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1/2013

Brauchen wir J채ger? Sodomie

Wie weit geht unsere Fantasie?

P채ppelstation f체r verwaiste Katzenkinder e.V. Wir stellen uns vor


Inhalt

Inhalt Seite Seite

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Inhalt Editorial

Seite 33 Vögel in der Agrarlandschaft

Focus Seite

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Umwelt

Brauchen wir Jäger?

Seite 31 Seite 33

In eigener Sache Seite 12 Seite 13 Seite Seite Seite Seite

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Fohlen vor dem Weg ins Schlachthaus bewahrt Unsere geretteten Fohlen auf Hof Huppenhardt Tiere von Hof Wiesenfeld suchen ein Zuhause Wir haben eine neue Internetseite Weihnachts-Spendenaktion für Hof Wiesenfeld Besuch des ETN e.V. auf Teneriffa im Dezember 2012

Magazin Seite 20 Seite 22 Seite 24 Seite 26 Seite 28

Sodomie Wie weit geht unsere Fantasie? Ein aktueller Bericht von Euro-P.A.S. e.V. So verwenden wir Ihre Spenden Tierkommunikation Ein neuer Weg der Verständigung Eine Welt im Dreiklang - Teil 2 Basiswissen zum Umgang mit Pferden

Plastik in Kosmetika gefährdet unsere Meere Vögel in der Agrarlandschaft Bestandszahlen im Sinkflug

Service Seite 35 Seite 36 Seite 39 Seite 41

Buchempfehlung - Anständig essen Serie "Giftpflanzen" - Teil 2: Früh blühende Pflanzen und Farne Respektierchen Unsere Seiten für Kinder Serie "Artgerechte Tierhaltung" - Teil 2: Kaninchen - Gehegebau und Gesundheit

Partner Seite 45 Seite 47 Seite 49

Päppelstation für verwaiste Katzenkinder e.V. Wir stellen uns vor Der Umbau in Noah's Ark Malta hat endlich begonnen Unsere Einsatzgebiete in Europa

News Seite 50

News • Abschuss einer Mufflonherde in Bielefeld • Delegiertenversammlung • Keine Kosmetik aus Tierversuchen in der EU mehr • Der ETN e.V. in Brüssel

Seite 28 Basiswissen zum Umgang mit Pferden

Impressum Herausgeber

Redaktion

Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. Hof Huppenhardt, D - 53804 Much Tel.: 0 22 45 - 61 90-0 Fax: 0 22 45 - 61 90-11 eMail: info@etn-ev.de VR 2454, Amtsgericht Siegburg Der ETN e.V. ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

Julia Vasbender eMail: j.vasbender@etn-ev.de Tel.: 0 22 45 - 61 90-0

Mitgliederverwaltung ETN e.V. Hof Huppenhardt, D - 53804 Much Tel.: 0 22 45 - 61 90-17 Fax: 0 22 45 - 61 90-11 eMail: mitgliederbetreuung@etn-ev.de

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ETN im Internet www.etnev.de Layout & Gestaltung Iris Kater Verlag & Medien GmbH Kater-PR • Viersen • www.kater-pr.de

Alle Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt eingesandte Beiträge übernehmen Herausgeber und Redaktion keine Gewähr. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen und/oder zu überarbeiten. Der Bezugspreis ist im Mitgliedspreis enthalten. Respektiere ist auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Cover - Yvonne Baumann/pixelio.de

Druck Hofmann Druck GmbH & Co. KG 90411 Nürnberg

Respektiere


Editorial

Liebe Mitglieder und Freunde des ETN, mit vollem Einsatz unserer Partner und Mitarbeiter begann das Jahr 2013. Endlich konnten wir dreiundzwanzig beschlagnahmte Hunde des Animal Hoarders (Tiersammlers) „Klaus“ aus MecklenburgVorpommern übernehmen. Alle Hunde befanden sich in einem verwahrlosten Zustand, waren unterernährt und zeigten Verhaltensstörungen. Trotz der Verordnung des Veterinäramtes, in Zukunft nicht mehr als fünf Hunde zu halten, nahm der Animal Hoarder vor kurzem wieder eine größere Zahl neuer Hunde auf. Selbstverständlich werden wir die Situation vor Ort weiterhin beobachten und entsprechend einschreiten. Der nächste Schritt muss die Beschlagnahmung und Versorgung aller Hunde sowie der über einhundert verwahrlosten Schafe und Ziegen sein. Sicher haben auch Sie unseren RTL II-Bericht über das einmalige Streuner-Hilfsprojekt in Donetsk (Ukraine) gesehen. Dort hat die Rinat Akhmetov-Stiftung ein Großprojekt ins Leben gerufen, um in der Stadt Donetsk mit Beratung des ETN e.V. langfristig alle Streuner zu kastrieren (wir berichteten bereits in „Respektiere“). In keinem anderen Land ist uns ein ähnliches Hilfsprogramm bekannt, und es lohnt sich, dieses Projekt zu unterstützen! Wir halten uns natürlich weiterhin an unsere Zusage, den Tieren in der Ukraine auch nach dem EM-Rummel zu helfen. Während die Akhmetov-Stiftung in Donetsk langfristig auf eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Haustiere hinarbeitet, tun sich die Städte und Gemeinden in Deutschland damit leider immer noch schwer. Hierzulande gibt es diese Verpflichtung in nur wenigen Städten. Und so stehen unsere Partner und wir vor dem Problem der zunehmenden Vermehrung von Straßenkatzen in Deutschland. Die Lösung muss über einen veränderten politischen Kurs erfolgen - in Deutschland ebenso wie

Respektiere

Dieter Ernst

in Europa. Zusammen mit anderen in- und ausländischen Organisationen versuchen wir deshalb auch bei der EU-Kommission in Brüssel Verbesserungen für die Straßentiere Europas zu erreichen. Praktische Hilfe leisten wir außerdem auch in diesem Jahr wieder durch zahlreiche Kastrationsaktionen in Süd- und Osteuropa. Vor kurzem fand zudem ein weiterer Hilfstransport nach Rumänien statt, der von der „JAS Forwarding GmbH“ gesponsert und von der LKW-Fahrerin Tamara Raab organisiert wurde. Auch der ETN e.V. beteiligte sich an dem Transport. Wir riefen über unseren Newsletter zu Spenden auf und konnten für unglaubliche zweitausendsechshundert Euro Futter für die Tierheime in Rumänien kaufen. Unser großer Dank geht an alle Spender! Bitte halten Sie uns im Interesse unserer vielen Mitgeschöpfe weiterhin die Treue. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen unseres neuen Heftes; bitte studieren Sie unsere Ausarbeitung zum Titelthema „Jagd“ besonders aufmerksam. Mit freundlichen Grüßen Ihr

Dieter Ernst ETN-Präsident

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Focus

Brauchen wir Rainer Sturm_pixelio.de

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J채ger? Respektiere


Focus

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Viele Kilometer von Steckenstein aus - dort war das Wildschwein wohl angeschossen worden hatte der Hund mit seinem Führer und einem weiteren Begleiter innerhalb von vier Stunden zu bewältigen gehabt, bevor er sein Ziel im Hause der Familie in Wallmenroth endlich erreichte. Und das, um festzustellen, dass ihnen der andere Jäger bereits 'zuvorgekommen' war. “

(News vom 07.07.2010 auf http://www. jagderleben.de/anvisiert/sau_im_haus.html )

Nachrichten wie diese findet man auf einschlägigen Jagdseiten im Internet zuhauf. Der Jäger, der heroisch von Wildschweinen bedrohten Familien zu Hilfe eilt, das wilde Tier erlegt und so die Ordnung wiederherstellt. Es ist geradezu absurd, betrachtet man den Hintergrund: Ein Jäger als der große Retter, nachdem die gefährliche Situation überhaupt erst durch einen leider nicht so treffsicheren - Kollegen verursacht worden war. Ein Wildschwein wird angeschossen, unter Panik und Schmerzen läuft es kilometerweit und landet schließlich, nach vier Stunden voller Schmerzen, in einem Wohnhaus. Es steht außer Frage, dass die Situation für die betreffende Familie gefährlich und beängstigend war. Es ist allerdings eine zweifelhafte Ansicht, den Jäger unter den gegebenen Voraussetzungen hier als Retter darzustellen. Warum wir diese Geschichte hier abdrucken? Sie steht beispielhaft für das Selbstverständnis der Jägerschaft: Der Jäger als Retter des Waldes vor Verbiss von Schalenwild (vor

allem Rehwild), als Beschützer der Bevölkerung vor der anwachsenden Population der Wildschweine, als Retter der heimischen Vogelwelt durch Abschuss „wildernder“ Hauskatzen oder als Schützer der gesamten Tierwelt durch Bejagung neu eingewanderter Tierarten wie beispielsweise dem Waschbären. Doch was ist wirklich dran an den oft gehörten Argumenten vom Schutz der heimischen Flora und Fauna durch kontrollierte Bejagung? Viele Jäger wollen uns glauben machen, dass Artenvielfalt und Gesundheit des Waldes und der Wildtiere heutzutage nur durch Jagd gewährleistet werden können. Stimmt das wirklich? Brauchen wir, braucht unsere Natur die Jagd? Abschuss von Rehen zur Rettung des Waldes? Das häufigste Argument, das zur Rechtfertigung der Jagd genutzt wird, besagt, man müsse eine Überpopulation von Rehen sowie Rot- und Damwild verhindern, um junge Bäume vor Verbiss zu schützen. Nach Argumentation der Jäger heißt das, ohne Abschuss von Schalenwild kann sich der Wald nicht mehr verjüngen, er stirbt langsam, oder die Baumzusammensetzung verschiebt sich in Richtung der Arten, die weniger häufig von Rehen gefressen werden. Dieser Argumentation folgend sorgen die Weidmänner durch Abschuss für die nötige Reduzierung des Wildbestandes, die früher durch Raubtiere wie Wolf und Luchs zustande gekommen wäre. Die Jäger nehmen also den Platz der großen Räuber ein und stellen so das ökologische Gleichgewicht wieder her.

Bärbel Jobst_pixelio.de Carsten Przygoda_pixelio.de

m wahrsten Sinne des Wortes 'Schwein gehabt' hatte eine Familie in Wallmenroth (Rheinland-Pfalz). Glücklicherweise aber nur für eineinhalb Stunden, dann war der Spuk zu Ende. Christa und Toni J. trauten ihren Augen nicht. Aus dem Schlafzimmer ihrer Tochter Katja kamen ungewohnte polternde Geräusche. […] Als sich die Eltern, die sich in der Küche beziehungsweise im Wohnzimmer befanden, auf den Weg zu Katjas Zimmer machten, kam ihnen im kleinen Flur davor ein Wildschwein entgegen. [..] Toni J. rief nach Momenten der Ratlosigkeit die Polizei in Betzdorf an. Der freundliche Helfer der Polizei reagierte umgehend und beauftragte einen Jagdpächter, der der Familie helfen sollte. Bis zu dessen Eintreffen vergingen bange Minuten. Erleichterung kam auf, als der Jagdpächter eintraf und unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften den Überläufer (fast 50 Kg schwer) mit zwei Schüssen erlegte. Das Wildschwein hatte schon blutige Spuren im Kinderzimmer hinterlassen, was darauf deutete, dass es bereits vorher angeschossen worden sein musste. Ein Verdacht, der sich bestätigen sollte: Kurz nach den erlösenden Fangschüssen traf nämlich ein NachsucheTrupp am Ort des Geschehens ein, angeführt durch den Schweißhundeführer mit seinem treuen Gefährten - einem Hannoverschen Schweißhund.

Man muss nicht lange darüber diskutieren, welcher Anblick schöner ist …

Respektiere

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Focus Auf den ersten Blick eine logische Argumentation - aber eben nur auf den ersten Blick. Zuerst einmal ist zu bedenken, dass nicht jeder Verbiss einen Schaden für den Wald bedeutet. Ob große Schalenwildbestände tatsächlich das Aufwachsen jüngerer Bäume verhindern können, hängt sehr stark von den Standortfaktoren in der Umgebung ab. In Wäldern mit zahlreichem Unterwuchs aus vielen verschiedenen jungen Bäumen, Farnen und Sträuchern fällt Verbiss geringer ins Gewicht. In unnatürlichen Fichtenmonokulturen mit wenig Unterwuchs oder Gebieten mit überwiegend langsam wachsenden

Baumarten bedeutet dagegen schon das Abfressen weniger junger Bäume einen Schaden für den Wald. An solchen Standorten, an denen tatsächlich eine nachgewiesene Gefahr für die Waldverjüngung durch Verbiss besteht, sollte man auf unblutige Schutzmaßnahmen wie Wildgatter und Zäune zurückgreifen können. Bei der Beurteilung von Verbiss kommt es außerdem darauf an, wie großräumig die Betrachtung ist. In einem kleinen Privatwald mag Verbiss Schaden anrichten, was für den Besitzer natürlich unerfreulich ist. Bei Betrachtung des gesamten Waldgebietes beziehungsweise des Ökosystems Wald fällt dieser Schaden dann aber nicht mehr ins Gewicht.

Templermeister_pixelio.de

Bernd Kasper_pixelio.de

Doch wie steht es mit der viel beschworenen Überpopulation an Schalenwild, vor allem Rehwild? Nach Argumentation der Jäger würde die Zahl der Rehe ohne Abschuss immer weiter ansteigen, und

auch Wildschutzgatter hätten der Überzahl an Rehen irgendwann nichts mehr entgegenzusetzen. Biologisch gesehen ist dieses Szenario unsinnig, denn die Population einer Tierart entwickelt sich entsprechend der Umweltkapazität ihres Lebensraumes, das heißt, sie vergrößert sich nur so lange, bis die „Aufnahmefähigkeit“ der Natur erschöpft ist. Dann wird die Zahl der Tiere durch dichteabhängige Faktoren wie Futtermangel, Ausbreitung von Parasiten infolge hoher Besiedlungsdichte, Stress oder Krankheiten begrenzt. Außerdem setzen bei Ausschöpfung des Lebensraumes Selbstregulationsmechanismen wie höhere Kitzsterblichkeit, geringere Fortpflanzungsrate und ein verschobenes Geschlechterverhältnis ein, und ein Teil der Tiere wandert ab. Auf lange Sicht pendelt sich die Situation schließlich bei einem Gleichgewicht ein, in dem sowohl Pflanzenfresser, deren Räuber als auch die Futterpflanzen nebeneinander bestehen. So kann man es in Nationalparks beobachten, in denen seit Jahren nicht mehr gejagt wird, der Pflanzenfresserbestand zugenommen hat, und der Wald sich dennoch weiterentwickelt. Ein gutes Beispiel ist der Nationalpark Schweiz im Kanton Graubünden: Hier wird seit beinahe einhundert Jahren nicht mehr gejagt. Folglich konnte sich

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Focus

Diese natürliche Regulation kann aber nur dann erfolgen, wenn der Mensch nicht durch Zufütterung in den Wildbestand eingreift. Wenn Jäger erhöhte Bestandszahlen von Rehwild als Argument anführen, erwähnen sie nicht, dass die Wildfütterung, die viele Jagdfreunde selbst betreiben, stark zum Anwachsen des Wildbestandes beiträgt. Die Fütterung des Wildes in „Notzeiten“ ist Teil der Hege (§1 Bundesjagdgesetz), die laut Gesetz zum Ziel hat, einen „artenreichen und gesunden“ Wildbestand zu erhalten und von Jägern als gelebter Naturschutz propagiert wird. Mit der Fütterung greift der Jäger allerdings wieder in das Ökosystem ein und nimmt dem Bestand die Möglichkeit, sich selbst zu regulieren. Rehböcke und Hirsche, die eigentlich aufgrund von Nahrungsmangel nicht überleben würden, werden im Winter geradezu herangezüchtet, damit die Jäger im Sommer schöne Trophäen schießen können. Absichtlich werden jagdbare Wildarten gefördert und die Artenzusammensetzung verschoben mit Naturschutz hat das nichts zu tun. Bei den geförderten Arten handelt es sich kurioserweise vor allem um

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Schalenwild, also just jene Tiere, denen der größte Verbissschaden angehängt wird. Die Logik eines Jägers wäre also wie folgt: 1. Ich füttere mein TrophäenWild in „Notzeiten“ und verhindere Verluste durch Nahrungsmangel im Winter. 2. Es entwickelt sich prächtig. 3. Ich erzähle nun aller Welt, dass es zu viel Schalenwild gibt, weil die großen Prädatoren (Räuber) fehlen. 4. Ich muss das Schalenwild zum Schutz des Waldes und zur Verhinderung einer Überpopulation abschießen.

Dam- und Schwarzwildbestände auch früher ohnehin nicht durch Räuber wie Wolf und Luchs erfolgte, sondern durch die zuvor beschriebenen Regulationsmechanismen und Ereignisse wie beispielsweise Nahrungsmangel. Selbst wenn es also Wölfe, Bären und Luchse noch in ganz Deutschland gäbe, wären diese an der Reduktion der Bestände kaum beteiligt. Sie wählen sich ihre Nahrung lediglich aus einem Angebot aus, treffen dabei meist alte oder geschwächte Tiere, verändern die Gesamtzahl der Tiere aber nicht unbedingt. Die Zusammenhänge in Ökosystemen sind außerordentlich komplex, denn unzählige Umweltfaktoren wirken auf eine Population ein. Die Regulation der Beuteanzahl allein den Räubern zuzuschreiben, ist daher unzureichend. Eine signifikante Verkleinerung der Zahl an Pflanzenfressern wie dem Rehwild wird eher durch großräumige Ereignisse wie Nahrungsmangel, Seuchen oder Klimaveränderungen hervorgerufen. Das heißt, das Argument des Jägers, den Beutegreifer zu ersetzen, ist biologisch zweifelhaft. Dies zeigt sich auch in konstant bleibenden oder gar steigenden Abschusszahlen der Jägerschaft: Würde die Jagd eine Reduktion des Wildbestandes bedeuten, müssten die Abschusszahlen zwangsläufig zurückgehen, da weniger Tiere geschossen werden können. Ein Gleichbleiben oder Ansteigen der Streckenzahlen zeigt nur, dass die Jagd im Gesamtbestand wenig ausrichten kann, und lediglich ein Bruchteil der Population entnommen wird. Dies trifft natürlich nicht auf bedrohte Tierarten zu, denn dort können einzelne, zusätzliche Verluste das Aussterben einer Art bedeuten. Die Jagd auf bedrohte Tierarten hat also durchaus einen Effekt und kann eine Tierart ernsthaft gefährden.

Claus Zewe_pixelio.de

die Rothirschpopulation natürlich entwickeln. Und obwohl es heute mehr Hirsche als vor Gründung des Parks gibt, stieg die Artenvielfalt und die Anzahl der Bäume, die bereits zu groß für Verbiss sind, seit der Gründung an. Entgegen aller Behauptungen wird der Wald im Nationalpark nicht „leergefressen“, sondern profitiert stattdessen von der gestiegenen Hirschdichte. Diese Beziehung von Schalenwild und Artenvielfalt im Wald kann man mit kleinräumigen Versuchsflächen, auf denen Schäden durch Verbiss beurteilt werden sollen, natürlich nicht erkennen. Der Einfluss von Schalenwild, dessen Population großräumig und in Abhängigkeit zu vielen Umweltfaktoren agiert auf einen Wald, der Jahrzehnte zur Entwicklung benötigt, kann nur in großen Gebieten und nach einem langen Beobachtungszeitraum wirklich bewertet werden. Solch umfassende Betrachtungen sind rar, weshalb die natürliche Regulation der Bestände und der positive Effekt von Wild auf die Artenvielfalt in Abschuss- und Bewirtschaftungsplänen nicht berücksichtigt werden.

So würde es natürlich kein Jäger ausdrücken, aber im Grunde ist es genau das, was passiert. Wieder will uns der Jäger vor einem (vermeintlichen) Problem retten, das er zuvor selbst verursacht hat. Das Argument, Jäger stellten mit der Jagd das ökologische Gleichgewicht im Lebensraum Wald wieder her, indem sie die Rolle großer Prädatoren einnehmen, hinkt auch an anderer Stelle. Viele Biologen sind mittlerweile der Meinung, dass die hauptsächliche Regulierung unserer Reh-, Rot- und

Nun wird mancher Jäger oder Förster aufschreien und behaupten, dass in „seinem“ Wald die Verbissschäden durch intensive Bejagung von Schalenwild aber stark zurückgegangen seien. Damit kann er tatsächlich recht haben. Allerdings wachsen die jungen Bäume dann wahrscheinlich nicht ungestört, weil alles Wild abgeschossen wurde, sondern weil die Tiere durch

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Focus

Einige sehr interessante und schön bebilderte Artikel und Interviews finden Sie im Magazin „Freiheit für Tiere, Sonderausgabe: Natur ohne Jagd“. Online kann man sich die Ausgabe ansehen unter http://www.freiheit-fuer-tiere. de/downloads/freiheitfuertierenaturohnejagd.pdf Weitere lesenswerte Artikel zum Thema „Jagd“ finden Sie außerdem unter http://www.freiheit-fuer-tiere.de/vorschau/fakten-gegendie-jagd.html oder http://www.abschaffung-der-jagd.de/

Begriffe aus der Jägersprache • Äsung: Nahrung des Wildes • Federwild: Alle jagdbaren Vögel • Haarwild: Alle jagdbaren Säugetiere • Hege: Laut Jagdgesetz Maßnahmen zum Erhalt eines den „landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten, artenreichen und gesunden Wildtierbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen“. Dazu gehört die Zufütterung in „Notzeiten“ und die Errichtung von Äsungsflächen. Die Hege ist damit ein Eingriff in das Ökosystem und die Populationsdynamik des Wildes. • Hochwild: Historischer Begriff, der alles Schalenwild außer Rehwild, zusätzlich Auerhahn, Steinadler und Seeadler umfasst. Diese Tiere waren früher nur dem Hochadel vorbehalten. • Kirrung: Platz zum Ausbringen einer Lockfütterung, das heißt Wild (vor allem Schwarzwild) wird durch nicht fleischliches Futter angelockt, um geschossen zu werden. • Niederwild: Alle jagdbaren Tiere außer Hochwild (z.B. Hasen, Füchse, Kaninchen, Fasane) • Raubwild: Die dem Jagdrecht unterliegenden Raubtiere wie Fuchs, Dachs, Marder und Greifvögel • Raubzeug: Beutegreifer, die weder dem Jagd- noch Naturschutzrecht unterliegen, wie Wanderratte, Waschbär, Marderhund, Rabenkrähen, Eichelhäher, „wildernde“ Hunde und Katzen. Nach Jägeransicht fügt Raubzeug dem Wild und der Fischerei Schaden zu und sollte daher bekämpft werden. • Schalenwild: Wildtiere, die auf Klauen laufen (z.B. Wildschweine, Rothirsch, Damwild, Reh, Mufflon). • Schwarzwild: Wildschweine • Strecke: Gesamtzahl der bei einer Jagd geschossenen Tiere • Treibjagd: Wildtiere (vor allem Kaninchen, Hasen) werden durch lärmende Treiber zu den Jägern getrieben. • Weidgerechtigkeit: Rechtlich nicht näher bestimmter Begriff im Bundesjagdgesetz. Eine Art „Ehrenkodex“ des Jägers.

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„Auch Dein Hund wildert, wenn Du ihn streunen lässt!“ „Helft uns schützen!“ „Schutzgemeinschaft deutsches Wild e.V.“ Dieses Schild hängt an einem Hochsitz - blanker Zynismus.

die Jagdtätigkeit vergrämt (vertrieben) wurden. Die Tiere meiden bei starker Bejagung die gefährlichen Gebiete und haben so natürlich weniger Gelegenheit, junge Bäume anzufressen. Außerdem wird so das Wild immer scheuer, man sieht es weniger, und so entsteht leicht der Eindruck, es gäbe weniger Schalenwild. Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts und Naturschutz durch Jäger? Ebenso wenig wie die Hege ein Mittel des Naturschutzes darstellt, sind andere Praktiken im Rahmen des Jagdgesetzes dazu geeignet, das von Jägern nebulös umschriebene „biologische Gleichgewicht“ zu erhalten oder herzustellen. Dies zeigt sich eindrücklich am Beispiel der Treib- und Fallenjagd. Bei der Treibjagd wird auf vor den Treibern panisch flüchtende Tiere geschossen. Dabei können die geschossenen Tiere natürlich nicht nach Geschlecht, Gesundheitszustand oder anderen Merkmalen beurteilt werden, bevor sie geschossen werden. Die Treibjagd als ein Mittel zur Gesunderhaltung des Bestandes zu sehen, ist also abwegig. Im Gegenteil: Durch den großen Stress, der allen Wildtieren (nicht nur den jagdbaren) durch Treibjagden entsteht, kann die Fitness der gesamten Population geschwächt werden. Da zudem Schrot als Munition verwendet

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Focus

Auch die Fallenjagd widerspricht der Selbstdarstellung der Jäger als Naturschützer. Sie kann nicht im Sinne des Naturschutzes betrieben werden, da auch hier die gefangenen Tiere nicht ausgewählt werden können. Oft werden in Fallen, die eigentlich für Fuchs, Marder oder Wiesel gedacht waren, auch Hauskatzen, Waschbären oder bedrohte Tierarten gefangen. Dabei ist die Nutzung von Fallen zur Jagd eigentlich ein Widerspruch in sich, denn laut Bundesjagdgesetz ist es „verboten, Fanggeräte, die nicht unversehrt fangen oder nicht sofort töten“ zu verwenden. Für den Fang von Raubwild dürfen heute verschiedene Schlagfallen, die bei Anheben eines Köders auslösen, eingesetzt werden.

Bei keiner der verwendeten Fallenarten kann jedoch - gemäß der Forderung des Gesetzes - mit hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden, dass das Tier sofort stirbt. Tiere, die zu groß für eine Schlagfalle sind, werden nur an Gliedmaßen oder zu weit vorne am Kopf erfasst und sterben einen langsamen und qualvollen Tod. Zu kleine Tiere werden zu weit hinten getroffen. Waschbären, die den Köder nicht mit dem Maul, sondern den Vorderfüßen aufnehmen, werden die Vorderbeine eingequetscht. Nicht einmal Klappfallen für Mäuse, die in jedem Baumarkt erhältlich sind, töten jede Maus zuverlässig auf Anhieb. Wie soll dies also eine Falle leisten, die in einem Lebensraum mit dutzenden verschiedenen Tierarten aufgestellt wird?! Auch in Lebendfallen gefangene Tiere leiden unter enormem Stress, oft werden die Fallen nicht regelmäßig kontrolliert, und die Tiere verdursten oder erfrieren in den Fallen. Schutz der Vogelwelt oder Freude am Schießen von Haustieren? Die Landesjagdgesetze erlauben es Jägern, Katzen, die sich in einer bestimmten Entfernung zum nächsten Wohnhaus aufhalten sowie Hunde, die sich außerhalb des Einwirkungsbereichs ihres Besitzers befinden, abzuschießen.

Dies soll Wilderei von Hunden und Katzen verhindern und mithin Wild und Vogelarten schützen. Aber längst nicht jede Katze, die durch den Wald streift, und nicht jeder Hund, der mehr als einhundert Meter von seinem Halter entfernt ist, wildert. Ein Jäger darf das Tier auf Verdacht schießen; er muss nicht nachweisen, dass es wirklich gewildert hat. Immer wieder

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wird, können Tiere von einzelnen Schrotkugeln getroffen werden und als Folge einen langsamen und qualvollen Tod sterben. Zudem wird bei der Treibjagd noch immer bleihaltige Munition verwendet. Dieses Blei reichert sich im Boden an, ein Drittel aller Bleiemissionen im Boden werden durch Munition verursacht. Außerdem können sich andere Wildtiere an Blei vergiften, wenn sie Reste mit Blei geschossener Tiere fressen. So mussten seit 2011 beispielsweise schon achtzig Seeadler mit Bleivergiftungen von der Freien Universität Berlin behandelt werden. Man fragt sich unweigerlich: “Was hat das wohl mit Naturschutz zu tun?“

Die Jagd birgt nicht nur Gefahren für Wildtiere, auch Spaziergänger und deren Haustiere werden gefährdet.

Anmerkung der Redaktion: Unser Artikel erscheint sicherlich verallgemeinernd, da generell von „den Jägern“ gesprochen wird, ohne zwischen Berufsjägern, Freizeitjägern und Förstern zu unterscheiden. Sicherlich gibt es Jäger, die einzelne der dargestellten Punkte ablehnen, auf Fallenjagd verzichten und ihre „Beute“ genau auswählen. Trotzdem ist festzuhalten, dass jeder Jagdscheininhaber die Jagd freiwillig ausübt, und dass das freiwillige Töten von Tieren, ohne dass veterinärmedizinische Gründe dies nahelegen, immer mit der Freude am Töten einhergehen muss. Hierzu zwei kleine Zitate: „Ein beispielhaftes Erlebnis bereicherte mich 1995 in Finnland bei befreundeten Foxterrierführern. In imposanten Naturbauten zogen die erfahrenen Foxel die Marderhunde kurzer Hand aus dem Bau. So kann die Baujagd viel Freude bereiten, ohne dass die Füße kalt werden.“ (Uwe Hahn auf http://www.jkv-niedersachsen. de/archiv/64-bejagung-des-marderhundes.html) „Meinen ersten Enok (Anmerkung: Marderhund) habe ich übrigens nicht geschossen sondern erschlagen, dank

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der Hilfe eines DJT (Anmerkung: Deutscher Jagdterrier) der ihn gestellt hatte. War auch ein ganz besonderes Erlebnis für mich.“ (Ein Nutzer auf www.jagdforum24. eu) Im Jahr 2003 widmete sich sogar eine Dissertation (‚Die Jagd als Mechanismus der biotischen und kulturellen Evolution des Menschen’, Günter R. Kühnle) dem Thema „Lust am Jagen“, in der unumwunden zugegeben wird, dass es heutigen Jägern längst nicht mehr um praktische Belange, sondern vor allem um die Lust am Töten - um den „Kick“ - geht. Wer, wie viele Jäger behaupten, nur „Freude am Beobachten der Natur“ hat, kann sich auch mit einem Fernglas anstatt mit einem Gewehr bewaffnen. Die Tierschützer des ETN e.V. setzen sich für Respekt vor der Natur und dem Leben eines jeden Tieres ein. Daher verurteilen wir grundsätzlich das sinnlose Töten von Tieren im Rahmen der Jagd.

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Focus Tausende Zuchtfasane und Enten werden jedes Jahr von Jägern mit dem Argument der Bestandsauffrischung ausgesetzt. Jagdfasane kommen ursprünglich aus Asien und wurden allein für die Jagd in Deutschland ausgewildert - vom „Schutz der heimischen Tierwelt“ kann also keine Rede sein.

berichten Hundehalter dem ETN e.V. vom Schicksal ihres Tieres, das auf einem Spaziergang ohne triftigen Grund von einem Jäger erschossen wurde. In jedem Jahr kommen durch diese Willkür rund einhunderttausend Katzen und mehrere Tausend Hunde ums Leben. Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher sein, wenn man bedenkt, wie viele Katzen und Hunde jedes Jahr von ihren Haltern vermisst werden. Bei solchen Zahlen fällt es schwer zu glauben, dass es den Jägern, wie oft beteuert, einzig und alleine um den Schutz der Tiere geht. Bekämpfung von Neozoen (eingeschleppte oder eingewanderte Tierarten) zum Schutz heimischer Wildtiere? Wie bereits in der letzten Ausgabe von „Respektiere“ berichtet, ist der Waschbär ein typischer Neubürger in Deutschland, der vom Menschen eingeschleppt wurde und sich nun selbständig vermehrt. In vielen Landesteilen wird rigoros Jagd auf solche Neozoen betrieben, obwohl die Bestandsentwicklung vieler Arten zeigt, dass die Bejagung keinen oder gar einen gegenteiligen Effekt hat. So vermehren sich Waschbär und Marderhund erwiesenermaßen stärker, wenn sie bejagt werden, da bei geringerer Populationsdichte ein natürlicher Ausgleich durch mehr Geburten erfolgt. Ein Abschuss der Tiere ist in diesen Fällen also nicht sinnvoll. Die

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Jagd auf Neozoen, aber auch auf heimische Beutegreifer wie Füchse, soll Bodenbrüter (so zum Beispiel das Rebhuhn) und Niederwild schützen. Doch nach Angaben des Deutschen Jagdschutzverbandes wurden in den letzten zehn Jahren ungefähr sechs Millionen Füchse getötet, und auch die Abschusszahlen des Waschbären steigen kontinuierlich; dennoch schrumpft die Anzahl der Rebhühner weiterhin. Der Grund für den Bestandsrückgang von Bodenbrütern ist also eher in der Zerstörung ihres Lebensraumes zu suchen (siehe dazu auch unseren Bericht zum Bestandsrückgang bei Feldvögeln) als bei Beutegreifern und Neozoen. Eine weitere Tatsache nimmt dem Argument, man müsse die heimische Tierwelt durch den Abschuss eingeschleppter Arten beschützen, die Glaubhaftigkeit:

Seit Jahren geht in Deutschland die Angst vor Tollwut und Fuchsbandwurm um - eine Angst, die von vielen Jägern forciert wird. Tausende getötete Füchse (nach Angaben des DJV allein über 518.000 in der Saison 2010/2011) rechtfertigt man mit dem Argument der Eindämmung von Tollwut und Bandwurm. Dabei kann eine Seuche wie die Tollwut durch Abschüsse gar nicht eingedämmt werden, und ohnehin gilt Deutschland nach großflächigem Einsatz des Impfköders seit dem Jahr 2008 als tollwutfrei. Auch die Angst vor dem Fuchsbandwurm ist übertrieben; in Deutschland ist kein einziger Fall der Infizierung über den Verzehr von Waldfrüchten bekannt. Zudem kann auch hier mit Entwurmungsködern gezielter und effektiver geholfen werden als mit einer Bejagung der Tiere. Betrachtet man bejagte und unbejagte Fuchs- und Wildschweinbestände, ergibt sich bezüglich der Populationsdynamik übrigens ein ähnliches Bild wie bei den zuvor erwähnten Waschbären. In unbejagten Fuchsrudeln und

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Gefahr durch Fuchs und Wildschwein?

Sieht so ein respektvoller Umgang mit einem Lebewesen aus?

Respektiere


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Allein die Einteilung in Wild (jagdbare und essbare Tiere), Raubwild (jagdbare Raubtiere) und Raubzeug (Beutegreifer, die nicht im Bundesjagdgesetz aufgeführt sind) zeugt schon von den antiquierten Ansichten der Jägerschaft hinsichtlich der Tierwelt. Mit ökologischen Erkenntnissen und Prinzipien des Naturschutzes hat diese Einstellung nichts zu tun. Der Jäger

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Wildschweinrotten verhindern komplexe Sozialstrukturen um wenige Leittiere, dass zu viele Welpen geboren werden; die Vermehrungsrate wird auf natürliche Weise beschränkt. In Gebieten, in denen diese Sozialgefüge allerdings „zerschossen“ werden, Leittiere fehlen und eine höhere Sterblichkeit vorliegt, steigt auch die Geburtenrate, um Verluste in der Population schnell wieder auszugleichen. Bachen werden bei starker Bejagung beispielsweise wesentlich früher geschlechtsreif als dies ohne Jagd in einer Rotte mit gesundem Sozialgefüge der Fall ist. Auch dieses Problem der „Überpopulation“ ist also hausgemacht.

Treibjagd

Fazit

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Hochwild, Niederwild, Schwarzwild, Raubzeug, Raubwild und sonstige Tiere, die der weidmännischen Namensgebung entgangen sind, völlig sinnlos ist, da der Bestand in den meisten Fällen ohnehin nicht beeinflusst wird. Wildtiere werden durch die Jagd

Dies alles sind eine Menge Fakten, die gegen die Jagd Erlegte Wildschweine nach einer Treibjagd und die aktuelle Fassung des Bundesjagdgesetzes sprechen, und man könnte die Liste beliebig in permanente Beunruhigung versetzt um Punkte wie Jagdhundeausbildung und zwar auch solche, die nicht bejagt an lebenden Tieren, Gefährdung des werden. Die Jagdzeit läuft insgesamt Hundes bei der Baujagd oder die fast ganzjährig, und selbst in den wenigen Wochen der Schonzeit kann Lockvogeljagd ausweiten. im Rahmen des Jagdschutzes Jagd auf Letztlich zeigen all diese Argumente, „Raubzeug“ gemacht werden. dass die Jagd auf Schalenwild,

Respektiere

„Beute“ einer Fuchsjagd

entscheidet, welches Tier nützlich ist und welches nicht und beweist damit, dass er, vom wissenschaftlichen und ethischen Standpunkt aus gesehen, in der Vergangenheit lebt. Ökologische Zusammenhänge und Nahrungsnetze sind viel zu komplex, als dass ihnen eine Einteilung in „schädlich“ und „nützlich“ gerecht würde. In der Natur gibt es kein „Gut“ und „Böse“. Tiere sind Mitgeschöpfe, die genauso Schmerzen empfinden und ein Recht auf Leben haben wie wir. Das Bundesjagdgesetz ignoriert diesen Tierschutzaspekt ebenso wie die Komplexität ökologischer Zusammenhänge und ist längst nicht mehr zeitgemäß. In repräsentativen Umfragen zeigt sich regelmäßig, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen die Jagd ablehnen. Diese Mehrheit hat verstanden, dass die Antwort auf die Frage „Brauchen wir Jäger?“ ein klares „Nein!“ sein muss. Es wird endlich Zeit, dass der Gesetzgeber dies auch versteht.

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In eigener Sache

Fohlen vor dem Weg ins Schlachthaus bewahrt Unspektakulär, aber effektiv – die Arbeit des ETN e.V.

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uch im Jahr 2012 rettete der ETN e.V. wieder einige Fohlen von der Fohlenauktion in Maishofen (Österreich). Dort werden jeden Herbst erst wenige Monate alte Noriker- und Haflingerfohlen versteigert. Die süßen, kleinen Fohlen, die Touristen im Sommer noch auf den Weiden der Urlaubshöfe bewundern konnten, kommen jetzt unter den Hammer. Doch nur, wer den absurden Rassestandards der Pferdezüchter entspricht, kommt hier mit dem Leben davon. Diese Tiere werden als Zuchtpferde ersteigert oder von Privathaltern erworben; auf die anderen wartet, meist in Italien, der Schlachthof.

Die ETN-Rettungstransporter

Denn solange die EU unter dem Deckmantel „Erhalt bedrohter Haustierrassen“ die Überschussproduktion von Haflingern und Norikern unterstützt, produzieren die Bauern vor Ort am Markt vorbei. Haflinger und Noriker im „schweren Kaltblutschlag“ wurden früher als Tragetiere in der Alpenregion, als Rückepferde im Waldbau, vor dem Pflug und als Kutschpferde eingesetzt. Heute kann dieser Markt, der zum großen Teil durch Maschinen bewirt-

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schaftet wird, die enorme Anzahl der Pferde nicht mehr aufnehmen. Zwar werden die Charaktereigenschaften der ruhigen und ausgeglichenen Haflinger und Noriker von Freizeitreitern geschätzt, aber auch dieser Markt hat seine Grenzen. So heißt es oft bereits nach kurzer Zeit in der Auktionshalle: „Verkauft an Firma Brucker, verkauft an Firma Wagner“, um nur zwei der größten Aufkäufer für den Pferdeschlachtmarkt zu nennen. Hinzu kommen italienische Transporteure, die eine Vielzahl der Fohlen in die ebenfalls von der EU subventionierten Schlachthäuser in Italien karren. Der ETN e.V. setzt sich in Brüssel dafür ein, dass diese Überproduktion nicht weiter subventioniert wird, und die Bauern dabei unterstützt werden, nur so viele Pferde zu züchten, wie der Markt benötigt. Prämien für die Produktion von Schlachtpferden dürfen nicht mehr gezahlt werden, denn letztlich können die Bauern nur so dazu bewegt werden, nur noch so viele Tiere zu züchten wie sie tatsächlich verkaufen können. Bis dies alles aber umgesetzt ist, bleibt nur der Weg, einer kleinen Anzahl von Fohlen auf der Auktion in Maishofen den Gang zum Schlachter zu ersparen. Dank der großzügigen Spende eines Mitglieds konnte der ETN e.V. auch im Jahr 2012 auf dem Pferdemarkt in Maishofen sechs Fohlen aufkaufen; zwei davon buchstäblich in letzter Sekunde. Die Hände zum Handschlag zwischen Züchter und Schlachter waren schon erhoben, als der ETN dazwischentrat.

Hier gilt unser Dank dem Mitglied, das nicht nur gespendet hat, sondern sich vor Ort seiner Tränen nicht schämte, als sich die von verzweifeltem Wiehern begleiteten, vollgepackten Trucks der Händler in Richtung der Schlachthöfe in Bewegung setzten. Auf Hof Huppenhardt wachsen die Fohlen nun im Herdenverband auf. Mit ihren Altersgenossen erlernen sie spielerisch und manchmal auch von kleinen Rangeleien begleitet, sich in der Herde zu behaupten. So werden sie im Frühjahr „gut sozialisiert“ sicher alle ein neues Zuhause finden, um sich dort auf Lebenszeit einen Platz in ihrer neuen Herde und im Herzen ihres fachkundigen und endgültigen Halters zu erobern. Wer Platz und die notwendigen Möglichkeiten hat und sich darüber hinaus seiner langfristigen Verantwortung für die Dauer eines Pferdelebens bewusst ist, der sollte uns auf Hof Huppenhardt besuchen. Rufen Sie uns an. Wir freuen uns, wenn unsere Schützlinge ein gutes Zuhause finden und ihr Pferdeleben in artgerechter Haltung genießen können.

Romolus, Limbo, Hase und Wander (von links) auf Hof Huppenhardt

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Unsere geretteten Fohlen auf Hof Huppenhardt

Limbo (links): Limbo ist ein einjähriger Noriker. Der Schwarzschecke ist sehr entspannt und macht alles gelassen mit. Er lernt gerade das Fohlen-ABC, wird beispielsweise geputzt, geführt und angebunden und nimmt interessiert an allen Übungen teil. Hase (rechts): Hase ist Menschen gegenüber eher schüchtern und vorsichtig, macht aber brav alles mit. Anderen Pferden gegenüber behauptet er sich gut und ist somit mittlerweile der Anführer der kleinen Herde.

Romolus (links): Noriker Romolus ist ruhig, aber bestimmt. Er weiß genau, was er will, und vor allem, was er nicht will und versucht gerne, seine Ziele durchzusetzen.

Fritz und Sternbild (rechts): Die beiden Haflinger sind lebhaft und vorwitzig; vor allem, wenn sie zusammen auf der Weide sind. Dabei ist Fritz ein wenig frecher als Sternbild, obwohl er der kleinste aus der Fohlengruppe ist.

Bei Interesse an unseren Fohlen melden Sie sich bitte auf Hof Huppenhardt unter 0 22 45-61 90-0. Respektiere

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Tiere von Hof Wiesenfeld suchen ein Zuhause Unsere Kaninchen

Jacky aus Deutschland

Fünf Kaninchendamen und vier Herren warten bei uns auf ein neues Zuhause. Linda, Silke, Susan und Kristin stammen aus einer Beschlagnahmung. Alle wurden 2011 geboren und sind seit Juli 2012 bei uns. Kaninchen Kristin kam bereits hochträchtig bei uns an und brachte einige Tage später vier Babys (Mio, Brian, Lätti und Don) zur Welt. Im August letzten Jahres gesellte sich noch Moritz zu der Truppe hinzu. Moritz ist ein weißer Angora-Mix und wurde im Jahr 2010 geboren.

Unsere Hühner

Alle Langohren sind gesund und munter. Sie haben im Tierheim die Möglichkeit, im Außengehege zu spielen oder es sich im Innenbereich gemütlich zu machen. Wir legen Wert auf artgerechte Fütterung, deshalb bekommen unsere Kaninchen Heu, Gemüse, Grünzeug, Kräuter und Obst, und diese gesunde Ernährung sollte auch im neuen Zuhause weitergeführt werden. Natürlich vermitteln wir nicht in Käfighaltung!

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Auch Hühner und Hähne leben auf dem Tierschutzhof Wiesenfeld. Wir haben die Tiere aus einem Notfall übernommen. Alle sind zwischen zwei und drei Jahren alt, gesund und möchten in ihrem neuen Zuhause ein artgerechtes Leben führen. Daher sollte in ihrem neuen Heim ein Stall mit großer Freilauffläche und einigen Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Unser Jacky (unten) ist drei Jahre alt und ein Abgabehund. Gern übernimmt dieser bildschöne Kerl die Führung, sowohl in seiner Hundegruppe als auch bei den Menschen - wenn man ihn denn lässt. Jacky benötigt klare Ansagen. Sobald er seine Menschen als Rudelführer akzeptiert, gibt er gern das Ruder aus der Hand und entpuppt sich als großer Schmuser. Er ist sehr clever und gelehrig. Hundeerfahrene Menschen werden mit Jacky einen tollen, vierbeinigen Partner gewinnen. Kleine Kinder sollten nicht in seinem neuen Zuhause sein, aber über interessierte Jugendliche, die viel mit ihm spielen, freut sich Jacky ganz sicher. Jacky geht gut an der Leine und beherrscht die Grundkommandos.

Tristiane aus Rumänien

Tristiane (links) ist sehr scheu und zurückhaltend, wird durch die tägliche, intensive Betreuung aber von Tag zu Tag zutraulicher. Die hübsche Hündin wurde 2011 geboren und wartet auf hundeerfahrene Menschen mit viel Geduld und Zeit. Gerne freundet sie sich im neuen Zuhause auch mit einem souveränen Ersthund an.

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Sam aus Spanien

Daily aus Deutschland

Daily (oben) wurde 2005 geboren. Sie stammt vom Hof des Tiersammlers Klaus N. (wir berichteten im letzten Heft) und wurde im November 2012 beschlagnahmt. Die hübsche Schäferhundmixhündin lebte bei ihrem Vorbesitzer im Zwinger, hatte wenig Kontakt zu Menschen und zeigte sich dementsprechend scheu und zurückhaltend. In kleinen Schritten gewöhnt sie sich nach und nach daran, dass nun täglich Menschen in ihrer Nähe sind. Mit ihr zu arbeiten ist eine schöne Aufgabe, und wir sind zuversichtlich, dass sie schon bald dem Menschen vertraut.

Wir haben Sam, einen eineinhalb Jahre alten Mini-Podenco, in der Tötungsstation ‚La Guancha’ auf Teneriffa gefunden und mit nach Deutschland genommen. Sam wurde aus einem fahrenden Auto geworfen und in die Tötungsstation gebracht, wo er wochenlang mit mehreren Beinbrüchen und einer gebrochenen Hüfte ohne medizinische Versorgung in einer Ecke des Zwingers lag. Sam musste mehrfach operiert werden und wird auch in Zukunft noch eine Operation und Physiotherapie benötigen. Die medizinische Behandlung hat bereits jetzt sehr hohe Kosten verursacht. Damit  Sam dauerhaft bei seiner Pflegefamilie bleiben kann, und die Kosten aufgebracht werden können, suchen wir liebe Menschen, die eine Patenschaft für Sam übernehmen wollen bzw. ihn mit einer Spende unterstützen.

Isolde aus Rumänien

Isolde (links), geboren im Jahr 2011, kam zusammen mit Tristiane zu uns und war anfänglich ebenfalls sehr scheu. Durch feste Rituale und das Leben in einer stabilen Hundegruppe wird Isolde mit jedem Tag ein wenig mutiger und neugieriger. Es wäre schön, wenn wir Isolde in eine Familie vermitteln könnten, die Erfahrung mit Hunden hat, und in der vielleicht schon ein netter Artgenosse auf sie wartet.

Mina aus Spanien

Nicki aus Spanien

Auch die zweijährige Nicki (oben) kam aus Spanien zu uns. In einer großen Katzengruppe wartet dieses schöne, trikolor-getigerte Katzenmädchen nun auf „seine“ Menschen. Nicki ist zutraulich und verspielt. Sie würde sich in ihrem neuen Zuhause sicherlich über Katzengesellschaft freuen.

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Mina (rechts) kam im November 2012 mit weiteren neunundzwanzig Katzen aus Spanien zu uns auf den ETNTierschutzhof „Hof Wiesenfeld“ in Bad Karlshafen. Ein Katzenleben in Spanien ist nicht einfach. Bestenfalls landen Fund- und Abgabetiere in spanischen Tierheimen, oft aber in sogenannten Tötungsstationen. Eine Vermittlung in Spanien gestaltet sich äußerst schwierig, daher leisten wir zielgerichtete, direkte Hilfe nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Tier- und Naturschutz. Mina und ihre Artgenossen traten die Reise aus dem fernen Spanien an, um in naher Zukunft eine reelle Chance auf eine Vermittlung in ein richtiges Zuhause zu haben. Hier bei uns lebt Mina nun in einer großen Katzengruppe und hat sich gut eingelebt.

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TINKA und MYRA Unsere Notfellchen

Tinka und Myra - Jeder, der eine Weile mit Katzen zusammengelebt hat, weiß, dass sie unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstands haben … Tinka und Myra wurden wegen eines Umzugs 2011 einfach bei uns abgegeben. Beide waren zutiefst unglücklich, nun in einem kleinen Raum leben zu müssen. Es hat einige Zeit gedauert, bis sie unsere Streicheleinheiten und die täglichen Fütterungen einfach genießen konnten. Leider sollte das noch nicht das Ende ihres traurigen Schicksals sein. Nach nur drei Monaten wurden sie an eine junge Familie vermittelt, die ihnen auch Freigang gewähren konnte. Doch seit Juli 2012 sind Tinka und Myra nun wieder bei uns. Eine Katze, die Freigang genießen darf, kommt halt dann und wann mit einem ungeliebten „Katzenfellbesucher“ nach Hause. Aber genau das konnten ihre letzten Besitzer nicht verstehen und gaben die beiden kurzerhand wieder zurück ins Tierheim.

Tinka,

männlich, 2006 geboren Tinka hatte es nach der erneuten Abgabe etwas schwerer als seine Schwester Myra. Er reagierte auf die Isolation mit neurologischen Ausfällen. Tinka konnte nicht mehr gerade laufen und springen und wollte nicht mehr fressen. Wir hatten Angst um ihn: Würden wir ihm seinen Lebenswillen noch einmal zurückgeben können? Heute nimmt Tinka zwar noch Medikamente (die er aber nicht zeitlebens nehmen muss), aber er frisst wieder richtig gut, kann wieder springen und liebt es, gestreichelt und in den Arm genommen zu werden. Bitte geben Sie Tinka ein gutes und vor allem lebenslanges Zuhause. Er möchte gerne bei Ihnen, unbedingt als Einzelkater, alt werden.

Myra, weiblich, 2008 geboren

Myra ist eine dem Menschen gegenüber sehr liebevolle und ruhige Katze. Auf andere tierische Mitbewohner verzichtet sie sehr gern. Suchen Sie DEN tierischen Kameraden schlechthin, dem Sie alles erzählen können, der mit ihnen Fernsehen schaut, der Sie so nimmt wie Sie sind, der Ihnen durch Schnurren zeigt „Nur auf Dich habe ich gewartet“, der Ihnen jetzt in der kalten Jahreszeit das Bett vorwärmt? Dann sind Sie bei Myra richtig.

Wir haben eine neue Internetseite! Frei nach dem Sprichwort „Nichts ist so beständig wie der Wandel“ haben wir unseren Internetauftritt überarbeitet. Unsere Seite hat ein neues, klar strukturiertes Aussehen bekommen, und wir haben viel Wert auf Übersichtlichkeit gelegt. Schauen Sie sich doch einfach mal auf der neuen Homepage des ETN e.V. unter www.etnev.de um! Anregungen und Kritik nehmen wir gerne an. Außerdem gibt es auch eine neue Petitionsseite, die sich besonders als Plattform für tierschutzrelevante Themen eignet. Der ETN e.V. hat dort bereits einige Petitionen eingestellt, schauen Sie doch einmal vorbei unter http://www.fight4rights.org/.

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Weihnachts-Spendenaktion für Hof Wiesenfeld Weihnachtliche Stimmung kam bei den Schützlingen unseres Tierheims Hof Wiesenfeld im Dezember bei einer ungewöhnlichen Spendenaktion auf. DAS FUTTERHAUS in Kassel hatte zusammen mit dem Team von Hof Wiesenfeld unter dem Motto „Ein Herz für Tiere“ zu einer Weihnachts-Sammelaktion für Hunde und Katzen des Tierheims aufgerufen. Die Samtpfoten auf Hof Wiesenfeld beim Auspacken der Geschenke

Der Weihnachtsbaum im FUTTERHAUS

Im FUTTERHAUS verzichtete man für die Aktion diesmal auf den konventionellen Weihnachtsbaumschmuck und befestigte stattdessen Fotos der Tierheimschützlinge an der Tanne. Die Fotos waren mit den Namen der Tiere sowie mit einigen Weihnachtswünschen versehen. Jeder Kunde, der sich an der Spendenaktion beteiligen wollte, konnte sich dann ein Bild aussuchen und für genau dieses Tier ein Geschenk im FUTTERHAUS kaufen. Die Mitarbeiter des Geschäfts verpackten alle Geschenke liebevoll in Weihnachtspapier und ordneten jedes Päckchen dem entsprechenden Bild zu. Als die ETN-Mitarbeiter die Geschenke schließlich zu Ende der Aktion abholen konnten, waren sie begeistert: Insgesamt füllten die Spenden eine gesamte Warenpalette und zwei Einkaufswagen; jedes Tier auf Hof Wiesenfeld war großzügig mit einem Geschenk bedacht worden! Ganz hoch im Kurs standen Futter, Spielzeug oder Kuscheldecken für Hunde und Katzen.

Geschenke inspizieren …

Das richtige Geschenk auspacken …

… und vor gierigen Artgenossen in Sicherheit bringen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern und natürlich bei den Mitarbeitern von DAS FUTTERHAUS in Kassel, die die Aktion organisiert und so liebevoll unterstützt haben. Nur ein kleiner Teil der Geschenke …

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In eigener Sache

Besuch des ETN e.V. auf Teneriffa im Dezember 2012 Schon lange engagiert sich der ETN e.V. auf der Kanareninsel Teneriffa. Im Dezember letzten Jahres besuchten nun Vertreter des ETN die Insel, um sich vor Ort ein Bild von der aktuellen Situation zu machen und einen Termin mit der Inselregierung wahrzunehmen.

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roblematisch auf Teneriffa ist die Situation der Jagdhunde. Schätzungen zufolge werden hier fünfzigtausend Jagdhunde, vornehmlich Podencos, gehalten. Es besteht zwar eine Kennzeichnungspflicht der Tiere sowie die Beschränkung auf eine Haltung von maximal fünf Hunden; dies wird jedoch kaum befolgt und auch nicht kontrolliert, und lediglich ungefähr fünfhundert Hunde sind registriert. Taugen die Hunde dann nicht mehr zur Jagd oder verletzen sich währenddessen, werden sie meist getötet oder im Teide-Nationalpark im Zentrum der Insel sich selbst überlassen. Außerhalb der Jagdsaison wird ein Großteil der Hunde in Verschlägen und an kurzen Ketten ohne ausreichende Versorgung gehalten.

Frau Elke Rossmann, ETN-Partnerin und seit Jahrzehnten um die Hunde im Nationalpark bemüht, hat allein letztes Jahr während der Jagdsaison einhundertsechsunddreißig Jagdhunde aufgenommen und versorgt. Leider gab uns auch die Inselregierung während unseres Gespräches zu verstehen, dass gegen die Lobby der Jäger kaum anzukommen sei, und der Prozess zur Verbesserung der Situation leider nur schleppend vorangehe. Ein neues Tierheim in Fasnia

Im Laufe ihres Besuchs auf Teneriffa besichtigten die ETN-Vertreter auch ein neu errichtetes Tierheim auf dem Gelände einer ehemaligen Hühnermastanlage in der Stadt Fasnia. Dort sind fünfhundert Hunde untergebracht, die im August 2012 beschlagnahmt wurden. Sie wurden auf dem Grundstück einer Privatperson gehalten und über Jahre hinweg als Abgabebzw. Fundtiere aufgenommen. Da es sich fast ausschließlich um Listen- oder ausrangierToter Jagdhund im Nationalpark Teide te Jagdhunde

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Bewohner des Tierheims in Fasnia

handelte, hatten die Tiere kaum eine Vermittlungschance. Das neu errichtete Tierheim in Fasnia, dessen Leitung der FECAPAP (Federación Canaria de Asociaciones Protectoras de Animales y Plantas) übertragen wurde, nahm die Hunde auf. Das Tierheim finanziert sich ausschließlich durch private Spenden; eine Finanzierung des Tierheims durch die Gemeinde beziehungsweise die Inselregierung wurde bislang abgelehnt. Die Situation der Hunde hat sich seit August durch den Umbau der gesamten Anlage sehr verbessert, auch ist für eine medizinische Versorgung der Hunde gesorgt; bedauerlich ist allerdings, dass die meisten dieser Hunde aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit und/ oder ihres Alters kaum eine Chance haben, das Tierheim jemals wieder zu verlassen.

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In eigener Sache Die Tötungsstation La Guancha

verlief sehr positiv, und dennoch bleibt abzuwarten, ob sich die getroffenen Vereinbarungen tatsächlich in die Tat umsetzen lassen. Die Inselregierung erteilte die Zusage, dieses Jahr wieder finanzielle Mittel zur Durchführung einer Kastrationsaktion zur Verfügung zu stellen und gab dem ETN die mündliche Zusage, ebenso Kastrationsaktionen auf der Insel mit dem ETN-Tierärztepool durchführen zu dürfen.

Erschreckend sind die Zustände in der Perrera (Tötungsstation) der Gemeinde La Guancha. Die Perrera ist nicht öffentlich zugänglich, und die Bürgermeisterin der Gemeinde hat bislang jeglichen Versuch, die Situation zugunsten der Hunde zu verbessern, abgelehnt. Sie vertritt die Auffassung, es genüge, die Hunde zweimal pro Woche zu füttern und sich bei Überbelegung der Perrera der Tiere durch Euthanasie zu entledigen. Wir hatten die Gelegenheit, die Perrera aufzusuchen und uns ein eigenes Bild zu machen. Eine gerettete Meeresschildkröte in der Wildtierauffangstation ‚La Tahonilla‘

nehmen - seine Geschichte finden Sie auf unserer Tiervermittlungsseite. Der ETN e.V. wird nun, eventuell mit Hilfe der Inselregierung, das Gespräch mit der Bürgermeisterin der Gemeinde suchen und auf eine Veränderung der Zustände in der Perrera drängen. Die Wildtierauffangstation La Tahonilla

Hunde in der Tötungsstation ‚La Guancha‘

Zurzeit kümmert sich ein Angestellter der Gemeinde freiwillig und unentgeltlich um die Hunde. Die Tiere werden in zwei dunklen, verschmutzten Zwingern, in denen sich lediglich rostige Bettgestelle befinden, gehalten. Einige der Hunde erhalten lediglich dann kurz Auslauf auf dem kleinen Gelände, wenn der Angestellte der Gemeinde die Zwinger reinigt. Es erfolgt auch keine medizinische Versorgung der Tiere, selbst Futter und einige notwendige Medikamente werden von einer älteren Dame, die immer wieder Hunde dort herausholt und zur Vermittlung an Tierschützer weitergibt, privat finanziert. Sam, einen schwer verletzten Hund, der seit Wochen in einer Ecke des Zwingers vor sich hinvegetierte, konnten wir mit-

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Wir besuchten unter anderem auch die von der Inselregierung finanzierte Wildtierauffangstation La Tahonilla, in der verletzte und geschwächte Wildtiere versorgt und anschließend ausgewildert werden. Aufgenommen werden vor allem Meeressäuger und Greifvögel, die teilweise auch von den umliegenden Inseln kommen, die über keine derartige Auffangstation verfügen. Die Station hat ausreichend Aufnahmekapazitäten und ist hervorragend ausgestattet, um die Tiere artgerecht versorgen und unterbringen zu können.

Zudem wurde dem ETN die Zusage gegeben, Fälle von Tierquälerei und nicht artgerechter Tierhaltung direkt an die Regierung weiterleiten zu können und sie dementsprechend weiterverfolgen zu lassen. Darüber hinaus will die Regierung auch zukünftig gegen den Widerstand der finanzstarken Jäger vorgehen, um die Situation der Jagdhunde auf der Insel zu verbessern. Aufklärungskampagnen zum Thema Tierschutz an Schulen und im örtlichen Fernsehen sollen dabei helfen und gleichzeitig auch Kindern den Tierschutzgedanken nahebringen. Bei der Erstellung eines entsprechenden Films würde der ETN e.V. gerne unterstützend tätig werden, denn wir halten es für immens wichtig, junge Menschen hinsichtlich des artgerechten Umgangs mit Tieren aufzuklären. Ein solches Projekt wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach und erfolgreich durch die Organisation FECAPAP mit Hilfe unserer ETN-Partnerin Frau Zifferer durchgeführt.

Erfolgreiche Gespräche Das Gespräch der ETN-Vertretung mit der Inselregierung

Termin beim Inselpräsidenten von Teneriffa, in der Mitte Dieter Ernst und Judith Henrichs vom ETN e.V.

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Sodomie Wie weit geht unsere Fantasie? Offenbar geht unsere Fantasie nicht wirklich weit genug. Sodomie oder Zoophilie sind Begriffe, die uns in letzter Zeit häufiger begegnet sind als uns angenehm ist. Doch was versteckt sich hinter diesen Begrifflichkeiten?

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odomisten oder auch Zoophile (wobei dieser Begriff stark beschönigend ist) sind Menschen, die Sex mit Tieren betreiben. Der Begriff ist von der  biblischen Stadt Sodom abgeleitet, die wegen ihrer lasterhaften Ausschweifungen von Gott zerstört worden sein soll (1. Buch Mose, Genesis). Dieses lasterhafte Tun war in Deutschland bis zum Jahr 1969 verboten. Mit der großen Strafrechtsreform wurde, offenbar durch ein Versehen, nicht nur der § 175 Strafgesetzbuch (StGB) abgeschafft (Antidiskriminierungsgesetz der Homosexuellen), sondern alles andere um den § 175 StGB wie § 175a und § 175b StGB (regelte die Sodomie) gleich mit.

§ Fassung vom 15. Mai 1871 § 175b Widernatürliche Unzucht Die widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts oder von Menschen mit Tieren begangen wird, ist mit Gefängnis zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Fassung vom 28. Juni 1935 § 175b Sodomie Die widernatürliche Unzucht, welche von Menschen mit Tieren begangen wird, ist mit Gefängnis zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Fassung vom 25. Juni 1969 § 175b wird aufgehoben

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So kam es zu der absurden Konstellation, dass zwar der § 175b StGB (Sex mit Tieren) gestrichen wurde, nicht aber § 184a StGB: § 184a Verbreitung gewalt- oder tierpornographischer Schriften Wer pornographische Schriften (§  11 Abs. 3), die Gewalttätigkeiten oder sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren zum Gegenstand haben, verbreitet, 1. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht oder 2. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummer 1 oder Nummer 2 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Obwohl also Sex mit Tieren durch die Aufhebung des § 175b StGB im Jahr 1969 grundsätzlich straffrei wurde, bestand und besteht nach wie vor die Regelung des § 184b StGB. Dies bedeutete, Sex mit Tieren war plötzlich erlaubt, allerdings nicht das Filmen und / oder Fotografieren des entsprechenden Aktes und auch nicht, das Gefilmte oder Fotografierte zu zeigen, gleich in welcher Art. Kein Wunder, dass Tierschützer gegen diese Regelung Sturm liefen, da sie erkennbar widersprüchlich ist und die Tiere nur unzureichend vor den perversen Fantasien der Sodomisten schützt. Das Tierschutzgesetz, das nach wie vor seinen Namen nicht verdient, schützt die Tiere vor den kranken Taten der Sodomisten entgegen anderslautender Meinungen nicht. So heißt es dort: § 17  Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder 2. einem Wirbeltier a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder b) länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt. § 18  (1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig 1. einem Wirbeltier, das er hält, betreut oder zu betreuen hat, ohne vernünftigen Grund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt. Die Sodomisten selbst beteuern regelmäßig, dass sie Sex mit Tieren nur dann praktizieren, wenn das Tier dies auch wolle, und sie somit dem Tier keinen Schaden zufügen. Tiere würden jedoch nie freiwillig einen Menschen als Sexualpartner wählen. Die vielen, schockierenden Bilder, die beispielsweise einen Schäferhund zeigen, dessen Maul mit Klebeband zugeschnürt wurde und dessen Beine am Tisch fixiert wurden, während er vergewaltigt wurde, wollen wir bewusst nicht zeigen. Würden die Tiere freiwillig agieren, wäre es nicht erforderlich, die Tiere zu tapen und ihre Beine zu fixieren. Im Zuge unserer Recherchen haben wir Material erhalten, das aus einem Tierbordell in Essen stammt. Hier wurden uns Abrechnungsunterlagen übersandt, die aufzeigen, dass das Tierbordell in einem Monat einen Umsatz von bis zu vierhunderttausend Euro erzielte. Falls diese Zahlen stimmen, wissen wir nun auch, warum es so zahlreiche Proteste gegen ein Sodomie-Verbot gab. Weiter liegen uns Anschriften von Bauernhöfen vor, auf denen man seine perversen Fantasien mit Tieren ausleben kann. Die Tatsache, dass auch Bauernhöfe mit auf der Agenda stehen, beweist, dass der Missbrauch sich nicht „nur“ auf Hunde bezieht. Jedes Tier kann zum Opfer werden.

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Dies alles führte dazu, dass wir im Zuge der Debatte um das neue Tierschutzgesetz mit vielen Aufrufen, Demos und Schreiben an die verantwortliche Ministerin Ilse Aigner, an die Bundesjustizministerin sowie an die Bundestagsabgeordneten und mithilfe verschiedener Petitionen gefordert haben, die Strafbarkeit von Sodomie wiederherzustellen. Leider hat sich die Bundesregierung zwar bislang nicht entschließen können, die Strafbarkeit der Sodomie wieder einzuführen. Allerdings sollen sodomistische Handlungen verboten und als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu zweihundertfünfzigtausend Euro verfolgt werden. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses war dieses Gesetz noch nicht ratifiziert. Inwieweit es tatsächlich zu einer Verurteilung von Sodomisten kommen wird, werden wir sehen. Eine Beweisführung in Missbrauchsfällen bleibt sicherlich schwierig. Dennoch ist das Gesetz ein wichtiger Erfolg für den Tierschutz, da es das Tabuthema Sodomie endlich in das Bewusstsein der Menschen ruft. Wir bleiben in dieser Sachfrage weiter kritisch, auch wenn wir hierfür von dem ein oder anderen angegriffen werden. Das halten wir aus.

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Ein aktueller Bericht von Euro-P.A.S. e.V. – So verwenden wir Ihre Spenden Wie im gesamten osteuropäischen Raum ist auch in Serbien die Not der Straßentiere groß. Doch Spendengelder, die von tierlieben Menschen überwiesen werden, um das Leid der Straßentiere zu lindern, kommen nicht immer bei den Tieren an. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen und sich über den Verein, an den man spenden will, zu informieren. Unser Partner Euro-P.A.S. ist seit vier Jahren in Serbien tätig und legt großen Wert auf Transparenz im Umgang mit Spendengeldern. Hier ein kurzer Bericht über die Tätigkeiten von Euro-P.A.S. im vergangenen Winter.

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m letzten Winter erreichten uns tagtäglich Hilferufe von Tierschützern aus Serbien, die nicht mehr weiterwussten. Dies lag zum einen daran, dass der harte Winter seinen Tribut forderte, zum anderen aber daran, dass auch in Serbien mittlerweile die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlich spürbar sind. Das durchschnittliche Monatsgehalt eines serbischen Arbeiters von ungefähr zweihundertfünfzig bis dreihundert Euro reicht bei Weitem nicht aus, um eine Familie zu ernähren, geschweige denn, um sich zusätzlich um bedürftige Straßentiere zu kümmern. Aus diesem Grunde unterstützten wir im vergangenen Winter den Belgrader Tierschutzverein ‚Evropska Initijativa 17‘ mit Futter für die von ihm betreuten zweihundert Hunde und Katzen. Mit Hilfe unserer Futterspende konnten sich die Schützlinge des Vereins endlich einmal wieder satt fressen, und wir planen, derartige Aktionen zu wiederholen. Unser Dank gilt allen Spendern, die diese Hilfsaktion möglich gemacht haben!

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Jeder kann zur Tierschutzarbeit in Serbien einen kleinen Beitrag leisten, aber zuvor lohnt es sich, den jeweiligen Tierschutzverein genau unter die Lupe zu nehmen. In letzter Zeit sind auffallend viele Spendenaufrufe aus Serbien mit herzzerreißenden Geschichten und Bildern in

Umlauf. Beleuchtet man die Personen, die hinter diesen Aufrufen stehen, näher, muss man leider immer öfter erkennen, dass viele dieser Aufrufe lediglich dazu dienen, tierlieben Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Geld aus der Tasche zu ziehen. Bitte geben Sie niemals Geld an Organisationen, die Sie nicht kennen! Selbst wir als Tierschutzverein geben niemals Geld an bedürftige Tierschützer oder Tierschutzorganisationen, sondern „nur“ Sachspenden wie beispielsweise Futter. Das Geld, mit dem wir

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Magazin unsere Tierschutzprojekte verwirklichen können, erhalten wir von Spendern, die uns vertrauen. Dieses Vertrauen möchten wir erhalten, und daher gehen wir sehr gewissenhaft mit dem uns anvertrauten Geld um. Tierschützer und Organisationen vor Ort, die unsere Hilfe benötigen, freuen sich genauso über Sachspenden wie über einen entsprechenden Geldbetrag. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass wir wirklich sicher sein können, dass die Spende zweckgebunden verwendet wird. Auch in Griechenland sind wir aktiv. Im September 2012 haben wir parallel zu unserer Arbeit in Serbien auch ein Kastrationsprojekt auf der Insel Paros in Griechenland durchgeführt. Paros ist eine der kleineren, weniger bekannten griechischen Inseln, und kaum jemand sieht sich - vor allem in den Wintermonaten, wenn der Tourismus ruht - verantwortlich für die unzähligen Katzenkolonien auf der Insel. Kranke Tiere und die zuhauf in Müllcontainern ausgesetzten Kätzchen sind dem Winter schutzlos ausgeliefert. Lena Yacoumopoulou, die Katzenbetreuerin der lokalen Tierschutzorganisation ‚PAWS‘, ist mit unserer Projektleiterin Silvia Hatalski befreundet. Die beiden Frauen haben vor Ort ein an die lokalen Bedürfnisse exakt angepasstes Hilfsprogramm entwickelt. Auch hier auf Paros geht es natürlich darum, eine weitere Vermehrung der Tiere zu verhindern, daher unser Kastrationsprojekt, das von Lena Yacoumopoulou und dem Tierarzt vor Ort mit großem Erfolg umgesetzt wurde. Nachdem unsere Katzenbetreuerin Lena die ersten Monate auf sich allein gestellt war, die Katzen selbst einfing, sie zum Tierarzt brachte und auch die erforderliche Nachsorge durchführte, bekam sie nun endlich Hilfe zur Seite gestellt. Auch mehrere einheimische Tierschützer meldeten sich, um das Projekt zu unterstützen.

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Nun können wir vor Ort alle gemeinsam viel mehr für die bedürftigen Katzen tun. Denn als der Winter auf Paros einzog, und die wenigen Touristen und viele Einheimische die Insel verlassen hatten,

Die Tiere, denen unsere Mitarbeiterin zu Hilfe eilte, waren derart ausgehungert, dass die Dame noch nicht einmal Zeit hatte, die mitgebrachte Futtertonne zu leeren: Die Katzen hatten einen solchen Heißhunger, dass sie sofort in die Tonne hüpften! Diese Art der Hilfestellung wäre ohne unsere wohlwollenden Spender natürlich nicht möglich. Zielsetzung unseres Vereins ist eine Abkehr von anonymen Spenden hin zu einer direkten Verbindung zu dem Tier, dem mit der Spende geholfen werden kann. Jeder Spender erhält ein Bild "seines" kastrierten Schützlings, damit er weiß, welchem Tier er genau helfen durfte. Machen Sie sich ein Bild von unserer Arbeit vor Ort! Wir führen auf Facebook Tagebuch unter www.facebook.com/KastrationsprojektParosKatzen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei allen bedanken, die unsere Arbeit - sei es in Serbien oder in Griechenland - unterstützen und es uns somit ermöglichen, bedürftigen Tieren, um die sich sonst niemand kümmert, zu helfen. Herzlichen Dank, hvala puno und efcharisto!

begann für die Katzen der Kampf ums nackte Überleben. Daher entschlossen wir uns, die Tiere in der kalten Jahreszeit mit der Einrichtung von Winterfutterplätzen zu unterstützen. Insgesamt leben ungefähr dreitausend Straßenkatzen auf der kleinen Insel. Rund dreihundertfünfzig Tieren konnte mit insgesamt achtzehn Winterfutterplätzen geholfen werden. Um all diese Katzen zu versorgen, benötigen wir monatlich ungefähr vierhundert Euro Futtergeld. Im letzten Winter wurde unsere Katzenbetreuerin vor Ort immer wieder von Anwohnern um Hilfe bei der Versorgung der völlig unterernährten Straßenkatzen gebeten. In der Weihnachtszeit entstand dabei oben stehendes Bild.

Claudia Jevtić Tierschutzverein Euro-P.A.S. e.V. Steinbach 33 82272 Moorenweis Homepage: www.euro-pas.de E-Mail: kontakt@euro-pas.de

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Tierkommunikation

Ein neuer Weg der Verständigung Es gibt viele Möglichkeiten, mit unseren Tieren in Kontakt zu treten. Diejenige, die wohl am stärksten zu polarisieren vermag, ist die Tierkommunikation. Wir haben Claudia Jevtić, erfahrene Tierkommunikatorin und Schamanin sowie erster Vorstand des Tierschutzvereins Euro-P.A.S. e.V., zum Thema befragt. Frau Jevtić, was genau ist denn „Tierkommunikation“ und wie funktioniert sie? Tierkommunikation ist der mentale Austausch zwischen Mensch und Tier - genauer gesagt: Der Austausch von Worten, Gefühlen, Bildern auf geistiger Ebene. Viele indigene Völker praktizieren diese Art der Verständigung noch heute. Ich stelle also auf diese alte Weise eine geistige Verbindung mit dem Tier her, mit dem ich kommunizieren möchte.

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Und das meinen Sie ernst? Entschuldigen Sie, aber das hört sich unglaublich an! Sicher! Aber Ihre Frage ist berechtigt, denn in dieser schnelllebigen Zeit horchen wir kaum mehr in uns hinein, um unsere Verbindung zur Umwelt, zu unseren Tieren, bewusst wahrzunehmen. Das alte Wissen um diese Art der Verständigung ist verkümmert, aber nicht verloren. Meine Kursteilnehmer stellen oft erstaunt fest, dass sie so tatsächlich mit Tieren kommunizieren können. Wir Menschen haben gelernt, nur auf unseren Verstand zu hören und haben leider vergessen, dass es mehr gibt, als wir mit unseren Augen sehen können. Gestatten wir es uns aber, auch unser Herz wieder mehr führen zu lassen, dann werden wir verstehen. Wir Schamanen sind der Überzeugung, dass alles, was ist, eine Seele hat, und somit mit allem kommuniziert werden kann.

Wirklich mit allem? Ja, mit allem - mit jedem Tier, jedem Sandkorn, mit jeder Blume und mit jedem Felsen. Und das ist sehr schön! Und wie darf man sich so ein Gespräch vorstellen? „Sprechen“ Sie mit dem Tier? Das ist unterschiedlich. Meist höre ich die Worte wie in einer Konversation zwischen Menschen, dazu sehe ich Bilder. Ich empfange Gefühle, spüre den Körper des Tieres sowie eventuelle Schmerzen. Das alles ergibt eine umfassende Antwort auf die dem Tier gestellte Frage. Nun gut, nehmen wir an, das funktioniert wirklich: In welchen Fällen wenden sich die Menschen an Sie? Um eines vorwegzunehmen: Tierkommunikation ersetzt niemals einen Tierarzt oder Heilpraktiker! Aber sie ist hervorragend geeignet, um solche

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Behandlungen zu begleiten. Manchmal möchten die Halter einfach wissen, wie es dem Tier geht, ein anderes Mal werde ich um Hilfe gebeten, wenn eines entlaufen ist. Oft sind auch Verhaltensauffälligkeiten Grund dafür, mich zu kontaktieren. Und sehr oft finden wir dann einen Lösungsweg - mit dem Tier gemeinsam. Zudem arbeite ich eng mit Kai Völker, einem bundesweit tätigen Hundetrainer aus Feldatal in Hessen, zusammen. Er hat sich auf „Problemhunde“ spezialisiert. Gemeinsam entwickelten wir ein ganzheitliches Konzept: Ich kümmere mich um die Kommunikation mit dem Hund, er arbeitet dann ein dazu passendes Trainingskonzept aus. Das klappt gut, die Erfolgsquote gibt uns recht. Ich sehe mir dabei nicht nur das Tier an, sondern möchte von ihm auch den Grund erfahren, der zum Beispiel hinter einer Erkrankung steht. Glauben Sie mir, es ist interessant, welche Lösungsansätze mir die Tiere von sich aus vermitteln, auf die man aus „menschlicher Sicht“ gar nicht gekommen wäre. Können Sie uns Beispiele aufzeigen? Selbstverständlich, jede Menge. Vor kurzem rief mich zum Beispiel eine verzweifelte Dame an, deren Hündin, die sie erst seit ein paar Wochen hatte, mehrmals täglich in die Wohnung urinierte - und das, obwohl es ihr sonst gut ging. Die Dame wusste keinen Rat und hatte Angst, dass sie ihre Mischlingsdame wieder abgeben muss. Im Gespräch mit dem Tier stellte sich heraus, dass es schlichtweg nicht wusste, was genau es denn machen oder nicht machen soll. Die Hündin vermittelte, dass die Menschen sie mit ihren Gedanken (denn Tiere lesen unsere Gedanken!) überforderten. Das Urinieren war nur das Ventil für ihre Anspannung.  Und was rieten Sie der Dame? Ich sagte ihr das, was mir die kleine Mischlingsdame im Gespräch mitgeteilt hat: Die Dame solle ihrer Hündin alles wie einem kleinen Kind erklären

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und nicht mehr über das Thema "Trennung" nachdenken. Denn das hatte das sensible Tier sehr belastet. Seitdem hat die kleine Hündin nicht einmal mehr in die Wohnung gemacht. Es gab also schlichtweg Verständnisprobleme. Kommt es denn auch vor, dass ein Tier gar nicht mit Ihnen sprechen will? Mir persönlich ist das noch nie passiert. Es kann aber mal sein, dass das Tier nicht über ein Problem reden will, weil es den Besitzer betrifft, und dieser eine persönliche Entwicklung durchlaufen muss - ohne Hilfe von außen. Das teilt mir das Tier aber dann auch so mit. Eine Antwort bekomme ich also immer, denn unsere Tiere wollen uns helfen; sie lieben uns und sind für uns da. Und wenn das Tier nicht Deutsch spricht? Das werde ich sehr oft gefragt! Meine Kunden und deren Tiere stammen aus vielen verschiedenen Ländern. Eine Tierkommunikation ist sprachenunabhängig - ich bekomme Bilder, Worte und Gefühle so vermittelt, dass ich sie auch verstehe. Das hat sich zum Beispiel bei meiner Tierschutzarbeit in Serbien als sehr hilfreich erwiesen. Das ist das Schöne daran: Wir können überall und mit allem, was ist, kommunizieren. Wir verstehen immer und werden verstanden. Woran erkenne ich einen guten Tierkommunikator? Gute Frage. Ich persönlich sage: An der Empathie zu Mensch und Tier. Es ist falsch, zu denken, dass ein Tierkommunikator „nur“ mit Tieren zu tun hat. Im Gegenteil. Nach dem mentalen Dialog - oder währenddessen; im Fall, dass der Tierkommunikator gleichzeitig den Besitzer am Telefon hat - tritt er als Übersetzer zwischen Mensch und Tier ein. Er sollte sich also auch in die Per-

son versetzen können und beide Perspektiven zusammenführen. Besonders fahrlässig finde ich es übrigens, wenn Kommunikatoren von einem Tierarztbe such abraten. Jemand, der derartige Aussagen trifft, bringt nicht nur die Tierkommunikation in Verruf, sondern gefährdet unter Umständen auch massiv das Leben des Tieres. Wir sind auch „nur“ Menschen und keine Allwissenden. Alles, was wir den Tierhaltern vermitteln dürfen, kommt ausschließlich vom Tier. Nicht von uns. Im Grunde sollte jemand, der einen Tierkommunikator sucht, auf sein Bauchgefühl hören. Ist beim ersten Kontakt eine Sympathie gegeben, steht dem Gespräch nichts entgegen.  Und wenn ich ein Gespräch mit meinem Tier bei Ihnen beauftragen möchte - wie läuft das ab? Komme ich dann mit meinem Tier zu Ihnen? Ich benötige, wenn möglich, lediglich ein Bild von Ihrem Tier, mit dem ich sprechen darf, sowie Ihre Fragen oder das, was Sie ihm mitteilen möchten. Sie brauchen nicht extra zu mir zu kommen, denn ich verbinde mich ja mit der Seele des Tieres. Dies geschieht zeitund raumunabhängig. Das Tier muss auch nicht ruhig liegen, wenn ich mit ihm spreche. Das ist egal. Nach dem "Dialog" erhalten Sie ein ausführliches Gesprächsprotokoll von mir. Denn aus Erfahrung kann ich sagen: Es ist sehr hilfreich, wenn der Tierhalter auch noch nach einiger Zeit auf das vollständige Gespräch zugreifen kann.  Ich würde mich freuen, wenn ich auch Ihrem Tier - und somit gleichzeitig Ihnen - helfen darf! Claudia Jevtić Homepage: www.lichtimpulse.eu

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Eine Welt im Dreiklang - Teil 2 Das Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Natur ist aus den Fugen geraten.   eute wollen wir uns einmal damit beschäftigen, wie lecker doch Fleisch aus Massentierhaltung ist, garniert mit einer guten Prise Antibiotikum.

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Gibt es überhaupt Fleisch, das mit Antibiotika vollgestopft ist? „Nein, absolut nicht“, meint Wolf-Dietrich Müller vom „Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch“ in Kulmbach. „Fütterungsan-

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tibiotika sind in der Rinderzucht nicht erlaubt, die Wartezeiten nach einer Antibiotikabehandlung ausreichend lang. Das Fleisch in Deutschland wird stichprobenartig kontrolliert. Kein Lieferant kann sicher sein, dass seine Ware nicht überprüft wird“, erklärt Wolf-Dietrich Müller. „Verbraucher können also sehr sicher sein, kein Antibiotikum mit ihrem Braten zu essen“, so berichtete er dem ‚FOCUS Online’. Natürlich, es besteht kein Grund zur Aufregung, denn die Erde ist ja auch eine Scheibe, nicht wahr?

Schauen wir doch auf die bei Verbrauchern so beliebten Hähnchen. Seit 2006 ist es offiziell in der EU verboten, Antibiotika als Leistungsförderer einzusetzen. Laut einer Studie des Verbraucherschutzministeriums NordrheinWestfalen vom November 2011 waren aber mehr als sechsundneunzig Prozent der Masthähnchen aus gut einhundertachtzig Betrieben mit Antibiotika behandelt. Das Ministerium warf den Geflügelzüchtern vor, Antibiotika zum Wachstums- und Gesundheitsdoping einzusetzen, auch wenn später behauptet wurde, die mit 96,4 % ange-

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gebenen Prozentzahlen seien fehlerhaft. Nach der Überprüfung wurden neue Zahlen nicht genannt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Aktuelle Untersuchungen zeigen: Geflügel und Geflügel­ fleisch kann mit antibiotikaresistenten Keimen belas­ tet sein. Die Keime können bei Men­ schen mit schwachem Immun­s ystem gefährliche K r a n k­h e i t e n auslösen. Noch schlimmer: Gegen diese Krankheiten wirken Antibiotika dann nicht mehr zuver­ lässig beziehungsweise sind sogar völlig wirkungslos. Patienten werden von ihren Ärzten instruiert, ein verschriebenes Antibiotikum genau nach Vorschrift einzunehmen. Bei falscher oder zu niedriger Dosierung oder bei vorzeitigem Abbruch der Behandlung könnten sich resistente Keime bilden.

zelne, kranke Tier ein Antibiotikum ins Futter, sondern gleich der ganze Bestand. Das Gießkannenprinzip soll verhindern, dass sich eine Infektion ausbreitet. Problematisch daran: Durch die massenhafte Anwendung eines Antibiotikums erhöht sich das Risiko, dass Keime dagegen unempfindlich werden. Das passiert vor allem, wenn Antibiotika als Leistungsförderer in niedriger Dosis verabreicht werden.

In der Tiermast dagegen gelten diese allgemeingültigen Regeln so nicht: Tiere erhalten Antibiotika nicht nur bei akuter Erkrankung, sondern auch zur Vorbeugung. In der Geflügelmast zum Beispiel bekommt nicht nur das ein-

Massentierhaltung ohne den Zusatz von Antibiotika ist nahezu unmöglich. Deshalb wird ordentlich beigemengt, und die Absatzzahlen der Pharmaindustrie sind für diese erfreulich. Außerdem, was wollen denn diese ständig

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Fotos pixelio Oliver Weber Andrea Damm Petra Bork Sara Hegewald Foto: Udo Böhlefeld/pixelio

übertreibenden Tierschützer? Leben die Tiere doch quasi in Großfamilien, wenn sie mit zwanzig- bis vierzigtausend gleichgesinnten Leidensgenossen zusammenleben. Wenn das nicht artgerecht ist! Zudem schützt die Massentierhaltung - oder sollen wir besser sagen: Großfamilienhaltung? - die Tiere vor den bösen, krebserzeugenden UVStrahlen, indem diese dem Tageslicht gar nicht erst ausgesetzt werden. Ideale Bedingungen, oder? Und würden die Tiere nicht so liebevoll behandelt, dann könnten sie nicht binnen achtundzwanzig bis vierzig Tagen vom Küken bis zur Schlachtreife heranwachsen. Was ein natürlicher Lebensraum in einer Großfamilienhaltung doch alles ausmacht! Wie sehr die Geflügelfleischindustrie an uns Verbraucher denkt, beweist der Umstand, dass gerade Hähnchenfleisch aus Großfamilienhaltung derzeit so günstig ist wie nie. Na, wer wird sich da noch lange bitten lassen? Was hier klingt, ist die Kasse und nicht der erforderliche, harmonische Dreiklang. Guten Appetit! (Erik Millgramm)

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Basiswissen zum Umgang mit Pferden Unser pferdeerfahrenes ETNMitglied Barbara Krüll stellte uns freundlicherweise den nachfolgend abgedruckten Artikel zur Verfügung: Verhalten Pferde sind Fluchttiere und leben in freier Wildbahn im Herdenverband. Pferde können hervorragend beobachten und kommunizieren überwiegend in nonverbaler Körpersprache. Kommt es zu Rangstreitigkeiten, können sie ihren Körper zum Beispiel durch Beißen, Treten oder Steigen durchaus vehement einsetzen. Als Mensch bin ich dem Pferd körperlich unterlegen und darf es daher nicht zulassen, dass sich das Tier mir gegenüber durchsetzt. Nur so lässt sich jegliche Gefahr für Mensch und Tier vermeiden. Ich muss dem Pferd meine Rangstellung folglich mittels klarer und deutlicher Signale mitteilen, bevor es Körperkontakt zu mir hat. Durch ruhiges, emotional neutrales und bestimmtes Auftreten dem Pferd gegenüber verschaffe ich mir seinen Respekt und sein Vertrauen. Das Pferd soll mich in jeder Situation als verlässlichen Partner wahrnehmen; ich übernehme dabei die Rolle wie beispielsweise die eines Bergsteigerführers. Dazu muss ich verstehen, welche Wirkung meine Körpersprache auf das Pferd hat: Pferde haben verwahrende und treibende Zonen in ihrem Körperbereich. Je weiter ich mich von der eher neutral wirkenden Mitte des Pferdes (Rumpfbereich) in Richtung vor das Pferd begebe (Schulter, Hals, Kopf), desto verwahrender („Abbremsen“) wird die Gestik vom Pferd gedeutet. Je weiter ich mich in Richtung hinter das Pferd begebe (Kruppe, Flanke, Schweif), desto auffordernder („Treiben“) wirke ich.

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Kenne ich ein Pferd nicht, frage ich nach seinen Eigenschaften; danach, ob es sich zum Beispiel eher dominant oder ängstlich verhält. Futter reiche ich nicht aus der Hand, damit es mir nicht versehentlich in die Finger beißt, oder aber ein anderes, ranghöheres Pferd sich dieses wegschnappt und mein Pferd dabei vertreibt. Grundsätzlich spreche ich das Pferd an, bevor ich an es herantrete.

Annäherung Steht das Pferd in der Box, und möchte ich es streicheln, lasse ich es erst einmal an meinem flachen Handrücken schnuppern. Ich kann auch die eine Hand am Pferdemaul lassen und mit der anderen Hand die Stirn streicheln. Ich bleibe auf Distanz, wenn das Pferd die Ohren flach anlegt, denn dann ist es misstrauisch oder schlecht gelaunt. Steht das Pferd ängstlich in einer

Eine Variante der Verschnallung der Führkette: Von der Führseite von außen nach innen, einmal quer über den Nasenrücken, von innen nach außen und dann am Backenstück einschnallen. Die Führkette wird lediglich locker gehalten und nur bei Bedarf nach oben gezupft. Für schnelle Seitenwechsel eignet sich eher die Variante, sie nur um die Nase zu legen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kette an der Nase nicht zu tief rutscht.

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Magazin losbuckelnden und austretenden Pferd auszuweichen. Führen und Anhalten Beim Führen muss dem Pferd sofort klargemacht werden, welches Verhalten von ihm gewünscht wird. Es darf nicht stehen bleiben, fressen, an mir vorbeirennen; es darf mich nicht anrempeln oder mich in eine andere Richtung ziehen. Grundvoraussetzung zum Üben ist, dass das Pferd ausreichend Bewegung und Nahrung bekommen hat.

Das Knotenhalfter ist in der Westernszene als Ausbildungs- und Arbeitshalfter sehr beliebt. Es hat keine Metallschnallen, und der Schwerpunkt liegt mittig. Durch die dünnen Schnüre übertragen sich auch sehr feine Hilfen vom schweren Führseil auf den Pferdekopf. Mit diesem Halfter dürfen Pferde aber nicht fest angebunden werden; das Verletzungsrisiko ist zu groß.

Boxenecke, und hat es mir sein Hinterteil zugewandt, halte ich Abstand, da es beim Betreten der Box nicht ausweichen kann. In diesem Fall hole ich mir Hilfe durch Fachpersonal. Steht das Pferd auf einer Weide in einer Herde, muss ich wissen, ob es sich gut einfangen lässt, oder ob es ranghöhere Pferde gibt, die sich mir eventuell in den Weg stellen. Es gibt auch Pferde, die sich so sehr mögen, dass sie ungern getrennt werden und dann am Torausgang mit nach draußen drängeln. In diesen Fällen bitte ich eine Begleitperson um Hilfe. Auf der Weide gehe ich auf die Schulter des Pferdes zu. Frontales Herantreten könnte das Pferd zurückweichen lassen, und ein Herantreten von hinten könnte das Pferd veranlassen, wegzugehen. Bringe ich das Pferd zurück auf die Weide, scheuche ich zuerst am Tor stehende Pferde mit Gestik, Gerte oder dem Ende eines Führstrickes weg und führe das Pferd dann hinein. Bevor ich es loslasse, drehe ich seinen Kopf in Richtung Tor. Dadurch bleibt mir genügend Zeit, anderen herandrängelnden Pferden oder meinem vielleicht vor Freude

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verfangen können. Ich falte den Führstrick immer nur nebeneinander in meiner Hand. Ringe an den Fingern können zu einem Risiko werden, wenn sie sich im Strick verfangen. Sinnvoll ist ein Führstrick von mindestens 2,20 m Länge. Bei dieser Länge kann das Pferd auch einmal einen Satz zur Seite machen oder steigen, ohne dass ich gleich gefährdet bin oder den Strick loslassen muss. Ein Knoten am Seilende verhindert ein schnelles „Durchflutschen“ des Führstricks zwischen den Fingern.

Ungeeignet zum Führen sind breite, gepolsterte Halfter, bei denen sich der Druck zu breitflächig verteilt. Solche Halfter eignen sich zum Festbinden oder beim Transport. Effektiv führen kann ich bei diesen Halftern mit einer über die Nase bis zum Backenstück durch die Metallschnallen durchgezogenen Führkette mit Führstrick. Sie wirkt auf Nase und Genick des Pferdes. Ergänzend kann ich anhaltende Signale mit dem vor die Pferdenase gehaltenen Handknauf einer Gerte geben oder das Pferd mit dem Gertenende Richtung Flanke wedelnd antreiben. Ein kleines, raschelndes Plastiktütchen am Ende der Peitsche unterstreicht diese Wirkung bei phlegmatischen Pferden noch. Auch ein Knotenhalfter ist gut geeignet. Es hat einen in die Mitte des Pferdekopfes verlegten Schwerpunkt und punktuell wirkende, dünne Schnüre und Verknotungen. Bei diesem Halfter kann ich mit einem langen, schweren Führseil (zum Beispiel aus Segelleinen) sehr feine Signale geben. Mit dem sogenannten „Stick“, der aus einem ungefähr 1,10 m langen, harten Stock besteht, an dessen Ende ein Peitschenseil angeknüpft ist, kann ich anhaltende oder treibende Hilfen geben, ohne das Pferd zu berühren. Lasse ich das Stickende neben mir schwungvoll von oben nach unten auf den Boden sausen, kann ich meine Aufforderung an das Pferd verstärken; es wirkt wie ein „Lautsprecher“.

Führen kann durch Bodenarbeit in einem umschlossenen Areal gut geübt werden. Eine Basisübung ist das Stehenbleiben des Pferdes an einer von mir bestimmten Stelle. Ich streichle das Pferd nun am ganzen Körper, und zwar sowohl mit meiner Hand, dem Strick und dem Stick; es soll sich davor nicht fürchten. Dabei kann ich auch herausfinden, wo seine „LieblingsStreichelstelle“ ist, an der ich das Pferd später durch Krauleinheiten belohnen kann. Ich stelle mich nun ruhig, aufrecht, mit erhobenem Kopf und geraden Schultern in einem Abstand von ungefähr zwei Metern vor das Pferd und schaue es direkt an, hebe meine seilfreie Hand flach hoch und sage: „Steh!“. Bewegt sich das Pferd auch nur

Beim Führstrick lege ich niemals Schlaufen in die Hand, damit sich die Finger bei einem Ruck nicht darin

Durch Wedeln mit dem "Stick" vor dem Pferdekopf kann man ein Überholen des Pferdes vermeiden.

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Magazin einen einzigen Schritt, wird es wieder in exakt die gleiche Ausgangsposition gebracht. Dazu gibt es folgende Möglichkeiten: Möglichkeit 1: Ich führe das Pferd an den Ausgangspunkt zurück und wiederhole den obigen Befehl. Möglichkeit 2: Ich lege meine Hand an den knöchernen Teil der Pferdenase, forme meine Finger zu einer Kralle und drücke damit so lange auf die Pferdenase, bis das Tier zurückweicht. Ich kann auch gleichzeitig den Daumen der anderen Hand in die Brust des Pferdes drücken. Möglichkeit 3: Ich schlackere so lange mit dem Führseil, bis das Pferd ausweicht. Dabei mache ich mich optisch größer, schaue das Tier mit erhobenem Kopf direkt an, hebe meine Schultern und kann gegebenenfalls auch mit hohen Schritten und hochgehobenen Ellbogen ein wenig auf das Pferd zugehen. Möglichkeit 4: Ich wedele mit dem Stick vor dem Kopf des Pferdes hin und her, bis es ausweicht und achte gleichzeitig darauf, genügend Seillänge zum Ausweichen zu geben. Möglichkeit 5: Ich schlage mit dem Stick auf das Führseil und erhöhe somit den Druck. Wichtig bei allen Manövern ist, dass ich SOFORT damit aufhöre, wenn das Pferd auch nur einen einzigen Schritt zurückgewichen ist. Bewegt es sich nicht, setze ich immer wieder neu an. Ist das Pferd ausgewichen, lasse ich es in Ruhe, und es wird durch diese Pause belohnt. Möchte ich das Pferd weiter wegschicken, fordere ich erneut sein Zurückweichen ein. Diese Übung wird so lange wiederholt, bis das Pferd nur dann geht, wenn ich ihm dies erlaube. Dadurch erkennt es mich als Führperson an. Die Erlaubnis zum Vorwärtsgehen erteile ich durch den Aufruf „Komm!“, meinen schräg zum Pferd gestellten Körper, meinen gesenkten Blick und gegebenenfalls durch einen leichten Zug am Führseil. Ist das Pferd zu mir gekommen, streichle ich es an der Stirn. Beim Führen des Pferdes habe ich mit meiner seitlichen Position im Abstand von etwa einem knappen Meter in Höhe des Pferdekopfs eine gute

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Kontrolle. Mein Kopf ist gerade und meine Schultern liegen zurück, ich bin nicht zögerlich, sondern ruhig und bestimmt, meine Arme hängen locker am Körper herab. Wenn sich das Pferd an mir vorbei nach vorne drängeln möchte und nicht auf kräftiges Zupfen am Führseil reagiert, kann ich es durch verschiedene Möglichkeiten begrenzen: Ich kann mit dem Seilende kreisförmig vor seiner Nase wedeln oder mit Gerte oder Stick vor dem Pferdekopf eine Schranke bilden. Respektiert das Pferd seine Position, kann ich den Abstand später immer mehr vergrößern und das Tier auch hinter mir gehen lassen oder aber diese Übung in einer höheren Gangart fortführen. Bin ich bereits hinter die Schulterhöhe des Pferdes geraten, drehe ich mich um und gehe in die entgegengesetzte Richtung, so dass mir das Pferd folgen muss und sich wieder hinter mir befindet. Drehe ich mich dann erneut um, befindet sich das Pferd wieder in der gewünschten Richtung und Position. Will ich das Pferd anhalten, atme ich aus, senke meine Schultern, kippe meinen Oberkörper leicht nach hinten und sage: „Steh!“. Ich kann dabei auch mit dem Seil schlackern.

unter den Arm klemmen und mich mit meinem ganzen Gewicht hineinlegen. Geht das Pferd dann immer noch nicht mit, gehe und ziehe ich seitlich und bringe das Tier dadurch ein wenig aus dem Gleichgewicht. Hat das Pferd einen Schritt zur Seite gemacht, lobe ich und lasse es eine Weile über das Erlebte nachdenken. Dann setze ich erneut an. Grundsätzlich ist es

Ergänzend kann mit einer Gerte als „Schranke“ vor der Pferdenase gewedelt werden, jedoch besser mit dem stumpfen Handknauf zum Pferdekopf hin, um unbeabsichtigte Verletzungen am Auge des Pferdes zu vermeiden.

Durch waagerechtes Seilschlackern, dessen Intensität gesteigert werden kann, bringt man das Pferd zum Zurückweichen.

Will mir das Pferd nicht folgen und bleibt es stehen, lasse ich das Seil immer weiter durch meine lockere Hand gleiten und schließe diese dabei gleichzeitig immer mehr, so dass sich der Druck erhöht. Ich kann mir das Seil kurz vor dem Seilende auch

ratsam, das Führen des Pferdes von beiden Seiten zu üben, denn so werden beide Gehirnhälften trainiert, und das Tier lernt, dem Menschen auch in zunächst ungewohnten Situationen vertrauensvoll zu folgen.

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Umwelt

Plastik in Kosmetika gefährdet unsere Meere Project Blue Sea e.V. fordert Verbot von Mikroplastikteilchen in Körperpflegeprodukten

Kaum jemandem ist bekannt, dass zahlreichen Körperpflegeprodukten wie Duschpeelings, Zahncremes oder auch Kontaktlinsenreinigern Kunststoffkügelchen beigemischt werden, um eine bessere Reinigungswirkung zu erzielen. Nach ihrem einmaligen Gebrauch gelangen diese Kügelchen durch die Kanalisation ins Meer, da sie von Kläranlagen nur zu einem Teil herausgefiltert werden können. Meerestiere verwechseln die meist aus Polyethylen oder Polypropylen bestehenden Partikel mit ihrem natürlichen Futter, und somit gelangen sie in die Nahrungskette, an deren Ende der Mensch steht. Sascha Regmann, Vorsitzender der Meeresschutzorganisation Project Blue Sea berichtet: „Kunststoffpartikel aus Körperpflegeprodukten sind bereits in Fischen, Seehunden, Muscheln, Krebsen und weiteren Meerestieren nachgewiesen worden. Die Oberflächenbeschaffenheit der Kunststoffpartikel hat zudem die Eigenschaft, Schadstoffe und im Wasser befindliche Umweltgifte an sich zu binden. Diese werden von den Meerestieren mit aufgenommen und reichern sich in ihnen an.“   Project Blue Sea hat im Schulterschluss mit weiteren internationalen Umweltschutzverbänden die Kampagne „BEAT

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THE MICRO BEAD - Ban cosmetics with plastic beads inside“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Kampagne ist, ein weltweites Verbot für Mikroplastikpartikel in Körperpflegeprodukten zu erwirken. „Durch die Kampagne sind bereits zahlreiche Steine ins Rollen gekommen, und die Industrie nimmt das Problem nicht länger auf die leichte Schulter“, berichtet Sascha Regmann. „So hat beispielsweise mit Unilever einer der Ein ganzes Reagenzglas voll Mikroplastik-Kügelchen ist in weltweit größten 200 ml Duschpeeling enthalten. Konsumgüterhersteller erklärt, zukünftig auf den Gebrauch von turen zu formulieren. Der Prozess soll Mikroplastik in sei- schnellstmöglich abgeschlossen wernen Produkten zu den. Erste Umstellungen wurden bereits verzichten. Auch vorgenommen.“ ein großes deutsches Drogerie- Project Blue Sea hält diese Aussage Handelsunterneh- und die Nachhaltigkeitsversprechen men teilte uns in weiterer Firmen, die ähnliche Zusieinem Schreiben cherungen gemacht haben, natürlich mit: „Wir arbei- weiterhin wachsam im Auge. Eine im ten schon seit ge- Rahmen der Kampagne von der Frakraumer Zeit daran, tion Bündnis 90/Die Grünen gestellte alternative Parti- „Kleine Anfrage“ an die Bundesregiekel in die Rezep- rung förderte einen äußerst geringen

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Umwelt Kenntnisstand zutage. Zahlreiche der in der Anfrage „Auswirkungen von Mikroplastikpartikeln, Gift- und Kunststoffen in Kosmetikprodukten und Kleidung auf Umwelt und Gesundheit“ gestellten Fragen wurden von der Bundesregierung äußerst lücken- und fehlerhaft beantwortet. Im April findet in Berlin die von der EU, dem Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt initiierte Fachkonferenz "International Conference on Prevention and Management of Marine Litter in European Seas” statt. Project Blue Sea wird an dieser Konferenz teilnehmen und fordert, dass dort die Weichen gestellt werden, um Mikroplastik in Kosmetika zu verbieten. Dieses muss im Rahmen von gesetzlichen Verordnungen sowie unter Einbeziehung der Industrie schnellstmöglich geschehen. Plastikmüll in den Gewässern hat verschiedene Quellen, doch es muss ein Gebot der Vernunft sein, den bewussten und völlig überflüssigen Eintrag solcher Stoffe in die Umwelt schnellstmöglich zu stoppen!

Hintergrund: Was ist Mikroplastik? Mikroplastik setzt sich aus den Worten „ MIKRO“, einer Größenangabe, und „PLASTIK“, einer Materialangabe, zusammen. Laut Definition der amerikanischen ‚National Oceanic and Atmospheric Administration’ (NOAA) wird der Mikrobereich auf 0,3 - 5 mm festgelegt. Durchgesetzt hat sich die Festlegung von Mikromüll als < 5 mm, wobei hier der Bereich der in der Nanotechnologie verwendeten Stoffe nicht berücksichtigt wird. Die Materialangabe Plastik beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Kunststoffe. Hauptsächlich werden den Kosmetik- und Reinigungsprodukten Polyethylene (PE) sowie Polypropylene (PP) zugesetzt.

Weitere Hintergründe hierzu sowie eine Produktliste mit Körperpflegeprodukten, in denen sich Mikroplastik befindet, können Sie im Internet unter http://projectbluesea.de/media/files/ downloads/Micro-Beads.pdf abrufen. Project Blue Sea e.V. Postfach 15 01 15 D - 44613 Herne Homepage: www.projectbluesea.de e-Mail: office@projectbluesea.de

Größenordnung von Mikroplastik aus einer Zahncreme

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Umwelt

Vögel in der Agrarlandschaft Bestandszahlen im Sinkflug

Landwirtschaftliche Flächen bedecken die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands und bilden somit einen wichtigen Lebensraum für viele Vogelarten. Zahlreiche Vogelarten nutzen Äcker und Wiesen zum Nestbau oder zur Nahrungssuche und sind deshalb während ihrer Brutzeit stark von Agrarflächen abhängig. Die Bestandszahlen dieser „Feldvögel“ nehmen in den letzten Jahren kontinuierlich ab. Die Gründe für diesen Rückgang finden sich vor allem in einem Strukturwandel und einer Intensivierung der Landwirtschaft.

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u den Vögeln, die in ihrer Brutbiologie stark von landwirtschaftlichen Flächen abhängig sind, gehören in Deutschland vierzig bis fünfzig Arten, darunter so bekannte Vertreter wie Kiebitz, Rotschenkel, Bekassine, Goldammer oder Weißstorch. Viele dieser Arten sind Bodenbrüter oder nutzen Feldgehölze und Streuobstwiesen in halboffenen Landschaften (Mosaike aus Grünland und Gehölzlebensräumen) und sind deshalb besonders von Veränderungen in diesen landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen betroffen. Feldvögel werden als Indikatorarten genutzt, um den Zustand von Natur und Biodiversität

Avifaunisten (DDA) beispielsweise um zwei Drittel geschrumpft, und auch andere Feldvögel schneiden schlecht ab. Dieser Trend zeigt sich in der gesamten EU und ist ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas in der europäischen Agrarlandschaft nicht richtig läuft.

Der DDA und die deutsche Ornithologen-Gesellschaft führen mehrere Gründe für die Bestandsrückgänge auf. Einen Hauptgrund sehen die Ornithologen im vermehrten Anbau von Rohstoffen (besonders Mais) für die Biogasproduktion. Biogas wird immer häufiger als regenerativer Energieträger genutzt, aber um das Gas zu gewinnen, benötigt man eine große Menge an Rohstoffen. Diese erhält man durch den Anbau artenarmer Maismonokulturen, die Feldvögeln kaum Lebensraum bieten. Auch Dauergrünland (Moore, Weideflächen) wird zu diesem Zweck immer häufiger zu Äckern umgewandelt, wodurch das im Boden gespeicherte KohlenGoldammer (Emberiza citrinella) dioxid freigesetzt und die positive Klimabilanz (Artenvielfalt) zu beurteilen, und dabei von Biogas zerstört wird. zeigt sich in den letzten zwanzig Jahren eine besorgniserregende Entwicklung. Ferner nehmen artenarme und sehr dichte Aussaaten, intensive Beweidung, Der Brutbestand des Kiebitzes, einem der Verzicht auf Fruchtfolgen (das heißt, typischen Wiesenbrüter, ist nach An- in aufeinanderfolgenden Jahren wergabe des Dachverbandes Deutscher den verschiedene Pflanzen angebaut),

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Wacholderdrossel (Turdus pilaris)

Ernten, die dichter aufeinander folgen und kein Getreidekorn auf dem Feld belassen; kurz: die Intensivierung der Landwirtschaft den Vögeln zunehmend die Nahrungsgrundlage. Jedes noch so kleine Fleckchen Erde wird mittlerweile landwirtschaftlich genutzt; Ackersäume, Hecken und Brachflächen, die eine naturnahe Struktur schaffen und besonders wertvoll für Insekten und Feldvögel sind, gibt es immer seltener. Hinzu kommt, dass es bis zum Jahr 2007 eine Verpflichtung f��r Landwirte gab, einen bestimmten Anteil ihrer Felder stillzulegen. Von der Schaffung dieser Brachflächen mittels EU-Verordnung profitierten viele Wiesenbrüter wie beispielsweise die Grauammer. Seit diese Verpflichtung aber vor sechs Jahren aufgehoben wurde, sind merkliche Einbrüche bei bodenbrütenden Vogelarten zu verzeichnen, da ihre Lebensräume nun wieder intensiv bewirtschaftet werden. Hat ein Vogelpaar in dieser überbewirtschafteten Landschaft dennoch einen Brutplatz gefunden, geht das Gelege durch die Bearbeitung der Felder innerhalb der

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Umwelt Weißstorch (Ciconia ciconia)

den. Schließlich können bestimmte Vogelarten und Lebensräume auch durch gezielte Maßnahmen geschützt werden.

nach die vermehrte Förderung solcher Bio-Höfe sein. Die Umwandlung von Dauergrünland in Ackerflächen („UmRotschenkel (Tringa totanus) bruch“) sollte, wie bereits in BadenBrutzeit häufig doch noch verloren. Württemberg geschehen, verboten und stattdessen eine Helfen kann den Feldvögeln letztlich extensive Beweidung angestrebt wernur ein Anreiz für Landwirte, zur naturverträglichen Landwirtschaft zurückzukehren. Die Schaffung von Brachflächen und naturnahen Kleinstrukturen (Hecken, Blühstreifen etc.) muss gefördert werden, damit Wiesenpieper, Wacholderdrossel und Co. wieder Nahrung und Nistmöglichkeiten finden. Landwirtschaftliche Betriebe mit BioSiegel schaffen bereits heute oft solche für Feldvögel wertvolle Lebensräume und verzichten zudem auf den Einsatz von Pestiziden gegen Insekten und „Unkräuter“, der den Vögeln die Nahrungsgrundlage nimmt. Ein Ziel muss dem-

Bisher gibt es keine einheitlichen, gesetzlich festgelegten Maßnahmen zur Sicherung der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft. Sollte sich daran nichts ändern, werden die Bestandzahlen von Wiesenpiper und Co. in Zukunft ihren Sinkflug fortsetzen.

Fotos Pixelio: Angieconscious, Erich Westendarp Gerhard Butke, Kurt F. Dominik Peashooter, Rals Zierold

Solch dicht gepflanzte Mais-Monokulturen bieten Feldvögeln keinen Lebensraum.

Goldammer (Emberiza citrinella)

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Buchempfehlung Karen Duve: „Anständig essen“ Goldmann Verlag ISBN 978-3-442-47647-3 Die Bestsellerautorin Karen Duve beschreibt in diesem Buch einen Ernährungs-Selbstversuch beginnend bei Biokost über vegetarische und veganische bis hin zu frutarischer Ernährung. Sie stellt sich auf unterhaltsame Weise die Frage, ob man sich heutzutage überhaupt noch moralisch korrekt ernähren kann und probiert alle Formen der Ernährung über mehrere Monate hinweg aus. Dabei berichtet sie nie mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit viel Humor. Im Laufe des Selbstversuchs entdeckt Karen Duve BioFertiggerichte, testet veganen Käse und Fleischersatz; erfährt, warum man als Veganer nur ausgewählte Weine trinken darf und lernt, wie unterschiedlich die

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Ansichten von Frutariern sein können. Sie liefert Hintergrundinformationen zu den einzelnen Ernährungsweisen, und auch Menschen, die sich schon lange vegetarisch oder vegan ernähren, erfahren bei der Lektüre sicherlich noch etwas Neues. Nachdem man das Buch gelesen hat, kann man gar nicht anders, als seine eigenen Essgewohnheiten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Und genau damit hat Karen Duve erreicht, was sie wollte.

Karen Duve

, 1961 in Hamburg geboren, lebt heute mit ihrer englischen Bulldogge, zwei Hühnern und einem Maultier auf dem Land. Bereits ihr Prosadebüt "Regenroman" (1999) war ein sensationeller Erfolg wie auch der darauf folgende Roman "Dies ist kein Liebeslied" (2002). Beide stürmten die Bestsellerliste und wurden in 13 Sprachen übersetzt. Die Presse feiert die Erzählerin als "Ausnahmetalent unter den Autoren ihrer Generation" (Stuttgarter Zeitung) und als "ungewöhnliche Sprachakrobatin, die Metaphern zielsicher setzt und komische Effekte am Fließband produziert" (Neue Züricher Zeitung), bei der "Witz und Schärfe ganz nah beieinander liegen" (WDR 2).

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Service

Serie „Giftpflanzen“

Teil 2: Früh blühende Pflanzen und Farne

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) 36

Ruth Rudolph_pixelio.de

Der zweite Teil unserer Serie „Giftpflanzen“ beschäftigt sich diesmal mit Pflanzen, die im Frühjahr blühen, sowie mit Farnen. Besonders bei letzteren sind sich viele Tierhalter über die Giftigkeit der Pflanzen nicht bewusst.

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Service Bärlauch (Allium ursinum) Bärlauch blüht von April bis Juni und wird bekanntlich von vielen Menschen gerne gegessen, ist aber giftig für Pferde, Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Bei diesen Tieren führt Bärlauch zu Magen- und Darmentzündungen, Durchfall, blutigem Harn, Gelbsucht, schlechter

Bärlauch (Allium ursinum)

Durchblutung und Kreislaufstörungen. Gefährlich wird es auch für den Menschen, wenn es zu einer Verwechslung mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen kommt. Maiglöckchen (Convallaria majalis) gehören, wie der Name schon sagt, ebenfalls zu den typischen Frühblühern und können mit Bärlauch verwechselt werden. Unterscheidungsmerkmale sind vor allem die Äderung der Blätter sowie der typische Geruch des Bärlauchs nach Knoblauch. Haben Tiere Maiglöckchen verzehrt, so leiden sie

im Fall einer Vergiftung unter MagenDarm-Beschwerden mit Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Krämpfen und einer Verlangsamung des Herzschlages. Da Maiglöckchen und Bärlauch bevorzugt in Laubwäldern wachsen, ist besondere Vorsicht bei Tieren geboten, die Zugang zum Wald haben.

Haustiere giftig, besonders empfindlich reagieren Kühe und Schweine auf das Gift Colchicin. Vergiftungserscheinungen äußern sich in Futterverweigerung, Erbrechen, Speichelfluss, Koliken und blutigem Durchfall. Im weiteren Verlauf kommt es zu Kreislaufstörungen und Lähmungen bis hin zur Atemlähmung, die je nach Dosis des aufgenommenen Gifts nach ein bis drei Tagen eintreten kann.

Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) findet man hingegen auch auf Wiesen und Weiden. Sie gehört eigentlich nicht zu den Frühblühern, da sie im Herbst blüht. Ihre Blüten ähneln denen des Krokus. Die Blätter der Pflanze erscheinen allerdings schon im Frühjahr und können schnell mit dem BärMaiglöckchen (Convallaria majalis) lauch verwechselt werden. Unterschiede finden sich allerdings in der Blattstruktur. Während Herbstzeitlose eher derbe Blätter haben, fühlt sich Bärlauch sehr weich an. Außerdem kann auch hier der typische Bärlauchgeruch bei der Unterscheidung helfen.

Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) Das Busch-Windröschen blüht im März/April oft in großer Zahl in Laubwäldern. Es ist vor allem für Pferde und Nager giftig, zumal Haustiere aufgrund des Pflanzenstandortes selten mit ihr in Kontakt kommen. Eine Gefahr besteht dann, wenn die Pflanze gepflückt und Zuhause in eine Vase gestellt wird. Leider kommt dies relativ häufig vor, wodurch dann auch Heimtiere mit der Giftpflanze in Berührung kommen können. Vom Pflücken

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

Blattausschnitt eines Maiglöckchens (links) und des Bärlauchs (rechts). Man erkennt gut, dass die längsverlaufenden Blattnerven beim Bärlauch viel weiter auseinander liegen. Beim Maiglöckchen stehen die Blattnerven dichter zusammen, und es sind insgesamt auch viel mehr.

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Herbstzeitlose sind für alle Nutz- und

dieser Wildpflanze sollte man absehen; nicht nur, um seine Tiere zu schützen, sondern auch aus Gründen des Naturschutzes. Das Gift des Busch-Windröschens, das Protoanemonin, reizt Haut und Schleimhäute und führt bei Verzehr zu Störungen des Nervensystems, Entzündungen der Niere und der Verdauungsorgane sowie zu Erbrechen, Durchfällen und Krämpfen.

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Service sollte man insbesondere Kinder von diesem Strauch fernhalten. Vergiftungssymptome bei Tieren sind Ansteigen der Körpertemperatur, Kreislaufstörungen, Kurzatmigkeit, MagenDarm-Beschwerden, Durchfall oder Verstopfung, Krämpfe und Herzrasen. Tückisch ist, dass die Vergiftungssymptome teilweise erst nach fünfzehn Stunden auftreten. Kreislaufbeschwerden zeigen sich bei Schafen und Ziegen beispielsweise schon nach der Aufnahme von nur zehn Beeren. Sauerklee (Oxalis acetosella) Der Sauerklee, der mit dem weitverbreiteten, „normalen“ Rot- und Weißklee botanisch nichts zu tun hat, blüht von April Busch-Windröschen (Anemone nemorosa) bis Mai und gilt als schwach an seinem typischen Standort giftig. Er enthält Oxalsäure, die auch für den typischen Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) und Geschmack des Klees verAdlerfarn (Pteridium aquilinum) antwortlich zeichnet. Vor Wurmfarn und Adlerfarn gehören zu allem bei Schafen und Naverschiedenen Gattungen, sehen sich gern zeigen sich nach der aber insgesamt recht ähnlich. Im FrühAufnahme größerer Mengen jahr sprießen die Farne wieder im Wald Vergiftungserscheinungen und auf Weiden. Dann gilt Vorsicht wie Magen-Darm-Beschwerbei Nutz- und Haustieren, denn beide den, Durchfall und KreislaufPfaffenhütchen (Euonymus europaea) Farnarten sind stark giftig, und insbeschwäche. sondere junge Blätter enthalten große Ähnliche Symptome zeiblutigem Durchfall typische Symptome Mengen an verschiedenen Giften. gen auch Schafe, Pferde und Rinder, Beide Arten verursachen zentralnervöse einer Vergiftung. Bei Rindern kann man die größere Mengen Sauerampfer Störungen sowie Störungen im Bewe- bei einer Vergiftung mit Adlerfarn das (Rumex acetosa) gefressen haben, da gungsablauf der Tiere. Beim Wurmfarn typische „Stallrot“ beobachten. Das auch diese Pflanze Oxalsäure enthält. sind Magen-Darm-Beschwerden mit Tier scheidet blutigen Harn aus, und es Hinzu kommen hier Zittern und Abfall kommt zu Blutungen in Nase und Maul. Schon geringe Mengen der Farne füh- des Blutdruckes. Sauerampfer wird ren zu starken Vergiftungen, weshalb aber aufgrund seiner groben Struktur Farne auf Weiden umgehend entfernt von den meisten Großtieren gemieden. werden sollten. Am besten gräbt man den Farn großflächig mit einem Spaten aus und entsorgt ihn an einem von Haus und Weide weit entfernten Ort. Da Farne sehr hartnäckig sind, lohnt eine Nachkontrolle.

Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)

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Pfaffenhütchen (Euonymus europaea) Dieser Strauch kann bis zu sechs Meter hoch werden, und man findet ihn oft als Zierpflanze in Parks und Gärten. Er blüht im Mai und bildet anschließend charakteristische, vierlappige Samenkapseln. Nach der Samenreife springen diese Kapseln auf, und die Samen hängen an Fäden heraus. Alle Pflanzenteile, insbesondere aber die Samen, enthalten das Alkaloid Evonin sowie ein herzwirksames Gift. Da die Früchte der Pflanze sehr verlockend aussehen,

Sauerklee (Oxalis acetosella) Fotos Pixelio: Andreas Hermsdorf, gnubier, Helmut J. Salzer, Karl Johann, Peter Röhl Regine Schröter, Richard von Lenzano, Sammy13, uschi dreiucker

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Der Wolf und du

us Groß stammt a r ie r r e shire-T haftshund Der York r gilt als Gesellsc ezüchE n. lebhaft g d n u britannie t n is e e intellig gt 22,5 b und wurd iderristhöhe beträ m W farben, a tet. Seine ist bronze stahlblau. ll e F in e s ire-Terrier 23,5 cm, er Yorksh d t is n e k Rüc

Der Wolf käme deshalb auch nie auf die Idee, sich in einem Handtäschchen durch die Gegend tragen zu lassen. Trotzdem schloss der Wolf vor vielen, vielen Jahren, manche Forscher schätzen vor 40 000 Jahren, mit den Menschen einen Handel. Die Menschen boten dem Raubtier Futter und einen Schlafplatz - der Wolf hütete im Gegenzug die Schafe, hielt Wache, zog Schlitten oder fand Fährten, die nur der Wolf erschnuppern konnte. Im Laufe vieler Jahre wurde so aus dem wilden Wolf ein häuslicher Hund. Der Wolf wurde damals wahrscheinlich durch den Geruch von Abfällen angelockt, oder die Menschen zogen verlassene Wolfsjunge auf. So näherten sich Mensch und Wolf langsam einander an. Mit dieser Zähmung veränderte sich auch das Aussehen des Wolfes: Die Reißzähne verkleinerten, die Farbe des Fells, die Ohren und die Schnauze veränderten sich.

r ein t nicht nu is r E . n e roati agdhund uch als J mt aus K a m ta rn s e d r n e timeter. atin nd, so is 62 Zen Tupfen. b Der Dalm s- und Familienhu 4 5 t g aft raunen he* beträ Gesellsch en oder b stständig. iderristhö rz W a e w h in c e s S it lb bekannt. ist weiß m ch und se nderasse lernwillig, freundli u H e s ie D , cken sanft, treu ls zum Rü ls a a H t il m g o r v E ibergang ist der W erhöhte Ü Kopf senkt, dann r e d d ir w inen errist * Als Wid Wenn ein Hund se t. e n bezeich Punkt. r höchste derrist de

Dann begann der Mensch, die unterschiedlichen Rassen zu züchten. So gehören alle Rassen aufgrund des Erbgutes zur selben Art, sehen aber ganz verschieden aus. Der Mensch kreuzte hierzu Hunde mit ganz bestimmten Eigenschaften gezielt miteinander, um z.B. bessere Jagd-, Wach- oder Hütehunde zu erhalten. So entstanden nach und nach der Windhund, der Dobermann, der Husky (als Schlittenhund) oder immerhin 37 verschiedene Schäferhund-Rassen. Insgesamt 341 Rassen sind es, die auf der Liste des internationalen Zuchtverbandes FCI geführt werden und zu den besten Freunden des Menschen gehören. Über die Jahrhunderte haben Hunde gelernt, verschiedene Gesten der Menschen zu verstehen, sie erkennen durchschnittlich 30 Wörter und sehnen sich nach der Aufmerksamkeit, aber auch Zuwendung des Menschen. Mit dem Wolf haben sie also nicht mehr viel gemeinsam. Mensch und Hund sind Freunde geworden.

Bilder - sxc.hu

Ob groß oder klein, mit kurzem oder mit langem Fell, Hunde sind alle miteinander verwandt. Durch die Verbindung der unterschiedlichen Merkmale hat der Mensch so viele neue Rassen erschaffen. Der Urvater der Hunde ist der Wolf. Während heute aber Hunde in der Gesellschaft der Menschen leben, ist der Wolf immer noch ein Raubtier.

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Service Drei Schulfreunde mit den Namen Herr Rot, Herr Grün und Herr Blau treffen sich. Da bemerkt der eine: „Das ist ja lustig. Wir haben einen roten, einen grünen und einen blauen Hut auf.“ „Aber keiner von uns trägt einen Hut mit der Farbe seines Namens“, meint der Herr mit dem blauen Hut. „Stimmt genau“, sagt Herr Grün.

Sudoku

Ergänze die Zahlen so, dass in jedem Block, in jeder Reihe und jeder Zeile die Zahlen von 1 bis 4 immer nur ein Mal vorkommen.

  3  1   

  1  2   

2     1

 

1  2  4  3 

4  3  1  2 

3  1  2  4 

 

1      3  2 4 3 1

Welche Zahl Die Zahl, die diese Bedingungen erfüllt, ist: 41312432. Erfüllt wird diese Bedingung natürlich auch dann, wenn man die Zahl umgekehrt schreibt: 23421314. Schulfreunde Herr Blau trägt den grünen Hut. Herr Grün trägt nicht den blauen Hut, da dieser seinem Vorredner gehört. Also trägt Herr Grün den roten Hut. Der Rest ergibt sich automatisch, da niemand seine eigene Farbe trägt. Wortsuche Meer, Mais, Lied, Baum, Erde Streichhölzer Zahlenreihe Die Zahlenreihe lautet 3, 4, 6, 10, 18. Die fünfte Zahl lautet 18. Wer bin ich? Der Wecker

Lösungen 40

4 2 Was für eine Zahl ist das?

Eine achtstellige Zahl enthält 2 Einsen, 2 Zweien und 2 Vieren. Die Einsen in dieser Zahl sind durch eine Zahl voneinander getrennt, die Zweien durch zwei Stellen, die Dreien durch drei und die Vieren durch vier.

Findest Du das gesuchte Wort? In jeder Zeile haben wir einen passenden Buchstaben versteckt. Kreise die richtigen Buchstaben ein und finde die richtige Antwort! KMR emils dzerv rinda

LCM augli ieaun jekos

LZY iresa olive adeti

JEP randi pelda yxsep

EGB aiueo urzis gamds

Entferne vier

Streichhölzer,

sodass zwei gleich große Quadrate übrig bleiben.

Die Zahlenreihe beginnt mit einer 3. Jede Zahl der Folge ist um 1 größer als die Hälfte der nächsten Zahl. 3 X X X ? Wie lautet die fünfte Zahl?

Wer bin ich?

Ich hab‘ ‘nen kleinen Rattermann, der rattert, was er rattern kann. Wenn ich am Abend schlafen geh‘, ich stets an seinem Bäuchlein dreh‘. Am Morgen hilft er mir sodann, dass niemals ich verschlafen kann.

Rätselfrage

Loch an Loch und hält doch? Die Kette

Welche Farbe hat der Hut von Herrn Blau?


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Serie „Artgerechte Tierhaltung“

Teil 2: Kaninchen - Gehegebau und Gesundheit

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Foto: Fabienne Schoch

Foto: Fabienne Schoch

Foto: Jutta Zimmer

Im zweiten Teil unserer Serie „Artgerechte Kaninchenhaltung“ geben wir Tipps zum Bau von Innen- und Außengehegen und informieren über die häufigsten und gefährlichsten Krankheiten unserer Langohren.

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Aber auch Innenhaltung kann artgerecht sein, wenn man sich bei der Gestaltung des Geheges Mühe gibt. Das Innengehege sollte gut belüftet sein, aber nicht im Durchzug stehen. Auch Heizungs- und Ofenhitze vertragen Kaninchen nicht gut. Ihre Wohlfühltemperatur liegt bei 15-18°C. Als Mindestgröße für ein Gehege werden ungefähr 3 m² pro Tier empfohlen.

Eine „Buddelkiste“ sollte in keinem Gehege fehlen.

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Eine vielseitige „Inneneinrichtung“ lässt bei den Kaninchen keine Langeweile aufkommen.

Beispiel eines geräumigen und gut abgesicherten Außengeheges mit Betonplatten als Untergrund. Um Ein- und Ausbrüche zu vermeiden, wurde der Volierendraht am Boden nach innen umgeschlagen. Das Gehege selbst ist 4 x 3,5 m groß und kann durch ein Gehege auf der Wiese erweitert werden. Als Dach wurde durchsichtiges Wellblech gewählt, das vor Nässe schützt und dennoch Licht hindurch lässt. An den Seiten sorgen Rollos aus Zeltplane für Schutz vor Wind und Regen.

Ein eigenes Kaninchenzimmer bietet den Tieren rund um die Uhr viel Platz, aber auch wenn man keinen separaten Raum zur Verfügung hat, kann man alternativ eine Fläche im Wohnbereich abtrennen. Dazu eignen sich beispielsweise flexible Gehegegitter von mindestens einem Meter Höhe. Bei der Gestaltung und Befestigung des Geheges sind auch hier der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Befindet sich im Gehege ein PVC-Boden, ist darauf zu achten, dass dessen Ränder mittels einer Holzleiste vor dem Anknabbern

Foto: Fabienne Schoch

gehege nichts mehr im Weg.

Foto: Fabienne Schoch

Foto: Fabienne Schoch

Bei der Gestaltung eines Außengeheges sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt; einige Punkte gilt es allerdings zu beachten: Am besten werden zwei Seiten der Anlage komplett verschlossen und ein Teil überdacht. So sind die Tiere vor Wind und Nässe geschützt und haben im Sommer einen schattigen Bereich. Alle Seiten, der Boden und das Dach müssen absolut einund ausbruchsicher sein. Bei Naturboden sollte man in dreißig bis fünfzig Zentimeter Tiefe feuerverzinkten, r o s t f r e i e n Volierendraht verlegen, dessen hochgeklappte Seiten mit dem oberirdischen Gehege verbunden sind. Um Marder, Wiesel und Ratten fernzuhalten, muss der Draht mindestens 1,4 Millimeter stark sein und darf eine Maschenweite von 12 Millimetern nicht überschreiten. Herkömmlicher Kaninchendraht eignet sich nicht; er ist zu dünn und rostet schnell! Schwachstellen im Gehege (beispielsweise Übergänge zwischen Dach, Seitenteilen und Türen) müssen ebenfalls sicher mit Draht verschlossen werden. Fertigt man Wände und Dach aus Draht, müssen diese (beispielsweise mit Krampen oder Schrauben) fest mit tragenden Balken verbunden sein, damit keine Schlupflöcher entstehen. In jedem

Fall sollten im Gehege ein wettergeschützter Futterplatz und ausreichend Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sein. Beim Bau eines Außengeheges wie auch bei Freilauf im Garten sollte darauf geachtet werden, dass die Kaninchen keinen Zugang zu giftigen Pflanzen haben. Beachtet man diese Dinge, steht einem sorgenfreien Kaninchenleben im Frei-

Foto: Fabienne Schoch

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as perfekte Gehege Hier gilt: Je größer, desto besser. Ideal sind Gehege, die rund um die Uhr Freilauf bieten.

Foto: Fabienne Schoch

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Auch unbehandelter Rindenmulch kann als Einstreu verwandt werden.

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hottabov sxc.hu Foto: Jutta- Zimmer Foto: Sonja Tschöpe

geschützt werden. Natürlich sollte man auch auf gefährliche Gegenstände wie beispielsweise Elektrokabel achten und diese außerhalb des Kaninchengeheges verlegen. Beim Freilauf in der Wohnung müssen ebenfalls Kabel, Treppen, Türen und Balkone gesichert werden. Jedem Tier sollte im Gehege ein eigenes Häuschen beziehungsweise ein Unterschlupf aus unbehandeltem Holz zur Verfügung stehen. Die von Natur aus neugierigen Kaninchen beschäftigen sich gerne mit einer Buddelkiste, Zweigen, Holztunneln und Papprollen.

Foto: Sven Hümpel

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Beispiele für die Vielfältigkeit von Innengehegen

Viele Bilder und Anregungen zum Bau von Kaninchengehegen finden Sie auch auf: www.sweetrabbits.de www.bunny-in.de www.die-kaninchen-info.de Impfungen und Krankheiten Zu diesem Thema kann „Respektiere“ natürlich nur einen groben Überblick geben, unsere Tipps ersetzen keinesfalls den Gang zum Tierarzt! Chinaseuche (Rabbit hemorrhagic disease, abgekürzt: ‚RHD‘) Diese Viruserkrankung trat erstmals in China auf und ist nicht heilbar. Ausgelöst wird sie durch ein Calicivirus, das die Zellen der Tiere befällt und Blutgerinnungsstörungen hervorruft. Punktförmige Blutungen in allen Geweben und Organschädigungen, insbesondere an der Leber, sind die Folge. Übertragen wird das Virus von stechenden Insekten, aber auch direkte Übertragungen von Tier zu Tier sind möglich. Außerdem können die Erreger durch kontaminierte Gegenstände, Hände oder Kleidung und Berührungen von Ausscheidungen der Tiere weitergegeben werden. Symptome sind Apathie, Fressunlust, Krämpfe, Blaufärbung der Schleimhäute und Schwierigkeiten beim Atmen. Auch blutiger Nasenausfluss kann vereinzelt beobachtet werden. Kurz vor dem Tod biegt das Kaninchen den Kopf unnatürlich weit in den Nacken. Nach der Ansteckung zeigen die Tiere nach ein bis drei Tagen die ersten Symptome, allerdings verläuft die Krankheit meist so schnell, dass die Symptome gar

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nicht erst bemerkt werden, und das Kaninchen lediglich tot aufgefunden wird. Der einzig mögliche Schutz vor RHD besteht in einer Impfung, denn ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, ist die Aussicht auf Heilung sehr schlecht. Die Impfung gegen RHD muss einmal im Jahr wiederholt werden. Myxomatose Auch gegen diese Krankheit sollten Kaninchen unbedingt geimpft werden, denn auch hier bestehen nur schlechte Heilungschancen. Erreger der Krankheit ist ein Pockenvirus, der nur Kaninchen und Hasen befällt und in freier Natur bis zu einem halben Jahr überleben kann. Auch hier erfolgt die Ansteckung über stechende Insekten, insbesondere Mücken und Flöhe, über direkten Kontakt mit infizierten Artgenossen oder indirekt über kontaminiertes Futter oder den Tierhalter. Vier bis zehn Tage nach der Ansteckung schwellen die Bindehäute an, Augenlider können sich entzünden und an Kopf, Pfoten und Genitalien entstehen Verdickungen. Das Kaninchen hat hohes Fieber und Schluckbeschwerden und stellt daraufhin die Futteraufnahme ein. Oft sterben die Tiere nach ungefähr zwei Wochen. Die Impfung sollte im halbjährlichen Rhythmus erfolgen.

Encephalitozoonose (Schiefhals, Headtilt) Diese Krankheit wird von dem Einzeller Encephalitozoon cuniculi hervorgerufen und äußert sich vor allem in einer typischen Schiefhaltung des Kopfes. Der parasitische Einzeller nistet sich bevorzugt in Zellen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sowie in den Nieren der Tiere ein. Nicht nur Kaninchen, sondern auch andere Säugetierarten können befallen werden. Vermutlich haben ein Großteil der Hauskaninchen im Laufe ihres Lebens mit dem Erreger Kontakt, es muss aber nicht zwingend zum Ausbruch der Krankheit kommen. Neben der Schiefhaltung des Kopfes gibt es noch weitere Symptome der Krankheit, allerdings variiert die Kombination und Ausprägung der Symptome und erschwert somit oftmals die Diagnose der Krankheit. Wenn Ihr Kaninchen keinen Appetit hat, Koordinationsprobleme oder Sehbeeinträchtigungen zeigt, umkippt, teilnahmslos herumsitzt oder unkontrolliert uriniert, ist auf jeden Fall ein Gang zum Tierarzt angebracht. Encephalitozoonose kann zwar nicht geheilt, wohl aber behandelt werden. Meist werden bei der Behandlung ein Wurmmittel mit dem Wirkstoff Fenbendazol, ein Antibiotikum, Vitamin B zur Regeneration der Nerven und Kortison verwendet. Erfahrungsgemäß ist in den ersten ein bis zwei Wochen nach Ausbruch der Krankheit und

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Service Beginn der Behandlung zu erkennen, ob Besserung in Sicht ist, und sich das Tier mit der Krankheit arrangieren kann. Viele Tiere haben durch verminderte Sehkraft und die Schiefhaltung des Kopfes Probleme beim Fressen. Bieten Sie Ihren Tieren viel Möhrengrün und Kräuter an; viele Kaninchen bevorzugen dieses Futter in den ersten Tagen der Erkrankung. Für magere Tiere eignen sich Möhren, Steckrüben und Sellerieknollen, da diese viele Kalorien haben. Auch Zusatzfuttermittel und Haferflocken kann man nutzen, um ein Tier aufzupäppeln. Auf der Website www.sweetrabbits.de finden Sie eine Broschüre zur Krankheit mit einer Anleitung zur Herstellung eines Päppelbreis. Wichtig zu wissen ist, dass ein infiziertes Kaninchen den Erreger auch nach Rückgang der Symptome in sich trägt. Es kann also immer wieder zu einem Ausbruch kommen - muss aber nicht. Viele Kaninchen behalten auch schwache Symptome wie beispielsweise die Kopfschiefhaltung zurück. Darauf sollte man bei der Gestaltung des Geheges Rücksicht nehmen und beispielsweise scharfe Kanten oder Stufen vermeiden.

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Schnupfen Der Kaninchenschnupfen mit Niesen, Nasen- und Augenausfluss gehört mittlerweile zu den häufigsten Krankheiten. Schnupfen sollte man in jedem Fall ernst nehmen und durch einen Tierarzt behandeln lassen, da er sonst oft chronisch werden oder sich zu einer Lungenentzündung entwickeln kann. Pasteurellen - eine Bakteriengruppe - sind die häufigsten Erreger, deren Übertragung von Tier zu Tier oder über den Menschen erfolgt. Ist ein Tier infiziert, erfolgt der Ausbruch oft bei geschwächten Abwehrkräften, in der kalten Jahreszeit oder wenn das Kaninchen Zugluft ausgesetzt war. Die Symptome von Kaninchenschnupfen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, von Niesen, Nasenund Augenausfluss bis hin zu deutlichen Atemgeräuschen mit Atemnot. Als erste Maßnahme sollten Verkrustungen vorsichtig mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Im Anschluss werden häufig Antibiotika eingesetzt. Fenchel und Spitzwegerich im Futter wirken beruhigend auf die Atemwege des Kaninchens. Insgesamt ist gesunde Nahrung jetzt besonders wichtig. Impfungen

gegen Kaninchenschnupfen sind eher umstritten, da die Impfung nur wenige Erreger abdeckt, das Tier sich also trotzdem noch anstecken kann. Für weitere Infos zum Thema können Sie die Internetseiten www.die-kanincheninfo.de und www.sweetrabbits.de besuchen oder einen Tierarzt befragen, der Erfahrung in der Behandlung von Kaninchen hat. Die beste Vorbeugung gegen Krankheiten ist eine artgerechte Haltung und Ernährung sowie eine genaue Beobachtung Ihrer Tiere. Kommt Ihnen das Verhalten Ihrer Langohren ungewöhnlich vor, oder zeigen sie bereits Krankheitssymptome, gehen Sie am besten umgehend zum Tierarzt. Besser einmal zu viel als zu wenig!

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Päppelstation für verwaiste Katzenkinder e.V. Wir stellen uns vor

„Wir haben eine kleine Katze gefunden. Die war so niedlich und so klein, dass sie mit Schwanz auf unsere Hand passte. Futter und Wasser haben wir ihr hingestellt. Aber nach drei Tagen war sie tot.“

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iesen Satz haben wir in vielen Gesprächen hören müssen und konnten kaum glauben, dass so viele Menschen keine Ahnung davon haben, wie kleine Katzen behandelt werden müssen, damit sie überleben und eine Chance auf ein erfülltes Leben haben können. Wir fragten uns, wie es sein kann, dass es in einer tierlieben Gesellschaft so viel Unwissen in Hinblick auf die Bedürfnisse junger Katzen gibt. Selbst über die Auskünfte vieler Tierärzte konnten wir uns nur wundern. Und genau dieses Unwissen hat unsere Familie bewogen, selbst tätig zu werden. Da auch uns in der Vergangenheit das ein oder andere Katzenbaby zugelaufen war, verfügten wir schon über ein wenig Erfahrung in der Aufzucht. Nachdem wir eine Sachkundeprüfung

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beim Veterinäramt abgelegt hatten, gründeten wir im Jahr 2011 unseren Verein „Päppelstation für verwaiste Katzenkinder“ in Unterfranken. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wurde auch die Gemeinnützigkeit unseres Vereins anerkannt.

In unserer Station nehmen wir Katzenkinder jeglichen Alters auf; manche sind erst wenige Stunden alt, andere schon einige Wochen. Die Tiere werden von lieben, aufmerksamen Menschen abgegeben, und auch das Tierheim Aschaffenburg und unser Tierarzt Dr. Verst leiten die

Menschen, die sich bei ihnen melden, sofort zu uns um. In der Regel sind die Findelkinder sehr geschwächt durch Hunger, Krankheiten und Parasiten. Die Kleinen werden medizinisch versorgt, bekommen sofort ein Starterset mit Welpenmilch eingeflößt und werden von uns gesund gepflegt. Ja, auch wir haben Verluste zu beklagen, denn manch kleine Katze ist derart krank oder geschwächt, dass wir sie nur noch auf ihrem Weg über die Regenbogenbrücke begleiten können. Wenn unsere Schützlinge gesund und geimpft sind, können sie ab der zwölften Lebenswoche in liebevolle Familien vermittelt werden. Selbstverständlich begleiten wir die neuen Tiereltern auch nach der Vermittlung, stehen mit Rat und Tat zur Seite und beantworten jederzeit Fragen rund um die Haltung und Gesunderhaltung. Sollten uns einmal die Antworten fehlen, machen wir uns entweder kundig oder verweisen an einen Tierarzt. Unser Verein achtet auch sehr darauf, dass die durch uns vermittelten Katzen kastriert und gekennzeichnet und auch weiterhin regelmäßig geimpft werden. Dies müssen uns die neuen Besitzer nachweisen. Wir legen Wert darauf, das Aufwachsen unserer Katzenwelpen kontinuierlich zu

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Partner begleiten. Schutzvertrag und Schutzgebühr sind obligatorisch; mit den Einnahmen kompensieren wir einen Teil der oftmals hohen Kosten für Tierarzt und Medikamente. Zudem vertreten viele Menschen leider immer noch die Einstellung, ein Tier sei nur dann etwas wert, wenn es etwas gekostet hat: Auch deshalb erheben wir eine Vermittlungsgebühr. Die Katzenkinder sind unsere Gäste und leben in unserer Familie, wo es so manches Mal wirklich hoch hergeht. Hier eine kleine Anekdote aus dem Alltag der Katzenbabys in der Päppelstation: Erstellung eines sportlichen Übungsprogrammes für unsere Pflegemama Wir Youngster sorgen dafür, dass unsere zweibeinige Katzenmutter immer ausreichend Bewegung bekommt: Wir verteilen täglich die Streu im ganzen Zimmer, damit sie jeden Tag fegen kann. Wir machen um die Wette die Katzenklos voll, damit sie sich bücken oder in die Hocke gehen kann, um unsere Toiletten zu reinigen. Wir räumen die Arbeitsplatten in der Küche nach unserem Ordnungssystem auf, damit sie auch dort immer wieder in die Hocke gehen kann. Wir spielen das Spielzeug unter die Schränke, damit sie sich auf den Bauch legen und das Spielzeug wieder hervorholen kann. Wir schmieren unsere Nasen und Pfoten an den Fensterscheiben ab, damit sie sich auch mal recken kann, wenn sie die Fenster putzt. Wenn wir besonders um ihre Figur be-

sorgt sind, überfressen wir uns und spucken das Futter wieder aus, damit sie auf allen vieren durch das Zimmer krabbeln und die Hinterlassenschaft wieder wegmachen kann. Zu guter Letzt dann abends noch ein kurzweiliges Lauftraining durch die ganze Wohnung, bevor wir uns zum Abendessen in unser Nachtquartier bequemen. Fazit: Unsere Katzenmutter braucht kein Fitnessstudio, denn sie hat ja uns, die Youngster! Wir, das Team der Päppelstation, haben das große Glück, miterleben zu dürfen, wie sich so ein kleines Lebewesen erholt und zu einer prächtigen Katze heranwächst, dabei viel Blödsinn macht und unendlich viel Liebe zurückgibt, und es ist wundervoll. Wir versuchen, den Katzenbabys eine Lobby zu schaffen, wenn sie keinen anderen Fürsprecher haben. In weiten Teilen Deutschlands sind Katzenwelpen Wegwerfware oder lästiges Übel. Aber wie sollen Katzenbabys auch eine Lobby haben, zumal selbst erwachsene Tiere kaum Schutz bekommen?! Wir versuchen, ihnen diesen Schutz für ihren gesamten Lebensweg mitzugeben. Leider haben auch wir hohe Kosten und wenige bis gar keine Sponsoren. Aber es gibt immer wieder sehr liebe Menschen, die uns auch finanziell unterstützen, was gerade in der heutigen Zeit beileibe keine Selbstverständlichkeit ist.

Dafür an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön! Herzlichst das Team der Päppelstation für verwaiste Katzenkinder e.V. Frau Sabine Stransfeld Siegfriedstraße 3A 63868 Großwallstadt Tel.: 01 75-8 53 68 44 E-Mail: s.stransfeld@t-online.de www.katzenpäppelstation.de

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Der Umbau in Noah's Ark Malta hat endlich begonnen In Heft 2/2012 riefen wir im Namen unseres Partners „Noah’s Ark Animal Sanctuary“ auf Malta zu Spenden für den dringend notwendigen Umbau des Tierheims auf. Lesen Sie hier, was daraus geworden ist:

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och sind wir zwar erst auf halber Strecke, doch Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut, und wir freuen uns unbändig über die kleinen Fortschritte. Die Vorfreude darauf, wie der alte, schäbige Teil des Heims irgendwann einmal aussehen könnte, wenn alles fertig sein wird, ist riesig. Diese Vorstellung motiviert auch alle Helfer, überall wird aufgeräumt, aussortiert, gewaschen, geschrubbt, und jeder will einen Beitrag dazu leisten, dass es wirklich schöner aussieht. Die alten, verrosteten Schränke flogen raus, wir bekamen Regale gespendet und haben aus eigener Tasche neue Plastikschränke gekauft. Aber fangen wir von vorne an: 7.200 Euro sind seit unserem Spendenaufruf im Sommer zusammengekom-

men. Damit hatten wir zwar plötzlich viel Geld, doch andererseits auch wiederum nicht genug, um alles anzugehen. Es vergingen stressige Monate mit unendlich langen Verhandlungen mit den Handwerkern. Die einen machten unverschämt teure Angebote, andere hatten noch nicht einmal Lust, ein Angebot abzugeben, denn in so einem stinkigen, lauten Heim zu arbeiten, verlangt auch den Arbeitern einiges ab. Und alle sagten sie, man könne nur ganz oder gar nicht umbauen, und schrittweise Arbeiten Zwinger für Zwinger seien nicht möglich. Damit standen wir erst einmal vor dem Aus, denn obwohl wir einige Hunde im Vorfeld vermitteln konnten, und wir die Plätze nicht neu besetzt hatten, war es uns unmöglich, das ganze Gebäude leer zu räumen. Also wieder Stillstand. Also konzentrierten wir uns zuerst auf den Außenauslauf, aber auch hier waren die Probleme enorm. Die einen verlangten Baugenehmigungen (unmöglich zu bekommen), die anderen hatten nicht das Equipment, um den Beton über das Dach zu pumpen, der Nachbar machte Ärger, weil er seine Zufahrt nicht öffnen

Unser neuer Auslauf entsteht.

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wollte … es war einfach nur schlimm: Endlich hatten wir Geld, aber es ging und ging nicht los, und darüber hinaus wurde es mit jedem Mal teurer.  Schlussendlich kam ein Handwerker, der einfach nur kam, sah und siegte - auf ganzer Ebene. Er spielte mit den Hunden, war bemüht, sich auf unsere Probleme einzulassen und sagte am Ende: „Wir machen das zusammen, wir kriegen das hin. Es wird schwer, aber es geht, verlasst euch auf mich.“ Und das haben wir getan. Er kam mit seinen Betonmischern, einem riesigen Kran und schoss den Beton wundersamerweise über das ganze Gebäude hinweg in den Auslauf, und innerhalb einer Woche war der Auslauf fertig, und unser Spendenkonto um 4.850 Euro geschrumpft. Dann ging es an den Innenteil. Er versprach uns, er könne ohne Probleme Zwinger für Zwinger fertigstellen. Wir beschlossen, dass wir zuerst die rechte Seite zum Außenauslauf hin fertig machen wollen, denn dort sollen die Hunde ja später einen Innen- und Außenbereich zur Verfügung haben. Also wurden alle Hunde auf die linke

Fleißig bei der Arbeit …

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Partner die ersten Hunde ihre neuen Zwinger beziehen und uns hoffentlich mit einem zufriedenen Schwanzwedeln danken werden. Bis zum heutigen Tag haben wir bereits 11.450 Euro verbraucht. Damit sind die Spendengelder komplett aufgezehrt, und die Zahlung des Restbetrags war nur Rechts unsere alten Zwinger, links die nagelneuen Anlagen. dank einer weiteren, Man kann sehr klar erkennen, wie schrecklich der alte Teil ist, großzügigen privaten und wie sauber, groß und hell der neue Teil werden wird. Spende möglich. Doch nun, wo wir schon so viel erreicht haben, Seite umgesetzt, und der Abbruch beund wir endlich auch sehen können, gann. Aus bisher zwei fürchterlich bewie toll die neue Anlage werden kann, engten Zwingern wurde nun jeweils ein möchten wir natürlich liebend gerne großer Zwinger mit soliden, halbhohen weitermachen. Unser Handwerker hat Trennungsmauern. Das reduziert den uns sogar angeboten, den InnenbeStress unter den Tieren, und so können sie sich auch nicht mehr gegenseitig reich erst einmal ohne Bezahlung ferin ihre Betten pieseln. In den neuen tig zu stellen, und wir Zwingern werden zunächst einmal drei dürfen das fehlende Hunde leben, und sobald der Außen- Geld abstottern, so bereich hinzu kommt, können es auch wir können. Ich kann vier Tiere pro Zwinger sein, womit wir nur sagen, wir vergiedann wieder die gleiche Kapazität wie ßen derzeit viele, viele Tränen der Freude und vor dem Umbau hätten.  Rührung …  Neue Fliesen wurden gekauft und sind zum Teil schon verlegt. Für bessere hygienische Verhältnisse wurde auch eine Reihe Fliesen an den Wänden verlegt - in Deutschland eine Selbstverständlichkeit, hier der pure Luxus. Bisher blieben Kot, Haare und Schmutz in den ungleichmäßigen Fugen und Rillen des unebenen Bodens hängen, konnte das Wasser nicht ordentlich abfließen, blieben Pfützen und Dreck zurück, und es wurde einfach nie richtig sauber. Wir sind jetzt auf halber Strecke des Ausbaus auf der rechten Seite des Heimes und hoffen, diesen Abschnitt in den nächsten Wochen komplett fertigstellen zu können. Die ersten zwei bis drei Zwinger sollen bald fertig sein, dann können die ersten Hunde endlich umziehen, denn während des Umbaus leben die Tiere auf engem Raum zusammengepfercht und müssen Lärm, Dreck und Staub ertragen. Wir alle können den Moment kaum noch abwarten, bis

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wir auf langlebige Qualität setzen und lieber Stück für Stück umbauen, als alles auf die Schnelle provisorisch zusammenzustückeln.  Wir wissen, dass das sehr viel Geld ist - Geld, das auf eine winzige Insel im Mittelmeer geschickt wird - aber ich kann Ihnen versichern, dass wir jeden einzelnen gespendeten Cent in unseren Umbau stecken, und dass wir Ihnen über jeden Cent und jeden Euro gerne Rechenschaft ablegen. Es hat zwar jetzt sehr lange gedauert, bis es losging, und ich weiß, dass einige von Ihnen bestimmt schon dachten, dass das Geld irgendwo versandet sei ... Ist es nicht! Es dauert einfach im Süden alles nur ein wenig länger ...  Das Tierheim Noah's Ark und alle seine Hunde sagen von ganzem Herzen „DANKE“ für Ihre bisherige, tolle Spendenbereitschaft, und wir würden uns unglaublich freuen, wenn Sie uns nochmals unterstützen würden. Dabei hilft

Grob geschätzt werden wir nochmals ungefähr 7.500 Euro benötigen. Dann können wir die Außenzwinger bauen, die Rampen einsetzen, damit die Hunde nach Belieben rein- und rausgehen Unser Schützling Lukan in einem der alten Zwinger können. Bei schlechtem Wetter werden die uns jede noch so kleine Spende. Rampen hochgezogen und schützen DANKE im Namen aller Hunde! die Zwinger gegen Regen, Wind und Ihre Christina Bolz Wetter. Mit dem Geld könnten wir DäNoah’s Ark Malta cher kaufen, die die Außenzwinger zur Hälfte abdecken und somit im Sommer Spendenkonto: auch den Innenbereich kühlen und im Animal Shelter e.V. Winter den Wind abhalten. Und es Stichwort: Hilfe für Noah’s Ark wäre uns zu guter Letzt möglich, eben Sparkasse Wuppertal auch noch die linke Hälfte des GebäuBLZ: 330 500 00 des umzubauen. Damit wird der UmKonto-Nr.: 25 25 28 bau zwar deutlich teurer als ursprüngIBAN: DE78330500000000252528 lich geplant, doch wir haben im Laufe BIC: WUPSDE33 der letzten Monate entschieden, dass

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Unsere Einsatzgebiete in Europa Der ETN e.V. setzt zahlreiche Projekte im Tier- und Naturschutzbereich um. Er ist zudem ein zuverlässiger und starker Partner für nahezu einhundert Vereine im Inund Ausland. In Zusammenarbeit mit dem ETN e.V. leisten unsere Partner europaweit anerkennenswerte Tierschutzarbeit. Sie setzen sich unter den schwierigsten Bedingungen für die Tiere vor Ort ein. Ohne diese Tierschutzarbeit an der Basis würden viele Tierheime schlichtweg nicht existieren, blieben Abertausende von Straßentie-

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ren unversorgt und unkastriert. Unzählige Tiere wären dem Tod geweiht. Unsere Partner im In- und Ausland sind genauso wie wir als ETN e.V. immer für die Belange der Tiere da. Sollten Sie, liebe ETN-Freunde, uns oder unsere Partner brauchen, scheuen Sie sich bitte nicht! Nehmen Sie Kontakt auf! Wir helfen! Tel.: 0 22 45-61 90-0 oder e-Mail: info@etn-ev.de. Die Kontaktdaten unserer Partner finden Sie auch unter www.etnev.de.

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News

Der ETN e.V. in Brüssel

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Abschuss einer Mufflonherde in Bielefeld In den sechziger Jahren wurden im Raum Bielefeld einige Mufflons ausgewildert, deren Abschuss seit einiger Zeit diskutiert wird. Treibende Kraft dabei ist die Klasing-Stiftung, die eines der sechs von den Mufflons bewohnten Waldgebiete bewirtschaftet. Laut Aussage der Stiftung verursacht die Mufflonherde, die zurzeit aus zehn Tieren besteht, erhebliche Schälund Verbissschäden an den Bäumen des Stiftungswaldes. Ein fachliches Gutachten zum tatsächlichen Schaden an den Bäumen gab es allerdings nie. Zudem muss nicht jeder Schälschaden auch einen tatsächlichen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Die Klasing-Stiftung zog vor Gericht, um gegen den Willen der Stadt Bielefeld, der Kreisjägerschaft und der Besitzer des umliegenden Waldes einen Abschuss der Herde zu erwirken. Im Januar gab das Verwaltungsgericht Minden der

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Foto: Grupo Masteros 2013

Stiftung recht und entschied, dass die Stadt Bielefeld neu über den Abschuss entscheiden muss. Aktueller Stand bei Redaktionsschluss war, dass die Stadt gegen das Urteil Einspruch beim Oberverwaltungsgericht einlegen wird. Unter https://www.openpetition.de/ petition/online/petition-zur-rettungder-bielefelder-mufflons finden Sie eine Petition, die sich für eine sachliche Diskussion des Themas und die Suche nach alternativen Lösungen einsetzt. Delegiertenversammlung Am 10.11.2012 fand gemäß unserer Satzung die Delegiertenversammlung auf Hof Huppenhardt in Much statt.

Keine Kosmetik aus Tierversuchen in der EU mehr Ab 11. März 2013 dürfen in der EU keine Tierversuche mehr für Kosmetika durchgeführt und zudem auch keine an Tieren getesteten Kosmetika und Inhaltsstoffe importiert und verkauft werden. Mit dem Verkaufsverbot soll verhindert werden, dass Firmen die Regelung umgehen, indem sie Tierversuche in Drittländern vornehmen und dann die Produkte in die EU einführen. Bereits seit Ende 2004 besteht das Testverbot für Endprodukte wie Cremes und Schminke,

allerdings nicht für einzelne Inhaltsstoffe. Ende Januar 2013 bestätigte der für die Kosmetikrichtlinie zuständige EU-Kommissar Tonio Borg, der seit November 2012 im Amt ist, gegenüber der Leiterin der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), dass er an dem Aus für Tierversuche in der Kosmetik festhalten werde. Ein toller Erfolg für den Tierschutz!

Der ETN e.V. in Brüssel Am 24. Januar 2013 fand ein Treffen von zehn Tierschutzorganisationen bei der EU-Kommission in Brüssel statt. Gastgeber waren Joanna Darmanin, die Leiterin des Kabinetts von EUKommissar Tonio Borg (Abteilung Verbraucher und Gesundheit) und Dr. Harry Vassallo, Mitglied des Kabinetts. Ebenfalls anwesend waren die Referatsleiter für Tierschutz. Die verschiedenen Tierschutzorganisationen aus Süd- und Osteuropa schilderten die Situation der Straßentiere im jeweiligen Land; der ETN konzentrierte sich dabei auf die Ukraine. Ein Fokus lag auf den Auswirkungen von öffentlich gezeigter Brutalität gegen Tiere auf die menschliche Psyche. Im Weiteren wurde über die Neuter-andRelease (Kastrieren-und-Freilassen)Methode als einzig humanes Mittel zur Verringerung der Zahl der Straßentiere diskutiert. Es fand eine lebhafte und positive Diskussion statt, doch die Vertreter der EU-Kommission wiesen auch darauf hin, dass sie den rechtlichen Status der Mitgliedsstaaten innerhalb des EU-Systems zu respektieren haben.

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Damit Tiere eine Zukunft haben! Ich bin Mitglied beim ETN, weil der ETN Tier- und Naturschutz verbindet! Der ETN schützt Tiere und ihren Lebensraum. der ETN nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland aktiv ist! Denn Tierelend kennt keine Grenzen. der ETN sich für alle Tiere gleichermaßen einsetzt: Haus-, Wild- und „Nutz“tiere! So fördert der ETN u.a. Tierheime, Bärenreservate und Projekte zur artgerechten „Nutz“tierhaltung. der ETN nicht nur redet, sondern auch handelt! Der ETN tritt bspw. auf politischer Ebene für ein Verbandsklagerecht ein und hilft u.a. mit über 100.000 kg Futterspenden pro Jahr den Tieren. der ETN ein Garant für vorbildliche Tierschutzarbeit ist! Der ETN und seine Partner sorgen für die optimale Unterbringung und Vermittlung geretteter Tiere, u.a. in den ETN-eigenen Einrichtungen wie dem Tierheim „Hof Wiesenfeld“ und „Hof Huppenhardt“. der ETN mit Herz und Verstand handelt! Um Tierleid zu verhindern und den Tierschutzgedanken zu verbreiten, führt der ETN vor Ort Kastrations- und Aufklärungsprogramme durch. Gleichzeitig rettet er bedrohte Tiere aus den Tötungsstationen.

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Europäischer Tier- und Naturschutz e. V. als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt Mitgliederservice: D-53804 Much, Hof Huppenhardt, Tel.: 0 22 45-61 90-17, Fax: 0 22 45-61 90-11, e-Mail: Mitgliederbetreuung@etn-ev.de

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Respektiere Ausgabe 01/2013