wir jedenfalls schon Samen in jungsteinzeitlichen Siedlungen. Und in der Wolfswiese bei Steinbach am Ziehberg stecken Hollersamen im Torf in vier Meter Tiefe – der ist auch wenigstens so alt. Wer an einem blühenden Hollerstrauch vorbei geht, der wird sich nicht wundern, dass nicht nur die Beeren sondern auch die

Blüten schon lang ihren Weg in die Küche gefunden haben. Als Hollersirup, als Hollersekt – und als Hollerkrapfen. Wobei die mit unseren Krapfen aus Germteig wenig zu tun haben. Kaum mehr, als dass beide im heißen Fett oder Öl gebacken werden. Aber schauen Sie doch einfach einmal vorbei bei der nächsten Hollerstaude: Hollerkrapfen mit Erdbeersauce Zutaten für vier Portionen: zwanzig nicht zu große Hollerblüten 2 Eier 150 ml Milch 80 g Dinkelmehl Staubzucker zum Bestreuen Bratöl oder anderes hitzebeständiges Öl oder Fett für die Erdbeersauce: 600 g frische, reife Erdbeeren 200 g Joghurt 50 g Zucker eine Handvoll Erdbeeren zum Anrichten

Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten ist der Datenschutzbehörde über Anfrage zur Verfügung zu stellen, bzw. kann überprüft werden. Und last but not least gibt es bei Nichterfüllung hohe Verwaltungsstrafen von bis zu 4 % des Konzernumsatzes bzw. EUR 20 Millionen (je nachdem, welcher Wert höher ist).

www.deloitte.at/oberoesterreich

Tel.:: 07252 581-2 222

Wir bieten zur Umsetzung der DSGVO auch Informationsveranstaltungen an, bzw. unterstützen und beraten wir Sie jederzeit gerne.

Der Duft der Hollerblüten kann von Strauch zu Strauch ganz unterschiedlich sein.


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in die Krapfen Krappfen kommt Zubereitung: Eier, Milch und Mehl zu einem glatten, nicht zu flüssigen Backteig verrühren. Öl in einer weiten Pfanne erhitzen – etwa ein Zentimeter hoch. Hollerblüten in den Backteig tauchen, kurz abtropfen lassen, dann vorsichtig nebeneinander ins heiße Öl setzen. Wenn die „Krapfen“ goldbraun gebacken sind, auf Küchenkrepp kurz abtropfen lassen. Mit Staubzucker bestreuen, auf vorgewärmten Tellern servieren. Für die Erdbeersauce das Joghurt, die Erdbeeren und den Zucker zu einer fein schaumigen Sauce aufmixen. Mit Erdbeeren garnieren. Etliches mehr zum Thema Holler hat der Niederösterreichische Landschaftsfonds zusammengestellt: Sieben Expertinnen und Experten haben an der sechzig Seiten starken Broschüre gearbeitet – vom Archäobotaniker über den Pollenspezialisten bis zur Volkskundlerin. In der Slowakei wird aus den Stämmen vom Holler ein traditionelles

Hollerkrapfen mit Erdbeersauce. Hirteninstrument hergestellt – eine Flöte, die Fujara. Und Rezepte gibts natürlich auch viele in der Broschüre. Zu bestellen um 4 Euro plus Porto auf www.heckentag.at/broschueren Franz X. Wimmer

im BLICKPUNKT Neuer Ort rtschef nach Wahl-Krimi

Nichts für schwache Nerv rven v war die Bürgermeisterw rwahl vergangenes Wochenende in St. Konrad. Nach dem Rücktritt von Franz Kronberger stellten sich VP-Kandidat Herbert rtt Schönberger (Foto) und Ilse Hummer (SPÖ) der Wahl. Mit 364 Stimmen wurde Schönberger mit nur elf Stimmen Vorsprung zum Ortschef gewählt.

25 Stimmen entschieden in Grünau

In Grünau musste nach dem ersten Urnengang eine Stichwahl darüber entscheiden, wer auf den Bürgermeistersessel klettert rt. t Dabei setzte sich ÖVP-Spitzenkandidat Wolfgang Bammer (Foto) am Ende hauchdünn durch – mit nur 25 Stimmen Abstand landete SPÖ-Kandidat Klaus Kramesberger auf Platz zwei.

Neuer Direktor der WKOÖ

Hollerblüten aus der Nähe – bis zu tausend Blüten können an einer großen Dolde sitzen.

Die OÖ. Wirtschaftskammer stellt sich neu auf. Einen Wechsel gibt es auch an der Spitze: Hermann Pühringer (52) wurde zum neuen Direktor der WKOÖ bestellt. Er war schon bisher als Direktor-Stellvertreter tätig und kennt die Abläufe bestens. Sein Vorgänger Walter Bremberger verabschiedet sich in den Ruhestand.


JUNIORBLiCk J UNIORBLiC k

sandra@extrablick.at

S P I E L U N D S PA S S M I T S A N D R A S T E R N E C K E R

Anna-Lena traf ihren Namens-Geber.

unser Promi - Schnappschuss

Im Juni 2013 war Andrea Weyermüller zu ihrer Tochter schwanger. Zu ihrem 30. Geburtstag wurde die Vorchdorferin mit einer Eintrittskarte für einen Auftritt von Marc Pircher beschenkt. Im Anschluss ans Konzert kaufte sie sich eine CD, auf der auch sein Hit „AnnaLena“ zu hören ist. „Als ich dann die CD im Auto abspielte, entschied meine große Tochter Vanessa spontan, dass ihre Schwester Anna-Lena heißen soll – und auch mir gefiel der Name sehr gut“, schreibt die Almtalerin in ihrem Mail an den extra-blick. Kürzlich hat es endlich geklappt, und Anna-Lena durfte ihren Namens-Geber persönlich kennenlernen. Das Foto mit dem Star der volkstümlichen Musik entstand erst vor wenigen Tagen am Urfahraner Frühjahrsmarkt. Für diesen tollen Schnappschuss gibts wie versprochen 20 Euro Fotohonorar. Hast auch du ein Foto mit einem Promi? Dann schick es an sandra@extrablick.at und du lachst vielleicht schon bald aus dem extra-blick.

SCHLAU S CHLAU U MEIER Ansteigender Schwierigkeitsgrad – Frage 1 = leicht; Frage 7 = schwer

Die Schwänze mancher Tiere haben besondere Namen. Kannst du sie richtig zuordnen: 1. Ringelschwanz 2. Schweif 3. Rute 4. Blume 5. Wedel 6. Lunte 7. Pürzel LÖSUNG: 1. Hausschwein; 2. Pferd; 3. Hund; 4. Hase; 5. Hirsch; 6. Fuchs; 7. Wildschwein.

Anmelden zur KinderUni!

6.765 freie Plätze für 372 Lehrveranstaltungen

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um bereits 15. Mal findet heuer in den Sommerferein die KinderUni statt. An sechs Standorten in Oberösterreich – Linz, Wels, Steyr, Almtal, Ennstal und Hagenberg – wird Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis fünfzehn Jahren Lust auf Wissenschaft, Forschung und Diskurs gemacht. Das Motto lautet heuer: „Analoge Inseln im digitalen Ozean“.

Zahlreiche Lehrveranstaltungen widmen sich der digitalen Revolution. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich kritisch damit auseinanderzusetzen“, sagt KinderUni-Rektor Andreas Kupfer. Mit der Teilnahmegebühr von 20 Euro können an einem Standort beliebig viele Lehrveranstaltungen inskribiert werden. Anmeldung: www.kinderuni-ooe.at

Am 9. Juli wird im Rahmen der KinderUni im Nationalpark Kalkalpen nach Spuren des Luchses gefahndet.


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Begnadeter Denk-Sportler Dennk-Sportler Johannes Buchegger ist ein begnadeter Techniker. Das beweist er beim U12-Team der Mollner Fußballer – und ganz besonders, wenns um Mathematik geht. Vor wenigen Tagen war der Knirps, der in einer Woche seinen zwölften Geburtstag feiert, mit seiner Mathematik-Lehrerin Evelyn Tockner bei der Siegerehrung des Wettbewerbs „Känguru der Mathematik“ in Linz. Alle 120 Punkte errechnet Nur zwei oberösterreichischen Schülern von über 3.000 in seiner Altersklasse der 5. und 6. Schulstufe war es gelungen, in 60 Minuten sämtliche 24 Rechenaufgaben richtig zu lösen – dafür gabs mit 120 die maximale Punkteanzahl. In Kürze wird Johannes, der in der Ramsau in Molln daheim ist, für diese außergewöhnliche Leistung auch von Bildungsminister Heinz Faßmann in Wien ausgezeichnet. „Johannes ist ein schneller Denker und kann sehr gut kombinieren“, kennt Evelyn Tockner ihren Schüler genau. Wer glaubt, dass der Bub ein Streber oder gar

Kannst du die folgenden Aufgaben vom Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ (5. und 6. Schulstufe ) – von ziemlich einfach bis ganz schön schwierig – lösen?

1. Diana schießt dreimal zwei Pfeile auf eine Zielscheibe.

COOL! ECHT

Vorzugsschüler ist, der irrt sich. „Ich habe für eine MathematikSchularbeit noch nie was gelernt, mir macht es einfach Spaß, Aufgaben zu lösen. Deutsch liegt mir dafür nicht so gut.“ Besonders reizen ihn die Mathematik-Hausübungen seines um drei Jahre älteren Bruders, der die erste Klasse Handelsakademie besucht. Johannes, der in seiner Freizeit neben Fußball gerne Tischtennis spielt, und im Winter mit zwei Brettln über die Skipisten carvt, hat schon im Kindergarten und in der Volksschule in Molln liebend gerne logische Aufgaben gelöst. Dass er der allererste Bundessieger des Bundesrealgymnasiums Kirchdorf beim Känguru-Wettbewerb ist, hat sich in der Schule wie ein Lauffeuer verbreitet. „Viele Lehrer und Schüler haben mir schon gratuliert“, freut sich das kleine „Super-Hirn“. Was er einmal werden möchte, wenn er groß ist, weiß Johannes Buchegger schon ziemlich genau: „Mathematiker oder Physiker“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Dass er das Zeug dazu mitbringt, hat er mit dem Bundessieg ja eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Johannes Buchegger ist ein kleines „Mathematik-Genie“. Am Foto oben bespricht er mit Lehrerin Evelyn Tockner die 24 Aufgaben, die er beim Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ alle richtig löste. In seiner Freizeit läuft der zwölfjährige Bub am liebsten mit seinen Freunden vom SV Molln dem Fußball nach.

Beim ersten Versuch erreicht sie 14 Punkte, eim zweiten Versuch 16 Punkte. Wie viele Punkte erreicht sie bem dritten Versuch? 2. Nick möchte die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 in einige Gruppen so aufteilen, dass die Summe der Zahlen in jeder Gruppe gleich groß ist. Was ist die größte Anzahl an Gruppen, die er so bilden kann?

3. Die oben abgebildete Figur besteht aus einem quadratischen und acht rechteckigen Teilen. Jeder Teil ist 8 cm breit. Peter fügt alle Teile zu einem langen, 8 cm breiten Rechteck zusammen. Wie lang ist dieses Rechteck?

4. Hannes verwendet in einer Rechnung anstatt Ziffern die Buchstaben A, B, C und D. Verschiedene Buchstaben stehen für verschiedene Ziffern. Für welche Ziffer steht das B?

Lösung: 1. 18; 2. 3 Gruppen; 3. 200 cm; 4. für Ziffer 0.

Seit Jahrzehnten gibts in Österreich den Wettbewerb „Känguru der Mathematik“, der in Australien seinen Ursprung hat. Zum allerersten Mal gelang es heuer einem Schüler des Gymnasiums Kirchdorf, alle 24 Aufgaben richtig zu lösen.


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Vom Lehrling zum Chef Im Bezirk Kirchdorf ist das immer noch Realität

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twa 48 Prozent aller 15-Jährigen im Bezirk Kirchdorf absolvieren eine Lehre. Das ist ein sehr hoher Wert. Hinzu kommen noch die „Schulabbrecher“. „Umgerechnet auf 1.000 Einwohner sind es 16 Jugendliche, die eine Lehre machen. Das ist ein Spitzenwert in Oberösterreich und beweist, dass unser Wirtschaftsstandort ein Lehrlingsbezirk ist“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Die Lehre ist „in“. Engagierte Jugendliche die bereit sind eine Lehre zu machen, sind gefragter denn je. Dass der Slogan „Karriere mit Lehre“ nicht nur eine leere Phrase ist, beweisen viele regionale Unternehmen. Letztendlich sind es Lehrlinge, die in Schüsselpositionen arbeiten. „Die Lehre ist sehr oft eine Basisausbildung für einen Arbeitsplatz in leitender Funktion. Vor allem das Aneignen des praktischen Know-Hows ist für Unternehmen oft von wesentlicher Bedeutung bei der Besetzung von Führungspositionen“, sagt WKOObmann Klaus Aitzetmüller.

Kirchdorfs WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.

terbildungssystem hat sich massiv verändert. Es gibt für ausgebildete Facharbeiter tolle Angebote, sich entsprechend weiter zu qualifizieren. Für den Wirtschaftsstandort „Bezirk Kirchdorf“ sind die Lehrlinge von enormem Wert. Es geht um die Fachkräfte von morgen. „Gemeinsam mit den Arbeitgebern sichern sie die Lebensqualität in unserer Region. Das muss uns noch stärker bewusst werden“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller. Bereits jetzt sind beim AMS Die Lehre ist keine Kirchdorf 236 offene Lehrstellen Einbahnstraße! gemeldet. Die regionale ZuDie Möglichkeiten mit und kunftsherausforderung wird es nach der Absolvierung einer sein, die Jugend für die Lehre zu Lehre sind sehr groß. Das Wei- motivieren.

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Als Lehrling bei

Angela Reisenbichler ist neue Ausbildungsleiterin im Bereich Technik der Greiner Extrusion Group. 1996 startete das Mädel aus Steinbach am Ziehberg bei Greiner eine dreieinhalbjährige Lehre zur Werkzeugmacherin und war anschließend im Werkzeugbau sowie als Verfahrenstechnikerin tätig. Nun ist sie als Ausbildungsleiterin für die jungen Extrusionstechniker verantwortlich.

Nach Abschluss einer technischen Fachausbildung kann bei Greiner Extrusion Group eine zwei- bis dreijährige Ausbildung zum „Verfahrenstechniker Extrusion“ absolviert werden. Angela Reisenbichler ist erfahrene Werkzeugmacherin und Verfahrenstechnikerin in der Extrusion und bereitet als Ausbildungsleiterin die jungen Mitarbeiter auf ihre Tätigkeit vor. Abwechslungsreiches Aufgabengebiet Zu den Aufgaben der Extrusionstechniker zählen die Inbetriebnahme von Maschinen, Werkzeugen und Komplettanlagen für die Profilextrusion bei in-

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ternationalen Kunden oder längerfristige Auslandsaufenthalte an einem der Produktionsstandorte in Europa, Amerika oder Asien. Die jungen Techniker und Technikerinnen erwartet bei Greiner Extrusion Group eine erstklassige Ausbildung, ein innovatives Umfeld, ein ausgezeichnetes Betriebsklima sowie individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und zahlreiche Sozialleistungen.

Der technische Bereich eröffnet eine Vielzahl an Berufen

„Das Wichtigste ist, den jungen Leuten die Angst vor der Technik zu nehmen. Sie ist heutzutage nicht mehr mit starken körperlichen Belastungen verbunden“, weiß Angela Reisenbichler. „Die Arbeit im technischen Bereich ist keine schmutzige. In der heutigen Zeit wird vermehrt mit geschlossenen CNC-Maschinen gearbeitet und das technische Arbeitsumfeld ist generell wesentlich sauberer geworden.“ Technik bedeutet nicht mehr nur Handarbeit, sondern wird immer vielfältiger, zum Beispiel hinsichtlich Elektronik oder Programmierung. „Der technische Bereich eröffnet eine Vielzahl an Berufen, es gibt darüber hinaus extrem viele Weiterbildungsmöglichkeiten.“, so Reisenbichler. Weltmarktführer aus dem Kremstal Greiner Extrusion Group ist der weltweit führende Anbieter von Extrusionslinien, Werkzeugen und Komplettanlagen für die Profilextrusion. Kernkompetenz ist das Prozess-Know-how in der Profilextrusion – die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und verfahrenstechnische Optimierung von Werkzeugen und Extrusionslinien.


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Greiner Karriere gemacht Das Leistungsangebot reicht von der Rezepturentwicklung über Extrusionsanlagen und Werkzeuge bis hin zum Aufbau ganzer Extrusionsbetriebe. An elf Standorten in Europa, Amerika und Asien werden komplette Lösungen für sämtliche Anforderungsbereiche der Profilhersteller weltweit angeboten. Mit sechs Technikums-Betrieben und fünfzehn permanent verfügbaren Extrusionslinien sowie einem der größten Entwicklungszentren der gesamten Branche bietet Greiner Extrusion Group maßgeschneiderte Lösungen für größeren Vorsprung in der Profilextrusion. Mehr Infos: w w w. g r e i n e r - e x t r u s i o n group.com

Ausbildungsleiterin Angela Reisenbichler mit drei Jungtechnikern.

Lehre mit Matura abgeschlossen Bei MARK in Spital am Pyhrn arbeiten zwei KTLA-Absolventen in Führungspositionen

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Hannes Puschnik leitet bei MARK die Konstruktionsabteilung mit acht Mitarbeitern.

ch war mir nach dem Poly nicht sicher, ob ich eine weiterführende Schule besuchen, oder doch eine Lehre beginnen soll“, erinnert sich Hannes Puschnik. Heute ist der Roßleithner froh, dass er sich damals für zweiteres entschieden hat. Die Firma MARK in Spital am Pyhrn bot ihm an, seine Lehre in der „Kremstaler Technischen Lehr Akademie“ (KTLA) mit der Matura abzuschließen. „Das war sehr zeitaufwändig und anstrengend, aber für mich hat es sich auf alle Fälle ausgezahlt“, weiß der 30-Jährige, der heute die Konstruktionsabteilung bei MARK in Spital am Pyhrn mit acht Mitarbeitern leitet. „Der größte Vorteil an dieser Ausbildung war, dass ich neben meiner Schulzeit in der KTLA in Kirchdorf bereits bei MARK gearbeitet habe und das Unternehmen von Grund auf kennen gelernt habe. Ich weiß, welche Abläufe es gibt und wie welche Abteilung arbeitet.“

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uch Kevin Gösweiner hat die KTLA absolviert und anschließend bei der Firma MARK Karriere gemacht. „Ich habe nach dreieinhalb Jahren meine Lehre zum Werkzeugbautechniker abgeschlossen und nach fünf Jahren die Matura geschafft“, erinnert er sich an die sehr fordende Zeit zurück. Diese fundierte, praktische Ausbildung kommt dem 27Jährigen heute bei seiner spannenden Tätigkeit als Projektleiter bei MARK sehr zugute. Von der Kundenanfrage bis zur Auslieferung des fertigen Teils ist Kevin Gösweiner für ein Projekt verantwortlich, dabei arbeitet er mit namhaften Kunden wie Bosch oder Continental zusammen. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man dann ein fertiges Teil in Händen hält und die Kunden damit zufrieden sind. Bist auch du an einer Lehre mit Matura interessiert? Alle Infos gibts auf www.ktla.at

Kevin Gösweiner arbeitet als Projektleiter mit namhaften Kunden aus dem In- und Ausland zusammen.


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Ines Aistleitner begleitet die Lehrlinge der Miba Sinter Austria in Vorchdorf durch ihre Ausbildung.

Technikerinnen sind begehrt Ines Aistleitner (20) ist die erste weibliche Lehrlingsausbildnerin in der Miba

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nes Aistleitner ist die erste weibliche Lehrlingsausbildnerin in der Miba und stellt ihre Fähigkeiten in der Miba Sinter Austria unter Beweis. Die technikbegeisterte junge Dame absolvierte zuvor ihre Lehre zur Produktionstechnikerin in der Miba Gleitlager Austria und bestand ihre Lehrabschlussprüfung sogar mit ausgezeichnetem Erfolg. Als weibliches Vorbild ermutigt sie technikbegeisterte Mädchen zu einer Lehre in der Miba. Im Anschluss an ihren Lehrabschluss wechselte Ines in die Miba Sinter Austria nach Vorchdorf und ist seither Lehrlingsausbildnerin am Standort. In ihrem neuen Umfeld arbeitet die 20Jährige täglich mit jungen Menschen zusammen.

Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen CNC-Fräsen, Bohren und der Schnupperlehrlingsbetreuung. Die neuen Tätigkeiten und das neue Arbeitsumfeld sind zwar herausfordernd, aber dass der Männeranteil viel höher ist als jener der Frauen, ist für sie keine Erschwernis, erklärt Ines: „In der Lehre waren ebenfalls deutlich mehr Burschen als Mädels. Der respektvolle Umgang miteinander und die Zusammenarbeit funktionieren bei uns im Unternehmen bestens.“ Miba mit hohem Frauenanteil Viele Unternehmen haben heute Probleme, offene Stellen adäquat zu besetzen. Vor allem im technischen Bereich werden gut ausgebildete Fachkräfte dringend

benötigt. Umso wichtiger ist es, dass mehr Mädchen in der Berufswahl Rollenklischees überwinden und einen technischen oder handwerklichen Ausbildungsweg wählen. Um mehr Mädchen für das spannende Aufgabenfeld eines technischen Berufes zu begeistern, braucht es weibliche Vorbilder wie Ines Aistleitner.

Man muss das Interesse für Technik schon im Kindergarten und in Schulen wecken

Bernhard Reisner, Personalchef der Miba weiß aus Erfahrung, dass Diversität gut für das Team ist und sich eine Vielfalt bei den Lehrlingen positiv auswirkt: „Bei

der Miba beträgt der Frauenanteil der Beschäftigten knapp 25 Prozent, bei den Lehrlingen sind es etwa acht Prozent. Gerade für Innovation und Forschung ist ein diversitäres Team von Vorteil, da unterschiedliche Blickwinkel die Kreativität fördern und jeder auf einem anderen Gebiet Spezialist ist. Man muss das Interesse für Technik schon im Kindergarten und in Schulen wecken, weshalb wir uns in diesen Bereichen immer sehr für eine Zusammenarbeit engagieren.“ Starte deine Karriere als Miba-Lehrling Auf lehre.miba.com berichten Miba-Lehrlinge aus ihrem Alltag, was sie machen, was sie bewegt und was es heißt, bei der Miba zu lernen.

IMPRESSUM

Eiggenttümer, Hera ausggeb berr, Verlegger: „B Blick“ Schnab bl & Sterneckerr OG, Gradenweg g 1, 4563 Micheeldorf, Tel.: 0 75 582 / 61 366-0, Emaiil Adressen: redaaktiion@extraabliick k.att, thom mas@extrrabllick.aat, ewald@eextrrablick k.att; Homepagee: www.extrablicck.aat; Geeschäftsfüh hrerr: Ew wald Schnabll, Thomaas Sterneckerr; Cheefreedaktteubl; Layoutt: Steyrtal Werbung g, Sandra Stternnecker, 0 75 84 / 40 2 40 Druck: OÖ ÖN Druck kzentrum GmbH & Co KG, Meedieenparrk 1, 4061 re: Thoomas Sterrneeckeer,, Ewalld Schnab Pascchinng; Auflage:: 56.0000 Sttück; Gru und dsätzliche Blattliiniee: Unaabhhängig, übeer arteilich und possitiiv überr Erreignissee und Meenscchen im Verbbreituungssgebiet beerich hten n. Es geelten unseere Allgemeinnen Geschääftsbedingunggen, nachzulesen unnter www w.eextrablick.aat.


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Vom Lehrlingg zum Firmenchef

Am 1. August 1985 startete Klaus Waselmayr als Chemielaborant-Lehrling bei der Firma Fuller in Wels ins Berufsleben. Heute, fast 33 Jahre später, steht er als Geschäftsführer der Piesslinger GmbH in Molln an der Spitze von 450 Beschäftigten.

„Wenn man in der Hierarchie ganz unten beginnt, dann hat man Respekt vor jeder Art von Tätigkeit und allen Mitarbeitern, das ist sicher kein Nachteil, wenn man später eine Führungsposition bekleidet“, weiß der 48Jährige aus eigener Erfahrung. Nach seiner Lehre arbeitete er als Anwendungstechniker und besuchte am Abend und an den Wochenenden die HTL für Maschinenbau. Das war ganz schön anstrengend, aber es hat sich ausgezahlt. Nach der Matura arbeitete Klaus Waselmayr bei verschiedenen Unternehmen in

Geschäftsführer Klaus Waselmayr (2.v.r.) möchte bei Piesslinger die Anzahl der Lehrlinge im nächsten Jahr von derzeit sechs auf vierzehn mehr als verdoppeln. Führungspositionen, seit vier Jahren leitet er die Piesslinger GmbH als Geschäftsführer. Beim Spezialist für Aluminium-Veredelung arbeiten viele ehemalige Lehrlinge als Führungskräfte. „Bei uns zählt nicht, welchen Titel man hat, sondern was man

DIE LEHRE

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kann und leistet. Wir setzen auf junge Menschen, die etwas bewegen wollen“, betont Waselmayr. „Wichtig ist, dass man an sich glaubt und bereit ist, immer ein bisschen mehr zu tun, als andere – dann stehen einem als Lehrling alle Türen offen!“

Die Piesslinger GmbH bietet verschiedenste Lehrberufe – natürlich auch für Mädchen – an, vom Oberflächentechniker über den Elektrotechniker bis zum Mechatroniker. Auch eine Lehre mit Matura ist möglich. Mehr Infos auf www.piesslinger.at


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Top in Form Mag. Uta Karl-Gräf

Sportwissenschafterin

Viel trinken beim Sporteln! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für Sportler enorm wichtig: Die Zellen brauchen Wasser für ihre Stoffwechselvorgänge. Je nach Konzentration der Inhaltsstoffe in den diversen Getränken, wird unterschieden zwischen: Isoton: Als isoton bezeichnet man eine Flüssigkeit, die die gleiche Konzentration an gelösten Teilchen wie das Blutplasma aufweist. Dadurch ist eine schnelle Aufnahme durch den Darm möglich und Flüssigkeitsverluste, können rasch wieder ausgeglichen werden. Isotonische Getränke sollten während und nach einer langen und intensiven sportlichen Belastung zum Einsatz kommen, weil sie den schnellsten Flüssigkeitsausgleich und durch einen kleinen Zuckeranteil auch Energie liefern. Klassiker für den Hobbysportler: Ein Teil Apfelsaft und 2 Teile sehr natriumreiches Mineralwasser (oder einfach eine Prise Salz zugeben). Natürlich gibt es auch im Handel ein großes Angebot an isotonen Sportgetränken. Hypoton: Als hypoton bezeichnet man eine Flüssigkeit, die eine niedrigere Konzentration an gelösten Teilchen besitzt als das Blutplasma. Diese wird aus dem Darm gut, aber nicht ganz so schnell wie isotone Getränke aufgenommen. Wasser ist beispielsweise stark hypoton und gelangt erst nach zehn bis 20 Minuten in den Blutkreislauf. Hypotonische Getränke wie stilles, natriumhaltiges Mineralwasser sollten eher vor, während und nach moderaten, kurzen Belastungen getrunken werden, also bei Belastungen die 60 Minuten nicht überschreiten. Denn Langzeitausdauersportler wie Marathonläufer, müssen beachten, dass bei großen Mengen hypotoner Getränke, wie eben Wasser, es zu einer zu starken Verdünnung des Blutes und Senkung des Natriumspiegels kommt und dies fatale, gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann. Hyperton: Als hyperton bezeichnet man eine Flüssigkeit, die eine höhere Konzentration an gelösten Teilchen als das Blutplasma besitzt. Diese wird langsamer resorbiert, da diese Flüssigkeit vorher vom Körper verdünnt werden muss. Dazu gehören Getränke wie purer Saft, Limonaden oder Energy Drinks, die über einen hohen Anteil an einfachen Zuckern verfügen. Sie entziehen dem Körper zunächst Wasser, statt ihm welches zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind hypertone Getränke für den Sportler nicht geeignet, in größeren Mengen sogar ungesund. Je intensiver und langanhaltender eine Belastung ist, desto entscheidender ist der schnelle Flüssigkeitsersatz. Etwa zwei bis drei Stunden vor dem Sport zusätzlich 0,4 bis 0,6 Liter trinken. Besonders bei langen Ausdaueraktivitäten ist es wichtig, schon vor dem Einsetzen des Durstgefühls mit der Flüssigkeitsaufnahme anzufangen. Langsames, schluckweises Trinken in regelmäßigen Abständen (alle 20 Minuten rund 0,2 l) ist am verträglichsten.

Weit über 100 Partien spielte Dominik Kronsteiner für Vorchdorfs Badminton-Team in der Bundesliga, auch der Routinier konnte den Abstieg nicht verhindern.

Sportbarometer im Mai 25 Jah∑ Istrendasmussbitter!UBCNachVorchdorf

ertmals aus der Badminton-Bundesliga absteigen. Die Almtaler gingen als Schlusslicht der 2. Liga in die Relegation gegen VRC Vienna – und verloren den Abstiegskrimi hauchdünn mit 3:5. Die Wiener hatten sich vor der Relegation noch mit vier kroatischen Federballern verstärkt. „Mit dieser Retortentruppe werden die Wiener im nächsten Jahr sicher ganz vorne mitspielen“, ärgerte sich Vorchdorf-Obmann Harald Starl, der das Team jetzt für die OÖ. Landesliga völlig neu aufstellen muss.

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War das eine Werbung für den Frauen-Fußball. Im entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die OÖ. Landesliga deklassierten die Pettenbacher Fußball-Damen Verfolger Peuerbach vor 200 begeisterten Zuschauern mit 6:0. Damit sicherten sich die Ladys von Trainer Florian Rauch den Meistertitel in der Frauenklasse OÖ Süd/West. Dass die Pettenbacherinnen den Titel ordentlich feierten, versteht sich von selbst.

am Dach ist bei den ∑ Feuer Fußballern des SV Grün-

Weiß Micheldorf in der OÖ Liga. Nach der klaren 0:3-Heimpleite gegen die Jungen Wikinger aus Ried rutschte das Team von Trainer Almir Memic auf den Vorletzten Tabellenplatz ab und steht damit aktuell auf einem fixen Abstiegsplatz. In den letzten vier Runden gehts für Kapitän Mathias „Nussi“ Roidinger und seine Kollegen um alles oder nichts, am Freitag müssen die Kremstal-Rapidler zum schweren Auswärtsmatch zu Donau Linz.

Kapitänin Lena Zorn (hinten) fixierte mit Pettenbach den Aufstieg in die OÖ. Frauen-Landesliga.


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Gewinn verdoppelt

Raiffeisenlandesbank OÖ legt Rekordergebnis vor

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ie Reiffeisenlandesbank OÖ blickt auf ein Jahr der Rekorde zurück. Seit 2006 nach den internationalen IFRS-Regeln bilanziert wird, hat das Bankinstitut nicht soviel verdient. „Wir konnten unseren Jahresüberschuss vor Steuern auf 535,3 Millionen Euro steigern“, freut sich Generaldirektor Heinrich Schaller, „im Vergleich zu 2016 bedeutet das mehr als eine Verdoppelung.“ Im Gewinn enthalten sind die Ergebnisse des Bankgeschäftes und aller Beteiligungen wie zum Beispiel Vivatis, die ein entscheidendes Schäuflein zum Erfolg beisteuerten. Das Kreditvolumen stieg um 6,6 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro. Bei der Investitionsfinanzierung konnte die RLB OÖ um 1,4 Milliarden (11,9 Prozent) zulegen, die Kernkapitalquote klet-

terte um 1,1 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Die RLB kann in Oberösterreich auf ein starkes Fundament von 82 selbstständigen, regionalen Raiffeisenbanken bauen, in denen 5.788 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz haben.

LAWOG verwaltet 20.000 Wohnungen in OÖ.

RLB OÖ Generaldirektor Heinrich Schaller: „2017 war für uns wirklich ein sehr erfreuliches Jahr!“

49 Eigentumswohnungen und 123 Mietwohnungen – davon 23 in Micheldorf – hat die Landeswohnungsgenossenschaft 2017 übergeben, außerdem hat die LAWOG in Wels ein Studentenheim mit 100 Betten gebaut. „Derzeit verwalten wir 33.081 Einheiten, mehr als 20.000 davon sind Wohnungen“, rechneten die Direktoren Frank Schneider (links) und Nikolaus Prammer (rechts) – am Foto mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herwig Mahr (Mitte) – bei der Bilanz-Pressekonferenz vor. Das Bauvolumen im abgelaufenen Jahr betrug 88,8 Millionen Euro – um drei Millionen weniger als 2016. Das lässt sich damit erklären, dass in Oberösterreich keine neuen Alten- und Pflegeheime mehr gebaut werden. Einige wenige sind noch fix geplant. Seit Gründung der LAWOG 1953 wurden 65 Altenund Pflegeheime errichtet.


Starker Partner Partner für für Ernährung Ernährung und Sport Spoort Vom Firmensitz in Asten aus betreut backaldrin The Kornspitz Company die weltweite Bäckerei- und Konditoreibranche. Das Unternehmen entwickelt Brotideen und hochwertige Backgrundstoffe. Als Ernährungspartner ist der Betrieb darüber hinaus engagiert im Spitzenund Nachwuchssport.

Ideenschmiede für Brot „Wir verstehen uns nicht nur als Hersteller hochwertiger Backgrundstoffe, sondern entwickeln für unsere Kunden auch neue Backwaren“, erklärt backaldrinGeschäftsführer Harald Deller. Besonders Trends wie das steigende Bewusstsein für Ernährung spielen in der Produktentwick-

Offizieller Brot-Partner des ÖFB – v.l.: backaldrin-Eigentümer Peter Augendopler, Franco Foda, Teamchef des Nationalteams, backaldrin-Geschäftsführer Harald Deller und ÖFB-Präsident Leo Windtner (v.l.) besiegelten im Mai 2018 die neue Partnerschaft. lung eine große Rolle. So finden sich im Sortiment mit Vegipan® ein veganes Vollkornbrot, mit PurPur®-Vollkornbrot ein Brot auf Basis einer uralten Getreidesorte, genauso wie mit Actipan® ein Brot speziell für Sportler und aktive Menschen. Erfolgreiches Duo „Brot und Gebäck spielen eine wesentliche Rolle in einer ausgewogenen Ernährung. Und es ist uns wichtig, diese zu transportieren“, legt Deller dar. Daher engagiert sich backaldrin seit langem im Spitzen- und Nachwuchssport. „Bestleistungen sind im Sport

Am backaldrin-Firmensitz in Asten entstehen hochwertige Rohstoffe für die Bäckerei- und Konditoreibranche sowie die Brot- und Gebäckideen von morgen.

ebenso wie im Beruf in der Schule oder der Freizeit erst durch die richtige Ernährung möglich. Brot und Gebäck sind dabei seit jeher ein Grundbaustein“, weiß auch Wolfgang Mayer, verantwortlich für Unternehmenskommunikation und Sponsoring. Auch die Fußballer und Trainer des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) zeigen sich davon über-

zeugt: Seit Mitte Mai 2018 ist backaldrin offizieller Brot-Partner des ÖFB. „Diese Partnerschaft freut uns besonders, denn Sportlerinnen und Sportler sind unschätzbare Vorbilder. Sie helfen ausgewogene Ernährung als Grundpfeiler von Höchstleistungen sowie eines gesunden Lebensstils zu verbreiten“, nimmt Mayer Stellung.

Qualität aus Oberösterreich

Hochwertige Rohstoffe und Ideen für Brot, Gebäck und feine Backwaren sind unsere Spezialität. Für unsere Qualitätserzeugnisse legen wir hohe Standards an die Produktion. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Rohstoffe und Lieferanten. Es ist uns wichtig die Personen und Betriebe zu kennen, die hinter den verarbeiteten Naturprodukten stehen. Ein zweiter Grundsatz ist, dass wir alles, was in ausreichender Menge und Qualität in Österreich vorhanden ist, hier kaufen. Damit setzen wir auf die heimische Landwirtschaft und sorgen mit langfristigen Partnerschaften für gleichbleibend hohe Qualität. Mit unseren Produkten versorgen wir heute die Bäckerei- und Konditoreibranche in mehr als 100 Ländern weltweit. Darüber hinaus stehen wir für Innovationskraft und Leidenschaft, mit der wir tagtäglich an Brot- und Gebäckkreationen arbeiten. Schließlich ist dieses Lebensmittel seit jeher ein Wolfgang Mayer, Mitglied der wichtiger Teil einer ausgewogenen backaldrin-Geschäftsleitung, Ernährung, an dessen Zukunft wir Unternehmenskommunikatischon heute arbeiten. on und Sponsoring.

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backaldrin übersiedelte vier Jahre nach seiner Gründung im Jahr 1964 von Wien an den oberösterreichischen Standort in Asten. Seitdem entstehen hier hochwertige Produkte für die weltweite Backbranche. Die Rohstoffe für die Qualitätserzeugnisse stammen überwiegend aus der Region. Doch das Unternehmen produziert nicht nur Backgrundstoffe, sondern entwickelt auch laufend neue Brot- und Gebäckkreationen sowie Ideen für Feinbackwaren.

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