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Editorial

Tour de Suisse Ciao – Salut – Hallo Nac hdem w i r i n den le t z ten b eiden Au sg ab en u n s ere s Mag a z i n s i n h a lt l ic h du rc h Süd a mer i k a u nd Eu r op a rei s ten , bleib en w ir i n d ie s er Au sg ab e lok a l . Da s T hem a l aute t dement spre c hend : Tou r de Su i s s e. Ä h n lic h w ie in der let z ten Au sgab e b eg in nen w ir u n s ere Rei s e du rc h d ie S c hweiz m it P or t r a it s d iver s er ju n ger Men s c hen au s ver s c h ie denen B er eic hen . Tr ef f pu n k t w a r j e wei l s der L iebl i ng s or t d ie s er Men s c hen ; u nd p or t r a it ier t w u rden sie von au f s t reb enden Jou r n a l i s ten u nd Fo to g r a fen . S o k om mt e s b ei s piel s wei s e , d a s s der Ju n g s c h au s pieler K ac e y Mo t te t-K lei n b ei ei nem P a n i n i im L au s a n ner Imbi s s Monop ole üb er d ie Fil mwelt u nd s ei ne Zu k u n f t spl ä ne plauder t , o der da ss die Tex tildesig ner in A nnina A r ter in ihrem Atelier in St . Gallen von ihren E nt w ü r fen er z ä h lt , d ie auc h ger ne m a l f ü r ei n Ch a nel-K leid ver wende t werden . P r o St adt w i r d j e wei l s ei ne P er s on v or ge s tel lt ; au s s er i n G en f , w o m it ver s c h ie denen L e uten ge s pr o c hen w u rde. D iese P or trait s spicken w ir mit weiteren G eschichten , Veran stalt u ngshinweisen , Wet tb ewerb en u nd P r o du k tempfeh lu ngen u n s erer P a r t ner. Wir si nd der Mei nu ng , d ie s e Au sg ab e i s t u n s g ut gelu ngen u nd f re uen u n s d a r u m s eh r, sie m it e uc h teilen z u kön nen .

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Let’s talk   about Genf, baby! Te x t : R em o B itzi & A rci F riede , F o t o s : G abriel B alag u é

DJ und Labelbetreiber André Joye aka Schnautzi

Im südwestlichsten Zipfel der Schweiz liegt die Stadt Genf – für die meisten Deutschschweizer und Tessiner eine Enklave Frankreichs auf eidgenössischem Territorium. Oder in anderen Worten: Eine Extrawurst, die ganz anders funktioniert. Wird der Stadt am Lac Léman damit Unrecht getan? euro26 versuchte, dies innerhalb eines Tages in Erfahrung zu bringen.

An einem milden Oktobermorgen erklärt der Genfer Fotograf Ga­ briel Balagué auf der Terrasse eines kleinen Cafés im Quartier Grottes in der Nähe des Hauptbahnhofes seine Heimatstadt. Er erzählt vom reichen kulturellen Angebot, von vielen spannenden Freunden aus der DIY- und Kunstszene, vom fehlenden Bezug zu den in der Stadt gut vertretenen Expats, von Isolation gegenüber dem Rest der Schweiz, vom Gefühl doch dazuzugehören, aber auch von alltäglichen Stadt-Problemen, wie etwa der Wohnungs­ knappheit. «Ohne Kontakte kommt man kaum zu einer Wohnung. Die Mieten sind so teuer, dass viele sich nur ein WG-Zimmer leis­ ten können oder über die Grenze nach Frankreich ziehen, wo das Leben günstiger ist.» Dies überrascht wenig, wird Genf doch oft zu den Top 3 der teuersten Städte der Welt neben Tokyo und Zü­ rich gezählt. Auf der anderen Seite – so zumindest schätzen die Beratungsfirma Mercer, das Magazin Monocle und der Global Po­ wer City Index der Mori Memorial Foundation die Stadt Genf ein – ist die Lebensqualität auf einem Top-Niveau.

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Skater im Skatepark Plainpalais

Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Banken, die Luxus­ güterindustrie sowie die internationalen Organisationen. Später am Tag berichtet der Musiker, DJ und Labelbetreiber André Joye aka Schnautzi in einer Bar in der Jonction, dass diese Institutio­ nen von vielen Künstlern getadelt würden: «Sie seien es, die Genf zu einem so teuren Pflaster machen, schimpfen viele.» Gleich­ zeitig stellt André jedoch fest, dass «viele Künstler und Kultur­ institutionen direkt oder indirekt am Tropf dieser Leute hängen.» Einer, der diese indirekte Abhängigkeit bestätigt, ist der Surf- und Wakeboard-Shaper Yann Reversy. «Natürlich hätte ich in Frank­ reich, den USA oder Australien einen grösseren Markt. Aber die Welt ist in der Krise. Uns Schweizern geht es dagegen immer noch gut, hier ist man sicher.» Yann, der momentan in der Square Galerie eine Auswahl seines Schaffens zeigt, erzählt mit grossem Elan von bereits realisierten und von zukünftigen Projekten. Da­ bei stellt er den Standort Schweiz in keiner Weise infrage. Denn nicht nur die wirtschaftliche und politische Stabilität weiss er zu schätzen, auch eine gewisse Exklusivität geniesst er in der Schweiz: «Hier bin ich im Umkreis von mehreren hundert Kilo­ metern der Einzige meines Fachs.» Ebenfalls pro Schweiz erklären sich die Jungs hinter dem RapKollektiv Coffee Shot – wobei sie sich, in bester Odd-Future-


Links: Shop in der Rue de l’Arquebuse. Rechts: Musée d’art et contemporain.

Oben: Yann Reversy ist einer der wenigen Surf- und Wakeboard-Bauer der Schweiz.

P o rtrait   GE   G enf

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Oben: Genfer Rap: Coffee Shot

P o rtrait   GE   G enf

Mitte: Genf an der Rhone Unten: Florence Halazy auf dem Balkon des Clubs le Zoo

Manier, eben nicht nur als Rap-Kollektiv verstehen. Grafik und Videos sind nach ihrer Auffassung eben mindestens genauso wichtig wie Flow und Beats. Beim Treffen im 2012 renovierten Skatepark auf dem Plaine de Plainpalais erzählt das Trio von seinen Ambitionen. «Wir wollen in der Schweiz gross rauskom­ men. Wer hier erfolgreich ist, verdient echtes Geld, kann davon leben. Französische Rapstars wie Booba sind arme Leute ver­ glichen mit Stress.» Entsprechend suchen sie die Vernetzung mit Gleichgesinnten in der Schweiz. Dies geschieht einerseits online, aber auch ‹in person› – beispielsweise bei Veranstaltun­ gen in der Usine. Arthur aka prodjection, verantwortlich für den visuellen Auftritt von Coffee Shot, erzählt unter anderem vom Kennenlernen der beiden Neuchâteler Juke-Produzenten Mr. Pigman und Shake It Maschine. «Sie spielten an einem Abend in der Usine, der von Freunden von mir organisiert wurde. Seither sind wir in Kontakt.» Florence Halazy ist mitverantwortlich für das Programm des Kulturhauses an der Rhône. Sie hört gerne von der Usine als Ort des Austausches. Beim Gespräch auf dem Balkon des Klubs Le Zoo, der sich im Dach der Usine befindet, zeigt sie dann auch auf, welches Verhältnis das Haus zu Genf hat: «Nach der Räumung beziehungsweise Schliessung der besetzten Häuser, die Bastio­ nen der alternativen Kultur waren, verfiel Genf in einen Dornrös­ chenschlaf. Die Usine war über viele Jahre die einzige Anlaufstel­ le für junge Menschen, die sich am Wochenende ausleben woll­ ten. Seit einigen Jahren ist Genf wieder im Aufbruch, das Angebot wächst, private Initiativen mischen die Szene auf. Das tut allen gut.» Dass dieses neue Angebot ein Medium braucht, liegt auf der Hand. Man könnte also schlussfolgern, dass die Lancierung des Kulturmagazins Go Out! im vergangenen Jahr eine Reaktion da­ rauf war. Mina Sidi Ali, Redakteurin des monatlich erscheinenden Magazins, widerspricht jedoch: «Das kulturelle Angebot in Genf ist momentan nicht etwa grösser, sondern einfach sichtbarer. Entsprechend unsere Aufgabe: Wir wollen bei den jungen Genfe­ rinnen und Genfern ein Bewusstsein für das reiche Angebot an Tanz, Theater, zeitgenössischer Kunst, sowie experimenteller und klassischer Musik schaffen.» Die Zweifel, Sorgen, Freuden und Hoffnungen, die unsere Genfer Gesprächspartner an den Tisch bringen, sind uns nicht fremd. Selbiges oder Ähnliches hört man in Zürich, Bern und Basel, wenn man mit jungen Menschen spricht. Das Nachtleben und die Schaffung von entsprechenden Freiräumen ist inzwischen ein nationales Thema, die teuren Mieten in den Stadtzentren ein glo­ bales. Und so weiter. Was Genf wirklich speziell macht, ist seine Lage. Zentren, die als Eingangstor zu einem Land oder Kontinent fungieren, ticken anders. New York ist kosmopolitischer als das konservative Gros der USA, Hamburg ist Deutsch mit britischem Einschlag und das mediterrane Marseille ist arabesker als die touristischen Küstengebiete Tunesiens. Alle diese Städte sind To­ re zur Fremde; sie symbolisieren das Ende einer Welt, die man kennt und versteht.

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Panini essen mit  Kacey Mottet Klein Te x t : L e o R amse y er , F o t o s : P hilippe C u endet

P o rtrait   VD   K ace y M o ttet K lein

Kacey Mottet Klein beeindruckt durch seine Bescheidenheit und seine zurückhaltende Art. Trotzdem hat er im Alter von nur 14 Jahren schon in mehreren Filmen mitgespielt und wurde für den César in der Kategorie bester männlicher Nach­wuchs­ schauspieler nominiert. Seit 2008 spielt er seine Rollen leicht und lässig, insbesondere die von Serge Gainsbourg als Kind in dem po­etischen und verträumten Film von Joann Sfar

Wie bist Du zum Kino gekommen? Hast du Schauspielunterricht genommen? Hast du bei Castings vorgesprochen? Oder hat umgekehrt das Kino dich gefunden?  Also das geschah rein zu­ fällig. Es war ein offenes Casting. Ich ging in Ouchy auf der Strasse spazieren und da war eine Casting-Direktorin, die Kinder für ‹Home› suchte. Sie hat mir das einfach vorgeschlagen, ich habe dann das Casting gemacht und hatte gleich die Rolle.

Gainsbourg, ‹Der Mann, der die Frauen liebte›. Er hat auch in mehreren Filmen der Schweizer Regisseurin Ursula Meier mit­ gespielt, darunter in ‹Home› und ‹Das Kind von oben›, der auf der Berlinale 2012 einen silbernen Bären gewann. Er stellt uns das Monopole vor, eines der renommiertesten SandwichSchnellrestaurants in Lausanne, wo die Paninis, Burritos und kalter Kaffee mit neapoli­tanischer Bravour und Sinnenfreude serviert werden.

Und hast du seit dieser ersten Gelegenheit angefangen, Schauspielunterricht zu nehmen, oder setzt du beim Spielen immer auf eine instinktive Herangehensweise?  Nein, ich nehme kei­ nen Unterricht – weder für das Theater noch für das Kino. Der einzige Unterricht, den ich habe, ist an der Schule. Die Schule kommt für mich an erster Stelle, vor dem Kino, denn beim Kino weiss man nie… das kann von einem Tag auf den anderen vorbei

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P o rtrait   VD   K ace y M o ttet K lein

Zu einem Zeitpunkt im Film ist der junge Lucien im Wald und zeichnet. Er stellt sich vor, er wäre dort mit einem Model, und um sie zu beeindrucken, sagt er ihr ein Gedicht von Baudelaire auf. Erinnerst du dich daran?  Ja, ich erinnere mich sehr gut. Das geht so: «Ach, in deinen Augen schimmert Nichts was herb noch hold, Kalt Geschmeid, das frostig flimmert, Stahl ver­ mischt mit Gold. Und dein Schreiten rhythmisch wiegend Stolz und frei und schön Mahnt an Schlangen, die sich biegend Auf dem Stabe drehn. Unter deiner Trägheit Bürde Wiegst so zärt­ lich weich Du dein kindlich Haupt voll Würde, Jungen Tieren gleich…» Beeindruckend! Was denkst du über die Atmosphäre beim Dreh?  Ja, der Dreh, das ist schon etwas Besonderes. Es ist spe­ ziell. An einem Arbeitstag mit zwölf Stunden wartet man, man macht nichts als warten, und schliesslich spielt man dann tat­ sächlich nur eine halbe oder dreiviertel Stunde. Den Rest der Zeit verbringt man mit Warten. Du reist viel herum in der Schweiz und in Frankreich. Wie fühlst du dich, wenn du wieder nach Lausanne zurückkommst? Ach, das ist schon etwas verrückt, vor allem, weil ich nicht so ein grosser Fan von Paris bin. Paris ist eine extrem stressige Stadt. Wenn ich nach Lausanne zurückkomme, wo alle meine Freunde sind, wo ich alle wieder treffe, dann ist das jedes Mal eine grosse Freude und es ist sehr schön, wieder zurückzukehren. Was sind deine nächsten Projekte, in welchen Rollen wirst du demnächst zu sehen sein?  Ich habe gerade den Film Gemma Bovery von Anne Fontaine abgedreht, mit Fabrice Luchini. Die Dreharbeiten sind in einem Monat beendet, das heisst, dass der Film in einem Jahr in die Kinos kommen sollte. Aber da hatte ich nur eine ganz kleine Rolle. Und danach nehme ich keine neuen Projekte an, weil ich ja noch die Schule habe. Und die Schule kommt für mich wirklich an erster Stelle. Du hast dich dafür entschieden, uns das Monopole vorzustellen. Erzähl doch etwas über diesen Ort!  An das Monopole habe ich viele Erinnerungen. Ich habe hier ein einwöchiges Prak­ tikum gemacht. Dabei konnte ich sehen, wie das alles funktio­ niert, mit den Kunden, der Pizzeria, der Verwaltung der Einkäufe etc. Aber vor allem habe ich dort Rosario Varricchione getroffen, den berühmten Ross, der ist verrückt, ein Geisteskranker, es ist einfach unglaublich mit ihm, er ist ein richtiger Workaholic. Er ist immer auf die Arbeit konzentriert, das ist seine Droge und so etwas respektiere ich voll und ganz. Es ist ihm gelungen, sich mit seinem Schnellrestaurant durchzusetzen. Er hat sich einen Platz in Lausanne geschaffen, er ist mit so einem ganz kleinen Ding gestartet und hat es bis ganz an die Spitze geschafft. Davor habe ich grossen Respekt. Und dann ist er ein Fratel (ein Bruder) ge­ worden. Nachmittags bin ich oft dort, zwischen den Unterrichts­ stunden, meine Schule liegt ganz in der Nähe. Was mir gefällt ist, dass dort viele Leute vorbei schauen und Ross schafft eine nette Stimmung und das Essen ist sehr gut. Zum Monopole zu gehen, ist immer ein Vergnügen.

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euro26      Verkehrshaus der Schweiz

Durch Kehrtunnels   den Berg hinauf

Von Erstfeld in den Naxberg

Die Zugfahrt beginnt ab dem Bahnhof Erst­ feld Richtung Amsteg über die Kerstelen­ bachbrücke, der grössten Brücke der Gott­ hardlinie, und die Intschireussbrücke. Da­ nach folgen vor und nach Wassen die drei Kehrtunnels Pfaffensprung, Wattinger und Leggistein bis zum Naxberg, wo der Zug im Inneren des Bergmassivs verschwindet. Die imposante Fahrt, die sich in Echt auf dem Weg von der Zentralschweiz ins Tes­ sin befindet, ist im Verkehrshaus der Schweiz als Modell aufgebaut. Zehn Kilometer pro Woche

Man schrieb das Jahr 1957, als die SBB die Modell- und Eisenbahnfreunde Luzern (EMBL) bat, fürs Verkehrshaus der Schweiz eine Anlage zu bauen. Die EMBL-Mitglieder erstellten das Modell in über 30 000 Stun­ den Fronarbeit. Zur Eröffnung des Ver­

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kehrshauses der Schweiz im Jahr 1959 wurde es in Betrieb genommen. Zu den Prunkstücken der Anlage gehören die zwölf doppelspurigen Brücken, über wel­ che die historischen und modernen Perso­ nen- und Güterzüge im Stundentakt die Nordrampe hinauf und hinunter fahren. Jede Lokomotive absolviert dabei rund zehn Kilometer pro Woche.

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Abkürzung

Nicht nur des Massstabes wegen müssen die Modelllokomotiven nur einen Bruchteil des Pensums ihrer grossen Kompagnons aus der Realität abspulen, sondern auch, weil ihnen eine im Modell eingebaute Ab­ kürzung zugute kommt: Einmal im Naxberg verschwunden können die Züge nämlich mittels Kehrtunnel in der Modell-Land­ schaft einfach wieder zurück nach Erstfeld fahren, wo die Reise auf ein Neues losgeht.

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Stoff   aus St. Gallen Te x t : David G adze , F o t o s : T ill F o rrer

Die Holzböden knarren, das Licht ist gedämpft, Zeichnungen und Bilder zieren die Wände. Im Atelier, das direkt gegenüber ihrer Wohnung liegt, lässt Annina Arter ihrer Kreativität in der Freizeit freien Lauf. Hier, im obersten Stock eines Altbaus im St. Galler Langgass-Quartier, zeichnet sie neue Muster, die den Weg vom Papier auf einen Stoff finden sollen.

«Mein Privatleben richtet sich nach dem Beruf, beides fliesst in­ einander», sagt die 26-Jährige. Schliesslich habe sie keinen Job, den sie einfach im Büro einschliessen könne, wenn sie am Abend nach Hause gehe. Er begleite sie fast rund um die Uhr. Was für viele ein Fluch wäre, ist für sie ein Segen: «Es ist mein Traumjob.» Von der Skizze zum Dior-Kleid

Seit rund zwei Jahren arbeitet Annina Arter als Textildesignerin bei Jakob Schlaepfer in St. Gallen. Dessen Luxusstoffe sind welt­ weit gefragt. Grosse Modelabels wie Chanel, Dior, Louis Vuitton oder Marc Jacobs stehen auf der Kundenliste. Die Firma entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Gallusstadt ihre goldene

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Zeit erlebte. Die St. Galler Stickerei war das wichtigste Schweizer Exportgut, zwei Drittel der gesamten Weltproduktion stammten aus St. Gallen. Der Handel und die Industrie blühten, die Ost­ schweizer Metropole entwickelte sich zur reichsten Stadt Euro­ pas, ja einer der reichsten Städte der Welt und erhielt den Bei­ namen ‹Vorort von New York›. Der Erste Weltkrieg und die Welt­ wirtschaftskrise liessen das Stickereigewerbe jedoch fast kom­ plett einbrechen. Doch auch heute noch ist St. Gallen dank des Modelabels Akris oder Unternehmen wie Forster Rohner, Bi­ schoff, Union oder eben Jakob Schlaepfer ein wichtiger Punkt auf der Weltkarte des Textils. Annina Arter entwirft und verarbeitet Muster für die Stoffe. «Die Kunden wählen entweder aus bestehenden Stoffen oder bestellen Entwürfe zu einem bestimmten Motiv, auch aufgrund eigener Vor­ lagen und Vorgaben. Für mich ergibt sich daraus eine gute Ab­ wechslung zwischen dem freien Arbeiten und dem Umsetzen kon­ kreter Aufgaben», sagt sie. Manchmal würden die Designs eine Woche oder länger hin und her geschickt, um am Ende doch nicht


P o rtrait   S G   A nnina A rter

verwendet zu werden. Natürlich sei sie dann enttäuscht. «Aber das gehört dazu». Ausserdem gelte es, über grosse gestalteri­ sche Vielfalt zu verfügen, den eigenen Geschmack aber hintan­ stellen zu können. Sie sei auch gerne draussen in der Natur, oft auch um zu fotografieren und dadurch neue Inspiration zu finden. Von Geschenkpapieren zu Luxusstoffen

Sie habe schon immer gerne gezeichnet und gemalt. «Als Kind habe ich Geschenk- oder Hefteinfasspapiere geliebt. Die Muster haben mich fasziniert, sogar die hässlichen.» Nach der Matur absolvierte sie an der Schule für Gestaltung in St. Gallen den Vor­ kurs zur Grafikerin. «In letzter Sekunde habe ich mich dann doch für das Textil­design-Studium in Luzern entschieden», erzählt An­ nina Arter. Es biete ihr viel mehr Möglichkeiten. «Ich kann Dinge entwerfen, aber wenn es darum geht, sie auf den Stoff zu bringen, fängt es erst richtig an, Spass zu machen.» Diese Arbeit passe auch besser zu ihrem Wesen und ihrer Bildsprache. Ihre Motive seien oft sehr farbig und verspielt. Schlichtheit liege ihr nicht. «Doch auch die Stoffe von Jakob Schlaepfer zeichnen sich durch Opulenz aus.» Nach dem Studium kehrte sie im Jahr 2011 ‹nahtlos› nach St. Gal­ len zurück. «Das hätte zu jenem Zeitpunkt nicht unbedingt sein müssen», sagt Annina Arter. Sie wäre lieber nach Zürich gezogen. Nicht, um all die Möglichkeiten des täglichen und nächtlichen Le­ bens auszuschöpfen, sondern wegen dem Grundgefühl, das eine grosse Stadt vermittle, der Weite, die sie ausstrahle. Doch just in jenem Moment, als sie ihren Abschluss gemacht hatte, wurde ei­

ne Stelle bei Jakob Schlaepfer frei. «Für mich war schon lange klar, dass ich dort arbeiten möchte. Im Bereich Textildesign ist Jakob Schlaepfer das spannendste Unternehmen in der Schweiz.» So habe es sie früher als ihr lieb war zurück nach St. Gallen ver­ schlagen. Viele ihrer Kollegen seien inzwischen weggezogen. Aber mittlerweile habe sie sich mit der Stadt neu angefreundet, erzählt sie. «Sie wird immer besser, lebendiger.» Von Katmandu nach St. Gallen

Geboren wurde Annina Arter in Katmandu, der Hauptstadt Nepals. Die Eltern waren dort in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Ihr Vater, ein Maschineningenieur, begleitete den Bau von Wasser­ kraftprojekten. Als Annina eineinhalb Jahre alt war, kehrten die Eltern mit Annina und ihren zwei älteren Brüdern in die Schweiz zurück. Die Familie wohnte zuerst in Engelburg, einem Vorort von St. Gallen, ehe sie in die Kantonshauptstadt zog. «Das Züridütsch habe ich von meinen Eltern geerbt – und behalten.» In ein paar Jahren könnte Zürich wieder zum Thema werden. Dann wolle sie sich eventuell selbständig machen, sagt Annina Arter. «Im Moment ist das noch mehr eine schwammige Vorstellung als ein konkretes Ziel. Aber ich könnte mir schon vorstellen, mit einer Modedesignerin zusammenzuarbeiten. Manchmal wäre es schön, mehr Einfluss darauf zu haben, was mit dem Stoff passiert.» Wür­ de sie denn auch einen Umzug aus dem einstigen ‹Vorort von New York› in die grossen Modemetropolen wie Mailand, Paris oder das ‹richtige› New York reizen? «Ich müsste sehr genau wissen, was ich dort mache. Ansonsten würde ich mich verlieren.»

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Up There With   Fanny Smith Te x t : L e o R amse y er , F o t o s : P hilippe C u endet

Fanny Smith, 21 Jahre, ist der aufsteigende Stern am Himmel des schweizerischen Skicross. Sie glänzt in dieser Disziplin, die Spass, Wettbewerb und Show miteinander verbindet. Nachdem sie mit ihrem 7. Platz bei den Olympischen Spielen von Vancouver 2010 für eine Überraschung gesorgt hatte, gewann sie zahlreiche weitere Medaillen, darunter eine Bron­ ze-Medaille bei den X-Games von Aspen 2011 und in diesem Jahr holte sie sich den Weltmeistertitel in Voss, Norwegen.

Du hast dir deine Ausbildung und dein Training selbst aufgebaut?  Als ich mit dem Skicross anfangen wollte, gab es noch gar keine Struktur. Es gab überhaupt nichts. Über Freunde fand ich dann meinen Trainer, Guillaume Nantermod, den ehemaligen Weltmeister im Boardercross, und so konnte ich Schritt für Schritt eine Struktur aufbauen. Dann merkt man, dass es viele junge Leute gibt, die Skicross machen wollen, aber dass die In­ frastruktur für diese Sportart noch nicht weit entwickelt ist.

Zur Zeit trainiert sie für die Olympischen Spiele von Sotchi in Russland. Die aus Villars stammende Fanny präsentiert uns das Restaurant Miroir d’argentine in Solalex. Dieses Restau­ rant, das in einem beeindruckenden Gebirgskessel liegt, erhielt seinen Namen von einer Felswand, die in der untergehenden Sonne eine silberne Farbe annimmt.

Erklär' mir doch bitte, was Skicross ist!  Skicross ist, wenn man so will, wie Motocross, ausser dass es im Schnee und auf Skiern stattfindet. Ein weiterer Unterschied ist, dass man immer zu viert abfährt. Es gehen also vier Skifahrer gleichzeitig an den Start, man fährt genau im selben Moment ab und man fährt den Parcours so schnell wie möglich. Es gibt Steilwandkurven, Bu­ ckel und Sprünge. Die beiden Besten aus jedem Ablauf qualifi­ zieren sich für die folgende Runde.

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Ist der Skicross ausserhalb der Schweiz besser entwickelt? Skicross ist trotz alledem in der Schweiz eigentlich gut entwi­ ckelt. Zusammen mit Deutschland und Frankreich zählt die Schweiz sogar zu den besten Ländern in dieser Disziplin. Es gibt so viele junge Leute, denen das gefällt. Für sie werden Kurse organisiert und viele Trainingsstrukturen beginnen sich zu ent­ wickeln. Ich denke, dass der Skicross eine Disziplin mit einer grossen Zukunft ist, weil sich dort Spass und Wettkampf ver­ binden. Du nimmst an den X-Games teil. Kannst du mir etwas über die Stimmung bei diesem Wettbewerb erzählen?  Die X-Games sind ein besonderes Ereignis. Für mich gibt es die Olympischen Spiele und daneben noch die X-Games. Wenn man Skicross


P o rtrait   VD   Fann y S mith

macht, muss man akzeptieren, dass das Show ist. Und die XGames, die sind eine einzige Show. Sie geben Millionen dafür aus, damit das wie eine Show aussieht und beim Fernsehzu­ schauer gut ankommt. Ich bin mit diesem Konzept vollkommen einverstanden, denn dadurch sind die Parcours noch beeindru­ ckender, die Sprünge höher und die Abfahrt bringt auch mehr Spass … Und die Olympischen Spiele?  Die Olympischen Spiele, die sind mehr geradeheraus. An diesem Wettkampf will jeder Sportler in seiner Karriere teilnehmen, weil diese Spiele wirklich weltweit anerkannt sind. Jeder will die Olympischen Spiele gewinnen. Ich fahre da jedenfalls nicht nur einfach so hin. Ich fühle mich glück­ lich, weil ich an den Olympischen Spielen von Vancouver teilneh­ men durfte, denn das ist ein Riesen-Event. Die Länder machen viel Druck, wenn du als Favorit an den Start gehst. – Das war ich in Vancouver nicht, ich war eher eine Überraschung. Aber jetzt weiss ich, wie das läuft. Danach wird es ziemlich hart, was das physische Training betrifft. Man muss wirklich 200% geben. Und bei der Ski-Technik ist man eigentlich schon so weit, dass man nur noch am letzten Schliff arbeitet. Ich versuche gerade, immer gut und wach zu sein, im Training wie beim Wettbewerb. Da du für Wettbewerbe ja in alle Welt reist, was für eine Beziehung hast du da zu Villars, deinem Wohnort?  Das ist der Ort, an dem ich mich auf meiner Wolke ausruhen kann. Da bin ich geboren, da habe ich immer gelebt, in den Bergen. Dort sind mei­ ne Familie und meine Freunde. Als ich 16 Jahre alt war, fing ich damit an, um die Welt zu reisen, und ich habe mir gesagt, dass

mir Kanada oder andere Länder auch gut gefallen würden. Aber schliesslich ist mir klar geworden, dass ich an einem wunderba­ ren Ort wohne, mit Bergen, die es so nirgendwo anders gibt. Wir sind hier im Restaurant du Miroir d’argentine. Kannst du mir beschreiben, was dir an diesem Ort gefällt?  Das ist das beste Restaurant in der Gegend. Es ist sehr gemütlich, sehr fa­ miliär. Die Küche ist hervorragend, köstlich, und es gibt die klei­ nen Martine Desserts. Die Inhaber sind supernett. Sie kennen mich schon von klein auf. Sie haben dabei zugeschaut, wie ich das Skifahren gelernt habe. Man wird hier empfangen, als wäre man zu Hause. Wir kommen jedes Jahr mit der Familie hierher, um Geburtstage zu feiern, und jedes Mal singt das ganze Restaurant. In Solalex veranstalten wir für gewöhnlich Grillfeste am Fluss. Danach machen wir einen Spaziergang, hinauf nach Anzeindaz, die Tour zum Grand Muveran. Es gibt immer etwas zu tun. Das ist wirklich ein Ort, wo man gut die Zeit verbringen kann, gerade zusammen mit der Familie. Dieser Ort ist wirklich idyllisch. Hast du den Miroir d’argentine mal bestiegen?  Nein, nie. Ob­ wohl ich klettere und Paragliding mache. Mir gefällt die Schnel­ ligkeit und alles, was einem einen Adrenalinschub verschafft. Ich mache gern Paragliding, aber ich mache lieber einen ruhigen Flug, gerade so, um den Puls ein wenig in die Höhe zu treiben. Ich klettere auch gern, weil ich weiss, dass ich dabei die Kontrol­ le behalte. Gipfel besteigen mit Skiern auf dem Rücken, damit man dann einen guten Free Ride bekommt, das ist ein wahres Vergnügen, und der Miroir d’argentine … das werde ich bestimmt einmal machen, weil ich mich gern selbst übertreffe.

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NOBODY   LOOKS LIKE LUCA Te x t : Fabienne S chm u ki , F o t o : D o minik H Odel

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P o rtrait   ZH   L u ca d u ran

‹Look Like› tönt nach ‹einer von Vielen›. Im Falle von Luca Duran täuscht der Künstlername: Der Zürcher Musiker und Mu­

Jazz, lateinamerikanische Musik», kommentiert Luca seine ho­ hen Erwartungen an Musikerkollegen – und an sich selbst.

sikproduzent hat seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil. Als Teenager im Kreis Vier Nachtschwärmer mit Plan

Luca Duran liebt das Nachtleben und die Clubs. Daher überrascht es wenig, dass er auf seine ‹Lieblingsorte› in Zürich angespro­ chen die Lokalitäten Longstreet Bar und Hive Club nennt. Schliesslich legt er in beiden Clubs regelmässig auf – er war für lange Zeit der jüngste Musiker, der je im Hive Club aufgelegt hat. Und in der Longstreet Bar hat Luca im September seine Platten­ taufe gefeiert. Die LP ‹Radio Lova›, die Luca unter seinem Künst­ lerpseudonym ‹Look Like› veröffentlicht hat, wurde in einer wil­ den Partynacht gefeiert. Die hundert gepressten Stück Vinyl sind bereits ausverkauft. Während er um 9.30 Uhr morgens seinen Orangensaft trinkt spricht Luca langsam und deutlich. Seine schwarzen Haare sind nach hinten gekämmt, seine rechte Hand schmückt ein markan­ ter Ring mit blauem Stein. Der 23-Jährige wohnt gemeinsam mit seinen beiden Schwestern, 8- und 16-jährig, im Zürcher Kreis Drei. Vielleicht kommt Lucas Reife daher, dass er sich um seine jüngeren Geschwister kümmert. Denn der Musiker ist kein Nachtschwärmer und Tagträumer, kein naiver Junge, der den DJTraum träumt. Luca ist ehrgeizig, selbstkritisch und diszipliniert. Und er hat einen Plan. Produzent durch Selbststudium

«Mit 18 Jahren, gleich nach der Matur, habe ich mir die Musikpro­ duktion selber beigebracht», erklärt Luca, der früher mit dem Duo-Projekt ‹Stereo Youth› an den Plattentellern unterwegs war. Seit gut zwei Jahren ist er als Solokünstler unterwegs. Den Na­ men ‹Look Like› trägt er, weil dieser an seinen Vornamen ange­ lehnt ist, aber auch eine gewisse Internationalität und Zeitlosig­ keit ausstrahlt. Nach seinem zweijährigen Selbststudium hatte Luca das notwen­ dige Know-How, um sich der kritischen Online-Community zu prä­ sentieren: Er stellte einige seiner Tracks auf Soundcloud, «damals, als Soundcloud noch übersichtlicher war», wie er rückblickend sagt, und stiess bald auf andere Produzenten auf der ganzen Welt, welche ähnliche musikalische Vorlieben pflegten. Bald bekam er Feedback aus Frankreich, den USA, Schweden und England. «Ich orientiere mich mehr an London und der französischen Club­ szene als an Berlin», sagt Luca. Damit sei er in Zürich fast ein Exot: In seiner Heimatstadt Zürich würden sich gut 80 Prozent der Produzenten und DJs der Berliner Szene zuschreiben. Er mag Musik, die vielfältig und nicht nur einem bestimmten Genre zu­ zuordnen ist. «Es kann von Vorteil sein, wenn sich ein Produzent in den verschiedensten musikalischen Stilen auskennt: Hip-Hop,

Den braunen Teint hat Luca von seinem Vater, der ursprünglich aus Südamerika stammt. Seine Eltern waren Theaterregisseure, seine Familie sei viel gereist, auch als er noch ganz klein war, erzählt Luca. Die ersten zwölf Jahre wohnte er in Genf, seine Muttersprache ist französisch. Aus­serdem spricht er noch italienisch, spanisch und deutsch. So viel Internationalität – was macht Luca denn in Zürich? Zürich sei seine Heimat, sagt der junge Musiker. «Ich liebe diese Stadt, hier fühle ich mich wohl. Als ich mit zwölf Jahren nach Zü­ rich gekommen bin, besuchte ich das Schulhaus Wengi mitten im Zürcher Kreis Vier. Die Langstrasse war für mich schon immer ein Stück Heimat. Ich fühle mich in diesem Quartier einfach am wohlsten.» Ausserdem habe Zürich eine spannende Clubszene, ein tolles Line-Up, gute Anlagen in den Clubs und eine gut funk­ tionierende Musikförderung zu bieten. Internationales Format

Luca ist ein Frühaufsteher, und unter der Woche wird gearbeitet. Montag bis Donnerstag ist Luca in seinem Studio und produziert für sich selber oder für andere, macht Remixes oder auch Film­ musik. Am Wochenende spielt er seine Tracks dem Clubpublikum vor. «Das ist die Härteprobe: Nach den Auftritten weiss ich, wel­ che Tracks gut funktionieren und welche weniger. Dann gehe ich wieder ins Studio und arbeite daran weiter.» Diese Feedbacks des Clubpublikums seien direkt und ehrlich – eine bessere Übungs­ anlage gibt es wohl kaum. Auch wenn Luca das Reisen liebt, das Publikum in anderen Städten, die Vibes in den verschiedenen Clubs und die Bekanntschaften, die er dank seiner Tätigkeit auf der ganzen Welt schliesst, kehrt er im­ mer gerne nach Zürich zurück. «Kürzlich war ich in Köln, und als mich die Stewardess auf dem Rückflug mit einem ‹Grüezi› begrüsst hat, wurde mir gleich warm ums Herz», gibt Luca zu. Im Frühling 2014 will Luca die Aufnahmeprüfung zum Filmstudi­ um an der ZHdK absolvieren. Das Interesse am Regieführen hat er dank seiner Eltern im Blut. Ausserdem hat er auch schon ei­ gene Clips zu seinen Tracks erstellt. «Film und meine Musik zu kombinieren wäre natürlich der grösste Traum», schwärmt Luca. Auch wenn die Schweiz weder als Musik- noch als Filmindustrie­ land bekannt sei: Existenzängste habe er keine. Überzeugt fügt Luca an: «Wenn man das, was man tut, konsequent macht und Fleiss und Ehrgeiz an den Tag legt, dann klappt es auch.» Links: http://soundcloud.com/looklikemusic https://facebook.com/looklikemusic

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P o rtrait   GR   S am u el G u erra

Tessiner Powerplay   in Davos Te x t : K arl B renner , F o t o : M a x imilian L ederer

Guerra ist kein Name, den man oft auf Eis­ hockey-Trikots zu sehen bekommt. Ameri­ kanische, deutsche, franco-kanadische und russische Namen sind da geläufiger. «Ich bin im Tessin aufgewachsen», erklärt Samuel Guerra, ein Profispieler aus den Reihen des HC Davos. «Mein Vater ist ein grosser HC-Ambrì-Piotta-Fan und nahm mich und meinen Bruder, der übrigens auch Profispieler ist, oft zu Matches in die Eishalle mit.» So wurde Samuels Begeis­ terung für den Sport schon früh geweckt. Noch als Junior wird Guerra beim HCD ver­ pflichtet. Seither steht er für den Bündner Verein auf dem Eis. Gefragt nach den Unter­ schieden zwischen seiner Heimat und sei­ nem neuen Zuhause scherzt der Verteidi­ ger: «Das Klima.» Gefallen tut es ihm in Da­ vos aber allemal. Da sind die Berge, die Sa­ muel mag, auch im Dorf hält er sich oft auf. Die meiste Zeit verbringt der Tessiner aber im Eisstadion, da er fleissig an seiner Kar­ riere feilt. «Mit der Verpflichtung beim HCD ging ein Traum in Erfüllung. Jedoch sehe ich es auch als Zwischenstation auf dem Weg zu meinem gros­sen Ziel: Nordamerika.»

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Ende Dezember, just vor dem Jahreswech­ sel, haben Guerra und seine Mannschafts­ kollegen die Gelegenheit, sich unter ande­ rem mit Top-Spielern aus Übersee zu messen. Denn dann wird im Davoser Eis­ stadion zum 87. Mal der Spengler Cup über die Bühne gehen. Gegründet 1923 hat sich das Turnier über die Jahre zu einem der prestigeträchtigsten Eishockey-Events ausserhalb der nationalen Ligen und den Welt- beziehungsweise Europameister­ schaften sowie den Olympischen Spielen entwickelt. Der Gastgeber HC Davos lädt dabei jedes Jahr fünf Topmannschaften ein. Diese variieren, abgesehen vom Team Canada, das seit 1984 neben dem HCD den zweiten Fixpunkt des Cups bildet, von Jahr zu Jahr. Wegen Einsätzen an der U20-WM konnte Samuel erst einmal am Turnier teilneh­ men. Darum freut er sich umso mehr auf das diesjährige Kräftemessen mit Spielern dieses Formates: «Einerseits ist es eine Ehre für mich. Gleichzeitig ist der Spengler Cup aber auch ein Wettkampf, den ich ge­ winnen will.»

UBS und der Spengler Cup Seit 1985 unterstützt UBS den Spengler Cup. So auch in diesem Jahr. Im Rahmen des Engagements ermöglicht UBS jungen Eishockeyfans während des Events ‹Jugend trainiert mit Spengler Cup-Stars› mit den Hockeyprofis der teilnehmenden Teams zu trainieren.

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Veranstaltungen im Herbst

 

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Ellie   Goulding

Poni Hoax

The   Fratellis

10.02.14, Maag Halle Zürich

23.11.13, Rocking Chair Vevey

07.12.13, Komplex 457 Zürich

Nicht, dass wir es für gut befinden würden, wenn man sein Studium abbricht. Aber im Falle von Ellie Goulding war das definitiv die richtige Entscheidung, denn die Britin startete kurz darauf musikalisch durch.

Die 80er-Jahre sind unlängst wieder in der gesamten Musikszene ein Thema. Bei Poni Hoax gehört eine Prise David Bowie und Co. seit jeher zum Konzept. Bereits 2006 haben die fünf Musiker ihr Debütalbum veröffent­

Woher die schottische Rockband ihren Bandnamen hat, ist umstritten. Die einen munkeln, er sei auf Richard Donners Film ‹The Goonies› zurückzuführen. Die anderen behaupten, der italienische Name stamme

Sie wurde während ihrer Pub-Konzerte in London entdeckt und 2009 bei Polydor un­ ter Vertrag genommen. Kurz darauf stand sie bereits bei Jools Holland auf der Bühne – und sicherte sich mit diesem Auftritt den Durchbruch. Das Debütalbum ‹Lights› stieg 2010 direkt auf Platz 1 der UK-Albumcharts ein, die gleichnamige Single schoss international durch die Decke. Vergangenes Jahr prä­ sentierte die blonde Britin mit ‹Halcyon› ihr zweites Studioalbum – wieder ein riesi­ ger Erfolg, die Frühlings-Tournee war restlos ausverkauft. Elle Goulding komponiert alle Songs selbst, spielt die meisten Instrumente sel­ ber ein und wirkt zudem noch als Co-Pro­ duzentin auf ihren Releases mit. Ein briti­ sches Wunderkind, das auch live zu über­ zeugen weiss. Wir verlosen 3 x 2 Tickets für die Show in der Maag Halle Zürich.

licht und mit dem Song ‹Budapest› einen kleinen Club-Hit gelandet. Doch der grosse Erfolg blieb aus. Zwei Jahre später hat Poni Hoax mit dem Long Player ‹Images of Si­ grid› nachgelegt. Es folgten viele Konzerte, unter anderem als Opening Act für Franz Ferdinand in London. Danach wurde es still um die französische Band, der Leadsänger Nicolas Ker realisierte eigene Projekte (z.B. ‹Aladdin› mit Gilb’r). Im Februar 2013 wur­ de nun endlich die dritte Platte namens ‹A State of War› auf dem neuen Label Pan Eu­ ropean Recording veröffentlicht. Das Rad haben Poni Hoax nicht neu erfunden, doch sie sind ihrem Stil-Mix aus Rock, Disco, Darkwave und Elektro treu geblieben. Aber wer die Musiker kennt, weiss ohnehin, dass ihre Stärke beim Live-Auftritt liegt. Wir ver­ losen 2 x 2 Tickets für das Konzert im Ro­ cking Chair Vevey.

vom Geburtsnamen der Mutter des Bassis­ ten. Wie dem auch sei, klar ist, die drei Her­ ren haben sich im Dienste der guten Rockund Punk-Musik im Jahre 2006 verbrüdert. ‹Henrietta›, die erste Single des Debütal­ bums, liess kein Tanzbein stillhalten und brachte The Fratellis 2006 den Durchbruch in England. Eine stilistische Nähe zu The Libertines um Frontmann Pete Doherty, die nicht lange vor den Pseudo-Brüdern erst­ mals im englischen Musikkosmos auf­ tauchten, ist nicht abzustreiten. Dennoch konnte sich die Band ein eigenes musikali­ sches Profil schaffen und hat sich von kurz­ lebigen Trends nicht beeinflussen lassen. Nach einer mehrjährigen Pause veröffent­ lichten The Fratellis im Oktober diesen Jah­ res ihr drittes Album ‹We Need Medicine› und gastieren damit Anfang Dezember im Zürcher Komplex. Gewinne bei uns 3 x 2 Ti­ ckets für das Konzert!

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Papa Roach

Steff   la Cheffe

Jake Bugg

21.11.13, Komplex 457 Zürich

29.11.13, Selig Tanzbar Chur

6.12.13, Maag Event Halle Zürich

Bereits sieben Alben können Papa Roach in ihrer Discographie aufführen, die mit ihrem Song ‹Last Resort› im Jahre 2000 den in­ ternationalen Durchbruch schafften. Über die verschiedenen Alben hat sich die ame­ rikanische Band vom Nu Metal wegbewegt und den Weg Richtung Alternative Rock eingeschlagen. Man hat sich von Rap-Ele­ menten verabschiedet und sich 2008 einen neuen Drummer ins Band-Boot geholt. Ei­ ne gute Entscheidung, denn Tony Palermo verleiht den Sounds von Papa Roach mehr perkussiven Drive. Dennoch konnten Papa Roach nicht mehr an die Erfolge des ersten Major-Albums ‹Infest› (2000) anknüpfen, das ihnen international hohe Chartplatzie­ rungen bescherte. Trotz ausbleibender Kassenschlager haben die Amerikaner aber immer solide Musik produziert, wovon auch das neueste Werk ‹The Connection› zeugt. Nach dem letztjährigen restlos ausver­ kauften Konzert kehrt Papa Roach in den Komplex 457 zurück: Wir verlosen 3 x 2 Ti­ ckets für die Show!

Das Mädchen aus dem Breitenrain gehört mittlerweile zur gestandenen Schweizer Hip-Hop-Szene und hat die Männerdomäne ordentlich aufgemischt. Obwohl sie es ja eigentlich gar nicht mag, dass immer diese Gender-Thematik aufgegriffen wird, so­ bald es um ihre Person geht. Ihren Unmut diesbezüglich packt sie – wen überrascht’s? – natürlich in Rhymes (unter anderem in ‹Ha ke Ahnig› oder ‹Herr Dokter›). Ja, rap­ pen kann diese Mittzwanzigerin und zwar nicht nur über Männlein/Weiblein. Sie heimste bereits einen Swiss Music Award in der Kategorie ‹Best Talent› ein und ge­ wann am m4music die Demotape Clinic in der Rubrik ‹Urban›. Ahja, Beatbox-Vize­ weltmeisterin in der Female Category darf sich Steff la Cheffe auch noch auf die Fah­ ne schreiben. Doch auf ihren Lorbeeren ausruhen, das liegt dem Berner Modi nicht. Sie tourt gerade mit ihrem neuen Album ‹Vögu Zum Geburtstag› landauf, landab und macht am 29. November in der Selig Tanzbar Chur Halt. Wir verlosen 3 x 2 Ti­ ckets!

Jake Bugg ist kaum 20 Jahre alt und hat mit seinem Debütalbum im vergangenen Jahr das Musik-Business in Aufruhr versetzt. Der Engländer, der dank einer SimpsonsFolge begann, Gitarre zu spielen, gilt als ‹Wunderkind›. Wer jetzt denkt ‹Schon wie­ der irgendeine Indie-Band aus England?›, der tut dem jungen Herrn mehr als un­ recht. Jake Bugg klingt, als wäre er mit Ji­ mi Hendrix und den Beatles gross gewor­ den. So überrascht es auch kaum, dass er bereits fünf Jahre nach den ersten Gitar­ renversuchen auf der Bühne des legendär­ en Glastonbury Festival stand. Mit diesem Auftritt anno 2011 sicherte er sich einen Plattenvertrag über vier Alben. Mittlerwei­ le kennt man den jungen Musiker auch hierzulande, seine Single ‹Two Fingers› befand sich über drei Monate in den Schweizer Charts. Man darf gespannt sein, wie der Zweitling klingen wird, an dem er bereits arbeiten soll. Wir verkürzen das Warten mit Tickets für die Live-Show in Zü­ rich!

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Baby­ shambles

Sportfreunde Bullet for Stiller My Valentine

08.12.13, x-tra Zürich

22.– 25.01.2014, Basel, Luzern, Bern, Zürich

12.02.14, Komplex 457 Zürich

Pete Doherty, der Frontmann der Baby­ shambles, ist leider bekannter für seinen exzessiven Lebensstil als für seine musi­ kalischen Leistungen. Zeitweise teilte er diesen noch mit Supermodel Kate Moss, doch die ist mittlerweile mit Jamie Hince in den ruhigeren Hafen der Ehe eingelaufen. Petes Leben hingegen scheint immer noch aus Wutausbrüchen, Zollkontrollen und Entzugskliniken zu bestehen. Das Musizie­ ren ist aber ebenfalls ein fixer Bestandteil seines Lebens. 2007 gelang den Babysham­ bles mit ‹Shotter’s Nation› beziehungswei­ se der Single ‹Delivery› der Sprung über den Ärmelkanal. Zwei Jahre später folgte das Solo-Album ‹Grace/Wastelands› von Pete Doherty (in dieser Zeit bestand er aber auf den Vornamen Peter), das als durchaus gelungenes Werk bezeichnet werden darf. Nun ist er wieder mit seiner Band vereint, welche im September das neue Album ‹Se­ quel to the Prequel› veröffentlicht hat. Am 08. Dezember präsentieren die Babysham­ bles ihr neuestes Werk im x-tra Zürich. Wir verlosen 1 x 2 Tickets.

Die Sportis sind zurück! Nach beinahe sechs Jahren Musikabstinenz haben sich die Sportfreunde Stiller mit ihrer Single ‹Applaus, Applaus› sportlich-lässig in die Charts zurückgespielt. Und auch ihr neues Album ‹New York, Rio, Rosenheim› zeigt: sie ‹roquen› noch immer. Obwohl die Band oft und gerne über Fuss­ ball singt (‹Lauth anhören›, ‹’51, ‚’74, ’90, ’2006›, ‹Unser Freund ist aus Leder›), bril­ lieren sie auch mit Themen abseits vom grünen Rasen. Man denke hier etwa an ‹Auf der guten Seite› oder ‹7 Tage, 7 Näch­ te›. Spätestens mit ihrem Auftritt im Rah­ men der Konzertreihe ‹MTV Unplugged› haben die Sportfreunde bewiesen, dass sie mehr können als Fussballhymnen johlen. Es ist die Mixtur, die den Charme und den Erfolg der Sportis ausmacht: Texte direkt aus dem Leben, drei sympathische Band­ mitglieder und eine ehrliche Nähe zum Pu­ blikum. Davon kann man sich vom 22. bis 25.1.2014 in Basel, Luzern, Bern und Zürich überzeugen. Wir verlosen 4 x 2 Tickets.

Die walisische Band Bullet For My Valenti­ ne erschienen 2005 erstmals auf dem Ra­ dar der Metalcore-Szene – und zwar dank ihres originellen Mix aus Screamo, Thrash, Heavy Metal, Hardrock und Speed Metal auf dem Debütalbum ‹The Poison›. Auch ausserhalb der Szene konnten mit dieser Platte bereits erste Erfolge gefeiert wer­ den: Sie erreichte Platz 21 der britischen Charts. Es folgten Tourneen mit Metallica, Guns ‘n’ Roses und weiteren grossen Namen sowie 2008 der Zweitling ‹Scream, Aim, Fire›. Damit etablierte sich Bullet For My Valen­ tine endgültig im Olymp der Metaller und belegte gleichzeitig Rang 4 der US-Charts. Mit weiteren Veröffentlichungen folgten weitere Erfolge. Und auch als Live-Act hat sich die Band bewährt. Zuletzt konnte sich das Schweizer Publikum am Greenfield Festival davon überzeugen, wie explosiv Bullet For My Valentine live klingen kann. Wer diese Gelegenheit verpasst hat, kann das nun bei der Show im Komplex 457 in Zürich nachholen.

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Ein Leben auf zwei Achsen   und vier Rädern Te x t : C ar o le B armettler , F o t o s : N ic o las G y sin

Ivo Weibel ist ursprünglich aus dem Toggenburg, doch mittler­ weile in Basel sesshaft geworden. Seine freie Zeit verbringt er grösstenteils auf dem Skateboard, selbst auf Reisen gab bis zu diesem Jahr immer sein Brett die Richtung vor.

Den Weg zum Basler Skate-Park Port Land zu finden, stellt einen Ortsunkundigen vor eine ziemliche Herausforderung. Nach der Tramfahrt Richtung Kleinhüningen gilt es noch eine Wegstrecke zu Fuss zurückzulegen – über alte Tramschienen und vorbei an riesigen Dampfern. Einen Spaziergang dem Rheinufer entlang später sieht man aus der Ferne einen rot-weissen Mini-Leucht­ turm zwischen alten Wagons mit rostigen Dächern: Hier soll es also sein, das Skate-Mekka von Basel. Vom beschaulichen Toggenburg in die Urbanität Basels

Dass Ivo Weibel nicht in Basel aufgewachsen ist, lässt sich kaum überhören. Vor drei Jahren ist er aus der Ostschweiz zugezogen. «Ich wollte etwas Neues sehen und Basel war mir schon immer sympathisch. Als ich eine Jobzusage von einer Basler Firma er­ hielt, war ohnehin klar, wohin es mich verschlagen würde», er­ klärt Ivo seine Stadt-Wahl. Sein Traumjob wäre es gewesen, wie er meint, die perfekte Kombination von Hobby und Beruf. Doch es hat nicht sollen sein, mit dem Zeichnen von Skate-Anlagen und Rampen: Ivo verkrachte sich mit dem Chef und wechselte bereits nach einem Jahr als Zeichner in den Anlagenbau. «Jetzt kann ich meine Zeit selber einteilen, habe einen super Vorgesetzten und ein gutes Einkommen», erzählt Ivo und beobachtet gleichzeitig die zwei Skater im Pool, welche in der Abendsonne unermüdlich ihre Tricks üben. ‹Do It Yourself› war das Credo

Die Möglichkeit, seine Arbeitszeit frei einzuteilen, kam Ivo beson­ ders beim Bau von Port Land entgegen. Der vorherige Basler Skate-Szenetreff auf dem nt-Areal wurde aufgrund eines auslau­ fenden Zwischennutzungsvertrages dem Erdboden gleichge­ macht, weshalb eine neue Anlage her musste, um dem Hobby auf den vier Rädern weiterhin nachgehen zu können. Der ursprüng­ liche Initiant von Port Land war Oli Bürgin, ‹eine lebende SkateLegende›, wie Ivo anmerkt. Mittels Crowdfunding und einer Spen­ de des Lotteriefonds wurde das nötige Kleingeld für die neue Skate-Anlage zusammengetragen, die übrigens wieder auf ei­ nem zwischengenutzten Areal steht. Für die Umsetzung haben

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viele Freiwillige, darunter auch Ivo, ihren gesamten Sommer 2012 geopfert. «Es ist ein Do-It-Yourself-Park, in dieser Grösse in der Schweiz bisher einmalig. In Europa entwickelt sich aber langsam eine Szene von Skatern, die ihre Parks selber bauen», erklärt der Mittzwanziger. Reisen? – Bisher immer mit dem Skateboard

Einmal im Jahr fährt Ivo mit einer Gruppe Gleichgesinnter aus der ganzen Schweiz für eine Woche in die Ferien. Man klappert mit dem Auto Skate-Park um Skate-Park ab, vorzugsweise DIYAnlagen wie Port Land. «Das Highlight vom Jahr! Diese Trips filme ich jeweils auch», erzählt der Toggenburger strahlend. Die­ ses Jahr sind sie in Belgien gewesen, unter anderem im Meche­ len-Park. Der gehört zu Ivos bisherigen Favoriten – nebst dem Park in Basel natürlich. Er habe aber dieses Jahr zum ersten Mal nicht ausschliesslich Skate-Ferien gemacht und sei nach Hawaii und Mexiko gereist. Das Skateboard war zwar mit im Gepäck, aber nicht im Zentrum der freien Tage. «Ich hatte mal Lust auf etwas anderes», begründet Ivo dieses Novum. ‹Port Land ist quasi mein Garten›

Wenn sich Ivo nicht ennet der Landesgrenze befindet, dann ist er auf Port Land zu finden. Im Sommer verbringt er rund 15 bis 20 Stunden pro Woche hier. «Es gibt eine fixe Gruppe von Leuten, die so gut wie jeden Sommerabend hierher kommen. Der Park verbindet und man lernt immer wieder neue Leute kennen. Alle sind willkommen, ob versierter Hobby-Skater oder blutiger An­ fänger», führt der Bowl- und Miniramp-Fahrer aus. Vor drei Mo­ naten ist er sogar in die Gegend gezogen, vorher hat er am an­ deren Stadtende gewohnt. Er kommentiert mit einem breiten Lachen auf dem Gesicht: «Port Land ist quasi mein Garten. Ich bin auch hier im Ausgang. Am Wochenende ist man oft bis um 2 oder 3 Uhr morgens hier. Dank der Scheinwerfer kann man bis in die tiefe Nacht skaten.» Doch auch als Nicht-Skater fühlt man sich auf diesem Areal an der Uferstrasse durchaus wohl: Nebst dem Skate-Pool gibt es viele alte Wagons mit kleinen Projekten, darunter ein paar Hobby-Gärtner, die ihre Ernte gleich in Form von Mittagsmenüs zum Verzehr anbieten, oder die MARINA-Bar, die zum Feierabend-Drink zwischen Rhein und wilden Pflanzen lädt. Auf die Frage, ob er nebst diesem kleinen Skate-Mekka auch andere Lieblingsorte in Basel hat, weiss Ivo nicht recht, was sagen. Man merkt, dieses Herz schlägt eindeutig für Skate­ boards und alles, was damit zu tun hat.


P o rtrait   B S   I v o W eibel

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© Stéphane Schmutz / stemutz.com

P o rtrait   F R   C lara

Clara hatte während ihres Freiwilligendiensts im Freiburger Club Fri-Son viel Spass.

Einmal Fri-Son   retour, bitte!  Te x t : F l o rence S avi o z

Clara aus Spanien leistete in einem Freiburger Musikclub einen sechsmonatigen Freiwilligeneinsatz. Der Rückblick auf diese Zeit zeigt, die Erfahrung war in jeder Hinsicht positiv.

Mit einem Lächeln auf den Lippen und strahlenden Augen zieht die junge Spanierin Clara Bilanz über das halbe Jahr, während dem sie im Europäischen Freiwilligendienst von Jugend in Aktion für den Freiburger Musikclub Fri-Son gearbeitet hat. Der 25-Jährigen fehlen die Worte, um diesen Lebensabschnitt zusammenzufassen, der nun zu Ende geht. Die Pausen in ihrer Erzählung und der Ton ihrer Stimme zeigen, dass es eine intensive Erfahrung war. Mitte Januar 2013, als die Temperaturen noch auf minus fünf Grad sanken und Nebelschwaden durch die Strassen der Zähringer­ stadt zogen, stiess Clara zum festen Team und den rund 200 Frei­ willigen des Konzertsaals Fri-Son. Im Verlauf ihres Einsatzes kam sie mit allen Tätigkeiten im Musikclub in Berührung: Saaldekora­ tion, Barservice, Künstlerbetreuung, Verwaltung und Kommuni­ kation, Organisation von Filmabenden sowie die Standbetreuung an der Bad Bonn Kilbi in Düdingen. Die Dynamik und Flexibilität des jungen Teams sowie die Vielfalt der Aufgaben begeisterten sie.

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Freunde, Stars und Diven

Clara behält jede einzelne Woche, die sie in Freiburg verbracht hat, in guter Erinnerung. Besonders gefallen hat ihr die Betreuung der Künstler. Höhepunkte ihrer freiwilligen Arbeit bei Fri-Son wa­ ren der Empfang der Band Parov Stellar und der Musikgruppe WE//ARE//ANIMAL – zwei besonders sympathische und zugäng­ liche Bands. Lächelnd erinnert sie sich auch an die komplizierte­ re Zusammenarbeit mit einer bekannten Metal-Band. Nebst ei­ nem Päckchen Zimtkaugummi, Hemden für ihr Konzert und einer Kaffeemaschine wünschten die Künstler auch eine Flasche Wein, die sehr schwer zu finden war. Nach einer aufwendigen Suche in den Läden der Region konnte Clara die gewünschte Flasche auf­ treiben. Eine für alle, alle für eine

Clara integrierte sich rasch, freundete sich mit den Freiwilligen von Fri-Son an und war ganz in ihrem Element. Ihre WG-Partner wurden zu ihren zwei grossen Adoptivbrüdern. Das Zusammen­ leben, das vorerst nur provisorisch war, entwickelte sich so po­ sitiv, dass Clara für ihren ganzen Aufenthalt im Gästezimmer bleiben durfte. Claras Einsatz war ein echter Glücksfall für das Team von Fri-Son. Es hat bereits beschlossen, diese erste Erfah­ rung mit einer Freiwilligen 2014 zu wiederholen. Auch Clara hat während ihres sechsmonatigen Freiwilligendiensts neue Kompe­ tenzen erworben: «Ich bin reifer geworden und habe gelernt, Ter­ mine und Zusagen einzuhalten. Ich vertraue anderen Menschen mehr und achte stärker auf das Positive, das in jedem Einzelnen steckt.» Diese Eigenschaften sind fürs Wohlbefinden und das Zu­ sammenleben wichtig. Im Lebenslauf kann sie Clara zwar nicht eintragen, dafür im Youthpass von Jugend in Aktion.


Unterstützung für   Freiwilligenaufenthalte

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Die Austauschorganisation International Cul­ tural Youth Exchanges (ICYE) hat Claras Frei­ willigenaufenthalt organisiert und die Mittel dafür beim Programm Jugend in Aktion bean­ tragt. Die Gelder leisten einen Beitrag zu den Reise-, Essens- und Versicherungsspesen so­ wie für ein monatliches Taschengeld. Das europäische Programm Jugend in Aktion fördert die nicht-formelle Bildung jun­ ger Menschen. Es finanziert und berät Ju­ gendprojekte, fördert Vernetzung und Weiter­ bildung in der Jugendarbeit und unterstützt die Jugendpolitik auf europäischer und natio­ naler Ebene. Für Freiwilligeneinsätze können sich interessierte Personen jederzeit bei Or­ ganisationen wie ICYE melden. Institutionen, die junge Freiwillige aufnehmen oder ins Aus­ land senden möchten, können mit der ch Stif­ tung für eidgenössische Zusammenarbeit, die u. a. das Programm Jugend in Aktion anbietet, Kontakt aufnehmen. Der Europäische Freiwilligendienst (EVS) gibt jungen Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren aus Europa Gelegenheit, sprachliche und in­ terkulturelle Kompetenzen zu entwickeln, welche die Solidarität, das staatsbürgerliche Engagement in Europa und das gegenseitige Verständnis fördern. Ausserdem soll der Ein­ satz einen Mehrwert für die Organisation brin­ gen, die Freiwillige aufnimmt; beide Seiten sollen neue Impulse erhalten. Auch Freiwillige aus der Schweiz können einen EVS machen. Teilnehmende von Jugend in Aktion können am Ende ihres Projekts ein Youthpass-Zerti­ fikat mit den im Ausland erworbenen Kompe­ tenzen erstellen – ein idealer Zusatz fürs zu­ künftige Bewerbungsdossier.

Kontakt und Informationen:

International Cultural Youth   Exchanges Schweiz www.icye.ch info@icye.ch, 031 371 77 80

Jugend in Aktion und   Europä­i scher   Freiwilligendienst (EVS) www.ch-go.ch/evs

«Fremdsprachlich zu arbeiten   hat mich weiter­ gebracht» Te x t : T ib o r B au der

«In der Romandie zu arbeiten war ein Sprung ins kalte Wasser, rückblickend aber eine einmalige Erfahrung.» Maria, Solothurner Lernende im Detailhandel, hat im Mai 2013 vier Wochen in Mont­ reux gewohnt und gearbeitet. «Ich hatte gar keine andere Mög­ lichkeit als Französisch zu sprechen. Die ersten Tage waren schwierig. Alles war neu, und ich hatte Heimweh», erinnert sich Maria. Doch sie gab nicht auf und wurde belohnt: «Die Mitarbei­ tenden haben mich beim Sprechen korrigiert, und ich habe schnell Fortschritte gemacht.» Das hat Marias Mut zu sprechen gestärkt, und ihre Freude an der französischen Sprache wuchs. Auch fach­ lich und persönlich hat Maria profitiert – sie hat bei der Arbeit im Gastbetrieb neue Produkte und Abläufe kennengelernt, musste sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden und ist dadurch selbständiger geworden. «Anderen Lernenden empfehle ich einen Austausch unbedingt – Freude an Sprachen ist dabei ein Vorteil.»

Informationen zum Lehrstellentausch:

www.ch-go.ch/jugend-in-aktion

www.ch-go.ch/lehrstellentausch

www.ch-go.ch/youthpass

Angebote für stellenlose Lehr- und Hochschulabgänger/-innen:

yia@chstiftung.ch, 032 346 18 18

www.ch-go.ch/offenestellen

Tour de Suisse  |  www.euro26.ch  45


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